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Full text of "Film-Magazin Vereinigt Mit Filmwelt (1929)"

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\ 


LIBRARY 

'v- ___— . 

OF  WlODtRNART 
Received: 


I 


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David  Sorochty 


FL  f''- 


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in  2013 


Iittp://arcliive.org/details/filmmag03berl 


\ 


^^^ 


^fU^IMERl        /       BERLIN,    6.  JANUAR    1  929       /       P  R  E  I  S    4  0  P  F  E  N  N  1  G 


LJJoroiliv  (2/ebasiian 


t     ' 


r* 


Das  große 
Ufa-Lustspiel 


m 


it  Nicolai  Kolin  und  Gustav  Fröhlich 


Manuskript:    Julius    Urgiss     und     Friedrich    Raff 
nach    der    Komödie    von     Georg    Kaiser    ,,  Der    mutige    Seefahrer'' 

Regie:   Wilhelm   Thiele      ^      Prod. -Leitung:   No6  Bloch 


Das  Ulieil  der  Presse: 


.  ,  .  Geor<i  Kaisers  Komiidie  ,,Dcr  niuti<>c 
Seefahrer"  erlebt  damit  die  amüsanteste  fil- 
mische Bcarbcitunis.  Das  Um  und  Auf,  der 
Mittel-  und  Höhepunkt  ist  der  famose  Nicolai 
Koiin,  der  wieder  von  mitreißendster  Ko- 
mik ist.  Berliner  Montagspost 

.  .  .  Von  Nicolai  Kolin  in  einer  einzigen, 
grandiosen  Charakterstudie  vorgeführt.  Wun- 
dervoll dieses  zwischen  List,  Güte  und  Ver- 
schlagenheit rumorende  Temperament  .  .  . 
eine  Leistung,  die  in  ihrer  epischen  Dichte 
und  Verflochtenheit  die  Tradition  russischer 
Schauspielkunst  genial  weiterführt  .  .  .  ein 
vorbildliches  Ensemble,  aus  dem  sich  das 
Brüderpaar  Gülslorffs  und  A.  Bondireff's 
überwältigend   heraushebt.     Montag  Morgen 

.  .  .  Dieser  Film  ist  unter  einem  guten 
Stern   geboren,    geht    hin,    seht    ihn   euch   an. 

Welt  am  Montag 

.  .  .  Ein  Abend  voller  Laune  und  Heiter- 
keit,    der     vom     Publikum     mit     dankbarem 


Lachen  quittiert  wurde  .  .  .  Wilhelm  Thiele, 
der  Regisseur  .  .  ,  beschwingt,  leicht  und 
spritzig  und  baut  eine  humorvolle,  mensch- 
liche Komödie  auf,  die  fesselt.  Nicolai  Kolin 
.  .  .  ein  liebenswerter  Prachtmensch  mit  halb 
lustig  blinzelnden,  halb  naiv  schauenden 
Augen,  ein  etwas  weltfremdes,  gutmütiges, 
ewig  grol3es  Kind  mit  wirklichem,  von  innen- 
heraus  quellendem,  unaufdringlichem  Humor, 
Eine  glänzend  gelungene  Figur,  an  die  man 
schmunzelnd  zurückdenkt  .  .  .  Ganz  großer 
Erfolg  im  Universum.    Berliner  Morgenpost 

.  .  .  Beifall,  der  am  Schluß  zum  Orkan  an- 
wächst, wie  man  ihn  in  solcher  Einmütigkeit 
lange  nicht  mehr  erlebt  hat.  Nicolai  Kolin 
.  .  .  ein  ganzer  Künstler,  ein  ganzer  Mensch. 

Neue  Zeit 

Nicolai  Kolin  als  mutiger  Seefahrer  .  .  . 
das  zu  sehen  ist  unvergeßlich. 

Neue  P'eiißische  Ztg. 


D  1  j:    ^\  o  c  11  1.  \  s  c  ii  w  i  i   r    n  i:  u    i  i  l  m  f  w  i.  r  \  d  r 


* 


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I  • 


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OUo  Gebühr  als  Blücher  im  Emelka-Film  „^äierloo" 


', 


V 


Oben  und  rechts: 
Clara  Bow 

Mitte:  Der  für  die 
Aufnahmen  erricii- 
teie  Turm  und  das 
eigens  für  den  Film 
gebaute  dreimotorige 
Flugzeug 

Unten:         Richard 

Arlen.CharlesRogers 

(Aus       dem       Film 

„Wings") 

P/iol.  Paramount 


Dreiundzwanzi^      Kameraleute     pholographicrlen 
die   fjroßarligen   Liiftszencn. 


Die   Herstellung  von  „Wings"   erforderte  die   un- 
'interbrochene    Arbeit    von    fast    zwei    Jahren. 


Ein  vollständig  eingerichtetes  Laboratorium,  in 
dem  täglich  mehr  als  dreitausend  Meter  Negativ- 
und  Positivfilm  zur  Bearbeitung  gelangen  konnten, 
wurde  während  der  Herstellung  dieses  Films  in 
San  Antonio  in  Texas  erbaut.  (Die  Kopieranstalt 
der  Ufa   liefert   täglich   rund  80  000  Meter.) 


Dreihundert    Flugzeuge 
französische     und     amerikanische 
wirkten   in   diesem    Film   mit. 


An  vier  räumlich  weit  von  einander  getrennten 
Schauplätzen  wurden  zu  gleicher  Zeit  Szenen  für 
„Wings"  gedreht.  Zwei  Gruppen  arbeiten  bei 
San  Antonio,  achtzig  Kilometer  voneinander 
cnlfernl,  eine  unter  der  Führung  des  Regis- 
seurs William  Wcllman,  die  andere  unter 
dem  künstlerischen  Obcrleiter  Lucien  Hub- 
bard.  Gleichzeitig  machte  in  Hollywood  in 
einer  Entfernung  von  2200  Kilometer  Norman 
McLeod  eine  Anzahl  Innenaufnahmen  für 
,, Wings",     und     Harry     D'Abbadie     D'Arrasl 


pholographierte 
i'ariser   Szenen. 


Paris      die      typischen 


deutsche,    englische,     \ 
Maschinen     — 


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^^*lr  ^ 


w 


Oben   rechts: 
Charles    Rogers 

Mitte: 
Vor     dem     Aufstieg 

ten:   Clara  Bow, 

rles  Rogers,  Clara 

w,  Richard  Arien 


Namhafte  Kriegsflieger  von  vier  Nationen  wurden  für  wich 
tige  Rollen  in  dem  Fliegerfilm  „Wings"  ausgewählt.  Unte 
ihnen  befanden  sich  der  Deutsche  Carl  von  Hartmann 
der  Amerikaner  James  Healy,  der  Franzose  Pearsons  un 
der  Engländer  S.  C.  Campbell. 
* 

Von  den  650  männlichen  Komparsen,  die  in 
den  Folies  Bergere-Szenen  von  „Wings"  mit- 
wirkten, waren  327  in  Frankreich  gewesen  und 
kannten  das  berühmte  Vergnügungslokal  aus 
eigener  Anschauung. 


Charles  Rogers  und  Richard  Arien,  die 
Träger  der  männlichen  Hauptrollen  in  dem 
Fliegerfilm  ,, Wings",  verbrachten  während  der 
Aufnahmen  der  Kampfszenen  78  Stunden  in 
der  Luft. 

Obwohl  der  Film  mit  staatlicher  Unter- 
stützung hergestellt  wurde  —  das  amerikani- 
sche Luitministerium  stellte  Flugzeuge,  Luft- 
schiffe, Tanks,  Kriegsmaterial,  Soldaten  zur 
Verfügung  — ,  beliefen  sich  die  Kosten  von 
„Wings"  doch  noch  auf  1  Million  200  000 
Dollar. 

Der  Fliegerfilm  der  Paramount  ,, Wings" 
läuft  seit  dem  L  August  1927  vor  täglicli 
ausverkauftem  Hause  im  Criterion  -  Theater 
in  New  York  und  wird  jetzt  in  Deutschland 
laufen. 


Sie  trifft  des  Morgens  nie  verspätet  im  Ate- 
lier ein  Sic  lächelt  einen  freundlichen 
Gruß  an  alle  Arbeiter,  welche  bei  ihren 
Aufnahmen  beschäftigt  sind  ■ —  vom  Regisseur 
bis  zum  Elektriker  und  Laufjungen.  — 

Sie  sitzt  nicht  müßig  umher  und  raucht  lange 
Zigaretten  auf  noch  längeren  Zigarettenspitzen. 
Ich  habe  sie  eigentlich  noch  nie  rauchen  ge- 
sehen. 

Sie  ist  nicht  übertrieben   temperamentvoll. 

Wer  sie  ist?  Sie  ist  Baclanova,  früher  Schau- 
spielerin am  Moskauer  Künstlertheater  und 
jetziger  Flimmerstar  in  Hollywood. 

Baclanova  ist  fabelhaft  interessant.  Ob- 
wohl sie  ihr  Temperament  ihren  Mitarbeitern 
gegenüber  im  /^aum  hält,  vergleicht  man  die 
Russin  häufig  mit  einem  Vulkan,  welcher  einem 
Ausbruch  nahe  ist.  Sic  ist  voll  von  nervöser 
Energie  —  dynamisch.  Sie  kann  mit  dem 
besten  Willen  nicht  länger  als  einen  Augen- 
blick stillesitzen. 

Nur  manchmal  packt  es  sie.  Dann  sitzt  sie 
stundenlang  auf  ein  und  demselben  Fleck  und 
hört  kaum,  was  ihr  gesagt  wird,  sondern  starrt 
abwesend   ins   Weite. 

Doch  diese  Stimmungen  kommen  nur  äußerst 
selten  vor.  Man  findet  Baclanova  meistens 
lebendig,  gespannt  und  sprungbereit,  wie  ein 
edles  Vollblut,  das  auf  das  Fallen  der  Barriere 
wartet. 

Die  Schranke  fällt,  wenn  die  Aufnahme  be- 
ginnt. Sie  stürzt  sich,  sich  selbst  vergessend, 
mit  ungeheurem  Feuer  in  ihre  Rolle.  Nach 
Beendigung  ihrer  Szene  ist  sie  oft  gänzlich 
erschöpft,  aber  ihre  Kräfte,  sich  in  kürzester 
Zeit  wieder  zu  sammeln,  sind  ungeheuer. 

An  seltenen  Anlässen,  wenn  Baclanova  grü- 
belt, ist  sie  unergründlich.  Sic  selbst  weiß 
nicht  einmal,  was  sie  sieht,  wenn  ihre  blau- 
grauen Augen  unbeweglich  in  die  Ferne  schwei- 
fen. Eine  unglaublich  große  Schwermut  scheint 
ihre  Seele  dann  zu  befallen  —  schwarz  und  un- 
durchdringlich. Vielleicht  ist  es  ein  Erbe  ihrer 
Vorfahren,  die  in  den  düsteren  Steppen  Nord- 
rußlands einen  zähen  Kampf  ums  Dasein 
führten?    .    .    . 

Nur  eins  kann  Baclanovas  schwarze  Wolken- 
wand durchbrechen,  und  zwar  das  Wort  des 
Regisseurs.  Wenn  Baclanova  vor  die  Kamera 
gerufen  wird,  wirft  sie  ihre  düsteren  Gedanken 
gleich  einem  schwarzen  Mantel  von  sich. 

Niemand  und  nichts  anderes  kann  sie  aus 
dieser  schwermütigen  Stimmung  in  die  Wirk- 
lichkeit zurückrufen.  Ein  zerstreutes  Lächeln 
und  einsilbige  Antworten  sind  ihre  einzige  Er- 
widerung. Baclanova  ist  aber  niemals  unhöf- 
lich, denn  sie  ist  vor  allem  anderen  ein  sehr 
freundliches  Menschenkind. 


Die  amerikanische  Arbeitsweise 
jigefällt  Baclanova  sehr  gut, 

Sic  erzählte  mir:  „Ich  arbeite 
gar  zu  gern  an  Filmen,  bei  wel- 
chen alle  Mitarbeitenden,  ganz 
gleich  ob  Star,  Komparse  oder 
Techniker,  Freunde  sind  und  wo 
es  keinen  unheimlich  großen  Star 
gibt"  (sie  hob  ihre  Hände  weit  über 
ihren  Kopf  empor,  um  die  Größe 
des  Stars  anzudeuten)  ,,und  eine 
Menge  winziger  Darsteller"  (die- 
ses Mal  illustrierte  sie  ihre  Rede, 
indem  sie  sich  fast  bis  auf  den 
Fußboden  beugte). 

Baclanova  liebt  die  Wahrheit 
über  alles.  ,,Das",  sagte  sie  mir, 
„kommt  von  meiner  Ausbildung 
am  Moskauer  Künstler-Theater. 

Das  Motto  dieses  Theaters  ist 
CS,  Wahrheit  durch  Konzentration 
zu  erzielen.  Ein  Teil  meines  Stu- 
diums bestand  darin,  allein  in 
einem  Zimmerchen  zu  sitzen  und 
mich  auf  eine  bestimmte  Gemüts- 
bewegung zu  konzentrieren,  bis 
ich  diese  zur  vollkommenen  Zu- 
friedenheit meiner  Lehrer  porträ- 
tieren konnte.  Um  dieses  Ziel  zu 
erreichen,  mußte  ich  meine  Rolle 
fühlen,  ich  mußte  sie  in  der  gan- 
zen Tiefe  meines  Wesens  erleben." 
Erst  vor  kurzem  legte  die  Ba- 
|clanova  eine  treffende  Probe  ihrer 
Liebe  für  Natürlichkeit  ab.  Der 
""Regisseur  befahl  ihr,  unordentlich 
und  schmutzig  auszusehen,  gerade 
so,  als  ob  sie  auf  der  Straße  ge- 
legen habe. 

Sie  nickte,  blickte  blitzschnell 
um  sich,  bückte  sich  und  schabte 
so  viel  Schmutz  vom  Fußboden 
des  Glashauses  zusammen,  wie  sie 
nur  konnte,  und  beschmierte  ihr 
Kleid  damit.  Dieses  wiederholte 
sie  einige  Male  und  besah  sich 
darauf  im  Spiegel.  Aber  sie  war 
mit  ihrem  Aussehen  noch  nicht 
zufrieden.  Da  legte  sie  sich  der 
Länge  nach  auf  den  Fußboden 
und  rollte  sich  im  Staube.  Dann 
stand  sie  auf,  schmierte  etwas 
Farbe  auf  Wangen  und  Stirn  und 
zerriß  ihren  Strumpf.  Als  sie 
sich  darauf  im  Spiegel  betrach- 
tete, waren  sie  und  auch  der  Re- 
gisseur zufrieden. 

Baclanova  hat  keine  kompli- 
zierte Philosophie  und  Regeln  wie 
anchc  Filmschauspielerinncn,  die 
ren  Schwestern  mitteilen,  wie 
an  im  Film  erfolgreich  sein 
ann.  Neue  Erfahrungen  spornen 
ie  an  und  erfreuen  sie. 

Ihr  Wahlspruch  ist:     ,,Man  muß 
leben,  um  verstehen  zu  können!  ' 

* 


viel    größere  Mittel    zur  Verfügung    als    bei    uns    in 
Deutschland. 

Die   beiden   berühmten    Seeschlachten,    die    zu    den 
größten  Szenen  des  Films  gehören,  wurden  in  Kali- 
fornien   gedreht,    und    zwar    Abukir    und    Trafalgar 
hintereinander  am  gleichen  Ort,  während  sie  im  Bild 
natürlich  vollständig  voneinander  getrennt  sind. 
Die   Schiffe   sind   genau   nach   alten    Modellen   ge- 
arbeitet, aber  in  ihrer  natürlichen  Größe  rekon- 
struiert.    Die  Masten  ragen  bis  35  Meter  Höhe 
zum   Himmel,   und   die  Bordseiten,   kanonenbe- 
wehrt, reichen  bis  zu  15  Meter  Höhe  über  den 
Wasserspiegel. 

lieber  800  Komparsen  wohnten  eine  Reihe 
von  Tagen  am  Strand  von  Catalina,  und  für 
alle  diese  Männer  mußten  Uniformen  der  briti- 
schen Matrosen  aus  der  Zeit  des  18.  Jahrhun- 
derts hergestellt  werden. 

Für  die  ,,Lady  Hamilton"  wählte  man  Co- 
rinne  Griffith  aus.  Den  Lord  Nelson  übergab 
man  Victor  Varconi,  weil  selbstverständlich  im 
amerikanischen   Film   dieser   Held   der   Liebes- 


Liebesgeschichten  der  wun- 
dervollen Frau  und  des  be- 
rühmten Seefahrers  sind 
Gegenstand  vieler  Romane 
und  ernster  kulturhisto- 
rischer Bücher  gewesen,  so 
daß  es  klar  war,  daß  den 
Film  immer  wieder  dieser 
Stoff  gereizt  hat. 

In  der  Nachkriegszeit 
griff  zuerst  Richard  Os- 
wald hier  in  Deutschland 
diesen  Stoff  auf.  Er  machte 
daraus  einen  Großfilm,  der 
sich  aber  im  Ausmaß  nicht 
mit  dem  messen  kann,  was 
jetzt  Amerika  darbietet. 

Ganz  abgesehen  davon, 
daß  die  Technik  in- 
zwischen rapid  weiterge- 
gangen ist,  stehen  den 
Filmfabrikanten  in  Hol- 
lywood     im      allgemeinen 


i^cschichle  ein  scliöncr  Mann  sein  muß,  etwas,  das 
man  vom  historischen  Lord  Nelson  nur  bedingt  sagen 
rconntc. 

Ucberhaupt  hätte  derjenige,  der  als  Zuschauer  den 
Aufnahmen  beiwohnte,  mancherlei  historisch  amü- 
sante Dinge  sehen  können. 

So  wurden  die  drei  großen  Schlachtschiffe,  die  an 
sich  durch  Segel  fortbewegt  wurden,  außerdem  noch 
von  kleinen  Schleppern  gezogen,  damit  der 
Wind  die  Schlachtflottc  nicht  von  der  Richtung 
abtrieb,  die  vorher  festgelegt  war,  um  20  Ope- 
rateuren bestimmt  die  Möglichkeit  zu  geben, 
den  grandiosen  —  aber  auch  kostspieligen  — 
Kampf  im  Bild  festzuhalten. 

Wenn  man  nun  noch  hört,  daß  neben  diesen 
großen  Kampfszenen  prächtige  Bilder  von 
Volksfesten  in  London,  am  Golf  von  Neapel, 
der  große  Einzug  Nelsons  in  die  britische 
Hauptstadt  mit  einem  Menschenaufwand  von 
2000  Personen  für  die  ,, Ungekrönte  Königin" 
verwendet  wurden,  so  kann  man  verstehen,  daß 
die     amerikanische      Herstellungsfirma     dieses 


Links:    Corinne  Griff ith 

Recfiis:    Victor  Varconi 

Unten:  Marie  Dressler,   Corinne  Griff  ith 


historische  Erzeugnis  als  das 
beste  Bild  des  Jahres  be- 
zeichnet und  daß  sie  glaubt, 
es  würdig  dem  berühmten 
,,Ben-Hur"-Film  an  die 
Seite  stellen  zu  können.  Wenn 
die  „Ungekrönte  Königin" 
auch  nicht  die  Aufnahme- 
dauer beanspruchte  wie  ,,Ben 
Hur"  (für  diesen  Film  mußten 
bekanntlich  die  Aufnahmen, 
für  die  eine  Expedition  nach 
Italien  ausgerüstet  war,  in 
Hollywood  wiederholt  wer- 
den), so  stellen  200  Auf- 
nahmetage immerhin  einen 
Zeitraum  dar,  der  auf  die 
Größe,  den  Umfang  und  die 
Qualität  eines  Films  den  be- 
rechtigten Schluß  zuläßt,  daß 
CS  sich  hier  wirklich  um 
einen  in  jedem  Sinne 
,, großen"   Film  handelt. 


Wenn  man  jetzt  im  Ufa-Atelier  Tempelhof  einem  Herrn 
in  den  besten  Jahren  begegnet,  dessen  Gesicht  ebenso 
unverkennbar  englisch  zugeschnitten  ist  wie  sein  Anzug 
und  dessen  lange  Zigarettenspitze  nicht  minder  berühmt  ist  als 
seine  Romane,  so  hat  man  Edgar  Wallace  vor  sich.  Die  lite- 
rarische Karriere  dieses  Mannes  ist  ohne  Vorbild,  denn  er  be- 
gann erst  vor  sechs  Jahren  zu  schreiben,  und  doch  zählen  seine 
Romane  bereits  über  100  Bände,  die  Zahl  seiner  Theaterstücke 
geht  in  die  Dutzende,  und  Edgar  Wallace  ist  außerdem  noch 
Theater-  und  Sportkritiker  sowie  Sachverständiger  für  Hunde- 
rennen. Es  nimmt  wunder,  daß  ihm  überhaupt  noch  die  nötige 
Zeit  zum  Besuche  eines  Filmateliers  bleibt,  aber  das  eigentliche 
Element  im  Wesen  dieses  Schriftstellers  ist  das  unerschütterliche 
angelsächsische  Phlegma,  das  sich  allen  Situationen  gewachsen 
zeigt  und  das  Edgar  Wallace  mit  seinem  Hut  im  Arbeitszimmer 
ablegt.  Friedrich  Zelnik  verfilmt  einen  der  vielen  Romane, 
den  ,, Roten  Kreis",  dieses  Weltautors,  dem  man  es  auf  das  Wort 
glauben  darf,  wenn  er  erklärt,  daß  er  sich  an  den  vor  etwa  vier 
Jahren  geschriebenen  Roman  nicht  mehr  erinnern  könnte.  Es 
würde  ihm  auch  schwer  fallen,  aus  der  eben  aufgebauten  Deko- 
ration, die  einen  Ballsaal  mit  Karnevalstreiben  zeigt,  auf  ein 
Kapitel   seines  Romanes  zu  schließen,   denn  diese   Szene   kommt 


ist 


im   Buch    gar    nicht    vor.     Sie    ist    nur    für    den  Film    erfunden  j 
worden,   um    ein   belebendes   Element    hineinzubringen, 

Edgar  Wallace,  der  englische  Bühnen-  und  Filmverhältnisse 
genau  kennt  und  der  augenblicklich  in  Berlin  weilt,  um  eines 
seiner  reißerischen  Bühnenstücke  einzustudieren,  lobt  die  deutsche 
Filmarbeit,  weil  ihm  das  eifrige  Arbeitstempo  in  den  Glashäusern 
behagt  und  er  die  präzise  Arbeit  des  Regisseurs  zu  würdigen 
versteht.  Ein  Routinier  wie  Friedrich  Zelnik  kann  einen  Außen- 
stehenden natürlich  schnell  in  das  Wesen  der  deutschen  Auf- 
nahmetechnik einführen.  In  einem  Zelnikfilm  versteht  es  sich  na- 
türlich von  selbst,  daß  die  Hauptrolle  von  Lya  Mara  dargestellt 
wird.  Dieser  Liebling  des  Publikums  hat  diesmal  eine  besondere 
Überraschung  vorbereitet,  Lya  Mara  erscheint  nämlich  auf  dem 
Maskenball  als  Chiromanlin,  als  Anhängerin  der  Handlesekunst, 
die  aus  den  Linien  der  Handfläche  das  Schicksal  deutet.  Für 
diesen  Zweck  hat  sie  sich  in  ein  indisch-chinesisches  Kostüm 
geworfen  und  sogar  eine  glatte  schwarze  Perücke  aufgestülpt,  so 
daß  man  im  ersten  Augenblick  verblüfft  über  diese  Handlung  ist 
und  an  Anna  May  Wong  erinnert  wird.  Aber  Lya  Maras  Lachen 
hat  nichts  Orientalisches  an  sich,  sondern  ist  höchst  lebendig 
europäisch.  Lya  Mara  bleibt  eben  auch  unter  der  Maske  Lya 
Mara, 


Buster  Keaton  kontrolliert  ein  Baseballspiel  durchs  Radio 


f.Siö^  OMC  Sku^..... 


2,  (jl}mgei^yfiü&^  nadj 


Sia/S  mackb  SduOies^'^ 

kebteio 


s,Siegauf9a^ 


um 


Kjd/t  lAmc  -HÄNDEN 

vftÄ  &il  Sie.  ERKENNEN 


VON  MAR/ ANNE  RASCH  IG 


Die  Hand  :tls  das  Meisterwerk  der  Schöpfunj«  steht 
in  ihrer  vollendeten  Zweckmäßijjkeit  unübertroffen 
da.  Die  Natur  verlieh  offenbar  dem  Menschen  dieses 
{Genialste  Gebilde  seines  Korpers  zum  ausdrück- 
lichen Zeichen  dafür,  daß  er  die  höchste  Entwicklunj^s- 
stufe  unter  den  Lebewesen  zu  erreichen  bcfahij^t  ist. 
Dieses  ,,0r}5an  der  OrjSanc",  wie  Aristoteles  schon  die 
Hand  benannt  hat,  läßt  in  crhöhterem  Maße  wie  andere 
Körperteile  eine  Erkennunj«  und  Beurteilun<J  unserer 
Wesensart,  unserer  Kräfte  und  Schwächen,  unserer 
Wünsche  und  Ziele  zu. 

Das  ^ilt  nicht  nur  von  der  Form  der  Außenhand,  der 
Glicderun<5  der  Fini^cr,  sondern  mehr  noch  von  der  Innen- 
hand und  ihrem  je  nach  Empfindun<^en  und  Fortschritt 
veränderlichen  bedeutunj^svollen  Liniennetz,  Sobald  man 
sich  mit  diesem  Spiegelbild  unseres  Innern  näher  beschäf- 
tij^t,  erkennt  man  den  Wert  einer  Handlesekunst,  der 
Chiroloj^ic,  wie  sie  heute  —  von  Wust  und  Schlacken  mit- 
telalterlicher Phantasterei  befreit  —  ausj^eübt  wird,  als 
vollberechtij^t  und  notwendi;!  zur  Diagnostizierunii  und 
DifferenzierunjJ  unserer  Wesenskräfte  an. 

Künstlerische  Beschäftigunjjen  zumal  sind  imstande,  die 
Hand  zu  einem  Orj^an  von  fast  transzendenter  Schönheit 
zu  gestalten,   da   freiwerdende   Fluide    die    Hand    zu    ver- 


jjeisti^en  verm()j«en.  Das  wird  ;4erade  während  der  künst- 
lerischen Betätij^unj4  des  Schauspielers  dem  Auj^e  des  For- 
schers sichtbar.  Ich  beobachtete  häufig,  daß  das  Linien- 
gebilde 8^nz    anders    während    resp.   kurz  nach   einem  er- 


li* 

"tc 

st, 


in 

schütternden  Spiel  wirkt,  als  im  Ruhestande,  wenn  sich  jrei 
auch  Reste  dieser  Erschütterung  erhalten  und  oft  zum  lEii 
dauernden  Bestandteil  werden.  Daher  ist  die  Hand  des  j  I 
Schauspielers,  die  mitspielt  auf  der  Bühne  und  im  Film.jjliel 
ein  so  wundersames  Forschungsobjekt,  das  besondere  Auf-  lau! 
Schlüsse     über    Eigenart     ihres   Besitzers   gibt.      In   dieseml  am 


Artikel   werden  zunächst  die   Hände   von  sechs  bekannten 
Filmkünstlern  besprochen,  die  bis  auf  Hand  sechs  typisch 
amerikanischen      und     deutsch-amerikanischen      Einschlagli  Lin 
aufweisen,  j  bcs 

1.  Emil  Jannings'  Hand,  breit,  wuchtig,  voll,  mitjlscli 
eigenartig  schwungvollen  Linien  ausgestattet,  zeigt  dicjj  Das 
ganze  große  Gestaltungskraft  dieses  zum  Deutsch-Ameri-  link 
kaner  gewordenen  Schauspielers,  der  —  schon  fest  ver-  en 
wurzelt  in  seinem  neuen  Lande  —  dennoch  mit  sehnsüchi,  satz 
tigem  Tränenauge  zur  alten  Heimat  hinschielt.  Von  seineiJTjew 
Handaufnahme  ist  mir  besonders  in  Erinnerung  gebliebeni  keni 
die  wahrhaft  intensive  Anteilnahme  seines  schönen  Airelj  D 
dale-Hundes,  der  mit  beiden  Pfoten  auf  dem  Tisch  und)  Taj, 
glänzenden  Augen  der  erstaunlichen  und  ihm  gänzlich  Ha 
unbekannten   Prozedur  des   Anschwärzens  der   Hände  zu   Bil 


sah  und  besorgt   darüber  wachte,   daß   seinem   „Herrchen" 
nichts  Böses  widerfuhr. 

Im  Handinnern  sieht  man  als  besonders  interessant  die 
starkgeschwungene  und  eigenartig  verbogene  Herzlinie 
(obere  Linie),  besser  ,,Zirk.ulationslinie"  benannt,  die  hier 
starkes  Empfindungsleben  und  motorische  Kraft  andeutet. 
Auf  ihr  entspringt,  zum  Ringfinger  gehend,  aber  auch  un- 
terhalb der  Herzlinie  Wurzeln  schlagend,  eine  doppelte, 
starke  Kunstlinie,  dae  bis  in  die  Wurzel  des  Ringfingers 
reicht  und  das  Maß  der  künstlerischen  Gestaltungsfähig- 
keit verrät.  Die  sackartige  Ausbuchtung  unterhalb  des 
kleinen  Fingers  weist  auf  den  entwickelten  Sinn  für  Komik 
und  Humor  hin,  das  lange  schmalgezogene  Schrägkreuz 
unter  dem  Mittelfinger  auf  Sensitivität  und  Intuition,  wäh- 
rend die  hohen  Berge  der  Hand  auf  Beobachtungsgabe, 
1  Eindrucksfähigkeit  und  künstlerischen  Schwung  hindeuten. 
Conrad  Veidt,  den  Dämonisches  gestaltenden 
lieben  Kerl,  nahm  ich  im  Efa-Atelier  kurz  nach  einer  sehr 
anstrengenden,  tiefschürfenden  Rolle  auf,  deren  Spuren 
jauch  noch  im  Handabdruck  zu  finden  sind.  Noch  ist  die 
Hand,  die  eifrig  mitgespielt  hat,  sehr  erschüttert,  wenn 
auch  die  Schreckensgebilde  bereits  abreagiert  sind.  Die 
Linien  sind  in  Schwingungen  geraten  und  stark  markiert, 
besonders  die  Herzlinie  sieht  wie  gespalten  aus;  doch 
schon  ringt  sich  die  ursprüngliche  Klarheit  wieder  durch. 
^  Das  Liniennetz  ist  nämlich  verhältnismäßig  einfach,  klar, 
unkompliziert,  alle  komplizierteren  Empfindungen  reagiert 
er  restlos  im  Spiel  ab.  Seine  Hand  erscheint  im  Gegen- 
satz zu  Gesicht  und  Figur,  breit  ausladend,  wuchtig,  eine 
I  gewisse  Ähnlichkeit  mit  Emil  Jannings'  Hand  ist  unver- 
( I  kennbar. 

Douglas  Fairbanks  —  Mary  Pickford.  Eines 

1 1  Tages  kam  ich  zufällig  ins  Hotel  Adlon,  um  die  Hand  von 

l[lf.  Hans  Albers  aufzunehmen.     In  der  ,, Halle"   das  bekannte 

Bild  eines  großen  Empfanges,  eine  Gruppe   als  Kern,  um- 


geben von  Journalisten  mit  gezücktem  Bleistift,  Zeichner, 
Photographen  mit  aufgestellter  Kamera.  Aus  dem  ,,Kcrn  ' 
löste  sich  plötzlich  ein  Herr,  kam  auf  mich  zu  und  zog 
mich,  gemütlich  unter  den  Arm  hakend,  zum  Fahrstuhl 
hin:  ,,0o,  Missis  Raschig,  your  nome  is  wellknown  all 
around  the  world,  comc  with  me  to  Mary  Pickford."  Als 
wir  oben  den  Fahrstuhl  verließen,  wollte  Mary  Pickford 
mit  ihrer  Mutter  gerade  nach  unten  fahren  und  sagte: 
,,0oo,  that's  very  fine,  what  you  do,  readings  hands  and 
making  horoscopes.     You  must  be   my   teacher." 

Mir  kam  das  Ganze  etwas  unwahrscheinlich,  so  wie  ein 
Traumerleben,  vor,  bis  ich  von  Fairbanks  hörte,  daß  eine 
amerikanische  Reporterin  Miß  Carr,  die  mich  vor  kurzem 
in  Goslar  bei  Kathinka  v,  Oheimb  näher  kennengelernt 
hatte  und  die  auch  beim  Empfang  in  der  ,, Halle"  zugegen 
war,  bei  meinem  Eintritt  auf  mich  aufmerksam  gemacht 
hatte.  Das  damals  im  Beginn  seiner  europäischen  Berühmt- 
heit stehende  Starehepaar  lud  mich  dann  zum  Pressetee 
am  nächsten  Tag  ins  ,, Adlon"  ein  und  ich  las  nach  dem 
Tee  beider  Hände,  auch  die  Schwiegermutter  kam  an  die 
Reihe. 

Douglas,  der  Große,  zeigt  in  seiner  breiten  Hand 
tiefe,  wohlgeformte  Linien,  von  denen  die  Herzlinie  beson- 
ders markiert  und  zerklüftet  ist.  Die  Kopflinic  (mittlere 
Querlinie)  ist  in  seiner  Hand  sehr  lang,  wie  auch  in  der 
von  Mary  Pickford  und  zeigt  den  hohen  Grad  von 
Intelligenz,  der  beiden  bei  ihren  Darbietungen  zu  Gebote 
steht.  Vieles  ist  bei  ihnen  ,, Kopfarbeit",  was  bei  unseren 
Deutsch-Amerikanern  aus  Gemüt  und  Gefühl  geboren 
wurde.    Selbst  das  Schrägkreuz  ist  in  Fairbanks'  Hand  auf 


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Henny  Porten,  ein  ganz  anderer,  rein  deutscher 
Typ,  zeigt  auch  in  ihrer  Hand,  deren  feste,  frauliche,  ver- 
trauenheischende Form  angenehm  auffällt,  diesen  deut- 
schen, ich  möchte  sagen  schulmeisterlichen  Typ.  Ich  nahm 
sie  in  einem  seltsamen  Milieu  auf,  eine  Nachtaufnahme  im 
Freien,  in  fliegender  Eile.  Doch  kam  ich  auch  später, 
am  ruhigeren  Ort  der  Efa,  nicht  mehr  dazu,  ihr  das  Cha- 
rakteristische ihrer  Hände,  die  Schicksalsrunen,  zu  ver- 
dolmetschen, da  ihr  Gatte  bei  ihrer  (oder  seiner?)  Ner- 
visität  dagegen  Bedenken  hatte  (vielleicht  auch  aus  an- 
deren  persönlichen  Gründen). 

Ihre  Hand  ist  außerordentlich  klar  und  rein  gezeichnet, 
die  Hauptlinien  schwungvoll,  leuchtend,  die  vielen  kleiner 
Nebenlinien  gleich  feinen  Blumenranken  oder  Arabesken 
gezeichnet,  das  Ganze  wie  eine  Federzeichnung  von  Mei- 
sterhand. Die  Kunstlinie  reichverästelt  und  vielgestaltig, 
Sinn  für  Komik  und  Humor  ist  durch  die  hüpfenden  Ge- 
stalten unter  dem  kleinen  Finger  (Merkurberg)  angezeigt. 
Unter  dem  Mittelfinger  sind  mehrere  Schrägkreuze  inein- 
ander verwoben  (Intuition,  Einbildungskraft,  Mystizismus). 
Die  Kopflinie  senkt  sich  stark,  in  breiter  Gabelung,  was 
auf  schnelle  Depressionszuslände  hindeutet.  Die  Hin- 
neigung des  Ringfingers  zum  Mittelfinger  verrät  Anleh- 
nungsbedürfnis in  der  Kunst,  sei  es  auch  nur  an  die  selbst- 
kreierten Rollen,  der  weite  Abstand  des  kleinen  Fingers 
dagegen  das  Streben  nach  Selbständigkeit  und  Disposi- 
tionskraft. 

Der  Umfang  eines  Artikels  läßt  es  nicht  zu,  noch  aus- 
führlicher zu  werden,  sonst  würden  ähnliche  Handverglei- 
chungen wie  diese  zwischen  amerikanischen  und  deutschen 
Filmkünstlern  auch  zwischen  Filmregisseuren  und  ihren 
hauptsächlichsten  Filmkünstlern,  interessante  Einblicke  in 
das  Innere  mittelst  der  menschlichen  Hand  geben.  Als 
Schluß  möchte  ich  wie  Peter  Eyppner  ,, Tiere  sehen  dich 
an"  sagen:  ,, Hände  sehen  dich  an,  nur  mußt  du  dir  die 
Mühe  nehmen,   ihre  Sprache   verstehen  zu  lernen." 


dem  Ende  der  Kopflinie  angebracht,  wo  es  auch  in  Marys 
Hand  zu  sehen  ist,  hier  allerdings  umgeben  und  verfloch- 
ten von  zahlreichen  wellenförmigen  Reiselinien.  Ihre 
zierliche  Hand,  winzig,  feingliedrig,  kindhaft,  ist  doch  fest 
im  Zugreifen  und  Gestalten,  wie  sie  es  auch  ihren  Filmen 
gegenüber  ist.  Sie  verrät  besonders  gutes  Dispositions- 
und Organisationstalent  (langgestreckter  kleiner  Finger, 
gerader   Daumen)   und   große   geschäftliche   Tüchtigkeit. 

Lya  de  Putti,  das  ganz  zur  Amerikanerin  gewordene 
zarte,  quecksilbrige  Geschöpfchen  voll  unberechenbarer 
Einfälle,  nahm  ich  kurze  Zeit  vor  ihrem  ,, Sprung  aus  dem 
Parterrefenster"  auf.  Ich  warnte  sie  vor  allzu  intensiven 
Entschlüssen,  vor  Extravaganzen,  doch  war  es  mir  mehr 
als  fraglich,  ob  ihr  bewegliches  Gehirnchen  überhaupt 
solche  Warnung  registrieren  würde,  da  alles  bei  ihr  von 
Augenblicksregungen  abhängt.  Ihre  Hand  mutet  seltsam 
an,  alles  erscheint  zusammengedrängt,  die  Finger  fügen 
sich  eng,  fast  ohne  Zwischenräume,  aneinander,  nur  der 
kleine  Finger  wird  etwas  abgespreizt  hingelegt,  ihre  Hin- 
neigung zu  plötzlichen,  unaufhaltsamen  durchgeführten 
Entschlüssen  und  Entscheidungen.  Die  Linien  leuchten 
klar  aus  der  Hand  hervor,  die  Kopflinie  ist  sehr  lang  und 
gerade,  ein  weitcntwickelter  Intellekt  ohne  große  Phan- 
tasiebeschwerung. Was  uns  in  diesem  Künstlerschicksal 
phantastisch  anmutet,  muß  ganz  anders  gewertet  und  er- 
klärt werden.  Die  Kunstlinie  steht  wie  ein  feiner,  langer 
Strich  zur  Mitte  des  Ringfingers  gereckt  in  der  Hand  und 
verrät  großes  Darstellungstalent  und  Kunstverständnis. 


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Ernst  Matray  und  Kalla  Slerna  im  Spieheugballetl.     „Universum"  am  Lehnincr  Platz 


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ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


4.  forisetzniiji 


Ein  Rotschwänzchenpaar  hatte  über  einem  Türpfosten  sein 
Nest  gebaut,  so  niedri;',  daß  er  den  Jungen  fast  in  die  Hälse 
schauen  konnte,  die  dies  zirpende  KinderUonzcrt  so  rührend- 
fein   anstimmten. 

Ein  Gefühl  wehmütiger  Zärtlichkeit  zog  leise  durch  sein  Herz, 
doch  schon  im  nächsten  Augenblick  .hatte  er  die  weiche  Regung 
wieder    überwunden. 

„Bestellen  Sie  der  gnädigen  Frau,"  befahl  er  dem  Diener, 
„daß  ich  sie  abends  zur  Stadt  abholen  werde.  Ich  werde  für 
die  Premiere  im  Westendtheater  Karten  besorgen  lassen!" 

V. 

Evelyn  saß  vor  dem  großen  Ankleidespiegel  ihres  reseda- 
farbenen  Toilettenzimmers  und  massierte  mit  einem  Kugelappa- 
rat ihr  schmales,  überwachtes  Gesicht,  in  dessen  geisterhafter 
Blässe   eine   steile   Stirnfalte   einen    tiefen    Schatten    hineintuschle. 

Ihre  jüngere  Schwester  Lora  lag  auf  dem  Eisbärfell  eines 
breiten  Ruhebettes  und  balancierte  ein  Tennisrakett  auf  den 
Spitzen   ihrer  Füße. 

Sie  war  nachmittags  auf  einem  Tennisturnier  in  Grunewald 
gewesen  und  berichtete  mit  der  ganzen  Lebhaftigkeit  ihrer 
siebzehn  Jahre  von  den  Toilettenwundern  des  mondänen  Da- 
menpublikums und  den  Eroberungen,  die  sie  selbst  unter  den 
internationalen  Matadoren  des  Tennissports  gemacht  zu  haben 
glaubte, 

Sie    war    ein    wenig    brünetter    als    die    lichtblonde    Evelyn;    aus 

ijihren  lachenden  Augen  sprach  eine  sprühende  Lustigkeit  und  die 

luinbekümmsrt-heitere   Lebensauffassung  ihres   Vaters,   dessen   er- 

lärter   Liebling    sie    von    jeher    gewesen    war. 

Eine     seltsame     Erstarrung    lag    über    ihrem    ganzen    Wesen, 

daß  sie   sich   nur  mit   Mühe  zur  äußerlichen  Aufmerksamkeit  zu 

zwingen  vermochte. 

Seit  jenem  furchtbaren  Augenblick,  da  sie  aus  der  Villa  in 
er  Albrechtstraße  zum  Bahnhof  geflüchtet  war,  hatte  sie  keine 
uhe  mehr  gefunden. 


In  zitternder  Angst  hafte  sie  den  ganzen  Abend  über  auf 
die  Rückkelir  ihres  Mannes  gewartet  und  um  Mitternacht  end- 
lich die  Tür  ihres  Schlafzimmers  mit  einem  schweren  Möbel- 
stück  fest  verbarrikadiert. 

Doch,  all  ihre  Furcht  und  Sorge  war  umsonst  gewesen:  Der 
Gatte  war  nicht  nach  Hause  gekommen  und  auch  am  anderen 
Tage  unter  einer  belanglosen  Entschuldigung  von  Wannsee  fern- 
geblieben. 

Was    war   geschehen? 

Der   Fernsprecher   schwieg   beharrlich. 

Weder  hatte  Kurt,  wie  er  versprochen,  an  jenem  Unglücks- 
abend noch  einmal  bei  ihr  angerufen,  nocli  war  in  der  Folgezeit 
eine  briefliche  oder  telcphonischc  Verbindung  mit  ihm  zu  er- 
reichen   gewesen. 

Auch  Walter  v.  Prayer,  zu  dem  sie  in  ihrer  Not  endlich  auf 
eine  Viertelstunde  hinübergehuscht  war,  hatte  ihr  keine  Aus- 
kunft   geben    können. 

War  Kurt  einem  Unglück,  einem  Verbrechen  zum  Opfer  ge- 
fallen? Und  was  bedeutete  dieser  seltsame  Theaterbesuch,  wenn 
es  zwischen  den  beiden  Männern  vielleicht  zu  einem  Zusammen- 
stoß gekommen  war,  der  auch  für  sie  nur  den  Auftakt  zu  einer 
furchtbaren    Katastrophe    bilden    konnte. 

Jetzt    trat    die    Zofe    leise    herein. 

,,Der  Herr  Generaldirektor  ist  im  Haus",  sagte  sie,  ,,und 
kleidet   sich   bereits  zum  Theater  um!" 

Evelyn  nickte. 

Die    Kehle    war   ihr    wie    zugeschnürt. 

Auf  einmal  graute  ihr  wieder  vor  dem  ersten  Zusammen- 
treffen mit  dem  Gatten,  das  sie  doch  den  ganzen  Tag  über  fast 
herbeigesehnt  hatte,  um  der  kaum  mehr  erträglichen  Marter  der 
Ungewißheit    ein    Ende    zu    machen. 

Willenlos,  mit  bleischweren  Gliedern,  ließ  sie  sich  das  kost- 
bare Goldlamckleid  überstreifen  und  legte  als  einzigen  Schmuck 
eine  schmale  Perlenkette  um  den  schlanken  Hals, 


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„Komm,  Lore,"  sagte  sie  dann,  ihren  ganzen  Mut  zusammen- 
nehmend.  ,,Ich  muß  eilen  —  es  ist  bereits  halb  acht  vorbei!" 

Draußen  in  der  großen  Halle  mit  den  florentinischen  Säulen 
wartete   der   Gatte   schon. 

Er  war  ruhig  und  ernst  wie  immer.  Kein  Zug  in  seinem 
undurchdringlichen  Gesicht  verriet  etwas  von  einer  tieferen 
seelischen  Erregung. 

Er  begrüßte  die  Damen  mit  seiner  stets  gleichen,  ein  wenig 
farblosen  Höflichkeit  und  sprach  zu  Lore  ein  paar  bedauernde 
Worte,  daß  er  versäumt  habe,  auch  für  sie  eine  Karte  zum 
Theater   besorgen  zu   lassen. 

Dann  bot  er  Evelyn  den  Arm  und  geleitete  sie  über  die 
breite  Freitreppe  mit  den  am  Geländer  herabschreitenden  Löwen 
zum   Auto. 

Als  Kurt  und  Walter  v.  Prayer  vor  der  Säulcnfront  des 
Westendtheaters  vorfuhren,  war  der  Beginn  der  Vorstellung 
schon  nahe  herangerückt,  aber  noch  immer  strömten  diclite 
Menschenscharer  an  der  endlosen  Auffahrt  der  Automobile  dem 
grellerleuchteten  Marmorportal   der   Eingangshalle  zu. 

Ein  Summen  wie  von  einem  Bienenschwarm  ging  durch  das 
ganze  große  Haus,  das  sich  mit  seinem  ragenden  Turmaufbau 
wie  eine  dunkle  drohende  Masse  in  das  warme  Grünblau  des 
sinkenden  Maiabends  emporreckte. 

Im  Parkett  des  riesigen  Zuschauerraumes  ein  ewiges  Aufstehen 
und  Sichsetzen,  ein  ununterbrochenes  Grüßen  und  Winken,  ein 
Gewühl   und  Gewoge   von  Köpfen  und   Lichtern. 

Jetzt   das   erste   Gongzeichen. 

Erwartungsvoll  lehnte  sich  alles  in  den  Stühlen  zurück;  die 
Theaterzettel,  die  nur  ganz  unpersönlich  drei  handelnde  Personen 
als  „den  Mann",  „die  Frau"  und  ,,den  Dichter"  verzeichneten, 
wurden  zurechtgelegt. 

Noch  einmal  und  ein  letztes  Mal  die  dumpfen,  hallenden 
Töne   des  mahnenden  Gongs. 

Der  strahlende  Lichlerglanz  in  der  Deckenkrone  erlosch,  und 
der  schwere   Brokatvorhang    teilte   sich    lautlos   auseinander. 

Kurt  hatte  sich  bereits  in  der  Vorhalle  des  Theaters  von  Walter 
verabschiedet  und  sich  von  dem  Rundgang  des  Parketts  aus 
durch    eine    Geheimtür    sogleich    hinter   die    Bühne    begeben. 

Auf  einmal  war  er  wieder  völlig  gleichgültig  gegen  das  Schick- 
sal seines  Werkes,  auf  das  er  bisher  die  ganze  Hoffnung  seines 
Lebens  gesetzt  hatte. 

Auch  die  entrüsteten  Vorwürfe,  mit  denen  er  im  Direkfor- 
zimmer  empfangen  wurde,  ließen  ihn  gänzlich  unberührt;  einzig 
dem  Oberregisseur,  dessen  künstlerischen  Ernst  und  hingebenden 
Eifer  er  in  der  Kleinarbeit  der  Proben  besonders  schätzen  ge- 
lernt halte,   sagte   er   ein   paar   entschuldigende   Worte. 

Dann  stand  er  neben  dem  Feuerwehrmann  in  einer  Sciten- 
kulisse  und  schaute  klopfenden  Herzens  in  den  Ring  des  Zu- 
schauerraumes, 

Er  konnte  von  seinem  Versteck  aus  gerade  die  ersten  Reihen 
der  Parkettbesucher  überblicken,  deren  Gesichter  und  Hände 
sich  wie  zahllose  weiße  Flecken  aus  dem  feierlichen  Dämmer  des 
Theaters    undeutlich    abhoben. 

Ob  sich  auch  Evelyn  unter  jenen  Menschen  befand,  deren 
Atem  in  einem  einzigen  verschwebenden  Laut  zur  Bühne  herauf- 
wehte? 

Mit  bohrenden  Blicken  suchte  er  die  Mauern  der  stummen 
Gestalten  zu  durchdringen,  und  wie  eine  glühende  Kette  riß 
wieder  die  Sehnsucht  an  seinem  Herzen,  Evelyn  noch  ein  letztes 
Mal  zu  sehen  und  zu  sprechen,  ehe  sich  mit  dem  Ablauf  dieser 
furchtbaren  Nacht  auch  sein  Schicksal  vollendete. 

Auf  der  Bühne  hatte  unterdes  der  erste  Akt  seinen  Anfang 
genommen. 

Man  sah  in  die  mattcricuchtetc  Diele  einer  vornehmen  Park- 
villa. 

Das  Ehepaar  war  mit  dem  Dichter  in  später  Nachtstunde 
soeben  von  einem  Sommerfest  heimgekommen,  die  junge  Frau 
noch  in  einem  bunten  Phantasiekostüm,  die  Herren  im  Frack  und 
Domino. 

Die  joviale  Stimme  des  Ehemannes  erfüllte  das  ganze  Theater 
mit  lärmender  Lustigkeit. 

Er  nötigte  seinen  späten  Gast  in  einen  Klubsessel  am  Kamin. 
holte  Kognak  und  Liköre,  bot  Zigarren  vmd  Zigaretten  an  und 
schaltete  ein  elektrisches  Grammophon  ein,  ein  gutmütiger  Bär, 
saftig  und  lebensvoll,  eine  ganz  der  Wirklichkeit  abgelauschte 
Figur. 


In  heiterem  Wortgeplänkel  flog  der  Dialog  hin  und  her  und 
gab  in  zwangloser  Form  die  einfache,  sogleich  zutage  liegende 
Vorgeschichte. 

Der  Gatte,  ein  reicher  Fabrikant  aus  der  Webindustrie,  der 
sich  in  schon  stark  vorgerückten  Jahren  die  schöne  Tochter 
einer  mittellosen  Beamtenfamilie  in  sein  üppiges  Haus  geholt 
hatte. 

Die  junge  Frau,  ein  feines,  stilles,  aus  lauter  Zartheiten  zu- 
sammengesetztes Wesen,  gespielt  von  einer  genialen  Schau- 
spielerin, die  erst  im  letzten  Winter  als  Stern  erster  Größe  am 
Berliner  Kunsthimmel  aufgegangen  war  und  in  einer  einzigen 
Saison  die  ganze  Reichshauptstadt  in  ihren  Bann  gezogen- hatte. 
Drei  Jahre  lang  war  die  Ehe  dieser  beiden  so  ungleichen 
Menschen  im  eintönigen  Trott  des  Alltags  ereignislos  dahin- 
gegangen. 

Bis  die  weltfremde  junge  Frau  eines  Tages  wie  aus  einem 
Traum  zur  Wirklichkeit  erwacht  war,  an  jenem  Schicksalsabend, 
da  sie  den  Dichter  auf  einer  Gesellschaft  getroffen  hatte  und  mit 
dieser  Begegnung  ihr  ganzes  Leben  auf  einmal  auf  einen  völlig 
neuen    Grund    gestellt    worden    war. 

Mit  allerzartesten  Händen,  mit  feinstem  Mitempfinden  und 
heiliger  Begeisterung  war  das  Geheimnis  dieser  Liebe  dem 
eigenen  Erleben   nachgeschaffen  worden. 

Wundervoll,  wie  sich  in  Rede  und  Gegenrede,  im  Spiel  der 
Augen,  in  einem  schüchternen  Lächeln  das  tiefe  Gefühl  dieser 
einander  unrettbar  verfallenen  Menschen  offenbarte,  indes  der 
Gatte,  ganz  selbstherrliche  Besitzerfreude  mit  der  Ahnungslosig 
keit  des  am  nächsten  Beteiligten,  trinkend  und  rauchend  in' 
breiter   Behäbigkeit,    zwischen    ihnen   saß. 

Die  Rolle  des  Dichters  war  einem  gefeierten  jungen  Schau 
Spieler  anvertraut  worden,  dem  Liebling  des  westlichen  Berlins, 
der  sich  mit  seiner  sieghaften  Blondheit  und  dem  weichen  Ton- 
fall seiner  betörenden  Stimme  schon  zahllose  Frauenherzen  er- 
obert hatte,  ein  unbekümmerter  Bejaher  des  Lebens,  dessen 
leichter,  federnder  Schritt  selbst  unter  der  Last  eines  tragischen 
Schicksals  nicht  schwerer  und  wuchtiger  wurde. 

Mit  liebenswürdiger  Ueberlegenheit  behandelte  er  den  um 
zwanzig  Jahre  älteren  Gatten,  der  seine  Frau  jetzt  mit  täppischer 
Zärtlichkeit  auf  seinen  Schoß  gezogen  hatte  und  nur  durch 
ironische  Abwehr  und  geschicktes  Ausweichen  immer  wieder  da- 
von abgehalten  werden  konnte,  allerlei  kleine  Intimitäten  aus 
seinem  Eheleben  zum  besten  zu  geben. 

Als  er  dann  mit  dem  Eigensinn  der  leise  einsetzenden  Trun- 
kenheit darauf  bestand,  daß  man  zur  Feier  des  Tages  unbedingt 
noch  einer  Flasche  Sekt  den  Hals  brechen  müsse,  und  schwan- 
Ivcnden  Schritts  die  Szene  verließ,  um  persönlich  in  den  Keller 
hinabzusteigen,  brach  die  mühsam  gewahrte  Fassung  der  jungen 
Frau  plötzlich  zusammen. 

In  einem  kurzen,  leidenschaftlichen  Bekenntnis  riß  sie  die 
letzte  Hülle  von  ihrer  Seele,  wie  sie  aus  der  Knechtschaft  dieser 
Geldehe  in  ein  reineres,  freies  Menschentum  hinausverlange,  gab 
sie  das  Drama  ihres  Lebens  bis  zum  bitteren  Ende  rückhaltlos 
preis. 

Sie  war  bei  diesen  Worten  von  ihrem  Sessel  aufgesprungen 
und   lehnte    sich   schweratmend   gegen    den    Kamin. 

Auch  der  Dichter  hatte  sich  erhoben  und  war  ganz  nahe  zuz 
ihr  herangetreten. 

Wie  in  einem  unentrinnbaren  Zwange  neigten  sich  die  beiden 
heißen   Gesichter   einander   langsam   entgegen. 

Für    die    Dauer    eines    Augenblicks    schienen    sich    die    sehn- 
füchlig   geöffneten    Lippen    zu    berühren. 
Da  knarrte  eine   Tür. 
Die   Liebenden   schreckten  auseinander 

Im    Hintergrund     der    Bühne     stand     der     Gatte     breitmassig, 
drohend,   unter  jedem  Arm   eine   goldgekapsellc   Flasche. 
Hatte  er  etwas  bemerkt? 

Die  Spannung  auf  der  Szene  war  mit  gleicher  Gewalt  auf  dicj 
Zuschauer  übergesprungen,  die  mit  verhaltenem  Atem  den  Ein  i 
tritt  des  Ehemannes  beobachtet  hatten. 

Der  kam  jetzt  langsam,  mit  der  Sicherheit  plötzlicher  Erl 
nüchterung,    ganz    nach   vorn   an   die    Rampe. 

Alles  Blut  schien  aus  seinem  Gesicht  gewichen  zu  sein. 
Mit    einer    seltsam    heiseren    und    doch    bis    in    die    letzte    Par^i^ 
kellreihe  klar  verständlichen  Stimme  sagte  er  mühsam  zwischci 
den    Zähnen: 

,,Ich    glaube,    Herr    Doktor,    es   ist    besser,    Sie    verlassen   mei 
Haus." 

Walter    v.    Prayer    hatte    auf    der    Fahrt    zum    Theater    noc 
einmal    versucht,    vorsichtig    tastend    in    Kurts    Vertrauen    einzi 


I 


1 


Aller  Menschen  Wunsch   ist    -    glücklid) 


zu  sein! 

Glücklich  ist  -  v^er  dem  Elend  wehrl 
und  den   Funken   der  Hoffnung  in   trau- 
rigen Augen  schaut  -! 

Glöcklidi  ist  -  wer  Kindern  beschert  - 
Aus  Spielzeug  und  Tand  eine  Welt  des 
Glückes  erbaut! 

Glücklich  ist  -  \v^er  einen  Herzschlag  lang 
Liehe  erv^achen   sieht    -    süß  und  bang! 

Glücklich  ist  nur  -  der  Glück  verschenkt! 
Und  nicht  an  sich  -  nur  an  andere  denkt! 

Aller  Menschen  Wunsch   ist    -    glücklich 
zu  sein! 

Ist  das  so  schwer?!   -   Idi  glaube:    nein! 


f 


drinfjen,   vor  seiner  cinsilbig-abwehrenden  Verschlossenheit   sein 
Vorhaben   endlich   aber   wieder  aufgejjeben. 

Er  fühlte  unwillkürlich,  daß  der  Freund  halt-  und  hilflos 
einer  schweren  Katastrophe  zutrieb,  und  er  zweifelte  ebenso- 
wenig, daß  diese  von  ihm  schon  länjjst  befürchtete  Katastrophe 
einzi<i  und  allein  in  dem  Verhältnis  Kurts  zu  Evelyn  Karr 
ihre   Ursache   haben   konnte. 

Als  sich  der  Vorhang  unter  dem  einmütitjen  Beifall  des 
Publikums  über  dem  ersten  Akt  «sesenkt  halte,  beschloß  er  daher, 
nach  dem  Fehlschla<5  bei  Kurt  das  Feld  auf  der  Gegenseite  zu 
sondieren  und  den  Karrs,  die  er  schon  vor  Bejjinn  der  Vor- 
stellung vom  Parkett  aus  begrüßt  hatte,  während  der  Pause  in 
ihrer   Loge    einen   kurzen    Besuch    abzustatten. 

Er  wurde  mit  gewohnter  Freundlichkeit  begrüßt.  Vor  allem 
Evelyn  bemühte  sich,  möglichst  unbefangen  und  heiter  zu  er- 
scheinen; dem  erfahrenen  Psychologen  war  es  jedoch  im  ersten 
Augenblick  klar,  daß  zwischen  den  Eheleuten  ein  tiefgehender 
Konflikt  bestand,  der  ihm  gewissermaßen  die  rätselhafte  Ver- 
störtheit Kurts  widerzuspie- 
geln  schien. 

Als  er  dann  selbst  zu  einem 
Vorstoß  überging  und  Karr 
durch  ein  paar  direkte  Fra- 
gen nach  seiner  Mei/iung  über  i 
den  Autor  und  sein  Werk  aus 
seiner  Zurückhaltung  heraus- 
zulocken suchte,  verstand  es 
dieser,  ihm  ebenso  gewandt 
immer  wieder  auszuweichen 
und  unter  Vermeidung  alles 
Persönlichen  allein  über  das 
Stück  und  seine  hervor- 
ragende Besetzung  zu  spre- 
chen, die  den  Zuschauer 
ganz  vergessen  lasse,  daß  er 
sich  in  einem  Theater  befinde. 

In  tiefer  Sorge  suchte  Wal- 
ter beim  dritten  Klingelzei- 
chen endlich  seinen  Platz  in 
der  vordersten  Parkettreihe 
wieder  auf. 

Die  geheime  Angst  um  Kurt 
hatte  sich  durch  seinen  Be- 
such bei  den  Karrs  nur  noch 
weiter  verstärkt;  im.mcr  wie- 
der gingen  seine  Gedanken 
um  den  Freund  und  die  un- 
selige junge  Frau,  deren  Hand 
beim  Abschied  so  kalt  und 
leblos  wie  ein  Stein  in  der 
seinen  gelegen,  in  deren  fie- 
bernden Augen  die  hilflose 
Verzweiflung  eines  gehetzten 
und  unentrinnbar  umstellten 
Tieres   gestanden  hatte.  —  — 

Der    zweite    Akt,    der    etwa  — — — ^^^.— ^— ^— 

acht  Tage  nach  dem  ersten 
spielte,  zeigte  die  gleiche  Sze- 
nerie der  Diele  am  Spät- 
nachmittag eines  dunklen 
Somnicrtages. 

Der  Ehemann  hatte  den  Dichter  zu  einer  Aussprache  in  sein 
Haus  gebeten  und,  um  diese  möglichst  unauffällig  zu  gestalten, 
hierfür  die  Form  einer  Einladung  zum  Tee  gewählt. 

In  dem  gedämpften  Licht  einer  hohen  Stehlampe  saßen  sich 
die  beiden  Herren  in  den  Klubsesseln  am  Kamin  gegenüber, 
in  verhaltener  Ruhe  und  gemessener  Höllichkeit,  indes  aus  ihrer 
halblaut  geführten  Unterhaltung  die  tiefe  Gegnerschaft  wie  eine 
unsichtbare    Flamme    allmählich    immer    höher    brannte. 

Schon  lange  sprach  fast  ausschließlich  der  Gatte,  abgerissen, 
stoßweise,  in  Scham  und  Angst  um  die  geliebte  Frau,  die  er 
zu  verlieren  fürchtete,  vielleicht  schon  verloren  hatte. 

In  eindringlichen  Worten  suchte  er  dem  jüngeren  Mann  vor 
Augen  zu  führen,  wie  seine  Gattin  seit  Tagen  völlig  verwandelt, 
verzaubert  sei,  wie  er  sich  gar  nicht  mehr  in  ihr  zurechtfinden 
könne  und  schon  daran  gedacht  habe,  einen  Nervenarzt  zu  Rate 
zu  *iehen. 

,,Es  ist  ungcsvöhnlich,"  sagte  er  endlich,  ,.und  vielleicht  auch 
unmännlich,    daß    ich    mich    mit    diesen    Dingen    an    Sie    wende. 


Aber  ich  glaube  doch  als  Mensch  zum  Menschen  sprechen  zu 
können.  Meine  Frau  ist  krank,  seelisch  krank,  krank  nach  Ihnen. 
Darüber  mache  ich  mir  absolut  keine  Illusionen.  Sie  hat  es 
mir  ja  auch  selbst  eingestanden.  Denn  sie  ist  viel  zu  stolz 
für  eine  Lüge!  —  Lieber  Herr  Doktor",  schloß  er  erschöpft.  ,,Es 
gibt  ja  so  viele  Frauen!  Warum  wollen  Sie  mir  gerade  die  Frau 
nehmen,  von  der  mein  ganzes  Lebensglück  abhängt?" 

,,Ich  glaube,  Sie  verkennen  die  Sachlage",  gab  der  Dichter 
nach  einer  kurzen  Pause  ruhig  zur  Antwort.  „Nicht  ich  nehme 
Ihnen  Ihre  Frau,  es  ist  das  Schicksal,  das  uns  zueinander 
treibt.  Unsere  Jugend  und  unsere  Liebe.  Und  das  ist  stärker 
als  alles  in  der  Welt,  Sie  wissen,  daß  Ihre  Gattin  sich  mit 
dem  Gedanken  einer  Scheidung  trägt.  Warum  wollen  Sie  sie 
da  halten,  seit  Sie  sich  darüber  klar  sind,  daß  Ihnen  ihr  Herz 
nicht  mehr  gehört?" 

,,Nie,    niemals   willige    ich   in   eine    Scheidung!" 
Unwillkürlich     war     der     Ehemann    aufgesprungen     und     stand 
drohend   vor   seinem    jungen   Gast. 

,,Ich  gebe  nichts  her,  was 
ich  besitze,  am  allerwenigsten 
meine   Frau!" 

In    diesem    Augenblick    öff- 
nete sich  zur  Linken  eine  Tür. 
-~~^^  ^—  Die   junge   Frau   trat   ein. 

Mit  einem  einzigen  Blick 
erfaßte  sie  den  Zusammen- 
hang, fühlte  sie  instinktiv, 
wie  in  diesen  beiden  Män- 
nern bei  aller  bisherigen 
äußeren  Korrektheit  die  ent- 
fesselten Urtriebe  im  Kampf 
um  das  Weib  einer  furchtbaren 
Entladung  zudrängten. 

Der  Gatte  hatte  sich  wieder 
in  seinen  Sessel  niedergelas- 
sen. 

Seine  Hände  irrten  in  ner- 
vösen Zuckungen  über  die 
Lehne,  er  bewegte  den  Kopf 
mechanisch  hin  und  her,  wie 
ein  Tier,  das  aus  seinem  Kä- 
fig einen  Ausweg  sucht.  J 
Mit  weitgeöffneten,  leeren! 
Augen  starrte  er  wie  gei- 
stesabwesend auf  seine  junge 
Frau,  die  in  ihrer  ruhigen, 
stillen,  fast  traumhaften  Art 
noch  einmal  all  das  wieder- 
holte, was  in  diesen  ganzen 
letzten  Tagen  in  endlosen, 
quälenden  Gesprächen  übet 
eine  Trennung  ihrer  Ehe  zwi- 
schen ihnen  verhandelt  wor- 
den war, 

,,Und   unser   Kind?" 

"^~~"~^^^^^"~~~"~^^~~  Die      Stimme      des      Gatter! 

klang  auf   einmal  wieder  gan; 
fest  und  klar,  in  einem  letzter 
Versuch,   das    schon   unrcttbai 
Verlorene    doch  vielleicht  nocl 
einmal    zurückzugewinnen. 
Die  junge  Frau  zögerte  sekundenlang  mit  der  Antwort. 
,,Ich    bin    auch    nur    ein    Mensch!"    sagte    sie    dann    mit    einer 
leisen,    sehnsüchtigen    Lächeln,    das    wie    ein    verlorener    Glücks 
hauch    über    ihr    feines    Gesichtchen    huschte.     „Auch    über    unse 
Kind    wird    am    Ende    eine   Einigung    zu    erzielen    sein!" 

Da    stand    der    Gatte    auf    einmal    wieder    blitzschnell    auf    del 
Füßen. 

Der     Lauf     eines     Revolvers     blinkte     in     seiner     drohend     ei 
hobenen  Rechten, 

Eine  Dame  im  Parkett  kreischte  laut  auf. 
Dann  krachte  ein  Schuß, 
Eine  Scheibe  splitterte. 
Die  große  Stehlampe  stürzte  um. 
Sekundenlang  herrschte  auf  ('cjr  Bühne  ein  tiefes  Dunkel,  un 
man  hörte  durch  die  totenhafte  Stille  nur  die  keuchenden  Aten 
züge  zw-eier  miteinander   ringender   Männer. 

Als    es    endlich    wieder    hell    wurde,    lag    der    Gatte    wie    eii 
leblose    Masse    in    seinem    Sessel,    die    noch    rauchende    Waffe 
der  schlaff   herabhängenden  Hand.  Fortsetzung  folgt 


SINGER  NAHMASCHINEN 

AKTIENGESELLSCHAFT 

SINGER    LADEN    ÜBERALL 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfragen    erbitten    wir     an     die    Redaktion    des      „  F  i  1  ra  -  M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,     Zimmerstr.  35-41. 
Schcrlverlag.     Antwort   erfolijt  im   „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


A  p  viele:  Dio  Fr;iK('.  \^  io  iii:im  zum  Film  kommt.  kOnnrn  wir  ini 
r'iii/i-liicii  iii<lit  iiii-lir  lic-.'iiil«  iirIcM.  Wir  rm|ifclilrii.  in  miIcIicm  l'.illrn 
—  Iicsi.iiilcrs  Ufiiii  CS  sich  iiiii  J):imcii  dilcr  Ilcrri'H  liandclt.  die  keinerlei 
NorliildiiMK  haben  —  sich  an  die  Denl-ichc  F'ilm^ehiile  in  .\liinelien. 
Sdniieii'-tralie.  /ii  «enden.  —  l>ie  Ue.^oruMiij;  »nn  Anln^ranuiien  erlordert 
in  ni.niclii'n  F'äilen  län;;i're  /.eif;  wir  lilllen  nnsi'i'e  lA'.-er  ileslialli  um 
tiediilil. 

• 

II.  h'..  U  e  r  1  i  n  :  Senden  Sic  iiii-  die  fiinr  l'<i>(k;irieii  nnd  2..'iii  in 
.M.irkcii.    d.i. in    weiden    \vii     Ihni'ii    die    Aiilii;;raninic    lieber;;!'!!. 

I>1-.  I'.,  ]t  r  a  n  n  .s  c  li  w  c  i  j;- :  K>  tut  nn<  leid,  lliiien  keine  luak- 
ti^elien  llalvehlii^e  nclien  zci  kinincn.  da  wir  F;nnai;('iin'iil>  riehl  \<'iiiii'- 
Iclii.  Am  liebten.  Sic  wenden  >i(li  .in  die  Filni;;c.sell>cliaflcn  diii'kt,  oder 
Sie  Mdireilieii  an  liek  u.nte  i;e;;i^~eiire  wie  Fril/.  l.itn^'.  F^iclilicrj;.  Zeliiik 
n.    ;i.    nt. 

(;.  St..  .1  .1  n  c  r  :  Wir  >cli;it/cii  .lenin  .Iii^u  als  eine  niiM'icr  lpi-;;al'- 
tesleii     jiiiiijen     F'iimkiiastlcriniicn. 

.\1.  F..  F  r  a  11  k  t  II  r  t  -  M  a  i  n  :  .I.h  k  'J'ie\cu  ;;ilpt  Aiil(i;;raniiiic.  ist 
Iddiid  nnil  lil.Miiäii^i';-.  Nie  kininen  ilini  deiii-i  li  sc  hrcilicn.  A.lrc~ve:  liln.- 
Wilmcisdnrf.    Nikolstiiir>;criilalz    (i. 

(;  ii  II  t  c  r  S..  F  r  a  n  k  f  11  r  t  -  ()  d  c  r  :  Arledc  .M.iichal  ;;il.|  .\iitn- 
Hiamnie.  l'iiscrcs  Wissen^  \  ci  lii'iiatct.  Filmlnielicr  .illei  All  erlialtcii 
Sic  durch  den  Verlan  .\l.-i\  .Mattissun.  üeiliii  s\\  ds.  J;iiicr-tr.  71.  Sie 
hallen  leidit.  der  Filmscliaiivpielcrlicriil'  i>t  iieiUe  sihr  wcnin'  all^slehl^^  nll, 
IT    ist    zu    iilicrlaiil'cn. 

I'.  H.  I..  S  Ii  d  c  n  d  c  :  t:ii-l;i\  I'ndilieh  i-t  nicht  \  oii  F.lizza  la  l'nit.i 
t;csidiicdcii.  .IcniiN  .liind  i'l  mit  Kurien  lienlcr  \crl(ilit.  F'ri'il  Sidiii  alias 
Kohcrt  Caslli-  crreiihen  Sie  per  Adro-c:  l!e\  crl.v-MilN.  Hnihwnod.  K.ili- 
li.rnicn.  .Maria  l'.indicr  w.ir  mit  einem  Knnstler  verheiratet.  (Ircia  (iailm 
lind  .lidin  (ülhcrt  werden  Ihiicii  sicher  die  Aiitd^ranime  iiocli  scliii'ken. 
Tcler    l.c^ka    «olint    Uerlin    W  .    Kiiitiir>temlamm    ln-4I.    I'ensidii    Meileiiwahl. 

.\1  .1  11  d  (i..  15  e  r  1  i  II  :  Filtere  .\  iiliinr.imnila^c  werden  immer  r'-  lit- 
zeitin'  liekaiiiit;;c;;idicii.  Fi.-inz  i.cdercr  spielt  .-ils  Partner  villi  Hri^jitt  ■ 
Helm  .jetzt  in  dem  neuen  l'f.i- l'ilm :  ..lue  w  iindci  h.ire  I.ii;;i'  der  .Nin.i 
l'elrowmi".  \'.v  wird  sp.itci  iiiil  ]'eiiili.iiill  n.'ich  Amerika  uclicii  und  iii 
dem  .•;rdl.'icli  (üsli- l'ilm  (iiiilei  h'ciiili.'ii  ilts  I'cniel  die  mannliclie  ll.iiiiil- 
idllc     spielen. 

I'  .1  II  I  ()..  F  r  i  e  d  e  ii  a  ii  :  l'iitz  Kurt  erreielien  Sic  diireli  Star-Film. 
Herliii    SW  is.    Fiiedriclistr.    Jls. 

II  e  r  III  i  II  e  W  ..  \\  i  c  n  :  l\.iii  l'e|i(i\  ich  ist  aiii;enlili(  klieli  in  üerliii 
lind  filmt  lici  Orplid  -  .Mcsvlrn  ..l'ari-,  du  Stadt  der  lache-  (..I Jiiaitiej 
l.;itin").       Kr    ist    also    stark     hesch,ifti;;t. 

Hei.  \\  !■  i..  Ii  o  r  1  i  t  z  :  Wir  cmpfihlcn  lliiicn.  ein  l!ew  ci  liiiiii;-^- 
schreihen    hei    der    Fta    einziircielicii. 

II  a  I  r  .V  (■  ,1  r  e  v  -  V  c  r  r  li  r  c  r  i  ii  .  Ii  i  ii  ii  n  :  Il.irrv  (arc.v  leht  in 
.Amerika,    fiiht    .\iitdKraminc. 

li  e  d  r  y-  .\..  li  d  r  I  i  I  z  :  Zu  unserem  Hedaiierii  kiiniicn  wir  Ihnen 
nicht  den  Xaniin  der  .juii;iiii  Sch.iiispielcrin  verraten,  die  in  dem  F'ilni 
..l'at  und  l'.itachdii  auf  dem  l'ulvcrf.il.!"  eine  .Nchciirdllc  ;;espiclt  hat. 
Wir  liahcii  iiiiv  mehrf.iili  erkiindii;!.  Sic  erf:iliren  den  hclrcffiMidcn  .Namen 
jl'.inz    si(licr.    wenn    .Sic    an    die    l'alladiiim-l'ilm,    Kdpciili.i;;en.    sehrcllicii. 

li  r  e  I  c  S..  II  i  r  s  e  li  b  c  r  n  :  Wir  sind  «crn  licreit,  Ihnen  ein  .Aiite- 
Hiaiiim  \  IUI  W  illv  Frit-ch  zu  hcsdrj;'cii.  Aber  wir  erhielten  bis  .jetzt  nur 
die  ."id  l'f.  in  Itiicfm.-ii  keil,  eine  Uihlk.iric  l;i;;  nicht  bei.  .\lfdiis  Fr.vlaiid 
ist  mit  Niebtsch.'iiispiclcrin  \  ci  heir.itct.  .\l.idy  I  hrisliaiis  l'.irlncr  in 
..F^ilie  Frau  %  iiii  Fdrm.if  war  I'eler  LesU».  Her  \ersliubciie  Dciic  .Mcirel 
spielte  in  ..M;iii|uis  d'F.dii'  ilic  f.icbhalierrdllc.  Sie  kiinncn  .-in  (irela 
II:irh()  und  .Idliii  liilhcit  deutsch  sehreihen.  Adri's-c:  Uc\  crh  -  Hills, 
Hdll.vwddd. 

Fritz  !{..  K  a  m  c  n  z  :  H.ins  Mieienddrff  filmt  seit  ca.  tu  .l.iliren. 
liibt    AiildKramnie.       .la.    auch    an    der    Sprci-hbiihiic    täti.u.       F",in     Kind. 

l  r  m  ^  .  1  r  d  li..  J>  e  i  ji  z  i  ;;■  :  Oskar  .M.aridii  Wdhiit  Berlin  W.  Kiir- 
fiirsli-ndamm  Uli.  hat  .im  1.  Februar  licbiirtstaK.  )i\ht  .Viilo^ramnie.  Der 
Wii'iicr  Film  ..Scliw  i'ster  Maria",  in  dem  der  verstnrhenc  Werner  l'ittscli.aii 
lioeli  niits]iielt,  wird  hüchstw  .■ihrschciiilich  in  der  iiächstcii  Spielzeit 
crselieinen. 

I)  a  s  15  c  r  k  m  ;i  d  e  I  .  A\'  i  t  I  e  ii  .'i  n  :  l.iiis  'l'rciikei  i^t  iiichl  mehr 
i-ii    Berlin.      Seine    iclzi;;c    .\ilrcs-i-:    lld/eii.    Vi.i    Villurid    Fniaiiiiclc    .;. 

Karl  S.:  Senden  Sie  Ihr  Maiii|sUri|il  an  die  ..di  am;Miir;;isclie  AIi- 
tiilitiid"  einer  bck;iniitcii  l'ilm;;c-e|ls  IlüI.  \iidleie!n  an  die  Ff.i.  Ucili.i 
SW  i;S.  Koebstr.  h— l(i.  ;ii  die  .Natiiinal.  Herliii  S\\  l.s,  F"i  icdrii  lislr.  Id.  an 
die    .\af.i.    SW      l.s.    Fricdriclislr.    JJ.i. 

I  r  ni  a    B..    H  a  iii  h  ii  r  ;;  :     .M.ix    Keinhaiill    ist    zur   Zeit    micli    in    Berlin. 

II  .1  r  r  y    P  i  e  1  -  V  i   r  e  h  i  e  r    i  n     .M.:     Il.irrv     Piel     wirile    am    12.    .luli 
jj,^      in    Itiisseldiirf    •;cbdreii.    l>.ii,\     lliilm    ;im    Ifi.    Fcbrn.ir   in    H.imbiir«-.     W  illicjm 

Dielcrle    wohnt    Bln.-\\iliiiei  sibirf.    .Iciie.cr    Str.   «.     Wir    kiinncn    tliiien    leider 
.Mich      nicht     sajicn.     w   e  I  c  li  c  n      F'iliulicrur     Sie     cif;ri'ifei.     kdiinteii.        s.e 
•       miivscn     selbst     am     besten     wissen,     wdfiir     Sie    i;-cciniict     sind.      Has     Abitur 
ist    sicher    nicht    \  dii    Nachteil,    wenn    auch    nicht    not"  endif;. 

II  i  I  d  c  ;;  a  r  d  I'".,  .N.:  A.  tdnr;imme  \  ii\i  anicrik.-iiiisehcn  st.ns  in 
Hdll.vwddd    vermittelt    das   ..Filiiima;:;:iziii"    niebt.    Schrcibcii    Sie   daher   direkt 

I.'ia    Haiiidii    Ninarri).     Kr    wird    llineii    sicher    Ihre    Bitte   erfiillen.      Ann    W  ilh- 
>''iitscli    iinil    llustav     Frdhlich    widlcii    wir    Ihnen    (icrii    eine    rnterschrirt    bc- 
.•    inKcn.      Senden    .Sic    uns.    bitte,     eine     Bildk.irtc    miii    .jedem     Kiiiisllcr    und 
;    (  Mark    In    Briefm.irken    ein. 

F  r  i  e  d  a     10.       B  r  c  s  I  ,'  ii  :       Fritz     K.inipcrs     spielte     iiielil     in     ..Aiiinr 


.f     .Ski".       Mari.i     P.iiidler     w.ir     mit 


Künstler     \  i'ihcir.'itct.     keim» 


'    iiidcr.      .\iii    2(1.    .Iiiiii    liebiirtsta;;.      .Mter    wird    nicht    bck;iiiiil;;i'j;ebcn.     Ann 

•'«l"    j     .'iriii    P.iiidler    eisebiencn     kiirzlieli    fdl;;cmle    drei     Filme:     ..Dim-    li.iiih    der 

ibiiici  iiincii".     ..Heirat-ficber ".     ..Kill     Mddcl     mit    'renipcr;iiiiciit  '.      Fiiseres 

issei.s   ^cbeii    alle    Kiins|lcr    .\uld^r;imme.      Sic    kiinncii   sieb    alsii   direkt    :ili 

I' I       e     wenden.       Brinitte     llidiii     h.it     keine     Kinder.      Sii-    filmt    aiif;cnblieklicli : 

l'  JjKic     w  niKTerb.ii  c     I,ii;;c     diT      Nin.i      INtrown:!".        \ieilciclit       kdiiiml       dii> 

Künstlerin    .iiieb    einmal    ii.icli    Breslau. 

,,2     .7  d  s  0  f     H..     B  e  r  1  i  II  :     Wenden     Sic    sich,     bitte,     an     die     F'ilmbdrsc, 
liorliii-Moabit.    Am    l'lap. 
VI 


\  II  II  a  -  M  a  r  .\  H..  F  r  a  ii  k  f  u  r  I  -  .\1  .i  i  n  :  Zu  unserem  Bedauern 
kiiiiiieii  wir  Ihiicii  keine  A ir;;.ilieii  iilu'r  den  ciii;lisclicii  Miilieniir  licrald  T. 
m.'iclieii.  .Sdbalil  wir  elw:is  .X.ihcrcs  nher  ihn  eif.ihieii.  werden  wir  es 
Ihnen    sdfnrt    mitteilen. 

P.  S..  I)  r  c  s  d  c  n  :  Ihc  lietrcffcmlcn  l'ilmkunslleriiiiicii  h.ilien  .s|(di 
alle  ins  Privatleben  zurüekuczducii.  Briiim  Kastner  wiilnit  Uln.-(  harldtten- 
hiir;;.    Stiirmstr.    ;i.      F'ern    .\ndi;i    filmt    nicht    mehr. 

li  i  I  d  a  11  II  d  T  h  i  1  d  a  .  B  e  r  1  i  li  :  W  ill.v  Frilsch  ist  sei  all.  w  ie  er 
.'iiissjcht.  rarnicii  liiini  ist  mit  dem  l{ej;issciir  .Vii>;ustd  lieniii:i  vcilK'inilet. 
Maria  P.iiidler  ist  sehiin  l.iiij;e  Ki'scliicdcii.  Jtie  Telcididniiiimmcrn  der 
Künstler  Kchcii  wir  niebt  bekaiiiit.  .\st,-i  Nielsen  ist  mit  dem  riissisehen 
sch.iuspicler    lirc;;(iri    riiiii;ira    x  erheiratet. 

F  r  .1  11  .\l.  K. — II.,  H  d  r  ji  c  ii  (S  c  h  w  c  i  z):  Henii>  Piirlen  hat  .im 
7.  .I.iniiar  (icbnrista;;.  Keine  Kinder.  Senden  Sic  uns.  bitte.  Imcli  (i.."ili.M. 
in  Bi  idniai  kell,  dann  werden  wir  die  Bildk.'irtc  siifiirl  ;in  lleiinv  Purtcii 
w  eilcrleitcn.  Km  Hciin.x  Pdrlen-Biicli  u'iht  es.  Bilder  der  Kiiiistli'iin  cr- 
ballcii  Sic  diu  eil  den  Ifess-Pdstkartem  crla.u-.  Berlin  SW  (i.s.  .Mcx.indrlnen- 
slr.ilJc    Uli. 

I,  I  I  d  H..  W  (■  s  e  r  m  II  II  d  c  :  I>ie  'niclrdllc  in  ..liräfin  M.iritz.i " 
spielte     \  i\  i.iii     liibsdii. 

Anneliese  K..  N  c  ii  k  d  I  I  n  :  l>ic  Hildkartcn  sind  an  Wilhelm 
llictcrlc    w  citi-r^icdcilel    wiiiden. 

lierda  F..  Berlin:  Hie  weihlichen  H.iiiidi  dllcn  in  ..l.iebcs- 
irw.ichcn  ■  s|ijeltcn  Aliit.-i  .l.ilidv.i  nnd  lircle  Sebiilz.  .Aiina-l.isa  I!.\diii<;' 
lilmt  aui;cnblicklicli  nicht,  spielte  \(ir  eiiüncr  Zeit  .als  P.irtnerin  von 
liiinn.ir   'rcdn.ies    im    ...Siinb"    (\  oi\  l'arl    Stcrnbeim)    auf   der    S|ircclibiihiie. 

Herherl  B..  Dresden:  Olf;:i  Tsehcchowa  wohnt  Berlin  NWl';!. 
Kliipstdckstr.  L'.'k  am  ill.  .April  in  .\le.\aiidrd|iol  (Kaiik.isiis)  f;;cb<ireii.  };o- 
sehii'dcn.  ;iibt  .ViitdKr.immc.  aiiucnhlicklieh  in  Berlin.  Ihr  neuester  Film: 
..Weih    In    Fl.imuicn".      In    .\ibclt:    ..Ili.iiie.    die   llcschieble   einer   Pariserin''. 

I".  r  I  c  h  li.,  AI  i  II  d  e  II  :  licid.i  .\laiirus  widiiil  Jtln.-W  ilmersddrf.  Hii- 
benzdlleriid.'inim  .'c'.  Am  i'.i.  Aiiniist  in  Krd.'iticn  ;;ch(ircii.  Fiiv  erheiratet. 
^i|iiclt  die  'ritelridlc  in  dem  neuen  l'iitz  I.aiin-I'ilni  ..l'raii  im  .Mdlid ". 
I.icii     Itvcrs     ist    unvcihelratei. 

H  a  n  11  s  B..  M  d  r  e  li  c  n  s  t  e  r  n  :  Sendi'ii  Sic  uns.  hlitc.  eine  Bild- 
kartc  villi  ll.'irr.v  Piel  und  liir.\  lldliii  und  I  Alark  In  Bricfimirkeii.  d.'imit 
wir    Ihnen    die    riilerscbriflcn    der    heideii    Künstler    iicsiiinen    kdiinen. 

K  I  I  s  a  h  <■  t  h     W  ..     B  r  e  s  I  :,  11  :      Her    'l'a-.    an     welchem     It.- ni     No- 

\.arrd      zum      crsleniii:il     in     Berlin       |.ersdii|ich     ;iuflri'leii     wird,      steht     mich 
nicht    fest. 

Hanna,  Berlin:  W  ill.v  l'iitsch  widiiil  Blii.-rh.irldilenliiiri;.  Kai- 
scrihimm    Sl.'i.     Sein    rielillK'cr    Name.      Am    27.    .laiiinir    in    K.ittow  it/    ;;('boren. 

I)  d  r  a  P.  a  ii  s  W  c  i  LI  e  n  s  e  e  :  Itcii  Filnualcr  \  nii  F.lisabetb  Bcrfiiier 
Im  ..Heiner  von  Flnrcnz"  spielte  I  diir.id  \ciilt.  Fred  I.duis  l.ercli  wdlint 
Berlin  \\  ,  Kiirfürstcmluiim  ;'i7.  Pcnsiim  Kcuimi.  um  erheiratet,  fi'll't  -Autd- 
^;i.imiiie,  am  2S.  .März  in  lansd'irf  (Ocstci  reich)  ^chdicii.  Krnst  \Vinar 
filmt  iidch,  mit  rdictic  Brettl  \  crhcir.ilet.  laust  \'Mehcs  wiilint  Bln.-Cliar- 
Idltcnburf;-,  Niehiilirstr.  7li.  bei  llallie.  W  alK-r  SIcz.ik  wiiliiit  Bln. -Friedenall, 
stiersIr.     M-1.'). 

I.l  1  i  B..  .M  a  ;;  (1  e  b  11  r  ti  :  Anii.x  Oiidr:i  wiilint  Bln.-('li:irldttcnburK. 
Klirfurstciiil.'iiiiiii     17s.       Nächster    Film;     ..Hie    .Iiiil^fr.iii     von     Paris". 

F  i  I  m  -  I,  11  r  i  aus  II  ii  1  I  y  w  o  ii  d  :  \'l;;;;(>  Larson  lebt,  filmt  nicht 
mehr,  wohnt  Blii.-Wilnicrsddif.  B.ibelsbcrKcr  Str.  1.  vcrlieiratot.  W  aldemar 
psylander  ist  freiwillig;  ans  dem  Leben  sc'^ehleden.  Die  Adresse  des 
llliisir.     I'"ilmkiiiicis    ist    Berlin    W    !».    Kiitheiicr    Str.    37. 

Teddy.  Berlin:  Fr.iiik  M.nidii  lebt  In  lloll.xwddd.  F'.r  sibt 
Auldfirammc. 

M.  Seil,  ans  H  :i  ni  b  n  r  ;;  :  licrd  Bricsc  wdlint  Bln.-^\■ilmcrsddr^, 
N;,ssaiilsche  Str.  2S-l".1.  rii^cf.ihr  fünf  .lalire  beim  Film.  Sein  erster  Fa - 
fdl;;:  ..KiisenmunlaK".  Fn\  erheiratet.  I.v.i  ile  Piitti  wohnt  In  Beverly- 
Hills.  Hdilywdiid.  K.'ilifonilen.  FiiKariii.  Ossi  l)sw;ildas  riclili;;er  Nanio 
ist    Osw.alda     Sta.nllch. 

Irmgard  S..  M  a  s  d  e  h  ii  r  n  :  Die  iiäclistcn  Filme  \dii  Il.irr.v 
I.iedtke  sind:  ..Der  Fasehiiinsprinz"  und  ..Ich  küsse  Ihre  Hand.  Mad.imc'. 
Harry  I'iid  arbeitet  an  ilcr  ...Mittcrnachlst.ixe".  nnrj  Livin  Pav.inelli  wird 
bald  In  dem  Hcnii.x  Pdrten-l'ilm  ..I.icbfr.iuenmili'b "  zu  sehen  sein.  Harry 
I.iedtke  li.-it  .im  12.  Oklidicr.  l.ivid  Pa\.inclli  am  .s.  Se|itember  lichnrlsiaf;-. 
liiista  Kkni.in  wnliiit  Stdidilidlm.  ll.jdrthde  s\  .•|i;cii.  Fritz  K.-impers  Bln.-I'har- 
Idttcnbiiri;.  W  .lilzstr.  22.  Diirili  den  1  lliis|rici  tcn  Filmkiiilcr  (.\drcssc  an 
anderer    Stclli'1     crh.allcii    .Sic    alle     Filnihcse|ireihnn;;eii.    die     Sic     wunsclion. 

li  e  r  h  .-1  rd  K..  N  c  ii  k  ii  I  I  n  :  Kichaid  'r.inbcr  erreichen  Sic  durch 
d.is  .Mclrdpid-Thciter.  K.-ilhc  Diirscli  w (ibnl •  Bln.-I.iclitcrfeldc,  Dr.ikestr.  Sl. 
I'nscrc    Aiild^iammt.'i^c    werden    immer    voibcr    niitKel''ilt. 

.1  d  h  a  11  n  B..  Dussel  d  o  r  f  :  AVenilen  Sic  sich  einmal  an  die  l'fa. 
Berlin     SW    (W,    Koebstr.    S— Id. 

K  I  o  t  h  I  1  d  c  F^.  I>  II  i  s  h  n  r  u  :  In  dem  Film  ..Fntcr  der  Laterne" 
(..Trink,  trink.  Brüderlciii  trink "i  s|iieltcii  LIssy  .\rna,  Matthias  ^\  icnuinn 
und    Paul    HiMdcm.'inn    die    Haiiptrollen. 

Will  y  A..  II  .1  11  11  d  V  e  r  :  Blllie  Diivc  ist  durch  die  F'irst  Xatiiinal. 
Burhaiik-lldlly  w  ddd.  Kai.,  zu  erreichen.  Die  anderen  KiMiaiinten  anierlka- 
nischcii  .St.iis  wdhiicn:  Bex  crly-Il  ills.  Hollywood.  Pat  und  Pataclioiis  An- 
schrift:    P.i  Iladill  111- Fl  Im,     Kd|ic>nb;i(;cii. 

F"  r.  H.,  II  II  h  e  n  :  Alaria  und  Didiiiira  ,I;ieobinl  sind  llcschwister. 
.A  II  t  o  II  H.,  D  o  r  t  111  n  ii  d  :  .Aber  nein,  w  ir  sind  Ihnen  nicht  bö.sc. 
wenn  Sie  F"ra«eii  stidlcn.  Im  licycntcil!  Ein  APiniiskript  unter  dem  be- 
treffenden 'J'ltel  e.xisticit  unseres  Wissens  nicht.  .Senden  Sie  das  .Sujet, 
bitte,  direkt  an  die  I"ilni!;-escllscliaft.  Die  F'ilminaniiskripte  werden  im 
.■ill;;cmcinen     mit     KUKI— Kl  (Hill     M:irk     hdiiorlert. 

D  i  t  a  P  a  r  I  u  -  A'  c  r  e  h  r  e  r  .  Leipzig:  r)lta  Parld  kehrt  in 
.illermli  hstei  Zelt  wieder  nach  Berlin  zurück.  AIökUcIi.  dali  sie  schon 
liii  I  ist.  wenn  diese  Zi'ili'ii  erscheinen.  Ihre  bislieriKc  -Adresse:  Berlin 
W.    .Mdtzstralie    »<7.      Sic    ;;ibt    .\utd^r.iiiinic. 

.\  n  n  e  I  i  c  s  e  A\'..  ('  b  a  r  I  e  t  t  c  n  b  ii  r  ;•  :  Lia  Eibensehiitz  woliiil 
Bcrliii-I  hai  lottiMibiiri;.  ri.insew  itzsiralJc  :i.  mit  Kiiit  A'espcrmann  verliei- 
r.ilct.  rihirlolte  .\iidcis'  .\dicssc:  Berlin-riKirldtteiihnrn-.  Knescheckstr 
Nr.  27.  Kiulolf  A  alentinos  Bruder  lebt  in  Hollywood,  Jawohl,  er  soll 
filmen. 


<>l;if  l-'.joni  Hcrliii-W  iliiiciMlorl'.  \;iiitcinT  Str.il'H-  )s.  |>io  Kiinstlfr  ;;cli('ii 
.■illc    AiitDKr.MiiiiiP. 

M  i  <•  z  (•    I..    H  r  (■  111  (•  II  :     \U\us    ]{i;niso\\  cttcr    iiml    W.illiT    Slc/ak    sind 

Ictii«.         ül'iill'    ;;i'li(ll     AulllulMIlllllI'. 

K  ä  t  li  r  II  11  >l  r  I  i  t  z  .  1{  ii  s  t  r  i  II  a  c  n  :  .l.iwiilil.  in  dein  Kiclilii'ii;-- 
I'lliii  ..Scliiiiiil/.it;rs  ticlil"  (..Solls"!  ^jiirllc  .■nirli  }|;ni»  .VilalluTl  \  im 
ScIilcHow    mit. 

(!  i  s  (■  1  !i  II..  (■  li  :i  1-  I  (I  t  I  (•  11  li  II  r  -  :  Der  Kilm  ..D.is  (;r:iliMi:il  einer 
;;riilien  J.ielie'  i.»t  :ini  i'ii.  Dezeinlier  im  ri;i-l\il.;ist  .im  Zeil  iirjuil'^eliilirt 
uiinleii.  In  ili'ii  Il.'iii|ili'<illeii;  llini.'iiiMi  Hai.  ('Ii.'iiii  Kev.  Kii.'ilvslii  H.'im.i- 
li:iu 

N  II  r        1'  1  i  I  -i  (■  li  -  V  e  r  <•  li  r  e  r  i  )i  .         I"  i  .-i  n  U  f  ii  r  I  -  .\l  a  i  n  :  K- 

•tiiiimt  '.(■|ii;n,  Willy  l-l-il^eli  spielt  die  miiiinlielie  IlMiiplKdle  in  dem  neuen 
l'rilz  l.aiiH-l'ilni  ..l"i:iii  im  .Mund'.  liizwiM-lien  liat  sieli  llir  W  iiiivcli 
i'rfiillt:  \\  illy  l"i'it~i-li  .-pielt  wieder  mit  l.ilian  ll.ii\e\  /iisaiiimen.  und 
/war    in    dem     lla-rilm     ..Ihr     limUler    l'nnkt ". 

(i.  '/...  i{  e  r  1  i  11  :  W.'iininiidd  \.in  Itiel  i'i  reiidieii  Sie  diireli  dii'  ]>el'ii. 
Iterliii  -  llaleiisee.       (  ieern^lialie.  Iter       Kritz      l.aiit;  -  l-ilm       ..l'r.iii        im 

Mcriid'  ers(dieiiit  eist  in  der  näelisten  Spielzeit.  Die  ll.iiiptriilleii  spielen 
(ii  rd.i  .Maiiins.  A\  illy  rrilseli.  .Margarete  Kupfer,  (Iiisil  M.irlv-(istett<>ii- 
lijiiicr. 

ti.    7...    Leipzig-:      .\n     wirUlieli     Rillen     l'ilnistidfen     liat    jedi'     Kilni- 
nesellseli.il't       Interesse.        Vielleielit 
wenden    Sie   sieh   einmal   an  die  dr.i- 
m.itiirniselie      .Miteiliin;;'      der      l'fa, 
lierlin    SW  dS,    Koelistral.!e    «-10. 

J)  I)  r  a  r.  H  e  r  I  i  n  :  N.ieli  den 
sill>;emeiii  f;iilti;;i'U  (ielir.-iiielieii  im 
Zeitnnus^cw  eilie  werden  iiielit  .-ili- 
neliulie    iirielC    ii.ieli    1    \\  iiclieii    \  er- 


Zeitiinns:;i\>  1  I  ■.!•    \> 

neliulie    iirielC    ii.ieli    1    \\  iiclieii    \  ei 
niclitet. 

S  t  r  e  I  i  I  z 


KnelistraUe  fil.  Die  niäniilielii'ii 
llaiiptriillen  in  ..Kiiiii«  der  Ku- 
iny.e'  spielten  \ietiir  Varkoni  und 
Hndiilf  und  .li>se|ili  SeliiliiUr.'iiit. 
.Nein,  man  kann  in  Hiieliliaiidliin- 
■;i'ii  keine  Filniniaiiiiski  iple  k.inten. 

II  n  ;;■  i>    l'..    1"  r  e  i  li  e  r  s  :    Kiii 
AntoKiamm     (=    iN;;i'iiliainliKe     l'ii- 


d  I.  I  r  :  L\a  de  l'iitli.  Dolnres  del 
lüii.  Inici;;ene  Holiertson  wohnen, 
liexerlv  -  Hills.  Ilidlywood.  Kai. 
lietty  liiid  wohnt  lierlin  W.  Kiir- 
l'iirstendamm  i':'(i,  Iw.i  \\  .inja  Her- 
lin-Cliarlotteiiliiirf;-.  DeriilMirnstr.ille 
\r.  .'i^i.  Dolores  U«'!  Ifio  ist  «c- 
seliiedeii. 

I"  r  a  II    .\l  i  a    \V..    H  e  ii  t  li  e  n  : 
Donylas    Kairh.iiiks.    der    (lalle    \  im 

Mary      l'iekfmd,      »ohiil      Iteverly-  l^'VlUTiaai.    rDIIL'lll.      OlPCl 

Hills.    Hollywood. 

K  r  n   s  t  \    e       e  h  es     .      V   e   r  -  Lm^^^t^mt^^^^m^^^m^mm^mmmm^^^ 

e  Ii  r  e  r  i  n  .       H  a  iii  l>  n  r  k'  :        Ca- 

iiülla     llorn     lih'ilit     vorliinrip;     iioeh  ' 

in    Amerika.      Kriist    X'erelies'   l.ieli- 

liimsldnnieii     sind     Hosen.       .leiiiiy     Jw^o     iiml     Ileniiy      Torten     werden     .in 

die   talli^eii    .Aiitonrani erinnert.      .Maly    Delsehaft    woliiit    lierlin    \\  .    W  il- 

lelsl.ailier   Stralie   Jf*.    hat   am    I.    Dczemher   (Jehiirtst.i;;.    ist    niil    einem    Kaiif- 
m.'iiiii    verheiratet. 

.\l  a  r  K  a  r  e  I  e     II..     I"  r  i  e  d  e  ii  a  ii  ;      (iii-tav     V'rühlieli     ist     i.iil     Klizza 
la    I'orla    iinselälir    seit    einem    .Inlir    entlolit.       (Jleieh    zum     l'iliii.      Carnien 


$t\Ü^tt  fO  ttßtt)D6 

un6  gealtert  bor 


0^mtt 


um  3cil)u 


6urd)    6cn    löifTcnKtaftlid) 
funöicrtcn  ncuucn-nä()rftpff 


BIOCITiN 


i^ci'ijcftcllt  nad)  6cin  L'^cifahicn  v.  Vvof.  fvibcimann. 
Darum:  ocl^  bcinc  Hcrucn  in  otanM  nimm 
Bipcitin!  (Prböltlid)  in  5lpDtl)cfcn  u.  Drpiicnl)anLMci. 
Drudfad).  t'Dftcnl,   i5iDcitinfabnf,  Berlin  SW  29  Fm. 


Hauptrolle  in  den»  IIosrPw.TM-FlIni  ,.<;"seliielitpn  ans  dein  'Wieiipr  AValiT'. 
Diireli  diese  Firma  (SW  Is.  Kriedriehstralie  iäd)  z.ii  erieieheii.  Sehwede.  .1a- 
wohl.  AVilhelm  Dieterle  ist  aiieli  im  l.cdien  n:«''«;'"  ^o  selilieht  wie  in 
seliiin     l'ünien. 

(i  i  s  e  I  a  li..  H  e  m  s  e  h  e  i  d  :  I»oii;;las  Kairhanks"  .\ilresse  finden 
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K  ä  t  !■  II..  II  .1  n  11  o  V  e  r  ;  Hairy  Halm  widiiit  IvcrIin-IIaleii.see,  \\  est- 
f:i|is(dii'  StralJe  ;!!.  hat  am  IT.  .laiiiiar  (iehnrlstaf!;.  ist  mit  Xielit-Selian- 
s|iielerin  ^  erhidratet.  Kred  laniis  J.ereli  ist  ledi)r.  hat  am  i'S.  >l:irz  (ie- 
liicrtst.i;;-.  wohnt  lierlin  W,  Kiirriir-teiid.-iinni  ;!7.  l.ya  Maras  .Vdrosse: 
lierlin-Wi'steiid.  I'oninieriiallee  ä.  (ielmrtstajr  ifM  1.  -\ii;;nst.  mit  Friedrieli 
Zeliiik  verheiratet.  I.i.iiie  Haid.  mit  li.iron  Ilaymerle  \erlieiralot,  wohnt 
lierlin  \\  1.').  Dnisliiii^er  -Stralie  !.">.  wurde  am  Ui.  .Vii^iist  in  Wien  frc 
lioieii.       .\lle     Kiiiistler     ycheii     .Xiitosiainme. 

(i  e  r  d  .1  II  11  d  Ii  e  r  t  a  ans  Kiel:  rr.ink  .Marion  ist  iiieht  .ler 
Minder    vdii    (Isk.ir    .Marion. 

T.  (i..  1..:  Der  Kilni  ..Kampf  ums  .Matterhoni"  wurde  vor  iiiiKef:ilir 
^  iei  Wdelien  im  l'fa-I'alast  am  Zoo  nianf'iefiihrl.  I'eter  \'oü  wohnt 
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K  'j:  o  11  v  o  n  .1  o  r  d  :i  ii  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  K  r  f  n  r  t  :  Die  H;nipt- 
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son.  Elisahetli  I'in.i.jeff.  Kriist  Ve- 
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II  o  r  s  t  K..  .\  I  I  e  11  ^  t  p  i  n  : 
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F  i  1  m  s  e  h  w  ii  r  in  p  r  i  n  Ur- 
sula T.:  .I.iwidil.  für  ilie  Hesor- 
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wir  .lO  l'f.  (in  liriefniarkpii  zu  sen- 
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iiiiil     (üiia     Malles    die    Hauptrollen; 

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Horten,      l.ivio      I'av.inelli.      W'.ilter 

SIezak.   Iwa    Waii.ja  ilie  llaiiptrellpii. 

H  erst    W'..    K  i)  II  i  f;  s  h  p  r  gr  :    Ol;;.!     liaclaiiova    ist    Hiissin    lind    von 

Sam     tloldwyn     iiaili     Hollywood     verpflichti't.       N'era     Schmittprliiw     spipitp 

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.S.  ().  S.  1  (<  :  .lawulil,  der  .Name  (iiiniiar  Toln.-ies  ist  ..echt".  Tolnaes 
i^l  Xorwcjjpr,  wurde  am  7.  Dezpiuhpr  in  Oslo  hc'""'''".  unverheiraKI.  Hans 
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(Iswsilda      wohnt      lierlin      W      tu.      HulieiizollPriistr:iUp      II.       Tliplina     Tod  j 
lievcrly-Hills,    Hollywood.    Kai. 

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Ikcplatz  2        Coblenz,  Schloßstr.  35        Dortmund,  Kciiscrslr.  6      Dresden,  PraiJcr  Str.  35        Duisburg,  Kuhtor  2  4.  Gcncralanzeigcrhaus        Düsseldori, 
.isenach,    FraucnbcrjJ  9         Elberfeld,  Altenmarkt   13  Essen,  Huysscnallcc  93      Frankfurt  a.  M.,   Mainzer  Landstraße  59  63         Halle,  Masjdcburger 

burg-Nord,  Gr.  Bleichen  31  Hannover,  Bahnhofstr.  13  Karlsruhe,  Kaiscrstr.  205        Kiel,   Holstcnstr.  61        Köln,  Hohe    Str.  64        Königsberg, 

Leipzig,    Rudolphsir.  4        Lübeck,    Breite  Str.  19        Magdeburg,     Breite  Weg  3  b        Mannheim,  A.  2.  5.        München,  Salvatorslr.  18        Nürnberg, 
Färberstr.  16        Stettin,  Moltkcslr.  5        Stuttgart,  Rotcbühlstr,  41        Wiesbaden,  Wilhelmsir.  18. 
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e  l>lUli.eticl 
sieltsi 
aus! 


..Was  für  rosige  Wangen, 
was  für  eine  volle  Figur 
hast  Du  doch  bekommen  !" 
„Ja  das  verdanke  ich  nur 

den  Eta-Tragol-Bon- 

bonS."  Die  unschönen 
Knochenvorsprünge  an 
Wangen  und  Schultern 
schwinden.  Pfund  für 
Pfund  nehmen  Sic  zu,  an 
allen  Körperteilen  zeigt 
sichFettansatz.Unbchagen 
und  Unlust  weichen,  und 
nach  ein  paar  Wochen  hat 
das  bisherige  schmächtige 
Aussehen  einer  vollen 
ebenmäßigen  Erscheinung 
Platz  gemacht.   Durch  den 

Genuß  der  „Eta-Tra- 
gol- Bonbons"    läßt 

sich  das  Körpergewicht  in 
einigen  U'ochen  um  10  bis 
30  Pfd.  erhöhen.  Zugleich 
schaffen  sie  aber  auch,  in- 
dem sie  die  roten  Blutkör- 
perchen bis  zu50"  rivcrmeh- 
ren,  Nervenkrafl  und  Blut. 
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1 1  u  n  g  A.  Rosenthal— Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgassc  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
jlhelm    Schaefcr,    Charlollenburg.      Anzeigcnver  waltung    Bcpa-Vcrlag,    Berlin  W  35.  Blumcs  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Scher!    G.  m.  b.  H,  Berlin  SW  68 


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r/ior  ^?/»Vin 


Pichard  Baribelmes  und  Betty  Compson  in  „Das  Lied  von  Sing-SinQ" 


||;.H»   .  jninn».^^mil 


F\ 


\ 


dem  Gegenspieler  die  Stellung  zeigt. 
Natürlich  wird  so  nicht  jede  Szene  vor- 
^jespiclt.  Bei  routinierten  Darstellern  ge- 
niigen oft  Andeutungen,  mündliche  An- 
weisungen. Aber  manchmal  genügt  das 
Wort  nicht.  Vor  kurzem  wurde  die 
Fra^e  aufgeworfen,  wie  man  sich  hin- 
setzt, wenn  man  einen  Frack  anhat. 
Drei    Schauspieler,   und   zwar   ganz   be- 


ncr  vorspielt,  nur  an.  Sie  geht  aber  bei 
der  Aufnahme  aus  ihrer  Reserve  heraus, 
knickt  unter  dem  Angriff  Fröhlichs  fast 
ganz  zusammen,  biegt  sich  zurück,  um 
auch    ihrerseits    anzugreifen. 

Wir  sehen  diese  feinen,  kleinen  Nuan- 
cen auch  auf  dem  obersten  Bild  der  rech- 
ten  Seite. 

Hier    markiert    Fröhlich,    während    May 


Kn 


^ 


\\ 


I 


^V 


f^ 


kannte  Namen,  hatten  darüber  ganz  ver- 
schiedene Auffassungen,  und  doch  war 
die  Lösung  des  umstrittenen  Rätsels 
cijgentlich   ganz   einfach. 

Es  gibt  nämlich  gar  keine  Regeln  dafür. 
Man  setzt  sich  einfach  auf  die  Frack- 
schöße. Die  Zeugen  dieser  Debatte  und 
die  Schauspieler  selbst  wollten  das  zu- 
nächst nicht  glauben. 

Man  beschloß,  auf  zwei  ganz  exklusi- 
ven großen  Bällen  wirklich  tonangebende 
Männer  zu  beobachten,  und  es  stellte 
sich  heraus,  daß  der  Regisseur  recht 
hatte. 

l'hüt.  Ufa 


\ 


rßcMw 


Der  Scheich  und  der  Sohn  des  Scheichs  sind  zu  be- 
rühmten und  erfolgreichen  Filmpersönlichkeiten 
geworden.  Wen  wundert  es  da,  daß  die  ameri- 
kanischen Textdichter,  die  schließlich  pro  Jahr  für 
siebenhundert  Filme  Ideen  finden  müssen,  nun  auch 
darauf  gekommen  sind,  daß  ein  richtiger  Scheich  auch  ein- 
mal eine  Tochter  haben  kann,  die  Filmabenteuer  zu  be- 
stehen hat. 

Man  läßt  also  in  einem  neuen  Paramount-Fiim  Zaida, 
den  Sprößling  irgendeines  mächtigen  Wüstenfürsten,  aus 
Amerika  kommen  und  will  sie  dann  mit  einem  Bcduinen- 
häuptling  verheiraten,  der  den  poetischen  Namen  Kada. 
der  Schakal,  führt.  Die  junge  Dame  hat  nach  ihrem 
amerikanischen  Aufenthalt  kein  Verständnis  dafür,  daß  sie 
ausgerechnet  den  Mann  heiraten  soll,  den  die  Familie 
bestimmt.  Sie  lehnt  also  die  Vermählung  mit  ihrem  Lands- 
mann Kada  ab  und  interessiert  sich  mehr  für  den  Kapitän 
Colton,  der  irgendwo  bei  der  Fremdenlegion  dient. 

Leider  findet  das  Interesse  nicht  die  nötige  Berücksich- 
tigung, denn  Herr  Colton  kümmert  sich  viel  mehr  um 
Wanda,  eine  schöne  Engländerin. 

Es  ist  schon  mehrfach  in  dicken  Büchern  untersucht 
worden,  was  der  Frau  erlaubt  ist,  wenn  sie  liebt,  und  die 
Handlung  des  Films  ergibt  ein  ganz  neues  Kapitel  für  der- 


■••rmmis''----'^' 


"^*^.«y»l)',,  - 


An  die  StellP  Hm-  ^  ^'"^^^'^   entführen. 

^  ""»  uer  oarnison 

hallen.  Uilfercnzcn    mit    Herrn    Kada 

i^'c    amerikanischen     F,lr«i^   , 
-^  e,ne  n.cht  gerade  alhth      :"*"'^'^'^-     ^^     Ka.pf 
'ast  unglaubliche   We,se      Si'  ''•^'"^'^  märchenhafte  und 

--S  Hauses  einen   Filni.   der  d-lZTl   "    '"    "^'"^^ 
von  Soldaten  zeigt.  ""^*  ^°"  Tausenden 

V^i^erstämme  den^Tr  .k^ch:  ''r-^^^'^^-h-  w.lden 
^-    Garnison    .st   gerettet     und   .:  ■?''"''"  '''  ^'^^t. 
^a.da    w,rd    von    d  "''"'^"    ^'"^-    -f^- 

^-P-,  d,e  .iH^I^^:-!-^^^--  ^^^^  ^-'-^'^  ver- 
-"■de  Richard  Arien  üb^rt  1  "'^'"-  ^^P''^"  Molton 
«anten  Schauspieler.  Das  Mih"'  ""!"  -"^^-ten.  ele- 
^-ffen,  wie  denn  überhaupt  d^  '    .  ^"^^--'^hnel    ge- 

-"^    R-'der   ergibt     von     e  "T'"'^  ^^^"^  --^er- 

-^-.a.nceWre:X.;^;--fr^Kr^'^ 

'     "*^'     'm     Kahmen 


einer   eigenen    Produktion  bei   der   P. 

I.«bscher  B.lder  hcraus.ebra      .   h    ,    d     ""°r'    ""'    ''^"" 

DeuUchland  Beifall  ,,„dl         '     "'■  ''"  ""''"'■'*'  "eh  ■» 

-Weste  Gesend  der  Wel"  s,  L  d      ,  '  '"•'"■  ''""  ^'' 

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klar  a„(  der  Hand.     Man  will  Ah       u\  '''''"  '''«' 

=  "en.   an,,  de„   n,oder„:„  ^Lel  rell  :'""r "'  "°""  ™' 
beinah  in  Europa  und  Amerika         p""'!^   '"'""'■  ••- 
D,e  Wü-   „a  obl.salorisch  war. 

noch  unerforschtes  Gebir  d!" Tl'"  d""  ""  '"'"" 
«ichnen  sich  nicht  nur  durch  k-  ^^  '  ""  *""='"'"• 
--  ="ch  durch  .aleris'rrr:::::"::  ^^^^"^-'  ^ 

-e:':::;t::'stert""^°'^^«''-'^-- 

-nder.  „r  den  F.:  ^:T°'"'"'   ^^'^"»'^-e    he- 

n-ltn:;ln"^""/"  <--*''-»'-  alle. 

M»nd  wegdenken  ^n  TJ:  '■'"  "'"f  "■"  «""-  "^er  del 
"■ema  se,„  wie  etwa  in  die  „';;:."'"'  ü"'"  "'"''■ 
"-I.  mi,  .u  den,  Besten  ..erech'  ?        d        ""'"'"''  '"'- 

•<■-=...  den  ze,,uio,d.t:e,,r;i:r: -f--^..c.-- 

den  ',^F;;!,?",',„'V,t.  "ei:;"""'"'^"  T"cka„f„ah.e„  die 
licl.l<e,t.  d,e  n,e,kwi,rdi«er";,er  ^'"""«"»'"-''c  Mög- 
""d   Reg.sseur    benut.t    ;,rd  "     '"    '"■"    ''""•''■cMcr 


/'".'/    /',/;„ 


J^ 


/}  Sporlensfinhie  aus  hraunwfifi-iarierlem  Jfrsey  mit  passendem  Schal 
and  Kappe  und  hohen  beigefarbigen^  Vellington-Boois. 

2)  Sportensemhle  aus  blauem  Jersey  mit  gelblichem  Jumper  und  Jade  mit 
blauen  Streifen,  dazu  blaue  l^derjacke  und  Wellington-Boots.  —  Skianzug  aus  grünem  imprä- 
gniertem Gabardine,  Lumber Jackett  mit  Reißverschluß,  Windjacke  mit  Kamel haarfutt er. 

3)  Sportensemble  mit  Jäckchen  aus  sandfarbigem  Kamelhaarjersey  mit  passender  Kappe. 

4)  Skianzug  für  den  Herrn  aus  beigefarbigem  Gabardine,  für  die  Dame  aus  blauem  Gabardine  mi 
blauweißem  Lumberjackelt. 

5)  Skianzug  für  den  Herrn  aus  bräunlichem  Gabardine  und  für  die  Dame  aus  blauem  Gabardine 
mit  weißem  Lederlumberjackett  mit  Reißverschluß  und  blauer  Mütze. 

ö)  Skianzug   für   den   Herrn   aus   blauem  Gabardine,   für   die  Pame   aus   grünem  Gabardine   mit 
passender  Wollkappe. 

Sämtliche  .Modelle:    .4.  C.  SteinhardI,  Berlin. 
Aus  der  i'ja-Drulig  \\  pchcnschuii.     —    .\tifnahiiien  Schert. 


i^i 


u 


( 


Die  Amerikaner  verlegen  ihre  Filme  neuerdings  gern  in 
das  englische  Europa.  Dafür  haben  sie  zwei  außer- 
ordentlich wichtige  und  einleuchtende  Gründe.  — 
Sie  entrücken  das  Milieu  der  Kontrolle  ihres  heimi- 
schen Publikums,  können  sich  im  Manuskript  und  in  der 
szenischen  Durchführung  mehr  Freiheiten  lassen  und  kommen 
gleichzeitig  der  Mentalität  unseres  Erdteils  entgegen,  die 
gleichbedeutend  ist  mit  einer  verschärften  Wirkung  auf  das 
europäische  Publikum. 

Norma  Shearer,  der  bedeutende  Star  der  Metro-Goldwyn, 
hat  sich  mit  Vorliebe  in  der  Darstellung  von  —  vom  amerika- 
nischen Standpunkt  aus  gesehen  —  fremdländischen  Typen 
beschäftigt.  Sie  spielte,  um  nur  ein  Beispiel  zu  nennen,  das 
auch  bei  uns  sehr  bekannt  ist,  die  Käti  in  Alt-Heidelberg  und 
erscheint  jetzt  in  einem  Film  als  kleine  Schauspielerin.  Man 
hat  als  Überschrift  für  dieses  Filmspiel  nicht  ohne  Absicht  das 
Wort  ,, Komödiantin"  gewählt,  denn  es  handelt  sich  um  eine 
kleine  wandernde  Truppe,  wie  wir  sie  auch  in  Deutschland 
kennen  und  deren  Wirkungsort  man  gern  mit  dem  Wort 
,, Schmiere"  bezeichnet. 

Allerdings  ist  es  nicht  das  Milieu  Strieses,  sondern  diese 
Vorstellungen  irgendwo  in  der  Nähe  von  London  stehen  in 
ihrer  äußeren  Ausstattung  auf  ganz  großem  Niveau.  Sie  zeigen 
ein  Maß  von  Ausstattung,  das  man  hier  in  Deutschland  an 
manchen  kleineren  Theatern  kaum  finden  dürfte. 

Das  liegt  wieder  daran,  daß  der  amerikanische  Film  in  erster 
Linie  auf  das  Auge  gestellt  ist  und  so  viel  Schönheit  und  Niveau 
verarbeitet,  wie  irgend  angängig. 

In  dieser  kleinen  englischen  Truppe  wirkt  Rose  Trelawney 
als  Liebhaberin,  verliebt  sich  eines  Tages  in  einen  jungen  Mann, 
den  sie  auf  romantische  Art  kennenlernt. 


\ 


Nornia  Slieorer  als  ,.Kumödiantin" 


l'i^l.  M.O.-M- 


rieht,  den  man  dem  frischen,  leben- 
digen, natürlichen  Menschenkind  er- 
teilt,  wird   zur  Katastrophe. 

Schon  die  Tatsache,  daß  sie  eines 
Abends  Klavier  spielt,  während  die 
alten  Herrschaften  sich  am  Whist  er- 
freuen, führt  zu  einem  großen  Krach, 
der  aber  gar  nichts  ist  gegen  den 
Sturm  der  Entrüstung,  der  ausbricht, 
als  Rose  eines  Abends  ihre  alten  Kol- 
legen empfängt,  die  etwas  mehr  Lärm 
machen,    als    es    im    Hause    des    Vize- 

Norma  Shearer  und  O.  P.  Heggie 


Normo  Shcorer  und  Ralph  Forbos 

Eines  Abends  kommt  es,  wie  das  bei  jungen 
Leuten  häufig  passieren  soll,  zu  einer  Liebes- 
szene, die  von  den  Kollegen  und  Kolleginnen 
belauscht  wird  und  die  schließlich  —  die  Ge- 
schichte spielt  in  England  —  zur  offiziellen 
Verlobung  führt. 

Aber  der  junge  Bräutigam  hat  die  Rechnun<4 
ohne  seinen  Großvater  gemacht,  der  wohl  die 
kleine  entzückende  Frau,  nicht  aber  die  Schau- 
spielerin in  seiner  Familie  willkommen  heißen 
würde. 

Die  Braut  nimmt  vom  Theater  Abschied,  um 
sich  im  Hause  des  alten  Herrn  für  die  Ehe  vor- 
zubereiten. 

Aber   der   aristokratische    Anschauungsuntcr- 


l#V^ 


MaauBMoaBaik 


kanzlers  zur  nächtlichen  Stunde  im  all- 
gemeinen üblich  ist.  Die  Geschichte 
endet  damit,  daß  Rose  das  Haus  ver- 
läßt. Sie  kehrt  ans  Theater  zurück, 
verliert  aber  auch  hier  bald  jeden 
finanziellen  Rückhalt,  weil  die  kleine 
Truppe  pleitemacht. 

Arthur  Gower  ist  verschwunden. 
Man  sucht  ihn  überall  vergebens. 

Schließlich  löst  sich  alles  in  Wohl- 
gefallen auf.  Der  alte  Lord  finanziert 
ein     Theaterstück,     in     dem     Rose     die 

Normo  Shcarer  und  Ralph  Forbes 


Hauptrolle  spielt.  Sie  ist  überrascht  und  be- 
glückt, als  sie  auf  einer  Probe  erfährt,  daß 
ihr  Verlobter  ihr  Partner  sein  soll. 

Aber  dazu  kommt  es  nicht,  denn  der  alte 
Gower  erscheint  wie  ein  deus  ex  machina, 
gibt  seinen  Segen,  so  daß  es  statt  einer  er- 
folgreichen Premiere  eine  fröhliche  Hochzeit 
gibt. 

Das  Ganze  erzeugt  den  gleich  guten,  be- 
friedigenden Eindruck,  wie  ihn  ein  spannen- 
der, fesselnder  Roman  zurückläßt.  Norma 
Shearer  gibt  der  Rolle,  wie  das  schon  die 
Bilder  erkennen  lassen,  ihren  ganzen  Scharm 
und  ihre  ganze  Anmut.  Ihr  Partner  Ralph 
Forbes  zeigt  alle  Vorzüge  der  amerikanischen 
Heldendarsteller. 


^L 


•vcr^ 


^JÜ^"^ 


Im  Berliner  Wintergarten,  an  derselben  Stätte,  wo 
damals  die  Aufnahmen  zu  Jannings'  großem  Film 
„Variete"  gemacht  wurden,  arbeiten  jetzt  hoch  in 
der  Luft  die  drei  Codonas,  die  wir  hier  im  Bild  zeigen. 
Es  sind  dieselben  Künstler,  die  auch  in  dem  großen, 
bahnbrechenden  deutschen  Film  mitwirkten  und  die 
man  auch  auf  den  Bildern  sieht,  die  wir  aus  dem  Film 
hier  auf  dieser  Seite  bringen.  Die  drei  Codonas  haben 
ü^brigens  ihre  ausgezeichnete  Arbeit  im  verfilmten 
Variete  erst  vor  kurzem  sehen  können.  Sie  waren 
begeistert,  nicht  nur  von  ihren  eigenen  Aufnahmen, 
sondern  auch  von  Jannings  und  Lya  de  Putti. 


r'f*.^"<-V, 


«>K^ 


•   '  --^" 


sjdn,  Ukmc  -HÄNDEN 

vIVÄ  &U,  Sie  ERKENNEN 


VON  M AR/ANNE  RASCH  IG 


In  den  Händen  vieler  in  beruflichem  Zusammenhang  ste- 
hender Persönlichkeiten  fielen  mir  gelegentlich  Ähnlich- 
keiten und  Gleichartigkeiten  der  Handlinien  auf.  Oft 
auch  wurden  Gegensätze  in  den  Charaktereigentümlich- 
keiten, die  sich  jedoch  zu  ergänzen  geeignet  waren,  sicht- 
bar. Man  kann  gleiche  Beobachtungen  wohl  auch  von  den 
Handschriften  und  Gesichtszügen  von  Menschen  machen, 
die  der  Art  ihrer  gtnieinsamen  Tätigkeit  nach  gegenseitig 
durch  gleichartige  Erlebnisse  stark  beeindruckt  werden,  bei 
Ehepaaren,  Lehrern  einer  Gemeinschaft,  Mitarbeitern  gro- 
ßer Unternehmen  und  Ämter.  Im  Handbild  des  Filmregis- 
seurs und  der  mit  ihm  besonders  häufig  arbeiten- 
den Filmschauspieler  fand  ich  oft  überraschend  große 
Ähnlichkeiten  in  Form  und  Abmessungen  der  Handlinien. 
Es  braucht  sich  dabei  nicht  um  ständig  fortgesetzte  Zusam- 
menarbeit zu  handeln,  was  z.  B.  bei  Film  und  Bühne  nur 
in  seltensten  Fällen  stattfindet,  allenfalls  bei  Ehepaaren 
wie  Joe  und  Mia  May,  Zelnik  und  Lya  Mara,  Eichberg 
und  Lee  Parry,  Nelson  und  Käte  Erlholz. 

Um  Ähnlichkeiten  der  Linienführung  zu  rechtfertigen  und 
ihre  Entstehung  zu  begünstigen,  ist  ein  ständiges  Be- 
eindrucktwerden nicht  unbedingt  erforderlich,  wenn  es  nur 
intensiv    genug    ist.    Es  genügen   ja  schon,   wie  wissen- 


Serie  II. 

schaftliche  Untersuchungen  ergeben  haben,  die  feinsten, 
kaum  merklichen  Vibrationen,  veranlaßt  durch  die  sogar 
noch  unter  der  Bewußtseinsschwelle  verlaufenden  gedank- 
lichen  Einfälle,   um   Ähnlichkeiten   im   Denken  und   Fühlen 


hervorzurufen  und  diese  Ähnlichkeiten  auch  nach  außen 
hin  zu  projizieren.  Wer  sich  für  die  wissenschaftliche  Be- 
gründung dieser  seltsamen  Tatsachen  interessiert,  den  ver- 
weise ich  auf  meine  in  den  Vorjahren  erschienenen  Artikel 
über  mein  Handlesesystem  in  der  ,, Koralle",  der  ,, Garten- 
laube", im  ,,Buch  für  Alle"  u.  a.  sowie  auf  die  vergleichen- 
den Studien  des  Anatomen  Medizinalrat  Carus,  des  engli- 
schen Physiologen  Charles  Bell  und  des  Psychologen 
W.  Preyer-Jena.  Wie  weit  solche  Ähnlichkcitsi^rkenpung 
möglich  ist,  will  ich  zunächst  an  den  beigefügten  sechs 
Handbildern  nebst  kurzer  Linienangabe  erläutern.  Mir  fiel 
solche  Übereinstimmung  zum  erstenmal  auf,  als  ich  vor  vier 
Jahren  die  Hände  von  Mauritz  Stiller,  Greta  Garbo  und 
Einar  Hansom  aufnahm,  die  '  mir  durch  Pabst  zugeführt 
wurden. 

G.  W.  Pabst,  diesen  feinfühligen  und  genialen  Regis- 
seur, lernte  ich  kurz  zuvor  bei  Paul  Wegener  im  ,,Wege- 
ner"-Atelier  in  der  Friedrichstraße  kennen.  Es  war  zur 
Zeit  harter  Kämpf?,  und  Wegener  sagte  zu  mir:  ,,Was  ich 
da  von  Ihnen  höre,  ist  ja  fabelhaft.    Wieviel  Fehler  hätte 


wohl  gleiche  Form  und  Knickung  aufweisen,  aber  ihrer 
I.änfje  nach  verschieden  sind.  Das  Liniennetz  auf  dem 
Daumenballen  (Venusberg),  das  starkes  Schönheitsemptin- 
den  und  ein  reiches  Sinnesleben  andeutet,  wie  es  bei  einer 
derartigen  künstlerischen  Betätigung  auch  unerläßlich  i^t, 
ist  bei  allen  vieren  sehr  ähnlich  und  besonders  reichhaltig 
ausgestattet,  die  Form  und  Lage  der  Finger  gleichfalls 
übereinstimmend,  besonders  des  Daumens.  Ich  gewann  den 
Eindruck,  diese  Hände  gehören  zusammen  zu  gemeinsamer 
Arbeit,  zu  Kampf  und  Sieg,  wenn  auch  ihre  Wege  zeit- 
weise  getrennt   sein   werden. 

Die  Kunstlinien,  zum  Ringfinger  gehend,  sind  verschieden 
gestaltet.  In  Greta  Garbo  s  Hand  sind  sie  in  unend- 
lich vielen,  zarten,  ährenartigen  Linien  angeordnet,  einem 
wühlbestandcnen  und  zur  Ernte  reifen  Getreidefeld  ähnlich. 
In  der  Hand  von  Werner  K  r  a  u  s  s  fällt  die  eigenartig 
schöngestaltete  Kimstlinie  besonders  auf,  die  in  geradem 
Aufstieg,  von  der  Wurzel  der  Hand  bis  zur  Wurzel  des 
Ringfingers  gehend,  den  Kelch  einer  Wunderblume  trägt, 
die  von  Zeit  zu  Zeit  herrliche  Blüte  reifen  läßt.  Einen  klei- 
nen Teil  der  damals  zur  Entfaltung  reifen  Blüten  bespra- 
chen wir  damals,  und  es  beglückte  mich  sehr,  daß  ich  auch 
ihm  wie  so  vielen  aus  der  Hand  zweckmäßige  Winke  für 
wichtige  Entscheidungen  geben  konnte.  In  seiner  Villa  im 
Grunewald  verlebte  ich  einen  herrlichen  Tag  in  angeregtem 
Gespräch,  der  mir  auch  besonders  dadurch  unvergeßlich 
geblieben  ist,    daß   sein   eifrig   zuhörender   elfjähriger    Bube, 


ich  schon  verbessern  und  üble  Folgen  vermeiden  können, 
wenn  ich  Sie  und  Ihre  Kunst  eher  kennengelernt  hätte." 
Er  rief  Pabst  herbei,  den  er  als  Künstler  mit  besonderem 
Verständnis  für  seelische  Zusammenhänge  als  den  kommen- 
den Mann  einer  tiefer  schürfenden  Filmregic  bezeichnete. 
Ich  wurde  nicht  enttäuscht,  Pabsts  Hand,  die  ich  in  der 
Folgezeit  noch  mehrfach  beobachtete  und  beurteilte,  spie- 
gelte stets  getreulich  die  einzelnen  Phasen  eines  kompli- 
zierten Werdeganges  wieder.  Man  sah  wie  durch  ein  Fen- 
ster in  einen  lichten  Ort.  * 

Bei  Vergleich  der  Hände  von  Pabst  und  seinen  Mit- 
arbeitern in  der  ,, Freudlosen  Gasse",  besonders  mit  A  s  t  a 
Nielsen,  Greta  Garbo  und  Werner  Krauss, 
ist  der  Gesamteindruck  der  männlichen  wie  der  weiblichen 
Hände  einander  sehr  ähnlich;  man  sieht  in  allen  das  gleiche 
schwungvolle  M  in  großer  Linienführung,  die  bis  in  den 
Zeigefinger  reichende,  stark  verästelte  Herzlinie  (obere 
Querlinie),  die  bei  Asta  Nielsen  und  Greta  Garbo'  bei  glei- 
cher Abmessung  überaus  ähnlich  verläuft.  Die  Nebenlinie, 
die  sich  bei  Greta  Garbo  wie  ein  mehrfacher  Reifen  (Saturn- 
ring) oberhalb  der  Herzlinie  gebildet  hat,  ist  nur  ein  vor- 
übergehendes Zeichen,  da^  auf  einen  schweren  Herzens- 
konflikt der  im  Gemütsleben  besonders  empfindsamen  und 
f'^irfühligen  Filmkünstlerin  hinweist  und  inzwischen  wohl 
längst  wieder  aus  der  Hand  verschwunden  ist.  Denn  zum 
näheren  Verständnis  muß  gesagt  werden,  daß  Nebenlinien 
veränderlich  sind,  gleich  der  schwankenden,  eindrucks- 
empfindlichen Psyche  ihres  Eigners,  und  daß  nur  die  tiefe- 
ren Hauptlinien  ihre  ursprüngliche  Einzcichnung  im  allge- 
meinen behalten,  allerdings  auch  bei  Schicksalswendungcn 
besonderer  Art  ihre  Form  verändernd,  ersichtlich  nur  in 
der  rechten  Hand. 

Sehr  ähnlich  verläuft  bei  beiden  auch  die  Kopflinie  (mitt- 
lere Querlinie),  während  diese  Linien  bei   Pabst   und  Krauss 


i 


-^-m.     T 


ganz  des  Vaters  Ebenbild,  auf  die  Aufforderung,  Schul- 
arbeiten fertig  zu  machen,  erwiderte:  ,,Ach,  Vati,  laß'  mich 
lieber  noch  zuhören,  hier  kann  ich  doch  Wichtigeres  für. 
dein  und  Muttis  Wohl  lernen,  als  wenn  ich  jetzt  die  Schul- 
aufgaben mache.  " 

Wie  in  der  Hand  von  Werner  Krauss  ist  auch  in  der  von 
Asta  Nielsen  die  Kunstlinie  als  eine  Wunderblume  ge- 
zeichnet, an  schlankem  und  schwankendem  Schaft,  nur  ist 
II  die   Widerstandskraft   dieses   Schaftes   nicht   so   robust   wie 
\m   der   Hand   von   Krauss,    so    daß    der   größere   Teil    ihrer 
IjWunderfrüchte  uns  wohl   schon  beschert  sein  dürfte.    Aber 
lies  war  eine  köstliche  Bescherung  aus  des  Schöpfers  Hand, 
Ko  daß  Asta  Nielsen  in  der  Geschichte  des  Films  stets  ein 
^'csonderes  Ruhmesblatt  darstellen  wird.    In  der  reich  aus- 
gestatteten  Hand    fällt   besonders    die    lange,    gerade,   helle 
lerkurlinie   auf,     die,     zum  kleinen    Finger    gehend,     stark 
[rzieherische  Wirkungen  auf  den  künstlerischen  Nachwuchs 
lefät. 

Vieles  im  Handbild  von  Louise  Brooks  ähnelt  dem 
iren,  vielleicht  wird  uns  hier  später  eine  wahre  Nachfol- 
jrin  der  Nielsen  heranreifen.  Das  Zeug  zur  Filmtragödin 
it  sie  in  sich.  Auch  mit  dem  Handbild  von  Pabst  hat 
IS  Brooks-Händchen  viel  Ähnlichkeit,  besonders  die  Form 

,r    Kopf-    und    Herzlinie     habe''    große    Übereinstimmung. 

f  ■ 

inz  anders  als  in  allen  andern       mden  ist  hier  der  Luna- 

'rg  gestaltet  (am  Handrücken),    jchlank  und  schmal  ohne 

|sbuchtung  geht  er  aufwärts,  Einbildungskraft  und  Phan- 

ie  sind  nicht  übermäßig  stark  entwickelt,  wenigstens  im 


jetzigen  Stadium.  Das  Real-Praktische  überwiegt  in  dieser 
Hand,  die  ideal-sentimentale  Einstellung  kommt  erst  in 
zweiter  Linie  zum  Wort.  Echt  amerikanischer  Typ!  Mit 
Pabst  s  Hand  ähnelt  die  eigenartige  Biegung  der  Kopflinie, 
die  als  wichtiges  Zeichen  für  blitzartiges  intuitives  Ver- 
stehen gelten  kann,  auch  für  komplizierte  Aufgaben,  diesel- 
ben Zeichen  auf  dem  Schönheitsberg  und  eine  lange  Kunst- 
linie mit  zart  angedeutetem  Kelch,  aus  dem  als  erste  Blüte 
,,Lulu"  hervorstrahlen  wird.  Auf  dem  ,, Venusberg"  (am 
Daumenballen)  ist  noch  vieles  unentwickelt,  doch  in  der 
Anlage  bereits  gut  erkennbar. 

Fritz  Kortners  Hand  steht  in  einem  gewissen  Gegen- 
satz zu  den  eben  besprochenen  Händen.  Man  sieht  das 
schon  an  der  äußeren  Form,  wenn  auch  der  Daumen  ganz 
ähnlich  erscheint  und  der  Lunaberg  mit  dem  von  Pabst  und 
Krauss  große  Übereinstimmung  aufweist.  Am  gleichen  Tage 
der  Kortnerschen  Handaufnahme  las  ich  auch  die  Hand  von 
Kaiser-Titz,  der  eine  unüberwindliche  Abneigung  gegen 
einen  Abdruck  der  Hände  hatte,  wie  ich  das  auf  meinem 
Weg  nur  selten  erlebt  habe,  Gott  sei  Dank,  denn  wie  hätte 
ich  sonst  die  Viertelmillion  Hände  in  30  Jahren  schaffen  kön- 
nen! Ich  dachte:  ,, Armer  prächtiger  Kaiser-Titz,  deine  Tage 
sind  gezählt,  nun  wird  wohl  Kortner,  der  —  meiner  Mei- 
nung nach  —  im  Gesichts-  wie  im  Handbild  einige  Ähnlich- 
keit mit  dir  hat,  manche  deiner  restlichen  Aufgaben  mit- 
erfüllen müssen."  Wunderbar  gestaltet  sich  in  Kortners 
Hand  die  Herzlinie,  die  von  der  Fülle  der  vielen  schweren 
Apollolinien  (zum  Ringfinger  gehend)  fast  erdrückt  und 
durchgedrückt  wird  und  sich  auf  die  Kopflinie  zu  senken 
scheint,  die  aber  ihrer  besonderen  Stärke  nach  den  Druck 
wohl  auszuhalten  vermag.  Besonders  reichlich  mit  Linier] 
ausgestattet  erscheint  der  hohe  Venusberg,  während  auchl 
der  Lunaberg  durch  eigenartige  Gebilde  starkentwickelte,' 
blühende  Phantasie,  vom  Intellekt  in  Schranken  gehalten ' 
und  gemeistert,  zeigt. 


äUCnc  jßa^^trk. 


SUrßtL 


Auf  einer  großen  Filmredaktion  erscheinen 
allerhand  Besucher,  die  Auskünfte  haben 
wollen,   die  von  ihren  Erfolgen  und   Miß- 
erfolgen erzählen. 

Aber  es  passiert  nicht  alle  Tage,  daß  sich  ein 
Star  mit  lautem  „Wauwau"  ankündigt. 

Togo,  der   Wunderhund,   der  vor   kurzem   hier 
in  einem  großen  Variete  auftrat,  hat  das  so  ge- 
macht.      Er     ist     ein     ausgezeichneter     Rechcn- 
—     so    erstaunlich    das    ist   — 
Er   hat   seine   Arbeit   bei   uns 
im     Redaktionszimmer     genau 
so    exakt    verrichtet     wie    auf 
der  Bühne  des  Wintergartens. 
Ganz    ohne    Trick    und    Ap- 
parat, denn  er  war  allein  mit 
uns.    während    sein    Herr    und 
Gebieter  draußen  auf   und   ab 
wanderte.       Wir     haben     ihm 
fünf  Aufgaben  gestellt,  und  er 
hat     sie     ohne    Fehler    gelöst, 
sah    uns    dabei    an,   als    ob    er 
sagen   wollte:    ,,Nun   müßt    ihr 
mir     aber    für    diese    Sonder- 
vorstellung  auch   ein   Honorar 


künstler.      Kann 
wirklich  rechnen 


aini]4!«amH94 


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^^ 


MMER3      /      BERLIN,    20.  JANUAR    1929      /      PREIS       oPFENN  IG 


^reia    ^arbos    neueste    Cy\,olle 


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Uraufführung  zur  Zeit  Ufa-Theater  Universum,  Berlin 


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I)  1 1:    w  o  c  II  1  \  s  c  II  Kl  r  r    n  i:  r    i  i  l  m  f  r  i:  i  n  d  e 


BETTY   C  O  M  P  S  O  N 


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Nun  hebt  sich  auch  von  dem  letzten  geheim- 
nisvollen Lande,  das  die  Welt  barg,  der 
Schleier,  denn  Tibet,  das  Land  der  1000 
Klöster,  ist  zum  erstenmal  von  Wilhelm 
Filchner  im  lebenden  Bilde  festgehalten  worden.  Die 
Schwierigkeiten  des  Reisens  in  einem  Reiche,  das 
die  Natur  durch  kyklopischc,  bis  zu  5000  Meter  an- 
steigende Bergketten  von  seinen  Nachbarn  abgerie- 
gelt hat,  wo  es  weder  Straßen  noch  Dörfer  in  unse- 
rem Sinne  gibt,  wo  tödliche  Sand-  und  Schnee- 
stürme einherjagen,.  wo  Lebensmittel  knapp  und 
Hungersnöte  an  der  Tagesordnung  sind,  diese 
Schwierigkeiten  werden  noch  verhundertfacht  durch 
das  feindselige  Verhalten  der  Bevölkerung,  die  von 
Fremden,  namentlich  aber  von  Europäern,  nichts 
wdssen   will.      Ganz   verschlossen   waren  bisher  die 


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Klöster  der  Lamas,  in  denen  buddhistische  Riten  mit 
seltsamem  schamanistischen  Zauberglauben  ausge- 
übt werden.  Mögen  es  nun  rote,  gelbe  oder  schwarze 
Lamas  sein  (so  genannt  nach  der  Farbe  der  Kopf- 
bedeckung), immer  verschlossen  sie  sich  bisher  dem, 
der  anderen  Glaubens  und  Nichtmongole  war,  wo- 
mit dieser  Begriff  nicht  rassenmäßig  umschrieben 
ist.  Wilhelm  Filchner  hat  das  Kunststück  voll- 
bracht, in  die  Klöster  einzudringen  und  die  Mönche 
bei  ihren  Religionsübungen  zu  filmen.  Seinen  Film 
hat  er  ,,0m  mani  padme,  hum"  (0  du  Kleinod  im 
Lotos,  Amen)  überschrieben,  wie  das  tibetische 
Hauptgebet  heißt,  das  die  Gebctsmühlen  in  ewiger 
Umdrehung  wiederholen.  Dieser  Blick  in  eine  völlig 
unwirklich  erscheinende  Welt  gehört  zu  den  größ- 
ten Eindrücken  der  Kinematographie. 


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11- 


In  rascher  Folge  zeigt  uns  Amerika 
jetzt  eine  Reihe  von  hübschen  Lust- 
spielen in  europäischem  Milieu,  in 
einer  Art,  die  uns  besonders  zusagt, 
und  vor  allen  Dingen  in  einer  Durch- 
führung, die  ganz  unseren  Geschmack 
trifft. 

Im  Ufa-Theater  Universum  in  Berlin 
sieht  man  jetzt  Menjou,  bewundert  ihn 
als  Kellner,  allerdings  nicht  als  irgend- 
einen unter  vielen,  sondern  als  den 
Mai'tre  d'Hötcl  eines  großen  Pariser 
Luxusrestaurants. 


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Wenn  man  sieht,  wie  er  dort 
das  Personal  kommandiert,  wie 
«r  eine  Creme  Susettc  zube- 
reitet, ja,  wie  er  selbst  einem 
gewöhnlichen  Salat  eine  eigene 
Note    gibt,   dann   versteht  man. 


Oben:  Adolphe  Menjou  und 
Lawrence  Grant 

Mitte:  Kathryn  Caruer  und 
Adolphe  Menjou 


fürstcn  gehalten,  aber  die  junge  Dame 
aus  Amerika  nimmt  schließlich  auch  mit 
dem  eleganten  Oberkellner  vorlieb,  um 
so  mehr  als  alle  Aussicht  besteht, 
daß  er  bald  Inhaber  eines  hübschen 
Etablissements  wird.  Es  wird  glänzend 
gespielt,  man  sieht  wundervolle  Frei- 
aufnahmen, die  in  der  Schweiz  ge- 
macht sind,  und  stellt  mit  Vergnügen 
fest,  daß  die  Tatsache,  daß  man  diesen 
Menjou-Film  tatsächlich  in  Paris 
machte,  dem  Bild  zum  ganz  ent- 
schiedenen Vorteil  gereicht  hat. 


daß  der  große  Genfer  Verband 
der  organisierten  Kellner  ihn 
zum  Ehrenmitglied  ernannt  hat. 
Natürlich  verliebt  sich  Men- 
jou  in  eine  entzückende  Frau, 
wird   von   ihr   für  einen   Groß- 


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Oben:    Adolphe  Menjou 


Mitte:    Kathryn   Carver   und 
Adolphe  Menjou 


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Florence  Vidors  neueste  Rolle 


Für  die  eleganten  Salonstücke,  die  halb  Komödien,  halb 
Schauspiele  sind,  jedenfalls  in  Leichtigkeit  und  Grazie 
vorüberfliegen,  hat  man  in  Amerika  ebensowenig  Dar- 
stellerinnen als  anderswo.  Die  Swanson  ist  ein  ur- 
wüchsiges Talent,  aber  ihr  Hang  zur  Groteske  macht  sie  vor 
allem  zur  Darstellung  derber  Typen  geeignet.  Ihre  Saddie 
Tompson,  ihre  Madame  Rccamier  waren  aus  einem  Guß, 
beides  aber  Geschöpfe,  die  nicht  in  der  Atmosphäre  des 
Salons  groß  geworden.  Constance  Talmadge  ist  unübertreff- 
lich in  heiteren  Wirkungen,  in  schelmischer  Grazie  —  aber 
auch  sie  kennt  die  ganz  leinen  Reize  des  leisen  Spieles  nicht. 
Sie  ist  nur  Heiterkeit,  während  die  auf  gleichem  Gebiete  be- 
heimatete Marie  Prevost  es  sogar  an  Keßheit  nicht  fehlen 
läßt,    wie    ihre    rüdige    Bolle   im    ,, Gottlosen    Mädchen"    am 

besten  bewies.  So  bleibt  allein 
Florence  Vidor,  die  alle  über- 
strahlt durch  die  sanfte  Schön- 
heit ihrer  Erscheinung  und  die 
schöne  Sanftheit  ihres  Gemütes. 
Und  ist  sie  zuerst  als  die 
kleine  Eifersüchtige  in  der  ,,Ehe 
im  Kreise"  bekannt  geworden, 
eine  Rolle,  die  man  sich  mit 
keiner  anderen  Schauspielerin 
der  Welt  besetzt  denken  könnte, 
weil  keine  andere  an  einer  ge- 
wissen Weinerlichkeit  vorüber- 
gegangen wäre,  die  im  Bannkreis 
der  Rolle  Hegt.  Die  Vidor  war 
ganz  gelockert,  ganz  zart  und 
verhalten.  Man  sah,  wie  sie  ein- 
mal mit  den  Tränen  kämpfte, 
aber  dann  lächelte  und  sich  nicht 
aus  der  Ruhe  bringen  ließ.  Die 
Vidor  war  rührend  —  und  das 
ist  sie  immer.  Florence  Vidor 
stellt,  wie  man  öfter  behaupten 
hört,  den  Typ  der  großen  ameri- 
kanischen Dame  nicht  dar.  Nicht 
jener  Kreise  vielleicht,  deren 
Vorfahren  mit  der  Mayflower 
herüberkamen  und  deren  Damen 
heute  in  Boston  und  Phila- 
delphia ein  strenges  Regiment 
führen,  eifersüchtig  darauf  ach- 
ten, daß  niemand,  der  nicht 
siebenmal  gesiebt  ist,  in  ihre 
Kreise  tritt.  Die  Vidor  ist  mo- 
demer, gewiß  auch  die  Dame 
der  Oberen  Vierhundert,  aber 
mehr  New  York,  Riverside 
Drive  oder  Park  Avenue,  viel- 
leicht mit  kalifornischem  Ein- 
schlag: etwa  Pasadena,  wo  Ka- 
liforniens berühmteste  Millionäre 
wohnen,  die  Buschs  (Nachkom- 
men deutscher  Brauer),  Lever- 
hulmc,  der  Seifenkönig  und  der 
Rasierklingen-Erfinder  Gillette. 

Dabei  ist  Florence  Vidor  nicht 
einmal  gebürtige  Amerikanerin, 
sondern  eine  Ungarin.  Aus  die- 
ser   Abstammung     erklärt    sich 


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manchmal  ihr  Pointieren  einer  Nuance,  man  denkt  anCzardas 
und  Paprikaspeck  —  aber  beides  natürlich  auf  Silber  serviert. 
Sehr  jung  heiratete  sie  einen  kleinen  Schauspieler,  King 
Vidor,  mit  dem  sie  ein  Leben  auf  Gastspielen  im  amerikani- 
schen Mittelwesten  führte,  wie  es  wohl  keinem  amerikani- 
schen Schauspieler  erspart  bleibt.  Da  beide  nichts  besaßen, 
war  es  eine  Liebesheirat,  wie  sie  unter  der  jungen  Welt  in 
U.  S.  A.  üblich  ist,  denn  die  Mitgift  kommt  dort  nur  bei 
sehr  reichen  Leuten  in  Frage,  und  die  Zimmereinrichtung 
kauft  immer  der  Mann.  Es  wird  behauptet,  daß  die  Vidors  so 
arm  waren,  daß  sie  einen  Teil  des  Weges,  durch  Steppen 
und  Gebirge,  zu  Fuß  zurücklegen  mußten.  Nun,  sie  langten 
schließlich  an  und  mußten  die  Leiden  aller  Unbekannten  in 
reichem  Maße  auskosten,  King  war  anfänglich  Manuskript- 
schreiber und  Hilfsregisseur  —  Florence  nichts. 


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Helen  Twelveirees,  der  neue  Fox-Siar 


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Die  Konfektion  ist  ein  Milieu,  das  Filmautoren 
und  Produzenten  jjern  verwenden. 
Das  hat  seinen  guten  Grund;  während  viel- 
fach in  Filmmanuskripten  die  Berufe  der 
handelnden  Personen  etwas  Schemenhaftes  haben, 
i§t  bei  Filmen  aus  der  Konfektion  der  Beruf,  eigent- 
lich die  ganze  ,, Branche",  ein  lebendiger  Faktor  und 
für  die  Begebenheiten  wirklich  mitbestimmend. 

Wenn  in  Filmen,  die  sonst  in  der  Kaufmannswelt 
spielen  oder  in  denen  es  sich  um  epochemachende 
Erfindungen  dreht,  das  Milieu  vielfach  dadurch  zum 
Ausdruck  kommt,  daß  Hauptbücher  gewälzt,  auf 
Schreibmaschinen   getippt    oder   mit   Reagenzgläsern 


Oben,   im   Kreis   und   unten: 

Norma  Shcarer,  Mille :  Ralph 

Forbes   und  Norma   Shearer 

Pliot.  M.-Q.M. 


\H)1l  0<Xouf<iP, 


gabtc  Konfektionsreisende  zu  leisten  vermag  und  in 
dem  diese  entzückende  Künstlerin  mit  feinem  Hu- 
mor im  Konkurrenzkampf  auf  dem  Gebiete  der 
besten  „Kollektion"  und  der  Liebe  Siegerin  bleibt. 

Das  ist  das  Charakteristische  an  diesem  Film,  daß 
er  —  man  kommt  hier  eben  von  der  Konfektion  nicht 
los  —  nicht  auf  den  Star  zugeschnitten  erscheint 
und  der  Star  doch  die  erste  Rolle  in  diesem  Film 
vom  New-Yorker  ,,Hausvogteiplatz",  der  dort  die 
Sevcnth  Street  ist.  spielt. 

Norma  Shearer  hat  von  ihrem  ersten  Erscheinen 
an  die  Fäden  in  der  Hand,  weil  sie  eine  Darstellerin 
von  natürlichem,   feinem  Humor  ist. 


realer  und  sinnfälliger  wird.  — 
Die  Konfektion  hat  ihre  eigenen 
Sitten  und  Gebräuche,  die  sich  für 
die  Handlung,  die  sich  im  Film 
abspielt,  geschickt  verarbeiten, 
oder  um  im  Bilde  zu  bleiben,  kon- 
fektionieren  lassen. 

So  ist  es  auch  in  diesem  Film, 
in  dem  Norma  Shearer,  diese  schar- 
mante Darstellerin,  den  Herren 
der  Schöpfung  zeigt,  was  eine    be- 


Ohcn:  Norma  Shearer  und  Ralph  Forbes. 
Mitte:  George  Sidncy,  Norma  Shearer, 
Jenen  Hollz.  Ralph  Forbes.  Im  Kreis: 
Norma  Shearer  und  Ralph  Forbes.  Unten : 
Die     neue     Kollektion    wird    vorgeführt 

pfwt.  .\i.-a.-M. 


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Der  Herrgott  ist  in  Ungarn  geboren  /  Gegen  Morgen,  bei  Zigeunermusik,  /  Beim  Glas  Tokajer 
mit  goldenen  Sporen  /   —    So  ist   er   geboren,  fürwahr:   /   Der  Herrgott  ist  ein  Honvedhusar!  . 

Aus  dem  Ufafilm    „Ungarische  Rhapsodie" 


U/VD 


Von    Lola    Kreutzberg 


Meine  zweite  Expeditionsreise  führte  mich  nach 
Britisch-Indien.  Da  ich  in  kürzester  Zeit  zwei 
abendfüllende  Spielfilme  zu  drehen  beabsichtij^te, 
gelang  es  mir,  die  Mitarbeit  des  bekannten  Filmschau- 
spielers Henry  Stuart  als  Regisseur  und  Hauptdarsteller 
zu  gewinnen;  als  kaufmännischer  Leiter  begleitete  uns  Bob 
Stell,  Unseren  ersten 
großen  Spielfilm  .,Der 
Ring  der  ^^j^dere" 
drehten  wir  hauptsäch- 
lich in  der  Gegend  von 
Bombay.  Den  erfreu- 
lichenProvinzerfolg  die- 
ses Filmes  erkläre  ich 
mir  aus  folgender  Tat- 
sache: Es  ist  eine  fest« 
stehende  Erfahrung,  daß 
in  jeder  Nachkriegszeit 
die  Mystik  eine  große 
Rolle  im  Leben  eines 
schwer  ringenden  Vol- 
kes spielt.  Kurpfuscher, 
Sterndeuter  und  Wahr- 
sager erfreuen  sich  in 
solchen  Zeiten  steigen- 
der Einnahmen.  Nun 
zeigt  unser  Film  ,,Der 
Ring  der  Bajadere"  die 
vielbesprochenen  Fa- 
kirwunder und  vor  al- 
lem die  Suggestions- 
kraft eines  Inders,  der 
einen  Europäer  zwingt, 
ein  ganzes  Menschen- 
leben in  wenigen  Augen- 
blicken zu  durchleben. 
Dem  mystischen  Inhalt 
■dieses   Filmes    und   der 

Mitwirkung  Henry 
Stuarts  verdanken  wir 
wohl  den  freundlichen 
Empfang,  den  dieser 
Film  bei  Publikum  und 
Presse  fand. 

Mein  Lieblingsfilm 
aber  ist  ,,Nuri,  der  Ele- 
fant". Schon  seit  Jah- 
ren wünschte  ich  mir, 
einen  abendfüllenden 
Film  drehen  zu  dürfen, 
bei  dem  ein  Tier  han- 
delnd im  Vordergründe 
steht.  Als  unser  erster 
Film  nun  beendet  war, 

durchquerten  wir  ganz  Südindien,  auf  der  Suche  nach  dem 
klügsten  Elefanten,  Die  Maharadschas  von  Baroda  und 
Kolhapur  zeigten  uns  ihre  kostbarsten  Elefanten,  aber 
immer  hoffte  ich,  ein  noch  klügeres  Tier  zu  finden.  In 
Mysore  endlich  erreichten  wir  unser  Ziel.  Der  Licblings- 
elefant  des  Maharadschas,  Nuri,  war  das  verständigste, 
gütigste  und  liebevollste  Tier,  das  mir  jemals  begegnet 
war.  Der  Maharadscha  willigte  ein,  daß  Nuri  die  Haupt- 
rolle in  unserem  Filme  spielen  durfte.  Dieser  Film  sollte 
nicht  das  Leben  der  indischen  Fürsten   schildern,   sondern 


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Krishna  und  Bulbule, 


das  Kommen  und  Vergehen  der  Millionen,  deren  Ruf  nicht 
bis  Europa  dringt.  Die  menschlichen  Hauptrollen,  neben  Nuri, 
spielen  Krishna  und  Bulbule,  zwei  bezaubernd  schöne  Kinder 
aus  dem  Volke.  Der  Film  streift  das  Problem  der  Kinder- 
chen, jene  indische  Unsitte,  die  kein  Geringerer  als  Gandhi 
mit  der  Macht  seiner  Persönlichkeit  zu  beseitigen  trachtet. 

Die  grüßte  Liebe  aber 
widmeten  wir  Nuri,  und 
ich  glaube,  es  wird  ihm 
gelingen,  die  Herzen 
der  Kinobesucher  im 
5e  zu  gewinnen, 
kann  es  kaum 
fauben,  -  daß  es  das 
Iciche  Tier  ist,  das 
heute  Palmen  abknickt 
und  wegschleppt,  als 
wären  es  nur  dünne 
Reiser,  und  morgen  mit 
unendlicher  Geduld  und 
rührender  Sorgfalt  ein 
Kind  betreut.  Er  schau- 
kelt dessen  Wiege, 
fächelt  dem  winzigen 
Lebewesen  Kühlung  zu, 
und  als  ein  Affe  das 
Kind  auf  eine  Palmen- 
krone verschleppt,  ret- 
tet er  es  sachte  wie 
eine  Mutter  aus  dieser 
gefahrvollen  Lage.  Nuri 
nimmt  Teil  an  dem 
Leben  der  Familie:  Er 
zieht  den  Wassereimer 
aus  dem  Brunnen  und 
trägt  ihn  seiner. kleinen 
Herrin  nach;  er  folgt 
dem  Wagen  des  Wuche- 
rers, der  das  kleine 
Mädchen  entführen  will, 
und  bringt  es  unver- 
sehrt ins  Elternhaus  zu- 
rück; er  legt  an  ihrem 
Hochzeitstage  dieBraut- 
kette  um  ihren  kind- 
lichen Hals  und  be- 
streut sie  mit  einem 
Regen  köstlicher  Blü- 
ten. Mit  dem  Sohne 
steht  er  dann  am  rau- 
chenden Scheiterhaufen 
des  Vaters.  Kniend  lei- 
stet er  Abbitte,  als  sein 
Herr  ihn  beim  Obst- 
stehlen erwischt,  und  wenn  er  gar  einmal  ,,ein  Fäßchen" 
Rum  über  den  Durst  getrunken  hat,  zwinkert  er  seinem 
Herrn  zu,  als  wollte  er  sagen;  .,Das  gleiche  kann  dir  auch 
passieren." 

Das  Agfamaterial,  auf  dem  wir  unseren  Film  drehten, 
ist  das  einzig  Europäische  an  unseren  Aufnahmen,  Sonst 
ist  alles  Zoll  für  Zoll  Indien,  Keine  gestellten  Atelier- 
szenen, keine  Nachaufnahmen,  keine  Europäer,  nur  tro- 
pische Menschen  und  Tiere  in  voller  Schönheit.  Vor  jeder 
neuen   Szene   wurde   beraten   und   gereist,   wir   wollten   die 


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zwei  indische  Filmslars 


schönsten  aller  Mo- 
tive als  Hinlerjjrund 
zu    unseren    Bildern 
nehmen.      Wer    den 
Film    sieht,    soll    die 
heiße      Tropensonne 
Indiens       verspüren. 
Wie     ein      Märchen 
soll      der      Film      in 
Europa   wirken.      Er 
zeij^t  nicht  tropische 
Konflikte     und     Be- 
jjebenheiten,  sondern 
den    schlichten    All- 
tag     eines     Volkes, 
das   anders  lebt   und 
denkt      als     wir     im 
alten  Europa. 
Nachdem    wir  bei 
Bombay   unsern 
Spielfilm   ,,Der   Ring 
der  Bajadere"  been- 
det hatten,   war  un- 
sere Expedition  nach 
Mysore        weiterge- 
zogen,  um   dort   den 
Kulturfilm  ,,Nuri,  der 
Elefant"    zu   drehen. 
Der        Maharadscha 
hatte  uns  seine  Un- 
terstützung zugesagt 
und    uns    alle   seine 
zahmen        Elefanten 
für    unsere    Aufnah- 
men   zur   Verfügung 
gestellt.     Wir  wähl- 
ten die  beiden  Klüg- 
sten      unter     ihnen, 
..Herrn       und     Frau 
Nuri",  als  Hauptdar- 
steller unseres  Films. 
Unsere  kleine  Ka- 
rawane    zog    täglich 
in      die     Umgebung 
von  Mysore,  wo  die 
-Aufnahmen  stattfan- 
den. Es  war  ein  selt- 
sames Bild,  wenn  wir 
so  auszogen:  Voraus 
ging    das   Elefanten- 
paar  ,,Nuri",     denen 
meist  ihr  Baby  folgte. 
Am  Rücken  der  Ele- 
fanten saßen  die  ge- 
samten    Inder,      die 
wir    an  dem  betref- 
fenden Tage   zu  un- 
sern     Aufnahmen 
brauchten.      Wir 
selbst      folgten     mit 
unseren     Apparaten 
imd    allem    Zubehör 
in   unscrm   Reiseom- 
nibus.  So  zogen  wir 
Tag     für    Tag     früh- 
morgens     aus    ,  und 
kamen      erst      nach 
Sonnenuntergang  zu- 


rück.      Aber     eines 
Tages    versagte    un- 
ser braver  Omnibus, 
als    wir    noch    weit 
von  unserer  Arbeits- 
stätte    entfernt   wa- 
ren.  Ein  kleiner  Mo- 
tordefekt, dessen  Re- 
paratur   mehrere 
Stunden  in  Anspruch 
nehmen  mußte.    Bob 
Stoll       und       Henry 
Stuart,      meine     ge- 
treuen    Mitarbeiter, 
blieben   zurück,     um 
den  Schaden  zu  be- 
heben;      ich       aber 
wollte  mit  den  Ele- 
fanten   vorausgehen, 
um      nicht     unnötig 
Zeit  zu  verlieren  und 
wenigstens  die  Auf- 
nahmen   vorbereiten 
zu  können.     Da   die 
Elefanten       langsam 
gehen,  war  es  leicht, 
mit  ihnen  Schritt  zu 
halten,  nur  die  Tro- 
penhitze machte  mir 
zu   schaffen.     Plötz- 
lich   kamen    wir    an 
einen  Teil  derStraße, 
der  durch  einen  aus- 
getretenen Bach  voll- 
ständig   über- 
schwemmt   war. 
Traurig    betrachtete 
ich   meine   hübschen 
Wildlederschuhe,  die 
dem    nicht    gewach- 
sen  waren,   und 
schickte     mich     an, 
Schuhe  und  Strümpfe 
auszuziehen.  Ich 

wurde  unterbrochen 
durch  einen  Zuruf 
des  Elefantentrei- 
bers, der  mit  einer 
einladenden  Hand- 
bewegung auf  Nuris 
breite  Zähne  zeigte. 
Nuri  sollte  mich  hin- 
übertragen. Der  Ver- 
such gelang  —  aber 
Nuri  bereitete  mir 
eine  Überraschung 
und  schaukelte  mich 
auf  den  Zähnen  auf 
und  ab.  Das  war 
peinlich,    denn    Ele- 

fantcnzähne  sind 
glatt.  Ich  hing  nur 
halb  auf  der  gefähr- 
lichen Schaukel.  Wir 
umwanden  die  Zähne 
mit  Stricken.  Jetzt 
saß  ich  sicher,  und 
Nuri  trug  mich  stolz 
,,ans  andere  Ufer". 


^1 


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Trude  Hesierber^. 

die  sich  demnächst  mii  Heinrich  Mann  vermählt,  „schimpft"  jetzt  im  Berliner  ^i^intergarlen  auf  die  Männer 


66  ^M  je^  ßequm. 


Amerika  ist  nicht  nur  das 
Dorado  der  Filmschauspieler, 
soweit  CS  sich  um  die  Spiel- 
honorare handelt,  sondern  auch 
sonst,  \scil  man  drüben  auf  dem 
Standpunkt  steht,  daß  ein  Star 
bessere  Laune  hat,  wenn  man  es 
ihm  ganz  bequem  macht. 

Allerdings  haben  es  auch  die 
größten  Schauspieler  nicht  so 
leicht  wie  hier  bei  uns.  Der  Tag 
hat  drüben  auch  im  Filmvertrag 
24  Stunden,  und  es  wird  so  lange 
gearbeitet,  bis  das  Tagesprogramm 
erledigt  ist,  und  bis  man  die  Sze- 
nen, die  am  Tage  aufgenommen 
wurden,  auch  im  Bildstreifen  be- 
sichtigt hat.  Das  dauert  oft  bis  in 
die  Nacht  hinein  und  hindert  nicht 
daran,  am  anderen  Tag  wieder 
Punkt  9  Uhr  mit  der  Dreharbeit 
zu  beginnen. 

Eine  Reihe  von  namhaften  Stars 
besitzt  auf  den  großen  Aufnahme- 
geländen  in  Beverly  Hills  ihren 
eigenen  Bungalow,  elegant  und 
luxuriös  eingerichtet,  mitEmpfangs- 
salon,  Badezimmer,  ja,  sogar  mit 
eigener  Küche  und  eigenem  Per- 
sonal. 


Corinne  Griffith  scheut  anschei- 
nend sogar  den  Weg  von  der  Auf- 
nahmehalle zu  ihrem  kleinen  Häus- 
chen, denn  sie  hat  sich  eine  fahr- 
bare Garderobe  einrichten  lassen, 
die  der  Photograph  hier  im  Bilde 
festgehalten  hat. 

Es  handelt  sich  hier,  wie  wir  be- 
stimmt versichern  können,  nicht 
um  eine  gestellte  Aufnahme,  son- 
dern dieses  rollende  Atelierboudoir 
existiert  wirklich  und  wird  von 
Corinne  Griffith  bei  jeder  Auf- 
nahme  benutzt. 

Ob  es  allerdings  wahr  ist,  was 
man  erzählt,  daß  nämlich  Frau 
Griffith  dieses  Holzhäuschen  mit 
auf  Reisen  nimmt,  wenn  sie  Außen- 
aufnahmen macht,  wissen  wir  nicht. 

Für  Deutschland  ist  an  eine  der- 
artige Einrichtung  vorläufig  nicht 
zu  denken.  Das  liegt  zum  Teil 
daran,  daß  unsere  großen  Stars 
doch  nicht  so  viel  beschäftigt  sind 
wie  ihre  Kollegen  und  Kolleginnen 
in  Hollywood.  Deutschland  macht 
im  Jahr  etwas  Aber  150  Fihne, 
während  Amerika  durchschnittlich 
600  Bilder  jährlich  auf  den  Markt 
bringt. 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


6.  Fortsriziin 


Das  also  war  die  Lösung  des  Rätsels,  um  das  sie  schon  seit 
zwei  Tagen  vergeblich  gerungen  hatte,  der  tödliche  Streich  aus 
dem  Hinterhalt,  mit  dem  der  Gatte  sie  beide  zugleich  vernichtend 
treffen    wollte, 

,,Du  sprichst  von  einem  Gottesurteil",  versetzte  sie  endlich 
mit  zitternden  Lippen.  „Du  wirfst  dich  zum  Richter  auf  und 
trägst   an  dem    allem   doch   selbst    die   größte    Schuld. 

Ich  bin  nicht  mehr  das  unerfahrene  Ding,  dessen  Wehrlosig- 
keit  du   dir   einst  zunutze   gemacht   hast. 

Ich  weiß  jetzt,  daß  unsere  Ehe  von  Anfang  an  tief  unsittlich 
war.  Immer  hat  mir  heimlich  vor  dir  gegraut,  eine  Entweihung 
war  mir  jede  Berührung  von  dir. 

Zu  spät  erst  sind  mir  darüber  die  Augen  aufgegangen,  was 
Liebe  wirklich  ist  und   was  ich  bei  dir  dafür  eingetauscht  habe!" 

„Evelyn,   hüte   dich!" 

Mit  geballten  Fäusten  war  Karr  wie  rasend  auf  sie  ein- 
gedrungen, 

Sie  sah  ihm  furchtlos  in  das  ganz   entstellte  Gesicht, 

,, Schlag  mich  doch  auch  noch!"  sagte  sie  in  steigender  Er- 
regung.    „Nun  ist  ja  doch  alles   gleich. 

Aber  auch  damit  wirst  du  mich  nicht  stumm  machen. 

Ich  lasse  mir  mein  Leben  nicht  länger  vcrpluschen  —  ich  habe 
auch    ein   Recht    auf   Liebe   und   Glück. 

Frei  und  offen,  als  Mann  zu  Mann,  wollte  mich  Dr.  Slein- 
hoff   von   dir   fordern. 

Und  weil  du  wußtest,  daß  du  mich  nicht  halten  kannst,  hast 
du  diesen  Plan  ersonnen,  ihn  heimtückisch  in  den  Tod  zu 
treiben!" 

Ein   heißes    Schluchzen    zerbrach    ihr    plötzlich    die    Stimme. 

,,Das    ist    Mord,    ein    feiger,    erbärmlicher    Mord, 

Wo   ist   Kurt?     Was  ist   mit   ihm  geschehen? 

Ich    will   zu   ihm,    er   darf   nicht   sterben. 

Gott  im  Himmel,  gibt  es  für  ihn  denn  keine  Rettung  mehr?" 
Sie  war  bei  den  letzten  Worten  aufgesprungen  und  drängte  zur 
Tür, 

Doch    der   Gatte    vertrat    ihr   den    Weg, 

,,Du  bleibst!"  stieß  er  zwischen  den  zusammengebissenen 
Zähnen  hervor.     ,,Dein   Platz  ist  in   meinem  Hause!" 

Evelyn  hob  trotzig  den  Kopf,  Eine  Siedehitze  übergoß  und 
verbrannte   sie, 

„Du  hast  keine  Gewalt  mehr  über  mich!"  sagte  sie  mit  flie- 
gendem Atem.  ,,Ich  lasse  mir  nichts  mehr  von  dir  befehlen. 
Zwischen  uns  ist  alles  aus.  Ich  gehe  und  komme  nie,  niemals 
wieder!" 

„Evelyn!" 


Er  hatte  von  neuem  die  geballte  Rechte  wie  zum  Schlage 
erhoben. 

Unter  den  halbgeschlossenen  Lidern  sah  er  das  Bild  ihrer 
schlanken  Gestalt,  empfand  er  die  Weiße  ihres  Halses,  die  ganze 
süße  Gewalt  ihres   Wesens. 

Und  plötzlich  verließ  ihn  die  letzte  Besinnung,  daß  er  sie  an 
den  Armen  packte  und  mit  einem  brutalen  Schimpfwort  hin-  und 
hcrschleuderte, 

,,Du  bleibst!"  keuchte  er,  ,, Treibe  mich  nicht  zum  Aeußersten!  ' 

Evelyn    schwankte. 

Ein  schwarzer,  brausender  Nebel  war  auf  einmal  um  sie 
her;  sie  versuchte  nicht,  sich  zur  Wehr  zu  setzen;  nur  ein  leises 
Stöhnen  kam  aus  ihrem  Munde,  wie  das  Klagen  eines  kranken 
Kindes, 

Jetzt  tasteten  sich  die  grausamen  Hände  höher,  packten  ihre 
Schultern,    umklammerten   ihren   Hals, 

Da  schrie  sie  auf  einmal  laut  auf  in  dem  heißlodernden  Haß 
der   Todfeindschaft, 

,, Mörder,    du!"    klang    es    verzweifelt    von    ihren    Lippen. 

Karr   zuckte    zusammen. 

Die   eiserne   Umklammerung  löste   sich. 

In  diesem  Augenblick  rang  sich  Evelyn  mit  letzter  Kraft  von 
ihm  frei,  stieß  ihn  zurück. 

Ein  Stuhl  krachte   dumpf  zu  Boden, 

Jetzt  eine  schützende  Tür, 

Der    Schlüssel   fuhr   im   Schloß    herum. 

Gerettet. 

Langsam  tastete  sich  Karr  wieder  zum  Kamin  zurück  und 
brach   hier  schwer  in   einem   Sessel  zusammen. 

Der  wahnsinnigen  Nervenerregung  des  furchtbaren  Zusammen- 
stoßes war  eine  ebenso   große,   vernichtende   Erschöpfung  gefolgt. 

Was  hatte   er  getan! 

Wie  ein  reißendes  Tier  war  er  über  eine  wehrlose  Frau 
hergefallen,  wie  ein  betrunkener  Arbeiter  hatte  er  sich  an  ihr 
vergriffen. 

Mit  einem  Gefühle  geheimen  Grauens  sah  er  auf  seine  Hände 
herab,  mit  denen  er  Evelyns  zarten  Hals  gewürgt. 

Sic  schienen  ihm  auf  einmal  schwer  wie  Blei  und  heiß  wie 
Feuer. 

Mörderhände! 

Verstört  sah  er  um  sich;  ihm  war's  auf  einmal,  als  habe  ihm 
eine  höhnende  Stimme  das  entsetzliche  Wort  heimlich  ins  Ohr 
geraunt. 

Doch  nichts  regte  sich;  nur  die  Kerze  auf  dem  Schreibtisch 
brannte   hoch  und  still  wie  bei  einem  Totenamt, 


,  .^  ^    '«.  ^ 


Die  Alfred -Jackson -Girls  aus  der  Scala,  Berlin 


So  saß  er  lange,  ganz  in  sich  zusammengekauert,  wie  erdrückt 
von  der  Not   seines  Herzens, 

Irgendwo,  wie  in  weiter  Ferne,  schlug  eine  Tür  zu.  Eilige 
Schritte  knirschten  leise  über  den  Kies  der  Gartenwege. 

Evelyn  verließ  wohl  sein  Haus,  er  rührte  sich  nicht. 

Er  hatte  das  Spiel,  um  das  er  noch  zwei  Tage  zuvor  den 
Tod   herausgefordert,   ja   doch   verloren. 

Hoffnungslos,  wie  der  Mann  auf  der  Bühne,  starrte  er  in  eine 
entgöttcrte    Zukunft.    —    —    — 

Die  Zeit  verwehte. 

Mitternacht    kam   und    ging. 

Und  noch  immer  hockte  Karr  in  seinem  Sessel,  ein  plötzlich 
ganz  alt  gewordener  Mann  mit  einem  stumpfen,  leeren  Bauern- 
gesicht. 

Was  sollte  nun  werden? 

Es  war  ja  Wahnsinn  zu  denken,  daß  er  morgen  früh  viel- 
leicht, wie  immer,  zu  seinem  Büro  hineinfuhr  und  sich  wieder 
in  die  Tretmühle  der  täglichen  Arbeit   einspannte. 

Dieser  Arbeit,  die  bisher 
sein  Leben  ausgemacht  hatte 
und  die  im  Grunde  nicht  um 
ein  Gran  sinnvoller  gewesen 
war   als  die  ewige   Glücksjagd 

der       raffgierigen       Menschen- 

nieute,  die  ruhelos  von  früh 
bis  spät  durch  die  Sleinwüste 
der  Weltstadt  einem  unsicht- 
baren  Ziel   zutobte. 

Ein  alter  Bibelvers  kam  ihm 
auf  einmal  in  den  Sinn,  den 
ihm  der  Vater  bei  seiner  Ein- 
segnung auf  den  Weg  ins 
Leben  mitgegeben  hatte  und 
der  ein  halbes  Jahrhundert 
lang  in  ihm  verschüttet  ge- 
wesen war, 

,,Was  hülfe  es  dem  Men- 
schen, so  er  die  ganze  Welt 
gewönne  und  nähme  doch 
Schaden  an   seiner   Seele?" 

Mit  zuckendem  Munde 
sprach  er  die  feierlichen  Worte 
leise  vor  sich   hin. 

,,Und  nähme  doch  Schaden 
an  seiner  Seele." 

Er  hatte  seine  Seele  einst 
dem  Moloch  des  Geldes  ver- 
schrieben. 

Gold  und  Macht,  so  hatte 
von  jeher  die  Devise  seines 
Lebens  gelautet,  rücksichts- 
loser, erbarmungsloser  Kampf 
um   den  Erfolg. 

Und  was  war  das  Ende  ge- 
wesen? ^ 

Eine    ungeheure    Leere    und  ^"^^^^"~~^"^"^"~"~"^'~" 

Herzenseinsamkeit,  die  Eises- 
kälte   des   Alleinseins. 

Die  Frau,  an  die  er  sein 
liebearmes,  alterndes  Herz  ge- 
hängt, deren  Seele  er  sich  mit 

seinem  Geld  erkaufen  zu  können  geglaubt,  sie  hatte  ihn  heute 
nacht  für  immer  verlassen,  sie  übte  jetzt  Vergeltung  an  ihm  für 
die  Vergewaltigung  ihrer  Jugend,  die  Schändung  ihres  Lebens. 

Als  ein  Wrack,  ein  hinfälliger,  willenloser  Mensch,  ein  lebender 
Toter    war    er    zurückgeblieben. 

Und  eine  große  Sehnsucht  nach  Erlösung  aus  all  diesen 
Qualen  zog  auf  einmal   übermächtig  durch  sein  Herz. 

Ein  leises  Klopfen  schreckte  ihn  endlich  aus  seiner  Versunken- 
heit    auf. 

Der  alte  Diener  war  geräuschlos  eingetreten  und  fragte,  ob 
er    für    ihn    noch    Befehle    habe. 

Karr  raffte  sich  gewaltsam  zusammen  und  trat  zu  seinem 
Schreibtisch. 

Hin  seltsamer  Entschluß  war  plötzlich  in  ihm  herangereift, 
daß  er  hastig  ein  paar  kurze  Zeilen  auf  ein  Briefblatt  warf  und 
den  Umschlag  an  Dr.  Kurt  Steinhoff  adressierte. 

,,Es  tut  mir  leid,  Franz,"  sagte  er,  ,,daß  ich  Ihnen  ein  Teil 
Ihrer    Nachtruhe    raube,    aber    ich    muß    Sic    bitten,    diesen    Brief 


noch  unverzüglich  nach  Schlachtensee  zu  besorgen  und,  wenn 
irgend  möglich,  dem  Adressaten  persönlich  auszuhändigen.  Mein 
Privatauto  soll  Sie  hinüberbringen.  Sie  können  dann  gleich 
schlafen   gehen,    ich   bedarf    Ihrer   heute   nicht    mehr!" 

Wie  lange  Karr  noch  an  seinem  Schreibtisch  gesessen  hatte, 
er    wußte    es    nicht. 

Der  Kopf  war  ihm  auf  die  Arme  herabgesunken,  die  Glieder 
schmerzten  ihm  vor  Müdigkeit,  doch  schwerer  noch  war  die 
Müdigkeit    seines   Herzens. 

Ein  Riß  klaffte  auf  einmal  in  seinem  Denken,  wie  wenn 
eine  Welle  im  Antrieb  seines  Gehirns  zerbrochen  war;  und  über 
dem  Ganzen  lag  eine  trostlose  Verzweiflung,  durch  die  doch 
immer  wieder  das  Wissen  hindurchbrach  und  ihn  zerfleischte. 

Wie    ein    Schlafwandler    trat   er    endlich    an   das   offene    Erker- 
fenster  am   Kamin  und   sah   in   die   blaue   Mondnacht   hinaus. 
Kein  Laut    stieg   aus   ihr   empor. 
Ganz  still   und  einsam  war  die  Welt, 

„In  solcher  Nacht  stirbt 
man",  dachte  er,  und  er  fühlte, 
wie  die  völlige  körperliche  Er- 
schöpfung jede  Todesangst  in 
ihm  ausgelöscht  hatte, 
_-^_^_^_^^_^_^_^__  Noch  einmal  rann  die  Sehn- 

sucht   nach    der    fernen    Frau 
in   ihm. 

Süß,    schwer    und    brennend. 

Dann    schloß     er    leise    das 

Fenster  und  ging  langsam  nach 

seinem    Schlafzimmer    hinüber. 

VII. 
Kurt  hatte  das  Theater 
•schon  während  der  ersten 
Szenen  des  dritten  Aktes  durch 
einen  Seitenausgang  des  Büh- 
nenhauses heimlich  verlassen. 
Auf  einma'  hatte  ihn  in- 
mitten der  Vorstellung  das 
Bewußtsein  seiner  Lage  wie- 
der mit  niederschmetternder 
Gewalt  überkommen,  daß  ihn 
alles,  was  er  tat  und  dachte, 
völlig  sinn-  und  zwecklos 
dünkte,  nun  da  er  die  Faust 
des  Todes  schon  im  Genick  zu 
spüren   meinte. 

Wie  im  Fieber  nahm  ei  am 
Steuer  seines  Autos  Platz  und 
fegte  durch  den  Flammcn- 
traum  der  Großstadt,  die  ihm 
in  tausendfachen,  farbentrun- 
kenen Lichtkaskaden  entgegen- 
blühte. 

Er     achtete     kaum     darauf 
■^■^———^^^^^—^-^  wohin   ihn   sein  Weg    führte. 

Er  hatte  nur  den   einen  Ge- 
danken,     den      tiefen      Sturm 
seiner    Nerven   in    einer   rasen- 
den,   hemmungslosen   Fahrt    zu 
betäuben. 
Immer    weiter    über    den    spiegelnden   Asphalt    der    sich    endlos 
auseinanderzweigenden,      lichtübergleißten      Straßenschächte,      in 
denen    das    Leben    bereits    langsam    zur    Ruhe   ging,    um    sterbend 
aus    seinem    Schoß   schon   wieder   einen    neuen   Tag    verzweifelten 
Ringens   und    Raffens    zu    gebären. 

Eine  halbe  Stunde  später  hielt  er  vor  seiner  Wohnung  in 
Schlachtensee, 

Unterwegs  war  ihm  plötzlich  eingefallen,  daß  die  vereinbarte 
Benachrichtigung  an  Karr  ja  noch  ungeschrieben  war,  auch 
glaubte  er,  Walter  ein  paar  Abschiedsworle  schuldig  zu  sein,^ 
wenn  er  seinen  Wagen,  wie  es  jetzt  ganz  sicher  bei  ihm  feststand, 
zur   Fahrt    in   den   Tod   benützte. 

Der  seltsame  Gedanke,  der  bei  dem  letzten  Besuche  des 
Freundes  in  ihm  aufgesprungen  war,  hatte  sich  allmä+ilich  zu 
einem    unerschütterlichen    Entschluß    verdichtet. 

Aus  früheren  Wanderfahrten  in  die  Umgebung  Potsdams 
kannte  er  eine  Bahnunterführung  in  den  einsamen  Wäldern  um 
Neubabelsberg. 


SINGER  NÄHMASCHINEN 

AKTIENGESELLSCHAFT 

SINGER    LXDBS    ÜBERALL 


Wenn  er  mit  neunzig  Kilometer  Geschwindigkeit, 
die  Walters  Auto  im  Höchstfalle  hergab,  gegen  die 
Granitquadern  des  Viadukts  anrannte,  war  eine  alles 
vernichtende  Katastrophe  unvermeidlich,  konnte  er 
selbst  mit  völliger  Sicherheit  auf  den  Eintritt  seines 
sofortigen    Todes    rechnen. 

Ein  leises  Frösteln  kroch  ihm  plötzlich  über  das 
Genick. 

Wie  in  einer  Schreckensvision  sah  er  sich  als  zer- 
schmetterte, blutige  iMasse  unter  dem  zertrümmerten 
Wagen  vor   der   grausamen   Steinmauer   liegen. 

In  diesem  Augenblick  bangte  er,  daß  er  doch  viel- 
leicht nicht  den  Mut  zu  diesem  letzten  Schritt  auf- 
bringen würde,  und  die  Angst  vor  dem  grausigen  Ende 
seines  jungen  Lebens  brannte  ihm  auf  einmal  wie  ein 
Feuer   im   Herzen. 

Dann  saß  er  an  seinem  Arbeitstisch  und  schrieb 
seine   letzten   Briefe. 

Im  ganzen  Hause  regte  sich  kein  Laut;  Frau  Hart- 
kort hatte  wohl  das  gesamte  Personal  zum  Besuch 
des  Westendtheaters  aufgeboten. 

Nur  der  Hausherr,  der  in  den  ersten  Nachtstunden 
eine  Art  von  Portierstellc  versah,  schnarchte  leise  in 
seinem  Schaukelstuhl  auf  der  Diele.  —  Es  war 
alles  so  ruhig  und  friedlich  um  ihn  her.  daß  er 
beinahe  mit  Gewalt  immer  wieder  den  furcht- 
baren Entschluß  in  sich  wachrufen  mußte,  dessen 
Ausführung  allmählich  näher  und  näher  heran- 
rückte. 

Mit    einem    scheuen    Blick    streifte    er    seine 
Schreibtischuhr.      Halb   Zwiilf! 

Die    Nachl    verrann,    Minute    um    Minute,    un- 
aufhaltsam,   ohne    Erbarmen. 

In    drei,    vier    kurzen    Stunden    war    es    sclion 
wieder    Tag,    ein    herrlicher    Frühlingstag. 

Die  ■  Softne    leuchtete    über 
war   nicht   mehr.  —  -r-  —  — 

Mit  schweren  Füßen  kam  er  end- 
lich wieder  die  kleine  Freitreppe 
zum  Vorgarten  hinab,  warf  die 
Briefe  an  der  nächsten  Straßen- 
ecke in  einen  Postkasten  und  stieg 
in  sein   Auto. 

Der  Mond  trat  in  diesem  Augen- 
blick groß  und  klar  über  die 
hohen  Fichtenkronen  der  Potsda- 
mer Chaussee,  und  die  zarten,  blas- 
sen Schatten  gaben  allen  Linien 
einen    geheimnisvollen    Reiz. 

Zur     Rechten     klang      unablässig 
das  ferne  Rollen  der  Wannseebahn 
herüber,    und    die    langen 
Strahlenfächer    der    Aulo- 
mobillaternen         huschten 
gespenstisch  zwischen 

den  schlanken  Kiefer- 
stämmen hindurch,  daß 
sie  rot  und  braun  aufzu- 
flammen schienen,  ehe 
sie  wieder  in  das  sam- 
tene Dunkel  der  Nacht 
zurücktauciitcn. 

Zuweilen  ein  Landhaus, 
unter  Büschen  und  Bäu- 
men   wie   begraben. 

Eine  Tannenallee,  die 
in  ernster  Feierlichkeit 
auf  ein  verwunschenes 
Schlößchen  zu  führen 
schien. 

Ein  Reh  sctzie  mit 
federndem  Sprung  über 
den  Straßendamm  und  ver- 
schwand windschnell  in 
einer  niedrigen  Dickung. 
Und  dann  ward  es  ganz 
still    und    einsam. 

Nur  das  unablässige 
Schrillen  der  Zikaden 
hing      wie      ein      einziger. 


langgedehnter  Ton  in  dem  großen  Schweigen 
der   Mitternacht.    —   — 

Jetzt  bog  der  Wagen  auf  einen  Landweg 
ab  und  mahlte  eine  Zeitlang  durch  tiefen 
Sand,  die  die  Übersetzung  aus  dem  Getriebe 
stieß,  daß  die  Maschine  gewaltig  durch  den 
Wald  lärmte,  ehe  sie  mit  knatterndem  Ruck 
immer    wieder    vorwärtsschoß. 

Dann  wich  der  lockere  Boden  einer  festen 
Kiesschüttung. 

Eine  riesige  Lichtung  öffnete  sich,  von  der 
Linie  des  Bahndamms  wie  von  einer  .Mauer 
weithin    umzogen. 

Und  plötzlich  wuchs  an  der  nächsten  Waid- 
ecke die  Wölbung  eines  Viadukts  wie  der 
Rachen  eines  furchtbaren  Tieres  aus  dem 
mondhellen    Dunkel    auf. 

Das   Auto    hielt. 

Er   war   am  Ziel. 

Kurt     hatte    sich    eine    Zigarette    angezündet 
und   schaute   ratlos  zu  dem  dämmernden   Fanal 
empor,    mit    dem    sich    die    verborgene    Gigantin 
Berlin    in    den    nächtlichen    Hummel    hin- 
einschrieb. 

Seine  Hände  umkrallten  krampfhaft 
das  Steuer,  sein  ganzer  Körper  bebte 
leise  im  Takt  der  rhythmischen  Erschüt- 
erungen   des    leerlaufenden    Motors. 

Es  war  fast  taghell  ringsum,  eine  fahle, 
bläulichweiße  Helle,  daß  man  den 
eigenen   Schatten  auf   dem    Boden   sah. 

Das  Mondlicht  lag  wie  ein  feines 
Schleiertuch  über  der  verlassenen  Land- 
rtraOe. 

Nichts  regte  sich. 

Und  doch  schien  ihm  die  Welt  wie 
erfüllt  von  Harfenklang  und  hal- 
lendem  Gerang. 


Kurt  nahm  die  Mütze  vom  Kopf 
und  atmete  in  tiefen  Zügen  die 
ganze  erregende  Süße  der  linden 
Frühlingsnacht. 

Sterben!  Jetzt  also  sollte  es  ge- 
schehen! 

Nacht  und  Dunkel  war  um  ihn 
her,  daraus  stiegen  die  Schatten 
empor,  die  ewigen  Rätsel  der 
Menschheit: 

.,Ihr    führt    ins    Leben 
ihn   hinein. 

Ihr    laßt    den    Armen 
schuldig    uerden — " 

Ja,  er  war  schuldig  ge- 
worden an  seinem  Näch- 
sten, er  hatte  sich  an  sei- 
nem kostbarsten  Besitz 
vergriffen,  an  seinem 
Weibe,    an    seiner   Ehre, 

Furchtbar,  vernichtend 
traf  ihn  dafür  die  Ver- 
geltung. 

Und  er  senkte  das 
Haupt  unter  der  Wucht 
der   Hoffnungslosigkeit. 

In  diesem  Augenblick 
brauste  ein  Zug  fernab- 
donnernd über  den  Bahn- 
damm. 

Kurt    schreckte    empor. 

Wie         durch  einen 

Schleier  sah  er  die  Helle 
der  Wagenfenster,  die 
langsam  zu  einem  feinen, 
gelblichen  Strich  zusam- 
menschmolz. 

Fortsetzung  folgt 


J<IN05 


VON 


auße^o 


zu  VERMIETEN 


lissrfaäii 


An  ihren  Außenfronten  sollt  ihr 
sie  erkennen,  möclite  man 
von  den  modernen  Filmen 
sagen,  wenn  man  die  großen  Propa- 
gandamalsreien  an  den  Pforten  der 
modernen  Lichtspielhäuser  betrach- 
tet. Allerdings  gilt  das  natürlich  nur 
für  die  großen  städti- 
schen Theater,  weil  sich 
an      kleineren      Plätzen  ^ 

sowohl    die    kostspielige 


lUPPTij^JISVaJA*  («oxTnficqM' 

itgHimDUicunwiWMu«  noeblmh 


>«)T-a«NTN«,  A;  1 


Ausgabe  nicht  lohnt,  als  auch  die 
Außenfronten  meist  zu  so  aus- 
gedehnter Reklame,  wie  wir  sie  im 
Bild  zeigen,  nicht  Platz  bieten. 

Aber  immerhin  ist  auch  in  der 
tiefsten  Provinz  manches  besser 
geworden.  Es  ist  noch  gar  nicht 
solange  her,  da  sah  man  entweder 
fürchterliche  Schriftplakate  oder 
Zeichnungen  irgendeines  braveä, 
aber  nicht  gerade  sehr  ta- 
lentierten  Malermeisters. 

Heute       beschäftigen      die 
führenden      Lichtspielhäuser 
namhafte    Künstler    und    be- 
sitzen    eigene    Ateliers. 
Wir    zeigen    heute     Außenfronten     dreier 
großer    Berliner    Theater,    oben    den     Ufa- 
Palast    am    Zoo,    und    zwar    die    Nebenein- 
gänge,   in    der    Mitte    das    Hauptportal    des 
neuen    Universum    am    Lehniner    Platz     und 
unten  den  Ufa-Pavillon,  über  dessen  Portal 
Pat     und     Patachon     überlebensgroß     aus- 
geschnitten dastehen. 

Die  heute  gezeigten  Entwürfe  stammen 
von  Rudi  Feld,  der  in  seiner  Art  iür  die  • 
Theaterjwopaganda  bahnbrechend  _ gewirkt 
hat.  Seine  Ausstattungen  sind  für  die  deut- 
sche Filmwelt  vorbildlich  geworden  und 
wetteifern  heute  in  Wirkung  und  Ausfüh- 
rung mit  den  besten  amerikanischen  Vor- 
bildern, 


FRAGEN 


s 


die  uns  erväh 


r-2 


Anfragen    erbitten   wir    an    die    Redakti 
Schcrlvcrlag.    Antwort  erlolgt  im  „Film-Maga; 


■n  jp-lÄl  e  :    pie    Frap;p.    wie   man   zum    Film   kommt,    können    wir    im 

izqWtli  iiclil    nidir    bfantworton.      A\  ir    i'iii]it"olilen.     in    sololion    F;ilU'n 

.liüJnmlofe,  wenn   es   sich    um 'Diimcn   oder   Herren   liandolt,   die   keinerlei 

ToVyildrÄc^liaben     —     sich     an     die     Deutsche    Filmsclmle     in    München, 

'SonncnsttJSiUfc  «ti    wenden.    —   IJie   üesorg-unK   von    AiituKraninien    erforderi 

iBaneli4u-V''üiUMi  Jüngere    Zeit;     «ir    bitten    unsere    Leser    desluilb    um 

tduld. 


S  t  (1  1  p  :      V.ileria    Uootlihy      ist    Deutsche.      Kibt      Auto- 
von   Kepisseur    Kriih    AVaschneek    fiir   den    Film    enidecUt. 
Tf'^uaiMc.     Spielte    u.    a.    in    fiilf;enden    Filmen:     ..Die    Frau    mit    dem 
'  \ftifd'  .     _Das   (iii-l    von   der  Ke\ue'.   ..Der  Tanzstudent'.   ..Adani   und 
£»■51;  X;f!^e    filmt    fleiUiK.     Geschieden.      Adresse:      Iterlin    \\'.     Kufsteiner 
Strij,'ic/^  Jici    Hasch. 

i     M.      in      H  c  r  I  i  n  :      I.     Jawohl,      (iustav    Fridilich.      2.     ]"rit,c 
iliMt    H"rliii-D.il]leiii.    .\la.\-F,itli-StraLie    .'i.    Verheiratet.    Senden    Sie 
uM.s   eine   Hildkarte  des   Künstlers   und  .')ü   l'f.   in   Marken,   dann    wollen    wir 
Ihnen   Kern    das   .Autogramm   hesorsen. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  Hanns  v.  M  a  t.:  Der  Film  ..Ifi  Töchter  uml  kein 
P.ip.a"  (,, Fritz  und  Fritzi  ■)  ist  kiirzlich  im  Tauentzienpalast  zur  l'iauf- 
fiihruiifr  pelanKt.  Helmuth  Körnig  erreichen  Sie  durch  die  Siar-Film, 
Herliii  SW  j,h,  Friedriclistralic  i'is.  Hoclistwahrscheinlicli  ^iht  Körui'j 
AutOKrainiiK». 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  i  n  Annemarie  aus  M  a  n  n  h  e  i  m  :  SSie  können 
die  Iviiustler  aueli  direkt  um  Autogramme  bitten.  Dann  sendet  man  ein 
I'hotd  und  adres-iertes.  frankiertes  Kückkuvert  an  sie  ein.  Douglas  F;iir- 
banks  jr.  ist  bis  .jetzt  noch  nicht  in  RroUen  Rollen  her  \  orKctreten.  Dina 
(iralla  war  mit  deiu  kürzlich  verstorbenen  Kedalvteur  Lincoln  Eyres  ver- 
lniratet.  Lars  Hanson  ist  mit  der  seliwedisclien  Schauspielerin  Karin  Mo- 
hitider    v  crheir.itct. 

F  i  1  ni  f  r  e  u  ii  d  in  if  a  r  t  b  a  F..  Berlin:  Der  beriilimte  Ounnar 
Tolnacs-Film  ..Die  LieblinKsfrau  de>  Mabarad^clla■'  läuft  lieute  noch  immer 
in  aller  Welt.  In  Herlin  momentan  nicht.  Am  besten.  Sie  setzen  sich  mit 
dem  Itoitzcr  Ihres  Slammkinos  in  YerbiiidunK.  Möslicb.  dali  er  den 
Film  noch  einmal  briiiKl.  Die  Hauptdursteller  in  ..(inkel  Toms  Hiitte" 
sind  talsäclilich  .riclitiKc"  Xe^er.  Leben  in  Hollywood.  Ebenso  tieorge 
Bancroft. 

F  i  1  in  f  r  e  11  n  d  W  a  1  t  li  c  r  H..  Hamburg:  Die  Hauptdarsteller 
iu  ..Der  fidele  B.iucr"  «.-ircii  Werner  Krauß,  Leo  Pcukcrt,  Carmen  Boni. 
^lattbias   \Viemann. 

E  V  a  B  r  i  K  i  t  t  a  H.,  Berlin:  Pat  und  Patachon  erreichen  Sie  durch 
die  Palladiuin-Film.  Kopenhagen.  Emil  .lanninfrs.  Buster  Keaton,  Harobl 
Lloyd,  (dnrail  Vcidf  \\(dinen  in  Bcverly-Hills,  Hollywood.  Kai.  .Vlle  Künst- 
ler  (jrebeii   AiitOKnimme. 

U  r  s  u  1  a  M..  B  üc  k  e  b  ii  r  si  :  Ef;<in  von  .lordan  ist  sehr  viel  an  der 
Sprechbühne  tätiK-  Im  .\u>;ciiblick  filmt  er  unseres  \\  issens  nicht,  l'n- 
verlieiratet.     Dux   in   Bölimcu.     Kosen.    Wassersport. 

R  a  m  o  n  a  D  .  .  .s.,  K  e  m  s  c  li  e  i  d  :  .Vnn.i  May  Wonir  ist  durch 
Uicli.ird  EichberK-Film.  Berlin  SW  48,  FriedrichstralJe  171,  zu  erreiclicu. 
DouRhis  F.iirlianks,  mit  M.iry  Pickford  verheii.itet.  hat  einen  Sohn  Douglas 
und    wohnt   Beverly-Hills.   Hollywood,  Villa   Pickfair. 

B  r  i  d  d  y  P.,  Berlin:  Das  .t.  Quartal  endet  bcUanntlicli  .im 
.10.  September.  Dit.i  Parlo  i>t  unverheiratet.  Die  betreffenden  Ffa-Filme 
Kclaiifrcn  schon   in  nächster  Zeit  zur  l'rauffübrunK. 

(;  ii  n  t  e  r  S.,  F  r  a  n  k  f  u  r  t  -  ()  d  e  r  :  ('(uirad  Veidt  und  Camilla  Hörn 
bleiben  vorläufip:  noch  in  Amerik.i.  A\ Clin  Sit'  wieder  nach  Berlin  kom- 
men, «erden  ihre  hiesioen  ,\drc^>cii  .sofort  bckanntKCKeben.  OIk.i  Tscbc- 
cliowa  wohnt  Berlin  NW  S7,  KlopslockstralJc   ■lt\. 

Haus  Ij.,  Breslau  :  Srb.ild  «ir  die  ennli.'ibe  .\dresse  vo.i 
M.  P.  in  Erfahriiiif!;  Kcbracbt  haben,  teilen  wir  sie  ihui'ii  in  unserem 
Briefkasten   mit. 

E.  F.  1  0  0  :  ANClchen  Anzuff  ITans  Adalbert  von  Kchlettow  bei  der 
Premiere  ,,Wol(>;i  .  .  .  Wol^a"  in  .Mimchen  KCtraucn  hat,  können  wir 
Ihnen    leider   auch   nicht    verr.iten.     Ist   das   denn   überhaujit    s<i   wiehtiK? 

F  i  1  m  k  a  t  e  r  H.  S..  f)  p  p  e  1  n  :  Es  tut  uns  leid,  Hinen  in  Ihrer 
Aii;;-elef;eiilicit  nicht  beliilflich  sein  zu  können.  Aber  wir  vermitteln  keine 
.Stellungen. 

A  11  n  i  .T..  Zürich:  Die  beiden  amerikanischen  Filmstars  in  unserer 
Xiimmer  47    .sind    .\lilton    Sills    und   Dorotliy   Maekaill. 

K.  v.  W.  O.:  Am  besten,  Sie  senden  Ihr  Manuskriiit  (kurzes  E.xpose) 
direkt  an  eine  FilniKesellschaft  vielleicht  an  dic>  dram;iture:isi'he  Abteilung 
der    Xritioii.il.    Berlin   SW   4t*,    Friedricbstraße 'lO. 

1)  r.  Hans  ^^■..  Berlin:  (ilauben  .Sie  uns.  die  BefA'isseure  KCbeii 
sich  wirklich  Mühe,  talentvollen  Xacliwiuhs  her.inzubilden  unil  zu  förilern. 
Aber  viele  glauben  sich  berufen,  und  nur  wenige  sind  —  bekanntlich  — 
auserwählt,  (ich!  braucht  ein  Filmnachw  üchsliiig  fiir  Toiletten,  teure 
ScIiminUen,  gute  Photos  usw.  Das  Publikum  wWl  schöne,  interessante  und 
eleg.mte  .Menschen  auf  der  Leinwand  sehen:  selbstverständlich  ist  letzten 
Endes  doch  immer  das  TtUent  die  Hauptsache.  Ein  Schönling  wird  nur 
eine  Eintagsfliege  des  Ruhmes  sein.  WirUlich  bedeutende  (icsichter  d:i- 
gegen    merkt    sich    das    Publikum    und    vcrgiUt    sie    nicht. 

Harald  ().,  Wismar:  Fragen  nach  dem  .\lter  unserer  Kuiisller 
beantworten  wir  grundsätzlich  nicht.  Wir  meinen.  d.iLI  d.is  nichts  mit  der 
persönlichen  Vereliiung  zu  tun  hat.  Henny  Portc'ii  und  Claire  Iiummer 
sind  an  die  fälligen  Autogramme  erinnert.  Lilian  Il.uvey  trägt  unseres 
AVisseiis  den  Namen  ihrer  Mutter,  die  eine  Eilgläiulerin  ist.  Matthias  Wie- 
mann ist  verheiratet.  ^\dlrgaIlg  Zilzer  wohnt  Berlin-Steglitz,  Knieidiof- 
straLie  60,  und  h.it  am  l'O.  Januar  (ieburtstag.  Hans  Stiiwe,  lierlin- 
Friedenau,     Rönnebcrgstralie    fia.   verheiratet. 

D  u  r  a  n  g  o  -  .\  11  g  s  1>  u  r  g  :  Kamoii  Xovarro  spricht  gibrocheu 
Deutsch.  Am  6.  Februar  in  Diiningo.  Sehr  leicht  möglich.  d.ilJ  l!:iiiiuu 
Xovarro   auch    im    Rundfunk    sich    hören    liilit. 

Z  w  e  i  E  g  o  n  v  o  n  J  o  r  d  :).  n  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  n  e  n  aus  l>  a  n  z  i  g: 
Carl  de  Vogt,  mit  Claire  Lotto  verheiratet,  wolint  Berliii-Tempelliof.  Hoheii- 
zollernUorso  .'i.ia.  Alfred  .\bel  ist  mit  Xieht-Sebausiiielerin  verheiratet,  hat 
ein  Töchterchen  mit  Xaiiien  Trsula  und  wohnt  Berlin-Haiensee.  Kur- 
fürstendamui    74.      Hermiiie    Sierlers    Anschrift:    Berlin    W     50,    Xürnbergcr 


Berlin- 
Franz 
Bcrlin- 


i^i|>orto   nat    also  iLcincdj  Zweck 

Straße  6.).  iinvcrli.eliitet.  M:iria  Paudler  wohnt  B'erlin-Haleii/ee.S.Vlbiecht- 
Acbilles-Straljc  'lih  gcscliieden  Hans  Junkerm.inn  ist  injl'  .Mifie  Scrda 
verheiratet  und  wolint  Berlin-Westend,  Bundesallee  fi.  Egoti,  Von  '-Jordans 
Adresse  ist  Berlin  W  l.j,  Lictzenburger  Str.iße  1'7.  Ida  Wüst.  Bcrllrt-Wil- 
mersdorf,  Jenaer  Straße  7.  von  Bruno  Kastner  geschiodeu.  ,Budolf  Rl(^n- 
Rogge   ist  verheiratet,   .\ilresse:    Berlin-Licbterfehlc-West./Hjirtensienstr.   l.'i. 

F  i  1  m  g  i  r  1  Edith  S.,  Leipzig:  Guiinar  TöHi:ies  gibt  -Vito- 
gramme,  spielt  zur  Zeit  in  Koiienliagen  Theater  niwl'  wghnt  Hotel  D.-igSitir, 
Kopenhagen.  Dolores  del  Bios  Adresse:  Beverly-Hills,  Hollywood,  Kai. 
Mary  Pickford  ist  scliou  viele  Jahre  beim  Film.  Charlie  Cbaplin  filmt 
unseres  A\  issens  ungefähr  seit  192U.  Maria  Paudler  war  mit  einem 
Kunstler   verheiratet. 

(i  ü  n  t  h  e  r  K.,  B  1  n.  -  P  a  n  k  o  w  :  Elisabeth  Bergiier  wohnt 
Dahlem.  Faradayweg  1."),  ist  unverheiratet  und  gibt  Autogramme. 
Lederer  ist  ebenfalls  unverheiratet,  gibt  Autogramme,  wolint: 
Friedenall.    Felilerstraßc   4. 

Elsa  B.,  Harburg:  (!r<'ta  Garbo  ist  zur  Zeit  in  ihrer  Heimat- 
stadt (iöteborg.  Sie  gibt  Aiitugr.imme.  Ihr  neuer  Film  ,,Das  göttliche 
^\■eib'■  ist  in  Berlin  kürzlich  uraufgeführt  worden.  Sie  können  deutsch  an 
sii-  schreiben.  (iret.a  CJarbo  wurde  von  dem  kürzlich  verstorlienen  Re- 
gisseur M.iuritz  Stiller  für  den  Film  entdeckt.  Ihre  erste  Rolle  war  d:e 
Elis.ibi'th  Dohna  in   ,,Gösta  Berling". 

P.  H..  Bremen:  Brigitte  Helm  wolint  Berlin-Dahlem,  Im  Winkel  ,'>. 
und  ist  mit  Richard  Weißbacb  verheiratet.  Die  -Vdressen  von  bekannten 
Komponisten  finden  Sie  siclier  im  Adreßbuch. 

Theo  H.,  Frankfurt:  Eine  Besehreibung  vom  Luther-Film  er- 
halten   Sie  durch   den   Illustrierten    Filnikurier,  Berlin  W  !>,   Köthener  Sir.  ;!7. 

Fritz  K..  Steglitz:  Nein,  das  Filiii-M:igazin  hat  ki'iii  Bild  von 
dein  Pat  lind  Pataclion-.\utogrammtag  gebracht.  Trotzdem  können  Sie 
einen   Abzug   (fiir   1    Maik)    erhalten. 

Rita  L.,  F  r  a  n  k  f  ii  r  t  /  O  d  e  r  :  Igo  Sym  filmt  zur  Zeit  in  Berlin 
bei  .straussfilm,  Berlin  SW  4S.   Friedricbstraße  Tilfi.   .     Er  gibt  .\ulogramme. 

Kleeblatt.  X  e  ii  k  ö  1  1  n  :  Elisabeth  Bergner  ist  ledig.  Am 
17.  April  in  'Wien  geboren.  Veilchen.  Werner  Fiietterer.  Franz  Ledorer. 
Ranion  X(i\.irro  und  M:irgarete  Scliön  sind  unverheiratet.  Dary  Holm  ist 
mit    Harry    Piel    verheiratet. 

A\'  i  1  m  a  E.,  H  a  m  b  ii  r  g  :  Die  beiden  Bildkarten  sind  an  die  Künst- 
ler   weitergeleitet    worden. 


Sie  müssen  mehr  verdienen! 


Und  Sic  wollen  es  sicher 
auch.  Lernen  Sic  daher 
fremde  Sprachen!  Wir 
kennen  zahlreiche  junge 
Leute,  die  schon  mit  20 
Jahren  durch  ihre  guten 
Sprachkenntnisse  zu  ver- 
antworthchen  Posten  ka- 


men —  wir  kennen  viele 
ältere  Herren  und  Da- 
men, die  durch  ihr 
Sprachwissen  neue  Ver- 
dienstmöglichkeiten fan- 
den. Schließen  Sic  sich 
ihnen  an  und  werden 
Sie   Schüler  der  Methode 


Toussaint-Langenscheidt 


Sic  lernen  durch  unsere 
Methode  schon  in  einem 
halben  Jahr  jede  fremde 
Sprache  wie  Ihre  Mutter- 
sprache gebrauchen.  Der 
Unterricht  kostet  monat- 
lich nur  3  Mark;  er  ist 
abwechslungsreich  und 
interessant.  Überzeugen 
Sic     sich     selbst      davon 


und  verlangen  Sic  unver- 
bindlich eine  Probelek- 
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nichts  —  Sie  brau- 
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Abschnitt  aus-  _ 

^r   ersuche     um 

gefüllt         an    ^^  Zusendung  der 

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Uns  cmZU-    .^  gazin"  angebote- 

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(Prof.  G.  Langenscheid  t) 
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Sprache,  kostenlos,  por- 
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5021 


H  ?  i  n  7:  B..  II  n  n  n  0  V  r  r  :  Akuo?  Polerson  wohnt  Berlin  AV,  Kiirfiir- 
stciiilanmi  l'iö,  und  ist  mit  Ivan  Mo.sjiikin  vcrluMratct. 

Kurt  Z.,  H  c  y  d  e  k  r  u  tf  :  Senden  Sic  Ihre  Bilder  an  vorsehiedeno 
r  iln>K<'--^c'IIscliuften.  wie  National,  Berlin.  SW  tu,  FriedriclistralJc  10,  Aafa, 
S\V  1»,  Kriedrielistralie  -'2.i.  (ireenl)auni,  SW  ti8.  KoelistralJe  t;4.  AVir  l)C- 
toneu  alx'r,  dati  die  Aiissioliteii  für  AnfänKcr  im  Kilin  nur  >.elir  ^erin^  sind. 

Teddy  H.,  S  a  a  r  b  r  ii  c  k  e  n:  l.ilian  Ilarvey  ist  Engländerin,  liiver- 
lipiratet.  Werner  Fuelterer  wohnt  Berlin-Sieylitz,  Kle|.ststr;ilJe  i'7.  und  hat 
.•im  10.  Januar  (ielmrt.'^laK.  ^\  enn  .>^ie  ziiiii  l'ilni  wollen,  müssen  Sie  vor 
allem  uhcr  Aufdruckt-  und  ^\■andlunJ;■sfähi^^keit  verfü};en,  also  mimisehes 
Talent   lialjen.     \\ Cnden   Sic   sieh,  liitle.   direkt   an   die   FilniKesi'llseh.iftcn. 

Z  w  ei  \\'  i  1  I  y  ]■'  r  i  t  s  i-  h  -  T  r  ä  n  u\  e  r  i  n  n  r  n  au.-  Z  a  li  o  r  z  e  : 
\\'ir  sind  K<'rn  bereit,  die  lietreffendcn  Künstler  an  die  fiillisen  Auto- 
Uranime   zu    erinnern.    Willy    Kritseli    aWit    keinen    Filmunterrieht. 

M  .-i  r  !j:  i  t  T  a  m  a  r  a  ,  II  a  ni  h  u  r  n  :  tiunnar  Tolnaes  ist  nicht  mit 
K.irina  Bell  verheiratet.  Beide  sind  IciliK-  Tolnaes  spielte  kürzlich  in 
..(iesehlcclit  in  Kcsx-In',  Karina  Bell  in  der  ..Bevolntionshoelizeif.  Sie  i.-t 
ist  auch  sehr  viel  .m  der  S|ii'eelihühue  t.-itij;'.  wird 
als    bisher    filmen.      Harry    Liedtke    ist    .jetzt    zum 


liänin.     tiunn.ir  Tolnai 
.iber    h.ald    wieder    mehr 
dnitcnmal    \  erheir.itct. 
1  n  <;•  0   B..    li  e  r  I  i  n 


liamon   Ni 


arro  i^t  iin\  erlielr.itct.  Bevcrlx -Hills. 
Hollywood,  Kai.  I,ya  Mara  i>t  mit  ilem  BcKisseur  Friedrich  Zelnik  ver- 
heiratet und  widmt  Berlin-\\  Oteml.  INuMmcrnallee  .'>.  Willy  Fritschs 
Adresse:  Berlin  \\  .  Kaiserdamm  ',i.>;  Kxchn  Holt  wohnt  Borlin-Charlotten- 
burff.    SchillervtralJe    li'l. 

F  i  1  ni  f  r  e  u  u  d  i  n  Li]  o  a  u  s  Hess  .i  u  :  Betty  Birds  neuester  Film 
ist  ..Die  ilitlern.ichtstaxe-  (ll;uiiitrolle  um!  Rcfiii-  Harry  riel).  Dary  Ilidm 
wurde  am  lli.  Februar  in  H.imburK  n'cboren.  Busen.  I'iel  bevorzu<;t  \inseres 
Wissen-   Hyazinthen.     Mady   Cliristi.ius   siibt   Autnsir.imme.     Biesip:   nett. 

Mari  o  n  .T.,  W  i  1  m  e  r  s  d  o  r  f  :  Ivan  Mosjukin  widint  Berlin  W. 
Kurfiirstendauim  l!l.').  pilit  .\utonranime  und  filiot  au«i'nhlicklieli  li<-i  der 
l'fa    ..Xarzil.!".     ..Der   Kurier   des    Zaren'    lauft    jetzt    nicht    mehr    in    Berlin. 

Rudi  H.,  t'  li  e  m  n  i  t  z  :  Lili.in  Harvcy  wcihut  Berlin  W  l.'i.  Diissel- 
dorfcr  StralSe  -17.  hat  am  II).  .l.muar  (Jcluirtsla^;-  uiiil  lielif  Ro-en.  Lya 
Alaras  (icburtstay:  ist  dci  :.  ,\u(ru-t.  Tuljien.  .\dresse  an  anilcrer  Stclie. 
Harry  I.iedtke  hat  am  1l>.  Oktober  CeburtstaK.  wohnt  Bcrlin-tirunew  ald, 
Bismarekallee  Ifi.  Re-<-d.i.  Willy  Fritseh  hat  am  27.  .Tanuar  tJebnrtst.ifr 
nnd  schätzt  unseres  Wis-ens  AlpcnveilelH-n.  .\<lresse  linden  Sie  an  anderer 
Stolle.     Die   Ehe   T.iedtke-Tordy    ist   bis   .jetzt   kinderlos. 

T  o  w  e  i  d  a  Z  —  1..  Z  i  t  t  .-i  u  .  (!.  B.:  AVir  bedauern,  Ihnen  keine  .\nt- 
wiirt  KClien  zu  kiiuncn.  da  Sie  uns  Ihren  X.unen  versehw  eisen.  Wir  machen 
nochmals  darauf  aufmerksam,  daß  wir  anon>me  Briefe  y:rundsätzlich  nicht 
beantworten. 

W.  S  e  Ii..  Leipzig:  Lina  Ba.squettr  war  kürzlieh  im  ,.fi(dtloscn 
Mädchen"  zu  sehen.  .Mary  Prevost  dürfte  unRefähr  acht  .T.ihre  beim  Film 
.sein.  Trinrs  van  .\alten  ist  Holländerin,  am  i.  .\nfrust  k^utou.  siiielte 
eine  Rolle  im  ..Modernen  C.is.inova".  .\nny  Ondrn  dreht  au(;enblicklieh 
..Die  .TuiiRfrau  von  I'.i)is'.  wurde  am  1.').  .\Iai  in  Tarna  geboren.  (Iritta 
I.ey  ist  Deutsche.  Kün-tlcrn.-nnc.  Die  betreffenden  Stars  sind  unseres 
W  isspns  unverheiratet. 

Rudi  I)..  Neukölln:  D(mieuico  Cambinn  ist  dureli  rando-Film, 
Berlin  SW  .|S.  Friedrieli-traLle  7.  zu  i'rreicben.  In  Wien  KÜ't  PS  u.  a. 
die    Saselia-Film.    A\  icn.    SiebenstcrnKassn   'M. 

V  r  a  u  M  e  t  a  N.,  S  c  li  ö  n  e  b  e  r  s  ^  T)ip  beiden  Bildkarten  sind 
w  eite_r^eleitet   w  orden. 

>I  a  r  h  e  s  a  H  e  n  s;  a  w  :  1.  .T.iw(dil.  unseres  Wissens  sind  sie  Briid-'"". 
LV  Douglas  Fairb.inks  )iat  i-incn  Scdin.  der  seinen  Xamen  trä«t.  Kr  filmt 
.•luch.  ;i.  Henry  Stuart  tränt  einen  Künstlern.auien.  Sein  riclilij;cr  Name  ist 
.limniy  Hell.  Er  hat  .im  1.  Februar  (Jeburtstas:.  Höehstwahrselieinlieh 
Rosen.  Wir  haben  ihn  noch  nicht  ninu-ssen,  !;;lanbPn  vaber,  daI3  er  Ihren 
.Ansprüchen    (renüp:t. 

L.  H..  (;  ö  r  I  i  t  z  :  Die  weiblicbe  H.iuptrcdle  im  ..AVeiberkries"  spielte 
Liane  Haid.  In  iler  ..Orchideentänzeriu'  war  Ric'.inio  (ortez  der  männ- 
liche HaUi)td;irstoller.  I>ie  weibliche  II;ni]itroll<'  und  Partnerin  von  Hein- 
rich (ieorKC  in  ..Soiifr.  .Sebmntzises  Celd"  spielte  ilie  f'hinc-iin  Anna  Alay 
AVon^.  Die  Hauptdarsteller  v(mi  ..Mc'tropoli-"  w.-ircu:  .\lfred  .Abel.  Hein- 
rich   Ceorne,    Brigitte   Helm,    IJiistav    Fröhlich.   Theodor   Loos.    Fritz   R.isp. 

Erika  <!..  Charlotte  n  li  u  r  n'  :  Ramon  Novarro  ist  Mexikaner. 
In  Dur.inKO  •reborcu.  .Am  0.  F(diruar  (leburtstajr.  .Alter  wird  srnndsätz- 
lieb  nicht  liekanntKi'K''ben.  Riebtiuer  Name:  R.imon  Sainoniego.  Iirr 
S(onnier  in  Berlin  jrewcsen.  liikoscnito.  l>edifr-  (übt  .Autogramme.  Treibt 
viel  Sport.  Bleibt  beim  Film.  Spriclit  etwas  Deutseh.  Genaue  Ankunft 
iKudi  nicht  fi-stpesctzt.  Sein  letzter  Film:  ..Der  Fürst  der  .Abenteurer''. 
Fiüliere  Filme  (aiiLicr  ..Ben  Hur''):  ..Ben  Mi'.  ..Der  Seeoffizier",  ..Aer- 
leiniidun^"'.      Näcbster    Film;    ..Pflicht    und    Liebe"'. 

H.  II..  D  a  n  zip.-:  Dolores  del  Rio  spielte  die  Titelrolle  in  ..Ramon;i". 
Der  Scblaecr  ..AVeun  oer  weiße  Flieder  wieder  blüht"'  i-t  bis  .jetzt  noch 
ii("ht    filmi-ch    verwertet    worden. 

E.     !>..    D  e  ni  m  i  n  :     AVir    werden    Ly;i    Mara,    Jenny    Jui;o,    Liane 
Haid   um   die   fälligen   AuloKr.'iuime   malinen. 

Kurt  F.,  W  u  r  ir  w  i  f  z  :  <)lf;a  Ts("hecliowa  wohnt  Berlin  NAV  ST. 
Kloiislock-tralle  20.  Sie  «ibt  .\uton;ranimp.  ("•rscbieden.  Ein  Kind.  Ihr 
n/Mdister    Film:    ..Diane,   die   (Je-icliicbte    einer    Pariserin". 

Jf  r.  A\' u  .  Lankwifz:  Bildkarte  ist  inzwischen  w  eiterireleitet  wor- 
den. AVilly  Kritseli  w  .ir  noch  ?)iebt  verheiratet,  (o-.iublaue  Auijcn.  (ireta 
Cirbo   wird    voraiissielillieh    in    näeh-ter   Zeit    nach    Berlin    kommen. 

K  a  t  z  e  n  s  t  e  h:  .  H  ö  n  «■  ;;  :  J.ick  Trevor  w  ohiit  Berlin  AV.  Bendler 
stralle  tl.  Mit  einer  En;;länderin  verlieir.-itet.  2  Kiuiler.  I'riihcr  Kiivallerie- 
offizlcr,    dann    Film-t:ilist.      Seit   etwa    1    Jahren    als    Filmdarsteller   tätipr. 


L  i  1  0  S.,  A  u  fr  s  b  n  r  c  :  Vera  Sebmitterlöw  wohnt  Berlin-Halensee, 
Xestorstraße  1.  AA'alter  Slpzak  wurde  am  ;t.  Mai  in  AAien  ßeboren.  Henny 
Porten  bat  keine  Kiinler.  Käthe  von  Nafjy  wurde  am  4.  April  in  Subotiea 
Kcboren. 

F  i  1  m  f  r  c  u  nd    Rudolf    AA'.:     An     Pat     und     Pataelion     können     Sic 


Pat     und     Pataelion     können     Sic 

deutseh     sclireiben.      Pat:      Carl    Selienström. 
Henny     Porten     wohnt    Berlin-D;ihlem, 
(iebiirlst:i  '"  


Pataelion:     Harald    Madsen. 
len    woiiiii    j>eriin-ji;iniem,    Parkstralie    71,    bat    am    7.    Januar 

„.   mit   Dr.   von   Kauffinann    vcrlieir.itet,  f;il>t   Autogramme.     Xeni.i 

Desni   wohnt   Berlin-AVilmersdorf.    RiMlesheimer   Straße    1.   hat 


Aerbeirati't. 

nächster   Film    ist    ..Pflicht 

Februar   (ieburtstaff.    Schwarzes 


•iie    .      -^ulIl    iiic'ii   111    iiciiin.     .viii  n.    rcoruar   i»i'iiiirisiajj.    :^eiiwarzes 

«cliw.irzc    Auu,-en.        .lack    Tre\or  siiielte    die    niännliclie    Hauptrolle 

itzenstes"'.      Blond,    blaue    ,\uf;eii.  Ernst.     Ernst    A'erebes    ist    ledip;. 
.\useii,    selnvarzis    Haar. 


Hans  K.,  Stettin;  Din.i  tJrallas  letzter  Film;  ..Die  tolle  Komleü  . 
Nächste  .Arbeit:  ..Ein  kleiner  Aorschulj  auf  die  .SeliKkeif"  Sie  «'•'' 
.Aiitodr.imme.     AVobniiiiK:    Berlin    AV.    .Spcycrer    Straße   22. 

I  2  li  .H  .        AV  i  e  s  b  a  d  (•  u  :        Siegfried      .Arno      wohnt       Berlin-Sieslilz; 
Scliloßstraße  .M.  und   fribi   .AiitoKr.imme.     Zu   bi'ziclien  dun  h   den  Pojtkarten 
M'rl.ifi  ]{oss.  Berlin  SW  l».   Alex.indrinenstraße   110. 

D  0  r  a    K..    AV  r  i  e  z  e  n  ;     Ramon    Nov  arro 
und   Liebe''.     Noch   nicht  in  Berlin.     .Am  ( 
Haar,    scliw.irzi 
im    ..Kat 
Braiiiu 

E  m  111  11  1..  B  r  e  in  e  n  :  Ivan  Petrovicli  erreichen  Sie  durch  die 
(ireenbaum,  Berlin  SAV  (iX.  Koclistraße  U-1.  Er  ist  serbischer  Abstammung, 
iiiiverheiratet    und    s'i''t   .\iitot;raninie. 

K.  V.  u.  II — P..  Beut  li  e  n  :  l/aura  La  Plante  hat 
fieburtstag  und  ist  kürzlich  mit  einem  Film  ..Hoppl.i 
nicht"  erseliienen.     Fnseres  AAissens  ein  Künstlername. 

M  a  fr  d  a  1  e  n  a  H.,  Erfurt:  Lien  Deyers  ist  durch  die  Deutselie 
Fniversal,  Berlin  SAV,  Mauerstraße  S2,  zu  erreichen.  Spielte  bis  jetzt  in 
..Spione".  ..Die  Heilipre  und  ihr  Narr''  und  ..Haus  Xr.  17''.  Erscheint 
b.ild  in  einem  neuen  Film  mit  AVillielni  Dieterle,  dessen  Titel  nocli 
nicht   feststeht. 

Hansa..  B  i  e  I  p  f  e  1  d  :  AVirklieli  bpfrablpu  Menschen  werden  wir 
ii.itürlieh  nicht  ;ibrateii.  zum  Film  zu  Kehen.  Aber  das  k.inn  kaum  ein 
.\leiiseh  auf  den  ersten  Blick  beurteilen.  Die  Leinw.md  hat  ihre  eifreneii 
(Jesetze.  Und  Sie  wissen  .ja,  viele  fühlen  sich  berufen,  doch  nur  weniftc 
sind  auserwählt.  .Aber  wir  sind  sieber,  daß  sich  letzten  Ende.s  die  wirk- 
lieh talentvollen  Xacbwiicbslinfre  doch  ininier  ilurehsetzen  werden.  Aber 
es   ist  ein    Kampf,   und   den    müssen   .«ip   allein   durelifcchten. 

E  v  e  1  y  n  aus  Halle.  .V  n  n  i  AV.  aus  D  r  e  -  d  e  n  ,  R  u  t  li  A., 
B  r  (i  u  n  s  c  li  vv  e  i  pr  :    bitten   wir  um   Anjrabe   ihrer   vollen    X'amen.   da   wir 


im   7.    Septemlicr 
Aater    siclit's    ja 


.    aus     D  r  e  -  d  e  n  ,     Ruth 
um   Anffabe   ihrer   vollen    X'amen,   da 
anonyme    Briefe    bekanntlich    nicht   beantworten. 

Karl  Cr  e  0  r  tr  R..  H  a  m  b  u  r  g  :  Fee  Malten  wohnt  Berlin  AA',  A\"il- 
mc  rsdorfer  Straße  80.  ist  unverheiratet  und  spielt  auKcnblieklich  beim 
Xero-Film.  Inioscn  Robertson  erschien  kürzlich  in  dem  Univers;il-Filni 
,.Die  Hölle   der  Heimatlosen".      Sie  können   deutscli   an   sie   schreiben. 

1.1  0  t  t  e  S.,  .V  n  e  :  Lien  Deyers  (ihr  richtiger  Name)  ist  unverbciratet. 
d  Solni  trägt  jetzt  den  Künstlernamen  Robert  C-istle.  Cilly  Feindt 
ind  AVerner  Fiietterer  sind  ledi.g.  Lee  Barrys  richtiger  Name  ist  Mathilde 
Benz.  Hertha  von  AValther  i.-t  die  Tochter  des  OberstPn  Stprn  von  AVal- 
tlipr.  Hat  sich  kürzlich  mit  dem  Prinzen  Louis  Ferdinand  von  Bnurbon 
%  erlobt.  Richard  Tauber  filmt  im  Augenblick  noch  nicht.  Dagegen  soll 
s   J.ickies  4jaliriKer  Bruder  Robbie  sejir  bald   tun.     Douglas   Fairbanks   jr. 


Fred    Soli 


filmt    ab    unil    zu. 

E  1  1  i    AV..   H  a  m  b  u  r  g  : 


i'.  I  1  I  >v  ..  II  a  m  II  u  r  g  ;  Jack  Trevor  wohnt  Berlin  AV.  Bendlcrstr.  9. 
Am  11.  Dezember  in  London  geboren.  Mit  einer  Engländerin  verheiratet. 
2  Kinder.  Er  gibt  Autogramme.  Dita  Parlo  hat  am  4.  Seiptcmber  Cebnrts- 
t;ig.  Ledig.  (iret;i  Garbo  wurde  am  17.  April  in  Güteborg  geboren.  Noch 
in    ihrer    schwedischen    Heimat. 

Eitel  K.  K,:  Ihre  Bildkarte  ist  an  Ossi  Oswalda  weitergeleilet.  Das 
Alter   der  Künstler   geben   wir   grundsätzlich   nicht  bekannt. 

H  .a  r  r  y  L  i  e  d  t  k  c  -  A'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  ,  Sc  li  vv  i'  i  z  :  Harry  Liedtke 
ist  so  alt.  wie  er  aussieht.  .Tawolil,  er  h.it  eine  Sekretärin.  Aber  die 
Autogr:imnip  schreibt  er  natürlich  höchst  eigenhändig.  Imre  Raday 
wohnt  Berlin  AA',  Geisbergstraüe  21.  Pension  Nürnberger  Platz.  I.'nfrar, 
unverheiratet.  Carl  Auens  Adresse:  Berlin-Lichtcrfelde-Ost,  Hermann- 
-Ir.ißp  .11.  Johannes  Riemann  hat  am  31.  Mai  Geburtstag  und  ist  mit 
Thea    Biugner   \  erheir.itct. 

Edmund  N.,  Cottbus;  AVir  bitten  Sie,  uns  noch  die  fehlenden 
beiden  Photos  von  Lix  io  I'avanelli  und  Hans  AUiers  zu  senden.  Wir 
worden   Ihnen    dann   sofort  die   Autogramme   besorgen. 


Bilder  von  Filmgrönen  mit  deren  Namenszug.  und  zwar  eine  ganze 
Saiiiiiiluiig.  bekoiiimen  Sie  gratis  und  portofrei  ziisanimen  mit  einer  inter- 
essanten Bros(liiire.  (ilciclizeitig  erhalten  Sie,  ebenso  gratis  nnd  porto- 
frei, eine  Probe  der  köstliclieii  Marylan-Creiiie.  welche  auch  von  den  ab- 
gebildeten Filmgrößen  benutzt  und  geschätzt  wird.  Marylan-Creme  gibt 
blendendes  .Aussehen,  aiii'li  bei  verdorbener  H.iut.  Damit  Sie  noch  recht- 
zeitig eine  Probe  erhalten,  schreiben  Sie  an  den  Mar>  lan-A'ertrieb, 
Berlin   Ml,   Friedrichslraße   21a.  F.  M.  P.'i. 


3tDet  fd^ötte  grauen. 

2ic  ii'iir  u'irflirf)  nllorlicbft,  Mo  .Mloiiio.  lliift  irf) 
bot  fic  iint  eilt  ■,!l'lc^crfl•l)^.'lt• 

Üi'ic  freute  irt)  mid),  nk-  irf)  iiiciito  ilotlc  'lMntiic= 
viii  am  nnbi-rii  Jon  —  ii>ic  ocrnbrciict  —  im  O'nic' 
(jnitö  fi^cn  fiil).  2ic  lonv  oni  JoiU"  i'bcnfü  frfu'u 
luic  n^^c^^^\<,  mth  iftrc  ('>>c(id)t!>lioiit  .•,ci|ito  einen 
iiictrf)cii  2ri)iininer,  öeiieii  l)niiri)fri)ijiic  ;iintbeit  mirf) 
iMtu'i&orfteI)Iid)  nikuni. 

od)  foflle  int  Voiiie  i^ec-  (^K'ipriul)-:-  ,ui  iiiciiicr 
2ri)üiicii,  iirtii  id)  mir  ein  Äiiieitec-  nu'ibliflii'v  '..'-.H'ieii 
ii'lc  fie  iiidit  lun-ftelleii  foniie.  To  lorfjcUe  üe  foiu">er= 
bor  Ulli)  fol)  flevn^eollc•  nii  mir  uovbei,  nlo  blide 
fje  jiiiirtiii*!,  i^er  oii  einem  oll^erell  Jiirf)  foi"i, 
liirijeliiti  Oll.  od)  foliite  ^el■  Mfidiliiiirt  i>ei>  SMirtei.^ 
lutiA  fol)  eine  3"ome  t>ovt  fiHeii,  Me  eine  oiifiollenöe 
i'(el)iiliri)feit  mit  meiner  5ri)üiieit  Oolte. 

aJiiii  lülIr^c  mir  evtliirt,  bi\ii  öiCi'  —  i)ie  ;Viiiller 


meiner  Tome  fei.  O'f)  fonntc  e^^  foitnt  nfoubeit. 
«■(rf)  loitr&e  noraeftellt   iiiib  lunr  f)öd)ft  erftniint. 

~.>iori)  einer  3iHid)e  foRte  mir  meine  i'IiioerumOfte, 
i'ioii  ilire  Aiiiitter  ein  '.Viittel  onioeiu'ie,  onf  öefien 
'-'•.'irtiiitd  fic  frf)Uiiire.  O'vi  fei  ;Vnin)Ioii=C>reme.  Tie 
3',*irfinirt  fei  iiberrofrf)eiiii  fiiit.  Aalten,  )uelfe  ■C'ioiit 
iierfdjuioiibeit,  (iroiie  voiit  luerhe  öiiftin  nitb  biirfh= 
firt)tin=,inrt.  Jliid)  pideline  U'&erne  .vioiit  U'er&e 
uiinu'ierfrf)«»  loeiri)  iiiib  jitfieiiMid)  frifri),  felbft  iiieiin 
Me  foneiinnnten  5<Iiitejolirc  (öiinft  porüber  fiiiö. 

„•".^Iber  2ri)ol.u,  ftoiiii  foinift  S"»  bod)  fiiefe  fomofe 
".Oi'ornlopjC'^reiiie  frf)Oii  je(.it  0llU'ell^elI,  önmit  Tu 
immer  fo  jiineiiMiri)  fd)oii  bleibff,  mie  Tu   jcld  bift." 

Sie  fol)  mid)  mit  iiberlefieiiem  Vari)elii  oii.  To 
uMifdi'  iri),  bofi  oiiri)  fie  :l'ion)(rtii=0"reme  iiiiiiiiif. 
15'iiie  folrije  Tome  luill  irf)  iierii  aU  ,vi'on  mein 
O'iiieii  iteniien.  2ie  lent  X'x-ert  boroitf,  firi)  ihrem 
iVioniie  jiiuii  ,^ii  erl)0lteii.    Toc-  ift  lluiil 

,1ri)  felbft  höbe  oiiri)  fd)oii  ifJoryloii-Vreme  ou= 
iieiiioui»!-      VH'imlid),    oerfteljt    fid).      lliiö    loirflid): 


meine  fd)orfen   3iiflc   um  öeii  Si?itn6  finfi  iiicrflit^ 
perfrf)ipitubeii,  iiiiö  b'ic  Sliniiolteii  fiiib  onrf)  beinol) 
fori.     Uiiii  meine  -Ooiit  ift  fo  frifrf)   uiif>   frf)iin  iic= 
'   ii'orfteii,  öoft  ei<  mciiieit  "Jlefrtiiiilcii  oiiffrilU. 

S'.'cr  onf  fein  fliileo  Vliti'fehen  etmoö  flibt,  Inffc 
fid)  lofteiiloe-  iinb  portofrei  eine  *lU"obc  öer  föft= 
lirijen  :Vion)Iou=Prenie  fommeii;  {in.vi  niirf)  &0i^ 
3!iid)Ieiii  über  Ilune  2rt)iiubeiliHifIcne.  ÜU-ibcö 
uöllia  foftenUHv  nnb  portofrei.  ,voft  15  000  nlo«» 
«eube  Toiilfri)roibeii  bcmeifeu  ben  a-.'ert!  2rf)nci6cu 
2ie  iiori)ftel)enbeii  ('•hotie-be.vitlfdKin  oiic-  iiiiö  Icflcn 
2ic  ihn  in  ciit  oifeuei-  .Miiuert.  Tann  foffet  c3 
lAiirrf)  non;,  Teiilfd)IoiuA  nur  .">  'l^fn.  t-into.  .Oititeii 
oiif  öoi-  .«.iiioert  lotiimt   iioiiit   ohie  fleiioiie  3li">refic. 


(^h•olie•be,•,unid)eiu:  i'ln  tieii  ;li!ornIoii5*.;HM"trieb, 
3>erliii  11-4,  ,vri«bfitiifti'-  -'•  O'rbitte  foftenlov*  nn& 
portofrei  Me  'l'robc  i'ion)loiul.Meme  unbiioc'  2rf)ön- 
Oeitxvbiirf)Ieiii   mit  Slbbilöituoeu.  F.  M.  85. 


Die  Ufa -Theater  werden  mit 


^lektwüix 


gereinigt. 


Verkaufsstellen: 


(Berlin  W  50,    Kurfiirstendamm   236  Benthen,    Bahnhofslr.  13    '    Brannschweig,    Münzstr.    la     '     Bremen,    Hcrdentorsteinweg  5     /      Brcslan,    Junkernsir.  38  40 

Chemniiz,  Falkcplatz  2        Coblenz,  Schloßstr.  33        Dortmund,  Kaiscrstr  6      Dresden,  Fra|<er  Str.  35        Duisburg,  Kuhtor  2  4,  Gcncralanzcigcrhaus        Düsseldorl, 
Steinstr.  2         Eisenach,    Frauenberg  9         Elberleld,  AUcnraarkl   13  Essen,  Huysscnallcc  93      Frankfurt  a.  M.,  Mainzer  Landstraße  59  63    ;    Halle,  Magdeburger 

Str  56    /    Hamburg-Nord,  Gr.  Bleichen  31  Hannover,   Bahnhofstr   13  Karlsruhe,  Kaiscrstr.  205        Kiel,   Holstcnstr.  61    '    Köln,  Hohe    Str.  64     '   Königsberg, 

Münzstr.  17    /    Leipzig,    Rudolphstr.  4    /    Lübeck,    Breite  Str.  19    /    Magdeburg,     Breite  Weg  3  b    '    Mannheim,  A.  2.  S.        München,  Salvatorstr.  18    /    Nürnberg, 

Färberstr.  16    /    Stettin,  Moltkestr.  5        Stuttgart,  Rotebühlstr.  41    /    Wiesbaden,  Wilhelmstr.  18. 
Außerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroB-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


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dr3<n^  empfohlene 

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IIIIIIIIIIIUIIMIIIUIIllliliiiTlir 


EiDZclpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1.75  M.  V  e  r  1  a  li :  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H..  Berhn  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schrift- 
L*.i'""ß_'^-  Rosenthal — Aros,  Berlin,  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocstcrrcich  verantwortlich  Robert  Mohr.  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortlich  (ür  Anzeigen 
Wilhelm    Schaefcr,    Charloltenburg.      Anzeigcnvcrwaltung    Bcpa-Vcriag,    Berlin  W  35.  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schcrl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


msikcii 


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harry  halm, 
warwickAvard 

reche:  johanne^  guter 


UFA-FILMVERLEIH  <3.N.B.H.VEßLEIHBETRIEB  DER  UNIVERSUM  FILM  A.GBERLIN  SW68,K0(HSni.6-7 


Uraufführung  am  19.  Januar  im  Gloria-Palast,  Berlin 


„mmmrimfrit  IM      I      l  - 


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NUMMER4      /      BERLIN,  27.  JANUAR    1929      y      PREIS    4üPFEN^ 


oLtltan    zTlarvey    jeterie  am  IQ.  Cyaniiar  ihren  ^ebuHtfofi 


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RE0(E:30HANNES  GUTER 

Das  neueste  erfolgreiche  Ufa- Lustspiel 
erscheint  jetzt  auch  im  Reich 


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DIE     \\   O  C  H  K  \  S  C  H  R  I  1   T     D  11  U     l   1  I.  M  F  R  E  l   N  D  E 


FQANZ  LEDEQEQ 

spielt  in  dem  Ufa-Film  ,/T>ie  wunderbare  Lüge  der  Nina  Peirowna" 


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-»til. 


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Das  deutsche  Lustspiel  hat  zweifellos  in  den  letzten 
Jahren  einen  starken  Aufschwung  genommen.  Man 
hat  erkannt,  daß  gerade  das  lebende  Bild  besondere 
Möglichkeiten  bietet  und  hat  alle  bewährte  drama- 
turgische Requisiten  des  Worttheaters  mit  Absicht  für  den 
}  ilm  nicht  nur  übernommen,  sondern  sogar  darübei  hinaus 
noch    ausgebaut. 

Wir  haben  heute  besondere  Lustspielspezialisten,  Dar- 
steller, die  auf  diesem  Spezialgebiet  nicht  nur  besonderes 
leisten,  sondern  sogar  europäischen   und   Weltruf  erlangten. 

Das  ist  deshalb  interessant,  weil  noch  vor  verhältnismäßig 
kurzer  Zeit  die  Ansicht  verbreitet  war,  daß  uns  in  puncto 
Lustspiel  die  Amerikaner  weit  über  seien.  Als  Jannings 
nach  Amerika  ging,  las  man  spaltenlange  Artikel  darüber, 
daß  das  eigentlich  kein  Wunder  sei,  denn  die  Deutschen 
seien  die  Meister  des  Filmdramas,  wenigstens  des  psycholo- 
gischen Filmdramas,  während  die  Amerikaner  Beherrscher 
o'er  Massen  seien  und  uns  die  leichten,  gefälligen  graziösen 
Stoffe  brächten. 

Auch  diese  Meinung,  vor  ein  paar  Jähren  vielleicht  noch 
bis  zu  einem  gewissen  Grade  berechtigt,  ist  jetzt  schlagend 
widerlegt.  Lilian  Harvcy  zum  Beispiel  hat  ihre  großen  Er- 
folge immer  im  Lustspiel  errungen,  und  so  ist  es  klar,  daß 
auch  ihr  neuester  Film  wieder  einen  Lustspielstoff  bringt, 
eben  eine  jener  Verwechslungskomödien.  von  denen  eingangs 
die  Rede  ist. 

Die  Geschichte  heißt  recht  geheimnisvoll  ,,Ihr  dunkler 
Punkt".  Wer  unsere  Bilder  genau  beobachtet,  wird  bald  er- 
kennen, wie  dieses  geheimnisvolle  Ding  aussieht.  Es  hat 
die  Form  von  Hcras  und  befindet  sich  auf  dem  Oberschenkel 


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einer  junjjen  Dame,  die  in  allerhand  komplizierten  oder 
—  um  mit  dem  Titel  zu  sprechen  —  dunklen  Geschichten 
ihre  Hand  im  Spiel  hat. 

Diese  Dame  aus  der  Unterwelt  will   Lilian  entlarven.    Das 

I   ist    nicht    so    einfach,    wie    man    das    sonst    in    Detektivfilmen 

sieht,  sondern  j^ibt  allerhand   Schwieri{|keiten,  die  vor  allem 

dadurch    entstehen,    daß    jenes    jjeheimnisvolle    Mädchen    im 

Variete  bei  einer  Zaubernummer  als  Assistentin  auftritt. 

Welche  Komplikationen  entstehen,  als  Lilian  hier  unter 
falscher  Flai^ge  segelt,  muß  man  sehen.  Diese  Situationen 
sind  einfach  nicht  zu  schildern.  Sie  erinnern  jjanz  leise 
etwa  an  die  Art,  wie  Chaplin  im  Zirkus  wider  Willen  zum 
Artisten  wird. 

Die  große  Kinogemeinde  wird  ihre  besondere  Freude  aber 
daran  haben,  daß  als  Partner  der  Lilian  Harvey  Willy 
Fritsch  agiert. 

Zwei  solche  Filmkanonen  in  einem  Film  hat  man  in  letzter 
Zeit  kaum  gesehen.  Man  vermerkt  dieses  Zusammenspiel  mit 
dem  Gefühl,  daß  das  Zeitalter  des  Starfilmes  im  alten  Sinne 
endgültig  vorüber  ist  und  daß  jetzt  das  Ensemblespiel  mit 
erfolgreichen,  bewährten  Künstlern  das  Entscheidende  und 
Ausschlaggebende  ist. 

So  ergibt  sich  voraussichtlich,  daß  ,,def  dunkle  Punkt" 
einer  der  erfolgreichsten  Filme  der  nächsten  Zeit  sein  wird, 
der  nicht  nur  in  Berlin,  sondern  aucb  in  London  und  Paris 
beim  Publikum  die  Aufnahme  finden  wird,  die  für  den 
Erfolg  ausschlaggebend  ist.  Denn  schließlich  sind  die  Filme 
ja  für  das  Publikum  da,  das  selbst  darüber  bestimmt,  was 
ihm  gefällt  und  was  es  wünscht. 


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Mit  fünf   Köpfen   aus   ver- 
schiedenen Filmen 


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IJ  Bondireff  in  Zivil 

2)  Mas/ie  aus  „Hilfe, 
ich  bin  Millionär" 
(Ufa) 

3)  Inquisitor  in  ..Ca- 
sanova" (Ufa) 

4)  Apache  in  „Apa- 
chen   von   Paris" 

5)  „Was/a"  in  „Wol- 
ga-Wolga" 


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Das  Lustspiel  „Hurra!  Ich  lebe!"  hat  das  deutsche 
Publikum  auf  Alexei  Bondireff  aufmerksam  ge- 
macht, der  in  diesem  Film  einen  Bruder  des  „muti- 
gen   Seefahrers"   spielt. 

In  seiner  Heimat  ist  der  Russe  kein  Unbekannter,  Er 
kommt,  ebenso  wie  Nikolai  Kolin,  Gregory  Chmara, 
Iwan  Moskwin  (der  ,, Postmeister"),  Michael  Tschecho 
und  Leonidoff  (,,Iwan,  der  Schreckliche"),  aus  der  Hoch- 
burg der  russischen  Bühnenkunst,  dem  Moskauer  Künst- 
Urtheater,  Er  hat  die  berühmten  Reisen  der  Russen 
unter  Stanislawski  durch  Europa  und  Amerika  mitge- 
macht und  filmte  zum  erstenmal  in  Frankreich,  wo  er 
mit   Nikolai   Kolin   und   Iwan   Mosjukin  zusammenspielte. 

Die  erste  Rolle,  die  Bondireff  in  einem  deutschen 
Film  spielte,  war  die  des  Steuermanns  auf  dem  phan- 
tastischen Drachenschiff  im  Ufa-Prunkfilm  ,, Geheimnisse 
des  Orients".  Dann  sah  man  ihn  in  ,, Hurra!  Ich  lebe!" 
und  in  „Wolga-Wolga". 

Seine  Maskenkunst  erinnert  an  Lon  Chancy.  Aber 
während  man  bei  dem  Amerikaner  immer  an  virtuose 
und  rücksichtslose  Technik  denkt,  verwandelt  sich  der 
Russe  Bondireff  in  jeder  Rolle  in  einen  neuen  Menschen. 
Er  erzählt  selbst,  daß  er  nie  früher  vor  den  Schmink- 
spicgel  tritt,  bevor  nicht  die  neue  Gestalt  in  seinem 
Unterbewußtsein  einen  psychologischen  Entslehungs-  und 
Entwicklungsprozeß  durchgemacht  hat,  bevor  nicht  der 
neue  Mensch  mit  seinem  ihm  eigentümlichen  Gesicht  und 
Gesichtsausdruck,  seiner  Figur  und  allen  den  Merkmalen, 
die  ihm  das  Charaktcriitischc  und  Individuelle  verleihen, 
geboren  ist. 

Diese  Äußerung  ist  charakteristisch  für  die  Künstler 
der  russischen  Schule,  die  auf  einem  merkwürdigen  Ge- 
misch \on  intellektueller  Grübelei  und  spontaner,  rein 
intuitiver   Schöpfung  beruht. 

Die  nebenstehend  veröffentlichten  Photos  beweisen 
die   Kunst   Bondircffs  besser    als  alle  Worte. 


<:S)epQjlkg  2mt^:Mm> 


VON   JESSE   L.   LASKY. 
I.Vizepräsident    der    Paramount     Famous     Lasky    Corporation. 

Jedes  Ziel,  das  des  Erreichcns  wert  ist,  ist  wert,  daß  man  dafür  arbeitet.  In  diesem 
Sinne  bietet  das  Leben  \venij<e  Ziele,  die  nicht  die  letzte  Anstrengung,  Konzen- 
tration und  stetige  harte  Arbeit  verlangen,  um  erreicht  zu  werden.  Nirgends  ist 
dies  wahrer  als  in  der  Filmindustrie.  Es  gibt  nur  einen  Weg,  zu  den  Höhen  der 
Bildkunst  zu  gelangen,  nämlich  durch  unendlich  harte  Arbeit,  selbst  wenn  man  alle 
zum  Filmerfolg  nötigen  fundamentalen  Eigenschaften  besitzt.  Ohne  die  besondere 
Qualifikation  zu  diesem  Beruf  ist  die  Sache  hoffnungslos.  Unglücklicherweise  sind 
die  meisten  Mädchen,  die  die  Filmkarriere  machen  wollen,  davon  überzeugt,  daß  sie  sie 
besitzen,  ob  es  nun  wirklich  so  ist  oder  nicht,  und  sie  kommen  voller  Hoffnung  nach 
Hollywood,  ohne  die  geringste  Vorstellung  von  den  Gefahren,  denen  sie  dort  gegenüber- 
stehen. Die  meisten  haben  keinen  Begriff  von  den  zu  überwindenden  Schwierigkeiten 
und  den  unendlichen  Mühen,  denen  sie  sich  unterziehen  müssen.  Sie  stützen  sich  auf 
die  Geschichten  der  Stars,  die  über  Nacht  berühmt  geworden  sind,  und  sehen  in 
ihnen  die  Aussicht  auf  eine  ähnliche  Zukunft.  Sie  haben  nicht  die  geringste  Ahnung, 
was  tatsächlich  hinter  den  Stars  liegt,  die,  metcorhaft  aufsteigend,  selten  am  Film- 
himmel aufblitzen,  und  würden,  wenn  die  Wahrheit  bekannt  würde,  entdecken,  daß  auch 
ihrem  plötzlichen  Erfolge  dieselbe  Zeit  harter  Arbeit  und  unverdrossener  Mühe  vor- 
aufging. Der  Unterschied  bei  ihnen  war  nur,  daß  der  Wendepunkt  zum  Erfolg  plötz- 
licher kam.  Irgendwie  und  irgendwo  trugen  die  vorbereitenden  Arbeitsjahre  zu  dem 
individuellen  schließlichen  Aufstieg  bei.  Niemand  kann  einen  dauernden  Erfolg  im  Film 
erreichen,  ohne  in  die  eine  oder  andere  Schule  gegangen  zu  sein,  die  ihr  einen  Vorrang 
verschaffte.  Diese  Übernacht-Berühmtheiten  sind  jedoch  so  rar,  daß  sie  in  der  Gesamt- 
summe der  Filmkarrieren  keine  Rolle  spielen.  Ich  erwähne  sie  nur,  weil  sie  dauernd 
einen  Teil  der  Lockspeise  bilden,  die  jährlich  lausende  von  Mädchen  nach  Hollywood 
zieht,   um   dort   ihr   Glück   zu    versuchen.      Für  Tausende  von  Mädchen  in  aller  Welt  ist  der 

Name    Hollywood    von    einer   romanti- 
;    sehen  Magie  von  Erfolg,  Ruhm,  Rcich- 
'    tum,    von   allem,   was    das    Herz    sich 
IM     wünscht,    umgeben.      Und     alle     diese 
S    ungezählten      Tausende      sind      davon 
^    überzeugt,  daß  auch  sie  bei  gegebener 
'^'"^^^^K-  Gelegenheit    in    einem   Tage   zum   Star 

würden.      Unglücklicherweise   kommen 
^      ,  —^--  sie  zu  diesen  Schlüssen  und  zu  dieser 

^iifc      ÄP*  Selbstcinschätaung    ohne    eine    Kennt- 

nis   der    Bedingungen    oder    ohne    jede 
Kenntnis    des    Filmwesens.     Sie     alle 


denken  ,  daß  sie  nur  die  Filmstadt  zu  erreichen  brauchen,  um 
den  We<>  zum  Ziel  zu  finden.  Das  Resultat  davon  ist,  daß  siu 
von  jedem  Punkt  des  Erdteils  aus  nach  Hollywood  kommen,  ohne- 
Schuluni!  oder  Erfahruni»,  die  ihnen  Nutzen  brinjjcn  könnte.  Die 
meisten  von  ihnen  kommen,  weil  ihre  Freunde  und  Nachbarn 
zu  Hause  ihnen  erzählt  iiaben,  daß  sie  sch<)n  seien  und  deshalb 
dort  am  Platze  sein  müßten,  ohne  zu  wissen,  daß  Schönheit 
eine  Eijjenschaft  ist,  die  auf  dem  Hollywooder  Markt  in  absolut 
keinem  hohen  Kurse  steht.  Ich  möchte  damit  nicht  allen  Mäd- 
chen, die  den  Ehrgeiz  haben,  zu  filmen,  saj^en:  Kommt  nicht 
nach  Hollywood!  Die  Filmhersteller  sehen  sich  immer  nach 
Mädchen  um,  die  wirkliche  Eijinunii  zum  Film  besitzen,  die 
intelli)|ent  sind,  die  schauspielerische  Fähijikeiten,  Charakter 
und  Schönheit  haben.  Aber  sie  müssen  all  dies  besitzen  und 
nicht  nur  eine  oder  zwei  dieser  Eijienschaf  tcn.  Wenn  die 
Mädchen,  die  den  Ehrjjeiz  haben  zu  filmen,  sich  wirklich  dar- 
aufhin prüfen  würden,  würde  es  den  endlosen  Zustrom  hoffnunj*s- 
voUer  Aussichtsloser,  die  die  Studios  überlaufen,  oline  Aus- 
sicht, je  auf  die  Höhe  zu  kommen,  nicht  «seben.  Bevor  sie  sich 
ausmalen,  nach  Hollywood  zu  <4ehen,  sollten  sie  sich  einen  ehr- 
lichen und  vorurteilslosen  Befähifjun'jsnachweis  verschallen.  Sic 
sollten  die  Kosten  ihres  Unternehmens  bedenken  und  genau 
feststellen,  wie  sie  für  den  Kampf  «»erüstet  sind,  ehe  sie  den 
Versuch  machen.  Denn  die  Mädchen,  die  voller  Ehrgeiz  nach 
Hollywood    kommen,    setzen   sich   vielen   Gefahren   aus. 

Das  Durchschnittsmädchen  kommt  nach  Hollywood,  ge- 
schwellt von  höchstem  Selbstvertrauen,  den  <5uten  Wünschen 
und  dem  Vertrauen  seiner  Anj^ehörisjen  und  Freunde  und  einer 
vorgefaßten  Meinunjä  von  seinen  Fähigkeiten,  deren  Beweis  nur 
in  seinem  eigenen  Kopfe  besteht.  Lind  jjewöhnlich  hat  es  nur 
beschränkte  pekuniäre  Mittel,  um  den  Kampf  auszuhallen.  Es 
macht  sich  nicht  klar,  daß  die  Chance,  überhaupt  eine  Arbeit 
zu  bekommen,  im  Verhältnis  von  10  zu  1  steht,  selbst  als  „Extra", 
wenn  es  ihm  {gelingt,  eine  EinschreibunjJ  bei  dem  Central 
Casting  Bureau  zu  erlanj^en,  das  die  führenden  Studios  mit 
Komparserie  versorjjt.  Das  Bureau  hat  mehr  als  10  000  Namen 
auf  seiner  Liste.  Die  Durchschnittszahl  von  Darstellern,  denen 
es  täglich  Arbeit  vermittelt,  beträgt  kaum  mehr  als  700,  Die 
Folge  ist  klar.  Dem  Durchschnittsmädchen,  das  nur  sieben  Tage 
von .  hundert  arbeitet,  wird  es  schwerfallen,  ihre  Miete,  ihr 
Essen  und  ihre  Garderobe  zu  bezahlen.  Diese  Ungewißheit, 
Arbeit  zu  finden  —  mit  der  einzigen  Sicherheit,  daß  diese  genug 
bestehen  wird  — ,  ist  eine  der  Grundgefahren,  denen  das  nach 
Hollywood  kommende  Mädchen  entgegengeht.  In  dieser  Klasse 
muß  es  nun  mit  Tausenden  anderer  Mädchen  konkurrieren,  die 
ebenso   schön   sind   oder  möglicherweise   schöner.     Es  macht  sich 


lerner  nicht  klar,  daß  die  Chance,  aus  der  ,,Extra"-Klasse  zum 
Startum  zu  kommen,  wie  10  000  zu  1  gegen  es  steht.  Es  denkt 
nur  an  all  das  Angenehme,  das  es  von  seinen  Freunden 
zu  Hause  iiörte,  die  nichts  von  der  Lage  in  Holly- 
wood w  issen.  Es  beginnt,  herumzulaufen.  Wenn  es  Glück 
hat,  bekommt  es  dann  und  wann  Arbeit.  Es  sieht, 
wie  seine  Mittel  rasch  zu  Ende  gehen;  es  fängt  an  zu  sparen, 
um  das  Ende  hinauszuziehen,  was  ihrer  Erscheinung  nicht  zu- 
gute kommt  und  ihre  Chance  verkleinert.  Durch  die  Tatsache, 
daß  sie  keine  der  Eigenschaften  zeigen  konnte,  die  einen  Film- 
hersteller bewegen  würden,  ihr  eine  besondere  Gelegenheit  zu 
geben,  fleht  sie  um  Hilfe  und  wird  immer  empfindlicher,  weil  die 
Gelegenheit  nicht  kommt.  Entmutigungen  und  Enttäuschungen 
sind  weiterhin  ihr  Los.  Es  kommt  schließlich  der  Moment,  wo 
ihre  pekuniäre  Lage  sie  zwingt,  am  Essen  zu  sparen,  bis  sie  sich 
endlich  in  äußerster  Not  befindet.  Ihr  Stolz  hält  sie  von  der 
Rückkehr  nach  Hause  ab,  denn  sie  will  das  Mißlingen  nicht 
zugeben.  So  ist  sie  von  jeder  Hilfe  verlassen,  bis  ihr  Geld 
zu  Ende  ist.  Das  ist  der  gefährlichste  Punkt  ihres  Versuches. 
Sie  kommt  in  eine  verzweifelte  Gemütsstimmung,  die  sie  zur 
Beute  vieler  Versuchungen  werden  läßt.  Diese  Versuchungen 
sind  in  Hollywood  nicht  größer  als  anderswo,  aber  sie  sind  über- 
all. Es  erfordert  eine  besondere  Charakterstärke,  um  als  Sieger 
aus  dieser  Periode  der  Enttäuschungen  und  Depression  hervor- 
zugehen. Und  unglücklicherweise  ist  es  so,  daß  nicht  nur  eine 
solche  Zeit  überwunden  werden  muß,  sondern  oftmals  wieder- 
kehrend. Unvermeidlich  gibt  es  Wochen  und  Monate,  in 
denen  nur  wenig  produziert  wird  und  die  Nachfrage 
nach  Darstellern  gering  ist.  Es  passiert  immer  wieder,  daß 
die  Mädchen  nach  allen  nutzlosen  Versuchen  stranden,  ohne  zu 
wissen,  wohin  sie  gehen  sollen,  und  oft  ohne  jemanden,  den  sie 
um  Hilfe  angehen  könnten.  Das  ist  die  Strafe  für  die,  die  ihr 
Glück  in  Hollywood  versuchen,  ohne  genügend  ausgerüstet  zu 
sein.  Die  Gefahren  sind  besonders  groß  für  die  Mädchen,  die 
vorher  ein  beschütztes  Leben  führten  und  nun  das  erstemal 
sich  allein  durchkämpfen  müssen.  Das  kann  mit  einem  Unglück 
enden,  das  hängt  von  dem  Mädchen  ab.  Wenn  es  eine  Per- 
sönlichkeit ist,  über  Charakterstärke,  Schönheit  und  alle  übrigen 
zum  Erfolg  notwendigen  Eigenschaften  verfügt,  kann  es  hoch- 
kommen. Aber  auch  dann  ist  die  Chance  nicht  allzu  groß. 
In  einer  so  ungeheuren  Industrie,  wie  der  Filmproduktion,  gehört 
Außergewöhnliches  dazu,  um  ein  Individuum  aus  der  Menge 
herauszusuchen.  Kein  Mädchen  sollte  daran  denken,  es  mit 
diesen  Gefahren  aufzunehmen,  wenn  es  nicht  weiß  —  nicht  denkt, 
sondern  weiß  — ,  daß  es  Befähigung  und  das  Geld  besitzt,  um 
sie  zu   überwinden. 


Jannings  in  der  Komparsengarderobe  in  Hollywood 


Als  zweiter  ,, Querschnittfilm"  erscheint  in  der  Serie 
„Das  Auge  der  Well"  eine  Zusammenstellung  der 
schönsten  Liebesszenen.  Als  Autoren  zeichnen  Dr. 
Kaibus  und  Stanhope  sowie  Martin  Schuster.  Einer 
von  ihnen,  Stanhope,  nimmt  hier  das  Wort. 


Eine  schöne,  mühevolle  Reise  liegt  hinter  uns,  eine  Fahrt 
ohne  Fahrt.  Angetreten  wurde  sie  vor  wenigen  Wochen 
in  einem  der  kleinen,  privaten  Vorführungsräume  der  Ufa. 
Ihr  Ziel  war  ein  Ausflug  in  die  Vergangenheit;  ihre  Rückkehr 
endete  in  der  Gegenwart.  Deutlicher:  Es  gehören  zu  den  Auf- 
gaben des  Querschnittfilms  die  Besichtigung  und  Auswahl  der 
Bildstreifen  aller  Entwicklungsepochen.  Eine  erfreuliche  Arbeit, 
die  durch  ihre  Schwierigkeit,  Unzusammenhängendes  zu  gliedern 
und  zu  einem  inhaltlichen  Ganzen  zu  verschmelzen,  an  Reiz 
gewann 


,,Rund  um  die  Liebe"  ist  der  Name  des  neuen  Films,  der 
eine  Revue  der  schönsten  Liebesszenen  im  deutschen  Licht- 
spiel seit  1910  geben  soll.  Alle  Wege  führen  zur  Liebe:  Bald 
geht  es  hart  und  bitter  zu,  werden  Menschen  gestoßen,  ver- 
irren sich  im  Nebel  und  finden  nicht  mehr  zurück;  bald  geht 
es  glatt  und  sicher,  treffen  wohlgefällige  und  glückliche  Men- 
schen, Vertreter  des  moralischen  Weltgefüges,  zusammen;  bald 
werden  kleine  Unebenheiten  spürbar,  die  aber  nur  vorhanden 
sin-d,  um  vorhanden  zu  sein,  und  das  Paar,  das  sie  beschreitet, 
um  so  sicherer  in  den  Hafen  des  Happy  End  zu  leiten;  bald 
zeigen  die  Wege  heitere  Ausblicke,  lustige  Punkte,  Winkel, 
deren    Bestimmung    von    vornherein    keinen    Zweifel    läßt. 

Unsere  Reise  hat  uns  aus  der  Perspektive  diese  Wege  gezeigt. 
Und  nebenher  noch  mancherlei  mehr:  modische  Entwicklungen, 
Aufblühen  von  Städtebildern  —  beispielsweise  der  Wandel 
Berlins:  Oft  genug  tauchte  der  Potsdamer  Platz  der  Vorkriegs- 
zeit auf  mit  seinen  ,, Sechseromnibussen",  seltsamen  Auto- 
droschken   und    vorsintflutlichen     Straßenbahnen,    die    wie    ehr- 


Szenen  mit:  Lydia  Potechina  und  Max  Giilstorff,  Mady  Christians,  Emil 
Jannings  und  Lya  de  Puiti  (Variete),  LH  Dagover  (Chronik  von  Grieshuus)^ 
Reinhold    Schünzel    und   Valery    Boothby    (Adam    und   Eva),    Pola    Negri 


I'holo-Montage  aus   Szenen  des   Quersclmiltfilnis  ..Rund   um  die  Liebe"    mit   Jannings,  Ycelle  Cuilbeil.  l'uUi 
Ncgri.  Lya  de  Putti.    Wladimir   Gaidarow.   Camilla   Hörn,    Göftta   Ekman.    Paul   Richter     Margarethe   Schön. 


würdige  Matronen  wirken,  und  vieles  dieser  Art.  —  Auch  der 
Wandel  der  Dekorationskünste,  der  Regie?uffassung  und  Dar- 
stellungsweise wurde  offenbar  (Proben  waren  bereits  im  ersten 
Querschnittfilm  ,,Henny  Porten"  zu  sehen).  Meiningcrhaft  ver- 
zerrtes Mienenspiel,  Händeringen  und  heftiges  Busenwogen  kenn- 
zeichnet die  Marlitt-Epoche  des  Films  vor  1918.  Naturalistische 
Detailschilderung,  fast  die  Grenzen  des  Kunstwillens  über 
schreitend,  ist  ein  Dokument  der  Zeitgeschichte  nach  den  Entbeh- 
rungsjahren des  Krieges.  Prunkentfaltung,  Neigung  zur  Ge- 
schichte und  ihren  leuchtenden  Beispielen  folgen  in  den  Inflations- 
tagen; gleichzeitig  zeigt  sich  schon  tieferer  Ernst  und  der  Wille, 
den  verfilmten  Stoff,  seine  Bearbeitung  und  Darstellung  zu  ver- 
tiefen. Die  Zeit  wird  gelöster,  freier,  natürlicher  und  mit  ihr  der 
Film.  Alles  Gekünstelte  ist  abgefallen.  Die  Menschen  auf  der 
Leinwand  sind  von  Fleisch  und  Blut,  genau  so  wie  wir,  und 
wenn  sie  schlecht  gespielt  werden,  dann  sind  sie's  nocii  genauer. 

Steinchen  um  Steinchen  haben  wir  auf  dieser  Reise  aufgelesen 
für  das  Mosaik,  das  den  Titel  ,,Rund  um  die  Liebe"  tragen  soll. 
Ein  Spiegel  der  Zeit  ist  im  Entstehen  begriffen.  Um  die  Vorstel- 
lung dessen,  was  wir  wollen,  zu  umreißen,  sei  hier  eine  Szene 
als  Beispiel  angeführt:  In  kurzen  aneinandergereihten  Bildern 
werden  wir  Zeuge,  wie  Jcanne  Becus-Quantiny  von  einer  Um- 
armung in  die  andere  taumelt.  Karriere  macht,  bis  sie  sich 
endlich  als  Madame  Dubarry  an  der  Seite  Louis  XV.  und  als 
mächtigste  Frau  Frankreichs  wiederfindet.  Im  Lubitsch-Film, 
den  wir  benutzten,  entwickelt  sich  der  Werdegang  in  fünf  Akten; 
der  Querschnitlfilm    zeigt    ihn    in   wenigen   Minuten. 

Neben  Raffungen  dieser  Art  werden  Gegenüberstellungen  der 
verschiedenen  Temperamente,  die  die  gleiche  Rolle  verkörperten, 
zu  sehen  sein;  daneben  versucht  der  Film  den  Wandel  des  Ge- 
schmacks, was  den  Frauentyp  angeht,  zu  dokumentieren.  Kurzum: 
der  Film   ist  eine  Revue   der  schönsten   filmischen   Liebesszenen. 


Szenen  mit;  Hcnny  Porten 
und  Emil  Jannings,  Mona 
Maris  und  Curt  Bois,  Elisa- 
beth Bergner  und  Conrad 
Veidt.JcnnyJugo  and  Harry 
Halm.  Dita  Parlo  und  Willy 
Fritsch  p/wt.  Ufa 


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In  dem  groUtn  Waterloo-Film,  der 
jetzt  in  den  deutschen  Lichtspiel- 
häusern gczeisjt  wird,  dominiert  die 
Heldengestalt  Blüchers,  von  Otto  Ge- 
bühr aus.s^ezcichnet  verkörpert.  Neben 
ihm  und  um  ihn  herum  stehen  histo- 
rische und  frei  erfundene  Persönlich- 
keiten in  buntem  Reigen.  Am  popu- 
lärsten ist  neben  dem  englischen 
Heerführer  Wellington,  vor  allem 
Gneisenau,  der  j^roße  Generalstabs- 
chef. 

Frei  erfunden  ist  die  Figur  des  Blü- 
cherschen    Adjutanten,     der     mit     der 
Gräfin    Tarnowska,    einer    französischen     Spionin, 
flirtet,    während   sein   Herz    tatsächlich   der   kleinen 
Riekc   «Jehört,   die    unser  Bild    hier   zeigt.     Mit   der 
Gestalt  Blüchers   schafft  Otto   Gebühr   erneut   eine 
vollendete     Reproduktion     geschichtlicher     Persön- 
lichkeiten.    Den  Gneisenau  spielt  Fritz  Ulmer,  wie 
I  man  sagt,   auch   in   einer   gewissen    Porträtähnlich- 
keit.    Oscar  Marion  und  Betty  Bird  bemühen  sich 
erfolgreich  um  das  Liebespaar.     Marion  zeigt  nicht 
nur  sein  schauspielerisches  Können,  sondern  über- 
rascht auch  durch  seine  kühnen  Rciterkunststück- 
chen,    die    besonders    gegen    Schluß   des   Films    bei^ 
der       Vcriolgungsszenc       imponierend       auffallen.^ 
,,Waterloo"  ist  nicht  nur  ein  Erfolg  für  die  Emelkai| 
sondern  auch   für  Karl   Grüne,  den  Spielleiter,  deifq 
aus    seinen    Darstellern    alles    herausholt,    was    iit:; 
ihnen   steckt. 


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,  ■•■■%  '     Der  Wildwcst- 
/'     film    nähcrl     sich 
^  dem       Höhepunkt. 
Die  Postkutsche   rast 
mit       der      MiUiüncn- 
erbin  durch    die   Prärie, 
um  sie  vor  den  Tramps 
in   Sicherheit   zu    brin- 
gen.    Die    wilde    Jagd 
geht    jetzt    am     Rande 
eines  reißenden  Baches 
entlang.      Da  —   plötz- 
lich —  wo  das  rettende 
'"^       C^'   ,     if    ^  Blockhaus  schon  winkt 

bricht^ie  Deicjisel,     Der  Kutscher  wird  vom  Bock 

geschleud^l,  die  'Pferde  gehen  durch,  während  der 
Kutschwä^gen  in  den  schäumenden  Wasserfall  stürzt. 
Verzweife|i -kämpft  das  schöne  Mädchen  gegen  die 
Flut.  Da  naht  der  Retter,  der  sich  qm  Lasso  zu  ihr 
herabläßt  und  sie  in  seinen  starken  Arm  nimmt.  Und 
gerührt  betrachtet  der  Zuschauer  den' Happy-end-Kuli 
in  einer   Großaufnahme.   — 

Solche  Szenen  geben  dem  amerikanischen  Film  das 
stürmische  Schlußtempo,  das  über  manche  Breiten 
des  Eingangs  hinweghilft.  Wenn  die  Hauptdarstellerin 
sich  vom  Ozeandampfer  ins  Meer  stürzt  und  die 
Brandung  vor  der  einsamen  Insel  durchschwimmt,  aut 
der  ihr  Geliebter  verbannt  lebt,  wenn  sie  vom  scheu 
gewordenen  Pferde  durch  die  Straßen  geschleift  wird. 


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wenn  sie  von  der  zerbrechenden  Brücke  mit  dem 
Auto  in  die  Schlucht  sinkt,  wenn  sie  sich  aus  dein 
brennenden  Gebäude  im  -Augenblick  vor  dem  Zu- 
sammensturz retten  kann,  so  stockt  dem  Zuschauei 
der  Atem,  und  er  bewundert  den  Mul  der  Schau- 
spielerinnen, solchen  Katastrophenaufnahmen  ge- 
wachsen zu  sein. 

Madgc  Beiami,  Norma  Shearer,  Dolores  Coslello. 
Mary  Philbin,  Jane  Winton,  Priscilla  Dean  —  sie 
alle  flößen  dem  Zuschauer  Mitleid  in  solchen  Szenen 
ein  —  und  doch  ist  es  immer  June  Ford,  die  in 
diesen  Situationen   für   sie   eintritt. 

June  Ford,  das  furchtlose  Mädchen,  wird  in 
Hollywood  die  Königin  der  Doubles  genannt.  Jeder 
Star  hat  eine  Double,  eine  Komparsin,  die  ihm 
etwas  ähnelt,  zum  mindesten  dieselbe  Gestalt  zeigt, 
so  daß  sich  bei  gleichei'  Kleidung  in  gewisser  Ent- 
fernung eine  Ähnlichkeil  herauslesen  läßt,  in  den 
Szenen,  die,  mit  dem  Leben  spielen,  muß  natürlich 
eine  Artistin  eintreten,  denn  eine  Schauspielerin 
ist  nicht  imstande,  die  gefährliche  Aufgabe  durch- 
zuführen. Der  hilm  verlangt  von  seinen  Darstellern 
viel  mehr  als  eine  andere  Kunst.  Sie  müssen  nicht 
nur  künstlerisch  ihrer  Aufgabe  gewachsen  sein,  nicht 
nur  Gefühle  in  plastische  Gebärden  umsetzen  kön- 
nen, sondern  auch  körperlich  ein  so  vollendetes 
Training  besitzen,  daß  sie  allen  Anforderungen  ge- 
wachsen sind,  die  der  Film  stellt.  Das  gilt  nicht 
nur  von  den  Mitwirkenden  in  Sensalionsfilmen,  soii- 


June  Ford  in   einem  Tom 
Mix- Film         Plwl.  Fox 


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dein  auch  von  den  Schauspielern  der  Spielfihne.  Das 
Bühnenstück  verle<>t  anstrenf>ende  körperliche  Bewejjun- 
}5en  in  den  Zwischenakt.  Wenn  eine  Schauspielerin  im 
Keitdreß  die  Bühne  betritt   und  erklärt,  daß  sie  eben  vom 

MorjJenritt  komme,  so  er- 
«Jänzt  sich  der  Zuschauer 
)5ern  die  Situation  im  Geiste. 
Im  Film  wünscht  er  sie  mit 
Kccht  zu  sehen,  und  er  ver- 
lanjJt  nicht  allein  ein  Ianj5- 
sames  Spazierenreiten,  son- 
dern einen  PariOrceritt. 
Vilma  Banky  verdankt  ihre 
Beliebtheit  nicht  allein  ihrer 
Sch(»nheit  und  Darslcllunj>s- 
kunsl,  sie  ist  auch  ebenso 
;4ut  zu  Pferde.  Natürlich 
gibt  es  auch  für  die  trai- 
nierteste Schauspielerin  — 
wenn  man  ,  von  der  un- 
erschrockenen Anna  Qu. 
Nüssen  absieht  —  eine 
Grenze,  an  der  ihre  TiitijJ- 
keit  enden  muß,  weil  ein 
Unfall  des  Stars  die  Weiter- 
führiin^  der  Aufnahmen  ge- 
fährden würde.  In  dei'  Ke- 
gel werden  die  Sensalions- 
szencn  erst  dann  gedreht, 
wenn  alle  übrigen  bereits 
fertiggestellt  sind,  so  daß 
Umbesetzungen  einer  Holle 
wegen  eines  Unglücksfalles 
nicht  mehr  zu  fürchten  sind. 
Uenn       die      Großaufnahmen 


werden     natürlich     mit     dem     eigentlichen     Star     gedreht. 
nur  in  den  Weiteinstellungcn    tritt   June  Ford  ein. 

Dieses  furchtlose  Mädchen  ist  eine  frühere  Zirkus- 
artistin,  der  kein  Wagnis  zu  gefährlich  ist.  Natürlich 
schwebt  sie  ständig  in  Lebensgefahr,  aber  sie  hat  sich 
ihren  ursprünglichen  Optimismus  nicht  rauben  lassen,  und 
sie    plaudert    gern   von    ihren   Erlebnissen. 

,,In  dem  Scnsationsfilm  , Vampire  der  Rennbahn",  plau- 
dert June  Ford,  ,,war  mir  die  Aufgabe  zugefallen,  aus 
dem  zweiten  Stockwerk  des  brennenden  Hauses  in  ein 
Sprungtuch  zu  stürzen.  Das  war  keineswegs  schwierig, 
und  ich  lief,  wie  man  mir  befohlen  hatte,  auf  dem  Balkon 
mit  verzweifelten  Gebärden  umher,  damit  das  l^ild  sehr 
echt  aussehen  sollte.  Das  Signal  zum  Sprung  sollte  ein 
Startschuß  sein,  aber  es  kam  nicht  dazu,  weil  der  Hilfs- 
regisseur den  Ereignissen  ins  Werk  pfuschte.  Er  hatte 
sich  ausgemalt,  wie  hübsch  es  sich  im  Bilde  darstellen 
würde,  wenn  der  Bau  kurz  nach  meinem  Sprung  in  sich 
zusammensinke,  und  dazu  eine  Ladung  Pulver  im  Erd- 
geschoß anbringen  lassen.  Nun  fraß  sich  das  Feuer 
schneller  durch  die  Zündschnur,  als  vorgesehen  war. 
Während  ich  noch  mit  verzweifelten  Gebärden  auf  dem 
Balkon  schrie,  explodierte  das  Pulver,  Kaum  verspürte 
ich  den  Stoß,  als  ich  mich  schon  mit  einem  verzweifelten 
Salto  weit  nach  vorn  in  die  Luft  warf,  um  nicht  von  den 
brechenden  Balken  getroffen  zu  werden,  und  das  Sprung- 
tuch nur  an  der  äußersten  Kante  streifte.  Ich  erlitt  eine 
Verstauchung  heider  Beine,  aber  schlimnier  war,  daß  man 
von  der  Szene  wenig  brauchen  konnte,  weil  mein  Salto, 
der  in  Todesangst  erfolgte,  vollkommen  unnatürlich  aus- 
sah. Man  hat  freilich  diese  effektvolle  Szene  einfach  in 
einen  anderen  Film  hineingeschnitten,  in  einen  Zirküsfilm, 
dessen  Heldin  eine  Akrobatin  war,  der  man  einen  Salto 
aus  brennendem    Hause   schon    eher   zutraut. 


1 


üben:  June  Ford.     Union:   Die  Explosion  c/cs  Hauses  erfolgt  eine  Minute  zu  früh       I'Iuh.  I ,n 


^^saasaäatmmfeämaoBsßj  , 


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i     Eins,  zwei,   drei!  .  .  ,  Der  Bauer  mäht  (sät)  /  So  lang,  so  lang  die  Welt  besteht.  /  Der  Mensch  vergeht  mit  Wort  und  Tat,  /  Es 
bleibt  die  Erde  und  die  Saat.  /  Eins,  zwei,  drei,  ja,  eins,  zwei,  drei!  /  Auch  dieser  Sommer  geht  vorbei,  ja!  /  Eins,  zwei,  drei! 

Aus  dem  Ufafilm  ..Ungarisctie  Rhapsodie" 


FRAGEN 


y; 


die  uns  erv&wht^rt 


Da  staunt  der  Fachmann 


Von   Lörrach    bis    nach   Krolosclun 
Heut'    Blicke    vor    der    Leinwand    t>lühn: 
Briliitte    an    der    Knatter    Brausen 
Bcselii^t    Wc'4'ners     Shylock-Grausen; 
Herbert    aus    Gleiwilz    schreibt    i>ar    kühne 
'nen  Film  für  Holt,   die   E^elyne,   — 
So    ist's   im    ..Mayazin"    zu    lesen   .  .  . 
Dem    lausend    junye    A^enschcnw  esen 
Raketcnfeurii5   Fra<4en   st2llen. 
Wem   sollte   da    das   Herz    nicht    schwellen' 

Seit    Valentino    jäh    verblichen, 

Hat    Fritsch    des   Toten    Ruhm    erschlichen 

Mit    ,, Walzertraum"    und    ,, Rhapsodie" 

.  .  .  Darf  man  dich    fragen.   Willyly??? 

Wie  jun<^?     Wo  stand  die  Star(cn)- Wiesle?  — 

Oh,    daß  ich    gleich   die   Kränke   kriege, 

Nicht    Hollywood,    ei    Potz    und    Blitz, 

Nein:    Willy    stammt    aus    Kattouilz! 

Gibt    AutofiTamme    mit    Entzücken, 

Tat    wie    S,  M.   die    Welt    bciilücken 

Am    siebnundzwanjj'stcn    Januar  .  .  . 

Sein   Alter?   —  Fritsch    bleibt   jun«,   's   ist    klar' 

,  .  .  ,, Warum    denn    ist    Ramon    Novarro 
Kein  Deutscher?"   —   (Wie   der  liebe   Hano, 
Herr   Dieterlc)    —   so   K^ht    in   Bochum 
,,Zwei    deutschen    Mädels"    dies   im   Kopf    rum. 
Novarro,    der    Karl-Heinz   der    Ufa, 
Zuckrig     wie    ein    Kartoffelpuffa, 
Geliebt,    umschwärmt,    begehrt,    erkoren, 
Den   Feuerblicke    traut    durchbohren!!! 
In  Badens  Hauptstadt  ,,rast"  ein  Maidle 
Nach    ihm;    er    ist    dein   Augenweidle: 
,, Filmfreundin   Gretchen   aus   Berlin"   .  .   . 
Du    schickst    ihm    rote    Nelken    hin. 


..Dolores   lebt!'       -    Auch    Carmen-Blicke, 
Sic    schmerzen   in    der   Lampen    Tücke,   — 
Erfährt   H.   R.   in    Bielefeld. 
Und    für    ihr    ganzes    Taschengeld 
Wird    Deutschlands    liebe    Henny    Porten 
Aus    Gütersloh    Rosen,    nicht    Torten 
Zum    Wiegenfest    am    s  ebten    Ersten 
Empfangen    froh!  \\ao    Asta   bersten. 

,, Filmfreund    aus    Kreuzburg"    fragt    nach    Dita, 

Der    holden   Parlo   —   nämlich   die    da 

Im    Pommer-Film    spielt    die    Geliebte. 

...  Ob    dies    Carola    S.    betrübte. 

Daf5    man    Maria    Paudlers    Wagen 

Nicht    kann    nach    seiner    Nummer    fragen?   . '.  , 

Frau   ."^lara-Zelnik    hieß   mal   Lissy; 

In    Friedenau    ist    ganz    gewiß    die 

Johanna    R.    nicht    gerade    böse.   — 

Indes  H.  P.  aus  Köln  nervöse 

Das  Maß  \  on   Conrad  Veidt  vermißt  .  .  . 

Was  das  auch   für  ein  Wunsch  schon  ist, 

S.    123   S.'s   Begehren: 

.   .   ,  daß    Gerda    Maurus    ihm    verehren 

Ein  Haar  von  ihrem  Schöpfe  sollt'  .  .  . 

—   —    Wein    war   vordem   der    Minne    Sold. 

So    werden    diese    Magazine 

Zur    Wunsch-,    zur    Schau-,    zur    Huld'gungsbühne, 

Zur   Börse,   die    mit   Autogrammen 

Der    Nachwelt    rettet    jene    Namen, 

.  .  .   Und    blinkt    der    Mond    ins    Beliehen    schon: 

Vom   Film   —    wie    träumen   sie    davon, 

Gisela,   Elfi.    Ellinor, 

Der    Stars    berauschter    Jubelchor. 

Spcctator  in  der  ..Obcrschlcsischcn 
\olkssliminc".  Gleiwilz 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


Fortsftiung 


Ein  entsetzlicher  Gedanke  war  plötzlich  in  ihm  wachgeworden. 

Wenn  er  nicht  auf  der  Stelle  tot  war,  wenn  er  vielleicht 
verstümmelt  mit  gebrochenem  Rückgrat  in  ein  Krankenhaus  ge- 
schafft wurde,  um  nach  aller  Qual  dieser  Nacht  zu  einem  neuen 
Leben  zu  erwachen? 

Mit  einem  raschen  Blick  maß  er  die  Entfernung  bis  zu  seiner 
Schicksalsstätte. 

Fünfhundert,   nein,   sechshundert   Meter. 

Ein  Druck  auf  den  An- 
lasser, der  Motor  sprang 
an,  der  offene  Auspuff 
trommelte  wie  ein  Schnell- 
feuergcschütz 

Jetzt  war  ihm  die  Un- 
terführung so  nahe,  daf3  er 
jeden  einzelnen  Quader 
deutlich  unterscheiden 

konnte. 

Ein  Ruck  am  Steuer  — 
und   alles   war  vorbei. 

Doch  die  Hände  waren 
ihm   wie  gelähmt. 

Für  den  Bruchteil  einer 
Sekunde  klang  ihm  der 
Widerhall  der  Steinwöl- 
bung dröhnend   im  Ohr. 

Dann  flimmerten  die 
Sterne   wieder   über  ihm. 

Er  hatte  nicht  den  Mut 
besessen,  das  Letzte  zu 
wagen. 

Langsam  fuhr  er  durch 
den  Viadukt  zurück  und 
stieg  dann  am  Rande  der 
Lichtung  aus  dem  Wagen. 
Ein  verzweifeltes,  schmerz- 
haftes Weinen  quoll  leise 
in  ihm  auf,  der  SchweiÜ 
perlte  ihm  in  großen  Trop- 
fen  auf   der   Stirn. 

Ihm  war's  auf  einmal,  als 
müsse  sich  eine  Hand  auf 
seine  Schulter  legen  und 
eine  Stimme  tröstend  zu 
ihm  sprechen: 

„Ich  erlöse  dich,  ich 
weiß  einen  anderen  Aus- 
weg." 

In  zitternder  Hoffnung 
hielt  er  den.  Atem  an. 

Doch  das  Wunder  kam  nicht  vom  Himmel  herab. 

Namenlos    verlassen    war    er    allein    auf    der    einsamen    Straße. 

Mit  einem  unterdrückten  Stöhnen  barg  er  den  Kopf  in  beiden 
Händen. 

War  denn  das  Sterben  wirklich  so  schwer,  auch  wenn  es  der 
einzige  Ausweg  aus  einem  verlorenen  Leben  war? 

Wie  hatte  er  einst  geglaubt,  sein  Leben  meistern  zu  können! 
Und  sollte  nun  hier  verenden  zwischen  Gestrüpp  und  Gesträuch, 
wie  ein  Tier,  das  man  anderen  Morgens  vom  Wege  auflas  und 
verscharrte! 

Ein  kleines,  unendlich  trauriges  Motiv  aus  einer  Beethoven- 
schen  Symphonie  kam  ihm  unwillkürlich  in  den  Sinn,  daß  er 
für  Augenblicke  seine  ganze  Umwelt  vergaß  und  nur  Evelyns 
süßes,  weiches  Gesicht  wie  in  einem  wachen  Traum  vor  sich  sah. 

So  saß  er  lange  an  der  Grenzscheide  zweier  Welten,  versteint 
zwischen  Entschluß  und  Tat,  und  starrte  zu  dem  Zyklopenbau 
des  Viaduktes  hinüber,  wie  ein  Verurteilter  zur  Guillotine  blickt. 


Normo  Talmadge  und  Gilbert  Roland 


Der   Nachtwind   spielte   in   seinem   verwühlten  Haar. 

Über  dem  Wiesengrund   begannen   die   ersten  Nebel   zu  brauen. 

Dahinter  der  Wald,   schwarzdunkel,   tief,  geheimnisvoll. 

Und  dann  auf  einmal  brachen  alle  Dämme  der  Vernunft,  des 
Widerstandes  in  ihm  zusammen,  und  das  Verlangen  nach  einem 
leisesten  Hauch  der  unselig  geliebten  Frau,  um  die  allein  er  all 
das   Furchtbare  ertrug,  wuchs  ins   Namenlose. 

Seine    Schläfen    hämmerten,    sein    ganzes    Denken    loderte    in 

einem  Aufschrei  seines 
fiebernden  Blutes  wie  in 
einem  verworrenen,  wahn- 
sinnigen   Gebet. 

Er  mußte  Evelyn  heute 
nacht  noch  einmal  sehen, 
ihren  jungheißen  Körper 
noch  einmal  in  seinen  Ar- 
men halten  und  das  süße 
Feuer  eines  letzten  atem- 
losen Kusses  von  .ren  ge- 
liebten   Lippen    trinken. 

Niemand  sollte  dem  Tod- 
geweihten wehren,  wenn 
er  vor  diesem  entsetz- 
lichen Ende  noch  ein  ein- 
ziges Mal  die  Hand  nach 
dem  Reif  seines  einstigen 
Glückes    erhob. 

Zwei,  drei  Minuten  da- 
nach hämmerte  der  Motor 
wieder  durch  den  stil'<»n 
Wald. 

Ein  dröhnendes  Zittern 
bebte  durch  den  stähler- 
nen Leib  des  schlanken 
Wagens,  der  wie  ein  rol- 
lendes Panzerschiff  die 
blaue  Mondnacht  durch- 
schnitt. 

In  geisterhafter  Schnelle 
zog  rechts  und  links  die 
Kulisse  des  hohen  Forstes 
vorbei. 

Die  riesigen  Bauten  der 
Filmstadt  von  Neubabels- 
berg wuchsen  in  märchen- 
haften Linien  in  die  kri- 
stallene Klarheit  des  Him- 
mels. 

Dann  trat  der  Wald  wie- 
der dicht  an  die  Straße  heran,  die  unter  den  Flammenkeilen  der 
Scheinwerfer  wie  ein  breites,  flackerndes  Band  unablässig  vor 
den  rasenden   Rädern  einherfloh. 

Der  Wind  floß  mit  einem  scharfen,  singenden  Ton  um  die 
Metallhaube  des  Kühlers  und  schlug  dem  nächtlichen  Fahrer  zu- 
weilen mit  solcher  Gewalt  ins  Gesicht,  daß  er  ihm  fast  den  Atem 
vom  Munde  riß. 

Doch  er  achtete  all    dessen   nicht. 

Das  Herz  weitete  sich  ihm  im  Rausch  der  Gefahr,  daß  ihm 
die  ganze  Welt  auf  einmal  wie  eine  große  Einsamkeit  erschien, 
in  der  nur  das  Lied  seiner  Sehnsucht  klang  zu  den  Trommel- 
wirbeln der  pfeilgeschwinden  Maschine. 

In  kaum  einer  Viertelstunde  war  er  so  bis  nach  Wannsee 
gelangt. 

Er  lenkte  den  Wagen  in  die  Königstraße  hinein  und  hielt 
dann  am  Eingang  der  Seestraße  vor  der  Villa  Karr. 

Ein  verspätetes  Auto  kam  von  Potsdam  herauf  und  verscl.wand 
über  die  Brücke  in  der  Richtung  des  Sees. 


^U  meiner 

SINGER 

und  deren  Jipparaten 
kann  idi  rmräiQ 
Qntzäckendften 
Kleidungsftücke 
fblbfl  anferh'gen 


Dann  wieder  Stille,  daß  man  die  Turmuhr  vom  Kaiserpavillon 
,i;anz  deutlich  dreimal   schla<;!en   hörte, 

Kurt  sprang  aus  dem  Wagen  und  klinkte  vorsichlif;  die  hohe 
schmiedeeiserne   Gittcrtiir   des    Parkcinj^anfis   auf. 

Sie  war  unverschlossen  und  wich  lautlos  in  den  Anijelii  vor 
ihm   zurück. 

Mit  verhaltenem  Alem  stand  er  ein  paar  Augenblicke  lauschend, 
dann  wandte  er  sich  kurz  entschlossen  tiefer  in  den  Park,  in 
dem  der  Rausch  des  vollen  Mondes  webte. 

In  einem  breiten  Silberstrom  floß  er  über  die  nächtlichen  Wege 
und    überblaute   die   prunkvolle   Fassade   der   Villa   Karr,   die   hin 
und     wieder    wie    ein    weißes    Märchenschloß    zwischen    düsteren 
Baumßruppcn     her- 
vortrat. 

Kein  mensch- 

liches Wesen  war 
weit  und  breit  zu 
erblicken,  nur  ein 
Wehr  rauschte  be- 
ständig und  eintö- 
nig, und  aus  der 
Ferne  klang  ge- 
dämpftes Hunde- 
gebell. 

Dann  stand  er 
am  Rande  einer 
kleinen  Lichtung  in 
der  Deckung  einer 
alten  Weimuts- 

kiefer. 

Das  ganze  Haus 
lag  in  Dunkel  und 
Schweigen;  nur  aus 
einem  halboffenen 
Fenster  des  Erd- 
geschosses fiel  ein 
breiter  Lichtkegel 
auf  eine  dichte  Ge- 
büschgruppe,    die  in 

dunkclmassigen 
Umrissen,  einem 
kauernden  Raub- 
tier gleich,  das  Ra- 
senrund des  Vor- 
platzes gegen  die 
große  Zufahrtstraße 
abgrenzte. 

Mit  leisen,  kat- 
zenartigen Schrit- 
ten, die  \erräteri- 
schen  Kieswege 

sorgfältig  meidend, 
schlich  sich  Kurt 
ganz  dicht  zum 
Hause  heran  und 
lauschte. 

Doch  nichts  regte 
sich. 

Es  war  so  still, 
daß  er  seinen  eige- 
nen Herzschlag  zu 
hören    meinte. 

Nur  der  Nacht- 
wind Tührte  zuwei- 
len leise  an  den 
üppigen  Holundcr- 
büsclien,    aus  denen 

ein    süßes    Gedüft    wie    eine    Opfcrgabc    des    Frühlings    zum    Him- 
mel emporstieg. 

Was  nun? 

Sollte  er  es  wirklich  wagen,  wie  ein  Dieb  in  der  Nasht  in  ein 
ihm  völlig  unbekanntes   Haus   einzudringen? 

Auf  einmal  fiel  ihm  der  Wahnwitz  seines  Unterfangens  mit 
Zentnerschwrere  auf  die  Seele,  so  daß  er  selbst  nicht  begriff,  wie 
er  überhaupt  auf  den  Gedanken  dieser  abenteuerlichen  Fahrt 
nach   Wt.nnsee   gekommen   war. 

Unwillkürlich  trat  er  wieder  in  das  schützende  Dunkel  der 
Allee  zurück  und   ließ  sich   hier  auf  einer   Bank  nieder. 


Jetzt  erst,  da  er  saß,  empfand  er,  wie  grenzenlos  erschöpft 
er  war,  wie  ihm  seine  Nerven  in  diesem  völfigen  seelischen  Zu- 
sammenbruch den   Dienst   versagten. 

Die  Arme  waren  ihm  taub  und  schwer,  daß  er  sie  kaum  zu 
heben  vermochte. 

Und  plötzlich  stand  er  wieder  auf  den  Füßen  und  schritt  in 
einem  unbegreiflichen,  unabwehrbaren  Zwange  von  neuem  auf 
das  helle  Fenster  zu,  dessen  fahlgelbes  Licht  ihn  wie  mit  magi- 
scher Gewalt   anzog. 

Mit  nachtwandlerischer  Sicherheit  kletterte  er  an  dem  dichten 
Weinspalier  der  Hauswand  in  die  Höhe  und  stieß  beide  Fenster- 
flügel  weit   zurück. 

Der  Blick  in  ein 
üppiges  Schlafzim- 
mer ward   frei. 

In  dem  breiten 
französischen  Bett 
lag  regungslos  eine 
männliche  Gestalt. 
Ein  großer  Blut- 
fleck zeichnete  sich 
auf  dem  blütenwei- 
ßen  Frackhemd  ab. 

Karr! 

Kurt  schob  die 
Knie  über  den  Fen- 
stersims und  stand 
dann  ganz  im  Zim- 
mer, 

-  Das  Licht  der 
Bettlampe  zitterte 
über  dem  verzerr- 
ten, wachsgelbcn 
Gesicht  eines  To- 
ten. 


KOSTENLOSE  ANLEITUNG 

im  Jsfafwn,  SHckon  und  Stopfbn 

löwie  in  dor^Ö-fandhabimg  derSpparate 
mild  bereitwillig ß  in  Jedem  SingerJhden  erbilt 

SINGER  NÄHMASGIINEN  AKTIENGESELLSCHÄfT 


Der  reciile  Arm 
war  über  den  Belt- 
rand  herabgeglil- 
ten,  ein  Revolver 
lag  daneben  auf 
dem    Fußboden. 

Kurt  hob  ihn  auf 
und  schaute  ihn 
mit  leeren  Augen 
an. 

Der  Anblick  der 
kleinen  Waffe  zer- 
riß für  einen  flüch- 
tigen Augenblick 
den  Vorhang  vor 
seinem  Bewußtsein. 
Doch  schon  ran- 
nen wieder  andere 
Gedanken  über 

seine  Seele,  die 
ihm  fremd  und  rät- 
selhaft waren  und 
allmählich  zu  einer 
Kette  wuchsen, 

die  ohne  Ende  lief. 
Er  wußte  auf  einmal  nicht  mehr,  wo  er  war,  was  ihn  in  dieses 
Haus   geführt   hatte. 

Die  Zeit  verfloß  ineinander,  und  die  Räume  verschoben  sich  um 
ihn  her  und  versanken. 
So  verharrte  er  lange  in  dumpfer  Betäubung. 
In  seinem   Kopf  ging  es  bald  wie  ein  Brausen  von  Gießbächen, 
bald  wie  ein  Klappern  eiliger  Hufe. 

Mit  einer  achtlosen  Bewegung  schob  er  endlich  den  Revolver 
in  seine  Jackettasche  und  schwang  sich  wieder  zum  Fenster 
hinaus,  ging  langsam  und  ruhig  durch  den  schweigenden  Park 
und  stieg  in  sein  Auto. 


Es  dämmerte  schon  sacht. 

Im  Osten  war  ein  zartes  Frühlicht   aufgestanden. 

Eine  Drossel  sang  herzbewegend  in  einem  verwunschenen 
Garten. 

Und  dann  schoß  die  erste  Garbe  rotgoldenen  Sonnenlichts 
empor  und  erfüllte  die  ganze  weite  Morgenwelt  mit  Duft  und 
Glanz. 

Wie  ein  Träumer  fuhr  Kurt  durch  den  wachsenden  Tag. 

Noch  immer  lag  die  grenzenlose  Benommenheit  wie  ein  dunkler 
Mantel  über  seiner  Seele. 

Mit  automatenhafter  Sicherheit  bediente  er  die  Steuerung  des 
Wagens,  gab  Gas  und  schaltete  die  Hebel  um  und  wußte  dabei 
doch  nicht,  was  er  tat  und  warum  er  es  tat. 

Jetzt  zeichnete  sich  ein  schlanker  Kirchturm  in  den  durch- 
sichtigen Ring   des   Horizonts. 

Die  Außenwerke  der  alten  Residenz  Potsdam  öffneten  sich. 

Still  und  vornehm  standen  die  langen,  geraden  Straßenzüge 
in  der  hellichten  Sonne. 

Der  Flieder  blühte  in  den  verschlafenen  Gärten,  tiefblau, 
violett  und  weiß,  überflammt  von  den  gelben  Seidenfahnen  des 
Goldregens. 

Wie  eine  funkelnde  Schale  wölbte  sich  der  hohe  Frühlings- 
himmel vom  Pfingstberg  zum  Brauhausberg  hinüber. 

Das  Glockenspiel  der  Garnisonkirche  sang  sein  ehrwürdiges 
Lied. 

Dann  wieder  Felder  mit  junger  Saat,  reife  Wiesen  mit 
trägem  Vieh, 

Blaue  Seen  und  heißdurchsonnter   Nadelwald.   —  — 

Nach  vielen  Stunden  hielt  er  endlich  in  einem  verlassenen 
Dorfkrug  eine  kurze  Rast. 

Der  Wirt,  ein  graubärtiger  Aller,  mit  einem  verwitterten 
Gnomengesicht,  brachte  ihm  ein  Glas  Milch  und  versuchte  ein 
ländliches  Gespräch. 


Doch  Kurt  gab  ihm  nur  ganz  einsilbige  Antworten  und  starrte 
aus  blicklosen  Augen  in  die  sonnige  Weile. 

Der  Riß  in  seinem  Bewußtsein  hatte  sich  allmählich  zu  einer 
unüberbrückbaren  Kluft  vertieft,  daß  er  sich  auch  der  letzten 
Beziehungen  zu  seinem  einstigen  Sein  und  Ich  entrückt  fühlte 
und  wie  in  einer  brennenden  Wirrnis  lebte,  in  der  all  seine 
Gedanken  einmündeten  und  vergingen.  — ■  — 

Am  späten  Nachmittag  saß  er  endlich  wieder  im  Aulo  und 
strebte  von  neuem  der  unbekannten,   sehnsüchtigen   Ferne  zu. 

Er  halle  bereits  die  höchste  Geschwindigkeit  eingeschaltet  und 
jagte  mit  achtzig  Kilometer  durch  die  fliehende  Ebene,  doch 
noch  immer  erschien  ihm  die  Art  seiner  Fortbewegung  wie  ein 
Schneckentempo. 

Der  Abend   war  unterdes  langsam   hereingesunken. 

Um  die  alten  Obstbäume  flirrte  das  Licht  der  scheidenden 
.Sonne   wie   gesponnenes,   blauglilzcrndcs   Glas. 

Ein  Dorf   flog  vorbei,  ein   zweites. 

Verzehnfacht  hallte  das  Toben  des  Motors  von  den  Gebäude- 
wänden zurück,  daß  Menschen  und  Tiere  entsetzt  zur  Seite 
flohen. 

Und  immer  noch  wuchs  die  Schnelligkeit  der  tapferen  Ma- 
schine, als  ob  es  einem  Wettlauf  gelte  mit  dem  lockenden  Phan- 
tom der  Ferne,  die  an  jeder  Wegebiegung  immer  weiter  in  die 
flammende    Glut   des   Himmel    hineinwich. 

Jetzt  schwang  sich  die  Chaussee  in  einem  weiten  Bogen  zu 
einem  Walde  hinauf. 

Unwillkürlich  schaute   Kurt   zurück. 

Eine  ungeheure  Staubwolke  stieg  unablässig  aus  der  brausen- 
den Spur  des  Autos  auf  und  legte  einen  Schleier  über  das 
abendliche  Land. 

l'nd  plötzlich  dünkte  es  ihn,  als  forme  sich  aus  den  Airbeln- 
den  Massen  das  graue   Gespenst   eines   zweiten   Wagens. 

Fortsetzung  folgt 


Maria  Corda  ielephoniert  von  Hollywood  nach  Budapest 


l'hot.  Hrst  Saiioiiat 


Xh  'Mt  ^i^ 


Kf(f  ftuidt^  ULIAN  HARVEYaM  7ä0C 


FRAGEN 


die  uns  erre i  cht ert 


Anfragen    erbitten    uir    an     dir    Redaktion    des     „  Ki  1  in -M  a  y  az  i  n  ".      Berlin    SW  68,    Zimmerstr.  3S-41. 
Scherlverlag.     Antwort  er(uli;t  im  „Film-Magaiin".     Die  Einsendunti  von  Rückporto   l>at    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Die  Frasc,  «io  man  zum  Film  i^ommt.  konpcn  wir  im 
einzcln<-ii  nicht  mohr  boanlwdrten.  Wir  empfohlen,  in  sülclicn  Fiillrn 
—  Iicsondcrs  wenn  es  sieh  um  Damen  oder  Herren  handelt,  die  keinerlei 
Vorhildiinp  haben  —  sieh  an  die  Deutsche  Filmselmle  in  München. 
Sonnenstraße,  zu  wenden.  —  Die  Be,«iirj;iinff  >  on  Aiito^^rainnien  erforderi 
in  manchen  Fällen  längere  Zeit;  wir  liitten  nnsere  Loser  deshalb  nni 
Geduld. 

• 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  A  h  I»  f  ,  H  ii  - 
t  o  w  :  Jl.uia  Pandler  und  Jenny 
.Tu(r»  sind  »»  alt.  wie  .'^ie  <;eschätzl 
lial)en.  Maria  I'atidler  ist  (jesehio- 
don.  .lonny  .liij;<)  mit  Enri<'0  Ben- 
fiT  verloht.  Heide  jrelien  Auto- 
^riimmo.  .Jenny  .Iiiku  wurde  am 
II.  .luni  in  AVien  «:el)orcn.  Maria 
rjiiidlor  am  2».  .Itini  in  Tetschen- 
IJcidonliach.  Erich  Kaiser-Titz  ist 
nie  .\l.iurer  Kowosen.  Er  stammte 
aus  einer  allen  .Sehauspiolerfami- 
lle.  I'at,  alias  l'arl  .'^chenström.  war 
früher  Buchbinder  und  „fahrender 
tiosoll',  Luciann  .Vlbortirii  .Marine- 
tiirnlelirer.  Film  hat  nichts  mit 
VermÖKon  /u  tun,  das  Talent  ent- 
scheidet. Aber  zunächst  prüfen  Sie 
sich  <-inmal,  ob  Sie  auch  wirklich 
Talent  h:iben.  Dtinn  wenden  Sic 
sich  am  besten  ilirokt  an  die  Film- 
tfosellschafton. 

.V  s  t  r  i  d  II..  IIa  m  hur«;:  In 
natura  ist  .lohn  (ülbort  bartlos, 
(lar.-i    Bo«    ;;ibt    -VutoRfamme. 

H  a  II II  e  111  aus.  Beut  h  e  n  :  M.i; 
ry  I'iokfiird  ist  mit  ItouRlas  Fair- 
lianks  verheiratet,  l.ya  Mala  niit 
Fric<lrich  Zelnik.  Käthe  von  Xaey 
ist  ueschieden.  Eine  Familienälin- 
lichkoit  zwischen  dem  verstorbe- 
nen Werner  Pittschau  und  simeni 
Brillier  Ernst  besteht.  Erii*l  l'itt- 
sclinii  filmt  auch,  ist  aber  nur  in 
kleineren   Itollen   zu    sehen. 

K  o  b  e  r  t  (i.,  F  r  a  n  k  f  ii  r  t  - 
Main:  .lawolil.  .Mady  Christians 
ist  eine  (trolle  Blumenfreundin.  .sie 
ist  sehr  musikalisch.  Spricht  flie- 
Ueiiit  Eiitrlisch  und  Französisch. 
Treibt  KunstKOschichte.  Ein  Biieli 
über    sie    Ribt    es    nicht. 

P  ii  II  I  T.,  B  0  c  h  11  m  :  Lassen 
Sie  sich  einen  Prospekt  von  der 
Miiiichcner  Film>oliulo  scnilon.  d.anii 
orfahroii  Sie  alles,  was  .Sie  wissen 
iiiiichti'ii.  .Vkiios  Petersen  i>t  mit 
lv;in  Mosjiikln  verheiratet  und  j;ibt 
AiiloKramnie.  Sie  können  :iii  Laura 
l.i  Plante  deutsch  schreiben,  fni- 
Acrsal-Studios,  riiiversal-City,  Ka- 
lifornien. Eine  öffentliche  Besich- 
tiKun^r  der  l'f.i-.VIoliers  in  Xeuba- 
belsber«-  findi't  nur  in  Aiisti.ibiiie- 
fällon    statt. 

H.  B..  B  r  o  s  I  a  u  : 
die  Sznieiibilder  stets 
haltsaiiitabon  vom 
Filmkiiricr  Berlin  W 
StraUo  .17.  Vielleicht 
sich  auch  einmal  .-iii 
aiiilrinenstr.'ifie    IJd. 

W  alter    S.,    B  e 
weiterseleitef. 

Fritz  B  r.,  Mannheim:  Kino-i.i'i,lli;liler  sind 
Am  besten.  Mo  wenden  sich  in  Ihrer  \  .li.-loKenheit 
ableiliinKen   der  FilmKosell-cb.ifioii. 

A  e  n  n  o    B.    .•!  ii  s    L  ii  d  w  i  };■  >  h  ;i  f  e  n  :      Ifjo    Sviii 
Berlin    und    ist    durch    Stiaiiss-rilm.    Berlin    .'sU     in. 
erreichen.     Charles   Farreils  Aiiscjuilt:    Mol    \\ Csior 

W  alte  r    C>.     in    B  r  ;i  ni  b  .i  ii  c  r  -  I.  ü  n  <■  n  : 
keine    BatschläKO    Kcben    zu    können,    wie    mau 
.Sie  Filmschausploler   werden    widleii.   niüssi'u 
Schäften    uiiniiltelb:ir   in    Verbiiidun»;'   setzen. 

C  h  a  r  I  o  1 1  e   C.   B  r  a  ii  n  s  c  h  w  c  i  ;;  :   Eine  .\iiierik:in( 
Stiefel,    die  im  dciitsohen   Film  lätifr  sein   soll 
Thomson   ist   unseres    Wissens    verheiratet. 

Herbert  (!.,  Bremen:  Die  «ow  ünschton  Filmbücher  erhalten  Sie 
durch  den  M.ix  .Mattisson-VerhiK.  .Adrossi-  nii  anderer  stelle.  ..Dii'  Ki'pii- 
blik  der  Backfische"  soll   an  Ort  und   .SKdle  .luf^-onouimeii  worden   sein. 

Alfred    M.,    Berlin:     Die    Titelrolle    in    ..EiiroI    der    Strallc-    spielte 
.laiiot  (iayiior.     Der  Titel   v(ui   Lien   Deyers'  iiächsloin    Film 
fest.     .Sie  spielt   wieder  mit   Dietorle  zusammen.     Käthe  vei 
Film    ist    ..M.isootichen".      Die    Kollo    der    Filmdiva    ii 
spielte   Mariett.'i   Milliior.     Dila    I'arlo   filmt    erst   kurze 
.letzt  in  folgenden   Filmen:    ..Die  Dame   mit  der 
hoimiiisso     des     (»rieiits".     ..rnj;:irisobo     Kliai 
Hiebt    nach    HidlvwotHl.     Kim 


II.  B.,  Essen:  Anna  Lis;i  Ryiliiip:  ist  durch  das  Vasa-Thealer, 
stooklKdiii,  zu  erreichen.  Es  tut  uns  leid.  Ihnen  die  Adressen  s  ä  m  t  - 
lieh  e  r  amcrikanisoher   Filmstars   nicht  aiiKobon    zu   können,   da   in   Hollv- 


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Berlin     SW    «8,    Alex- 
heiden   Bildkarten    sind   an   die   Künstler 

nicht    verkäuflich, 
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filiiit    zur    Zeit    im 

Friodrichstralii"    .'i-H.    zu 

.\vo.,   Hollywood,    Kai. 

Wir     beilaiiorii,     Ihnen 

zum    Film    kommt.     Wenn 

Sie   sieh    mit    den    FilmiresoH- 

rin   mit  Namen 
ist   uns  nicht  bekannt.     Fred 


-tobt   iiuoli   Hieb 

von   Xasys  neuester 

.,>loderne    Piraten" 

Zeit   und    spielte   bis 

Maske".   ..Heimkehr",   ,.Ge- 

.  iodio".      Maria     Paudlor    ;;elit 

Filmsohaus|)ieleriii    IIa    Kina    gibt    es.     .Icnny 


Jiigo  wohnt  Berlin  W,   Kaiscrdamm   -9.  und   gibt   AutOKramme. 


als     I-    bis    .VMi    Filmkünstlor    loben.      Wir    eiupfelil' 
,labrbuoli    Filnidaily    zu    hesehaffen.    Holen  von  .Müiieh- 
nieht.    Wohniiiij;:    Berlin    W    Ci.    Kiirfürstenstral'.e    :ifi. 
Hein  ;;       L..       C  h  a  r  1  o  t  t  e  n  - 
b  11  r  h:  :      C(dlooii     Moore     und     Bon 
Lyon   sin<l  iiiiter  der  .Vdrosse:   First 
Xational.   Burliaiik-Hollyw  ood,   Kai., 
zu     erreichen,     Pat     und     Patachon 
durch    die    ]*alla<liuiii.    Ko'ponhaKcn. 
Emil  .T;inniiiKs    und    Mary   Pickf<ird 
wohnen      in      BoviTly-Hills.      Holly- 
wood. Kai.  Maroellji  .\lhanis  .\ilrosse: 
Berlin-AVilniers<lorf,  Kaisoralloo  ITi. 
Teddy  Bill   widint   Berlin  W  .'»n.  Ho- 
H;ensburKor    Straße    :>:\. 

E.  E..  1)  .  .  .  d  0  r  f  :  Paul  We«e. 
ner.  Berlin  W  .i.-i.  Am  K.ilsbail  2. 
I  n  «•  e  M.,  B  o  r  1  i  ii  :  Frisch  ne- 
w.-iKt  ist  halli  «owoniioii!  MöKlicb. 
daß  Ernst  Vorebes  Sie  omiifäli};!. 
Verehes  bat  am  (>.  Dezember  (io- 
biirtst.i'T.  Tiiliien.  ..Serenissimus  ii. 
die  letzte  .Iiin^frau".  Xächsto  .\r- 
beit:    ..Die    Zirkusiu-iiizossin". 

X.  B.,  K  ö  n  i  jr  s  b  o  r  (;  :  Con- 
rad Veidt  wohnt  in  Heverly-Hills, 
Holl.>  wiMid.   Kai. 

.1.  B.,  Dresden  :  \'era  Voro- 
nilia  tribt  .Xntosramme.  Sie  siiiolto 
kürzlich  in  (b'iii  Hegewald  -  Film 
..ti'schichton  ;nis  dem  Wiener  Wald" 
eine  Haii|>trolle.  Die  .\drosse  des 
„Film  -  Kuriers"  ist:  Berlin  W  9. 
Köthener  Straße  ;17.  Die  Adresse 
vom  Hoss-Verl;ig  finden  ,Sie  :in  an- 
derer   Stelle. 

K  ä  t  h  e  T..  T  e  m  |i  o  1  h  o  f  :  .VI- 
fred  Br.-iuii  ist  veiheir.itot.  H.irry 
l.iedtkes  .söhne  sollen  niolit  in  Ber- 
lin  wohnen. 

W.  S.,  D  o  r  t  111  II  11  d  :  La  .lana 
widiiit  Blii.-Charlotteiihurg.  B.iyorn- 
alloe  l.'i.  sie  üibt  .Vutogramme  und 
hat  am   H.   .\ii;;iist   (ioburtst.ig. 

F  i  1  m  f  r  <<  ii  n  d  i  n  .\  n  n  o  in  i  e: 
Wann  B.inion  No\airos  ..Fürst  der 
.Mientoiirer"  nach  .Maiiiilioim  komiiii, 
erf.ihron  Sie  am  bosti'ii  durch  den 
Besitzers  Ihres  .Slammkiiios.  Dou- 
glas Fairbanks'   Sidin   filmt   noeh. 

\  1  f  r  0  d  B..  W  ü  r  z  h  u  r  g:  Die 
heidoii  hühschen  .Vufn.'ihmen,  für 
die  w  ir  herzlich  daiikon.  werden  in 
einem  der  nächsten  Hefte  gebr.iehl. 
Ernst  K.,  F  r  i  i'  d  e  n  a  ii:  Der 
l>ilian  H.Trvoy-Film  ..Ihr  dunkler 
Punkt"  gelangt  .Mitte  .lanuar  im 
tilori.i-Palasl    zur   rraiiffiilirung. 

Herbert  R..  H  a  iii  b  ii  r  g:  Hii- 
dolf  Klein  -  Koggi'  wohnt  Berliii- 
Lichterfelde-W..  llorfensienstr.  !.'>. 
wurde  am  21.  Xovember  in  Kiilii 
geboren,  gibt  .Viitogramme,  s<dl 
sich  mit  Mary  ,1<diiison  verlobt  ha- 
ben, war  kürzlich  in  ..Wolga  — 
Wolga"  zu  sehen  und  spielt  eine 
Hauptrolle  in  dem  französischen 
Um   „Tu    m'appartiens"   mit   Siizy   Vernmi. 

t!  1  e  i  w  i  t  z  2  t):  Das  Ranion  Xovarro-Biicb  bekommen  Sie  heim  Ver- 
Ma.x  Mattisson,  Berlin  SW  CK,  l?ifterstr;iße  71.  Bamon  Xovarros  richti- 
ger Xaiiie  ist  KaiiKui  Saiiioniegn.  Sie  köiiiien  deutsch  an  ihn  sclireibeii. 
H  a  n  II  a  ('<..  B  r  e  s  I  a  u  ;  Die  beiden  Photos  sind  an  .Maria  Paiidli^r 
und  Evelyn  Holt  weilergeleitet.  Iiiire  K;iday  w(dint  Berlin  W,  tw'isli 
Straße  21.  Pension  Xürnberger  Platz.  Fiigvir.  Etwa  ilrei  .lahre  beim  F 
Sein  nächster  Film:  ..Ein  kleiner  Vorschuß  auf  die  .Seligki'it "  mit  Dina 
tiralla.  .lawidil.  Liliaii  Ellis  ist  ein  neuer  Filmstar,  spielte  ihre  erste 
größere  Bolle  in  ,.Heiit  siuelt  di'r  .Strauß".  Sie  ist  so  jung,  wie  sie  .-iiis- 
sieht.  Harry  l.iedtkes  söhne  filmen  nicht:-  der  älteste  diirfte  großjährig 
sein,   der  jiingste   ungefähr  .11    .l.ihre   alt. 

M  i  m  ni  i  K..  l'  —  Sc  h.:  Ly;i  de  Piitti  ist  Fngarin.  Fred  .Solni-Robert 
Castle  kommt  vorläufig  nicht  nach  Deiitschhind.  Felicitas  Malten  ging 
schon  als  neunjähriges  Kind  zur  S|irechbüline.  Für  den  Film  wurde  sie 
» or  etwa  einem  .Talir  von  dem  l'fa-Direktor  (irau  i-nideckt.  Brigitte  Hi-Im 
ist  nicht  bei  der  Sprechbüne.  Von  Fritz  Lang  eiitdeikt.  Bubikopf.  Xächster 
Film:  ..Die  wunderbare  Lüge  der  Xina  Petrowna".  .laques  Catelaiii  ist 
l'r.anznse.  »Seit  mehreren  .lahrcn  heim  Film.  .letzt  in  Paris.  Unseres 
Wissens  sein  richtiger  Xame.  Die  Titelrolle  des  Cagliostro  in  dem  gleicb- 
nnmigen  Film  siiielt  Hans  Stüwe  (vor  .lahren  Conrad  Veidt).  Fabrikat: 
.\lbatros-Wengeroff,    also    französische    Produktion. 

Hilde    St.,   Potsdam:     Die   Bildkarte   ist   an    Walter    Rilla   weiter- 
geleitet   worden. 

Ivan  P  e  t  r  o  v  i  c  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Dortmund:  Wir  werden 
Ivan  Petrovieh  einmal  an  das  fällige  -Vutogramm  erinnern.  Seine  nächsten 
Filme  sind:  ..P.iris,  du  Stadt  der  Liebe"  und  ..Der  Zarew  itscli ".  Frühere 
Filme:  ..Fürst  oder  Clown".  ..Der  Däiiion".  ..Frauenarzt  Dr.  .Schäfer"  und 
kürzlich   „C;ehcimnisse   de§   Orients". 


der  Birken 
sind  Kräfte 
die  wirken. 


m 


3  75,       Yz  Lfr    6  -,    1  Ltr.   1O.50 


lag 


iliii. 


litlli 


l'nvoiliciratet. 
iloiii  l'iodiiktionslcitcr 
Erster  Film:  „Küiii;;!"  l.iiiso".  l>a- 
(U's    rrban    Hell".     >«iielister    Film: 


Zwei  Willy  F  r  i  i  s  i-  h  -  \'  e  i  o  li  r  e  r  i  ii  n  (!  ii  .  iC  r  f  vi  r  t  :  FraRcn 
iibcr  die  Kniitession  unserer  Stars  hoantwortcii  wir  K"i'<lsälzl'el'  "ielit. 
Willy  Fritseh  gelit  nielit  iiatli  Hollywood.  Er  filmt  seit  192.'J.  Photos  vom 
Fritsch  erhalten  Sie  in  jeder  u"ten  l'apierliandluns.  Einer  seiner  ersten 
Filme  war  „Stolze  Frauen",  uaeli  dem  IJoman  ..Hallig  Hooge"  von  Anny 
Wothe.  Er  spielte  ".  a.  in  folgenden  Filmen:  .,Wal/,ertraum".  ..Die 
keuselio  Susanne".  ..Her  Tanzstudent'',  ,,I)ie  Ciirnien  von  St.  Pauli", 
...Spione",    ,.1'ngariselie    IJhapsodie''. 

H.  H.,  Dan  zig:  Hans  Stiiwe  ist  mit  einer  Ilulgarin  verheiratet  und 
spielte  erstmalig  die  Titelrolle  in  ..Prinz  I-ouis  Ferdinand".  La  .lana  hat 
am  8.  Angust  (iel)urtstag  ninl  spielte  zuerst  in  dem  Defu-Film  ..Der  Kiher- 
pelz".  Lil  Dagover  hat  am  :10.  S.'iitemlier  (iehurtstag.  Zu  ihren  ersten 
Filmen  gehören:  ,,Der  müde  Tod"  und  ..Tiefland".  Hans  .funUermann 
stammt  aus  einer  alten  Herliuer  Sehauspielerfamilie.  ist  selion  viele  .lahro 
beim  Film  und  mit  Julia  Serda  verheiratet.  Mareella  AIhnni  ist  ein 
Künstlername.  Mareella  Alb.ini  wunle  am  7.  Dezemlier  in  Hom  gelioreu. 
Sie  filmte  zuerst  in  Rom  unler  der  Kegie  ihresi  (iatteu  (;uido  Sehamherg. 
Luciano     Albertini:     am     ;iO.    November     in     Lugo    (Italien)     geboren. 

I  r  m  a'    A.,    Berlin:      Fred    Döderlein    wohnt    Herlin-fharlottenbur}; 
Kantstraß'e   liü-lJl.     Am   2J.   April    in    Sankt   Avold    geboren. 
Früher    Keklamefaehmann.      Im    SeptemlKT   1927    von 
Grund  (Terra)  für  den  Film  entdeckt, 
nach    „Blutrache",     ..Die    drei    Frauen 
„Das  Tagebueh    einer   Kokotte". 

K  X.  Berlin:  Xenia  Desni  wohnt  BerIin-^^  ilmersilorf,  Riidesheimer 
Straße   ■!.'  Die  Telepiionnummern   der   Filmstars    teilen   wir   nicht   mit. 

H.  <r.  S.  D.:  Die  betreffenden 
Nummern  sind  vorhanden  und  wer- 
den auf  Wunsch  per  Nachnahme 
geschickt.  „Die  Yacht  der  sieben 
Siiiulen"  ist  schon  vor  einiger  Zeit 
in  Berlin  herausgekoinmeu.  Bri- 
gitte Helm  ist  in  einem  Kloster 
erzogen  und  später  von  Fritz  Lang 
liir  den  Film  entdeckt  worden. 
Erster  Film:  ..Metropolis".  Neue 
Filme:  „Skandal  in  Badi'ii-Baden ", 
..Cield  —  (ield-.  ..Die  wunderbaren 
Lügen  der  Nina  I'elrowna".  Sen- 
den Sie  Ihre  Bilder  an  die  Natio- 
nal, Berlin  SW  4«,  Friedrichstr.  W. 
oder  an  die  Aafa.  SW  18.  Frie.l- 
richstraße   223. 

E.  (i.,  Leipzig:  ilaria  Corda 
erreichen  Sie  unter:  First  Natio- 
iial-Studios.  Burbank  -  H(dlywood. 
Kalifornien. 

J  u  m  ho  K..  Berlin:  Sie  sinil 
im  Irrtum,  denn  nicht  Charles 
Farrell,  sondern  Oskar  ilarion 
spielte  den  Liebhaber  in  .,Water- 
loo".  Charles  Farrell  lebt  nicht  in 
Berlin,   sondern    in  Hollywood. 

A  s  t  a  v.  S  t.,  Düsseldorf: 
Hans  Adalbert  v.  Schlettow  wurde 
am  11.  .Juni  in  Frankfurt  a.  Main 
geboren.  Mit  einer  Schauspielerin 
verheiratet. 

M.  K..  B  e  r  1  i  n:  Die  Hauptdar- 
steller von  ..Stolzenfels  am  Klieiii  ' 
waren  folgende:  Maria  Mindzenli. 
Cirete  Reinwald,  Helen  von  Münch- 
hofen,  Carl  de  Vogt.  Harry  Frank, 
(ierd  Brieso  spielte  ii.  a.  in:  „Ro- 
senmontag".  ,,Reveille,  das  große 
Wecken",  „U  9,  Weddigcn",  ..Frei- 
wild". 

C;  n  d  r  u  n  Sc  li..  Kassel: 
Mady  Christians  wurde  am  19.  Ja- 
nuar in  Wien  geboren.  Mimosen. 
Reiten.  Mit  Dr.  von  Müller  verhei- 
ratet. Christa  Tordy  ist  Maily  Chri- 
stians' Cousine.  ]>ien  Deyers  ist  un- 
verheiratet. Das  Alter  geben  wir 
grundsätzlich    nicht    bekannt. 

Hans- Jochen  B.,  Wil- 
mersdorf: Luis  Trenker  ist 
Diplomingenieur,  in  Bayern  gebo- 
ren und  wohnt  Bozen,  Vi;i  Yittorio 
Emanuelc  3. 

Kieler  S  p  r  o  t  t  c  h  e  n :  Die 
Beschreibung  von  ,,Dr.  Bessels  Ver- 
wandlung" erhalten  Sie  durch  den 
Hliistrierten  Filmkurier,  Berlin  AV  9. 
Köthener  Straße  37.  (irit  Ilaid  ist 
Lianes  Schwester.  Vilma  Banky  ist 
mit    Rod    la   Rociine    verheiratet. 

(i  e  0  r  g    D..     Hoch  u  m  :      Da 
brauchen.    Ihr  Besuch   ist   uns   aber 
Maria    K.    aus    Leipzig: 
filmt   wenig,     lli  ist   im 


K  1  »  a  und  E  d  i  t  h  C,  S  I  c  t  t  i  :i  :  Dr.  (.ierd  Briesc  ist  nicht  niit 
Paul  Richter  verwandt.  Anny  Oiidr.is  Partner  in  der  ..S:ixophon5usi"  war 
der  Engländer  M;ilc(din  Todd.  Anny  Ondra  wurde  am  1;').  Mai  in  Tariia 
geboren.  Von  dem  Regisseur  Carl  Lamac  entdeckt.  Auch  Tänzerin. 
Etwa  seit  vier  .lalireii  beim  Film.  Widmung:  Bcrlin-Charlottcnburg, 
Kurfürstelldamm    17.S. 

Li  esc  I  D.,  Berlin:  Harry  Piel  wohnt  Berlin-Schiineberg,  Am 
Park    12. 

Fritz    B..    H  .i  1  1  e  :      Harold    Lloyd    ist    verheiratet. 

.\!  o  n  i  k  a  v.  B.  a  u  s  1)  r  e  s  den:  l-i;ine  Haids  Partner  in  ..Marriuis 
il'Eun  ■  (..Der  Spion  der  Pomp.-iilour")  war  der  kiirzlich  verstorbene  Deiic 
Morel.  Den  Vetter  von  Evelyn  Holt  in  ..Frauen.-irzt  Dr.  Schäfer"  spielte 
Inire   Raday. 

Ingeborg    P.,    Salzwedel:    Anita    Dorris    wolint    noch    in 
und    filmt    fleißig.      Die    Liebbaberridle    in    „Svengali"    spielte 
toni.      Käthe     von     Nagy     ist     von     dem     Regisseur 
schieden. 

E  d  <■  I  t  1  a  11  d  t     lt..      II  .1  n  ii  o  v  e  r  :      Luis    Trenker     ist     Bayer,     vor 
heiratet.    Diplomingenieur   und   wohnt   Bozen.   Vi.i    Vittorio   Emanuele   : 
wird    w.'itcr    filmen. 

T  s  c  h  e  c  h  o  w  a  -  B  r  a  diu-  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  a  u  s  M.:  Olga  Tsche- 
chow.i    wcdiut    Berlin     NW    «7.    Klop>toek>ti.iße    20.      .Maria    Jacoliini    sipielte 

noch    in    folgenden    Fili i:    ..Bigamie".    ..Fr.iiienga«se    von    .Mgier' 

Fall     dl  s     Staatsanwalts     M.'',     ..Vill;i     F.-ilconieri  ".       Nächster     Film 
lebende    lA'ichnam".       Adresse:    Berlin 
Der    neueste    Douglas    Fairb;iiiks-Film 
(Jiay    spielt    die    weibliche    Hauptrolle 


Berlin 
Aii'ire   Mat- 
Constantin   David  ge- 


Er 


unö  gealtert  t»oc 


um  '^a\)n 

öurd)    öcn    rrti)Teufd)aftlid) 
fun6icitcn  ricrücnnäbrftoff 

BiOCITIN 

iVfflcftellt  nad)  6cin  ücrfa[)i-cn  u.  V^^l  i)al)ci-mann. 
Darum:  6ct^  öcinc  Herücn  in  6tan6!  nimm 
BiDcitin!  (frbältlid)  in  5IpDtl)cfcn  u.  Droocnbanölg. 
Drurffad).  feftcnl.  öiocitinfabrif,  Berlin  SW  29/ Fm. 


.Manu^krip(     ist     leider     nicht     zu    ge- 

trotzilem    gelegentlich    :ingenehm. 

.Sie    haben    reiht,     Egon    von    Joiil.in 

-Viigeiililiek   noch   in    N\ien.    (iroßer    Blumenfreund. 

lieh    einmal    I^eipzig.      Ernst    Verebes 


'  r  a  11  k  f  II  r  t    .-i.    Od  e  r 

Ernst     Ildfiiiaiin    filmt 

Fritz    Lang    ..Die    Frau 

:     Sehr 


:  Sic  dürfen 
selten.  Willy 
im    .Moiiil "    mit 

Sic    nicht    zum 

sind    auch    tat- 

Er  gibt    .\uto- 

ibeii.       Helle 

ist   nicht    mit 


Vielleicht    hesucht    Henny     Porten 
filmt   seit    ungefähr    vier   J:ihreii. 

F  i  1  m  f  r  e  u  ii  d  i  n     P.    a  u  s     F 
Fragen    stellen,    sooft     .'«ie    mögen. 
Fritsch    arbeitet    augenblicklicli    bei 
Oerda   Mauriis   als   I'artneriii. 

.\  u    m  a  r  y    .Sc  h.,     Leipzig:     Sehr    vernünftig,    daß 
Film    wollen,    weil    der   Beruf   überfüllt    ist!      Die   .\ussiclilen 
sächlich   sehr   gering.     Igo   .Sym    hat   am   3.    Juli   (lebiirt''tag. 
gramine.      Er    ist    Deutscher,    Sie    können    also    deiit^cb    sehr 
Augen,  dunkles  Haar.     Neuester  Film:    ...Spelunke".     Igo   .Sym 
Fay    Marb6    verlobt. 

L  o  t  t  e  -  H  e  r  t  h  a  .  Seil:  Hilda  Rocbs  neuester  Film  ist  ..Die  Zir- 
kusprinzessin".  Einer  der  ersten  Filme  mit  .lack  Trevor  war  der  Ellen 
Richter-Film    ,.I)ie    tolle    Herzogin". 

.V  n  n  i  Sc  h.,  W  e  i  ß  e  r  Hirsch:  Henry  Stuart  wohnt  Berlin  W. 
Püssaiier  Straße  17,  und  ist  ledig.  Lola  Kreiitzberg  wohnt  in  demsellie'i 
Hause. 

T.  B.,  K  ö  1  n  :  Anna  May  Wong  filmt  augenblicklich  unter  Richard 
Eicilhergs  Regie  den  ...Vsphaltschmetterling"  in  Neiihabelslierg.  Durch 
Eichberg-Film,  SW'  .18.  Friedriebstraße  171.  zu  erreichen.  Anna  Mny  Wong 
spricht  nur  sehr  wenig  Deutsch.  Von  Job.t  ua  RaKluii.  ilie  in  lle\erl.\- 
Hills.  Holl.Nwooil.  woliiil.  erhalten  Sie  Karten  beim  Koss-\'erlag,  Berlin 
SW  KM.  .\rcx;iiidriiieiistr:iße  I  !o.  Elga  Hriiik  «ohnt  Herliii  W  .j<l,  Pr^ig'-r 
Straße   ni. 


„Der 
Der 

W  ].-).  Joachimsih.iler  Straße  22/2.'.. 
i-^t  ..Der  vierte  Musketier".  Eie 
1    ..Lockendes    Oift".       In    London. 

F  r  a  II  H  e  d  i  W.,  .M  a  n  n  - 
li  e  i  m:  Ivan  Petrovicli  gibt  Aulo- 
graiiime.  Durch  lireeiibaiim  -  Film, 
Bi-rliu  SW  68.  Kochsiraße  fil.  zu 
erreichen.  Sic  erhalten  Bildkarten 
\  011  l\aii  Petrovicli  beim  Ross-Ver- 
lag.  Berlin  SW  fiS.  .Mexandrinen- 
straße    110. 

W  alter  P.,  Z  ii  1  1  i  e  h  a  u  : 
Von  einem  Bruder  (ireta  Oarbos. 
der  hier  am  Schariiiützelsee  eine 
Villa  haben  soll,  ist  uns  nichts  be- 
k.innt.  (ireta  (!:irbo  ist  noch  in 
Euroiia. 

Christine     K.,    JI  i  t  t  w  e  i  d  a  : 
liai|ucl   Meiler   filmt  vorläufig  nicht. 
M  a  r  i  e    F..    W  i  e  n:    Ivan    Petro- 
vicli   ist   unverheiratet. 

N  o  v  a  r  r  o  -  Verehrerin. 
K  a  r  I  s  r  n  h  e:  Die  .Ankunft  Ita- 
mon  Novarros  wird  'selbstverständ- 
lich vorher  im  ..Film  -  Magazin" 
bekanntgegeben.  ..Die  tolle  Kom- 
teß" ist  vor  einiger  Zeit  herausge- 
kommen. Luis  Trenkers  Adresse 
finden  Sie  an  anderer  Stelle.  Neue- 
ster Film:  ,.Der  K.impf  ums  Mat- 
terhorn". 

F  r  i  e  d  e  1  O..  Zeitz:  Fern 
Andras  letzter  Film  war  ..Fuiik- 
z.Milier".  Ein  Buch  über  sie  gibt 
e^.  Hau*  -Mien'iidorff  ist  verheira- 
tet   iiud    bat    ein    Söhnchen. 

S  c  h.:  Lissy  Arna  wohnt  Berlin 
\\  9.  Lindauer  Straße  9.  l'nverhei- 
latct. 

C  u  r  t  A.,  Oggersheim: 
\ Cr.i  Sclimilerlöw  wolint  Berlin- 
llalensee.  Nestorsiraße  1.  Schwe- 
din, rnverheiratet.  Spielte  u.  a.  in 
folgenden  Filmen:  ..Frau  .Sorge", 
..Der  F.ihnenträger  von  Sedan". 
..Wenn  die  .Mutter  mit  der  Toch- 
ter". Letzter  Film:  „Seine  stärkste 
Waffe". 

Lg..  W  1..  H  i  n  d  e  n  b  u  r  g:  Wir 
bedauern.  Ihnen  keine  Ratschläge 
geben  zu  können,  da  wir  Filni- 
eiigagement';  nicht  vermitteln.  Wol- 
len Sie  sich  bitte  unmittelbar  au 
ilie  Filmgesellschaften  wenden.  Wir 
iii;icheii  aber  gleich  dar;iiif  auf- 
merksaiii.  daß  ilic  .\iissichten  .•iiicli 
für  Kinderdarsfeller  heim  Film  nur 
sehr  gering  sind. 

L  u  e  i  e  H..  Wilmersdorf: 
Jack  Mylong  -  Münz  wohnt  Berlin 
\\'  Vi.  ituisburger  Straße  17.  gibt 
.Viitogr.'ime  und  ist  mit  Maria  Mind- 
zenti    verheiratet. 

F  i  I  111  f  r  e  ii  n  d      aus.    Köln: 

Fritz     Lang     erreichen     Sic     durch 

Fritz    L.iug  -  Film.     Berlin    SW    48, 

Fricdriclistraße    221. 

F  i  I  111  f  r  e  II  11  d     v  o  n     (i  e  r  d  a     il  a  u  r  u  s  :     tierda     M.iiirus     wohnt 

Berlin-W  iliiiersd(nf.    Hohenzolleriidamm    ,')2.    ist    iinverheir.-itet,    am  2.').  .\ugust 

in   Zagreb    (Kroatien)    geboren,   gibt    Autogramme,    von    Fritz   L;uig    für   den 

I-'iliii   entdi-ckt.      .\iicli   bei   der   .S)(rechhübiie   gewesen.      Titelrolle   im   neuen 

Lang-Film:    „Die    Frau    im    Mond". 

IJ  I  I  u  B.,  H  ;i  n  n  0  v  e  r  :  Marcella  Albani  ist  Italienerin,  in  Koni 
geboren.  Künstlername.  Verheir.ilet.  ..Die  Frau  im  Mond"  kommt  in 
der  nächsten  Spielzeit  berauv.  l.ilian  II.ir\ey  ist  eine  große  Blumen- 
freiiiidiii. 

(i  e  r  t  r  u  d 
'röcbterclicu. 
werilen  Ihnen 
111. s  bitte  die 
Vivian  (iibson 
sehen. 

AV  e  r  11  e 
.Xiilograinm    erinnern. 

E  i  n  H  a  r  r  y  P  i  e  I  -  \'  e  r  e  h  r  er.  K  ö  ii  i  ; 
Piels  .\dresse  finden  Sie  an  anderer  Stelle.  Er  .irlj 
an    der    ..Mitteriiacbtstaxe". 

(i.  K.,  D  t.  -  K  r  0  II  e  :  .\iiiiy  Ondras  .\dresse  an  anderer  Stelle.  Lie.i 
Deyers  ist  durch  die  Deulsehe  rni>ersal.  Berlin  .SW.  .M.iiierstraße  82.  zu 
erreichen.  H.inui  Reiuwald  wohnt  Bi-rlin  W,  Kurfürsleiidanim  .'i7,  Pen- 
sion Reglii.i.  (üna  -Maiies"  .\dresse:  Berlin-Cbarlottenburg,  .\ugsburger 
Straße    -17.  * 

Haus  s.  St..  .\I  .1  r  b  II  r  g  :  D.i-  Phi.to  ist  zur  Aiitogranimbesorgiing 
an    Vivian   lühsoii    geschickt    worden. 

H  a  n  11  e  I  o  r  e  B..  Stettin:  (Jiislav  Fröhlich  wohnt  Berlin- Wesieii.l 
Kiirläiuler   .\llcc    I.   uiul    hat   am   21.    März    Oebnrtstag. 


T..  ('<  I  .au  c  h  :i  u  :  Vi\i.iu  (;ib«oii  ist  geschieden.  Ein 
AVohnung:  Bcriin-Schlachteiisec.  \\  annseeslraße  109.  Wir 
gern    da*    gewünschte    .\iitograiiiiii    besorgen.       .Senden    Sie 

Bildkarte  der  Künstlerin  und  O.öO  RM.  in  Briefmarken, 
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M. 


N  e  II  k  ö  1  1  n 


Mir    werden     Ilarrv    I.iedtkc     an    d.is 


:  s  b  e  r  g  :         Harry 
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lei t  u  n  g  A.  Roscnthal — .Ares,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocsterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1.  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schaefcr.    CbarlottcnhuT);.      ^»nzeigenvcrwallung    Bcpa-Verlag.    Berlin  W  35.  Bluroes  Hof  5.      Kupfertiefdruck:   .August    Scherl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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auf  dem  Wege  zu  Bruneaux  hatte 
er  geglaubt,  seinen  Schwiegervater 
in  das  Vorstadthotel  „Au  lapin 
agile"  eintreten  zu  sehen,  aber  dann 
den  Gedanken  lächelnd  von  sich  ge- 
wiesen. Tatsächlich  war  Bruneaux  dort 
gewesen,  um  seiner  Frau  Schweigegeld  zu 
überbringen.  Henri  glaubte  jetzt  die  Spur 
verfolgen  zu  müssen.  Als  er  mit  seinem  Wagen 
vor  dem  Hotel  vorfuhr,  fand  er  eine  erregte  Menge 
und  hörte  zu  seinem  Entsetzen,  daß  Madame  Huguet 
ermordet  sei.  Während  er  versucht,  seiner  Braut  die  trau- 
rige Nachricht  zu  verbergen,  kommt 
Bruneaux  lächelnd  zum  Fest  und 
übergibt  seiner  Tochter  den  — 
Halsschmuck.  —  Inzwischen  hatte 
sich  im  Hotel  folgendes  abgespielt: 
Vor  ein  paar  Stunden  war  ein  selt- 
samer Gast  angekommen.  Ein  Pro- 


Oben :  Hilde  Schewior 
Mitte:  Hilde  Schewior  und 
Karl  Hannemann.  Unten 
links:  Karl  Hannemann  und 
Heinrich  George.  Unten 
rechts:  Olga  Limburg 
Phot.  National 


^ml. 


yvette,   die  Tochter   des  Kunsthändler  Bruneaux,   steht  vor 
ihrer    Verlobung    mit     Henri    Valencours.      Am    Morgen 
des  Verlübungstages    bringt    ihr    ihr  Verlobter    als   Geschenk 
seiner  Eltern  einen  kostbaren  Halsschmuck.     Noch 
während   seiner  Anwesenheit  läßt  sich  Madame 
Huguet    bei  Yvette  melden    und   dringt,    als 
diese  erschreckt  abwehrt,  an  dem  Mäd- 
chen vorbei  ins  Zimmer.  Yvette  schickt 
ihren  Verlobten  ins  Nebenzimmer. 
Die  Besucherin  ist  Yvettes Mutter, 
die  vor   mehr  als  zwölf  Jahren 
ihre  Familie  verließ.    Sie  ver- 
langt  von  der  Tochter   eine 
Summe    mit    der    Drohung, 
sonst    der    Familie    Valen- 
cours   die  Wahrheit   über 
ihre  Vergangenheit  zu  er- 
zählen.    Während  Yvette 
das     Geld     holt,     stiehlt 
,,Mme.  Huguet"  denHals- 
schmuck  und  flieht.  Henri 
ist   über   das    Geständnis, 
das    ihm   seine  Braut  not- 
gedrungen macht,  erschüt- 
tert. Schnell  kombiniert  er: 


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*    * 


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vinzler,  der  ängstlich  ein  Glas  mit  einem  Laubfrosch  vor  sich 
hertrug.  Während  das  „Ehepaar"  Huguet  zu  Bruneaux  fuhr, 
stattete    der  Unbekannte    ihrem    Zimmer    mittels    Nachschlüssels 

einen    Besuch    ab,    wurde    aber  durch  das    Zimmer-  , 

mädchen  gestört.  —  Kurz  darauf  kamen  „Herr  .jgStJ^^^  1 

und  Frau"  Huguet  zurück.     Der  Frau  ent- 
fiel auf  der  Treppe  die  Handtasche,  und 
der    Hausknecht    sah    zu  seinem    Er 
staunen      einen     kostbaren     Hals- 
schmuck herausfallen.    Im  selben 
Augenblick     hörte    man    auch 
schon  aus  dem  Zimmer   strei- 
tende Stimmen.      Man  hörte 
Stühle  umfallen,  dann  ver- 
ließ   der    Mann  rasch  das 
Haus.        Der     Hausdiener 
sprangmit  einemFluch  zu- 
rück. Beinahe  wäre  er  über 
den  neuen  Gast  gestolpert, 
derauf  dem  dunklenKorri- 
dor  seinenLaubfroschein- 
fing.  —  Zehn  Minuten  spä- 
ter  fand    der  Zimmerkell- 
ner  die  Tote.      Die  Finger 
ihrer     linken    Hand    waren 


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J/kidi 


s: 


chon  in    den   „Phönizierinnen" 
des  Euripides  heißt  es,  daß  es 
auf    der    Welt    keinen    Krach 
tjeben  würde,  wenn  dem  einen  ge- 
fallen    würde,     was     den     andern 
,, schön  und   lieblich  dünkte". 

Da  aber  nun  sehr  oft  dem  einen 
nicht  schön  und  lieblich  vor- 
kommt, was  dem  andern  gefällt, 
gibt  es  ob  der  Meinungsverschie- 
denheit Krach,  zu  dem  es  aber 
auch  kommt,  wenn  der  eine  und 
der  andere  einig  darüber  sind,  was 
ihnen  gefällt  und  beide  nach  dem 
gleichen  Objekte  des  Gefallens  die 
Hand   ausstrecken. 

Also  Krach,   überall   Krach. 

Und     da    der    Krach    etwas    so 

Bildwirksames     ist,     hat     der   Film 

schon  in   seinen  Anfängen   —   und 

gerade  in  diesen  ganz  besonders  —  das  dankbare  ,, Krach - 

motiv"   aufgenommen   und   seither   in   allen  nur   denkbaren 

Variationen  abgewandelt. 

Es  gibt  ja  in  der  Tat  überhaupt  keinen  Film,  in  dem  es 
nicht  irgendwie  zum  Krach  käme,  und  das  muß  auch  so 
sein,  denn  ohne  den  Konflikt,  zu  dem  es  die  Filmdichter 
in  mehr  oder  minder  schöpferischen  Ideen  kommen  lassen, 
wären  ja  die  auf  der  Leinwand  gezeigten  Begebenheiten 
wie  eine  Speise  ohne  Salz. 

Der  Kranz  von  Krachbildern,  der  diese  Zeilen  sanft  und 
zart   umwindet,   hätte   nach    Belieben   größer,    bis     zu     den 


Oben:  Paul  Samson-Körner  und  Igo  Sym  in  „Spelunke".  —  Mille: 
Fiel  in  „Mann  gegen  Mann".  —  Unten  links:  Lon  Chaney  in  „Der 
—  Unten  Mitte:  John  Barrymore  in  „Don  Juan".  — 


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riesenhaftesten  Dimensionen  groß 
geflochten  werden  können.  Denn, 
wie  Gottes  Brünnlein  Wassers  die 
Fülle  hat,  solche  Fülle  an  Krach- 
situationen  hat   der    Film. 

Die  Anlässe,  die  Gelegenheit  zu 
Krachszenen  geben,  sind  ja  über- 
aus mannigfaltige. 

Die  Ausgestaltung  von  Keilerei- 
szenen wurde  besonders  von  den 
Amerikanern  mit  genußvoller 
Gründlichkeit  besorgt;  heute  noch 
kommt  es  in  Wildwestfilmen  unter 
allen  Umständen  zu  der  Szene,  in 
der  kein  Stuhl  ganz  bleibt,  und 
die  das  Ausräumen  eines  Lokals 
und  die  liebevolle  Behandlung  des 
Gegners  mit  Sachverständnis  und 
Methodik    schildert. 

Bei  der  fortschreitenden  Aufnahmetechnik  war  es  bald 
mit  dem  sozusagen   ,, einfachen"   Krach  nicht  mehr  getan. 

Die  Kamera  lernte  mitgehen,  und  so  kam  man  dazu, 
die  Konflikte,  ihre  Austragung  und  Lösung  in  allen  Vari- 
ationen unter  Gefahren  für  die  Kameraleute  (z.  B.  bei 
Sensationen)  in  ihren  Einzelheiten  aufzunehmen. 

Und    —  es  ist  nicht  zu  leugnen,  daß  das  Publikum  gerade 
dann  mit  gespanntem  Interesse  mitgeht,  wenn  es  im  Fil 
bild   recht   dicke   Brocken   gibt,   und  wenn   in   gut   und 
selnd  inszenierten  Szenen  das  Thema  , .angeschlagen"  w 
,,Da   streiten   sich   die   Leut'   herum!" 


Oben:  Karl  Dane  und  Charlotte  Greenwood  in  ..Rasch  ein 
Baby".  Mitte .  Douglas  Fairbanks  und  Warner  Olandin:  ..Der 
Seeräuber".   Unten  links:  ..Um  Himmelswillen.  Harald  Lloyd". 

Mitte:     Harry    Fiel     in 

..Mann     gegen    Mann": 

Rechts:   „The  Michigan 

Kid" 


Plintfls : 


Pariijamrl,     l  itiled 
Arlist'i.  Iju 


tMtaei^  at^f^/icß^^  >k 


VON 


Wir  hatten  in  Nizza  die  Außenaufnahmen  für  den  Ufa-Film  „Ihr  dunkler  Punkt"  beendet  und  saßen  im  Schnellzug,  der  uns  wieder 
aus  dem  sonnigen  Süden  nach  dem  kalten,  aber  doch  so  lieben  Berlin  zurückbringen  sollte.  Im  Speisewagen  machten  wir  die  Bekanntschaft 
eines  englischen  Herrn,  der  entzückt  war,  in  mir  eine  Landsmännin  kennenzulernen.  Da  aber  nicht  alle  Mitglieder  unserer  kleinen 
Expedition  Englisch  sprachen,  mußte  er  seiner  Begeisterung  wohl  oder  übel  in  deutscher  Sprache  Ausdruck  geben.  ,,Auo  —  ich  sein 
sehr  glicklich,  Sic  kennenzulernen,  Miß  Harvey!"  Trotzdem  ging  unsere  Konversation  sehr  gut  von  statten.  Einige  Stunden  vor 
Berlin  wurde  mir  plötzlich  von  einem  Mitropa-Boy  ein  riesiger  Korb  mit  Blumen,  Früchten  und  allen  möglichen  Leckerbissen  über- 
bracht. Mitten  in  den  Blumen  hing  ein  großer,  dicker  Brief,  der  aber  keinerlei  Aufschluß  über  den  geheimnisvollen  Spender  gab, 
sondern  nur  folgendes  Gedicht  enthielt: 

Denn  will  man  Dich  einmal  persönlich 
Minuten  nur  im  Kino  sehn, 
Muß  Zuschlag  zahlen  man  gewöhnlich. 
Das  ist  bei  Gott  doch  nicht  sehr  schön. 


1 


,,Es  kommt  nicht  häufig  vor  auf  Reisen, 
Daß  solch  ein  Star  im  Zuge  sitzt. 
Weshalb  wir  heut  uns  glücklich  preisen, 
Daß  uns  das  Glück  beschieden  ist. 


Die  Eisenbahn  ist  auch  nicht  billig. 
Von  allen  Seiten  Du  es  hörst. 
Doch  wer  zahlt  den  Tarif   nicht  willig, 
Wenn  Du  zwölf  Stunden  mit  uns  fährst? 


Du  bist  uns  von   dem    sonn'gen    Süden 
Von  dem  wir  wieder  heimwärts  ziehn, 
Als  einz'ge  Sonne  nur  geblieben. 
Oh,  bleib  es  weiter  in   Berlin! 

Einen  Augenblick  waren  wir 
alle  sprachlos,  bis  mein  eng- 
lischer Landsmann  das  Schwei- 
gen brach:  ,,Auo,"  meinte  er  ver- 
sonnen, ,, Sehen  Sie,  Miß  Harvey, 
uie  Sie  berühmt  sind,  Sie  sogar 
uerden  angedickt!" 

Oh,  wie  haben  wir  alle  ge- 
lacht! ,, Angedichtet"  wollte  er 
natürlich  sagen.  Aber  durch  die 
Anwesenheit  des  riesigen  Lecker- 


Hierzu  verhilft  nach  unserm  Glauben  - 
Und  damit  endet  unser  Lied  - 
Schok'lade,  Äpfel  und  auch  Trauben. 
Wir  wünschen  guten  Appetit!" 

bissenkorbes  bekam  auch 
das  ,, angedickt"  einen  aktu- 
ellen Sinn.  Und  bei  meiner 
schlanken  Winzigkeit  —  ich 
bin  trotz  aller  Anstrengungen 
nur  1,58  m  groß  geworden 
und  wiege  bloß  98  Pfund  — 
wäre  es  vielleicht  gar  nicht 
so  unangebracht,  wenn  ich 
mal  etwas  „angedickt"  wer- 
den würde. 


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VON 

GERTRUD 
WIETHAKE 


Keine    Zauberlampe    verhalf    Maurice    Chevalier,    dem 
ausgesprochenen  Liebling  der  Pariser  Bühne,  welcher 
soeben    seinen    ersten   Film    für    die    Paramount    in 
Hollywood    fertigstellt,    aus    der   Nacht   seiner   ärm- 
lichen,  freudlosen  Kindheit  zum  Lichtblick,  denn  er  ist  heute 
eine   der  populärsten  Figuren  des  Nachtlebens  auf  dem  euro- 
päischen Kontinent.  —  Wenn  man  die  Geschichte 
seines    nimmer   erschlaffenden  Ringens   mit 
dem  Hungergespenst  und  dem  Wunsche, 
andere    zu    beglücken,   betrachtet, 
so    muß   man   unwillkürlich    an 
den  Aufstieg  Charlie  Chaphns 
denken,    denn    nur    große 
Genies,  wie  Chaplin,  die 
Negri     und    wenig   an- 
dere, hatten  die  Aus- 
dauer,   immer    wieder 
den    Kampf    mit    den 
sich    ihnen    entgegen- 
stellenden Hemmnissen 
aufzunehmen  und  trotz 
aller    Mißerfolge    nicht 
zu    verzagen.    —    Che- 
valier      erblickte       vor 
etwa  dreißig  Jahren 
in    Menilmontant, 
nahe    Paris,     das 
Licht     der    Welt. 
Sein    Vater     starb 
bereits,  als  Maurice 
elf     Jahre      zählte, 
und    hinterließ     die 
Mutter     und     einige 
jüngere      Geschwister 
in   äußerst    bedrückter 
Lage.  —  Schon  in  diesem 
Alter    waren    Chevaliers 
ganze  Träume  auf  die  Bühne 
gerichtet,    die    natürlich    für 
den  von  allem  leicht  begeister- 
ten  Jungen    aus    dem   Zirkus 
mit  seinen  Clowns  und  Akro- 
baten bestand.  Dieses  Bühnen- 
fieber ist  schuld,   daß  Maurice 
mit  zwölf  Jahren  aus  der  Schule 
gewiesen    wurde.     Damals,    als 
er    noch   rechnen    sollte,  wieviel 
von    40    Sous  nachbleiben,    wenn 
man    zwölf   davon   nimmt,    ertappte 
sein  Lehrer  ihn  beim  Nachahmen  seines 
Lieblingsclowns,     und    ihm    wurde    ohne 
viele  Umstände   der  Besuch   der  Anstalt  des 
Wissens    untersagt.    —    Der    so    gebrandmarkte 
Junge  wurde  dann  Tischlerlehrling.     Doch  zwischen  den 
fallenden    Spänen    tauchten    immer   wieder    die    regenbogen- 
artigen   Visionen    von    Kaffeehäusern,    Konzerten    und    Zir- 
kussen  auf,    bis    der    Meister   ihn  davonjagte.     Dann  wurde 
er    der   Reihe    nach    Gehilfe    eines   Elektrotechnikers,    eines 
Buchdruckers,  und  schließHch  finden  wir  ihn  in  einer  Puppen- 
fabrik  beim  Bemalen    der  Porzcllangesichtcr    wieder.      Aber 
anstatt   den   Weisungen    seines    Vorgesetzten   zu    folgen  und 
engelhafte    Gesichtchen    zu    malen,    pinselte   Chevalier   hoch- 
rote Wangen   und  verwandelte  die  Puppen  in   phantastische 
Marionetten,    so    daß    er    sich    sehr    bald    wieder    auf    der 
Arbeitssuche  befand.  —  Nun,  im  Alter  von  dreizehn  Jahren, 
ist      :  Reisender    für   eine  Farbenhandlung  und  zum  ersten- 


mal verhebt.  Die  glückHche  kleine  Dame  seines  Herzens 
ist  Georgette,  eine  blonde  Mademoiselle  von  zehn  Lenzen. 
Der  romantische  Maurice  nimmt  diese  kindliche  Affäre  sehr 
ernst,  und  das  Ende  vom  Liede  ist,  daß  sein  Chef  ihn  mit 
der  Begründung,  er  sei  keinen  Sou  wert,  an  die  Luft  be- 
fördert. Doch  Maurice  nimmt  dieses  nicht  weiter  krumm; 
denn  nun  hat  er  ja  genügend  Zeit,  mit  seiner  ge- 
liebten Georgette  spazierenzugehen.  Bei 
einem  ihrer  täglichen  Gänge  kamen  sie  an 
einer  Kirche  vorüber,  in  welche  gerade 
ein  Hochzeitszug  trat.  Der  Junge, 
welcher  stets  voll  von  komischen 
Einfällen  steckte,  breitete  plötzlich 
seine  Arme  aus,  stimmte  ein 
ulkiges  Liedchen  an,  und  —  die 
Kirchentür  schließt  sich  und 
quetscht  Maurices  Finger  er- 
heblich. Im  Krankenhaus  be- 
schließt er  dann,  seine  Liebe 
für  Georgette  fahren  zu 
lassen.  —  Der  genesene 
Maurice  ist  nun  in  einer 
Nagelfabrik  angestellt  und 
leistet  so  gute  Arbeit,  daß 
es  fast  den  Anschein  nimmt, 
als  ob  er  seine  Berufung 
fürs  Leben  entdeckt  habe 
.  .  .  .  Nägel  zu  fabrizieren! 
Seine  Theatersucht  ist 
aber  immer  noch  nicht  ein- 
geschlafen, und  während 
seiner  Frühstückspausen 
stiehlt  er  sich  auf  den  Hof 
und  mimt  bekannte  Schau- 
spieler. Nach  Feierabend  findet 
man  ihn  regelmäßig  bei  einer 
Turnvereinigung,  um  sich  als 
Akrobat  auszubilden;  doch  ein 
verstauchter  Fuß  und  ein  zer- 
schlagenes Gesicht,  welches  er 
beim  Ausüben  seiner  Kunst  da- 
\ontrug,  veranlassen  seine  Mut- 
ter, ein  energisches  Wort  mit  ihrem 
Maurice  zu  reden,  und  sie  verbietet 
ihm  alle  weiteren  Versuche  auf  diesem 
Gebiet,  —  Sowie  Chevalier  aber  wieder 
einigermaßen  hergestellt  ist,  begibt  er 
sich  zur  Konzerthalle  der  ,,Drei  Löwen" 
und  erzählt  dem  Inhaber  dreist  von  einigen 
erfolgreichen  Tournees  als  Sänger,  die  aber  nur 
in  seiner  Einbildung  existieren.  Er  bittet  ihn 
um  Anstellung,  und  die  Gattin  des  Inhabers,  die 
an  dem  hübschen  Jungen  Gefallen  findet,  legt  bei 
ihrem  Gatten  ein  gutes  Wort  für  ihn  ein,  so  daß  der 
Junge  sich  tatsächhch  sein  erstes  Engagement  als  Sängef  er- 
bluffte. Maurice,  der  noch  nie  mit  Klavierbegleitung  ge- 
sungen hatte  und  noch  viel  weniger  vor  so  vielen  Menschen 
aufgetreten  war,  versagte  vollkommen.  —  ,,Gut,  dieses  Mal 
war  es  halt  ein  Mißhngen",  sagte  er  zu  sich.  ,,Das  ist  so- 
gar schon  Caruso  passiert.  Nächstes  Mal  werde  ich  mehr 
Erfolg  haben."  —  Und  mit  diesem  zuversichtlichen  Trost 
sucht  er  weitere  Chancen.  Er  findet  die  nächste  Anstellung 
als  Sänger  im  Casino  de  Tourelles.  Der  Junge  imitiert  be= 
kannte  Persönlichkeiten,  tanzt  und  gibt  Schlager  zum  besten. 
Er  erhielt  pro  Abend  drei  Francs  und  trat  viermal  wöchent- 
lich auf.    —    Durch  einen   seiner  Pariser  Freunde    wird   er 


eines  Tages  der  Mistin- 
guette  vorgestellt,  welche 
schon  damals  rühmlich 
bekannt  war,  Sie  soll  ihm, 
nachdem  sie  sein  Gesicht 
aufmerksam  betrachtet 

hatte,  prophezeit  haben: 
,,Mit  deinem  Gesicht 
brauchst  du  dir  um  deine 
Zukunft  keine  Sorgen  zu 
machen!" 

Jahre  vergehen,  und 
ChevaHer  ist  ein  großer, 
hübscher  Junge  in  seinen 
letzten  „Zehn".  Er  ist 
nun  der  Tanzpartner 
der  Mistinguette  bei  den 
Fohes  Bergere. 

Im  Jahre  1913  wird 
Chevalier  eingezogen,  um 
seine  Dienstzeit  zu  absol- 
vieren, die  Frankreich  von 
allen  ihren  Söhnen  vor  dem 


Kriege  verlangte.  Dann 
brach  der  Krieg  aus,  und 
Chevalier,  welcher  singend 
hineinzog,  kehrt  nach  Ende 
dieser  Periode  des  Schrek- 
kens  verwundet  zurück. 
Doch  er  findet  sich  sehr 
schnell  wieder  in  sein  ver- 
ändertes Nachkriegs -Paris 
ein,  wird  wieder  Mistinguet- 
tes  Partner  in  den  Folies 
Bergere  und  dem  Casino  de 
Paris  und  ist  so  erfolgreich, 
daß  bald  sein  Name  in  elek- 
trischen Lichtern  über  dem 
abendlichen  Paris  aufstrahlt. 
Er  ist  Star! 

Nachdem  er  längere  Zeit 
in  London  und  Paris  auf- 
getreten ist,  kam  er  kürzHch 
nach  Hollywood,  um  sich 
beim  Sprechfilm  neue  Lor- 
beeren zu  ersingen,    .    .    . 


vkk  lAmc  -HÄNDEN 

vftÄ  9ll  Sie  ERKENNEN 


VON  MAR/ANNE  RASCHIG 


Beim  Vergleichen  meines  großen  Handbild-Materials 
von  Filmschauspielern  und  Filmregie-Künstlern  fiel 
mir  auf,  daß  Handbilder  aus  dem  Regie-  und  Darsteller- 
kreis der  ,,Ufa"  stets  besondere  Zeichen  von  Expansions- 
kraft und  Eroberungswillen  aufweisen.  Der  hohe  Mars- 
berg (oberer  Teil  des  Daumenballens),  welcher  auf  Mut, 
Entschlossenheit,  Zielbewußtsein  schließen  läßt,  ist  in 
allen  Händen  übereinstimmend  zu  finden,  selbst  im  Hand- 
bild der  zarten  Lil  Dagover.  Allen  gemeinsam  ist  der 
große  Schwung  der  Linien,  die  ein  deutlich  erkennbares 
M  prägen,  sowie  die  leuchtende  Klarheit  des  Hand- 
innern,  dessen  Linien  bei  Jenny  Jugo,  Lilian  Harvey  und 
Dita    Parlo    auch    weitere    große    Übereinstimmung    zeigen. 


Serie  lll. 


Die  unterschiedliche  Eigenart  wird  mehr  durch  die  Ver- 
schiedenheit der  Kunstlinien  und  die  differenzielle  For- 
mung und  Zeichnung  des  sogenannten  Venusberges 
(Daumenballens),  der  die  Art  des  Temperaments,  der 
Sinneskraft  und  den  Schönheitssinn  erkennen  läßt,  doku- 
mentiert. 

Gemeinsam  ist  auch  der  überragende  Zeigefinger  in  allen 
Händen  (bis  auf  Lil  Dagover),  der  Herrschlust  und  domi- 
nierende Eigenschaften  anzeigt,  und  die  aufstrebende  Form 
der  Finger,  die  Aufstieg  verheißt.  Die  Linien  im  Handbild 
Erich  Pommers  sind  ähnlich  denjenigen  in  Willy  Fritschs 
Hand;  nur  ist  in  jener  die  Kopflinie  (mittlere  Querlinie) 
eigenartiger  und  interessanter  markiert,  infolge  der  hervor- 
ragenden Regietüchtigkeit  und  Tätigkeit.  In  Fritschs  Hand 
aber  fällt  die  Herzlinie  (obere  Querlinie)  besonders  auf, 
die  mit  ihren  Verästelungen  auf  starke  Inanspruchnahme 
von  Herz  und  Gemüt,  auf  intensive  Gefühlsexregungen 
hinweist,  während  die  Kopflinie  nur  als  einfa^ 
langer  Strich  erscheint. 


Die  Hauptdarsteller  der  „Ungarischen  Rhapsodie", 
dieses  besonders  durch  herrliche  Naturschönheiten  aus- 
gezeichneten Films:  Lil  Dagover,  Willy  Fritsch, 
D  i  t  a   P  a  r  1  o  ,   zeigen  den   Niederschlag   dieser  Eindrücke 


rf,4i^ 


* 


bogen,  und  zwar  in  Lilian  Harveys  Hand  ebenso  weit  nach 
rechts  zur  Daumenseite  hin  entwickelt,  wie  in  Jenny  Jugos 
Hand  nach  links  zur  Handrückenseite  hin  geneigt.  Es  ist 
hierdurch  eine  prinzipielle  Verschiedenheit  der  Auf- 
fassungen angezeigt,  die  sich  bei  künstlerischen  Aufgaben 
auswirken  wird  und  jeder  Künstlerin  ihre  besondere  Note 
gibt.  Größe  der  Hand  und  Gestalt  des  Handtellers  er- 
scheinen fast  gleich;  auch  ist  der  Daumen  in  beiden  Händen 
ganz   ähnlich  gestaltet. 

In  Erich  Pommers  Hand,  des  Regiegewaltigen,  der 
europäische  und  amerikanische  Filmeigenarten  großzügig  er- 
faßt und  ihre  Zusammenhänge  vorausahnend  bewertet,  er- 
scheint diese  Fähigkeit  durch  die  zangenförmige  Endung 
der  Kopflinie  ausgeprägt.  Auf  ihr  entspringt  eine  sehr 
klare  Merkurlinie  (zum  kleinen  Finger  gehend),  die  sich 
wiederum  mit  der  Kunstlinie  (zum  Ringfinger  aufwachsend) 
schneidet  und  verknüpft.  Die  Zeichnungen  unter  dem  Mit- 
telfinger deuten  in  Form  eines  mehrfachen  Schrägkreuzes 
auf  starke  Intuition,  Eindrucksfähigkeit,  künstlerische  Ge- 
staltungskraft auf  Grund  blitzartiger  Übermittlungen  aus 
dem  Unterbewußtsein  hin. 

Die  lange  Lebenslinie,  stark  und  gleichmäßig  gestaltet, 
verheißt  eine  dauernde  Wirksamkeit  auf  Grund  guter 
Lebenskraft  und    Widerstandsfähigkeit,   während    die   zahl- 


Jyi/itjo^ 


auch  recht  deutlich  in  itirem  Handbild.  Besonders  in  der 
Hand  von  Dita  Parlo  vermeint  man  den  hellen  Sonnen- 
schein, das  Wogen  des  Korns  auf  dem  Felde,  den  vollen 
bevorstehenden  Erntesegen  zu  sehen,  feurige  Blutaufwal- 
lungen, durch  Tanz  und  Liebessehnen  verstärkt,  auf- 
schnellende und  wieder  sanft  verklingende  Melodien  von 
Liebesleid  und  -glück,  von  bedrohlicher  Lebenszerstörung 
und  neuem  Lebensaufbau  zu  spüren.  Willy  Fritschs 
Hand  zeigt  in  robuster,  vereinfachter,  männlicher  Form 
auch  ein  Kornfeld  im  Sonnenglanz;  auch  über  der  fein- 
abgeklärten, vergeistigten  Hand  von  Lil  Dagover  liegt 
klares    Sonnenleuchten. 

Lilian  Harvey  und  Jenny  Jugo,  so  verschieden 
in  ihrer  äußeren  Wirkung,  weisen  außerordentliche  Ähn- 
lichkeiten im  Handbild  auf.  Gleiche  Schwingung  der 
Linien,  gleiche  Reisezeichen  (auf  dem  Lunaberg  am  Hand- 
rücken), gleiche  Strahlungen  auf  dem  Daumenballen,  glei- 
cher Schwung  der  Herz-  und  Kopflinie,  gleiche  Daumen- 
form.   In  beiden   Händen  erscheinen   die   Finger  stark   ge- 


^Y^ 


reichen  Reiselinien  ein  an  Abwechslungen  und  Eindrücken 
reiches  Leben  andeuten,  was  für  die  Vitalität  von  ein- 
schneidender Bedeutung  ist.  Die  Fingeransätze  sind  sehr 
gleichmäßig  gestaltet,  wodurch  Harmonie  und  Rhythmus 
angedeutet  ist,  sowie  Verständnis  und  Beherrschung  der 
Formen.  Der  energische  Daumen  zeigt  auf  Führertum, 
Zielstrebigkeit  und  Durchdringungsvermögen  hin,  Gut- 
mütigkeit nur  bis  zu  einem  gewissen  Grade,  wo  Ausnut- 
zungsbestrebungen empfunden  und  dagegen  Front  ge- 
macht wird. 

Die  Hand  von  Willy  Fritsch,  zwar  nicht  so  gleich- 
mäßig gestaltet,  wie  auch  die  Ansätze  der  Finger  zeigen, 
verrät  durch  das  langgestreckte  untere  Glied  des  Ring- 
fingers seine   großen  darstellerischen  Fähigkeiten,   schnelle 


^U^     .^h^c^^'^^-Tr^:^ 


Auffassungsgabe,  Elan,  Anschmiegsamkeit,  Güte  (weite, 
tiefgezeichnete  Herzlinie).  Zum  Apollofinger,  der  lang, 
kräftig  und  gerade  ist,  führen  mehrfache  schöngezeichnete 
Kunstlinien  in  Wellenform,  mehrfache  Talente  und  geistige 
Beweglichkeit  kündend.  Ein  gutverlaufender  Schicksals- 
weg, zum  Mittelfinger  weisend,  und  eine  kräftige  Lebens- 
linie vervollständigen  das  Handbild   dieses  Künstlers. 

Enrico  Benfer:  Junger  ,,Ufa"-Nachwuchs  sei  hier 
noch  im  Bilde  vorgestellt.  Vergleichenderweise  sieht  man 
ein  Liniennetz  von  außerordentlicher,  fast  verwirrender 
Vielgestaltigkeit,  das  viel  verheißt,  aber  erst  ausgären  und 
sich  klären  muß,  ehe  man  Schlußfolgerungen  auf  die  künst- 
lerische Zukunft  aussprechen  kann. 


^MfMfs 


Die  Dobrudscha-Expedition  des  Dr.  Ulrich  K.  T.  Schulz 
hat  das  Leben  der  letzten  europäischen  Wildstörchc 
im  Bilde  festgehalten,  eine  sehr  rühmliche  Tat,  denn 
die  Generation  nach  uns  wird  von  Wildstörchen  nur  noch 
als  von  ausgestorbenen  Vögeln  hören.  Die  Tage  der  Störche 
sind  überall  gezählt.  Man  weiß  nicht  genau,  weshalb  auch 
bei  uns  der  Hausstorch  immer  seltener  wird,  weshalb  er 
vielfach  nicht  mehr  zur  Brut  schreitet,  sondern  nur  noch  ein 


P 


J 


Phot.  Ufa 

Nest  baut  oder  sogar 
diese  Tätigkeit  nicht 
mehr  ausübt.  Gewiß 
wird  der  Storch  in 
seinen  Lebensge- 

wohnheiten   dadurch 
beeinflußt,    daß    wir 
unsere  Landschaft  im- 
mer mehr  ineineKul- 
tursteppe        verwan- 
deln. Auch  durch  die 
moderne  Heuschrek- 
kenbekämpfung       in 
Afrika,    die   mit   Ar- 
senik erfolgt,   ist  der 
Storch  gefährdet,  da 
Heuschrecken     seine 
Hauptnahrung    wäh- 
rend seines  Winteraufenthaltcs  bilden.  Aber  bevor  die  Entwässerung  unserer  Moore  und 
Sümpfe  erfolgte,  bevor  man  Heuschrecken  mit  Chemikalien  zu  vernichten  trachtete,  war 
der   Storch  bereits  seltener    geworden.     Das    vertraute    Bild    eines    mit    Storchnestern 
besetzten  Dorfes,   das  unsere  Großväter  liebten,   wird  immer  mehr  zu  einer  Ausnahme. 
Vielleicht  ist  im  Haushalt  der  Natur    seine  Aufgabe  erfüllt,  und  er  verschwindet,  wie 
andere  Vögel  vor  ihm,  vollkommen,  um  neuen  Geschöpfen  Platz  zu  machen.     Vielleicht 
kündet   auch   sein   Aussterben    den    gefürchteten  Aufstieg   der   Insekten   an.    Wie   dem 
sei:    Generationen   nach  uns  werden  ihn  im  lebenden  Bilde  wieder  erwecken  können. 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


S.  Fortsetzung 

Ein  seltsamer  Fahrer  kockte  über  dem  Steuerrad. 

Unter  der  Lederkappe  grinste  ein  knöcherner  Totenschädel  mit 
gefletschten  Zähnen  höhnisch  zu  ihm   herüber. 

Mit  einem  heiseren  Schrei  schlug  er  die  Hände  erschauernd 
vor  das  Gesicht;  eine  furchtbare  Erinnerung  war  plötzlich  in  ihm 
aufgesprungen. 

Wie  ein  wildgewordenes  Pferd  bäumte  sich  das  steucrlose 
Auto  mit  den  Vorderrädern  steil   in  die  Höhe. 

Staub  stob  nach  rechts  und  links. 

Ein  Krachen  und   Splittern,   ein  schmetterndes   Prasseln. 

Dann  Totenstille. 

In  tausend  Trümmern  lag  der  Wagen  quer  über  dem 
Straßendamm.  —  — 

VHI. 

Die  Mordkommission  war  schon  in  den  frühen  Morgenstunden 
zur  Villa  Karr  herausgekommen,  nachdem  der  Kammerdiener 
Franz,  der  seinen  Herrn  als  erster  tot  im  Schlafzimmer  auf- 
gefunden hatte,  in  höchster  Erregung  unverzüglich  das  Polizei- 
revier in  Wannsee  alarmiert  hatte. 

Die  Leiche  Karrs  war  sofort  amtsärztlich  untersucht  und 
ebenso  wie  der  ganze  Tatort  photographisch  aufgenommen 
worden. 

Der  Tod  war  offenbar  durch  einen  aus  nächster  Nähe  ab- 
gegebenen Brustschuß  erfolgt  und  zweifellos  auf  der  Stelle  ein- 
getreten; bei  der  Obduktion  ergab  sich,  daß  das  Herz  durch  die 
Sprengwirkung  des  Nahschusses  vollkommen  auseinander- 
gerissen war. 


Die  Kriminalpolizei  konstruierte  nach  den  ersten  Erhebungen 
den  mutmaßlichen  Tatvorgang  dahin,  daß  ein  zu  dem  offenen 
Schlafzimmerfenstcr  eingestiegener  Einbrecher  wahrscheinlich 
hinter  dem  Fenstervorhang  versleckt  gewesen  sei  und  im  Augen- 
blick seiner  Entdeckung  auf  dem  ziemlich  engen  Raum  zwischen 
Fenster  und  Bett  im  unmittelbaren  Einandergegenüberstehen  auf 
Karr  gefeuert  habe. 

Eine  Fußspur  im  Park,  die  sorgfältig  in  einem  Gipsausguß  auf- 
genommen wurde,  Beschädigungen  an  der  Hausmauer  und  am 
Weinspalier  und  deutliche  Fingerabdrücke  auf  dem  Fenstersims 
gaben  einen  einwandfreien  Hinweis  auf  den  Weg,  den  der  Täter 
genommen  haben  mußte. 

Eine  Beraubung  des  Überfallenen  hatte  anscheinend  nicht  statt- 
gefunden, wenigstens  wurde  die  sehr  wertvolle  Platinuhr  und  eine 
Brieftasche  mit  einem  bedeutenden  Barbetrag  noch  bei  der  Leiche 
vorgefunden;  offenbar  war  der  Einbrecher  durch  einen  bisher  noch 
unaufgeklärten  Umstand  vorzeitig  verscheucht  worden,  da  der 
Knall  des  Schusses  in  der  Stille  der  Nacht  weithin  vernehmbar 
gewesen  sein  mußte. 

Die  weiblichen  Dienstboten,  die  im  Souterrain  des  gegenüber- 
liegenden Gebäudeflügels  untergebracht  waren,  vermochten  hierzu 
allerdings  nichts  von  Belang  auszusagen;  auch  der  noch  ganz 
verstörte  alte  Franz,  der  allein  mit  dem  Ehepaar  Karr  in  der 
gleichen  Etage  schlief,  wollte  von  einem  Schuß  nichts  gehört 
haben. 

Seine  eingehende  Vernehmung  ergab  jedoch  einen  ziemlich 
sicheren    Anhalt    für    den    wahrscheinlichen    Zeitpunkt    des    Ver- 


j^Sitmmii^aBa^t:sä& 


•MÜ  meiner 

SINGER 

und  deren  Jipparaten 
kann  idt  mir  die 
entsEÜdkendftQn 
UlaidungsßüdiQ 
lolblt  anfiirtigQn 


brcchens,  das  nach  seiner  Auffassung  nur  während  der  Dauer 
seiner  Abwesenheit  etwa  zwischen  ein  und  zwei  Uhr  nachts  ge- 
schehen sein  konnte,  als  er  auf  Anordnung  Karrs  noch  einen 
Brief  nach  Schlachtensee  besorgt  und  in  der  Wohnung  des 
Empfängers    erst    nach    längerem   Warten    Einlaß    gefunden    habe. 

Die  gnädige  Frau  sei  zur  Zeit  der  Tat  überhaupt  nicht  in  der 
Villa  anwesend  gewesen. 

Sie  habe  nach  der  Rückkehr  aus  dem  Theater  mit  ihrem 
Gatten  im  Gartensaal  noch  zur  Nacht  gespeist  und  dann  gegen 
zwölf  Uhr  durch  die  große  Eingangshalle,  in  der  er  noch  mit 
Aufräumungsarbeiten  beschäftigt  gewesen  sei,  in  großer  Eile  das 
Haus  verlassen. 

Sie  habe  dabei 
im  Vorübergehen 
bemerkt,  daß  sie 
über  den  Zustand 
ihrer  kranken  Mut- 
ter soeben  eine  be- 
drohliche Telephon- 
nachricht erhalten 
habe  und,  wie  dies 
schon  manchmal 
geschehen,  mit 

einem  Wagen  vom 
nahen  Autostand 
am  Haus  am  See 
nach  Zehlendorf  hin- 
überfahren werde. 

Der  Untersu- 

chungsrichter nahm 
bei  dieser  Sachlage 
von  einem  Verhör 
der  jungen  Witwe, 
die  vorläufig  in  der 
Wohnung  ihrer 

Mutter  verblieben 
war,  bis  auf  weite- 
res Abstand,  zumal 
ein  Zeugnis  des 
Hausarztes  ihre 

augenblickliche  Ver- 
nehmungsunfähig- 
keit infolge  eines 
völligen  Nervenzu- 
sammenbruchs be- 
scheinigte. 

Die  Affäre  Karr, 
die  ein  Späfabend- 
blatt  noch  am  glei- 
chen Tage  mit  al- 
lerlei sensationel- 
lem Aufputz  kom- 
mentiert hatte, 
schrumpfte  unter 
der  nüchternen  kri- 
minalistischen Be- 
trachtung zu  einem 
einfachen  Mord- 
überfall zusammen, 
der  nur  durch  die 
Persönlichkeit  des 
Ermordeten  ein  be- 
sonderes Gepräge 
erhielt. 

Als  mutmaßlicher 
Täter      kam      nach 
den       behördlichen 
Presseinformatio- 
nen  ein   Einbrecher    in   Betracht,    der    erst   vor    kurzem    in    einem 
anderen   westlichen  Vorort   eine   nächtliche   Beraubung  ganz   ähn- 
lichen Stils  versucht   halte  und   über  den  seinerzeit   eine  ziemlich 
genaue  Personalbeschreibung  zu  den  polizeilichen  Akten  gegeben 
worden  war. 

Die  Beisetzung  Karrs  erfolgte  auf  einen  testamentarisch  nieder- 
gelegten Wunsch  des  Verstorbenen  in  aller  Stille  und  mit  größter 
Schlichtheit. 

Trotzdem  hatten  es  sich  die  Reichs-  und  Staatsbehörden  nicht 
nehmen  lassen,  bei  seiner  feierlichen  Einäscherung  im  Wilmers- 
dorfer  Krematorium  durch   besondere   Abordnungen    vertreten    zu 


KOSTENLOSE  ANLEITUNG 

Im  J^ähon,  Siidion  und  Sfopfbn 

Ibtoie  in  dorJ^ndhabung  derSpparate 
iwd  bQre'dmiUigß  inj  ödem  Singer Jhden  erteilt 

SINGER  NÄHMASOilNEN  AKTIENGESELLSCHÄfT 


sein,  und  die  Unzahl  pomphafter  Kränze  und  spaltenlangcr  Nach- 
rufe in  den  Tageszeitungen  sämtlicher  Parteirichtungen  bewies, 
welcher  Wertschätzung  sich  der  so  jäh  aus  dem  Leben  Ge- 
schiedene in  den  weitesten  Kreisen  von  Industrie  und  Handel 
erfreut  hatte. 

Die  gerichtliche  Untersuchung  war  unterdes  mit  höchstem 
Nachdruck  betrieben  und  der  ganze  umfangreiche  Apparat  des 
Fahndungsdienstes  sofort  nach  allen  Richtungen  der  Windrose  in 
Bewegung  gesetzt  worden. 

Sämtliche  bedeutenderen  Polizeistationen  des  In-  und  Aus- 
landes hatten  auf  funkentelegraphischem  Wege  das  Signalement 
des  gesuchten  Verbrechers  erhalten. 

Ein  überaus  schar- 
fer Grenzüber- 
wachungsdienst war 
eingerichtet  wor- 
den, und  die  von 
der  Staatsanwalt- 
schaft ausgeschrie- 
bene beträchtliche 
Belohnung,  die  von 
der  Geschäftslei- 
tung der  Karrwerke 
privatim  noch  um 
den  dreifachen  Be- 
trag erhöht  worden 
war,  spornte  das 
große  Publikum  in 
solchem  Umfang  zu 
freiwilliger  Mit- 
arbeit an,  daß  die 
Nachrichtenabtei- 
lung des  Polizei- 
präsidiums die 
Überfülle  der  täg- 
lich massenhaft  ein- 
laufenden nament- 
lichen Anzeigen 
und  anonymen  De- 
nunziationen kaum 
zu  bewältigen  ver- 
mochte. 

Die  Leitung  der 
Voruntersuchung 
lag  in  den  bewähr- 
ten Händen  des 
Untersuchungsrich- 
ters Dr.  Rottmann, 
eines  in  Verbre- 
cherkreisen über- 
aus gefürchteten 
Kriminalisten,  dem 
die  Jurisprudenz 
eine  Reihe  wertvol- 
ler Arbeiten  zur 
Psychologie  der 

Zeugenaussage  ver- 
dankte und  der  mit 
einem  bedeutenden 
Fachwissen  ein 

kühl  abwägendes, 
scharf  -  kritisches 
Urteil  und  eine 
rücksichtslos  durch- 
greifende Energie 
vereinte. 

Ungefähr  eine 
Woche  war  seit  der  Beisetzung  Karrs  ins  Land  gegangen,  als  der 
Justizwachtmeister  vom  Dienst  Herrn  Dr.  Rottmann  eines  Spät- 
nachmittags die  Karle  eines  Herrn  v.  Rybinski  überbrachte,  der 
den  Herrn  Untersuchungsrichter  in  einer  sehr  dringenden  An- 
gelegenheit unbedingt   noch  einmal   zu   sprechen  wünschte. 

Mit  einem  leisen  Seufzer  bog  der  Vielbeschäftigte  das  dünne 
Kartcnblatt  in  der  Hand. 

„Ich   lasse   den   Herrn    bitten!"   sagte,  er   endlich    ergebungsvoll. 

Gleich  darauf  trat  Herr  v.  Rybinski  ein,  wie  immer  streng 
korrekt  in  Gehrock  und  Zylinder,  einen  hellen  Sportmantel 
kokell  über  dem  linken  Arm. 

Dr.   Rotlmann  hatte  die   Karte  wieder  aufgenommen. 


„Geschäftlicher  Leiter  der  Detektei  Helios",  las  er  halblaut. 

..Womit  kann  ich  Ihnen  zu  Diensten  sein?"  fragte  er  dann  mit 
einem  leisen  Unbehagen.    ..Wollen  Sie  bitte  Platz  nehmen!" 

Herr  v.   Rybinski   räusperte   sich   geräuschvoll. 

.,Tch  komme  in  der  Angelegenheit  des  verstorbenen  General- 
direktors Karr,  Ich  war  in  letzter  Zeit  geschäftlich  in  Schottland 
und  erfuhr  erst  vor  einigen  Tagen  durch  die  Londoner  Zeitungen 
von  dem  aufsehenerregenden  Todesfall.  Ich  bin  daraufhin  so 
schnell  wie  möglich  mittels  Flugzeuges  nach  Berlin  zurückgekehrt, 
weil  ich  mich  im  Besitz  von  Material  glaube,  durch  das  die 
Untersuchung  gegebenenfalls  ein  ganz  neues  Gesicht  gewinnen 
könnte!" 

Herr  Dr.  Rottmann  spielte  ungeduldig  mit  seinem  Füllfeder- 
halter; die  gemessene  Feierlichkeit  seines  Besuchers  ging  ihm  auf 
die  Nerven. 

,,Darf  ich  Sie  bitten,  sich  recht  kurz  zu  fassen?  Meine  Zeit  ist 
außerordentlich  beschränkt!" 

Herr  v.  Rybinski  verneigte  sich  höflich. 

,,Ich  komme  sofort  zur 
Sache,  Herr  Landgerichtsrat! 
Ich  habe  den  heutigen  Vor- 
mittag dazu  benutzt,  sämtliche 
mir  erreichbaren  Pressenotizen 
über  die  Affäre  Karr  über- 
sichtlich zusammenzustellen. 
Dabei  ist  mir  vor  allem  ein 
Umstand  aufgefallen,  der  mir 
für  die  Psychologie  dieses 
Verbrechens  besonders  wichtig 
erscheint,  nämlich,  daß  man 
bisher  nicht  die  geringste  Be- 
raubung des  Ermordeten  hat 
feststellen  können.  Die  Frage 
liegt  daher  nahe,  ob  es  sich 
überhaupt  um  einen  Raub- 
überfall   handelt." 

Er  hatte  bei  diesen  letzten 
Worten  seiner  Ledertasche 
ein  Aktenheft  entnommen  und 
bewaffnete  sich  umständlich 
mit    seiner    großen    Hornbrille. 

,,Ich  weiß  nicht,"  fuhr  er 
dann  vorsichtig  tastend  fort. 
,.ob  es  gerichtsseitig  bekannt 
ist,  daß  sich  Herr  Karr  in 
jüngster  Zeit  sehr  ernstlich 
mit  dem  Gedanken  einer  Ehe- 
scheidung getragen  hat?" 
,, Einer  Ehescheidung?" 

Mit  einem  scharfen  Ruck 
hob  der  Untersuchungsrichter 
seinen  kahlen  Vogelkopf;  ein 
Ausdruck  unverhohlener  Über- 
raschung malte  sich  auf  seinem 
Gesicht. 

Herr  v.  Rybinski  glättete 
vorsichtig  die  etwas  wider- 
spenstigen Seiten  seines 
Aktenheftes. 

„Allerdings,  einer  Eheschei- 
dung", wiederholte  er  dann  im 

Ton  deutlichen  Triumphes.  ,,Die  Sache  liegt  folgendermaßen:  Kurz 
vor  Antritt  seiner  letzten  Reise  nach  England  ließ  mich  Herr 
Karr  eines  Abends  nach  seinem  Privatkontor  in  der  Behren- 
straße  bitten  und  beauftragte  mich  im  tiefsten  Geheimnis  mit 
einer  Beobachtung  seiner  jungen  Gattin.  Das  Ergebnis  meiner 
Ermittelungen  ist  in  diesen  Blättern  niedergelegt,  die  ich  Herrn 
Karr  am  Tage  seiner  Rückkehr  sofort  im  Original  überreichte. 
Und  die,  wie  ich  gleich  bemerken  möchte,  den  bündigen  Beweis 
dafür  enthalten,  daß  Frau  Evelyn  Karr  seit  einigen  Monaten 
zu  einem  Dr.  Kurt  Steinhoff  in  nicht  ganz  einwandfreien  Be- 
ziehungen gestanden  hat." 

„Wie  nahm  Herr  Karr  Ihre  Eröffnungen  auf?" 

„Äußerlich  blieb  er  im  ganzen  ruhig  und  beherrscht,  aber  es 
entging  mir  trotzdem  nicht,  daß  ihn  dieser  Schlag  sehr  schwer 
traf.  Seine  erste  Frage  galt  denn  auch  sofort  der  Möglichkeit 
einer  Ehescheidungsklage.  Ob  er  in  dieser  Richtung  noch  Schritte 
unternommen  hat,  entzieht  sich  meiner  Kenntnis.  Vielleicht  hat 
ihm  hierfür  auch  die  Zeit  gefehlt.  Denn  unsere  Unterredung 
fand  am  Donnerstag  vor  acht  Tagen  statt,  und  am  Sonntagmorgen 


unö  gealtert  bot 
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BiOCITiN 


^cugcftdlt  nad)  öcm  üerfal)rcn  v.  Prof.  ^abcnnann. 
Darum:  6et^  öcinc  flcrücn  in  ©tanö!  nimm 
öiDcitin!  €rt)ältlid)  in  ^potI)cfen  u.  Drogeni)anölg. 
Drucffad).  foftcnl.   öiocitinfabrif,  Berlin  SW  29/Fni. 


weilte  Herr  Karr  bereits  nicht  mehr  unter  den  Lebenden!"  — 
Der  Untersuchungsrichter  sah  nachdenklich  zu  dem  verzirkelten 
Geleisenetz  des  Lehrter  Bahnhofs  hinüber,  dessen  zahllose 
Schienenstränge  wie  glühende  Ströme  flüssigen  Metalls  in  der 
Abendsonne  schimmerten. 

,.Dr.    Steinhoff,    Dr.    Steinhoff",    wandte    er    sich    dann    wieder 
seinem  Besucher  zu.     „Ist  das  nicht  derselbe,  an  dessen  Premiere 
das  Ehepaar  Karr  noch  am  letzten  Sonnabend  teilgenommen  hat?" 
Herr    v.    Rybinski    nickte    zustimmend. 

,,So  stand  es  wenigstens  in  den  Zeitungen.  Dr.  Steinhoff  ist 
ein  aufstrebender  junger  Schriftsteller,  dem  man  allgemein  eine 
große  Zukunft  prophezeit.  Sein  Bild  und  ein  kurzer  Abriß  seines 
Lebens  ist  übrigens  in  meinen  Akten  enthalten,  die  ich  depn 
Gericht    selbstverständlich    ganz    zur    Verfügung    stelle!" 

„Wir  werden  die  Persönlichkeit  dieses  Herrn  wahrscheinlich 
einer  kleinen  Nachprüfung  unterziehen  müssen!"  sagte  der  Richter 
mit  wachsendem  Interesse.  ,, Jetzt  fällt  mir  auch  ein,  wo  mir 
sein   Name   bereits    einmal   aufgestoßen    ist.      Steinhoff    hieß    auch 

der  Empfänger  des  letzten 
Briefes,  den  Karr  noch  in  sei- 
ner Todesnacht  nach  Schlach- 
tensee aufgegeben  hat.  Seine 
Adresse  muß  sich  übrigens  an 
Gerichtsslelle  befinden." 

Er  blätterte  ein  paar  Augen- 
blicke in  seinen  Ermittelungs- 
akten und  ließ  sich  dann  durch 
die  Zentrale  mit  der  Pension 
Hartkopf  verbinden. 

Gleich  darauf  meldete  sich 
eine  klangvolle  Altstimme  und 
erging  sich  auf  die  Frage  nach 
Dr.  Steinhoff  in  einer  längeren 
erregten  Entgegnung,  die  der 
Richter  sofort  in  einigen  ste- 
nographischen Aufzeichnungen 
festzuhalten  suchte. 

Als  er  endlich  den  Hörer 
wieder  niederlegte,  war  sein 
Gesicht   tiefernst   geworden. 

„Ich  glaube,  wir  stehen  vor 
einer  überraschenden  Wendung 
im  Fall  Karr!"  sagte  er  dann. 
„Wie  ich  aus  der  Pension  Dr. 
Steinhoffs  soeben  erfahre,  ist 
dieser  seit  der  letzten  Sonn- 
abendnachl  ohne  Hinterlassung 
einer  Adresse  oder  eines  son- 
stigen Lebenszeichens  aus  sei- 
ner Wohnung  spurlos  ver- 
schwunden. Ich  werde  hier- 
über selbstverständlich  sofort 
alle  notwendigen  Ermittelungen 
anstellen  lassen  und  möchte 
Sie  bitten,  sich  für  die  nächste 
Zeit  zur  Verfügung  des  Ge- 
richts zu  halten  und  vor  allem 
vorläufig  gegen  jedermann 
strengstes  Stillschweigen  zu 
beobachten!" 

Mit  einer  beschwörenden 
Geste  legte  Herr  v.  Rybinski  die  behandschuhte  Rechte  auf  seine 
Herzgegend. 

,,Mein  Ehrenwort,  Herr  Landgerichtsrat!  Ich  werde  schweigen 
wie  eine  Katakombe.  Darf  ich  mir  im  übrigen  die  Bitte  er- 
lauben, mich  bei  der  Verteilung  der  ausgelobten  Belohnung  für 
die  Aufklärung  des  Verbrechens  in  angemessener  Weise  berück- 
sichtigen  zu  wollen!" 

IX. 
Lore    von    Eckartsberg    kam    die    Terrassentreppe    des    Sieben- 
eichener    Herrenhauses    herab    und    ging    in    den    Park. 
Es  war   noch   ganz   früh   am   Tage, 

Ein  frischer,  schleierloser  Maimorgen  mit  Sonnengold  und  allen 
Wundern    der    Auferstehungsstunde. 

Lerchen  sangen  hoch  im  Winde,  und  der  Blick  über  den  See 
und    die   Wiesen    ging    bis   an   das    Ende   der    Welt. 

Lore  schlenderte  gemächlich  die  alte  Buchenallee  entlang,  in 
deren  grüne  Dämmerung  die  Sonne  ihre  ersten  Strahlen  schräg 
hereinfließen  ließ,  und  holte  sich  dann  aus  der  Gärtnerei  einen 
großen  Fliederstrauß  für  den  Frühstückstisch.       Fortsetzung  folgt 


Sthaditel 
1.90  M. 


/  Deii^mafsipäscße      in 
Amerißa 

Auch  Berti ßmte  ßisto-^ 
n'scße  Persönfidj^eiten 
ßönnen  ni'cfit  darauf 
verzichten,  int  Laufe  der 
Jaßrßunderte  einnia/ 
ffetvascßen    zu    luerden 


* 


2.  Trei'ßei's  auf  der  Efße 

Eine  Arßeit,  auf  man' 
d>en  deutscßen  7/1153  en 
genau  so  lüicßtig  ipie  im 
Pofiirmeer 

% 

3.  Das  Eisfaufpaar 
Mkßefsen  iindRücßert 
in  St.  Aloritz 

Studie  von  Grazie  und 
Scfiönßeit  auf  dem  Eise 


Zum  2oo.  Geßurtstag 
Lessings 

Gedanken  und  Werke, 
die  Jahrhunderte  üBer' 
dauern 


* 


^     5- und 6.  Tiauenfießfinge 

Tiere,  die  man  in  Japan 
genau  so  verBätscAeft 
ii'ie  Bei  uns 


* 


Die  AufnaBmen  stammen  aus 
der  Ufa"  und  der  Deu/tg^ 
WcSensdau  Nr.  4,  die  in 
dieser  Wot^e  in  den  meisten 
Kinos  fäuft 


II 


FRAGEN 


'-^7"^^' 


die  uns  erreTchterL 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des     ,.  Fi  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW68.    Zimmerstr.  3S-41. 
Scberlverla^.     Antwort  erfolgt  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptancelCKenheiten  bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Kückporfo  beizufügen.  Jede  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  Sclireibmaseliinenseiteu 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Regisseure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschlage  senden,  von 
handgeschriebenen  Sendungen   (leserlich)   eine  Abschrift  zurückbehalten. 

• 

Frieda  K.  in  Königsberg:  Jawohl,  Liane  Haids  Schwester 
Grit  filmt  ebenfalls.  Von  Liane  Haid  gibt  es  kein  Buch.  Werner 
Pittscliaus    letzter    Film    war    ..Der    erste    Kuß"    mit    Anny    Ondra. 

Carl  H..  München:  Das  ist  leider  vorläufig  ein  Ding  der  Un- 
möglichkeit, daß  Conrad  Vcidt  Ihnen  zu  einem  Bilde  sitzt.  Denn  er  lebt 
und  filmt  in  Hollywoo«!  und  kommt  in  nächster  Zeit  weder  nach  Berlin 
noch   nach   München.     Aber  vielleicht  haben  Sie   später   einmal    (ilück. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  Margarete  aus  Berlin:  Jack  Trevor 
wohnt  Berlin  W.  BendlerstraUe  9.  Harry  Halm  hat  am  17.  Januar  (Je- 
burtstag.  Lilian  Harvey  ist  unvcrheitatet.  Willy  Fritsch  wohnt  Berlin- 
Charlottenburg.    Kais<>rdamm    9.">. 

E  I  s  ,1  B..  Harburg:  Greta  Garbo  soll  mit  John  tiilbcrt  verheiratet 
sein.  Mauritz  .Stiller  haMe  Greta  G.arbo  in  i^ltockliolm  im  Tlicjitcr  gesehen  und 
sie  für  den  Film  entdeckt.  Einige  Adressen  von  Filmgesellschaften: 
Orplid-Messtro.  Berlin  SW  68.  Zimmerstraße  T!)-80.  Strauss-Film.  Berlin 
8W  48,  Friedrichstraßc  5-6,  Hegewald-Film,  Berlin  SW  48.  Friedrich- 
straße  250. 

Paul  U.  R.,  Oppeln  :  .Tenny  Jugo  wurde  .im  lt.  .Tuni  in  Wien 
geboren,  ist  mit  dem  Filmschauspieler  Enrico  Benfer  verlobt.  .Sie  gibt 
Autogramme.     Ihr    nächster   Ufa-Film:    ..Flucht    vor   der   Liebe". 

Eugen  L..  Dresden:  Cecil  B.  de  Mille.  Cecil  B.  de  Mille- 
Studios.    Hollywood,   Kai. 

Margit  Seh..  B  r  a  u  n  s  c  h  w  e  i  g  :  Ruth  AVcyher.  Hanni  Weisse. 
Gerda  Maunis,  Walter  SIezak.  Fee  Malten.  Truus  vnn  .Aalten  sind  ledig. 
Lee  Parry  ist  mit  dem  Kaufmann  Moldauer,  Gräfin  Esterhazy  mit  dem 
Filmdireklor  Sokal,  Lia  Eibenschütz  mit  dem  .Schauspieler  Kurt  Vesper- 
mann, Johannes  Rieniann  mit  der  Sportgröße  Thea  Bingner.  Bruno  Kastner 
mit  der  Operettendiva  Luisl  Tiersch.  Ellen  Richter  mit  dem  Filmregisseur 
Dr.  Willy  Wolff  verheiratet.  Harry  Liedtke  war  zuerst  mit  der  Schau- 
spielerin  Proft  und  dann   mit   Käthe  Dorsch   verheiratet.    Xoch  2   .Söhne. 

I.  C  o  m  i  t  o  I  i  ,  Wien:  Mona  Martensson  weilt  unseres  Wissens  in 
ihrer  sehwedischen  Heimat.  Maria  Paudler  fährt  nicht  nach  Amerika. 
Thr  nächster  Film:  ..Das  närrische  Glück".  Eva  von  Rerne  ist  noch  in 
Deutschland,    spielt    eine    Hauptrolle    in    dem   .Sfar-Film    ..T)ie    Hellseherin". 

Mausi  «.US  Guben  :  Den  Fürsten  Brauneck  im  Film  ..Die  Heilige 
und  ihr  Narr"  spielte  Felix  P.  .Soler.  Lien  Beyer«  wurde  in  .\msterdani 
geboren.  .Jenny  Jugo  ist  mit  Enrico  Benfer  verloht.  .\gncs  Petersen 
smielte  m.  a.  in  den  ..Geheimnissen  des  Orients"  und  in  ..Der  geheime 
Kurier". 

L  i  t  a  B.,  Dortmund:  Wir  sind  gern  bereit.  Ivan  Petrovicb  ein- 
mal an  das  fällige  Autogramm  zu  erinnern.  Jn.  er  ist  sehr  beschäftigt, 
spielt  jetzt  bei  Orplid-Messtro:  ..Paris,  du  Stadt  der  I-iebe"  (..Quartier 
Latin"),    ist    zur   Zeit    in    Paris   zu    .Außenaufnahmen. 

Erika  u.  D.  A.,  Berlin  :  Am  besten.  Sie  wenden  sich  noch 
einmal  direkt  an  Göst.a  Ekman.  Stockholm,  Hjorthogsvägen.  Wir  haben 
Lilian  Harvey  noch  nicht  gemessen,  werden  aber  das  Versäumte  natürlich 
so    bald    wie    möglich    nachholen.     Hoffentlich    gestattet    es   Lilian    Harvey. 

Greta  Garbo- Verehrerin  aus  Braunsehweig:  Einen 
Film  ..Nesthäkchen"  gibt  es  nicht.  Und  Gret.a  Garbo  sollte  das  Nest- 
häkehen   spielen?? 

Nur  Willy  F  r  i  t  s  e  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  .  Mannheim:  Willy 
Fritsch  wohnt  Berlin-Charlottenbiirg.  Kaiserd.imm  fl.'i.  bei  Syltcn.  Spielt 
die  männliche  Hauntrolle  in  ..Frau  im  Mond".  Kommt  erst  in  der  nächsten 
Spielzeit   heraus.     Rosen.     Treibt    viel    Sport. 

Gerda  F..  Berlin:  Imogene  Robertson  bleibt  vorläufig  in  Holly- 
wood. Sie  gibt  Autogramme.  Ihr  neuester  Film:  „Die  Hölle  der 
Heimatlosen". 

Thea  K..  C  h  a  r  1  o  t  t  e  nj)  u  r  g  :  Nein,  in  ..Im  siebenten  Himmel" 
sT>ielte  nicht  Reinhold  Schünzel  mit.  Ein  amerikanischer  Film  mit  .Tanet 
Gaynor  und  Charles  Farrell  in  den  Hauntrollen.  Früher  gab  es  ein 
Stück  „Pat  und  Pataclion  im  siebenten  Himmel".  Der  Ufa-Film  ,,Ihr 
dunkler  Pimkt"    ist   Mitte   ,Tanuar  im   Gloria-Palast   uraufgeführt   worden. 

Filmfreund  aus  Zittau:  Warum  Harry  Piel  im  Film  ..Seine 
.stärkste  Waffe"  nicht  wieder  mit  Dary  Holm,  sondern  mit  Vera  Schmitter- 
löw  spielte,  können  wir  Ihnen  leider  auch  nicht  verraten.  Piels  nächster 
Film  ist  ,,Die  Mitternaehtstaxe".  Tm  allgemeinen  hat  das  Publikum  nicht 
Zutritt  zu  Filmateliers.  Sonst  kostenlos.  Aber  nein,  man  muß  nicht  un- 
bedingt  eine    Filmschule    besuchen,   wenn    man    Filmstar    werden    will. 

Trautcl,  die  Henry  Stuart-Verehrerin:  Walter  Rilla. 
Paul  Richter  und  Truu.s  van  .Aalten  werden  wir  an  die  fälligen  .Auto- 
gramme erinnern.  Henry  Stuart  wurde  am  1.  Februar  in  Kairo  geboren, 
hat  noch  eine  Schwester  und  einen  Bruder.  Avar  zuerst  Maler  und  Archi- 
tekt, wurde  vor  ungefähr  5  Jahren  für  den  Film  entdeckt  und  spielle 
.seine  erste  .Rolle  mit  Gebühr  und  ,Tenny  Hasselquist  in  der  ,, Perücke". 
Er  ist  unverheiratet  und  so  groß,  wie  Sie  sich  ihn  erträumen.  Dasselbe 
kann  man  voh  Werner  FHietterer  sagen.  Fuetterer  wurde  am  lo.  Januar 
in   .Stralsund  geboren.    .Spielte   zuerst   den   Engel   Gabriel   im   ..Faust". 

Husch.  Husch  die  W  a  I  d  f  e  e  :  Es  gibt  einen  Filmschauspieler 
Leo  Peukert.  Wohnung:  Berlin-Neutempelhof.  Hohenzollernkorsn  8.  Die 
nächsten  Filme  von  Ramon  Novarro  sind:  ..Die  Dame  hinterm  Vorhang" 
und   ..Pflicht  und   Liebe",     fm   Augenblick   noch   nicht  in  Berlin.     Ledig. 

P  i  I  m  r  a  1 1  e  AV.  W..  Liehterfelde:  Barbara  Kemp  filmt  nicht. 
Ramon  Novarro  soll  in  Berlin  in  der  Ot>er  ..Tosca"  auftreten.  Mady 
Christians  ist  Wienerin,  Agnes  Esterhazy  Ungarin.  .Jawohl,  voraussiehlich 
wird  Greta  Garbo  nach  ihrer  .Scliwedenreise  Deutschland  einen  Besuch  ab- 
statten. Wie  lange  es  dauert,  bis  Sie  von  einem  Filmstar  das  gewünschte 
Autogramm  erhalten,  ist  ganz  verschieden.  Das  kann  Tage,  aber  auch 
Monate  dauern.  Mady  Christians'  wohnt  Berlin-Charlottenburg,  Bismarck- 
straße  «7.  Carmen  Boni  Berlin  W.  tlhlandstraße  1.18.  Gräfin  Esterhazy 
Berlin  W.  Kaiserallee   215,   Anita  Dorris   Berlin-Charlotfenburg.   Soorstr  28. 


Ly  aus  Altona:  Sie  können  auch  deutsch  an  Billie  Dave 
schreiben. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  i  n  aus  Leipzig:  Willy  Fritsch  wohnt  nicht  bei 
seinen  Eltern.  Maria  Paudler  war  mit  einem  Künstler  verheiratet.  Natür- 
lich muß  man  jung  s<'in.  wenn  man  Filmschauspiderin  werden  will,  und 
darf  weder   zu   groß   noch   zu  klein  sein. 

Else  F.,  M  ü  n  c  h  e  n  :  Die  von  Ihnen  aufgezählten  Filme  sind  alle 
Lya  Mara-Filme.  Die  nächsten  Filme  von  Lya  Mara  heißen:  ..Mein  Herz 
ist  eine  .Tazzhand".  ..Der  rote  Kreis",  „Die  Kaiserin".  Geboren  am 
1.  August  in  R.iga.  Alter  wird  nicht  angegeben.  Reseda.  Fred  Louis 
Lerchs   Name    ist    unseres    Wissens    ..echt". 

E  m  m  y  B.,  M  ü  neben:  Fritz  Kortncr  spielte  in  der  ..Revolutions- 
hochzeit"  (Jen  Kommissar  der  Revolutionspartei.  AVohnung:  Berlin-Dahlem, 
Mai-Eyth-Straße    5. 

Frau  Dir.  .S..  Marburg:  Hcniiv  Porten  wohnt  Berlin-Dahlem, 
Parkstraße  74. 

F  u  e  t  t  e  r  e  r  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  Königsberg:  Jenny  Jugo  war 
mit  dem  vor  einiger  Zeit  verstorbenen  Filmschauspieler  Emmo  Jugo  ver- 
heiratet, jetzt  mit  Enrico  Benfer  verlobt.  Conrad  Veidt  wohnt  in  «Beverly- 
Hills,  Hollywood,  Kai.  W  i  r  haben  nichts  dagegen,  wenn  Sie  die  Film- 
schauspieler  besuchen.     Hoffentlich    die   Stars   auch   nicht. 

Evelyn  H  o  I  t  -  V  e  r  e  h  r  c  r  i  n  .  Bocholt:  Die  weibliche  Haupt- 
rolle in  ..Paris,  du  Stadt  der  Liehe"  (..Quartier  I^tin")  spielt  Carmen  Boni. 
Oswald»  Valcnti  ist  Italiener,  war  in  einer  kleineren  Rolle  in  der  ..Unga- 
rischen Rliiipso<lie''  zu  sehen  und  wird  auch  weiter  filmen.  Die  Antworten 
im    ..Kilmmagazin"    siml    selbstverständlich    kostenlos. 

.Anne  m  a  r  i  e  S..  Bern:  Die  ,.1'ngarische  Rhapsodie"  wurde  in 
Ungarn  aufgemnnmcn.  Dita  Parlo  ist  Deutsche  und  hat  am  4.  September 
Geburtstag.  Sie  ist  jetzt  wieder  von  ihrer  Amerikareise  zurück.  AVilly 
Fritsch  ist  ungefähr  so  alt.  wie  Sie  geschätzt  haben.  Möglich.  daU  er  auch 
einmal  nach  der  Schweiz  kommt.  Seine  neuesten  Filme:  ..Ihr  dunkler 
Punkt'"    und    ..Die   Frau    im   Mond". 

Lya  M  a  r  a  -  A'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  .  Berlin.:  Der  Lya  Mara-Film 
..Mein  Herz  ist  eine  Jazzhand"  erscheint  voraussichtlich  schon  in  dieser 
.Spielzeit.  I/ilian  Harvey  wohnt  Berlin  W  15.  Düsseldorfer  Straße  47.  Ja- 
wohl, die  Künstler  sind  bei  den  Uraufführungen  ihrer  Filme  oft  anwesend 
imd  sitzen  dann  in  den  sogenannten  Künstlerlogen.  Am  Schluß  veriieigen 
sie   sieb   von   der  Loge   oder   von   der  Bühne   aus. 

Frau  M.  K.,  Hör  gen  :  Ihre  Bildkarte  ist  aii  Henny  Porten  weiler- 
geleitet.  Das  Buch  erhalten  Sie  durch  den  Verlag  Max  Mattisson,  Berlin 
SW   68.   Ritterstraße   71. 

H.  .S.,  Frankfurt  a.  Main:  Ossi  Oswalda  ist  geschieden,  war 
mit   Baron   von    Koszian    verheiratet. 

Li.  Fr.  aus  Göttingen:  Louis  Trenker  war  früher  Diplom- 
ingenieur und  ist  verheiratet,  aber  nicht  mit  Marcella  Albani.  Marcella 
.Alliani  ist  mit  deoi  Filmregisseur  Guido  Schamberg  verheiratet.  Loui» 
Trenker  wohnt  Bozen.  Via  Vittorio  Emanuele  .1.  Seine  früheren  Filme 
siml:  ..Berg  des  Schicksals"  mit  Erna  Morena  und  .,Der  heilige  Berg"  mit 
I.eiii    Riefenstahl    als    Partnerinnen. 

Charlotte  A.,  Berlin:  Martin  Herzberg  wohnt  Berlin  SO  26, 
AVjildcniarstraße  Räa.  Wir  werden  Franz  Lederer  einmal  an  die  fälligen 
.\utogramme    erinnern. 

H  a  n  s  E..  Frankfurt  a.  Main:  .Aber  nein,  Ida  AVüst  ist  nicht 
die  Mutter  von  Maria  Paudii-r.  Harry  Liedtke  hat  noch  zwei  Söhne.  Sie 
sollen  außerhalb  Berlins  wohnen.  Die  weihliche  Hauptrolle  im  ..Heiratg- 
nest"  spielte  Gritt.a  lycy.  Lilian  Harveys  Mutter  ist  eine  Engländerin.  Da» 
Buch  „Unsere  Flimmerköpfc"  ist  noch  erbältlich.  Harry  Liedtke  ist  täg- 
lich durchschnittlich  von  morgens  8  Uhr  bis  abends  6 — 7  Uhr  im  Atelier. 
Oft  sind   auch    Nachtaufnahmen. 

Gerda  P..  Koblenz:  Janet  Gaynor  spielte  die  Ehefrau  in 
„Sonnenaufgang". 

T  r  u  d  e  1  P..  Stuttgart:  Fee  Malten  wurde  am  2.  Dezember  in 
Berlin-Charlcttenburg  geboren.  Lebt  bei  ihren  Eltern.  Richtiger  Name. 
Kam  .'••chon  als  neunjähriges  Kind  zur  Sprechhühne.  Wurde  vor  einem 
.L'.hr  vnn  dem  Ufa-Direktor  Grau  für  den  Film  entdeckt.  Ihr  erster  Film: 
..Die  Frau  im  .Schrank".  Es  folgten:  ,.Der  geheimnisvolle  Spiegel"  und 
..Rutschbahn".  Ihr  neuester  Film:  ..Das  Tagebuch  einer  Kokotte".  Sie 
ist   unverheiratet. 

.A  1  b  i  n  P.,  H  e  i  d  e  n  a  u  :  Harry  Piel  wurde  am  12.  .Juli  in  Düssel- 
dorf geboren.  Mit  Ihren  Fragen  belästigen  Sie  uns  gar  nicht.  Im 
Gegenteil! 

Franz  K.  R..  Neukölln:  Martin  Herzberg  hatte  früher  in  vielen 
Gunnar  Tolnaes-Filmen  mitgespielt,  z.  B.  in  ..Wenn  Mädchen  träumen". 
Er  .sipielte  u.  a.  noch  in  ..David  Copperfield".  ..Primanerliebe".  ..Die 
Siehzehnjährigen".  Er  gibt  Autogramme  und  wohnt  Berlin  SO  26.  AValde- 
marstraße  65a.  Selbstverständlich  sind  wir  auch  gern  bereit.  Ihnen  das 
-Autogramm  zu  besorgen.  Senden  Sie  uns  bitte  die  Bildkarte  und  50  Pf. 
in   Jfarken   ein. 

Lilly  V.  K..  Hagen:  Wir  glauben  kaum,  daß  Ramon  Novarro 
auch  in  Hagen  auftreten  wird.  Im  .Anschluß  an  sein  Berliner  Gastspiel 
soll  er  in  AVien  und  Paris  singen  ..Ben  Hur"  wnirde  vor  ungefähr  3—4 
Jahren    gedreht. 

Melanie  H..  AA'  i  t  t  c  n  b  e  r  g  :  Es  ist  zweckmäßig,  im  ,.Kine- 
matograph"    oder    im    ..Filmknrier"    zu    inserieren. 

I.  H.  E..  Thüringen:  Fred  Louis  Lerch  filmt  seit  ungefähr  droi 
.lahren.  Einer  seiner  ersten  Filme:  „Liebelei".  Sein  neuester  Film: 
..Der  rote  Kreis"  mit  Lya  Mara.  Betty  Amman  wohnt  Berlin  W.  Duis- 
burger Straße  16.  Fee  Malten  ist  unseres  AA'issens  nicht  verloht.  Richard 
Weißbach    ist   beim   Film. 

S  c  h  w  a  b  e  n  j  u  n  g  e  :  Im  allgemeinen  sind  die  Aussichten  für  Kin- 
der beim  Film  noch  geringer  als  für  die  Erwachsenen,  da  Kinder  für 
Hauptrollen  selten  gesucht  werden.  Da  wir  keine  Enc-agements  vermit- 
teln, so  wenden   Sic   sich  am   besten   unmittelbar  ••in   die   Filmgesellschaften. 

Eine  Filmfreundin  aus  Königsberg:  John  Gilberts 
neuester  Film  ist:  ..Mann.  AA'eib.  Sünde".  A'on  Liane  Haid  gibt  es  kein 
Buch.  Jawohl,  Grit  Haid.  Lianes  Schwester,  filmt  gleichfalls.  Spielt 
eine  Hauptrolle  in  dem  neuen  Reinhold  Sehünzel-Film:  „Ans  dem  Tage- 
buch   eines    .Tunggesellen". 

Paul  von  O..  Barmen:  Die  weibliche  Hauptrolle  in  ..Vater 
werden    ist    nicht    schwer"    spielte   Lilian    Harvey. 


H  u  i  u  z  C,  Bremen:  Das  gcw  ünsclitc  Buch  erhalten  Sie  durch 
ilcn    VerlaK    Slax   Mattisson.    Berlin    SW    68,   RillerstraUe   71. 

Heinrich  L.:  Heinrich  George  ist  Deutscher,  spielte  kürzlich  die 
männliche  Hauptrolle  in  dem  Eiclihcru-Kilni  „Rutsclibalin"  und  lUnit 
jetzt  hei  Gerhard  Lanii'recht  „Verhrechen  (Der  Mann  mit  dem  Laub- 
frosch)".     Jawohl,   er   ist   auch  ein   hervorrasender   Bühnenschauspicler. 

K  ä  t  e  K.,  S  t  r  e  b  1  a  :  Lya  Mara  ist  augenblicklich  gar  nicht  in 
Deutschland.  Wir  werden  aber  die  Künstlerin  an  das  Autogramm 
erinnern. 

A  n  n  i  H.,  Berlin:  Louis  Trenker  wohnt  Bozen.  Via  Vittorio  Ema- 
niiele  '.i.  ist  verheiratet,  Diplomingenieur  und  ein  bekannter  Bergsteiger. 
Neine  früheren  Filme:  „Der  Berg  des  Schicksals"  und  .,Der  heilige 
Berg".  Trenker  wird  schon  bald  in  neuen  Filmen  an  die  Oeffentlich- 
keit   treten. 

Martin  L..  Bremen:  Jackie  Coogan  gab  vor  kurzer  Zeit  ein 
Gastspiel  in  Paris,  trat  dann  in  Berlin  bei  Hallcr  im  Admirals-Palast  auf 
und    gastierte   dann    in    Frankfurt   am   Main    im    ."^cluimann-Tlieater. 

G  r  e  t  c-h  c  n  ,  Willy  F'  r  i  t  s  c  h  -  S  c  h  w  ji  r  ni  e  r  i  n  ,  Berlin: 
Die  Aulicnaufnahmen  zur  ..Ungarischen  Rhapsodie"  wurden  in  rngarn 
gedreht.  AVilly  Fritsch  spielte  die  männliche  Hau'ptrolle.  den  jungen  Offi- 
zier. Großphotos  von  Fritsch  erhalten  Sie  bei  der  Ufa,  Koehstralle  6i'7, 
Berlin   SW  68. 

Maria  Pandler- Verehrerin.  Halle:  Maria  Paiuller 
gab  ihr  Filmdebüt  in  ..Die  vom  andern  Ufer".  Sie  spielte  dann  in  un- 
zähligen Filmen,  von  denen  am  bckjinnteslen  sind:  ..Wochenendzauher", 
..Die  wcilJe  Spinne".  ..Dragonerliehchen".  ..Der  Bettclstudent",  ,,Hcirats- 
ficber".  Ihre  neuc>ten  Filme:  „Liehe  im  Schnee".  ..Das  närrische  (Jlück". 
(Jenau  so  frisch  und  natürlich  wie  in  ihren  Filmen.  Olga  Tschechowa 
filmt  augenhlicklifh  ..Diane"  (Die  Geschichte  einer  Pariserin).  Ihre  ersten 
Filme:    „Schloß    Vogelöd",    „Nora". 

Filmfreundin  Margarete:  Die  männliche  Hauptrolle  in 
..Ich  küsse  Ihre  Hand,  Jladame",  spielt  Harry  Lieiltke.  Marlene  Dietrich 
ist  Licdtkes  Partnerin.  Ben  Lyon  ist  durch  die  First  National,  Burbank- 
Hollywood.    Kai.,    zu    erreichen. 

Ä.  L..  Dresden:  Die  beiden  amerikanischen  Filmstars  in  unse- 
rem   Heft    47    sind    Milton    Sills   und    Dorothy    Mackaill. 

I.  T..  Chemnitz:  Maria  Paudler  wohnt  Berlin-Halcnsee,  Albrecht- 
.Achilles-StraOe    üa.      Filmt   zur   Zeit   in    Staaken    bei    Berlin. 

Vivian  Gibsou-Freund 
i.  E.:  Vivian  Gibson  wohnt  Ber- 
lin-Schlachtensee.Wannseestr.  109. 
Sie  ist  geschieden.  Hat  ein  Kind. 
Sie  gibt  Autogramme. 

Heinz  F.,  K  a  r  1  s  h  o  r  s  i  : 
Ihre  Bildkarte  ist  an  Vivian 
Gibson  weitergelcitct  worden. 

K.  II. ,  B  o  n  n  :  Vielleicht  sen- 
den Sie  Ihr  Manuskript  einmal 
an  die  dramaturgische  .\bteilung 
der  Ufa,  Berlin  S\V  68,  Koch- 
straße 8-10.  Einen  ähnlichen  Titel 
gab  es  vor  einigen  .Tahren. 

B  1  a  n  k  a  A.,  W  ü  r  z  h  u  r  g  : 
Sie  belästigen  uns  mit  Ihren 
Fragen  nicht  im  geringsten.  Oh 
\Verncr  Fuetterer  Ihre  Karte  be- 
kommen hat,  können  wir  Ihnen 
im  Augenblick  auch  nicht  sagen. 
.Aber  wir  werden  einmal  nach- 
forschen. Fuetterer  ist  nicht  der 
Sohn  des  Friseurs  Fuetterer  aus 
Dortmund. 

Eva  Ellen  aus  Uelzen: 
Ramon  Novarro  ist  noch  immer 
nicht  in  Berlin.  Orchideen.  Harry 
Liedtke  ist  läng.st  ans  Paris  zu- 
rück. Filmt  hei  der  Aaf.a  in 
Staaken.  Sein  Film  ..Ich  küsse 
Ihre  Hand.  Madame"  ist  vor  eini- 
gen Tagen  uraufgeführt.  Die 
Titelrollo  in  ».Dämon"  spielte 
Paul  Wcgcner.  die  andere  männ- 
liche H.auptrolle  war  mit  Ivan 
Pctrovich  besetzt. 

Ossi  Oswalda  wohnt  Berlin  W  10,  Hohenzollcrnstraße  lt.  Am  2.  Fe- 
hniar  in  Pankow  geboren.  Von  Baron  Koscian  geschicilen.  Reseda, 
l'ngefähr  seit  1918  beim  Film.  Ihre  neuen  Filme:  „Ossi  hat  die  Hosen 
an"    und   ..Das   Haus   ohne   Männer". 

Hans  .Tunkermann  ist  mit  .Tulia  Serda  verheiratet.  Kurt  Vcspctmann, 
mit  Lia  Eibenschütz  verheiratet,  spielt  eine  Rolle  in  dem  Aafa-Green- 
haum-Film  ,.Mascottchen".  Li.a  Eihenscliütz  filmt  in  München  (Gcisel- 
gasteig)  ..Die  keusche  Kokotte".  Betty  Bird  sipielt  eine  Hauptrolle  in  dem 
Mcnen  Harry  Piel-Film:  ..Die  Mitternachtstaxe".  Tom  ilix  wurde  am 
fi.  .lantiar  in  El  Paso,  Texas,  geboren.  Norma  Talmailge  ist  nicht  mit 
Ifichard    Talmadge    verwandt.      Alle    Künstler    gehen    Autogramme. 

Ramon  a,  Düsseldorf:  Der  Künstler  ist  noch  nicht  in  Ber- 
lin. Es  werden  selbstverständlich  auch  weiter  stumme  Filme  hergestellt 
«erden. 

F  i  1  m  f  r  c  n  n  d  i  n  ,  AV  o  1  ga.  s  t  :  AVladimir  Gaidarow  wohnt  Ber- 
lin-Halensee.  .Toachim-Friedrich-Straße  .5.3.  Gibt  Autogramme.  Mit  der 
russischen  Schauspielerin  Olpa  Gzowskaja  verheiratet.  Keine  Kinder. 
.\ni  28.  .luli  in  Poltawa  geboren.  Sohn  eines  f^utsbesitzers.  In  Rußland 
auch  bei  der  Sprechbühne  gewesen.  .S|iricht  gebrochen  deutsch.  Sein 
erster  Filn\:  ..Die  Gezeichneten".  I^etzte  Arbeit:  ..Frauenrauh  in  Ala- 
rokko".  Senden  Sie  eine  Bildkarte  des  Künstlers  und  frankiertes,  adres- 
siertes  Rückknvcrt   ein.      Reiten,   Tennis,    Golf. 

AV  i  I  h  e  1  m  G.,  AA'  i  I  m  e  r  s  d  o  r  f  :  Licn  Deycrs  ist  durch  die 
Deutsche  Universal,  Berlin  AV  8,  Mauerstraße  82,  zu  erreichen.  Sie  gibt 
.Autogramme. 

(!.  fr.  u.  AA'.  K.,  Bremen:  AVerner  Fuetterer  ist  ledig  und  am 
10.  .Linuar  in  Stralsund  geboren.  A'ivian  Gibson  ist  nicht  mit  Hoot  Gib- 
son verw.mdt.  Paul  Richter  hat  am  1.  April  Geburtstag  und  wohnt  Ber- 
lin   A\'.    Tauentzienstraße    10. 

M  i  m  m  i  P.  ii.  B  r  o  n  i  AA'.,  B  a  r  m  e  n  :  Um  die  Heirat  Garbo-Gil- 
bert liegt  so  etwas  wie  ein  großes  (Jeheimnis.  Wenn  wir  (ireta  G.irho 
«ährend  ihres  Berliner  Aufenthaltes  sprechen,  wollen  wir  sie  direkt 
fragen.  Bis  d.ihin  müssen  Sic  schon  in  (Jeduld  warten.  Hcnny  Porten 
trägt  keinen  Bubikopf.  Elga  Brink  ist  ledig,  Paul  Kichter  mit  Aiid 
Egede  Nissen  vcrheir:itet.  .lawohl.  es  gibt  einen  Film,  in  dem  die 
Künstler  gänzlich  ungescliminkl  sind,  und  zwar  der  französische  Film 
der   Ufa:   ..Die   .lungfiau   von   Orleans". 

A  B.  2.  Bochum:  Dila  Parle  wohnt  Berlin  W.  MotzstralJe  87. 
ist  unverheiratet,  DcMl.>-chc,  bat  .-im  i.  September  (icburtstag  unil  gibt 
-Autogramme.  Sie  spitlle  bis  jetzt  in  folgenden  Filmen:  ..Die  D.ime  mit 
der  Maske",  ..Heimkehr",  ..Ungarische  Rhapsodie",  ..Gehcimnise  des 
()rients '.  Lien  Deycrs  ist  durch  die  I>eulsclie  Universal.  Berlin  W  8, 
.MauersIraUe  82.  zu  erreichen.  Unverheiratet,  sie  j^ibt  Autogramme.  Sie 
spielte  in  ..SiMone".  ..Haus  Nr.  17"  und  ..Die  Heilige  und  ihr  Xarr". 
Der   Tilcd    iliri-s    nächsten    Films   steht    noch   nicht    fest. 


Außerdem 

Imogene 
Lilian   Har- 


a(fpt}o(arme 

ar3<Iid)  cmpfo<?(cnc 

:5D(f£Jgefrdnf 


(SanmflQtüiliNfr 


Irmgard  G.,  Leipzig:  Oskar  Marion  ist  blond  und  blau- 
äugig. Alpenveilchen.  Geschieden.  Jawohl,  es  ist  gestattet,  Sie  dürfen 
Oskar  Marion    auch    zum    Geburtstag    gratulieren. 

H.  F.,  E  1  b  e  r  f  e  I  d  :  Brigitte  Helm  ist  zur  Zeit  nicht  bei  der  Sprech- 
bühue.  Lilian  Harvey  ist  jetzt  mit  zwei  Filmen  auf  dem  Plan:  ..Eine 
Nacht  in  London"  und  ,,Ihr  dunkler  Punkt".  Nächste  Arbeit:  ,,Das  Mo- 
dell von  Montparnasse".  Auch  bei  der  Sprechbühne  sind  die  Aussich- 
ten   auf    ein    A'orwärtskommen    gering. 

Elli  AV.,  Breslau:  Ob  John  Gilbert  für  Eva  von  Berne 
..schwärmt",  können  wir  Ihnen  Avirklich  nicht  sagen.  AA'enn  er  es  täte, 
würde  er  es  uns  aber  sicher  nicht  verraten.  Gilbert  soll  nebenbei  mit 
Greta  Garbo  verheiratet  sein.  Eva  von  Berne  spielt  eine  Hauptrolle  in  dem 
deutschen  Film,  der  gerade  vor  ein  paar  Tagen  verboten  wurde:  ..Die 
Hellseherin".  Künstlerehen  werden  nun  einmal  oft  geschieden.  Pola  Negri 
spielte  die  Titelrolle  der  , .Madame  Dubarry",  Henny  Porten  spielte  die 
..Ann.a   Boleyn". 

Filmfreundin  Erika  F.,  Kiel:  Käthe  von  Nagy  hat  am 
4.  April  Geburtstag.  Geschieden.  Liane  Haids  Geburtstag  ist  der 
16.  August.  .'<ie  wohnt  Berlin  AV  15.  Duisburger  Straße  15.  .Sic  dürfen 
den    Künstlerinnen    zum    Geburtstag   gratulieren. 

F  i  I  m  I  o  t  t  i  aus  Breslau:  Hans  Brausewetter  ist  unverhei- 
ratet. Er  sowohl  wie  Hans  Stüwe  sind  genau  so  alt,  wie  sie  auss'-hen. 
Hans  Stüwe  wohnt  Berlin  -  Haiensee.  P.aiilsborner  Straße  9.  Mari.i 
Paudler  und  Evelyn  Holt  waren  nicht  auf  einer  Filmschule.  Di'n  jungen 
(Jymnasiasten  im  T.'rra-Film  ,,Die  Siebzehnjährigen"  sniel'e  Martin 
Hcryb.Tg.  AA'ohmmg:  Berlin  SO  26,  AValdcmarstraße  65a.  Er  gibt  Auto- 
gramme. 

Kurt  AV.,  D  e  s  s  a  u  -  S  ii  d  :  Maria  Pandlers  .Adresse  finden  Sie  an 
.iidcri-r  Stelle.  .Am  20.  Juni  in  Tetschen-Bodenbach  geboren.  Alit  einem 
Künstler  verheiratet  gewesen.  Jetzt  ledig.  Ungefähr  4 — 5  .lahre  heim 
r'ilm  .Aafa-Star.  Nächster  Film:  ..Das  närrische  Glück", 
hei    der   Sprechhühne.      Gibt  Aiitojframme.      Flieder. 

AV  e  r  n  e  r  P  i  t  t  s  c  h  a  u  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Berlin: 
Robertsons  neuester  Film  ist:  ..Die  Hölle  der  Heimatlosen" 
vey  ist  nicht  mit  AVilly  Fritsch  verlobt.  Die  Filmbesehreibung  vom 
..AValzertraum"  erhalten  Sie  beim  Illustrierten  Filmkurier,  Berlin  AV  5. 
Köthener  Straße  37.  Xenia  Desni  ist  ungefähr  so  alt,  wie  Sie  ge- 
schätzt   haben. 

Hans  Seh.  in  H.amburg: 
Jenny  Ju<;o  wohnt  Berlin  AV. 
Kaiserdamm  29.  Sie  gibt  Auto- 
gramme.    Künstlername. 

II  a  n  n  s  Hein  z  Z. .  .Ab  g. 
i.  E.:  Aber  selbstverständlich 
dürfen  Sie  einen  Brief  an  Hanni 
Weisse  schicken,  ebenso  Ihr 
Freund  an  Dita  Parle.  Nein. 
Sie  brauchen  nicht  zu  befürch- 
ten, daß  die  Künstlei^nnen  die 
Briefe  uneröffnet  wieder  zurück- 
senden. Im  Gegenteil,  sie  wer- 
den Ihre  .Autogrammbitten  gern 
erfüllen. 

Anneliese  K..  Neu- 
kölln: AVir  werden  AVilhelm 
Dieterle  an  Ihre  lieiden  Bild- 
karten erinnern.  Aber  Sie  müs- 
sen sich,  bitte,  noch  etwas  ge- 
dulden, denn  Dieterle  ist  sehr 
viel  auf  Filmreisen  und  hat.  da 
er  auch  Regie  führt,  eine  dop- 
pelte Aufgabe  zu  erfüllen. 

Erich    J.,    M  e  e  r  a  n  e  :    Die 
Rolle  der  Prinzessin  der  ..Linden- 
wirtin  am   Rhein"    spielte    Maria 
Solvey.      Marcell.a    Albani    wohnt 
Berlin  -AVilmersdorf.     Kaiserallee 
Nr.    172.    Vivian    Gibson    Berlin- 
Schlachtensee.     AA'annseestr.     109. 
Elizza    la    Porta    Berlin-AA'estend. 
Kurländer    .Allee    1.    Maria    .Taco- 
bini      Berlin      AV     15.      Joachims- 
thaler  Straße  22-23. 
Jacob    F.,    S  a  «■  r  w  e  1  I  i  n  R-  e  n  :      Durch    uns    können    Sie    keine 
Künstlerpostkarten    beziehen.       Sie    erhalten    sie    in    jeder    guten    Papier- 
handlung (pro  Stück  0.15  M.)  oder  beim  Ross-Vcrlag,  Berlin  SA\'  68,  Alex- 
andrinenstraße    110. 

H.  K.,  Sc  h  w  e  i  z  :  Elisabeth  Bergner  hat  am  17.  April  Gehurlstag. 
In  Berlin.  Nächster  Film:  ,, Fräulein  Else".  Ein  Buch  existiert  über 
sie,  aber  nicht  in  dem  betr.  A'erlag.  Fragen  Sie  Ihren  Buchhändler  danach. 
Zwei  Lya  Mara -Fred  Louis  I>erch-A'erehrerinnen: 
Lya  Mara  hat  dunkle  Augen.  Möglich,  daß  sie  noch  öfter  mit  Fred  Ix>uis 
Lerch  zusammen  spielt.  Sic  gibt  Autogramme.  Genau  so  frisch  und  herz- 
lich   wie    in    ihren   Filmen. 

Rudolf  K..  Burgstädt:  In  Harry  Piels  nächstem  Film  ..Die 
Mittern.-ichtstaxe"    ist    Betty   Bird   seine   Partnerin. 

R.  C,  K  ö  1  n  :  Die  Hauptrollen  von  ,,A'ariete"  spielten:  Lya  de 
Putti,  Emil  Jannings,  Maly  Delschaft.  AV.arwick  AA'ard.  Die  Hauptdar- 
steller von  ..Mr.  AVii"  waren:  I^on  C'haney.  Renee  Adorce.  Anna  Sl.-iy 
AAong.  Die  Hauptrollen  in  ..A'eritas  vineit"  .spielten  Mia  May  und  Jo- 
hannes Riemann.  Hauptdarsteller  von  ..Casanova"  waren:  Ivan  Alos- 
jukin,  Diana  Carenne.  Rudolf  Klein-Rflgge.  Jenny  .Togo.  Die  Titelrollen 
^  cn  ..Zwei  Menschen"  waren  Gräfin  Agnes  Esterbazy  und  Olaf  Fjord. 
In  ,.I<iehe  macht  blind"  spielten:  Lil  Dagover,  Conrad  A'eidl  und  Georg 
.Alexander  die  Hauptrollen.  Hauptdarsteller  von  ..Kammermusik"  waren 
Henny  Porten.  IJvio  PavaJielli.  Harry  Halm,  Ida  AA'üst,  Ferdinand  von 
Alten.  Im  Eichberg-Film  ..Der  Fürst  von  Pappenheim"  spielten:  AVerner 
Fuetterer.  Alona  Maris  und  Hans  Junkermann  die  Hauptrollen.  .\gnes 
Esterbazy   ist   eine  geborene  Gräfin. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  i  n  Rena.  Berlin:  AVir  sind  gern  bereit, 
Ihnen  ein  Autogramm  von  Anna  May  AVong  (sie  spielt  augenblicklich 
bei  Richard  Eichberg  den  ,..Asphaltsehmetterling")  zu  besorgen.  Senden 
Sie  uns.  bitte,  die  Bildkarte  der  Kün'stlerin-  und  .'>0  Pf.  in  Briefmarken 
ein.  Mary  Prevost  spielte  die  Hauptrolle  in  ..AVochenerdliebcben".  Co- 
rinne  Griffith  ist  nicht  mit  dem  Regisseur  D.  AV.  Griffith  verwandt. 
T.i.ine  llaid  wohnt  Berlin  AV 
lin-WcsIcnd.    Arysallee    4. 

Fort  mit  der  Schlaflosigkeit.  Eines  der  schrecklichsten  1'bcl. 
das  den  Alcuschen  befallen  kann,  ist  das  der  .Schlaflosigkeit.  Man  wälzt 
sich  stundcii|;ing  im  Bette  herum,  die  .Sorgen  des  Tages  stürzen  mit  aller 
Gewalt  auf  einen  ein.  die  Augen  f.illen  vor  Müdigkeit  zu,  aber  der  wohl- 
tuende ruhige  .Schlaf  bleibt  aus.  —  Eine  angenehm  beruhigende,  tiefen, 
natürlichen  Schlaf  bringende  Wirkung  geht  vom  R  i  w  a  -  S  e  h  I  a  f  - 
k  i  s  s  e  n  aus.  Man  wird  sanft,  wie  von  Mutterhänden,  eingelullt  und 
erwacht  am  nScb.sten  Morgen  wie  neugeboren,  fähig  zu  vermehrter 
.Arbeitsleistung.  AVir  empfehlen  die  heutige  Anzeige  der  Beachtung  unse- 
rer  Leser. 


* 


15.    I>uisburger   Straße   15,  Lil   Dagover   Ber- 


II 


Die  Ufa^Thcater  werden  mit 


gereinigt. 


^Jektwlux 


Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,    Kurtürstcndamm  236  Beuthen,    Bahnhofslr.  13    /    BrannschweSg^,    Münzstr.    la     /     Bremen,    Herdentorstcinwcg  5     /     Breslau,    Junkcrnstr.  38'40 

Chemnitz,  Falkeplatz  2        Coblenz,  SchloQstr.  35    '    Dortmund,  Kaiscrstr.  6   '  Dresden,  Praj^cr  Str.  35        Daisburg,  Kuhtor  2  4,  Gencralanzeigerhaus    /    Düsseldorf, 
Sleinstr.  2     /     Eisenacb,    Frauenberg  9  Elberfeld,  Altenmarkt  13     \     Essen,  Huyssenallec  93   '  Frankfurt  a.  M.,  Mainzer  Landstraße  59,63    /    Halle,  Magdeburger 

Sir  56    '    Hamburg-Nord,  Gr.  Bleichen  31  Hannover,   Bahnhofstr  13  Karlsruhe,  Kaiscrstr.  205    /    Kiel,   Holstenstr.  61    /    Köln,  Hohe    Str.  64     /   Königsberg, 

Münzstr.  17    ,    Leipzig,    Rudolphstr.  4        Lübeck,    Breite  Str.   19    /    Magdeburg,     Breite  Weg  3  b    /    Mannheim,  A.  2. 5.    /    München,  Salvatorslr.  18    /    Nürnberg, 

Färberstr.  16    /    Stettin,  Moltkestr.  5    /    Stuttgart,  Rotebühlstr.  41    /    Wiesbaden,  Wilhclmstr.  18. 
Außerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroB-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


und  diese  18  Piund  gleichmäßig  ver- 
teilt auf  Gesicht,  Arme,  Brust,  Hüften 
und  Waden.  Bedenken  Sie,  wie  Ihre 
Figur  durch  diese  Gewichtszunahme 
verschönert  wird  und  um  wieviel 
Sie  sich  dadurch  begehrenswerter 
machen. 

Durch  die  wohlschmeckenden 


JtaTraSol-Bonboos 


fefc 


(für  Damen.  Herren  und  Kinder  von 
jjleicher  Wirkung),  die  nach  der  Mahl- 
zeit genommen  werden,  läßt  sich  das 
Körpergewicht  in  einigen  Wochen  um 
10 — 30  Pfund  erhöhen.  Die  unschönen 
Knochenvorsprünge  an  Wangen  und 
Schultern  schwinden.  Pfund  für  Pfund 
nehmen  Sie  zu,  an  allen  Körperteilen 
zeigt  sich  Fettansatz.  Unbehagen  und 
Unlust  reichen,  und  nach  ein  paar 
Wochen  hat  das  bisher  schmächtige 
Aussehen  einer  vollen,  ebenmäßigen 
Erscheinung  Platz  gemacht.  Zugleich 
schaffen  Sic  aber  auch,  indem  Sie  die  roten  Blutkörperchen  vermehren.  Nerven- 
kraft und  Blut.  Schachtel  M«  2.50  gegen  Nachnahme.  Zu  beziehen  von  der 
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kmolOflfn  föire"b(-.,fcrErfinder  ho*  fichtin  ho«i  fertiftiffunidif  gtpla(J^<.nfura)Hl«nif(rtu.al)o^ 
tittii*  Men(*htl|{_rwort«n;  ol{m)t«r(Jfrafi  WikrfWiqKtttCf  Idtndtn  ijlertin  ÄtH<r  gewonleanr— 

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.Kitieimfi  qeqen ]«]e Qb«|keil  -juhauMjndwElsMtiahn.imFluqiwq  auf  8«T}toui*n 
}uc$ee,imlufiri>ilff odmmAuto     .jUhelma'-ToniilitnpiiJuinq    atOmiien    Sin.    9JS   ^^ 

Xabocatorium  J^lwa,  Di-esclen^-xerÄautsfier  Stralie  54 


Eine  Probe -Lebens- 
deutung frei  für 
Leser  dieses  Blattes. 


DiT  \\  (ilill)ck;miito  .Vstri'lOKP  Profcs.^^nr 
Kdxnij  ]i;it  sich  wiodcr  piits(  lilnsspii,  für 
die  Bpwnhiicr  dieses  Laniliv;  };an/.  kosten- 
frei l'rolio-Iloroskoiie  ihres  Lebens  aus- 
zuarbeiten. 

Vrof.  liuxroys  Ruhm  ist  so  weit  verbreitet,  daß  er  wohl  kaum 
mehr  einer  Kinfiilirunf;  dureh  uns  bedarf.  Seine  Fähinkeit.  das 
I.i'lien  anderer  zu  ile\ilen.  einerlei,  wie  weit  entfernt  sie  aiieli  von 
ihm  wohnen  tnox^n,  sollen  an  das  Wunderbare  i;rcnzen.  Selbst 
Astrologien  von  versehie<lenen  Xationalitälen  und  Ansehen  in  iler 
aanzen  Welt  sehen  in  ihm  ihren  Meisler  und  folgen  in  seinen  FuU- 
tapfen.  Er  ziililt  Ihre  Fähisikeilen  auf.  Sagt  Ihnen,  wie  und  wo  .Sie 
Erfol(;;e  haben  können,  und  erw:thut  die  i;iinsli;;i'n  uml  ungünstigen 
Kiioehen    Ihres    Lebens. 

Seine  Besehri'ibuns'  vcrtjaiiKcner,  i;''B<'nw;irti!>er  .und  zukiinttiHcr 
ErelKiiisse   wird  Sie   in   Staunen   versetzen   und   Ihnen   helfen. 

Herr  Paul  Stalilniann,  ein  erfahrener  Astrologie,  Ober-Xiewiadom, 
saKt: 

„Die  Horoskope,  die  Herr  l'rof.  Roxroy  für  niiih  aufscstellt 
h;it.  sind  Kanz  der  Wialirheit  entsprechend.  .si<>  sind  ein  sehr 
gründliches,     wohlKclunsenes     Stück     Arbeit.       Da     ich     Selbst 

Astroloae    bfn.    habe  ich  seine  pianetarischen  Be- 
rechnungen    und    Ansahen    genau    untersucht    und 

ftefunde.i,     dali     .seine    Arbeit     in     allen   Einzelheiten     perfekt,    or 
selbst    in    dieser    Wissenschaft   durchaus    liewanclert    ist."' 

Wenn  .Sie  von  dieser  Sonderofferte  flebraucb  niaclicn  und  eine 
Leseprobe  erhalten  wollen,  senden  Sie  einfach  Ihren  vollen  Xamen 
und  Ken.iue  Adresse  ein,  nebst  Tag:,  Mon,it,  .Tahr  und  Ort  Ihrer  lle- 
burt  (alles  deutlich  Kcschrieben).  sowie  Angabe,  ol)  Iferr,  Frau  oder 
Fräulein,  und  nennen  Sie  den  Xamen  dieser  Zeituiiy.  Geld  ist  nicht 
notwendi;;-.  .Sie  konen  aber,  wenn  .Sie  wollen,  öo  Pf.  in  Briefmarken 
Ihres  Landes  (keine  CJeldmiinzeii  einschließen)  mitsemlen  zur  üe- 
streitun-i  des  Portos  und  der  Sclireibsebühren.  Ailressieren  Sie 
Ihren  Hrief  an  Prof.  UOXROY,  Dept.  8i9S  C,  Emmasstraat  42.  Uen 
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Wdhelm     Schacfer,    Charlotlenburg.      Anzei^enverwallunfi    Bepa- Verlag,    Berlin  W  35.  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schcrl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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Charles  „Buddy"  Rogers 


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^^ßemßto 


Während  in  Europa 
körperliche  Übun- 
gen zur  Hebuno 
der  Körperkräfte  erst  in 
neuester  Zeit  gebräuchlich 
sind  und  aus  den  Turn- 
bestrebungen des  Vaters 
.Jahn  abgeleitet  werden 
können,  befassen  sich  die 
Chinesen,  die  so  viele 
Dinge  vor  uns  kannten,  da- 
mit schon  seit  langer  Zeit. 
Max  Lenz,  der  bekannte 
Berliner  Journalist,  gibt  von 
einer  dieser  Methoden  fol- 
gende eingehende  Beschrei- 
bung: 

,,Die  Kulturfilmabteilung 
der  Ufa,  der  wir  eine  ganze 
Reihe  hochinteressanter  und 
wirklich  vorbildlicher  Lehr- 
und  Kulturfilme  verdanken, 
hat  einen  neuen  Film  Dr. 
Nichotas  Kaufmanns  her- 
ausgebracht, der  in  weni- 
gen Minuten  einen  Über- 
blick über  eine  bisher  in 
Deutschland  unbekannte 
Gymnastik  ,,Ba-Duan-Gin" 
gibt.  In  einer  Reihe  von 
Übungen,  die  der  Chinese 
H.  C.  Tsian  -  Kanton  aus- 
führt, wird  die  im  Jahre 
1100  n.Chr.  von  dem  Feld- 
herrn Jüo  -  Fe  erdachte 
Gymnastik  gezeigt,  die  im 
Gegensatz  zur  deutschen 
steht  und,  statt  auf  E  n  t  - 
spannungsübungen, den  größ- 
ten -Wert  auf  A  n  Spannung 
legt.  Die  allen  Übungen 
gemeinsame  Grundstellung 
wird  „Reiter"  genannt;  hier- 
von ausgehend,  wird  der 
Körper  durch  die  ,,acht 
Grundübungen  (Ba-Duan- 
Gin)"  systematisch  durch- 
gearbeitet. 

Die  Erklärungen  zu  die- 
sen Übungen  sind  chinesi- 
schen Begriffen  angepaßt. 
Bei  der  ersten  heißt  es: 
,Die  Erde  aufheben  und  den 

Alts  dein   kiiltiir- 
Tiliti  der  Ufa 


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Uaimmj 


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lluiiiiicl  slulzeu,  brinjjl  die 
inneren  Rcfjionen  (das  heilJl 
Brust,  Bauch  und  Unter- 
leib) in  Ordnung',  Bei  der 
zweiten  wird  {Jesagt:  .Links 
und  rechts  den  Bogen  an- 
spannen, wie  man  den 
Adler  schießt";  hierdurch 
werden  Arm-,  Schulter- 
und  Brustmuskeln  jjestärkt. 
Bei  Nummer  3  wird  die 
,Hand  allein  hochj^ehalten, 
um  die  Bauchorj^ane  zu 
kräftigen'. 

Für  die  vierte  Übunj) 
wird  folfjender  Ausdruck 
gewählt:  ,Nach  hinten  bis 
zur  Ferse  schauen,  um  die 
fünf  Krankheiten  und  sie- 
ben Wunden  zu  heilen. 
(Um  welche  Krankheiten 
und  Wunden  es  sich  han- 
delt, wird  nicht  erklärt.) 
Die  fünfte  Übung  dient  der 
Konzentration.  (, Fäuste  und 
Augen  werden  starr  gehal- 
ten, um  Kräfte  zu  sam- 
meln!') Die  sechste  Übung 
soll  Wirbelsäule  sowie 
Rücken-  und  Lendenmus- 
kulation  stärken.  Hierzu 
wird  gesagt:  ,Wic  ein  Hund 
mit  Kopf  und  Schwanz 
wackeln,  um  Nieren  und 
Taille  zu  festigen.'  Die 
nächste  Übung:  , Zwei  Hände 
halten  einen  Fuß,  um  das 
Herz  zu  heilen  und  zu  stär- 
ken', macht  geschmeidig 
und  schlank  und  erfordert 
fleißiges  Training.  Zuletzt 
muß  man  ,auf  dem  Pferde 
siebenmal  schaukeln,  um 
hundert  Krankheiten  zu 
verhüten'.  Darauf  wird  ge- 
zeigt: .hungriger  Tiger  ver- 
schlingt  ein   Schaf. 

Die  Entspannung  erfolgt 
in  der  ruhig  sitzenden  Hal- 
tung des  Buddha." 

Chinesische  Gyiniiastifi 
C..Ba'Diian^Giii"J 


1 


^r^*'k 


Es  kann  keinem  Zvscilcl  unlerlic^icn.  ilaü  der  ^roße  ErlOli;  des 
neuen  Lya  Mara-Films  „Mein  Herz  isl  eine  Jazzband"  neben 
Lya  Mara  zu  einem  ;4iilcn  I  eil  aiicii  auf  das  Konto  anderer 
Darsteller   zu   buchen    isl. 

Damit  soll  der  Erfolt;  des  Baumeisters  Andrei  Andrejcw  und  der 
Kameraleute  Frcderik  Fuglsang  und  Paul  Rischke  nicht  verkleinert 
werden,  denn  zweifellos  zeigt  der  Beifall  bei  der  Berliner  Urauf- 
führunjj.  daß  die  phololechnischen  Tricks  und  das  hübsche  Bühnen- 
bild in  der  Varictcszene  starke  Momente  sind,  die  die  Stimmun;4  des 
i'ublikums    entscheidend    beeinflussen. 

Aber  der  kleine  Bobby  Burns,  den  man  jetzt  mit  Recht  als  deut- 
schen Jackie  Coojjan  bezeichnen  kann,  schießt,  wenn  man  <;cnau  ab- 
wägt, den  Vo;4el  ab.  Man  merkt,  daß  dieser  kleine  Mann  wirklich 
Bühnenblul  in  sich  hat  und-  daß  hier  wirklich  einmal  das  Prophe- 
zeien  einer   erfolgreichen    FilmlgJÄfbahn   kein   Risiko   bedeutet. 

Daß    Karl    Huszar    zu    den    erTdhireichsten    Fpisodislen    gehört,    über 


Oben:    Bobby  Burns.  der   deutsche  Jackie  Coogon 


Mille:  Lya  Mara  mil  ihren  Saxophon-Girls 


Unten:    Lya   Mara    mil    Kowal-Samborski 

Pliot.  £}iel-lilm 


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die  Deulschland  zur  Zeil  vcrfüjit,  braucht  cijjcnllich  aucli  nicht  be- 
sonders erwähnt  zu  werden.  Er  hat  in  diesem  neuen  ZelniU-l'ilin 
;4cnau  so  wie  sonst  die  Lacher  hörbar  auf  seiner  Seite,  besonders 
dann,  wenn  er  t;liicklich  geführt  wird,  wie  das  hier  durch  Zclnik  ge- 
schieht, und  wie  das  vor  kurzem  Land  in  seiner  ,, küssenden  Hand- 
madame" getan  hat. 

Schließlich  oibt  es  noch  ein  frohes  Wiedersehen  mit  Alfred  Abel, 
einem  feinsinnigen,  routinierten,  jjutaussehenden  Schauspieler,  der  vor 
ein  paar  Jahren  ganz  vorn  in  der  Beschäfti;4uni(sstatistik  stand  und 
der  dann  merkwiirdijjerweisc  mit  einemmal  verschwand.  Bis  ihn 
Paris  wieder  entdeckte  und  Zelnik  ihn  in  seinem  neuen  Film  auch 
in    Deutschland    wieder    einführte. 

Sicherlich  wird  der  ausgezeichnete  Eindruck,  den  gerade  Abel  hin- 
terließ, dazu  führen,  daß  man  ihn  nunmehr  auch  bei  uns  wieder  bc- 
schäftirft,  um  so  mehr  als  anzunehmen  ist,  daß  gewisse  unerfreuliche 
Begleiterscheinuntäen,  die  sich  um  einen  vicli^enannten  verbrannten 
Frack    gruppieren,    nuninehr   endgülti<5    erledigt    sind. 


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Oben:  Lya  Mara  in  ihrem  Dirigcnlciikosliiin 

Milic:    Karl   Hiiszar    und  Lya  Mara 

Unten:    Lya    Mara    und    ihre    Girls 

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Cic   haben   sich    gesucht   und 

^   sich  gefunden, 

Die    „Sieben    von    der    Jazz- 
band"  hier  im  Bild, 

Der    stumme    Film   ist    näch- 
stens ganz   verschwunden. 

Jetzt  macht  der  Tonfilm  die 
Gemüter  wüd ! 

Noch    proben    sie    im    stillen 
Kämmerlein, 

Das  wird   Musik  von  ganz  be- 
sonderer Sorte: 

Wie    seelenvoll    blickt    Betty 
Amann  drein, 

Sind  das  nicht 
,,  L  i  d  c  r  ohne 
Worte"?   — 

Da  ist  Kurt  Ves- 
permann doch 
ungenierter 

Beim  Pauken  sei- 
ner Rolle,  fcstc- 
druff: 

Die  große  Trommel 
(der  Reklame) 
rührt   er! 


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Belly  Amann 


Dila  Parlo 


Enrico  Benfer 


Benfer  holt   gerade  einmal 

Atem:    ufffü   — 
Seit  wann  bläst  Dita  Parlo 

denn  Posaune? 
Hier  wäre  Parlophon  wohl 

angebracht !   — 
Die  Harvey  zupft  Guitarre; 
na,  ich  staune: 

Genau  wie  's  eine 
Harvey 'nistin 
macht!   — 
Auch  Jenny  Jugo 
zeigt  hier  neue 
Saiten, 
Ondra-Susisaxo- 
phont        nicht 
stumm  . . .  :  — 
Wenn  sanfteTöne 
sie     begleiten, 
Bejube't  sie  erst 
recht  das  Publi- 
kum ! !   — 


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Anni  Ondra 


5S^?F:5^??ss^srj^=s5^c?^?S5srrR^£S^s^?5=jE5^^ 


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rst  zusammenfindet.  nachdem 
ehon  auf  beiden  Seiten  der  feste 
{'illc  bestand,  voneinander  zu 
[ehen. 

Schon  das  Zusammenspiel  der 
aish  mit  Hansen  bietet  seine  be- 
onderen  Reize.  Wir  kennen  diesen 
einen,  sensiblen  Künstler  aus 
zielen  anderen  Filmen  und  wissen. 
laß  er,  der  ijenau   so  wie   Sjöström 


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aus  dem  Norden  Europas  stammt, 
heute  nicht  nur  in  Amerika,  sondern 
auch  in  Deutschland  zu  den  belieb- 
testen Darstellern   zählt. 

Klar,  daß  die  wundervolle  Land- 
schaft im  Film  reichlich  ausfjenutzt 
ist.  Aber  ebenso  selbstverständlich, 
daß  das  Spiel  stark  im  Vordergrund 
steht,  wie  denn  überhaupt  ,, Stürme" 
zu  denjenigen  Bildern  (Jehört,  die 
ihren  Erfolti  der  Leistung  der  Dar- 
steller verdanken,  an  denen  der  Re- 
gisseur Sjöström  vielleicht  mehr  be- 
teiligt ist,  als  CS  im  allgemeinen  be 
Spielleitern   üblich    ist. 


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Phot.  M.-G.S\. 


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Als    zum    ersten    Male    auf    der    Leinwand    „lebende    Bilder"    er-  ; 
schienen,   war  wohl  der  stärkste  Eindruck  das  Bild   der   heran- 
brausenden   Lokomotive,    die,    größer    und    jjrößer    werdend,    in 
drohender    Riesenhaftigkeit    aus    dem    Bildrahmen    heraus    in    den    Zu- 
schauerraum  hineinzurasen   schien. 

Wenn  das  Sprichwort  sagt:  „Besser  gut  gegangen,  als-  schlecht  ge- 
fahren", so  gilt  das  für  den  Film  nicht  immer,  denn  der  Film  bezieht 
gerade  aus  dem  ,, schlecht  gefahren"  die  Motive  für  bildwirksarac 
Situationen,  wie  sie  hier  z.  B.  in  den  Szenen:  Zusammenstoß  der 
riesigen  Lokomotive  mit  Harold  Lloyds  Auto  und  die  Fahrt  auf  dem 
Verdeck  des  beträchtlich   schiefliegenden  Autobus  gezeigt   sind. 

Es  gibt  wohl  kein  Fahrzeug  bzw.  kein  Verkehrsmittel,  das  im  Film 
nicht  schon  eine  Rolle  gespielt  hätte.  Die  uns  so  drollig  erscheinende 
erste  Eisenbahn  sahen  wir  z.  B.  in  dem  Bustcr  Keaton-Film  ,,Bei 
mir  —  Niagara";  eine  große,  sozusagen   ,, stücktragende"  Rolle   spielte 


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die  Eisenbahn  in  dem  Film  ,,Das  Feuerroß";  im  ..Herzog  Hansl"  wird 
die  Postkutschenzeit  lebendig,  auf  der  Plattform  des  Aussichtswagens 
im  Pacific-Exprcß  fährt  Reginald  Denny  durch  ..Gottes  eigenes  Land"; 
ein  Fahrzeug  gar  sinnreicher  Konstruktion  ist  der  Wagen,  der  dem 
Kameramann  Einstellungen  knifflichster  Art  erlaubt;  an  Bord  der 
Jacht  mit  den  netten  ,,Malrosinnen"  möchte  wohl  mancher  Kapitän 
sein;  Studry  Ferrit,  die  wir  an  ihrem  vielmotorigen  Flugzeug  sehen, 
ist  entschieden  zuversichtlicher  als  Billy  Dolly  in  seiner  Himmcls- 
granate,  die  er  mit  einigermaßen  verzweifeltem  Gesichtsausdruck 
durch  den  Wellenraum  steuert.  Viel  Zeit  haben  die  Herrschaften 
im  spanischen  Kostüm:  Renee  Adoree  und  William  Collier  jr.,  die 
sich  als  gemächliches  Transportmittel  eine  Schubkarre  gewählt  haben, 
und  auch  Tim  McCoy  und  Dale  Austen  scheinen  es  mit  dem  hölzernen 
Fahrrad  ältesten  Modells,  dem  ,,Knochenschüttlcr",  nicht  gerade  auf 
ein    gefährliches    Tempo    abgesehen    zu    haben. 


Russische  Garde  inTempelhof 

Draußen,  im  Tempclhofer  Atelier,  sieht 
man  jetzt  interessante  Bilder  aus  ver- 
gangenen Tagen.  Da  zieht  über  das  Ge- 
lände die  russische  Garde.  Voran  die  Musik 
mit  dem  traditionellen  Paukenschläger  mit 
dem  breiten,  martialischen  Bart.  Dann  die 
Lanzenreiter  mit  dem  hohen, 
blinkenden  Helm,  geführt  von 
einem  Offizier,  in  dem  man  Franz 
Lcdcrer  erkennt,  der  eine  der 
männlichen  Hauptrollen  verkör- 
pert. Es  handelt  sich  um  Szenen 
zu  dem  neuesten  Werk  Erich 
Pommers  ,,Die  wunderbare  Lüge 
%,  der  Nina   Petrowna",    das    schon 

^  •  in  den  nächsten  Tagen  ganz  fertig- 

gestellt ist. 


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G  Ö  S  T  A     E  K  M  A  N 


nicht  beendet.  Aber  dem  Photo- 
graphen war  es  nicht  möglich,  die 
anderen  Fixsterne  am  Flimmerhimmel 
vor   das   Objektiv  zu  bekommen. 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


V.  forlsetziiif^ 


Drei  Taije  schon  ueilte  sie  inil  Evelyn  in  Sie- 
beneichen, wohin  die  Schwester  in  einem  plülz- 
lichen  Entschluß  bald  nach  der  Beisetzung 
Karrs   übergesiedelt   war. 

Wie  ein  düsterer  Schatten  stand  es  über  den 
Ereignissen  der  jüngsten  Verrfanjjenheit  seil 
jenem  Schreckensmor<sen,  als  Evelyn  todblaß 
und  verstört  am  Fenster  ihres  einstigen  Jun»- 
mädchenslübchens  Einlaß  in  die  elterliche  Villa 
verlani4t  und  kaum  eine  Stunde  später  der 
Fernsprecher  die  furchtbare  Katastrophs 
in  Wannsee  j-emeldet  halte. 

Mit  der  {ganzen  Spannkraft  ihrer 
frischzupackenden  JujSend  hatte  Lore 
damals  das  Schicksal  der  Schwester  in 
die  Hand  jicnommen  und  mit  Unterstüt- 
zung von  Karrs  Frivatsekrelär  all  die 
tausenderlei  Förmlichkeiten  erledigt, 
die  der  jähe  Todesfall  für  die  Witwe 
mit  sich  gebracht  hatte. 

Evelyn  selbst  hatte  die  erste  Zeit  in 
einem  Zustand  völliger  Betäubunj;  zuge- 
bracht und  war  nur  mit  dem  Aufgebot 
ihrer  ganzen  Willenskraft  imstande  ge- 
wesen, an  der  Leichenfeier  in  Wilmers- 
dorf  teilzunehmen. 

Erst  in  dem  ländlichen  Frieden  Sic- 
beneichens  war  sie  wieder  ein  wenig 
aufgelebt,  und  doch  lag  über  ihrem  gan- 
zen Wesen  noch  immer  der  Schleier 
einer  liefen,  f4ramvollen  Trauer,  die 
Lore  um  so  weniger  verstand,  als  ihrem 
scharf  beobachtenden  Auge  die  Brüchig- 
keit der  so  ungleichen  Ehe  schon  seit 
langem  kein  Geheimnis  mehr  geblieben 
w'ar. 

Ob  auch  die  Schwester  hier  das 
Gleichgewicht  ihrer  Seele  wiederfinden 
würde,  das  ihr  von  einem  geheimnis- 
vollen Schicksal  tief  erschüttert  schien? 

Unterdes  lag  Evelyn  in  ihrem  Schlaf- 
zimmer im  ersten  Stock  noch  hinter 
dicht  verschlossenen  Vorhängen. 

Auch  in  der  letzten  Nacht  hatte  sie 
nur  durch  künstliche  Mittel  ein  paar 
Stunden  eines  unruhigen  Schlummers 
erzwingen  können. 

Immer  wieder  war  die  Reihe  der 
furchtbaren  Ereignisse  seit  jenem  Abend 
im  Westendthealer  wie  aus  einem 
grauen  Meer  von  Bewußtlosigkeit  in  ilir 
aufgetaucht. 

Die  Flucht  aus  ihrer  Wannseevilla; 
die  rasende  Nachtfahrt  nach  Schlach- 
tensee, die  Stunden  tödlicher  Angst  und 
vergeblichen  Wartens  vor  den  dunklen 
Fenstern  Kurts. 

Bis  endlich  der  Morgen  aufgedäm- 
mert und  sie  in  völliger  Verzweiflung 
nach  Zehlendorf  gekommen  war,  um 
hier  das  Letzte  zu  erfahren. 

Den   Tod    des    Gatten. 

In  Schweiß  gebadet  fuhr  die  Sin- 
nende aus  den  Kissen  empor  und 
lauschte  mit  klopfenden  Pulsen  in  das 
malle  Zwielicht   des   Zimmers. 

Wie  ein  warnendes  Menetekel  stand 
auf  einmal  wieder  die  Erkenntnis  der 
ganzen     entsetzlichen    Geschehnisse    vor 


ihr,  das  unbarmherzig  klare  Wissen  um  die 
letzten  Dinge,  daß  niemand  anderes  als  Kurt 
der  Täler  gewesen  sein  konnte,  der  Karr  um 
ihretwillen  mit  auf  seine  Reise  in  die  Ewigkeit 
genommen   hatte. 

Um    ihretwillen. 

Ein  Schauer  der  Angst  rann  ihr  plötzlich 
über  den  Rücken  herab,  daß  ihr  die  große 
Sülle     ringsum     auf     einmal     wie     ein     Abgrund 


Sie  allein  halte  jene  beiden  Männer 
in  den  Tod  gelrieben. 

Vor  ihrem  Gewissen  war  sie  die  Mör- 
derin, auch  wenn  sich  auf  dieser  Welt 
kein  Ankläger  und  kein  Richter  für  sie 
finden   sollte. 

Und  das  Bewußtsein  einer  unsühn- 
baren  Schuld  legte  sich  immer  wieder 
wie   eine    Bergeslast    auf    ihr   Herz. 

Nach  Stunden  erst  kam  sie  durch  den 
hellen,  kleinen  Garlensaal  zu  Lore  auf 
die  Terrasse   hinaus. 

Es  war  alles  so  licht  und  klar,  so 
strahlend  und  freudig  um  sie  her,  und 
die  allen  Bäume  im  Park  rauschten  leise 
in  den  stillen  Morgenfrieden,  als  sängen 
sie  schon  von  Sommerlust  und  Sommer- 
seligkcil. 

Zum  ersten  Male  aß  und  trank  Evelyn 
heut  wieder  mit  Appetit  und  ließ  sich 
von  der  Schwester  über  ihre  kleinen 
hausvvirtschafllichen  Sorgen  berichten. 

Waller  v.  Prayer,  den  sie  in  der  Angst 
ihres  Herzens  tags  zuvor  um  seinen  Be- 
such gebeten  halle,  wurde  erwartet;  ein 
Programm  für  das  Mittagessen  mußte 
entworfen  und  mit  der  alten  Mamsell 
besprochen  werden. 

So  war  es  fast  neun  Uhr  geworden, 
als  vom  Gutshof  ein  Autoruf  herüber- 
klang und  gleich  darauf  Walter  auf  der 
Terrasse  erschien. 

„Ein  guter  Geist  hat  mich  hierher- 
geführt", sagte  er  nach  der  ersten  Be- 
grüßung, auf  den  reichbeselzten  Früh- 
stückstisch weisend.  ,,Das  Land,  wo 
Milch  und   Honig  fließt!" 

Evelyn  drückte  ihm  herzlich  die 
Hand. 

,,lch  danke  Ihnen  für  den  Besuch, 
Herr  v.  Prayer,  Sie  bringen  so  viel 
Leben  und  Frische  in  unsere  Einsam- 
keit!" 

Waller  lehnte  lächelnd  ab. 
,,Aber,  liebe  gnädige  Frau,  das  ist 
doch  einfachste  Freundespflicht.  Auch 
ohne  Ihren  Hilferuf  wäre  ich  heule 
ganz  von  selbst  nach  Siebeneichen  her- 
ausgekommen. Denn  ich  habe  manches 
mit   Ihnen  zu  besprechen!" 

Lore  halle  ihm  unterdes  eine  lasse 
Katfc^  eingeschenkt  und  ein  neues  Ge- 
deck  aufgelegt. 

,,Vor  allem  muß  sich  unser  Gast  nach 
seiner  langen  Reise  erst  einmal  gründ- 
lich stärken",  erklärte  sie  in  ihrer  ent- 
schiedenen Art.  ,,Dann  kann  meinet- 
wegen die  Slaalskonferenz  beginnen!" 

Ihre  blauen  Augen  lachten  schalkhalt 
aus      dem      schmalen,      hellen      Gesicht, 


i/ll' 


Ky 


■V 


Jessen  Reiz  das  stumpfe  Schwarz  der  Traucrklcidunjj  wunder- 
sam   verdoppelte. 

Wie  eine  warme  Welle  slrömle  es  dem  jun<>en  Maler  zu 
Merzen. 

Mit  stillem  Entzücken  umfaßte  er  das  liebliche  Bild  ihrer 
mor-ienfrischen  Erscheinung,  und  als  sie  jetzt  um  Urlaub  bat,  um 
in  der  Küche  nach  dem  Rechten  zu  sehen,  schien  es  ihm,  als  ob 
der  lichte  Friihlingshimmel  auf  einmal  viel  von  seinem  strahlen- 
den   Glanz    verloren    habe. 


Zeillan<i     in     tiefem     Sinnen     gesessen,     wie 
n    sich    hincinhorchle. 


SINGER 

und  deren  Jipparaten 
kann  ich  mir  die 
QnhiüdkendftQn 
Kleldungsftücke 
Ihlbß  anferiigen 


Evelyn     hatte    eine 
wenn    sie    <>leichsam    : 

Als  sie  sich  dann 
Waller  wieder  zu- 
wandte, war  die 
Maske  der  s^esell- 
schafllichen  Be- 

herrschung gefallen. 
Ein  leidzerwiihl- 
Ics  Gesicht  schaute 
ihm  ontgcgen,  und 
ihre  Augen  standen 
voller    Tränen. 

,,Was  ist  mit 
Kurt?"  fragte  sie 
leise. 

Mit  einer  begüti- 
genden Bewejjung 
lejjtc  Walter  seine 
Hand  auf  ihren 
.\rm. 

,, Regen  Sie  sich 
doch  nicht  so 
furchtbar  auf,  Frau 
Evelyn!"  bat  er. 
,,Noch  stehe  ich  * 
freilich  auch  heute 
wieder  mit  leeren 
Händen  vor  Ihnen. 
Aber  seien  Sie  über- 
zeurft,  daß  ich  nichts 
unversucht  lassen 
werde,  um  das  rät- 
selhafte Verschwin- 
den unseres  Freun- 
des  aufzuklären!" 

Evelyn  schüttelte 
den  Kopf. 

,,Es  ist  ja  doch 
alles  umsonst!" 

sarite  sie  mit  er- 
stickter Stimme. 
„Kurt  ist  tot.  Ich 
weiß  es,  ich  fühle 
es.  Es  kann  ja 
auch  gar  nicht  an- 
ders sein!" 

Walter  hatte  sich 
eine  Zijjarelte  an- 
ijezündet  und 

schaute  in  die  Son- 
nenhelle des  Par- 
kes hinaus,  auf 
dessen  sauber  ge- 
narkten  Kieswegen 
;in  einsamer  Pfau 
majestätisch  ein- 
herstolzierte. 

Sphinxhaft,  unenträselt  dünkte  ihn  auch  das  Geheimnis  der 
furchtbaren  Katastrophe,  die  so  jäh  und  vernichtend  über  das 
Haus  Karr  und  zugleich  damit  auch  über  Kurl  Sieinhoff  her- 
eingebrochen   war. 

Seil  acht  lagen  hatte  er  seine  ganze  Zeil  und  Kraft  dafür 
eingesetzt,  eine  Spur  des  Verschwundenen  aufzufinden,  immer 
bemüht,  Evelyn  gegenüber  das  Gesicht  zu  wahren,  obwohl  er  im 
Grunde  mit  ihr  der  gleichen  Meinung  war,  daß  Kurl  nicht  mehr 
unter    den    Lebenden    weilte. 

Als  er  ihn  am  Abend  der  l^remiere  bis  spät  in  die  Naclit 
hinein  vergeblich  hei  Kannenberg  erwartet  hatte,  war  er  am 
anderen    Morgen    sofort    nach    Schlachlensee    hinübergefahren,    um 


KOSTENLOSE  ANLEITUNG 

im  J^ähQn,  SiidzQn  und  Stopfbn 

fbwie  in  dorö-fandhabimg  derSpparate 
wird  berQÜmiUigß  in  Jedem  SingerJhden  er  hilf: 

SINGER  NÄHA^SmiNEN  AKTIENGESELLSCHÄfT 


dem  Freunde,  der  ganz  offensichtlich  unter  einer  schweren  seeli- 
schen Krise  zu  erliegen  drohte,  mit  Rat  und  Hilfe  zur  Seite  zu 
stehen. 

Doch  weder  an  diesem  noch  an  einem  der  nächsten  Tage  war 
ein  Lebenszeichen  von  dem  Verschwundenen  eingegangen,  so  daß 
er  Frau  Harllvorl  nur  mit  dem  Aufgebot  seiner  ganzen  Bered- 
samkeil bisher  von  einer  Anzeige  bei  der  Polizei  abzuhalten 
vermocht    hatte. 

Dagegen  hatte  er  selbst  mit  der  Sonntagspost  einen  Brief 
Kurls  erhalten,  der  nach  Inhalt  und  Fassung  gar  nicht  anders 
als   ein    Abschied    vom    Leben    gedeutet    werden    konnte. 

In    abgerissenen,    mit    flüchtigster    Feder    hingeworfenen    Sätzen 

liatte  Kurt  ihm  für 
seine  langjährige 
Freundschaft  ge- 
dankt und  zum 
Schluß  ganz  unver- 
mitlclt  die  Bitte 
angefügt,  daß  er 
Evelyn  zur  Seite 
stehen  möchte,  falls 
ihm  irgendein  un- 
erwartetes Unglück 
zustoßen   sollte. 

Der  Brief  war 
nach  dem  Post- 
stempel noch  späl 
in  der  gleichen 
Nacht  zur  Post  ge- 
geben worden,  in 
der  die  irdische 
Laufbahn  Karrs  un- 
ter so  tragischen 
Umständen  geendcl 
hatte. 

Und  vom  ersten 
-Augenblick  an  war 
Walter  davon 

durchdrungen  ge- 
wesen, daß  zwi- 
schen diesen  beiden 
Talsachen  eine  ge- 
heime Verbindung 
bcsland,  wenn  er^ 
sich  auch  in  inner-'. 
slcr  Seele  noch  im- 
mer nicht  dazu  ver- 
stehen konnte,  die 
letzte,  fast  unaus- 
weichliche Schluß- 
folgerung aus  seiner 
Überzeugung  zu 

ziehen. 

..Ich  habe  die  Un- 
fallchronik sämt- 
licher großen  Zei- 
lungen  in  den  letz-  ; 
ten  Tagen  forllau- 
fend genau  stu- 
diert," nahm  er 
endlich  wieder  das 
Wort,  ,,aber  nir- 
gends auch  nur  der 
geringsten  Hinwei.' 
auf  Kurl  enldeckcr 
können!" 

,.Und  wie  slellei 
Sie  sich  zu  de 
Möglichkeit  eines  Selbstmords?"  —  Ganz  leise  und  zaghaft  löslci 
sich  die  Worte  von  Evelyns  Lippen,  als  fürchlcle  sie,  daß  di 
.Antwort  auf  ihre  Frage  im  nächsten  Augenblick  die  geheimst  j 
Angst  ihres  Herzens  bestätigen  könne. 
Waller    zuckle    zusammen. 

Für  den  Bruchteil  einer  Sekunde  stand  der  Gedanke  an  Kur' 
Brief  in  ihm  auf,  doch  vor  der  seelischen  Haltlosigkeit  Evr\yr 
entsank  ihm  wieder  der  Mut.  davon  zu  sprechen. 

,,lch   seile   kein   rechtes    Motiv   dafür!"   versetzte   er   dann   ruhi 
mit    betonter    Sachlichkeil.       .Auch    wären    Sie   wohl    die    Nächsj     J 
gewesen,    gnädige     Frau,    der     Kurl     im     Falle    eines    freiwillig« 
Todes    ein    paar    letzle    /eilen    hinterlassen    hätte!" 


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mssaaaeiamsssb. 


Douplös  FairbäLtiks  holt  Max  Qeinhardi  und  Lilllan  Gish  von  der  Bahn  ab 


Mri  irr'    'i 


Till' 111  iriih'i"i 


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Ein    langes    Schweifjen    folgte. 
Der   Himmel   stand    hoch   und   blau. 

Ein  leiser  Wind  war  aufgekommen  und  trug  zuweilen  das 
ferne    Geläut    des    Parkes    herüber. 

In  diesem  Augenblick  knirschte  auf  dem  Kies  des  Vorplatzes 
ein  schwerfälliger  Schritt,  und  die  alte  Botenfrau  Müssiggang 
stapfte   mit   ihrer   Posttasche   die   Terrassentreppe    herauf. 

Ihr  zahnloser  Greisenmund  mahlte  beim  Anblick  der  Köst- 
lichkeiten der  Kaffeetafel  mit  leisem  Schmatzen  begehrlich  hin 
und  her,  indes  sie  den  Inhalt  ihrer  Tasche  umständlich  auf  einem 
Korbsessel  auskramte. 

„Es  ist  auch  eine  Zustellung  für  die  gnädige  Frau  dabei",  be- 
merkte sie  wichtig.  ,,Die  Urkunde  soll  ich  dem  Herrn  Postvor- 
steher wieder   zurückbringen!" 

Evelyn  schluckte;  ein  leises  Würgen  saß  ihr  plötzlich  wieder 
im  Halse. 

„Gehen  Sie  in  die  Küche,  Frau  Müssiggang,  und  lassen  Sie 
sich  von  der  Mamsell  etwas  zum  Frühstück  geben!"  sagte  sie,  sich 
gewaltsam  be- 
herrschend, um 
die  neugierige 
Alte  so  schnell 
wie  möglich  aus 
dem  Bereich 
der  Teirasse  zu 
entfernen. 

Dann  löste 
sie  mit  zittern- 
den Händen  das 
Dienstsiegel  und 
faltete  den 

grellgelben  Um- 
schlag langsam 
auseinander. 

„Eine  gericht- 
liche Ladung", 
sagte  sie  tonlos. 
Walter  hatte 
ihr  das  Schrift- 
stück mit  sanf- 
ter Gewalt  aus 
der  Hand  ge- 
nommen und 
studierte  es 

sorgfältig. 

„Sie    sind    auf 
morgen      mittag 
zwölf     Uhr     zu 
einer       Verneh- 
mung  vor   den   Untersuchungsrichter   nach   Moabit   beordert!" 
Evelyn  neigte  den  Kopf;   ihr   Gesicht  war  leichenblaß. 
,,Was  soll  das  bedeuten,   Herr  von   Prayer?" 
Walter   hob   die   Schultern. 

,,Ich  weiß  es  nicht,  gnädigste  Frau.  Ich  glaubte,  die  Akten  über 
den  Tod  Ihres  Herrn  Gemahls  wären  schon  geschlossen.  Wahr- 
scheinlich wünscht  man  aber  von  Ihnen  nur  irgendeine  neben- 
sächliche Auskunft!"  schloß  er  beruhigend.  ,, Zumal  Sie  ja  bisher 
überhaupt  noch  gar  nicht  gerichtlich  vernommen  worden  sind!" 

Von   neuem   schwiegen   sie  und    tauchten   die   Blicke   tief   inein- 
ander, als  ob  sie  sich  gegenseitig  ihre  Gedanken  entreißen  wollten. 
Wie  ein  drohendes   Gespenst   stand   auf  einmal  ein  furchtbarer 
Verdacht   unsichtbar   zwischen    ihnen. 

,,Ich  darf  doch  hoffen,  daß  Sie  mich  morgen  zum  Gericht 
begleiten  werden!"  sagte  Evelyn  endlich.  ,, Allein  wäre  ich  dazu 
nicht  imstande!" 

Walter  verneigte   sich. 

„Ich  stehe  ganz  zu  Ihrer  Verfügung,  gnädige  Frau!" 
Evelyn    drückte    ihm    in    hilfloser    Dankbarkeit    die    Hand;    der 
blaue   Frühlingshimmel    über   ihr  schwankte, 

Ihr  war's  auf  einmal,  als  sei  sie  mit  dem  Saume  ihres  Kleides 
in  die  Speichen  eines  Rades  geraten,  das  sie  widerstandslos, 
mit  unhemmbarer  Gewalt  in  das  Getriebe  einer  entsetzlichen 
Maschine  hincinriß. 

X. 
Das  Welter  war   im   Laufe  der  Nacht   umgeschlagen. 
Seit    den    frühen    Morgenstunden    fiel    ein    feiner    Sprühregen, 
der    den    Asphall    mit    glitschiger    Nässe    überzog    und    in    zähen, 
kalkigen  Nebeln  zwischen  den  unfreundlichen  Giebelfronlen  Alt- 
Moabits  hin  und  her  wogle. 


Schlesische  Gaumeisterschaft  im  Fünfer-Bob 
Fiifirer:  v.  Newlinsky  (Ufa),  Bremser:  Maurer,  Maiinscfiaft:  Kyser  (Ufa)  und  Borcfiert  (Ufa) 


Walter   v.    Prayer    war    mit    Eve-lyn     kurz     vor     zvi<>lf    Uhr     in 
Moabit  eingetroffen  und  geleitete  s\e  fürsorglich  durch  das.  Laby- 
rinth   der    unzähligen    Treppen    und    Gänge    bis    vor    das       Ver-| 
handlungszimmer  des  Untarsuchungsrichtcrs. 

Ein  schnauzbärtiger   Justizob'5rwachlmeister,   der   einem   Garde- 
regiment   als    Flügelmann    Ehre   gemacht    haben    würde,    nahm    ihrj 
die  Ladung  ab  und  stellle  ihr  mit  einschüchlernder  Tonhärte  nochj 
eine  längere  Wartezeit  in  Aussicht,   da  in  einem  großen   Kokain-j 
schieberprozeß    schon    seit    mehreren    Stunden    umfangreiche    Ver- 
nehmungen  stailfänden. 

Mit    einem    leisen    Schauder    ließ    sich    Evelyn    auf    einer    Bank  • 
nieder;   sie   konnte   nicht    mehr  weiter,   die   Knie   drohten   ihr   vor 
Aufregung  und  Erschöpfung  zu  versagen. 
Dann  wurde  Evelyns  Name  aufgerufen. 
Der  Wachtmeister  riß  die  Tür  weit  vor  ihr  auf. 
Im  nächsten  Augenblick  stand  sie  in  einem  großen,  saalarligcni 
Raum  mit  vielen  blankpolierten  Bänken  und  einem  langgestrecklen^ 
Podium 

Irgendwoher^ 
klang  eine 

schnarrende, 
befehlsgewohn- 
le    Stimme: 

,, Bitte,  wollen 
Sie  Platz  nch' 
mcn,  gnädige 
Frau!" 

Evelyn  ge- 
horchte mecha- 
nisch; die  ein- 
geschlossene 
Luft  des  muffi- 
gen Raumes  be- 
nahm ihr  fast 
den    Atem. 

Von  dem 

Richter,  der, 

eifrig   arbeitend, 
hinter  dem 

Büchergebirge 
seines    Podiums 
wie      in      einem 
kleinen  Fe- 

stungsbau    ver- 
schanzt saß,  ge- 
wahrte   sie    zu- 
nächst  nur   eine 
umfani^:       he, 
mattspiegelnde    Glatze,    deren    spärlicher    Haarkranz    in     grau- 
slachligen    Strähnen    über    die    ticfangeselzten    Ohren    hinweg- 
starrle. 

Jetzt  hob  der  Richter  den  Kopf  und  richtete  seinen  scharfen 
Examinalorenblick  mit  prüfendem  Ausdruck  auf  Evelyns  über- 
wachtes, blasses  Gesicht. 

„Sie  sind  Frau  Evelyn  Karr,  geborene  v,  Eckarlsbcrg?"  fragte 
er  kurz,  gemessen,  mit  geringer  Verbindlichkeil. 

Evelyn  bejahte  schüchtern  und  gab  zu  dem  hastigen  Gekritzel 
des  Schreibers  die  wichtigsten   Daten  ihres  Lebenslaufs. 

Der  Richter  blätterte  unterdes  in  seinen  Akten  und  betrachtete 
zuweilen  die  tadellos  gepflegten  Nägel  seiner  auffallend  weißen 
Hände. 

,,Ich  habe  Sie  hier  vorgeladen,"  sagte  er  dann  mil  bclonler 
Wichtigkeit,  „weil  ich  Sie  bitten  möchte,  mir  einige  Fragen  nach 
den  letzten  Lebensstunden  Ihres  Herrn  Gemahls  und  vielleicht 
auch  noch  nach  einigen  anderen,  damit  zusammenhängenden 
Dingen  zu  beantworten.  Da  Ihre  Aussagen  vielleicht  von  aus- 
schlaggebender Bedeutung  für  die  weitere  Aufklärung  der  überaus 
traurigen  Angelegenheit  werden  können,  muß  ich  Sie  um  recht 
genaue   und   wahrheitsgemäße   Auskunft   ersuchen! 

Sie    waren    mit    Ihrem    Herrn    Gemahl    an    dem    betreffenden 

Abend  noch  im  Theater?"  schloß  er,  seinen  kahlen  Schädel  höher 

aus  dem  sehnigen  Halse  herausreckend. 

Evelyn   nickte. 

„Ja,  im  Westendlheater.  Wir  fuhren  nach  der  Vorstellung 
direkt   nach  Hause  und   speisten  dort   noch  zur  Nachl."  v* 

,,Das  deckt  sich  mil  den  Bekundungen  Ihres  Dieners!  Was 
geschah  dann  weiter?" 

,,Ich  halle  mit  meinem  Gallen  nach  dem  Essen  noch  eine  kurze 
Besprechung  in  seinem  Arbeitszimmer!"  Fortsetzung  folg 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfrajjcn    L-rbitlen    wir 
Scherlve'Iag.     Antwort 


an     die    Redaktion    des      ..  K  i  1  m  -  M  a  !<  a  z  i  n  ■,       Berlin    S\V  08.     Zimmerstr.  J5-4I. 
erfoljit  im   „Film-Magazin".     Die  Einsendung   von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


A  11  viele:  Anonyme  IJiicfc  ucidcMi  nioht  lieantwortct.  Bei  Manu- 
skriptansjelcsrcnlioiton  bitten  wir  lolsen>le>  zu  beachten:  Jeder  Anfraj^e  ist 
Rückporto  beiziifiiK^en.  Jede  EiMsemliiiij;  eine;;  Maniiskriiits  zur  l'nituns 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  l'infanfie  von  - — 3  Scbreibmascliincnseiten 
sind  zur  Einsemluns  an  die  Filmindustrie.  Kes:lsseure  usw.  Keeif;net.  Für 
Verlust  iler  eingesandten  ilanuskriple  kaiin  keine  A'crantwortunK  über- 
nommen werden,  also  soll  der  \  erfasser  nur  Durcliscliläse  senden,  von 
liandgeschriebenfn   Sendun};en    tlescrliili)    eine  Abschritt   zurückbehalten. 

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F  i  1  ni  ui  ;i  d  i  a  u  s  W  e  ^  I  f  ,i  I  e  n  Jlir  Vorselila^-  liat  vorläufig  Tioili 
{lewisse  Schwirl  i^UeiliMi.  aber  it  wird  ernsthaft  in  ErwiiiiUM^  Ki'zogen. 
Sobald  K.iiiKiii  Nov.irr')  in  IHutsihlaud  i^l.  werden  Sie  auch  Ihr  .\ul)- 
Ki'.imm  erhallen.  Im  ühri^icn  «ird  da>  Film-Magazin  bald  eine  Reihe  ynu 
«:chtisen    uml     Wi'rtMdi">u     \ Crlies-erunKen    zeiRcn. 

H  !•  r  r  n  C.  li..  1.  ii  d  w  i  ■!  s  h  a  f  e  n  :  >Venn  es  sich  um  Filme  han- 
;Ielt,  die  noniiale  Uildlueite  haben,  was  bei  Auiateiii aufnahmen  nicht 
immer  zutrifft,  »o  Uiiuiieu  Sie  \rrsuchen,  eine  i'ilui^i'sellscluift  zu  finden, 
die  diT.'irtis;  ■  Hilder  k.iult  oder  \erleilit.  Die  Adressen  sind  so  zahlreicli. 
dalj  wir  sie  lluicii  nicht  liekaiiutKeben  können.  Ue«ori;cu  Sie  sich  bei 
irtccndeinem  Kinolic-itzcr  in  l.iidw  i^^liafen  das  Kiiiuadreltbuch,  oder  lassen 
sie    sieh    von    ihm    eiit^precbende    .\dressen    ijebeu. 

E  I  I  i  W  i  e  /,  I  e  n  ,  U  r  e  s  I  ;•.  ii  :  Ihr  (iediclit  ist  sehr  nett,  aber 
leider   eignet    es    ^ich    noch    nicht   zur    Veröffcntlicliunu;    in   unserem    IJIatt, 

F:  d  i  I  Ii  ]>..  Annelic>  K..  .Mainz;  Wir  «erden  Walter  SIezal; 
an    die    fälli;;en    Aufo;;r;.mine    eriiinerii. 

H.    U..    Dauzijr:     Die    neuesten    Filme    von    Lilian    Warve.v    ^ind:    ..Ihr 

dunkler    I'nnkf     und     ..F-ine    Nacht    in    London"'.        (Jeiireht    wird    zur    Zeit 

mit    ihr:    ..Das    Modell    von    Montii:irmisse".        (Jreta    tiraal    ist    leider    tot. 

A'er;i    Schmiterlöw     ist    Schwedin.      I,i:i     Eibenschütz     i^t    mit    Kurt    Ve^per- 

,  mann     verheiratet.       F'incr     ihrer    ir>leu     Filme     war     ..Der    K.iiifmaiiu     von 

i  VeuiMlifr-    mit     Henn.v     Porten    in    der    ll.iuiitrulle.        Diiia    tiralLi     wurde    in 

(■W.irschau     ^cboreu.        Mit     ilem     kiuzlicli     M-rstorbeneii    Redakteur     Lincoln 

E>  res    \erlieir,itet    i^ewe-en.    Einer    ihrer    ersten    Filme:    ..Prinzessin    Trul- 

lala'    mit    Lilian    Har\(.\     in    der    Titelrolle. 

1  u  g-  e  h  o  r  ;;•  s..  15  r  e  s  I  a  u  :  .\udre  M.ittonis  letzter  F'ilm  ist  ..Glück 
bei  Frauen".  Dcutselier.  Mar.v  .lohnson.  mit  Rudolf  Klein-Rojjge  vcr 
lobl.    ivt    zur    Zei*    in    .Mar>eille.    Hotel    Regina. 

Z  w  e  i     W  i  e  11  c  r  i  n  n  e  n  :      Ivan     Petro\  ich     ist     serbischer     .Vbstain- 

juuns.    nnveiheir:itet,    .;ibt    .\utogr.imme    und    ist   ein    groCicr    Rlumenfreuml. 

Durch    (hecnliaum-Filiii.    Iteiliu    S\\     (;s.    KocIi^traUe    K4,    zu    erreiclien.    Sein 

!Filui    ..Der    Zarcw  itM-h"    i«t    kürzlich    ur;iiifgefiilirt.       Nächste    Arbeit:     ..Pa- 

j  ri^.    du    ütadt    der    Liebe"    mit    f'.irmen    lioni    in    der    «ejblichen    Ilaupirolle. 

W  .ihrsclK'inlieli     Uomint     Uaii     Petrovich    .•luch     einmal     nach    Wien. 

.V  I  b  i  n  P..  Meid  e  n  a  u  :  Harry  I'iel  wurde  ;im  1:1.  Juli  in  ]>ii«- 
scldorf  geboren.  Kiiii-tlernamc.  .Vber  nein.  Sie  brauchen  die  Filmstar^ 
nicht  mit  ..Mr."  oder  ...\lili"  .iiizurcdeu!  Wir  glanlien  kaum.  d;i|j  Harr> 
Piel  bei  aller  Tapferkeit  seinen  geli<-lilcii  Tigi-r  Hyl.inl  in  >einer  AV(di- 
niiiig  hat.  CS  wäre  doch  wohl  ciwa~  uiigeuiüllich.  Die  lic-cbreibun;;  zu 
..Panik"  erhalten  .sie  durch  cb-n  Illustrierten  Filuikiiricr,  Herliu  W  9. 
Kiilhener  StrriUe  ;'.7.  ..Tu  m'app.irticiis""  mit  Rudolf  Klein-Reivge  kommt 
auch    nach    Dciitxhland. 

Richard  S..  L  e  i  ip  z  i  g  :  D.t  Harry  Piel-F'iliii  ..Seine  stärkste 
Waffe"    wurde    in    den    Ffa-Atcliers.    Neubabelsberg,    gedrelit. 

Eine  Will  >  F  r  i  t  >  c  h  -  V  c  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Lilian  Harvey  hat  am 
IM.    .laniiar    (icburtsiag.       Lotte    T.orring    ist    unverhiMratet. 

Ij  i  I  o  ,  Duisburg":  drete  fiarbo  ist  nicht  mit  Lars  Ilansou  \  er- 
heiratet. 

Lore,  Hamburg:  l'harlie  (liapliu  war  mit  Lita  (Jrey  \ 'Thei- 
r.itet.  (ieschiedin.  \\ird  siih  jcl/t  w  iederveiliciratcu.  Lien  l)e>er-  ist 
Piiverheiratel.  In  Amsterdam  geboren.  Ihr  richtiger  Name.  Rloiid  nml 
blauäugig".  Spielt  in  einem  Film  der  IHMitscIu'n  ruivers.il  die  wciblielie 
H;iuptrolle. 

Tatjana  T...  Bad  Homburg:  Ivan  Petrovich  spricht  :iuch  riis- 
sich.  (;reciibaum-Star.  Durch  diese  F'irnia.  Berlin  S^^  (is.  Koclistr.  r.l. 
zii_  erreichen. 

.V  il  o  1  f  K..  Breslau:  Jeiin.\  Jugo  wohnt  Berlin  W.  K;iiserdaium 
Nr.  2!).  Die  Telephoniiumnieni  i\rv  Künstlerin  können  wir  lliiicn  b'ider 
nicht    hekanutgeben. 

F  i  1  m  f  r  e  n  ii  diu  T  h  e  a  .  Sc  h  w  c  i  z  :  Die  Rolle  des  Fürsten 
Jussup(d'f  in  ..R.ispiitins  Liebes.ibenteuer"'  spielte  Jack  Trevor.  Ein 
Ranion  Novarro-Biich  existiert.  Zu  beziehen  durch  Ma.v  Mattisson-Ver- 
liig.   Berlin    SW    Cs.    Ritterstralle    Tl.  ' 

T  r  a  V  e  r  s  .  L  e  i  ji  z  i  g  :  Jack  Trevor  ist  seit  .1 — l  .Taliren  beim 
deutschen  Film.  Einer  seiner  ersten  F'ilme:  ,.Die  tolle  Htrzogin"  mit 
F'llen  Richter.  Bek;(nnt  wurde  er  durch  den  .Sudermnnn-l'ilm  ..Der 
Katzensteg'".  Neuester  F'ilm:  ..Nur  lin  (Jassenmädel"'.  Früher  K.ival- 
lerienffizier  Nicht  bei  der  Sprcelibübue.  nur  lu'iin  Film.  Ilild.i  Rosch 
ist  erst  ganz  kurze  Zeil  beim  F'ilm.  Ihr  Debüt:  ..Der  Vniibcrw  indlichc" 
n.it  Luciano  .Mbertini  in  der  Titelr<dle.  Der  Laie  h.it  wenig  .\u,-sic!iteu. 
ein  Filmmanuskripl  unterzubringen.  Nur  wenn  Sie  ganz  sieher  sind, 
einen  wirklich  brauchbaren  F''iliiistoff  zu  liaheu.  können  Sie  einen  Ver- 
such wagen.  .\ber  dann  sind  Sie  noch  lange  nicht  .-luf  dem  AVege  zum 
Erfolg.      Dazu    gehört    viel    F'ncrgie    und    .\iisdauer. 

A  n  i  t  a  R..  B  e  r  I  i  n  :  f'harlcs  F'arrell  spielte  ii.  a.  in  ..Im  sieben- 
ten Himmel"  uiul  ..Fanget  der  Straße'".  Sein  neuester  Film:  ..Hinter 
Haremsmaiiern"'.  Rosen.  Braune  .Xug'wn.  sdiwarzes  Haar.  So  grolj.  wie 
CT    im    Film    erscheint.       Seine     \nschritt:    14ni    Western    .\ve..    Hoilywood. 

tJertrud    B..    Stuttgart:     Die    Titelrollen    in    .Zwei    Menschen" 

{   sjiielten    .\gnes    Eslerh.izy    uml    Olaf    F'jord.      Ivan    Petro\ich    ist    Serbe.    Er 

Kibt    .\ntogramiiie    und    spricht    gebrochen    deutseh.      Sie    können    also   auch 

i'  deutsch    an    ihn    sehreiben.      Er   ist    unverheiratet.      Durch   die    Creenbaum. 

Adresse    an    anderer    Stelle,    zu    erreichen.      Wie    lange    es    dauert,    bis    .Sie 

rtr.s    -Xiitogramni    von    ihm    erhallen,    können    wir    Ihnen    auch    nicht    sagen. 

t    Jedenfalls   hängt    das   g.inz    \  <m   seiner  Zeit   ab.      Er   filmt   sehr  viel.      Sein 

^   ,.Zarcw  itseli"     ist     kürzlich     uraufgeführt.        JC.äehste     .\rbeit:      ..Paris,    du 

l"  Stadt    der   Liebe". 


.\  :i  n  a  S..  H  a  n  n  o  vcr:  Gunnar  Tolnaes  kommt  vielleicht  schon 
im  Frühjahr  wieder  nach  Berlin.  Vom  1.  F'ebru.ir  an  tritt  er  einige 
Wochen  im  ..Neuen  The;itcr  "  in  ftslo  auf.  Im  ilai  ist  der  beliebte 
Iviiiistler  aber  bestimu.t  in  Berlin,  oa  fiir  diese  Zeit  ein  neuer  Gunnar 
Toliiacs-F'ilm  in  Aussicht  genommen  ist.  dessen  Titel  noch  iiiclrt'  fest- 
steht. Die  Antworter.  im  ..F'ilm  -  Magazin""  sind  selbstverstämllieii 
kostenlos. 

Anna  Z..  Wien:  Karina  Bell  wohnt  Berlin-Schöncberg.  Stei- 
nacher  Straße  1.  Ivan  Petrovich  ist  un\  erheiratet.  .Viiscliriii  an  anderer 
Stelle.  Vera  Sclimiterlöw  ist  unverheiratet.  Wenn  man  Filmdiva  wer- 
ilen  will,  braucht  man  (ield  fiir  kostbare  Toiletten,  gute  Schminken, 
Photos    usw. 

W  ,(  1  t  e  r  Rilla  i.  I.  d.:  Walter  Rilla  wurde  am  22.  .August  in 
Neiinkirehen  gidioren.  Mit  Thercse  Rolaml  \erheirntet.  F>  gib!  .Vuto- 
gramme  und  wohnt  Berlin  -  t'harloticnburg.  Wacholdcrw  eg  Ii  F'red 
Thomson   ist   tot. 

Jugendzeit:  Jack  Mylong-Münz  is|  mit  Maria  .Mind/enti  \  erhei- 
ratet   und    wohnt    Berlin    W    lö.    Ibiisburger   Straße    17. 

r  r  s  n  I  a  B..  B  i  e  d  e  r  i  t  z  :  Auch  w  eiin  Sie  noch  so  \  iel  und  oft 
fragen,  finden  wir  Sie  nicht  „nnversehämt  ".  Grete  Garbo  scdl  seit  .\|>ril 
mit  John  (Jilbert  verheir.itet  sein.  Keine  Kinder.  Er  ist  nicht  mit  tiret.i 
Garbo  in  Sehweden.  \ Oii  Gilbert  ist  kiirzlicb  ein  Film  ...Mann,  Weib. 
Sünde"'  erschienen.  ..Ihr  dunkler  Punkt'"  ist  kürzlich  in  Berlin  urauf- 
geführt. ,.l>ie  Frau  im  .Mond'  mit  (ierda  Maiirus  in  der  Titcindle  er- 
scheint erst  in  der  nächsten  Saison.  Wann  diese  Filme  nach  .Magdeburg 
kommen,  erfahren  .Sii>  am  sichersten  durch  den  Besitzer  Ihres  Stamm- 
kinos. .Matthias  Wiemann  filmt  fleißig.  (;ew  iß.  Lilian  Har\ cy  uml  auch 
Henry  Stuart  gehören  zu  den  beliebtesten  Leinwandsti'rnen  \Vir  wcrilcii 
Lilian    Harvey    einmal    an    das    fällige    Anlogr.inim  .erinnern. 

«■  i  I  I  y  F  e  i  n  d  t  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  .  K  ö  I  n  :  Cilly  F'eindt  hat  :im 
R.    .Vpril    (Jeburlst.ig-   und    bevorzugt    Mimosen. 

E  I  e  f  a  n  t  e  n  k  ii  k  e  n  :  W  ilhelm  Dieterle  arbeitet  augenblicklich  au 
einiMii  Film  mit  Lieii  De.xiis.  ..Die  Heilige  und  ihr  Nr.rr"  ist  höchst- 
v(  alirscheinlieb  sclioii  in  D:<iizig  gelaufen.  Dann  Irahen  Sie  nicht  dar.iuf 
geachtet.  Ramoii  .\iivarro  ist  noch  immer  iiiclit  in  Berlin.  >>eiiic  .\n- 
kiinft  wird  in  .-illcn  Zeitung<'n  rechtzeitig  bekanntgegeben.  Da  simi  .Sic 
im  Irrtum:  ..Petronella'  und  ..A'iol.inth.r"  sind  zwei  ganz  verschiiMlene 
Filme.  In  ..Vi(dantha""  s|uelle  Ilciiiu  PortiMi.  in  ..Petrouella"  .Maiv 
Delscliaft    die    Titelrolle. 

D  i  11  .-i  ti  r  a  1  1  ,(  -  \'  e  r  e  b  r  c  i  K  ii  i  I  \\..  <  t  e  g  1  i  I  z  ;  .\cuia 
Desui  wdbnt  Berlin-\\  ilmcrsdorf.  RiidesiniuHr  sir:iße  I.  LH  Dagover 
Berliu-Westend.  Arys.illee  I.  \  i\  iaii  Cibsoii  Hi^rlin-Sclilaeblcnsee.  Wann- 
seestraße  lo;),  Diiia  tirall.i  Berlin  W,  Siieyerer  Sir.iße  22.  (Jiiia  Main  s 
Bcrlin-Ch.irlottenbiirg.  .Xiigshurger  Straße  17,  Wollg.iiig  Zilzer  Berlin 
Steglitz.  Kniephofstraße  fio.  H;irr>  ll.iliii  Berlin-Halensee.  Westfälische 
■Straße  :!1.  Persönliches  Pech.  il;iß  Sii'  die  Autogramme  noch  immer 
nicht  bekoiiimeu  h.ibeu!  .\m  besti-n.  s-e  versuchen  es  noch  einmal.  .Aber 
wir  sind  gern  bereif,  ilic  betreffenden  Kiiiistler  an  die  f:illigeii  .\utogi;imme 
zu  erinnern.  Lien  Devers  erreichen  sie  durch  die  Deutsche  Vuivers.il. 
Berlin    W    8.    Alaucrstraße    S2. 

M  .1  u  s  u  n  d  .M  Olli  .i  u  s  1.  i  c  h  I  e  i  f  r  I  d  .■  :  Paul  Riiliter  w  idinl 
Berlin  W.  T:iuciitzienstr:iße  10.  W.iriim  er  so  wenig  filmt,  können  wir 
Ihnen  leider  auch  nicht  s;igen.  Lee  Parr.\  ist  nicht  mit  .\eiii:i  llesni  vci- 
wamlt.       Xeui.i    Desui    ist    gcsebiedcii    und    hat    eine    Tochter    T.itj.ina. 

R  II  d  o  I  f  V  o  n  !>..  ('  Il  a  r  I  o  I  t  e  n  b  ii  r  g  :  M.iria  J.icniiini  wohnt 
Berlin  W  !."■).  Joachimsthalcr  Straße  22-2:1.  Italienerin.  Sie  gibt  .\nto- 
gramiiie.       Dioiuir.i    J.icobiiii    ist    ihre    .Schwester. 

Ilse  N..  B  e  r  I  i  n  :  Mari.i  .laeobiiii  ist  eine  große  Freiimliii  ^  on 
Flieder  lind  Rosen.  Der  Rom.in  ..Fiisere  Alutter'"  wird  \orläufig  niclil 
verfilmt.       Miiglich.    daß    es    spiiter    nocli    geschieht. 

N  i  II  a  D  i  a  n  a  i  n  II  o  p  p  e  gart  e  n  :  Alichael  Rolnicn  ist  .iiigen- 
hlieklicli  nicht  in  Berlin.  Er  gibt  .\utogramme.  Aerheiralci.  Schwarze 
.\ugcii.    scliwarzi's    Haar.       Hat    früher    sehr    \  iel    gefilmt. 

!•'.  1  s  e  K..  .\I  il  I  li  e  i  m  :  A\ir  verstehen  durchaus  Ihre  P;issioii  für 
.\iid  Egede  Nissen  uml  P.iul  Richter,  können  :iber  bi'im  besten  Willen 
in  der  Sache  nichts  äiideru.  Wir  Mniiiittclii  keine  Engagenients.  .Am 
zweckmäßigsten  ist  es.  wenn  sie  sich  unmillelli.ir  mit  den  Filmgcsell- 
M-haften  in  A'erliiiidung  setzen.  N.itiii  Meli  wird  d;is  ..l-ilm-.M.igazIn  "  \  iiii 
allen    Regisseuren    gelesen. 

Star  übergor  Mädl:  Jickie  Coog.iii  gibt  .\iilograuiiiic.  F'lizza 
La  Porta,  von  Gustav  Fröhlich  entloht,  wohnt  Berlin  W  .  Niiriihergei" 
Straße  4;t.  bei  .Vdlcr.  Livio  Pavaiielli  wohnt  Berlin-Wilmersdorf.  Raveiis- 
berger  Straße  .'i.  Hi-rtba  ^  on  AValtbers  .Adresse:  Berlin  W,  Kurfiirsten- 
d:imni    IS.'i.  ^ 

Z  w  ei  F'  i  I  m  f  r  e  ii  n  d  i  ii  II  e  u  a  ii  s  K  r  a  n  k  f  ii  r  t  ;i .  S\  ;i  i  ii  :  .T.i- 
wohl.    Werner    Pittseh.iii    ist    mit    seinem    .\iito    töillicb    vcruugliicki. 

F'  i  I  111  f  r  e  ii  n  <l  i  n  a  ii  s  N  c  u  k  ö  1  I  ii  :  Die  niäiinliclieii  Haiiptd.ir- 
steller  in  ..Wenn  die  Scbwalbeii  heimw.ärts  ziebu"  w.iren:  Oskar  .Marion 
und  Gustav  l'röblich.  Oswaldo  A'alciiti  spiidle  die  Rolle  des  Fähnrichs  in 
der  ..Ung.iriscben  Rli.ipsodie".  tdrinne  Griffilli  erreichen  Sie  unter  I'irst 
N;itional.  Biirhaiik-Hollyw  ood.  Kai.  Riiliard  Talmadge  ist  nicht  der  Bruder 
\  011  Noriiia  und  (diist.ince.  Giist,i\  I'röhlicb  ist  wirklich  und  w  .•ihrhaftig 
tiieht  mi'lir  mit  Elizza  l.i  Porta  \erlidit.  L\  a  de  Putlis  richtiger  Name 
soll   .\iiialie  AI;iukc  sein. 

!■■' r  i  t  z  It..  Berlin:  I'"\  i  ICva  ist  mit  dem  Riltnici-lei  von  (»iipcii 
verheiratet.  Ossi  Oswalda  ist  \  on  dem  B.iroii  Koszi.m  geschieden.  Ai.-iria 
Paudler    w.nr    mit    einem    KüiisIIit    MMlieir:ilet.      Ililda    Rusch    ist    verheiratet. 

Käthe  W..  (;  r  e  i  f  f  e  n  b  e  r  g  :  \\  illv  Frilscb  w.ibiit  Berliu-Cliar- 
lottenbiirg.  Kaiscrd.imm  !).'i.  Er  wurde  am  27.  J;iiiiiar  in  K;itlow  ilz  geboren. 
.Alfons  F'rylands  Adresse:  Berlin-Si  hmargendorf.  Riihlaer  Straße  l.'i.  .\m 
1.    Mai    in   AVien    geboren. 

(i  II  s  t  a  V  F  r  ö  11  I  i  c  h  -  A"  c  r  e  b  r  e  r  i  n  .-i  ii  s  Berlin:  (liistav 
Fröhlich    ist    nicht    mehr   mit    F'.lizza    l;i    Porta    verlobt.      Betty    Astor    filmt. 

E  V  e  1  y  11  Holt-  V  e  r  e  h  r  e  r  in  aus  s  e  h  n  e  i  d  e  m  ii  h  1  :  Evel\  n 
Holt  w.diiit  Berliii-(  harloltenbiirg.  Seliillersiraße  121.  .\m  ."..  Oktober  in 
Berlin    geboren.      Ihr    Aater    ist    Itedakteiir.    Ledig. 

Lola  P..  Hamburg:  (iösta  Ekmaii  wohnt  Sioikholm.  Hjurtliogs- 
vägen.     A'erheiiatet. 


(>  >  k  :i  r    K..    M  .-i  ii  ii  li  c 

F  i  I  III  t'  r  <'  II  II  <l  i  M    I.  II 

riiidit    ikr    l)i-li;i-.      Nrlk 


iii:  Kvcl.Mi  Holt  li.ii  .IUI  ::.  OktdliiT  tifliiiitslaf:'. 
I  ;i  :  \\  (  Tiicr  Fiictirrrr^  iiciu'stcr  Film  ,.Dic 
lianuiii     Niivaiii)     i.--t    iHicli     iiiiiiiiT    iiiclit     in 


in    UiTliii    KC- 
lin-(  'liai'lottcn- 


r  iiiriii  luT  i/i'ii;t  .  -M'iKrii.  i^aniuii  .n»i\;uio  im  iiocil  iMiuiiT  niciiT  in 
iiiiliii.  Wann  iiml  \\  (i  cv  aiillicton  «inl.  kinnifii  wir  lliiicn  Iciilcr  iclzt 
niiili  nirlil  sam'n.  lir\  crlx -Hills.  H<ill\  w  ihmI.  Dointhci  W  icck  uiiliiit 
Miinclicn.    'l'liici^lrallc     1!). 

Sein  li  a  li  y  a  ii  >  Merlin;  Der  tranziivisclir  Film  mit  Clauilr 
I'ianrc  (y)  iinil  Olaf  Fjord  lirillt:  ..Mailonna  im  Sclilaf«  aiicii".  l)io  liciili'ii 
Diciislniäilclien  in  ili'ni  Srliiinzcl-Filni  ...\ilam  nnil  Kva"  wurden  von  FIza 
Teniarj     (ilie    hlondej    lind     \  aleria    Uoolliliy    (die    dunkle)    darseslellt. 

K.    II..    Leipzig':     Urtnio    Kästner   hat    am    :i.    .laniiar    (ieltiirtsta^. 

1'  i  I  m  1  r  e  ii  n  il  i  n  II  a  n  n  i  ,  K  U  i  n  u  e  ii  :  W Criu  r  Kiielteror  wurde 
am  10.  .lanii.u  in  Stralsund  Kelioren.  \\  <iliiiiinn:  Herliii-.sitefjlitz,  Kleist- 
stral'o'  i'T.  I'".r  nilit  .Viitofir.amme.  Senden  sie  ihm  seine  Hildkarle  und 
•  idressierles.  frankiertes  ifiiekkiivert.  Kr  spielte  ii  a.  in  folf;-eiiilen  Filmen: 
„Die  Hnider  Schellenliei;;-.  ..l-aiisf.  ..Die  Wiskotteiis",  ..Kiihiiike-,  ..Ich 
hall'  mein  Herz  in  Heidellier«  verlori'ir".  ..Die  keiiselie  Siisi;inii('".  ..Der 
Sohn  der  Il:i;;ar".  ..Der  For-t  von  l'.ippenheim".  .,.\m  liiiileslieimor  Sehlol.i 
stidil    eine    l^iiide".    ..So    Uiillt    nur    i'iiie    Wienerin'. 

V  <•  r  w  a  n  il  t  .  I'  i  1  I  k  ,i  Neu:  'riieodoi  l.oov  wohnt  Herlin-Lankwitz, 
(ilnekstralJe    IJ.      Verheir.itet.      Kinder. 

.1  n  n  ji  e  r  F  i  1  ni  f  r  e  ii  n  il  !■;  r  u  i  n  \\  .,  F  r  i  e  d  r  i  c  li  s  li  a  f  o  n  : 
Maria  randler  wohnt  Iterlin-IIalensee.  .Mhreeht-Aeliilles-Stralle  ."la,  am 
•-•0.    .Iiini    in    Tetseheii-Hodenli.ieli    ■;elporen.     (iesehieden. 

W'alther  Kill.i.  mit  'l'lierese  Kolanil  \  erlieir.Uel,  widint  Berlin-Charlid- 
tenhnrK-    W  aeholdcrw  (■•;■   (i.     (iehoren:    22.    .\ii;fiist   in   NeiiiiUirehen. 

Idaiie  ll.üd  wurde  am  ll>.  .\iiKnst  in  Wien  f^ehoren.  ist  mit  Baron 
llaynierle    \  erheiratet    und    wohnt    Berlin    \\     l.'i.    Diiishiirurer    Stral.le    ]."). 

J.i.s.'-y     .\iiia     ist    lim  erlieir.-itet.     wurde    :iiii    ■_'!.    Dezeiiilier 
hören.      AVcdiiiiinn:    Berlin    W    !t.    l.indaiier    Stral.le    !l. 

.\nil.i    Dorris   ist    ledi;;.   in    Liilieek    i;(horeii.     .Xdressc:    Berli 
loiry.    Soors(ral.le    2H. 

.\'  II  r  H  e  II  r  \  s  i  n  .i  r  t  .  X  e  n  k  ö  1  I  n  :  Fred  Tliomsen  ist  leider 
an  den  Folgen  einer  (iallensteinoper.ilion  ücstorhen.  Wilhelm  Dieterlc 
Kiht  .\iilo(;ramnie.  Senden  Sie  ihm  sein  Photo  und  frankiertes,  adressiertes 
Hiiekkovert. 

F  ritz  ^\  ..  K  (i  n  i  «■  s  h  e  r  R  : 
Die  lietreffenilen  anierik.-ini^ehen 
Filmstars  li;iheii  ihren  Wohnsitz 
in  Bcverly-Hills.  Hollywood.  Kai. 
Harry  l'iil  ist  sehon  \iele  .lalire 
heim  l'ilni.  Betäubte  sieh  vorher 
seliriftstelleriseh.  Seit  etwa  2—:! 
.lahren  mit  Dary  Holm  vi'rheira- 
tet.  Kinder.  Ist  niKenhlieklieii 
in  Berlin.  Dreht  ..Die  .\litter- 
naehtst.ixe--.  Fred  'riioiiisen  i-t 
Keslorheii. 

I  V  e  '1'..  K  s  >  (■  II  :  \\  aiiii  die 
beiden  Ff.i-Filme  ..Die  Cirmi'ii 
von  St.  l'.-iiili"  lind  ..Skand:il  in 
Bailen-B.iden"  n;ieh  Kssen  koni- 
tneii.  erfahren  -Sie  sieher  diireh 
den  Besitzer  Ihres  St.-immkiiios. 
Einige  .Vdresseii:  Biehard  Ki(h- 
heri;.  Berlin  SW  -18.  Friedrieh- 
straUc  171.  Fritz  F;inu;,  Berlin 
SW  in.  I'riediiehstralie  224.  Carl 
Bliese,  durch  -Nation.il-Filni,  Ber- 
lin   SW     .18.    Frieilriclistrane    10. 

D  i  e  t  e  r  1  e  -  \'  0  r  e  11  r  e  r  i  n  . 
X  o  r  il  (ist:  Kvelvii  Holt  liril  am 
.■!.  Oktoher.  .M:ily  Delschaft  am 
t.  Dezemlier.  (I.iire  Kommer  am 
7.  Dezemlier.  .\l;>reella  .\lhaiii 
ehcnfalls  am  7.  Dezemlier  i'-r- 
hiirt-t.iK.  Die  .\iisehriften  mhi 
Heniiv  Porten  und  Maly  Delschaft 
stimmen.  Wir  werden  ilie  Kiinst- 
lerinnen  uern  eiiiiiKil  an  die 
.\iitoKr.'iniiiie    erinnern. 

.\l.  I!..  W  a  I  (I  e  n  h  II  r  fi  :  I-y;i  Mar.i  wohnt  Berlin-ANestend.  Pommern- 
.•illee  .1.  \\  iliy  Fritseh  Berliii-t  li.irlotteiihnrn.  Kaiserdanim  IIa.  Lil  Dagovcr 
FJerlin-AVeslend.  .\rvs,illee  I.  Banion  Xu>arro  erreichen  Sie  unter 
Keverly-Hills.    Hollywood. 

Iv  C  0  !i  h  a  r  d  S..  W  ii  r  s  e  1  e  n:  Die  Adresse  der  Parnfainet  ist  Berlin  W, 
Bidleviiestral.le  11.  l)ie  .\iis(dirift  iler  Jletro-tloldw  yii-.Mayer  ist  Cnlvcr- 
fity.  Kai.  (ireia  (Jarho  weilt  unseres  Wissens  ann-eiibiicklieli  noch  in 
illrer    IIeini:i|stadt    (üilebor};.      .Soll    mit    John    (ülhert    verheiratet    «ein. 

I{  ;i  m  o  II  a  D— s.  H  c  m  s  e  h  cid:  H:irry  Hardt  wolint  Berliii-Halen.sec. 
I'aiilshorncr  Str;il.ie  Wi.  ist  verheiratet  und  fiiht  Aiilo^ramnie.  Die  be- 
treffenden anierikaiiischen  Filnidi\eii  wohnen  in  ]{e\ crly-Hills,  Hollywood. 
Doii;;las   Fairh.iiik»   jr.   i'l   bis  .jetzt  nur  in   wenigen   Filmen  an  die   Ocffent« 

i;..l.t...:.         ._ I..  t. .      ..l.l I        1 1         :t...        ..:,.l.*         nl..         Oa1.>« 


Ihre    Bih 
(iesandten 


hart. 


KCfill 

ist     ; 


rt  <'inmai 
hckaiint- 
Kiiiisiler 

noch    ni'- 
^e^piclt. 

Sil- 


der 


all     Willy     Frilscli 
Frau    von    Format" 


i'Oo;;ias  l  .llloaiiKw  fr.  im  oia  .pizi  liiii  in  ^>eiii^eo  riuiiuo  an  uiu  v/viiciib* 
lichkeif  j;('trcteii.  In  Dentscjil.-ind  kennt  man  ihn  nicht  nur  als  Soliii 
seines    heriilimleii     \;iters.    soiuhTii    auch    als    Filmschauspieler. 

Ursel.    N  o  r  d  li  a  u  s  e  n  :    (irete   Mosheim-Homolka   wohnt   Berlin  W. 
Pariser  .strafte  27.    Jtina  ilars.i   Berlin   W.   Knrfiirstenibiniiii 


1.   Peter  Le.sU.i 


rariser  .^irane  _i.  iiiiia  ->iars;i  licriin  *> .  ixiiriiirsiciuuinim  m.  i  eier  ijcsk.-i 
Berlin  W.  Kurfürstend;iiiiin  10-11.  Peiisimi  Medcnuald,  M.iry  Kid  Berlin  W, 
<;ieschreclits|ral.le  i:l.  I.illi.in  Cisli  Beverly -Hills,  Hollywood.  Ivan  Mos- 
.iiikiii  Berlin  W.  Kurfiirsteiiikimni  !!>.">.  Fay  .M.irbe  wdhnte  bis  vor  einiger 
Zeit    im    Hotel    .\dlon.   ist    iiii~eres    Wissens   aber   .jetzt    nicht    mehr   in   Berlin. 

.\  ti  n  y  B..  t;  r  ii  ii  e  \v  a  1  d  :  Itamon  Xovarro  ist  noch  nicht  in  Berlin. 
Der  Sohn  von  Dr.  Philiiip  .\laiiiiin;;  filmt  iiicIit.  If;(i  Syni  ist  durch  .Stranss- 
Kilni,  Berlin  sW  4M,  l'iiedriehstraße  .')-6,  zu  erreichen.  Henry  Stuart 
wcilint  Berlin  W.  P.issaiicr  straMe  17.  .Sein  neuester  Film:  ..Skandal  in 
Baden-Baden'    mit   BriRilto    Ileliii. 

Ci  e  r  t  r  II  d  (!..  (' Il  c  in  n  i  t  z  :  Victor  Varconi  ist  der  Partner  von 
Coriniie  (iriffitli  in  dem  neuen  First  X.ational-Filin  ..Die  ungekrönte  Kiini- 
liiii''.  Biirhaiik-Holly  wood.  Kai.  .I.iek  Trevors  (Jattln  ist  Engländerin, 
keine     l-'ilmsciiaiispielerin. 

F  d  i  t  b  1'.,  Berlin:  .Nein,  l.ilian  Harvey  war  noch  nie  mit  Richard 
FichheiR    verlieir;itet.      .Aber   vor   .l.ibren    war   Ivce    Parry    mit    ihm    verm.-ililt. 

H  e  i  n  z  .M..  li  r  i  s  s  a  tr  o  :  Der  Film  ..Ca^liostro"  wird  mit  dem 
Deutschen  Hans  .stiiwe  in  der  Titelrolle  vioi  der  französischen  Firma 
Albatros- WeiiKerott    liernestellt. 

H  i  1  d  e  ii  a  r  d  de  Z..  Drei  b  e  r  k  e  n  :  Die  betreffenden  ainerika- 
nisclieii  Filnist.ars  haben  alle  ihren  Wohnsitz  in  Beverly-Hills,  Hollywood. 
Kai.  (irete  .\lo>lieim  wohnt  Berlin  \\',  Pariser  stralie  27.  Lissy  .\rna  Ber- 
lin W  II.  l.indaiier  .sir.il.ie  H,  Fr.inz  Feilerer  Berlin-Friedenaii,  Feblerstr.  1, 
Livio  Pa\anclli  Berlin-Wilmersdorf,  l{a\  cnsherKcr  SiralJe  !>,  Vera  Bclimi- 
tcrliiw    Berliii-II.-ilensee.    Xestorstralle    I. 


'r  r  e  II  e     Li 


I.  e  i  )>  z  i  f;  :      Ivan     I'etrovich     ist     Serbe,    (ritit 
11.     Fr  filmte    früher 

pKiitsf  libahn' 


Anlo'^ramnie.    iiiiverbciralct    und    lieht    besonriers    Tiilpi 
in    Hollywood    mit    .\lice   Terr.v   ;ils    Partnerin. 

lircle    Kcinw.ild    spielte    kürzlich    in    dem    Kiellbert,- ,,--■.. 

eine  Holle.  Wir  werden  sie  Kern  einmal  an  das  fälliRe  AntORrnnini  er- 
innern. Harry  Piel  arbeilet  aiiKCiihlicklicIi  an  einem  Film  ,.l)ie  Mitter- 
nachtstaxe".     Ks    l.-inft    \  Oll    ihm    jetzt    ...Seine   stiiikste   AV:iffe". 


K  I  s  e  P.,  H  ;i  r  b  ii  i  ff  :  Jn  dem  Creeiibaum-Film  ..Die  Königin  seine« 
Herzens'  spielte  Liane  Haid  ilie  I{(dle  der  Königin,  Käthe  von  Nafry  war 
die  Hofilanie.  Filter  einem  AiitoKramm  versteht  iniii:  eiftenhäiulisc  L'iiier- 
schrift.  Es  is-i  fiir  l.;iieii  iinendlich  scliwer,  l"ilmen^af;ements  zu  finden. 
!•%  ;;ibt  Enttiiiisiliiinficn  über  Enltänscbuimcn.  Aber  wenn  Sie  Irulzdem 
nie  Küi^sllerkarriere  eiiisehlaKeil  wollen,  so  inusser.  Sie  ziinäelist  lliic 
Bildi'r  an  die  Filni;^esellseliafteii  senden.  D  i>  Weitere  wird  sich  dann 
finden. 

11.  B..  W  i  I  11  e  I  in  s  h  ö  li  e  :  E.s  tut  uns  leid,  Ihre  Fragen  nielit  bc- 
:ntworten  zu  können.  Wir  beantnttrten  anonyme  Briefe  };rundsätzlieh  Hiebt. 
I  n  n-  e  X..  \\'  ;i  n  d  s  b  e  k  :  Wcrui'r  Piltsi  hau  ist  hei  einer  Antotoiir 
mit  dem  Willen  tödlich  veriiiif;liiekt.  Frv'd  'riiomseii  ist  an  einer  IJallen- 
steinoiier:ition  (;estorbeii.  l'red  Foiiis  Ferch  w<;biit  Berlin  W,  lEcnens- 
biirKcr  S|r:il.le  11,  Alfmis  Frylaiid  Herliii-SeliniarKeiidoif.  Kuhlaer  Str.  15. 
Fr  ist  \erheiratet.  Ivan  Petro»  ich  eireicben  sie  am  hesleii  durch  die 
(ireenbaiim.    Berlin    SW    fis.    Koclistr.ille    1.1. 

F.  W..  Brebach:  Wenn  (ireta  flarbo  und  .Föhn  (.iilbi 
nach  Berlin  konimeii.  wird  selbstvcrstätidlicb  ihre  .\dresse  sofort 
o,,o.(.|i,,||.  Dann  können  Sie  sieh  aNo  auch  unmittelbar  an  die 
wenden. 

E  I  i  s  a  li  e  t  )i  M.  a  u  s  .M  ;i  n  n  h  e  i  m  :  \ilma  B:inky  war 
mit  l'onald  (oliuaii  \  erheir.itet.  Sie  li.iben  nur  \iel  zusammen 
\  iliii.i   Banky    ist   die   Hattin    von    Kod    la    Koci_ 

.la.    sie    hat    .iiich    sclioii    friiher    in    Deiitscblaiid    Kcfilml.     Untfariii. 
können    deutsch    an    sie    schreiben. 
(;  r  e  t  e     S.,     II  i  r  s  c  h  h  e  r  h'  : 
w  eitersieleitct.      Den    Burschen    (les 
spielte    Hans    'riiimiü. 

\V  i  1  I  y  F  r  i  t  s  c  II  -  V  c  r  e  h  r  e  r  i  n  F.  K.,  B  e  r  I  i  ii  :  .\ni  besten. 
Sie  warten  noch  kurze  Zeit,  ilelin  A\  illy  Fritsch  ist  stark  durch  .\rbeit 
iiherl.istet.  Wenn  Sie  nach  einigen  Wochen  noch  immer  keine  Xachricht 
li.ibeii.  dann  schreihen  Sie  ihm  riihif;  noch  einmal.  Oswaldo  Valenti 
wohnt  Bcrliii-Cbarlottenhiiry:.  KankestraLle  2ö.  Sie  erhalten  Bilder  von 
Valenti  sicher  beim  Ross-\ CrlaR.  Berlin  SW  68.  .VlexandrinenstralJe  110. 
Durch  unseren  Verla«  können  Sic  keine  Filnikaleiider  beziehen.  Eilten 
Kcx    ist    ein    bek.innter    Filmschauspieler. 

(i  II  s  t  i  K.,  Hannover: 
.lohn  Barryinore  ist  Amerikaner, 
mit  der  Filmdiva  Dolores  Costello 
verloht.  ;;ibt  Autü;;ramnie.  ist 
schon  mehrere  .Talire  beim  Film 
und  sreliörl  zu  den  bek.-inntesten 
Filmstars  .\nierikas.  Bildkarten 
von  ihm  Kil't  es  in  jeder  sroLlen 
Papierhandlung. 

D  r.  .M..  Berlin:  Henny 
Porten  ist  mit  dem  Produktions- 
leiter ihrer  Firma.  Herrn  Dr.  von 
Kauffmanu.  verheiratet.  Adresse: 
Berlin  -  Dahlem.  ParkstralJe  74. 
Ihre  letzten  Filme:  ..Zuflnclif, 
..Liebe  im  Kubstall".  Xächstcr 
Film:  ..Liehfrauenmileh".  In  \i- 
heit:  ..Die  Frau,  die  jeder  liebt, 
bist  du".  Pola  Xe^ri  ist  noch  in 
Paris.  Mit  dem  kaukasischen 
Fürsten  Serse  Mdivani  vermählt. 
OlKa  Tschechowa  ist  ;ieschicdcn. 
hat  ein  Töchlerchen  und  wohnt 
Berlin  XW  87.  Klopstockstraße  20. 
Hilde  s.,  Breslau  Hau* 
Stüwe  ist  seit  einiger  Zeit  mit 
einer    Bulgarin    verheiratet. 

AV.   M.,   (;  1  a  n  e  h  a  u  :   .law  obl, 
Max  Hansen   ist  nneh   Sehallplaf 
tensänRcr.   Der  'A.   Teil   des  Welt- 
kricK-Filnis    ist    noch    nicht    lier- 
ansKckommen.     .Sie    haben    recht, 
Theodor  Loos  spielte   eine   kleine 
Holle    in    dem    Ufa-Film    ,, Heim- 
kehr'. 
A  n  i  t  a   L.   H..   E  I  h  e  r  f  e  1  rt  :     Wenn   Sie  an    Greta   Garbo   schreiben, 
so  KCnÜKt:    Göteborg.     Wie   lanj;e  sie  dort  bleibt,    können  wir  Ihnen   leider 
auch  nicht  saeen.  Jedenfalls  wird  sie  Kanz  Europa  einen  Besuch  abstatten. 
Sie    soll    mit   .lohn    Gilbert   verheiratet    sein.     Das   Alter   geben    wir   f;r"n(l- 
sätzlich    nicht   bekannt.     Orchideen.     Sie   könncii  deutsch   an   sie   schreiben. 
S  c  II  n  II  r  t  z    n  n  d    Spatz    aus    Leipzig:     Dina    (irallas    Partner 
in   dem   Eichberc-Filni   ..Ein    kleiner   Vorschuß   auf  die    Seligkeit'   ist   Imre 
Haday.     Greta  (iarbo  i.-t   ohne  John  (ülbcrt  nach   Schweden  gefahren      An- 
kunft  in   Berlin   noch   unbestimmt. 

W Criicr  Fuetterers  nächster  Film  ist  „Die  Flucht  der  Delia"'.  Seine 
Partneiin  ist  Mareella  Albaiii.  Ivan  I'etrovich  beendet  jetzt  seinen  Film 
..Paris,  du  Stadt  der  IJebc'"  (,, Quartier  Latin'"),  seine  Partnerin:  Garnien  Booi. 
I  in  r  e  II  a  d  a  y.  m  ein  Seh  w  a  r  iii,  Breslau:  Imre  Kaday  ist 
Ungar,  unverheiratet,  gibt  Aiitograiniiie,  treibt  viel  -Sport,  ist  der  Partner 
von  Dina  (iralla  im  neuen  Eiehberg-Filiii  ..Ein  kleiner  Vorschuß  auf  die 
Seligkeil"'  und  wohnt  Berlin  W,  Geisbergstraße  21,  Pension  Nürnberger 
Platz.  Der  Roman  von  Vicki  Baum  wird  vorläufig  noch  nicht  verfilmt. 
Oswaldo    Valenti    wird    bald    in    einem    neuen    Ufa-Film    zu   sehen    sein. 

E  r  i  k  :i  B..  Leipzig:  Elisabeth  Bergners  nächster  Film  ist  „Frau 
lein  Else".  ^\  aiin  er  nach  Leipzig  kommt,  erfahren  Sie  am  besten  durch 
den  Besitzer  Ihres  Staiiinikiiios.  Bis  vor  kurzem  spielte  Elis:iheth  Bergner 
am  Berliner  Tlienter  in  Reinli;irdts  ,, Romeo  und  Julia".  Augenblicklich 
tritt  sie  nicht  in  Berlin  ;itif.  Fragen  über  die  Konfession  unserer  Stars 
beantworten    wir    nicht. 

(iretaW.,  Wesel:  John  (ülberts  nächster  Film  ist  ..Die  Kosaken" 
Amerikaner.  Sie  können  deutsch  an  ihn  schreiben.  Angeblich  mit  Greta 
Garbo  verheiratet.  Beverly-Hills.  Hollywood,  Kai.  „.Vniia  Karenina"'  ist 
in  Hollywood  gedreht  worden.  Xielil  John  (Jilbert,  sondern  Lars  Ilanson 
ist  Greta  Garbos   Partner   in  ihrem   neuen   Film   ,.Das  güttliclie  Weib" 

(i  e  r  t  i  F..  C  li  p  e  n  i  e  k  :  Den  Prinzen  Karl-Heinz  in  dem  amerika- 
nischen Liibitscb-Film  ..\li-Heidelberg"  siiielte  Raiiion  Xovarro.  Beverly 
Hills.  Hollywood.  Nächste  Filme:  ..Die  Dame  hinleriii  Vorhang",  ,, Pflicht 
und   Liebe".     Kürzlich    uraufgeführt:    „Der    Fürst   der   .\benteurer" 

G  h  r.,  O  1)  p  a  u  :    I-ilian   Harvey  gibt   .\ntogranime.     Selbstverständlieh  i| 
Sie   können   sieb    auch    iinmiitclbar  an   die   Künstlerin    wenden.    Harry   Pic 
trägt    einen    Künstlerii.inieii. 

Fort  mit  der  Schlaflosigkeit.  Eines  der  schrecklichsten  Übel] 
d.a.s  den  .Menschen  hefallen  kann,  ist  das  der  Schlaflosigkeit.  Man  wälzi 
sich  stundenlang  im  Bette  herum,  die  Sorgen  des  Tages  stürzen  mit  alle 
Gewalt  auf  einen  ein.  die  Augen  fallen  vor  Müdigkeit  zu,  aber  der  v,  ihl 
tuende  ruhige  Schlaf  bleibt  aus.  —  Eine  angenehm  beruhigende,  tiefei 
natürlichen  Schlaf  bringende  Wirkung  geht  vom  R  i  w  a  -  S  c  h  1  a  f 
k  i  s  s  e  II  aus.  5fan  wird  sanft,  wie  von  Mutterhilnden,  eingelullt  nii 
erwacht  am  niiehsten  Morgen  wie  neugeboren,  fähig  zu  vermehrti 
Arbeitsleistung.  Wir  empfehlen  die  heutige  Anzeige  der  Beachtung  nnsi 
rer  Leser. 


ultobolarmc 

ar3<licb  empfohlene 

:53  D  1  t  e  li  e  f  r  d  n  t 


Die  Ufa^Theater  werden  mit 


gereinigt. 


uektwlux 


VerUautsstellen: 

Berlin   W  50,    Kurtürslcndanini   236  Beuthen,    lijhnliofsir.   13         Brannschweig,    Münzslr.    1  a  Bremen,    Hcrdcntorstcinwcj;  5  Breslau,    Junkcrnslr.  38  10 

Chemnitz,   Falkeplatz  2        Coblenz,  Scliloß*tr.  35         Dortmund,  Kaiscrstr.  6       Dresden,  Pra);cr  Str.  35         Duisburgs,  Kuhtor  2  4.  Gcncralanzci^crhaus         Düsseldorf, 
-Kmslr.  2  Eisenach,    Fraucnbcrj;  9  Elberfeld,  Altenmarkt   !3  Essen,  Huysscnallec  93      Frankfurt  a.  M.,   iN\ainzer  Landstraße  59  63         Halle,  Maijdeburfier 

Sir   56        Hamburg-Nord,  Gr.  Bleichen  31  Hannover,   Bahnhofstr   13  Karlsruhe,   Kaiscrstr.  205        Kiel,   Holstenstr.  61         Köln,  Hohe    Str.  64         Königsberg, 

\lünzstr.   17        Leipzig,    Rudolphslr.  4        Lübeck,    Breite  Str.   19        Magdeburg,     Breite  Wcs»  3  b        Mannheim,  A.  2.  5.        München,  Salvatorstr.  18        Nürnberg, 

FUrberstr.  16        Stettin,  Moltkcitr.  5        Stuttgart,  Kotebühlstr.  41        Wiesbaden,  Wilhelmstr.  18. 
Außerdem  Verkanfsstellen  in  weiteren  Groll-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Vierteljahrs- 

des 

„  Film-Maöazins" 

vorräiig  für  das  3.  und  4.  Quartal  1928 

3.   Quartal:    Heft    27      39.     4.   Quartal:    Heft  40      53. 

Jedes    Quartal    für    sidi    broschiert    2.-    Mark.       ßei 
Voreinsendung  portofreie  Lieferung,  sonst  Nadinahme. 

Jilustrierte  FilmwocheG. m.b.H. 

Postscheckk.  148272.       Berlin  SW  68,  Kochstr.  6  8. 


1^^   .(SIa>-5©>v 

,5titTaqwfinaeiciiktinfnSJila(.'  .j(ranken-f«rnDcrafunq^      .»tfi.TitrW^jJtva'^üilafkiffwr 

ta!  w<<n^amilichqetoüt5l<,flarantier+unWädlicn{,dafiIrat>frher^;neiytn-tjndqiemiJ<i)enJhi*- 

gena«  ,R'tta'itliicifbn'nqencle  Seioen-Kifien  mit Ji'aKii-ki'äuterOnncjlaiiop  hilft  gjienaiqsfun- 

aen  u. liefen  AacWfdnlaf.forterrda!  flilqememliffinaen,  reqei*d.)Jei'3lä*)qKeit  u.btnjhlqfd.JItrrtri. 

Jr.med.OR^n  rc(irtiW:,Der  Erfinder  hat  fidi  ein  fiotiei  Verdienl»  um  die  qepiaq)e,(if  uitilWienilüieu.aöqf- 

hetjte  Menfctiheif  erurorben;  dem  Heer  fleran  StWaf  lofiaKeH  £f  idcnden  id  ei'ein  ÄtHer  qewoiilefi!  1 1'— 

tin  anderer  faijl.-Jlin'a  ülxraii«f*d.N(rwn  lunvtrfäKtWiftHurprMuUd.fflanienjum  WieaerouflaudJiffröüiÖTiea' 

J(uritine*itarpfoauk4<!  Keinerlei  cfiemifch.Cffle!  JlählieGutacWen! üefenntfJfHi.Busiand.N'peKtlullenlct 

Femceratunq  ^I  allen  fonftiqen  UrBimmlqkeitenjles  Körpers  jeaen  Riiüwrlo. 


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Mhaia+ionifCitung,at>Pre«len  nur     Rjn.    9.1ff 


Xiyfa-JamiliVnqamitureft;  iSeidefiJciffen, 
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luiui^ulführunq   nur  *    22.' 


Äli_finhfr|leUer  e(»s  t*Kon»i>en,allqertiefn  betift)(«n  und  sicher  vnVlwnaen  Jfaluppräporort*» 
,Rtnelma  qKjen  jede  Obe!kei+ -juhau$e,inder"' 


Eisentahn,  im  fluqseuoj.oufJlercjtaiPM 
.Rihtlmo'-FamilifnpaOujnij    oB  Kreiden     Rm.    9.5 


}uc  Sm,  irn  tuftfchiff  Oder  imfluto 

Xaboraloi'Ium  J^iwa/üfe3aen-Jr.6,  iautsnei* Stralie 54 


Nachdem 


Ein 
11.1  ch 
eriiliri 


paar 
dem 


Miiiiilcn    tÜRÜcIi  für    die 
li;i(le.    worden    Sic    im 


Ko.'.ondcr.s  n:K-li  drni  ll.ide 
i>t  der  ..riiiikt-üollcr"  vuii 
;;rüljtor  W'irk'-anikeit. 

XV'ciiii  iliircli  \Mir!iios  Was- 
ser ilie  llaMlporcM  weil  ;;c'- 
offiiet  siiul.  tritt  die  saii^eiiile 
Wirkung'  des  „Punkt  -  I.Nil- 
Icrs"  (lopiielt  stark  in  Kr- 
sclicimiiif;. 

Pas  Killt  wird  kräfli-  liis 
In  die  kleinsten  Kanäle  de> 
San/.en  Adcrsystenis  liineln- 
sezusen. 

Sic  siiiiren  sofort,  wie  an- 
(;eneliMi  das  ist.  denn  iler 
,,runkt-I\uller"  tiimnit  dem 
Herzen  einen  Teil  seiner 
seliwcrcn  T.-itiskcit  ab  und 
entlastet  es. 

Träges  Blut  führt  zu  iin- 
Kenügcmlem  Stoft'weclisel. 
es  fordert  den  Fettansatz, 
bringt  Kliennia,  Giclit.Zueker 
und  Arterienverkalkung-,  liie 
Haut-  nnd  Muskelpartien 
ersthlaften.  und  der  Mensch 
altert  schneller. 

Kräftige  Dnrchblutunsaller 
Adern  hingegen  liält  die 
Haut  frisch,  das  UUit  ge- 
sund und  macht  den  Körper 
.i"ng'- 
Punkt  -Koller -Mas sage,  besonders 
Interesse    Ihrer    Gesundheit    gcwilj 


Preis  für  den  ruidct-Itoller Mk. 

Doppel-Punkt-Pollcr     .     . 
mit  auswceliselbaren 

i>angnäi)fchen 

(jcsiehts-Punlvt-l!(dler  .     . 


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17. 5U 


■,.")0 


K:i 

gebei 
Stirn 


lufen  Sic  sicli  noch  heute  einen  Original  -  Punkt  -  Roller,  alii 
Sic  iieht,  es  gibt  mir  einen  mit  der  Marke  ,, Punkt  auf  de 
und   \  iele  wertlose   Xaeliahmungen. 

L.  M.  Baginski,    Fabrik  ortliop.  Apparate  d.  ni.  b.  lt., 
Berlin-Pankow  292,   Hiddenseestraße   10 

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1  Einzelpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1,75  M.  V  c  r  1  a  j>  :  Illustrierte  Fdmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schrift- 
llw''"""  ^'  '^"'•'■'"'hal — Aros.  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Heraus^iabe  in  (H'sterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domjiasse  4.  Wrantwortlich  für  Anzcisicn 
IfWilhclm     Schaefer,    Charlottenburi«.      A  n  :  c  i  d  e  n  %  e  r  w  a  1  l  u  n  ß    Hepa-\  erb)«,    Berlin  W  35.  Bhimcs  Hof    5.      Kupfertiefdruck;    Au^iust    Sclierl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


^^'&^ 


^ 

mit   Harry    Halm 

Warwick   Ward 

Siegfried  Arno.MaxEhrlich 

Julius  Faikenstein 

Wilhelm     Bendow 

CatI  Platen,    Harry  Frank 

Manuskript: 

ROBERT     LIEBMANN 

Produktions-Leitung; 

GÜNTHER       STAPENHORST 

Regie: 

JOHANNES  GUTER 

Lilian  Harvey  .  .  .  spielt 
eine      so     hübsche     wie 
amüsante       Hoppelrolle 
mit  aller  Liebenswürdig; 
keit    und    Anmut,    sehr 
drollig  und  ausgelassen  .  . 

S-Uhr- Abendblatt 


u 


Wieder  viel  Beifall  für  Lilian  Harvey  . .. 
ein    Wunder,    ein    vom     Publikum,    ihrem 
großem    Publikum    immer    wieder    bestauntes 
W  under     .  .  eine  groUcPosse  .  .  .  gut  gemacht  . . . 
alle   Requisiten   williger  Amüsierlust  sind  aufgeboten 
in  besonders  prachtvoller,  verschwenderischer  Weise  ... 
Siegfried  Arno  als  Illusionist   —  Lachstürme  umtoben 
ihn.     Lebhafter   Beifall  bezeugte   den  Publikumserfolg 

Filn-i-Kuriev 

Eine    Doppelrolle,    in    der   sich    die    graziöse     Lilian 
offenbar  außerordentlich   wohlfühlt      .  .   verwickellsle 
Situationen  .  .  .  unterhaltsam    .   .       die     entzückende 
Lilian     Harvey  .    .    .   ein  Publikumsertolg.   Starker 
Beifall  KinematogTQDh 

Irrungen  und  \\  irrungen   in  Fülle     .  .   Lilian   Harvey 
immer    süß    und  reizend  Film-Echo 

wunderbar  beschwingtes  Spiel,    graziös,    voll    Span 
nung   und  Humor,  großer  Luslspielerfolg  .  .      es  wird 
alles  mit   herrlicher   Laune  gespielt     Lilian  Harvey   in 
einer  Doppelrolle  ein  charmunles  Persönchen.  Wie  sie 
die    beiden     I  ypen    auseinanderhält,   ist    grandios,    ist 
labelhaft     gekonnt  .     .    ein  fabelhaftes   Ensemble. 

Applaus,    Applaus'  Q^r  fag 

Eine  Doppelrolle  für  Lilian  Harvey,  das  ist  allein  schon 
eine  kleine  Delikatesse!  Lilian  Harvey  amüsant  .  .  Der 
Beifall  war  sehr  lebhaft.  Lokal- Anzeiger 

Lilian   Harvey    .   .   .    Laune.    Charme    und    bestricken- 
des   Temperament   ...       Es    gab    viel    Beifall 

n-Uln   Blütt 

Der  süßen  Lilian 's  schauspielerisch  bester  Film  . 
Besetzung    erstklassig  Tempo 

Heiler  das  verwickelte  Spiel,  moussieren- 
des Temperament  der  Harvey      .   .  eine 
unterhaltsame  Stunde.       Montagsposi 

Lilian  Harvey    graziös,  schelmisch 
und    mit  bestrickendem  Lieb- 
reiz    Am  Schluß    starker 
verdienter       Beifall. 
Welt  am  Nontap 


)W^$ieuK»i^i(c^fccf${fi(/liwitn4»^bv 


I 
I 


^^^ 


U.\IMER7      y      BERLIN,   I-    FEBRUAR    1  929     /     P  R  E  1  S     .  0  P  F  E  N  N  1  C 


^».«^ 


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I)  I  ].    M  ()  c  II  K  \  s  c  11  K  1  I   r    D  i;  \{    v  i  l  m  f  r  i:  r  \  d  e 


HAQQY   HAQDT 
in  „Die  v^underbare  Lüge  der  Nina.Pelrowna" 


ußland  ist  große  Filmmode. 
Der  Zar  und  das  Milieu  von 
Petersburg  aus  der  Zeit  vor 
dem'Kri^g-  üben  immer  wieder 
ihre  Atizffehungskraft  aus.  Darum 
mußte  auch  Iwan  Mosjukin  "wie- 
der einmal  als  Gardeoffizier  vor 
sein   Publikum   treten,     äußerlich 


den  Gatten,  noch  fürchterlicher, 
als  er  gleichzeitig  erfährt,  daß 
ausgerechnet  seine  Frau  den 
Zaren  bei  einem  Fest  vergiften 
soll.  Natürlich  sorgt  er  dafür, 
daß  CS  nicht  zum  Äußersten 
kommt,  aber  er  gerät  in  Ver- 
dacht, irgendwie  etwas  gegen 
seinen  Herrscher  unternehmen 
zu  wollen,  und  er  stellt  sich  im 
Bewußtsein  seiner  Unschuld, 
nachdem  er  vorher  die  geliebte*^ 
Frau  über  die  Grenze  gebracht 
hat. 

Selbstverständlich    ist    dieser 
Roman    reich    an    kleinen    dra- 


x" 


matischen  Zwischenfällen,  Schon 
die  Geschichte  am  Anfang,  wie 
sich  Held  und  Heldin  kennenler- 
nen, weckt  menschlich  alles  Inter- 
esse des  Zuschauers. 

Neben  den  beiden  Hauptdar- 
stellern wird  man  diesmal  beson- 
ders    auf    den    Regisseur    achten 


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manches  Interessante  sehen,  stand  doch  Nikolai 
Toporkoff  ''an  der  Kurbel,  der  Mann,  dem  der 
europäische  Film  viele  ausgezeichnete  Werke  ver- 
dankt. 

Mosjukin  ist  bei    der    deutschen    Uraufführung 
persönlich     anwesend.     Er     arbeitet     bekanntlich 
jetzt  in  Deutschland  bei  der  Ufa  und  spielt  zur  Zeit 
in  Neubabelsberg  in  einem  neuen  Großfilm  mit  histo- 
rischem Hintergrund. 


^ 


M 


Oben    und    unten:    Carmen 

Boni  und  Iwan  Mosjukin.  — 

Mitte:  Carmen  Boni 


müssen.  Er  heißl  Wladimir 
Strichewski,  schrieb  selbst  das 
Manuskript,  und  er  erscheint 
zum  ersten  Male  mit  einem 
großen  Werk  vor  dem  deut- 
schen Publikum.  Er  wählte  auch 
für  die  Nebenrollen  bewährte, 
routinierte  Darsteller.  So  wird 
man  Eugen  Burg,  Fritz  Alberti 
und  Alexander  Granaoh  sehen, 
die  sich  einem  Ensemble  ein- 
ordnen, das  in  abwechslungs- 
reichem, stiicchtem,  manchmal 
ausgedehntem  und  großem  Mi- 
lieu spielt. 

Photographisch  wird  man  auch 


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VON 

DITA  PARLO 


ow    d(>   you   liUe   America.   Miss  Farlo?"       Das   war   die    erste    Hraj^e,    die 
man  an   mich   richtete,   schon  als   ich   mich   noch   mit  einem  Fuß  auf   dem 
.DampferstejJ   und   mit   dem   anderen  auf  New-Yorker   Boden   befand. 
„Very    well!"    war    meine    prompte    Antwort,    denn    ich    sajsfe    mir.    wenn    ich 
auch    noch    nichts,   noch    <«ar    nichts   von   dem    Lande    kannte,   dies   sei    jedenfalls 
die   kürzeste    und    allcrkiüj^stc    Antwort.      Und    im   Nu    waren    unjSefähr    zwanzijs 
Reporter   um    mich    herum,   und    krampfhaft    versuchte   ich    ihnen   allen    in    etwas 
holperigem.  En<ilisch  klarzumachen,  daß  ich  zwar  schon  furchtbar  viel  von  ihrem 
Land   jSehört    und   f4clesen   hätte     und   daß   ich   sehr,  sehr   viel   und    Außerordent- 
liches  erwarte,  daß   ich   aber  doch    noch   jjar   nichts   gesehen   und   erlebt 
halle.      Das    sah    man    dann    auch    ein,    und    nach    einigen    anderen,    ganz 
wichtigen     und     aktuellen     Fragen     (meiner     Lieblingsfarbe,     Lieblings- 
beschäftigung,    Lieblingshunderasse,     -sporl,     -speise,     ob    blonde    oder 
\  schwarze   Manner  mein  Tvp,  ob  alle  oder   imge)   gab  man  sich   allmäh- 

lich zufrieden,  hinige  drängellen  sich  noch  mil  mir  durch  die  entsetz- 
liche Menschenmenge  bis  zu  meinen  Koffern  und  dem  Zollbeamten,  der 
schon  seit  einer  halben  Stunde  darauf  wartete,  in  den  Koffern  des 
Filmstars  allerhand  verzollbare  Geheimnisse  zu  entdecken.  Es  gelang 
ihm  nicht;  aber  als  er  gerade  das  Unterste  durchkramte,  v\arf  er  einen 
Umschlag  mit  Photographien  von  mir  heraus,  und  sie  fielen  durch- 
einander herunter,  und  siehe  da,  ungefähr  hundert  Photos  waren  wie 
im  Nu  verschwunden.  Man  war  nämlich  schon  auf  mich  aufmerksam 
geworden  durch  die  vielen  Journalisten,  die  mirh  empfangen  hatten, 
und    als   man   nun   die   Photographien    herunterfallen   sah,   sprangen    all 


die  Menschen  um  mich  herum  auf  sie  zu,  und  jeder 
angelte  nach  einem  Bild.  Meine  armen  KoHer  in  der 
Mitte  dieses  Gedränges  wurden  umgerissen,  man  trat 
L  auf  sie,  sprang  über  sie  hinweg,  ich  selbst  wurde 
geschubst,  meine  Mutter  angelte  mit  Händen  und  Füßen 
und  schrie  mir  etwas  zu,  was  ich  bei  dem  Lärm  und 
Drängeln  nicht  verstehen  konnte,  der  Zollbeamte  verlor 
seine  Mütze,  die  irgendwo  unter  den  Füßen  der  Menge 
zertreten  wurde,  und  dann  plötzlich,  nachdem  das  letzte 
Photo  verschwunden  war,  bekamen  wir  wieder  Luft. 
Die  Leute  waren  mit  einmal  wieder  ganz  friedlich,  und 
jeder  schwang  ein  Bild  in  der  Hand.  Manche  reichten 
mir  dann  noch  ihre  Füllfederhalter  oder  Bleistifte,  und  so 


gab  ich  gleich  auf  dem  Pier  in  New  York  meine  ersten 
Autogramme  in  Amerika.  Und  als  dann  der  letzte  „good 
luck"  gewünscht  und  ,,good-bye"  gesagt  hatte,  sahen  wir 
nach  der  Uhr,  und  es  waren  drei  Stunden  über  dem  allen 
vergangen.  Aber  das  hatte  mich  doch  sehr  aufgeregt,  ich 
war  ganz  überwältigt,  und  ich  nahm  meine  Mutter  beim 
Arm,  und  als  wir  endlich  zum  erstenmal  in  einer  New- 
Yorker  ,,taxi"  saßen  und  zum  Hotel  fuhren,  wußte  ich: 
Dies  war  mein  allererstes  Erlebnis!  Und  dann,  als  wir 
im  Hotel  im  zweiundzwanzigsten  Stockwerk  in  unseren 
Zimmern  angelangt  waren  und  auf  die  Fifth  Avenue  herab- 
sahen, merkwürdig,  nicht  wahr?,  da  war  es  zum  erstenmal, 
daß  ich  Heimweh  nach  Deutschland  hatte!  — 


'^'^'I!^^^??^'^:^''^^: 


I'liot.  Piiliiritil  Ctililorniii 


Blick  auf  HolKwood 


% 


Den  Pulsschlag  einer  großen  Stadt  im  Film  zu  einem 
Erlebnis  zu  gestalten,  das  ist  schon  eine  sehr  schwere 
Aufgabe  für  einen  Kulturfilm-Regisseur.  Die  wesent- 
lichen Bestandteile  eines  Kulturfilmes  ermöglichen 
die  Gruppierung  der  Örtlichkeit  im  Sinne  einer  rein  visuel- 
len Steigerung;  dabei  bleibt  eine  Stadt  in  ihrem  filmischen 
Gesicht  fern.  Sie  wird  dann  Gegenstand  der  Handlung;  die 
gigantischen  Ausmaße  ihrer  sichtbar.-n  Struktur  erdrücken 
den  Menschen  in  ihr.  Ein  derartiger  Kulturfilm  einer  Stadt 
wird  großartig  —  er  wird  den  Rhythmus  der  Stadt  er- 
fassen, aber  nicht  den  Rhythmus  ihrer  Bewohner. 

Bei  einem  Spielfilm  packt  aber  nur  ein  menschlich  nahes 
Geschehen,  So  war  es  in  dem  neuen  französischen  Groß- 
film „Geld!  Geld!  Geld!",  der  demnächst  von  der  Ufa  in 
Deutschland  herausgebracht  wird,  die  wichtigste  Aufgabe  des 


Kegisseurs  Marcel  L  Herbier,  seine  Heimatstadt  Paris  aus 
ihren  Menschen  heraus  zu  erleben.  Pariser  Leben  im  Pariser 
Milieu  mußte  nach  dem  berühmten  Zolaschen  Roman  ..Das 
Geld"  gestallet  werden.  Aber  das  Geld  \on  1929  und  nicht 
etwa  das  vor  dreißig  oder  vierzig  Jahren,  zur  Zeit  des  Zola- 
schen Romanes.  Diese  filmische  Symbolisierung  hatte  in 
ihrer  Endwirkung  echt  zu  sein  und  auch  in  der  Charakteri- 
sierung des  Spieles,  in  der  menschlichen  Verbundenheit  der 
Konflikte  dem  großen  Werk  Zolas  gerecht  zu  werden,  ob- 
wohl es  auf  eine  heulige  Lebensbasis  gestellt  wurde. 

Zu  Zola  und  seinem  Roman  gehört  Paris,  das  Paris  des 
Damals  und  Heute.  Wie  zeitlos  sein  großer  Roman  ..Das 
Geld  "  ist,  dafür  bildet  die  L  Herbiersche  Verfilmung  den 
besten  Beweis.  Paris  ist  Milieu  und  wurde  spannende  Hand- 
lung.     Die   Place  de    lOpera.   ein   Brennpunkt   des   heutigen 


Vor  der  Pariser  Börse 


l'/iot.  Ufa 


Pariser  Lebens,  ist  einer  der  großen  Schauplätze.  Wie  sehr 
L'Herbier  den  Zolaschen  Roman  aus  dem  gegenwärtigen 
Leben  empfand,  ist  interessant.  Die  Nachrichten  von  dem 
Fluge  Hamelins  leuchten  in  laufenden  Lichtbuchstaben  über 
den  Platz.  Diese  Aufnahmen,  die  dort  in.  mehreren  Nächten 
gedreht  wurden,  sind  wie  eine.  Erinnerung  aus  ganz  naher 
Zeit  und  wie  ein  Zukunftsbild  aus  den  nächsten  Jahren. 
Dreißigtausend  Zuschauer  belebten  bei  diesen  Nachtaufnah- 
den  die  Place  de  l'Opera,  und  all  die  gebannten  Blicke 
fing  die  Kamera  auf.  Vierzehn  Operateure  arbeiteten  gleich- 
zeitig, und  der  große  Platz  mit  seinen  dichtgedrängten  Men- 
schen lag  im  Lichte  vieler  hundert  Scheinwerfer  fast  taghell 
vor  ihren  Augen.  Wie  eine  immense  Brandfackel  strahlten 
ihre  Lichtkegel  gegen  den  Himmel  und  lockten  immer  neue 
Zuschauer  heran.  Eintausend  Polizisten  schützten  den  Platz 
gegen  diese  vielen  Tausende,  die  sich  ebenfalls  die  gran- 
diose Nachtaufnahme  ansehen  wollten.  Ein  echtes  Bild  Pa- 
riser Lebens  bei  aufregenden  Ereignissen. 

Um  all  den  Zuschauern  dieser  großen  Filmaufnahme  auch 
von  sich  aus  etwas  zu  bieten  und  ihre  Blicke  immer  in  die 
von  ihm  gewünschte  Richtung  zu  lenken,  hatte  L'Herbier  ein 
einfaches  Mittel  entdeckt.  Er  lenkte  das  Interesse  seiner 
nächtlichen  ,, Gäste"  auf  einige  hinter  der  Kamera  arbei- 
tende Luftakrobaten,  deren  tollkühne  Stücke  die  Menge 
ebenso  gespannt  verfolgte,  als  ob  es  sich  um  Nachrichten 
eines  großen  Ozeanfluges  handelte. 

In  der  Pariser  Börse,  die  bekanntlich  schon  im  Mittelalter 


zu  den  bedeutendsten  Börsenplätzen  gehörte  und  infolge- 
dessen auf  eine  jahrhundertlange  Tradition  zurücksieht, 
wurden  zum  erstenmal  in  ihrer  Geschichte  Filmaufnahmen 
gedreht.  Die  große  Gcldschlacht  des  Filmes  zwischen 
Saccard  und  Guggenheim  wurde  nämlich  dort  an  Ort  und 
Stelle  aufgenommen.  Diese  Szenen  gehören  zu  den  größten, 
die  jemals  außerhalb  eines  Filmateliers  in  einem  öffentlichen 
Gebäude  aufgenommen  wurden.  Nur  unter  größten  Schwie- 
rigkeiten konnte  gedreht  werden,  denn  der  geregelte  Börsen- 
verkehr durfte  keineswegs  gestört  werden,  und  so  mußte 
man  all  diese  großen  Szenen  an  zwei  börsenfreien  Tagen 
drehen.  Über  dreitausend  Börsenbesucher  belebten  die 
großen  Börsensäle.  Die  meisten  von  ihnen  waren  wirk- 
liche Börsenbesucher  und  Angestellte  der  Pariser  Banken, 
die  mit  Freude  sich  für  diese  Szenen  zur  Verfügung  stellten. 
Es  war  nötig,  fünfzig  Lichtwagen  mit  insgesamt  15  000  Amp. 
heranzuziehen,  um  die  vielen  hundert  Scheinwerfer,  mit 
denen  die  großen  Hallen  zu  diesen  Aufnahmen  ausgeleuchtet 
werden  mußten,  zu  speisen.  »In  diesen  zwei  Tagen  wurde 
aus  einem  Rechenexempel  ein  klares,  in  seinen  Urtiefen 
menschlich  verständliches  Bild  des  Börsenlebens. 

In  diesem  Falle  lebt  Paris,  trotzdem  nicht  nur  Paris. 
Es  wird  zu  dem  Leben  der  Großstadt,  ja,  man  kann 
erweiternd  sagen,  zu  dem  Leben  aller  Großstädte.  Paris  ist 
Schauplatz,  aber  sein  einfaches  Geschehen  hebt  sidh  über 
jegliche  lokale  Einstellung  zu  einer  ergreifenden  mensch- 
lichen Tragödie. 


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MAQIETTA   MILLNEQ 

filmt  jeizi  im  UfsJilm  „Das  Modell  vom  Montpamasse' 


5 


VON 


Oben:  Pola  Negri  (Rachel)  und 
Nigel  de  Brulier  (Direktor  der 
Comedie  FrancaiseJ.  —  Mille: 
Nils  Asther  und  Pola  Negri.  — 
Unten  links:  Rachel  (Pola  Negri) 
auf  der  Bühne  der 
Comedie  Franfaise. 
—  Unten  rechts:  Pola 
Negri  und  Nils  Asther 


DBßTiQMSiEN 


Oben :  Nils  Asfher  und  Pola  Negri 
—  Mitte:  Pola  Negri  und  Paul 
Lukas  —  Unten  links:  Pola  Negri 
und  Nils  Ast  her  —  Unten  rechts: 
Pola  Negri 


Plioi.  Paramount 


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hätte   vielleicht   vorher    nicht   eine    so    gute    Interpretin    ge- 
funden, wie  es  Pola  Negri  ist. 

Diese  Frau  muß  schon  ihrer  ganzen  Art  nach  in  dieser 
Rolle  besonders  aufgehen.  Sie  hat  das  Faszinierende  im 
Wesen  wie  der  Stern  der  Comcdie  Fran9aisc.  Sie  ist  eine 
große  Schauspielerin  und  fand  in  Nils  Asther  den  kongenia- 
len Partner,  der  hier  wieder  einmal  ein  Kabinettstück  euro- 
päischer Filmkunst  in  Hollywood  hervorgebracht  hat  und  der 
es  sicherlich  dem  Regisseur  Rowland  V.  Lee  leicht  machte, 
den  Film  so  zu  gestalten,  wie  er  ihm  vorschwebte,  als  ein 
Schauspiel,  daß  durch  Menschlichkeit  wirkt,  in  dem  Stoff, 
Dekoration  und  Darstellung  zu  einer  großen  Einheit  ver- 
schmelzen, aus  der  die  große,  starke  Publikumswirkung  er- 
wächst,  die   man   in  Deutschland   von   diesem   Film  erhofft. 


'^A 


/'\ 


VON 

HAfiJiy  FfZANfC 


\ 


Wie  oft  habe  ich  schon  von  meinen  Bekannten  ge- 
hört: „Nein,  das  könnte  ich  nicht",  wenn  ich 
wahrheitsgetreu  erzählte,  was  man  alles  als  selbst- 
verständlich beim  Film  können  und  an  körperlichen  Stra- 
pazen auf  sich  nehmen  muß.  Es  ist  bestimmt  nicht  richtig, 
daß  eine  gute  Bezahlung  allein  jeden  Filmschauspieler  kör- 
perliche Anstrengungen  ertragen  läßt,  die  ihn  weit  über 
sich  hinauswachsen  lassen,  so  daß  man  sich  hinterher  öfters 
wundert,  wie  man  das  alles  fertiggebracht  hat.  Die  Eigen- 
art unseres  Berufes,  die  merkwürdige  Suggestion  des  Films 
bringt  es  eben  mit  sich,  daß  man  dauernd  Höhepunkte 
seines  ,,Ichs"  erreicht,  die  spontane  Höchstleistungen  mit 
sich  bringen,  wie  sie  sich  im  gewöhnlichen  Leben  eben  nur 
selten  ereignen. 

Ich  muß  gestehen,  daß  ich  meinen  Beruf  gerade  deswegen 
so  unendlich  liebe,  weil  ich  eine  Abenteurernatur  bin,  eine 
Natur  also,  die  sich  nach  solchen  Höhepunkten  dauernd 
sehnt  und  die  diese  Sehnsucht  nun  glücklicherweise  in 
einem  so  vielseitigen  Beruf  ausleben  kann.  Ich  habe  ver- 
schiedentlich zu  meinen  Freunden  gesagt:  ,,Wenn  der  Film 
nicht  erfunden  worden  wäre,  wäre  ich  bestimmt  ein  Aben- 
teurer geworden." 

Der  Filmschauspieler  muß  ein  Allerweltskerl  sein  —  er 
muß  einfach  alles  können!  Denn  er  soll  ja  richtiges  Leben 
wiedergeben.  Gestalten  formen,  die  echt  sind  und  die  man 
ihm  glaubt. 

Herr  Frank,  können  Sie?  ....  Jawohl,  zum  Donner- 
wetter, ich  kann!  Ich  kann  mit  den  Füßen  Apfelsinen 
schälen,  ich  kann  drei  Tage  lang  mit  zu  engen  Reitstiefeln 
spielen,  und  ich  kann  des  Teufels  Großmutter  tanzen 
lassen.     Wo  ich  das  alles  gelernt  habe?     Im  Leben. 

Die  Sache  fing  mit  einer  Meinungsverschiedenheit  an,  die 
ich  mit  meinem  Vater  hatte,  bei  der  er  der  Stärkere,  ich 
aber  der  Flinkere  war;  denn  zwei  Tage  später  befand  ich 
mich  schon  im  Bremer  Hafen.  Ich  möchte  bemerken,  daß 
ich  153^  Jahre  war,  mich  für  furchtbar  lebensklug  hielt 
und  ein  langgewachsener  Lümmel  war.  Meine  Ausrüstung  war 

Privalbild  von  Harry  Frank    "  piwi.  Ufa 


I 


sehr  kümmerlich  und  bestand  in  der  Hauptsache  aus  dem 
Grundsatz  ,.Ich  kann  alles"  und  einem  unerschütterlichen 
Selbstvertrauen.  Aber  diese  beiden  Dinge  erwiesen  sich  als 
so  praktisch,  daß  ich  sie  mein  ganzes  Leben  lang  als  Aus- 
rüstung beibehielt.  Es  folgte  nun  cm  halbes  Jahr  Seefahrt, 
bis  nach  Amerika,  und  ein  halbes  Jahr  Kampf  in  Amerika. 

Ich  kann  hier  nicht  alle  Einzelheiton  dieses 
Jahres  aufzählen,  aber  jedenfalls  war  es  eine  glän- 
zende Schule  für  den  Film.  Damals  habe  ich 
eiserne  Muskeln  bekc^mmen,  wurde  schlag-,  hieb- 
und  wetterfest,  wurde  schwindelfrei  und  lernte 
boxen.  (Rudern,  segeln,  schwimmen  und  eislaufen 
konnte  ich  als  Junge  von  der  Wusserkante  schon 
vorher.)  In  Amerika  studierte  ich  dann  weiter 
Film  und  spielte  Portier,  Schokoladenverkäufcr. 
Hausdiener,  Anstreicher,  und  zuletzt  war  ich 
Assistent  eines  Zauberkünstlers.  Gott,  habe  ich 
gelernt!  Die  feinsten  Kartenkunststücke  kann  ich 
heute  noch.  Aber  dann  reiste  ich  auf  Betreiben 
eines  Onkels  nach  Deutschland  zurück. 

Ich  will  hier  nicht  mein  ganzes  Leben  erzählen, 
nur  kurz  andeuten,  was  ich  noch  alles  gewesen 
bin:  Landwirt,  Redakteur,  Offizier,  Rcklame- 
akquisiteur,  Prokurist  in  einem  Exportgeschäft 
usw.  usw.  Nutzlose  .iaiire?  Nein,  durchaus 
nicht  —  ich  habe  gelernt,  gelernt  und  nochmals  ge- 
lernt. Ich  spreche  sechs  Sprachen  perfekt,  treibe 
jeden  Sport,  und  es  soll  mir  mal  einer  kommen 
und  fragen:  ..Können  Sie?"  —  ,, Gewiß,  kann  ich!" 
Und  in  einem  halben  Jahr  lerne  ich  auch  nocli 
Seiltanzen,    wenn   es   sein    muß! 


^ 


Harry  Frank    und   Lilian  Harvey 
in  ..Ihr  dunkler  Punkt" 


Harry  Frank  in   dem   Ufa-Film  „Ihr  dunkler  Punkt' 


h^  it\ 


ED  NA    NAßlON.    ein  beliebter  Lusispielstar 


PhoL  M.'O.-M 


10.  Forlselzung 


„Darf  ich  Sie  bitten,  sich  über  deren  Inhalt  etwas  näher  aus- 
zulassen?" 

Evelyn  stutzte. 

„Ich  wüßte  nicht,  in  welchem  Zusammenhang  diese  Unter- 
redung, die  einen  rein  privaten  Charakter  hatte,  mit  dem  Tode 
meines  Mannes  stehen  könnte!" 

Eine  Falte  des  Unmuts  erschien  auf  der  hohen  Stirn  des 
Richters. 

,,Ich  glaube,  Sie  überlassen  es  am  besten  mir,  wie  weit  ich 
den  Kreis  meiner  Fragen  zu  ziehen  gedenke.  Nach  einer  neuer- 
lichen Angabe  Ihres  Dieners  soll  das  Zusammensein  mit  Ihrem 
Herrn  Gemahl  zuweilen  einen  recht  stürmischen  Charakter  an- 
genommen haben!" 

,,Mein  Gatte  war  in  den  letzten  Tagen 
infolge  seiner  starken  Arbeitsüberlastung 
meist  sehr  nervös  und  gereizt.  Ich  ver- 
ließ ihn  übrigens  schon  nach  kurzer  Zeit, 
um  meiner  kranken  Mutter  in  Zehlendorf 
noch   einen   Besuch  abzustatten!" 

,,Eine  etwas  ungewöhnliche  Besuchs- 
stund 

„Meine  Mutter  ist  schon  seit  langem 
schwer  leidend,  so  daß  ich  jederzeit  mit 
dem  Eintritt  einer  Katastrophe  rechnen 
kann'" 

.,War  denn  an  jenem  Abend  eine  be- 
sonders alarmierende  Nach- 
richt eingegangen,  die  Sie 
noch  zu  einem  so  späten 
Besuch  veranlaßte?  Zu 
Ihrem  Diener  haben  Sie 
ja  wohl  von  einem  Tele- 
phonanruf gesprochen!" 


Evelyn    zögerte    ein    paar    Augenblicke    lang    mit    der    Antwort. 
,,Ja,    ich    glaube,    meine    Schwester   hatte    angerufen",    sagte    sie 
dann   unsicher. 

Der  Richter  hatte  sich  wieder  in  seinen  Sessel  zurückgelehnt 
und  fixierte  Evelyn  geraume  Zeit  durch  seine  scharfen  Kneifer- 
gläser. 

,, Seltsamerweise,"  begann  er  endlich  mit  schlecht  verhehlter 
Befriedigung,  ,,hat  nach  einer  amtlichen  Auskunft  der  Fernsprech- 
zentrale Wannsee  in  der  fraglichen  Nacht  überhaupt  keine  Ver- 
bindung zwischen  Amt  Zehlendorf  und  Ihrer  Nummer  bestanden. 
Und  dann  sind  Sie,  gnädige  Frau,  nach  der  Aussage  des  Portiers 
einer  Nachbarvilla,  der  dies  ganz  zufällig  beobachtet  hat,  erst 
gegen  sechs  Uhr  morgens  nach  Zehlendorf  herüber- 
gekommen. Das  ist  doch  einigermaßen  auffällig,  wenn 
man  sich  vergegenwärtigt,  daß  Sie  nach  Ihrem  eigenen 
Zugeständnis  Ihre  Wohnung  viele  Stunden  vorher  ver- 
lassen haben,  um  Ihre  Frau  Mutter  zu  besuchen,  deren 
Gesundheitszustand  angeblich  eine  bedrohliche  Wen- 
dung genommen  hatte. 


den  Tryon 


Darf  ich  fragen,  wo  Sie  sich  in  der  Zwischenzeit  aufgehalten 
haben?" 

Evelyn  senkte  den  Kopf. 

„Darauf  verweigere  ich  die  Antwort!"  sagte  sie  leise,  kaum 
hörbar. 

Ein  Schweigen  entstand  und  richtete  sich  langsam  wie  eine 
Wand   zwischen   ihnen   auf. 

Der  Richter  hatte  seinen  Kneifer  abgenommen  und  blinzelte  aus 
seinen  unbewehrten    graugrünen  Augen  nachdenklich  ins  Leere, 

,,Ich  hatte  Sic  zu  Anfang  unserer  Unterredung  um  strengste 
Wahrhaftigkeit  gebeten",  sagte  er  dann,  und  es  klang  wie  eine 
versteckte  Drohung  durch  seine  Stimme,  ,,Um  so  mehr  bedaure 
ich,  daß  ich  schon  jetzt  einen  bemerkenswerten  Widerspruch 
zwischen  einzelnen  Ihrer  Angaben  und  ganz  sicheren  Tatsachen 
feststellen  muß.  Sie  sind  auch  keineswegs  berechtigt,  auf  meine 
Fragen  einfach  die  Antwort  zu  verweigern,  sondern  nur  in  dem 
besonderen  Falle,  wenn  Sie  sich  selbst  einer  strafbaren  Handlung 
zu  bezichtigen  fürchten!" 

Er  machte  eine  kleine  Kunstpause;  ein  dünnes  Lächeln,  das 
seinem  Gesicht  eine  entfernte  Ähnlichkeit  mit  einer  altägyptischen 
Vogelgottheit   verlieh,   spielte  um   seine  Lippen, 

,, Kennen  Sie  einen  Dr,  Kurt  Steinhoff?"  fragte  er  dann  ganz 
rasch    und    unvermittelt,    wie    aus    einem    Hinterhalt    heraus, 

Evelyn  schreckte  zusammen, 

Ihr  Herz  setzte  sekundenlang  aus  und  begann  dann  wieder, 
wie   im    Fieber   zu   rasen, 

,,.Ja!"    sagte    sie    endlich    mühsam, 

,, Verkehrte  der  Herr  in  Ihrem  Hause?" 

Evelyn  wand  sich  unter  dieser  drohenden  Fragesucht  auf  der 
Folter.  ,,Ich  war  mit  Herrn  Dr.  Steinhoff  befreundet!"  suchte 
sie  einer  direkten  Antwort  auszuweichen. 

Das  Lächeln  um  die  schmalen  Lippen  des  Richters  ver- 
schärfte sich, 

,,Das  Wort  , Freund'  ist  recht  vieldeutig,  gnädige  Frau,  und 
hat  oft  einen  geradezu  peinlichen  Beiklang.  Das  dürfte  auch  Ihr 
Herr  Gemahl  empfunden  haben,  denn  diese  gesellschaftlich  wohl 
nicht  ganz  legitimierte  Freundschaft  war  ihm  offenbar  so  ver- 
dächtig, daß  er  sich  mit  dem  Gedanken  einer  Scheidung  ge- 
tragen   hat!" 

Er  hatte  bei  den  letzten  Worten  sein  scharf  vorspringendes 
Kinn  etwas  gesenkt;  sein  lauernder  Blick  beobachtete  jede  Miene 
in  Evelyns   Gesicht. 

,,Die  Untersuchung  ist  in  der  ersten  Zeit  auf  Irrwegen  ge- 
gangen," klang  dann  wieder  seine  kühle,  leidenschaftslose  Stimme, 
,,bis  die  Zerrüttung  Ihrer  Ehe  durch  die  Mitteilungen  eines 
Detektiv-Instituts  gerichtsnotorisch  wurde,  das  Ihr  verstorbener 
Gatte  mit  Ihrer  Beobachtung  betraut  hatte.  Damit  ist  auch  die 
Persönlichkeit  dieses  Dr.  Steinhoff,  der  seit  der  Mordnacht  spur- 
los verschwunden  ist,  auf  einmal  in  den  Vordergrund  des  Inter- 
esses gerückt.  Bisher  nahm  das  Gericht  an,  daß  Ihr  Gatte 
einem  Einbrecher  zum  Opfer  gefallen  sei,  obwohl  von  vornherein 
verschiedene  Momente  dagegen  sprachen.  Diese  Auffassung  ist 
denn  auch  vorläufig  ganz  zurückgestellt  worden,  und  es  scheint 
fast  so,  als  ob  sich  auch  in  diesem  Falle  der  alte  kriminalistische 
Grundsatz:  ,0u  est  la  femme'  wieder  zum  wichtigsten  Hebel  für 
die  weitere  Untersuchung  gestalten  soll. 

Ich  habe  infolgedessen  gestern,"  fuhr  er,  lebhafter  werdend, 
fort,  ,,die  gesamte  bewegliche  Habe  Dr.  Stcinhoffs  beschlagnahmen 
und  durch  meinen  erfahrensten  Beamten  untersuchen  lassen. 
Dabei  hat  sich  herausgestellt,  daß  ein  Schuh  dieses  Herrn  haar- 
genau in  einen  Gipsausguß  hineinpaßt,  der  am  Morgen  nach  dem 
Morde  von  einer  verdächtigen  Fußspur  in  Ihrem  Park  auf- 
genommen worden  ist.  Ebenso  hat  sich  eine  unbedingte  Über- 
einstimmung zwischen  Fingerabdrücken  auf  der  Schreiblischplatte 
Dr,  Steinhoffs  und  den  Fingerabdrücken  ergeben,  die  auf  dem 
Fensterbrett  im  Schlafzimmer  des  Ermordeten  nachweisbar  waren. 

Es  dürfte  daher  zunächst  außer  allem  Zweifel  sein,  daß  Dr, 
Steinhoff  derjenige  gewesen  ist,  der  Ihrem  Gatten  in  seinem 
Schlafzimmer   einen   nächtlichen   Besuch   abgestattet    hat. 

Was  sich  dort  zwischen  den  beiden  Herren  abgespielt  hat,  be- 
darf allerdings  noch  der  weiteren  Aufklärung,  Das  eine  scheint 
mir  aber  auch  bei  ganz  vorurteilsloser  Beurteilung  der  Sachlage 
schon  jetzt  klar  zu  sein,  daß  niemand  anderes  als  Dr,  Steinhoff 
für  die  Täterschaft  in  Frage  kommen  kann.  Ich  möchte  Sic 
daher  dringend  bitten,  sich  über  Ihre  Beziehungen  zu  ihm  rück- 
haltlos zu  äußern  und  mir  vor  allem  seinen  gegenwärtigen  Auf- 
enthaltsort anzugeben,  da  Sic  ja  wohl  zur  Zeit  der  einzige  Mensch 
sein  dürften,   dem  er   bekannt   ist," 

Evelyn    antwortete    lange    nicht.     Wie    eine    tödliche    Lähmung 


kroch  die   Erschöpfung    der    letzten    durchwachten    Nächte    über 
sie  hin, 

,,Wie  Dr.  Steinhoff  und  ich  zueinander  gestanden  haben," 
sagte  sie  endlich,  ,,isl  bis  jetzt  unsere  Privatsache  und  die  meines 
Mannes  gewesen.  Ich  leugne  auch  gar  nicht,  was  Sie  anscheinend 
für  eine  so  wichtige  Entdeckung  halten,  Dr,  Steinhoff  wollte 
mich  heiraten,  sobald  ich  wieder  freigeworden  war.  Der  Gedanke 
einer  Scheidung  ist  von  mir  und  nicht  von  meinem  Gatten  aus- 
gegangen. Wo  sich  Herr  Dr,  Steinhoff  augenblicklich  befindet, 
weiß  ich  ebensowenig  wie  Sie,  Aber  selbst,  wenn  ich  seinen 
Aufenthaltsort  kennen  sollte,  werden  Sie  als  Ehrenmann  mir 
doch   wohl   nicht    einen  so   schmählichen   Verrat    zumuten!" 

Eine  Röte  des   Unwillens  schoß  dem   Richter   ins   Gesicht, 

,,Sie  belieben  recht  starke  Ausdrücke,  meine  gnädige  Frau, 
und  erschweren  mir  meine  amtliche  Tätigkeit  ungemein.  Bis 
jetzt  habe  ich  nur  den  mutmaßlichen  Anteil  Dr,  Steinhoffs  an 
dem  nächtlichen  Verbrechen  beleuchtet;  nun  aber  zwingen  Sie 
micli,  mich  auch  mit  Ihnen  näher  zu  beschäftigen.  Sie  sind  mir 
vorhin  die  Antwort  schuldig  geblieben,  wo  Sie  die  Mordnacht 
nach  dem  Verlassen  Ihres  Hauses  zugebracht  haben.  Ich  ersuche 
Sic  hiermit  zum  letzten  Male  um  eine  Antwort,  Es  handelt  sich 
vielleicht  um  Ihre  ganze  Existenz!" 

Mit    einer   trotzigen   Bewegung   warf    Evelyn   den   Kopf    zurück. 

.,Und  ich  kann  Ihnen  nur  wiederholen,  daß  ich  auf  diese  Frage 
die  Auskunft  verweigere!" 

,,Nim,  dann  will   ich  es  liinen  sagen!" 

Wie  Blitz  und  Schlag  folgten  sich  die  Worte, 

,,Es    ist    der    Kriminalpolizei    gelungen,    den    Chauffeur    festzu- 
stellen,  den   Sie  am   Haus   am   See   für   Ihre  nächtliche  Fahrt   an-   '; 
genommen    haben.      Er    hat    Sie    nicht    nach    Zchlendorf,     sondern' 
nach   Sciilachtcnsce  gefahren.    Zur  Wohnung  Dr.   Steinhoffs!"  .? 

Unwillkürlich  hatte  sich  der  Untersuchungsrichter  von  seinem 
Sitze  erhoben;  ein  ungewohntes  Pathos  klang  durch  seine  sonst 
so  spröde  Stimme. 

,,Sie  haben  Ihr  Haus  verlassen,  um  Dr.  Steinhoff  den  Weg  frei- 
zumachen. Vielleicht  hatte  Ihnen  Ihr  Gatte  mit  Schande  ge- 
droht, alles  stürzte  für  Sie  zusammen.  Da  sind  Sie  zu  Ihrem 
Geliebten  geflüchtet.  Ich  gehe  heut  noch  nicht  so  weit,  zu  be- 
haupten, daß  Sie  ihn  zu  der  furchtbaren  Tat  angestiftet  haben. 
Das  wird  erst  die  weitere  Untersuchung  ergeben.  Aber  Sie  haben 
jedenfalls  um  sie  gewußt  und  sie  nicht  verhindert.  Sic  sind 
moralisch  mitscliuldig.  Und  auch  vor  den  rechtlichen  Folgen 
kann  und   werde  ich   Sie  nicht   schützen!" 

Es  war  totenstill   im  Zimmer. 

Man  hörte  nur  das  meckernde  Hüsteln  des  Gerichtsschreibers 
und  die  dumpfen  Laute  der  elektrischen  Bahnen,  die  zuweilen 
wie  durch  einen  Nebel  von  der  Straße   heraufklangen. 

Der  Richter  hatte  sich  wieder  auf  seinem  Sessel  niedergelassen 
und  rückte  seinen  Kneifer  zurecht. 

,,Ich  habe  bereits  einen  Haftbefehl  gegen  Dr.  Steinhoff  er- 
lassen!" sagte  er  dann  kalt  und  ruhig  in  geschäftsmäßigem  Tone, 
,,In  wenigen  Tagen  dürfte  ihn  der  Arm  der  Gerechtigkeit  er- 
reicht haben, 

Ihnen  selbst,  meine  gnädige  Frau,  kann  ich  nach  dem  Ergebnis 
der  heutigen  Verhandlung  leider  nicht  gestatten,  dies  Haus 
wieder  als  freier   Mensch  zu  verlassen. 

Ich  spreche  vielmehr  aus  schwerwiegenden  Gründen  über  Sie 
die   Untersuchungshaft   aus!" 

Evelyn  zuckte  zusammen;  ihr  Herz  wand  sich  wie  unter  einem 
stählernen   Griff, 

Sic  wollte  sprechen,  sich  verteidigen,  rechtfertigen,  doch  die 
Kehle  war   ihr   wie   verdorrt. 

Und  plötzlich  wallte  es  wie  ein  blutroter  Vorhang  vor  ihren 
Augen, 

Mit  einem  leisen  Aufschrei  glitt  sie  von  ihrer  Bank  ohn- 
mächtig auf  den   Fußboden,   —  — 

XI. 

,,Wie  geht  es  unserem  Fremdling  auf  Station  Sieben?"  Ge- 
heimrat Dr,  Krusius  legte  den  Krankenbericht  der  geschlossenen 
Abteilung  des  Sanatoriums  Waldfrieden  auf  dem  mächtigen 
Arbeitstisch  nieder  und  entzündete  sich  behaglich  seine  gewohnte 
kohlschwarze  Morgenzigarre, 

Der  Assistenzarzt   Dr,   Schleyer  zuckte  die  Achseln  und   zeigte  j 
sein  weißes,  blinkendes  Wolfsgebiß, 

,,Dic  Benommenheit  des  Patienten  dauert  noch  in  alter  Stärl-^» 
an.  Er  antwortete  auch  gestern  auf  Fragen  nicht  einmal  mit 
Augenbewegungen.  Dagegen  ist  das  Fieber  vollständig  verschwun- 
den, auch  sind  keinerlei  Lähmungserscheinungen  festzustellen. 
Ein    Schädelbruch,    an   den   wir   anfangs    ja  dachten,    scheidet    für 


ie   Diagnose  also   endtjültig   aus.    Und   es   handelt   sich   wohl   nur 
'um    einen   allerdings    recht    schweren    Fall    einer    Gehirncrschülte- 
ung    mit    anschließendem    Dämmerzustand!" 

'   Der    Geheimrat    nickte    zustimmend    und    betrachtete    aulnicrk- 
sani  den  tadellosen   Brand   seiner   Zi;4arrc. 

Durch  das  weitoffene  Fenster  klan^ien  die  Schla;4fanfaren  eines 
Finkenpärchens  herein. 

Es  duftete  nach  Jasmin  und  Flieder,  und  die  Wälder,  die  das 
Sanatorium  von  allen  Seiten  mit  ihren  «rünen  .Armen  umfaßten, 
lagen  wie   im   lichten   Glanz   des   ersten  Schöpiunöstagas. 

,,Wir  haben  diesen  modernen  Kaspar  Hauser  nun  schon  in  der 
zweiten  Woche  in  der  Anstalt",  nahm  der  Geheimrat  nach  einer 
kleinen  Pause  wieder  das  Wort.  ,,Mcrkwürdio,  daß  er  noch 
nirgendwo  vermißt  worden  ist  und  sich  noch  niemand  nach  ihm 
erkundigt  hat.  Allerdings  passieren  in  Deutschland  zu  Beginn 
der  scheinen  Jahreszeit  la  auch  so  zahllose  Autounfälle,  daß  der 
einzelne   in   der   Masse   vollständig    verschwindet!" 

Dr.  Schleyer  strich  sich  über  seinen  blauschimmerndcn 
Assyrierbart. 

,,lch  bin  ein  alter  Sportsmann,  aber  ich  habe  selten  eine  so 
restlose  Zcrstöruni^  eines  Wagens  gesehen;  nicht  einmal  die 
Nummer  war  mehr  zu  entziffern.  Der  Herr  muß  wirklich  cm 
mörderisches  Tempo  vorgelegt  haben;  der  Kilometerzähler  stand 
ja  noch  auf  110.  Wenn  unser  Obcrpfleger  an  jenem  Abend  nicht 
noch  zufällig  nach  Waldhausen  heruntergegangen  wäre,  Iiätte 
der  UnfSUicksmensch  auf  der  einsamen  Chaussee  vielleiciu  die 
ganze  Nacht  hilflos  unter  den  Triimmern  gelegen!" 

Der  Geheimrat  blies  nachdenklich  einen  kunstvollen  Rauchring. 

„Ich  hoffe  noch  immer,  daß  unser  Unbekannter  schon  in  den 
nächsten  Tagen  die  Sprache  wiedergewinnen  wird.  Sonst  wird 
es  allerdings   hohe  Zeit,  daß  wir   die   Behörden   verständigen!"   — 

Dann  saß  er  am  Bett  des  Verunglückten  und  schaute  in  das 
blasse,   verfallene   Gesicht. 


Es  war  ganz  still  im  Zimmer,  nur  die  gestärkte  Haube  einer 
Schwester  raschelte  leise,  und  aus  dem  Garten  klang  zuweilen 
das    helle    Zwitschern    der    Schwalben. 

,, Können  Sie  uns  noch  immer  Ihren  Namen  nicht  nennen?" 
fragte   er  endlich   in   seiner  eindringlich   suggestiven  Art. 

Der  Kranke  hob  die  Schultern  um  Haaresbreite  aus  den 
Kissen;  einen  Augenblick  lang  schien  es,  als  ob  er  den  Mund 
zum   Sprechen  öffnen  wollte. 

Dann  aber  sank  die  seelische  Erstarrung  wieder  wie  eine 
.Haske    über    sein   krampfhaft    arbeitendes    Gesicht. 

Der   Geheimrat   winkte   seinem   Assistenten. 

.,Ich  glaube,  in  den  nächsten  Tagen  wird  das  Eis  gebrochen 
sein!  Ich  bitte  Sie  jedenfalls,  unseren  Freund  ganz  besonders 
im  Auge  zu  behalten  und  mir  über  die  geringste  Veränderung 
in    seinem    Zustand    sofort    Bericht   zu    erstatten!" 

Drei  Tage  lang  hatte  Kurt  nach  der  Katastrophe  auf  der 
Chaussee  in  völliger  Bewußtlosigkeit  gelegen,  ehe  er  aus  dem  Tor 
der  Ewigkeit  noch  einmal  in  die  Grenzmark  des  Lebens  zurück- 
gekehrt war,  dieses  schon  halb  verlorenen  Lebens,  dessen  müh- 
selig flackerndes  Lichtlein  der  Gluthauch  rasender  Fiebernächte 
immer   wieder  auszulöschen  getrachtet   hatte. 

In  seltsamen  Traumgesichten  war  seine  Seele  jenseits  von 
Kaum  und   Zeil   über  Länder  und   Meere  dahingcwandcrt. 

Die  Ferne  tat  sich  ihm  auf.  und  aller  Sehnsucht  wurde  Er- 
füllung. 

Leuchtende  Städte  wuchsen  herauf,  um  ihn  war  der  Glanz 
einer  heißeren  Sonne  und  tausend  Nächte  unter  stillen  Sternen, 
lausend   Nächte  voll   Licht   und   Lärm. 

Bis  sein  Schiff  von  der  gr.TUgelben  Finsternis  eines  mcer- 
brcilen  chinesischen  Strom.s  verschlungen  wurde  und  die  Hiife- 
lufe  der  Ertrinkenden  im  Heulen  der  Sirenen  crsticklcn.  mit 
denen  sich  die  im  Nebel  tastenden  Dampfer  ihre  Todesangst 
^"brüllten.  Fortsetzung  }olgt 


l'/ioi.   .\ii!!i>:iul 


Lissi  Arna  feiert  Geburtstag  im  Atelier 


Oben  rechts:    Deutschland 

siegt  im  Eishockey 
Im  Kreis:  Der  Alle  und 
der  Neue.  Präsidfnt  Hoover 
(rechts)  ist  von  seiner  Südamerika' 
reise  zurückgekehrt.  Er  wurde  von 
Coolidge  (links),  dem  er  in  Kürze 
im  Amte  nachfolgen  wird,  in  dem 
Weißen  Haus  in  ]f  ashington 
feierlich  begrüßt 

Unten:    Das  erste  Metall- 
luftschiff 

Photos:    Deulig-Woche 
und    Ufa-Wochenschau 


Oben     links:      Japanische 
Säuglingspflege 

Im  Kreis:  Von  der  jüng- 
sten Brandkatastrophe  im 
amerikanischen  Erdölgebiet 

Mitte   oben:     Die    deutsche 
Küste  vereist 

Mitte  unten  :  Eine  Fahrt  auf 
den  „Zuckerhut",  das  Wahr- 
zeichen    Rio    de    Janeiros 


^: 


Ff^AGEN 

die  uns  erreTchtert 


Antragen    erbitten    wir     an     die    Redaktion    des      „  F  i  1  m  -  M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  08.     Zimmerstraße  35-41. 
Scherlverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  ,, Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nieht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptaiiselesenlieiten  bitten  wir  fülgeiulcs  zu  beaehteu:  Jeder  Antrabe  ist 
Kiiekiiorto  beizufiisen.  Jede  Einx'iuluiiK  eines  Mainiskri|its  zur  Prüfung 
ist  zwcekici-  nur  Expose.s  im  Umfange  von  J— .T  Scbreihuia.-cliinenseiteu 
sind  zur  Eii'-iiuluns-  an  die  Kilmindustrie.  KeKi-^seure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  einsesandten  Jlanuskriiite  kann  keine  Verantwortung  iiber- 
nomnien  werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  DureliseliläKe  senden,  von 
bandgescliriebenen   Sendungen   (leserlieb)   eine  Absebrift  zurückbehalten. 


H.  S..  B  r  e  s  1  a  n  :  Erieli  I'oniuier  ist  selion  lange  aus  Hol 
rück  lind  wieder  bei  der  l'fa  als  Produktionsleiter  liitig.  Sie 
ilin    also'bi'i    dieser    Firma.    Berlin    .'<\\     BS,    Kocbstralic    6-8. 

\V.  P.,  V  a  r  e  1  :  Die  beiden  Karten 
sind  an  die  Künstler  weitergeleitet.  Os- 
kar Marion  siiielte  eine  Kollc  in  dem 
Otto  (.Jebiilir-Filni  „Waterloo'.  Seine 
niiehsle    Arbeit:    ..Sankt    Helena". 

F  i  1  m  s  e  h  w  ;i  i  in  e  r  i  u  Gerd  a  M., 
Hamburg:  Uenla  Maurus  spielt  dn- 
Titelrolle  in  dem  neuen  Fritz  Lang- 
Film  ..Die  Frau  im  Mond".  Fred  Tbom- 
seii  ist  kürzlieb  an  den  Folgen  einer 
Oallcusteinoperation  gestorben.  Tom  Mix 
ist  verheiratet  und  bat  ein  Kind.  Cilly 
Feindt  filmt  muh.  Die  Adresse  der  Mün- 
ebener  Filmsebule  ist:  Müncben,  Son- 
nenstraLle    1.'). 

W  i  1  h  e  1  m  \y..  M  ii  n  c  li  e  n  :  tay 
Slarbe  ist  unseres  Wissens  nicht  mehr 
in  Berlin.  Henny  Porten  «obnt  Berlin- 
Dahlem,  l'arkstraUe  Tl.  Hans  Ailalbert 
von  Sehlettows  Adresse  ist  Berlin  O  IT, 
(iroUe  Frankfurter  Stralie  1.  Magda 
Sonja  wohnt   Berlin.   MarclistraUe  T. 

Frau  Else  W  ..  Berlin:  Willy 
Fritseh  spielte  den  Husarenoffizier  in  der 
„Ungarischen  Khapsodie ".  Die  Titelrolle 
in  ..Ein  besserer  Herr"  wurde  von  Fritz 
Kampers   verkoriiert. 

Hans  li..  Berlin:  Lien  De>ers 
erreichen  Sie  durch  die  Deutsch<>  L'ni- 
versal.  Berlin  S\V  k.  MauerstraUe  bJ.  Ihr 
neuester  Film:  ,, Triumph  des  Lebens". 
In   Amslerilaui   geboren.   Unverheiratet. 

Franz  Z.:  Fern  Andras  Berliner 
Adresse  ist:  Cbarlottenburg.  Keiehskanz- 
lerplatz  .i.  Sie  soll  in  England  filmen.  In 
Deutschland  w  inl  sie  liaum  noch  filmen. 
Ihr  letzter  Film  w.ir  ..Fuiikzaulier ".  Ein 
Film  mit  Asta  Nielsen  ist  vorläufig  nicht 
in   Aussicht  genommen. 

Erika  D.,  li  a  r  m  e  n  :  Die  beiden 
weiblicben  Hauptilarstellerinnen  in  der 
„Lorelei"  waren  Maria  Paudler  und 
Lotte   Lorriiig. 

S  u  ,s  e  1  K.,  L  e  i  I)  z  i  g  :  Von  Ramnn 
Xovarro  laufen  zur  Zeit  „Alt-Heidel- 
berg" und  „Der  Fiirst  der  .Vhcnteiirer". 
Seine  nächsten  Filme  sind:  ..Die  Dame 
liinterm  Vorbang'  und  ..Pflicht  und 
Liebe".  Den  Neffen  des  ..Alten  Fritz" 
in  dem  gleichnamigen  Film  spielte  Heinz 
Burehhard  Klokow.  Seine  Adresse:  Ber- 
lin W  :(.-).  Potsdamer  StraMe  :>€,.  Von 
einem  neuen  Film,  in  dem  er  mitwirkt, 
■ist   \orläiifig   noch    nichts   bekannt. 

(ireta    (Jarho    ist    im   .\ugeiililiek    noch    in    Siliweden.     S 
.stellen,   sooft    Sie   Lust   haben,   Sie    bclä-tigen   uns   nicht  im 
.1  e  a  11    V..    D  r  e  s  d  e  n  :     Vielleiiht    semli'ii    sie    da-    > 
niaturgiscben    Abteilungen    folgender    Filmgesellschaften 
anderer    Stelle.     National,    Berlin    SW 
Versal,   Berlin   SNS    ti.'*.   MaiierstralJe  i 


ywoud  zii- 
erreicben 


E.  G..  Horde:  Iwan  Mosjiikin  wiilint  Berlin  W.  Kiirfiirstendamiii  lO.'i, 
Jenny  Jugo  Berlin  W,  Kaiserdamm  2'.].  lernst  Verebes  Berlin  W,  Einser 
StralJe  16,  La  Jana  Berlin-l  barlottenbnrg.  Bayernallee  15.  Igo  Sym  er- 
reiebeii  Sie  durch  Straiiss-Film.  Berlin  SW  48,  FriedrichstralJe  .">-6.  .Toc 
Mareco-Stöckel  filmt  nur  noch  selten.  Luciano  Allicrtini  ist  ein  vorzüg- 
licher Akrob.it  und  fiihrt  alle  seine  .Sen-alionen  selbst  aus.  .\lso  es  sind 
keine   Trick-.      Werner    Pittsehau    slarli    am    "Jd.    Oktober    vorigen   Jalire.« 

W  e  r  n  c  r  B.,  Che  m  n  i  t  z  :  sie  bezieben  Bücher  über  das  Filin- 
raanuskript  am  besten  durch  den  ilax  ilattissou- Verlag,  Berlin  SW  68, 
Kitlerstraße   71. 

Senden   Sie   uns,   bitte,   die  Bildkarte  von 
Ihnen    gern    das    gcwiinsehtc    Autogramm 


H  a  n  n  s  iL,  V  c  g  e  s  a  c  k  : 
I,il  Dagover,  dann  wollen  wir 
besorgen. 


I  I 

J\£gcn  z  Kamel  -i"" 


7ieiw  clucka 
uiicdmia 


au  711  riu 


i 


'L-U 


'U'cj 


^JüXXLjb 


i 


ocficaic 

Berlin :  rricdrich  th^r\s^r.  10 

VcrkuufestcKc  Köln :  Ockhmannhaus 


^^^ 


e  diirfen  Fragen 
geringsten  damit, 
ujet  an  die  dra- 
l'fa.  Adre-se  an 
IS,  Friedriebstralji'  10.  Deutsche  Uni- 
.     In    Ihren    anderen    Angelegenbeiten 


Regisseure    F'red    Sauer.    Berlin-Wilmersdorf, 
Dr.   Georg  Asagaroff,    Berlin    W,  Innsbrucker 


wollen    Sie    sich    bitte    an    die 
AVittclsbacher   Str.ilJe   -,    und 
StraUe   -II,   wenden. 

Die  Tanzelfe.  Berlin:  Hans  Adalbert  von  s.hlettow  w(dinl 
Berlin  O  IT,  (Iroije  Fr.inkfiirter  stralie  I,  iiml  hat  am  U.  Juni  Cebiirtstag. 
Dita  Parliis  Adresse:  Berlin  W.  Motzstraße  ST.  (ieburt-tag:  I.  September. 
Truus  van  Aallen  bat  .im  2.  Augii-t  (Jehurlstag  und  wohnt  Berlin  W, 
Lutherstralle  T,.  Betty  Ammaiiii  woliiit  Berlin  \V.  Diiisbiirgi^r  Straüe  16. 
Ramon  Novarro  ist  noch  nicht  in  Berlin.  Seine  Ankunft  wird  rechtzeitig 
in  allen  Zeitungen  bekanntgegeben.  Wenn  Sic  zum  Film  wollen,  so 
inüssen  Sie  Ihre  Pliolos  den  (Jesellschaften  einsenileii.  noch  besser  per-ön- 
licli  hingehen  und  sich  ilen  Regisseuren.  ProdiiktionslcilcMii  oder  .Viifnahme- 
leitern  vorstellen.  Wenn  Sie  gut  aussehen  und  mimisches  Talent  besitzen, 
besteht  die  Möglichkeit.  daU  von  Ihnen  eine  Probe:iufiialinie  gemacht  wird. 
Das  ist  der  Anfang.  Ob  Sie  danach  sofort  ein  Engagement  finden  werden, 
ist    fraglich,    aber    nicht    ausgeschlossen. 

Horst  L..  Königsberg:  Bitten  Sie  Harry  Halm  noeli  einmal 
um  ein  .\utogramm.  Von  Enrico  Beiifer  wird  es  auch  bald  Karten  geben. 
Jenny  Jugos  Adresse  finden  Sie  :in  anderer  Stelli'.  Jack  Trevor  wohnt 
Berlin  \V,  BendlerstralJe  9.  Gustav  Fröhlich.  Berlin-Westend.  Kiirländcr 
Allee  1,  Liane  Haid  Berlin  W  ].">,  Duisburger  stralie'  !.'>.  MarccUa  -Vlbani 
Berlin  W,  Kaiser.illee  1T2.  Gräfin  Agiie>  Eslerhazy  Berlin  W,  Kaiser- 
allee  2I.'i.     Vivian   Gihson   Berlin-Schlaclitensee.    Waniiseesiraüe   109. 

Hanna  W.,  Hamburg':  Jiwolil,  es  beruht  leider  auf  Wahr- 
heit, daß  der  bekannte  Cow  boydarsteller  Fred  Thomson  kürzlich  an  einer 
Gallensteinoperation   gestorben   ist. 


E  1  I  y  R.,  L  e  n  n  e  p  /  R  li  e  i  11  1  a  n  d  : 
Lotte  Neumann  ist  verheiratet.  Zum  er- 
sten   Mal. 

H  a  n  n  i  K.,  Berlin:  Die  weibliche 
Hauptrolle  im  ..Tanzenden  Tor"  spielte 
Karina  Bell.  F'ritz  Alberti  wohnt  Berlin- 
Wilmersdorf.  Liidwigkirchstr.  9a.  Hein- 
rich George  ist  verlieiratct.  Hans  Mic- 
rendorff   gibt    Autogramme. 

R.  F.,  D  r  e  s  den:  ßie  Rolle  der 
F'rau  Direktor  Werner  im  ,, Modernen 
('asano\a"  spielte  \alcria  Blaiika.  ,. Mo- 
derne l'iratcn "  ist  in  Deutschland  her- 
gestellt «orden.  .leiiiiy  .Ingo  gibt  Auto- 
gramme iiiiil  wohnt  Berlin  W,  Kaiser- 
damm 29.  l'lara  Bons  .\iisclirift:  Gulver- 
C'ity,  Kalifornien.  Sie  können  deutsch 
an  sie  schreiben.  Gibt  Autogramme. 
Ihre  neuesten  Filme:  ..Bin  ich  Ihr 
Typ?",  ..W  iiigs".  Aiiny  Ondra  woliut 
Bi'rlin  -  Cbarlottenburg,  Kiirfürsteiidamm 
Nr.   178. 

H  e  I  111  11  t  L.,  Breslau:  Lien 
De,\  ers  sjiiclt  die  weibliche  Hauptrolle 
in  dem  neuen  Film  der  Deutsehen  Uni- 
versal ..Triumph  de-  Leben-".  .Sie  er- 
reichen sie  durch  die-e  Firma  in  Berlin 
W  H.  .M:iuer-tral.te  82.  Viui  Fritz  Lang 
entdeckt.  Ihr  erster  l'iliii  ..Spione". 
Danach  ..Die  Heilige  und  ihr  Narr"  und 
„Haus   >r.    IT'. 

J  0  s  c  f  P..  B  e  11  t  b  c  n  :  Es  tut  uns 
Ijid,  Ihnen  nicht  den  Zunamen  und  die 
Adresse  des  betreffenden  Lesers  geben 
zu  können,  da  das  Redaklioiisgebeiin- 
iii.s   ist. 

O  I  1  o  D.,  s  c  h  ö  11  c  b  e  r  g  :  Wenn 
Sie  Filmstatist  u erden  wollen,  so  emp- 
fehlen wir  die  Filmbörse,  Berlin,  Beutb- 
stralle    l-:t. 

A  e  n  II  e  B.,  Lud«  i  g  s  h  a  £  c  n  : 
Charles  Farrels  Anschrift  ist:  1401  We- 
stern Ave..  Hollywood.  Ricardo  Cortez 
erreiclieii  Sie  durch  die  First  National, 
Burbaiik    Hollywood.    Kai. 

Ilse  B..  K  a  li  I  -  t  c  d  t  :  Der  Name 
des  hi'lreffeiiileii  Filmschauspielers  ist 
Donald    Keith. 

Paul    B..    B  e  r  I  i  n  :      Fritz    Kortner 
wohnt    Berlin-Dahlem,    .Max-I':ylli-Str.    ü. 
(ierh.ird    Lamprechl    erreichen    Sie   durch 
die    Naiioiial,    Berlin    SW   48,    Friedrich- 
straße   10. 
Charlott,     Breslau:      Möglieb,    daß    Suzy     Veriion    auch    wieder 
einmal    mit    W  illv    Fril-eh     /usainmcii    -pii'lt.      Werner    Fuetlerers    nächster 
Film    ist    ..Die    Flucht    der    Delia'-.       Seiiii>    Partnerin    ist    Marcella    Albani. 
Wenn    Sie    Filmk.irlen    durch    den    Verl, ig    Boss    beziehen    wollen,   bitten    Sie 
ihn    am    besten    um    einen    Prospekt,    siicben    sich    die    Karten    aus,    die    Sic 
wünschen,    und    bestellen    -ie    dann. 

Till  V  ()..  .V  u  g  -  b  11  r  g  :  Ernst  Hotmann  ist  verheiratet  und  gibt 
.Viitiigramiue.  Harry  H;iliii  ist  gleichfalls  verheiratet.  Wdhiiuiig:  lierlin- 
ILtlciisec,  Westfälische  Straße  :!1.  Ramon  Novarro  ist  noch  nicht  iii  Ber- 
lin. Be\erlv-llills,  Hollywood.  Ol.if  Fjord  v, 'dint  Berlin-Wilmersdorr. 
Xantei.cr  Straße  18.  Selhst\  erständlich  geben  wir  gern  auf  alle  Fragen 
-Viitwort,   dazu   bind   wir    ja  da. 

Hubert  I...  E  s  -  e  n  :  A\ir  glauben  kaum,  daß  die  Filmgesell- 
sibaft,  die  den  ..Fcselien  Husar-  gedrclil  bat.  Iliiieii  die  Husareniiniform 
\  Oll  Ivnr  N(iv(  Uli  leihen  würde.  Wir  können  Ihnen  jedenfalls  zu  unserem 
Bedauern    in    ilii-er    .Vngelegeiibeit    keinen    Rat    geben 

F  1  I  III  1  o  r  e  ,  Cbarlottenburg:  In  den  ..Webern"  spielte 
neben  Paul  W  egeiier  auch  Wilhelm  Dietcrie.  Der  Schauspieler  Hans 
Heinz  Winkler  ist  iius  dem  Namen  nach  bek.innl.  Nähere  Mitteilungen 
über  ihn  köTinen  wir  Ihnen  im  Augenblick  leider  auch  nicht  machen. 
Gii-tav  Frülilieh  i-t  nicht  mehr  mit  Elizza  la  Porta  verlobt.  Wir  raten 
Ihnen.   Lilian    Harvev   noch    einmal   um   ein   Autiigranim   zu    bitten. 

II  i  1  d  e  g  a  r  d  lt.,  \  1  t  o  n  a  :  Die  Titelrolle  in  „Iwan,  der  Sehreck- 
liclie"  spielte  Conrad  Veidt.  Von  Maiiolo  San  Germano  können  wir  Ihnen 
\orläufig  auch  nicht-  weiter  sagen,  als  daß  er  eine  Hauptrolle  in 
l'illii  ..Der  Kampf  um  den  Mann"  spielte.  Wenn  wir  Bilder  von 
großen  amerikanischen  Slars  bringen,  so  kommen  wir  damit  nur 
Wünschen  unserer  Leserschaft  entgegen.  Aber  Sie  sind  im  Irrtum: 
bringen   doch    auch    Bilder   von   anderen   Künstlern, 

.\.     IL,     Dan  zig-      Hans     Stiiwe     ist    Jleeklenburgcr     und     bat 


f 


I 


dem 
den 
den 
wir 

am 


14.    Alai    Geburtstag.       AVar    früher    Opernsänger       in    Königsberg.       Wurde 
von    dem    Regisseur    Blaelinitzky    für    den    Film   entdeckt. 


Je. 


Eine    Berliner    R  a  m  o  n     X  o  v  a  r  r  (i  -  V  c  r  e  li  r  e  r  i  n    Else: 


iScliit'ken    Sic   os   nur 
welchem   Tage    er   liier 

Egon   von    Jurilan    und 

April    in    Ciüle- 


Uir  IJanuin  Jsüvarru-(!eili(lit  t'inilen  wir  t^elir  nett. 
riiliiK  an  Xovarro.  Vielleicht  freut  es  ihn.  An 
auftreten    wird,    ist    noeli    uiclit    l>ekannt. 

It  i  ii   F.,   Mainz:     Wir    wenhn    Harry    Halm. 
Harr.v    I'iel   an    die    fälliffen    Antiisramme    erinnern. 

J{.    U.,    X->  i  e  h  t  e  r  f  e  1  d  e  ;     Cireta    (jarbo    wurde    am    17 
borte   Kel>ur*-'". 

H  e  i  n  z  (!.,  (J  e  1  .«  c  n  k  i  r  e  h  e  n  :  Ihre  beiden  Bildkartcn  sind  an 
J.iek  Tre\ür  und  W  illv  Fritseh  weiterseleitet.  Ueber  Hirc  liebenswiirdi- 
KCii.  anerkenenden  Worte  haben  wir  uns  sehr  gefreut.  \Vir  hüffcii,  bald 
wieder    von    Ihnen    zu    hören. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  E  d  i  j  a  e  o  ,  O  .«  t  s  c  e  b  a  d  E  e  k  c  r  n  f  ö  r  d  e  : 
Ossi  Oswaldas  riebÜKer  Name  ist  Ob«al(la  ötiiiiliili.  In  ,,S<-in  nrülier 
Hluff"  si)ielte  Harry  I'iel  eine  JJuijpelrulli-.  Wenn  Sie  sieh  als  Film- 
.-tatist  betätiKeii  «dllen,  so  wenden  Sie  sieh  am  besten  an  die  Filniborse, 
Herliii.  UeuthstraUi-  1/,1,  Wir  niaehen  aber  Klt'ieh  darauf  aufmerksam: 
auch  in  der  Komparserie  ist  alles  überfüllt.  Im  allgemeinen  erbalten 
die  .Statisten  pro  Tajj  8 — iU  Mark,  werden  aber  oft  nur  1—.')  Tage  im  Monat 
beschäftiRt. 

Fritz  B.,  Berlin:  Elizza  la  Porta  ist  wirklieh  nieht  mit  (Wistav 
Fröhlich  verlobt  und  hat  am  1.  März  Uehiirtstat;.  BriRitt<'  Helm  wohnt 
Berlin-Dahlem.  Im  Winkel  ä.  Luciano  Alhertini  bat  am  30.  November. 
1-otte  LorriiiK  am  6.  Dezember,  Ossi  Oswalda  am  2.  Februar,  .Tenny  Juf^o 
am  11.  .Iimi  (ieburtstan'.  Es  stimmt  schon.  Eya  Mara  ist  mit  Friedrich 
Zeluik  verheiratet.  Aber  so,  wie  Sie  adressiert  haben,  ist  es  auch 
rieliti;;,    I,ya    -Mara    erhalt    also    den    Brief. 

H  e  r  t  :i  ii  n  d  Bert  a  aus  Kiel:  .lack  Trevor  e'iht  Auto{;rammo 
und    wohnt    Berlin  W,    BendlerstraUe    9. 

F  i  1  m  f  r  c  11  n  d  i  II  L  o  I  o  S.,  Z  e  b  1  e  n  d  o  r  f  :  Orete  Mosbeim- 
Homolka  wcdint  -Berliu  W,  Pariser  Strafe  27  und  ist  blond.  Wilhelm 
Dietcrles    Partnerin    im    ..Pfarrer    von    Kirchfehl'    w;ir    Margarete    Laiiner. 

Ossi  T.,  K  ö  n  i  g  s  b  e  r  g  :  Vielleicht  erinnern  Sic  Harry  Liedtke 
noch  einmal  .in  d.is  Aiitogranin..  Die  I.ösiing  unseres  Preisausschreiben? 
wurde  in  Xummer  2.  vom  l.t.  .Januar,  veröffcntlielit.  Die  beiden  Bilder 
stellten    Hcnny    Porten    und    Norma   Talmadge   dar. 

V  i  1  111  f  r  e  u  n  d  H.  B.,  Dres- 
den :  Die  beiden  Lilian  Harvey- 
Filme  .,Die  tolle  Dola"  und  ,,Ihr 
dunkler  Piii.kt  "  sind  nicht  fiir 
Jugemlliehe  freigenchcn.  In  Ihrer 
anderen  AiiRelegcnbeit  ist  es 
zweekmäliig,  sich  an  die  Keklame- 
abteilungen  verschiedener  Filni- 
gcsellscliaften  zu  w  enden.  Es  sind 
auch  dort  Uebcrangebote.  aber  es 
ist  trotzdem  nicht  ausgeschlos- 
sen, daß  Sie  Beschäftigung  finden. 
1)  0  r  o  t  li  e  a  P.,  Berlin:  Die 
Bildkarten  sind  w  citergelcitet 
worden. 

M  a  r  i  e  F..  W  i  e  n  :  Die  Rolle 
des  Piloten  Alexander  im  ,,Or- 
low'  spielte  Ivan  Petrovich.  Mar- 
cella .Vlbani  ist  mit  dem  Regis- 
seur Ciuido  Schamberg  verheira- 
tet. Ihr  neuester  Film:  ..Die 
Flucht  der  Delia.". 

T  ru  d  el  P..  Stuttgart: 
Fee  Malten  wohnt  bei  ihren  El- 
tern. Ihr  richtiger  Xanie.  Gibt 
Autogramme.  Mimosen.  Wohnung: 
Berlin  W.  Wilmersdorfer  Str.  W. 
Am  2.  Dezember  in  Charlotten- 
burg geboren.  Als  9jabrigcs  Kind 
zur  Spreclibiihne  gekommen.  Von 
der  Ufa  für  den  Film  entdeckt. 
Ihr  erster  Film:  ,.Die  Frau  im 
Schrank".  Es  folgten  ..Der  ge- 
heimnisvolle Spiegel"  und 
..Rutschbahn '.  Ihr  neuester  Film: 
,,Das  Tagebuch   einer   Kokotte". 

(i.,  Steglitz:  Den  Kapitiin  in  ...laekie,  der  Seliiffsjunge"  spielte 
Lars  Hansoii.  D;is  ,.Filni-M:ig:izin"  besteht  jetzt  1  .Tahr  und  2  Monate. 
Der  Tag  von  Ramon  Xovarros  Ankunft  steht  immer  noch  nicht  fest. 
Paul  Hariniann  filmt  vorläufig  nicht.  Der  Berger-Märchen-Film  ,,Der 
verlorene  Scbuii"  lief  in  den  Weilinaelit.sfeiertagcn  in  einem  Uta- 
Theater. 

D  o  u  g  I  a  s  -  F  r  e  u  n  d  i  n  in  Hamburg:  Douglas  Fairbanks 
filmt  fleißig.      Erst   kiirzlieh   erschien    sein   ., Vierter   Musketier"    in   Berlin. 

F  1  I  m  f  r  e  u  n  d  Rudolf  S.,  Z  ii  r  i  c  b  :  .Jackie  Coogan  ist  nicht 
mehr,   Ramon    Xovarro   noch   nicht    in    Berlin. 

Wißbegierig,         Jl  a  g  d  e  b  u  r  g  :         Höehstwahrseheinlicli 
Ramon    Xovarro    ein    Sekretariat.       Die    Autogr:imme    gibt 

D  c  11  t  s  c  h  e  s    M  ä  d  e  1    i  n    B  o  c  h  u  m  : 
tovv    wohnt    Berlin    O    K,    (iroße 
■  Frankfurt   am    .Main   geben 
Davis    ist   Engländerin.       Sie 


ist    verheiratet 


hat 

eigenhändig. 

Hans    Adalbert    von    Sclilet- 

Fraiikfurter    Straße    4.       Am    11.    .Tuni    in 

Xeiii.   er   ist   in   natura  bartlos.    Lilian   Hall- 

trägt    einen   Bubikopf. 

,.R  e  g  i  s  s  e  u  r":  Wenden  Sie  sich,  bitte,  an  entsprechende  Fabrika- 
tionsfirnien.      In   München   ist   die   Enielka,    .Sonneiistraße   15. 

U  ii.  M  a.:  Die  Hau]itdarsteller  vim  ,.(;csclileclit  in  Fesseln"  waren 
(lunnar  Toln:ies,  Wilhelm  Dieterle.  Mary  .lohnson.  In  ,.Quo  Vadis"  spiel- 
ten: Emil  Jaiinings.  .Mfoiis  Frylanil.  Lillian  Hall-Davis,  Elga  Brink.  in 
..Ben  Hur":  Ramon  Noxarro.  Betty  Hroiiso.  May  Mc.  Avey,  t'armel  ilyers, 
in  ,.La  Boheme":  Lillian  (iisli  und  ,)ohn  (iilbert.  in  ,.Der  heilige  Berg": 
Leni  Riefenstahl  Luis  Trenkcr,  Ernst  Petersen,  in  ,.<)rieiite.\preß";^  l.il 
Dagovcr  und  Heinrich  Ceorge,  in  ,,.Schinderliaiines  ■;  ILins  Stüwe, 
Arna,  in  ,.\lt-Heidellicrg":  R.inion  Xovarro  und  Xorma  Shearer,  in 
kago":    Pbyllis   Haver   uml    \'ictor    Varkoiii. 

E.  F.  V.  in  Dresden:  Für  die  N'orführung  in  Wanderkinos  kom- 
men die  ühlicben  Xorm.il-Projektionsapiiarate  in  Frage,  also  Imjicrator 
von  Zeiß-Ikon.  der  Mccbaii-Projcktor  der  Firma  Leiiz  in  Uetzlar.  der 
Apparat  der  Firma  Eugen  B;iuir  in  Stuttgart  usw.  Wenn  Sie  selbst  vor- 
fiiliren  wollen,  müssen  Sie  eine  entsprechende  Priifung  machen.  Die 
fnngsbestinimungen  finden  Sie  in  dem  Hilfsbucli  für  dii 
fung,  Verlag  August  Scberl.  In  diesem  Buch  ist  auch 
was  in  der  theoretischen  Priifung  verlangt  wird.  Es  ist  von  Dr.  Meiiidl 
verfaßt,  der  die  Prüfungen  in  Dresden  abhält.  Im  übrigen  schreiben  wir 
Ihnen    ausführlich. 

H  e  r  1)  e  r  t  X.,  Berlin:  Wollen  Sie  sich,  bitte,  in  Ihrer  Angelegen- 
heit an  die  Tcehnische  .Vbteiliing  der  Emelka,  München,  Soniienstraße  lä, 
wenden.      Dort   erfahren    Sie   alles   Xäliere. 

L  y.  K.,  Breslau:  Fritz  Lang  und  Thea  viii  Harbou  sind  durch 
Fritz   Lang-Film,    Uerlin    SW    IS,    Friedriehstr.iße   221,   zu    erreichen. 

.1  o  n  n  y  ly.,  \\  e  s  e  r  in  ü  n  d  e  :  Lil  Dagover  hat  am  30.  Septenibif 
(ieburtstag. 


Lissy 
p.Cbi- 


Prü- 
Vorführer-Prü- 
behandelt. 


Irma    B.,   Berlin:     Hans    Adalbert    von    Schlcftow 
und   hat   ein   kleines   Kind.      Max   Hansen    ist   unverheiratet. 

Lustige  F  i  1  m  r  a  t  t  e  .  D  a  n  z  i  g  ,  Walter  S..  Berlin: 
Von   den    Filmstars   in  Amerika    vermitteln    wir   keine    .Vutogramme. 

Hans  Heinrich  v.  K.:  Die  Darsteller  von  der  ,.t'hrciuik  von 
(irieshuus'  waren  l.\l  Dagover,  Paul  Hartmann.  Rudolf  Forster  uiui 
(iertrud  Welckcr.  Die  Beschreibung  von  diesem  Film  erballen  .Sie 
sicher  duicli  ilcn  Illustrierten  Filnikurier,  Berlin  W  U,  Köthcner  Straße  37. 
Die  weiblichen  Hauptridlcii  in  ..Deutsche  Frauen  —  deutsehe  Treue" 
spielten  Hermine  Sterlcr  und  Helga  Thoma^.  Die  Bildkartcn  sind  an  Lya 
Mara  weitergeleitet.  Wenn  .'<ie  Filmstatist  werden  wollen,  ist  die  Filni- 
borse.   Berlin,   Beulhstr.iße    1-3,    Am    L'la)),    zu    empfehlen. 

\  g  11  e  s  V.  IL,  W  i  1  b  e  1  m  s  h  a  v  e  n  :  R.iiinm  Xovarro,  AVerner 
Fuettercr  und  Fred  J^ouis  Lerch  sind  ledig.  Das  Alter  der  Stars  geben 
wir  grundsätzlich  nicht  bekannt.  Ramon  Xovarro  erreichen  Sie  in 
Heverly-Hills,    Hollywood.    Kalifornien. 

.V  n  n  e  1  i  e  s  e  F..  M  a  g  d  e  b  u  r  g  :  Hans  .Stüwe  w  ohnt  Berlin- 
Haiensee,  Paulsborner  Straße  !l.  Fährt  in  den  nächsten  Tagen  nach 
.\frika.  wo  die  AußenauFiiahmen  zu  seinem  neuen  Film  ,.Die  Flucht  in 
ilie  Legion"  statfinden.  .\iii  M.  .\l;ii  in  Jlecklenburg  geboren.  Mit 
einer  liulgarin  verheiratet.  Kam  von  der  Oiiernbiihne  zum  Film.  Filmt 
.jetzt  drei  .lalire.  Sein  er-^ter  Film:  ..Des  Königs  Befehl".  Es  folgten 
dann;  ..l'ol--dam.  das  Sclieksal  einer  Residenz".  ..Prinz  Louis  Ferdinand". 
,.Fcmc",  ..Hr.  Bessels  \  eru  :iiiilliiiig"  ..Die  Sündeiin",  ,, Schinderbannes" 
usw. 

H  e  i  11  z  .s..  C  r  i  m  in  i  t  s  c  h  a  u  :  Wenn  Sie  mit  einem  Filmfreunde 
in  Briefwechsel  treten  wollen,  so  empfehlen  wir,  eine  Anzeige  aufzu- 
geben. KosteniHinkt:  3  Mark.  Es  stimmt:  Mary  Kid  hat  ein  vier.jäliiigcs 
Tiiehterchcn.  Marianne  Winkelstern  spielt  auch  in  dem  neuen  Harry 
LiedtUe-l'ilni  ..Die  Zirkusprinzessin"  die  weihliehe  Hauptrolle.  Ein  Lya 
.M.ira-Buch  gibt  es.  Der  .loe  May-Film  „Das  indischo  lirabmal"  läuft 
augciihlieklich    in    Deutschland    nieht. 

II  :i  11  s  b  u  r  ,  Bremen:  Die  Bildkaiien  sind  an  die  Künstlerin- 
nen    weitergeleitet. 

Tokania:  Henry  .Stuart  wohnt  Berlin  AV.  Passauer  Straße  17.  \\  ie 
lange   Raniuii   Xovarro   in   Berlin   bleiben  wird,    ist    noch    nicht    bekannt. 

t;  e  r  d  a  AV.,  (!  e  1  s  e  n  k  i  r  - 
e  h  e  n  :  Wir  ver>tcheii  Ihre  Em- 
jiöruiig  über  die  vielziivielen  aus- 
ländischen .Stars  voll  und  ganz. 
Trotzdem:  Kunst  ist  iiiteruational: 
die  wirklichen  Könner  verdienen 
auch  ihren  Ruhm.  Daß  .\ud  Egede 
Xisseu  und  Paul  Richter  so  sel- 
ten filmen,  tut  uns  selbst  sehr 
leid,  wir  können  aber  in  der  Sa- 
che auch  nichts  ändern.  Daß  der 
von  Ilincii  angeführte  Aiigelo  Fer- 
rari Italiener  ist.  wissen  Sie  wohl. 
Der  Film  ,.Selinecsehuhbandite;i" 
wird  vom  norw  egiseheii  Super- 
film Iicrausgebnicbt. 

E  r  n  i  S.  aus  Ha  m  b  n  r  g  : 
Dcne  Morel  starb  Ende  vorigen 
.lalires  an  einer  Blutvergiftung. 
Er  war  verheiratet.  Engländer. 
Möglieh,  daß  Sie  Karten  von  ihm 
durch  die  Emelka.  München.  Son- 
nenstraße 15.  erhalten.  Gustav 
Fröhlich  kommt  vorläufig  nicht 
n.icli  Hamburg,  reist  in  den  näch- 
sten Tagen  nach  der  Schweiz. 
Rosen. 

Max  M..  Hannover:  Die 
Aufnahmen  zum  Metropolis-Film 
haben  l'j— 2  Jahic  gedauert.  Ja- 
wohl, zu  vielen  Filmen  wird  auch 

eine    Musik    geschrieben.    Senden 

Sie  uns.  bitte,  eine  Bildkarte  von 

Harry   Piel   und  0.:)0  M.  in  Brief- 

ni.irken,    dann    wollen    wir   Ihnen 

gern   das  Autogramm   besorgen. 

Ines   R..  Leipzig:     Hcnny   Porten    ist   eine   große   Blunienfreundin. 

Sie  gibt   Autogramme.     Möglich,  daß   sie  Ihnen  durch   ihr   Sekretariat  auch 

einen   Brief   beantworten   wird. 

Mainz:  Xein.  wir  vermitteln  nicht  den  Verkauf  von  Filnimanu- 
skripten.  Am  besten,  .Sie  senden  Ihr  Sii,iet  unmittelbar  an  einige  Film- 
gesellschaften. Dabei  ist  folgendes  zu  beachten:  Jede  Einsendung  eines 
Manuskriiils  zur  Prüfung  ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3 
Schreibmachinenseiten  sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Regis- 
seure usw.,  geeignet.  Für  Verlust  der  eingesandten  Sl^nuskripte  kann 
keine  \erantw  Ortung  übernommen  werden,  also  soll  der  Verfasser  nur 
Durchschlage    einsenden. 

Willy  F  r  i  t  s  e  h  -  T  r  ä  u  m  e  r  i  n  .  Berlin:  .Sie  werden  in- 
zwischen Ihren  Wunsch  (in  unserer  Xummer  3)  erfüllt  gesehen  haben. 
Denn  wir  brachten  eine  ganze  Seite  aus  der  ..Ungarischen  Rhapsodie"  — 
den   siiigemlen    AVilly   Fritseh   mit  dem   Geige    spielenden   Zigeunerprimas. 

Lotte  B,,  W  r  i  e  z  e  n  :  Jack  Trevor  ist  vor  einigen  Tagen  in  dem 
Orplid-Meßtro-Film  ..Xachtgest;,ltcn"  herausgekommen.  Er  spielt  jetzt 
die  männliche  Hauptrolle  in  dem  Derussa-Film  ..Die  weißen  Rosen  von 
Ravensberg".  Jawohl,  der  (irundzug  seines  Wesens  ist  ernst.  Harry 
Liedtke  denkt  nicht  daran,  sich  von  Christa  Tordy  scheiden  zu  lasset!. 
Ronald  Colniaiis  .Vnsehrift:  Culver-City.  Kalifornien."  Einen  Freiumsehlag 
mit   deutschen   Marken  einzulegen,    ist   zwecklos. 

Ruth  .\..  Krefeld:  Ditu»  Gralla  erblickte  in  Warschau  das  Lieht 
der  Welt.  Einer  ihrer  ersten  Filme  war  ..Prinzessin  Trullalla"  mit  Lilian 
ILirvey  in  der  Titelrolle.  Dina  (irallas  neuester  Film  ist  ..Ein  kleiner 
Aorschuß  auf  die  Seligkeit".  Sie  spielt  hier  nicht  mit  Werner  Fuettcrer, 
ihr   Partner   ist   Inire   Raday. 

Hall  a  -Breslau:  R,imon  Xovarro  ist  noch  immer  nieht  in  Ber- 
lin, weil  ihn  höchstwabrseheinlieh  seine  Filmarbeit  in  Hollywoo<l  festhält. 
..Heriisteinfarbige"  Augen  hat  er  aber  trotzdc-  nicht,  vielmehr  schwarz- 
braune. 

Lieselotte,  Stettin:  Ernst  Hofmann  ist  mit  der  Soubrette 
llcdda   Kemp   verheiratet,  gibt  Autogramme  und  filmt   noch  ab  und  zu. 


Q(fof?ofarme 

drsflid)  cmpfot)(ene 

^Solfögcfrcin! 


Einzelpreis  40  PI.  für  das  Hell.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  L75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H..  Berlin  SW  68,  Kochstraöc  6—8.  Schrilt- 
Icilung  A.  Rosenlhal— Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocsterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgassc  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schacler,    Charlottenburg.      Anieigcnverwaltung    Bepa-Verlag.    Berlin  W  35,  Blumes  Hol   5.      Kuplexticidruck :    August    Schcrl    G.  m    b    H     Berlin  SW  68 


' 


Die  Ufa-Theater  werden  mit 


gereinigt. 


uektcoüix 


Verkaufsstellen: 


Berlin'  W  50,    Kurfürstendamm   236  Beutben,    Bahnhofstr    13         Braunschweig,    Miinzstr.    la  Bremen,    Hcrdentorstcinwci;  5     ,'     Breslau,    Junkcrnstr.  38  40 

Chemnitz,   Falkcplatz  2         Coblenz,  Schloßsir.  35         Dortmund,   Kuiscrstr.  6       Dresden,  Prajjor  Str.  35         Duisburg,  Kuhtor  2  4,  GencralanzcitJcrhaus        Düsseldorf, 
Stcinslr.  2  Eisenach,    Fraucnbcrii  9  Elberield,  Altcnmarkt   13  Essen,   Huyssenallec  93       Frankfurt  a.  M.,   Mainzer  Landstraße  59  63         Halle,   MaiSdeburger 

Str.  56        Hamburg-Nord,  Gr.  Bleichen  31  Hannover,   Bahnhofstr.  13  Karlsruhe,   Kaiscrstr.  205         Kiel,   HoKtenstr.  61         Köln,   Hohe    Str.  64         Königsberg, 

Miinzstr.   17     ,      Leipzig,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,     Breite   W  ei<  3  b  München,    Salvatorstr.   18     ;      Nürnberg,    Farberstr.  16  Stuttgart,     Rotcbühlstr.  41 

Wiesbaden,  Wilhelmstr.   18. 
AuOerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  Groß-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Sdiulmäddien- Teint, 


Fi.»- 


iMi. 


eine  licsiclit^li.-iiit.  xi  /.irt.  ^csrliuu'idin  luwl 
ro.sit;"ii'  (lio  cilM-  SeliiiliiiNdcIirlis.  Uiiiilli'U 
Sie  durcli  dii'  Ifiihic  HeliainllUMn  lliriT 
Haut    mit   ,,Eta-Teint-Maske"    ii/iil(  ii. 

Trauen  Sic  die  .Masl^r  ta^iieh  :'.ii  .\l  iiiii- 
tcii.  ruiii'U  Sil'  >icli  ,M1>.  «alivi'iid  ~ie  «  irl^t. 
Sie  «cnk'U  fühlen,  wie  .~ii>  all  da-  aus 
der  Haut  zieht.  \\a>  die.se  ver-tupft  und 
zerstört,  .st.iuh  und  Sehniutz.  al)f;eslciripcne 
Haut  und  erhärteter  lal^  werilen  \  uu  der 
,.l'.ta-'reiut-.M:isUi'"aus  den  l'oren  ;;ezci:;en. 
Die  l'rsaelu'  der  Mitesser  und  Kle(d<.'U  i-t 
dann  lu'seiti^l.  Sie  werden  idne  au^.'- 
neliiue  Erwäruuiu^  luiplimleri.  d.i  ila-  Hlui 
in  die  II, IUI  ;;etnelii'n  \v  ird  und  dir-r  n.ihrt 
und  IHM!  Iii'lelpi.  Nach  30  Minuten  .stellen  Sic 
lest:  Wangen  wie  Rosen,  verjüngtes  Aus- 
sehen, klare,  reine  Haut,  weiche,  zarte 
Haut.  Kli-iiu'  l'ajieu  sind  \  er-cliw  und.-u.  l.'unzeln  d.adureli  !;anz  ^i'^liiltid. 
erwcilerie  l'oreu  /u-.auiuienL;cz,i;;eu,  er-elilallli-  -\lii^l>i-lri  wiTdeu  fester.  Viele 
Frauen  von  40  Jahren  u.darüher  erscheinen  in  30  Minuten  um  10  Jahre  vcrjiingt. 
Versuidu'U  Sie  es  ani.Vhend.  wenn  Sie  \orlialien,  au~zu^cdien  oder  lie-U(  li 
ZU  enijifanfien.  Sie  und  Ihre  l'reniule  werden  lie^eislert  iilier  ilie  neu  rr- 
Standene  Schönheit  sein,  sie  werden  zu  Ihrem  Besten  aussehen,  und  weil 
Sie  dies  wissen,  sieh  am  widilsten  fühlen,  'ruii  Sie  es  in  Ihrem  cif;encH 
Interesse.  I'rei-  diT  ..l^t-i-Teinl-MasUc"  Mk.  4, —  nml  Tiirto.  \er-and  un- 
anffälli''  per  Xachnahuie  ilurch  die  ..Kta"  (■|]eni.-le<hu.  J'alirik  (i.  uj.  Ii.  1 1.. 
Berlin-rankuw  lil,  Horkumsir.  i. 


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jeJUaqoi  finde  iJiktinfnStMof:'  .J^ranKtn-RrnDenafundf 


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„»tnmeg 


Jltiva-Jüilafkiffeni' 


tat  pat<r)t-armlithqefctiü(5*f,<iarantiertunrthädliche, dafür  aMPh«r5;nervtn-unclijefnuJberu  hl' 
Qtnde  (Rivva^chiaf  bringende  Seiaen-Kilieri  mifXaioPkräWrOnjialafion  hilft  gjienzu 
aetiu.)iefen.fa£htfi:;ilaf,  fordert  dai(Illqenieinbefrndtn,r'eqtl)d.)(^-5W»('5Keifu.t>enjfiiq)d.Jlervtn. 
lcmed.0(l<n  füim'bt:  „cer  Erfinder  ha*  fi'di  ein  notiei  IferdienNm  die  qepiaale.ne urafltle^i(c«u.al)(I^ 
iiefjjf  Menfctiheü  ertrerttn;  dem  Hccrderan  Wiiof  lofiqKeit  Ctidcnden  iP  erein  ÄeHer  aewrden!  H  — 
(inaiKlefer(a(>(:Jli*alikrrriHet*(I.*£ntn(ljjiwrfal((We.VwijrprBauktd.PfkmienjümWitdfn3ufl)audJitf*^ 
Äurm'neJIdtarproaul*«!  fcinerlei  ditnift^.Cifltl  3&fi|)<(WacW<n!  Ü!fcmn*fi<nj.Ouiiond.PrDfptWlulletilix. 
Ftmutfotunq  bei  allen  fonjiqen  UnHinimiqkeifen  dt$  Körper?  gegen  fiücKforW.  , 


8i*o-(U;laf*(ynoido  Stidwi-XiffmmJtraut«»' 
Mhaloli'onjfülluna  abOre)d*n  nur  \n.  9 JE9 
MoifVl^cnARWnKill»  ■»tnslin  •    29.i> 


Xl^-famfirfrnaacTubiren:  «Sefdefikifffft, 
•}tau teilen, >$Wmbomd  o^Dradfniwr  Sm.  J5.- 


luiiu-^ulführunq  nuf  •    ii,- 

JlllfinherBcUer  d»s.b«Konin«n,allqeniein  beireW«n  und  sich«r  inVkinoien  JfoturtröporoKM 
Jlthelmji  qetjen  jedeübe!kei4  - juhouse, Inder Eisenixihn, im  Fluq5fuqoiuf8«tiq4<!ui"en 
)uc5e«,imtufir(Jilff  oderimAuk)     .Ailielma'-Ttimilinipaduinq    aMlrnden    Km.    9.S 

Xabocalocium  Jiiwa/Diresclen  -xOautsaer  Strafte  54 


i^ 


iJne   Probe -Lebens- 

deiitung  frei  für 
Leser  dieses  Blattes. 


liiT  widilheh.iiiulc  A-indo-c  I>r.dc^-i.i 
Iviixiii.v  li.it  sich  wieder  entvidilo^scii.  für 
die  Hcwidilicr  diese- J.. indes  ,i;aii/  kosten- 
frei rrolie-lIi.riiskii|ie  ihres  Lehen-  au-- 
/iiai  liciteii. 

I'rol'.  K(i\rii>s  l.'uliiii  i-i  -o  weit  \  erlueilet.  d.-ilj  er  wohl  kaum 
Uichr  einer  Einfiilnuun  durch  uii-  bedarf.  Seine  l-'.ihi^keii,  da- 
I.elien  .iiiilcrcr  /u  diuilen.  cim-ilci.  wie  weit  entfernt  sie  aiiidi  vuii 
ihm  wohnen  ]iuij;en.  sollen  .in  das  W'underhare  ftrenzen.  .Si'lli-t 
.\str(ilOL;en  \  on  \  ei -cliiedcnen  .Nationalitäten  und  .\nsehen  in  der 
;;.'inzen  W'idi  si  hcii  in  ihm  ihren  Meister  und  fol(;en  in  seinen  FuB- 
t.ipfen.  Er  /.ihlt  lhri>  r.älii.ükeiten  auf.  Sayt  Ihnen,  wie  und  wo  .Sie 
Krfol;;e  liahen  können,  und  erwähnt  die  f;iin-lin('ii  und  un^'iinsliKen 
Kiioihen    llue-    Leben-. 

Seine  Hesehreihnn;;-  verKanscner.  ceseilw  ärtiiier  und  znkiinftii;er 
Ereignisse  wild  Sie   in   Sianuen   versetzen   und   Ihnen   helfen. 

lli'rr  l'.iul  st.'ihlniann.  ein  cifahrcner  A-trolof^e,  dber-Xiew  iadom. 
saKt: 

..Die    lluroskope.    die    Herr    l'rof.    liii.xroy    für    niieh    aufj^estellt 

li.'it.     sind    ;;;iuz    iler    \\  alnhcii    cnl-jirei  hend.        Sie    -ind    ein    -ehr 

uiondliehe-.     widiUeluiiL^ciic-      .N(ii,  k      .\rl'cit.       Da     ich     Selbst 

Astroloqe     bin,     habe    ich    seine   planetarischen   Be- 
rechnunqen      und     Anqaben    qenau     untersucht     und 

;;efiinde  1.      d.ill      -eine     .\rlicii      in      allen     Kiii/cllieilen      iierfekt.    er 
s(dli-t    in    die-cr    \\i-si'n-cliafl    durcli,-iii-    licwainleri    i-t." 

A\'eun  Sie  von  ilic-er  Sonilerofferle  iKdir.-iueli  maidicn  und  eine 
Leseprobe  erhallen  wollen,  senden  Sie  einlach  Ihren  vollen  Xainen 
lind  !;eii;iue  .\dresse  ein.  ludist  Ta^-.  Jlonat.  .lalir  und  Ort  Ihrer  (ie- 
liiirt  (alles  deutlich  Kesehrieheii),  -o"  ie  Anuabe.  ob  Herr.  Frau  oder 
riänlein,  und  nennen  Sie  den  \:inien  dieser  Zeituiij;.  tield  ist  nielil 
mdwendiu.  sie  köneii  aber,  wenn  Sie  wollen.  .'lU  l'f,  in  liriefinarken 
lliri'-  Linde-  (keine  ( ;eldniiin/eu  einsehlieUen)  milseiideii  zur  Be- 
-Ireiiuiii;  de-  Torlos  und  der  SehreibRebühreii.  .Vdressieroil  Sie 
Ihren  brief  .in  l'iof.  lUiXKOV.  Dept.  8l'9ö  (',  Emniasstraat  12.  Den 
H;ki«-    (Hollaiidl.     Hriefporlo   25    If. 


B«it| 


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iiiieniiiiiiiiiiiiiiMMiiiiiiiiiMiiiiiiiHlilihlilillllliilllllllllllllllllllllllllllllllll 


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Kurze  Zeit  in  der  Großen  Kunst  -/lussiellung 
Daölöeim  benutzt,  fast  wie  neu,  verkautt  von 

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bleibendem  mrf 


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besitzen  Sie,  wenn  Sie  Ihre  Angehörigen, 
aber  auch  Ihre  Verwandten  und  Freunde 
selbst  filmen.  Noch  nach  Jahren  wer- 
den Ihnen  die  Bildstreifen  frohe  und 
ernste  Stunden,  wichtige  Familienereig- 
nisse, liebe  und  vertraute  Gesichter  in 
aller    Lebendigkeit    vor    Augen    führen. 

Wir  informieren  Sie  gern  über  die  ein- 
fache Handhabung  und  die  niedrigen 
Anschaffungskosten  der  Aufnahme-  und 
Wiedergabe  -Apparate  u  n  ve  rb  i  n  d  1  i  c  h. 
Bitte  schreiben  Sie  uns  oder  besuchen 
Sie  unsere  Ausstellungsräume 
Berlin    SW  68,      Kochstraße    6-8. 


Ufa-Handelsgesellschaft  m.  b.  H. 

Größtes  Spezialhaus   der  Kinematographie 

Berlin  SW  68,  Kochstraße  (5-8 

Telephon:    Bergmann  «800— 8(il6 


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GAZIN 


II  U  M  M  E  R  8      y      B  E  R  L  I  N,  24.  T  F  B  R  U  \  R    1929     /     P  R  E  I  S     1  o  P  F  E  N  NM  G 


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sind  Erinnerungen.  Alle  frohen  Stunden, 
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Sie,  sooft  Sie  wollen,  von  neuem  auf- 
leben lassen.  Filmen  Sie  alles,  was  Ihnen 
der  Erinnerung  wert  ist.  Sie  werden 
immer     wieder     Freude     daran     haben. 

Die  Bedienung  der  Aufnahme-  und  Wieder- 
gabe-Apparate ist  auch  für  den  Nicht- 
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kosten sind  billiger  als  Sie  annehmen. 
Wir  würden  uns  freuen,  Sie  kostenlos  be- 
raten zu  dürfen  und  bitten  Sie,  uns  zu 
schreiben  oder  unsere  Ausstellungsräume 
Berlin  SW  08,  Kochstraße  ()-8,  aufzusuchen. 


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Ufa-Handelsgesellschaft  m.  b.  H. 

Größtes  Spezialhaus   (ier  Kinematof>rai)hie 

Berlin  SW  ()8,  Kochstraße  0-8 

Telephon:    Beroiiiann  8()()0— 8()16 


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ALBEQT   STEINQÜCK   f 

spielte  seine  lelzle  ßolle  im  Ufa-Film  „Aspball" 


'7%KM 


X    Hl 


Die  Bilder  zeigen  Mady  Christians,  Guslav 

Seit  Sonnabend   läuft  in  Berlin  Ludwig  Ber- 
geis neuester  Film,  den  er  während  seines 
Urlaubs  in  Deutschland  gedreht  hat. 
Am  gleichen  Tage  ist  der  Dampfer  in  See  ge- 
gangen, mit  dem  er  nach  Amerika  zurückkehrt, 
wo  ihn  neue  Aufgaben  erwarten. 

Es   ist   nicht   ohne   Interesse,   daü   die  eigent- 
liche   Uraufführung    des    Films    im    Ufa-Palast 


ungefähr  um  die  gleiche  Jahreszeit  stattfand 
m  der  vor  langer  Zeit  auch  der  ..Walzertrauni' 
vom  gleichen  Regisseur  mit  der  gleichen  Dar- 
stellerin aus  der  Tai:fe  gehoben  wurde. 

Mady  Christians  erscheint  in  diesem  Film, 
wie  man  bereits  aus  den  Photos  sieht,  viel 
reifer,  fraulicher,  schauspielerisch  vollendeter, 
und  Berger  hofft,  mit  dem  Bild  auch  in  New 
York  einen  Erfolg  zu  erringen,  das  sich  sicher 
noch  für  Mady  interessiert,  die  ja  früher  jen- 
seits des  groBen  Teichs  lebte  und  arbeitete. 

Neben     Mady     Christians     erscheint     Gustav 


■9B 


■np 


Fröhlich,  Anloti  Edthoior.  Frida  Richard 

Fröhlich  in  diesem  Bild,  ein  Künstler  der  in 
den  nächsten  Monaten  in  großen,  aufsehen- 
erregenden Bildern  —  man  braucht  hier  nur 
,, Asphalt"  zu  nennen  —  vor  die  Schar  der  deut- 
schen Kinobesucher  treten  wird. 

Interessant  und  ein  Zugeständnis  an  das 
moderne  Sensationeile  die  Tatsache,  daß  Georg 
Wittig,    der    junge    Komponist,    einen    Apparat 


erfunden    hat,    der    Musik    durch    Ätherwellen 
aus  der    Luft    hervorholt. 

Vor  ein  paar  Jahren  hätte  man  das  für 
eine  Jules  Vernesche  Idee  gehalten,  aber  in- 
zwischen haben  wir  so  etwas  hier  auf  der 
Varietebühne  gesehen  und  wissen,  daß  tat- 
sächlich dem  modernen  Erfindergeist  nichts 
mehr  unmögUch  ist.  In  der  großen  Festvor- 
stellung wurden  die  Hauptdarsteller  lebhaft  ge- 
feiert, und  es  ist  zu  vermuten,  daß  dieses  Bild, 
in  dem  Geist  und  Technik  sich  glänzend  ver- 
binden,   bei    allen    Filmfreunden    gefallen    wird. 


^^ß^cdm 


Patsy  Ruth  Miller 


Das    ist    eine    tolle    Geschichte,    das    Aben- 
teuer   eines    Untergrundbahnschaffners    in 
der    Silvesternacht.     Ein    Detektivspiel,    in 
dem  ein  irrsinniger  Millionär  mit  dem  Be- 
amten der  Subway  Uniform  und  Au;  Aeis  tauscht, 
und   ihn  so  zwar  mit  Geld  versieht,    ihm  aber  auch 
allerhand  Ungelegenheiten  bereitet. 

Er  hat  ein  Abenteuer  mit  einer  entzückenden 
jungen  Dame,  wird  überfallen,  von  Verbrechern 
verschleppt,  vor  die  Wahl  gestellt,  entweder 
innerhalb  von  zwei  Stunden  fünfzigtausend  Dollar 
zu  beschaffen,  oder  aber  Bilder  von  sich  und  der 
hübschen  jungen  Frau  veröffentlicht  zu  sehen. 

Das  ist  in  Amerika  nicht  angenehm,  weil  es 
kompromittierend  ist.  Er  rettet  sich  und  die 
junge  Dame  auf  ein  Schiff,  läßt  sich  mit  ihr 
trauen,  weil  das  Bild  dadurch  seine  kompromit- 
tierende Wirkung  verliert,  nird  aber  dann  ver- 
haftet und  —  ausgerechnet  auf  der  Untergrund- 
bahn —  zur  Hauptpolizeiwache  gebracht. 


■Pü«! 


\ 


Monte  Bitte 


Hier  löst  sich  das  Rätsel,  denn  der  irrsinnige 
Milliardär  taucht  auf  und  will  die  Untergrund- 
bahn zum  Entgleisen  bringen,  damit  er  nicht  als 
>\örder   verhaftet   wird. 

Ist  es  da  nicht  ein  Glück,  daß  unser  Held  in 
Wirklichkeit  Untergrundbahnschaffner  ist,  also 
genau  Bescheid  weiß? 

Denn  jetzt  werden  alle  gerettet.  Aber  es  ist 
schade,  daß  die  ganze  Geschichte  nicht  wahr  ist, 
sondern  daß  sie  Monte  Blue,  der  Hauptdarsteller, 
nur  träumt,  und  zwar  im  Fieberwahn,  denn  er  ist 
gleich,  als  er  seinen  Urlaub  antrat,  von  einem 
Auto  überfahren  worden,  war  schwer  verletzt  und 
Hegt  nun   im   Hospital. 

Was  bleibt  ihm  jetzt  übrig?  Er  muß  seinen 
Dienst  antreten  und  kann  höchstens  damit  rech- 
nen, daß  ihm  beim  nächsten  Urlaub  wirklich  eine 
junge  Dame  aus  dem  Kreis  der  Upper-tcn  über 
den  Weg  läuft,  aber  dann  ohne  Detektiv  und  ohne 
Verrückten. 


Phol.  \\  urner 


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BAQBAßA    LA     MAY 

triH  in  der  Scnia  auf 


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yj    UND   DIE  3ÖSeU    Q£/STER 


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^yie  sieht  man  sie  in  ihren  Filmen  anders  als  ärm- 
I  lieh,  verprüiielt  und  gehetzt  —  nie  darf  sie,  wie 
J  ihre  Kolleiiinncn,  Juwelen  tragen,  Auto  fahren, 
tlirten  und  sich  von  eleganten  jMännern  umwerben 
lassen  —  sie  ist  immer  das  Aschenbrödel,  das  arme  kleine 
Mädel,  das  in  ärmlichen  Verhältnissen  lebt,  vcriolgt  und 
herumgestoßen,  bis  endlich  eine  große  Liebe  das  strah- 
lende Licht  ihres  Lebens  wird.  Und  auch  die  große  Liebe 
ist  äußerlich  arm.  —  Kein  Prinz  kommt,  um  das  Aschen- 
brödel zu  erlösen  —  es  ist  immer  nur  ein  hübscher,  her- 
zensguter, aber  prinzipiell  armer  Kerl  .  .  .  Und  doch 
möchte  Janel  Gaynor  sicherlich  mit  keiner  Kollegin  tau- 
schen —  denn  die  Aschenbrödelrollen  haben  der  kaum 
Neunzehnjährigen  den  Namen  eines  großen  Stars  gebracht 
—  und  das  viele  Elend,  das  sie  im  Film  zu  erdulden  hat, 
wird  durch  Ruhm  und  große  Gage  überreichlich  aufge- 
wogen. —  Dabei  ist  Janet  Gaynor  nicht  einmal  ausge- 
sprochen hübsch.  Aber  ihr  feines,  etwas  unregelmäßiges 
Gesicht  ist  von  einer  unglaublichen  Ausdrucksfähigkeil! 
Mit  einem  Blick  ihrer  großen,  strahlenden  Augen  zwingt 
sie  den  Zuschauer  in  ihren  Bann,  imd  es  gibt  nur  wenige, 
die  nicht  durch  ihr  zartes  ,, Lächeln  unter  Tränen"  gerührt 
würden  ,  .  .  Ihre  Rollen  sind  immer  ganz  primitiv  und 
einfach  gestaltet  —  wie   es  die  Amerikaner  gerne   tun,  — 

Oben:  Janet  Gaynor.  —  Mitte:  Margaret  Livingstone 
und  George  Brien.  —  Unten  links:  Janet  Gaynor  (Im 
siebenten  Himmel J.  —  Unten  rechts:  Charles  Morton, 
Lucy  Doraine,  Janet  Gaynor  i'hoi.  I  o\-i  dn: 


Hier  verfolgte   Unschuld  —  dort  triumphie- 
rendes Laster  —  hier  das  unschuldige  Mäd- 
chen —  dort  der  böse  „Vamp",  dessen  Auf- 
gabe   es    aktelang    ist,    dem    Unschuldsengel 
das  Leben  schwer  zu  machen,  und  ihm  da- 
mit   alle    Sympathien   zu   sichern.     In   ,, Son- 
nenaufgang" ist  sie  die  kleine  ostpreußische 
Bauersfrau    (mit   blonder   Perücke!),   der   die 
verführerische     Margaret     Livingstone      den 
Mann    abspenstig    macht    und    ihn    beinahe 
dazu   bringt,   sie   zu   ermorden   ,  ,  ,     In   ,,Im 
siebenten   Himmel"   ist's   wie   im   guten   alten 
Märchen,   die  böse  Stiefmutter  mit  der  Peit- 
sche, die  es  zum  Schluß  sogar  beinahe  fertig 
bringt,    daß    der    Unschuldsengel    als    Dirne 
sistiert    wird    ...      In    ,, Engel    der    Straße" 
ist's    die    raffinierte    Natalie    Kingstone,    die 
den  Engel   verdächtigt,   ein  richtiger   ,, Engel 
der  Straße",  d.  h.  ein  kleines  Freudenmäd- 
chen gewesen  zu  sein,  und  es  beinahe  dazu 
bringt,  daß  der  Geliebte  (ärmlich,  aber  rein- 
lich   —    siehe    oben!)    sie    erwürgt    ...      In 
„Vier  Teufel"  ist   es   die  faszinierende  Mary 
Duncan,  die  ihr  den  Heißgeliebten  abspenstig 
macht,  so  daß  sie  sich  verzweifelt  vom  Tra- 
pez    stürzen     läßt      und     beinahe      sterben 
muß  ...     In  „Christine",   dem  neuen  Mur- 
naufilm,     wo     das    Aschenbrödel    allerdings 
schon  zum  gutsituierten  holländischen  Mädel 
avanciert  ist,  erreicht  es  die  raffinierte  Lucie 
Doraine   beinahe,   daß  Janet  an  dem  Mann 
ihrer   Wahl    verzweifelt    und   einem   anderen, 
ungeliebten,    die    Hand    reicht    ...      Ja    — 
dieses    „beinahe"    —    es    spielt    eine    große 
Rolle  im  Filmleben  des  kleinen  Aschenbrö- 
dels —  aber  es  geht  —  Gott^ei  Dank!  — 
immer,   wie  im  Märchen  auch    —  es  bleibt 
bei  dem   Beinahe  —  der  „Vamp"  verschwin- 
det aus  dem  Bild,  die  letzten  paar  Dutzend 
Meter  werden  eitel   Seligkeit,  und  —  wenn 
sie  nicht  gestorben  sind,  dann  leben  sie  noch 
heule. 


Oben :  Gladys  Brockwell  und  Janet  Gaynor  (Im 
siebenten  Himmel).  —  Mitte:  Natalie  Kingstone 
und  Charles  Farell.  —  Unten  links:  Mary  Dun- 
can in  „Vier  Teufel".  —  Unten  rechts:  Janet 
Gaynor  in  „Engel  der  Straße"         Plml  l  nx-nim 


■■  r:^-rs»mi  V  :  '^'^'■'^'■"iimW?^' 


L 


fNO£J^. 


il|\7|Änn   wir  vor   kurzer   Zeil   hier  behaupteten,   daß    die  Wüste   jetzt   große   Filmmode   geworden   ist, 
['AABo  wird  das  einem   aufs   neue   erhärtet  durch  den  neuen  Paramount-Film  vom  „Weißen  Harem", 
er    Verfasser    dieses    Opus    ist    der    Autor    der    „Elulsbrüderschaft",  die  im  vorigen  Jahr  größte 
iichlung   und   in   ihrer    technischen    Durchführung   überall   Bewunderung   erregte.     Diesmal  hat  er  einen 
»gen  Offizier   der    französischen   Kolonialarmee    in   den    Mittelpunkt    gestellt,    der    im    Auftrag    seines 
Ikels    mehrfach,    teils    als    Spion,    teils    als    diplomatischer  Unterhändler,  die  Beduinenstämme  in  der 
liste   aufsuchen    muß,    um    mit    ihnen   zu   verhandeln.      Dabei     lernt     er     eine     hübsche     Amerikanerin 
unen,   die   mit   ihrer   Gesellschafterin   in   der   Wüste  umherreist,  weil  sie  Stoff  für  einen  Roman  sucht, 
E  verliebt   sich   in  sie,   rettet   sie  vielfach   aus   Gefahren    und    rechnet    schon    mit    der    Verlobung,    als 
ir:ndein    Scheich    die    junge    Dame    als    Preis    für    einen   Vertrag  verlangt.      So   etwas    tut   natürlich   ein 
a  jrikanischer    Gentleman    nicht,    und    die    Geschichte    wäre    fürchterlich    kompliziert    geworden,    wenn 
n  1    nicht    wieder    feindliche    Stämme    zum    entscheidenden    Angriff   vorrückten,    die    Beduinenhäuptlinge 
sii  gegenseitig   ums   Leben   bringen   wollten,   und   wenn_  scl^ießlich  nicht  die   Amerikanerin  den  Scheich 
1     damit   den   Vertrag   rettete,   der   natürlich    dtm   Helden   außerordentlich   gelegen   kommt,   weil    er   so 

I  1  Onkel   General   Heldentat  und   Verlobung   in  einem   berichten    kann.      Es    ist    eine    spannende    Ge- 
;«ichte,  die  etwas  von  den  modernen  Kriminal-    und   Detektivromanen   hat,    leise   an  Karl    May   erinnert, 

II  vor  allem  hübschen  Menschen  glänzende  Gelegenheit    bietet,    in    einem    bildwirksamen,    malerischen, 
r  ressanten  Milieu   Dinge   zu   erleben,   die  den   Beschauer   in   ihren  Bann   ziehen. 


iiL 


\inM\nin4it 


Skizze  von  Lolti  Behrens 


Lilo,  ein  allerliebster  Backfisch,  ist  eine  leidenschaftliche 
Sammlerin'  von  Künstlerpostkarten.  Eine  einzige  fehlt  ihr 
noch,  und  das  ist  die  des  Filmschauspielers  Otto  Gebühr. 
Hm,  denkt  sie,  ich  möchte  doch  gar  zu  gern  diesen  so  sehr  ge- 
feierten Künstler  einmal  persönlich  sprechen,  ja,  wie  fange  ich 
das  bloß  an,  da  ist  guter  Rat  teuer.  Wenn  ich  nun  Mama  frage, 
aber  nein,  dann  würde  sie  ganz  sicher  sagen:  ,,Kind,  wie  kannst 
du  nur  solchen  Gedanken  haben."  Aber  ich  möchte  doch  so 
furchtbar  gern  einmal  mit  ihm  sprechen,  wie  würden  die  Freun- 
dinnen staunen.  Sie  sieht  sich  schon  als  Mittelpunkt,  über- 
haupt, das  Gefühl  schon  allein,  gefragt  und  angestaunt  zu  wer- 
den. Schelmisch,  wie  nun  einmal  Lilo  ist,  denkt  sie,  ach,  sagst 
es  Mama  erst,  wenn  du  dort  warst.  Ein  Blick  auf  die  Armband- 
uhr, soll  ich,  soll  ich  nicht.  Bloß  einmal  versuchen  kannst  du 
es  schließlich,  ob  du  ihn  ahtriffst?  Sie  drückt  beide  Hände  gegen 
das  stark  klopfende  Herz,  Kurz  entschlossen  geht  sie  zum 
Kleiderschrank,  ja,  wer  die  Wahl,  hat  die  Qual.  Das  Blaue 
wird  herausgeholt,  sie  hält  es  an,  beschaut  sich  kritisch  im 
Spiegel,  nein,  das  ist  nicht  hübsch  genug.     Nun  kommt  die  Reihe 


an  das  Gelbe,  auch  das  ist  nicht  mehr  so  modern.  Das  Grüne 
wäre  imstande,  Lilo  zu  befriedigen,  aber  da  fehlt  ja  der  Crepe- 
dc-chine-Kragen,  und  der  ist  natürlich  noch  nicht  gew'aschen. 
Ärgerlich  wirft  sie  es  in  den  Schrank.  Sturm  im  Kleiderschrank, 
wütend  schiebt  sie  die  Bügel  hin  und  her,  halt,  da  ist  ja  das 
fraise  Tanzstiindcnkleid  mi!  dein  beigen  Einsatz.  Eins,  zwei,  drei 
hat  sie  es  an,  so  schnell  war  Lilo  noch  nicht  angezogen.  Nun 
noch  die  passenden  Strümpfe  und  Schuhe  an,  ach,  wenn  sie  sich 
doch  daran  gewöhnen  könnte,  das  Kleid  zuletzt  anzuziehen,  nein, 
das  tut  das  Krausköpfchen  einmal  nicht.  Vielleicht  lernt  sie  es 
später  noch.  Bald  hätte  sie  ganz  in  der  Eile  vergessen,  in  den 
Spiegel  zu  schauen.  Wie  scheußlich,  da  entdeckt  sie  einen 
Pickel.  Wie  kann  ich  den  unsichtbar  machen,  ach,  da  ist  ja 
Elida.  Ein  wenig  damit  eingerieben  und  etwas  Puder  darauf, 
so,  kaum  mehr  zu  sehen.  Nun  ist  auch  noch  die  Naht  von  den 
Strümpfen  schief,  das  sieht  leicht  so  aus,  als  hätte  man  ver- 
bogene Beine,  und  die  hat  Lilo  gar  nicht.  Endlich  ist  sie  fertig. 
Das  Mädchen  sagt  ihr,  die  Mama  sei  ausgegangen.  Lilo  macht 
fast  einen  Bocksprung,  sie  wäre  ja  sonst  ganz  rot  geworden, 
wenn  Mama  sie  gefragt  hätte,  wohin  sie  wolle.  Elastisch  geht 
sie  über  den  weichen  Teppich  der  Diele,  da  fällt  ihr  Blick  auf 
Schnippel,  der  sie  erwartungsvoll  anblinzelt  und  freudig  mit  dem 
Schwanz  wedelt.  Er  schaut  sie  von  der  Seite  an,  als  wollte  er 
sagen:  ,,Was  ist  mit  meiner  jungen  Herrin  bloß  los,  sie  sieht  ja 
so  verklärt  aus,  könnte  ich  doch  nur  mitgehen."  Lilo  hat  wohl 
Schnippeis  Gedanken  erraten,  sie  holt  Maulkorb  und  Leine.  Wie 
freut  er  sich,  es  ist  doch  schön,  wenn  man  eine  junge  und  dabei 
noch  hübsche  Herrin  hat,  wie  man  da  gleich  angesehen  wird,  und 
er  stellt  seinen  Schwanz  kerzengerade  in  die  Höhe.  Schnippel 
ist  ein  niedlicher  Dackel  mii  ganz  fürchterlich  krximmen  Beinen 
und  fliegenden  Ohren,  Lilo  ist  ganz  in  Gedanken,  bald  stößt  sie 
hier  an,  bald  dort,  entschuldigt  sich  zerstreut,  Sie  geht  über 
den  Fahrweg,  sieht  nicht  rechts  und  nicht  links,  eine  Autohupe 
ertönt  und  schreckt  sie  aus  ihren  Träumen.  Sie  sieht  die  Haus- 
nummern, ach,  hier  fängt  ja  die  Straße  erst  an,  und  in  die  HttS' 
derte  herum  ist  doch  erst  die  Wohnung,  Ob  Herr  Gebühr  wohl 
zu  Hause  ist?  Zaghaft  öffnet  sie  die  Haustür,  Schnippel  denkt, 
hier  warst  du  ja  noch  gar  nicht,  was  will  bloß  deine  Herrin  hier. 
Ach,  wie  ihr  Herz  klopft,  am  liebsten  möchte  sie  gleich  wiedet 
umkehren.  Versuchen  kann  man  es  doch  einmal,  zögernd  drückt 
sie  auf  die  Klingel,  bimmm  —  Ganz  heiß  wird  es  Lilo,  wenr 
doch  bloß  niemand  öffnen  würde.  Schnippel  fängt  an  zu  winseln 
sie  zieht  energisch  an  der  Leine:  „Bist  du  gleich  still?"  Gan; 
schief  sieht  er  die  Herrin  an,  was  mag  ihr  bloß  sein,  sie  ist  j: 


/ 


II: 


•  I 


V 


I  «k« 


IWAN  MOSJUKIN 


)l 


so  aufgerejjt,  daß  mein  Halsband  zittert.  Energische  Schritte 
sind  zu  vernehmen,  Lilo  friert  vor  Aufregung,  sie  möchte  so 
gern  wieder  kehrtmachen,  aber  nun  ist  der  Augenblick  so  nahe, 
daß  sie  diesen  so  beliebten  Filmschauspieler  von  Angesicht  zu 
Angesicht  sehen  kann.  ,, Guten  Tag!"  In  der  Tür  steht  er 
freundlich  lächelnd,  Lilo  bekommt  Mut.  Anmutig  neigt  sie  das 
Köpfchen:  ,, Guten  Tag."  Sie  stammelt  ihren  Namen,  eine  Hand- 
bewegung ladet  zum  Eintreten  ein.  B.efangen  fragt  sie,  ob  denn 
auch  Hunde  gestattet  seien.  „Ja,  aber  natürlich,  ich  habe  Hunde 
sehr  gern!"  Schnippel  merkt  das  sofort  und  springt  freudig  an 
Herrn  Gebühr  hoch,  er  beißt  ihm  in  das  Ohr,  leckt  an  seiner 
Hand.  Lilo  hat  es  satt,  diese  Leckerei  von  dem  Hund.  —  Sie 
bindet  ihn  kurz  und  bündig  an  den  Gasherdständer,  jetzt  muß 
Schnippel  nun  ganz  still  sitzen,  und  er  möchte  doch  so  gern 
weiter  spielen.  Das  ist  eine  große  Geduldsprobe  für  ihn,  man 
muß  sich  eben  in  sein  Schicksal  fügen.  Herr  Gebühr  bietet  Lilo 
Platz  an,  sie  stammelt:  ,,Ich  komme,  um  .  .  .  wären  Sie  so  freund- 
lich .  .  .  dürfte  ich  Sie  bitten,  mir  .  .  ."  Sie  ist  auf  cihmal  so 
verdreht,  daß  sie  ihre  schön  zurechtgelegte  Rede  ganz  vergasen 
hat.  Schnippel  sieht  sich  indessen  um,  da  sieht  er  eine  Flietfe, 
nun  muß  sie  auch  so  weit  von  mir  sitzen,  denkt  er,  kriegen  tuW 
ich  dich  doch.  Er  springt  hinzu,  denkt  aber  nicht,  daß  er  an- 
gebunden ist.  Der  Ständer  gibt  einen  quietschenden  Ton  von 
sich,  ob  es  meine  Herrin  gehört  hat?  Gott  sei  Dank  nicht,  sie 
ist  ja  so  verklärt.  Herr  Gebühr  bietet  Lilo  eine  Zigarette  an, 
sie  hat  zwar  noch  sehr  wenig  geraucht,  man  darf  es  sich  eben 
nicht  merken  lassen.  Sie  zieht,  es  geht  ja  gar  nicht,  sie  zieht 
noch  einmal,  so  jetzt  brennt  sie  endlich.  Ach,  wie  der  Rauch 
in  die  Augen  steigt,  hättest  du  doch  lieber  keine  Zigarette  an- 
genommen. Lilo  bringt  nun  ihr  Anliegen  vor,  Herr  Gebühr  ist 
auch  gleich  bereit  und  bringt  eine  Postkarte  von  sich.  Sie 
bittet  noch  um  seine  Unterschrift,  auch  diese  Bitte  wird  erfüllt. 
Jetzt  hat  sie  den  Rauch  halb  runtergeschluckt,  und  er  reizt  zum 
Husten.  Wie  konnte  sie  sich  nur  so  unsterblich  blamieren,  ganz 
rot  wird  sie  bei  dem  Gedanken.  Ein  würgendes  Geräusch  läßt 
beide  aufhorchen.  Lilo  schaut  nach  Schnippel,  Herr  Gebühr 
folgt  ihrem  Blick.  Sie  springt  auf:  ,,Aber  Schnippel,  was  machst 
du?"  Da  steht  er  und  würgt.  Entsetzt  sieht  sie  Herrn  Gebühr 
an,  sie  ist  ganz  außer  sich,  auch  noch  das  Malheur.  Schon  ist 
ein  kleiner  See  zu  sehen;  belustigt  über  das  kleine  Intermezzo 
holt  Herr  Gebühr  einen  Lappen,  um  ihn  zu  entfernen.  Das  kann 
doch  Lilo  nicht  zulassen,  sie  bittet  um  den  Lappen  und  ent- 
fernt alles.  Nun  ist  aber  das  Maß  voll,  Lilo  holt  ihren  Zer- 
stäuber aus  der  Tasche  und  erfrischt  Hände  und  Gesicht.  Wer 
war  wohl  an  Schnippeis  Studium  schuld,  ich  glaube,  die  Fliege 
wollte  ihre  goldene  Freiheit  wieder  haben.  Schnippel  ist  nicht 
zu    halten,    er   springt   an   Herrn   Gebühr   hoch,   da    passiert   noch 

Otio  Gebühr  als  „Aller  Frilz" 


l'liüt.  Siilicnal 


das  Schrecklichste.  Der  Gasherdständer  rutscht  und  fällt  um. 
Alles,  was  sich  gerade  darauf  befindet,  fällt  zur  Erde.  Zu  Tode 
erschrocken,  schaut  Schnippel  seine  Herrin  an,  was  wird  sie 
sagen?  Während  Herr  Gebühr  mit  den  Aufräumungsarbeiten 
beschäftigt  ist,  löst  Lilo  Schnippeis  Leine,  und  in  einem  günstigen 
Augenblick  verschwindet  sie,  Sie  eilt  die  Treppen  hinunter, 
zwei,  drei  Stufen  nehmend,  wenn  bloß  niemand  hinterherkommt. 
Schnippel  gefällt  diese  Jagd,  freudig  bellend,  springt  er  Lilo 
nach.  Unten  hört  sie  die  Stimme  Herrn  Gebührs:  ,,Die  Karte?" 
Nicht  um  alles  in  der  Welt  wä^^j^ioch  einmal  zurückgegangen, 
diese  Blamage,  nur  gut, 
daß  Mama  davon  nichts 
weiß.  Den  Freundinnen 
wird  Lilo  es  bestimr 
erzählt  haben,  aber  de 
wahren     Sachverhalt     ba^^^     ^  I 

sie  verschwiegen.    Ja,  was*.j^    '  ^  5  >j 

war  denn  mit  der  Karte? 
Bekommen  hat  sie  dieselbe 
doch,  aber  durch  post- 
lagcrnde  Adresse.  Nie 
•■jvieder  wird  Lilo  einen 
berühmten  Filmschau- 

spieler persönlich  um  ein 
Autogramm  bitten  —  viel- 
leicht doch  —  aber  dann 
ohnöfc  Schnippel. 


Otto  Gebühr 
in  „Spork'sche  Jäger" 


»    ■•    il 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


.30 


//.   ^prl.^ftziwf; 


Und  aus  dem  Düster  der  tiefen,  lichtverlassenen  Nacht  slie^en 
allerlei  phantastische  Menschcnschattcn  herauf,  mit  leeren  Augen- 
höhlen  und  ^''ausi<4en  Kahlschädcln   auf   lan<>en,   zitternden  Hälsen. 

Das  bo"  und  drehte  sich  in  linkischem  Umfassen,  das  klapperte, 
stolperte,   tobte  in  vsahnsinnigem   Reihen. 

Und   dann   war   alles   wieder   verweht,   verschwunden. 

Eine  einsame.  BahnunterfiihruntJ  öffnt"o  sich,  dahinter  in 
üi;4antischen  Linien  der  flimmernde,  lichter^länzcnde  Leib  einer 
jjewaltisjen  Stadt,  der  er  mit  donnerndem  Motor  wie  ein  Sturm- 
wind ent^esjenraste. 

Wälder  flogen  vorbei,  dunkel  verzerrte  Massen,  die  wie  mit 
wildiireifenden   Armen   über  dem  We;4e   hingen. 

Bis  sich  die  samtene  Nacht  allmählich  in  ein  unijehcueres 
Chaos  wandelte  und  er  mit  dem  jjanzen  Gespensterspuk  in 
schwarze.   >!ähnende   Flutab^ründe  versank. 

Dann  fand  er  sich  auf  einmal  in  einem  hellen,  freundlichen 
Zimmer. 

Bebrillte  Herren  in  weißen  Mänteln  beuijten  sich  über  sein 
Bett,   sprachen  zu  ihm. 

Er    sah    und    hörte    alles,    was    um    ihn    her    voroinjj,    und    doch 
dranfS    keines    ihrer 
Worte     durch      die 
Umwallun^      seines 
Bewußtseins. 

Nur  allerlei  selt- 
same Stimmen 
raunten  und  wis- 
perten um  ihn  her; 
sie  krochen  aus  den 
Wänden  und  aus 
jedem  Fußbreit  des 
Bodens,  sie  ver- 
lachten, verhöhn- 
ten, beschimpften 
ihn  und  bedrohten 
ihn  mit  entsetz- 
lichen  Gefahren. 

In  seinem  Schä-  • 
del  war  zuweilen 
ein  Drohnen,  als  ob 
ein  Mann  mit  blei- 
ernen Sohlen  darin 
herumgintje. 

Seine  Glieder 

schienen  ihm  zu 
Stein  erstarrt,  die 
Zun^e  unbeweglich 
an  den  Gaumen  Ge- 
preßt, die  Kinn- 
backen eisern  zu- 
sammcn<ieschmic- 
dcl. 

Sobald  er  den 
Kopf  zu  heben  ver- 
suchte, zischte  eine 
riesige  Schlange 

wie    ein     Pfeil    vor 
ihm   auf. 

Auf  den  äußer- 
sten Schwanzring 
gestützt,  wicijtc  sie 
den  weichen,  grün- 
lich schimmernden 
Leib  hin  und   her. 

Bis  sie  plötzlich 
wieder  in  sich  zu- 
sammenfiel und 
sich  in  fetti^-<5län- 
zenden    Rinj<en    am 


Normo  und  Constance  Talmadge 


Fußende    des    Bettes    zu    einem    scheußlichen    Ballen    zusammen- 
rollte. 

Aber  noch  lange  fühlte  er  den  bannenden  Blick  des  medusen- 
haft  schönen  Tierhauptes,  als  ob  er  dem  Urwald  mitten  ins  An- 
gesicht («eschaut    hätte. 

So  schlichen  die  Tage  einförmig  dahin. 

Noch  immer  lag  auf  seinen  Sinnen  die  dumpfe  Lähmung,  die 
ihn  von  aller  Welt  absperrte. 

Nur  in  der  Stille  der  Nacht  regte  sich  zuweilen  ;4anz  leise  der 
feine,  süße  Schmerz  einer  wehen  Sehnsucht,  wie  wenn  in  einer 
Nebelwand  eine  Lücke  entsteht  und  eine  erste,  unsichere  Helle 
in  das  Zimmer  dringt. 

Und  dann  kam  eines  Morgens  eine  kleine  Drossel,  setzte  sich 
auf  einen  Fliederstrauch  am  Fenster  und  sang  so  laut  und 
freudig,  daß  der  ;4«'nze  blühende  Garten  von  ihrem  jubelnden 
Sänge  erfüllt  war. 

Da  erschrak  der  Kranke  bis  auf  den  Grund  seiner  Seele;  ein 
Zittern  ging  durch  seinen  Körper,  und  er  bc<4ann  auf  einmal 
fassunjislos  zu  weinen.  —  —  — 

XU. 
,, Fräulein       Lore, 
Fräulein    Lore!" 

Walter  v.  Prayer 
stand  am  Sieben- 
eichener Bade- 
strand und  sandte 
seinen  Ruf  weithin 
über  das  blaue 
Blinkfeuer  des 
Sees. 

Ein  lustiges 

Jauchzen  klang  als 
Antwort  durch  die 
morjsenhellc  Luft 
zurück. 

Dann  warf  die 
Schwimmerin  den 
rechten  .A.rm  in  die 
Höhe  und  schwamm 
in  langen  Stößen 
w  iedcr  dem  Ufer  zu. 
Über  dem  See 
leuchtete  die  Sonne 
in  der  wundervol' 
Icn  Klarheit  eines 
stillen  Junitages. 
In  der  unermeß- 
lichen Himmels- 
ferne schwebte  ein- 
sam      ein       weißes 

Lämmcrw  (»Ikchen 
und     trieb    lanj^sam 
dahin    wie  ein  lieber 
Sommer;5edanke. 

Jetzt  tauchte  das 
kecke  Rot  der 
Kappe  zwischen 

den  jungen  Rohr- 
pieifen  auf.  Eine 
Familie  von  Hau- 
bentauchern trieb 
aufgeregt  durch- 
einander. 

Im  nächsten  Au- 
genblick rauschte 
das  Wasser  hinter 
der  Schilfv\and  der 
Badebucht  laut  avil. 


Schlank  und   rank  stand   Lore   in   ihrem  seidenen   Badetrikot   in 
der  flimmernden   Sonne. 

Sie    reichten   einander  die   Hände. 

„Guten     Morien.     Herr    v.     Prayer!" 
schüttelnd.    „Herr   Gott,   war   das   schön 


sa^tc     sie,     sich     wohlifj 
da   drau(3en!    Das   macht 


frisch  für  den  (Janzen  Tag!" 

Ihre    jungen    Au^en    lachten 
immer  an  den   Händen  hielten. 

Bis    ihm    die    Kleine    auf 
die  braunen  Finjjcr  fortriß. 

,,Da  stehen  Sie," 
umzurfeben.  Und 
Gebüsch!"  —  Dann 
saßen  sie  unter 
einem  alten  Tul- 
penbaum iJanz  dicht 
am  Wasser  und 
schauten  auf  das 
Geruhsame  Treiben 
des  Sees  hinaus. 

Lore  hatte  in 
aller  Schnelle  ihr 
Kleid  überjjestreift; 
ihr  blondes  Haar 
leuchtete  in  der 
hellen  Sonne  wie 
ein  Gespinst  von 
Gold   und    Silber. 

Der  kleine  Mund, 
der  sonst  kaum 
einen  AusJenblick 
stillstand,  war  auf 
einmal  verstummt, 
und  als  sie  Walter 
jetzt  ihr  schmal  -^e- 
wordenes  Gesicht 
zuwendete,  laj<  ein 
feiner  Tränen- 

schleier   über    ihren 
Aujjen. 

,,Was  brinj^en  Sie 
Neues  aus  Berlin, 
Herr  v.  Prayer? 
Bitte,  sajjen  Sie  es 
ijanz   schnell!" 

Walter  zuckte  die 
Achseln. 

,.Im  all(^emeincn 
nicht  viel!  Ich  habe 
Ihre  Frau  Schwe- 
ster (gestern  auf 
der  Lazarettstation 
in  Moabit  besucht. 
Sie  war  noch  im- 
mer völlifj  jSebro- 
chen  und  weinte 
unaufhörlich.  Dabei 
ist  es  noch  ein 
Glück,  daß  man  sie 
fürs  erste  wenig- 
stens dort  unter- 
gebracht und  nicht 
gleich  in  eine  Ge- 
fängniszelle ge- 
steckt hat!" 

Lore  sah  sinnend 
auf  das  hurtige  Ge- 
trippel    eines    klei- 


ineinandcr;     daß     sie     sich     noch 
hatten  sie  ganz  vergessen, 
einmal    mit     einem    empörten    RuuU 


schall    sie,     ., anstatt    mir 
dabei      hängt      er     gleich 


einen    Bademantel 
hinter      Ihnen      ini 


•Mtf  meiner 

SINGER 

und  deren  (Apparaten 
bann  ich  mir  die 
entzäckendfien 
lileidungsßüdie 
/oibft  anfbrügen 


KOSTENLOSE  ANLEITUNG 

im  Js/ahon,  Sfidzon  und  Siopfbn 

fbwie  in  dorJ-üindhabimg  derJlpparatQ 
wird  bQreiiwilUgft  injßdem  SingerJhden  erteilt 

SINGER  NÄHMASOilNEN  AKTIENGES€LLSCHÄfT 


ihn«: 


nen   braunen    Amselweibchens,    das    furchtlos    i 
weichen   Ufersande   hin   und    Iier   lief. 

,,Ks  ist  so  wunderschön   hier  draußen,"  sagte  sie  leise. 


dem        1 


„daß 


es  immer  wieder  nicht  fassen  kann,  welch  ein  Unglück  über  uns 
hereingebrochen  ist!' 

Mit  einer  beschwichtigenden  Bewegung  legte  Waller  die  iland 
auf   ihren   sonnenwarmen   Arm. 

,,Frau  Kvelyns  Unschuld  wird  und  muß  sich  herausstellen.  Die 
Anklage  gegen  sie  ist  ja  ganz  unsinnig.  Ich  habe  gestern  auch 
mit  Herrn  Justizrat  Schwerthauer  darüber  gesprochen.  Er  hat 
dem  Gericht   eine   Kaution   in   jeder   beliebigen   Höhe   angeboten. 


wenn     Ihre     Frau     Schwester     wieder      auf     freien     Fuß     gesetzt 
wird!" 

,,Und   \\as   hat   der   Untersuchungsrichter  geantwortet''" 
,,Er    will    noch    nicht    recht»  heran.     Ich    glaube,    er    fürchtet    die 
öffentliche    Meinung.     Sie    können    sich    ja   selbst    denken,    welches 
Aufsehen  dieser  Sensationsprozeß   in  der   Presse  der  ganzen  Welt 
gemacht   hat." 

Von  neuem  schwiegen  sie. 

Ein   Zug  wilder   Enten  stieg   klatschenden   Fluges  aus  den  griin- 
goldnen  Schlupfu  inkeln  ihres  Schiltwaldes  empor. 

Dann    wieder   Stille.  —    Nur   zuweilen    ein    Gurren    im    Holz,    ein 
Kuckucksruf   fern   drüben   im   Walde. 

,.Was   denken   Sie    eigentlich    von   dieser   ganzen    Sache'"   naiim 

Lore       nach       einer 
Weile     v\ieder     das 
Wort.     ..Sie    haben 
Dr.      Steinhoff       ja? 
doch     am    nächsten' 
gestanden.        Sagen 
Sie      einmal       ganz 
aufrichtig:       Halten 
Sie      ihn      für      den  ■ 
Mörder    Karrs?" 

..Diese  Frage  läßt  . 
sich    nicht     so    ein- 
fach    mit     .la    oder 
Nein  beantworten. 

Für  die  Täter- 
schaft Steinhofls 
sprechen  auch  für 
mich  ge\\  ichtige.' 

Gründe,  die  aller- 
dings mehr  auf  psy- 
chologischem Ge- 
biet  liegen. 

Kur!  litl  schwer 
unter  Frau  Evelyns 
Ehe,  er  sah  sie  für- 
ein Gefängnis  an, 
und  er  sah  bei  dem 
Eisenkopf  Karrs 
vielleicht  keine  an- 
dere Möglichkeit 
als  die  einer  ge- 
vs  altsamen  Lösung. 
Zweifellos  ist  er 
in  der  kritischen 
Nacht  hei  Karr  ge- 
wesen; dafiir  hat 
die  Anklage  in 
ihren  erdrückenden 
Indizien  und  nicht 
zuletzt  in  seinem 
unerklärlichen  Ver- 
schwinden unwider- 
legliche [beweise! 
Lore  nickte  eifrii; 
..Das  mag  ja  alles 
so  sein,  wie  Sie 
sagen,  Herr  von 
Prayer!  Nur  eines 
begreife  ich  nicht: 
was  einen  .^\ann 
wie  Dr.  Steinhoff 
veranlaßt  haben 

kann,  wie  ein  Ein- 
brecher   nachts    bei 
Karr    einzusteigen." 
Walter       lächelte 
eise.  —  ,,Da   haben   Sie  den   Kernpunkt   der   Anklage   sofort   ganz 
richtig    herausgegriffen.      Dieser    nächtliche    Besuch    ist    das    große 
Fragezeichen,    das    wir    alle,    und    nicht    nur    der    Untersuchungs- 
richter, hinter  die  Handlungsweise   Dr.  Steinholfs  setzen  müssen!" 
,.So    halten    Sie    Ihren    Freund    im    Grunde    Ihres    Herzens    also 
doch     für    schuldig?"     fragte     Lore    und     bedrängte     mit     einem 
Stöckchen    einen    kleinen    Laufkäfer,    der    die    rundliche    Wölbung 
ihrer  linken  Wade  zu  erklimmen  versuchte. 
Waller  wand  sich  verzweifelt  hin  und   licr. 

„Sie  verstehen  es  wirklich  ausgezeichnet,  einen  Menschen  in  die 
Enge   zu   treiben.    Fräulein  Lore! 


i 


Wollen  wir  einmal  i^anz  langsam  und  schrittweise  vorijehen. 

Hat  Kurt  Steinhoff  den  Mord  be<san,t>en,  so  bestehen  zwei 
MöolichUciten. 

Erstens,  daß  er  unter  der  Wucht  der  seelischen  Erschiitterunii. 
die  die  Tötung  eines  Menschen  wohl  jedesmal  mit  sich  bringt, 
Hand  an  sich  selbst  äelci>t  hat;  das  glaubt  übrigens  auch  Frau 
Evelyn,  wie  sie  mir  noch  auf  unserer  Fahrt  nach  Moabit  anver- 
traut hat. 

Und   meiner  Ansicht   nach   nicht  mit   Unrecht. 

Denn  v\enn,  zweitens,  Kurt  noch  leben  und  sich  irgendwo  in 
Sicherheit  gebracht,  z,  B.  ins  Ausland  geflüchtet  haben  sollte,  m) 
hätte  er  durch  die  Zeitungen  doch  schon  längst  von  Evelyns  Ver- 
haftung erfahren  und  hierzu  sofort  Stellung  genommen;  denn  er 
ist  nicht  der  Mann,  sich  den  Folgen  seiner  Handlungsweise  zu 
entziehen  und  einen  anderen  Menschen,  vor  allem  nicht  die  Frau 
seiner  Liebe,   in  einer  so   furchtbaren  La^e  im   Stich  zu  lassen. 

Da  dies  nicht  geschehen,  er  vielmehr  so  <^ut  vsic  verschollen 
ist,  liejjt  die  Annahme  seines  freiwilligen  Todes  —  davon  bin 
ich  überzeugt  —  leider  am  allernächsten!" 

„Und  was  soll  nun  werden?" 

In  verzweifelter  Ratlosig- 
keit krampfte  Lore  die 
Hände   zusammen, 

Walter  sandle  aus  seiner 
Shag'pfeife  eine  gToße  Rauch- 
wolke in  die  klare  Mor- 
fienluft. 

„Lassen  wir  den  Fall 
Steinhüff  vorläufig  einmal 
ganz  beiseite!  Denn  das 
Schicksal  Ihrer  Frau  Schwe- 
ster liegt  uns  ausJenblicklich 
näher.  Sie  muß  vor  allem 
erst  wieder  frei  und  von  dem 
schimpflichen  Verdacht  ge- 
reinigt werden,  daß  sie  Dr. 
Steinhoff  zur  Beseitigung 
ihres  Mannes  angestiftet 
habe,  um  den  Folgen  der  ihr 
angeblicli  drohenden  Ehe- 
scheidung, in  erster  Linie 
einer  Enterbung  zu  entgehen. 

Ein  einfjehend  begründeter 
Einspruch  jjegen  ihre  Ver- 
haftung ist  übrigens  zugleich 
mit  dem  Kautionsangebot  er- 
neut bei  den  zuständigen  In- 
stanzen  eingereicht    worden!" 

Mit  einem  umflorten  Blick 
sah  Lore  auf  das  stille  Was- 
ser hinaus,  über  dem  die 
Sonne  in  blaßgoldnen  Blitzen 
zuckte,  unstet  und  flüchtig 
wie  der  Flatterflug  eines 
Falters. 

..Wie  soll  ich  Ihnen  dan- 
ken, Herr  v.  Prayer?"  sagte 
sie.  ..Sie  sind  u  irklich  der 
einzige,  der  uns  Ireugeblie- 
ben  ist.  All  die  anderen  so- 
Sjenannten  Freunde  fangen 
bereits  an,  uns  zu  verleug- 
nen.     Eine   Zeitung    habe   icii 

schon  seit   Tagen   nicht   mehr  aufgemacht,   und   in   die   Stadt    wage 
ich    midi    überhaupt     nicht    mehr!  ' 

Ein  verhaltenes   Schluchzen  saß  ihr  plötzlicli   in   der  Kehle. 

,,Nur  wenn  Sie  um  mich  sind,  fühle  ich  mich  sicher  und  ge- 
hörigen! '  vollendete  sie  schüchtern. 

Walter  hatte  ihre  ganz  kalt  gewordene  Hand  genommen  und 
streichelte  sie  leise;  eine  starke  Zuversicht  maclite  ihm  Seele  id 
Augen  hell. 

„Ich  verlasse  Sie  nicht,  Fräulein  Lore!  Sie  wissen  ja.  wie  nahe 
Sie  alle  meinem  Herzen  stehen!" 

Lore  senkte  den  Kopf  tiefer. 

Ein    jähes    Rot    schoß    ihr    in   die    Schläfen,    und    ihr    Atem 
auf   einmal   in   einem    heißen,   herzklopfenden   Glücksgefühl. 

Dann  sprang  sie  plcitzlich  auf  und  lief  zum  Wasser  hinab,  wo 
ihr  Badeanzug  auf   dem   Schilf  trocknete. 

,,Wo  hab'  ich  heute  nur  meine  Gedanken?"  sagte  sie,  und  ihre 
Augen   leuchteten    v\ie    blaue    Edelsteine    aus    der    blonden    Anmut 


-^^V!SSSSäSSSiS^-&>SJ.^^ 


neu  IC  c/uckc 
JUxUla 

ijunuiu   jui4 


Qua 


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cticdic 

ßcrlin:  Friedrich  tbcrfs fr.  10 

VVKüufÄsf-cKc  Köln  OcichmannhüüS 


ßinsi 


ihres  Gesichtes.  ,,Ich  hab'  sie  ja  noch  ^ar  nicht  gefragt,  ob  Sit 
überhaupt  schon  gefrühstückt  haben,  und  dabei  müssen  Sie  doch 
vor  Tau  und   Tag  aus  Berlin  herausgefahren  sein!" 

Als  Walter  am  späten  Nachmittag  aus  Siebeneichen  nach 
Wannsee  zurückkam,  überreichte  ihm  sein  alter  Atelierdiener  die 
Karte  eines   Kriminalkommissars  Brandstetter. 

Gleich  darauf  trat  der  Komissar  selbst  ein,  ein  breitschultriger, 
untersetzter  Mann,  dessen  biedermännischer  Wohlgenährtheit  es 
niemand  ansah,  daß  er  lange  Zeit  hindurch  den  Schrecken  der 
Berliner   Verbrecherwelt   gebildet   hatte. 

Walter  hatte  Herrn  Brandstetter  im  Kriege  kennengelernt  und 
fast  ein  Jahr  lang  mit  ihm  in  den  Unterständen  der  Rokitno- 
sümpfe  gelegen,  bis  ein  schweres  rheumatisches  Leiden  im  Winter 
1917  seiner  militätischen  Laufbahn  ein  vorzeitiges  Ende  bereitet 
hatte. 

Brandstetter  selbst  hatte  bald  nach  Ausbruch  der  Revolution 
seinen  Abschied  bei  der  Kriminalpolizei  genommen  und  betätigte 
sich  seitdem  mit  großem  Erfolge  auf  dem  Gebiete  privater  Er- 
mittlungen und  Beobachtun- 
gen, wofür  ihn  seine  ausge- 
breitete Bekanntschaft  mit 
allen  hauptstädtischen  Ver- 
hältnissen und  Gesellschafts- 
schichten in  besonderem 
Maße  befähigte. 

Als  im  Fall  Karr  mit  der 
Verhaftung  Evelyns  eine  ge- 
fahrdrohende Wendung  ein- 
getreten war,  hatte  Walter 
sich  vor  allem  die  Mitarbei- 
terschaft Brandstetters  ge- 
sichert, dessen  durchdringen- 
den Scharfsinn  und  uner- 
schütterliche Energie  er  im 
Felde  kennen  und  schätzen 
gelernt    hatte. 

,,lch  habe  bereits  mehrfacli 
bei  Ihnen  angerufen,  Sie  aber 
leider  nicht  erreichen  kön- 
nen!" begrüßte  ihn  der  Kom- 
missar. .,Da  bin  ich  denn  auf 
gut  Glück  gleich  persönlicii 
nach  Wannsee  herausgekom- 
men. Hoffentlich  störe  ich 
Sie  nicht  mit  meinem  unver- 
mittelten Überfall!" 

,,Aber,  lieber  Herr  Brand- 
stetter!" wehrte  Walter  ab. 
,,Sie  wissen  doch,  daß  Sie 
mir  stets  willkommen  sind. 
Auch  hat  Ihr  später  Besucli 
sicher  einen  schwerwiegen- 
den   Grund." 

Damit  schob  er  die  Klub- 
sessel in  die  behagliche  Log- 
giaecke des  riesigen  Atelier- 
raumes näher  zusammen  und 
baute  einen  kleinen  Berg  von 
Zigarrenkisten  vor  seinem 
Gaste    auf. 

Der  Kommissar  legte  seine 
Aktentasche    auf    der    Onyx- 
platte  des   Rauchtisches   nieder    und    entnahm    ihr    einen   Brief.   — 
,,Ich    will    mich    nicht    lange    mit    der    Vorrede    aufhalten!"    sagte 
er,  eine  kleine  Henry  Clay  entzündend,     „Wie  Sie  ja  wissen,  hat 
Herr  Karr   kurz  vor  seinem  Tode   seinen   Diener  noch   einmal   mit 
einem  Schreiben  zu  Dr.  Steinhoff   nach   Schlachtensee  geschickt. 
In  dieser  Nacht  hat  aber  auch  Steinhoff  einen  Brief  an  Karr  ge- 
schrieben, der  nach  dem  Poststempel  in  der  zwölften  Stunde  in 
Schlachtensee  zur  Post   gegeben   ist!" 
Walter  sah  überrascht  auf. 
„Dr.  Steinhoff  hat  an  Karr  geschrieben?" 

,, Allerdings!  Der  Zufall  ist  ja  meist  der  beste  Helfer,  und  so 
ist  es  auch  mir  ergangen,  als  ich  heut  wieder  einmal  in  der  Villa 
Karr  herumstöbert^.  Da  hab'  ich  nämlich  in  Karrs  Arbeitszimmer 
unter  den  Drucksachen  und  Zeitungen,  die  auf  seinem  Schreib- 
tisch lagen,  einen  Brief  gefunden,  der  in  den  Umschlag  einer 
Drucksache  hineingeschlüpft  und  damit  wohl  der  Aufmerksamkeit 
der  Kriminalpolizei   entgangen  war."  Fortsetzung  fohl 


'T 


^il\^ 


9 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     „  F  il  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,    Zimmcrstraßc  3S-41. 
Scberlverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Itriofc  wcrilcn  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriiUanseleKCiiheiten  bitten  wir  lolgenilcs  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Kückiiorto  beiziifilKcii.  .Jede  EinseiidiiTiK  eines  Maniiskri|its  zur  l'riifun;; 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  rmfaii^e  von  2— .'i  ^iclireibniaschinenseiteu 
sind  zur  Eiusendunfi  an  die  Filmindustrie.  Regisseure  nsw.  seelRuet.  Für 
Verlust  der  eiMKesandlen  ilanuskripte  kann  keine  Verantwurlung  ülier- 
nomnien  werden,  also  soll  der  Verf:isser  nur  l»urelischläse  senden,  von 
handgeschriebenen   Sendungen    (leserlich)   eine  Abschrift   zurückbehalten. 


1)  o  II  T  ,  Z  tl  r  I  c  li  -  ]»er  Preis 
A  n  n  e  li  e  s  H..  1"  r  i  e  il  e  - 
nau:  Die  Hi.-innliclie  Haupt- 
r(dle  in  ..C'schichleu  aus  dei 
WicTier  Wald-  spielte  Eric 
Ilarel;i\ .  .Schwelle.  Vera  Voro- 
riina  w"ohnt  Herlin-Wilmer-dorl'. 
l'hlandstralJe  <<<,  bei  Harkow . 
|i  Verheiratet. 

N  u  r  e  r  :  Ernst       Verebes 

wohnt  in  Berlin  \V.  Emser 
JJtralle  Ifi.  iA'iUtx.  Braune  Au- 
Kcn,  schwarzes  H.i.ir.  In^-ir. 
Kichtifrer  Name.  Svii\  nächster 
Kiliii:  ..Zirkusprinzesvin-.  Sie 
dürfen  es  ruliij;  wacen.  ihn  zu 
besuchen,  (tli  N'ereiies  KauKUi 
Xovarro  iicrsiinlich  kennt,  w  is- 
sen  wir  im  Au);enl)lick  leider 
auch  nicht.  Waun  der  Film: 
„Was  Kinder  den  Eltern 
wieder  läuft, 
sicher  durch 
Ihrer      Stamni- 


fiir    die    .VnzeisiC    beirast    .'•    Mark. 


.limniy    Hcli. 
der   ..reriicke" 


vorscIiweiKcn' 
orfaliren  sie 
iloii  Beisitzer 
kinos. 

F  r  i  e  il  a  E.,  Breslau: 
Maria  l'audler  Iräst  ihren  rich- 
tigen .Namen.  War  früher  ii\\t 
einem  Künstler  verheiratet. 
MÜKlich.  d.'iU  sie  wieder  einmal 
mit  Harry  lüedtke  zusammen 
.spielt.  -Maria  l'audlers  ncuesirr 
Film  ist  ..D.is  närrische  tJlück  '. 
Ihr  l'arlui'r  ist  l.i\io  l'avanelli. 
Kürzlii'h  erschi<~n  \  oii  ihr 
„Liebe  im  Schnee",  ebenfalls 
mit  l'avanelli  als  Tartner.  Viel- 
leicht klimmt  die  beliebte  Kiilist- 
lerin  auch  eium;il  nach  Bres- 
lau. Sicherlich  w  ird  Dary  Holm 
bald  wieder  in  einem  Harry 
l'iel-Film    zu    sehen    sein. 

A  I  b  e  r  t  B.,  I)  r  e  s  d  e  n  : 
J»as  betreffende  (»ri;iinalphoto 
von  Viliiia  B.inky  können  Sie 
durch  uns  nicht  käuflich  er- 
werben. Wenden  Sie  sich, 
bitte,  an  die  l'ro|i.if;.inila-Abtei- 
liin«:  der  l'niied  .\rtist<.  Hcrliii 
XW  IH.  Friedriclistralic  l!l.  Iiila 
l'arlo  ist  wii'iicr  in  Kerliii  und 
beginnt  In  ailern.-ichster  Zeil 
bei  der  Ifa  mit  einem  iieiieii 
Film.  Konald  <'olni:iiis  und 
Vilma  H.'inkys  letzter  liemeiii- 
schaflsfilm  war  ..l>ie  Ncrscliwii- 
rer".  Von  dirsein  Film  lir.-ichte 
ilas    ..Film-Magazin  •     Hilder. 

J..  S.  ;i  11  s  1,.:  Jxaii  retrii- 
Tich  ist  iinverheiratrt.  Dunkle 
.Viigeii.    dunkles    Haar. 

1'  o  I  i  t  a  F..  B  r  e  m  e  n  : 
.lean  Itradiii  filmte  kiirzlich  in 
...Vnadiie  in  HnppcKarleii-.  fn- 
seres  Wissens  ist  er  uiiverliei- 
ralet.  Ein  neuer  Film  mit  Ivor 
Novello  ist  noch  nicht  ange- 
kündigt. 

A  I  f  red       ,'..    W  ;,  n  ne  : 

doit    zur    Schule    jtCK.'inge 

blickliih    zur    Erboluiin     i 

niernallee    .'i. 

E  I  f  r  i  e  de    H..    M  e  i  tl  e  n  :      Italph     Forbes 

Metro-tioldwyii-M.iyir.     Ciih  .-r-l  it\ .     Kalifornien. 

Hins   Stiiwe    ist    mit    einer  Biit;;arin    \  erheir:itet. 

raiilslioriier    Stralle   il. 

<r  0  s  t  ;i        E  k  m  .i  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n        a  ii  s 

Fkman    wohnt    Stoekliolm.    Hjorlliogsväfjen.      sie 

ihn    schreiben.       Er    gibt    .ViitoKramme.        Wird 


Conrad  Veidi 

kehrt  aus  Hollywood  zurück  und 
wird  vom  1.  März  ab  in  allen  Vor- 
sleliun$en  seines  neueslen  Films 

„Der  Mann,  der  iQchi" 


im  Ufa-Theater 


U  N IVE  QS  U  M 

Lehniner- Platz- kurfürstendamm 
persönlich  anwesend  sein. 


Sonntag,  den  5,  Mätz, 
vormitiags  von  11-1  Uhr, 

öibt  Conrad   Veidi  den  Lesern  des 

FILM-MAGAZiN 

im    „Universum"    Autogramme, 


Unli^rzv.icbnct  'X't^rden  die  Bilder 
in  den   Nummern  8  und  V. 


l.ya    Mar.i    wurde    in    Kiga    Kebcn  n.       -Vuch 

-Vller     wird    nicht    bekanntKeKelien.       Aiigen- 

F.iigadin.        AVobniiiig:    Berlin-Westend,    Toni- 


erreicheii    8ie    dur<'h    die 

Fr     gibt     .\utogramme. 

-\ilre«so:    Borlin-H;ilensee, 


(■■  Il  e  m  n  i  t  z  :  (iüsta 
kiinnen  auch  deutsch  an 
auch     b;ild     wieder    einmal 


I 


.Sein     neiie-icr    Film:    ..Flu     seine    Elin 


^u    den    iiiei-t 
keniien    wir 


.Seine 

beschäf- 
ihn    |ier- 


nach    Berlin    kommen 
Partnerin    ist   I..1    .laiia. 

-M  i  a  C.  |{  o  m  a  n  i  a  :  AVallber  Rilla  gelüirt 
tigten  deutschen  l-iebhgbern  des  Films.  X.atürlicl 
sonlich.      Am   Ji'.    .Vugii^t    gehören. 

A  u  t  o  g  r  a  ni  m  j  ä  g  e  r  in  (J  r  e  i  f  s  w  ;i  |  d  :  Die  betreffenden 
amerikanischen  Star,  haben  alle  ihren  WiduiMtz  in  Beverly -Hills.  HolU- 
wood.  Dolly  (irey  ist  zur  Zeit  in  l'ari--.  Ernst  Hofmanii  wohnt  Berli-i- 
nalensce,  AuRuMe-Viktoria-StraUe  1. 


O  e  r  t  T  II  d  L  .  .  .  k  e  .  C  h  e  in  n  i  t  z  :  Harry  l'iel  liat  nie  die  Pocken 
gehabt.  AVie  kiiinmen  Sic  nur  darauf?  .l.iwuhl.  es  ist  ..gestaflef.  Film- 
stars   in    ihrer    Wohnung    aufzusuchen. 

Ilse,  .s  p  a  n  i  e  n  :  (Jew  ilJ.  die  Möglichkeit  heslehl.  dali  liamon 
Xovar.To  auch  im  Hiindfuiik  singen  wird.  Dolores  del  Itio  ist  Mexikane- 
rin,     (jloria    Swanson    filmt    noeli    fleiUig. 

H  e  II  r  y     .s  t  u  a  r  t  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .      ('  h  a  r  I  n  t  t  e  11  h  11  r  g  :     Henry 
.Stuart    wohnt    Berlin    \V,    I*a.ss;iiier    SiralJe    17.       .\iii    1.    Februar    (ieliiirtstag 
rnverlirtratet.        Trägt     einen     Künstlernamen.         Sein     richtiger    Name     ist 
Seit    19l';'.    beim    Film.       Filmte    erstmalig    in    Deiit^cbl.ind    in 
mit    Otto   tiebiibr    und    .Jenny    lla'^seliiiii^t. 

N  e  II  n  II  p  p  k  (•  aus  K  ö  - 
n  i  g  s  h  .■  r  g  :  U  illy  Fritseh 
giiil  Aiitogr.immi'.  \\  idier  Sie 
ein  Alliiim  mit  Itildkarten  \  011 
sämtlichen  Filmstars  erhalten, 
können  wir  Ihnen  leider  auch 
nicht  sagen.  .Vber  wir  empfeli- 
leii  Ihnen,  eine  Anzi'ige  I Kn-leii- 
Iiiiiikl  .1  .M.irki  aiifziigelu'ii.  Viel- 
leiihl  findet  sich  ein  Film- 
tiegri-terter.  der  lliiien  sein 
-Vlhiim    MTkaiifl. 

F  r  e  c  II  d  .i  c  h  >  .'i  11  s  (1.:  Sio 
langweilen  uns  mit  Ihren  Fr.a- 
gen  ganz  und  g:ir  nirhi.  Fragen 
.Sie  nur  immer  liirlitig  weiter! 
Von  l.ilian  Har\e>  bähen  wir 
in  unseren  letzten  Nummern 
viele  Hilder  und  Text  gehraidit. 
so  d.ilJ  »ich  .iKii  Ihre  W  iinelie 
seliiiii  erfiillt  bähen.  Siilialdwir 
dii-  Kiiiisllerüi  treffen,  werden 
wir  Ihren  (Iriili  .iiivrieliten. 
J/iliaii  llar\ey  w  iinli' ;im  IM.  .I.i- 
niiar  111  l.iindoii  gehören,  be- 
suchte III  Berlin- Iried. 11.111  die 
Schule,  wurde  dann  T.iii/.eriii 
und  in  Wien.  ,il-  »ie  in  einer 
Iti'Mie  auftrat.  mui  Itiihard 
Eichherg  gesehen  und  il.inn 
bald  für  den  Film  entdeckt. 
»Jrete  K.inwald  ist  geM-bieilen. 
It  o  b  e  r  t  .1..  H  a  d  i-  Il  ■  It  a  - 
d  e  n  :  Aiiny  Oiidra  hat  am  l.'i. 
.Mai  (;eburtst'.ig.  Der  beti  effeiide 
Fllmdarsteller  .iiif  iin-erem  Bild 
in  Nr.  ."1I  ist  (t-w.ilibi  Valeiiti. 
tJiist.o  Froblieh  i»t  wirklich 
nicht  mehr  mil  Eli//.a  la  l'orta 
verlobt.  Claire  Konimer  ist  mit 
einem  liroUKaufm.inn  verheira- 
tet. Wenn  Sie  iiii»  im  .Juli 
;)  l'hotos  und  (i..'iii  .M.  je  Karte 
gesandt  h.iben.  so  können  .sie 
sich  darauf  verlassen,  d.ili  sie 
zur  .Viitiigrammbesorgung  an 
die  Kün-tler  w  eitergeleitet  wor- 
den sind.  Hau  Sii-  die  lie^chrif- 
teten  Karten  noch  immer  nicht 
erbalttii  lialien,  tut  uns  auf- 
richtig leid.  ist  aber  nicht 
unsere  Sidiiild.  Wer  war  es  denn? 
C.  I.  <i..  Breslau:  Hans 
.Stüwe  wurde  am  14.  .Mai  in 
Mecklenburg  geboren.  Er  kam 
von  der  Opernhuhnc  zum  Film. 
AVaruni  die  liriefe  in  den  Fil- 
men nicht  Min  den  Künstlern 
Mdlist  gesihrii'beii  werden,  kön- 
nen wir  lliiien  lei.ler  auch 
nicht  sagen.  .\ber  So-  haben 
mit  Ihrer  Ansieht  diirehau» 
recht:  manchmal  ^ind  die  Haml- 
schrifteii  ^o  iinindn  idiiell.  daß 
sie  unmöglich  zu  der  ganzen 
rersönliclikeit  de»  hrtn-ffendeii 
.Stars  in  der  Kolle  passen. 
H  a  r  V  e  y  -  0  II  d  r  a  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ;  In  we--rn  Itegl.'ituiig  »ieh 
l.ilian  Harvey  damals  befand,  als  sie  aus  dem  iietreffcndi  11  Ffa-Tlieater 
ging,  können  wir  Ihnen  kaum  sagen.  .Möglich.  il.ilJ  e»  l.iipii  l'iik  war 
oder  irgendein  Bekannter  von  ihr.  .Jedenf.ills  Kicli.ird  Eichberg  war  es 
Picht.  lälian  Harvey  trägt  den  Xainen  ihrer  Mutter,  die  eine  Englände- 
rin ist.  Ihr  Vater  lieilit  l'ape.  Die  ..Saxoplmtisusi"  wunle  vor  ungefähr 
einem    .7alir   gedreht. 

.V  r  ni  i  n  .  .V  u  g  s  b  11  r  g  :  Fiir  Deutsehland  ist  d 'r  Dougl.is  F.iir- 
banks-Film  ..Der  vierte  Musketier"  neu.  Aber  er  wurde  schon  vor  über 
zwei    .lahreii   gedreht,    als   Barbara    la    M:irr    noch    lebte. 

Frau  Dr.  W  .,  L  11  d  w  i  y  s  h  .1  f  e  n  :  Wenden  Sie  sieh,  bitte,  an  die 
Xational.  Berlin  SW  •)».  FriedrichstraUe  l(i,  ,111  die  Deutsche  Fniversal. 
Berlin  W  «.  .MauerstralJe  Si.  an  die  Fox  (Deutsche  Verein-Film  1.  Ilerlin 
W  X.  Fnter  d"n  l-iiiden  16.  an  die  -Mondial-Filin,  Kerlin  .sW  ih.  Fried- 
richstraUe  1-2. 

-M  e  t  a  H.,  S  c  h  ü  n  e  b  e  r  g  :  Wenn  Sie  zum  Film  wollen,  müssen 
Sie  si(  Il  mit  den  Filiugescllscbaften  In  \'"rbinduiig  setzen,  d.  h.  Ihre 
l'hotos  einsenden  oder  sich  |iersönlich  vorstellen.  Wir  betonen  alicr  neeli- 
mals,  dali   es   uneiullich   schwer   ist,   tausend   Enttäuschungen  gilit.  ehe   mau 


ein   erfolgreicher  Filmstar  wird. 


!I  e  r  I)  ('  r  t     S.,     K  i  1  c  n  b  u  r  )i  :     1-ui.s   Tronkir     wohnt     Bolzano,     Via 
ViHorio   Kiiwimu'lc   Ti.      Aiinelo   Ferraris    Ailrcssc:    llcrlin,   Hozciicr   Str.   !•. 
Kr  f  (1    \V  a  I  t  h  (■  r    1'.. 


Siiizv      Vcriiiiiis      st.-iniiihO 
crhri- 


u  II  rill' 
I. 

l.iist^pii'l|irüiliil;tiiiii  liat  ili.' 
r  .  ilic  ;iiis- 
-irlic'i     iiiclil 

•     \(1I1      IlltU'll 


.11,.     ....,,....     ...      K  ü  n  i  K'  s  I'  «•  r  „ ,  , „ ^. 

Aihrsse  ist  l'aris,  12,  IJmilcv.inl  Smilt  Iß.  Sio  ist  I- i:iii/,<isiii  iniil  vcrliri- 
r:itct.  (iilit  .\iilii(;r:iiiiiiic>.  S|ii(lli'  ii.  a.  mich  in  ticii  Kiliiicii:  ,.l>io  lürichtc 
,liiii(rtraii".  ..llir  T.iiizstiKlciif.  ,.l)cr  Präsident",  l.i^sy  Vrna  wulml  Uerliii 
\\  !l,  J-inilaiier  StralJe  !>,  ni'i>  Aiitofiraiiiiin'.  ist  iiiiverlieiralet,  li:it  .um 
il.  J)o/.eiMher  (irhiut^taj;-,  in  JJerliii  !;elHireM  iiiiil  filmt  aiineiiiilii  kiii  li 
,.Kiinler   iler    .sitralie". 

K  I  1  i  (i.,  X  e  r  1  i  n  :  IJrctc  .Musheiiiis  Schui'sler  heil.it  l.iire  iinil  ist 
aiieli  liei  lier  SpreehhiiJMie.  .,l>ie  «eil.ien  Kosen  von  U.ivenslieri'"  w'nA 
von  der  Derus.^i  unter  Hiiih)!!'  .\leinerts  I{e;;ie  lierwi'steljt.  J.ien  Deyer,-. 
IJeiiiholil  Sehiinzel  und  .\lari,i  Minilzent.v  werilen  wir  Kern  an  die  t".illi«,'ii 
\ulowi:iiiinie  erinnern.  I.iiil«  i«  Herder  liat  liurzlich  ilen  .\l,idy  t  lirisiiaiis- 
Filni  .,l>as  hreiinende  Her/"  heendet  iinil  wird  hald  wieder  naeli  lloliy- 
u  cioil  fahren.  Diana  Ivarenne  errei(  heri  Sie  diireli  die  Deriissi,  H.rl'ii 
S\\  IN,  Kriedrielistinlie  i:).  Ker.ee  llerihel  ist  unseres  W  ivM'ns  .iiii;!'!!- 
Idielxlieli  in  l'.iris.  .laeoh  Tieilllie  «olmt  Uerlin  \V  ],">.  haiser.ilh'e  i'l. 
Klse    Ke\:ils    Adresse    i>t   Herlin-CliarlottenhurK.    .loacliinisM.aler   Sualie    Ift. 

II  e  1  f;  a  \'.,  K  i>  I  n  :  Ifanion  Nov;irro  ist  mich  nieht  in  Berlin.  Wir 
ntdinien  an.  d,il.i  er  hionde  Itnliikiiiife  lievorzu{>t.  Aher  M'IhstMTsi.indliili, 
er    kennt    Sii.inien.       \  erelirer    \  on    Wagner    und    \erdi. 

N.    W  ..    J,  i  e  s  t  a  I  :      liillie    |)ii\es    Kitern    sind    Seliweizer 
in    .\nieriUa   gehören.      l'in  erlieir.itet.      {"riilier    Zie^feld^irl 

I,  ...  11  .     Norden:     Kiiie   .insMcsiirdiliei 
.\»?';i-l-'iliiin('sellseliaft.       In    Kcipelihanen    niht    es    die    ..I'aihidiiii 
.,.etilieljlieh    Tat   und    l'ataehon-l'iline    herstellt.    Ks   i>l    teeliuisili 
iiiiiiioi;'iii  II,   dalj  drev>ii'ile    Kanarieiivöu'cl    in   einem    Lii^lspiel    di 
an^iefiihrten    Kunststiieke    ausführen. 

K  II  d  o  1  f  S..  1)  :i  r  ni  s  t  a  d  I  :  Sje  liahen  reelit.  in  unserer  -Niiinnier  47 
ist  Kil^ar  \\alla(e  auf  dem  Hilde  zusammen  mit  l.ya  .Mara  und  l-'riedrieli 
ZeliiiU.      I'.iiil    Ifiehter   wohnt    Berlin    \\  ,   'raiientzieiistralje    in. 

K  1  s  e  K..  .\1  ii  lli  e  i  i.i  :  W  ir  ver- 
stehen wirklieli  nielit.  warum  Sie  ii  n  s 
Vorwurfe  machen,  dali  so  \  iele  aiishin- 
dische  Kilmkiinstler  im  deiilsidieu  l'ilm 
hesehäftint  werden.  Ha  müssen  Sie  ~ieli 
sehon  unmittelliar  mit  den  Ki1nij;esell  ■ 
scliaften  in  Verhinduns  setzen.  \  lel- 
leleht    erreichen    Sie    etw;is. 

1{.  .M..  H  e  r  1  1  11/:  Mary  l'arker 
wohnt    Herlin-Chnrlotleiihiirfi.    Te-ialozzi- 

.-traUe    1o:i.     \\eiin    Sie    von   den    in   Ai 

rika    wohnenden    Kiiiistlern    Aiitii^;r.im 

hahen  wollen,  so  müssen  Sie  der  direk- 
ten Bitte  an  den  hetr.  Star  die  Bild- 
k.irte  des  Stars  und  einen  internationa- 
len    I'ostschein     heifiiKen. 

H  e  r  II  e  r  t  (i  n..  B  r  e  in  e  n  :  Uina 
(;ralla  treibt  jeileii  Sport,  fährt  aUo 
auch  .Mciliirrad.  Harry  Jaedtkes  J.ieh- 
liuKssvort    ist    Keiten. 

Orchidee:  Es  stimmt  sihon,  K:i- 
mon  Novarro  ist  ein  Metro-Cioldw  yii- 
Mayor-Star.  Antonio  Moreno  lebt  in 
Hollvw  ood. 

i'  a  u  I  .•<..  H  a  K  <■  II  :  T.iii.i  Bas- 
«liiette  und  .Mary  l'ri'vost  erreielien  si,. 
durch  die  J"ox-Stiidios.  lliil  W  e-terii 
Ave..  Hollywiiod.  llaniii  Weilie  hat  am 
1«.    (»ktoher    (iehiirtstai;. 

M.  K.  Binnen:  Kine  siid.imerik.i- 
iii-ehe  KilniKesellsch.-lft  I'ortciio  i-t  im- 
nicht  hekannt.  AVir  liedaii<-ru  d.iher, 
Hmen  nichts  Nälieres  über  ilne  l'r.i- 
diiktion    mitteilen    zu    können. 

Urace  T  h  ..  K  i  f  a  :  Imhi  l'elro- 
\  ichs  l'artnerin  im  ../.irew  ilscli"  ist 
Mariett.i  .\lillner.  l.ilv  J)amit.i  lebie  in 
Beverly-Hills.     Hollywood. 

Helmut  H..  Bremen:  \\  ir  emp- 
felilen  Ihnen.  sich  zuiiäcli>l  eiiiiii.il 
brieflieh  an  bekannte  ]{e;risseure  oder 
unmittelliar  an  Filin!;e,.ellv(li,iften  /u 
»enden.  J>ie  .\ussiclilen  sind  li(dianiil- 
lieh  sehr  ncrin^:  aber  es  ist  .ja  nicht 
anstfcschlossen.  d.iU  ni;in  Sie.  allerdin-vs 
zu  rst  »Olli  nur  fiir  lüne  XehenroUe. 
verwendet,  wenn  Sie  schon  mit  Krfidu 
al.s     Bühnenkomiker    wirken. 

\V.  1'.  H  a  n  n  o  v  e  r  :  \\  illiam 
Bovil    lind    Ellitior     Fair    filmen     noih. 

K  n  iL  1  1  li  o  n  b  o  II  :  Ivan  Tetrin  ich  wohnl  Berlin.  Hotel  lOden.  Ttml:!- 
liester  .Str.iUe.  Oskar  .Marions  Adresse:  Berlin  W  .  Kiirfiirstendamm  iin. 
Von  der  liräfin  .\rnim  y-eschieden.  Am  I.  Fcbrii.ir  in  KoiiiK-hers  yehon  n. 
Fr   ;;iht   .\iito;;ranitne. 

\  n  n  e  r  o  s  e  .\..  ('  h  a  r  I  o  I  t  e  ii  b  ii  r  n'  :  Henry  Sdnirt  ist  seit  Ifli':) 
beim  Film,  ist  iin\  erlieiralet.  loit  .•im  1.  hebriiar  (icbintsi.i^;-  und  wnliiil 
Berlin  \V.  l'assaiuT  StralJe  IT.  Fr  lrä;;t  einen  Kiiiisllernamiii.  s,.ii| 
richtieer    .\aine    i~t    .liiiimv    Hei; 

Walter  .M..  B  r  e  s  I  :i  ii  :  W.ilter  Sllezak  wohnt  Berlin-Friedenaii, 
Sfiorstralie  ll-l.>.  .\iiita  Morris  Berlin-»  liarloitcnbiir^,  SiMU-tralJe  Js.  .I.iek 
Trevor    Berlin    W.    Bendlerstralie   9. 

A— I.  St..  Hirschher};:  Hans  Stiiwe  wiilint  IJerliii  AV,  l'auKhorner 
.StraUe  !t.  Kr  ist  mit  einer  Biilf;;irin  v  erlieir;itet;  iiiüii.  keine  Schauspie- 
lerin, war  Chemikerin.  Slüwe  wurde  am  ,11.  .Mai  in  Mei  kleiibiirfj  k'C- 
lioren.  .Si'ine  n.ichslen  Filme  >iiid:  ..(a;;lin.tro  ■  und  ..Ibe  Flinlil  in  die 
l.CKion". 

.1  a  e  k  T  r  e  v  o  r  -  \  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  1'  :i  d  e  r  b  o  r  n  :  K.iiiion  No- 
varro denkt  nicht  iiiclir  d.ir.in.  in  ein  Kloster  zu  ;;elieh.  Xielmcbr  w  inl 
i'r  hald  nach  Berlin  kommen,  uiii  liier  ein  Konzert  zu  \  ei  .in-talten.  Von 
.l:iek  TrcMir  erli,ilten  Sie  I'ostk.irten  durch  den  Boss  -  Nerla^,  Berlin 
SW  fiH,  .\lexanilrinenstr:iLie  1  in.  Trevor  (;iht  Aul,i;rraiiiiiie.  Senden  .Sie 
ihm  sein  riioto  und  leyen  Sie  einen  fr;inkierten.  adressierten  Kück- 
nni.oclilau'  ein.  .\o\arro  erreielien  Sie  unter  Be\  erl\ -Hills.  Hollvw  ood, 
Kalifornien. 

(ierli  S..  H  a  m  b  u  r  ;;■  :  Frie  Barebix  i~t  durch  die  Heucwald.  Bi-rlin 
sW  IS,  FriedricbstralJe  i'.'.o.  zu  erreichen.  .lohn  l.oder  wohnt  Berlin  \\  . 
Bendlerstralie  li.  .lean  Br.nlin  weilt  ,iii«cnlili<  klich  in  l'aris.  i  harles 
Farells  Aiisehrift:  lim  Western  Ave..  lloll>wood.  Sie  li.ibeo  yanz  recht: 
l»ie    l'ilnist.irs    wechseln    sehr   oft    mit    ihren    W  ohniinueii 

I'  i  I  III  f  r  e  11  n  d  i  n  <i,  M.,  B  e  r  I  i  n  :  (;rete  .Movlirim  i*|  mit  dem 
S(h.iu.,pieler     Oskar     Homiilka     vcrhciraJcl     und     widint     Berlin     W.     I'arisei 

.siralje    2".     \\  ir    werder.    sie    tern    einm.il    an    das    f.illide    .\utoi>rani riti- 

i'crii.  Kiiinon  Nnvarros  richliuer  .\':iiiie  ist  K'anion  S.iinonie;rii.  Beverly- 
Hills.  Hollywood.  Karin.'i  Bell  ist  Dänin,  ihr  richli;rer  N.anie.  \\  (diiiiini; : 
Berliii-Selioneher^.  S|ein,i<lier  siralJe  I.  Fred  I.oiiis  l.ercli  wohnt  B"iliii 
W.    Kencii»biirt;er    stralie    II.    \vr:\    Noroniuii   Berlin-W  ilmer.sdorf.    Uhlnnd- 


'sterreich)    gehören    und    ist 
.iebelei"     und     ..\  ersief;elte 


sIralJe  8J,  Carmen  Boni  licrlin-Wilmersdorf,  L'liland.straßo  I.IS,  Eliz-za  lu 
l'orla  wdlint  Berlin  \V,  Niirnherj;er  stralie  i:i  hei  Adler,  sie  ist  Kiinianin, 
Käthe  von  N.-iny  ist  Fiij^anii,  Carmen  Jloni  llalicnerin,  Kanion  Nov.irro 
.Mevikaiicr.  Crela  (iarbo  weih  noch  in  ihrer  scIi»  edisclien  Jleimat.  Hinny 
rortcn  wohnt  Berlin-Dahlem,  l'arkstralie  71.  .Mle  Kiinstlerinnen  geb.ii 
.Viitoyranim,'.  \  iele  .Stars,  die  Kiinstlernamen  trafen,  miiebten  nicht,  dat; 
ihre   ri(liti;iin    N',iiiu-n    der   Oeffeiitliclikeit    bekannt    werden. 

W.  \\  .,  1!  i  n  f;-  e  n  :  Kine  Filnischiile  ftiht  es  in  .München.  Sonnen- 
slralie  l.i.  Es  i.-t  nicht  notwendig!:,  d.ill  Sie  erst  zur  Sprecbbuhnc  gellen, 
wenn  sie  zum  Film  wollen.  .\llerdinv;s  sind  viele  unserer  Filnistara 
auch  beim  Pliealer.  Vor  allem  miissen  Sie  cr»t  ciniii.tl  Ihre  Photos  an 
die    FilmucsellM-liaften   senden. 

K  a  r  I  .M..  K  li  n  i  ^  s  h  e  r  n'  :  Kin  Hiich  iibcr  l.ilian  llai\ey  ist  noch 
nicbi  erschieni  n.  J)oiinlas  Fairbank>  wohnt  in  Heverly-lCills,  Holhwoml, 
K.ilitornicii.  \  on  l'al  und  Pataclion  erhalten  Sie  sicher  die  «ewiinscble 
K.irte  beim  Kos.v-\'erla;;.  Berlin  SW  B«.  .\le.\andrinenstralje  111).  l>nreli 
den  .Ma.\  .Mattissoii-\  erl.iK  können  Sie  scllistvcrständlicli  auch  alle  Bihlrr 
beziehen,    die    .sie    wiinsclien. 

{•.     T..     Berlin:     .ViilJer    ..AVinKs"    läuft    jetzt    von    Clar.a    Bow     noch  ? 
..Bin    iili    Ihr    rNp?"      Durch    die    Parainount,   ,')4r)l    -Marathon    Street,    Holl>- 
wood.    zu    erreichen.        Sie    ^iht    Aiitofiraniio"        .Sie    können    auch     dentscli 
all     .~ie     xlinibeii.       Fred     J.oiiis     l.ercli     "■'     t     Berlin     A\',     Kcfienshiirser 
Sir.il.ie    II.    wurde    am    l'.s.    März    in    Eriisd n 
1     'ij;.        Zu     seinen     cr-.|cn     Filiiieii     f;ehöri 
Lippen". 

1{.  S..  D  a  r  tu  s  t  a  (I  t  :  Fat  und  Pai  ..  lion  sprechen  fast  flielJeiid 
Deutsch.  Sie  kiinnen  also  deutsch  an  sie  sclireibeii.  l.ien  J)e> ers  erreichen 
Sie  (liircli  die  Deutsche  Fniversal.  Berlin  \V  h,  .MaiierstraLie  X2.  llaiini 
Weisse  w  oliiit  I  Berlin.  Hotel  Kaiserhof,  W  illieliiipl:ilz.  Kiidolf  Klein- 
Kon-^es  .\nsclirift:  B-rlir.  -  Ficherfelde-W  (•■•t,  llorteiisieiistralie  1.').  Lia 
Eibenscliiitz  wohnt  Berlin-t  iLirlottenbiirf;.  l'laiisew  itzsfnilJe  ;l.  Betty  Bird 
Berlin    W,    Kiirfiir-Ii'iid.imm    22li.    Pension    Kadloff. 

F  I  1  III  f  r  e  II  n  d  i  n  Christel: 

Fili.'in  HarMv  war  nie  mit  Kiiii.'ird 
Kicliberj;-  verhcir.-itet.  Sie  hat  früher 
nur  \  iel  unter  seiner  Ketjie  n-carbeiiei. 
K.,iiiion  Ninarro  ist  noch  nicht  in  Ber- 
lin. Krnst  Petersen  isi  Norwe;;er  und 
ein  bek.innter  Skiläufer.  Kr  Kiht  .\iii»- 
;;r.iniiiie  und'  ist  unseres  Wissen>  iiii- 
\  erlieir.itei.  Näheres  können  wir  Hmen 
im  .UiKcnblick  iiber  Krnst  I'elerscn 
leider    nicht    >a;>en. 

I'  i  1  m  n  II  ,-  t  e  1  .  Stettin:  l.a  ,lana 
ist  SU  junn'.  w  ie  sie  .iiisviehl.  ]>ie 
Filme,  ilie^  im  Siideii  siiielen.  werden 
meistens  .iiich  dort  .•iuff;cnoiiiiiien.  .Mög- 
lich, dalj  Kich.ird  'i'.iuber  auch  noch 
filmt.  .Xyiies  Petersen  wohnt  Berlin  W  , 
Kiirfiir>teudanim  IH.'i.  l.ien  Deyi-rs  ist 
noch  jJin;;-er,  als  Sie  (jeseliätzt  haben. 
K  e  i  n  b  o  I  d  B..  s  e  h  o  n  e  b  e  r  k  : 
\\  ir  kiinncn  Ihnen  zu  unserem  Be- 
d.niern  die  .Malie  \  on  Kiidolf  Nalentiii.i 
iiiclil  aiifreben.  Bei  einer  Sclniiilie;t>- 
koiikiirrenz  diirfen  Fr.-iucn  weder  zu 
;;riiti  noch  zu  klein  sein;  .Männer  dürfen 
liier    zu    firoli   .als    zu    klein    sein. 

I.  >  a  -  .M  .1  r  a  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  H  a- 
m  ein:  .Senden  Sie  nur  Ihr  »iedicht- 
iliin  an  l,y;i  .Mara,  .sie  wird  sieh 
-icber  ihirüher  freuen.  Kosen  und  Nel- 
ken. Sdbalil  wir  mit  l-va  .Mara  wieder 
zu„,'iiiimenkoiiinien,  werden  wir  (fern 
Ihren  (iriilj  ,iiisricliten,  .sie  dürfen 
fra;;eu,  so  oft  sie  niö-t'en.  Wir  sind  ' 
llini'ii    Kanz    und    nar    nicht    böse! 

I"  i  1  in  f  r  e  ii  li  d  i  n        W  .        K.        a  ii  s 
l.eipzi;;-:  Wenn      Sie      an       Willy    ■ 

l'ritsch  einen  Brief  schreiben,  so  seien 
sie  versichert,  dali  Sie  ihn  nicht  nn- 
eröffnet  zurückerhalten,  sondern,  ilaU 
Fritscli  ihn  öffnet  und  liest,  (irotlphotos 
von  A\  illy  Frilsch  können  Sie  durch  ib-n 
l'o-lk.irteiiverlai;-  KoU  beziehen,  Berlin 
sW  (IS,  Alex.indrinciisti.ilie  lin.  .l.iwohl. 
die  \  Oll  Ihnen  aii;;i'nebeiien  .Maüe 
..p.issen  ■  fiir  die  l.aiifliahn  einer  Film- 
dar-tclleriii. 

F.     K..     K  o  c  li  e  r  n  :       D.is     --ind     I'ri- 

\atsaclien.      in     denen     wir      nicht     r.ili'il 

kiimien.      Sclireiben    -sie    ,in    die     Kiinsl- 

lerin    iiiul    warten    .sii>    ;ib. 

F.  r  II  a    1...   Berlin:    Hoot   (iibson   erreichen   Sie  unter  Fnivers;il.Cit.> . 

K:ilifornien.      Das   .\lter  der   Kiinsller  (>eben   wir   nicht   .in, 

C  b  :i  r  1.  K.,  Berlin  :  Harry  l'iel  ist  nie  in  einer  Filmscliülo  rp- 
wesiii,  elieusn  Werller  l'iietterer  nicht.  l'iietterer  wohnt  Berlin-Ste^lit/, 
Kleiststr.il.'ie  .'7.  Baby  Pcküv  filmt  unseres  Wissens  an^tenblicklicli  iiiilit. 
M.-iri.i  l';iiidlers  iiächsti  r  Film  i-t  ,,D:.-  närrisidie  Cliick".  Filmbiiclier 
aller  Art  beziehen  sie  am  bcvieu  diiicli  den  .\la\  .M.itlis,.iiu-\erla;r.  Berlin  .. 
SW     (i,s,    Hitterstr:>IJe   71, 

T'  r  i  I-  h  A'.,  I.  ö  w  e  n  h  e  r  ;;  :  ,Ieiiny  .Tii;;o  i^t  um  dem  'iiiu;;en  Film- 
d:>rs|eller  Enrico  Beiifer  verlobt.  Sie  ist  Wienerin.  W  ■diiiiini; :  Berlin  W, 
Kaiserdamin    J!l. 

S  t  r  a  I  s  II  n  d  e  r  F  I  ii  n  d  e  r  :  Willy  Frils«  h  w  ohnl  Berlin  W  .  K.ii- 
scrdamm  !!.'>  und  li.it  am  27.  .I.iniiar  Cchiirtstaf;-.  •'!'  er  seine  Siuiiiiier- 
reise  n:icli  Binz  machen  wird,  können  wir  lliiien  zu  unserem  Bedauern 
iiiilil  \irr.ilen.  Wir  iielinien  .aber  au,  dalJ  Willy  Frilsch  d.as  heute  sidlist 
i'dcb  nicht  weilJ,  Al.ix  Ha!is<'n  wohnt  Berlin  -  AVilniersdorf.  Brandeii- 
biirnische    StraUe    2.'>,      Sein    (iebnrtsta«:    22,    .Viiniist, 

(iertriid  \V.,  Berlin:  Fnsere  .Xiitofir.immtajie  finden  stets  in 
einem  der  trrol.ien  l'fa-Tlieater  statt.  Der  Film  .,\Vir  armen  kleinen 
Mädchen"  ist  schon  ältenn  Datums,  (Jre'e  Moslieim  war  friiher  mit  eiiieie 
Bankiir  v.-rheiratet,  .lawohl.  s.iniiälsral  .Mosheim  ist  der  V.ilcr  der  Künst- 
li  rill,  (irete  .Moslieim  ist  :iiicb  Biiliiieiis<!.auspieleriii.  .\n  den  l{e>n|iarilr- 
Biilmi'U.  Ks  niht  noch  kein  Buch  iiber  (irete  Mo>lieiui.  I..\a  Mar.i  he- 
liiiilet  sieh  .'iU!;enlilicklich  im  F.iii;:idin  zum  \\  int.Tsport.  Kin  l.y.a  Maia- 
lliicli  yibt  es.  Zu  bezuhen  diircli  dfii  M  i\  .M.illis-Mii- \  erlm.  Adresse  an 
:. mierer  Stelle.  Vlle  Filmstjirs  baheii  ■relephouniimmerti.  sie  stcbeii  des. 
Ii.-ilh  nicht  im  'relrplionbuch.  weil  es  mi'ist  lieheiiuniimiiiern  sind.  Stellen 
Sie  si.h  vir.  wie  ift  winde  Milisi  eine  lleiiiix  Porten  iidei  einliaiiy  l.iedtke 
.Miueriifcn    werden!  <t 

\  II  i  I  a      S..     ,1  e  n  a  :       l.iiisl      Tierscb,      die     Operettendiv:!,      ist      Brunn,- 


4 


Kastn 


(•  min. 


Folgende  Filmposlkartaa  (ieiScn  sehr  hohe  Bezahlung  zu  kaufen  gesucht: 
I.va  de  Putli  578  1-3  1029  I  u.  4  und  andere  alte  Aufnahmen:  Mar(!arelc  SchlciJel  als 
..Hannelc"  (HanmlLS  Himmelfahrt),  Paul  Richter  922  1.  1024  1—6  und  andere  alte  Auf- 
nahmen.    Preisofl.  erbeten  unicr  K  H.  8009  Scherlbaus  Berlin  SW  68.  Zinmcrilr,  }S  41. 


i 


Die  Ufa -Theater  werden  mit 


gereinigt. 


uektwiwc 


V'=  rkaufsstellen: 


Berlin   W  50,    Kurfürslundamm   ?36  Benthen,     Bahnhofstr    13  Brannschweig;,    Münzstr.    la  Bremen,    HcrdcntorstcinwciJ  5  Breslau,    Junkcrnstr.  38  40 

Chemnitz,  Falkcplalz   2        Coblenz,  Schloßstr    35       Dortmund,   Kaiscrslr   ö       Dresden,   Praiicr  Str    35       Duisburg,  Kuhtor  2  4,       Düsseldorf,   Slcns'r.  2       Eisenach, 
Frauiinbcr;!  9  Elberfeld,  Altcnmarkt    13  Essen,   Huysscnalloc  93  Frankfurt  a.  M.,    ^la;nz^r  LanJslraßc  59  63  Halle,   Maqdcbiiriicr  Sir.  56  Hannover, 

Bahnholstr    15  Karlsruhe,   Ka  scrstr   205         Kiel,   Holst^'nstr.  61  Köln,   Hohe    Str    64  Königsberg,   Münzstr    17  Leipzig,    Rudolphstr    4  Magdeburg, 

Breite    \Xei;   3  b  München,    Salvatorstr    18  Nürnberg,    Farbcrsir.  16  Stuttgart,     Kotebiihlstr.  41  Wiesbaden,  Wilhelmstr.   18. 

Außerdem  Verkaufsstellen  in  tveiteren  Groß-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Bit  33iocitiu  =  ^rfi0frasr. 


500 


0;c>  lictU  uuci  iiicl  öavau,  einen  tn-tuu1)baveiu  cin  = 
pväiifniiuMi  .^mci^ciliiicn  :1!ciiu  \><)\\  bcn  niicl)= 
itol)cnbcii  -liHivtcu  ,^11  cii)iilton: 

^  c  1;    bei  n  o    :'<t  c  r  o  o  n    in    6  t  o  n  ö  ! 
"Ji  i  111  in    iM  0  c  i  t  i  n  !  . 


Tiie  biolier  eiiu^eiiaiuieiUMt  ^Lifiiiuien  befiiebiticit 
iino  iiiilit.  ^IiMr  erhöben  babev  Die  "^U'änüe  für  ben  bcften  ^Dxeini 
auf  ."){)()  illiiirf.  "Düiliere  -Jx^biniiuiuien  lUtf  ^iiUinfd).  Ofy  barf 
nur  ein  {licim  ciniiefonbt  lueröen.  Cüiii  ih'iefmedifel  tann  meiicn 
tier  -Vreic>frtuie  nidit  ftattfinben.  6d)lufiterinin:  ITi.  x^lpril  VXIW. 


aVie'  ift 


BiOCiTiN? 


StepfiatJ   Lorant 

WIR  VOM  FILM 

Das    Leben,     Liehen     und    Leiden    der 
Filmstars 


Mit  49  personlicfieii  Beiträvjen  der  bedeutendsten 
["ilmstars  und  400  AbbiMunjfcn  auf  bestem 
Kun*;tdrud<pa|)ier   Broschiert  4.— RM.  Gebund. 

5.—  RM.  Cje^en  V^oreiiiseiidiiny;  oder  N.ulin.iluiie 

Illustr   Filmvc'odie,  Berlin  S\V68,  Kociistr.  6-8 

p.^'.ts.b.-ct.koMt  >  lii-riiri  i4>> ::: 


(iin  niiii)  beut  i>crfal)rcn  oon  ~-]^^rof.  >>iibenimnn  fiert^cftellter 
Sternen  :l{ö[)rftoff,  bii,^u  beftiinint,  Die  ilierocn  öurd)  birette  Civ- 
niibvuiui  \\\  friiftiqen.  elaitifd)er  uiii)  leiftuiuiyfiibiiiev  ,^u 
iiuid)en.  "iMocitin  befeitiiU  ,^uiileid)  i?ie  tfriiuibiiiuioitoffe,  öie 
bie  Uri'at1)e  nenuifer  iuMdnnerben  oller  -^Irt  finb  (.^Utpföntcf, 
OieiU'iirteit,  ou'bäditniofdnuiidie,  Gdilaflofiiiteit  iiiiu.)  unb  boo 
üeben  \\\.  einer  Mette  non  t£nttdufd)uuiien  unb  tlliinerfokien 
iiuiriien.  T'iiruin  füll  num  bie  ^liernen  in  Gttinb  fcluni,  baruiii 
foli  num  'iMocitin  nebinen,  beim  num  fpürt  nliibiilb  e  r  ft  n  u  n  t 
unb  b  e  ii  1  ü  rf  t  bie  uiobitiitiiien  ^Ji^rfunc^cn:  ^roI)e  yrntne, 
Spriiuilebenbititeit,  unbänbitie  xMrbeiti^luft.    -^lud)  mirb  bn^ 

^liiofcbcn  blühender  \\\\h  um  3^^tH'C  i^crjüiuit. 

'iMocitin=l;iiblettcn   ,su    l.iK)  it.  ii.tiO  -il.liart   in   'Olpotlicten  unb 
1^roiicnl)tmb[uncicn.     ^iMocitinfnbrit  i^crlin  SW29;fyui. 


iiiiiiiMim'  iiiimiiiiiiiiMMHiiiiiiiii 


K;Iu2>- Sessel 


Kurze  Zelt  in  der  Großen  Kunst  -/Jusstellung 
DaQlOeim  benutzt,  fast  wie  neu,  verkauft  von 

^5  Mark  an  in  Stoff   —    Rina-Ceder  95  Mark 

H.  £ip1ce,  Berlin  STV,  Koc^siraßc  6  bis  7 


liiiMlMWTTnnHMnTWTroTTOTi 


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Einzelpreis    40  Pf,    für    das    Heft,      BezutSspreis     d    -ch  die    Pust  monatlich    :  :-   M.     Verla«:   lllustrierle   Fdmuochc  G.m.b.H..  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6-8.     Schrifl- 
l«itun)<    A.  Rosenthal — \ros,  B.'.in.     Für  d\-      •  ,  daklion  und   Herausi;.';  Oestcrrcich   \  eranlwortlich  Robert  M    'ir.  Wien  1,  Dom^iasse  4.     Verantwortlich    für  Anzeij;en 

\Xilhelm     Schaeler,     Charlottcnburii.      A  n  z  c  i  ^  e  n  v  e  r  \\  a  I  l  ii  n  ;>    Bepa\>.i    ,,,     BerlinW    ..,   Blumes  Hof    5.      Kui  ..  rUefdruck  :    .\u^;ust    Scherl    G.  m.  b.  H,  Berlin  SW  68 


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Ml  M  iM  E  R    9        /        BERLIN.    3    MÄRZ    1929       /       PREIS       0    P  F  E  N  NM  G 


I   wenn  Sie  an  den  Sommer  mit  all  seinen 
y  Freuden  denken,  an  die  Sommerfrisdie, 
die  Ferienwanderung,  an  das  all- 
wödientliche  „Weekend". 

Aber  glauben  Sie:  noch  sdiciner  als 
\  orfreude  ist  die  Nadifreude  ^  die  Er- 
innerung. Möditen  Sie  nidit  audi  nodi 
nadi  Jaliren  sdiöne  Stunden,  unver- 
geßlidie  Augenblidte  in  unveränderter 
Lebendigkeit  vor  Ihren  Augen  erstehen 
lassen?  Sie  können  es!  Filmen  Sie  alles 
selbst,  was  Ihnen  der  Erinnerung  wert 
ersdieint. 

Bedienen  Sie  sidi  der  Aufnahme- und 
Wiedergabe  -  Apparate  der  Amateur- 
kinematographie, die  billiger  sind  als 
Sie  annehmen.  Sdireiben  Sie  uns  oder 
besudien  Sie  uns  unverbindlidi  in  den 
Ausstellungsräumen  der  Üfä-Handels- 
diaft,  Berlin  SW68,  Kodxsit.  6/7 


.J 


1)  I  i:    M  c)  c  II  r  \  s  c  II  K  I  i    v    n  r.  k    i  i  \.  m  r  w  r  i  \  n  r 


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CON  QAD    VEID  T 

^ibi  am  5.  März  Autogramme  im  „Universum",  Lehnine'r  Platz 


anstalten,  beim  Boxen,   hoch  zu  Roß  und 
beim  Ski. 

Unsere  Bilder  zeigen  Franz  Lederer 
beim  Training  und  bei  der  praktischen 
Verwendung  der  erworbenen  Fähigkeiten 
in  seinem  nächsten  Film  „Die  wunder- 
bare Lüge  der  Nina  Petrowna". 


Phot.  Ufa 


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ConkaSuäSl-: 


Es  ist  S( 
ein  offe 
wesen. 


schon  seit  Monaten 
fenes  Geheimnis  ge- 
'wesen,  daß  es  nur  eine 
Frage  der  Zeit  sein  würde, 
wann  Conrad  Veidt  Hollywood 
wieder  mit  Berlin  vertauscht. 

Während  Jannings  sich  drü- 
ben in  Amerika  immer  mehr 
durchsetzt  und  eine  Popularität 
erreichte,  die  beinahe  ins  Mär- 
chenhafte grenzt,  kam  Veidt 
nicht  recht  zur  Entfaltung,  weil 
man  diesen  großen  Filmkünstler 
beinahe  grundsätzlich  verkehrt 
verwendete. 

Die  Schuld  liegt  sicher  nicht 
an  dem  deutschen  Schauspieler. 
E.  A.  Dupont,  heute  einer  der 
größten  und  erfolgreichsten 
europäischen  Spielleiter,  machte 
bei  der  Universal,  bei  der  auch 
Veidt    tätig    war,    ungefähr    die 


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gleichen  Erfahrungen,  Er  brach  noch  viel 
schneller  die  Zelte  in  dem  amerikanischen 
Filmöpolis  ab  und  ist  heute  eine  der  stärksten 
Stützen  des  englischen  Films. 

Selbstverständlich  hat  man  nie  etwa  mit 
Absicht  Veidt  vor  undankbare  Aufgaben  ge- 
stellt. Es  scheint  im  ganzen  Produktionsstil 
der  Universal  zu  liegen,  in  der  grundsätzlichen 
Richtung,. daß  sich  künstlerisch  etwas  eigen- 
willige Deutsche  nicht  bei  ihr  zurechtfinden 
können. 

Vielleicht  war  es  die  Erkenntnis,  •  daß 
Laemmles  Produktionsapparat  sich  den  deut- 
schen Verhältnissen  schwer  anpassen  kann, 
die  letzten  Endes  dazu  geführt  hat,  daß  er 
einen  seiner  besten  Produktionsleiter  nach 
Deutschland  sandte,  damit  er  hier  für  Rech- 
nung und  Gefahr  des  New-Yorker  Betriebs 
arbeitete. 

Ob  Veidt  in  diesem  Rahmen  tätig  sein  wird, 
steht  im  Augenblick  noch  nicht  fest.  Dagegen 
ist  sicher,  daß  unmittelbar  nach  seiner  An- 
kunft die  Berliner  Premiere  eines  Großfilms 
stattfindet,  in  dem  Veidt  eine  tragende  Rolle 
spielt. 

Es  handelt  sich  um  die  Verfilmung  eines 
Vorwurfs,  der  von  Victor  Hugo  stammt  und 
sich   ,,Der   Mann,   der   lacht"   nennt. 

Dieser  ewig  lächelnde  Mensch  wird  noch  als 
kleiner  Knabe  von  Zigeunern  auf  der  Flucht 
zurückgelassen.  Er  findet  ein  kleines  Mädel, 
höchstens  ein  paar  Monate  alt,  das  er  —  selbst 
verfolgt  und  schutzlos  —  rettet,  und  das  dann 
später  mit  ihm  gemeinsam  von  einem  Gaukler 
aufgezogen  wird,  der  aus  den  beiden  Find- 
lingen Attraktionen  seines  Wanderzirkus 
macht. 

Später  wird  aus  dem  Clown  ein  Edelmann. 
Die  englische  Königin  erfährt  nämlich,  daß 
der  Mann  mit  dem  grinsenden  Gesicht  der 
Nachkomme  eines  geächteten  Lords  ist,  für 
sie  ein  willkommenes  Werkzeug,  um  eine 
verhaßte   Frau   zu  strafen. 

Der  königliche  Plan  mißlingt,  und  der  Mann, 
der  lacht,  geht  nach  abenteuerlicher  Flucht 
mit  der  Frau,  die  er  liebt,  über  die  Grenze. 

Man  verspricht  sich  in  deutschen  Film- 
kreisen von  diesem  Film  außerordentlich  viel, 
glaubt,  daß  er  ein  großer,  nachhaltiger  Erfolg 
werden  wird,  etwas,  was  wir  schon  im  Inter- 
esse Veidts  wünschen,  dem  man  gern  bei 
seinem  persönlichen  Erscheinen  zur  Urauf- 
führung auf  deutschem  Boden  einen  herzlichen 
Empfang    bereiten   möchte. 


Bilder    aus    dem    Universal-Film 

„Der  Mann,  der  lacht" 
mit  Conrad  Veidt.    Mary  Philbin, 
Cesare  Gravius,  George  Siegmann 


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Der    scharfsinnige    Detektiv,    mag    er     nun 
Sherlock  Holmes,   Nie   Carter   oder  Stuart 
Webbs    heißen,    der    aus    unwichtigen    In- 
dizien   den    rätselhaften    Kriminalfall    abzulesen 
und  aufzulösen  weiß,  entstammt  dem  ironischen 
Roman   ,,Sadik"   von    Voltaire,    worin   das   alles 
'^DRGKTS  ///  ^        nicht   so   ernst   gemeint   ist.     Die  Leser  müssen 

sich  aber  schon  bei  Zeiten  über  den  verblüffen- 
den Scharfsinn  des  Detektivs  geärgert  haben, 
der  ihnen  so  außerordentlich  überlegen  war, 
denn  der  Trick  jeder  guten  Kriminalgeschichte 
beruhte  eben  darin,  den  Leser  bereits  eingangs 
zu  verwirren,  daß  er  regelmäßig  auf  einen  fal- 
schen Verbrecher  tipte.  Man  hätte  sich  sagen 
sollen,  daß  es  in  einer  konstruierten  Roman- 
geschichte umgekehrt  wie  im  Leben  zugeht.  So- 
wohl im  Kriminalroman  als  auch  im  Kriminal- 
film hält  der  Detektiv  mit  der  Bekanntgabe 
wichtiger  Spuren  zurück,  um  mit  ihnen  auf  dem 
Höhepunkt  der 
Handlung  die  ver- 
blüffende Wen- 
dung  einleiten  zu 


\ 


Photos: 
Palladium- 
Film 


1 


können.  In  der  Praxis  käme  kein  Kriminalist, 
der  sich  so  verhielte  zum  Ziel.  Als  Scotland 
Yard,  die  Londoner  Polizei-Zentrale,  nach  den 
Erfolgen  der  Sherlock  -  Holmes  -  Romane  sich 
Conan  Doyle  als  Beirat  engagierte,  machte 
dieser  berühmte  Schriftsteller  einen  Fehler  nach 
dem  anderen,  setzte  Unschuldige  gefangen  und 
entließ  Schwerverbrecher,  so  daß  man  ihn  nach 
einer  Woche  bat,  seine  praktischen  Versuche 
schleunigst   einzustellen. 

Mark  Tyk-ain  muß  das  vorausgeahnt  haben, 
denn  in  seiner  Groteske  „Der  gestohlene  weiße 
Elefant"  führt  er  den  Typ  des  komischen  De- 
tektivs ein,  der  aus  richtigen  Anzeichen  immer 
die  falsche  Spur  aufnimmt.  Pat  und  Patachon, 
die  sich  der  Komik  verschrieben  haben,  kön- 
nen als  Detektive  natürlich  auch  nur  nach 
diesem  Prinzip  handeln.  Ihnen  würde  man  es 
weniger  als  irgendeinem  anderen  glauben,  daß 
sie  Indizien  geistreich  kombieren  und  kaum 
sichtbare  Spuren  zur  Lösung  eines  Rätsels  be- 
nutzen könnten.  Sie  halten  sich  auch  gar  nicht 
lange  bei  solchen  Versuchen  auf,  sondern  sie 
sind  in  ihrem  neuesten  Film  „Pat  und  Patachon 
als  Detektive"  eben  der  dämliche  Lange  und 
der  pfiffige  Dicke.  Wie  immer  kommen  sie 
durch  einen  Zufall  dazu,  sich  in  dieser  un- 
geahnten Art  zu  betätigen.  Eigentlich  sind 
beide  zwei  Kopenhagener  Zeitungshändler, 
die  sich  dieses  Gewerbes  nur  deshalb  be- 
mächtigten, weil  man 


) 


T)ie  Kamera  als  Toileiienspiegel    Ein  lusliges  MomenMd  aus  Hollywood 

Phot.  Int.  Sewsrttl 


-i\ 


fyb&fyiaiis^ 


Tolstois  Jugendnovelle  ,,Dic  Kosaken",  eine  Arbeit  aus 
dem  Jahre  1860,  hat  zu  dem  Film  ,,Die  Kosaken"  die 
Handlung  hergegeben.  Nicht  so  sehr  die  Tendenz  der 
Erzählung,  die  hauptsächlich  darum  geschrieben  wurde,  um 
die  seelische  Läuterung  eines  eleganten  Moskauer  Offiziers  , 
durch    die    einfachen    Verhältnisse    bei    den    Kaukasiern    ver- 


I 


sländlich  zu   machen,   sond 
und     Mitreißende    des    Kosa 
den   Filmregisseur  an.      Hier  konnte    er    seine 
Wildwcstreiler  in  ein  prächtiges  Kostüm  stecken 
und   brauchte   ihrem  überschäumenden  Temperament 
keine   Zügel   anzulegen,   denn   je   wilder  es  bei  einem  nur 
halbzivilisierten   Reitcrvolk  zugeht,  desto  besser.    Die  Kämpfe 
zwischen   Kosaken   und   Mohammedanern  geben  zu  dem  einen 
anregenden   Hintergrund,   vor   dem  sich  die  Handlung  in  brei- 
ler   Fülle    entwickeln    kann.       Ein    Film    ist    ohne    Liebes- 


Kcnec  Adurec  und  John  Gilbert 


l'liot.  M.G.-M. 


^^lö^uöOodJhapekUjfe 


ij  geschichtc  nun  einmal  nicht  zu  denken,  und  so  drehen  sich 
denn  auch  die  Vorgänge  in  den  , .Kosaken"  um  dieses  alles 
umspannende  Gefühl.  Der  Sohn  des  Hetmans,  den  John  Gil- 
bert darstellt,  liebt  ein  Kosakenmädchen  in  Gestalt  von  Renee 
Adoree,  um  das  sich  auch  Fürst  Olcnin,  von  Nils  Asther 
elegant  und   liebenswürdig  verkörpert,   bewirbt.     John    Gilbert 


k 


John  Gilbert  und  Renee  Adoree 


In  den  letzten  diei  Jahr- 
zehnten ist  aus  zaghaf- 
ten Anfängen  eine  Säug- 
lingsfürsorgebewegung ent- 
standen, die  ganz  Deutsch- 
land schon  mit  einem 
Netz  von  Säuglingsfürsor- 
gen überzieht.  Die  Müt- 
ter stellen  in  regelmäßigen 
Zeitabständen  ihre  Klei- 
nen vor,  erhalten  dem 
Alter  und  Gewicht  des 
Kindes  entsprechende  Rat- 
schläge, und  das  Ergebnis 
ist:  Die  Säuglingssterblich- 
keit, die  über  20  Prozent 
betrug,  ist  auf  10  Prozent 
abgesunken;  Erkrankungen 
wie  Skorbut,  Milchnähr- 
schaden, Mehlnährschaden 
und  dergl.  sind  zu  Selten- 
heiten geworden.  Der  Som- 
mergipfel der  Säuglings- 
sterblichkeit, durch  Darm- 
erkrankungen verursacht, 
ist   verschwunden. 

Zugleich    werden    Tages- 
heime    für    Säuglinge     und 


Kleinkinder  erwerbstätiger 
Mütter  in  immer  steigen- 
der Zahl  eingerichtet,  so 
daß  die  Kleinen  nicht 
fremden  Pflegefrauen  an- 
vertraut zu  werden  brau- 
chen. Die  Mütter  brmgen 
morgens  ihre  Kinder  zum 
Heim  und  holen  sie 
abends  nach  Arbeitsschluß 
ab.  Früher  war  die  Ein- 
richtung solcher  Krippen 
ein  Werk  freier  Wohl- 
fahrtspflege; jetzt  sind  sie 
zum  Arbeitsgebiet  der 
Kommunalbehörden  ge- 
worden. 

Bilder  aus  einer  solchen 
neueingerichteten  Säug- 
lingsfürsorge  und  der  ihr 
angegliederten  Krippe  zei- 
gen unsere  Aufnahmen; 
sie  stammen  aus  der  Säug- 
lingsfürsorge Wedding  .  A 
(leitender  Arzt  Dr.  B. 
Feilchenfeld)  und  dem  Ta- 
gesheim Wedding  I  im  Be- 
zirk Wedding  der  Stadl 
Berlin. 

Phot.  Ufa 

I 


Emil  JeinninQs  in  ,,Der  Pairioi' 


l'liot.   I'iiniiiioiinl 


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Einer   der   letzten   Filme,    die    Paul    Davidson    in    eigener   Firma    herstellte, 
nachdem  Lubitsch   nach  Amerika  gegangen  und  Jannings  zur  Ufa  zurück- 
gekehrt   war,    zeigte    Liane    Haid    in    der    Rolle    einer    Sängerin,    die    eine 
Tischgesellschaft     so     durch     ihre    Lieder     bezaubert,     daß     niemand     die     sich 
nähernden   Eisberge    bemerkt    und    das    Schiff    mit    ihnen   zusammenstößt.     Wer 
"^      sich    noch    dieses  Filmes  er- 

innert, wird  vielleicht  wis- 
sen, daß  er  ,,Ich  liebe  dich" 
hieß  und  von  Paul  Ludwig 
Stein  inszeniert  war.  Liane 
Haid  erscheint  nun  abermals 
in  einem  Film,  der  sie  in 
Seenot  geraten  läßt  und  der 
sich  deshalb  stilgerecht 
,,S.  0.  S.  Schiff  in  Not"  nennt. 
Die  Handlung  ist  natürlich 
vollkommen  anders;  nur  eins 
ist  gleich  geblieben;  der 
Partner,  der  jetzt  wie  damals 
von  dem  scharmanten  und 
liebenswürdigen  Alfons  Fry- 
land  verkörpert  wird.  Da 
Paul  Ludw  ig  Stein,  der  seiner- 
zeit die  Szenen  des  Schiffs- 
bruchs trotz  geringer  Mitlei 
recht  geschickt  und  wirkungs- 
voll inszeniert  hatte,  heute 
in  Hollywood  weilt,  hat  Car- 
mine  Gallone,  der  nicht  un- 
bekannte italienische  Regis- 
seur, die  Spielleitung  über- 
nommen und  sich  auch  gleich 
das  Alanuskript  selbst  ge- 
schrieben, ein  Umstand,  der 
sich      immer     als     besonders 

glücklich  herauszustellen 
pflegt.      Außerdem     geht     es 
diesmal     lebhafter    zu,    denn 
Liane   Haid  hat  nicht  nur  die 


l'lioi.  r>e\init 


Nacht  aut  einem  locken  Schiff  zuzubringen,  sondern  wird  von  einer 
Sturzwelle  erfaßt,  über  Deck  geschwemmt  und  von  den  Wogen  des 
Ozeans  mit  fortgerissen.  Liane  Haid,  sonst  immer  am  bewährtesten  als 
Darstellerin  lieber,  freundlicher  Mädchen,  erscheint  also  zum  erstenmal 
in  einer  Sensationsrolle,  bei  der  man  sich  übrigens  keines  ,, Doubles",  also 
einer  artistischenVertretcrin, 
bediente.  Man  darf  darauf  ge- 
spannt sein,  zu  sehen,  wie  sich 
Liane  Haid  mit  dieser  für  sie 
neuen  und  nicht  ungefähr- 
lichen Situation  abgefunden 
hat.  Als  Gcgenspielerin  und 
Gegnerin  erscheint  Gina 
Manes,  die  allmählich  zum 
Generalvamp  des  europäi- 
schen Films  wird,  nachdem 
sich  dieser  Typ  auch  bei  uns 
durchgesetzt  hat.  Die  Manes 
ist  die  elegante  Salonschlange 
im  Sardoustil,  eine  Schau- 
spielerin mit  eigenartig  kal- 
tem Blick,  von  der  etwas 
Faszinierendes  ausgeht.  Die 
Art  von  Alfons  Fryland  ist 
bekannt.  Er  findet  abermals 
Gelegenheit,  seine  Liebens- 
würdigkeit zu  beweisen,  seine 
Eleganz  ins  rechte  Licht  zu 
stellen.  Er  hat  sogar  eine 
Rolle  erhalten,  die  ihm 
schärferes  Heraustreten  ge- 
stattet, denn  die  Verhältnisse 
gestalten  den  Verlauf  der 
Handlung  tragisch,  wenn  der 
Schiuli  auch  das  Tragiidieii- 
hafte  vermeidet,  sondern 
zu  den  Elementen  eines 
Schauspiels   zurückkehrt. 


Joan    C.rawlord 

hat   sidi  ,mit   Douglas    l'airl>anb»  jr. 

verloDt 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


12.  fortsetziing 


Als  ich  meinen  Fund  dann  etwas  genauer  untersuchte,  stellte 
ich  zu  meiner  größten  Überraschung  fest,  daß  es  sich  um  einen 
Brief  Dr.   Steinhoffs   handelte. 

Hier  ist  das  interessante  Schriftstück;  sein  Inhalt  lautet 
folgendermaßen: 

, Herrn  Generaldirektor  Karr! 
Hierdurch   teile   ich    Ihnen   mit,    daß   ich   noch   im    Laufe    der 
heutigen    Nacht    der    nach   unserem    Abkommen    übernommenen 
Verpflichtung  genügen  werde.    Damit   dürfte  mein   Schuldkonto 
bei  Ihnen  endgültig  ausgeglichen  sein. 

Dr.  Kurt  Steinhoff.'" 
Walter  war  aufgestanden 
und  ging  mit  großen  Schrit- 
ten im  Atelier  auf  und  ab. 
Dann  ließ  er  sich  auf 
emem  breiten,  vergoldeten 
Prunkbett  nieder,  das  ihm 
mit  seiner  Überfülle  von 
orientalischen  Decken  und 
bunten  Seidenkissen  als  Di- 
wan diente,  und  schaute 
lange  in  die  verdämmernde 
Weite  des  Sees  hinaus,  von 
dem  es  zuweilen  wie  ein 
tiefes  Atemholen  voll  Duft 
und  Frische  durch  die  weit- 
offene Terrassentür  her- 
überschwoll. 

,,Was  halten  Sie  von  die- 
sem Brief,  Herr  Brandstet- 
ter?"  fragte  er  endlich, 
wieder  zur  Loggia  tretend. 
Der  Kommissar  trommelte 
leise  auf  der  Tischplatte. 

,,Ich  möchte  mich  fürs 
erste  nach  keiner  Seite  hin 
festlegen,  denn  ich  muß  ge- 
stehen, daß  der  Steinhoff- 
sche  Brief  mit  seiner  zwei- 
fellos absichtlichen  Dunkel- 
heit auch  für  mich  vorläu- 
fig noch  ein  großes  Rätsel 
bildet. 

Gegenstand  des  darin  er- 
wähnten Abkommens  kann 
selbstverständlich  nur  Frau 
Evelyn  sein,  und  am  näch- 
sten liegt  da  die  Annahme, 
daß  Karr  von  Steinhoff  ir- 
gendeine bindende  Erklä- 
rung, z.  B.  ein  ehrenwört- 
liches Versprechen,  alle 
weiteren  Beziehungen  zu 
seiner  Gattin  in  Zukunft 
abzubrechen,     verlangt     und     auch     erhalten     hat. 

Eine  solche  Zusage  wieder  würde  aber  doch  immer  nur  eine 
Verpflichtung  auf  Zeit,  auf  die  Zukunft  bedeuten,  während  der 
Brief  Steinhoffs  ausdrücklich  davon  spricht,  daß  er  seiner  Ver- 
pflichtung   noch    in    der    laufenden    Nacht    genügen   würde!" 

Walter  stäubte  mechanisch  die  Asche  seiner  Zigarette  ab;  der 
grüblerische  Ausdruck   in  seinem   Gesicht   verstärkte   sich. 

,, Beabsichtigen  Sie,  diesen  Brief  dem  Gericht  vorzulegen?" 
fragte  er  dann. 

Der   Kommissar  schüttelte  den  Kopf. 

„Vorläufig  jedenfalls  nicht!  Herr  Dr.  Rottmann  ist  in  seiner 
Art  gewiß  ein  sehr  tüchtiger  Untersuchungsrichter,  diesmal  aber 
hat  er  sich  nach  meinem  Gefühl  mit  seinem  Urteil  zu  früh  fest- 
gelegt.    Denn  er  hält   Frau  Karr  und  Steinhoff  bereits  für   über- 


führte Verbrecher,  während  ich  glaube,  daß  wir  viel  tiefer 
schürfen  müssen,  wenn  wir  den  wirklichen  Zusammenhängen  dieses 
Dramas  näherkommen  wollen.  Wo  ist  übrigens  der  Brief  Karrs 
geblieben,  der  sich  in  der  Mordnacht  offenbar  mit  dem  Schreiben 
Steinhoffs  gekreuzt  hat?  Hat  ihn  Dr.  Steinhoff  überhaupt  noch 
erhalten?  Die  Untersuchung  hat  sich  meines  Wissens  hiermit 
überhaupt  noch  gar  nicht  näher  abgegeben." 
Walter    zuckte   die    Achseln. 

,,Das  entzieht  sich  meiner  Kenntnis!  Auch  mich  hat  die 
Frage  nach  dem  Verbleib  des  Karrschen  Briefes  schon  mehrfach 
beschäftigt;    ich   habe   ihr   aber,    offen   gestanden,    nicht   den   Wert 

beigelegt,  den  sie  nach 
Ihren  letzten  Ermittlungen 
zu  gewinnen  scheint.  Ich 
schlage  daher  vor,  wir  fah- 
ren auf  frischer  Tat  noch 
einmal  nach  Schlachtensee 
hinüber  und  stellen  dort 
gleich  an  Ort  und  Stelle 
Nachforschungen  nach  dem 
verschwundenen  Briefe  an!" 


Josma  Selim  tritt  im  März  wieder  in  Berlin  auf 


Eine  halbe  Stunde  später 
hielt  das  Auto  der  beiden 
Herren  vor  der  Villa  in  der 
Albrechtstraße. 

Frau  Hartkort,  die  sich 
zum  Abendbrot  bereits  der 
qualvollen  Umpanzerung 

ihres  Frontkorsetts  entledigt 
hatte,  begrüßte  sie  in 
großer  Aufregung  und  in 
einem  geblümten  Schlaf- 
rock, der  ihr  die  Umriß- 
linie eines  Zwergflußpferdes 
verlieh. 

,,Ich  bitte  vielmals  um 
Entschuldigung,"  sagte  sie. 
,,wenn  ich  die  Herren  in 
dieser  schon  etwas  vorge- 
schrittenen Auflösung  mei- 
ner Toilette  empfange.  Aber 
ich  nehme  an,  daß  Sie  mir 
Nachrichten  über  unseren 
unglücklichen  Dr.  Steinhoff 
bringen,  und  da  wollte  ich 
Sie  auch  nicht  einen  Augen- 
blick lang  unnötig  warten 
lassen!" 

Walter  verneigte  sich  mit 
vollendeter    Höflichkeit. 

,, Gnädige  Frau  haben  recht 
geraten.  Unser  Besuch  gilt 
mittelbar  Dr.  Steinhoff,  Und 


zwar  betrifft  er  den  Brief,  den  Herr  Karr  kurz  vor  seinem  Tode 
noch  zu  ihm  geschickt  hat.  Können  Sie  uns  vielleicht  sagen, 
wer   diesen  Brief  in  Empfang   genommen  hat?" 

,, Gewiß,  Herr  v.  Prayer,  mein  Hausmädchen  Anna!" 

,, Würden  Sie  wohl  die  Güte  haben  und  das  Mädchen  einmal 
hereinrufen?    Wir   möchten   sie   gern   persönlich   sprechen," 

Frau  Hartkort  setzte  einen  altertümlichen  Klingclzug  in  Be- 
wegung. Gleich  darauf  erschien  ein  stattliches,  schon  älteres 
Mädchen  mit  einem  offenen,  verständigen  Gesicht. 

,,Es  handelt  sich  um  einen  Brief,  Fräulein  Anna,"  eröffnete 
der  Kommissar  das  kleine  Verhör,  ,,der  in  der  Nacht,  als 
Herr  Karr  ermordet  wurde,  hier  für  Dr.  Steinhoff  abgegeben 
worden  ist.  Sie  sollen  diesen  Brief  in  Empfang  genommen 
haben!" 

Das  Mädchen  bejahte  eifrig. 


„Das  ist  richtig!  Ein  alter  Mann,  der  im  Auto  gekommen, 
war,  hat  den  Brief  gebracht  und  mir  noch  besonders  eingeschärft, 
ihn  Herrn  Dr.  Steinhoff  möglichst  gleich  auszuhändigen.  Der 
Herr    Doktor    war    aber    gar    nicht    in   seiner    Wohnung." 

„Was   haben   Sie   denn   da   mit   dem    Brief   gemacht?" 

,,Ich   habe   ihn   bei   Dr.    Steinhoff   auf   den   Schreibtisch   gelegt!" 

„Dann   hat    ihn   Dr.   Steinhoff   gar    nicht   erhalten?" 

Das   Mädchen   seufzte. 

,,Das  mag  wohl  sein.  Denn  der  Herr  Doktor  ist  ja  nach- 
dem überhaupt  nicht  mehr  nach  Hause  gekommen.  Der  Brief 
hat  noch  eine  ganze  Weile  mit  anderen  Postsachen  auf  dem 
Schreibtisch  gelegen.  Bis  eines  Tages  die  Polizei  angerückt  ist 
und    alles    beschlagnahmt    hat!" 

Die    Herren   wechselten   einen   raschen   Blick. 

,,Der  Brief  befindet  sich  also  doch  wohl  bei  den  Gcrichts- 
akten",    sagte    der    Kommissar    halblaut. 

„Wir  danken  Ihnen  für  Ihre 
Auskunft,  Fräulein  Anna'" 
fuhr  er  dann,  zu  dem  Mäd- 
chen gewendet,  fort.  ,,Sie 
können  wieder  an  Ihre  Ar- 
beit gehen.  Und  auch  Sie,  _  _ 
verehrte  Frau  Hartkort,  wol- 
len wir  nicht  länger  Ihrem 
Abendbrot  entziehen.  Es 
handelte  sich  nur  um  diese 
Feststellung.  Verzeihen  Sie 
die    späte    Störung!" 

Frau  Hartkort  begleitete  sie 
bis   zur   Haustür. 

„Glauben  Sie,  daß  Herr 
Dr.  Steinhoff  noch  lebt?" 
fragte  sie  beim  Abschied,  mit 
den   Tränen   kämpfend. 

Walter  drückte  ihr  herzlich 
die  Hand. 

,, Solange  nicht  der  Beweis 
des  Gegenteils  erbracht  ist, 
besteht  noch  immer  Hoffnung. 
Ich  gebe  Ihnen  jedenfalls  so- 
fort Bescheid,  sobald  eine  be- 
stimmt greifbare  Nachricht 
eingegangen  ist!"  —  —  — 
XIII. 

Kurt  kam  durch  die  kleine 
Kirschenallee  des  Sanatori- 
umsgartens und  setzte  sich 
auf   eine    Bank    in   die    Sonne. 

Die  Bienen  summten  leise 
um         die  blütenschweren 


b- 


weißen    Wipfel    der    Akazien, 
und     der     Himmel     war     von 
einem   wundervoll   klaren   und  __^_____________^.^ 

tiefen  Blau.  "'"~~~'~~~^^~^"~^"^~~ 

Kurt  hatte  sich  auf  seiner 
Bank  weit  zurückgelehnt  und 
«chob  die  Decke,  die  ihm  der 
Pfleger  vorsorglich  mit  heraus- 
gebracht  hatte,   beiseite. 

Seit  drei  lagen  war  die  körperliche  Starre  wie  mit  einem 
Zauberschlage  von  ihm  gewichen,  so  daß  er  seine  Glieder  auf 
einmal    wieder    selbständig    regen    und    bewegen    konnte. 

Auch    der    Chor    der    quälenden    Stimmen    war    langsam 
geklungen   und   endlich   ganz  verstummt. 

Nur  sein  Gesicht  blieb  nach  wie  vor  unbelebt  und  leer,  und 
in  seinen  Ohren  brauste  und  rauschte  es  unablässig  wie  ein 
ferner    Wasserfall. 

Vergebens  hatte  Dr.  Schleyer  bei  seinen  ärztlichen  Besuchen 
mit  bewunderungswürdiger  Geduld  und  Ausdauer  immer  wieder 
eine   sprachliche   Verständigung    mit    ihm   angestrebt. 

Kurt  behielt  allen  Fragen  gegenüber  stets  den  gleichen  ab- 
wesenden, taubstummhaften  Gesichtsausdruck  bei  und  schloß  sich 
mit  derselben  Undurchdringlichkeit  auch  gegen  die  anderen  In- 
sassen der  Villa  ab,  die  mit  ihm  in  Verbindung  zu  treten 
suchten. 

Gegen  sechs  Uhr  kam  Dr.  Schleyer  etwas  verspäte!  zur  Nach- 
mittagsvisite und  gab  die  letzten  ärztlichen  Anordnungen  für 
die  Nacht.  Dann  entbot  ihn  der  Fernsprecher  in  einer  sehr 
dringenden  Angelegenheit  unverzüglich  in  die  Villa  des  Chef- 
arztes. 


Ein  fremdes  Auto  hielt  vor  dem  Gartentor,  und  in  seinem 
Dienstzimmer  saß  der  Geheimrat  in  eifrigem  Gespräch  mit  zwei 
entschlossen  blickenden  Herren  mit  bedrohlichen  Schnurrbärten 
und  subalternen  Bcamtengesichtern. 

,, Verzeihen  Sie,  lieber  Kollege,"  sagte  er  nach  der  ersten 
Vorstellung,  ,,daß  ich  Sie  noch  einmal  zu  mir  bemüht  habe,  aber 
die  Sache  duldet  keinen  Aufschub.  Die  Veröffentlichung  des 
Signalements  unseres  Findlings  auf  Station  Sieben  hat  nämlich 
einen     unerwarteten     Erfolg     gehabt. 

Der  Untersuchungsrichter  beim  Kriminalgericht  in  Moabit 
glaubt  in  ihm  mit  aller  Bestimmtheit  den  schon  seit  Wochen 
gesuchten  Mörder  des  Großindustriellen  Karr  zu  erkennen, 
dessen  Affäre  vor  kurzem  ja  ganz  Deutschland  in  Aufregung 
versetzt   hat!" 

,,Die  Ähnlichkeit  ist  allerdings  außerordentlich!"  schloß  er, 
seinem    Assistenten    eine    Photographie    über    den    Tisch    reichend. 

Dr.  Schleyer  schob  seine 
Eulenbrille  höher  auf  die 
Stirn. 

,,Das    ist     zweifellos     unser 
großer   Unbekannter!" 
— .^^„  Der    Geheimrat    nickte    zu- 

stimmend. 

,,Die  Herren  Kommissare 
möchten  sich  durch  persön- 
lichen Augenschein  gern 
selbst  von  seiner  Identität 
mit  dem  gesuchten  Dr.  Stein- 
hoff überzeugen  und  ihn  ge- 
gebenenfalls gleich  morgen 
früh  im  Auto  mit  nach  Ber- 
lin nelimen.  Ich  glaube,  daß 
dem  nichts  entgegensteht. 
Vielleicht  sind  Sie  so  freund- 
lich, Herr  Kollege,  und  ver- 
anlassen, daß  der  Kranke  von 
seiner  Station  noch  einmal 
herübergebracht    wird!" 

Fünf  Minuten  später  trat 
Kurt  in  Begleitung  seines 
Stationspflegers  ins  Zimmer. 
Er  sah  geisterhaft  bleich 
und  verfallen  aus  und  ging 
ein  wenig  gebückt  mit  auto- 
matisch steifen,  hölzernen  Be- 
wegungen, als  schliefe  er  im 
Gehen. 

,,Sie  sehen,  meine  Herren, 
ganz  das  Bild  des  ausgespro- 
chenen geistigen  Hemmungs- 
zustandes,   wie    ich    es   Ihnen 

vorhin    kurz    skizziert    habe!" 

'~~"^~^~~~'~~~~~^~~~~'~  bemerkte    der    Geheimrat,    als 

Kurt  auf  einem  Stuhl  in  der 
hellen  Beleuchtung  des  Fen- 
sters Platz  genommen  hatte 
,,Eine  seelische  Fühlung  war 
bisher  mit  ihm  noch  nicht  zu 
gewinnen,  und  ich  fürchte,  auch  heute  wird  kein  Weg  durch 
diese    Erstarrung   hindurchführen!" 

,,Herr  Dr.  Steinhoff,"  sagte  er  dann 
,,hier  sind  zwei  Herren  aus  Berlin, 
wünschen!" 

,, Verstehen    Sie    mich,    Herr    Dr.    Steinhoff?"    wiederholte    er, 
mit    Nachdruck    auf    jedem    einzelnen    seiner    Worte    verweilend. 
Kurt    rührte   sich   nicht. 

Keine  Muskel  in  seinem  Gesicht  zuckte,  und  sein  Blick  ging 
unentwegt    teilnahmlos   ins   Leere. 

Einer  der  beiden  Polizeibcamten  war  aufgestanden  und  be- 
trachtete   ihn    lange    und    aufmerksam. 

,.Eine  Simulation  ist  ausgeschlossen?"  fragte  er  mit  bcruls- 
mäßigem   Mißtrauen. 

Der  Geheimrat   lächelte  ironisch. 

,,Es  ist  ein  typisches  Krankheitsbild,  wie  es  zuweilen  nacli 
schweren  Gehirnerschütterungen  auftritt.  Im  übrigen  wird  ja  div 
psychiatrische  Beobachtung  in  der  Charile  alles  Weitere  er- 
geben!" 

Fortsetzung  fol^l 


SINGER  NÄHMASCHINEN 

AKHENGESELLSCHAPT 

SINGER    LADEN    CBERALL 


mit    erhobener    Stimme, 
die     Sie     zu     sprechen 


FRAGEN 


die  uns  erre Tchtert 


Anfragen    erbitten   wir    an    die   Redaktion    des     „  F  i  I  m -M  a  g  a  li  n",     Berlin   SW68,    ZimmerstraOe  35-41. 
Scheriverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptangelegenheiten  bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Kilckporto  beizufügen.  Jede  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  Schreibniaschlnenseitcn 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Regisseure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschlüge  senden,  von 
handgeschriebenen  Sendungen   (leserlich)   eine  Abschrift  zurückbehalten. 

• 

Fritz  B.,  Berlin:  Grete  Mosbeira  hat  am  8.  Januar  Geburtstag. 
Evi  Eva  wurde  am  .SO.  Dezember  in  Pankow  geboren,  Hilda  Rosch  am 
22.  September  in  Stuttgart. 

Eine  Ernst  Verebes-Verebrerin,  Bingen:  Ernst  Verebcs 
wohnt  Berlin"  W.,  Emscr  Straße  16.  Er  ist  so  jung,  wie  Sie  geschätzt 
haben.  Unverheiratet.  Bildkarten  von  Verebes  erhalten  Sie  durch  den 
Postkartenvcrlag  Ross,  Berlin  S\V  68,  Alcxandrinenstraße  HO.  Sie  können 
sich  mit  der  Autogrammbitte  unter  Beifügung  der  Bildkarte  und  des  Rück- 
portos direkt  an  ihn  wenden. 

Otto  Z.,  Breslau:  Felicitas  Malten  wohnt  Berlin  W,  Wilmersdorfer 
StraUe  80.  l)cr  Film  ,. Rutschbahn"  ist  vor  einigen  Wochen  in  Berlin  zur 
Uraufführung  gelangt. 

Erich  S.,  D  a  n  z  i  g  :  Truus  van  Aalten  wohnt  Berlin  W,  Luther- 
Straße    2",    ist    ledig,    gil)t    Autogramme    und    filmt    fleißig. 

M  arg  a  V.,  Berlin; 
Siegfried  Arno  wohnt  Berlin- 
Steglitz,  Schloßstraße  34,  Harry 
Liedtke  Berlin  -  Gninewald, 
Bismarckallec    16, 

L  y  a  M  a  r  a  -  V  e  r  e  h  r  e  - 
r  i  n  Irma  F.,  Berlin: 
Lya  Mara  wohnt  Berlin-West- 
end, Pommernallee  5,  ist  gold- 
blond und  gibt  eigenhändig 
Autogramme.  .,Der  rote  Kreis" 
erscheint  in  der  nächsten 
Spielzeit. 

L  o  t  t  i  und  G  e  r  d  i  a  u  8 
Dresden:  Werner  Fuelterer 
wohnt  Berlin-Steglitz,  Kleist- 
sfraUe  27,  wurde  am  10.  Ja- 
nuar in  «Stralsund  geboren  und 
Ist  unverheiratet.  Fred  Louis 
Lerch  wurde  am  28.  März  in 
Ernsdorf  (Österreich)  geboren. 
Kurt  D.,  Berlin:  Willy 
Fritsch  hat  am  27.  Januar  Ge- 
burtstag und  spielt  augenblick- 
lich die  männliche  Hauptrolle 
in  Fritz  Längs  ..Frau  im 
Mond".  Der  National  -  Film 
..Schwere  Jungen  —  leichte 
Mädchen"  ist  in  Berlin  her- 
gestellt worden.  Das  .\lter  der 
Künstler  veröffentlichen  wir 
nicht.  Gustav  Fröhlich  hat  am 
21.  März  Geburtstag  und  wohnt 
Berlin  -  Westend,  Kurländer 
Allee  1.  Suzy  Vernon  ist  ver- 
heiratet, ihre  ständige  Adresse: 
Paris  12,  Boulevard  Soult  46. 
Filmschauspieler  kann  man  nur 
werden,  wenn  man  die  Fähig- 
keiten  dazu   hat. 

M.  Gisela  L  a  u  r  i  s  ,  Marburg:  Carl  de  Vogt  wohnt  Berlin- 
Neutempelhof,  Holienzollernkorso  5.'>a.  Mit  Ciaire  Lotto  verheiratet.  Er 
gibt  .\utogramme.  Ebenso  Oskar  Marion,  der  unverheiratet  ist  und 
Berlin  W,  Kurfürstendamm  110,  wohnt.  Igo  Sym  hat  ein  Sühnchen  von 
ungefähr  li  Jahren,  ist  geschieden,  filmt  augenblicklich  in  Berlin  und  gibt 
Autogramme. 

^\  .  H.:  Wir  teilen  das  .Vlter  der  Künstler  nicht  mit,  weil  wir  finden, 
daß  das  mit  der  persünlichrn  Verehrung  nicht  das  geringste  zu  tun  hat. 
Es  gehen  täglich  unzählige  Fragen  hei  uns  ein.  Grcto  Mosheim  ist  mit 
dem  Schauspieler  Oskar  Homolka  verheiratet.  Sie  spielte  u.  a.  in  folgenden 
Filmen:  ..Die  .Sporkschen  Jäger",  „Erwai'hen  des  Weibes",  ..Primaner- 
liebe". ..Höhere  Töchter".  ,.Die  kleine  Sklavin".  Ihr  neuester  Film: 
„Die  Siebzehnjährigen".     In   Arheit:    „Frühlingscrwachcn". 

Vallu,  die  \Verner  Pittschau-  und  Fred  Louis 
1-ercli- Verehrerin  aus  Berlin:  Werner  Pittschau  betrachtete 
Wien  als  seine  eigentliche  Heimat,  hatte  aber  auch  sehr  viel  in  Berlin 
gelebt  und  gefilmt.  ,,Der  erste  Kuli"  ist  in  Berlin  hergestellt  worden. 
.\ndr«^  Matloni  spielte  in  „Gliiek  bei  Frauen".  Fred  Louis  Lerch  wohnt 
Berlin  W,  Regensburger  Straße  H.  Unverheiratet.  Geburtstag:  28.  März. 
I..etzter  Film:   „Rutschbahn". 

Gerron- Verehrer,  Charlotten  bürg:  Kurt  Gerron  w  ohnt 
Berlin  \V,  Albrechl-.Vchilles-Straße  8,  ist  verheiratet,  wurde  am  11.  Mai 
in  Berlin  geboren,  war  Arzt,  bevor  er  zum  Film  kam,  ging  dann  zuni 
Kabarett   und    filmt    seit   ungefähr   vier   Jahren. 

P  e  t  t  a  F..  Berlin:  Douglas  Fairbanks  kommt  vorläufig  nicht  nach 
Berlin.  Er  ist  ungefähr  so  alt,  wie  Sie  geschätzt  haben.  Mary  Pickford 
ist  bloml.  Das  Filmmagazin  brachte  schon  Bilder  von  der  Villa  Pickfair 
in  Be\  crly-Ilills.  Außer  den  von  Ihnen  genannten  Filmen  gibt  es  noch 
den    ..Mann    mit    der    Peitsche"    mit    Douglas    Fairbanks. 

R  e  s  i  B.,  D  ü  s  s  e  1  (1  o  r  f  :  Die  Titelrolle  in  ..Der  fesche  Husar" 
spielte  l\or  Xovello.  Engländer.  In  England  sehr  berülimt.  Aiigeiililicklich 
auch  wieder  in  London.  Gustav  Fröhlich  wohnt  Berlin-Westend,  Kurländer 
Allee  1,  hat  am  21.  März  Geburtstag,  in  Hannover  geboren,  ist  ledig,  gibt 
Autogramme,  großer  Blumen-    und   Tierfreund.     Zur   Zeit   in   der   Schweiz. 


Conrad  Veidi 

„Der  Mann,  der  lacht" 

Oibt 

Sonntag,   den   5.  M  ä  r  z, 
vormiitags  von  ll-l  Uhr, 

im  Ufa-Thealer  „Universum" 
A  uto^ram  m  e 

Unterzeichnet  werden  die  Bilder  in  den  Nummern  8  und  9 


Egon  S.,  Dresden:  Erich  Pommer  erreichen  Sie.  durch  die  Ufa, 
Berlin  SW  68;  Kochstraße  6—8,  Erich  Waschneck  wohnt  Berlin-Lichter- 
felde, Hortensienstraße  34,  Holger-Madsen  Berlin-Schöneberg,  Hauptstraße  47. 
Neugier,  Loch  hausen:  Gunnar  Tolnacs  spielt  augenblicklich 
mit  großem  Erfolg  in  Kopenhagen  Theater  und  kommt  wieder  im  Sommer 
nach  Berlin,  um  hier  einen  neuen  Film  zu  spielen.  Er  spielte  kürzlich 
in  dem  Starfilm  ..(icschlecht  in  Fesseln"  eine  Hauptrolle.  Ernst  Petersen 
ist  Norweger  und  lebt  in  Oslo.  Luis  Trenkcr  ist  mit  Nicht-Schauspielerin  ver- 
heiratet, ihr  Vorname  ist  Hilda.  Lcni  Riefenstahl  wohnt  Berlin-Wilmers- 
dorf, Hindenburgstraße  97. 

Filmfreundin  Margot  G.,  Augsburg:  Dene  Morel  wurde 
am  17.  Januar  in  England  als  Sohn  eines  bekannten  Politikers  geboren. 
Dene  studierte  Medizin,  zeichnete  sich  daneben  als  Amateur-Boxer  aus, 
ging  dann  nach  London  zur  Sprechbühne,  wo  er  mit  Shakespeare-Rollen 
große  Erfolge  hatte,  filmte  auch  ab  und  zu  in  England  und  kam  dann 
nach  Berlin,  wo  er  von  Graham  Cutis  für  den  deutschen  Film  entdeckt 
wurde.  Man  sah  Dene  Morel  noch  (außer  in  den  von  Ihnen  angeführten 
Filmen)  in  der  ...Xlpentragödie".  Möglich,  daß  Sie  von  dem  Künstler  bei 
der  Defu  uiiil  Emclka  noch  Standbilder  erhalten.  Er  war  ein  großer 
Blumenfreund. 

H.  W.  W.,  Berlin:  Jenny  Jugos  nächster  Film  ist  „Das  Mädchen 
aus  Valencia".  Dina  Gralla  arbeitet  augenblicklich  an  dem  Eiebberg- 
Film  „Ein  kleiner  Vorschuß  auf  die  Seligkeit".  Dita  Parlo  filmt  bei  der 
Ufa;  der  Titel  ihres  neuen  Films  steht  noch  nicht  fest. 

Pummel  aus  D  a  n  z  i  g  : 
Harry  Liedtkes  erste  Gattin 
war  die  Schauspielerin  Proft, 
die  zweite  war  Käthe  Dorsch. 
Alfons  Fryland  filmt  aügen- 
t)licklieli  in  München  ,,Die 
keusche  Kokotte".  Er  ist  mit 
einer  Nicht-Schauspielerin  ver- 
heiratet, wurde  am  1.  Mai  in 
Wien  geboren  und.wohntBerlin- 
Sehmargendorf,  Ruhlaer  Str.  15. 
Edith  Bm  Münster: 
Greta  Garbo  soll  seit  April 
mit  John  Gilbert  verheiratet 
sein.  Gustav  Fröhlich  ist 
blond  und  blauäugig,  riesig 
nett  und  so  groß,  wie  Sie  sich 
ihn  erträumen. 

Gertrud  und  Edith 
W.,  Berlin:  Iwan  Mosjukin 
wohnt  Berlin  W,  Kurfürsten- 
damm 195,  Gösta  Ekman  Stock- 
holm. Hjorthogsvägen,  Franz 
Lederer  Berlin-Friedenau,  Feh- 
lerstraße 4,  Suzy  Vernon  Pa- 
ris  12,  Boulevard    Soult  46. 

Eifrige  Leserin  aus 
Kreuz:  Hermine  Sterler  ist 
ledig.  Auch  noch  nicht  verhei- 
ratet gewesen.  Die  Adresse 
»timmt.  Sie  gibt  Autogramme. 
Filmt  fleißig.  Am  20.  März 
in  Cannstatt  bei  Stuttgart  ge- 
boren. Das  Alter  geben  wir 
grundsätzlich  nicht  bekannt. 
Sie  ist  sehr  geistvoll,  ernst 
und   zurückhaltend. 

W.      Hd.:      Die      betreffende 

Firma     heißt     British     Fotofon 

Limited,   London. 

Zwei  Egon  von  Jordan-Verehrerinnen,  Danzig:  Egon 

von  Jordan   kam  von  der   Sprechbühne  zum   Film.    Er  stammt  aus  Dux  in 

Böhmen.     Filmt    augenblicklich    nicht.     So    alt,    wie    Sie    geschätzt    haben. 

Seine   Lieblingsbeschäftigung:    Sport. 

Johann  L.,  Hamburg:  Gewiß,  man  kommt  auch  noch  mit 
.17  Jahren  zum  Film,  wenn  man  wirklich  mimisches  Talent  hat.  Ivan 
Mosjukin  ist  mit  der  Dänin  Agnes  Petersen  verheiratet,  gibt  Autogramme 
und   wohnt  Berlin  W,   Kurfürstendamin   195. 

B  r  e  s  I  a  11  e  r  F  i  1  m  r  a  n  g  e:  Aber  gewiß,  wir  kennen  die  Filmstars 
alle  persönlich,  und  wir  werden  gern  Ihre  Grüße  an  die  beiden  Künst- 
lerinnen ausrichten.  Möglich,  daß  Harry  Liedtke  auch  bald  einmal  nach 
Breslau  kommt.  Lilian  Harvcy  ist  von  Richard  Eichberg,  Maria  Paudler 
von  Artur  Bergen  entdeckt  worden^  Maria  Paudlers  Vater  ist  Baumeister. 
Lilian  Harvey.  Maria  Paudler  und  Fred  Louis  Lerch  sind  ungefähr  fünf 
Jahre    beim    Film.     Evelyn    Holt    wurde    in   Berlin    geboren. 

Margit  Tamara:  Jawohl,  Ernst  Pittschau  war  im  „Modernen 
Casanova"   zu   sehen.     Siegfried    und    Bruno  Arno   sind    Brüder. 

W.  R.,  Augsburg:  Filmbücher  aller  Art  können  Sie  durch  den 
Max  Mattisson  -  Verlag,  Berlin  SW  68,  Ritterstraße  71,  beziehen.  Lil 
Dagovers  nächster  Film  ist  ,,Der  Graf  von  Monte  Christi".  Wohnung: 
Berlin-Westend.  Arys-Allee  4.  Ihre  letzten  Filme:  „Der  geheime  Kurier" 
und   ,, Ungarische  Rhapsodie". 

Ilse  F.,  Z  ö  r  b  i  g  :  Wenn  Sie  Gunnar  Tolnacs  um  ein  .\utograiiim 
bitten,  müssen  .Sie  Ihrem  Briefe  einen  intern.itionalen  Postschein  beifügen. 
Der  Künstler  wohnt  jetzt:  Ved  Amagerport  6,  Kopenhagen.  Alfred  Abels 
Adresse:  Berlin-Halensee,  Kurfürstendamm  74.  Nur  Geduld,  wir  bringen 
auch    bald    wieder    Bilder    von    Gunnar   Tolnaes    und    Oskar    Marion. 

Traute  v.  L..  Breslau:  Den  Fürsten  Brauneck  in  ..Die  Heilige  und 
ihr  Narr"  spielte  Felix  P.  Soler,  die  Fürstin  war  Gina  Manes.  die  Prin- 
zessin Rosemarie  wurde  von  der  Holländerin  Lieii  Deyers  dargestellt.  Licu 
Deyers  wurde  in  .\msterdam  geboren.    Ihr  richtiger  Name. 

S  c  h  w  e  s  t  c  r  F  r  i  e  d  a  M. .  B  e  r  1  i  n  :  Der  Verfasser  unseres  Romans. 
Dr.  Hans  Schulze,  war  früher  Arzt  und  wohnt  Berlin-Cbarlotteiibiirg, 
Reicbsstraße  78. 


k 


Film- 


Ernst  H.,  Essen:  Ein  Dreiibuch  enthält  iniKefülir  150 — 2iK)  Bilder. 
Ein  zwciteiliuer  Film  wird  liciitzutage  nur  noch  in  Ausnahmefällen 
geniaeht. 

K.,  B  e  r  1  i  11  -  B  u  k  a  r  e  s  t  :  (ircta  Garbo  am  17.  April  in  Ciöteborg- 
geboren,  sie  i.-^t  sehr  niu.sikalisch.  Jawohl,  auch  selir  intelligent.  Olga 
Tscheeliowii  war  er>t  einmal  verheiratet.  Nur  eine  Toehtcr.  Sic  ist  ilie 
Enkelin  des  bekannten  Diehler*  Tscliecliow .  War  früher  Jiildhaueriii. 
.Am  2B.  .\pril  in  .Mcxamlrdpol  geboren.  Hosen.  Jtiissisehc  Volksliedi-r  uiiil 
Opern.  Aiigcnblieklieh  nicht  .m  der  Si)ri'chl)iihiu'  tälig.  Ihre  bekanntesten 
Filme:  ..Nora",  ,, Brennende  CJrenze",  „Die  selige  E.xzellen/.".  ...Moiilin 
Kouge".    ..^Veib    in    Flammen".    ..Siegerin '.     Jn   Arbeit:    ..Diane". 

A  e  h  i  m  (i  «i  t  z  v.  Z.  ii  ii  il  11.  H..  1?  c  r  I  i  n  :  Sic  können  einen 
Originalabzug-  der  betreflenden  Aufnahiiic  gegen  Vureiiiscndung  von  1  .\l. 
durch    uns    beziehen. 

1'  o  r  t  e  n  -  D  i  c  t  e  r  I  !■  -  V  e  r  c  h  r  e  r  i  n  :  Cillv  Feindts  .\dresse  ist 
Berlin  S\V.  Wilhclmstraße  14X.  Wilhelm  Dietcrlc  liebt  Tulpen.  Bitten 
Sie   ruhig  llenny    Porten   noch   einmal   um   ein   .\utogramm. 

R  o  1  «  ,  D  r  c  s  (I  e  n  :  ..(iösta  Berling'  ist  von  der  Svcnska,  .Stockholm, 
hergestellt  worden,  und  zw.ir  schon  vor  einigen  .Jahren.  Die  Beschreibung 
zu  diesem  Film  ist  gewilj  noch  beim  Illustrierten  Filmkurier  erhältlich. 
Von  Lars  Ilanson  laufen  augenblicklich  ;!  neue  Filme:  ..Das  göttliche 
Weib'  mit  (ircta  (Jarbo.  ..H.uiseli"  mit  (Jina  il.iiics,  ,..stiirme"  mit  l.illian 
(iish.  J.ars  ll.inson  ist  schon  sehr  lauge  beim  Film.  -Man  sah  ihn  friilicr 
viel  mit  den  schwedixhcn  Filmschauspiclerilineu  Tor.i  Te.je,  Karin 
Mcd.indiT   und    .Icnuy    llasscliinist    spielen. 

Sira  .\1..  11  !■  r  I  i  11  :  \\  ladimir  (iaidarow  W(djiit  Berlin  \V.  Joachim- 
Fricdriili-.stralJc  :>■'•.  ist  Kusse,  in  I'ollawa  am  ix.  .luli  geboren,  mit  der 
russischen  Sch.iuspiclcrin  Olga  (izows.ka.ja  verheiratet.  Vielleicht  wenden 
sie  sich  in  Ihrer  amiereii  .\ngelegcnhcit  einmal  an  den  Kegissenr  Dr. 
(icorg   .\sagaroff.   Berlin.    InnsbruckiT  .straUe  41. 

Hilde    (i.,    S  e  h  n  e  i  d  e  m  ü  h  I  :     Selbstverständlich      ist      der     _ 
kurier   auch    einzeln    im    Verkauf   erhältlich.     J)as    Stück   kostet   0,2»  M 

K  r  a  n  .1 .  v  o  n  d  e  r  \\  a  s  s  c  r  - 
kante:  .laek  Trevor  wohnt  Berlin  \\  . 
Bendicrsiraße  9.  Eugläudcr.  am  14.  De- 
zember in  London  geboren.  Mit  einer 
ICugländerin  verheiratet,  2  Kinder.  Trc- 
\  or    war    früher    Kavallerie-Offizier.    b(>- 

tätigte    sich    dann    zuerst     in    London    als 

hilmstatist,      sjiäter     in      .\merika.      iiam 

endlich      vor     ungefähr     4     .lahren     nach 
rilmbcrliii.       HIoml.     bl.iu/iugig.      .So    alt. 

wie     .Sic     ihn     geschätzt     haben.       Sciueu 

ersten  groUen  i;rf(dg  hatli'  er  in  (ierh.ird 

Lamprechts   ..Katzensteg".    .Sein  neuester 
Kilm:    ...\aelitgcstalten ".     In  Arbeit:   ..Die 

weiBen    Kosen    von    Kavensbcrg". 

L  .V  a  -M  .-1  r  a    -    Verehrerin. 

Hamberg:       Wenn     <liese     Zeilen     er- 
scheinen,   filmt    I..V.I    .\lara    schon    «iedcr 

in    Berlin.      Kudolf    Klein-Kugge    kommi 

etwas    später   uuil    wird    dann    mit    seinen 

.Aufnahmen    bei    Fritz    Lang    (..Die    Frau 

im    .Mond")    beginnen. 

Mari  i>    Luis  e    I)  t.,    Kohl  e  n  z  : 

l'.iul    lüchter  gebt   es  gut.     Er  ist  augen- 

Idiiklich    in    Herlin    und    wird    auch    wic- 

iler    filmen.      Kürzlich    erschii'ii    von    ihm 

..Lockendes    (iiff.     Der  Norv\eg.     Sui)cr- 

lilni        ..Sehneeschuhbanditeu  •       soll        in 

nächster     Zeit     seine     Berliner     l'remiere 

erleben,      .loe    .Ma.v     erreichen    Sic    durch 

die    Ifa,    Berlin   SW    ti.s.    KoehstraDc   II— H. 

Fritz    Lang   durch   Fritz    L.ing-Filni,   Ber- 
lin   S\\'    4»,    Fricdrichsirallc    221. 

(i  e  r  d  a  S..  F  r  a  n  k  f  u  r  t  /  M  a  i  n  . 

Ifim.ild    Colm.in    erreichen    .Sie    durch    die 

i'iiited     .\rlisls     Studios.    720(i    Santa     Mo- 

iiiea     Houlevard.    Holl.wvood,    Kai.      L.va 

.Maras    Partner    in    ,,,Mein    Herz    ist    cini- 

.lazzband  ■    ist    Koual-Saniborski.      W<di- 

nung:        Herlin-tirunewald.       P.iulsborncr 

StralJc     Ki.      Wenn      Kamon      Nov.irro      in 

Berlin  ist,  wird  sofort  seine  .\dresse  mit- 
geteilt.     Sie     erhallen     das      (iewünschtc 

durch    den    .Max   .M.itlisson-Vcriag.    Herlin 

SW    (W.    Kittcrslr.djc    71.      (b.-irles    Ifogcrs 

Anschrift:    Culver-Citj ,    Kalifornien, 

Ein  e    F  r  i  t  z    1.  a  n  g  -  \'  e  r  e  h  r  e- 

r  i  n  ,    H  r  e  m  e  n  :   F'rilz    Lang   erreiihen 

Sit!  durch  Fritz  Lang-Film.  Berlin  sW  is. 

Friedriehstr.ilic    224.      Ol.af    F.jord    wolml 

Herlin-Wilmcrsdorf,    .Xantencr   Stralie   if*. 

Lotti  K..  Coburg:  Maria  Zelenkas  Partner  in  ..O  alte  Burschen- 
herrlichkeit"    war     W.iller     SIczak.       Clairi'     Kommers     neuester     Film     ist 

..Fraucnranb   in    .Marokko".     Sic   ist    mit    einem    Ccrichtsrat   verheiratet   uml 

bat    keine    Kinder.      Die    Il;iuptdarstcllcr    in    der    ..Sünderin"    waren:     llelg.i 

Thomas,    JLms    stüwe,    Elisabeth    Piiia.jcff,     .\ngelo     Ferrari,    .lohn     Loder. 

Nein,  es  sind  noch  kein  •  Biuher  von  den   bctrcflcndi'n   l'ilmsl.irs  erschienen. 
Lisi    .s.,    Berlin:    Lena    -Maleiui    erreichen     Sic    durch    die    Terra. 

Berlin   SW  0«,   Kochstralie   7;i. 

Henry    S.,    Marburg:     Viggo    Larsen    wohnt    Berlin-Wilmersdorf. 

Babelsberger  Stralie  1,  ist    mit   einer  Dänin  verheiratet,   kinderlos  und   gibt 

zusammen    mit    W.-mda    Treumaun,    Bcriin-Schönebcrg,    WexslraLic 

öfter    (iastspicli'.      Olga    l^ngl    wohnt    Berlin    W  .10,     L;indshutcr    str 


WS^^^Mm^i^^^i£^&^^mmiäi 


K  u  t  h  J.,  H  a  i  n  i  e  h  e  n  :  Carmen  Boni  ist  mit  dem  Kcgisseur 
Augusto  Cenina  verheiratet  und  wohnt  Berlin  W,  Uhlandstraßc  138.  Fred 
Sülm  filmt  unter  dem  Namen  Kobert  Castle  in  Hollywood;  er  ist  ledig. 
Licn  Deyers  erreichen  Sie  durch  die  Deutsche  Universal.  Berlin  SW  ü.s, 
llauerstralie  H2.  Fnvcrheiratet.  La  Jana  wohnt  Berlin-Charlottcnburg. 
Bayernallee  -].'). 

F"  r  a  11  z  Seh..  Bruchsal:  „Der  Wolgasehiffer"  wurde  vor  un- 
gefähr ;s  .lahren  in  Hollywood  gedreht.  Die  Titelrolle  spielte  William 
Hoyd.  die    l'rinzessin   war  Ellinor   F'air. 

E.  Bra..  Halle  :  Vilma  Bauky  und  Kod  la  Roiiue  erreichen  .Sie 
unter  720(1  Santa  M(mica  Houlevard.  Hollywood,  Kai.  Beide  geben  Aufo- 
grammc.  Sie  können  deutsch  an  sie  schreiben.  \Nir  werden  Lya  Mara 
nud  Harry  Piel  gern  au  die  fälligen  Autograninic  erinnern.  Die  Künstler 
sind  in  Berlin,  aber  durch  ihre  F'ilmarbcit  stark  in  .Vnsprueh  genommen. 
„Die  Mitternachtstaxe"  wurde  hauptsäehlich  im  (Jrunewald-.Vtclicr  gedreht. 
IL  B..  Danzig:  Hilda  Kosch  wurde  am  22.  September  in  Stuttgart 
geboren.  -Mit  einem  Industriellen  verheiratet.  Hanni  Kcinwald  ist  die 
Schwester  (Jretcs.  Hans  Stüwe  wunle  :ini  11.  Mai  in  -Mecklenburg  ge- 
boren.    Mit  einer  Bulgarin  verheiratet. 

-M.  T..  .\  ii  r  n  b  c  r  g  :  Wilhelm  Dieterle.  Berlin-Wilmersdorf,  Jenaer 
Str;iUi-   H.      Keine    Kinder. 

]•■  e  e  .M  alten-  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  a  u  s  B  r  e  s  l  a  u  :  Leider  können  wir 
Ihnen  nicht  verraten,  in  Avelchem  Jahre  Dina  (iralla  das  Lieht  der  Welt 
erblickt  li.it,  da  wir  das  .\lter  unserer  Stars  grundsätzlich  nicht  angeben. 
.Sie  war  mit  dem  vor  einiger  Zeit  verstorbeneu  Redakteur  Lincold  Eyres 
V  erhi'iratet.  Fee  -Malten  wurde  am  2.  Dezember  in  l'harlottenburg  geboren, 
trägt  einen  Bubikopf,  gibt  .\utogr.inimc:  ihr  richtiger  Xame;  noch  jünger, 
als  Sie  geschätzt  haben:  wohnt  Berlin  W,  Wilmersdorfer  Straße  80.  Ihr 
nächster  F'ilin  ist  ,..Vus  dem  'J'agcbuch  einer  Kokotte".  Jean  Bradiii  lebt 
in   Paris. 

H  a  n  s  R.,  C  h  e  m  n  i  t  z  :  Jawohl,  in  ,,ilein  Heidelberg,  ich  kann  dich 
nicht   vergessen",   spielte  Dorothea  Wieek  die   weibliehe  Hauptrolle. 

V  r  a  II  II  eleu  Z.,  Leipzig: 
Livio  P;iv.inelli  filmt  in  Deutschl.ind  seit 
lii2:j.  .Sein  erster  deutscher  Film  war 
..Kammermusik"  mit  Henuy  Porten.  Seine 
neueste  .Vrbeit  ist  ..Das  närrische  Olüek" 
mit  Maria  Paudler.  .Vuliir  in  den  von 
Ihnen  angeführten  Filmen  ersehieu  Pa- 
v.'inelli  kürzlich  noch  im  ..Haus  ohne 
-Männer". 

F'  i  I  m  g  c  r  d  i  .aus  B  r  e  s  I  ;i  ii  : 
(  harles  Rogers  .Vdri'sse  fiinden  sjc  an 
.luderer  Stelle.  Ossip  Runitsch  filmt 
augenblicklich  bei  Starfilm,  Berlin  SW  4H, 
F>icdrichstral!e  21«,  Wenn  Sie  Maria 
l'audler  um  ein  .Viitogramm  bitten  wol- 
li'ii,  so  reden  .Sic  die  Künstlerin  am 
besten  mit  ,. gnädige  Fr.iu"  au.  Lilian  , 
H.irvey  ist  im  Augenblick  noch  unver- 
heiratet. W(dinuiig:  Berlin  W  lö,  Düs- 
seldorfer StraUe  47.  .Selbstverständlich, 
sie  spielt  auch  Tennis.  Sie  erhalten 
Bihlkarten  von  F'ilmstars  bei  Ross,  Ber- 
lin SW  fix.  .VlcxandrinenstraÜe  110.  Per 
Nachn.ihme. 

W.  K.  Z.  .j:  Wenn  Sie  zum  Film 
widicn,  so  ist  es  durchaus  niiht  nötig, 
dali  Sie  eine  Filmschule  besuchen.  Das 
Monatseinkommen  der  F'ilmstars  ist  wirk- 
lich ganz  verschieden.  Das  hängt  von 
der  I'opularität  des  betreffenden  Film- 
stars .-ib.  \\arum  sollten  Blauäugige 
sich  n  i  e  h  t  zum  Film  eignen?  Denken 
Sie  doch  an  Lotti-  Neumann.  Li'c  Parry. 
(irete  .Mosheim.  Lilian  Harvey  usw.,  die 
.die  blaue  .\ugen  liabcnl  Von  dem  be- 
iretTendeii  Regisseur  können  wir  Ihnen 
leidi'r  nichts  Näheres  sagen.  Bis  jetzt 
ist  er  muh  nicht  mit  einem  F'ilin  an  die 
Ocl'fcntlichkeit  getreten.  Er  soll  von  der 
<  tpcrnbühuc    kommen. 

F".    .\.    D.,    Kiel:    Selbstverständlich 
dürfen   Sic   F'ilmidceii  an  die  Filmgesell- 
schaften    senden,     und     zwar     in     Form 
eines     sogcu.uintcn     Expos(^s.     d.is    aber 
nur     einen     l'mfang    von    2^.!     Schreib- 
maschincnseiten     haben     darf.      .Vn     die 
..dramaturgische  .Abteilung"  der  betreffen- 
den   F'irma    zu     senden.      Ein    Drehbuch 
i'ntliält    durchschnittlich    l.iO— 200    Bilder. 
Für    das     Ausarbeiten     eines    Drehbuchs 
kommen   aber  nur  Fachleute   in   Frage. 
IL.    I.  u  d  w  i  g  s  h  a  f  e  n  :    1.    ..Das    göttliche    Weib"    wurde    in 
jedrebt.    2.  Lilian  Harvey  ist  heimlich  verlobt.    :4.  Ernst  Verebcs 
4.    Lilian    Harveys    neuester    Film    ist    ..Das    Modell    von 
Jawohl.   unsiT  Bild   stellt  Siegfried   .Vrno  dar. 

ritelrolle  in  ..Der  Frauenbändiger"  spielte 
Bevcrl.v -Hills,   Hollywood. 

die  niännliehe   Haupt- 


noch 

.....     ■  .  ...  .1  .  >>  |.  .  ,     ..     .  .'.^.v  L.ll^l  ,,111111,  .1. Villi!  ..       .1,'.  I  ..,  IKl.-ll  II  l,~l  .-.lialjC  ,*. 

Friedrich    l-'eher  ist   der    Oatte    von    Magda   Sonja    und    w(diut    Bi'rlin.    .March- 


the    Loop ".    ..Die 
..Das    .Mädel    .lus 

..Ilcrbstm.inöver". 

-Mona   .Marteiisson. 

Luciano  .Mbertini 


X- iit-ui  II  II    i-i-in-i    isi    urr    iiaue    von    .tiagna    .-'on.ia    nun    wonui    iti-riin.    -Tiaren 
.StraUe  7.  Lina  Hasi|nette  erreichen  Sic  unter   1401   Western   Ave..   Hollywood 

Nur  I  V  a  n  P  e  t  r  o  v  ich-  V  e  r  e  h  r  <■  r  i  n  I.  V.:  Ivan  Pctrovicl 
wohnt  im  Kden-Holcl.  Berlin.  Hudapester  StraUe.  Er  ist  iinverheiratcl  iin 
hat  dunkle  .\ugen. 

Z  w  e  i    .1  e  n  n  y    J  u  g  o  -  V  e  r  e  h  r  e  r  :    .lenny    Jugo   wohnt    Herlin    W 
Kaiserdamin    20,  wurde   am    14.    .luni    in    Wien   geboren.      Sie    spielte   u.  a 
folgenden    F'ilmen    die    Hau)itrolle:    ..flie    Hose",    „Looping    the    Loop " 
Carmen    von    St,    Pauli",    ,,Die    blaue    .Maus",      In    .Arbeit 
Valencia".       Hanni     Weisse     s]iiclte     eine     Hauptrolle     in 
Die  beiden  Hauptrollen   in   ..Acrsiegelte   Lippen"   siiielten 
eine  .Schwedin,   und   der  Österreicher   Fred   Louis    Lereh. 
und  Carlo   .\liliui    sind    Italictier. 

Resi  H.,  Düsseldorf:  .\d<dplie  Mciijmis  Partnerinnen  in  ..Blond 
oder  braun"  waren  Crela  .Nissen  uml  .Vrletle  March.il.  lOmil  .l.innings' 
l'artneriii  in  ..Sein  letzter  Befehl"  war  F.vcI.mi  Urem.  Die  Titelrolle  der 
..Ramoiia"  spielte  Dolores  del  Rio.  Hauptdarsteller  von  der  ..Dame  mit 
der  tiaskc"  w.iren:  Arletlc  M.ireh.il.  Wladimir  (iaidarow.  Heinrich  (ieorge. 
In  ..(iesehichlcu  aus  dem  AViener  Wald"  spiidten  \er:i  Vorouina  und  I-'.rie 
Harcla.v  die  Hauptrollen.  Die  ParliK'riiiucn  von  -Menjou  in  ..Der  (>entlcmaii 
von  Paris"  waren  Arlette  .Marchai  und  Shirley  (THara.  Iv:in  .Mosjukin 
spielte  im  ,,(ieheimeii  Kurier"  mil  Li!  Dagover  und  seiner  (iatlin  .\gnes 
Petersen, 

Ikn  .S  c  h„  Nürnberg:  Wilhelm  Dieterle  wohnt  Berlin-Wilmers- 
dorf, Jenaer  StraUe  8,  und  gibt  Autogramme. 


K  .1  r  I 
Hollywood 
ist    uuvcrheir.iti't. 
Montparnasse".     , 

.M  a  r  i  e  T.,  B  r  c  m  e  n  :  Di 
.lohn    (ülbert.     .Mit  (ircta  (<arbo  verheiratet. 

.\  11  n  i    K.,   B  r  e  in  e  n  :   AVolfgang   Zilzer   spielte 
rolle  in  ,,Priniaiierliebe",    Fnverheiratet.    Wohnung:   Berlin-Steglitz,  Kniep- 
hofstraUe  (iO. 

II  i  1  d  c  L,  Berlin:  Charles  Rogers  erreichen  Sie  unter  Jletro- 
(i(ddw  yn-Studios.  Culvcr-City,  Kalifornien,  Die  F'ilmstars  werden  sich 
iiöchstw  ahrscheinlich  kolossjil  freuen,  wenn  sie  sie  zeichnen  wollen,  vor- 
.insgcsetzt,  daU  Sie  auf  diesem  Gebiete  ein  Genie  sind.  Im  andern  Fall 
werden  sie  nicht  gerade  entzückt  sein.  Eine  persönliche  .Autogranimbittc 
können  Sie  getrost  w.igen.  GroUphotos  von  Fröhlieh  erhalten  Sie  beim 
KoUvcrIag.    Berlin   SW  f.S.  .AlexaudrinenstraUc   HO. 

Dr.  Hans  s  c  h..  Lichtenberg:  Zu  iinserm  Bedauern  können 
wir  Ihnen  nichts  Näheres  iibcr  die  verblaßten  .Sterne  Klara  Kimball-Joung 
und   Suzanne   (irandais    erzählen,   da  man    von    beiden    nichts    mehr  hört. 

C  a  s  t  0  r  und  I'  o  I  1  ii  x  :  Fritz  Kortiier  ist  so  alt,  wie  er  aussieht. 
Braune  .\ugeii.  F'ranz  Lederer  ist  unverheiratet,  hat  am  B.  November 
(iebnrtstag    und    wohnt    Berlin-F'riedenau.    F'elilerstraUe    4. 

H  e  n  11  y  P  o  r  t  e  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  B.  H..  Steglitz:  Harry  Piel 
trägt  einen  Künstlernamen.  ..Skandal  in  Baden-Baden"  ist  au  Ort  und 
stelle   aufgenommen.      In   Berlin    gibt    es   keine    I-"ilmschule. 

Hilde,  H  a  m  bürg:  .Maiiritz  Stiller  war  herzkrank  und  ist  in 
seiner  schwedischen  Heimat  gestorben.  (ircta  (i.iibos  Licblingsparfüm 
können  wir  Ihnen  leider  nicht  verraten,  aber  vvir  werden  das  Versäumte 
nachholen,  sobald  die  Künstlerin  in  Berlin  ist.  Möglieh.  daU  sie  auch 
nach  Hamburg  kommt.  Pauline  Frederik  lebt  in  London  und  spielte  in 
dem   englisehen    Film    ..Mumsic"    mit   Uerhert    Wileox. 

Gcrhafd  B..  Danzig:  .Am  besten.  Sie  wenden  sieh  an  den  Klub 
der  Kameraleute  Deutsehl;mds  E.  V.,  Berlin-Charlottenbiirg,  Reiehskanzler- 
jdatz   .'). 

F  s  e  h  i  -  .A  n  g  e  1  0  F  e  r  r  a  r  i  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  ii  :  .Viigelo  F'errari 
wohnt  Berlin,  Bozener  StraUe  !».  .Am  14.  August  in  Korn  geboren.  Er  gibt 
AutORrnrnme.     Spricht  gebrochen  Deutsch.     Unverheiratet. 


'4. 


s 


H.  E.,  Hohenlychen:  Xenia  Desni  ist  {reschieden  und  bat  eine 
Tochter  Tatjana.  Sie  ist  Russin.  Fritz  Kortners  neuester  Film  ist  „Die 
liüchse  der  Pandora".  Im  „Kampf  der  Tertia"  spielte  Ilsa  Stobrawa  die 
weibliche  und  GustI  Stark-Gstettenbaur  die  männliche  Hauptrolle.  „Mo- 
derne Piraten"  wurde  in  Deutschland  hergestellt.  Maria  Paudler  wohnt 
Berlin-Balensee,  Albrecht-Achilles-Straße  öa. 

Paul  F.,  Dresden:  Wir  sind  gern  bereit,  Ihnen  ein  Autogramm 
von  Harry  Piel  ru  besorgen.  Senden  Sie  uns,  bitte,  eine  Bildkarte  des 
Künstlers  und  0,50  M.   in  Briefmarken 

Lotte  R..  Wien:  Ivan  Petrovich  wohnt  augenblicklich  im  Eden- 
Hotel,  Berlin,  Budapester  Straße.  Er  ist  unverheiratet.  Der  ,, Illustrierte 
Filnikurier"  hat  von  jedem  größeren  Film,  der  in  Deutschland  gelaufen 
ist,  eine  Beschreibung.    Die  Adresse:  Berlin  W  9,  Köthcner  Straße  37. 

Gustcl  K.  aus  Mannheim:  Lilian  Harvey  wohnt  Berlin  W  15, 
Düsseldorfer  Straße  47,  und  ist  unverheiratet.  Auch  die  amerikanischen 
Filmstars  geben  Autogramme.  Fügen  Sie  der  direkten  Bitte  an  diese  Stars 
einen  internationalen  Postschein  und  die  betreffende  Bildkarte  bei.  Truus 
van  Aalten  wohnt  Berlin  W,  Lutherstraße  27.  Madge  Bellaniy  wurde  in 
Hilsboro  (Texas)  geboren  und  ist  durch  die  Fox-Studios,  1401  Western  Vve.. 
Hollywood,  /u  erreichen. 

F  r  i  e  d  c  1  S.,  Berlin:  Wladimir  Gaidarow  wohnt  Berlin-Halensce, 
Joachim-Fried rich-Straße  53,  Wolfgang  Zilzcr  Berlin-Steglitz,  Kniephof- 
straße  60,  Lee  I'arry  Berlin-Charlottenburg,  Waitzstraße  13,  Anita  Dorris 
Berlin-Charlottenburg,  Soorstraße  28,  Asta  Nielsen  Berlin  W,  Kaiserallee  203, 
Lya  de  Putti  Beverly-Hills,  Hollywood,  Kai. 

Traute  und  Ina,  Riga:  Rod  la  Roque  wohnt  in  Beverly-Hills, 
Hollywood,  und  ist  mit  Vilma  Banky  verheiratet.  Aber  natürlich,  Jack 
Trevor  gibt  seine  Autogramme  höchst  eigenhändig. 

Ruth  E..  B  e  u  t  h  e  n  :  Fred 
Solm  filmt  in  Hollywood  unter 
dem   Namen   Robert   Castle. 

D  a  i  s  y  ,  Berlin:  Angelo 
Ferrari  wohnt  Berlin  W,  Boze- 
ner Straße  9.  Er  ist  Italiener, 
am  14.  August  in  Rom  geboren 
und  filmt  augenblicklich  in 
,,Don  Manuel,  der   Bandit". 

Al-Hair,  Berlin:  Maria 
Zelenka  wohnt  Berlin  W  30,  Ho- 
henstaufenstraße  54,  sie  ist  mit 
Alfred  Läutner  verheiratet.  Ada 
Svedin,  mit  Ludwig  Czerny  ver- 
mählt, wohnt  Berlin  W,  Kaiser- 
damm 94. 

P.  B.,  Köln:  Jenny  Jugo 
gibt  Autogramme.  Ein  Buch  ist 
noch  nicht  über  sie  erschienen. 
So,  wie  Sie  angegeben,  adressie- 
ren Sie   richtig. 

F  r  a  u  T.,  H  a  m  b  u  r  g  :  Große 
Tierfreunde  unter  den  Filmstars 
.Mnd  u.  a.  Henry  Stuart,  Paul 
Heidemann,  Yivian  Gibson,  Ernst 
Hofmann,    Agnes   Esferhazy. 

Lisa  P.,  Leipzig:  Eve- 
lyn Holt  wurde  am  3.  Oktober 
in  Berlin  geboren.  Sie  ist  noch 
jünger,  als  Sie  geschätzt  haben. 
Kam  von  der  Schule  direkt  zum 
Film.  Ihr  erster  Film:  „Wal- 
purgisnacht". Ivan  Petrovich  ist 
serbischer  Abstammung,  Adresse 
finden  Sie  an  anderer  Stelle.  Er 
filmte  früher  in  Amerika.  Un- 
verheiratet. Gibt  Autogramme. 
Nein.  Ivan  Petrovich  und  Eve- 
lyn Holt  waren  nie  auf  einer 
Pilmschule. 

M.  O.  S  c  h.,  (;  ö  r  1  i  t  z  :  Mar- 
cella Alhani  wohnt  Berlin  W, 
Kaiscrallee  172. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  D  o  r  o  - 
t  li  e  .1 ,  Berlin:  Lya  Mara 
kommt  sehr  bald  wieder  nach 
Berlin.  Carla  Bartheel  ist  Polin, 
in  Schwicntochlowitz  geboren, 
tichurtstag:  .'S.  Juli.  Sie  filmt 
fleißig  und  gibt  Autogramme. 
Maria  Paudler  hat  blaue  Augen. 
I  I  s  e  -  W  i  1  1  y  ,  Harburg: 
Willy  Fritscli  gibt  Autogramme, 
wird  auch  bald  wieder  einmal 
nach  dort  kommen,  und  spielt  im 
.Augenblick  ..Die  Frau  im  Mond". 
Der  Künstler  wird  Ihnen  auf 
Ihren  Brief  antworten,  sobald  tr 
Zeit  hat.  Die  ..(iräfin  Mariza" 
ist  vor  einigen  Jahren  mit 
Liedlke.  Vivian  Gibson  und  Ernst 
Vercbes  verfilmt  worden.  Wenn 
•Sie  niimisches  Talent  haben, 
kommen  .Sie  auch  ohne  Protek- 
tion zum  Film.  In  Hamburg 
gibt   es   keine   Filmgesellschaft. 

IIa,  die  T  r  e  v  o  r  -  F  r  o  e  1  i  c  h  -  V  c  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Otto  Gcbührs 
Tochter  heißt  Hilde,  ist  ungefähr  15  Jahre  alt  und  wDlint  in  Düsseldorf. 
Harry  Licdtke  h.it  noch  zwei  Söhne;  sie  sollen  außerhalb  Berlins  wohnen. 
Sie  crliallen  ganz  sicher  die  Beschreibungen  von  den  betreffenden  Filmen 
beim  Illustrierten  Filmkurier.  In  ,.Wer  das  IScheiden  hat  erfunden"  spielte 
Alfred  Abel  die  männliche,  Mary  Parker  die  weibliche  Hauptrolle.  Die 
Partnerin  Ivan  Petrovichs  in  ,,Zarewitsch"  heißt  Marietta  Miliner.  Die 
Hauptdarstellerin  von  ,,Volk  in  Not"  war  Ciaire  Rommer.  Die  Besetzung 
von  ,. Kampf  um  die  Scholle"  war  folgende:  Oskar  Marion.  Ferdinand  von 
Alten,  Otto  Kronburger,  Mary  Parker,  Margarete  Schön.  Die  Müllerstochter 
in  der  ,, Mühle  von  Sanssouci"  wurde  von  Anita  Dorris  dargestellt.  Jawohl, 
alle    Filmstars   lesen   das    ,, Film-Magazin". 

Margarete  B.,  Danzig:  Wer  der  Hauptgewinner  der  Tombola 
auf  dem  Filmball  am  1.  Dezember  1928  war,  ist  uns  leider  auch  nicht 
bekannt. 

Ursel  S.,  Berlin:  Charles  Rogers  erreichen  Sie  unter  Culver- 
City,  Kalifornien.  Maria  Jacobini  wohnt  Berlin  W,  Joachimsthaler  Str.  22'23. 

R.  S.,  Dresden:  Vielleicht  wenden  Sie  sich  elnm&l  an  den  Auto- 
renverband.  Berlin,   Hedemannstraße   27. 

Maria  K.,  Leipzig:  Christa  Tordy  filmt  nicht  mehr,  weil  ihr 
(iatte  Harry  Liedtke  es  nicht  wünscht.  Ernst  VcrebC's'  Name  ist  ..echt". 
Blumenfreund.  Seine  neuen  Filme:  ,,Die  lustigen  Vag.ibunden"  und  ,,Die 
Zirkusprinzessin".     Greta  Garbo  soll  mit  John  Gilbert  verheiratet  sein. 

R.  M.,  B  e  r  1  i  n  :  Mary  Parker  wohnt  Berlin-Charlottenburg,  Peslalozzi- 
straße  103,  Margot  Landa  Berlin  W,  Kurfürstendamm  11. 


^SSi^SSäSääiäSSSSSSSSSäSSS^^^ 


(jlixxL^lia 
aamrru  mi4- 

0Ua.£>uu:>xAXuö  \  , 


IC 

Berlin :  Friedrich  tbcrfsfrlO 

VcrkaufesfcK«  Köln :  Ocichmannhaus 


^?SSä¥SiSSSSSSÄSSS!S^Ä«SiSi^^ 


Heinz  B.,  Herford:  Die  Adresse  der  Parafumet  ist  Berlin  \V  9, 
Bellevuestraße  11.  Vielleicht  senden  Sie  Ihr  Wild-West-Stück  einmal 
an  diese. 

Maria  6.  in  Bremen:  Für  den  Lilian  Harvey-Film  der  Ufa  „Das 
Modell  vom  Montparnasse"  sind  bis  jetzt  Julius  Falkenstein  und  Ernst 
PröckI  verpflichtet.  Wer  die  weibliche  Hauptrolle  in  dem  Greenbaum-Film 
,,Die  Spielerei  einer  Kaiserin"  spielt,  steht  noch  nicht  fest.  Dina  Grallas 
Partner  in  ,,Ein  kleiner  Vorschuß  auf  die  Seligkeit"  ist  Imrc  Radav. 

Rudolf  W. ,  Görlitz:  Fred  Solm  alias  Robert  Castle  filmt  in 
Hollywood.  Maria  Zelenka  wohnt  Berlin  W  30,  Hobenstaufenstraße  54, 
Wladimir  Gaidarow  Berlin-Halensee,  Joachim-Friedrich-Straße  53,  Margarete 
I-anner  Berlin-Charlottenburg,  Windscheidstraße  40,  Ilanni  Weisse  Berlin, 
Hotel  Kaiserhof,  Wilhelmplatz,  Walter  Slezak  Berlin-Friedenau,  Stier- 
straße 14/15. 

Eise  G.  und  Renate  Z. ,  Naumburg:  Diomira  Jacobinis 
neuester  Film  ist  ,.Don  Manuel,  der  Bandit".  Grälin  Agnes  Esterhazy  ist 
mit  dem  Filmdirektor  Sokal  verheiratet.  Alfons  Fryland  ist  mit  einer 
Nicht-Künstlerin  vermählt.  Sein  nächster  Film:  „Die  keusche  Kokotte". 
Lien  Deyers  ist  unverheiratet,  durch  die  Deutsche  Universal,  Berlin  W  8, 
Mauerstraße  82.  zu  erreichen  und  filmt  augenblicklich  bei  dieser  Gesell- 
schaft ,, Triumph  des  Lebens".  Die  beiden  Filmkünstlerinnen  in  unserem 
Preisrätsel  waren  Hcnny  Porten  und  Norma  Talmadge.  Cilly  Feindt  wohnt 
Berlin,   Wilhelmstraße   148,   und  ist   ledig. 

B  e  n  -  H  e  1,  in  Riga:  Jenny  Jugo  wohnt  Berlin  W,  Kaiserdamm  29, 
Ivan  Mosjukin  Berlin  W,  Kurfürstendamm  105,  Otto  Gebühr  Berlin  W, 
Kurfürstenstraße   118. 

H.  Seh.,  Hamburg:  Willy  Fritsch  wohnt  Berlin  W,  Kaiser- 
damm ftä.     Der   Brief  ist  an   ihn  vveitergeleitet  worden. 

Filmfreundin  Paula, 
FranKfurt/Oder:  Willy 
Fritsch  spielt  die  männiicna 
Hauptrolle  in  dem  Fritz  l^aiiK- 
Film  ..Die  Frau  im  Mond".  Ro- 
sen. Harry  Liedtkes  neuester 
Film  ist  „Die  Zirkusprinzessin". 
In  Arbeit:  ,,Der  lustige  Witwer". 
Werner  Fuetterer  wohnt  Berlin- 
Steglitz,   Kleiststraße   27. 

Taugenichtse  aus 
Schlachtensee:  Ivan  Pe- 
trovich wohnt  im  Eden-Hotel. 
Berlin,  Budapester  Straße.  Er 
ist  serbischer  Abstammung,  gibt 
Autogramme  und  ist  unverheira. 
let.  Wenn  Sie  den  Künstler  per- 
sönlich um  Autogramme  bitten, 
so  werden  Sie  nicht  ,,mit  Krach 
die  Treppen  hinuntergeworfen". 
Im  Gegenteil,  wenn  die  Film- 
stars Zeit  haben,  so  sind  sie  die 
liebenswürdigsten    Menschen. 

Lilian  in  Hamburg:  Ja- 
wohl, Lilian  Harvey  und  Willy 
Fritsch  spielen  auch  Tennis.  Bei 
der  Uraufführung  des  betreffen- 
den Films  persönlich  anwesend. 
Die  Hauptdarsteller  von  der 
.Keuschen  Susanne"  waren  fol- 
gende: Lilian  Harvey,  Ruth 
Weyher,  Willy  Fritsch,  Werner 
Fuetterer,  Lydia  Potechina,  Hans 
Junkermann.  Ruth  Weyher  hat 
neuerdings  eine  eigene  Gesell- 
schaft. Ihr  erster  Film  ihrer 
Produktion  heißt  ,,Was  ist  los 
mit  Nanette?"  (Ein  Champag- 
nertraum). Dita  Parlos  Chevalier- 
Film  bei  der  Paramount  hat  sich 
durch  das  Hollywooder  Tonfilni- 
fieber   zerschlagen. 

H.  H.  G.,  Berlin:  Sie  irren 
sich:  Der  Terra  -  Film  „Hell  in 
Frauensee"  läuft  in  unzähligen 
Kinos. 

Heimweh  :  Wilhelm  Die- 
terle  hat  keine  Kinder.  Gustav 
Fröhlich  ist  wirklich  nicht  mehr 
mit  Elizza  la  Porta  verlobt. 
Höchstwahrscheinlich  werden 

Dieterle    und   Fröhlich    auch   ein- 
mal   nach   Danzig   kommen. 

Eine  Filmfreundin 

aus  Königsberg,  Pr.  :  In 
..Zwei  unterm  Himmelszelt"  spiel- 
ten Jean  Angelo,  Margarete 
Schlegel  und  Ernst  Deutsch  die 
Hauptrollen.  Evelyn  Holt  ist 
unverheiratet.  Greta  Garbo  und 
.lohn  Gilbert  werden  höchslw.ihr- 
Fcheinlich  auch  wieder  zusammen 
In  einem  Film  spielen.  Die  weib- 
liche Hauptrolle  in  ,,Die  Heilige 
und  ihr  Narr"  spielte  Lieii 
Deyers. 
F  i  1  m  s  c  h  w  ä  r  m  e  r  i  n  Steffi:  Sie  haben  recht:  Gustav  Fröhlich 
ist  nicht  mehr  mit  Elizza  la  Porta  verlobt.  Lilian  Harvey  ist  blond.  Lars 
Hansoii  lebt   in  Hollywood. 

Alice  S..  B  e  u  t  h  c  n  :  Der  Filmgatte  Maria  Jacobinis  in  ..Fünf 
bange  Tage"  war  Anton  Pointner.  Außer  den  beiden  Künstlern  spielten 
in  dem  Film  noch  (Jabriel  (Jabrio,  Fritz  Alberti,  Harry  Hardt,  Angelo 
Ferrari.  Evelyn  Holt  ist  ledig.  Wir  glauben,  daß  Charles  Bogers  noch 
unverheiratet    ist. 

Just  B.,  Z  e  h  1  e  n  d  o  r  f  :  Betty  Asfor  wohnt  Berlin  W,  Albrechl- 
Achilles-Straße  68. 

Lotte  S.,  Großziethen:  Ch.irlolte  Ander  wohnt  Berlin  W, 
Zähringerstraße  la,  und  hat  am  14.  Februar  Geburtstag.  Verheiratet.  Sie 
gibt   Autogramme.     Ihr   letzter  Film:    ..Gaunerliebchen". 

Hugo  S.,  Leipzig:  Die  Länge  der  Großfilme  beträgt  ungefähr 
2-   bis  ,tooo   Meter. 

Emil  C. .  H  i  n  d  e  n  b  u  r  g  :  Senden  Sie  Ihr  Manuskript  in  Form 
eines  kurzen  ExposcJ's  an  verschiedene  Filmgesellschaften,  wie  Ufa,  Berlin 
SW  (>«,  Kochstraße  6/8.  National,  Berlin  SW  4«,  Friedrichstraße  10,  Aafa, 
Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  223. 

August  I).,  Bremen:  Es  kommen  in  Deutschland  im  Jahr  über 
400  Filme  heraus.  Es  ist  unmöglich,  alle  Filme  im  „Filmmagazin"  zu 
besprechen.  Es  werden  nur  die  interessantesten  behandelt.  Ernst  Reicher 
filmt  nur  noch  selten. 

H.  H.  i  n  W.:  Harry  Piels  Partnerin  in  ,,Mann  gegen  Mann"  heiSt 
Dary   Holm,   ist   Piels  Gattin   und   wohnt   Berliu-Scböneberg,   Am   Park  12. 


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Coblenz,  SchloBslr.  35  Dortmund,  Kaiscrstr.  6  Dresden,  Prager  Str.  35  Duisburg,  Kuhtor  2  4,  Düsseldorf,  Stcinstr.  2  Eisenach,  Frauenborg  9  Elberield, 
Altenmarkt   13  Essen,  Huysscnallcc  93  Frankfurt  a.  M.,  Mainzer  Landstraße  59  63     \     GleiMrilz,   Bahnhofstr.  13    ,     Halle,  Magdeburger  Str.  56     J    Hannover, 

Bahnbofstr   13  Karlsruhe,  Kaiscrstr  205        Kiel,  Holstenstr.  61         Köln,  Hohe    Str.  64     /     Königsberg,  Münzstr.  17     /     Leipzig,    Rudolphstr.  4     /     Magdeburg, 

Breite  Weg  3  b     ,     München,    Salvatorstr.  18     /     Nürnberg,    Färberstr.  16     /     Stuttgart,    Rotcbühlstr.  41     ,     Wiesbaden,  Wilhclrastr.  18. 

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w-'ii!"i"^  ^'  Rosen'tial— ^ros.  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oeslcrreicb  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schaefer.    Charlottcnburg.      Anzeigenverwaltung    Bepa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumcs  Hof  5.     Kupfertiefdruck:   August   Scherl   C.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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YVETTE    GUILBEQT. 

die  jeizi  in  Deulschländ  im  Vor/rag>ssaa/  große  Erfolge  erzieli 
Photo  ans  dem  „Fausl"-Film  der  Ufa 


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KosUinwiisjüliriwg:  Leopold  Verfh,  liirlin 

Emil  Jannings  mit  Florence  Vidor 
lind  Lewis  Slone 

Plwt.  I'uramoiint 


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Tragödie  spielt, 
erschien  bei  diesen 
Studien  in  einem  neuen 
Licht. 

Sämtliche  Rundfragen 
über  den  besten  Film  des 
Produktionsjahres  1928/29 
in  Deutschland  und  Ame- 
rika ergaben  die  Antwort: 
„Der  Patriot". 

Große  Schwierigkeiten 
bereitete  die  Notwendig- 
keit, im  heißen  Kalifornien 
das  Rußland  des  Winters 
erstehen  zu  lassen.  Tau- 
sende von  Doppelzentnern 
weißen  Marmorkieses,  in 
den  Straßen  von  Peters- 
burg, auf  den  Dächern  der 
Paläste  und  Häuser  aufge- 
häuft, erwecken  im  Film 
den    Eindruck    eines    tiei- 

vcrschneiten 
Landes.     Die 
Echtheit  ist 
verblüf- 
fend. 


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DAS" 


Hauses,  die  .4ar  keine  Rolle  spielt,  weil  der  Besitzer  natür- 
lich ein  viel  zu  beschäftigter  Mann  ist,  um  sich  um  sein 
Personal  kümmern  zu  können,  Sie  sitzt  da  mit  ihren  großen 
Kulleraugen  und  blickt  vor  sich  hin,  nicht  sehr  nachdenk- 
lich, vielleicht  sogar  ein  wenig  huschelig,  aber  in  jedem 
Augenblick  reizend  anzuschauen.  So  sehen  die  vielen 
tausend  Mädchen  alle  aus,  die  in  den  Büros  sitzen  und 
sich  heraussehnen  aus  der  Einförmigkeit  der  Arbeit.  Welch 
weiter  Weg  zu  den  Zimmern  des  Chefs,  der  so  unnahbar 
ist  wie  früher  die  Königssöhne!     Aber  wie  in  diesen  doch 


X^!^S^^S^ 


Das  Märchen  vom  Prinzen,  der  das 
Gänseniädchen  heiratet,  hat  eine 
höchst  moderne  Variante  gefunden, 
nämlich  die  Geschichte  von  der  kleinen 
Angestellten,  die  von  ihrem  Chef  gehei- 
ratet wird.  Clara  Bow  ist  die  letzte  An- 
gestellte eines  großen  New-Yorker  Waren- 


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hin  und  wieder  der  Wunsch  lebendig 
wurde,  sich  unter  die  Men^e  zu  mischen, 
so  kann  auch  ein  Chef  nicht  immer  in 
eleganter  Isolierung  verharren.  Das  Herz 
pocht  doch  einmal  auf  sein  Recht;  der 
Chef  ist  mit  einem  Male  aus  einer  sagen- 
haften   Gestalt    zu    einem    Menschen    gc- 


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worden,  der  auch  seine  Bürokräfte  nicht  nur  als  Ange- 
stellte, sondern  als  Milarbeiter  betrachtet.  Vielleicht  geht 
es  im  Leben  nicht  immer  so  überraschend  zu  wie  in  einem 
Film,  der  ja  ein  modernes  Märchen  sein  will  —  nämlich, 
daß  dann  die  große  Stunde  für  alle  Stenotypistinnen 
schlägt,  die  es  verstehen,  in  solcjien  Augenblicken  an  der 
richtigen  Stelle  zu  sein.  Clara  Bow  jedenfalls  hat  dieses 
Glück  und  weiß  es  an  sich  zu  fesseln.  Wie  sie  das  macht, 
wie  sie  die  kleinsten  Umstände  für  sich  auszunutzen  weiß, 
erzählt  dieser  in  leichter  Heiterkeit  aufsprühende  Film. 


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Wenn  demnächst  in  den  deutschen  Kinos  der 
Film  „Pflicht  und  Liebe"  läuft,  wird  man  zu- 
nächst frohes  Wiedersehen  mit  Ramon  No- 
varro  feiern,  dem  Schauspieler,  der  augenblicklich  wohl 
zu  den  populärsten  amerikanischen  Darstellern  zählt, 
und  der  unbestritten  heute,  nach  dem  Tode  Valentinos, 
der  Liebling  derjenigen  Frauen  geworden  ist,  denen  die 


Schönheit  das  Wichtigste  und  Wesentlichste  bei 
einem  Manne  ist. 

Aber  dieser  Film  wirkt  außerdem  interesse- 
erweckend, weil  in  einer  kleinen  Rolle  Anna  May 
Wong  auftritt,  die  Frau,  die  in  Amerika  aus  ver- 
schiedenen Gründen  keine  Karriere  machen 
konnte  und  die  jetzt  mit  einemmal  von  Eichberg 
in  Berlin  und  von  E,  A.  Dupont  in  London  ganz 
groß  herausgestellt  wurde,  mit  dem  Resultat,  daß 
das  Publikum  gleichfalls  begeistert  anerkannte, 
«laß  hier  eine  Darstellerin  allererster  Ordnung  neu 
entdeckt  worden  ist. 

Die  eigentliche  weibliche  Hauptrolle  spielt  Joan 
Crawford,  eine  begabte  und  beliebte  amerikanische 


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wald  Andre  Dupont,  der  Spiellei- 
ter des  Films,  der  als  das  größt- 
'angelegte  Werk  des  letzten  Jah- 
res anzusehen  ist,  kommt  aus  Deutsch- 
land. Er  begann  ganz  klein  mit  Detektiv- 
filmen, schuf  dann  später  im  ,, Alten  Ge- 
setz" eines  der  stimmungsvollsten,  feinst- 
empfundenen  Bilder,  die  je  über  die  Lein- 
wand gingen,  und  errang  mit  ..Variete" 
den  großen  überragenden  Welterfolg,  der 
den  deutschen  Film  in  Amerika  ein  gro- 
ßes Stück  vorwärtsbrachte. 

In  jenem  Film  arbeitete  er  mit  Jannings 
und  Lia  de  Putty.  Der  Spielleiter  und 
sein  größer  Star  gingen  zu  gleicher  Zeit 
über  den  großen  Teich.  Emil  machte  drüben  seine  Riesen- 
karriere, spielte  sich  immer  erfolgreicher  an  die  Spitze  aller 
amerikanischen  Charakterdarsteller,  erzielte  Riesengagen 
und  steht  heute  auf  der  Höhe  seines  Ruhmes. 

Dupont  machte  seinen  ersten  und  einzigen  amerikani- 
schen Film  unter  Schwierigkeiten  fertig.  Er  fand  nicht  das 
richtige  Verständnis,  sollte  unter  Bedingungen  arbeiten,  die 
für  ihn  undiskutabel  waren,  und  kehrte  nach  Europa  zurück. 
Das  war  im  Augenblick,  als  die  britische  Filmindustrie 
anfing,  mächtig  ihre  Schwingen  zu  regen.  Maxwell,  der 
bedeutendste  Exponent  des  jungen  englischen  Filmes,  rief 
ihn  nach  Elstree,  übernahm  seine  ,,Moulin  Rouge",  der, 
sicherlich  ein  interessanter  und  wertvoller  Film,  doch  nicht 
die  Hoffnungen  erfüllte,  die  man  auf  Dupont  gesetzt  hatte. 
Der  Fehler  lag  nicht  an  unserem  deutschen  Freund;  die 
Verhältnisse  waren  gegen  ihn  und  sind  es  vielleicht  auch 
noch   heute. 


Oben:  Gilda  Grey.  Mitte:  Anna  May-Wong  und  Jameson -Thomas. 
Unten :    Anna  May-Wong.  King  Ho-Chang 


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Es  ist  eben  schwer,  in  einem  aufstre- 
benden Filmland  «ileich  allererste  Spit- 
zenleistungen zu  schaffen,  wenn  die  Vor- 
und  Nebenbedinounjjen  ndch  nicht  so  ganz 
geklärt  sind. 

Das  Manuskript  zu  ,, Nachtwelt",  dem 
großen  Film  der  British  International,  der 
in  Deutschland  bei  der  Südfilm  erscheint, 
stammt  von  Arnold  Bennett,  einem  der 
bekanntesten  und  populärsten  englischen 
Bühnenschriftsteller.  Er  fand  eine  span- 
nende Handlung  voller  interessanter  Mo- 
mente, aber  er  hat  sie  nicht  in  der 
geraden  Linie  filmisch  transponiert,  die 
den  ganz  großen  Erfolg  bringt. 

Es  gibt  in  diesem  Film  außerordentlich  viel  Schönes: 
großangelegte  Tanzszenen,  dramatische  Momente,  die 
jeden  fesseln;  aber  es  kommen  immer  wieder  Stellen,  die 
retardierend,  hemmend,  abschwächend  wirken. 

Man  muß  sich  also  bei  diesem  Film,  der  absolut  über 
dem  Durchschnitt  steht,  an  die  Darsteller  halten  und  findet 
auch  da  seine  Rechnung  eigentlich  nur  bei  Anna  May- 
Wong,  die  eine  chinesische  Tänzerin  gibt,  deren  Aufstieg 
auch  der  Anfang  zu  ihrem  Untergang  ist. 

Die  Berliner  Kritik  ist  sich  über  den  endgültigen  Wert 
dieses  Filmes  nicht  vollständig  im  Klaren.  Ein  Teil  sieht 
in  ihm  den  Anfang  eines  neuen  Dupontschen  Filmstils, 
ein  anderer  kann  sich  mit  dem  Stoff  an  sich  nicht  befreun- 
den, aber  nirgends  findet  er  glatte  Ablehnung,  sondern 
überall  erkennt  man  an,  daß  es  ein  Bild  ist,  das  man 
sehen  und  von  dem  man  sprechen  muß. 


Oben:  Jameson  Thomas  und  Anna  May-Wong.    Mitte:  Gilda  Grey 
j  und  Cyril  Ritchard.     Unten:  Anna  May-Wong  und  King  Ho-Chang 


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UND 


Mary  Duncan, 
ein  neuer  Fox-Star 


Die  „Industrie  der  Schönheit"  hat 
auch  bei  uns  in  Deutschland  Um- 
satzziffern erreicht,  die  man  sich 
früher  nie  hätte  träumen  lassen.  Ein 
schlagender  Beweis  dafür,  daß  die 
Frau  von  heute  sich  der  siegenden 
Kraft  der  Schönheit  noch  genau  so  be- 
wußt ist  wie  früher  und  daß  sie  den 
hemmenden  und  zerstörenden  Einflüs- 
sen des  modernen  Berufslebens  mit 
tausend  Waffen  gegenübertrilt,  um  das 
große  Palladium  zu  schützen  —  Frauen- 
schönheit. 

Der  eitlen  Frau  sind  Kleider,  Pelze, 
Schmuck  und  die  übrigen  kostspieligen 
Kleinigkeiten  nur  dazu  da,  um  diese 
vielbegehrten  Dinge  möglichst  auffal- 
lend zu  zeigen  und  möglichst  darum 
beneidet   zu   werden. 

Die  kluge  Frau  aber  weiß,  daß  die 
Dinge  erst  in  zweiter  Linie  kommen 
dürfen,  daß  sie  nur  Mittel  zum  Zweck 
sind,  daß  sie  nur  dazu  da  sind,  um  die 
Schönheit  der  Trägerin  zu  betonen  und 
ins   hellste  Licht  zu  setzen. 

Die    schlanken    Finger    einer    schma- 
len,   weißen,    zarten    Hand    erfordern    anderen    Schmuck   als    die 
einer   molligen   kleinen    Marquisenhand   aus   dem    deutschen    Ro- 
koko    —    zu  schmalen  Gesichtern  passen  lange  Ohrgehänge  gut, 
die   zu   einem   runden     oder   breiten   einfach     lächerlich    wirken. 

Es  gehört  also  Studium  dazu,  um  schön  zu  sein.  Es  gehört 
viel  Beobachtung  und  Aufmerksamkeit  dazu  —  —  und  auch 
mancher  Verzicht  wird  geleistet  werden  müssen,  —  —  wenn 
die  Schönheit  über   die   Eitelkeit  siegen  soll! 

Seltsamerweise  sind  viele  Frauen  noch  ziemlich  oberflächlich 
in  diesem  Schönheitsstudium!  Sie  pflegen  Körper,  Gesicht  und 
Hände  —  —  sie  achten  vielleicht  auch  auf  diskreten  Schmuck 
und  geschmackvolle  Kleidung,  aber  sie  vergessen  ein  Moment, 
das  außerordentlich   wichtig   ist:   den   Hals! 

Ein  bekannter  französischer  Maler  hat  einmal  in  der  be- 
rühmten „Schönheilsgalerie",  die  Ludwig  L  in  der  Residenz  von 
München   angelegt  hatte,   den  Ausspruch   getan: 

,,Erst  der  Hals  entscheidet,  ob  eine  Frau  bloß  hübsch  oder 
wirklich   schön   ist!" 

Die  Dichter  aller  Zeiten  besangen  den  Ruhm  des  schönen 
Halses,  der  „edel",  ,, königlich"  und  ,, schwanengleich"  genannt 
wurde.  Aber  heule  kommt  es  einem  manchmal  vor,  als  ob  die 
Frauen  diesen  wichtigen  Faktor  vergessen  hätten. 

Mary    Duncan,    die    die    manchmal    angenehme,    oft    aber    auch 


schwere  Aufgabe  hat,  die  große  Ver- 
führerin zu  spielen,  gilt  mit  Recht  als 
eine  Frau,  die  mit  ihren  sonstigen  Vor- 
zügen auch  den  eines  klassisch  schön 
geformten   Halses   vereinigt. 

An  ihrem  Beispiel  kann  man  am 
deutlichsten  lernen,  wie  außerordent- 
lich wirkungsvoll  gerade  der  Hals  ,,in 
Szene   gesetzt"  werden   kann. 

Abgesehen  davon,  daß  sie  ihn  pflegt 
wie  andere  vielleicht  höchstens  Gesicht 
und  Hände,  versteht  sie  es  auch 
meisterlich,    ihn    ,,zu    betonen". 

Zwei  Mittel  liebt  sie  besonders  da- 
für:  Pelze  und  Perlen! 

Und  sie  hat  recht:  nichts  Schöneres 
und  Faszinierenderes,  als  wenn  ein 
schlanker,  edelgeformter,  blendend 
weißer  Hals  königlich  emporwächst 
aus  feinem  Rauchwerk!  Wie  wunder- 
bar als  Hintergrund  für  einen  schönen 
Hals  der  hohe  schwarze  Seidenlustre- 
kragen,  der  sich,  breit  ausladend,  fast 
bis  zur  Mitte  der  Ohren  erhebt.  Die 
doppelt  geschlungene  Perlenkette  be- 
grenzt in  raffinierter  Weise  das  Blick- 
feld nach  unten  —  der  Blick  des  Beschauers  ist  gefangen! 
(Abbildung  I.) 

Wie    elegant   und    fein    hebt    sich    der    Hals    aus   dem    dunklen 

Sealmantel  mit  dem  breiten  Squirrelkragen !     Und  wieder 

sind's  Perlen,  dieses  Mal  kleine,  zarte  Schnüre,  die  sich  drei- 
fach um  ihn  schmiegen  und  ihren  Glanz  in  seiner  Marmorblässc 
sterben  lassen!     (Abbildung  II.) 

Raffiniert  endlich  der  Chinchillamantel  Marv  Duncans,  dessen 
Chokerkragen  den  Hals  halb  verbirgt  und  damit  verheißungs- 
voll andeutet,  während  eine  große,  einfach  laufende  Perlenkette, 
von  ausgesucht  großen  Perlen,  langsam  den  Blick  von  der  blü- 
henden  Brust   nach   oben   lenkt!     (Abbildung   III.) 

Alles  wirkt  so  t.  'fach  und  selbstverständlich,  so  ungekünstelt 
und  ungewollt  —  —  —  und  ist  doch  das  Resultat  von  langem 
Nachdenken  und  Probieren!  Die  Männer  haben  ja  im  all- 
gemeinen überhaupt  keine  Ahnung,  wieviel  Kopfarbeit  eine 
Frau  tatsächlich  leisten  muß,  nur  um  —  —  —  ganz  einfach 
und    selbstverständlich    ,, schön    zu    sein"! 

Gewiß,  hat  die  Natur  in  vielen  Fällen  von  Haus  aus  einen 
schönen  Fonds  mitgegeben,  aber  er  muß  dann  richtig  heraus- 
gestellt, unterstrichen  werden.  Das  geschieht  beim  Film  in  erster 
Linie  dadurch,  daß  man  den  Star  wörtlich  ,,ins  rechte  Licht 
setzt",  aber  es  gehört  auch  ein  passender  Rahmen  dazu  —  in 
diesem   Fall:     Pelze   und  Perlen.  H.   U.   B. 


I 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


12.  Forlsetziing 


Als  Kurt  wieder  nach  der  Station  zurückgeführt  und  von 
seinem  Pfleger  zu  Bett  gebracht  worden  war,  lag  er  noch  lange 
still    und    regungslos    in    einem    traumhaften    Wachzustand. 

Eine  erste,  leise  Lockerung  war  mit  der  unvermuteten  Nen- 
nung seines  Namens  in  das  erstarrte  Gefüge  seines  Denkens  ge- 
kommen, ein  erster,  bewußter  Laut  der  Außenwelt  in  die  abgrün- 
dige   Tiefe   seiner   gefesselten    Seele    hinabgedrungen. 

Gerade  ihm  gegenüber,  in  einem  vergitterten  Wandausschnitt, 
brannte  eine  kleine  elektrische  Birne  und  sandte  einen  matten 
Dämmerschein  in  die  lautlos  belebte  Stille  des  einsamen 
Zimmers. 

Und  dann  zuckte  es  auf 
einmal  wie  ein  Wetterleuch- 
ten über  sein  Gesicht. 

Hinter  den  halbgeschlosse- 
nen Lidern  sah  er  allerlei 
wirbelnde  Kreise  und  seltsam 
tönende  Farben. 

Seine  vertrockneten  Lippen 
formten  zaghaft  ein  erstes, 
unhörbares   Flüsterwort. 

Das  GefüM  einer  unend- 
lichen Leichtigkeit  hob  ihn 
plötzlich  über  sich  selbst 
hinaus,  und  eine  grenzenlose 
Schwere  sank  von  seinem 
sich  langsam  wieder  erhel- 
lenden Geiste. 

Mit  einem  jähen  Ruck  fuhr 
er  aus  seinen  Kissen  empor 
und  setzte  sich  im  Bett  auf- 
recht. 

Was     war     mit     ihm 
schehen? 

Vergebens  suchte  er 
der  ersten  Angst  des 
Wachens  nach  einer  Brücke 
zur  Vergangenheit;  je  länger 
er  sann  und  sich  den  Kopf 
zermarterte,  um  so  weiter 
schien  sie  ihm  wie  in  einen 
Nebel  zurückzuweichen  und 
schließlich  wieder  ganz  in 
ihm  auszulöschen. 

Dafür  begann  das  Bewußt- 
sein der  Gegenwart  um  so 
stärker  in  ihm  zu  wachsen, 
so  daß  er  sich  langsam, 
schrittweise  in  das  wiederge- 
fundene Leben  zurücktastele 
und  die  Gegenstände  in  sei- 
nem Zimmer  allmählich  kla- 
rer und  deutlicher  zu  unter- 
scheiden vermochte. 

Ein  weißes  Bett,  ein  weißer 
Schrank.    Auch  die  Wände  glatt  weiß,  nüchtern  und  kahl  wie  in 
einer   Klinik. 

Die  Decke  des  Zimmers,  die  sich  in  wahnsinnigen  Traum- 
nächten zuweilen  wie  ein  unentrinnbarer  Alp  auf  ihn  herab- 
bewegt hatte,  hing  jetzt  starr  und  ruhig  über  ihm,  daß  er  end- 
lich aus  dem  Bett  aufzustehen  und  leise  zu  dem  nahen  Fenster 
zu   schleichen   wagte. 

Es    war    vergittert    und    verschlossen,    wie    die    Tür    nebenan. 

Und  plötzlich  schlug  wie  ein  Blitz  die  erste  klare  Erkenntnis 
in  ihn  ein. 

Er   war   gefangen. 

Das   Haus,    in   dem    er    sich   befand,    war    ein    Gefängnis. 

Dann  saß  er  wieder  auf  dem  Rand  seines  Bettes  und  ver- 
suchte abermals  zu  denken,  aus  den  winzigen  Bruchstücken  der 
_Erinnerung  eir  Bild  zu  formen. 


ge- 

aus 
Er- 


Hinter  der  geheimnisvollen  Tür  gingen  zuweilen  leise   Schritte, 
Ein   gedämpfter   Baß   sprach   befehlend. 

Sekundenlang  überfiel  es  ihn  mit  übermächtiger  Gewalt,  aus 
tiefster  Herzensnot  laut  aufzuschreien,  einen  Menschen  zu  Hilfe 
zu  rufen,  doch  ein  unerklärliches  geheimes  Grauen  hielt  ihn 
immer   wieder    davon    zurück. 

Draußen    in   weiter   Ferne    rauschte    ein   Fluß. 
Und   wenn  das    gleichmäßig    leise    Stöhnen    ein   paar   Atemzüge 
lang    aussetzte,    hörte    er    ganz    deutlich    das    feine    Zirpen    der 
Grillen,     die     über    unsichtbaren    Wiesen     lustvoll     ihre     Geigen 
strichen. 

Eine  heiße  Freiheitssehn- 
sucht weitete  ihm  plötzlich 
die  Brust. 

Heraus  aus  diesem  Toten- 
hause in  die  lockende  Som- 
mernacht, die  ihm  wie  mit 
tausend  Stimmen  zu  rufen 
schien! 

Auf  einem  Stuhl  vor  sei- 
nem Bett  lagen,  sauber  zu- 
sammengefaltet, seine  Sachen, 
Mit  unsicheren  Händen  be- 
gann er  sich  anzukleiden  und 
seine  Schuhe  anzuziehen; 
dabei  lauschte  er  klopfenden 
Herzens  auf  jedes  Geräusch 
hinter  der  weißen  Tür,  die 
ihn  mit  ihrem  schwarzen 
Guckloch  wie  mit  einem  bö- 
sen, drohenden  Auge  zu  beob- 
achten schien. 

Dann  stand  er,  fertig  an- 
gekleidet, wieder  am  Fenster 
und  untersuchte  den  Ver- 
schluß. 

Der  oberste  Teil  wurde 
von  einem  Kippfenster  gebil- 
det, das  der  Stationspfleger 
zur  Lüftung  in  der  warmen 
Nacht  in  einem  Gelenk  halb 
auf  gestellt  hatte. 

Die  Vergitterung  endete 
hier  mit  runden  Verschnör- 
kelungen  dicht  über  dem 
feststehenden  Unterteil  und 
bildete  für  einen  körperlich 
gewandten,  schlank  gebauten 
Menschen  kein  wesentliches 
Hindernis,  durch  den  schma- 
len Schacht  der  Zwischen- 
öffnung das  Freie  zu  ge- 
winnen. Mit  einem  raschen 
Blick  prüfte  Kurt  die  Höhe 
des  Fensterrahmens  und 
kletterte  dann  mit  Hilfe  eines  Stuhles  vorsichtig  daran  hinauf. 
Das  eiserne  Scharnier  des  Kippgelenkes  knackte  bedrohlich, 
als  er    sich   jetzt    langsam   darauf   aufstützte. 

Doch  schon  hatte  er  sich  geschickt  über  die  zolldicke  Scheibe 
hinweggewunden  und  hing  an  der  Außenseite  des  Unterfensters. 
Noch  ein  letzter  Sprung  über  ein  Spiräengebüsch,  und  er  stand 
hoch   aufatmend    in   einem    Garten. 

Nun  erst  erfaßte  er,  wie  in  einer  plötzlichen  Offenbarung,  den 
wahren  Charakter  seiner  Umgebung. 

Er  war  in  einem  Irrenhause  eingeschlossen  gewesen,  wenn 
diese  Siedlung  vornehmer  weißer  Villen  vielleicht  auch  den 
harmloseren  Namen  eines  Sanatoriums  trug. 

Mit   einer   angstvollen   Bewegung    tastete   er   nach   seiner    Stirn. 
War    er    denn    wirklich    geisteskrank    gewesen,    ja,    war    er    es 
vielleicht   noch? 


Privatbild  von  Emil  Jannings 

l'lh't.  I'iiriinii'iint 


Wie  mil  Zenlnerschwere  fiel  es  ihm  auf  einmal  aufs  Herz, 
daß  ihm  die  Erinnerung  an  ein  {ganzes  Stück  seines  Lebens  ja 
noch  immer  nicht  wiedcrjjekchrt  war. 

Ein  taUtniäßic;  schlurfender  Schritt  schreckte  ilm  endlich  aus 
seiner    Versunkcnheit    auf. 

Der    Nachtwächter    kam    mit    blinkender    Laterne    vorbei. 

Hinler  ihm  im  Hause  schlug  eine  Uhr  mit  lang  aushallenden 
Schlägen. 

Dann  wieder  nur  das  stumme  Wachsen  und  Sprossen,  das 
Geheimnis  des  Werdens,  das  die  blühende  Nacht  wie  ein  Zauber 
umspann. 

Da  löste  er  sich  ganz  leise  und  vorsichtig  aus  der  Gebüsch- 
deckung der  Villa  und  stahl  sich  über  die  weichen  Rasen- 
böschungen des  Gartens  unhörbar  bis  zu  einer  Liguslcrhecke, 
über  der  der  Gipfelsaum  eines  Waldes  wie  eine  hohe  Mauer  in 
den   dunklen   Himmel    hineinzackte. 

Ein  schmales  Pförtchen  v\ar  mit  sträflicher  Sorglosigkeit  nur 
angelehnt. 

Im  nächsten  Augenblick  stand  er  auf  einem  kleinen  Feld- 
rain  und   reckte   mit   einem   unterdrückten   Jubelruf   die   Arme. 

Gott   sei   Dank,   er  war   frei! 

Dann  saß  er  lange  auf  einem  bemoosten  Findlingsblock  am 
Waldesrand  und  lauschte  in  die  große    sommerliche  Stille  hinaus. 

Zur  Rechten  wuchs  der  Wald  eine  Bergwand  entlang,  tief- 
schwarz  und   steil. 

Eine  grasüberwachsene  Fahrstraße  führte  bis  zur  halben  Höhe 
hinauf  und  verlor  sich  dann  weiter  in  unbekannte,  drohende 
Dunkelheiten. 

Die  wählte  er  endlich  zu  seinem  Wanderweg,  ganz  gleich, 
wohin    sie    ihn    führen   würde. 

Nur  fort,  weit  fort  von  den  Fangarmen  dieser  Menschenfalle, 
wenn  am  anderen  Morgen  seine  Flucht  entdeckt  ward. 

Zuweilen  rauschte  und  raschelte  es  über  ihm  wie  von  unsicht- 
baren großen  Vögeln;  es  duftete  nach  Blumen,  die  das  Auge 
nicht    sah. 

Und  überall  schwirrten  in  Gebüsch  und  Gesträuch  unzählige 
Glühwürmchen,  ihre  kurze  Eintagstrunkenheit  verfunkelnd  und 
versprühend. 

Jetzt  säumte  ein  erster  rosiger  Schimmer  die  ragenden 
Buchenwipfel. 

Ein  frischer  Wind   kam  durch  das   Unterholz. 

Die  Sonne  erstand  aus  nächtlichem  Schlaf. 

Unwillkürlich  hemmte  Kurt  seinen  Schritt  und  schaute  in 
stiller  Andacht  in  das  ewig  neue  Wunder  des  erwachenden 
Tages. 

In  langen  Goldstreifen  flirrte  das  Licht  zwischen  den  grau- 
grünen Stämmen  hindurch  und  goß  einen  lohenden  Purpurstrom 
über  die  betauten  Wiesen   und   Moorgründe. 

Hier  und  da  regten  sich  bereits  die  ersten  Vogelstimmen,  und 
ein  kleiner  Kuckuck  wurde  nicht  müde,  seinen  Namen  immer 
wieder  durch  den  stillen  Wald  zu  rufen. 

Eine  Stunde  später  traf  Kurt  an  einer  Schonung  auf  ein  altes 
Hutzelweibchcn,  das  Bruchholz  auf  einen  kleinen  Wagen 
sammelte. 

Er  rief  sie  an  und  fragte  nach  dem  nächsten  Dorfe. 

Sie  wies  ihm  einen  Weg,  der  in  steilem  Abstieg  über  eine  weite 
Rodung  führte. 

In  großen  Klaftern  lag  das  frisch  geschlagene  Holz  reihenweise 
aufgeschichtet;  eilfertige  Ameisen  irrten  über  die  graugelben 
Stämme  und  Stubben,  und  tiefeingeschnittene  Räderspuren  kün- 
deten von  der  Mühsal  der  Gäule,  die  die  schwerbeladenen 
Wagen   durch   den   lockeren  Sand   gezogen   hatten. 

Dann  öffnete  sich  der  Wald  auf  ein   freundliches  Tal, 

Eine  baumbestandene  Landstraße  lief  durch  Wiesen  und  Felder. 

Das  junge  Korn  wiegte  sich  im  Morgenwind,  der  Roggen  schon 
schwer   in  Ähren,   der   Hafer   noch  grün. 

Dahinter  die  weiße   Kirche  eines  stattlichen  Dörfchens. 

,,Heinhardtshagen  —  Kreis  Sondershausen  —  Amtsgerichts- 
bezirk Allstedt"    las  er  an  einer  verwitterten  Grenztafel. 

Dann  saß  er  im  Garten  eines  kleinen  Wirtshauses;  er  hatte  in 
seiner  Westentasche  noch  einen  ganz  zusammengeknüllten  Fünf- 
marksciicin    gefunden    und    sich    ein    einfaches    Frühstück    bestellt. 

Pfingstrosen  wuclicrtcn  über  verwilderten  Beeten,  Schwertlilien 
und   Goldlack  und  Fleißiges  Lieschen. 

Bunlgewürfeltc  Betten  hingen  über  einem  Staketenzaun,  und 
hinter  den  nie  gelüfteten  Fenslern  der  Gaststube  stand  ein 
Myrlenbäumchen  und  in  einem  Bierglas  ein  halbvcrwelkter  Vcr- 
gißmeinnichtstrauß. 


Er  trank  Kaffee  und  aß  heißhungrig  ein  paar  fingerdicke 
Butterstullen  mit  frischem  Landschinken. 

Dann  nahm  er  ein  Zeitungsblatt  auf,  das  die  Wirtin  für  den 
seltenen  Stadtgast  vorsorglich  mit  herausgebracht  hatte. 

Es  war  eine  Nummer  einer  großen  mitteldeutschen  Provinz- 
zeitung, zerlesen  und  wochenalt,  und  doch  für  ihn  die  erste  Ver- 
bindung zu   einer  verlorenen  Welt. 

Mit  einem  flüchtigen  Blick  überflog  er  den  politischen  Teil. 

Und  dann  fuhr  es  auf  einmal  wie  ein  Axthieb  gegen  seine  Stirn. 

In  Fettdruck  schrien  ihm  aus  dem  ersten  Beiblatt  zwei  furcht- 
bare Zeilen  entgegen: 

,,Der  Mord  in  Wannsee;  der  mutmaßliche  Täter  Dr.  Steinhoff 
flüchtig,  Evelyn  Karr  unter  dem  Verdacht  der  Anstiftung  in 
Untersuchungshaft." 

Nach  langen  Minuten  erhob  er  endlich  wieder  den  Kopf  und 
blickte  verstört  vor  sich  hin. 

,,Der  Mord  in  Wannsee." 

Auf  einmal  war  die  Umschleierung  seines  Denkens  wie  ein 
Spinngewebe  zerrissen,  und  in  ihrer  ganzen  erbarmungslosen 
Nacktheit  standen  die  Ereignisse  der  jüngsten  Vergangenheit 
wieder  drohend  vor  seiner  Seele, 

Der  Pakt  mit  Karr,  der  Abend  im  Westendtheater,  die  furcht- 
baren Stunden  im  Ncubabelsberger  Forst. 

Bis  auf  einmal  der  Einhieb  kam,  der  sein  Bewußtsein  spaltete, 
daß  seitdem  nichts  mehr  in  seiner  Erinnerung  war  als  eine  end- 
lose, schemenhafte  Weite,  ohne  ein  Merk  für  Zeit  und  Geschehen, 

Mit  zitternder  Hand  griff  er  wieder  zu  dem  verhängnisvollen 
Blatt,  ob  das  gedruckte  Wort  ihm  vielleicht  sein  verlorenes  Ge- 
dächtnis wiedergeben  könnte. 

Doch  die  Buchstaben  tanzten  vor  seinen  Augen,  so  daß  er  die 
Zeilen  immer  wieder  von  vorn  beginnen  mußte  und  nur  ganz 
langsam  die  Einzelheiten  des  mit  kinohaften  Zwischentiteln 
sensationell   zurechtgeputzten  Berichts  in  sich  aufnahm, 

,,Der  Tote  im  Schlafzimmer  —  die  Frau  im  Einverständnis," 

Und   dann  das  letzte:   Evelyns  Verhaftung. 

Evelyn  im   Gefängnis! 

Die  zarte  Frau  hinter  Kerkermauern,  in  einer  öden,  kahlen 
Zelle,   zwischen  dem  Auswurf   der  Menschheit. 

Von  neuem  überfiel  ihn  eine  wahnsinnige  Angst,  ob  er  nicht 
doch  vielleicht  seinen  Verstand  verloren  hätte.  , 

Karr  tot,  ermordet   —  indes  er  selbst  noch  lebte!  ' 

Ein  sinnloses,  nutzloses  Geschenk  des  Schicksals  an  einen  Tod- 
geweihten,   der    mit    jenem    Handel    ja    doch    sein   Leben    verwirkt 
hatte,     gleichgültig,     was     inzwischen     mit     seinem     Gegner     ge- ■ 
schehen  war. 

Und  nur  der  eine  Gedanke  behauptete  sich  in  dem  stürmischen 
Aufruhr  seines  Herzens: 

Er  mußte  zu  Evelyn. 

Er  mußte  ihr  helfen,  weil  er  der  einzige  Mensch  auf  Erden 
war,  der  ihr  helfen  konnte. 

Wenn  sein  verlorenes  Leben  noch  zu  etwas  nütze  war,  so  war 
CS   das  eine,   daß   er  es  ihr  zum   Opfer  brachte. 

Ganz  klar  und  deutlich  lag  dieser  letzte  Bußgang,  dieser  Weg 
zur  Schädelstätte  auf  einmal  bis  zum  Ende  vor  ihm,  daß  er  all- 
mählich wieder  gefaßter,  gesammelter  wurde  und  beim  Abschied 
mit  der  Wirtin  ganz  ruhig  und  sachlich  über  den  Weg  zur 
nächsten  Bahnstation  sprechen  konnte. 

Noch  einmal  sah  er  zu  den  ragenden  Waldbergen  zurück,  durch 
die  er  in  der  letzten  Nacht  wie  im  Traume  gewandelt  war. 

Dann  trat  er  auf  die  Landstraße  hinaus  und  ging  festen 
Schrittes  durch  den  lachenden  Morgen  —  seinem  Schicksal  ent- 
gegen.   

14, 

Die  Voruntersuchung  war  von  Landgerichtsrat  Dr.  Rottmann 
mit  bemerkenswerter  Schnelligkeit  so  w-eit  gefördert  worden,  daß 
die  Anklage  gegen  Kurt  und  Evelyn  schon  gegen  Ende  des  Monats 
Juni  erhoben  und  der  Hauptverhandlungstermin  noch  vor  den 
Gerichtsferien  anberaumt  werden  konnte. 

Die  SelbstgestcUung  Kurts  hatte  den  Karr-Prozeß  auf  einmal 
wieder  in  den  Mittelpunkt  des  allgemeinen  Interesses  gerückt, 
nachdem  sein  nächtlicher  Ausbrucii  aus  dem  Sanatorium  Wald- 
frieden die  gesamte  Polizei  Mitteldeutschlands  in  Alarmzusland 
versetzt   hatte. 

Drei  Tage  nach  seiner  Flucht  aus  der  Anstalt  war  Kurt  in 
völlig  erschöpftem  Zustande  noch  am  späten  Abend  auf  dem 
Polizeipräsidium  am  Alcxanderplatz  erschienen  und  hatte  sich 
selbst  der  Täterschaft  an  der  Ermordung  Karrs  bezichtigt;  er 
hatte,  soweit  seine  geringen  Barmittel  ausgereicht  hatten,  die 
Eisenbahn  benutzt. und  dann  die  letzte  Wegstrecke  von  Wittenberg 
bis  Berlin  zu  Fuß  zurückgelegt.  Fortsetzung  folgt 


mk 


MMÜMMIHi 


FRAGEN 


1  ^-r-i^r-rziä^^^:^^ 


die  uns  erreTchtert 


H  ,1  IM  1)  II  i;?  -  '*  (•  1-  I  i  M  :  Ku- 
dolf  Klciii-rtüssi"  wtinio  ;uii  2). 
Xiivciiilior  in  Köln  geboren. 
Er  soll  ^icli  t:it.-;ii'Iilicli  mit 
Mary  Johnson  vcrloht  h.-ibcn. 
ütiNfav  l'rülilich  ist  iiiclit  mehr 
mit  Elizza  la  rorl.i  vt'rlobt,  Sic 
dürfen  es  uns  gl.uibou.  l'ola 
Xc'Kri  ist  nocli  iiuiner  mit  dein 
Fürsten  Mdivaui  vorlieiratet. 
Greta  Uarl)o  soll  mit  Julin  (Jil- 
bort  verheiratet  sein. 

G  ü  n  t  e  r  S.,  F  r  a  n  k  i  u  r  t  - 
Oder:  Es  ist  zwecUlos,  bei 
den  im  Auslände  wolinendeu 
Stars  deutsche  BriefmarUen  ein- 
zulcfveii.  FüKen  !Sie  einen  inler- 
iiationalen  l'ostschein  bei.  Geld 
ist  nijtis  für  Garderobe,  Scluniu- 
keu,  erstklassige  l'liotos  und  fnr 
evtl.  nesellschafilichc  Verpflieh- 
tuiiRcn.  Eine  ncn.nie  Xuimne 
also,  w  i  e  V  i  e  1  Kapital  Sie  für 
die  Filmkarriere  brauchen,  kön- 
nen « ir  ilincn  leider  aiicli  nicht 
saseii. 

L  i  a  n  c  -  11  .i  i  d  -  \'  c  r  e  li  r  e  r 
K.  F.,  He  r  I  i  u  :  J.iane  Haid, 
am  16.  Anglist  in  Wien  Ki'horen, 
früher  mit  Eujcen  Klopfer,  jetzt 
mit  B.uou  Ha.vmerlc  %  erheiratet, 
ilibt  .Vnlügrammc,  ist  eine  ;;rolJe 
'Blumenfreiiiidin,  ungefähr  so  alt. 
Avie  Sie  teeraten  h.iben,  von 
ciuem  FilnircKisseur  entueckl. 
Ihre  ersten  Filme  waren:  ,,Der 
Roman  eines  Dienstniädehens", 
„Lukrezia  Hor^ia  ■,  ,.I,;ul.v  Ha- 
milton"". Ihr  neuester  Film; 
..Maniuis  d'Eon  ".  Kiesig  nett. 
Älöf^licli.  d.iü  sie  .•mcli  ."luf  einen 
Brief    aniworlen    würde. 

Rolf  E.  W  .,  B  r  e  in  e  ii  :  M.i- 
,riaunc  Winkelstern  wohnt  Ber- 
lin \V,  Ulilaiidstr.  l(>:i.  Karten 
von  ihr  wird  es  bald  in  allen 
Kroßen  Biicliliaiidhin^en  neben. 
Anna  May  ANoiik  nasliert  zur 
Zeit  in  London.  Tragen  Sie 
Ihren  Filmliebliiigen  d.is  Ge- 
wünschte vor:  «ir  sind  sicher. 
dalJ  Sie  Erfolg  haben  werden. 
Aiitogr.imine  verinitleln  wir  gern. 
wenn  Sie  uns  die  Bildk.ulc  des 
betreffenden  Stars  und  o..jo  ,\I. 
in    Briefm.irken    senden. 

H  e  i  11  z  G..  Berlin:  Kiithe 
von  Nagy  .•irbeilet  zur  Zeit  an 
I  dem  (irceiiliaum-Film  ..Mascott- 
c-lieii".  Durch  diese  Finn.i.  Her 
lin  S\V  CS,  KoehstraUe  Ct,  zu 
erreichen. 

K  .1  III  o  II  .  X  I,  V  .1  r  r  o  -  S  c  h  w  :i  r  in  e  r  i  n  Ci.  JI.:  Kainon  Xovarro  ist 
noch  nidit  in  Berlin.  Am  C.  Februar  geboren.  Gibt  Autogramme.  Orchi- 
deen. Henry  Stuart  hat  am  1.  Februar  Geburtstag,  (ireta  Garbo  am 
Ij.  Aiuil,  Jenny  Jiigo  am  II.  .Tiini,  Gillv  Feindt  am  H.  April,  Felicitas 
->lalten  am  2.  Dezember.  Lyn,  Mara  am  1.  August,  Elizza  la  Porta  am 
1.  -März.  Ired  Döderleln  am  21.  April.  Alle  Filmstars  geben  Autogramme. 
Lee  larrys  richtiger  Name  ist  Mafhible  Benz.  Wohnung:  Berlin-Char- 
olteiiliiirg.  WaitzstralJe  1.).  Fred  J.oiiis  J.crcli  wohnt  Berlin  \V,  Kcgens- 
biirger  stralle  II. 

Hanse. -lt.    Bremen:    lliinansii   Bai    und   Cham   Rov    erreichen   Sie 

durch    Ihe    Grcat    Easlcrii    Corp.    Ltd.,    Delhi.    Indien.      Dita    I'arlo    wohnt 

«erlin    W  .    .Motzstralle    K7,     K\»    von    Berne    »erlin-Grunewald,    llubertiis- 

allee    i:i     La    .Jana    Ifcrliii-Cbarloltenburg.    Bayernalice    Ib.       Lva    de    l'utti 

I  -n-ohnt  Hollywood,   Kalifornien. 

L  u  li  a  S  c  hott  a  w  a  :  Charles  Farrells  Anschrift:  1101  Western  A\e  , 
Hollywood.     Amerik.iner.    Sein   richtiger  N.ime. 

Sydonie  V.  W..  AI  a  g  d  e  b  u  r  g:  Harrv  l'iel  wcdint  Berlin-Scliöne- 
ücrg.  Am  Bark  12.  Er  ist  mit  Oary  Holm  verheiratet  und  gibt  Aiilo- 
[Kramnie.  Lilian  Harvey  ist  unverheiratet,  tiustav  Fröhlich  wohnt  Berlin- 
\>cstend,  Kiirliuider  .\llee  1. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  :  Sic  haben  recht,  das  Bild  stellte  Lina  Basiiiiette 
<l!ir.  Der  bctreflcnde  amerikanische  Film  ist  noch  nicht  herausgekommen. 
Die  deutsche  Bearlieitung  ausländischer  Filme  wird  meistens  den  Drama- 
lUrgeii  übertragen. 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     ,,  Film-Magazin",      Berlin    SW  68,    ZimmerstraQc  35-41. 
Scherlverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


J  a  c  k  i  c  -  C  o  o  g  a  n  -  F  r  e  u  n  d  i  n  H  ,i  n  n  o  v  e  r  :  Sie  können  an 
.Taekie  Coogan  ruhig  deutsch  sehreiben.  Seine  augenblickliche  Adresse 
können  wir  Ihnen  leider  auch  nicht  sagen,  da  er  sich  zur  Zeit  dauernd 
auf  Gastspielreisen  durch  ganz  Europa  befindet  und  immerfort  seine 
Adiesse  wechselt.  Seine  amerikanische  Adresse:  Beverly-Hills,  Holly- 
voo<l.  A'on  Charlie  Chaplin  für  den  Film  entdeckt.  Sein  erster  Film: 
„The  Kid".  Jawohl,  es  gibt  ein  Buch  über  ihn.  Jeau  Forst  lebt  unseres 
Wissens  in  Paris. 

H  a  u  n  i  B..  in  Neukölln: 
Das  Bild  von  Josma  Selirn  in 
der  vorigen  Nummer  stammt  von 
Förster  in  Wien.  Die  Kiinstlerin 
tritt  mit  ihrem  Gatten  Ralph 
Benatzky  den  ganzen  Monat 
März  in  der  Sc:ila  auf.  Wenden 
.Sie   sich  direkt   an  sie. 

Irmgard  G.,  Leipzig: 
Von  Oskar  Marion  gibt  es  kein 
Buch.  Sein  Vater  ist  unseres 
Wissens  Oberstabsarzt.  Oskar 
Clarion  hat  keine  Filmschule  be- 
sucht. So  alt,  wie  Sie  geschätzt 
haben.  Treibt  jeden  Sport.  Un- 
gefähr l,8n  groß.  Nächste  Ar- 
beit:   „Sankt   Helena". 

E  r  n  s  t  W.  M.,  Hannover: 
.Tackle  Coogaii  wird  auch  wie- 
der filmen.  Augenblicklich  reist 
er  durch  Europa  und  gibt  Gast- 
spiele. In  dem  genannten  Film 
spielte  nicht  Lita  Grcy,  die 
frühere  Gattin  Chaplins,  mit. 
Das    war    ein   deutscher  Film. 

Ein  T.,  W  i  e  n  :  Brigitte 
Helm  ist  mit  Richard  Weißbach 
verheiratet. 

Hans  W.  D.,  Mannheim: 
Anna  May  Wong  gastiert  zur 
Zeit  in  London.  Elisabeth  Berg- 
ner wohnt  Berlin-Dahlem,  Fara- 
daywcg  15,  Gräfin  Estcrhazy 
Berlin  W,  Kaiser.illee  215,  La 
Jana  Beriin-Charloltenburg,  Bay- 
eniallee  15.  Joseiihine  Baker  ist 
nicht    mehr   in    Berlin. 

C  i  1  g  i  in  S.:  Bildwünschc 
werden  gern  entgegengenommen. 
Elisabeth  Bergner  wurde  am 
17.  April  in  Wien  geboren.  Un- 
verheiratet. Sie  gibt  Autogram- 
me. Sie  können  sie  auch  per- 
sönlich darum  bitten.  Jackic 
Coogan  ist  eine  Entdeckung  von 
Charlie  Chaplin.  Jetzt  IG  Jahre 
alt.  Bereist  augenblicklich  Eu- 
rojia  und  gibt  Gastspiele,  in 
denen  er  tanzt  und  spielt.  Gibt 
Autogramnie.  Keine  ständige 
Adresse.  Die  Titelrollo  in  ,,PcUm" 
Pan'"  spielte  Betty  Brouson.  J.i- 
wolil,  dieselbe,  die  die  Mutter 
Gottes  in  ,,Ben  Hur"  darstelKe. 
Ramoii  Xovarro  spielte  den  Ben 
Hur.  Die  männliche  Hauptrolle 
in  ,,Das  edle  Blut"  spielte  der 
kleine  Waldemar  Pottier.  Hans 
Thimig  ist  mit  Helene  Thiniig 
verwandt.  Das  Filmmagazin  er- 
scheint    jeden     .Sonntag.      Pliolos 

von    Filmstars     erhalten     Sie     in 

jeder      größeren     l'.ipierhandliing 
oder    beim    Postkartein  erlag  Roß, 
Berlin      SW     68,      Alexandrinen- 
stralie    110. 
J.   R.   G.   L  e  i  I  a  :   Es   tut   uns   leid,   Ihnen    über   den   Filmschauspieler 
Billy  Dolly   nichts   Näheres  sagen  zu   können,  da  er  der  Öffentlichkeit  un- 
bekannt ist. 

E  1  1  i  M.,  Berlin:  Die  Filmsterne  ,, reden  sich  untereinander"  genau 
so  an,  wie  dies  andere  Menschen  tun.  Geschiedene  Eheleute  dürfen  nichts- 
destowenigertrotz zusammen  spielen.  Wir  nehmen  an,  daß  das  Gerücht 
von  der  Ehe  Garbo-Gilbert  auf  Wahrheit  beruht.  AVilly  Fritseh  war  bis 
jetzt  noch  nicht  verheiratet,  wird  es  aber  bald  sein. 

Günter  M.,  Berlin:  In  der  ,, Kameliendame"  spielten  Norma 
Talmadge  und  Gilbert  Roland  die  Haiiiitrollen.  in  der  ..Kleinen  Sklavin" 
Grete  Mosheim,  Fred  Louis  Lerch,  Walther  Jansen,  (Jina  Manes,  Trudc 
Hesterberg.  Hauptdarsteller  in  der  ,, Heiligen  Lüge"  waren:  Otto  Gebühr, 
Sybil  Morel,  Maria  Mindzenti,  Margarete  Schlegel.  In  ,, Heimweh  '  spielten 
Mady  Christians  und  Wilhelm  Dieterle  die  Hauptrollen,  in  ,.Song" 
(Scliinutziges  (ield)  .\nna  May  Wong  und  Heinrich  George,  in  ,. Katzen- 
steg" Lissy  Arna  und  Jack  Trevor,  in  ..Mctroiiolis'  Brigitte  Helm,  Alfred 
.\bel,  Gustav  Fröhlich,  Fritz  Kas]!,  in  „Nju"  Elisabeth  Bcrgncr,  Janniiigs 
und  Veidt,  in  „U  9,  Weddigen"  de  Vogt,  Solm,  Briesc,  Hofmann,  Alberti. 
Hella  Mo.ia. 

P  a  u  1  P.,  Berlin:  Wenden  Sie  sich,  bitte,  an  den  Klub  der  Kamera- 
leute, Berlin-Charlottenbiirg,  Reichskanzlerplatz  (i. 

Margit  H.,  Karlsruhe:  Den  jungen  Norfolk  in  „Maria  Stuart" 
spielte  Eberhard  Leithoff,  der  Page  war  Martin  Herzberg.  Wohnung: 
Berlin  SO  26,  WaldcinarstraUe  65a. 


FEUER  BREITET  SICH 
HAST 
MINIMAX  A.-6.  BERLI 


Pliol.  A.  Bindtr,  Berlin 

NICHT  AUS 
DU  MINIMAX  IM  HAUS 
N,  KÖLN,  STUTTGART 


Paul  K.,  Berlin:  Büclier  über  üas  Filniin.inuskriiit  erhalten  Sie 
(liiroli  (loii  Max  Maliissou-Vcrlaf?,  Berlin  SW  6»,  Hittcrstraße  71.  Jlan 
uiilersclicidct  Exposi^  und  Urcliliuch.  Im  Expose  ist  kurz  der  (JaiiK  der 
llandluiii;  erzählt,  das  Drehbueh  umfaßt  ].">0— 20u  Bilder  und  ist  kurbelreif 
Ke.-elirieben.  l'nter  ,Mai!uskri|it  versteht  man  .sowohl  das  Expose^  als  aueh 
da.s    UrehlMieh. 

r.  B..  Pforzheim:  Irejie  IUftniar  ist  nieht  bekannt.  AVir  können 
Ihnen    d.ilier   leider   keine   näheren    Angaben    über   sie   maelicn. 

N  a  d  j  a  A.,  Berlin:  Tom  T.vler  wohnt  in  Beverly  Hills,  Hollywood, 
Kalifornien. 

1.  II.  B..  H  .1  m  b  u  r  H-  :  Viola  Garden  wohnt  Berlin  W  10,  BeiuUer- 
str.ille    17.       Sie    o-ibi    Autonrainme. 

.\I  .1  rt  i  n  H.:  \Vir  sind  ^;ern  bereit,  Ihnen  ein  Vutosranim  zu  besorgen 
nn<l  bitten  Sie  um  Einsendun;;-  von  (1,50  .\1.  und  der  BildUarle  des  betref- 
fenden St.irs.  Nein,  der  Besueh  einer  Kilmsehule  Ist  nieht  noti};.  Wenden 
Sie  sieh,  bilie.  unmittelbar  an  die  Filmjiesellseh.-iften.  .Sämtlielie  Fllin- 
slerne    i;ebeu    Autu^rninnn'. 

F  r  i  t  z  (i..  II  a  n  n  o  v  e  r  :  AX  arten  Sie  noeh  eine  kurze  Zeit,  die  Aafa 
wird  Ihnen  bestimmt  bald  Beseheid  se'»'"-  l'ic  Adresse  der  National  ist 
Berlin  SW  is.  Friedriehstralte  in.  die  der  Terra  Berlin  SW  (is,  Koeli- 
.stralJe  7;t.  Sie  können  Ihre  Exposes  ruhii;  an  \ers(hiedene  Firn)en  sleieb- 
zeiti^  .■.ebleken. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  E  r  n  i  a  u  s  Y  r  a  n  k  f  u  r  t  /  ().:  ,\sl.i  Xielsen  w  ird 
aueh  wieder  filmen,  sobald  sie  ein  K"les  Manuskript  und  eine  fiir  sie 
Keei^nete  Holle  findet.  \Vir  ixrhrn  das  .\lter  der  Filmkiinstler  nicht 
bekannt,  weil  wir  alauben.  dal.!  es  mit  der  persönlichen  \crclirung  der 
Slars  nichts   zu  tun    bat. 

Bobert  (i..  F  r  ;!  n  k  f  n  r  t  a.  Main:  I)it;i  l'arlo  wohnt  Berlin  W, 
MotzstralJo  *<7.  Elisabeth  ner;;iier  Berlin-Dahlem,  Far.idaywe-  ].-..  Mady 
Cliristi.ins  hat  am  19.  .I;inu;ir  tieburtslaK.  Das  Cehurtsj'ahr  können  wir 
llinen  leider  nicht  verratin.  da  wir  es  Kriinds.ätzlich  nicht  tun.  Madv 
Cliristiaiis'  Ciitte.  Dr.  von  .Miiller,  ist  Offizier.  .7;i«olil.  aueh.  tanzen. 
Si-b.ich  spielen  iinil  plioloirr.ipbieren  k.iiin  .Al.idy  Christians,  alles,  was  .Sie 
uiinsclieu.  Fiid  ein  synipalliiscbes.  liebes  A\esen  hat  sie  auch.  Cemessett 
haben    \v  ir    sie    poch    nicht,    nehmen    aber    an.    daß    sie    I.TO    f;roß    ist. 

C  <•  r  d  :i  M..  M  a  k  d  <•  b  u  r  j;  :  Da  ANerner  Fuetterer  ein  prominenter 
I'ilmstar  ist.  bi-sitzt  er  natiirlii'li  auch  ein  .\nto.  Seine  ].ieblinf>sblumcn 
können  wir  Ihnen  nicht  lunm-n,  da  er  last  :ille  Blumen  lieht.  A\ir  haben 
wunscliK'cm.-iß  Ihm  AVenier  Fuetterer  angerufen,  und  tr  hat  uns  vcr- 
sprocli<-n.  furchtbar  nett  zu  Ihnen  zu  sein  und  die  Bildkartc  persiinlieh 
zu   iinlerzeiclinen. 

T  r  .'i  11  I  e  I  .  die  H  e  n  r  y  -  s  |  u  a  r  t  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Ihre  (iriiße 
au  Henry  Stuart  sind  aiis<;ericlitet.  Den  Arzt  und  Freund  Stu.irts  spielte 
Hol)  st(dl.  Die  indisclien  Jlitwirkcndcn  w.iren  keine  Berufsschausineler. 
Carmen  Bonis  Partner  in  ..Ein  Spruiif;-  ins  Cliiek"  war  der  Franzose 
Andre  Roanne.  Vivi.ui  (iibson  ist  im  Leben  gerade  das  <ieg-enteil  von 
dem.  was  sie  in  ihren  meisten  Filmen  spielt.  Dr.  Asa^jiroff  ivolint  Ber- 
lin, Inn*brucker  Straße  -11.  Lilian  Harvey  spielte  in  „Eine  Xaeht  in 
London  ■  mit  Ben  Nedell.  Daß  Sie  von  DIta  Parlo  so  cntziiekt  sind,  he- 
Kreifen    wir    vollkommen. 

B  u  t  h  B..  I,  e  i  p  z  i  K  :  AVeiin  .«iie  Filmdarstellerin  ^verden  wollen, 
so  brauclien  Sie  nicht  unbedingt  eine  Filmselmle  zu  besiielien.  Evelyn 
Holt  spielte  kürzlich  in  dem  l.amprechl-l"ilm  der  National  ..Der  .Mann  n'iit 
dem  Laubfrosch-.  Iw.in  l'cirovich  ist  ein  si.ir  der  (Ireenbaum-FilinKesell- 
scb.ift.  Er  wcdmt  im  Eden-Hotel.  Berlin,  Bud.iiiester  Straße  Evelyn  Holt 
Berlin-Cliarhittenhurt;,  Sehillerstraße  121.  Wenden  Sie  sieh."  bittet  direkt 
an  eine  ^.roße  Filmgesellschaft,  viellpicht  an  die  Ufa.  Berlin  SW  68, 
Kochstraße  fi— 8. 

AV  i  1  h  e  1  m  .«:..  S  t  n  f  t  •;  a  r  t  :  Den  Fr<'und  von  dem  Rennfahrer 
(Enrico  Bi-nfer)  in  der  ..Carmen  -von  st.  l'anli'  spielte  Oswalde  Valenti. 
Im  ;ills-enieiiien  sind  die  Filmstars  in  ganz  juiinren  .Tahren  zum  Film  «e- 
liommen. 

Kurt  E.,  H  a  m  b  ii  r  i;  :  Tlarry  Eiedtke  w  ohnt  Berlln-Cmnewald, 
Bismaick.-illi-e  Jfi.  AAenii  Sie  Filmd.irsteller  werden  wollen,  so  kommt  es 
in  erster    Linie    auf    niiniiscbes    T.ileiit    an. 

E  r  i  c  h  1'..  Berlin:  Lily  D.imita  und  Xorma  T.ilmadse  sind  durch 
die  Fnitcd  .\r(ists  7200  S.int.-i  Moniea-B(uilev;ird.  Hollywood,  Kai.,  zu  er- 
reichen.     Lil    Dasjower    wohnt    Berlin-AVestend.    Arysallee    f. 

(1  e  o  r  ;;■  X..  Berlin:  AVenden  Sie  sieb,  bitte,  in  Ihrer  Anf;elegen- 
heit  an    den   Bund   der    Filmamateure.   Berlin    SA\'.    Scliiilzenstr.iße    :ll. 

T  h  ü  r  i  n  !>•  e  r  Eis:  Peter  Voß  wohnt  Berlin  A\  ,  Pariser  Snaße  ö. 
Er  wird   weiter  filmen. 

C  u  r  t  F.,  ('  h  e  m  n  1  t  z  :  AVenden  Sie  sich  in  Ihrer  .\n};-eleKenheit, 
bitte,  an  die  Firma  A.  Schimmel,  Berlin  ('2.  Bmjjstraße  28.  Aber  auch 
bei  den  großen  Film-A'erleibfirmen  erb.illen  Sie  fjnte  Kopien  alter  Filme. 
N:it;iseha.  Berlin:  A\  enii  Sie  Filniil.irstellerin  werden  wollen, 
SU  ist  es  am  besten.  Sie  stellen  sich  einmal  bei  den  \  (■rscliiedenen  Film- 
Kesellsehaflen  iiersönlieh  vor.  lassen  sich  zunächst  dem  Aufn.ibmeleiter 
.melden  und  zeiijey  ihm  Ihre  I'liotos.  Das  weitere  wird  sich  d.mn  von 
selbst   finden. 

H.  F  e  1  1  e  n  b  e  r  K  ,  t'  h  a  r  1  o  t  t  e  n  b  ii  r  fr  :  AVir  K'auben  kaum, 
rlaß  Sie  schon  mit  ].>'■.  .lalucn  Mir  lirot  .-ils  Rinieassistentin  finden  \UMdea. 
.\ucli  hier  sind  die  .Aussiclilen  nur  ticriiif;.  A\  ir  empfehlen  Ihnen  aber, 
sich   uiimitlelb;ir  an    dii'    Regisseure    oder    Filiiif;esellscliaften    zu    wenden. 

Fritz-  K  ,1  m  p  e  r  s  -  A'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  .  C  h  e  m  n  i  I  z  :  Fritz  Kam- 
pers wohnt  Bcrlin-Charliittcnbur.n.  A\  ;iitzstr;iße  22.  Seinem  C.attin  ist  vor 
einiger  Zeil  ni-storben.  S<'in  riclitijicr  Xanie.  Ist  inificfälir  ü  .Talire  beim 
Film.  Xelki'u.  Sie  erb.ilten  Bildkarten  von  deni  Künstler  bei  Roß. 
Berlin    SW   ns.   .Mex.iiidrinenstraße   tio. 

Lilo  L,  Lilly  M..  Kiel.  Charles  Rogers'  Anschrift:  Ciiher-Clly, 
Kalirornicn.  Die  .\dresso  von  (  liarles  Farrell  ist  IJOl  Western  .\\e., 
Hollywood. 

F.  I  1  i  T.,  AV  i  e  n  :  BriKÜte  Helm  ist  mit  Richard  A\"eißbaeh  ver- 
lielralet. 

C  h.  E.  .1  US  Sc  h  m  a  r  k  e  ii  d  o  r  f  :  M.irietl.i  Millner  wohnt  Berlin 
A\   .111.    N'.ichüdsu.ißc    21i.      Künsllcriiame. 

II.  K.,  H  ;i  n  n  o  V  e  r  :  Wenden  Sie  sieh,  hillc.  in  Ihrer  .ViifreleKen- 
bcii    .111    die    Ifa.    Berlin    SA\'  f.S.    Kochstr:iße    (i— 8. 

\  d  o  1  r  B..  Köln:  K;irl  (iriiiie  wohnt  Hc>rliii-Cli.ii  loltenbiirK,  Dro.\  sen- 
slr.il.!e  :t.  Henrik  C.aleen  Herliii-Cli.'ii  lolUMiliurn.  Sprceslr.iße  10.  Alax 
Rcichm.iiiM  Berlin  AV  .iO,  Neiu'  \\  inlc-rfildlslr.iße  lll.  Miini:iu  |{e\crly- 
llills.    Hollywood. 

F  r  .1  u  E.  s..  Berl  1  ii  :  l'.iß  unser  kleiner  Druck  für  Sii-  ein 
.ViiKenpiih er  i>l.  tut  uii^  :iiifricbli;i  leid.  \\  ii'  würden  ;;ern  Ihrem 
Wunsche  l'oln'e  leisten,  .iber  die  AVißbeRier  unserer  Lesersch;ift  seht 
so  weil,  d.iß  wir  sogar  maiichm.il  drei  Seilen  in  diesem  Druck  bringen 
müssen,  um  .'ille  zu  befriedigen.  Schließlich  wollen  sie  und  ilie  .•indi-ren 
j.i    .iiißer   ilen    .\ntw(nlen    noch    .inderen    Text. 

1"  i  I  m  w  Ii  I  :  Vielleiclit  wenden  Sie  sich  .iii  die  lli'rii-s.i  I  Denlseh- 
Russische  Film-.Mli.inee).  Uerliu  sW  18.  I'rieilricli^lr.iße  i:i.  Cewiß.  es 
i~l  leichler.  iiber  die  •Spiechbiihne  zum  l'ilm  zu  komiiien.  Aide,  die 
heule  beliebte  Filmsiais  sind,  waren  früher  beim  riie.uer.  .Vber  dieser 
A\  Cg  ist  nicht  unbedingt  nol\\<*ndig.  Eine  Filmd:irsiellerin  d.irf  weder 
zu    klein     noch    zu    groß   sein.      Kin    Xormalm.iB   .gibt    es   nicht. 

F  r.  IL.  D  ii  s  s  e  I  d  o  r  f  :  Siimlliehe  amej-ikauische  Firmen,  w  ie  Melro- 
(iiildwyn-Mayer.  Fox.  l'.ir.imoiint  usw.,  li.iben  ihren  Siiz  in  Xew  A'ork- 
City.  Stellen  Sie  sich  nur  den  .•iiiierikanischen  Filmgöllern  vor:  mehr 
als   nein  sagen   können  sie  auch   nicht! 


C  1  e  m  e  n  t  i  n  e    K.,    B  a  c  h  a  r  a  c  h  :    Ivan    Kowal-Samborski    wohnt 
Berlin-Grnnew:ild,  Paiilsborncr  Straße   16.  und  gibt   Autogramme.    Bernhard 
Ooeizke  gibt  ebenfalls   Autogramme,  hat  am  5.   Juni  Geburtstag  und   wohnt, 
in    \\  oltersdorf-Erlmcr.  -^ 

F  i  1  m  freund    Fliege    und   Spinne:      Lily   D:iinit:is   .\nsclirift:   ' 
7200    Santa     .Monic.i-Boiilevard.     Hollywood.     K:il.      (irele    Mosheim     wohnt 
Merlin   W,    Pariser  Siraße   27.     Greta   Garbos   sländigc  Adresse   ist  Beverly- 
Hills.     Hollywood.       ..Die     Jliiternaehtstaxe"     kommt     höchswahrscheinlielt 
schon    in    nächster    Zeit    heraus. 

L  e  b  e  n  d  es  IC  i  n  o  -  L  e  x  i  k  o  n  :  Asta  Nielsen  wird  auch  wieder 
filmen.  Lon  Clianey  ist  verheir.itet.  Lili.an  Harvey  ist  nieht  von  Fritz 
Oilemar.  sondern  von  Richard  Eichberg  für  den  Film  entdeckt.  Lissi 
.Vrna.  Lilian  Harvey  und  Egon  v.  .lordan  sind  unverheiratet.  Der 
französische  Film  ,.>iad.(mc  im  Schf.ifw  ;igen-  mit  Olaf  Fjord  und  Claude 
l'ranee  ist  schon  in  Deiitschlainl  erschienen.  .Alfred  Abel  und  Bernhard, 
(ioetzke  sind  mit  Nicht-Schaiispielcrinnen  verheiratet.  ..Sal;im.inder"  ist 
für  Deiitschl.and  vorläufig  noch  nieht  .ingezeigt.  Rudolf  Klein-Roggcs 
Partnerin  in  ..Tu  m'.ippartiens-  ist  Suzy  Vernnn.  .La.  er  soll  mit  .M.iry 
.loliiison  verlobt  sein.  A'mi  Ch.iplin  ist  ein  .iller  Film  jetzt  auf  dem 
Plan:       ..Carmen''. 

F  r  i  I  z  -  S  c  b  ii  1  z  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  AI  .i  n  n  h  e  i  m  ;  Fritz  .Schulz 
wohnt    Berlin  A\',    ()li^aer    Pl.itz    4.      Fnseres    Wissens    unverheir.ilet. 

AV  ;i  I  t  e  r  S..  Stettin:  -\m  besten,  sie  schreilien  direkt  .-in  den 
Klub  der  Kameraleute  E.  V.  Deutschl.inds,  Berlin-Charlottenburg.  Reichs- 
kanzlerplatz  :i. 

Brigitte  II  c  1  ni  -  V  c  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Stettin:  Man  darf  als 
Filmstar  weder  zu  groß  noeh  zu  klein  sein.  Brigitte  Helm  isi  mittel- 
groß. Nur  beim  l'ilm.  AA'ohnnng:  Berlin-Dahlem.  Im  AVinkel  :^.  Neuester 
Film:  ..Die  sells.ime  Lüge  d("r  Xin.i  Petrown.i-.  Henry  Smart  wohnt 
Berlin  AV.  Passaucr  .Straße  17.  Sl.-irs  mit  blauen  .Augen  li.iben  gen.ni 
dieselben  Cli.incen  wie  die  mit  dunklen.  Es  kommt  nur  .auf  den  Aus- 
druck,   nicht    ,iuf    die    Farbe    an. 

K  a  r  I  M..  H  ,i  ii  n  o  v  e  r  :  Ob  (ireta  (;:irbo  während  ihrer  Europa- 
reise auch  nach  Hannover  kommt,  wissen  wir  leider  nicht.  AA'ir  glauben 
es  aber  kaum.  .Selbstvei  ~tändlieh  können  Sie  deutsch  an  die  Künsileriii 
sehreiben.     Sie   gibt    .Autogiamme. 

F  r  n  n  z  ('..  Dussel  d  o  r  f  :  lw;ni  Alo=jukln  .irbeitet  aiigenblieUlicli 
an  dem  Vfa-Film  ..Manulesco".  Die  .Außenauf n.ihnien  finden  in  .St.  Moritz 
und  Monte  Carlo  statt.  Mosjukins  Korrespondenzen  werden  durch  Aer- 
mittlung  seines  Sekretärs  D.iuiel  l>olsky  erledigt.  A'ielleicht  wenden 
.sie    sich    einmal   an    ihn. 

Er  i  k  ,1  B..  K  I  o  s  t  e  r  b  n  c  h  :  l'ola  Negri  hält  sich  immer  noch 
in  Paris  ;inf.  Dii»  helreffenden  ;niierikaniselien  Slars  erreichen  Sie  alle 
unter  Beverly-Hills.  Hollywood.  .Angeln  Ferrari  wohnt  Berlin.  Bozener 
Str.iße    n 

Fee  D..  G  e -v  c  1  s  li  e  r  g  :  Fritz  L.uig  erreichen  .sie  durch  ilii>  Frii.-- 
I,ang-Filingesells<liaft.     Berlin    SAV  18.    Friedrichstr.ißc    22-1. 

E  r  i  e  Ii  Ci.,  Danzig:  A\'enn  es  Ihr  Ziel  ist,  Filmschauspieler  zu 
werden,  so  müssen  .Sie  schon  den  AVeg  zu  diesem  Ziel  allein  finden. 
D:is  haben  alle  Filmgrößen  gemacht.  AVir  können  Ihnen  nur  den  R;it 
geben:  Setzen  Sie  sich  mit  den  Filmgesellscb.iflen  in  A'crbindung.' 
Möchten  ;iber  doch  noch  betonen,  daß  dieser  lic'ruf  wie  k.ium  ein 
.■inderer  überfüllt  ist  und  daß  daher  die  Aussichten  auf  ein  A'orwärls- 
kommen  wirklich  sehr  gering  sind.  X'ein.  in  Danzig  gibt  es  keine 
Filmschule. 

I.  B..  G  I  e  i  w  i  t  z  :  AA'ir  bitten  Sie.  uns  Ihren  volb-n  Xamen  .inzii- 
geben.    damit    wir    Ihre    Briefe    in    Zukunft    bi-.iiitworten    können. 

G  ö  s  t  a  -  E  k  m  a  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  .All  o  n  .i  :  Zu  unserem  Be- 
dauern haben  wir  noeh  immer  nichts  über  den  Filmd.irsteller  .losef 
Celeniiis.  der  in  Deutschland  noch  unbekannt  ist.  ermitteln  köiim-n.  Zur 
..Rr'N  olutionsbochzeif  gibt  es  eine  Origiii.ilmiisik.  Bc-sien  D.ink  für  Ihr 
hübsches    Hildilieii. 

AI  .-1  r  g  .1  K  1  .1  u  s  .  Berlin  XAV21:  Iwan  Pelrovich  wohnt  im  Ilol'd 
Eden.  Berlin.  Itiid.ipester  Str.iße.  F.r  wurde  am  .'51.  Dezember  in  Bmlapot 
geboren,  ist  .•iber  jetzt  ^erbisi-lier  Sl.-i.its.-ingehöriger.  l'nverhcir.ilel.  Kr 
spielte  II.  a.  in  foig.'iiden  Filmen:  ..Der  Dämon  •.  ..Fürst  oder  Klowii'. 
..Fr.iiien.irzt  Dr.  Schäfer".  ..T)er  Zarew  itsch'.  N'ichsli'r  Film:  ..«Jiiarlier 
L.ilin"  (..P.iris.  du  St;idt  der  Liebe').  In  Arbeit:  ..Der  Leuin:inl  Ihrer 
Alajestäf.  Lilian  H.irve>  s  P.irlner  in  ..Eine  Xaclit  in  Lomloii-  sind 
Engländer.  In  Eiigl.iiid  gedrehl.  Ihr  nächster  Film  ist  ..D.is  Modell  von 
.Montp.-iniasse'. 

Er.  A\' a.  und  Iure  E..  Bremen:  M.iry  Bri.iii  ern-icheii  Sif 
liiiter  Bc\erlv-Hills.  Hollywood.  K.il.  Sic  fjiht  .Aulogramme.  Treibt  vi,>l 
Sptnt.      I'ilmt    fli'ißig.      Sic    ist    ungefähr    so    alt     wie    Sii>    geschätzt    haben. 

I.  .1.  in  t;  ö  r  I  i  I  z  :  (Irel.i  (I.-ubo  spielte  bis  jetzt  in  folgenden 
Filmen:  ..Cöst.-i  Iterling''  (in  Schwellen).  ..Die  freudlose  (J.isse'-  (in 
Deiilschland).  ..Es  w.ir".  ..Totentanz  der  Liebe".  ...Anna  K.irenin.i"  und 
..D.is  göHlichc  Weib"  (in  .Amerika).  Sandr.i  Alilov.inofr  wird  .iiicli  wieder 
filmen. 

A\'.  R..  II  .1  g  e  11  :  Dita  Parlo  wohnt  Berlin  AV.  Alotzstr.iße  87.  hat  .ini 
I.  Sepieuiber  tiebinlst;ig.  gibt  .Aulogranime.  ist  nnverheir.itet.  spielte  in 
folgenden  l'iliiii'ii:  ..Die  Dame  mit  di-r  Al.iske".  ..Heimkehr''.  ..Geheimnisse 
des  Orients".  ..rng.irische  Rh.ipsodic".  Ilir  nächster  Film:  ..ALiniilescu"' 
mit  lw;iii  .Mosjiikiii  und  Itiigillc  lli'lio.  Hildcr  \  oii  pii.i  p;irlo  crb.illcn 
.Sie  in  jeder  größeren  P.ipierh.indliing  oder  bei  Roß.  Berlin  SAV  08. 
.Mexaiidriiienslraße    110. 

I.  i  t  t  1  e  f  0  o  1  :  Das  Jingegehene  .\ller  vmi  Hciiny  Porieii  siiminl. 
l.len  Deyers  spielt  die  weibliche  H.iiiiUrolle  in  ..Triumph  des  Lebi-ns"". 
dem  neuen  Film  der  Deiitselien  Fni^("•s,•^l.  und  ist  (Tnrcli  diese  Firiiia. 
Berlin  AV  9.  AIauerslr;iße  82.  zu  erreichen.  .Sie  können  sieh  ruhig  mit 
Ihrer  Bitte  .in  II.irr.\  Piel  i>ersöiilieh  wenden,  AA'ir  werden  f>tto  Gebühr 
und  l.i.iiie  ll.iiü  :iii  die  .\  iilogi  .i  iiiiiie  erinnern.  A'er.i  .Schmilerlöw  ist 
.Schwedin. 

II  e  n  r  \  -  S  i  u  .i  r  t  -  A'  e  r  c  li  r  e  r  i  ii  R  .  .  .  h  e  r  g  :  Ein  neuer  Film 
mit  Ileiny  Stuart  ist  bis  jetzt  noch  nicht  angezeigt.  Siii.irt  hat  eine 
eigene  AAohnung.  Er  besitzt  ein  eigenes  Auto.  AV.igen  Sie  es  mir. 
Stuart    wird    Ihnen    sic-her    Ihre    Bitte    erfüllen. 

F' r  i  t  z  S..  Dresden;  Filmbücber  .-iller  .Art  erliallen  Sie  bi-im 
Alax     Mallissoii-Aerlag.    Berlin    SAV  f.8.    RitlersIraGe    71. 

(i  e  r  h  :i  r  d  R..  B  r  .i  ii  n  s  c  li  w  e  i  g  :  Fred  Thomsen  ist  .im  AA'ei'i- 
ii.ichls.ibciid  .111  den  Folgen  einer  G.illensleinoiieralion  gestoiluMi.  .laek 
lloxie  woliiil  in  llollywooil.  K.ilifornicii.  Sie  können  deulsch  .in  ihn 
-clireilien.  Kiillic  Mm  X.igy  ist  geschieden.  I'ng.irin.  Sie  spielte  in 
tolgenden  Filmen:  ..(iii>l.iv  Almid.  du  gehst  so  stille".  ..Das  brennende 
Schiff"'.  ..Die  s.imlgiäfin  ".  ..Die  Durcligäiigeriji"".  ..Königin  seiiu'S 
Herzens".    ..Die    Republik    der    H.ickfische"".      In    .Arbeit:    ..Al.iscollchen"". 

II.  M.,  (;  o  ><  I  .1  r  ;  Werner  Fiiellerer  erfreut  sich  be-ler  tJesiindheit 
Er    Wohnt    nielil    bei     seinen    Ellern.      A'.iler    Farmer    gewe«c>ii. 

F  i  1  m  f  r  c  u  ii  d  .i  u  s  Lei  p  zig:  .lenny  .Ingo  widiiii  Berlin  AV. 
K.iiserd.imm    29.     .sie    dürfen    riibiir    .in    sie    schreiben. 

R  o  b..  I!  r  :i  ii  n  s  c  h  w  e  i  g  :  Wenn  Sie  mit  einer  jungi'u  Filmfreiiiulin 
in  Briefwech'^el  lielen  wollen,  so  inserieren  Sie  am  beslen  Im  ..l'ilin- 
iiiig.izin".  C.rill.i  l.ey  gibt  .Aiitouramme  und  ist  jetzt  2  :'.  .I.ilire  beim 
Film,      Ihr    riebliger    Xanie    ist    Grefe    Sebmidt. 

Lotte  lt..  D  r  e -i  d  e  II  :  Iw.iii  Kow ;il-S;imborski  wohnt  BiTlin-tJriine- 
w.ild,  P;iiilsboriier  Sir.iße  Ifi.  ist  iiiiverheiralet.  gibt  .Aulogr.imme.  liebt 
Schneeglöckchen,  ist  Russe  und  spielte  seine  erste  große  Filmrolle  im 
..Scliinderhanncs".      Nein,    der    Schnurrbart    ist    nieht    ,,echl'". 


I 


Eissegefn  der  hoß^äu 
discßen  Jugend 


Oßen: 

TrajeklverkeHr 
Warjieitjüiide= Gjeds  ei 
durcß   Eis   gefäfirdci 


Linlis  : 

Tagung  der  Repara= 

tionsßonferenz   in 

Paris 


Links : 

BegräBnisfeierficfi= 
lieiten  der  König  in' 
Mutter  von  Spanien 

* 

Recßts: 

Das  neue  Efeßtro^ 

institut   der    Tecß^ 

nisdjen  HodjsdJuft: 

in  Braunsctiiueig 

* 

Links: 

Eine  ameriHaniscßt    ■ 
Stadt  in   Efammen    ) 

ReSts:  S 

Modenschau 
in  Kafifornien 

Aiifnafini^it     der     lJfa= 
iiiiif  Dciifig  -  \Vo<fyeiiS(£au 


E.  li  r.,  S  ii  (1  e  ii  il  e  :  i)ip  H.niptilnrslcllcr  in  der  ..Rnffinicrtcstoii  Fr.iu 
Uorliiis"  waren  l.iiifj-i  Scrvcnti,  .Mmi\  .lolinsoii.  Amlrc  .M:itiiini.  Niii.i 
Vamia.  Im  „Turm  iIcs  Sclnv('i,;;ciis-  spielten  Xeuia  Bcsiii  und  XiKSCl 
Barrie  die  Ilaiiptrollen,  im  „Kampf  um  die  Sclmllc"  Margarete  beüün, 
Osk.tr   Marion,    Mary    Parker,    J'erdinand   vnn    Alten. 

E.  '/...  Berlin:  Lilian  Il.irvev  «ulinl  Jierlin  A\'  IT),  Düsseldorfer 
Stralic   -17. 

Trotzkopf,  L  e  i  II  z  i  K  ;  Evel\  ii  Unit  ist  micli  jiuis.  Alter  wird 
Krniidsatzlicli  nielit  anjreneben.  l'n\  i  rlieiratct.  SelliMx  iTsliiiidlich,  sie 
sibt  AntuKramme.  Neuester  Film:  ,.J)er  Mann  mit  dem  l.aulifniseli"'. 
Wann  er  zu  Ihnen  kommt,  erfahren  Sie  am  sichersleu  durili  den 
Jtesitzer    Ihres   Stainnikiuos. 

F  i  I  ui  f  r  e  u  n  d  i  n  .-i  u  s  Alle  n  b  u  r  %  :  l'lir  die  niielislc  Zeit  ist 
kein  Film  \  (U'neselieii,  in  dem  Ly.i  Al.ira  und  ll,ur\  l.iidike  zus.immi'U 
spielen,  Ciirista  Tordy  beKUÜfit  sieh  weiter  damit,  die  f;IiiiUli<he  (lattin 
Liodtlvcs  zu  sein.  Wir  siinl  iioeli  nieht  d.izu  gekommen,  I.y.i  M.ii-.i 
tind    Harry    Jdedtko   zu    messen. 

F  r  ;i  n  z  ,\.,  11  ;!  1  I  e  :  In  f.ist  allen  früheren  ll.irry  -  I'iel  -  Filmen 
war  Dary  Holm  seine  l*;irlneriii.  Im  letzten  Film  ..Seine  sliirksle  Waffe" 
spielte  er  mit  \'era  Sehmilerliiw.  In  seiner  soelien  W'rlisi!;estellten  ..Mitter- 
n.iehtst.-ixe  ■  ist  Helty  IJird  (u'y<'nspii'leriu.  .letzt  bereitet  I'iel  einen  ucvien 
Film    vor,    der    sieb    ..Sein    firolJes    Ehrenwort"    betitelt, 

E  i  n  e  r  .  der  :\.  n  d  i  e  r  e  i  z  e  n  d  e  (i  e  r  d  .\  M  a  n  r  u  s  T  a  %  u  ii  d 
X  a  e  h  t  d  e  ii  k  f  :  Wenn  Sie  an  Cierda  Maurus  soviel  denken,  wissen 
Sie  ^('wilj  viel  besser  als  wir,  was  Sie  der  llivji  zum  (iebnrtstasi'  ■^ibenlven 
sollen.  Sie  öffnet  ihre  Briefe  alle  seihst.  Sehneeslöckehen.  AVir  jil.iuben 
hitlu  r,    daß    sie   einen    W;if;eu    besitzt. 

Bibi  II..  Muskan:  Aliee  AVhites  Anschrift  ist  Burhank-llolly- 
wood,  Kai.  Amerik.-inerin.  Spielte  u.  .i.  in  ..Spanisehes  Hlut ""^  mit 
Milton  Stills  und  „Was  eine  schone  l'rau  betiehrf'  mit  Billie  Dove. 
Sie    filmt    fleißi?;. 

■17  11.  ()  II  p  e  1  n  :  Leider  UcinneM  wir  llnK'u  nicht  sai;cn.  welcher 
Filmst.ar  an  dem  i;('n;inii(en  T.it;i'  (Icbiirlsl.-i^-  li.ii.  .Icnny  .lui^o  wohnt 
Berlin  W,  K.-iiscrdamm  i>!l.    A\',Mllcr  sjcz.ik    Hcriin-l'ricdcii.-ui.  Siicrslr;il3e  ll/l.'). 

\'  i  o  1  .1  H.,  It  a  m  b  u  r  jr  :  (;ust;iv 
Fröhlich  ist  nicht  mehr  mit  Elizza  l.i 
Port.-i  verlobt.  Friihlich  wohnt  Berlin- 
AVestciul.  Kurl.änder  Allee  1,  Elizz.i  la 
I'ort.i  Merlin  W,  XürnherfAer  Straße  l'i. 
bei  Adler.  Anna  May  Won;;-  ist  jetzt  in 
London.  Anny  Ondr.i  w(dint  in  Beilin 
W,  Knrfiirstend.-iiiini  17S,  l"ensi(Mi  Ber^- 
feld.  -  Iwan  l'elro\  ichs  Adresse:  Bi'i  lin. 
Eden-llotel,  Bml.ipester  Stralle.  \'ilm.i 
Banky  ist  mit  Hod  l.i  Hoiiue  verheir.i- 
tet,  Bonald  ('olm;ni  mit  Thelm.M  Uoye, 
Lee  I'arr.v  mit  dem  Kaufni.inn  -Mol- 
dauer, Xils  Astlier  isl  ledii?.  Alle  Film- 
stars Ri-ben  Autogramme.  I'ola  X<K'-'i 
wohnt  in  I'.iris.  Sie  können  .in.  die  be- 
treffenden .■imerikaniscben  Stars  di'Ulsidi 
selireibeu.  Adresse:  Bev  erly-Tlills.  llcdly- 
wood.  Uie  l.iiine  es  dauert,  bis  .si.- 
Antwort  ;iiis  Amerika  h.'ihen,  häiiKl  ii;:iiiz 
von   den    Kiinstlcrn   ;iT). 

(J  ii  n  t  c  r  S.,  F  r  a  n  k  f  u  r  t  /  (J  d  e  r  : 
Olg.i  Tschechowas  Ciebnrtsl.'iff  ist  der 
l'fi.  .\i)ril.  Ihre  Lieblinf^sblumen  sind 
Rosen.  Bei  der  Wichtigkeit  Ihrer  Fr.ige 
li;ibeu  wir  natürlich  sofort  samllich'> 
Flimmerstcrne  untersucht  und  fest- 
gestellt, d.il!  ihre  Zähne  genau  so  ..eclit'' 
oder  so  ..künstlich"  sind,  wie  d.is  bei 
anderen  Menschen  der  Fall  ist.  Zu 
Ihrer  letzten  Frage:  Aber  selbstverständ- 
lich können  ,. schmissige"  .Studenten 
zum  Film,  wenn  .ilies  andere  vor- 
handen   ist. 

H  a  n  s  H..  L  e  i  p  z  i  g:  M.irgot  L.md.i 
Avohnt  Berlin  W,  Kurfürstemhimm  11, 
und  wurde  am  1.  t)ktolier  in  i'olsd.im 
geboren.  Ihr  richtiger  Xame  ist  .M.irgot 
Walther.  Sie  wurde  von  Beinbold 
Sehiinzel  für  den  Film  entdeckt.  Sie 
gibt   Autogramme. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  .s  t  ii  ni  p  e  I  .  X  i  e  - 
d  e  r  1  (i  IJ  11  i  t  z  :  Die  Tilelrolle  in  ..Wer 
heiratet  .XunettV"  spielte  .\.nny  Oiidra. 
AVühnung:  Berlin-Ch.irlottenburg.  Kur- 
fürstendamm 178.  l'botos  von  dieser 
Künstlerin  gibt  es  in  .allen  großen  r.-ipier- 
handlungen  oder  bei  Rol.i,  lierlin  S\\"  6S, 
,\Ie\;indrinenstra  IJe  110.  .Jenny  ,lugo 
gibt  Autogramme.  Lya  de  I'uttis  Adresse 
finden    Sie   .in    ;inderer   Stelle. 

II  e  r  I)  e  r  1  A.,  X  e  u  s  t  r  e  I  i  t  z  :  Woher  ll.irry  I'iel  seine  AV .äffen 
bezieht,  können  wir  llinen  leider  nicht  \  erraten.  N'iellcicht  fragen  Sic 
bei   I'iel   selbst   an. 

Erich  S  e  h  r.,  B  I  u  ni  b  e  r  g  :  Von  Kichard  Talmadge  gibt  es 
Karten.  Vera  Schmiterlöw  spielte  in  ...Mäilelienschicks.ile".  Autogr.-iinm 
lieilU    cigenliämligc    Fnterscbrift. 

Zwei  1)  o  n  g  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  n  e  n  .  S  t  n  t  t  g  a  r  I  :  Douglas  Fair- 
lianks'  neuester  Film  heißt  ,,Die  Eiserne  M.iske ".  Er  hat  einen  Sohn 
namens  Dongkis.  \\illiam  F;iirbanks  ist  nieht  mit  ihm  verwandt.  Das 
gewünschte  Buch  erb.illen  Sie  durch  den  ,Max  .\L-ittison-A"erlag,  Berlin 
SW  f>H.    Bitler.straße    71. 

E  1  i  s  a  b  e  t  h  K.,  Leipzig:  Brigitte  Helm  hat  am  17.  März 
(iebnrtslag.     Feber    einen    Clüekwunsch    wird   sie    sich    gewiß    freuen. 

Ernst  K.,  Bremen:  .Jenny  .Jiigo.  arbeitet  .■.ugcnblicklich  ;in  dem 
Ufa-Film  ,,I);is  Mädchen  ;uis  A'.ilencia".  In  Berlin  sind  bis  jetzt  der 
Klang-  und  (ieräuschfilm  ..AVings "  und  ,.Ieh  küsse  Ihre  Hand.  Mad.ime" 
mit  einer  Tonfilmeiiil.ige.  in  der  Liedlke  den  bcU.mnten  Schl.iger  singt, 
erschienen.      In    Arbeit    isl    ein    Tonfilm    ..l',-ig;inini    in    A"eiiedig''. 

I  r  a  S..  Charlotten  b  u  r  g  :  A'on  einer  Filmscli.iuspielerin  llill.i 
-Achilles  wissen  wir  nichts.  Möglich,  d.iß  sie  in  kleineren  Bollen  zu 
sehen  war.  (Just.iv  Fröhlich  ist  niibt  mehr  mit  Elizz.i  l.i  l'ort.i  verlobt. 
Die  näheren  CJründe  d.ifür  Iiat  uns  Fröhlich  nicht  >"rraten.  ..Die  ANiinder 
des  Kchneesehubs"  sind  vor  ungefähr  vier  .lahreu  gedreht  worden.  Es 
ist  nieht  .■iiisgesclilosen,  daß  der  Film  noch  einmal  .-luf  der  Leinwand 
erseheint.  -Aber  selbstverständlich,  Sie  dürfen  Fr. igen  slellcn,  sooft  Sie 
mögen.  ' 

A'  e  r  n  h.  in  Sc  h  n  e  i  d  e  m  n  h  I  :  Ihre  Hildcrw  linsclie  sind  \  or- 
geinerkt.  .Agnes  Esterb;izy  bringen  Mir  in  .-ibseblp.irer  Zi  il.  Von  Liane 
Haid    finden    Sie    in   einer   der    iiächslen    Niiinmcin    Milder. 

F  i  1  m  b  a  n  n  i  a  u  s  B  r  e  s  1  /i  u  :  Nein,  die  bcireffeiiden  Filins|;irs 
waren  nicht  auf  dem  I'resseb.ill,  d;i  sie  sich  ger.ide  .Inf  Filinreiser 
befanden.  .Maria  I'aiidlcr  ist  geschieden.  .Alan  wähle  zweckmäßig  die 
.'Anrede  ,.I'rau".  AVir  werden  .Alari.i  raudler  und  Evelyn  Holt  an  die 
fälligen    -Autogramme    erinnern. 


.f    I 


-Agnes  -V.  S.  u.  H  a  n  s  AA'.  S.:  Am  besten,  Sic  kaufen  sich  d:is 
neue  Beichskino.idreßbueb.  Verlag  -Max  Alattissoii.  Merlin  SW  6tt,  Bitlei- 
siraße    71.     Sie    finden    d:iri!i    alles,    was    Sie    wiluscheii. 

Else  -XL.  H;imhurg:  Hudolf  Klein-Bogge  wurde  am  2J.  Xovemiier 
in  Köln  geboren,  ist  gescliieden  und  soll  mit  Mary  Johnson  verlobt 
sein.      Fritz    Basp    ist    ebenfalls    verlobt. 

Fr  i  edel  S.,  Hamburg:  Es  tut  uns  leid.  Ihnen  keine  pral  - 
tischen  l'atschläge  gidicn  zu  können,  wie  man  zum  Film  kommt,  d.i  w  ir 
Engagcnienis  grnnds/itzlicb  nicht  vermittein.  Der  Besiicli  einer  Filn:- 
schiile  ist  nicht  notwendig.  A\  enden  Sic  sich,  bitte,  unmitlelbar  an 
die    l'iliogcsellscbaflen. 

E  1  s  e  S  t..  I-  a  11  k  w  i  t  z  :  .Sie  crliallen  bestimmt  noch  einen 
lllusirii-rteii  Filmkurier  Min  „-Anna  K.irciiina".  .\iii  :..  -Alärz  findet  im 
l'niversum  ein  -\iitogr.imnit;ig  mit  Conr.id  A'eidt  sl.itt.  Es  kommt  lui 
den  Bussen  häufig  vor,  d.lß  sie  ibrc  N.imen  M'rscbieden  schreiben.  ^ 
Nicolai  Kolin  ist  ebei,so  richtig,  wie  ..Xicol.is  Koline".  Die  .\dressr 
der  The.iter-  und  I'ilun  erlagsgesellscbaft  Möhui  &  Co.  ist  Berlin  SAV  4Ä,  ^4 
Friedricbsiraße    .17. 

Fr  i  t  z  s..  (■  h  e  ni  n  i  I  z  :  Bruno  Eicbgtiin  lelit  in  Berlin  und  wird 
auch    bald    wiedi'r    filmen. 

AV.  1...  \\  e  i  l.i  e  n  s  e  e  :  l);iß  /^ie  a  im  Aivi:in  Gihson  noch  immer 
nicht  d;is  .Viitogr.iinm  erh.-ilten  h;iben.  tut  uns  aufrichtig  leid.  Selbst- 
v(  rstäiidlicb  gibt  die  Isiinstlerin  .Autogramme,  ist  aber  iliirch  ihre  Film- 
arbeit st.irk  in  .Ansjunch  gi'noiiiiiieii.  Wir  empfehlen  Ihnen,  sieh  noch  ; 
eiiun.il  direkt  .•in  sie  mit  Ihrer  Miite  zu  wenden.  Ce/a  L.  Weiß  ist 
ein  bek.iunler  Komiker,  der  in  \ieleii  Filmen  mitwirkte.  .Anna  Sten' 
erreichen  Sie  über  Derussa,  Berlin  SW  \*.  Friedriehstr.iße  i:!.  -Marietta 
-Millner    wobiit    Mi-rliii     W  .'lO.    N.-iebodstraße    2fi. 

Z  u  e  i  T  lui  r  i  ii  g  e  r  V  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  n  e  n  :  In  ..Die  flef.ingene 
\u\\  Scli:iiigb;ii  ■  spiclle  Bernliaid  (ioetzke  die  iii;iiiiili<he  Il.iiiptrolle. 
A\  ohniing:    Wollersdorf -Erkner.      Mlnmenfrciind 

II  ,1  11  s     IL.     AI  .1  r  i  e  11  d  o  r  f  :      Aei;i     \  iiioiiin:i     w.ir    kürzlich     in    dein      ,; 
llegcw  .■ild-l''iliii     ..Ccscbicblen   .ms   dem    A\ieiicr   A\  .-ild"    zu    sehen,    ist    >  er- 
heir.-itei,   gibt   ,\iitugr;iiuiiic   und    wohnt    lierlin-Wilmersdorf.   l'blandsir.iße  SL 

Heinz  B.  E..  Bielefeld:  Ans 
dir  Münchener  Filmschule  sind  nur 
einige  Filmst.trs  hervorgegangen.  Im 
■illgemcinen  ist  d:is  Besuchen  einer 
Filinsihnle  für  Filmbegeisterle  über- :  ir 
flilssi^-.  weil  mimisches  Talent  nun  ein-v 
iii.'il  .■ingeborcn  sein  muß  und  die  Spiel 
gcw.indlheit  erst  durch  die  l'r.-ixis  im 
.Alclicr  kommt.  Alöglich.  d.il!  AI;iri;iimC'^! 
L.iiiiliing  schon  mit  einigen  Filmen  :ill 
die    lleffcutliebkeil    getreten    ist. 

i{  n  d  0  I  r   .1..    F  r  ,i  n  k  f  ii  r  t  I  AI  ;i  i  n 
Ihr     Brief     an      Eherh.ird     L<'illioff      ist 
w  eitcrgeleriet    worden.     AVenn    Sie    .ibon 
liieren,     so     beziehen    Sie     unsere     Zeit 
Schrift    direkt    durch    unseren    A'erlag 

'I'  h.  1..,  H  ;i  11  n  o  v  e  r  :  Eine  An 
n.ilime  von  .lack  Trevor  wird  b.ild  e 
scheinen. 

B  e  1  .1  S..  1!  11  d  .1  p  e  s  t  :  Ihre  .Vn 
reguiig  h.ibcn  wir  zur  Kennlnis  genom 
meii  und  werden  sie  gern  beriicksiell 
tigen, 

M  :i  r  g  a  r  e  I  e      B.,      Essen:        A  (i 
l'.uil    Hichter    ist    außer    den    beiden    gi 
nannten     noch    kein    neuer  ^Filni    .-inge 
zeigt.      D.lß    liicbter   so    wenig    filmt,    tut 
uns'  selbst    sehr    leid.      AA'ir   können   .-iber 
d.iran    nichts    ändern.     Der    Querschnitt- 
film    ..Blind  um  die  Liebe"    kommt    sicher  i 
rinch    nach    Essen.      Es      ist      nieht     .ans-jT- 
geschlossen,    daß   die    „Xibelungen"     imV' 
isommer,  wo  keine   Saison   ist,  noch  ein- 
mal   herausgebracht   werden.     CarlBoesc" 
crreichen    Sie    durch    die    National,    Ber- 
lin    SAV     4«,     Friedrichstr.iße     10.      Frea<^ 
S.iiier     widint     Berlin-AVilmersdorf,    AVit-^ 
Icdsli.iehi'r    Str.iße    t.    K.arl    (;rune    Char- 
lolleiibiirg.    Drovvcnstraße    :i.    I.iipu  l'icks 
Anschrift:   Berlin   SW    IS.   AVilhclinstr.  10. 
E  1  1  i     (i..     B  e  r  1  i  n  :        Len.i      Malen.-t 
erreichen    Sie    durch    die    Terr.i.    Berlin 
SW    es.   Kochstraße  7:1.   Else   Rev.il  wohiil 
Berlin  -  Charlottenburg.      .I.i.ichimsthaler 
Straße    10.     .I.icob    Tiedtke    Berlin    AV    I.">. 
K.iiserallee   i'l.     Marg.i   Lion    Berlin-Wil- 
mersdorf.    Riideshcimer    Pl.itz    10.      Suz.v 
A'ernon,     Reinhold      Sehiinzel     und     Lieil 
Deyers     werden     wir     .in     die     fälligen 
.Aiitogramnie    erinnern.     Ludwig    Merger 
isl    wieder   iiacli    Hollywood    .ibgercisl. 
II  .1  11  s  Felix  B..   S  t  r  i  e  g  a  u  :     Ihre  Criiße  an  AVilly   Fritsch  haben 
wir    ausgerichtet.      Sie    können    ruhig    an    Lilian    Harvey     schreiben:    sie 
wird     den     Brief    lesen     und     Ihre     Antogr.immbitte     '^i-rw    erfüllen.       Jaul 
Sinimel    wohnt    Berlin    AV  30.    Xene    AVinlcrfeldlsIraße    iö.     AVenn    Sie    sieh 
.als     Reklamezeichner     im     Film     betätigen     wollen,     so    ist     es    am    zweek- 
mäßigsten.    sich    unmittelbar    mit   den   Reklameabteiinngen   der   !•  ilmgesell-^ 
sch.iften    in    A'erbindiing    zu    setzen. 

F  i  I  111  f  r  e  11  n  d  i  11  .     A  I  t  o  u  :i  :      -Außer    der     Münehener    Vilmseliul 
gibt    es    keine    anerkannle    I'ilinscbule    in    Deutschland.     .Vber    Sie    köniieir 
;ii'cli     ohne     A'orbildong     Filmdarstellcrin     werden.      Die     Hauplsadie     iil: 
Talent    und    gutes   .Aussehen. 

11  er  111  ine  AI..  AV  i  e  n  :  Boris  de  Fas  wohnt  Berlin  A\  ,  Pariser, 
Str.iße  7.  K.irl  Heinz  AViemulh  Berlin.  Holsteinische  Straße  ;i:i,  bei. 
Schreiber.  .Aliles  Alander  erreichen  Sie  durch  St.irfilm,  Berlin  S\\  18,^ 
Friedriehsiraße     i'is.    Ann.ili.s.a     Ryding    durch    Aasa     Theater.    StocklKili»,^ 

F  i  I  in  f  r  <•  u  11  d  i  n  .  Krefeld:  Mona  M.aris  filmt  in  Hollywood. 
.\ud  Egede  Xissen  wohnt  Berlin  AV.  Tauentzienstraße  10.  Triius  van 
.\.illen  Berlin  W.  Lntlicrstr.iße  :.'7.  Hans  Adalbert  von  Sehlettow  Merlin 
()  17.    (iroße    Fr.ankfurter    Sn-.-iße-l. 

E.  AI..  Berlin:  AVo  und  w:inn  die  Filmsl.irs  Maskenbälle  mit- 
gemacht h.ibeu.  können  wir  Ihnen  leider  auch  nicht  gen.iii  sagen.  Sic 
w.ireu  sicher  .iiif  den  \  erschiedensten  großen  I'.ischiiigsver.inslaltiiiigen.. 
F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  a  u  s  1)  r  e  s  d  e  n  :  Charles  Rogers  ist  in  Culver-» 
City.  Kalifornien,  zu  erreichen.  Amerikaner.  Spricht  gebrochen  Deiiiscll.-."  ; 
rnvi'rbeiratet.      Es   sind   neue    I'ilme    mit    ihm    in   -\rheit. 

E  I  s  i    St..    B  e  r  n  :     Elisabeth   Bergiier   w  urde   in   AVien   geboren.   I>oro-: 
Ihe.i    AVieck     ist    Aliinchneriii.      Heiiny    Porten    hat    keine    Kinder.      AA'crner      • 
I'uelterer.    AVilly     l'rilseh.    Oskar    Al.irion    sind    ledig.       Elis;ibelli     Bergners     ' 
erster    l'ilm    w.ir   ..Der  E\  a ngelim.inn".      Fnverlieir:itet.      AVobniing:    Berlin-   * 
D:ihlein,    K.ir.id.i\  w  eg    l.'i.      Dorothea    Wieck   isl    ebenfalls    iiii\  erheir.ilel    iiml 
wobnl  in  Aliiiicbi'u,  Tbierscbsiraße  1!<.   Ihr  er-ter  Filmerfolg:   ..Ich  liah'  meiu 
Herz     in     Heidelberg     verloren".       (iloria     Sw:iiisoii     ist     .Amerikanerin     iinil 
wird    .inch    b.ild    wieder    in    einem    neuen    Film    zu    sehen    sein.      Im    all- 
gemeinen   diirfen    die    Filmstars    ihre    Partner    nicht    selbst    wählen. 


I 


1^' 


t 


«MHiaiiÜiil 


Die  Ufa -Theater  werden  mit 


gereinigt. 


Ve  rka  ufsstellen: 

Berlin  W  50,    Kurfurstcndamm  236  Brannschweig,    Münzstr.    la  Bremen,    Herdcntorstcinwet;  5  Breslau,    Junkcrnstr.    38  40  Chemnitz,     Falkeplalr  2 

Coblenz,  Schloßstr.  35       Dortmund,  KaiscrsSr   6       Dresden,   Präger  Str.  35       Duisburg-,  Kuhtor  2  4.       Düsseldori,   Stcinstr.  2       Eisenach,   Frauenberg  9       Elberfeld, 
AUenraarkt   13  Essen,    Huyssenallcc  93  Franitfurt  a.   M.,     Mainzer  Landstraße   59  63  Gleiwitz,   Wilhclmstr.  2.  Europahaus  Halle,  Magdeburger  Str    56 

Hannover,    Bahnlmfslr    13  Karlsruhe,    Kaiserstr    205  Kiel,    Holstcnstr.  61  Köln,  Hohe    Str    64  Königsberg,  Münzstr.   17  Leipzig,    Rudolphstr.  4 

Magdeburg,     Breite    Vteg    3  b  München,     Salvatorstr.    IS  Nürnberg,      Färberstr.    16  Stuttgart,     Rotcbühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 

Zittau  i.  Sa.,  Zcichenstr.  14 
Außerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  Groß-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Treppen-  und  Ziininerläufer 
Teppichvelours'  und  Boucle 
Tisch'  und  Diwandecken 
Linoleum    —    Kokosmatten 


IRichard  Vogel    <•    Berlin 

Potsdamer  Strafse  14  Nähe  Potsdamer  Platz 


II 


Bei  I5aizahlun<i  7'^,,  Kassa-Rabatt  auf 
die  ausgezeichneten  Preise,  außer  für 
Linoleum  und   Marken -Teppiche 


schaflcn  S; 
kraft  und 
„Eta"-Chc 


und  diese  18  Pfund  gleichmäßig  ver- 
teilt auf  Gesicht.  Arme,  Brust.  Hüften 
und  Waden.  Bedenken  Sie.  wie  ihre 
Figur  durch  diese  Gewichtszunahme 
verschönert  wird  und  um  wieviel 
Sie  sich  dadurch  begehrenswerter 
machen. 

Durch  die   uohlschnuckenden 

„Eta-Tragol-Bonhons" 

(für  Damen.  Herren  und  Kinder  von 
gleicher  Wirkung),  die  nach  der  Mahl- 
zeit genommen  werden,  laßt  sich  das 
Körpergewicht  in  einigen  Wochen  um 
10 — 30  Pfund  erhöhen.  Die  unschönen 
Knochenvorspriinge  an  Wangen  und 
Schultern  schwinden.  Pfund  für  Pfund 
nehmen  Sic  zu.  an  allen  Körperteilen 
zeigt  sich  Fettansatz,  Unbcliagen  und 
Unlust  weichen,  und  nach  ein  paar 
Wochen  hat  das  bisher  schmacütige 
Aussehen  einer  vollen,  ebenmäßigen 
Erscheinung  Platz  gemacht.  Zugleich 
le  aber  auch,  indem  Sie  die  roten  Blutkörperchen  vermehren,  Ncrven- 
Blut.  'Schachtel  M.  2.50  gegen  Nachnahme.  Zu  beziehen  von  der 
m.-techn.  Fabrik,   Berlin  -  Pankow   137.   Borkumstraße  2. 


Stepßan  Lorant 

WIR  VOM  FILM 

Das    Leben,    Lieben    und    Leiden    der 
Lilinstars 


Mit  49  persönlidieii  Beiträgen  der  bedeutendsten 
Filmstars  und  400  Abbildungen  auf  bestem 
Kiujstdrudvpapier.  Broschiert 4.— RM.  Gebund. 
5.—  RM.  Gegen  V^oreinsendung  oder  Nadinahme 

lustr.  Filmwodie,  Berlin  SW68,  Kodistr.  6-8 

Postsctiedikonto  Berlin  148  272 


I'""'' ' ''"I HiIMiIiiiImIi 


ililhllilihiililiidilii 


Pl 


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JKIuÄ-Sessel 


Kurze  Zeit  in  der  Großen  Kunst  -/lusslellung 
DaOlOeim  benutzt,  fast  wie  neu,  verkauft  von 

35  Mark  an  in  Stoff   —    Rina- Leder  95  Mark 

H.  £ipUe,  Berlin  SW,  KocJ^siraße  6  bis  7 


StmillllHiiiii iiiiiiiiniimiiiiiiiiimniiiniiniiiiininnmmnnnimnnnninmiiniiiiiiiiiiimiimiimi 


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Einzelpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schrifl- 
leitung  A.  Rosenthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocsterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Tilhclm    Schacfer,     Cbarlotlenburg.      Anzeigen  Verwaltung    Bcpa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schcrl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


Ein  Joe  May-Film 
der  Erich  Pommer- 
Produktion  der  Ufa 


j>iiiii^ 


^^ 


NUMMER    II       /       BERLIN,    17.    M  '^  HZ    1  929      /      P  R  E  1  S    4  0    P  F  E  N  N  1  G 


Wie  oft  bedauerten  Sie 
mit  diesen  Worten  Ver- 
säumtes, das  nicht  nach- 
zuholen ist.  Und  vielleicht 
besonders  dann,  wenn  Sie 
unvergeßliche  Stunden  der 
Vergangenheit  vor  Ihrem 
geistigen  Auge  von  neuem 
erstehen  lassen  wollten, 
aber  das  Erlebte  in  der 
Erinnerung  verblaßte? 

Die  Amateur-Kinemato- 
graphie bietet  die  Mög- 
lichkeit, für  alleZeiten  und 
zu  jeder  Stunde  das  Ge- 
schaute in  unveränderter 
Lebendigkeit  und  Natür- 
lichkeit vor  Augen  zu 
führen.  Die  Bedienung 
der  keineswegs  teuren 
Aufnahme-  und  Wieder- 
gabe-Apparate ist  leicht. 

Bitte  schreiben  Sie  oder 
besuchen  Sie  die  Aus- 
stellungsräume der 

Ufa-Handelsgesellsdiaft 

Berlin  SW  68,  Kochstraße  6-8 


Eigentlich   ist 
Filmmode 
im  Film.  — 


I 


llich  ist  es  eher 
als  A^ode 
Denn  seit- 
dem die  berühmten  Stars  es 
gelernt  haben,  die  Eigen- 
art ihrer  Persönlichkeit 
und  ihres  Geschmacks 
auch  im  Stil  ihrer  Klei- 
dung reizvoll  zu  betonen, 
ist  der  Einfluß  des  Films 
auf  die  Mode  unverkenn- 
bar geworden.  Den  An- 
fang machte  Gloria  Swan- 
son,  die  vor  einigen  Jah- 
ren mit  einem  eigenen 
;  Modezeichner  aus  Paris 
nach    New    York     zurück- 

t kehrte.    Sie    hatte    erkannt, 
daß  Paris  mit  all  der  herr- 
ischen   Pracht    seiner    Mo- 
j^eschöpfungen      ihr      doch 
pr   eine   aller   Welt   gehe- 
nde Mode   geben    konnte, 
'le      sah      ihre      schönsten 
oiletten     dutzende     Male 
ieder:    in    Modejournalen, 
f   der    Straße,    im   Salon. 
^as  Modell,  das  sie  in  Pa- 
gekauft     hatte,       traf 
hon  vor  ihr  in  New  York 
n    und   wurde   im    selben 
ugenblick     zu     unpersön- 
hem    Allgemeingut.    Glo- 
'a    wußte    aber,    daß     sie 
s        Publikum         gerade 
trch    ihre    Eigenart    faszi- 
lerte.     So     beschloß     sie 
fzerhand,    sich    ihre     ei- 
e  Mode  zu  schaffen, 
.eute     legen     fast     alle 
s   größten  Wert  darauf, 
im    Stil   der   Kleidung 
persönliche    Note    zu 
pn.   Der   Einfluß    einer 
^a   auf  die   Mode   ist 
^h    zur    Tatsache    ge- 
Greta   Garbo    hat 
Stil       durchgesetzt 
underte  von   Anhän- 
'en      gefunden,      Ihre 
e,    elegante,    stark- 
e     Linie      ist      sogar 
'lelen    ihrer   Kollegin- 
bewußt    oder     unbe- 
kopiert        worden, 
he   andere   Stars    sind 
iings     weniger     glück- 
in_  ihrem     Bestreben, 
?rsönlichkeit        zu 
Dazu    gehört    vor 
viel  Selbstkritik    und 
klares       und      starkes 
Empfinden   für    seine   per- 


ift:- 


vcii  Rene'  Hubert 


sönlichen  Eigenschaften.  Nicht  leicht  ist  es,  sich 
selber  zu  sehen  und  die  aparte  Note  seiner  eigenen 
Persönlichkeit  richtig  zu  erkennen  und  zu  unter- 
strtichen.  Darum  haben  die  meisten  Stars  ihre 
eigenen  jModezeichner,  die  viel  stärker  die  Linie 
sehen  und  vervollständigen  können. 

Die  Filmniode  ist  natürlich  nicht  ein  möglichst 
abseitiges  Schöpfen,  denn  der  Einfluß  der  aktuel- 
len Pariser  .^lode  muß  klar  erkennbar  sein.  Un- 
möglich wäre  es,  eine  Richtung  einzuschlagen,  die 


Eigcnarlige  neue 
Frisur.  Speziell 
entworfen  um  den 
neuen  persön- 
lichen Typ  von 
Betty  Amonn  her- 
uorzuhebcn 


Abendkleid   in    hellblau 

Satin    mit    Straßbesalz. 

weißer  Fuchspelz 


Slraßenkleid  in  grau 

Velour  -  Chiflon    mit 

grauem  Feh-Pelz 


abstrakt  gegen  die  Fühlung  der 
Weltmode  geht,  oder,  wie  es  oft 
leider  passiert,  gar  ins  Kunst- 
gewerbliche, Kostümhafte  aus- 
artet. Solche  Verirrungen  sind 
eine  enorme  Gefahr  für  die 
Künstlerinnen,  denn  sie  führen 
leicht  zur  Emanzipation,  die 
schädigende  Kritiken  des  Publi- 
kums zur  Folge  haben  kann.  Die 
Kunst  liegt  darin,  daß  das 
Aktuelle  sich  leise  anschmiegt, 
daß  die  Persönlichkeit  der  Künst- 
lerin unaufdringlich  und  harmo- 
nisch, aber  mit  sicheren  Zügen 
hineingezeichnet   wird. 

In  dem  Joe  May-Film  der 
Erich  Pommer-Produktion  der 
Ufa  „Asphalt"  wird  Betty  Amann, 
eine  reizende  junge  Deutsch- 
Amerikanerin,  ihre  Sternenfahrt 
beginnen.  Ein  neuer  Typ!  Und 
mußte    gezeigt    werden,    daß 


I      ^ 

i 


sie  auch  ein  wirklich  neuer 
Typ  ist.  Gerade  hier  durfte 
nichts  Unpersönliches  sich 
einschleichen,  der  neue  Typ 
durfte  nichts  gemein  haben 
mit  einem  anderen  Star  — 
und  wie  leicht  möglich  ist 
doch  ein  Sich-Ähnlich-Sehen 
mit  irgendeinem  bekannten 
Filmgesicht,  Eine  Frisur  ge- 
nügt oft,  um  eine  Anlehnung 
sehr  stark  fühlbar  werden 
zu  lassen. 

Diese  Gefahren  mußten 
umgangen  und  jede  Alltäg- 
lichkeit vermieden  werden, 
Pariser  Mode  wäre  nur  ein 
Leitweg  gewesen,  um  in  den 
Kanal  des  Alltäglichen  zu 
geraten.  So  versuchten  wir 
in  gemeinsamer  Zusammen- 
arbeit, die  Eigenart  Betty 
Aniaiins  und  der  zu  spielen- 
den Rolle  zusammenzufas- 
sen und  zu  betonen.  Alles 
im  Film  muß  leicht  unreal 
sein,  ein  ganz  klein  wenig 
überbeleuchtet.  Es  ist  selbst- 
verständlich, daß  man  im 
täglichen  Leben  in  genau 
solchen  Kleidern,  wie*  Betty 
Amann  sie  in  ,, Asphalt" 
trägt,  nicht  über  die  Straße 
gehen  kann.  Aber  die  Sil- 
houette ist  doch  immer  im 
Bereiche  der  Möglichkeit 
und  chokiert  nicht!  Die 
Menschen      um      den      Star 

* 

Schwarzer  Chiffon  Pyjama  mit 
schwarzer    eingesetzter    Spitze 


herum  sind  in  Harmonie  und 
nur  leicht  überblendet,  aber 
das   ist   gewollt. 

Die  Silhouette  der  Künst- 
lerin soll  sich  leicht  lösen 
und  so  ihre  Eigenheit  unauf- 
dringlich einprägen.  Viel- 
leicht erscheint  das  eine 
oder  das  andere  zu  neu,  zu 
ungewohnt,  doch  wir  müs- 
sen der  Zeit  vorauseilen, 
denn  hätten  wir  das  streng 
Aktuelle  der  Mode  von 
heute,  so  wäre  unser  Film 
immodern,  bevor  er  er- 
scheint. —  Kleinigkeiten, 
Eigenarten,  die  im  Augen- 
blick frappieren,  — ■  diese 
Überzeichnungen  sind  gerade 
oft  die  Anregungen,  die  eine 
neue  Modelinie  ins  Rollen 
bringen. 

Mode  im  Film  soll  und 
muß  ,, Avantgarde"  sein  und 
sich  dabei  dem  Star  schön 
und  harmonisch  anpassen; 
die  Silhouette  und  Persön- 
lichkeit muß  individuell  sein, 
für  das  Publikum  leicht  faß- 
lich, so  daß  die  Linie  un- 
willkürlich sich  einprägt  und 
immer  wieder  sofort  erkannt 
wird. 

Hat  man  das  geschafft, 
dann  ist  die  Mode  ein  Stück 
der  Harmonie  eines  Filmes 
—  ein  unbewußtes,  unauf- 
dringliches Glied  des  Ganzen. 


* 


Conrad  Veidt  und 
Mary  Philbin 


M 


VIKTOQ   VAQCONl 

isi  nach   Eurupu  zurückgakchil 


Mm-^Mc 


Die  großen  Damen  der  Welt<5eschichte  iiaben 
sich  gern  mit  Tieren  malen  lassen,  mit 
schönen  Hunden,  Katzen,  Jagdfalken.  Es 
war  sogar  Mode,  mit  dem  zahmen  Kanarienvogel 
auf  dem  Zeigefinger  vor  den  Maler  zu  treten, 
und  die  etwas  leichtfertigen  Damen  späterer  Zeit 
verschmähten  es  nicht,  einen  Papagei  neben  sich 
auf  dem  Porträt  zu  dulden.  Die  Photographie 
hat  diese  Sitte  übernommen  und  sogar  noch  ge- 
steigert,  nachdem   bei   der    letzten   Mode    ,,Dame 


mit- Raubtier",  allerlei  liebliche  Bestien  zum  Vergleich 
zwischen  Raubtier  und  Frauenschönheit  herausfordern. 
So  absonderlich  die  Tiere  auch  manchmal  sein  mögen, 
mit  denen  heute  schöne  Frauen  ihre  Schönheit  zu 
unterstreichen  lieben,  man  muß  schon  ein  paar  Jahr- 
hunderte in  der  Kunstgeschichte  zurückgehen,  um  eine 
Frau  zu  finden,  die,  wie  Lilian  Harvey,  den  Mut  besitzt, 
eine  Eule  neben  sich  zu  dulden.  Zwar  war  dieser  Vogel 
das  heilige  Tier  der  Athene  —  aber  außer  dieser  Göt- 
tin hat  wohl  nur  noch  Hille  Bobbe,  die  Hexe  von 
Harlem,  den  Mut  besessen,  eine  Eule  auf  ihrer  Schulter 
zu  dulden,  ein  Bild,  das  Frans  Hals  für  die  Ewigkeit 
festgehalten  hat.  Wer  aber  Gelegenheit  hatte,  die 
zahme  Schleiereule  des  Ufazoos  in  Neubabelsberg 
kennenzulernen,  die  von  dem  Tierfreund  Wolfram 
Junghans  ,,Max"  gerufen  wird,  der  begreift  die  Vor- 
liebe Lilian  Harveys,  Denn  Max  ist  nicht  nur  finger- 
zahm, sondern  auch  ein  kluges  Tier,  das  die  Welt  nach- 
denklich mit  den  großen  gelben  Augen  der  Nachttierc 
betrachtet  und  zeitweilig  in  kleine  Schreie  ausbricht, 
die  wie  das  Weinen  eines  Kindes  klingen.  Max  ist  der 
Hauptdarsteller,  der  Star  eines  Filmes  aus  dem  Mäuse- 
leben —  und  auf  einem  unserer  Bilder  ist  zu  sehen, 
wie  er  gerade   eine  naschhafte  Maus  kröpft. 


WuUrum  Juiiglians.  der  l  icrliinircgissciir,  mit  seiner  zaliincii  Schleiereule.     Im  Kreis:    Lilian  Harvey  mit  Max       P/u^t.Lla 


Von   P,  C.  V.  G  o  n  t  a  r  d 

Man  liest  in  Jagdzeitschriften, 
aber  auch  in  Tageblättern  und 
Jagdbüchern  so  manches  Mal 
über  sogenanntes  „gefährliches  Wild" 
in  Afrika,  und  die  Frage,  welches 
Wild  wirklich  gefährlich  ist  und  wel- 
ches nicht,  ist  der  Streitpunkt  zwi- 
schen vielen  ernst  zu  nehmenden  Leu- 
ten geworden,  die  selbst  in  Afrika  ge- 
wesen sind. 


Oben:  Der  Verfasser 
mit  einer  erlegten 
Löwin.  Mitte:  Abend- 
idyll an  der  Tränke. 
Unten:  Leopard  im 
Steppengras,  ein  gutes 
Beispiel  der  vielum- 
slrittenen   Mimikry 


Eine  Ungleich- 
heit der  Meinun- 
gen   ist     um     so 
verständlicher, 
als  eben  die  Er- 
fahrungen   mit 
Tieren  der  glei- 
chen Art  zu  ver- 
schiedenen    Ge- 
egenheiten  ganz 
grundverschie- 
den voneinander 
sein  können. Ich 
persönlich    habe 
zwei    Expeditio- 
nen   in    das    In- 
nere Afrikas  un- 
ternommen, eine 
vor  2yi    Jahren, 
lediglich    zu 
Jagdzwecken, 
und    eine    wäh- 
rend des  Sommers  des  letzten  Jahres,  um 
den  Film  „Fori"  zu    drehen.    Die    hierbei 
gemachten  Erfahrungen   über   die   Gefähr 
lichkeit  des  afrikanischen  Wildes  weichen 
selbst    bei    mir    auf    beiden    Expeditionen 
voneinander  ab. 

Während  wir  auf  der  ersten  Expedition 
keinerlei  Unglücksfälle  und  nur  sehr 
wenig  ernste  Lagen  durch  Angriffe  von 
Großkatzen  oder  Dickhäutern  hatten,  war 
unsere  zweite  Expedition  recht  reich  an 
derartigen  Vorkommnissen.  Es  kommt 
eben  zur  Beurteilung  der  Gefährlichkeit 
der  Tiere  sehr  darauf  an,  wo  man  jagt.  In 
Gegenden,  in  denen  sehr  wenig  gejagt 
wird,  wie  im  Hochgebirge  Ostafrikas,  sind 
die  Tiere  wenig  beschossen,  kennen  den 
Menschen  und  seine  Gefährlichkeit  nicht 
genügend  aus  eigener  Erfahrung  und  sind 
daher  meistens  harmlos,  während  in  den 
großen  Ebenen,  in  denen  Sport-,  Elfen- 
bein-    und    Fleischjäger     recht     erheblich 


herumknallcn,  die 
unfreundliche  Be- 
urteilung des  Jä- 
geis  von  Seiten  des 
Wildes  eine  sehr 
viel  größere  ist.. 

Jedes  Tier    sam- 
melt     Erfahrungen 
und    stellt    sich  ge- 
mäß     diesen      auf 
seine  Umgebung  ein. 
Wo     es    den   Men- 
schen   als    harmlos 
erkannt     hat,     ent- 
wickelt es  geradezu 
eine   frappante  Zu- 
traulichkeit    inner- 
halb der  kürzesten 
Zeit,    die    sich    so- 
fort   ändert,    wenn 
sich   das  Verhalten 
des    Menschen    än- 
dert.   Der  Löwe,  der  ein  paar  Kugeln  hat 
pfeifen  hören  und  womöglich  schont,  weil 
er  ein  vorsintflutliches  Bleigeschoß  irgend- 
eines   Buren    mit     sich     herumträgt,     ist 
schlecht  auf  Menschen  zu    sprechen    und 
wird  viel  eher  annehmen  als  ein  solcher, 
der  mit  dem  weißen  Menschen   noch   gar 
nicht   oder   fast   gar   nicht   in   Kontakt  ge- 
kommen ist.    Ebenso  geht  es  dem  Elefan- 
ten, der  mit  außerordentlicher  Intelligenz 
behaftet    ist   und,    wie    das    Beispiel    von 
Elefanten  in  der  Gefangenschaft  lehrt,  so- 
gar ein  reges  Racheempfinden  entwickeln 
kann.    Vier  böse   Löwen    sind    das    reine 
Kinderspiel    gegen    das    Zusammentreffen 
mit  einem   alten   Elefantenbullen,   der   ein 
paarmal    seines    ertragreichen    Elfenbeins 
wegen    angebleit    worden    ist.    Wenn    der 
,, kommt",   dann   kommt   er,   um   zu   töten, 
und  wenn   man   ihn   nicht   erwischt,  bevor 
er  ,,da"  ist,  dann  sucht  er  einen  so  lange, 
bis  er  einen   hat   —   und    dann  Lebewohl! 


/^- 


Für  angriffslustig,  unbeschossen, 
halte  ich  nur  den  weiblichen  Elefan- 
ten mit  Jungen,  den  alten  Einsiedler- 
elefanten, den  Einzelbüffel  und  das 
Rhinozeros.  Letzteres  ist  es  aus  aus- 
gesprochener Dummheit.  Es  nimmt 
alles  an,  was  es  nicht  definieren  kann. 
Da  der  Angriff  im  bedeckten  Gelände 
urplötzlich  erfolgt,  ist  es  ein  aus- 
gesprochen lästiges  Individuum  für  je- 
den Jäger.  Der  alte  Einzelgänger- 
Elefant  und  Einzelbüffel  dagegen  ist 
bösartig,  weil  er,  aus  der  Herde  von 
jüngeren,  stärkeren  Bullen  vertrieben, 
keine  Möglichkeit  hat,  dem  ihm  inne- 
wohnenden Liebesdrang  ein  Betäti- 
gungsfeld zu  geben,  und  das  macht 
immer  bösartig,  auch  bei  Menschen. 
Die  Elefantenmama  ist  so  unfreundlich 


Giraffe 


Oben: 

IIP.    Dornbuscli 


Mitte. 
Wildrudel  in  der  Sti^ppe 

Unten: 
Wütender  Elefonlenbulle 


'«e»<«*?^-<W?'^  «^i-^; 


in  dem  Wunsch,  alles  zu  verscheuchen,  was  irt'endwie  ihrem 
unbeholfenen  Junocn  nahekommt.  Meistens  hetzt  sie  einen 
nur  ein  paar  100  Meter,  wobei  man  als  Mensch  eine  «ge- 
radezu phantastische  Geschwindij^keit  entwickeln  kann,  wie 
ich  das  aus  eij^ener  Erfahrung  weiß.  Sie  läßt  dann  wieder 
von  einem  ab,  wenn  sie  sieht,  daß  man  aus  dem  Gefahr- 
bereich ihres  Jun<>'en  {«ekommen   ist. 

Außer  den  obenerwähnten  Tieren  greifen,  unbcschosscn 
manche  auch  auf  Hilferuf  der  Artj^enossen  an.  Die  Löwen, 
wenn  man  den  Löwen  schießt  und  letzterer  zu  röcheln 
anfänjit.  Eine  jjanze  Büffelherde,  die  sehr  unanj«enehm 
ist,  wenn  sie  den  Todesschrei  des  verendenden  Büffels 
hört.  Unter  den  alten  Afrikanern,  deren  Gewehre  noch 
nicht  ein  so  schnelles  Repetieren  wie  unsere  erlaubten, 
war  es  daher  die  Rei^cl,  bei  mehreren  Löwen  zuerst  die 
Löwin  zu  schießen  und  nie  auf  einen  Büffel,  der  in  der 
Nähe  einer  Büffelhcrde  stand,  zu  feuern,  wenn  nicht  irj^cnd- 
wo  ein  recht  bequemer  und  leicht  zu  ersteigender  Baum 
■war.  Überhaupt  haben  Bäume  etwas  außerordentlich  Sym- 
pathisches in  vielen  Situationen. 

Der  Rest  der  Tiere  ist  eij^entlich  nur  \crwundet  gefähr- 
lich. Hierbei  unbedingt  der  Löwe,  aber  noch  viel  gefähr- 
licher der  Leopard,  dann  der  Elefant,  das  Rhinozeros  und 
der  Büffel.  Letzterer  ist  vielleicht  der  Schlimmste  von  allen. 
Er  macht  fast  immer  eine  gute,  leicht  verfolgbare  Schweiß- 
fährte, dann  aber  einen  großen  Bogen  und  stellt  sich  neben 
seiner   eigenen     Fährte    im     dichtesten   Gebüsch     ein,     kein 


Haar  rührend,  bis  der  ihn  verfolgende  Jäger  auf  zwei  Meter 
an  ihm  vorbeigegangen  ist.  Ein  blitzschneller  Angriff  von 
hinten,  und  die  Jagd  ist  aus. 

Ich  habe  noch  eine  gefährliche  Art  Wild  vergessen,  und 
zwar  die  allergefährlichste:  die  kranke  oder  alte  Groß- 
katzc  —  den  Menschenfresser.  Wenn  es  der  Großkatze 
nicht  mehr  gelingt,  Wild  zu  fangen,  so  wirft  sie  sich,  von 
Hunger  gequält,  auf  irgendein  schwarzes  Weib  beim  Was- 
serholen. Der  Überfall  gelingt,  und  die  Katze  erkennt,  wie 
leicht  es  ist,  Menschen  zu  schlagen.  Sie  übt  sich  darin. 
Sie,  die  kurz  vor  dem  Hungertode  stand,  nimmt  wieder  an 
Kraft  zu,  und  der  Menschenfresser  ist  fertig.  Die  Löwen 
von  Tzavo  sind  ja  hinlänglich  bekannt,  die  den  Bau  der 
Kenja-Bahn  durch  ihre  Massenmorde  unter  den  Negern 
br.chstäblich  Monate  aufhielten.  Während  des  letzten 
Jahres  wurden  bei  Arusha  ebenfalls  mehrere  Neger  von 
einem  Löwen  geholt,  so  daß  in  der  Gegend  kein  Neger 
mehr  allein  geht.  Der  Weiße  ist  aber  vor  dem  imverwun- 
deten  Löwen  beinahe  sicher,  wenn  er  auch  in  Afrika  die 
Vorsicht  nicht  außer  acht  lassen  soll.  Auf  unserer  Film- 
expedition, die  unter  der  Leitung  des  Freiherrn  von  Dun- 
gern den  Film  ,,Püri"  in  Afrika  drehte,  haben  wir  einen 
Löwen  in  vollem  Angriff  im  Bilde  festgehalten,  und  wer 
iliU  so  kommen  sieht,  der  weiß,  daß  es  kein  Vergnügen  ist, 
da  zu  stehen,  wo  unser  Operateur,  Herr  Bohne,  an  der 
Kamera  gestanden  hat.  Denn  ,,cin  angreifender  Löwe",  sagt 
mein  schwarzer  Führer  Barkadi,  .,ist  kein  Ziegenbock!" 


Die  Photograohen  j  chleichen  sich  in  der  Maske  von  Straußen  an  das  Wild  heran 


(i^Ä^Ö^  1^^  J^!^ 


Man  liest  so  oft,  daß  Schlager  per  Zu- 
fall entstehen  oder  durch  irgend- 
welche Zwischenfälle  des  Lebens,  die 
Popularität  erhalten,  die  sich  dann  für 
den  Komponisten 
und  Verleger  in 
klingende  Münze  um- 
setzen. 

Es  ist  auch  im  Le- 
ben   schon     passiert, 
daß  kleine  Liedchen, 
die  später  Weltruhm 
erlangten,     zunächst 
unbeachtet 
und     daß 
glückselige 
und    der    Komponist 
keinen  Menschen  fan- 
den,   der    ihnen    für 
ihr    Opus    auch    nur 
einen     roten     Heller 
zahlte. 


Diese  Geschichte  eines  Schlagers  gehörte  zu 
den  wenigen  Dingen  des  Lebens,  die  noch  nicht 
verfilmt  worden  sind,  bis  jetzt  endlich  Beatrice 
Van,  eine  amerikanische  Filmschreibcrin,  diesen 


aufgriff,       der 
in    Deutschland 


Stoff 
jetzt 

gemeinsam  m.it  einem 
Lied  erscheint,  das 
Robert  Gilbert  für  den 
Film  komponiert  hat. 
Um  diesen  Schla- 
ger schlagen  sich  ver- 
schiedene Leute.     Die 


4 


kleine  Laura  Jones  gibt 
dem  gefürchteten  Ver- 
leger Bride  ein  paar 
Ohrfeigen,  weil  er  sie 
belästigt.  Der  Kompo- 
nist, der  von  Clenn  Tryon 
liebenswürdig  und  sym- 
pathisch dargestellt  ist, 
haut  sich  aus  Eifersucht 
mit  den  verschiedensten 
Leuten  herum,  bis 
schließlich  aus  den  vie- 
len Schlägen  zehntau- 
send Dollar  für  den 
Schlager  herauskommen. 

Zwischendurch        muß 
sich  Laura  la  Plante,  die 
die   Hauptrolle    darstellt, 
aus  einem  feschen  Tanz- 
girl in  eine  Negerin  verwandeln,  sich  krimina- 
listisch   betätigen,    und    das    alles,    damit   der 
Schlager  einen  Verleger  findet,  und  der  geliebte 
Mann  wenigstens  soviel  Geld  bekommt,  daß  er 
sich  ein  kleines  Landhaus    kauft,    in    dem    das 
glücklich     vereinte     Paar    seine     Flitterwochen 
verbringt. 

Der  berühmte  Song,  um  den  sich  alles  dreht, 
heißt:  ,,lch  hab'  für  Sie  ein  bißchen  Sympathie." 
Er  wird  im  Film  an  einem  Sonntag  komponiert, 
wo  eine  kleine  Landpartie  die  Liebenden  etwas 
näher  zusammenbringt.  Man  hat  nach  dem 
Filmtext  von  Robert  Gilbert  eigens  ein  Chanson 
komponieren  lassen,  das  mit  dem  Film  populär 
gemacht  werden  soll,  und  das  nun  bald  in  allen 
deutschen  Kinos  und  darüber  hinaus  ertönen 
wird. 

Inszeniert  wurde  das  Bild  von  William  A. 
Seiter,  einem  Regisseur  der  Universal  Film 
Corporation,  die  das  nette  Lustspiel  auch  in 
Deutschland  herausbringt. 

In  Berlin  ist  sogar  das  anspruchsvolle  Kur- 
fürstcndammpublikum  von  diesem  Lustspiel  be- 
friedigt. Es  zeigt  sich  hier  genau  so  wie  bei 
anderen  Erzeugnissen,  etwa  der  Paramount  und 
der  Metro,  daß  man  sich  drüben  immer  mehr 
dem  europäischen   Geschmack  anpaßt. 

Daraus  kann  man  mit  ziemlicher  Sicherheit 
den  Schluß  ziehen,   daß  auch   die  Anforderungen 


des     amerikanischen     Publi- 
kums an  Inhalt  und  Szenen- 
führung im  europäischen  Sinn 
gestiegen     sind,     etwas,     was 
für  die  Herstellung  von  Filmen, 
die    in    der    ganzen    Welt    ihre 
Abnehmer     Bnden,     bedeutende 
Erleichterung  bringt. 


Jm  Kreis  und  Mille : 
Laura  la  Planle  und  Glenn  Tryon 

l'liol    l  nivrrsiil 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


14.  Fortsetzung 


Er  war  sofort  in  Haft  genommen  und  schon  am  anderen 
Morgen  einer  vielstündigcn  Vernehmung  unterzogen  worden,  die 
für  die  Nerven  des  Untersuchungsrichters  eine  sehr  starke  Be- 
lastungsprobe gebildet  hatte. 

Kurt  war  auf  eine  große  Anzahl  von  Fragen  die  Antwort 
schuldig  geblieben,  so  daß  es  dem  erfahrenen  Juristen  erst  ganz 
allmählich  gelungen  war,  aus  seinen  spärlichen,  lückenhaften  An- 
gaben ein  ungefähres  Bild  des  Dramas  in  der  Wannseevilla 
herauszuschälen. 

Irgendwelche  nähere  Einzelheiten  über  den  Auftritt  im  Schlaf- 
zimmer Karrs  waren  auch  bei  späteren  Verhören  nicht  aus  ihm 
herauszubringen  gewesen;  er  hatte  sich  vielmehr  mit  unerschütter- 
licher Beharrlichkeit  immer  wieder  darauf  beschränkt,  in  kurzen 
Worten  sein  erstes  Geständnis  zu  wiederholen  und  dabei  zu  be- 
tonen, daß  der  Gedanke  deä  nächtlichen  Überfalls  einer  plötz- 
lichen Eingebung  entsprungen  gewesen  sei  und  daß  Frau  Karr 
hiervon  ebensowenig  Kenntnis  gehabt  habe  wie  von  seinen  vorauf- 
gegangenen Differenzen  mit  ihrem   Ehemann. 

Kurt  war  in  seinen  Aussagen  mit  instinktiver  Vorsicht  so  knapp 
und  zurückhaltend  wie  möglich  gewesen;  war  doch  der  Boden, 
auf  dem  sich  die  Fragen  des  Richters  bewegten,  für  ihn  noch 
immer  em  völlig  unbekanntes  Land,  da  er  auch  mit  dem  Auf- 
gebot seines  ganzen  Erinnerungsvermögens  nicht  imstande  war, 
sich  die  entscheidenden  Vorgänge  der  verhängnisvollen  Nacht  ins 
Gedächtnis   zurückzurufen. 

Vor  allem  jedoch   fürchtete  er,  durch  ein  nicht   ganz  genau  ab- 


L° 


gewogenes  Wort  Evelyn  zu  verraten,  über  deren  Belastung  durch 
die  bisherigen  Untersuchungsergebnisse  er  absichtlich  im  un- 
klaren gehalten  wurde. 

In  den  langen,  einsamen  Stunden  der  Gefängnishaft  hatte  sich 
heimlich  ein  entsetzlicher  Gedanke  in  ihm  eingenistet,  den  er 
anfangs,  vor  sich  selbst  erschreckend,  in  den  innersten  Winkel 
seiner  Seele  zurückverwiesen  und  der  doch,  immer  mächtiger 
wachsend,  allmählich  sein  ganzes  Bewußtsein  überschattet  hatte: 

Der  Gedanke  an  Evelyns  Schuld. 

Niemand  anders  als  sie,  das  war  ihm  nach  und  nach  zur 
felsenfesten  Überzeugung  geworden,  konnte  die  furchtbare  Tat 
getan  haben,  in  der  sich  die  langangesammelte  Spannung  einer 
innerlich  zerbrochenen  Ehe  auf  einmal  mit  der  Gewalt  einer 
Naturkatastrophe    entladen    hatte. 

Ganz  deutlich,  wie  in  einer  dichterischen  Eingebung  sah  er 
die  Grundlinien  der  düsteren  Tragödie  im  Geiste  immer  wieder 
vor  sich: 

Das  qualvolle  Zusammensein  im  Iheakr  mit  seiner  sich  lang- 
sam steigernden  Erregung,  die  Heimfahrt  nach  Wannsee  in  dem 
verbissenen  Schweigen  der  Todfeindschaft  und  endlich  der  letzte 
elementare  Zusamnicnsloß.  bei  dem  ihr  der  Gatte  vielleicht  den 
Triumph  seines  Sieges  höhnend  ins  Gesicht  geschleudert  und  sie 
dann  in  einer  sinnlosen  Wallung  von  Haß  und  Verzweiflung  die 
tödliche  Waffe   gegen  den  Rasenden  gerichtet   hatte. 

Es  schien  ihm  oft  wie  ein  Wunder,  daß  Evelyn  unter  dem 
unerträglichen     Druck     der     immer     neuen     Vernehmungen     nicht 


schon  längst  einmal  mit  ihren  Nerven  zusammengebrochen  war 
und  durch  ein  plötzliches  Geständnis  das  ganze  Opfer  seines 
verlorenen  Lebens  zunichte  gemacht  hatte. 

Und  er  atmete  aus  tiefstem  Herzen  erleichtert  auf,  als  ihm 
der  alte  Gefängnisarzt,  den  das  Gericht  mit  einer  Begutachtung 
seines  Geisteszustandes  betraut  hatte,  eines  Morgens  bei  seinem 
Besuch  erzählte,  daß  Frau  Karr  mit  Rücksicht  auf  ihre  stark  an- 
gegriffene Gesundheit  nach  einem  langen  Krieg  der  zuständigen 
Amtsstellen  wahrscheinlich  schon  in  allernächster  Zeit  gegen  eine 
schwindelnd  hohe  Kautionssumme  wieder  auf  freien  Fuß  gesetzt 
werden   würde. 

Von  diesem  Augenblick  an  war  eine  gewisse  Hochstimmung 
in  ihm  eingezogen,  daß  er  den  Tag  der  Hauptverhandlung  fast 
wie  einen  Festtag  herbeisehnte,  an  dem  er  Evelyn  zum  ersten 
Male  wiedersehen  und  vor  aller  Öffentlichkeit  für  sie  Zeugnis 
ablegen,  den  letzten,  entehrenden  Makel  von  ihr  nehmen  konnte. 
Walter  v.  Prayer  war  sofort  nach  Kurts  Verhaftung  um  Be- 
suchserlaubnis eingekommen  und  bereits  an  einem  der  nächsten 
Tage  nach  Moabit  hereingefahren. 

Das  Wiedersehen  der  beiden  Freunde  in  dem  halbdunklen 
Sprechzimmer  des  Gefängnisses  hatte  sich  sehr  bewegt  gestaltet. 
Kurt  war  Waller  in  seiner  ersten  Herzensfreude  fast  um  den 
Hals  gefallen  und  hatte  ihm  immer  wieder  gedankt,  daß  er  ihn 
nicht  vergessen  und  ihm  trotz  allem,  was  geschehen,  seine  alte 
Freundschaft  bewahrt   habe. 

Noch  sei  ihm  selbst  das  Ganze  ja  wie  ein  wüster  Traum,  doch 
schrecklicher  noch  als  dieser  Traum  sei  die  Wirklichkeit  der 
Kerkerzelle. 

Wenn  er  nicht  die  Pflicht  in  sich  fühle,  für  Evelyn  weiter- 
zuleben, so  würde  er  diesem  Dasein  der  Schande  schon  längst  ein 
Ende  gemacht  haben  und  durch  einen  freiwilligen  Tod  dem 
Spruch  des  Gerichts  zuvorgekommen  sein. 

Warum  seine  Tat  geschehen  und  wie  sie  geschehen,  würde  für 
immer  sein  Geheimnis  bleiben,  das  er  lieber  mit  ins  Grab  nehmen 
wolle,  ehe  es  in  Verbindung  mit  Evelyns  Namen  durch  alle  Zei- 
tungen der  Erde  geschleift  würde. 

Deshalb  bäte  er  auch  Walter,  nicht  weiter  mit  Fragen  in  ihn 
zu  dringen;  er  wisse,  daß  ihn  die  Welt  verdamme,  verdammen 
müsse;  vielleicht  werde  aber  doch  noch  einmal  ein  Tag  kommen, 
da  man  ihn  anders  beurteilen  und  das  furchtbare  Unglück,  in 
das  ihn  ein  blindes  Schicksal  verstrickt  habe,  besser  verstehen 
werde. 

In  tiefer  Erschütterung  war  Walter  nach  Ablauf  der  Sprech- 
zeit von  ihm  geschieden,  aber  noch  lange  hatte  ihn  das  Bild  des 
hoffnungslosen,  grauen  Gesichtes  verfolgt,  in  das  die  wenigen 
Tage  der  Gefängnishaft  bereits  unauslöschliche  Furchen  ge- 
zogen hatten. 

Trotz  Kurts  lebhaften  Widerspruches  hatte  er  einen  aufstreben- 
den jungen  Anwalt,  Dr.  Ruhland,  mit  seiner  Vertretung  beauf- 
tragt, der  in  letzter  Zeit  sich  in  mehreren  großen  Strafsachen  den 
Ruf  eines  schneidigen  Debatters  und  glänzenden  Verteidigers 
erworben  und  sich  sogleich  mit  Feuereifer  auf  das  sensationelle 
neue  Mandat  gestürzt  hatte. 

Doch  schon  sein  erster  Besuch  im  Gefängnis  halte  ihm  gezeigt, 
welche  Schwierigkeiten  für  ihn  in  der  seltsamen,  kühl-höflichen, 
aber  undurchdringlichen  Zurückhaltung  Kurts  zu  überwinden 
waren,  der  anfangs  überhaupt  jede  Zuziehung  eines  Rechlsbei- 
stands  abgelehnt  und  sich  erst  durch  einen  wiederholten  Hinweis 
auf  die  Vorschriften  der  Strafprozeßordnung  hatte  bestimmen 
lassen,    eine   Vollmacht    für    Dr.    Ruhland    zu    unterzeichnen. 

,,Ich  fürchte,  Herr  v.  Prayer,"  sagte  der  Anwalt,  als  Walter 
eines  Abends  zu  seinem  Büro  am  Savignyplatz  heraufkam, 
..daß  uns  Herr  Dr.  Steinhoff  noch  manche  harte  Nuß  zu  knacken 
geben  wird.  Ich  habe  heule  die  Akten  von  der  Staatsanwaltschaft 
zur  Klagebeantwortung  erhalten  und  auch  schon  einmal  eingehend 
durchgearbeitet,  sehe  aber  offengestanden  in  der  ganzen  "Sache 
bis  jetzt  noch  sehr  wenig  klar.  Es  ist  da  in  der  Anklage  eine 
Menge  von  Widersprüchen  enthalten,  bei  denen  die  Verteidigung 
sehr  wirksam  einhaken  könnte,  wenn  sich  Dr.  Sfeinhoff  zu"  ein 
paar  aufklärenden  Worten  entschließen  wollte.  Aber  gegen  diese 
verbohrte  Schweigsamkeil  kämpfen  ja  selbst  Götter  vergebens, 
und  es  macht  mir  manchmal  fast  den  Eindruck,  als  ob'^diescr 
Unglücksmensch  geradezu  planmäßig  in  sein  Unglück  rennt!" 

Es  dunkelte  bereits,  als  Waller  das  Büro  des  Anwalts 
\\ieder  verließ. 

Er  hatte  mit  Dr.  Ruhland  an  der  Hand  der  Akten  die  Tatfrage 
noch  stundenlang  nach  allen  Richtungen  erörtert  und  im  geheimen 
dabei  die  unermüdliche  Ausdauer  und  systematische  Gründlich- 
keil des  jungen  Juristen  bewundert,  der  nach  immer  neuen  Wegen 


gesudiht  hatte,  die  aus  dem  Dunkel  dieses  undurchdringlichen 
Konfliktes  zur  Klarheit  und  Wahrheit  hinausführen  konnten. 
Daheim  lag  auf  seinem  Schreibtisch  noch  ein  Brief, 
Es  war  ein  kurzes,  mit  Bleistift  hingeworfenes  Schreiben  Lores, 
daß  Evelyn  in  den  späten  Nachmittagsstunden  ganz  unerwartet 
aus  der  Untersuchungshaft  entlassen  worden  sei  und  vom  Gericht 
bis  zur  Hauptverhandlung  ihre  Wannseevilla  als  Wohnsitz  ange- 
wiesen erhalten  habe;  sie  und  die  Schreiberin  dieser  Zeilen 
würden  sich  sehr  freuen,  wenn  Herr  v.  Prayer  zwei  einsamen 
Frauen  sobald  als  möglich  einen  freundnachbarlichen  Besuch  ab- 
statten wollte. 

15. 
,, Guten  Morgen,  Herr  v.  Prayer!" 

Wie  ein  liebliches  Sommerbild  stand  Lore  unter  den  Glyzinen- 
hängen der  Terrasse  in  der  hellen  Sonne;  sie  trug  ein  ganz 
schlichtes  weißes  Leinenkleid,  das  den  schlanken  Hals  in  einem 
losen  Ausschnitt  freigab  und  die  runde  Brust  in  zarten  Umrissen 
anmutig  nachzeichnete. 

Walter  schüttelte  ihr  mit  kameradschaftlichem  Druck  die  Hand. 
,,Sie  werden  von  Tag  zu  Tag   hübscher",   sagte  er  bewundernd. 
,,Es  ist  bald  nicht  mehr  zum  Aushalten!" 
Lore  drohte  ihm  lachend  mit  dem  Finger. 

,,Und  Sie  bleiben  ein  unverbesserlicher  Don  Juan!  Ich  sah  Sie 
vorhin  schon  mit  Ihrem  Segelboot  hereinkommen,  als  ich  im 
Garten  Rosen  schnitt!" 

,,Ja,  ich  habe  gleich  nach  meinem  einsamen  Frühstück  einen 
Schlag  nach  Schwanenwerder  hinübergemacht.  Wo  bleiben  all  die 
Gespenster  der  Nacht  vor  diesem  Glanz  der  Morgenfrühe!" 

Damit  ließ  er  sich  behaglich  in  einem  Korbsessel  nieder,  indes 
Lore  ihre  Rosen  mit  geschickten  Händen  in  Schalen  und 
Vasen   ordnete. 

,, Meine  Schwester  schläft  noch",  sagte  sie.  ,.Sie  sieht  zum 
Erbarmen  aus,  und  ich  werde  sie  in  der  nächsten  Zeit  erst  einmal 
ordentlich  herauspflegen.  Ich  danke  Ihnen  übrigens,  daß  Sie 
meinem  Notschrei  so  schnell  gefolgt  sind,  denn  ich  habe  einiges 
Wichtige  mit   Ihnen  zu  besprechen!" 

Sie  war  bei  den  letzten  Worten  an  die  Tür  des  Speisesaals 
getreten  und  kam  mit  einem  Päckchen  Briefe  zurück, 

,,Hier  ist  die  Post  von  heute  morgen.  Ein  gutes  Dutzend  Droh- 
und  Schmähbriefe.  Die  Gemeinheit  der  Masse  Mensch  ist  wirk- 
lich unbeschreiblich." 

Mit  einer  unwilligen  Bewegung  schob  sie  den  Briefberg  bei- 
seite, ihr  feines  Gesicht  glühte  in  ehrlicher  Empörung. 

,,Ich  war  gerade  im  Begriff,  den  ganzen  Kram  ins  Feuer  zu 
werfen,  als  ich  mit  dem  letzten  Brief  eine  merkwürdige  Ent- 
deckung machte.  Da  behauptet  nämlich  ein  anonymer  Herr  — 
natürlich  gegen  eine  entsprechende  Vergütung  —  die  Unschuld 
meiner  Schwester  und  Dr.  Steinhoffs  nachweisen  zu  können. 
Ähnliche  Angebote  sind  übrigens  schon  mehrfach  erfolgt;  das 
heutige  ist  aber  so  bestimmt  abgefaßt,  daß  ich  Ihnen  dankbar 
wäre,  wenn  Sie  es  einmal  näher  prüfen  wollten!" 

Walter  nahm  den  Brief  zur  Hand  und  las  ihn  lange  und  auf- 
merksam. 

Eine  flotte,  steil-moderne  Handschrift,  der  Stil  gewandt,  leicht 
phrasenhaft;  zum  Schluß  die  Mitteilung,  daß  der  Unbekannte 
einen  Beauftragten  Frau  Karrs  während  der  nächsten  Abende 
zwischen  acht  und  neun  Uhr  in  einem  Restaurant  Wilhelmsgarten 
am   Oranienburger  Tor  zu  einer  Rücksprache  erwarten  würde. 

,,Eine  Hyäne  des  Schlaclitfeldcs!"  sagte  Walter  endlich  kopf- 
schüttelnd. ,,Das  Ganze  läuft  wahrscheinlich  auf  eine  gewöhnliche 
Erpressung  hinaus!" 

Lore  zuckte  die  Achseln. 

„Das  glaube  ich  ja  auch,  aber  der  Ertrinkende  klammert  sich 
bekanntlich  an  einen  Strohhalm.  Ich  werde  Evelyn  natürlich 
den  Brief  zunächst  unterschlagen,  denn  sonst  erwecke  ich  in  ihr 
vielleicht  nur  falsche  Hoffnungen,  und  die  Enttäuschung  ist  nach- 
her um  so  größer.  Jedenfalls  möchte  ich  der  Sache  aber  doch 
nachgehen  und  wäre  Ihnen  dankbar,  wenn  Sie  sich  mit  dem 
Wilhclmsgarlcn-Kavalicr  möglichst  bald  in  Verbindung  setzen 
wollten!  ' 

Walter  war  zur  Teeslunde  noch  einmal  nach  der  Villa  Karr 
herübergekommen  und  von  Evelyn  im  Chinesischen  Salon  emp- 
fangen  worden. 

Karr  war  ein  leidenschaftlicher  Verehrer  antiker  chinesischer 
Porzellankunst  gewesen  und  hatte  für  seine  berühmte  Sammlung 
aus  der  Zeit  Kaiser  Kwangsüs  das  kleine  Erkerzimmer  neben  dem  v| 
Garlensaal  nach  der  alten  Bildvorlage  aus  dem  Kaiserpalast  in 
Peking  ganz  in  Elfcnbeinläfelung  und  jadegrüner  Seide  ein- 
richten lassen. 

Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfrajjfti    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     .,  F  i  1  m  -  M  a  £  a  z  i  n  ".      Berlin    SW  68,    ZinimerstraQc  35-41. 
Scherlvcrlaij.  Antwort  crfoljjt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    aUo   keinen  Zweck 


W'ILLV    F RITSCH 

Sekretariat 


An  viele:  Anuii.viiic  Uriefe  winleii  nicht  beantwortet.  Bei  Maiiu- 
skriptaiiKOlcKenlieiten  bitten  wir  folgcndci  zu  bcaclitcn:  Jeder  Anfrage  ist 
Kiickporto  bcizufiJKen.  Jede  Einsendnns  eines  Mamifkriiits  zur  rriifiing 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  UmfanRe  von  2—3  Sclireibniascbinenscitcn 
sind  zur  Einseiiiluiig  an  die  I'ilniindustrie,  Re^'isseuro  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  iiber- 
noniinen  werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durcliscliliigo  semlen,  von 
Iiandgcsclnicbenen   Sendungen   (leserlich)   eine  Abschrift  zurückbehalten. 

• 

!■'  i  i  111  f  r  e  u  ii  d  1..  .M..  A  u  g  s  h  ii  r  a  :  (iret.i  (..iilni  iiiiil  I.'.ininii  No- 
varni  gehen  Autogiaiiiiiu'.  Creta  (iarlio  i>t  noch  in  tiüteliorg.  Ihr 
neuester  Eilni  ist  ..Das  giittliche  Weiii'  .  Ifaiiion  Ndv.htos  koiniiieiKir 
rilinc    licilien:    ..Pflicht    und    Liebe"    und    ,.i)ie    JJ.tme    liintenii    Vorhang  ■. 

An  viele:  l>ie  Nachrichten 
VOM  einer  Vcrhciratiiiig  Oreta 
(iarl)os  mit  .lohn  (üHicrt  werden 
dementiert. 

Ilse  X..  H  !•  r  1  i  11  :  Maria 
.lacobini  wurde  am  IT.  Fcliniar 
in  Koni  geboren,  ist  verheiratet 
und  hat  einen  kleinen  Sohn 
Angelo. 

ir  a  r  r  y  -  B  r  e  s  1  a  11  -  E  t  e  : 
Maxime  Ilodges  ist  im  Film  uii- 
bekamit.  I'nseres  Wissens  aluT 
bei  der  .'sprechhiihiic.  Ther  l'cr- 
söiilichkeitcn  aus  der  amcrik,i- 
niselicn  (icsellschaft  können  wir 
Ihnen  leider  keine  .\uskunli 
geben. 

F.  W..  T>  i  c  h  t  e  r  f  e  I  d  e  : 
Henn.v  I'orten  und  I,ya  Mara 
sind  jünger,  als  .sie  ge.seliät/t 
haben.  ..Friiulein  Else'  wurde 
am  7.  März  im  Capitol  urauf- 
geführt. Daß  Schnitzler  seinen 
Roman  ..Friiulein  Else"  zum 
Bühnendrama  umarbeiten  soll,  ist 
wohl  nur  ein  (Jeriicht.  Elisabeth 
Berguer    hat    eine    Sekretiirin. 

M  a  r  g  o  t  S..  Berlin:  Der 
Darsteller  des  Hell  in  ..Hell  in 
Frauensee'  beilU  Fred  Döderleiii. 
hat  am  21.  April  (iehurtstag  und 
wohnt  Berlin  -  riiarlottenburg. 
Kantstralie     120/121. 

H  e  r  in  a  n  n  B..  H  a  n  n  o  - 
V  c  r  :  Xeiii.  Horst  Bergner  ist 
nicht  mit  Elisabeth  Bergner  ver- 
wandt. 

Ted  d  y  :  Ililda  Bosch  ist 
blond.  Iwan  Mosjukiu  gibt  Aiito- 
Kraiiime.  .Vugenhlicklich         zu 

AliUciiaufnahmi'ii        seines        l'fa- 
Filins   ..Manolescii"   in   St.  Morit/. 

Robert  .7.,  B  n  d  e  n  -  B  a  - 
den:  Wir  werden  »iust.iv  Frijli- 
licb  an  das  Autogramm  erinnern. 
Walter  .siezal;  spielte  ilen  Herrn, 
der  Mlumeii  kauft,  in  ..Zwei  rote 
Rosen".  Reue  Hi^ribel  war  die 
Partnerin  von  Elga  Brink  im 
„Faschingskönig",  Von  Ben  I.voii 
"St  im  Augenblick  noch  kein 
treuer  Film  angekündigt.  V.-r.i 
Schmitterlow  spielte  die  weih- 
liche Hauptrolle  in  ...Am  Rüdcs- 
beimer  .Sehhili  steht  eine  I.imle  ■ 
DalJ  ilie  Filmstars  so  h;infig  ihre 
"ohmiugeii  wechseln,  liegt  da- 
ran, daß  sie  meist  niöblien 
wohnen.  Warum  sie  sieh  so  „ft 
scheiden  lassen?  Da  niiissen  so- 
die   einzeliun  Herrschaften     "Ibst 

fragen.       Der     Illustrierte      Film- 

kurier  kostet  pro  Xiiniiner  0.20  .M 
l'ranz  Baumaniis  ^\■ohlllln•■■•  Ber- 
lin   XW    (i.    Karlstralie    HJ. 

L  o  ,  das  F  i  1  ni  k  i  n  d  .-i  u  s  Z  w  i  c  k  .i  ii  :  Die  l'.irtncr 
Tolnaes  in  ..Klein  Dorrit "  war  K.iriiia  Bell.  Der  Titel  v 
Rillas  neuestem  I'ilm  »tcdit  noch  nicht  fest.  V.ileria  Bciothhy  s 
in  folgenden  Filmeii;  ..Die  Krjui  mit  dem  Weltrekord",  ,,ba^ 
der   Revue".    ..Dit   T.inzsludent",   ..Ad.ini    und   F.\.i". 

F  i  I  111  h  e  i  1  ,  H  c  u  f  e  1  d  :  Im  ..Feldgel  ichl  \  oii  (iorlii 
Tgo  Sym  die  männliche  Hauptrolle.  In  ,, Lockendes  (_;ift "  war 
die   I'.irtiierin   von   l'.inl    Richter. 

Viktor  u  n  d  K  a  r  I  .  (I  |i  p  a  ii  :  Dila  P.irlo  ist  Deutsclie. 
bis  jetzt  in  folgenden  Filmen:  ..Die  Dame  mit  der  M.iske",  ..I 
..(ieheimnisse  des  Oiieiits-',  ..Ungarische  Rh.iiisodie ".  Xäch 
..Manolcscu".  Liane  H;iid  ist  mit  Baron  Haynieile  verlieiiatet 
nisso   des   Orients"    wimle    von    der    l'f.i    hergestelil. 

I.  H.,  W  i  e  s  b  a  d  e  n  :  H.ury  Liedtke  iiillt  sich  nicht  sehe 
fried  Arno  küiiuen  .Sie  ruhig  um  ein  Autogr.imni  bitten.  Adres 
•Steglitz.    .Schlnßstraße   r)4. 

Besuchen    kiinnen    Sie    uns.    aber    bitte    nichts    mitl 
ernsthaften   Zeitung  gibt   es  so   etwas   nicht. 


Berlin,   den   27.    Tebraar  19£9 


in  (iiiniiar 
011  Walter 
pielte  u.  :i. 
>    Uirl    voll 

•e"     spielti' 
Ev(>   (iri> 

Sie   spielte 

leimkehr   . 

ter     Film: 

..(ieheim- 

ideii.  Sieg- 
e:  Berliu- 


en.      Bei    einer 


Frau  E  1  f  r  i  e  d  e  J{.  i  ii  B  n  h  r  :  Ihr  Brief  war  uns  sehr  inter- 
essant. .Sie  vergessen  .iber.  d.iß  es  unmöglich  ist.  Filme  nur  für  Dentscli- 
l.and  herzustellen,  soudeni  d.iß  der  Geschmack  der  ganzen  Welt  beriick- 
si<htigt  werden  muß.  Wir  müssen  mit  Amerikti  rechnen  und  können 
desh.ilh  Anierik.-i  nicht  einfach  vom  dentscheu  .Markt  tiusschließcn.  — 
.Xiißerdeni  wollen  .Sie  bedenken,  daß  Deulschl.ind  j.ihrlich  ungefähr  fünf- 
liutidirt  bis  sechshunderl  Filme  br.iuclit.  um  ;ille  seine  Theater  so  zu  be- 
dienen, wie  es  nötig  ist.  J>ie  deutsche  Fabrik.ilioii  beträgt  aber  nur 
zw  (•ihiindert  Bilder  und  kann  auch  nicht  mehr  betragen,  weil  das  Fabri- 
k.itionsrisiko  in  Deiilsclil.iiid  ;ius  vielen  tiriinden  besonders  groß  ist.  Die 
von  Ihnen  gen;itiiiteii  Kiinstler  werden  in  Deutschl.iiid  beschäftigt.  .\[auch- 
mal  scheitert  es  .iher  an  der  ti.-igenforderunu-  oder  ;iii  den  hesoiuleren 
Hc'setzungswünscben  der  auslämlisclien  Abnehmer,  die  man  wohl  oder 
iihel    in    vielen    Fällen    berücksichtigen    muß. 

A  n  11  a  M  a  y  A\'  0  n  g  -  V  e  r  - 
c  b  r  e  r  i  u  :  Anna  May  Wong 
wurde      am      21.     .September      in 

Los    .\iigele.s   geboren. 

M  a  g  a  z  i  11  -  Tj  e  s  e  r .  B  1  u  in  - 
berg:  Nein,  Rin-Tin-Tin  ist 
nicht  erschossen  worden,  sondern 
lebt  seeleuvergnügt  in  Holly- 
wood und  wird  weiter  Film- 
lorbeeren  ernten.  Der  Filmkiirier 
ist  Fachzeitung.  Die  Zeitschrift 
..Filnihorse"  kennen  wir  nicht. 
AVilly  Fritsch  hat  noch  nie  in 
einem  Fremdenlegionär-Film  ge- 
spielt. Von  Harry  Piel  werden 
bald  Bilder  im  ,, Filmmagazin" 
erscheinen. 

M  a  r  g  0  t  L  a  n  d  a  -Ver- 
ehrer: Margot  Landa  hat 
dunkelblondes  Haar  und  dunkle 
.\ugen.  Ernest  van  Dneren  spielt 
die  männliche  Hauptrolle  in  dem 
Frnnco-Film  ..Figaro".  Den  Pe- 
froniiis  in  ,,Quo  \adis?"  spielte 
.\ndrt>e  Ilabay.  Lygia  war  Lillian 
Ilall-T)avis,  Viiiicius  wurde  von 
Alfons  Frylnud.  dargestellt.  Rai- 
niondo  van  Kiels  neuester  Film 
ist     ..S.  O.  S..     Schiff     in     N'ot". 

F  i  1  m  f  r  c  u  11  il  G.K..  T  h  ü  - 
ringen:  Herrn  I>irektor  Grau 
können  .Sie  unmittelbar  durch  die 
l'niversum,  Berlin  .s\\'  CS.  Koeli- 
straße  6-7,  erreichen.  Leider 
sind  wir  nicht  in  der  Lage, 
Ihnen  nähere  .Vngalien  zu 
..Sein  größter  Bluff"  Harry  Piel 
machen.  In  ..Rinaldo  Rinaldini" 
siiielte  Luciano  Alhertini  eine 
Uüiipelrolle. 

T  o  1  n  .1  e  s  -  F  ii  11  s  s  -  A'  e  r  - 
e  h  r  e  r  ,  Wien:  Wir  haben 
Direii  Brief  an  die  Ufa  weiter- 
geleitet. Es  ist  nicht  ausge- 
sclilossen,  daß  sieh  Hire  Wünsche 
wenigstens  zum  Teil,  erfüllen. 
Daß  Guiinar  Tolnaes  kürzlich 
eine  Hauptrolle  in  ,, Geschlecht 
in  Fesseln"  gespielt  li:it  und  Olaf 
Fönss  jetzt  an  ,, Triumph  des 
J.ebens"  arbeitet,  werden  Sie 
gewiß  schon  gelesen  haben. 
Tolnaes  kommt  im  .Sommer  wie- 
der nach  Berlin  und  wird  hier 
filmen.  .Vngenhlicklicli  spielt  er 
iiiit  großem  Erfolg  am  ,, Betty 
Xaiisen-Theater"  in  Kopenhagen. 
Willi  P..  V  a  r  e  I  :  Käthe 
V  011  X'agy  wohnt  Berlin  W,  Prager 
.Straße  t,  und  hat  am  t.  April  (ie- 
liurtstag.  Li.aiie  llaids  Geburtstag 
ist  der  Hi.  August.  Oskar  Marion 
wurde  am  4.  Fehrnar  geboren. 
.Sie  dürfen  ruhig  an  ihn  schrei- 
ben. Jawohl,  alie  Filmstars  lesen 
das  ..Filmmagazin". 
Christine  S..  X  ü  r  n  h  e  r  g  :  AVilhelni  Dieterle  w  (ihiit  Berlin-Wil- 
mersdorf, .len.ier  Straße  8.  ist  mit  der  Schauspielerin  C'h.irlotte  Hageiibrueh 
verheir.itet   und   gibt   Antogramine. 

H  a  11  II  .1  R..  A  1  1  e  11  s  t  e  i  11  :  W.ildemar  Psyl.inder  ist  vor  einigen 
.(.■ihren  gestoriieii.  Ellen  Kiiiti.  Helene  H.-illier  nml  Dororihea  Wieck  fil- 
men noch.  Helen  von  Miliiclihnfen  vorläufig  nicht  mehr.  F.s  gab  vor 
vielen  Jahren  den  .,T;inzeiidcii  Tor"  mit  Waldem.ir  Psylander  in  der 
Hauptrolle.  Vor  2—,'!  J,ihreii  v\  utile  der  Film  noch  eiiim.il  gedreht,  und 
/w.ir  mit  K.irin.i  Bell  und  Göst.i  Ekman  in  den  Hauiitrolleii.  Jawohl,  die 
l'ilmst.irs   sind    ntitereinander   sehr   gut    bek.iiiut.    zum    Teil    befreundet. 

C  o  r  t  c  7.  -  F  i  I  111  f  r  e  u  ii  d  i  n  \  n  n  e  i  ii  I.  u  d  w  i  g  s  h  a  f  e  n  :  Ri- 
i-.irdo  C'ortez  erreichen  Sic  durch  First  Xation.il.  Burhank-Hollywood,  Kai. 
Selbstverständlich  erscheint  im  Kino  alles  diiich  die  Riproiliiktioti  stark 
vergrößert.  Jiic.-iido  Cortiv.  li,-it  auch  in  tiatur.i  große  Augen.  Ein  Buch 
ist    über   ihn  bis   jetzt    noch    nicht   erschienen. 

E  m  i  1  W..  L  11  d  w  i  g  s  h  .i  f  e  n  :  Wegen  M.digels  an  R.iiim  können 
wir  Hineii  an  dieser  Stelle  die  genaue  Technik  nicht  erklären.  Wir 
bringen  aber  in  absehbarer  Zeit  einen  Artikel,  der  dieses  Thema  behandelt. 


An   meine  '/erehrerinnen   and  Verehrer    ! 

Für  die  mir  anlässlich  meines 
Geburtstages  erv/iesenen   Gratulationen  und 
Auftaerksajakeiten   spreche   ich  Ihnen  meinen 
herzlichsten  Dank  aus. 

Mit  besten   Grössen  verbleite   ich 
Ihr 


k 


Albert  Pf..  Berlin:  Filme  ohne  Zwischentitel  sind  schon  mehr- 
f.irli  Kcdrehf  worilcii.  Der  er.ste  war  ein  Lupu  Pick-Pilm  „Scherliicn". 
A\ir  können  Ihnen  leider  anoh  weiter  keinen  Rat  geben,  als  daß  Sic  sieh 
innncr  wieder  mit  den  verschiedensten  Filmgesellschaften  in  Verbimhing 
setzen,   wenn   .Sie   Ihr   Ziel    erreichen   wollen. 

i.ani  F.,  Berlin:  Ariliert  Mo«  spielte  den  einen  .Tnnglelirer  in 
dem    Terra-Film    ..Kampf  der   Tertia". 

U  f  a  -  F  r  e  n  n  d  W  i  I  I  i  a  m  J..  M  a  ii  n  li  e  i  m  :  Chaplin  IT  o  I  z  - 
f  ii  II  e  ?  ?  ?  Dazn  sind  seine  BeweprunKen  doch  wohl  zu  wenig  „holzern". 
Tfarry  T^iedtke  ist  KiiniKSherger.  Frieda  Riehard  ist  eine  groüe  Blumen- 
freundin. Das  .\lter  KCben  wir  grundsätzlich  nicht  an.  Sic  gibt  Autogramme. 
Nina  B.,  Bremen:  Wir  empfehlen  Ihnen,  Xils  Astlier  noch  ein- 
mal um  das  Autogramm  zu  bitten.  Harry  Halm  wollen  wir  gern  an  die 
Unterschrift  erinnern.  Ricardo  Cortez  erreichen  Sic  unter  First  Nation.il- 
Studios.  Burbank-IIollywdod,  Kai.,  George  O'Bricn  durch  Fo.\-Stud.,  Hol 
Western    Ave.,    Hollywood. 

Otto  B.,  1  g  g  e  1  h  e  i  m  :  Wir  bedauern,  Dinen  keine  Ratschläge 
geben  zu  können,  da  wir  ICngagements  nicht  vermitteln.  Wenden  Sie  sich, 
bitte,  unmittelbar  an  die  Filmgesellschaften,  wie  l'fa,  Berlin  SW  fiS.  Koch- 
straüe  fi-H,  Terra.  Berlin  SW  68,  Kochstraße  73,  National,  Berlin  SW  4,s, 
Friedriehstraße   10. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  ,  Krefeld:  Käthe  von  Nagy  wohnt  Berlin  A\', 
I'r.iger  Straße  4,  Ciaire  Kommer  Bcrlin-.Schöncberg,  liiusbrucker  Straße  !.•<, 
.Vu(l  Egede  Nissen  Berlin  W.  TauentzienstraHe  10.  Wilhelm  i)iclerlc 
Berlin-Wilmersdorf,  .Iciiaer  Straße  8.     Mona  Maris  wohnt  in  Hollywood. 

R  o  s  a  <).,  M  a  n  n  h  e  i  m  :  Clara  Wieth.  die  früher  häufig  Tolnacs- 
I'artnerin  war,  ist  nicht  mehr  beim  Film,  soll  ganz  zum  Theater  gegangen 
sein.  Eilith  Meiler  siiielt  eine  Rolle  in  dem  .Ama-Film  ..Bccf  uiul  Steak" 
mit  Kurt  (icrron  nnd  Siegfrie<l  Arno.  Conra<i  Veidt  bleibt  vorläufig  in 
Berlin.  I,ya  de  Putti  filmt  augenblicklich  in  London  bei  der  British 
iMternatlonal. 

(J.  I.  <;.,  Breslau:  Hans  Stiiwc  ist  ungefähr  so  alt,  wie  Sie  ge- 
schätzt haben.  .Tawohl.  graue  .\ugen.  dunkelblondes  Haar.  .Arbeitet  in 
-Vfrika  an   dem   Film   ..Die  Flucht   in   die   Legion".     Noch   nicht  zurück. 

Herta  aus  Coburg:  Ihr  (Jedichtclicn  ist  sehr  hübsch,  doch  be- 
dauern wir  im  Augenblick  keine  Verwendung  dafür  zu  haben.  Oswahlo 
Valcnti    gibt   -Autogramme   und    filmt  bei    der    Ffa. 

( ;  r  e  t  c  h  e  n ,  Rudolf  \'  a  1  c  n  t  i  n  o  -  S  c  h  w  ä  r  m  e  r  i  n  .  Berlin: 
Rudolf  Valentinos  l'arfnerin  im  ,, -Adler"  war  A'ilma  Banky.  Jawohl, 
A'alcntino  galt  als  ..der  schönste  Mann  der  Welt".  Bilder  von  dem 
Künstler  erhalten  Sie  noch  in  jeder  größeren  Papierhandlung  oder  bei 
Boss,    Berlin    SW    «8.    -Alexandrinenstraße    110. 

L  u  ,  Kaiserslautern:  Dita  Parlo  filmt  jetzt  über  ein  .Tahr. 
Willy  Fritseh  kam  von  der  Sprcehbühnc  zum  Film.  Jawohl,  die  Unter- 
schrift ist   ,,echt '. 

W.  B.,  B  a  (1  N  e  u  e  n  a  h  r  :  Emil  .Tannings  wohnt  in  Beverly-Hills, 
Hollywood,  Kai.  Conrad  A'cidt  ist  vor  kurzer  Zeit  aus  den  A'ereinigtcn 
St.ialcn  zurückgekehrt  und  wird  voraussichtlich  immer  in  Berlin  bleiben. 
Sie  erreichen  den  Künstler  über  die  Deutsche  Universal,  Berlin  W  9, 
Mauerstraße  82. 

Ellen  J  a  e  k  o  w-  :  Ivan  Pctrovich  kam  vor  sechs  Jahren  durch 
Michael  Kertesz  zum  Film.  Er  war  früher  Ingenieur,  dann  Operetten- 
bonvivant  in  Budapest  und  im  Kriege  Husarenoffizicr.  Schwarzes  Haar. 
Ernst.  ..Nachtgestalten"  ist  zum  großen  Teil  in  Berlin  gedreht  worden. 
AVir  nchn>en  an,  daß  wohl  alle  Filme,  die  in  Berlin  herausgebracht  werden, 
früher  oder   später   auch   in   Leipzig   laufen. 

Gert  K.,  Zittau:  Wilhelm  Dieterle  wohnt  Berlin-Wilmersdorf, 
Jenaer  Straße  8,  hat  am  1.').  Juli  Geburtstag,  ist  mit  der  Schauspielerin 
Charlotte  Hagenbruch  verheiratet,  hat  braune  .Augen  und  schwarzes  Haar. 
So  alt,  wie  Sie  geschützt  haben.  Elisabeth  Bergner  wohnt  Berlin-Dahlem, 
Faradayweg    13,    und    ist    unverheiratet. 

Anna  F.,  Köln:  ttunnar  Tolnaes  tritt  zur  Zeit  mit  großem  Erfolg 
am  ,, Betty  Nansen-Theater"  in  Kopenhagen  auf  und  wohnt  A'^cd  .Amager- 
port  6,  Kopenliagen.  Er  bleibt  dort  bis  zum  Sommer  und  kommt  dann 
nach  Berlin,  wo  er  wieder  filmen  wird.  Erna  Morena  wohnt  Berlin  NW  2.!, 
Häiulelstraße  5.  Ihren  C.eburfst.ig  können  wir  Ihnen  leider  nicht  angeben, 
da  die  Künstlerin,  als  wir  sie  telephonisch  anriefen,  gestand,  daß  sie  ihn 
ganz  und   gar  —  —  —   vergessen  habe. 

T  r  u  d  i  -  L  o  r  i  W.,  C  h  a  r  I  o  t  t  e  n  b  u  r  g  :  Eric  Barclay  ist  .Schwede 
nnd  wohnt  augenblicklich  in  Paris,  15  nie  du  Cirque.  rnverheiratet.  Einer 
seiner  ersten  Filme  war:    „Die  drei   Kuckiu-ksuhrcn". 

Karl  M..  Königsberg:  Reinhold  Schünzel  filmt  durchaus  nicht 
wenig.  Er  arbeitet  augenblicklich  am  ..Frauenfresser".  Die  weibliche 
Hauptrolle  in  den  ...Ajiaehen  von  Paris"  spielte  Ruth  Weyber.  AVohnung: 
Berlin-Sehöneberg.  Stubenrauchstraße  5a.  I^ilian  Harvey  gibt  .Vutogramme. 
Sic  dürfen  sich  ruhig  an  sie  wenden.  Adresse:  Berlin  AV  15,  Düsseldorfer 
Straße  47. 

Dora  K.,  (r  e  r  t  r  u  d  AV.,  Chemnitz:  Elisabeth  Bergner  wohnt 
Berlin-Dahlem,  Faradayweg  15.  ist  unverheiratet,  am  17.  April  in  AVien 
geboren,  gibt  -\utogramme.  ist  eine  große  Blumenfreundin  und  spielte 
bis  jetzt  in  folgenden  Filmen:  ..Der  Evangeiimann",  ,,Nju",  ,,Der  Geiger 
von  Florenz",  „Liebe",  ,, Donna  Juana".  Kürzlich  ist  ihr  neuer  Film 
,, Fräulein   Else"   herausgekommen. 

E.  P.,  -A  1  t  0  n  a  :  Der  neue  Film  mit  AVilhelm  Dieterle  heißt  „Triumph 
lies  Lebens".  Sie  verwechseln  ihn  mit  ,, Triumph  des  Herzens",  den  die 
Svcnska   augenblicklich    mit   Lissy    Arna    in    der   Hauptrolle   dreht. 

I)  i  d  o  K.  -  R.,  Oldenburg:  Jack  Trevor  wurde  am  14.  Dezember  in 
London  geboren.  Er  ist  mit  einer  Engläinlerin  verheiratet  und  hat  zwei 
Kinder.  Er  arbeitet  augenblicklich  bei  der  Derussa  an  den  ,,AVeißen 
Rosen  von  Ravensherg".  AA'erner  Fucttcrer  wohnt  Berlin-Steglitz,  Kleist- 
straße 27.  und  hat  am  10.  Januar  Geburtstag.  Harry  Piel  ist  mit  Dary 
Holm   verheiratet   und   wohnt   Bcrlin-Schöneberg.   .Am   Park   12. 

Luise  F.  M.,  M  a  n  n  h  e  i  m  :  Schlettows  A'ornamen  sind  Hans  Ail;il- 
hert.  Er  wurde  am  lt.  Juni  in  Frankfurt/Main  geboren.  Verheiratet.  Ein 
Kind.  AVohnung:  Berlin  O  17,  Große  Frankfurter  Straße  4.  (übt  .Auto- 
gramme. Iwan  Mosjukin  wohnt  Berlin  AV,  Kurfürstendamm  19.5.  Russe, 
am  20.  September  geboren,  gibt  .Autogramme,  mit  der  dänischen  Film- 
schauspiclerin    Agnes    Petersen    verheiratet. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  ,  B  r  c  m  e  n  :  Stellen  Sie  nur  Fragen;  wir  sind 
lliiien  durchaus  nicht  böse.  Dita  Parlo  sollte  in  den  U.  S.  -A.  die  weib- 
liche Hauptrolle  in  einem  Maurice  Chevalier-Film  spielen.  Da  aber 
ganz  Hollywooil  venu  Tonfihnfiebcr  besessen  ist  iiiul  Dita  Parlo  von 
der  Ufa  nur  drei  Monate  beurl.-iubt  w.ir.  zerschlug  sich  dieses  Projekt. 
Augenblicklich  spielt  Dita  Parlo  als  Partnerin  von  Iwan  Mosjukin  in 
dem  Ufa-Film  ..Manolescu"  neben  Brigitte  Helm  tlic  weibliche  Hauptrolle. 
Conrad  A'cidt  wird  vornussiehllich  ein  halbes  Jahr  in  Dcuischland  bleilu-n. 
Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  daß  er  bei  der  Ufa  filmt.  A'or  einigen  Tagen 
war  die  Premiere  seine»  amerikanischen  Films  ..Der  Mann,  der  lacht". 
Holla.  B  r  e  s  I  a  n  :  Jawohl.  Ramon  Nov.irro  war  im  Juli  inkognito 
in  Berlin.  F.s  ist  also  sehr  leicht  möglich,  daß  .Sic  ihn  —  Ihrer  Be- 
schreibung   nach    —    goehen    haben. 

II  e  1  Ol  u  t  h  T.,  Dresden:  A'ala  de  Lys  ist  Deutsch-l'ussin.  ihr 
richtiger  -Name  ist  A'aleria  Osteruuinn.  Sie  gibt  Autogramme,  ist  un- 
verheiratet, spielte  kürzlich  eine  kleine  Rolle  in  dem  Licdlke-Film  ,,Dcr 
moderne  (.'asanova"  irtid  widnit  Berlin  W,  Dctnudder  Straße  .'>".  Karten 
von  ihr  gibt  es  wohl  in  allen  größeren  Ruchhandluiigen.  H;nry  Piel 
trägt  einen  Künstlernamen  und  gibt  Autogramme.  Seine  ..Milteruacbtstaxe" 
ist    von'ührungsbercit.     Sein   nächster   Film   ist    „Sein    großes   Ehrenwort". 


C  li  a  r  1  0  1 1  c  T.,  S  c  h  m  a  r  g  e  n  d  0  r  f  :  Marictta  Miliner  wohnt  Berlin 
AV  50,  Naehodstraße  20,  gibt  -Autogramme  und  trägt  einen  Künstlernamen. 
G  ö  s  t  a  E  k  m  a  n  -  V  c  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  -Altena:  A'on  Imre  Raday  soll 
demnächst  ein  Bild  gebracht  werden.  AVir  machen  aber  darauf  auf- 
merksam, daß  wir  in  früheren  Nummern  häufig  Bilder  von  dem  Künstler 
brachten.  Hans  -Adalbert  von  Schlettow  wurde  in  Frankfurt  am  Main 
geboren.  AVladimir  Gaidarow  gastiert  zur  Zeit  mit  seiner  Gattin  Olga 
Gzowskaja  in  Jugoslawien.  .Sein  neuester  Film  ist  „Frauenraub  in 
Marokko".  Iwan  Mosjukin  ist  Russe.  Elisabeth  Bergners  ,, Fräulein  Else" 
ist  vor  einigen  Tagen  in  Berlin  uraufgeführt  worden.  AA'agcn  Sie  es  nur. 
an  die  Künstlerin  zu  schreiben.  Ucber  Manolo  San  Germano  ist  nichts 
bekannt. 

Hildegard  K..  G  ö  t  t  i  n  g  e  n  :  AVerner  Fuetterer  wohnt  Berlin- 
Steglitz.  Kbiststraße  27,  wurde  am  10.  Jainiar  in  .Stralsund  geboren  und 
gibt  Autogramme.  \Vir  empfehlen  Ihnen,  sich  noch  einin.il  mit  Ihrer  Bitte 
an   ihn   zu   wenden.     .Sie   haben   recht,    er   ist   sehr  groß.     Riesig  nett. 

Kurt  II.,  H  a  n  n  0  V  e  r  :  Mady  Christians  wohnt  Berlin-Charlotteii- 
burg,  BismarckstraUe  07.  Lilian  Harvey  Berlin  \Y  15,  Düsseldorfer 
Straße   47.     Beide    Künstlerinnen    geben   Autogramme. 

Adalbert  IL.  Berlin:  Livio  Pavanelli  wohnt  Berlin-AVilmcrs- 
dorf,  Ravr-nsberger  .Straße  5.  wurde  am  8.  September  in  Bologna  geboren 
uiul  ist  unverheiratet.  Igo  Sym  ist  durch  die  Ufa,  Berliu  SW  C8.  Koch- 
straße 0-8.  zu  erreichen.  Er  hat  ;im  .'S.  Juli  Geburtstag,  ist  geschiedcu 
und    hat    ein    kleines    Söhneben.     Beide    Künstler   geben    -Autogramme. 

Fritz  B.,  Berlin:  Brigitte  Heln\  bat  am  17.  März.  Grete  Mosheiin' 
am  8.  Januar,  Hilda  Bosch  am  22.  September.  Evi  Eva  am  .W.  Dezember 
Geburtstag.  Lotte  Lorring  wohnt  Berlin  AV,  Babelsberger  Straße  4. 
Hans  Stiiwe  Berlin-Halensee,  Paulsborner  Straße  9.  Hilde  .Iciinings  wohnt 
Berlin  W  15.  Pariser  Straße  l.l,  uinl  hat  am  21.  Dezember  Geburtstag. 
Elizza   la    Porta   wohnt   Berlin   AV.   Nürnberger   Straße    4;i,   bei    Adler. 

Heinz  (f..  (;  i  e  s  e  n  k  i  r  c  h  e  n  :  Setzen  Sie  sich,  bitte,  der  Rudolf 
A'alcntino-Bilder  wegen  mit  dem  A'crlag  des  Filmmagazins,  Berlin  .SW  48. 
Kochstraße    0-8.    in    A'crbind\nig. 

(i  1  0  r  i  a  ,  Breslau:  Greta  Garbo  ist  noch  in  Göteborg.  Das 
Gerücht  von  der  Ehe  der  Künstlerin  mit  John  Gilbert  beruht  nicht  auf 
AVahrheit.     Sie    küinien   an    die   beiden    Filmstars   deutsch    schreiben. 

Fritz  C,  Halle  :  Richard  Talmadge  wohnt  in  Beverly-Hills,  Holly- 
wood, gibt  .Autogramme  und  ist  unseres  AA'isscns  verheiratet.  Ein  neuer 
Film    ist    im    .Augenblick    noch    nicht   angezeigt. 

G  ü.  M  a.:  In  der  ..Mühle  von  .Sanssouci"  spielten  Otto  Gebühr,  Olga 
Tschechowa  und  Anita  Dorris  die  Hauptrollen.  Der  Titelheld  vom  ,,Sce- 
kadctt"  war  Walter  SIezak.  Die  Hauptdarsteller  von  ..Zwei  rote  Rosen" 
waren  Liane  Haid,  Oskar  Marion,  La  Jana.  Harry  Halm  und  Teddy  Bill. 
In  der  ..Sache  mit  Schorrsiegel"  spielten  AValter  Rilla,  Bernhard  Goetzke. 
Anita  Dorris.  in  ..Du  sollst  nicht  stehlen"  AVerner  Fuetterer  und  Lilian 
Harve.v,  in  der  ..Königin  seines  Herzens"  Liane  Haid.  Käthe  von  Nagy. 
Luigi  Serventi  und  Kurt  A'espermann.  in  ,, Metropolis"  Brigitte  llelni. 
Alfred  -Abel,  (iustav  Fröhlich  und  Fritz  Rasp.  in  ,, Klettermaxe"  Paul 
Heidemann,   Dorothea   AVieck    und    Corry   Bell   die    Hauptrollen. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  Margret  L. :  Den  Amerikaner  Jcfferson  in 
,, Karneval  des  Lebens"  spielte  Malcolm  Todd.  Engländer.  AVarwick 
AVard  ist  ebenfalls  Engländer  und  wohnt  im  Eden-Hotel.  Berlin.  Budapester 
.Straße.  Ramon  Novarro  ist  so  alt,  wie  Sie  geschätzt  haben.  AA'illy 
Fritseh  öffnet  alle  seine  Briefe  selbst.  Sie  dürfen  ruhig  an  ihi\  sehreiben. 
Wenn  Sie  zum  Film  wollen,  ist  es  am  zweckmäßigsten,  sich  unmittelbar 
an   die   Filmgesellschaften   zu    wenden. 

Kurt  F.,  Berlin:  Dita  Parlo  wohnt  Berlin  AV,  Motzstraße  87,  ist 
unverheiratet,  hat  am  4.  September  Geburtstag  uiul  gibt  -Autogramme. 
Fred  Solm  alias  Robert  Castle  filmt  zur  Zeit  in  den  U.  S.  .A.  als  Partner 
von  Bebe  Daniels  und  wird  vorläufig  nicht  nach  Deutschland  zurück- 
keliren. 

F  1  i  m  m  c  r  f  r  i  t  z  c  :  Luciano  Albertini  erreichen  Sie  durch  die  Aafa, 
Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  22,'?.  Harry  Piel  trägt  einen  Künstlernamen. 
Die   Grüße  an  Albertini,  Piel   und   Hilda   Bosch   sind   ausgerichtet. 

L.  .\I.,  Stettin  :  Ernst  Hofmann  wohnt  Berlin-Halensee.  -Auguste- 
A'iktoria-Straße  4.  Er  filmt  noch,  ist  mit  der  .Soubrette  Hcdda  Keniii 
verheiratet. 

Gretel  N..  Berlin:  Luis  Trcnker  spielte  außer  im  „Kampf  ums 
Matterborn"  noch  in  den  Filmen  „Berg  des  .Schicksals"  und  „Der 
heilige   Berg". 

A.  B.,  5  5:  Den  Stenka  Rasin  in  ,,AA''olga-AA'olga"  spielte  H;ins  -Adalbert 
von    Seblettow.     AA'ohnung:    Berlin    O    17,    Große   Frankfurter    Straße   4. 

Elliane,  Kaiscrstraßc:  Greta  Garbo  ist  nicht  mit  John 
Gilbert  verheiratet.  Ihr  neuester  Film  ist  ,,Der  Krieg  im  Dunkeln". 
Hans  .Stüwe  ist  mit  einer  bulgarischen  Chemikerin  verheiratet.  Mona 
Martenss(ms   Partner    in    ..A'ersiegelte   Lippen"    war  Fred   Louis   Lereh. 

Ilona  R.:  AVerner  Pittschau  .ist  durch  einen  -Autounfall  ums  Leben 
gekommen.  Sein  letzter  Film  war  ,.Der  erste  Kuß"  mit  Anny  Ondra. 
K  ä  t  h  e  V.  Z.,  L  i  c  h  t  e  r  f  e  1  d  e  :  Charles  Rogers  ist  Sportsmami 
comme  il  faut.  Ob  er  den  dunklen  oder  bloinlcn  Frauentyp  liebt,  wissen 
wir  nicht.  Ebenso  bedauern  wir  außerordentlich,  sein  Licblingsparfüin 
nicht  zu  kennen.  Rosen.  Beverly-Hills,  Hollywood.  AVir  haben  ihn  noch 
nicht  gemessen. 

F  i  1  ni  f  r  e  u  n  d  i  n  Ilse  M.  aus  O.:  Fred  Louis  Lereh  Iiat  am 
28.  März  Geburtstag.  Großer  Blumenfreund.  A'on  Lereh  wird  bald  ein 
Bild  gebracht  werden.  Ob  der  Kiinstlcr  noch  öfter  mit  F>clyn  Holt 
zusammenspielcn    wird,    wissen    wir    ebensowenig   wie    er    selbst. 

A.  B.  10  0:  AVir  emiifehlen,  ein  Inserat  im  ,,Kinematograi)li"  auf- 
zugeben.    Harry  Liedtke   hat   eine    Sekretärin. 

Paul  K.,  Helmstedt:  AVenden  Sie  sich,  bitte,  an  die  -Aaf.i 
(Regisseure:  Rudolf  AValter-Fein,  Ma.\  Obal).  Berlin  SW  48,  Friedrich- 
straße 22."?.  an  die  Terra  (Regisseure:  I»r.  Asagarnff,  .A.  W.  Sandberg''. 
Berlin  SW^  08.  Kochstraße  7.'!,  an  die  National  (Regisseure:  Gerhard 
Lamprecht.    C'arl    Boesc).    Berlin    SW    48.    Friedriehstraße    10. 

F  i  1  m  f  r  c  u  n  diu  H  i  I  d  e  g  a  r  d  aus  S  e  h  w  i  e  b  u  s  :  Liss.v  Arnas  . 
Partner  in  ..Unter  der  Laterne"  war  Matthias  AViemann.  Der  A'orname 
von  Hans  Adalbert  von  Schlettows  Gattin  ist  Ilse.  Der  Partner  voti  M.-irir« 
.Solveg  in  der  ., Lindenwirtin  vom  Rhein"  war  Fred  Solm.  Die  männlichen 
Hauptdarsteller  ans  der  „Leichten  Kavallerie"  waren  Alfons  Fryland, 
Andr»'    Matoni.    Fritz    Kampers. 

AV  a  I  t  e  r  R  i  1  1  a  -  A'  e  r  e  h  r  c  r  i  n  ,  H  a  m  b  u  r  g  :  AValter  Rilla  wohnt 
Berlin-Cbarlottcnburg,  Wacholderweg  0.  ist  verheiratet,  gibt  .Autogramme. 
Sein  nächster  Film  ist  ..Der  Monte  Christo  von  Prag".  F>  liest  alle 
seine  Briefe  selbst.  Möglich,  daß  er  auch  einmal  nach  Hamburg  kommt. 
,T  .a  n  n  e  und  Sänne  aus  Berlin:  Die  betreffenden  an\erika- 
nischen  Künstler  wohnen  in  Beverly-Hills,  Hollywood,  Kai.  Ch;nles  Rogers' 
neuester   Film   ist   ..Dreimal   Hochzeit". 

\'  a  1  e  n  t  i  n  o  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  in  Ha  m  bürg:  A'on  Charles  Farrell 
erschien  kürzlich  in  Berlin  ,. Hinter  Haremsmauern".  Neue  Filme  mit  ihm 
sind  in  -Arbeit.  Es  gibt  mehrere  A'alentino-Doppi-lgänger.  die  alle  in 
ILdlywood  auf  den  AVeltrubm  warten.  A'ilma  Banky  ist  durch  die  United 
Arlists,   7200   Sant.'i   Monica-Boulevard.   Hollywood.   K.il..   zu   erreichen. 

Inge  B.,  Zeitz:  Lya  Mnra  ist  wieder  in  Berlin  unil  filmt.  Nornia 
Talmadge  ist  -Amerikanerin.  Ihr  neuester  Film:  ..Die  Stund<.  der  Ent- 
scheidung". Evelyn  Holt  spielte  die  weibliehe  Haviptrolle  in  dem  neuen 
(ierhard  Lamprecht-Film  ..Der  .\l;inn  mit  dem  Laubfrosch",  (iösta  Ekmans 
neuester  Film  ist   ,,Um  seine  Ehre". 

.\.  B.  aus  Hagen:  Ivan  Pctrovich  wohnt  im  F.den-Hotcl,  Berlin, 
Uudapestcr   Straße.     Er  spricht   (jcbrochcn   Deutsch, 


i 


) 


Armida,  die  spanische  Tänzerin 


0 


..u 


](l. 


A.-if.-i 


Ik-rliii 


Marlies  O.,  Dessau  :  Greta  Xisscii  ist  nicht  die  Schwester  von 
Aiid  Egpdc  Nissen.  Corinne  firitfilh  ist  nicht  mit  I{;i\  niotid  (iriffith  vcr- 
H.indt.  (irete,  H;inni  und  Otto  Hcinw.ild  sind  Geschwister,  Gilila  und  E\e 
(;rny  nidit,  Suzy  und  Iledd.i  Vcrndn  ehenV.ills  ni<'Iif.  .IJebe  P.uiiels  li.it 
pich   jetzt   mit   Ben   ],.V(in   verlohl.     \on   einem   Söliiiclien    ist    nichts  liek.innt. 

V  ritz   K.,   S  t  0  s  I  i  t  z  :     llnnni   AVeilh-  wohnt  Herlin,  )[(]tel    K.-iisevliof. 
■\\ilhelmpl.itz,    Fritz    If.isii    Herlin-WilnHMsdcnf,    G.isteiner    S.rnße    :(:).      Kein 
liDid  Scliiinzels   Adresse   ist:     Herlin  W  IM.   Auj;shurser   StriiUp  68.    Werner 
Kr.inli    wohnt     Herlin-D.ihlem.     Im    Schw.irzen    (irund     17.      JcilirinuCb    Kio- 
m.'inn    Berlin   W    ].'>.   .IdMcliinisthaier  Str.il.le   i't. 

AI  ji  t  t  h.  I,.,  W  ii  r  z  li  u  r  k  :  Senden  Sie.  bitte,  ]hre  Exposes  iin  die 
dijiinaturiiiscln'  .Vhteilunji'  einer  Filmf;esellscliaft,  wie  l'f.-i,  Berlin  S\V  BS 
Kochstr.ille  fi— «,  Nation.il.  Berlin  S>V  1^,  Friedrichstr; 
S\V     IH,    Friedrichstral.!e   2i':'.. 

I{  u  d  o  I  f  .S.,  P  o  t  s  d  a  m  :  Louise  Brooks  erreichen  Sie  nnler 
verl> -Hills.  Hollywood,  .sie  fiilit  .\nt(Pf;r,iinine.  .sie  können  rulii^  deutscli 
.■in  sie  schreilien.  l.e,!;<'n  .sie  einen  inlei  ii.ition;ileu  INjstseliein  ein.  K.irlen 
>on  L(niisc  Brooks  erh.ilten  Sie  hei  Hoss,  Berlin  .SW  ()8,  Alexandrinen- 
slrafte    110. 

ir  e  i  d  e  h  1  u  m  e  :      Ihr    'W'nnscli    wird    ucrn    heriicksiehtJKt    werden. 

H  e  d  w  i  K  .M..  Berlin  :  Corinne  (iriffith  erreichen  .Sie  durch  die 
l'irst  N.iticnial-Sludios,  Burliank-Hidly wood,  Kai.  Verheiratet.  I,on  (haney 
wohnt  in  Beverly-Hills,  Hollywood,  iiml  ist  verheir.itet.  Hiinuira  .lacoliini. 
die  Schwester  Mari.is,  spielte  die  Filnihraut  von  AValter  Killa  in  der 
..Kevolntionshochzeif.     Gösta    Kkmaii    w(dint    H.jorthogsvagen,    Stockholm. 

T  reue  F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  i  n  II  e  - 
1  e  n  ().:  Den  Forsten  Br.iuiieck  in  ..Pie 
Heiliüc-  und  ihr  Narr"  s|iielto  Felix 
]'.  .Soler.  .Nein,  es  niht  keinen  2.  Ti'il 
vini  diesem  Film.  Wilhelm  Dieterles 
nächste  .\rheit  ist  ..Triumph  iles  Lehens". 

('  o  n  r  a  d  A'  e  i  d  t  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  , 
AI  ;>  n  n  h  o  i  m  :  Conrad  Veidt  hat  am 
;i.  Miirz  im  Fniversum  .Vutn^ramme  ^e- 
y:ehen.  .lawolil,  auch  später.  .\Ht  einer 
iSicht-Kuiistleriu  \  erheiratet.  Kr  wohnt 
zur  Zeit  im  Kden-Hotel.  Berlin.  Sein 
neuester  Film  ist  ..Her  .Mann,  der  lacht  '. 
,.|).is  imlisclic  (irahmal"  ist  ein  .loe  May- 
l''ilni.  der  vor  .lahren  mit  .\li.i  .May,  Olaf 
FiJuss,  Conrad  Veidt  und  I.yji  de  l'utti 
in  den  Hauptrollen  «('dreht  wurde:  ,,l)as 
Grahmal  einer  «roüi'U  lache'  ist  ein 
neuer  Film  der  l'fa,  in  dem  .lusschlielj- 
lich  imlisclie  KiinstliT  mitwirkten.  F.in 
Buch  üher  Conrad  Veidt  iiiht  es.  Die 
richtigen  Nanieu  von  l'at  und  I'.itaelHui 
sind:  l'at  —  C.arl  .Seheustrmn.  l'atachon  =; 
llar.ald  .Madsen.  Gret.-i  (i.arho.  Ditu  Tarlo 
und  .\m(I  Kfic-de  Nissen  trafen  ihre 
richtiKcn    Namen. 

K.  F.,  (J  e  I  s  e  n  k  i  r  c  h  e  n  :  Tii- 
Hom-Filin  hat  ihren  Sitz  Berlin  SW  is. 
Kriedridistralie  ,"i-ii,  die  Terra  HitIiu 
SW  «8,  Kochstratie  (>1.  da.s  Deutsche 
Liehtspiel  -  S\  nilikat  IScrliu  SW  .|s. 
FriedrichstraUe   2i','). 

K  r  ä  n  z  c  h  c  n ,  B  r  a  >i  n  s  c  h  w  e  i  ^-  : 
Mi.i  May  ist  die  Gattin  von  loe  .May. 
llire  Tochter  F'va  w.ir  21 — 2.')  .l.ilire  .alt. 
als  .sie  sich  vor  ungefähr  l'unf  .Jahren 
das    Lehen    n.ihin.      Sie    war    zuerst    mit 


Die  Auljen.infn.ahnieil 
siinl  in  der  Fnif^chun^ 
den    Ffa--A.telicrs,    Ncu- 


Bcvcrly. 


'i'alniad«e    wohnt 

.    f- t<— M    Tapre. 

Filnulaily-J.ahrhncU  können   Sic  diirdi 


durch    die    Pr< 
H  e  1  e  n  e 


W  a  n  n 

sse.-ihteilun^;   der 
I)..    M  e  r  1  i  n  : 


dem  Ke(;isseur   Lothar  Meiules,   dann   mit 
M.infrerl    Xoa    verheiratet.     Iiuoivene    L'o- 


hertsou  filmt  in  Auu'rika  unter  dem 
Namen  Mary  Noian.  In  Deutselil.aml 
erschien  von  ihr  kürzlich  ..IMc  Hidle 
der  Heimatlosen".  Lil  I)a.i;over  war 
zuerst  mit  dem  Schausiiieler  Pa^hofer 
verheiratet  und  ist  jetzt  mit  dem  Pro- 
duktionsleiter (ieorn-  W  itt  vermählt.  .Sie 
hat  eine  Tochter.  Lee  Parrys  erster 
(iatlu  w.ar  lüchard  Kichhert;-,  jetzt  mit 
dem  Kaufmann  M(ddauer  verheir.iti't. 
OIk-i  Tscdiechowa  unil  Xenia  Desni  sind 
jjeschieden   und   haben  jede  eine  Tochter. 

A.  E.   Z.,   Chemnitz:     Nein.   Sie   hr.iuehcn  keine  Filmsehule   z 
.siiclicn.     Auch   der    Wes;   über  die   Sprcchbiihue   ist  nicht   erforderlich 
allKcmeim-n    sind    die    Aussichten    .luf 
(terin;;.      Selbst    die    hek.'inntesten    Sta 
EnjcaKcmeut. 

a  u  n-   F..   Steglitz:    Harry   I.iedtke  denkt   nicht   d.ir.in 
Tordy    scheiden    zu    lassen.      Also   (ienicble!      .Snderi' 
Lyn    Mara— Friedrich    Zelnik.    Vilma    Bank>— Kod 
Mav — .loeMay,     Olna     (izowskaja— \\'l.idiniir     Gaidarow, 


AV  o  I  f 
von  Christ.i 
Iiaare    sind: 
Mia 


be- 
im 
ein    Vorwärtskommen    im    Film    sehr 
s    siiul    m.anchmal    monatelang-    ohne 


eil 


Filniehe- 
la  l(o.|ue. 
Aud  Esede 
Nissen — Paul  Kichter.  Carmen  Boni— .Vudustotienina,  A^nes  Petersen  — 
Ivan  .\Iosjukin.  Doris  Kenyon — Milton  Sills,  K;itliryn  C.irver— .\dolpli'> 
Menjou,    Dolores   Costello— .Ldin   Barrymm'e. 


E  i  n  I'  1  I  m  f  r  e  u  n  d  .  E  1  h  e  r  f  e  1  d  :  Die  Filmateliers  befinden  sich 
in  Groß-Bcrlin,  z.  B.  in  Xeu-B;ibelsberK.  Staakeu,  Tempelhof,  AVcißenscc, 
llalensee.  Maricnfcldc  usw.  Die  Komparserie  wird  auf  der  Filmbörse 
eiiK.iKicrt. 

K  n  r  t  G..  Ebers  vv  .i  I  d  e  :  Ramon  Xovarro  hat  am  6.  Februar  Ge- 
burlst.iK.  Kr  kommt  bestimmt  nach  Berlin.  Wahrscheinlich  aber  erst  iin 
Sommer.  .Seine  .Viln-sse  wird  dann  rechtzeitig  bek;inntgep:eben.  .T.iekie 
CooRan  befindet  sieh  aufrenblicklicli  auf  Gastspielreisen  durch  Enrop.i. 
Er    hat    keine    feststcdicnde    Adress«'. 

Liest  K.,  .Steglitz:  Höchstwahrscheinlich  werden  v  (m  dem 
Mady  Christians-Film  ,.D;is  brennende  Herz"  bald  Postk.irten  erscheinen. 
..Xanette    macht   .illes"    ist    vor    ungefähr    l'-.,  .Taliren   her.iusKekommen. 

(i  e  r  d  a  .S.,  O  s  t  ji  r  e  ii  ß  e  n  :  .Tawohl,  der  Kundfunktenor  Franz  Bau- 
mann   h.it   schon    in    verschiedenen    Filnu'n    milKcwirkt. 

II  .1  r  r  y  P  i  e  I  -  F  r  e  n  u  d  .(  ii  s  Leipzig 
zu  dem  H.irry  Piel-Filn|  ...Seine  stärkste  Waffe 
Herlins  f;-e(lrcht  worden,  die  Innen.iufn;ilimen  i 
BabelsberK. 

Eric  h     P..     11  a  n  n  o  v  e  r  :      lüchard 
Hills.    Hollywood.      Briefe    nach    dort    ireln 

K  :i  r  1   M.,   11  a  n  n  o  v  e,  r  :    Das 
.,The  D.iily,   New   York,    beziehen. 

1"  r  ;i  n   L.   v.   AV..    W  a  n  n  s  e  e  :     Sie   erhalten   das   Gewünschte  sicher 
rf.-i.   Berlin   SAV   fiS.    Koehstr.ilJe   R— 8. 
Ellen    Kichter   h.it    am    2K.    .Iiili    Geburtstag. 
F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  Dorle  F.,  Süd- 
e  n  d  e  :    M:in    redet   liamon   Novarro   mit 
seinem  Xamcn  an.    Beverly-Hills,   Holly- 
wood.     Wir    habiMi    ihn     noch    nicht    ge- 
messen.    Orchideen. 

II  e  i  n  r  i  c  h  G.,  s  t  r  e  1  i  t  z  :  Die 
Leo  Franksche  Xo^  eile  ..Karl  und  Anna" 
ist  >c'rtilmt  worden,  und  zwar  ist  P8 
der  bekannte  Ifa-Filni  ..Heimkehr"  mit 
Dita  Parlo,  Lars  llanson,  Gustav  Fröli- 
lich.  Detekti\filnie  mit  Ernst  Keiclicr 
(Stii.irt  Webhs^  und  -Alax  Laiida  l.loe 
Deebsi  werden  nicht  mehr  fredrelit. 
-Mar^id  L;iuda  war  ilie  (iattin  von  .Max 
I. .111(1.1.  Sic  i>t  jetzt  von  ihm  sescbicdcn 
und  nennt  sich  wieder  Mar;;-ot  AValtcr. 
l'orrit  \\('i\ler  starb  vor  nntrefähr  zidiii 
.l.ilireii.  Sie  w.ir  noch  sehr  juuK.  Beniil 
.\lil(U'  s|pi(dte  jetzt  eine  Bolle  in  dem 
Ama-Filni  ..Indizienbeweis".  JlÖKlidi. 
dal.!  Ludwii;  Trautmann  auch  wiedef 
filmt.  Coletle  Corder  wohnt  Berlin  W. 
Passaner    Stralh?    17. 

X  c  n  ii'  i  e  r  i  n  e  I'  n  «  a  r  i  n  :  Die 
betreffenden  amerikanisdien  Filmstars 
b.ibeii  :ille  ihren  Widmsitz  in  Bcvcrlv- 
llills.  Hollywood.  Kai.  Nur  Maria  Conla 
crrciclicn  Sie  dureli  First  Xationul- 
Stiidios.  BurbanU-lIoUyvvood.  Ivan  l'e- 
trov  ich  wohnt  im  Eden-Ilotel.  Berlin. 
Bud.ipestcr  StralJe.  Anna  May  AVong 
H.istiert    zur    Zeit    in    London. 

H  i  11  (I  en  Im  r  k'i"  r  AV  i  1 1  y  F  r  i  t  s  c  h  - 
A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  Lotte:  AVilly  Fritseh 
W(diut  Berlin  W.  Kaiserdamni  flö,  ist  iin- 
\ erheiratet  und  Imtte  am  27.  J.inuar  Gp- 
bintstaj;-.  Kiditii;.  er  hat  auch  ein  Se- 
kretariat. Ob  Sie  mit  einem  Filmstar 
in  Briefwechsel  treten  können.  liäuKl 
nicht  zuletzt  \  on  Ihnen  ah.  Fritsch  spielt 
.•iiiKeiibli(dvlich  die  männliche  IL'iiiptrolIc 
in    Fritz     Laiiu's    ..Frau    im    Mond". 

II  a  n  11  clor  e  D..  Suhl:  Der  Har- 

stcller   des  jungen   .Schriftstellers  in   „Die 

letzte    Nacht"     lieiLU     Paul     Wichter.     .Vni 

1.  .\pril   in   Wien   ficboren.   Mit  .\iid  E^ede 

Xisseii     verheiratet.      Er    sjiielte    u.a.    in 

folgenden      Filmen:      ,.Die      Xibelunj;cn" 

(Siej;fried1,   ,,Dafifin"'.   ..Schuester  A'ero- 

nika'.      .Seine     neuesten     .Arbeiten     sind 

..LocUemles     Gift"     und     ..sdineesdinh- 

banditeir'. 

L.    B..    L  ii  d  e  n  s  e  h  0  i  d  :     AA'illy    Fritsch    wohnt    Berlin    AA'.    Kaiser- 

d.imm   ii.'i.      Liane   Ilaid   hat  am   Ifi,   August  (iebiirtstag,      AVohnung;:   Berlin 

W    i:.,    Duisburger   Straße    Vk 

Hanns  M..  A' e  s  e  s  a  c  k  :  Die  Bildkarte  ist  .Tn  die  Künstlerin 
weiterncleilet.  Lil  l).if;iivers  Halbster  Film  ist  ,,Der  Graf  von  Monte 
Christo".      Orchideen. 

J  n  R- e  H.,  Dresden  :  Peter  Leska  wohnt  Berlin  AA',  Kurfiirstcn- 
damm  10-11.  Er  ist  in  A\ien  Reboreu.  Ann  Rod  la  Könne  werden  aueh 
b.ild  wieder  neue  Filme  zn  uns  heriibcrkommen.  Brigitte  Helm  wurde 
von  Fritz  L.iiii;'  fiir  den  Film  entdeckt  und  s|iielte  ihre  erste  Rolle  in 
..Metropolis".  AA'erner  Fuettcrers  nächster  Film  ist  ..Die  Fliiclit  der  Didiji'". 
Willv    Fritsch    besitzt    ein    .\nto. 


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Berlin  W  50,    Kurfürslendamm  236      '     Braunschweig:,    Münzstr.    la     /     Bremen,    Herdcntorstcinwcg  5      /      Breslau,    Junkcrnstr.   38  40  Chemnitz,    FalUcplalz  2 

Cobienz,  Schloßstr.  35  /  Dortmund,  Kaiscrslr.  6      Dresden,  Prajjcr  Str.  35  i  Duisburg,  Kuhtor  2  4,      Düsseldorf,  Steinsir.  2  /  Eisenach,  Fraucnbcrg  9      Elberfeld, 
Altenmarkt  13     /     Essen,    Huysscnallce  93     /     Frankfurt  a.  M.,    Mainzer  Landstraße  59  63  Gleiwitz,  Wilhclmslr.  2,  Europahaus  Halle,  Mavjdcburger  Sir,  56 

Hannover,    Bahnholstr    13  Karlsruhe,    Kaiscrstr.  205    /     Kiel,  Holstcnstr,  61     f    Köln,  Hohe    Str.  64     /     Königsberg,  Münzstr.  17  Leipzig,    Rudolphstr.  4 

Magdeburg,    Breite    Weg    3  b      ,      München^     Salvatorstr.    18      ;      Nürnberg,     Färberstr.    16      ;      Stuttgart,    Rotcbühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhclmstr.    18 

Zittau  i.  Sa.,  Zeiehenstr.  14. 
Außerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  Groß-  und  Mittelstädten  des  Reiches, 


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Teppichvelours'  und  Boucle 
Tisch-  und  Diwandecken 
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H.£ipKe,  Berlin  SJU,  tCoc^siraße  6  bis  7 


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Einzelpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1,75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schrift- 
wiu  i"'^c  '*°^'^""ial— Afos,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabc  in  Oesterrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Williclm    ichaefcr,    Charlollenburg.      A  n  z  c  i  ß  c  n  v  c  r  w  a  1 1  u  n  g    Bepa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schcrl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


Ein  Joe  May-Film 
der  Erich  Pommer- 
Produktion  der  Ufa 


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1 


/^ks:^ 


MiMAltK     12       /       BLK  LIN,    24.    \t  A  K  /    I  929      /      PREIS    40    IM  II  NM  (; 


T 


C^Ort^iHe   melni,   in   „cJeU,  [jelJ,  QeU 


'*- 


f 


\ 


Man  kauft  dann  nicht  mehr  gerne 
billige  I-IV2T0  Lastkraftwagen,  die 
im  Dienst  schon  nach  kurzer  Zeit 
enttäuschen.  Man  kauft  dann  lie- 
ber die  soliden  Mercedes -Benz- 
Lastkraftwagen  mitSechszylinder- 
motoren,  deren  überlegene  Wirt- 
schaftlichkeit sich  schon  nach  einem 
Jahr  und  erst  recht  nach  2, 3, 4  oder 
Jahren  schwerer  Arbeit  erweist. 


® 


DAIMLER- BENZ^ 

GAGGENAULBADEN 


7. 


irrMf: 


IV3T0  Nutzlast  2V2T0  Chassis-Tragfähigkeit 
Preis  des  6fach  be-    7^\  ^\  ^\ 
reiften  Fahrgestells    M   \J\J\J    Mark 

27}  Tg  Nutzlast  37«  To  Chassis-Tragfähigkeit 
Preis  des  6fach  be-      O  7iC  ^\ 
reiften  Fahrgestells     O  X  9  W     Mark 


i 


Er 

hat        sich       zu 
diesem    Zweck     eine    etwas 
primitive       Unterkunft       gesucht       und 
durchstreift    als    Chauffeur    mit    einer    recht 
alten     Autodroschke     nächtlich     die     Stadt 
nach    Fahrgästen.      Das    ergibt    erst    einmal 
den  hübschen  Titel  „Die  Mitternachtstaxe", 
dann      aber      auch      eine      hübsche      Folge 
höchst    aufregender     Situationen.        Harry 
Piei    und    die   Begriffe   Abenteuer,     Span- 
nung,    Sensation     sind     nicht     von     ein- 
ander   zu    trennen.        Noch     dazu,    wenn 
sich  die  Hauptvorgänge   um  Mitternacht 
zutragen,    welche    Stunde    immer     noch 
etwas     Geheimnisvolles     an     sich     hat. 
Harry  Piel    also    hat    sich    auch    dies- 
mal     wieder     mit     einer     Verbrecher- 
bande    herumzubalgen,      bei     der     es  | 
ihm     beinahe     an      den     Lederkragen 
der  Chauffeuruniform   gegangen   wäre. 
Aber     er     hat     auch    diesmal    wieder 
eine    Lösung    gefunden,    die   ihm   mit 
Glanz    aus    der    Patsche    hilft.      Daß 
Harry  Piel   es  auch  als  Mitternachts- 
chauffeur  nicht   vergessen   hat,    sich 
mit    schönen    Frauen    zu    umgeben, 
daß  er  sogar  eine  ganze  Taxe  voll 
schöner    Mädchen     vor     die    Zu- 
schauer   bringt,    soll     nicht    ver- 
schwiegen werden. 


D.  /..  .S-. 


^j/}unjirümxuuay  als  <Ana^(moJ' 


Die  „entfesselte  Kamera"  ist  durchaus  nicht  etwa,  wie  man 
meint,  eine  Errungenschaft  der  let/len  Jahre,  wenn  auch 
in  der  letzten  Zeit  von  dieser  Technik  der  Filmaufnahme 
reichlicher,  in  manchen  Fallen  jjar  zu  reichlich,  Gebrauch  ge- 
muchl  wurde.  Fin  paar  <>'*'"  moderne  Operateure  haben  das 
Stativ  zum  alten  Eisen  geworfen  oder  lassen  es  nur  dann  (Selten, 
wenn  sie  es  übermäßijj  in  die  Höhe  zerren  oder  verkümmert 
um  Boden  hocken  lassen  können.  Nun  v\ar  die  Entdeckung  der 
Tatsache,  dal!  eine  vom  Stativ  befreite  Kamera  ganz  neuartige, 
tliMii     Sriin    fin/eliu-r    Hew  t'_nHi><en    aniSepaßte     Bilder    erniogliclil. 


von  großer  Bedeutung.  Sie  verlangte  allerdings  von  dem 
Kameramann,  der  bis  dahin  der  ruhende  Pol  in  der  Erscheinun- 
gen Flucht  gewesen  war,  eine  körperliche  Ausbildung,  die  sport- 
lichem Training  gleichkam,  weil  der  Boden,  auf  dem  sich  der 
Kameramann  bewegte,  durchaus  nicht  immer  ein  fester  Stiilz- 
Dunkt  war.  Wenn  sich  Karl  Freund  bei  einer  Aufnahme  zu 
, Metropolis'  auf  den  Fußboden  legte,  um  über  eine  Treppe 
eilende  Füße  in  neuartiger  Einstellung  aufzufangen,  so  ließ  sich 
das  ohne  akrobatische  Künste  erledigen,  zumal  er  eine  gut 
gepolsterte  N\atratze  unter  seinem  Rücken  hatte.  Aber  als 
sich  Clide  Cook,  ein  HolU  w  ood-Kamera- 
mann,  in  den  Wanten  eines  Seglers  festbinden 
leß,  um  Sturzseen  naturgetreu  aufnehmen  zu 
können,  ohne  von  den  Wogen  hinweg- 
geschwemmt zu  werden,  da  war  dies  weniger 
angenehm,  obgleich  er  in  einer  Art  Schaukel 
hing,  die  im  ersten  Augenblick  gar  nicht  wie 
ein  Marterwerkzeug  aussah.  Als  aber  ein 
Sturm  heraufkam  und  es  keine  Möglichkeil 
gab.  vor  seinem  Nachlassen  den  Kameramann 
aus  dem  Tauw  erk  zu  befreien,  so  daß  Cook 
volle  zehn  Stunden  zwischen  Himmel  und 
Wasser  hing,  konnte  man  wohl  von  einer 
akrobatischen  Meisterleisluni; 
reden,  zimial  m  dem  Film  von 
diesen  Bildern  nur  ganze  fünf 
\\eter  gebraucht  wurden. 
Aufnahmen,  die  vielleicht  noch 
gefahrvoller  sind,  gehören  zum 
Handwerk  von  Sepp  Allgeier, 
der  als  Kameramann  der 
Fanckschen  llochgebirgsfilme 
beständig  in  Lebensgefahr 
schwebt.  Auch  er  hängt  oft 
stundenlang  an  schwankendem 
Seil  über  gähnenden  Abgrün- 
tlen,  wird,  sobald  der  Schauspieler  aufv\ärts- 
kletlert,  emporgezogen  oder  in  die  Tiefe  ge- 
lassen. 

Der    Kameramann    am    Strick,     wie   man    in 
den  Ateliers  respektlos  sagt,  ist  aber  eine  Er- 
scheinung, die   es   bereits   in   den   Kindertagen 
lies    Films   gab     und      die    in      der      deutschen 
Imwell   in  üuskes  Tempelhofer   .^lelier  aus- 
probiert   wurde.      Ein    früher    sehr    bekannter 
Regisseur    K.,    dessen    Spezialität    jene    tollen, 
kurzen    Lustspiele    waren,    die    uns    heule    ■-' 
unsagbar  traurig  vorkommen,  nahm  diese  oi  p^i 
Helle  Einstellung  zum  Anlaß,  um  seinem  etu.i- 
bockbeinigen    Kameramann    einen    Streich    zi 
spielen.      Dieser   halle   aus   der    luftigen   Höht 
des    Ateliers   die    Szene    gedreht,    und    K     liel 
eine    Frühstückspause    eintreten.      Unauffallu 
verschwand  ein  Darsteller  nach  dem  anderen 
die   Atelierarbeiter   verkrümelten   sich   sathlc 
so    daß    der    unglückliche    Operateur    schließ 
ich    ..vergessen"    in    dem    leeren   Atelier   hinji  , 
durch    dessen   damals   noch    nicht   verdunkelt' 
Scheiben      die      ^'littagssonne      erbarmungsio 
brannte.      Solche    Scherze    kamen    früher    be 
deutend    häufiger    vor    als    heute,    wo    mit   de 
Zeit     nicht     mehr    so     verschwenderisch    um 
gegangen      werden      kann.      Der   Kameiaman 
Sparkuhl    denkt    noch      heute      mit      gelindei 
Gruseln    an    jenen    Tag    zurück,    da    man    ih 
bei    der    Aufnahme    eines    Sensationsfilms    ii 
Eisbärenkäfig    ,, vergessen"    hatte    und    er   Sit 
vor    den    vielleicht     nicht     bösartigen    Tiero 
durch  kühne  Klimmzüge  am  Käfiggitter  relli" 
mußte.  Robert     Ramir 


\tiUirn(itisclifr    Fniiotuina  ■  hnin    lu'i 
in   Vnivt'rstil  Cilv 


'\iilniiliin 


Cn^^ä^/t/ 


j^n^ 


Ein  Film  kann,  wenn  er  lebensecht 
wirken  soll,  nicht  nur  von  den 
Hauptdarstellern  gespielt  werden, 
sondern  er  braucht  Menschen,  die  nur 
dazu  da  sind,  die  Umwelt  darzustellen. 
Sie  greifen  zwar  nicht  selten  in  die  Hand- 
lung ein,  aber  sie  sind  trotzdem  nichts 
als  Begleitstimmen  der  Vorgänge,  Figuren 
im  Hintergrund.  Das  ist  an  sich  schon 
das  Elend  der  Komparserie,  die  zum 
großen  Teil  aus  ehemaligen  Bühnenmit- 
gliedern und  Artisten  besieht.  Schlimmer 
noch  natürlich,  daß  sich  der  Verzicht  auf 
das  eigene  Gesicht  auch  finanziell  aus- 
vsirkt.  Die  Komparserie  erlebt  das  trau- 
rige Schicksal,  von  der  täglich  wechseln- 
den Nachfrage  abhängig  zu  sein,  so  daß 
ihre  Angehörigen  wirtschaftlich  in  der 
Luft  schweben.  Als  vor  acht  Jahren  die 
historischen  Großfilme  die  Kinos  be- 
herrschten, brauchte  man  unübersehbare 
Komparsenmengen.  Da  es  einfach  nicht 
möglich  war,  von  einem  Tag  auf  den  an- 
deren mehrere  tausend  Menschen  in  den 
Filmbörsen  zu  finden,  mußten  Arbeitslose, 
Studenten  usw.  mit  herangezogen  werden. 
Diese  Zeiten  sind  längst  vorbei,  sie  waren 
auch  nur  bei  entwertetem  Gelde  möglich, 
denn  heute  würde  ein  solcher  Aufnahme- 
tag, wie  man  sich  ihn  damals  für  jeden 
Film  mehrfach  leistete,  etwa  50  000  Mark 
kosten,  eine  Summe,  die  selbst  in  Holly- 
wood ungewöhnlich  ist.  Aus  jenen  lagen 
war  aber  eine  gewisse  Regellosigkeit 
beim  Engagement  der  Komparserie  übrig- 
geblieben.    Der    Arbeitsnachweis    für    die 


Oben  und  unten:   Typen  aus 
der  Berliner  städtischen  Film- 
börse. Mille:  Vordem  Engage- 
mentsbüro 
bei    Metro- 

Coldwyn 

['hol.  Reinharl 

Ralf  Brodt, 

M.-G.-M. 


^^^^^«^ie^^ti^''^ 


Statisterie,  kurz  Filmbörse  genannt,  spaltete 
sich  in  viele  wilde  Börsen  und  Klubs,  die 
sich  in  Restaurants  oder  Privaträumen  nie- 
derließen und  von  den  Hilfsregisseuren, 
denen  die  Sorge  um  das  Engagement  der 
Statisterie  zugefallen  ist,  viel  lieber  besucht 
wurden  als  die  offizielle  Börse.  Die  machte 
schon  seit  Jahren  vor  der  Aufnahme  neuer 
Mitglieder  zur  Bedingung,  daI3  diese  den 
Nachweis  über  Bühnen-  oder  Varietetätig- 
keit erbringen  konnten.  Deshalb  blieb  in  der 
Filmbörse  ein  Stamm  eingearbeiteter  Kom- 
parsen, die  sich  natürlich  im  Scheine  des 
Atelierlichtes  sicher  bewegten,  aber  trotzdem 
den  Anforderungen  des  Nachwuchses  in 
keiner  Weise  gewachsen  waren.  Die  wilden 
Börsen  lebten  also  lustig  weiter,  aber  es  ent- 
wickelten sich  in  ihnen  Zustände,  die  mehr 
als  unerquicklich  waren,  und  nach  Abhilfe 
riefen.  Das  Berliner  Bezirksamt  Mitte  hat 
jetzt  eine  städtische  Filmbörse  geschaffen, 
indem  es  die  Komparsen,  die  eine  Filmtätig- 
keit nachweisen  können,  in  den  Räumen  der 
Börse  sammelt  und  den  Hilfsregisseuren 
vorstellt.  Der  Bedarf  an  Statisterie  ist  aber 
nach  wie  vor  äußerst  gering,  da  im  einzelnen 
Film  aus  Gründen  der  Kalkulation  auch 
nicht  ein  Komparse  engagiert  werden  kann, 
der  nicht  unbedingt  gebraucht  wird.  Deshalb 
ist  die  Lage  der  Komparserie  nach  wie  vor 
trostlos,  zumal  niemand  mehr  daran  glaubt, 
vom  Statisten  zum  Star  aufsteigen  zu  können. 
Auch  in  Hollywood  nicht,  wo  das  Angebot 
so  groß  ist,  daß  nur  der  vierte  Teil  halb- 
wegs genügendes  Engagement  findet. 


Oben  und  unten:  Genrebilder 
von  der  Berliner  Filmbörse. 
Mitte:  Kom- 
parsen werden 
bei  Buster 
Keaton  ent- 
lohnt Phot.E.R. 

Itrodt,         Uniled 
Arliüls 


(3^/W/^^,/^<^ 


Amerika,  das  Land  der  selbständijjen  Frauen,  hal 
die  Welt  mit  einem  neuen  Frauentyp  beschenkt, 
mit  dem  Girl,  das  man  sich  sehr  wohl  selbständig 
denken  kann,  obgleich  es  seinen  ganzen  Ehrgeiz  darin  setzt, 
von  den  Männern  verwöhnt  zu  werden.  Filmamerika  hat 
noch  einen  anderen  Frauentyp  populär  gemacht,  die  große 
Verführerin,  den  ,,Vamp",  der  zwar  selbstsicher  durch  das 
Leben  schreitet,  aber  doch  ohne  den  Mann  nicht  gedacht 
werden  kann.  Die  Frage,  ob  die  wirtschaftlichen  Verände- 
rungen die  Frau  vermännlichen  werden,  ist  wohl  öfter  auf- 


geworfen,  und  verschieden  beantwortet  worden.     Eine  Zeit- 
lang sah    es    aus,    als    sei   die   Gefahr   nahe   gerückt,    die   in 
einer  weitgehenden  Angleichung  an  den  Mann  das  Ideal 
gesehen  wurde.    Aber  diese  Mode  beschränkte  sich 
nur  auf  einen  kleinen  Kreis  Frauen  und  wurde 
namentlich  von  solchen  übernommen,  die  aus 
niederen     Gesellschaftsschichten     stammten. 


Oben:  Lotte  Neiimann 
Im  Kreis:  Crete  Mos- 
heim,  Anita  Dorris 
Unten:     Camilla     Hörn 

l'hot.    Tfrni.     L'nitfd    Artis'^ 


Wer  sich  näher  mit  dem  Probkm  befaßte,  mußte  mit  Erstaunen  fest- 
stellen, daß  der  Film  von  dem  großen  seelischen  Umschwung  der 
Frau  unberührt  blieb.     Amerika,   das  seine  Filme   in  erster   Linie 
dem  Geschmack   seines   Landes   anpaßt,   brachte   allerlei   Frauen- 
typen auf  die  Leinwand,  aber  niemals  die  selbständige  Frau.    Das 
mußte   nachdenklich   machen,   um   so   mehr    auch   in   Amerika   die 
weiblichen    Zuschauer    die    größere    Hälfte    der    Kinofreunde    dar- 
stellen.    In   einem   Lande,   das   auch   seine   Frauen   nicht  vor  dem     |i 
rücksichtslosen  Lebenskampf  bewahren  kann,  hätte  eigentlich  das  »H 
Ideal   die    erfolgreiche   Frau    zu    sein,    die    sich   aus   eigener   Kraft     r 
gegen  ihre  Mitschwestern  und  den  Mann  durchsetzt,  wie  ja  Filme 
und    Romane    für    Männer     immer     auf    diesen    Schluß    hinzielen. 


c4& 


cum 


£idf 


Statt  dessen  bringt  der  amerikanische  Film  Situationen  und 
Frauengestalten,  die  aus  einer  ganz  anderen  Welt  stammen. 
Das  Rätsel  löst  sich  sehr  einfach:  die  Frauen  sind  gar  nicht 
so,  wie  sie  scheinen  möchten!  Sehr  deutlich  hat  dies  in 
ihrem  Roman  ,,Das  Mädchen  George'"  die  junge  Berliner 
Schriftstellerin  Jo  Lederer  ausgesprochen.  Das  Mädchen 
George  ist  eine  moderne  junge  Dame.  Berufstätig,  mit 
Etonschnitt  und  kniefreiem  Rock,  ein  Mädel,  das  Auteln 
kann,  Gymnastik  betreibt,  Zigaretten  raucht  und  sich  dabei 
kreuzunglücklich  fühlt.     George  weiß,  wie  ihre  vielen  Mit- 


das   Leben  gehen  konnte.     In  ,, Mädchenlos"  und  , .Boheme" 

hat   sie  Millionen  von  Menschen  zu  Tränen  gerührt,     Mary 

Pickford  ging  noch   einen  Schritt  weiter,    in   dem  sie 

das   .,Kind"   darstellte,   das  Kind  aus  dem  Volke, 

das    schon   durch    seinen    Anblick    zu    rühren 

wußte.     Elisabeth  Bergner,   die  Frau  mit  der 

scharfen   und   wachen  Intelligenz,   spielt  auf 

der  Bühne  und  im  Film   schutzlose  Mädchen, 


Oben:     Mary     Picki-ird 

Im  Kreis:  Lillian  Gish, 

Margarete  Schlegel 

Unlen: Elisabeth  Bergner 

Phol.  United  Arlisis,  M.  G.  M., 
fmelka  Poflir 


Schwestern,  mit  der  so  sehr  ersehnten  Freiheit  nichts  anzufangen. 
Sie  beneidet  die  Unmodernen,  die  Mädchen  mit  den  echt  weib- 
lichen Vorzügen,  die  Frauen,  die  jeder  Mann  liebt. 

Der  Mann  aber  liebt  aus  einem  uralten  ererbten  Instinkt  die 
hilflose  Frau,  das  schutzbedürftige  Geschöpf,  das  ohne  Anlehnung 
an  den  Mann  nicht  durch  das  Leben  kommt.  Deshalb  haben  alle 
jene  Filme  einen  Welterfolg,  in  denen  ein  solcher  Frauentyp  im 
Mittelpunkt  steht.  Weil  gerade  dieser  Wesenszug  so  geliebt  wird, 
haben  einzelne  Schauspielerinnen,  die  im  Leben  sehr  wohl  auf 
eigenen  Füßen  zu  stehen  wissen,  die  G;ste  der  Hilflosigkeit  im 
Film  kultiviert.  Lillian  Gish,  der  Urtyp  des  zerbrechlichen  Ge- 
schöpfes, hatte  immer  nur  dann  Erfolg,  w<;nn  sie  leidbeladen  durch 


ß-esäcAiel  cßfco  da  HocUL 


VonunseremLondonerB.  C.  P.  -Korrespondenten. 


Das    Savoy-Hotel    am    Strand    in    London,    der    Treffpunkt 
der    „Society"    der    englischen    Metropole,    ist    nun    das 
Hauptquartier   Lya  de  Puttis,   in  dem  sie  ihre  zahlreichen 
Verehrer  und  Bewunderer  tagaus,  tagein  empfängt,  so  daß 
selbst  der  Vertreter  des  Kinematographen  tagelang  auf  die  Ge- 
legenheit warten  mußte,  mit   dem  nach  Europa  zurückgekehrten 
Filmstar  zu  sprechen.     Es  ist  ganz   eigenartig,  festzustellen,   wie 
sehr  die   sonst   doch   so   kühlen  Anglosachsen  aus   ihrer   Reserve 
heraustreten  und  der  typischen  Vertreterin  des  Vampyrtyps  be- 
wundernde  Verehrung   zollen.     Es   ist  aber   dabei   zu  bemerken, 
daß   immerhin  ein   Unterschied   zwischen   ihr   und   den   seinerzeit 
so  berühmten  anglosächsischen  Vertreterinnen  dieses  Typus  be- 
steht.    Theda  Bara  und  Barbara  la  Marr,  die  seinerzeit  die  ge- 
feiertsten  Stars   am  dortigen  Filmhimmel  waren,  hatten   auch    in 
ihrem    Privatleben    ganz    und    gar    die    Allüren    des    Vamps,    der 
ihrem   Wesen  diesen   Stempel  aufgedrückt  hatte.     Lya  de  Putti, 
trotz  äußerlicher  Ähnlichkeit,  ist  aber  eher  das  hübsche   ,,enfant 
terrible"  oder  ,,Naughty  child",  wie  sie  es  hier  nennen,  das  alle 
in  seinen  Bann  zieht.     Und  die  Zahl  ihrer  Freunde  steigt  täglich. 
Nach  längeren  Versuchen  erst  gelang  es  Ihrem  Korrespondenten, 
der  Künstlerin  in  der  Halle  des  Savoy-Hotels  habhaft  zu  werden. 
Nach     den     üblichen     Begrüßungsworten,     wobei     er     feststellen 
konnte,    daß    Lya    de    Putti    trotz   ihres    langen    Aufenthaltes    in 
Amerika    noch    immer    nicht 
gut  oder   halbwegs  gut   eng- 
lisch   spricht    und    auch    das 
Deutsche  hart  behandelt,  er- 
klärte  sie,   daß   in   den  Ver- 
einigten   Staaten    alle    Aus- 
länder enge  Kreise  bildeten, 
in    denen    man    natürlicher- 
weise sich   niemals  des  Eng- 
lischen    als     Konversations- 
sprache bediene,  so  daß  sie 
also  fast  immer  ihre  Mutter- 
sprache,       Ungarisch,        ge- 
sprochen  habe.      Die    natür- 
liche   Faulheit    und    Gering- 
schätzung  dieses  Umstandes 
bringe  es  dann  so  w^eit,  daß 
man  trotz  langen  Aufenthal- 
tes     niemals      eine      fremde 
Sprache  im  Lande  selbst  er- 
lerne.      ,,Aber     in     London 
hier,"    sagte    Lya    de    Putti 
mit     einem     süßen    Lächeln, 
„hier  muß    ich   wohl   schleu- 
nigst    darangehen,     englisch 
zu    lernen.      Ich    habe    näm- 
lich  einen  sehr  vorteilhaften 
Kontrakt     mit     der     British 
International  und  habe  jetzt 
die  Hauptrolle  in  dem  Film 
„The      Informer",       welcher 
sich    mit    den   schrecklichen 
Konflikten  in  Irland  befaßt. 
Ich    habe    hier    die    Rolle 
eines    Mädchens     aus     dem 
Volke    zu    spielen    und    Ge- 
legenheit,   alle    Register    der 
Leidenschaften    und    meiner 
Darstellungskunst  spielen  zu 
lassen.      Wie   Sie   wohl  noch 
nicht  wissen  werden,"  sagte 
Lya    de    Putti    dann    weiter, 
„hätte    Emil    Jannings,    mein 
Partner   aus   dem  Film   .Va- 
riete',  auch    hier   die    männ- 
liche Hauptrolle  spielen  sol- 
len, konnte  aber  infolge  an- 
derweitiger   Verpflichtungen  \  \ri   rlo    Putti 


nicht  annehmen.  Es  wäre  eine  Bombenrolle  für  ihn  gewesen, 
und  als  ich  das  Manuskript  gelesen  hatte,  konnte  ich  mir  Emil 
so  recht  darin  vorstellen."  Hier  gab  uns  dann  Lya  de  Putti  eine 
private  Probe  ihres  Könnens,  indem  sie  mit  unglaublicher  Treue 
verschiedene  Gesten  und  Bewegungen,  ja  selbst  die  Mimik 
Emil  Jannings'  so  verblüffend  nachahmte,  daß  selbst  Jannings, 
hätte  er  sie  hier  gesehen,  ein  bißchen  überrascht  von  Lya  de 
Puttis   Imitations-  und  Darstellergabe  gewesen  wäre. 

,,Aber",  so  fuhr  Lya  de  Putti  dann  nach  dieser  kleinen  Unter- 
brechung fort,  ,,mein  derzeitiger  Partner,  Lars  Hanson,  ist  eben- 
falls ein  hervorragender  Schauspieler  und  der  richtige  Mann  für 
die  schwere  Rolle." 

Über  Elstree  im  Vergleich  zu  den  deutschen  und  amerikani- 
schen Ateliers  befragt,  meinte  Lya  de  Putti,  daß  die  englischen 
Ateliers  in  keiner  Weise  den  übrigen  europäischen  Großateliers 
nachstünden  und  auch  ruhig  einen  Vergleich  mit  Amerika  aus- 
hielten, wenn  man  von  der  Größe  absähe. 

,, Haben  Sie  sich  auch  im  Tonfilm  versucht,  Fräulein  de  Putti?" 
,, Jawohl.  Ich  hatte  einige  Probeaufnahmen,  und  man  erklärte 
mir,  daß  meine  Stimme  sich  sehr  gut  mache.  Aber,  wie  schon 
früher  erwähnt,  war  meine  Unkenntnis  des  Englischen  ein  großes 
Hindernis.  Im  allgemeinen  bin  ich  ja  nicht  sehr  traurig  darüber, 
weil  ich  mich  nicht  allzusehr  für  diesen  Zweig  der  Filmkunst  inter- 
essiere. In  Hollywood  habe 
ich  eine  ganz  andere  Lei- 
denschaft gehabt,  die  ich 
auch  in  kurzer  Zeit  meinen 
Freunden  in  Berlin  vor- 
führen werde.  Ich  habe 
nämlich  fliegen  gelernt.  Es 
war  nicht  ganz  leicht,  und 
ich  hatte  lange  damit  zu 
tun,  bis  ich  nach  meinem 
ersten  Alleinfluge,  der  über 
vierzehn  Stunden  dauerte, 
und  mit  einer  glatten  Lan- 
dung auf  schwerem  Terrain 
endete,  meinen  Flieger- 
schein erhielt.  Dann  ließ 
ich  mir  auch  einen  Spezial- 
aeroplan  aus  England  kom- 
men, mit  dem  ich  in  Ame- 
rika flog,  und  mit  dem  ich 
nach  Beendigung  meines  I 
Films  von  hier  nach  Berlin 
fliegen  werde.  Ich  willi 
eine  Weile  dort  bleiben  und 
dann  für  einen  Monat  zu 
meiner  Familie  nach  Ungarn 
fahren.  Vorläufig  bitte  ich 
Sie,  durch  den  Kinemato- 
graphen alle  meine  besten 
Grüße  nach  Deutschland  zu 
bringen." 

Damit  war  die  Unter- 
redung mit  der  Frau  zi 
Ende,  die  einen  so  seiter 
warmen  Empfang  durch 
Presse  und  Publikum  ir 
England  gefunden  hatte,  unc 
die  sich  rühmen  kam,  di« 
äußerliche  Ruhe  und  Kühlt 
dieses  ungewöhnlich  erre 
gungslosen  Volkes  der  An 
glosachsen  verwirrt  zu  ha 
ben.  Lya  de  Putti  gehör 
zu  den  gefeiertsten  Persrn 
lichkeiten  des  Beginns  de 
heurigen  „Season"  in  Lon 
den.        Immerhin      ein      Er 


folg. 


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i'hoi.  w  -a  -M. 


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Dilti  Parlo  mit  ihren  Haiistit>rcbcn 


^^^l/hj^S'-eynScUjVLrhC 


Die  Klassiker  erscheinen  auf  unseren  Bühnen  immer  mit 
starken  Strichen,  weil  ihre  großen  Bühnendichtungen  zu  um- 
fangreich für  einen  Theaterabend  sind  und  auch  die  Zuschauer 
«s  nicht  mehr  fertigbringen,  sechs  Stunden  im  Parkett  zu  sitzen. 
Unter  den  Schauspielern  entsteht  dann  gewöhnlich  ein  heftiger 
Kampf,  denn  niemand  will,  daß  gerade  seine  Rolle  verkürzt 
wird.  Zu  einer  solchen  Auseinandersetzung  kam  es  einst  am 
Burgtheater  zwischen  Joseph  Kainz  und  Ferdinand  Gregori  beim 
,,Don  Carlos".  An  dieser  künstlerischen  Stätte  herrschte  stets 
am  meisten  Disziplin,  und  die  Striche  beschränkten  sich  in  der 
Regel  auf  nebensächliche  Szenen,  während  jene  Abschnitte,  in 
denen  der  Dichter  seine  Weltanschauung  zum  Vortrag  bringt, 
den  Zuschauern  nie  vorenthalten  wurden.  Kainz,  der  den  Don 
Carlos  spielte,  war  durchaus  nicht  damit  einverstanden,  daß 
Ferdinand  Gregori  seine  langen  Reden  als  Marquis  Posa  halten 
durfte.  Ein  sonst  beliebtes  Mittel,  den  Souffleur  zu  bestechen, 
damit  dieser  den  vorgesprochenen  Text  von  sich  aus  kürzte, 
hätte  keinen  Zweck  gehabt,  denn  Gregori  lernte  gewissenhaft 
jedes  Wort  der  Dichtung  auswendig,  und  bei  seinem  wunder- 
baren Gedächtnis  hatte  er  es  nicht  notwendig,  die  Worte,  wie 
es  im  Bühnenjargon  heißt,  „aus  dem  Kasten  zu  ziehen".  Gregori 
lehnte  es  entrüstet  ab,  sich  mit  Kürzungen  des  Dialogs  einver- 
standen zu  erklären,  und  so  beschloß  Kainz,  durch  ein  Extem- 
pore seinen  Kollegen  schachmatt  zu  setzen.  Der  Soldat,  welcher 
hinter  der  Szene  den  Schuß  auf  den  Marquis  Posa  abzufeuern 
hat,  wurde  mit  einem  Zehnmarkstück  bestochen,  auf  ein  gegebe- 
nes Zeichen   abzudrücken. 

Gregori    begann    also    in    wohlerwogener    Ruhe,    wobei    er    den 


Vokalreichtum  der  Dichterworte  in  seinem  singenden  Pathos 
wie  eine  Arie  hinlegte,  als  plötzlich,  nachdem  Kainz  den  Arm 
von  sich  gestreckt  hatte,  der  Schuß  die  langen  Auseinander- 
setzungen krachend  unterbrach.  Ferdinand  Gregori,  der  sich  am 
Wohlklang  seiner  Stimme  wie  immer  berauscht  hatte,  erschrak 
heftiti  und  kam  aus  dem  Konzept,  während  er  nach  dem  Schuß 
die  Worte  des  Textes:  ,,Wem  galt  das?"  sprechen  mußte,  um 
das    Stichwort   zu   geben. 

Aber    Kainz,    der    mit    dieser    Verblüffung    gerechnet 
extemporierte  frisch:  ,,Ich  glaube,  das  galt  dir!"  Womit  e 
nur    die    Fortführung    des    Stückes    ermöglichte,    sondern 
um   zehn   Minuten   Spieldauer   kürzte. 


hatte, 

nicht 

dieses 


In  den  letzten  Wochen  wurden  die  Theater  Berlins  von  der 
Behörde  auf  ihre  Feuersicherheit  geprüft.  Man  interessierte  sich 
außerdem  für  die  Frage,  wieviel  Zeit  erforderlich  wäre,  inner- 
halb welcher  die  Zuschauer  den  Theaterraum  verlassen  konnten. 

Direktor  Z.,  einer  der  witzigsten  Theaterleute  Berlins,  nahm 
als  eine  Folge  dieser  Kontrolle  wahr,  daß  die  beiden  im  Theater 
stationierten  Schupos  die  Zahl  des  Publikums  festzustellen 
suchten  und   mit   Hilfe   einer   Stoppuhr   Berechnungen  anstellten. 

,,Was  machen  Sie  denn  da?"  fragte  er  eines  Tages  die  eifrijj 
schreibenden    Beamten. 

,,Wir  sollen  hier  feststellen,  w  ie  sich  das  Theater  leer  t ", 
antwortete   einer   der   Schupos. 

,,Ach,"  antwortete  Z.,  ,,mir  wär's  schon  lieber,  wenn  Sie 
feststellten,  wie  sich  das  Theater   füll  t." 


/  ^.  /  oitiftzui' 


9MmU9em,9cS 

I       ROMAN  VON  HANS  SCHULZE  ^^ 


Tiefschwarzc  Ebenlioirscssel  standen  auf  einem  Fußboden  aus 
liclricbenem  Kupfer,  und  aus  wundervoll  j<eschnitzlen  Vitrinen 
schimmerten  hauchdünne  Tassen  und  Vasen  in  märchenhaften 
Formen,  diese  zartesten,  köstlichsten  Din^c  der  Welt,  die  in 
ihrem  Farben-  und  Gestaltenreichtum  den  jjanzen  Zauber  länf^st 
versunkener   asiatischer    Kulturen    neuerstehen    lassen. 

Evelyn  hatte  Walter  mit  altgewohnter  Herzlichkeit  begrüßt  und 
sich  anfan<«s  nach  Kräften  bemüht,  beherrscht  und  unbefangen  zu 
erscheinen,  doch  schon  nach  den  ersten  Worten  war  ihre  Fassung 
dahin  gewesen,  und  sie  halte  den  immer  wieder  hervorquellenden 
Tränen  nicht  mehr  zu   wehren  vermocht. 

In  einer  leidenschaftlichen 
Selbslanklagc  halte  sie  sich 
der  Alleinschuld  an  dem 
Tode  ihres  Gatten  bezichtigt, 
an  der  nun  auch  Kurt  zu- 
grunde gehen  müsse,  ohne 
daß   iemand    helfen   könne. 

Was  dies  Bewußtsein  für 
sie  bedeute,  was  sie  in  der 
letzten  Zeit  an  Gewissens- 
qualen durchgemacht  habe, 
könne  iiir  niemand  nach- 
fühlen. 

Sie  sei  seelisch  und  kör- 
perlich völlig  am  Ende  und 
kenne  nur  noch  den  einen 
Wunsch,  daß  es  bald  Jjanz 
aus  mit  ihr  sein  möchte,  ehe 
man  sie  noch  hinter  den 
Mauern  eines  Irrenhauses 
bei  lebendigem  Leibe  einsar- 
gen  müsse. 

Vergebens  hatte  sich  Wal- 
ter mit  dem  Aufgebot  seiner 
ganzen  Beredsamkeit  be- 
müht, aufmunternd  und  trö- 
stend auf  sie  einzuwirken, 
sie  mit  neuem  Lebenswillen, 
neuer  Zukunftshoffnung  zu 
erfüllen. 

Evelyn  hatte  ihm  schließ- 
lich überhaupt  nicht  m-'hr 
geantwortet  und  in  tränen- 
loser Starre  fast  unwillig 
icdcn  weiteren  Zusprucli  ab- 
gelehnt. 

t)a  hatte  er  ihr  cndlicli 
leise  die  Hand  gedrückt  und 
war  still  zu  Lore  auf  die 
Terrasse  hinausgegangen, 

aufs  tiefste  erschüttert  von 
der  Hoffnungslosigkeit  die- 
ser   Verzweiflung,    unter    der 

die     strahlende,     lebensprühende     Frau     in     wenigen     furchtbaren 
Wochen   zu    einem   Schalten    ihres    früheren   Selbst    geworden   war. 

Walter  hatte  schon  am  Vormittag  im  Sladtbüro  Brandstettcrs 
angerufen  und  ihm   lür  den   Abend  seinen  Besuch  angemeldet. 

Als  er  jedoch  gegen  sieben  Ühr  in  dem  großen  Geschäftshause 
im  Filniviertel  der  südlichen  Friedrichstadt  eintraf,  fand  er  von 
dem  Personal  der  Firma  nur  noch  ein  bleichsüchtiges  Schreib- 
maschinenfräulein vor,  das  ihm  mit  einer  betrüblichen  Zahnlücke 
schüchtern  entgegenlächelte  und  ihm  mitteilte,  daß  Herr  Brand- 
.stetter  nachmittags  noch  einmal  nach  außerhalb  gerufen  worden 
sei  und  Herrn  v.  Prayer  bitten  lasse,  falls  die  Angelegenheit  sehr 
dringlich  sei,  ihn  gleich  in  seiner  Privalwohnung  abzuholen. 

Walter  dankte  ihr  mit  der  ihm  eigenen  liebenswürdigen  Höl- 
lichkeil,   die    ihm    ein    abermaliges    beglücktes    Lächeln    des    freud- 


Oüo  Gebühr  in  dem  Emelko-Filni  „Die  keusche  Kokotte" 


losen  kleinen  Menschenwesens  einbraclilc,  und  fuhr  dani\  sofort 
nach  dem  Berliner  Norden  weiter,  wo  der  Kommissar  in  einem 
großen   Pensionat   in  der  Luisenstraße  wohnte. 

Als  Walter  jetzt  bei  ihm  anklopfte,  saß  er  bereits  in  Schlafrock 
und  Pantoffeln  bei  einer  großen  Weiße,  zcilunglesend  auf  seinem 
kleinen  Balkon  und  blinzelte  aus  kurzsichtigen  Augen  dem  späten 
Besucher  erstaunt  entgegen,  dann  aber  erkannte  er  Walter  und 
begrüßte  ihn  geräuschvoll. 

,, Welch  ein  Glanz  in  meiner  Hütte!"  sagte  er.  ,, Verzeihen  Sic 
nur  meine  Kragcnlosigkcit!  Ich  werde  mich  aber  sofort  wieder  ver- 
menschlichen. Denn  ich  kann  mir  denken,  daß  es  irgendwo  brennt!" 

Walter   nickte   bejahend. 
„Ganz    recht,    Herr    Brand- 
ätetter!     Ich    bringe    wichtige 
Nachrichten       vom       Kriegs'- 
schauplatz!  ' 

Damit  überreichte  er  dem 
Kommissar  den  an  Evelyn 
eingegangenen  Brief  und  be- 
richtete ihm  über  seinen  Be- 
such in  der  Villa  Karr. 

,,Wir  fahren  selbstver- 
ständlich noch  heute  nach 
dem  Wilhelmsgarten!"  sagte 
dieser  nach  kurzem  Besin- 
nen. ,,Es  ist  ein  altes  Stu- 
denlenlokal  mit  Schrammel- 
musik und  einem  ewigen 
Bockbierklamauk.  Der  Wirt, 
ein  früherer  Ringkämpfer,  ist 
zufällig  ein  alter  Bekannter 
von  mir,  der  uns  über  die 
Persönlichkeit  des  Anony- 
mus vielleicht  einen  Wink 
geben  kann!" 

P'ine  Viertelstunde  später 
standen  die  beiden  Herren 
vor  einem  düsteren,  grauen 
Hause  in  der  Nähe  des  Ora- 
nienburger Tores. 

Eine  Rotte  halbwüchsiger 
Kinder  spielte  unter  den 
Hallenbogen  einer  breiten 
Durchfahrt,  die  nach  der 
Straße  zu  mit  grellgelbcn 
Plakalen    gepflastert    war. 

Dahinter  öffnete  sich  ein 
geräumiger   Hof. 

Ein  alter  Mann  fegte  be- 
dächtig allerlei  Müll  und 
Papierfelzen  zwischen  ein 
paar  bestaubten  Oleander- 
bäumen zusammen,  die  im 
Verein  mit  einem  schwind- 
süchtigen Holundergebüsch  den  Gartencharakter  des  Lokals  an- 
deuteten. 

Wäsche   liing   an  den    Fenstern   zu   ebener    Erde  zwischen   Schil- 
dern  mit   ,, Frischer  Wurst"  und   ,, Hackepeter". 
Irgendwo  quäkte  ein  Grammophon. 
Es  roch  nach  gebratenem  Fett  und  Zwiebeln. 
Eine    einsame    Bodenlampe    streute    zitternde     milchige    Kreise 
auf    den    schmutzigen     Asphaltboden     und     begann     einen     stillen 
Kampf   mit   dem    dämmrigen   Zwielicht    des    sinkenden   Abends. 

Mit  der  Sicherheit  alter  Bekanntschaft  stieg  der  Kommissar 
die  ausgetretenen  Sleinfliesen  einer  kleinen  Treppe  hinauf  und 
trat  dann  mit  Walter  in  das  Lokal. 

Es  war  ein  langgestreckter,  halbdunkler  Raum,  grellbunt  mit 
Bockbierfahnen  und   verblichenen   Papiergirlanden  dekoriert. 


P-in  endloses,  den  Alkoholjicnuß  verherrlichendes  Spruchband 
iinizois   die   j^raiiweiß   gekalkten  Wände. 

Der  Inhaber  des  Lokals,  ein  ricsijier  Mann  von  jjewalti<sem 
Schulterbau,  stolzierte  {iravitätisch  zwischen  den  enjsgestellten 
Tischen  einher  und  schob  hier  und  da  einn  Bierfilz,  einen 
Streichholzständer  zurechl. 

Als  er  der  beiden  Gäste  ansichti<i  wurde,  kam  er  sofort  in 
bcschleunijjter  Gan;4art  näher  und  bejjriißle  sie  mit  devoten 
Bücklingen. 

Der  Kommissar  bestellte  eine  Lajje  Kognak  und  erkundii^te 
sich    leutselig    nach    dem    allgemeinen    Geschäftsjlan}«. 

Der  dicke  Wirt  war  ;4erade  in  einer  beweglichen  Klage  über 
den  Steuerdruck  der  miserablen  Zeiten  begriffen,  als  ein  weiterer 
Gast  im   Lokal  erschien. 

Es  war  ein  schlanker,  auffallend  diskret  und  gutgekleideter 
Herr  im  Anfang  der  Zwanzig,  mit  raschen,  sicheren  Bewcguniien 
und  einem  regelmäßigen,  scharfzügigen  Gesicht,  in  dem  nur  der 
unruhige  Flimmerblick  der  dunklen  Augen  verriet,  daß  sein 
Charakter   viellciclil   nicht   ganz   einwandfrei   war. 

Mit  einer  leichten,  weltmännischen  Verbeugung  wandte  er  sich 
an  den  Kommissar  und  fragte,  ob  er  den  Vorzug  mit  einem 
Herrn   aus  Wannsee   habe. 

Dann  trat  er  zu  einem  runden  Tisch  im  Hintergrunde  neben 
einer  kleinen  Musikempore  und  wartete  höflich,  bis  die  beiden 
Herren   bei   ihm   Platz  genommen   hatten. 

Der  Wirt  schaltete  dienstbeflissen  eine  rosa-magische  Beleuch- 
tung ein  und   brachte  selbst  das  Bier. 

Der   Kommissar   bot   Zigaretten  an. 

Dann  saß  man  eine  Zeitlang  abwartend  in  beredtem  Schweigen 

,,Wir  wollen  zur  Sache  kommen",  eröffnete  Walter  endlich  mit 
gedämpfter  Stimme  die  Verhandlung.  ,,Sie  haben  an  Frau  Gene- 
raldirektor Karr  ein  Schreiben  gerichtet,  daß  Sie  gegebenenfalls 
in  der  Lage  wären,  zu  ihrem  Prozeß  wichtige  Mitteilungen  zu 
machen!" 

Der   junge   Mann  entblößte   ein   tadelloses   Gebiß. 

,,Well,  Sir,  so  ist  es!"  versetzte  er  dann  in  einem  leicht- 
gefärbten Deutsch.  ,, Natürlich  kommt  es  ganz  darauf  an,  was 
Sie  mir   hierfür  zu  bieten  haben!" 

,,Das  heißt  also,  um  das  Kind  gleich  beim  rechten  Namen  zu 
nennen,    Sie    beabsichtigen    eine    Art    Erpressung!" 

Ein  Achselzucken  war  die  Antwort. 

,,lch  bitte  Sie,  Ihre  Ausdrücke  etwas  vorsichtiger  zu  wählen, 
l'iir  mich  handelt  es  sich  nur  um  ein  kaufmännisclics  Geschäft. 
Ich  glaube  mich  im  Besitz  wertvollen  Entlastungsmaterials  zu 
l)eiinden,  das  ich  selbstverständlich  so  teuer  wie  möglich  zu  ver- 
kaufen wünsche.  Von  einer  iirpressung  kann  daher  wohl  niclit 
tlie   Rede   sein." 

Walter  biß  sich  auf  die  Lippen. 

Kr  fühlte,  daß  er  sich  gleich  zu  weit  vorgewagt  hatte;  die  kühl- 
überlegene Art  des  jungen  Menschen  bewies  ihm,  daß  er  einen 
äußerst  gewandten  und  verschlagenen  Gegner  vor  sich   halte. 

,,Wir  wollen  uns  einmal  auf  Ihren  Standpunkt  stellen,"  nahm 
er  dann  nach  einer  Weile  wieder  das  Wort,  ,,und  die  ganze  Sache 
rein  kaufmännisch  betrachten.  Da  werden  Sie  es  verständlich 
finden,  daß  wir  die  Katze  nicht  im  Sack  kaufen  wollen.  Dürften 
wir  also  zunächst  erfahren,  mit  wem  wir  es  eigentlich  zu  tun 
haben?  Auch  wären  wir  Ihnen  für  eine  Andeutung  dankbar, 
in  welcher  Weise  Sie  überhaupt  glauben,  den  gegenwärtigen  Stand 
des    Karrprozesses   entscheidend   beeinflussen    zu    können!" 

Ein  tückischer  Blitz  zuckte   im  Auge  des  anderen  auf. 

,,Mein  Name  tut  vorläufig  nichts  zur  Sache.  Da  Sie  mir  ja 
liebenswürdigerweise  sofort  einen  Erpressungsversuch  vorgeworfen 
haben,  möchte  ich  mit  meiner  Person  vorläufig  lieber  noch  etwas 
im  Hintergründe  bleiben.  Ebenso  denke  ich  nicht  im  Trauni 
daran,  mein  Material  auch  nur  mit  einer  Silbe  preiszugeben,  ehe 
nicht  ein  absolut  bindendes  Abkommen  in  der  Geldfrage  zustande 
gekommen  ist!" 

,,Was  verlangen  Sie  also?"  ließ  sich  jetzt  die  tiefe  Stimme  des 
Kommissars  vernehmen,  der  dem  kleinen  Rededuell  bisher  als 
stummer   Zuhörer   gefolgt    war. 

.,Dreimalhunderttauscnd   Goldmark!     Keinen   Cent   weniger!" 

Herr  Brandsletter  pfiff  leise  durch  die  Zähne. 

,,Ein  anständiger  Balzen  Geld!" 

,,Bei  dem  Vermögen,  das  Herr  Karr  nach  Zeitungsberichten 
seiner  Witwe  hinterlassen  hat,  ist  es  nur  eine  Bagatelle.  Und 
schließlich  dürfte  der  gnädigen  Frau  dieser  kleine  Aderlaß  ihres 
Bankkontos  weniger  schmerzlicli  sein  als  ein  lebenslängliches 
ZuchlliauN   oder   vielleiihl    noch   etwas   Schlimmeres!" 


Er  fuhr  sich  mit  einer  bezeichnenden  Bewegung  um  den  Hals 
und  blies  dann  seelenruhig  eine  Kette  von  Rauchringen  gegen 
sein  Bierglas. 

Walter  sah  scharf   über  den  Tisch. 

Unwillkürlich  verglich  er  die  Breite  der  Platte  mit  der  Spann- 
weite seines  rechten  Armes. 

Sekundenlang  hatte  er  nur  den  einen  Gedanken,  diesen  höhnen- 
den Mund  mit  einem  einzigen  Schlage  seiner  wohltrainierten 
Boxerfaust   für  immer  zum  Schweigen  zu  bringen. 

Der  Kommissar  hatte  unterdes  sein  Benzinfeuerzeug  aus  der 
Tasche  genommen  und  zündete  sich  bedächtig  eine  neue 
Zigarette  an. 

,,Wir  werden  Frau  Karr  zunächst  von  Ihren  Ansprüchen  m 
Kenntnis  setzen!"  sagte  er  dann.  ,,Denn  Sic  haben  ja  wohl  selbst 
nicht  angenommen,  daß  wir  den  Betrag  gleich  bar  in  der  Westen- 
lasche   bei    uns    führen!" 

,, Selbstverständlich  nicht!"  war  die  Antwort.  ,,Bis  zur  Haupt- 
vcrliandlung  sind  ja  auch  noch  fast  vierzehn  läge  Zeil,  und 
da    läßt    sich    noch    manches    erledigen!" 

,,lcli  habe  Zeit,  meine  Herren!"  schloß  er  selbstbewußt.  ,,Icli 
mache  Sie  aber  gleich  darauf  aufmerksam,  daß  ich  bei  langem 
Zuwarten    vielleicht    noch    wesentlich    teurer    werden    könnte!" 

Herr    Brandstctler   lächelte    freundlich. 

,,Sic  sind  wirklich  ein  Gemütsmonsch  und  können  es  bei  Ihrer 
Jugend  sicher  noch  weit  bringen.  Nur  einen  freundschaftlichen 
Rat  möchte  ich  Ihnen  geben:  Seien  Sie  vor  der  Polizei  ein 
bißchen    auf    der    Hut!" 

Ein  ironisches  Grinsen  erschien  auf  dem  blassen  Gesicht  seines 
Gegenübers. 

,,Mil  der  Polizei  schrecken  Sie  micli  nicht!  Aber  Sie  zeigen 
mir  mit  diesem  Hinweis,  daß  ich  im  Verkehr  mit  Ihnen  doppell 
vorsichtig  sein  muß.  Sollte  ich  übrigens  bemerken,  daß  Sie 
irgendwie  die  Behörden  gegen  mich  in  Bewegung  setzen,  so  könnte 
es  leicht  geschehen,  daß  mein  Material,  das  an  einem  sicheren 
Ort  niedergelegt  ist,  durch  einen  Mittelsmann  vernichtet  wird, 
ehe  es  für  Ihre  Klienten  überhaupt  in  Aktion  tritt.  Schließlich 
haben   diese    ja    alles   und    ich    nur    sehr   wenig    zu   verlieren!" 

,, Irgendwelche  Skrupel,  daß  man  auch  aus  rein  moralischen 
Gründen  verpflichtet  sein  könnte,  für  zwei  unschuldige  Menschen 
einzutreten,    scheinen    für    Sie    nicht    zu    existieren!" 

,, Verehrter    Herr!" 

Die  Stimme  des  jungen  Mannes  hatte  einen  fast  mitleidigen 
Beiklang. 

..Ich  glaube,  wir  sind  liier  doch  niclit  zusammengekomnien, 
um  Scntimeiitalitälcn  auszutauschen.  Ich  kenne  weder  Herrn 
Dr.  Steinhoff  noch  Frau  Karr  und  habe  an  ihnen  kein  beson- 
deres persönliches  Interesse.  Dieser  Fall  aber,  zu  dem  ich  ganz 
durcli  Zufall  Beziehungen  gewonnen  habe,  ist  für  mich  die  große 
Chance  meines'  Lebens,  die  icii  entschlossen  bin,  bis  zur  letzten 
Konsequenz  auszunützen.  Darum  will  ich  meinen  Standpunk' 
kurz  dahin  präzisieren:  Ich  verlange,  daß  der  vorhin  genannte 
Betrag  auf  einer  Bank  im  Ausland,  die  ich  Ihnen  noch  näher 
bezeichnen  werde,  unantastbar  unter  einem  bestimmten  Deck- 
namen niedergelegt  wird.  Gegen  Aushändigung  des  Depot- 
scheines erhalten  Sie  dann  am  Tage  der  Hauptverhandlung  mein 
Alalerial.  Bis  dahin  ist  es  wohl  besser,  daß  wir  nicht  mehr  per- 
simlich,  sondern  unter  einer  Chiffreadresse  durch  das  Poslaml 
Dorotheenslraße    miteinander    verkehren!" 

Er    hatte    Ihi    diesen    Worten    seiner    Brieftasche    ein    Blatt    ent 
nommen  und    warf   ein    paar   Zeilen   auf   das    Papier, 

Dann   legte  er  ein   Geldstück   auf  den   Tisch   und  erhob  sich. 

,,Ich  darf  wohl  darauf  rechnen,  von  den  Herren  bald  etwa^ 
zu    hören!" 

Damit    war   er   bereits    zur    Tür    hinaus. 

Auch  Waller  war  aufgesprungen,  als  ob  er  ihm  nacheilei 
wollte,    doch    der    Kommissar    hielt    ihn    zurück. 

,, Keine  unnütze  Aufregung,  Herr  v.  Prayerl  Dreihundcrl- 
tauscnd  sind  kein  Pappenstiel.  Die  läßt  der  Mann  nicht  iir 
Stich,    wenn    er    überhaupt    etwas    zu    melden    hat!" 

XVI. 

Leisen   Schrittes   schlichen   die   Tage   dahin. 

Der  verhängnisvolle  Termin  der  Hauptverhandlung  rückte  uii 
aufhaltsam  näher  und  näher. 

Waller  war  vom  frühen  Morgen  bis  in  die  späte  Nacht  hinein 
ruhelos  in  Berlin  unterwegs  und  halle  immer  wieder  lange  Kon- 
ferenzen mit  Brandstctler,  ohne  daß  doch,  wie  er  sich  setbs' 
gestand,  bisher  auch  nur  der  geringste  Erfolg  seiner  Rettungs- 
aktion   für    Kurt    und    Ivvelyn    zu    verzeichnen    gewesen    wäre. 

Fnrixi'lziing  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreicht ert 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     ,.  Fi  I  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,     Zimmerstraüc  35-41. 
Scheriverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


h  !i  r  I  n  t  I  o  11  b  II  r  ji  :  Der  in  iiiimti'iii  Aiifs.itz  ..(icl'iilir 
NiiiiiiiH'r  11  «Twäliiito  Film  ..INiri"  crsilK'inl  liri  der  l'f.i 
.uinciililirkliili    iiiil    ^riiOlPiii    Erfolg    im     l'f.i-r.Millnii    ;iiii 


M  11  n  II  li  (•  i  m  :     Wciiileii     Sii-     Kicli,     liittc.     an     <lic 

.s\\"  l„^.     Koili>traUo     l.l.     :iii     ilic     .\af,i.     HiTliii     SW  4S. 

an    die    llcBCwalil.    Kerliii    SW  4«.    Fririlrirlistralic    :.'.'>ll. 

iTrciclH'M      Sie     iliircli      Eiclilx'ryr-Film.      HtTÜii     SW  js. 

Frilz     l/aiij?    durch    Fritz     LaiiK-Film.     Ui-rliii    SW  is. 


W.    s  (•  li..    (■ 
liflio^    Wild'    in 
Her    Film    liinlt 
.N<p||cnil(irtl>l.ilz. 

11  0  r  111  i  II  <"     H.. 
Creoiiliaiiin.    lirrliii 
l''ri('ilricli>lrali('    il'.'<. 
iJicIianl      Kiilil'iT^- 
F'rioilriclistralif    171. 
Frifilriclistral-ic    -'iM. 

I)  i  m  i  t  r  y  K..  Hin"  :  "n'  Brief  hat  uns  aiiljeronlentlich  interessiert. 
Wir  hallen  situ  nelesen.  ilal«  niiin  liei  lliiien  iiber  viele  Spfiniisiiieler  anderiT 
.\nsielit  ist  als  in  Herliii.  It.is 
lälit  sieh  leider  nicht  wr- 
meiden,  denn  man  kann  die 
Scliaiisiiicler  nicht  nach  dem 
Gescliiiiack  eines  liesliiiiiiitcM 
Staates  aiiswiililcn.  siindcrii  iiiiiU 
mit  der  k:"'^'""  \\  clt  als  .\li- 
satzschicl  rechnen.  Vdrliiiilin 
ist  der  ^Tölälc  Teil  ilcr  Film- 
leser noch  anderer  .\iisiclit  als 
Sie,  ohwcihl  wir  lliiion  in  eiiii- 
ften  Fallen  eheiisii  recht  <?•'''>'"• 
wie  Sie  hei  andern  Darstellern 
unserer  Meinung  nach  im  Irr- 
tum sind.  I'ie  Nachricht.  claLi 
Billie  I>o\e  hei  Zieslield  war. 
haben  wir  \  »ii  eiiieni  ({iilcii 
Bekannten  lier  Dame.  I  hri;^cns 
gilt  das  in  New  York  als  ehren- 
voll. I.ieii  Deyers  wurde  in 
Amsterdam  ({»'boren,  hat  al'er 
l.iiiHe  Zeit  in  Wien  ;;elcht. 
Sclireiheii  Sie  uns  nur  recht 
oft.  wenn  Sie  et«as  auf  ilcm 
Herzen  haben;  wir  anlw  orten 
immer    Kern. 

L  y  a  -  M  a  r  a  -  I.  i  1  i  a  n  - 
H  a  r  V  c'y  -  S  !•  h  w  ä  r  m  e  r  i  n  . 
Ha  III  h  11  r  si  ;  Sie  hcschweren 
sieh,  (lall  wir  zmii'l  amerika- 
nische .'^cliaiispieler  hriimcn.  und 
ierlan>;en  d.inii  nleicli  ein  Uihl 
von  Hell  Lyon.  —  Ihr  Schwärm 
wird  sicher  bald  in  ll.iinlpiirn 
sein.  Weiiijistens  hat  er  es  iin- 
neulich  erzählt.  Willy  FrilM-h 
war  ja  voi  ^ar  nicht  allzii- 
langet  Zeit  iicrsiinlicb  an  der 
.Vlster.  Auch  Jenny  Jiino  ist 
hei  Ihnen  in  llainhurj^  (;ewcscn. 
I>a  kann  man  ilocli  nicht  >a;;eii. 
dal!  Ihre  nrolJe  Seestadt  « ic 
ein  Itorf  lieli.indelt  wiirdc.  — 
/einik  ist  noch  in  .SniiTika. 
I.ya  Mar.i  \\ieder  in  Kerliii. 
Wenn  Sie  in  Herlin  sind,  rufen 
Sie  uns  zweckmälJi;;  an.  W  .' 
werden  Ihnen  dann  saften,  in 
welches  .\telier  sie  sicli  hi'- 
KCbcn  müssen.  —  F.ine  Film- 
redaktion  hat  nie  einen  be- 
stiiuinlen  .Schw.irm.  sondern 
niuli  sich  fiir  alle  Schausiiieler 
und  Scliaus|iieleriiiiien  ^leicli- 
liiäUiH:  iuleressiercn. 

T  e  II  f  e  1  .  U  i  e  I  c  f  cid: 

Den  Soliii  des  .Sia.ilsaiiwalt^  in 
den  ..Sictizeliiijiihriüi'n  "  siiielle 
Martin  llerzbi-rt;.  Seine  Film- 
Freunde  waren  farl  Malh.iiis 
und  IJerliard  Kitterband.  Alle 
Künstler  t;eheii  Aiitonraiiiiiie. 
Oeor;;  .\lexaiider  hat  am  .t.  April 
CehurtstaK  und  ist  mit  Sweela 
Tzatschewa  verheiratet. 

Fr.  Seh..  Dortmund:  Es  ist  wirklich  der  sicherste  WeR.  wenn 
Sie  sieh  nnmiltelbar  mit  den  FilniKesellsehaflen  oder  Regisseuren  in 
VerhiiidiiUK  setzen.  KiiiiKe  Adressen:  IJiebard  EichberK-F'ilin.  Herlin  SW  4.-*. 
FriedriclivtraUc  ITl.  Fritz  I.aiiK-Filin,  Berlin  SW  IM.  FriedrichstraUe  i'.'t. 
l'fa.    Herlin    SW     ti.s.    KoehstraUe    i;-s. 

It  i  t  .1  ,  d  i  e  (i  r  o  U  s  t  a  d  t  j  ü  h  r  e  :  Laura  la  Plante  wohnt  in  Beverly- 
llills,  llcdlyuood.  .Sie  ist  M-rbeir.itet.  Inseres  Wissens  Küiisllernauie. 
Sie  spicUe  ii.  a.  in  <len  Filmen:  ..Soldatenicben.  das  beillt  lustis  sein  ■ 
und  ..Hoppla.  Vater  siclu's  ja  nicht".  Ihr  neuester  F'ilni  ist  ..Ich  hab'  fur 
Sie  ein  weiii;;  Sympathie-.  Sie  können  an  Tharles  IJogers  ilentsch 
sclireibcu. 

r  r  s  II  1  a    ('..    11  e  r  I  i  n  -  N  e  11  k  ö  I  I  11  :    Cerda    Maunis    wohnt    Kerliii- 
!  ^yilmcrsdorf.     llolieiizollenidamin     .')2.     Aniiy     Oiidra     Berliii-Charloltenbiirt;. 
Kurfiirsteiidamiii    ITH.    Käthe    von    Xany    Berlin    W.    Fräser    Straße    1. 

F  i  I  m  r  i  m  m  e  I  .  L  e  i  p  z  i  k  C  1:  Die  iieiioleii  Filme  von  HriKi'li> 
Helm  sind  ..Die  wiindcrb.-ire  I.iii^e  der  Nin.i  I'eirowii.i-  und  ..(;eld- 
(ield-lield  '.  .\u;;enblicklich  arbeilct  sie  au  dem  neuen  Ffa-Filiu 
..Manidescii'.  In  ..(ieid-Ceid-tield-  spielt  sie  mit  Allred  Abel,  in  der 
..W  uiiderb.iren  Lils;e  der  Nina  I'etriiwii:i  •  mit  Fr.inz  Lederer.  in 
..Maiiuleseu"  mit  Iv.in  Mosjukin.  Ihr  (i.itte  l{ieli;ird  Weißb.ich  spielt  .ab 
und  zu  eine  kleine  Hidle.  Brinilte  llidiii  bat  am  17.  Mär/.  (iebnrtstaK. 
tirelc    I!i'in«alil    wcdiiit    »itUii    W.    KeffensbiirKi-r    Str;iUe    11.      Von    Brigitte 


Conrad  Veidt  und  Max  Schmeting 


Helm  sind  kürzlich  w  iedi-r  Bibler  bei  uns  erscliieneii.  I'hotos  \  oii  der 
Küiistlcriii  erhallen  Sie  hei  L'oss.  Berlin  SW  (;^.  .MexaiidrincnstraUe  Uo. 
Hanna  I{..  .\  I  1  ■•  n  s  t  e  i  n  :  In  der  ..tiräfiii  .M.iriza'  s|iielteii  Harry 
l.iedtke.  \i%  iaii  tübson  und  Krnst  \  erebes  die  Haii|itrolleii.  in  ..l'ielro.  der 
Kors.ir-  l'.iiil  lüchtcr.  Aii>;-,  F:ni-de  Nissen  und  Ifiidolf  Klcin-Rosjie.  .I.i- 
wolil,  es  sali  vor  .I.ihrcn  einen  F'ilm  ..Wilhelm  Teil'.  Die  Titelrolle 
wurde  von  H;ins  .M.irr  darf^estclll.  in  weiiereii  Itollen  sah  m.iii  .Veni.i 
Desni.  (;rete  Heinw.ild.  Knia  .Moren.i.  (onr.id  Veidt.  .Man  will  jetzt  in 
.\inerika  das  Thema  noch  einmal  behaiuleln.  Aber  es  ist  noch  nicht  sii-her. 
Sie  können  Jtanion  Xovarro  ruhig  jetzt  um  ein  .Viitogramm  bitten,  er  bleibt 
vorlänlig  noch  in  Hollywood,  t'harles  Farrcll  ist  durch  die  F^ox-Studios, 
lim     Western    .\ve..    Ilidlywood.    zu    erreichen. 

Herbert  IL.  Herlin: 
Diomira  .lacobini  woliiil  Berlin 
W.  Herkules -Haus.  Friedricli- 
Wilhelm  -  StraUe  i:i.  Brigitte 
Helm  Berlin-Dahlem.  Im  Win- 
kel :,.  .\enia  Desni  Berlin  W. 
I'.iulsborner  StraUe  :i.  Ast:i  Niel- 
sen Berlin  W,  K.iiserallee  Hr.). 
Lilian  H.irvev  Herlin  W  1.). 
Diisseldorfer  StraUe  47.  Cillv 
Feindt  Berlin  SW.  Willielm- 
straUe  148.  .\lle  Künstlerinnen 
neben   .Vntograinnie. 

W  i  I  I  y  -  F  r  i  t  s  c  h  -  N'  e  r  - 
e  h  r  e  r  i  n  i  ii  d  e  r  s  <■  h  w  c  i  z  : 
Neue  Bilder  M>n  Frilscb  und 
Fuellercr  werden  in  iUt  näcli- 
slen  Zeit  gebracht.  Sein  nächster 
F"iliii  ist  ..Die  Frau  im  .Mond  ". 
li  ö  s  t  a  -  E  k  m  ,i  n  -  V  e  r  - 
c  h  r  e  r  i  n  M  a  r  y  \.:  tiösta 
F^kmaii  ist  verheiratet.  HIond. 
blaue  .\iigen.  (iroUer  Blumen- 
freund. F:s  ist  nicht  ausge- 
schlossen, daU  er  bald  nach 
Herlin  kommt. 

H  o  n  z  o  II  n  d  T  e  d  d  y  a  u  s 
Köln:  Harry  Fiel  hat  Kimler. 
F.s  stimmt  schon.  Kamoii  No- 
\arro  wird  bald  iii  Herlin  ein 
Konzert  geben,  .laiine  (atelain 
filmt  in  l'aris.  W  olinuiig: 
l'aris  ().'!.  Houlevanl  des  In- 
valides VII.  Kr  gibt  Auto- 
gramme. Wladimir  tiaiihirow 
Ist  in  diesen  T;igeii  von  einer 
(iastspielreise  aus  .Jugoslawien 
gekommen.  .Sein  neuester  Film 
ist  ..!•  r.inenraiib  in  M.irokko'  . 
<;reta  (Jarlio  i^t  nicht  mit  .lohn 
(iilberl   verheiratet. 

L'i  1  Ml  s  c  li  w  ä  r  m  e  r  i  n  tl  e  ril  a 
K..  i;  e  m  s  c  li  cid:  .\orma 
Sh.'arer  ist  nicht  mit  Werner 
l'iuttcrer.  sondern  mit  Irving 
Thallierg  verheiratet.  Fiietterer 
i-t  noch  zu  hallen  und  woliiil 
Herliii-Steglitz.  Kleiststralie  J7: 
.\riiold  Hasenclever  in  Berliu- 
fbarlotteubiirg.  Dahlm;innslr.  ir.. 
Treue  Tomate  Steffi  (i.: 
l.ilian  llarvov  i-t  unseres  Wissens 
nicht  mit  \\illy  Irilsch  \crlubt. 
lOriisl  l'ittsch:tii  i-t  nur  in  ganz 
kleinen  Wollen  zu  schell,  (ireta 
(iarbo  ivt  nicht  mit  .lohn  (iil- 
berl verheiratet. 

F  i  I  m  f  r  e  n  n  d  i  n  F  ii  I  d  a . 
(;  I  e  i  w  i  t  z  :  Faul  IJiehler 
wohnt  Herlin  W.  Tauentzien- 
-traUe  10,  F'red  Louis  Lerch 
Berlin  W.  Itegensbnrger  StraUe 
Xr.  14.  (iilberl  Holand  uml 
Xils  .\stber  leben  in  Hevcrlv- 
Hills.  Hollywood, 
r  r  a  r  i  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  u  ii  e  ii  : 


i;  s  c  h  i     II  11  d      K  I  f  i  .     .\  n  g  e  I  o     l 
Die    (iriiUe   an    .\iigelo    Ferrari    sind    ausgerichtet, 

()  s  t  p  r  e  II  U  e  n  :  .lack  Trevor  widiiit  Berlin  W.  BendlerstraUe  !i.  i^t 
mit  eiller  F^ngläiideriii  \  erhcir.itet.  b.it  zwei  kleine  Kinder,  gibt  .\ulo- 
graiiime.  war  friiher  Kavallerieoffizier,  dann  Filmstalisl  in  l.ondcui  und 
Amerika  uml  kam  vor  etwa  vier  .T.'ibren  zum  denlsehen  Film.  Sein  erster 
groller    Krtolg:    ..Der    Katzensteg''. 

Doli  y  .L.  II  a  n  n  o  v  e  r  :  Der  neueste  FMm  mit  I'cicr  Voss  ist 
..Der   (iefangene   der    Bernin.i'.     F>    bleibt    beim    Film. 

K  d  m  11  n  d  .\L.  D  r  e  s  d  e  n  :  Bob  .Sti.ll  erreiiheii  .Sie  iliirch  ilie  Terra. 
Berlin   SW   r.s.    KochsIraUe   7;i. 

F  r  a  n  .\  ii  n  .i  .s..  II  a  n  ii  o  v  c  r  :  Oiinnar  Tolnaes  tritt  .•lugenhlicklich 
mit  groUcni  F'.rfolg  am  ..Betty  Xaiisen-Tlieater"  in  Kopenhagen  auf  und 
wohnt  Ved  .Vmagcrport  11.  F.r  wurde  fiir  einen  neuen  denlsehen  Film 
V  erptlichlet  und  kommt  daher  im  Sommer  nach  Berlin.  i",r  wird  dann 
wieder  im  Hotel  am  Zoo.  Knrfürstendanim.  wohnen.  Tolnaev  spielte 
kiirzlich    eine    Hauptrolle    in    dem    St.irfilm    ..(iesehlecbt    in    F'esselii'. 

1'  e  t  e  r  II.  F.,  C  h  a  r  I  o  I  I  e  n  b  n  r  g  :  Ilse  Stobrawa  wohnt  Berlin  W. 
\schaffenbiirger  StraUe  il.  Ihr  neuester  Film  ist  ,.T)er  (ief.ingene  der 
Berenina''.  Mady  Christians  wohnt  Berlin-t'harlottenhiirg,  Bismarek- 
slraUe  (17.  Ihr  richtiger  Xame.  Vera  Schiniterlöw  gibt  .\iitogr.imiiie  und 
wohnt    Berlin-Halensee.    Xestor-lraUe    I. 


S  II  >  i  K..  O  r  ;i  II  i  I-  ii  li  ii  r  j;  :  l'lurriHT  \  lilnr«  it-Iit  liiillc  «iir  Kiii;; 
Viiliir.  I.ya  de  l'iilti  ist  rii^ariii  iiiiil  »pii'ltc  ii.  a.  in  fiiltcciulcu  Kiliiicii: 
..Das  iiiilisilic  Cniliiiial".  ..\'ariotc  ■.  ..Kcr  lirciicinlc  ArkiT",  ..Maiiim 
l.oscaiil".  ..('Iiarlotl  etwas  vcrriickf.  Kaiiiiiii  Novarro  kdimiit  in  ilicsfiii 
.lalirc  licstiinnit  mocIi  nach  Kcrlin.  Der  Iliiii^las  Kairlianks-Kilin  ..Der 
Mann  mit  (U-r  Pritsclu'"'  ist  Mir  uii;;cl'älir  ;i  .lalircii  nraiifj;i'fiilirt  wonloii. 
|)rr   lll'istricrto    P  ilniknrivr    bringt    von    jcilcm    (truUcn    rilin    i-iiii'    lic^clirci- 

llUIlft. 

M.irKüt  H.,  (' Ii  a  r  I  .1  I  tf  II  It  n  r  K  :  Willy  Fritxli  wolint  Hcrlin  \V, 
Kaiscrilanini    tl.'i,    iiinl    hat    am    i'T.    .laniiar    (ichiirtstaK- 

Z  w  (•  i  l'  <i  II  r  a  d  V  <•  i  d  t  -  V  c  r  c  h  r  c  r  i  n  n  «•  n  :  (iinrnil  Vi-iilt  ist 
mit  Krau  iiiul  Kiinl  ans  Amerika  K<'ki)n)in<'ii.  Kr  wiilint  im  Kilen-Iliitel. 
Iterlin.  itiiilaposter  ■'^tr.'iUe.  Natürlich  uiril  er  hier  filmen.  Wenn  l{aiiii>ii 
N'oxarro  iiacli  Kerlin  kiimnit.  »inl  sicherlich  auch  mit  ihm  ein  Aiitn- 
uranimtaK    >  i'raiistaltet    wenlen. 

Krni  .(..  H  :i  r  in  e  n  :  Kalbe  v.  Xaf;y  «obnt  Berlin  \V.  l'raf;er 
Str.ilie  t.  .Möglich,  daU  sie  aiiF  einen  Brief  aiil«<irt<-ii  wird.  Wenn  Sie 
zum  Film  wollen,  so  wenden  .sie  sich  am  besten  an  die  Kilmjc<'sell- 
schaften.  oder  besnehcii  die  Filmscbiile  in  .Miincben.  .SoniienstruUo  l.'>. 
Lassen    Sie     sich    ein     l'rospckt     scliicken. 

M  .1  r  i  a  S.-K..  Berlin:  I.ya  .Mara  wohnt  Berlin-Westend  l'omniern- 
allee  .'i.  .\sta  Nielsen  Berlin  W.  Kaiserallei'  2m.  .Maiija  'J'zschatsehewa 
Berlin-(  barlüttcnliurfr,  Friderieiastralie  i'!(.  .Mit  .l.ick  'frevor  erschienen 
kürzlich  ..N.icIitKCslalten  '  und  ..Friiiilein  Klse".  In  .\rbeit:  ..Die  weißen 
Ifoseii     Min     Itaveiislier:^". 

II  i  1  d  e  t.  K.,  D  r  e  s  d  e  n  :  Henry  Stuart  wohnt  Berlin  W.  l'assaner 
StraUe  17.  Künstlernanie.  .Sein  riclitij"i-r  Name  ist  .lininiy  Hess.  Er 
«ibl  Auto;;r.imine.  Kr  wurde  um  1.  Febrniir  in  Kairo  (;elioren.  Itiehti^. 
er    hat    .iiicli    zwei     fr.inziisische     Bulliloy;H:eil. 

.1  II  n  Ii  e  r  K  i  I  m  f  r  e  ii  ii  d  \  o  in  K  h  ein:  t'laire  Kommers  nächster 
I  ihn  ist  ...Sensation  im  \\'inler;;;irteir'.  I.ili.in  llarM'y  n'i''t  Autogramme. 
Wohniin;;:  Berlin  W  !.'>.  Düsseldorfer  Sli.ilJe  47.  Sie  film!  ;iiinenhlicklicii 
..Das  Modell  \on  Moniparnasse".  Kürzlich  erschienen  von  ihr  ..Kine 
Xaclit  in  London"  iiml  ..Ihr  dunkler  l'iiiikl".  Otto  (Jebiihrs  neuester  Film 
ist    ..Die    keusche    Kokotte''. 

F  i  I  in  f  r  e  ti  n  il  i  n  ()  her-  1{  h  ein:  Ivan  l'etroxich  ist  nii\  erhei- 
ratet. Kr  spielte  u.  a.  in  fidK:endeii  Filmen:  ..Der  Dämon'.  ..Fnineiiarzt 
Dr.  Schäfer  ",  ..Fürst  oder  Clown".  ..(•elieimiiisse  des  Orients  ".  ..Di-r 
Zarew  ilsch".  ..Das  jiröUle  Opfer".  Xeiiesler  Film  ..tjiiartier  l..itin  '  (..I'.iris. 
(In  St.idt  der  Liebe").  Kriist  Hückert  wohnt  Berlin.  Ilalb'sche  StraUe  !.'>. 
filmt    seit    einigen    .laliren.      .Sein    nenestcT    Film    ist    ..Drei    Taj>e    Karneval'. 

T  a  n  z  e  1  f  e  :  .\iinv  Ondras  l'artner  in  der  ..Sa.xophousnsi"  war 
Malcolm   Todd. 

('  I  .1  r  a  B  o  w  -Verehrer:  Clara  How  erreichen  Sie  durch  die 
r.'iramonnt  Studios.  Hollywood.  Kalifornien,  .sie  wurde  ,'im  .s  .\ni;usl  in 
Brookl.Mi  geboren.  Sie  sibt  .\iitot;r.imme.  Bilder  von  Clara  Bow  (;iht  es 
in    jeder    nröUeren     l'apierhandlnnu. 

K  d  i  t  h  S.  II.  F  r  i  e  d  e  1  B..  Berlin:  Die  männliche  H:iiiplrolle 
in  ..W  inns  ■  spielte  Charles  Hoji'crs.  Cnher-City,  Kalifornien.  Walter 
.Slezak  ist  um  erheiratet  iinil  hat  ;im  :t.  .Mai  tichiirtsta^'.  Im  AiiKenblick 
filmt  er  nicht.  Werner  Fuetterer  liest  alle  seine  Bricf<'  scHist.  ..Die 
Flucht    der    Delia"    ist    noch    nicht    iirauf<refiilirt.  ^ 

II  e  r  t  h  a  IL.  Berlin:  I'ola  Xe^rri  und  Ilona  Karofewiia  hieben 
AntoKr.-inime.  I'ola  Xejtri  ist  von  I'aiil  Davlilsoii  für  den  deutscheii  Film 
entdeckt  worden.  Dir  riclitif;er  Xame  ist  .\ppi)loiii:i  Cli.'ilii|iec.  .lauolil. 
sie   ist    mit    d<>m    kaukasischen    tVirsten    Serne    .Mdivani    ^  erheiratet. 

Charlotte  K..  Berlin:  Unsta\  Frülilicli  wohnt  Berlin-Westend. 
Kurläiider    Allee     I. 

K  r  II  a  Z..  F  r  a  II  k  f  11  r  t  -  <)  d  p  r  :  Wilhelm  Dieterle  i.st  in  Berlin. 
Sein  neuester  Film:  ..'rriiinipli  des  Lebens".  F.r  ist  mit  der  Schauspielerin 
Ch.irlolte    llaKcnbruch     verheiratet.      Kr    f;iht    .VuloK'rainine. 

K  1  f  i  8.,  Berlin:  Douglas  Fairbanks  bat  nur  einen  .Sohn.  Olf-a 
'rschechowa  wohnt  Berlin  NW  2,1,  Klopstockstralie  2(1,  ist  geschieden,  hat 
ein  Tocbter<beii.  nibl  .\nto};raiunie,  wunle  am  2l>.  .\pril  in  .Vlexandropid 
geboren.  Xeiiesler  Film:  ..Diana".  Fred  Louis  Lercli  wohnt  Berlin  W. 
Kesensbiirf^er  .Stralie  II.  Ivan  Kow.il-Saiuborski  Berlin-Oriinewald.  l'anls- 
boriier  StraUe  4ii.  Kurt  Vosperinann  Iterlin-Cliarlolteiihnrn.  Claiisewilz- 
siraUe    :i.     Iw.i    Wanja    Berlin-Charlotteiibiirf;.    J)eriibiirnsfraUe    .'«t. 

.\  s  t  a  D.  L..  D  o  r  t  III  II  II  d  :  Itod  la  Koipic  lebt  und  filmt  in  Holly- 
wood, Krie  Barclay  in  Paris.  Lars  Hanson  ist  Schwede  und  mit  der 
sclivvediscben    .Schauspielerin     Karin    .M>dander    vcrheirat<'t. 

(i  e  r  d  a  X..  X  ü  r  n  li  e  r  k  :  H.'imon  Xov;irro  kommt  vor.iiissiclitlich 
im  .Sommer  nach  Berlin.  MiiKlii'b.  dali  er  .'luch  im  Kiindfiink  sich  hören 
bissen  wird.  Ciistav  Fröhlidi  nü't  Aiitoj;r.iiume.  Am  21.  .März  Cehurts- 
taf;.  Wobiiun;;:  Berlin- Westend.  Kurläiider  .\llee  1.  .Seine  nciu'stcn 
Filme:      ..D.-is    brennende    Herz"    und    ...\splialt". 

D  i  t  a  S..  Berlin:  Werner  Fnetter<T  ist  nn^cliener  nett  iinil  kann, 
wi'iiii  er  will.  <tenan  so  liisti<;  sein  wie  in  seinen  Filmen.  Kr  liebt 
Xelken,  Tulpen,  Veilchen,  Sclineef-lückclicn.  X.irzissen  und  noch  viel  mehr, 
.lawolil,  er  ist  wirklich  mäcliti;;  (;roU.  .Sicherlich  wird  er  noch  öfter  mit 
Dina    (iralla     zusammen     spielen. 

1.  <;..  F  r  i  e  d  r  i  e  h  s  h  a  K  e  II  :  l'ic  Holle  des  Filka  in  ,.WoIh:.i- 
Wol;;.-!''    spielte    tieorse    .Sproff. 

H.  I..  D  r  e  s  d  c  ii  :  „Die  weiUon  Hosen  von  I{;ivpiisberg'"  sinil  vor 
.laliren  verfilmt  worden  und  werden  jetzt  in  neuer  Kesetznii;;:  (Trevor. 
Diana  Kareiine.  Dolly  Davis,  Viola  (Jardeii)  noch  eiunial  {{«"'Ircht.  Con- 
rad Veidt  wohnt  im  Kden-Ilotel,  Berlin,  Hiidapcster  StraUe.  Willy  Fritsch 
Berlin  W.  K.iiserdamm  it.'),  Werner  Fuetterer  Berlin-Steglitz.  Kleisl- 
straUe  27,  Otto  (iebühr  Berlin  W,  KiirfiirstenstraUe  IIH,  .\enia  Desiii 
Berlin  W,  l'anisborner  StraUe  .l,  Cilly  Feiiidt  Berlin  SW,  Wilhelni- 
straüp    IIH;   Clara   Uuw   crreiehoii   sie   in   (^iilvcr-City,    Kalifornien. 


Mar;;.  U..  S  i  (■  s  •  •  I '•  :  Wenn  Sie  zum  l'ilm  widleii.  so  isi  ,•>  aio 
zweikmäliiy:sten.  wenn  Sie  sich  mit  den  !•  ilnifjesellsehaften  in  VerlündMii;; 
set/i'ii.  oder  wenn  Sie  ilie  Filmscbiile  in  München.  SonnenstraUe  l.'i. 
bi'sncbcii.       Wir     vermilleln     keine     Kn^jaKcments. 

-M  :i  r  a  a  r  e  I  e  S..  X  e  n  k  ö  I  I  n  :  Wenn  .Sie  Ivan  l'itrovich  scni 
kennenlcriu-n  möchten,  so  können  wir  Ihnen  il.izu  auch  nichts  weiter  saKcii 
als:  Bitten  Sir  den  Kiiiistlcr  znnäcbsi  schriftlich  darum.  Das  weitere 
werden    Sii-    ja    ilaiin    sehen. 

1  n  Ii  e  b  o  r  K  ^^■-  '*  a  ii  /  i  ;;-  -  L  a  ii  {l;  f  ii  h  r  :  Ihr  Bililvviinseh  wird  in 
einer    der    nächsten     Xiimmern    ertülll. 

\\  alter  K..  .Strausberg:  \Veiiilen  Sie  sich,  bitte,  an  den 
Klub  der  Kamerab'iite.  Berliii-Charlotlenbiir^.  lieichskunzlerplatz  j.  sj,. 
erfahren    dort    alles    Nähere. 

.M  :\  T  s  .-i  r  e  t  e  I'..  Dresden  :  Ks  ist  sehr  seh«  er.  nach  einer  l'osl- 
karte  zu  urteilen,  ob  Sie  ein  Film);'ef*icht  h.-iben  oder  nicht.  Die  bewerte 
l'boloKr.iphie  li:il  wieder  k:>I'z  andere  ticsetze.  .\ber  v  lelli'iiht  sciuleii 
Sie  lliie  Bilder  i'inmal  uuiuilielbar  an  die  Film;resellscliafl  zur  Beur- 
teiliin^C  <'<n.  W  .ilter  l'illa  ;tibt  Antoi:;r.'iiome.  wohnt  Berliii-Cbarlotlrii- 
biir;i.  \\  acliolderweH:  •'•  Sein  iieucsler  Film:  ..Der  .Monte  Christo  \.iii 
l'ran.  ■ 

Dr.  K  I  i  s  a  b  0  t  h  F..  Berlin;  \\  ir  cmpfc-bleii  Ihnen,  sich  ilir.ki 
mit  den  ;;roUen  l'rodiiklioiisfirmen  in  \erbiiiduiii;  zu  setzen,  wie  I  fa. 
Berlin  SW  liS.  KocbstraUe  f.— s.  .\afa.  Berlin  SW  If*.  Friedrlchstr.iUe  22;.. 
National.  Berlin  SW  in.  l'riedrichstraUe  lu.  Terr.!.  Berlin  SW  ii.s.  Kocli- 
slraUe  7:i.  Dort  lassen  Sie  sich  am  besti-n  bei  den  Ke;;isseiircii  an- 
nielden    und     werden    dann    :illes    weitere     von     ihnen     erfahren. 

Ilse  D..  Berlin-  W  e  i  U  e  n  s  e  e  :  .lack  Trevor  i»t  mit  eiii.r 
Xicht-Sebaiispieleriii  verheiratet.  Seine  beiden  Kinder  sind  noch  klein. 
Trevor  bleibt  lür  immer  beim  deutscheii  Film.  Kiirzlich  siinl  von  ihm 
iiranfnefiibrt:  ..Xacbl;;estalteir'  und  ..Fräulein  Klse".  Sein  neui'st-r 
Film    sind     ..Die     weiUen     l'oseii     von    üaveiisbers "'. 

Viola  IL.  11  a  m  b  iir ;;  :  .M.'iriaiiiie  NVinkelsterii  wulint  Berlin  U. 
l'hlandslruUe  lli:l.  ninl  ist  nnverbeiratet.  .Mar;;ot  l.aiida  ist  .i;e^cliiedeii. 
nennt  sich  jetzt  wiediT  Mar^jot  W.illcr  iiinl  wohnt  Berlin  W.  kiirfiir-leii- 
dämm  11.  Louise  Broidis  erreichen  .S'e  in  Be\  erly-llills.  HidljwiMnl. 
Kalifornien. 

..  .1  e  m  :i  n  d  .  der  s  i  e  h  a  u  s  k  e  n  n  t  i  m  F  i  I  m  s  e  h  a  ii  - 
s  p  i  e  1  e  r  I  e  b  e  n  ■■;  Leider  können  wir  lliiien  Ihre  Fräsen  nicht  beaiii- 
wcirlcn.  ila  .Sie  uns  Ibri'ii  N.imen  verschweißten,  wir  aber  anonyme  Briete 
grundsätzlich    nicht     beaiilv\  orten. 

K  r  11  a  tJ..  C  b  a  r  1  e  s  IJ  ü  y  e  r  s  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Charles  Köders 
und  Clara  Bow  errcieben  sie  durch  die  Metro-(iiddw\  n-Stiidios.  Ciilver- 
City.    Kalifornien.      Cl.ira    Bow     li;it    .im    s.    .\u!;iist    tichnrlst.iK. 

1<  e  i  n  h  o  I  d  B..  S  c  b  ö  n  eher;;:  Die  Kör]ieriiiaUe  von  Jlmbilf 
\alciitino  können  wir  llilien  leider  nicht  .'iii;;ebeii.  Welche  Körpcrioalie 
Sie  haben  müssen,  iiiii  bei  einer  Schönheitskonknrrenz  aufzuf.illen.  aliiicii 
wir  auch    nicht.      Aber   Sie    wissen    ja:      Schlank    sein    ist    die    ;;roUe    .Mode! 

Klaus   B.,   Bad    L  a  u  t  e  r  b  e  r  k  :     Der   Film   ..Am    Rande   der   Welt 
ist    liier     in      Berlin     und     auch     in     alliieren     Städten     mit     Kr"LIcni     Krfoli; 
;;idaiifen.      L.irs    Hanson    ist    unseres    Wissens    nicht    mit    dem    v  erstorlicncii 
ICiiiar    Hanson    verw.iiidt.      Douglas     Fairbanks    jr.     filmt    cbeiif:iMs. 

Ilse  H..  H  a  I  e  n  s  e  e  :  Die  männliche  Hauptrolle  in  ..Charlcys 
Tante"  spielte  Syd  Chaplin,  der  Brmler  Charlies.  .Mady  Christians 
l'artner  in  ..N.iiiette  macht  .illes "  war  (ieor;;  Alexainler.  Im  ..Her«  des 
Schicksals"  w.ir  Luis  TrenUer  der  llaiiptil.irsteller.  Der  l'artner  vnii 
(ireta  tiarbo  in  ..Anna  Karcnina"  war  .lohn  (.ilbert.  Im  ..Craf  von 
Kssex"  spielten  K\a  .M;i>  und  Kn^en  Klopfer  dii'  ILinpirolleii.  in 
..Charlotl  etw.is  vcrriickf'  I.ya  de  l'iitti.  .Vlfoiis  Frylainl.  Li\io  l'a\:iiicl!i. 
Lotte  l.orriiiK.  im  ..F.iiist"  Camilla  llorii.  Kmil  .Linnin^s.  Costa  Kkiiiaii. 
Vvetle  (Jiiilberl,  im  ..Casanova"  Mosjnkin.  .leiiiiy  .Iiiko.  Klein-Uos^ie. 
Di.iiin.'i  Kareiiiie.  in  ...Meine  T.inle  —  deine  T.iiile "  lleniiy  l'orien.  Ii:ili>li 
Arthur  Itoberls.  Aii;;elo  Ferrari,  in  ..Marquis  d'Kon"  Liane  llaid.  Akiics 
l'-sterhazy.    Fritz    Kortner.    Deiie    Morel. 

Zwei  1  r  r  v\  i  s  c  b  e  a  u  s  W  ü  r  z  b  ii  r  }j  :  Conrad  Veidt  wohnt  im 
Kden-Ilotel.  Berlin.  Biid.ipesti'r  S|r;iUe.  H:ibt  .Viitoj^rainme.  ist  riesi;;  nett, 
bleibt  vorlänfi;;  in  Berlin  und  wird  hier  filmen.  Seine  Catlin  ist  weder 
beim    Film    noch    bei    der    S|ireclibüline.      Kr    li:il    ein    Töchtercheii. 

F  i  1  m  f  r  e  n  n  d  .1.  .\l..  in  K  ö  ii  i  h:  s  b  e  r  ^  :  Die  fehlenden  Helle 
erhalten  sie  durch  den  \  erl.iu  des  ..Filni-.MaK:;izins ".  Berlin  SW  um.  Kocli- 
straUi"  Ii — K.  lind  durch  ileii  llliislrierteii  Kilnikiirier.  Berlin  W  !(.  Köthencr 
Sir:iUe   ;!7.      Der    lllnstrierie    Filmkiiiäer    kostet    pro    Stück    it.2ü    M. 

.M  .1  r  i  a  n  n  e  <i..  D  :i  ii  z  i  ;;  -  L  a  n  tx  f  u  h  r  :  Creta  Oarbo  weilt  inicli 
in  CöteborK'.  Wann  sie  wieder  in  Hollywood  sein  wird,  ist  im  .\ii;;cii- 
bliek  noch  nicht  bekannt.  Sie  l^t  iiiclit  mit  .lohn  Cilbert  vcrheiralct. 
es  w.'ir  Hill  ein  Ceiiicht.  Ihr  neuester  Film  ist  ..Krie^  im  Diinkolir'. 
Ihre    .imerikanische     Adresse     i>t     Beverly-Hills.     Hollywood.     Kai. 

L  i  f  s  e  1  du  c  k  d  i  e  b  aus  S  ;i  a  r  b  r  ii  c  k  e  ii  :  Willy  Fritsih  Iräst 
in  natura  keinen  Schnurrbart.  Kr  ist  mit  Lilian  Harvey  verlobt.  Wilhelm 
Dieterle  dürfte  ungefähr  l.s;  «roU  sein.  Sein  neuester  Film  ist  ..Triumph 
des  Lebens",  t'ranz  Baiini.-iiin  ^ihl  .\uto)tramine.  ist  verheiratet  und  wohnt 
Berlin     NW  i;.     KarlstraUe    li. 

F  i  I  III  f  r  e  ii  n  d  i  n  I.  W..  Berlin:  Willy  Fritsch  ist  mit  Liliail 
ILirvex  verlobt.  Clive  Brook  wohnt  in  Beverly-Hills.  Hollywood.  Kai. 
Wir  VM'rdi'ii  Harry  ll.ilm  einmal  an  die  fälli;;en  .\iilii;(raniiiie  erinnerii. 
Dina  (lrall:i  wohnt  Berlin  W.  Speyerer  SiraUe  22.  und  war  mit  dein  vor 
einiger  Zeit  verstorbenen  Itedakteiir  Lincoln  F.yres  verheirati-t.  Werner 
Fiielterer  i^t  li'din'.  Die  tirüUe  an  Lili:iii  Harvey,  Willy  Fritsch  und 
Henry    Stuart    sind    aiis;;ericlitei. 

(•  e  r  d  .'I  L..  Haiinov  er;  Wir  können  Ihnen  leider  auch  iiirlit 
s:iu;eii.  wie  man  ziiiii  Film  koniint.  d:i  wir  Kiiiia^emeiils  nicht  verniillelii. 
Wenden    Sie    sich,    bitte,    iinniittelb:ir    an    die     Filmgesellschaften. 


BnENNAßa 


De 


^er  Name  verptlichtet.  Er  burgl  m  gluiLlii;r  Wcibe  für  emon  ii>  den  schwierigsten  iiiternatlondlen  Wettbewerben 
siegreich  erprobten  Motor  dlb  jucb  liir  fotinunschone,  mit  erlesenem  Geschmack  ausgestattete  Karosserien. 
Die  internatiüiiale  Anerkenniiny  des  Vorjahies  war  den  Brennabor- Werken  ein  Ansporn,  itire  4-  und  0-  Cyl - 
Typen  tectirnsch  und  geschmacklich  weiter   /u  entwickeln  und   zu  vervollkomnuien.      Lassen  Sie  sich  die    neuen 

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unverbindlich   vorführen.      Auch    Sie    werden    überrascht    sein.  da(3   Ihnen    tur    wenig  Geld    so    viel    geboten    wird. 
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GEBR.  REICHSTEIN  BRENNABOR-WERKE  BRANDENBURG  (Havel) 

Verkauf   durch    die   Niederlassungen    der   Gemeinschaft   Deutscher   Automobilfabrtken    und   die   Brennabor -Vertretungen. 
Autorisierte  Vertretung  fUr  Oesterreich:    Pili»  A  Co.,   Wien  IV.    Karlsplati  7    (Verkaufshallen)   Tel.:   U  -43-5-79. 


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Aus  Ufa-  II. 
Denligwoche 


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Oben  links:    Schwierige  Landung 
eines  Luftschiffes 

Oben   rechts:    Linienschifl     Elsaß 

\erät  bei  einer  Hilfsaktion  im  Eise 

der  Ostsee  in  Bedrängnis 

linis;  Treibeis  gefährdet  die  Rhein- 

niicke    zwischen    Mannheim    und 

Ludwigshafen 


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Rechts:    Ein   kranker  Hund  wird 
in  der  Tierklinik  mit  Höhensonne 

behandelt 
Mitte:  Zwi'i  Preisträger  einer  New- 
Yorker  Hundescliau  mit  ihren  Be- 
sitzerinnen 
Unten:  Wie  vor  3000  Jafiren: 
Chinesische  Mutter  mit  ihren  Kin- 
dern auf  einem  primitiven  FlolJ 
im  Hafen  von  Kanton 


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(I.  M.  K  i  1  III  V  p  r  r  ii  ('  k  t  :  I^iiciaiin  Allieitini  wurde  :iiii  30.  N'on'iii- 
liiT  In  l,ii;;ci  (  It.ilicii)  ;i<'Ii<picii.  Kr  .-irlx'ili'l  ziir  Zeil  an  ili'iii  ikmicii  A.ila- 
Film  ..TciiiiMi  - 'rciii|i(i'.  Kaiiioii  Niivair«  wiiidi-  in  J)nraiiK<>  (Mrxikni 
KOhoicii.  \Villirliii        Dii-Icilc        slamiiil        ans        I.nd»  i^slialrn.        llany 

Lic(ltk('  ans  KiinitfslU'rtr.  Willy  Kiilscli  ans  Kattnwitz  nnil  l'aiil  Kiclitcr 
ans  Wien,  also  alle  siiiil  «asclioclilc  Dcntsclie.  Wenn  sich  die  Aiiiwoil 
ftwas  \  i'izöjit'it.  so  licnici'kcn  wir  dazu,  dalj  Ix-i  niis  tä^lirh  1 — -.'(ili  Hiii'f«' 
rinlanfcn. 

K  i  I  in  f  r  «•  n  n  d.  K  r  c  n  z  li  n  r  sj  O.-S.:  Der  llarr.v  I'ichl-I'ilin  ..MaiMi 
>,'i'K<'ii  Mann"  wniili-  mhi  iIit  |{iiif;-Filiiij;('s<'llscliaft  licrHi'stcllt.  Alxr 
lu'iii.  Willy  l'iilsili.  isi  doch  iiiclit  .incli  im  l.cbcii  ..nnsarisclici-  l.cniiiant  '. 
Kr  sollte  nr«pi  iiniilicli  Inuciiicnr  «<'iilcii.  ;iiii;;  .ihcr  zur  Sprccliliiilinc  nud 
liald  zum  Tilm.  Knili  .\li\  ist  dii'  Tochter  von  'lum  Mix.  ..Amor  auf 
Ski"  wurde  \cin  diM'  Uayerisclicn  Kilmucsellschari  (jcdreht.  l,ott<'  \eii- 
m.'inii  filmt  nur  noch  .-ili  und  zu.  I.ce  l'arr.vs  nencster  Kilin  ist  ..Die 
reichste  i"r:ni  der  Well".  Von  .\eni.i  Dcsni  erschien  \  or  ('init!;<'r  Z<"it 
..Die  Orchideentänzeriii".  Ol)  l.ilian  Harvey  mit  Willy  Krilsrli  lieinilicli 
\  erloht  ist.  wissen  \\\r  iii<hl.  Kritz  Laiis  nud  liicharil  Kicliliers  li.ilien  ihre 
»•ifjeiu'    IJesi'llscli.it't. 

K  I  i  s  a  li  e  t  h  D..  Had  <)  e  y  n  li  .i  n  s  e  n  :  Igo  Syiii  ist  durch  die 
rta,  Berlin  SW  CM.  KocIisIralJe  li— s.  zu  erreichen.  Kr  hat  am  ;;.  .Iiili 
(iehiirtsta«-.  Wir  halieii  Diren  CniU  licstellt.  Conrad  Vciilt  wcdint  im 
JMeii-llotel.    Herlin.    Hiidapester    Stralic. 

.1.  N..  .\  n  II  a  lp  e  r  i;  :  .lack  Trevor  wolmt  Hcrliii  W.  lieiidlerslr.  'I. 
V  nrde  :iiii  II.  Dezenilicr  in  l.oiidnn  gehören,  ist  mit  einer  Kiii;laiidei  in 
\  eilu'iralet.  tial  2  Kinder.  Ki'il  .\  nlo(;r.i  niine.  war  früher  K.i\  allerieofti- 
zier.  dann  l'ilmsl.itist  und  spielt  a  o^eiililii  klich  in  ..Dii'  weiden  Kosen 
Mm  l{a\  cii^liei  j;  die  männliche  Ha  U|>li  olle.  \'i\ian  (ühsini  wurde  .lUi 
II.  M.ii  in  Liverpool  <jelioreii.  wohnt  Herlin-Schlichtcnsce.  W.iniisei-^tr. 
Nr.    lull.   i;i'i'    .\nloftramme.    ist   «eschiedeu    und    h;it    ein   Ulcincv   'riichteichen. 

K  a  r  I  <;  e  o  r  }■■  1!..  II  a  m  h  ii  r  K  : 
l.oiiisi-  Hrooks  wiiliiil  in  Heveily-Ilills. 
llollyuood.  Kai.  Ami'rikanciin.  sie  kiiii- 
iieii  aiicli  deutsch  an  sie  sclireihcn. 
KildUartcii  von  der  Künstlerin  n'i'i'  <"^ 
in  .ji'dcr  ••riillereii  Hiiclih.indlnii«-  oih  r 
hei  HolJ.  Herliii  sW  (W.  .Mev.iiidrinen- 
sir.iße    IUI. 

K  i  n  W  i  e  II  e  r  M  a  d  e  I  :  Werner 
Kuetterer  ist  lilond  iiml  lil.iiiäu;;ii;-.  Kr 
nihl  Auto;;r.iinnie.  Sie  dürfen  ihn  .luch 
direkt  d.iriim  liitten.  Seine  .\iisclirirt : 
i'.erliii-Ste^vlitz.     Kleiststr.ille    i'T. 

.M  ü  II  c  ii  II  e  r  k  i  II  d  I  in  .V.:  Il.iinon 
Novarro  li.it  nie  die  .\hsiclit  ü'eli-'hl.  in 
ein  Kloster  zu  s«"'"""-  ••■'"^  l'rojekt  Hein- 
liirdts.  einen  Kilni  mit  l.illian  (iisli  zu 
iii^zcnieren.  hat  sich  zersclila;;eii.  I.illi.in 
(iisli  filmt  tM'reils  in  lliilly  wood.  iintl 
l.'i'inh.'irdt  lieuuü^it  sieh  mit  ilem  Ifiiliiii. 
ein  srol.'icr  Hiihiiens|iielleiler  zu  sein. 
.I.iwidil.  \  or  Ili  .I.ihri'ii  hat  .\l.ix  Ifeiii- 
h.irdl  einen  l-iliii  gedieht.  Dit.i  I'.irici 
i^l  nicht  dazu  ^i'Uommeii.  in  den  r.S..\. 
zu  filmen,  da  in  Uidlywood  der  'l'ou- 
filin  alles  Interesse  an  sich  z.ielit.  Dita 
l'.irlo  ist  aller  keine  liülineiiscliaiisple- 
leiin  und  w;ir  von  der  l'fa  ancli  nur 
auf  ".  Monate  heiirl.-iuht  worden.  Har- 
h.ira  l.i  .Marr  ist  sechsm.il  zum  St.indc^- 
.•iiiit  ue>;aii;;eii  und  ist  .-in  einer  I.iiiiKcn- 
entzundunu'    Kcstorhcn. 

I.  ö  I.I  II  i  t  z  e  r  -  .\  11  :  Doii'il.is  K.iir- 
li.inks  ist  mit  M.iry  l'iekfoid  veilieir.i- 
let.  Die  l'.'irtiiei  in  ll.iiry  l'iels  in  ,, Seine 
si.irksie  W.iffc"  «.ir  \  er.-i  Schmiterliiw. 
Harry  l.iedtkcs  S.ihne  sollen  .iiiUerh.illi 
Hi'tliiis  wcdincn.  .\liltoii  Sills  s|)ielte  u. 
a.  in  ..D.is  «<ddene  Kand".  ..Spanisclics 
lUiit".  ..K.inipf  im  Tal  d,'r  Riesen". 
..I.ockrnf    des    (iohles". 

T  e  d  il  y  .  H  1'  r  I  i  n  :  l.illian  (iishs 
l'artiier  in  ...\iiiiie  I.aurie "  «.ir  .Voriiiii 
K.Miy.  \iuerik.iner.  Kilmt  zur  Zeil  in 
Kurland. 

I.  o  II  ,1  -  .\  II  (■  :  Di>r  r.iitner  \oii  l'l  i- 
rence  X'idor  in  ..Scheidnii:;  \  (u-  iler  Klie 
«.ir  Tiillio  (■.irmenati.  .\l.id.\  Clirisli.itis 
i~l  mit  Herrn  Dr.  S>eii  \  oii  Müller  vr- 
heii.itet.  .lo.iii  t  r.i w  ford.  die  (lattiii  von 
Doii^l.is  l'.iii  h.iiiks  jr..  ist  Kilmsch.iii- 
spielerin. 

(i.    I...    U  e  II  t  h  e  II  :      Ilse    Stohr.iu.i 
Str.-ilie    11. 

V  i  I  m  f  r  e  11  n  d  T  e  d  d  y  .  U  e  r  I  i  n  ;  Klleii  l'icliter  ist  iiiilit  mit 
I'aiil  lUcliter  vcrwanilt.  Ilse  Stohrawa  ist  Heriifsschaiispieleriii.  Viele 
l"ilmstars  h.ilieii  ihr  Sidtrctariat.  lesen  .iher  trotzdem  alle  ISriefi'  ^elli-l. 
\\  ill.v  Kritscli  stammt  ans  Kallowitz.  .leiiny  .lii'^d  li.it  schwarzes  ll.i.ir 
iiiiil  liraiine  .Vu^eii.  N.ichsler  Kiliii:  ..D.is  .\l;iilchen  \  oii  N'.ileiici.i".  ('.iriiuMi 
Itoiiis  neuester  Kilni  ist  ..l'aris.  du  Stadt  der  l.iehc"  HJiiartier  l..itiiii. 
(lewilJ.    wir    keiineii    alle    prominiuiteii     Filnist.irs    piTsönlicIi. 


ihiit    Herlin    A\'.    .\«(  li.iffeiihiii;;-cr 


(i  c  r  d  i  s  c  li..  S  I  e  K  I  i  I  z  :  Wir  wissen  wirklich  iiielit,  oh  TJIiauHar- 
\v\  mit  Willy  Krilsch  verloht  ist.  I.iliaiis  iiäeli.ster  Kilni  ist  ..Das  Modell 
vom  .Moiilp.ariiasse".  .letzt  in  Herlin.  Sie  lieht  alle  Kliinien.  Hans 
Adalhert  von  Sehlctto\\s  nächster  Kilni  ist  ..Diane,  che  (ieschichie  einer 
l'ariserin ".  Seine  (lattiii  liciUt  Ilse.  Kiii  Kind.  .I.iwohl.  auch  ein  .Auto. 
Kr  ist  .iiicli  in  Wirklichkeit  iinheschreihlicli  nett.  Diu  .\iitoKr.iiiiiiiliitte 
können  «ie  also  g;elrost  wa;;cii.  Kr  lieht  K!>i>z  hesonders  Hosen  imil 
l'lieder.       .\iii    II.    .Iiiiii    in    Krankfiirt-M.iiii    auf    die    Welt    ti-ckonimpn. 

K  r  e  d  I.  o  II  i  s  I,  e  r  c  h  -  V  e  r  c  li  r  e  r  i  n  .  ti  e  r  :i  :  Kred  I.oiiis  l.ercli 
wohnt  Kerliil  W.  i;e(;elishin;^er  Str.iUe  14.  ist  nnverlieir.itet.  niht  .Xiiio- 
;,'i.iniiiie.  «iirde  ;ini  -Jx.  .März  in  Krii^dorf  (Oesterreich)  gehören.  Sein 
iiiiiesicr    l'ilm    ist     .Der    rote    Kreis"    mit    I,ya    .Mari. 

S  e  h  II  II  r  t  z  und  S  p  .i  t  z  aus  1..:  Kiiu'  X'erlohiinsc  l.ilian  Harveys 
mit  W  ill.v  l'iilseh  ist  uns  niihek.inni.  ..Kille  Xaclit  in  l.ondon"  ist  schön 
iir.-iufuc-fnhri  worden,  l.ili.in  ll.irvcvs  l'.irtner  im  ...Modell  \(mi  Muntpar- 
iiass<'"  simi  l^o  Svin  und  Harry  Halm.  Werner  Knetterers  Partnerin  in 
..Die  l'liicht  der  Delia "  ist  .M.ircella  Alli.ini:  ..Die  sehiinsie  Ki:iii  der  Welt" 
spiielt  l'.lfj.i  Hriek.  .Micr  ii.ii  iirlich.  l.ilian  Harvey.  Willy  Kritseh  und 
\\'eriier    l'iicltcri'r    sind    hefreniidct. 

S  a  X  o  p  h  o  11  -  S  II  s  i  :  Sie  dürfen  Kraben  stellen,  so  oft  Sie  iiiöjj;en! 
Die  mäniiliclie  Hauptrolle  in  ..l.ady  Hamilton  (Die  iinKekriinie  KüniKin) 
sjiielte  der  Ciliar  \ictor  Varkoni.  Zu  erreichen  durch  die  First  X.ational- 
Studios.        Unrhank-llollyuood.        Kalifornien.  Die        l'fa-Darstellerselnih' 

existiert     nicht     mehr. 

I,  i  s  .s  j  T..  II  a  1  !•  11  s  <■  !■  :  Conrad  Veidt  lileihi  Mirläiififr  in  »erlin. 
\'era  \oroiiiiia  s|iielt  eine  l'olle  in  dem  .I.iiiiiiiius-Filni  ..Der  Patriot- 
Wiihniiiii;:  r.erliii-\\  ilinersdorf.  riilandstralie  .st.  .Mar\  .lohnson  und  Frcti 
I.Duis  l.ercli  gellen  .Viito^ramme.  Hans  Heinz  \\  iiikler  ist  noch  niclil  in 
eiiiein  Film  lierv  or;;('tretcii.  .Martin  Herzher^  filmt  schon  viele  .Jahre. 
Seinen    ersten    uroUeii    KrfolK    hatte    er    mit    seinem    ..Da\id    Copiierficld". 

W  .•!  I  t  e  r  .S  1  e  z  ,1  k  -  V  e  r  o  h  r  e  r  i  n: 
N'ehen  Heiiny  Porten  w.ir  Iw.i  W.iiij:i 
die  P.irtnerin  von  Walter  Slpz.ik  in  der 
..Croßcii     Pause". 

.\.  H..  O  11  p  a  II  :  Victor  Varkoni  dürfte 
elw.i  !1  .lahre  filmen.  KichÜK.  Willy 
Fiit^cli  ..vcri-hrt "  l.ilian  Harvey.  Voii 
einer  heinilichen  \  i'rlohiiiif;  wissen  wir 
nicht». 

.\l  a  t  t  h.  1,..  W  ü  r  z  b  II  r  s  :  Senden 
Sie.  hitte.  Ihr  .Manuskript  in  Form  eines 
kurzen  Kxposes  .'in  die  drain.itiirgischeii 
AliieiliiiiKeii  der  Ff.-!  (Perliii  SW  r>.<i. 
Kochstr.  r.-S).  Xalional  (Berlin  SW  48, 
Friedrichstr.  KD.  Terr.i  (Berlin  SW  fi« 
Kochstr.    T.-il. 

.M.  II..  W  i  e  s  h  .-1  den:  Iw.m  .Mosjn- 
kin  ist  ein  Ffa-St.ir  und  hieilit  vor.iiis- 
sichllich  stänilis;  in  Herlin.  Seine  Woh- 
iiiiiiu;  Berlin  W.  Kiirfürslend.iinni  I9.'i. 
Kr  li.it  einen  Sckri-tär.  .Mosjiikin  i-t  mit 
der  d.'inischen  Filmsch.iiispielerin  .Agnes 
Petersen  verheir.itet.  Sein  (Jeliurtstap: 
ist  der  i'fi.  Septeniher.  Kr  triht  .\uto- 
«•r.imiiK'.  Sein  neuester  Film  i-st  ..M.inn- 
lesen". 

C.  e  r  d  .1  (;..  M  e  r  1  i  n  -  <•  h  a  r  I  o  f . 
f  e  II  h  II  r  u-  :  Sie  erreichen  Iw.m  Petro- 
vieh  im  Eden-Hotel.  Berlin.  Biid.ipeslcr 
Str.-ilJe.  Kr  wurde  .•im  .'il.  Dezeinlier  in 
Biid.ipest  gelinren.  Iiiverheiratet.  C.ibt 
.\iiio;;r:imiiie.  S|iiiclil  Deutsch.  Bleiht  in 
Berlin.  Filnile  \  or  fi  .l.ihren  erstmalig 
unter  .Michael  Kertesz"  Besie  in  Fnji.irn. 
F  ritz  K..  Berlin:  Käthe  von  Xa- 
uy  wohiil  Berlin  \\  .  Praj-cr  Sir.iUe  4. 
wurde  am  I.  .\pril  in  Suhotic.i  Ki'hoien. 
im  erheiratet.  Xelkeii.  Sie  filmt  .•iiitfeil- 
hlieklich  ...Mascotlchen ".  I.i.ine  ll:iid  ist 
mit    B.iroii    H.aymerle    verheir.itet. 

1"  i  1  m  \  e  r  e  h  r  e  r  i  ii  I,  ii  z  i  .-i  :  .\n- 
uehi  I'crr.iri  «olint  Berlin.  Biizener 
Straße  !1.  Kr  küH  XulOfjr.imme.  .I.iwolil. 
ein    -Viito    he-ilzi    er    .iiicli. 

K  ä  I  II  e  s..  \  e  II  s  I  r  e  1  i  I  z  :  Fraiii 
B.iiini.iun  wohnt  Berlin  NW  f..  Karlsir. 
Nr.    Ifi. 

W  e  t  t  e  -  s  t  r  e  1  i  t  z  :    Der    Siegfried- 

D.irsteller    in    Fritz    l-iiiyrs    ..Xiheliiimeii' 

heißt      P.iiil     l'icliter     iiiiil     erfreut     sieh 

bester    (iesiindlieit.     Sie    haheii    also    die 

A\  etil.    Ke^vonnen. 

Ilse    K  li  ^..    C  li  .1  r  1  o  t  I  <■  II  h  II  r  ;;■  :      Conrad    N'eidt    wohnt    im    Kden- 

llotel.     Berlin,     liml.i  pester     Straße.     .Marlene     Dietrich.     Berlin     W.     Kaiscr- 

.•illee     .VI. 

.1  o  li  a  n  II  .'I  I...  H  a  in  h  ii  r 
die  l'iliii;;esellseliafteii  weiulen 
si'iideii. 

Hihi  II..  Bad  M  u  s  k  a  11  .  O.-S.:  Die  weihliehe  nanptrolle  in  .l"i 
..Seligen  F.xzelleiiz"  spielte  OI>;a  Tschechowa.  Itiissin.  (Jeschieilcii 
\\  ohnniif;:     Berlin    .VW-':!.    Klop-toikstraße    in. 


II 


Wollen    Sil'    sich,    hitte.    unmittclhar 
.I.iwolil.     .Sie     müssen     Ihre     Photos     n 


hiilii'ii.  •Jinit  fiiiiit  iniiit  lid),  iin.ii)iHtl)  öii-io  .Slitiiftlcr 
iiiiö  .«liiiiticriiiiicii  fo  Iniino  fid)  jiiiin  ',11  fmltcil  nrr- 
[ti-hi'it,  ohivolil  ^ocl)  Ihr  Vctu'ii  iiiiivcni'iit'i'v  ii(>> 
^llc•  niitioror  :i.iiciit(lK'ii  iit.  (^K'llrl1llcl)^•ll  tic  ciiun 
iriu'iii'i'iii    tWittoiy 

,'(0,  üo  lu'liriiiiclioii  oc'I  ölt  iiiitcrrit  .Ortiiticn  ik 
iiitölicl)c  Jonlichri'ilK'it  luut  Tiimcii  iiiiö  NTvrvoii  tior 
X'iiilliiiMt-  iiitö  AiliiuiuMt  licfiiMficii,  ini'lcboii  SlH'rt  iic 
iiicicm  ^.Uitti'l  bi'iinoiii'ii,  &ont  fic  ilivc  liutflc  ."»iiiH'iiö^ 
liriiU'it  in; roll itl Oll.  Ticii-o  'Wittol  ln'iist  ^Vuuuliiii 
O'iciiu'!  >\  i-  >  i-  r ,  ftiT  Oii  rtiiiiioiitiot,  kU't  Mo 
:¥i  rill  Uli! 

Tdc-  iinii;,c  Vohoii  ift  oiii  ifiontor,  iiiu^  liiiiii  (ull 
iiri)  int  i>liieiolK-n  ininior  io  uiirtoilliiift  nüo  niiinlid) 
Oiilloit;  iirti'oii  l)iiit(it  tioi  iolir  pioloii  >Uioiiiri)oit  ,toiinii 
iiniiol  iiti  ii'io  Uoi  2d)iiiifpio(oni   ititfi  ,vilnilontoii. 

iiiciiio  Tnino,  uolimott  2io  ;'.i;iiruliiii!l.M\'ino,  llll^ 
3io  bofoinincii  tiiiv-  iiitoroiiiiiito.  irtiiiiic  Woiidit  bor 
iHuhliiMifünftlovinnoit.       -vorroii       ioUicii       iolbitnor' 


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luninit  ninit  ni\v  iioni  Sliuiiioii  iiidit  lioriiMc<  uwti 
liiilt  Mo  ?IIIor-yi)iifi<Uio  tiir  oiiioit  ,'irrliiiii.  ~^nir 
liiiiiior  ,!oit  ioniiolo  olii  iiroiior  2ri)iiin"piolor  i^n- 
,',oiiIid)o,  ölt  iiiohr  tiU-  Sil  .trtliro  snlilio  n\\t>  i>oii 
iiinii  jiir  oiiioii  ,viiiifit|lor  liiiltc  liiilloii  tiiiiiioit.  jl'ij 
>oii  "J'iliioiii,  Mo  iliit  iilc'  l.'ijnlirifloii  ioi|)Oii,  iiiil«<)t 
or   iiiit    iiod)   boii   tiiiibriiit   oiiico   ,'tiiiirtliiinv. 

Vliirii  lioi  Ädtiuifiiloloritiiioii  tniin  innii  iiloirfioo  uo^ 
uluiditoii,  iHiuiiboro  l'oi  fioiioit  luuii  A-ilm,  iiui  t»io 
£il)iuio  bov".  Ailinoüjotlii'oo  Mo  floiiiitoit  iiuiroii 
noii  iviilton  iitifi<oiiou  luitrlio.  To  luiiiii^ovl  niiiii 
iidi  botin.  luio  Inntio  niinidio  .Oiiititloriiiiioii  jimit 
tiloilioii,    iibiiinhl    iio   rtoii"iio    ,Vil)io   liiiuift    linitor    iid) 


ftiiiiMid)   rtiid)   Mo    uioliu'loblc    'Wiirndin^lironio    iicii 
iiioit.     2^10   liiiboii    nvoiu'H   'j^ovloil   boiioii! 

Solbft  )d)Iod)to,  nviiiio,  norbinboiio  \>iiitt  blii:ii 
iiiii  iint»  bloibt  biiitit  frifd)  iiiiCi  tdiuit.  Aiiltoti  imi' 
idhirio  cUiilo  luorfioii  iviirliic.  norrtolioii.  Tio  AMr 
fiiii(i    ift    nioift    idmoll. 

:'.'iiid)oii  5lo  öio  'Vvobo  iiiii»*  O'roniiU'l.  5io  Oo 
Uniiinoii  oiiio  'Vi'nbo  :\)iiiriiliiit:iiroiiio  iiiib  oiii  in 
loroiiiiiilciv  xMiidiloiii  ijbov  Sd)iiiil)oiUH'ilono  foftoiilH' 
itiib  ;iorti>froi,  moitn  2io  ltl1d)itolloll^oll  Wr.iiiv 
bo.iiiov^idioiii  oiiitoiiboii.  Vofloit  2io  Ihn  in  oiii  oiioiu'. 
Muiiort,  iiiib  triivoiboit  5io  niif  Mo  :)lililioito  .Vi'»'' 
^Vrtinoii     iiiu'i    (loiiiuio     ^Ibroiio.      tnulo     biiiiii     h" 

i*iriillobo.\iirtoid)oiii:  "Hii  boit  ■Viiunliin  "Jn-vtrioD,  ^n. 
liit  144,  Arioiiridiitr.  -'4.  Drumrto  1>ri>bo  Aiiiuiihm 
CM'oino  itni"!  t>oc.  "J<iid)loin  iibor  fliino  «diuiitKH' 
piU'tio.     •Xoii'o.-.    iiuUifl    fnitoiilüo   nnö    punotrel. 


Die  Ufa  ^Theater  werden  mit 


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gereinigt. 


Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,    Kurfürstcndamm  236  Braunschweig,    Munzstr.    1  a  Bremen,    Hcrdciilorstcinwi.-^  5  Breslau,    Junkcrnstr.    38  40  Chemnitz,     Falkcplalz  2 

Coblenz,  Schloßstr.  35      Dortmund,  Kaiserstr.  6      Dresden,  Präger  Str.  35      Duisburg,  Kuhtor  2  4.      Düsseldorf,   Stcinstr.  2      Eisenach,  Frauenberg  9      EiberUld, 
Xltcnmarkt   13  Essen,    Huyssenallcc  93  Frankfurt  a.  M.,    Mainzer  Landstraße  59  63  Gleiwitz,  Wilhclnislr    2,  Europahaus  Halle,  Magdeburtjcr  Sir    56 

Hannover,    Bahnhofstr    13  Karlsruhe,    Kaiserstr.   205  Kiel,  Holstcnstr.  61         Köln,  Hohe    Str.  64  Königsberg,  Münz^lr.   17  Leipzig,    Rudolphstr.  4 

Magdeburg,     Breite    Wej;    3  b  München,     Salvalorstr     18  Nürnberg,      Farberstr.    16  Stuttgart,     Kotebühlsir.    41  Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 

Zittau  i.  Sa.,  Zeichenstr.  14. 

Auflerdem  Verkaufsstellen  in  iweiteren  GroO-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Sirnger  &  MaLronin 

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Filiale:    CHARLOTTENBURG,  BERLINER  STRASSE  80a,  WILH.  6540 


Sdiulmaddien-Tcini, 


i'Mlc  (icsiclil>h;uil.  M>  /.;irt.  i;c~rliiiiciilii;  timl 
IcisiKWii'clii'  i'i  MO  Seil  Uli  iiiuli  Ileus.  U  1,11 11  eil 
■iie  (Uir.-h  die  leiclile  Iteli.iiiilluii.u  Ihrer 
lliuit   mit    „Ela-Teint-Maskc"    iT/ieleii. 

Trajii'ii  Sie  die  .\hisU,-  i.-inlii-li  .i(i  .Miiiii- 
leii.  ruhen  Sie  .-ieli  ;iM>.  » itlu'ciid  sie  "  irUl. 
>ie  wtTileii  fühlen,  wie  sii-  all  das  aus 
ler  Maut  zieht,  was  dii'sc  \  erstojift  und 
<er>tiirt.  staub  \\\\'\  Sehiuulz.  alifiestiirheiic 
ilant  und  erhärteter  Tal;;  «  erdi'ii  \  (in  der 
.Kta-'l'eint-.M.isUe  ■  au-  den  l'uren  ^czuüen. 
lie  l'rs,ulie  dt  r  .Mitesser  und  Fleikeii  i-l 
l.'iiin  lieseiti;;!.  .Sie  werden  eine  .•in:;e- 
lelmii'  KruiirniuiiK  i'iiipliuilen.  d.-i  il:is  Itlul 
II  die  ll.'iiit  netrieheu  wird  und  ilie-e  nalirl 
iiid  neu  heleht.  Nach  30  Miniilcu  stellen  Sic 
est:  Wangen  wie  Rosen,  verjüngles  Aus- 
gehen, klare,  reine  Haut,  weiclie,  zarte 
Haut.  Kleine  Falten  -iiid  \  er-ehwuiidcn.  h'iinzeln  dadureli  sanz  Ke;;l:iltii. 
erweiterte  l'uren  zii-..iiiiiiieii^eZiinen.  erscIilalTte  Mii-kidn  werden  fester.  Viele 
Frauen  von  40  Jahren  u.  darüber  erscheinen  in  30  Minuten  um  10  Jahre  verjüngt. 

\ersuelieii  Sie  es  am  .Mieiid.  eiin  Sie  \  .irh.-ilieii.  aii-/ii^eheii  .ider  liesueli 
Ml  empfanden.  Sie  und  Ihre  Freunde  werden  he;;ei-tert  uImt  die  neu  i  r- 
-landeiie  Sehüiilieit  sein.  Sie  werden  zu  Ihrem  Hesten  au-selien.  und  weil 
sie  dies  wissen,  sieh  am  wulilsteii  fühlen.  Tun  Sie  es  in  Ihrem  eigenen 
liiteresM'.  Preis  dir  ..l'.ta- Teint-.Maski  ■  Mk.  4,—  und  l'ortu.  Versand  un- 
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iiuelpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezusjspreis  durch  die  Post  monatlich  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.  m  b.  II  ,  Berlin  SW  68.  Kochstraße  6—8.  Schrift- 
e  1 1 11  ci  ü  A.  Rosentlial-Arus.  Berlin,  liir  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterrticli  verantwortlich  r<olieit  Mohr,  Wien  I,  Doinuasse  4.  \  eranlworllicli  für  Anzeigen 
Vdhelm     SehaeUr.    Charlolteriluirii.       A  n  /  e  i  ü  e  n  v  e  r  w  a  I  t  u  n  g    Bcpa-Verlaij,    Berlin  W  35.  Blinnes  Hol    5.      Kuplcrliefdruck:    August    Seheii    Li.  m    b.   11.,  Berlin  SW  oS 


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31. 

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oCi/ian  I/^arvev  icunstm  „Cyroliltcne  y^siern 

naht  —  und  mit  ihm  die  schönste  Zeit  des  Jahres.  Welch  unvergleichliciier,  kostlidier  üenui\  auf 
schwellendem  Polster  lautlos  und  sdinell  durch  grünende  und  blühende  Fluren  zu  gleiten  —  im  eigenen 
Wagen,  und  dann  nur  im  BRENNABOR-CABRIOLET.  Dieser  „TyP  DER  ZUKUNFT",  wie 
ihn  führende  Blätter  des  In=  und  Auslandes  nannten,  ist  eine  geniale  Kombination  von  Licht  und  Luft 
bei  sdiönem  Wetter  und  absoluter  Abgeschlossenheit  von  der  Außenwelt  bei  Regen  und  Sturm,  kurz  — 

DER    IDEALE  WOC  H  EN  E  N  D  » WAG  EN. 

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DIE     M   O  C  H  ?:  \  S  C  H  R  I  1    T     D  LR     FI  L  M  F  R  E  U  N  D  E 


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DITA  PAQLO  ALS  OSTEQHASE 


Phot.  ija 


-■isaiiiiij--- 


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(Albimcuf 


Die  }5rößte  tragische  Filmschauspielerin  Amerikas 
ist    nicht    Gloria    Swanson,      sondern     Norma 
Talmadge.     Das  Talent  der  Swanson  ist  reicher, 
verfügt   als   Komödiantin    großen   Stils    über   eine 
Vielheit  von  Nuancen,  die  aber  immer  wieder  auf  den 
Humor   hinzielen.     Norma   Talmadges   Begabung   liegt 
auf  einer  anderen  Ebene,  aber  sie  dringt  in  Gebiete  ein, 
die     der    Swanson    ewig    verschlossen    sind.     Norma 
Talmadge     ist     eine    große     Seelenkünderin,     ist     die 
liebende,  die  mütterliche  Frau.    Sie  zeichnet  mit  Vor- 
liebe   Charaktere,    die    schwer    am    Leben    zu    tragen 
haben,  schicksalsbeladene  Mädchen,    die    das    bißchen 
Glück    erst    nach    zahllosen    Demütigungen   erreichen. 
Norma  Talmadge  rührt  immer  zu  Tränen,  weil  sie  sich 
so   tief  in  ihre   Filmgestalten  hineinfühlt,   daß  sie  mit 
ihnen  verwächst.   In  ihrem  neuesten  Film,  der  den  Titel 
,,Die  Stunde  der  Entscheidung"  trägt,  heißt  sie  Anne- 
marie Wagner  und  ist  ein  Straßenmädchen  in  Tarnopol. 
Das  bedeutet   für   den  amerikanischen   Film   eine  un- 
mögliche Kostümierung,  ein  provinzmäßiges  Gebaren, 
eine  Ansammlung  lächerlicher  Zwischenfälle.  Gloria 
Swanson  würde  hier  karikieren  und  ihr  Straßen- 
mädchen zu  einer   frechen   Person  machen,   die 


!• 


Norma   Talmadge   mit    Gilbert   Roland, 
Arnold  Kant  und  Michal  Vaviisch 

Phoi.  United  Artist) 


^ 


sich  ge<5en  das  Schicksal  aufbäumt.  Auch  Norma 
Talmadge  wehrt  sich  natürlich  auf  ihre  Art,  aber  bei 
Jhr  geschieht  alles  leise  und  eindringlich.  Der  lächer- 
liche Putz  ihrer  Kleidung  wirkt  nicht  komisch,  sondern 
tragisch,  wenn  die  großen  Augen  der  Talmadge  wie 
die  eines  verprügelten  Hundes  melancholisch  in  die 
Welt  blicken.  Diese  Schauspielkunst  ist  härteste  Selbst- 
disziplin, denn  Norma  Talmadge  ist  schwer  zu  photo- 
graphieren.  Ihr  Gesicht  wechselt  in  jedem  Augenblick 
den  Ausdruck  und  besitzt  in  der  Nase  eine  gewisse 
Schwäche.  Die  Künstlerin  darf  bei  Großaufnahmen  ihr 
Profil  nie  zu  scharf  nehmen,  sie  muß  immer  daran 
denken,  daß  sie  in  solchem  Augenblick  ungünstig 
wirkt.  Wie  sehr  schwer  also,  in  Augenblicken  der 
größten  Erschütterung,  die  tiefstes  seelisches  Mitgehen 
erfordern,  noch  an  die  Photographie  denken  zu  müssen. 
Nur  eine  große  Menschendarstellerin  ist  dessen  fähig! 
,,Dic  Stunde  der  Entscheidung"  spielt  in  der  zweiten 
Hälfte,  dicbesondersstraffe  Regie  aufweist,  im  Weltkriege. 
Aber  dieser  bleibt  nicht,  wie  in  manchen  anderen 
Hollywood-Arbeiten,  nur  Hintergrund  für  privates  Er- 
leben, sondern  greift  handelnd  in  die  Ereignisse  ein, 
deren    Abschluß    das    versöhnende  Ende    bringt. 


Norma     Talmadge     mit     Arnold     Kant, 
Gilbert  Roland,    Gustav    von   Seifferiitz 

Boris  dp  Fas  Plwt.  Vnited  .  \rlists 


Oben:  Die  Fensterltürme  in  der  Rosengarten- 
gruppe; der  Langkofel,  ein  beliebtes  Ausflugs- 
ziel. —   Im  Kreis:  Der  Paiernkofel.  —  Dar- 
unter: Blick  auf  die  Rosengartengruppe.  — 
Unten:  Einer  der  seltsamen  der  Cinque 
Torri  (Fünf  Türme) 


Jenny  Jugo  mii  den  Glückssymbolen  des  Osierlages 


Phot.  Ifu 


Vor  zwei  Jahrzehnten,  als  die  Konvention  den 
Frauen  und  Mädchen  noch  nicht  jene  Freiheiten 
gestattete,  die  sie  heute  besitzen,  waren  die  Bälle 
noch  nicht  von  der  heutigen  Buntheit  und  Ausgelassenheit. 
Zwar  in  Paris  waren  die  Grenzen  auf  den  Bällen  nicht  so 
eng  gezogen  wie  anderswo,  aber  als  wirklich  ausgelassen 
und  toll  konnte  doch  nur  einer  von  ihnen  gelten,  der  ,,Ball 
der  vier  Künste",  pariscrisch  ,,Bal  des  quat'z'arts"  ge- 
nannt, den  die  Maler  mit  ihren  Modellen  feierten.  Die 
Pariser  Boheme,  die  außer  ihnen  noch  Maler,  Dichter  und 
Schauspieler  zu  den  Ihren  zählte,  traf  sich  einmütig  bei 
dieser  Vereinigung,  die  für  Außenstehende  ebenso  schwer 
zugänglich  war  wie  ein  förmliches  Fest  der  Diplomatie.  Die 
Stimmung  auf  diesem  Ball  war  toll,  übermütig  und  ein 
lauter  Protest  gegen  die  Philister.  Schon  beim  Eintritt 
richtete  ein  großes  Plakat  folgende  Bitte  an  den  weiblichen 
Teil  der  Besucher:  ,,Die  Damen  werden  gebeten,  ihre 
Hemden  an  der  Garderobe  abzugeben."  Das  war  natürlich 
nur  ein  Scherz,  aber  manches  Modell,  manche  Midinette 
und  Grisette  erschien  in  einem  mit  eigener  Hand  zusam- 
mengehefteten Kostüm,  das  im  Zeichen  einer  Mode,  die 
den  Frauen  absolute  Verhüllung  vorschrieb,  als  kühn  und 
herausfordernd  erschien.  Wie  sehr  haben  sich  doch  unsere 
Ansichten  geändert,  denn  niemals  sah  man  auf  dem  Bai 
des  quat'z'arts  so  wenig  bekleidete  Frauen,  wie  man  sie 
heute  auf  jedem  Kostümball  antrifft.  Allerdings  bestan- 
den die  Kostüme  der  armen  Mädel  meist  aus  recht  billigen 
Stoffen,  und  der  einzige  Schmuck,  den  sie  trugen,  bestand 
in  ihrer  Jugend  und  Frische.     Auch  Sekt  wurde  wenig  ge- 


wurden 
bestraft. 


trunken,  und  dann  meist  von  Außenseitern,  die  ihre  Ein- 
trittskarten von  Kunsthändlern  und  Verlegern  erhalten 
hatten  und  die  mit  eigenen  Augen  sehen  wollten,  in  welch 
verruchter  Weise  sich  das  tolle  Künstlervölkchen  amü- 
sierte; auch  mit  dem  heimlichen  Wunsch,  eines  der  netten 
Modelle  an  den  Tisch  zu  bekommen  und  beschwipst  zu 
machen.  Diese  Absicht  mißlang  zumeist,  denn  fast  immer 
diese  Außenseiter  erkannt  und  mit  Verachtung 
Aber  alle  jene,  die  sich  wie  Freimaurer  an 
einem  Geheimzeichen  erkannten,  dem  unsichtbaren  Ge- 
heimzeichen aller,  die  zur  Boheme  gehören  oder  aus  ihr 
hervorgegangen  sind,  alle  jene  amüsierten  sich  köstlich. 
Man  tanzte  und  küßte  sich,  man  teilte  seinen  Wein  und 
seinen  Absinth  mit  allen,  ließ  sich  Zigaretten  schenken 
und  kaufte  für  die  Mädchen  Leckerbissen.  Man  warf 
Konfetti  und  Schlangen,  kostümierte  sich  mit  Papier- 
mützen, und  es  kam  nicht  selten  vor,  daß  man  mit  irgend 
jemand  das  Kostüm  tauschte.  Der  tolle  Rausch  der  Jugend 
beseligte  die  gesamte  Pariser  Boheme,  das  war  die  stür- 
mische Nacht  des  Bai  des  quat'z'arts.  Um  diesen  Ball  ganz 
zu  verstehen,  muß  man  zwanzig  Jahre  alt  sein,  aber  wer 
ihn  einmal  erlebte,  vergißt  ihn  nicht.  Denn  auch  der  Bai 
des  quat'z'arts  gehört  zu  den  Dingen,  die  heute  längst  dem 
,, Betrieb"  verfallen  sind,  wie  das  Leben  nach  dem  Kriege 
in  Paris  härter  geworden  ist.  Wilhelm  iThiele  versucht 
jetzt,  in  seinem  Ufa-Film  vom  ,, Modell  vom  Montparnasse" 
den  Rausch  dieses  Künstlerballes  bildlich  zu  gestalten. 
Mit  Lilian  Harvey,  der  reizendsten  Musette  von  der  Place 
du  Pantheon,  wird  ihm  das  schon  gelingen. 


I 


Ballszene  aus  dem  von  Wilhelm  Thiele  inszenierten  Ufa-Film  „Das  Modell  vom  Montparnasse" 


Pliot.  L/a 


%  &y4e^(Sm 


Die  junge  Künstlerin,  die  in  Deutschland  zum  ersten 
Mal  im  Ufa- Film  „Geld!  Geld!  Geld!"  herauskommt, 
ist  in  Frankreich  durch  diesen  Film  geradezu  über  Nacht 
eine  der  berühmtesten  und  beliebtesten  Filmdarstcllc- 
rinncn  geworden. 

Ich  wollte  zum  Film.  Das  ist  ein  Wunsch,  den  sicherlich  nicht 
nur  die  französischen  jungen  Mädchen  hegen.  Man  kann  sich 
meine  Freude  gar  nicht  vorstellen,  als  mir  in  einer  großen  Ge- 
sellschaft Marcel  L'Herbier  vorgestellt  wurde.  Marcel  L'Her- 
bier,  der  große  Regisseur,  der 
in  einem  unbekannten  jungen 
Mädchen  eine  große  Film- 
schauspielerin entdecken 
konnte.  Ich  war  so  schüch- 
tern und  erregt,  daß  ich 
kaum  ein  paar  Worte  mit  ihm 
sprechen  konnte.  Ich  wollte 
ihn  fragen,  ob  er  glaube,  daß 
ich  mich  zur  Filmschauspie- 
lerin eigne;  aber  ich  hatte 
Angst,    zu    große   Angst    vor 


einem  Nein,  Wenn  ich  ihn  nicht  frage,  gibt  es  wenigstens  immer 
noch  Hoffnung,  sagte  ich  mir.  Kurz  und  gut:  Ich  habe  ihn 
nicht  darum  gebeten,  filmen  zu  dürfen.  Vielleicht  war  er  eine 
solche  Bescheidenheit  nicht  gewohnt,  denn  er  wurde  von  all 
meinen  Freundinnen  bestürmt,  sie  zum  Film  zu  bringen.  Jeden- 
falls, als  ich  ihm  eines  Tages  zufällig  auf  der  Straße  begegnete  — 
ich  glaubte  sicher,  er  hätte  unsere  Bekanntschaft  schon  ver- 
gessen — ,  sprach  er  mich  an  und   fragte:   ,, Wollen  Sie  nicht   ein- 

~ mal      probeweise     filmen?" 

—      Mein      Herzenswunsch 
war   bis  zu   einem   gewissen 
Grade     erfüllt.      Ich     stand 
vor      der      Kamera.       Aber 
noch    hieß    es:       Probeauf- 
nahme.      Ich      wußte      nur 
nicht,     für     welchen     Film, 
bis    ich    aus    einer    Unter- 
haltung    hörte,     der     Zola- 
sche      Roman       ,,L'Argenl" 
sollte   verfilmt    werden   und 
man  suche  für  die  Rolle  der 
Liane    Hamelin    eine    neue 
Darstellerin.      Heute     kann 
ich  es   eingestehen:    bei  die- 
ser   Aussicht    hielt    ich    da- 
mals    meine     Filmlaufbahn 
für  beendet.     Warum  sollte 
man      ein      junges      filmbe- 
geislertes       Mädchen       für 
diese      große     und     schöne 
Rolle  nehmen,   um   die   sich 
so  viele  bekannte  und  große 
Filmschauspielerinnen      be- 
mühten.  Ich   hatte  doppelte 
Angst   —  Angst  davor,  daß 
man     mich     nicht     nehmen 
würde,     und     auch     Angst, 
was  geschehen  würde,  wenn 
Und   diese   Angst   zog   sich 
lin.     Probeaufnahmen,   Ko- 
stümproben,    Frisurproben,     wieder    Probeauf- 
nahmen.     Marcel    L'Herbier    siebte    unter    den 
vielen  Anwärterinnen  für  die  große  Rolle   sei- 
nes neuen  Films.     Eines  Tages  rief   man  mich 
in   das    Büro    der    Cineromans    de    France   und 
legte   mir  dort   einen   Vertrag  zur   Unterschrift 
vor.      Ich    unterschrieb,    freudig.    —   Schon   am 
nächsten  Tage  sollte  ich  mit   meiner  Rolle  be- 
ginnen.    Jetzt  stieg  meine  Angst  ins  Unermeß- 
liche.     Ich   glaube,   es  war   einer   meiner   qual- 
vollsten Tage.     Ich  zweifelte  an  mir,  ich  zwei- 
felte an  meinem  Können.  Aus  Angst  vor  einem 
Fiasko   wollte     ich    abreisen.     Aber    natürlich 
reiste   ich   nicht. 

Nach  einer  unruhigen  Nacht  stand  ich  vor 
der  Kamera.  All  meine  Sorgen,  all  meine 
Angst  waren  verflogen.  Ich  war  Liane  Hame- 
lin ohne  Hemmungen,  ein  junges,  einfach  lie- 
bendes Mädchen,  und  Henry  Victor  war  mein 
Mann  und  Geliebter.  Fünf  Monate  lang  habe 
ich  mit  Marcel  L'Herbier  an  dem  Film  ,,Geld, 
Geld,  Geld"  gearbeitet.  Es  war  die  schönste 
Arbeit,  denn  jede  Szene,  die  ich  spielte,  durfte 
ich  aus  der  ersten  Intuition  spielen,  immer 
unter  den  leitenden  und  wachsamen  Augen 
meines  Regisseurs. 

Ist  es  mir  gelungen,  den  deutschen  Kino- 
publikum eine  Zolasche  Frauengestalt  in  ihren 
Leiden  und  Freuden  nähergebracht  zu  haben, 
wäre  ich  sehr  stolz.  Mary    Glory 


Mary  Glory 

und 
Henry  Victor 

man   mich  nähme, 
über  zwei   Monate 


Vilma  Banky  stellt  sich  in  der 
,, Fahrt  ins  Feuer"  mit  ihrem 
neuen  Partner  Walter  Byron  vor, 
der  im  Film  an  die  Stelle  von  Ronald 
Colman  tritt,  der  jetzt  mit  Lily  Damita 
filmt,  Walter  Byron  ist  im  Typ  weicher 
als  der  sehr  herbe  Colman,  der  trotz 
seines  romanischen  Aussehens  von 
nordischer  Härte  sein  kann.  Die  Fabel 
des  Filmes  folgt  wieder  der  alten  Vor- 
schrift, die  der  Produzent  Sam  Gold- 
wyn,  der  die  Banky  nach  Amerika 
brachte,  erfunden  hat.  Es  ist  wieder 
eine  einfache,  rührende  Geschichte,  mit 
inigen   Sensationen,   vor  allen  Dingen 


Oben:   Vilma  Banky 
und  Walter  Byron 


Mitte:  Vilma  Banky 
und  Louis  Wolheim 


Liebe  zu  regen  beginnt  und  wie  sie  sich 
eingestehen  muß,  daß  der  Offizier  nicht 
ohne  Eindruck  auf  ihr  Herz  blieb.  Sie 
hat  dafür  einen  Blick,  den  man  nie  ver- 
gißt, ein  mädchenhaftes  Erröten,  ein 
plötzliches  Unsicherwerden  in  der  Hal- 
tung, und  dann  ein  verklärtes  scham- 
haftes Lächeln,  ein  Gelöstsein  und  ein 
Aufatmen,  das  gewinnt  und  gefangen- 
nimmt. Gerade  diese  Zartheit  in  der  An- 
deutung der  Gefühle  sagt  mehr,  als  es 
eine  direkte  Betonung  erklären  könnte. 
Und  man  begreift  nach  einer  solchen 
Szene,  warum  diese  blonde  Ungarin 
Amerikas     gefeierte     Liebhaberin     ist. 


Vüma   Banky   mit 

Walter  Byron  und 

Louis  Wolheim- 


Phot.  Unittd  Artist 


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Neger  sind  nicht  schwarz  genug!  Man  sollte  es 
nicht  für  möglich  halten,  aber  wenn  es  ein  so  er- 
fahrener Mann  wie  King  Vidor  sagt,  so  muß  es 
schon  wahr  sein,  Vidor  dreht  nämlich  eben  einen  Film, 
dessen  sämtliche  Rollen  von  Schwarzen  dargestellt  wer- 
den —  oder  vielmehr  von  solchen,  die  schwarz  zu  sein 
scheinen,  aber  es  vor  der  Kamera  nicht  sind.  Nun  liegen 
die  Verhältnisse  in  Amerika  allerdings  nicht  so  einfach 
wie  in  Afrika.  Die  Mischungen  mit  europäischem  und 
indianischem  Blut  haben  die  afrikanische  Hautfarbe 
heller  gemacht,  und  für  Neger  gelten  in  den  Vereinigten 
Staaten  noch  Mischlinge,  denen  der  Europäer  dies  auf 
den  ersten  Blick  nicht  ansehen  kann.  King  Vidor  mußte 
also  seine  Neger  schwarz  schminken,  damit  sie  genügend 
,,echt"  aussahen.  Weiße  als  Neger  sind  auf  allen  amerika- 
nischen Varietebühnen  anzutreffen,  und  den  berühmtesten 
Negerimitator,  wenn  man  so  sagen  darf,  AI  Jolson,  haben 
wir,  wenigstens  im  Film,  kennengelernt.  Der  Neger 
kann  innerhalb  der  angelsächsischen  Welt  auf  der  Bühne 


immer  nur  ein  Komiker  sein,  der  tra- 
gische Neger,  wenn  man  vom  melodra- 
matischen Onkel  Tom  absieht,  wird  erst 
von  King  Vidor  entdeckt  werden.  Othello, 
der  Mohr  von  Venedig,  ist  von  Shake- 
speare als  Maure  gedacht  worden,  und 
deshalb  hat  ihn  Emil  Jannings  im  Film 
richtig  als  Marokkaner  gespielt.  Als  Mu- 
latte strich  sich  Georg  Alexander  für 
den   Film   „Herrn  Philipp  Collins  Aben- 


Ä 


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Oben: 
Hans  Junkermann 
II      und  Lilian  Harvey 

Mitte:  Willy  Frilsch 


* 


Unten  links:  Die  drei 
Eddis,  bekannte 
Negerimitatoren 

Unten    rechts: 
Colleen  Moore 

Phot.  Ufa,  First  National 


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teuer"  an,  aber  die  Farbe  allein  macht  es  nicht,  sein 
deutsches  Gesicht  kam  immer  wieder  zum  Vorschein, 
wenn  dieser  Umstand  auch  ganz  gut  zu  diesem  Lust- 
spiel paßte.  Auch  bei  Willy  Fritsch  macht  die  Farbe 
nicht  den  Mann,  denn  er  ist  auch  kohlpechrabenschwarz 
geschminkt  nichts  anderes  als  ein  deutscher  Jüngling 
gewesen.  Auch  in  seiner  Boxgroteske  war  die  Schminke 
ein  Scherz,  ein  gewisses  Komisches  sollte  chargiert  wer- 
den, was  auch  überraschend  gut  gelang.  Wenn  von  den 
beiden  Sisters  Duncan  sich  die  eine  als  Negerin  gebär- 
det, so  geschieht  dies  wegen  des  Kontrastes,  durch  den 
die  Grotj^sktänze  der  beiden  Schwestern  noch  komischer 
werden.  AI  Jolson  nun  packt  die  Sache  anders  an.  Er 
ist  nicht  nur  der  komische,  sondern  auch  der  sentimen- 
tale Neger,  und  sein  größter  Erfolg  sind  die  schmachten- 
den Niggersongs,  deren  Tränenseligkeit  nicht  jeder  Euro- 
päer vertragen  kann.  Aber  sie  wirken  im  amerikanischen 
Variete  deshalb  so  stark,  weil  die  Zuschauer  genau  wis- 
sen,   dort    oben    steht   kein    Neger,    sondern    ein    Weißer, 


Oben: 

Mary  und  Topsy 

Duncan 


Mitte: 

Georg  Alexander  und 

Ossi    Oswalda 


Unten  links: 

AI  Jolson 

Unten  rechts: 

Willy  Fritsch 

in  „Der  Boxerkönig' 


der  die  Schwarzen  nur  kopiert.  AI  Jolson 
übertreibt  natürlich  alle  Effekte,  aber 
darin  beruht  seine  Wirkung.  Er  ist  viel 
zu  schwarz,  um  echt  zu  sein  —  und  sein 
Mund  ist  so  geschminkt,  wie  man  es  bei 
den  Negerzeichnungen  der  Witzblätter 
sieht.  Bereits  diese  Erscheinung  macht 
lachen,  aber  AI  Jolson,  der  als  singing 
waiter,  als  singender  Kellner,  begann,  weiß 
genau,  was  wirkt. 


yjSt  c/uim  -HÄNDEN 

<S0&^  ki  Sie  ERKENNEN 


VON  MAR/ANNE  RASCHIG 

In  nachfolgenden  sechs  Händen  prägt  sich  Gegensätz- 
liches besonders  stark  aus.  Zunächst  zwei  bekannte 
Regie-Genies;  Ludwig  Bergers  lange  Hand  mit 
tastenden,  etwas  gebogenen  Fingern  und  dem  traumhaft 
anmutenden  Flimmergespinst  der  Linien,  die  viele  Aus- 
strahlungen und  Nebenlinien  aufweisen,  wirkt  ganz  anders 
als  Friedrich  Zelniks  kleine,  breite,  festgefügte, 
kurzfingrige  Hand  mit  klarem  weitgeschwungenen  Linien- 
netz, das  die  leichterkennbare  Form  eines  M  hat.  Auch 
hier  sind  einige  Linien  verdoppelt,  doch  macht  das  bei  der 
so  klaren  Hand  nicht  den  Eindruck  des  Traumhaften,  Ver- 
wischten, sondern  zeigt  in  dieser  Hand  häufige  Entschließun- 
gen und  Entscheidungen  nach  mehreren  Seiten  hin  an. 

Es  muß  stets  der  allgemeine  Eindruck  der  ganzen  Hand, 
des  Temperaments  und  des  Nervenzustandes  (erkennbar 
aus  Form  und  Farbe  der  Nägel)  bei  Beurteilung  der  Linien 
berücksichtigt  werden.    Auch  der  Duktus  der  Schriftzüge, 


l^JUUt^ 


Serie  IV 


die  Unterschriften  stimmen  in  ihrer  Eigenart  ganz  mit  dem 
überein,  was  die  Handbilder  von  beiden  kundgeben.  Z  e  1  - 
n  i  k  geht  vom  Gesamteindruck,  den  er  in  voller  Großzügig- 
keit auf  sich  wirken  läßt,  bald  auf  die  Einzelheiten  über, 
die  er  sorgfältig  prüft,  bewertet  und  ausbaut.  Er  läßt  dabei 
seinem  Schönheitssinn,  seiner  Freude  am  Hübschen,  Aus- 
geglichenen, Abgeschliffenen  freien  Lauf  unter  Erkennung 
und  Benutzung  äußerer  Zusammenhänge,  während  au.s 
B  e  r  g  e  r  s  Hand  mehr  der  Wunsch  nach  Ergründung  i  n  - 
n  e  r  e  r  Zusammenhänge,  nach  Vertiefung  in  Probleme. 
Auffindung  und  Lösung  von  Konflikten  und  dramatischen 
Verwicklungen   hervorgeht. 

Die  Kopflinie  (mittlere  Querlinie),  in  beiden  Händen  sehr 
lang  und  gerade,  tritt  in  Zelniks  Hand  klarer  hervor.  Ich 
möchte  das  so  auslegen,  daß  sein  Intellekt -unbeschwerter 
und  daher  praktischer  und  dünnflüssiger  in  seiner  Ver- 
wendbarkeit ist,  während  Ludwig  Bcrgcr  mit  Krisen  und 
inneren  Schwankungen  zu  kämpfen  hat,  welche  in  ihrer 
Auswirkung  auf  die  Kopflinie  diese  nach  anfänglicher  Klar- 
heit    im     weiteren     Verlauf     etwas     verschüttet     erscheinen 


I 


lassen.  Beide  groß  in  ihrer  Regiekunst,  wie  der  feste,  har- 
monisch gefügte  Daumen,  der  lange  gerade  Ringfinger  und 
der  gleichfalls  gerade  kleine  Finger  (Talent  zum  Organi- 
sieren und  Disponieren)  anzeigen.  Beide  aber  so  ver- 
schieden in  ihrer  Kunstgestaltung,  wie  ihre  Hände  ver- 
schieden sind.  Zu  beachten  sind  insbesondere  die  beider- 
seitigen Kunstlinien  (zum  Ringfinger  gehend),  von  denen 
die  von  Zelnik  aus  einem  eindeutig  klaren  Strich  mit  gabel- 
förmigen Endungen  besteht,  während  man  diejenige  von 
ßerger  suchen  muß,  dann  aber  erstaunt  ist  über  die  Fülle 
feiner  Linien,  die  aus  tiefstem  Untergrund  hervorzuquellen 
scheinen. 

Zwei  andere  Hände,  ebenso  interessant  wie  verschieden- 
artig wirkend,  die  der  Filmschauspielerinnen  M  a  d  y 
Christians  und  Olga  Tschechow  a.  Beide  als 
weibliche  Hände  sind  etwas  wuchtig  und  ausgedehnt,  was 
auf  die  Weichheit  der  Hände  zurückzuführen  ist.  Beim 
ersten  Betrachten  fällt  schon  die  verschiedene  Haltung  und 
Bauart  der  Finger  auf.  In  Olga  Tschechowas  Hand  lehnen 
sich  die  tastkörperähnlichen,  feingliederigen  Finger  mit 
ihren  Spitzen  zueinander,  so  daß  die  Hand  wie  eine  Tulpe 
erscheint  oder  auch  wie  ein  Instrument  zum  Hineintasten 
in  Geheimnisvolles,  Übersinnliches,  Immaterielles.  Bei 
Mady  Christians,  die  mehr  auf  dem  Boden  des  Realen, 
der  Wirklichkeit  steht,  ist  die  Fingerhaltung  so  ganz  an- 
ders. Jeder  Finger  bringt  seinen  eigenen  Willen  zum  Aus- 
druck, hat  seinen  eigenen  Typ.    ,,Hier  stehe  ich,  ich  habe 


J^Ä/z^ö^ 


Berechtigung  dazu,  zu  sein,  wie  ich  bin."  Besonders  wuch- 
tig erscheinen  Ring-  und  Mittelfinger,  von  Anlehnung  des 
einen  Fingers  an  den  andern  ist  nichts  zu  spüren,  Gerad- 
heit, unkomplizierte  Offenheit,  Güte,  spontanes  Mitgefühl 
(Daumen  biegt  weit  um).  Typisch  ist  auch  der  Lunaberg 
geformt  (am  Handrücken),  der  durch  seine  starke  Senkung 
am  Handgelenk  Hang  zu  Träumereien  und  phantasievollen 
Spielereien  verrät. 

Originelles  ergibt  sich  beim  Vergleich  der  übrigen  Linien 
des  Handtellers.  Die  beiderseitigen  Kopflinien  sind  recht 
ähnlich  in  ihrem  Verlauf,  besonders  der  Schluß  der  Linie 
im  Lunaberg,  der,  in  mehrfacher  Winkelspaltung  eigenartig 
gezeichnet,  auf  bizarre  Gedankengänge,  unberechenbare 
Entschlüsse  hinweist,  zumal  auch  die  Kuppen  der  Daumen 
sehr  hoch  und  voll  sind  (Impulsivität,  Intuition,  schnelle 
Entschlußkraft).  Das  geht  übrigens  auch  aus  der  flüssigen, 
eiligen  und  doch  energischen  Schrift  hervor,  die  bei  Olga 
Tschechowa  noch  besonders  schwungvoll  erscheint.  Das  M 
der  Linien  tritt  scharf  in  großer  Deutlichkeit  hervor,  dabei 
zeigt  die  aufsteigende  Längslinie  (Schicksalsweg)  in  ihrer 
Vielgestaltigkeit  tiefe,  schwere,  eigentümlich  komplizierte 
Lebensschicksale  an,  während  sie  in  Mady  Christians  Hand 
leichter,  freudvoller  gezeichnet  ist,  nicht  so  großen  Schwan- 
kungen und  Gefahren  in  erster  Jugend  ausgesetzt.  Ähn- 
liche Zeichen  finden  sich  auch  an  der  Lebenslinie  (um  den 
Daumenballen). 


molka  ist  alles  viel  urwüchsiger,  zusammengedrängter,  mas- 
siger, aus  der  Fülle  von  Urkräften  zuströmend  zu  sehen, 
während  bei  Abel  konzentrierte  Geisteskräfte  eine  Durch- 
dringung, eine  Gliederung  der  Urmatcrie  in  kleinste,  feinste, 
wohltemperierte  Ströme,  ein  Abschleifen  alles  Überschüssi- 
gen bewirkt  haben,  so  daß  das  Innenbild  in  größerer  Straf- 
fung aus  der  Hand  hervortritt. 

Hier  ist  eine  Art  Selbstdisziplin  zu  beobachten,  eine 
Selbstkontrolle,  die  zur  Entwicklung  von  Kräften  und  zur 
Abschleifung  ungleichmäßiger  Eigenschaften  so  sehr  nützlich 
ist.  Es  lassen  sich  der  höhere  Zweck  und  die  Ziele  der 
Handlesekunst  erkennen,  wenn  man  diese  Selbstkontrolle  zu 
einer  bewußten  macht  und  ständig  übt.  Alles  ist  verbesser- 
bar und  sollte  auch  verbessert  werden,  was  uns  an  einer 
Hand  —  sei  es  die  eigene  oder  eine  fremde  —  unschön,  un- 
harmonisch erscheint  Auch  die  Hand  des  Künstlers,  des 
Schauspielers  und  Menschendarstellers,  zeigt  Ungleichmäßig- 
keiten  und  verrät  uns  aus  ihnen  außer  der  besonderen  Eigen- 
art ihres  Eigentümers  auch  seine  Hemmungen  und  Schwä- 
chen, die  noch  vorhanden  sind  und  des  Ausgleichs  harren. 
Wenn  man  wie  ich  so  oft  Gelegenheit  gehabt  hat,  Wege  zur 
Erkennung  und  Weiterentwicklung  anzugeben  und  gerade 
bei  Künstlern  —  und  das  ist  gewiß  nicht  Zufall  —  auf  be- 
sonderes Verständnis  gestoßen  ist,  wird  das  stets  von  neuem 
ein  Ansporn  sein,  weiterzuschürfen  und  neue  Hilfsmittel  zu 
entdecken. 


Ganz  abweichend  voneinander  markieren  sich  auch  die 
anderen  Linien  und  der  Venusberg  (am  Daumenballen)  mit 
seiner  verschiedenartigen  Einzeichnung,  hier  mehr  Schön- 
heitssinn auf  der  Basis  von  Sinnenfreudigkeit  anzeigend, 
dort  mehr  seelische  Empfindsamkeit  dokumentierend.  Die 
Herzlinie  und  die  Kunstlinie  weisen  große  Unterschiede  in 
beiden  Händen  auf.  Bei  Olga  Tschechowa  fällt  die  große 
Gabelung  am  Ende  der  Herzlinie  (unterhalb  des  Zeige- 
fingers) auf,  die  überaus  großes  Pflichtgefühl  im  Beruf,  fast 
bis  zur  Selbstvernichtung,  anzeigt.  Die  Kunstlinie  ist,  vom 
Handgelenk  aufwachsend,  wie  ein  langer  Stab  gezeichnet, 
der  unter  einem  Schutzdach  sich  stetig  erfolgreich  ent- 
faltet. Bei  Mady  Christians  erscheint  die  Kunstlinic  nach 
kurzer  Unterbrechung  unterhalb  des  Ringfingers  wie  ein 
leuchtender  Mosesstab,  der  unterirdische  Quellen  eröffnet. 

Beim  Vergleich  der  Hände  von  Alfred  Abel  und 
Oscar  Homolka  ergeben  sich  schon  auf  den  ersten 
Blick  deutliche  Unterschiede,  Zwar  sind  Form  und  Haltung 
der  Finger,  einschließlich  des  Daumens,  recht  ähnlich,  wenn 
auch  bei  Abel  eine  größere  Spreizung  hervortritt,  ein  be- 
vvußtes  von  sich  Fortrücken  und  sich  selbst  Betrachten,  um 
zu  größerer  Selbständigkeit  zu  gelangen.  Aber  im  Hand- 
innern  werden  sofort  die  Unterschiede  durch  die  Art  der 
Raumverteilung   und   der   Linien  selbst   deutlich.    Bei   Ho- 


^/^^ä(n^/^^^ 


16.  Fortselzuns 


Eine  zweimalige  Zuschrift  an  die  Chiffreadresse  auf  dem  Post- 
amt Dorotheenstraße,  in  der  er  zuletzt  sehr  drin<^end  um  eine 
erneute  Rücksprache  gebeten  hatte,  war  ohne  Antwort  geblieben. 

Auch  im  Restaurant  Wilhelmsgarten,  wo  er  mehrfach  Nach- 
frage gehalten   hatte,   war   der   Fremde  nicht   w-ieder   aufgetaucht. 

Der  Wirt  kannte  ihn  nicht,  hatte  ihn  nie  zuvor  gesehen,  so 
daß  Walter  zuweilen  ein  Gefühl  stiller  Verzweiflung  überkam, 
als  ob  sich  alles  gegen  ihn  verschworen  habe  und  ihm  eine 
geheime    Macht    planmäßig    entgegenarbeite, 

Kraft  seiner  Vollmacht  als  Vermögenspfleger  Evelyns  hatte 
er,  um  nichts  unversucht  zu  lassen,  nach  einer  Rücksprache  mit 
Lore  den  Betrag  von  300  000  Mark  auf  die  Filiale  der  Deutschen 
Bank  in  Amsterdam  überwiesen,  obwohl  der  Kommissar  davon 
abgeraten  und  das  Ganze  nur  als  einen  Hochstaplertrick  eines 
gesellschaftlichen   Desperados   bezeichnet   hatte, 

,,Ich  stehe  dieser  Sache  nach  wie  vor  sehr  skeptisch  gegen- 
über", meinte  er,  als  Walter  am  Tage  vor  der  Hauptgerichtsver- 
handlung noch  einmal  in  seinem  Büro  vorsprach,  ,,Der  junge 
Mann  muß  uns  für  richtige  Greenhorns  gehalten  haben,  die  er 
mit    seiner    eleganten    Frechheit    bluffen    zu    können    meinte!" 

,,Ich  warte  die  Post  von  morgen  ab!"  versetzte  Walter  nach- 
denklich. „Da  wird  es  sich  ja  herausstellen,  ob  uns  der  Herr 
endlich  Nachricht  gibt,  oder  es  sich  nur  um  einen  Erpressungsver- 
such gehandelt  hat.  Augenblicklich  ist  die  allgemeine  Lage  für 
uns  ja  so  gut  wie  hoffnungslos.  Selbst  Fräulein  Lore,  die  nicht 
so   leicht   zu   entmutigen   ist,    fängt   an,   nervös  zu   werden!" 


„Wie  geht  es  Frau  Karr  eigentlich?"  fragte  der  Kommissar, 

Walter    zuckte    die    Achseln, 

,,Sie  ist  natürlich  seelisch  ganz  gebrochen,  so  daß  der  Ge- 
richtsarzt bei  seiner  letzten  Untersuchung  ihre  Verhandlungs- 
fähigkeit  sehr  stark  in  Zweifel  zog.  Davon  will  sie  aber  durchaus 
nichts  wissen.  Weil  sie  einfach  nicht  imstande  ist,  diese  sie  lang- 
sam aufzehrende  Ungewißheit  länger  zu  ertragen." 

Walter  war  am  Nachmittag  noch  einmal  bei  Lore  gewesen 
und  hatte  mit  ihr  die  letzten  Vereinbarungen  für  den  nächsten 
Tag   getroffen. 

Auch  der  langjährige  Hausarzt  Evelyns  hatte  an  der  kleinen 
Konferenz  teilgenommen  und  sich  bereit  erklärt,  die  Damen  nach 
Moabit  zu  begleiten  und  für  die  Dauer  der  ganzen  Verhandlung 
im   Gerichtssaal   anwesend   zu   sein, 

Walter  hatte  den  alten  Herrn  später  im  Auto  mit  zur  Stadt 
genommen  und  dann  tödlich  lange  Stunden  im  Gewühl  eines 
großes  Musikcafes  gesessen,  in  einer  triebhaften  Angst  vor  dem 
Alleinsein, 

Gegen  acht  Uhr  speiste  er  endlich  in  einem  Weinrestaurant 
Unter  den  Linden  und  ging  durch  die  Menschenbrandung  der 
Friedrichstraße  zum  Wintergarten, 

Für  die  neunte  Stunde  war  hier  ein  letztes  Zusammensein  mit 
Brandstetter  verabredet  worden,  der  seit  einiger  Zeit  in  der  Ehe- 
scheidungssache eines  Chemnitzer  Fabrikanten  Material  sammelte 
und   einen   Wink   erhalten   hatte,   daß    der   zu   beobachtende   Ehe- 


mann  abends  auf  der  Winteriiartenlerrasse  in  kompromitliercndcr 
Damenjjesellschaft    anzutreffen    sein    würde. 

Als  Walter  jetzt  vom  Winter<5arlensaal  aus  die  kleine  Seiten- 
treppe zur  Terrasse  hinaufstieg,  ließ  sich  dicht  vor  ihm  ein 
älterer  Herr  in  korrektem  Abendanzu<4  an  einem  der  ersten  Tische 
nieder. 

Der  Kellner  nahm  ihm  einen  hellen  Sportpaletot  und  einen 
;4riincn  Hut  mit  Dachsbart  ab,  und  der  vornehme  Gast  klemmte 
sich  ocradc  ein  Funiilas  ein,  um  das  Pr'ooramm  zu  studieren,  als 
er  Walters   ansichtig   wurde   und    ihn   freundlich   heranwinkte. 

Der  stutzte  im  ersten  Augenblick  über  die  Vertraulichkeit  des 
fremden  Herrn,  dann  aber  erkannte  er  Brandstetter  und  grüßte 
ihn  mit  herzlichem  Händeschütteln. 

,,Ihre  Maske  ist  austjczcichnet!"  sagte  er  halblaut,  ,,Um  ein 
Haar  wäre  ich   an   Ihnen  vorbeigelaufen!" 

Der   Kommissar   zog   ihn   auf   einen   Stuhl. 

,,lch  hab'  mich  heut  als  Agrarier  verkleidet!  Es  ist  wirklich 
wunderbar,  wie  ganz  geringfügige  Veränderungen  an  der  Bart- 
Iracht  und  ein  paar  fast  unsichtbare  Retuschen  den  Gesamtein- 
druck eines  Gesichtes  umgestalten!" 

,,Dorl  drüben  hab'  ich  übrigens  auch  schon  mein  Opfer  er- 
späht!" schloß  er,  verstohlen  auf  einen  glatzköpfigen,  gewöhnlich 
aussehenden  Herrn  weisend,  der  an  einem  Nachbartisch  mit  einer 
blutjungen  und  auffallend  hübschen  Dame  saß.  ,,Es  ist  gut,  daß 
ich  meinen  Smoking  angetan  habe.  Denn  ich  werde  das  Pärchen 
heut   wohl   noch   zum   Palais  de   Danse  begleiten  müssen!" 

Walter  lehnte  sich  weit  in  seinem  Stuhl  zurück  und  gab  sich 
für  Augenblicke  ganz  der  Stimmung  des  riesigen  Raumes  hin, 
zu  dessen  flimmerndem  Sternendach  soeben  drei  junge  AAänner 
in  blendend  weißen  Trikots  an  Strickleitern  und  Tauen  hinauf- 
lurnten. 

Ein  zärtlicher  Walzer  rieselte  durch  die  bläuliche  Helle  der 
leise  vibrierenden  Luft,  in  der  jetzt  über  einem  weitgespannten 
Stahlnetz  ein  wundervolles  Gleiten  und  Schweben  von  biegsamen 
Körpern  zwischen  den  rhythmisch  schwingenden  Trapezen  begann. 

Dann  schoß  auf  einmal  ein  schimmernder  Pfeil  blitzschnell 
durch    die    silbernen    Lichtgarben   der   Scheinwerfer. 

Die  Musik  setzte  aus. 

Eine    atemlose    Pause. 

Im  nächsten  Augenblick  ein  Furioso  rasend  umeinander  wir- 
belnder  menschlicher   Leiber. 

Ein  dreifacher  Salto  in  Himmelshöhe, 

Doch  schon  waren  die  kühnen  Flieger  auf  ihren  Absegeibrettern 
gelandet,  und  das  Orchester  schmetterte  gellend  in  den  befreiten 
Beifallsjubel  der  tausendköpfigen  Zuschauermenge. 

Dann  wechselte  das  Bild. 

Die  Musik  war  in  allerlei  seltsam  zerrissene  orientalische 
Disharmonien    übergegangen. 

Eine  Flöte  spielte,  unermüdlich  auf  und  abwärts  gleitend,  die 
chinesische   Viertonleiter. 

Dann   wurde   der   Blick   auf   die   Bühne   wieder    frei. 

Vor  einem  leuchtend  roten  Seidenvorhang  stand  ein  puppen- 
haft zierlicher,  gelbgesichtigcr  Mann  und  begann  unter  feierlichen 
Verbeugungen   mit   seinen  Produktionen. 

Er  warf  ein  halbes  Dutzend  loser  Servietten  in  die  Luft  und 
ließ    sie    kunstvoll    zusammengeknotet   wieder    herabfallen. 

Er  legte  eine  Anzahl  Hühnereier  in  ein  kleines,  völlig  leeres 
Lackgefäß,  breitete  ein  Tuch  darüber,  und  sofort  erhob  sich  unter 
dem  Tuch  ein  lebhaftes  Gegacker,  und  eine  Henne  mit  sechs 
putzigen  Kücken  marschierte  stolz  aus  dem  Lacktöpfchen   heraus. 

Dann  zündele  er  auf  einem  schw-eren  silbernen  Kandelaber 
sechs  große  Wachskerzen  an,  löschte  sie  wieder  aus  und  wickelte 
sie  alle  zusammen  in  einen  großen  Seidenpapierbogen. 

Unter  seinen  unablässig  arbeitenden  Händen  verkleinerte  sich 
das  Kerzenpaket  zusehends  bis  auf  die  Größe  eines  Tennisballes 
i'nd  verw'andellc  sich  schließlich  in  eine  Blumenmanschette,  mit 
der  er  immer  von  neuem  in  die  Luft  griff  und  ganze  Haufen 
bunter  Papierblumcn  um  sich   aufschichtete. 


Mit  einer  raschen  Bewegung  raffle  er  auf  einmal  den  ganzen 
Blumenberg  zusammen  und  zog  eine  viele  Meter  lange  chinesische 
Drachenlahne  daraus   hervor. 

Doch  ehe  sich  die  Zuschauer  noch  von  ihrer  Verblüffung  er- 
holt hatten,  faßte  er  in  eine  Falte  seines  Kimonos  und  hielt  den 
Kandelaber  mit  den  brennenden  Kerzen  wieder  in  seiner  trium- 
phierend   erhobenen    Rechten. 

Jetzt  trat  ein  großer,  schlanker  Mensch,  gleichfalls  in  chinesi- 
scher Tracht,  auf  die  Bühne  und  überreichte  ihm  einen  Stoß 
Zeitungen. 

Der  Zauberer  riß  eine  davon  in  lange  Streifen,  legte  diese 
sorgfältig  zusammen,  riß  sie  noch  einmal  quer  durch  und  faltete 
die  soeben  zerrissene  Zeitung  dann  wieder  in  alter  Unversenriheit 
auseinander. 

Das  Staunen  des  Publikums  wuchs,  während  der  kleine  Chinese 
gleichmütig  Zeilung  auf  Zeitung  zerriß  und  einige  davon  durch 
seinen  Gehilfen  in  das  Parkett  herunterreichen  ließ,  damit  sich 
jedermann  durch  persönlichen  Augenschein  überzeugen  konnte, 
daß  sie  wirklich  in  Stücke  gerissen  waren;  wenn  sie  dann  zu 
ilirem  Meister  auf  die  Bühne  zurückkamen,  hatten  sie  sich  unter- 
wegs wieder  in  ganze  Zeitungen  verwandelt. 

,, Zeitlupe",  sagte  er  endlich  mit  einer  eigentümlich  näselnden 
Stimme  und  führte  seinen  Trick  so  langsam  aus,  daß  man  jede 
einzelne  Phase  genau  verfolgen  konnte. 

Noch  einmal  schwang  er  die  Papierfahnen  in  die  Luft,  ver- 
neigte sich  undurchdringlich  lächelnd  und  hatte  dann  doch  wieder 
ein  vollständig  erhaltenes,  vierseitiges  Zeilungsblaft   in  der  Hand 

Brandstetter  hatte  sein  Opernglas  erhoben  und  beobachtete 
interessiert   die   rätselhaften   Manöver   des   gelben  Mannes. 

Dann  stutzte  er  plötzlich. 

Schon  beim  Eintritt  des  Gehilfen  waren  ihm  dessen  gesclimei- 
dige  Bewegungen  .Tufgefallen,  die  auch  durch  das  faltige  Gewand 
nicht  ganz  verdeckt  weiden  konnten. 

Irgendwo  mußte  er  dieses  verschlagene,  absolut  europäische 
Gesicht  schon  einmal  gesehen  iiaben. 

Und  dann  schössen  seine  krampfhaft  arbeitenden  Gedanken  mit 
einem  Male  in  einer  einzigen  Vorstellung  zusammen. 

Wilhelmsgarlen. 

Wenn  ihn  nicht  alles  trog,  stand  der  junge  Herr  aus  dem 
V7ilhelmsgarten  dort  oben  neben  dem  Zauberer  auf  der  Bühne. 

Mit  einer  nervösen  Bewegung  knüllte  er  das  dünne  Programm- 
heft zusammen;  er  mußte  unter  allen  Umständen  klarstellen,  ob 
er  sich  nicht  geirrt  hatte. 

..Entschuldigen  Sie  mich  bitte  für  ein  paar  Minuten,  lieber 
Herr  v.  Prayer!"  sagte  er,  sich  unvermittelt  erhebend.  ,,Ich  sehe 
da  unten  im  Saal  soeben  einen  Herrn,  den  ich  heut  unbedingt 
noch   einmal   sprechen   muß!" 

Damit  war  er  bereits  die  Terrassentreppe  hinabgeeilt  und  ließ 
sich  in  der   Kleiderablage   seine   Sachen  geben. 

In  seiner  amtlichen  Tätigkeit  hatte  er  eine  Zeitlang  den  sicher- 
heitspolizeilichen Teil  des  Kunstdezernats  bearbeitet  und  kannte 
daher  sämtliche  Berliner  Theater  und  Varietes  in-  und  auswendig. 

So  fand  er  sich  denn  ohne  Schwierigkeiten  zu  den  hinteren 
Bühnenräumen  des  Wintergartens  und  ließ  sich  durch  einen 
Diener  bei  dem  ihm  seit  Jahren  befreundeten  Inspizienten  melden. 

Ein  halbnacktes,  schlankes  Kind,  den  Miedergürtel  der  Salome 
um  die  schmalen  Hüften,  huschte  gerade  die  kleine  Wendeltreppe 
hinab,  die  zwischen  den  grauen  Steinwänden  von  Garderobe  zu 
Garderobe   klettert. 

Von  der  Bühne  kam  zuweilen  ein  zartes  Echo  von  Orchester- 
fanfaren. 

Dann  schoß  der  völlig  kahle  Schädel  des  Inspizienten  aus 
einer  sich  plötzlich  öffnenden  Tür,  und  der  Kommissar  fühlte  sich 
in  einen  winzigen  Büroraum  hineingezogen,  in  dem  ein  schnee- 
weißer Kakadu  mit  einem  uralten  Philosophengesicht  still  und 
nachdenklich  auf  einer  Messingstange  über  einem  Schreibtisch 
von   fabelhafter   Unordnung   hockte. 

Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreichten 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des     „  Fil  m -M  a  g  az  i  n  ",      Berlin    SW  68,    Zimmerstraße    35-41 
Scherlverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat   also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  M.inu- 
skriiitanRClCKenbeifcn  bitten  wir  folgendes  zu  beacbten:  Jeder  Anfr.Tge  ist 
KiieUporto  beizufügen.  Jede  Einsendung  eines  Jlanuskripfs  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  Sclireibmascbinenseiten 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Kcgisscure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Jlanuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durcbscblage  senden,  von 
liandgescliricbcnen   Sendungen   (leserlich)   eine  Abschrift  zurückbehalten, 

• 

G  r  i  (  a  F.,  AV  c  i  ß  e  n  s  e  e  :  (ieorgi  v.  ReulJ  ist  ein  Edelkomparsc 
und   seine   .Adresse   leider   nicht  bekannt. 

Paul  II.  in  B.:  I.ily  Daniita 
filmt  augenblicklich  bei  liiitcd 
Artlsts  in  Hollywood  als  P.irt- 
ncrin  von  Ronald  Colman.  Die 
Künstlerin  ist  eine  Fnmco-Por- 
tngiesin  und  licitit  biirgcrlich 
l.ilv   (iavrocho. 

Heia  F.,  B  1  n.  -  C  b  a  r - 
1  0  t  t  e  n  b  u  r  K  :  Conrad  A'eidt 
wolmt  im  Eden-Hotel,  Berlin, 
Budapestcr   StralJe. 

Otto  S.,  Leipzig:  Ob 
,.T)cr  Clöckner  von  Xotre-I>ame'' 
in  Leipzig  noch  eiiiiiial  gezeigt 
wird,  können  wir  Ihnen  leider 
nicht  sagen.  Es  ist  wohl  am 
zweckmiiliigstcn.  wenn  Sie  sich 
mit  dem  Besitzer  Ihres  .Stamm- 
kinos in  A'erbindung  setzen. 
Eine  Beschreibung  zu  diesem 
Film  erbalten  Sie  beim  Hlti- 
strierten  Filinkurier,  Berlin  W  9, 
Kiithener    Stral!e    37. 

1,  i  s  s  i  ,  An  n  a  b  e  r  g  :  Xein. 
AVerncr  Fuettcrer  trügt  in  natura 
keinen  Schnurrbart,  i^ie  künncn 
also  ruhig  sein.  Maria  Paudler 
bat  ihre  AVohnung  in  Bcrlin- 
Halensee,  Albrecht  -  Aebillcs- 

Strntle   ,'ia. 

E  V  a  I>.,  Berlin:  AVerner 
Fuettcrer  wohnt  Berlin-Steglitz, 
Klciststraße  'J7,  und  gibt  .Aulo- 
gramme. 

1.  i  I  i  a  n  H  a  r  v  (>  y  -  A'  e  r  - 
e  b  r  e  r  Rolf  Sc  h.,  Leip- 
zig: Lilian  Ilarvey.  am  1!).  Ja- 
nuar in  LoM<lon  geboren,  wohnt 
Berlin  AV  K).  Diisscldorfer  Strai.le 
Nr.  47.  Gibt  Autogramme.  Xiiehste 
Arbeit:  „Das  Modell  vom  Xlont- 
parnasse". 

B  <^  a  t  r  i  c  e  P.  i  n  Z.:  AVil- 
lielm  Dietcrle  w(dint  Berlin-Wil- 
mersdorf. Jenaer  Stral'ic  8.  uml 
ist  mit  der  Schauspielerin  Char- 
lotte  Hagenbrucli   verheiratet. 

Rudolf  R..  AI  ü  neben: 
AVenn  Sie  Filmdarstidler  werden 
wollen,  so  müssen  Sie  in  erster 
Linie  mimisebi's  'P.iIcMit  haben. 
Am  besten,  .Sie  setzen  sich  un- 
mittelbar mit  den  führenden 
Filmgesellsebaften.  wie  l'fa,  Ber- 
lin S\V  m.  Kochstr;ilJe  fi-8,  A;ifa, 
Berlin  SW  48.  FriedrichstraCle  2l'3, 
Terr.i.  Bc-rlin  SW  (i,s,  Koeli- 
stral.'.e  73.  Xatinnaj.  Berlin  SW  48, 
FriedricbstralJe  10.'  in  A'crhindnng. 
Filmliiieher  aller  .\rt  erh;ilten 
Sie  durch  den  Alax  Alattisson- 
Verlag,  Berlin  SAV  «8,  Ritter- 
stratle    71. 

Luise  IL,  Calla  nberg- 
L  i  c  h  t  e  n  s  t  e  i  n  :  Das  eine 
Bild  stellt  Olga  Tseheehowa  dar, 
das    andere    Rin-Tin-Tin. 

Otto  L.,  H  .1  m  b  u  r  g  :  Die  Partnerin  von  Conrad  Nagel  in  ,, Raz- 
zia ■  beißt  MyrM.i  Loy.  Sie  spielte  auch  neben  Jane  AA'inton  die  weibliche 
Hauptrolle  in  dem  Monte-Blne-Film  ,,Der  Deserteur".  Der  kürzlich  ver- 
storbene AlluTt  Steinrück  ist  noch  in  ,..\sph;ilt'",  ,. Fräulein  Else"  und 
..Schw.uzw.ildkindcr'  zu  sehen.  l)it;i  Parlo  wohnt  Berlin  AV,  Motzstr.  «7. 
Dunkle   Ang(ii,   dunkles   Haar. 

Dr.  AV  o  1  f  B.:  Didorcs  del  Rio  ist  durch  die  Fnited  Artists  Studios, 
7200  Santa  ilonic.i  Boulevard,  Hollywood,  zu  erreichen.  Ihre  neuesten 
Filme  sind:  ,.Zig'Mincrr;iche",  und  .,,.Angelus".  .Sie  gibt  Autogramme. 
..Die  Liehe  \  om  Zigeuner  stammt''  wir<l  gcwifl  noch  in  vielen  Kinos 
l.iufen.  Karlen  von  Dolores  del  Rio  erhalten  Sie  in  jeder  grüßeren  Papier- 
l.;iiidliiiig  oder  beim  Posikarten-Aerlag  Roß,  Berlin  SAV  68,  Alexandrinen 
sti.iße    110. 

M  a  X  A'.,  X  ü  r  n  b  e  r  g  :  Aber  selbstverständlich  erb.ilten  die  Film- 
stars ihre  Brief«?  iineröFfnet.  H.iiis  B<'ck-0.ideii  ist  schon  viele  Jahre  beim 
Film.  (Jretc  Reinwald  gibt  Aiilogr.imme.  J.iwohl.  alle  Filmstars  lesen 
d.is  ,, Film-Magazin".  AVenn  Sie  zum  Film  wollen,  so  müssen  Sie  vor 
allem   Talent   haben. 


Anne   B.,  AI  a  n  n  li  e  i  ni  :     In  jeder  größeren  Papierhandlung  gibt  es 
.■iiieh    Privatbilder    von    Künstlern.       AVjirum    sollte   nicht    auch    cinm;il    ein 


Autogramm     mit     Bleistift     geben, 


unzählige     andere 

durch   die    Aafa.    Berlin 
gibt    Autogramme.       Sie 


Joe  May  mit  Betty 
Fröhlich    nach    der 


Filmstar     ein 
Menschen? 

B  e  r  t  a  aus  Kiel:  Luciano  Albertini  ist 
SW  48,  Friedrichstraße  223,  zu  erreichen.  Er 
Können    naiürlich    Deutsch    .in    ihn    schreilx  n. 

,7  e  t  t  .1  de  Z.,  D  r  c  i  b  e  r  g  e  n  :  Johannes  Riemann  wohnt  Berlin 
AV  15,  Jo;ichimstb.iler  Straße  24,  Conrad  A'eidt:  Eden-Hotel,  Berlin,  Buda- 
pester Straße.  Käthe  von  Xagy:  Berlin  AV,  Pr.iger  Slr.iße  4,  Evi  Eva. 
Bi  rlin  AV,  Badenscbe  Straße  13.  Die  genannten  amerikanischen  Filmstars 
h;.hcn    ihren  Sitz   in  Beverly-Hills,   Hollywood. 

Richard  S.,  Leipzig: 
.,Die  Mitternachtstaxe"  wurde  in 
Berlin  aufgenommen.  Tum  Mix 
gibt  Autogramme.  Fügen  Sie 
eine  Bildkartc  dos  Künstlers 
und  einen  internationalen  Post- 
schein  bei. 

Richard  F.,  Bremen: 
Richard  Talmadges  Anschrift  ist 
Beverly-Hills,  Hollywood,  Kali- 
fornien. Er  gibt  Autogramme. 
Noch  kein  weiterer  Film  an- 
gezeigt. 

AV  i  I  h  e  I  m  S..  Stutt- 
gart: Brigitte  Helm  und  \\cr- 
ner  Fuettcrer  sind  nicht  bei  der 
.Sprechhühue.  Der  Besuch  einer 
Filmsibule  ist  nicht  unbedingt 
erforderlich,  aber  zu  empfehlen. 
A\'enden  Sie  sieli  einmal  an  die 
Filmsebule  in  Jliinchcn,  8(mnen- 
straße  15.  ,,Die  Dame  in 
Schwarz"  ist  schon  ein  älterer 
Film.  AVilly  Fritscb  filmt  seit 
ungefähr  1924,  AVerner  Fuetterer 
hat   etwas   später   angefangen. 

A\'  i  1  1  y  S..  D  e  m,  m  i  n  :  Max 
Hansen  wohnt  Berlin-AVilmers- 
dorf,  Branilenburgisehe  Straße  25. 
Jenny  Jiigos  neuester  Film  ist 
..Das  Mädel  aus  A'alencia". 
Ernst  A'erebes  spielte  eine  Haupt- 
rolle in  dem  neuen  Harry 
Liedtke-Film  ,,Die  Zirkusprin- 
zessin". Douglas  Fairbanks' 
ni-chsfer  Film  ist  „Die  Eiserne 
Maske". 

Paula  .S..  H  a  m  b  u  r  g  : 
Enrico  Benfer  wohnt  Berlin  W, 
Kaiserdamm  29,  wurde  am 
28.  Juli  in  Neapel  geboren,  gibt 
Autogramme  und  ist  mit  dem 
Ufa-Star  .Jenny  Jngo  vorlobt. 
Die  betreffenden  amerikanischen 
Künstler  haben  ihren  AVohnsitz 
in     Beverly-Hills,    Hollywood. 

Stuttgarter  Range: 
Clara  Bow  b.it  tizianrotes  Haar. 
Ähnliche  Haarfarbe  haben  Lya 
Mara,  Elisabeth  Bergner,  Ruth 
AVeyher,  Lucy  Doraine,  Nita 
Xaldi  u.  a.  m.  Im  Film  kommt 
diese   Haarfarbe   tiefschwarz. 

Hildegards  eh..  Sehön- 
eiche:    Den    Sohn    des    Staats- 
anw.ilts     in    den     ,,Siebzebn,iäbri- 
gcn"     spielte     Martin     Herzberg. 
AVobnung:     Berlin     .SO     2«,     AVal- 
demarstraße    6.')a.      Ossi    Oswalda 
wohnt  Berlin  W  10,  HohenzoUern- 
straßo  14.    Ihr  richtiger  Name  ist 
Oswalda  Stäglich.    Die  Post  wird 
sie    aber    auch    finden,    wenn   Sie 
an    ,.Ossi    Oswalda"    adressieren. 
Am   2.  Februar  auf  die  AVeit   ge- 
kommen.       Geschieden.       Rosen. 
Augenblicklieb   tritt   sie   in   AVien 
als    Soubrette    auf. 
F  ranz    X.    R.,     N  e  ii  k  ö  I  I  n  :      Adele     Sandrock     wohnt     Berlin     AA', 
l.eihnizstraße  60.     AA'ir  empfehlen   Ibnen,   Alartin  Herzberg   unmittelb.ir   um 
Bild    und   Autogramm   zu   bitten.     Er  wird   Ibnen  bestimmt  Ihre  Bitte   er- 
füllen.     Die   Antworten   im   Film-Magazin   sind   kostenlos. 

C.  e  r  d  a  S.,  II  ;i  m  bürg  :  Der  Operateur  Arkos  Parkas  ist  durcli 
die    Deutsche    Universal,    Btrli'i    AV  8,    Alauerstraße    82,   zu   erreichen. 

AV.  G.  H..  D  a  m  e  n  h  o  c  b  s  e  b  n  ii  r  s  t  i  e  f  e  1  :  AA"enn  Sie  Film- 
streifen und  Kinostandbilder  käuflieh  erwerben  möchten,  so  wollen  Sie 
sich,  bitte,  init  den  Verleih-Firmen  in  Verbindung  setzen.  Dort  crf.ihren 
Sie  all-s  Nähere.  Lilian  Harvey  wohnt  Berlin  AV  15,  Düsseldorfer  Str.  47, 
F  i  1  m  f  r  e  II  ii  il  i  n  L  u.,  51  a  n  n  h  e  i  in  :  Ein  Film  mit  Dorotliei 
AVieck  ist  augenblicklull  nicht  angekündigt.  Die  Hauptdarsteller  von  den 
..A\'cißen  Rosen  von  P.avcnsberg"  sind  Jack  Trevor,  Dolly  Davis,  A'iola 
ti.irden,  Diana  K;irenne.  Harry  Licdtke  läßt  sich  nicht  von  Christa  Tordy 
scheiden.  Marianne  A\  inkelstern  ist  Tänzerin.  Ihr  zweiter  Film,  in  dorn 
sie  mit  Licdtke  spielt,  licilit  ,,l)ie  Zirkiisprinzessin".  Brigitte  Helms  Ga'te 
Richard  AVeil'lcich  filmt  bin  und  wieder  in  kleineren  Rollen.  Richtig,  Sil 
b;iben   es  eriaten,   wer   Lilian  Harveys  Auscrwählter   ist. 


Amann  und  Gustav 
„Asphalt"-Prem  iere 


Pliot.  Ufa 


.)  a  r  o  Ii  F..  S  ;i  n  r  \v  0  1  I  i  11  K  c  n  :  Ertdip  Piilo  filmte  friihrr  in  Aiiio- 
i;k.».  Hill-Till-Till  ist  ein  Waiiicr  Urollicr.s-Star  und  wdliiit.  clieiiso  « io 
'fiiiii  'l'.vicr,    in   llollywond. 

(;  <•  1-  t  r  II  rt  (l  (•  K..  N  (•  11  1;  ö  I  I  n  :  llir  üricf  i>l  an  Hciiiliaid  Cnctzlvo 
« (•ilcr;;('lt'il('t. 

I-  i  I  m  f  r  c  n  n  diu  Ii  i  s  :\  II..  I>  r  c  n  d  c  ii  :  It.inion  N'in.ario  wiirdi? 
in  I)iii;iiis'>  (Mexiko)  i^cliorcii.  JJr.iiiiif  .\ii:;c'ii.  .'^i-iiic  J.ii'liliiiKsl'arlu  ii 
Ui  niii'ii  wir  niclil.  I.ril!!;.  Xäclistcr  l''iliii;  ..Die  Diiiic  liiiitchn  \  Oili.iiiK". 
si{-  iliiii'i-ii  ilini  riilii;;  .••(■liicilicn.  01«;i  'r.-^fhciliiiwa  .■i|iicllc  im  ..Wcili  in 
I  l.iinincn"  iiiil  .\illnir  l'ii.-.~c.v.  I)(mi  Admir.-il  Ni-Is<im  Im  ..Die  iinf;eliniiili> 
Ivüinum"  siiielte  der  l  iif;ar  N'ictor  N'arlvoni.  I^r  sduie  l'uriiine  (iril'lilli 
>iiid  .Uli'  dem  Wi'iic  iiaeli  lOiiriipa.  M.ady  (  liri^li.aiis'  l'.irlner  in  ..l'"ine  l-'r.iii 
\  Hii  l'iirni.al  ■  war  l'eler  l,esk;i.  Die  miiiiuliehe  ll.niiilrulle  im  ..llerz^i-lil  n;' 
dii  Weif  >;i)i<'lte  Ifaliili  Korlies.  Der  Partner  von  llenny  l'nilen  in  ..Zu- 
l'lneli!  "  lieil't  J'i.iiiz  l.ed<'rer.  Den  jinmcn  Straiil.1  in  ..Ilent'  spieli  ili-r 
.■^iriiil!"    siellto    Imre    Kaday    d.ir.    seine    l'.irliierin    w.ir    l.ili.in    Kllis. 

Kurt  (!..  \V  e  i  IJ  e  11  f  e  I  s  :  Harry  l'iels  neuester  Kilin  ..Die  .Mittir- 
iiailil-^laM-'  wurde  Iviirzlicli  in  Herliii  iir.iiil'i.vefiilirt.  .\iif;eiililieklleli  .ir- 
l'(  ilet  er  .-in  einem  .'^tiicU  ..Sein  firoUes  Kliren«  ort".  \  orjäliripe  Filme 
sind:  ..M.inn  ije^i.'n  M.iim"  und  ..Seine  sliirUstü  W.ilIC  '.  K.irten  xni  l'iel 
iili.ilieii    Sie    lieim    l'.ilj-Verlaü'.    .Silresse    an    .•indcMcr    .Sielle. 

(i  e  r  d  i  in  II  .'i  in  li  n  r  ;;  .'1:  Die  A\'elti>remiere  iler  ..Kran  im  Mond' 
wird  IHK  li  in  dieser  Saison  in  Herlin  stattlindmi.  \\  .iiin  der  Film  in 
llanilinr;;  laufen  wird,  ebenso  ..Ihr  ilnnkler  l'nnkf.  erfahren  Sie  am 
besten  ilnreli  di'ii  liesitzer  llires  Stanimkimis.  Ijllan  llar\ey  wurde  am 
111.  .Liniiar  In  l.omlmi  t;-el)oren.  ,,Der  Tanzstinlenf  wurde  In  den  l'fa- 
Ateliers    anf^cnonunen.      |ilt;i    I'arlo    ist    liber    ein    .lalir    lieim    Film. 

A  II  II  i  S..  |{  r  e  s  I  a  n  :  Der  I'arlner  .Maria  Cordas  im  ..l.iebesleben 
iler  scliiiiien  lleleii.T'  belUt  l'li.irdo  (orti'Z.  Ist  dnreli  die  First  X.itioii.il- 
Sindios,  Kiirbank-Ilolly wund.  K.il..  zu  errelclK'n  und  nibt  .\iitouraiiime. 
."^ii-  hallen  reelit:  l.aiir.i  !.i  l'l.-nile  li.it  eine  gewisse  .\eliiilirhkeil  inll 
.\l.iri.i    r.iiidler. 

II  e  t  y  lt..  .\  r  n  s  b  e  r  }?  :  Waller  SIezak  und  Eftnii  von  Jordan  wer- 
den .iiich  wli'iler  filmen.  H.irr.v  ll.ilin  ist  mit  einer  Nicht-Seh.iiispielerin 
\  erlii'lr.itet.  (inslav  Frölilieh  widiiit  IierIiii-\\  Cslend,  Knrliinilir  Allee  1. 
.MIa  .M.iy  iiiiil  l.olte  Xenm.inn  filmen  xnriiliifl^'  nielil  iiielir.  .\lle  Filinsiars 
;;iben    .\ iiloH'ramme.       Sie    kiiiiniMi    sieh    direkt    .'in    sie    wenden. 

V.  V  e  I  y  11  a  ii  s  H  a  I  I  e  :  (Jrete  Heinwalil  wohnt  Berlin  W,  Rescn's- 
biiiiicr  Str.ilJe  II.  Haiini  Ifeiiiwald:  Berlin  W.  Knrfilrsiend.imm  ;17.  Die 
Merliner  Adresse  von  Kamon  Nov.arro  wird  sofort  bek.innl;iei;ebeii,  wenn 
iler   Künstler   hier   ist. 

.\  n  n  i  W.  a  ii  s  I)  r  e  s  d  e  n  :  (illy  Fcindt  tjlbt  .\iitüf;r.inime.  \\  anii 
..Ihr  dunkler  l'iinkf  in  Dresdeif  erseheint,  werden  Sie  am  besten  a  on 
llirein  KInobesilzer  erfalir'Mi.  (lar.i  ]{ow  ist  durch  rar.iniouiit,  City, 
Kalifornien  zu  erreiehen.  .sii-  ist  nicht  mit  Ch.irles  IJofrers  verlobt.  Mon- 
licli.  (I.iIj  \  lele  Filmstars  aiicli  In  Dresden  .\iitonr;imine  );(>lieii.  Die  aiiKeii- 
hlu-kllche  Adres-e  der  Tanziiln  Aiiii;i  l'.iwlow.a  ist  uns  leider  nicht  be- 
kannt. Sie  können  .-iber  n;icli  London  A\'.  adressleren,  wo  die  Klinsllerin 
stund  14?   wcihiit. 

I.  i  I  i  .1  11  I  n  II  a  in  b  n  r  i;-  :  ..Kliie  Xaclit  in  London"  ist  in  Berlin 
sdion  iir.iiif^H'fiihrt.  KIn  Bild  m>m  Knlli  Weylier  wird  bei  (ielefienheit  ge- 
br.icht  werden.  A(;nes  l'etersen  h.at  bl.iiie  .\iifien  und  dunkles  ll.iar.  Die 
beiden  ll.iii|itil.irsteller  von  ,, Flucht  vor  der  Liebe'  sind  .Teniiy  .Iiiko  und 
Knrico    Benfer.      .\ni    besten,    Sie    fr.i^'en    Llll.in   Ilirvev    einm.il    selb-t. 


('  o  n  r  a  d  V  e  i  d  I  -  V  c  r  P  h  r  e  r  I  n  .  X  e  n  k  ö  I  1  n  :  Der  AutOKramm- 
ta;;  mit  t'oiir.id  X'eidt  ist  bereits  .im  H.  Febrii.ir  .'iiif  dem  Titelblatt  an- 
fii  kündigt  worden.  Vielleicht  meinen  Sie  hier  senaii  so  wie  Im  Falle 
.Ii  iiiiy  .Inno  i'lne  Briefkasleiinotiz.  die  .ins  Irtiendeliien;  (iriiiide  acht  Tase 
s|..iter  ersebieiien  Ist,  als  d.is  elni'iitllch  ;;esclielien  sollte.  Ver,ü;esseii  Sic 
nicht,  d.'ilj  wir  jede  AVocIie  weit  iiber  inil  Hriefe  be.iiiiworteii,  d.ilJ  aber 
die  .\nfia;;en  oTl  die  dopiielte  .\iiz.ilil  erreichen.  Im  hbriften  diirten  sie 
t  oiii.'id  \  eidt  sicher  Im  Edi'ii-Hotel  aiifsneheii  und  ihn  um  ein  .\iito;;ramui 
l.ltti'ii. 

Räte  K..  s  t  r  e  li  I  a  :  .Volles  Kstprhazy  wohnt  Berlin  \V.  Bisniarek- 
straUe,  tirand-llotel  Tieryiirteii.  Sie  KihI  Antof;i'ainnie  und  ist  mit  dem 
Fllioillrekim'  Sokal  verheiratet.  .Margot  AValter  webnt  Herliii  AV,  Kiir- 
fiirslendamm  11,  und  ist  von  .Ma\  Laiidii  Kcsehieileii.  Brigitte  lloini  wohnt 
Herlln-Dalilem,  Im  AVinkel  5.  ll.'irry  LIedtkc  denkt  iilihl  dar.in,  sieh  von 
(  hrlst.'i    Tordy    scheiden   zu    lassen. 

F  r  n  a  M.,  A  I  I  o  ii  a  :  Sie  haben  recht,  der  ..Sllberköiiij;-'  gehörte 
Fred  Tliomsen.  In  si-liier  Heimat  begraben.  Tom  .Mix  erreichen  Sie  durch 
Fox  Studios,  1101  AVesterii  .\ve.,  liolljwood.  Seiiio  Tochter  heiUt  Ifiith 
lind    filmt    noch   nicht. 

.S  c  h  i  V  11  .s  ,1  11  s  I)  .-1  11  z  i  j;  :  ^Vir  werden  Leni  Hiefeiistahl  «rern  an 
il.is  .Viilofir.'imni  erinnern.  Lieii  Deyers  ist  durch  die  Denische  Fnivers.il. 
lii'rlin  \\  H.  M.'i Herst r.iIJe  h2.  zn  erreichen.  Klis.iheth  Berliner  ist  nicht 
mit  dem  HeKissenr  Czlnner  verhcir.ilet.  Fllmiiostkarten  können  Sie  nicht 
durch  uns  beziehen,  sondern  durch  den  l'osik.irten-Vei  laj;'  l!ol3,  Berlin 
S\\    f;8.    .Mex.indrinenslralie    lio. 

II  e  I  •;•  a  V.,  Köln:  IJamon  Noxarro  spricht  Kcbrochen  Dentscli. 
F.r  ist  ernst  und  sensihel,  hat  ein  w.irmcs,  klangvolles  Or^'.in  und  kann 
aiicli  Cilarre  spielen.  Oh  er  sein  .\liitiir  ftem.icht  hat,  wissen  wir  niclii. 
.\ber  wir  Kk'i"heii,  ilaü  er  trotzdem  etwas  von  Walter  von  der  Vosel- 
welde  weilL  .Seine  .\n>;ehöris'en  leben  in  Dnr.inn'o.  Kr  wird  in  Berlin 
znniichst    ein    Konzert   ^-clien.      Erst   d.'iii.ich    wird    er    in    einer   Oper   sinken. 

II  ans  J  o  a  c  h  i  m  I'.,  B  e  r  I  i  n  :  Dita  I'arlo  wohnt  Herllir  ^\■.  .\lotz- 
slralJe  ^7.  Ihr  (iebiirtst.iji'  Ist  der  1.  September.  'Alice  Terrys  .ständige 
Adresse    ist    Xizz.i,    Hotel    Ne^ires; o. 

(.'  i  I  I  y  F  r>  I  n  d  t  -  Ve  r  e  h  r  e  r  i  n  .  Berlin:  (illy  Feiiidt.  H.inni 
\\'eil.ie  und  Orete  lielnwald  filmen  noch.  C'llly  Feindt  befindet  sich  oft 
auf    den    ;;roi;en    Ifciineii    in    Hoppei;;irt('n, 

F  r  .1  II  II.  K.,  F  r  a  ii  k  f  u  r  t  -  .M  .i  i  n  :  Ernst  IJeicher  wohnt  Bi'rlln, 
HIhlesardstrane   :il. 

F  i  I  m  f  r  e  n  ii  d  i  n  AV.  IL,  ans  Lei  p  z  i  s  :  Mit  wem  sich  Willy 
F'ritsch  bald  M'rmiihleu  wird,  können  wir  Ihnen  nicht  sapren.  Frltsch 
liest  alle  seine  Briefe  selbst.  ]>ie  liriiLie  sind  aiisficerichtet.  Wir  h:ilieii. 
ihn   und    ebenso    Maria    I'andler    iioi'li    nicht    (ri'messeii. 

L  y  a  -  M  a  r  a  -  II  a  r  r  y  -  H  a  I  m  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  A  n  n  e  I  i  e  s  e  K., 
L  e  i  p  z  i  ;;:  :  Lya  Mara  wohnt  Herlin-AVestend.  I'ommernallee  .'>,  wiirile 
am  L  AiiKiist  in  Blya  fiehoren,  ist  dem  FilnircKisseur  Friedrich  Zelnik 
\  erheiratet.  (;ibt  Autof;rainiiic  und  helllt  mit  rlelitlfrem  Namen  Lissy 
(Icrdüwltsih.  Ihr  neuester  Film  ist  ..Der  rote  Kreis".  Harry  Halm  wohnt 
Herlln-IIalensee,  C'IcerostraUc  ii",  siht  .\utOH:ramiiie,  ist  mit  einer  Nlcht- 
Sch.iusplelerin  verheiratet,  hat  am  17.  .laiiiiar  (Jebnrtstas'  und  filmt 
aiiKenbllcklieh    mit    Lillan    Ilarvey    „Das    Modell    von    Müntptiniasse". 

Film  freund  .-V  r  t  n  r  IL:  Der  AVe:;'  zum  Film  ist  nicht  .sehr  ans- 
slditsreich.  Wir  können  Ihnen  leider  keine  BatschlÜKO  tccbcn,  da  wir 
KiiKaKcments  nicht  vermitteln.  Filmbnchcr  aller  .\rt  beziehen  Sie  am 
besten   durch   den   Max   M.ittlsson-Aerla^^    Berlin   S\V  U^,   KltterstraUc   71. 


Conrad  Veidl  beim  Autogrommtag  des  „Film-Magazin"  im  Universum  i'/ioi.  L'ja 


J  M  c  k  T  r  p  V  o  r-  ii  n  a  !•  r  c  a 
Louis.  L  (.■  r  c  li  -  V  e  r  e  li  r  c  - 
r  i  11  :  Jaclv  Trc\ur  uoliiit  IJcr- 
liii  W.  Hfiiitlorstralio  0.  Aii\ 
14.  DcziTiincr  in  Lomloii  K>'l'or«Mi. 
Ernst.  Mit  einer  Nicht-Iviiustli'- 
rin  vcrlu-iratct.  Kroil  I.miis  l.ereh 
woluit  Herlin  \\  ,  Kcsi'M>lnirKfr 
SlrHlie  U.  und  Iiat  am  -f*.  .\liir/. 
(Jcluirtbtajr.  J.ottc  Ncnniaiins  (ic- 
iMirtst/tf;-  ist  lU'r  r>.  Antust.  Sie 
i.st  mit  einem  Kaufmann  vciln'i- 
ratet  und  hat  keine  Kimler. 
W  .irnm  Christa  Tordy  nicht  mehr 
filmt,  erfahren  -Sie  am  besten 
von  Harr>  l.ieillke.  t;rele  -Mos- 
heini  und  I.ya  .\l.ira  hahen  keine 
Kinder.  l>al!  llenny  Torten  ein 
kleines  .*;  e  h  «  e  s  t  o  r  e  h  e  n  he- 
koinmen  h.ihen  soll,  diirfte  wohl 
Uiiiim  stimmen.  J.ilian  Ilall-l>a- 
\  i>  wohnt  Herlin.  IIit/i;;str;iU<-  ä. 
(ierd.i  ilanrus  ist  ledit;.  ISohhy 
Hurns  erreiehen  Sie  dnreli  den 
Efzet-l'ilm.  Hi-rlin  S\V.  Mark- 
(i-r.ifiMistlalie  21.  AVir  wollen 
niehl  so  indiskret  sein.  .\m 
liesten,  Sie  fr.ijjen  die  Künstlerin 
seihst,  mit  wem  sie  sieh  ver- 
loht   liat. 

M.  U..  II  .1  m  h  n  r  k  :  Von  Af.i- 
ri.i  (armi  können  wir  Ihnen  nur 
mitteilen.  d.iU  .sie  vor  Juliren 
den  Fürsten  Uelj;iojoso  heiratete, 
eim'ii  iler  reichsten  .\risiokrateu 
Italiens.  Sie  filmt  nicht  mehr. 
Es  ist  nicht  ;ins;;eschlossen.  daß 
Sie  noch  \  on  der  Künstlerin  hei 
Itoli.  Herlin  S\V  Bh,  .\l<-\ainlri- 
nenstr.ille    II".   K.irten   erhalten. 

K  o  h  <■  r  t  II..  1)  r  e  s  ,1  e  n:  Die 
p:en;innfeM  .unerikanischen  I'ilm- 
sl.irs  li.ihen  ihren  \\ Ohnsitz  in 
IJeverly-Hills.  Hollywood.  K.ili- 
foriiien.  .\Ion.i  .\I.iris  weilt  ehen- 
f.ills  In  Hollywood.  Ann.i  M:iy 
WooK  ^astii-rt  in  I.orjilon  .iiif 
der  .Siireclihühne.  .Mi.i  .\l.iy  wohnt 
Herlin  W.  Knrfürsiend.imm  7ii, 
Hrifii'te  Helm:  »erlin  -  Dahlem, 
Im  Winkel  .").  Eliz/.;i  I'ort.i :  Ber- 
lin W,  N'iirnherKcr  StraUe  i:!.  hei 
Adler. 

Drei  ]•'  i  I  m  k  ä  f  z  e  h  e  n  , 

«  o  (holt:  Wer  die  .Vnserwiihlte 
lies  Kiinsllers  ist,  erf.ahriMi  sie 
am  sidn-rsten  \on  ihm  sidhst. 
Wir  müchlen  nicht  so  indiskret 
sein. 


Karina  Bell  und  Gunnar  Tolnaes  bei  der  Aulführung  des  Lustspiels 
„Arm  wie  eine  Kirchenmaus"  im  Betty-Nansen-Theater  zu  Kopenhagen 


Jack  T  r  0  V  o  r  —  m  e i n 
h  1  o  n  d  c  r  L  i  e  h  1  i  ii  g:  Vielen 
D.ink  für  Ihre  lielKMiswürdiRen 
/eilen.  .lack  Trevor  war  früher 
englischer  Kavallerieoffizier  und 
stammt  aus  einer  rein  englischen 
F.imilie. 

n  e  d  w  i  K  M.,  15  c  r  I  i  n  :  Die 
Uranl  in  der  ..KeMdnlionshoch- 
zeif  s|Mclle  Diomir.a  .l.icohini. 
l,on  C'haney  wohnt  in  Hollywood, 
K.difornien.  Seine  neuesten  Filme 
sind  ..Der  S(din  der  Tai?;;!-  und 
..In  <ten  Harnten  d(>r  Polizei". 
Ciuin.ir  Tolnaes  spielt  mit  K;ui- 
na  Hell  ,im  ISetly  N.insen-Theatcr 
in  Koiienh;ii,'en  ,..\rm  wie  eine 
Kirchenm.ms",  Heide  sind  iin- 
verheiraiet.  (drinne  (Jriftith  ist 
\«rlieiralet  und  auf  dem  We^e 
n.ich  Enroii.i,  (liist.i  Ekni.ui,  ver- 
heir.atet,  widmt  Slocklndm,  lljor- 
thoRsvän-cn.  AVenn  man  zum 
Film  «ill.  so  mnlJ  man  in  erster 
I.inii'    mimisches   T.ilent   hauen. 

T  e  u  fei.  in  e  I  e  f  e  I  d  :  Sie 
h.iheu  reiht.  Marlin  Herzheru 
spielle  den  Sohn  des  Staatsan- 
walts in  <len  ..Siehzehiijiihrisen' 
und  auch  eim;  Haniitvolle  in 
..Verirrte  .lugend'.  Selbstver- 
ständlich, er  liest  das  „Film- 
.M.i^.izin  ■.  .Senden  Sie  niis  eine 
Uihlk.-irle  von  HerzherK  und 
0..')U  .\1.  in  Hriefniarken.  d.inn 
wollen  « ir  Ihnen  gern  das  ge- 
wunschti'  .\ntog:r;imm  besorgen 
Immer  stellen  Sie  nur  \>  eili'r 
Fr.igeu.  Wir  sind  Ihnen  gai 
nicht    böse. 

(i  e  r  d  .-1  D..  K  e  r  I  i  n  :  l'.r 
heil.'t  in  A\irklichkeil  l'.-irl  Scben- 
ström,  r.-il.'ichons  richtiger  Name 
ist  ll.ir.ild  Madsen.  .Sie  sind  auch 
im     l.ehen     eng     bi'frenndet. 

F  r  I.  II  .1  r.  I'  .1  r.:  l.ee  l'.irry 
hat  am  :;.">.  .I.inn.-ir  (iehurtsl.i;; 
und  ist  eine  groUe  Hlumenfreuu- 
din.  (tssi  (_)sw;ild.-i  «idint  licr- 
lln    W    10,    HiduMizollernsiralie    14. 

.\1  a  r  j  a  D.;  Der  Parlner  \  ou 
Eiis.ibelh  üergner  in  ..Liehe  " 
heil.it  Hans  Helimann.  Er  ist  ein 
hek.i  unter  ISühneiisch.iusiiielei 

und  wirkt  im  Denischen  Theat"r 
in  ,.l)ie  lustigen  Weiher  von 
Wimlsor"    mit. 

H  ;(  m  b  u  r  g  :  Cirmen  Hon 
wohnt    Berlin    W.    l'hl.tndsir.    lys. 


Reichswettkochen  der  Hausfrauen 


Die  deutschen  6aswerke  haben  sich  zur  Durchführung  einer  originellen  Veranstaltung  zusammengeschlossen,  die 
unter  dem  Titel  „Reichswettkochen"  zurzeit  in  ganz  Deutschland  zur  Ausführung  gelangt.  Es  handelt  sich  darum, 
unter  genau  gleichen  Bedingungen,  in  der  kürzesten  Zeit,  bei  geringstem  Gasverbrauch  ein  schmackhaftes  Essen 
herzustellen.  Die  Wettkochen  finden  an  etwa  400  Orten  statt,  so  daß  die  Zahl  der  angemeldeten  Teilnehmerinnen 
in  die  Tausende  geht.  Die  Siegerinnen  aus  diesen  einzelnen  Wettkochen  werden  in  größere  Bezirke  zusammen- 
gefaßt, in  denen  die  Ausscheidungskämpfe  für  die  endgültige  Feststellung  der  Reichskochkönigin  stattfinden.  Das 
eigentliche  Reichswettkochen   wird    dann  am  5.  Juni    gelegentlich   der  großen  Ausstellung  ,,Gas   und  Wasser" 

in   Berlin  stattfinden. 


Uschi  -  Angplo  -  Ferrari  -  Vcrohrcrin:  Wir  glauben 
sicher,  (Ulli  Aiifjolo  tVrrnri  den  belreffi-ndcn  IJrief  liiichst  oi(;<'iili;iinlij;  an 
.Sic  (jesrliricbon    hat.     Er    )iat    ein   i'Iki'Iics    Auki.     J)io    CirülJe    hiiid    an   ihn 


alle    .scllist.      Anny     Onilra     ist    mit 

Am   besten,   !<if   bestellen  sieh   das 

KClien,  beim  A'erlas,  IJerlin  SW  GS, 

erreielien    dureli    Eddie    rolo-l''ilm, 


an.Sf?eriehtet.  Er  öffnet  seine  Briefe 
dem  Kegisscur  t'arl  J.uinae  verheiratet 
rilm-Ma(?aziii,  bevor  Sie  anf  die  Reise 
Koelistraße  (1 — S.  Eddie  l'olo  ist  zn 
Herlin    SW  4X,    FriedrichstralJe   '-'17. 

1^  i  e  s  e  I  H.,  T  r  n  d  e  1  S.,  Mainz:  A\ir  nehmen  an,  daß  Sie 
KiinstlerUarten  bei  IJoss  dnreh  Xaehnahme  erhallen  können.  (Jnstav 
Fröhlieh  ist  blond  und  blauänj^i;;.  Ein  CiroLSplioto  von  dem  \  erstorbenen 
l'ittseliau  li.iben  wir  fjebraebt.  In  der  ..Tollen  Komteli"  war  nielit  Werner 
l'ittseliau.  sondern  Werni'r  Knetlerer  der  Partner  von  Dina  (!ralla.  .Tawobl, 
1-uis  TrenUer  ist  ein  bekannter  UerKsleiKer,  anlJerdem  noeh  Diidom- 
inKenieur.     Er   wird    weiter    filmen. 

B  u  d  h  a  :  Holf  Kaffe  ist  ein  kleiner  Re<rissenr.  Xiihero  Ang.iben 
können   wir  Ilinen   im  Aiif;enbliek  leider  aiieh   nielit  machen. 

F  i  1  m  f  r  e  n  n  d  i  n  .\  n  n  e  ni  a  r  i  e  : 
Harry  I.iedtkes  l'arlnerin  in  ..Ich  küsse 
Ihre  Hanil,  .Madame  ■  heilit  Marlene 
Dietrich.  Wohruinf;-:  Berlin  \V,  Kaiser- 
allee .'il.  Sie  (iibl  Autoj;iamme.  Näcli- 
ster  Film:  ..Die  Fr:ui.  n.ieh  der  man 
sich  sehnt"'.  Vilma  Bankys  neuester 
Film    ist     ..Die     Fahrt    ins     Feuer'". 

H  r t  ..    i:  I  b  e  r  f.e  I  d  :    Frau 

Marianne  Kaschiji"  wolinl  Berlin,  Hotel 
(iotland,  am  Stelliner  B.ihnbof.  Sie 
köniwn  sich  selbst  einen  llandabdrnck 
unter  BenntznUH;  eines  Siempelkissens 
herstellen. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  B.  .M..  ])  r  e  s  - 
d  e  n  :  i.ilian  llarvey  raucht  lei<len- 
schaftlich  nern.  \\eh-he  Marke  sii'  liebt 
und  wieviel  sie  tätlich  (■ciiicIU.  haben 
wir  bis  jetzt  noch  nicht  in  Krf.ihnin^ 
sebraclit.  Sie  dürfen  I.ilian  llar\ey 
und  ebenso  Siesfried  Arno  am  1.  (tstiT- 
feierlaj;-  eiiien  Besuch  abstatten.  Wenn 
Sie  zum  Film  wolh-n,  so  miissen  Sie 
sich  nicht  an  die  Film  s  t  a  r  s  ,  sondern 
an  die  l'ilm  ;;:  e  s  e  I  I  s  c  h  a  f  t  e  n  wen- 
den. I.ilian  llarvey  fi-iert  immer  am 
1!).    .famiar    ihren    (ieburlstair. 

K.  1  0  II  1  ,  ]{  e  u  t  h  e  n  :  Es  tut  uns 
aufrichtig-  leiil,  Dmumi  nicht  helfen  zn 
können.  Aber  wenn  Sie  Filmstar  wer- 
den «ollen,  dann  müssen  Sie  den  W'vti 
allein  linden.  Wir  betonen  immer  wie- 
der: wir  vermitteln  keine  EnKanemenls! 
DalJ  die  Ifa  Sic  kostenlos  bei  der 
Münehener  Filmschnle  ausbilden  lassen 
soll,  kiinnen  Sie  im  Ernst  nicht  {>'ul 
verlangen.  Schreiben  Sie,  bitte,  au  die 
Filmschnle  in  Miincheu,  SonnenstralJe  l.'i, 
und  lassen  Sie  sich  einen  rrospekt 
sendiMi.  Da.s  weitere  wird  sich  dann 
liiiden. 

Frau  Elisabeth  ('.,  M  a  u  n  - 
heim:  Wir  sind  k<1'>z  Ihrer  Ansicht: 
die  Filmkunst  ist,  wie  jede  andere 
Kunst,  international  und  h.it  mit  Politik 
nichts  zu  tun.  l'nsere  Künstler  finden 
im  Ausland  Beschäftifjuntr  uiul  An- 
erkeiniunK  (sie  filmen  in  skandina\  ien, 
En4;laiul.  Fr.inkreich,  ]{nl.!land  und 
.\merika),  also  darf  und  kann  auch 
Deutschland  den  auslämlischcn  l'ar- 
stellern     zum    Kuhm    verhelfen. 

M  a  r  s  o  t  \\'..  Wesel:  Greta  Garbo  ist  nicht  mit  .lohn  (iilhert 
verheiratet.  Ein  Buch  s'ht  es  noch  nicht  iiber  sie,  Willy  Frisch  hat  uns 
seine  Auserwählte  noch  nicht  verraten,  l.il  DaROvcr  ist  mit  dem  Produk- 
tionsleiter Georff  Witt  verheiratet.  Xein,  im  allgemeinen  hat  kein  Laie 
Zutritt   zu   den    Ffa-Ateliers. 

E  I  i  s  a    K  e  1  d  e  y  ,    E  e  i  p  z  i  g  :    Dolores    del    Rio    erfreut    sich 
(iesiindheit.     Ihre    Kraiiklieit    war    nur    ein    Gerücht.      Ihre     neuen 
sind     ,,ZiKeunerrache"     und     ..AnKclus".       Sic     ist     ein     Star     der 
Artists.      Ein    neuer    Asta    Xielsen-Film    ist    noch     nicht    angezeigt. 
Wohnung:     Berlin     W,     Kaiserallec    203.      Eia     Eey.     Kita    l'lermont, 
Porten,    Eeontiiie    Kiilinberg    und    Ally    Kolberg    filmen    nicht    iiudir. 

Otto  F.,  Zeitz:  H.irry  Piel  wohnt  Jfcrlin-Schönelierg,  Am  Park  li', 
ist  mit  Dary  Holm  verheiratet,  gibt  Autogramme,  filmt  augenblicklich 
„Sein  großes  Ehrenwort"'.  Kürzlich  erschien  von  ilim  in  Berlin  „Die 
Mitternachlstaxe".  Ein  Maniiskriiit  vviril  im  allgemeinen  mit  lOüO  bis 
10  Ulm   .Mark   honoriert,   je   nach   Qualität    und    nach   dem   Huf  des   Verfassers. 

(Miarlotte  lt.:  Erich  P(mimer.  .Tohaiines  tiuter,  Hanns  Schwarz  er- 
reichen Sie  durch  die  Vfa.  Berlin  SW  fks,  Koehstralie  6-S.  Gerhard  Lam- 
jirecht  durch  die  Xatioual,  Berlin  SA\'  48,  FriedrichstraUe  10.  Ma.x  Obal  und 
Victor  Janson  durch  die  Aafa,  Berlin  SA\'  l>i,   Friedrichstiaße  "Ji'S. 


^iämSB^JifSgiigiffli^^ 


bester 

Filme 

United 

.      Ihre 

Rosa 


Ruth  B..  H  a  m  h  u  r  k  :  Xein,  der  Wiener  Regisseur  Hans  Otto  ist 
nullt  mit  dem  Hamburger  Schauspieler  identisch.  Ein  Ernst-Verebcs- 
Buch   gibt   CS    nicht. 

I.  W..  B  r  e  m  e  n  :  Anilrö  Mattoni  ist  ledig",  stammt  aus  Karlsbad  und 
trägt  seinen   richtigen  Xamen. 

F  i  1  m  f  r  c  u  n  d  i  n  H  a  n  neben  St.:  Gritta  Eey  wohnt  Berlin  W, 
Düsseldorfer  Stralle  '42,  und  hat  am  2."i.  .Vugust  Geburtstag.  Die  betreffende 
Rolle  in  ..Frauenar/t  Dr.  Scbiifer"  spielte  Haus  .Mbcrs.  Von  (Jiistav  Fröh- 
lich h.iben  wir  wiederholt  Bilder  gebiaclit.  Fritz  Kampers  wohnt  Berlin- 
t'liarlottenburg,    \\  aitzstralJc  "2i. 

Gerda  G.,  Berlin:  Ein  neuer  Film  mit  Gerdi  Gerdt  ist  noeh 
nicht  erschienen.  I.ilian  Harvey  ist  in  der  Königin-Luise-Schule,  Bln.- 
l'riedcnau.    unterri("htct  worden. 

.V.  H  n.,  1'  f  0  r  z  b  c  i  m  :  Wilhelm  Dieterle  wohnt  Bln. -Wilmersdorf, 
.leiiaer  Straße  S.  und  li.it  am  l.'i.  Juli  Geburtstag.  Elg.a  Brinks  .-\nsehrift 
ist  Berlin  W.  Prager  StraUe  »1.  (Mdiiirlstag;  2.  .\pril.  Fritz  Lang  er- 
reichen Sie  durch  Fritz  Laug-Film,  Berlin  SW   4,'*.   Friedrichstraße  224. 

S  c  h  \v  i  w  a  ,  Leipzig:  Marianne 
A'\"inkelstern  wohnt  Berlin  W.  Uliland- 
straße  Hl."),  Lee  I'arry  Berlin-Charlotten- 
burg. Waitzstraße  1.1,  Marietta  Miliner 
Berlin  W  jO,  XachodstraUe  26.  Hilda 
Rosch  Berlin  X^\■  87,  Agrieolastralli-  i:t. 
V.ileria  Boothby  Berlin  W.  Kufsteiner 
Straße  2.  Die  Herstellung  eines  Groß- 
films d.iuert  im  .illgemeinen  4  bis  8 
\Viichen.  An  ganz  großen  Filmen  wird 
ein  halbes  ,Talir,  manchmal  sogar  ein 
.lalir  und  noch  länger,  gearbeitet. 
1  m  m  e  r  sind  die  llaiiiitdarsteller  nicht 
piisöulich  bei  ilin-n  Premieren  an- 
wesend,  aber   sehr   häufig. 

H  e  t  t  y  K..  B  o  e  h  ii  m  :  Erii' 
Barcl.iy  wohnt  in  Paris.  ].')  nie  du 
('in|iic.  ist  Schwede  und  filmt  in 
Frankreich. 

R  a  111  0  n  X^  o  v  a  r  r  o  -  V  e  r  e  h  r  e  - 
r  i  11  A  11  n  i  v.  if.,  X  ü  r  u  b  e  r  g  :  Die 
beiden  Hauptrollen  in  ..Anneliese  von 
Dessau"  spielten  Maly  Delschaft  uml 
der  verstorbene  Werner  Pittscbaii.  Vor 
4  bis  ,'>  Jahren  gedreht.  Marianne 
Winkelslern  wohnt  Berlin  W.  riiland- 
straße  H">'>.  wurde  am  24.  März  in 
Berlin  geboren,  tanzte  schon  als  Kind 
während  der  Saison  in  Misdrov.  ist  jetzt 
Prima  Ballerina  am  Großen  .Schauspiel- 
haus und  spielte  bis  jetzt  in  z«  id 
Lieiltke-.\afa-Filmen.  Von  I.ilian  Harveys 
Verlobung  wissen  wir  nichts.  Ramon 
Xovarro    ist    unbeschreiblich    nett. 

A.  M.  1\.  L  11  z  e  r  n  :  .Tawolil.  Mady 
Christians  ist  die  Tochter  des  berühm- 
ten Schaiispieli-rs  Rudolf  Christians. 
Fritz  Delius  filmt  nur  noidi  ab  und  zu. 
S  c  h.  B..  S  t  r  e  I  i  t  z  :  I>ie  ge- 
nannten amerikanischen  Filmstars  woh- 
nen in  Beverly-Hills.  Hollywood.  Sie 
können  deutsch  an  sie  schreiben.  Sie 
gehen     .Vutogramme. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n       Margarete 
ti..    Leipzig:      Iwan     Petrovich    gibt 
.Autogramme.     „Die  Dame  im   schwarzen 
Haar'"    im    .,Orlow"    war    Vivi.in    Gibson 
und  nicht  Petrovichs  Gattin.    Denn  Iwau 
Petrovich    ist     noch     ledig.      Die     männ- 
liche    Hauptrolle     in     ..Wings"     suielte 
Charles    Rogers.      Beverly-Hills,    Holly- 
wood. 
A  u  t  0  g  r  a  in  m  j  ä  g  e  r    in    G  r  y  p  s  :     Die    Jeanette    in    ..Faschings- 
prinz" spielte  die  Tiinzerin  .Marianne  Winkelstern.    .\in  24.  März  in  Berlin 
geboren.     Wohnung:   Berlin   W,  Fhl.indstraße  163.     Die  Baronesse  Sommer- 
feld  wurde    von   Valeria   Blanka,    einer    Ungarin,    dargestellt.      Geschieden. 
Adresse:    Berlin   XW  «7,   Brückenallee   2. 

H  c  r  t  a  B..  K  a  s  s  e  1  :  AXenn  Sie  einen  Roman  oder  ein  Theaterstück 
frei  bearbeiten  wollen,  so  müssen  Sie  selbstverständlich  erst  die  (ienehmi- 
giing  des  .\utors  haben.  Senden  Sic  IliT  iLtnuskript  in  Form  eines  kurzen 
Exposes  an  die  dramaturgischen  .Abteilungen  verschiedener  Filnigesoll- 
schafteu,  wie  Ufa,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8:  Terra,  Berlin  SW  08, 
Koclistr:iße   73:    Greeub.ium.  Berlin    SW  68.   Kochstraße    64. 

Muß  Schönheit  vergehen?  Keineswegs!  Schönheit  und  Jugendlichkeit 
des  (iesichts  können  Sie  liis  in  spüle  Jahre  behalten  und  auch  zurück- 
gewinnen. Sie  braucin  II  nur  die  wundervoll  wirkende  Marylan-("reinc  zu 
nehmen,  welche  Falten  aus  dem  .\ntlitz  wegwischt  und  der  H.iut  eiii- 
zückendes  Blühen  schenkt.  Eine  l'rohe  Marylan-Creme  sowie  ein  inlcr- 
essantcs  Büchlein  iiber  kluge  Schönheitspflege  winl  Hiiieii  kostenlos  und 
portofrei  zugesandt,  wenn  Sie  sogleich  an  den  .Marylan-Veririeb, 
Berlin    144,   Friedrichstr.  24a,   sehreihen. 


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''m<\m\Wmmnu m i i immm .mim i i nun 


iimiiiiiiiiliTTiTTii 


liMiiiiiiüiiiüiüiiiiiTmTnT!: 


*  Klub-Sessel 


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Die  Ufa^Theater  werden  mit 


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Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,    Kiirfürslcndamra  235      '     Braunschweig,    Münzstr.    1  a  Bremen,    Hcrdcntorslt;inwcg  5      '      Breslau,    Junkcrnstr.   38  40  Chemnitz,    Falkcplal.!  2 

Coblenz,  Schloßstr.  35      Dortmund,  Kaiscrstr.  6      Dresden,  Prager  Str.  35      Duisburg,  Kuhtor  2  4,      Düsseldorf,  Stcinslr.  2      Eisenach,  Frauenbcr<<  9      Elberield, 
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Hannover.    Balinhofstr    13  Karlsruhe,    Kaiserstr    205     '     Kiel,  Holslenslr.  61         Köln,  Hohe    Str    64  Königsberg,  Münzstr.  17  Leipzig,    Rudolphstr.  4 

Magdeburg,    Breite    Weg    3  b  München,     Salvatorslr.    18      /      Nürnberg,     Farherstr.    16      '      Stuttgart,    Kotebühlstr.    41      ,      Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 

Zittau  i.  Sa.,  Zeichenstr.  14. 
Anfierdem  Verkanlsstellen  in  weiteren  GroO-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


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Farl)en-   und   Lack-Fal)rik 


ALFRED HEYMANN 

NEUKÖLLN,  Okersfr.  7 

I''eriisprei  Ik.  r      \  c  u  l,  i'p  1  I  n   ['"2.  ?-'/0-/i 

Das   Haus   der  ^uien   Qualiiäien 


Ccoiurulct   l''U9 


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Sömtliche  Artikel   für  Indusirio 
Handel  und  Gewerbe 


Stephan  Lorant 

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Wenn  Sie  sidi 
nicht  fürditen,  die 
Wahrheit  zu  hören, 

dann  lassen  Sie  midi 
sie  Ihnen  sagen. 


Gewisse  Tatsachen  aus  Ihrer  Vergangenheit  und  Zu- 
kunft, finanzielle  Möglichkeiten  und  andere  vertrauliche 
Angelegenheiten  werden  Ihnen  durch  die  Astrologie,  die 
älteste  Wissenschaft  der  Geschichte,  enthüllt.  Ihre 
Aussichten  im  Leben  über  Glück  in  der  Ehe,  Ihre 
Freunde  und  Feinde,  Erfolg  in  Ihren  Unternehmungen 
und  Spekulationen,  Erbschaften  und  viel  andere  wichtige 
Fragen  können  durch  die  große  Wissenschaft  der  Astro- 
logie  aufgeklärt  werden. 

Lassen  Sie  mich  Ihnen  frei  aufsehenerregende  Tat- 
sachen voraussagen,  welche  Ihren  ganzen  Lebenslauf 
ändern  und  Erfolg,  Glück  und  Vorwärtskommen  bringen 
statt  Verzweiflung  und  Mißgeschick,  welche  Ihnen  jetzt 
entgegenstarren.  Ihre  astrologische  Deutung  wird  aus- 
führlich in  einfacher  Sprache  geschrieben  sein  und  aus 
nicht  weniger  als  zwei  ganzen  Seiten  bestehen.  Geben 
Sie  unbedingt  Ihr  Geburtsdatum  an  mit  Namen  und 
Adresse  in  deutlicher  Schrift.  Sie  können,  wenn  Sie 
wollen,  50  Pf.  in  Briefmarken  (keine  Geldmünzen  ein- 
schließen) mitsenden  zur  Bestreitung  des  Portos  und  der 
Schreibgebühren.  Adressieren  Sie  Ihren  Brief  an  Pro- 
fessor Roxroy,  Dept.  8298  D.  Emmastraat  42,  Den  Haag 
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Icitung  A.  Roscnthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeii;cn 
Wilhelm    Schacfcr,    CharloUenburg.      A  n  z  e  i  g  e  n  v  c  r  w  a  1 1  u  n  g    Bcpa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schcrl    G.  ni.  b.  H,  Berlin  SW  68 


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Ein     hinreißend     temperierter,     Im 
Abenteuerliohen  starker  Film  aus  Afrilv.t 
konnte     einen    Beifall     etringon,     wie    man 
ihn    lange    nicht    im    Kino    hörte    '.    .    .    Unver- 
ßleiohliciie     Ticraufnahiiicn.     Den      Kampf     eines 
(inos  mit  einer  Lüwin   hat   überhaupt  noch   nie  jemanil 
l'hotOKmphisph    fcstlialleii    können,    und    die    Teleobjektiv- 
Hildcr  von  SirauUcn,  Giraffen,  Zebras,  Elefanten  sind  so  ein- 
?iKnrtiij.  daß  sie  aiieli  das  verwühnteste  Publikum  zu  stürmischem 
Applaus    anresen    können  Hinematoaraith. 

.  .  .  piachtvoll,  hervorragend  gelungen,  durehschlagende  Wirkung  .  .  . 
Tieraufnahmen  von  großartiger  Eindringlichkeil  .  .  .  grandios  die  Jagd- 
szenon.  nufregfnd  der  erbitterte  Kampf  zwischen  Löwen  und  Gnu  .  .  .  Das 
Ganze  millianlciiinal  einprägsamer.  p.n('k<'nder,  fesselnder  als  die  beste  Reise- 
schilderung. Ein  Film  für  jung  und  alt.  den  jeder  sehen  sollte  19  l'hr-BUitt. 
Der  Film  ist  das  interessanteste  und  spannendste  Itilderhuch  der  groß- 
artigen Tierwelt  des  ostafrikanischen  Husehlandes  .  .  .  Wunder  Über  Wunder 
.  .  .  herrliche,  ja  phantastische  l'rohen  filmischer  .''ilhouettenkunst  .  .  .  präch- 
tig .  .  .  bisher  wnlil  nie  erreichte  Höhepunkte  .  .  .  glänzende  Aufnahmen  schwar- 
zer Angriffslechnik  mit  einem  fabelhaften  Buschbrand.                 Xiivlitausgahe. 

.  .  verzauberte  Tieraufnahmen  aus  nächster  Nähe  .  .  dieser  Film  ist  wirklich 
eiDErlebni.s  .  .  .beinahe  nach  jeder  einzelnen  Aufnahme  Beifall.  I,ofcnl-.-lu~«'iff<'r. 

.  .  .  prachtvoller  Natuifilm  .  .  das  Wort  ist  zu  schwach,  einen  Begriff 
von  der  Großartigkeit  des  Dargebotenen  zu  geben.  Diese  Jagdszenen,  diese 
Kämpfe  der  Tiere  untereinander  —  vielleicht  das  Fahelhafleste,  was  an  Xalur- 
aufnahmen  überhaupt  geboten  worden  ist  .  .  .  bisher  unerreichte  Aufnahmen, 
vor  allem  der  Massais.  ihrer  Kampfe  mit  den  Nachbarslämmen  .  .  .  ein  Film, 
der  das  spannendste  Interesse  des  Zuschauers  vom  ersten  bis  zum  letzten 
Augenblick    v'jllig    gcfangennimnil.  tt'Hhrheit. 

.   .   spontaner    Beifall,   der    mehrfach    bei    den    schönsten    Aufnahmen    ein- 
setzt  .    .      herrliche    Bilder.  bosnische   Xeiliiita- 
.   .       besonders   interessant   die   Ticraufnahmen.      Prachtvolles   Ist   gelungen. 
Die    Kamera    vermittelt    lebensvollste    Bildci    jener   Tierwelt.       Die    D.irbieiung 
fand    stürmischen    Beifall.  S    I'hr-Aheittiblatt. 

.   .    .    wunderbare    Aufnahmen    .    .    .    herrlich,    ganz    reizend.  B.  X.  n.  yt. 

IlcrrlicheAufnahmen   die  laut  akklamicrl  winden  . . .  herrlich!  herrlich!  Temito. 


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Eine  der  genialsten  Er- 
findungen der  Jetztzeit  ist 
wohl  die  Kinematographie, 
das  „lebende  Bild"  in  seiner 
unvergänglichen  Lebendig- 
keit. Zweckmäßige  Spezial- 
apparale,  die  im  Preis  sehr 
niedrig  sind,  ermöglichen 
heute  jedem,  selbst  zu  filmen 
und  sich  damit  bleibende 
Erinnerungen    zu    schallen. 

Filmen  Sie  Ihre  Ange- 
hörigen, Ihr  Heim;  nehmen 
Sie  den  Apparat  mit  auf 
Reisen.  Alles,  was  Ihnen 
lieb  und  wert  ist,  bannt  der 
Bildstreifen  zu  jeder  Zeit  in 
unveränderter  Lebendigkeit 
weiße    Leinwand. 

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Sie  kostenlos  beraten  zu 
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Busier  Keaion  mit  seinen  Söhnen 

Phot.  M.-G.-M. 


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ne  clefantm  kam, 


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Schon  mehrere  Monate  lang 
drehten  wir  in  Afrika  unseren 
Film  „Pori".  Alle  Szenen  mit 
Tieren  und  Eingeborenen  waren 
uns  überraschend  geglückt.  Nur 
Elefanten  hatte  ich  bisher  noch 
nicht  vor  das  Objektiv  meiner 
Kamera  bekommen.  Wir  be- 
schlossen nun,  eine  Kanzel  zu 
bauen.  Eine  Stunde  von  unserem 
Lager  entfernt,  gerade  an  einem 
Elefantenwechsel,  stand  eine  alte 
Tamarinde.  Unsere  Träger  brach- 
ten Knüppel,  Schilf  und  Bast  zum 
Binden.  Dann  errichteten  wir  in 
der  Krone  des  Baumes  eine  Kan- 
zel von  zwei  Meter  im  Geviert. 
Herabhängende  Lianen  ersparten 
uns   den   Bau   einer   Leiter. 

Spät  abends  kamen  unsere 
Schwarzen  von  ihrer  Erkundungs- 
tour zurück.  Sie  hatten  eine  wich- 
tige Beobachtung  gemacht.  Meh- 
rere Kilometer  in  nordwestlicher 
Richtung  befand  sich  ein  Sand- 
becken, und  in  dem  angrenzenden 
Busch  schienen  die  Elefanten  sich 
tagsüber  aufzuhalten.  Da  konnte 
man  es  mit  Aufnahmen  versuchen, 
mußte  aber,  damit  die  Herde  nicht 
Wind  von  uns  bekam,  einen  ge- 
hörigen Bogen  schlagen,  um  diese 
Stelle  gegen  den  Wind  zu  er- 
reichen. 

Das  wollten  wir  in  den  kommen- 
den Tagen  versuchen.  Zunächst 
aber  sollte  es  mit  der  Kanzel  pro- 
biert werden.  Bei  Sonnenunlergang 
bestiegen  wir  unseren  Hochsitz. 
Unsere  Mahlzeit  wurde  von  einer 
kleinen  elektrischen  Birne  erhellt, 
die  nach  außen  abgeblendet  war, 
um  nicht  den  Argwohn  schon  jetzt 
zur  Tränke  kommender  Elefanten 
zu  erregen.  Während  wir  gerade 
einen  Tin  Früchte  leerten,  hörten 
wir    aus    der    Ferne    ein    Knacken. 


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Elelanlen  im  Rade 


Sofort  löschten  wir  unser  Lämp- 
chen.  Das  Geräusch  kam  näher. 
Bald  krachte  es  an  verschiedenen 
Stellen.  Kein  Zweifel,  die  Herde 
war  im  Anmarsch.  Da  —  auf  der 
einen  Seite  —  ein  mächtiges  Ge- 
dröhnc  von  berstendem,  brechen- 
dem Holz.  Dort  versucht  sich  ein 
Elefant  an  einer  Palme.  In  ihrem 
trockenen  Zustand  krachte  sie 
ganz  unheimlich  durch  die  lautlose 
Stille.  Der  Elefant  trompetet! 
Aus  Übermut?  Oder  sollte  er 
schon  Witterung  bekommen 
haben?  Nachtäffchen  kreischten 
auf.  In.  der  Tat,  es  fing  an,  um  uns 
lerum  lebendig  zu  werden.  Unsere 
Plattform  lag  vielleicht  sieben  Me- 
ter über  der  Erde.  Das  mußte 
eigentlich  genügen;  aber  ich 
glaube,  wenn  es  ein  Elefant  ver- 
sucht hätte  —  und  sie  sind  sehr 
neugierig  — ,  wäre  es  ihm  wohl  ge- 


Der   Kameramann 

auf   dem  Ausguck 

Piioit's  l'h' 


V. 


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glückt,  unser  Kniippellager  herunlerzureißen. 
Lange  vor  Sonnenaufgang  waren  wir  munter. 
Bei  Hellwerden  stellten  wir  fest,  daß  wir  allein 
waren.  Nur  in  der  Ferne  zog  ein  Rudel  Elen- 
Antilopen  zur  Tränke.  Wir  untersuchten  den 
Boden  um  unsere  Kanzel  herum.  Auf  der  Wind- 
seite unseres  Baumes  führte  die  Fußspur  bis 
wenige  Meter  an  den  Stamm  heran.  Dort  hatte 
sogar  ein  Elefant  liegengebliebene  Stangen,  die 
zum  Bau  der  Kanzel  herangeschleppt  waren, 
auseinandergerissen  und  zerbrochen.  Auf  der 
anderen  Seite  des  Baumes  führte  keine  Fährte 
so  nahe  heran.  Dort  halte  der  Wind  unsere 
Witterung   hingetragen. 

Wir    hielten    Rat,    wie    wir    die    Elefanten    ,im 


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Oben  und  unten: 

Die  Riesentiere  im 

Buschgras 


Mitte:    Die  Beute 
wird  enthäutet 

Photos  Vjü 


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Tage  zu  sehen  bekommen  könnten.  Schließlich  beschlossen  wir, 
unser  Lager  noch  etwa  drei  Stunden  flußaufwärts  zu  verlegen. 
Aber  bald,  nachdem  wir  in  unserem  neu  aufgeschlagenen  Lager 
eingeschlafen  waren,  wurden  wir  durch  ein  Knacken  und  Krachen 
geweckt.  Nur  undeutlich,  verschwommen,  hoben  sich  Büsche 
und  Bäume  vom  Nachthimmel  ab.  Schienen  da  nicht  die  Ele- 
fanten zu  kommen?  Ich  hörte  ihre  Magengeräusche,  hörte  sie 
plätschern.  Sie  waren  ganz  ungeniert.  Einer  stampfte  durch 
das  nahe  Schilf.  Man  hörte  das  Knacken  des  Rohrs.  Dann 
verstummte  das  Geräusch.  Die  Elefanten  gehen  lautlos.  Ihr 
Fuß  ist  gepolstert  mit  einer  zähen,  gummiartigen  Masse  und 
gibt  wie  ein  Pneumatik  nach.  Der  Elefant  war  ganz  nah  bei 
uns,  aber  wir  sahen  ihn  nicht.  Daher  gaben  wir  das  nutzlose 
Spähen  in  die  Finsternis  auf.  Wir  waren  so  müde,  daß  wir 
gleich  einschliefen  und  von  nichts  mehr  hörten. 

Am  anderen  Morgen  gingen  wir  drei  Stunden  flußaufwärts  und 
dann  in  einem  Bogen  zurück  zum  ausgekundschafteten  Elefantcn- 
busch.  Nach  abermals  zwei  Stunden  hörten  wir  in  der  Ferne 
das  Krachen  und  Brechen  von  Bäumen.  Elefanten  am  Tage! 
Jeden  Schritt  abwägend,  jeden  Zweig  vermeidend,  dessen 
Knacken  uns  verraten  könnte,  gingen  wir  mit  erhöhter  Spannung 
vorwärts.  Eine  Grasnarbe  setzte  ein.  Die  Bäume  und  Sträucher 
wurden  frischer,  Knospen  und  ßlältclicii  sprossen  hervor.  Der 
Weg  ging  bergab.  Hier  schien  eine  fruchtbare  Niederung,  vom 
Ödland  umgeben,  zu  liegen,  w'as  den  Elefanten  wohl  bekannt 
war. 

Plötzlich  sahen  wir  die  Tiere.  Sie  brachen  die  jungen  Triebe 
und  fraßen  sie.  Zwei  junge  Bullen  rangen  mit  ihren  Rüsseln. 
Weiter  rechts  graste  eine  Herde  von  vielleicht  20  Tieren.  Im 
Vordergrund  stand  eine  einzelne  Kuh.  Sorgfältig,  wie  ein  Fein- 
schmecker, suchte  sie  sich  mit  ihrem  Rüssel  nur  die  schmack- 
haftesten Halme  aus  Die  Tiere  ahnten  nichts  von  unserer 
Nähe.  Meine  Kamera  surrte  leise.  Ich  konnte  drehen  nach 
Herzenslust,  Dann  zogen  wir  uns  langsam  zurück.  Wir  waren 
unbemerkt  geblieben!  Als  wir  außer  Sicht  der  Herde  waren 
—  150  Meter  genügten  bereits  —  sagte  mir  unser  Führer,  ich 
sollte  hier  hinter  dem  Busch  auf  ihn  warten.  Er  wollte  ver- 
suchen, nach  Norden  herumzugehen,  um  vielleicht  einen  ein- 
zelnen Bullen  zu  schießen.  Denn  mit  einer  ganzen  Herde  an- 
zubandeln, wäre  eine  heikle  Sache. 
Ich  nahm  meinen  Apparat  in  die 
Hand;  das  Stativ  und  das  Gewehr 
hielten  die  Neger  für  alle  Fälle  bereit. 
^Das  Dornengestrüpp,  hinter  dem  wir 
stcoiden,    bildete    nlir    einen    illusori- 


sehen  Schutz.     Kein  Zweig  war  dicker  als  ein  schwaches  Hand- 
gelenk. 

Da  —  ein  schrilles  Trompeten!  Ich  konnte  es  mir  schon 
denken.  Das  war  Gefahr.  Die  Herde  setzte  sich  im  Nu  in  Be- 
wegung, ein  Rauschen,  wie  eine  Brandung  an  einer'  steilen  Fels- 
küste. Die  Herde  floh  von  der  Stelle,  wo  der  Leitbulle  seinen 
Warnungsschrei  erschallen  ließ,  und  kam  direkt  auf  uns  los. 
Ich  war  allein.  Die  Neger  waren  bereits  verschwunden  und 
liefen  nach  Westen,  wohin  auch  die  Elefanten  flohen.  Ich  hatte 
meine  Kamera  in  der  Hand.  Das  Gewehr  hatte  mein  Träger 
Sabuni  m  der  Aufregung  mitgenommen.  30  Meter  von  mir  nach 
Norden  zu  stand  ein  dicker  Affenbrotbaum.  Dahinter  ver- 
steckte ich  mich  schnell.  Plötzlich  hörte  ich  einen  Schuß.  Das 
konnte  nur  Sabuni  sein  —  er  hatte  vollständig  den  Kopf  verloren. 
Wie  ich  nachher  hörte,  schoß  er  in  die  Luft,  um  die  Elefanten 
nach  Süden  abzudrängen.  Aber  die  Lage  wurde  dadurch  für 
uns  nur  unangenehmer.  An  mir  brauste  eine  Herde  von  viel- 
leicht 80  Elefanten  vorbei,  alles  zeitretend,  alles  vernichtend, 
was  ihnen  in  den  Weg  kam.  Ich  drückte  mich  in  eine  Spalte 
des  Baumes.  Bald  war  es  ganz  still.  Nirgends  ein  Lebewesen 
zu  sehen.  Ich  ging  auf  die  Suche  nach  meinem  Führer.  Nach 
ein  paar  A\inuten  traf  ich  ihn.  Gott  sei  Dank  heil.  Wir  waren 
alle    in    iiblcr    Layc   geu  esen. 

Allmählich  fanden  sich  auch  alle  unsere  Träger  wieder  ein. 
Nun  gingen  wir  der  Spur  des  Bullen  nach,  der  Sabuni  an- 
gegriffen hatte.  Nach  einer  Stunde  stand  er  wieder  vor  uns. 
Er  besprudelte  sich  mit  Wasser,  das  er  aus  seinem  Magen  her- 
vorgurgelte, in  den  Rüssel  zog  und  dann  auf  die  Schulter  pustete. 
Es   war  ihm  scheinbar  sehr  warm  in  der  Nachmittagssonne. 

Nun  kam  wieder  Aufregung  in  die  Kolonne.  Unser  Schwar- 
zer — -  Pfeil  und  Bogen  im  Anschlag  —  huschte  von  Strauch  zu 
Strauch.  Wenn  er  sich  vom  Elefanten  beobachtet  glaubte,  stockte 
er  urplötzlich  seinen  Lauf  und  blieb  in  grotesker  Stellung  stehen. 
Bald  war  er  nahe  genug  und  konnte  den  ersten  Pfeil  anbringen. 
Vielleicht  rutschte  der  Pfeil  ab,  der  Bulle  nickte  jedenfalls  bloß, 
wie  wenn  er  ein  lästiges  Insekt  verscheuchen  wollte.  Der  zweite 
Pfeil  saß  wohl  auch  nicht  richtig.  Doch  beim  dritten  Bogenschuß 
zuckte  der  Elefant  sichtlich.  Er  wankte  ein  paarmal  hin  und 
her    und   brach    dann     mit    Gepolter     und     Gekrach     zusammen. 

Einige  Male  zuckte  er  noch  wie  in 
einem  Fieberkrampf,  und  dann  wyr  er 
nur  noch  eine  leblose  graue  Masse. 
Das  Pfeilgift  hatte  den  Urw;a^drieVen 
zur  Strecke  gebracht. 


' 


Bripiiie  -Helm  auf  der  Veranda  ihres  Heims  in  Dahlem 


Phot.  Ufo 


Kj^^aumr 


Die  Weltliteratur  hat  viele  Briefwechsel 
aufbewahrt,  ernste,  ironische  und  insbe- 
sondere solche,  in  denen  große  Geister 
um  ihre  Weltanschauung  kämpften.  In 
nicht  minderem  Maße  sind  aber  auch  Frauen- 
briefe aus  vergangenen  Jahrhunderten  bis  in  un- 
sere Zeit  gerettet  worden  —  und  sie  mögen  in 
ihrer  Fülle  den  Männerbriefen  an  Umfang  um 
nichts  nachstehen.  Nur  in  einem  unterscheiden 
sie  sich  prinzipiell  von  Männerbriefen:  sie  ver- 
lieren sich  niemals  in  Abstraktionen,  verschwär- 
men nie  in  geistige  Gebiete,  in  die  kühle  Höhen- 
luft philosophischer  Systeme,  sondern  kreisen 
immer  um  die  Zentralsonne  ihrer  Gefühlswelt  — 
um  die  Liebe.     Frauenbriefe  sind  immer  Liebes- 


I 


briefe.  Frauenbriefe  sind  fast  immer  an  einen  Mann 
gerichtet.  Und  wenn  schon  einmal,  wie  es  so  die  Ver- 
hältnisse mit  sich  bringen,  die  Briefe  einer  Frau  an 
eine  ocschlechtspartnerin  gerichtet  sind,  so  ist  doch 
hinter    all    den  Worten    der  Mann  spürbar.     Gerade 


dieser  Umstand  macht  alle 
Frauenbriefc  lesbar.  Wer 
nicht  gerade  Historiker  oder 
Philologe  ist,  wird  den 
vor  200  Jahren  geschrie- 
benen und  von  einer  kon- 
servierenden Wissenschaft  für 
die  heutige  Zeit  in  Publi- 
kationen geretteten  Männer- 
briefen wenig  Geschmack  ab- 
gewinnen können.  Sie  sind 
trocken  und  scholastisch, 
wie    die    Männer    von    jc'lier 


Oben:  Ossi  Oswalda.     Im  Kreis: 
Jack  Trevor.   Unten :  Brigitle  Helm 


Kl 


waren.  '  Aber  sobald  der  beschwingende 
Atem  des  weiblichen  Fluidums  aus  den  vergilb- 
ten Zeilen  spricht,  wird  eine  vergangene  Zeit 
lebendig.  Das  erregende  Tempo  weiblichen  Er- 
lebens macht  sich  bemerkbar,  und  der  Herzschlag 
der  Welt  pulsiert  in  jenen  Briefen,  die  vor  vielen 
Jahren  Frauen  geschrieben  haben.  An  wen 
schrieben  Frauen?  Im  Grunde  immer  an  Män- 
ner. Frauen  müssen  den  Überschwang  der  Ge- 
fühle, der  nicht  immer  plastischen  Ausdruck  fin- 
den kann,  im  Brief  niederlegen.  Das  gesamte 
Werk  des  großen  Romanschriftstellers  Honore  de 
Balzac  kreist  um  die  Tatsache,  daß  Frauen  nie- 
mals genug  geliebt  werden,  weil  der  Mann  nicht 
genügend  Intuition    besitzt,    um   die  ganze  Fülle 


ist,  läßt  Fontane  diesen  mit 
Worten  nicht  zu  fassenden 
Reiz  der  Weiblichkeit  aus- 
klingen, —  Der  Film,  dem 
das  Wort  nicht  gegeben  ist, 
hat  den  pikanten  Reiz  des 
Frauenbriefes  in  weitestem 
Maße  für  sich  in  Anspruch 
genommen,  Frauenbriefe  sind 
im  Film  immer  Liebesbriefe, 
Was  schreibt  eine  Frau?  — 
Im  Grunde  schreibt  sie  immer 
an  einen  Mann. 


Rechts:  Werner Fuelierer.  Im  Kreis: 

LH  Dagover.      Unten:   Mia  May 

Plwt.  Ufa 


äfi^Mßlfm 


„Die  ganze  Lieb'  ist  in  der  Erdenzeit,  ein  kleiner 
/orschuß  auf  die  Seligkeit."  Dieses  Chanson  war 
or  mehr  als  einem  Dutzend  Jahren  so  populär  wie 
leute  das  Lied  vom  weißen  Flieder,  der  wieder  blüht. 
\ber  Richard  Eichberg,  der  seine  Filme  gern  auf 
populäre  Wirkungen  stellt,  hat  diesen  Refrain  zum 
Motto  genommen,  um  ein  fröhliches  Spiel  in  seiner 
bekannten  Art  darauf  aufzubauen.  Diesmal  handelt 
es  sich  um  eine  sehr  scharmante  Angele- 
genheit, nämlich  um  die  Einführung  eines 
neuen  Parfüms,  das  seinen  Namen  nach 
einem  bekannten  Bühnenstar  erhalten 
soll.  Aber  das  ist  leichter  gesagt  als 
ausgeführt,  denn  die  Konkurrenz  er- 
hält von  dieser  Absicht  Kenntnis  und 
tritt  nun  ihrerseits  an  eine  beliebte 
Revuetänzerin  heran,  um  von  ihr  die 
Erlaubnis  zu  erhalten,  ein  neues, 
köstlich  duft'»ades  Erzeugnis  der 
Firma  mit  dem  wohlklingenden 
Namen  ,,Ninette"  schmücken  zu 
dürfen.  Leider  war  dies  eine  Un- 
vorsichtigkeit, denn  Ninette  ist 
die  Freundin  des  zuerst  genann- 
ten Fabrikanten.  Aber  der 
zweite,  der  scharfe  Konkurrent, 
hat  für  seine  ,,Duftei",  den 
elegant  eingerichteten  Laden  an 
einer  verkehrsreichen  Straße, 
eine  neue  Verkäuferin  enga- 
giert, die  auf  den  Namen 
Dolly  hört  und  den  Teufel  im 
Leibe  hat.  Diese  Dolly,  man 
ahnt  es  bereits,  ist  keine  andere 


Dina  Gralla,  Jutta  Jol,  Imre 

Raday,    Mimo    von    Delly 

Pliot.  Eichber£-Film 


als  Dina  Gralla,  die  mit  dem  ganzen  Humor,  der  sie 
auszeichnet,  sich  der  Sache  ihres  Chefs  annimmt,  zu- 
mal  sie   eifersüchtig  auf  Ninette   ist,   die   sie   in  zärt- 
lichem Zusammensein  mit  dem   Chef  ertappt.     DoUy- 
Dina  also  kündigt  dieser  Konkurrentin  Kampf  bis  aufs 
Messer   an  und  bedient   sich   dazu  —  sonst  wäre   sie 
kein  Weib  —  vor  allen  Dingen  der  Waffen  ihrer  kör- 
perlichen Vorzüge.     Welche   Irrwege  Dolly  zu  gehen 
hat,   welche   Rollen   sie   verkörpern  muß, 
wie    sie    sich    zu    verwandeln    hat    und 
trotzdem    immer    die    scharmante    Dina 
Gralla  bleibt,  das  erzählt  der  von  Jaap 
Speyer  witzig  und  temperamentvoll  ge- 
drehte  Film   —   ein    echtes    Eichberg- 
erzeugnis, das   sich   den   früheren  Ar- 
beiten dieser  Firma  würdig  zur  Seite 
stellt.    Für  den  Humor  sorgen  in  dem 
Film     vom     kleinen    Vorschuß     all 
Darsteller,    der    eine    grotesk,    der 
andere     liebenswürdig,     der     dritte 
ironisch,  erreichen  die  Absicht,  die 
Zuschauer      lachen      zu      machen, 
jeder    auf    seine    Art.      Muß    man 
sagen,  daß  zum  Schluß  der  Ange- 
legenheit  gar   nicht   so   sehr  von 
dem   Parfüm   die   Rede   ist,   son- 
dern von  vielen  anderen  Dingen 
die  zwar  auch  in  gutem  Geruch 
stehen,  aber  noch  viel  angeneh- 
mer sind.    Dina  Gralla,   die  ein- 
zigartige   Künstlerin,    hilft    sich 
mit  einer  Leichtigkeit  über  die 
Hindernisse    hinweg,    durch    die 
sie  mit  einem  eleganten  Sprung 
im  Herzen   des  Parketts  landet. 


Sofie  Pagay,  Paul  Micholo 
Cramer,  Henry  Bender 

P/iot.  Eichbirg-Film 


Von    Pierre  Alcover, 


Pierre  Alcover,  einer  der  hervorragendsten  und  belieb- 
testen französischen  Film-  und  Bühnendarsteller,  spielt 
eine  tragende  Rolle,  den  Bankier  Saccard,  in  dem 
Ufa-Film  „Geld,  Geld,  Geld"  (nach  dem  Roman 
,,L'Argenf'    von    Zola). 

Bevor  ich  auf  die  vielleicht  etwas  merkwürdige  Kombination 
—  Feldherr,  Bankier  oder  Schauspieler  —  näher  eingehe, 
möchte  ich  mich  ein  klein  wcnifj  dem  deutschen  Publikum 
vorstellen;  denn  ich  kann  wohl  mit  Recht  annehmen,  daß 
man  mich  in  Deutschland  nicht  kennt.  Ich  bin  Pariser,  bin  zur 
Schule  geganilen  und  habe  alles,  was  ich  dort  gelernt  habe, 
prompt  wieder  vergessen.  Dann  habe  ich  in  einer  Bank  ge- 
arbeitet, aber  außer  dieser  nackten  Tatsache  ist  mir  auch  von 
dort  nichts  weiter  im  Gedächtnis  haftengeblieben.  Denn  endlich 
hatte  ich  einen  Beruf  gefunden,  dem  ich  mich  ganz  hingeben 
konnte:  Schauspieler!  Auf  der  Comedie  Fran<;aise,  im  Sarah- 
Bernhardt-Theater  und  vielen  anderen  Boulevard-Bühnen  bin  ich 
aufgetreten.  Meine  Filmkarriere  ist  dagegen  nur  kurz.  Vor  der 
Rolle  des  Bankiers  Saccard  in  ,,G  e  1  d  ,  Geld,  Geld"  habe  ich 
nur  zwei  kleinere  Episodenrollen  in  älteren  französischen  Filmen 
gespielt,  gleichsam,  um  für  mich  selbst  den  Beweis  zu  erbringen, 
ob  die  Laufbahn  eines  Filmschauspielers  für  einen  Theaterschau- 
spieler von  Überzeugung  gangbar  ist  oder  nicht. 

Als  der  Regisseur  L'Herbier  an  mich  herantrat,   in  einem  Film 
nach    dem    Zolaschen   Roman    ,,L'Argcnt"    die   Rolle    des    Saccard 


zu  spielen,  habe  ich  lange  gezögert;  denn  gerade  Saccard  ist  für 
mich  eine  von  Zolas  markantesten  Figuren.  Ich  wäre  ohne 
Zögern  darauf  eingegangen,  diese  Rolle  auf  der  Bühne  zu  spielen. 
Aber  der  Film  stellt  an  den  Schauspieler  bedeutend  größere  An- 
forderungen, vor  allem  an  Konzentrationsfähigkeit.  Da  bei  den 
Filmaufnahmen  die  Kontinuität  des  Geschehens  fehlt,  fühlt  der 
Filmschauspieler  kaum  eine  Entwicklung  seiner  Rolle,  wie  das 
auf  der  Bühne  der  Fall  ist.  Für  ihn  ist  der  Moment  der  ge- 
steigerten Spannung  innerhalb  einer  Szene  maßgebend.  Nur  der 
Regisceur  kann  das  Spiel  des  einzelnen  Schauspielers  im  Rahmen 
des  gesamten  Werkes  zähmen,  auflockern  und  einfügen.  Ich 
habe  viel  der  Regie  L'Herbiers  zu  verdanken,  der  in  manchen 
Momenten  dämpfend,  in  anderen  aufpulvernd  auf  mich  einwirkte. 

Als  Junge  hatte  ich  immer  den  Wunsch,  ein  großer  Feldherr, 
ein  großer  Bankier  oder  ein  großer  Schauspieler  zu  werden. 
Und  nun  spielte  ich  unter  L'Herbiers  Regie  die  Rolle  des 
Saccard,  der  in  gewissem  Sinne  Bankier,  Feldherr  und  Schau- 
spieler zugleich  ist.  Der  Bankier  Saccard  ist  ein  Schauspieler, 
denn  er  ist  nur  solange  ein  Führer,  als  er  vor  sich  und  der  Welt 
den  erfolgreichen,  den  großen,  den  kühnen  Feldherrn  spielt,  und 
solange  er  von  seiner  Führernatur  selbst  überzeugt  ist.  Für  mich 
als  Charakterschauspieler  war  es  eine  große  und  herrliche  Auf- 
gabe, die  Gestalt  dieses  triebhaften,  ungestümen,  egozentrischen 
Menschen  zu  verkörpern.  p/wt.  Ufa 


riiül.  Ija, 


|]C> 


Wer  ihn   jemals  auf  der  Leinwand   gesehen  hat,   den  schar- 
manten Albert  Paulig,    der  wird   es   nicht  glauben  wollen, 
daß  Albert   einmal  Lehrer  werden  sollte.      Allerdings  war 
dies    nur  Wunsch    seines  Vaters,    denn    in   ihm   selbst  regten   sich 
keinerlei   pädagogische  Fähigkeiten,   und   so   wird   man  es  glauben, 
daß  der  Besuch  des  Lehrerseminars   bei  Paulig   nur   eine   vorüber- 
gehende Episode   blieb.    Aber   vielleicht   hat   er   doch  etwas  davon 
zurückbehalten,  ein  gewisses  väterliches  oder  vielleicht  mehr  onkel- 
haftes Benehmen,   einen  zeitweiligen  Ansatz    zur  Strenge,  wenig- 
stens  jenen  Mädchen  gegenüber,   die   er  in   den  Filmen   zu  be- 
treuen  hat.     Albert  ist  der   geborene  Aufsichtsherr,   der  kor- 
rekte Ressortchef,   der   so  konziliant   und    liebenswürdig  zu 
den  Kunden,  so   energisch   und   trotzdem   nicht  unsanft   zu 
den   kleinen    Warenhausmädchen    sein    kann.      Wenigstens 
alles  im   Film.     Er  muß  wohl   von   jeher   den   Ehrgeiz    be- 
sessen  haben,   in   einer   Stellung,   die  Würde   verleiht,  auf 
der  Höhe    des   Lebens    zu    stehen,    und    er    hat    vielleicht 
daheim    in    Stollberg    in    Sachsen    die    Honoratioren    und 
den  Chef  bewundert,  in  dessen  Geschäft  man  ihn  steckte, 
um   ihm   die  Anfänge   einer    kommerziellen   Bildung    bei- 
zubringen.     Aber    es    regte     sich     in    ihm     Bühnenblut, 
dessen  Drängen   so  schwer  zu  widerstehen  ist.     Der  Weg 
zum   Ruhm  führte,   nachdem  im  Konservatorium  zu  Dres- 
den    die     technischen    Stützen     des     Berufes     erworben 
waren  (damals    mußte   ein   Schauspieler  vor  allen   Dingen 
eine    dialektfreie   Aussprache    haben,  heute   sind   schartige 
Stimmbänder   und   knödelndes  Wortgedudel  womöglich  ein 
Vorzug    an    unseren    sprachlich   verlotterten  Theatern),    der 
Weg  also   führte   Albert  Paulig   nicht    gleich   an    jene    t^üh- 
nen,   die   damals  das    Ziel    junger    Talente    darstellten,    son- 
dern  an   bescheidenere   Stätten  :   nach  Zwickau,   Lodz,   Han- 
nover,  Dresden.     Für   einen  jungen  Schauspieler  sind   solche 
Theater   von   besonderem   Wert,   denn    sie    pflegen    nicht    nur 
das   Ensemblespiel,    lehren    die    größte   Disziplin,   sondern   sie 
haben    auch   einen   umfassenden   Spielplan.      Nicht  wie   in    der 
Großstadt,    wo    Serienslücke    lieblos    heruntergehaspelt    werden, 
sondern  wie  in   der    Kleinstadt    das    Theater    betrieben    wird,    ist 
die   beste   Schule   für   einen   jungen   Künstler.     Da   hieß  es   oft   über 
Nacht  Rollen   lernen,   wenn    ein    Stück    nicht    einschlug    und    durch 
eine  Neueinstudierung   ersetzt  werden  mußte.     Das  Gedächtnis  mußte 
geübt    werden,    denn    man    konnte    sich    nicht    ausschließlich    auf    den 
Souffleur   verlassen,   wie   dies   heute   einige  ,, Prominente"   als  Folge  ihrer 
Überarbeit  zu   tun   pflegen.     Schließlich   landete  Albert  Paulig   aber  doch 
in  Berlin,   und   zwar   in  jüngerem   Alter   als  Jannings  und   Krauß,   die   noch 
länger  in   der   Provinz    spielten.      Bald    danach    brach,    ganz    wie    heute,    das 
Tonfilmfieber  aus,   denn   Oscar   Meßter,   der    Senior    der    deutschen    Kinemato- 
graphie  brachte  seine   ,, Tonbilder"   in   die    Kinos,   die   freilich   in   der    Zeit 
<eine  Paläste,   sondern   in   der   Regel  leerstehende  Läden  waren.    Paulig 
spielte  also    in   solchen    Tonbildern,    zu    denen    eine    Grammophon- 
platte den  Text  schnurrte,  Opernarien,  längst  vergessene  Schlager 
von  Paul   Lincke,    die   in   vier   Minuten    beendet    sein    mußten. 
Seine  Partnerin   war   die  Tochter    des  Regisseurs,   eines  ehe- 
maligen Operettenlenors  Porten.      Dieses  blonde^    schlanke, 
eben   dem  Backfischalter  entwachsene  Mädchen    stellte  die 
klassischen  Posen  der   Opernarien.     Papa  Porten  tonfilmte 
auch   Lohengrins  Abschied   von  Elsa,  wobei  die  Grammo- 
phonplatte  herumgedreht   werden  mußte.     Aber  alle  Be 
teiligten   glauben,   daß  Paulig  in    diesem    Tonbild    nicht 
mitgewirkt   hat.     Albert  als    Lohengrin  .  .  .    nicht    aus- 
zudenken.     Sein   Flimmerstern   ging   erst   einige    Jahre 
später  auf,    als    Karl    Wilhelm    bei    der    Union    einen 
rasend    komischen    Film    aus    der    Konfektion    drehte 
,,Die   Firma   heiratet",   worin  Albert   Paulig   die  erste 
größere   komische   Rolle  spielte.      Einer  seiner   Part- 
ner,  der  Lehrling  Moritz,    wurde    von    einem   fixen, 
berlinisch  kessen  Reinhardt-Schüler  dargestellt,  der 
seinen    Meister   im    Rauchen    vieler    schwerer    Zi- 
garren  kopieren  wollte,   obgleich   ihm   dabei   öfter 
übel  wurde.     Dieser    kleine  Darsteller    war  Ernst 
Lubitsch.      Woran  es  gelegen  hat,  daß  Paulig  nie 
unter  Lubitsch  filmte?    Wer  weiß  es?    Jedenfalls 


verschrieb  sich  Albert  Paulig  nach  der  heiratenden  Firma  der 
heiteren  Filmmuse,  und  er  hat  mit  unnachahmlicher  Grazie  seitdem 
seine  zahlreichen  Geschäftsreisenden,  Empfangsherren,  Oberkellner, 
Ressortchefs  hingelegt.  Der  Grundzug  seines  schauspielerischen 
Wesens    ist     Lie-  p/,gi    i:j„ 

benswürdig- 
keit. 


AIS 


Der  Beruf  des  Wochenschau-Kameramannes  hat  un- 
zweifelhaft die  angenehme  Seite,  daß  man  viel 
herumkommt  und  vieles  sieht.  Aber  er  ist  sehr 
anstrengend  und  oft  gefährlich.  Ein  Beispiel  dafür  bil- 
den die  Filmaufnahmen  von  der  Rettung  des  im  Eise 
festgefrorenen  Fährschiffes  „Schwerin".  Der  Ufa- 
Kameramann  Richard  U  n  g  e  r  war  einen  ganzen  Tag 
über  mit  dem  Filmen  der  Ausbesserungsarbeiten  am 
Witzlebener  Funkturm  beschäftigt.  Diese  Klettereien  in 
100  Meter  Höhe  lieferten  ihm  gewisser- 
~"  .;,  maßen     einen    Vorgeschmack     der     kom- 

"  menden  Ereignisse.  Denn  bereits  um 
sieben  Uhr  früh  des  nächsten  Tages  flog 
er  mit  180  Stundenkilometer  Geschwin- 
digkeit mit  einem  Flugzeug  der  Ver- 
kehrsfliegcrschule  über  das  vereiste 
Meer,  auf  der  Suche  nach  der  eingefro- 
renen „Schwerin".  Nach  mehrstündigem 
Flug  wurden  endlich  zwei  kleine  Punkte 
am     Horizont     entdeckt.     Sie     erwiesen 


sich  als  die  russischen  Eisbrecher,  die  sich 
durch  das  schwere  Packeis  mühsam  an  die 
,, Schwerin"   herankämpften. 

Um  die  unten  liegenden  Schiffe  vor  das 
Objektiv  zu  bekommen,  mußte  sich  der 
Kameramann  mit  dem  ganzen  Oberkörper 
aus  dem  Flugzeug  lehnen.  Der  Luftdruck, 
der  bei  der  ungeheuren  Geschwindigkeit  der 
kleinen  Rennmaschine  erzeugt  wurde,  war 
so  stark,  daß  Unger  nur  mit  größter  Kraft- 
anstrengung die  Kurbel  drehen  konnte. 
Mehrmals  wurde  ihm  die  Kurbel  des  Appara- 
tes aus  der  Hand  gerissen.  Glücklicherweise 
trafen  aber  die  gebrochenen  Kurbeln  nicht 
das  Steuer  des  Flugzeuges,  denn  sonst  wäre 
ein    Absturz    unvermeidlich    gewesen. 

Nach  etwa  vierstündigem  Flug  trafen 
Kameramann  und  Pilot  wohlbehalten  wieder 
in  Warnemünde  ein,  allerdings  völlig  steif 
gefroren  vor  Kälte.  Alle  Ersatzkurbeln 
hatte  Unger  bei  diesen  Aufnahmen  eingebüßt, 
ebenso  war  ihm  seine  Schutzbrille  abgerissen 
worden. 

Aber   die    Aufnahmen   waren    gelungen. 


^5 


t-.- 


^^ 


It 


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f_       n.  Fort  Setzung 


ROMAN  vo/^  HANS  SCHULZE 


„'n  Abend,  Brandslctter,  alter  Junge!"  bcorüßtc  ihn  der  immer 
eilige  kleine  Herr.  „Das  ist  ja  eine  unerwartete  Überraschun;«. 
Sind  wohl  auf  dem  Kriegspfade?    Zirfaretle  oder  Kojjnak  jsefällig?" 

Der  Kommissar  wehrte  ab. 

„Danke,  lieber 

Freund!  Ich  will  Sic 
nicht  lange  stören. 
Die  Geißel  der  Auf- 
führung hängt  ja 
noch  über  Ihnen.  Nur 
eine  kurze  Auskunft. 
Wer  ist  der  lange 
Assistent  des  chine- 
sischen   Zauberers?" 

Der  Inspizient  fuhr 
sich  über  die  spie- 
gelnde Glatze. 

,,Das  ist  eine  Dok- 
lorfrage,  Brandstet- 
terchen!  Soll  ein  ver- 
krachter Jurist  sein. 
Reist  schon  seit  Jah- 
ren mit  der  Nummer 
durch  die  ganze  Welt. 
Ist  mir  persönlich 
ein  fataler  Bursche, 
aber  die  Weiber  sind 
wie  toll  hintei  ihm 
hei.  Wenn  Sie  übri- 
gens noch  ein  Hühn- 
chen mit  ihm  zu 
pflücken  haben,  müs- 
sen Sic  zugreifen. 
Der  Chinamann  geht 
morgen  gleich  nach 
der  Vorstellung  mit 
ihm  in  ein  Engage- 
ment  nach   Holland." 

,, Wissen  Sie,  wo 
der  Jüngling  wohnt?" 

,, Keine  Ahnung, 
aber  Sie  treffen  ihn 
bestimmt  drüben  bei 
Kannenberg.  Er  hat 
ein  Techtelmechtel 
mit  unserer  französi- 
schen Tänzerin  und 
speist  mit  ihr  dort 
jeden  Abend!"  —  — 

Die  Herren  verlie- 
ßen das  Büro,  und 
der  Inspizient  gab 
seinem  Besucher  noch 
ein  paar  Schritte  das, 
Geleit. 

In  diesem  Augenblick  ging  ein  großer  Herr  mit  einer  jungen 
Dame  so  nahe  an  ihnen  vorbei,  daß  er  sie  auf  dem  schmalen 
Gange  fast  mit  dem  Ärmel  streifte. 

Irotz  der  unsicheren  Beleuchtung  erkannte  Brandstetter  in 
ihm  sofort  den   Gehilfen  des  Zauberers. 

Als  er  jetzt  aus  dem  Portal  des  Wintergartens  auf  die  Doro- 
theenstraßc  hinaustrat,  verschwand  der  fabelhafte  Abendmantel 
der  Dame  gerade  im  Eingang  des  Kannenbcrgschen  Lokals. 

Der  Kommissar  schickte  Walter  durch  den  Portier  ein  paar 
rasch  hingeworfene  Zeilen  und  begab  sich  dann  gleichfalls  zu 
Kannenberg   hinüber. 

Er  war  entschlossen,  vorläufig  allein  zu  operieren;  Walter 
V.  Prayer  hatte  den  Wilhelmsgarten-Kavalier  durch  sein  hitziges 
Temperament   schon   einmal  vorzeitig   vergrämt.     In   diesem   Falle 


Julius  Falkenslein  filmt  bei  der  Ufa 


wollte  er  vorsichtiger  zu  Werke  gclicn  und  nicht  eher  ruhen,  als 
bis  er  Namen  und  Art  des  falschen  Chinesen  restlos  auf- 
geklärt hatte. 

Bei  Kannenberg  wählte  er  seinen  Platz  mit  strategischer  Um- 
sicht in  der  Nähe 
der  Tür  so,  daß  er 
das  Paar  dauernd  im 
Auge  hatte,  und  war- 
tete dann  bei  einer 
Flasche  guten  Rhein- 
weins die  weitere 
Entwicklung  der 

Dinge  ab. 

Seine  Geduld  wurde 
zunächst  auf  eine 
ziemlich  harte  Probe 
gestellt. 

Der  junge  Herr  vsar 
in  Erwartung  des 
morgigen  Fischzugs 
anscheinend  in  be- 
ster Stimung  und  ließ 
für  seine  wirklich 
entzückende  Freun- 
din auffahren,  was 
Küche  und  Keller 
nur  bieten  konnten. 
Erst  gegen  ein  Uhr 
verließen  sie  das  Lo- 
kal und  fuhren  im 
Auto  zum  Potsdamer 
Platz.  Brandstetter, 
der  sie  in  einem 
zweiten  Wagen  un- 
bemerkt verfolgt 
hatte,  saß  zehn  Mi- 
nuten später  mit 
ihnen  in  einem  über- 
füllten Abteil  der 
Wannseebahn. 

Hinler  einer  Zei- 
tung versteckt,  beob- 
achtete er  jede  Be- 
wegung der  beiden 
jungen  Leute,  die 
sich  unter  der  Nach- 
wirkung des  reichlich 
genossenen  Alkohols 
ziemlich  laut  und 
ungeniert  in  franzö- 
sischer Sprache  un- 
terhielten. 

Als  sich  der  Wa- 
gen auf  der  Station 
Botanischer  Garten 
etwas  zu  leeren  begann,  sank  der  Bubenkopf  der  kleinen 
Pariserin  auf  einmal  schwer  gegen  die  Brust  ihres  Begleiters, 
und  eine  alte  Dame  entrüstete  sich  lebhaft  über  die  allzu  frei- 
gebige Enthüllung  eines  schlanken  Paares  einfach  vollkommener 
Beine. 

Lichterfelde,    Zehlendorf-Mitte,    Zehlendorf-West    flogen   vorbei. 
Dann    aber,    als    der    Zug    in    den    Bahnhof    Schlachtensee    ein- 
lief, schreckte  der  Herr  auf,  und  die  beiden  stiegen  eilig  aus. 

Der  Kommissar  folgte  ihnen  langsam  im  Strom  der  übrigen 
Reisenden  durch  die  Sperre;  eine  Art  hellseherischer  Gewißheit 
war  auf  einmal  in  ihm,  daß  diese  nächtliche  Expedition  einzig 
die   Pension  Hartkort   zum   Ziele   haben   konnte. 

Das  Paar  hatte  unterdessen  die  Tunneluntcrführung  durch- 
schritten  und    VN.uidte    sich   dein    Villenviertel    zu. 


/•/;, :.  l  ;j 


Mit  Blitzesschnelle  vergegenwärtigte  sich  Brandstetter  das 
Straßenbild   Schlachtensecs. 

Die  Pension  Hartkort  lag  im  Schnittpunkt  der  Albrechtstraße 
mit  der  Potsdamer  Chaussee,  die  er  auf  einem  Abkürzungsvvege 
am  Sanatorium  Schlachtensce  in  wenigen  Minuten  erreichen 
konnte. 

So  schnell  ihn  seine  Füße  tragen  wollten,  eilte  er  die  mond- 
helle Viktoriastraße  entlang  und  verbarg  sich  im  Gebüsch  eines 
Gartens  gegenüber  der  Villa  Hartkort. 

In  demselben  Augenblick  bogen  die  jungen  Leute  um  die  nächste 
Straßenecke,  und  das  lustige  Lachen  der  Französin  klang  weithin 
durch  die   stille   Nacht. 

Vor  der  Hartkortschen  Pension  machten  sie  halt. 

Der  Herr  zog  einen  Schlüssel  aus  der  Tasche  und  öffnete  die 
Gartentür. 

Dann    waren    sie    im    Innern    des    Hauses    verschwunden.    —    — 

Mit  einem  erleichterten  Aufatmen  richtete  sich  der  Kommissar 
aus   seiner    gebückten    Stellung    empor, 

Gott  sei  Dank! 

Ein  Anfang  war  gemacht,  ein  erster  Faden  angeknüpft 
worden,  an  dem  er  sich  aus  dem  Labyrinth  des  Karrprozesses 
heraustasten    konnte. 

Ein  instinktives  Gefühl  sagte  ihm,  daß  ihm  hier  wieder  einmal 
einer  jener  unerwarteten  Glückszufälle  zu  Hilfe  gekommen  war, 
wie  er  schon  manchmal  einer  halb  verlorenen  Sache  eine  völlig 
neue,   überraschende  Wendung  gegeben   hatte.   — 

XVII. 

Vor  dem  riesigen  grauen  Sandsteinporfal  des  Landgerichts 
in  der  Turmslraße  fuhren  die  Automobile  in  ununterbrochener 
Reihe  auf. 

Der  Zuhörerraum  des  großen  Schwurgerichtssaales  war  längst 
bis  auf  den  letzten  Platz  besetzt,  aber  noch  immer  hasteten  eilige 
Menschen  durch  das  Treppenhaus  des  mächtigen  Lichthofes  zum 
dritten    Stockwerk    hinauf. 

Mit  ungeheuerer  Spannung  erwartete  man  allgemein  den  Be- 
ginn der  Verhandlung;  die  Sensationsstimmung  eines  großen 
Tages  zitterte  über  einem  erlesenen  Publikum  aus  dem  vor- 
nehmsten Westen,  das  sich  zu  dem  Schlußakt  der  Karrtragödic 
wie  zu  einer  nervenaufpeitschenden  Premiere  in  einem  Luxus- 
Iheater  des   Kurfürstendamms   ein   Stelldichein   gegeben   hatte. 

Jetzt  öffnete  sich  ein  schmaler  Türspalt  in  der  Rückseite  der 
Anklagebank,  und  Kurt  Steinhoff  wurde  von  einem  Gerichfs- 
diener    hereingeführt. 

Er  sah  blaß  und  angegriffen  aus,  und  sein  Gesicht  zeigte  be- 
reits die  charakteristische  gelbe  Gefängnisfarbe. 

Ohne  von  seiner  Umgebung  auch  nur  die  geringste  Notiz  zu 
nehmen,  ließ  er  sich  am  äußersten  Ende  der  Bank  nieder  und 
schaute  regungslos  in  eine  blendende  Sonnenbahn,  die  sich  wie 
eine  Wand  von  glitzernden  Staubatomen  vor  dem  fahlen  Grün 
des    Richtertisches    aufgebaut    hatte. 

Wenige  Minuten  später  wurde  die  große  Saaltür  von  einem 
Justizwachtmeister  weit  aufgerissen. 

Das  Summen  der  Unterhaltung  sank  plötzlich  zu  einem  leisen 
Tuscheln    herab. 

Am  Arm  ihres  Verteidigers  trat  Evelyn  ein,  in  tiefer  Trauer, 
das  totenbleiche  Gesicht   fast  ganz  durch  einen  Schleier  verdeckt. 

Einen  Herzschlag  lang  stockte  sie,  als  die  Gitterschranke  der 
Anklagebank   vor   ihr    aufklirrte. 

Dann  aber  erblickte  sie  Kurt,  der  bei  ihrem  Erscheinen  un- 
willkürlich von  seinem  Sitze  aufgefahren  und  ihr  ein  paar 
Schritte    entgegengekommen    war. 

Mit  festem  Druck  lagen  ihre  beiden  Hände  für  Sekunden  in- 
einander 

Und  aus  diesem  Druck  floß  es  wie  eine  heimliche  Glut  her- 
über hinüber,  fühlten  die  beiden  unseligen  Menschen  ihre  tiefe 
Schicksalsverbundenheit,  und  der  Pranger  der  Anklagebank 
schien  ihnen  auf  einmal  wie  eine  rettende  Insel,  die  ihnen  mitten 
in  dem  Meer  von  Gemeinheit,  Neugier  und  Gehässigkeit  der  Mit- 
welt eine  schützende  Zuflucht  bot. 

Walter  v.  Prayer  hatte  die  Karrschcn  Damen  zusammen  mit 
dem  alten  Hausarzt  im  Auto  nach  Moabit  gebracht  und  war  Lore 
dann   auch   beim    Zeugenaufruf    treu    zur    Seite   geblieben. 

Still  und  blaß  hatte  sie  dem  Kreuzfeuer  von  Hunderten  zu- 
dringlicher Blicke  getrotzt,  indes  sich  ihm  selbst  das  Bild  des 
Gerichtssaales  sogleich  zu  einem  nachhaltigen  malerischen  Ein- 
druck  geformt    hatte. 


Der  weitgedehnte,  lichtdurchflutete  Raum  in  seiner  fast  fest- 
lichen,   hellen    Nußbaumtäfelung. 

Ihr  gerade  gegenüber  der  eisengraue  Senatorenkopf  des  Vor- 
sitzenden mit  den  feingeschnittenen,  geistvollen  Zügen  und  der 
vornehm-beherrschten    Haltung    eines    Diplomaten   alter    Schule. 

Ganz  anders  der  Vertreter  der  Staatsanwaltschaft,  ein  breit- 
schultriger, monokelbewehrter  Herr  mit  einem  drohenden  Durch- 
zieher auf  der  rotgeäderten,  von  brüchiger  Haut  gespannten 
linken  Wange. 

Die  Geschworenen  zu  beiden  Seiten  der  schwarzen  Talare  des 
Richterkollegiums,  unter  ihnen  eine  einzige  Frau,  eine  an- 
gejahrte,   entschlossen   blickende   Blondine. 

Unter  den  Zeugen  hatte  Herr  Brandstetter  bei  Eröffnung  der 
Sitzung  gefehlt,  und  auch  später  im  Zeugenzimmer  hielt  Walter 
vergebens   nach    ihm   Ausschau. 

Mit  der  ersten  Post  war  endlich  die  ersehnte  Chiffrenachricht 
des  Postamtes  Dorotheenstraße  eingegangen;  ein  ganz  knapp  ge- 
haltener Brief  in  Maschinenschrift,  daß  Schreiber  dieser  Zeilen 
Punkt  zwölf  Uhr  vor  dem  Portal  III  des  Kriminalgerichts  in  der 
Turmstraße  zum  Austausch  der  Dokumente  erscheinen  würde  und 
den  Depotschein  bereitzuhalten  bitte. 

Walter  hatte  sich  sofort  mit  der  Privatwohnung  und  dem 
Büro  Brandstetters  in  Verbindung  gesetzt,  ohne  seiner  jedoch 
persönlich  habhaft  werden  zu  können;  nach  einer  Auskunft  seiner 
Pension  hatte  der  Kommissar  bereits  gegen  sieben  Uhr  morgens, 
ohne  das  Frühstück  abzuwarten,  das  Haus  verlassen  und  aus 
dem  Büro  kam  die  Nachricht,  Herr  Brandstetter  habe  soeben 
aus  Schlachtensee  angerufen,  daß  er  heute  voraussichtlich  über- 
haupt  nicht   mehr   zur   Friedrichstadt   hereinkommen  würde. 

Was  war  geschehen?  Was  suchte  der  Kommissar  zu  dieser 
Zeit,  da  alles  auf  dem  Spiele  stand,  in  Schlachtensee? 

In  steigender  Unruhe  sah  Walter  in  den  jungen  Tag  hinaus, 
der  sich  wie  zum  Hohn  auf  das  düstere  Drama  im  Gerichtssaal 
mit    seinen    leuchtendsten    Farben    geschmückt    zu    haben    schien. 

Was  würden  die  nächsten  Stunden  bringen? 

Immer  wieder  suchte  sein  Blick  das  feine  Gesicht  Lores,  und 
ein  stilles  Gelübde  stieg  in  ihm  auf,  wie  auch  der  heutige  Tag 
ausgehen  mochte,  dies  Kind  in  ein  neues  Leben  zu  führen,  daß 
keine  Schicksalsnol  ihr  junges  Herz  je  wieder  verwunden  könnte. 

Im  Sitzungssaal  halte  inzwischen  der  eine  der  beiden  Beisitzer, 
ein  greisenhafter  Herr  mit  einem  lederfarbenen  Mumiengesicht, 
dem  die  Worte  in  pausenloser  Eintönigkeit  von  den  dünnen 
Lippen  knarrten,  die  Verlesung  der  umfangreichen  Anklageschrift 
beendet,  und  der  Vorsitzende  begann  mit  dem  Verhör  der  An- 
geklagten. 

„Herr  Dr.  Steinhoff,"  sagte  er,  „Sie  haben  soeben  mit  angehört, 
welche  Anschuldigungen  gegen  Sie  erhoben  werden.  Gestehen 
Sie  die  Tötung  des  Generaldirektors  Alfred  Karr  zu?" 

Ein  kurz   herausgeschnittenes,   scharfes   ,,Ja"   war   die   Antwort. 

,,Frau  Evelyn  Karr,"  fuhr  der  Vorsitzende  in  seiner  verbind- 
lichen Art  fort,  ,, Ihnen  gilt  dieselbe  Frage:  Bekennen  Sie  sich 
gleichfalls  im  Sinne  der  Anklage  schuldig?" 

Evelyn  hatte  ihren  Schleier  ein  wenig  zurückgeschlagen,  ihre 
Augen  waren  groß  und  weit. 

„Nein!"  klang  es  dann  kaum  hörbar  von  der  Anklagebank 
zurück. 

Der  Vorsitzende  räusperte  sich  leise  und  zog  seinen  langen 
Notizbleistift  nachdenklich  durch  die  schmalen,  aristokratischen 
Hände. 

„Herr  Dr.  Steinhoff,"  nahm  er  dann  wieder  das  Wort,  „Sie 
haben  zwar  in  der  Voruntersuchung  bereits  ein  offenes  Geständ- 
nis abgelegt,  zur  vollen  Klärung  der  Sache  ist  es  aber  erforder- 
lich, daß  ich  den  Text  der  Anklage  noch  einmal  ausführlich  mit 
Ihnen  durchgehe.  Und  da  entsteht  gleich  am  Anfang  eine  sehr 
bedeutsame  Frage,  die  man  gewissermaßen  als  das  Leitmotiv 
dieses  ganzen  Falles  bezeichnen  könnte,  nämlich,  welcher  Art 
Ihre  Beziehungen  zu  Frau  Evelyn  Karr  gewesen  sind?" 

,,Wir  beabsichtigten  eine  Heirat,  sobald  Frau  Karr  wieder  frei- 
geworden sein  sollte!" 

,,Wie  stellte  sich  der  Ehemann  Karr  hierzu?" 

„Er  erklärte  mir,  daß  er  niemals  seine  Einwilligung  zu  einer 
Trennung  seiner  Ehe  geben  würde!" 

„Wann  haben  Sie  mit  ihm  hierüber  verhandelt?" 

,,ln  meiner  Wohnung.  Am  Tage  seiner  Rückkehr  aus  Eng- 
land!" 

,,War  dies  Ihre  einzige  Unterredung  mit  Herrn  Karr?" 

Forlsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  errei'chterL 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des     „  F  i  I  m  -  M  a  g  azi  n  ",      Berlin    SW  68,    ZimmerstraOe    35-41 
Scherlvcrlail.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also   keinen  Zweck 


Au  viele:  Anonyme  Uricfe  wcnlcii  niclit  beantwortet.  Bei  Manu- 
sUriptanscICKenliciten  bitten  wir  folgendes  zu  bcaclilen:  Jeder  Anfrage  ist 
Uiickporto  beizufügen.  Jede  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  z-vveoklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  Sclireibniascliinensciten 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Kegisseure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Slanuskriptc  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durohschlägo  senden,  von 
handgeschriebenen   Sendungen    (leserlich)   eine  Absehrift  zurückbehalten. 

• 

T  u  d  il  y  K.:  H.is  Hamnn  Xovarro-Uucli  kostet  l..'iii  M.  Egon  von 
Jordan   wolint    Heriiii  W  !.'>.    l.ictzenburger  .•^tralJe   ■"".    und    gilii    Autogramme. 

K  <■  g  i  n  a  H..  I)  a  n  z  i  g:  (ier- 
da  M.iurus  widnit  ISerliii  \V.  llo- 
heuzollermlanim  '.>J,  Elizza  l.i 
Porta  Berlin  W,  Nürnberger 
Stralie  i;i.  bei  Adler.  Aljee 
Terry  Xizz.i.  Untid  NcgreMO. 
Ly.i  de  Piitli,  Elstree  .Stmlious. 
London,  Harry  Fr.iiuk  Berliu- 
l'harlottenliurg.  li<ji'thep;irk  !'■'.. 
t'.ustav  Frölilieli  wird,  wenn  die^e 
Zeilen  er.sehcinen,  liiiihstw.ihr- 
selieinlieli    \vied<'r   in   Herlin   sein. 

(»  t  t  i  ,  Helmstedt:  ..Per 
Fuhrm.mn  des  Tixlrs'  ist  naeli 
einer  Novelle  von  ."<elma  L.iger- 
liif,  der  Film  ..Der  .M.inn.  der  die 
Ohrfeigen  liekani"  n.ieli  eini'm 
Theati-rstiick  ..Per  Herr  mit  der 
grünen  Krawatte"  von  Ark.idy 
-Vwortselienko    gedichtet. 

L  e  o  P..  Köln:  AN'ir  sind 
gern  bereit,  Ihnen  ein  .Vuto- 
gr.'imni  von  l.ilian  H.irvey  zu  be- 
sorgen. Wir  bitten  !Sie  d.iher. 
uns  eine  Hildkarfe  der  Künsile- 
riii  und  (i,.')i)  .\1.  in  Briefm.irken 
freiindliehst  einsenden  zu  wollen. 
I.ili,iu  Ilarvey  widmf  Perlin 
\\'  1.').  Düsseldorfer  J^traLle  47. 
und  h.it  am  19.  J.uniar  Ue- 
iMirist.iK. 

F  r  .1  u  L.  H.,  Dresden: 
Nielleieht  senden  .Sie  Ihr  Sujel 
an  die  Nalion.il-Kiini,  Berlin 
S<\V    4.S.    Friedrieh>lraße    10. 

W  e  r  n  e  r  .s.,  Leipzig: 
l.ili.in  H.irvey  und  Willy  Fritsch 
sind  ledig.  Beide  geben  Auto- 
gr.inime. 

i;  e  r  t  r  u  d  T.,  Neukölln: 
NVerner  Fuetterer  wolint  Berlin- 
••^teglitz,  KleisIstr.-iUe  27.  li.it  ,im 
lü.  .laniiar  Geburtstag,  gibt  .Viito- 
;;r.immo,  ist  ungefähr  1  — .'i  .(.ihre 
beim  Film,  bevorzugt  A\',isser- 
sport  und  ist  ledig.  .Sein  nenoter 
Film  ist  ..Die  Fliieht  der  Deli.i-  . 
Im  ..Fürst  von  P;iiipenlieim' 
war    iloii.t  Jl.iris   seine   P.irtnerin. 

H.  B.,  h  üd  e  n  s  e  h  e  i  d  : 
Harry  Liedtke  wolint  Berlin- 
(Jrunew.-ild,  Bism,irek,illee  Ifi, 
und    hat    am    12.  Oktober  (iebiirts- 

tag.  Paul  Richters  Wiege  st.ind  in  ^Viell.  >ein  (icluirtM.ig  i>t  der  1.  April. 
(i  r  e  I  .a  li  a  r  b  o  -  V  c  r  e  h  r  e  r  :  Wenn  Sic  zum  l'ilm  wollen,  so 
ist  es  am  zweckmälJigsten,  .Sic  wenden  sich  inimiticlb.ir  ;in  die  Film- 
gcscllsch.iflc'ii.  Wir  \  ermitteln  keine  Krig.igenicnts.  (irela  O.irbo  gibt 
.\iitogramme.  .Sic  ist  noch  in  (iiiteborg.  Wenn  Sic  n.ich  Herlin  kommt, 
wird  ihre  hiesige  Ailressi'  selbstvcrstäiidlicli  bck;innlgcgeben.  AiitJer  in 
den  gcii.iniifcn  Filmen  spielte  die  Kiiiisilerin  noch  in  i-ineni  deulsclicn 
Film  ..Die  freudlose  lia>se'  und  in  dem  .•imerik.aiiischeii  .Suderm;inii-Filiii 
.,E.-    w.ir". 

('  h  .1  r  1  (I  t  t  e  F.,  (i  ö  s  >  n  i  t  z  :  \\  .iltcr  lüll.i  ist  M'rhcir.itct  und  gibt 
.\ntogi-.'imme. 

11.  1..  II  i  r  s  c  II  b  e  r  g  :  Der  neueste  Harry  I.iedike-Film  Iieißt  ,,Herr 
nhne  (ield".  In  \iirbereitung  sind  folgende  Filme  mit  ihm:  ,.Der  scliw.irze 
Doniiiio",  ..Die  Konkurrenz  pl.itzf,  .,0  Mädchen,  mein  Mädchen,  wie 
lieb'  ich  dich!"  Emil  ,I.iniiings"  neue.-ter  Film  i>t  ..Der  P.ilrinf.  P.iiil 
Wegencr  ist  wieder  M'rhciralet  und  befindet  siili  .•inginbllcUlieli  auf  einer 
Itiihnen-'l'oiirncc.     (ircl.-i    O.irh.i    liest    .-ille    ilue    UimMc    seihst.      Sp.irl. 


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i-  ünischauspiclcr  a 

Henry  Stuart  und  Leontine  Sagan 
Theaters  Deutscher  Schausp 


i'  h  a  r  1  e  s  F  ,i  r  r  e  I  1  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  aus  11  .i  in  bürg:  C'h,irles 
Farrell  ist  durch  die  Fox-Stndios,  14lll,  Western  .\ve..  Hollywood,  zu 
erreiclieii.  Er  gibt  Anlogramnic.  IWolJer  Blumenfreund.  Treibt  jeden 
Sport.  Filmt  seit  mehreren  .lahren.  Sein  neuester  Film  ist  ,,Bud.ipcsf. 
seine    I'.irtni'rin    wieder    ,l,iiiet    (i,iyiior, 

F  i  I  m  f  r  e  ii  n  diu  aus  N  ii  r  ii  b  e  r  g  :  Otto  Uebiilir  wohnt  Berlin 
W  ,')7.  KiirfiirstenstraUe  UX.  li.it  am  Itt.  .Mai  (iebiirtst.ig,  ist  gesiliieden, 
hat  ein  T(ichterclicii,  ist  ;iuch  M;iler  und  Lautensänger  und  err,ing  kiirz- 
licli  eim'ii  grolJen  Erfolg  mit  seinem  Blücher  in  ,,\Vaterlo(r-.  Sein 
neuester   Film    ist    ,,Die    keusche    Kokotte", 

Helmut  E.,  Oörlitz:  Oeorg  (J'llariu  wohnt  in  Bevcrly-Hills, 
Hollywood.      Sic   kii:iuen    deutsch   :iii    ihn   schreiben. 

W.  V  li.,  H  a  II  II  o  V  e  r:  Lili;in 
H.irvey  gibt  Autogramme.  Ranioii 
Xov.irro  ist  noch  nicht  in  Berlin. 
Werner  Fuetterer  wcdint  Äerliii- 
Steglitz,  KleiststraUe  27,  Willj 
Fritsch  Berlin  W,  K.iiscrdamm 
Nr,  9,'>.  Jackie  t'oogan  ist  schon 
hange    nielit    mehr    in    Berlin. 

H  ,a  n  II  i  H,,  K  a  n  1  s  d  o  r  f  : 
It.'imoii  Novarru  kommt  im  Soni- 
luer  n,icli  Berlin.  .Seine  Berliner 
Adresse  wird  sofort  bek;i  mit- 
gegeben. Fred  .Soliii  filmt  augeii- 
blicklieli  in  Hollywood  ;ils  P.irt- 
iier  von  Bebe  Daniels  unter  dorn 
N,inien    Robert    Castle, 

F  r  i  t  z  M„  II  ,1  m  b  ii  r  g:  Giin- 
ii,ir  Toliiaes  spielte  kürzlich  eine 
Hauptrolle  in  dem  Starfilni  ,, Ge- 
schlecht in  Kesseln",  Er  kommt 
im  Jniii  wieder  nach  Berlin,  um 
hier  zu  filmen,  Bilder  von  Tol- 
iiaes werden  wir  :iuch  b,ild  wie- 
der bringen.  Fnverheiratet.  Mai- 
glöckchen.    In    Oslo    geboren. 

W  i  1  li  e  I  m  B..  Dort  m  ii  n  d : 
Wenn  Sie  Filmdarsteller  werden 
wollen,  so  nilissen  Sie  sich  un- 
mittelbar mit  den  Filmgesell- 
scli,iften  in  Verbindung  setzen. 
D.i  wir  Engagements  nicht  ver- 
niitteln  können  wir  Ihnen  leider 
keine    Ratschläge    geben. 

H  e  i  n  z  H  c  r  h  e  r  t  G.,  B  e  r- 
1  i  11  :  Sie  irren  sich,  der  Film 
..Hell  in  Fr.iuensee"  ist  in  \ie- 
leii    Filmtheatern    gel.iufen, 

K.  E.,  H  e  1  m  s  d  o  r  f  :  Die 
Hauptdarsteller  im  ,,Wolga- 
scliiffer"  wjircii  A\illiam  Boyd, 
Ellinor  F.iir  und  \iclor  V.arkoni. 
Vilm:i  B.inky  ist  nicht  mit  Dou- 
i^l.is  F,iirtiaiiks,  sondern  mit  Rod 
l;i     Roniie    vcrlieir,itet, 

Uschi,  .\  n  g  e  1  o  F  e  r  r  a  - 
r  i  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Geburts- 
tag und  Adresse  von  Aiigelo 
Ferrari  stimmen.  Der  KüiistU'r 
gibt  .\utograiiinie.  Scliw.irzcs 
H.iar,  braune  Augen.  Er  w.ir 
früher  mit  Elen;i  LniuLi  verhei- 
ratet. Jetzt  ledig.  Ferraris 
neuester  Film  ist  ,.I)oii  Manuel. 
der  B.iiidif,  Ob  er  blonde  oder  dunkle  Bubiköpfe  liebt,  eiitzielit  sich 
unserer    Kenntnis. 

J.  A..  Leipzig:  Fred  Louis  I.crch  wolint  Berlin  W,  Regensbnrger 
.straUe  14.  Sehr  nmsik.ilisch.  Der  Kiiiisilcr  dürfte  7.11  beschäftigt  sein, 
um  Besuche  ciiiiif;ingi'n  zu  können,  Sie  unterschätzen  doch  wohl,  wie 
.■iiistrcngcnd  die  Filmtätigkeit  ist.  Lerch  sinclli-  11.  a.  in  folgenden  Fil- 
men; ..Liebelei",  ,, Versiegelte  Lippen",  ,,Eln"sk.iiid,il  im  H,iuse  Froin- 
niont",  ,, Carmen",  ,,Jlary  Lou",  ..Die  kli'ine  Sklavin  ".  ,,RiilsclibaIin", 
.,Der    rote    Kreis", 

Mop.«,  (i  I  c  i  w  i  t  z  :  Ilse  Slobr,iw,i  wohnt  Berlin  W.  Ascliaffcnbur- 
ger  Str.iüp  (i,  Fr.igcn  über  d:is  .\ltcr  und  die  Konfession  unserer  Stars 
beantworten    wir    griiiulsätzlich    nicht. 

I  r  in  g  a  r  d    L.,    T  e  m  p  e  1  li  o  f  ;     M.iria    P;nidl  -r 
Spieler    Czimeg    vcrhcir.itet.      Febcr    die    (iattin    von 
wir    Ihnen    nichts    Näheres    mitteilen. 

II  c  I  c  11  c   IL.   Essen:    Den    Regisseur  Puilowkiii    erreichen    Sie 
die    Ileni'sa.    Berlin    SW  i,s,    FricdrichstralJc    i:l. 


ul  der  Sprechbuhne 

in  einer  Aufführung  des  „Englischen 

ieler"  in  Berlin        Phol.  Schert 


w,ir   mit   dem   Schau- 
Alfred    Braun    können 

durch 


1  n  (T  e  b  0  r  K  S.,  Breslau;  Aiulrt'  Mattoni  triiRf  seinen  rielitigen 
Namen,  Kit'*  .VutOKraiiinic,  staiiiiiit  aus  KarNhail  und  ist  leilij;.  Sie  dürfen 
i'raKeu  stellen,  so  oft  wie  sie  wollen.  Nur  dürfen  Sie  bei  Ver/.ügerunKen 
nicht  unseduliliff  werden:  denn  bei  uns  laufen  tät;li(li  —  wir  niaeben 
noeliinals   darauf   aufmerksam   —   elwa    loo  Itriefi-   ein. 

i^  u  S.  a  u  s  .S  a  a  r  1>  r  ü  e  k  e  n  ;  \\  ir  lialicn  Willielm  Dieterle  noeli 
nielit  t{emi'>!'en.  iiebmen  über  an,  dali  er  elwa  1,!<'>  ni  jtroll  ist.  Wohnung: 
l;ln.-\Vilniers(lürf.  .leuaer  SiraUe  S.  Kr  «ilit  Autonraninie.  l'ranz  Hau- 
niann  wohnt  Berlin  NW  «,  K.irlslr.ilJe  Ifi,  ist  verheiratet  und  «iht  Auto- 
gramme. >Vill.v  Fritsebs  Sebnurrbart  in  der  ,.l'ntc;iriselien  Hliaii-sodie" 
ist  nicht   ,.eebt". 

E  r  i  e  li  l..,  Dresden  :  l.ili.-in  llarvey  wolint  Berlin  \V  1.').  Düssel- 
dorfer Straße  47,  die  anierikanisehen  Kilmslerue  erreichen  Sie  unt"'r 
Beverly-Hills,  Hollywood,  Kai.  l.ya  .\lara  wobut  Berlin-Westend,  I'oni- 
niern.iUee  :>.  und  tjibt  .\ut0j4ramme.  Am  besten,  Sie  reden  die  Künstlerin 
mit  „Knüdise  Frau"  .in.  Bei  AulOH:raniiuw  ünseben  ist  immer  die  be- 
treffende Karle  des  Stars  und  adressiertes,  frankiertes  Küekkuvert  ein- 
zuleijen. 

T  r  o  t  7.  k  0  ])  f  Gertrud:  Harry  Liedtkc  wuide  in  Kiini(;si)erj;. 
Wilhelm  Dieterle  in  Lndwii;sb;ifen,  Willy  Fritseh  in  Kaltowitz  und  Paul 
Kiebter  in  Wien  geboren.  Bamun  Nov.irro  erblickte  in  DuranKo  (.Mexiko) 
das  Liebt  der  Welt.  Der  neueste  Albertini-Film  ist  ..Temiio-Tetuiio  ■. 
Luciano  Albertini   wurde  am   ;iO.   November   in  Lugo   (Italien)    geboren. 

P.  H.  7:  Ureta  (iarbos  Partner  im  ,, Totentanz  der  Liebe"  war  Antonio 
Moreno.  Franz  Lederer  fährt,  da  sieb  das  Filmprojekt  Reinhardts  zer- 
seiilaKcn  hat,  nicht  nach  .\merik:i.  Ureta  Garbo  wird  vorau.ssiehtlieli 
noch  oft  mit  .lohn  Gilbert  zusainnienspielen.  Ein  Buch  über  die  beiden 
Künstler  ist  noch  nicht  erschienen.  Die  Verlobunj;  vmi  Fritseh  ist  ein 
lieriicbt,  das  sich  nicht  zu  hewahrbeilen  scheint.  In  ..Die  vom  Nieder- 
rbein"   war   Uschi   Elleot   die  Partnerin   von  Ernst   Hofmann. 

H.  H.,  E  1  b  e  r  f  e  1  d  :  Die  Filmkomparsen  werden  in  der  Filmbörsc, 
Berlin,  Beutlistraße  1—3,  enKagiert.  Die  Ufa  liat  ihren  Sitz  in  Berlin 
SW  68,  KochstraUc  6 — 8;  ihre  Ateliers  befinden  sich  in  NeubabelsberK  und 
in  "K'^tipelbof,  OberlandstraUe:  die  Anschrift  der  National  ist  Berlin  SW  48, 
r/lPdrichstraÖe  10,  ihr  Atelier  steht  in  Teinpelbof,  Borussi.-istraße:  die 
Terra  wohnt  in  Berlin  SW  68,  KochsiralJe  7:i,  ihr  Atelier  befindet  sieb 
in   .Marienfclde,   Siemensstr:iße. 

W  e  r  n  e  r  .\.,  C  h  a  r  1  o  t  t  e  n  b  u  r  k  :  Elisabeth  Bergner  wohnt  Ber- 
lin-Dahlem, Faradayweg  l.'i.  Unverheiratet.  Gibt  Autonramme.  Ein  neuer 
Film   mit   ihr   ist   noch    nicht    in   Vorbereitung. 

Lilly  D.,  Minden  :  Wer- 
ner Kra'uß  wohnt  Berlin-Dahlem, 
Im  Schwarzen  Gruiul  17.  Er  ist 
verheiratet  und  gibt  Autogramme. 
Durch  das  Film-Magazin  können 
Sic  keine  Karten  von  Filmst.-irs 
beziehen. 

Ruth  F.,  Kiel:  Ein  Buch 
über  Heiiny  Porten  gibt  es.  Zu 
beziehen  durch  den  Max  Mattis- 
son-Verlag,  Berlin  SW  68,  Ritter- 
straße 71.  Mady  Christians  hat 
dunkelblondes  Haar  und  dunkle 
Augen. 

F  e  I  i  e  i  t  a  s  H.,  D  a  n  z  i  g  : 
Ernst  Deutsch  filmt  nur  noch  ab 
und  zu.  Er  ist  sehr  viel  an  der 
Sprecbbühne  tiitig.  Lya  de  Putti 
ist  unverheiratet.  Die  genannten 
amerikanischen  Filmsterne  woh- 
nen in  Beverly-Hills,  Hollywood. 
Harry  Liedtke  bat  seine  Villa  im 
Grunewald,  Bismarckallee  16; 
t'arl  Lamac  ist  diircli  die  Hom- 
Filin,  Berlin  SW  48,  Friedrich- 
straße  5-6,  zu  erreichen,  u.  Bruno 
Kästner  wolint  Bln.-Cbarlotten- 
burg,   Stormstraße  3. 

Ilse  D.,  Berlin:  Ihr  Briet 
ist    weifergcleilet    worden. 

Lieselotte  W.,  M  e  i  n  i  n  - 
gen:  Paul  Richters  nächster 
Film  ist  ,, Sensation  im  Winter- 
garten" mit  Clairc  Ronimer. 
..Schneesebubbanditen"  soll  noeli 
in  dieser   Spielzeit   erscheinen. 

F  i  1  m  f  r  p  u  n  d  i  n  Dolly  ans  Berlin:  Rainon  Xnv.-irro  wurde 
Jim  6.  Februar  in  Durango  (.Mexiko)  geboren,  (»rebideen.  Beverly-Hills. 
Kai.,  U.  S.  A.  Sein  richtiger  Name  ist  Ramon  Samoniegos.  .L-iwobl,  es 
gibt   einen   Illustrierten   Filinkiirier   vom    ., Fürst    der   Abenteurer". 

Eine  A  n  g  c  1  o  F  e  r  r  a  r  i  -  V  e  r  e  b  r  e  r  i  n  :   Angelo  Ferrari   wurde 
am   14.   August    in    Rom   geboren.     Unverheiratet.     Letzter    Film:    ,,Das   iW- 
stilndnis   der   Drei".     In    .\rbeit:    ,,Don    Manuel,   der   Bandil 
ist  Ende  vorigen  ,lalires   gestorben. 

H  a  11  s  W.,  Hannover:  Lilian  Harvey  spielte 
Punkt"  eine  Doppelrolle,  also  die  blonde  Lili;in  und  die 
Die  Hohe  der  Gage  eines  Stars  richtet  sich  ganz  n;tcli 
licit.      Ihre    Wünsche    sind    vorgemerkt. 

Gottbard  >!.,  Breslau:  Lilian  Harvey  arbeitet  aiigenblick- 
licli  in  Berlin  an  ihrem  neuen  Ufa-Film  ,,Das  .Modell  vom  Montp:irn;isse". 
Z  w  ei  F  i  I  ni  s  e  b  w  li  r  m  c  r  i  n  n  e  n  ,  Berlin:  Einen  Film- 
darsleller  Fred  Iminl<>r  gibt  es.  Er  spielte  kürzlich  eine  Rolle  in  ,.Lii\. 
der  König  der  Verbrecher".  Zu  erreichen  durch  Albö-Film,  Berlin 
SW  68,    Kochstraße    18. 

L  i  c  M.,  M  i  e.  L.:  Fred  Solm  wurde  am  22.  Janu.ar  in  Frankfurt- 
Main  geboren,  ist  unverbeinitet,  gibt  Autogramme  und  filmt  .aiigen- 
blicklich  als  Partner  von  Bebe  D.iniels  in  Hollywood  unter  dem  Namen 
Robert  Castle.  Elisabeth  Bergner  liest  alle  ihre  Uriefe  selbst  und  gibt 
Autogramme.  Max  Reinhardt  ist  verheiratet.  Barry  Norten  filmt  in 
Hollywood. 

G.  M.,  Lichtenberg:  Es  ist  am  zweckmäßigsten,  wenn  Sie 
Ihr  .Manuskript  in  Form  eines  kurzen  Exposes  nnmittelb.ar  an  die  dra- 
nialurgischen  .Vbteiluiigen  der  Filmgesellsebaften  senden.  Wilhelm 
Thiele  ist  durch  die  l^fa,  Berlin  SW  68,  Kochsiraße  6-8,  das  Regisseiir- 
ebepaar  Fleck  durch  die  Hegewald,  Berlin  SW  4»,  Friedriebstraße  2i>o, 
zu  erreichen.  Heinz  Paul  widiiit  Berlin-Cbarlottenburg,  Lielzeuseeufer  10. 
Anneliese  D.,  Ober  h  a  u  s  e  n  :  Ly:i  Mara  wohnt  Berlin-West- 
end, PommernuUce  .'),  und  b;it  am  1.  .\ugiist  (ieburtslag.  Harry  Liedtke 
hat  seine  Villa  im  («ruiiewald.  Bismarckallee  16  und  erblickte  am  12.  Ok- 
tober das  Licht  der  Welt.  Nils  Asther  ist  dureb  die  Metro-Goldwyn- 
.Studios,  Ciilvcr-City,  Kalifornien,  zu  erreichen.  Sein  Geburlstag  ist  der 
17.  .lanuar.  Harry  Frank  ist  verheiratet  und  wohnt  Berlin-Charlotlen- 
burg,    Goetbepnrk    l.'t. 

Barbara  A.,  D  a  b  1  e  in  :  1.  Mady  Christians  kam  in  sehr  jungen 
J.'ibreii  zum  Film.  2.  Das  Aschenbrödel  im  ,, Verlorenen  Schuh"  spielte 
die  Schwedin  Helga  Thomas.  :i.  Die  männliche  Hauptrolle  im  ,,Sobn 
der  Hagar"  wurde  von  Werner  Fuetterer  dargestellt.  4.  Das  .Autogramm 
von  Käthe  Dorsch  wird  besoigt  und  geht  Ihnen  dann  sofort  zu.  5.  Frieda 
Richard    wolint    Berlin-Hermsdorf,    llillmaniistraße    b. 


im 

dunkle 
»einer 


Dene    Morel 

, Dunklen 
Yvelle. 
Beliebt- 


Dolorcs  del  Rio-Schwürmcr:  Henny  Porten  und  Ossi 
Oswalda  sind  an  die  fälligen  Autogrjtmmc  erinnert.  Dina  Gralla  wohnt 
Berlin  W,  Sj.eyerer  Str.  ::2.  H.-irry  Halm  Berlin-Haleiisee,  Cieerostr.  o7. 
•Sobald  R.-imon  Novarro  in  Berlin  ist,  wird  seine  Adresse  bekanntgegeben. 
.Sic    können    Fr.igeii    siellen.    so    oft    .Sie    mögen. 

\\  o  1  f  g  .1  II  g  F.,  B  e  r  1  i  n  -  S  t  e  g  1  i  t  z  :  Den  Zeitungsausschnitt 
h.-ilieii    wir   Ibiieii    schon    vor    einigen    Wochen   zugesandt. 

l"  i  1  111  j  ü  n  g  e  r  .  Stettin:  Wir  empfehlen  Ihnen,  sich  an  den 
Klub  der  Kaiiieraleiite,  Bcrlin-Charloltenbiirg,  Reicliskaiizlerpl.atz  ö,  zu 
Hcinleii.  Dort  «■ri'.ibreii  Sie  alles  Nähere.  .I;iwi(hl,  die  Filmbörse  ist 
ein    .Vrbeitsiiacbwcis. 

R  e  s  e  -  P  11  m  in  e  1  .a  11  s  B  o  n  11  a.  Rhein:  Igo  Sym  ist  durch 
die  Uf;i,  Berlin  SW  68,  Kochsiraße  6-7,  zu  errciebeu  und  wurde  am 
;t.  Juli  in  Innsbruck  (Tirol)  geboren.  Die  weibliche  H.aiiptrolle  in 
..Unterwelt"  spielte  Evelyn  Brenl.  Lya  Maras  neuester  Film  ist  ,.Der 
rote  Kreis",  ihr  Partner  ist  Fred  Louis  Lercli.  Die  männliche  Haupt- 
rolle  im    ..(iraf   von    Monte   Christo"   spielt   .lean   Angelo. 

Hans  E.,  Freital:  Dila  Parlo  wohnt  Berlin  W,  Motzstraße  87, 
Ossi  Oswalda  Berlin  W,  HolutizollernstraUe  14,  Betty  Amin;in  Berlin  W, 
l>uiRburger  Slr.iße  16,  H;irry  Liedtke  Berlin-Grunewald,  Bismarckallee  16. 
Willy  Fritseh  Berlin  AV,  Kaiserdamm  95.  Alle  Künstler  geben  Auto- 
gr;inime.  Die  gewünscbten  Photos  erhalten  Sie  beim  Postkarteii-Verlag 
Roß.  Berlin  SW  68,  Alexandrinenslraße  110.  Manuskripte  werden  von 
den  draniaturgiscben  Abteilungen  der  Filmgesellsclniften  geprüft.  Bücher 
über  das  Filininanuskri|)t  erhalten  Sie  durch  den  Max  Mattisson-Verlag. 
Berlin  SW  68,  Ritterstraße  71.  Es  ist  leicht  möglich,  daß  es  einen  Film 
...Macht  der  Liebe"  schon  einmal  gab.  Aehnlich  lautende  Titel  findet  man 
häufig. 

A.  B.  M..  Kaunas  (Litauen):  Lya  de  Putti  filmt  zur  Zeit  in 
London  bei  der  British  Interii.itioii.il  ,,Tlie  Informer".  Ihr  Partner  ist 
1-ars  Hansoii.  Ein  Vierteljahrs-Abonnement  ;iuf  d;is  ..Film-il.-igazin"' 
kostet  5.85  M.  inklusive  Porlo.  Für  ein  H;ilbjabrs-.\bouneinent  wird  das 
Doppelte  berechnet.  In  Dcutschl;«nd  gibt  es  nur  die  Filniscbule  In 
München,  Soiinenstraßc  15.  Am  besten,  Sie  lassen  sich  einen  Prospekt 
schicken.  An  Lya  de  Putti  können  Sie  ruhig  deutsch  sebreiben.  Es  ist 
nicht  ausgeschlossen,  d;iß  die  Künstlerin  auch  b:ild  nach  Deutschland 
kommt. 

R.  v.  ().,  Berlin:  Der  alte  ,loe  M.iy-Film,  in  dem  Mia  M;iy,  Erika 
Gläßner.  Charlotte  Ander  und  Emil  ,Iannings  die  H:iuiitrollen  spielten, 
hieß   ,,Tr,igödie    der   Liebe".      Den   Liebb.iber   spielte   Wladimir   G.iidarow. 

Fred  Louis  L  c  r  c  h  -  V  e  r- 
e  h  r  e  r  i  n  11  e  11  L  i  s  s  i  M.  und 
Irene  L.:  Die  Grüße  an  Fred 
Louis  Lerch  sind  ausgerichtet. 
Ungefähr  drei  Jahre  beim  Film. 
Seine  ersten  Stücke  sind  ,, Lie- 
belei" und  „Versiegelte  Lippen". 
Ledig.,  Gibt  Autogramme.  Treibt 
viel  Sport.  Filmte  später  u.  a. 
in  ..Freiwild'',  „Die  kleine  Skla- 
vin", ,,Rutschbaliii".  Sein  neue- 
ster Film  ist  „Der  rote  Kreis" 
mit   Lya   Mara. 

Film  freund  Heinz  L.: 
Die  betreffenden  .•inierik.aniscben 
.Stars  haben  alle  ihren  Wohnsilz 
in  Beverly-Hills.  Hollywood.  Ossi 
Oswalda  wohnt  Berlin  W,  Hoben- 
zollcrnslraße  14;  Kurt  Vesjier- 
mann,  Bln.-Charlottenbiirg,  Klau- 
sewitzstr.aUe  3;  NicoI;ii  Kollin, 
Berlin  -  Charlollenburg,  Xiebnhr- 
str.'iUe  78;  Johannes  Riemann, 
Berlin  W  15,  Joacbimstbaler  Str. 
Nr.  24.  Pol.-i  Negri  filmt  unter 
Cziiiners  Regie  zur  Zeit  in  Lon- 
don. 

S  t  e  m  p  e  b  w  c  g  e  n  c  r     von 
der   Aue:    Paul    Wegener   wird 
sicherlich     auch      wieder    einin:il 
filmen.     Der     Vater     von     Gerda 
M.iiiriis  ist  Ingenieur.    Harry  Piel 
jirbeitet   zur   Zeit   an   einem   Film 
..Sein    großes    Ehrenwort".    Mar- 
lene   Dietrich    wohnt    Berlin    W, 
K.aiserallee  54. 
Strick.     Berlin  :     Harry    Liedtke    wohnt    Berlin-Grunewald,    Bis- 
marck.'illee    16,    und    war   zuerst    mit    der    Sch.-iiispieleriii    Proft,    d.inn    mit 
Käthe    Dorsch    verheiratet.      Seit    einem    J;ihr   ist    Dr.    Christ.a   Tordy    seine 
Gattin.       M;iria    Paiidler    li:it    ihre   Wohnung    in    Berlin-H.ilensee.    .\ibreclit- 
Acliilles-Str;iße    5.i.    Lili.an    Harvey    Berlin    W  15,    Düsseldorfer    Str.iße    47, 
Mady     Christians    Berlin-Cb;irlottenbiirg,    Bism.-irckstraße    S7,    Diii.i     (iralla 
Berlin   "W,    Speyerer   Straße   22.   Dita    P.'irlo   Berlin   W,   Motzstraße   87.    Otto 
(iebülir     Berlin    W  57.     Kurfürstenstraße     118.         Bei     Autogr.-immwünschen 
muß    man    .-in    die    Künstler    die    betreffende    Bildkarte    und    adrc.s.sierlPs. 
fninkiertes    Küekkuvert    einlegen. 

Felix  R..  Berlin:  Die  Verbdiung  von  Willy  Fritseh  ist  ein  Ge- 
rücht, das  sich  nicht  zu  bewahrheiten  scheint.  .Sein  richtiger  Name. 
Gustav  Fröhlich  wohnt  Berlin-Westend.  Kiirländer  Allee  1.  Henny  Porten 
Berlin-D.'ihli'm,  P.irkstraUe  74,  Käthe  von  N;igy  Berlin  W.  Pr.ige'r  Str.  4, 
.loh.iiines  Hiemann  Berlin  W  15,  Jo.achimslbalcr  Straße  24.  .\lle  Künst- 
ler geben  .\iitogramiiie.  AN'enn  d.is  nötige  Talent  vorh:inden  ist,  kann 
111:111    auch   schon    mit    17   Jahren    zum    Film. 

U  IIa  S.,  .Stuttgart:  Luis  Trenker  gibt  .Vutogr.iinme  und  wohnt 
Bolz.'ino,  Via  Vittorio  Emaniiele  5.  Sein  P.irtner  in  ..Der  beilige  Berg " 
war  der  norwegische  Skiläufer  Ernst  Petersen.  Louise  Brooks  wohnt  in 
Beverly-Hills.  Hollywood.  Kai.  AVenii  Sie  mit  einer  jungen  Filmfreundin 
korrespondieren  möchten,  so  empfehlen  wir,  im  ..Film-Magazin''  zu 
inserieren. 

Elisabeth  K.,  Leipzig:  Brigitte  Helm  gibt  Autogramme. 
Senden  Sie  eine  Bildk;irte  der  Künstlerin  und  adressiertes,  frankiertes 
Rückkuvert    an    sie    ein. 

E.  G.  E..  D  .-1  11  z  i  g  :  I'eber  Auguste  Praseh-tJrevenberg  können  wir 
Ihnen  zu  unserem  Beil.iuern  nichts  Näheres  mitteilen.  Die  Künstlerin 
filmt   hin   und   wieder   in    kleinen    Rollen. 

F  i  1  m  f  r  e  11  n  d  .  Kiel:  Harry  Liedtke  wohnt  Berlin-Grunewald, 
Bismarckallee  16.  Ii.at  am  12.  Oktober  Geburtstag  n.id  liest  alle  seine 
Briefe  selbst.  J:iwi.lil,  Dr.  Christa  Tordy,  seine  Gattin,  ist  eine  ganz 
bekannte    Filmdiva. 

Erich  D..  .M  a  g  d  e  b  11  r  g  :  Zw  ecklos  ist  es  nicht,  wenn  Sie  Ihre 
Photos  zur  Prüfung  au  die  Filmindustrie  senden.  .\ber  der  Beruf  des 
Filmd.iisleller.s  ist  nicht  sehr  .'lussicbtsreieh,  und  viele  fühlen  sieh  be- 
rufen,   doch    nur    wenige    sind    auserwählt. 

K  ä  t  h  e  .s.,  Kiel:  M:idy  Christians  hat  keine  Kinder.  Sie  dürfen 
ruhig  :iii   die    Künstlerin   schreiben.      Sie   gibt   Autogr:imine. 

F  i  I  ni  f  r  e  11  n  d  i  n  P.  a  u  s  F  r  a  n  k  f  u  r  I  -  O  d  e  r  :  Ein  neuer 
Film  mit  Bruno  Kästner  ist  im  Augenblick  noch  niclit  .iiigezeigt.  Werner 
Fuetterer  wohnt  Berlin-Steglitz.  Kleiststr.-iße  27.  Neue  Filme  mit  Anton 
Pointner    sind:    ..Der    lustige   Witwer"    und    ..Durchs    Brandenburger  Tor''. 


TEEKLEIDER 
ABENDTOILETTEN 

FANTASIE-    UNO 

SCHNEIDERKOSTÜME 

PELZE 

TEL.  NORDEN  4078 

4079 

..         4188 

y^"^         y 

//  /   //-yr 

©^ 

iCc^c/ec//tci//'J 

iVlCi^VX 

]B]e:c]k:]r:]r 

^(^//c^ZfY;.  /.'//«.y 

!f 


Emil  Jannings  und  seine  Gafiin  Gussi  im  kalifornischen  Frühlinp 

Phot.  ParameuHl 


alliiMi    luMiuwiirts 
lAspliiilt"     wurde 


spicllc  (iiisl.iv 
zichii'.  ..Die  -'ir 
KmizHcIi     im     If.i- 


Funttcrer-Vorclirpriii,  KöiiiRsbcrg:  Conriul  Voiilt 
wohnt  im  Eilcii-llofel,  Ht-rliii,  HiKlapostcr  Str.-ilJi-,  Henry  Stiinrl:  Hirliii  ^V, 
I'Mss.uier  Str.ißi'  17.  Crcla  O.irbo  ist  nocli  in  (üilcburfr.  Die  H.mptil.ir- 
sleller  in  rlem  Lee  I'.irry-Kilm  ..Die  Fr.Tii  mit  ilem  Weltrekord'  «.treu 
Henry   Stn.irt,    Seliletlow   nnil    .loop   von    Hiilsen. 

Fi  I  m  f  r  e  ii  n  d  i  n  :\  ii  s  T  li  ii  r  i  n  k  <;  n  :  Wenn  Sie  1.G5  ni  Kroß  Kind, 
so  ist  d.is  weder  /n  klein  noch  zn  n'n'ß-  "nd  mit  iM  ,l:iliren  sind  .sie 
wirklich  nodi  jnnc'  Rcnn^;  zum  Filmen.  Aller  es  i.st  schon  K^mz  ricliti;;-. 
wenn  Sie  Ihren  Filmlr.-inm  bepr.ilien  wollen;  denn  die  .\nssichteii  .-uit' 
ErfolR  sind  sehr,  sehr  fjerinK-  Viele  heriilimte  Si.irs  sind  oft  mon:itel;in.u: 
ohne  Keschiil'tiffunK.  Anßcr  in  den  Ken.innten  Filmen 
Fröhlich  \i.  ;\.  in  „Wenn  die  Sehw 
Tenfel-,  ...Viifist".  Sein  rf;i-Film  . 
I';U;ist    nnuiftfefiihrt. 

Willy  F  r  i  t  s  e  li  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  Else  I'.:  Wir  h.-ilten  Sie  dnrcli- 
.•ins  nicht  für  .uifdrinAlich.  wenn  Sie  melirere  Fr.-iden  .-nif  einm.il  .stellen. 
•I.iwolil,  Willy  Frilsch  ist  verlolit.  Wir  werden  den  Künstler  ;ni  Ihren 
Urief  erinnern,  empfehlen  .-ilier  trotzdem,  sieli  jetzt  nnmittelb.ir  .-in  ihn  zn 
wenden.  Fr.inz  I.edcrer  ist  nnverheinitct  und  wohnt  Herlin-Frieden.m. 
Fehlerstr.ille    l. 

M  :i  d  y  D..  M  :!  n  n  h  e  i  m  :  Zu  unserem  Bed.uiern  kiinnen  wir  Ihnen 
nichts    X.-iheres    iiher    All.in    Dur;int    n\itteilen. 

K  ri  r  1  R.,  K  o  n  s  t  ;i  n  z  :  Die  ,Mon;itss;ise  eines  Filmstars  Iiänfjt  g;ii\z 
\(in  seiner  Popularität  ab.  Wenn  Sie  zum  Film  wollen,  .so  müssen  Sie 
sieh  unmittelbar  an  die  Fihngesellscliaften  wenden.  Jawohl,  man  niul) 
auch   sportgewandt   sein. 

Dresdener  F  i  1' m  f  r  c  u  n  d  e  :  ]>an  >larry  7,ieiltke  sich  von 
Christa   Tordy  selieiden   lassen   soll,    beruht  «-anz  und  sar  nicht  auf  W.ibrheit. 

.Alexandra  I'..  W  i  1  m  e  r  s  d  o  r  f  :  Es  stimmt  schon,  AiKtor  \:iu- 
eoni  kommt  wieder  nacl  Deutschlaml  und  wird  vor:iu.<"sielitlicli  hier  filmen. 
T'nK;!ir.      Seine    ,\dresse  Vird    dann    sofort   hekannlKeKchen 

H.  I,..  H  o  h  e  u  m  Olsen:  Der 
neueste  Film  mit  l';it  und  ralachon 
heißt  ..I'.it  null  I'ataelion  .als  Deteklivi--. 
Hücher  iiber  d.is  ..Filmmanuskripf  er- 
h.ilten  Sie  durch  den  Max  Mattisson- 
Vi-rl.is.  H'-rlin  SW  fix.  Kitterstraße  Tl. 
•I.iwohl,  d.is  einzusenib-nde  Expose  muß 
mit  Maschinenschrift  Kesehrieben  sein. 
Kei  Uoss  bekommen  Sie  auch  Karteil 
viui     .'lusliindischeu     Filmsternen. 

F  i  I  m  li  o  y  T  o  m  m  y  :  Ernst  Hof- 
m.inu  wohnt  Herlin-H.ilensee.  Auguste- 
Viktori.a-Straße  1,  wiird(>  am  7.  Dezem- 
ber in  Uresl.-iu  K<'boren  und  ist  'mit 
Iledda  Kemp  verheir.atet.  Er  spielte 
zuletzt  in  dem  (ireenb.ium-Filin  ..Köni- 
tcin  seitu's  Herzens  "  eine  Ifolle.  Fnge- 
fiihr  10  .J.ihri-  beim  Film.  Elisabeth 
Bergner  spielte  bis  jetzt  in  foltreudeu 
Filmen:  ..Der  EvanKelimaiin",  .,Xju'. 
..Der  (ieiKcr  von  Florenz",  ..Liebe", 
..Dona  .)iian.i".  Ihr  neuester  Film  ist 
„Fräulein    Else". 

Kurt  S..  J{  e  r  I  i  n  :  Elpi  Brink  bat 
am  2.  .\pril  (iehurtsl;iK-  Fnverheir.itef. 
Sie  ist  die  I'artnerlii  in  dem  neuen 
Conrad  Veiilt-Film  „Br.iut  Xr.  68". 
Imofiene  l{obertsons  neuester  Film  ist 
.,\';isabundenliel)chen". 

i*  a  n  I  S..  S  p  ;i  n  d  .a  u  :  I,udwij;: 
Czeriiy  wohnt  HerlinW,  K.iiserd.imin  !il. 
Wenn  Sie  Filmkoinparse  werden  wollen, 
so  können  Sie  sich  ;iuch  :in  die  Film- 
börso.  Berlin,  Heuthstraßc  1  .'1,  wenden. 
.1  o  h  ;>  n  u  .i  IJ.,  K  d  t  z  s  e  h  c  n  b  r  o  - 
d  a  :  AVir  kiinnen  llinen  leider  keine 
l{atschlä(;e  t;eben,  da  wir  EiiKaBements 
nicht  vermitteln,  maelien  ;iber  (tleicli 
dar.iuf  aufmerks.im,  daß  der  Filmd.-ir- 
slellerberuf  überfüllt  ist  und  nur  wenig 
.\ussicbten    h;it. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  il  1'  u  I  t  i  :  Die  betref- 
fende Hidli-  in  ,,Hurr;i,  ie)i  lebe!"  spii'lto 
W.-ilia  Ostermann.  Zu  erreichen  durch 
die  l'fa,  Herlin  SW  6H,  Hochstraße  6—«. 
L'  r  s  e  I  K.,  ]{  e  ii  t  h  e  n  :  l'eber  l»o- 
hin  Irviii.  den  Partner  von  Lilian  Har- 
vey  in  ..Eine  X.ic)it  in  J-omlon",  kön- 
nen wir  Ihnen  im  .Augenblick  noch 
nichts  Näheres  mitteilen.  Diiia  (irall.is 
P.irtner  in  ,,Ein  kleiner  A'orscbuß  .iiif 
die  Seligkeit"  ist  der  l'ng.ir  Dnrc 
Haday.  Kamon  Xovarro  feiert  seineu  tJeburtstag 
.lawohl.  seine  »erliner  Adresse  wird  d.inn  sofort 
ji'tzt   ist    es   noch   nicht    soweit. 

W  a  I  I  y  ,  Pitts  c  h  a  n  -  F  u  e  t  t  e  r  e  r -  V  e  r  e  b  r  e  r  i  n  .  H  e  r  1  i  n  - 
Haien  See:  'Werner  Pittschau  wurde  am  21.  .März  in  Berlin  geboren, 
betrachtete  aber  AVien  al.s  seine  eigene  Heimat.  Sein  X'.iter  w.ir  s'Ib.iu- 
sjiieler.  Er  war  jünger  als  sein  Prüder  Ernst.  Eine  Aehnlichkeil  zwischen 
beiden  bestand  kaum.  Ernst  Piltschan  ist  nur  in  kleineren  l'ilmrollen 
zu  sehen.  AVerner  Fiietterer  wurde  ;im  in.  .I.inn.ir  geboren  und  wohnt 
Herlin-Steglitz.  Kleiststr.iße  27.  Sein  neuester  Film  ist  ..Die  Flucht  der 
Delia".      Al.ircell.i    Albani    ist   seine   Partnerin. 

Horst  s.,  Leipzig:  Filmmaniiskriptp  werden  je  nach  Qn.iliiät 
uiid  dem  Huf  des  Autors  mit  dOOO— il.'>ti(H)  Mark  honoriert.  A\  ir  empfehlen. 
Ihr  Sujet  unmittelbar  an  die  dramaturgischen  Abteilungin  der  großen 
Filmgcsellscb.iften  zu  senden.  Sie  haben  dann  die  (icwäbr.  d.iß  es  bc- 
.stinimt  gelc'ii  n  wird.  .Adressen  finden  Sie  an  anderer  Stelle.  Wir  machen 
gleich  darauf  aufmerksam:  ,7ede  Einsendung  eines  .M.inuskripis  zur  Prü- 
fung ist  zwecklos,  nur  E.xposes  im  t'mfange  von  2— :i  Schreilima^cliiiien- 
seiten  sind  zur  Einsendung  .in  die  Filmiinliistrie  geeignet,  und  jeder  .\n- 
tr.ige  ist  Hiickporto  lieizufügen.  Jlit  dem  Ausaibeilen  des  Drelibi'iclis  wird 
ein  Laie  nicht  beauftragt.  Ein  Film  mit  dem  betreffeinleii  'l'ilel  ist  bis 
jetzt  noch  nii'lit  erschienen.  Sie  können  Dir  Sujet  ,in  amerik.inisclie 
Firmen   auch    in   deutscher   Sprache    schicken. 

Margit  T  .i  m  a  r  a  :  Wir  werden  in  nächster  Zeit  auch  Titelbilder 
von  (Juiinar  Tolnacs  und  Karina  Pell  bringen.  Angenblicklicb  spielen  die 
beiden  Filmstars  mit  großem  Erfolg  zusammen  in  Sk.imlimn  ieii  .iiif  der 
Sprechbiihne  in  ...Vriii  wie  eine  Kirchenmaus '.  Hella  .Moja  filmt  nur  nocb 
selten,    betätigt    sieb   aber    filin.-ichriftstelleriseh. 

Tänzerin  H  o  r  t  h  ii  :  Unino  Kästner  gibt  .Autogramme  und  wohnt 
Pln.-CharlottcnlMirg.  Slormstraße  ;^.  (Jiistav  Fröhlicli  ist  eine  Entili-ckniig 
von  Fritz  Lang.  s.pielte  erstmalig  in  ..Metrojiolis",  gibt  .Vutograinnie  und 
wolint   Hin. -Westemi.  Kiirländer  Allee    1. 

C  II  n  n  n  r  Toi  n  a  e  s  -  A'  e  r  e  li  r  e  r  I  n  a  n  s  AV  i  e  n  :  (iunn.ir  Tol- 
naes  i-t  unverheiratet,  wurde  am  7.  Dezember  in  Oslo  geboren,  studierte 
znersl  .Iura,  d.inn  Medizin,  ging  zur  Spreclibühne  und  sehr  liald  zum  Film. 
Er  filmte   ersim.ilig    unter   Aictot    sjöströms   Regio    in    Stockholm. 


lenmdimg" 
1- ürst   der 
..Die  D.inu 


hinterm    A'orhaii!: 


immer    .'in 
bekaniitgi 


FelM'ii.ir. 
•n.      Aber 


E  r  n  a  S..  T.,  i  c  h  t  e  n  b  e  r  g  :  Tin  ..K.  u.  K.  B.illettmäder'  hat  Werner 
Pittscluiu    die    männliche   H.inptrolle   gespielt. 

T  r  .'1  11  t  m  a  n  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  d;iö 
Ludwig   Tr.iiitmann    wieder   filmen    wird. 

Dura  D.,  Halle:  Ein  .Autogramm  von  Gret.-i  Carbo  und  Lillian 
H.ill-l);ivis  können  wir  Ihnen  zu  iinserm  Pedauern  nicht  besorgen,  da  wir 
rnterscliriften  nur  von  in  ])eiitscbland  lebenden  Stars  vermitteln.  Heiiny 
Porten  i-^t  mit  J'r.  von  Kaiiffmann  verheiratet  und  wohnt  Bln. -Dahlem, 
ParkstraLie  71.  Maria  Pandlers  nächster  Film  ist  ..Das  närrische  (ilück'  . 
I-aiir.'i  la  Plante  ist  durch  die  rniversal-Stiidios.  Universal-City.  Kalifor- 
nien, zu  erreichen.  Lia  Eibenschütz.  mit  Kurt  Aespermann  verheiratet, 
widiiit    Hln.-Cb.irlottenbiirg.    Klaiisewitzstraße   ;i. 

Kurt  (i.,  E  b  e  r  s  w  a  1  d  e  :  Pat  und  Patachon  sind  durch  die 
Pall.idiiim-Filiii,  Koiienhagen,  zu  erreichen.  Riimuu  Xovarro  versteht  und 
.'■jiricht    auch    etwas    deutsch. 

t;.   L.:    Ilse   .stobrawa   wohnt   Berlin   AV,   Asehnffenhurger   Straße   6. 
B  e  r  n  h  a  r  d    F..    AV  i  o  s  b  a  den:     Eine    der    grüßten    Wiener    Filin- 
gesellscb.iften    ist    die    .Sascha,    AVien.    Siebensterugasse    31.      Die    Anschrift 
der  Eiiielka  ist  München,   Soniienstraße   I.'k 

Liidu  ig  H.,  P  a  s  s  :i  II  :  Harry  Piel  ist  von  seinem  Unfall  längst 
wieder  hergestellt.  (Jreta  Carho  weilt  noch  in  (iötehorg.  I..au  Lauritzen 
führt    nur    Regie. 

W  i  1  m  a  B.  a  ii  s  K  ö  1  n  :  .T.iwohl.  das  F'ilniinagazin  wird  Hincn  auf 
AViinsch  im  Abonnement  durch  die  Post  geliefert.  Da  Lya  Mara  auch 
'r.'inzerin  ist.  t;inzt  sie  in  allen  ihren  Filmen  selbst.  Sic  dürfen  an  die 
Künstlerin  ruhig  schreiben. 

F  i  1  m  r  a  t  t  e    v.    A.  :    Ramon    Xovarro    wohnt   in    Beverly-Hills.   Holly- 
wood.   Kai.,    und    kommt    noch    in    dies<'in    .lahr   nach    Berlin.      Xach    ,,A'ei- 
ind    von    ihm    noch     herausgekommen:    ,. .Alt-Heidelberg",    ,,Der 
Abenteurer"    und    ,. Pflicht    und    Liehe".      Seine    nächsten    Filme: 
und   ..Der  Heide",    ein   Tonfilm. 

(inst  .-i  V  F  r  ö  h  I  i  c  h  -  A'  e  r  e  h  r  e  - 
r  i  n  R.  JL.  B  e  r  1  i  n  :  Sie  können  es 
getrost  w.igen.  Ciistav  Fröhlich  um  ein 
.\ntiigr.imin  zu  biileii.  Er  wird  Ihnen 
den  Wunsch  bestimmt  erfüllen.  Welche 
.Marke  sein  .\iito  hat.  wissen  wir  leider 
nicht.  ..Das  brennende  Herz"  ist  iiber- 
.•ill  mit  großem  Erfolg  aiifgenonimen. 
Evi  Ev;i  wohnt  Berlin  W,  Badenseho 
Straße    i:i. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  S.  .\l..  Königs- 
berg :  Olga  Tscliechowas  Partner  in 
..M.'irler  der  Liebe"  war  Hans  Stiiwe. 
H.iiilitd.irsleller  im  Film  ..Die  drei 
l'r.iiien  des  Trhan  Hell"  waren  Fred 
Doderleiii.  .Mona  M.iris.  Hilde  .M.iroff. 
.\Ii,i  P.ink.'iii.  In  der  ..Hölle  der  Hei- 
matlosen "  siüelten  Imogeiie  Ifobertson 
(=  Mary  Xol.iiO,  .Iiiiie  .M.irlowe,  .Xor- 
nian    Kerrv,    Lewis   Stoiie. 

F  i  I  m  e  I  f  e  .  B  e  r  1  i  n  :  .lawohl.  Hi- 
m.insii  R.ii  ist  ein  richtiger  Filmseh;in- 
spieler.  Inder.  Er  gibt  .Autogr.iinme. 
Zu  erreichen  durch:  Tlie  tJreat  Easlern 
Corp.  Ltd..  Delhi.  Indien-.  Ob  Sie  Harry 
Liedtke.  wenn  Sie  ihn  noch  einm.il  in 
ii.itiir.i  seilen,  ansprechen  dürfen  oder 
nicht,  müssen  Sie  selbst  am  besten 
w  issen. 

T  II  t  t  i  L..  Königsberg:  Xein. 
(Jret.'i  (iarbo  ist  nicht  mit  .lohn  (ülbert 
verheiratet.  Willy  Fritseh  sollte  ur- 
sprünglich Ingenieni  werden,  ging  aber 
zur  S|)recbbiiline  und  sjiäter  zum  Film. 
AVobniiiig:  Berlin  W,  K.iiserdamm  lt.'). 
Lilian  H;irvey  wohnt  Berlin  AV  l.'>, 
Düsseldorfer  Str.iße  IT,  .lenny  .Ingo 
Berlin  W.  Kaiserdaiiim  2!l.  Fred  Louis 
I.erch  Berlin  W.  Ifegeiisbiuger  Straße  1 1. 
liret.'i  (i.irbo  redet  ni.iii  ;iin  besten  mit 
..gnädige  Frau  "  :in.  Die  gewiinschteu 
Kilmbeschreibnngeii  erbalten  Sie  beim 
Illustrierten  Filmkiirier.  Berlin  A\'  !'. 
Kötbener   Straße   ;!7. 

A\'  e  r  n  e  r  K..   B  n  e  e  h  e  n  :   A\  ir  sind 

gern     bereit,      Alfons    Fryland     .in     d.is 

.Autogramm       zu      erinnern.      empfeblen 

:iber,    es    seihst    nach    einiger   Zeit    noch 

einmal    zu    tun.    .Seine    ständige    .Adresse: 

Schm.'irgemlorf.   Riiblaer  Straße  1.').  Wi'tm 

er    sich    ;iuf    Filinreisen    befindet,     wird 

ihm     seine    Post    über;ill 

Else    M.,    B  r  a  u  n  s  c  h  w  e  i  g  :     Lilian    Harvey     und 

sind    glückliche   Autobesitzer.     Beide     sind     unverheiratet. 

genannten    Filmen    spielte    Willy    Fritseh    noch    ii.    a.    im 

zu    seinen    .illerersten    Filmen    gehörte    ..Stolze    Frauen"    nach    dem    Roin.iu 

..ll.illig    Hooge"    von    Aiiiiy    Wotlie.       Der    nächste    Film    mit    Gret.i    Ci.irbci 

jist    ..Krieg    im   Dunkeln".     Ihr    Partner    ist    Conrad    Xagel. 

.\1  a  r  li  e  s  a  R  e  n  g  a  w  ,  die  X  i  I  s  .\  s  t  h  c  r  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n:  Xils 
Asther  w  iirde  ;im  17.  j.inti.ir  in  M.ilinö  geboren,  l'nverbeiratet.  (übt  .\iilo- 
gr.'imiue.  Weilte  vor  einigen  .I.'ibren  in  Berlin  und  spielte  im  Ffa-Film 
.,Die  drei  Kuckiieksiibren"  eine  Hauplndle.  Sein  Lipiieiibart  ist  ,,ecbi' 
und  —  jawcdil  —  groß  ist  er  auch.  Er  wohnt  in  Beverly-Hills,  Holly- 
wood.   K;iliforiiien. 

O  s  t  e  r  h  ä  s  c  h  e  ii 
AValler   Rill.i. 

A.  Z..  M  ü  II  c  h  e  n:  Heiir.v  Stuarts  richtiger  X'amc  ist  Jimmy  Hess. 
Er  ist  ledig  und  erblickte  in  K,-iira  das  Lieht  der  AVeit.  Luis  Trenker 
trägt  seinen  richtigen  Xameii.  st.immt  aus  Südtirol,  ist  Diplomingenieur, 
\  erheiratet    und   widint    in   Bidz.ino.    \i,i    Aittorio   Emaniiele  5. 

Anna  Seh..  W  ien  :  Fnsere  .\ngaben  iiber  I"an  Petrovich  stiinnien 
genau,  wir  haben  sie  von  dem  Künstler  selbst.  l>er  Film  , .Fürst  oder 
Clown"    dürfte   vor   ungefähr   einem   .lahr   uraufgeführt    worden    sein. 

Strick.  Berlin:  Brigitte  Helm  ist  mit  Kicli;ird  AVeißbaeh  ver- 
heiratet. Die  Titelrolle  in  ..Ben  Hur  "  hat  Ramon  Xovarro  gespielt. 
Be\  erly-Hills,  Hollywooil,  Kalifornien.  Er  gibt  .\iitogramine.  Conrad 
A'eidt  bleibt  vorläufig  in  Berlin.  .Sein  erster  deutscher  Film  i-^t  ..Braut 
Xr.  fi.S".  Er  wohnt  im  Eden-Hotel.  Berlin.  Hiul.ipi'ster  Str.iße.  und  gibt 
.\iitograniiiie.  Brigitte  Helms  .\drc-.-e  ist  Bln.-D.ihliiii.  Im  Winkel  .'>.  Iw.in 
.Mosiukin  wolint  Berlin  W.  Kiirfiirstendamm  19.'i:  Xenia  Desni,  Berlin  \\  . 
P.iuisborner  Straße  ;l:  Evelyn  Holt.  Bln.-Cliarlottenbiirg.  SchillcrstraUe  121. 
A' o  g  I.  V.  M.:  Louise  Brooks  befindet  sich  zur  Zeit  wieder  in  Hollywood 
und   ttibt    .\iitograniine. 

11.  r.,  M  ii  II  c  b  e  n  :  Luis  Trenker  wohnt  Bolzano.  A'ia  A'ittori  i 
Kiiiaiiiiele   .t;    Ronald   Colm.in.    Beverly-Hills.    Hollywood,    Kalifornien. 

X  u  r  F  r  e  d  Louis  1.  e  r  e  h  -  A'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  .  K  ö  1  n  :  Fred  Louis 
I.erch  hat  dunkles  Haar  und  braune  .Viigen.  Sein  neuester  Film  ist  ,,Dcr 
rote   Kreis"    mit    l.>a    .Mara.      Er   ist    Sporlsm.inn. 


n.ichgescbickt. 

AVilly    Frilscii 

.\ußer     in     den 

.Walzerlr.iiim  ". 


11)20:      Thcrese     Roland     ist     die     Gattin     vo'i 


Die  Ufa-Theater  werden  mit 


gereinigt. 


^lekttoüi^ 


Verkaufsstellen: 

1  a     '     Bremen,    Hcrdcntorstcinwcg  S 


;      Breslau,    Junkcrnstr.   38  40     '     Chemnitz,    Falkcplati  2 


Berlin  W  50,    Kur(ürstendamm  236  Brannsciiweig,    Münzslr  

Coblcns,  ScMoQstr.  35   '   Dortmund,  Kaiscrstr.  6      Dresden,  Präger  Str.  35      Duisburg:,  Kuhtor  2  4,  "  Düsseldorf,  St'cinstr.  2  /Eisenach,  Frauenberg  9  /  Eibir'fefd' 

Alienmarkt  13     ;     Essen,    Huysscnallcc  93          Frankfurt  a.  M.,    Mainzer  Landstraße  59  63     /     Gleiwitz,  Wilhclmslr.  2,  Europahaus  ,     Halle,  Magdeburger  Str   56    '/ 

Hannover,    Bahnhofstr.   13          Karlsruhe,    Kaiserstr.  205    /     Kiel,  Holslenstr.  61         Köln,  Hohe    Str.  64     '     Königsberg,  Münzslr.  17          Leipzig,    Rudolphstr   4     '' 

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und  diese  18  Pfund  gleichmäßig  ver- 
teilt auf  Gesicht.  Arme,  Brust,  Hüften 
und  Waden.  Bedenken  Sie,  wie  Ihre 
Figur  durch  diese  Gewichtszunahme 
verschönert  wird  und  um  wieviel 
Sie  sich  dadurch  begehrenswerter 
machen. 

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gleicher  Wirkung),  die  nach  der  Mahl- 
zeit genommen  werden,  läßt  sich  das 
Körpergewicht  in  einigen  Wochen  um 
10 — 30  Pfund  erhöhen.  Die  unschönen 
Knochenvorsprünge  an  Wangen  und 
Schultern  schwinden.  Pfund  für  Pfund 
nehmen  Sie  zu,  an  allen  Körperteilen 
zeigt  sich  Fettansatz.  Unbehagen  und 
Unlust  weichen,  und  nach  ein  paar 
Wochen  hat  das  bisher  schmächtige 
Aussehen  einer  vollen,  ebenmäßigen 
Erscheinung  Platz  gemacht.  Zugleich 
schaffen  Sie  aber  auch,  indem  Sic  die  roten  Blutkörperchen  vermehren,  Nerven- 
kraft und  Blut.  Schachtel  M.  2.50  gegen  Nachnahme.  Zu  beziehen  von  der 
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Wilh 


Ipreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schrilt- 
ung  A.  Rosenlhal— Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocsterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
.■Im    bchacfer,    Charlyltenburg.      A  n  i  e  i  g  c  n  v  e  r  w  a  1 1  u  n  g    Bepa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumcs  Hof   5.      Kupferliefdruck:    August    Scherl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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Phot.  Ul^i 


Cy^o    O/mn   sßteli   nn   ^tija'^Jilni    ,,LDas  \l I lodell  vom    J/ioiüßartiasse 


Wird  beim  Anblick  dieses  Bildes  in  Ihnen 
nicht  auch  der  Wunsch  wach,  solche  Bilder 
von  Ihrem  Kinde,  von  Ihrem  Liebling,  vom 
Stolz  der  Familie  zu  besitzen?  Möchten  Sie 
nicht  für  alle  Zeit  die  heiteren  Lebensäuße- 
rungen Ihres  Kindes  in  voller  Lebendigkeit 
erhalten,  sich  selbst  und  Ihren  Angehörigen 
zu  immer  neuer  Freude?    Filmen  Sie  selbst! 

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Handelsgesellschaft,  Berlin,  Kochstraße  6-7 


I)  I  1.    \s  ()  c  II  1.  \  s  c  II  K  II    1     n  1.  K    I  I  L  M  r  w  \.  i  \  n  j: 


Ossi  Osw/a/da 
singt  in   Wien  in  der  Operelle  „Posen  aus  Florida 


^^^DcHiH 


Marion  Davies  ist  eine  der  reizendsten  Schau- 
spielerinnen, die  sich  in  Hollywood  dem  Film 
verschrieben  haben.  Sie  ist  nicht  die  typische  Lieb- 
haberin, das  Girl  mit  dem  ewigen  Lächeln  und  der 
dazu  gehörenden  Unschuldsmiene,  sondern   eine  Dar- 


Marion  Davies  und  Lawrence  Gray 


mit  Tempo"  ist  schon  deshalb  inter- 
essant, weil  er  dem  Zuschauer  einen 
Einblick  in  das  Leben  der  amerikan' 
sehen  Familie  des  Mittelstandes  gewährt. 
Wie  schließlich  Millionäre  leben,  das 
wissen  wir  aus  vielen  Filmen,  und 
schließlich  unterscheidet  sich  das  Leben 
der  reichen  Amerikaner  nicht  viel  von 
dem,  welches  die  wohlhabenden  Leute 
in  allen  Gegenden  der  Welt  führen. 
Aber  wie  sich  eigentlich  der  Alllag  in 
den  Kreisen  des  amerikanischen  Mittel- 
standes abspielt,  das  ist  reichlich  unbe- 
kannt.    Hier    kann    man    nicht    in    jedem 


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Augenblick  einen  Scheck  unterschreiben,  sobald  es 
sich  um  die  Erfüllung  eines  kostspieligen  Wunsches 
handelt,  sondern  muß  hübsch  bescheiden  mit  dem 
Cent  rechnen  und  den  Dollar  als  eine  großartige 
Sache     ansehen.      Schwierig     genug     für     ein     junges 


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Marion  Davies, 

Marie  Dreßler, 

Del  Henderson 


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Mädchen,  das  hübsch  ist  und  Tem- 
perament hat,  dessen  Wünsche 
aber  nicht  so  schnell  in  Erfüllung 
gehen  können,  weil  das  ent- 
sprechende Geld  nicht  im  Hause 
ist.  Die  Mama  tyrannisiert  den 
Vater,  denn  er  hätte  doch  schließ- 
lich die  Aufgabe,  die  wirtschaft- 
lichen Verhältnisse  der  Familie  zu 
ändern,  zumal  die  älteste  Toch- 
ter verheiratet  werden  soll, 
was     heute     auch     in     Amerika 


l'hot.   M.-ü.-M. 


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nicht  mehr  so  leicht  geht.  Aber  wozu 
ist  in  der  Familie  die  jüngste,  das  Mädel 
mit  Tempo,  also  die  Marion  Davies, 
deren  Geschicklichkeit  es  gelingt,  eine 
Lösung  zu  finden,  die  alle  schief  ge- 
ratenen Dinge  wieder  an  die  richtige 
Stelle  setzt.  In  der  Art,  wie  Marion  Da- 
vies das  macht,  wie  sie  aus  dem  Aschen- 
puttel des  Hauses  zur  großen  Dame  wird, 
ist  sie  unerreicht.  Ein  natürliches  Ge- 
fühl gibt  ihr  im  rechten  Augenblick  ein, 
daß  eine  leise  verinnerlichtc  Wirkung 
stärker  nachhält  als  eine  deutliche  Über- 
treibung. Ein  natürlicher  Humor  umgibt 
und    erhöht   ihre   Erscheinung. 


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John  Bar- 
rymoore erscheint  in  die- 
sem Bilde  zum  letzten  Mal    als 
stummer  Schauspieler.    Er,  der  be- 
rühmteste   Darsteller    der    amerikanischen    Bühne,    wird 
in  Zukunft   nur   noch   in  Tonfilmen   spielen,   die   ein   an- 
deres Gepräge  haben  als  das  stumme  Spiel  der  Schatten. 
Als   „König    der   Bernina"   wird    er    von   Ernst  Lubitsch 
dirigiert,    der    für    diesen    europäischen   Stoff  besonders 
charakteristischen  Ausdruck   fand.    Die  Welt  des   euro- 
päischen Hochgebirges  wurde   in   die   Rocky  Mountains 
verlegt,  deren  Gipfel  ewigen  Schnee 
tragen.    Als  Partnerin   des  großen 
John  Barrymoore  erscheint  wie  in 
seiner    letzten    Arbeit    Camilla 
Hörn,  deren  schlichte  Darstel- 
lung besonders  geeignet  war. 

John  Barrymoore. 
Camilla     Hörn, 
Mona  Rica 

rii.'t.  Inilrd  Artiit^ 


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Wenn  sich  Menjou  den  Turban  eines  in- 
dischen Granden  aufsetzt  und  noch  den 
Roßschweif  persischer  Schahs  hinzufügt,  so 
kann -es  sich  bei  ihm,  dem  ironischen  Schau- 
spieler, nur  um  einen  Ulk  handeln.  Und  in 
der  Tat  ist  das  Kostüm  nur  eine  Maskerade. 
Menjou  stellt  einen  kleinen  Statisten  dar,  den 
seine  Rolle  zwingt,  allabendlich  in  die  Prunk- 
gewänder eines  Maharadschahs  zu  schlüpfen, 
stumm  vor  das  Publikvm  zu  treten.  Menjou  iro- 
nisiert nur  das  Schicksal,  hochstapelt  seine  Rolle 
im  Leben  und  erringt  dadurch  die  geliebte  Frau. 


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Adolphe  Menjou  und 
Evelyn  Brenl 
l'hof.  Paramoiiiit 


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X'ILMA   BANKY 

in 

„Die     ranrt     ins     reuer" 

Phot.  United  Artisis 

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1 


Der  Gedanke,  eine  Reise  aul3erhalb 
unserer  Weltkugel  zu  vvagen,  isl 
nicht  sehr  alt.  Solange  der  Mensch 
den  Fuß  nicht  von  der  Erde  losen 
konnte,  mußte  er  zufrieden  sein,  die  un- 
erforschten Erdteile  seinem  Abenteurer- 
dranö  dienstbar  zu  machen.  Aber  nach- 
dem es  gelungen  v\  ar,  mit  Ballons  aufzu- 
steigen,   entledigte    sich    die    Phantasie    d^r 


Oben:    Gerda   Mau- 

rits,    Willy    FrUsch. 

Im  Kreis:  Heinrich 

Gotha.  Mitte: 

Willy        Fritsch 

lind  Margarete 

Kupfer. 


Unten:     Ger- 
da Maunis  und 
Gustav  V.  Wan- 
genheim 


der,  etwas  komisch  auf  die  Erde  zurück- 
kommen. Jules  Verne,  der  mit  größerem 
wissenschaftlichen  Rüstzeug  als  der  Dich- 
ter Poe  seine  Zukunftsromane  schrieb, 
fand  schnell  heraus,  daß  eine  Ballonfahrt 
jenseits  der  Erdatmosphäre  eine  physi- 
kalische Unmöglichkeit  war.  Als  er  da- 
her seine  ,, Reise  zum  Mond"  schrieb,  er- 
fand er,  nachdem  er  so  manche  heule  be- 
kannte Erfindung  vorausgeahnt  hatte,  ein 
Raketenfahrzeug,  das  von  der  Erde  in  den 
Mond  geschossen  wird.  Freilich  ließ  er 
seine    Helden    nicht    auf    dem    Monde    lan- 


MH' 


den,    denn    dann    hä 
Stande   der  damalige; 
auf    die     Erde     zurüc 
er   ließ   die   Rakete   u 
und   schließlich   auf  d 
fallen.     H.   G.    Wells 
neni  Buch  „Die  erste 
nicht    damit,    aber    d 
Mondreisenden  _,  ziis 


Ohan:         Margarete 
Kupfer    und    Gusll 
Slarb-Cslellenbaur 
Im    Kreis:    Willy 
Fritsch  undGustl 
Stark  -  Gstctten- 
haiir. 


^ 


Mitte:      Fritz 
Rasp  und  Willy 
FrÜsch.    Unten  : 
Klaus  Pohl. 


f':. 


I  nu   I  ii/ii;-/ ihn 
ilfr  I  tu 


von  der  Oberfläche  des 
hen  vor  im  Mond  .  .  ." 
orgenstern,  der  es  frei- 
allen   diesen    Büchern 

die  sich  über  die  Erde 
jSroße  Unbekannte   vor- 


zustoßen. Dieser  Umstand  entspricht  vollkommen  der 
Einstellung,  die  der  Mann  noch  vor  zwanzig  Jahren 
zur  Frau  halle.  Seitdem  ist  ein  neues  Geschlecht 
mit  anderen  Ansichten  herangewachsen,  und  es  fällt 
heute,  da  Frauen  in  allen  Sportarten  Weltrekorde 
fi/icien,     niem;iiid     mehr    auf.     wenn     Thea     von     Har- 


boii  ihren  neuesten  Roman  ,,Frau  im  Mond" 
nennt,  nachdem  Wilhelm  Hauff  mit  seinem 
..Mann  im  Monde"  der  deutschen  Literatur 
i>m  Buch  'chenkte,  das  heute  noch  gelesen 
wird.  Der  Roman  der  Frau  von  Harbou  ist 
gleich  wieder  von  ihrem  Gatten  Fritz  Lang 
verfilmt  worden.  Diesen  Künstler  des  Film- 
bildes mußte  die  Aulgabe  reizen,  eine  voll- 
kommen auf  Phantasie  gestellte,  technisch 
jedoch  mögliche  Reise  durch  den  Weltraum 
zu  meistern  .4ber  nur  aus  Phantasie  kann 
kein  Film  bestehen.  Deshalb  ist  die  ,,Frau 
im    Mond      ein    Abenteuer. 


nU^UlUtMCchJLy 


Die  Geschwindigkeit,  mit  der  in  den  Filmateliers 
Dörfer,  Städte  und  Landschaften  aus  dem  Nichts 
entstehen,  lassen  jeden  Städtegründer  vor  Neid  er- 
blassen. In  Amerika  freilich  kann  man  auch  außer- 
halb des  Filmbetriebes  Städte  wachsen  sehen,  die  sich 
manchmal  —  genau  wie  beim  Film  —  nur  wenige  Monate 
halten  und  deren  Häuser  und  Einrichtungen  von  einer 
ähnlich  zerbrechlichen  Haltbarkeit  sind  wie  die  Papp- 
und   Zementbauten   dsr    Filmstädte, 

Städtegründungen,  die  aus  dem  Luxusbedürfnis  ameri- 
kanischer Millionäre  entstanden  sind,  finden  sich  bei- 
spielsweise ii!  der  Nähe  des  Luxusbades  Miami  in  Flo- 
rida an.  Hier  wurde  innerhalb  von  drei  Monaten  eine 
Nachbildung  venezianischer  Kanäle  konstruiert,  echte 
Gondeln   aus    Venedig    importiert    und    Renaissancebauten 


1.  Platz  in  einer  Großstadt  aus  „Sonnenauf- 
gang". 2.  Vergnügungssiraßc  aus  „Schuldig". 
3.  Holländische  Kleinstadt  aus  „Hurra!  Ich 
lebe!"     4.  Künstliches  Indianerdorf  in 
Kalifornien  Pliol.  lox,  Vja,  Pnramnunl 


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Früher  hieß  es  nach  den  meh^rliösen  Klängen 
der  „Fledermaus":  „Komm  mit  mir  zum 
Souper,  es  ist  ganz  in  der  Näh".  —  Heute 
gibt  das  Saxophon  den  Ton  an,  und  die  Forderung 
ist    schärfer   und  bestimmter  geworden,     etwa   auf 


der    Linie    des    Schlagers:    ,.Erst    trink 
bißchen  Alkohol", 

In  den  Konversationsstücken,  besonders  solchen 
französischer  Herkunft,  gab  es  oft  die  Szene  des 
,,zu  zweien  —  allein  am  hübsch  gedeckten  Tisch", 
eine  Situation,  die  zu  prickelndem  Dialog  und  geist- 
reichen Apcrgus   Gelegenheit  bot. 

Im  Film  spielt  die  Szene,  in  der  die  zwei,  auf  die 
es  in  der  Handlung  besonders  ankommt,  zum  Diner, 
in  der  blauen  Stunde  oder  zum  Souper  zusammen- 
sitzen, eine  bedeutsame,  meist  für  den  Ahlauf  der 
Begebenheiten  ausschlaggebende  Rolle. 

Ein  gar  beliebter  Regiewitz  war  es  früher,  daß 
,,er  '  oder  ,,sie  '  oder  gar  beide  in  ein  pikfeines 
Lokal  gerieten,  dort  tafelten  und  sich  gar  tölpisch 
benahmen.  Hummernschalen  mit  dem  Messer  schnit- 
ten, daß  das  Schalentier 
rot  vor  Scham  vom  Teller 
sprang  und  was  derglei- 
chen Scherzchen  mehr 
waren.  Heutzutage  ist 
man  von  solchen  Schilde- 
rungen mehr  und  mehr 
abgekommen  in  der  rich- 
tigen Erkenntnis,   daß  ge-       ,f 


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^^Ti£/ifi£44^HMc^a/Uf^ 


l'ir:  Si /iniii'fii  im  II  iildf:  Jiinj;t:i  Mmiclicii  jiillerl  einen  Damhir'.ili 
Im  Kiii--  .    /'rt.v  Küliclien  und  die  Kiiilileiii 


Im  allgemeinen  ist  die  gegenseitige  Hilfe  in 
der  Natur  eine  dichterische  Vorstellung,  die  in 
der  Wirklichkeit  der  harten  Tatsache  „Friß, 
damit  du  nicht  selbst  gefressen  wirst"  weichen 
muß.  Von  zärtlichen  Verwandten  weiß  die  Natur 
wenig,  und  artfremde  Geschöpfe  schließen  sich 
nur  dann  zu  einer  Lebensgemeinschaft  zusam- 
men, wenn  sie  Vorteil  davon  haben.  Das  bekann- 
teste Beispiel  dieser  Art  ist  das  Zusammenlebe.i 


i 


Stishoni  und  (inii  am  'gemein sumen  l'utteniapj 

zwischen  Einsiedlerkrebs  und  Seerose.  Aber 
unsere  Haustiere,  denen  ja  der  Mensch  den 
Kampf  um  das  Futter  abgenommen  hat,  ent- 
u  ickeln  mehr  und  mehr  Eigenschaften,  die  denen 
des  Menschen  nahekommen.  So  taucht  auch  bei 
ihnen  der  Gedanke  der  Freundschaft  auf.  Hund 
und  Katze  sind  sich  ebensowenig  Feind,  wie  sich 
das  vermutlich  einsame  Schweinchen  einei 
Hund  als  Freund  ausgesucht  hat  -  und  sogar 
die-  Mi^'zc   läßt   das  Mausen! 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


/>.  fortietzunn 


„Persönlich    ja!      Herr    Karr    hat    dann    auf    mehrfachen     tele-        im     Auto     unterwejis     und     halte     dabei     jjewohnheitsmäßi;)     stets 


phonischen  Anruf  abgelehnt,  sich  noch  einmal  mit  mir  ausein- 
anderzusetzen, da  die  ScheidungsfrajSe  für  ihn  end}5iiltii!  erledigt 
sei.  Diese  wiederholten  Abweisungen  waren  schließlich  der 
Grund  meines  nächtlichen  Eindrinjjens  in  seine  Villa  und  damit 
der  ganzen  Tat   überhaupt!" 

,, Bitte   wollen   Sie   sich   hierüber   etwas   näher   äußern!" 

Kurt  zögerte  sekundenlang 

In  jagender  Hast  suchte 
er  im  Geiste  noch  einmal 
die  Momente  zusammen,  die 
er  sich  in  der  Zelleneinsam 
keit  der  Untersuchungshaft 
für  seine  Belastung  zurecht- 
gelegt hatte. 

„Am  Abend  meiner  Pre- 
miere im  Westendtheater," 
sagte  er  dann  langsam  mit 
gequälter  Stimme,  ,,als  ich, 
aufs  tiefste  aufgewühlt,  mit 
dem  Auto  meines  Freundes 
V.  Prayer  zur  Entspannung 
meiner  Nerven  noch  einmal 
ins  Freie  flüchtete,  kam  mir 
plötzlich  der  Gedanke,  bei 
Karr  noch  einen  letzten 
Versuch  zu  machen,  ob  ich 
ihm  vielleicht  nicht  doch  die 
Frau  meiner  Liebe  würde 
abringen  können. 

So  fuhr  ich  denn  mitten 
in  der  Nacht  noch  nach 
Wannsee  hinaus,  ließ  meinen 
Wagen  auf  der  Chaussee 
halten  und  ging  durch  den 
Park    zur   Villa    Karr. 

Bis  dahin  steht  alles  ganz 
klar  und  deutlich  vor  mir; 
für  die  weiteren  Vorgänge 
habe  ich  dagegen  nur  noch 
eine  etwas  unsichere  Er- 
innerung. 

Ein  helles  Fenster  im  Erd- 
geschoß. 

Ein  Schlafzimmer,  in  dem 
ich  mich  auf  einmal  Karr 
gegenübersah. 

Was  damals  zwischen  uns 
gesprochen  wurde,  weiß  ich 
nicht  mehr.  

Es  kann  ja  aber  nur  das 
einzige  zwischen  uns  mög- 
liche   Thema    gewesen    sein, 

und  es  gab  jedenfalls  eine  sehr  erregte  Auseinandersetzung,  denn 
plötzlich  hatte  ich  einen  Revolver  in  der  Hand  schoß  und  sah 
nur  noch,  wie  Karr  zurücktaumelte  und  auf  seinem  Bett  zu- 
sammenbrach. 

Das  gab  mir  wohl   auf  einmal  die   Besinnung  zurück. 

Ich  schwang  mich  wieder  zum  Fenster  hinaus,  lief  zu  meinem 
Auto  und  fuhr  dann  plan-  und  ziellos  in  die  Weite,  bis  der 
Wagen  irgendwo  in   einer  Berggegend  in  Trümmer  ging!" 

Eine  Pause  entstand. 

Gespannt  hingen  alle  Blicke  an  dem  statuenhaft-starren  Ge- 
sicht  Kurts. 

,, Hatten  Sie  den  Revolver  mit  vorbedachter  Absicht  nach 
Wannsee  mitgenommen?"  klang  jetzt  wieder  die  ruhige  Stimme 
des  Richters.  ,,lm  allgemeinen  p"egt  man  in  Deutschland  doch 
keine   Schußwaffen  mit   sich   zu   führen!" 

,,Das    kann    ich    heute    nicht    mehr    sagen.      Ich    war    früher    viel 


Achtung!  Aufnahme! 

Regisseure  verlangt,  Film- 
schauspielergesucht! 


HIN 
\   I.  I 


einen  Revolver   bei   mir!" 

,. Hatten    Sie    nach   dem    Schuß   auf    Karr    die    Absicht,    sich    der 
Verantwortung    für    die    Geschehene    durch    die    Flucht    zu    ent- 
ziehen?    Ihre    auffallend    lange    Autofahrt,    die    Sie    ja    bis    nach 
Thüringen  geführt   hat,   deutet  doch   offenbar  darauf   hin'" 
Kurt   zuckte  leise  mit   den  Schultern. 

,,Es    ist    mir    selbst    peinlich,    daß    ich    immer    wieder    erklären 

muß:  ,Das  weiß  ich  nicht 
mehr'.  Aber  durch  meinen 
schweren  Unfall  ist  meine 
Erinnerung  an  viele  Einzel- 
heiten  stark    getrübt!" 

„Darüber  werden  wir 
später  noch  die  Herren 
Sachverständigen  hören! 

Der  Richter  machte  ein 
paar  kurze  Notizen  und  sah 
Kurt  dann  lange  und  for- 
schend   ins    Gesicht. 

„Noch  eine  letzte  und 
vielleicht  die  wichtigste 
Frage.  Herr  Dr.  Steinhoff! 
Sind  Sie  in  der  betreffenden 
Nacht  vor  Ihrer  Tat  noch 
einmal  mit  Frau  Karr  zu- 
sammengetroffen?" 

Kurts  Gestalt  straffte  sich. 
Eine   jähe   Blutwelle   schoß 
ihm  in   die  Schläfen. 

„Herr  Landgerichtsdirek- 
tor", sagte  er  dann,  und 
seine  Stimme  drang  scharf 
und  klingend  bis  in  den  ent- 
ferntesten Winkel  des  Saa- 
les. „Bei  allem,  was  mir 
heilig  ist,  schwöre  ich,  daß 
ich  Frau  Evelyn  Karr  zum 
letzten  Male  zwei  Tage  vor 
dem  Tode  ihres  Mannes  und 
dann  erst  heute  hier  an  Ge- 
richtsstelle wiedergesehen 
habe.  Meine  Tat  war  die 
Eingebung  eines  unseligen 
Augenblicks  --  Frau  Karr 
hat  nicht  das  geringste  da- 
mit zu  tun!" 

Eine  lebhafte  Bewegung 
ging  durch  den  Saal;  auf  den 

hinteren  Bänken  reckten  die 

Hörer  die   Köpfe  hoher. 

Die        mutige        Erklärung 
Kurts      hatte      offensichtlich 
-.'inen  tiefen  Eindruck  gemacht  und  ihm  die  allgemeine  Sympathie 
erobert. 

Der  Staatsanwall  rückte  aui  seinem  Stuhl  hin  und  her  und 
blätterte   in  seinen  Akten. 

Nur  der  -Vorsitzende  behielt  unentwegt  seine  vorbildliche 
Ruhe  bei,  als  er  sich  letzt  mit  einem  leisen  Neigen  des  Kopfes 
der   Vernehmung   Evelyns   zuwandte. 

„Frau   Evelyn   Karr,"   sagte   er,   ,,Sie   sind   ja  selbst   Ohrenzeuge 
gewesen,    in    wie    bestimmter    Form    Herr    Dr.    Steinhoff    ein    Zu- 
sammensein   mit    Ihnen    in    der    Todesnacht    Ihres    Gatten    abge- 
lehnt hat,     Wie  stellen  Sie  sich  nun  persönlich  zu  dieser  Frage?" 
Evelyn    atmete   schwer. 

,,lch  kann  nur  das  gleiche  sagen  wie  Dr.  Steinhoff.  Ich 
gebe  zu,  daß  ich  ihn  in  jener  Nacht  gesucht  habe,  aber  ich  habe 
ihn   nicht    gefunden!" 

,,Wie    ist    das    zu    verstehen,    gnädige    Frau?      Eine    solche    Er- 


iLndlich  haben  Sie  eine  >  löfjlich- 
keit,  zum  Film  zu  kommen  I  jetzt 
können  Sie  selber  Star  oder  Re- 
gisseur sein, oder  wollen  Sie  lie- 
ber das  Drehbuch  schreiben? 
Zeigen  Sie,  was  Sie  im  Kino 
lernten.  Bilden  Sie  mit  Ihren 
Freunden  zusammen  eine 
kleine  Amateur-Filmgesell- 
schaft. Es  macht  soviel  Spati 
mit  einem  Cine  „Kodak" 

Ihr  Photohündicr  führt  Ihnen 
fiern  und  unverbindlich 
tinsci  e  Appciratc   rorl 

CIKE 


IJkVCK  AUI'    DE  N    H  E  It  E  L  .  . 
ES     ÜBRIGE    TU  .V     U    1  K 


klärung    klinj^t    bei    einer    Dame    Ihrer    Gesellschaftsklasse    doch 
einigermaßen  befremdlich!" 

Evelyn  klammerte  sich  fester  an  die  Lehne  ihrer  Bank,  ihre 
Augen   irrten   hilflos   ins  Leere. 

„Ich  stehe  hier  am  Schandpfahl,  Herr  Direktor",  begann  sie 
dann  mit  Anstrengung.  ,,Aber  tiefer,  als  ich  schon  gefallen  bin, 
kann  ich  nicht  mehr  stürzen.  Darum  sage  ich  es  ganz  frei  und 
offen:  Ich  wollte  fort  von  meinem  Mann,  mit  dem  mich  nichts 
mehr  verband.  Der  Abend  im  Westendtheater  hatte  uns  gevk-isser- 
maßen  noch  einmal  ein  Spiegelbild  unserer  Ehe  gezeigt.  Und 
was  dort  auf  der  Bühne  geschehen  war,  wiederholte  sich  später  in 
unserem  Hause.  Es  gab  eine  Aussprache  zwischen  uns,  bei  der 
die  letzten  Masken  fielen  und  es  schließlich  zum  Außersien  kam. 
Mein  sonst  so  ruhiger  und  beherrschter  Gatte  stürzte  plötzlich  wie 
ein  Wahnsinniger  über  mich  her  und  versuchte  mich  zu  erwürgen. 
Da  gab  mir  die  Todesangst  noch  im  letzten  Augenblick  Riesen- 
kräfte. Wie  durch  ein  Wunder  war  ich  wieder  frei,  hetzte  zur 
nächsten   Tür   und    rettete   mich   in   mein   Schlafzimmer!" 

In  einem  heißen  Schluchzen  sank  sie  plötzlich  wieder  in  die 
Bank  zurück;  ihr  ganzer  Körper  bebte  in  verhaltener  Erregung. 
,,Das  ist  der  Tatbestand  des  verhängnisvollen  Abends",  fuhr 
sie  endlich,  wie  aus  einer  Betäubung  erwachend,  fort.  „Aus  dieser 
Stimmung  heraus  verließ  ich  später  das  Haus  und  fuhr  nach 
Schlachtersce.  Weil  ich  Schutz  und  Hilfe  suchte  und  sie  am 
ersten  bei  dem  Mann  zu  finden  glaubte,  an  dem  mein  ganzes 
Herz  hing.  In  Schlachtensee  habe  ich  dann  stundenlang  vor  der 
Villa  Hartkort  gestanden  und  auf  Dr.  Steinhoff  gewartet.  Doch 
vergebens.  Erst  viel  später  fiel  mir  ein,  daß  er  seinen  ersten 
großen  Bühnensieg  wohl  mit  seinen  Freunden  feiern  und  in 
dieser  Nacht  vielleicht  gar  nicht  nach  Hause  kommen  würde.  Da 
hab'  ich  mich  endlich  auf  einen  Stein  an  der  Chaussee  gesetzt  und 
muß  wohl  vor  Erschöpfung  eingeschlafen  sein.  Denn  als  ich  er- 
wachte, schien  bereits  hell  die  Sonne.  Mühsam  schleppte  ich 
mich  bis  zum  Bahnhof  Schlachtensee  und  fand  hier  ein  Auto  das 
mich  nach  Zehlendorf  brachte.  Eine  Stunde  später  erreichte 
mich  dann  dort  die  Nachricht  vom  Tode  meines  Gatten!" 
Von  neuem  erstickten  ihr  die  Tränen  die  Stimme. 
Der  Vorsitzende  hatte  den  Kopf  in  die  Hand  gestützt;  sein 
gütiges   Gesicht   war   tiefernst. 

„Haben   Sie    Ihre   Nerven    jetzt   wieder   so   weit    in   der   Gewalt, 
daß  ich   mit    Ihrer   Vernehmung    fortfahren   kann?"   unterbrach   er 
endlich  das   lastende   Schweigen. 
Evelyn   nickte  wortlos. 

Die  Zähne  sciilugen  ihr  wie  im  Fieberfrost  aufeinander,  doch 
mit  Anspannung  aller  Willenskraft  zwang  sie  sich  zu  äußerlicher 
Beherrschtheil. 

,,Sie  haben  Ihrem  Diener  angegeben,"  sagte  der  Richter,  „daß 
Ihr  auffallend  spätes  Verlassen  des  Hauses  einem  Besuch  bei 
Ihrer  kranken  Mutter  gegolten  habe,  und  diese  Angabe  auch 
bei    Ihrer   ersten   Vernehmung    in   Moabit   aufrechterhalten!" 

Evelyn  fuhr  mit  dem  Taschentuch  über  die  brennenden  Augen. 
,,Das  war  im  Falle  unseres  Dieners  eine  berechtigte  Notlüge 
und  dem  Herrn  Untersuchungsrichter  gegenüber  ein  Fehler.  Ich 
bitte  dabei  aber  auch  die  allgemeinen  Umstände  berücksichtigen 
zu  wollen.  Ich  stand  zum  ersten  Male  vor  Gericht,  ich  wußte 
gar  nicht,  worauf  die  Fragen  dieses  ganzen  Verhörs  überhaupt 
hinzielten,  welche  Bedeutung  meiner  Aussage  beigemessen  wurde. 
Ich  wollte  bei  Gott  nichts  verschweigen  oder  beschönigen.  Doch 
eine  wohl  leicht  begreifliche  Scheu  hielt  mich  davon  ab,  einem 
mir  bis  dahin  völlig  fremden  Herrn  meine  tiefsten  Herzensge- 
heimnisse zu  offenbaren.  Auch  wenn  ich  mich  selbst  damit 
belastete!" 

,,Das  bedauere  ich  nachträglich  in  Ihrem  Interesse,  gnädige 
Frau!  Denn  gerade  Ihr  Verhalten  vor  dem  Herrn  Unter- 
suchungsrichter im  Zusammenhang  mit  Ihren  plötzlich  aufgedeck- 
ten Beziehungen  zu  Dr.  Steinhoff  war  in  der  Hauptsache  der 
Grund    für    Ihre   Verhaftung!" 

Ein  Gerichtsdiener  hatte  inzwischen  einen  großen  Lageplan 
der  Villa  Karr  vor  dem  Richlertisch  aufgestellt,  und  der  Vor- 
sitzende erläuterte  den  Geschworenen  daran  die  für  die  Beurtei- 
lung   der    Tal    in    Betracht    kommenden    Örtlichkeiten. 

Dann  wurde  als  erster  Zeuge  Herr  Direktor  v.  Ribinski  auf- 
gerufen, der,  wie  gewöhnlich  mit  übertriebener  Eleganz  gekleidet, 
in  einem  hechtgrauen  Cutaway  und  gleichfarbigem  Zylinder  er- 
schienen war  und  die  Eidesformel  kurz  und  schneidig  wie  auf 
dem    Kasernenhof    nachsprach. 

Er  fühlte  sich  sichtlich  als  Mittelpunkt  der  ganzen  Verhand- 
lung und  verfehlte  nicht,  immer  wieder  in  reklamehafter  Weise 
auf  die  aufklärende  Tätigkeit  seines  ausgezeichneten  Instituts 
liinzuweiscn,  so  daß  der  Vorsitzende  den  taktlosen  Indiskretionen 


seiner   überschäumenden  Beredsamkeit   kaum  Einhalt  zu   tun  ver- 
mochte. 

Als  nächster  Zeuge  kam  der  Kammerdiener  Karrs  an  die  Reihe, 
der  im  ganzen  seine  Angaben  aus  der  Voruntersuchung  wieder- 
holte und  auf  eine  Frage  von  Evelyns  Anwalt  ausdrücklich  be- 
stätigte, daß  zwischen  den  Eheleuten  Karr  nach  dem  Abendessen 
noch  eine  sehr  stürmische  Aussprache  stattgefunden  und  er  die 
erregte   Stimme   des   Herrn  bis   ins   Souterrain  gehört   habe. 

Eine  längere  Auseinandersetzung  entspann  sich  dann  über  die 
Frage,  wann  Evelyn  die  Villa  verlassen  habe  und  er  selbst  im 
Auftrag    Karrs    nach    Schlachtensee    gefahren    sei,  •■■ 

Den    letzten    Zeitpunkt    konnte    der    in    seinen    Angaben    sehr      - 
überlegte   alte   Mann    fast    auf    die    Minute   genau   angeben;    denn 
als    er    durch    den    Park    zum    Auto    gegangen    sei,    habe    es    vom      « 
Kaiserpavillon  gerade  ein  Uhr  geschlagen,  und  der  Chauffeur  habe     I 
noch  gescholten,  daß  man  ihm  jetzt  nicht  mal  mehr  nach  Mitter- 
nacht seine  Ruhe  gönne. 

In  Schlachtensee  habe  er  ziemlich  lange  warten  müssen,  bis 
ihm  endlich  geöffnet  worden  sei;  er  schätze  die  Dauer  der  beiden 
Fahrten  einschließlich  des  Aufenthaltes  vor  der  Villa  Hartkort 
auf  etwa  eine  Stunde,  so  daß  er  gegen  zwei  Uhr  nach  Wannsee 
zurückgekommen  sein  dürfte. 

Wann  die  gnädige  Frau  aus  dem  Hause  gegangen  sei,  ver- 
möge er  dagegen  nicht  mit  solcher  Bestimmtheit  zu  sagen. 

Die  Herrschaften  seien  erst  gegen  elf  Uhr  aus  dem  Theater 
zurückgekehrt,  und  das  Abendessen  habe  kaum  zwanzig  Minuten 
gedauert,  da  die  gnädige  Frau  überhaupt  nichts  angerührt  habe. 
Dann  habe  sie  sich  mit  dem  Herrn  Generaldirektor  in  sein 
Arbeitszimmer  zurückgezogen,  und  es  könne  wohl  kurz  vor  Mitter- 
nacht gewesen  sein,  als  sie,  zum  Ausgang  fertig,  noch  einmal 
durch  die  Diele  gekommen  sei. 

Man  einigle  sich  unter  den  Prozeßbeteiligten  schließlich  dahin, 
daß  der  Tod  Karrs  zwischen  ein  und  zwei  Uhr  nachts  eingetreten 
sein  mußte,  eine  Annahme,  die  sich  auch  mit  dem  Cutachten 
des  Kreisarztes  deckte,  der  die  erste  Besichtigung  der  Leiche 
vorgenommen   halte. 

Für  die  Möglichkeit  eines  Zusammenseins  der  beiden  An- 
geklagten vor  der  Tat  kam  daher  nur  die  Zeit  zwischen  Mitter- 
nacht und  ein  Uhr  in  Betracht,  und  selbst  diese  Zeitspanne  er- 
fuhr durch  die  nächsten  Vernehmungen  noch  eine  weitere  Ein- 
schränkung. 

Wie  der  Droschkenchauffeur,  der  Evelyn  nach  Schlachlcnsee 
gefahren  hatte,  angab,  war  die  Villa  Hartkorl  nach  der  Straßen- 
seite zu  vollkommen  dunkel  gewesen,  und  als  er  später  in  eine 
Seitenstraße  abgebogen  sei,  habe  er  bei  dem  hellen  Mondlicht 
zufällig  gesehen,  wie  die  Dame  vor  dem  verschlossenen  Vorgarten, 
anscheinend   wartend,   auf  und  ab  gegangen  sei. 

Daß  Kurt  in  dieser  Zeit  nicht  zu  Hause  gewesen  war,  wurde 
durch  d'e  3ehr  bestimmte  Aussage  des  Hartkortschen  Dienst- 
mädche  s  erhärtet,  das  in  der  fraglichen  Nacht  noch  lange  Wäsche 
geplätt  :i  und  dabei  beobachtet  halle,  wie  Dr.  Steinhoff  in  der 
tlflen  Stunde  später  wieder  fortgefahren  sei. 

Sie  selbst  sei  erst  nach  ein  Uhr  zu  Bett  gegangen  und  dann 
durch  den  Boten  mit  dem  Brief  aus  Wannsce  gerade  aus  ihrem 
besten  Schlaf  gestört  worden. 

Auch  da  sei  der  Herr  Doktor  nicht  daheim  gewesen,  denn  sie 
habe  den  Brief  auf  Drängen  des  Überbringers  sofort  auf  dem 
Schreibtisch  seines  Arbeitszimmers  niedergelegt  und  sich  durch 
einen  Blick  in  sein  Schlafzimmer  noch  besonders  davon  über- 
zeugt, daß  dieses  leer  und  das  Bett  unberührt  war. 

Das  Gesamtbild  der  Zeugenaussagen  gestaltete  sich  unter  den 
geschickten  Fragen  der  Anwälte  für  Evelyn  allmählich  so 
günstig,  daß  Justizrat  Schwerthauer  nicht  umhin  konnte,  die 
Voruntersuchung  mit  verschiedenen  scharf-kritischen  Bemerkungen 
zu  bedenken,  und  es  geradezu  als  einen  Justizskandal  bezeich- 
nete, daß  man  eine  Dame  wie  Frau  Evelyn  Karr  auf  einen  derart 
mangelhaften  Indizienbeweis  hin  unter  einer  so  furchtbaren 
Anklage  viele  Wochen  lang  in  Untersuchungshaft  gehallen  habe. 
Den  Schluß  des  Zeugenverhörs  bildete  die  Vernehmung  Lores 
und    Wallers. 

Lore  bestätigte,  daß  Evelyn  gegen  sechs  Uhr  morgens  in  einem 
gänzlich  erschöpften  Zustand  in  der  elterlichen  Wohnung  Einlaß 
verlangt  und  ihr  unter  fassungslosem  Weinen  nur  immer  wieder- 
holt habe,  daß  alles  zu  Ende  sei;  sie  sei  fort  von  ihrem  Mann, 
der  sie  gewürgt  und  gemißhandelt  habe,  und  werde  nie  wieder 
in  sein  Haus  zurückkehren;  die  Nachricht  seines  jähen  Todes 
habe  ihrer  Fassung  dann  den  letzten  Rest  gegeben,  so  daß  der 
Hausarzt  in  der  ersten  Zeil  bei  ihrer  völlig  unbeeinflußbaren  { 
Verzweiflungsstimmung  sogar  einen  Selbstmord  befürchtet  und 
bereits  ihre  Verbringung  in  ein  Sanatorium  ins  Auge  ge- 
faßt   habe.  Fortsetzung  folgt 


fit. 


FRAGEN 


die  uns  erreichten 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     „Film-Magazin",      Berlin    SW  68,    ZimmerstraQe    35-41 
Scherlverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptauselefcenlieiten  bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Rückporto  beizufügen.  Jede  Einsendung  eines  Jlanuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nnr  Exposes  im  l'nif.inge  von  2 — .S  iSchrcibmaschinenseilen 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Regisseure  usw.  geeignet.  Fü: 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durcliscbläge  senden,  von 
liandgcseliriebcnen   Sendungen    (leserlich)   eine  Abschrift   zurückbehalten. 


.1  n  M  g  e  r  F  i  I  m  f  r  c  n  n  d  a  u  >  B  o  n  ii  :  Wir  werden  Eili.in  Harvi'v 
an  da.-  .\uliigraiiirii  erinnern.  Nicht  verlobt.  (Iltu  (".cbiihr  ist  iiber  tu 
Jahre  beim  Film.  Harry  I'iels  neuester  F'iim  ist  ..l>ie  Mitteni.iehtstaxe'. 
in  .\rbeit  ist  ..Sein  grolies  Ebreuworf.  (Jrete  .\losbeim  erlilickt-'.  .im 
(<.  J.iiiu.ir  in  Berlin  das  l.icbt  der  Welt,  ist  mit  Oskai'  Hnmidk:i  verhei- 
ratet   und    wohnt   Berlin    A\  .    l'.iriser   StraUe    27. 

E  r  n  :i  '/...  F  r  .i  n  k  f  u  r  I  -  ()  d  e  r  :  Wenn  .Sic  M'ilhelni  Dieterle  ein- 
mal in  n:itura  sidii-ii  milcbteu.  so  ist  wiibl  .-im  besten.  Sie  wohnen  seilen 
!■  ilmpreiiiieren  bei.  Er  i>t  sehr  häufig  persüiiliib  .inwe-ciul.  .Sie  n.üsse-i 
also  auf  die   Filmanküinligiingen   in   den   großen    BCiliner   Zeitungen   .ichten. 

I)  o  r  a  S.,  B  e  r  I  i  71  :  .Vliee 
Hechy  ist  verheiratet.  Paul 
Richters  neuester  Film  ist  ..Sen- 
sation im  AVinterg;irten'"  mit 
Claire  Kommer.  ('<inr;iil  Veidt 
wird  voraussichtlieh  ein  h.il- 
lies  Jahr  in  Berlin  bleiben. 
Douglas  Fairbanks  jr.  wobnl  iu 
Beverly-Hills,    Hollvwood.    Kai. 

R  n  t  h  .\I..  H  i  u  d  e  n  b  n  r  g: 
Viele  Filmstars  luibeii  auch 
kein  Sekret.iriat.  ^Venn  Sie 
Filmsehanspielerin  werden  wol- 
len, so  müssen  Sie  sich  unmit- 
telbar an  die  Filmgesellschaf- 
ten weinlen.  Wenn-  es  Dinea 
gelingt,  so  kiinnen  Sie  .lucii 
mit  Filmkünstlern  in  Brief- 
wechsel  treten. 

Zwei  F  i  I  ni  s  c  h  w  ;i  r  n\  e- 
r  i  n  n  c  n  .  Berlin:  Fn'd 
Immler  spi<'lti-  kürzlich  eine 
Rolle  in  dem  Althoff  -  Film 
..laix.  der  König  der  Veriin'- 
cher"  und  ist  durch  diese  Fii- 
ni.i.  Berlin  SW  fix.  Kochstr.  l.>. 
zu  erreichen.  J.ars  H.ansoii  filmt 
in  I,.iiiil(Mi  bei  der  British  In- 
teru:ition;il  ..The  leformer'  mit 
l,va   de   Piilti.   Verheir.itel. 

Else  P..  H  .1  r  b  n  r  g:  Wil- 
helm Dieterli'  ist  mit  dc-r  Schcui- 
spi<'lerin  (h.irlotle  ll:igenhrucli 
M'rheir.itet.  Ihr  Bildwunsch  ist 
vorgemerkt.  Beim  Film  ent- 
scheidet immer  d.is  'P.ilenl. 
Aber  (!eld  müssen  .Sie  für  Plii- 
los.  Schminken.  IJarderidie  u>'.\ . 
haben.  F^s  ist-schwer.  ein  erfolg- 
ri'icher    Filnisl;ir    zn    VM'rden. 

Z  o  r  r  o  .  ein  Do  u  g  I  .-i  s  - 
F  :i  i  r  b  ;i  n  k  s  -  V  e  r  e  h  r  e  r  : 
Douglas  F.iirbank*  und  M.iry 
Pickford  geben  .\ulogr;ininic, 
Sie  können  ruhig  deutsch  schr.'i- 
beli.  BeverIv-llilN.  Hollvwood. 
Kai..   U.S.A. 

li  r  e  t  e  P..  B  r  e  m  e  ii:  Ihre 
OriiUe  an  i,issy  .\rna  und  Kiil!ie 
vmi  X:igy  haben  wir  ausgerich- 
tet. Kiitlie  von  Nagy>  nenest"r 
Film  ist  ..M.iseottcben'.  .sie  i-t 
geschieden,  keine  Kinder.  (»:• 
und  wann  ..Die  s.iudgräfiii 
noch  einm.'il  in  Bremen  läuft, 
kann  Ihnen  am  besten  Ihr  Ki- 
nobesitzer s.agen.  I.issy  .\rua 
bat  am  21.  Dezember  (.Jehiui  - 
tag. 

F  i  1  m  f  r  e  n  n  d  i  n  M..  B  o  i- 
I  i  II  :  Henny  Porten  wohnt 
Berlin-Dahlem.    P.irkstraüe   71. 


Lotte  B..  Wriezen:  Die  Rolle  des  Prinzen  Sora  in  ..Vill.i 
F.ilkonieri'  spielte  Aiigelo  Ferr.iri.  Ihr  Bildwunsch  ist  vorgemerkt.  Hans 
Stüwe  ist  mit  einer  Bulgarin  verheiratet.  Willy  Fritsch  ist  ledig.  Eia 
neuer  Film  mit  Clöst.i  Ekm:in  ist  noch  nicht  angezeigt.  Ernst  Pittseh.-in 
spielte    eiiK    Slatistenndle    im    ,, Modernen    (';i>;inova". 

H  a  r  r  y  P  i  e  1  -  V  c  r  e  li  r  e  r  :  (ireta  ti.irbo  Ist  nicht  mit  John  Gil- 
bert verheiratet.  Die  Verlotning  vou  Eilian  Harvey  ist  nnr  ein  Gerücht. 
Il.irry  Piels  .,ililtern:u  htstaxe"  ist  schon  nr.iufgefiilirt.  Sein  nächster 
Film  ist  ...Sein  groUes  Ehrenwort".  Ihr  Bildwuiiseli  soll  in  näclister  Zeit 
erfüll*    werden. 

Rudolf  T.,  Beut  h  e  n  .  Eine  Zi-Prodnktion  in  der  Filmindustrie 
gibt  es  nicht.  D.iß  Sie  .-ibschlägige  .\ntworten  von  vielen  Filingesell- 
scb.iften  bekommen  h.iben.  tut  uns  n:itiirlich  leid,  dii.di  niöcliteii  wir  Sie 
gleich  dar.int  aufmerksam  ni:icheii.  d.iU  der  Weg  zum  Filmstar  nicht  so 
leicht  ist,  wie  Sie  ilenken.  lud  wenn  Sie  sieh  für  .,ein  so  großes  Talent" 
schreiben,     so     glatihcn    wir   doch,   daß   das   etw,Ms    iibei- 


Sie 


halten,    wie 
trieben   ist. 

K  I  e  I-  b  I  .1  t  t  . 
daß    wir    bis    jetzt 


P  o  t  s  d  a  in  : 
nur    über    l.eni 


.Vngehörigen    orientiert    sind. 


AVir   bed.iuern.    Ihnen    sagen    zu    müssen, 
Riefciist.ihl   selbst,    nicht   aber   über   ihre 


Lucy 
filmt  in  Hollywood  als  Partnerin 


von  Janet  Gaynor       Piwt.  Fox-Film 


l.eni    Riefenst.ihl    gibt    Autogramme. 

Heinz  L.,  F  r  i  e  d  e  n  a  u  : 
GustI  stark-Gslettenbaur  wohnt 
Berlin    XW  ß,    K.irlstraße   2.i. 

R  e  s  1  .Sc  li..  B  .-1  m  b  e  r  g  : 
Wenn  sieh  die  Antworten  et- 
was verzögern,  so  bitten  wir, 
zu  beachten,  daß  bei  uns  täg- 
lich ca.  KHi  Briefe  einlaufen, 
die  alle  beaniwcutet  werden 
wollen,  .\lfred  Abel  wohnt  Ber- 
lin-Haie nsee.  Kurfürstendainin 
Nr.  74,  Triins  van  .V.ilten  Ber- 
lin W.  Lutherstraße  27.  Carl  de 
Vogt  Berlin-Xeutempelhof.  Ho- 
henzollernkorso  y.y.\.  Hans  Stüwe 
Berlin  -  Halenscc,  P;iulsborner 
Straße  9,  Egmi  vcui  Jor.lan  Ber- 
lin W  15,  Lietzenburger  Str.  27. 

S  (•  li  1  n  d  e  r  h  a  n  n  i  :  Die 
weibliche  H.iuptrolle  in  ..Vill  i 
F.ilkonieri"  spielte  .M;ui;i  .l.ico- 
liiiii.  H.iiis  Stüwes  P.irtneriu  in 
..t'agliostro  ■  i>t  Renee  Heribel. 
.\lso  zwei  V  erscbiedeiu'  Filme. 
Dit.i  P.irlo  wohnt  Berlin  W. 
Motz-tr.  «7.  foiir.id  Veidt  Edeii- 
liotel,  Berlin.  Budaiioter  Str. 
.Vorm.i  T.ilm.idges  neuester  Film 
beißt  ,,Die  Stunde  der  Entsehei- 
diiiig". 

i"  i  I  in  f  r  e  u  n  d  i  ii  (J  r  e  t  - 
e  h  e  n  .  X  e  u  s  t  r  e  I  i  t  z :  Ben 
Lyon  ist  mit  Bebe  D.iniels  vei- 
lobt.  Bruno  K.istner  wird  auch 
wieder  filmen.  ..Ich  küsse  Ihre 
Hand.  Madame"  ist  schon  in 
Herliii  her.iusgekommen.  W;iun 
er  n:ich  doit  koir^,\il,  erf;ihr;"ii 
Sie  ,1111  sichfrsten  durch  .len 
Resitzer    lliies    Stammkinos. 

JI  ,1  j  .1  .  W  ü  r  z  Ii  11  r  g  :  AVii 
werden  Harry  Liedtke  an  las 
fällige  .\utogranim  eriiiaerii, 
empfehlen  aber,  dem  Künstler 
noch  einmal  eine  Bildkarte  mit 
der  Bitte  um  ein  .\utogr;iinni  zu 
senden. 

W  a  I  I  y  Seil.,  C  ü  p  o  n  i  c  k : 
Wilhelm  Dieterle  ist  mit  der 
Sch.iuspielerin  Charlotte  Hagen- 
linicli  verheinitet,  h.it  keine 
Kinder,  trägt  seinen  richtigen 
Xameii  und  wohnt  Berlin-Wil- 
mersdorf.   Jenaer    .Straße   si. 

M  .1  r  i  a  n  n  e  1)..  B  o  ii  u:  Da 
Filmscbanspielerkarten  bei  uns 
i'icht  erhältlich  sind,  können 
wir  Ihnen  leider  keine  Karte 
von    J.ick    Trevor    senden. 

Ernst  O..  C  o  h  ii  r  g:  Aiuiy 
Ondra  wohnt  Berlin  -  Charlo*- 
tenbnrg,     Kurfürstend.imm    178. 


Ä 


M  .1  r  g  a  Klaus,  Berlin  XW  21:  AiitoKrammtagc  mit  den  TOn 
Ihnen  genannten  Filnikünstlern  finden  in  aljsohbarer  Zeit  statt.  Warwiok 
Ward  befindet  sieh  augenblieklieh  nielit  in  Berlin.  Das  Geriielit  von  der 
Verlobung  l>ilian  Harveys  mit  Willy  Fritsch  beruht  niehl  auf  Wahrheit. 
Marietta  Miliner  wohnt  Berlin  W  ü(i,  Nachodstraße  :.'(>.  Werner  rittschau 
wurde  am  24.  Jlärz  geboren  und  war  noeli  nieht  2.')  .lahre  alt,  .als  er 
starb.  Oskar  Marion  ist  KöniKsberRer,  Hubert  von  Jleyerink  sjiielt  eine 
Rolle  in  dem  neuen  Olga  Tsehceliowa-Film  ,, Diane,  ilie  Uesehielite  einer 
Pariserin".  .\nny  Oinlr;i  wurde  am  15.  Mai  in  Tarn;i  (Polen)  geboren, 
ist  mit  dem  Kesissenr  Carl  l.aniae  verheiratet  und  wohnt  Berlin-t.'harlot- 
lenbuiK.    Kurfiirstendamiu    17H.    Pension    Bernfeld. 

E  1  I  y  G.,  T  e  t  s  e  h  e  n  ;  Ralmondo  van  Kiel  und  Ernest  van  Düren 
sind  Hoiliinder.  Der  Film,  in  dem  Myrn.i  ]>oy  mit  Monte  Blue  spielt, 
heißt  ,.Der  Deserteur".  Aber  selbstverständlieh  bekon;Mil  der  Kegisscnr 
Ceeil  B.  de  Mille  .«ehr  viele  Zuschriften.  Sie  können  luliig  deutseb  an 
ihn    selireiben. 

I>  o  e  k  e  m  :(  n  s  ,  Köln:  Kiehtif;.  es  KJbt  aueh  Filmstars,  deree 
Wiege  in  Köln  stand,  z.  B.  von  t'.irl  de  V4)gt  und  I'.uil  Heidem.iun.  Im 
Film  „Die  weiße  .Sklavin"  siiielte  \Vladimir  (i.iid.irow  den  .Seheicli. 
Dolores  del  Kio  ist  Kesehieden.  Ihre  naehsteu  Filme:  ..Ziu;eunerraehe " 
nnd    .,AnKeIus". 

T  u  n  e  1  e  S  p  I  r  I  a  :  In  Kopenhagen  haben  Nordisk  und  P.-illadium 
ihren  Sitz,  in  Wien  die  Saselia.  Siebensterngasse  :U.  Die  .\nsehrift  der 
Vfa  ist  Berlin  SW  fiH,  Koehstraße  G-».  der  Xational  Berlin  SW  4S,  Fricd- 
riehslraße    10.    der    Emelka    Miinehcn,    Sonnensiraße    ir.. 

F  i  1  m  f  r  e  n  n  d  und  M  a  r  i  .«  P  a  u  d- 
1er-  V  e  r  e  b  r  e  i-  ,  Koni  g  s  b  e  r  g: 
Die  Antworten  im  ..Film-Mag.izin"  sind 
kostenlos.  Ihre  Angaben  über  Maria 
l'andler  stimmen  .ille.  Sie  sind  .-ilso  fa- 
belhaft orientiert.  Die  Künstlerin  gilii 
Autogramme.  .Sonden  Sic  ihre  Bildkart<- 
und  adressiertes,  fr.mkiertes  Küekkuvert 
an  sie  ein.  Sie  reden  sie  am  besten  mit 
..gnädige  Frau"  an  und  bitten  sie  um 
ein   Autogramm. 

.V  I  e  \  a  n  d  r  .i  W..  Berlin:  "Wir 
werden  ^Vl,•ldimir  (Jaidarow  .in  d.is  tii'- 
lige  Autogramm  erinnern,  (iösta  Ekman 
ist  verheir.-ilet.  ebenso  Brigitte  Helm. 
.\lle  Filmstars  neben  \utogr.immc.  Mady 
Christians  wohnt  Berlin-Charlottenbiirg, 
Bismarckstraße  G",  J.ilian  H.irvey  Berlin 
W  l.'i,  Düsseldorfer  Straße  47,  Otto  C.e- 
bühr  Berlin  W  ft~.  Knrfiirstenstraße  IIS, 
Orete  Reinwald  Berlin  W.  Regensburger 
Straße  14.  Dimnira  .);ieoliini  Berlin  W, 
Herkules-Iiaus.  Friedrieh-Wilhelm-Str.  1.1. 
E  i  n  M  .-1  r  i  e  t  t  a  M  i  I  1  n  e  r  -  V  e  r  - 
e  li  r  e  r  ,  Frankfurt-  .\I  a  i  n  :  Ma- 
rietta Miliner  trägt  einen  Künstlernamen. 
Ihr  neuester  Film  ist  ..D.is  .Modell  vom 
Montparn.isse"  mit  I.ilian  H:ir\ey.  Ihre 
.Vdresse:  Berlin  W  äO,  X;iehodstr.iße  2«. 
Anny  Ondras  näehster  Film  ist  ..Die 
.Tungfrau  von  Paris".  Das  Alter  der  Künst- 
ler geben  wir  nieht  bekannt.  Ver.i 
Sehmitterlöw  wohnt  Berlin  -  Halcusce, 
Xestorstraße   1. 

L  i  1  i  .'i  n  H  .-i  r  v  0  y  -  V  e  r  c  li  r  e  r  i  n 
K.  O/S.:  Vera  Sehmitterlöw  Ist  Sehwe- 
din.  gibt  Autogramme  und  trägt  ihren 
riehtigen  Xamen.  Das  (ierücht  \»n  lA- 
lian  Harveys  Verlobung  beruht  nicht  .auf 
W;ihrheit.  Werner  Fnetterers  m'uester 
Film  ist  „Die  Fluehl  der  Deli.i". 

H  a  n  n  .a  l...  II  a  m  b  u  r  g:  I  \\  .ui  Mo?.- 
jukin  hat  keine  Filmsehule  Ih  ■.inht.  Er 
spricht  gebrochen  Deutseh  tind  hat  keine 
Kinder.  Wir  h.aben  Iwan  .Mosjnkin  und 
Iw.in  Petrovich  noch  nicht  gemessen. 
Ihre    .Mtersschätzinig    stimmt    ungefähr. 

F  i  1  m  f  r  e  n  n  d  i  n  P.  ;i  u  s  F  r  a  n  k  - 
f  u  r  t  -  O  d  e  r  :  \\  erner  Fuetlerer  wohnt 
Berlin-Steglitz. Kleiststr.iße  Jl.  Die  Ver- 
lobung ^Villy  Fritschs  mit  I.ili.in  H.irve.v 
seheint  nur  ein   (ierücht   zu   sein. 

(Herd  a     K..    S  c  h  ö  n  c  b  c  r  g  :      Henny    Pmlen 
Parksiraße   74.      (iunnar  Tolnai-s   ist   unverheiratet, 
lieh    im    Hauptberuf    bei    der    S)irechbühiU'.       f.ya    M; 
seh.'.uspielerin.    sie    war    ehedem    Tänzerin    und    ging 

E  k  I..      Fried  e  n  a  n  :      Brigitte     Helm      wohnt 
Winkel   :>.    ist    mit    Riehard    Weißbach    verheiratet. 
Berlin    geboren,    gibt    Autogramme,    wurde    von 
entdeckt,    spielte     erstm.ilig    in    ..Metropolis". 
,,Die    wunderbare    l>üge    der    Xina    Petrowna" 

S  p  u  t  z ,    Leipzig 


.  Berlin:  Sie  wissen  ja,  von  beliebten  Filmst.-xrs  wird 
s|)roclicn.  Das  Publikum  ist  oft  so  wißbegierig,  daß  es 
intimsten  Privatangelegenheiten  seiner  Lieblinge  OTientieri 
^o   tauchen   d.anii   urplötzlich   tierüehte  auf,   die   sieh   wie  ein 


wohnt    Berlin- Dahlem, 

l.'iwohl,    er    ist   eigent- 

ra    ist    keine    Bühneii- 

sehr   jung    zum    Film. 

Berlin  -  D.ihlem.      Im 

wurde    :im    17.    März    in 

Fritz    L.ing    für    den    l'ilm 

Ihre     u.'ichsten    Filme     sind 

und    ...M.anolesen'. 

Albert    Paulig    w(dint    Berlin    W   l.'i,    Duisbnrgei 


Straße    16.      Harry    Piel    trägt    einen    Künstleriuimen. 


Erik  .1  ,V 
immer  \iel  gi 
aueh  über  die 
werden   will. 

Lauffeuer  fortpflanzen  und  doch  jeder  Unterlage  entbehren.  Lilian  Uar- 
vey  und  Willy  P'ritseh  sieht  man  oft  in  ihren  Filmen  zusammen  spielen, 
und  schnell  heißt  es:  sie  sind  verlobt!  Also  wieder  ein  (ierücht,  das  sieh 
nicht    zu    be«ahrlieilen    seheint! 

U  r  s  <•  I  .1  u  s  H  a  n  n  o  v  e  r  :  Steward  Rome  spielt  die  männliche 
Hauptrolle  in  dem  neuen  Ly.i  .M;ira-Film  ,,Der  rote  Kreis"  und  ist  durch 
die  Efzet-Film,  Berlin  SW  CS,  Markgr:ifenstr;iUe  21.  zu  erreichen.  Er 
gibt    Autogramme. 

F  i  1  m  f  r  e  und  K  ;i  r  I  -  H  e  i  n  z  :  Ilse  Stobraw.i  wohnt  Berlin, 
.\schaffenbnrger  Straße  B,  und  gibt  .\nlogramme.  In  dem  neuen  Film 
,.l)er  (ief.ingene  der  Bernina"  ist  sie  die  Partnerin  des  schnell  beliebt 
gewordenen    Peter    Voß. 

A  n  n  e  r  1  v  o  m  B  ö  h  m  e  r  w  ;i  I  d  :  Die  Anschrift  der  S:iselia-Film 
ist;    Wien,    .sicbcnsterngasse    Hl. 

Alfred  M.,  Berlin  X:  Greta  tiarbos  Partner  in  ,,Güsta  Berling" 
war  L.irs  Hanson.  .Mariett.a  Miliners  neuester  Film  ist  ,,Das  Modell 
\  um    Moiitp.irn.-isse".      Lillian    (lish    filmt   bei    der   United    Artists. 

H  u  li  e  r  t  n  s  K.,  W  .a  r  m  b  r  n  n  n  :  Egon  von  Jordan  wohnt  Berlin 
W  1,'>.  Lietzenburger  Straße  27.  (jibt  Autogr.imme.  ist  unverheiratet,  er- 
blickte in  Du.\  (Böhmen)  d;is  Licht  der  Welt,  sjiielt  viel  Theater  und 
wird    ;iueh    wieder    filmen.        Jtiesi;;    nett. 

K  u  r  t  O..  B  e  r  I  i  n  :  Henny  Porten 
wohnt  Herlin-D.ihlem,  Parkstr.  74.  Lya 
Mara  Berlin-Westend,  Pommernallee  1, 
l'.irmen  Boiii  Berlin  W,  Fhl.tndstr.  13K, 
.Mary  Kid  Berlin  ^V.  (iiescbrechtstr.  13. 
.\lle  Filmst.irs  geben  .Vutograinme.  Wal- 
ler .Slez;ik  und  H.ins  Bransewctter  sind 
ledig,    Waller    lüll.i    vcrheir.itet. 

(i  r  e  t  .•!  O  a  r  b  o  -  .S  c  h  w  ä  r  in  e  r  i  n  . 
Breslau:  (ireta  (i.arbo  ist  wieder 
u.ieh  Culwer  -  (  il> .  K.ilifornien.  zurück- 
gereist. Ihre  Heim.itst.idt  ist  (iöteborg, 
ihr  richtiger  X.imi'  Gret.i  Gusl.ivson.  ihr 
neuester  Film  heiül  .,Ki  ii'g  im  Dunkc-In". 
Sic  jiibt  Autogramme,  ist  nicht  mit  .lohn 
Gilbert  verheiratet.  Beginnt  jetzt  in  den 
Metro-Gold"  yn-Studios  mit  ihrem  neuen 
Film.  Es  gibt  noch  kein  Greta  Garbo- 
Buch.  I»er  Riiss-Verlag  hat  seine  Räume 
in  Berlin  S\V  fi.s.  .Mexandrinenstraße 
Xr.   IUI. 

].,  i  1  o  M  (I  r  i  s  :  Die  Filmkoniparserie 
wird  in  der  Filmbörse.  Berlin.  Beutli- 
straßc  l/.'l,  engagiert.  Vielleicht  wenden 
Sie  sich  einmal  dorthin,  sonst  ist  es  aueh 
nitsain,  sich  mit  den  Filmgesellschaften 
unmittelbar  in  Verbindung  zu  setzen.  Die 
,\ussichten  beim  Film  sind,  wie  wir  wie- 
derholt betcmeu.  sehr  gering.  Brigitte 
Helm  heißt  richtig  Brigitte  Sehütten- 
bclm.  Lee  Parrys  richtiger  Xame  ist 
.Mathilde  Benz,  und  R.nin)n  Xnvarro  k;im 
.ils  R.imon  S.imoniegos  ;iiif  die  Wi-lt. 
(iust.iv  Friihlieh  ist  nicht  mehr  nii, 
F.lizz.i  l.i  INnt.i  verlobt.  Willy  Fritseh 
und  Lili.'in  Ilarvey  sind  ledig.  Ramon 
Xovarro  kommt  im  Sommer  nach  Ber- 
lin und  H  ird  hier  ein  Konzert  geben. 
also  nicht  filmen.  Brigitte  Helm  wohnt 
Berlin-D.ililem.    Im    Winkel    ,'). 

K  i  u  o  f  r  e  ii  n  d  i  n.    M  ü  1  h  c  i  in  -  Ruhr: 
Ob  \\illy  Fiitscli  einni.il  nach  dort  kommt. 
«  iss<'ii   wir    leiiler   nicht.   Freil    Solm  .alias 
Robert     Cistle     filmt     in     Hollywood     und 
w.ir    früher    Offizier.    Oskar    Marion     ist 
n.itürlieh    .iiicli    im    Privatleben    ein    ganz 
reizender    Mensch    und    stammt    .aus    Kö- 
nigsberg.   Filinbücher    .aller    .\rt    erhalten 
Sie      durch      den     M.ix    M.itlisson-Verl.ag, 
Berlin    SW  BS.    Ritlerstraße    71.   Elis.ibeth 
Relhberg    filmt    nicht. 
M  a  t  h  i  I  d  e     B.,     B  n  x  h  e  i  m  :      Betty     Bronson     filmt     noch.         Bild- 
wünsche   sind    vorgemerkt.        Elis.ibeth    Bergner    trägt     keinen     Künsller- 
iiamen. 

A\  i  I  li  e  1  m  K.,  H  a  g  e  n  :  Wenn  Sie  zum  Film  wollen,  ist  es  am 
•/weckmäUigsten.  Sie  setzen  sich  uiimittelb.ir  mit  den  Filmgesellschaften 
iii    Verbindung.       Wir    vermitteln    keine    Eng.igemenls. 

F  r  ;i  g  e  z  e  i  c  h  e  n  ;i  ii  s  K  '  h  i-  :  Die  H.iiiiiidarsleller  von  ..Rntseh- 
li.ihn'  sind  Heinrich  George,  Freil  Louis  Lercli  und  Fee  M.ilteii.  R.iinon 
Xov.-uro  wird  längere  Zeit  in  Berlin  bleiben.  Seine  N'orf.ihren  waren 
Spanier.  Im  Film  ..Die  .lacht  der  sieben  Sünden",  spiel'en  Brigitte  Helm 
lind    Kina    Marsa    die    weibliehen    Hauptrollen. 


^ 


illllinlllllllllllllllllllllllllHillllnil 


nnmmniiiiiuiiiiiiiiiiiujiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniinr iiiiiiMiiiiiiniiMniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimi mnninmns 


Klub-SGSSGl 


Kurze  Zeit  in  der  Großen  Kunsl  - Aussiellung 
DaOlOeim  benutzt,  fast  wie  neu,  verkauft  von 

35  Mark  an  in  Stoff   —    Rina-£eaer  95  Mark 

H.  £ipKe,  Berlin  SW,  Koc^siraße  6  bis  7 


^IIIIIIIIIIIIHMIIIIimilllHUIIIMIIIIIIIIIIIimMIIIIIIUIIUIUIIUIIIUIIIIIIIIUIUIIilllllUIIIIIIIUIUUlllillllUIUIIUIIIUI 


L  i  I  i  .1  n  U  a  r  v  f  y  -Vor  <■  li  r  c  r  in  II  r  <■  s  d  c  ii  :  l.ilian  Harvey 
licilit  jc'dori  S|M)it  inii  slt'i'lKT  l^oidcnscliaft.  UroUc  Uliiiiiciifioiindiii. 
Lebt   mit   ilircn   Elloni    ziisaiiiiiu'ii.      Xiclit    vi-rlübt. 

(;  (•  r  il  a  1'.,  (i  (•  1  s  f  II  k  i  r  c  li  i-  ii  :  Xeiii.  es  ist  k'iiU-r  Ut-iii  (ioriiclil : 
Kird  Tlioinsfii  ist  am  AVeiliiiaclitstaKe  im  <l<Mi  rolfjiMi  einer  (Jallenstein- 
ipperalioii    ncstoil)cn. 

Lies  (■  h  e  n  -  II  a  in  li  ii  r  K  :  Marianne  AViiikelstern  woliiit  Ucriin  \\ . 
riilaiulstralif    IH.l.      Charlotte  Ander   ist    mit    Nielit-Selianspieler    veriieiratet, 

II  1'  1  IM  II  t  M..  He  r  I  i  M  :  Da  der  liet reffende  Asta  Nielseii-l-'ilm  selir 
.•■It  ist.  läljt  sieh  seliu<r  Ceiiaiies  ilariilier  festslelh'ii.  Hergestellt  winde 
er    viin   der   Art-I'ilin. 

K  d  in  II  n  d  N..  C  i  t  t  h  ii  s  :  Wir  «erden  l.i\  io  I'a\aiull'  und  llai.s 
Alhers  ah  die  Autofcrainino  erinnern. 

H  a  II  n  a  R.,  .\  1  1  e  n  s  t  (•  i  n  :  Dali  I>oii);las  I'.iirbanks  seinen  tsiiiin 
..enterben"  will,  weil  s(  in  Soliii  sieh  mit  der  hiibselieii  .liian  Crawford 
vernijililt  hat,  ist  uns  allerdings  t!;:iiiz  neu.  l.ilian  llarvey  ist  ninerhei- 
r;itef.   ebensn    ('h;irles    F.irrell. 

.1  n  n  t;  e  r  ('  .i  in  i  1  I  .i  H  o  r  ii  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  II.:  ('.iinilla  llnrn  ist 
diireh  die  riiitel  .\rtis'>-Stiiilios.  7J0II  Sant.i  .\Ii)H!e.i-H(>iiii-v;ird.  Iliillywood, 
K:il..  zu  «'ireiehen.  Sie  wurde  in  KranUfiirt-M.iin  n<'li«ren.  ist  mit  einem 
ileiitsehen  CinlJU.iiifmaiin  veilieirali't,  j;ibt  Aiitu^r.imme.  liebt  Ito-ieii.  II. r 
neuester  l'iim  i--!  ..l)ei  KöniK  der  Hernina"  mit  .hilin  H.irr)  iiiore  als 
l'.'irtner. 

|{  (1  1)  b  y  II..  Dresden  :  iSehreiben  Sie.  iiille.  des  Abdiinements 
Wesen  .an  die  Ufa,  Uerlin  s\V  C8.  KoehstraUe  ll-t*.  lAcu  Deyers'  Filmdcbiit 
war  in  ..Spione".  Ihr  näehster  Film  ist  ..Triumph  des  Lebens-.  IJild- 
wuiiseh    ist    vorfiemerkt. 

II  .1  Mo,  .M  a  X  II  .1  n  s  e  n  :  Kainon  Novarro  ist  noeli  niclrl  in  Herliii. 
Max  ll.inseii  ist  iinverlieir.ati't.  Fred  lionis  l.ereli  wobiil  Hi-rlin  W. 
KeKeiisbnrKer  Straße  14,  .\lfons  Fryland  IJerlin-Sclimiruendorf.  Uiihlaer 
Str.iße  1.'). 

Rudolf  .1.,  S  e  h  I  e  s  w  i  K  -H  o  1  s  t  e  i  n  :  Rina  Mars.i  wohnt  Uerlin 
\V.  kurfiirstpnd.inim  71,  C'illy  Fcindt  Berlin  SAV.  \Vilhelmsir;iLie  MS.  l'n- 
verlieiratet.  Ileniiy  l'orten  ist  mit  Dr.  von  Kauffni.inn  verheiratet.  Diiia 
Oralhi    ist    Witwe.    Lilian   Il.irvey    ist    ledij;. 

R.  R..  H  e  r  I  i  n  ;  \on  Ramon  Xovirro  ersehien  kiirzlieh  ..IM'lielit  und 
hiebe"  Seine  näelisten  Filme  sind:  ..Die  Dame  hinterm  Vorhans"  ui.'l 
..Der  Heide".  Er  kommt  im  Sommer  n.ieli  lierlin  und  wird  hier  ein 
Konzert  (;''''P'1-  Sein  Operndebnt  soll  später  kommen.  Douglas  Fairbani»'' 
neuester  Film  ist  ,.Die  eiscrno  M.aske'.  Rosen.  lieMMly-llills.  Hollywood. 
K.iliforiiien. 

().  K..  H  .1  m  b  u  r  s  :  J^u  einpfelilen  ist  ein  Biiih  ..D.is  l'ilnimMiiu- 
Kkript",  zu  beziehen  (lureli  den  M.ix  M.ittisson-Vei  l.is-  Uerlin  s\V  fiS. 
Rillerstraße  71.  M.ily  Delseh.ifts  neuester  Film  ist  ..Die  keusche  KidiOlle  ■ 
iiiit  Otto  (iebiihr.  Sic  ist  mit  einem  K.iufui.inn  \erheirati't  und  «cihnl 
Rerlin  \V.  Wiltelsbacherstralle  is.  It.imoii  Nox.iiros  biirneiliilier  X.iii.e 
ist    Ramon    Sanioiiie.H'os.      Renee    und    Ils-   Stoliraw.i    sind    (iesehw  ister. 

('  o  n  r  a  d  V  e  i  d  1  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  .\l  a  n  n  h  e  i  in  :  Ihre  (iriiPie 
haben  wir  Conrad  Veidt  bestellt.  Sein  (jebiirtst;iK  ist  22.  ,l;inu,ir.  Resed.i. 
..Erieli  der  (iroUe "  ist  in  Uerlin  noeh  nielit  .•iiifu.efiihrt.  .  Die  .\ilielunseu' 
und  ..D.IS  iiidisehe  (ir.ibm.il"  l.iiifen  zur  Zeit  nicht  mehr,  l'iaiiz  l.cderer 
wurde   .'im   (1.   Xoveinber   Keb<n'en. 

S  ji  o  r  t  s  '  1"  I  "^  •  I"  r  a  U  k  f  u  r  t  :  Lili.iu  niid  Dmiitby  (iish  filmen 
fleißig.  Cli.'irl.v  Cli.iplin  ist  wieiler  sesniid.  Il.irry  l'iel  winde  in  Diissid- 
dorf   geboren.      Rtin.ild    (dim.ius    iiiichster    Film    lieilJt    ..Rellnns  '. 

(i  e  r  t  .1  I?..  O  b  e  r  h  .i  u  s  e  n  :  Sic  diirfen  Fr  isen  stellen,  so  oft  Sic 
mos'eu;  wir  sind  Ihnen  nicht  biise.  Mi.i  M.iy  wohnt  Hciiin-II.ileiisee. 
Kurfiirstend.imm  7(i.  Die  Filmstars  lesen  sejbstvei  stäiidlich  :illc  Mricie. 
die    sie   von   ihren   Freunden   erh.ilten.    sidbst. 

Irrwische  Eis  b  e  t  h  L..  L  i  s  s  y  .\l..  \V  ii  r  z  b  n  r  s  :  Conr.Ml 
Veidts  kleines  Tdehterelien  beißt  Viol.i  Veia  M.iri.i.  \  eidt  ist  sehr  musi- 
kalisch. nr<''-'<''"  HIunK-nfreniid.  filmt  unter  (J.ilbmes  Renie  ..Hr.iiit  .Vr.  fis- 
und    hat   ;nn'h    —    l.ist    not    least    —    ein    Sekret.ari.il. 

Hobby  .\.  ,1  II  s  Dresden:  Ivan  l'ctrov  ieli  werden  u  ir  ^ern  .in 
das  .\ntosr.imm  erinnern,  bei  R.imon  Xov.irro  ist  d.is  nicht  •in'  möglich. 
da  wir  desuesen  nicht  n.ich  Hcvcriy-Ilills.  Hollywood,  telcpbonii'rcn  kiiii- 
IK'H.  Fred  Solm  alias  Robert  Cisile  erreichen  .Sli-  in  t 'ul\  cr-(  itv .  K.ili- 
rornieii. 

F  i  I  m  f  r  e  ii  n  d  H  e  1  m  n  t  T..  D  r  e  s  d  e  n  :  Diu>h  uns  Können  Sie 
keine  Hildk.irten  \on  l'ilmsl.irs  bezieben.  Wileri.i  Hl.iiiU.i  wolnil  Herlio 
X\V  H-,    Uriickenallee    -'. 

(;  i  n  a  X..  H  e  r  I  i  i;  :  (liistav  Fröhlich  treibt  jeden  Sport,  liidd  ,i!.'e 
RInmen  und  ist  ineli  im  Leben  nuseheuer  nett.  Kr  wird  seineu  miehsteu 
Film  wiedi'r  bei  der  IT.i  spielen.  Wenn  Sie  die  Courage  h;iben.  so  diirfen 
Sic   (iiistav    Fröhlich    veii    uns    .uis    riiliif;'    besuchen. 

F  i  I  m  f  r  e  n  n  d  II  a  r  r  y  .i  n  s  d  e  in  H  n  h  r  tx  c  b  i  c  I  ;  Helly  Hiid 
wohnt  lierlin  W,  Kiii  fiirstend.imni  i'i'li.  Isi  \  iMlieir.ilct,  A\  icnerin  und  spielte 
u.  a.  in  folK'<'ndeii  Filmen:  ..Dim'  l.;idciiprinz".  ..Der  Herzeiispliotos'r.iph  . 
"„Herzen    ohne    /.icl  '.    ..Die    .\litleiii.ichtsla\e ". 

H.  R.,  Einbeck  .  .I.ick  Trc\or  wurde  in  L.indoii  geboren,  ist  mit 
einer  Eiisländcriii  \  erheiratet.  Ii;it  zwei  Kiiiiler  und  wolinl  Hi-rlin  A\\ 
Ucndlersiraße  M. 

Emil  S.,  Düsseldorf:  Victor  \'.inoni  ist  ii.icl;  Deuts<lilaiiil 
zurücks<'kelirt.      rns-ar.      Filmt    se.it    niin'efälir  (i   .lahren. 

F  r  ;i  u  Helene  D..  Uevlin:  Ellen  Richter  «cdiiit  Herlin  W  . 
Kurfiirstend.imm    iOfi   und   wurde  am   in.   .Inli   in   Wien   geboren.      Xelkeii. 


.\  p  II  i  n  .  .s  e  II  w  I  e  b  u  s:  Es  isl  am  zweekmäßigsten,  w«  nn  Sie  sieh 
uniniltelb.ar  an  die  l'rop.'ifranda-  und  Rekl.ime.-ibteilnngen  der  Filmsc'SoU- 
seliafton  wemleii.  Ibirt  erfahren  Sic  alles  Xiiliere.  Hrisitte  Helm  wohnt 
Herlin-Dalilem.  Im  Winkel  ,'>,  Der  ni-ueste  l.uciano  Albertini-Film  heißt 
..'rempo    —    'l'empo".      Ast.i    Xielsen    filmt    Aorläiifis   iiielit. 

E  I  1  1'  n  .1  11  s  li  .1  :■  m  e  n  :  Adressen  .ins  unserer  I,e<ersch.ifi  können 
uir  Ihnen  .nicht  milteilen.  d.i  d.is  ReiLiklionssebeimnis  ist.  Wir  einpfeli- 
l(  n  Ihnen.  Ihr  .Manuskript  In  Form  eines  kurzen  Exposes  (2 — :!  Sehreib- 
m.isi  hiiienseitenl  direkt  ;in  die  drainaturKisehcn  Abteilungen  der  Film- 
rinnen    zu    s<'nden. 

V.  Seh.  I».:  .losepli  Schenck.  der  (i.atle  \  on  Xmiii.i  'r.ilin;idKC,  i^^t 
Deiitsi  li-.\mcrik.iner. 

II  a  r  r  y  1.  i  i'  d  l  k  e  ■  V  e  i  e  h  r  e  r  i  n  .  (i  in  ii  ii  il  :  .l.iwohl,  es  ^'''1 
ein  H;irry  I>iedtke-Uueli.  Zu  beziehen  durch  den  Max  .Mattisson-Verlag. 
lierlin  SW  (SM,  Ritterstr.iUe  71.  Die  Einilie  in  den  ..Wiskottetis"  spielte 
,\l;ily  Delsch.aft.  die  .M.ibel  wurde  \on  Camill.i  \on  lloll.iy  d.irfrestellt. 
W  ilhidm  Dieterle  filmt  si'it  nnsefiihr  s  .I.ihren  und  ist  mit  der  Schau- 
spielerin t  li.irlolte  llaftenbriicli  \  erheiratet.  Senden  Sic  uns.  Ijitte.  eine 
liildkarte  xon  H.irry  I.iedtke  und  o..)ii  M.  in  liriefm:irken.  damit  wir 
Ihnen    il.'is    .Vutosr.-imm    bi'sorsen    Uiiiincn. 

E.  1..  aus  Dresden:  .\l.id>  Christians  «ulnit  Herlin-C'harlottori 
biirs  liismarckstralie  <i7.  und  ist  mit  Dr.  v  im  Aliiiler  verheiratet.  I.y;i 
.M.iia  ist  mit  Friedrich  Zelnik.  .Icnn>  .lii'.;o  mit  lairieo  lienfer  vermälil*. 
\l.iri.i    l'aiidlcr    ist    ^''^ehieden. 

R  o  b  e  r  t  S..  li  r  .1  II  n  s  e  b  w  ein:  Den  Cr.ifi  n  \\  idm.-inii  in 
...\ri:ulne  in  lloppesarten "  spielte  .le.iii  lir.'idin.  Kr  ist  leili;;.  wurde  in 
r.iris    !>ebori'n    und    war    früher   .Moilezeiehuer.      .Viisenlilicklieh    in    l'.-iris. 

W  i  1  h  e  I  m  F..  C  h  .i  r  1  o  t  t  <■  n  b  u  r  n  :  la'.v  D.nuil.i  ist  durch  die 
Inited  .\i.Iists-Studios.  7J(MI  S.inta  .Monic.i-Iionleva  rd.  Hollywood,  K.il.. 
zu  ern-ichen.  \'erlieir-itet.  (ieborcn  .im  lo.  .lull.  Lili.in  H.uvev  wohnt 
licrMn  W  lä,  Diisseldjrfer  Slr.ille  17.  iinil  li.it  am  lii.  .I.inn.ir  Ceiiiirtstai;-. 
I'nverhi-ir.itel.  H:inni  AVeiße  li:it  am  ni.  Oktober  (!cburtsta(?.  -Man  schreibt 
(;ebnitst;i'.',s);'li'ckwi!!ische  und  Dankesbrii'fe  .in  l'iliiist.irs  senaii  so  wie 
■111    .-indere    .Mensehen. 

V  f  .(  -  1.  i  c  h  t  s  p  i  e  1  e  -  I'  a  I  ,i  s  t  -  'I'  li  e  ;i  I  c  r  -  II  .i  m  b  u  r  K  ■  D'e 

rf.i-Wochcnschan  hiuft  in  .illen  Ifa-Xbe.iteru.  aber  .iiich  in  den  l.iebl- 
s|  ii'lhäiiscrn  .iiiderer  Filmkouzerm'.  Ob  und  wann  die  Filme  ...Vnssereeh- 
iiet  Wolkeiikr.ilzcr  •  (H.irold  l.lovd)  und  ..Liebe  und  'riompetenbl.isen " 
iH.ir\ey.  Liedtke)  noch  einm.il  in  ll.inibiirs  l.iufen  werden,  erf.ihren  Sie 
am    besten    durch    den    Hesitzcr    Ihres    Si.'iinmkinos. 

F.  .s..  .M  ii  n  c  b  e  u  :  sie  h.iben  uns  mit  llircin  lirief  «auz  und  ^-.iv 
nicht  belustigt.  Sie  h.iben  re'-ht.  es  sollte  nicht  jeder  zum  Film  sebe:i. 
der  die  Sehnsucht  d.iuaeh  li.it.  Wir  r.iteii  .•iiieli  jedem  .ib,  iiin  vor  Ent- 
liinschiincen  zu  bewahren.  Aber  leider  fiihleu  sieh  immer  noch  viel- 
ziniele  berufen,  iiben  keine  Scilistkritik  und  sehen  erst,  wenn  es  zu  spät 
ist.    d.iU    sie    keine    Filmslerne    sind. 

L  i  I  I  y  IL,  R  n  t  h  .s  c  h..  li  ;i  r  in  e  n  :  I)"ii  Prinzen  Louis  Fenlin.inil 
in  der  ..Königin  Luise"  li.it  H;iii>  .\d:ilbert  \ou  Sehlettow  s'"spieli 
Ch.irles  Farrell  ist  unseres  Wlssiiis  niiv  erheir.itet,  sibi  .\iitui;r.imine.  ist 
si'lbstv  erständlieh  .imh  im  Lcdien  ein  saiiz  reizender  Menscli.  liebt  .illi- 
Hlninen.  die  Sic  sich  nur  ileuki'ii  können,  ist  .S|iorlsm,inn  comme  il  f;int. 
stellte  11.  .1.  die  inännliche.i  H.inptridleu  in  ..Elidel  der  straßi'".  ..Im 
siebenten  Himmel  '.  ..Iliiilcr  ll.'ireinsinaiiern"  d.ir.  .irbeltet  zur  Zeit  mit 
.l.inet  ti.iynor  .in  einem  neuen  Film  ..Hudapesi"  und  ist  .'.Is  Fox-Si.ir 
iluich  diese  l'irm.i.  lim  Western  Am'..  Holl.v  u I.  K.il..  (".S.A..  zu  er- 
reichen. 

M.  II.  (i.  Ii.  I:  Oskar  M.irion  wurde  .im  i.  I'ebni.ir  in  Könissbeis 
geboren  iiiid  wiibiit  Heilin  W.  K  iirfiii'sienil.imm  llo.  D.ilJ  .sie  währeml 
Ihres  Iteiliner  A  nfeiitb.i  lies  im  M.ii  ILiiry  l'iel  miindlich  um  ein  Aiito- 
(ir;imm  bitten  wollen,  wird  der  Kiiiisiler  sicher  nicht  .als  Aiifdrinsliehkeit 
ansehen.  Zu  dem  .\us.irbeiteu  eines  Drchliiichs  werden  keine  L;iien 
In  ransizoRcn.  Auch  d.is  Verf.issi'ii  und  N'erk.iiifcn  eines  Exposes  ist 
liebt  Sil  leicht,  wie  Sie  sieh  denken.  X.itiii  lieh  diirten  Sie  Ihr  Sujet  ;iii 
Il.irry  l'iel  schiekeu.  wie  .sie  be.ibsiclitisen.  Sonst  ist  es  aiieli  r.itsam. 
es  den  ilramatnrsisehen  .Miteiliinsen  der  großen  l'ilinfirmeii  zur  l'riifniij; 
einznsemlen.  Hücher  über  il.-is  ..Filminaniiskripf  erh.ilten  Sie  durch  den 
■Max    .M.ittisson-VerlaK.   Uerlin   SW  li«.    RitterstniUe    7i. 


Zur  Entfettung  der  Hüften  und  Glie- 
der! Ein  ide.'ilcr  .\l.'iss.'ise.ipp:ir:il  fiir  Ihrllcim 
ist  der  neue  ,,l'nnkt-\  ibr,itor".  Der  schnell 
si-liw  in;;<'nde  Cürtel  des  ..l'unkt-Vibralor"  .irbei- 
li'i  si'uiidlielier  nnd  bei|iiemer  lim  eigenen  Heim  i 
als  der  seschicktesle  .M.isseiir.  str.ifft  die  .Mus- 
keln und  erhöbt  ilie  Funktion  der  inneren  Or- 
S-iue.  Kr  \erscli;ifrt  IbiiiMi  die  \\  (dilt.iten  der 
Sport-  und  Köi  pcriibiiiisen.  aber  (diiie  die  d.iniit 
verbnudeuen  Anstrensunj;en.  —  lileibeii  sie  frisch 
und  juiiH  durch  ilii'se  neue,  bessere  .Methode.  Wo 
eine  Steckdose  \  orli.indeii.  ist  der  ..l'unkt-\ibr.i- 
lor '■  sofort  in  liciriidi  zu  setzen.  \erlaus;eii  Sie 
Hr.itis  d.is  ..Vibi.itor-Iinch  ■  vo:.  der  F.ibrik  orthop. 
App.ii.ite  L.  M.  Ha-inski  (i.  m.  Ii.  H..  Herliii- 
I'.'inkow    :ii. 


Die  Ufa -Theater  werden  mit 


gereinigt. 


uektcdux 


Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,    Kurlürstcndamm  236  Braunschweig,    Münzstr.    1  a  Bremen,    Hcrdcnlorstcinvvc)>  5  Breslau,    Junkcrnsir.   38  40  Chemnitz,    Falkcplat^  2 

Cobicnz,  SchloBsIr.  35      Dortmund,  Kaiscrstr.  6      Dresden,  Prai^ur  Str.  35      Duisburg,  Kulitor  2  4.      Düsseldori,  Sicinsir.  2      Eisenach,  Frauenberg  9      Elberfeld, 
Altenmarkt   13  Essen,    Huysscnallce  93  Frankfurt  a.   M.,    Mainzer  Landstraße  59  63  Cleiwitz,   Wilhelmstr.  2,  Europahaus  Halle,  Majidcbur^cr  Str.  56 

Hannover,    Bahnholstr.   13  Karlsruhe,    Kaiserstr.  205  Kiel,  Holstenslr.  61         Köln,  Hohe    Str.  64  Königsberg,  Münzstr.  17  Leipzig,    Rudolphstr.  4 

Magdeburg,    Breite    We)<    3  b  München,     Salvatorslr.    18      ,      Nürnberg,     Kurberslr.    16  Stuttgart,    Kotebühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhclm.slr.    18 

Zittau  i.  Sa.,  Zeichenstr.  14. 
AuOerdem  Verkautsstellen  in  ureiteren  GroO-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


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I  c  i  t  u  n  |<  A.  Koscnthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  HerausiJabe  in  Ocsterreich  verantVNOrtlich  Robert  Mohr,  Wien  1.  Domgassc  4.  \'crantw ortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm     Srhacfir,    ChnrlotlcnbnrJ.      Anrcifirnverwaltiinii    Bcpa-Vcrlai;,     Berlin  W  35,  Blumes  Hol    5.      Kuplcrlirfdnick :    Au£ust    Scherl    G.  m.  b.  IL,  Berlin  SW  68 


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Wenn  Sie  sidi 
nidit  fürchten,  die 
Wahrheit  zu  hören, 

dann  lassen  Sic  midi 
sie  Ihnen  sagen. 


Gewisse  Tatsachen  aus  Ihrer  Vergangenheit  und  Zu- 
kunft, finanzielle  Möglichkeiten  und  andere  vertrauliche 
Angelegenheiten  werden  Ihnen  durch  die  Astrologie,  die 
älteste  Wissenschaft  der  Geschichte,  enthüllt.  Ihre 
Aussichten  im  Leben  über  Glück  in  der  Ehe,  Ihre 
Freunde  und  Feinde,  Erfolg  in  Ihren  Unternehmungen 
und  Spekulationen,  Erbschaften  und  viel  andere  wichtige 
Fragen  können  durch  die  große  Wissenschaft  der  Astro- 
logie  aufgeklärt    werden. 

Lassen  Sie  mich  Ihnen  frei  aufsehenerregende  Tat- 
sachen voraussagen,  welche  Ihren  ganzen  Lebenslauf 
ändern  und  Erfolg,  Glück  und  Vorwärtskommen  bringen 
statt  Verzweiflung  und  Mißgeschick,  welche  Ihnen  jetzt 
entgegenstarren.  Ihre  astrologische  Deutung  wird  aus- 
führlich in  einfacher  Sprache  geschrieben  sein  und  aus 
nicht  weniger  als  zwei  ganzen  Seiten  bestehen.  Geben 
Sie  unbedingt  Ihr  Geburtsdatum  an  mit  Namen  und 
Adresse  in  deutlicher  Schrift.  Sie  können,  wenn  Sie 
wollen,  50  Pf.  in  Briefmarken  (keine  Geldmünzen  ein- 
schließen) mitsenden  zur  Bestreitung  des  Portos  und  der 
Schreibgebühren.  Adressieren  Sie  Ihren  Brief  an  Pro- 
fessor Roxroy,  Dept.  8298  D.  Emmastraal  42,  Den  Haag 
(Holland).   —   Briefporto  25  Pfg. 


Stepßati   Lorant 

WIR  VOM  FILM 

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Filmstars    und    400  Abbildungen  ^ut"   bestem 
Kunstdrud<papier.  Brosdiiert  4.— RM.  Gcbund. 
5.—  RM.  Gegen  Voreinsendung  oder  Nadinahme 

lllustr.  Filmwoche,  Berlin  SW68,  Kodistr.  6« 8 

Postscheckkonto  licrlin  HS  272 


Nachdem 


Hosondors  nach  doni  Bade 
ist  der  „Piiiilit-Üollci"  von 
jiröUtcr  WiiUsainkcit. 

\Vciiii  diircli  warnios  Was- 
-(T  die  llaiiti)0i('il  weit  ye- 
olTiU't  sind,  tritt  die  paii^iMide 
WirUuii-  di's  ..l'iinUt  -  Kol- 
lers" dopiiclt  st.iil;  in  Ki- 
-clu'ilinn;;. 

Has  nint  wild  kräftiK  Ins 
in  die  kU-instcii  Kaiiiilo  dos 
ganzen    Ador.s.vslcms  liinoin- 

JJOZIISCII. 

Sic  sidiron  sofoil,  wie  ;\n- 
gtMK'lmi  das  ist.  denn  der 
..rnnkU.'ollci"'  nimmt  dem 
Herzen  einen  Teil  seiner 
seliwercn  Tätigkeit  ali  nnd 
entlastet  es. 

Träges  ültit  fiilut  /\i  nn- 
■'enii"-endem  SiolTueelisel. 
es  '  rdert  den  Fettansatz. 
Ii ringt  IfiieMMi.i.  (iielit,  Zucker 
Mud  Arteiien\  erk.ilknn;;',  die 
Hallt-  niiil  Miiskeliiarlien 
eiseiiL-itTeii.  und  der  Mi'iiseli 
allert   seliiieller. 

Kräfti.^e  I  in reliMntiin;;  aller 
Adern  liinjjesen  hält  die 
llant  frisch,  das  UInt  ge- 
sund  niiT  iii.iclit  den  Köiper 

Kill  jiaar  Minuten  läglieh  fiir  die  l'unkt -l?iiller-Mass;i^c,  liesoiiileis 
nach  dem  liade.  werden  Sie  im  liiteiesse  Ihrer  (iesundlieil  gewilj 
criilirigcn. 

l'reis  fiir  den   rnnkt-üoller -Mk.  12.50 

i»opiicl-Pnnkt-l;ollei      .     .        ..  IT.öd 

mit   ans«  ccliselliaren 

Saiign.-ipfelicii      Sf). — 

Gesichts-Pnnkt-Hcdler  .     .        ..  7..')(i 

Kaufen  Sic  sich  iioeli  heule  einen  Original  -  Punkt  -  It(dler.  aher 
geben  Sic  acht,  es  gibt  nur  einen  mit  der  Starke  ,. Punkt  auf  der 
*;tirn"   lind    viele   wertlose    Xaehahmiingcn. 

L,  M.  Baginski,    l-aluik  ortlu.p.  Appamte  G.m.b.H., 
Berlin-Pankow   292,   Hiddenseestraße   10 

Verlangen    Sie   ;i  r  z  t  1  i  c  h  e   I>  i  t  e  r  a  t  n  r 


PICKEL.  MITESSER 


/^ 


Q  Schöne  Augen 

A^i.il.  AM^eulir.-ineiisal'i     stiukt 


Sehönheit   hedeiilet    (iliiek.    l'.rl'ilg   und    Liehe.  und  \\  iiiipiTU.     l'reis  M.  ■J.T.'i. 

tili  all  diese  .siege  des  Lehens   \n\U'^t  Sie   Ihr  ..^\  ilu:i'   li.ii    die   gleiehi'U  Ei- 

iinreiner   'l'eiiit.   der   Sie    so   entstellt   und    iiii-  gensehafieii.    farht    .ihei-    zii- 

sehiiii    ni.ieht   —    der    sie    alistotlt.     Selicmheit  gleich  dunkler.  Sehr  diskr  ■!. 

otlnet   alle   Pforten   des    Leinens.     Deshalh   ver-  Preis    .M.    .'>.— 

wiMiden    .Sie    sofort    meine    .Seliälkiir    ..Nino-  Augeiihraueu  -  .lugiinliii      nur 

cerm.-r-.     SelHin   naeh  der  ersten    \ii\veiid.   he-  /nr   Kehtfärhuug  \  on  Hraiien 

ginnt  ilie  iteinigiing  Ihrer  Haut,  und  Sie  seliier  und   Wiiuperii.     l'reis   M.l.T.i 

uerdeu  mit   Ihrer  neuen.  \  er.jungten  (Jesiehts-  Zur  Krlidhiing  der  .Viisdrncks- 

li.-iiit     ein     neuer.     luilTiiungsreieher     Mensch.  faliigkeit     di'r     .\iigeii     m-v- 

Piekel,   Mitesser.   Haulgriell.   welk   werdende.  wende  man  ..Diamant'  .    Der 

graue,    fahle    niid    grolJpiirige    H;iiit    h<'sei(igt  Hlick       wird       lebhaft       und 

meine  Seh.-iikiir  samt  deiiKiitsteliuiigsursacheii.  frisch.     Pein    v  e  g  e  I  a  b  i- 

tniiierklieh   für  die   riugehiing.   ojine    Keriif^-  I  i  s  e  h  e  s     Prjiparat     ,,])i;i- 

slorung.   (;.-ir;intiert  iiiisch.-idlieli.   Prei-  .\l.9,75  maiif    .     .     .    Preis    M.    i.T.'i 

SCHRÖDER  :^  ^  H  ^  iJ ;;:  £  ^  £e  R  L  j^  N  w  J08 


•%■ 


e 


w 


Ein  Film  der  Erich  Pommer  Produktion 
der  Ufa  mit 

Franz  Lederer,  Warwick  Ward 

Ferner  wirken  mit; 

Harry    Hardt,      Ekkehard     Arendt, 

Michael    von    Newiinsky 

Regie:    Hanns  Schwarz 

Autor:  Hans  Szekely 
Fotografie:  Carl  Hoffmann 


Urauf f üh  rung 


4^ 


^^^ 


I^U  M  M  E-  H     1 6      /      li  E  1^  L  I  N ,    2 1.   A  P  K  I  L    1  9  2  9       /       P  R  L  I  S    4  o    P  I   i:  N  N  I  C 


B  1 1:    M  o  c  im:  \  s  c  II  K  I  r  r    d  i:  ii    r  i  l  m  r  u  e  r  n  d  e 


i  fm: 


F  Q  IT  Z    LANG 

hi-i  (li-n  Atil'r.iihm<yn  s<^inas  /loi/f-n   Films   .J-'inu   im   A/o/ie/' 

/'//or.  /  r/7z  l.ang-l  ihn  (Irr  l  jo 


iL 


tm 


"«iHi 


maPekHiM 


lächter,  das  ihre  Kleider  bei  ihren  inodcrnen 
Schwestern  auslösen  würden.  Und  Nina,  sel- 
ber belustigt,  schlürfte  ihre  Schokolade  zu 
Ende,  zündete  eine  Zijjarette  an  und  über- 
lejjte.  Es  ^sar  nicht  leicht  —  zu  modern 
durfte  sie  auch  nicht  sein.  Sie  mußte  eine 
Eleganz,  eine  AUüre  haben,  die  den  Duft 
der  Vorkriegsjahre,  die  Pracht  der  Peters- 
burger Halbwelt,  den  Luxus  der  Zeit  zeigte, 
in  der  die  Frau  das  goldene  Joujou  des 
Mannes  war.  Heule  ist  ja  alles  so  anders, 
die  Mode  ist  herb,  praktisch,  unfeminin  ge- 
worden. Die  Zeit  hat  alles  abgerauht;  un- 
nötige Bänder,  Schleppen,  Federn  und  Hüte, 
die  Platz  und  Anmut  verlangen,  sind  ver- 
gessen. 

Also  Mode  1929  ging  auch  nicht,  so  durfte 
Nina  nicht  aussehen!  Ihre  erdachte  Seele 
war  ganz  anders.  Ein  Kompromiß  wurde 
geschlossen.  Stillos,  zeitlos,  wurde  Nina 
eingehüllt  in  Toiletten  von  Prunk  und 
Linien,  die  für  moderne  Augen  nicht  lächerlich, 
grotesk  oder  verstaubt  wirken,  sondern  einen 
Luxus  ausströmen,  einen  zarten  femininen 
Hauch,  und  die  Luft  der  parfümierten  At- 
mosphäre von  damals  wiederbringen.  Ganz 
leise  durchdringen  soll  es,  durch  all  die 
Kleider,  daß  die  Frau  doch  schön  ist,  wenn 
ein  klein  wenig  Unnützes,  Unpraktisches, 
nur  zu  dem  Zweck  geschaffen  wurde,  die 
Frau    schiin    zu    machen. 

Rene    Hubert 


li 


Oben:     Brigitte     Hein.. 

Unten :     Brigitte     Helm 

und  Warwicb  Ward 

l'hvt.  Ija 


V£. 


Julius   Falkenslein   und   Mariclla    Millnur.    —    lAlian 
Harvcy,  Igo  Syni  und  Marieita  Miliner  rhot.  i  /</ 


Gattin  konnte  sich  nicht  genug  darin  tun, 
den  Kreis  der  sie  umschwärmenden  Ka- 
V  liiere  in  jedem  Augenblick  zu  vcr- 
jiroßern  und  damit  den  Gatten  in  gelinde 
Verzweiflung  zu  bringen.  Der  Höhepunkt 
eines  Pariser  Bohemefestes  bringt  im 
Film  die  Versteigerung  eines  A\odells. 
Wer  am  meisten  bietet,  kann  ein  schönes 
Mädel  wie  anderswo  einen  Tümbolagcwinii 
nach  Hause  tragen  und  mag -zusehen,  wie 
er  sich  mit  dem  Geschöpf  airseinander- 
setzl.  Das  Modell  Lilian  Harvey.  die  rei- 
zendste Krscheinung  unter  so  vielen  an- 
mutigen Frauen,  wird  dabei  versteigert. 
Lilian  ist  gut.  wie  alle  diese  kleinen 
A\ädc!ien  fiir  die  ein  Franc  schon  viel 
Geld  bedeutet  und  die  mit  jedem  Sous 
rechnen  müssen,  weil  sie  nur  mit  kleiner 
Münze  bezahlt  werden.  Lilian  läßt  sich 
versteigern,  weil  sie  einer  noch  ärmeren 
und  kranken  Freundin  zu  einer  Frholungs- 
rcisc  verhelfen  will.  Der  Galle  der  ko- 
ketten   Frau   besinnt    sich    nicht    lange.     L.r 


i 


Wie  gewinnt  man  eine  Frau  zurück,  die  flatterhaft  ist  und  mit  allen 
Männern  flirtet,  weil  sie  sich  sicher  im  Besitz  ihres  Gatten 
weiß?  —  Man  macht  sie,  nach  einem  alten,  aber  immer  noch 
wirksamen  Rezept  eifersüchtig,  indem  man  sich  eine  reizende  Freundin 
zulegt.  Die  Gelegenheit  dazu  ergibt  jeder  Tag,  aber  am  günstigsten  ist 
doch  ein  Ball,  zumal  jede  Festlichkeit  eine  große  Reihe  außerordentlich 
schöner  Frauen  aufweist.  In  diese  Situation  geriet  ein  junges  Pariser 
Ehepaar,     das    einen    Küns'.lerball     auf    dem    Montmartre    besuchte.      Die 


Harry  Halm.  —  Miirictta  Millncr  und  Harry  Hahn. 
Igo  Syni  und  LUian  Harvcy  i'iu>t.  l  ja 


ßlopdpaMaJ)fle 

Kcbt  seine  Galtin  uirklidi  und  cIc-nlvL  ilir  durch  uiiicn  Cieu  ailslreic 
die  Aujjen  zu  öffnen,  welch  gefährliches  Spiel  sie  treibt.  Er  iiber- 
biclcl  alle  Kavaliere  bei  der  \  erslen>erunj>  und  ist  der  Geuinni^ 
von  Lilian.  Aber  auf  seine  Frau  bleibt  der  Vorgang  ohne  Liindruck.  iiiu 
so  täuscht  er  denn  Liebe  zu  dem  Modell  vom  Montparnasse  vor,  ob 
gleich  er  innerlich  an  dem  Vorgang  ganz  unbeteiligt  ist.  Hs  sieht  st 
aus,  als  würde  die  Rechnung  nicht  stimmen.  .Aber  nun  stellt  sich  heraus 
daß    Lilian    sich    in    ihn    verliebt.     Der    Knoten    ist    doppelt    geschürzt    uiu 


Irotzdem     will     sicli     kein     Zusammenliall 
ergeben. 

Diese  in  leicliter  Heiterkeit  aufsprühende 
Handlung  hat  der  Regisseur  Wilhelm 
Thiele  seinem  Lfafilm  ,,Das  Modell  vom 
Montparnasse"  unterlegt  und  auch  einen 
entsprechenden  Schluß  gefunden.  Denn 
ein  Film,  der  unter  s\  mpathischen  Men- 
schen spielt,  muß  auch  den  Zuschauer  mit 
einem  sympathischen  Schluß  entlassen. 
Von  ihm,  der  reizende  Überraschungen 
bringt,  soll  aber  doch  verraten  werden, 
daß  er  die  Hauptdarstellerin,  das  ...Modell 
vom  Montparnasse"  belohnt.  Ihr  Wunsch 
wird  erfüllt.  Sie  darf  am  Arme  des  ge- 
liebten Mannes  aus  dem  Schlußbild  gehen, 
worüber  der  Zuschauer  ganz  siciier  ebenso 
erfreut  sein  wird  wie  sie  selber.  Und  die 
flatterhafte  Gattin  — '  Nun,  auch  sie 
findet  nach  Irrungen  und  Wirrungen  wie- 
der einen  Mann,  der  von  ihr  sagt:  Die 
oder  keine! 


'cm. 


Frilz  LanjJ,  der  sich  als  Re- 
Siisseur  immer  cifjenartige 
Aiügaben  gestellt  hat,  hat 
in  seiner  neuesten  Arbeit  „Frau 
im  Mond"  nichts  weniger  als 
Landschaften  des  Mondes  im 
Filmatelier  errichten  lassen. 
Denn  das  Weltraumschiff,  dessen 
Reise  zum  Monde  glückt,  landet 
inmitten  der  bekannten  Mond- 
krater, die  schon  ein  mällig 
starkes  Fernrohr  deutlich  zeigt. 
Nun  läßt  zwar  die  Dichterin 
Thea  von  Harbou  ihre  Reisen- 
den auf  jener  Seite  des  Mondes 
landen,    die    der    Erde    ewig    ab- 


nioglicli,  und  nicht  weniger 
Kopfzerbrechen  verlangte  die 
Aufgabe,  diesen  Sand  so  aufzu- 
schütten, dalJ  er  den  Eindruck 
vollkommener  Unberührtheit 

hervorruft.  Die  Mondreisenden 
treffen  auf  dem  Gestirn  kein 
lebendes  Wesen  an.  Alles  ist 
tot  um  sie  und  verharrt  in  jahr- 
millionenlangcr  Erstarrung.  Die- 
sen Ausdruck  einer  vollkommen 
unirdischen  Versteinerung  muß 
Fritz  Lang  für  seinen  Film  her- 
vorrufen. Er  darf  auch  nicht 
ohne  Not  phantastisch  werden, 
der  Film  ist   Realität, 


gekehrt  bleibt  (dort  sollen  die  fabelhaften  Gold- 
berge liegen,  von  denen  ihr  Roman  zu  erzählen 
weiß),  aber  die  Struktur  der  Landschaften  wird 
die  gleiche  sein  wie  die  der  sichtbaren  Seite.  Der 
Mond  stellt  eine  wilde  Gebirgslandschaft  dar. 
Die  Astronomen,  denen  die  unausdenkbaren  Ent- 
fernungen des  Weltraums  ihre  Geheimnisse  ver- 
raten mußten,  haben  die  Mondberge  gemessen  und 
festgestellt,  daß  sich  diese  Gebirgszüge  bis  zu 
8000  Meter  erheben.  Derartige  zerklüftete  Berg- 
riesen kann  das  Filmatelier  natürlich  nur  in  der 
Illusion  erstehen  lassen.  Man  sieht  aus  den  bei- 
gegebenen Bildern,  in  welcher  Weise  die  Vor- 
stellung riesiger  Gebirge  im  Atelier  erweckt 
wird.  Der  Boden  des  Mondes  dagegen  ist  mit 
feinem  Triebsand  bedeckt,  blendend  weißem,  ge- 
rilltem Sand,  wie  wir  ihn  auf  der  Erde  gar  nicht 
kennen,  weil  unsere  Atmosphäre  zu  feucht  und 
schwer  ist.  Die  Beschaffung  dieses  Sandes  war 
nur  nach  Überwindung  zahlreicher  Schwierigkeiten 


EMIL  JANNINGS 

koninif   im   Mai   auf  dreimonatii^'en   Urlaub   nach    Deulsriilniu 


Qkdss-ta^- 


! 


Anna      Ma\      WonjS     ist     schnell      m 
Europa  beliebt  geuorden.  Amerika 
schätzte    sie    zwar    auch,     aber     sie 
erhielt   stets  nur  kleine   Charakterrollen. 
In    den    Jahren,    da    die    Abenteuerfilme 
m    Amerika     i^roße    A\ode     uaren,     bür- 


i. 


I 


II 


i 


(^crnneSfeW^ 


Realitulen  des  luglithen  Lebens  /.u 
entfliehen,  ein  Land,  dessen  Alenschen 
rätselhalt  und  tückisch  sind.  Vor  hun- 
dertfünlzi^  Jahren,  als  nur  verschuin- 
dend  weni^  Menschen  die  Grenzen 
Ihres   Landes  ühersthritten.   u  o  man 


holungsreisen     nur     in     die     nächste    Umgebung     des    \Xohnsit,?es     wagte, 
waren  die    Äg\pter   jenes   geheimnisvolle    Volk.     Ihre    Stelle    traten   später 
die   Inder    an,    die    man    im    Besitze   manischer    Künste    glaubte.     Als    sich 
das  aber    als    ein    Irrtum    herausstellte,    wurden    den    Chinesen    absondei 
liehe  Gelüste    zugeschrieben.     In    Amerika,    v\  o   dieser   Glaube   zuerst    auf- 
tauchte, haben  die  Großstädte   ihr  Chinesenviertel,   dessen  Eigenart  seine 
Abgeschlossenheit   ist,  so  daß   die   Vorstellung,   es   gingen   in   den   Opiuni- 
und    Tanzkneipen    die    wildesten    Verbrechen    vor.    wohl    Nahrung    finden 
konnte,   —    Unter   diesem   Vorurteil   haben   die   chinesischen   Schauspieler 
noch     heute     zu     leiden. 
.Auch    bei    uns    erscheint 
.•\nna     .Ma\     NX'ong    stets 
in     diesem     Milieu     des 
iihertr.iLienenL'hinatow  n. 


M 


l'v. 


i 


c/ 


roAÄ^H. 


entdeckt,   der   von   einem   Spiegel   ausgeht.      In   der   Tat    besitzt 
der    Spiegel    eine    Magie,    der    sich    keine    Frau,    freilich    auch 
mancher    Mann,    nicht    zu    entziehen    vermag.      Ein    geheimnis- 
volles   Fluidum    strahlt    von    ihm    aus,    das    magnetisch    in    seine 
Nähe    zieht    und    zwingt,    den    Blick    hinein    zu    werfen.      Eitle 
Zeiten,    wie    das    Rokoko,   stellten   den    Spiegel   in    den   Vorder- 
grund;   und    doch    war    der    Spiegel,    trotz    seiner    Stellung    im 
Salon,    damals    noch    selten.      Unser    modernes    Leben    ist    voll- 
kommen auf  den  Spiegel  und  seine  Erziehung  zur  Eitelkeit  ein- 
gestellt.    Wie  nüchtern  waren  doch  die  Straßen  noch  vor  hun- 
dert Jahren!     Jetzt   blitzen  Spiegel  in   allen  Schaufenstern  und 
locken      magisch      in      ihre     Nähe. 
Selbst    die    blanken    großen    Schei- 
ben    widerstrahlen     das     Bild     der 
Straße    und    der    vorüberhastenden 
Menschen.      Doch   damit   nicht   ge- 
nug.      Alle     Frauen    tragen     heute 
einen  kleinen  Handspiegel  bei  sich, 
um    jederzeit    eine    Kontrolle    ihres 
Gesichtes    vornehmen    zu    können. 
Soll  der  Film  an  dieser  Eigenschaft 
vorübergehen?       Er     benutzt     den 
Spiegel    sogar    mit    Vorliebe,    denn 
aus  der  Mannigfaltigkeit  seiner  Be- 
nutzungsart lassen   sich   die  besten 
photographischen     Wirkungen      er- 
zielen.    Der  Film   zeigt  recht   gern 
nicht  die  ganze  Szene,  sondern  läßt 
sie    als    Ausschnitt    im    Spiegel    er- 
scheinen.    Wenn  er  Frauen  auf  be- 
sondere Weise  darstellen  will,  ver- 
doppelt   er    sie,    indem    er    sie    mit 
dem   Rücken  gegen  den  Zuschauer 
stellt  und  ihr  Gesicht  nur  im  Spiegel 
sichtbar  wird.     Hierdurch   ersciieint 
der  Reiz   des   Geheimnisvollen. 


Es  ist  bckzinnl,  daß  viele  Thealcr  ihre  Plätze  nur  durch  Ab- 
gabe der  Biilells  zu  sehr  billijjem  Preise  füllen  können.  Zu 
dieser  Taktik  nuißte  auch  ein  im  Berliner  NVcslcn  ßeicsscncs 
I  hcalcr  j;rcifcn,  dessen  eigentlicher  Gcsciiäl'tsfiihrer  nicht  der  Di- 
rektor, sondern  die  Frau  Direktor  war.  Die  Komniandeuse  küm- 
merte sich  besonders  um  den  Billcttverkauf.  und  an  manchem 
•\bend  saß  sie  an  der  Kasse,  um  die   HÜngänge  zu  kontrollieren. 

Kurz  vor  dem  Bejjinn  der  Vorstellung  erschienen  eines  Abends 
zwei  Damen,  die  zwei  Orcheslerssssel  verlangten  und  nicht  etwa 
Linen  KrmäßijSungsschein.  sondern  dreißig  Mark  in  schweren  Sii- 
berslücken  vor  die  Kassiererin,  also  die  Frau  Direktor,  legten. 
\ber  pl.)tzlicli  begann  die  eine  der  namcn  unsiLJicr  zu  werden 
und   sagte: 

,  Ach.  entschuldigen  Sie  die  frage,  wird  in  dem  Stück  ge- 
schossen?" 

,,Ja,"  antwortete  die  Direktorin.  ,,iin  drillen  Akt  wird  ge- 
schossen!" 

,.0,  dann  kann  ich  die  Billetts  nicht  nehmen,  icli  kann  Schießen 
niciil  vertragen." 

„Keine  Furcht,  gnädige  Frau."  fiel  die  entsetzte  Direktoiin  ein. 
die  unter  allen  Umständen  die  dreißig  A\ark  für  die  Kasse  retten 
wollte.   .  dann   lassen  wir  eben   heute  abend  den  Schuß  weg." 


Albert  Paulig  will  Max  Adalbert  anrufen,  um  eine  Skatparlic 
mit  ihm  zu  verabreden.  Fr  nimmt  den  Telephonapparal,  verlangt 
die  Nummer  und  hc'irl  nacii  einigen  Minuten  die  Stimme  Adal- 
bcrts,  der  sich  meldet:  ..Hier  ist  der  größte  Komiker  dieses  ,lahr- 
hunderts." 

„Danke,"  sagt  Paulig,  „ich  wollte  Max  Adalberl  sprechen.  Ich 
bin  also  falsch  verbunden." 

Siegfried  Arno,  der  immer  zum  Scherzen  aufgelegt  ist.  pflegt 
■luch  in  peinlichen  Situationen  von  seinem  Humor  nicht  verlassen 
zu  werden.  Einmal  verlangte  ein  F'ilmmanuskript  von  ihm  mitten 
im  Winter  einen  Sprung  in  eiskaltes  Wasser.  Die  Aufnahme 
wurde  zwar  im  Atelier  gedreht,  das  Wasser  war  natürlich  an- 
gewärmt, aber  Arno  glaubte  ein  schmerzhaftes  Reißen  an  den 
Füßen  nach  Fertigstellung  der  Szene  zu  spüren  und  verlangte 
nacli  einem  Arzt. 

Als  dieser  eintraf,  v\andte  sicii  Arno  mit  kläghclisler  Miene  an 
ihn:  „Herr  Doktor,  was  soll  ich  anfangen,  ich  muß  sdiw^r  kr,-inl< 
sein,  ich  habe  so  schreckliche  Sciimerzen  im  Untcriuß." 

„Unlerfuß?"  fragte  der  Arzl   erstaunt.     ,,Was  ist  denn  das?" 

Darauf  Siegfried  Arno:  ,.Die  Aufklärung  verlangen  Sie  von 
mir?      Bin   ich  ein  .-Xnalom?" 


Ernsl  Litbilsch  wührcnd  einer  Aufnahmepausc 


i'h.it.  .ii.-o.-.i;. 


Skizzi. 


Ernst    L'litisch 


Zwei  Monate  hindurch  halte  Frau  Kapitzki  ihres  ver- 
storbenen Mannes  mit  Tränen  gedacht,  seit  ihr  eines  Tages 
die  Kunde  «ieworden,  daß  eine  Dachtraufe  mit  ihm  den  Weg 
in  die  Tiefe  genommen  hatte.  Herr  Kapitzki,  den  Freundes- 
kreise nie  anders  als  „nassen  Adolf"  gekannt,  hatte  sein 
turnerisches  Talent  vor  allem  an  Regenrinnen  und  Blitzableitern 
geübt,  wobei  ihm  besonders  durch  offen  stehende  Fenster  höherer 
Stockwerke  der  sportliche  Ehrgeiz  entlockt  worden  war.  Bis 
ihn  die  Sparsamkeit  eines  Hauswirtes,  der  dem  schadhaften  Zu- 
stand seiner  Dachrinnen  kühl  gegenüberstand,  unsanft  in  ein 
besseres  Jenseits  beförderte.  Zwei  Monate  hatte  dann  seine 
Witwe  mit  feuchten  Augen  vor  seiner  Photographie  gesessen, 
solange  die  Sparpfennige  reichten,  die  ihm  seine  gymnastische 
Begeisterung  in  den  Schoß  geworfen.  Aber  als  nun  der  Tag 
nahte,  an  dem  Amanda  Kapitzki  das  letzte  Dutzend  silberner 
Kaffeelöffel  ins  Versatzamt  tragen  mußte,  wischte  sie  die  letzte 
schnelle  Zähre  mit  ,dem  Handrücken  von  der  Nase  und  seufzte 
über  das  harte  Geschick,  das  ihr  einen  guten,  wenn  auch  manch- 
mal recht  schlagfertigen  Mann  zur  unpassenden  Zeit  entrissen 
hatte.  Als  ein  Wesen,  das  in  w  irklichkeitsu  achen  Verhältnissen 
gelebt,  erkannte  sie  die  Schwierigkeit,  bei  dem  Überangebot 
\  on    Arbeitskräften      eine     Tätigkeit      /u      finden,      die     ihr     aus- 


iLichcnde  Ernährung  versprach,  und  glaubte  deshalb  am  klügsten 
/u  handeln,  ihrem  \\ann  in  dem  geliebten  Beruf  zu  folgen.  In 
ihm  galt  allein  persönliche  Tüchtigkeit  und  weder  Fürsprache 
noch  behördliche  Zeugnisse  über  erfolgreiche  Tätigkeit  sicherten 
dort  ein  befriedigendes  Fortkommen.  Zwar  waren  ihr  die  körper- 
lichen Fähigkeiten  ihres  Gatten  versagt,  aber  als  Erbteil  hatte 
sie  einige  Bunde  virtuos  gearbeiteter  Werkzeuge  empfangen, 
die,  aus  der  Hand  eines  geschätzten  Spezialisten  her\  orgegangen, 
111    Kollegenkreisen    neidvoll    bewundert    wurden. 

In  beinahe  zehnjähriger  Ehe  war  ihr  die  Hantierung  nul  diesen 
einfachen    Instrumenten    nicht    denul    geblieben  und    sie    hielt 

sich  für  pfiffig  genug,  Gelegenheiten  auszukundschaften,  m  denen 
ihr  diese  feinglitdrigen  Slahlhaken  eine  erfolgreiche  Verwen- 
dung verhießen.  Adolph  Kapitzki  hatte  stets  auf  sein  Ansehen 
gehalten  und  deshalb  nicht  im  volkreichen  Osten,  sondern  m 
einer  gut  bürgerlichen  Straße  gewohnt.  Das  kam  der  trauern- 
den Witwe  nun  zugute;  denn  gleich  in  der  Nachbarschaft,  schräg 
gegenüber,  wohnte  ein  Filmschauspieler,  von  dem  Amanda  aus 
Dauernder  Fensterbeobachtung  wußte  daß  er  seine  Wohnung 
oft  halbe  Tage  ohne  .-Xulsichl  ließ.  Und  eine  so  wenig  gefahr- 
volle   Betätigung   schien    ihr    das   geeignete    Probestück    /u   sein. 

.Ms    sie     vor    der    Tiir     des     f'"ilmseliauspieler'~     (.uinn.ii      Skolii.n 


(Jrclu   Guibu  spielt  in  ihrem  iwticslcn  tilni   nul  einem   dresswi ten   Elelanlen 


l'il.:l.  .ii.-(/.-,i; 


stand,  hatte  sie  alle  die  Ruhe  wiedergefunden,  die  einige 
Minuten  zuvor,  beim  Betreten  des  Hauses,  einer  flackernden 
Anjist  gewichen  war,  Amanda  lächelte  jjeringschätzig  über 
zwei  protzig  eingelassene  Sicherheitsschlösser:  denen  war  ihr 
Seliger  immer  gewachsen  gewesen.  Sic  hantelte  ein  wenig  mit 
einem  seltsam  geformten  Haken,  bis  dessen  bewegliche  Schneb- 
ben  die  Sicherungen  erfaßt  und  zurückgedreht  halten,  lioch- 
aufatmend  blieb  Frau  Kapitzki  auf  dem  Flur  der  kleinen  Woh- 
nung stehen:  Eine  drückende  Luft,  von  Parfümen,  Puder  und  ge- 
ringer Lüftung  herstammend,  legte  sich  beklemmend  auf  sie. 
Sobald  Herr  Skolnar  filmte,  verließ  er  seine  Wohnung  früh- 
zeitig, um  erst  in  der  Nacht  oder  erst  nach  Ta.^en  zurückzu- 
kommen. Amanda  fand  seine  beiden  Zimmer  in  einem  Zu- 
stand vor,  der  sie  sprachlos  machte.  Kasten  und  Schränke 
klafften  weit  und  leer,  während  die  Kleidungsstücke  über 
Tische.  Stühle,  Bett,  Diwan  zerstreut  lagen  und  teilweise  zer- 
knüllt herabhingen.  Getragene  Wäsche,  die  aber  noch  sauber 
war,  daß  ihr  Adolf  mit  einem  Wechsel  dieser  Stücke  nicht 
hätte  kommen  dürfen,  lag  am  Boden,  und,  zierlichen  Schlangen 
nicht  unähnlich,  ringelten  sich  die  farbigen  Seidenbänder  der 
Krawatten  dazwischen.  Halbleere  Schnapsflaschen  waren  von 
einer  Batterie  benutzter  Gläser  in  allen  Farben  umringt.  Und 
über  all  den  Dingen  lag  \\  ie  feiner  Moder  die  Asche  unzähliger 
Zigaretten,  deren  Stummel  bottichartige  Aschenbecher  bis  zum 
Rande   füllten. 

Frau  Kapitzki  machte  einige  unsichere  Schritte,  ängstlich  be- 
müht, nicht  auf  die  Sachen  zu  treten,  die  ihr  den  Weg  ver- 
sperrten. Aber  dann  glitt  ihr  Blick  über  die  Wände,  deren 
Tapeten  verschwanden  unter  der  Fülle  von  Kränzen,  Schleifen 
und  unzähligen  Photographien,  die  Gunnar  Skolnar  in  den 
mannigfaltigsten  Posen  darstellten.  Bald  im  Frack  oder  Sport- 
kostüm, bald  im  Hausanzug  oder  der  farbigen  Kostümierung 
eines  Fürsten  aus  Exotien.  Amanda  Kapitzki,  die  eine  eifrige 
Kinofreundin  war,  wußte  gleich  zu  sagen,  daß  dieses  Bild  aus 
dem  ,,Weg  zur  Sünde",  jenes  aus  den  ,, Stunden  des  Teufels" 
und  noch  ein  anderes  dem  ,, Letzten  Abenteuer  des  Maha- 
radschas" entstammte.  Herr  Gunnar  Skolnar  sah  auch  zu  schön 
aus.    Amanda   hatte   immer  für  das  „Noble"  geschwärmt  —  und 


geradezu    verliebt    blinzelte    sie    zu    einem    Bilde,    aus    dem    Herr 
Skolnar    schmachtend    auf    sie  herabschaute. 

Dann  aber  schlug  der  guten  Witwe  das  Herz.  Da  sah  man 
wieder  einmal,  wohin  es  führte,  wenn  einem  Haushalt  die  zarte 
Hand  der  Frau  fehlte  —  obgleich  Amandas  Hand  nicht  gerade 
sehr  zart  war.  Sie  streifte  die  Ärmel  hoch,  nahm  einen  Putz- 
lappen und  eine  Bürste,  öffnete  vorsichtig  das  Fenster  und  be- 
gann mit  großem  Eifer  das  Reiniv;ungsw  erk.  Die  Anzüge  wur- 
den über  die  Bügel  gehängt,  die  Hosen  in  den  Spannern  straff- 
gezogen, die  Krawatten  ordentlich  in  den  Kasten  gelegt,  die 
Hüte  gebürstet  und  die  Wäsche  aus  dem  Zimmer  entfernt.  Dann 
schwang  Frau  Kapitzki  in  geübter  Hand  den  Staubwedel,  fuhr 
in  die  verborgensten  Winkel  und  fegte  sauber,  was  in  monate- 
langer Frist  an  Staub  und  sonstigen  Schmutz  die  Sachen  zer- 
fressen hatte.  Sogar  die  Schnapsgläser  wusch  sie  rein  und 
stellte  sie  sorgfältig  in  das  Büfett.  Nachdem  sie  auf  diese  Weise 
zwei  Stunden  geschuftet  hatte,  überblickte  sie  mit  strahlendem 
Lächeln  ihr  Werk,  prüfte  noch  einmal  mit  tastendem  Finger,  ob 
auch  ja  kein  Stäubchen  mehr  auf  den  Gegenständen  liege.  Aber 
sie  konnte  mit  ihrer  Arbeit  zufrieden  sein  -  -  alles  blitzte  vor 
Sauberkeit.  Nun  erst  plötzlich  fiel  ihr  ein,  daß  ihr  Besuch  einen 
ganz  anderen  Zweck  gehabt  habe.  Sie  entsann  sich  keiner  be- 
deutenden Wertgegenstände  —  nur  eine  silberne  Zigaretten- 
schachtel konnte  sie  nehmen;  dann  aber  steckte  sie  alle  Vor- 
räte an  Schokolade,  Zucker  und  Wurst  in  die  Taschen,  um 
wenigstens   nicht    ganz    umsonst    gearbeitet    zu    haben. 

Nach  zwei  Tagen  erschien  dieses  Inserat  in  allen  Blättern: 
,, Diejenige  Verehrerin  meiner  Kunst,  die  während  meine" 
Abwesenheit  mein  Heim  in  so  tadellosen  Zustand  versetzte, 
wie  ich  es  überhaupt  nicht  mehr  gevsohnt  bin.  wird  gebeten, 
anzugeben,  ob  sie  bereit  ist,  die  SteJle  einer  Wirtschafterin 
bei  mir  anzutreten.  Schokolade,  Zucker  und  Wurst  stehen  in 
ausreichenden  Mengen  zu  ihrer  Verfügung,  auch  wird  auf  die 
Rückgabe   des   Zigarettenetuis   kein    Wert   gelegt. 

Gunnar    Skolnar.  ' 
Trotz     dieses    verlockenden     Angebotes     erschien    die     Unbe- 
kannte   nicht    bei    dem    Filmschauspieler    —    tags    darauf    hatte 
man    Amanda    Kapitzki    beim    Besuch    einer    anderen    Wohnung 
erwischt. 


Ein  Blick  über  dit  neuesten  Straßen  von  Beverly  Hills 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


Ä: 


/'/.   I  ,<rt<,-t;.iin'' 


Jugendliche 
Schauspieler 
gesucht! 


Das  Verhör  Wallers  liatlc  im  vscsenlln-licii  die  Bezieliiiiioeii 
Kurts  zu  Evelyn  zum  Gc!>enstandc.  soweit  er  als  sein  nächster 
Freund    davon    Kenntnis    jjchabl    halte. 

Waller  erklärle  mit  allem  Nachdruck.  daÜ  es  sich  seines 
Wissens  nicht  um  eine  leichtlerti<4e  Liebelei,  sondern  um  eine 
beidcrseititje  tiefe  Neiijunä  tjehandelt  habe,  die  nach  Evelyns 
Scheidun;4   unbedin<jl    zu   einer    Ehe   führen   sollte. 

Kurt  habe  sich  bis  in  die  letzte  Zeil  hinein  in  einer  durch- 
aus hoffnungsvollen.  z\.\- 
kunltsfrohen  Stimmung  be- 
funden, bis  mit  der  Rück- 
kelir  Karrs  aus  England  eine 
vi)lliije  Wandluni«  seines  We- 
sens eingetrelen  sei.  l.r  liabe 
sich  auf  tajjelanuen  Segel- 
bootfahrten anscheinend  ab- 
sichtlich von  aller  Welt  ab- 
geschlossen und  ganz  den 
t-^indruck  genuichl,  als  ob  er 
linier  einem  schweren  seeli- 
schen Uiuck  stunde:  niemals 
vei  ihm  aber  .luch  nur  im 
eiil  lerntesten  der  (.ledanke 
gekommen,  daß  dies  der  Auf- 
laiil  zu  einer  so  furchtbaren 
lal  gewesen  sein  kniinle. 
die  zu  der  sonstigen  Denk'- 
ui;d  Handlungsweise  seines 
Freundes  einen  unauslnsch- 
lichen  Widerspruch  bilde  und 
unbedingt  als  .Ausfluß  einer 
piolzliclien  geistigen  \  er- 
wirrlheil  angesehen  werden 
miisse 

Nachdem  endlich  noch  ein 
SchicßsacInersl.Tndiger  über 
die  technische  Seite  des  Fal- 
les gehört  worden  war. 
schloß  der  Vorsitzende  xor- 
läufig  die  Verhandlung  und 
ordnete  eine  ^\illagspause    an 

Kurt  wurde  in  seine  llait- 
zelle  znrucivgebraclil.  wah- 
rend W  ,i  I  lei'  l.\el\n  und  Loti 
nach  einer  Konditorei  in 
All-Moabit     begleilele. 

I.ine  jagende  Unruhe 
brannte    ihm    im    Bliil. 

NXohl  zehnmal  war  er  in 
der  zwölften  Stunde  aus  dem 
Sitzungssaal  zur  Turmslralie 
hinabgeciit  und  halle  nacii 
dem     Herrn     au--     dem     Wil- 

helmsgartcn  .Ausschau  gehallen  —  Ducii  immer  wieder  war  seine 
lirwarlung  gelauscht  worden,  und  auch  der  Chauffeur  des  Karr- 
sclicn  .Autos,  der  während  der  ganzen  Zeit  vor  dem  Gerichts- 
gebäud«  gewartet  halle,  halle  keinen  lungen  Mann  seiner  Be- 
schreibung   in    der    Umgebung    des    Portals    IIl    bemerk!. 

IJeii  ganzen  lag  über  halte  Walter  im  stillen  an  das  Wunder- 
bare geglaubt,  das  plötzlich  wie  eine  Offenbarung  vom  Himmel 
kommen     wurde. 

.Als  t  r  letzt  aber  mil  den  Karrschcn  Damen  in  dem  halb- 
dnnklcu  Hinlcrzimmcr  der  kleinen  Konditorei  saß  und  die  ganze 
1  rostlosigkeit  der  Gegenwart  aus  ihren  vcrhärmlen  Gesichtern 
zu  ihm  sprach,  da  rang  sich  auch  in  ihm  allmählich  die  Über- 
zeu;.;ung  durch,  daß  all  sein  Hoffen  vergebens  und  die  Groß- 
sprechereien jenes  unverschämten  Burschen  nur  eine  plumpe 
Myslilikation   gewesen   waren. 


Evelyn  halle  den  Kopi  an  Lores  Schuller  gelehnt  und  träumte 
in   dumpfer   Benommenheit    still   vor   sich    hin. 

XVHl. 
Als    Waller     mit     Evelyn    und    Lore    gegen    drei     Uhr    zum     Ge- 
richt   zurückkam,    halle    sich    der    Andrang    des    Publikums    noch 
mehr    verstärkt. 

Eine  Wagenburg  von  Automobilen    hielt   bis  weit   in   die  Turm- 
straße    hinein,     und     im    Zuhörerraum     herrschte    eine    solch     er- 
drückende   Fülle,     daß     sich 

der     Vorsitzende     entschloß. 

die    Tribünen    freizugeben. 

Die  Sitzung  halte  mit  der 
Vernehmung  der  ärztlichen 
Sachverständigen  begonnen, 
und  als  erster  Guiachter  war 
Gehcimral  Krusius  aufge- 
rufen worden.  in  dessen 
Sanatorium  Kurt  Aufnahme 
gefunden    halle. 

In  kurzen,  knappen  Wor- 
ten zeichnete  der  berühmte 
Nervenarzt  an  Hand  des 
lagesiournals  ein  klassi- 
sches Bild  des  klinischen 
Krankheitsverlaufes  und 

faßte  sein  Schlußurteil  da- 
hin zusammen,  daß  bei  Kurt 
ein  in  ungewöhnlicher  Weise 
von  Sinnestäuschung  und 
körperlichen  llcmmungs- 

erscheinungen  begleiteter 

Dämmerzustand  vorgelegen 
habe,  dessen  Ursprung  in 
der  Automobilkalastrophe 
und  der  dadurch  bedingten 
schweren  Erschüllerung  des 
gesamten  Nervensystems  zu 
suchen    sei. 

Die  strafrechtliche  Zu- 
rechnungsfähigkeit des  An- 
geklagten werde  selbstver- 
ständlich durch  die  erst 
viele  Stunden  später  crlolgU- 
Erkrankung  nicht  beriihri : 
eine  Auffassung,  der  sich 
auch  der  Moabiler  Gefäng- 
nisarzl  auf  Grund  seiner 
Beobachlungsergebnisse  wäh- 
rend der  LJntersuchungshafl 
in  vollem  Um  lang  anschloß. 
Der  Vorsitzende  v\ar  ge- 
r.ide  im  Begriff,  die  Beweis- 
aufnahme zu  schließen,  als 
sich    der    .Anwalt    Kurts    noch    einmal    zum    Wort    meldete. 

..Herr  Geheimrat  Krusius,"  sagte  er.  .hat  den  Beginn  des 
Dämmerzuslandes  mit  großer  Bcslimmlhcil  auf  das  .Autounglück 
Dr.  Steinhoffs  festgelegt.  Ich  möchte  demgegenüber  die  Frage 
aufwerfen,  ob  sich  nicht  auch  für  den  Herrn  Sachverständigen 
aus  der  heutigen  Verhandlung  Momente  ergeben  haben,  nach 
denen  dieser  Zeitpunkt  vielleicht  früher  anzusetzen  v\äre.  Wie 
wir  von  dem  Zeugen  v.  Prayer  gehurt  haben,  ist  Dr,  Steinhoff 
schon  tagelang  vorher  m  seinem  ganzen  Wesen  auffällig  ver- 
ändert gewesen.  berncr  wissen  wir  aus  dem  eigenen  Munde 
des  Angeklagten,  daß  er  lür  gewisse  Einzelheiten  des  angeblichen 
Mordes  nur  eine  sehr  undeutliche  Erinnerung  bcsilzl.  Da  Herr 
Dr.  Sleinhoff  allgemein  einen  absolut  glaubwürdigen  Eindruck 
gemacht  hat,  kann  diese  Lückenhaftigkeit  des  Gedächtnisses  woli! 
ohne    weiteres    als    Tatsache    unlerslcllt    werden'  ' 


Wollen  Sic  zum  Film?  Dann 
gehen  Sie  heute  Abendineines 
der  großenKitrotheater  Passen 
Sie  gut  auf.  Dann  setzen  Sie 
sich  mit  Ihren  Freunden  zu- 
sanimen  und  bilden  eineFilm- 
gesellschaft.  Schaffen  Sie  sich 
einen    Cine  »Kodak«   an.  Sie 
können    Regisseur  sein,    das 
Drehbuch    schreiben,   oder 
möchten  Sie  lieber  den  großen 
Star  spielen  ?  Und  es  ist  so  ein- 
fach -  Sie  drücken  den  Hebel 
herunter-  alles  übrige  tun  wir. 

Ihr  Photohändler  führt  Ihnen 
^ern    und    unverbindlich     un- 
sere .Afjparcite  vor.  Ver.suchcn 
Sie  einmal  eine  Probeuufnuhnie 


Kodak,   Aktien-Gesellschaft,   Berlin  SW68,    Markgrafenstraße  76 


Der  Geheimrat  strich  sich  mit  der  jjepflcjjten  Hand  über  den 
graumelierten    Spitzbart. 

,,Die  FraiSe  des  Herrn  Verteidigers  ist  durchaus  berechtigt, 
aber  ich  |(laube,  daß  ich  sie  verneinen  darf.  Gerade  die  Lücken- 
hafliijkcit  des  Gedächtnisses  ist  für  mich  ein  Beweis  da(Je<!en, 
daß  der  Dämmerzustand  bei  Dr.  Sieinhoff  schon  zur  Zeit  der 
iat  bestanden  haben  könnte.  Denn  in  diesem  Fall  würde  ein 
völliger  Erinnerungsausfall  für  alle  Tatumstände  vorliegen.  Daß 
das  Gedächtnis  des  Angeklagten  für  die  jüngste  Vergangenheit 
überhaupt  getrübt  ist,  erklärt  sich  zwanglos  aus  der  überstande- 
nen  Geisteskrankheit.  Hierzu  kommt,  daß  sich  Dr.  Steinhoff  in 
der  kritischen  Zeit  zweifellos  in  einer  schweren  Störung  seines 
seelischen  Gleichgewichtes  befunden  hat,  die  gleichfalls  das  Er- 
innerungsvermögen   beeinträchtigen    dürfte!" 

,, Würden  Sie  danach,  wenn  Sie  einen  eigentlichen  Dämmer- 
zusland ausschließen,  die  Möglichkeit  zugeben,  daß  die  Tat  des 
Angeklagten  vielleicht  in  einem  seelischen.  Ausnahmezustand,  zum 
Beispiel  in  einem  die  Zurechnungsfähigkeit  beeinträchtigenden 
schweren  Affektzustande,  geschehen  sein  könnte?" 
Der    Geheimrat    lächelte    leise. 

,,Das  ist  natürlich  durchaus  möglich.  Leider  fehlen  für  eine 
solche  Annahme  aber  alle  greifbaren  Unterlagen,  da  der  An- 
geklagte den  Inhalt  und  Ablauf  seiner  Unterredung  mit  Herrn 
Karr    ja    nur    andeutungsweise    wiederzugeben    vermag!" 

Der  Verteidiger  schlug  ein  Aktenstück  auf  und  nahm  einen 
Brief    im    Umschlag    heraus. 

„Ich  danke  Ihnen,  Herr  Geheimrat,"  sagte  er,  ,,und  möchte 
zu  meiner  letzten  Frage  noch  ein  Beweisstück  heranziehen,  das 
mir  erst  vorgestern  durch  d.n  Kommissar  Brandstetter  zu- 
gegangen ist.  Es  ist  dies  ein  Brief,  den  der  Angeklagte  noch  in 
der  Mordnacht  an  Karr  geschrieben  und  nach  dem  Stempel 
zwischen  elf  und  zwölf  Uhr  nachts  in  Schlachtensee  zur  Post 
gegeben  hat.  Herr  Brandstetter  hat  den  Brief  unlängst  bei  einer 
privaten  Haussuchung  unter  den  Papieren  Karrs  aufgefunden. 
Ich  stelle  ihn  dem  Gericht  zur  Verfügung.  Vielleicht  ergeben 
sich  aus  einer  Vernehmung  Dr.  Steinhoffs  über  seinen  Inhalt 
weitere  Unterlagen  für  die  Beurteilung  seines  Geisteszustandes 
zur    Zeit    der    Tat!" 

Der    Vorsitzende    hob   den   Kopf. 

,,Der  Zeuge  Brandstetter  ist  wohl  noch  immer  nicht  im 
Hause?"  fragte  er  zu  dem  wachthabenden  Justizwachtmeister 
hinüber. 

Dann  überflog  er  den  Brief  und  überreichte  ihn  dem  Staats- 
anwalt, der  ihn  nach  kurzer  Einsichtnahme  achselzuckend  zu- 
rückgab. 

„Der  Brief  ist  etwas  dunkel  gehalten",  begann  der  Vor- 
sitzende darauf  unter  wachsender  Spannung  des  Publikums, 
,,und  besteht  eigentlich  nur  aus  einem  einzigen  Satz.  Der  An- 
geklagte teilt  Herrn  Karr  darin  mit,  daß  er  noch  in  der  Nacht, 
das  heißt  in  der  Todesnacht  Karrs,  der  nach  ihrem  gegenseitigen 
Abkommen   übernommenen   Verpflichtung  genügen  werde." 

,,Herr  Dr.  Stcinl.off,"  wandte  er  sich  dann  mit  erhobener 
Stimme  Kurt  zu,  ,,das  Gericht  hat  sich  nach  jeder  Richtung  hin 
bemüht,  den  seelischen  Vorgängen  gerecht  zu  werden,  die  Sie  zu 
Ihrer  Tat  geführt  haben.  Denn  es  steht  vor  einer  sehr  ernsten 
Entscheidung,  der  Entscheidung  über  Leben  und  Tod.  Jetzt 
taucht  auf  einmal  dieser  Brief  auf,  der  auf  bisher  ganz  unbekannte 
Beziehungen  zwischen  Ihnen  und  dem  Ermordeten  schließen  läßt. 
Wollen  Sie  sich  daher  in  Ihrem  eigenen  Interesse  recht  ein- 
gehend über  ihn  äußern,  vor  allem  darüber,  welcher  Art  das 
darin  erwähnte  Abkommen  gewesen  ist.  War  dies  Abkommen 
letzten  Endes  der  Grund  für  Ihr  nächtliches  Eindringen  in  die 
Villa  Karr  und  barg  sein  Inhalt  vielleicht  so  viel  Zündstoff,  daß 
er  bei  Ihrer  damaligen  Gemütsverfassung  gewissermaßen  zwang- 
läufig  zu  einem  tätlichen  Zusammenstoß  mit  Karr  und  damit 
zur  Katastrophe  führen  mußte?" 
Kurt    antwortete   lange   nicht. 

Er  fühlte  aus  der  menschlich-gütigen  Art  des  Vorsitzenden 
sehr  wohl  heraus,  wie  dieser  ihm  eine  goldene  Brücke  zu  bauen, 
ihm  gleichsam  die  Antwort  in  den  Mund  zu  legen  und  noch  im 
letzten  Augenblick  einen  Weg  zu  weisen  suchte,  auf  dem  er  sich 
noch  einmal  vor  dem  furchtbarsten  Schicksal  zu  retten  vermochte, 
l.in  einziges  erklärendes  Wort,  und  die  Anklage  brach  aus- 
einander, und  der  Mord,  zu  dessen  Schuld  er  sich  bekannt,  ward 
zu  einer  Tat  der  Leidenschaft,  einer  Tragödie  eifersüchtiger  Liebe, 
die  ihn  bei  der  wohlwollenden  Stimmung  des  Gerichts  vielleicht 
nur    ein    paar    Jahre    seiner  Freiheit    kostete. 

Für  einen  flüchtigen  Augenblick  regte  sich  in  ihm  mit  Ur- 
gewalt   der    Selbsterhaltungstrieb. 


Draußen  lockte  der  Sommer  mit  Sonnengold  und  blauem 
Himmel. 

Und  er  war  noch  so  jung  und  sollte  sein  junges  Leben  hin- 
geben, ehe  er  es  überhaupt  noch  recht  gelebt  halle,  das  Leben, 
zu    dem    alles    empordrängt,    das    niemand    lassen    will. 

Das  Leben? 

Wie    eine    Eisenfaust    kra'lte    es    sich    plötzlich    um    sein    Herz. 

Er  war  ja  schon  längst  zu  Tode  verurteilt,  ehe  das  Gericht 
den  Spruch  jener  furchtbaren  Nacht  wiederholte,  in  der  er  sich 
selbst  aus  dem  Leben  gestrichen,  dessen  letzte  Wochen  er  sich 
nur  noch  als  eine  Gnadenfrist  erschlichen  halle,  um  die  Frau 
zu  retten,  die  neben  ihm  jetzt  ihrem  Urteil  entgegenzitterte. 

Wie  in  einer  Vision  sah  er  auf  einmal  wieder  das  steinerne 
Gesicht  Karrs,  klang  ihm  der  eherne  Ton  seiner  harten  Stimme 
im    Ohr. 

,,Das  Schicksal  hat  gegen  Sie  entschieden,  Herr  Doktor!  Sie 
haben  das   Spiel  verloren  — " 

Mit   einer   entschlossenen   Bewegung   warf   er   den   Kopf   zurück. 

,,Ich  bedauere,  Herr  Direktor,"  sagte  er  dann,  ,,daß  ich  auf 
den  Brief  nicht  näher  eingehen  kann;  das  darin  berührte  Ab- 
kommen betraf  eine  rein  private  Angelegenheit  zwischen  mir  und 
Herrn    Karr. 

Was    ich    zu    sagen   gehabt    habe,    habe    ich    gesagt. 

Verurteilen  Sie  mich,  wie  es  das  Gesetz  vorschreibt,  aber 
quälen    Sie    mich    nicht    weiter    mit    Fragen. 

Ich   bin   am    Ende,    ich    kann    nicht    mehr!" 

Seine   Stimme   brach. 

Der  ganze  Jammer  seines  Unglücks  erfaßte  ihn  plötzlich  mit 
vernichtender  Gewalt,  und  er  legte  die  Hand  über  die  Augen, 
um  die  Tränen  nicht  sehen  zu  lassen,  denen  er  nicht  mehr 
wehren   konnte. 

Der   Vorsitzende   blickte    in   der   Runde   umher. 

,,Sind  noch  irgendwelche  Fragen  an  die  Angeklagten  zu 
stallen? 

Dann  er'.>.lärc  ich  die  Beweisaufnahme  hiermit  für  endgültig 
geschlossen  und  erteile  dem  Herrn  Staatsanwalt  das  Wort  zur 
Begründung    seiner   Anklage!" 

Schon  lange  sprach  der  Staatsanwalt  weiter,  leidenscliaftlich 
bewegt,   mit   der   ganzen  Wucht   seiner   erlesenen   Redekunst. 

Er  ha  '.e  sich  weit  über  die  Lehne  seines  Sessels  vorgebeugt, 
daß  sich  sein  Talar  wie  das  Gefieder  eines  gewalligen  Vogels 
um   ihn   bauschte. 

Seine  schwere  Faust  schmetterte  zuweilen  dröhnend  auf  den 
Tisch,  wenn  er  einen  Satz  seines  Plädoyers  mit  besonderem 
Nachdruck    unterstrich. 

,, Meine  Herren  Richter,"  sagte  er,  ,,ich  habe  soeben  den  ver- 
derblichen Anteil  beleuchtet,  den,  wie  so  oft  im  Leben,  auch  an 
diesem    Drama    eine    Frau    gehabt    hat. 

Das  hat  der  Herr  Vorsitzende  bereits  im  Eingang  seines  Ver- 
hörs gebührend  unterstrichen,  als  er  die  Beziehungen  des  An- 
geklagten zu  Frau  Karr  das  Leitmotiv  nannte,  das  in  allen 
Phasen   dieses   Geschlechterkampfes    immer  -von   neuem   aufklingt. 

Um  sie  ist  die  Tat  geschehen,  über  die  wir  heut  zu  Gericht 
sitzen,  um  ihretwillen  vergaß  der  feinfühlende,  vornehme  Mann 
sich  selbst  und  alle  Bindungen  von  Ehre  und  Vernunft  so  weit, 
daß  er  nächtlicherweile  in  das  Haus  des  verhaßten  Gegners 
eindrang,  um  den  Raub,  den  er  bereits  am  Herzen  seines  Weibes 
begangen  hatte,  nun  auch  noch  mit  dem  Raube  seines  Lebens  zu 
krönen. 

Das  ist  der  einfache  klare  Talbestand,  an  dem  es  nichts  zu 
drehen  und  zu  deuteln  gibt:  Frau  Evelyn  Karr  trägt  weithin 
sichtbar  die  moralische  Verantwortung  dafür,  daß  zwei  wertvolle 
Männer   an   ihr  zugrunde   gegangen   sind. 

Ein  anderes  freilich  ist  es,  ob  ihr  auch  eine  werktätige  Mit- 
hilfe, eine  Anstiftung  zu  diesem  Verbrechen  nachgewiesen  werden 
kann,  oder  ob  es  bei  ihr  nur  bei  einem  Gedankenmord  ge- 
blieben   ist. 

Meine    Herren    Richter! 

Ich  stehe  nicht  ai.,  offen  zu  erklären,  daß  die  heulige  Ver- 
handlung den  vollen  Beweis  für  eine  strafrechtliche  Schuld  Frau 
Karrs  nicht  erbracht   hat. 

Frau  Evelyn  Karr  ist  wolil  schwer  belastet,  aber  sie  ist  niciil 
überführt. 

Und  doch  bleibt  sie  für  mich  die  wahrhaft  Schuldige,  denn 
c'ie  Leidenschaft  für  sie  ist  es  einzig  und  allein  gewesen,  die 
Dr.  Steinhoff  bei  seiner  Tal  die  Hand  gcfi  hrl  und  ihm  Herz  und 
Sinne  verwirrt  hat. 

Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreichten 


Anfragen    crbillen    wir     an     die    Redaktion    des     „  Fi  I  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,     Zimmerstraße    35-41 
Scherlverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptanKeleEcnhciten  bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
l.'iickporto  beiziifiigen.  Jede  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  ^cbreibmaschinenseiten 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Regisseure  usw-.  geeignet.  Fijr 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  IJurchscbliige  senden,  von 
handgeschriebenen  Sendungen   (leserlich)   eine  Abschrift  zurückbehalten. 


E.  E.,  F  r  e  i  t  a  1  :  Lars  ll;in>on  filmt  .uigonblirklich  in  I.nnrtoii 
..'Ihi'  Infiiruu'r"  mit  J.y.i  de  l'ntli.  (;ii>i;i  Ekm.in  crroiilii'n  Sic  in 
Mii(klii>lni,  lljcjrlhog.-vagcn.  Agnes  ]'ctiT>cii  wohnt  Berlin  \V,  Ivurliir- 
steiid.iuim  lll.i.  Heinrich  ticorge  KoliiliaM-iibrück  bei  Berlin.  Hacclxc- 
.straUi-    «.       .Mona    .M.iris    lebt     in     Beverly-llili-,    Hollywood.     Kai..    U.S.A. 

1,  i  1  11  H.  .1  US  Kiel:  Die  .M.iri.i  in  ..Ben  Hur  '  war  Jfetiy  Bron.-on. 
Rudolf  \  .ilcMtino  w.ir  ll.iliencr.  im  7.  M.n  in  f.istell.inet.i  geboren.  Er 
starb  im  -Vugu.-l  ÜIl'H  in  Amcrik.i  und  w.ir  ;io  .{.ihre  alt.  Er  war  melirmal.s 
gixhiiMlcn.  (iriilJpbotos  Min  dini  Kinisil,>r  crh.ilten  ü>ie  sicher  noch  bei 
Rot!.    Berlin    SW    (is.    .\U-\;uidrinen>tr,il.!c    IKi. 

K  i  I  m  f  r  e  u  n  diu  1'  u  t  t  i  .M.,  Berlin  :  Ernst  Riiekert  filmt  noch. 
Jenny  Jiigo  ist  keine  It.ilienerin.  sondern  \Vicnerin.  .\l:iri.i  Jacobini  und 
.\ngelo  Ferrari  wurden  in  Rom  geboren.  I.ivio  l'a\  .inellls  Heimat^tadt  isl 
Bologna.       Willy    Fritsch    ist    nicht    \crlolpl. 

Frida  :i  ns  ],.:  J.eidcr  köiMien  wir  Ihnen  keine  Ratschläge  gehen. 
Wenden  .Sie  <icb,  bille.  unmillelliar  .in  die  Filmgesellsch.ifti'n.  Einig" 
Adressen:  l  f.i.  Berlin  SW  hm.  KocIistr.ilJe  (i-s.  N.iiimi.il.  Berlin  SW  IS. 
Friedrichs(r;ilJe  lo.  Ten.i.  BiMlin  ^^\■  liM.  KochsiralJe  7:!.  Sie  haben  rcchl. 
die  .\us-.ieliieii  .luf  ein  Nurwiirlskomnien  sind  wirklich  sehr  gering.  J>ci- 
Besuch  der  Filmsehule  in  .München,  SonnensIr.ilJe  l.'i.  ist  zu  em|ifelileri. 
•liier  nicht  unliedingt  noi"  endig.  J)er  neueste  i'ilm  mit  Ramoii  X<pv;irro 
lieiUt  ..Pflicht  und  Liehe".  Xocli  nicht  uraufgefiibrt  wurde  sein  F'ilm 
..Die    l):ime    hinterm    Vorh.ang''. 

L  II  X  II  s  in  ä  d  e  1  .  II  ;i  n  n  o  v  e  r  :  Ralph  F'orbes  ist  in  Ciilvcr-fity 
Kalifornii'ii,  zu  erreichen.  Malcidm  Todd  durch  Itoy.il  -Vir  forcc  Cluli, 
128  Picc.idiUy.  I.ondiin  W.  I.  Fred  J)i)derlein  wohnt  Berlin-(_'h.irloltenburg. 
Kaiitstr.ilie   120-121,   Andre   Mattoni   ]k'rlin    W.   .M.irbnrgiT   StraLle   ;i. 

F>  1  f  r  i  e  d  e  S..  J.,  ii  d  w  i  g  s  h  ;i  f  e  n  :  tirele  -Mosbeim  ist  mit  dem 
.Sch.iuspieler  üskar  Homolka  vcrheir.ilet,  wurde  am  M.  .I.inuar  geboren, 
wiihnt  Berlin  W,  P,iriser  .stralie  27,  und  spielt  augenblicklich  in  der  ,. Ko- 
mödie"   eine   Hauptrolle    in   dem    Stück    ..W'.inn    kommst    du    wi<'der?'' 

AV  i  e  n  e  r  F  i  1  m  f  r  e  u  n  diu:  Von  H.irry  J.icdtke  erschien  kürz- 
lich ..l>ie  Zirkusiirinzessin"  ,iuf  dem  Spielplan.  Kommende  l..iedtke- 
Filiiie  sind:  ..i)er  Held  aller  Mädchenträume",  ,,Per  lustige  AVitwer", 
,,l)er   schw;irzc   Domino  ",   ,.Dic   Konkurrenz   pl.ilzt  '. 

V  i  1  m  f  r  e  n  n  d  i  n  E  r  i  k  .i  B..  (i  1  o  g  a  ii  :  .li-niiy  Jiigo  Avohiit  Ber- 
lin AV.  Kaiserd:mim  2!t.  und  h;it  ;im  14.  .Iiini  (ieburtst;ig.  (irete  .\losheim 
hat  am  8.  Januar  (iebiirlstag  und  wuhnt  in  Berlin  W.  I'.iriser  Str.  27. 
(iret.-i  (Jarbo  erreichen  Sie  in  t'iih  er-(  ity.  K.ilifornieii.  ihr  tlcburlst.tg 
ist  der  17.  .\pril.  Triiiis  van  .\.ilten  wubnt  Berlin  W.  I.iitherstr.iUe  27.  uinl 
wurde  am  2.  .\ugiisl  geboren.  I,ili;in  H.irvey  iiml  Willy  Fritsch  sind  lui- 
verheir.itet.  l.ili.in  Harvey  h;it  :im  1«.  .I.inu.ir  ticliurlslag.  Brigitte  Helm 
:iiii  17.  März.  R.uiion  Novarro  wohnt  in  Jteverly-Hills.  Hollywood.  K:il.. 
und    h.it    am    6.    Februar    (ieburtstag. 

E  g  o  n  v  o  n  J  n  r  d  .-i  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .i  ii  s  B.:  Egon  von  Jord.iii 
kam  über  die  Sprechhühne  zum  Film.  Viiverhciratet.  Ihre  .Vlters- 
schätziing  stimmt  Bildwunsch  ist  vorgemerkt.  Seine  Wohnung:  Berlin 
W    l.">.    I.ictzenhurgcr   Stratie    27. 

Erna  (i..  Dresden:  .Sie  haben  Hire  Welle  gewonnen:  'Werner 
FnettiTcr  und  Elga  Brink  spielten  die  H.iiiptrollen  in  der  ..AVochenend- 
lir.-iiit ".  F;ig.i  Brink  wohnt  Berlin  W  .'lO.  Prager  Str.ilie  ,fl.  Die  neiiesieii 
Filme  mit  Werner  l'iietterer  sind  ..Die  Flucht  der  Delia"  und  ..Morgi-n- 
röte".  .Mit  I.ili.iii  Har\ey  spielle  er  ziis.immen  in  ..Die  keusche  Sns.iniie " 
lind    ..Du     sollst    Hiebt    stehlen". 

.M  .1  r  i  ,1  n  n  e  H.,  I,  a  ii  b  an.  Ell  y  J..  AV  i  c  s  b  a  d  e  ii  .  .\  n  n  y  S  I.. 
W  i  e  n  :  l.ili.iii  H.irvey  und  Willy  F'ritsdi  sind  befreundet  und  sind  li.'- 
k.inntlieli  in  vielen  Filmen  Partner.  Von  einer  (iffentlichen  Verlulniiig 
ist  nichts  bek.innt.  .\lso  ein  (Jerücht.  v\ie  es  unzählige  gibt.  M.in  denke 
nur  an  H.irry  I.iedtke.  bei  dem  es  lieiljt.  dalJ  er  sich  von  Christ:!  Tord.» 
«cheiden  lassen  soll,  obglciib  beide  Kiiiistli-r  nicht  im  entferntesten  dar;iii 
denken. 

T  r  i  o  der  Carl  B  a  1  h  a  u  s  -  V  e  r  e  h  r  c  r  i  n  n  e  ii  :  Ciirl  Ualh;ius 
ist  niiverheiratet.  gibt  .\utograinme,  ist  (in  groljer  Blumenfreund,  treibl 
jeden  Sport,  ist  blond  und  blauäugig,  wurde  ;im  4.  November  in  Mül- 
heim geboren,  wohnt  Berlin.  Flensbiirger  Str;ilJe  2.1.  bei  .V.ilfeld.  spielte 
kleinere  Rollen  in  verschiedenen  Filmen,  n.  .-i.  im  ..Alten  F'rifz".  In  dem 
1  enen  Derussa-Film  „Revolte  im  Erziehungshans"  spielt  Balhans  eine 
H.iiiptriille. 

F  i  I  m  f  r  e  II  n  d  i  n  Inge.  Dresden:  Der  l'.irtner  von  T,ili;in 
H.irM'v  in  .,F;ine  N.uht  in  London"  bcillt  Rubin  Irvin.  Es  gibt  einen 
Filmsch.inspieler  Viggo  E.irsen.  Er  ist  Däne  und  >erlieii,itet.  H.ins 
l..irseii    ist    nicht    bek.innt. 


Robert  S.,  B  r  a  ii  n  s  c  Ii  w  e  i  g  :  Es  gibt  unseres  AVissens  einen 
s(  leben   F'ilm   älteren    Datums;     der   Haii|itdarstellcr   darin    war   (';irl    .\iien. 

\'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  Liane  II  a  i  d  s  :  Die  männlicbe  ILiiiptrolle  in  dem 
Film  ..Es  w;ir  einm:il  ein  treuer  Husar"  spielte  Ernst  Riiekert.  Aber 
nein.  Grit  H.aid  ist  nicht  die  Tochter,  sondern  die  J^cliwcster  von  Liane 
Ha  id. 

i  1  o  n  .a  R.:  AVcrner  I'ittsehaii  wurde  am  21.  März  gehören  und  ist 
Oktober  ^origen  Jahres  gestorben.  F2r  w.cr  unvcrbeir.ilct  und  trug  scin.'ii 
richtigiMi    Namen.       Bl.iuc    .Viigen.       ICriist     Pittseh.in    ist    sein    Briiiler. 

T  o  d  il  -  S  c  h  «  ä  r  m  e  r  i  n  ,  B  i  e  d  e  r  i  t  z  :  .M.ilcolm  Todd  gibt  Aulo- 
gramnie.  ist  ein  groß"r  Blumenfreund,  b.it  am  17.  .Mäiz  tiehnrtst.ig  und 
wohnt  in  London  A\  .  1.  1?8  Piec.idill\ .  Riesig  nett.  Ihre  Altersschat/.iing 
siinimt  ungefähr.  Engländer.  War  kürzlich  in  der  ..Siegerin"  mit  Olga 
Tschechowii  zu  sehen.  Aon  im  .Vnslande  wuhnenden  Stars  vermitteln 
wir    keine    .\iitogramnie. 

H  e  d  i  und  L  i  I  1  >  :\  u  s  P  f  o  r  z  b  e  i  m  :  AVilhelm  Dieterle  filmt 
nicht  wenig.  ;iuUerd<'m  führt  er  .uicli  sehr  häufig  Regie.  .Sein  neuester 
Film  ist  ..Triumph  d-'s  Lebens".  Flinen  zweiten  F'ilm  ..Durchs  Branden- 
burger  Tor"    inszeniert    er    nur. 

AV  i  1  I  y  P..  der  O  s  k  ,i  r  ,M  .i  r  i  n  n  -  F  r  e  ii  ii  d  .i  ii  s  \'  .i  r  e  1  :  Herz- 
lichen Dank  für  ihre  liebenswürdigen,  anerkennenden  W  cirte!.  t)sk.ir 
Marion  und  H.irry  Piel  h.ibeii  wir  .an  die  fälligen  Autogramme  erinnerl. 
Senden  Sie  uns,  bitte,  eine  Bildk.irte  von  Ernst  Aerelies  und  P.iiil  Ri(  lit-r 
und  o.-jil  AI.  pro  Krirle  In  Bri"fiii.irki'n,  d.inn  wiillen  wir  Ihnen  gern  ■  diu 
gewünschten  Aiitogramine  besorgi  n.  Ob  ()sk;ir  M.irion  einen  Diener  hat, 
wissen  wir  leider  nicht.  .\ber  Ihre  (irüUe  h.iben  wir  dem  Künstler  be- 
stellt. M:iriiin  filmt  schon  seit  mehreren  J.ihreii.  .Seinen  ersten  groljen 
Elfolg    hatte    er    in    dem    l'f.i-Film    ..Der    K,im|if    um    die    .Scholle". 

D  o  r  .  i  D..  Halle:  Wir  betonen  michni.ils.  d.ill  wir  .Viitogr.imme 
^llll  Im  Ausl.iiule  wcibneuden  .Stars  nicht  \crmiltelM.  Bililk.irleii  von  l'ilm- 
sl<'riieii    kOnnen    Sie    nicht    durch    uns    beziehen. 

.\  II  f  m  e  r  k  s  a  m  e  r  Leser  in  R  ii  s  t  r  i  n  g  e  n  :  AVir  nehmen 
Ibiicn  Ihre  Fr.ige  nicht  im  geringsten  iibel.  .\ber  wir  sind  wirklich  ganz 
unschuldig.  Lili.an  H.irvey  iinil  Willy  Fritsch  sind  eng  befreundet,  dm  b 
\on  einer  Aerl.ibung  wcilj  die  (»cffentlicbkeit  nun  einm.il  iiichis  zu 
berichten. 

.S  e  r  ,1  p  h  i  II  e  D.,  Danzig:  Nils  .\stlier  wurde  .•im  17.  .I.ini  ar  in 
.M.ilimi  geboren.  Sein  Schniirrb.irt  dürfte  ..echt"  sein.  ICr  filmt  bei  der 
Aletro-tiold«  yn-M.iyer    in    CiiUer-City.     Kiilifornien. 

R  i  c  .1  r  d  a  (.'..  W  i  e  s  b  .i  d  e  n:  (ieorge  O'Brien  filmt  in  Hollywood. 
Heil    Alless.iiidro    in    ..R.imun.i"    spielte    AV.irner    B.ixter 

F  i  1  m  f  r  <■  11  n  d  i  n  M  a  leben.  Berlin:  Den  Chopin  in  dem 
franziisisehcii  Film  ...Abschiedsn.ilzer"  spielte  Pierre  Blancliar.  Er  ist 
durch  die  Alb:itros-Weiigeroff-Film.  20  nie  F^irtiiny,  Paris,  zu  erreichen. 
Er    ist    F'ranzosc    und    gibt    .Vutogramme. 

Kurt  K.,  C  h  ;i  r  1  o  t  t  e  n  b  ii  r  g  :  Orcia  U.-irbos  .Vnschrift  ist: 
.Mctro-Coldwvn-Stiidios.  Culver-Cilv.  Kalifornien.  Fritz  Kortner  wohnt 
Berlin-D.ihlem,    .Max-Eyth-Stralie    .">. 

T  e  II  fei.  B  i  e  1  e  f  cid:  Oskar  Marion  ist  iinvcrheir.itel.  Die 
neuesten  Filme  mit  Afartin  Herzberg  sind  ..Die  .Siebzehnjährigen"  und 
..Verirrte  .lugend".  Ihre  Allersschätziing  stimmt.  Ilerzberg  gibt  Aiito- 
gr.inime.     Ihre   tirülje    haben    wir    .lusgerichtet. 

F.  i  II  e  1.  o  I  o  s  b  I  n  m  e  a  ii  s  L.:  Her  P.irtner  Liliaii  H;irveys  in  ..ICbe- 
ferien"  w.ir  H.irry  H:ilm.  Ranion  Novarro  wohnt  in  Beverly-Hills.  Holly- 
wood. Kai.  Fr.iiik  M.irion  filmt  in  Hollywond  und  ist  nicht  mit  Oskar 
M.irion  verw.indt.  AVill>  F'ritsch  ist  durch  seine  l'ilmanfnabinen  stark  in 
Anspruch  genommen.  Seine  Aerlobung  mit  Lili.in  H;ir\cy  scheint  nur  ein 
(Jerüeht    zu    sein. 

L  i  I  I  y  t  a  .  B  e  r  I  i  n  :  Iw.in  Petrovich  ist  durch  die  (ireenli.iiim. 
Berlin  SW  6M.  Koebstralle  61.  zu  erreichen.  Lili.in  Har\ey  und  Willy 
I''rilscli  sind  eng  befreundet,  .aber  nicht  verlobt.  M,irietl;i  Alillner  wulinl 
Berlin   A\     itO.    N.ichodstr;iße    2(i. 

O.  Z..  Köln  :  Das  Ramou  Novarro-Biich  erlialten  Sie  durch  den 
AI,i\  .Mattisson-Verl.ig.  Berlin  SAV  6«.  RitterstralJe  71.  Charles  Rogers  Vilml 
in  Hollywood,  gibt  Aufogr.imine  iiiid  ist  iinverbcir.itet.  Aiitogniniiiic  von 
;imcrik.iiiisclien  Filmst.irs  erh.illen  Sie  ;im  besten  durch  diese  iinmittelb:ir. 
\iele  wohnen  in  Be\  crl\ -Hills,  maiicbe  in  Cnlver-City.  andere  wieder  in 
I.MS    Angeles. 

F  i  I  III  r  .1  t  t  e  1.  AV..  B  e  r  1  i  n  :  AVilly  Fritsch.  AVcrner  Fiielterer. 
l.ili;iii  H;ir\ey.  Din.i  Oriill.i.  Dita  I'arlo  sind  .alle  unverheiratet  und  iin- 
verlobt.  Ricb.ird  |{:irtlielmess  ist  durch  First  N.ition.al,  Biirb.iuU-Holh - 
wood,  K.il.,  zu  erreichen.  Betty  Amann  wohnt  Heilin  AV,  Diiislnirger 
Str.ilJe  Ifi.  Ernst  A'erebes  BerliiiAV,  Einser  Str.ilJe  16,  Margarete  Si'hlegel 
Berlin  AV,  B.illeiistedier  Stra'Je  16,i.  Hilde  Al.iroff  spielte  n.  :i.  in  fol- 
genden Filmen:  ..Schwester  A'cronik.i".  ..Freiwild",  ,,Ossi  hat  die  Hosen 
an",    ,.Hell    in  Fraiieiisee". 

(;  e  r  d  a  AV.,  S  ji  a  n  d  ;i  ii  :  (iiist.iv  Fröhliih  wohnt  Berlin-AVeslend, 
Kurländer  .\llee   1. 

!•:.  K..  Berlin  :  A\'endcn  Sie  sich,  bitte,  an  die  Vfa.  Berlin  SW  ns, 
Kocbstralle  6— H.  ;iii  die  N.itional.  Berlin  SW  J.s.  F'riedricbstr:ine  10.  ,iii 
die  Terra.  Berlin  SW  6X,  Kochstralie  7:!,  an  die  .V.ifa,  Berlin  SW  18, 
Friedriehstralie    223. 


I{  i  t  .1  ,  M  .1  r  i  .1  1'  ;i  II  .1  1  0  r  -  \'  c  r  i-  Ii  r  c  i-  i  ii  .  il  a  I  I  <■  :  Kit-  Auln- 
iiiiiniiici'  \i>ii  M.iii.i  l'ünTiliMs  Waf^tMi  kiiiiiM'ii  wir  lliiirii  li'iilfr  nicht  s.i;;!  ii. 
M.iiia  I'.iikIIit  liest  alli-  Hiii-t'e  seihst,  llilil.i  K'uscji  wiinle  .-iiii  L'J.  Sep- 
ii'iiilier  in  S|iitt;;:iil  nelmicii.  Sie  ist  mit  eiiieiu  Nirht-Kiinsller  VCT- 
liiiiatet.  Kl'"  .\iil<>i;i':iiiiiiie.  ist  eiiii>  ^tciUi-  Mliiiiieiilieiiiiiliii  iiiiil  isf  im 
l.clic'ii  ;;eii  m  sd  >\  iii|>.'iilii>eli  wie  in  iliien  Kiliiien.  Sie  >pi(lie  liis  jelzl 
111  folireiiilen  SliiiUen:  ..Der  riiiil>er\vinillielie"  <  l.nei.nnn  Allieitiiii'.  ..D.is 
•spiel  mit  iIim"  l.ielie"  (H.inv  I.icdikc).  ..Hie  ZirUiisiniii/.esvjn-  ll.iiij 
l.iedtke).  lliv  iieiiesler  Film  ist  ..Teiii)Mi-'reiiipM-  mit  .\lliei  liiii.  Biielier 
iilier    Hilila    lioseli    linil    .Marl;i    I':ili>llei'    uil>t    es    iiiclit. 

K  r  i  k  n  K..  (,'  h  .i  r  I  o  t  t  i-  n  li  ii  r  «;  :  l.anr.i  l.i  IM.inles  I'artner  in 
..Solcl.iicnlelieii.  ilas  lieilJt  liistiü'  >eiii!-  tieilJt  .loliii  llarnm.  l'aiil  Ifieliler 
uoliiit  Heiliii  \V.  'r.iiieiitzienstr.ilJe  Id.  Kr  ;;ilit  Viilnyr.imme.  .I.nk 'I  rev.ir 
ir.ml  seinen  lirlilitren  .N.inien  J'ieil  Diiderlein  «ulinl  Hcilin-t'li.irlidlen- 
hiiij;-.     K.intsir.iLie    li'li/]21. 

U  r  e  s  1  ,1  II  e  r  K  I  i  in  ni  )•  r  I  r  i  l  /  e  :  M.iiy  l'arker  ist  -u  iniiü:.  \>  ie 
sie  .iiissielit.  Wenn  Sie  einen  Kilmsl.ir  nm  ein  .\  nld^r.i  iniii  liitleii.  so 
ii.iisx'M  Sie  seine  Hildk.irle  und  .idressiiTles.  l'iMiiUii  lies  Kiiekkin  eil  ein 
le;;en.  Sie  können  liei  der  Ailiess).  iIcmi  Kiiiistlei  n.imen  inliin'  liennl/.en. 
linde  l.ie-ke  tritt  jeden  .\l)end  im  Cidljen  Sdiaiispielli.i  iise  ii:  ..J)i  r  lielie 
Aiinnslin'  .iiif,  .\iina  M.iy  Won^-  Kasiieit  in  l.ondini.  .\l.id.v  (liri^tiaiis 
«idiiit  Herlin-Cliailoüeiibiiij;.  Hisin  iickslr.ilie  (iT.  Willy  Klitsch  ItiMlin  W. 
K.iiseiil.imm  !!.").  l.issy  .\ina  Heiliii  W  !t.  J.ind.ini'r  sii-.ilJc  (1.  Kelly  Aniaiin 
lieiiin    W.    |)iiis|iiir;;er    StraUe    1(1. 

\  n  t  o  ^  1  .1  in  in  j  ;i  p:  e  V  i  II  I.  i  e  »  <■  t  eh..  Soli  n  n  e  n  :  Den  Kurt 
M.n  Holstein  in  .Veiiirlt  .In;;iMid-  -piellc  U  ilf  \  on  (iolh.  VW  uolint  üerlin 
>\\  11.  Il.illesilies  I  Ter  J.>.  k.ini  \  on  der  Spi'echlMihne  /nin  Film  und 
spielli'  II.  .1.  in  dem  lla-Kilin  ..Vom  Täler  telill  jede  Spur".  Ainold  llasen- 
I  lexer  «ohnl  Herlin-Cli.irlotteiriniri;-.  D.ihlm.i niistr.  1(1.  Kr  lileiht  In'im 
lilm.  \\  Criier  l-'nettercr  und  Willy  I'ritsch  f;clien  AnloKr.imMie.  I'ri-d  Solm 
vvnnle  .im  .'i'.  .I.aiinar  in  l'i.inkVnrt  i.  -\l.  mdoni'n.  i~t  nm  ei  heii.ilei.  ^ilit 
Vnlo^iainiiie  und  lilinl  nnler  di'in  N.imi'ii  Ifulierl  Cisilc  in  l|o|l\\\ood. 
Kalironiien. 

Kllen  .1  .1  c  k  V  ö  r  :  .lack  'Irmors  N'.inie  ist  ..erhf.  Oh  So'  d.is 
Viito;;r.iinin  von  Imiii  l'etrovich  noch  erh.ilten  werden,  kiinnen  wir  Ihnen 
leider  .iinli  nicht  sasjeii.  Hitteii  Sie  ihn  zum  dritteiiin;il.  vielleicht  li.ihen 
"  ie    d.'inii    KrI'oli;! 

K  .1  z  i  a  It  o  \  e  r  t  :  Sidli-lv  er.ständlich  j;iht  es  .-iiich  eine  ^roUe  Ifeilie 
von  l'iliiist.irs.  die  liiilier  nie  etwas  mit  Hiiline  und  l'ilni  zu  Ina  halten, 
du-  \k;ideiiiiker.  >>^fiziere.  It.inkhe.imti'  oder  K.inl'lente  w.aren.  und  unter 
den  Di\.is  (iilil  es  viele,  die  fnilier  K  r.iiiUeii^rhw  estern.  Krzielieriniien  oili'r 
Sekret.iiiniien  uewesen  siml.  M.iriett.i  Millm-r  i^t  mir  heim  l'ilni.  In 
l.eipzii;-  wurde  ii.  .1.  .Ml'red  .\hel  n'"horeii.  Die  .Vnssichtcii.  erfolgreiche 
l-ilinstars  zn  werden,  sind  für  die  männlichen  .\spiranten  uenaii  so  -.jeriii;; 
\\  le    für  die    weililiclien. 

T.  i  I  I  y  K.,  .s  t  e  t  t  i  11  :  AVI.idimir  (iaidarow  wurde  .'im  J«.  .Inli  in 
l'olt.iw.i  (tehoreii.  Kr  li.il  seliw.irzes  H.i.ir  und  scliw.irze  .\iif;<'n.  .Mit  iler 
inssiscln'ii    Schaiispiiderin"    Ols;;!    (izowsk.ija    \ crheir.atet.    keine    Kinder. 

II  i  I  d  e  •;  .i  r  d  M..  N  e  n  k  ö  I  I  ii  :  .M.idy  Cliristi.ins  h.it  ,im  l!l.  .Linnar 
(IchiMtsta;;'    und    j;iht    .\iitOKr.i  iiiiiie. 

II  :i  11  s  H.,  .\  I  t  o  n  a  :  Wir  veröffentlichen  nur  lüldiT  von  promineii- 
leii  Kilmst.irs.  nicht  .ins  iinseri'm  Leserkreise.  Iler  l"ilnis(h.iiis|iielerhei  iif 
li.it  nur  weiiiK  .Xiissichlen.  Im  .illueiiieineii  li.ilien  l.;iien  nicht  ZntritI 
zu  Afidiers,  •^en.iii  wie  man  .inch  .indere  I. eilte  lii'i  ihrer  .\rheit  nicht 
»Kireii  darf.  .lawolil,  einen  l'ilni:  ..Auf  der  Keeperhalin  ii.ichts  um  halli 
eins-    tiilil    es:    Kildie    l'olo    spielt    die    ll.iuptrolle. 


I  NI  r  e  i;  a  cl  .-i  y  -  \'  e  r  i'  h  i  e  r  i  n  W.  x  .  /,.  .i  u  >  15  r  e  in  e  ii  :  Inire 
i;.id.ij  svurde  in  l'nuarn  ^cehori'ii.  Kr  h:it  dunkles  Haar  und  ilunkle  .\ir:ren. 
I'in  erlieir:itet.  Seine  l.ielilinK>hliiinen  sind  Kosen.  Die  Kricmhild  in  den 
..Niheliillden"  spielte  M.-m  ;;:irete  .Schon.  H.ifren  \>  ,ir  ll.iiis  .\d.illiert  von 
Srhlettow.  Klzel  ^pieiie  Hiidolf  K  lein-ltosKC  Hnmliild  w.ir  ll.inn.i  ü.ilpli. 
(iiiiitlier    w.ir    'llieodor    l.oo.-.    ileii    l!iidi;;er    spielie    Itndolf    lijitner. 

K  ä  t  e  H..  K  o  n  i  ^  s  h  e  r  •.;  :  Iwin  .Mosjukin  wohnt  Ueiliu  \\  ,  Kiir- 
fürslend.iiniif    JO.'i. 

'1' Il  e  :i  \'..  II  ;i  n  11  o  \  er:  ll.in>  Ad.ilhert  von  Schlelto«  «ohni  Her- 
linOlT.  (irolie  rrankfnrler  Sir.ilje  I.  ist  mit  einer  früheren  Sch.insiiieleriii 
\  erheir.ilet  nnil  ;iilit  Antojjrammi-.  Ihr  Hrief  is|  an  den  Kiin~ller  weiter- 
neleitet.  Schlelto«  li.it  dunkles  ll.iar  iiud  p:r.iiil>r.i  iiiie  \ii;;i'n.  Seine 
neuolen  l'ilme  sind  ..Di.iiic.  die  ( iesrliichle  einer  l'.n  iscriii"  und  ...\l.i- 
doniia    oder    Dirne'. 

K.  K.,  I' e  i  s  k  reis  r  |i  .i  m  :  Diii.i  (ir.ill.i  «ohiil  lici  liii  W  .  Speyerer 
sir.ilJe  _':;.  ist  seit  einiger  Zeit  Witwe.  •;ilit  .\nio>;r.iniiiie  und  ist  iiii^cf.ihr 
iliei  .l.ihre  heim  l-'ilin.  Ihr  neuester  Kilni  ist  ..Kiii  kleiner  \iiisclinl.;  .iiif 
die    Selit;keif.      Dit.i     l'.irlo    ist    iiiiv  erheir.ilet    und    ijiht    A  uloi;r.ininie. 

K  i  1  111  f  r  e  11  II  d  i  n  I.  15.  .ins  l(  e  r  1  i  n  :  (Hiiin.ir  'rolnacs  ist  iiiner- 
heir.Ui't.  jiilit  .\iilOKr.iiniue  und  h.it  dunkles  ll.i.ir  und  si.ilijhlaue  Alleen. 
Kariiia    Hell    ist    elieiif:ills    ledi^    und    h.it    hr.inne    Auüeii    und    hloiules    ll.i.ir. 

T"  o  111  .\l  i  x  -  \'  e  r  e  h  r  c  r  .i  ii  s  1)  r  <■  s  d  e  n:  'l'om  Ali\  ist  \  erheir.ite!. 
Irä^t  unseres  W  issi'iis  einen  Külistlern.imen  und  ist  r.u  erreichen  durch 
I'ox-Sindios,  lini  \\estern  -\\e..  lloUvuood.  .sie  Uöniien  ileuisch  ;iii  ilm 
schreihen. 

K  il  11  .1  r  il  -\l..  S  .1  .1  r  h  r  n  c  k  1- n  :  (Iret.i  li.irho  ist  durch  die  .Meli.i- 
(Joldw  >  n-sindios.  ('iil\  er-('ity.  K.ilifornien.  zu  erreii-hen.  .sie  li.it  :iiii 
IT.  .\pril  (Jehurtstay:.  s|iriclit  i;ehroclien  dcnlscli.  Ihr  neuester  l'ilm  isi 
..Krici;-  im  Dnnkelir'.  .I.iwohl.  es  ist  ;;est.ittet.  .in  Kilinsl.irs  zu  sdireilieii. 
Die     \nlH  orten    im    ..l'iliii-AI:i!;;izin  '    sind    kostenlos. 

\l  .1  r  ü:  o  t  s  t..  X  e  n  k  ii  I  I  n  :  .\li.i  .May  h.it  MMschiedene  l'iliii- 
inpehoie  ah-ielehnt.  weil  ihr  ilie  Manuskripte  nicht  ziisaiiicii.  Sn-  filmi 
nur    d.iiin    wieder,    wenn    die    Itolle    für    sie    ii.iUl. 

('  .1  111  i  I  I  .1  If  o  r  n  -  S  c  h  w  ä  r  m  e  r  i  ii  :  Cainill.i  tlorii  ist  ilurcli  die 
Ciiited  .\rtists.  ?:!()()  .s.iuta  .Moiiic.i-HiMile\  ard.  >lolly  vvood,  K.il.,  zu  er- 
reichen. Ihr  neuester  Kiliii  ist  ..Der  Kimis-  iler  Keriiin.a"  mit  .lohn  H.irr.x- 
nioie.  |{rii;itte  Helms  neue  l'ünn-  lieiUeii:  ..Die  wiinderh.ire  l.üf?e  der 
Niu.i  retrowu.i"  und  ..Minolcscu'.  I.ili.in  H.ir\ey  .irheilet  .'iiiKeuhlicklich 
im  ..Modell  x  oiii  .\loiil|i.i  ni.isse'.  I'elicit.is  M.ilteii  woliiit  Herlin-Il.ileiisee. 
.Neslorsti.iüe  .i.>.  und  spielie  knizlich  eine  ll.iiipli  olle  In  dem  l'ilni  ..'Hine- 
liuch  einer  Kidiolte".  Käthe  Dorsch  wohnt  lierlin-I.iclitei  fehle.  Dr.ike- 
strnlJe  s|.  lOvrlyn  Holl  Hci  liii-t  harlolteiilinr!;-.  Schillerstrano  IJI.  .l:iwolil. 
alle    rilmscli.iuspieleriiiuen    nehen    .\  ntoiir.iinine. 

K  1  n  s  t  i;  ii  c  k  e  r  f  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  Ol  ^  i  W..  H  .i  iii  h  n  i  ^-  :  Krnsi 
liiickeit  woliiii  Merlin  s\\  u,  H.illesche  -Sir.iUe  l.i.  Wir  werden  ihn  !;erii 
.111  die  fälli;;'eii  .\iitoi;'r.'iniine  erinnern,  eiii)if(dilen  .iher.  riihi^  zum  dritten- 
mal an  den  Künstler  zu  schreihen.  Kr  ist  ühriftens  sehr  viel  auf  Cisl- 
spielrj-isen.  I.ili.in  H.irvey  und  Willy  l'rits<-li  sind  iinverheir.itet.  i).iry 
lloliii    trä<;t   einen    Küiistlern;iineii. 

I' o  I  I  y  H..  It  r  e  m  e  n  :  IC;jon  von  .lord.iii  filmt  muh.  Victor  V.irconi 
ist  noch  nicht  in  Herlin.  (  h.irles  V.inid  spielte  den  X.ipoleon  in  ..W.iter- 
loo".  Kr  ist  I'r.inzose  und  leht  in  l'.iiis.  liildw  iiiiscli  ist  vorncmerkt. 
Kill  neuer  l'ilni  mit  Henry  .Stuart  ist  noch  nicht  .iii>;cküiidij;t.  .stn.in 
w.ir  kürzlich  in  Uerlin  .inf  der  Sprechhühne  Im  ..Kn^-Iischeii  Thciter" 
zu  sehen,  (iritf.i  l.ev  wohnt  Merlin  W,  Düssehlorrer  str.iUe  IJ.  M.ircell.i 
.Mhaiii     Merlin    W.    IViulshorner    Siralie    Ki. 


Belly  Aniann   und  Gustav  Fröhlich  gaben  in  Frankhirt  am  Main  Atilogramnic 


l'liot.  IIa 


BS      g** 


Knie  von  Nagy 
als  „MascoHchen" 


11   ,'rlf      II   ;//    ^Inuhtro 


ITi:     Uli-:-,--:    1  tri,::: 


.ll,.^,i    u  ,.■,.,,•  y. 


\\  II  I  f  •^  a  n  f;  (;..  1)  r  c  s  «1  o  ti  :  J>i'ii  J,aii-ii  i>l  diT  Zuliilt  zu  den 
Filiii.itclii'is  mir  in  Aiisii;iliiiicl"älh'ii  fjcstatict.  SoU-lic  ücmkIii"  slöri'ii  die 
Kiltiilciiti'  —  lM•t;■l■l•ifli(•l>(•l■^v(•i^(■  —  Lei  der  Arlicit.  Cliarlii-  C'liapliii  niaclil 
im  ill^i'nu-iiii'n  nur  ciiicii  l"iliii  im  Jahr,  kc'"'"'  "  i"'  ^  i<'l<'  aiidi'rc!  Iifriilimlc 
Kilm-Ici  HC.  .\iis  diesem  (iriiiide  .'■ielit  Jiiaii  ihn  .~u  sflti'li.  .Sein  iKMicstor 
l'ilm    lieilit    ..Lieht    in    di'r    St.iilf. 

(i  e  r  m  .1  r  li  —  h  ;;■  :  Holiiu  lr\iii  U'ht  in  i.nndim.  Krie  H.irelay  in 
Paris.  Heide  Kiin>ller  f;eben  A  nlii;;ramme.  Fred  Diiderleiu  «cihiil  IJerlin- 
Clwuliillenliiir);.  KanIsIr.-iUe  Un/l-l,  ist  nn\  erheir.-ilel  und  liat  .■im  :.'l.  Ajiril 
(ieluirlst.it;-.  Spielte  .lUeli  die  'rileliiilje  in  dem  J-"ilm  ..Hell  in  Frauensei'". 
(lilil  .\iitonr,iiiime.  I'hiilos  von  l"ilin>t;irs  heziehen  .Sie  .im  liesten  diireli 
den    -M.ix    .M.illissiin-VerlaK,    Herliii    S\V    (;«.    Hilterstralie    71. 

I>  i  1  .1  W..  H  r  <•  111  e  n  :  (Juiinar  Tidnaes  i^t  ansenhlieklieh  niehl  in 
Herlin.  Mindern  in  Skandinavien.  Kr  wild  aher  im  .(iini  wieder  hier 
lilmi'ii.  I.v.i  .M.ir.i  i>t  mit  Friedrieli  /eliiik.  Wilhelm  Jüelerli'  mit  (li.ir- 
liille,  il.i;;enhni(li    verheir.itet. 

1,  i  .1  n  e  H  .i  i  d  -  V  e  r  e  h  r  e  i  i  n  .  (J  i  e  II  e  n  :  l.i.iiie  lliiiil  ist  mitlel- 
«ruIJ.  Ii.il  diinkelliratiiie  .Viit;eii  und  rniljr.iiiiies  ll.i.ir.  w.ir  friiher  mit  dem 
Seli.iiis))ii-Ier  Kurien  Kliipfer  \  erlieir.itel  und  ist  jetzt  mit  li.iniii  llajiiierle 
\eiiiialilr.  li.il  keine  Kinder.  Isi  niifiefälir  .lelit  .l:ilire  lii'im  Film  und 
«iirde  liek.iiinl  diireli  fdlnendi-  Filme:  ..  Per  Kdin.in  eines  Diiiislmädehens-. 
,.l..id>  ll.iniiltoir-.  ..laikrezi.i  Unrfii.-i".  ..Sehl.ij;ende  Weller".  Ihr  iieiiesler 
Filii:  lieiUl  ..S.  ().  .s..  Sehit'f  in  Xnl".  (ieliiireii  am  1(1.  .\iiKiist  in  Wien. 
Cril  ll.iid  ist  ihre  Schwester.  Die  'rilelnille  der  ..Fr.iii  Sur^c-  spielic  die 
Amerik.iiierin  .M.iry  Carr.  .I.iwiihl.  der  männliche  H.iiipld.irsteller  in 
diesem  Film  w.ir  Wilhelm  Hielerle.  .M.idy  Christian.'»  widiiit  Herlin-t  Ii.ar- 
liifleiiliiir;;.  UiMii.irrkslraüe  (i7.  liat  am  l!l.  .I.inii.ir  Celini  l-l.is  und  liebt 
alli'    Kliimen.      Ihr    nenesier    Film:    ..D.is    breiinende    JU-iz'. 

F'.  K.  H..  S  0  n  n  e  b  e  r  j;-  :  Rudolf 
W.iller-Feiii  erreichen  sie  durch  dio 
Aaf.i.  Herlin  SW  |S.  Friedriclistr.  i'i':!. 
(ierli.-ird  l.:impreclil  und  Carl  Bnese 
iliireh  die  X.ition.il.  Herlin  SW  |S.  Fried- 
richslr.ilJe  lU.  .Ii;e  .\I.iv.  I l,inn>  Sehw -.r/, 
lind  Wilhelm 'riiiidc  ilnrcli  die  IIa.  Her- 
lin SW  its.  Koihslr.ilJe  ti-«.  Fritz  I.-iii^ 
durch  Fril/,  I..iii;i-Filni.  Herlin  S^'  tf', 
l'riedriehslr.iMe    Ji'l. 

K  11  I  h  c  h  e  11  .  Herlin:  T.ili.in 

H;ir\e.\  und  W  ill.v  Fi  il^ili  sind  ledi^;. 
Ks  hielJ  in  l-'ilmkreisen,  d.'ilJ  sie  sieh 
M'rlolil  liälleu.  I.ieu  |)e,\  ers  isl  iliucli 
die  Peiilsche  FniviMs.il.  Herlin  A\'  ^<. 
M.iiiersiralle  .si'.  /.n  erreieheii.  Wir  wer- 
den W.illcr  IMI.i  Kern  .in  d.i^  Au'n 
;;i.imm  erinnern,  empfehlen  .iber.  is 
lieber    selbst    noch    eiiim.il    zu    Um. 

(i  I  H  r  i  a  :  (ireta  (i.irho  ist  wieder 
n.ieli  (  iih  er  -  (ii.v.  K:il..  ziiiiieksereisi 
iiinl  be;;iiiiit  dorl  mit  einem  neuen 
l'iliii.  Die  Künstlerin  isl  Sehuediii  und 
bediel  Tsclit  ,ils  siilehe  .iiich  die  norwe- 
üiselie  und  diiuisehe  Spr.iehe:  Deutsch. 
Knyii^cli  und  Fran/iisi^cli  spriclil  sie 
;;i-bioelieii.  Sie  isl  nirlil  iiiil  .lohn  (iil- 
liei  I  verlieir.ilel.  F.rnsl.  ( iemlilsliefe  mit 
einem  leisen  llann'  zur  Sihwermiil  sind 
(irundzü;:!'    des    sk.indin.i \  isclieu    \'olkes. 

Ciel.'i  «;;ii  Im    isl    und    lileibi    .'iiicli    in  A 

iik.'i     immer    die    N<iiill;iiideriii. 

K  II  r  I    (!..    AN'  i  1  r  s  ,|  ,,  ,■  f:     ]•:<    i>( 

.1111  /» eckiiiäUifislen.  wi-iiu  Sj..  >ie|i  iiii- 
millelli.ir  .111  die  Film.üesellsch.i  l'leu  \\e:i. 
den.  Scliieilieii  Sie.  nncli  blosser,  sielleii 
Sie  sich  pcrsiiulich  \  or  und  zeif;eu  Sie 
den     l'ünileiiieii     Ihre     l'hiilos. 

H  .1  li  >  I...  H  e  1  I  i  n  :  Wir  veiiirfeiil- 
liclieii  nur  Hilili'i'  \nii  •.nlclii'H  Si.ns,  die 
111  Ib'Uiselil.'inil  oder  im  AiisLiiul  Iü'- 
scliärii;;l  sjiiil.  Dil'  beiden  Hildk.irleii  sind 
Ihnen    inz«isilieu    wieder    zii^ienaii^eu. 

H  1  1  -  1  M  e  W  ..  \  II  -  s  li  11  r  -  :  Kli- 
salieih  Heryiier  ist  uiu  erlieir.itel  iiiil 
liäll  sieh  :imi('iiblii'Ulieli  in  der  .Schweiz 
.Ulf.  Kill  neuer  Film  mit  ihr  ist  noch 
iiielit  :i  ii^eKiiiidi;;t.  Sie  i^l  .-tiich  im  Fii 
i.'illtdieu  sehr  lielieiisu  uidi:;-.  Hii^ili" 
Helm  h.it  .1111  17.  .M.irz  (iidiurlslaj;.  Sie 
ist  in  Herlin.  Kiii  .Jfiicli  «ilit  es  nii  lil 
iiber    sie. 

K.    IV,     \  I  I  u  11  .1   :      Wilhelm     Hielerle    liesi     und    offiii  I    .-ill 
selli^l.      Wir    \M'iileii    ihn    .lu    das    .Viiio^r.'imm    erinnern. 

W  e  1  II  e  r  K..  H  e  r  I  i  n  :  Hie  männliihe  ll.iiiptrolli'  in  ..Klire  deine 
Muller-  -pielle  W.iller  Hilla.  Die  'rilelrolle  in  ..Fr:iiieiiarzl  Dr.  Schäfer' 
«Mide    \ou    Ix.iii    l'elroN  ich    d;n  ;;esielll. 

K  I  «  .1  s  (•  h..  H  ]■  .1  u  II  s  c  h  w  eis;:  Wl.idimir  (iaidarow  wohnt  Her- 
liii-ll.ili  n-ee.  .lo.iehim-l'ricdrieh-Siralie  .'kI.  ist  mil  der  nis.sisehcn  Seli.in 
Spielerin  ()li;-.i  ( izo«  sk;i j.i  \  erlieir.ili  1.  ;;ibt  Anlo^r.i iiinie.  kehrte  kiirzlich 
\'in  einer  C.isispielreise  duridi  .lu:;iisl.iw  ieii  zurück.  Irin  jetzt  mil  seiner 
(■.iltin  im  ..Kleinen  'riie.'itei"  in  Herlin  auf  und  wird  .iilch  li.ild  wieder 
III    einem    neuen     l"iliii    zu    selien    sein. 

K  r  i  e  li  .1..  Meerane:  Sie  li.ibeii  ri'clil.  I.ili.in  llarvey  und  Willy 
1'rilseli  sind  lief reiiiidel.  Von  einer  \  crlobiinn-  weiU  die  (leffnillichkeit 
liiellls     /ii     lierichlell. 

1' i  M  a  I'..  Herlin  W:  ClLirly  Cli.iidiii  h.il  .im  Ifi,  .\pril.  M.iry 
l'ickford  .1111  IS.  April,  Dou;;l.is  F.iirbanks  .im  i':t.  .\l,ii  (Jebiirlsl.in'.  Sie 
kiinuen  .in  Fairbanks  deutsch  schreiben.  Er  bleibt  beim  Film.  Aorläiifi^; 
komiiil  er  nicht  ii.icli  Kiirupa.  Die  im  ..Kiliii-.\l.i;r.iziii"  erschieiioneii  Hil- 
ili'i-    \  oll    Filiusl.irs    kiiniieii    .sie    \  on    uns    iiiilil    beziehen. 

1.  i  I  o  M..  H  r  e  s  I  .1  II  :  Klis.ibelli  Herfiiier  wurde  in  Wien  s'idioreu, 
Iräul  ihren  richtisicii  N;inieii.  nilit  .\iilii«r.iuiuie  iiiid  «oliiil  Herlin-Dalileni. 
Farad.iy  we;;-  l.'i.  li.iinoii  Xov.irro  wohin  in  He\  erlj -Hills.  HolK  woiid. 
K.il..  -ibi  .\uloy;r.imiue.  bleibi  selbst\  crsläiidlich  .auch  beim  l'ilio.  Ii.it 
.-,111    li.    Felini.ir    Ccbiirlsla;;-.       Sie    kiinuen    ileiitsch    au    ihn    sihreiben. 

Alfred  H..  Herlin:  Hebe  J);ini<ds  ist  durch  die  .Mctro-tJoldw  vn- 
M.ivcr-siudios.  (  iilver-t  ity.  K:ilifnrnien.  zu  errcielien.  Sie  hat  ;im  II.  .1.1 - 
Mi.ir  Celiiirtst.i;;.  ist  mit  Heu  Lyon  vorhdil  niiil  n'ibt  .\ii|o(;r:imuie.  Sic 
spielle  11.  .1.  in  fol;;-eiideii  Kiliiien:  ..Soiuirita".  ...Miciiieuer  in  Taris", 
..Die    'l'ochler    des    Scheichs",     .Eins  -  zwei  -  drei  -  lo.«/' 

H  e  i  n  z  s  (.,  Z  e  11  I  e  n  d  o  r  f  :  Douglas  F'.iirb.iiiks  w  idinl  in  Hevorlv- 
HilU.  Hollywood.  K.il.  Er  bleib!  beim  Film.  MoKlieh.  d.ilJ  er  Hineu. 
wenn    Sie  d.'iriim    liitlen.    ein    Hild    schenkl. 

Dr.  Fediir  W  ..  Herlin:  Feber  Iris  (;r;iy  küiinen  wir  Hiiieii 
leider    kcilio    näheren    .\1  illcilnu-cn    m.nheii.    d.i    sie    nicht    bok.'innl    isl. 


K»— ■.'—.-  , -,. ..^ ,...  _    ,:i  i 


^eine    Hriefe 


.1  o  .1  c  Ii  1  m  -  E  r  11  s  I  1...  H  e  r  1  i  ii  :  Es  isl  für  den  l-aieii  iiiisi'- 
lieiier  schwer,  im  Film  festen  Fiili  zu  fassen.  Wenn  Sie  erlauben,  wirk- 
liili  miniisihes  'J'.ilent  zu  liabeii.  So  müssen  Sie  mit  ^roUer  .\iisd;iuer 
immer  «eiler  kämpfen,  wie  es  alle  Filmkiinstler  nel.iii  haben  und  noch 
immer  tun.  Aber  priifen  Sie  sich  Mirlier  genau!  Es  ist  nicht  jeder  ein 
t^eboreiier  l'ilmsl.ir.  der  Kiit.-nissieht  und  etwas  N";ich;ihiiiun;;s|.i|(.nt  h.il. 
.\  s  1  .1  I,..  1)  r  e  s  d  e  11  r'  J)ie  iienesten  Filme  mil  Werner  Fiieltcrer 
sind  ..Die  Flucht  der  Deli;i  ■  nud  ..Mors^cnriilc'.  l>ie  wcililiche  H.iiipl- 
lolle  in  ..Hoheit  tanzt  \\alzer'  spielte  (laire  Kommer.  Vera  Vorouina 
wohnt     Herlin-Wilmcrsilorf.    t'hl.indstraLie    M. 

F  i  I  111  f  r  e  ii  n  d  K.  .M.  :i  ii  .s  ]l  a  m  b  ii  r  u  :  (luiiu:ir  'roliiaes  ^ibl 
\uliit;raniiiie.  Ii;it  am  7.  J)ezeniber  (icdiurlslaj-'  und  ist  iinvcrhoiratel. 
XHIIoii    Sills    ist    mit    Doris    Kenyon    verliPir;itel. 

Hertha  K..  Krefeld  :  Hi-sclireibuiiften  mmi  den  {rt'"n'>'itpn  Eil- 
meii  erh.illeii  Sie  iidcli  durch  den  IHüstrierlcn  Filmknrier.  Herlin  A\  !', 
Kblhcncr    Str.ilJe   :!7.      I>as    Einzelheft    kostet    (1.2(1    M. 

.1  II  II  n  e  r  (■  .1  111  i  I  I  :i  H  o  r  ii  -  \'  e  r  e  li  r  e  r  i  u  H.:  (.iniill;)  Horii  isl  ein 
si.ir  der  Fiiiteil  Artisis  und  durch  diese  Firma.  7l'(KI  .Saiit.i  ilonie.i-UouIe- 
x.ird.  Holl.\wood.  K.il..  zu  erreichen.  Sie  ist  mit  einem  deiilseheu  (iroU- 
k.iiifiiLinn  \  erlieiialel  und  wurde  in  Fr;inkfiirt  a.  M.iiii  trcborcn.  sie  i-t 
eine  ;;rolJi'  Hlumeufreiiiidin.  Siiielte  liis  jetzt  u.  .1.  in  foltiemlen  Filmen: 
..l'.iusf.  ...Iu;;eiidr.ius(  h",  ..Der  fnihliehe  W'eiubcr;;',  ..Wetlerleiichteir' 
(..Der  rote  Stiirni"'.  Hir  neuester  Film  i-1  ..Der  Küiii;;  der  Herniiia"  nul 
■lohn     Harryniore    .als    l'arlner.       Sie    ^jibt    Anto;;r.iinme. 

Karl  Heinz  I'..  O  p  p  e  I  ii  :  Evelyn  Holt  li.if  ;im  :!.  Oktober  Ce- 
biirlslafj.  üibt  Aiito;;r.imine.  wobiit  Mäiidii;  in  Berlin  und  siiriclif  :nic1i  - 
l.i^t  not  le.ast  —  fließend  Fr.inzösisch.  Hir  iiouester  Film  ist  ..Verbrechen" 
I  Der   .M:iiiil    mit    dem    l.aubfroscli  i.       lau    Hiich    iibiM'    sie    jiibt    es    nicht. 

A\'  i  1  h  e  1  m  S  c  h..  S  I  ii  I  t  ^  a  r  l  : 
AVenii  Sie  das  ..Filtn-AIasazin "  Hiebt 
erli:ilten  li.iben.  so  ist  es  .im  besten.  Sic 
rekhiniieren  bei  der  l'ost.  Kili:in  Har- 
Acys  l'.irtncr  im  ..Modell  vom  Aloni- 
parn.isse"  sind  Isi)  Sy;ii  und  H.irry 
H.ilni.  Kiane  H.iijs  neuester  F'ilm  ist 
..S  ()  S.  Schiff  in  Xot ".  Hilda  Koseli 
ist  mit  Xiclit-Kiiiisller  verheir;itei.  Sie 
wurde  in  StnltK.arl  (tcboren.  Friedrich 
Zelnik  ist  noch  nicht  iii  Herlin,  Man 
uiilerscheidct  in  der  Komp;irserie  sol- 
che Komparsen,  die  in  Masseiiszeneu 
mil«  ii  kell,  nud  die  sogenannten  Edd- 
Uomp.irseii.  die  schon  vor  scIiwieriKP 
ViifKaben  ucslellt  werilen.  sie  Ireteri 
für  Sekunden  einzeln  vor  die  K.imera. 
Iiiiii;;eii  lU'r  Div.i  oder  dem  männliebeii 
.St.ir  irK'pndeine  Meldiin;;  usw.,  kurz, 
sie    füllen   das   Hild    aus. 

R  ;i  m  (1  II  X  o  v  ;i  r  r  o  -  V  e  r  e  )i  r  e  - 
r  i  11  .  1)  r  o  s  d  e  11  :  .Sie  kiinuen  .lU 
l{:inion  Xiiv:irro  riihij;  deutsch  schrei- 
bi'ii.  .l.'iwolil.  er  ist  einer  der  schöiisien 
Männer  der  Well.  Elisabi'tli  BerK'ior  isi 
noch    11111(1'. 

li  u  d  r  u  II  '1'  h..  (i  II  b  e  n:  Kiir  l,;iien 
i.-l  CS  sehr  -cliwer.  ein  Kilnunaniiskripi 
zu  verk.iiiVen.  Am  zweckmäUiasleu  ist 
e-,  wenn  Sie  Ihr  Siijct  ii'— :i  Schreib- 
mascliinenseileii)  au  die  dr.i m.iliir;;ischcii 
\lilciliiiii;'eii  verschiedener  Filiiii;c«cll- 
«ch.ifteii    senden. 

E  1  11  s  I  Stahl-  .\  a  c  h  b  .i  ii  r  -  \  e  r- 
c  h  r  e  r  i  n  JI  i  I  d  e  .  V.  I  b  e  i  f  cid: 
l'änsf  Stalil  -  X.ichb.-inr  ist  m>ii  C.irol.i 
l'oelle  {rpscliiedeu.  «ibt  .VnlOKr.imme. 
iräut  si.iiien  riililiyen  X.imeii  und  h.il 
unseres    A\  i>«eiis    •;l.iiie    .\ufriMi. 

I.ieu    De  y  e  r  s  -  .s  c  h  w  ä  r  in  e  r  i  ii: 
l.ieii     Deyers    ist    unverheiratet,    lu     .\m- 
sierdam    jicboren.     Die    Außeii;iufiialinieii 
IM   dem  Film    ..IMe  Heilis;i-    und    ihr  .V.irr' 
wurden    in     Il.ilien     Kcdrclil.     die     liineii- 
szenen    im    Fifa-Alclier.    Berliii-Halensee. 
CicerosIr.ilJe.    Hamon     Xinarro    ist     ledi;; 
und    sribi    .Viilo^i  :iiuiiie.    (irel.i    (i.irlio    i^l 
wieder    n.icli    (  iilxer  -  Cilv .     K.ilifornieii. 
zuriickuckcliri    und    liefiinnl   dort   mil    den 
.\iifiialiiiieii   ihres  neuen  Films.  Hire  Lieb- 
liujisbliimen    sind    Hosen. 
I'  1  .1  II     I,  e  II  i     W  .     I'  r  :i  n  k  f  ii  r  I  -  .\l  .i  i  u  :      Dciie     .Morel     wunli'     .im 
17.     .I.inu.ir     in     Kn;;l.iiid    .als    Soim     eiiu's     liek.innlen     Diplomaten    •;eboreii. 
Fr     w.ir    ein     cifol^reicbcr     Sporlsni.inn     nml     spielte     in     London    Tbcilei. 
Später    wurde    er    Min    dem     Kesisseiir    (Jr;ih;nn     Ciilts     für    den    Film    ent- 
deckt.      Kr    si.iili   Ende    Mirifieii    .l.ilire«    an    einer    HlutverniftiiiiK-       .\ußer 
in    ..Hilller    Klosieriuauern"   spielte  er   noch    im   ...M.'iri|iiis  d'Eon"   die  männ- 
liche   H.inpirolle.      Ein    Hncli    jiibi    es    nicht    über    ilin.      Er    w;ir  verheir.itei. 
Hilder    des    Küiisileis    kiinneii    Si(.    noch    von    seiner    (iailiii.    Berlin    AV     .'lO. 
rjiuenlzieiislr.iLie    i'd.    erhalten. 

F  i  I  111  f  r  e  u  ii  diu.  (t  b  e  r  -  V.  h  e  i  n  :  Iw.iii  l'etrovich  wurde  .im 
:ll.  Dezember  in  Hud.ipesl  geboren,  ist  .aber  -erbi^clier  St.ials;iiinehöri:;- 
ki;il.  Er  w.ir  früher  lii(;eiiieiii'.  ikiiiii  Operctlenbonv  iv  .iiii  in  Hud.ipesi  und 
im  Krie;;e  H iisarenoff izier.  Er  wurde  von  .Mich.iel  Keriesz  vor  ti  .l.'ilireii 
fiir  den  Film  enldeidvl.  H.'irry  l.iedtke  w.ir  zuerst  mit  der  Scli.ins|iieleriii 
i'roft  und  d.iiin  mit  Käthe  Dorsch  \erheiralet.  .letzt  isl  er  mit  Dr.  t'hrisi.i 
Torily     Ncrniähll. 

F"  i  I  111  -  1.  y.  .'ins  E  s  s  e  u  :  Käthe  von  N':i^ys  neuester  F'ilm  heißi 
...Mascoltchen  ".  In  Arbeil:  ..l!e\olle  im  .liinjrseselleiiheiin".  Ihre  .\llers- 
scliälziliif;'  .-liliimt.  (irele  Moslieims  letzter  Film  war  ..Die  Siebzehii- 
j.ihrinen  ".  Die  };cii.iiinleii  Küii>llciiiiiien  h.ibeii  :ille  eigene  Wohnuiificn. 
I.ili.iii  H.ir\ey  isl  mit  Willv  Fril^ch  sehr  befreundet.  Das  (Jeriicht  Min 
einer  \erlobiiii;;  si'Iieinl  aber  nicht  .iiif  A\'.ihrlieit  zu  beruhen.  Senden 
Sie  Ihre  l'holos  .in  die  l'r:i.  Herlin  SW  (i.s.  KocIi^lraUe  fi-S.  :iii  die  X.ilio- 
nal.  Herlin  SW  is.  I'riedrii  hslr.iUc  lU.  .iii  die  l'crr.i.  Berlin  SW  lir<.  Koch- 
sii.ilJe  tili. 

I,  a  I  I  ,1  -  B  II  I  Ii  n.  X  a  r  r  e  y  -  X  o  r  iii  .i  .  H  c  r  1  i  ii  -  H  e  1  I  e  v  ii  e  : 
I.ili.in  11,'irvey  ist  mil  Will\  Frilsih  eii^  befreniidet.  D;is  .\ller  der 
Künstler  H;ebeii  wir  Kr"'"'sälzlicli  nielit  bek.iiinl.  Ceinessen  haben  wir 
Willy  Frifsch  und  (iiisKiv  Fröhlich  noch  nicht,  nehmen  aber  an.  d.'iB 
beide  Ihren  .Vnsprücheu  ;;ciiüueii.  Xils  Astlier  koiiiml  vorläufii;-  nicht 
ii.icIi  Deiiisclil.ind.  \\  (1  sich  die  Filmstars  im  Sommer  w.ähreiid  der  Hoch- 
s.ii^oii  erholen  und  .■imiisicreir.-'  (J.inz  verschieden!  Sehr  viele  k.iiiii  m.m 
ibci  in  Weslerland  Ireffeii.  Ernst  Vercbes  wohnt  Herlin  W.  Faiiser 
sir.ilJe     Ifi. 


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Einztlprci-;  W  IM.  lür  das  Heft.  BczutSsprcis  durch  die  l'ost  monatlich  1.75  M.  \  e  r  1  a  »! :  Illustricrlc  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68.  KochstraBc  6—8.  Schrul- 
le i  I  u  n  |>  A.  Kosenihal — Aros,  Berlin.  Für  die  Kedaklion  und  Herausgabe  in  Ocsterrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domjiassc  4.  Verantwortlich  (ür  Anzciiien 
Wilhelm    Schaelcr,    Charlollenbur|<.      Anzei£envcrwaltun|<    Bepa-Vcriag,    Berlin  W  35,  Blumcs  Hol   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schcrl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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Coblenz,  Schloßstr.  35       Dortmund,  Kais>.rslr.  6       Dresden,  Prajicr  Sir.  35       Duisburg,   Kuhtor  2  4.       Düsseldorf,   Steinstr.  2      Eisenach,   FraiK'nbLr|i  <»       Elberfeld 
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Hu-   I  rN.ichr  ili  r  .\liti'~«fr  und  l'lc(kcu   i-t 
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iii'luuc  Kr»  aruniii;;  i'iiipliiirli'ii.  il:i  d,'i~  lllui  I 
MI  dir  H.-iut  u'i-trirlh-u  v\  i rd   und  dii<<>i-  ii.-ilirl 

1  iiiu  l.iliht.  Nach  30  Minuten  stellen  Sie    i^-    01 

(est:  Wangen  wie  Rosen,  verjüngtes  Aus-    j  '     0i\  ^ 

seilen,    klare,    reine    Haut,    weiche,    zarte    '•     J^Lk^        _Ä       ^>:. 

Haut.  KliMiii-  l'.iltiii  '■iiid  \  i-r-ih«  uiidi-n.  l.'unzilii  d.idiirili  .naiiz,  U''«'''""''- 
i-r\\  cilrrtc  l'orrii  zu-auiiui'M^i'/iii;cu.  iMMddatTlc  .\lu>kidii  w  i-rdiMi  fotiT.  Viele 
Frauen  von  40  Jahren  u.  darüber  erscheinen  in  30  Minuten  um  10  Jahre  verjüngt. 

Vrrsuidu'ri  sj,.  ,.v  .-iiii  \1m-ihI.  wcliii  Sif  Mirh.-i bc-u.  au~/.M-(dicn  oilcr  Urvui  h 
zu  cuiplaiit;!-!!.  Sii.  und  Ihn'  i'ri'uudi'  wrrdrii  lif;;i'i>ti'rl  uliir  ilii'  neu  ir- 
st.iiMli-ui'  .Si-Iu)iili(  ii  x'iu.  .si|.  wi-nlcn  zu  Ihrciii  Hr>ti'ii  ;iu>>iduMi.  und  wnl 
Sic  dii's  wiv^cii.  >iih  am  wohl>lcii  fiihlcn.  'l'iiu  sie  c-<  in  lliri'm  ci;;cni'ii 
Interesse.  I'rci»  ilcr  ..Kta-Tcint-Maskc  ■  Mk.  4, —  und  l'ortn.  \  i-r>:inil  un- 
auffällig- per  N.iclinahiui-  ilurcli  die  ..Kla'  l'hem.-lechii.  Fabrik  (J.  m.  b.  II.. 
Hi-rliu-1'aidviiw    l!l.   Horkiimslr.  1. 


PICKEL,  MITESSER 


^"h  ^v- 


l,  ,53 


iQOe  f 


ommer- 
pressen 


-clb,.    uihI    bi..iin.'  FbMkci,  ,1c- 

\\  IC    pciiiliili    ciiipfindon  Sic    Mdli»t    >clniii    die  (ic^iclit-      und      dc>      Kiirpei-. 

I  iiM-iiiliciicn     Ibici     ll;iiif.     .ilici       -     iMc-    .ib-  H.intbräiniiiiiücii     ii.     Hiulvcr. 

-t..ljcnd    mii— en   sie   erst   .iiif  .iiidcre    wirken,  f-'i '"|"ii'-ii     \  ci  mIiu  iii.lcii  \  ..|U 

Wie   oft   in.i";   ein   unappetitlicher 'reim  (iliuk  ^'     '    -    '    _.'  „, 

nnil    l.n'be    zer-tnren.      \eiuenilen    Sie    d.iln'i'  Siifiiiii"c      \iifhclliiic'     ii    Hb-i 

meine   s  ,•  1, ,-,  1  u  „  ,-    ..\,,  ,   .,  .-  c  r  ni  .i".   Schon  chniiii  der  ll.-inl.    dic~lilciidcn,l 

Iiaidi   diT    cr-lcn    \n\\cndiin;:    bessert    sieh    Ihr  zirl     nml     weill     winl.       Wenn 

l'eini   aiiff.ilicnd.   I'iikcl.  .Mitesser.  llanlorielJ.  •'^'''    •''H''-^    il.isliehe     eifolt;los 

u.-lk    werdende.    ;;iauc.    fahle    n.    -rojjporine  >'-i^"<lil     h.-ibeu.    d:inn     benut 

llai.tM-rscbwi, nsamlFnisicl ^s„rs.„hcn.  "ü'    """,   '""    ;^^.Hem     \  ertr.iiien 

^.  ,     ,.         ■  ,  ,,  ...    .  ..I  ijini.il    .        Ks      ist      nniibei- 

Meerli.ilteiieincn  wnndcr\oll  \crjiin-tcnlenit.  ueiilicli    h,    bc/u^    ,iuf    Kri'.d- 
der    jeden   b,./aubert.     tJ;ir.  f.  ruschädlichkcii.  „„ii     Iiisidi-idliidikeii. 

Keine  Ucriif-si.innii;.  Preis    M.9.75.  ..fi;;iiiat  .     Tiei-    M    4.5Ü 

\e|s;,i„|      :;ei;en      N.ichn.ibmc     ihiicb 

SCHRÖDER-SCHENKE,     Pofsd*a.!^er  Str^ö lei 


Stephan  Lorant 

WIR  VOM  FILM 

Das    Leben,     Lieben     und    Leiden    der 
Filmstars 


Mit  49  persönlitheii  Beiträ^^en  der  bedeutendsten 
Pilnist.irs  und  400  Abbildungen  auf  bestem 
Kunstdri^idcpapier  Broschiert  4.— RM.  Gcbiind. 
5.—  RM.  Gejjen  Voreinsendung  oder  Nadinalinie 

lllusrr.  Filmwoche,  Berlin  S\\'68,  Kodistr.  6--8 

Hostsdioi-kkoiii.''  Ilcrliii   I4t>  272 


^ I 


""""""'""" 


iniiimiiiHunaiuiiBBunniumiuiiuuiuimiiiiuumnrafflnnnniimiminuiiiinnfiiii^^^^ 


K!Iu2>-Sesse2 


Kurze  Zeit  in  der  Großen  Kunst  -/iusslellung 
DaOlOeim  benutzt,  fast  wie  neu,  verkauft  von 

^5  Mark  an  in  Stoff   —    Rina-£eaer  95  Mark 

H.  £ipUG,  Berlin  SW>,  Kocösiraße  6  bis  7 


Sliuuiiinii»niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii..iiiiiiiiniiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiMiniiiiiiu«iiiiiiiiiiiiiluiiiiiniiuiiuiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiimiiiiimiiniiiiiiii 


Ein  Film  der  Erich  Pommer  Produktion 
der  Ufa  mit 

Franz  Lederer,  Warwick  Ward 

Ferner  wirken  mit: 

Harry    Hardt,      Ekkehard    Arendt, 

Michael    von    Newiinsky 

Regie:    Hanns  Schwarz 

Autor:  Hans  Szekely 
Fotografie:  Carl  Hoffmann 


Wochentags: 
Sonntags:     5^' 


7« 
7" 


91s 
9" 


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i!ir    "^ 


I!l      Jl 


^^ 


UMMER17      /      BERLIN,    28.   APRIL    1929      /       PREIS    40    PFENNIG 


r!iol.  Ija 


KSyamillo    zTlorn    sßtelt  itn  c>Lubttsch=cJthn  ,/^er  LKoni^  der  cJdery%ma 


1 


k 


as  sag^'^dr ^tutp  i 


„Da  seht  Ihr  mich  als  mein  eigener  Filmstar,  Regisseur,  Operateur,  Pubhkuni  - 
alles  in  einer  Person.  Bekommt  Ihr  nicht  Lust,  es  ebenso  zu  maÄen?  Alan 
gemeßt,  so  oft  man  m  ill,  alles  Erlebte,  alle  Reisefreuden  von  neuem.  Die 
badie  ist  billig.  Wendet  Euch  nur  auth  an  die  Ufa-Handelsgesellsthaft, 
A    f  "l  '    Kochstr.  6-8.     Sie    sagt   EuA   gern   unverbindlich,   welche 

Aufnahme-    und    Wiedergabe- Apparate     der    Kino-Amateur     benötigt." 


i 


]^  I  i:    u  o  c  II  1.  \  s  c  II  H  I  I  T    D  i;  r    r  i  \.  m  r  w  l  i  \  d  i: 


.^SSf^S^' 


'VV* 


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f^'wf.     ;4I.-Ü.-.1I. 


Weekend  in  Hollywood 
Die  Filmslars  Gwen  Lee  und  Josephine  Dünn  im  kalifornisdien  Bergland 


I      ! 


^    > 


fe  .  / 


Wenn  man  den  wundervollen  Film  von  der  wunder- 
baren   Lüge    der    Nina    Petrowna     als     eines     der 
besten    deutschen   Filmwerke     bezeichnet,     so     ge- 
schieht  das  wohl   deswegen,   weil   hier  wieder   einmal   der 
Beweis  erbracht  ist,   daß  es  beim   Film  nie  auf  irgendein 
einzelnes  Moment,   also   weder  auf   das   Manuskript    noch 
auf  die  Regie  oder  die  Darstellung  allein  ankommt,  son- 
dern   auf    das    Gesamtresultat,    das    sich    im 
vorliegenden    Falle    so    außerordentlich    kon- 
zentriert erweist,  daß  man  diesen  Film,  wenn 
man   ihn  einmal   gesehen   hat,    kaum   aus   der 
Erinnerung  verliert,   daß   dieses   Filmschaffen 


nachwirkt  —  bei  uns  sowohl  wie -in  der  ganzen  Welt,  genau  so 
wie    etwa    „Variete",    ,, Madame    Dubarry"    oder    ,,Ben    Hur", 

Dabei  ist  es  ein  Spiel,  das,  genau  gesehen,  zwischen  drei 
Personen  abrollt,  zwischen  dem  Obristen,  dem  Fähnrich  und 
der  Nina  Petrowna,  einer  jungen  schönen  Dame  der  Peters- 
burger Halbwelt,  die  Geliebte  des  Obersten  ist.  aber  Reichtum, 
Luxus,  Wohlleben  hingibt,  als  sie  die  wahre  Liebe  erfaßt,  die 
Zuneigung  zu  dem  jungen  angehenden  Offizier,  der  so  wenig 
vom  Leben  kennt,  daß  er  nachts,  als  ihm  Nina  Petrowna  die 
Schlüssel  ihrer  Wohnung  zusteckt,  noch  nicht  einmal  wagt,  sie 
zu    küssen. 

Hanns  Schwarz,  der  Regisseur,  hat  Brigitte  Helm  unter  seiner 
Leitung  zur  Höchstleistung  angespornt.  Diese  junge  Künstlerin 
tritt  unwidersprochen  damit  ganz  an  die  Spitze  der  deutschen 
Darstellerinnen.       Ihre    Partner     Franz    Lederer    und    Warwick 


Oben:  Franz  Lcdcrer,  daneben  Brigitte  Hetm 
und  Warwick  Ward.     Unten:  Brigitte  Helm 


l'ho!.  l.'la 


da^Jyim  Jämmi 


Ward  crgänzi-n  die  si;li;ui.spicl(.'r)si.lien  Leistungen,  bieten 
beide  —  gimz  anders,  uls  man  es  bisher  bei  ihnen  ge- 
sehen   hat   —   Höchstleistungen, 

Glänzend  auch  die  Photographie,  die  Bildeinstellungen 
an  sich,  die  das  Milieu  des  Films  in  einer  Weise  charak- 
terisieren, die  man  bisher  höchstens  andeutungsweise  in 
dem  einen  oder  anderen  russischen  oder  amerikanischen 
Großfilm  sah,  —  Es  gehören  unwider- 
sprochen ein  großer  Teil  der  Ruhmes- 
blätter   Carl    Hoffmann    und    dem    Mann 


•  '^'''^*»f^^*o'*°n»*J^*ntot>t^9ifAjwvfiwxortCKKfKe>f»vtmt^av»*Q 


am  Kurbclkastcn  sowie  Herlth  und  Röhrig,  den  Architekten.  — 
Es  ist  ein  herrliches  Bild,  künstlerisch  schön  und  stark  in  der 
Wirkung  auf  jeden  Beschauer,  ganz  gleich,  ob  er  die  Kunst  oder 
die   Unterhaltung   sucht. 

Besonders  bemerkenswert  sind  in  diesem  Film  die  Kostüme 
der  Hauptdarstellerin.  Brigitte  Helm  muß,  um  im  ersten  Augen- 
blick den  Eindruck  eines  kapriziösen  Geschöpfes  hervorzurufen, 
individuell  und  doch  nicht  aufdringlich  gekleidet  sein.  Rene 
Hubert,  der  den  cntäprechendcn  Rahmen  um  sie  stellt,  hat  mit 
höchstem  Takt  und  trotzdem  mit  Phantasie  gearbeitet. 

Man  bedauert  nur  eins  nämlich  daß  zu  diesem  Film  die  syn- 
chronisierte Musik  Schmidt  -  Gentners  mit  herrlichen  Klang- 
cJfcktcn  nicht  im  Tonfilm  durch  ganz  Deutschland  gehen  kann. 
Sie  war  in  Berlin  ein  Erlebnis,  eine  starke  Unterstützung  des 
Films,  wie  man  sie  von  Seiten  der  Musik  aus  bisher  selten  fand. 

Oben:    Brigitte  Helm,  links  mit  Franz  Lederer 
Mitte:    Franz  Lederer.     Unten:  Warwick  Ward 

l'liot.  llJ 


QMoß^mi 


Die    Pariser    Boheme    ist    in    Wort    und    Ton 
so  oft  dargestellt  worden,  daß  man  in  aller 
Well    weiß,    wie    es    auf    dem    Montmartre 
zugeht.     Das   lustige  Völkchen    der  Künstler   und 
Studenten    und    der    mit    ihnen   verbündeten    Mo- 
delle,    Laufmädel,     Modistinnen     weiß     sich     ge- 
schickt  über   die    Nöte    der   Zeit    hinwegzusetzen 
und  Armut  durch  Anmut   zu  besiegen.  Aber  die 
meisten   Schilderungen  des   Quartier   latin   gehen 
auf   eine    Zeit    zurück,    die    im    allgemeinen    sorg- 
oser   war.     Es   ist  die    Zeit   des   zweiten   Kaiser- 
reichs,    dessen     äußerer    Glanz     auch     bis     nach 
Montmartre  und   Montrouge   strahlte.      Vor   dem 
Weltkriege  war  Paris  allerdings  noch  das  Dorado 
der  Künstler,  aber  das  Bohemeleben  hatte  doch 
schon     viel     von    seinem   alten   Zauber   verloren. 
Nach  dem  Kriege  sind  auch  in  Paris,  wie  anders- 
wo, die  Verhältnisse   so  vollkommen   andere   ge- 
worden, dafj  der  Begriff  „Quartier  latin"  nur  noch 
historische  Bedeutung  hat.    Das  Leben  spielt  sich 
auf  einer  ganz  änderen  Basis  ab;  es  ist  selbst  in 
Paris   härter   und   kälter   geworden.    Zwar   stehen 
die  wackligen  Häuser  in  den  alten  Straßen  noch 
—  man  hat  ja  auch  in  der  Seine- 
stadt   kein   Geld,    um    zu    bauen, 
Mimis   Häuschen  wird   sogar  von 
Fremdenführern   als  eine   Selten- 
heit gezeigt,  aber  die  Menschen, 
die    heute    über    die    knarrenden, 
ausgetretenen  Stiegen  laufen,  die 
in     den     niedrigen    Zimmern    der 
allmodischen    Hotels    hausen     — 
diese     Menschen     haben     wenig 


Mitte:  Carmen  Boni und  Helga  Thomas. 

Im  Kreis:  Iwan  Petrovich,  Maurice  Bra- 

dell,  Carmen  Boni,  Helga  Thomas 

l'/iot.  Orplid-Meplro 


mehr  gemeinsam  mit  der  Boheme  von  ehedem.  Erstens 
einmal,  weil  sie  noch  ärmer  sind  als  die  der  vergangenen  Zeit, 
denn  die  Mehrzahl  der  heutigen  Studenten  —  auch  in 
Paris  —  erhält  keinen  oder  einen  völlig  ungenügenden 
Wechsel.  Wenn  aber  der  Tag  mit  dem  Studium,  der 
Abend  mit  Broterwerb  verbracht  wird,  bleibt  wenig  Zeit 
für  die  Liebe  übrig.     Auch  die  Modistinnen  können  heute 


.* 


li 


nicht  mehr  den  Tag  vertrödeln.  Und  selbst  wenn 
sie  Zeit  hätten,  würden  sie  ciavon  abstehen,  denn 
auch   sie  sind  von  der  gymnastischen   Bewegung 
erpackl      worden     —      und      für     den      Sonntag 
schätzen  sie  einen  Freund,  der  sie  auf  dem  Motor- 
rad   ins   Bois   de   Boulogne    oder    anderswo     ins 
Grüne    fährt.     Die    Romantik    des    Quartier    latin 
hat   heute    ein   ganz   anderes   Gesicht.      Natürlich 
zeigen   die    jungen   Bewohner    des    Quartier    laiin 
immer  noch   das   Bestreben,    es  der   Boheme   von 
ehedem  glcichzutun.     Nicht  alle  männlichen  An- 
gehörigen dieses  Viertels  sind  zudem  Studenten; 
immer     noch     bilden    Maler,    Bildhauer,    Schau- 
spieler,  Schriftsteller   einen  großen  Teil   der   Be- 
satzung   —    freilich    nur,    solange    sie    noch    un- 
bekannt und  daher  recht  oft   in  Geldnöten   sind. 
Sie     sind     weniger     ernst,     nehmen     das     Leben 
leichter  und  haben  bei  den  Frauen  deshalb  auch 
mehr    auf   Entgegenkommen    zu   rechnen.      Diese 
Künstler  sind  auch  die  Veranstalter  jener  großen 
Bälle,   die    auch    von   wohlhabenden   Kreisen    be- 
sucht werden.     Atclierfeste  und  Budenzauber  — 
das  macht  man  unter  sich  ab,  aber  die  Bälle  für 
dreitausend  Besucher   verschlingen 
große  Summen  und   sind  nur  mög- 
lich,   wenn    viele    zahlende   Gäste 
sich    dazu    einfinden.     Diese    Tat- 
sache    benutzt     der    von    Augusto 
Genina  inszenierte  Film  ,, Quartier 
latin",    um    seine    Handlung    darauf 
aufzubauen.    Er  zeigt  das  moderne 
Quartier  latin,  aber  er  nimmt  auch 
die  Zuschauer    mit    zu  jenem  alten 


Mute:  Iwan  Pelrouich  und  Carmen  Boni. 

Im  Kreis:    Maurice    Bradell  und  Helga 

Thomas    i'/ioi.  orplid-Mfssiro 


Oben:  Iwan  Petrovich 


Bohemeviertel,  das  romantischer  und  erregender  ist  als  die 
ein  wenig  nüchterne  Sachlichkeit  der  neuen  Stadt  Paris. 
Im  Quartier  latin  des  Filmes  spielt  dann  auch  die  Liebe 
ihre  alte  große  Rolle.  Ein  schönes  Kostümfest  bringt  die 
bekannten  Typen  des  Murger -Romans  Schaunard,  Musette, 
Colin,  Marcel  und  natürlich  auch  Rudolf  und  Mimi  wieder 
zum  Leben. 


Im  Wunderklima  von  Kalifornien  kann  man  meiir 
Haustiere  halten  als  anderswo.  Die  Papageien 
brauchen  nicht  in  den  Zimmern  gehalten  zu 
werden,  sondern  man  kann  sie  in  den  Gärten  frei 
herumfliegen  lassen.  Sie  kommen  schon  wieder  an 
den  Futternapf,  und  Raubvögel,  die  ihnen  gefähr- 
lich werden  könnten,  gibt  es  nicht  in  Hollywood. 
Wenn  man  den  Andengeier  sehen  will,  muß  man 
in  den  zoologischen  Garten  von  San  Francisco 
fahren.  Sobald  das  Auto  durch  eine  der  stillen 
Straßen  der  Stadt  fährt,  die  sich  durch  vornehme 
Palmcnalleen  bereits  von  den  üblichen  Verkehrs- 
straßen, die  Avenuen  oder  Boulevards  heißen, 
unterscheiden,  fliegen  nicht  selten  ganze  Schwärme 
kleiner  grüner  Papageien  auf,  die  irgendein  Tier- 
freund in  seinem  Garten  ausgesetzt  hat  und  die 
nun  manchen  Schabernack  anrichten.  Das  be- 
liebteste Spielzeug  sind  aber  im  Augenblick 
Schildkröten.  In  Los  Angeles  gibt  es  eine  Schild- 
krötenfarm, in  der  die  so  gesuchten  Suppenschild- 
kröten ebenso  gezüchtet  werden  wie  die  Karett- 
schildkröten,  die  das  Schildpatt  liefern.  Warum 
soll  man  es  auf  den  Zufallsfang  ankommen  lassen, 
sagen  die  praktischen  Amerikaner,  wenn  man  ein 
Klima  besitzt,  worin  sich  Schildkröten  besonders 
Wühl  fühlen.  Für  die  Filmstars,  aber  auch  für 
andere  Bewohner  von  Hollywood,  die  sich  den 
besseren  Kreisen  zuzählen,  sind  die  Schildkröten 
eine  neue  Mode.  Man  hat  seine  Hausschildkröte, 
wie  man  früher  seinen  Haushund  hatte.  Die  Schild- 
kröte ist  genügsam,  ruhig,  man  kann  sie  in  den 
Salon  lassen,  wo  sie  etwas  zur  Belebung  des  Fuß- 
bodens beiträgt,  dessen  Parkett  neuerdings  nur 
ganz  wenig  Teppiche  trägt,  auf  denen  sich  die 
Schildkröte  übrigens  auch  sehr  dekorativ  aus- 
nimmt. Wenn  eine  Karette  oft  gesäubert  und  ihr 
Panzer  blank  poliert  wird,  sieht  sie  ganz  stil- 
voll aus.  Der  Tierschutzverein  hat  die  abscheu- 
liche Mode  beseitigt,  den  Panzer  des  Tieres  mit 
Gold  einfassen  zu  lassen  oder  gar  Edelsteine  darin 
anzubringen,  was  ein  paar  weibliche  Stars  nicht 
unterlassen  konnten, 


,1 

'i 


Noch  vor  vier  Jahren  enthielt  jeder 
Star-Vertrag  die  Formel:  .,Sie  ver- 
pflichten sich,  für  die  Dauer  des 
Vertrages  kein  Flugzeug  zu  besteigen  "  Da- 
mals galt  auch  in  den  Staaten  der  Flug  noch 
als  ein  Wagnis,  und  die  Versicherungsgesell- 
schaften weigerten  sich,  eine  Prämie  auf 
das  Leben  eines  Stars  zu  vereinbaren,  so- 
bald nicht  die  obige  Formel  sie  von  dem 
Risiko    eines    Fluges    entband.      Dann    kam 


Lindbergh  mit  seinem  Ozeanflug, 
der  einen  Taumel  nationaler  Be- 
geisterung in  Amerika  hervorrief 
—  und  die  gesamte  öffentliche 
Meinung  setzte  sich  für  die  Popu- 
larisierung des  Flugwesens  ein. 
Ford,  der  seine  Zeitgenossen  immer 
zu  nehmen  verstand,  verschickte 
ein  Programm,  worin  er  das  ,, Flug- 
zeug für  alle",  ein  Gegenstück  zu 
seinem  Fordwagen,  versprach.  Da- 


Oben    links:       Allane    Ray. 

Oben  rechts:    Leila   Hyams. 

Mitte:       Raqiiel    Torres     und 

Josephinc  Dünn.  Unten:  Monte 

Blue   l'lwt.  M.-G.-M.,    Warner 


mit  ist  es  natürlich,  wie  mit  vielen 
Dingen,  die  Ford  angekündigt  hat, 
nichts  ge\v  Orden.  Die  Luft  ist  eben 
schwieriger  zu  beherrschen  als  die 
Erde,  und  Reparaturwerkstätten, 
ohne  welche  Fordfahrer  nicht  aus- 
kommen, sind  einstweilen  im  Luft- 
meer noch  nicht  zu  stationieren. 
Aber  wohlhabende  Privatleute  in 
Amerika,  namentlich  im  Westen 
des  Landes,  wo  nicht  mit  jedem 
Quadratmeter  Raum  gegeizt  zu 
den  braucht,  legten  sich  zu 
en  Chrysler  und  Rolls-Royces 
auch  ein  Flugzeug  zu,  dessen 
Kosten  ja  für  Millionäre  nicht  un- 
erschwinglich sind.  Aber  es 
stellte  sich  bald  heraus,  daß  recht 
viele    Käufe    übereilt    geschlossen 


iü 


waren,  denn  es  fehlten  die  Pilo- 
ten, die  imstande  gewesen  wären, 
ein  Flugzeug  auch  zu  steuern. 
Man  ist  in  Amerika  den  Automo- 
bilisten gegenüber  sehr_  großzügig, 
anders  hätte  das  Auto  auch  dort 
kaum  jene  Verbreitung  finden 
können,  die  es  heute  besitzt.  Man 
braucht  keine  Prüfung  und  keinen 
Führerschein,  aber  die  Behörde 
nimmt  an,  daß  man  gut  und  sicher 
zu  fahren  versteht.  Ist  der  Auto- 
fahrer ungeschickt  und  verursacht 
er  ein  Unglück,  so  gibt  es  strenge 
Strafen,  die  unnachsichtlich  jeden 
treffen.  So  mancher  beliebte  Film- 
star hat  schon  an  die  kalifor- 
nische Polizei  hohe  Geldstrafen 
zahlen  oder  gar  ein  paar  Tage 
brummen  müssen,  weil  er  zu 
schnell  oder  zu  unvorsichtig  fuhr. 
Mit  den  Flugzeugen  wird  die  Sache 
strenj^er  genommen.   Wer  nicht   im 


f 


Oben:  ReginaldDenny  mit  Frau 

und  Tochter.     Mitte:    Douglas 

Fairbauks  jr.  u.  Warner  Baxter 

Unten:  Doris  Hill 

I-liot.  Litiversal ,   Paramounl 


Sport  widmete,  war  Monte  Blue, 
den  angeborene  technische  Fähig- 
keiten in  die  Lage  setzen,  sich 
schnell  in  die  kompliziertesten 
Maschinen  hinein  zu  finden.  Tom 
Mix,  der  König  der  Cowboys, 
folgte  ihm,  denn  er  spürt  seit 
einiger  Zeit,  daß  die  Sensationen 
des  Cowboyfilms  bei  den  Zu- 
schauern nicht  mehr  recht  ziehen 
wollen.  Reginald  Denny  legte  nach 
ihnen  sein  Pilotenexamen  ab, 
weil  seine  Tochter  Daisy  so  gern 
ein  Flugzeug  haben  wollte.  Natür- 
lich konnten  die  weiblichen  Stars 
nun  nicht  mehr  dahinter  zurück- 
stehen, zumal  sie  entdeckten,  wie 
kleidsam  die  Pilotentracht  sein 
kann,  wenn  sie  von  einer  feschen 
etragen    wiid. 


Besitz  eines  Pilotenscheines  ist, 
darf  kein  Flugzeug  besteigen,  das 
auch  als  Privatbesitz  von  der 
Flugpolizei  auf  seine  Tüchtigkeil 
in  gewissen  Zeitabständen  kon- 
trolliert wird.  Die  Stars,  welche 
den  Weg  über  die  Erde  selbst 
nehmen  wollten,  mußten  auf  dem 
Flugplatz  von  Los  Angeles,  dem 
größten  Flugplatz  der  Welt,  Un- 
terricht nehmen,  was  ihnen  an- 
fangs sehr  schwer  wurde.  Denn 
die  Stunden  begannen  mit  theore- 
tischen Erklärungen,  Maschinen- 
und  Motorenbau,  während  es 
recht  lange  dauerte,  ehe  man  sie 
vom  Modell  zum  eigentlichen 
Flugzeug  übergehen  ließ.  Der 
erste     Filmstar,    der    sich     diesem 


Es  ist  noch  gar  nicht  so  lange  her, 
wenn  es  einem  auch  so  scheint,  daß 
über  die  Bretter  des  Thalia-Thea- 
ters die  Operette  ,.Mascottchen"  ging, 
zu  der  Will  Steinberg  seine  reizendsten 
Texte  geschrieben  hat.  ,,Bist  du  glück- 
lich Schatz,  sag'  es  mir  .  .  ."  und  „Es 
gibt  im  Leben  manches  Mal  Mo- 
mente .  .  ."  waren  die  Schlager,  die  von 
allen  Lippen  tönten,  nachdem  Hilde 
Wörner  sie  mit  unübertrefflichem 
Scharm  gesungen  hatte,  Hilde  Wörner  .  . . 
Damals  war  die  Zeit  noch  nicht  verges- 
sen, in  der  diese  reizende  Kassclerin 
als  Lotte  Bach,  die  Berliner  Range,  über  die 
Leinwand  getobt  war.  Auch  als  Mas- 
coltchen  war  sie  eigenartig,  von  be- 
strickender Liebenswürdigkeit  und  stür- 
mischer Jugend,  so  daß  niemand  an  ihre 
dramatische  Darstellung  im  Danton-Film 
dachte,  nachdem  er  sie  als  ,,Mascott- 
chen"  gesehen  hatte.  Natürlich  kamen 
bald  andere  Aufgaben  für  die  Künstle- 
rin. „Prinzeß  Dodo"  und  ,, Madame 
Flirt";  sie  war  Nachspielerin  der  Mas- 
sary  in  ,, Madame  Pompadour"  und  im 
Film,  unter  der  Leitung  von  Ernst  Lu- 
bitsch  die  lustige  Freundin  der  melancho- 
lischen Pola  Negri  in  der  ,, Flamme". 
Aber  der  Nclmc  Hilde  Wörner  bleibt  für 
immer  mit  dem  großen  Erfolg  von  ,,Mas- 
cottchen"  verknüpft. 


Oben:  Käthe  von  Nagy  und  Kowal-Sam- 
borski.  Mitte:  Käthe  von  Nagy  als  Schau- 
fensterpuppe. Unten  links:  Käthe  von  Nagy, 
Kowal-Samborski.  Michael  Rasumny,  Kurt 
Vespermann,  Paul  Morgan.  Rechts:  Käthe 
von  Nagy  und  Murial  Angelus 


Nun  hat  sich  „Mascottchen"  auch  den 
Film  erobert.  Acht  Jahre  sind  seit  der 
Premiere  vergangen,  und  in  den  acht 
Jahren  sind  neue  Talente  aufgetaucht, 
die  stürmisch  nach  Betätigung  vordrän- 
gen. Hilde  Wörner  hat  den  Sprung  auf 
die  Sprechbühne  gewagt  und  durch 
den  Witz  ihrer  Darstellungskunst  über- 
zeugt. Mascottchen  ist  im  Film  Käthe 
von  Nagy,  das  bereits  erprobte  wand- 
lungsfähige Talent.  Von  der  Operette 
ist  im  Film  gar  nichts  mehr  übriggeblie- 
ben, was  man  bedauern  kann,  weil  das 
Leben  auf  dem  Dampfer  und  Mascott- 
chens  Flucht  im  Segelboot  zu  dem  alten 
Kapitän  auch  im  Bilde  besonders  rei- 
zend gewesen  wäre.  Nun  also  ist  Mas- 
cottchen ein  kleines  Mädchen,  das  sich 
vor  dem  strengen  Ressortchef  fürchtet, 
wie  alle  Mädchen  aus  dem  Warenhaus. 
Doch  zum  Trost  ist  ein  Quartelt  lustiger 
Künstler  da,  die  mit  Mascottchen  in 
lustiger  Freundschaft  leben  und  mit 
ihrem  Humor  dafür  entschädigen,  daß 
Mascottchen,  nachdem  die  teure  Wachs- 
puppc  im  Schaufenster  zerbrochen  ist 
nun  selbst  mit  dem  Kostüm  ins  Fenster 
steigt,  um  sich  und  das  Modellkleid  aus- 
zustellen. Käthe  von  Nagy  packt  die 
Rolle  derber  an  als  die  Wörner.  Frei- 
lich stellt  sie  auch  keine  Komtesse,  son- 
dern ein  Mädchen  aus  dem  Volke  dar, 
dem  der  vielbeneidcte  Aufstieg  in  bes- 
sere Verhältnisse  gelingt. 

Oben:  Jane  Hebling  und  Kowal-Samborski. 
Mille:  Muriel  Angelas  und  Kurl  Vespermann. 
Unten:   Kowal-Samborski    und  Käthe    von 

Nagy  l'liot.  Aaja 


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vftÄ  &ll  Sie  ERKENNEN 


VON  MAR/ANNE  RASCHIG 


Das  Rätsel  der  Koniikerseelc  wird  sich  auch  im  Hand- 
bild des  Humoristen,  des  Komikers  besonders  wirk 
sam  bemerkbar  machen  Man  sieht  in  diesen  Hän- 
den starke  Depressionsmerkmale,  die  von  einem  Ent- 
liiuschtsein  vom  Leben  und  von  dem,  was  man  von  ihm 
erwartet,  Kunde  geben.  Es  hat  mich  beim  Studium  der 
Hände  seltsam  berührt,  daß  von  allen  Künstlern  j^erade 
der  Komiker  so  häufig  unter  Befürchtungen  bezüglich  der 
Zukunft  leidet.  Neben  großer  Gemütsweichheit,  ja  Kind- 
haftigkeit  der  Gefühle  dominiert  eine  gewisse  Ängstlich- 
keit den  Wechselfällen  des  Lebens  gegenüber,  zuweilen 
ist  direkt  ein  ,, Geldkomplex"  zu  erkennen.  Auch  andere 
Komplexe  und  Phobien  fehlten  nicht.  Müßte  man  nicht 
annehmen,  daß  gerade  der  mit  Humor  gesegnete  Künstler 
durch  sein  schnelles  Erfassen  der  Situation,  durch  seine 
Schlagfertigkeit  sich  leichter  über  alle  Widerwärtigkeiten 
des  Lebens  hinwegsetzen  kann,  daß  er  sie  mit  einem 
schnoddrigen  Bonmot  zu  zersetzen  und  hinwegzufegen 
\crmag,  daß  er  besonders  von  allen  Künstlern  über  all- 
gemeine  ,, Wurschtigkeit"   verfügt? 

Gerade  das  Gegenteil  ist  aber  der  Fall.  Der  Berufs- 
komiker zumal  ist  ein  seltsam  ernster,  melancholischer, 
pessimistisch  veranlagter  Mensch,  der  tiefer  und  nach- 
haltiger leidet  als  andere  und  wohl  aus  diesem  Leiden- 
können,   aus    einer    gewissen    Wehleidigkeit     heraus     stets 


Serie   V 


G\  ö4vvlJ2a-- 


'/M^     ^  V«5i^^^i^^^ 


neue  Kräfte  zum  Humor  gewinnt,  so  als  gäbe  er  bei  seiner 
Arbeit  jeweils  ein  Stückchen  von  seinem  Herzen  zum 
Ausdruck.  Für  so  manches  Komikers  Berufsauffassung 
paßt  das  Motto: 

„Drum  ist   doch  auch  unser  Beruf,  ach,   wie  fein, 
Für  so  viele  Menschen  Spaßmacher  sein." 

Lebhaft,  als  sei  es  erst  gestern  gewesen,  steht  mir  noch 
der  Eindruck  vor  Augen,  wie  Siegfried  Arno,  vom  Kran- 
kenbett des  sterbenden  Jean  Kren  kommend,  bitterlich 
weinte,  unbekümmert  um  die  im  Vorzimmer  Versammelten, 
ganz  aufgelöst  in  Trauer  war  und  doch  am  Abend  das 
Publikum  durch  seine  sprühende  Komik  in  Bewegung  und 
Wort  elektrisierte  und  hinriß.  ,, Lache,  Bajazzo!"  Und 
auch  manch  anderem  sturmgewohnten  Mitarbeiter  wurden 
bei  Krens  Grabrede  die  Augen  feucht,  als  es  hieß;  ,,Und 
so  vielen  seiner  Schauspieler  ist  er  ein  unvergeßlich  treuer 
Helfer  und  väterlicher  Freund  gewesen." 

InSiegfriedArnos  Hand  sieht  man  die  tiefe,  klare, 
breite  Herzlinie  (obere  Querlinie),  die  in  kleiner  Gabel 
unterm  Zeigefinger  endet,  Pflichttre'ue  andeutend.  Hell 
und  klar  ist  auch  die  lange  Kopflinie  gezeichnet  (mittlere 
Querlinie),  die  wohlgeschwungen  im  Lunaberg  (am  Hand- 
rücken) verläuft.  Die  Lebenslinie  umrahmt  in  weitge- 
schwungenem Bogen  den  hohen  Vcnusberg  am  Daumen- 
ballen, der  mit  gleichmäßigem  Maschen  werk  bedeckt, 
starke  Vitalität  und  Impulsivität,  Schönheitsempfinden, 
Smnesfrcudigkeit    verrät.      Die    Kunsllinie,    auf    der    Herz- 


linie  ruhend,  strebt  wie  ein  gerader  Strich  unverästelt  zum 
Ringfinger  empor,  und  die  von  unten  aufsteigende  Schick- 
salslinie wächst  in  gleichem  Tempo  wie  die  von  oben 
kommende  Lebenslinie,  was  als  Zeichen  eines  in  eigener 
Regie   stehenden   Aufstiegs   gelten   kann. 

In  allen  hier  abgedruckten  Händen  finden  wir  als  be- 
sonderes Charakteristikum  den  halben  Saturnring  (unter- 
halb des  Mittelfingers)  als  Merkmal  schneller  und  nach- 
haltiger Depressionsneigungen,  zumeist  in  Verbindung  mit 
einer  klar  erkennbaren,  auffallend  guten  Kunstlinie,  die 
bei  Hans  Albers,  Paul  Heidemann  und  Albert  Paulig  die 
Form  eines  Schrägkreuzes  hat  (Intuition,  künstlerische  In- 
spiration) und  bei  Lydia  Potcchina  wie  ein  stark  vcr- 
Murzelter  Baum,  von  der  Herzlinie  mit  breiter  Wipfel- 
krone erscheint  und  vielseitige  künstlerische  Gestaltungs- 
kraft und  zielsicheres,  erfolgreicheres  Können  verrät.  Das 
Schrägkreuz,  -welches  auf  Inspiration  und  Intuition  hin- 
weist, finden  w^ir  hier  als  Krönung  des  Schicksalsweges 
unmittelbar  unter  dem  Mittelfinger.  Das  Linienbild  in 
der  Hand  von  Lydia  Potechina  ist  überaus  fein  differen- 
ziert, kompliziert  gestaltet,  trotz  großer  Klarheit.  Beson- 
ders fallen  die  mehrfachen  Samariterlinicn  unterhalb  des 
kleinen  Fingers  auf  (Güte,  Herzlichkeit,  Anpassungsfähig- 
keit), Die  Herzlinic  in  ihrer  bedeutenden  Ausdehnung 
läßt  Zielbewußtsein  und  Zähigkeit,  ein  besonderes  ,,bei  der 
Stange  Bleiben"  erkennen,  während  die  gegabelte,  mit 
einem  Ast  sich  stark  senkende  Kopflinie  auf  Konzilianz, 
Diplomatie  und  weitreichende  fruchtbare  Phantasie  hin- 
weist. Gleiches  ist  auch  bei  Margarete  Kupfer  und  Paul 
Heidemann  zu  konstatieren,  während  die  anderen  Hand- 
bilder eine  mehr  gerade  geformte  Kopflinie  haben  (ratio- 
nalisierte Eingebungskraft). 

Margarete  Kupfers  Hand  zeigt  ein  Liniennetz 
\ oller  Harmonie  und  Gleichmaß,  woraus  sich  ein  gutgc- 
zeichnctes  schwungvolles  Bild  ergibt.  Kreuze  findet  man 
in  dieser   Hand   mehrfach   verzeichnet   und   auf  dem  Luna- 


Wy  /^/dc/^ 


berg  oin  wolkenartiges  Gebilde  gleich  einer  großen  Maske, 
wie  man  solche  auch  an  gleicher  Stelle  mit  wenig  Mühe 
in  Arnos  Hand  erkennen  kann.  Ein  stetig  aufstrebender 
erfolgreicher  Berufsweg,  hauchartige  Kunstlinie  in  Wün- 
schelrutenform, starkgekettete  Herzlinie  und  eine  breite, 
helle,  lange  Lebenslinie  vervollständigen  das  Handbild, 
dem  auch  eine  lange,  geschwungene  Merkurlinie,  zum 
kleinen  Finger  gehend,  als  Zeichen  erzieherischer  Wirkung 
ihrer   Kunst   auf   den   Nachwuchs,   nicht   fehlt. 

InHansAlbers'  Hand  dominiert  neben  den  Komiker- 
Hinweisen  das  große  Schrägkreuz  unter  dem  Ringfinger; 
drei  kleinere  Kreuze  finden  sich  schwebend  über  dem  Ende 
der  Herzlinie,  auf  der  sich  allerhand  seltsame  Ulkgestalten 
zu  tummeln  scheinen,  wie  im  Märchen  von  den  ,, sieben 
Schwaben"  mit  eingelegter  Lanze.  Sollte  das  ein  Hin- 
weis auf  die  Abklärung  im  Schwabenalter  sein?  Oder 
auf  die  kolossale  Behendigkeit  und  groteske  Beweglich- 
keit seiner  Glieder,  die  wie  in  federnden  Scharnieren  zu 
spielen  scheinen?  Jedenfalls  zeigt  die  Hand  eine  Fülle 
ungebändigter  und  schwer  zu  bändigender  Kräfte,  eine 
Vitalität  allerersten  Ranges,  die  doch  mit  großer  Fähigkeit 
zur  Raffung  verbunden  ist.  Schon  damals  bei  der  Hand- 
aufnahme, 1924,  zeigte  Albers'  Hand  ein  bedeutendes 
Künstlertum,  ein  sprühendes  Draufgängertum,  das  zur 
Steigerung  seiner  Leistungen  diente,  in  schnellster  Weiter- 
entwicklung.     ..Tempo,   Tempo!" 

Albert  Pauligs  Hand  zeigt  ruhigere  Züge  (er  war 
ja  1924  auch  schon  über  das  Schwabenalter  hinaus),  doch 
ähnelt  in  vielfacher  Richtung  sein  Linienbild  dem  von 
Hans  Albers.  Der  Verlauf  von  Kopf-,  Herz-  und  Lebens- 
linie hat  bis  auf  geringfügige  Variationen  in  beiden  Künst- 
lerhänden viel  Verwandtes.  Auch  die  Kunstlinie  in  Form 
des  Schrägkreuzes  ist  in  beiden  Händen  fast  gleich,  nur 
scheint  in  Pauligs  Hand  ein  oberer  Balken  des  Kreuzes 
abgeknickt   und  nach   unten   gerutscht   zu   sein,   wird   aber 


durch  die  tjute  Herzlinie  jjcstützt  und  au{}Jehalten,  Das 
läßt  auf  ernste  SchicksalsschläjJe  schließen,  auf  Ent- 
täuschunjjen  und  Verluste,  die  wohl  {«eeijjnct  waren,  ihn 
zeitweise  stark  zu  erschüttern  und  zu  beängstigen,  die 
aber  dennoch  seinen  Frohmut,  seine  Lust  an  Witz  und 
Komik  unzerstört  ließen  oder  vielmehr  zu  neuem  Aufflam- 
men, zu  neuer  Aufwertung  brachten.  Notzeiten  gerade 
wirken  sich  beim  Bühnenkünstler,  ganz  besonders  beim 
Komiker,  Talent  und  Kräfte  fördernd  aus.  Es  läßt  sich  in 
Albert  Pauligs  Hand  neben  einer  lehrhaften  Zurück- 
haltung, die  etwas  steif  und  verkrampft  anmutet,  vornehme 
Gesinnung  und  Lebensauffassung  erkennen,  sowie  ein  tiefes 
Gemütslcben,  das  sich  nach  außen  hin  Zwang  auferlegt. 

Die  Hand  von  Hermann  Picha  zeigt  große  Ähn- 
lichkeit mit  Albert  Pauligs  Hand,  besonders  ähnlich  sind 
sich  die  Zeichnungen  auf  dem  Daumenballen  und  die 
kleineren  Nebenlinien,  während  sein  Handbild  demjenigen 
vt)n  Hans  Albers  dagegen  wenig  oder  gar  nicht  ähnelt. 
Auch  ist  in  Pichas  Hand  alles  verschwommener,  blasser,  nur 
oberflächlich  eingekerbt,  was  wohl  darauf  zurückzuführen 
ist,  daß  Picha  feine  Übergänge  liebt,  die  Zartheit,  das  Leise, 
Unaufdringliche,  das  aber  seinen  ihm  eigenen  Typ  aufs 
beste  repräsentiert  und  zur  Ausgestaltung  brachte. 

Wer  wie  ich  Gelegenheit  gehabt  hat,  gerade  die  aus  der 
allen  guten  Operette  stammenden  bei  ihrer  Weiterentwick- 
lung im  Film  zu  beobachten,  die  feinsten  Ausläufer  ihrer 
sonst  scharfumrissenen  Persönlichkeit  wachsen  und  blühen, 
neue  Früchte  ansetzen  zu  sehen,  kann  nur  mit  großer 
Freude  konstatieren,  daß  alle  schon  vor  Jahren  gestellten 
Prognosen  sich  wahrheitsgetreu  und  bestens  erfüllt  haben. 
Nicht  einer  der  sehr  vielen  ist  in  der  V^crsenkung  ver- 
schwunden,   ,,zum    alten    Eisen   geworfen",     alle   haben    sie 


ihren  Siegeslauf  angetreten  und  werden  ihn  weiter  fort- 
setzen, jeder  auf  seiner  besonderen  Domäne. 

Ein  typischer  Vertreter  der  ,, Diener  "-Partien  im  Film, 
Ernst  Behmer,  zeigt  in  seiner  Hand  die  seiner  Rolle 
entsprechende  Zusammenschnürung,  Beengung.  ,,In  der 
Beschränkung  zeigt  sich  erst  der  Meister.'"  Das  Handbild 
erscheint  so  wie  eine  zu  prall  sitzende  Livree,  doch  erstrahlt 
z.  B.  das  Liniengeflecht  auf  dem  eingeengten  Venusberg 
(Daumenballen),  das  Schönheitssinn  und  Eindrucksfähigkeit 
anzeigt,  hier  um  so  heller,  als  es  auf  gedrängte  Form  ge- 
biacht  ist.  Die  Kopflinie  (mittlere  Querlinic)  zeigt  keine 
Gabelung  am  Ende,  was  auf  große  Abneigung  gegen  heuch- 
lerische Diplomatie  und  Mantelträgerei  hindeutet.  Klar- 
heit, Offenheit,  Freimut  zeichnen  diesen  Künstler  aus,  der 
seinen  Humor  wie  so  viele  echte  Komiker  aus  einer  außer- 
gewöhnlich großen  Herzenstiefe  schöpft. 

Die  lange  geschwungene  Herzlinie  weist  unter  dem  Ring- 
finger eine  Einbuchtung  gleich  einem  vertieften  Bassin  auf. 
aus  dem  sowohl  Kunst-  wie  Merkurlinien  (erzieherische 
Gaben)  entspringen  und  dauernd  gespeist  werden.  Sama- 
riterlinien vervollständigen  das  Bild  dieser  Hand,  das 
auch  einige  charakteristische  Reisclinien  auf  dem  Luna- 
berg  —  am  Handrücken  —  als  bedeutungsvoll  für  die  Be- 
rufsentwicklung hat.  Der  Schicksalsweg  (aufsteigende  Linie 
zum  Mittelfinger)  verläuft  gerade  und  ist  etw-as  durch  die 
Verhältnisse  eingeschnürt.  Die  Lebenslinie  ist  kräftig  und 
auch  lang  zu  sehen,  nachdem  sie  bis  zum  20.  Lebensjahr 
etwa  viele  Querschnitte  und  Behinderungen  durch  Krank- 
heiten und  Schwächen  aufweist.  Unter  dem  Mittelfinger 
finden  sich  als  Zeichen  von  Intuition  zwei  dünne  Schräg- 
kreuze, die  mit  den  andern  Gebilden  auf  der  Herzlinie  der 
Hand   etwas   Lustiges,   Humoristisches  geben. 


ROMAN  VON  HANS  SCHULZE 


"vSfeä 


20     VorUctzunz 

Das  ist  der  wahre  psychologische  Grund,  warum  ihm  hier  zu- 
weilen das  Gedächtnis  versagt  hat,  nicht  jener  Dämmerzustand, 
mit  dem  die  Vertcidigunj«  nur  ssinen  Kopf  zu  retten  sucht. 

Der  ganze  Saal  ist  Zeuge  gewesen,  wie  der  Anocklagte  selbsl 
jede  Verschleierung  des  wahren  Tatbestandes  abgelehnt  und  sich 
mannhaft  zu  dem  bekannt  hat,  was  er  gefehlt   hat. 

Niemand  wird  ihm  darum  rein  menschlich  sein  Mitgefühl  ver- 
sagen doch  über  aller  Sympathie  steht  das  Gesetz,  das  Gebot 
des  Staates. 

.WcrMenschcnblut  vcrgicUt, 
des  Blut  soll  wieder  ver- 
gossen werden,'  heißt  es 
schon   in  der  Heiligen  Schrift. 

Es  ist  eine  harte  Pflicht, 
die  mir  auferlegt  ist,  doch 
ich  muß   sie  erfüllen. 

So  beantrage  ich  denn 
gegen  Frau  Evelyn  Karr 
wegen  Mangels  an  Beweisen 
Einstellung     des     Verfahrens. 

Für  Dr.  Kurt  Steinhoff 
verlange  ich  dagegen  zur 
Sühne  seiner  Blutschuld  die 
Todesstrafe!" 


,,Die  Angeklagten  sind  beide  unschuldig!"  stieß  er  mit  fast 
\  ersagender  Stimme  heraus.  ,,Karr  hat  sich  selbst  erschossen. 
Ich  bringe  den   Beweis!" 

Der  Vorsitzende  wechselte  einen  erstaunten  Blick  mit  dem 
Staatsanwalt. 

,,Sie  kommen  sehr  spät,   Herr   Kommissar!" 

.,Ich   hoffe,   nicht   zu   spät,   Herr  Direktor!  Dieser  Brief 
für  mich  sprechen!' 


hier   soll 
richtete 


s 


ONNE,  freie  Zeit    und 

nichts  als  Aufnahmen 
machen   mit  einem 

C1NE„K0DAK'' 


Studieren  Sie  im  Kino,  wie 
wunderbar  dieFreilichtauf 


nahmen  dort  sind.  Probieren 
Sie  einmal,  selbst  zu  filmen. 
Es  ist  so  einfach  für  Amateure 
mit  einem  Cine  „Kodak"  und 
macht  soviel  Vergnügen.  Von 
jedem  frohen  Wochenende 
behalten  Sie  dann  einenFilm, 
denSie  immer  wieder  inihrem 
Meim  vorführen  können. 

Ihr  Photo- 
händicr  fiilirt  Ihnen  ficrn  und  im- 
i'crbintllich  unsere  Appurute  i'or. 


1er 


Minutenlang  herrschte  ein 
angstvoll  verhaltenes  Schwei- 
gen. 

Aus  dem  Zuhörerraum 
klang  das  leise  Schluchzen 
einer   Frau. 

Dann   wieder   Stille.   —   — 

Da  richtete  sich  Evelyn 
mit  einem  Male  von  ihrer 
Bank   auf. 

Ein  fieberndes  Rot  brannte 
auf  ihren  Wangen,  und  in 
ihren  Augen  stand  ein  tri- 
umphierendes  Leuchten. 

Der  Vorsitzende  sah  fra- 
gend  zu   ihr   herüber. 

,, Wünschen  Sie  noch  eine 
Erklärung  abzugeben,  gnä- 
dige Frau?" 

Evelyn  nickte;  der  verbind- 
liche Ton  des  Richters  hatte 
die  letzte  Spannung  in  ihr 
gelöst. 

,,Der  Herr  Staatsanwalt 
irrt!"  sagte  sie  dann  ganz  klar 
und  ruhig.  ,.Dr.  Steinhoff  ist 
unschuldig.     Ich    selbst    habe  "^~^^^"" 

meinen   Gatten  getötet!" 

Eine  ungeheure   Aufregung   entstand. 

Wie  ein  Mann  war  der  ganze  Saal  aufgesprungen,  sämtliche 
Menschen  sprachen  auf  einmal  gleichzeitig  durcheinander. 

,,Ich  beantrage  Aussetzung  der  Verhandlung!"  übertönte  end- 
lich die  schmetternde  Stimme  des  Staatsanwalts  den  allgemeinen 
Tumult. 

Der  Vorsitzende   schwang   seine   Glocke. 

,,Das  Gericht  zieht  sich  zur  Berätung  zurück.  Ich  ersuche  die 
Anwesenden,   wieder   ihre    Plätze   einzunehmen!" 

In  diesem  Augenblick  entstand  an  der  Saaltür  eine  lebhafte 
Bewegung. 

Ein  untersetzter   Herr  drängte   stürmisch   zum   Richtertisdi. 
Das    Haar    hing    ihm    wirr    ins    Gesicht,    yroli«    Schwcilitropftn 
perlten  ihm  auf   der   Stirn, 
Brandsletterl 


Kodak,   Akticn-Gcscllschalt,    Berlin   SW68,    MarkgrafenstralJc   76 


Der     V^orsitzende 
sich   höher  empor. 

,,Wir  treten  noch  einmal 
in  die  Beweisaufnahme  ein!' 
erklärte  er  mit  ruhiger  Sach- 
lichkeit; dann  nahm  er  den 
Brief  zur  riand  und  prüfte 
ihn  lange  und  sorgfältig. 

,, Woher  stammt  dieses 
Schreiben,  Herr  Kommissar?" 
fragte  er  endlich  durch  die 
atemlose  S  ille. 

,,Es  ist  der  Brief,  den  Herr 
Karr  noch  kurz  vor  seinem 
Tode  an  Dr.  Steinhoff  nach 
Schlachtensec  gerichtet  hat. 
Er  galt  lange  als  verschollen. 
Etst  heute  ist  es  mir  unter 
einigen  Schwierigkeiten  ge- 
lungen, ihn  in  der  Villa  Hart- 
kort aufzutreiben.  Er  befand 
sich  im  Besitz  des  Pensions- 
inhabers, der  ihn  ein  paar 
Tage  nach  der  Unglücks- 
nacht auf  dem  Schreibtisch 
Steinhoffs  vorgefunden  und, 
ohne  Ahnung  von  der  Be- 
deutung seines  Inhalts,  an 
sich    genommen    haben    will!" 

Der  Vorsitzende  nickte  zu- 
stimmend. 

,,Ich  danke  Ihnen,  Herr 
Brandstetter,  Sie  haben  dem 
Gericht  und  dem  Angeklag- 
ten einen  unschätzbaren 
Dienst    erwiesen. 

Die  heutige  Verhandlung 
war  bereits  reich  an  Sensa- 
tionen, doch  dieser  Brief  ist 
die  größte  Überraschung, 
denn  sein  Inhalt  scheint  mir 
mit  einem  Schlage  das  ganze 
Schuldgebäude  umzustürzen, 
um  dessen  Errichtung  wir 
uns    heute    so    viele    Stunden 


lang  gemüht    haben.     Er   lautet    folgendermaßen: 

.Herrn  Dr.  Steinhoff, 

Schlachtensec, 
Wenn  Sie  diese  Zeilen  erhalten,  bin   ich   nicht   mehr. 
Ich    habe    das    Spiel   verloren   und    entlasse    Sie   aus    unserem 
Pakt. 

Es   war   ein   Unrecht,    daß    ich   mir    einst    mit    meinem    Gelde 
die  Blüte  eines   jungen  Lebens  erkauft  habe. 

Ich    büße    es    damit,    daß    ich    freiwillig    das    Todeslos    wähle, 
das  mir  die  Vorsehung  vor  zwei  Tagen  verweigert   hatte. 

Sie  sind   jung  und  stark,  Dr.  Steinhoff!    Das  Leben  hat   Ihnen 
noch   vieles  zu   bieten 

Knüpfen  Sie  Ja  an,  wo  ich  es  verlasse. 
Gute  Nacht! 

Alfred  Karr.' 


Ein   Rauschen  der   Bcfreiunjj  j>in}>   durch  den  Saal, 
Jeder     einzelne     fühlte     die     Schicksalsfjewalt     eines     Dramas, 
dessen   Schatten    auf    einmal    stumm    und    docli    so    beredt    in    die 
Gegenwart   hineinwuchs. 

hin  ZcujSc  aus  dem  Jenseits  war  aul>iestanden  und  hatte  für 
den  Mann  gesprochen,  dem  er  selbst  unterlejjen  war  in  dem  ur- 
fwijjen  Kampf  zwischen  Alter  und  Jugend.  —  — 

Der  Vorsitzende  hatte  den  Brief  wieder  niederijelejit  und 
wandte  sich   jetzt  den  An'>ekla;iten  zu. 

„Herr  Dr,  Steinholf,"  sa;ite  er,  ,,sind  Sie  willens  und   imstande, 
zu  diesem   Brief   Karrs   eine   Erklärunö  abzujjeben,   die  die  letzten 
Kätsel  löst?" 
Kurt  erhob  sich. 

Auf  einmal  war  die  Pforte  der  Erkenntnis  jjroß  und  weit  in 
ihm  aufijesprungcn,  und  eine  kristallene  Helle  dranß  wieder  bis 
in  den  letzten  Grund  seiner  Seele. 

,,Ich  werde  alles  sai;cn,  was  ich  weiß!"  bejjann  er  mit  fester 
Stimme.  ,, Jetzt,  nachdem  mir  Karr  mein  Wort  zurückgegeben 
hat,   habe  ich  nichts  mehr  zu   verheimlichen. 

Am  Abend  seiner  Rückkehr  aus  England  kam  Karr  zu  mir 
nach  Schlachtensee,  um  von  mir  Aufklärun'4  über  meine  Be- 
ziehungen zu   seiner  Gattin  zu   fordern. 

Ich  stellte  mich  ihm  zur  Verfügung,  doch  er  lehnte  einen 
Zweikampf    in    der    herkömmlichen    Form    ab. 

Dafür  kam  eine  Abmachung  zustande,  daß  das  Los  zwischen 
uns  entscheiden  sollte. 

Derjenige,  dem  das  Todcslos  zufiel,  sollte  dem  anderen  frei- 
willig  das    Feld   räumen." 

Er  hielt  sekundenlang  inne,  um  die  Erinnerungen  zu  ordnen, 
die   immer   maclilvoller   auf   ihn  eindrangen. 

Es  war  so  still,  daß  man  eine  Nadel  hätte  zu  Boden  fallen 
hören. 

Hier  und  da  hatten  sich  im  Zuhörerraum  vereinzelt  dunkle 
Gestalten  erhoben  und  schauten  wie  gebannt  zur  Anklagebank 
herüber,  auf  der  sich  die  Tragik  eines  Menschenschicksals  in 
ihrer  gan.en   Unerbittlichkeit   enthüllte, 

,,lch  zog  das  verhängnisvolle  Los,"  klang  jetzt  wieder  Kurts 
ruhige  Stimme,  „und  erbat  und  erhielt  von  Karr  noch  einen 
Aufschub  von  zwei  Tagen  bis  zur  Uraufführung  meines  Bühnen- 
werks. 

Die   Nacht  danach  sollte   die  letzte  meines  Lebens   sein. 
Ich    fuhr  vor   Schluß  der   Vorstellung   noch   einmal   nach   meiner 
Wohnung   und   schrieb   dort    jenen   Brief   an   Karr,    der    heute   hier 
gleichfalls   besprochen   ist. 

Dann  trieb  es  mich  plötzlich  nach  Wannsec.  Ich  wollte  die 
Frau,  um  die  ich  sterben  sollte,  vorher  noch  ein  letztes  Mal 
sehen   und   sprechen. 

Ich  weiß  jetzt,  daß  die  Aufregungen  jener  Nacht  meine  geistige 
Klarheit  getrübt  haben,  und  doch  steht  das  Schlafzimmer  Karrs 
auf   einmal   fast  greifbar  deutlich  vor  mir. 

Er  lag  erschossen  auf  seinem  Bett,  ein  Revolver  neben  ihm 
auf   dem   Fußboden. 

Ich  nahm  ihn  auf,  um  bei  Tagesanbruch  irgendwo  mit  mir 
das  gleiche  zu  tun,  und  fuhr  in  der  wachsenden  Umnachtung 
meines    Denkens    planlos    ins    Weite, 

Dann    kam    das   Autounglück;    mein   Aufenthalt    im    Sanatorium. 

Als    ich    nach    meinem    Ausbruch    aus    der    Anstalt    dann    durch 

die    Zeitungen    von    der    Verhaftung    Frau    Karrs    erfuhr,    war    ich 

sofort    entschlossen,    mich    freisvillig   dem    Gericht    zu    stellen    und 

mein   ia   doch   verlorenes  Leben  für  sie  einzusetzen. 

Denn  damals,  als  all  diese  Erkenntnis  im  Schacht  meines 
Bewußtseins  noch  tief  verschüttet  lag,  glaubte  ich,  daß  sie  wirk- 
lich, wie  sie  vorhin  erklärt,  um  mich  zu  retten,  ihren  Mann  er- 
schossen   habe!"    — 

,,Und    Sie,    Frau    Karr?" 

Der  Vorsitzende  hatte  den  Blick  zu  Evelyn  erhoben.  Sein 
großes,    klares    Auge   lag    forschend    auf    ihrem    weißen    Gesicht. 

,, Warum  haben  Sic  vorhin  eine  so  furchtbare  Beschuldigung 
gegen   sich    selbst    ausgesprochen?" 

Evelyn  schreckte  wie  aus  einem  Traum  emoor;  ein  ganz  leises, 
hilfloses   Lächeln   irrte   um   ihren   Mund. 

,,lch   weiß   es   nicht!"   gab  sie   stockend    zurück. 
,,Es    war    auf    einmal    etwas    in    mir,    das    stärker    war    als    ich. 
Ich     mußte    es     sagen,     weil     ich    glaubte,     daß    ich    Dr.    Steinhoff 
damit   retten   könnte!" 

Fast  tonlos  gingen  ihre  letzten  Worte  aus  und  rührten  doch 
wie   ein   unsichtbarer   Flügelschlag  an   die  Herzen   der  Hörer, 

In  seiner  ganzen  Schwere  lag  das  Leid  zutage,  das  jene  beiden 
Menschen  durchschritten  hatten,  und  darüber  leuchtete  das 
Wunder  einer  Liebe,  die  stärker  gewesen  war  als  alle  Macht  der 


Welt,  die  in  ihrer  schrankenlosen  Hingabc  selbst  das  eigene 
Leben    für   nichts   geachtet    hatte,   —    — 

.,Wir   wollen    zu    Ende    kommen!" 

Der  Vorsitzende  hatte  sich  von  seinem  Sitze  erhoben  und 
stand    in   schwarzer   Feierlichkeit    hinter   dem   Richtertisch, 

„Herr  Staatsanwalt,"  sagte  er,  ,, haben  Sie  nach  dem  Erlebnis 
dieser  letzten  Stunde  Ihrem  Plädoyer  noch  etwas  hinzuzufügen?" 

Der   Staatsanwalt    bewegte   bejahend   den   mächtigen    Kopf, 

Mit  einer  abschließenden  Bewegung  faltete  er  seine  Papiere 
zusammen   und    legte   seine   Hand    darauf, 

„Ich  beantrage  Freispruch  für  beide  Angeklagte,"  sagte  er, 
,,und  beglückwünsche  sie  zu  dieser  unerwarteten  Wendung  ihres 
Schicksals!"  —  — 

Ein  ungeheurer  Beifallssturm  brauste  auf. 

Von  allen  Seiten  drängten  die  Menschen  heran,  hundert  Hände 
streckten  sich  gleichzeitig  glückwünschend  über  die  Anklagebank, 

Evelyn   hatte   sich   halb   in   ihrem   Sitz   emporgerichtet, 

Ihr   Blick   suchte   Kurts    Gesicht, 

Sie   wollte  sprechen,   ihm  danken,   doch  sie  vermochte  es   nicht. 

Der  Übergang  von  der  tiefsten  Verzweiflung  zu  höchstem  Glück 
war    zu    überwältigend    gewesen. 

Ein  seltsames  Singen  und  Klingen  war  plötzlich  in  ihren 
Otiren,  die  Decke  des  Saales  schien  sich  ihr  zu  weiten  und  eine 
strahlenfle   Helle   auf   die   Stätte   des   Gerichts   herabzufließen. 

Und  dann  auf  einmal  war  auch  ihr  letzter  Halt  dahin. 

In  einer  tiefen  Seligkeit  sank  sie  Kurt  ohnmächtig  in  die 
Arme.    —    — •    — 

XIX. 

Lore  stand  an  dem  offenen  Fenster  ihres  Siebeneichener 
Schlafzimmers  und  ließ  sich  den  frischen  Hauch  der  Morgenluft 
in  einem  wohligen  Erschauern  über  die  runden  Schultern  rieseln. 
Die  Sonne  lag  in  einer  breiten,  blendenden  Bahn  auf  den 
blankgescheuerten  Dielen,  und  die  weißen  Mullgardinen  blähten 
sich    in    dem    lustigen    Sommerwind, 

Ein  Tag  voll  Glanz  und  Glut  war  über  Siebeneichen  auf- 
gegangen. 

Unwillkürlich   breitete   Lore    weit    die   Arme   aus. 
Ein    Neues,    Köstliches    war    in    ihrem    Blut,    daß    ihr    das    Herz 
fast    schmerzte   in   dunkler,    ahnungsvoller    Spannung    —   — 

Eine  halbe  Stunde  später  kam  sie  mit  ihrem  Badeanzug  zur 
Diele    herab. 

Im   ganzen    Haus    regte   sich    noch    niemand. 

Nur  der  alte  Gärtner  Heinrich  mit  den  gewaltigen  Zahn- 
stummeln und  dem  verknitterten  roten  Genick,  in  dem  sie  gleich 
bei  ihrer  ersten  Bekanntschaft  das  Stromnetz  des  Mississippi 
entdeckt  hatte,  stelzte  bereits  um  die  Terrasse  herum  und  harkte 
den    Vorplatz, 

Er  hatte  zur  Feier  des  Tages  seine  grauen  Haarsträhnen  ge- 
waltig einpomadisiert  und  verbreitete  einen  süßen  Duft  um  sich, 
daß  ihn  die  blauen  Brummer  wie  eine  Blume  unablässig  und 
begehrlich    umschwärmten, 

Lore  drückte  ihm  ein  Päckchen  Pfeifentabak  in  die  gefurchte 
Rechte   und   ginj^   dann   weiter   durch   den   erwachenden   Tag. 

Ein  großer  Schwalbenschwanz,  schwarz-gelb  gestreift  wie  ein 
päpstlicher  Landsknecht,  flog  ihr  gleichsam  als  Wegweiser 
vorauf,  bis  er  auf  einmal  in  jähem  Fall  in  einer  Blumeninscl  der 
betauten    Parkwiesen    ertrank. 

Dann  saß  sie  auf  einer  kleinen  Birkenbank  am  Badestrand  und 
schaute  auf  die  lachende  Frühsommersehönheit  des  Sees  hinaus. 
Seltsame  Vogelstimmen  schnarrten  und  schnatterten  aus  dem 
hohen  Röhricht,  und  zierliche  Libellen  schössen  im  blitzschnellen 
Zickzackfluge  über  das  seichte  Uferwasser,  in  dem  sich  eine 
ganze  Herde  von  Fischchen  angesammelt  hatte,  alle  Köpfe  mit 
den  schönen,  großen  Augen  zum  Goldglanz  des  Himmels  gerichtet. 
Lore  hatte  die  Stirn  in  die  Hand  gestützt  und  lauschte  auf 
die  leise  Rätselmusik  der  Einsamkeit,  die  in  einem  einzigen 
langgedelinlen   Ton   über  den   stillen  Wassern   schwang. 

Wie  ein  Märchen  war  der  gestrige  Tag  zu  Ende  gegangen, 
der  mit  all  seinem  Leid  und  Schrecken  in  der  Dämmerung 
eines  grauen  Meeres  allmählich  immer  tiefer  hinter  ihr  zu  ver- 
sinken   schien. 

Der  Freispruch  in  Moabit  unter  den  jubelnden  Huldigungen 
des    Publikums. 

Die  Fahrt  nach  Wunnsee  und  zur  Mutler  nach  Zehlendorf, 
Und  endlich  die  schnell  improvisierte  kleine  Feier  im  Garten- 
saal von  Siebeneichen,  bei  der  Walter  so  liebe,  herzbewegende 
Worte  für  Kurt  und  Evelyn  gefunden  und  das  Land  der  Zukunft 
gepriesen  hatte,  das  jetzt  glückverheißend,  einem  leuchtenden 
Hafen  gleich,  nach  all  den  schweren  Schicksalsprüfungen  vor 
jenen    lag.  Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreichten 


Anfragen    erbitten    wir     an     die    Redaktion    des     ,.  F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,    ZimmerstraOe    35-41 
Scherlverlaii.  Antwort  crfolijt  nur  im   „Film-Maijazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


All  viele:  Anun>me  Itriufc  «oriloii  niclit  Ijcantwurlct.  Hoi  Maiiii- 
skriptanscIeKcnliciten  bitton  \v.ir  tulgciules  zu  beacliien;  .leik'r  Ant'r;ijj;o  ist 
Kuckporto  lioiziifiif;i-ii.  Jode  Kiiisoiuluii^-  eines  Manuskripts  zur  l'nifiin^' 
ist  /«ccklos,  nur  Expoi-is  im  Liiifan^'o  mmi  ■-'—;;  ^eliroiliinaseliincnjoiton 
siiul  zur  Einsendiins;  an  die  I-'ilniiiHiiistrio,  lio^jisseiiro  nsw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  iiber- 
noniinen  Verden,  also  soll  der  \  erfasser  nur  Duieliselilage  senden,  vom 
liandgesolirietienon   iSendungon    (leserlieli)    eine  Absehrift   zurückbehalten. 


K.  \\  .  :i  II  >  1'  I  .1  11  k  r  II  1  I  -  M  .1  i  II  :  Fls  im  uns  h-id.  lliiieii  keine 
piakti^rboii  l{.ilselil;ige  gidieii  zu  kiinneii.  Der  l'iliiisch.iu^pielirlioi  iiT 
i>l  sidir  iiberfiillt  niid  d.ilior  nielil  .■iiis>ielit>roic  li.  N.ieii  den  kleinen 
Hiidilieli  lallt  es  sieh  seliwor  beurteilen,  ob  Sie  lilnibegaiit  sind.  .\iii 
•  w  c-ekiu;iUigsti'U     i>l     es.     wenn     Nie     sieb     iiniiiillelli.ir     mit    den     Filnigesoll- 

siliiftei I    Hegisseun'ii    in    Verbindung    setzen,    .lue    .Ma.v.    Il.inns  Si-liw  nrz 

Mild  \\  ilbcliu  'riiiele  sind  dnreli  die  IIa.  Herliii  .^W  lis.  Kdcbslralii-  fi-S. 
I.'iid.dl  W  .ilter-Feiii.  .\la\  Ob.il.  \'i(liir  .laiison  diiieb  (Mo  Aal'.!,  Uerliii 
s\\  |s.  FriedriibsiralJe  ■2S.\.  Fritz  l.:iiig  diireli  Lang-Filiu.  Herlin  SW  is. 
Friedricbstr.ilie  i'j:;,  .N.ilion.il.  Herlin  s\\  1«.  Friedrielislr.aUe  In.  zu 
erreiebeii. 

F.  (;..  K  II  II  i  g  s  b  e  r  g  :  (idelte  lUillel.  mit  Fjiist  Wiiiar  verlieiralot. 
«iiliiif  lierliii-(  li.irliilleiiburg.  I.ietzonbiirger  Sir.ille  I.'..  Fernst  Uen  lirr 
liliiil  Hiebt  nieln.  fillv  F'eindt  iliiifir  iiiigef.ibr  in  zolin  i'iliiien  ,il-  ll.iiipi- 
d.irstollerin    gewirkt    li.iben.     Sie    ist    .iiieli    eine    bokaiinle    Tuniiei  reilirin. 

E.  1'..  .\  1  I  (I  n  .-1  :  wenn  sieh  die  .\ntwort  im  ..Filiii-.Magaziii'  luaiiili- 
nial  verziigert.  so  bitten  wir  iilelit  zu  M-rgessen,  d.iLi  t.-iglicli  etw.i  Iiiindori 
Jirii'fo  bei  uns  oinkiiifen.  Wir  bitten  Sjo.  llire  l'r.igi'ii  noch  einmal  zu 
stellen. 

.\  I  II  i  s  i;.,  F'.  11  I  o  11  a  II  :  |l:i  wir  I'iliiieiig.igonionl-  nii'lil  x  erinilloln. 
köiinen  wir  Minen  leider  keine  W.il-ililage  geben.  Aiieli  mit  is  .l.ibreii 
k.'iim  m:iii  zum  h'ilni.  wenn  ni;in  das  nntiue  T.'ilent  hat.  li.i^  Ix-ire!- 
foiido    ln>or.it    kostet    :;    .\Firk. 

Herta  H..  Kiel:  Der  letzte  l'iliii  Min  Fred  'riionisiMi  liiolj  ..F'.in 
Itiiidit  \  Oll  F:iiie".  Frank  .M.iriiin  lilint  in  llnllv  wund  nnil  koninit  ^or- 
l.'iiit'ig    .Hieb    iiieiil     n.ieli     Deiilsebl.ind. 

Neugierige  i:  I  s  e  (;..  J>  ii  s  s  e  I  d  o  r  f  :  Hosten  K.ink  für  d.i- 
notte  liediebtebeii!  In  Diisseldorf  gibt  es  keine  F'ilmseliule.  Vieliir  V.ii- 
koni  ist  » erbeir.itet.  Niieli  Hiebt  in  Herlin.  -Voeli  kein  neuer  l'ilni  mit 
iliin     angekündigt.       (  liailiilto     ll.'igoiibriieli     ist     nielit     inelir     liiilineiiliiiiu. 

I'.i^t    .illi'    dental  bell     l'il werden     in     Herlin     ndor    .Miiiielien     liorgestelll. 

.M.inelie  F'iliiisl.iis  sind  selioii  von  Kindesbeinen  .in  beim  Film.  .Msn  ni.iii 
k.'inii    aiieli    unter    1^    .labri'ii    sebmi    t'ilmen. 

II.  K.  1lM!I7:  I.ieii  llojers  ist  lliillandei  in  und  wurde  in  Anistord.im 
gcdioren.  Fred  l.nuis  l.oreli  st.imml  .ins  F>nsdiirf  (( »esloiroiebl  und  li.it 
.1111  Js.  .März  Ceburtslag.  Il.iiis  .stuwe  wurde  :iin  11.  -M.ii  in  ileeklen- 
biirg    gelioriMi. 

II.  K.  li'HiT:  l.ion  l)e\ors  wurde  in  .Vmstord.im  geboren  und  ist  dunli 
die  lleutselie  rni\or-;il.  Herlin  W  s.  M.inoi  »tr.i  lie  f>L'.  zu  erreielieii.  Froil 
I.Ollis  l.oreli  widint  Herlin  W.  Kegonsbiirgi'r  Sir.iUe  II.  st.ininit  .ins  F.riis- 
dor  (Oesterreieb)  und  b.it  .im  J«.  .Miirz  (Jeburtsl.ig.  H.iiis  .stiiwe  erbliekle 
.'IUI  11.  .Mai  in  .Meeklenbiirg  das  l.ielil  der  Welt  und  bat  seine  Wobniing 
in  Herlin-Halonsee.  l'.inlsbornoi  sti.irte  il.  Fee  .M;ilten  wnlint  Herliii- 
ll.ileiiseo.  Nesti.rstr.ilie  :>:>.  und  wurde  .iin  .'.  Dezoinbor  in  (  liarlottelibiirg 
goboron. 

F  n  V  0  r  s  (•  b  ii  m  t  e  F"  r  .i  g  e  r  i  n  ;i  n  s  I.  ti  z  o  r  n  :  Hillie  Dine  ; 
I';.rtnir  in  ..l.unisi.ni  i.  die  weilJe  Skl.iviir-.  w.ir  (;ilbert  Hokind.  F",r  w  ir 
.ineli  Xorm.i  'ralni.idges  l'.irtnor  in  der  ..Stunde  der  Entselieidiing-.  Der 
Kiinstlor  ist  diireli  die  I'niied  Arlists,  Tjmi  S.int.i  Monie.i  Houlovard. 
Hollywood.  K.il..  zu  orreiilion.  I>er  r.irtner  Min  Hetty  J'.ilfoiir  in  ..i;\.i 
im    l'.ir.idios'    beilJl    .\le\.iiidei    d'Arcy. 

I.  o  o    S.,     Hozon:      (»Ig.i    'l'^ilioeliowas    neuester    F"ilni    Iieilit    ..Di.ino. 

die    Uosebielite    ei •    l'.iriseriii  ■.        II.   H.   W.irner    ist    diireb     (eeil     B.    de 

.Millo-StuiUiis,  lloll\wooil.  K.il..  zu  orroiiben,  Iwan  l'etruvleli  diireli  die 
(ireenli.inm-Filni.  Herliii  SW  (is.  KoebstraLii-  (il.  Kurt  (ieiron  widint  Her- 
lin-H.ileiisoo,  .\llireelit-.\iliilles-Sti.ilio  H.  itin.a  de  l.igiioro  Hoin.  \i;i  Cres- 
eontzio    19. 

Else  S..  H  .  I  d  M  .' r  g  e  n  t  II  o  i  111  :  l,oiii-o  HinoU..  i>t  Aniorik.inorin. 
Sie  wird  in  einem  Ir.iiizi.siselieii  l'ilm.  der  siili  ..l'reis  der  Sebiiiibeif 
belit<-lt.    die    II.i  iiplriil lo    spielen. 

.M  a  r  t  a  Seh..  Herlin:  AVeiiden  Sie  sicli,  bitte.  ;in  die  Arbeils- 
geniein>eli.il't  dir  l'ilni\erleilier.  z.  ll.inden  ile^  Herrn  liemr.i  Idirektors 
l'eit.  Herlin  SW  |s.  Fi  iedi  ielisii.ilJe  i'J.i.  odoi  .iii  den  Hund  der  l.elir-  und 
Kiilturlilmliersleller.    Heilin    SW    (is.    Koeloir.iUe    7:i. 

-M  .1  r  g  a  Soll..  Nürnberg:  .Maleolm  Todd  ist  iini.r  liov.il  Air 
fijree  Club,  i>H.  I'ie.idilly.  I.i.ndon  \\'  1.  zu  erreiebon.  F;r  wurde  .im 
IT.  .März  geboren  und  ist  unseres  Wissens  nincriieii.itet.  K.irten  \.ni 
F'ilinst.irs  können  sie  aiieli  diireli  den  \erl.ig  des  Filni-Mag:izins.  Herhii 
SW  (is,  Koelistr.ille  (i-.s.  erli.illen.  Hie  (iiiiljo  .in  ll.'irr\  I.iedlke  siml  .■ins- 
gericbtet. 

Frieda  AV..  Herlin:  Feber  Elis.ibetb  Hergmi  i-t  liir  die  iiäi  li-le 
Zeit    ein    Aufsatz    mit    riiotns    vorgeseben. 


A  n  n  0  1  i  0  s  (i.  ,i  ii  .-  l)  i  e  s  ^\  c  n  ;  (;iei:i  (.arlio  i>t  nielit  mit  .lohn 
(iilbert  verbeiralel.  Die  von  llineii  erv\;ilinle  \  erlobiiiig  selieint  nur  ein 
(ieriieht  zu  sein.  W.inn  die  genannten  F'ilinst.irs  einm.il  Dresden  be- 
siiehen,    können    wir    llinen    leider    ;ineli    nielit    s.igen. 

A..  O  p  p  .1  n  :  lue  weibliehe  H.iii|iiroIle  im  l'ilm  ,.Ilie  vom  Nieder- 
ihein"  spielte  F'.rn.i  Moiena.  .\iiii.i  .\la\  \\  Hiig  ist  (liinosin,  Hetty 
.\iiim;in    .Vinorik.anerin. 

F  r  s  e  1  ans  Hremen:  sie  li:ilien  reibt,  die  \'erloliiiiig  A\illy 
liii-eir  ist  nur  ein  lioruebt.  Hamon  No\arrn  kommt  im  Sommer  nacb 
Herlin. 

F:  \  .1  '1'  11..  H  e  r  1  i  n  :  Frilz  l..ing  erreiehen  Sic  dureli  l'ritz  L.iiig- 
Film.    Herlin    S\\     is,    Friedriehstr.ille    Ji'l. 

F"  1  s  e  H..  Kiel:  Der  llaii|ild.iistellei  im  ..Hing  der  H.ijailere'  w.ir 
nielit  lüeb.ird  H.irtbelmess.  sondern  lleiii>  sin.ut.  Hrigiite  Ilelin  gibt 
.\iilogr;iinme.  ])ie  ll;iuptd.irs|ellerin  in  ..Die  Heilige  und  ihr  N.irr'  war 
l.ien    Deyer>. 

10  1  1  e  n  II..  Königs  b  0  r  g  :  Die  l'.ii'tnerin  \oii  Emil  .l.innings  in 
..Sein  letzter  Helebr  w.ir  Evel>  n  Hrenl.  Dil.i  l'.itlos  neuester  l'iliii  IioIIjI 
...M.imileseu'.  Hetly  .\iiiniaii  ist  .\mei  ik.iiierin  und  ninei  heir.itt.'t.  V.i- 
lori.i  Hl.'ink.'i  ist  l'iig.irin.  geschieden,  filmte  friiher  in  .\merik:i,  wohnt 
Herlin  NW  sT.  Hrliekon.illoi'  i.  siöelte  ii.  .i.  im  ..Modernen  ('.is.iinn  .i'- 
und    ,.1'asehingspriiiz"    und    wird    in    weiteren    Aat.i-I'ilmen   zu    sehen    sein. 

F' i  I  m  f  r  e  n  n  d  i  II  F;.  A\.:  I'b.irlie  (liaidin  wohin  in  Heverly-Ilill=, 
Dolly wodd.    Kalifornien. 

li  II  d  o  I  f  F..  H  u  d  .1  p  e  s  t  :  snideii  Sie  lliie  l'ilmidee  in  l'urm  eines 
kurzen  lOxposi-s  an  die  dr:iiii.iliirgisi  lieii  .Vbieiliingen  der  Filmgi'sellsehaf- 
1011  wie  ff.i.  Herlin  SW  lis,  Koeli-.tr. ilie  li-s,  Nalimi.il.  Herlin  SW  IS. 
FriedriehstralJe  lo.  Aäfa.  Herlin  SW  is,  F'riedriehstraCe  i'j:;,  Terra.  Her- 
lin   SW  (iS.     Koehsli.ilJe    i;t. 

F'  i  1  111  f  r  e  II  n  diu  i  n  M  ;i  i  n  z  :  Den  Hm-i  im  ..K.iiniit'  der  'l'erti.r- 
spielte  der  kleine  (iiistl  Stark-tistetteiib.uii  .  W  iiluiiing;  Herlin  .\'\\'  f^. 
K.irlstr.iUe  L'."i.  Er  wurde  in  .str.iiibing  geboren.  Fee  M.ilten  widiiil 
Herlin-Il.ilensee,    Nostorstralie   .'i.'i.    Ernst    \  erebes    Herlin    W,    Kinsor    sn.   in. 

1,  j  d  i  ;i  M..  Herlin:  .lawohl.  (iiinn.ir  Tolnaes  ist  selnni  l.iiige  bei 
der  S|ireehbiiline.  Sein  neuester  Film  ist  ..(iosehloeht  in  F'esselii  .  Tol- 
ii.ies  kommt  im  .liini  wieder  n:ieh  Herlin  und  wird  hier  filmen.  l':ml 
Wegener    befindet    sich    ,iuf    einer    Hiibiiong.istsiiielroiso    durch    .Südamerika. 

S  (•  h  11  II  r  z  II  11  d  Spatz  a  ii  s  1,  e  i  p  z  i  g  :  Die  Verbibiiiig  oxistiorl 
nur  als  ..(ieriiehf.  Im  nbrigen  l'riv;its;ielie  der  Heteiligleii.  Der  neueste 
Film  mit  Werner  l'iietterer  lieiCt  ...Morgenröte  •.  (irel.i  C.irbo  isl  wieder 
n.aeh  (  iih  er-Cily  zui  nckgekebrt.  Ihr  l'.irtner  in  ..Krieg  im  Dunkeln" 
ist  (onr.id  Nagel.  Feber  Hoben  'riioereii  können  wir  Ihnen  leider  keine 
näheren  .Vng.ibeii  m.ichen.  FN  ist  nicht  .•insgoscblosson.  il.il.)  l.ilian  H.ir- 
vey    ;ineli    wieder    mit    Werner    l'iietterer    filmen    wird. 

I.  i  .-1  It..  Nürnberg:  H.ii  li.ir.i  Kenf  und  H.irbar.i  JJedford  filmen 
fleilJig.  Karina  Hell  und  ('orr,\  Hell  siml  zwei  versebiedene  Eilnisi'h.iii- 
s|iieleriniien.  K.irin.i  Hell  ist  Dänin  und  h.inplsäelilieh  als  r.irlnerin  ^on 
(iiinn.ir  Toln.-ies  bok.-imit.  C'orry  Hell  ist  Deutsche  niid  s|iielie  in  ,.Kle(ter- 
iii.i\e".    ..Moderne    I'iralen"    usw. 

Fditli  N.,  Herlin:  l'.iiil  ll.irtm.inii  und  Hiiiiio  Decarli  filmen 
Hiebt    mehr. 

F".  r  i  e  li  Hr..  Halle:  l'.it  und  r.at.ielion  U'.irl  Seheiistriim  und 
llar.ihl  —  nicht  Ilolger  —  M.nisenl  erreiehen  Sie  durch  die  Palladiiim- 
l'ilm.  Kopenb.igen.  \ielleielit  wenden  Sii.  bei  der  .Vnsclirift  ihre  rich- 
tigen Namen  .an.  Iteiile  Kiiiistler  geben  .\iitogr:inimc.  .Sie  können  deutsch 
:iii    sie    sclireiben. 

N  II  r  Ott  1)  c;  0  h  ii  li  r  :  Otto  Gebiilir  ist  geseliieden  und  b.-it  eine 
Tocliter.  Die  angegebene  Adresse  stimmt  noeli.  Sie  haben  reelit.  Ge- 
bühr war  friiher  .lucb  kurze  Zeit  in  .\nierika.  Sein  (Jobiii  tst.ig  ist  iler 
Ii).  Mai.  Die  (Jriil.lo  sind  ausgerichtet.  Der  N.iine  TrcMir  wird  aul'  der 
ersten    .Silbe    beloiil. 

Ilse  K.,  Leipzig:  Iw.in  Mosjiikin  gibt  .\iitogr.iiiiiiie  und  ist  iiiil 
der    Filmsebanspielerin    .\gnes    i'eterseii    ^  erheiratet. 

Herliner  F"  i  1  ni  r  ;i  t  t  e  I' ii  s  s  y  :  1.  .lawiibl.  Sie  diirien  l'r.igeii 
stellen.  i.  Din.i  (ir.illa  gibt  .\iitograniiiie.  wird  also  Ihren  Jirief  nicht 
iineröffnel  zurücksenden.  .'1.  Der  Film,  in  dem  Hrigitte  Helm  eine  Hlindc 
siiielle.    beilit    ..Die    Liebe    der    .leaniie    \ey. 

F'  i  I  m  f  r  e  ii  ii  d  i  n  n  e  n  F  r  i  e  d  c  h  e  n  1'.  n  n  d  1'  .i  ii  I  i  n  c  h  e  n  T. 
.1  II  s  N  e  II  s  I  .1  d  t  :  Hon  Lyon  ist  durch  die  First  X.-ilinn.il.  Hiirb.ink- 
Holljwiiod,  Kai.,  zu  erreiehen.  F2r  ist  Amerikaner,  bat  am  (">.  F'eliru.ir 
(iebiirtst.ig,    ist    mit    Hebe    Daniels    verlobt    und    gibt    .Vntogramnie. 

.M  ,1  d  e  1  e  i  n  e  IL.  ('  h  a  r  1  o  t  t  e  n  b  ii  r  g  :  Km  .Autogi.imnil.ig  mit 
Henry    Stuart    ist    ;iiigeiiblicklicli    nicht    vorgesehen. 

L' 1'  1  !)  .    O  p  |)  a  II  :    Ihre    Hildw  iinsche    sind    MirgemerUt    und    sollen    tun 
liebst    in    näehsler    Z -it    erfiilll    werden.      Der    Film    ...Metropolis",    sämtliche 
H.iiiteii    usw.    wurden    in    Neii-H.ibelsberg    In  rg. 'stellt. 

.1  a  k  o  b  F\.  S  .1  a  r  w  e  I  I  i  n  g  e  n  :  ll.irr.v  l'iel  ist  selmn  viele  .l.iliie 
beim  F'iliii.  Zuerst  betätigte  er  sieb  nur  filnis.diriftstellerisch.  Hon.iid 
Colm.an  erreiehen  Si,'  dnreli  die  riiiled  -\rtisis.  Tjn  i  S,in;it  Monic.i  Hoiile- 
\.ird.  Ilollywdod.  K.alifoniieii.  ICddie  l'ulos  .\iisclirift  ist  Herlin  SW'ls. 
F  I  iedriehstr.iUc   i'lT. 

Arnold  IL.  Cronberg:  (.ieboii  Sie  im  ..Filmm.ig.-izin"  eine  enl- 
s|  rechciiilc    .Viu.oigo    .auf:    Kusici,piii,kt    :!.—    M. 


i 


E  d  i  I  li  II..  Berlin:  M;i(l.v  ('liristi;ius  woliiil  Hoiliii-Cli.irlotti'iiliurK. 
Uisiiiarck.'itr.i/Jf  (>T.  H.imoii  Xo\:irri)  koiiinil  \  (iiaussiclnlicli  im  ^Diiiiiifr 
ii.'icli   ]t('rliii. 

E.  S.,  1,  M  11  K  <■ 'J  '■  I'  '■  U  :  l'i'l  I!hmi.iii  ..Sind,  iri.d.  IIclciic  AVilliii"  isl 
bis    jetzt    noch    iilclil    verfiliiU    ■worden. 

E.  V.  !{..  I'  (I  t  s  (I  .1  IM  :  TmiiI  lleiiieniiiiin  wdliiil  Ucriin-Waiiiisee,  Küniu- 
str.ilJe  (isli.  \ivi.iii  Cili.siiii  lierliii-.ScIil.Hlileiisee.  W  .innseeslralie  Iii'J,  Erii.--I 
lli)fiii,iiiii   Herliii-Il.ileiisee,    \iij;iisle-\iktciri;i-Sir:ilic    l,   .Vfine.s  Eslerliazj    Uer- 

liii    \V.    Hi.'^iii.ireksIr.ilJc    1.    (ir.uiil-llolel   Tier(;.Mieii.     (iriiUi-  Tierlri ile   .-.iiil 

.iiieli  mich  II,  ■•!.  .leiiiiv  .Tiisn.  Ileiiiy  Stii.ul.  l.>cli.i  l'nlecliiii.i,  Tlie.i  mim 
Harliiiii. 

Irene  l>..  K  li  I  ii  :  lu.iii  l'elrdvicli  ist  (liiri'li  die  (ireeiili.iiini-Kilm, 
Hcrliii  .S\V  (in,  KiielisIr.ilJe  (II,  zu  erreielieii.  Aii^ciililieklieli  i>l  der  Kiiiisi- 
1er   .aber    nielil    in    Heriiii.      Kr    Rilit    AiitdKraiiiuie. 

A  n  n  y  .\l..  Dresden:  Ein  neuer  ( 'ill.\ -l'eindl  riliii  i~I  im  Aii;;en- 
Miek    iKieli    iiielit    .an^ekündifii.      (ill.v    l'eimll    ist    liliiml    und    lil.iiiaii;;!^'. 

II.    .St..    <;  (i  r  I  i  I  z  :    .M.isila    Snnj.i    nilit    A  iito;;r,imiMe. 

H  e  r  II  li  .1  r  d  S  e  li..  M  »  in  li  n  r  fi,  :  W  arnm  keine  l'ünie  mii  Hrij^iiie 
lli'lm  ilcnt  l.Mifen.  kiiniieii  wir  Ihnen  leider  .ineh  nielit  s.ij;en.  Es  ist  :im 
zw  eikmalJinsten.  wenn  Sie  sieh  in  dieser  Aimele^enlieil  .an  die  dnriiui'M 
Kimdiesitzer  (ider  alier  .an  die  rt'.a.  Iterlin  S\\ Cs,  KnehsIr.iUe  (1 — s.  «en- 
den. Der  I'ilni  ...Mraiine"  liiiilt  nielil  mehr  in  lierlin.  .Mii^lieh.  d.ilj 
Xri^itte    Helm    .iiieh    i'inm.al    n.ieli    lliinihiir;;'    reist. 

W  .1  I  t  e  r  (i..  I"  r  .a  ii  k  f  ii  i  t  ;i.  .\l  .a  i  n  :  .\in  hesteii,  .sie  iiisiaiereii  im 
..Kilnim.iR-aziii'.  Die  In'lreffemle  .\nzei(;e  würde  ;i. —  .\l.  kcisien.  .\mii.i 
.M.ay  Wonp;  i^üM  Aiitiifiraniine.  Sie  s|piidt  .uiKeiihlieklieli  in  Limdiin 
Theater. 

i:  r  i  e  h  K..  Dresden  :  Hilda  Uoseli  wiilint  Berlin  XW  «7,  Afirieol.a- 
str.alJe  i::,  ist  mit  einem  Industriellen  verlieir.-itet.  naht  .\iitoKr.iimiie,  öfl'nei 
lind    lii'st   alle    Brii-fe   seihst    und    ist    eine    ;;r(ilJe    Itlnnienrreniidin. 

I"  r  a  n  z  K..  S  t  e  s  I  '  •  '•  :  \Veun  sjc  zum  Kilm  wollen,  se  ist  es  am 
zweekm.älJif;steii.  Sie  setzen  sieh  direkt  mit  den  l'ilmf;esellseh.itlen  in 
Verhiiidiin«.  Wir  \einiillelM  keine  EiiK.iK'enienls.  Die  .\iissielilen  sind 
t^anz    iintciinsti;;. 

I,  i  s  .1  W  e  I  d  e  n  :  Im  allt;ciiuineii  h.iheii  I'remde  keinen  Zutritt  zu 
den  Ateliers,  was  sehr  he^i fiflieli  ist,  d.a  (li'r  liesneh  die  Kilmleule  liei 
ihrer   Arbeit    stiirt. 

\V  (I  I  f  E..  I'  I  li  n  :  Die  Lukrezia  in  ..Dein  .lii.an-  spielte  Dnlurr^ 
(iistello,    die   (iattin    .liilin    Barr.x  innres. 

I"  i  1  111  s  e  h  w  ä  r  iii  e  r  i  ii  ii  e  n  E  r  i  k  .a  ii  n  d  E  I  f  i  i  e  d  e  :  Die  bei- 
den ll.an|itndlen  in  ..(i'seliiebtcn  aus  di'iii  Wiener  W.ald"  spielleii  Ver.a 
ViMiniiii.i  iiiid  Erie  B.arel.iv.  Diii.a  (Jr.all.a  wurde  .im  l.'i.  .lauii.ar  in  \\'.ir- 
sih.iii  fiehoren.  Werner  l'netterer  ist  ledi^'.  •;ibt  .\iitnf;r.iiiiiiie  und  spielte 
kiirzlieh  in  ..Die  Kliiehl  der  Deli.a ".  Willy  Kritseh  «  im  de  am  l'7.  .I.inii.ar 
in  K.illd«  ilz  fjebiireii.  l,>:i  Mara.  tiebori'ii  in  Hin.i.  lieifjt  rielilin  I.isvv 
tii'rdiiu  iixh  lind  isl  mit  Kriedriih  /einik  verheir.alet.  Christ.!  Tiiidys 
liehÜKer  N.iine  ist  (  hrista  rilioin.  .am  im.  .Iiiiii  in  liremen  neberen. 
Mady  (hrisli.ins  wurde  am  l'.l.  .I.iiinar  in  W  ieii  ^cbdreii.  t'hrist.i  Inrdy 
lind    Mady    Chrislkans    sind    Kusinen. 

.\  I  p  e  11  r  o  s  e  i  ii  d  e  r  S  e  h  w  e  i  z  :  Doiiij.l.is  Fairhanks  i.st  mit 
.\l.ar.\  I'iekfiird  verheiratet,  hat  einen  erw.iehseueii  Sdhn,  ist  .Vinerlkaiier. 
«ibf    .Viiliinraiiime    und    wiihiit    in    Beverly-Hill-^.    Hcill.v  wiiod.    Kai. 


Olly  -M..  Berlin  W:  \\i\\:\  C.arden  ist  mit  dem  riissiselien  l'eKis- 
seur    Ozep    \  erheiratet. 

-V  K  o  Barish:  Wendel)  Sie  sieh,  bitte,  iiiiniittelliHr  .••n  die  Filii- 
•;csellseliarteii.  Wenden  .Sie  sieli  .an  die  Kiliiisehiilo  in  iliinehen,  Souiien- 
sir.al.le    l.i.      Dort  erfahren    Sie    alles    .Näheie. 

X  e  1  I  y  a  u  s  II  .a  n  u  n  v  e  r  :  Lewis  .Sioiie  erreiehen  sie  dnreh  iie 
I'.ir.amount,  .'>l.')l  .M.ar.athon  Streef,  llnllywood,  Kai..  l'.S.A.  Er  ;;ibi  Aiitn- 
nr.amnie.      I'ii^en   Sie    einen    intern  itiiiii.al''ii    I'ostseln'iii    bei. 

I,  n  e  i  e  F..  B  e  r  I  i  n  :  (iunn.ir  Tidn.ies  ist  uieht  mit  K.arin.i  Ibii 
\  erheir.atet.  \.  W.  Sandber^  widiiit  Berlin-Sehiinebein,  Steiii.ieber  Sii.  i. 
I.ueie    Dnr.iine    lilml    in    Hollywond    als    Partnerin    .laiii't    <;.iyii(Ms, 

H  e  i  11  z  I,.,  N  e  u  -  B  a  b  e  I  s  b  e  r  };  :  (Jreta  (i.irbo  ist  durch  di;' 
.^letrll-(i(lldwyn-.stUl^io-,  f'nlver-City,  K.alifiirnicii.  zu  erreichen.  Sie  i-l 
Schwedin,  am  17.  .\pril  in  (ibtehorn-  tceliDieu.  (übt  .\utnni.imnie.  Isl 
iinverheir.itet.  Ihr  niicbster  Film  lieiUt  ..Krie^;  im  Dunkeln'.  Mett\  Amm.ar. 
«cdinle  kiirzlieh  der  Erst.iiitliihruiifi-  von  ..Asph.alf  in  Sincklicdin  lui. 
Wenn  diese  Zeilen  i'rscheineii.  wird  die  Kiiii-Ilcrin  aber  IkicIisI«  .ahisebein- 
licli  «icder  in  Berlin  sein,  Ihre  neue  .\dre^»e  wird  d.aiiii  snt'url  liek.aniH- 
iic^cbeii.       Sie    nibi    .Kntdijr.amme. 

E  i  11   I,  e  s  e  r  ;i  ii  s  d  e  in   B  .i  y  e  r  w  .i  I  d  e  ;   (Jiistl   si.ink-tJ^Icilenb.nu  r 
spielte    bis    jetzt    n.  .a.    in    l(il(;eiiden    Filmen:    ,.Der     l'ieeuld    muh     ;;iililciieii 
l.üwen'.    ,.\\  olsa  —  \\  ulfi.i",    ..Der    K:iniiif    der   Terli.!".       In    dem    kiuumeii 
dl  II    l'ritz    I-inu-Film    ..Die    Krau    im    .Mumf    spielt    er    .imh    cim-    n.i^ciidi- 
Udlle.      Er    st.immt    .aus    Bayern. 

E  in  I,  i  I  i  .a  n  H  .a  r  v  e  y  -  u  ii  d  B  e  b  e  D  .i  ii  i  c-  I  s  -  s  c  b  w  ii  r  tu  e  r. 
S  I  e  s;  I  i  t  z  :  Fred  Soliii  .alias  Kohert  (aslle  ist  der  I'.irtner  \ini  Bebe 
D.iniels.  verloht  isl  die  Kiinsllerin  aber  niil  Ben  I.yiui.  Die  .andere  Vir 
lobnii;;  ist  anschciuend  nur  ein  (iciiicht.  Im  iibiincii  l'ri\.itaiijrelef;eiibeii 
der    BcteilisK'n. 

.1  .1  r  i>  w  i  s  c  h  :  l'ebcr  die  belrell'eiiden  Hiilineiisch.iiispiiler  mihi 
stesilitzcr  SchloUp.ark  - 'l'hc.iler  kdimen  uir  Ihnen  leider  keine  uäbeicn 
.\iinaheii    lu.icben. 

M  a  n.  S  i.,  S  e  n  f  t  e  n  h  e  r  ;;■  ■  Der  licireffende  Kilm  ist  iinbck.iuiil. 
I.'oberl  Tliicni  isl  ein  juiifier  l'ilmil.irslellcr.  der  auch  bei  der  .Sprechbiiliii-' 
läti^  ist.  Er  wirkt,-  in  i'iil^;ei,dcii  Kilmen  mit:  ..Vciiiis  im  Kr.aik'  .  ..W,i» 
Kinder  den  Eltern  M-rscbw  eij.;en'.  ..Weiiii  Menschen  reif  zur  Liehe 
«  crdi  11." 

D  I)  r  i  s  K..  K  1  a  ii  k  f  ii  i  t  -  M  .a  i  u  ;  'Widier  sie  d.is  Bild  von  Diildre-- 
del  Hill  bekomiuen  haben,  d.as  Sie  tKHV  nielil  bestellt  h.ilien,  können  wir 
lliueii  leider  ;iuch  nicht  s.ifj-en.  Da  .aber  nnler  dem  Bild  .,1'iiileil  .Arlisis 
l'ictiire"  M'r:iierkt  ist.  so  r.ileii  wir.  sieh  einm.al  schriftlich  .in  die  l'nited 
.\rlisis  in  Berlin  SW  Js.  Kricdrichsir.iljc  l!i.  zu  «.•.iileii.  Die  Intel  schrifi 
MUi  Dolore-  ilel  Bio  ist  u.itiirlich  ..eclif  .  .\dolplie  Menjoii  ist  iliinli  die 
I'.ir.amonnt     .'il.il.    .M.iratbiiii    Street,    lliillywodd.    K.il..    zu    erreichen. 

(i.  .Seil.,  Krank  fürt  :  .Senden  .sie  :\  M.  für  die  Annonce  :in  ili.- 
Illiisliierte  Filmwdcbe.  (;. m.b.H.  (Verla;;  des  I'iliii-M.i^.izin  i.  Berlin.  Koeb- 
slralJe  ti-«,  VMir.inf  die  .\nzei;;e  erselieineu  wird,  (dnr.ad  Veidi  wiibiil  im 
I'.deii-IIolel.  Berlin.  Biiilapesier  Sir.aüe.  Selbstverständlich  dürfen  sic  den 
Kiiiistleriniien  zum  (Jebiiitsi.i^-  nr.atiilieren.  Ol^.i  Tsehechow.a  wurde  .im 
L'6.  .\inil  in  .Mexandropol  (Kaukasus)  neboren.  Sje  w.ar  früher  Bild- 
h.iiierin.  kIhK  ilaiiii  zur  Biiliue  und  zum  Film,  ist  «;eseliiedeii  und  li.at  eine 
'rochier.    Ihr    iiächsler    Film    heil.it    ..Di.ine.    die  (icschichte   einer    I'.iiiserin". 


i 


Ein  schönes  Bild  beweglicher  Reklame 
Die  Front  des  „Ufo-Palast  am  Zoo"  mit  der  lebenden  Lichtreklame  bei  den  Aufführungen  des  Ufa-Films  „Asphalt". 


I'liot.  l  l\i 

Entwurf:  Rudi  Feld. 


Greia  Garbo  in  ihrem  neuesien  Film  „Wilde  Orchideen' 


P/Wt.    M.-Q.-Mr 


Elsa  P.,  I.  i  c  ff  n  i  t  z  :  Ilnrry  I.ioiItUi-?  V;iUt  i>l  nicht  Si-luiuspiflor 
Kcwi'scn.       I.icdlki'    stMiiiint    vicliiiclir   .ins    ciiu-r    K.iiil'iiiMiiii^if.nnilip. 

E.  E..  1-"  1- ;i  n  k  f  II  1- t  :  Ein«'  ilcr  lick.iiiiilcstcii  ciinli-clicii  Filiiit;t'M'll- 
scliaftoii    ist    die    Itrilisli    Iiilcni.iliiiii.il.    I.oiuloii.    El>lri'c-.'<liiilii)>. 

1"  i  !  111  f  r  <•  II  11  il  i  11  E  y  n  ;\  U..  .\I  .i  ii  ii  li  (•  i  m  ;  Iw.iii  IN-lrovicli  )i;it  am 
:il.  Di'zi-iiilicr  (;(■llll^l^t.■lJ^  iiiiil  i.-.|  iiiivcrlicii.ili-i.  .I.i»(ilil.  er  s|>ii'!tc  oini» 
ll;iiilitr(iilc  in  ..  Alr.iiinc'.  In  ilcii  ..l>ici  l.cidi'iiM-lmfli'n  ■  i.st  Alice  Tcriy 
>.ciiic  l*;iiinci  in.  l-\:i  M;ii;i  li.it  keine  KiniliT.  \\iil>  Klitsch  i.st  niilit 
verldiit.  .I.ick  TiCMir  ist  nicht  •;cschieileii.  Minilein  mit  eiiici-  Eii^l:inileiiii 
;;liicklich    M-rhcir.-iIct.      (irctri    (iiubo    ist    nicht    mit   .Inhii    (;inieil   \eriii;ihll. 

.  1{  .•!  111  o  n  .-1  :  Wenileii  Sie  sidi  direkt  .in  Itol.ind  |)i-e\v.  Kiiffcn  .'^ie 
.seine  Hildk.iite  lind  einen  interii.iti(iii;ileii  l'iislsclicin  hei.  Er  ist  niiscres 
Wissens    Ainerikiiiier.       Die    Eiliiist;irs    ^tdicii    .\iit<>Ki'.'niine. 

V.  K..  I?  e  r  I  i  11  \V :  I,y;i  M.ini  ist  ehcnl;ill>  n.ich  Aiiieiika  Ki'l'eist. 
wo  sie  mit  ihrem  (;.itlcii  'I'nnfilmstiidien  ni.-icht.  (;iinii;ir  TcdiLies  K-isli«''' 
.iimcnlplicUlich  in  Scliwedcii  in  dem  I.iisispii'l  ..Arm  wie  eine  Kirchcn- 
iri.-iiis'  mit  K.irin.i  IJell.  Tnlii.ie^  knmml  im  .Iiiiii  n;ich  licrlin  und  «iri^ 
liier  filinoii.  Lirct.i  (i.irho  ist  wieder  n.nli  (  iilx  cr-Cily.  K.il..  /iiriick- 
gekehrt. 

(iertriid  ]•"..  1?  i- r  I  i  n  :  Den  N.inieii  und  die  Adrc--e  mhi  Louise 
Urooks    Erisenr    Uiiiineii    wir    zu    iinserein    Sclinier/    nicht    einiitieln. 

Horst  N..  K  o  II  i  K  s  b  (•  r  (?  :  ,!>'<' 
heideii  ll.i  iiptd.irstcller  in  dem  I'irs' 
N.itimi.il-l'ilni  ,.\\.is  eine  sdioiie  l'r.iM 
bcfichrf  w.ircii  Hillie  Dove  und  l.hiy.l 
Hi7Klies.  \i\i.iii  (iilisoii  lilmt  liei  der 
.\;>f.i.  Der  iiiicliste  l'iliii  mit  ll.irry  ll.iini 
iieilJt  ..D.is  Modell  vom  .Moiitii.niiMsM-  . 
Ein  neuer  Eiliii  mit  »ctty  .\iiiin.iu  ist 
noch  nicht  .inncküiidigt.  Erst  kurze  /.cit 
lii'im    J  iliii. 

H  e  i  n  li  o  I  d  K.,  C  I  .1  d  b  o  e  k:  Il.irry 
l'iel    widitit  Hln.-Sclninelierfr.    .Viii  l'.irk  li. 

\V  e  r  11  e  r  K.  in  Z  ii  r  i  c  li  :  i)iii.i 
(;r.Ul.i  wohnt  Herlin  W,  Speyerer  .Str.  l'J. 
i>t  seit  kurzer  /.eil  Witwe,  wurde  .im 
l.i.  .I.inii.ir  in  \\  .iiscIkiii  ;;(dinrcii.  tr.iA't 
einen  Kiinsllcrn.iiocii.  ist  Min  Uicli.iril 
lOichhcrt;-  Ihr  den  Film  entdeckt  worden 
lind  h;it  nie  eine  Eilmscliiih'  besucht. 
Das  Alter  neben  wir  Ki'"iids.itzlicli  nicht 
.111.  Sie  spielte  u.  .i.  in  lol^endeii 
rilinen:  ..Prinzessin  'l'rnll.ill.i".  ^D;is 
Iraiilein  \oii  K.isse  U'-.  ..Der  .ilte 
l-ritz-,  ..Der  Pic(olo  vom  niihlenen 
l.öwen'.  ..Die  tolle  Kointi-ss'.  Ihr 
iieiiesler  Film  lieiUt  ..Ein  kleiner  \«:- 
schiilj    aiil'    die    Selio-keif. 

Fritz  S  c  h..  D  r  e  s  d  e  ii  :  E^  ist 
am  zw cckmänis^len.  wenn  Sie  Ihr  M.i- 
iniskri|>t  in  Form  eines  kurzen  Exposes 
IL' — .'i  Schreihmaschinenseiten)  ;iii  die 
drain.atiirfiiscbcn  Abteilungen  der  Film- 
gesellschaften, wie  L'la,  Berlin  s\V  (!s, 
KochstraUe  CS.  Aafa.  Berlin  S\V  48, 
Friedriihstraßi- i'i':i.  Terra.  Berlin  S\V  fi«, 
Kochslr.ilJe  ?:>.  senden.  Es  wird  ;;idesen 
lind  K''iriift,  aber  Sie  niiissen  sich  sehr 
in  (Jediild  f;isseii.  da  der  Einn'.in^-  an 
Filmentwiirfen  sehr  t;roü  ist.  Biicher 
über  d.is  Filnim.aiiiiskript  erh.illeii  Sie 
beim  .\l.ix  Mattisson  -  Verl.i^-,  Berlin 
SW    fi.s.    Ilitterstr.ilie    VI. 

(;  e  r  II  .1  r  d  s  o  li.,  Berlin:  Diex- 
VerlobuiiK  scheint  nur  ein  (leriicht  zu 
.sein.  Wir  sind  der  .Meiniiiif;.  d.iß  i's 
.»ich  um  eine  Privat.iiif;eleKcnlieit  han- 
delt. J)ie  neuesten  Filme  mit  Uetty  Bird 
.sind  ..Dil-  .Mifternaclitstaxi-''  und  ..I>er 
Held  aller  M.idclienträiiiiie'.  Beide  Filme 
sind  kiirzlicli  in  Berlin  iir.iiil^el'olirt. 
Ob  «'S  möslicb  ist.  I.ili.in  Har\ey  kennen 
zu    lernen,    bezweilelu    wir. 

.V  II  I  o  r  ,  D  r  e  s  d  e  ii  :  Die  .Adresse  von  dem  französischen  Alli.itros- 
WeiiKerorf-Filin  ist  L'(i  nie  Fortiiny,  P.iris.  .Außer  den  Keuannten  (21) 
Filinnesellsch.iften  sibt  es  noch  ii.  a.  Fox,  Perlin  AV  H,  Fiiter  den  Lin- 
den Ifi,  Poetic-Film,  Berlin  SW  l.s.  FriedricIistr.ilJe  13,  Heiiiiy  Porteii- 
F'ilin,  Herlin  SW  18,  Frieilriclislr;ilje  ■>>{.  Xordisk  und  l'all.idiiiin  in 
Kupeiili.'iKen,    S.isehn-Filin,    Wien,   SiebensteniKasse   .fl. 

Lolo  S.,  AA'e  i  li  e  n  s  e  e  :  Die  Doppelrolle  in  ..Fm  seine  Ehre" 
Avunle  von  Ciost.a  Ekinaii  dargestellt.  Cilly  Feindt  ist  blond.  Al.irtin  lleiz- 
lierff    spielte   eine   Hauptrolle    in    den   ..SiebzehnjjihriKeir'. 


[a^WB^s^iSmimr^si^aia^^ 


H.  B.  12«.  K  ii  n  i  K  s  h  e  r  ff  :  Harry  H.alin  wohnt  Berlin-  'alensee. 
(icerosiralie  .'i7.  wurde  .im  17.  .I.inii.ir  in  Herlin  K<"boreu  und  s'ht  Auto- 
gramme. Er  spielte  ii.  .i.  in  folueiideii  I'ilmeii:  ..K.iiiini<-riiiusik'  mit 
Ileiiii.\  Porten.  ..Prinzessin  'i'nill.ill.T',  .,Die  tolle  l.ol.r-,  ..A'.iter  werden 
ist  nicht  schwer".  ..Zwei  rote  Hosen".  ..Der  I.adi'iiprinz ".  ..Ihr  dunkler 
Punkt".  Sein- nächster  Film  ist  ..Das  .Alodell  vom  .Mouip.irn.isse  ■,  in  dein 
er    wieder    mit    I/iliaii    H.irvey    spielt. 

Arnold  H..  (' r  o  n  b  e  r  fi  :  Briaille  ilcliii  wohnt  Herlin-D.ihlein, 
Im  Winkel  .'>.  J)orotlie:i  AVicek  Jliiuehen.  'riiicrstr.iüe  1!).  H.irr>  Halin 
Berlin-H.ilensee.  Cicerostr.ilie  öT.  (iiist.iv  Fröhlich  Bcrli-i-AVestend,  Kiir- 
lander  Allee  1.  I..i  .l.iii.i  Berlin-Ch.irlotlcnbnrM:.  B.iyeni.illee  l.'i.  Cliarles 
Farrell  ist  durch  die  Fox-Studios,  lim  Western  .\\e.,  Hollywood,  Kai., 
zu    erreichen. 

H  .1  r  r  .\  I,  i  e  d  t  k  e  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  a  u  s  AI  .i  (i  d  e  b  u  r  ;;  :  Harry 
IJedtke  wurde  am  12.  (Iklober  in  Könifjsbcry;  freboren.  Er  li.it  zwei 
Sohne,  die  .iiiLlerh.ilb  Berlins  widmen  sollen.  .Xciii.  sie  sehen  nicht  zum 
Film.  Fritz  K.impers  wohnt  Berlin-Charloltenbintr.  W.iitzsir.iße  22,  und 
ist  sehini  viele  ,l.ilire  beim  Film,  .lohn  B.irr.v  iiiore  ist  Amerikaner,  in 
Pliil.idel|diia  eeboreii.  Iw.in  Alosjiikiii  ist  Hiis^e  und  wurde  in  l>enz.i  ffc- 
.loreii.  H.irry  j'iel  erblickte  am  12.  .Inli  in  Dii-seldorf  das  l.iclit  di-r  Welt, 
l.ivio    l'.'ix  .'iiielli    .1111    H.   September    in    Bolonn.i. 

(i  e  s  c  h  w  i  s  t  e  r  U  ii  t  h  ii.  H  i  I  d  e 
.1  II  s  (;.:  JJen  Ol.if  in  ..Hiitschbahii" 
spiidte  .\riiold  Hasenclever.  J>ii'  weib- 
liche Hauptrolle  in  ..Kreuzzu^  des  AVei- 
bes  •  stellte  Al.ily  Di-Iscb.ifl  d.ir.  Orete 
.Mosheiiii  wohnt  Berlin  \\  ,  l'ariser  Str. 
Nr.  27,  ist  mit  dem  Scli.inspieler  Oskar 
lliimolk.i  \  erheiratet,  «ibt  Aiilofiraniine. 
winde  .1111  H.  J.inii.ir  in  Berlin  ^cebonMi. 
i.-t  blond  und  bl.iuäiiyis:.  Sie  ist  eiiii' 
grolle  X.itnrfrciindiii.  tri'ilil  viel  .Sport 
lind  interessiert  >icli  sehr  fiir  Literatur 
und     Kiiiistj;-eschiclite. 

H  e  r  t  li  :i  S.,  J)  r  e  s  d  e  u  :  l'eber  Ines 
Monlos.'i  können  wir  Ihnen  leider  keine 
H.-ihcrcn    Aiifi.-ibcn   ni.ichen. 

L  11  c  i  .1  D.,  K  ö  II  i  K  ^  '•  f  f  ff  :  AVl.i- 
dimir  (iaid.irow  wohnt  Iterlin-H.ilensee, 
.liiacbim  -  Friedrich  -  Str.ilie  fvt.  Er  ist 
l.'iis^e.  in  Polt.iwa  geboren  und  liebt 
seine  lleiniat  sehr.  Er  ist  Bühnen-  und 
Filmscli.iuspieler.  Sein  neuester  Film 
lieilit:  ..Fr.iiii>iir:inb  in  Al.irokko".  AVeun 
diese  Zeilen  erscheinen,  tritt  der  Künst- 
ler mit  seiner  »i.ittin,  der  Scb.iuspielcriii 
OIk.i  OzOHskaj.i.  in  der  Tribüne  in  Ber- 
lin .'Ulf.  Sie  werden  in  nis>ischer 
Siir.iclie  spielen.  (J.iidarow  bevorzugt 
iinseies    AVissens    Hosen. 

I'  i  I  111  r  r  e  11  11  d  S  c  h  w  i  w  a  P  o  s  a  i: 
Die  yenaiinlen  Filniiicsellscb.iften  haben 
keine  eigenen  .\telier>.  Fremde  diirlen 
den  I'ilm.iiifn.ihmen  iin  ;ill(;eineiiieii 
nicht  beiwohnen.  Die  Parufamet  i.-t 
eine    ACrleihfirma. 

II  o  I  1  .1  ,  B  r  e  s  1  .1  n  :  Der  Künstler 
heilit  H.iinon  .\  o  v.irro,  nicht  X  a  v.irro. 
Eine  Deiitschland-Hiindieise  wird  ihm 
seine   Zeit   nicht    p:f-'''''"P". 

E  1  f  r  i  e  d  e  H.,  1,  e  i  p  z  i  ff  :  Dir  Oe- 
wiclit  ist  mit  l.iü  Pfund  reichlich  hoch. 
Mier  für  diesen  .Schmerz  wissen  wir 
eiiii'ii    Hat:    Treiben    Sie    (;yiiin.istik. 

Eleonore   B.,   D  r  e  s  d  e  n  -  S  i  r  i  e- 

s  e  11  :      D.i     H;irry     Liedtke     und     Hild.i 

Bosch   beide   zu    den   .Aafa-Stars    ffchören. 

ist    es   sehr    leicht    möfflich,   daß   sie   noch 

öfter      ziisammenspieleu      werden.      Das 

Alter      der      ffenannten       D.irstellerinnen 

können    wir    Ihnen    nicht  aiiffeben,  d.i  wir 

ffruiidsätzlicli.     wie    oben     bemerkt,     d.is 

Aller    nicht    veröffentlichen. 

O  I  t  m  .1  r     IL,     AA'  i  e  s  ,i      b  <•  i     (i  r  e  i  f  f  e  n  b  e  r  ff  :       Lilian     H.irvey 

wiihiit     Berlin    \\     l.i.    Düsseldorfer    Str;iße     17.    und    li.il    .im    19.    .Januar    (i«'- 

bnrtst.iff,     Dr.  Christa   Tordy.   mit   ll.irry    Liedtke  verheir.ilct,   widint  Berlin- 

Crunew.ild,    Hisni.irckallee    Ifi. 

(i  unter  S  e  li..  F  r  .i  n  k  f  u  r  t  /  O  d  e  r  :  .leiiiiy  .liiffo  wohnt  Her- 
lin W.  Kaiserdainin  2!),  Al.iry  Kid  Berlin  W,  Oiesebrei-litstr.iUe  l^^,  Lya 
Alar.i  Berlin-AVestend.  Pommcru.-illee  .'>.  (ireta  (iarbo  Ciilver-t'ity,  Kali- 
fornien, .Alice  Terry  Hotel  Xeffreseo.  Nizza:  Ailina  Banky  durch  United 
Ariisis-SliiiL.   7200  Santa   Alonie;i    Bonlev.-ird,  Hollywood,   Kai,,   zu  erreichen. 


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Icilung  A.  Roscnihal— Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocsterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Uomgassc  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schaeler,    Charlolteöburg.      Anzeigenverwallung    Bepa-Vcrlag.    Berlin  W  35.  Blumcs  Hot   5.      Kupiertiefdruck:    August    Scherl    G.  m.  b.  H..  Berlin  SW  68 


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Altenmarkt   13  Essen,    Huys'icnallcc  93  Frankfurt  a.   M.,    Mainzer  Landstraße  59  63  Gleiwitz,  Wilhelmstr.  2.  turopahaus  Halle,  Magdeburfjcr  Str.  56 

Hannover,    BahnhofsIr    13  Karlsruhe,    Kaiscrstr    205  Kiel,   Holstcnstr.  61  Köln,   Hohe    Str    64  Königsberg,  Münzstr.   17  Leipzig,    Rudolph>itr,  4 

Magdeburg,    Breite    Weg    3  b  München,     Salvatorstr.    18      ,      Nürnberg,     Farberstr.    16  Stuttgart,    Kotebühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 

Zittau  i.  Sa.,  Zcichenstr.  14. 
AuBerdem  Verkanlsstellen  in  weiteren  Grofl-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Wenn  Sic  sidi 
nidit  fürditen,  die 
Wahrheit  zu  hören, 

dann  lassen  Sie  mich 
SIC  Ihnen  sagen. 


Gewisse  Talsachen  aus  Ihrer  Vergangenheit  und  Zu- 
kunft, finanzielle  Möglichkeiten  und  andere  vertrauliche 
Angelegenheiten  werden  Ihnen  durch  die  Astrologie,  die 
älteste  Wissenschaft  der  Geschichte,  enthüllt.  Ihre 
Aussichten  im  Leben  über  Glück  in  der  Ehe,  Ihre 
Freunde  und  Feinde,  Erfolg  in  Ihren  Unternehmungen 
und  Spekulationen,  Erbschaften  und  viel  andere  wichtige 
Fragen  können  durch  die  große  Wissenschaft  der  Astro- 
logie  aufgeklärt  werden. 

Lassen  Sie  mich  Ihnen  frei  aufsehenerregende  Tat- 
sachen voraussagen,  welche  Ihren  ganzen  Lebenslauf 
ändern  und  Erfolg,  Glück  und  Vorwärtskommen  bringen 
statt  Verzweiflung  und  Mißgeschick,  welche  Ihnen  jetzt 
entgegenstarren.  Ihre  astrologische  Deutung  wird  aus- 
führlich in  einfacher  Sprache  geschrieben  sein  und  aus 
nicht  weniger  als  zwei  ganzen  Seiten  bestehen.  Geben 
Sie  unbedingt  Ihr  Geburtsdatum  an  mit  Namen  und 
Adresse  in  deutlicher  Schrift.  Sie  können,  wenn  Sie 
wollen,  50  Pf.  in  Briefmarken  (keine  Geldmünzen  ein- 
schließen) milsenden  zur  Bestreitung  des  Portos  und  der 
Schreibgebühren.  Adressieren  Sie  Ihren  Brief  an  Pro- 
fessor Roxroy,  Dept.  8298  D.  Emmastraat  42,  Den  Haag 
(Holland).  —  Briefporto  25  Pfg. 


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Schöne  Augen 


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.Si-liüiilirit  lioilcutcf  (Jliick,  Krfoljj 
im  all  <lics('  .Sicf;c  (Ifs  Lulifiis  liriii;;!  .Sio  |ln' 
uiirciiMT  Teint.  iliT  iiie  .so  cntjti'llt  und  iiii- 
scliDii  loaclit  —  ilcr  Sic  abstüLit.  SclidiiliiMt 
(itfiict  alle  rtorti'U  des  l.cbt'iis.  Do.'-Iialb  mt- 
wiiidiM  Sic  ».(iforl  niciiic  SclialUiir  .,.\o\(i- 
ccriiia'.  Schon  nach  der  cr>tcn  .VnNsciiil.  be- 
ginnt die  Ifciiiidiiii;;  Ibrcrllaiit.  und  .Sic  selber 

werden  luil  Ihrer  newcii.  \  iTJniiKlen  (ie>n-ht>-  Zur  lalndiinitr  der  Aiisdnicks- 
hant  ein  nener,  bolTiirin^rsreiehcr  Mi'nsdi.  Iäliii;k<'it  der  .Viis'cn  vcr- 
J'ickel,  .Mitesser,  I  laiitsrieij,  welk  werdende,  wende  man  ..Di.ini.iiif.  Her 
^'rane.  I'alili'  und  >;roU|Hiri(;c  Haut  beseitigt  Blick  wird  lebli;ift  und 
meine  Sclialknr  samt  denKntstcliunssiirsaclien.  frisch.  I.'ein  v  c  f;  c  t  ;i  b  i  - 
L  iimerklicb  fiir  die  rmtielmns,  oline  Henifs-  1  i  s  c  b  e  s  I'r;i|i.ir.it  ..I>i.i- 
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^JUMMER     i8       /        BERLIN,    5-    MM     «929        /         PREIS       o    P  F  E  iN  N  I  G 


Cy^rt^iUe    XJielm    im      uLja^cyünt  „=/i'e   uuiidcrbarc  cXu^e  der  U'lmci   c/eironiia 


Seit  kurzem  der  glückliche  Besitzer  eines  Kiirbelkastens,  zählt  Herr  Meyer 
jetzt  zu  den  begeistertsten  Anhängern  der  Amateur- Kinematographie.  Sei 
es  in  der  Sommerfrische,  auf  Ausflügen,  Familienfestlichkeiten  -  keine  Ge- 
legenheit läßt  er  sich  entgehen,  um  seine  Familie  vor  die  Kamera  zu  bringen. 

Wie  wär's,  wenn  auch  Sie  unter  die  Filmleute  gingen?  Bitte  erkundigen  Sie  sich 
über  alles  Erforderliche  bei  der  Ufa-Handelsgesellschatt,  Berlin,  Kochstr.  6-7. 


a^in 


I)  I  i:    w  ()  c  II  1  \  s  c  II  K  I  r  r    d  i,  w    \  i  l  \i  r  i^  r  i  \  d  i: 


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PAi>/.  (,•/!//(•</  ArtisIs 


John  BQrrymore.  „Der  Könip  der  Bernina' 


IL 


Eine  groß  angelegte  Spionageaffäre, 
Kampf  zwischen  Österreichern  und 
Russen  um  wichtige  Dokumente,  die 
von  Wien  nach  Berlin  gesandt  werden.  Auf 
der  einen  Seite  der  österreichische  Haupt- 
mann, dem  man  die  gewiegteste  Spionin, 
eine  bildhübsche  Frau,  gegenüberstellt. 
Liebe  und  Pflicht  wirbeln  durcheinander. 
Die  schöne  Frau  will  dem  Zug  des  Herzens 
folgen,  aber  der  Österreicher  mißtraut  ihr 
und  verliert  dadurch  Papiere  und  Ehre. 
Später  versucht  er  in  Rußland,  als  Mu- 
siker verkleidet,  die  Dokumente  wiederzu- 
erhalten. Das  gibt  wieder  Komplikationen, 
bringt  Held  und  Heldin,  die  sich  inzwischen 
gefunden  haben,  in  Lebensgefahr  und 
zwingt  sie  schließlich  zur  Flucht  nach 
Österreich,  wo  sie  dann  beide  endgültig 
ihr  Glück  finden.  Der  Film,  dem  ein  Ro- 
man von  Ludwig  Wolff  zugrunde  liegt, 
wurde  von  Fred  Niblo  inszeniert.  Er  hatte 
den  großen  Vorzug,  bei  seiner  Arbeit  ein 
buntes,  wirksames  Milieu  zur  Verfügung  zu 
haben.  Es  standen  ihm  außerdem  Schau- 
spieler zur  Verfügung,  die  zur  Elite  der 
Filmdarstcller  gehören.  In  allererster  Reihe 
steht  Greta  Garbo,  heute  vielleicht  die  be- 
rühmteste Frau,  die  überhaupt  im  Film  auf 
der  Leinwand  erscheint.  Es  ist  nicht  un- 
interessant, daß  dieses  Bild  zu  der  gleichen 
Zeit  in  Berlin  und  auch  im  übrigen  Deutsch- 
land läuft  wie  die  Geschichte  der  Nina 
Petrowna.  Man  hat  dadurch  die  Möglich- 
keit, unmittelbar  hintereinander  die  be- 
rühmte schwedische  Darstellerin  und  Bri- 
gitte Helm  auf  der  Leinwand  zu  sehen,  ein 
Ereignis,    das    zu    Vergleichen    Anlaß    gibt 


Oben  und  Mitte:  Greta  Garbo  und 
Conrad  Nagel.  Unten:  Greta  Garbo 
r/:rf.   M.-a.-M. 


und  das  die  Richtigkeit  der  Behauptung 
jener  Filmkritiker  beweist,  die  immer  wie- 
der feststellen,  daß  Greta  Garbo  und  Bri- 
gitte Helm  eine  Reihe  stärkster  Ähnlich- 
keiten miteinander  aufzuweisen  haben,  und 
die  nicht  mit  Unrecht  glauben,  daß  der 
deutsche  Staat  vielleicht  die  einzige  Frau 
aufweist,  die  zur  Zeit  ernsthaft  in  Kon- 
kurrenz mit  Greta  Garbo  treten  kann. 
Allerdings  ist  dabei  zu  bedenken,  daß  man 
Leistungen  zweier  Darstellerinnen  nur  re- 
lativ miteinander  vergleichen  kann  und 
daß  es  natürlich  ganz  zwecklos  ist,  zwi- 
schen ,,Nina  Pctrowna"  und  dem  ,, Krieg 
im  Dunkel"  irgendwelche  Vergleiche  zu 
ziehen.  Beide  Bilder  sind  zwei  Leistungen 
besonderer  Art.  Sie  werden  von  ganz  ver- 
schiedenartigen Temperamenten  getragen  — 
denn  schließlich  ist  doch  der  Regisseur  bis 
zu  einem  gewissen  Grade  maßgebend  — , 
die  in  diesem  speziellen  Fall  beide  ihre 
Aufgabe  von  ganz  verschiedenen  Gesichts- 
punkten aus  angreifen  und  die  beide  das 
Publikum  mit  ihren  verschiedenen  Werken 
ganz  für  sich  gewinnen.  Für  uns  in  Deutsch- 
land ist  erfreulich,  erneut  festzustellen, 
daß  das,  was  wir  bisher  europäische  Filni- 
auffassung  nannten,  auch  diesmal  wieder 
von  den  Amerikanern  als  Weltfilmge- 
schmack aufgefaßt  wurde.  Der  ..Krieg  im 
Dunkel",  im  Manuskript  die  Idee  eines 
deutschen  Schriftstellers,  in  der  Darstel- 
lung getragen  von  einer  europäischen  Schau- 
spielerin, gehört  zu  den  beachtenswertesten 
Werken  der  letzten  Zeit.  In  den  Erfolg 
teilen  sich  mit  Greta  Garbo  Conrad  Nagel, 
der  den  Hauptmann  darstellt,  und  Gustav 
von  Seyffcrtitz  in  der  Rolle  des  Generals 
Korsuchin, 


Oben:    Greta  Garbo   und  Gustav   von 
Seyfhrtitz.       Mitte   und   unten   rechts: 

Greta  Garbo  und  Conrad  Nagel. 
Unten    links:    Gustav   von    Seyfferlitz 


(\l 


0)oh^ 


B 


in     Film,      der    ausgezeichnet     ist 
durch  ganz  einzig  dastehende  Auf- 
nahmen   aus    dem    südamerikani- 
schen Urwald  mit  seiner  ungeheu- 
ren   Wildnis     und     seinen    wuchernden 
fröpenpflan/cn,    seinen  Alligatoren    und 
anderen   reißenden  Tieren!    Dolores   de! 
Rio  spielt,    temperamentvoll   wie  immer, 
die    Tochter    eines    Weißen  .  .  .    die    im 
Hause   ihres   Onkels   aufwächst,  der    als 
Oberingenieur     einen    Bahnbau     leitet. 
Dieser     Oberingenieur     ist     ein     brutales 
Tier!     Er    baut    seine    Bahn    über    Men- 
schenleiber. Der  Haß  und  die  Wut  unter 
den    Eingeborenen    gegen    ihn    ist     groü 
und  kommt  offen  zum  Ausbruch,  als  ein 
junger  Inspektor  der  Baugesellschaft  er- 
scheint,   um   das   Treiben   des   Oberinge- 
nieurs    einer    sorgfältigen    Beobachtung 
und  Prüfung  zu  unterziehen.    Der  Ober- 
ingenieur hat  nur  zwei  ihm  ergebene  Leute,  den  Schank- 
wirt  und   einen  Unteringenieur,   und   er   hat   allen   Grund, 
die   Revision    zu    fürchten,    weil    er   große    Unterschlagun- 
gen begangen  hat.     Seine   Nichte,    die  nichts  von  seinem 
Treiben  weiß,   hängt   zärtlich   an  ihm   und   glaubt   an    ihn. 
Als    der    junge    Inspektor    eintrifft,     fliegt    ihm    das    Herz 
des  jungen  Mädchens  entgegen. 

Der  Oberingenieur  läßt  seinen  Unteringenieur,  der  ihm 
zuviel  weiß,  im  Dschungel  umkommen,  und  auch  der 
junge  Inspektor  soll  das  gleiche  Schicksal  teilen,  doch 
warnt  ihn  das  Mädchen,  das  von  dem  Anschlag  Kenntnis 
bekommen  hat.  Trotzdem  gelingt  es  dem  Komplicen  des 
Oberingenieurs,  den  jungen  Inspektor  schwer  zu  ver- 
wunden,   und    das     junge    Mädchen,     das    ihn    in    diesem 


Oben    und    unten:    Dolores    del    Rio    und    Waller   Pidgeon. 
Mille:  Dolores  del  Rio  und  Anders  Randolf  r.v'.  Tot 


1 


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PokUc^ 


Zustand  auffindet,  bringt   ihn   in  ein   In- 
dianerdorf,  um   ihn  gesund  zu   pflegen. 

Die  Indianer,  die  jetzt  durch  ihre 
Sympathie  für  den  jungen  Inspektor 
nicht  mehr  vom  äußersten  zurückzu- 
halten sind,  brechen  offen  aus  und  jagen 
den  Oberingenieur  in  den  Urwald,  da- 
mit er  dort  umkommt,  wie  viele  seiner 
Opfer  auch.  Das  junge  Mädchen,  das 
seinen  Liebsten  schon  nahezu  verloren 
geglaubt  hat,  weil  er  zuerst  in  die  Hei- 
mat zurückkehren  wollte,  ohne  seinen 
Pflichten  zu  genügen,  wird  endlich  mit 
ihm   vereint. 

Die  Hauptrollen  werden  von  Dolores 
del  Rio  und  Leslie  Fcnton  verkörpert. 
Regie  führt  John  Griffith  Wray,  wäh- 
rend für  die  Photographic  Chester  Lyons 
verantwortlich   ist. 

Es  braucht  in  einem  Filmblatt  nicht 
besonders  erwähnt  zu  werden,  daß  ein  Bild  mit  Dolores 
del  Rio  immer  eine  sehenswerte  Angelegenheit  ist.  Diese 
Mexikanerin,  in  deren  Adern  spanisches  Blut,  gemengt 
mit  amerikanischem,  fließt,  ist  zumindest  eine  der  inter- 
essantesten Erscheinungen,  die  in  den  letzten  Jahren  in 
der  großen  Zahl  amerikanischer  Stars  auftauchten.  Wer 
Gelegenheit  hatte,  diese  Frau,  als  sie  vor  kurzem  in 
Deutschland  weilte,  persönlich  kennenzulernen,  war  be- 
geistert nicht  nur  durch  ihr  Wesen,  durch  ihre  Art  sich 
zu  geben,  sondern  auch  durch  die  große  und  starke  In- 
telligenz, die  man  nicht  oft  bei  Filmschauspielerinnen 
findet,  und  die  man  nicht  nur  im  Leben  freudig  begrüßt, 
sondern    die    auch    im    Film   sich    sehr   bemerkbar   macht. 


Oben,  Mille  und  unten  rechts:  Dolores  del  Rio  und  Waller 

Pidgeon.      Unlen    links:    Dolores   del  Rio.   Anders    Randoll 

und  Leslie  Fenton 


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Brigitle  Helm  und  Franz  Ledcnr  noch  der  Premiere  von  Nina  Pclrowna.  —  Sper.ialaul nähme  des  ,, Film-Magazins" 


JfL 


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Schon  sieben  Monate  liegt  der  Aufnahmebeginn  des 
Erich  Pommer-Fihns  der  Ufa  ,,Die  wunderbare  Lüge  der 
Nina  Petrowna"  hinter  mir. 

Ich  spiele  bereits  wieder  einen  anderen  Menschen  in  dem 
Ufa-Film  ,,Manolescu",  eine  Abenteurerin,  wie  die  Nina,  aber 
eine  egoistische,  ungefällige,  geldgierige  Frau.  Ich  kehre 
nun  oft  in  Gedanken  zur  Nina  zurück,  zu  diesem  Wesen, 
dessen  Freuden,  Abenteuer  und  Liebe  ich  mehrere  Monate 
lang  gefühlt,  erlebt  habe  —  ja,  das  ich  selbst  gewesen  bin. 
Zum  erstenmal  war  ich  eigentlich  ein  Mensch  mit  warmem 
Blut,  aus  dessen  leichtfertiger  Lüge  das  Schicksal  erwächst 
—  eine  Frau,  die  liebt.  Ich  weiß,  daß  das  Publikum  mich 
aus  meinen  Filmen  hauptsächlich  als  ,,Vamp",  als  dämoni- 
sches Weib  kennt.  Das  tut  mir  eigentlich  leid,  denn  abge- 
sehen davon,  daß  ich  als  Mensch  gar  nicht  so  dämonisch  und 
bösartig  bin,  liegt  in  diesen  Rollen  nicht  der  Weg,  den  ich 
gehen  will.  Darum  habe  ich  mit  aller  Liebe  und  Kraft  an 
der  „Nina"  gearbeitet  und  hänge  noch  heute  an  dieser  Rolle 
in  dankbarer  Erinnerung. 

Es  ist  eigentlich  merkwürdig,  daß  ich  in  meiner  noch 
recht  kurzen  Filmlaufbahn  schon  in  zwei  Filmen  einen 
..künstlichen"  Menschen  gespielt  habe:  die  Maschinen- 
Maria  in  ..Metropolis"  und  ..Alraune".  Diese  beiden  Rollen 
sind  eigentlich  das  genaue  Gegenstück  zur  Nina  Petrowna. 

Dort  waren  es  kalte,  gewinnsüchtige,  jeder  weichen  Re- 
gung fremde  Frauen,  die  in  ihrem  Haß  oder  in  ihrer  Räch- 


VON  ßRIGiTr£  f^ELM 


sucht  den  Männern  zum  Verhängnis  wurden.  Die  Nina 
F'etrowna  ist  dagegen  eine  weiche,  im  besten  Sinne  des 
Wortes  ,, frauliche"  Erscheinung,  eine  Frau,  die  an  ihrem 
Gefühl,  an  ihrer  Liebe  zugrunde  geht,  sich  selbst  zum  Ver- 
hängnis wird.  So  muß  ich  denn  diese  Rollen  auch  ganz 
verschieden  spielen.  Während  ich  bei  der  Maria  in 
,, Metropolis"  mich  ganz  auf  Wut  und  Haß  konzentrieren 
mußte  und  meine  schlechtesten  Charaktereigenschaften 
,,nur  gerade  gut  genug"  waren,  um  in  die  Gefühle  des 
Maschinenmenschen  der  Maria  das  von  dem  Regisseur 
Fritz  Lang  gewünschte  Maß  erotisch  aufreizender  und  da- 
bei geradezu  niederträchtiger  Kälte  einzuhauchen,  habe  ich 
bei  der  Nina  Petrowna  ganz  andere  Gefühle  ausdrücken 
und  daher  erleben  müssen.  Um  so  lieber  habe  ich  diese 
Rolle  gespielt.  Natürlich  kann  ich  nicht  selbst  entscheiden, 
üb  ich  dieses  warme,  herzliche  Gefühl  überzeugend  zum 
Ausdruck   gebracht  habe. 

Für  uns  Filmschauspieler  ist  die  Beurteilung  unserer  eige- 
nen Arbeit  ja  so  schwer.  Wir  spielen  Monate  hindurch  einen 
Film,  und  dann  können  wir  wieder  monatelang  warten  bis 
zur  Premiere.  Dieser  Tag  ist  eigentlich  der  einzige,  an  dem 
wir  etwas  in  Kontakt  mit  dem  Publikum  kommen  und  fühlen 
können,  ob  man  sich  an  uns  erfreut  —  oder  nicht.  Wenn  ..Die 
wunderbare  Lüge  der  Nina  Petrowna"  nur  mit  einem  kleinen 
Teil  jener  Freude  aufgenommen  wird,  die  ich  beim  Spielen 
dieser  Rolle  empfunden  habe,  will  ich  froh  und  dankbar  sein. 


ÜHHBÜI 


^i>:^:Ä*-"-*' 


üamon  tsfovarro 
hall  sich  inkognito  in  Berlin  auf 


Jl 


Die  iv^fien,(ßoscn. 


Die  Gräfin  Adlersfeld-Ballcstrem  wird  noch 
heute  viel  gelesen,  obgleich  ihre  Romane 
vor  mehr  als  dreißig  Jahren  erschienen  sind 
und  eigentlich  Probleme  behandeln,  die  auch  da- 
mals schon  überholt  waren.  Den  Grund  dieser 
Beliebtheit  bildet  der  Umstand,  daß  diese  Schrift- 
stellerin es  versteht,  eine  spannende  Handlung  zu 
erfinden  und  den  Leser  bis  zur  letzten  Seite  zu 


fesseln.  Kein  Wunder,  daß  der  Film  an  der  Stoff- 
fülle der  Romane  nicht  vorbeigegangen  ist  und  daß 
so  ziemlich  alle  Romane  der  Gräfin  Adlersfeld- 
Ballestrem  verfilmt  wurden.  Die  ,, Weißen  Rosen 
von  Ravensberg"  waren  schon  einmal  für  den  Film 
in  Anspruch  genommen  worden.  Der  Film,  den  die 
Decla  mit  Erfolg  herausbrachte,  ist  vergessen  und 
technisch  überholt.  Deshalb  hat  man  ihn  abermals 
verfilmt,  und  die  starke  Handlung  wird  jetzt  nicht 
weniger  als  früher  interessieren. 

Es  handelt  sich  um  düstere  Vorgänge  auf  einem 
einsamen  Schloß,  die  beinahe  wie  eine  Parallele  zu 
einem  aktuellen  Fall  anmuten.  Immerhin  ist  es  not- 
wendig, um  den  Vorwurf  der  Sen- 
sationshascherei nicht  aufkommen  zu 
lassen,  die  Erklärung  abzugeben,  daß 
der  Film  bereits  fertiggestellt  war,  ehe 
sich  die  Tragödie  auf  dem  schlesischen 
Grafenschloß  abspielte.  In  Ravensberg 
ist  ein  Mord  geschehen.  Der  Schloß- 
herr, ein  lebenslustiger  Mann  in  den 
besten  Jahren,  wird  eines  Morgens 
erschossen  in  seinem  Zimmer  aufge- 
funden. Man  sucht  nach  dem  Täter  — 
nicht  gerade  mit  den  Mitteln  moderner 
Kriminalistik  — ,  findet  keine  untrüg- 
lichen Beweise,  sondern  nur  Indizien, 
die  gegen  die  Gräfin  sprechen.  Nach 
der  landläufigen  Meinung  kann  kein 
anderer  der  Täter  sein  als  diese  Frau. 
Sie  wird  verurteilt  und  soll  lebensläng- 
lich im  Kerker  schmachten.  Achtzehn 
Jahre    sind    ins    Land    gegangen.      Eine 

Oben:  Dolli  Davis.     Mitte:  Jack  Trevor, 
Unten:    Dolli   Davis    und   Jack    Trevor. 

I'hol.   Oiiiiiia 


v^yn(KAA>£M^deyr^ 


neue  Generation  ist  herangewachsen.  Iris  von 
Ravensberg  ist  zu  einer  blühenden  Jungfrau  er- 
wachsen, die  das  Schicksal  ihrer  Eltern  nicht 
kennt.  Sie  wurde  bei  dem  Grafen  von  Erlen- 
stein erzogen  und  wähnt  Vater  und  Mutter  tot. 
Erlensteins  eigene  Tochter  ist  Sigrid,  eine  kalte 
dunkle  Schönheit,  die,  wie  Iris,  von  den  Freiern 
umschwärmt  wird,  da  man  bei  beiden  eine  gute 


Mitgift  erwarten  kann.  Aber  das  Herz  beider 
Mädchen  hängt  an  dem  Dr.  Marcell  Hochwald, 
der  nicht,  wie  die  übrigen,  ein  Allerweltskerl,  sondern 
ein  ernster,  reifer  Mann  ist.  Auch  er  schwankt 
zwischen  den  beiden  Mädchen,  bis  er  eines  Tages 
inne  wird,  daß  sein  Herz  der  blonden  Iris  gehört,  die 
er,  wie  alle  Welt,  für  eine  Tochter  Erlensteins  hält. 
Am  Abend  der  Verlobung  übergibt  ihr  Erlenstcin  das 
Erbe  ihrer  Eltern  als  Vermächtnis  eines  entfernten 
Verwandten  —  am  selben  Tage,  da  die  unglückliche 
Gräfin  Ravensberg  aus  dem  Gefängnis  entlassen 
wurde  und  den  Weg  zu  ihrem  Kinde  sucht,  den  ihr 
Erlenstein  versperrt. 

Durch  einen  Zufall  erfährt  Sigrid, 
die  echte  Komtesse  von  Erlenstein, 
von  dem  Vorfall.  Eifersüchtig  wie  sie 
ist,  läßt  sie  sich  dazu  hinreißen,  der 
Rivalin  die  ganze  Wahrheit  ins  Gesicht 
zu  schleudern.  Iris,  die  nie  etwas  von 
der  Vergangenheit  ahnte,  bricht  unter 
der  Wucht  der  Tatsachen  zusammen. 
Der  Schluß  bringt  die  überraschende 
Lösung  des  Rätsels.  Nicht  die  Gräfin 
hatte  vor  achtzehn  Jahren  ihren  Gatten 
erschossen,  sondern  der  alte  Gärtner 
war  der  Mörder.  Er  hatte  sich  zu  der 
Tat  hinreißen  lassen,  weil  der  Graf 
seine  Tochter  verführt  hatte.  Das  pak- 
kcnde  Thema  gibt  dem  Film  Gelegen- 
heit, sich  groß  zu  entfalten,  und  den 
Schauspielern  Aufgaben,  an  denen  sie 
sich   erproben   können 

Oben:  Jack  Mylong-Miinz.    Mitte:  Viola 

Garden.     Unten:   Dolli   Davis   und   Jack 

Trevor.    Phoi  Omnui 


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Stil    unserer  Zeit,    denn  amerikanische  Jungen  und 
Mädels   haben    diese  Klage  lächerlich  gefunden,  und 
selbst     eine    Elisabeth    Bergner    vermochte    sich    als 
Julia    nicht  durchzusetzen,  wobei  allerdings  zu  betonen 
ist,  daß   diese  Rolle  anders  temperierte  Darstellerinnen 
erfordert,    Oscar  Wilde  hat  ja  in  seinem  ,,Dorian  Gray" 
zu  beweisen  versucht,   daß  eine  Schauspielerin  die  Julia 
nur    darstellen    kann,    ehe    ihr  die  Liebe  bewußt  wurde. 
Sybil  Vane,    sein  Romangeschöpf,    nimmt  Gift,  als   sie  die 
Liebe    erkennt.     Das  Bild    beruht    in  seiner  Wirkung  auf 
anderen    Motiven.     Es    kann    im    erotischen  Element    bis 
hart    an    die    Grenze    des    Kitsches    und    der    Süßlichkeit 
gehen,  ja,  es  kann  der  Kitsch  selbst  sein  und  wird  trotz- 
dem Beifall    finden.    Der  Film,  der  nicht  auf  den  starren 
Eindruck  des  Bildes  angewiesen  ist,  der  nicht  die  starre 
Pose  braucht,  vermag  sie  in  schwingende  Bewegung  um- 
zusetzen. Hiermit  kommt  er  der  Reproduktion  weiblicher 
Wirkung  besonders  nahe.    Das  Temperament  einer  Pola 
Negri    rast    dem    verliebten    Scheich    anders    entgegen 
als     die     frauliche    Anmut    einer    Lil    Dagover,    wie 
auch    Willy    Fritsch    vollkommen    verschieden    von 
Paul  Wegener    in  den  Kreis  dieser  Erlebnisse  tritt. 


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Oben     links:     Willy    Fritsch     und     Dita     Parlo. 
Rechis:    Paul  Heidemann.     Mille:    Lil   Dagover 
und  Willy  Fritsch.     Unten  links:  Lil  Dagover 
und     Paul    Hartmann.       Rechts:     Brigitte 
Helm     {Metropolis)  f/wi.    l  ja ,   Dechi 


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Hollywood  gilt  in  ganz  Ame- 
rika als  Künstlerstadt,  wes- 
halb man  seinen  Bewohnern 
manches  nachsieht,  was  bei  ande- 
ren    Bürgern     unerbittlich     kriti- 
siert   werden     würde.       Originell 
sein,   heißt   alles   in   dieser   Stadt, 
wo  einer  vor  dem  anderen  immer 
etwas  voraushaben  muß,  um  auf- 
zufallen.    Daher  ist  es  kein  Wun- 
der, daß  sich  nicht  nur  die  Men- 
schen,   sondern    auch    die    Dinge 
bizarr      und      seltsam      gebärden, 
damit    man    auf    sie    aufmerksam 
werde.      Da    in    Hollywood    Paris 
für    eine   besonders    künstlerische 
Stadt    gehalten    wird,    so    tragen 
viele   Geschäfte   französische  Na- 
men.    Ein    Schauspie- 
lerrestaurant        nennt 
sich  Montmartre,  wird 
aber   sonst    in    kalifor- 
nischem    Stil     geführt 
und  besitzt  keine  fran- 
zösische Küche.    Aber 
da    sich    die    französi- 
schen    Bezeichnungen 
allein     nicht     als    zug- 
kräftig    genug     erwie- 
sen,   sind    findige    Un- 
ternehmer auf  den  Ge- 
danken        gekommen, 
bereits       das     Äußere 
der     Gebäude      bizarr 
zu     gestalten.       Grau- 
man        leitete        diese 
Mode  ein,  er,  der  seine 
Kinos,     das     „Ägypti- 
sche"    und     ,, Chinesi- 
sche Theater",   in   dem 
betreffenden    Stil    auf- 
führte.       Das      Hotel 
„Samarkand"    hat    das 
Aussehen  einer  inner- 
asiatischen Burg,   wäh- 
rend   andere     Restau- 
rants      und      Vergnü- 
gungsstätten sich   spa- 
nisch   oder    italienisch 
kostümieren.  Doch  da- 


aber    für 
finden   sie 


mit  nicht  genug.  Man  kam  auf 
ganz  phantastische  Dinge,  um 
nicht  übersehen  zu  werden.  Ein 
Eiscreme-Laden  wagte  es  eines 
Tages,'  sich  als  Eskimohütte  dar- 
zustellen. Eis  und  Nordpol  haben 
verwandtschaftliche  Beziehungen, 
selbst  wenn  das  Gletschereis  nun 
nicht  so  süß  und  wohlschmeckend 
sein  sollte  wie  die  ganz  vorzüg- 
lichen Eisspeisen,  von  denen  in 
kalifornischen  Restaurants 

Dutzende  verschiedener  Sorten 
angeboten  werden.  Mit  der  fett- 
losen kalifornischen  Küche  er- 
klären sich  Europäer  nur  in  den 
seltensten  Fällen  einverstanden, 
da.'?  schöne  Speiseeis 
nur  Worte  des  höch- 
sten Lobes.  Das  Cafe 
als  Lokoniotivwerk- 
statt  ist  ein  Witz  und 
nur  als  solcher  ge- 
dacht. Der  Besitzer 
erreichte  allerdings 
seinen  Zweck,  Auf- 
merksamkeit zu  er- 
regen, glänzend,  denn 
nach  den  Atelierstun- 
dcn  ist  kein  Plätzchen 
in  dem  Raum  frei. 
Die  Speisewirtschaft, 
die  sich  einen  Hut  als 
Dach  errichtete  und 
die  Aufforderung  ,,Iß 
im  Hut"  mit  Leucht- 
buchstaben verkün- 
dete, verdrängte  ein 
noch  viel  bizarreres 
Lokal,  dessen  Äußeres 
einem  Schuh  nachge- 
bildet war.  Man  muß 
nun  nicht  annehmen, 
daß  es  sich  hier  um 
massive  Bauten  han- 
delt, wie  sie  unser 
nordisches  Klima  er- 
fordert. Alles  ist  De- 
koration, Kulisse, 
Scheinwelt  aus  Sperr- 
holz und  Gips. 


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Indien  gilt  als  das  klassische  Land  der  Schlangen,  und 
trotzdem  kann  man  jahrelang  in  indischen  Städten  und 
Dörfern  leben,  ohne  jemals  einer  Schlange  zu  begegnen. 
Der  brasilianische  Urwald  ist  dagegen  das  Dorado  der 
Schlangen,  Sie  sind  ja  eigentlich  Nachttiere  und  lieben  den 
ewigen  Dämmer  des  Urwaldes,  die  drückende  Moderluft 
und  die  Feuchtigkeit  seines  Bodens,  Hier  leben  die  giftig- 
sten Schlangen  der  Welt,  Der  Buschmeister,  auch  Lachesis 
genannt,  jagt  im  Unterholz  nach  Beute.  Aber  die  Natur 
hat  jedem  Wesen  einen  Feind  entgegengestellt,  und  so  ist 
die  ungiftige  Musurana  nur  darauf  bedacht,  den  Busch- 
meister zu  überwältigen  und  aufzufressen.  Im  Aquarium 
enttäuschen  Schlangen  in  der  Regel,  weil  sie  zu  stumpf- 
sinnig hinter  den  Glasscheiben  liegen.  Aber  Schlangen  sind 
auch  im  Urwald  nur  dann  schnell  und  beweglich,  sobald 
sie  nach  Beute  jagen.  Dann  freilich  entfalten  sie  eine  Ge- 
schwindigkeit, die  staunenswert  ist.  Mit  blitzschnellen  Stößen 
jagen  sie  das  Opfer,  wobei  sie  sich  ihrer  gefürchteten  Waffe, 
des  Giftes,  sicher  sind,  denn  nachdem  die  Zähne  zugeschlagen 
haben,  erwartet  die  Schlange  ohne  Aufregung  den  Tod  der  Beute. 
Trotzdem  sind  die  Schlangen  wegen  ihres  kleinen  Gehirns  nicht 
klug,  wenn  auch  das  Altertum  diese  Eigenschaft  annahm. 

Oben:  Kopf  der  Lachesis,  daneben:  Lachesis  in  der  Eihaut,  darunter: 

junge  und  alte  Lachesis.     Mille  und  unlen:  Musurana  frißl  Lachesis. 

Unlen  links:  Mokassin-Schlange  beim  Fischen  phot.  Ufa 


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UND  SEHR  VIEL 


SciiiriitÄel 


GivbLu^ti0erAbeK.teu.errovncLvi. 


VON    LUDWlGvoN  WOHL 


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Als  Robby  Valberg  langsam  die  Treppe  herabkam,  steuerte  der 
Portier  auf  ihn  zu. 

„Ich  wollte  CS  gerade  auf  Ihr  Zimmer  schicken,  Monsieur", 
sagte  er  dienstbeflissen, 

Robby  Valberg   schob   das   Telegramm   ärgerlich  in  die  Tasche. 

Wahrscheinlich  pumpte  ihn  Valescu  wieder  an  oder  der  kleine 
Block.  Schreckliche  Angewohnheit,  diesen  Selbstverständlich- 
keiten durch  ein  Telegramm  eine  drohende  Wichtigkeit  zu  geben. 
Beinahe  erpresserisch  so  was.  Auf  alle  Fälle  hatte  die  Sache 
Zeit  bis  morgen  früh 

Didi  und  die  anderen  saßen  sicher  schon  in  einer  Ecke  und 
warteten. 

„Du  hast  dir  Zeit  gelassen    Robby." 

Didi  hatte  das  Gelbe  an,  das  ein  bißchen  zu  tief  ausgeschnitten 
war.    Aber  sie   konnte  es   sich   leisten. 

„Er  ist  wie  eine  Primadonna",  sagte  Wandsworth  Tuppingham 
und  kniff  ein  Auge  zu, 

Maud  Dundee  tat  ihm 
den  Gefallen,  zu  lachen, 

„Wo  sind  die  andern?" 
fragte  Valberg, 

„Wir  treffen  sie  im  Che- 
val  Pie,  Freddy  Starhem- 
berg  kommt  übrigens  nicht." 

„Was  hat  er,  eine  neue 
Freundin?" 

,, Nicht  ganz  so  schlimm. 
Mandelentzündung." 

,,Also  los!" 

Tuppingham  hatte  seinen 
Wagen    mitgebracht. 

„Rue  Victor  Emanuel  III. 
—  Cheval  Pie,  Jones", 
sagte  Wandsworth  Tup- 
pingham. Er  sprach  das 
auf  amerikanisch  aus. 

Die      dunkle     Limousine 
tauchte    im    Kandelabermeer    der    Place    de    la    Concori.e    unter 
wie   ein  Komet  in  der  Milchstraße. 

Im  ,, Cheval  Pie"  wartete  bereits  ein  halbes  Dutzend  junger 
Leute  bei  der  zweiten  Flasche  Anjou, 

Der  kleine  braunhäuligc  Marsciller  Kellner  schnitt  mit  der 
Sorgfalt  des  künstlerisch  arbeitenden  Menschen  die  köstlichen 
Weißbrotscheiben. 

„Ich  habe  Hunger",  sagte  Didi  und  ärgerte  sich  über  Huguettc 
Malvy,  die  unverschämt  gut   aussah. 

Das  gelbe  Kleid  war  ihr  doch  ein  ganz  klein  wenig  eng.  War 
sie  dicker  geworden? 

Robby  hatte  bestimmt  nichts  gemerkt.  Aber  wenn  es  die 
Männer  erst   einmal   merken,   ist  es   auch   schon  zu   spät. 

Sie  beschloß,  kein  Weißbrot  zu  essen  und  keine  Sauce.  Sauce 
war  das  reine  Gift. 

„Du  siehst  entzückend  aus,  Huguette",  sagte  sie  begeistert.  „Es 
steht  dir  ausgezeichnet,  daß  du  etwas  voller  geworden  bist." 

,,0h,  du  irrst,  Didi  —  ich  habe  abgenommen." 

„Wirklich?" 

Robby  Valberg  beobachtete  das  Geplänkel  mit  vergnügt  glit- 
zernden Augen, 

„Was  habt  ihr  eigentlich  heule  nacht  vor?"  fragte  er  und  be- 
stellte bei  dem  aalgewandten  Marseiller  zwei  Dutzend   Imperiais. 

„Einen  Akt  Grand  Guignol",  sagte  Maurice  Grouchy,  ,.i'er 
Mann  bringt  seine  Braut  mit  einem  javanischen  Gift  um,  das  sie 
in  Champagner  schluckt,  weil  sie  ihm  —  also,  es  ist  sehr 
spannend.  Dann  Casino  de  Paris  —  Chevalier  hat  ein  neues 
Chanson,    das   man   hören   muß.     Dann   noch   irgendeine   Boite   — 


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,,Dii  denkst  schon  wieder,"  sagte  sie  vorwurfsvoll. 


Nachdruck  verboten 

das  hängt  von  Denitzki  ab,  der  um  eins  im  Casino  sein  will.    Er 
sagte,  er  wüßte  etwas  ganz  Neues," 

Robby  Valberg  nickte  ernsthaft.  Wenn  der  kleine  Prinz 
Denitzki  so  etwas  versprach,   dann  hielt   er  auch  Wort, 

,,Ich  sehe  schon,"  sagte  er  in  gespielter  moralischer  Entrüstung, 
,,wir  landen  wieder  um  fünf  oder  halb  sechs  bei  Mere  Poulette 
in  den  Hallen,  Ich  weiß  tatsächlich  nicht  mehr,  wie  mein  Bett 
aussieht," 

Valbergs  Finger  spielten  gedankenverloren  mit  einer  Brot- 
krume, die  ländlich  gebräunt  auf  der  blaurot  gewürfelten  Leinen- 
decke lag. 

Didi  schüttelte  sich. 

„Du    denkst    schon   wieder",    sagte    sie   vorwurfsvoll,     „Wirst 
du  das  denn  nie  lassen  können?" 
Valberg   lachte  fröhlich  auf. 

,,Das  sollte  Onkel  Heinrich  gehört  haben,  der  behauptet,  ich 
hätte    nicht    einmal    die    Ansätze    zu    den    Einrichtungen,    die    der 

Mensch    zum    Denken    ge- 
braucht." 
^  ^  ,, Quelle  bete",  sagte  Hu- 

guette teilnahmsvoll. 
Zu  teilnahmsvoll. 
Didi   sah    sie   schräg   von 
der    Seite    an    mit    einem 
jener       samtglatten       und 
dolchscharfen  Frauen- 

blicke, die  in  der  Rivalin 
zuerst  die  unbestimmte 
Vorstellung  erwecken,  ir- 
gend etwas  an  ihrer 
Toilette  wäre  nicht  in  Ord- 
nung. 

Robby  Valberg  speiste 
mit  der  Andacht  und  vor- 
sorglichen Behutsamkeit 
eines  Menschen,  der  weiß, 
daß  er  heute  noch  schwere 
unbedingt    notwendig   ist,   sich 


und    daß    es 


Arbeit    vor   sich    bat 
dafür  zu  stärken. 

Alles,  was  er  anfing,  vollzog  er  mit  der  sprichwörtlichen  Gründ- 
lichkeit des  Deutschen,  aber  gleichzeitig  mit  einem  begeisterten 
Schwung,  der  auch  ohne  irgendwelche  idealen  Hintergründe  bei 
ihm  auf  Kommando  in  Erscheinung   trat. 

Bedauerlich  nur,  daß  es  nichts  Rechtes  gab,  was  in  Angriff  zu 
nehmen  war  —  keine  Angelegenheit,  die  lanciert,  hochgebracht, 
emporgezüchtet  werden  konnte.  Denn  dazu  saß  man  zu  sehr  auf 
dem  Trockenen, 

Onkel  Heinrich  verwaltete  das  Vermögen  seines  Vaters  mit  — 
bis  zum  vollendeten  dreißigsten  Lebensjahre  des  ,, Kindes"  — 
nach  einer  jener  blödsinnigsten  Testamentsklauseln,  die  es  leider 
nicht  nur  im  Film  gibt  und  die,  blutarm  und  völlig  aus  der  Mode, 
in  wurmstichigen  Notarschränken  die  unglaublichsten  Zeitände- 
rungen mit  dem  Phlegma  einer  dreihundertjährigen  Schilddrüse 
an  sich  vorbeiziehen  lassen. 

Also  in  vier  Jahren  war  man  so  weit,  daß  man  für  würdig  be- 
funden wurde,  als  ein  vollwertiger  erbfähiger  Mensch  zu  gelten, 
von  dem  ohne  allzu  großes  Risiko  angenommen  werden  konnte, 
daß  er  sein  Vermögen  nicht  unter  gütiger  Mitwirkung  einer  nicht 
völlig  einwandfreien  Dame,  beziehungsweise  einer  Reihe  von 
solchen,  unter  verstaubten  Rivierapalmen  oder  auf  dem  Renn- 
platz ,, durchbrachte". 

Robby  Valberg  hatte  mit  seinem  Onkel  wilde  Kämpfe  ausge- 
fochten,  wenn  sich  ihm  eine  neue  Gelegenheit  zeigte,  von  der 
aus  irgend  etwas  angepackt  werden  konnte. 

Aner    der   alte    Knurrhahn   in    dem    grauen    Cut    aus   der   King- 


Edward-Zeit  bewies  klaren  und  logischen  Beweisgründen,  ja 
deutlichen  und  unwiderlegbaren  Zahlen  gegenüber  so  viel  Ein- 
sicht wie  ein  Parteifunktionär. 

Er  ging  jeden  Morgen  um  halb  neun  in  sein  verräuchertes  Büro, 
das  immer  so  aussah,  als  würde  niemals  ausgefegt  —  und  ver- 
ließ es  punkt  fünf  Uhr  wieder,  ganz  gleich,  ob  etwas  zu  tun 
war  oder  nicht.  Da  aber  Onkel  Heinrich  an  seine  Bürostunden 
seit  vierzig  Jahren  gewohnt  war,  so  sah  er  sich  so  einer  Tri- 
vialität wegen  in  keiner  Weise  veranlaßt,  geheiligte  Einrichtungen 
zu  ändern.  „-  •        ' 


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„Meinen  Mantel  —  meinen  Hut!" 

Das  kleine  Bankgeschäft  mit  dem  geschmacklosen  und  alt- 
modischen Schild  schlief  einen  Dauerschlaf. 

Robby  wurde  das  Gefühl  nicht  los,  daß  es,  wenn  man  es  auf- 
weckte, genau  so  bissig  und  schlechter  Laune  sein  würde  wie 
Onkel  Heinrich. 

Man  war  auf  diese  Weise  kaltgestellt,  lahmgelegt,  zur  Un- 
tätigkeit verurteilt. 

Was  halte  es  für  einen  Sinn,  irgend  etwas  anzupacken,  gegen 
alle  möglichen  Hindernisse  anzugehen,  wenn  einem  in  ein  paar 
Jahren  mit  langweiliger  Selbstverständlichkeit  die  Millionen 
kampflos  in  die  Tasche  geschoben  wurden?  Die  beste  Arbeit 
wurde  auf  diese  Weise  zu  jämmerlichem  Theater.  Es  war  wie 
ein  Match,  bei  dem  man  die  Entscheidung  vorher  brav  und  bieder 
festgelegt  hatte  —  das  machte   keinen   Spaß. 

Man  ließ  sich  also  den  von  Papa  seinerzeit  freundlichst  eben- 


falls festgelegten  Monatswechsel  auszahlen  und  tat  damit  das 
einzig  Richtige;    man  sammelte  Erfahrungen. 

Das  war  sicher  das  Interessanteste.  Man  merkte,  daß  hinter 
den  Bergen  auch  noch  Menschen  lebten,  und  lernte  ihre  Vorzüge 
und  Schwächen  kennen.  Man  reiste  viel  und  gründlich,  wenn 
auch  nicht  weit  über  Europa  hinaus  —  der  Monatswechsel  hatte 
ziemlich  enge   Grenzen. 

Dieses  halbe  Jahr  Paris  war  bestimmt  keine  verlorene  Zeit. 

,, Trink!"  sagte  Didi  vorwurfsvoll  und  schob  ihm  das  Cham- 
pagnerglas zu. 

Er  war  ein  bißchen  beschämt.  Einen  bedauerlichen  Konzen- 
trationsmangel hatte  man  doch,  dachte  er  noch.  Man  kann  doch 
tatsächlich  weder  eine  elende  kleine  Stunde  lang  nur  vergnügt 
sein,   nur  andächtig  oder  nur  gedankenvoll. 

Dann  begann  er  mit  Energie  einen  wilden  Fight  gegen  die 
Neckreden  des  Tisches,  verteilte  überallhin  blitzschnelle  kleine 
Florettstöße  und  erledigte  Maurice  Grouchy  mit  einer  schweren 
Granate. 

,, Gehen  wir",  sagte  Tuppingham.  „Er  bringt  uns  sonst  noch 
alle  um." 

Huguette  hätte  gern  noch  Crepes  gegessen,  aber  der  ganze 
Tisch  protestierte.  Befriedigt  stand  sie  mit  auf.  Die  einzige,  die 
es  sich  leisten  konnte,  so  viel  zu  essen,  wie  sie  wollte. 

,,Du  bekommst  jetzt  im  Grand  Guignol  das  javanische  Gift  in 
Champagner",  tröstete  Valberg  und  ließ  sich  den  Frackmantel 
umlegen.  — 

Eine  halbe  Stunde  später  lachte  er  Tränen  über  die  realistisch 
gespielte  Szene  der  Vergifteten.  Er  behauptete,  sie  erinnere  ihn 
lebhaft  an  den  Bauchtanz  einer  Algerierin,  den  er  im  Marseiller 
Hafenviertel  gesehen  hatte. 

Dramatische  Szenen  auf  der  Bühne  reizten  ihn  immer  zum 
Lachen.      Er   war   als    Begleiter   im    Theater   geradezu    gefürchtet. 

Chevalier  im  Casino  war  wieder  einmal  so  bezaubernd,  wie 
sein  Couplet  blöd  war. 

Robby  Valberg  warf  einen  vorsichtigen  Blick  um  sich. 

Didi  unterhielt  sich  eifrig  im  Flüsterton  mit  Tuppingham. 

Ein  Bleistift?    Der  war  da.    Jetzt  noch  Papier  — 

Robby  Valberg  sah  voraus,  daß  er  vermutlich  Kopfschmerzen 
bekommen  würde  —  Didi  mußte  sich  dann  weiter  mit  Tupping- 
ham unterhalten,  er  konnte  ihr  nicht  helfen. 

Man  mußte  nach  Hause  gehen,  Eisumschläge  machen  und 
mehrere  Tabletten  nehmen. 

Das  mußte  man. 

Was  schrieb  man  am  besten? 

Wenn  man  nur  erst   Papier  hätte! 

Er  angelte  in  den  Taschen  und  zog  auch  etwas  hervor.  Es  war 
das  Telegramm  vom  kleinen  Block.  Gar  nicht  schlecht.  Man 
schickte  ihr  ein  Telegramm.  Das  sah  so  schön  dringlich  aus. 
Man  brauchte  nur  den  neuen  Text  darüberzuschreiben  und  das 
andere  gründlich  auszustreichen. 

Er  riß  das  Formular  auf  und  überflog  die  kurzen  Zeilen,  wäh- 
rend  er  den  Kellner  heranwinkte. 

Dann  legte  er  das  Blatt  langsam,  sehr  langsam  auf  das 
Tischchen  und  fuhr  sich  mit  der  Hand  über  die  Augen. 

Sein  Gesicht  bekam  Ähnlichkeit  mit  einer  der  hölzernen  Schau- 
spielermasken, die,  schief  auf  schlankgliedrigen  Säulen  auf- 
liegend, die  Sahara  und  die  sechzehnjährige  Maurin  aus  Be- 
sannen flankierten. 


Herrmann  Gerson 


iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiüiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiii 


C^ßcrlin,     QOcvclcvschcy    QllarCl 


DAS   FÜHRENDE   MODEHAUS 


Der  Kellner  räusperte  sich,  und  blitzschnell  flog  Valbergs 
Blick  zurück. 

,, Meinen  Mantel,  meinen  Hut!"  sagte  er,  so  leise,  daß  der 
Kellner  ihn  fast   nicht   verstanden  hätte. 

,, Sofort,  Monsieur." 

Valbcrg  stand  auf  und  verließ  die  Loge  —  der  atemraubenden 
Sensation  auf  der  Bühne  gegenüber  ein  selbst  für  Paris  uner- 
hörter    Snobismus. 

Im  Taxi  fiel  ihm  ein,  daß  er  sich  nicht  einmal  von  seinen 
Freunden  verabschiedet  hatte.  Aber  fast  gleichzeitig  dachte  er 
daran,  daß  er  auch  das  Telegramm  vergessen  hatte.  Das  war 
Aufklärung  genug. 

Aus  Höflichkeitsgründen  mußte  man  freilich  —  - —  Ob  man 
noch   einen   Platz   im   Flugzeug  bekam? 

Im  Hotel  ließ  er  sofort 
nach  Le  Bourget  telephonie- 
ren.  Ja,  ein  Platz  war  noch 
fiei. 

Der  Start  war  erst  um  ach' 
Uhr  früh.    In  vier  Stunden. 

Valberg  schrieb  ein  paar 
Abschiedszeilen  an  Tupping- 
ham  und  bat  ihn,  die  andern 
zu  verständigen.  Tuppingham 
kannte  fast  alle  »seine 
Freunde. 

Dann  eine  Order  an  das 
Modehaus  Lanvin.  Der  Silber- 
fuchs für  Didi.  Eine  Bon- 
bonniere und  ein  Strauß  gel- 
ber Rosen  sollten  beigelegt 
werden  —  seine  Karte  dazu 
—  p.  p.  c.  ,  .  . 

Das    war    vermutlich    alles. 

Er  ging  nach  oben  und 
packte. 

Zwanzig  Stunden  nach  dem 
Tode  seines  Onkels  war  er 
in  Berlin. 


z 


die 


AUßER 

der  Leinwand,  derTausende  erfreut! 

Sehen  Sie  um  sich  .  .  Stoli  für  einen 
Film  überall,  so  interessant  und  so 
leicht  zu  verfilmen.  Schaffen  Sie  sich 
einen  Cine  »Kodak«  an.  Passen  Sie 
gut  auf  im  Kino  und  versuchen  Sie 
einmal,  selber  einen  Amateurfilm  zu 
machen.  Dann  zeigen  Sie  ihn  mit  dem 
Kodascope    im    eigenen    Heim. 


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führt  Ihnen  gern 
tindunverbindlich 
iinacrc  Apparate 
ror 


Kodak,    Aktien -Gesellschaft,    Berlin    SW  68,    Markgrafcnstraßc   76 


Herrn  Zitelmanns  unterschriftsberechtigte  Finger  brachten 
zögernd   ein   letztes,    ziemlich   dünnes   Aktenpaket. 

,, Wieder  eine  faule  Sache,  wie?"  fragte  Robby  Valberg  augen- 
zwinkernd über  die   Schulter  zurück. 

Der  alte  Herr,  der  in  seinem  vorsintflutlichen  Cut  wie  eine 
unterwürfige  Kopie  seines  Chefs  aussah,  lächelte  etwas  gedrückt. 
,,Eine  merkwürdige  Sache,  Herr  Direktor  — " 
,,Sie,  verehrter  Herr  Prokurist,  wenn  Sie  mich  noch  mal  Direk- 
tor schimpfen,  dann  sollen  Sie  mal  sehen.  Ich  heiße  Valberg. 
Direktor  ist  heute  jeder  Eiswagenbesitzer.  —  Was  für  'nc  merk- 
würdige  Sache?" 

Er  überflog  die  Akten,   runzelte  die   Stirn. 

Dann  warf  er  das  Paket  auf  den  Schreibtisch  und  stand  auf. 
,,Man   sollte   das   wirklich   nicht    für   möglich    halten",    sagte    er. 

Herr  Zitelmann  schwieg  er- 
geben und  mit  auf  der  Brust 
ineinandergelegtcn  Händen. 
Er  hätte  nie  eine  Meinung  ge- 
habt. Wie  hätte  er  also  auf 
den  Gedanken  kommen  kön- 
nen, jetzt  etwas  zu  sagen  — 
geschweige  denn,  etwas  ab- 
zustreiten? 

,,Eine  runde  Million,  Herr 
Zitelmann?" 

„Eine    runde    Million,    Herr 

Di Herr  Valberg  — " 

,,Ohne  Sicherheiten?" 
,,Der  verstorbene  Herr  Di 
—  Herr  Valberg  —  —  Herr 
Direktor  Valberg  hatte  gro- 
ßes Vertrauen  zu  Herrn 
Stavrides,  —  Herr  Valberg." 
Robby  Valberg  begann  im 
Zimmer  herumzulaufen.  Er 
hatte  plötzlich  solche  Ak- 
tionslust  in  den  Gliedern. 

,,Der  vereinbarte  Zinssatz 
ist   fünf  Prozent." 

,,Das  ist  sehr  niedrig  in 
Anbetracht  des  augenblick- 
lichen Diskontsatzes.  Ein 
Freundschafts  -  Prozentsatz." 
Zitelmann  nickte  schwei- 
gend. 

„Trotzdem  sind  die  fälli- 
gen Zinsbeträge  in  den  letz- 
ten zwei  Jahren  nicht  einge- 
gangen", fuhr  Valberg  fort. 
,, Welchen  Grund  hatte  Herr 
Stavrides  dafür  angegeben?" 
Der  alte  Prokurist  machte 
ein   bekümmertes    Gesicht. 

,,Ich  weiß  es  nicht,  Herr 
Valberg." 

Valberg    klingelte. 
Ein    altes    junges    Mädchen 
trat   ein,   eine   Stahlbrille  mit 
woUfädcnumwickcltcn        Bü- 
geln   auf    der    flachen,    etwas    glänzenden    Nase. 

,, Bitte,  Fräulein  Rocllig,  ein  Stenogramm!  Herr  Stavrides,  in 
Firma  Illyrische  Export-  und  Importgesellschaft,  Unter  den  Lin- 
den 262.  —  Sehr  geehrter  Herr  Stavrides,  wir  beziehen  uns  — 
auf  unsere  Abmachungen  vom  —  —  wann  war  das?  —  22.  Sep- 
tember 1925  —  und  bemerken  zu  unserem  Erstaunen  —  daß  Sie 
uns  —  die  Zinsen  auf  unsere  Einlage  bei  Ihnen  —  weder  für  1926 
noch  für  1927  bisher  eingesandt  haben.  Punkt.  Wir  ersuchen  um 
gefällige  umgehende  Begleichung.  Im  übrigen  machen  wir  von 
unserem  in  erwähntem  Vertrag  enthaltenen  Kündigungsrecht  des 
Kapitals  zum  —  na  —  zum  1.  Mai  Gebrauch  —  das  sind  noch 
fünf  Wochen,  er  hat  also  alle  Zeit  —  und  ersuchen  Sie,  die  bis 
dahin  fälligen  Zinsen  für  1928  nebst  Zinseszinsen  an  Ihrer  Kasse 
bereitzuhalten.  Hochachtungsvoll.  —  Danke.  —  Wollen  wir 
wetten?" 

„Wie  beliebt,   Herr  Di  —  Herr  Valberg?" 

„Wollen  wir  wetten,  daß  Herr  Stavrides  spätestens  morgen 
mittag  hier  auf  diesem  alten  zerfetzten  Ledersessel  sitzen  wird?" 

Fortsetzung  folgt 


CIKE 


1    I  ,N     Ü  U  1   t'  k    .\  l    I-     DIN     II  l-,  II  K  I. 
\    I.   L   E   S     L    B   K    I    (1    I-.     T   L'    N     W 


l    1^ 


ROMA/S/  VON  HANS  SCHULZE 


.^^ 


I  Schluß) 

Erst  gegen  Mitternacht  hatte  sie  sich  mit  der  Schwester  zu- 
rückgezogen und  dann  noch  lange  an  dem  Fenster  ihres  Giebel- 
ätübchens  gesessen  und  die  mondbeglänzte  große  Stille  dieser 
heimlichen  Stunde  genossen,  deren  sehnsüchtige  Traumverloren- 
heit   sie   noch    nicht    schlafen    lassen   wollte. 

Da  knirschte  hinter  ihr  ein  rascher  Schritt. 

„Hallo,    Fräulein    Lore!" 

Walter    stand    vor    ihr. 

Mit  einem  frohen  Lächeln  streckte  sie  ihm  die  Hand  entgegen, 

,, Guten  Morgen,   Herr  v,   Prayer!" 

,,Der  alte  Heinrich  hat  mir  verraten,  daß  Sie  zum  See  hinab- 
gegangen sind.  Da  bin  ich  errötend  Ihren  Spuren  gefolgt.  Eigent- 
lich   vermutete    ich    Sie    schon    in    Ihrem    ureigensten    Element!" 

Lore    schüttelte    den    Kopf, 

,,Ich  hab'  heut'  keinen  rechten  Schneid.  Mir  ist  von  gestern 
noch   ganz   benommen  zumute!"     . 

,,Das  geht  mir  genau  so  wie  Ihnen,  Fräulein  Lore,  wenn  es 
bei  mir  auch  einen  anderen  Grund  hat.  Ich  habe  nämlich  heute 
nacht,  als  Sie  wahrscheinlich  schon  längst  der  Ruhe  pflegten,  mit 
Herrn  Brandstetter  noch  etlichen  Flaschen  Burgunder  den  Hals 
gebrochen,  und  der  Kommissar  hat  mir  dabei  ausführlich  erzählt, 
wie  er  die  Angelegenheit  mit  dem  Anonymus  aus  dem  Wil- 
helmsgarten geregelt  hat.  Ich  sagte  Ihnen  ja  wohl  gestern  schon, 
daß  er  den  Herrn  an  unserm  letzten  Abend  im  Wintergarten 
in  dem  Gehilfen  eines  chinesischen  Zauberkünstlers  wiedererkannt 
und  später  noch  als  Logiergast  der  Pension  Hartkort  festgestellt 
hat.  Besagter  Jüngling  hat  tatsächlich  ein  paar  Semester  die 
Rechte  studiert  und  stammt  aus  einer  alten  rheinischen  Familie, 
ist  aber  gänzlich  verbummelt  und  schließlich  in  der  Artistenwelt 
gelandet.  Für  diesen  mit  allen  Wassern  gewaschenen  Kavalier 
war  der  Brief  Karrs,  an  dessen  Verwertung  sich  der  treffliche 
Herr  Hartkort  aus  Angst  vor  seiner  Gattin  allein  wohl  nicht  so 
recht  herangetraut  hatte,  natürlich  ein  aufgelegtes  Geschäft, 
Denn  er  übersah  bei  seiner  juristischen  Vorbildung  ganz  richtig, 
daß  hier  ein  klarer  Beweis  für  die  Unschuld  von  Kurt  und  Frau 
Evelyn   gegeben   war!" 

Walter  hatte  sich  bei  den  letzten  Worten  zu  Lore  auf  die 
Bank  gesetzt  und  peitschte  mit  einer  Weidengerte  den  nassen 
Ufersand, 

,, Gestern  morgen  gegen  acht  Uhr,"  fuhr  er  dann  lebhaft  fort, 
, .begann  also  Herr  Brandstetter  in  Schlachtensee  mit  den  ersten 
Plänkeleien    gegen    die    Pension    Hartkort, 

Doch  unser  Freund  war  früher  aufgestanden  und  hatte,  wie 
sich  später  herausstellte,  mit  seiner  kleinen  Pariserin  bereits 
einen  Autoausflug  nach  Potsdam  und  Sanssouci  unternommen, 
um  ihr  zum  Abschied  den  alten  Fritz  noch  einmal  an  all  seinen 
Glanzstätten    vorzuführen. 

Es  wurde  daher  beinahe  Mittag,  ehe  das  Pärchen  nach  Hause 
zurückkam  und  der  Kommissar  zum  direkten  Angriff  übergehen 
konnte, 

Anfangs  übrigens  ohne  Erfolg,  denn  er  fand  in  dem  falschen 
Chinesen  einen  ebenbürtigen  Gegner,  der  ihm  in  seiner  hämischen 
Art,  die  mich  schon  cii>mal  bis  aufs  Blut  gereizt  hat,  hohn- 
lachend erklärte,  daß  er  jetzt,  wo  man  ihm  das  Geschäft  ver- 
dorben    habe,     die    Angeklagten     selbstverständlich     ganz    ihrem 


Schicksal    überlassen    und    keinen    Finger    mehr    für    sie    rühren 
werde. 

So  gingen  die  Verhandlungen  ohne  ein  Ergebnis  stundenlang 
hin  und  her.  Es  wurde  später  und  später,  die  Sache  stand  auf 
des  Messers  Schneide,  bis  Brandstetter  im  letzten  Augenblick 
auf  einen  rettenden  Gedanken  verfiel. 

Er  sagte  sich  nämlich,  daß  die  Wissenschaft  des  Burschen, 
wenn  eine  solche  wirklich  vorhanden  war,  einzig  und  allein  aus 
dem  Umkreis  der  Pension  und  damit  nur  von  dem  ihm  schon 
lange  als  etwas^anrüchig  bekannten  Hausherrn  stammen  konnte, 
der  sich  bisher  wohlweislich  ganz  im  Hintergrunde  gehalten  hatte, 

Gedacht,  getan,  stieg  er  kurz  entschlossen  zu  Hartkort  in  den 
Keller  hinab,  wo  sich  dieser  neuerdings  ein  Laboratorium  zur 
Erzeugung  von  veredelten  Hausweinen  angelegt  hatte,  und  über- 
fiel ihn  hier  mit  der  direkten  Frage,  was  ihm  sein  Sozius  als 
Gewinnanteil    versprochen    habe. 

Und  Hartkort,  der  vor  der  Polizei  eine  wohlbegründete 
Achtung  hatte,  ließ  sich  wirklich  bluffen  und  stotterte  etwas  von 
zehntausend    Mark. 

Damit    war    natürlich    das    Spiel    gewonnen. 

Denn  als  er  hörte,  daß  wir  um  die  dreißigfache  Summe  hatten 
geprellt  werden  sollen,  geriet  er  in  eine  sinnlose  Wut,  lief  nach 
seinem  Zimmer  hinauf,  und  fünf  Minuten  später  halte  Herr 
Brandstetter  den  rettenden  Brief  in  Händen!" 

,,Und    was   wird    nun   aus   den   beiden    Leuten?" 

Walter    zuckte    die    Achseln, 

,,Ich  glaube,  Brandstetter  hat  sie  laufen  lassen.  Er  wollte 
Ihrer  Frau  Schwester  jede  weitere  Aufregung  ersparen.  Ihm 
lag   ja   nur  daran,   noch  rechtzeitig  zur  Verhandlung  zu  kommen! 

Doch  was  reden  wir  jetzt  von  all  diesen  dunklen  Dingen  der 
Vergangenheit?  Es  gibt  ja  so  viel  Wichtigeres  zu  besprechen  in 
dieser    wundervollen    Morgenstunde!" 

Lore  hatte  sich  weit   in  der  Bank  zurückgelehnt. 

,,Ich   weiß   nicht,    was   Sie   meinen,   Herr   v.   Prayer!" 

Er  hatte  ihre  Hände  gefaßt.  Ein  großes,  reines  Gefühl  stand 
in    seinen    Augen, 

,, Fräulein  Lore,  was  soll  ich  viele  Worte  machen?  Ich  habe 
Sie  lieb.  Lange  schon.  Ich  kann  mir  mein  Leben  nicht  mehr 
denken    ohne    Sie!" 

Lore  senkte  den  Blick.  Wie  eine  heiße  Welle  strömte  es  ihr 
zu   Herzen. 

,,Ich    fürchte    mich    vor    der    Liebe!"    sagte    sie    leise. 

Er   schüttelte   den   Kopf, 

,,Sie  haben  nichts  zu  fürchten,  Fräulein  Lore,  solange  ich  um 
Sie  bin.  Gewiß  bringt  die  Liebe  oft  tiefstes  Leid,  Schande  und 
Tod,  Das  haben  wir  ja  selbst  erfahren  an  dem  Drama  dieser 
letzten  Tage,  Aber  sie  schenkt  uns  auch  alles  Glück,  das  höchste, 
was  das  Leben  zu  geben  Tiat!" 

Es   war   märchenstill. 

Kein  Lüftchen  regte  sich. 

Nur  zuweilen  sprang  ein  Fisch  im  See;  langsam  rundeten  sich 
im    Wasser    weite    Kreise. 

Da  wandte  ihm  Lore  ihr  tieferglühtes  Gesicht  zu,  und  ihre 
blauen  Augen   sahen   ihm   ins   Herz. 

Und  dann  legte  sie  die  Arme  um  seinen  Hals  und  weinte. 
—   Ende.    — 


Fr(AGEN 

die  uns  erreTchtert 


ii^-^^N-, 


.\Y 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     „  F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,    ZimmcrstraBe    35-41 
Sehcrlvcrlafi.  Antwort  erfolgt  nur  im  ,,Film-Magajin".     Die  Einsendung;  von  Rückporto   hat    also   keinen  Zweck 


TEEKLEIDER 
ABENDTOILETTEN 

FANTASIE-    UND 

SCHNEIDERKOSTÜME 

PELZE 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nielit  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptancelCKonheitcn  bitton  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Kückporlo  beizufügen.  Jetle  Kinseriduiif?  eines  Manuskripts  zur  l'rufung 
ist  zwecklos,  nur  Kxiioses  im  Umfange  von  2 — ;!  iSclircibiunscliinenseiien 
sind  zur  Einsendung  an  die  l-"ilniindiistrie,  IJegisseure  usw.  gccisnct.  l'iir 
Verlust  der  einges.-indlcn  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  ülier- 
noinnien  werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Diirehscliliige  senden,  von 
liandgcsehriebenen   SeiidunKcn    (Icserlitli)    eine  Abschrift   zurücUbchalteii. 


C  h  a  r  1.  ("■.:  M.iry  (Jiory  lobt  in  Paris,  (iret.i  tiarbn  w.ir  weder  mit 
L.-irs  HanMin.  noch  ist  sie  mit  .lohn  Uilbort  verlioir.itet.  AVenn  Sie  von 
einein  Filmstar  ein  Autogramm  besitzen  miiclitoii.  so  bitten  Sic  ihn 
schriftlieh  d:uiiin  und  fügen  Sic  seine  Uildk.-irte  und  .-Kliossiorlos.  fr.-tn- 
kiertes    liiickkin crt    bei. 

\V.  M.,  (i  I  a  u  c  b  .-1  u  :  XuriMan  Tro\or  ist  iiiclil  .laok  'l'rovors  Vator. 
Der  liom.an  ,,ltio  Drei  um  Kditli"  ist  noch  nicht  verfilmt  wurden.  .Auljor 
in  den  geiiaiuiton  Kilmoii  splollo  (live  JJrook  uooli  in  ..St.iobeldralil"'  mit 
Pohl    X4'gri.    ...'^üLie    Siindo"    und    ..Artistenliebe''    mit    l-'loreiioo    Vidor. 

Fritz  l'.,  15  r  e  m  o  n  :  Ilse 
Stobr.iwa  wcihiit  Horlin  \\  .  .Vschaf- 
feiiburger   stralio   (>.    und    stammt 

aus  Kiiln.  _^ 

(J  r  e  t  a  B.:  l.ivio  Pavanelh 
wohnt  Berlin  -  'Wilmersdorf,  Ra- 
vensberger  str.iljo  .'),  und  li.it  .im 
».  September  Hebiirtst.ig.  Conrad 
Veidt  öffnet  und  liest  alle  seine 
Briefe  selbst,  gibt  .Vuiograinme 
und  ist  ein  grolier  Blumen-  und 
Tierfreund. 

(i  r  e  t  e  1  und  L  i  e  s  e  1  M., 
Leipzig:  H.irry  l.ied'ke  h.it 
eine  Sekretärin.  Alier  selbscver- 
ständlieh  kommen  al>e  Briefe  und 
.\ufmerks.imkeiton  immer  in 
seine  Il:iiide.  Wenn  Iliuen  der 
Künstler  nielit  geantwortet  Iiat, 
so  liegt  das  daran.  il.ilJ  l.iodlke 
v<iii  froh  bis  spät  durch  seine 
Filmarbeit  in  Anspruch  genom- 
men und  anoh  öfters  auf 
Reisen   ist. 

II  i  1  d  e  g  a  r  d  F.,  Friede- 
n  a  11  :  Suzy  Venioii  vvidini  Pa- 
ris 1-2.  Biiulevard  Soult  40,  Ruth 
Weyher  Berliii-Soböiieberg.  .Stii- 
benr.iuchstraße    ."ia. 

,1  0  h.  P.,  1"  r  i  e  d  e  n  a  ii  :  l)i(? 
Pat  niid  Pal.ioluiii-Filme  werdiMi 
von  der  Pall.idiiim-Film.  Kiipon- 
hagen.  liergestollt.  Der  Regis- 
seur heiljt  I,:iu  I.aiirilzon.  .\ngen- 
blieklich  drohen  die  Künstler  in 
Afrik.i    i'iuoii    neuen   Film. 

R.  B.  M.:  Villi  der  ..l'iig.arisehen  Rliajisodie"  gibt  es  Postkarten.  (!roD- 
photos  .•ins  ..Metropolis"  künnen  Sie  nicht  durch  die  Ufa  bekominoii. 
,,Das  (ir.ibiiial  einer  groljcn  l.ielie""  ist  n;icli  einer  alten  Legende.  J>io 
Darsteller  von  ...M.aiiolescif  siml  wieder  in  Berlin.  Dit.a  P.'irlos  Liobliiigs- 
bliimen  sind  Veilchen.  Filmliiicher  aller  Art  erhalten  Sie  diirih  den  .\la\ 
Mattissiin-Verlag.  Berlin  sw  UK,  RitterstralJe  71.  Die  Filmstars  lesen  meist 
ihre    Briefe    srlbst. 

Kurt  (;..  Weißenfels:  Der  neueste  Eddie  Polo-Film  heißt  ..Auf 
der  Rtcperbahn  nachts  um  h.ilbcins'.  Harry  Picls  iiiiihste  .\rlieit  ist 
..Sein  großes  Elireiiworf.  Kürzlich  erschien  sein  Film  ..Die  Mitter- 
naehtstaxe''. 

Will  y  O.,  Bens  h  e  i  ni  :  Conrad  Veidt  wohnt  im  Eden  -  Hotel, 
Berlin,  Budapester  Str.aUe.  Er  gibt  .Autogramme.  Fügen  Sie  der  .Aiito- 
grammhitte  an  ihn  seine  Bildk.irte  iiml  adressiertes,  frankiertes  Riick- 
kuvcrl    bei. 

Hans  K..  Bremen:  Hcniiy  Purleii  w.ir  auf  dem  Presseball.  Paul 
AVegener  und  Werner  Kr.iiiss  unsrres  Wissens  nicht.  Dit.i  Parlo  hat  die 
Weibliehe    Il.auiilrolle    in    ..lirimkebr"    gespielt. 

Karl  H..  B  e  r  1  in  :  ..B  e  r  e  c  h  t  i  g  f  ist  natürlich  jeder  d;izu,  ein 
Filmnianuskript  zu  scbreiheii.  Aber  ob  er  die  Fähigkeiten  hat,  ist  eine 
zweite   Sache.     .Irdciif.alls   kommt    es    nur    .aiif   das    Können   an. 

M  a  r  g  .a  reih  e  (i.  u.  L  o  t  t  e  H..  F  r  a  n  k  e  n  t  h  a  1:  Ch.irles  Rogers 
ist  durch  die  P.iramipiint.  .Mol  AIar;itlion  Street,  Hollywooil.  K.il..  V .  S.  A.. 
zu  erreichen.  .Vmcrikaner.  Dunkles  Ha.ir  und  dunkh;  Augen.  Er  gilit 
Aiitogr.imme.  IJanion  N'ovarro  wohnt  in  Bevcrly-Hills,  Hollywood,  Kai. 
Die   Titelrolle   in   dem   Film    „Der   .SchlauluMger"    spielte    Olenii  Tryon. 

F  i  I  m  f  r  e  n  n  d  i  n  A  n  n  e  m  a  r  i  e  .S.  a  u  s  B.:  Wlailimir  (i;iid,iro>v 
wohnt  Berlin-IIalenseo,  .loachim-Friedriih-Straüe  ,''i;!,  ist  Russi?  und  mit 
der  russischen  Schanspieleviu  Olg.i  i;/n\\  sk.ij.i  verheir.itet.  .Alfred  Abel 
Wohnt  Berlin  -  Halensoe.  Kurfiir>tciul  iiiim  71.  Harry  Liedtke  ilcrlin- 
Grunew.ild.  Blsmarekalli'e  Kl,  Willy  Fritsch  Berlin  -  Cb.crlotteiiliurg, 
Kaiserd.imm   ö'i. 

T.  u.  E.  Pf..  <;  a  b  I  11  11  z  a,  N.:  \\  ilhelm  Dielerle  ist  mit  der  frü- 
heren Schauspielerin  Cliarlolte  Iligenbrucli  verheir.itet.  Keine  Kinder. 
Er  ist  augenblicklich  in  Berlin  und  inszeniert  einen  neuen  Film  ..Durch* 
Bi.indenbiirgcr  Tor".  Seine  P.irtiierin  in  ..Die  Heilige  und  ihr  Xarr'* 
heißt  Lien  Deyers  und  ist  Holländerin.  Dieleile  ist  seif  einiger  Zeit  nur 
lieini    Film,   wälirend   er   früher  auch    bei    der  Spreclibüline   war.  „ 

Harr  y  a  n  s  d  e  m  R  n  h  r  g  e  b  i  e  t  :  Gustav  Frölilieli  wohnt  Ber- 
lin-AVestend,  Kurläiider  .Allee  1,  wurde  am  :.'l.  März  in  Hannover  geboren. 
Er  .<<pielt(!  u.  a.  in  folgenden  Filmen:  ,, .Metropolis",  ,,Die  Pflicht,  zu 
schweigen",  „Wenn  die  .Schwalben  heimwärts  zielin',  „Angst",  ..Hurra, 
ich   lebel",   „Asplinlt",   „Das   brennende   Herz''.     Früblieh   ist  ledig. 


TEL.  NORDEN  4078 
4079 
41 S8 


yf^'^/Zo-^^Yr  /■■//,^ 


Herbert  H.,  Berlin:  (lara  Bow  ist  durch  die  P.uamount- 
Studios.  öl.'il  M;uatliiin  Street,  Hollywood.  Kai.,  l'.  S.  .V.,  zu  erreichen. 
Sie  gibt  Autogr;iinnie.  F'iigen  Sie  einen  intcrn.-itioualcii  Postschein  bei, 
den   Sie   bei   der   Post   erhallen. 

F  r  i  t  z  e  h  e  n  .  C  h  a  r  1  o  t  t  e  n  b  u  r  g  :  Ruth  Weyher  li.it  am  28.  M.ii 
Cieburtstag.  Ihr  letzter  Film  war  ..Indizienbeweis".  Sie  filmt  angcn- 
blicklieh    im   Ausland. 

Emma  Seh.,  AV  i  e  n  :  Iw.m  l'etrovieh  ist  ein  Greenbanm  -  Sf.ar. 
Aiigenblicklieli  weilt  der  Künstler  nicht  in  Berlin.  Liddy  Hegewaldt  ist 
verheiratet.  Lya  Christy  ist  durch  die  Hegewald,  Berlin  SW  4!*,  Fried- 
richstraße   250,   zu    crreielien.     Aerlieiratet. 

B  n  b  i  -  T  a  n  g  e  r  ni  ü  n  d  e  :  Den  Professor  in  ,.Xull  l'Iir"  spielte 
Lionel  Barryniore,  den  Detektiv  Ch.irles  Delaney.  Die  genannten  Künstler 
sind  an  die  fälligen  .Aulogramme  erinnert.  I.ily  D.imitii  ist  durch  die 
rnited  .\nists.  72!ili  S.iiita  Aloiiiea  Boiilc\  ,ird.  Iliillvwood.  K;il..  zu  er- 
reichen. Albert  Palliig  wohnt  Berlin  W  l.'i.  Duisburger  Straße  lli.  Marg.a- 
rete  Seliiin  Berlin  W  ;iO.  Xeiie  -Ansbai-her  Sir;iße  H.  (ieorg  Alex.auder  Ber- 
lin-Frieden.au.  Wic-b.-idener  Straße  .'i.  .loli.aiiues  Ricin.aun  Berlin  W  !.'>, 
.Io:icliim>lli.iler  Straße  24,   Eric   B;irclay    l.'i,    Rue   du   Circ|iie.   l'.aris. 

F  i  1  111  f  r  e  u  n  d  i  n  M  a  r  g  o  t 
a  11  s  Fei  z  e  n  :  Mia  .Al.iy  filmt 
\  orläiifig  nicht.  Der  neueste  Film 
mit  Willy  Fritseli  ist  ,.Die  Frau 
im  Mund".  Er  ist  über  die 
Spreclibüline  zum  Film  gekom- 
men. AVilly  Fritseli  und  Harry 
Liedtke  lieben  mehr  oder  weni- 
ger alle   Blumen. 

.\I  a  r  1  i  e  s  T..  G  ü  t  e  r  s  1  o  h ; 
Charles  ..Buddy"  Rogers  ist  ein 
großer  Bliimenfreuud.  Die  mei- 
sten Filiiist;irs  geben  .Autogram- 
me. Sie  können  sich  direkt  an 
sie  wenden.  Dina  Gralla  wurde 
am  1,').  J.inuar  in  A\:irscliau  ge- 
boren. Karten  von  Filmsi;irs  er- 
halten Sie  auch  durch  den  Ver- 
lag ..Illustrierte  Filmwoche", 
Berlin    SW  CS,    Kuehsiraße    C-8. 

E  r  n  :i  X.,  B  e  r  1  i  n  :  Igo 
Syin  erreichen  Sie  durch  die  Ufa, 
Berlin  SW  GM,  Koihstraße  C— 8, 
Ronald  Colmaii  durch  die  Uni- 
ted Artisis,  7200,  S.ant.-i  Monica 
Boulevard.  Hollywood,  K:il.  Dou- 
glas Fairbanks  ist  schon  längere 
Zeit  mit  Mary  Pickfard  verliei- 
r;itet.  Iwan  Mosjukin  wohnt  Ber- 
lin   AV,    Kiirfürsteiidamm    135. 

O  r  e  t  c  h  0  n   AV..   X  e  u  s  t  r  e  - 
1  i  t  z  :     Sie   h.iben   recht,   von   ei- 
ner   A'erlobung     ist     noch    nichts 
bekannt.    Ein    Bild    von    Luciano 
.\lbertini    soll    .auch  b:ild  gebracht 
werden. 
Mary    AV..    H  r  e  m  c  n  :     Giiiinar    Toluaes    g.asliert   angcnblieklich    in 
Sehwcdeu    mit    dem    Liisls|iiel    ..Arm    wie   eine    Kirehenm.ans".      Seine    Part- 
nerin  ist   K.iriua   Bi'll.      Er   kommt    im  .Inni    wieder   uaeli   Berlin    und   wir.l 
hier    filmen.      A'ietor   Sjöström    ist   schon    längere   Zeit    in    Amerika. 

A.  Z.,  M  ü  11  c  h  e  u  :  M:ily  Delscli.aft  wohnt  Merlin  AV,  AVitlelsbacher 
Str.aße  2S,  wurde  am  4.  Dezember  in  Hambiirg  geboren,  ist  auch  Buhuell- 
seh;ius|ii<'leriii    und    mit    eiueiii    K.anfmaun    verlieir.atet. 

F  i  I  m  f  r  e  u  ii  d  i  n  G  r  e  t  c  li  e  n  II..  F  r  ;i  ii  k  f  u  r  t  :  Fred  Thomscii 
ist  ;iin  AVeihu.achts.ibeud  leider  an  den  Folgen  einer  Gallensteinoperaiion 
gestorben.  Beltv  .AiiKinn  wiihiit  Berlin  W,  Knrfiirstcnd.amin  42.  Gustav 
Fröhlich  Berlin  -  Westend,  Kurländcr  Allee  1,  -lack  Trevor  Berlin  AV, 
Hiiidlerslr:iße  ü.  Agnes  Eslcrhazys  neuester  Film  ist  ,,Der  Leutnant 
lliri'r   Jlajestät ". 

H  a  r  r  y  L  i  e  d  t  k  e  -  A'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  .  G  m  ii  n  d  :  Harry  Liedtke 
h.it  blaue  Augen  und  trägt  seinen  richtigen  Xameii.  .Tawohl,  er  Ii;it  .lucli 
einmal  mit  Clirist.a  Tordv.  seiner  (iattin,  gefilmt,  und  zwar  in  ...AiiKir 
.auf  Ski'.  AVilhelm  Dieterle  hat  am  i:>.  .Tiili  Geburtstag.  Keine  Kinder. 
Lotte  IL.  L  i  c  h  t  e  11  s  t  e  i  11  :  Die  Tänzerin  in  ..Xaclitwelt  "  war 
weder  .\Iarv  Philbiii  noch  A'era  Selimitterlöw.  sondern  Gilda  (ir.iy.  Den 
Besitzer  des  Hotels  s|iielte  .lamcson  Tlioui.as.  Der  Rennfalircr  in  der 
..C.irmen  von  St.  P.iuli"  wurde  von  Enrico  Benfer  d.irgcstellt.  Henry 
Stu.irl  h.at  am  1.  Febro.ar  (icburtstag.  ll.ariy  Halm  :iiii  17.  Januar.  Mit 
den  geiiannten  Künstlern  sind  noch  keine  neuen  Filme  .angekündigt. 
H.irrv    Halms    nächster    Film    ist    „D.is   Modell    vom    .\liiiitp;irn,asse". 

li  a  II  s  p  e  t  e  r  AV.,  Z  e  h  1  e  n  d  o  r  f  :  Anna  May  AVoiigs  Adresse  ist 
London.  St.  .Alartiiis  Laue,  Xew -Theatre.  Sie  wurde  am  21.  September  in 
Los  Angeles  geboren.  Sie  gibt  Autogramme.  Sehreiben  Sic  ruhig 
deutsch   an   die    Künstlerin.  .    , 

T  o  m  M  i  X  -  V  e  r  e  h  r  e  r  E.  M.,  Dresden:  Tom  Mix  ist  verhei- 
ratet und  durch  die  Fox-Sludios,  11(11.  AVestern  Ave.,  Hollywood,  Kai., 
IM    erreichen.       Sie    können    dentseh    an    ihn    schreiben. 

Elsa  (!.,  C  h  a  r  1  0  t  t  e  n  b  u  r  g  :  Elisabeth  Bergncr  war  nie  ver- 
lieir.atet. kann  infolgedessen  .auch  nicht  geschieden  sein.  Um  Künstler 
weben    viele    Gerüchte. 

Gustav  F  r  ö  h  I  i  c  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  F  i  1  m  1  i  e  s  c  1  ,  Königs- 
berg: (instav  Fröhlich  gibt  .Aiitogr.amme.  Sein  neuester  Film  ist 
..Asphalt". 

Ruth  A.,  Krefeld:  Evelyn  Holt  wohnt  Bcrlin-Charlottcnburg, 
Sehillersiraße  121,  La  ,Fana  Bcrlin-Charlottcnburg,  BayeriuiUee  15,  Aiiny 
Ondra  Bcrlin-Charlottcnburg.  Knrfürstendamin  178,  Fee  Malten  Berlin- 
Halcnsee.  Xestorstraße  ri.'i.  Jenny  Jiigo  Berlin  AA',  Kaiserd.imm  29,  Mar- 
eella  Albani  Berlin  AV,  Paiilsborner  Straße  13,  Erna  Morena  Berlin 
XAV    23,    Hundelstr.   5. 


Cii.l 


1111(1 
ali.T 


Leonora  S.  ans  Karlsruhe:  „T)ns  Filmsesiclit"  von  Ramon 
Xovarro  können  Sic  duVch  den  Vorlag  „Illustrierte  i'ihuwoclie",  Berlin 
SAV  CiH.  Kochstraße  6-8,  beziehen.  Wir  vermitteln  nicht  Autogramnie  von 
im  Aiislaiul  wohnenden  Stars,  aueli  nicht  von  solelien,  die  voriiliergehend 
in  Herlin  ■weilen,  weil  es  aus  technischen  (Jründen  nicht  durchzuführen 
ist.  Hamnn  Novarros  LiebliuRslilunien  sind  Orchideen.  Er  spielte  bis 
jetzt  in  folRenden  Filmen:  ..Ben  Hur',  ..Ben  .Vli".  ..Der  Seeoffizier".  .,Alt- 
HeidelberK".  ,,VerleumdunK'',  ,.Der  Fürst  der  Abenteurer',  ..IMlicht  und 
Liebe",  ,.I>ie  Dame  hinterm  Vorhang".  Kürzlich  wurde  in  Hollywood 
sein   erster   Tonfilm.    .,lJer   Heide ',    herKcstellt. 

Oskar  M  a  r  i  o  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  I  r  m  k  a  r  d  O.,  I<  e  i  p  z  i  k  : 
Osear  Marions  neuester  Film  ist  ,.I)ie  von  der  Scholle  sind"  l.-ilenscheu 
der    Heimat").     Marion    ist   auch    im    Leben    furchtbar    nett. 

M  i  z  z  i  ,  München:  l>aß  Hinen  Lilian  Harvey  auf  Ihre  Briefe 
nicht  antwortet,  ftit  uns  ja  schrecklich  leid.  Sie  dürfen  aber  nicht  ver- 
gessen, d.iU  die  Kiinstlerin,  wollte  sie  die  Briefe  ihrer  Verehrer  und  Ver- 
elireriniien  alle  bc:int\\  orten,  iiberliaupt  nicht  zum  Filmen  kiime. 
d.is    wollen    Sic    gewiß    nicht. 

Ein  Wiener  M  ji  d  e  I  :  'Werner  Fiietterer  ist  dunkel  blond 
blauäu^iK-  Er  eiht  .\uto(j:rainme.  ist  (iroß.  Welelie  Haarfarbe  er 
bei   den    Frauen    bevorzuf;t,    können    wir   Ihnen    trotzdem    nicht    sasen. 

H  W  K:  IJen  Film  „Mascottchen"  ha- 
ben Sie  in  Stettin  als  Vorschau  gesehen. 
l)as  kommt  öfter  vor,  daß  die  Gesell- 
schaften ihre  Filme  in  der  Provinz  eher 
zeigen   als   in   der    Kcichsbauptstadt. 

A.  W..  K  a  u  n  i\  s  :  Ein  Mon:itsaboii- 
nement  auf  das  ,. Film-Magazin"  kostet 
1.75  K.M.  In  den  Exemplaren,  die  in  den 
[■fa-The;iterii  verkauft  werden,  befindet 
sich  auch  noch  eine  Beilage  vom  ,,Illu- 
slricrten  Filmkurier".  .Tean  Mnr.it  wurde 
von  der  Fnited  Arlists  auf  drei  .Tahre 
verpflichtet  und  ist  durch  diese  Gesell- 
schaft. 7200,  Santa  Monica  -  Boulevard, 
Hollywood,   Kalifonien.   zu   erreichen. 

Eugen  Otto  D.,  Berlin:  Ja- 
wohl, es  gibt  ein  Buch  ,.l'nsere  Fliin- 
merkö,.'e".  in  dem  Sie  die  .\dressen  von 
fast  allen  Filmstars  finden.  Sie  erhalten 
es  im  Verlag  ..Illustr.  Filmwoche", 
Berlin   SW   (,»,    Kochstr.iße   G'H. 

Betty  H.,  M  ü  n  c  h  e  n  :  Die  ge- 
wünschten Filmbeschreibungen  können 
Sie  durch  den  ,, Illustrierten  Filmkurier", 
Berlin   AV  9,   Köthener   Str.   37,   beziehen. 

Margarete  K.,  Charlotten- 
bürg:  L;irs  Hanson  filmt  augenblick- 
lich bei  der  British  lnlernation;4l  in  den 
Elstree-Studios,  l.oiulon,  ..The  luformer" 
mit  l.ya  de  I'utti  unter  Artur  Hobisoiis 
Kegie. 

D.  Lg.,  Chemnitz:  Ernst  Ver- 
cbes  wohnt  Berlin  W,  Emser  Straße  16, 
und  ist  unverheiratet.  Iwan  l'etrovich 
ist  ein  großer  Blumenfreund,  \\ann  i'r 
einmal  n.icli  Chemnitz  komni-t,  wissen 
wir  leider  nicht.  Fritz  Kampers  wohnt 
Berlin  -  Ch.-irlottenburg.  AVaitzstraße  22, 
tind   ist   seit   kurzer  Zeit   AVitwer. 

Pfarrer  .1.  M.,  V  a  h  1  h  a  ii  s  e  n  - 
Detmold  :  Dir  Brief  an  Otto  tiebiihr 
ist   weitergeleitet. 

Frau  Else  U.,  M  a  n  n  h  e  i  in  :  Ein 
Filmd;irstcllcr  Johann  Schuck  ist  uns 
nicht  bekannt. 

H  i  I  d  .-i  -  E  v  a  :  Otto  Gebühr  wohnt 
Berlin  AV  62,  Kurfürstenstr.  118.  Gerda 
Maurus  Berlin  -  AAilmersdorf,  Hohenzol- 
lermlamm  52,  Kndolf  Klein-Kogge  Ber- 
lin-Lichterfelde-AVest,    Hortensienstr.    15. 


U^tt"! 


PJ»*A^lWl"ll*« 


mM&^6:^;(^m,iM^£Mi^'ä^m^äismismi^^^ 


a  n  g  f  u  li  r  :       Jaek 

großer    Natiirfrennd: 

Jawohl,    in    Berlin 


Sie  geben   .Vutogramme 

1  n  g  e  b  0  r  g  M.,  D  a  n  z  i  g  -  I. 
Berlin  AA',  Bendlerstraße  9,  ist  ein 
Sport   ist   das   Keiten    und    Polospiel. 

filme   erschienen.     Es  sind  augenblicklich   viele   Tonfilme 
Filmstar   hat    seine    eigene    Schminke,    nämlich    die,    die    ihm 
sieht    am    vorteilb.iftesten    erseheint. 

I>  i  e  n  D  e  y  e  r  s  -  V  e  r  e  h  r  c  r  i  n  ,  AA'  a  1  d  e  n  b  u  r  g  : 
wurde  in  Amsterdam  geboren.  In  ,, Triumph  des  Lebens" 
Dieterle    wieder    ihr    Partner. 

Joachim     (J.,     F  r  i  c  d  r  i  c  h  s  h  a  g  e  n  :     Die     Ifolle 
in    der    ,, Büchse    der    Pandora"    spielte    Gustav    DieUl.       Der 
Berlin    gedreht   worden. 

Carlo  AA'.,  Frankfurt:  Max  Jfaek  ist  durch  die 
SAA'  68,  Kochstraße  73,  zu  erreichen.  Die  Filmgesellschaften 
guten   Filmnachwuchs    heranzubilden. 

AA' e  r  n  e  r  K.,  Zürich:  M.iriaune  AA'inkelstern  wurde  am  21.  Milrz 
in  Berlin  geboren.  Sie  kam  von  der  T;inzbühne  zum  Film.  Fnverheiratet. 
Lilian  Harveys  Ellern  leben  mit  ihr  in  Berlin  zusammen.  Ihr  erster 
großer  Film  war  ..Die  Liebsdi.iften  der  Hella  von  (iilsar",  d.inn  k.imen 
..Prinzessin  Trullall.i",  ,. Liebe  und  Trompetenblasen '.,  ,,Die  keusche 
Susanne",  ,,A'ater  werden  ist  nicht  schwer",  ..Die  tolle  J,ol;i",  ,.Eino 
Xacht  in  London",  .,Ihr  dunkler  Punkt".  Ihr  neuester  Film  heißt  „Das 
Modell  vom  Montparnasse".  A'on  Dina  i;rall:i  erschien  kiirzlich  ein 
Film  ,,Ein  kleiner  Vorschuß  auf  die  Seligkeil".  In  Arbeit:  ,. Fräulein 
L.'iusbub". 


Trevor  wohnt 
sein  Lieblings- 
ind schon  Ton- 
n  -Arbeit.  Jeder 
für    sein    Ge- 

Licn   Deyers 
ist     Wilhelm 

des    Mörders 
Film    ist    in 


Terra,   Berlin 
sind   besirebf, 


L  i  1  y  V.  B.,  Stettin:  Gunn;\r  Tolnaes  kommt  im  Juni  wieder 
n.ich  Berlin.  Er  gastiert  angenblivklich  in  Schweden.  Er  gibt  Auto- 
gramme. Jawohl,  ,,Die  Licblingsfrau  des  Mahar.ulscha  '  hatte  niehrero 
Teile. 

H  e  d  i  K..  Magdeburg:  Ramon  Xovarro  ist  unverheiratet  und 
hat  am  6.  Febru.ir  Geburtstag.  Seine  ständige  Anschrift  ist  Bcverly-Hills, 
Hollywood.    Kai. 

H  i  c  h  ;i  r  d  S  p..  L  e  i  p  z  i  g  :  ..Die  Mitternachtsta.ve''  ist  in  Berlin 
gedreht    worden.     Albert    Paulig    wohnt    Berlin    AV  15,    Duisburger   Str.    16. 

H  c  n  n  y  P  o  r  t  e  n  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  :  Henny  Porton  ist  blond  und  hat 
dunkle  Augen.  Sie  ist  mit  ihrem  Produktionsleiter  Dr.  von  Kauffmaun 
verheir;itet. 

M  a  r  g  0  t  AA'.,  Berlin:  Hilda  Bosch  wohnt  Berlin  XAA'  23,  Agrieola- 
straße  13,  wurde  am  22.  September  in  Stuttgart  geboren,  ist  eine  große 
Blumenfreundin,  gibt  Aufogr;imme.  ist  verheirjitet,  Ihr  nächster  Film  ist 
.,Temi>o  —  Teniijo"  mit  Liici.ino  Albertini.  —  Ein  Monatsabonnement  auf 
das    ..Film-M.igaziu "    kostet    1.75    BM. 

Fritz  B..  Berlin:  AAir  gl.-itibcn.  Sie  siiul  da  etwas  im  Irrtum: 
Die  Filmmusik  wird  in  den  großen  T;iges-  und  Abendzeitungen  stets 
besprochen  und  auch  gewürdigt.  l'iul  es  gibt  Filmfachschriftcu  (z.  B. 
der   Filmkurier),   die   der   Filmmusik   eine   ständige   Rubrik   widmen. 

Tolby  v.  L.:  Lilian  Harvey  ist  noch 
jünger,  als  Sie  geschätzt  h.iben.  M:irianne 
AVinkelstern  wohnt  Berlin-AA'ilmersdorf, 
l'hlandstraße  1C3.  Brigitte  Helms  Gatte 
filmt  nur  selten. 

F  1  i  m  m  e  r  f  r  i  t  z  e  ,  D  a  1»  1  c  m  : 

„Xoahs  .\rclie"  ist  ein  AA'arjier  Brothers- 
Film.  von  .Michael  Kertesz'  inszeniert, 
mit  Dolores  Costello  uiul  George  O'Brien 
in  den  Haiiiitrollen.  Käthe  von  Nagy 
und  Iwan  Kowas-Samborski  spielen  die 
ll.iuiilrollen  in  ,..AIasci>ttchcn".  Regio 
führte   Feli.v  B.isch. 

E.  K.,  B  e  u  t  h  e  n  :  Die  genannten 
Filmstars  erreichen  Sie  durch  die  Metro- 
Studios,  Cuher-C'iiy,  Kai.,  nur  die  An- 
schrift von  .Milton  Sills  ist:  First  Xa- 
tion.il-Stud.,  Biirliank  -  Hollywood,  K.il. 
Iw.in  Jlosjukin  ist  Russe  uml  wurde  in 
Pcnz.i  gcbcncn.  Seine  bek;inntesten  Fil- 
me sind:  ,.Kean",  ,.Der  Kurier  des  Z.i- 
ren ',  „Casanova",  „Der  geheime  Ku- 
rier". ..i)cr  Adjutant  des  Zaren",  ..Der 
Präsident".  Sein  nächster  Film  heißt 
,.AIaiiolescu".  Die  Kaiserin  Kalharin.i  II. 
von  Rnßl.iird  im  ..Casanova"  spielte 
Diana   Karenne. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d,  K  r  e  u  z  b  u  r  g  0)S.; 
Die  betr.  A'crlobung  ist  nur  ein  Gerücht. 
Die  Fritz  L;iug-Filnigesellsehatt  arbeitel 
für  die  L'fa,  Eichberg-  und  Henny  Por- 
ten-Film  nicht.  Käthe  von  Xagy  ist  von 
Constautin  D.i\id  geschieden.  Beide  sind 
bei  verschiedene!!  Firmen  beschäftigt, 
ebenso  .Vugusto  Genin.i.  Lya  Mara  wohnt 
Berlin-AVcstend.  Pommcrnallee  5.  .\gnes 
Esterhazy  Berlin  AV,  Bismarckstraße  1, 
Gr.ind  -  Hotel  Tiergarten.  Jenny  Jugo 
Berlin  AV,  K.ii.-erdamm  29.  Iwan  l'etro- 
vich ist  durch  die  Greenbaum,  Berlin 
SA\'  fiS,  Kochstraße  64,  zu  erreichen. 
.VugenblicUlich  befindet  sich  der  Künst- 
ler aber  nicht  in  Berlin.  .Anny  Ondras 
neuester  Film  heißt  ..Sündig  und  süß  ". 
Sie  ist  mit  dem  Regisseur  Karl  Lamac 
verheiratet.  Dita  Parlos  uächster  Film 
ist   ,,Maiudesca". 

C.   F.,    G  1  a  u  c  h  a  u  :     Oskar    Xfarion 

wohnt    Berlin    AV,    Kurfürstend.imm    110, 

ist   geschieden,    öffnet    alle   seine  Briefe 

selbst  und  gilit  Autogr.imme.  Er  ist  auch 

im   Leben   sehr    sympathisch. 

Zwei    AV  i  1  I  y    F  r  i  t  s  c  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  n  e  n  :     Leber   die   Fami- 

lienaiigchorigen    voi\    A\'illy    Fritsch    können    wir    Ihnen    leider   keine    Aus- 

Kunft    geben 

S  u  s  t  i  AA'.,  (^.  I  a  d  b  e  c  k  :  Betty  Amann  wohnt 
türstendanim  -12,  ist  Amerikanerin,  iinvi-rheiratet,  gibt 
spielte   die    weibliche    Hauptrolle    in    ..Asphalt". 

H  e  d  y  IL,  B  e  r  1  i  n  :  Es  ist  am  zweckmäßigsten,  wenn  Sie  sich  an 
die  Reklameabteilurigen  der  Filmgesellschaften  wenden,  wie  Ff.a,  Berlin 
SAA'  68,  Kochslr:iße  6-8,  XiKional.  j^erlin  SW  18,  Friedrichstraße  10.  Terr.i. 
Berlin  SAV  68,  Kochsiraße  73,  Aaf.a.  Berlin  SA\  18.  Friedrichstraße  22;!, 
u.  a.  m.  A'ielleicht  haben  Sie  d;is  (ilüek,  .Aufträge  als  Reklaiiu'zeiclincnn 
zu  bekommen.  Aber  auch  hier  simi  die  Aussichten  nur  gering.  Außer 
den  von  Ihnen  genannten  Filnigesellsch.iften  gibt  es  noch  Ilom-Film, 
Derussa.  Star-Film.  X<'ro.  Fox,  Peter  Osterm.iyr-Film,  Henny  Porten-Film, 
Strauß.  Alna,  Eichberg-Film,  (ireenb.ium.  Orplid-Meßtro,  Deutsche  l  iii- 
versal  usw.  usw.  Fritz  Lang  ist  durch  den  Fritz  Lang-Film,  Berlin 
SW  -18,  Friedrichstiaße  224,  -zu  erreichen.  G.  AA'.  Pabst  wohnt  Berliii- 
AVilmersdorf.   AViltelsbacher   Str.iße   21. 

Ramon  H.  M.,  Berlin  :  Ramon  X'ovarro  hat  bis  jetzt  u.a.  fol- 
gende Filme  gespielt:  ,.Beu  Hur".  ,.Hen  Ali',  ,.Der  Seeoffizier",  ..Ver- 
leumdung", ...Mt-Heidelberg ",  ..Der  Fürst  der  .Abenteurer",  ..Pflicht  und 
Liebe".  Sein  m'uester  Film  i.-t  ..Die  D.inie  hinterm  A'orhang".  Die 
Adresse    vom    Roß-A'erlag    ist    Berlin    SAA'  68,    .Alexandrinenstraße    110. 

Rita  L.-IL.  Haspe  (AV  e  s  t  f  a  I  e  n):  Costa  Ekman  ist  Schwede 
und    wohnt    Stockholm,    Hjorlhogsvägen. 


Berlin    AA',     Kur- 
Autogramme    und 


Scan 


Ihre  Ziikunf  i 

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Icitung  A.  Roienthal — Aros,  BerUo.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabc  in  Ocsterrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgassc  4.  A'cranlw ortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Scbaeler,    Cbarloltccburg.      A  o  i  e  i  g  e  d  v  e  r  w  a  1 1  u  n  g    Bepa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof  5.      Kupfertiefdruck:   August    Scbcrl    C.  m.  b.  H.,  BerUn  SW  68 


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Coblenz,  SchloOstr,  35  /  Dortmund,  Kaiscrstr.  6  /  Dresden,  Prager  Str.  35  /  Dnisbnr^ ,  Kuhtor  2  4,      Düsseldorf,  Stcinstr.  2      Eisenach,  FrauenbcriJ  9  ;  Elberield, 

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Hannover,    Bahnhofstr.  13     ,     Karlsruhe,    Kaiserstr.  205    /     Kiel,  Holslenstr.  61    /    Köln,  Hohe   Str.  64     '     Königsberg,  Münzstr.  17     I     Leipzig,   Rudolphslr.  4  / 

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teilt auf  Gesicht,  Arme.  Brust,  Hütten 
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zeit genommen  werden,  läßt  sich  das 
Körpergewicht  in  einigen  Wochen  um 
10 — 30  Pfund  erhöhen.  Die  unschönen 
Knochenvorsprünge  an  Wangen  und 
Schullern  schwinden.  Pfund  für  Pfund 
nehmen  Sie  zu,  an  allen  Körperteilen 
zeigt  sich  Fettansatz.  Unbehagen  und 
Unlust  weichen,  und  nach  ein  paar 
Wochen  hat  das  bisher  schmächtige 
Aussehen  einer  vollen,  ebenmäßigen 
Erscheinung  Platz  gemacht.  Zugleich 
schaffen  Sie  aber  auch,  indem  Sic  die  roten  Blutkörperchen  vermehren,  Nerven- 
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^tanss   c?L.eciefer  sßiell  tm   ^C/ija=cJtini  f/,=JJte  tciuiderbarc  cUsii^e  der  ^l Ima  C/eirotctia 


Ich  sage  Dir:  wuiukMschön  isl  so  ein  Kiiil)elUaslen.  Du 
glaiihsl  gar  iiichl,  was  wir  alle  für  einen  Spal.)  daran  lial)en. 
l^ipa  hesondeis  isl  ganz  hegeislerl.  Immer,  wenn  wir  aus- 
gehen, nimnil  er  den  Apparat  mit.  Von  uns  allen  hat  er 
schon  herrliche  I'^ilme  gedreht,  zu  Hause  und  auf  der  Heise. 

Und  stell  Dir  vor,  wie  lein  es  dann  isl,  weim  wii*  auf  der  Leinwand 
so  richtig  lebendig  sind.   Möchtet  Ihr  nicht  auch  so  was  haben? 


Aiiskiinltc    iil)ei'    Trcis    und    Anwcnduiiji    (k'i-    Aiiriinlnuc-    und    Wii-dori'nl«'   A|)|);ir:ilc    <ior    Anialour- Kine- 
in:di>i;r:i|)liu-  erteilt   uiiviTliiiidlicIi   tind  Ixostcnlos  die  ri':i-II:indc'lsi(rscllsfliiift.  lU-ilin  S\V  OS,  KorlistniUc  (i-7. 


ttift 


OJ^l/l 


n  I  i:    M  o  c  II  r  \  s  c  ii  k  ir  r    n  i.  w    i  i  l  m  r  w  i:  i  \  d  i: 


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Die   fjroße   deutsche   Harry- 
Liedtke-Gemeindc  wird  in 
begeisterten     Jubel     aus- 
brechen, wenn  sie  ihren  schönen  ; 
Harry  als  lustigen  Witwer  über   ' 
die  Leinwand  wandeln  sieht.    Er  ; 
hat  diesmal  ein  ausgezeichnetes   \ 
Manuskript     —     wenigstens     in 
der     Grundidee      —      gefunden 
und  einen  Regisseur,  der  genau 
weiß,  wie  er  den  beliebten  und 
routinierten    deutschen    Schau- 
spieler herausstellen  muß. 

Es  zeigt  sich  jetzt  mit  einem- 
mal, daß  Harry  doch  ein  viel 
besserer  Schauspieler  ist,  als  es 
manchmal  aussah,  und  es 
scheint,  daß  er  jetzt  glücklich 
die  Gefahr  überwunden  hat,  an 
Stelle  des  überlegten  souverä- 
nen Spiels  gewissermaßen  als 
Typ  über  die  Leinwand  zu 
gehen. 

Wenn  man  vom  ausgezeich- 
neten    Manuskript     spricht,     so 

Oben:  Marcel  Vibert,  Alice  Roberle, 
Harry  Liedtke.  —  Mitte  links:  Harry 
Liedtke,  La  Jana.  —  Mitte  rechts: 
Carl  Huszar  und  Harry  Liedtke.  — 
Unten:  Morgendliche  Heimkehr 


kann  das  nur  mit  Einschrän- 
kungen geschehen.  Das  Buch 
gibt  einen  guten  Rahmen,  sorgt 
für  einen  temperamentvollen 
Ablauf  der  Handlung,  aber 
würde  doch  weniger  gut  gefa 
len,  wenn  nicht  neben  Liedtke 
Schauspieler  stünden,  die  die 
Geschichte  vom  kleinen  Bank- 
beamten, der  aus  Reklame- 
gründen auf  vier  Wochen  einen 
lustig-traurigen  Witwer  spie- 
len soll,  mit  ihren  Leistungen, 
die  weit  über  dem  Durch- 
schnitt stehen,  beleben. 

Selbstverständlich  steht  Har- 
ry im  Mittelpunkt,  aber  der 
dicke  Puffy  reizt  trotz  Harrys 


in 


Beliebtheit  in  vielen  Szenen  das 
Publikum  zum  Lachen  und  stellt 
Harry  auf  viele  Meter  in  den 
Hintergrund. 

Alice  Roberle  befriedigt,  La 
Jana  sieht  gut  aus,  und  der 
Franzose  Marcel  Vibert  gibt 
den  jetzt  so  beliebten  euro- 
päischen Einschlag. 

Der  Film  ist  wirklich  an  der 
Riviera  gedreht.  Von  Nizza 
bis  Cannes  suchte  man  die 
schönsten  und  glücklicherweise 
auch  die  weniger  bekannten 
Motive,  ließ  Robert  Keppach 
ein  wirklich  mondäne^  Hotel 
großzügig  bauen,  so  daß  alles 
zum  Erfolg  zusammenklingt,  für 
den  sich  der  männliche  Teil  der 
Darstellerschaft  bei  der  Urauf- 
führung persönlich   bedankte. 

Robert  Land,  der  Regisseur, 
geht  planmäßig  weiter  auf  dem 
Weg,  der  ihn  zum  wirklich 
guten,     modernen     Film     führt. 

Oben:  Alice  Roberte,  Harry  Liedtke.  — 

Mitte:      Harry    Liedtke     und     Alice 

Robertc.  —    Unten:  Harry  als  erster 

Gast  im  Luxus-Hotel 

Pht'l.  :iiipcr-lilni 


w 


Er  fügt  kleine  Lichter  ein,  die 
aber  niemals  den  gegebenen 
Rahmen  sprengen.  Er  macht, 
was  als  besonderes  Verdienst 
ausgezeigt  werden  soll,  aus 
Harry  Liedtke  einen  Men- 
schen aus  Fleisch  und  Blut, 
führt  ihn  von  der  Maniriert- 
heit  wieder  zum  wirklichen 
Spiel  und  trägt  so  dazu  bei, 
daß  der  Ruhm  Harrys  neu 
gestärkt  und  verstärkt  wird. 
Er  erzielt  für  sich  dadurch 
indirekt  —  und  alle  Regie- 
erfolge sind  indirekt  - —  das 
Lob;  zu  den  besten,  verständ- 
nisvollsten Spielleitern  gerech- 
net zu  werden. 


JiL 


Qela  Qu^fl 


Für  eine  so  eigenartige  Schauspielerin  wie 
Greta  Garbo  ist  es  nicht  immer  leicht,  die 
entsprechenden  Rollen  zu  finden,  die  ihrer 
kapriziösen  Persönlichkeit  entsprechen.  Diese 
Schwedin,  Amerikas  offiziell  anerkannter  und 
am  höchsten  bezahlter  Sex  appeal  braucht  Auf- 
gaben, die  dem  landläufigen  Hollywood  -  Manu- 
skript entgegengesetzt  sind,  die  mit  gefährlichen 
Gefühlen  spielen  und  trotzdem  nicht  über  eine 
gewisse  Grenze  hinausgehen.  Die  Rolle  muß 
außerdem  noch  Gelegenheit  bieten,  großen 
Toilettenluxus  und  womöglich  noch  exotische 
Pracht  entfalten  zu  können.  Die  Basis  solcher 
Geschichten  ist  schmal,  denn  das  Ungewöhnliche 
darf  sich  nicht  mit  dem  Unmöglichen  verschwi- 
stern  —  und  als  unmöglich  werden  in  Amerika 
viele  gesellschaftliche  Zustände  angesehen,  an 
denen  anderswo  keine  Kritik  geübt  wird.  Gloria 
Swanson,  der  andere  Sex  appeal  Amerikas,  hat 
CS  leichter,  weil  sie  mit  groteskem  Humor  auf- 
warten kann,  während 
der  Garbo  Heiterkeit 
■~~— ~-^  und     Unbekümmerlheil 

^^X^  versagt    sind.    —    Nach 

^  dem       großen      Erfolg 

ihres      letzten      Filmes 


kel"  ließ  sich  die  Metro  von  dem  er- 
fahrensten Szenarioverfasser  der  Welt,  von 
Hans  Kräly,  ein  Drehbuch  schreiben,  das  die 
Garbo  in  romantische  Beleuchtung  rückt.  Sie 
erscheint  diesmal  als  sehnsuchtsvolle  Gattin 
eines  Durchschnitlsmannes,  der  seiner  Frau 
jeden  Wunsch  erfüllt,  der  sie  aufrichtig  liebt, 
aber  in  seiner  Nüchternheit  nicht  merkt,  daß 
die  Frau  leer  und  seelisch  teilnahmslos  an  sei- 
ner Seite  lebt.  Das  Ehepaar  geht  auf  eine  Well- 
reise, die  ja  heute  zum  Programm  reich  ge- 
wordener Amerikaner  gehört,  und  landet  auch 
auf  Java.  Hier  ist  Tropenpracht,  Glut  der 
Landschaft  und  Glut  der  Sinne.  Wie  der  Ur- 
wald, so  glühen  auch  die  Menschen,  und  wer 
aus  der  nüchternen  Korrektheit  einer  amerika- 
nischen  Mittelstadt  kommt,   der   kann  wohl  ver- 


Oben  und  im  Kreis: 
Greta  Garbo.  —  Unten 
rechts  und  links:  Greta 
Garbo  und  Leuris  Stone 
Plwi    M.-O.-M. 


wirrt  werden  von  der  Fülle  der  Eindrücke,  die 
in  unerreichter  Farbenpracht  auf  ihn  einstürmen. 
Greta  Garbo  verliert  vor  so  viel  Buntheit  die 
innerliche  Sicherheit.  Aber  sie  hätte  nie  den 
ersten  Schritt  aus  dem  bürgerlichen  Dasein  ge- 
wagt, wäre  ihr  nicht  das  Schicksal  in  Gestalt 
eines  javanischen  Prinzen  begegnet,  dessen  ro- 
mantische Erscheinung  sie  verwirrt.  Der  Prinz 
verlangt  mit  der  Kühnheit  und  Unbekümmertheit 
des  e.\otischen  Menschen  nach  der  Frau,  die  ihm 
schließlich  anheimfällt.  Der  Gatte,  bisher 
ahnungslos,  erfährt  zu  seinem  Schreck,  daß  in 
seiner  Frau  Wünsche  erwacht  sind,  von  deren 
Existenz  er  bisher  nichts  wußte.  Als  er  schließlich 
die  beiden,  die  in  den  Dschungel  geflohen  u  aren, 
in  einer  verlassenen  Hütte  inmitten  des  Dickichts 
wiederfindet,  glaubt  er,  seine  Frau  für  immer 
verloren  zu  haben.  Nun  gibt  es  vor  allen  Dingen 
für  ihn  nur  eins:  Rache  an  dem  Prinzen,  der 
ihm  das  Liebste  der  Welt  raubte.  Der  Mann 
ladet  den  Javaner  zu 
einer  Tigerjagd  ein, 
auf  der  er  ihn  mit 
einem  Schuß  nieder- 
strecken will.  Aber 
der       Schuß       erreicht 


sein  Ziel  nicht;  der  Prinz  wird  nicht  gelötet, 
sondern  nur  verwundet,  flieht  aber  in  den  dich- 
ten Urwald,  wohin  ihm  kein  weißer  Mensch 
folgen  kann.  Der  Gatte  vvähnt,  daß  seine  Frau 
zu  dem  Prinzen  gehen  wird.  Aber  als  er  sich 
wieder  nach  Amerika  einschifft,  steht  sie  plötz- 
lich selbstsicher  und  ruhig  neben  ihm,  als  sei  das 
ganze  Abenteuer  nicht  gewesen.  Nur  eine  Künst- 
lerin vom  Range  Greta  Garbos  vermag  ein  solches 
Thema  erträglich  zu  machen.  Aber  sie  spielt  auch 
die  glühendsten  Liebesszenen  mit  einer  Diskretion, 
die  allein  einem  Darsteller  von  Format  glücken. 
Aber  auch  ihre  Mitspieler  bewegen  sich  mit  einer 
Sicherheit,  die  den  Vorfällen  alle  Schlüpfrigkeit 
nimmt.  Die  noble  Darslellungskunst  von  Lewis 
Stone  ist  bekannt.  Der  Film  wird  im  Herbst  in 
Deutschland  herauskommen. 


üaS^HocL  9m,Ai^o^fkuum 


Vielleicht  ist  dieses  Bild,  das  Joan  Crawford  auf  einem 
j^roßen  Lastwagen  voller  Autogramme  zeigt,  etwas  über- 
trieben. Vielleicht  ist  die  Post  dieser  beliebten  amerikani- 
schen Schauspielerin  wirklich  etwas  kleiner.  Aber  eines  steht 
fest:  die  Jagd  nach  dem  Autogramm,  die  in  Amerika  einen  nicht 
mehr  zu  überbietenden  Höhepunkt  erreicht  hat,  zeigt  sich  auch 
in  Deutschland  in  immer  größerem   jMaße. 

Es    ist    an    sich    selbstverständlich,    daß    man    ein    Bild    seines 
Stars    mit    der    Unterschrift    haben    will.      Aber    es    scheint   doch 
nicht  ganz  richtig,  daß  jemand  glaubt,  gleich  dreißig  oder  vierzig 
Karten  und   Photos  mit  der  Unterschrift   ein  und   desselben  Dar- 
stellers   besitzen    zu    müssen.      Natürlich    ist    nichts    dagegen    zu 
sagen,  daß  man  von  seinem  Liebling  die  Unterschrift  unter  das- 
jenige  Bild   gesetzt  haben   will,  das   ihn  in   einer   Rolle   zeigt,  die 
besonders    gefallen    hat.      Es    kommt    auch    vor,    daß    dieses    Bild 
jedes    Jahr    einmal    wechselt,    weil    eben    der    eine    oder    andere 
Bildstreifen    schöner   dünkt   als   der,    bei   dem    man   sich   das   Bild 
zuerst    besorgte.     Aber    die    Dinge    müssen    ihre 
Grenzen   haben.      Conrad   Veidt    erzählt    uns, 
daß    neulich    ein    paar    filmbegeisterte    Da- 
men   mittags    zu    ihm     kamen     und     ein 
Autogramm      wünschten.     Er    unter- 
schrieb  die   Bilder    und    ließ    sie 
durch  sein   Stubenmädchen  an 


die  Adressatinnen  zurückgeben.  Abends  erfuhr  er,  daß  die  jungen 
Damen  noch  um  acht  Uhr  auf  der  Treppe  gesessen  hatten,  um 
den  heimkehrenden  Conny  persönlich  zu  sehen,  und  sie  säßen 
heute  noch,  wenn  nicht  der  Hausbesorger  schonend  darauf  auf- 
merksam gemacht  hätte,  daß  um  acht  Uhr  die  Tür  verschlossen 
w  ird. 

Man    hat    heute    Gelegenheit,    bei    den    Premieren    im    Theater 
oder  bei  Autogrammvormittagen  unsere  großen  und  bedeutenden 
Schauspieler    persönlich     zu    sehen.      Schließlich     haben    gerade 
unsere   bekannten    Schauspieler   und   Schauspielerinnen,   die    täg- 
lich  schwer   arbeiten   müssen,   auch   noch    etwas   anderes  zu   tun, 
als  ihre  Verehrer  und  Verehrerinnen  zu  empfangen.     Es  ist  nicht 
etvsa    alles    nur    Reklame,     was     man     vom     Training     der     Film- 
schaffenden  in   den    Mußestunden   erzählt,   und  die   Bibliotheken, 
die  man  auf  den   Bildern  sieht,  die  aus  dem  Heim  des  einen  oder 
anderen    stammen,    sind    nicht     nur     Dekorationsstück,     sondern 
Mittel    zu    ernstem    Studium.      An    all    diese    Dinge    muß    einmal 
erinnert    werden,    wenn    man    dieses    Bild    sieht, 
das   —   wie   gesagt   —   vielleicht    etwas    über- 
trieben   ist,   aber  das   schließlich   doch   der 
Wahrheit       einigermaßen       nahekommt, 
auch   wenn    es   nicht    gerade     täglich  ,. 


^) 


MAQGQET  UVINGSTONE 

VOM    CULUi^lBIA-l'ILN 


l'liot.  Mt-lhourne  S/uirr 


Jeder  Theaterfreund  liebt  es,  einen  Blick  hinter  die 
Kulissen  zu  werfen,  um  das  bunte  Leben  der  Bühne, 
das  eigenartige  Fluidum  des  Komödiantcntums  aus 
nächster  Nähe  zu  erleben.  Die  Welt  des  Theaters  ist 
deshalb  so  eigenartig,  weil  in  ihr  die  Gesetze  auf- 
gehoben sind,  nach  denen  sich  das  bürgerliche  Leben 
regelt.  ,,Im  Rampenlicht"  geschehen  die  eigenartig- 
sten Dinge,  die  sich  nur  mit  der  Aufhebung  der  bür- 
gerlichen Weltanschauung  erklären  lassen.  Es  regiert 
der  Bluff.  So  brennt  einem  Theaterbesitzer  der  Star 
durch,  die  Zugkraft  seiner  Bühne,  die  sich  nicht  so 
schnell  ersetzen  läßt,  denn  eine  gleichwertige  Kraft 
ist  teuer  und  nicht  einmal  sofort  frei.  Aber  wozu  gibt 
es  denn  den  Bluff,  wozu  die  Reklame,  mit  deren  Hilfe 
sich  mancherlei  erreichen  läßt!  Was  also  macht 
dieser  Theaterbesitzer,  um  trotzdem  volle  Häuser  zu 
erzielen?  Er  läßt  seine  Stenotypistin,  der  er  auf  den 
blonden  Wuschelkopf  eine  dunkle  Perücke  drückt, 
als  berühmte  russische  Schauspielerin  erklären  und 
gibt  ihr  die  große  Rolle.  Die  Stenotypistin  ist  eine 
blendend  schöne,  rassige  Erscheinung  und  findet 
sich  schnell  in  der  Rolle  einer  gefeierten  Bühnen- 
künstlerin zurecht.  Mit  dem  natürlichen  Talent  der 
Frau  für  das  Theatralische   versteht  sie  es,  in  jeder 


l 


Beziehung  zu  wirken.  Man  bezahlt  ihr  eine  hohe 
Gage  und  verpflichtet  sich  nur,  über  ihre  Herkunft 
zu  schweigen  und  die  sich  schnell  bildende  Legende 
ihres  Lebens  nicht  zu  zerstören.  Sie  darf  keines- 
wegs mit  der  Außenwelt  in  Berührung  kommen,  um 
nicht  unwillkürlich  von  der  Illusion  ihrer  Schein- 
existenz abzuweichen.  Das  geht  so  lange,  bis  eines 
Tages  ihr  Herz  auf  seine  Rechte  pocht.  Sie  ver- 
liebt sich  in  einen  jungen  Mann,  der  seinerseits  der 
,, russischen  Schauspielerin"  mit  entfesselter  Sehn- 
sucht nahte.  Der  gefürchtete  Augenblick,  da  sie  sich 
entscheiden  muß,  ob  sie  weiterhin  als  Stern  am 
Bühnenhimmel  bleiben  oder  die  Gattin  des  geliebten 
Mannes  sein  will,  kommt  schneller,  als  es  alle  Be- 
teiligten der  Komödie  ahnten.  Plötzlich  muß  die  Ent- 
scheidung fallen,  und  sie  stellt  sich  natürlich  im  un- 
geeignetsten Moment  ein.  Da  auch  dieser  Film  ein 
schönes  Märchen  ist,  so  fürchtet  sich  die  blonde 
Frau  unter  der  schwarzen  Perücke  nicht  vor  der 
Wahrheit,  die  ihr  Bitterkeit  bringen  müßte.  Sie  ge- 
steht ein,  daß  sie  eigentlich  eine  kleine  Stenotypistin 
ist,  was  ihren  Prinzen  mit  großer  Freude  erfüllt,  denn 
er  liebt  sie  —  es  ist  eben  ein  Märchen  —  nur  um  so 
mehr. 


^U4Jei9eHi%ulSäSp(^eC 


Nach  zwei  ganz  entgegengesetzten  Richtungen  der  Natur  sind  uns  die 
linsenförmig  geschliffenen  Gläser  Schlüssel  zur  Erkenntnis  geworden. 
Das  Fernrohr  oder  Teleskop   führt  unsere  Augen  durch  den  unend- 
lichen Raum  weiter  und  immer  weiter;  das  Mikroskop  dagegen  ent- 
hüllt uns  die  Welt  des  Kleinen  und  Allerkleinsten:  Durch  seine  Ent- 
deckungen  bei    Pflanze,    Tier   und   Mensch    ist   die    frühere   Natur- 
geschichte erst  zur  wirklichen  Wissenschaft  geworden. 

Die  Mutter  einer  jeden  Naturforschung  war  die  Phantasie.     Ihr 

Wunsch,    immer    wieder   Neues    und   Seltsames    zu   schauen,    ver- 

anlaßte   den   Menschen,   in  der  ihn  umgebenden  Natur  Umschau 

zu  halten.     Am  schwersten   fiel  den   früheren   Generationen  die 

Vorstellung,  daß  es  lebende  Wesen  geben  soll,  die  so  klein  sind, 

daß  man  sie  nicht  mehr  sehen  kann,  denn  wie 

sollte  etwas  wirklich  vorhanden  sein,  was  man 

^^^^^  nicht      sieht?        Wir      können      uns       danach 

9       m^^^^L^^  auch     die     Freude     und     das    Erstaunen     des 

großen    holländischen     Naturforschers    Leeu- 

wenhoeck    denken,    als    er   um   die   Mitte    des 

17,   Jahrhunderts  zum   ersten   Male   durch   ein 

von      ihm      selbst      konstruiertes      Mikroskop 

schaute. 

Im  Laufe  der  Zeit  lernte  man  komplizier- 
tere und  damit  bessere  Mikroskope  bauen,  die 
den  Begriff  des  Kleinen  immer  weiter  nach 
unten  verschoben  und  die  Möglichkeit  gaben, 
in  den  feineren  Bau  der  Lebewesen  einzu- 
dringen. Man  erkannte,  daß  alle  Lebewesen, 
Mensch,  Tier  und  Pflanze,  sich  aus  einfach- 
sten Bausteinen,  den  Zellen,  aufbauen;  man 
kam  hinler  das  Geheimnis  der  Entwicklung, 
indem  der  Befruchtungsprozeß  des  weiblichen 
Eies  durch  den  männlichen  Samenfaden  und 
*       die     Entwicklung      der      befruchteten     Eizelle 


Aufnahmen   aus  dem  Mikrolaboratoriunt 
der  Uh        riwt.  ija 


\\ 


~^B1 — ^^^i^^H^ 


ÖeS^AhMöd^S' 


durch    viele    aufeinanderfolgende     Teilungen     zum     Embryo     offenbar 
wurde.     Ungeheure  Fortschritte  machte  die  Medizin  durch  die  Unter- 
suchung  des   Blutes   und  durch   die   Entdeckungen  der   Erreger  zahl- 
reicher ansteckender   Krankheiten. 

Doch    alle   diese   Wunder   des    Mikroskopes   zu   schauen,   blieb   im 
großen  und  ganzen  der  hohen  Wissenschaft  vorbehalten.     Als  man 
dann   die   Kinematographie   wenige   Jahre   vor   dem    Kriege   in   den 
Dienst  der  Wissenschalt  zu  stellen  begann,  wurde  auch  die  mikro- 
kinematographische   Aufnahmeapparatur  —   eine  lichtdichte  Ver- 
bindung     einer      h  ilmaufnahmekamera      mit      einem      A\ikroskop 
—   eines    der    wichtigsten    Hilfsmittel    in    der    wissenschaftlichen 
Forschung.     Konnte  z.   B.  bisher   ein  Gelehrter   seine   Beobach- 
tungen   lediglich     durch    eingehende     Schilde- 
rungen    und     Zuhilfenahme     von     projizierten 
.\\ikrophotographien,    die    natürlich    keine   Be- 
wegung zeigten,  demonstrieren,  so  war  es  ihm 
jetzt  durch  den   .^likrofilm   möglich,  selbst  die 
schwierigsten      Entwicklungsvorgänge      einem 
großen   .Audito'-i  im  in   lebenden  Bildern   über- 
zeugend   und    '     weisend    vorzuführen. 

Noch  aber  fehlte  der  allgemeinverständliche 
Film  über  die  Wuiiderwelt  des  .^\ikroskops 
für  die  breite  .^\asse.  Das  wurde  erst  anders, 
als  nach  dem  Kriege  einige  Kulturfilmfirmen 
spezielle  A\ikrolaboratorien  einrichteten  und 
svstematisch  die  Hauptgehiete  der  A\ikrosko- 
pie:  das  Leben  im  Wassertropfen,  das  Leben 
der  Schmarotzer  und  Parasiten,  die  Wunder- 
well des  Blutes  und  anderes  mehr,  ver- 
filmten. 

Die  Hersteller  mikrokinematographischer 
Filme  haben  nun  mit  zwei  überaus  großen 
Schwierigkeiten   zu   kämpfen,   deren   erste  sich 


Aufnahmen  aus  dem  Mikrolaboratoriiim  der  Ufa 

l'lu<t.  Ufa 


/     ^^ 


0  '-^^^1 


«»'- 


Buster  Kealon  und  Dorotby  Sebaslian 


auf  die  reine  Aufnahmetechnik  bezieht.  Genau  wie  bei  den 
Spielfilmaufnahmen  ist  Licht  und  nochmals  Licht  für  den  Mikro- 
film notwendig.  Starke,  wirksame  Lichtquellen  sind  heute  aber 
immer  noch  mit  beträchtlicher  Wärmeentwicklung  verbunden,  die 
allzu  schnell  die  zarten  Tierchen  unter  dem  Mikroskop  zum 
Absterben  bringt.  Da  der  mikroskopische  Filmstreifen  sich  nicht 
darauf  beschränken  darf,  die  einzelnen  ,,Mikrostars"  lediglich 
ihrem  speziellen  Aussehen  nach  darzustellen,  sondern  auch  inter- 
essante Vorgänge,  wie  Vermehrung,  Freßakte  usw.,  bringen  muß, 
bedarf  es  einer  ganzen  Reihe  von  Einrichtungen,  wie  Kühlküvetten, 
Filter  usw.,  um  das  wirksame  Licht  für  längere  Zeit,  oft  Stunden 
und  gar  Tage,  auf  das  Objekt  fallen  lassen  zu  können  und  die 
schädlichen  Wärmestrahlen  dagegen  abzufangen. 

Die  zweite  Schwierigkeit  besteht  in  der  Auswahl  und  Be- 
arbeitung des  zu  verfilmenden  Themas.  Die  Mikrokinemato- 
graphie  behandelt  —  das  liegt  im  Wesen  ihrer  Arbeitsgebiete  — 
Stoffe,    die    selbst    Menschen    mit    guter    Allgemeinbildung    meist 


recht  fernliegen.  Wer  könnte  sich  nach  Jahren  an  die  Aufguß- 
tierchen und  Infusorien,  an  die  Zellenlehre  usw.  noch  erinnern, 
daß  er  einem  Film  über  dieses  Thema  ohne  weiteres  folgen  kann? 
Der  einzige  Weg,  dem  Publikum  die  Mikrobilder  näherzu- 
bringen, sind  leichtverständliche  Titel  von  den  Bildern,  die  frei 
sind  von  langatmigen  Fachausdrücken  und  auch  von  dem  ein- 
fachen Manne  aus  dem  Volke  voll  und  ganz  aufgenommen  wer- 
den können.  Gerade  die  Kulturablcilung  der  Ufa  ist  auf  diesem 
Gebiete  bahnbrechend  tälig,  wie  die  Erfolge  ihrer  letzten  Mikro- 
filme ,, Unter  dem  Zauberspiegel  des  Mikroskops",  ,, Pulsierende 
Lebenssäfte",  „Motor  des  Lebens"  usw.  vor  Presse  und  Publikum 
bewiesen   haben. 

Wenn  auch  heute  in  unserer  an  Hast  und  Wettbewerb  so  über- 
reichen Zeit  kaum  einer  die  Geduld  und  selbstlose  Zufriedenheit 
zum  Studium  des  Mikrokosmos  aufbringen  wird,  so  dürften 
Mikrofilme  dieser  Art  zur  Erfüllung  einer  unserer  wichtigsten 
Kulturaufgaben  beitragen.  Dr.  Ulrich  K.  T,  Schulz. 


Fairbanks  als  Lebensreiter 


Douglas  Fairbanks  begann,  wie  alle  Stars,  in  kleinen  Rollen 
imd  brauchte  Jahre,  ehe  er  zu  Ruhm  und  Reichtum  kam. 
Er  war  anfangs  Sensationsdarsteller,  von  dem  mehr  Mut 
und  körperliche  Fähigkeiten  als  darstellerische  Mittel  verlangt 
wurden. 

In  einem  jener  Abenteuerfilme,  denen  er  durch  seine  Uner- 
schrockenheit  die  nötige  Würze  gab  und  die  heute  vollkommen 
vergessen  sind,  verlangte  die  Handlung  von  ihm  die  Sensation 
eines    Sprunges    über    einen    offenen    Löwenkäfig    hinweg. 

Damals  gab  es  noch  nicht  jene  zahmen  Filmlöwen,  die  heute  von 
jeder  Schauspielerin  als  Partner  benutzt  werden  können,  sondern 
es  waren  die  paar  dressierten,  aber  keineswegs  ungefährlichen 
Bestien  aus  einem  Wanderzirkus,  die  schon  durch  das  ungewohnte 
Milieu    eines    Filmateliers    mit    seinen    blendenden    Scheinwerfern, 


dem  Lärm,  der  Musik  erregt  worden  waren  und  unruhig  im 
Käfig   auf   und   ab    liefen. 

Das  Kommando  zu  dieser  ungewöhnlichen  Sensation  fiel,  Doug 
setzte  zum  Sprung  an,  kam  auch  glücklich  in  fünf  Meter  Höhe 
über  den  Käfig  hinweg  und  erreichte  unbeschädigt  die  gegen- 
überliegende Seite,  als  plötzlich  im  Nebenraum,  der  einen  Thron- 
saal darstellte,  der  große  Kronleuchter  mit  donnerndem  Krach 
von   der   Decke   stürzte   und   in   tausend    Splitter   zerbrach. 

Zehn  Menschen  waren  unter  dem  Kronleuchter  beschäftigt  ge- 
wesen. Aber  um  Fairbanks'  Sprung  mitzuerleben,  waren  sie  in 
den  Nebenraum  gekommen  und  dadurch  tödlichcrGcfahr  entronnen. 

Fairbanks,  der  den  Lärm  natürlich  auch  gehört  halte,  meinte, 
als  er  die  näheren  Umstände  erfuhr,  nach  seinem  Sprung  von 
diesem  glücklichen  Zufall  lächelnd;  ,, Meine  Kunst  ist  doch  aller- 
hand wert:  Jetzt  hat  sie  zehn  Menschen  das  Leben  gerettet!" 


Als  Herr  und  Frau  Adolphe  Menjou  auf  ihrer  letzten 
Europareisc  G.  L.  Manuels  photographisches  Atelier 
in  der  Rue  Dumont  D'Urville  47  in  Paris  besuchten,  um 
sich  einige  Porträte  anfertigen  zu  lassen,  bemerkten  sie  den 
fünfzehnjährigen  Helfer  des  Photographen  gar  nicht,  der  sie 
mit  pochendem  Herzen  hinter  einigen  Samtvorhängen  unver- 
wandt anschaute.  Hätten  sie  ihn  gesehen,  so  würden  sie  sich 
auch  weiter  nichts  dabei  gedacht  haben,  denn  sie  waren  es 
gewohnt,  überall  in  Paris  angestaunt  zu  werden. 

Dieser  flüchtige  Anblick  eines  seiner  Filmideale  war  aber 
für  Paul  Guertzman  ein  unvergeßliches  Ereignis,  und  er 
fühlte  mehr  denn  je,  daß  Hollywood  sein  Schicksal  sei. 

Von  da  an  legte  er  von  seinem  geringen  Wochenlohn  (er 
verdiente  gerade  12  Mark  pro  Woche)  noch  mehr  Centimes 
zurück,  so  daß  er  nicht  mehr  monatlich  zweimal  ein  billiges 
Vorstadtkino  besuchen  konnte,  sondern  alle  acht  Tage, 

Wenn  er  dann  sein  ärmliches  Lager  aufsuchte,  so  kamen  ^1 
die  bewunderten  Filmgcstalten  zu  ihm,  und  er  sprach  mit 
Emil  Jannings,  filmte  mit  Adolphe  Menjou  und  ließ  sich  die 
kalifornische  Sonne  in  den  Hals  scheinen. 

Die  Träume  dieses  kleinen  Jungen  verwandelten  sich  über 
Nacht  in  Wirklichkeit,  denn  Paul  Guertzman  gelangte  durch 
Ausdauer,  Mut  und  Mutterwitz  an  sein  Ziel.  Heute  ist  er 
Hollywoods  jüngster  kontraktlich  verpflichteter  Filmschau- 
spieler, Einige  Wochen,  nachdem  Adolphe  Menjou  mit 
seiner    Gattin    in    Manuels    Atelier    war,    las    Paul    im    Petit 


Paul  Gticrtzman  Plmt.  I'utatiumnt 


Parisien,  daß  der  Vizepräsident  der  Paramount  FilmiJesellschaft,  Jessc  L,  Lasky, 
in  Paris  sei.  Seine  lebhafte  Phantasie,  die  er  noch  immer  mit  dem  für  ihn  intimen 
Koritakt  mit  Hollywoods  berühmtem  Bonvivant  und  seiner  entzückenden  Gattin 
nährte,  brachte  ihn  auf  den  Gedanken,  den  Filmmajjnaten  im  Hotel  aufzusuchen 
und  ihn  um  ein  Enjjaj^ement  zu  bitten. 

Gesagt  —  j5etan!  Da  man  Paul  aber  j^ar  nicht  erst  vorließ,  wartete  er  Tajs  für 
Ta}J  vor  Laskys  Zimmern.  Eine  j^anze  Woche  lanjj  stolperte  der  Filmproduzent  über 
Paul  Guertzman,  der  ihn  wie  sein  eigener  Schatten  auf  S^chritt  und  Tritt  verfolgte. 
Schließlich  wurde  es  Lasky  zu  toll,  und  Paul  wurde  am  Arm  gepackt  und  ziemlich 
unsanft  durch  das  Hauptportal  auf  die  Straße  befördert.  Kaum  hatte  sich  aber  der 
Hotelgewaltige  umgewandt,  da  schlüpfte  der  ,, Schatten"  durch  den  Eingang  für 
Hotelangestellte  ins  Gebäude  zurück  und  nahm  seinen  Posten  wieder  auf. 

Pauls  Ausdauer  und  unzerstörbarer  Humor  begannen  den  Filmmagnaten  zu  inter- 
essieren, so  daß  er  ihn  eines  Tages  zu  sich  rief  und  ihn  durch  einen  Dolmetscher 
fragen  ließ,  was  er  überhaupt  von  ihm  wolle.  Paul  erklärte,  daß  er  zum  Film 
möchte.  Doch  als  Lasky  ihm  kurz  mitteilte,  daß  Hollywood  mit  Jugendlichen  über- 
laufen sei,  die  alle  zum  Film  möchten,  antwortete  Paul,  er  würde  wiederkommen, 
wenn  Lasky  besserer  Stimmung   sei. 

Und  er  kam  wieder.  Dem  Filmmagnaten  gefiel  diese  Entschlossenheit  seines 
,, Schattens"  so  gut,  daß  er  ihn  noch  einmal  zu  sich  rief  und  ihn  fragte,  was  er  denn 
in  Hollywood  überhaupt  zu  tun  gedenke.  Paul  führte  einige  originelle  Szenen  vor, 
die   Lasky   überzeugten,   daß  der   Junge   eine   fabelhafte  Filmfigur   sei. 

Nun  ist  Paul  Guertzman.  der  den  Dienstbotenaufgang  benutzte,  als  ihm  Hotcl- 
angestellle  den  Eingang  durchs  Hauptportal  versperrten,  vom  Kopf  bis  zu  den 
Füßen  neueingekleidct  und  nach  Hollywood  abgereist,  um  zu  lernen,  daß  Filmen 
nicht  S — p — i — c — 1,  sondern  A — r — b — c — i — t  buchstabiert  wird. 

Gertrud    Wiethakc 


Gr    S 

X_yl  UND  v_y 


le 


UND  SEHR  VIEL 


ScUiriitÄel 


Gii/uLiyuSti0er  Abei4.teixerronacui/L 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


/.  Fortiftziing 

Robby   Valberg   halle   seine   Wette   gewonnen. 

Um  halb  zehn  Uhr  rief  das  Büro  der  Illyrischen  Export-  und 
Importgesellschaft  an  und  fragte,  wann  Herr  Generaldirektor 
Stavrides   Herrn   Valberg   seine   Aufwartung   machen    dürfe. 

Um  elf  Uhr  erschien  ein  ziemlich  umfangreicher  Herr  und  gab 
eine  riesenhafte  Karte  ab,  der  er  sofort  folgte,  ohne  ein  Herein 
abzuwarten. 

Er  war  außerordenllich  elegant  angezogen.  Blütenweißc  Ga- 
maschen bedeckten  mit  mil- 
der Sanftheit  das  auserlesene 
Leder  etwas  phantasievoll 
entworfener  Ochsenbluthalb- 
schuhe. 

Die  Wäsche  war  von  flek- 
kcnloser  Seide,  der  englische 
Filzhut  strömte  den  feinen 
Duft  eines  herben  Parfüms  aus. 

Leider  kam  aus  den  tadeU- 
losen  Manschetten  eine  dicht- 
behaarte Hand  zum  Vor- 
schein, deren  sorgfältige  Ma- 
niküre ebensowenig  wie  drei 
viel  zu  kostbare  Ringe  das 
Gefühl  von  Klebrigkeit  para- 
lysierten, das  sie  beim  Druck 
übermittelte. 

Herr  Generaldirektor  Pe- 
rikles  Stavrides  teilte  die  un- 
angenehme Eigenschaft  seiner 
illyrisclicn  Landsleute  — 
man  halle  stets  die  Empfin- 
dung, daß  sie  so  sauber  ge- 
kleidet sind,  damit  man  auf 
ihren  Charakter  und  ihre  Art 
und  Weise  schließen  soll 
Und  dabei  sahen  sie  in  ihrer 
untadeligen  Fleckenlosigkcil 
immer  aus  wie  schwach  über- 
tünchter  Schmutz. 

Der  Herr  Generaldirektor 
verbeugte  sich  leicht  und 
ließ    sich    nieder. 

Ein  Generaldirektor  laß; 
sich  nieder.  Es  ist  ihm  ganz 
unmöglich,    sich   zu   setzen. 

,,Sie  haben  das  Geschält 
Ihres  —  seligen  Herrn  On- 
kels übernommen,  Herr  Val- 
berg — '■ 

Stavrides  ging  diesmal,  im 
Gegensatz  zu  den  meisten 
seiner  Landsleute,  sofort  in 
medias  res. 

,.Ich   war   so   frei  — " 

,,Sie  haben  uns  da  einen  Brief  geschrieben,  in  dem  Sie  uns  die 
Einlage   Ihres   Herrn   Onkels   kündigen  — " 

,,Ich   erlaubte   mir." 

,,Ich  gehe  von  der  Voraussetzung  aus,  daß  Sie  berechtigt  sind. 
die   Firma    rechtsgültig   zu    vertreten," 

,, Daran   tun   Sie  sehr  gut,   Herr   Generaldirektor." 

Stavrides   zündete   sich   umständlich   eine   Zigarette   an. 

,,Es  scheint  Ihnen  nicht  bekannt  zu  sein,  daß  zwischen  Ihrem 
Onkel  und  mir  Abmachungen  bestehen,  nach  welchen  diese  Ein- 
lage gewisser  privater  Gefälligkeiten  wegen  meiner  Firma  bis 
1948   erhalten  bleiben   soll." 

Der  Ausdruck  Valbergs  war  so  verblüfft,  daß  Generaldirektor 
Stavrides   sofort  bedauerte,   nicht    1984  gesagt   zu   haben. 


Achtung!  Aufnahme! 

Regisseure  verlangt,  Film- 
schauspielergesucht! 


Kodak,  Aktien-Gesellschaft,    Berlin    SW  68,    .Nlarkgrafenslraße  76 


Aber  dann  strahlte  Valberg  vor   Verbindlichkeit, 
,,Mein    Onkel    war    ein    außerordentlich    korrekter    Kaufmann." 
,, Zweifellos   —   zweifellos  —   — " 

,.Es   verstand    sich   von   selbst,    daß   er   seinen   Verbindlichkeilen 
bis  auf  das  I-Tüpfelchen  nachkam." 

Grüner,     als     man     annehmen     konnte,    dachte    Generaldirektor 
Stavrides,   während   er  höflich  bestätigend   nickte. 

,.Ich  bin  daher  ganz  sicher,  daß  er  diese  Abmachungen  ord- 
nungsmäßig geregelt  hat  — . 
Sie  haben  die  Papiere  na- 
türlich mitgebracht,  Herr 
Generaldirektor?" 

Stavrides  wurde  nervös. 
,,Ich  bedauere  sehr  —  aber 
meine  Abmachungen  mit 
Herrn  Valberg  waren  rein 
treundschaftliche.  Beide  Teile 
verzichteten  auf  schriftliche 
Niederlegung," 

,,0h  —  das  ist  freilich 
sehr    bedauerlich." 

,,Ja,  man  konnte  natürlich 
nicht   vorausahnen  — " 

Stavrides  seufzte  schwer 
und  glotzte  bedauernd  vor 
sich   hin. 

,,Das  Unglück  kam  so 
plötzlich  — " 

Gestern      abend      mit      der 
letzten    Post,    dachte  Valberg. 
Eine   Pause   entstand, 
,, Womit     kann     ich     Ihnen 
also    dienen,    Herr    General- 
direktor?" 

Stavrides  schlug  die  schwe- 
ren, fleischigen  Lider  zurück. 
Mit  den  etwas  schiefstehen- 
den Augen  und  der  vor- 
springenden Unterlippe  hatte 
er  etwas  von  einem  grotes- 
ken Tiefseefisch. 

,,Ich  möchte  Sie  bitten, 
das  Gentleman  -  Agreement, 
das  zwischen  Ihrem  armen 
seligen  Onkel  und  mir  abge- 
schlossen wurde,  einzuhal- 
ten", sagte  er  mit  der  bie- 
deren, herzlichen  Einfachheit 
des  ausgekochten  Schwind- 
lers. ,,Auch  was  die  Zins- 
frage betrifft,  kann  ich 
Ihnen  — ' 

,, Verzeihung  — ",  Valberg 
stand  auf.  ,,Ich  möchte  Ihre  Mühe  nicht  mehr"  als  nötig  in  An- 
spruch nehmen  —  der  Brief,  den  wir  Ihnen  gestern  schreiben 
mußten,   ist  unter  allen  Umständen  endgültig." 

,,Aber,   mein  lieber  und  verehrter  Herr  Valberg,   Sie  können  doch 
nicht    von    heule    auf   morgen    derartig    langfristige    Geschäfte    ab- 
brechen —  das  widerspricht   doch   allen   Usancen!" 
,, Meine   Usancen  —  — " 

,,Ihre  Usancen  in  Ehren,  Herr  Valberg!  Aber  Sie  kündigen 
hier  einen  Kredit,  der  uns  von  Ihrem  Herrn  Onkel  freundschaft- 
lichst eingeräumt  worden  ist,  und  der  bis  1948  weiterlaufen 
sollte." 

,, Davon   steht    nichts    —   — " 

„Ich  habe  die  Summe  fest  angelegt  —  sie  ist  für  mich  im 
Augenblick   gar  nicht   erreichbar." 


E/iid  lieh  haben  Sie  eine  !^Iö^1k1i - 
kcit,  zum  Film  zukommen!  jetzt 
können  Sie  selberStaroderRe- 
j5isseur  sein, oder  wollen  Sie  lie- 
her das  Drehbuch  schreiben? 
Zeigen  Sie,  was  Sie  im  Kino 
lernten.  Bilden  Sie  mit  Ihren 
I^reunden  zusammen  eine 
kleine  Amateur-Filmgesell- 
schaft. Ks  macht  soviel  Spalj 
mit  einem  Cine  ..Kodak" 

liir Pliololiandlcr l'iihrl  Ihnen 
t,' f  11]  u n d  II n vfrb i n d l ic h 
II  n  \c  I  c  Appoiiltc    riir! 

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CIKE 


ilS     DUiVh    MV    DES    IIF.HEI.. 
\   L  r  H  ^    ('  /(  A'  I  C  F.    T  V   V     u    ;  )>' 


,,Sie  haben   ja   fünf  Wochen  Zeit." 

Da  warf  Herr  Generaldirektor  Stavridcs  alle  äußeren  Formen 
über  Bord. 

„Sie  verstehen  nichts  vom  Geschäft,  Herr  Valberg  —  's  tut  mir 
leid!"  brüllte  er.  „Wie  wollen  Sie  eine  Million  in  fünf  Wochen 
loslösen,    wenn  — " 

„Nun,  v\cnn  — ?"   fragte  Valberg  scharf. 

Zwei-,  dreimal  setzte  Stavridcs  an,  aber  er  sagte  nichts.  Es 
arbeitete    in    ihm. 

„Gui  ,  sagte  er  endlich  und  schaute  Valberg  feindselig  an. 
,,Sie  werden  das  Geld   in  fünf  Wochen  haben." 

Merkwürdig  genug  war,  daß  Valberg,  als  sein  Besucher  das 
Zimmer  verlassen  halte,  das  Gefühl  nicht  loswurde,  irgendwie 
den  kürzeren  gezogen  zu  haben. 

Er  rekapitulierte  sorgfältig  das  Gespräch,  konnte  aber  keinen 
Fehler  in  seinem   Verhalten  finden. 


„Ich  möchte  Sie  bitten,  das  Gentleman-Agreement  einzuhalten" 

Er  hatte  Stavridcs  sehr  schlecht  behandelt,  ja  —  aber  diesem 
Typ  des  Geschäftsmannes  gegenüber  war  nur  die  eine  Methode 
möglich. 

Trotzdem  —  er  ärgerte  sich. 

Herr   Zitelmann   mit    der   Unterschriftsmappe    trat   ein. 

„Ich  habe  eben  mit  dem  Ochsenfrosch,  dem  Stavridcs,  ge- 
sprochen, Herr  Zitelmann." 

,,Ich   habe   jedes  Wort   gehört,    Herr  Valberg." 

,,Sic  haben  — " 

,,Die  Wände  sind  so  dünn,  Herr  Valberg.  Jetzt  hat  man  ja 
wohl  auch  Doppeltüren  für  das  Direktionszimmer.  Aber  der 
verstorbene  Herr  Direktor  Valberg  meinte  immer:  was  er  sagte, 
könne    jeder   Mensch   hören." 

Robby  Valbergs  leicht  err^bare  Phantasie  sah  Onkel  Heinrich, 
den  Ehrlichen,  als  den  geborenen  Bankier  für  das  Depot  des 
lieben  Gottes  im  Paradies.  Er  hatte  silberne  Flügel  an  den 
Achseln  seines  grauen  Cuts  und  überprüfte  seine  Effektenbestände, 
die  er  natürlich  unverschlossen  aufbewahrte. 

Zehntausend  Licht-  und  Kraftaktien  für  den  Erzengel  Michael 
—  zehntausend  Allgemeine  Wasserwerke  für  Johannes,  den 
Täufer  — 

,, Herrn  Stavridcs  gegenüber  halte  ich  offene  Türen  für  ver- 
fehlt,   lieber    Herr    Zitelmann." 

„Das   dürfte   er    auch    gemerkt    haben,    Herr    Valberg." 

Wahrhaftig,  dieses  alte  Herbarium  auf  zwei  Beinen  brachte  es 
fertig     zu     lächeln. 

„Herr  Zitelmann  — " 

„Herr  Valberg?" 

„Haben  Sie  eine  Ahnung,  wie  mein  Onkel  dazu  kam,  diesem 
Menschen  sein  Vertrauen  zu  schenken?     Ich  begreife  nicht " 

Herr  Zitelmann  wandte  sich  leicht  ab.  Über  sein  vertrocknetes 
Gesicht  lief  ein  Schatten. 

,,Ich  kann  nichts  Bestimmtes  sagen ',  flüsterte  er  achsclzuckcnd. 


Robby   Valberg   sprang  auf. 

,, Hören  Sie  mal  zu,  mein  lieber,  verehrter  Herr!  Sie  müssen 
jetzt  ganz  offen  zu  mir  sein,  ja?  Es  gibt  nämlich  einen  Fall  — 
eine  Möglichkeit  —  dann  würde  ich  nämlich  das  angebliche 
Gentleman-Agreement  dieser  Firma  akzeptieren.  Wenn  es  sich 
hier  etwa  um  die  Ehre  meines  Onkels  handelt,  um  irgendeine 
Erpresserei  oder  so  etwas  — " 

Da   geschah  etwas   Unerwartetes. 

Der  alte  Herr  Zitelmann  fuhr  herum  und  ergriff  mit  spontaner 
Heftigkeit  die  Hände  seines  Chefs.  Er  hatte  noch  dazu  eine 
Träne  im  Auge. 

,,Nein,  nein,"  brachte  er  hervor,  ,,das  ist  es  nicht  —  oder 
doch  —  wenigstens  nicht  wirklich  —  Aber  es  ist  so  gut  von 
Ihnen,    Herr   Valberg,   daß   Sie   —   —  — " 

,,Was  heißt  , nicht  wirklich',  Sie  verdrehtes  Huhn?"  fuhr  ihm 
Robby   in  die   Parade. 

Rührszenen  —  das  ist   das  Entsetzlichste  vom  Entsetzlichen. 

Anständigkeiten  in  den  großen  Dingen  des  Lebens  waren  eine 
Selbstverständlichkeit.  Darüber  brauchte  kein  Regenwurm  ge- 
rührt zu  sein.  Aus  dieser  Anständigkeit  in  großen  Dingen 
schöpfte  man,  nebenbei  gesagt,  das  Recht,  in  kleinen  anderes 
lenken  zu  dürfen,  Zigaretten  über  die  Grenze  zu  schmuggeln, 
Kolportage  zu  lesen  und  so  etwas.     Jedes  Ding  hatte  sein  Gutes. 

,,Also,   was    ist    das,    Herr   Zitelmann?" 

„Der  verstorbene  Herr  Direktor  Valberg  hatte  einmal  vor 
mehreren  Jahren  in  einem  Klub  Herrn  Generaldirektor  Stavridcs 
kennengelernt.      Es    wurde    etwas    gespielt    .und    etwas    getrunken 

—  und  das  war  wohl  Herr  Direktor  Valberg  nicht  gewöhnt. 
Er  geriet  dadurch  in  einen  Zustand,  der  ihn  wohl  etwas  ver- 
wirrte," 

,,Hm.  Und  was  machte  Stavridcs  mit  ihm  in  diesem  —  Zu- 
stande?" 

„Das  weiß  ich  nicht,  Herr  Valberg.  Aber  am  nächsten  Tag 
behauptete  Herr  Generaldirektor  Stavridcs,  von  Herrn  Direktor 
Valberg  in  der  Nacht  das  Versprechen  erhalten  zu  haben,  er 
würde  eine  Million  Reichsm.ark  Einlage  bekommen  zu  fünf  Pro- 
zent. Herr  Direktor  Valberg  würde  niemals  zugegeben  haben, 
daß  er  —  chem  —  ehem  —  daß  er  —  ehem  —  nicht  ganz  — 
ehem   — " 

„ —  ich   begreife  schon.     Weiler." 

„ —   und    er   bestätigte    das    Abkommen    schriftlich." 

,,Ah   —   so.     Das    genügt    mir   —   das    genügt    mir   vollständig." 

Der  alte  Prokurist  machte  eine  ruckartige  Kanzleiverbeugung 
und  schlurfte  aus  dem  Zimmer. 

An  seinem  Pult  bemerkte  er,  daß  es  zwölf  vorbei  war  — 
Frühstückszeit.     Er  packte  seine  Brutlerbrote  aus;   es  waren  vier 

—  wie  immer  seit  vierzig  Jahren.  Und  wie  immer  seit  vierzig 
Jahren  zog  Herr  Zitelmann  sein  Taschenmesser,  mit  dem  er  die 
Kleckse  aus  den  Kontobüchern  entfernte  und  seine  Bleistifte  an- 
spitzte, und  schnitt  damit  das  belegte  Brot  in  sechs  gleichgroße 
Teile,    die    er    der    Reihe    nach    verzehrte. 

Wenn  der  Kerl  aber  in  fünf  Wochen  nicht  auf  Heller  und  Pfennig 
bezahlt  —  !  dachte  Robby  Valberg,  und  er  hatte  plötzlich 
eine    gefährliche    Falte    zwischen    den    Augenbrauen. 

Dr.    Brink    hatte    enorm    viel    zu    tun. 

Ein  Stoß  Post  lag  auf  dem  verklecksten  Schreibtisch  —  es 
war  keine  angenehme  Post.  Die  Binnenbriefe  wiederholten  sich 
zum  Beispiel  mit  unangenehmer  Regelmäßigkeit.  „Wenn  Sie 
nicht    binnen    drei    Tagen    den    fälligen    Betrag   von  .  ,  .    usw.   — " 

Das  waren  positiv  die  bösesten  Erledigungen.  Denn  wenn 
man  damit  zum  ,, Alten"  herein  mußte,  gab  es  jedesmal  einen 
kleinen  Tobsuchtsanfall.  Man  würde  plötzlich  mit  dem  Schreiber 
des  Briefes  gewaltsam  identifiziert  und  bekam  alles  zu  hören, 
was  der  Alte  diesem  Blutsauger,  Vampir  und  hinterlistigen 
Patron    zu   sagen    hatte. 

\.  Schwarzkopf  G,  m.  b.  H.  —  schon  wieder.  „Wenn  Sie 
nicht   binnen "  (Fortsetzung  folgt.) 


FRAGEN 


'.^^ 


die  uns  erre Tchtert 


.SY 


Antragen    crbillcn    wir     an     die    Redaktion    des     ,.  F  i  I  m -M  a  g  a  z  i  n  ".      Berlin    SW  68,    ZimmcrstraOe    33-41 
ScherlverlaiJ.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also   keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Hei  M;iiiu- 
skriptanselesenliciten  bitten  wir  folgendes  zu  bcaehten:  Jeder  Anfrage  ist 
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ist  zweeklo.«,  nur  Ex]ioses  im  Uiufan;;c  ^  un  2—.".  Seljri-ibiuascliineM-eitru 
sind  zur  Kinseiuliins  an  die  Filmindustrii'.  Ite^isseure  usw.  Reeisiiet.  Für 
Verlust  der  einsesandlen  Manuskripte  Kanu  keine  Verantu  ortuus  über- 
nommen werden,  also  S(dl  iler  Verl'.-isser  nur  HurcbscIilaKe  senilen,  von 
liandjjescbriebenen   i?enduiinen    (leserlicli)    eine  Absebrift  znriiekbelialten. 


rvii'lli.     KIcii.i    l.unda 
Kni~I     Driitscb     wulril 


Cn-I.i     (i.-iili 


:      Hc'ur>     Stuart 
ilil    Aulosir.inim 


iibi     AuK 


K  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n     (i  r  e  t  c  li  e  n  .      X  e  ii  ^  t  r  c  1  i  t  / 
i~t    unverlieir.itet.       Jaieiaiin    AMii-rtiiii    i>l    verbeir.itci. 

/  w  e  i     1"  i  I  111  f  r  e  u  u  d  i  n  ii  e  n     a  ii  s     U  i  e  I  r  f  r  I  d 
wDliiit     Berlin     W.    l'ass;iner    Str.ilie     IT.    ist     ledis     und    .. 
Kill   neuer   Kiliu    mit    ilini   stein    im   Audcnbliek   noeli   iiielit    fest.    Der   Künst- 
b-r     ist      neuerdings      zur      .Sprecbbiibue     (;l'^'•■lnf;l•ll.        Ivan      l*etro\i(li      i«t 
au«:eublieklieb    nicht     in    Hciliii.        Kr    hat    duiikb'^    H.i.ir    und     ^ 
;;r.imiue.       Sein    neuester   l'ilm    ist    ,.l»er    l.eiituaut    Ihrer    .\l.ijesi.-it  ' 

F  i  1  111  f  r  e  u  n  d  Heinz  S..  Cbeiu- 
nitz  :  Den  Don  .lo^c  in  der  ..l.ielie  vom 
Zi;.'eiiner  stammt  ■  .-iiielte  Dun  AUaradii. 
Dolores  (lel  lUo  war  u.a.  in  fol^jeiideii 
Filmen  zu  sehen:  ..AuferstidiuiiH:".  ..Die 
rote  Tänzerin  \  oii  Moskau-.  ..Kamoiia". 
..Die  Liebe  A  Olli  Zi«euiier  stammf.  Ihre 
neuesten  Filme  sind:  ..Dolores,  die  l'anther- 
katze  '  und  ..Dolores,  die  Skl;i\iu  der 
Khc  ■.  Filme-  mit  .ImIiii  (Jilbert  >inil:  ..Der 
Friuienh.indi^nT-.  ..I.a  Hubeme  .  ..Ks 
w:ir".  ...Manu-Weih-Siiiide-.  ..Aiiua  Ka- 
•reni:i  1 '■.  ..Die  K(i-:ikiMr'.  .Sein  nächster 
Film  heitlt  ..Die  Ma-ken  des  Krwiii 
Keiner". 

F.  r  i  k  a  Ii.  .'i  u  »  s  e  b  iii  a  r  ;;  e  ii  - 
il  o  r  r  :  Nein.  Han>  Hr:iusi'w  etter  i-t 
nicht    in     ll.dlvHoud. 

F..  F..  11  a  m  b  ii  r  n'  :  Die  wcililiihe 
Hauptrolle  iu  dem  .lue  .M.i.v-Film  ..Das 
indische    (Irahmal'    siüelte    -Mi.i    Ma> . 

K  1  1  i  .1  n  e  S  e  b..  K  ü  n  i  j;  s  h  e  r  ;;■  : 
Viola  t;.irdeii  spielt  eine  Hauptrolle  iii 
dem  neuen  Deru.Nsa-Filiii  ..Dii'  weijjen 
Hosen  \on  lfa\eii>bcr;;'.  Freil  l.ouis  l.ercli 
ist  unverheiratet.  Vi\i,iii  (iibsons  näch- 
ster Film  ist  ..l'rluzi'ssju  .-iiif  frlauh'  . 
in  dem  Ossi  Osw.ibla  die  Titelndle  d.ir- 
stellt. 

('  1  *  i  r  e  l{  o  IU  m  e  r  -  V  e  r  e  b  r  e  r  ; 
Clairi-  lidinmcr  wiibiit  Iterliu-Scluine- 
hern'.  Inhsliriicker  Str.ilJe  is.  ;;ilit  Aiito- 
;;ramme  und  ist  mit  ileiii  ILindels- 
tjerichtsrat    .Streiijfer    ^  erheiratet. 

Z  w  e  i  F  i  1  iii  s  c  b  w  ä  r  m  e  r  i  n  u  e  u  . 
Itzehoe:  .lenny  Jufjo  wurde  .im 
14.  Juni  iu  Wien  gehören  nml  traf;! 
einen  Kuiistlernanien.  Werner  Fiietterer. 
am  in.  Janu.ir  in  Str.alsund  ;;eb(>ren. 
trä(;t  seiniui  riihtisi'U  Namen.  Die 
neuesten  Filme  mit  Werner  Fuetterer 
heilien:  ..Die  Flucht  der  Delia  und 
...Morgenröte  ". 

K  10  i  1  lt..  H  i  K  a  (1,  e  t  t  1  ;i  n  dl: 
Die  von  Ihnen  :in;;efiilirten  Filiiii'  hatten 
auch  in  Deutschland  ;;rol!e  l'.rfolue.  Sii- 
haben  recht.  Harry  Halm  ist  der  S.ibii 
eines  Theatcrilireklors.  I'.ric  Harcla>  filini 
in  l'aris.  Wladimir  (iaidarow  spielte 
kiirzlich  iu  Herlin  —  iu  russischer 
Spracbi'  —  Theater.  Hans  Stiiwes 
neuester    Film    ist    ,,('a;;liostr(r'. 

K  ü  d  i  h  u  s  .  11  .1  111  b  u  r  i;-  :  Iw.ni  Mosjukin  ist  von  seiner  Fümreisc 
V  ieder  zijriick;;ekebrt  und  l'ilnil  bereits  iu  Neiibabelsbers.  Kr  «11''  -\nlo- 
Kiamme.  (iewilJ  diiireii  Sie  ihm  rilssiseb  schreiben,  wenn  Sie  die-i' 
Sprache  beberrscheu.  Dmislas  F;iirb.iiiks  und  üon.ild  Colman  ;;eben  Amo- 
ftramme.  Sic  kiiuncii  riiliit;  deutsch  :iii  sie  silireibcn.  »i'ista  Ekm;iii 
(jibt   ebenfalls   Auto;;r;imme. 

(i  i  s  e  1  1  H..  J)  r  e  s  d  e  u  :  Osk.ir  M.niou  wohnt  Ib-rlin  W.  Kurfiir- 
stendainm  liu.  wurde  .■nii  •).  Febru;ir  iu  KouiKshery,-  yebuien.  niln  .\iiio- 
sramme    und    ist    unverheiratet.       tlroller    Hliimenlrcuiid.       H.imuii    Nd\arro 

li.it     seinen     Widmsitz     iu     He\erly-llills.     Ilollyw 1.     K.il..     «ibt    selbstvei 

släiullich  auch  Autogramme  und  ist  ledis.  Kt;(in  \  on  .Im-dan  wohnt 
Herlin  W  l.'i.  l.ietzcnbiirser  SiralJe  21.  ist  iiiu  erlieii  atet  und  stammt  aus 
Dnx    (HiibiiK'n). 

W'  e  r  11  e  r    K..     Zürich:      Din.i     (ir:illM     ist    seit     dem     Summer 
Witwe.       Sie    wiir    mit    dem    Ked.ikteur    Lincoln    E.\  res    verbciralet. 
(iralla    filmt    seit    ^-t   Jahren.      ..Kin    kleiner    VorscbiilJ    auf    die    Selifikeit 
ist   kürzlich   in    Herlin    urauruefübrt   worilen.      Es   sind    mebri're    neue   Filme 
mit    ihr    iu    Arbeit,    u.  .i.«.. Fräulein    L.ausbub-.      Ihre    Lieblinfishlumen    sind 
Hosen.    Veilchen.   Flieder.    Nelken.   Schnecfrliickclien.   Mimo^ell,   Kornblnmen 
und    noch    andere. 

F  r  a  n  z  1'..  D  i  p  p  o  I  d  i  s  w  .i  I  d  e  :  l.va  .\I.ir.i  wohnt  Herlin-Westend. 
I'ominerii.illee  :>.  wurde  iu  Hi^a  ;;ebciren.  Ii.il  tizitinrotes  Haar  und  grau- 
bl.iue    .\n;;eii. 

Harald  (»..  \V  i  s  m  .i  r  :  t  iiiir.id  Veidl  wohnt  im  Eden-Hotel.  Her- 
lin. Hiid.ipester  Sir;ili.'.  und  bat  am  i'J.  .I.iiiu:ir  (iebnrtstiif;-.  Hans  Albers 
wohnt  Herlin,  l.ennestratie  7.  Eric  Harebiy  ist  .Schwede.  Jaekie  Coos.in 
.\merikaner.      Hans   Stiiwe    wurde   am    II.   Mai   iu   Mecklenburg:   geboren. 


r  s  (■  Ii  i  ,  A  n  ^  c  I  o  F  e  V  i  ,1  r  i  -  \'  e  r  e  b  v  e  r  i  n  .-i  u  s  '1"  o  r  i  ii  o  : 
Aii:;elu  J'eir.iii  wurde  in  Italien  von  Jb.iii.i  Kaieiinc  liir  den  Film  cul- 
deckt  und  b;il  dinii  in  seiner  Hcim.-it  mit  Krfol;;-  Kcfilnit.  Sp.-itcr  kam  er 
u.icli  lieilin.  wo  er  für  mebrere  I'orleu-Filnie  aN  r.iriucr  \iiu  llenuy 
rurteii  \  erpflicbiet  wurde,  z.  H.  ..Kosen  .-ms  dem  .s.ideu-.  ..Meine  T.uiti 
Deine  T.uiie-.  ..Don  .\l;iiiiiel.  der  H.indif  ist  ferti; 
lilint  noch  und  ist  unseres  A\  is>eiis  It.ilieiierin. 
Iferliii    \\  .     Hendlerstr.-ilie    s. 

(;  f  r  I  r  u  d      lt..     I' .1  s  I-  w   a  1  k   :     Alle     l'ilnisienM'     ^el.i'ii     .\uto;;r.iniini 
Wenn    Sie    iiocb    keiiis    eib.ilteii    li.-chcu.    s,,    i^i    ,l,is    pi-rsonliebcs    l'ccli.      .\ni 
besten.   Sie   \ersiiclieii    Ihr   Heil   no(li   einm.il! 

K  d  i  t  h  ;i  S,.  Merlin  ;  l!.-inioii  Ncn.irio  weilt  jetzt  in  Heiliii.  Die 
nähere    .\ihcsse    dinlcn     wir    ;iiif    \\  iiiiscb    des     Kiiiistleis     nielit     \err.ilcii. 

('.  M..  K  .1  r  I  s  r  11  li  e  ;  Nicht  AVerner  l'uetterer.  sondein  Werner 
ritisehan  i..i  Knile  \ori;;cii  .lalires  .liircli  einen  .\iitoiiiifall  uiiis  Leben 
.L;«'koiiinieii.  i;iiii;;e  Adressen  \  oii  Filuijicsellscb.-iften :  l'l'.-i.  Herlin  SW  Cs. 
Kochstr.ilJe  (i-,s.  .\af.i.  H.'rlin  sW  l^.  Friedriehstr.ilie  i'i':'..  'J'err.i.  lieiiiii 
SW    (i.s.    Kocbsiralie    7:1.     N.ition.il.     Herliu     SW     If*.     FriedricbstraLIe     lo. 

E  i  n  e  H  e  i  d  e  1  h  e  r  tx  e  r  N  o  \  a  r  r  o  - 
V  e  r  e  b  r  c  r  i  11  :  Ob  H.-iiiiou  Nov:irro 
auch  nai'h  Hcidelbcrn-  konimt.  können 
wir  Ihnen  leider  nicht  sa;;cii.  i>as 
Hanioii  No\arro-Hiicb  kostet  l..'iO  .M.  und 
ist  durch  den  Ma\  .Mattisson-Verla;;.  Her- 
lin SW  HS.  HitlersIr.ltH-  71.  zu  beziehen. 
F  i  1  ni  r  a  t  t  e  11  Lot  t  i  IL.  11  c  r  t  a 
S  c  b.  aus  Kiel:  Sic  dürfen  riilii« 
.111  (;iist.i\  Fröblicli  scbreibcu.  Er  siht 
Antoi;r.iinme.  Ired  Snlui  bleibt  \orläiiti;i 
111  .\incrika.  i'ic  hi'lr.  Künstler  sind 
nicht  \  erloht.  Selhstv  crst.-indlicb.  zum 
Filmhall  bat  jeder  Zutritt.  Din.i  (ir.-iUa 
wird  mo'ilicberw  eise  auch  wieder  mit 
^\  eriicr    l'uellercr    ziisammeuspieleii.     Oli 

und   wann  .l.iek  Tre\  or  nach  Kiid   k mt. 

w  isseii    w  ir    leider    nicht. 

F  r  u  a  W  ..  1.  ii  d  w  i  ;;■  s  b  ;i  f  c  n  : 
Der  Filmball  f.ind  am  1.  Dezenilicr  lüi's 
iu  den  Häiinien  des  Zoo  statt.  Die  \'er- 
lidiiiu;;  ist  nur  t'in  (ieriicbt.  ..Ihr  dunk- 
ler l'iiukf  ist  \  er;;;inL;encii  Sommer  ge- 
dreht wiirdi'ii.  Die  Aiitieiiaiifnabmen  fanden 
iu  Nizza  statt.  Das  lietrelfeiide  Inserat 
kostet  :i  M.  Sie  können  das  ticid  in 
Itriefm.irkeii    i-insenden. 

.M  :i  r  a  T  o  i  n  a  e  s  -  V  e  r  e  b  r  e  r  i  ii 
ans  It  e  r  I  i  n  :  Lya  Mara  wiirdi-  am 
1.  .\iiv;ust  iu  Hi;;a.  Oiinnar  Tolnaes  um 
7.      Dezember      lll      Oslo     ;;clioren.       Heide 

;;(ben    .\iitonrai e.     Toluai's    wurde    von 

\ictor  Sjösiriini  für  den  l-'ilni  entdeckt. 
r  s  c  h  i  .  \'  e  i  d  t  -  S  e  b  w  ä  r  m  c  - 
ri  11  :  Kamoii  Novarro  weilte  für  kurze 
Zeit  in  Herlin.  Er  ist  iiicbt  mit  .Mar- 
celine Day  \erlobt.  Die  Künstlerin  ist 
(liircb  die  .Metro-tJoldw  \  n-Siudios.  Ciiloer- 
(  ity.    Kai.,   zu    erreichen.     Conrad    \'cidts 

1 estcr     Film     beilit     ..Das     Land     oliiie 

Fr.iucn'  (n.icli  dem  Hoiiian  ..Hraut 
Nr.  HS").  .Seine  l'.irtnerin  ist  Kljia  Hrink. 
\eiilt  fiibt  .XutOKrnmiiic.  Hoy  d'.\rc.\ 
wohnt  iu  HcMTly-llills.  Hollywood.  Kai. 
\  oll  ..Hamona'  erli;ilteii  Sie  bestiiunit 
noch  einen  ..Illustrierten  Filnikurier". 
I-;  i  n  e  A  n  d  r  e  M  .i  t  t  o  n  i  -  \'  e  r  - 
e  b  r  e  r  i  ti  T  r  ii  d  c  I  W..  H  r  <•  m  e  n  : 
Amin'  .Mattoni  widiiit  Herlin  W.  Mar- 
hiirficr  StralJe  :i.  und  uiht  Anto;;r;ininie. 
Er  ist  lediK  und  wiinle  .im  i'l.  Felirnar 
iu    Karlsbad    geboren. 

.    ..,,,,..   ..,.,>      .1  US      Fr  a  n  k  f  ort  :       l'.iiil      'WeKcie-r 

wohnt    Herliu    W     :i:..    Am    K.irlshad    2.    befindet    sich    .ibcr    .jetzt    .iiif    ••iiicr 
luicli     Süd.anicrik.i.       Jbich     wird     ihm     die     l'osi     sicherlich 
e   den   anderen    Filmst. irs.    also   .•nicb  Kalb 


F  i  1  m  f  I  e  u  n  d  i  n      I. 


1!IJ8 
Ttiii.a 


liiihnenlonrm 

n;icbj;a'scliickt   werden,    e-enan   wie   neu   .-iinMu-n    i  iiiii:-i.ii .-.    .,i.-.. 

\on  N.as.i.  .L-iwobl.  die  Filmdarsteller  weehseln  sidir  bäiifin-  ihre  Wob 
Illingen.  .Viicli  Widmungen  i;elieii  sie  ii.icli  Wunsch.  .Icnu.\  .Inno  wohn 
Herlin    W.    Kaisi  ril.'imm    iMi. 

H  I  .1  11  k  ;i    A..    W    iirzhurü:      .Maii.i    Solwci-    b.al    his    jetzt    noch    nicli 
\\  criier     Fuetterer    zus.immcn     gefilmt.       im     ..Meiste! 
(Jiist.n     Fröhlich,    in    der    ..  Linden»  irtin    Mim    Wlieiii 


11. It 
\'. ;,  1 


I     .Niiriibei  n' 

Fn  d    Solni    ihr 

l'.irtncr.  Die  beiden  ll.i iiptrollen  in  ..O  ;(lte  Hurscbenherrlicbkeif  spielten 
W.ilti'r  SIez.ik  und  .Maii.i  Zeicuk.i.  Ob  die  (iehiirtsj.ibre  M>n  den  Film- 
st.irs.  dii-  Sie  .■innchen.  slimmcn  oder  nicht,  können  wir  llinen  leiiler 
Iiicbt  sauen,  d.i  wir  Fr.i.ncii  über  d.is  .\lter  der  Filnist.irs  ]Kiiiiidsätzlicb 
nicht    beantworten. 

Kurt  (L.  K  h  e  r  s  w  :i  1  d  e  :  Ks  stiinmt  schon.  bV-inion  No\.irio  ist 
jetzt  wirklich  und  w  .ilii  li.ifti^  iu  —  Herlin.  wiinschl  .aber  inko-nit.i  zu 
bleiben,  weil  er  iu  Hube  seine  (icsanssstudien  hier  fortsetzen  will.  Wir 
nehineu  jedoch  au.  ibilj  No\.iiro  schon  wieder  Heiliii  verbissen  bat.  wenn 
diese    Zeilen    ersclieiiieii. 

Carl  F  r  i  t  z  H  r..  H  a  m  b  n  r  :;•  :  sie  h.abeu  recht,  bei  uns  l.iufeu 
t  ä  K  I  i  e  II  elw:i  lOO  Hiiefe  idii.  die  .alle  scbuellsteiis  be.inlw  ortet  werden 
wollen.  Sie  kiinneii  sieh  also  Mirstellen.  d.il!  ^'erzö•^erllllyell  d.ihci  leicht 
iiiö;;lieli    sind, 

Werner  I'..  Leschwitz:  .\iiiia  M.i.x  Wonus  .\nsebrit't  isl  Lon 
don.  St.  ALirlins  L.ane.  New  -  Tlieatre.  Lili.an  H.ar\e.\  wohnt  Herlin  W. 
Diisseldorfer    .str.ilh'    IT.       Heide    {feheii    .Vutoj>ramnie. 


J)  o  I  1  y  .  Kiel;  Der  lIaiiii|iUir>ti'IUr  irii  ..Itiiij;-  <hr  HajailiTi' "  >v.ii- 
Henry   .Sttuirl. 

l)  \  r  1  y  IL  i;..  H  !■  r  I  i  II  :  Victor  Varkoiiy  ^Mlrll^•  am  :il.  .Mar/,  in  Ki-- 
N.inla  U'nsarn)  ;;i-liiir<'n.  Kr  i>t  niif  ilcr  SiinncriM  Nu^i  .\\any(»>i  \cr- 
liiMrati't.  filmt  M'it  nn^rlalir  m'i-1i>  .lalircn  und  i~(  clu-n  in  I.dmlon  i'in- 
üctniffrn.  \\u  er  filmen  wird.  S(  ine  l.i<'lrlinfi>Minii<'n  kennen  wir  niclil. 
Itamiin  Nii\arri>  i>t  aueli  selmii  meliriTe  .lalire  beim  l'ilm.  Ilcnrj  Stuart 
i>l    ledi;;.    ein   umlier    IJlnmeiifreund    nnil    wcdint   Berlin    W.    l'a-N.nur   Str.  17. 

r  i  I  m  f  r  I'  II  II  d  a  u  s  Dres- 
den ;  \  IUI  den  u'eiialinlen  i-'ilmen 
i-rlialieii  Sie  HeMlireil)iEii;ien  durch 
den  ..lllir-lrierten  l'ilinkiuier".  Iterliii 
W    !<.    Kiithein'r    Str.    :I7.     das     StiicU 


W    !<.    Kiitliein'r    Str .,...-     ...,. 

kiisiei  ci.i'n  M.  ..I.ielie  im  ScIiiiim- 
mit  Tat  und  l'.ataeliDii  si'>t  es  iiielit. 
In  diesem  l'iliii  spielten  .M;iri.i 
I'.nidler.  I,i\i(i  ravaiielli  und  (Iceri; 
Ale\.inder  die  U.auptrnllen.  I)iiii;;las 
l-'.iirliaiiks  i>t  nicht  mit  Willi.iin 
l'.iirliaiiU-  M'iwandl.  In  dem  Cecil 
li.  de  .\lille-\lilm  ..  I  la-  -(illln>e  .\I.id- 
clieii-  spielten  Lina  |{.is,|ii|.tte.  il.-iry 
l'revost.  (;(•()!  s;e  Jliii\ea  und  .Xiiä 
JSeery  die  ll.aiiptndleii.  llaiipld.ir- 
steller  vim  ..Stol/enfels  am  Itheiii- 
w.iren  Carl  de  Voi^t.  (ireto  Jteiii- 
w.ilil.  M.iri.i  ilindzenti.  Helen  Mm 
.Miinclihofeii.  H,irr>  l-'r.ink.  .\iiseli) 
l'err.ari. 
1"  r  a  II   (    h  a  r  I  \    A.:    Ilir   Jirief  Isi 


ICVNSTK^^^^G^IN 


an 


"  a  1  I  \    .\.:    inr   jsriet 
Kriist    Hiifmaiin    w  eilerselcilel. 
H  er  I)  e  r  t      V.,       I"  r  i  e  d  e  n  a  n  : 
..Iv.unpf    der 


Die     .Madchenriillo     im    ..Iv.unpf    der  ^ 

Torii.T'  wurde  von  Ilse  Stohr.iw.i 
uespielt.  Wolinniii;:  IJcrIin  W. 
Aseli.iffenhnr;;er    Str.iMe    6. 

.\  II  j  ,1  \\  .,  H  .1  in  h  u  r  K  :  .\^t.i  NieNm  widint  Rerlin  \\  .  Ivaiser- 
allee  :'n:l.  wurde  ;im  II.  Seplemlier  in  lläiiemark  lieluiren.  j;ilit  .Viit.i- 
Kr.ainnie  und  ist  mit  dem  Hn»sen  (irinuii  Ihm.ara  verheiratet,  .sie  inii--eii 
adressiiTtes.  fi.inkicriis  Ifiickkuvert  und  eine  Hiklkarie  der  Kiinstlerin 
einloten. 

K  V  a  lt.,  (_'  Ii  a  r  I  0  t  t  e  n  h  ti  r  «■  :  Otistav  Vrölilieh  ist.  wenn  die-e 
Zeilen  erseheinen.  hoehstwahrscheinlicli  vviedi'r  in  Herlin.  Mailliias  W  ir- 
ni.iiin    wiihnt    Uerlin-Seliiineherj;-.    K(iiii;;s\\  es;-    18. 

I..  A..  IC  s  s  e  11  -  \V  e  s  t  :  Die  .\dresse  der  (Jreeiili.iiim  ist  Herliii 
sW  i.s.  Kochsir.il.ie  Ol.  der  St.ir-Kilm  Herlin  SW  :.s.  Kriedricli>i  lalJe  :lls. 
der  Ki(lilier;i-l-'iltii  Herlin  SW  IS.  l'riedrielistr.-ilJe  IJl.  der  .Vin.a-Kiliii 
Herlin  s\\  i>.  l'rieilrieli«ir.il.;e  SMi.  der  l"ox  Jlerlin  W  s,  Tiiter  den  J.inden 
Nr.    lii.   der    Dentschen    Inivi'rsal    Jferliii    AV    s.    MaiierstraUe    b-'. 

1"  i  I  ni  K  n  s  t  e  1  ,  H  e  i  d  e  n  a  ii  .  Die  (iriilJe  .in  l.ili.iii  H.irvey  und 
Will.v  J'ritseli  sind  .iiisttericlitet.  AVann  die  tieideii  Filmstars  n.aeh  Dresden 
koinincn.  wissen  wir  leider  nicht.  Es  kommt  lu'im  Kilm  in  erster  Linie 
;iiif  d.is  mimisehe  Talent  ;in.  .\her  nur  n'.iiiz  wetiisie  ilhen  scli.arfste  Si-Ilist- 
kritik.  Den  Wes  zur  Spreehlniline  (iiirfen  Sie  sieh  .auch  tiiehl  .allzu  leicht 
deiiUen. 

Anne     Ii..     (I  |i  p  .a  ii  :       Liane     ll.iid     i~t     diinkelliloiel     und     spielte     die 


j{elioren. 

r  i  1  in  f  r  e  u  n  d    H,.   E  s  s  e  u  :   AVesen    Hanmm.ui 
zin''   können   wir   leider  Ihr   isilbeiiriit-sel   nicht   verwe 


l.'i.    .lull    in 

Is    im    ..l"ilm-.M.i,;;,a- 


Iv.  (...  S  e  h  ü  n  e  h  e  r  K  :  ^i<'  küiinen  noch  ein  Hild  vom  l'at  und 
r.il.ichoii-Autoxr.iiiimias  erh.ilten.  Wir  hitleii  iSie.  dem  Verlas  Hliistrierlc 
Kilniw  liehe.  Herlin  SW  .  lvoelistral.!e  li— s.  anziiiielieii.  welche  .Aufnahme 
Sie  he^telleii  wollen,  d.i  zwei  verschiedene  };em.icht  worden  sind.  J).is 
liild  kostet  1  S\j  (und  das  d.azu;;ehörige  Purtol  und  kann  auch  in  Hrief- 
m.iiken  ein:;elcfrt  werden.  Hieh.ird  Di\  ist  durch  die  l'.ir.iiiionnt.  jlöl,  .\Ia- 
latliiiii  Street.  Hollywuod.  K.il..  r.S..\..  zu  erreichen.  H.ins  .\lliors  wohnt 
Herlin.    Lenii.-tr.    7.   (»I.if   Storni    Herlin   W.    .Motzstr.ilJe   l'O. 

I,  e  11  i  \\  ..  I:'  r  :i  n  k  f  ii  r  t  a.  ,\1  a  i  ii  :  AiiLier  dem  ll.irry  Liedtke-Hiich 
saht  es  noch  einen  (iedichtli.iiid  ..Verü,el.ii  mich  nicht!"  von  H.irr.v  l.iedtke. 
Sie  erhalten  es  durch  den  M  iv  M.itii^^on-Nerl.ii;-.  Herlin  SW  (j,s,  Hittcr- 
stralie    71. 

Niet  .1  r  \'  .i  r  k  o  n  i  -  V  <■  r  e  li  r  e  r  i  n  :  A  ictor  Vareoni  filmt  ausien- 
lilicklicli  in  ildi  Klstree-Studios.  l.ciijduii.  i-t  .aber  nur  voriiherseliend  in 
Eiiid|ia.  Er  i^t  mit  der  s.äiiy,ciin  Nii-i  Av.inyossi  verheiratet.  Er  s|iielle 
II.  .1.  in  ..Sndom  und  tinniniih.i-  mit  l.ncv  Dor.aine.  in  ..CliicaKi»"  mit 
l'li\  llis  ll.iver.  in  ..Die  iiiif;ekröiite  Köiii;;iif  mit  Corinne  (iriffiih.  Werner 
l'ittschan   ist    ICiide    vorigen   .l.ihrcs    mit    einem    .\ntci   tödlich    veriinsluclit. 

.\l  a  11  d  1"..  Ji  e  r  I  i  n  :  Jlmislas  l'airh.inUs  w  iiide  am  i':).  .\l.ii  in 
Denver  jiehoren.  .lohn  und  Lionel  H.iirv  more  sind  xerw.indt.  .lohn  H.irry- 
more  wurde  am  l.>.  rcbrn.ir  in  IMiil.idelidii.i  ^■elioreii.  ist  mit  Jlolurcs 
Idstello  verlieir.itet  und  li.il  keine  Kinder.  Er  ist  diin-h  di<-  l'nited 
Artists.  7-00  S.aiiti  Monica  Houlev.ird.  Hollv  vv  ood.  Kai.,  zu  encichen. 
Victor  \';irconi  filmt  .i  ii^cnhlicklii-h  in  den  Elstree-.stndios.  London. 
(irol.Ier    Hlnmcnlrennd.      Lionel     K.irrv  iiioie    lebt    in    llollvwimd.    K.il. 

.M  .1  r  fi-  o  I      .\..  H  .1  n  ii  o  v  e  r  . 

(iret.i  (i.irlio  ist  '^h4'j.  mittelblond  und 
bl.iii;iu>ii;i-.  .lawohl.  .sie  h.at  in  K.ili- 
foiiiien  ihre  eigene  Wohiiuiif;-.  (ireta 
(larlio  ist  wirklich  nicht  mit  .lohn 
(iilhert  verheir.itet.  d.is  w.iren  nur 
(ieriiehte.  Die  Künstlerin  «iht  .\iito- 
Kr.imme.  Sie  dürfen  Sie  also  rnhi^ 
d.iriim  bitten.  Ihr  richtifrcr  X.iiiie 
soll  Ciet.i  Ciist.ivsun  sein.  Elis.ibeth 
J!er;;iier  ist  klein.  Ii.at  scliw.irze 
.\n;;en  und  tizianrotes  H.aar.  .Viinen- 
\ilicklich  filmt  sie  nicht.  Sie  k.ini 
iiber  die  Spreehhiihue  zum  Film. 
Ihr  erster  Film  w.ir  ..Der  Evaiij;eli- 
iiiaiin-   mit   Paul   Hartin.inti. 

L  i  s  s  y  X..  H  0  r  1  i  n  :  (iiinn.ir 
Toluai's  befindet  sieli  .augenblicklich 
in  Herren  (Xorwesen).  wo  er  a\ii 
.V.ation.il-'riic.tter  «.istiert.  Im  .Inni  . 
kommt  er  n.aeh  Herlin.  .I.ivvohl.  .\ud 
E;;ede  Xisscti  i>t  eine  I..indsmäiinin 
von    ihm. 

.V  II  II  e  m  :i  r  i  e     .T..     H  e  r  n  :       Es 

ist     sehr     leicht     möfilich.     daß     auch 
Willy    Fritsch    b.ild    in    einem    Ton- 
film    spielen     wird.      Jawohl,    er    ist 
miisik.alisch. 
K.   K..  N  e  11  b  r  .i  n  d  e  n  b  ii  r  a:   .l.iek  Trevor  wohnt   Herlin  W,  Berdler- 
slr.aüe    ','.    ist    En;;i;iiuler    und    wurde   ;im    11.    Dezember    in    London    Reboren. 
Er    ist   blond    und    bl.iuiiiiiiiü-.    ein    ernster   .Mensch    und    sirolier    N.itiirfrennd. 
r;r    nibf    -Vutosramme.     Hildk.arten    von    Filmst.ars    können    Sie    auch    durch 
den    Verlas    iler    Jllii^trierten    Film"  oclie.    Herlin    SW     «s.    Koehstralie    (i— s. 
beziehen. 

E  1  f  r  i  e  d  e  ],..  H  e  r  I  i  n  -  1.  i  c  h  t  e  r  f  e  I  d  e  :  A\  ir  empfehlen.  Ihr 
.M.inuskiipt  uiimitlelb.ir  .au  die  dr.im.itiirsischeti  .Vbteilniisen  der  Filtii- 
-evi'llscli.ifteii.  wie  tf.i.  Herlin  SW  (i.s.  Koclistr.iUe  (>— ^.  .\.ifa.  Herlin 
SW  is.  l'riedrichstr.ilJe  L'2.'..  Terra.  Herlin  SW  (ks.  Kochstr.iUe  7;!.  X.itional. 
Herlin  SW  Is.  Friedriehstralie  U».  zu  senden.  Sie  miissetf  aber  viel  (iediibl 
li.ibeii.  denn  die  Eiiisäuse  sind  ziemlich  z.ihln'ieh.  Wenn  es  sef.allen 
sollte,  kommt  es  .später  sowieso  in  die  Hände  der  l{e.uis>eiiie.  die  ja  bei 
den    (iesellschafteil    tiiti^    sind. 

Heinz  1,..  F  r  i  e  (1  e  n  ,1  n  :  (iii^t!  Si.irk-tistetteiib.aiir  wohnt  Herlin 
NW  (i.  K.iiNtr.iße  i'.'i.  und  wurde  .am  1.  .Miirz  in  Str.iubins  an  der  I)onaii 
geboren.  F.r  w.ir  fiüiier  beim  AN'.aiiderzirkiis  und  k.iin  d.ann  zum  Film. 
Hek.innt  wurde  er  durch  den  Film  ..Der  l'iceolo  vom  IJoldeiieii  Löwen' 
lind    durch    ..W  ol-.i.    Wol^a'-. 

Cerd.a  .M..  Herlin  :  (iiniii.ir  'r.dii.ies  k.iinmt  im  .luni  nach  Herlin. 
l".r  ■ia^liert  .aiisetibliekiicli  .im  X.itional-Tlie.iier  in  Herren  iXorwefreu  i. 
.\ils    Asther    i.st    Schwede. 

I  V  .1  n  r  e  t  r  o  v  ich-  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Iv.iii  Fetrovieh  i~t  durch  die 
(ireenb.iiini-Filni,  Herlin  SW  (is.  Kncli«tr.il.M'  (;i.  zu  i'rreieheii.  Seine 
ni'uesten  l'ilnie  ^iiid  ..Der  l.eiiin.inl  Ihrer  M.iji'stjif  und  ..Qii.arlier 
L.atitr'  (..l'.iris.  du  .st.idt  der  Lieder' i.  I'etrnvich  wurde  am  M.  Dezember 
in  Hiiil.ipest  eeboreii.  ist  aber  jetzt  serbischer  .Si.a.ils.insehöriiikeit.  Er 
war  fruhi'r  liiseuienr.  d.iiin  Operettenbonviv.int  in  Hiid.ipest.  im  Kriese 
llii^.iretiiiffizier.  wurde  vor  fi  .l.ilireii  von  .Michael  Kertesz  für  den  Film 
entdeckt.      Er   ist    .■ineh    ein    s'i'olier   .Musikfreund. 

Lieselotte,  die  1  v  .  i  u  I'  e  t  r  o  v  i  c  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  in  D.: 
Iv.iii  l'etrovieli  wird,  wenn  diese  Zeilen  ei'sclu'iiic'ii.  h(iclistwahrseheinlicli 
wieder  in  Herljii  sein.  Er  ist  dann  .im  besten  durch  die  Greenb.ium-Kilm. 
Herlin   SW   (i.-*.    Koclis1r,il.!e    (il.    zu   erreichen. 


Der  Wagen  der  Leute  von  Welt,  die  zu  rechnen  gewohnt  sind 

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(i  II  s  t  1  II  II  d  ,T  ii  (•  k  i  i'  -  J"  r  <•  ii  n  il  ,  H  ,i  ii  ii  o  \  i  r  :  (;ii<itl  St.-iik- 
CstcttiMiliaiir  wiiliiit  Ucrliii  NW  i;.  K.iil>li:iU('  :;:).  «iirtli;  ;iiii  1.  Miirz  in 
.sirMiiliiiiK-  ni'''i>rcii.  filiK  lici  einem  W.iiiiliT/.iikiis  ■■ui,  li.itli'  .ilier  .seine 
eiste  >;r(ilJe  Kiille  in  dem  Film  ..l'iceiili)  mihi  (idlileiu'ii  l.iiweii'.  .\ii;;cn- 
MieUlieli  spielt  er  in  dein  l'ritz  l..in(;-l"ilni  ..Die  J'ijin  im  Mond'.  .I.ulue 
(cion-.in  ist  Ainiiik.iner.  Auf  seinen  (i.isispieleii  t;iii/t  und  s|irieht  er. 
D.i.s  .l.iekie  (■iiufi.in-ltiich  eili.iiieii  Sie  diireli  den  .\l.i\  Mattissnn-Verl.is. 
Herlin   SW    (Is.    Ititiersir.il.;,-   71. 

K  i  11  e  )l  a  r  r  >  (;  «  ii  d  i  -  S  e  li  \v  ii  r  iii  e  r  i  n  :  Hei  Hemliard  (loet/.ke 
yeininf  dii-  .Vnschril'l:  \\ Olter.sd.irf/Krkner  Ih-x  »erliii.  Henry  .Stuart  tr.it 
kürzlich  in  einem  licrliiier  Theater  auf.  Kr  ;<ilil  Autii;;ramme.  (ieiir« 
Ale\andi>r  «olmt  Herlin-rriedeiiaii.  Wii'sjj.-idener  straMe  .i.  Andre  Malluni 
Merlin  W  .  Marliururr  Str.iDe  .;.  Ilaiis  .Miirend.irf  Merliii-l'riedcMian.  Snd- 
»eslkorso  J...  Alfred  Itrauii  J!erliii-t  harlidtenlmr--.  Herliner  Str.ilie  IUI. 
^iilit    .VutDurainme. 

K  i  1  iij  <l  i  p  I  (>  m  a  t  :  Der  l'ritz  l.ani;-l'ilin  ..Die  Frau  im  .Mdiid-  wird 
hijclistwalirselieiulich  im  .iiini  in  Jterlin  zur  FraiiffuhrniiK  nelan.nen.  Der 
l'ilm,  in  ilem  Willy  l'ritseh  ileii  Ne;;crlii>\er  spicdti'.  w  iinle  \  or  zirk.i  \  ier 
.lahren  {j-edri'ht.  ('her  llnnu  Karnlewna  U(innen  «  ir  Ihnen  im  .\ii;;fnliliek 
leider    nichts    (ienaileres    mitteili-n. 

I.  i  1  i  a  n  II  .-i  r  v  e  y  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  .  D  .i  n  z  i  ;;■  :  I.iliaii  ll.irM-\s  l.ieli- 
liiifislilumcn  siinl  linsen.  ..Kine  Nacht  in  l.ouilim"  ist  im  lli'rhst  Mirinen 
.lahres.  ..Die  keusche-  Susanne'  \  or  et«ri  drei  .(.ihren  gedreht  wurden, 
(ieuil.!  hestidit  die  Miiy lichUeit.  clafi  die  Kiinstli-riu  auch  einmal  D.-inzi;; 
hcsiiclit.  Hett.x  Uird  ist  \  erheiratet.  \'era  KiikcIs  wuliut  Herlin  \\  .  l.iiit- 
pi.lds|,.iL!e  :'.K.  wurde  .im  Jl'.  .\lii  in  Kii'l  nchiuen  iinil  ist  mit  (h.r.ies 
Unciiln    verloht. 

K  t  I  y  1*..  Herlin:  ln«o  Hur;;-  ist  durch  die  Deutsche  FniMTsal. 
Herlin  \V  n,  .Manerstralie  n>.  I.iliaii  Kllis  durch  die  Hegewald.  Herlin 
SW  IM.  FriedriclistralJe  i.Mi.  zu  erreichen.  Die  miinnliche  Hauptrolle  in 
der  ..Itauherli.imle"  spielte  .M.irtiii  Herzhcr;;-.  .lawolil.  er  war  auch  eimr 
der  ll.iuptdarstcller  in  den  ..Siehzelini;ihri;;cn  ■.  Herzlier;;'  wohnt  Merlin 
SO  2ii.  W  aldeuiarslr.ilje  ii.').i.  Fragen  iihcr  das  .\lier  inaiitw  orten  wir 
nrnndsätzlicli    nicht. 

i.  11  r  e  St..  II  a  111  11  11  r  ;;■  :  Sie  irren,  .■iiich  ..einlache  l.ciiic'  KÜnncn 
heim    Film    K.irriere    machen.      Ks    entscheidet    nur    immer   das    'ralcul. 

s.  |{..  I.  i  t  .1  neu  :  (illy  Feindt  spielte  u.a.  iii  ..Die  Zirkusprinzessiu' 
(Mir  liiiiucrer  Zeit  sedrehti  und  ..Der  Feldm,irsch;ill'.  Schlcttows  I'art- 
iieriii  in  ..W  ol;;a-Wol;t«-  heifit  I.illiaii  Ilall-Da>is.  ist  Kiinländerin  und 
weilt    aui;enhlicklich    in    London.      F.ddie    Polo    erfreut    sich    liestiT    (iesiiml- 

heit     und    erschien    kürzlich    in    einem     Fili \uf    der    Keeperhahn    naclits 

um  h.'ilh  eins'  .  M.icistes  niuesier  l'ilm  lieillt  ..Der  l'iisiillou  \  un  .\Ioiit 
Cciiis  ■. 

I(  i  e  li  a  r  d  T  a  1  m  a  d  «  e  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  .\l  ii  u  c  li  e  n  :  l.'ichard 
r.ilmad^re  wiilint  in  HcM-rly-Hills.  Holl\\\ooil.  Kai.,  iiiid  ist  \  erlieiratel. 
i;r  Killt  Aiitoyr.imme.  Fiii;-eii  Sie  seine  Hildk.irte  und  einen  iuler- 
ii;itionalcn  l'ustscliein  hei.  Sein  nächster  Film  heiUt:  ...\;ichthesuch  am 
lielieimiresor ".  .lawolil.  NUrm.a  und  Const.iuce  'ralni.id;;e  sind  S(  h»  i'sleni. 
Die  I.iikrtzi.i  Mor^i.i  in  ..Don  .lii.in-  spielte  Dolores  Cosfello.  die  (J.illii; 
\  Oll  .lohn   Marr.v  mure. 

Maria  Z..  .\l  ii  n  c  h  e  ii  :  i-u  Svm  wohnt  Merlin  W.  Kurfursten- 
daiiim  10/41.  reiision  -\ledeiiw  ahlt.  \\  iirdi'  am  ;..  .Iiili  in  Innsliriick  ;;<•- 
hören.  DalJ  er  auch  einm.il  n.ich  .\Iiinelien  koiiimt.  ist  .inzunehmeii.  Kr 
spielte  II.  .a.  in  folgenden  Filmen:  ..Die  K;iiser.iäner".  ..Dorine  und  der 
Zufall'.  .Seine  neiiesteii  Filme  sind:  ..I'rinzessiii  .luf  l'rl.inh"  mit  Ussi 
(.iswalda    und     ..Das     Modell     mihi    Montparnasse'    mit     I.iliaii     llar\e.\. 

I  II  K  I'  h  o  r  ti  1'..  S  a  I  z  w  e  d  e  I  :  Die  hetreffeudeii  amerikanisclieii 
Kiinstleriiineii  sind  durch  die  Metro-(  iold  w  ,\  ii-Siudios.  ('ul\  er-('it.\ .  Khl.. 
zu  erreichen,  ('.•imilla  Min  Ilolla.\  wohnt  Merliu-('li:irliilteiilinrf;,  (üese- 
lirechlsii.ille    II.    I.'in.i    di'    l.iKUiru    K'om.    \i.i    Ciescentzio    1!). 

Hilde  F..  Hof;  Wilhelm  lüelerle  t;i''t  .\uto;;r:imme.  Ihre  (iriiUe 
sind  aus;;criclilet  worden.  Mildkarten  erhalten  .sie  auch  durch  den  \erl;it; 
Illustrierte  Filmwoche.  Merlin  SW  r,,s.  Kochstral.'.e  i.-s.  ..Die  lli'ili>;c  und 
ihr  N'.-irr'  ist  im  Mirisen  .lalirc  ;;edrelit  wcinlen.  Mildwiinsch  ist  Mir- 
Kcmerkt. 

.\  11  1  o  n  lt..  Essen:  Der  letzte  \  iertelj.ihrs-Kinli.iiul  ist  leider  ver- 
(iriffeu.  Sie  können  .iher  eine  Hioscliiiie  zum  \orzu;;spi-eis  Min  i  \\. 
durch  unseren  Verl.!«.  Merlin  SW  (;s.  Kochsir.iüe  (i — s.  Illustrierte  Filiii- 
w  liehe,  erhalten.  (liisiav  Fröhlich  wohnt  Iterlin-Wesieml.  Kurlander 
.\llee  1.  wurde  ;iiii  Jl.  .März  in  ll.'iiino\er  gehören,  ist  lilond  und  lil.iii- 
äufi'i;;.  tränt  seinen  riclitiiicn  N.iuieii.  is|  utix  eiheir.ilet.  ^iht  .\  iiliinr.-i  mme 
und    ist   ungefähr    I   .lalire    heim   Film. 

It  o  1)  e  r  t  II..  München:  Wenn  Sie  d.is  ..l'Unimayaziir'  unrei;el- 
inälli;;  zugestellt   h(d<onimen.    so    wollen    .sie.    hitte.    hei   der   l'ost   rekl.imiercii. 

K  1  i  s  a  h  e  t  h  M  e  r  n n  '•  r  -  \\  i  1  h  e  1  in  D  i  e  t  e  r  I  e  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  ii 
Z.:  IClisalielli  Meruni'r  ist  nicht  mit  MriKitte  Helm  verwandt.  Heide  );elien 
Auto«r:inime.      Wilhelm     Dieterle    liest    alle    seine     Mriefe    seihst. 

1..  .\I..  F  re  i  e  n  w  a  I  d  e  :  (lunn.ir  Tolnaes  lidindet  sich  aiiüen- 
hlicklieh  in  Herren  1  Norw  eficiit.  wo  er  im  .National- The.iler  ■lastierl. 
'I'oln.aes  wurde  in  (»slo  gehören  und  f-ilit  .\  iito^ramme.  .Sein  neuester 
Film  ist  ..(Jesehlecht  in  Fesseln".  Die  Adresse  der  St.ir-Filni  ist  Merlin 
SW  IK.  FricdrichstraLle  iM.-».  (Jiiniiar  Tolnaes  kommt  im  .luni  wieder 
ii;ich    Herlin.      .M.iry    .lohiison    ist    Schwedin. 

!•■  r  i  t  z    M..    Herlin:     Mesteii    D;ink    für    Ihre    lieheiisw  iirrli;;en    Zeilen. 

F  r  a  11  \\'  i  1  1  >  I...  \l  a  n  n  li  e  i  m  -  s  a  n  d  h  o  f  e  ii  :  Si,-  h.ahen  rcclii. 
Fred  i.iMiis  l.erch  s|,ieltc  eine  llaiiplrulle  in  dem  Kicliherü  -  Film 
..Itiitschhahn  '. 


.\.  H..  Hern  :  Die  Holle  de«  (ll'fiziers  der  Kcvohitionsiiartci  in  der 
..Hevoliitiorishochzeif  spielte  (iiisi.i  JCkman.  Er  ist  .^eliw  ede.  wohnt  in 
Sickholm.  II  jortlions\äf>eii.  ist  verheiratet  und  .spielte  kürzlich  eine 
Doppelrolle  in  dem  l'ilm  ..l'm  seine  Klire".  Hekannt  wurde  er  durch 
seineil  Fällst  in  dein  ;;leicliiiaiiiineii  .Miiriiaii-Film  mit  Kiiiil  .laniiiiiss 
al.s   .Meiihisto. 

l;  a  m  o  n  Xo  v  a  r  r  o  -  \'  e  r  e  h  r  c  r  i  n  :  Xein,  (lret;i  tiarho  ist  nicht 
mit  .lohn  (Jillieri  M-rlieiratet.  tili  Kamon  \o\arrii  :iucli  mich  Kiiln  kommt, 
wissen  wir  leider  nicht.  .Viisfiesclilosseu  ist  es  nicht.  Jawohl.  Harrv 
l.iedike  w.ir  früher  mit  Käthe  Doisch  verheir.itel.  Hetty  .\ni;iiin  ist  Anieri- 
k.inerin.      i;iisia\     Fröhlich    erhlickte    in    Ilaniuner   d.is    I.iclit    der    Welt. 

.\.  .M..  Ilamhur«:  (iuniiar  Tolnaes  ist  jetzt  durch  d.is  X.ition.il- 
rhe.iler.  Meri;eu  i  Ncirw ef;('ii I.  zu  erreichen.  Kr  hat  am  T.  Dezeinher  (Ic- 
liiirlsia';  lind  -iiit  .\u|o;;rainme.  Der  hetreffeiide  Film  hieU  ..Wenn 
-Mädilien  ir:iiiioin  '.  .Martin  Herzhcr;;  wohnt  Herliil  SO  2li.  Walileinar- 
str:iiie    il.-i.i. 

F  Hell  e  r  e  i  -  n  n  d  C  ;i  i  d  .i  r  o  w  -  V  e  r  e  h  r  <•  r  i  11  n  e  ii  'M  .-i  r  ;;  o  t 
u.  (  h  .1  I  I  .1  I  I  e  K..  s  I  e  1  1  i  u  :  Fr.iyeii  üher  die  Konfession  unseror 
s-l;.rs  lie.inlw  orten  wir  Krnndsätzlieh  nicht.  \VI;idiinir  (Jaid.irow  träj;t 
seinen  riehtiseii  Namen.  Ein  neuer  Film  mit  .M;iri;iiiiie  ^Villkelsterll  ist 
lis  jetzt  noch  nicht  .iiiHrekündiKt.  Werner  Knellcrer  ist  ^loli.  sj-iht  .\iito- 
ür.imnie.  Ireiht  jeden  Spoii  und  ist  .seit  :i — 1  .l.ihreii  heim  Film.  Seine 
F.ltern  sind  nicht  Scli.i  iispieler.  I^o  S\  ni  hat  dunkles  Tl.i.ir.  Victor  V:ir- 
koni    und   (diiniie  (Jriffilli   sind    noch    nicht    in  Herlin.   .-iher   schon   in  Kimoim. 

Olli.  \  n  11  .1  .\I  .1  y  W  o  n  «■  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Von  .\nna  -M.iy 
W  oiiK  erschien  in  M'-rlin  kiirzlieli  ..OroMst.idlsehiuetterliiifi".  Die  Künstle- 
rin   nihi    .\iiiii:;r.iiiinn'    iiml    ist   .iiiKenhlicklich    nicht    in    Heriiii.     Ihre   jetziee 

Adresse:     1 Ion.     Si.    .M.iitins    T.aiie.     New -The.iire.      Ihre    näclisieii    l'ilm.' 

Iii'il.!en:    ..S,MMplioiiie    der    l.iidie"    und    ..Der    W'eji-    der    Seli.indc'.      (dnr.id 
X'cidl    ^ilil    .\utonr;iniiiie. 

K  o  s  r  m  .1  r  i  e  W  ..  M  e  r  I  i  n  -  1.  i  c  h  t  e  r  f  e  1  d  c  :  Dolores  del  Iv'io 
ist  nicht  M-rliciratet.  trä^I  ihren  richtigen  Namen  und  ^iht  .\iito>;ramnie. 
Die    \  on     Ihnen    .in^e^iehi .\dresM.     stimmt. 

D  i  e  I  e  r  I  e  -  s  e  h  w  .-1  r  111  Kiini  St.;  Den  Filiin.ilcr  von  ('.imilla 
Honi     in     ..Der     friililieli<-     Weinheri;"     spielte     Itndidf     Kittner.       ^\  ilhelni 

Dieterle   ^ihi  .ViiloKr.imme.   Sie    kö n   ,iii    ihn   sehreihen.    Die  heideii    Kilm- 

liesclireiliiin;;eii    erhalten    Sie    hestiniml    noch    durch    di'ii    Illustrierten    Kilm- 
kiirier.    Merlin    W     "i.    Koihenev    S||-;il.le    :1T. 

M  a  r  i  '■    I-  •    !•'  h  e  i  n  li  .i  c  h    h  e  i    M  i :     llenny    Horten,    mit    1  »r.    von 

K.iiillui.iiin    \  i'i  lieir.itel.     wohin     lii'ili  ii- 1  i.ihlem.    I'.irkstr.c  Me    71. 

M  .1  r  i  .1  n  II  e  W  i  11  k  e  I  s  I  e  r  n  -  \  e  r  e  h  r  e  r  C.  K.:  Die  ;re- 
uünschieu  IMioios  kiinneii  Sie  .luch  durch  den  Verl.m'  iler  ..Hliistrierlen 
l'ilinwoche  ".     Merlin     SW    ük.     Koclisir.iUe     H-S.     hezielien.        Hildwuiiscli     ist 

loryemerkt.       Ein    Aiito^rai [:r^    mit    der    Keuaniiten    Kiiiisth-riii    ist    einst 

»eilen    nicht    Mii  «('sehen.      .\I;iri.'i    l':iiidler    denkt    nicht   il.'ii'.in.   jeden    Suiin 
l:ii;    \  ormiil.'i;;s    Anio^i.imme    zu    jiehen.       Sie    tut    ,|.is    immer,     vv.inii    und 
»o    sie    K'er.ide    Zeit    li.il.    -eii.iii     wie    .-ille    .inderen     Filmstars    auch.       Die 
niännliehe      llaiiplrulle     in     ..(>     .Mädchen  —  mein     Mädelien"      wild     Harry 
I.iedtke   spielen.       Die    Heseiziin«'   des   .■inderen    Films    steht    noch   uichi    fest 

Heinz  H..  W  e  r  il  e  n  -  |{  11  h  r  :  Tom  Mi\  trä;^!  unseres  W  isseiii 
einen  Kiinstlern.imen.  Er  v\.'ir  friiher  Cowliov.  ist  schon  viele  .l.iliie 
heim  Film,  ist  Fox-Si.n'  und  wird  hald  wieder  in  einem  neuen  Film  zu 
sehiMi  sein.  Er  ist  \  eiheir.itel.  li.ii  ein  Kind,  «ilii  .Xiitiijii'.imme.  .sin 
kiinnen  ileiitscli  .'in  den  Kiinsiler  schieihen.  Vorlänfi«-  kommt  er  niehl 
n.ich  Deiitschl.iml.  I'hotos  M,n  dem  Kiiiisilei-  können  Sii-  durch  den 
\eil.c-  d.T  ..llhisiiierti'ii  l'ilm  w  oclic".  Merlin  SW  lis.  Kocl|s|r.il.!i'  fi-s. 
Iieziehen. 

l'-  1"  i  1^  'i  '*■  II-  Hilde  M..  Leipzig:  Der  I'.irtiier  mui  I.ili.iu 
H.'irvev  111  ..Kine  N.icht  in  London"  lieilh  Uoliiii  In  in.  Er  ist  .in...,.,,, 
hlicklich     in     Kii;;  l.i  ml. 

■■'  i  I  ni  f  r  e  11  n  d  i  n  !'.  ,i  n  s  F  i  .i  n  k  I  u  r  l  -  O  d  e  r  :  Otto  (;eliiilirs 
neuester  Film  lieilJt  ..Die  keusche  Kokotte".  |';iis  richliscr  N.ime  isi 
Cirl  Sehenström.  I'.ii.ichoii  h.'ilJi  Il.irald  .M.'ulsen.  ..Die  I'r.iii  im  .Mond" 
wird  n;ich  der  Merliner  l'r.'inf  fiihriiiifi'  sicher  .incli  li.ild  in  Fi:iiikfiiit 
.»Il     sehen     srin. 

Wilhelm  T  h..  Hameln:  H.irry  Lipdtkp  hat  .nm  12.  Oktohor, 
Ifarry  l'icl  am  12.  .Iiili  (iphiirtstas.  Die  .Tahresziffern  vverdcn  srnmls.'i'z- 
lieli  nicht  angeiieben.  Harry  Fiel  tr.äfrt  einen  Kiinstlernanien.  .Maria 
l'.iiidler  spielte  in  der  .,\Veil.ien  Spinne"  eine  Doppelrolle,  sie  war  .also 
mich  die  Zofe.  Wily  Eritsch  lijit  aiu  27.  Januar  Geburtst.iü .  Der 
Flie;;erfilm    ..W  iiins-    wurde    in    .\iiierika    Ki^'lri  ht. 

11.  v.  \V..  H  e  r  1  i  11  :  VidKo  Larsen  ist  nicht  mit  Wanda  Troiim.inn 
verheir.'itet.  (iin.i  M.iiies  filmt  zur  Zeit  in  P.iris.  T'nsores  Wissens  ist  sie 
\ crhcir.'itet.  Kamon  Xovarro  weilte  in  Berlin,  er  ist  jetzt  niehl  erreichh.ir. 
Hetty  .\niaiin  ist  .Amerikanerin.  Henry  Stuart  wurde  in  K.iiro  i^elMireii. 
träKt  einen  Kiinsllern.imen  und  lieilJt  in  Wirkliclikeit  Jimmy  Heß.  D.iry 
Holm  v\  iirile  in  H.iiiilnirK  uehoicn.  Hernli.ird  (Joetzke  ist  verlK'ir.itet. 
Carl  de  Vogt  wohnt  Herliii-Neiiiempelhof.  Hohenzollernkorso  bl>a.  Elizz.'i 
la  l'orta  ist  in  Krajova  iKiimänieii)  Keboren.  Dene  Morel  war  verheiratet. 
Seine   Witwe   wohnt   Herlin   W,  Taiieutzienstraße   20. 


Wollen  Sie  zum    A     ML  Mi^  L      A   *      Schreiben  Sie  sofort  an 

F.R.A.  HENNIG,  BERLIN-GRUNEWALD.  Em  1 


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Berlin  W  50,   Kurfiirslendamm  236.  Berlin   S  42,   Oranicnstr,  39  Braunschweig^,   Münzstr.   1  a  Bremen,    Hcrdentorst^inwciJ  5  Breslau  I,  Junkernstr.  38  40 

Chemnitz  Sa.,    Falkcplatz  2  Coblenz,    Schloßstr.  35  Danzig,  TnpfcrRasse  23  24  Dresden -A.,  Praijcr  Str.  35  Düsseldor!,    Sleinslr.  2  I  Essen, 

Hauptstr.  27  Frankturt  M.,   Mainzer  Landstraße  59  63  Freibarg,   Kaiscrstr.    132  Görlitz,    Jakob'itr.   16  Halle  S.,    Mai;d«.biir:;er   Sir.  56  Hamburg  36, 

Gr    Bleichen   31  Hannover,    BahnhofsIr,    13  Kassel,   Obere   Kcimtistr.   13  Kiel,   Holstenstr.  61  Köln  Rh.,    Hohe    Str.  64  Königsberg,   .Münzstr    17 

Leipzig   C   1      Rudolph-.tr    4  Magdeburg,     Bnitcr    U  eii     3  h  Mannheim,    D    4    6  München,     Salvator'-tr.    18  Münster,    Roscnstr.    9  Rostock, 

Steinstr,    15  Stettin,   Schillerstr.   13  Stuttgart,     Rotebuhlstr     41  Wiesbaden,    Wilhelm-tr.    18 

Außerdem  Verkaufsstellen  in  Mfeiteren  Groß-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Wenn  Sie  sich 
nicht  fürchten,  die 
Wahrheit  zu  hören, 

dann   lassen  Sic  midi 
sie  Ihnen  sajren. 


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kunft, finanzielle  Mösllichkeiten  und  andere  vertrauliche 
Angelegenheiten  werden  Ihnen  durch  die  Astrologie,  die 
älteste  Wissenschaft  der  Geschichte,  enthüllt.  Ihre 
Aussichten  im  Leben  über  Glück  in  der  Ehe,  Ihre 
Freunde  und  Feinde,  Erfolg  in  Ihren  Unternehmungen 
und  Spekulationen,  Erbschaften  und  viel  andere  wichtige 
Fragen  können  durch  die  große  Wissenschaft  der  Astro- 
logie  aufgeklärt   werden. 

Lassen  Sie  mich  Ihnen  frei  aufsehenerregende  Tat- 
sachen voraussagen,  welche  Ihren  ganzen  Lebenslauf 
ändern  und  Erfolg.  Glück  und  Vorwärtskommen  bringen 
statt  Verzweiflung  und  Mißgeschick,  welche  Ihnen  jetzt 
entgegenstarren.  Ihre  astrologische  Deutung  v\ird  aus- 
führlich in  einfacher  Sprache  geschrieben  sein  und  aus 
nicht  weniger  als  zwei  ganzen  Seiten  bestehen.  Geben 
Sie  unbedingt  Ihr  Geburtsdatum  an  mit  Namen  und 
Adresse  in  deutlicher  Schrift.  Sie  können,  wenn  Sie 
wollen,  50  Pf.  in  Briefmarken  (keine  Geldmünzen  ein- 
schließen) mitsenden  zur  Bestreitung  des  Portos  und  der 
Schreibgebühren.  Adressieren  Sie  Ihren  Brief  an  Pro- 
fessor Roxroy,  Dept.  8298  D.  Emmastraat  42.  Den  Haag 
(Holland).  Briefporto   25   Pfg. 


DER  FILM 

IN  DER  KARIKATUR 

VON    ROBERT    HEyMANN 

Mehr  als  160  Seiten  stark.     Auf  bestem 
Kunstdrud\papier  mit  vielen  .Xbbildunifen 

Preis  gebunden   12.-  RM. 

OcjjCM  Voreinsendung  oder  X.iftinahnie  des  Betrages 


Das  Werk  s;ibt  zum  ersten  Male  eine  Zusammen- 
stellung der  zahllosen  Bilddokiimente,  in  denen 
der  Stift  des  satirisdien  Zeidiners  der  Welt  des 
Films    die    komischen    Seiten    abgelauscht    hat. 

Aus  dem  Inhalt: 
Weltgesdiidite  im  F'^ilm  —  Aus  den  Kindertagen 
des  Films  —  Naturs;eschid>te  eines  Films  —  Film^ 
Könige  und  »Adjutanten  —  Der  Regisseur  —  Der 
Diditer  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Niejjenannten  —  Im  Glashaus 
Zxxischen  den  Kulissen  -  Im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Achtung'  Aufnahme!  —  Die  Diva 
Der  sdiöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Romantil<  —  Holl>\>;ood  IZrotik 
Film  und  Familie  —Die  Größten  ihrer  Zeit  —  Kino 

B  e  s  t  e  I  I  u  n  <;    erbittet 

ILLLISTR.  FILMWOCHE   G.  VI.  B.  H. 
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Ititung  A.  Rosenthal — .Aros,  Berlin.  Kür  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Üesterreich  verantwortlich  Robert  .Mohr.  Wien  1,  DomsSasse  4.  Verantwortlich  für  Anzciijen 
Wilhelm     Schaefer.     Charlottenbur^.       Anzeige  nverwaltuii);    Bepa-\  crlaij.     Berlin   W  35,  Blumes  Hof    5.      Kupfertiefdruck;    Auijust    Sclierl    G    m.  h.  H.,  Berlin   SW  08 


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NIMMT.  K    20       /        RF.  RT.  IN.    lO.    M\I      I020       /        PHI.  I  S       o    IM  1.  N  N  I  (^ 


efiy 


Papa  hat  niir's  f*c/-ci<»(:  's  ist  kindiMltMchl!  Was  nieinsl  Du  wohl,  was  das  l'ür'n 
Hallo  f;il)l,  wenn  ich  I^uch  alle  i)c'ini  Haden  oder  heim  „l\il.)l)allc'in"  lilme,  Knoikr, 
sa}»i>  ich  Dir!  Ich  mache  den  Ixc^isseur,  und  Ihr  seid  die  Stars.  L'iid  wenn  der 
Film  entwickelt  isl,  k()nnl  Ihr  zu  mir  kommen,  da  liihre  ich  ihn  lüich  vor.  Aher 
"n  Ciioschen   iMntrilt  müßt  Ihr  Ijcraiipen.   —  —  (Icmacht! 

Wir     iiirorniit-rcMi     Sic     K'''"     "Ixt    die    cinnu'lu'    ll:iiiilli.-il>iiii^'    iiiul    dio    iiir<lii^'<-ii     Aiisi-lialViiiitiskosIcn     der    Aufniilimc- 
llild    Wir-drr«al)<'-  \|(|)ar;dc    uiivcrliiiidli.-ti.        Hille    Nohrcihi-ii     Sic    uns    odrr    lifsiiolii-ii    Sic    <li<'    Au.sNl<'lluii(;Nrruiiil<-    der 

l  ra-llaiidilsnoscllsoliaft,    H.iliii  SW  ll«.    KocIistraUc  fi— « 


a^uih 


n  I  i:    M  o  c  II  1  \  s  c  II  K  1  r  i  \i)  \.  w    i  i  i.  m  r  w  \  i  \  d  i; 


^M, 


WENE  QICH 


Plut.  Warner 


Für  die  Nachkricgsuclt  ist  die  Südsee  das 
Paradies  geworden.  Suchte  man  dieses 
einslniais  an  den  Gestaden  des  Mittelmecrs, 
später  auf  Madeira  und  den  Kanarischen  Inseln, 
so  sind  diese  im  Laufe  der  letzten  Jahrzehale 
zu  europäisiert  worden,  um  noch  Träume 
wunschlosen  Vergessens  und  dämmernder  Glück- 
seligkeit darzustellen.  Aber  die  Kilande  der 
Südsee,  die  von  Palmen  umrauschten  Korallen- 
Inseln  dieses  tropischen  Meeres  werden  von  der 
Sehnsucht  nordischer  Menschen  umschwärmt,  die 
(Jcwohnt  sind,  unter  einem  anderen  Himmel  zu 
leben.  Für  die  Maler  hat  Gauguin  die  Südscc- 
ir.seln  mit  ihrer  nur  in  die  braune,  sanilige  Maul 
i^i-hülllen  Kingeborcnen  entdeckt,  die  auf  den 
nicht  schönen  Namen  Kanaken  hören.  Die  Dich- 
tung sandte  Steven- 
son, Jack  London, 
Lanrids  Brunn, 

Willy      Seydcl      in 
.j^  ^^^^BJE^^       ^       i'^'^*^'  Gegend  —  die 


ilire    .Träume    als    farbige    Räusclic    aufzcichnclen. 
Der  ,Film    kam    zuletzt,    aber    jjerade    er    ist    im- 
stande,  mit   seiner  Kamera   viel   mehr   Bilder  cin- 
zufaigen,     als     dies     anderen     Künsten     glücken 
kojnie.     Die  Metro  rüstete  im   vorigen  Jahr  eine 
Fj^dition    aus,    die    auf    den    glücklichen    Inseln 
dm  Spielfilm   ,, Weiße   Schalten"   drehte.    Der  Re- 
gisseur  van   Dyke,   ein   Schüler   des  großen   David 
Wark   Griffith,   leitete  die  Aufnahmen,   die  Monte 
fhie    in    den    Mittelpunkt    stellten.      Monte    Bhie, 
ein    hundertprozentiger   Amerikaner,    denn   er    hat 
Indianerblul    in    den    Adern,<  Spielt    darin    einen 
^Seemann,    der    auf    eines    der   Atolle    verschlagen 
^wird    und    unter    den    Eingeborenen    lebt.      Seine 
ffartnerin  ist  Racquel  Torres,  ein  neuer  Star,  der 
I  anläßlich    der    Aufnahmen    entdeckt    woirde.     Für 
uns    erhält    der    Film    seine   besondere    Bedeutung 
dadurch,    daß   er   der   erste   auslän- 
j;dische  Tonfilm  sein  wird,   der  seine         *  ^*« 
J  dculsciie    Premiere    erleb!.  ^Wt-  ♦ 


Monte  Blue  und 
Raqiiel    Torres 


Seitdem  es  technisch  keine  Utopie  mehr  bedeutet,  i'iher 
dic  Atmosphäre  des  Erdballs  hinaus  in  den  Weltraum 
vorzustoßen,  liegt  die  Verwirklichun«!  des  Traumes 
nahe,  den  der  Krdo  am  nächsten  liegenden  Welt- 
körper', den  Mond,  mit  Hilfe  eines  Raumschiffes  erreichen 
und  vielleicht  sogar  untersuchen  zu  können.  Mondreisen 
sind  in  der  Literatur  nicht  seilen.  Jules  Verne,  der  die 
Popularisierung  technischer  Utopien  in  Form  von  Zukunfts- 
romanen begründete,  hat  auch  zwei  Romane  geschrieben, 
die  sich  mit  einer  Reise  zum  Monde  befaßten.  Aber  Jules 
Verne  versagte  als  Schriftsteller  sofort,  wenn  er  Menschen 
darstellen  und  eine  Handlung  erfinden  sollte.  Er  war  nur, 
sobald  die  technische  Seite  seiner  Schilderungen  in  Frage 
kam,  außerordentlich  vorsichtig.  Da  \ or  fünfzig  Jahren  die 
Technik  noch  recht  in  den  Kinderschuhen  steckte,  wußte 
Jules   Verne    nicht   recht,    wie    er    eine     Landung     auf     dem 


II 


Monde  vollziehen  sollte.  Zwar  war  er  schon  von  der  Idee  des  Ra- 
ketenantriebes besessen  —  und  er  wird  gewiß  seinen  Vorgänger,  den 
Dichter  E.  A.  Poe,  belächelt  haben,  hei  dem  „Hans  Pfalls  Mond- 
fahrt" noch  im  Luftballon  vor  sich  geht  —  aber  er  wußte  nicht 
recht,  wie  er  seine  Reisenden  wieder  vom  Monde  hcrimlerbekommen 
sollte.  Deshalb  reist  denn  auch  sein  Raiuiischiff  nur  um  den  Mond 
und  kehrt  wieder  zur  Erde  zurück. 

Thea  von  Harbou,  die  zwei  Menschenalter  nach  Jules  Verne  einer 
Mondreise  die  Form  des  Romanes  gibt,  kann  sich  auf  ganz  andere 
technische  Möglichkeiten  stützen,  von  denen  sie  nicht  eine  unge- 
nutzt läßt.  Seitdem  das  Raketenauto  erfunden  und  Einsteins  beld- 
theoric  ins  Leben  getreten  ist,  läßt  sich  das  Problem  anders  fassen. 
Zwar  der  Dichter  braucht  sich  nicht  an  die  Realitäten  zu  halten, 
wenn  er  seiner  Phantasie  die  plastische  Form  des  Wortes  gibt;  aber 
in  einem  technischen  Zeitalter,  wie  dem  unseren,  sind  die  Leser 
rasch  bei  der  Hand,  den  Dichter  zu  kontrollieren,  sobald  er  sich  auf 
das  Gebiet  der  Technik  begibt,  und  ihm  scheinbare  Fehler  mit  einer 
gewissen  Freude  anzukreiden.  Um  dieser  Beckmesserei  zu  ent- 
gehen, hat  Thea  von  Harbou  sich  technisch  völlig  an  die  Möglich- 
keiten gehalten,   über  die   wir   im   Augenblick   verfügen,   und    ihr  Dich- 

Obcn:  Gerda  Maitnix.     Mille:  Regisseur  Frilz  Lang  und  der  Kameramann 

Ollo   Kanhirek    bei    einer   Aufnahme    mil   Willy    Frilscli    und   Frilz    Rasp. 

Unten :     Gerda  Maurus  und  Gusll    Slarh  -  Gstettenbaur 

l'luil.  Infi  I iiiij:lilm  liir  I  l<i 


tertuni  allein  in  die  HandlunsJ  oclcijt.  Die  Dichterin  liebt 
CS,  ihre  Leser  mit  einer  spannenden  Handhin«;  zu  über- 
raschen und  sie  im  jagenden  Rhythmus  der  modernen  Zeit 
urch  ihre  Romane  zu  führen.  Sie  benutzt  auch  diesmal 
wieder  ein  kriminelles  Problem,  die  Geschichte  eines  Dieb- 
stahls, der  von  ihr  in  cigenarlioer  und  ^anz  persönlicher 
Art  dargestellt  wird.  Wieder  sind  Dokumente  verschwun- 
den, und  zwar  Zeichnungen  imd  Pläne,  die  sich  auf  eine 
Mondfahrt  beziehen,  und  wieder  ist  dieses  Verbrechen  auf 
eine  höchst  geheimnisvolle  Art  bewerkstelligt  worden. 
Thca  von  Harbou  stellt  wieder  scharf  umrissene  Charak- 
tere gegeneinander,  Herrenmenschen,  die  das  Leben  auf 
ihre  Art  zu  zwingen  wissen.  Aber  das  Bemerkenswerteste 
an  dem  Roman  und  an  dem  gleichnamigen  von  Fritz  Lang 
gedrehten  Film  ist  doch  die  Tatsache,  daß  eine  Frau  mit 
auf  die  Reise  genommen  wird  imd  recht  eigentlich  den 
ittelpunkt    der    Handlung    bildet.      In    keinem     der     Mond- 


'\^Vk<^ 


romanc.  die  sich  bisher  bemühten,  den  Leser  durch  ein  Gemisch  von  Tech- 
nik und  Romantik  zu  unterhalten,  wurde  bisher  der  Versuch  gemacht,  eine 
Iran  mit  über  die  Grenzen  der  Erdatmosphäre  zu  nehmen.  Aber  seitdem 
n.  G.  Wells'  ,,Dic  ersten  Menschen  im  Monde"  erschienen,  sind  dreißig 
.Jahre  in  das  Land  gezogen  und  haben  die  Stellung  der  Frau  vollkommen 
\erändcrl.  Sie  hat  sich  ihren  Platz  in  der  Wissenschaft  und  Technik  er- 
i'bcrt,  ist  als  Forscherin  in  unenldeckte  Länder  gezogen  und  steht  dem 
.^\anne  in  nichts  mehr  nach.  Diese  Entwicklung  hat  aber  auf  der  anderen 
I^eitc  keine  überflüssige  Emanzipation  mit  sich  gebracht,  wie  man  das 
einmal  nannte,  sondern  die  Frau  hat  sich  ihre  weiblichen  Reize  zu  be- 
wahren gewußt.  —  Einen  sehr  netten  Wesenszug  flicht  Thea  von  Harbou 
in  ihre  Handlung  ein.  indem  sie  einen  halbwüchsigen  .Jungen  mit  auf  die 
.^\ondreise  schickt,  der  sich  als  blinder  Passagier  in  das  Raumschiff 
schmuggelte.  Fritz  Lang,  der  die  Hauptrollen  wieder  jenen  Darstellern 
anvertraute,  die  sich  in  seinen  letzten  Filmen  bewährten,  hat  den  sehr  be- 
gabten Gustl  Slark-Gstettenbaur  für  die  Verkörperung  dieser  Rolle  heran- 
gezogen. Sein  Kameramann  ist  Otto  Kanturek,  der  die  schwierigen  Auf- 
nahmen mit  gewohnter  Sorgfalt  und  Feinfühligkeit  drehte.  Fritz 
Lang,  ein  Meister  der  Trick-Regie,  hat  für  die  Mondfahrt 
eine  Reihe  ganz  neuer  Aufnahmemöglichkeilen    ersonnen. 

Oben    und  unten:    Klaus  Pohl,  der  Mondforscher.     Mitte:    die  Ex- 
pedition  inmitten  der   Mondberge     i'iu>i.  l'ritz  I ani;-! itm  der  l'ja 


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Aus  dem  Erich  P  om  m  e  r- Fil  m  der  Ufa  /fT^^T^ 
,,Oie  wunderbare  Lüge  der  Nina  Petrowna"  >]S2^l5^ 
Text  von  Fritz  Rotter  —  Musik  von  W.  Schmidt-Genfner 


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al  sagt    man  sicli  „  A- diru'.'         wenn  tii^'n  sidiaiu-h  noch 


wenn  tii^'n  sidi auch  noch        -n       lii;ht; 


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sagt     man  sich  „A  -  dieu,  weil      os^kei-ne  Treu-  e      gibt. 


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nicht,    du  bist  für    im   -  mei' mein,  kei    -     ne    Lie  -   bt- kann  für    im-  mer  sein. 


Ein      -      mal 


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1.  ad  lib.ah  Tanz 


sagt     man  sich  ..  A  -  dicu,"  w«nn  man  .»^ich  auch  noch      so  licht. 


liebt. 


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Lifian  Harvey 


im  Ufafihn  „  Das  Mode  ff  vom  Montparnasse"  Phot.  Ufa 


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Dolores  del  Rio,  die  bisher  immer  dann  am  stärksten 
wirkte,  wenn  sie  Mädchen  aus  dem  Volke  darstellte, 
erscheint  nun  wieder  in  einer  Salonrolle.  Dieser  Film 
ist  schon  deshalb  interessant,  weil  für  seine  Regie  Lou  lellciJen 
vcrantworllicii  zeichnet,  der  mit  Gcraldinc  Farrar  ver- 
heiratet war.  Wir  haben  von  seinen  Arbeiten  noch  nichts  zu 
sehen  bekommen;  er  genießt  aber  in  Amerika  den  Ruf,  ein 
vcrtrcfflichcr  Regisseur  zu  sein,  wie  er  ehedem  ein  guter 
Schauspieler  war.  Der  Film  ,, Dolores  — ■  die  Sklavin  einer 
Ehe"  zeigt  den  beliebten  Star  als  Gattin  eines  Mannes,  den 
sie  nicht  lieben  kann,  weil  er  ein  Abenteurer  ist,  der  es  nur 
auf  die  Mitgift  seiner  Frau  abgesehen  hatte,  der  aber,  ein- 
mal verheiratet,  den  kalten,  korrekten  Ehemann  spielt,  der 
seine  Seitensprünge  geschickt  zu  verbergen  weiß.  In  Wirk- 
lichkeit liebte  Dolores  einen  jungen  Diplomaten  und  ahnte 
nicht,  daß  es  ihr  späterer  Gatte  verstanden  hatte,  die  beiden 


Unten  rechts:  Dolores  del  Rio  mit  Ben  Bard.    Auf  den  anderen 
Bildern:  Dolores  del  Rio  und  Don  Aharado  Plwt.  Fox 


ii 


durch  einen  Schurkenstreich  auseinanderzubringen.  Dal5 
sich  die  AnfJeleiJenheit  schließlich  doch  noch  erfreulich 
regelt  und  die  beiden  Liebenden,  die  das  Schicksal  fürcin- 
onder  beslimmt  halte,  sich  zuletzt  zusammenfinden,  soll  noch 
verraten  werden,  weil  jeder  Zuschauer  der  seelisch  miß- 
handelten kleinen  Frau  das  Glück  der  wahren  Liebe  jStinnt. 
Dolores  del  Rio  zeigt  sich  als  Schauspielerin  ihren  Ver- 
clircrn  von  einer  neuen  Seite.  Sie  beweist,  daß  ihr  auch 
Rollen  in  großer  Toilette  liegen,  daß  sie  ihr  mitreißendes 
Temperament  zügeln  kann  und  die  Gebärde  beherrscht,  mit 
welcher  die  elegante  Welt  durch  das  Leben  geht.  Natürlich 
verläßt  ihr  natürlicher  Humor  sie  nicht,  und  sie  hat  wieder 
Augenblicke,  in  denen  sie  mit  entfesselter  Heiterkeit  durch 
das  Bild  geht.  Es  ist  erfreulich,  daß  dieser  meist  auf  einen 
elegischen  Ton  gestimmte  Film  auch  den  Humor  zu  seinem 
Recht  kommen  läßt. 


Ober,  und  Mitte:    Dolores  del  Rio   und  Ben   Bard.     Unten: 
Dolores  del  Rio,  Ben  Bard,  Don  Alvarado  Phot.  Fox 


eine  Atclicrlradition  im  heutigen  Sinne  noch  nicht 
bestand.  Auf  ihn  wurde  die  Allgemeinheit  erst 
aufmerksam,  als  sich  der  Metro-P'ilm  entschloß,  die 
in  Korn  von  Kaoul  Walsh  und  June  Malhis  jjc- 
drehten  Teile  von  ,,Ben  Hur"  zu  vernichten  und 
den  Film  noch  einmal  von  Fred  Niblo  drehen  zu 
lassen.  Dabei  halte  er  damals  schon  ßroüc  Er- 
folge hinler  sich.  Rudolf  Valcntino  war  von  ihm 
in  ,,Blul  und  Sand"  groß  herausgebracht  worden; 
er  halte  mit  Douglas  Fairbanks,  diesem  gewiß 
großen,  aber  eigenwilligen  Star,  die  Erfolge  von 
den  ,,Drei  Musketieren"  (einem  Film,  der  ja  erst 
sechs  Jahre  nach  seiner  Entstehung  in  Deutsch- 
land gezeigt  worden   ist),  „Das  Zeichen  des  Zorro" 


Oben   rechts   und  unten:    Fred  Niblo   inmitten  seiner 

ethnographischen  Sammlung.    Oben  links:  Fred  Niblo 

Darunter  Ramon  Novarro  und  Mae  McAvoy 

l'hot.  M.-ü.-M. 


'M-^{    . 


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hinter  sich  und  war  auch  sonst  künstlerisch  her- 
vorgetreten. Es  mögen  wohl  vier  Jahre  her  sein, 
daß  man  in  Deutschland  seinen  Film  „Die  rote 
Lilie"  sah,  einen  der  entzückendsten  und  ein- 
fallsreichsten Filme,  die  jemals  über  den  Ozean 
zu  uns  gekommen  sind.  Enid  Bennct,  Niblos 
Gattin,  spielte  darin  ein  französisches  Dorf- 
mädchen, das  nach  Paris  kommt  und  dort  aus 
Hunger  zur  Dirne  wird.  Die  Leistung  dieser 
Frau,  die  mit  sparsamsten  Mitteln  inneren  Auf- 
ruhr nachzeichnete,  war  erschütternd.  Man  hat, 
außer  bei  der  Nielsen,  nie  mehr  ein  ähnlich  zer- 
störtes Dirnengesicht  gesehen  wie  in  der  ,, Roten 
Lilie".  Es  ist  unbegreiflich,  daß  diese  Künstlerin 
seitdem  von  der  Leinwand  verschwunden  ist.'  Ihr 
Gegenspieler  war  der  auch  in  jenen   Jahren  nicht 


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mehr  unbekannte  Ramon  Novarro,  der  aber  erst 
vom  Erfolg  des  ,,Bcn  Hur"  in  die  vorderste  Reihe 
der  Weltstars  getragen  wurde.  Für  Fred  Niblo 
erwuchs  bald  danach  die  Aufgabe,  Greta  Garbo 
zu  einer  Berühmtheit  zu  machen.  Die  junge 
Schwedin  war  mit  ihrem  Landsmann  Mauritz 
Stiller  nach  Hollywood  gekommen  und  hatte  einen 
Vertrag  in  der  Tasche,  der  auf  300  Dollar  in  der 
Woche  lautete.  Das  war  im  verarmten  Europa 
viel,  in  Hollywood  wenig,  und  so  kam  es  denn 
bald  zu  jenen  bekannten  Konflikten,  namentlich  als 
Stiller  auf  die  Beendung  des  Garbo-Films  verzichtet 
hatte.  Es  ist  Fred  Niblo  gewesen,  der  den  eigent- 
lichen Typ  der  Greta  Garbo  entdeckt  hat. 

Oben  links:  Greta  Garbo.  Oben  rechts:  Douglas 
Fairbanks  in  einer  seiner  berühmten  Fechtszenen.  Mitte: 
Vilma  Banky  und  Ronald  Colman.  Unten:  Greta 
Garbo  und  Conrad  Nagel       l'lwt.  M.-G.-M..  Vnion  Ariists 


Marietla  Millncr  im  Ufa-Film  „Das  Modell  vom  Montparnasse" 


Fhot.  Uia 


^mS 


In  den  amerikanischen  Zeitungen  nehmen  Nachrichten  über 
das  Privatleben  der  Filmschauspieler  großen  Raum  ein. 
Namentlich  die  in  Kalifornien  erscheinenden  Blätter  widmen 
den  Filmleuten  viel  Aufmerksamkeit,  schon  weil  ihre  Leser 
wissen  wollen,  wie  sich  ihre  berühmten  Landsleute  außerhalb 
des   Films   bewegen. 

Von  Lon  Chaney  kann  man  bei  solchen  Gelegenheiten  erfah- 
ren, daß  er,  der  Künstler  der  Maske,  ebenso  wie  in  vielen  seiner 
Filme,  auch  im  Privatleben  ein  ziemlich  eigenbrötlerischer  Ein- 
zelgänger ist.  Vom  Gesellschaftsleben  in  Hollywood  hält  er 
sich  gänzlich  fern.  Er  treibt  einmal  sehr  viel  Charakterstudien, 
und  nur  so  ist  der  Erfolg  seiner  vielen  Masken  zu  erklären.  In 
seinen  Mußestunden  macht  er  entweder  photographische  Auf- 
nahmen, oder  er  bastelt  an  einem  Radioapparat,  oder  er  liest 
fin  Buch,  wobei  ihm  besonders  philosophische  Lektüre  behagen 
soll.  Am  liebsten  aber  hält  er  sich  in  der  Küche  auf.  Denn  Lon 
Chaney,  der  im  Film  schon  viele  Rollen  spielte,  in  denen  er 
kochen  mußte,  ist  auch  in  Wirklichkeit  ein  Kochkünstler,  dessen 
Tätigkeit  mancher  seiner  Kollegen  höher  einzuschätzen  weiß 
als  seine  Tätigkeit  beim  Film.  Es  wird  behauptet,  daß  Lon 
Chaney,  den  niemand  nach  seinen  Filmen  für  einen  Gourmet 
hielte,  hervorragenden  Geflügelsalat  herrichten  kann. 

John  Gilbert,  derzeit  beliebtester  Liebhaber  der  amerikani- 
schen Leinwand,  der  Schwärm  aller  Flappers  zwischen  New  York 
und  Los  Angeles,  studiert  in  seinen  Mußestunden  Jurisprudenz. 
Er  beabsichtigt  sogar,  an  einer  der  kalifornischen  Universitäten 
seine  Examina  abzulegen,  aber  er  wird  auch  nach  der  Erlan- 
gung des  Doktorhutes  seine  Filmlaufbahn  nicht  aufgeben.  Acht- 
tausend Dollar  Wochengage  kann  die  Justiz  nicht  bezahlen. 

Norma  Talmadge  bereichert  mit  Vorliebe  ihre  Handschuh- 
sammlung. Sie  sammelt  nicht  etwa  zum  eigenen  Gebrauch,  wie 
Mae  Murray,  die  sich  in  ihrer  Glanzzeit  mit  unerhörtestem  Luxus 
umgab    und    Handschuhe    wie    auch    andere  "Toilettenausstattun- 


gen nur  im  Dutzend  kaufte,  sondern  Norma  Talmadge  sammelt 
Handschuhe  berühmter  Persönlichkeiten.  Sie  besitzt  ein  Paar, 
das  Sarah  Bernhardt  bei  ihrer  New-Yorker  Premiere  trug, 
das  nicht  eben  anmutige  Paar  Chaplins  aus  dem  ,,Kid",  Hand- 
schuhe fürstlicher  Persönlichkeiten  und  ein  Paar  Boxhandschuhe 
von  Dempsey.  Also  eine  wahrhaft  bunte  Reihe,  die  allerdings 
reich    an    Erinnerungen    ist. 

Die  Berühmtheiten  Hollywoods,  die  alle  dicht  nebeneinander 
wohnen,  soweit  das  bei  der  räumlichen  Ausdehnung  von  Los 
Angeles  möglich  ist,  sehen  sich  nämlich,  außer  bei  der  Arbeit, 
nicht  allzu  oft.  Am  ehesten  begegnen  sie  sich  noch  am  Freitag 
bei  den  Boxkämpfen,  zu  denen  fast  alles  das  strömt,  was  einen 
Namen  hat,  und  wo  man  ohne  Schwierigkeit  dreihundert  große 
Namen  um  den  Boxring  vereinigt  sieht.  Da  trifft  man  die  zarte 
Lillian  Gish,  von  deren  Vorliebe  für  schöne  Stickereien  und 
Spitzen  ihr  Heim  Zeugnis  ablegt,  neben  Monte  Bluc,  der  sich 
seit  seinem  Aufenthalt  in  der  Südsee  für  die  Kunst  der  Einge- 
borenen interessiert  und  drohende  Dämonenfiguren  an  die 
Wände  seines  Hauses  gehängt  hat.  Man  trifft  Ernst  Lubitsch 
mit  seiner  ewigen  Zigarre  (das  einzige,  was  er  seinem  Lehrer 
Max  Reinhardt  nachempfindet),  Cccil  B.  de  Mille,  der  unauf- 
hörlich mit  Goldstücken  in  seiner  Tasche  klimpert,  Joan  Craw- 
ford,  die  gern  Rad  fährt,  weil  nämlich  auch  die  teuersten  Autos 
nicht  mehr  schick  sind.  Bebe  Daniels,  die  mit  Vorliebe  in  den 
Forellenteichen   angelt. 

Rence  Adoree  hält  sich  in  ihrem  schönen  Landhaus  eine  große 
Menagerie.  Da  sieht  man  Bären,  Löwen,  Gorillas,  Nilpferde  und 
andere  Tiere  der  Wildnis.  Aber  man  braucht  keinen  Schreck 
zu  bekommen,  obwohl  die  Bestien  nicht  in  Käfigen  unter- 
gebracht sind.  Sie  beißen  nicht.  Sie  sind  außerdem  nicht  in 
Originalgröße,  weil  sie  alle  aus  Porzellan  bestehen  und  in  Vitri- 
nen und  auf  Simsen  ihre  Aufstellung  gefunden  haben.  Die 
Sammlung  dieser  Tierfiguren  von  Renee  Adoree  ist  so  eigen- 
artig,  daß  sie  mancher  andere  Star  darum  beneidet. 


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ARMIDA 

eine  sf)aniscKe    länzerin,   Jie   bei 
M.-G.-M.   filmt 


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1 


(T^tUMMthoSi 


Reinhold  Schünzel,  der  sich  eine  Zeitlang  auf  das  Lustspiel 
beschränkte  und  seine  große  Gemeinde  mit  köstlichen  Ulk- 
lypen  unterhielt,  hat  jetzt  wieder  einen  Stoff  gewählt,  der 
ihm  eine  Charakterrolle  gibt.  Schünzel  zeichnete  mit  Vorliebe 
Typen  aus  dem  Volke,  die  er  mit  dem  diesen  Volkskreisen  eigen- 
tümlichen derben  Humor  ausstattete.  Aber  schließ- 
lich sind  diese  Figuren,  die  aus  Possen  herstammen, 
nicht  sehr  verwandlungsfähig.  Sie  gehen  immer 
wieder  auf  die  angeborene  Pfiffigkeit  solcher  A\en- 
schen  zurück,  die  sich  mit  großer  Beweglichkeit 
durch  den  Stacheldraht  des  Lebens  zu  winden  wis- 
sen, ohne  darin  hängenzubleiben.  Aber  Schünzel 
kann  viel  mehr.  Über  seinen  gewiß  erfolgreichen 
Filmpossen  hat  man  vergessen,  daß  er  einer  der 
größten  deutschen  Charakterdarsteller  ist.  In  den 
sozialen  Filmen,  die  nach  dem  Kriege  kamen,  schuf 
Schünzel  unvergängliche  Figuren,  Menschen,  die  aus 
der  Tiefe  kamen  und  die  es  immer  wieder  dorthin 
zurückzog.  Diesen  schicksalhaften  Zug  verstand 
Reinhold  Schünzel  so  herauszuarbeiten,  daß  sein 
Spiel  von  tiefster  Symbolik  erfüllt  war.  Erd-Geist 
sprach  aus  seinen  Rollen,  die  nicht  mehr  Rollen 
waren,  sondern  Schicksale  wurden  und  über  alle 
Schauspielkunst  hinaus  ins  Menschliche  wuchsen. 
Solche  Künstler  haben  wir  nicht  viel,  aber  es  sind 
auch  in  letzter  Zeit  jene  Rollen  selten  geworden,  die 
Aufgaben  von  jenem  Umfang  stellen.  Es  ist  erfreu- 
lich, daß  sich  Reinhold  Schünzel  wieder  mit  ernste- 
ren Problemen  trägt.  Als  Matrose  bewegt  er  sich 
im  A\ilieu  seiner  alten  sozialen  Filme,  doch  ist  er 
natürlich  darauf  bedacht,  den  Film  im  Sinne  einer 
fortgeschrittenen  Dramaturgie  zu  schaffen,  wie  denn 
auch  in  technischer  Hinsicht  mit  ganz  anderer  Sorg- 
falt gearbeitet  wird,  als  dies  vor  zehn  Jahren  der 
f-all  war. 


Pholomontage  mit    Rcinhold  Schünzel,   Renale  Müller. 
Rudolf  Biebrach    p/,,<t.  SudiUm 


^,,s 


SciiwiitÄel 


UNDV_^ll:^  UNDSEHR  VIEL' 

Gii/bLuiti0er  Abei4i"eu.erroHaa.vb 

^  VON    LUDWIGvoN  WOHL 


Jugendliche 
Schauspieler 
gesucht! 


Doklor    Blink    seufzte    scliwcr    luid    sali    bcküiniHL-rl    diireli    die 
schmutzigen     Fensterscheiben,     an    denen     die     pompösen     Gold- 
.  biichstaben     ,, Illyrische      Export-      und      Importgcscllschaft"      in 
Spiegelschrift    vorbeidefilierten. 

Es  war  kein  reines  Vergnügen,  Privalsekretär  bei  Stavrides 
zu    sein. 

Zu  Anfang  —  so  um  die  Inflation  herum  —  war  es  nocb 
gegangen.  Man  hatte  sich  freilich  an  den  Scliieberton  der  Zeit 
gewöhnen  müssen,  an  die  Be- 
suche mehr  fragwürdiger 
Existenzen,  halte  auch  mit 
kleinen  plumpen  Vertraulich- 
keiten fertig  werden  müssen 
—  und  das  war  besonders  so 
kurz  nach  der  Universitäts- 
zeit unangenehm  genug  ge- 
wesen. 

Aber  sonst  existierten  nur 
die  üblichen  Schwierigkeiten. 
Die  kleinen  Angestellten 
hatten  natürlich  zuerst  ge- 
feixt, wenn  man  ins  Büro 
kam,  \scnn  Stavrides  ,,I)r. 
Brink"  sagte  oder  wenn  in.iii 
sich  in  regclmäf^igen  Inter- 
vallen die  Nase  puderte. 

Diese  Nase  war  iiberhairi)l 
ein  schmerzliches  Kapitel. 
Dr.  Brink  holte  einen  win- 
zigen Spiegel  aus  dem  lland- 
läschchcn  und  besah  sich 
kritisch.  Man  konnte  den 
Leuten  ihr  dämliches  Feixen 
nicht  übelnehmen,  im  Anfang 
wenigstens. 

Diese  unmögliche  kleine 
Stupsnase  in  ihrer  naiven 
oberfläch  liciien  Kindlichkeit 
gab  dem  Gesicht  einen  gänz- 
lich unseriösen  Typ. 

Man  war  so  —  vernied- 
licht. Amerikanisiert.  Gla- 
dys,  die  Tochter  des  ameri- 
kanischen Tabakkönigs,  s,ih 
so  aus,  deren  erschütternde 
Schicksale  man  sechs  Akte 
lang  in  einem  Filmpalast  an 
der  Gedächtniskirche  ver- 
folgte. Stupsnase,  blauer  Un- 
schuldsblick, duftiges  Kleid- 
chen —  uff! 

Ganz  ernstlich  halte  Dr. 
Brink     daran     gedacht,     sich 

diese  Nase  künstlich  verändern  zu  lassen,  sie  in  der  bcrühiuten 
Klinik  Professor  Josephs  gegen  einen  schweren  klassischen 
Zapfen  einziitausciicn  oder  gegen  die  küline,  drohende  Adlernase 
Winnetous,  des  roten  Gentlemans. 

Aber  dann  halte  sich  das  Feixen  gegeben  —  man  halte  sicn 
durchgesetzt,    weil    man    arbeiten    konnte. 

Stavrides  hatte  zuerst  ,, Fräulein  Dorrit"  sagen  wollen,  eine 
ganz   kurze   Zeit    sogar   ,,Dorritchen'. 

Dr.  Dorrit  Brink  lächelte  leise  und  ordnete  das  ewig  wuschligc 
hellblonde  Haar.  ,,Dorrilchen"  hatte  damals  eine  kleine  Aus- 
einandersetzung mit   dem  Alten  gehabt. 

Seitdem  nannte  er  sie  nur  ,,Dr.  Brink"  und  machte  in  neuer 
Sachlichkeit.  Paradierte  wohl  auch  ein  bilJchen  mit  seinem 
Privatsekretär,  der  erstens  eine  Dame  und  zweitens  Doktor  der 
philosophischen  Fakultät   war. 


Wollen  Sic  zum  Film?  Dann 
^chcn  Sie  heute  Abend  in  eines 
der  großenKinotheater  Passen 
Sie  gut  auf.  Dann  setzen  Sie 
sich  mit  Ihren  Freunden  zu- 
sammen und  bilden  eine  Film- 
gesellschaft. Schaffen  Sie  sich 
einen    Cine  »Kodak«   an.  Sie 
können    Regisseur   sein,    das 
Drehbuch    schreiben,   oder 
möchten  Sie  lieber  den  großen 
Star  spielen  ?  Und  es  ist  so  ein 
fach  -  Sie  drücken  den  Hebel 
herunter    allesübrige  tun  wir. 

Ihr  Photohii  iidlc  r  fiilirt  llinrn 
i^crrt     iinü    u  n  i'ert)  i  ml  I  ich     un- 
sere Apparate  vor.  Versuchen 
Sie  einmal  eine  Probea  ufnali  nie 


Kodak,  Aktien-Gesellschaft,    Berlin    SW  68.    Markgralenstraße  76 


Sailnlniik  vfi  holrn 

Dann  war  es  eine  Weile  ganz  erträglich  gewesen.  Aber  die 
letzten  fünf  Wochen  —  fürchterlich.  Windstärke  zwölf  war 
chronischer   Zustand. 

Die  Geschäfte  gingen  allerdings,  soweit  man  das  beurteilen 
konnte,   nicht   überwältigend. 

Dr.  Brink  seufzte  abermals  und  stand  auf.  Das  gab  wieder 
einmal  eine  reizende  Viertelstunde  da  drinnen.  Das  beste  war, 
man    ging    heute    nachmittag    irgendwo    hinaus    schwimmen. 

Vielleicht  hatte  Käte  Ocst- 
vig  Zeit. 

Es  war  immer  etwas  an- 
deres, wenn  jemand  mit  da- 
bei war,  der  ein  Auto  hatte. 
Kätes  kleiner  Zweisitzer  war 
eine  gute  Sache.  Das  Ding 
kostete  jetzt  —  na  also,  vor 
dreißig  Jahren  war  über- 
haupt nicht  daran  zu  denken. 
Sie  straffte  ihr  Gesicht  zu 
berufsmäßig  gewohnter 

Strenge  und  ging  zum  Alten. 
Stavrides  tclephonierte  und 
winkte   ab. 

Sie   zog  sich  wieder  zurück. 
Also  später.  Zehn  Minuten 
Gnadenfrist. 

Es  war  Stavrides  seiir  un- 
angenehm, wenn  sie  eintrat, 
während  er  lelcphonierte.  Iir 
schien  überhaupt  cine  ganze 
I^eihe  von  Geheimnissen  vor 
ihr  zu  haben.  Es  gab  Sitzun- 
gen, von  denen  sie  nie  etwas 
erfuhr,  Briefe,  die  er  per- 
sönlich schrieb,  ja,  sogar 
Bücher,  an  die  sie  nicht  her- 
ankonnte. 

Stcuersachen      wahrschein- 
lich.   Sie  zuckte  die  Achseln. 
Man  mußte  den  Allen  neh- 
men, wie  er  war. 

Das  feiste,  glotzende  1  ief- 
seefischgcsichl  Stavrides' 

hatte  den  Ausdruck  eines 
Menschen,  der  einen  Preis- 
atlileten  versehentlich  auf  die 
Zehen  getreten  hat.  Er  be- 
wegte beim  Sprechen  den 
massigen  Oberkörper  hin 
und  her  mit  schiebenden, 
drehenden  Bewegungen,  als 
müsse  er  sich  aus  einer  un- 
sichtbaren Schlinge  ziehen. 
,,_  nur  noch  wenige  Tage  Geduld,  lieber  Herr  Valbcrg  — 
CS  war  eminent  schwierig,  den  Betrag  loszueisen  —  ich  sagte 
Ihnen  ja  bereits,  daß  ich  niemals  damit  gerechnet  hatte,  schon 
jetzt  —  nein,  ganz  ausgeschlossen  —  es  kann  sich  nur  noch  um 
wenige  Tage  handeln.  Ich  erwarte  die  endgültige  Nachricht 
aus  Ragazza  eigentlich  schon  seit  gestern  —  gewiß  —  ich  werde 
Sie  sofort  verständigen  —  aber,  verehrter  Herr!  —  wenn  es  sich 
doch  nur  um  wenige  —  wie?  —  die  Transaktion  an  sich  ist 
ganz  einfach.  Ganz  einfach.  Die  jetzige  Schwierigkeit  liegt 
darin,  daß  es  in  Ragazza  keine  Bank  gibt  —  in  Ragazza  —  ja, 
das  heißt,  es  gibt  zwar  eine,  aber  die  ist  sehr  unsicher.  Ich 
würde  das  niemals  riskieren  —  noch  dazu  mit  fremdem  Geld. 
Unmögliche  Zustände  da  unten.  Was  wollen  Sie,  Balkan!  Man 
muß  in  so  einem  Fall  einen  verläßlichen  Boten  hinunterschicken, 
der    einen    Scheck    mitbekommt.    —    Mein    Gewährsmann    selbst?  " 


tJr 


Stavridcs    laclilc    niil    fcslcr   Zuverlässigkeit. 

,  Der  Mann  ist   sicher    —    jjcnau    so    verlraucnswürdig  wie    ich 


.■Ibsl 


wie   bitte? 


Wie? 


Ach 


>!     —     W 


?     Si 


<h 


,,Nur  noch  wenige  Tage  Geduld 


wollen  selbst?  Aber,  lieber  Herr  Valbcrj«  —  wie  werde  ich 
Ihnen  denn  zumuten  —  aber  ganz  ausgeschlossen  —  w?) 
denUcn  Sie  hin!  Was  wollen  Sie  denn  da  unten  in  dieser  jjräß- 
iichen  Geiiend?  Illyricn  ist  klimatisch  unangenehm,  landschaft- 
lich häßlich  und  blödsinnig  -liciß  —  was  wollen  Sic  dort!  — 
Markt  sondieren?  Sic  interessieren  sich  für  Tabak?  Na,  das  ist 
jedenfalls   xcdiig   zwecklos,    daß    Sic  —   —    Ja,   aber  —   aber   das 

iiat  doch  —  das 
ist  doch  —  — " 
Stavridcs'  Ge- 
sicht wurde  lang- 
sam   bläulich. 

,,Es  hat  doch 
nicht  den  ge- 
ringsten Sinn, 
mein  bester  Herr 
Valberg",  keuch- 
te er.  ,,lcii  • — 
ich  —  mein 
Bote  ist  ja  schon 
seit  zwei  Tagen 
unterwegs,  um 
die  Sache  zu 
beschleunigen 
und  mir  das  Geld  direkt  zurückzubringen.  Fr  wird  es  natürlich 
in  der  nächsten  zivilisierten  Stadt  einzahlen,  damit  kein  Zins- 
verlust entsteht  —  also  in  Budapest  —  —  Kr  ist  ja  schon  seit 
zwei  lagen  unterwegs  —  er  wird  —  —  • —  — •  —  Ich  kann  Sic 
natürlich  nicht  mit  Gewalt  daran  hindern  —  im  Gcgcnleir  — 
Wieso  im  Gegenteil?  —  lun  Duplikat  des  Wechsels?  —  Ich  soll 
Ihnen  ein  Duplikat  mitgeben?  —  ,1a.  wenn  Sie  Angst  haben,  daß 
n.ein  Bote  in  die  Adria  gefallen  ist,  oder  so  etwas  —  ja  — 
bitte  sehr!  Lassen  Sie  es  sich  morgen  holen  —  ja  —  0  bitte, 
das  macht  gar  nichts  —  Guten  Tag!" 
Der  Hörer  knallte  auf  die  Gabel. 

Stavridcs  erstickte  fast.  Er  ballte  die  Fäuste  und  stieß  leise 
unartikulierte  Laute  aus. 

Dr.  Dorril  Brink  iiallc  dreimal  geklopft,  olinc  eine  Antwort 
zu    bekommen. 

vietzt    trat    sie   ein. 

Stavridcs    lief    mit    ganz    weilen    Schrillen    im    Zimmer    Iierum, 
ununterbrochen  leise  vor  sich  liinnuirmelnd. 
..Herr   Generaldirektor  — " 
Fr  fuhr  herum. 

„Was  wollen  Sie  hier,  zum  Teufel?     Was  fällt  Ihnen  ein 
,,Ich   habe   mir  draußen   die   Finger  wund   geklopft.     Fs 
Telegramm  da  und  ein  paar  dringende  Friedigungen,' 

Stavridcs  riß  das  Formular  auf  —  und  sprang  t()rmlicli  in  die 
IL'ihe.  Fr  rang  nach  Luft  und  mußte  sich  in  den  .Armsessel 
hinter    dem    Schreibtisch    fallen    lassen. 

Sie  betrachtete  ihn  erschrocken  —  so  war  er  nun  doch  noch 
nicht   gewesen. 

,, Fühlen  Sic  sich  nicht  wohl,  Herr  Generaldirektor?  Soll  ich  — " 
„Wieviel   Uhr  ist   es?     Schnell!" 
„Dreiviertel  elf,   Herr  Generaldirektor!" 
„Dreiviertel   elf?     Ja.     Das   geht.     Das   gehl   ganz   gut." 
1-s  gelang  ihm  einigermaßen,  den  Anschluß  an  den  wohlwollen- 
den  Chef  zu  erreichen, 

,,Ich   war  sehr  zufrieden  mit    Ihnen,   Dr.   Brink,   sehr  zufrieden.  ' 

Sie    machte    eine    kurze,    ruckarlige    Verbeugung,    während    eine 

lähmende  Unridie  in  ihr  aufstieg.   Wollle  er  sie  hinausschmeißen? 

l'.s   war   ekelhaft    schwer,   heutzutage   etwas   — 

„ —  so   zufrieden,   daß   ich   mich    freue,    Ihnen   heute   einen   .Auf- 

'■"''g   geben   zu    können,   der    Ihnen   Spaß   machen   wird.      Sie    reisen 

nach   lllvricn  — " 


so  — 
ist    ein 


„Ich 

,,Nach  Ragazza.  Fincn  Geldbetrag  einkassieren.  Sie  werden 
eine  hübsche  Reise  haben;  Illyricn  ist  ein  reizendes  Land:  sonnig. 
Palmen,  Blumen,  Adria  —  Sie  reisen  natürlich  erster  Klasse.  Ich 
gebe  liincn  einen  Sichtw  ichsei  mit,  den  präsentieren  Sie  der 
Firma  Cyprian  Mircovich  in  Ragazza  Sic  erhalten  dagegen  bares 
Geld  oder  Primabankscheck  über  eine  Million  Reichsmark.  Icli 
kann  den  Betrag  nur  so  einziehen  —  mit  der  Bank  von  Ragazz.i 
ist    es   unmöglich     zu   arbeiten   —   Sind    Sic   mitgekommen?    — ' 

,  Ja.     Ja " 

,.Sie  müssen  sofort  zum  Reisebüro  und  zu  den  Konsulaten  für 
Billette  und  Paßvisa.    Heute  abend   um  —  warten  Sie  —  um  — ' 

Fr  riß  ein  Kursbuch  aus  der  Schreibtischschublade. 

,. —  um  zehn  Uhr  acht  gehl  Ihr  Zug  vom  Anhalter  Bahnhol. 
Machen    Sic   schnell,    denn    um   eins   schließen   die    Konsulate." 

Sic   stand   noch    immer   da,   ohne   sich   zu    rühren. 

Sie   glaubte  zu   träumen. 

h-r  verstand  nicht. 

..Was   ist   noch  —  ach  so  —   ja,   Sic  brauchen   Geld." 

l.r  riß  ein  Bündel  zusammengcknülller  Hundertmarkscheine  ans 
der  Hosentasche  —  sie  waren  noch  von  gestern  —  vom 
Fkarlc   her. 

,  Achthundert   —   das   w  ird   genügen.     Wir  verrechnen   dann." 

Noch  immer  wie  im  Traum  nahm  sie  das  Geld,  sah  ihn  an  — 
dann  ging  sie  auf  ihn  zu  und  schüttelte  ihm  beinah  die  Hand 
aus  dem  Gelenk. 

„Das  sollen  Sic  aber  nicht  bereuen",  sagte  sie,  vor  Rührunt; 
zitternd  wie  ein  pensionierter  ergrauter  General,  der  aus  hciterm 
Himmel   den  Oberbefehl   über  das  Ganze   bekommt. 

Stavridcs  blinzelte. 

.Machen  Sic  jetzt  schnell,  Dr.  Brink!  —  Wenn  Sie  mit  dem 
Vorbereitungen  fertig  sind,  holen  Sie  sich  den  Sichtwechsel  b<.i 
mir  ab.     Adieu!" 

Dr.  Dorrit  Brink  galoppierte  die  Treppen  hinunter.  In  breii- 
beinigcn  Sprüngen  hüpfte  sie,  drei  Stufen  auf  einmal  nehmend. 
Die  Tasche  kreiste  wie  ein  Propeller  um  ihr  Handgelenk.  Im 
zweiten  Stock  schon  ging  es  ihr  zu  langsam.  Sic  schwang  sich 
auf  das  Geländer  und  rutschte  mit  wehendem  Rock  wie  auf  einem 
Bobschliltcn   lababwärts. 

Der  Schwimg  war  grandios  —  krachend  schlugen  ihre  .Absäl/c 
auf    —    zwei    ZcnlimcUr    \c)r    den    l'üßen    einer    zurückprallenden 


„Was  wollen  Sie  hier,  zum   Teufel!    Was  fällt  Ihnen  ein '" 

voluminösen  Dame,  die  gerade  iiirc  sämtlichen  Energien  gesanmull 

hatte,    um    die     Treppe    zum    Zahnarzt     (drei    bis    fünf,    sonst    nur 

nach    vorheriger   Anmeldung!)    zu    erklimmen. 

,. Jetzt   aber  so  etwas  —   ja.   das  ist   doch  aber  wirklich  — " 
Da   stand    Dorrit   Brink   schon   auf   der   Siraße.  — 
Generaldirektor    Stavridcs    betrachtete    in    diesem    A\omenl     in 

Gedanken  versunken  das    Iclegramm.  Forlselzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  errerchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    de»     „  F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,     7immcrstraQe    35-41 
SchcrlverlajJ.  Antwort  erfoIi;t  nur  im   „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  liriefe  worden  nielit  Iioanlwdrlot.  IK'i  Maiiii- 
skri|il:iii;xelc);<'nlieiteM  liiKrn  « ir  lullendes  zu  Ijeaihlcii:  .Iccler  Ahlr:!^!'  ist 
KiiekiKirti)  beiziifiiucii.  .leile  KiiiM'iiiluii^-  eines  JI;lllll^U^i|ll^i  zur  l'riifiin;; 
ist  /.«('«kill«,  nur  Kxposes  im  rnif:in;;e  Min  2 — '.',  Scliriib]ii;is(liinen>eil('n 
sind  zur  Kln.scndiinjt  ;in  die  l-ilrnindusti  ie.  IJegissenri'  n?w.  geei;iCiet.  Für 
VeihKt  der  einnes.-indlen  Jl;iniiskri|ite  Kann  keine  Verant«  uiinn;;-  iilier- 
nciinnien  wenlen,  also  xill  der  Verl'asst  r  nnr  Dnreliseliläne  s-endcn.  von 
liandKesehrielienen   .Sendnn^fen    (leserlich)   eine  Absehril'i   zuriiekhelialten. 

• 

If  .•  I  111  i  n  c  II..  I.  i  r  h  I  e  r  f  e  I  d  e  :  AVriiii  sie  Il.i  ii...iii-c-.|ellli-  \  mi 
irueiiileiiier  l-'iliiidi\;i  werdrii  tiiiM-hieii.  <ii  i^I  r-  ^\olll  ;iiii  zw  eeli  luiil.Wu- 
steii,  .Sie  M'l/Ii'ii  ^ieli  niil  ilen  K  iili^l  leriliiii-ii  iiiiiiiillrlliar  in  N'erliiiiiluii:;. 
Wir   r.iten    Ihiieii    ."ilier  .ili.      Sji-    >elieii    dir    l>iiii;e    i  um  ml  i-iher.    ;iN  -le  -iml. 

I>  (I  r  a  s  I'..  M  .-1  - 
r  ie  II  w  e  r  d  e  r  :  K.rii^l 
Verelies  hat  .-^cliw.ir- 
zes  Haar  und  hranne 
Alleen.  Kr  wiirde  in 
New  York  ■jelmreii. 
Haimin  .\'ii\arru  ist 
leilit;'  nnd  nilil  .\n|ci- 
grammi'.  «Kkar  Marimi 
i  spielte  eine  llaii|il- 
rolle  in  dem  kiirzlii  h 
nraiitL;eriilirliMi  l'ilni 
..l»i.-  \iiii  cler  S(  Imllr- 
.sind  ■  (...Meii^rhi-n  dir 
Jleimaf  I. 

H  11  r  o  t  li  e  a  s  t.. 
Berlin;  .Vn;;elo 

l-errari  wuhiit  Herliii, 
Hii/iiier  .siralle  '■>.  üriii- 
hohl  SrIlllliZf  Is  näi'll- 
Ster  Film  heiUl  ..l'rli'r. 
I  der  .Matrone  '.  I.i.im' 
ll:iiil  ^piidtiidie  llaiipl- 
ndlr  in  drm  \iir  kur- 
zer /.i'it  nr.iiil;;!  Iiilir- 
ten  Film  ..s.  (».  s., 
Schirr    in    Xol-. 

Hein/:  Klivalicth 
Kcrumr  i«l  iin\cr- 
heirali'l. 

I'  I  I  m  I!  1.  d  .1  v  ; 
Hie  \  I  I  liiliiinj;  war  nur 
ein  (Jeniclil.  Fr.in/ 
l.edcrer  uidinl  lleilin- 
l''rieden:iii.  Fidiler- 

.Mr.ilJe  I.  IVed  Inider- 
lein  Itcrlin-Cliarliitleii- 
Imr;;.  I\.iiit>lr.  I2ii  ii'l. 
K  I  -  e  F...  .\l  II  II  - 
I  r  ii  e  n  :  l.iani-  llaid 
liat  keine  Kinder.  Pen 
l'ari->  im  ..l.ieheslehcn 
der  seliöiien  Helena" 
spiclle  liicardo  Ciirtez. 
Frau  Ueno  .Morel 
Wohnt  lierlin  AN'  .■)ii, 
'J'aiientzienstralJe  i'ii. 
Sie  erlahren  dort  .illis 
Nähere. 

K  .-1  r  I  II..  I.  n  d  w  i  u:  -  h  .-i  r  e  n  :  Crnlll'iln.c  muh  An-m.ill  ciiie^ 
M'cikcs  wie  ..Aletropidis"  Uiiiiiien  sclmn  der  hohen  Kopien  \\e;;cii  nur 
Sidlen     «edridu     werden.       Uil.i     l'.iilo     ist     leili-.       I.ili.iii     Il:ir\c>s     n;icli>ler 

■F'ilm     lieil.li     ..Der     \  i^;.-!!! I     >  oin     .\ei|ii.ilor  •.     I"iil-.cli     l'ilml    zur    Zeit     in 

rnti-.irn  mit  Diia  r.irlo  ..Soiinl.ifj  nm  li.illi  \ier'.  \Vii'\iel  l'ilmsl.ir^  es 
in  Itciitsehl.iml  ^iht.  kiinnen  wir  llineii  leider  nicht  sasi  n.  I.ili.in  ll.ir\e,v 
w.ir  noch  nie  \  crlieiralel.  j.i.  sie  liesilzt  ein  Anlo.  I.oiii'^e  liruoks  ist  ver- 
lieii.itet  lind  lilnit  jetzt  lieiin  .Sor.ir-I'ilni  in  l'.iiis  ..Sehiinlieiiskoiikiirrenz''. 
II.  I...  Hresden:  INe  S(,,l,row.i  wiihnt  Herlin  W,  .\scli.iireiiliiii  yc-r 
Mr.iUe    II. 

M  .-1  r  t£  .1  K  1  .1  n  s  .  II  !■  r  I  i  n  :  Anl'.cr  in  den  ^eiLiiinlen  l'ilmeii  vpicile 
der  vcrslorliene  \\  i-rm'r  l'ill'ih.iii  mich  in  ..liii'  K.iisei  jäfier'.  ..i:i  iiine- 
rniixen    einer    N'onne'.    ..Tragödie    im    Zirkus    Kov.il  '    Kiiiiio    Heuler    spicile 

liis    jetzt    in    ..f.ir n    Min    .st.    r.inll-,    ..l>ie     l'hichl    \  oi    der    l.ielic-    (immIi 

nicht  iir.-infjiefiihrl  I  und  ..Die  Si  hmiiii«Ierhi.iiil  mhi  .M.illmc.i'.  De;' 
'l'anzp.-irlner  von  (üld.i  tirey  in  ..X.ichtw  eil'  w.ir  Cvril  l.'ich.ird.  Mir 
llild«iinveli  ist  vmucmerkl.  Aiin.i  M.iy  W  niii;  »pielii-  noch  .iiillci  in  den 
Mm  lliiien  .■inf;;ezählleii  Filmen  in  ..Mr.  Wif  inil  l.on  (  h.iiii-»  ninl  im 
,.l>ieli    Min    H.ii;d.i(|-    mit     DoiiüI.is    l'.iirli.inks. 

Krna     M..    A  Ilona  :     AV.irnm    Chrisla     Tordv     nichl     iiiilir    lilmi.    ii - 

tahreii    .sie    ;im    siclierslen    durch    ll.irry     l.icdlke.      ü.iliv     l'e.u;i\     lilml     h. 

Dolores  del  lüo  nnd  (h.irles  Farrell  >iiid  diinli  die  Fo\  Sindios.  i|ii|. 
Western  Ave..  Iloll.vwod.  K.il..  zu  erreiihen.  Fallit  l.'iickeil  w.ihiil 
Herliii  SW  II.  Il.ille^elie  Str.ilJe  l.'i.  (JewiU.  die  Mö^li«  hk.-il  I.c-I.hi.  d.il, 
l.iedtke    inicli    oller-    mit    M;iri.inne    \\  iiikelstei  n     l'ilml. 

«li-rly  II.  ans  Dresden  :  l'.i-t  ;ille  I'ühi-Imi-  ncl.en  \  nl.pur.imme. 
I.ili.in  llarvey  i-l  liloiid  und  h.il  lil.iiie  Vimin.  Ileiin>  l'iii  leii  li.il  :im 
7.  .laniiar  (icliiirt-l.ii;.  i^l  mit  dem  Proiliiklion-Ieiler  ihrer  Firma.  Herrn 
I»r.  Min  K.'iiilliii.'inii.  M'i  heir.ilct  und  hat  keine  Kinder.  Tino  r.illici.i 
iMiiicIiin  Sie  ;im  licslen  durch  ilic  si:(i|ii>ilii-  (»per.  (  h.irliiileiiliiH--.  Kr 
i.  ist  Serlie  nnd  h.it  sicli  kiir/licli  mit  der  hekannten  Sih.inspieleriii  Krik.i 
von  'l'liellm.in  \eihcn.ilel.  I..\.i  .M.ii.i  wohnt  Herlin-\\  e-lend.  I'nnimci  ii- 
allee  .'i,  nnd  lial  :im  I.  Aii;;iist  lielini  tsl.-iir.  Victor  X.ircnni  liril  am 
"I.  Mär/.  (Icliiirlslau;  und  lilml  mmiMililickiii  h  in  den  KNn  ci'  si  u.lin-, 
l.<iiid..n. 


.Hermine",  ein  Slar  des  Ufa-Zoos  in  Neitbabelsbcrg 


F  r  a  II  U  f  n  v  Irr  S  c  h  I  i  p  p  s  e  h  e  :  T.y.i  it.ii.i  filmt  bereits  seil 
midir  als  in  .laliren.  Sie  trät;t  einen  K  iinstlern.imen  und  lieilJl  ri«lili;; 
l.i-sy  ticrdowit-ch.  Il.irij  l.iedtke  wurde  nicht  in  Fr.inUfnrt  ;i.  .M.,  son- 
dern in  Köni};>lier.y;  !;-ehoren.  Kr  Iräjit  seinen  richllKi'n  N.imeii.  W.inn 
••r  n.ieli  dort  kommt,  wissen  wir  leider  nicht.  Iv.in  l'etrovich  wnrd(>  in 
l<iid:i|iest  ücdiuren.  ist  aber  serbischer  .si.i.ils.innchiirisikeil.  Hrnno  Käst- 
ner, mit  der  Suiibrctie  l.iii-l  Tierscli  M'rlieir.itet,  ist  seit  li— i:i  .laliren 
lieim  F'ilin.  ..Melmlie  iler  Weif"  isi  ein  'J'iinlilm.  der  vor  Unrzeni  in 
Herlin    zur    l'r.inffiibrnn«     !;el.in:;le. 

().  I...  t;  1  e  i  w  i  t  /  :  Hrisille  llidm  wohnt  Hlii.-D.ililciii.  ]m  A\iiikel  .'i. 
iiml    i-t    mit    Kich.ird    \\eiljb.ich    \  eiheii.iiit. 

W  :i.  .\l  ii..  II  .-i  n  e  n  :  Vii'lleicht  wenden  Sie  sieh  in  Ihrer  .\  n;;elc^eii- 
lieil  einmal  :in  den  l'llm.ii  chileklen  Ma\  Kna.ike.  lierlin-l'rieden.iii. 
Siier-lialJe    il.    der    im    Xorsl.iiid    des    ..Klubs    der    Film.irchiteklen  ■    ist. 

1!  o  b  e  r  t  .1.,  I!a  - 
il  e  n  -  H  a  d  e  ii  :  Die 
Hauptdarsteller  in  dem 
Mir  .laliren  <;edreliteii 
F'ilm  ..Die  Wildente" 
W.Iren  l.ncie  lliillich 
und  Werner  Kraul'., 
Arthur  Dnarle  spielle 
111  ..A^iilialt  ■  nur  eine 
kleine  U'olle.  Die  bei- 
den Zeitschrilteii  sind 
hiclil  miti'iiiamlcr  ser- 
biiudeii.  Die  beiden 
aiiilern  w  eililielieii  Ifol- 
len  neben  Mady  fliri- 
viiaiis  spielten  Hanna 
Waan'  iinil  l.ena  .Ma- 
len.i.  Ein  neuer  F'ilm 
mit  tiii-tav  Fröhlich 
ivt  imcli  nicht  an- 
>;ezeint.  (»l:if  siorin 
\.olint  Iterlin  W.  M..t/- 
^iralJe  L'!l,  und  hat  am 
111.  .laniiar  ticbiirt^la;;. 
Hell  Lyon  wurde  am 
i>.  Februar  in  .Mlanl.t 
(l'..S.A.i    "eboren. 

K  i  k  i  :  f  oniad 

\cidt  wurde  am  --'. 
.lanii.'ir  neburcn.  uoliiit 
llerliii  \\  III,  l.ichteii- 
-leiliallee  .'.  f;ilit  Alllo- 
^iiaiiime.  ivi  ein  jiro- 
l'.er  .Naliirtrciiml.  Ircibl 
jeden  Sporl.  kam  mmi 
der  Sprechliiibne  zum 
l'iliii.  ist  mit  l'r.iii 
nnd  Kind  ans  Hiill\- 
w  iiod  Kckoininen,  spielt 
aiineiiblicklieh  die 

maiiiiliclic  llaiiidrolle 
in  dem  Viliii  ,.F).is 
Land  ohne  Frauen  ■ 
(nach  dem  Koman 
..lir.inl  Nr.  iis"l.  .seine 
l'arlneriu  i^t  J^l;;.l 
lirink.  ^'eidt  war 
fiiiher  mit  Ciissy  Holt 
\  erheiratet. 
T.  n  c  i  e  M..  Iterlin;  AXeiin  .sie  F'ilmd.irsti'llcrin  werden  wollen, 
so  niiisseii  Sie  sich  bei  den  Film^escdlsrh.i  l'leii  vorslellen;  durch  den 
Mesiieh  bei  Filmst.i  rs  werden  Sie  selbst  kein  Si.ir.  Das  l'nlernehmen  ist 
.liier  .inssichlsbis.  \\  Crner  l'iiellerer  wohnt  lterliii-S|i';;lilz.  Kleistsli  .ille  i7, 
lind  h.it  ;im  lo.  .I.iiin.ir  Ccbiu  Isl.'i^-.  Ver.-.i  Sehiiiileridu-  wohnt  Herliii- 
ll.ileiisee.    .NeslorsI  i  .i  l.le     I. 

F.  1..,  II  .1  m  b  n  r  t;  :  (Jiinn.ir  Tolii.ies  li.it  .-im  7.  Dezember  (iebiirls- 
I.ih:.  ist  niiM-rlieir.itet.  j;ibt  .\iiloj;i.ininie  und  sjiielt  .•iiiprenlilicklieli  am 
X.ilion.il-'riie.iter  in  Hei  ücn  iXorwc'jenl.  M.iry  .lohnson  ist  Sehwediii, 
K.iiin.i  Hell  Dänin.  Doiifil.is  F.iirb.inks  ist  mit  -M.iry  l'ickl'onl  \er- 
hcir.itet.       Die     nieisien     l'ilmsl.irs    ;;elieii     Anlonr.imme. 

(irele  I'r..  H  r  e  in  e  n  :  Kiitlie  Min  Nany  wohnt  Iterlin  W.  T'r.i;;er 
Sir.iüe  t.  und  wurde  .-1111  I.  .\pril  in  Siiboiic.a  •■eboreii.  ..Die  Koiii;;in 
seines  Herzens"  ist  nn;;ef;ilir  \  er  einem  .l.ihr  in  Iterlin  ;iid;;enonimen 
uiirden.  W.inii  ..M.iscoitelien "  in  Hremen  laufen  wild,  erf;iliren  Sie  .1111 
siiheisieii  diiieli  i\f\\  Hesilzcr  Ihres  Sl:ininikinos.  (Jrit  Haid  ist  ver- 
beir.iiei  lind  die  Sibwestcr  Miii  l.i.ine.  Fi-sy  .\rna  ist  ledi«;.  Die  üolle 
der  Kiieiiibild  im  N  iliel  iiiiy:en-l'iliii  sidelle  .M.ir'i.i  rete  Schbii.  die  Hiiin- 
liild     winde    von     ll.'inn.'i    H.'ilph    d;ir;;'estellt. 

1"  i  I  III  1  .1  1  I  e  .1  n  s  H  II  1-  e  li  h  e  i  ni  ;  (l.iire  l.'onimer'  l';irlner  in 
..llohcii  i.iiizl  W.ilzcr"  w.ir  W.iller  lüll.i.  I'.r  «ohnl  Tlerlin-Cli.irlotlcn- 
biii-.  \\.iclmlder»e-  R.  .lohn  (Jllberl  nnd  Jbni.ild  Keilli  erreichen  sie 
diinh  die  Melro-t  lold  \\  y  n.  (  iih  ei -(  ity.  K.il..  Iton.ild  (  iilm.an  durch  die 
liiiled  \rlisls.  7ilill.  S.iiil:i  .Monic.i  Hoiib'X  .ird.  HoUjwood,  Kai.  Die 
l'.silier  in  ..Heil  Hin"  spielle  C.irniel  .\l\ers.  Il.ans  ISransewcller  wohnt 
Herliii-t'h.irlollenbnin-,     Soorstr;il.le     77. 

K  I  e  r  ;i  n  I  e  n  k  ii  k  e  n  :  Ihr  Hildwiinseli  ist  vorüeinerkf.  Willielm 
Dielerle  spielt  die  männliche  H;inplrolle  in  ..'rriiiinpli  des  Febeiis".  In 
dem  Film  ..Durchs  Hl  ,iiideiilinii;er  'l'or  .  .  ."  riilirt  er  lte:;ie.  spielt  .ibcr 
nicht.  (;iis|.i\  l'röhlicli  weilte  in  i{ir  Schweiz  zur  Ki  liolniii;.  W.iiiii  Dielcrie 
und  Fiohlich  naeli  D.iii/i^  kommen,  kiinnen  wir  Ihnen  leider  am  li 
nicht    s.-iKcii. 

II  e  I- t  h  a  II..  1.  e  i  p  z  i  y  :  C.isl.i  F'.kinrin  wohnt  in  S|i.,kliolm. 
Hjiirllioi;sx  :ii.eii.  Ix.ui  l'elio\ieli  is|  diinh  die  1 :  leeiili. ,11111.  Heiliu  s\\  i.s. 
I\.i,  listi  .ii;,.    (.1.    .Ml    elleichen. 


riwf.   C/.i 


k 


\  M  II  y  M.,  1)  r  !■  -  i1  i>  II  :  'Wciiii  ilic^c  Zi'iliMi  i'i'-clu-iiioii.  wiiil  ll.-iny 
l.iiMlIkr  liiM'li'-r » .ilii X'lii'iiilii'li  «iciliT  in  Krrliii  m'JIi.  l'iril  I.hiiIn  Litc  li 
"iiliiit  Hi'cliii  W  .  Ifcfirii^liiii  ^;<T  Slr.il.'.c  II,  j.-l  Icdi;;'  iiiiit  li.il  aiii  JK.  Mal/. 
(icliiiitsl.-i^. 

i;  11  I  h  W..  H  .1  r  III  !•  II  :  Kiiiiiii  Itcnrci-  i>t  iliinli  die  ll'.i.  üciliii 
s\\  (i«.  Kciclisii-.iUc  (i — 1<,  zu  (iri'ulicii.  Ilciir>  Siii.nl-  .\ilrc--c  i>l  lii'ilin  \\  , 
l'n>.sini«'r   .sirai-'u-    17. 

M  .1  r  i  .1  l\.  ;i  ii  .s  I.  i-  i  |i  z  i  ^'  :  l'r.ii;cii  Sii'  Inj  I'",i  ii-l  Vcri'lir-  .iii. 
Hie  (iriilii-  .111  VcTclirs  ^iiid  .iiis^icriililrl.  Oli  it  li.ilil  n.icli  l.i'ipzi;; 
Uiiiiiiiit,  »issi'ii  wir  li'idrr  iiiclil.  ..(■liiliii  M.iiizz.i"  und  ^il•lll•^  mIiiiii  in 
l.cip/.i;;'  ücl.iiifcii  ,-<('iil.  Hrij;illc  llcliii  wiiiilc  \  iiii  l'rilz  l,.iii^-  ciililrcUl 
iiiiil     spii'lti'    <'r>liii!ilii;-    in    mmih'Iii    ^nillin     l'iliii    ..Mclriipili-  '. 

I"  i  I  in  f  r  (•  II  II  il  E.  W  ..  J'  r  i  c  il  i  i  i  li  ••  li  .i  I  c  ii  ;  li.i  liri  nii>  t.i-.;- 
lii'li  Hill — 2(111  UricI'c  ciiiLiiilfii  iiinl  uii  llni'ii  Und  iiiiicr  der  l'iillc  In- 
ji'lzl  iKicIi  liicIil  ;;cfinidrii  li.ilicii,  i-l  i->  uidil  ,ini  lic-lcn.  Sir  -lidli-ii  nn- 
Hill"     l'r.iiirii     II  rinidiicIiNl     nncll     ciiiin.il. 

)■'.  M  (■  II  1{..  1' f  (I  r  z  h  0  i  in  :  llcnr>  l',d\\:ird-  i-l  l'.n;;i;iiidi-i-.  MTli.'ir.iIrt. 
tiiln  Aiiliiiiiinniiic.  iNl  ein  ;•>  iii|i;iliii-(  Iht.  cin-lcr  .\li'ii-ili  und  i-l  dnnli 
sir.inll-l'iiin.  Hcrliii  S\V  l,i.  I'ricdiirlislr.iljc'  .'>  n.  /n  criiM.diin.  V'.r  -pirll 
dii'  nniiiiilii'ln-  II ;i iiplnil Ic  in  dein  Mr.'inlj-l'ilin  ..l.ord  liliill  '  niil  M.ii'i^nl 
\\  .illliir-l.:iiid:i    ;il<    l>;ir(iiciiii. 

I.  II  II  d  II  11  ('  r  l{  II  II  :  Henry  Slii.iil  --iirKlit  llirllrnd  IlmUrli.  .\  i:ilii-.cli. 
I'r.ni/iisiscli.  llaliciiiM-ll.  Sciiii-  Miillcr-piai  lic  ist  {■■.n^^li-cli.  \\  :iIIit  Kill.i 
li.il    ciiicii    Siilin.      Ticd    Sohn    lilcilil    \  «nl.-int'ij;-    in    AniriiU.-i. 

1'  r  !•  II  (•  \'  (■  r  ('  Il  r  ('  r  i  II  :  Daisy  l'Ora  Ist  diircli  die  Mniii-Kilin.  llcilin 
sW  IS.  l'ricdriclistralji"  ;'> — <i,  zu  (•rrciclii-ii.  .I.nviilil.  >ic  ist  ikhIi  i;.iiiz 
|iiii^-.      Sit'    spiidl    .■uiKCiililirklirli   ilic    « cildiilic   ll:iii|drolli-    in   drin    lliiiii- l'iliii 


-ilil      \ulni;r;llil 


Herren' 


..ll.is    \  iTscIi«  iindcnc    'rc-laniciil"    mil    ('.-iiin     \ldiiii 

(i  I  •;  (■  I  a  \ .  S.;  Ihr  Mild«  imimIi 
ist  niitii'rt  und  Mill  in  aliM'li- 
lirTcr  /rit   iTliillt   wcrdrii. 

K  I  ri-  I  !•  i  d  1'  f.:  Willicliii  Hii- 
HTlr  li('V(irziii;t  ini-crrs  \\  issriis 
l.'iiM'ii.  Mir  UildwniiM-li  i>t  vor- 
;;ciii('rUt.  Uic  ll;ni|itdarslcllcr  viiii 
..Wrliii  du-  .S(  Iiw.iMkmi  liiMiiiwärls 
/ii'liii"  «airii  Oiii'iilln'a  \\  it'i-U. 
(iiist.-iv  Fridilii-Ii  lind  (tskar 
Marinii. 

!•;  il  f  -Kit  .1  \.  I'.  .  Sa  .1  r  - 
li  1-  il  (■  k  (•  n  ;  Iwan  l'clrii\  irli  \\  ird 
M-iiic  iiärlisti'ii  rilinc  lici  ilrr 
I  irci'iiliaiim  spiidcii.  Her  cr-lr 
lilni  licilU  ..Der  Ifin-  der  !\ai-t- 
liir'  mit  l.il  l>:ii;ii\i'r  als  l'art- 
iiiTin  Dil'  \drr-s,.  der  llruruald- 
lilin-csidlM-li.-ifl  ist  Ucrliii  s\\  |s. 
I'iii'driclislr.il.lc  J.Mi.  Wciiii  dic-c 
/rilril  crsrliriiirii.  ist  l'fliin  ii  II 
iiiii^li<li(T«cisr  «icdiT  in  Hi'rliii. 
\licr  Terry  ist  mit  lfi'\  liit;r.iiii 
\  crlieiratct. 

H  II  d  11  I  f  s,.  \1  ;,  o  d  ,.  1,  n  r  -  : 
lirniiii  K.iNtiur  uidint  Itcrliii-t  li.ii- 
liitlfiilinrn.  Stiiniistraljc  ;!,  ist  mil 
der  Sinilirette  l.iiisl  Tierscli  \  er- 
lieiratet,  mit  der  er  kiirzlirli 
in  den  firiiLicn  Herliiier  Kiim- 
sketselile.  {''.in  lineli  iilicr  iliii 
uilil  es  iiiilit.  liiT  Kini-tler  i-t 
:\n  .l;i]in'  llil.-i  Min  A-I:i  .Nielsen 
iin'  den  liliii  eiildei-kt  worden. 
Kästners  l':irtiiei  in  in  ..Die  l'in- 
-iiii  \  KU  Keranien'  war  .sicdla 
ll.iil'  iiml  in  ..Die  nescIiiediMie 
Ir.in'    -\l;id,\     Cliristiaiis. 

•  I  11  i  e  (■  li..  |{  e  r  1  i  II  :  «lluri.i 
Suaii-iin  lind  .\iinii;i  'raliii.ad-c> 
-ind  diireli  die  liiited  .\rti-t-. 
Tiiiii.      SmiiI.-i      Miiiiiea      |{oiile\ard. 

Ilellyw I.     K.il..      i:\elyii      Urent 

dniili  die  Metro  -  (ioldwyn  -  Stu- 
dios. (  iih  er-l'ity.  K.il..  zu  er- 
reiclieii.  W.ariim  Clirist.i  Torily 
iiielit  mehr  niiiil.  ertalireii  Sie 
Min  he-len  diireli  Harry  i.ieillke. 
Die  \iitom.nUe  \  mi  l.v.i  M.iras 
W.i^en     kennen    uir    leiiler    nicht. 

t:.  <>.  C.  I..:  Di,.  i;,,|i,.  ,1,,,.  se- 
Ivret.äriii  (Min  l':riist  Stalil-.N.ieli- 
li.ain)  im  Kilni  ..DieKlie-  sjnelle 
ll.aniia  Waan.  Si,.  erreielii-n  dii' 
Kiin-tlerin  diircli  die  Terra. 
Herliii  SW  i.M.  Koehslr.il.le  7;;. 
Aiilonr.imme  niht  sie. 
.         I'rsel.    .\  o  r  d  h  a  n  s  e  n  :   (innn.-n-   Tnlnae-IMme   sind    ii.   .i.    lobende: 

..D.i-    llninnelsseliitT-.    ..Sol |e-    \olke-    .    ..Di,.     I.ielili  im-l  i  .in    d,'-  M.ili.i- 

r.idselia  •.   ..Wi'iiii    .\larlili,'ii    Ir.-iiimei,-  .    ..!,:,  iil, •in    sli,.rl,i,-k    Hol s  ■.   ,.Kl,.ni 

Dornt-.    ..Kr.    der    Herrlieh-t,'    Min      \ll,'ii-.     ..D.is     MTlorein-     (;iii,U-.      S,iii 

iieii,.-t,.r    Kilm     ist     ..(;,'si-lil,.,|,t     in     l'es-eln-.      Tolnae-    ist     Noru er.      Si,' 

können  ihoits,!,  an  ihn  silireilo'ii.  I.ivio  l'avaiielli  wohin  liiTlin-U  iliners- 
ilort.  i;.iMiisli,.rn,-r  Str.il'.e  .•,,  .laek  TreMir  üerliii  W  .  It,ii,ll,'rslr,ilie  II. 
H.irry  ll.ilni  l!,rliii-llal,-nsi-e.  Clei-rostnil.;,'  .'i7,  Hans  Siiiwe  I!, •rlin-ll.il, Mi- 
se.•.  l'aiiUI„,ni,.r  stralle  !l.  M.ily  Delsilialt  Herliii  W.  WitteMi.ieher- 
-lial.,,.    i's.    Mar-areti-    S.hl.-el     Herliii     W.     Ualli'iisteilnT    SIral'.e     li;,i.    H,'tl\ 

Vmiiian     Uerliii    W  .    Kiirliirst.'inlainm     11'.    Ileinrieli    C ••;,•    Kiihllias,.nliniiic 

hei     lierlin.    |{;ie,k,-stial.;e    i;.       Maria     l';iii,ll..r    li.it    :iiii    i'o.    .liini    (;,d.int-.t:i" 

•leaii    Uia.lin    lielind,.t   sieh    in    l'ari-.    I'ol.i    .N-i'uii    lilmt    m    l.oi n.     \iiii.-i    si,,, 

III  Mosk.in.  I.ieii  De.M-rs  i>t  ,hnih  di,'  Di'in-ch,.  liiner-.i  I.  HcTlin  W  s 
M.iiier-.trat.;e    sl'.    ■/„    erreichen. 

Mar^a     .\I.      I.  i  ,■  h  t  ,.  n  li  e  r  -  :    S,.|i,l,.n    Si,.     Ihr     l'al     iiml     l'alachoii- 
l-.\|iose    an    die     I  .'illadinm.    Kop,.nlia;;,Mi.    Sie    ki.nneii    es    ,l,.nt-,  h    schieilieii 

wo  in      lt..rliii-\\esteii,l.     I'onimeriialle,.    ;,.    ist    mit    il.nii     i;,.yi»,.nr    l-riclricli 

/.elnik      Miheiratet      i /ilt     -ich     an;;eiililick  lieh      mit     ilinin      (iatl.-ii     /n 

,'."""'"',-""'"■"      '"     ^""'n'""     •nif.        l-re,l      I s      l.ereli     wohiil      ItiMlin      W 

l.e-,.nsl, inner     sirahe     II.     hat     am     js.     Mürz     (o-l.iirtsla;;     iiii,l     -ihl      \iito- 

;;r.niime.      s,,.    ,lnrl,.n    also    riilii-    .ni    ihn    sihreili.-n.      Die    CriiU 

t;eriihti't.      s,.|ii    n.-iii'sl,.r    rilm    ist    ..Der    rot,.    Kr.M--    mit    T.\a    M- 

l'ilm    sind    die    .\iissiclil,Mi    sehr    «crilis;-.     S,.|l,-|     wenn     m.-iii  '  Imli-,-! 

I.ehl     hat.     i-|     ,l,.r     lOrfol-     dnrcliaiis     nneli     in,  hl     -o  Ii,t 

,.      •■   I  '  I"  I  re  II  II  ,1  i  II     .\iire     ans     1!  .i  t;  ,•  ii     ( W    e  -  I  f  .i  1  ,•  n  i  ■     (.n-iix 

l--"''!"''    "' •    Iterlin-Westend.    I rstralle    s.,.    ,„„1    ,„„    ..,„,     .J    M^/;    ,';!. 

Iiiirtsla;;.      Kr    tra^t    seinen    rieliti^en     Namen.    eh,.nso    (irete     ^Fosll,.'inl     ninl 
\\erin'r     I' netterer.      Wenn     .si<.    zum     l'ilm     wolhni.     -o     ist     ,.s     am     zw.M-k 
iiialli-slen     Sie    s.-tzeii    sieh    mit    ,1,-n    lolirendin    Kiliimes.llsihalten    in    V,'r- 
liiiidiiii«.      Die    .Viisvii-hten    -iiid    aher    ül,-nU    null,      iti-denkei 
hiM.ihile     filinkr.ilte    ohne     lle-ili.i  tlii;iiii;;     -iml 


Bcriiit  *   ^r icS rieh  Ehe rt-^^ntO 


\V  a  Her  .\l..  H  .i  n  n  o  v  ,•  r  :  TJeliolifo  Kilnislars  sind  durch  ihre 
l-iliiitäti^keit  stark  in  .\nsprneli  yjenoiiiiiieii.  Kic  iniisspii  sieh  selioii  noch 
etwas  «i'ilnldin.  .lawolil,  die  riliiischiile  in  .Miinelieii  ist  zu  cinpfolili'ii. 
lOs  kommt  haiiti;;  \  or.  il.il.'i  I'"ilniszeiien  aiitVenoininen  niiil  später  ^vie,l,•r 
lii'i.insi^i  sehnilleii  wcrdi'ii.  w.is  in.iii  iioeli  iii'lit  weil!,  wenn  diese  .\nl'- 
n.ihmen    in   den    soncn.iniiten    Staiiilpholos    lest;;elialten    werilen. 

II.  s  I-  11.,  ti  ii  r  I  i  t  z  :  Harry  l'iels  l'.irtiieriiineii  in  ..Sein  urül^fer 
liliili  •    w.iren    Dary     Holm    und     \l.irleiie    Dietrich.      Die    Jlanptdarsteller    im 

l'ilm    ..Die    Wunder    i\r-    Schi sclinlis"    waren    die    liekaniiteii    Siiortslcnt,' 

Hannes  ScIimodiT  und  l'.riist  l'etersen.  Ma;;d:i  Son.j.i  i-t  si'it  Unrzeiii  .ini  li 
lii'i  ,1,'r  Sprcchliiihn,'.  ,\nd  Kue,!,'  Nisseii.s  iiiichsler  Film  lieitit  ,.IH{;  J'ran 
im    Talar  ■.      Iliri'    Itihlw  uns.  In'   sind   MirficmerUt. 

A  r  I  n  r  11  o  V  f  m  .i  n  n  ,  15  e  r  ii  h  n  r  .:;•  :  Jiie  mäiiiiliehe  Hauptrolle  in 
diiii  l'ilm  ..Der  Schaiispiider"  wurde  Min  l'ierrc  Ulanch.ir  dar^cstclll. 
l'.riist  lünkerts  iu-iu-sIit  l'ilm  lieiUt  ,.Ks  w.ir  eiiiial  ein  treuer  llnsar'. 
Si'iiie  \\  iihniiii;;-  i-t  in  lierlin  s\V  n.  Ilallescln-  Stralie  l.'i.  \tm  Dini';las 
l'airli.uiks  ist  kürzlich  der  l'ilm  ..Die  eiserne  -Ma.ske"  heraiisnid^omnii'ii. 
Il.arry  l'ii'l  .irlieitet  zur  Zeit  an  einem  l'iliii  ..Männer  ohne  liernl'  (Der 
Herr  .111-  Sndamerika*.  Uriiiille  llelins  neueste  l'ilnie  -iiid  ..(ielil  —  (leid  — 
(ield '■  lind  ..Dil'  wiinderliare  l.ii^e  der  Nina  l'etrow  ii.i'.  .1,-tzt  filmt  si,' 
in  .Ni'ii-Iiahelsliir:;  ...M.niolescii"  mit  Iwan  Mosjiikin,  ileinrieli  (ieor^e  und 
Dit.i.   l'arlo. 

W  .1  1  t  e  r  I'..  I!  r  e  s  1  ,i  n  ;  (iiiui  ilaiies  >viir(l<'  am  7.  .\pril  in  Paris 
;ieh<ireii.  kam  iilicr  die  Spriihliiiliiie  /.um  Kilm  iiiiil  filmt  aiiKenhlieklieh  in 
l'aris  ..Nächte  eines  l'rinzen"  mit  .laciines  Cati'lain.  Sie  i.-t  unseres 
\\  isseiis  verheiratet,  sild  .\iito;;ramme  lind  ist  ein  natiirlicher,  Kntlierzif;cr 
Mensch.  (lina  .\l.iiies  spii'lte  n.  a.  in  ..Tlieresc  Kaiiuin",  ,,Dii!  kleine 
skl,-i\iii'.    ..Die    Heilige    lind    ihr    .N;irr-',   ,,,S.  (».  >;.'-. 

.\  r  II  o  1  a  ir.  :  ])ie  Renaiie 
.\ilre.sse  di's  lii'treft'emlen  l.e-ers 
dürfen  wir  Ihnen  leider  nicht  inil- 
teilen.  tl:i  das  liedaktioiis(j;elieiiii- 
iiist   ist. 

T  i  I  d  y  .ins  IIa  n  n  o  \  e  r  : 
l>ie  Il.'iiiptilarsti'llerin  in  dem  l'ilm 
,.-\n  der  Weser'"  war  (freie  J{eiii- 
wald.  i.ilian  Ilar»eys  l'.irtiier  in 
..l'^iiie  Xuclit  in  l.oiidon"  war 
lioliiii  Irviii.  In  der  ..Orcliiileen- 
täii/.eriti'"  spielten  Louise  l.a- 
«raiifje.  Xenia  Desiii  iiiiil  Hicarilo 
(ortez  die  Hauptrollen.  W.iiiii 
..Die  l'r.iii  im  .Mond"  nach  Haii- 
iioMT  koiinnt,.  erl'ahren  ."-ie  sp.i- 
tcr  am  liesten  durch  ilen  Mesit/er 
Ihres  Stainiiikinos.  Xorläiifiy  i-t 
der  l'ilm  noch  nicht  in  Merlin  er- 
schienen. Die  Hauptrollen  in  ..In 
Stolzenl'els  am  l.'lieiii'  spielten 
(ireti-  Iteinw.ild.  .\l;iri.i  Miiidzenli. 
Helen  Min  .Münclihofeii,  Carl  de 
■\'out.  Harry  rraiik,  .An^clo 
Fcri.'iri. 

A.  II  e  II  II  e  III  a  n  n  .  1*  f  o  r  /  - 
li  e  i  III  :  l'.s  li'hen  \iele  l'"iliiist.ir- 
in  Dentscliland.  Die  .\nfn:ihmi'- 
d.iiK'r  und  die  Kosten  eines  Films 
rlcliten  sich  uanz.  nach  dem  lin- 
f;iiiH'  des  Filiiiw  erks  niid  dem 
\ii-iii.'ilje  der  .\usstattniij;-.  .\ll- 
:;enii'ine  Ann.ilicn  wnnlen  da  ein 
-iliiefcs  Hilil  er;;,'lieii.  Filiii- 
hiicher  aller  Art  erhallen  si,' 
durch  den  .Max  Malti-soii-\erl.i-. 
Uerliii  SW  (i^,  lütter-tralie  Tl. 
Der  l'ilm  ..Hef;ii'rde'  ist  in  lii'r- 
liii  -ilmn  uraiif^cfiihrt  worden. 
I'.ddi,'  l'olo  ist  10— i:.  .lahre  h.'im 
I  ihn  lind  .jetzt  durch  die  Deuts,  he 
riiiver.s.'il.  Ui'rlin  W  s.  .MaioT- 
slr.ilji'  .si>.  zu  erreiiheii.  s,'iii 
ii.i,h-ter  l'ilm  lieil.it  ..Der  Ti'ii- 
li  Isreporter"  llniNchel  der  (iroi;- 
stailt).  ...Mieiiti'iircr  Film  (i.ni.li.ll' 
wurde  in  einem  Merliiicr  .\teli,T 
gedreht  und  i-t  ein  Carlo  Aldiiii- 
Film.  I..'iieu  h.'ihcn  nicht  /.n- 
trilt  zu  den  Film;iteliers,  weil  ilir 
Uesucli  die  l'ilmleiite  hei  der 
Arheit   stiirt. 

F,  I  I  i       W..       Charlotten- 

1i  II  rn  :     Ch.irles    Köders    ist    nii- 

\  erheiratet,       sjirieht       jichroclicn 

Dentscli     und     wird    noch    in    die- 

-i'iii     .Tilne      in      melireren      l'.ii- 

iil'.iniet-l''ilmon    zu    si'lien    sein. 

I  r  t;  :     Ihre    Criille     siinl     I.ilian     llar\ey    iilierinitlelt 

sie     -elli-t\  erständlii  h     um     ein     .\iito;;ranini     liiltcn. 

Helm     lind     l.ili.in    llarM'y    hald    einmal    nach    H.im- 

Innli    l'roti'klion    k.inn    man    kein    Filmstar    werden. 

hört    auch     eine     l'.irtion 


imi    .111-- 
ir.i.     Iti'im 
I-l    iiiiil 


dali    \ieli 


F  1  -  .1  I!..  H  .-1  r 
Word, '11.  Si,.  ihirleii 
Mo-liih.  ilalJ  Uri-itt 
hiiri;-    koninii'ii.      Nein 

sondi'rn     nur    diinli     f;r<>IJ''s    Talent.      .Natiirlich 

(Jliiik    d.izii.      (ireta    (inrlni    kommt    Mirläntin-    iiicjit    nach    Heiitschland.     D 
hi'lrelTi'inlen     Filmküiistlerinnen    tilnii'H    .illc    fleilii;;. 

C.    I"..    (i  I  :l  II  e  h  .'I  II  :    ()-kar    .Marion    ist    hl I    und    hat    hlaup    .\nK<'ii 

^\  ir  nehinen  iin.  dalJ  sieh  .l.iek  TrcMir  und  (tskar  .M;iri«ii  iilier  Uliimen 
freiii'ii  würden.  Wenn  Sie  i'iiicn  Urief  uiinnllelliar  an  die  Kiin-tler  senden. 
s"  wird  er  .im-li  ^.elesen.  Ihre  liihlw  iinsche  sind  Mirfiemerkt.  si,.  cr- 
halleii  all,'  Iii  Mk.i  rt;'ii.  die  Sie  w  inisihi  n.  ilnich  den  Ni'il.i--  llln-trieilc 
l'ilmwoclie.     lii'rliii     SW     ii.s,     Koclistral.ie    li-.-*. 

Hans  T..  Leipzig:  Wir  neln'ii  Ihnen  hiermit  die  j-e"  iiiischt.ii 
Adri'-si'ii  hekannt:  st.'ir-l'ilin.  Ui'rlin  sW  |,s.  FrieilrichsIraUe  2l.s:  Daiisk- 
l'ihii-l'.ill.idiiim.  Kop,.|iliay,'n:  Di'iil-ih-.Nordisihe  I'ihn-Fiiion.  lierlin  s\\  |s. 
I'riedrichstralh'  i;;:  Dent-ch,'  liiM.rsal.  H.'rlin  W  .s.  .Maner-tr.iKe  t<J.  Die 
li.i.M'ri-ch,'  l'ihiiKcsclI-chaft  im  Kniclk.i-Konzern  li.it  ihre  liiiume  Herlin 
SW  IS.  Fricilrichslralle  i'lii.  linicUmaiin-Film  lierlin  sW  (,,s,  Koclistralie  7.;. 
Allio-I'.lm  Merlin  SW  (IS.  Kncli-tr.iUe  li,.  Ama-I'ilm  Merlin  sW  t.s,  Frie.l- 
richstralie  L'r.il.     Fm'I.mi   Holt   wohnt    lierlin-(  liarlotlenlmri;.  SiliilhT-tralJe   tjl. 

Ii.it    .1111   .!.    Oktolier   (ielinrlstas   I    ist    leili;;.     Mari.iniii'    W  inkelsti'rn    wohnt 

lii'rlin  W.  Fhlandstralh'  lii:;,  ist  iniM'rheir.'itct  und  li.it  :iiii  lM.  M.irz 
(o'hnrtstau.  Cill.v  Feiinlt  ist  durch  Feimlt-I'ihn.  lii'rlin  s\\  is.  Frieilrich- 
-ir.itie  Jlii.  zu   erri'ichen,   li.it  am  s.   .\pril  (ii'lnirtst.'i;;   iiml    is(   ein'iil'.'ills   leih-. 

F.  r  i  c  h  St..  D  1' e  s  il  e  II  :  Ihr  (iciliihlchcn  h.ilien  wir  mit  Inlere--"., 
uelesen    und     fimleii    es    i;.inz    iiiedlicli. 

I!  II  t  h    W..    li  .1  r  III  e  II  :      l..\:i    .M.ira    wohnt    Merlin-Westend,    l'oimneiii- 
.illee    :>.     F.rii.i     .Moren.'i     lierlin    NW  ".':!.    liändelstr.ilJe    .">.        Kainoii    N'ovaiin 
hefimlet    sich    aii;;,'nlilicklicli    zu    (iesan^rsstiidien    in    Mi-rlin:    seine    .\dres- 
Willi    :inf    si'iiien     W  iiii-ih     nicht     i;eii;.iiiit.        (li.iiles    |{,ij;ers     ist     iliiieh    d 
l'.ii.imoiint     siiiilios,     .,i;,i.     .\1  n.nhon     Street.     Holl.\wood,     K.'iliforiiioii,     /- 
eiieichcn.      Alle    Filnisi.irs   ^cheii   .Viitogranime. 


r;.   X..   r.  0  r  1  i  II  :    üamon    Xov.irro  liiilt    sifli    immer   inioli    inkosiiito   in 
Hi-rliii    mir.      i:iiiil    Jaiiiiiiifts    ist    auf    iluiii     W'fin'    liacli     Di-iitsclilaiiil.      I.va 
ilc    l'utti    lilüil    in  ili'ii    Ki>lrri--Slii.rnis.    I.oiicliiii.    lu-i   clrr    liritisli    Inli'rnatiniial 
..llu-    Inl'.iniicr-.   mit    Lars    llaiiMiii    iiiiil    Warwiclc   Wanl   al-    rariiicni.    iiiilir 
Arlliiir     Kiilii^ciiis     JJi'sii'-      W.'iiii     liiere     Zeilen     (TMlirim-ii.     «inl     Cainilla 
llorii   sclioii  in   ll.Tliii   sein.     I'ii;   l)clriMTi'inlcii  anicriliaiii-rh.-ii    Stars   «iilincii 
i]i    ll.iilywc,,..!.    Kai..    r.S.A.  .....  ,, 

K  a  I  h  f  lt..  F  r  a  II  k  t  II  rl  ,  tl.:  Urrm-r  1  iicil.-r.T  i>(  Ii'ilijr.  ll.iiry 
I  ifililvi'  liliiit  .si'it  1(*— i'i»  .l.ilirfii.  Hi-n  l.>iiii  Komiiil  xnrlaiilifr  iiielil  ii.nli 
liriilsililaiid.  I.va  .M.ir.i  ist  etwa  10  .lalirc  mit  l'rii-iliiili  Zeliiik  verlici- 
r.itcl.  l'iil.i  Ni'^ri  li.il  keim'  Kiiiili-r.  l'ranrn  üImt  ilic  KiHili's-inii  .!(•;• 
l'ilnikiiiislIiT   lic.iiilwiirli'ii    « Ir    i;ri"iilsä(/licli    iiiclil. 

/  w  !•  i  N  (•  II  ;;  i  *•  r  i  K  e  n  ii  s  H  (>  r  - 
I  i  II  :  Klis.iliclli  licrsiH-r  wuliiit  Hciliii- 
llaliU'iii.  l'.irail.iywcK  J.'i.  AVcnier  l'ii.M- 
tcn-r  HiTliii-Stfulilz.  KloisIstralJc  :;:. 
Hciili'  (iclicii  .Viilonraiiiiiic.  Cowili,  Kü- 
V.iliclh  lii'i!;iii-r  ist  aiirli  im  I.i'lii'ii  sclir 
liclieiisw  ilrili;;. 

H  I  i  I  I  .-1  I..,  H  o  r  1  i  II  :  Hans  Sliiwo 
uuliiit  ItiMliii  -  naiensco,  Paiilslinni.T 
suaUi-  !i.  ist  mit  einer  liiilnarisclu  ii 
Clieiiiikeriii  M'rlicir.itet  Mint  li.il  keine 
Kimler.  .^ein  neuester  Film  ist  ..(  a- 
illinstro".  Wenn  Sie  zum  Film  w.illen. 
Sil  müssen  Sic  viir  allem  mimisches 
T.ilent  h.ilien.  (ii-lien  sie  .sieh  aher 
keinen    llliisiiineii    hin 

F  V  :i  11  E  I  s  .1  t;  1 .  -  S  r..  II  .i  m  li  ii  r  j; : 
Kelly  .\iii.iiin  «iihiit  Herliii  \V,  Kiirliir- 
siendamm  li',  ist  .Xmerik.ini-rin.  iiiner- 
lieiralet     nml     t;ihl     Aiitdfir.imme. 

11  er  /  h  e  r  j;-  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  :  il.ir- 
tin  llerzlierw:  «dliiit  Uerlin  so  i'ii.  Wal- 
ilem.irsii.ilie  ll.M,  wiiiile  am  .'i.  J.iniiar 
in  Iferliii  ;ielioren.  ist  iiiiverheir.ilel, 
;;ilit  .\iii"'4i.imnie,  w  nrde  vor  in  .l.ihren 
\cin  .\.  \\  .  S.iMdliiT!;-  fiir  den  Film  eiit- 
ileekt.  wir  kiiizlieli  in  ..l>ie  Sielizelin- 
j/ihrinen"  und  ..\'iTirrfe  .luvend'  /.u 
sehen.  Ihre  (.iriilie  an  Herzlieit;  sind 
.■llls;;iMielllel. 

Kino  (i  r  e  t  a  (1  .i  r  h  n  -  V  e  r  e  li  r  e- 
r  i  n  ;  (iret.i  (iarlm  isl  wieder  ii.nli 
l'iih  er-City.  Kalif iirnien.  ziiriiekKekeln  l 
lind  .M-heilet  dort  liei  der  .Metro-tiold- 
vvvn-M.iver  an  ihrem  nenesien  Film. 
Sie  kommt  also  v  oijäiifii;-  nielit  ii.iih 
lleiil^elil.ind.  nie  Kiinsllerin  «nidi-.nii 
17.  April  in  tiöKdior:;'  nehoren.  Sie  i»t 
lijoiid.  l>l.'iMaii4;iK  lind  nn\  erheir.ilel. 
Kine  ihrer  (ilanzi ullen  i-l  ...\iina  K.m- 
nina"    sevsesi'ii. 

It  r  i  {;  i  I  '  e  H  e  I  ni  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n. 
Kiel:  l!rii;ille  Helm  h.il  am  17.  .März 
(ieliiirlst.i;;.  n'ilit  Aiifonr.imine  und  ist 
■iiieli  im  l.cdien  sehr  sy mp.ilhisrh.  Sie 
kiinnen  .in  .sie  sihreilien.  Ihr  neneslir 
l'iliii  ist  ..Die  v\  iiriderli.ue  I.iit;e  ili-r 
.\in,i  I'eiro«  ii;i".  Jn  .\rlieit  i-l  mit  ihr 
...M.iiiolesiif  mit  Iw.in  Mosjnkin  .ils 
l'.irliier.  Kine  Filniscli.iiispielerin  ll.inne- 
lore    .liimeil    ist    iiielit    hekannt. 

(i  e  r  II  o  t    AI..    H-e  r  I  i  n  -  .s  e  li  I  ,i  e  li  1  e 
in    llollvuoiiil.    K.'il..    lind    i^ihl    .\nio;;r.'ininie. 

F  netter  e  r  -  F  r  i  1  s  e  li  -  \  e  r  e  h  r  e  r  i  n  1  r  in  s  •'•  r  d  H.;  Der  neu- 
este l'ilm  mit  Werner  l'iietterer  heißt  ..ilorf;enriite".  Der  Name 
\  erehes    wird    .-iiif   der    ersten    Sillie    hetont.       Fred    Sujm    Ideilit    vorl.iiiliL;    in 

.\ rik.i.       li.'iiiioii      .\o\.irro     VM-ilt      iioeh      In      Ueilin.       .\iif    Wiinseli     des 

Kiinstleis  wird  seine  hiesige  Adresse  niilit  neii.innt.  (Ili  er  auch  ii.ieh 
Hremeii  l.'ihrt.  \\  isseri  «ir  leiiler  nicht.  Imre  I!.mI.i\  Ii.it  am  I.  Seplein- 
iier  Celini  Isi.in'  und  ucdiiit  Herliii  W.  Ceislier^-li.i  Ue  :;i.  l'eiision  Niiiii- 
lierner  l'lalz.  lOiii  neuer  F"ilm  mit  (  liaili's  Köders  ist  aiii;enliliclvlicli 
noch  nicht  ansezeij^t.  Dina  (Iralla  v\(dinl  Merlin  W.  .Speyerer  Sn;il.le  --. 
lind    hat   am    J.'i.   .I:iniiar    (ieliiirtstai;. 


Dnrolhv    .l.ini-    woliiit 


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SOilVitfcaS'W^rlCB^.  Hattersheim  b.  Frankf.  a.  A\.  A.  68 


X  II  r  F  r  i  t  s>  h  -  H  .-i  r  v  e  y  -  V  o  r  r  n  r  c  r  i  n  .  T  r  n  ii  U  f  n  r  t  .-i  m 
Main:  Ihr  liihlwnnsi  li  ist  vorgemerkt.  I.eni  Itlelenslahl  ist  nm.r- 
heir.ilel     iiliil    l'ilml     l'leilii};-. 

K  d  i;-  a  r  .  1'  .i  n  t  t,  in  i  m  .  K  .i  r  I  s  r  ii  h  e  -  1.  .i  n  s  :i  n  n  e  :  Sie  h.ilwii 
reclil,  r.iidvviü-  'rraiilm:iiin  hüll  sieh  im  Simiioer  meistens  in  sein,  in 
J,amlii;iiis  in  Ol>erba>  ern  :iiif.  Nein,  er  filmt  nicht  mehr,  l.il  Da;;o\,r 
uilil  .\iiiot;r.imine.  Itriino  Decaili  filmt  nicht  mehr.  Ver.i  Vornnini 
wohnt  lfi'rlin-\\  ilmer-dorf.  lhl.iinNlr.ilie  M.  ist  Itiissin  und  verlieir:ilet. 
Kin;i  Moren.i  wohnt  Herlin  NWJ:!.  HändelstraUe  :>.  Kiidolf  KIeiii-l!u-ue 
Kerliii-I.ichlerfelde-West.  llorleiisieii-triilJe  J.'i.  Die  Hanpld.irsteller  \":i 
..Zwei  .Menschen''  w:ircn  Annes  F.slerliazy  und  »>l;if  Fjord.  .M.ir^;ii  i'ie 
Schön     lleiiiN     l'eters-.VrnoliN    iiiiil    .M:ir-4;irele    Schlegel    filmen    muh. 

F  r  i  e  d  r  i  c  h  W..  R  r  e  ha  e  h  :  l!ii- 
dolf  N'alentino  war  It.iliener  und  wurde 
in  ('.islell.inet.i  ;;(lioreii.  Killen  Film 
..Kmil  lind  sililcmil  unter  den  .Men- 
sclienfrcssi'in'  (;ilit  es.  Willielni  Die- 
terle.  Ili-niiy  l*nrleii  iiinl  ll.iii-y  l.ieiliki> 
sind  .111  die  rälli;icii  .\ iilo^r.'i  loioi'  er- 
innert. ' 
.M  .1  r  i  a  K..  d  i  e  i:  i  n  s  i  V  <■  i  e  h  ,•  s-  , 
S  c  h  w  ii  r  III  e  r  i  n  ans  I.  e  i  p  z  i  u  : 
Wir  h.iheii  Kriisi  Verelies  Ihre  (inii:.- 
.•iiis^ericlilet.  W  .-11111  er  n.icli  I.eip/i^ 
kommt,  vv.dl.!  er  in  diesem  Aiij;enlili(  l> 
sellivi  noch  nicht,  l.ieii  De.\  ers  ist  diii.h 
die  Deutsche  IniM-rsal.  Berlin  W  s. 
\l:iiier~lr.il.!e  .s-J.  zu  erreichen.  »onr.Hl 
\  eiili  ^iht  .\  iilo:;r.imme.  hleilit  vor:iii-- 
-iclillicli  ein  li.iihe-  .l.ihr  in  üerliii  und 
wohnt  Herlin  Win.  l.ichiensiein.illee  ;.i. 
.\lle  l'ilnisl.irs  yidien  \iiliii;r;iiiiiMe.  .ihcr 
im  ;ill;;emeiiien  nur  auf  liildk:irleii  und 
nicht    in    l'nesie.ilheii. 

\  n  II  e  I  i  e  s  e  H..  I.  a  n  ;;■  e  n  >«  I  >  : 
l.i;ine  lliid  wohin  Herlin-Wesiciid. 
\\  iirlleiiiherKi-clie  Str.iUe  i:l.  wurde  .im 
Hl.  Aiitiilst  in  W  icn  •icluireii.  Sie  isl  cm 
frisclier.  leldi.iflcr.  selir  sy  mii.ilhischer 
.Meii-cli.       sie     '^ilM     .\  iito;;r.i  iiiine. 

^\  e  r  11  e  r  (i..  A  .i  r  .i  n  iS  c  li  vv  e  i  /': 
Aiidii'  .Mattoni  wohnt  Herlin  W.  \l  ir- 
loir^er  Sir.iUe  :i.  und  wurde  ;iiii  -1.  I'e- 
hiii.ar  in  K.irM>:ol  se'xiren.  H.inion 
Nov.irro  li.ill  sich  an^'elihlicklich  in- 
ko;iiiilii  i.ii  (ierliii  auf:  möglich.  d:ili  er 
;iucli  auf  sanz  kurze  Zeit  in  der  Sdi"  ciz 
;;e\vi'seii  ist.  Die  Fla  wird  \  iele  T. Öl- 
filme herstellen,  winl  aher  d.iiiel.eii 
n.ich  wie  ^  or  stninme  Filme  fahriziereil, 
IN  "iht  auch  Filmstars,  die  sich  selnili 
riln.MlnirisicIleri-ch  lielätiiit  li:ilien.  /..  Bi 
Milion  Sil)-,  durch  First  Natimi.il.  Hiir- 
h.iiik-lliill,\  w 'lod.  K.il..  zu  erreichen,  iiiul 
Hella  .Moja.  Merlin-W  «•-Iciid.  l.ietzeiiseO 
nfcr    III. 

F  i  I  m  f  r  <■  n  n  d  K.  .\I..  W  i  ii  t  e  r - 
I  h  11  r  is  c  li  w  e  i  zi:  Xiclil  (irel.i  (;.iiho. 
sondern  tierda  .M.iiiriis  siiielle  ilie 
vveihlicln-  ll.iiiiitrolle  im  Fritz  I..111-- 
Film     ..Spinne  •. 

K  d  i  t  h  .1    S..    H  erlin:     Ihr   AViin>.  h 
i-l     \  or;;enierkt. 
art:    Der    Filiii-al(e    von    Hrisiitte    Helm 
in    .. Ahwc^i'-    war    (.iistav    Dicl.il.     Franz    Feilerer    siiiidte    seine    erste    Fiho- 

r.lle    in    dein    Hi y    l'orlen-Film    ..Ziiflnchr-.    Kr    ist    .iiicIi    hei    der    Spncii- 

liiihne.  CeriLi  .M:iiiriis'  erster  Film  war  ..Spi,ine'.  Die  Knnsilerin  i-l 
iiiiv  eiheiralet.  H.ins  .Innkerin.inn  ist  mit  Jiili.i  Scrd.i  verinähll.  Idiiy 
.V'ii.'inn     wohnt     Herlin    W.     Knrfiirsteiid.imin    V2. 

W  .1  I  I  e  r  .M..  H  r  e  s  I  a  11  :  Cl.iire  Honimer  wohnt  Herliii-Scliiiiieliei -. 
Inii-hriick.o  SiralJe  J!l.  C.irlo  .\ldini  Herlin  W.  .\l.irtin-l.iillier-Sti:iÜe  l'I, 
f.iiii.id  \.'idi  Herlin  W.  I.ichleiistein.illee  i'.i.  Dit.i  r.iiio  Herlin  \\  .  .\lolz- 
sir.ilie  .s7.  F;U:i  Hrink  Herlin  W  .  I'r.iner  Sti.ilJe  :U.  Heinhold  Scliiin/el 
Herlin  \\  .  .\ ii;;shinner  Slr:il.le  (js.  Iw.i  W.inj.i  Herlin  ^V,  I'r.iner  I'l.ilz  I, 
K\i  K\.i  Herlin-A\  ilmcrsdorf,  H.idensclie  Str.ille  i:'..  Kmil  .I.iiininu;s 
HcM-rl.v -Hills,  llidijwood.  Kai.  l.ily  D.imit.i  isl  durch  die  liiilcd  .Vilisis, 
7.'oo    S.int.-i  ,.\lonic.i     Hoiilev.ird.    Hidlywood.    K.il..    zu    erreichen. 

1'  i  I  III  111  ii  d  e  I  ,  Kl  h  e  r  V  e  I  d  :  In  Herlin  existiert  keine  l'ilm- 
.-ihiile.  .\m  lieslen.  Sie  vveiiileii  sich  .also  direkt  .'in  die  Filmscsellsch.ir- 
Icn.  Wir  ulaiihen  aher  nicht.  dalJ  Ihre  Schritte  Krfol^  li;ihen  VM'rdeii, 
Die  l'iliiifresellsch.-iften  werden  mit  (iesneheil  von  Filiii.inwarierii  iilier- 
scliw  cmnit. 

Wollen  Sie  zum    JL      A  JL^X      .K    «S       Schreiben  Sie  sofort  an 

F.R.A.  HfNNIG,  BERLiN-GRUNEWAlD,  Fm3 


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Cbemnilz  Sa.,     Falk^plaU   2  Coblenz,    SJilr.lJ>lr.  35  Oanzig,  T<ip(i.ri;assc  23  24  Dresden-A.,   Frajjcr  Str.  35  Oüsseldori,    Stcinslr   2  I  Essen, 

llauplstr.  27  Frankfurt  M.,    Mainzer  Landslraße   59  63  Freiburg,   Kaisurstr.    132  Görlitz,    Jakobsir     16  Halle  S.,    MaiiJeburjitr   Sir    56  Hamburg   36, 

Cr    BKiciKii   31  Hannover,    Bahnhof'.lr    13  Kassel,  Olvri-   Kumtislr.   13  Kiel,   Hulstcnslr.  61  Köln  Rh.,    Hohe    Sir.  64  Königsberg,   Mün/vtr     17 

Leipzig  C   1,    Rudolpli'.tr.  4  Magdeburg,     Breilcr     Wci;     3  b  Mannheim,    U    4    6  München.     Salvalorstr.    18  Münster,    Roscnslr.    0  Rostock 

Sliinslr.    15  Stettin,  ScIiilKrsU.   13  Stuttgart,     F^oUbülilstr     41  Wiesbaden,    NXiUulmstr.     18 

AuBerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  Groß-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


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III 


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!Sic  \\irdiii  liihli'ii.  « ii'  sii'  :ill  iki*  .Miis 
(liT  ll.nit  ziclit.  «:i.s  clir^i-  MTstiipft  iiml 
zcr>li>rt.  siaiili  iiml  Silim  .tz.;ibi;i'>tiirli('iii" 
ll.'iiit  iiliil  iTh:nl<-tiT 'l'.i'rf  wrrilc'ii  Miii  iliT 
..Kt:i-'rr'iiil-.\l,i»ki--aii-  ilriil'nii-n  ucziii;i'ii. 
J»ii'  I  rs.iclic  ili  I-  -Mitrss.T  iiikI  I'I.i  km  i-l 
(l:iiiii  lii'-rili^l.  Sil;  wiTili'H  ciiir  ;iiii;i-- 
lli-liiiic  Kr\\äriiMiii<;  cniptiiidrii.  il.i  d.i-.  iUiit 
in  ilrc  ll.'iiit  urtrirlii'ii  uir'l  und  dii~c-  n.ilnt 
liiiil  11(11  lii'li'lil.  Nicii  30  Miniilcn  stellen  Sie 
lest:  Wangen  wie  Rosen,  verjiinelcs  Aus- 
sehen, klare,  reine  Haut,  weiche,  zarte 
Haut.  Kl.  In.  I;ill(ii  -in.l  Mr^  liu  iin.l.n.  I.'iinzrln  il:iiliirrli  k:iii/.  K'';;I:>I''I- 
iTwritrrli'  r  iri-n  zii>iinniiriii;i/ii-i'ii.  i-i  ^.lil.ilTi.'  Mii-Ui-In  "  iM.li-n  ti-icr.  Viele 
Frauen  von  40 Jahren  ii.darühcr  erscheinen  in  30Miniilen  um  lOJaluc  verjüngt. 
\  crMnlicil  Sic  rs  am  .Mirml.  «i'iiii  Sii'  \  orlialu'ii.  aii-ziit;ili'ii  <"lir  lii'-ni  li 
zu  riii|ifan;;i-ii,  Sil-  null  Hin-  l'rcnnilc  «i-rilrii  lirn'-i-l'-rt  nbi-r  ilii;  nrii  .  r- 
.staii(li-ni'   Srliiinlnit    srin.     Sir    «rrdi-n    zu    lliri-m    Itrsti'n   ansscIiiMi.    iiml    "iil 

Sir   ilics    \\i>M'n.    sicli    am    wiilil-lmi    liililru.     'Iini    Sii-    i-s    In    lliri-ni    i'ij; ii 

liiliri-sM-.  I'rri-  ilrr  ..Kta -l'iintMa-U.  •  Mk.  4,—  uiiil  l'i.rt.i.  V.r-an.l  iiii- 
.Tiiir.illin  piT  X.iclinalimi'  ilnrrli  liii-  ..lila'  (  lirm.-li'rliii.  TaiiriU  Ii.  m.b.H.. 
KiTliii-l'aiiUMU     111.    Itorlviini-tr.  -J. 


PICKEL,  MITESSER 


W^ 


O  Schöne  Augen 

^       .\-i:il.  Aiiü.-iil.r.iiu'ns.-il'l    starUI 


Cf) 

miCL- ^^^—         "iii^CXöOß    V  -V-i-il.    Vn-.-iil.r.iiu'ns.-ill    stärUI 

ii.i>     W  .iili-.liim    villi    Hi.iiirii 

■■^1  liiiiilii-it    lifili'iili't    tiliiiU.    Kriiil;;    lind    l.iibr.  u\\A  \\  im|pi-rn.      \'\v\<  M    l'  7... 

im  all  ilii-M-  Sii-üi.  ili'v  |,,.|i|.Ms  lirin-l   Si,-  Ihr  ..\\  il,,a-    li.i!    dii-    -Iciclicirki- 

niirciiirr  'Irint.    ilrr   Sic    .sd   cnivtclll    und    nn-  ücnsi-liallcn.    fiirln    ;ibci-    zii- 

^(■liiia    niaclit     —   der    Sic    alistiiUl.     Sclicinlicit  •■  Iciili  diinUlcr    Sein' diNUr -t 

iiffnci  alle   l'fiirlen  des   l.cl.en.<.     Dolialb   \er-  ~                             Viei-    .\l      "i  — 

«ciiilen    Si,.    «i.fnrt    nieiiic    Seli.-ilUnr    ...\.u..-  .\n-enhr.iiien  -  ,lie.;iiniin '    n'iir 

eernia  ■.     Silinii   n.iili  der  er>len   .\inveiid.   l.e-  ,„y   Keliltarbiiii:;  \  nn  Mraiien 

- I  die  I, ).'Uim  llirerll.ini.  iinil  Sie  Mdlier  und    \\iiii|ierii      l'reis  .\I     17-, 

»erden  mit    Ihrer  neuen,  xerjun-ieii  Hoiehl-  Zur   Krhiiliiin-  der  An-ihneUs- 

V'",'    ;■"',.  ' ■■•  ,'i"ITii""--'eieher     .MeiiM-li.  lalii-keit     der     .\n-cii      v.'r- 

li.Uel.    Miie-ser.    I  la  iituriel.:.    welk    werdei wende  ni.-in  ..|)i.-ini.inf.  J)er 

ur.iiie.     Iah  le    und    ürol.;|u.ri^;e    llaiit    bceiti^t  lilieU       wird        lebliali        und 

meine.vel,.sll>iirsamt,leiil-.iil>lelnin-Mir>;ielien.  iriseli.     Kein     ve-eta  li  i  - 

I  nnierUluh    tnr  die   I  m-ebnii-.  „hn,.    Iteriil-  li  s  c  li  e  .s     rriinaiat        Ili  1- 

.-leriiie.;.   I  ..i  r.inl lerl  iiii-eh:idlieli.    l'riM-  M.9.75.  ni.iiil  ■    .      .     .    l'reis    .\|  [    -.;.•, 

\''l--ind      -e^;ell      .\  .'l  e  h  li.  i  h  llii-      illii'eh 

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iüUI      leitunj)    A.  Kosenthai— \ros.  Berlin.     Für    die  Redaktion  und  Herausgabo  in  Oeslerrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Üom^asse  4.     Verantwortlich    lür  Anzeiijen 
Wilhelm     Schatfer,     Charloltenbiir^:.      Anzeifienverwaltunil    Bepa-Verlasi,    Berlin  \X'  .T).  Blumes  M.d    •>.       Kiiplerti.dIriirW :    Au^iiist    Srhcrl    C.  m    b.  II  ,  Berlin  S\X  6S 


Printeü  m  k^mar^v. 


/^^k^ 


NUMMER    2f        /        BERLIN,    26.    M  AI     1929       /       P  R  E I  S    4  0    PFENNIG 


olztlian  "CHarvev  in  der  iQaupirolL  des  ^Mja-C/ilms  „U)as  \\IJodeil  vom  \f llonißamasse 


iL 


*«■?«??;*■•.■--  »M^^-¥i?»i^«^g»»->»«^-»'ji^jH.3|W^'i'  in.  ■.■MU«RW. 


auf  den  Filmstreifen  /u  bannen,  bereitet  dem  Kino-Amateiir  größte  Freude  und  schenkt  ihm  viele 
frohe  Stunden.  —  Filmen  audi  Sic  selbst!  —  Die  beste  Gelegenheit  bietet  die  Sommerreise.  Es  gibt 
keine  schönere  Erinnerung  als  eine  reiche  filmische  ausbeute  von  dem,  was  Sie  sahen  und  erlebten. 

Vir  infcirnilrron  Sic  gern  uiixt-rbliulllifi  oIxt  die  cliir<uhc  llaiidli.tixint;  und  die  nlodrljjon  Ansdinltuniiskostoii  der  Aufnahme-  um'  \^■lcde^}fal)c- \pparnle 
der   Vni.ilriir-KtncniHtographle.    Ultlc  sdireibrn  Sie  uns  oder  besuchen  Sie  die  Ausstellungsräume  der  L'(a-Handclsgescllsdia((,  Berlin  SW  6S,  KodistraÜu  6— 8. 


a^i/l 


I)  I  i:    N\  c)  c  II  1.  \  s  c  II  K  I  r  i     n  i.  w    \  i  l  m  r  w  \  i  \  d  i; 


"^ILLY  FQITSCH 
im  FrÜz  Lang -Film  der  Ufa  „Frau  im  Mond" 


Auf    Vilma    Bankys    neuen 
Film  blickt  die  große  Ge- 
meinde     ihrer      Verehrer 
mit  gespannter  Erwartung.  Wird 
doch   die  große  Gemeinde   ihrer 
Verehrer     die     Künstlerin     ohne 
Ronald   Colman    auf     der    Lein- 
wand    sehen.        Gewiß,      Vilma 
Banky    ist    stets  Partnerin    ganz 
großer    Schauspieler    ge- 
wesen,   hat   in   Wien    mit 
Max     Linder,     in     Berlin 
mit  Georg  Alexander,  in 
Hollywood     mit     Rudolf 
Valcntino    zusammen   ge- 
filmt —  aber  richtig  ein 

Vilma  Banky  mit 

William 

Orlamond. 

Unten:     George 

Davis  _ 

Phot 
United  Artisis  ' 


gespielt  ist  sie  ai 
lein     mit     Ronald 
Colman    gewesen, 
mit   dem    sie    seit 
dem     ., Schwarzen 
Engel"     von    Tri- 
umph zu  Triumph 
schritt.     Aber  es  ließ 
sich  leider  nicht  ver- 
hindern,      daß       die 
Filme  mit  beiden  im- 
mer     gleichförmiger 
wurden.        In        das 
Spiel     von     der     er- 
wachenden Liebe  wa- 
ren      keine        neuen 
Züge    mehr   zu    brin- 
gen. Außerdem  hatte 
Vilma      Banky      sich 
inzwischen    mit    Rod 
la  Roque  verheiratet, 
und   die   Amerikaner 
fanden    es    unschick- 
lich,  daß   eine    junge 
Frau  in  so  ,, starken" 
Liebesszenen  heraus- 
gestellt  wurde.    Also 
mußte        mit        dem 
Wechsel     des     Part- 
ners    auch   eine   Än- 
derung    im     Aufbau 
der  Banky-Filme  vor 
sich   gehen.      Ronald 
Colman    filmt    einst- 
weilen   mit   Lily   Da- 


mita,  die  für  den 
Tonfilm  in  kurzen 
Wochen  Englisch  ler- 
nen mußte  und  de- 
ren Temperament  in 
Liebesssenen  ja  be- 
kannt ist.  Vilma 
Banky  spielt  wieder 
einmal  in  einem 
Kriegsfilm,  der  sich 
diesmal  im  Elsaß  er- 
eignet,      aber       eine 

deutschfreundliche 
Tendenz        aufweist. 
Die    Zeit,    in    der    in 
Hollywood  Filme  mit 

deutschfeindlicher 
Tendenz  hergestellt 
wurden,  ist  endgü 
lig  vorbei.  Die  blonde 
Vilma  hat  ein  Bau- 
ernmädchen darzu- 
stellen, das  einen 
Leutnant  im  Manö- 
ver kennenlernt.  Die 
beiden  sehen  sich 
wieder,  als  der  Krieg 
ausgebrochen  ist  und 
die  Beziehungen  bei- 
der Teile  sich  geän- 
dert haben.  Die 
Handlung  setzt  hier 
mit  Leidenschaft  ein, 
und  die  Vorgänge 
sind  nicht  ohne  Ro- 
mantik. Daß  Vilma 
Banky  auch  diesmal 
wieder  sehr  viel  Leid 
erfährt,  ehe  sie  glück- 


lich werden  darf, 
soll  nicht  verschwie- 
gen werden,  weil 
diese  Schauspielerin 
gerade  im  Ausdruck 
des  Schmerzes  stark 
ist.  Die  Rolle  ist 
natürlich  wieder  so 
geschrieben,  daß  sie 
das  ganze  Spiel  be- 
herrscht. Noch  nach- 
haltiger als  bisher 
wird  Vilma  Banky 
in  den  Vordergrund 
der  Handlung  ge- 
lragen, denn  Wal- 
ter Byron  besitzt 
bisher  noch 
Namen,  der 
nationalen 
hätte.  Das 
skript  stammt  von 
Frances  Marion,  ei- 
ner der  fleißigsten 
und  geschicktesten 
Dramaturginnen  von 
Hollywood,  die  an 
Vilma  Bankys  Er- 
folgen von  jeher 
großen  Anteil 
halte. 


Phoionwntage    mit 

Vilma  Banky    und 

Walter  Byron 

Plwt.  United  Artists 


keinen 
inter- 
Klang 
Manu- 


.^^ 


'uMmaß , 
Jim 

Genau  so  scIkui  wie  das  porlujjicsische  Wort  Miisii- 
raiia  ist  die  Träjjcrin  desselben,  eine  Schlange 
Brasiliens,  die  zu  den  Schcinboidcn  zählt.  Z\sei 
Musuranas  hielten  vor  cini{Sen  Wochen  ihren  Ein- 
zug in  die  Tierfilmstation  der  Ufa  in  Neuhabelsbcrg. 
Nach  freudiger  ßcj«rii(3unj!  ließen  \\ir  sie  ins  Bad  gleiten 
und  brachten  sie  dann  in  ihr  Heim,  ein  großes  Terrarium. 
Mit  allen  erdenklichen  Mühen  mußten  wir  unsere  neuen 
,, Stars"  betreuen,  um  sie  ihrer  Tätigkeit  als  Hauptdar- 
steller in  dem  Film  ,,Musurana"  bald  zuführen  zu  können. 
Hin  regulierbarer  Elektroofen  unter  dem  Terrarium  sorgte 
für  ständige  Molligkeit  (30  Grad)  der  Schlangendiva- 
Wohnung,  kommt  sie  doch  direkt  von  Brasilien.  Nur 
durch  besondere  Beziehungen  war  es  uns  möglich,  unsere 
Stars  aus  Brasilien  zu  importieren;  denn  die  Musurana 
untersteht  in  ihrem  Heimatland  dem  Naturschutzgesetz. 
Mit  großer  Sorgfalt  und  Mühe  züchtet  man  sie  auf 
Staatskosten  in  Brasilien,  uo  auch  das  große  Institut 
zur  Bereitung  von  Schlangenserum  aus  l'rivatmittcln  un- 
terhalten wird.  Der  Nutzen  der  Musurana  ist  für  die 
Brasilianer  sehr  groß;  sie  lebt  nämlich  fast  ausschließlich 
von  Giftschlangen.  Giftschlangen  gibt  es  sehr  viele  in 
Brasilien,  dem  schlangcnreichslen  Land  (neben  Indien) 
auf  der  Erde.  Zur  Vollcndur.g  unseres  Filmes  bedurften 
wir  auch  ihrer  Beutetierc,  der  Giftschlangen.  Ich  wählte 
die  Lachcsis  lanceolatus,  auch  Lanzenschlangc  genannt. 
Die  Lachesis-Schlangen  werden  bis  zu  eineinhalb  Meter 
lang.  Wir  haben  sie  mit  Erfolg  in  unserer  Station  ge- 
züchtet, das  größte  Weibchen  warf  zwölf  junge  Schlan- 
gen. Die  Giftschlangen  legen  keine  Eier,  sondern  werfen 
die   jungen  Schlangen   lebend,   nur   noch   mit   einer  dünnen 

Oben:  Wollram  Junghans  richtet  die  Szene  für  die  Aulnahmen 

her.    Mitte  und  unten:  Die  giltige  Lachesis  („Der  Buschmeister") 

vor  der  Kamera  Plwt.  Lja 


Eihaut  umgeben,  an  feuchtwarmcn  Stellen  ab.  Die  jungen 
Giftschlangen  sprengen  bald  die  Eihaut  und  kriechen  da- 
von als  vollständige  Wesen.  Die  junge  Giftschlange  kann 
von  Geburt  an  von  ihrem  Giftgebiß  Gebrauch  machen.  Mit 
meinem  Kameramann  Bernhard  Juppe  zusammen  gelang  es, 
diese  Geburtsvorgänge  aufzunehmen.  Eine  zweite  Lachesis 
von  1,30  m  Länge  wurde  als  Beute  für  die  Musurana  aus- 
gesetzt, sobald  die  Landschaftssituation  'aufgebaut  und  ein- 
gewachsen war.  Bald  fühlte  sich  die  Lachesis  in  der  neuen 
Landschaft  heimisch,  kurz  .  hintereinander  schlug  sie  zwei 
Ratten,  wobei  wir  die  Technik  des  Beißens  mit  der  Zeitlupe 
dichten. 

Einige  Tage  später  ließ  ich  nun  die  Musurana.  zwei- 
hundertdreißig Zentimeter  lang,  langsam  in  die  Landschaft 
der  Lachesis  gleiten,  es  dauerte  nur  wenige  Minuten,  bis 
die  sich  in  Bewegung  setzte,  um  geradeswegs  auf  die 
völlig  unbeweglich  daliegende  Lanzcnschlange  loszugehen. 
Kurz  vor  dieser  macht  sie  einige  Sekunden  halt,  züngelt 
einige  Male,  packt  die  Lachesis  in  der  Mitte.  Es  ist  er- 
staunlich, wie  schnell,  bisher  wohl  noch  nicht  wissenschaft- 
lich geklärt,  womit,  wodurch  die  Musurana  das  Vorhanden- 
sein einer  Giftschlange  in  ihrer  Nähe  feststellt.  Daß  sie  es 
sofort  merkt,  beweist  unser  Film  ,, Musurana",  von  dem  wir 
gerade  einen  Teil  dieser  flauplszenc  in  Gegenwart  einiger 
Vertreter  der  interessierten  Tagespresse  aufnehmen  konnten. 

Die  Lachesis  schlägt  ihre  Giftzähne  in  die  starklederne 
Haut  der  Musurana,  jedoch  ohne  jeden  Erfolg.  Plötzlich 
windet  sich  die  Musurana  spindelförmig  um  die  gepackte 
Lanzenschlange  und  läßt  sie  dann  ganz  vorsichtig  wieder 
lockerer,   behält   aber   die   gepackle    Beute   fest   im   Maule. 

Das  zweitemal  machte  die  Musurana  sich  die  Sache  noch 
etwas  leichter.  Halb  ausgestreckt,  den  Kopf  etwas  aufge- 
richtet, bleibt  sie  regungslos,  als  sie  eine  Lachesis  auf  sich 
zukommen  sieht,  und  läßt  diese  an  sich  vorübcrgleiten  bis 
zum  Schwanzende.  Da  packt  sie  in  aller  Ruhe  am  äußersten 
Schwanzende  zu,  umschlingt  sie  nur  ein  wenig  und  beginnt 
die  Lachesis  vom   Schwanzende  aus  sich  einzuverleiben. 

Und  nun  noch  eins.  Fast  täglich  kommen  Besucher  in 
unsere  Station,  die  fast  alle  beim  Betrachten  unserer  Gift- 
schlangen fragen,  ob  ich  ihnen  die  Giftzähne  ausgebrochen 
hätte.  Das  Ausbrechen  hat  docl/  wirklich  keinen  Zweck, 
wie  sollte  ich  dann  die  Giftschlange  monatelang  oder  jahre- 
lang halten,  pflegen  und  füttern?  Ohne  Giftzähnc  können 
die  Giftschlangen  eben  nicht  fressen.  Die  zweite  Frage 
lautet  immer:  ,, Fressen  die  Schlangen  ihre  Beute  in  einem 
Stück?"  Hierauf  kann  man  natürlich  nur  antworten;  ,,Ja, 
keine  Schlange  kann  kauen.  Sie  muß  ihre  Beute  in  einem 
Stück   hinunterwürgen." 

Wolfram     Junghans 


Oben:  Kopf  der  Lachesis.    Mille  und  iinlen:  Kampf  zwischen 
Musurana  und  Lachesis  i'iwt.  Ufa 


%(      .'*: 


V, 


»         >^ 


X«.'    -, 


,  \ 


VV 


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>^^: 


1 


Während  es  in  Hollywood  heute  als 
selbstverständlich  angesehen  wird, 
daß  ein  Star  neben  dem  Auto  ein  Flug- 
zeug besitzt,  und  daß  er,  wie  Bebe  Da- 
niels, Anna  G.  Nilsson,  das  Piloten- 
exanien  ablegte,  ist  es  bei  uns  noch  un- 
gewöhnlich, wenn  eine  Schauspielerin 
vom  Ehrgeiz  gepackt  wird,  es  einer  Thea 
Rasche  nachzulun.  Als  Ida  Perry,  die 
früher  sehr  beliebte  Operettensoubrette, 
Mutter  der  Charlotte  Ander,  vor  dem 
Kriege  als  Luftballonführerin  aufstieg,  er- 
regte das  Aufsehen.  Jetzt  hat  Betty 
Amann,  der  jugendliche  Star,  sich  dem 
Flugsport  gewidmet,  eine  Aufgabe,  deren 
Erfolg  diese  Bilder  zeigen. 


Imiil  Jannings   wird  bei   sciiiir  Rückkehr  am   Lehrter   Bahiilml'  von   der   \h'ii^e   sitinnisch   beorultt 


\'on    Hanns   Schwanz 


Die  Retjie  eines  Films  ist,  wie  jede  künstlerische  GestaltimtS, 
aufbauend.  Im  Rahmen  der  äußerlichen  Struktur  des  Ge- 
schehens haben  sich  die  einzelnen  kiinUlerischen  Aiis- 
drucksmöjilichkeiten  zu  bewegen.  Infolgedessen  darf  sich  bei 
einer  Filmregie  der  künstlerische  Aufriß  nicht  schrankenlos  ent- 
wickeln. Die  Rejjie  ist  ijehemnil  und  muß  es  aus  einer  fast  immer 
richtigen  Erkenntnis  der  Erfordernisse  der  Leinwand  sein.  Sie 
darf  das  Spiel  nicht  weiten,  sondern  muß  die  Spitlspannungen 
ballen.  Nichts  ist  während  der  Regiearbeit  schöner,  als  eine 
S/^ene  wirklich  mit  allen  Nuancen  ausspielen  zu  können,  aber  die- 
sem Ausspielen  folgen  meistens  Gewissenskonflikte.  Das  mimische 
Gewissen  der  Szene  kämpft  mit  dem  Wissen  um  die  filmi- 
schen Notwendigkeiten  des  Gesamtwerkes.  Die  einzelne  Szene 
ist  ja  nicht  Selbstzweck,  hat  ja  nicht  eine  oder  mehrere  Empfin- 
dungen dem  Publikum  gelöst  zu  übermitteln,  sie  hat  nur  eine 
Treppe  zu  dem  Gesamtgeschehen  des  ganzen  Filmwerkes  zu  sein. 
Ist  man  nun  mit  der  Regie  der  einzelnen  Szenen  eines  Films 
fertig  und  warten  die  vielen  Einstellungen,  die  bisher  allabendlich 
bei  den  Vorführungen  vor  den  Augen  des  Regisseurs  vorüber- 
zogen, auf  ihre  kompositorische  Zusammensetzung,  so  beginnt  die- 
ser  Kampf    im    großen. 

\\,  enn  der  Konfliict  eines  Films  durch  grol5es  äußerliches  Ge- 
schehen unterstützt  wird,  so  ist  die  Komposition  des  Gesamtwer- 
kes leichter.  Denn  aus  der  Umgebung,  aus  dem  großen  Milieu 
läßt  sich  die  Gesanitstimmung  entwickeln  wie  auch  die  Stim- 
mung im  Spiel  der  einzelnen  Menschen  erklären.  Entwickelt 
sich  aber  das  Geschehen  des  Films  aus  dem  Spiel  weniger  Men- 
schen, wie  es  in  meinem  neuesten  Film  der  Erich  Pommer-Pro- 
duktion  der  Ufa  ,,Die  wunderbare  Lüge  der  Nina  Pelrowna"  der 
Fall  ist,  so  hat  beim  Zusammensetzen  des  Films  nur  dieses  Spiel 
in  der  menschlichen  Steigerung  seelischer  Konflikte  Wichtigkeit, 
So    kann    ich    sagen,    daß    ich    beim    Schneiden    dieses    meines 


neuesten  Films  im  wahrsten  Sinne  des  Wortes  jedesmal  einen 
Schnitt  im  Hej^zen  empfand.  Viele  Situationen,  deren  Anfang 
und  Ende  mir  in  Erinnerung  an  schöne  Arbeitsstunden  teuer 
geworden  waren,  fielen  meiner  Regisseurschere  zum  Opfer.  .Jedes- 
mal kosteten  gerade  diese  Kürzungen  Überwindung,  ja,  ich  kann 
sagen,  Herzblut;  Szenen,  von  denen  man  viel  erhofft  und  von 
deren  Wirkung  ich  mir  außerordentlich  viel  versprochen  hatte, 
mußten  fallen.  Aber,  wie  bei  jeder  Kunst,  sind  die  Gesetze  der 
künstlerischen  Einheit  nicht  zu  sprengen.  Hemmende  oder  die 
Spannung  lösende  Spielmomente  mußten  fallen,  obgleich  diese 
Szenen  in  ihrer  Gestaltung  ausgezeichnet  waren.  .'Xber  nur  noch 
der  Höhepunkt  der  Szene  ist  wichtig.  Das  .Vuf-  und  .abklingen 
des  Spiels?  —  vergessen,  verloren. 

Die  Tätigkeit  des  Filmregisseurs  besteht  aus  zwei  verschie- 
denen künstlerischen  Betätigungen.  Man  kann  sagen,  jeder 
Filmregisseur  hat  zwei  Seelen.  Bei  der  Regie  muß  er  alle  Spiel- 
möglichkeiten aus  dem  einzelnen  Schauspieler  und  aus  den 
Schauspielern  in  ihrer  Zusammenarbeit  herausholen  und  einem 
objektiven  und  scharfen  Beobachter,  der  Kamera,  übermitteln, 
in  jeder  Szene  einen  Höhepunkt  des  Spieles  schaffen  und  dem 
gegebenen  Geschehen  einen  sichtbaren  Ausdruck  verleihen. 
Die  Montage  des  Films  dagegen  hat  ganz  im  Geg'jn- 
teil  nicht  auf  die  einzelnen  Spielnuancen  zu  schauen,  sie  muß 
exakt,  klar  und  deutlich  die  Steigerung  der  Handlung  heraus- 
arbeiten, alle  hemmenden  Momente  ausmerzen  und  den  Film 
nicht  von  der  Einzelszene  her  aufbauen,  sondern  die  Einzelszene 
in  den  kvinstlerischen  Gesamtaufriß  einschalten.  Nur  dann  be- 
steht die  Möglichkeit,  den  seelischen  Aufbau  herauszuarbeiten 
und  dem  Zuschauer  die  einzelnen  Bildmoniente  zu  einem  in  sich 
geschlossenen  Filmwerk  werden  zu  lassen.  Die  Einzelszene  ist 
vergessen,  tot,  und  der  Gesamtfilm  lebt  aus  dem  kompositori- 
schen Ineinandergreifen  seiner  einzelnen  Bildelementc. 


e  Mille  gilt  zwar  nicht  als  der  künstlerischste, 
r   als   der   erfolgreichste    Regisseur   Amerikas. 
It    immer    noch    David    Wark    Griflith    an    die 
ersieht    dabei,    daß    dieser    Pionier   der    Film- 
seit   zv\anzig   Jahren   in   den   Ateliers   arbeitet 
undert  Filme  schuf,  gew  iß  ein  Dutzend  künst- 
ller  Arbeiten  aufzählen  kann,  aber  doch  recht 
d  seit  ein  paar  Jahren  bedenkenlos  fabriziert, 
verlantjt    wird.      Der    etwa    gleichaltrige    Cecil 
:iuch  von  der  Bühne  kommt,  hat  sich  in  dieser 
1    frischer    gehalten.      Er    ist    immer    noch    der 
unerschöpflichen   Einfällen,  dpr  Draufgänger, 
keinen    Schwierigkeiten   scheut,    ein   unermüd- 
,  der  einen  sechzehnstündigen  Arbeitstag  spie- 
ch    läßt.      Denn    Cecil    B.    de    Mille    ist    außer 
seiner  Tätigkeit  als   Filmregisseur  noch 
Bankier     und     Sporlsmann,     der     seine 
Segeljacht    selbst    kommandiert    und    im 
Pazifischen    Ozean    kreuzt,   weil    ihm    in 
der  großen   Einsamkeit   des   Meeres   die 
besten    Gedanken    einfallen.     Cecil    de 
Mille    hat,    wie    die    meisten    Filmleute, 
klein    begonnen,    ist    aber    bald    zu    An- 
sehen und  Reichtum  gekommen,  u  as  auch 
in     der     amerikanischen      Filmindustrie 
von   fünfzehn   Jahren   leichter  als  heute 
war,    wo    sich    die    Konkurrenz    verviel- 
facht hat  und  eine  Karriere  viel  schwie- 
riger   zu    machen    ist.      Seine    Freunde 
behaupten,   daß   Cecil   seine   großen   Er- 
folge  nicht   allein   seiner  Zähigkeit   ver- 
danke, sondern  in  gleichem  .^laße  seiner 
Fähigkeit,    die    geeigneten    Mitarbeiter 
zu    finden.      Er    war    einer    der    ersten, 
die   einsahen,   daß   der   Film    als    photo- 
graphische    Kunst    auch     ungewöhnlich 
gut    photographie'-t    sein    müsse.      Diese 
Tatsache     erscheint    uns    heute    selbst- 

Oben:  Cecil  B.  de  Mille  mit  seiner  Familie 
in  seinem  Heim.  Im  Kreis:  Cecil  im  Alter 
von  17  Jahren.  Mitte:  Frau  de  Mille. 
L'n!eii:  Der  Aufnahmcslah  bei  der  .Arbeil 
!■■'  r    W..f,.-  M 


\ 


versländlich,  aber  sie  war  es  durchaus  nicht  immer  gewesen. 
Deshalb   erregten   die   ersten   Bilder   von   de   Müle,  die   nach 
Deutschland    kamen,    bereits    wegen    ihrer    Photographie    be- 
trächtliches Aufsehen  und  haben  in  dieser  Beziehung  Schule 
gemacht.      Nicht    so    sehr    seine    Art    der    Regieführung,    die 
zwischen  bewegte   Szenen  stets   Genrebildchen   einschneidet 
und  den  Effekt   der  Szenen  gern  aus   Nebenhandlungen  her- 
ausholt.     Wenn   ein   paar   Leutchen    die   Meinung    vertreten, 
Ernst    Lubilsch    sei    von    Cecil    de    Mille    beeinflußt,    so    ist 
das  barer  Unsinn,  denn  die  Art  von  Ernst  Lubitsch  ist  voll- 
kommen anders  und  war  in  ihren  Anfängen  von  Max  Rein- 
hardt angeregt,  während  unser  gro(5er  Landsmann  inzwischen 
seinen    eigenen,  'optisch    geballten    Stil    gefunden    hat.      Da- 
gegen ist  die  gesamte  Russenschule  von  Eisenslein  an  nichts 
weiter    als    russifizierter    Cecil    de    Mille.      Seine    Technik, 
durch  Genrebildchen   abzulenken,   seine 
nicht  zu  leugnende  Neigung  zu  brutalen 
Effekten,    seine    Art,    die    Bewegung    zu 
steigern  • —  alles   das  hat   man   in   Mos- 
kau    geschickt     nachgemacht     und     nur 
durch   einen    noch    kürzeren    Bildschnitt 
den    Anschein    von    Originalität    hervor- 
gerufen.    Eine  so  bcwegbche  Natur  wie 
Cecil  de   Mille    kann   sich   natürlich   von 
Beeinflussungen  nicht  freihalten,  und  so 
ist  leicht  festzustellen,  da(i  Lubitsch  von 
dem     Amerikaner    mit    Erfolg    studiert 
worden    ist,    wenn    man    die    biblischen 
Szenen     der    ,,Zehn     Gebote"    mit     dem 
zwei  Jahre  früher  gedrehten   ,,Weib  des 
Pharao"   vergleicht.     Womit  nicht   etwa 
die     Tatsache     gemeint      ist,     daß     die 
Pharao-Kostüme    alle    von    Berlin    nach 
Hollywood    geschickt    wurden    und   dort 
za  den  Aufnahmen  der   ,,Zehn   Gebote" 
herhalten  mußten.  Dramaturgisch  arbL-itct 
de    Mille     stets     mit     Miß     McPhcarson 

Oben:  Cecil  und  William  de  Mille  vor 
45  Jahren.  Daneben:  Das  de  Mille-Depar- 
iemenl  im  Melro-Sliidio.  Mitte:  Cecil  de 
Mille  und  sein  erster  Kameramann  Pave- 
rell  Marlcy.  Unten:  de  Mille  und  Joan 
McPhcarson         riwt.  M.-n.-M. 


"•^^ 


Von   Heinz  Udo 

Alle  Filmredaktionen  der  Welt  atmeten 
etwas  erleichtert  auf.  als  sich  Jackie  Coo- 
jjan,  das  FilmwunderVcind,  mal  auf  eini<Je 
Jahre  vom  Film  zuriickzoij.  Die  Zeiten,  da  ,,The 
Kid"  —  ,,Das  Zirkuskind"  usw.  liefen,  waren 
Zeiten  härtester  PrüfunjJ  für  die  bedauernswerten 
Filmredakteure,  denen  sprölilin^sstolzc  Väter  die 
Tür  einliefen,  um  ihnen  ein  härm-  und  argloses 
kleines  Geschöpf  zu  präsentieren,' das  mittels  lan- 
jjer  Haare  und  einer  verkehrt  aufgesetzten  Mütze 
zum   ,, Jackie   II."   gestempelt   sein    sollte! 

Mit  dem  Verschwinden  Jackies  von  der  Sil- 
berleinwand wurde  es  dann  — •  Golt  sei  Dank  — 
etwas  ruhiger  —  die  Kinder  bekamen  ihre 
Haare  wieder  geschnitten  —  setzten  die 
Mützen  wieder  richtig  auf  und  —  gingen  brav 
zur  Schule,  —  genau  so  wie  es  ihr  großer  Kollege 
Jackie  Cocgan  auch  tat.     Und  das  war  gut  so! 

Es  gibt  natürlich  auch  heute  noch  ,,Kinder- 
slars"  in  Hollywood  —  kleine  Jungen  und  Mäd- 
chen, deren  Gesichter  die  ganze  Welt  kennt,  die 
mit  ihren  acht  oder  zehn  Jahren  schon  recht 
anständig  ,, erwachsene"  Gehälter  verdienen  —  — ! 

Aber  —  von  ihnen. soll  hier  nicht  die  Rede  sein. 
Sie  sind  auch  schon  eine  Art  von  , .Wunderkin- 
dern" —  sie  sind  schon  Darsteller  im  Sinne  des 
Wortes  —  iunge  und  jüngste  Schauspieler  — 
aber  eben  doch  schon  —  Schauspieler! 

Die  Kleinen,  die  immer  Erfolg  haben,  sind  grof3e 
Anonyme!  Kein  Mensch  kennt  ihre  Namen  -— 
kein  Mensch  wird  sie  je  erfahren  —  aber  trotzdem 
geht  ein  Rauschen  durchs  Kino,  wenn  sie  erschei- 
nen —  ein  ,,Ahh!  ■  und  ,,Ohh!  '  —  entzückte  Aus- 
rufe werden  laut  —  im  \u  haben  sie  die  Herzen 
der  Besucher  gefangen! 

Manche  Manuskriplschreibt  r  und  Regisseure 
haben  diese  Erscheinung  schon  bis  zum  Über- 
maß ausgenützt!  Vor  zehn  Jahren  noch  war  es 
in  deutschen  Filmen  sozusagen  Ehrenpflicht  de^ 
Stars,  nach   sechs   traurigen   Akten  anständig  und 


▼  > 


fMp, 


Brachvogel 

sympathisch  zu  sterben!  —  Dann  kam  das  „happy 
end",  von  Amerika  importiert,  und  hier  trat  .gleich 
eines  der  Kleinen  mächtig  hervor;  das  Babv! 
Während  man  sich  heute  schon  wieder  niil  dem 
einfachen  .,Kuß-  und  SchluiJ-Bild"  bejinügt,  war 
es  damals  unbedinijt  notwendig,  das  lilücklich  ver- 
einte Paar  ein  Jahr  später  über  eine  Wiege  ge- 
beugt zu  zeigen,  in  dem  das  obligate  Baby  stram- 
pelte! Dieser  Schluß  wird  uns  jetzt  gewöhnlich 
wieder  erspart. 

Das    gleiche    sehen    wir    aber    auch    bei    Tieren 

—  hauptsächlich  bei  kleinen  Tieren!  Ein:,Korb- 
chen  voll  kleiner  Katzen  oder  Hunda  kknn  in 
einem   Film    stürmische   Begeisterung  hervorrufen 

—  oft  größere,  als  es  ein  richtiger  ,, Tierstar",  wie 
/.   B.  Rintintin,  vermag! 

Dem  Tierstar  geht  es  da  so  ähnlich  wie  dem 
Kinderstar!  Das  Publikum  bewundert  wohl  — 
aber  es  bewundert  eine  Leistung,  von  der  es 
weiß,  daß  sie  bewulH  hervorgebracht  wurde! 

Beim  Baby,  das  in  der  Wiege  strampelt  — 
beim  kleinen  Kind,  das  mit  irgendeinem  Hünd- 
chen spielt  —  bei  kleinen  Tieren,  die  in  drolli- 
gem Ungeschick  tolpatschig  über  die  Leinwand 
taumeln,  hat  man  das  Gefühl  des  Echten,  des  L'n- 
gewollten,  des  ganz  Natürlichen  —  man  hat  das 
Empfinden,  daß  hier  von  der  Kamera  die  Natur 
selbst  belauscht  wurde,  und  das  gibt  diesen  Bil- 
dern einen  unsagbaren  Reiz,  der  gar  nichts  mit 
Sentimentalität  oder  ähnlichen  Gefühlchen  zu  tun 
hat. 

Während  die  Filmgegner  behaupten,  der  Film 
verbilde  die  Menschen,  er  erziehe  sie  zur  Schau- 
spielerei, erwecke  den  Hang  zum  Unechten  und 
Theatralischen,   sehen   wir   gerade   das   Gegenteil. 

Durch  die  Gegenüberstellung  von  Natur  \\\\\ 
Schausj.el  erzielt  der  Film  starke  Eindrücke, 
weckt  gerade  dadurch  im  Beschauer  —  vor  allem 
ifii  Großstadtmenschen  —  wieder  den  Sinn  füi 
das  Harmlose,  das  Einfache,  das  Natürliche! 


.r 


Oliue  Bürden   und  Ncrui   Qiiarlaro  vom   Cohinibia-tilm 


r/n-l.   Cflumh.   I'ui. 


r 


// 


Vor  achtzehn  Jahren  war  Majjerkeit  noch  nicht  die  erstrebte 
Modelinie,  und  eine  so  schlanke  Erscheinunji  wie  Asta 
Nielsen,  deren  Stern  im  Aufgehen  war,  fiel  bereits  durch 
ihre  Figur  auf.  Eine  der  nettesten  Bemerkungen  darüber  machte 
einmal    Albert    Paulig. 

,, Denkt  euch  an,"  erzählte  er  im  Bühnenklub,  „heute 
morgen  fährt  durch  die  Blücherstraße  eine  leere  Droschke,  hält 
vor  Meßters  Atelier  —  und  wer  steigt  aus?   .  .   .  Asta  Nielsen." 

■k 

Die  Premiere  im  Großen  Schauspielhaus  unter  Max  Rein- 
hardt, bekanntlich  der  von  Hofmannsthal  bearbeiteten  ,,Ödipus", 
endete  mit  einem  schweren  Reinfall.  Die  Räumlichkeiten  der 
Bühne  stellten  sich  als  zu  groß  heraus,  da  man  das  Gebäude, 
den  früheren  Zirkus  Schumann,  noch  nicht  recht  für  die  Ver- 
hältnisse eine  Sprechvorstellung  umgebaut  halte.  Außerdem 
waren  die  Schauspieler  auf  die  akustischen  Veränderungen  der 
Stimme  in  dem  Riesenraum  nicht  eingeübt,  so  daß  man  den 
Dialog   in   den   oberen    Reihen    nicht   mehr   verstand. 

Am  nächsten  Morgen  saß  Reinhardt  sorgenvoll  mit  seinem 
Stabe  in  den  ersten  Parkeltreihen  und  man  beratschlagte,  welche 
Änderung  wohl  eingeführt  werden  müßten,  um  das  Große 
Schauspielhaus  zu  einem  gewinnreichen  Unternehmen  zu  machen. 

„Ich  habe  da  eine  Idee",  fiel  Paul  Wegener  plötzlich  ein.  „Aus 
diesem  Theater  ließe  sich  ein  wunderbarer  Zirkus   machen," 

• 

In  Kansas  City  ist  die  Prohibition  sehr  streng  durchgeführt. 
Man  kann  nur  mit  größter  Mühe  Alkohol  auftreiben  und  muß 
ihn     dann    ganz     heimlich     genießen,     weil     die     Womans    Clubs 


hinter  den  Sündern  her  sind,  um  sie  bestraft  zu  wissen.  Als 
einmal  Lars  Hanson  in  Kansas  City  filmte,  hatte  der  Aufnahme- 
leiter seine  liebe  Not  damit,  alle  Bootlegger,  die  Alkoholschmugg- 
ler, von  Hanson  fernzuhalten,  weil  sonst  der  Film  sofort  boykot- 
tiert worden  wäre.  Hanson,  ein  besonderer  Verehrer  eines  guten 
Tropfens,   mußte  sich  seufzend   in  sein  Schicksal  ergeben. 

Nach  Hollywood  zurückgekehrt,  traf  er  wenige  Tage  später  die 
Mitglieder  jener  Expedition,  die  einen  Wüstenfilm  in  Nevada 
gedreht  und  schwer  unter  den  Sandstürmen  und  der  fürchter- 
lichen Hitze  gelitten  halten.  ,,Sie  glauben  nicht,  wie  entsetzlich 
es  war,  als  wir  uns  verirrten",  klagte  die  unerschrockene  Anna 
Qu.  Nilsson.  ,,Wir  sind  beinahe  verdurstet.  Sieben  Tage  hatten 
wir   kein    Wasser," 

,,Und  ich  erst"  —  antwortete  Hanson  —  „ich  war  in  Kansas 
City  und  hatte   sieben  Tage   nichts  als  Wasser!' 

• 

Emil  Jannings  war,  als  er  nach  Kalifornien  kam.  mit  den  dor- 
tigen Landessitten  und  -zufallen  nicht  vertraut.  Beim  ersten 
Donnerslagsessen  auf  Krälys  ,, deutschem  Abend"  gab  es  zu  der 
getrüffelten  Pute  die  besten  aus  Mexiko  geschmuggelten  Weine, 
echt    amerikanische    Drinks    und    ausgezeichneten    allen    Kognak. 

Während  des  Desserts  wurde  Kalifornien  von  einem  Erdstoß 
heimgesucht.  Das  Haus  zitterte,  der  Tisch  bebte,  und  der 
Kognak,  den  Emil  eben  zum  Munde  führen  wollte,  ergoß  sich 
über   seine   Hemdbrust. 

,,Wenn  ich  in  diesem  Zustand  bin,"  sagte  Emil,'  der  das  unter- 
irdische Toben  nicht  beachtet  hatte,  ,,ist  es  Zeil  für  mich,  mit 
dem   Trinken   aufzuhören." 


I 


mmk 


Jenny  Jugo  und  Beify  Amann  in  Herder 

Phot.    Uta 


L. 


Ratten  sind  nicht  nur 
recht  häßliche,  son- 
dern auch  gefährliche 
Tiere,  und  wenn  man 
sie  verfolgt,  so  ge- 
schieht das  zum  Wohle 
der  Allgemeinheit.  Der 
Naturforscher  aber,  der 
den  einzelnen  Tieren  eingehendes  Interesse  zu  widmen  hat, 
sieht  Ratten  mit  ganz  anderen  Augen  an.  Er  erkennt  sie 
nicht  nur  als  recht  klugfi  Tiere,  die  mit  Pfiffigkeit  verstehen, 
der  Verfolgimg  zu  entgehen,  sondern  lernt  auch  sympathische 
Züge  an  ihnen  kennen.  Wenn  man  den  Ufa-Kulturfilm  ,, Er- 
lebnisse einer  Tierfamilie"  gesehen  und  über  das  Grauen  der 
ersten  Meter  hinaus  ist,  betrachtet  man  das  Leben  dieser 
gehetzten  Nager  mit  anderen  Augen.  Zahllos  ist  das  Heer 
ihrer  Feinde,  und  sehr  viele  von  ihnen  enden  in  den  Krallen 
einer  Eule.  Bemerkenswert  ist  die  Naschsucht  der  Ratten, 
die  sie  mit  einer  ungeheuren  Gefräßigkeit  vereinigen.  Wie 
alle  Tiere,  so  verteidigt  auch  das  Rattenweibchen  seine  Jun- 
gen heldenhaft  gegen  alle  Angriffe.  Diese  Tatsache  macht 
nachdenklich  und  ist  geeignet,  unsere  Ansichten,  die  wir  A\en- 
schen  von  sogenannten  widerlichen  Geschöpfen  besitzen,  in 
weitestem  Umfang  zu  korrigieren.  Für  die  Spielleitung  des 
Filmes  zeichnet  wieder  der  Biologe  Dr.  Ulrich  K.  T.  Schulz 
verantwortlich,  dem  an  der  Kameta  bei  den  schwierigen  Auf- 
nahmen Bernhard  Juppe  und  Paul   Krien  assistierten. 


"^^^  ^^'?^?V 


Cv    S 

X ^   UND  W 


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UND  SEHR  VIEL 


Sdtiriit^el 


Gii/b  Luftiger  Ab ei/Lteixerrovna.i/b 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


s 


ONNE    freie  Zeit    und 

nichts  als  Aufnahmen 
machen   mit  einem 

CINE..KODAK" 


s;; 


tudieren  Sie  im  Kino,  wie 
underbardieFreilichtauf 


S.  fortiftzung 

Es  enthielt  nur  ein  einziges  NX'ort  —  und  das  schien  noch  dazu 
ohne  irgendeine  Bedeutung.  Aber  darüber  schien  Stavrides 
seine  eigenen  Gedanken  zu  haben.  Er  riß  ein  Streichholz  an  und 
verbrannte  den  Streifen  Papier  mit  umständlicher  Sorgfalt  bis  auf 
das  letzte  Eckchen,     Dann  griff   er  zum   Hörer. 

,, Telegrammaufnahme hier  Zentrum  102  64  —  Illyrische 

Export-    und    Importgesellschaft    —    ein    Telegramm    dringend    an 
Mircovich,  Ragazza,  —   Inhalt:   Zchnuhrzug   heute,    Stavrides." 

Das  Telephonfräulein  wie- 
derholte, Stavrides  hängte  ab 
und  rief  dann  Steinplatz 
198  13  an, 

,,Sind  Sie  reisefertig, 
Jander?" 

Der  rotblonde  elegante 
Herr  am  andern  Ende  der 
Leitung  nickte   gespannt, 

,,Dann  los!  Zehn  Uhr  acht, 
Anhalter  Bahnhof.  • —  Hübsch, 
hellblond,  graues  Kostüm. 
Ich  schicke  Ihnen  ein  Photo 
per  Rohrpost.  Sie  haben's  in 
zwei  Stunden.  Ist  alles  klar? 
Dann   gule   Reise!" 

Der  rotblonde  Herr  dankte 
sehr  höflich. 

In  Eile  zum  Reisebüro,  zu 
den  Konsulaten,  ein  atem- 
loser Lunch  in  einem  der 
großen  Lokale  der  Friedrich- 
stadt, zurück  zu  Stavrides, 
der  Dr.  Dorrit  Brink  den 
Sichtwechsel  übergab:  ,, Zah- 
len Sie  bei  Sicht  gegen 
diesen  Primawechsel  (Se- 
kunda nicht  bezahlt)  an  — 
Überbringer  den  Betrag  von 
einer  Million  Reichsmark. 
Wert  in  Rechnung."  Das  Da- 
tum und  Stavrides'  gewohn- 
ter Riescnschnörkcl  darunter. 

,,Ich  brauche  Ihnen  ja 
wohl  nicht  erst  zu  sagen,  daß 
Sie  gut  darauf  achtgeben 
müssen",  hatte  Stavrides  noch 
gesagt.  ,,Wo  werden  Sie  das 
Ding   aufbewahren?" 

,,Ich    muß    mir    eine    kleine 

Handtasche   kaufen,   eine  Art 

von      Necessaire.      Vicllciclit 
wäre    das    am    geeignetsten." 

Stavrides    war    einverstan- 
den gewesen.  —  Sie   kaufte   sich   die   Handtasche.    —    Dann  nach 
Hause,     den     alten     Koffer     packen,     der     ihr    einziges     sonstiges 
Gepäck  bildete. 

Packen  —  großer  Gott! 

Vierzehn  Tage  Urlaub  hatte  man  im  Jahr  bei  Stavrides.  Das 
letztemal  war  es  nichts  mit  der  Reise  geworden  —  Generalpleitc. 

Vor  zwei  Jahren  hatte  es  noch  bis  zur  Ostsee  gelangt. 

Aber  noch  nie  im  Leben  war  nran  über  die  Grenze  hinaus- 
gekommen. —  Halt  —  das  stimmt  nicht.  Vor  dem  Krieg,  als 
Kind,  war  man  in  der  Schweiz  gewesen  und  in  den  Dolomiten  — 
die  waren  ja  jetzt  italienisch.  Aber  damals  hatte  man  ja  keine 
Ahnung,    keinen  blassen    Schimmer. 

Jahrelang  war  man  mit  Sehnsuchtsaugen  an  den  Auslagen 
pompöser  Reisebüros  vorbeigegangen,  wo  ein  Tonmodell  der 
schlanken    Königin    Nefretete    nach   Ägypten    lockte,    wo    unwahr- 


Saclidniik  verbolfn 
Begriff   Gardasee   zu    einer 


nahmen  dort  sind.  Probieren 
Sie  einmal,  selbst  zu  filmen. 
Ks  ist  so  einfach  für  Amateure 
mit  einem  Cine  „Kodak"  und 
macht  soviel  Vergnügen.  V'^on 
jedem  frohen  Wochenende 
behalten  Sie  dann  einenl'"ilm. 
denSie  immer  wieder  inihrem 
I  leim  vorführen  können. 

Ihr  Plioto- 
luiiullcr  führt  [lincii  ficrti  iiriJiin- 
t'crbiiiiUich  unsere  Apixirulc  for. 


Kodak,    Akticn-Gcscllschalt,    Berlin  SW68,    Markgrafenslraßc   76 


scheinlich   buntes    Palmengefieder   den 
Art    von    Überparadies    stempelte. 

Einmal  war  man  sogar  in  so  ein  Ding  hineingegangen  und  halte 
über  eine  kleine  Reise  nach  den  Kanarischen  Inseln  gesprochen, 
als  wäre  es  eine  absolute  Selbstverständlichkeit,  sie  zu  bezahlen. 
Man   kam   sich   dabei   vor   wie   eine    Hochstaplcrin. 

Zweimal  hatte  man  übrigens  für  Stavrides  Plätze  be- 
sorgt,    nach      Genf     und      an      die      Riviera. 

Auch  als  sie  diesmal  das 
Büro  betrat,  konnte  sie  eine 
Spur  von  Befangenheit  nicht 
loswerden,  als  müsse  der  Be- 
amte argwöhnen,  'daß  sie 
keine   seriöse   Kundin   sei. 

Aber  dann  nahm  sie  sich 
zusammen. 

War  ja  lächerlich,  dieser 
Minderwertigkeitskomplex! 

Weil  man  in  der  Inflation 
gezwungen  gewesen  war,  sich 
sein  Brot  zu  verdienen  — 
erst  als  Studentin  mit  Nach- 
hilfestunden und  Einpauken, 
dann  als  Angestellte  —  dar- 
um sollte  man  plötzlich 
nicht  mehr  die  Tochter  des 
preußischen  Oberstaatsan- 
walts Brink  sein  —  und  kein 
Rcclit  mehr  auf  die  Konte- 
nance  und  das  Selbstbewußt- 
sein der  Dame  besitzen  — 
lachhaft! 

Außerdem  ■ —  außerdem 
hatte  man   ja   Geld. 

Sic  gab  sich  dem  Märchen- 
zauber hin  und  genoß  den 
Fahrkartenschalter  zum  Pa- 
radies in  vollen  Zügen. 

Da  standen  blinkend  die 
Modelle  der  neuen  Luxus- 
schncllzüge  Holland — Rhein- 
land— Schweiz  und  Berlin — 
Frankfurt   —   Schweiz  — 

prachtvolle  stählerne  Wagen 
in  Violett,  Bordeauxrot, 
Creme  und  Silbergrau.  Auf 
einem  Ricsengcmälde  fuhr 
ein    mächtiger    Dampfer    der 

Nippon-Yuscn-Kaisha 
schaumaufw  ühlcnd   der   roten 
"^^~""  '  japanischen    Sonne    entgegen. 

Die  Palmen  von  Beaulicu, 
Villefranche  und  Antibes 
nickten  fröhlich  über  farbenfrohen  Fraucnkleidern.  Hinter  den 
breiten  Mahagonitischen  aber  standen  kluge  junge  Leute  mit 
Hornbrillen  und  verkauften  Paradiesanteile  in  Portionen  zu  zv\ei, 
vier  und  sechs  Wochen, 

Gott  sei  Dank,  daß  wenigstens  die  Garderobe  einigermaßen 
inta'.t   war. 

Das    graue,    ein    wenig    strenge    Bürokleid    war    als    Reisckleid 
geradezu    vorbildlich.      Dann    ein    Morgcnkleid,    das    rote    Nach- 
mittagskleid und  das   Prachtstück:   das  Abendkleid  von  Patou. 
Dorrit   Brink  betrachtete  es  zärtlich. 
Es  war  talsächlich  von   Patou  —  bitte   sehr! 

Irgend  jemand  hatte  es  millimetergenau  kopiert  und  die  Kopie 
nach  Deutschland  gebracht.  Hier  sollte  es  in  einem  der  großen 
Paläste    der   Tiergartenstraße   herauskommen. 

Frau   Schappel   aber,   die   für   dieses   hohe   Haus   Wäsche   nähte. 


halte  es  genau  kopiert,  weil  sie  es  sich  gleich  gedacht  halle, 
daß  das  etwas  für  ihre  Kundin  Fräulein  Dorril  Brink  sein  würde. 

Sofort   hatte   sie   sich   das   gedacht. 

So  kam  es,  daß  Dorril  Brink  ein  Abendkleid  von  Patou  trug 
—  Weiß  und  Silber  —  und  wenn  auch  nicht  verschwiegen  werden 
kann,  daß  dieses  Prachtstück  unter  dem  doppelten  Kopieren 
ungefähr  so  gelitten  hatte  wie  etwa  ein  Telegramm  in  deutscher 
Sprache,  das  man  von  Peking  nach  Mekka  schickt,  so  war  doch 
I  jch  irgendwie  ein  Gedankenblitz  des  Pariser  .Modcgotlcs  darin, 
und  den  Rest  besorgte  ein  gutgewachsener,  ein  bißchen  sportlich 
herber   Körper. 

Dorril    Brink    packte. 

Dazwischen  sah  sie  in  den  regelmäßigen  Abständen  eines  in 
Khrcn  ergrauten  Leuchtturms  nach  der  Uhr,  deren  Zeiger  der 
großen   Reise   entgegenschlichen. 

Das  Zimmer,  dessen  Wohnungsrecht  ihr  P'rau  Gageike,  die 
schwerhörige  Beamtenwitwe,   gegen   Entrichtung   von   sechzig  Mark 


Der  Fahrkartenschalter  zum  Paradies 


monatlich  zugestand,  war  so  groß,  daß  sie  sich  risikolos  dreimal 
um    sich   selbst   drehen   konnte. 

Aber  dafür  hatte  da  ein  Piüschsofa  gestanden,  das  einen  Ober- 
postassistenlcn  in  helle  Begeisterung  versetzt  hätte,  und  ein  zum 
elektrischen  Kronleuchter  umgewandelter  Gaslüstcr  außer 
Diensten,  der  eine  trauliche  Atmosphäre  von  der  Art  ,, Herzblätt- 
chens Zeitvertreib"  erweckte.  Hinzu  kam  noch  ein  wackliger 
Schrank  mit  üppig  verschnörkelten  Füßen  und  einigen  Dutzend 
Holzwürmern,  bei  denen  entschieden  noch  wildwestliche  Zu- 
stände zu  herrschen  schienen.  Zu  den  unmöglichsten  1  ages- 
und   Nachtzeiten   knackte   es   im   Holz   wie    Revolverschüsse. 

Dann  ein  Waschtisch  und  ein  Tisch,  der  weder  neu  noch  alt 
genug  war,  um  erträglich  zu  sein,  und  den  Frau  Gageike  des- 
halb mit  einer  scharlachroten  Decke  geschmückt  hatte,  die  sich 
mit  dem  edlen  Purpurrot  des  Plüschsofas  biß,  daß  es  eine 
Wonne  war. 

Des  Bodens  abgeschabtes  Linoleum  bedeckte  ein  mit  deutscher 
Präzision  gearbeiteter  Schiras,  dessen  Muster  ausgerichtet  standen 
wie  eine  Abteilung   Infanterie, 

Leider  war  die  eine  Seite  verfärbt  von  einer  kurzen,  aber 
schrecklichen  Periode  her,  in  der  der  verstorbene  Herr  Ober- 
postassistcnl   Gageike   sich   einen  Hund   gehalten   hatte. 

Zog  man  noch  die  riesigen  Staubfänger  von  Vorhängen  und  ein 
paar  Makartboukette  an  den  Wänden  in  Rechnung,  so  drängle 
sich  jedem  denkenden  Menschen  die  Empfindung  auf,  daß  man 
auf  so  ein  Heim  stolz  sein  müsse. 

Das  drückte  denn  Dr.  Dorril  Brink  Frau  Gageike  auch  aus. 
Gleichzeitig  bat  sie  um  die  Erlaubnis,  ein  paar  geringfügige 
Änderungen  vornehmen  zu  dürfen.  Worauf  sie  alles,  aber  auch 
alles,  was  im  Zimmer  war,  auf  den  Boden  transportierte,  die 
dickgeblümte  Tapete  mit  einer  ruhigen  hellgrünen  überklebte 
und  entzückende  moderne,  geradlinige  Möbel  hinstellte,  Schleif- 
lack, fast  ohne  jedes  Ornament  und  ganz  ohne  pislolenschicßende 
Holzwürmer.      Dazu    hübsche    Kretonnevorhänge. 

In  diesem   Jahr  reiste   sie   dann   allerdings   nicht. 

Frau  Gageike  schüttelte  verachtungsvoll  den  Kopf  und  bat  sich 
aus,  daß,  wenn  die  Mieterin  auszöge,  gefälligst  alles  wieder  so  zu 
werden   habe,  wie  es  vorher  gewesen  wäre. 


Dorril  Brink  schwor  ihr  das  zu  und  baute  sich  einen  Monstre- 
Radio-Röhrenapparat,  mit  dem  es  ihr  einmal  beinah  gelungen 
wäre,    Indien    zu    hören. 

Rom,  Paris,  London  und  Budapest  waren  vertraute  Abend- 
fixunde. 

Wenn  man  dachte,  daß  man  jetzt  bald  durch  Budapest  fuhr  — 
morgen  mittag  war  man  da  — ,  wo  die  herrlichen  Zigeuner  des 
Hungaria-Hotels   spielten  — ! 

So.  Jetzt  war  der  Koffer  voll.  Aber  auch  alles  drin.  Bis 
auf  die  Zahnbürste  —  —  den  Photoapparal !  —  —  die  Abend- 
schuhc  und  —  halt!  —  die  Glctschersalbc! 

Illyrien  war  bergig  —  oder  —  oder  —  — ?  Der  dämliche 
Atlas  war  natürlich  wieder  nicht  zu  finden.  Ach  was,  man  nahm 
das  Ding  mit  und  fertig!  Schaden  konnte  es  auf  keinen  Fall. 
So.  Was  jetzt?  Ach  ja  —  das  Necessaire.  Kamm,  Bürste, 
Manikürzeug,    Puder,    Stift    und    so    weiter. 

A  HI. 

A  III  war  die  Aufschrift  auf  einem  winzigen  "runden  Papp- 
täfelchcn,  das  neben  sechs  anderen  an  Seidenschnüren  von  der 
Decke    baumelte. 

Dr.  Brink  zog  an  dieser  Schnur  kräftig  und  mit  Nachdruck. 
Wie  man  an  der  Schnur  einer  RoUjalousic  zieht. 

Herunter  stieg  eine  schmale  Holzscheibe,  auf  der  alle  Toiletlen- 
requisiten    lagen,      Dorril    Brink   packle   sie    in   das   Necessaire. 

Wieder  ein  leichter  Ruck  an  der  Schnur  —  die  Holzplatte 
schnurrte  gelenkig  empor  und  nahm  ihren  Platz  an  der  Decke 
wieder  ein,  von  der  sie  sich  durch  ihre  weißgeslrichene  Unter- 
seite  kaum    abhob. 

Das  war  A  III. 

A  II    war   Teetasse,    Zuckerdose,   Teekanne   und    Spirituskocher. 

A  I    Nähkasten,    Stoffreste,    Knöpfe    und    Taschentücher. 

Die  ganze  Vorrichtung  hatte  Dorril  Brink  angebracht,  weil 
ihr  moderner  kleiner  Schrank  nur  die  Garderobe  faßte  und  eine 
Kommode    vorläufig    unerschwinglich   war. 

Außer  A  IV  bis  VII,  deren  Holzplatten  alle  möglichen  Dinge 
aufbewahrten,  gab  es  noch  eine  B-Serie  an  der  Betlseile  des 
Zimmers. 

Man  konnte  vom  Bett  aus  seine  Lektüre  wählen,  Pralines  oder 
kleine  Delikatessen  herunterleiern  und  verschaffte  sich  auf  diese 
Weise   eine  vergnügte   Stunde  vor  dem   Einschlafen. 

Das  Bell  war  übrigens  tagsüber  ein  Sofa,  und  auch  sonst  gab 
es  eine  ganze  Reihe  von  Gegenständen  im  Zimmer,  die  sozusagen 
eine  Art  von  Nebenberuf  hatten,  ,,die  etwas  konnten",  wie 
Dorril   Brink   sich   ausdrückte. 

Sie  war  sehr  stolz  auf  ihre  Burg  und  hatte  immer  wieder  neue 
Ideen  zu  ihrer  Vervollkommnung. 

Die   würdige   Frau   Gageike   trat   ein. 

Käle  Oestvig.  das  boshafte  Geschöpf  —  man  mußte  ihr  übrigens 
eine  Karte  hinterlassen  —  schwor,  sie  hätte  vor  ein  paar  Tagen 
ein  Inserat  von  Frau  Gageike  in  einem  Blatt  gelesen:  Schwer- 
hörige Bcamtenwitwe,  tadellos  erhallen,  Vier-Zimmer-Wohnung, 
sucht    und    so   weiter   — 

Ob  oder  nicht  —  unterschreiben  konnte  man  nur  die  ersten 
beiden  Worte. 

Jetzt  brachte  sie  das  Abendessen  —  Brötchen,  Butler,  Schinken 
und  zwei  Eier. 

,, Danke,  danke,  Frau  Gageike.  Höchste  Zeit.  Es  ist  drei- 
viertel  neun.    Um   zehn   Uuhr  acht   gehl   mein   Zug." 

,,Wic  ist  es  denn  möglich,  daß  es  zieht?"  fragte  die  Bcamten- 
wilwe.     ,,Die    Fenster  sind    doch    fest    zu!" 

,,Ich  verreise,  Frau  Gageike!"  schrie  Dorril  Brink.  ,.Ich  fahre 
nach    Illyrien,   nach  Ragazza." 

Frau    Gageike    schüttelte    mißbilligend   den   Kopf. 

,,Was   ist   schon   wieder   mit    der   Matratze?  ' 

Es    war   wieder  sehr   schlimm   heule   abend. 

,,Ich  fahre  nach  Illyrien!!" 

,, Schön,  schön",  sagte  Frau  Gageike  wohlwollend.  ,,Daß  Se 
aber  um  zwölf  zurück  sind!  Kommen  Se  nicht  wieder  so  spät 
wie  neulich.  Nachher  wollen  Se  wieder  nicht  aufstehn. 
Kennen  wir." 

,, Liebe  gute  Frau  Gageike,  ich  gehe  nicht  aus,  ich  fahre  weg! 
Ich  verreise!  Mit  der  Eisenbahn.  Mit  dem  Schnellzug!  Auf 
sechs  Tage.     Montag  bin  ich  wieder  da.     Ich  reise  nach  Illyrien!" 

,,Sie  brauchen  gar  nicht  <o  zu  brüllen",  wehrte  Frau  Gaegike 
gekränkt  ab.     ,,Ich  versiehe  sehr  gut.     Wo  fahren  Sie  denn  hin?" 

,,Nach   II — ly— ri— en!" 

Dorril   brüllte  wie  ein   Siouxindianer. 

,,Sehn    Se    woll,    wie    gut    ich    verstehe, 
wollen    Se    denn    da?" 


Nach    Illyrien?      Was 
Fortsetzung  folgt 


il 


FRAGEN 


die  uns  erre TchterL 


Anfragen    erbitten    wir     an     die    Redaktion    des     „  F  i  I  m  -  M  a  g  a  2  i  n  ",      Berlin    SW  68,     Zimmerstraße    35-41 
Scherlverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


An  viele:  AiUMi\nic  ISrlcfe  wcnlcii  iiiclit  licantwortct.  lioi  M:iiiu- 
sUriplaiiKt'l<'i;<'nlicilcii  bitten  «  ir  fülReiiile!.  zu  beaehteii:  .Teiler  Aufr.i^e  isi 
l.'iieUiiortn  hei/iifii;;('ii.  .leile  Kiii'^eiiiliiiiK  eines  >l:uiiii-kri|its  zur  l'rufun;,' 
i-t  zweeUlus,  nur  K.vpu.'^es  im  l'nif.-ui.ue  von  '2 — ."■  !<elirciliniaseliineM>eileii 
sind  zur  Kiiiscniluiifv  an  die  riIniiMiIu>irie,  i;e.i;rissenre  usw.  f;ceiK!U't.  Für 
\  erlu:^t  iler  elUKesandien  ilaiiUNUripie  kann  keine  Verant«  urlunt;  ülier- 
iiuninien  wcnleii,  al<ü  soll  der  \  err.i'--er  nur  liureli.-cliliiso  senden,  vnn 
liand;;i'seliriebenen   .Seinlunsen    (leserlieli)    eine  Abschrift   zurückbehallen. 


1'  r  a  11    I".  ni  lu  y    iL.    ]■'  r  a  n  k  f  n  r  I   '  M  a  i  n  :    \\  .alter    Mezalv    w  ird    auel 
\\  ii-ili-r    lihiH'U.       \N  ir    werden    an    da-     l'.illiüe     \\iiii;;r.iiiiiii     c-riiniern. 

1'  i  I  ni  f  r  (■  n  n  il  i  n  A  11  r  i- 

.1  u  >  II  a  K  >'  n  I  \\  0  ^  t  f  ;i  1  e  ni; 
(Jrele  M(i>lieini  «idmt  Herlin  W  . 
l'.iri>er  Sir.iUe  i'T.  hat  .im  S.  .I.i- 
iiN.ir  (;eburt>(:i(;'  und  i>l  iiiil  <•-- 
kar  IlDru.ilka  verheir.itet.  Kseljii 
ll(dls  Adre.— e  i>t  IJerliu-t  li.u- 
liittenliurn-.  .Sehiller^lr.il'M-  Il'I; 
>ie  wurde  am  :!.  Oktidier  i;e- 
lioreil  Miui  i«t  ledij;.  Fred  l.(iui> 
l.<M(li  hat  am  i'.-*.  Mür/.  tiel.urtsli^'. 

1;  r  i  k  .1  li..  K  i>  M  i  -  s  b  e  r  -: 
.\:\vU  'fievor  "uliiii  Merlin  \\  . 
Heiidler.-iraMe  !i.  wurde  .am 
II.  De/.emlier  In  l.iru.lnM  •jelior-n 
und  i>t  mit  «■iiii-r  laisrianderin 
\  erlieir.itet. 

n  .1  I  f  II..  M  ii  II  e  h  e  11  :  Di- 
.\lier  diT  I'ilmst.ir-  ^cbeii  \\ii 
•il  uiid-.it/lirli  iiiclii  lii-k.iniil.  D-i- 
belri'lfi'ndi-  Hiicli  erli.illen  Sie 
ilureli  di'ii  M.i\  .M.iIli>-un-Ai>rl..:r. 
Uerlin    SW   lis.    Uilter>ir.iL!e   71. 

K  i  e  h  a  r  d  T...  H  e  11  1  h  e  11  : 
F"in  i;e^i--eiM-  S<  beiiderlein  i-t 
nielil     liek.-iiiiit. 

\\  e  r  u  e  r  K  r  a  n  -  s  -  V  e  r  - 
e  I1  r  e  r  i  n  :  W  eruer  Kr.iu-- 
widinl  lierlin-Halib'm.  Imseliw.ir- 
zen  t;rniid  IT.  Kr  s|iielle  znlet/t 
den  N:i|Hile(in  in  dein  I'eU'r 
tl-lerm.iyr-Film     ..St.     Helena". 

'1'  r  e  II  e  M  .1  li  .1  z  i  11  1  e  -  e 

rin:  llenrj  Stuart  wird  im 
Siiiiiiiier  wiialiT  in  Berlin  Tbi'.iler 
sidelen.  I'.iii  neuer  Film  mit  ilim 
i-t  aii};'eiibiieklieli  nmli  niibt  aii- 
frezei;;!.  .I.iwidil.  er  bat  ein 
Auto.  Slu.irt  -priclit  rii.-lJend 
J)eut>eh. 

T  (>  il  d  y  :\  u  -  t;  ii  r  I  i  I  z  : 
F".rn-t  Stalil-Nai-Iili.iiir  « idiiit  Her- 
liii-CbailcpileMbur^-.  Svbel-ir.  •_'.'!. 
.M.irleue  llietrieli  Merlin  \\  .  K.ii- 
ser.iiii'e  .M.  Henry  Sluail  winl 
erinnert.  (  b.irli'-  F;ii Tri  i-f  diircb 
die  l".i\.  lim.  A\e>teiii  A\e.. 
Ilitjlv  \Miud.      K.il..      zu      erri'icben. 

H  .1  11  u  e  I,  11  r  e.  S  I  e  ;;■  li  t  z  ; 
Hii-  betrerfeiide  Holle  in  ..iliiilei 
Kbi-irrm.iiiern"  spielte  di-r  li-idir 
kilrzlieli  M'r-turliene  ensjli-elh' 
Seb.iii>pieler  Ftene  Moni.  Ki 
«iirde  .1111  IT.  .J.inu.u  •;elioien. 
w.ir  ili'r  Scdin  elue>  li(d\.'iniileri 
en;;li-elien  Dtpluui.iten.  Kinn'  zur 
Spriabbiibne  und  >piiter  zum 
Film.  lIiT  Kiiii-tier  spielte  .•iileii 
in  ilem  K.irl  (Iriiiie-Film  ..Mai- 
i|ui-  d  Kun"  den  l'.inui-r  \  im 
l.i.ine  ll.cid.  Pene  .Mond  w.ir 
\  erbiMi.itet.  Seine  (i.ittin  wohnt 
Keiliii  \\  .'lO.  T.iiieiilzieii-tr.  l'H. 
li  r  e  I  ,1     t;  r..      t;  r  a  z  -  F.  -  - 


Dito  Parlo,  der  Ufa- Star,  am  Toiletleniisch 


n  b  e  r  ix,  (Ö  s  t  e  r  r  e  i  e  h'i :  l;;ci  Syni 
wolint  Merlin  \\  .  K  Nrriu-li-nd.iiiiin  lii-ll.  Pension  .Medeiiw.ildt.  wurde  am 
".  .lull  in  liiiisliruik  j;elioreii.  ist  ^csebii-iliMi.  nibt  Auto;;ranime  und  i-t 
ein  ;;rcdJer  Spiiri-  und  Mlumi'iil'reiind.  Seim-  n:i<'h-teii  l'iline  -ind  ..l'rin- 
zis-iii  auf  l  rl.iiib  ■  iiiii  0--i  (l-\\,ilila  und  ..ji.i-  .Modill  \om  .\Ioiitparna-sc>  ■ 
mit  Milan  ll.ir\e>.  In  .\rbeit:  ..Her  Va;i.ibund  mhu  .Xiiiialor",  in  cIimu 
er    ebenfalls     l'arlner    \on    l.ilian    H;ir\ey    ist. 


Frau  Kisel  1...  Dresdi'ii:  Fs  tut  uns  leiil.  lliiieii  keine  prak- 
ti-rhen  K.atsi  bl;i;;e  ^cben  zu  kiinnen.  da  wir  F^n^anemeiils  nicht  ver- 
mitttdn.  Wir  niaehen  .aber  ilar.iiif  aufmerksam.  il.iLl  auch  für  I — .ijäbri;;!- 
Kinder,  sillist  wi'iiii  sie  filmbefj.ibt  sind,  die  .\iissiehteii  auf  ein  NOrwiirts- 
kommeii  sidir  »lerini;;  sind.  Wenn  .Sie  es  trot/.deni  mit  Ihrem  Kinde  \er- 
suihen  wollen,  so  setzen  Sie  sieh  am  liesti'ii  mit  den  Filmuesellsch.iften 
in  \  iTliindunv;.  (Jeiiaii  so  ist  es  mit  den  Maniiskriph'ii.  auch  hier  sind 
dl,-    Aii-stcbteii    auf    F'.rfol;;-    nicht    ;;roli. 

F  1  s  aus  '1"  h  ü  r  i  n  ^c  e  II  :  Wenn  siih  die  Antwort  Im  Filmm;iK.iziii 
i-tuas  \  erzii;?i'rt.  biiten  wir,  nicht  zu  \erj;esseii.  daU  tä^;licli  sehr  viele 
Ai.fr.iücn  hei  uns  eingehen.  l'eter  Voss  wiibnl  Mirlin,  Muncljener 
sttal'"-    :;i,    lind    kam    \  oii    di-r    .S|,rechbiiline    zum    I'ilm. 

H  e  r  b  e  r  I  !..,  K  a  s  s  (-  I  : 
Metl>  .\m.inn  wohnt  Merlin  W, 
Kiirfiirstend.'iinm     12. 

W  .1  1  t  e  r  .\1..  Dresden: 
(iriti.'i  Ley  wurde  am  i:i.  Aii;;iist 
in  Merlin  geboren,  ist  iiiiverhei- 
r.itet.  w.ir  friiher  .Sidvrelärin  bei 
der  lOmelk.i  und  spielte  zum 
erstenm.il  in  dem  Coh-FiMii 
..Kellerk.av.aliere".  D;inai-h  filmte 
sie  ...Miinner  vor  der  I'.be".  ..Ifei- 
r.ilsnesf.  ..Di>r  (ji'öti'e  fiaiiner 
di'S  .lahrbiinderts',  ,.AInienr.iuscb 
und  FalelweiU",  ..Herhsizeit  ;im 
Klieiif  usw.  Hir  richtiger  X.ime 
i-l  tirete  S<-liiiiidt.  (Iriit.i  l,(>y 
beendete  (dien  die  .Xiifnahnii'n  zu 
dem  neuen  Kddii-  I'olo-Fiim  ..Der 
'reiifel-rcporter"  (Im  Ncdiel  der 
(irolj-tadt  I.  in  ilem  sie  die  wcib- 
li.he  ll.lliptrolle  spielt.  —  llel-.l 
'rhom.a-  ist  .Sciiwedin  und  wolint 
Iferliii.    Kiifsteiner    SiraUe    .l. 

K  a  r  1  II.  K.,  D  a  e  b  .1  n  : 
Louise  Hr<ioks  filmt  bei  der  Sn- 
f;ir-Film^csellscli;ifl  in  l'.iris 
..Schöiiheit-koiiknrrenz'.  .leniiy 
.Inno  wolint  Merlin  W.  K.ii-er- 
d.inim  i'!i,  Maiiett.i  Miliner  Mer- 
lin   W    .Ml.    XacbodslialJe    in. 

IC  I  s  i  e  A..  I,  <■  i  p  z  i  ü  :  Ein 
F"\pose  d.irf  im  .ill;;emeiiien  nur 
■1 — ;t  .Scbreibiii.ascbineii-eiteu  (ein- 
M'iti^'  f;eseliri(dien1  l.iii;;-  sein 
und  ninlJ  kurz,  kl.ir.  .insch.inlich 
iliMi  ti.'in^  der  Il.indlun:;  siliil- 
dern.  D.as  .Sujet  .111  die  ilr.im.i- 
tur;;iselien  Ableilunf;en  der  Film- 
^•esellschaften  in  New  York  zu 
senden,  li.it  weiii;;  Zweck,  d.i 
dort  t;ii;lieli  T.i  iisende  von  il.i- 
niiskripten       einj;elieii.  t'harlie 

Chaplin  spricht  Deutsch.  .Miie 
'Terry  erreicben  Sie  iiber  Hoti'l 
Nesresco,    Nizza.     Fr.inkreieli. 

Nils  .V  s  t  h  <•  r  -  ^\'  e  r  11  e  r 
I'  nett  e  r  e  r  -  \'  e  r  e  h  r  e  rin, 
K  ii  11  i  •;■  s  b  e  r  j;  i.  I'  r. :  Nils 
.\siber  ist  durch  die  .\lelro-tiold- 
w\  ii-.\l.iyer-Stiidios.  Culver-City. 
K.il..  zu  erreichen,  wurde  am 
IT.  .I.inn.ir  in  .M.ilmii  (Siliwedeiil 
gehören  iiiul  ist  un\  erheir.ilet. 
Der  iK'ireffende  l.ily  Damit.i-Film 
wurde  Vor  2— :i  .l.ihren  in 
Deut-chl.ind  ;;cdrelit.  l.ili.in  Har- 
\e.\  wohnt  Merlin  \\  l.'i.  Dii--el- 
dorfer  Str.  IT.  Heiirv  Siu.irt  Mer- 
lin W.  l'as.s.mer  Sti.aße  IT.  Wer- 
ner Fiietterer  ist  n.itiirlieli  .aindi 
im  l.ehen  fnri-htb.ir  nett  und 
wird  Ihnen  be-limml  sein  Aiito- 
jiramni  ^'ebcn. 
Ihrem  Mricf  l.i--  leider  kein 
Ihre    Fra-en    freiindlicli-t    noch 


l'hM.  Ll'i 


D  o  r  a     W..     F  r  .1  n  k  fürt  /  M  a  i  n  : 
Franeboy;en    bei.      W  ir   bitten    sj..   d.ilier.    iiii 
einmal    zu    slidleii. 

Alle  I'  N'..  y\  11  11  c  b  e  11  :  If.imon  No\.irro  berindet  sieb  jetzt  in 
Mi'rliii.  .\ilrossi'  kann  auf  seinen  aii-drii(  klieben  Wunsch  niibt  mitiicti'ilt 
wi'rden.  Zu  einem  Nm  arro-.\uto;;raniiii  kiiinieii  wir  Ihnen  leitler  aiieli 
nicht    beliilflich    sein. 


W  ji  H  o  r  T..  I,  i  (•  li  t  p  r  f  (•  1  il  p  :  Sclilodito  Z:ilinp.  niicli  Oold/älmr, 
wiiUcM    :nil'    der    Lcinw.-iiid    ii:itiirli<li    iiiclil    vortoilli.'ift. 

I' i  1  III  \  o  ;;  <•  1  :  Niilit  (.)s\i  ()<\\:il(l;i.  sitiiclcrii  KriKa  von  'lliilliiian 
ist  mit  Tiiiii  l'atlicra  v  rrliciratct.  (lliiria  Swaii^^iiii  i>t  liloiiil  iiiiil  liat 
lilaiiKraiic  Aii;;rii.  .lawtilil.  Clairc  \\  iiiil.-or  ist  i'iiic  licliaiintc  aiiicrika- 
iiis<lic  l-'iliiiili\  a.  A;;n('s  Iv-tcrlia/y  und  l.iani'  llaid  lialii'ii  ki'iiic  KindiT. 
KoHal-Saniliiirskis  Vorname  ist  Iwan.  Kr  ist  nnM'rliciralct.  .lawolil. 
I>(ili)r('s  dcl  IJios  (iatlc  i>t  Knilc  vorifji-n  .lalircs  in  einer  KerliniT  Sana- 
tiirliim  ;;estiirlieii.  I.illian  (iisli  i>t  f;es<-liicden.  Ilire  1iiIit\  ie\\  u  iiiisclie  sinil 
\  (HjicmerUt. 

.M  a  \  II  a  n  s  e  ii  -  \'  c  r  e  li  r  e  r  i  n  ii  e  n  .  A  ii  ix  >  li  n  r  j;  :  Max  Ilaiiscii 
ist  niivciliciratct.  KrM>t  \  ereijo  «ulnil  Ueiliii  W  ,  lOiiix-r  StraLii-  u;. 
l'".in    -Max    llaiisiii-liMcli    •;ilit    c>s    nicht.     Has    Kanuin    No\  ari'o-liiuli    crliallcn 

durch    den    Max    -M.itlis>(in-\'erla;;.    Iferlin    S\V    iis.    h'itlerstr.ilJe    71. 


1'  1  1)  r  a    !>..    1'  f  11  r  /  h  e  j  m  :    .la\M>lil.     I.ieii     |)e>crs    li.it    ei 

\\)llielni     l'ieterle    liefreundet     und     ist    auch     eine    ^riiJJe 


neu    luekin'eii 
I     eine    ;;riiJJi 

Hie     Z.i/u     im      l'ilni      ..l>a- 


liiihiko)>l'.     ist     mit 
Klnnienl'reundiii. 

.1  11  .1  e  Ii  i  ni     (J.,     !■'  r  i  e  d  r  i  e  li  s  li  a 
lireiinende    Her/."    spielte    l.enu     .\laleiia. 

!•'  i  1  m  s  e  h  w  ä  r  ni  e  r  i  n  ,  W  e  i  IJ  e  n  s  e  e  :  liiKifjc'n  li'iiliiTlsiiii  und 
Nils    .Nstlier   spiidten   die    llanptrullen    in   dem    l-'ilin    ..i>as   süUe    Miidel'-. 

I",  I  s  e  K..  ('  Ii  e  m  n  i  t  z  :  .\niiy  Ondr.i  -vvcihnt  Merlin-tliarluttenhurn-. 
Kiirl'iirstend.'imm  ITs.  l'en«iiin  Herfiield.  «nrde  .-im  l.'i.  Mai  in  Tarmi  O'ulc'ul 
^cliurtui      uml       ;iiht       A  utojiramnie.        Ihr      neuester       IMIm       lieilU       ..s^iindi.ii" 

tlllil        wiil!'- 


nnd    siilJ    . 

U  a  ni  t)  n      N  n  \  a  r  r  ii  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n      M  a  r  t  li  ,i      v  o  n       H  a  s  e  I  : 
Uanmn     Xmarro     helindet     sich     jet/.t     in     ItiTJin.      .\nf    den     .lusdriicklichen 

"• -'•    ■'•-     ■-■■■■   .i-- "•■■    ■■■■■'■■    '■■■■■■ VI ..:->■•    nt    »erden. 

Kätlii    aus 


Vurliant 


l>i( 


."^ein    ifeiicster     l'ilm     ist     ..Die     D.ime     hinterm      ^    

..Alt-Heideiher;;--  heillt  N.irma  Slie.-irer  unil  ist  durch  die  .Melro-CIdldw.Mi- 
.siiidicis.  (  iih  cr-City.  K.il.,  /ii  erreiclien.  (iiisla\  l'riihlieh  «nhiit  Iterlin- 
W  i'sleiid.    lleerstralle    Sii. 

r.  ine  Ott  1)  (i  e  h  ii  h  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  H  r  e  s  I  .i  u  :  Oltu  (iihiihr 
wiihnt  Herlin  W  .'i7.  Kurlurstendamni  UM,  wurde  am  in.  .Mai  {;ebureii,  ist 
geschieden,      .'^eiu    neuester    Film     ist    ..\\  .•iterliio''. 

1' e  d  il  y  K..   D  a  n  z  i  fv  :   .lenny  .Iiiko  \\ulint    HiTliii   \\  .   K.iiserdamin   ü). 

i;.  1{  o  I  f  'I'.  in  Kiel:  Die  nächsten  l'ilme  mit  Anna  -Mav  Won^ 
)i  


il.  Holt  1.  in  J\  I  e  I  :  Die  nächsten  lilme  mit  Anna  -May  >\  oii;;' 
lieiüen:  ..Symphonie  der  Liehe"  und  ..Der  W'v^  der  s,-ii:ii]||,.-.  V.n-t 
kürzlich  erschien  in  Herlin  ihr  Kiliii  ..(irdllstadtsclimetterlint;'.  Kmil 
.(aiininf;s  h.it  (dien  in  Hollywood  ..Das  Konzert"  von  Herm.inn  IJalir  he- 
eiidet  und  helindet  sich,  wenn  diese  Zeilen  ersclninen.  in  Merlin.  Conrad 
Veidl-  erster  ileiitseher  Film  heil.it  ..Das  Land  ohne  Kr.iuen"  (,. Kraut 
Nr.  lis-).  .l;iwolil,  es  werden  \  iele  'rmililme  auch  in  Deiilscliland 
hert;cstellt. 

It  11  d  o  1  f  Seh..  1)  a  r  III  s  t  .1  d  t  :  Max  H.in^en  wohnt  ISerlin-U  ilmers- 
dorf.  HramleiihnrKisc  he  .'stralie  .'.'i.  Krnst  Deutsch  Herlin  \V.  liendler- 
stralJe  ."<.  Karina  liell  trat  kiirzlii  h  mit  (Jnnii.ir  'l'olnaes  in  Dänemark  und 
Schweden  in  ..Arm  wie  eiin'  Kirchenmaus-  .iiil'.  Sie  li.at  ihre  A\  ohniiiif;' 
in    HernslortTsv  ey     7:'.     llellerup.     Dänemark. 

(i  r  e  t  e  !S..  1!  e  r  I  i  n  :  Anita  I'a;;e  ist  durch  die  l'ar.imoiiut.  .M.il. 
M.ir.ithon    Street.     Hollywood,     Kai..     1.  S.  A..     zu     errei<lien. 

l"  i  1  m  f  r  e  n  n  d  K.  W..  !•"  r  i  e  d  r  i  e  li  s  li  a  f  e  n  :  Sie  können  T'raKen 
stellen,  wir  sind  Ihnen  niilil  höse!  Nur  hitleii  wir  hei  N'erzö^eriMiKen 
nicht    zu    \  ermessen,    daß    wir    tä^ilich    unz:ililine     Uriel'e    erh.illen. 

li  e  i  s  h  :i  a  II  s  M.  i  n  I'  r.:  li.'imon  No\arro  weilt  hereits  seit  einiK>'r 
Zeil  zu  (ie».in;;s>tndien  in  Merlin.  \iit'  seinen  \Viiii>cli  kann  seine  hiesige 
.\dresse  nicht  f;'en;inut  werden.  Kiiie  Dura  .S(di.  und  Liselotte  W.  sind  als 
l''ilmil.'irslelleriiiiien  nicht  hek:iiiiit.  Den  (lei^eiikiiiisller  im  .,\\'e^-  allen 
l'leisehes  ■    spielte    Cordoii    'riiorpe. 

I' r  a  n  Dora  H..  Merlin:  Heiiny  rorteii  wohnt  Herliu-Dalileni, 
l;irkstr;ilJe  71.  Es  ist  am  zw  eekniäl.lif;sten.  wenn  Sie  Ihr  -Manuskript  in 
Form  eines  kurzen  F.xposes  an  die  dr.imatiirsischen  .\liteiliin';en  der  l'ilm- 
(•esellscIiaVten.  wie  Fla.  Merlin  SAN  C,H.  Kocdistralie  li-t*.  National.  Merlin 
SW     \n.    Fri.MirichstraUe    Hl.    Terra.    Merlin    S\V    liS.     Knchstr.ille    7;i.    senden. 

|{  e  n  e  e  F..  ('  h  a  r  I  o  t  t  e  n  h  n  r  fr  :  Die  hetrellende  liolle  in  dem 
Van    de    Velde-Film    ..Die    IClii- "    sjiitdte    .M;ix    Terpis. 

St.  F,.,  ('  h  a  r  I  »  t  t  e  n  h  I]  r  ^-  :  riiotos  von  Mrij^itte  Hidm  erli.ilteii 
.s|e  in  jeder  ^iroüeii  l'apieih.indluuii-.  .Senden  .Sie  d:inii  an  die  Künstlerin 
eine  Mildkirte  und  lii;;cii  sie  adressiertes,  frankiertes  Hiiekkiuert  hei. 
•Sie    werden     he>limiiit    ein     Autogramm     erhalten. 

IL.     1.  e  i  p  z  i  in  :     Franz    Lederer    wohnt     Merliii-l'riedenaii.     Felileistr.  I. 

F  il  i  t  h  \\  .,  Merlin:  FlLsuheth  Mernner  wohnt  Merlin-D.ihl.'iu, 
F.iradaj  wefj    l.').    trä;;t    ihren    ricliti;;eii    Namen    und    KÜd     Auto;;raiiiuie. 

Harry  L  i  e  d  t  k  e  -  V  e  r  e  ii  r  e  r  .  C  li  a  r  I  o  t  t  e  n  b  ii  r  j;-  :  I  la  es 
unzählige  l.iedtke-Filnie  kÜ'L  können  wir  sie  Ihnen  nnmii^licli  alle  an- 
uelu'ii.  Wir  nennen  Ihnen  die  lud;,inntesten:  ..('armen'.  ...Madame 
DiiharryS  ..Sumurnn ".  ..D.as  Weih  des  I'h.ir.ui ".  ..Vendetta".  ..Der  -Mann 
ohne  Namen",  ,.Die  Fledermaus-,  ..Die  Finanzen  eines  (irotlherzo^s--. 
,.Di-r  Aiienteiirer".  ..Die  Wiskotteiis".  ..Die  Celiehte'-.  ..Der  Mettelstudent-, 
.,Dra;;onerliehclieii'.  „  Woclieneiidz.iiiher -,  ..Der  Faschiiifisprinz-.  Dii' 
iniiesten  Filme  mit  Harry  l.iedtke  sinil:  ..Der  liisliKe  Witwer'-  ((dien 
uraiif^^-efiihrD.    ..I';s    fliistert    die    Xachf    (in    Arheit»    ii.  a.  in. 

!■■  ran  (i  i  t  t  a.  T  e  ni  e  s  v  a  r  :  'l'he.-i  von  llarlioii  ist  durch  Fritz  L.inu- 
Filiii.  Merlin  S\\  is,  Friedriehstr.-ille  221.  zu  erieichen.  l'rodiiktionsleiter 
ist  nicht  mit  .\iifnalimeleiter  identisch.  Der  l'rodiiktionsleiter  wühlt  die 
zu  vertilmenden  Stoffe,  setzt  den  'rerniin  der  .\iifnalinien  fest.  eiina;;iert 
die  Stars,  die  Autoren,  He;;isseure  iisw.  Das  .Xrheitsfeld  de.s  Aufn.-iliine- 
leiters  ist  ein  anderes.  Kr  ist  die  rechte  Hand  des  He.s^isscMrs,  hestidll 
ili;!    Komparserie,    sornt    für    die    Keiinisiten    usw. 

V  e  r  ;i  Violett  a  :  Uanion  Novarro  lileiht  vorläiiFi;;-  In  Herlin.  und 
man  erzählt  sich,  dalJ  er  hald  als  Säii^-er  an  die  (Mfeiiiliclikeit  treten 
wird.  Seine  hiesiKo  .Vdresse  kann  auf  seinen  ausdriii  klichen  Wunsch 
nicht    genannt    werden. 

K.  1*..  A  1  t  o  n  a  :  ,,Triuinpli  des  Lehens"  ist  in  Herlin  noch  nicht 
zur  I  rauffiihriinu  >;clannt.  Wilhelm  Dieterles  J-iehlinKslilumen  sind  IJoseii 
und    Flieder. 

Fried  el  I'..  Dresden  :  l.nn  (iLiney  ist  durch  die  Melro-C.ddw  \  n- 
tslndios,  Ciilver-lity,  Kalifornien.  V .  S.  A..  zu  erreichen.  Fr  ist  vCr- 
lieiratet.    hat    eine    jiroUe    'Idchter    und    ;;-iht    .Xiitofiramme. 

F.  E..  Freital:  .M.ily  Delscliaft  wohnt  Merlin  A\',  \\  ittidshacher- 
straLie  -JS,  Keinimlil  Schiin/.el  Merlin  W,  AuKshnr>ier  Str.ilii'  (is.  (leor^- 
Alcxaiider  Herlin-Friedenaii.  AVieshadener  Stralie  ä,  Fritz  Hasp  lierlin- 
W  ilmersdorf,  f.asleiiur  stralJe  .'W.  Hel»;a  Thomas  Merlin  W,  Kufsteiner 
StralJc  ;!.  Olaf  Fjord  Merlin-Wilmersdorf.  Xaiiteiier  Strafe  Is;  Lillian  ILill 
Davis    ist    unter    London    !M.      College    Koad    O-Ierley    l'.irk.      zu    erreichen. 

Gräfin  It  p  n  e  e  :  Dr.  {Jerd  Hriese  war  friiher  aktiver  oiTizicr, 
studierte  rhiloso|,!iie  und  Literatiir-esehichte.  ^iiiK  zur  Si.rechhiiline  und 
wurde  bald  mui  Undolf  .Meinert  fiir  den  Film  entdeckt.  Sein  Filmdehiit 
war  in  ..Kosenniontaf;--.  ..Die  Hefreiuii-  vom  Erbe"  ist  sein  einzi-cs 
Mnch.  aber  der  Kiiiistler  bat  sehr  viele  Filme  Kescbriehen  Fr  '^ibt 
.VutoKramme  und  i.st  aneb  im  Leben  sehr  svjiipatbisch  und  lii  l.eiisw  lirdi" 
AuKcnblieklieli  befindet  sieh  tierd  Mriese  auf  einer  (iastspielloiirnee  m7t 
lau!    Wey:eiicr    durch    Sndamerik.i.      Mriese    ist     iiiu  erheiratet. 

Waroch:  Die  Mritish  International  dridit  .iiifienhlieklicb  in  den 
Klstree-Sliidios.  Herstordsbire.  FiiKdand.  einen  Film  mit  l.va  de  Fiilli 
Lars  Haiison  und  Warwick  Ward,  der  sie  li  ..Die  Nachi  nich  dem" 
Verrat-    betiti-ll. 

K  n  a  I  I  e  f  f  e  k  I  :  Claire  Itommer  wohnt  Herliii-Schönidier'-  Iniis- 
brneker  StraUe  IS,  Ilse  stobrawa  Merlin  W,  AscbalTenburKiT  .sTraUe  fi 
ilciurieli   Ueurse   Koblbasenbriiek    bei   IJerlin,    Bacckestralic    ü.  ' 


Audi  Sie 

sollten  filmen! 


Ist  schon  Photographiercn  leicht  —  noch  viel 
leichter  ist  Filmen.  Sie  brauchen  kein  Stativ, 
keine  umständlichen  Vorbereitungen;  Sie  brauchen 
nicht  zu  kurbeln.  Sie  beobachten  das  aufzuneh- 
mende Bild,  die  Szene,  durch  den  Sucher,  drücken 
auf  den  Knopf  —  und  der  Film  läuft  durch  den 
Federwerk-Antrieb  automatisch  ab.  Sehen  Sic  — 
so  einfach  ist  das  Filmen.  Den  Film  führen  Sie 
dann  vor  im  ,.Kino  im  eigenen  Heim".  Wenn  dann 
auf  der  Leinev\rand  Ihre  Reiseerlebnisse  oder  all 
Ihre  Lieben  oder  Sportbilder  oder  Naturaufnahmen 
als  lebende  Bilder  abrollen,  dann  sind  Sie  der  ge- 
feierte Held  des  Tages.  Und  das  alles  durch  die 
Zeiss  Ikon-Camera  „Kinamo  S  10".  Das  ist  der 
Apparat  für  Sie!  So  klein  und  leicht,  daß  er  in 
der  Hosentasche  getragen  werden  kann.  Es  ist  ja 
doch  die  kleinste  und  leichteste  Federwerk-Camera 
der  Welt.  Und  wohlfeil!  Kostet  doch  diese  Kino- 
Camera,  ausgerüstet  mit  dem  weltberühmten,  sehr 
lichtstarken  Zeiss-Tessar  1  : 2,7,  nur  RM  250, — .  Im 
„Zeiß  Ikon  Kinamo  SlO"  wurde  ein  deutschesMeister- 
werk  geschaffen,  das  nicht  seinesgleichen  hat,  Sie 
interessieren  sich  für  diesen  Apparat  und  für  das 
Filmen?  Dann  verlangen  Sie  die  bebilderte  ausführl. 
Sonderschrift   von  Zeiss-Ikon  A.-G.,   Dresden  137. 


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OSSI   OSWALDA 

mit    ihrem    Bern  h  a  nl  i  iier 


V  i  1  III  f  r  ("  II  II  il  i  II  II  (•  r  III  ine  K.  .1  11  s  1)  ii  >  >.  !•  1  d  11  r  f  :  WcriifV 
Kiicllcicr  i.-l  li-iliu.  Wir  Ii.iIm'M  l'iil^ili  iiiiil  riicIlriiT  Ihn-  (iiiilic  niiv- 
Ki-riflitct.  \\  Uly  Krilsi-li  k:iiii  illiir  die  S|iii'cliliiiliiu'  zum  Kiliii.  (iri'l.i 
(J:irlio  ist  diircli  die  Mclio-Cold»  \ii-.\l,i.\  rr-Snnlins,  (iilvcr-Cily,  K;il..  7.11 
ci  rciclicii.  Ilciiiiy  INirli^ii  Nviiliiit  Hciliii-I>.ililciii.  l'.■l|■k^tl'.■l  lic  71.  Hcriiiiiic 
^ill•ll(■^  HiTliii  W  .iii.  Niimln-rniT  Str.  (;;>.  l.ili.ui  llMivcy  Uciliii  W  l.'>. 
llii-.srld.iifcr  Sii.ilJc  17.  Kcc  .M.iltni  Hciliii-H.ili'iiMT.  XcsliMXr.i  13c  .">.>. 
lidi.illiiM  \Vicik  Muiiclieii.  'l'liirisliaUe  l!t.  Kriist  Ifiickcit  Hi-iliii  s\V  II. 
ll.ilIrMlic  Sir.illc  l.'i.  tum  .\li.\  ist  diiicli  die  Fux.  IIOl  ■\Vc>lciii  Am-.. 
lloil.v  woiid.    K.'il..    zu    t'ircii'lK'ii. 

\V  i  1  li  p  I  III  T  II..  II  a  ni  0  I  n  :  Harry  T.icdtkp  li.it  ,im  12.  Oklolifr. 
Harr.y  l'icl  am  12.  .Iiili  (icbiirtst;!;;.  Die  Jalirrs/.ilfcrii  wprdrii  (;ruiid.-ä'/.- 
lirli  nicht  .■iiiKruclirii.  Harry  l'ifl  trüst  ciiu'ii  KiiiisIlcrii.iiiH'ii.  .Mari.i 
l'Hiidicr  siiicltf  in  der  ..AVcüJcii  S|iiiiiic"'  oiiii"  l)0]ip('Irolle.  .sip  \v;ir  also 
.iiicli  <li<'  Zdir.  \\  ill>  l'iilM-li  liat  .1111  27.  .I.iiin.ir  (ii'liiirt>l,m-.  Ucr 
Klii'ui'rfiliii    ..AViiiKJ."    « iirdf    in    Aiin-rika    K<'<lr<  lit- 

W  r  r  n  p  r  K..  '/.  ii  rieh:  Nuriiia 
Talniadjic  ist  durch  die  l'iiilcd  Artist-, 
72IMI  S.inia  Miinica  Hiuilcvard.  Il(ill.\- 
«iiuil.  Kai.,  r.  s.  \..  zu  erreichen:  sie 
spricht  etwas  Hciitsili.  Hina  (irall.-i 
xMdiiit  JJerlin  \V.  Spc.\ercr  Str.illc  22. 
wurde  am  !,''>.  .'niiiiar  in  Warschau  f;e- 
Inircn.  ist  seit  dein  Suniiiicr  i;i2H  \\  ilwi'. 
Killt  Aiito^raiiinie  und  erschien  kiirzlicli 
mit  einem  Film  ..Kill  kleiner  XdrschiilJ 
auf  die  Selinkeif  .  Ihr  iiacli>ter  Kiliii 
ist  .,Kr;inli>in  l,aii>lHih  .  Hi'i  A  er/ii};i'- 
riinn'Cii  hiltcii  wir  zu  hcdenken.  ilalt 
tätlich  etwa  IlHi— 200  Briefe  hei  1111- 
cinlauten,  die  alle  |iiiiiUllich  heaiilwurlei 
wcnlcii   widleii. 

.\l  a  r  i  c  t  t  a  M  i  1  1  11  e  r  -         11  n  d 

H  e  t  t  y  »  i  r  d  -  V  e  r  e  h  r  e  r  :  M.irielta 
.\lilliier  lind  Hetty  Hird  trafen  Kiiiistler- 
naiiicii.  Ki'tty  Hinl  ist  mit  dem  Ko- 
;;isseiir  (!iist.i\  l'cicUy  \  erlieiratcl.  Sie 
spielte  kiirzlich  die  «eililiclie  llaiipt- 
rtille  im  ..Held  aller  Mäilcliciilräiinic". 
Marictta  .Miliner  «idnil  lierlin  W  JO. 
N.icIici.lstralJe  2ii.  Sie  spielt  eine  llaiipt- 
riille  in  dem  kiininii'nilcn  l.iliaii  llar\cy- 
Kilm    ..l>as    Miidell    muh    .Moniparnasse-'. 

Mari  c  I'..  \\  i  e  11  :  W  ir  iiehinen 
an.  dalJ  l«,in  l'etr<)\icli  den  Klii};  ii" 
..t>rl<i\\-  selh-t  aiisucfiihrt  hat.  I>er 
Kilni  ..l'iir>t  iidcr  ('Iiumi'  ist  vor  un- 
Kcliilir  1'.'  .I.ilircn  in  iterliii  her.ius- 
Kckoniiiien.  (iiiia  Mains  i-t  iin-.erc'' 
Wissens  \  erheiratet  niul  filmt  zur  Zeit 
in  l'aris  ..Niichte  eines  l'riiizeii"  mit 
.l.'ii'i|ncs     Catelain. 

(;.  /.  (1.  lt.:  Werner  Kiietterer  ist 
firulJ,  dniikidhlond.  niht  AiiliiüT.inime. 
treihl  .jedcii  Spurt,  wurde  am  in.  .lann.ir 
in  .■slralsiiiid  nclinren.  uiduit  Uerlin- 
Sie(;lilz.  KleiststralJe  27.  Sem  neuester 
l'ilm  licii.it  ..M(ir;icnriite'.  Cilly  Keilidt 
ist     hliind     und    hcIlan^iK. 

H.  c;..  H  e  r  1  i  n  :  Sie  irren.  Mary 
l'ickfiird  filmt  sehr  fleilii^'.  Ihr  ncni'stcr 
Kilm    lii'iUt    ..('(iiinetle  ■. 

K  r  II  s  t  Stahl  -  Nach  h  a  n  r  - 
V  e  r  e  h  r  c  r  i  11  11  i  I  <l  c  ,  K  I  h  e  r  - 
feld:  Kriist  St.ihl-Naclihanr  »dlint 
Kcrliii-t'harhittciilmr},'-.  Syhelslrallc  2:1. 
iiiiil    K'ht    .\nlii;;ramnie. 

1'  i  1  in  f  r  e  ii  n  d  i  n  I,  11  c  y  a  u  s  1{  ii  s  s  c  I  :  lu.iii  IVtriivieh  ist  nicht 
mit  (.'.iriiien  Hiini.  »cd  Kniiis  I. ereil  iiiclil  mit  'l'illa  (i:irdeii  veilohl. 
(ircl.i  (i.irlni  wurde  am  17.  Ajiiil  in  (iiiteliiirn  Kehiucii  und  ist  leiüs-  Hri- 
t;itte  lleliii  w  nrdi'  am  17.  .Miirz  in  Kerliii  };phnreii  iiiid  ist  mit  Iticli.ii'd 
W  ciUli.ich     \  erheir.ilet. 

\\  e  r  II  e  r  I'  r..  Merlin:  Vvelte  l);iniys  ist  diucli  Sir.iiilj  -  l-'ilm. 
lierlin  S\\  |X.  KriedrichstraUe  .'i-ii.  zn  erreichen,  ist  Kranzüsin.  :iiii  2if.  .\I.ii 
fiel.iircn.    um  erheiratet    und    >;ilit    .VnlOKrammc. 

r  r  s  II  1  :i  N..  1.  i  c  11  t  e  n  h  e  r  {f  :  Iwan  Kuwal-Sainhnrski  wulint 
Herlin-tiruncw  .ild.    I'aiilshdrner    Stralie   4(i,    und    si''*    AntO(;;rnnime. 

(i  o  r  r  a  I'  e  r  11  e  t  ,  S  c  h  ti  n  e  h  e  r  h'  :  («rit  llaid  ist  niclit  die  'loclitcr. 
scinderii  die  Sehwester  \  mi  l.i.iiie  Ilaid.  UiT  .\anie  Felix  .Viirfnlk  ist 
uns  bekannt,  doch  können  wir  Ihnen  leider  im  Aii;;eiihlick  keine  n.'ilicreii 
.Vnskiinflc  iilier  ihn  Ki'heii.  Alfred  Hr.iiin  ist  xcrhcirntel  und  wuliiit 
Hcrlin-l'liarhiltenhiir:;.    Ucrliin'r    SiraUc    Uli. 

II  a  II  II  a  K..  .\  I  I  e  II  s  t  e  i  n  :  (irela  liarlm  ist  lidi^  und  .nicli  imili 
nie  \  crhcir.itct  ucwescn.  Ihre  Khe  mit  .lohn  (ülhert  war  nur  i'in 
(icrucht.  tiretn  tJarbiis  neucsier  Film  ist  ..Kric;;  im  liuiiUcl  '  mit  Ccinrad 
N.iKcl    als   l'artncr. 


tijgä^iaassss^giiji^^ 


11.  V.  W..  H  e  r  I  i  n  :  Vij/rgo  Larsi'n  ist  nicht  mit  AA'anda  Treuiiianii 
verheir.ilet.  lüii.i  M.incs  filmt  zur  Zeit  in  l'aris.  Fnspres  AVis.spns  ist  sie 
verheiratet.  Ramoii  Nüvarni  weilte  in  lierlin,  er  ist  jetzt  nicht  errciehh.ir. 
Helly  .\ni:inii  ist  Aiiierik;iiicriii.  Henry  Stuart  wurde  in  Kairo  (■choren, 
tränt  einen  Künsilenuinii'u  und  liciCt  in  Wirklichkeit  .linimy  llclj.  Dary 
Holm  wurde  in  HamhiirK  ^cdioieii.  licnili.uii  (ioetzke  ist  verheiratet. 
C.irl  dl'  N'ont  woliiil  Hcrlin-Nenlempelhof.  Iluhcuzollcrnkorso  ,'),')a.  Elizz,a 
l.i  Torla  ist  in  Kr.ijo\.i  (l'umänienl  ;;ehonii.  Dciie  .Mm-cl  w;ir  M'rlieir,itet. 
.Seine    Witwe    wohnt    lierlin    W.   T.'ineulzieiisir.ilie    20. 

V.  i  11  c  M  ;i  d  .\  Christi  :i  11  s  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .1  n  s  ,1  ü  t  p  r  h  o  k  : 
Mady  I  hristi.ins  tiüyl  ihren  richtigen  X.inieii:  sie  ist  die  Tochter  des  be- 
rühmten Sch.iiispielers  Kiidolf  I ■|irisii,iiis.  l)ii.  Künstlerin  ist  mit  Dr.  von 
.Müller    M'rheir.itPl.      Sic    können   an    sie   schreiben. 

K  !■  i  II  e  r  Seh..  H  e  r  I  i  11  :  Die  kleine  .Modistin  im  ..Held  aller 
.Mädcheiiträiimp"  wurde  von  Hetty  Hird  dartccstellt.  Den  Laien  ist  im 
.•illncmcinen    der    Zutritt    zu    den    Film  ileliers    nicht    (;csialtet. 

Kurt  I..,  H  r  a  u  n  .s  p  II  w  p  i  ff  : 
Louise  Brooks  filmt  aiiKcnblicklich  hei 
der  Sofar  -  Film;;espllscli,ift  in  P.iris 
..Schönhcitskunkiirrenz''.  .Sie  ^iht  Aiito- 
urammc.  Sie  können  diMitscli  an  die 
Künstlerin  schreiben.  Louise  Hrooks  ist 
\  erheiratet. 

Kurt  Sc  h..  t;  o  1  1  n  o  w  :  Feliei- 
tas  .Malten  wohnt  Hln.-llali-nsce.  Nestor- 
slraUe  .Vi.  wurde  :im  2.  Dezember  in 
Itlu.-Ch.irloltcnhnr.u'  «('boren.  <;iht  Aiito- 
Hi;iniiiie  und  ist  M'rlobt.  Ihr  neuester 
l'ilm  lieilJt  ..Aus  di'in  Tasehuch  einer 
K(d^(dtc■■.  1  her  ihre  Verwandtschaft 
können  wir  Ihnen  leider  keine  .\iis- 
Uunfl    uebcn. 

Nur  E  i  n  <?  -  i;  r  1  t  1  .1  •  L  c  >  !  Wen- 
den Sic  sie  h  des  llita  l'arhi  -  l'holos 
wc-cn.  bitte.  .111  die  Ifa.  Berlin  siW  li.s, 
KochstraUc  li-s.  tirilia  Lcy  wohnt  lier- 
lin W.  Diissehlorfer  Stralie  12.  wurde 
.'im  2:1.  .\uj;ust  Ki'boren.  {tibi  .\ulo- 
«nimme  und  lieilJt  in  Wirklichkeit  (irete 
Schmidt.  Sie  ist  2— .(  .lalire  beim  Film 
und  spielte  n.  a.  in  folgenden  Filmen: 
...Männer  vor  der  Klie'.  ..Heiratsnest  ■, 
..Der  nröUte  lianncr  des  .lahrhnndi'rts--. 
..Alnicnniusch  und  Kdelw  eili  •.  ..Ilerbst- 
zeit  am  Hlicin-.  ..Das  deutsche  Lied", 
(iritia  Lcy  fHmt  tlciliin.  Hclf^a  Thomas 
wohnt  Berlin  W.  Kiifsteiiier  StralJo  :'.. 
F  i  1  m  f  r  ('  n  11  diu  Z  e  p  e  r  n  i  c  k  : 
.lack  TrcAcir  wohnt  Berlin  \V,  Beiul- 
IcrstralJe  ü,  wurde  am  11.  Dezember 
in  London  f;eborcn,  f;iht  Aiitoi;r;ininic. 
lii  st  alle  seine  Briefe  selbst  und  spielte 
kürzlich  die  mäiinliche  ILiiipIrdUc  in 
dem  Film  ..Dii'  weiLicii  Kosen  \  mi 
liaM'iisber;;'.  Sein  nächster  Film  liciUt 
..Briefe  einer  rnbckaiintcir".  .lawolil. 
er  befindet  sieh  augenblicklich  in  Ber- 
lin. Anna  -May  Won.;-  jetzi.;!'  .\dresse 
ist  London,  ."»t.  -Martins  Laue.  New- 
Tlic.-itre.  Ihre  nächsten  Filme  sind 
...•Symphonie  der  Liebe"  und  ..Der  Wej; 
der  Sebauile  •. 

L  y  a      a  u  s      II  a  m  hur«:        Krich 

Wasihneck      wohnt      Berliii-Licbtcrfeldi', 

llortensienstralip     .it.       Billie     Dove     ist 

durch     die      First      National.      liiirliaiik- 

Hollywood,    Kai.,     zu     erreichen. 

F  r  i  e  d  c  I    H..   H  r  c  m  c  n  :   Fred   Louis   Lerch    wohnt    lierlin  W.  Kcneiis- 

biiificr    Sii;il.ie     11.      Wir    emiifchleii.    ihm    noch    ciiini;il    eine    liildk.irte    mit 

der     liilte    um    ein     .Vuto^r.imm    zu    senden.      Fr    wird     Diri'ii     Wunsch     he- 

stimnit    erfüllen.     Ks    tut    uns    leid,    Ihnen    kein    .Vutoiiramm    \on    Tom   T\  Icr 

\  ermitteln    zu    können.      Aber    vielleicht    kann     Ihnen    d.is    Deutsche    l.iilit- 

spiel-.'Syiidik.'il.     Berlin     SW     IS.     Fricdricbstralic    22,").     ein    Autofiramm     \oii 

Tom     Tylcr    \  crscli.iiTcn.    da    diese    tiescllscliaft    jetzt    einen    neuen    Film    mit 

dem   hck.iiiiileii   Cou  boydarstcllcr  in   ihrem   Xi-rlcih   bat. 

W  alter  .M..  II  a  n  n  o  v  e  r  :  Bei  VerzöfrcrniiBi'H  bitten  wir  nicht  zu 
\ei';-essen.  daU  in  uiisenT  Ked.iktion  tätlich  100 — 2ii(i  Briefe  einlaufen. 
die    ;ille    beantwortet    werden    wollen. 

F.  W  .,  1.  i  c  li  t  e  II  h  er«-:  Felicitas  Malten  widint  lierlin-II.'ilensee. 
NcstorstraUe  .'O.  Ihr  neuester  Film  heilit  ..Aus  dem  Taj;ebueli  einer 
Kokotte-.      Ihr    liihlwinisch    ist    \orweiiierkt. 

24  jähr.  Bankbeamter,  rc)<cr  Filmbesucher,  möchte  mit  geb.  Filmfreundin 
etwa  gleichen  Allers,  evtl,  aus  der  Reichshauptstadt.  in  briefl.  Gedankenaustausch 
über  gesehene  Filme  treten.  Ausf.  Ang.  u.  K.  B.  8026  Scherlhaus,  Berlin  SW  68, 
Zimmerslraße  36-41. 


iiiiiuiiiiiiiiiuiiiuiiuiiiiiimniiniiiiiiiuiiiiiiiiiinniinniniiiiniiiiiiiniiiiiiuuuiiiiiiiu 


iiiinnmiiiiiiniiinniiimiiiiimifiniiiimiiiini iiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiniiiiminiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiimniinina 


JCIu2>-Sesse2 


Kurze  Zeit  in  der  Großen  Kunsi  -/iussiellung 
DaQlQeim  henulzl,  fast  wie  neu,  verkauft  von 

35  Mark  an  in  Stoff   —    Rina-Ceaer  95  Mark 

H.  LipKe,  Berlin  SW,  ICoc^slraßG  6  bis  7 


1 

« 


niMiiiiiiiiiiiiiii 


NiiiNiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniii,,! .,m.;iiiiiii,„iMM.ii,iii.i,iiii,iiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiMiiimiiiiiiiiiiiii.iJiiiiiiiiiiiiiiiiiwniiinwr; 


j    Die  Ufa-Theater  werden  mit 


gereinigt. 


Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,   Kurlürslcndamm  236.  Berlin  S  42,  Oranienslr,  59  Braunschweig,  Münzstr.   1  a  Bremen,    Hcrdenlorstcinwcii  5  Breslau  I,  Junkcrnstr.  38  40 

Chemnitz  Sa.,     Falkcplatz  2  Coblenz,    SchloBstr.  35  Danzig,  Tr>pfL'ri:assc  23  24  Dresden-A.,  Praller  Str.  35  Düsseldorf,    Stc-n^^ir.  2  I  Essen, 

Hauptstr.  27  Frankfurt  M.,   Mainzer  Landstraße  59  63  Freiburg,   Kaiserslr.    132  Görlitz,    Jakobsir    16  Halle  S.,    Maadibur.jcr   Sir    56  Hamburg   36. 

Gr.  Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofstr    13  Kassel,  Obere   Kciniijslr.   13  Kiel,   Holslenstr    61  Köln  Rh.,    Holie    Str    64  Königsberg,    .Münzstr    17 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr,  4  Magdeburg,     Breiter    \X  et;    3  b  Mannheim,    D    4.  6  München,     Salvalor'-lr     18  Münster,    Rusenstr.    9  Rostock 

Steinstr.   15  Stettin,   Schillerslr.   13  Stuttgart,     Rolebiihlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 

AnOerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroO-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


UNSERE 
ELIMMERKÖPFE 

Ein  Bildwerk'  vom 
cl  e  LI  t  sehen  Film 

Die  2.  .\iis^<il)c  liicses  liek.iiiiilrn, 
vor/iigliili  inisgesldlictcn  W  i'ikes 
ist  eisdiiciicn.  .Sie  luidci  liier  die 
.\nsJiri|icii ,  tlie  Tclcplioiiiiuin- 
iiierii  uiui  die  neuesten  Dildnisse 
iliier  1  iliMlieblinge.  4  i  c~  Seilen 
st.irk,  k.utonieit.  /ii  luviclion 
gegen  \  oreinsenciiingdesbelriiges 
von  RM  4.40,    sonst  N.idm.ilime 

ILLUSTRIERTl:  FILMW'OG  IF  G.M.  W 1 1. 
B  1:  R  I.  1  \    s  W  o  ö ,    K  o  i-  li  s  1  1  >i  l'i  c    c^  -  s 

PüSL^dieikl-Mnloberlin  1  4."<2  7i 


FILM? 


Wollen  Sic  zum    .1.  '  M,  M^  L^  ^   S      Schreiben  Sic  sofort  an 

F.R.  A.  HENNIG,  BERLIN-GRUNEWALD,  Em  4 


DER  FILM 

IN  DER  KARIKATUR 

VON    ROBERT    HEyMANN 

Mehr  als  160  Seiton  stark.     Auf  hestein 
Kunstdrudq)a[)ier  mit  vielen  Ahhildiiiij-en 

Preis  gebunden    12.-  RM. 

C'io.<cii  N'sTcinsoiidiMij;  Oller  N.iHui.iliiiie  ilcsHotraj;cs 


Das  Werk  ^ibt  rum  ersten  Male  eine  Zusammen^ 
stelluii.<  der  zahllosen  Bilddokumente,  in  denen 
der  Stift  des  satirisdien  Zeictiners  der  Welt  des 
Films    die    komisclien    Seiten    ahselaiiscfit    hat. 

Aus  dem  Inhalt: 
Welt^esdiitfite  im  [^ilm  —  Aus  den  Kindertagen 
des  Films  —  Naturs^escfiid.te  eines  Films  —  Filni= 
Könij;;e  und  ^Adjutanten  —  Der  Rejfisseur  —  Der 
Diditer  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Nie>;:enannten  —  Im  Glashaus 
Zwischen  den  Kulissen  —  Im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Aditunj;!  Aufnahme!  —  Die  Diva 
Der  sdiöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Romantik  —  1  lollywood  Erotik 
Film  und  Familie  —Die  Größten  ihrer  Zeit  —  Kino 

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Wilhelm     Schaefer,     Charlottenburi;.      Anzeigen  vcrwaltuns;    Bepa-Verlaii,    Berlin  W  31,    Blumes  Hol    5.      Kupferliefdruck;    AufSusl    Schert    G.  m.  b    H.  Bcrhn  bW  68 


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NUMMER    22       /        in:R  y.  IN.    2.    .1  UNI     1929       /       PREIS    ,ü    IM  E  N  N  I  C 


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1)  I  j:    m  o  c  II  V.  \  s  (  II  i{  I  I    \     D  1.  i{    r  i  i.  m  r  w  \.  i  \  n  i 


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BETTY    AMANN 


'je~AKt  TVA}Vi  i^( 


^j  I      ^  in  neues  amerikj 

^y\ \   „Riff   und   Raff, 

^"''   1       vBeerv    und   Rayt 


kanisches  Komikerpaar  stellt  sich  in  der  Groteske 
die    Frauenhelden"    vor.      Es    sind    dies    ^X'allac^ 

ymond  Hatton,  die  einen  Zie;4fcld-Sch\\ank  mit 
sprudelndem  Leben  erfüllen.  Wie  in  allen  amerikanischen  Grotesken,  ist 
die  eigentliche  Handlung  mit  Willen  dünn  Kchallen  \sorden,  damit  sie 
durch  ihr  Gewicht  nicht  die  Einfälle  erdrückt,  die  sich  aus  den  Vor- 
gängen herauskristallisieren,  Riff  und  Raff  sind  im  bürgerlichen  Leben 
Kellner.  Der  große,  dicke  Riff  ist  Oberkellner,  der  kleine  Raff  aber 
nur  Aushilfskellner.  Als  aber  der  Krieg  ausbricht,  sind  die  Rollen 
plötzlich  vertauscht.  Riff  ist  Gemeiner,  Raff  dagegen  Unteroffizier,  der 
in  dieser  Stellung  seinem  früheren  Vorgesetzten  alles  vergelten  kann, 
was  dieser  ihm  einmal  angetan  hat.  Das  ist  nun  nicht  wenig  und  führt 
zu  einer  langen  Reihe  toller  Szenen,  in  denen  sich  die  beiden  das  Leben 


schafft,  \s  ie  eine  solche.  <4roßc  Ver- 
\\irrun<i.  Riff  und  Raff  sollen  sich 
vor  eine  unan>ienchnic  Situation  <4e- 
stclll,  deren  Konsequenz  sie  nicht 
Ucrn  tra;4en  wollen.  In  grotesken 
Szenen  schildert  nun  der  Film,  uic 
es  den  beiden  j^crisscnen  .Amerika- 
nern «jelingt,  sich  über  alle  Hinder- 
nisse  hinwciizuselzen. 

Wallace  Bcery,  der  Bruder  von 
Noah  Beery,  ist  bei  uns  noch  we- 
nig bekannt.  Man  schätzt  ihn  in 
Amerika  als  bedeutenden  Charßen- 
spieler,  der  mit  einem  pfiffifjen  Hu- 
mor an  die  Dinge  geht.  V'iclleicht 
entsinnt  sich  mancher  Leser  noch 
seiner  feinen  Leistung  in  dem  bei 
uns  nicht  nach  Gebühr  geschätzten 
Ramon  Novarro-Film  ..Dierole  Lilie", 
wo  er  einen  Vertreter  der  Pariser 
Unterwelt  mit  einem  entzückenden 
Humor  gab.  Raymond  Hatton  ist  ein 
sehr  bewußt  mit  Effekten  arbeiten- 
der,  sehr    quecksilbriger   Darsteller. 


schwer  machen.  Als  Soldaten  haben  sie  mit  dem  Krieg  nicht  viel  zu 
tun,  sondern  gehören  einer  Etappcnlormation  an,  die  sich  mit  dem 
Wegebau  befassen  soll.  Die  beiden  halten  es  aber  lieber  mit  den  Mäd- 
chen des  Dorfes,  zumal  diese  durchaus  nicht  spröde  sind  und  es  sich 
gern  gefallen  lassen,  von  den  amerikanischen  Soldaten  verehrt  zu 
werden.  Vielleicht  hätte  sich  das  alles  ohne  Komplikation  zugetragen, 
wenn  nicht  der  französische  General,  zu  dessen  Formation  die  beiden 
gehören,  ebenfalls  ein  Don  Juan  wäre  und  neben  militärischen  Siegen 
auch  solche  bei  den  Frauen  erringen  möchte.  Dem  General  sind 
natürlich  die  beiden  Spaßvögel  ein  Dorn  im  Auge,  und  er  weiß  nicht, 
wie  er  sie  kaltstellen  soll.  Da  der  Kriegszustand  verhängt  ist,  so  kom- 
mandiert er  kurzerhand,  daß  alle  Mädchen  in  seinem  Bezirk  sofort  zu 
heiraten  hätten.      Dieser   Befehl   schlägt    nun    wie    eine    Bombe   ein    und 


Wallace  Beery,  Ray- 
mond  Hatton,    Tom 
Kennedy 

Phot.  I'aramount 


Zwcicinlialbi;s  .lalir  lial 
l'.mil  .fannin^^s  in  Holly- 
wood Kcicbi  und  da- 
selbst sechs  Filme  jiescliaffcn, 
von  denen  wir  zwei  noch  zu 
sehen       bekommen.  Seine 

letzte  Arbeit,  der  „Patriot", 
unter  der  Rciiie  von  F-rnst 
Lubilsch, steht  augenblicklicii 
noch  auf  dem  Spielplan  vie- 
ler Kinos  und  tritt  seinen 
Sic^eszuj!  nach  dem  sensatio- 
nellen Berliner  lirfol)!  durch 
die  Provinz  an.  Emil  Jan- 
nintJs,  der  jicbräunl  von  der 
Seefahrt  und  dem  Aufenthalt 
in  einem  Sonnenlande  ist,  er- 
klärt, dalJ  der  ,, Patriot"  sein 
letzter  großer  stummer  Film 
sein  werde.  In  Amerika  hat 
mit  dem  ,, Patriot"  die  Linie 
des  stummen  Films  den 
Gipfelpunkt  erreicht.  Nur 
noch  der  Tonfilm  herrscht, 
und  Frnst  Lubitsch  hat  so- 
eben die  Kc^ie  eines  Sprech- 
films ergriffen,  einer  Ope- 
rette mit  .Maurice  Chevalier. 
Fmil  Janninjfs  ist  erfreu- 
licherweise rasch  für  den 
deutschen  Film  wiedergewon- 
nen worden.  Fr  hat  mit  der 
Ufa  abgeschlossen,  die  ihm 
von  Anfang  an  die  Mil- 
schöpfung   großer    Filmwerkc 


ermöglichte  und  wo  sein  Auf- 
stieg in  der  „.Madame  Du- 
barry"  begann,  um  bei  „Va- 
riete" zu  enden.  In  einer 
Nachtvorstellung,  die  zu 
Ehren  des  Zurückgekehrten 
im  Ufa-Palast  am  Zoo  ver- 
anstaltet wurde,  erwies  die- 
ser Film  in  unverminderter 
Wirkung  wieder  die  große 
Geslaltungsfäiiigkeil  von 

Emil  Jannings.  —  Für  einen 
so  ungewöhnlichen  Künstler 
müssen  auch  ungcwiihnliche 
Aufgaben  geschaffen  werden. 
Die  Ufa  hat  deshalb  den  be- 
kannten jungen  Dramatiker 
Carl  Zuckmayer  beauftragt, 
einen  F"ilm  zu  schaffen,  der 
dem  1  alent  des  großen 
Schauspielers  vollen  Spiel- 
raum läßt.  Der  Film  ist  — 
man  verrät  kein  Geheimnis 
—  hIs  Tonfilm  gedacht. 
Jannings  hat  ja  in  Holly- 
wood aus  nächster  Nähe  die 
Entwicklung  des  Tonfilms 
mit  angesehen  und  verfügt 
über  alle  die  Erfahrungen, 
welche  für  diese  neue  Kunst 
in   Frage   kommen. 

Emil  Jannings  und  Foy  Wroy 
in  ..Der  König  von  Soho" 

l'ht't.  I  j,!.  l'iiiiiniKiinl 


Die  große  Spiclszene  aus  dem  neuen   Ufa-Film  .,Manulescii".       riwt.  Ufa 


Es  soll  hier  nicht  von  dem  Spiel  der  Kinder  die  Rede  sein, 
von  jenem  sorglosen  Vertrödeln  der  Zeit,  womit  man  sich 
und  andere  unterhält.  Schon  die  Tiere  spielen,  und  viel- 
leicht vertragen  sich  Kinder  und  Tiere  deshalb  so  gut,  weil  sie 
stets  das  Bedürfnis  zum  Spiel  haben  und  kein  Ende  darin  finden. 
Hier  soll  nur  von  dem  Spiel  gesprochen  werden,  das  Erwachsene 
zu  faszinieren  und  manchmal  bis  an  den  Rand  des  Verstandes  zu 
treiben  weiß.  Auch  da  scheiden  noch  verschiedene  Spiele  aus, 
etwa  Schach,  das  wie  eine  Philosophie  getrieben  wird,  ob- 
gleich auch  die  Lösung  der  schwierigsten  Aufgabe  des  Brettes 
nur  Selbstzweck  ist  und  die  Spieler  nicht  innerlich  bereichert. 
Schopenhauer,  der  ja  überhaupt  auf  die  menschliche  Gemein- 
samkeit schlecht  zu  sprechen  war,  hat  das  Spiel  einen  geistigen 
Bankrott  genannt,  wie  ja  Ästheten  sich  niemals  recht  am  Spiel 
erfreuen  konnten;  der  junge  Arnim  war  entsetzt,  als  er 
Schiller  zum  erstenmal  gegenübertrat  und  ihn  am  Kartentisch 
vorfand.  Das  Spiel  um  Geld  oder  um  Wertgegenstände  hat  von 
jeher  gelockt.  Es  ist  im  Grunde  eine  primitive  Angelegenheit, 
denn  gerade  die  einfachen  asiatischen  Völker  betreiben  es  mit 
einer  Leidenschaft,  die  unter  Kulturmenschen  nur  ganz  selten 
vorkommt.  Zu  allen  Zeiten  haben  sich  Moralisten  heftig  da- 
gegen ausgesprochen,  aber  sie  haben  nicht  den  geringsten  Erfolg 
gehabt,  denn  wer  einmal  dem  Spiel  verfallen  ist,  für  den  gibt  es 
nur  ganz  selten  den  glücklichen  Augenblick,  da  er  ihm  ent- 
sagen   kann. 

Abenteuerliche  Naturen  werden  den  Reiz  des  Spiels  doppelt 
empfinden.  Das  Spiel  ist  ein  Schacher  um  das  Glück,  die 
Lockung  des  Geheimnisvollen,  der  Griff  in  das  Unbegrenzte. 
Kein  Spieler  weiß,  welches  Los  die  Göttin  aus  ihrem  Füllhorn 
schütten  wird,  und  deshalb  wird  das  Glücksspiel  zu  einer  bei- 
nahe  mystischen   Handlung.    Wer   sich   zu  einem   Glücksspiel   an 


den  Tisch  setzt,  trägt  die  Hoffnung  in  sich,  daß  er  gewinnen 
werde.  Aber  außer  dieser  Hoffnung  trägt  er  nichts  in  sich,  denn 
er  ergibt  sich  dem  Ungewissen,  dem  Zufall,  der  am  Spieltisch 
die  Stunde  regiert  —  oder  er  sei  denn  ein  Falschspieler,  der 
das  corrigcr  la  fortune  zu  seinem  Broterwerb  erhoben  hat.  Die 
großen  Abenteurer  der  Weltgeschichte  sind  auch  regelmäßig 
ausgezeichnete  Spieler  gewesen.  Casanova,  St.  Germain,  Ca- 
gliostro  verstanden  es  meisterhaft,  mit  den  Karten  und  der  rol- 
lenden Kugel  umzugehen.  Wenn  daher  für  den  neuen  Ufa-Film 
,,Manolescu"  das  Glücksspiel  in  den  Vordergrund  gerückt  wird, 
so  entspricht  dies  vollkommen  dem  Lebensspiel  dieses  seltsamen 
Mannes.  Die  Abenteurer  von  Beruf,  denen  das  Schicksal  keine 
Seßhaftigkeit  gegeben  hatte  und  die  sich  nicht  in  die  bürger- 
liche Ordnung  finden  konnten,  haben  im  allgemeinen  im  Spiel 
mehr  gesehen  als  eine  Unterhaltung.  Das  Spiel  trug  in  den 
meisten  Fällen  dazu  bei,  ihnen  die  Existenz  zu  ermöglichen. 
Denn  nur  im  Spiel  ist  es  möglich,  große  Summen  auf  einen 
Schlag  zu  gewinnen.  Einnahmen,  die  sich  für  den  bürgerlich 
arbeitenden  Menschen  auf  eine  große  Zeitspanne  verteilen  und 
die  nur  mit  dem  Einsatz  einer  unermüdlichen  Arbeitskraft  zu 
erreichen  sind,  fallen  dem  Berufsspieler  an  einem  Abend,  im 
Verlaufe  weniger  Stunden  in  den  Schoß  —  wenigstens  sobald 
er  gewinnt.  Deshalb  kann  es  gar  nicht  ausbleiben,  daß  die  Be- 
rufsspieler versuchen,  das  Glück  gewaltsam  zu  erzwingen  und 
sich  mit  allen  Mitteln  in  den  Besitz  des  Gewinnes  zu  setzen. 
Gewiß;  wem  die  Karten  jahrelang  immer  zur  Hand  gewesen 
sind,  der  beherrscht  die  Technik  jedes  Spieles  vollkommener  als 
ein  anderer,  der  nur  gelegentlich  nach  ihnen  greift.  Aber  er 
kommt  viel  eher  in  die  Versuchung,  die  besten  Trümpfe  in  seine 
Hand  zu  schmuggeln  und  die  des  Gegners  vor  dem  Ausspielen 
zu    erkennen.     Casanova,    der    in   seinen    „Memoiren"    recht   vor- 


leilhaft  («emall  luit,  kann 
trotzdem  nicht  unler- 
driicken,  daß  er  ein  paar- 
nuil  jjeschickterzn  mischen 
wußte,  als  es  notwendiji 
jjevsfscn  wäre.  Die  vielen 
anderen  Fälle,  in  denen 
er  es  ^anz  jjewiß  getan 
hat,  verschweigt  er,  ob- 
>il eich  Schüchternheit  sonst 
nicht  seine  starke  Seite 
war.  Er  hat  die  naive 
Entschuldigung  des  Aben- 
teurers, daß  die  von  ihm 
Geplünderten  sonst  noch 
ärgeren  Schelmen  in  die 
Hand  j>efallen  wären.  Aber 
er  lebte  im  Grunde  vom 
Spiel,  und  es  faszinierte 
ihn  ganz  gewiß  nebenbei: 
denn  der  Abenteurer,  der 
gewohnt  ist,  mit  seinem 
Leben  zu  spielen  und  der 
sein  Schicksal  auf  das 
Schachbrett  seiner  Tage 
setzt,  geht  bei  allem  nicht 
mit  verkniffenem  Ernst  an 
das  Spiel  wie  jene  Dilet- 
tanten der  Spielbank,  die 


Aufnahmen   aus  dem  Ufa- 
Film  ,,Manolescu" 
P/wt.  Via 


sich  Systeme  errechnen,  nach  denen  die  Kugel  der  Roulette  un- 
fehlbar in  das  richtige  Feld  rollen  muß.  Der  Abenteurer  hält 
nichts  von  einem  System,  schon  weil  sein  eigenes  Leben  system- 
los ist  und  den  Lockungen  des  Augenblicks  gehorcht.  Seine 
Existenz  beruht  darauf,  daß  er  es  versieht,  die  Zeitgenossen 
über  das  Ohr  zu  hauen,  daß  er  gerissener  ist  als  sie  und 
schwache  Augenblicke  für  sich  auszunutzen  weiß.  Dieselbe 
Stellung  nimmt  er  auch  dem  Spiel  gegenüber  ein.  Für  ihn  ist 
die  Glücksgöttin  nicht  blind  und  verteilt  nicht  wahllos  die 
Scheine  an  Gerechte  und  Ungerechte.  Er  versucht,  auch  ihre 
schwachen  Augenblicke  abzupassen,  um  sie,  wie  irgendeinen 
anderen,   zu   düpieren. 

Aber  das  Spiel  gehorcht  anderen  Gesetzen,  und  mit  Ironie  ist 
seine  liefere  Bedeutung  nicht  zu  erschöpfen.  Alle  Abenteurer, 
die  sich  dem  Spiel  ergaben,  kamen  von  ihm  nicht  los.  Casanova 
verlor  nicht  selten  bedeutende  Summen  an  einem  Abend.  F"rei- 
lich  war  in  seinen  Tagen  das  Spiel  vor  der  Erfindung  populärer 
und  rasch  zu  erhalten- 
der Unterhaltungen, 
wie  es  Kino  und  Radio 
heute  sind,  eine  soziale 
Erscheinung.  Die  Spiel- 
wut grassierte  um  die 
Wende  des  18.  Jahr- 
hunderts in  einer  Weise, 
die  uns  heute  unfaß- 
bar erscheint.  Heute 
setzen  sich  Damen  der 
Gesellschaft  zum  Bridge 
an  den  Tisch,  w  ährend 
sia  sich  ehedem  in  den 
tollsten  Glücksspielen 
versuchten.  Es  berührt 
uns  seltsam,  wenn  wir 
in  den  Tagebüchern 
der  gefühlvollen  Elisa 
von  der  Recke  lesen, 
wie  sie  sich  auf  allen 
ihren  Reisen  mit  Leich- 
tigkeit an  den  Spiel- 
tisch locken  ließ,  und 
noch  verw  undcrler  sind 
wir,     sobald     wir    den 


Zeilen  entnehmen,  daß  die  ,,reur«"  Empfindlich  schimpft,  sobald 
es  jemand  vergaß,  seine  Spielschulden  bei  ihr  zu  begleichen. 
Also  selbst  eine  dem  Pietismus  und  der  Empfindsamkeit  ver- 
schwisterte  Erscheinung  konnte  sich  dem  allgemeinen  Zug  ihrer 
Zeit   nicht   entziehen. 

Wenn  sich  die  Vertreter  des  Bürgertums  in  ihrer  Einstellung 
zum  Spiel  gründlich  geändert  haben,  so  sind  die  Abenteurer  im 
Grunde  die  gleichen  Mensclien  geblieben.  Die  Schelme  des 
Altertums  unterscheiden  sich  von  denen,  die  unsere  Zeit- 
genossen sind,  nur  sehr  wenig.  Für  einen  Menschen  wie  Mano- 
lescu,  der  sein  Leben  der  Erregung  des  Abenteuers  in  die  Arme 
warf,  bedeutet  nun  das  Spiel  viel  mehr.  Auch  er  gelangte  durch 
sein  blendendes  Auftreten,  seinen  Witz  und  den  Scharm  seines 
Wesens  in  eine  Gesellschaftsschicht,  die  ihm  anders  verschlossen 
geblieben  wäre.  Aber  er  war  nicht  frei  von  der  Eitelkeil  des 
Glücksritters,  die  Gesellschaft  herauszufordern,  weil  er  sich  ihr 
gewachsen  fühlte  und  weil  er  innerlich  frei  war  von  den  Hem- 
mungen der  Konven- 
tion, die  er  hur  äußer- 
lich beachtete.  Solche 
Rebellen  sind  immer 
tragisch  gescheitert, 
weil  es  nur  verschwin- 
dend wenige  verstan- 
den, im  richtigen  Au- 
genblick zu  bremsen. 
Chamfort,  der  Sohn 
des  ancien  regime, 
schrieb  seine  Apho- 
rismen, in  denen  er 
sich  mit  den  Gesell- 
schaftsproblemen sei- 
ner Tage  auseinander- 
setzt. Manolescu,  der 
die  Gesellschaft  mit 
mehr  als  geschlosse- 
ner Schicht  vorfand, 
hätte  für  eine  ähn- 
liche Beschäftigung 
keine  Resonanz  mehr 
gefunden.  Ihm  blieb 
allein  das  Schicksal 
des   Spielers. 


! 

I 


K 


Prarießlumen, 


Wenn  die  Amerikaner  romanlisch  werden  —  und  diese 
bei  uns  als  nüchtern  geUennzeichnete  Nation  ist  im 
allgemeinen  der  Sentimentalität  sehr  leicht  zugängig  — , 
dann  schwärmen  sie  entweder  von  Paris,  der  Stadt  der 
Liebe,  oder,  was  ja  recht  nahe  liegt,  von  der  Romantik  der 
Prärie.  Namentlich  die  Bewohner  der  kleinen  Städte  des  Mittcl- 
westens  oder  der  Ansiedlungen  am  Fuße  des  Felsengebirges 
haben  genug  Mitbürger,  die  sich  noch  mit  den  Indianern  herum- 
schlugen oder  von  ihren  Vätern  hörten,  wie  es  damals  war,  als 
noch  die  Bisons,  heute  in  den  Naturschutzparks  gehütet,  zu 
Zehntausenden  im  Herbst  über  die  Prärien  nach  Süden  zogen 
oder  man  den  Skalp  vom  roten  Mann  holte.  Das  ist  noch  keine 
vierzig  Jahre  her,  und  so  mancher  Indianertöter  bewahrt  noch 
seine  Büchse,  an  der  jede  Kerbe  im  Schaft  eine  erledigte  Rot- 
haut bedeutet.  Nun  hat  sich  seil  dem  Weltkrieg  in  den  Ver- 
einigten Staaten,  und  namentlich  seit  dem  immer  stärkeren  Vor- 
drängen der  Neger,  ein  Umschwung  in  der  Wertung  der  Indianer 
vollzogen.  Die  ehedem  verfolgte,  weil  unbequeme  Rasse  ist  nun, 
seit  der  vollkommenen  Eroberung  des  Landes  durch  den  weißen 
Mann,  zu  einem  Museumsstück  geworden.  Außerdem  sind  nicht 
wenige  Indianerstämme  heule  im  Besitze  großer  Reichtümer,  weil 
auf   ihren    Territorien,    die    ihnen   einstmals   als  vollkommen    un- 


(   -^ 


brauchbares  Land  überwiesen  wurden,  inzwischen  Öl  gebohrt  wurde. 
Zwar  werden  die  Einnahmen  von  einer  bestimmten  Stelle  Washingtons 
aus  verwaltet,  weil  man  mit  Recht  den  roten  Bürgern  nicht  soviel  Geld  in 
die  Hand  geben  will,  aber  von  einer  Übervorteilung  ist  heute  nicht  mehr 
die  Rede.  Der  amerikanische  Nationalstolz  nennt  sie  heute  die  ,, hun- 
dertprozentigen" Amerikaner,  und  dem  Aufstieg  eines  Indianers  in  jede 
Gesellschaftsschicht  steht,  im  Gegensatz  zu  den  Negern,  keine  Schranke 
entgegen.  So  ist  Monte  Blue  indianisches  Halbblut;  und  vielleicht  wer- 
den in  nicht  ferner  Zeit  in  Amerika  Stammbäume  fabriziert,  in  denen 
sich  namhafte  Leute  der  Abstammung  von  einem  Indianerhäuptling  rüh- 
men. —  Der  Film  hat  sich  natürlich  dieser  naheliegenden  Romantik  be- 
mächtigt. Er  gibt  jetzt  nicht  mehr  Westernbilder,  in  denen  die  In- 
dianer die  dummen  Teufel  sind,  sondern  großartige  sentimentale  Ge- 
mälde, worin  der  Untergang  der  roten  Rasse  mit  glühenden  Farben  ge- 
malt wird.  Der  edle  Indianer  ist  nicht  nur  eine  Paraderolle  von 
Richard  Dix  oder  Dick  Barthelmeß,  sondern  erscheint  in  zahlreichen 
Variationen.  Neuerdings  hat  man  zwei  schöne  Indianerinnen,  Shannon 
Day  und  Dorothy  Janis  für  den  Film  gewonnen  (beide  links),  während 
der  hier  abgebildete  Robert  Frazier  ebenfalls  indianisches  Blut  in  den 
Adern  haben  soll.  Als  Komparserie  dieser  Indianerfilme  dienen  natür- 
lich kalifornische  Indianer,  doch  trifft  man  von  Hollywood  aus  auch 
Expeditionen  nach  Nebraska,  Arizona  und  Texas  an,  um  dort  ganz 
echte  Bilder  zu  erhalten.  Neuerdings  wird  sogar  ein  Tonfilm  vor- 
bereitet, der  die  noch  nicht  vergessenen  Lieder  der  Krieger  und  die 
Gesänge  der  Si  >,iws  festhalten  soll,  mag  die  moderne  Indianerin  auch 
nichts  mehr  mit  der  verachteten  Zelthüterin  von  ehedem  gemeinsam 
haben. 


AiißcnrcUamc  am  Ula-Pavillon  bei  der  Aiiffilhning  des  Querschnitt-Filmes  „Rund  um  die  Liebe"     Phot.  Uli 


Es  war  ein  weiter  Weg  zu  gehen  von  jenen  Straßen,  die  in 
den  Kindertagen  des  Films  die  Illusion  der  Nacht  vorzu- 
täuschen hatten,  bis  zu  den  Aufnahmen  in  den  Filmen  der 
letzten  Jahre,  die  kein  Regisseur  mehr  ohne  nächtliche  Straße 
läßt,  weil  sich  auf  diese  Weise  sehr  stimmungsvolle  Bilder  stellen 
lassen  und  außerdem  unser  Leben  in  der  lat  einen  großen  Teil 
der  Nacht  für  sich  in  Anspruch  nimmt.  Die  ehedem  beliebte 
blaue  Virage  konnte  nichl  davon  überzeugen,  daß  sich  die  Vor- 
gänge bei  finsteren  Laternen  in  der  Nacht  abspielten.  Die  Tech- 
nik mußte  erst  große  Fortschritte  machen,  ehe  es  möglich  war, 
die  nächtlichen  Straßenszenen  zu  filmen,  die  wir  besonders  groß- 
artig in  der  letzten  Zeit  in  „Asphalt"  sahen.  Vor  sechszehn 
Jahren,  als  ein  berühmter  Bühnenregisseur  seinen  ersten  Film 
drehte,  geschah  folgende  hübsche  Geschichte.  Er,  der  mit  der 
Technik  der  Filmaufnahme  gar  nichl  vertraut  war,  fuhr  mit  dem 
technischen  Stab  der  Firma  und  den  Schauspielern  seines 
Theaters  nach  Venedig.  Der  Zufall  wollte  es,  daß  die  Truppe 
zu  später  Abendstunde  in  der  Lagunenstadt  eintraf  und,  da  es 
Juni  war,  herrlicher  Mondschein  eine  traumhafte  Stimmung 
über  die  Dächer  fluten  ließ.  Der  Regisseur,  der  auf  den 
bis  dahin  von  ihm  bedienten  Bühnen  mit  Vorliebe  malerische 
Effekte  über  die  Theaterstücke  gegossen  hatte,  war  von  der 
Schönheit  der  südlichen  Nacht  bezaubert,  so  daß  er,  ohnt  in  sein 
Hotel  zu  fahren,  die  Apparate  seiner  beiden  Kameraleute  aus- 
packen ließ  und  ihnen  zurief:  ,,Das  ist  ja  gerade  die  richtige 
Stimmung,  wie  ich  sie  brauche!  Dreht!"  —  Vergebens  wandten 
die  Operateure  ein,  daß  es  doch  nicht  ginge,  aber  der  Bühnen- 
regisseur, der  sich  um  die  Entstehung  photographischer  Bilder 
bisher  nicht  gekümmert  hatte,  wollte  klüger  als  die  Fachleute 
sein  und  entgegnete  ärgerlich:  ,, Drehen!  Alles  andere  ist  meine 
Sache."  —  Und  so  wurde  denn  der  herrliche  iMondschein  über 
Venedigs  Kanälen  in  mehreren  hundert  Metern  Film  gedreht  .  .  . 
auf  denen,  nach  der  Entwicklung,  natürlich  nichl  ein  Fünkchen 
davon  zu  sehen  war,  weil  einfach  nichts  zu  sehen  sein  konnte. 
■ —  In    jenen    Tagen,   da   man   den   lichfschw  achen    Mond   im  Film 


festhalten  wollte,  war  das  Problem  der  „nächtlichen  Straße" 
nichts  anderes  als  mit  Virage  zu  erreichen.  Man  mußte  erst  dar- 
auf kommen,  daß  die  Natur  für  den  Film  durchaus  nicht  immer 
erforderlich  ist,  ja,  daß  man  im  Atelier  viel  echtere  Bildw  irkun- 
gen  zustande  bringt.  Dazu  aber  bedarf  man  lichtstarker  Lam- 
pen, die  erst  ein  Jahrzehnt  im  Gebrauch  sind  und  die  Herstel- 
lungskosten eines  Filmes  bedeutend  verteuern.  Auf  die  Idee, 
eine  Großstadtstraße  im  Atelier  zu  errichten,  kam  man  zuerst  in 
Hollywood,  wo  den  Regisseuren  von  Anfang  an  sehr  große 
Mittel  zur  Verfügung  standen.  Das  Wagnis,  und  ein  solches 
bedeutete  es  das  erstemal,  gelang  überraschend  gut,  und  seit- 
dem hat  sich  die  nächtliche  Straße  alle  Ateliers  der  Welt  er- 
obert. In  Deutschland  baute  Fritz  Lang  die  erste  Großstadt- 
straße für  jenen  Film,  der  seinen  Namen  mit  einem  Schlage 
berühmt  machte,  für  ,,Dr.  Mabusc,  der  Spieler",  jenen  mit  allen 
Energien  des  Nachkriegstaumels  geladenen  Film,  der  ein  großes 
Zeitbild  war  und  als  solches  bis  heute  unerreicht  geblieben  ist. 
Fritz  Lang  und  neben  ihm  Joe  May  haben  diesen  Effekt  dann 
ausgebaut,  aber  der  heutige  Zuschauer  ist  in  dieser  Beziehung 
verwöhnt  und  unterschätzt  die  Schwierigkeiten,  die  sich  der 
Lösung  dieser  schwierigen  Aufgabe  immer  wieder  cnigcgcnlürmen. 
Bei  den  großen  Regisseuren  ist  aber  die  nächtliche  Straße 
längst  nicht  mehr  eine  geschickt  ausgeleuchtete  Dekoration,  son- 
dern, da  der  Film  sich,  wie  alle  Kunst,  in  Symbolen  mitteilt. 
das  unheimliche  Element,  das  Anti-Bürgerliche,  das  Erwachen 
des  Verbrechens.  Aus  dem  Ungewissen,  den  Nebeln  abgeblen- 
deten Lichtes  steigt  das  Entsetzen,  das  Geheimnis  erwacht,  die 
Unterwelt  tritt  hervor.  Gerade  dieser  Wesenszug  macht  aber 
die  nächtliche  Straße  zu  einem  Element,  dessen  AVitwirkung  im 
Film  bedeutungsvoll  ist.  Auch  das  aufgeklärteste  Publikum  liebt 
dieses  spukhafte  Schweben  zwischen  Grausigem  und  nüchterner 
Realität.  Deshalb  wird  die  nächtliche  Straße  stets  zu  den  stärk- 
sten Spannungsniitteln  eines  Films  zählen,  der  es  versteht,  sie 
lebendig  werden  zu  lassen,  eine  Rolle,  in  deren  Gestaltung  sich 
Regisseur    und   Kameramann   zu    teilen   haben. 


HBMI 


*'B!*gB:""J-4alli)& 


Die  Waldscluilbe- 
strcbungcn  sctz- 
Icn  in  den  acht- 
ziger Jahren  des  vori- 
gen Jahrhunderts  ein, 
in  den  verscliicdenen 
Teilen  des  deutschen 
Vaterlandes  fanden  sie 
ihre  Förderer  und  Be- 
fürworter, und  aus  be- 
scheidenen Anfängen 
entwickelte  sich,  ganz 
besonders  auf  Betreiben 
des  Stadtschulrats  Dr. 
Neufert  in  Charlotten- 
burg, ein  System,  das 
letzten  Endes  darauf 
hinauslief,  normalen 

Kindern  eine  Erziehung 
nach  dem  normalen 
Schulleben  angedeihen 
zu  lassen,  im  übrigen 
aber  nach  Ermessen  der 
Lehrerschaft  Vorge- 

schrittenen oder  Zurückgebliebe- 
nen (aus  körperlicher  oder  gei- 
stiger Schwäche)  gerade  das  zu 
bieten,  was  ihnen  in  diesem  Falle 
besonders  dicnlicii   ist. 

Die  Waldvolksschule  Charlot- 
tenburg wurde  im  Jahre  1904 
gegründet,  sieht  also  auf  eine 
25)ährige,  erfolgreiche  Tätigkeit 
zurück.  Ihr  Bestreben  ist  es, 
den  Kindern  das  ganze  Jahr 
hindurch  in  der  freien  Natur 
Möglichkeiten  des  Lernens  zu 
bieten,  im  Gegensatz  zu  Ein- 
richtungen, die  die  Kinder  wäh- 
rend der  Sommerferien  wenige 
Woclien  zur  Erholung  ins  Ge- 
birge oder  an  die  See  schicken. 
Da  in  der  Waldschule  in  der 
Hauptsache  körperlich  nicht  auf 


der  Höhe  stehende  Kin- 
der betreut  werden,  ist 
der  Lehrplan  so  ab- 
gefaßt, daß  den  Kin- 
dern für  das  spätere 
Leben  Vorkenntnisse 
und  Freude  an  Berufen 
mitgegeben  werden,  die 
sie  ihrer  Konstitution 
nach  ausüben  können. 

Die  Waldschule  Char- 
lottenburg beherbergt 
im  Winter  170,  im  Som- 
mer 270  Kinder  im  Al- 
ter von  sieben  Jahren 
bis  zu  dem  Zeitpunkt, 
da  sie  die  Abschlußreife 
einer  gewöhnlichen 

Volksschule     erreichen. 
Auf    Grund    des    Natu- 
rells      verzögert       sich 
diese    Reife    manchmal 
um  ein  bis  zwei  Jahre. 
ImlntcressederVülks- 
gesundheit  ist  die  Vermehrung  der 
Waldschulen  in  der  Nähe  unserer 
Großstädte    nur     zu     wünschen. 
Die   Wohnungsnot  bringt  es  mit 
sich,    daß    immer    größere   Teile 
von  den  Wäldern  am  Rande  der 
Stadt  der  Bebauung  zum  Opfer 
fallen.        Die     Wochenendbewe- 
gung  greift   immer  tiefer   in   die 
bebauungsfähigen  Ländereien  ein, 
kann  aber  naturgemäß  stets  nur 
für    einen    gewissen    Prozentsatz 
der     Bevölkerung      von    Nutzen 
sein.     Aber  im  Zeitalter  des  ge- 
ringen  Nachwuchses  ist  es   not- 
wendig,     gerade     den     weniger 
widerstandsfähigen  Kindern 

einen    möglichst    günstigen    Ent- 
wicklungsgang zu  gewährleisten. 


Phot.  ija 


Oben:  Eine  Klasse  begibt  sich  zum 
Unterricht 

Mille:     Die  Schulklasse    im    Walde. 

Im  Kreis:    Tanzunterricht. 

Unten  links:  Spielstunde  der  größe- 
ren Mädchen. 

Darüber :  Gartenbauunterricht. 


i 


6r    8 

V_^  UND  v_y 


le 


UND  SEHR  VIEL 


SdiwiitÄel 


GivbLu^ti^er  Abei/LteixerrovKLöLi/L 


VON    LUDWIG  VON  WOHL 


z 


•/.  Forlsclziing 

Dorrit    Brink    machte    einen    spitzen    Mund. 

„Geschäfte   für   die   Firma." 

Die   alte   Frau   blinzelte, 

„Was    für   Würmer?" 

Und  nach  der  gcUreischlen  Wicderholunj«: 

„Da  sind  Se  also  jetzt  so  'nc  Art  von  Handlun(5sreiscnder, 
FroUein  Dorrit?" 

„Stimmt",   saj«tc   Dorrit.    so   perplex   sie   war, 

Opposition  wäre  zweck- 
los gewesen.  Frau  Gageike 
hatte   immer  recht. 

„Nee,  nee,  auf  was  für 
Ideen  die  Damens  heute  so 
kommen  —  Handlungsreisen- 
der! —  Ich  habe  auch  'mal 
einen   gekannt   — " 

Dorrit  machte  sich  über 
ihre   Brötchen   her, 

Frau  Gageike  tat  dasselbe 
mit  Herrn  Siegfried  Blut- 
stein aus  Komorn  —  wobei 
sie  ihn  als  einen  et\\as 
leichtfertigen  und  nicht 
unter  allen  Umständen  ver- 
läßlichen Herrn  von  aller- 
dings adonishaftem  Äußern 
entlarvte. 

Es  war  jetzt  neun  Uhr 
vorbei,  und  Dorrit  zog  den 
Mantel  an.  ,, Adieu,  Frau 
Gageike!" 

„Adieu,  Frollein  Doktor! 
Gute  Reise  —  und  hoffent- 
lich verkaufen  Sie  ordent- 
lich  viel." 

Gute,    alte    Spinatwachtel. 

Dorrit  Brink  ging  die 
Treppe  hinunter. 

Den  Koffer  in  der  einen, 
das  Necessaire  in  der  ande- 
ren  Hand. 

Sie  pfiff  sich  ein  einreihi- 
ges Taxi  heran  mit  einem 
richtigen  schrillen,  derben 
Straßen  jungenpfiff. 

„Anhalter  Bahnhof!" 

Durch  das  nächtlich  brau- 
sende Berlin.  Die  gelieble 
gewohnte  Stadt  hatte  heute 
abend  ein  ganz  anderes  Ge- 
sicht. Der  Straßenläim  war 
intensiver,   bemerkbarer,  die 

Konturen       traten      schärfer  

hervor.      Eigenartig   das   Ge- 
fühl,  mit    dem   man   die   fast    täglich   gewohnten   Straßen   surrend 
hinter  sich   ließ  — • 

Der  flanierende  Vcrkciir  der  Taucnlzienslraße  —  dann  das 
Schöncbcrgcr  Ufer  entlang,  den  schwarz  glitzernden  Kanal  zur 
Linken  und  quer  über  die  autou  immelndc  Potsdamer  Brücke, 
am   Wasserturm    vorbei   —   Anhalter    Bahnhof. 

Die   grünen    Träger  stürzten   sich   auf   den   Koffer, 

,, Danke,   nicht   nötig!      Ich   trage  ihn   selbst." 

Steinstufen  hinauf  in  die  riesige,  rußgeschwärzle  Halle,  in  der 
die  Züge  dampfen  wie  gebändigte,  in  die  Zügel  knirschende 
Pflugsticre. 

Zug    zehn   Uhr   acht    nach    Budapest,    Schlafwagen    Nummer    17. 

Gedämpfter  Schritt  auf  weichem  roten  Samtlcppich,  luxuriöse 
Sparsamkeit   des   Raumes. 


Ihr  Plit  ■olmndliT 
liihrl  Ihnen  t;rrn 
und  unrcrbindlich 
iinsi-ii-    ApiHii at(' 


\  I,  I.  i;  s 


Saiiiilnick  vfi  tu  ili'ti 

,,Wenn  nicht  noch  jemand  nachkimml,  hamse  das  Abteil  für 
sich  allein",  sagte  der  Kondukteur  mit  der  flachen  Mitropa- 
mütze,   ein    liebenswürdiger   Bayer. 

Sie  lächelte  ihn  schelmisch  an,  daß  er  fast  ein  bißchen  ver- 
wirrt  wurde. 

Allein  wirft  sie  sich  auf  das  schmale  Bett  und  lacht  ganz  laut 
vor  sicii  hin.  So  glücklich  ist  sie.  Schlafwagen,  Eisenbahn, 
Grenze,    fremde   Länder,    lllyrien  —   —  — 

Halt  —  das  Necessaire 
muß  unter  das  Kopfkissen. 
So.  Übrigens  —  es  war  doch 
besser,  den  Wechsel  in  dem 
kleinen  Seideribeutelchen 

um  den  Hals  zu  tragen.  Ein 
Necessaire  konnte  einem 
trotz  aller  Vorsicht  gestoh- 
len werden. 

Wie  spät  war  es  jetzt? 
Natürlich  noch  viel  zu  früh. 
Eine  halbe  Stunde  hörte  sie 
die  Geräusche  des  großen 
Bahnhofs, 

,, Würstchen,  Zeitungen, 
Keks,   Bücher  — " 

Und  Eduard,  der  auf  kei- 
nen Fall  vergessen  darf, 
Tante  Mathilde  zu  schrei- 
ben. 

Und:  „Die  Dritter-Klasse- 
Wagen  —  wo  sind  die  Drit- 
ter-Klasse-Wagen, Herr 
Kondukteur?  Sie  sind  nicht 
nur  für  die  erste  und  zweite 
Klasse  da!  Ich  habe  mein 
Billett  auch  bezahlt,  und  Sie 
haben  mir  Auskunft  zu 
ben!" 

Durch  das  Fenster  sieht 
sie  noch  den  energisch 
nickenden  Mclonenhut  auf 
dem  Rundschädel  des  Hoch- 
erregten. 

,, Würstchen,  Zeitungen, 
Keks,  Schokolade,        Bü- 

cher — " 

„Vergessen?       Na     natür- 
lich —   wenn   ich   mich   auch 
nicht     um     alles      kümmere! 
Dreimal,     dreimal     habe     ich 
dir     gesagt,     du     sollst     das 
Plaid    mitnehmen!      Dreimal! 
Natürlich  —  es  ist  nicht  da. 
Da  soll  man  nun  nicht  blöd- 
sinnig   werden!     Wenn     ich 
mich   nicht   tatsächlich  um  alles  —  Was?  Es  ist  da?     Na,  dann 
mach    doch    nicht   so'n   Theater!" 
,,Zug    nach    Basel?" 

,, Drüben    das   zweite    Gleis,    mein    Herr." 

Man     macht     ein     feierliches,     ernsthaftes     Programm..      Jeder 

.^ugenblIck  disser  Reise  soll  ausgekostet  werden  bis  auf  das  letzte 

Jeder  dieser  sechs  Tage  muß  ihr  melir  Eindrücke,  Erfahrungen, 

Wissen     bringen     als     irgendeinem     albernen    Globctrollcr    sechs 

Monate. 

Weg   mit    allen   überflüssigen   niederen   Gedanken!      Sechs   Tage 
lang   muß   man   sich   konzentrieren   können   auf  — 
,, Würstchen,    Zeitungen,    Keks,    Schokolade   — " 
Stavrides   soll    es    nicht    bereuen,    sie   geschickt    zu    haben. 


AUßER 
der  Leinwand,  derTaiisende  erlreiit ! 

Sehen  Sic  iiin  sich  .  Stotl  für  eiiKMi 
Fihn  überall,  so  interessant  und  so 
leicht  /u  \ertilmcn.  Schatten  Sie  sich 
einen  Cine  »Kodak'  an.  Passen  Sie 
t*ut  auf  im  Kino  und  versuciien  Sie 
einmal,  selber  einen  Amateurlilm  xu 
maihen.  Dann  /eiyen  Sie  ihn  mit  dem 


ge- 


Kodascope    im    eij^eneii    I  leim. 

l4lll»AK< 


1     K      \  l     I 


hl    N     II  I.  I'.  h  I 

.  I     T  i;  \    w 


Der    Zug    ruckt 


unmerklich 


fast 


die    Lampenkeltcn 


flirren  vorbei,  sekundenlang  wächst  das  Menschengcniurmcl 
draußen  zur  Kkslasc. 

Dann    klappern    die    Gleise. 

Dorrit  Brink,  Doktor  der  philosophischen  Fakultät,  kniff  sich 
enerjjisch    in    den   Oberarm. 

„Au",   sagte  sie  mit  dem  Ausdruck   tiefster  Befriedigung. 

„Nehmen  Sc  doch  noch  eine  Tasse  Kaffee",  ermutigte  die 
hübsche  Frau  von  Jancovics.  „Sic  müssen  sich  daran  gewöhnen. 
Man  trinkt  ihn  hier  bei  uns  zu  allen  möglichen  und  unni<)glichen 
Gelegenheiten." 

„Es  wird  mir  nicht  schwerfallen,"  lachte  Dorrit  Brink.  ,, Tür- 
kischer Kaffee  ist  etwas  Fabelhaftes.  Das  einzige  Bedauer- 
liche   ist,    daß    die   Tassen    immer   so    klein   sind." 


Die  grünen  Trügir  stürzten  sich  auf  den  Koffer 


Herr  und   Frau  von   Jancovivs   amüsierten   sich, 

„Sic  sind  eine  ganz  entzückende  Reisegefährtin",  erklärte  er 
mit  chcvalcresker  Verbeugung.  ,,Sie  glauben  nicht,  wie  wohl- 
tuend es  ist,  mit  einem  frohen,  jungen  Menschen  zusammen  zu 
sein,    der    so    unverbildet    und    begeistcrungsfähig    ist    wie    Sie." 

„Jetzt  hören  Sie  einmal  meinen  Mann!  Der  gerät  ja  förmlich 
in    Entzücken",    lachte    Frau    von    Jancovics, 

Und  Dorrit  fand  es  nett,  daß  auch  nicht  die  leiseste  Spur 
versteckter    Eifersucht    in    ihrem    Ton    lag. 

„Aber  bitte,  hab'  ich  nicht  recht?'  verleidigte  er  sich 
entrüstet. 

„Natürlich  hast  du  recht,  Dmilri.  Aber  du  hättest  auch  recht, 
wenn  du  sagen  würdest,  daß  Fräulein  Brink  —  ach  bitte,  spreche 
ich  das  richtig  aus?  —  Ja?  Danke!  —  daß  Fräulein  Brink 
ein  reizendes  Gesicht  und  eine  entzückende  Figur  hat,  aber  du 
sagst    es    trotzdem    nicht." 

,, Immer  eins  nach  dem  anderen",  erklärte  Jancovics.  ,, Darauf 
wäre  ich  auch  ohne  deine  freundliche  Aufforderung  gekommen  — 
sei    ganz    überzeugt!" 

Ivin  bißc!)en  viel  Honig  auf  einmal,  dachte  Dorrit  Brink  und 
fühlte   sich   ein    klein    wenig   unangenehm    berührt. 

Aber  das  lag  wohl  im  Wesen  aller  dieser  Balkanmenschcn. 
Diese  übermäßige  Freundlichkeit,  diese  Neigung  zu  übertriebenen 
Komplimenten. 

Sonst  waren  die  beiden  wirklich  sehr  nett,  wenigstens  er. 
Er  war  von  Berlin  an  mitgefahren  und  hatte  ihr  bei  den  Grenz- 
formalitäten in  Ungarn  und  Jugoslawien  sehr  freundlich  und 
in    höflicher,    absolut    unaufdringlicher    Form    geholfen. 

Dabei  war  es  nebenher  herausgekommen,  daß  er  an  der  illyri- 
schen   Grenze    seine   Frau   erwarte,    eine   geborene    lllyrierin. 

In   Kolorakck,   der   Zollstalion,   war   sie   dann   auch   programm- 


mäßig auf  der  Bildfläche  erschienen.    Es  gab  eine  wirklich  herz- 
liche Begrüßung.    Jancovics  stellle  sie  seiner  Frau  vor. 

Schon  damals  halle  Dorrit  bei  aller  Zurückhaltung  die  Empfin- 
dung gehabt,  daß  sie  an  Stelle  der  hübschen  Frau  von  Jancovics 

—  wenn  auch,   weiß   Gott,   ohne   Begründung  —  ein   ganz   kleines 
bißchen  eifersüchtig  gewesen  wäre. 

Aber  die  rassige  schlanke  Dame  mit  den  prachtvollen  dunklen 
Augen  schien  ihrer  Sache  sehr  sicher  zu  sein. 

Sie  war  begeistert,  daß  ihr  armer  Dmilri  sich  auf  der  langen 
Reise  nun  nicht  gelangweilt  halle,  und  beim  Lunch  lud  sie  die 
junge  Deutsche  so  dringend  ein,  daß  es  kränkend  gewesen  wäre, 
abzulehnen. 

Die  beiden  paßten  eigentlich  sehr  gut  zusammen.  Sie  in  ihrer 
schlanken  Zierlichkeit  mit  dem  elfenbeinfarbenen  orientalischen 
Teint  und  der  feinen,  etwas  zu  weit  vorgestreckten  Nase,  mit  sehr 
kleinen  Händen  und  Füßen  —  und  er  groß,  lang  aufgeschossen  — 
eine  typische  elegante  Kavaliersfigur. 

Bei  ihm  störte  nur,  daß  er  ein  bißchen  lasch  aussah  —  ein 
bißchen  zu  elegant  —  so  wie  aus  dem  Modejournal  heraus- 
geschnitten. 

Und  dann  war  er  rotblond. 

Dorril  lieble  rotblonde  Haare  nur  bei  Brünnhilde  in  der 
„Walküre". 

Aber  alles  in  allem  waren  sie  sehr  nelt  zu  ihr  und  erklärten 
ihr  lUyrien,  dessen  erste  Eindrücke  eigentlich  etwas  enttäuschend 
wirkten. 

Graugrüne  Steppe  —  selten  einmal  beackertes  Land,  ein  paar 
magere  Weiden,  einmal  eine  Schafherde. 

Dann    einstöckige,    grauenhaft    schmutzig    aussehende    Bauern- 
häuser  und,    in    reichlicher    Zahl    überall    herumstrolchend,    ganze' 
F^udcl  borstiger  Schweine. 

Wo  blieben  die  Palmen,  die  BUimcnparadicsc,  das  leuchtend 
blaue  Meer,  die  Boote  mil  den  bunten  Segeln? 

Man  halle  sie  getröstet.    Das  käme  auch  noch.    Nur  abv\ arten. 

Budapest  war  herrlich  gewesen.  Zwei  Stunden  Aufenthalt  — 
man  halle  schnell  im  Auto  die  Stadt  durchqueren  können. 

Komisch   eigentlich,   mit  welcher  Geschwindigkeit   man   über  so 
viele    Länder    mit    so    vielen    Menschen,    Sprachen,    Gewohnheilen 
wegbraiistc    —    Deutschland,    Tschechoslowakei,    Ungarn,    Jugo-  • 
slriwien.    Jetzt  war  man  tatsächlich  im'  fünften  Land. 

Man  verließ  den  Speisewagen  und  ging  in  die  Abteile  zurück. 

,. Nehmen  Sic  eine  Zigarette.  Fräulein  Brink",  sagte  Frau  von 
Jancovics  in  ihrem  drolligen  Deutsch,    ,,Es  ist  eine  seltene  Marke 

—  der  beste  Tabak,    der    existiert    —    heißt    ,Die    Königin    von 
Mazedonien'," 

,, Vielen  Dank!" 

Donil  betrachtete  das  schlanke  Tabakröllchen  kritisch. 

,,Das  ist  zu  schade  fiir  jetzt",  entschied  sie.  ,,Ich  nehme  sie 
mit  in  mein  Abteil.  Da  habe  ich  einen  famosen  Roman  —  zu  dem 
kommt  sie  wie  gerufen." 

,,Sic  kosten  den  Genuß  ganz  aus",  lachte  Herr  von  Jancovics. 
,, Recht  haben  Sie." 

Höflich  bis  zum  letzten,  begleitete  er  Dorrit  in  ihr  Coupe  —  es 
war  übrigens  nur  zwei  Abteile  von  seinem  entfernt  —  uifd  ruhte 
nicht  eher,  als  bis  er  ihr  die  köstliche  ,, Königin  von  Mazedonien" 
rngcstcckt  halle, 

„Viel    Vergnügen   zum   Roman!"    lächelte   er   liebenswürdig. 

,, Danke,   Herr  von   Janovics!" 

Mit  einer  leichten  Verbeugung  zog  er  sich  zurück. 

Die  Zigarette  schmeckte  ausgezeichnet.  Das  merkte  man  schon 
nach  dem  ersten  Zug. 

Da  legte  sich  der  Wagen  mit  einem  Ruck  in  die  Kurve,  und 
die  glimmende  ,, Königin  von  Mazedonien"  fiel  aus  den  leicht- 
sinnig lockeren  Fingern. 

Fortsetzung  folgt 


i 


FRAGEN 


die  uns  erreichten 


Anfraijcn    erbitten    wir     an     die    Redaktion    des      ,,  F  i  I  m  -  M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68.     ZimnierstraBc    35-41 
Scherlverla)}.  Antwort  crfol(>l  nur  im  „Kilm-Majiaiiin".     Die  HinsendumJ  von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


An  viele:  Aikmiviiic  Kriefo  werden  rilclit  licantwortet.  üei  Maiiu- 
sUriiitani;el<'nelilK'ileii  bitten  wir  lol^emles  zu  beaelilen:  .leiler  Ant'ra;;e  ist 
l.'iiiUlMirti)  lieiziifiinen.  .leile  KiiiseiuliiiiK  eines  Manii.-Kriiils  zur  rnifiinf; 
ist  z\ie(Ui(is,  nnr  Kximses  im  liiifaMse  \nu  i — .!  Selircihniaseliinen^eiien 
find  zur  Kinsendiin;?  an  die  J'iliiiindiislrie.  Kenisseiire  nsu.  Keeinnet.  Tiir 
Verlust  der  eiliKesandlen  ManiisUripto  kann  keine  Veraiitwurtiin;?  über- 
noninien  werden,  als«  sidl  der  \  erlasser  nur  I)nrelisi|ilä;;o  sernlen,  von 
liaiulj;escliriebenen   SricndiiiiKen    (leserlieli)    eine  Abschrift   zuriicUbebaiten. 

• 

.1  I)  s  e  |i  li  ('•..  I.  u  d  w  i  ;;•  s  1i  a  1'  e  M  :  l'ilniseliule  in  .Muueben.  Suiiiieii- 
stralJe    l.'i.      I><nt    erlalinn    Sic   alU^    N.'ilierc. 

J,.  N..  K  li  e  i  n  - 
1  a  11  d  :  Leider  Uiiu- 
ncn    wir    Ibiicii    iibir 

Harry   l.icdtU.'>  erste  

(iatliii,  die  Scliaii- 
s|iielcrin  l'roft.  keine 
näheren  Angaben 

niaiben.  Aber  unse- 
re>  \\  i>seiis  lebt  sie 
in  Itirliii.  WCiin 
Harry  l.ic.ltke  bei 
seinen  Premieren  an- 
wesend ist.  so  Id.'ibt 
er  aiieh  meist  zu 
allen  \  or>telliinf;in 
dieses  'rajjcs  dort. 

K.  V.  11.  l.s:  Wir 
r.ileii  Ibneii  drin- 
gend, llire  Sli'Huii- 
nielit  aurzu;irlii'ii. 
um  l"ilni-l{e(ii>seiir 
zu  werden.  .Viicb 
hier  sind  die  Aus- 
sichten sehr  f;i'rin^. 
Vielleicht  wenden 

Sie  sieb  eiiini.ii  an 
die  rilmsehnle  in 
Mimehcn.  Siuinen- 
str.iUe  Ij.  Lassen  Sic 
sich  zunächst  einen 
l'rospekt  scbicken. 
darin  erfahren  Sie 
alles  Nähere. 

(i  u  n  t  b  e  r  M., 

II  a  n  n  o  v  c  r  :  (iiisll 
Stark  -  (islrttenb.iur 
wohnt  Uerliii  -  \\  il- 
niersdurf,  N.issaiii- 
sclie  SIr.iMe  ll/lj. 
.lackie  Ciio'i.in  ist 
nriffcfalir  sii  ;ilt.  wie 
Sie  n-esehalzt  h;ibcn. 
Uiihbv  (iordon  ist 
durch  Warner  Hro- 
tliers  -  Sludios,  .'islj. 
Sunset  Hl\d.,  Ilnlly- 
«diid.  K;i|.,  L'.S.  .\., 
zu  erreichen.  Sie 
können  deutsch  an 
ihn  schreilieii. 

''  '  '  I"  I  r  <•  '1  n  d  i  II  ]■;  r  n  a  .  I»  r  e  s  d  e  n  :  Maria  r.indlcrs  Adrcss,.  ist 
Jbrliii-lLiIciis,.,..  Albrecbt-Achilles-StraUe  :.;i.  .Munlich.  dali  die  Kiinsllenii 
aul  einen  Kn.l  antuDrlcn  wird.  K^on  vmi  .lordaii  filmt  noch  und  ist  auch 
hei    der    Sprechbiihne. 

.  '^-  »•  l"  Leipzig:  l!ri;;itte  Helm  wohnt  Ibrliii-Il.ibleni,  Im 
Winkel  .-..  wurde  am  i;.  .März  in  Uerlin  Kcbori'ii,  ist  mit  JCiehard  Weilj- 
hach  verheiratet.  fAÜit  .Antnsramine,  ist  iniisikaliscb  und  kiiusllieliend.  auch 
SportlreuiKlin,  iiiul  filmt  .lUKeublieklieli  ,..\l!inolescu  '  mit  Iwan  .Mosjnkin 
ala   i'arlner. 

K.  .\l.  1  !l  L*  7  :  .\niiy  Ondra  wohnt  Herlin-Ch.irloltcnhnrü.  Kiiifiiislen- 
tlaniin  17«.  Kllcn  Kichter  lierlii.  W  ,  Km  fiirsieiid.imm  l'h:..  Diii.i  (ir.ill.i 
ijerlin  W.  Spe.\<'ri'i  Sn.iUe  i':;.  Dioniii.i  .Lieoliiiii  li.rliii  \\  .  Ilcrknles- 
H;ius,  l'riedrieh-W  ilhelin-Str.ilJe  l.l.  Il.iiry  ll.ilm  Uerlin-lLilensee.  Cicero- 
Mr.ille  ;")7.  \i,-l(ir  V.ircoiii  ist  ;iiineiibliiUliili  iilnr  Kisircc-Siiidios.  Her-- 
Itnlshire.  Ennl.ind.  CiH.n  l'eindl  diiicli  l'cindl-I-ilm.  liciliii  sW  |S.  Fri.'d- 
liclistiilJe  :;i(i.  zu  erreichen.  Wir  h.ibeii  die  beir.'ffcndcn  Kiinslleriiinen 
an   die    f:ini;;cn    .\iitOKr;imui('    erinnert. 

K  i  II  !•■  i  1  in  f  r  e  ii  n  d  .i  ii  s  .\1  .i  n  n  b  e  i  m  :  Dolori's  Costidlo  ist  mit 
.lohn  li.irr.Miiore  vi'rheir.ilet.  Sie  spielt  die  weibliche  ll.inptrollc  in  dem 
f;rolJi.ii  .Micb.iel  Kerlcsz-I'ilin  ..Arche  Xiiah'-.  Jfiehard  T.ilin.inde  wohnt 
in    lloll.\  wood,    K.il..    V .  s.  .\. 

!•'  i  I  III  f  r  e  ii  n  d  II  :i  r  r  y  .-i  n  s  d  e  in  I{  u  li  r  ;;■  c  b  i  <•  t  :  IF.ins  lir.iiise- 
,  w-ott<'r  wiiliiit  Iterlin-t'liarloltenbiirK.  Soorstr.ilie  "7.  iiml  i-l  nnverhcir.itei. 
■Krnst  Verebes  ist  <'benf.ills  leiliü-,  wurde  :ini  fi.  Ilezcmber  in  .New  Yoik 
»aboieii,  ist  .-ibi-r  iinn-.irisclier  si.i:its.ini;eliörii;keit  niiil  woliiil  lleiiin  W  , 
I'.niser  Str.ilJe  l(i.  Triins  \.in  .V.illen  i>t  lloiländcriii.  :ini  :'.  Aiiüust  ^e- 
hi  ri'ii.  Icdiu-  und  li.il  ihre  Widiiiiin-  in  lli'ilin  W  .  I.iiihci -Ir.ille  i'7.  Alle 
drei  Kilustler  filmen  rieilJi;s-.  ..Il.is  .\lod"ll  \  oin  Mont|..i  i  ii.isse  •  wird  in 
der  nächsten  Spielzeit  ui.inlKefiibrl.  W.iiiii  Lili.in  ll.iney  und  l(rii;itle 
Jleliii    ii.icli    dort    kommen,    kiinnen    wir    lliiien    |,>icler    nicht    s.i;;en. 

R  .'i  III  o  n  .V  0  V  a  r  r  o  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  L  ii  e  i  e  It.,  /,  li  r  i  c  h  :  I!a- 
inoii  Xov.irro  wiinb-  :iiii  C.  Februar  in  l>nr;in;;o  (M,\ikol  yeliorcii,  war 
iiocli  niemals  vcrbdit  oder  «.»r  verheir.itet  und  hli-iht  \orl,intit;-  in  Iti-rlin. 
tiilbert  Rol.iiid  wurde  am  11.  l»ez<Miiber  in  (■hiln.ibiia  (,\le\ikoi  geboren 
lind  ist  durch  die  Inited  -\rtists.  7L'tili,  Sant.i  Monica  Ibnib-vard,  llollvwi.od. 
Kai.,   zu    erreiclieii. 


AuiogrammnachmHiag 

im 

Lunoi-Park 

am  Sonnabend,  dem  I.Juni,  nachmiilaös  von  4'/.^  bis  6',^ 

Beily  AmQnn 

Lee  Pdtrry 

Cldiire  Qommer 

selzen    iiire    Uiiterschrifi    auf    die    Bilder, 
die  in  dieser  Nummer  veröffenilicht  sind 


1'  i  1  m  f  r  (•  11  n  d  i  n  a  u  s  |1  a  b  1  e  in  :  l'ainon  No\arro  bleibt  sellisl- 
vc  rsläiidlicb  weiter  bc'im  l'iliii.  .Sie  werden  ihn  bald  in  seinem  erstiii 
'Idiifilni  ..Her  lliidi-"  sehen  und  hören.  .Marianne'  Winkclslern  wohnt 
Iti-rlin  W.  rblandslr.ille  li;:l.  er-cbien  bis  j<>t/t  in  den  beiden  .\;if;i-l'"ilmeii 
..Her  l'M>cbiii;;sprin/.'  und  ..Hie  Zirknspriiizcssin"  und  Iriit  als  'l'äiizcrin 
am  t;ridJ4-n  Si  li.in^piclli.iiis  in  Iterlin  .iiif.  Sie  wird  natnrliih  auch  wie.lcr 
filiiicn. 

Hubert  /.,  II  .-1  II  n  o  V  e  r  :  ('.•irmen  Ibmi  wohnt  Hcrlin  W,  riil.inil- 
str.ibe    i;is. 

II.  H..  n.:  Heil  If.-ilbsehwi'rKew  ichlsineister  in  dem  T.ili.in  Ifarvey- 
l'ilm  ..Ihr  dunkler  l'unkf  spielte  ll.irry  l'raiik.  .Si-  b.iben  reclit,  es  l.iiifen 
bei     lins    lä;;licli     mehr    .ils    bpiidert     Hricfe    ein. 

I'.  II.  7.:  Hie  He- 
sehn'ibiinm'ii  zu  ilcii 
jicii.'iniitcii  l-'ilmcn  cr- 
li.iltcii  Sie  iliirch  den 
lUustrn-rlen  l'rhii- 
kiiricr.  Iterlin  W  |i, 
Iviitbcner  Str.  :!7.  .le- 
des  Heft  kostet  II. i'll  .M. 
A.  V.,  Hresileii  : 
Her  l'iliii  „Hell  in 
l'r.iiiciisi'e"  läuft 

noch  iiberall  in  ilir 
rrci\inz.  Kr  f;c- 
lanjite  Mir  etwa 
einem  li:ilben  .lalire 
in  ItiMlin  zur  I  r- 
aiifriiliriiil;;-.  Hie 

Hauptdarsteller'  die- 
ses rilnis  sind  Tred 
Höderlein.  Mia  l'an- 
kaii.  Hihle  .M.iroll. 
Mona  .Maris.  J^ine 
lieschrciluiii^-  von 
ileiii  l'ilm  mit  Hil- 
ilerii  tiiiden  Sie  im 
llliisirierleu  J'ilni- 
kiirier.  Merlin  W  !l. 
Köthener  Slr.iUi-  :17. 
Met  .\.,  T  o  Id  i 
]{..  11  a  in  h  II  rn:  Ks 
ist  niiht  aiisucselilos- 
seii.  d.ilJWeriierl'iiet- 
terer  nelet;eiitlich 

auch  einin.'il  H.im- 
biirs'  besucht,  l'ani 
\\  eticni'r  ist  zniii 
dritten  .Mal  \  erheira- 
tet. Willy  l'ritsib  ist 
ungefähr  li  .lalire 
beim   l'ilin. 

('  a  r  m  e  n   H  o  ii  i  - 
V  e  r  e  h  re  r  W.  IL, 
11  a  11  n  (1  V  e  r  :    ( 'ar- 
men Hiiiii  wohnt  Uer- 
lin W.  Iblamlstr.  ]:!S. 
ijie  w  iirde  in  Rom  ge- 
boren niiil  ist  mit  dem 
Rcnissciir       .Xnniisto 
(ieiiina       verheiralet. 
Sie    spricht    mir   sehr 
t^ciiroclien      Heiitsch. 
r,  I  I  i    ti..     Uerlin:      Die    .\dresse    der    Star-Film    ist     Iterlin    sW     is. 
Friedricbslialle    i'is.   die    I'.iruf.imet    i  Par.iimiiiiil-Üfa-Meli  ol    li.it    ihre    Räume 
Iferlin    W    !l,    Itellcx  iiestr.-ilie    II.     lOnr.-id    \eidl    w  oliiil    Uerlin    W     10.    I.iclileii- 
slein.illce    L'a.       l'ol.i     .\e;;ri     filmt    .iiiKcnblicUlich     linier    l'.inl    Iziniiers    iiiiil 
W.irwick    W.ird     linier    .\rthnr     Uidiisons    Ife^ie     in     den     IClstrce  -  Studios. 
Hcrsfordsliire.    ICiifil.iiid.     Kva    von    Herne    wohnt    Heiliii-tiriinew.ild,    lliilcr- 
Ins.illee    i:!.      .M.ir^it     ALiiisi.id    ist     niiti'r    Slockbolm.     Räl.inistori;'    J.    zu    er- 
reichen. 

I"  i  I  in  f  r  e  II  II  d  ii.  M  .i  r  i  ;i  I'  .i  ii  d  I  e  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  K.  1.'..  K  ö  - 
n  i  ;;  s  b  e  r  fi  :      .M.iri.i     l'.iudler    filmt     in     der     ll.iiipis.iclie     in     Iterlin     oder 

\\  ii'ii,    wo    sie    ,iiicli    'riie.iter    s|iielt.      X.icli    Holl.\w 1    ;;elit    sie    iiichl.      .I.i- 

wohl.    sie     ist    jetzt     in     Uerlin.      Ihr     neuester    J'iliii     beilJt    ,,Has     närrisebo 
(Jliick-. 

K  atze  listen  :  .I.iek  Trevm-  wohnt  Iterlin  W.  üendlerstralJe  9, 
wurde  .im  II.  Itivember  in  l.omloii  ;;eboren.  w.ir  friilii  r  .iktiver  Offizier, 
l(K;iiin  d.inn  .ils  Filmst.ilist  in  F.ii^rl.iiid  und  .irbeiiele  sieh  r.iseli  empor. 
F.r  ist  mit  «'ilicr  Fn;iläiidi'rin  verheir.itet  und  h.if  zwei  Kimler.  Kr  ist 
ein  ernster.  ii;iliirlicher.  s.\  mpalhischer  .Meiisih.  .s,.iue  .\  iilo;;r.iiiinie  niiter- 
schreibt  er  selbst.  Sie  können  sieh  also  mit  Ihrer  lütte  :in  ihn  wenden. 
Seine  m-neslen  Filme  simi:  ..Hie  weilien  üoseii  von  Raveiisher^"  und 
.  Itriele    einer    L'nbek.-iiiiiten". 

t;  r  e  t  .1  W..  Wesel  :  Cret.'i  (iarho  lind  .lohn  (ülhc-rl  sind  durch  die 
Mctio-f  ioldw  \  n-\l.iyer-Siud..  Cnher-City,  K:il..  zu  eneieheii.  (iret:i  (J.irbos 
neuester  Film  beilJt  ..Krie^-  im  Hiiiikel".  Aon  .lohn  (iilbert  wird  b.ilil  ein 
neuer  Film.  ..Hie  M.isken  di's  Kl  will  Reiner"  erscheinen.  .\iicb  die 
llollywooder  l'ilmsteriie  ^cbeii  Auto;;r.imme.  Sii'  niiissen  nnr  citieii  iiiter- 
ii.'iliiinalen  l'o-lschein  heifiif;-en.  <iri-l,i  (J.irlio  ist  \  or  kuiveio  nach  l'ul\er- 
(ily  ziiriick;;ekelirt  und  w.ir  einine  W  (iclieii  in  ihrer  scbw  edisclien  Hei- 
mat. .I.iwidil.  dii'  Künstlerin  w.ir  schon  früher  in  Iterlin.  und  zw.ir  li.il 
sie    in    dem    l"ilni    ..Hie    freudlose    (i.issc'    eine    ILiiiiitrolle    K''spiell. 

I' r.  \V.,  Uerlin:  ('h.-irlcs  Farrell  ist  durch  die  Fox-Stndios.  Ilnl. 
AX'eslern  .\ve..  lloll.\wood.  Kai.,  zu  errcicbi'ii.  l^o  Syni  bleibt  \  orl.iiili'; 
in  Uerlin  und  spielt  aii;;'eiihlicklicli  die  niännliche  Hauptrolle  in  dein  l'f.i- 
Filiii  ..Her  V;i;;abiind  mihi  .\i|u:itor"  mit  Lili;iii  llarvey.  Ron.ild  Cidmans 
nächster  Film  licilJt  ..IJeltiiii^'.  Colman  ist  mit  der  Schansiiieleriii  Tlielma 
Roye    M'rbcir.itet.   soll    aber  getrennt    \oii    ihr    lubcii. 


M  a  r  i  .1  n  n  r  W..  Bonn:  AIIp  Film.<itnr!<  (fflicn  Aiitoirrnmnip.  Hilil- 
knrli'ii.  ninli  S/i-nciiliililcr.  kiiillii-ti  Sic  iliircli  ilic  lllii-lrirrli!  l'ilinVM'rhi-, 
ItiTliii  SW  !;>.  Kiirlistr.'iUi-  11— ."<.  bczu-licii.  .Inliii  lt.iir>  muri'  i^l  mil  ilrr 
.iiiiciiUniMM'hiMi  liliii.li\.i  Diiliiri's  (■(.^Icll.i  M-ilii'ir:ilrl,  liii-  ll.iii|'lil;ir- 
■•lilltT  »iin  ..ll;iii^i:ilili  •  w.ircii  tiili;i-iiilc:  l'rilz  AllnTli.  Il.riiiim-  Sii-rli-r. 
WCriuT  l'ill.-iliiiu  (VI.  I.'ciiiilc  l!raiiT\M-tliT.  ..I>>T  Kiiiii;;  liir  |tiTiiiiia'-  i>l 
in  Aiiicrika  lirricr>lcllt  worilcri.  Wann  ilic  H:'''iaiiMirn  l'ilnic  in  Koiin  i-r- 
M-lii-ini-n.  i'rl'.ilii'cn  Sii-  am  MclM>r»lcn  ihiii  li  llin-n  Kin.ilicsil/.cr.  I.illian  <.i>li 
«nlmi  in  llc\  crh -Hill-..  Ilollx  » iuxl.  Ixal.  «Jrfla  Carlms  naihst.-r  J'ilni  hcilil 
..W  jI.Ic  OrrliiiliTTf.  Hilf  l'arlncr  >iiiil  l.rwis  Slnni-  und  Nils  Asth.T.  Hit 
rilni    '■pirlt  /nni    ^nilJi'n    Ti-il    in  lirn   'rropcn. 

Ili'rtlia  V.  »i..  I' r  i  !•  il  (•  II  a  n  :  Hie  aiiK<'«i'licno  Ailiivssc  von  Maily 
riiri-lian-.  >liniiMl  nnrli.  N'riii.  Ucinr  KiinliT.  Sii-  lirlit  alli-  Ulnnuii.  _l»ir 
Kini^lliTin  i-l  aiii;iMili|i(klii-li  M'lir  \  ii'l  .in  iliT  Spii'ililiiilini-  läli^-.  ~ii  ilaUsii' 
wriiimT  /.cit  ziiiii  l'iliiii-n  lial.  Hiiili  lilrilit  vic  >rlli»iMT^Iaiiillirli  ilcr  l.rin- 
waiiil  Irrii.  Ihr  iiinr^lir  l'ilni  \-t  ..rri>/.illa>  l'aliil  in<  (Jlnrk  ■.  ..l>ir  l'raii 
in-  Miiiiil"  «inl  Mii:ni--.i(  lillicli  in  kiir/iT  Zril  rr»(liriiiiii.  I.irii  l>r>rr> 
i-t  iliirrli  ilir  llfiil-ilif  l'ni\  iT^.il.  Urrlin  W  >.  M.iiiiT-lralJr  ■«;.'.  /n  iT- 
riirlii-n.  Sic  i^l  IiIhikI.  Iial  Manc  Aii^cn.  i«t  Icili^.  unnic  in  Anistciilam 
jrcliurcn.  ;;ili|  Anl(>;;i!iiiinic  iiml  lic\  ur/iiiil  l.iinn.  llir  inner  riliii 
..  Triiinilili  lies  I.cIm'Iis'  i>t  iincli  mein  licran>ucKiiiMnicn.  ..Die  llcilii;c  ninl 
ilii'    Narr"    i>t   ilaniaU   im    Caiiilnl    nianrncriilirt    winiliii. 

(Jcririiilc  I)..  It  ii  .s  s  c  I  il  (I  r  f  :  (Jcnla  'l'nn^nlinry;  filinl  iiiclit.  /n 
nn^crciii  IdiLiiicni  kmiiicn  wir  llincii  iilicr  ilicM'  UiilincnUiin^llcrin  Uiiiic 
\iisUiiiiri    gellen.  (ircl.'i    Cirliii   knninit    Mirl.iiili^    niclil    n.'iili    l'.nrii|ia. 

A  II  n  y  .M..  I»  r  c  .-.  il  c  ii  :  (illy  l'ciiult  i>l  lil<inil  iiikI  lilanäii^ii^.  I'.iii 
neuer   rilin    mil    ihr   >lelit    im    .\n;;i'iil<liek    innli    iiielil    t'ot. 

I.  i  I  i  a  11  II  ;i  r  v  e  y  -  \'  c  r  c  h  r  c  r  .  1)  a  n  /.  i  :;  :  l.ia  Kihcii'^eliiilz  «uhiil 
r.erlin-(;iiine\\ahl.    Ka^par-TlieiU-Sira Uc    Is.    nml    li.it    am     l!l.    Miirz    (;<'lmri>- 

l.m.      I'arla    Uarll 1    «nhiit    Iterlin-SeliiinchcrH;.    llc\v.ihKiral.!4'    in.    nml    lilml 

>eil  iinni'lahr  :i  .lalircn.  Itellv  llinU  .\ilressc  i>l  llerlin-'remi>elliiil.  M.in- 
liiirt'el>lral.;i'  I:  >ic  i<t  mit  ilem  i;e;;i>>.enr  (insl.iv  l'eiekx  \  erheiratet. 
Mari.iniie  \\  inkel>lern  i>l  Icili;;-  nml  «iiliiit  lierlin  W,  1  Iil.iml-Iral'ie  H.;). 
\  er.i  \  iininiiia  wurde  ^iin  i'ü.  .lull  in  (tile-~a  ;;eliiiren  und  i-l  mil  eiiieni 
rii>-i-clieii    lleehl-aiiwail    \  erlieir.ilel. 

i;  il  i  I  11  \\  ..  \  i  e  il  e  r  ^  e  h  «1  n  c  \\  e  i  d  e  :  l'.li-aheih  Her;;mr  «ohnl 
Merliii-Ilahlciii.  I'ar.idav  « ei;-  l.i.  llan^  l;r;iii~e\\  ,iler  lierlin-tliarlntlcnhiird, 
>-iM.r-irar.c    TT. 

I.  11  t  I  c  i;..  Ka  -  -  e  I  :  \;;nes  .sir.iiih  »nhid  llerliii-liriinewalil,  Triiheiier 
Mi.iUe    1.1.    I'ritz    Ka.-ii    lierlin-Wiimer-dDrf.   tia'.iciner   sir.iLlc  ;i;i. 

I  -i  m  ;i  K..  t;  II  a  d  c  11  d  11  r  r  :  W  ill>  I'ritM-h  «idiiil  Herliii  W..  Kai-er- 
d.'imin  ii.'i.  «nidc  :im  l'T.  .laniiar  in  K.itlnwitz  nclnircn.  i>l  iin\  erheiialei 
lind  yilil  .\iiliiKranime.  Harry '  ll.iliii  und  Sic;;rricil  .\rm>  .-iml  mii  Niiln- 
i^iinstleriniicii.    \  ilma    K.inky    mil    Itnd    la    l'iii|iie    \  crmälill. 

Irene  II..  I\  ii  n  i  j;  s  h  e  r  h'  :  Unris  de  l'.is  i>t  I'nle.  M-rlieir.ilel  und. 
tilmt    M  lir    viel.      \\  iihniiii;;-:    lierlin    W  .    I'ari-er   siralie    T. 

Il'  i  I  a  s..  |)  11  r  t  m  n  ii  d  :  \\  ladimir  (laidannv  unhiil  Hei  liiill.ileii'-ee, 
.lii.u  him-rriedrieli-Siralic  .VI.  Km-l  \  erelies  Herliii  \\  ..  laiiver  S|r:ille  H.. 
I  i.inz  l.ederer  Herliii-rricdeii.iii.  I".  hler-lr.iile  1.  Willy  IVil>eh  liiTlin  \\  . 
Kai-erdamm  ü.'i.  NiU  .\-lher  i>l  dnrili  die  .Meli  (i-(  liild«  \  n-Mayer-Slndiii'-. 
(  iil\  er-t'il> .    K.ililiirnicn.  zu   erreielicii. 

II  <■  r  I  i  II  e  r    1'  i  I  m  r  a  I  1  c    1'  n  s  >  y  :    luaii    Mn- jiiUlii    «idnd    Jterlin  W  , 

Knrliir-liiidamin     lll.'i.     Olaf     Sturm     tilmt     Ii.        I'ie      I  l.iu|itrulleii      in     der 

.  Herrin  der  \\  eil  '  spielleii  Mi:i  .M.iy.  Michael  üidinen.  Il.ins  .Miereiidiirr. 
I'.inl  ll.iii-eii.  I'.iii  neuer  l'iliii  mit  diuii  Fu\-Sl.ir  llureme  l.:ike  i>t  im 
.\iii:enlilick  iiuidi  iiiilit  aii^ekiindii;t.  (armen  Kuiii  i-t  ll.ilioiicrin.  .Muu- 
lieli.  dall  -le  wieder  einmal  mit  .lack  'rre\  ur  zii-:immen  -luell.  her  liriil! 
an  Harry  l.ieiltkc  ist  aii>Kericlitct.  Wenn  dic-e  Zeilen  ei -elieimu.  i-l  der 
Kiiii-Ilcr    ImlYciillicIi    wieder    ;;aiiz    licri;e-lellt. 


O  ii  n  l  o  r  S..  Bonn:  Die  Benannten  Filmo  sind  noch  nicht- nrftiif- 
ncriilirt  wurilcn.  Nein,  es  ^iht  kein  IJucli  über  l.ilian  llarvcy.  Wir  werden 
iiiieli   einmal   erinnern. 

I!  11  •■  e  II  r  il  t  :  <'>>i  O.swalda  wulint  Hcrlin  \\  S.  ,\lancr.<traUi;  11,  bc- 
liiidei  sieh  aller  iiueli  in  Wien  (durtisc  Adresse  (iraiid  Hotel)  nml  filmt 
..l'riiize--iii  auf  rrl.iiilr".  I.ieii  lte\crs  ist  iliindi  die  Heiitsehe  liiivcrsal, 
Merlin  \\  '•*.  .Maiicr-lraUe  sj,  zu  erreichen.  Sic  ^ilit  .Xiito^ramine.  ICim; 
liililkarte  Min  einem  lilnisrar  ku-let  O.J.)  .M.  Wenn  Sie  zum  l'ilin  wollen, 
s.i  i-t  es  .-im  zweekinätÜKsten,  -ich  niimittclliar  luii  den  riliii^;e-cllscliaftcii 
in    \crliiiiiliini?  zu   setzen.     Ahcr  die   .\iis-iehleii    sind    -ehr   ncrin;;. 

I,  i  I  o  (1.,  II  i  n  d  e  II  li  II  r  ^'  :  lictty  liairunr  und  Kve  (iray  sind  Kn-r- 
läiiilerinncii.  Jlic  Kulle  der  'IMiizcrin  in  ..Munliii  Uuii-c-  siiiclle  (H^.i 
'rschecliiiwa.  Ihre  'rmliter  w;ir  l'.vc  Uray.  l.ilian  ll.ir\ey  wulint  lierlin 
W  l.'i.  J)iisseldorler  Str.ilic  17,  und  hat  .im  l'.l.  .I.innar  (ielinrt-t.i^.  W  illy 
l'ril-cli  wurde  .im  i7.  .lainiar  neluireii.  Werner  l'itl-chan  ist  leider  Kmle 
Miri:;i'ii  .l.ihn-s  mit  einem  .\iilu  liidliih  \  <Tiiii;;liieki.  Uiiia  (irall:i  wulnit 
IterlTii  W,  .S|ieycrcr  Sir.il'ic  2.1.  und  hat  ,iin  l.'i.  .I.iiiiiar  (lelnirlslaj;.  Zu 
emiifehleii  ist  die  Kilmscliiile  in  .Munehen.  .Sunnen-ir.iUe  I.'i.  l.a--eii  Sic 
sich    ziinäch-t    einen    l'nispckt    senden,  dann   erlahreii    Sie   alles    N.ähere. 

I.  II  .  li  :i  t  i  II  11  r  :  Iwan  .Musjnkin  widiiil  lierlin  W  .  K  nrlnr-teiidamm  lll.'i. 
Willy  l'rilsch  lierlin  N\  .  K.ii-erd.imin  ü.').  Klisalielh  lierf;ner  lierliii-1 ':i  lilein. 
rr.id':i.\  WC-  l.'i,  liri-ille  Helm  lierlin-lialilcm.  Im  Winkel  ,"i.  funradt  \  cidi 
lierlin  W  Jii.  l.ichleii-leiiiallee  Ja,  Kriist  Vcndics  lierlin  W.  I'.niscr  siralJe  lü, 
ll;irr,\  ll.ilni  lierliii-ll.ilen-ee.  l  ieeru-tral'.e  .iT.  (Kk.ir  M.iriun  lierlin  W, 
iMiiliirslendamm  llu.  (  arl  de  \  u^l  lierlin-.Vi-iilempelhiil.  Hiiheiizollern- 
k. 11-11  .i.'ia.  I\an  relruvich  i-t  diireli  die  (ireeiilianm,  lierlin  SW  i,s.  Kiieli- 
-lialie  t;i.  liun.ild  t  ulm.-m  durch  die  l'iiiied  .\rtist-.  T-'uu.  Santa  Muiiiea 
liuiilevard.    Ilidl.v  wiMid,    Kai.,    zu    erreichen. 

Miller  n  a  c  li  t  >  w  a  1  z  e  r  .  .\  I  1  e  n  s  t  c  i  ii  :  (liarlcs  l!uf;crs  l-l 
diiirh  die  l'ar.imimnt,  .Marathun  SIrcct,  llollx  w  uud.  Kai.,  I'.  .s.  .\..  zn  ■er- 
reichen. Amerikaner,  iiin  crheir.ilet.  tiiht  .Xiilui^rammc.  (JruUer  liliimcn- 
iind    Spurltrciind. 

Teddy  und  (ierry  ans  lierlin:  Iw.iii  l'clriiwich  ist  durch  die 
( iieeiiii.ium-l-'ilm.  lierlin  sW  i'.s.  Kueh-traljc  lil.  zu  crreiihcn.  Tred  l.uiii- 
Iciih  uuhiil  lierlin  U.  j;eji('iislmr;;er  Sir.  1 1.  Ulli)  (iehiihr  lierlin  W,  Kiir- 
lur-icii-lral.)i-  lls.  Il.ins  SInwe  lierlin-ll.ileii-ee.  l'anl-huriii'r  Str.ilie  ;l.  (Irele 
.Mu-heim  lierlin  W.  l'.iriscr  SIraUc  JT.  i;\elyn  Hull  lierlin-Cliarliiltcnliur;;. 
>i  Itiller-lr.ilie  121.  Klizza  l.i  l'url.a  lierlin  W.  Nnrnhcruer  Str.ilJe  i:(.  Andre 
M.iH.nii  lierlin  \\  ,  .Marliurficr  Sir.illc  :;.  l>r.  (icnl  Hrie-e  Herlin-W  ilmer— 
(hui.  Na--airi-ehe  Stralle  Jsjli,  .\lliiiis  l'r.x  l.-ind  Herlin-Sehm.u  ;;eiiiliirl . 
l.'iihlaiT  siiaLie  l.i,  .\iii;elii  Ferrari  lierlin.  liu/encr  Stralle  !i.  Ol.il'  l'dii-s 
Kupeiiliaueii.  St.  Knnd-viy  J(i.  Ivur  Ni.iellu  l.iindiiii  11.  .\ldw\eli;  W  .  ( '.  l.,ir- 
H.iiisDii  i-l  durch  die  Kl-irce-siudiu-.  Ilcr-ri)rd-liire.  Kiii;laiiil,  l.icii  l)e.\cr- 
diircli  die  Deul-che  1  uiM'r-.il.  lierlin  W  ,s.  .M.iuer-tralie  s-j.  Nils  .\-iher 
diirili  die  .Melnl-(Mlldw.^  Ii-Majir-Slndius,  (  nlv  er-l'it\ .  Kalil'urnien.  zu  cr- 
leieheii.  Hie  'ruclrulle  in  ..l'riiiz  I.Ullis  Fcrdin.ind'  -piidle  Hall-  Sinuc. 
Ihre   (iriilie   .an    S|ii:>n    und    llilla    -iml    :ins-;eriilMcl. 

I'  i  I  m  r  r  e  ii  n  d  i  n  .i  ii  -  W  c  s  e  r  in  ii  ii-d  c  :  l.'aiuun  .Nov.irru  weill 
.ielzt  in  lieiiin.  Hueli  diirreii  wir  .auf  \Viiiiseli  des  Künstlers  seine  liie-i;;e 
.\ihessc  leider  nicht  aii;;elieii.  Niivnrru  hat  nie  die  Ahsiehl  t;clialil.  ins 
Klii-ter   zu    ;;elien.     (irela    t.'arhu    i-t    nicht    mil    .lohn    (liliierl    verheir.-itci. 

li  e  r  ^- II  e  r  -  I.  e  d  e  r  e  1- .  1 1  r  c  -  il  c  11  :  Kli-.ihcth  licr^iiier  wuhiit  Hcr- 
lip  l'alilcm.  F.ir.id.iy  w  ei;  l.i,  l'r.inz  l.eilerer  lierlin-Fricdenan,  Feliler- 
.-U.il'ic  I.  Feilerer  wurde  in  l'rat;  nclmrcii.  i-l  iin\  crlieirritct,  hei  der 
Spreehluiliiic  iiiid  di  luilierle  Nur  nii';et;ilir  einem  .lahr  in  dem  llenny  INirtcn- 
J'ilni    ..Zufluclif. 

K  n  r  I  I'..,  li  ra  ii  n  s  c  1i  w  c  i  i;  :  Mit  I:'.  .lalinu  hniiicht  man  wirklich 
m.eh  niilil  zum  Film  zu  nidicli.  Im  iihri^jcii  sind  die  .\n-sicliteii  dort  sehr 
Hering.     'I'uni  'l'yler  wohnt   in    lie\  crl\ -Hill-,    llullywood.    K.il. 


Was  der  Kunde  lobt,  ist  gut  - 


^^^ 


Wochenlang  lasen  Sie  in  der  Tages- 
presse  Urteile  von  NAG-Wagen- 
Besitzern!  Prominente  Herrenfahrer 
empfahlen  Ihnen  den  NAG-Protos 
mit  KupplungS'Automat  als  fahrtech- 
nisch  und  ästhetisch  gleich  hervor- 
ragend. Großunternehmer  nannten 
die  NAG-  Lastwagen  unübertroffen 
leistungsfähig  und  hochrentabel.  Die 
Erfahrungen  unserer  Kunden  bürgen 
Ihnen  für  die  Qualität  unserer  Wagen. 


darum   fahren   auch   Sie  NAG 

Nationale  Automobil-Gesellschaft,  Aktiengesellschaft, 

Berlin -Oberschöne  weide 

!/'<■  r  A  il  11  j  s  s  teil  <■  n    in    all  c  n    Teilen    Deutschlands    werden    n  a  c  h  (j  e  wiesen 


^ 


A 


Lee  I   an\ 


IHK 


C    lairc  Koiiinu' 


Hausf] 


ausrrauen 


iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ 


Bi-  lifiitc.  vcn'lirtc  l[.iii<rriiu.  Iinlu'ii  Sii- 
Uir.'ii  sili«  ereil  lienif  in  alliT  Stille 
;;i>hI.I.  aU  eine  Sellis|\  (.r^tiiiidlieliKeil. 
Min  iler  man  iiielit  viel  \\  esen<  niaehle. 
\  lelli'iilit  lie-^praelieii  Sie  liier  iiikI  ila  inil 
ilircM  Ireundiniien  Kiiclinielliinleii  iiml  ilie 
\lii;;li(likeit.  auf  !;('-iiiiiler  lia^i^  /ii  -i>areii 
iiii'l  Ihre  Zeit  ricliliu;  eiiiziili'ileii.  Alier  in 
M.lelieii  J)iskiissioiieu  ptle^l  ilie  llaiislr;ni  ihr 
|ier>iiiilielies  System  liartliäckiu;  zu  ver- 
teiili;;<'M.  nnd  ila  dessen  jeweilige  Vnrzii^e 
iiiiht  liraUtiseli  uiitiT  lUnveis  gestellt  wer- 
den, felilt  jede  nnmittelhare  N'erüleiehs- 
iMu-liehki'lt,  wie  sie  sieh  dun  h  Kiuikurrinz 
auf  allen  anderen  Cebieten  cruild.  .\u> 
diesen  Kr\vä^iinf;en  heraus  wurde  der  tie- 
daiike  eines  IJeieliswettkoeliens  n<'lii)reii. 
dessen  ^  eranstalter  die  deiitseheii  (Jasuerke 
sind  und  hei  dem  die  llau^fraiieii  im  (ilTeiieii 
W  idlstreit  ihre  haus«  irlsehaftliche  (iesiliirk- 
hehkeil  (itTcntlieh  erpridieii  und  ver^leieheii 
sidleii.  Ks  liaiiilelt  sieh  darum,  in  der  kiir- 
/e^hii  Zeit  hei  gerilltstem  li;isverlir;iueh  ein 
schiiiaikhaftes  Kssen  l'erti^fziistelleii.  .lede 
Teilnehiiierin  erhält  fcleielies  (leriil.  sli'iehi- 
l.'.dimalerialii'll  und  d;is  ;;leiehe  Ciaskneher- 
m.Hlidl.  Im  Verlaiifi-  des  letzten  halheii 
.lalires  sind  die  örtlichen  ANettkuelieu  im 
;;aMzeii  Kelche  durchi;i'fnhrt  wurden.  IMe 
.su'KcrinncM  liahiMi  sich  d.-iiui  wieder  iu 
renKPiialen  Hezirkskochen  nnterciiin  ndi'r  t;c- 
iiievseii.  und  die  .Siegerinnen  dieser  JlczirU"- 
«.•llkdcheli  srhliel.;ii.  h  halu-u  «lie  liercch- 
titiUii;;  erriiu^en.  .-im  ,'i.  .Iiini  au  dem  •;ridien 
IJeichsw  eltkiiciien  in  IJerlin  teilzumdiiiien. 
d:i^  anliiLllich  der  f;riil.'ien  Aiisstelluiifi-  ..t.;i- 
iind  Wasser"  im  Ki)nzertlians  .,('lc)n"  sl.ill- 
tiihlel  und  hei  dem  die  end^ultii;e  l'rainiierun;; 
der  tuehti;isteii  aller  tuehlii;eii  llansfraueii 
.stattlinden    soll. 


iinil 
iliiit 
riiUrri' 


M  (•  1  i  I  t  :i  V..  It  r  h  1>  T  ii  <•  k  (•  Ip  <•  i  I' d  t  s  d  :i  ni  :  Daisy  DOra  s|m.1I 
ilii-  wrililirlii-  Il.iiiptrollc  hl  lU-m  iiiii.ii  r:irl(i  M.liiii-lMlm  ..li:«^  \  .tmIi«  uii- 
tlriu-  T.->t:iii.riir'  iih.l  i.-t  .lurili  .II.'  Ili.ii.-Iili.i.  H.rliii  s\\  IM.  1- ri.-.ln.li- 
str:ilJi-  .)— Ii,  zu  iTriMiln-ii.  l.'imiiiii  NoMirni  ««■llt  iimli  iiiiiii.t  imKii-iiiIh  im 
it.-rliii,    wi)    er    tii-san«    ^lllrll(■rt.      Siiiu-    A.lro^.'    kaiiii    ;iiif    iiiiMlriiikhiiifM 

\Viiii»(li    ilrs    Kliii-ll.Ts    iii.lit    iiii;;.!,'.! \x.T.li-ii.      .I..«<.lil.    i\-r    Mühra«;. 

si.l.-ltc    .II.-    D.ini.-lii    im    ..Kaiiipr    il.r    'nTli:.-.       M.is    Unn N..v.irr..-Hii.li 

.•rli;UI.'U  Sil-  .liir.h  den    M.i\    M!.llK>i'ii-\  «•rl.i^r.   Itirliii  S\\  i.s.  UilUT^IriiUf  ,1. 
\l,."li.li.  il;ili    ..li.n    Hur-    iinili   .•imii.il    In    li.-rliii    l.iiil'.'ii    «ir.l. 

"k  i  I  a       \|  .,  r  I  a    W  a  ii  .1  1  .•  r-  \  .•  r  <•  li  r  .•  r  i  ii  .    Hall.-:    Hir.-    (iriib.' 
an    Maria    l'anill.r    iiml    llllila    I.'.imIi    --In.l    aiis-.Ti.lil.'t.      Hil.lw  iniM-li.- 
M.i'Min.Tkl.       Ilil.la     K..->.li     «..hnl     Hi-riin     NW  i:i,     A;;rik..la>lr.ili.-     l.I 
ninrc    aii'iiil.lM  kliili    In    Slaaki'n.      Il.-lna    Tlii.mas    ij,t    S.liw.Mlih    nnd    \v..linl 
K.rlin    \V,    KnlM.-in.T    SiraU.-    .i.      'Irii.l.-    H.-rlln.T    lial    an.  Ii    >.  In.n 
Jt.ilUii    In.     l'ilni    jr''>l''<l'-      •"'i"'    i-'    •""■''    ''•■'""••••''i-      ""•    «•nii.l.-lil.'ii,    miI 
mit    Anl.i^'ranimlilllfn  am    lM>lfn  ilirckt  an   illc   riliiinrdlirn  zu   «.•inlcn. 

II  .•  r  I  a  H..  f  .>  li  n  r  K  :  Snzann.-  l'.l- 
Mias  >i.i.'llf  .•in.'  Ilani.lriiil.'  In  ili-m  l'ilni 
..ll.irn.'nwc^'  .-iniT  l'iir>lln  ■.  1>I.'  Kr/^ali- 
hiii;;  Min  ilcr  N.tI.iIhiiik  ":>r  mir  lin 
(;it7iiIiI.  Wanini  Harry  l.i.'illkc  niilil 
mi'hr  mit  s.-in.-r  Calliii  Cliri^la  'Cmly 
lilnit.  .Tlalir.'M  Sic  :Uii  si.-luTSI.-n  .Inr.li 
l.ic.llkc   M-lllSl. 

r.  V  a  (i.,  W  i  I  ni  c  r  s  <I  ..  r  f :  Klisalnlli 
lu'r;;n<T  wiirilc  am  IT.  April  in  Wl.ii 
(;i'l>i)ri-n  nn<l  lii'Snrzn;;!  nn^iTr-^  \\  i>:s.-n-i 
.\llmi)~.-n.  Nein.  .-i>-  i^l  nmii  niilit  m 
UcrliH. 

K  1  1  m  I  .1  t  I  (•  Ii  .'  n  .  f  li  a  r  I  .>  M  c  ii  - 
h  II  r  fc  :  l>ina  (irallas  iii'nc^lcr  l'ilni  i>l 
..Kill  kli-iiKT  \..rMliiiU  auf  ilif  Si'li;;- 
kfil-.  Kamill:  .N.narr.i  i>t  li'.li«.  Hi-im 
rilni  siiiil  .11. ■  Anxi.iili'ii  auf  Krf.iln  si'lir 
;;i>rlnfr.  W.'iin  Sic  Ir.il/.ili-m  Ihr  Hell  \fi- 
micIu'II  miii'lil.'ii.  m>  »iilli'ii  Sii-  si.li  liilli' 
nnmilli-lliar  an  .lii-  (i.'^clUclialt  wimhIi'H. 
.\li.T,  maclicn  Sic  .-.i.li  auf  i;iilli.ii>(linii- 
)i.-n    n.'laUt. 

,.l  II  «  .'  li  .1  r  ^  >  <•  li  "  ii  r  m  t  !'  IM.' 
(■.'iiaiiiili-ii  ami'rik.iiii^ili.ii  Kilm;;riilJ.-n 
.rrciilmn  Sii-  ilnr.li  .ii.-  Mctrn-Iuihl»  \  n- 
.siiiirni>.  tiihtr-tily .  Kaliliiriiii'ii.  Sii' 
nch.'ii  Aiitii;;r.immc.  I'iiia  (iralla  «iiliiit 
H.Tliii  W.  Siicy.'r.r  Sirai;.'  i'i'.  Wall.r 
Killa  \-t  M'rlii'irali'l,  hat  am  :'-'.  Aii-ii-l 
(icl)iirlst.i);-  iinil  wuhnt  Ucrlin-CliarhilliM- 
hiirtr.  NNailmlil.'r«.'-  li.  .Vinlrc  .Maltunl 
hat  am  -I.  Ki-hriiar  (ichiirl^la;;.  i>l  nii- 
v.Th.'iratcl  iiml  li:il  s.'inc  Wiihiiunt; 
ll.TlIn    \V.   MarhiirniT  siraU.;  X 

\:  in  11  a  r  \  .■  y  ii  i  s  t  :  \h-u  Lichlin-;^- 
kiimiiiiiii^tcii  Min  Mliaii  llarM'y  kiiiini'ii 
wir  Ihnen  im  .ViiKi'iiliU.k  nii'lil  >a«.'n. 
aii.-r  wir  wi><cn.  .iaii  l.iliaii  .■in.'  >.'hr 
KriiLii'  Miisiklr.'iimlin  i>l  iiinl  \  li'li-  Kinn- 
liuiiislcn   zu    ihr.-ii    l.i.'liliii;;cn    zählt. 

(»  h  a  .  li  .1  m  h  II  r  ;;  ;  ll-i'  St,ihr.i»a 
iiikI  (iii'll  Slark-t;>l<-tt.nliaiir  mihI  I*.'- 
Mi|vliliiiMlian>pi.'lfr.  Il>.'  Slohrawa  »nnic 
in  K.ilii  mh.ir.'ii  nml  wiihiil  Hi-rliii  W  . 
.Xschaffi'nhnrK.'r  Str.ili.'  (1,  hei  !(.•>  >.r. 
Kihlkart.'ii  x<m  l"ilm>tars.  aiirli  Sz.-n.'ii- 
hil.liT.  kiinn.-ii  SU-  .liir.-li  .Icii  V.tI.ik 
lllnstricrt.'  I'ilmwmlic.  Ifcrlin  SU  iis, 
KmhstraUi'    H— «.    li.'zi.'h.'ii. 

I..    .S  c  li..    S  1-  Ii  \v  .•  i  z  ;     Ihr    Hrii'l     i>t 

\v.-ilcr;;.'l<'it.'l    wiinl.'ii.  .  

.\l  i  z  z  I  .  (i  .•  I  >  <•  II  k  i  r  .-  h  .•  n  :  V^iirs  V.^lcrliazy  ist  mit  l-  iliiiilir.-ktnr 
Si.k.il  MMlii'irat.t.  lliri>la  Turily  lilnit  vnrhinli:;-  nicht  iiiclir.  Nur  .-.ehr 
«.•iiiKi-    Kilmil.irNlellerinniMi    liaheii    mnli    lan(;.>    ll.iar,    n.    a.    Ili'iiny     l'iin.n 

nml    Km'I.mi    Holt.  ,.  ,      ., 

.1  »  h  a  II  n  .- s  \V..  K  i  ."  I  :  l>i.'  Si>krct:irin  in  «lein  \aii  de  A  elilc-l- ilm 
,,l)ii>  Khe"  >pi.'ltc  Manna  Waa«.  '•">•  Knii>lli'rin  war  ••iiicli  in  ciii.-r 
Ijii.ll.rcii   Hullc   im   Ma.ly   llirisliaiis-Filiii  ,.l»as   hn-iiiicmlc   Ilcr/.'   zu   s.-iieii. 


r  II  in  f  r  c  n  II  d  i  II  Sonja  v.  .1..  11  n  m  I)  ii  r  R  :  .Tack  Trcvor  lia»  am 
II  D.v.emher  ti.'hiirt-ta''.  i>t  mit  einer  KiiHrlämlcriti  verheiratet.  ki''I  Aiit.i- 
urammc  und  hat  lilai.c  Alleen.  Kr  spii^llc  bis  j.-lzt  ...  a.  in  r..l;,end.n 
Kilmeii-  Ihr  Kal/cn>t.i;-  .  ..I'n-  SaiulKralnr-.  ..Hie  D.inic  iiii.l  ihr  t  h.inl- 
teiir-  M.idernc  Piraten-.  ..l-r.-.iilciii  Kl».'".  ..Hie  wcilicn  ü.iscii  von  l!a\cii!- 
l,ei--'  "suiii   ii;i<l.>.ter   Kilm    h.'ilit   ..llriefc    einer   riihekaiinteii-. 

"w'erner  K  Z  ii  r  i  .•  h  :  l.'ieli.ir.l  l'.i.hherfi  h.it  .-ein.'  liKCiic  Film- 
•'.-.lUchitt  Sie  hat  ihre  Häiiinc  in  Herlln  S\V  4^.  Kri.-.lri.hstraUe  171. 
ff.  ilic  iieli.-l.ti-i  Stars  .liireli  ihre  Kilmtäti-k.'lt  stark  in  Anspruch  i:v- 
nonim.'ii  und  \ieir.ich  .luf  I.'.'iscii  sind,  sinil  lanm-  V.'rzii-eniiifien  natnrlich 
iiü'li.li  Hina  (ir.illas  l.i.ddin-shlnmcn  sind  Tnipeii.  Welch.-  Il.morar.' 
Inr^ciii 'l  ii^tMii.'hlr.'hh.i.h  -.viihlt  w.-rd.'ii.  l.iUt  sich  nicht  In  eim-n  Taril 
Ii.«eii  Has  h;innt  von  «l.'r  Ifc-clirtlii'H  ilc-  St.ilTcs.  ili-r  (trl-inalität  und 
v'i.dcn'  111.1. 'rcn  riiistän.l.'ii  ah.  .I.'.lc  (i.'sclKcliart  hat  ihr  hcsiimmti's  Pro- 
.I.iklloiisiiro-ramm  Hl."  .'im'  pro.liizi.Tt  \i.ll.-icht  aii'<hlHd.)li.li  l.ii~i>picl.'. 
eine    zweiti;".lrclit    Ahcntciir.'itilm.-.    wi.Mler    .■im-    .iiid.'re    l'rolilcmlilm,'    usw. 

|l  r  e  1  II  a  11  n  a  W  a  a  n-  \  er  e  h  r  .•  r: 
llanii.'i  W'aaj^  w.diiit  U.'rliii-AVilmiTsdorl', 
l.iiitpoldstr.iil.'  JT.  K'ht  Aiitnsramiii.-.  »i.- 
spii'ltc  a.ilJ.'r  im  ..Krennen.l.'n  II. -rz' 
iioi'h  in  iler  ..Kli.>'-  nii.l  wird  liahl  in 
V  .■it.'rcii    Kilm.'ii    zu    selii'U    sein. 

.\  n  .1  r  .•  a  s  V.  i  ii  il  ii  n  c  h  e  i.  : 
Louise  Itrooks  lilmt  an^cnhlii  klich  lici 
iliT  Sol'.ir- l'ilmi;-escllschal't  in  Paris 
..S(  liönh.'itskonkiirn'ir/'.'".  Da  wir  M>n  im 
Aiislanili'  l.'hemli'ii  Stars  .\nl.)';ianiii.i' 
iii.ht  \crniiltcln.  h.'d.iiicrn  wir.  Ilir.'ii 
Wunsch    nicht    crfiill.'ii    zu    k.imicn. 

.1.  K.  M.:  l.eid.T  kiiniU'ii  wir  Ihnen 
kein.'  pr:iktiscli.-ii  l{.it»clil:in.'  ^.di.'ii. 
Wir  li:illcii  .'S  fiir  an.  zw  .■ckiii;iUi;;-ti'ii. 
w.nn  Sil'  persoiilicli  an  .11.'  I"iliiiii.'s.'ll- 
s(  li.'irteii  schr.'ihen  nn.l  Ihr  Aiili.';:eii 
Mirtrai;.'n.  .M.in  wir.l  Ihn.-ii  .lann  .iiil 
all.'     liille    licM-li.'i.l    f;<-h.-n. 

II.  W'..  II  a  11  II  o  v  .•  r  :  Kiliaii  llar\.-y 
spielt.'  in  il.'i.i  I  ra-Kllm  ..Ihr  .liiiikl.'r 
Punkt'  <'iiii'  llopp.'lroll.'.  sie  war  aKo 
der    l'cx  iicNtiTii     mit    .lein     ;;hitlcii     H.ihi- 

kopl'    wii-    die     hl lliicM^e     l.lli.in.       Die 

(i.iK«'  elii.'s  St.irs  riclili'l  si.li  ;;:i.iz  na.  h 
si-iiier  l'opiil.iritiit  nml  auch  nach  der 
Art  lind  tirolJi'  d.T  zu  M'rkörp.Tii.li'ii 
lioll.'.  Das  l-'ilmmat;azln  in  .Icli  l'la- 
'l'li.'at.'rn  ist  .Icshalh  hilli^er.  weil  i-s 
.i.ht     Seit. '11     weniger     rnifan;;     li.it. 

II.  W  .  U  II..  M  ii  11  c  h  e  n  :  ..D.'r  llih.r- 
li.dz"  w.ir.le  Miii  Kricli  Si  hünleld.'r  iii- 
s/eiiiert.  ..Dil-  S;indy;r;itin'  \  oii  ll:iiis 
sirinholT.  ..Di'r  H.'lli-lstnd.'iif  mhi  llii- 
doir  Wallh.T-Fcin.  ..Kit  l.'lzle  Mann- 
\  on  .Mnrn.'iii.  ..I'oseii  ans  d.-m  .s^inleii  ' 
\on  f.irl  Kro.-Iich.  ..Die  l.-l/.ti-  Dro-ehUe 
Min  K.-rlin  "  \>i\>  l.iipii  Pick,  ..l'rii-d.-- 
i'ikns  Kex"  (.lie  Iriilii-ren  Kiliii.-i  von 
Arz.-ii  voll  fz.-r.-py,  ..D.-r  .\lle  Kritz" 
MIII  <ii-rliar.l  l.ampr.-.ht.  ,.Die  Koni^s- 
;ir.-nadier.-'    w.ir    .-in    l^m.-lka-l-'ilm. 

I  n  ü  .-  I{..  Ha  y  r  .■  ii  t  h  :  Der  Part- 
ner MIII  ( 'onstaii.-.- 'ralmailK.'s  in  ..Hoheit 
lniii;;iiilo"  lii-iUt  'riilli.i  (armcnali.  Kr 
wohnt  in  ll(ill.\wood.  K.il.,  f. S.A.  .\orma 
lind  Coiisian.'.-  'J'alnia.l;;.-  siiiil  (;.-Mliwi>- 
ler.  I..n(-n  sie  ili.-  .j.-w  .-ili;;.'  liihlkart.- 
nml  .■inen  iiit.-rnation.il.-n  Postseliein  hei. 
ilanii  wi-ril.-n  Sie  si.h.-r  .li.-  ;;■(-«  iinsclilcii 
Ai.t.i^iramm.'  .-rlialt.-n. 
na  :    Dii-  'läii/i-rin    liifi.-lior;::  Carls^nii    wuhnt   Herlln 


'I"  r  n  .1  .■  I  K 
^V   !i.    I.inkstralli 


\  I  I 
II. 


Ihre  Zukuiif  i 

Ihr  ganzes  Leben,  Vergangenheit,  Gegenwart,  Charakter, 
Heirat,  Ehelcbcn,  Glück,  Krfolge  usw.  nach  astrologischer 
Berechnung.  Senden  Sie  sofort  Ihre  genaue  Adresse 
nebst  Geburtsdatum  ein,  und  Sie  erhalten  kostenlos 
Aufklärungs-  und  Anerkennungsschreiben. 
^fm^2gaS-^^rlCB£§.  Hattersheim  b.  Frankf.  a.  M.  A.  68 


Neue  Scliallplatten.  Die  l.i.-il.-r  .-ins  .l.-in  ;;riili.>n  :ini.<rikani^clieii  Ton- 
lilm  ..Tln-  siii;;iii;i  lool-  sind  x-lhstx  ersl.imlüch  an.li  auf  Si-liall|ilall.-n 
r.  st^ii'halt.ii.  D.-n  H.inptsclilan.-r  ..Snnny  It.iy  hört  man  gleich  zw.-i.nal. 
Kinmal  lirinnt  ihn  AI  .l.dsoii  inil  Orchcst.-rh.-^l.-itniin-,  nn.l  .-in  zw.-ilcs  M.il 
;ilht  es  i-in.-n  ..siimiy  Ho\'-  KoMrott.  —  AI  .lols.ui  ist  iih.'rli.iiipt  .-im-r 
.l.-r  herhhml.-^t.-u  und  pupnl.-irst.'ii  Sih.illplatt(-iis;iii<;er.  Itruiiswick  lirliist 
aiiiii-r  ilen  oln-n  In-rcits  .-rwahnteii  l'latt.-n  iioili  ..Thi-n-'s  .-i.  IJaiiihow- 
und  ..Ifiiiind  m.v  slionld.-rs".  —  li.-i  ..(Irammophon"  kann  man  das  Opus 
.  i;.'-;i-nho.i;eii';laii/."'  als  (lr.li.-st.-r-l'.i\  erhalt. -ii,  .-in.'  Pl.itt.-.  .li.-  in  Am.-rik.i 
lii-icits    ilie    h(-n.erkeiisw.-rte    .\iillanc    \  im    einer    .Million    .-rh,ilt.-ii    hat. 


MFDVftCFf  2w  anjisvorstcllung..  Schwermut,  Unruhe,  Unlust,  Gedächtnis-, 
REK*  V9C«  Nerven-,  Willensschwäche-  (Rauchen.  Trinken,  Morphium), 
Angst,  Bclangcnhcit,  Erröten,  Neurasthenie.  Stottern,  Schlanosigkeit,  Hysterie, 
Suiiijcslions-  und  psychoanalyt  sehe  Behandlung  für  Gemüts-  u.  Nervenleiden. 
^W.    9  C  ■■  a  mm  4S  W  ^  r  ■«.    Neue  GrünstraOe  20.  II.    5—6. 


3(ft  fidh'  ©i*  «e6! 

■JUcr  iitliri)U'  i-.'urtc,  Mc  itiiicicm  Wciiuil  mulil 
fiiii,  mic  l.iui:  Viiftc  Im  :'.'i.ii.  '■I'.'ii'  .'hi-i  :i.i.'iiieii 
liiiti-  i'iiifrt)uiiiiiicii,  io  loiiiicii  iiiitl)  Mc  ii.iiiu'<ovfiimoii 
S-.-üilo   „,\d)  Imb'  Ti(l)  Hell!"  ciiii'o   J.i(lC\x  i'i'niolii'ii. 

•J-,-iuiiiit  tirtciitlirtjy  l}\\  flil't  m\-  :,\\  mtii:  ^<>x\\\\i<i■ 
Slbcv  Mo  .^■lllllvlrtv»ll^c  hciiVii:  „Siitticiit"  lnl^ 
„V5iiitiiii(i1iii«i\".  ■J'öolH'r  toimiil  hicv^-V  ii.uii:  Cv^ 
nilit  f'K-firtilcr,  IUI  öcuoii  m.iu  iid)  iiirtit  jiitltolu'ii 
liiiiii,  iiiiö  c->  iiil't  jolrtic,  lici  (lovi'ii  Vluhliil  niiiii 
L'iili»  iilicvi;itli(U  iji.  Hut"  mit  i*>i'v  l>iiti.iiiirimnii  üt 
t>>  iilpiliri).  (xiiiii.i  l'cttfiiftoiv^  i"<i\iiii,  un'iui  t>iu-  (xVcjithi. 
i)ii>>  udr  lii'i  i">cr  'iJiiiiiilii'liloii  iioliclM  hiihcu,  iiii  ;)iCli 
iH'rlicrt,  (liill  Jiiiiiiii  .\ii;,iiiu'lii)uii.  x^-ir  Hi-lu'ii  ciiicii 
ilr.iiiii  :llo(i'u,  iKlitiiiH'  fic  t.miviid)  iiiift  iniS  in 
2diitulH-il  iti.ihloii.  a-.'it  lti'lu-it  ihn  iiirtil  iiioliv, 
iiii'iiii   er   li.ilb   iioibiiihi   lit   iiiiA  <\ii   U'cllcii   bt'iuiiiit. 

(xk'iuiji  flll^  bei  i'iiiciii  -Ml eil  1(1)0 II.  ^Cll  mit  ili'beii, 
in  boiior,tii|iU'iH  :'.'.'.ii;c  Mc  iccliiriu-ii  'J-.-cvIc  iiiu» 
fd)iii|iiKl'eiiA.  iNbcr  >iii^  .v|i>rpcrli(1)c  iii  iiiiiiiiit  .iiti" 
öic  Tiiiu't  ^ürt)  nie  iuu\iiif<t).illi"ii;  co  fpiiihl  iiiiiiu'i 
.iiiiu'roiiiciillltO    niit. 


Tii-,-  fulltc  fiel)  johc->  Wiiiiiliiii,  ii'i>i-  ,"\ Villi  ioit  niu' 
"-'liiiu'it  liiillcii.  ^.'i.ulH'it  2ic  xUlv  Sliitliu  iu  icboii 
iiiiii   fi>   ici.U'Oll,   Hilft   hiiltoii    Sic  Ci*   \o   bciiclin'iKv- 

movt    ii'ii'    iiiiciift    iiiü|ili.1i.     T.iun    n>ii&   ft.u-   a-.^ort         tfjii    lüitciiloc-   ihui    \\n->   snui   ■.)!ci),iii&   (U•b^•.lrf)tl^^ 
,.M)    h.ib"    Ti(l)    lieb!'    vcdit    oil    mit»    idiv    l.iiiiu'     -liiitliu-iii    ,iibt    0,hiicii    lU'ii.utou   Sliifidilui!    iibcr   Mc 


i>cit,  (U'iiii'  V'iiit  mit  'Viili'lu  i'iittri)ii'iiii>i'l,  uiift  in 
fi.K-  (^icfiriit  Itniiirtt  ein  uiiiiitioilioblidjcc-,  blcibi'iitiiW 
V'MiilH'ii! 


oiilni"  iit  ,Vii'  ein   lliiiiu'ii,  luiti  iiiiiii  n>ivft  fiel)  C\\)v 
tMi'iiriit    nie   „ilbi'v"   jclii-iil 

Tic  iiiciiicit  ;Vi'iift(l)Cii  iiiu")  ,\riiiicii  bcrtchcit  in 
!)cv  (^ici'irtjl-.HMlciu'  einen  Aeliler  iincl)  tieiii  iiiiftereii. 
ai-irflid),  Cö  iit  fo:  ,vii)iieit  iieibliiheii  nirtil  luiii 
(elbiti  2ic  loiicii  fid)  iieibliilieii!  tliiii  ftobei  hntieii 
iic  ee.  fo  leidit,  ein  liebliil)  bliiheiifte-;.,  iiilteiifieiec- 
<^H'fid)t  ,111  beüneii  itiiii  ,-,ii  beliolteii,  felbft  in  iior= 
nevmlleii    .wiliieii. 

i-.Mc  iieiiii;^  •.'i'elimeii  2ie  eiiiindi  -Wiiviiliiii  0"vciitc! 
2ie  iilmeii  tiuiiii,  iiiiie-  ;i.ii'iiiitliiiiA.Meme  iino  ohrem 
t^'iefiriit  liei-.)iie-.-,iilioleii  j.iliiii  iftl  2ie  uicifteii  fdiini 
ciftiiiint  fein,  iiieiiii  Sie  Cviiibliil  in  Me  bei  tiiic- 
eiii(iei\itii|\eiieii  lii  nnii  Tiiiilfdireibeii  (itot.iviell  be 
illiinbiiit),  iieliiiieii,  in  fteiteii  ^lr,-,liiiiien,  ,\iiinit' 
lerliineii  iiiift  r.iiiieii  iiiift  A>eireii  .iilev  iiiöijHdieit 
■J'einfc  i'ün  bleiifteiiiieii  (.vrfi'liU'ii  fpvertieii,  t>ie  fic 
ftiird)  A'i'iniiliiii  (.»iciiic  iicli.ibi  liubeii.  ,\iiiieii  tier 
ßcljcit,  {djiiifc   Viiiieii   iiiiii   U(iiii,ielii   meiöen   neiiiiU 


iiiilftc  Hill»  tieiiueifeiiftc  a-.Mvfiiii|i  fter  iiefiri)tc>iicr' 
iiiiiiieiiftcii  :'.ii'innl.iii  (Ereilte,  liiiieii  i'liu-,-,nii  beliebi» 
rtcr  Tiiiitiriircibeii  beloinmcu  Sic  eben  fall  •;•;  ft.i.vi 
lind)  nort)  eine  'Vvobe  ~h;rtriilint--l5ieiiic,  tioiiiit  Sic 
Mefelbe  eiiMiil)  leiiiieit  leinen,  fteitu  fic  hilft  vVikcii 
iiefd)iiMUi)! 

Sd)iieifteii  Sic  ciiftitelieiiheit  (^'Miiliv-be,-,iiiie-fd)ciu 
.iiix*,  Iciieii  Sic  ihn  in  ein  oifeiiec-  .vtiu'Cit,  ii'cil 
Cv-  tiiiiin  ftiivd)  rt'iii,;  Teiitfdil.im'»  itiiv  •">  "l-iii.  "l'orlo 
U'itet,  itiiö  fd)i'eibeii  Sic  .mf  Mc  :liinlicilc  fte-j 
.viiinert-;.  o'ivcit   ^Vniiien   iiebjt  (teitiiuev  Slftvefic. 


i*Wiitiv-be:,inie-fd)eiii:  Sin  ftcii  W.ivnl.ui'Jn'i  trieb, 
'i'crliii  m,  .vrici^iiriiftv.  ^i.  I5ibitlc  »Viie  -Vvobc 
:Vi.ivi)liiiiA.>iciiic,  ftiT,ii  JiiK-  ''."iidilein  über  llniic 
Srtiiiiilieilopileiie;  beiftCö  ludlirt  toftenlo-;-  iiiiö 
i'ortofrci. 


■kü 


Die  Ufa-Theater  werden  mit 


\lektwlux 


gereinigt. 


Ve  rkaufsstel  len: 

Berlin  W  50,   Kurfürs-Icndamm  23ö.  Berlin  S  42,  Oranicnstr.  59  Brannschweig,   Miinzslr.  la      '     Bremen,    Hcrdenlorstcinwc;;  5      '     Breslau  I,  Junkrrnslr.  38  40     ' 

Chemnitz  Sa.,     Falktplati  2  Coblenx,    SchloB-lr.  35  Danzig,  Tiipfer:^assc  23  24  Dresden -A.,   Praijcr  Str.  35  Düsseldorf,    Stcinstr.  2  I  Essen, 

Hauplstr.  27  Frankfurt  M.,   Mainztr  LandstraÜc  59  63      '     Freiburg,  Kaiscrsir.    132  Görlitz,    Jakobsir.  16  Halte  S.,    Maijdcbiir);^  r   Sir.   56  Hamburg  36, 

Gr.   Bleichen  31  Hannover,    Bahnliofstr    13  Kassel,  Obere   Koniiistr.   13  Kiel,   HoUtcnstr.  61  Köln  Rh.,    Höh.-    Sir    64  Königsberg,  .MünzsIr.    17 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,    Breiler    Wei;    3  b  Mannheim,    D    4.  6.  München,     Salvatorsir,    18  Münster,    Rosensir.    9  Rostock 

Stcinstr.   15  Stettin,  Scliillerstr.  13  Stuttgart,     Rotebühlsir.    41  Wiesbaden,    Willielmstr.    IS 

Außerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroO-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


7,iigeiiomnien  ^   J^*" 


schaffen  S 
kraft  und 
„Eta'-Chi. 


und  diese  18  Plund  (jlcichmaßiii  ver- 
teilt auf  Gesicht.  Arme.  Brust,  Hüften 
und  Waden.  Bedenken  Sic,  wie  Ihre 
Fi^ur  durch  diese  Geuichtszunahme 
verschönert  wird  und  um  wieviel 
Sie  sich  dadurch  begehrenswerter 
machen. 

Durch  die  wohltch neckenden 

„Eta-Traiol-BonboDs" 

ffür  Damen.  Herren  und  Kinder  von 
l^leicher  WirkunfJ),  die  nach  der  Malil- 
zeit  f^enommcn  werden.  läßt  sich  das 
K<irperjiewicht  in  einij^en  Wochen  um 
10—30  Pfund  erhöhen.  Die  unschönen 
Knochenvorsprün*4e  an  Wan^^en  und 
Schultern  schwinden.  Pfund  für  Pfund 
nehmen  Sie  zu.  an  allen  Körperteilen 
zeiiJt  sich  Fettansatz.  Unbchaijen  und 
Unlust  weichen,  und  nach  ein  paar 
Wochen  hat  das  bisher  schmiichtitJe 
Aussehen  einer  vollen,  ebenmaßiiien 
Erscheinunii  Platz  licmacht.  Zugleich 
le  aber  auch,  indem  Sie  die  roten  Blutkörperchen  vermehren,  Nerven- 
Blut.  Schachtel  M.  2.50  fiesjen  Nachnahme.  Zu  beziehen  von  der 
m.-techn.  Fabrik,  Berlin  -  Pankow  44.  Borkunistraße  2. 


PICKEL,  MITESSER 


an 


d^'L. 


ommer- 
p  rossen 


(IcIIh»  iiiiil  lir.-iiiiio  KleeUi'n  des 
«ioielils  miil  (li's  l\orp(i>. 
Il.iiithrauiniii^i'ii    ii.    ll.iiilM'r- 

r.irlllJlllilll      MTM'll«  illcll'll   Mlll- 

.stiilidi;;-    diircli 

.Pigmat" 


Wii-  pciiiliili  cnipriiiilrii  .'<ii'  vclli^t  mIiihi  ilic 
riirfiiili)-lli-ii  lliriT  ll.iiil,  .iIm'i-  —  wir  ;ili- 
sliiUcinl  iiiii>scii  sii'  rr>t  .iiif  ;iii(lfii'  «iiki'ü. 
Wie   oll    iji.'i;;   ein    iiii:ippi>lilli>'ii<'l' 'l'i-iiil  (Miick 

iiiiil    l.iilM-   z<T>löicii.     Vi'rxMMidc'ii    Sio   d.ilMT  Soforli;;«'" Aiiniclliin-    ii.  Hh-i- 

mi'iiic  Sch.-ilUiir  ..N' o  v  ii  <■  c  r  in  ;i".  Sriioii  i-lniiiK  der  ll.iut,    ilii-    lilciidciid 

lijicli   der   iTsIrii  .\iuvciiduiitf   lii-sscrt    sich    Ihr  'nvx    und     wi-ilj    wird.      Wenn 

Teint  :iiiir,ill.-n(l.  I'ick.-I.  .Mitesser,  lliiiit-rirlJ.  Slo    .illes    Möjiliclio    «Mlol-los 

wik    wenlen.le,    -rüiir.    t:ilil.-    ii.    -niLlpori;;,-  versii.-lit    li:ilien     d,inM    b.wiiit- 

,,      .             II               if    .  ,   1                       1  zi-n    ."sie    mit    .■illi'in    \  ertr.-nieii 

Haut  verscliwiiideii  sMiMt  I'.ntsteliuiijisnrs.-irlieii.  l'i..|iiil''         Fs     i-t      iiniilier- 

Sic  erli.illcii  i'iiicii  \\  uiidervoll  v  er.jiinj;tcn  Teiiil.  |i-,.i7li(|i    in    luvii"-    .iiif    Kriiil'i- 

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SCHRÖDER  -SCHENKE,     Potsdamer  Stra6e26B 


DER  FILM 

IN  DER  KARIKATUR 

VON   ROBERT   HEyMANN 

Mehr  als  160  Seiten  .stark.     Auf  hestein 
Kunstdrudipapier  mit  vielen  Abbil(liinj;en 

Preis  gebunden   12.-  RM, 

C'i'ijon  Voreinseud Uli..; oder  N.idni.iUme  des  Hetrajes 


Das  Werk  gibt  :uni  ersten  Male  eine  Ziisanimcn= 
stellun,<  der  zahllosen  Bilddokumento,  in  denen 
der  Stift  des  satiristtien  Zeidmers  der  Welt  des 
Films    die    komischen    Seiten    al)v;;elausdit    hat. 

A  US    de  m    Inhalt: 

\V'eltii;:esctiidite  im  I'ilm  —  Aus  den  Kindertasjen 
des  Films  —  Natiirvjestfiidite  eines  Fdms  —  [■'ilm^ 
Könige  und  ^Adjutanten  —  Der  Regisseur  —Der 
Diciiter  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Niegenannten  —  Im  Glashaus 
Zwisdien  <leii  Kulissen  ~  im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Aditung!  Aufnahme!  —  Die  Dis'a 
Der  sdiöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Romantik  —  I  loll>'\xood  ivrotik 
Film  undl'amilie  —  Die  Gröinen  ihrer  Zeit  —  Kino 

Bestellung    erbittet 

ILLIISTR.  FILMWOCHE  G.  M.  B.  H. 
BERLIN  S\V68,  KOCHSTRASSE  6-8 

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Einzelpreis  40  PI.  für  das  Hell.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1.75  M.  V  c  r  I  a  (5 :  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schrilt- 
leitung  A.  Roscnthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oestcrrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzei>!en 
Wilhelm    Schaeftr,    Charlottenburii.      A  n  z  c  i  ^  e  n  v  e  r  »  a  I  t  u  n  >;    Bepa-Vcrlai!,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof    5.      Kupfertiefdruck:    Aui^ust    Schcrl    G.  m.  b.  H,  Berlin  SW  6S 


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i^jrmieij}  in  iserm^^M/ 


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VUMMF.  K    2  1        /        BF.  R  LIN.    0.    .1  l'\M     1929       /       P  R  H.  I  S   4  0     P  F  F.  N  N  I  G 


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n  I  i:    w  o  c  II  1.  \  s  c  ii  h  i  i   r    d  i,  k    i  i  i.  \i  r  w  l  v  \  n  e 


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riiol.   I  In 


JENNY  JUGO    UND  ENQICO   BENFEQ 


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Mauritz  Stiller  hat  die  Auffüh- 
rung dieses  Filmes  nicht  mehr 
erlebt.  Kurz  nachdem  er  den 
Film  fertiggestellt  hatte,  reiste  er,  von 
Sehnsucht  nach  seiner  Heimat  getrie- 
ben, nach  Schweden  zurück  und  starb 
ein  paar  Wochen  später.  Er  hatte  sich 
in  Amerika  nicht  so  durchzusetzen 
vermocht,  wie  es  für  em  Talent  von 
seiner  Bedeutung  eigentlich  notwendig 
gewesen  wäre.  Denn  er  hatte  Schwe- 
den verlassen  müssen,  weil  die  Mög- 
lichkeit, daselbst  Filme  zu  inszenieren, 
hinfällig  geworden  war.  Nur  noch  das 
Weltgeschäft  hatte  innerhalb  der  Film- 
industrie Geltung,  und  in  einem  so  klei- 
nen Lande  wie  Schweden  war  das  Ka- 
pital für  einen  Film  nicht  aufzutreiben, 
der  nur  in  Europa  Kapital  und  Zinsen 
schnell  hereinbringen  mußte.  Es  ist 
eben  leichter,  Streichhölzer  zu  fabri- 
zieren als  Filme.  Nun  empfangen  wir 
als  Stillers  letzte  Gabe  einen  Jannings- 
Film.  Mauritz  Stiller  konnte  in  Holly- 
wood seine  besten  Fähigkeiten  gewiü 
nicht  enthalten;  denn  um  in  sicii  alle 
Eingebung  zu  lösen,  brauchte  Stiller 
stets  eine  Dichtung  der  Lagerlöf,  wie 
er  auch  die  schwedische  Landschaft 
brauchte,  um  milieuecht  zu  sein.  Seine 
großen  Filme  sind  ja  noch  in  einer 
Zeit  gedreht  worden,  die  das  Atelier 
allein  für  Innenaufnahmen  bean- 
spruchte, Landschaften  aber  noch  nicht 
darin  aufbaute.  Aber  es  bleibt  die  er- 
freuliche Tatsache  bestehen,  daß 
Mauritz  Stiller  Gelegenheit  fand,  seine 
Fähigkeit  der  Menschenbildung  an 
Europas  bedeutendstem  Schauspieler, 
an  Emil  Jannings,  erproben  zu  können. 


Emil  Jannings  und  Fay  Wray 
P/wt.  Paramoitnt 


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Hier  {and  er  nicht  einen  amerikanischen 
Routinier  mit  etwas  verblaßter  Theatralik, 
wie  sie  dem  berühmten  John  Barrymore  zu 
eigen  ist,  auch  nicht  einen  jener  Hollywood- 
Naturburschen,  die  vor  allen  Dingen  durch 
ihren  gut  gewachsenen  Körper  imponieren. 
In  Emil  Jannings  erhielt  nun  Stiller  bestes 
Schauspielermatcrial,  das  an  Deutschlands 
bedeutendsten  Bühnen  in  jahrelanger,  zäher 
Arbeit  gereift  und  unter  der  Regie  des  ge- 
nialen Ernst  Lubitsch  zum  größten  Darsteller 
des  deutschen  Films  geworden  war.  Zwei 
mit  dem  ernstesten  Willen  für  künstlerisches 
Wirken  erfüllte  Persönlichkeiten  fanden  sich 
zu  gemeinsamer  Arbeit  zusammen.  Man  gab 
ihnen  nun  nicht  ein  landläufiges  Hollywood- 
manuskript, sondern  ließ  von  dem  jungen 
Joseph  von  Sternberg,  der  damals  noch  nicht 
auf  den  großen  Erfolg  seiner  „Unterwelt" 
zurückblicken  konnte,  ein  Drehbuch  schrei- 
ben, das  künstlerisch  auf  bedeutend  höherer 
Stufe  steht  und  ein  ungewöhnliches  Thema 
zu  verfilmen  wagt.  Der  ,, König  von  Solio" 
führt      in      die    Kreise   der      Unterwelt.       In 


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dem  Londoner  Stadtteil  Soho  hausen  die  gefährlichsten  Ver- 
brecher der  Hauptstadt,  die  sich  im  ewigen  Kampf  gegen  die 
bürgerliche  Gesellschaft  befinden.  Sie  rauben  und  stehlen  in 
Horden,  deren  Anführer  sich  untereinander  bekämpfen.  Wie  es 
in  diesem  Milieu  ganz  selbstverständlich  ist,  sind  die  Banden- 
führer die  stärksten  und  gewitztesten  Verbrecher,  die  unter 
ihren  Genossen  in  hohem  Ansehen  stehen  und  deren  Befehlen 
die  einzelnen  Mitglieder  blind  folgen.  Natürlich  fehlen  auch  in 
dieser  Welt  die  entsprechenden  Frauen  nicht,  die  als  Dirnen, 
Hehlerinnen  und  Diebinnen  durch  das  Leben  gehen.  Wie  in 
allen  Großstädten,  ziehen  sich  auch  in  London  die  asozialen  Ele- 
mente zwischen  Männern  und  Frauen  an,  und  so  ist  es  ganz 
selbstverständlich,  daß  alle  diese  Verbrecher  ihre  Bräute  in  den 
Kreisen  der  Dirnen  suchen.  Auch  hier  sind  die  Frauen  die  trei- 
bende Kraft,  und  sie  bringen  die  eigentliche  Tragik  in  das  Leben 
der  Männer.  Es  berührt  eigenartig,  daß  in  keiner  sozialen 
Schicht  die  Eifersucht  gerade  eine  so  bestimmende  Rolle  spielt 
wie   in  den  Kreisen  der  Ausgestoßenen. 


Die  Besitzer  von  luxuriösen  Gaststätten  kümmern  sich  im 
allgemeinen  wenig  darum,  wie  es  hinter  den  Kulissen  dieser 
Etablissements  aussieht.  Der  Film  hat  uns  nun  schon 
recht  oft  in  Nachtlokale  und  mondäne  Tanzpaläsle  geführt,  ja, 
eine  Zeitlang  gab  es  keinen  Film,  der  nicht  Szenen  aus  der 
Welt,  in  der  man  sich  nicht  langweilt,  brachte.  Aber  immer  waren 
sie  mit  den  Augen  des  Publikums  gesehen,  das  sich  amüsieren 
und  unterhalten  will.  Es  ist  daher  als  ein  netter  Gedanke  zu 
bezeichnen,  daß  Franz  Schulz,  der  bekannte  Manuskriptautor, 
uns  die  Welt  eines  Vergnügungslokals  von  der  anderen  Seite 
zeigt.  Nicht  mehr  diejenigen,  welche  sich  darin  amüsieren, 
werden  uns  vorgeführt,  sondern  die  dienstbaren  Geister  eines 
solchen  Unternehmens,  deren  Arbeit  das  Vergnügen  erst  er- 
möglicht. Die  Gäste  lieben  es,  ihre  Speisen  von  blitzendem 
Silber  und  auf  blütenweiß  gedeckten  Tischen  in  Empfang  zu 
nehmen.  Auch  das  Porzellan  muß  nicht  nur  blank  gerieben, 
sondern  auch  entsprechend  vorgewärmt  sein.  Wer  macht  nun 
das?  In  der  Küche  hausen  unbeachtete  Wesen,  nicht  selten 
reizende  junge  Geschöpfe,  die  in  hastiger  Arbeit  dazu  beitragen, 
daß  die  Wünsche  der  Gäste  rasch  in  Erfüllung  gehen.  Ein  sol- 
ches Küchenmädel  führt  uns  der  Film  ,, Champagner"  vor. 
„Spatz",  wie  man  die  blonde  Jenny  in  der  Küche  nennt,  ist 
das  häßliche  junge  Entlein,  das,  ganz  wie  im  Märchen  von  An- 
dersen, zwar  im  Ententeich  der  Abwaschküche  herumplälschcrt, 
aber  schließlich  doch  zeigen  kann,  daß  es  Schwanengefieder 
trägt.  ,, Spatz"  ist  im  ganzen  Hause  beliebt,  denn  ,, Spatz"  ist 
lustig,  arbeitet  flink  und  zeigt  sich  gefällig.  Aber  eines  Tages 
verliebt  sich  ,, Spatz"  in  Jean,  den  mondänen  Oberkellner  des 
Palais  de  Luxe.  Jean  ist  nun  die  Blüte  eines  Oberkellners. 
Man    muß    bei    Ritz    oder    beim    Sacher    diniert    haben,    um    zu 


Oben  links: 

Betty  Balfour  und 

Marcel    Vibert 

Phol.  Saschafilm    der 

British      Inlernational 

Piciures 


-i  I 


—     ^- 


wissen,  wie  ein  Oberkellner  von  Format  aussieht.  Nämlich  wie 
eine  Kreuzung  zwischen  Adolphe  Menjou  und  dem  Baron  de 
Meyer,  der  die  schrecklich  vornehmen  Aufsätze  für  die  Vogue 
schreibt,  und  die  angehenden  Millionäre  beider  Hemisphären 
zu  Gentlemen  erzieht.  So  hat  man  sich  Jean  vorzustellen,  der 
seinen  Gästen  die  Rechnung  nur  unter  der  Serviette  auf  einem 
Teller  präsentiert,  und  der  nicht  gewohnt  ist,  auf  einen  Hundert- 
frankenschein herauszugeben,  im  Falle  man  bei  einer  Bestellung 
diese  Kleinigkeit  nicht  einmal  erreichen  sollte.  Diesen  Kavalier 
des  Kellnerfracks  liebt  also  der  kleine  ,, Spatz".  Und  was  noch 
seltsamer  berührt:  der  vornehme  Jean  ist  gar  nicht  so  vor- 
nehm, wie  man  glaubt,  denn  er  sieht  nicht,  wie  es  sonst  Be- 
dienstete gern  tun,  über  das  kleine  Mädel  einfach  hinweg;  er 
hat  nicht  den  Ehrgeiz,  es  den  großen  Kavalieren  gleich  zu  tun, 
die  sich  nur  in  Herzoginnen  oder  in  amerikanische  Millionärin- 
nen verlieben,  sondern  er  nimmt  die  Schwärmereien  des  ,, Spatz" 
mit  sichtlichem  Wohlgefallen  auf.  Jean  ist  sogar  bereit,  das 
kleine  Mädchen  in  der  Wohnung  aufzusuchen.  Hier  aber  wird 
der  Film  einen  Augenblick  tragisch,  denn  Jenny,  der  Spatz, 
weiß  im  ersten  Augenblick  nicht,  was  man  einem  so  vornehmen 
Herrn  auftischt.  Und  dann  kommt  sie  auf  den  Gedanken,  daß 
man  es  gar  nicht  anders  wagen  dürfe,  als  Herrn  Jean  mit  Sekt 
zu  empfangen  .  .  .  mit  Sekt,  den  es  im  Palais  de  Luxe  ja 
reichlich  gibt.  Tragisch  auch,  daß  sie  auf  Jean  vergeblich 
wartete,  weil  dieser  auf  dem  Wege  zu  ,, Spatz"  einer  Schlange 
in  die  Hände  fiel,  einer  Salonschlange,  der  Schauspielerin  Lola, 
die  ihn  mit  allen  Mitteln  ihrer  raffinierten  Verstellungskünste 
an  sich  zu  locken  weiß.  ,, Spatz"  wird  von  dem  englischen  Lusl- 
spielslar  Betty  Balfour  verkörpert,  während  Jean  in  der  Ge- 
stalt  von    Jack   Trcvor    erscheint. 


Brif^ülc  flclm  gob  in  Breslau  Autogramme 


Außenaufnahme 


riioi.  fiif  hfarr 


1 


Vor  liralten  Zeiten  —  etwa  zwan-:ijj  Jahre  zurück  —  als  der 
I'ilm  gerade  auf  die  Welt  gekommen  war  und  noch  keinen  Ton 
reden  konnte,  gehörten  Au(5enaiifnahnien  zum  taglichen  Pro- 
gramm   eines    Regisseurs. 

Außenaufnahme  bedeutete,  da(5  man  unter  freiem  Himmel,  bei 
Sonnenschein  —  höchstens  verstärkt  durch  einige  Reflektoren  — 
drehte.  Heutzutage  benuzt  man  dazu  auch  in  solchen  Fällen 
stets  noch  Starkstromlampcn  und  Scheinwerfer  stärkst?n 
Kalibers. 

Doch  in  jenen  Tagen  wurde  es  sogar  als  Verschwendung  be- 
trachtet, zuviel  im  Atelier  mit  kostspieligem  Lampenlicht  zu  ar- 
beiten; war  doch  Mutter  Sonne  mehr  oder  weniger  jederzeit 
bereit,   die   erforderliche    Beleuchtung  zu    liefern. 

Die  Vorbereitungen  für  eine  Aulienaufnahme  bestanden  in  der 
Hauptsache  darin,  daf5  die  vier  oder  fünf  Darsteller,  der  Re- 
gisseur und  der  Kameramann  —  den  man  daran  erkannte,  daiJ 
er  seine  Mütze  mit  dem  Schirm  nach  hinten  trug  —  ein  sogar 
für  diese  Zeiten  antiquarisch  anmutendes  Auiomobil  besteigen, 
und  wenn  zufällig  der  Ritter  der  Linse  „einen  sitzen"  hatte,  so 
war  es   nichts   Ungewöhnliches. 

Ob  die  Szene  als  Hintergrund  nun  eine  tropische  Wüste,  eine 
undurchdringliche  brasilianische  Dschungel  oder  die  sanft  ab- 
fallenden Ufer  des  Nils  vorschrieb  —  alles,  was  man  brauchte, 
fand  man  in  den  meisten  Fällen  nur  wenige  Meilen  außerhalb 
der  Stadt.  Natürlich  war  es  nicht  gerade  angenehm,  wenn  der 
Held  als  Scheich  in  der  Wüste  Sahara  plötzlich  über  das  Gerippe 
eines  halb  im  Sande  vergrabenen  Regenschirmes  stolperte,  oder 
wenn  ein  ganz  gemeines  Feldkaninchen  seine  langen  Ohren  aus 
einem   Loch  am   Ufer  des  Nils   heraussteckte. 

Aber  das  Publikum  war  damals  nicht  so  anspruchsvoll  wie 
heule  —  oder  richtiger,  das  anspruchsvolle  Publikum  ging  nicht 
ins  Kino,  und  wenn  sich  darunter  wirklich  nianchmaj  Ausnah- 
men befanden,  so  halte  man  es  niemals  zugegeben;  denn  der 
Besuch  eines  ,, Kintopps"  galt  damals  für  ebcn<;o  degradierend 
wie  das  Lesen  von  I()-Pfennig-Hcften,  die  über  das  Mysterium 
eines   blutigen    Vorfalles    hinter   der    Kirchhofsmauer   berichteten. 

Nun  vergleiche   man  diese  Tatsache   mit  der  Reise  des  Regis- 


seurs W.  S.  Van  Dyke  nach  den  Südsecinseln,  wo  er  (ür  die 
Metro-Goldwyn-Mayer  einen  Film  mit  Ramon  Novarro  in  der 
Hauptrolle  dreht  (,,The  Pagan"  mit  Dorothy  Janis  und  Rcncc 
Adoree). 

Es  ist  wahrscheinlich,  daß  man  99  Prozent  der  Zuschauer,  die 
diesen  Film  später  sehen  werden,  glauben  machen  könnte,  daß 
die  kalifornische  Meeresküste  die  Südseeinselnküste  darstel'j. 
Aber  um  die  restlichen  ein  Prozent  zu  befriedigen,  und  um  das 
echte  Lokalkolorit  zu  bringen,  wurde  beschlossen,  die  Aufnahmen 
wirklich  an   Ort   und   Stelle  stattfinden   zu   lassen. 

Außer  zwölf  Hauptdarstellern  (die  Rollen  von  Eingeborenen 
werden  nur  solchen  übertragen)  umfaßte  der  gesamte  Aufnahme- 
stab den  Regisseur,  zwei  Hilfsregisseure,  einen  Operateur,  zwei 
Hilfsoperateure  und  siebenundzwanzig  Beleuchter  und  Techniker. 
Diese  anscheinend  ungewöhnliche  Anzahl  der  technischen  Hilfs- 
kräfte ist  darum  notwendig,  weil  naturgemäß  auf  den  Inseln 
selbst   solche  Fachleute  nicht   zu   finden   sind. 

Unter  den  Dingen,  die  mitgenommen  wurden,  befindet  sich 
vor  allem  ein  transportabler  Dynamo  zur  Erzeugung  des  nötigen 
Stromes  für  Lampen,  die  mitgeführt  werden,  um  Orte,  wo  das 
Sonnenlicht  allein  sich  als  ungenügend  erweist  —  wie  z.  B.  im 
Urwald  oder  im  Dschungel  — ,  aufzuhellen.  Auch  ein  Movietonc- 
.•\pparat  ist  vorhanden,  um  die  Naturlaute  der  Dschungel  aufzu- 
fangen. 

Ramon  Novarros  Musikinleressen  machten  ferner  die  Mit- 
nahme eines  Flügels  notwendig,  den  Gesangslehrer  und  eine 
ganze    Notenbibliothek    nicht    zu    erwähnen. 

Natürlich  fehlt  auch  ein  riesiger  Bestand  an  Konserven  nicht, 
um  den  zivilisierten  Bedürfnissen  hinsichtlich  der  Ernähiung 
der  Filmtruppe  Genüge  zu  leisten.  Darunter  befinden  sich  sieben 
Tonnen  Kaffee,  da  Van  Dyke  von  seinem  letzten  Aufenthalt 
auf  diesen  Inseln  weiß,  daß  man  diesen  dort  nicht  röstet,  son- 
dern regelrecht  brät.  Das  Endresultat  ist  so,  daß  sich  keine 
zivilisierte    Zunge    daran    gewöhnen    kann. 

Aber  das  beste  ist  doch  ein  solider  Radioapparat,  um  der 
Truppe  die  nötige  Unterhaltung  aus  der  Heimat  zu  verschaffen 
und  um  in  Kontakt  mit  den  Ateliers  in  Hollywood  zu  bleiben. 


■P«^if9'"^?B»iff^f"".J,      .  ■  I     --       '     l' 


mmmmmmmmmt 


ff 


1. 


Phot.  Parutamet 


John     Gilbert 
nach  der  Trauung  mil  Ina  Ciaire 


noch  die  Frage,  ob  der  Mond  eine  Atmosphäre  besitzt,  in  der  Menschen 
atmen  und  in  der  sich  Raketen  für  die  Rückfahrt  entzünden  können.  Da 
wir  eben  nicht  wissen,  was  sich  auf  der  dunklen  Seite  des  Mondes  ab- 
spielt, so  verlegt  Frau  von  Harbou  die  Handlung  ihre?  Romans  dorthin, 
oder  vielmehr,  sie  läßt  dort  Geschicke  zum  Abschluß  kommen,  die  auf 
der  Erde  in  ihren  ersten  Phasen  gezeigt  wurden.  Die  Menschen  nehmen  die 
Leidenschaften,  von  denen  sie  auf  der  Weltkugel  beherrscht  wurden,  über 
den  Erdball  mit  auf  das  Nachbargestirn  und  erliegen  dort  denselben  An- 
fechtungen. ,, Geflügelt  sind  sie  da  und  greifen  .  .",  wenn  man  an  die  viel- 
leicht nicht  ganz  zeitgemäßen  Erinnyen  erinnern  darf:  Geiz,  Habsucht,  Neid, 
Haß,  Ehrgeiz,  ein  hübsches  Bündel  menschlicher  Leidenschaften,  ohne  die 
aber  kein  Dichter  gestalten  kann,  ja  ohne  welche  die  größten  von  ihnen, 
Euripides,  Shakespeare,  Dante,  Schiller  nicht  denkbar  sind.  Aber  Thea 
von  Harbou  hält  es  daneben  noch  mit  goethescher  Vervollkommnung.  Sie 
zeigt,  daß  auch  edle  Regungen,  Freundschaft,  Ehrfurcht,  Bewunderung,  mit 
über  die  Stratosphäre  fliegen,  und  daß  der  Liebe  keine  Grenzen  gesetzt  sind 
und  das  Herz  die  größten  Entfernungen  zwischen  den  Weltkörpern  schneller 
zu  durcheilen  weiß,  als  es  die  leuchtenden  Boten  des  Lichtes  vermögen. 
Liebe  überwindet  in  diesem  Film  alle  anderen  menschlichen  Eigenschaften; 
sie  triumphiert  über  die  dunklen  Triebe  und  bleibt  in  ihrem  Weißglanz 
sogar  Triumphator  über  die  lichten  Seiten  des  Gefühls.  Sie  überstrahlt 
in  ihrer  beglückenden  Fülle  alle  Zweifel  und  weiß  bei  all  dem  einfach 
und    unkomniiziert    zu    erscheinen. 


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Oben  links  und  im  Kreis: 
Vilma  Banky:  rechts  mit 
Ronald  Colman  in  „Eni- 
fesselte  Elemente",  unten  in 
ihrem  Heim :  rechts  in,,  Hotel 
Hotemkin"  Phot.  l'nited  Artiiti 


Als  Vilma  Banky  den  berühmten  Amerika-Vertrag  unter- 
schrieb, worin  sie  sich  verpflichtete,  im  Laufe  von  acht 
Wochen  zvk'anzig  Pfund  abzunehmen,  bedeutete  das  den  Ver- 
zicht auf  die  geliebten  österreichischen  Mehlspeisen.  Dafür  ist 
Vilma  aber  auch  der  Liebling  Amerikas  geworden,  und  nur  Greta 
Garbo  übertrifft  sie  unter  den  jüngeren  Darstellerinnen  an  Popu- 
larität. Die  ,, Ungarische  Rhapsodie"  und  nicht  anders  heißt  sie, 
obgleich  ihre  Art,  sich  im  Film  zu  geben,  nichts  Ungarisches  an 
sich  hat,  denn  Vilma  Banky  stellt  immer  noch  denselben  Typ  dar, 
den  sie  in  Europa  verkörperte,  während  Greta  Garbo  in  Amerika 
vor  vollkommen  andere  Aufgaben  gestellt  wurde.  Eines  Tages 
holte    man    die    junge    ungarische    Schauspielerin,    die    in    Budapest 


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'yt^  ,i^iU^!  MÜiä^  ^ 


üic  kleinen  DarslcUer  der  berühmten  ,,Our  Gang  " -Komödien 


l'iinl.  LiiiiKiliciial 


Schauspieler    unter    sie 


Wie  so  inanclic  anderen  Schauspieler  lernte  Emanuel  ■ 
Reicher  den  Text  seiner  Rolle  nur  sehr  oberflächlich 
und  verließ  sich  auf  die  Souffleuse,  die  seine  Eigenart 
kannte  und  bei  ihm  besonders  deutlich  sprach.  Nun 
halte  er  vor  einer  großen  Premiere  das  Unglück,  sich  mif 
diesem  wichtigen  Geisl  des  Theaters  zu  erzürnen,  denn  er  hatte 
sie  auf  einer  stürmisch  verlaufenen  Probe  ,,einc  Gans"  genannt. 
Die  ,, Einbläserin",  welche  sich  ihres  Wertes  bewußt  war,  fühlte 
sich  mit  Rechl  verletzt,  zumal  es  auch  Reicher  vergaß,  sich  bei 
ihr  zu  entschuldigen,  \\;is  keineswegs  einer  bösen  Absicht,  son- 
dern nur  seiner  großen  Zerstreutheil  entsprang.  Flr  mußte  sich 
also  hinsetzen  imd  den  umfangreichen  Text  der  Rolle  lernen. 
Aber  da  er  nicht  gewohnt  war,  sich  an  den  Wortlaut  der 
Rolle  zu  binden,  so  fiel  ihm  diese  Tätigkeit  schwer.  Als  er 
am  Premierenabend,  an  dem  alle  Darsteller  eines  Stückes  in  sehr 
erregter  Stimmung  sind,  im  Bühncnkostüm  aus  seiner  Garderobe 
kam  und  im  Konversationszimmer  auf  das  Zeichen  des  Inspizien- 
ten zum  Auftritt  wartete,  hatte  er  jedes  Wort  der  Rolle  ver- 
gessen. Er  kannte  wohl  die  Handlung,  den  Inhalt  der  einzelnen 
Szenen,  aber  wie  die  für  den  Partner  notwendigen  Stichworlc 
lauteten,  wußte  er  nicht.  Ein  unbeschreibliches  Gefühl  be- 
herrschte ihn.  als  er  die  Bühne  betrat  und  ihm  aus  dem  Souffleur- 
kasten Worte  enlgegendrangen,  die  er  nicht  verstand.  Obgleich 
es  gegen  die  Absicht  seines  Regisseurs  war,  bewegte  er  sich  in 
die  Mitte  der  Bühne,  machte  sich  an  einem  Tisch  zu  schaffen 
und  hörte  nhn  aus  dem  Kasten  die  Worte:  „Guten  Abend!'" 
i^as  wäre  jetzt  nicht  mehr  am  Platze  gewesen  und  so  impro-, 
visierte  1-manuel  Reicher:  ,,lch  vergaß  ganz,  guten  Abend  zu 
sagen,  also:  Guten  Abend."  —  In  derselben  Weise  „schwamm" 
der  Schauspieler  sich  durch  das  Stück  hindurch,  zupfte  sich  am 
Kragen,  nahm  eine  langsame,  von  Stockungen  nicht  freie  Sprache 
an,  wiederholte  wichtige  Worte  in  anderer  Betonung  und  führte 
den  Akt  zu  Ende,  den  die  Zuschauer  mit  sichtlicher  1-lrgriffcnheit 
aufnahmen.  Wie  ein  Verzweifelter  stürzte  sich  Direktor  Brahm, 
nachdem  der  Vorhang  gefallen  war,  auf  Reicher  und  beschwor 
ihn,  sich  zusammenzureißen,  da  zu  befürchten  war.  daß  die  Zu- 
schauer bei  Eorlführung  dieser  Art  der  Darstellung  skandalicrcn 
würden.  Reicher,  der  seiner  selbst  nicht  mächtig  war,  ver- 
sprach,   sich    im    Verlaufe    des   Stückes   ganz    wie   auf   den    Proben 


zu  benehmen,  aber  kaum  halle  er  die  Büiuie  betreten  und  die 
Souffleuse  erblickt,  als  sich  die  vorherige  Unsicherheil  wieder 
einstellte  und  die  Vorstellung  in  dieser  schleppenden  Art  zu 
Ende  ging.  Das  Publikum  verließ  das  Haus  niil  dünnem  Beifall. 
Alle  Mitwirkenden  gingen  gedrückt  heim,  denn  sie  erwarteten  den 
Mißerfolg  des  Stückes  morgen  gedruckt  in  den  Zeitungen  zu 
finden.  Die  Stimmung,  die  gegen  Reicher  herrsciite,  war  nichl 
eben  freundlich.  Wie  staunte  aber  alles,  als  die  Morgenblätter 
glänzende  Kritiken  brachten  und  die  Regie  für  einen  Iriumph 
des  Naluralisnuis  erklärten,  vor  allem  aber  Rcichers  unüber- 
treffliche Lebensechtheit  rühmten,  die  sich  nicht  gescheut  hätte, 
im  Spiel  jene  Pausen  während  des  Gespräches  einzulegen,  wie 
sie  im  Leben  vorkämen.  Seit  diesem  Abend  gibl  es  den  ,, natura- 
listischen"   Darstellungsstil   ,  .  . 


Im  Burgthealer  war  auf  Wunsch  von  höchster  Seile  eine  Neu- 
aufführung des  Philippischen  Schauspiels  ,,Der  Dornenweg"  an- 
gesetzt worden,  das  vor  dreißig  Jahren  als  gewaltiger  Reißer 
über  die  Bühnen  ging.  Die  Hauptrollen  erhielten  Adolf  von  Son- 
nenlhal  und  Kalharina  Schratt,  die  das  Stück  bereits  häufig  ge- 
spielt hatten.  Aber  bei  den  Proben  des  zweiten  Aktes  konnten 
sie  sich  nicht  einigen.  Der  Bühnenmeister  halle  einen  zweiten 
Stuhl  mit  der  Lehne  rechts  gegen  das  Publikum  gestellt  worauf 
Sonnenlhal  behauptete,  der  Stuhl  habe  früher  mehr  in  der  Nähe 
der  Rampe  gestanden  und  die  Schratt  energisch  die  Meinung 
vertrat,  es  sei  früher  ein  ganz  anderer  Stuhl  gewesen,  und  übri- 
gens habe  er  links  gestanden,  denn  ihr  Auftritt  erfolge  von  der 
linken  Seite.  Der  Wortwechsel  wurde  so  heftig,  daß  der  Re- 
jjisscur  die  Szene  abbrechen  und  dem  Direktor,  Baron  Berger, 
einen  Vortrag  darüber  hallen  mußte.  Berger,  ein  vor- 
nehmer Charakter,  der  aber  Sinn  für  Witz  besaß,  ordnele  an, 
daß  der  zweite  Akt   nicht   weiter   probiert   werden  sollte. 

Der  Vorfall  wurde  vergessen,  eine  Generalprobe  fand  wegen 
der  Kürze  der  Zeit  nicht  mehr  stall  —  und  daher  gerieten  .so- 
wohl Sonnenthal  als  auch  Frau  Schratt  in  nicht  geringe  Be- 
stürzung, als  sie  im  zweiten  Akt  die  Bühne  betraten  und  fest- 
stellen mußten,  daß  der  zweite  Stuhl  fehlte.  Die  Intendanz 
hatte    auf   diese   praktische   Art    alle   Streitigkeilen   beseitigt. 


ßr    S 

V_^   UND  W 


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UND  SEHR  VIEL 


SdtwiiiÄel 


^\vLi\xSf\0e\'  AbeyLfeixen'OwicLVL 


5.  Fortsetzung 

Dorrit  bückte  sich,  um  sie  aufzuheben  —  erfaßte  sie  auch  — 
aber  das  Aufrichten  fiel  ihr  entsetzlich  schwer.  —  Es  war.  als 
drücke  eine  gewaltsame  Hand  sie  nach  vorn  —  dauerte  denn  die 
Kurve  noch  immer  an?  —  Es  schien  eine  ganze  Stunde,  bis  sie 
wieder  aufrecht  auf  ihrem  Platz  saß  —  der  Kopf  war  ihr  sehr 
schwer  —  und  die  graugrüne  Landschaft  da  draußen  torkelte 
vorbei,  als  wäre  sie  betrunken  —  vielleicht  —  —  vielleicht  war 
sie  betrunken  —  oder  —  oder  —  —  war  ja  ganz  egal  —  ganz 
egal  —  ganz  egal  —  ganz  egal  —  ganz  egal  —  sangen  die  Räder. 

Dorrit  Brink,  die  Zigarette  immer  noch  in  der  Hand,  hatte  den 
Kopf  gegen  das  Fenster  gestützt  und  die  AugCiU  geschlossen.  Auf 
diese  Weise  sah  sie  die  Landschaft  nicht  so  torkeln  —  das  machte 
sie  schwindlig  —  ganz  entsetzlich  schwindlig. 

Leise  machte  jemand  die  Tür  auf. 

„Hallo,   Fräulein  Brink?"  fragte  eine  Stimme. 

Dann  fühlte  sie   eine  vorsichtige  Hand  an   ihrem  Arm  entlang- 
gleiten. 
•„Schläft?" 

., Schläft.  Auf  mindestens  acht  Stunden.  Ich  habe  Ihnen  )a 
gesagt,   daß   drei   oder  vier  Züge  genügen,   Jander." 


Im  Abieil  s'.anden  Herr  und  Frau  Jancovics  niil  dem  Rücken  zu  ihr 
gewandt  und  hatten  ihren  Koüer  heruntergehoben  und  geölinet 


„Ich  suche.  Bleiben  Sic  an  der  Tür  stehen,  wenn  der  Konduk- 
teur kommen  sollte  — " 

Die  Frauenstimme  lachte  böse. 

,,Er  hat  hundert  Dinar  erhalten!  Für  die  nächsten  fünf  Minuten 
hält  er  jeden  auf,  der  vorbeikommt.  Außerdem  besorgt  er  alles 
Weitere.  Wir  sind  ja  nicht  in  Deutschland,  sondern  in  Iliyrien, 
mein  Lieber.    Wo  hat  sie  das  Papier?" 

,,Ich  denke,   in   dem   kleinen  Necessaire.    Wollen   gleich  sehen.  ' 

,,Halt,  wohin  mit  ihr?" 

,,Die  nächste  Station  ist  Marovnik.  Der  Kondukteur  wird  sie 
hinaustragen  lassen.  Sie  ist  krank.  Das  ist  doch  alles  längst 
vorbereitet." 

,,Ihr  Telegramm   kam  verslümmelt   an." 

,,Dann  mußten  Sie  mich  hier  im  Zug  fragen." 

,,Wann  denn?  Vor  dem  Mädchen?  Wir  durften  doch  die 
Person  nicht  aus  den  Augen  lassen." 

.Person'  ist  'ne  Unverschämtheit,  dachte  Dorrit  verschlafen, 
richtiggehende  Unverschämtheit  —  wie  kommt  der  Kerl  dazu? 
—  Schreiben  Sie,  Fräulein  Brink:  Sehr  geehrter  Herr  Scluvarz- 
kopf  —  — 

,,Im  Necessaire  ist  nichts." 

„Den  Mantel  durchsuchen  und  den  Koffer." 

„Also,  der  Kondukteur  läßt  sie  ins  Krankenhaus  bringen.  Bis 
sie  aufgewacht,  ist  alles  vorbei." 

,,Im  Mantel   ist   nichts.    Wo   sind  nur   die   Kofferschlüssel?" 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


Sailulnuk  verhutin 


Audi  Sie 

sollten  filmen! 


Ist  schon  Photographieren  leicht  —  noch  viel 
leichter  ist  Filmen.  Sie  brauchen  kein  Stativ, 
keine  umständlichen  Vorbereitungen;  Sie  brauchen 
nicht  zu  kurbeln.  Sie  beobachten  das  aulzuneh- 
mende Bild,  die  Szene,  durch  den  Sucher,  drücken 
auf  den  Knopf  —  uhd  der  Film  läuft  durch  den 
Federwerk-Antrieb  automatisch  ab.  Sehen  Sie  — 
so  einfach  ist  das  Filmen.  Den  Film  führen  Sie 
dann  vor  im  „Kino  im  eigenen  Heim".  Wenn  dann 
auf  der  Leinwand  Ihre  Reiseerlebnisse  oder  all 
Ihre  Lieben  oder  Sportbilder  oder  Naturaufnahmen 
als  lebende  Bilder  abrollen,  dann  sind  Sie  der  ge- 
feierte Held  des  Tages.  Und  das  alles  durch  die 
Zeiss-Ikon-Camera  ,,Kinamo  S  10".  Das  ist  der 
Apparat  für  Sie!  So  klein  und  leicht,  daß  er  in 
der  Hosentasche  getragen  werden  kann.  Es  ist  ja 
doch  die  kleinste  und  leichteste  Federwerk-Camera 
der  Welt.  Und  wohlfeil!  Kostet  doch  diese  Kino- 
Camera,  ausgerüstet  mit  dem  weltberühmten,  sehr 
lichtstarken  Zeiss-Tessar  1  : 2,7,  nur  RM  250, — .  Im 
„Zeiss-Ikon-Kinamo  S  10"  wurde  ein  deutsches  Mei- 
sterwerk geschaffen,  das  nicht  seinesgleichen  hat. 
Sie  interessieren  sich  für  diesen  Apparat  und  für  das 
Filmen?  Dann  verlangen  Sie  die  bebilderte  ausfuhr!. 
Sonderschrift   von   Zeiss-Ikon   A.-G.,   Dresden   286. 


„Liijjrii  lijci  iiiif  dem  Tisch.  Wo  IihI  die  Piilr  <i<^%  ninß 
nur  hin!" 

,1'iitc"?  ,1'ulc'?  ,Piilc'  war  uncrliörl!  .l'utc'  war  eine  unglaubliche 
l'rcchheil,  das  brauchte  man  sich  nicht  gefallen  zu  lassen!  Das 
brauchte  man  sich  absolut  — 

Im  Abteil  standen  Herr  und  Frati  von  Jancovics  mit  dem 
Klicken  zu  ihr  gewandt  und  hatten  ihren  Koffer  hcrunicrgchobcn 
und  geöffnet. 

Jetzt  wühlten  sie  darin  herum. 

Außerdem  halte  sie  .Pute'  gesagt.  Was  —  wie  —  die  Zigarette? 
—  Was  suchten  sie  in  dem  Necessaire  —  ? 

Ks  dämmerte.  Es  wurde  immer  heller.  Ganz  klar  und  scharf, 
fast  unhörbar  wie  das  Einschnappen  einer  Feder  setzte  geregeltes 
Henken  wieder  ein,  Raubiibcrfall,  Hochstapicrpärchen —  sie  suchen 
nach  etwas  Bestimmtem,  wollen  sie  ins  Krankenhaus  abschieben, 
bis  es  vorbei  ist.    ,,Es"  —  das  kann  nur  eins  sein. 

Ganz  leise,  unmerklich,  gleitet  die  Hand  nach  der  Brust.  Das 
seidene  Beutclchen  mit  dem  kostbaren  Papier  ist  noch  da.  Auch 
das  Geld.    Die  dünne   Schnur  intakt. 

Notbremse? 

Der  Kondukteur  war  be- 
stochen. Am  Ende  war 
dann  womöglich  noch  s  i  e 
die  Verbrecherin.  Sich  zur 
Wehr  setzen?  Sie  waren 
zu  zweit  und  hatten  weif? 
Gott  bewiesen,  daß  sie  vor 
nichts    zurückschreckten. 

Dorrits  Augen  wander- 
ten blitzschnell  durch  das 
Abieil. 

Die  beiden  waren  noch 
immer  mit  dem  Durch- 
wühlen des  Koffers  be- 
schäftigt. 

Die  Tür  war  zwar  ge- 
schlossen, aber  unbewacht. 

Dorrit  Brink  nahm  ihren 
Mut   in   beide   flände. 

Aufspringend,  war  sie 
mit  einem  wilden  Satz  an 
der   Tür,  die  sie   aufriß. 

Das  ,, Ehepaar"  fuhr  her- 
titn  und  stand  einen  Augen- 
blick wie   erstarrt. 

Da  flog  die  Türe  auch 
schon  zu,  und  Dorrit  war 
draußen. 

Sie  jagte  den  Gang  ent- 
lang, überquerte  taumelnd 
die  Verbindung   zweier   Wagen 

Ein  Wagen  dritter  Klasse. 

Überfüllt  mit  rauchenden,  schwitzenden  Männern  in  zerlumpter 
Kleidung,  Kerlen  mit  riesigen  Lammfcllmülzen,  die  Wolle 
nach  außen. 

Durch  fürchterliche  Dünste,  unter  denen  sich  Schafkäse,  Knob- 
lauch und  Zwiebeln  besonders  hervortaten,  zum  nächsten  Wagen, 
wo  es  nicht  besser  war. 

Ihre  Flucht  war  ganz  sinnlos,  nur  von  dem  Gedanken  be- 
herrscht, so  weit  als  möglich  von  der  Gefahr  wegzukommen. 

Der  Zug  war  endlos  lang.  In  Kotorakek  waren  zehn  Wagen 
dritter  Klasse  angehängt  worden.  Sie  brachten  Hunderte  von 
jungen  Illyriern  nach  Ragazza  —  zum  Militärdienst. 

Die  kleinen  schmutzigen  schwarzen  Kerle  mit  den  durch- 
triebenen Gesichtern  hatten  von  morgen  ab  Kasernendienst  — 
keine  leichte  Sache  nach  zwanzig  Jahren  völlig  ungehinderter 
Freiheit.  Sie  waren  also  heute  noch  einmal  besonders  vergnügt, 
lärmten  fürchterlich  und  ließen  die  Flasche  mit  Slibowilz  kreisen. 

Fast  in   jedem  Wagen  spielte  eine  Violine. 

Durch  dieses  Mcnschcngehäuf  drängte  sich  Dorrit  mit  dem 
schrecklichen  Gefühl,  das  jeden  einmal  im  Traum  beschlichen 
hat.  Man  will  vor  einer  drohenden  Gefahr  flüchten,  und  die  Beine 
sind   einem   schwer   wie  Blei. 

Gleich  im  ersten  Rekrulenwagen  wurde  "man  aufmerksam.  Es 
war  keine  einzige  Frau  außer  ihr  da.  Man  rief  sich  über  ihren 
Kopf  weg  zu.  Man  lachte,  stand  stramm,  mit  den  schmutzigen 
Händen  an  der  noch  schmutzigeren  Hosennaht,  um  sie  passieren 
zu   lassen. 

Fünfzig,    sechzig,    achtzig   verschmitzte,    durchtriebene   schwarz- 


Vielleichi  war  ihm  auch  der  Slibowilz  lästig  geworden 


wieder   ein   Gang. 


haarige    Männerkopie,    dir    Mutzen    vcrwrgm     im    Nacken    odT 
iiberm   Ohr,   starrten,   .slicrlcn   und    grinsten   aus   den   Coupes   und 
auf   den   Gängen. 
Dorrit   rannte. 

So  schnell  tauchte  sie  unter  hindernden  Armen  weg,  sprang  sie 
über  nachlässig  vorgestreckte  Füße,  schlüpfte  sie  an  überraschten 
Männerkörpern  vorbei,  daß  sie  im  nächsten  Wagen  war,  bevor 
einer  der  zukünftigen  Soldaten  unbestimmte  Gedankengänge  in 
laisächliche  gemeine  Frechheit  umsetzen  konnte. 

Wie  ein  Wiesel  rannte  sie,  vom  dritten  Wagen  an  mit  einer 
gewissen  Technik  die  Hindernisse  nehmend,  und  die  Burschen 
grinsten  sie  an. 

Was  suchte  das  Mädel  da  vorn? 
Wollte  sie  auf  die  Lokomotive? 

Sie  sah  nicht  aus,  als  ob  sie  einen  Schatz  unter  den  Rekruten 
der   1908-Klasse  hätte. 

Sie  halte  natürlich  gestohlen!  Gemaust  hatte  sie  —  eine  Arm- 
banduhr vielleicht,  oder  ein  Börschcn — wer  konnte  es  wissen?  Die 
arme   Dingelchen! 

Nun   waren  sie   hinter    ihr   her.     Und    sie    lief   davon   bis   an   das 

Ende   der    Welt    —   bis    an 
den  Gepäckwagen. 

Vielleicht  schloß  sie  sich 
dann  in  der  Toilette  ein 
lind  machte  die  Augen  zu. 
Hahaha! 

Im  vorletzten  Wagen 
griff  sogar  einer  nach  ihr. 
Ohne  ihn  anzusehen, 
schlug  sie  ihn  so  ganz  ne- 
benbei kräftig  in  das  vom 
ersten  Bart  bestachcitc 
Spitzbubengesicht. 

Sie  hörte  ihn  noch 
schimpfen,  während  sie 
schon  den  nächsten  Wa- 
gen   enllangrannte. 

Der  war  fast  leer.  Nie- 
mand auf  dem  Gang.  Und 
dann  war  es  aus.  Kein 
Übergang  führte  weiter. 
Was  jetzt  kam,  war  der 
Gepäckwagen. 
Sie  hielt. 
Was    tun? 

Noch     einmal      ging      sie 
blitzschnell     alle     Möglich- 
keiten     durch.       Auf      die 
Hilfe       des       Zugpersonals 
konnte    sie    nicht    rechnen. 
Im  Wagen   bei  den  Rekruten  zu  bleiben,  war  natürlich  ganz  un- 
möglich.   Außerdem    wurde    sie   sicher   verfolgt.    Dem    ,, Ehepaar" 
mußte    es    ja   sofort   aufgegangen    sein,     daß   sie    das    Papier    bei 
sich   trug. 
Woher  wußten  die  beiden  nur  überhyiupt  davon? 
Aber  das  war   ja   jetzt   ganz  gleichgültig.    Die   Hauptsache  war, 
daß    man    sie    loswurde.      Sic    bei    der    nächsten    Station    bei    der 
Polizei    anzeigen?     Gott   weiß,   ob   die   nicht   auch   bestochen  war. 
Sie    öffnete    die    Tür    des    Wagens    und    schwang    sich    auf    das 
Trittbrett.     Von  hier  aus    auf    das  Trittbrett    des   Gepäckwagens 
hinüberzukommen,  war  nicht   leicht. 

Aber  es  gelang.  Sie  kletterte  am  Wagen  entlang,  während  ihr 
der  sausende   Luftzug  der  Fahrt   wild  um  die  Ohren  pfiff. 

Und  dann  sah  sie,  daß  die  große  Schiebetür  des  Gepäck- 
wagens weit  offen  stand,  und  schwang  sich  hinein  —  sah  noch  ein- 
mal zurück,  ob  man  sie  bemerkt   hatte?    Kaum. 

In  dem  dämmrigen  Halbdunkel  des  Gepäckwagens  roch  es 
nach  Holzwolle,  Stroh  und  dem  unvermeidlichen  Knoblauch.  Er 
war  halbvoll  von  wackelnden  Kisten,  Koffern  und  Paketen  und 
so  schlecht  verpackt,  daß  sich  bei  jeder  Kurve  die  Ladung  mit 
auf  die  Seite  legte. 

Sie  setzte  sich  auf  eine  schwere  Kiste  und  versuchte,  mit  sich 
selbst   fertig  zu  werden. 

Das  war   ja  schlimmstes  Wildwest. 

„Der  Überfall  im  Südexpreß'  oder  ,.Das  blutige  Ehepaar  aus 
Illyrien". 

Dorrits  Knie  schienen  an  diese  Strapazen  noch  nicht  gewöhnt. 
Sie  zitterten  ein  bißchen,  und  Dorrit  redete  ihnen  zu  wie  Kinder, 
die  sich  in  der  Dunkelheit  fürchten.  Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreTchterL 


Anfragen    erbitten    wir     an     die    Redaktion    des     „  F  i  1  m  -  M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68.     Zinimcrstraße    35-41 
Schcrlvcrlag.  Antwort  erfol(il  nur  im   „Film-Maiiarin".     Die  Einsendung   von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


A  II  viele:  Aiioii.vnie  Hriefe  werden  nielit  beantwortet.  Bei  Maiiu- 
skrJptanBeleKeiilieiteii  bitten  wir  folgendes  zu  bcaelilen:  Jeder  Antrabe  ist 
Kiielvporlo  Ijciziifiifjen.  •Jede  Kinsendiiiis  eines  Manuskripts  zur  I'nifung 
ist  zweekliis,  nur  Exposos  im  linfanse  von  2— 3  ^;cllreibnlasc!linenseiten 
sind  zur  Einsendung  an  die  l'iliiiindMsIrie,  Regisseure  usw.  steisiict.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Jlanu>kriptc  kann  keine  Verantworlunfc  über- 
nommen werden,  also  S(dl  der  Verf.isser  nur  HurcliseliliiKe  senden,  von 
liandjrescluiebcneu    Senduh;;en    (leserlich)    eine   .\bscbrift    zurückbehalten. 


T  r  .1  N  I  ('  H..  M  c  ni  !•  I  :  (irct.i  Oarlui  und  .lohn  (iilbert  sind  nichl  mil- 
eiuander  M^rhciratcl.  I'reil  l.ouiv  l.ercli  wohnt  Iterlin  W.  ücKensloirncr 
.'^lialJe    II.      Uanion    Nmarro    wi-ilt    noch     immer    iiiko;;nilii    in     Iterliii. 

Ilcdwi;?  V.  IC.  1>  f  <i  r  z  li  e  i  m  :  Iwan  Petrin  ich  i>t  durch  die  tln^cii- 
b:ium.  Berlin  SW  lih.  KochsIralJc  til.  zu  erreichen.  I^r  «iht  \Mto;;rammc. 
Den    Lustm()rder  in   der  ..Bin  bse  di'r   l'anilora"    spii-lte    Cnst.ix     IMclJI. 

..W  i  n  j;  s-  :  .lawobl.  ilcr  KuhriT  der  .laKd-tafTcl  in  ..\\  in^s"  sollic 
Bichlliofen  vorstellen.  I>ii-  Handlung;  s|iieU  im  Weltkrii-^.  l'icIilhofcM 
h.itle  ein  rote-,  l'u^izcu;;  t;cftcif;en.  Ks  war  i-iiii'  rein  amerikaniscbe  lic- 
sclxiinji. 

Mari  a  .1  .i  c  o  li  i  n  i  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  It  c  r  I  i  n  :  Ihr  Hild«  iinsch 
soll  in  alxchh.iri'r  Zeit  erlullt  werden.  .\uUer  in  di'n  \  on  Ihnen  .lul- 
Ke/ähllcn  Filmen  •-pielte  die  Künstlerin  noch  in  ..llifjaiuie'  und  ..Frauen- 
^asse   \  ori    .\lf;ier". 

(;  ü  11  t  e  r  II..  I'  h  .1  r  1  o  t  I  e  ri  b  u  r  K  :  >\ilb<-lm  Diilcrle  wohnt  Berlin- 
W'iliiH'rxlorl'.  .lenaer  StraUe  x.  Ilso  Stobrawa  li.it  am  iL  Fi'hrnar  (iehurt>- 
taj;.  Fee  .Malleu  ist  mil  einem  Niibl-Künstler  \  erheiratet.  Sie  kiiiineii 
alle  Filmkarlen,  die  Sie  wünschen,  diireli  den  Verbif;  diT  llliisirierleii 
Filniwochc.  Berlin  SW  (is.  Koehstralie  li— p,  erli.dteu.  Ein  Hueh  üImt  l".li-a- 
betli  Ber^ner  (;ibt  ev.  Zu  beziehen  durch  ilen  Ma\  .\lallisson-\'erla«.  Berlin 
SW  lis,  ItittersiraUe  71.  Fragen  über  die  Konfession  unserer  Star.»  beaiil- 
w  orten    wir    jirinzipicll    nicht. 

Irene  It.,  1.  i  e  h  t  e  r  t  e  I  d  e  :  Iwan  Mo>jiikin  widint  Berlin  ^\',  Kiir- 
furslendamm  1!>.'..  Ernst  Biickert  Berlin  SW  II.  Il.illescho  StraUe  !.■>.  Kohv 
Bobcrt  Herlin  SW  II.  Könijt^ralzer  StraUo  1!»,  .lackie  Cooftaii  BeM'rl.\- 
Ilills.    Ilollvwood.    K.ililoriiien. 

II.  U.,  K  ii  t  z  h  e  n  :  ltri;;ilt.'  Helm  woiinl  Berlin-Dablem.  Im  Winkel  .">, 
I>r.  .loh.innes  liutcr  l'olNd.-iin,  .\uf  dem  Kiewitt  12.  lircle  Heinwald  Berlin 
W,  He^icnsbur^er  S|r;iiie  II.  J)r.  liutcr  hat  kürzlich  mit  den  .Vurn.'ibmen 
seines  neuen  Ufa-Films  beK<>niien.  Brinilte  Helm  ist  im  l.cbeii  ein  feiner, 
s.\  nuiathiscber   und    lieliens«  iirdiner  Mensch. 

Herta  B..  Kiel:  .\ber  nein,  t'liarlotti-  Ander  ist  nicht  die  'l'oelili'r 
\oii  I.ee  I'arr.v.  Ihre  Mutter  ist  Ida  I'err.v,  die  in  der  llaiipts.-icbe  Biihnen- 
»chanspielerin  ist.  —  I.ee  I'arr.v  ist  mit  dem  Kaufmann  Mold:iner  ver- 
bciratel. 

1/.  .\l..  Köninshers:  Sie  könni'H  ruhis  sein.  \Villy  Fritsch  erfreut 
sieh  bester  (icsundlieil.  Nclien  l'ritM-h  und  (Jcrda  .Maiiru«  spielen  noch 
in  Fritz  l.an;;s  ..Fr.iu  im  Mond"  ( iii>ll  Slark-tJsli'llenliaiir.  tiu>la\  xiniWan- 
^enheim.  Fritz  Kasp  und  .M.ir^arclc  KiipfiT.  (;ii>la\  Fröhlich  wohin  jetzt 
Hcrlin-Woteiid.  Ilccr>tral'ie  sii.  »urde  :im  -'I.  .März  in  Hannover  •;«;boren, 
ist  um  erlii'iraict.  i'^t  seit  eini;;cn  .laliren  heim  l'ilm  und  >|Mcltc  ii.  a.  in 
..Metropolis",  ..Wenn  die  Sebw.ilbcn  lieim\\arl>  zichn'  .  ..Her  Meister  mmi 
Niiruliert;".  „.\iiKst",  ,.l>ie  Pflicht  zu  schw ci^icn',  ..\spli;ill  ,  ..Das  bren- 
nende  Herz". 

„Ii  r  e  t  a  f.  arbo":  (ireta  (iarbo  \>t  durch  die  Milro-üoldwvn-ilav  iT. 
f'iilver-l'itv,  Kalifornien,  zu  erreichen.  Sie  wiinle  am  17.  .\pril  in  (iiilc- 
bor«-    (rcliorcn.   j;ibt    .\iilo^;i:imme. 

P  u  I  t  c  h  e  n  II.,  B  r  a  ii  ii  s  !•  h  w  e  i  n"  l'rcd  'rboiii>en  w.ir  Amerikaner 
und  wurde  in  P.is.idcn.i.  K.iliforniin.  gehören.  Er  i«l  \crhcir.ilcl  ycweseii 
und  starb  am  Jl.  Dezemher  IH2>i  an  den  Fo|t>en  einer  ( i.'illi'ii.-tci  iioperation. 
l'.r  b.illc  in  unziililificu  l'iimcn  ^e^piell.  \  on  denen  ye«ilJ  noch  \ielc 
laufen.  Sein  Iclzler  l'iliii  uar  ..Ein  Bandit  Mni  Ehre".  'rboni»cn  war 
hlond  und  hlanäiiKis.  —  .lack  Trevor  lilml  seit  I — .">  .I.ihren.  .Seine  bc- 
dcutcndsli'n  Filme  sind  ..KatzenstcK".  ..Die  .Sundsräbn ".  ..Die  Dame  und 
ihr  t'haiiffeur".  ...Miwcfre".  ..Fräulein  El>e".  ..Die  wcillen  Kosen  \  on 
U;n  eiisberir".  Sein  nächster  Film  i>l  ..Briefe  einer  Fiibi'kannicn"  niilcr 
der   Ke>;ie    Alfred    Ahels. 

M.  F.,  F  r  .1  n  k  f  II  r  t  :  Hcniiy  Porten  wohnt  Berliii-D;ibU-m.  Park- 
slralJe  71.  und  i-t  nnl  ihrem  Proiliiktionsleiter  Herrn  Dr.  ^  on  Kanffinann 
\  erniählt. 

K  i  I  m  f  r  e  n  n  d  F  r  e  d  .  M  li  n  c  heu:  l.ou  f'hanev  und  (ireta 
(i.irho  sind  durch  di«'  .\leuo-tiold\v>  n-Sindios.  (  iih  cr-(  il.N .  K.il..  zu  er- 
reichen, t'h.ine.v  ist  M'rheir.itet  und  hat  eine  'J'ochler.  tirel.i  (i.irho  isl 
ledid  und  wurde  am  17.  April  in  (Jöteborsr  (.Schwellen)  geboren.  Douglas 
F:.irlianks  wohnt  in  Bev  erl.\ -Hills.  HollvHood.  K.il  .  und  wurde  am 
•.':l.  M.ii  in  Denver  cehoreii.  Hebe  D.inicis.  mil  Ben  l..\on  verlobt,  isl 
durch  die  Par:imoiiiit.  .'il.il.  .M.irathon  Sheet,  Hollywood.  K.il..  zu  er- 
reichen und  hat  .im  II.  .I.iiiuar  (iehurlsl.iy.  Die  sren.iniiteii  Filinsi.us 
prellen  Aulo;;r.imnie.  1.«  ^eii  Sie  die  jeweilijie  Bildkarte  und  einen  iiiler- 
i.ilionaleu  l'osischein  ein.  Nein,  durch  l'ilmd.iistellcr  und  l'ilindivcn 
können    Sic    keim>    Enna^teinenls    erh.ilien. 


Ilanspcler  W  ..  Z  c  li  I  c  n  d  o  r  I'  :  M.irion  Daviis  i^t  iliirch  die 
Mclro-<roldwyii-.M.i,\  cr-Studio>.  Ciih  er-t  ilv  .  K:iliforuiiii.  zu  erreichen  Die- 
In  iilen  Anna  -M.iy  ^\  cinfi-l'ilmc-  ..Symphonie  cle>  I.cIumi- "  und  ..Der  NVeji 
der  Schande"  sind  cTst  in  VcirbcTeituiif;-.  Sie  lialicn  rcclil.  c'^l  sind  wieder 
l.'icbard    Ei chbern- Filme. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  e  K  a  r  I  B..  W  r  r  ii  c>  r  II..  I  s  c-  r  I  o  li  n  (\\  e  s  t  - 
f  .1  I  e  n)  :  Hans  Sliiwc  wiilint  Berlin-Il.ilcii^cc.  Paiil-Inirner  Sir.ilii-  ii.  und 
ist  mit  einer  Bnlf;ariii  verlicir.-itct.  IIarr>  Piel-  .\clrcsse  i>i  Iterlin-Sijione- 
bc>r;j.  Am  Park  U'.  Iffo  Syuc  wcilint  Hcrliu  \\  .  Kurfiirslc'iiclanini  10—11. 
Pension  Medc-nwaldt.  i):is  .\  Itcr  der  Filnist.irs  j^i-hen  wir  sriindsiilzliili 
nicht    hekaiint. 

F  i  I  111  f  r  c  II  11  cl  II  c>  I  ^  ci  I  .1  11  d  :  .M.iily  Christians  wcibnt  Berlin-Cliar- 
loili'iihur;;.  Bimii.i rck>ii .i Im'  117.  Der  nächste  Film  mil  (ierd.-i  .M.iuriis  ist 
..Fr.iii  im  .Mond"  iintci  der  Keuie  \  on  Fritz  Liiii^.  Filiupostkarteii 
können  Sic>  durcli  den  Verlag  Illustrierte'  l'iho«  ochc'.  Herlin  SW  li«,  Koeh- 
stralie   r — P.    Iiezicbcn. 

li  Cl  11  (■  li  .1  n  c'  y  -  \  e  r  c'  b  r  c  r  i  n  :  l.oii  t'lianej  fiibt  .\uto«raniine. 
Sie  kiiiincn  deiit-cli  an  ihn  »cbreilicn.  Fii;;eM  .Sie  eiiiiui  internatiiinalcn 
l'i'--t>eliein  hei.  .sie  erli.iltcn  in  jcdir  i;roi;ercii  l':ipierb:indliin;;  Karlen  \  on 
dem     Künstler. 

II  e  r  t  :i  K..  Merlin  -I'  ,i  n  k  o  x\  :  Mari;iliiic  W  iiikel>leru  wolinl  liei 
ilin-n  Elti'rn.  Sie  hat  noch  c'ine  Schwester.  Sic'  i>t  Idonil  und  hat  ;;raiie 
Auveli.  So  alt,  wie  Sie  ;;escliälzl  haben.  Fnseres  \\  i>>ens  besitzt  sie 
kein  .\iito.  .\iu  boten.  Sic-  wcmlcii  »ich  mit  einer  Autonr.immliitle  >clirifl- 
lich  an   sie. 

I.  i  e  s  !■  1  o  t  I  c  P..  K  .1  r  1  »  b  o  r  >  I  ;  i;ii>.ihelli  Ber^iiir  wolinl  Bcrlin- 
D.'lilem.  Farad;i>  WCS  '■'■  Hnnitle  Helm  Uerlin-D.ihlcni.  Im  Winkel  .i. 
i;eu:iv>eur   KohiTl    Land    Herlin   W   :iO.   .\sclialTeiiliiirf;c'r   Sirabc   :>. 

B^r.  Scholz.  B  r  e  s  I  ;t  u  i;  ;  Zu  unserem  Med.cueni  kiinuen  w  ir  Ihnen 
eil.  liilil  von  A;;ne>  Eslerbazy  in  ..Zwei  .Menschen"  nicht  verschaffen. 
\  ic  lleichl  wenden  Sie  sich  einmal  an  den  Holl-X  crl.i;;.  Herlin  SW  ü.s. 
Alex.inilrinenstralio  HO. 

F  r  .1  n  V.  K..  B  a  d  e  ii  -  H  ,i  d  c  n:  Fritz  l.aii^  und  'lliea  von  Harbou 
circicben  Sie  diirch    Frilz    LaiiK-Film.    Berlin   s\\     is.   FriedricIistraUe    2i'l. 

.\  11  p;  II  s  t  F..  .M.  -  I!  1  a  cMi  a  e  b  :  Martin  Hcrzhcry  wohnt  Herlin  SO  JH. 
W'.ildcinarstralJe  ■  fi.i.i.  Er  ^iht  .\nto;;r.imiiic.  .sie  können  sich  ;c1mi  rulii;; 
scllp^t   an    ihn    wenden. 

I.  i  1  .V  S..  E  I  e  Cl  n  o  r  a  de  '1'.:  (Jiistav  l'rölilic'li  erhliiMe  in  ll.innovcr 
d.is  l.ii'bt  der  W  cdt  und  ist  nicht  mehr  mit  Eli/za  la  Porta  vcriolil.  Sein 
neuester  Film  hcilit  ..Hochverrat"  mit  Hetty  Ainanii  ,ils  Partnerin.  —  Es 
Kall  vor  einigen  .):ilireii  einen  l-ilni  ..Die  Insiijc'  Witwe'  mit  .M.ic  .Miirra.v 
in   der  Titelrolle. 

W  o  1  f  •;  a  11  t;  (;..  Dresden:  Der  Film  ..Kampf  der  Ti-rtia"  wurde- 
\oii  der  Terra  hcr^jcstellt.  2t  Kii»bcii  sind  wirkliclic  Terlijnicr  und  standen 
y.iiiii  ersten  .Mal  vor  dein  Kurln-lkaslc-ii.  .Nur  die-  Kolli-  des  Horst  wurde 
Miil  dem  kleinc-n  Filmschauspielc-r  liiistl  Stjirk  llstettenh.inr  ibir^cstelll. 
Er  debiitii-rte  im  ..Piecolo  \oni  lioldencii  l.ovven".  war  später  in  ..\\ol>;.i- 
W  1)1^.1"  zu  sc-hen  und  spic-lt  in  dein  neuen  l'iilz-l.;nin-Filni  ..liau  im 
Mond"  eine-  Kollc-.  Die  c-inziui-  .Mädebenrolle,  die-  Daniela,  wnrcle  von  llsc- 
Stolirawa  \erkörpcrl.  die-  eine  Biihm-n-  und  Filmdarstellerin  ist.  Ihre 
näcbstcn  Filme-  sind  ..Der  i;efan>;eni-  der  Bi-rniiia"  und  ,,l{evolte-  im  Er- 
ziebiinfisb.uis''. 

H.iiis,E..  Halle:  C.irlo  .Melini  wohnt  Bc-rlin  W.  Martini. ntlii-r- 
Sii.ibc-  lM,  ist  ve-rhciratet  und  yiht  .\iilci{;r;imnie.  Dout;l.is  F:iirlianks  und 
Iharlie  fli.-i|iliu  li:ilieii  ihrc-n  Wdbnsitz  in  He-v  .-rl.v -Hills,  llollv  wciod.  K.il.. 
F.  .s.  \.  Sie-  können  deutsch  an  ilie  Kiinstli-r  sclirc-ilien.  Ihirry  Pii-I  träj;! 
eiiii-n  Kciiistle-riiameii.  Carl  de  Vof;t  und  l'.riist  Kiickcrt  lilmc-n  noch.  \'on 
Erich  Kaise-r-Titz  (il  erh.iltcn  Sie-  noeli  in  jeder  srölicrcn  Papii-rhamlliin:; 
Hildk.irli-n.      Il.irry    l.ii-dtke    wediiil    Bi-rliu-t;runewalcl.    Hisio.irckalli-i-    Iti. 

S  c  b  w  a  r  z  li  r  ;i  ii  n  i-  s  M  ä  d  e  1  .  .\  n  ;;  s  li  n  r  ;;  ;  Cost.iv  Fröhlich 
wohnt  Herlin-W  i-stend.  llecrsir.ilic  sii.  wurde-  .cm  Jl.  M.irz  in  Hannover 
uc  bori-ii.  ist  leili^.  •;ibt  .\nloi4;raiiimc-.  Iräi;l  sciiie-ii  ricbtiycii  Xaini-n.  Be- 
k.iiinl  wurde-  er  durch  Fritz  Lan^s  ..Metropolis".  Freililich  treibt  vie-1 
.Si.ort  und  ist  auch  ein  Krolicr  Bluiin-n-  und  Tii-rfrciind.  Er  wird  si-ineii 
näihsten  Film  lic-i  elc-r  l'f.i  spielen.  Osw.ildo  \alciili  ist  llalicne-r,  iinver- 
bc-ir.itcl,  (lilit  .\nto(;raniiiie-  und  ist  dnrch  die-  If.i.  Bi-rlin  SW  li«,  Koeh- 
stralie ci — H.   zu   erre-ichc-n. 

Karl  7...  Berlin:  We-nn  sie-  zum  Film  wollen,  so  ist  e-s  .im  zweek- 
iniilliKsti-n.  Sie  setzc-n  sich  nnmitlclhar  mit  den  Film^i-se-llscli;ifte-ii  in  Ve-r- 
bindun;;.  W  ir  ni-nne-n  Ihiiiii  l'fa.  Hi-rlin  SW  iis.  Koehstralie-  ci — s.  N.itional. 
He-rlin  SW  is.  Fric-drichstr.illc-  lii.  Te-rr;i.  Herlin  SW  lis.  Koi-bstralie  7:i. 
Aafa,  Be-rlin  SW  is.  Erii-driehstraUc-  JJ.t.  —  Die-  Aussicliti-n  lliri-r  Be-wer- 
bniiir   cliifli-n    .ihc-r    (;le-ich    Null    sein. 

Frilz  Fr..  S  i  i- }t  e  n  :  .lawolil.  :iMe  l'ilnisl.irs  lesc-ii  el.is  ..Filni- 
M.iU'.czin".  Die-  lie-tr 'ffendi-n  Kiinstle-rinnen  li.ihen  wir  ;iii  die  fälligen 
\uto;;i.iinme  erinnert.  Dil.i  P.irlo  wohnt  Hi-rlin  \\  .  Motzsir.iße  «7,  Betty 
Ain.inii  Herlin  W.  Kurfiirslc-nl.imm  I-'.  (;in.i  M;iui-s  P.nis  IH.  V  r'ie  Ga- 
bi ic-lb-.  I.v.i  de-  Pulli  .irlic-ilii  zur  Zeil  in  ele-n  Elslri-c--Studios,  He-rsford- 
sbire.    En.;i.inil. 

II  e  i  n  z  P..  K  e  i  c  h  e-  n  h  a  c-  h  :  H.inv  Pie-1  ir.ifil  c-im-n  Kiiiistl  -r- 
ii;ime-n  .\lii-r  wi-nn  Sie-  mil  liese-m  Naini-n  .idrc-ssii-ii-n.  so  wird  ihn  ilii- 
l'ost    lodsie-he-r    finden. 


('.  r  p  t  a  (i  ;i  r  fi  ()  -  \'  0  r  o  h  r  0  r  i  II  I,  i  s  li  o  t  h  B.,  Karls  r  ii  h  o  : 
Crola  (Jarbo  wiirili-  am  17.  Apiil  in  (iiitcliorn  ({i'lioroii.  Sic  ist  diirch  ili«' 
.\li'tiii-(iiil(l«>  ii-Siii(lios.  CiilMT-City.  Kai.,  zu  <Tioic-licii,  nü»!  .\;ili)(;iaiiiiin> 
tii.d  kniiinit  \  niläiifii;  iiiclil  ii.'iili  Hcriiii.  Ihr  «Tslcr  l-'iliu  w.ir  ..(iiisiM 
J«irliiiu  ■.  in  ilrm  .-ii-  ilii-  Kli^.ilx-Ili  lliiliii.i  spicIU'.  Si«;  filiiili-  il.iiiii  in  Hcr- 
liii  ..Die  IH'ImIId.-c  (i.issc''  tiiiil  wind.'  spiilcr  \  oii  Samuel  liiiM\\>ii  ii:i«li 
lliillyuuoil  vcrpflii  lilct  M.iii  iliclilc  dort  IoIkimuIi-  Kiliiu-  mit  ilir:  ..¥.<■ 
war",  ,..\iiii.i  Kari'iiiiia',  ..Tiilciitaii/.  der  IJclir",  ,,l)as  KÜtllicli.>  Woili", 
..KricK  im  Hiiiikcl".  Ureta  (iiirlioii  iiärlistrr  Film  licißt  ., Wilde  (Irclii- 
deeii". 

.1  II  s  o  |i  )i  H.,  K  ii  I  II  :  Mari:i  I'aiull.'r  wohnt  Hcrlinll.ilriiM'«'.  AI- 
l'rocIit-.Vrliillcs-.Stralii'   .'.a.    wiirilc    .'im    2(1.    ,liiiii    in    Ti'I.Tlifii-Hoili'iiliacli    t^o- 

lior w.ir    friilipr    mit    di-m    Scli.iiisiiicli'r    C/.imPtf    vcrlicir.ilct.    i.-t    ^cscliif- 

di'ii.  li.'it  keine  Kimler,  i;ilil  Antodrainiiie,  ist  aiieli  liei  der  Spretlibliline, 
li.il  ein  eigenes  .\iilo.  il.is  sie  mir'  ^roUi-r  l.eideiiseliafi  seihst  sie'ierl.  isl 
sehr  iiMisikaliseh  und  eine  Krcilie  Tier-  und  -JJliimenfreiindiii.  Sie  ist 
lijnnd.  Iil:iii:iiii;i^  und  initlel;;!  iiU.  Ihr  iiiiehster  Kilin  heilJt  ..Kille  fidel.- 
Ilerrenp.irlie".  ^\■aMn  M.iria  l'aiidler  ii.uli  Kcilii  kommt,  wissen  wir 
leider    nicht. 

.\  II  II  e  I  i  e  s  p  S  e  li..  T.  ii  d  w  i  t;  s  h  .i  f  e  n  :  Lewis  Sinne  ist  durch 
ilie  ,\letrn-(ioldw.vn-Ma.ver-Stmlios,  ('nl\  er-Cil.v,  K:ilirornieii,  zu  erreichen. 
Kr   (riht   .Xiitonr.imme. 

F.  S.,  M  e  r  n  :  Wenn  Sie  uns  Frapreii  stellen,  so  lielas|i;;en  Sie  uns 
iiicIil.      Sie    sind   .•ilso   hiermit    lier/.lii-li    wlllkoiiimeii. 

\V..  S  t  <•  t  t  i  n  :  HriKÜte  Helm 
wohnt  ll«  rlin-hahlem.  Im  Win- 
kel .').  i:iisahetli  Her^iner  Herlin- 
liahli-iii.  I'aradavwetc  1.'..  Ileiiiiy 
l'orlen  Herlin-Daiilem.  Varkstr.  II, 
l.i.'ine  llaid  Herlin  -  Westend, 
WnrtlemherKiselie  Str.  i:i:  filly 
l'eindt  i^t  durch  Fi'indt-Filni. 
Herliii  SU'  l.s.  Friedrichsir.  im. 
zu  erreieheii.  Alle  Kiinsllerinneii 
neben  AntoKramme. 

A  n  n  e  1  i  e  s  (i.  .ans  H  r  e  s- 
d  e  II  :  F.rika  ^  on  'riiellman  ist 
eiiM'  liekaiiiite  Itiihiiendarstellerin 
und  (hirch  d.is  l.issin^i-'l'heater 
in  Herlin  7ii  erreichen.  Sie  ist 
mit  dem  Sanier  Tino  l'attiera 
\  erheiratet.  Ossi  Oswalda  ist  \on 
Haren  Kosziaii  Kescliiedi'ii.  Hri- 
uilH"  llelm  war  nie  im  Kloster. 
Ihr    Hildw  iinscli    ist    vorneiiierkl. 

1,  y  a  M  a  ra  —  1  1  n  i-  S  t  i.  - 
h  r  a  w  a  —  I,  i  1  i  a  n  II  a  r  v  e  y  - 
Verehrer:  Ilse  Stobrawii 
wurde  am  !(.  Februar  in  Köln 
;;eiiiiren  und  «ibt  .\  iiloy  ramme. 
I.\a  M.ira  und  Friedrieh  Zelnik 
sind  /u  Tonrilnistiidieu  nach 
Amerika  ^;efahren  und  liclimlen 
sich  jelzl  aiiT  lUr  Kiickreisc. 
Itanion  No\arros  Iterliner  Adre^-e 
kann  Ihnen  leider  ,iul  \\  iiii>ih 
des  Künstlers  nicht  (iciianni  wer- 
den. Fr  i^t  ubriseii-  zur  Zeit  an 
der  Hivier.i.  .losephine  Itaker 
ist  im  Ausland.  I.iitte  l.orriiiK 
wohnt  Herlin-W'ilmersdorf.  Itabels- 
her^jer  StralJe  I.  Friizi  Massary, 
mit  .Max  l'allenherj;  \erheiralcl. 
wcdint  Herlin  W  1.'),  Meiiii'ke- 
slralJe  -'0.  oder  in  (Jarmiscli- 
l'arlenkireheii,    Villa    Massary. 

r  u  I  t  y,  t'  Ii  e  m  n  i  t  z  :  .\l,iry 
Urian  wird  bald  in  mehrcreii 
IM  neu  Filmen  zu  sehen  sein.  Sie 
hat  ilnnkles  Haar  niid  ;;iht  Aiito- 
(;ranime.  Heim  l'ilm  entscheidet 
\or  allem  immer  ilas  Talent,  /.n 
den  jim^steii  FilmdarNlellerinni'n 
Kehören  ii.  a.:  Tony  van  K\k. 
Ina  \  Oll  Klheii.  Ilse  Slobruwa. 
CeorKia    i.int.    Itnth    .Mbii. 

F  r  .1  11  I  1  s  e  K.,  Frank- 
furt-Oder: Der  Name  Ma- 
jorlie  Hawii  ist  uns  bekannt. 
Die  ]|aii|itdarst(dli'rin  von  ,.Kiki" 
w.tr  Xorma  TalmadKe.  llarrv 
l.iedtki'  bleibt  in  Deutschland. 
Vin^jo  I.arsen  filmt  leider  nicht 
mehr,  sketseht  aber  liäiifiK. 
Mae  .\lurray  soll  bald  in  einigen 
Tonfilmen  zu  sehen  und  hören 
sein.  liriino  K.istners  (iattin 
heilit  l.iii.sl  Tiersch  uml  ist  .Son- 
hri'lle.  Der  Künstler  wird  auch 
wieder    filmen.  ^— ^— — 

K.  n.  (i..  J>  r  e  s  il  e  n  :  Ihre 
.\lif{elij;enheit  ist  iuz«iseheu  er- 
lcilij;t  worden. 

F  i  I  m  t  r  e  ii  ii  d  Herbert  K  r.,  H  e  r  1  i  n  -  S  f  P  K  1  i  t  7.  :  BriKittP 
Helm  wohnt  Iterliii-H  ihleiii.  Im  ANiukel  .'>,  ;;ihl  Aulo,;r.imme,  wiinle  .im 
I".  März  in  Uerli.i  Kebori'ii.  ist  mit  Hicb.'inl  WeiUb.ich  verlieir.itet,  ist 
i.ni:ef:ihr  so  all.  wie  Sie  Keschätzl  b.ibeii.  und  spielte  ii.  :i.  in  folKenden 
l'ilmeii:  ..Metropolis"',  ..Die  Liehe  der  .leaniie  Xey,  .,.Mraiine\  ...\ui 
l.'.ande  di-r  Weif,  ,.AhweKe-.  ..Die  .lacht  der  sieben  Sünden",  ,,sk.ind.il 
in  Uadin-H.iilen  ■.  ..(ield  —  tiehl  —  (ii-ld".  ..Die  wiindurbare  liiige  ib-r 
.Nimi    l'ctroH  u;i ".       Ihr    näclisler    Film    ist    ,..\Linoles;'n". 

I.  o  z  i  .  Dresden:  Cirlo  Aldiiii  wohnt  Herlin  W,  Martln-Liithe:-- 
Stralie  2i.  und  isl  verheiratet.  Helly  Uirds  .\dresse  ist  Herlin-Tempelhof, 
Manieiil'felstr.iUe  L  Sie  ist  mit  dem  IIcKisseiir  tinsl.iv  Feicky  verlieira- 
lei    lind   KehiiitiKc    Wienerin. 

,1  o  h  .1  n  11  !•  s  lt.,  .M  e  e  r  a  n  e  :  Wir  Klaiibpii  kaum,  daß  Ihnen  eine 
rilmi;esidlscb.ift  oder  ein  Filmst.ir  (ield  leibt,  d:iiuit  Sie  sich  ein  Liehl- 
spiel-Tlie.iler     kaufen     können. 

K  II  I  h  .\l..  Herlin:  lli  iino  K.isdier  wohnt  Herlin  ('b.-irlolieubiirn-. 
siuiuislr.iUe  ::.  Fvi  F\.i  Herliu-Wilmersdorf,  H:ideiische  Str.iüe  i:i.  Kl«.! 
Ilriiik  Herlin  W.  I'r.i^cr  Str.iUe  :il,  Taiil  Heidemanii  Herliii-WaiiUsee. 
Koniuvweu   C.sh.    Il.ins    Mbeis    Hi'rliii,    Lciinesii.iDe    7. 

Karl    1..,    (■  1 lilz:      .Xnf    welcher    H.illi;;    der    Film    ..K.iinpf    der 

Tertia"  :iurt;eiiommeu  worden  Ist.  können  wir  leider  nicht  saKcii.  Hse 
Slobr.'iwa.  die  D.ir^lelleriii  der  Daniela,  wohnt  Herlin  W,  AscIiaffenbiirKcr 
Sir.iUe  fi. 

(i.  M.,  Merlin:  Wenn  «liesp  /i'ileii  prsehpineii,  wird  (•iiun.ir  Tol- 
imes  schon  in  Herlin  sein.  .I;i.  pr  ist  sehr  >  iel  ,'in  dpr  .Sprechbühiie  täliv.. 
—    Jiickie    Couirun    winde    .tin    .'Ij.    September    in    Los    .\ii|/ele9    geboren. 


Achtung!  Aufnahme! 

Regisseure  verlangt,  Film- 
schauspieler gesucht  I 


Fritz  K.,  V  ö  I  k  I  i  n  f;  e  II  :  Tom  Jlix  ni'i<  .Vutogramme,  ist  ver- 
lieiralel.  wurde  am  Ii.  .lanujir  in  El  l'.aso.  Tpx:is,  j-eboreii  und  isl  durch 
die  Fo\-Stiidios,  Hol,  Western  Avenue,  liollywond,  K:lliforiiien,  F.S..V.,  zu 
erreichen. 

K.  W.,  S  e  h  m  .i  r  j;-  i'  u  d  o  r  f  :  leher  den  von  Ihnen  KPiiannlen 
Künstler  können  wir  Ihnen  leiiler  im  Aum'iiijliek  keine  nähej'Cn  An- 
gaben   inaeheii. 

Ellen  F.,  11  .i  «  e  n  :  .T.iek  Trexm-  wohnt  Herlin  \V.  Hendlerstr.iße  <), 
war  früher  entilisclier  Offizier.  be};.inn  d.inn  .als  Filmstalist  in  London, 
d.ir.iiif  in  Amerika  uml  k.im  endlich  n.ieh  llentsehkiml.  wo  er  .als  t'ha- 
l.ikterlielihaher  r:iseli  Ixdi.innl  wiirili'.  <—  Der  lielreffende  lioman  ist 
noch  iiiihl  \erfilmt  worden.  —  \\ Cr  die  drei  kleinen  Mädchen  sind,  die 
sie  in  einer  Zeitschriil  iihf;ebild(  t  s.iheii,  können  wir  Ihnen  leider  aiicii 
l'ieht    s:iKen. 

E  I  s  ;i  H..  II  a  r  b  n  r  ir  :  Vii-Ie  Filmst.ir-  Unmnien  über  die  Sprech- 
liühiie  /um  Film.  Wenn  Si<'  eine  Filmsehule  hesnclien,  so  ist  damit 
ii.itiirlieh  iiichl  nesap;!.  d.ill  .Sie  n  ich  Misidvierunp;  derselben  ein  beriiliiv.- 
lei  Filmstar  wenleii.  Wir  nlmheii  k.iiim,  d.ilJ  l.ili.iu  ll.ir\«'y  Ihre  Eiii- 
l.idiin;;  .inuehmeii  winde.  Hedenki'ii  .sii-,  wenn  s.'iintlicbe  Verehrer  und 
Verelirerii.:ien  die  Kiin-tleiiniien  zu  sich  einl.ideu  wollten!  I),i  käme  die 
rinne  Lili:iii  j,i  iiheiliai:pt  nicht  mehr  zum  Filmen,  nml  d.is  wollen  .Sie 
doch  nicht.  —  t'hrisia  Tordy  hat  :iiii  :iii.  .Iiini.  Heiiiiy  rurteii  am 
7.  ,Iaiiii:ir.  Xeni.i  Desiii  am  1».  .laniiar,  (irel;i  C.irbo  am  17.  .\pril,  Ossi 
Osw.ild.i    .1111    2.    Febrii.ir.    Orilt.i     Li'N     :im    iM.    August    (Jebiirtslag. 

Charlotte  IL.  C  h  a  r - 
I  o  t  t  e  n  h  II  r  g  :  Wir  danken 
\  erbind  liehst  für  Ihre  freund- 
lichen Zeilen.  —  (Jösta  Ekinau 
ist  in  Sihweden  geboren.  Mar- 
garete   .Schön    ist    geschieden. 

Tänzi'rin  Kri,  AVei:  Vio- 
len Dank  für  Jlire  liebenswür- 
iligeii  ani'rkenneiiden  Worte!  — 
.Marianne  Wiukelstern  wohnt  Her- 
lin W.  Ihlandstraßo  in:!.  .Jacques 
t'atlain  l'aris  (i;i,  Boulevard  des 
Invalides,  Liliaii  Weiß  Herlin  W, 
Kurfürsti'iidamm  KW.  Idlebill 
S(  hroth.  Cilly  Schünberger,  ilabpl 
Kiililer  sinil   unbek:innt. 

F  i  I  m  f  r  i  e  d  e  I  :  IJurtrude 
l'.erliner  wohnt  Horliii-Sehone- 
herg,  Ilcdienstaul'enstraßi?  u:i, 
M:trgarete  Lanncr  Herlin-Cliar- 
iotteiihiirg.  WindsiheitltsiraUe  40, 
Jcuu  -Aiigelo  l'aris  11,  Houla- 
v,ird  de  .Montparnasse.  l'aulHeide- 
luaiin  }terliii-Waniisee,  Küuiir&- 
weg  (iwb.  l'aiil  Simmel  Kerjiu 
W  :',il.  Neue  \\  iuterfi-ldtstr,  25. 
Jawohl,  :iiicli  geschiedene  Filiu- 
-l.irs  dürfen  Sie  mit  ,,guädige 
I  r:iu"    anreden. 

S  y  d  o  n  i  e  v.  \V.,  M  a  (j  il  e  - 
h  II  r  g  :  Die  Xachriclit  der  Ver- 
loliuiig  ist  unriihtig.  Welche» 
lloiior.ir  für  ein  Filmmaiuiskript 
bezahlt  wird,  hängt  von  vielen 
l'nistäiiden  ab.  Einen  Tarif  da- 
für kann  man  nicht  aufstellen. 
I'.gun  Min  Jordan  filmt  noch.  \»i 
.iiicli  sehr  viel  bei  der  Spreeli- 
biiline  tätig  und  wohnt  Herlin 
W  1.').  I.ietzenhurger  Straße  27. 
Kva  Speyers  .\dresse  ist  Berliii- 
Ilaleusee.  AlhTecht-Aehilles^tr. «. 
—  \'ielleicht  inserieren  Sie  ein- 
mal in  llirj'r  .Angelegenheit  im 
,.Filiii-.\lagazin'. 

,1  a  c  k  T  r  e  V  0  r  -  Ver- 
ehrerin Iris  L..  yi  a  u  ii  - 
li  e  i  111  :  Uelier  Jack  Trevörs 
(iattin  können  wir  llineii  keine 
genauen  .\ngaben  machen.  Wir 
wissen  nur,  daß  sie  Kiigländerin 
und  keine  Hühiien-  oder  Filin- 
ihirstellerin  ist.  Trevor  ist  ein 
großer  .Siiort-,  Natur-  und  Tier- 
freund. Er  liebt  alle  Kliimeii. 
D.is  Alter  der  Filmstars  geben 
wir  grundsätzlich  nicht  au. 
(ireta  (iarbo  ist  ledig. 

Zwei  M  ;i  d  e  1  ans  (i  n  - 
b  e  n  :  Der  Nanu^  Kurt  Skalde 
ist  uns  nicht  unbekannt.  —  Ihre 
W  iinsche    sind    vorgeinerkl. 

J)  i  t  a     I*  a  r  I  o  -  V  e  r  e  h  r  e  r. 

T  r  a  II  n  s  t  e  i  II  :        Dita       I'arlo 

trägt   einen    Hiibikopf.    Das   Alter 

'^"~^~  wird      grundsätzlich      nicht      ver- 

otfentliebt.       Wilhelm      Hoyd      ist 

\  erheiratet    uml    unseres    Wissens 

.Vmerikaiier. 

Ein    F  i  I  111  f  r  p  n  p  d    .i  n  s    Fr  n  ii  k  e  n  t  h  :i  1  :     Wenn    Sie    zum    Film 

wollen,    so     ist    es    .am     zw  eckm.-ißigsleu.     wenn     Sie     sich     i'iiekt     mit     den 

Filmgesellschaften    in    Verbin  liiiig    M'lzen.    wi^-    Ff.i,    Herlin    SW  (is.    Km-h- 

►  Ir.iße    «.!<,     Cre.-nb.Mim.     Herli.i     SW  fis.     Kdchslraße    tll.     N.ilioii.il.     Herli'i 

SW    l(*.     Friedrichstr.iße     in.    A.if.i.     Herlin     SW    IS.    Friedri(listr;iße    22a.    — 

Der    Titel    des    iiäelisten     L\  .i     M:ir:i-Filnis    viidit    noch    nicht     fest.        Jenny 

.Ingos     neuester     Film    heißt     ..Die    Sclimiigglerbr;iut     von    M.allorca".       Ein 

!•  ilmm.innskriiil    wird    —    je    n  ich    (^ii:ilität    und    ii.ich    dem    Kiif    des    Ver- 

f.-issers    —    mit     KHid— 10  OOli    M.ark    honoriert. 

.V  I  I  h  e  e  :  (iret:i  tiarho  ist  durch  die  .Melro-(;oblwyn-5?tudios.  Oui>er- 
Cily.  K.'ilifornien.  C.imill.i  lloru  fiir  die  näehste  Z  üt  durch  die  Warn.'r 
Hrotbers.  r.si2.  Snnspt  Hhd..  Il.ill,\  w  oed.  K:>l..  l.S  .\..  zu  erreichen.  Di'! 
Kiinstlerin  wurde  von  dieser  Firni.i  fiir  einen  de,it>clieu  Sprechfilni  ..Die 
königliche  Loge"  \  ei  pflichtet.  Ihr  r.irtiier  ist  Ale\;inder  Moissi.  Hri- 
gilte  Helm  wohnt  Hi'rliu- D.ihlem.  Im  Wink.d  .-..  Elisabeth  l'in.ijeft  Her- 
lin-Wilmersdiirf.     Hr.indenbiiigisihe    Str:iße    :l:!. 

I"  i  I  m  b  o  y  .  F.  1  h  e  r  f  e  I  d  :  Dougkis  F:iirbaiiks  wohnt  in  Heverly- 
Ilills.  Hollywood.  Kalifornien.  F.S.A.  Er  gibt  AiiliiKniinmc.  Sie  kön- 
neu    Deiil»eh   .in   ihn    schreiben. 

F  r  ,1  II  II  e  I  I  .1  W..  Herlin:  Die  Verloliiing  Li!i:in  llarveys  mit 
Willy  l'rilseb  w:ir  nur  ein  (ipiliehl.  an  ileni  wir  wirklich  g:iiiz  schiildl.i.s 
sind.  Daß  beide  Kiinsller  eng  befreundet  sind,  beruht  aber  auf 
Wahrheit. 

F  r  i  t  z  H.,  H  p  r  I  i  n  :  Es  ist  selion  möglich,  daß  man  auf  dem  be- 
lieffenden  Oinnibiis  l'ilmaiifnabinen  genuieht  Iml.  Fni  welebeii  Film  es 
sich    li.HUilelle,    können    w  ii     Ihnen    leider    l.icht    siif,'!!. 


rLndiich  haben  Sie  eine  > löglich- 
keit,  zum  Film  zu  kommen !  Jetzt 
können  Sie  selber  Star  oder  Re- 
<^isseur  sein. oder  wollen  Sie  lie- 
ber das  Drehbuch  schreiben? 
Zeigen  Sie,  was  Sie  im  Kino 
lernten.  Bilden  Sie  mit  Ihren 
Freunden  zusammen  eine 
kleine  .Amateur-Filmgesell- 
schaft. Es  macht  sovielSpafj 
mit  einem  Cine  „Kodak" 

«      «      * 

Ihr Photohündler  führt  Ihnen 
f^f  rn  und  unverbindlich 
unsere  Apparate  vor! 


HIN    DKUCK  A  U  F    DEN    H  E  li  E  L  .  . 

\   I.  I.  E  S     Ü  B   U  I  a  E    TU  .V     W  I  R 


NILS  ASTHh:U 

t/cr  ;)(:u('  IKiiliici   </(■/   (ic'-lü   Utiih< 
Phol.   M.-G.-M. 


! 


,,,,:,       Vripdenan:    Fritz    Alberti    wohnt    Berlin-Wilmersdorf 

\Bnelie5e   H..   Wolfen:     Wenn    Sic   iin(=   die   Namen   '''•'■  !■'''"-        ,  .J'i^.uirAiVlnßV  o.a      iM    unverheiratet    und    war    früher    aueh    hei    der 

Mar«    nennen,    üher   die    s,,-   etwa«   «i.-hea    ni(iehlen.    so    werden    wir   Ihnen         ''"  .\\'j„/,,,,'         1"   .,,1    Tetrovieh    ist    lodiR    und    wohnt    jetzt    Bcrlin-Schmar- 


liher    die     Frapeii    Antwort    (jelien. 

Hl.  hard  S..  I,  .•  i  p  7,  i  it  :  Harry  Piel  l.csll/.t  ein  eigenes  And. 
l'l.    er    /nr    rrciiiit're    >ciiics    ii;irli>leii    Kilms    nach    Leilizitf    kommt,    kuiinca 

wir    heule    imdIi    nirlil    .vagen.  .        ,  .  ,  ,;„i, 

Cerda  \V..  H  e  r  1  I  11  -  S  p  a  11  d  a  ii  :  Cii.-tav  Irolilieh  ist  kiirzIieU 
imiirezo(;eii    und    wi.hnt    jetzt     Itciliii- \Ve>leiid.     lliMTstr.iUe    »<fi. 

V  i  I.  I  a  II.  Ilanil.  urn:  .Mari.ii.iie  W  iiiki'l-tirii  «nhiit  Herlm  ^^  . 
riilaiidMiaUe     l(i;i.     niid     ist     inn  ci  lieiralrl.        M.irKül     l.and.i     ist    ge.schi.-d.Mi 

iMi.l    M.lnil    Herliii    W.    KiMtiir-t.-ii,l.iM,ni    II.      1 ise    Hronks    ist    veili.-ira  .>! 

lind     li.-fiiid.-t     sirh     .iii^iinl'llrklich     in     Taris.     «o    sii-     111     di  111     Solar-I- Hin 
„ScliDiihcitski.nkiirreiiz"    dir    ll.iiii'lr.dlr    spielt.  ,.■,.„„„ 

I  ,.  I  I  e  X.  Herliii;  tiiislav  iM.diliih  spielte  111  vielen  !•  1  men 
iiMd  wurde  bekannt  diinli  Knlz  l,.nms  ..Metropolis-.  Wir  ei.iofelilen. 
siili     Mlirilllirli     mit     llner     \  iiloniaininlölle    all    ihn    zu     «enden. 

K  i  I  ui  in  .1  II  s  i  Cerda:  Wir  lial>cn 
die  lictrelTcihlcii  riliii>tar-  erinnert.  I'ic- 
«vildiclii-  Hauptrolle  in  ..Her  Mann,  der 
lliehf.  spirlii-  Mar.\  IMiilliiii.  Hell  .Ii-Mis 
in  ..Kiiiiin-  der  Kiiiii;;e'  \rrkorprrti' 
l(.  It.  Warner,  die  Mutter  Maria  wiiidi' 
von  Ui'ttv  liroiiMiii  dar-e>t<'lll.  Ililda 
WomIi  «.diiil  Herliii  NW  1:1.  Acriiol.i- 
•.Iralle  1:i.  Harry  Halm  Uerliii-llaleii-.ee. 
Cieerostr.iUe  .■>7.  \'.\i  \■'.\:^  Hrrlin-W  il- 
inersdorf.      »adeiisehe     Stralie      I.!.      Hetly 

.\in.iiin     Uerlin    W.     Kiirl'iir-Ieiiila 1     li'. 

I'iit  und  ralaelioii  sind  iliinli  ilie 
rall.iiliiiiii-l'iliii,  Kopi-iilia^eii.  »iret.i 
i;arlMi  und  K\elyii  Hri'iit  diireh  die 
Metro-Cold»  \  ii-Sliiilios.  Ciilver-t'ity.  K:il.. 
.laiii-t  (iayiior  ihireli  die  Ko\.s:tiidios. 
Hill.  \Vf>tern  Ave..  Hollywood.  Kai., 
zu  erreichen.  Doiij^la^  rairl>;iiik-  und 
Nein  Soliii  widiiii'ii  In  I5e\  erly-llill>. 
lloll\  \Minil.    K.'ilifoniii'ii. 

\\  i  I  li  e  I  in  !••..  s  t  u  |  t  «■  a  r  t  : 
Wenn  .Sie  Ihre  Hilder  zur  \erl'iif;nii;;' 
an  die  l"iliiire};issciire  senden  wollen, 
so  nMi>scu  s^ie  l'r.iukiertcs.  adressuTti-s 
l'iickkin  ert  riiiley:eii.  Hie  Aiissielitcii 
-ind  aller  »dir  ;ieriiiK.  es  lierrMliI  ein 
relii'raii;:el>ol.       Kiiiil     .laiinliiKs     i>t     am 

l.'i.  .Mai  in  Herliii  eiiisetrolTi'ii.  .I.iwolil. 
..|iie  \\  iimlerliare  i.iiue  der  Nina  l*e- 
Irowiia"  lauft  iiIut.iII  mit  ;;rol!eiii  Krtdli;. 
II  i  I  .1  e  ;;  a  r  d  M..  (J  o  >  I  .1  r  :  Oli 
es  Werller  l'iicitercr  w.ir.  der  am 
-.  l'liii;;»ll'eicrt.iK'  ihm  ' .•:!  I  lir  in  einem 
;;i'|liliclicii  Zweisitzer  in  Iie;;leitiiii;;' 
einer    l>;imi-    iliircli    (Joslar    nefalireii    i>t. 

in     einem     wciticii     AnziiK.     können     » ir 

lliiieii    zu    unserem    Itedaiieni    auch    iiielit 

sagen.  —    \iilJir   in   dem    ^en.iiiiitcii    l'ilm 

«irkl    IVaiiz    l.eilcriT    li    in   ilcm    Slar- 

l-'ilni    ..Meineid'    mit. 

!■:  ine         IIa  m  li  ii  r  z  '•  r         I"  i  1  m  - 

r  r  e  11  n  diu:       l'.ni-l       si.ilil  -  Naclili.inr 

wohnt        Herliii  -  I  liailoiieiiluir;;.        .S\liel- 

slralle     j:i.     und     niht     Aiiio^rammi'.      sie 

erlialteii     Hilder     \on     dem     Kiin.-tler     in 

jeder       grolJen       l'apierliandliin;;-.         Jlaii 

s.ili       ihn       kiirzlicli       in       dem       \;in      de 

Velde-Kilin    ..Hie     l.he".       VuKciihlicklii  li 

tritt    St:ilil-N.iclil)aiir  am    Kleinen  Tliealer 

III    Herliii     in    dem    l,u.-.tspiel    ..Nail    o,ler 

trockc'ii'    auf. 

I"  i  I  m  k  ii  I  i    .1  n  s     H  r  c  s  1  ,1  11  :      ]>cr    l'.-irtiier    \on     (dllecii     .Moore    in 

..Sii-.iniiev     erstes     \li<'iileiiev     lieiUl     l)on:ild     K'eeil.         I>ie     I>.i|s|elleriii    der 

Ilse    .Vllw I     unide     \oii     K.itliiv  11     .Mi.  (uiire     \erUöiperl.       Heide     Künstler 

sind     dnnli     die     Tirsi     .N.iiion.il  simlios.     Hiirli;.nk-Iliill,\  w  ood,     K.ilil'oniieii. 

r..s..\..    zu    erreiclieii.   —    Ihre   (inilJe   an    l.ili.iu    ll.■lr^ey.    l.ce    l'.irry.    J■;^elv•l 

Holt    und    (Jiist.iv     Kriililich    sind    ausgerichtet. 

I>  o  n    A..    I)  r  e  -  d  e  n  :      Ks    tut    uns    aiifrichlig    ieid.    aber    wir    können 

llineii    wirklich    nicht    zu    einer    Filinrolle    M-rlielfen.    d.i     wir    Kiig  igeinciits 

nicht    M'rmittelii.       Am    zw  eckm;il!i;;>li'n    ist    es.    we:iii    Sie    Ihre    Hilder    u;i- 

miMelli.'U'     in     die     l'iliiigesellsch.irten     senden.        .\lier     wir     möehleii     gleich 

d.ir.iuf    .■iiil'iiierks.im     m  iclieii.    d.ilJ    ein    reher.ingeliol     hesti  ht     und    d.ilj    d 

.Viissicht"ii    rt.ihcr    sehr    gering    siiiil. 

M  .1  r  g  a      M..      I.  i  c  h  1  e  11  li  e  r  g  :      Wen 

l'ilingesellscli.ift.      Kopeiih.igeii'     :idresviercn. 

.Sie    können     DenSdi    silircilicii. 

Willi    IV.   der   O  v  K  .1  r    .M  ,1  r  i  u  n  -  1"  r  e  n  11  d   .1  11  s    \'  .1  r  e  I  :    (»sU.ir 

M;:rioii    ist    hlond     und    h.it     lil.iiie    .\iigeii.       Ihr    Itildwnnsch    ist    vorgeiiierkl. 

Wir    werden    die    Künstler    :in    die    fälligen     .Nntogr.imnie    eiiniu 

tlica    \Vieek    wird    .iiiih    wieder    filmen.       Il.iirv    ll.il 

►  1  e.     (    ieeloMr.iHe    .M. 


si.rechl.iihne.      'iwan' Tetrovieh    ist    ledig    und    wohnt    jetzt    Berlin-Schm.-.r- 

.spr.it   .niine  Höehst«ahrseheinlich    hat    er    auch    ein  Auto. 

;,endo  t     ;'"jb^';';;;,!^,.'y„n  d  i  n     aus     H  :.  11  n  o  v  e  r  :      Lilian    Harvey    ist 

lediir'        Ihr    nächster     Kilm    heiül     ..Der     Vagahniid    vom    Ae.iiiator".        Sie 

■de   voi     Kiclird    Kicliherg    für   den    Kilm   entdeckt.      Fred    Solm    ist    un- 

e       -irat  d    durcl.    die     rMr:.,uonnl.    .'.t.M.     .Mar:.thon-Street.    Hollywood 

K-.l      zu   erreichen       K.s    slimiut    schon,    in   Ainerik.i    nennt   mau   ihn   Rol  eri 

■:  st'le         Kr    1   d,      hesonders    rote    Nelken.        Harry    Halm    wohnt    Berlin- 

l'le  isee.    (iceioslratte    :.;.    Maly    Delschalt    Berlin    W.    AJ  ittel.shacher    Str. 

xi-     -S     Conrad    Veidt    Berlin    W.    Liehteiisteiuallee   2a,    Trnus    van    Aallen 

'"•' "i'-i Vi  i  e's  e"H':"^  ifd  w  i  g  s  h  a  f  e  n  :     Klisahelh    Bergner    hat    dun- 

kelln-iune     \ugen    nnd    lizi.mrotes   Haar.      Sie    wurde  am    17.   April   in    \\  len 

..ehoren    und    ist    angenhlicklich    nicht    in    Berlin. 

"  I  1  s  e   B..    I.  e  i  p  z  1  g  :    Agnes   Peler- 

.sen  wurde  in  London  geboren,  ist  aber 
dänischer  Sta;itsangeliörigkeit.  Warwick 
\V:iril  ist  Kiigläiiiler  und  war  erst  beim 
englischen  Film.  Iwan  Mosjiikiii  filmt 
sihoii  seit  vielen  .lahreii.  war  friiher 
in  KiiUland.  dann  in  Krankreieh  und 
.\merika   tälig. 

I,  i  e  11  1)  e  y  e  r  s  -  V  e  r  e  h  r  er  aus 
M  e  r  s  e  h  11  r  g  :  l.ieii  Deyers  wurde  in 
,\msterdani  gidioren  und  ist  durch  die 
llenischc  l'iii\ersal.  Berlin  W  s.  .Maner- 
stralJe  Hi>.  zu  erreichen.  Ihr  neuer  Film 
..'rriniiiph  des  Lebens-'  ist  schon  fertig- 
;;estellt  und  wird  voraussichtlich  in 
n.K-hster  Zi-it  uraufgeführt  werden.  Ihre 
llildwiiiische  sind  \  orgemcrkl.  riiolos 
Min  Filnisl;irs  können  Sie  auch  durch 
den  Nerl.ig  ..Illustrierte  Filmwoche", 
lierlin  S\V  r,s.  Kiii-bstralie  i'<-X.  beziehen. 
Sellist\crvl:indli(-h  dürfen  sie  sich  vor- 
her   einen    l'rosiiekt    senden    lassen. 

F.  r  11  s  t  I)..  Königsberg:  Pas 
Verfitmiingsrecht  eines  Buches  besitzt 
der  Verfasser  bzw.  der  Verlag,  ohne 
deren  Ccnelimigniig  das  Sujet  nii-lit  ver- 
wendet   werden    kann. 

('  1  I  I  y  .  C  r  e  I  a  (J  a  r  b  o  -  V  e  r  - 
e  h  r  c  r  i  11  .  >l  ii  n  e  h  e  n  :  Creta  (Jarbo 
ist  dnrcli  die  Metro-tJoldw  yn-Mayer- 
smdios.  (  üher-City.  Kai.,  l'.s..V..  zu 
erreiiheii.  Tic         spricht         (lebrochen 

Deiilsi-h.  Ilie  Künslleriii  koninit  vor- 
läufig nii-bt  nach  l>eiitsclilaiid.  Ihr 
iiäi-hster  Film  heilJt  ..Wilde  Orchideen-. 
Creta  (iarbo  spielte  bis  jetzt  in  folgen- 
den Filmen:  ..fiösta  Bcrliiig".  ..l>ie  freud- 
lose C.-isse'".  ..K.s  war",  ,..\iiii.-i  Kare- 
iiiiia  -.  ..'roleiitanz  der  l.iidie".  ..Das 
göltlii-lie  Weib--.  ..Krieg  im  Diinker-. 
Herta  (;..  Berlin  :  Ciinnar 
Tolnaes  hat  am  7.  Dezember.  Mady 
Cbristi.-iiis  am  1!>.  .tann.-ir  Ceburtstag. 
.\lle  Filmstars  ^eben  Autogramme.  Die 
Adresse  der  Ffa  ist  Berlin  SW  ili<.  Koch- 
slr.-ilJe  ii-f.  Iwan  Mosjukin  ist  mit  .\gnes 
l'eterseii    verheiratet. 


I 


■* 


Sie      ...\ii      die      l'.ill.idiu'n- 
1     gi-nngt     iliese     .\nseliriri. 


rn.       Doni- 
m    wohnt    Bcrliu-Ikilen- 


Ncue  Schallplatlen:  Cr  .1  in  m  0  p  h  o  11 
li:it  zwei  0|ierii  zu  je  vier  l'l.ittcn 
heraiisgebrac-ht.  Einmal  den  ..Frei- 
sehiitz--:  Sir.iff  dirigiert  von  Hermann 
Weigert,  «•rfreiiliche  Solostimmen  der  D.-imen  de  C:irmo  und  Mar- 
herr,  d.is  C.inze  ,-ils  Kiirzoiier  für  die  ..Heim-Bühne  -,  wie  man  lieilto 
dii-  ..ScIiallplattenmiisiU  zu  Hanse-'  neniil.  Iicarheitet  miii  Hans  .M.-ieder. 
I)i.>  zweite  Knrzoriicr  ist  der  volkstümliche  ..l.olieiigrin-:  l-:itidriii-ksv<dle 
.Männercliöi-e  und  klare  Stimmen  geben  i'in  gutes  Bild  der  Cesamtoper. 
Das  On-besler  arbeitet  unter  Weigert  exakt.  —  Crammophon  präsentiert 
feiner  S.ilonics  'l'aiiz.  \oii  Dr.  Kichard  StraiilJ  persönlich  dirig;^iert:  Die 
Berliner  l'liilbarmoniker  geben  unter  dem  Komponisleii  letzte  Feinheiten 
ihres  l.cistiing^^  ermögeiis.  F.iiie  exiinisile  Interprclalion.  Besonderen 
Cenulj  versi-hafft  eine  ...\id.r'-l'lalle:  -Xeiiia  Belni.-is  und  AVilli  Doingraf 
singen  die  .\rie  ..Zu  dir  fuhrt  mich  .  .  ."  Federnder  Klang  der  beiden 
gliu-klichi-n  Stimmen.  Seliwntif;  und  HeinliiMl  des  Orchesters,  aiiell  in 
den    Fortis-imostellcn    M.ir    hleibend.      Kine    lobenswerte    IMatte. 

Od  coli  briiiut  das  On-hcster  der  0)ier.-i  Comiiiue.  Paris,  und  liilit 
die  .,C.irmen--\orspiele  hören.  Fast  niilitäriseh,  ein  wenig  gedrillt,  die 
Kl.-iugstärke  und  der  Hanmton  ersetzen  indessen  das  trockene  Teni- 
pcramcnt. 

F,  I  e  c  f  r  o  1  a  lälit  sii-li  mit  der  beliebten  ..l{ayinond---()iivertiire  ver- 
nehmen. Das  Xi-iic  Leichte  Syiii|ihoiiie-Or<-licsler  siiielt  die  flüssigen 
.Mi-ltidieu.  die  wir  mmii  Kino  bei  Keiinsportaiifnalimeii  kennen.  %  irliios 
iiml    cin-chmeichc-liid. 


lilll'llllllliiTTTMiTTiT 


Hinnniiiniiiihiiiin 


iiiii iiirnm 


XUi 


I^GrsGr  TeppicßG  u. 
'DGuiscßG  Teppicße 

in    allen   Größen,    HiesGn-JiusivaOl^' 

Zum  Beispiel  gute  scOwere  Quaiiläi 
3x4  Meter  scOon  für  130  MarR 

Jl.  na^l^eim,  Koc^straße  6  bis  7 


rwgrni 


' "■" ' iniiiniiiii.iMii iBTimTffi 


Die  Ufa-Theater  werden  mit 


I 


gereinigt. 


Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,  Kurfürslcndamm  236.  Berlin  S  42,  Oranicnstr,  59  Brannschweig,  Münzstr.  1  a     '     Bremen,    HcrdcntorstcinweiJ  5  Breslau  I,  Junkcrnslr.  38  40 

Chemnitz  Sa.,     Falkcplalz  2  Coblenz,    Schloßstr,  35  Danzig,  Töpfcrjiasse  23  24       '      Dresden -A.,   PratJer  Sir.  35  Düsseldorf,    Stcinslr.  2  I  Essen, 

Hauplstr.  27  Frankfurt  M.,   Mainz^zr  Landstraße  59  63  Freibnrg,   Kaiscrstr.    132  Görlitz,    Jakobstr.   16  Halle  S.,    Ma;4dcburjjcr   Str.   56  Hamburg  36^ 

Gr.  Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofstr.   13  Kassel,   Obere  Knniijsfr.   13  Kiel,  HoUtenstr.  61  Köln  Rh.,    Hohe    Str    64  Königsberg,   Münzstr.    17 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,     Breiter    WejJ    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvatorsir.    18      ,       Münster,    Rosenstr.    9      /      Rostock 

Stcinstr.  15  Stettin,  Schillerstr.  13  Stuttgart,    KoUbühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 

Außerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  CroB-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Sdiulmaddien- Teint 


eine  Gosiclit.shaiit,  sd  /:irl,  (;i'.--<liinei<li;;iiiicl 
rosifj  wie  die  eines  Sclnilui.-ideheii^.  köiiiicii 
Sie  (liireli  die  leielite  HchaiKlIiiii:;  Ihrer 
Haut   mit   ,,Eta-Teinl-Maske"    er/ieUn. 

Tragen  Sie  die  .Maski-  l;i;;li(  li  .iii  Mitin- 
tcii,  ruhen  .Sie-  sieli  aus.  \\  iihreiid  .-ii-  \\  irkt. 
Sie  werden  fühlen,  wie  .sie  all  das  aus 
der  Haut  zieht,  was  diese  \erst()pft  und 
zerstört.  Staub  und  .Schmutz. ah^csiorhene 
Haut  und  erh.-irteler 'l'a'^;  werden  miu  di^r 
,.Kta-Teint-.Maske"  au.-  den  l'oreii  ^czu^eii. 
l)ie  l'r.saehe  der  Mitesser  und  l'leekeu  ist 
dann  beseiti;;!.  Sie  werden  eine  an^r- 
nelinie  Kr\Yärinun^  emptindeu.  da  das  Klut 
in  die  Haut  ^i'triidien  wird  und  ilii'se  n.ihrt 
und  neu  lielebt.  Nach  30  Minuten  stellen  Sie 
fest:  Wangen  wie  Rosen,  verjüngtes  Aus- 
sehen, klare,  reine  Haut,  weiche,  zarte 
Haut.  Kleini  Kalten  sind  verseliu  unden,  Huir/.eln  dadnreli  pcanz  {reslaltcl. 
IT«  eiterte  1'  iren  zusainirieii^^rzo^cn.  erseblaffte  Muskidn  werden  re.sler.  Viele 
Frauen  von  40  Jahren  u.  darüber  erscheinen  in  30  Minuten  um  10  Jahre  verjüngt. 

Versuchen  Sie  es  aui  .Micnil.  wenn  Sie  \i>rhalien,  auszu>;ilicM  oder  Hcsucli 
zu  euipf,in;;i'U.  .Sie  und  Ihre  l'reiinde  wi'rdcn  bejicistert  über  ilie  neu  i  r- 
staudeiie  Seliiiubeit  sein.  .Sii»  «erden  zu  Ihrem  Jiesteu  ausscdien,  und  weil 
Sie  liies  wissen,  sitdi  am  «oblsten  t'iihlen.  Tun  .Sie  es  in  Ihrem  eigenen 
Interesse,  l'reis  iler  ,.Kta-Teinl-.\laskc"  Mk.  4, —  und  l'urto.  \'ersaiid  ini- 
anlfälli';  per  Naebn.ihinc  durch  die  ,.lCla"  ('lieni.-tecbn.  Fabrik  (i.  m.b.H.. 
Uerlin-l'anko«-   li),  IJurkiimsIr.  2. 


9cl«tfa*e 


Busie|£;^f^i-^«  Haui 


in  4—6  Wochen.    Kaum  wirkt  etwas  ab- 
stoOcndcr    als    eine   formlose,    unschöne 
Büste.     Wohlproportionierte    Brust    gilt 
wieder  als  Schönheitsideal.  Ihre 
Besitzerin      ist     begehrenswert, 
ja,  von  ihren  Mitschwestern  be- 
neidet.    Durch    die    eigenartijjc 
(nur     äußerliche)     Anwendunj! 
meines  Mittels  „JUNO"  wird 
bei       erschlaffter       Büste       die 
frühere  Elastizität  und 
Festigkeit    in    kurzer   Zeit 
wiederhergestellt.  Aerztl.  wärm- 
stens    empfohlen.     Unschädl  ch- 
kcit   garantiert.     Preis   M.  6.50. 
Gegen    unentwickelte    oder 
zurückgebliebene        Büste 
erzielt       mein      Apparat      ..Jolifemm^ 
Entivicklung      und     Herstellung     d 
Büstenschönheit.      ,,Jolifemme"  M.  12. 


Haben  Sie  einmal  darüber  nachgedacht, 
wie  abschreckend  ein  unreiner  Teint 
auf  andere,  besonders  das  andere  Ge- 
schlecht wirkt?  Piikel  und  Un- 
reinheiten können  eine  Ehe  zer- 
stören. Machen  Sie  deshalb 
eine  gründliche  Haut  -  Erneue- 
rung durch  meine  neue  biolog. 
Schälkur  „  N  o  v  o  c  e  r  m  a  ". 
Sie  beseitigen  damit  ohne  Be- 
rufsstörung Pickel.  Mitesser, 
welke  oder  schlaffe  Haut,  fett- 
glänzende,  rauhe,  rissige,  spröde 
Haut,  Altersspuren  etc.  für  im- 
mer. Schon  nach  der  ersten  An- 
wendung auffallende  Tcinlver- 
schönerung.  Die  neue  Haut  er- 
langt blendende  Schönheit,  w  ird  straff 
und  jugendfri^ch.  Für  Damen  und 
Herren    gleich    crlulgrcich.      Mark  9.75. 


L^i^r<:nnrf  ■''<'i"f^-  St\'ziii(pii.ityiiiatt'  nwiiwi  hSQO  ficijuiiufctrii 
yff  ou/iu     f.j^^f^^^j  S.-f'önf'citskiiltiirnciJ.  XüJ-ii.  oJ  l  Wriiis,-mf,/. 

Schröder-Schenke,  Berlin  WIOS^.r'^^gTik 


DER  FILM 

INDERKARIKATUR 

VON   ROBERT   HEyMANN 

Mehr  als  160  Seiten  stark.     Auf  bestem 
Kunstdrudipapier  mit  vielen  Abbililun^en 

Preis  gebunden   12.-  RM. 

<  io.«;eu  V'oreinseiidiiri.;  oiler  N'.ulmalime  des  BctrjfH's 


Das  Werk  gibt  zum  ersten  Male  eine  Zusammen» 
stelkins^  der  wahllosen  Bilddoktmiente,  in  denen 
der  Stift  des  satirisdien  Zeitfiners  der  Welt  des 
Films    die    komischen    Seiten    abgelauscht    hat. 

Aus  dem  Inhalt: 
Weltgeschidite  im  Film  —  Aus  den  Kindertagen 
des  Films  —  Naturgesdiichte  eines  Films  —  Film= 
Könige  und  ^Adjutanten  —  Der  Regisseur  —  Der 
Diditer  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Niegenannten  —  Im  Glashaus 
Zvtisdien  den  Kulissen  -  Im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Achtung!  Aufnahme!  —  Die  Diva 
Der  schöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Romantik  —.1  lollyvtood  Erotik 
Film  undFamilie  —  DieGröikenihrerZeit  —  Kino 

Bestellung    erbittet 

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leitung  A.  Roscnthal — Ares,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Sehaeler,    Cbarlottcnburg.      A  n  2  e  i  g  e  n  v  c  r  w  a  1 1  u  n  g    Bcpa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Scherl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW' 68 


Jäsiaim 


ftm 


FILM 


''^^ 


GAZIN 


UJ  M  M  E  R     2  4      /       BERLIN,     16.    JUNI     1929      /       PREIS     1 0    PFENNIG 


D  1 1:    M  OCH  i;  X  s  c  II  H  I  r  r    d  i:  u    i  i  l  m  r  r  e  u  n  d  e 


i^y  Jolson  und  Josepbine  Dünn  in  dem  Tonfilm  „The  sinping  fool" 


In  New  York  weiß  beinah  jedes  kleine 
Kind,  wer  AI  Jolson  ist.  Er  ist  der 
berühmteste  Revuesänger,  der  genial- 
ste Verkörperer  jenes  Niggersängertyps, 
der  die  Schlager  von  der  Bühne  irgend- 
eines Broadway-Theaters  aus  so  populär 
macht,  daß  sie  bald  darauf  in  aller 
Herren  Länder  gegeigt,  gejazzt  und 
durch  die  Schallplatte  in  Millionenauf- 
lagen verbreitet  werden. 

AI  Jolson  war  auch  der  erste  Schau- 
spieler, der  den  Tonfilm  zum  Siege  trug. 
Der  Film,  der  den  entscheidenden  Er- 
folg am  New-Yorker  Broadway  errang, 
trug  bezeichnenderweise  den  Titel  ,,Der 
Jazzsänger".  Auch  der  zweite  große 
Tonfilm,  der  in  selten  kurzer  Zeit  in 
allen  Weltstädten  ausverkaufte  Häuser 
brachte,  spielt  in  der  Welt  des  Theater- 
Varietes.  Es  ist  ,,Dcr  singende  Narr", 
die  Geschichte  eines  Revuekünstlers, 
dessen  Lebensinhalt  zunächst  die  Frau, 
dann  aber  das  Kind  bedeutet. 

Und  diesem  Kind  singt  er  in  der 
Sterbestunde  noch  einmal  das  Lied,  das 


diesem  Film  die  beson- 
dere Note  gibt. 

Allerdings  ist  dasLied 
vom  „Sonny  Boy"  nicht 
die  einzige  gesangliche 
Einlage.  AI  Jolson  tritt 
in  einer  ganzen  An- 
zahl seiner  populärsten 
Schlager  auf,  die  mit 
Hilfe  von  ausgezeich- 
net durchgearbeiteten 
Schallplatten  mit  selte- 
ner Naturtreue  wieder- 
gegeben  werden. 

Die  Illusion  ist  bei- 
nahe vollkommen.  Man 
hat  höchstens  imAugen- 
blick,  wo  der  Apparat 
anläuft,  den  Eindruck 
des  Maschinellen.  Aber 
schon  nach  wenigen  Mi- 
nuten verschwinden 
diese  Nebengeräusche, 
werden  nicht  mehr 
wahrnehmbar.  Viel- 
leicht weil  der  Gesamt- 
eindruck/ ^|r  von  die- 
sem Mw^usgeht, 
so  über«^^tark 
ist. 

Neben    AI 
konzenl 


son 


AI  Jolson 

und 
osephine  Dünn 


M 


^  zr—. 


sich  das  Interesse  des  Publi- 
kums in  erster  Linie  auf  David 
Lee,  einen  kleinen  Jungen,  der 
heute  bereits  genau  so  populär 
ist,  wie  es   Jackie  Coogan  war. 

Drüben  in  New  York  wett- 
eifern die  Direktoren  der  gro- 
ßen Broadway-Theater  und  die 
Leiter  der  maßgebenden  Film- 
gesellschaften, dieses  Wunder- 
kind an  sich  zu  fesseln,  und  eine 
geschäftstüchtige  Mama  hat  für 
diesen  kleinen  Beng 
mehr  als  tausend  D 
Woche  herausgeholt. 

Im  Gloria-Palast  ist 
die      große      Sensation 
mußte    bereits    am    ers 
um       dem    Ansturm 
des    Publikums    nur 
einigermaßen     genü- 
gen zu  können,   eine 
dritte        Vorstellung 
abends       um       halb 
zwölf  Uhr   ansetzen. 

Interessant  ist,  daß 
man  an  einigen  Stel- 
len   des    englischen, 


FItot  Varner 


\erfilmten  Dialogs  deutsche  Titel  am 
unteren  Bildrand  einkopiert  hat,  da- 
mit auch  diejenigen,  die  der  engli- 
schen Sprache  nicht  mächtig  sind, 
verstehen,  was  gesagt  wird. 

Titel  könnte  man  an  dieser  Stelle 
licht  einfügen,  weil  ja  bekanntlich 
die  Länge  des  ganzen  Bildes  mit  der 
Musik  abgestimmt  ist. 

Soweit  man  auch  in  Amerika 
stumme  Titel  vorgesehen  hatte,  ist 
einfach  eine  Übersetzung  an  diese 
Stelle  gesetzt. 

Es  sei,  nur  als  Beispiel  dafür,  wie 
■schwierig  die  internationale  Verbrei- 
tung des  Tonfilms  ist,  darauf  hinge- 
wiesen, daß  man  bei  der  deutschen 
Bearbeitung  peinlich  darauf  achten 
mußte,  daß  der  deutsche  Titel  genau 
>o  lang  wurde  wie  der  englische, 
weil  schon  eine  Differenz  von  einem 
oder  zwei  Zentimeter  die  Überein- 
stimmung von  Musik  und  Bild  ge- 
stört hätte. 

Neben  AI  Jolson  spielten  Betty 
Bronson  und  Josephine  Dünn,  von 
denen  vor  allem  Betty  Bronson 
hier  in  Deutschland  außerordentlich 
gefallen  wird. 

Wir  kennen  diese  Schauspielerin 
bereits  aus  dem  ,, Peter  Pan"  und  aus  anderen  großen  stummen  Movies. 
Man  merkt,  daß  es  eine  ihrer  ersten  Rollen  im  Sprechfilm  ist,  aber  gewisse 
Fehler  im  Filmsprechen  werden  übersehen.  Was  später  kommt,  ist  kaum  zu 
sagen,  denn  gerade  der  Tonfilm  zeigt,  daß  man  in  der  Technik  auf  alles 
gefaßt  sein  muß,  und  daß  es  kein  Wunder  mehr  gibt,  das  heute  noch  Dichter 
erträumen,   und  das  übermorgen  schon  Wirklichkeit  sein  kann. 


s^j:^!^-. 


Pamir,  „Dach  der  Welt",  nennen  die  Asiaten  das  gewaltigste 
Hochland  der  Welt,  an  dem  die  riesenhaften  Gebirge  dieses 
Erdteils  zusammenstoßen.  In  unseren  Atlanten  ist  der 
Pamir  zwar  schon  lange  eingezeichnet,  aber  er  bedeutete  doch 
mehr  oder  weniger  einen  weißen  Fleck,  denn  erforscht  war  er 
so  gut  wie  gar  nicht.  Das  rauhe  Hochgebirge  lockte  den  Ehr- 
geiz der  Reisenden  weniger.  Wirtschaftliche  Vorteile  versprach 
man  sich  nicht,  zumal  reichere  Gegenden  näher  liegen  als  das 
Dach  der  Welt,  zu  dem  der  Weg  durch  endlose  Steppen  und 
wilde  Gebirge  führt.  Der  Russe  Przewalski  war  der  erste,  der 
sich  in  diesen  Winkel  der  Erde  wagte  und  der  nicht  viel 
Nachfolger  fand.  Während  des  Krieges  überschritt  der  Lcga- 
tionsrat  Otto  von  Hentig,  der  sich  durch  Persien  nach  Afgha- 
nistan durchgeschlagen  hatte  und  von  russischen  und  englischen 
Vorposten  verfolgt  wurde,  den  Pamir.  Er  hat  ein  sehr  inter- 
essantes Buch  darüber  geschrieben,  aber  gefilmt  hat  er  begreif- 
licherweise nicht.  Das  blieb  einer  Expedition  vorbehalten,  die 
von  der  Notgemeinschaft  der  deutschen  Wissenschaft  und  der 
Akademie  der  Wissenschaften  Sowjet-Rußlands  ausgerüstet 
wurde.  Erfahrene  Asienreisende,  W.  R.  Rickmers  aus  Bre- 
men und  N.  P.  Gorubunow,  stellten  sich  an  die  Spitze  dieser 
Transalaiexpedition,  denen  neben  anderen  Mitgliedern  die 
deutschen  Alpinisten  Wien,  Allerein  und  Schneider  beigegeben 
waren.  Diesen  dreien  gelang  denn  auch  eine  Großtat  der 
Bergbesteigung:  die  Besteigung  des  7150  Meter  hohen  Pik 
Lenin,  des  höchsten  Pamirgipfels.  Bei  rasenden  Hochgebirgs- 
stüimen  trotzten  diese  drei  dem  Eisregen,  den  Nebelwänden, 
der  immer  dünner  werdenden  Luft,  um  endlich  den  Fuß  auf 
den  Gipfel  des  Berges  setzen  zu  können,  auf  dem  30  Grad 
Kälte  herrschten.     Der  25.  September,  der  Tag  dieser  alpini^^ti- 


I 


sehen  Kühnheit,  wird  für  immer  ein 
Ehrentag  in  der  Geschichte  der  Berg- 
besteigung sein.  Ihnen  allen  ist  es  zu 
danken,  daß  wir  jetzt  aus  der  Geborgen- 
heit eines  angenehmen  Parkettsessels 
einen  Einblick  in  die  Welt  des  Pamir  erhal- 
ten, welche  Gegend  in  den  nächsten  Jahren 
kaum  ^Is  Reiseziel  gewählt  werden  wird. 
Man  macht  sich  von  fernen  Gegenden  stets 
die  seltsamsten  Voistellungen  und  ist  in  der 
Regel  enttäuscht,  sobald  man  Bilder  von 
ihnen  zu  sehen  bekommt.  Der  Pamir,  der 
uns  so  fern  wie  der  Mond  liegt,  rechtfertigt 
das  Vertrauen,  das  man  in  sein  Aussehen 
gesetzt  hat.  Er  ist  in  der  Tat  eine  der  t 
merkwürdigsten  Landschaften  der  Erde.  | 

Der  Pamir  ist  ein  wildes,  karges  Gebirgs-      ^m 
land,  dessen   mittlere  Höhe  im  Durchschnitt 
4000    Meter    beträgt.      So    hoch    wohnen    in 
Europa  und  Amerika  keine  Menschen  mehr. 


■k 


aber  auch  im  Pamir  sind  sie  nur  spärlich  vertreten.  In  den  Tälern 
am  Fuße  des  Daches  der  Welt  haben  sich  versprengte  Reste 
eines  indogermanischen  Volksstammes  erhalten.  Vielleicht  sind 
sie  Nachkommen  der  rätselhaften  Uiguren,  von  deren  Existenz 
wir  erst  seit  zwanzig  Jahren  wissen,  als  man  begann,  die  Trüm- 
merstädte der  asiatischen  Stsppe  zu  durchforschen,  die  ehedem, 
durch  künstliche  Bewässerung,  blühendes  Land  waren.  Im 
Pamir  selbst  wohnen  Kirgisen,  die  ein  nach  europäischen  Be- 
griffen trostloses  Dasein  führen,  im  ewigen  Kampf  mit  den 
Gewalten  der  Berge,  die  Kälte,  Sturm  und  Hunger  in  die 
Täler  und  Ebenen  schicken.  Die  Expeditionsmitglieder,  die  alle 
in  sympathischer  Einfachheit  auf  der  Leinwand  erscheinen  und 
die  von  jeder  Eitelkeit  frei  sind,  unter  der  manche  Forschungs- 
reisenden leiden,  brauchten  so  viel  Einsamkeit  nicht  mehr  zu  er- 
tragen. Inmitten  der  unwirtlichen  Gcbirgswelt  stellten  sie  den 
Radioapparat  auf  und  konnten  die  Wellen  aller  Sender  empfan- 
gen. Ein  merkwürdiger,  einer  früheren  Generation  vollkommen 
unfaßbarer  Gedanke,  inmitten  asiatischer  Wüsteneinsamkeit  die 
Tenörc  und  Primadonnen  der  ,, großen  Welt"  zu  hören.  Aber 
diese  kleine  Unterbrechung  der  Tagesarbeit  war  Männern  zu 
gönnen,  die  unerhörte  Strapazen  auf  sich  nahmen,  um  das 
vorgesteckte  Ziel  zu  erreichen.  Die  Hochsteppen,  auf  denen 
die  Kirgisen  mit  ihren  Yacks  hausen,  denen  sie  fast  alle  Nah- 
rung und  Kleidung  verdanken,  bedeuteten  Erholungsorte  für 
die  Expeditionsmitglieder,  deren  eigentliche  Leistung  erst  in 
den  höheren  Regionen  begann,  welche  auch  der  eingeborenen 
Bevölkerung  unbekannt  waren.  Hier  hieß  es  nicht  nur,  die 
wissenschaftlichen  Arbeiten  verrichten,  der  Kälte  trotzen  und  die 
schwierigs'en  Hindernisse  beseitigen,  sondern  noch  daneben 
weniger    an    sich    als    an    die    kostspieligen    und    komplizierten 


wissenschaftlichen  Apparate  denken.  Wenn 
man  in  Betracht  zieht,  daß  diese  Arbeiten  eine 
peinlich  genaue  Aufmerksamkeit  verlangen,  daß 
sie  bei  alledem  nur  zu  Tcilrcsultatcn  führen 
können,  umwälzende  Forschungen  ausge- 
schlossen sind,  so  erkennt  man  erst  recht, 
welche  Liebe  zur  Wissenschaft  in  diesen 
Männern  steckte,  die  sich  nicht  verdrießen 
ließen,  über  alle  Unbill  des  Klimas  hinweg- 
zusehen. Natürlich  glückten  ihnen  auch  ein 
paar  überraschende  Funde.  So  überquerten 
sie  einen  riesigen  Salzsee  dieses,  erdge- 
schichtlich gesprochen,  nicht  alten  Gebirges 
und  erreichten  den  größten  außerarktischen 
Inlandsgletscher  der  Erde.  Aber  auch 
andere  Bilder,  die  sich  ihren  Blicken  boten 
und  die  wir  jetzt  bewundern  können,  zeigen 
die  Unberührtheit  dieses  fernen  Erd- 
striches  an. 


Barbara  Kent  nimmt  ein  Schnellfrühstück  für  50  Cent  in  einer  Cafeteria 


Phot.  Warner 


Leinwand  und  Atelier 


Als  die  schwedische  Schauspielerin  H.,  die  sich  Lubitsch  für 
seinen  Film  ,,Sumurun"  aus  Stockholm  verschrieben  hatte, 
im  Büro  des  Unionfilms  eintraf,  wurde  sie  von  dem  Direk- 
tor D.  auf  die  Eigentümlichkeiten  des  deutschen  Filmmarktes 
aufmerksam  gemacht. 

,,Mein  liebe  gnädige  Frau,"  schloß  er  seine  Bemerkungen,  nach- 
dem die  H.  den  mit  vielen  Paragraphen  gespickten  Vertrag 
unterzeichnet  hatte,  ,,Sie  sind  in  Schweden  eine  Berühmtheit,  bei 
uns  kennt  sie  außer  einigen  Fachleuten  kein  Mensch,  Wir  wer- 
den eine  eigene  Propaganda  für  Sie  einrichten,  damit  sie,  sobald 
der  Film  erscheint,  bereits  populär  sind.  Es  ist  uns  recht,  wenn 
Sie  sich  in  geschickter  Form  an  der  Reklame  beteiligen.  Aber 
eines  lassen  Sie  sich  bitte  gesagt  sein:  Lassen  Sie  sich  niemals 
Ihre  Juwelen  stehlen!  Dieses  Ressort  gehört  bei  uns  kontraktlich 
der  Pola  Negri." 

* 

In  den  Kinderlagen  des  mehraktigen  Films  halte  derselbe 
Direktor  .mit  dem  Sensationsdarsleller  P.  einen  Vertrag  über 
mehrere  Abenteuerfilme  geschlossen.  Es  war  verabredet  worden, 
daß  ganz  ungewöhnliche  Sensationstricks  eingelegt  werden  sollten, 
um  die  eben  auftauchende  amerikanische  Konkurrenz  zu  schlagen. 
Nach  ein  paar  Tagen  erschien  Herr  P.,  zog  das  Manuskript  her- 
vor und  verlas  vor  den  Direktionsmifgliedcrn  die  Szenenfolge 
seines  geplanten  Filmes,  der  von  absonderlichen  Dingen  nur  so 
wimmelte.  Unter  anderen  haarsträubenden  Begebenheiten  war 
als  Gipfel  die  Szene  vorgesehen,  in  welcher  ein  irrsinnig  gewor- 
dener Millionär  auf  dem  Dach  seines  Palastes  ein  Auto  hcrum- 
rasen    und    danach    mit    dem   Wagen    in    die   Tiefe    stürzen    sollte. 

Direktor  D.  widersprach:  „Gewiß  sensationell,  aber  viel  zu 
Icucr.  Das  Auto  geht  in  lausend  Trümmer  und  wir  überschreiten 
den  Kostenanschlag,  selbst  wenn  wir  einen  allen  Wagen  nehmen." 

,,Abcr.  Direktor,"  besänftigte  P.,  „wo  denken  Sic  hin,  ich  lasse 
diese  Szene  mit  einem  ganz  eigenartigen  Trick  aufnehmen." 

Auf  diese  Versicherung  einigle  man  sich.  Die  Firma  lieh  ein 
teures  Auto,  das  von  einem  Artisten  über  das  flache  Dach  eines 
Fabrikneubaucs   gelenkt    wurde.    Dann   kam   die   große   Sensation. 


Der  Artist  wurde  im  letzten  Moment  von  einer  Puppe  ersetzt, 
das  Auto  angekurbelt  und  sauste  vom  Dach  auf  den  Hof,  wo  es 
mit  fürchterlichem  Krach  vollkommen  zerrissen  landete  und  so- 
fort  in  Brand   aufging. 

Dieser  Aufnahme  halte  auch  Direktor  D.  beigewohnt,  der  nach 
dem  Unglück  auf  P.  zustürzte,  der  in  sicherer  Entfernung  den 
Kameraleuten  seine  Anweisungen  gab. 

,,Sind  Sie  denn  verrückt  geworden!"  brüllte  D.  ,, Haben  Sie 
mir  nicht  ausdrücklich  versichert,  Sie  drehen  den  Absturz  mit 
einem  Trick,  sogar  mit  einem  eigenartigen  Trick!" 

„Nun,  das  war  eben  mein  Trick!"  entgegnete  P.  ruhig. 

* 

Als  Ernst  Lubitsch  das  ,,Weib  des  Pharao"  verfilmte,  halte  er 
auch  eine  Szene  zu  drehen,  in  der  ein  Sklavenwächler  eine  Haupt- 
rolle spielte.  Er  wollte  diesem  Auftritt  die  kolporlagchafle 
Brutalität  nehmen  und  wählte  als  Vertreter  der  Rolle  nicht  einen 
Muskelmcnschen,  sondern  den  Charakterkomiker  D.,  der  an  den 
Reinhardtbühnen  humoristische  Chargen  spielte.  Die  Partie  des 
Sklavenwächters  besaß  aber  eine  fatale  Nuance:  er  sollte  näm- 
lich von  seinem  Gegner  dreimal  kräftig  unter  Wasser  gedrückt 
werden.  Nun  wurde  das  ,, Nilufer"  von  einem  Tümpel  vertreten, 
der  sich  in  einer  Kiesgrube  in  der  Nähe  Berlins  gesammelt  halle 
und  reichte  den  Künstlern  kaum  an  die  Hüften.  Aber  als  der 
Augenblick  nahte,  da  der  Sklavenwächler  in  das  feuchte  Element 
des  Tümpels  versenkt  werden  sollte,  bemächtigte  sich  seiner  eine 
ungeheure  Angst.  Noch  nie  hatte  er  im  Leben  soviel  Wasser  auf 
einmal  um  seinen  Leib  gespürt;  er  schrie  entsetzt  und  war  nur 
mit  brutaler  Gewalt  von  seinem  viel  stärkeren  Gegner  in  das 
nasse  Element  zu  tauchen.  Doch  kaum  war  der  Schauspieler 
zum  drillen  Mal  an  die  Oberfläche  gekommen,  als  er,  entgegen 
seiner  Rolle,  ans  Land  taumelte,  eine  große  Portion  geschluckten 
Wassers  von  sich  gurgelte  und  dann  wie  ohnmächtig   liegen  blieb. 

Der  Charakterkomiker  war  nicht  zu  besänftigen.  Wütend 
fuhr  er  Lubitsch  an:  ,,Sie  erklären  einem  doch  sonst  jede  Kleinig- 
keit. Warum  haben  Sie  mir  nicht  vorher  gesagt,  daß  ich  unter 
Wasser  den  Mund  zumachen  muß!" 


von  tP,HSl  HUGO  C0mill''-9mhi<»- o^KA 


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Der  Übergang  der  Film- 
induslrie  vom  slummcn 
Film  zum  Tonfilm  bringt 
eine  Umwälzung  der  bis- 
herigen Arbeitsmethoden  mit 
sich,  deren  Umfangs  sich  bis 
vor  kurzem  nicht  einmal  der 
Fachmann  bewußt  war.  Auch 
nicht  die  kürzeste  Strecke 
der  Produktion  bleibt  ohne 
einschneidende  Änderung 

oder   Frweitcrung. 

Es  beginnt  beim  Manu- 
skript, Bisher  bildete  das 
fertige  Drehbuch  nur  die 
Unterlage  für  die  Arbeil 
des  Regisseurs  im  Atelier. 
Es  ist  oft  genug  vorgekom- 
men, daß  ein  phUzlicher  Re- 
gieeinfall während  des  Dre- 
hens  ganze  Szenenfolgen  des 
Manuskripts  geändert  hat. 
Ebenso  häufig  war  es,  daß 
die  Zusammensetzung  des 
Films  wcscnlliche  Abweichun- 
gen gegenüber  dem  Manu- 
skript im  Schnitt  der  Szenen 
und  in  den  Titeln  brachte, 
fn  Zukimft  ist  das  unmög- 
lich. Die  Tonfilmaufnahme 
kann  weder  während  der 
Aufnahme  verändert  noch 
darf  sie  im  Schnitt  gekürzt 
werden.  Jede  Veränderung 
nach  Fertigstellung  des  Dreh- 
buches würde  eine  Unter- 
brechung oder  Zerreißung 
der  den  Tonfilm  begleiten- 
den .Musik  bedeuten. 

Sehr  wichtig  bei  Herstel- 
lung der  Tonfilme  wird  die 
Stoppuhr  oder  das  A\ctronom 


^•. 


:  r"  c  f 


■I- 


sein.  Die  Länge  jeder  ein- 
zelnen Aufnahme  ist  in  völ- 
lige Übereinstimmung  mit  der 
begleitenden  Musik  zu  brin- 
gen, Regisseur,  Autor,  Kom- 
ponist und  Kameramann 
haben  sich  bei  der  Herstei- 
lung des  Drehbuches  über  die 
Länge  und  die  Art  jeder 
einzelnen  Einstellung  zu  ei- 
nigen. Es  muß  unbedingt 
schon  am  Schreibtisch  die 
dramatisch  wirksamste  und 
knappcste  Form  gefunden 
werden.  Daraus  ergibt  sich, 
daß  die  Vorbercilungszcit  für 
einen  Tonfilm  bedeutend  um- 
fangreicher gehalten  werden 
muß. 

Auch  der  Architekt  muß 
umlernen.  Es  kommt  in  Zu- 
kunft nicht  mehr  allein  auf 
die  bildhafte  Wirkung  der 
Bauten  an.  Es  muß  vielmehr 
in  stärkster  Weise  die  Aku- 
stik berücksichtigt  werden. 
Daraus  ergibt  sich  die  Un- 
möglichkeit der  Verwendung 
gewisser  Stoffe  für  den  Film- 
architekten. Auch  einze:lnc 
Bauformen  eignen  sich  nicht 
für  den  Tonfilm.  Die  Um- 
stellung der  Ateliers  auf  g^e- 
räuschfreie  Bauten  ist  eine 
Selbstverständlichkeit. 


Aufnahmen  im  Warner  Ton- 
film Studio.  Der  Aufnahme- 
apparat ist  in  einer  schall- 
sicheren Kabine  eingeschlossen 

l'hot.   \\  lirner 


Dorothy  Sebastian  spricht  unter  Anweisung  von  Fred  Niblo  ins  Mikrophon 


Plwt.  M.-G.-M. 


Die  Auswahl  der  Schauspieler  muß  in  Zukunft  nach  anderen 
Gesichtspunkten  getroffen  werden.  Sorgfältige  Prüfungen  haben 
festzustellen,  welche  Stimmlagen  sich  für  die  Wiedergabe  durch 
das  Mikrophon  am  besten  eignen.  Der  Mitarbeiterstab  erfährt 
eine  ziemliche  Verbreiterung.  Der  Komponist  oder  der  Kapell- 
meister werden  schon  bei  den  Vorbereitungen  für  den  Tonfilm  in 
stärkster  Weise  tälig.  Die  Stellung  des  Autors  ändert  sich  in- 
sofern, als  das  Wort  im  Film  eine  ähnliche  Rolle  zu  spielen  hat 
wie  bisher  auf  der  Sprechbühnc.  Im  Atelier  taucht  als  neuer  Mit- 
arbeiter der  Akustiker  oder  der  Tonregisseur  auf,  der  im  Hör- 
raum die  Tonregie  führt.  Die  Enlwickhfng  dürfte  allerdings 
dahin  führen,  daß  dem  Bildregisseur  durch  Kopfhörer  und  eine 
Tastatur  zur  Steuerung  des  Mikrophons  während  der  Aulnalinic 
auch  die  Kontrolle  und  die  Regulierung  der  Tonwirkung  möglich 
sein  wird. 

Die  einschneidendste  Änderung  erfährt  die  Aufnahme  selbst. 
Die  starke  Unterstützung  der  Schauspieler  durch  den  Regisseur 
während  der  Aufnahme  muß  in  Zukunft  unterbleiben.  Die  Regic- 
arbeit  hat  vielmehr  völlig  lautlos  zu  erfolgen.  Das  bedingt  eine 
außerordentliche  Erhöhung  der  Probezeit.  Der  Filmschauspieler 
muß  sich  daran  gewöhnen,  beinahe  mit  artistischer  Genauigkeit 
zu  probieren.  Es  ist  selbstverständlich,  daß  er  auch  wie  der 
Sprechschauspieler  seine  Rolle  peinlich  genau  zu  lernen  hat. 
Gegenüber  den  Sprcchschauspielern  isi  er  dadurch  noch  im  Nach- 
leil,   daß  er  ohne  Souffleur  arbeiten  muß. 

Stärker  als  bisher  wird  das  ununterbrochene  Durchspielen 
ganzer  Szenen  nötig  sein.  Die  Großaufnahme  bedeutete  bisher  im 
Film  den  eindeutigen  Hinweis  auf  die  Wichtigkeit  eines  Szcncn- 
ausschnitts.  Das  gesprochene  Wort  wird  durch  die  akustische 
Wirkung  in  vielen  Fällen  die  optische  Betonung  durch  die  Groß- 
aufnahme hinfällig  machen. 

Eine  starke  künstlerische  Möglichkeit,  die  man  bisher  weder 
auf  der  Bühne  noch  im  Film  kannte,  liegt  im  folgenden:  Der 
Tonfilm  vermag  das  Spiel  einer  Person  zu  zeigen,  die  auf  ein 
gleichzeitig  vom  Zuschauer  gehörtes  Geräusch  oder  eine  Stimme 
reagiert. 

Die  Außenaufnahmen  bereiten  in  Zukunft  stärkere  Schwierig- 
keiten. Die   fahrbare  Tonfilm-Apparatur  wird  nicht   in   allen  Fällen 


in  Tätigkeit  treten  können.  Sie  muß  versagen,  wenn  die  Neben- 
geräusche im  Freien  stärker  sind  als  das  nur  für  den  Tonfilm 
bestimmte  Geräusch.  Ähnlich  wie  beim  Rundfunk  wird  man  da- 
her dazu  greifen  müssen,  derartige  Szenen  mit  künstlich  her- 
gestelltem  Geräusch  nachträglich  im  Atelier  zu  untermalen. 

Die  Internationalität  des  Films  wird  durch  den  Ton  nicht 
unterbunden,  sondern  erhöht  werden.  Musik  und  Ton  sind  bei 
üllcn  Völkern  gleichberechtigt.  Der  lOOprozentige  Sprechfilm  wird 
sich  allerdings  zu  einer  rein  nationalen  Angelegenheit  entwickeln. 
Aber  der  gemischte  Ton-  und  Sprechfilm  wird  genau  wie  bisher 
in  allen  Ländern  gezeigt  und  verstanden  werden  können.  Die  un- 
wichtigen Stellen  des  Dialogs  werden  in  doppelter  Fassung  ge- 
dreht werden:  einmal  stumm  und  einmal  sprechend.  Die  wichti- 
gen Stellen  des  Dialogs  werden  in  den  Haüptsprachen  der  Erde 
gedreht  werden. 

Der  Tonfilm  wird  nicht,  wie  seine  wenigen  Gegner  behaupten, 
gefilmtes  Theater  werden.  Er  wird  vielmehr  seine  neuen  beson- 
deren Wege  gehen,  die  zu  dem  Ziel  einer  völlig  neuen  Kunst,  der 
Tonfilmkunst,    führen. 

Besonders  das  Publikum  in  den  kleineren  Städten  wird  die 
Einführung  des  Tonfilms  tpit  aufrichtiger  Freude  begrüßen  müssen. 
Die  musikalische  Begleitung  wird  nie  mehr  der  Willkür  eines 
drittklassigcn  Pianisten  überlassen.  Die  schönsten  Stimmen  und 
die  besten  Sprcchschauspieler  der  Welt  werden  in  dem  kleinen 
Ort  zu  hören  sein.  Und  endlich:  der  Tonfilm  muß  in  sämtlichen 
Vorführungen  mit  der  genau  bestimmten  Bildzahl  von  24  Bildern 
in  der  Sekunde  vorgeführt  werden.  Bisher  war  es  möglich,  das 
Vorführungstempo  beliebig  zu  regeln.  Es  wurde  bisweilen  sogar 
mit  einer  Bildzahl  von  32 — 34  Bildern  in  der  Sekunde  vorgeführt. 
Dadurch  erschienen  die  Bewegungen  der  Schauspieler  auf  der 
Leinwand  so  rasch  und  unruhig,  daß  oft  der  Sinn  der  Handlung 
unverständlich  wurde.  Der  Tonfilm  räumt  mit  dieser  Sitte 
zwangsweise  auf. 

Alles  in  allem  —  die  deutsche  Filmindustrie  steht  vor  einer 
neuen  schweren  Aufgabe.  Das  deutsche  Publikum  steht  vor  einer 
wichtigen  Entwicklung  des  Films,  von  deren  Umfang  man  sich 
nur  sehr  schwer  in  der  Theorie  ein  Bild  machen  kann.  Erst  die 
Praxis  wird   überzeugen    —    aber  das  wird   bald   geschehen. 


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Eine  der  berühmtesten  Kriminalaffären  der 
Welt  ist  die  Gaunergeschichte  mit  dem 
„Halsband  der  Königin".  Sie  darf  ohne  Übertrei- 
bung als  der  folgenschwerste  Schelmenstreich  be- 
zeichnet werden,  denn  sie  trug  mit  zum  Sturze  des 
französischen  Königtums  bei.  Nicht  sonderbar  ist 
es,  daß  einer  der  großen  Abenteurer  des  acht- 
zehnten Jahrhunderts  seine  Hand  mit  im  Spiele 
hatte  und  versuchte,  den  großen  Coup  zu  landen. 
Dieser  eine  ist  der  Erzzauberer  Cagliostro,  der 
frühere  italienische  Bauernsohn  Guiseppe  Balsamo, 
der  zwar  vorgab,  neben  vielen  anderen  magischen 
Künsten  auch  die  Goldmacherei  zu  beherrschen, 
der  aber  Juwelen  noch  nicht  synthetisch  herstel- 
len konnte  und  statt  dessen  den  Zeitgenossen  die 
Louisdors  aus  der  Tasche  zog.  Auch  einer  der 
abenteuernden  Abbes  war  in  die  Angelegenheit 
verwickelt,  einer  jener  Literaten,  die  den  Rock 
eines  Geistlichen  nur  der  Pfunde  wegen  trugen, 
ohne  ein  Amt  auszuüben.  Die  Halsbandgeschichte 
ist  niemals  vollkommen  aufgeklärt  worden.     Man 


Diana  Karenne 

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Phol.  Engbrrg 


vierzehnte  Ludwig  erfunden  hatte, 
um  über  allen  Klatsch  unterrichtet 
zu  sein.  Ob  die  Königin  diesen 
Brief  entziffern  konnte,  wissen  wir 
nicht.  Jedenfalls  ist  späterhin  der 
Inhalt  von  jedem  Sachverständigen 
anders  ausgelegt  worden,- und  erst 
jüngst  hat  ein  französiscjier  Histo- 
riker sich  noch  einmal  der  Auf- 
gabe unterzogen,  den  Brief  und  die 
Begleitumstände  genau  zu  prüfen, 
und  hat  schließlich  festgestellt, 
daß  man  heute  aus  dem  Billett 
nicht  mehr  als  das  Wörtchen 
, .nicht"  entziffern  könnte  —  ein 
etv\as  mageres  Ergebnis  langer 
Studienzeit. 

Selbstverständlich  sind  die  Ro- 
manschriftsteller eifrig  hinter  die- 
sem dankbaren  Motiv  hergewesen. 
Der  Meister  des  historischen  Ro- 
manes,  der  bändereiche  Alexander 
Dumas,  hat  die  geschickteste  Er- 
zählung vom  Halsband  der  Königin 
gegeben.  Er  hat  sie  freilich,  wie 
es  so  seine  Art  war,  noch  verwirr- 
ter und  unübersichtlicher  gemacht, 
und  er  kam  ohne  die  höfische 
Intrige  und  ohne  das  Dunkel  rät- 
selhafter Vorfälle  nicht  aus,  wenn 
er  seine  Leser  spannen  wollte. 
Für  den  Film  ist  die  Halsband- 
geschichte wohl  das  dankbarste 
historische  Sujet.  Kein  Wunder, 
daß  es  jetzt  wieder  in  Paris  ver- 
filmt  wird. 


weiß  nur,  daß  der  Schmuck  für  Marie  Antoinette 
bestimmt  war  und  daß  diese  Österreicherin,  die  sich 
in  Paris  nach  den  Butterkipfeln  der  Donaustadt 
sehnte,  plötzlich  zum  Mittelpunkt  einer  Skandal- 
affäre wurde.  Eine  sehr  große  Rolle  spielt  bei 
der  Angelegenheit  ein  geheimnisvolles  Billett,  das 
sich  merkwürdigerweise  bis  in  unsere  Tage  erhal- 
ten hat.  Da  bei  der  ganzen  Geschichte  jeder  ein- 
zelne Vorgang  in  Dunkel  gehüllt  ist  —  denn  alle 
Beteiligten  hatten  das  Licht  der  Öffentlichkeit  zu 
scheuen  — ,  so  wurde  auch  das  Billett  der  Königin 
auf  eine  ungewöhnliche  Weise  überreicht.  Es  ist 
ein  mittelgroßes  Stück  Papier,  das  eine  Nachricht 
enthält,  deren  einzelne  Worte  nicht  darauf  ge- 
schrieben, sondern  mit  einer  Nadel  hinein- 
gestochen sind.  Eine  solche  Spielerei  war  in 
jener  Zeit  nicht  ungewöhnlich,  schon  weil  die 
Polizeispione  im  letzten  Viertel  des  achtzehnten 
Jahrhunderts  ganz  besonders  neugierig  waren  und 
eingenllich  keine  Korrespondenz  verschonten. 
Selbst  der  Briefwechsel  des  königlichen  Hofes 
wurde  von  diesem  Spionagesystem  erfaßt,  das  der 


Oben:    Marcelle  Jeffer- 

son  -  Cohn     und     Jean 

Weber 

Unten:    Fernand    Falze 
l'/ioi.  l.ngherg 


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L  i  1  i  a  n     H  q  r  v  e  y 
in  der  Haupirolle  des  neuen  Ulaülms  „Adieu,  Müscoiie' 


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Von    Marianne    Raschig 


Liebhaber  —  Naturburschen,  für  jeden  Geschmack 
etwas!  Ein  jeder  spielt  sich  auf  seine  Art  in  das  Herz 
der  Zuschauer  hinein.  Da  der  Geschmack  unendlich 
verschieden  ist,  müßte  die  Reihe  noch  wesentlich  verlän- 
gert werden,  wenn  nur  nicht  der  Raum  so  knapp  wäre. 
Es  müßten  auch  die  berühmten  Filmliebhaber  anderer 
Nationen  zum  Vergleich  gestellt  werden,  denn  jeder  von 
Ihnen  —  sei  es  nun  Tolnaes,  Hansom,  Menjou,  Mosjukin, 
Trevor,  Pavanelli.  Gaidarow,  Ferrari,  Petrovich  —  zeigt 
eine  besonders  anziehende  und  lockende  Prägung,  die  nur 
ihm  eigen  ist. 

Alle  gemeinsam  sind  Vorbild  und  Nachahmungsanre- 
gung der  männlichen  Kinobesucher,  soweit  sie  nicht  selbst 
zum  Bau  gehören  und  selbst  dann,  vor  allem  aber  Ent- 
zücken und  Traumgegenstand  der  weiblichen  Kinofreunde; 
für  jedwede  eigene  Liebessituation  auch  als  Musterbeispiel 
nützlich  und   anwendbar 

,,Ja,   das   haben  die  Mädchen  so  gerne, 
Die  im  Stübchen  und  die   im   Salon, 
,,Schau'n  des  Nachts  in  ihr  Bettchen  die  Sterne, 
Dann  träumen  sie   alle  davon,"  —  —  — 
Aus  der  Gruppe  der  deutschen  Liebhaber  des  Films  ragt 
Harry    Liedtke,    der    Liebling    der    Frauen    und    Mäd- 
chen  zwischen    15   und   — zig,   hervor.      Mit     treuherzigem 
Lächeln,   sieggewohntem   Blick,   Figur   und   Anzug   bestens 
zur   Geltung   bringend,    sehen   wir   ihn   allüberall   über   die 
Leinwand    flimmern,    und    wenn   erst   der   Tonfilm   Trumpf 
ist,  wird   er  uns  auch  noch  anders  kommen.     Seine  Hand 


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zeigt  verschiedenseitigste  Begabung  und  künstlerische 
Gaben  an,  die,  durch  gewisse  Hemmungen  in  früher  Ju- 
gendzeit zurückgehalten  und  gestaut  (diese  Einflüsse  sind 
aus  dem  Handbild  der  Linken  erkennbar),  jetzt  freige- 
v\orden  in  breiter  Front  und  vollentwickelt  ans  Licht 
drängen. 

Vor  allem  fällt  die  dominierende  Merkurlinie  (zum  klei- 
nen Finger  gehend)  auf,  welche  die  stark  erzieherische 
Tendenz  seiner  künstlerischen  Kräfte  erkennen  läßt,  dieses 
,, Vorbild  sein  wollen"  und  ,, Vorbild  sein  müssen ',  um  so 
stärker,  da  ihm  selber  fast  unbewußt.  Trotz  aller  schein- 
bar tändelnden  und  spielerischen  Liebesmanöver  spricht 
aus  Licdtkcs  Handbild  ein  ernster,  suchender  Mensch.  Der 
hohe  wellenartig  von  Linien  durchzogene  Venusberg 
(Daumenballen)  ist  in  weiter  Ausbuchtung  von  der  Lc- 
benslinie  umrahmt  und  zeigt  neben  starker  Vitalität  Aus- 
dauer und  ein  großes  Maß  von  Lufthunger  an,  den  starken 
Wunsch  nach  einem  Leben  in  freier  Natur,  Land-  und 
Gartenarbeit   neben   geistiger   Betätigung   erstrebend. 

Die  starke  Verdickung  des  Knotens  am  Handgelenk 
verrät  Gefühl  für  Rhythmus,  musikalisches  Talent,  Stimm- 
begabung, Sinn  für  Melodie  und  Klang,  aus  den  Linien 
des  Venusberges  lassen  sich  besonderer  Sinn  für  das 
Schöne  in  Form  und  Farbe,  starke,  zur  Sublimierung  drän- 
gende Sinnesempfindungen  erkennen.  Die  betonte  Merkur- 
linie und  das  auffallend  lange  Oberglied  des  kleinen  Fin- 
gers lassen  auf  dichterische  Fähigkeiten  schließen,  ihm  ist 
Gewandtheit  in  Wort  und  Wortbild,  Begeisterung  für  gute 
Ausdrucksformen  eigen.  Der  gerade,  gutgeformte  Ring- 
finger und  die  überragende  Länge  seines  untersten  Gliedes 
zeigt  die  darstellerischen  Fähigkeiten,  die  aus  dem  eigenen 
Gemüt  der  Natur  und  der  Menschenbeobachtung  schöpfen. 


Eine  gewisse  Ähnlichkeit  der  Linienführung  mit  der  Hand 
von  Willy  Fritsch  (im  ,, Film-Magazin"  vom  2.  2.  1929  abge- 
druckt) ist  zu  konstatieren. 

Als  ich  die  Hände  aufnahm,  auch  die  seiner  verständnis- 
vollen Gattin  Christa  Tordy,  wurde  ich  gerade  Zeuge  eines 
frohen  Familienereignisses.  Es  erblickten  85  (oder  waren 
es  58?)  australische  lebendgebärende  Silberfischchen  das 
Licht  der  Welt,  und  trotzdem  ,, Harry"  spätabends  nach 
einem  besonders  anstrengenden  Tag  im  Filmatelier  heim- 
kehrte, widmete  er  sich  doch  erst  einen  Augenblick  den 
Neugeborenen.  Seine  klare  Herzlinie,  im  Verein  mit  dem 
starkumbiegenden  Daumen  und  den  Samariterlinien  (un- 
terhalb des  kleinen  Fingers)  legt  Zeugnis  von  seiner  großen 
Güte  und  Hilfsbereitschaft  ab,  läßt  Verständnis  für  Sorge 
und  Leid  anderer,  großen  Altruismus  erkennen,  bis  zu 
einem  gewissen  Grade  sogar  Aufopferungsfähigkeit,  wenn 
die  Freude  am  Behagen  eine  kleine  Rolle  bei  ihm  spielt. 
Übrigens  deuten  auch  die  großen,  schwungvollen  Oberbogen 
seiner  Unterschrift  auf  angeborene  Beschützerneigungen 
hin.  Die  Kunstlinie  besteht  aus  mehreren  nebeneinander- 
laufenden Linien. 

In  Alfons  Frylands  Hand,  aus  der  gleichfalls 
große  Güte,  Herzlichkeit,  Lebenskraft,  Hilfsbereitschaft 
spricht  (klare,  lange  Herzlinie,  geschwungene  Lebenslinie, 
Samariterlinien),  tritt  eine  sehr  lange,  auffallend  helle 
Kopflinie  hervor,  so  als  müsse  er  bei  der  vorhandenen 
etwas  uferlosen  Großzügigkeit  (kleine,  breitausladende 
Hand  und  umbiegender,  aber  festgestellter  Daumen)  be- 
sonders straffe  Ordnung  in  seinen  Eingebungen  und  In- 
tuitionen künstlerischer  Art  halten,  wie  auch  sonst  im 
äußeren  Leben,  was  aber  nicht  immer  gelingt.  Seine  Hand, 
die  mit  einem  breiten  Strahlenteppich  auf  dem  Venusberg 
und  mit  wunderbar  gezeichneten,  vielgestaltigen  Kunst- 
linien und  durcheinanderwirbelnden  Erfolglinien  (auf  Ju- 
piterberg unterhalb  des  Zeigefingers)  ausgestattet  ist, 
ähnelt  in  seiner  Linienführung  außerordentlich  derjenigen 
von  Reinhardts  ,, Romeo",  Franz  Lederer,  nur  daß  hier 
alles  erst  angelegt,  wie  untermalt  erscheint.  Das  fällt  be- 
sonders beim  Vergleichen  der  beiden  Kunstlinien  auf, 
während  die  Herzlinie  bereits  ausentwickelt  erscheint  und 
fast  dieselben   Spaltungen,   Gabelungen  und   Häkchen   auf- 


1  ßOuUA  ÜJüli^'i-^ 


weist.  Große  Begeisterungsfähigkeit  ist  beiden  eigen,  wie 
der  hohe,  straffe  Lunaberg  am  Handrücken  zeigt,  und  Sinn 
lür  die  Schönheiten  des  Lebens.  Viele  und  große  Reise- 
Imien  durchziehen  den  Lunaberg  und  deuten  auf  intensive 
Eindrücke  auf  diesen  Reisen  und  große  Verwertbarkeit 
lür  Erfolge  hin.  Die  Lebenslinie  erscheint  nicht  ganz  so 
weitgeschwungen  und  zum  Schluß  auch  etwas  verwischt, 
was  als  eine  gewisse  Warnung  vor  Überanstrengung  und 
Verausgabung  von  Kräften  aufzufassen  ist.  Etwas  Ähn- 
liches läßt  sich  aus  der  Hand  von  Hans  Albers  (im 
, .Film-Magazin"  vom  28.  4.  abgedruckt)  erkennen,  wenn  auch 
hier  ein  viel  größeres  Kraftreservoir  vorhanden  und  daher 
die   Gefahr  einer   Verausgabung  nicht   so  groß   ist. 

Prächtig  als  Liebhaber  von  reinem  Naturburschen-Typ 
zeigt  sich  die  Hand  von  Fritz  Kampers,  die  wiederum 
Ähnlichkeit  mit  der  von  Dieterle  und  Brausewetter  sowie 
auch  mit  der  Hand  von  Emil  Jannings  (im  ,, Filmmagazin" 
Nr.  1  1929  abgedruckt)  hat.  Aus  einem  breiten,  vollen,  ur- 
wüchsigen Handteller  wachsen  die  etwas  verbogenen  Finger 
empor,  aufschießenden  Bäumen  gleich,  die  sich  in  starken 
Stürmen  (des  Lebens)  biegen,  um  nicht  brechen  zu  müssen. 
Auch  der  Sturm,  der  über  Kampers'  Leben  unlängst  dahin- 
gebraust  ist,  hat  deutliche  und  schwere  Spuren  hinterlassen. 
Vieles  scheint  wie  mit  Asche  zugeschüttet  und  zerstört,  so 
als  sei  nach  einem  unerwarteten  Vulkanausbruch  ein 
Aschenregen  über  blühende  Fluren  gefallen.  ,,Es  fiel  ein 
Reif  in  der  Frühlingsnacht," 

Und  dennoch  regt  sich  neues  Leben  und  Werden,  und 
das  ist  gut  so.  Die  Kunstlinie  ringt  sich  klarer  und  ver- 
stärkter nach  all  der  Herzensnot  hervor,  denn  seine  Kunst 
basiert  vollständig  auf  dem  Gefühlsleben.  Gemüt  und  Herz 
sind  mehr  dabei  beteiligt  als  alle  anderen  Empfindungen 
und  ausgeklügelten  Gedankengänge.  Quälende  Gedanken 
und  Sehnsüchte  werden  als  starke  Kräfte  umgewandelt 
werden  in  vertiefte  Darstellergaben,  im  Feuer  geglüht,  ge- 
prägt. Qui  vivra,  verra!  Auch  in  Fritz  Kampers'  Hand 
ist  eine  vielsträhnige,  lange  Linie,  zum  kleinen  Finger 
gehend,  als  Anzeichen  erzieherischer  Aufgaben  zu  bemer- 
ken. Gleich  einem  Baum  mit  starker  Wipfelkrone  baut 
sich  diese  Linie  weiter  auf  und  deutet  darauf  hin,  daß  er 
zum   Führer    und    Leiter    junger    Schauspielkräfte     berufen 


ist,  sie  zum  Finden  und  Ausentwickein  ihres  besonderen 
Typs  beraten  soll,  sei  es  auch  nur  durch  das  eigene 
Beispiel, 

Von  seiner  Herz-  und  Kunstlinie  gehen  unzählige  feine 
und  helle  Verbindungslinien  zu  Kopf-  und  Lebenslinic,  das 
Vorhandensein  und  den  Zusammenschluß  vieler  Strömun- 
gen anzeigend,  als  Anregung,  Harmonien  zu  schaffen  zwi- 
schen Herz,  Verstand  und  Urwüchsigkeit.  Gleichzeitig  ist 
das  als  Warnung  aufzufassen,  nicht  einseitig  Vernunft- 
gründen Raum  zu  geben,  da  ihm  weit  stärkere  und  natür- 
lichere Urkräfte  zur  Verfügung  stehen.  Der  erste  Ein- 
druck, der  erste  Wink,  ganz  aus  dem  Unterbewußtsein 
stammend,  wird  immer  der  richtige  und  bedeutungsvollste 
sein.  Wie  er  aus  der  Urkraft  seines  Humors  seine  Zu- 
schauer spontan  zum  Lachen  fortreißt,  so  soll  auch  er  sich 
von  seinem  richtigwirkenden  Unterbewußtsein  spontan  zu 
richtigen  Entscheidungen  führen,  in  eiligen  Dingen  sogar 
fortreißen  lassen,  über  sein  eigenes  Beharrungsvermögen 
hinweg. 

Wilhelm  Dietcrlcs  Hand  zeigt  viel  Ähnlichkeit  mit 
Fritz  Kampers'  Hand.  Auch  hier  ein  angeborener,  ur- 
wüchsiger Humor,  ein  Naturburschentyp  unverfälschter 
Art,  der  den  Stürmen  des  Lebens,  besonders  wenn  sie  das 
Gemütsleben  betreffen  —  und  wann  wäre  das  bei  einem 
Gemütsmenschen  zu  vermeiden  — ,  nicht  recht  gewachsen 
eischeint.  Auch  hier  blieb  nur  die  Kompensation  als 
bester  Ausgleich  übrig,  ein  Abreagieren  und  Umwerten 
aller  schmerzlichen  Enttäuschungen  und  Unbegreiflich- 
keiten dieses  Erdenwallens,  ein  Höherwachsen  durch  ge- 
steigerte Leistungen. 

Etwas  schmal  erscheint  die  Handfläche  im  Gegensatz  zu 
ihrer  Länge,  was  besonders  unterhalb  der  Fingeransätze 
auffällt.  Etwas  stark  Beengtes,  Behindertes  kommt  da- 
durch zum  Ausdruck,  so  als  sei  das  Vorwärtsstürmen  durch 
^^idrige  Winde  und  Gegenströmungen  gehemmt,  ja  fast 
unterbunden  und  als  laste  diese  Erkenntnis  schwer  auf 
ihm.  Die  Kopflinie  erscheint  nach  unten  gedrückt,  wie 
unter    einer    schweren    Last;    Depressionsneigungen    herrsch- 


^cua^  ürO{XZ^uj<M^ 


ten  zur  Zeit  des  Handabdrucks  (1924/25)  vor.  Hoffentlich 
hat  sich  die  Kopflinic  inzwischen  gehoben,  und  das  Leben 
zeigt   Wilhelm   Dicterle   wieder   freundlichere   Seiten, 

Die  vielgestaltige  Kunstlinic  und  der  Strahlenteppich 
auf  dem  Venusberg  zeigen  den  Grad  des  Schönheitssinnes 
und  der  Kunstbegabung  an.  Auch  ist  eine  lange  Merkur- 
linie zu  sehen,  die,  sich  unter  dem  kleinen  Finger  gleich 
einer  Wünschelrute  gabelnd,  anzeigt,  daß  er  nicht  müde 
werden  soll  nach  Schätzen  zu  graben,  die  ihm  schließlich, 
nach  fortgesetzten  Mühen  und  Enttäuschungen,  auch  be- 
schieden sind.  Die  Herzlinie  ist  zwar  gekettet  und  ge- 
spalten (Herzenskummer  durch  Sorgen),  aber  lang  und 
gerade  und  verrät  Zielstrebigkeit  und  Beharrlichkeit,  Die 
Lebenslinie  ist  lang  und  gut  geformt. 

Hans  Brausewetter  zeigt  in  seiner  Hand  ein 
recht  klares  Bild,  Wohlgeordnet  sind  Herz-,  Kopf-  und 
Lebenslinie  in  gleichen  Abständen  zueinander  gezeichnet, 
alle  lang  und  schön  geschwungen.  Die  Hcrzlinie  fällt  be- 
sonders auf,  sie  verrät  Gemütstiefc  und  Gcfühlsstärke  neben 
großer  Feinfühligkcit  und  Pflichttreue.  So  wie  hier  sehen 
zuweilen  Hand  und  Handschrift  eines  guten  Arztes  aus: 
aber  wie  so  manche  Ärzte  in  ihrem  Innern  mehr  zur 
Schauspielkunst  und  Musik  hinneigen,  so  kann  solche 
Doppelgestaltigkeit  ja  auch  bei  einem  ausübenden  Künstler 
und  Mcnschendarsteller  vorhanden   sein. 

Die  Kopflinic  ist  sehr  lang  und  dringt  mit  zwei  fort- 
führenden Linien  weit  in  den  Lunaberg  (Phantasie,  Ein- 
drucksfähigkeit, Gestaltungskraft)  ein.  Es  ist  eine  weit- 
gehende Einfühlungsgabe  vorhanden,  die  ihn  befähigt,  den 
andern  nachgestaltend  sich  selber  zu  spielen.  Die  lange 
llerzlinie  weist  am  Ende  breite  Gabelung  auf,  die  Pflicht- 
treue anzeigt  und  das  Bestreben,  ständig  mit  Ernst  an  sei- 
ner Entwicklung  zu  arbeiten.  Die  Kunstlinic  (unter  dem 
Ringfinger)  setzt  sich  eigenartig  hübsch  aus  verschiedenen 
verschlungenen  Schleifen  und  Windungen  zusammen  und 
verrät  im  Verein  mit  den  bizarren  Gebilden  des  Luna- 
und  Venusberges  die  Eigenart  dieses  sehr  wirksamen  und 
beliebten    Künstlers   vom   ,,Naturburschen"-Typ. 


ßr    S 

V_^   UND  W 


le 


UND  SEHR  VIEL 


SeiiwiitÄel 


Gin.  LiA^ti  0er  Ab  eKi-eu^errona  a.14. 


6.  Fortsetzung 

Immer  wieder  fragte  sie  sich  dann,  wie  die  beiden  Illyrier 
wohl  auf  die  Idee  gekommen  waren,  daß  sie  eine  so  große 
Summe  bei  sich  trug.  Sie  hätten  es  vermutlich  sehr  einfach 
gehabt,   wenn   ihr   Plan   gelungen   wäre. 

Brauchten   den   Wechsel    nur   Herrn   Mirkovich   vorzulegen   und 
sich   mit    dem    niedlichen   Sümmchen,    das   ihnen    rettungslos    aus- 
gezahlt    worden    wäre,    irgendwohin    zu    begeben,    wo    man    nicht 
ausliefert.     Mit    einer  Mil- 
lion Mark  konnten  sie  so- 
gar   ruhig    heiraten,    diese 

Da  schnarchte  doch 
einei  ? 

Sie  rutschte  von  ihrer 
Kiste  herunter  und  horch- 
te gespannt. 

Jawohl,  da  schnarchte 
jemand. 

Daher  der  Knoblauch, 
dachte  Dorrit  crgebungs- 
voll  und  begann,  systema- 
tisch Umschau  zu  halten. 

Hinter  einem  Gebirge 
von  Fässern  hervor  sah  ein 
Stiefel. 

Sie  pirschte  sich  heran 
und  erblickte  einen  alten, 
zerlumpten  Kerl,  der  lang 
ausgestreckt  auf  dem 
Rücken  lag.  Direkt  neben 
seinem  Kopf  stand  ein  rie- 
siges Faß,  und  aus  diesem 
Faß  rieselte  in  dünnem, 
aber  beharrlichem  Strahl 
eine  stark  nach  Spiritus 
duftende  Flüssigkeit  dem 
Scharchendcn  in  den  Hals- 
kragen. 

Dorrit  betrachtet»  dieses 
Stilleben  mit  zweifelhaf- 
tem Vergnügen. 

Der  Mann  war  der  Ge- 
päckwagenschaffner —  sein 
zerlumpter  Rock  hatte 
noch  drei  amtliche  Knöpfe, 
und  auf  dem  Faß  lag  das 
schmierige  Käppi  mit  der 
iliyrischen   Plakette. 

Lange  konnte  er  noch 
nicht      schnarchen,       sonst 

wäre  die  Slibowitzpfütze,  in  der  er  lag,  größer  gewesen.  Bis 
vor  wenigen  Minuten  noch  mußte  ihm  der  dünne,  aber 
beharrliche  Strahl  in  den  Hals  statt  in  den  Halskragen  ge- 
laufen   sein. 

Wenn  er  nur  nicht  aufwachte! 

Aber    sie    hatte    Pech. 

Vielleicht  hatte  sie  ihn  zu  scharf  angesehen,  so  daß  das  in- 
stinktive Gefühl  in  sein  pflaumenschnapsumnebeltes  Unter- 
bewußtsein drang,  irgend  jemand  wolle  etwas  von  ihm.  Vielleicht 
war    ihm    auch    der    Slibowitz    inzwischen    lästig    geworden. 

Er  knurrte    jedenfalls    etwas   Unwilliges   und   richtete   sich   auf. 

Aus  seinem  grauen  Seehundsschnurrbart  rieselten  ein  paar 
erschreckte  Tropfen,  denen  er  instinktiv  bedauernd,  aber  ver- 
geblich   nachleckte. 

Dorrit  beschloß,  abzuwarten,  und  setzte  sich  wortlos  wieder 
auf    die    Holzkiste. 

Der   Schaffner   sah   sie   mit   gerunzelten   Brauen   an.     Er   schien 


„Lotte",  ein  neuer  Star  des  Ufa-Zoos,  in  Neubabelsberg     Phoi.  Uta 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 

Nachdruck  verboten 

heftig  zu  überlegen,  ob  dieses  Kollo  schon  vorher  dagewesen 
oder  vielleicht  mit  dem  dünnen,  aber  beharrlichen  Strahl  aus 
dem   Faß   gekommen   war. 

Dann  sagte  er  etwas,  was  Dorrit  auch  nicht  verstanden  hätte, 
wenn   ihr    alle    illyrischen    Dialekte    geläufig    gewesen    wären. 

Sein  Mund  war  wie  ein  mit  Brei  angefülltes  Gefäß,  in  dem 
die    Zunge    quirlartig    herumruderte. 

Dorrit  beschränkte  sich 
also  darauf,  ihn  stumm  und 
ernst    anzuschauen. 

Jetzt  versuchte  er  es 
von  einer  anderen  Seite. 

Er  machte  mit  der  Rech- 
ten ein  paar  wilde,  ener- 
gische Bewegungen,  als 
wolle  er  sie  wegwischen. 
Aber  sie  blieb,  und  es 
dämmerte  dem  Biederen, 
daß  da  tatsächlich  eine 
junge  Dame  in  seinem  Ge- 
päckwagen saß.  Er  brach 
in  einen  wilden  Wort- 
strom  aus. 

,,Tut  mir  leid,  aber  ich 
verstehe  kein  Wort",  sagte 
Dorrit  erbittert  und  kam 
sich  wie  Frau  Gageike  vor. 
Da  leuchtete  das  Gesicht 
des   alten    Biederen   auf. 

„Deitsch?  Ich  famost 
Deitsch  vaschteh,  nich 
wa?" 

„Fabelhaft!"  sagte  sie 
verblüfft. 

Und  nun  war  er  nicht 
mehr  zurückzuhalten. 

,,Ick  verdammtige  Kerl 
—  große  Deitschfreind, 
warraftig." 

Es  kam  heraus,  daß  er 
1917  deutscher  Kriegsge- 
fangener gewesen  war  und 
sich  dabei  tausend  Worte 
Stacheldraht  angeeignet 
hatte. 

„Du   geklaut,   nich   wa?" 
fragte    er    zum    Schluß   mit 
schöner         Selbstverständ- 
lichkeit.    „Zeig    her,    wie- 
viel!" 
,,Wie  bitte?"   fragte   sie,   noch   ganz   schwindlig  von  der  Erup- 
tion   seiner    Sprachkenntnisse.      Sie    umfaßten    begreiflicherweise 
Worte,    die  sie   nie   im   Leben  gehört   hatte. 

,, Herzeigen,  was  du  geklaut  gehaben!"  wiederholte  er  freund- 
lich aber  energisch.  „Wenn  du  mir  Hälfte  abgeben,  ick  dich 
verstecken  vor   Zaptich." 

Zaptich     war     ein     ursprünglich     türkisches    Wort     und     hieß 
Polizei;    das   wußte    Dorrit    noch    aus    einem   Abenteuerroman. 
,,Ich    habe    nichts    ge   —     gestohlen",    sagte    sie    empört. 
Er  grinste. 

,, Warum    dann    hier   fahren,    statt    eleganten   Wagen,    he?" 
„Das    geht    Sie    gar   nichts    an." 
Jetzt   stand   der   Schaffner  auf. 

Das  war  allerdings  nicht  ganz  so  einfach.  Nach  mehreren 
vergeblichen  Versuchen  griff  er  sich  schlau  an  dem  noch  immer 
sprudelnden  Faß  hoch.  Dabei  fand  er  seine  Mütze,  setzte  sie 
auf   und   wurde   danach   sofort   dienstlich. 


„Vorschrift  —  Eisenbahn  —  Reisende  nix  Gepäckwagen",  sagte 
er  und  brachte  es  tatsächlich  fertig,  die  Arme  auf  dem  Rücken 
zu  verschränken,  was  ihm  allerdings  die  Erhaltung  des  Gleich- 
gewichts   stark    erschwerte. 

„Du    in   MarciA-nik   bestraft,    olles    Mächen!" 

Er  sagte  wahrhaftig  „olles  Mächen'  wie  ein  Berliner  vom 
Wedding  oder  aus  Oberschöneweide. 

,, Kittchen  in  Marovnik  nich  schön  —  nich  schön  — "  Er  be- 
gann,   Handbewegungen   zu   machen.    „ —  Vill    Beißzeug  —  Ratten 

—  Mause  —  Ratten  —  Mause nich  schön  — .    Lieber  du  mir 

Hälfte  geben  —  alles  in  Ordnung.     Hast  vaschtehst?" 

Er  schwankte  dabei  langsam  auf  Dorrit  zu, 

Sie  hatte  „vaschtehst"  und  schob  ihm  eine  Kiste  zwischen  die 
Beine,  daß  er  hinschlug.  Dann  begann  sie,  ihn  mit  großer  Vir- 
tuosität  einzubauen. 

Kisten  waren  genug  da. 

Sie  waren  mitunter  gar  nicht  leicht.  Aber  man  hatte  nicht 
umsonst   so  viele  Jahre  Sport   getrieben. 

Lange  bevor  er  sich  wieder  aufgerichtet  hatte,  war  um  den 
berlinernden  Gepäckillyrier  ein  Festungswall  entstanden,  der  ihn 
einsperrte. 

„So",  sagte  Dorrit  befriedigt.  Man  hätte  ihm  ja  auch  Geld 
geben  können,  aber  dann  hätte  er  natürlich  alles  haben  wollen. 
Außerdem  —  wie  kam  sie  denn  dazu? 


.  und  lag  der  Länge  nach  im  Steppengras 


Eins  war  sicher:   In  Marovnik  mußte  man  heraus. 

Den  nächsten  Zug  nehmen. 

Wie    man    das    freilich    anstellte,    ohne    daß    die    Jancovics    

oder  wie  sie  hießen  —  es  merkten  — 

Da  —  da  war  die  Station  schon. 

Natürlich,  man  hatte  sie  erst  ganz  kurz  vorher  berauben  wollen. 

Hinter  der  Kistenfestung  hervor  kam  jetzt  wieder  rhythmisches 
Schnarchen. 

Der    niyro-Berliner   hatte   die    Partie   aufgegeben. 

Bremsengekreisch.     Der  Zug   hielt. 

Dorrit  zog  sich  in  den  äußersten,  dunkelsten  Winkel  zurück 
und   duckte   sich    hinter   einer   Kiste   zusammen. 

Ein  paar  Kollo  wurden  hcrcingeschobcn,  ein  Käfig  mit  einem 
halben  Dutzend  gackernder  Hühner, 

Die  wenigen  Minuten  schienen   quälende   Stunden. 

Endlich  der  Ruck  der  Anfahrt. 

Dorrit    sprang   vorwärtsi 

Der  Zug  fuhr  noch  sehr  langsam  —  den  Bahndamm  entlang  — 
passierte  eine  Weiche  —  und  war,  eine  kleihe  Kurve  nehmend, 
auf   freiem   Feld. 

Dorrit  trat  auf  das  Trittbrett,  machte  einen  mutigen  Satz  nach 
vorn  und   lag  der  Länge  nach  im  Steppengras. 

Ganze  dreißig  Kilometer  später  kam  Jander-Jancovics  wütend, 
außer  sich,  in  sein  Abteil  zurück. 

„Sic  muß   doch   in   Marovnik  ausgestiegen   sein!"   knurrte  er. 

Die  Dame,  die  sich  so  wenig  eifersüchtig  gezeigt  hatte,  war 
auch   jetzt   äußerlich  völlig  beherrscht. 

„Wir  müssen  uns  teilen",  sagte  sie  ruhig.  „Sie  steigen  auf 
der  nächsten  Station  aus  —  in  Karassol.     Ich  fahre  weiter." 

,,Was   hat   das    für   einrn   Sinn?" 

„Ich  glaube  nicht,  daß  sie  ausgestiegen  ist.  Wir  hätten  sie 
gesehen.  Ich  habe  bis  zum  letzten  Moment  den  Bahnhof  nicht 
aus  den  Augen  verloren.  Wir  haben  jetzt  eilig  und  nervös  ge- 
sucht.     Fs     gibt     noch     viele    Vcrsteckmöglichkeitcn.       Jedenfalls 


—  in  Ragazza  kommt  sie  bestimmt  zum  Vorschein.  Ich  fahre 
also  weiter.  Was  ich  nur  nicht  verstehe,  ist,  warum  die  Zigarette 
nicht    gewirkt    hat    —   —   — " 

Um  diese  Zeit  schimpfte  Dorrit  Brink  fürchterlich.  Erstens 
war   sie   in   Sorge   wegen   ihres    Koffers. 

Ob   es   in  Ragazza   ein   Fundbüro  gab? 

Dann  hatte  sie  erfahren,  daß  der  nächste  Zug,  der  Orient- 
expreß, erst  volle  zwölf  Stunden  später  ging,  und  schließlich 
halte  sie  alle  Ursache,  anzunehmen,  daß  es  nicht  nur  im  Ge- 
fängnis, sondern  auch  in  dem  einzigen  Gasthaus  von  Marovnik 
,,vill  Beißzeug"  gab. 

Der  Orientexpreß  sprühte  Funken,  Die  Kolben  hämmerten  in 
ölseliger  Eile,  Nervös  wie  Rennpferde  vor  dem  Finish,  Die 
Räder  fraßen  Schienen,  würgten  sie  in  sich  hinein  —  spien  sie 
wieder    aus. 

Tief  auf  stöhnten  die  heißen  Achsen  der  Wagen,  die  donnernd 
der  Riesenenergie  der  stierhaft  vorstürmenden  Lokomotive  folgten. 
Weißlich  und   feucht   quoll   ihr  der  Atem   aus   dem   zum   Schrei 
geöffneten  Rundmaul, 

Betroffen,  wie  betäubt,  sanken  Baumreihen,  Schutthalden,  Tele- 
graphenstangen in  ein  Nichts  zurück,  Dutzendware,  Abschaum, 
der  nicht   vom   Fleck   kam,   also   natürlich   zurückblieb. 

Der  Expreß  sang  ihr  Spottlied,  während  er  sie  mühelos  hinter 
sich    ließ. 

Nur  wer  eilte,  gewann;  nur  wer  raste,  erreichte. 
Der    Expreß    sprühte    Funken, 

Die  Menschen  in  den  Wagen  hatten  zehn,  zwölf,  zwanzig 
Stunden  Fahrt  hinter  sich.  Sie  waren  abgekämpft  vom  Schlafen 
zu  eintönigem  Rädergcrasscl,  von  dem  leisen,  fernen  Reden  zuerst 
so  interessiert  beäugter  Coupe-Mitmenschen,  vom  Essen  im 
braunen,  metallblitzenden  Speisewagen  —  vom  Sehen  aus  dem 
schmutzigen    Fenster,    hinter    dem    die    Gegend    vorbeihüpfte. 

Sie  hallen  sich  die  Freiheit  gestattet,  die  auch  elegante  Men- 
schen nach  langer  Fahrt  für  selbstverständlich  halten.  Herren 
saßen  ohne  Weste,  das  Jackett  salopp  aufgeknöpft;  sie  achteten 
nicht  mehr  auf  die  Haltung  ihrer  Beine,  und  ihre  Hände  waren 
nicht    mehr   einwandfrei    sauber. 

Die   Damen   hatten   den   Kampf   um   die   Frisur   aufgegeben   und 

welkten   mehr   oder   weniger.     Wenn    sie    es    nicht    vorzogen,    den 

Ruß    auf    ihren    Gesichtern    mit    einer    neuen    Schicht    Puder    zu 

einem  Ganzen  zu  vermengen,   das  für  die  Eisenbahn  spezifisch  ist. 

Sie   taten   das   lässig,   unlustig. 

Nach  einem  Tag  Eisenbahnfahrt  schlummert  die  Erotik,  es  sei 
denn  bei   Hochzeitsreisenden, 

Im  Speisewagen  der  Compagnie  Internationale  klapperten  noch 
immer  die  Bouillontassen,  dickwandiges  blaues  Geschirr,  Ein 
Dutzend  Menschen  beim  Essen,  verstreut  über  die  Flucht  der 
lederbezogenen  Stühle,  geräuschlos  umwandelt  von  blauweiß  ge- 
streiften polyglotten  Individuen, 

Robby  Valberg  an  seinem  kleinen  Tisch  war  ein  erfreuliche 
Ausnahme,  Er  sah  aus,  als  wäre  er  vor  einer  Stunde  einem 
erstklassigen  Ge'ntlcmenschncider  sanft  und  elastisch  aus  den 
Händen  geglitten.  Seine  Wäsche  schien  nach  einem  Spezial- 
vcrfahren  gegen  Ruß  immunisiert.  Und  seine  Bewegungen  waren 
so  frisch  und  selbstverständlich,  daß  man  ihn  mißbilligend  ansah, 
Robby  Valberg  sah  nicht  nur  frisch,  gesund  und  elegant  aus. 
Er  war  auch  in  ausgezeichneter  Stimmung,  In  einer  so  ausge- 
zeichneten, daß  er  eine  Flasche  Heidsieck  Monopol  bestellte, 
was  ein  gütig  herablassendes  Lächeln  auf  den  Lippen  des  dienst- 
tuenden Ganymed  hervorrief. 

Ob  man  es  riskieren  konnte,*  das  Glas  gegen  sie  zu  heben  und 
ihr   unauffällig   zuzutrinken? 
Es  war  ziemlich  riskant, 

Sie  hatte  bisher  nicht  im  geringsten  reagiert.  Also  vermutlich 
gut  erzogenes  junges  Mädchen,  Es  konnte  natürlich  auch  mög- 
lich sein,   daß  sie  in  festen  Händen  war. 

Die  Aufmachung  der  schönen  Frau  von  heute  war  derartig 
nivellierend,  daß  man  geradezu  Professional  sein  mußte,  um 
einigermaßen   Bescheid   zu   wissen. 

Das  einfache  graue  Taylor-Made-Kostüm,  der  Hut  —  allright. 
Die  eigensinnige  kleine  Nase  mit  der  lustigen  Aufstülpung,  der 
schön  gezeichnete,  gut  nachgezogene  Mund  —  reizend,  aber 
puppenhaft,  wenn  nicht  die  Augen  gewesen  wären. 

Die    Augen    waren    bestimmt    keine    Romanaugen    —    übergroß, 
tiefblau  wie  ein  Gebirgssee  und  verträumt  wie  ein  Wiener  Kaffee- 
hausfanatiker   — ,    sondern   eher   zu   klein,    glitzernd   vor  schalk- 
hafter beweglicher  Bosheit  und  lustig  wie  zwei  kleine  Clowns, 
Fortsetzung  folgt. 


FRAGEN 


die  uns  erreTchterL 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des     „  F  i  I  m -M  a  g  a  z  i  n",      Berlin    SW  68,    ZimmerstraQe   35-41 
Scheriverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat   also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptanKeleRenheilen  bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Eiickporto  beizufiigen.  Jede  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2—3  Schreibmaschinenseiten 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Regisseuro  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschlage  senden,  von 
handgeschriebenen  Sendungen   (leserlich)  eine  Abschrift  zurückbehalten. 


1)  a  i  s  y  :  Georges  Charlias  ist  Franzose  und  wohnt  Paris  18.  1  rue 
Gabrielle.  lu  Deutschland  spielte  er  bis  jetzt  in  ,, Ritter  der  Xuchf  und 
,, Frauenraub  in  Marokko".  Er  gibt  Autogranimo  und  arbeitet  augenblick- 
lich  in   Paris   in   dem    Film   ..Orient''    mit   Dolly   Davis  als    Partnerin. 

Leonore  E.,  Leipzig:  Iwan  Pctrovich  hat  am  31.  DezonibtT 
Geburtstag.  Er  Ist  ein  groBer  Blumenfreund,  liest  alle  seine  Briefe  selbst 
und  gibt  Autogramme.  .Sein  nächster  Film  liciUt  ,,Der  Günstling  von 
Schonbrunn".      Wann    Pctrovich    n.ich    Leipzig    koinnil,    wissen    wir    nicht. 

E.  B.,  Harburg:  Sie  haben  nicht  unrecht,  es  besteht  eine  ge- 
wisse Aehnlichkeit.  Brigitte  Helm  debütierte  in  Fritz  Längs  ...Metro- 
polis". Sie  hatte  vorher  keinen  anderen  Beruf.  Selbstverständlich  gibt 
.-.ie  Autogramme.  Greta  Garbo  ist  talsächlich  einer  der  berühmtesten 
Filmstars   der   Welt.   Vorläufig   bleibt    sie    in    Hollywood. 

Karl  M.,  Reinickendorf:  Die  neuesten  Filme  von  Lilian 
Harvey  sind:  ,,Das  Modell  vom  Montparnasse"  und  ..Der  Vagabund  vom 
.ietiuator".  Der  neue  Detektivfilm  mit  Ly;i  Mara  heiUt  ..Der  rote  Kreis '. 
—  Wenn  Sie  im  Filmatelier  arbeiten  wollen,  so  ist  es  schon  ganz  richtig, 
daß  Sie  sich  mit  verschiedenen  Firmen  in  Verbindung  gesetzt  haben.  Die 
Aussichten    sind    aber    gleich    Null. 

T  o  m  -  H  a  r  r  y  :  Mari.i  Mindzenti  wohnt  Berlin  W  15,  Duisburger 
Straße  17.  Helga  Thomas  Berlin  W,  Kufsteiner  Straße  3,  Vivian  Gibson 
Berlin-Seblachlensee,  Wannsecstraßo  109.  Von  bekannten  Filmstars 
erhalten    Sie    Bildkarten    in    jeder    großen    Papierhandlung. 

Heinz  L.,  N  e  u  b  a  b  e  1  s  b  e  r  g  :  Betty  Aniann  wohnt  Berlin  \V. 
Kurfürstendamm  42.  ist  Aiiierik;inerin,  unverheiratet  und  gibt  .\uto- 
gramme.  Sie  ist  Ufa-Star  und  spielt  die  weibliehe  Hauptrolle  in  den 
neuen  Filmen:  ,.Das  Fräulein  und  iler  Levantiner "  und  ,,Hocln  errat". 
.Sie  filmt  also  immer  in  Xeubabelsberg.  Ihr  Lieblingssport  i.st  das 
Fliegen. 

Wilhelm  Seh.,  Stuttgart:  Gustav  DieUl  war  der  Filmgatio 
von  Brigitte  Helm  in  ..Abwege".  Willy  Fritsob  und  (Juvtav  Krölilicli  sind 
Ufa-Stars  und  arbeiten  augenblicklich  an  einem  neuen  Film.  Hins 
.lunkermann  ist  mit  Julia  Serda  verheiratet.  —  Fr.-inz  I.ederer  <lebütierle 
vor   mihr   als   einem   Jahr    in    dem   Heuny   Porten-Film   ..Zuflucht". 

Martin  F..  Waldshut:  Hans  Micrendorf  filmt  noch  fleißig. 
Ihr   Bildwunsch    ist   vorgemerkt. 

B  e  r  g  i  s  c  b  e  r  Gustav  F  r  ö  h  1  i  c  h  -  R  a  m  o  n  X  o  \  :i  r  r  o  - 
Schwärmer:  Gustav  Friililicli  ist  wieder  \on  seiner  Schweizer  Reise 
zurückgeki'hrt,  wohnt  jetzt  Berlin-Wcsti-nd,  Heerstraße  HC,  und  spielt  die 
männliche  Hauptrolle  im  lla-Filni  ..Hochverrat".  Bildwunsch  ist  vor- 
gemerkt. Ramon  Xovarro  weilt  zur  Zeit  an  ilcr  Riviera.  Wir  können  auf 
seinen    ausdrücklichen    Wunsch    seine    .\drcsse    nicht   angeben. 


E  r  n  i  J.,  Barmen:  La  Jana  wohnt  Berlin-Charlottenburg,  Bayern- 
allec  15.  Ihr  neuester  Film  ist  ,.Der  lustige  Witwer".  —  Wir  geben  Ihnen 
wunschgemäß  einige  Adressen  an:  Terra.  Berlin  SW  68,  Kochstraße  T3, 
Deutsches  Lichtspiel-.syudikat,  Berlin  SW  IS,  Friedriebstraße  -.'iö,  Ufa, 
Berlin   SW  lis,    KochsiraUe   6-(<,    Xational,   Berlin   SW  48,   Friedrihstr.    10   . 

Conrad  V  e  i  d  t  —  I  w  ;i  n  P  e  t  r  o  v  i  e  h  —  E  v  e  1  y  n  H  o  I  t  - 
Verehrerin,  Augsburg:  Conrad  Veidt  bleibt  vorläufig  in  Ber- 
lin, .Sein  erster  deutscher  Film  heißt  „Das  Land  ohne  Frauen"  (Braut 
Xr.  fi8)  mit  Elga  Brink  als  Partnerin.  Paul  Leni  ist  Deutscher.  Er  wie 
auch  Mary  Philbin  filmen  nicht  in  Deutschland,  sondern  in  Hollywood. 
Iwan  Pctrovich  ist  für  die  nächste  Produktion  der  Greenbaum-Film  vci- 
pflicbtct.  Ob  und  w;inn  er  wieder  mit  Evelyn  Holt  oder  Lilian  Ellis 
lilmt,  wissen  wir  nicht.  Lilian  Ellis  spielte  zum  erstenmal  in  ..Heut' 
spielt  der  .Strauß'.  Die  meisten  Filmstars  gehen  Autogramme.  Man  legt 
der  direkten  Bitte  :in  den  betr.  Star  Bildkarte  und  adressiertes,  frankier- 
tes  Rückkuvert   bei. 

H  a  n  s  -  J  o  a  e  h  i  m  B.,  C  h  a  r  I  o  t  t  e  n  b  u  r  g  :  Greta  Garbo  ist 
durch  die  Metro-Goldwyn-Mayer. Studios,  Culver-Cily,  K.ilifornien,  Clara 
Bow  und  M.'uy  Brian  durch  die  Paramount-Studios,  ;)451,  Marathoii-Street, 
Hollywood.  K;il.,  zu  erreichen.  Leni  Riefenstahl  wohnt  Berlin-Wilmers- 
dorf. Hindcnburgstraße  9i,  Ilse  Stobrawa  Berlin  W.  Aschaffcnburger 
Stnißc  fi.  Die  Liebhaberrolle  im  „Meister  von  X^ürnberg"  spielte 
Gustav   Fröhlich. 

Ruth  W.,  Barmen:  Ramon  Xovarro  befindet  sieh  zur  Zeit  au 
der  Riviera.  seine  Berliner  Adresse  wird  auf  seinen  ausdrücklichen 
Wunsch   nicht    genannt. 

..Roswitha":  Am  besten.  Sic  kaufen  sich  das  Buch  ,.Der  gezeich- 
nete  Film",   Verlag   Wilhelm   Knapp,    Halle. 

Argcntiua:  Hanna  Waag  wohnt  Berlin-Wilmersdorf,  Luilpold- 
Ktraße  21. 

Teddy,  Solingen:  Margot  Landa  wohnt  Berlin  W,  Kurfür- 
stendamm 11,  und  hat  am  4.  Oktober  (iebnrt.st.ig.  Kurt  Vespermann 
vi'chnt  Berlin-Grunewald,  Casii.-ir-Tbeyß-.straUe  18.  und  wurde  .'im  1.  Mai 
geboren.  Fritz  Kani|)ers  b  it  am  lt.  Juli  Geburl^lag  und  wohnt  Berliii- 
Charlotlenlung.  A\  ailz>lr,iße  22.  Lili.in  Harveys  .Vdresse  ist  Berlin  W  15, 
Diisseldorfer  Str.iße  47.  Sie  erbli-kle  am  19.  .I.inu.-ir  d;is  Licht  der  Well. 
Jenny  Jugo  wohnt  Berlin  W.  K;iiserdamm  29,  und  h.-it  am  14.  Juni  Gc- 
burlst.ig.  Teddy  Bill  hat  seine  Wohnung  in  Berlin  W  5(».  Regensburger 
Straße  5.i,  und  wurde  am  18.  Xovember  geboren.  Osk.ir  .Marion  wohnt 
Berlin  A\  ,  KurfürstcMd.-imm  111).  und  h;it  am  4.  Kebru.ir  (ieburtstig. 
Helga  Thomas  wohnt  M<'rlin,  Kuf>ti'iner  Straße  .1,  li.it  .-im  8.  Juni  Ge- 
burtstag und  ist  dunk.'lbloiid.  —  Jawohl,  es  gibt  einen  Filmschauspieler 
Fritz  R.isp.  —  Die  Antworten  im  ..Film-Magazin"  sind  selbstverständlich 
kostenlos. 

J  <i  c  k  e  r  1  e  .  L  e  o  b  s  e  h  ü  t  z  :  Es  ist  ziieeklos,  uKS  ein  Bild  zu 
senden,  da  wir  uns  jeder  Kritik  enth.-ilten  und  Engagements  nioht  ver- 
milleln.  Am  besten.  Sie  schicken  Ihre  Photos  direkt  an  die  Kilmgesell- 
scliaften.  Wir  nennen  Ihnen  wunschgemäß  einige  Regisseure:  Riehard 
Eichberg  durch  Eichbcrg-Film.  Berlin  SW  48,  Friedrichstr.-iße  17t,  Fritz 
L:ing  durch  L.ing-Filni.  Berlin  SW  48.  F'riedrichstniße  224,  Dr.  -Vsaga- 
roff.  Berlin-Schöiieberg.  Inn.sbruckcr  .stniße  41,  Fred  Faner  Berlin-Wil- 
nu-rsdorf,  Wiltelsb.-icher  Straße  2.  Wir  müssen  Ihnen  aber  sagen. 
d:iß    die   Aussichten,    beim    Film    anzukommen,    gleich    Xull   sind. 


inHenimprotieieit 


(^fa  RoMliiL  und 
cAgfa  Fdmpack  sind 
zuvedässig/ 


Und  sie  sinii  so  empfindlich,  dass 
jede  Aufnahme  ein  Treffer  werden 
muss. 


Jugendliche 
Schauspieler 
gesucht! 


A  n  II  e  1  i  y  sc  (i.,  C  h  a  i-  1  o  t  t  e  ii  b  u  r  jt  ^  liieta  Garbo  i»l  durtli 
die  Mctro-(;ol(lwyn-Sludios,  C'iilvcr-City,  Kaliforiiipn,  zu  prroiflicn.  Sio 
ist  Scli\K'(liii  und  K''''  Autcisraiiime.  Aiii:y  Oiidra  filmt  zur  Zeit  iu  Lon- 
don. llir<'  sli'iiidiK«.'  Hcrliiicr  Adii'.sM-  ist  ('liai'loltciil>ur<;.  Kiirfiirslciidamm 
Nr.  1T8,  I'ciiKiiin  BiT^fcld.  Sie  ist  uiivorlii'iralet,  wurde  aui  15.  Mai  in 
Tarni)  ll'olcu)  ■^i-liorrii  und  (liht  .\ulO({rauiuii'.  Iwau  Tclrovicb  ist  li-dij;. 
am  :il.  Dczcnilii-r  iu  lludapcst  ;;fl)ort'n,  jolzt  alicr  sciliis(  her  St.ialszuire- 
lii)riKl<(  it.  wnlinl  IJerliii-SeliniarjJceudorf.  KorkeutieeksIr.iUe  :>(ia  und  iiibt 
cbcnf.'ills  .\ulc>nrinnue.  Die  liekannleslen  Kilnie  niif  Iwan  Pelrovieli 
Kind:  ..Der  Dämon".  „Fiirst  oder  Clown",  ,,(irlieinini;'se  des  Orients", 
,.Der    Zarcwilseli",    ,.Der    Leutnant    Ilirer   Alujesliit",    ,.(Juartier    Latin", 

M  a  r  i  a  n  ti  e  W  i  n  k  4'  I  s  t  e  r  u  -  V  e  r  e  b  r  e  r  C.  K.,  U  e  r  1  i  n  : 
Ihre  Kildwiinscbe  sind  vorgemerkt.  .Marianiu-  Winkelstern  lauzl  jedon 
.\bend  im  CroUen  Seb.iuspielliaus,  wird  aber  selhstverstiimllieli  aucli  wie- 
der filmen.  Die  Ilaupidarsteller  von  ..Wenn  der  wi-ille  Flieder  wieder 
liliilil  •  sind  Vera  Selimitterlii« ,  Waller  (iriilers.  (;.i>ton  Jai|uel,  (ieor;{ 
Henrirli.  Der  Film  er.-elieint  in  der  kunimenden  Saison.  Nein,  ilaria 
l'audler  denkt  niclil  daran,  jeden  Sonnla;c  v(uiiiittaK  In  ilirir  Wolinunj? 
Aulocrammi'   zu   ^eben.     .\ber   sie   ist    so   lieln-nswürdis;,   daß  sie   den   vielen 

Hillslellern    an     den     versoliiedenslen     'r.i(;en     .\iilosr; ne     >pendet. 

I,.  .\l.,  Wiesbaden:  l'.iul  Kebkopf  wolint  Hcrliii  \\  .10,  F.iseiuicber 
SlruUe  Uli.  Der  Kiinsller  spielt  bald  bei  ilieMT.  balil  bei  jener  Film- 
Kesellseli.ifl.  .M;in  sali  ibii  u,  u.  in  ..l'ieeolo  vom  (Jolilenen  l.oweii". 
„Spione",   „Feldinarseliall".   „Vom  Täter  fcblt   jede  Spur". 

K  r  i  (•  11 11  r  e  1  a  y  -V  e  r  e  b  r  e  - 
r  i  II  .  K  :i  r  1  s  r  u  li  e  :  ..Frau 
im  .Mond"  ist  noeb  nielit  iiraiif- 
Kefiilirt.  Hamon  Xovarro  wird 
Hiebt  in  Berlin  lilmeii.  Krie 
Uarelay  wobnl  in  l'aris.  l.'i,  rue 
du  »'iniiie.  Vor  kurzem  sab  man 
den  Kunstler  in  dem  Hegewald- 
Film  ..(J'sebiebleii  aus  dem  Wie- 
ner   WabI". 

W  i  I  li  e  I  in  S  r  h. ,  S  t  u  t  1  - 
;;  .1  r  t  :  l>eii  Kielithofen  in  .,l)er 
rote  Hitter  der  Luft"  .spielte 
Carl  Walter  .Mayer,  —  Wenn 
Sir  lilmsrliriflstellcrisi-bes  T.ileiil 
bubeii,  dürfen  Sie  nalürlieb  ilen 
N'iTsueb  maclien,  .Manuskripte  zu 
schreiben.  Heim  .Mifassen  des 
Drebbuebs  miiU  man  ^enaii  seine 
Teehnik  beberrseheii.  Selbslver- 
stäiidlieli,  man  iiiuU  aueli  die 
Titel,  also  das,  w;is  die  .Seliaii- 
spieler  zu  spreeben  hüben,  be- 
arbeiten, 

Dolores  d  e 1  K  i  o -  V  e  r - 
e  h  r  e  r  i  n  :  Dolores  del  Kin  ist 
diireli  die  rnited  .\rlists-Sttidios, 
Ti'oo,  .Santa  Moniea  Hoiilevard, 
Iloll.v  «dod.  Kill.,  r.  S.  .\.,  zu  er- 
reieben.  Dii-  Kuiisllerin  nibt  Auto- 
(;ranime.  Sie  können  deulseli  an 
sie    sebreiben. 

C  b  a  r  I  o  t  f  c  T,,  S  <•  b  in  a  r  - 
)j  e  II  il  ort:  Fritz  Sebulz  wohnt 
Iterlin  W.  Olivaer  l'latz  I.  —  Die 
Dkuer  der  Hersti.dliin«  eines  Films, 
in«;efanK:en  \  on  den  Vorarbeiten 
liis  zum  letzten  Sebnill.  ist  ver- 
schieden laiiK,  ji'  nach  Itedeii- 
liiiiK  der  .Sujets  und  rmfaiiK  der 
Anst^estalliiiiK. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  aus  D  r  e  s  - 
den:  D.is  Itiicli  ,,Das  Fillii- 
maniiskript  •  koiiiien  Sie  durch 
den  VerhiK  -Max  .Mallisson,  Ber- 
lin SW  IIK,  Kilterstralie  TI,  be- 
ziehen. Wiriienneii  Ibneiiw  iiiiscb- 
;;rmäU  die  .\dresscii  Min  einigen 
FiliiiKCsellsch.iften:  Ffa,  Bi-rlin 
SW  fiH,  KochstraUe  (V— .S,  Nalimial, 
Berlin  SWIH,  FrieilricbstraUe  Hi. 
Terra,  Berlin  SW  lin,  Koeli- 
Mtralie  7:1,  (ireenbaiim,  Berlin 
SW  tw,  KocbstraUe  til.  —  Fritz 
l.an^  ist  durch  LaiiK-Film.  Ber- 
lin SW  IM,  Friedricbslralie  i':'l, 
.loe  .\lav,  Hanns  Schwarz  und 
Wilhelm  Thiele  durch  die  IIa, 
Berlin  SW  <iH,  KocbstraUe  fr—». 
Kudolf  Walther -Fein  und  Max 
Olial  durch  die  Aafa,  Bitüu  SW  IX, 
l'riedricbstraUe  22.!,   zu   erreichen, 

Gerda  S  p.,  B  r  a  ii  n  .s  e  h  w  ein: 
Greta  (iarbo  ist  durch  die  Metro- 
(Joldwyii-.Mayer-Sludios,  Cul  ver- 
City, Kalifornien  zu  erreichen, 
Sie  (fibt  .VuloKramine.  Sie  kön- 
nen  deutsch    an    .sie   ."obreiben. 

K  m  m  a  11..  M  ii  n  c  b  e  n  :  Wilhelm  Dieterle  wohnt  Berlin-Wilnii'rs- 
dorf,  Jenaer  str.iUe  1,  iiiiil  ist  mit  der  [ruberen  Schauspielerin  Cliarlollc 
llnKenbriicb  verheiratet,  —  l.ien  Deyers  ist  durch  ilie  Deutsche  l'nivers.il, 
Berlin  U'  H.  Maiier>lr.iße  K2,  zu  erreichen,  Sie  ist  leilif;.  Senden  Sie  dem 
bi  tr.  FiliiiNtar  mit  der  .ViilOKrammbilte  die  Bibikarte  des  Kiinstlers  und 
li-nen  Sie  adressiertes,   frankiertes   Küekkuvert   bei. 

Ii  11  il  o  I  t  S  p.,  W  i  I  111  e  r  s  d  11  r  f  :  ImoKone  Bobprlson  alias  Mary 
Xiliiii  ist  durch  die  l'niN  ersal-Sludios,  Univcrsal-l'ity.  Kalirornien.  F.  S.A., 
zu  erreichen.  Sie  kommt  vorläiiliK  nicht  nacli  Deutsehland,  Ihr  näcb.sler 
Film    lieiUt    „Mademoiselle   Cayenne", 


Wollen  Sic  zum  Film?  Dann 
lachen  Sic  heute  Ahcnd in  eines 
der  f^roßenKir  tot  hciiter  Passen 
Sie  ^ut  auf.   Dann  setzen  Sie 
sich  mit  Ihren  Freunden  zu- 
sammen und  bilden  eineFilm- 
f^esellschaft.  Schaffen  Sie  sich 
einen    Line    "hodak^-    an.  Sic 
können    Rcf^isseur   sein,    das 
Drehbuch    schreiben,   oder 
möchten  Sie  lieber  den  ^roficn 
Star  spielen  ?  Und  es  ist  so  ein- 
I  j    fach  -  Sie  drücken  den  Hebel 
^_    herunter    alles  übrif^e  tim  wir. 

'^A       Ihr  l^liotohiinülcr  führt  llinrii 
liern     unü    ii  n  i'crlti  ml  lic  h     un- 
sere Appiiratf  i'ur.  \'c rsiic lic n 
Sic  ciniuiil  cinv  Prtibcatil'tiaiiine 


Kodak,   Aklicn-Gcscllscliall,    Rcrlin  SW68,    MarkßrafcnslralJc   76 


,,1!  a  u  b  c  r  um  .Mitternacht".  11  a  K  e  n  :  Wir  iiciiiicu  Iliueii 
wiin.scbKemäU  einige  Film^resellschafteii:  Ufa,  Berlin  SW  «H,  Koeli- 
stral!(>  (i-s.  National,  Berlin  SW  4S,  FriedricbstraUe  10,  Terra,  Berlin  SW  (if>, 
Kiichstralje  T:i,  .Vafa,  Berlin  SW  t«,  Friedriclistraljc  22.1.  Greenbauin-Film, 
Hcrliii  SW  UH,  Koebstralie  lil,  Deutsches  Licbtspiel-Syndikat,  Berlin  SW  4«, 
IticdrichsIraUe   22j, 

L  e  II  i  (;..  Barmen:  Knist  Stahl-Nacbbaur  wolint  Berliii-Cliar- 
lotlenbiir;;,    Sybelstralie    2:1,    und    Kibt    Aulonr.imme. 

Friedet  aus  l,.:  K.imon  Xov.-irro  ist  (tcgenwUrtig  auf  einer 
llivier.-ireise.      Er    ist    seit    1921    beim    Film. 

11  e  I  K  :'  .  G  11  d  r  u  ii  und  1  n  j::  r  i  d  a  u  s  .T.:  Sic  dürfen  es  von 
Itauion  Xo\arro  jct/t  nicht  verlangen.  daU  er  Ihnen  auf  einen  Brief  ant- 
wiirtet.  Kr  befindet  sieb  aiineHblicklicb  :iiif  einer  Hivier;irei>i'.  kommt 
vielleicht  nach  Berlin  und  will  wieder  (ranz  iiikocnilo  leben.  Ihn-  Bild- 
wiiiiscbe  sind  vorgemerkt.  —  Wo  die  Filmstars  ihre  Sommerferien  ver- 
bringen,   wissen    wir    leider    nicht. 

1,  i  I  i  I  I  a  .  S  e  n  e  z  :  .\n(;elo  Ferrari  wohnt  Berlin,  Bozeiier  Str.  !•, 
und    H;i'>t    AiitOKramnie. 

Kine  1,  o  l  o  s  b  1  ii  iii  e  aus  L.:  Werner  Fnelt-^rer  ist  dunkelblond, 
bl.iuäiijilff,  wurde  .im  in.  .):inu;ir  s-dioren.  ist  ledij;,  Hire  (iriilje  sind 
.•lustcericbtet.  Ranioii  Xov:irr<is  Berliner  .\dresse  kann  nicht  tceuannt 
ucrdeii  Diii.i  Gr.ill.i  li.il  :iiii  l.'>.  .laiiu.ir,  Dil:i  l'arlo  .im  I.  September, 
(irilta  l.ey  .■im  2:'..  Aii;;iist.  Evelj  u  Holt  am  .f.  Oktober.  Käthe  \  oii  X.ijiy 
:nii    1.    .\pril,    l.eni    Uiefeiistahl    am    22.    .\ii«u>t    Geburlstas. 

L  i  I  i  ;i  11  II  a  r  V  e  y  -  V  e  r  - 
«brer.  D  ;i  ii  z  i  (;  :  (Jrete  Keiii- 
w.ild  wurde  am  2.').  Mai  in  Stutt- 
gart fi<'''oren  und  ist  fiescliiedeii. 
Hilde  Maroff  bat  am  .'>.  Juni  Ge- 
biirlstaji'  und  ist  verheiratet.  Sie 
liliut  seit  uu;;efälir  I  .lalireu. 
II;irry  H.inlt  ist  verheiratet.  Der 
l'iliu  ..Du  sollst  nicht  stehlen' 
i-t  \  or  ea,  l'/  J.ihreii  ;;iMlrelii 
worden. 

W  e  r  11  e  r  IL.  Berlin:  Tilla 
Garden  wolint  Berlin-Cbarlottcn- 
hurs:.  Dablnitiiiiistral'ie  S.  Keiiee 
lleribel  21.  nie  Deiunurs.  Pari-. 
Die  .\dresscii  von  den  .■indercn 
Künstlerinnen  sind  zur  Zeit  nicbt 
bekannt.  Wahl  Ostermann  ist 
nicht  mit  Valeri;i  Ostermann 
(=    Vala    de  T,ys)    identisch. 

F  i  1  m  f  r  c  11  n  d  E  r  w  i  n  N\'., 
F  r  i  e  d  r  i  c  b  s  h  a  f  e  n  :  Vielen 
D.iiik  für  llin^ii  freuuillichcii  iiiiil 
so  langen  Brief.  —  Sie  haben 
sich  damals  iiiiisonst  beunruhiget: 
l.issy  Ariui  war  nur  zu  Filiu- 
.•lufiuibinen  nach  Stockholm  t;e- 
fabren.  Jetzt  lilnit  sie  wieder  in 
Berlin.  Sie  ist  ein  sehr  liebens- 
würiliser.  sympathischer  Mensch. 
W  urde  am  21.  Dezember  iu  Ber- 
lin ;;plioreu.  ist  iiiiv  erbei ratet, 
spielte  früher  kleinere  I'olleii  im 
Film,  käiijpfli-  sich  hoch  und 
wurde  im  Film  besoiwlers  durch 
die  licfriiie  in  (ierbard  l,.impreclits 
..KatzeustcK "  bek:iiint.  Sie  spielte 
dann  u.  a,  in  ,.S<hinderli;iniies'', 
,,Eva  in  Seilte",  ., Filter  der  La- 
terne", ,, Lemkes  Sei,  Witwe", 
Die  nächsten  Filme  mit  Lissy.Vrna 
beilien  ..Schneesturm'  und  ...Ten- 
seits  der  SiraUe",  Ihr  Bildwunseh 
ist  vnrfjemerkt.  l.issy  Arn.i  ijibt 
.\utoj;ramme,  Ihre  Wolinun;;  be- 
findet sieh  in  Berlin  W  9.  Liii- 
d.iuer  straUe  9.  —  Ihren  Wunsch, 
bei  uns  :ils  Setzerlebrliiit;  einzu- 
treten, können  wir  leider  nicht 
erfüllen. 

Siegfried  I...  Görlitz: 
Ein  Bild  von  Kamon  Xov,irro 
haben  wir  schon  Kebracht.  Xo- 
varro befindet  sich  auf  einer 
Bivicra-lteise  und  kommt  liüehst- 
w  .•ilirscheinlieh  nicht  iiiebr  nach 
Berlin  ziiriick.  Das  Konzert  wird 
.-ilso    erst    später    st.ittlindei!. 

Mister  1'  e  e  1 ,  H  a  m  b  n  r  k: 
Wir    fjlauben    k;iiim,    dali    ILirry 
Viel  noch  mehr  Filme  gespielt  bat 
als    die    von    Ihnen    aufgezählten. 
.T.'iwobl,   es   f;:ib    einen   Film    ,,Die 
Xaebt     des     Inferno".     —     Harry 
Liedtkes  Söhne  sollen  in  der  Xähe 
von   Berlin   leben.   —  Der   neueste 
Film   mit   ll.irry  I'iel   liciW   ..Män- 
ner   ohne    Beruf'"    (Der   Herr   aus 
,Sii(laiiierik;0. 
Nur   Iwan   P  e  t  r  o  v  i  c  li  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,    Tilsit:    Iwan   Petm- 
vieb    ist   ledig.   Ii:rt  am   ."11.   Dezember   Geburtstag,   gibt   -Viitograinme,   spricht 
flieUeiid     Itussiseb     und     ist     auch     im     Leben     ein     sympatbiselier,     liebens- 
\Mirdiger    .Mensch. 

M  a  r  a  -  F  r  i  t  s  c  b  -  H  a  r  v  e  y  .  Verehrerin.  Ha  m  b  u  r  g  : 
(iiistav  Fröbliib  denkt  nicht  dar:in.  einen  .\uloiinfall  geb.-ibt  zu  haben. 
Er  erfreut  sich  bester  Gesundheit  und  tilmt  in  Xeii-B.ibelsberg  ,, Hoch- 
verrat" mit  B.dly  Amanii.  —  Wir  haben  den  betr.  Kiiustler  erinnert.  Ihr 
Bild«  iiiiscb  ist  vorgemerkt.  Gerda  Maurus  wcilnil  Berlin-Wilmersdorf. 
Ilcdicnzcillernibimm    .'c'.    .\iiita    Dnrris    Berlin-Charlottciibiirg.    Smirslr.ille    2s. 


J 


I 

I 


Pholomontage  von  Jannings'  Rollenbildern  aus  „Faust",  „Variete",  „Kohlhiesels  Töchter", 
„Anna  Boleyn",  „TartüHe",  „Der  letzte  Mann",  „Madame  Dubarry"  Plwt.  Uta 


..W  1)  (I  o",  \V  ii  r  ■/.  li  II  r  «■  :  Os^wiiMo  Vulcntis  i-rslcr  Film  ";ir  ..Die 
t'aniii-ii  von  si.  rniilj-.  <;ri-ta  <;arlii>  i>t  iliinli  ilic  Mrlr»i-(ii>lil«  vii- 
Sliiiliii».  CiilMT-rity.  Kai.,  zu  «'rrriolicii  iiliil  t;i'i'  Aiiliijir.iiiinu'.  Mio 
küiiiioii  aiii-Ii  tlctilsrh  an  sio  .sclirrilii'ii.  Dif  ..Hfliciiiiiiissi'  iIcs  ()rii-iil>"" 
-iiiil  /.  T.  in  Ni'iiliiilirUlicr;^  aiifK<'ii<<>i)>ii<'ii  wniilrii.  Wir  niaflicii  Kriinil- 
-al/licli    ki-inc    Allcrsaii^ralicii. 

Irin  K..  (;  ii  r  I  i  I  z  :  Xciiia  Kcsiii  ist  k«'!-'''!"'«'«"!!.  Willy  Krilscli 
wurde   am    3T..Iaimar    in    Kallowilz    ■;cl>iiri>ii.     Kr   licl't    alli-    Hliimrn.     l.ilian 

llar\c>'i    »K-linrt-drt    ist     l.un.liin.      Dir    Kllcni    ilcr    K tlcriii    li'ln-n    mich. 

Ihr  VatiT  i>l  Kaiifm.iiiii.  lUiuilli'  lli-lm  i>l  HcrlimTiii.  ilrliiilirrlc  in 
Kritz  I.aii^'s  ..Mi-lrii|U)liv  iiml  ist  iimh  niilil  M'hr  laiiui-  \  rrhcir.ili'l.  M.iria 
l'j'.nilli'r    i>t    \cin    di-m    .Sihaii-^iiicIiT    Czimi'K    ;;<'Mlii('(li'ii    iiml    hat    ^ii-li    imi-h 

iiirht    wieder    \  c-rlieiralrl.      I,.\a    <lc    I'iilli    i-.t    aiiih    niiht    z zweiten    .Male 

verheiratet.  Ol^a  'r.-eheeliowa  i.^t  «:e.-ehieileM.  Ihr  'rriehtereiieii  i^t  iiii- 
({el'.ilir  Sil  all.  wie  Sli-  (tesehätzt  liaheii.  Maria  ZeleiiK.i  wird  aiieli  wieder 
filmen.  I.iiey  l>i)raiiie  arheilet  in  lliillywood  als  Partnerin  von  .laiiel 
(iayiKir.  Ilei'iiiy  Porten  ist  mit  dem  l'rddiiktiiinsleiler  ihrer  Firma.  Herrn 
i)r.  von  KaiitTiiiaiin.  \  eriii.ilill.  Fritz  Kampers'  tiallin  war  unseres  Wissens 
keine     Filmd.irstelleriii.      Vi\i.iii     (Jihsoii     ist     ;;eseliieileii. 

1"  II  r  t  (!..  V.  h  e  r  s  w  a  1  d  <•  :  Kanion  Xo\arrci  will  aiieli  an  der  I{i^ier.•l 
jtaiiz  inkiiKiiito  hleiheii.  Kriist  Hiii'kert  wohnt  Berlin  SW.  M.illeselie 
Stralie  l.'i.  .I.ickie  Coouan  ist  durch  die  .Mctro-(iolilwyii-.\layer-Stiiilios. 
Ciilver-fity.  Kalifornien,  Ttim  Mix  durch  die  Fox-Stiidios.  IIIU.  Western 
.Vvenne.    Hollywood.    Kai.,    F.  S.  .\..   zu    erreichen. 

Mari  a  n  n  e  \\  i  n  k  e  1  s  I  e  r  ii  -  V  e  r- 
o  li  r  e  r  F.  K..  .'^  t  e  «  1  i  t  z  :  D.iU  die  s''- 
naiinteii  Filme  im  Sominer  noch  eiiim.il 
auf  den  S|iiel|ilan  koinnieii.  ist  sehr 
leicht  mö;rlieli.  —  .lawolil.  der  Film  wird 
inanclimal  noch  nach  der  Fraufirihrun;: 
iim>;escliiiitleii  und  läuft  in  \erschiede- 
iicn  Kii|iieii  in  den  Kimi-Thealerii.  Ihre 
Wiiiisehe    siml    \  or;;<'iiierkt. 

Ilona  :   Den   .Million.ir  .lohn   I. Is   in 

„Skandal  in  Uaden-liaden"  spielte  nicht 
Theodor  l.oos.  sondern  Kriist  siiahl- 
Xaclihanr.  Die  llaiiptd.irstellcr  \om  ..Ihr 
;;iol!er  Flirf  waren  Fhirencc  \idor  und 
'l'iillid  l'arnietiati.  Die  licIretTeiiden  Itol- 
leii  in  ..Die  \  on  der  s^cholle  sind"  wur- 
den von  Franz  .^leiii  (Valerl  und  Fher- 
liard  l.eithoff  (.Sohn)  dargestellt,  den 
Sohn  der  'l'lieres  spielte  .\rthiir   \ii\\ ander. 

(;  cor;;;  I...  II  a  ni  h  ii  r  ^-  :  Die  'liinzc- 
rin  lii«;elior^  t'arlssoii  wohnt  Merlin  W  !l. 
l.inkstraUe  II.  Fin  Film,  in  dem  sie 
mitwirkt,     ist     his    .jetzt     nicht    .iiifrezeij;!. 

t;  e  r  t  r  u  d  U..  15  e  r  1  i  n  :  Iwan  l'elro- 
^  ich  ist  ein  llreenhaiim-.St.ir  und  spicdt 
aii;;enhlicklicli  fiir  diese  Firma  den 
..(iiinstlinn   von    Scliiinliriinir'. 

1  s  o  I  d  e  .  I<  o  n  n  :  Fs  tut  uns  leid. 
Ihnen  keine  praktischen  Itatschl:ii;c 
Kfheii  zu  küntn-n,  wie  Sie  Ihr  z«ei.j:ih- 
riges  Töchtercheii  am  liesleri  zum  Film 
liriiitcen.  Die  .\iissicliten  sind  auch  fiir 
Kinderd.irsteller  dort  «leicli  Null,  wir 
können  Ihnen  von  nutzlosen  Schritten 
nur  ahmten.  (°hri};ens  sind  die  heliörd- 
lielieii  Vorsehrifti'ii  in  Iiezii;;  auf  Kiiider- 
hcsch/iftiKiiiiK  iii  Deiilschl.ind  sehr  strcii';. 

Frieda  Sc  h..  II  a  iii  h  u  r  >;  :  Di'f 
hetretTcnde  .'seliauspielcr  ist  nicht  hi'- 
kaiiiit.  Wir  können  lliiien  ilalier  leider 
auch  keine  niihorcn  .Vn^aben  liher  ihn 
inaeheii. 

l'  s  e  h  i ,  die  Stuart-  V  e  r  e  h  r  e  - 
r  i  n  :  l)a.s  ..Film-Ma;;aziii'  wird  Knde 
des  Sommers  in  MuftdehurK  einen  .\iito- 
crainintag  veran.stalteii.  .Mit  welchem 
Filmstar,  wird  seH>st\  ersläiidlich  reclil- 
zeitifj  liekaniilKeKeheii.  —  Wir  hahen  dun 
hctr.  Kiinstler  erinnert.  .lawulil.  er  hat 
ein  .\iilo.  Fr  tiluit  lleilJi;;.  .Stuart  ist 
.-inch  im  I.elien  ein  sehr  sympalliischcr, 
feiller  .Mensch. 

F  i  I  in  f  r  e  ii  u  d  C  n  r  t  K..  S  t  e  h;  1  i  t  z  :  Die  ,.Fran  im  Moinl''  w  ird 
liüchstwahrsclieiiilicli  in  der  neuen  •'Spielzeit  ersclieinen.  —  lioinan  Xovarro 
hefiiidet  sich  zur  Zeit  an  der  l{i\iera.  .Sollte  er  danach  wieder  nach  liiTlin 
ziiriickkehren.  Iiesteht  die  MiiKliehkeit,  ilali  wir  einen  .ViitonrammtaK  mit 
dein  Kiinstler  veranstalten.  —  Ceori;-  .Vle-\auder  wohnt  Herrni-Friedenau. 
Wiesh.iilener  StraUe  .'>,  'rriiiis  vaii  .Valien  Herliii  W,  l.iitherstraUe  27.  Maria 
.Tacohini  Herlin  W.  .loacliimsthaler  Stralle  i'i'/-':'.  <»skar  Marion  Kerlin  W, 
Kurriirsteiidamm  110.  llelna  'l'hom.is  Berlin  W.  Kufsteiner  StraUe  .1.  .\iiloii 
l'ointner  Bi-rlin  W.  llaherl.andslnilJe  10.  .Ma«:da  Sonj.i  Berliu-tiruiicwald. 
Wallottstr.iUe  H.  F.li.s.ilieth  1'ina.jelT  Berlin-Wilmersdorf.  Brandeiihiirnische 
StraUe  ;i.i.  —  Fred  Sohn  alias  ifidierl  l'.islle  hleiht  Mirlaulin  in  .\meriUa 
und  liliiit  dort  als  l'artniT  \on  Behe  Daniels.  —  Dita  l'.irlo  sollte  iirspriiii-- 
lieh  in  einem  ('lle^.llier-FiIln  die  wi-ihliclie  Hauptrolle  spielen.  D.i  in 
Hollywood  .-ibiT  das  TontilmtiehiT  lierrsiht,  hat  sich  der  Film  d:im.ils  zer- 
schlagen. Die  Kiiiislleriu  war  auch  nur  drei  .Monate  \  oii  der  Ffa  he- 
nrlauht.  Ihr  neuester  Film  heiUt  ..Manolesen"  mit  BriKÜte  Helm,  Iwan 
Mosiiikin.    Heinrich    (;eor;;e. 

Dura  \V..  F  r  a  n  k  {  n  r  I  /  M  a  i  n  :  Harry  I.iedtke  ist  von 
Krankheit  wieder  lier({eslellt  und  wird  schon  sehr  hald  an  die 
nehen.   —  Heide    Helm    ist   die   Schwester   von    Briuitle   Helm. 

K.  F..  V  e  r  e  Ii  r  e  r  d  e  r  Filmkunst.  M  ii  ii  c  h  e  n  :  Krinitte  Helm 
wohnt  Berlin-Dahlem.  Im  Winkel  .">.  ist  keine  Biilinenschaiispieleriu.  delni- 
ticrte  in  Fritz  l.antts  ..Metropolis'  und  ist  eine  (jri'LSe  Hlumenfreiiiidin.  — 
Fiaiiz  l.ederer  ist  \ on  Henny  l'orlcn  fiir  den  Film  entdeckt  worilen  iiiul 
spielte  erstm:ili^  in  ..Ziifliiclif  l'.r  hat  .-im  il.  \o\emlier  tJehiirtst.i};-  und 
wohnt  Herlin-Frii-denaii.  FehlerstraUe  I.  I.i;ine  Haiils  neuester  Film  heilil 
..Spiid  um  den  Mann".  Cl.iire  Kommers  iui<'h^ter  Film  i^i  ...Sensation  im 
Wiiiteri;arteir'.  F.iii  neuer  Film  mit  Douglas  Fairhanks  ist  ikuIi  nicht 
aii^'ekiiiidiKt.      Ol^'a    Tschchowa    arhcitct    :iu    einem    stuck    ..Irrlichter" 


F.    If.,     C;  r  II  n  e  w  a  1  d  :     Werner 
..Der   Mäilelienliirf.     Kiiic   standi;; 


Fiiciterer     filmt 
e    I'artnerin    hat 


K  r  i  k  a    T.     ii  n  d 
aiiKeiihlicklieh    in    I'r.i^ 
er    nicht. 

K  I  1  i  f..  W  i  e  II  :  Sie  li:ihen  recht.  Frna  Morena  wurde  am  21.  .\pril 
in  .\scliatTenliur;c  gehören.  —  Kieliard  Weilibach,  der  (iattc  Brigitte 
Helms,    filmt    ah     und    zu. 

H  u  K  o 'S  c  h..  Baden:  Die  Adresse  der  Henny  Porten-Filingcsell- 
scliaft  ist  Berlin  W.  Fiiter  den  Linden  -'l;  Tscheeliowa-Film  hat  ihre 
Uiiiime  Berlin  s\V  is.  FriedriehstraUe  221.  Harry  Piel  wohnt  Iterliii- 
.Scliiini'her;;.  -\m  Park  12.  —  Sie  können  an  ('lara  How  riilii;;-  deiitseli 
schreihell.  Die  Filmstars,  die  keine  eigene  Filmgesellschaft  hahen.  sind 
im  allgemeinen  ohne  Finfliili  auf  die  Produktion  und  die  Manuskripte,  die 
•ji  dreht    w  erdiMi    sollen. 

Drei  N  o  v  a  r  r  o  -V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  n  e  n  aus  S  I  u  t  t  H'  a  r  t  :  Hamon 
Xovarro  ist  iiiittel!.!;rol.;  iiml  schlank.  Wir  nehmen  an.  dal!  er  ein  .\uto 
li.'il   und    i:cru   t.'inzt. 

Kurt  lt..  .M  a  «•  d  e  li  II  r  u' :  Der  Film  ..Xachtwelf'  wurde  in  London 
^redrehl.  Die  Bilder  sind  zum  Teil  Oriiiiual.'infn.'ihmen  ans  dem  ..Picca- 
ililly".  D.is  Cewiinschte  erh.'ilten  Sie  möKlieherw  eise  durch  die  .><iidtiliii, 
Berlin    SW    !.•*.    Friedriclistralii-    2u7. 

Holla.  15  r  e  s  1  a  ii  :  Wenn  w  ir  Ihnen  den  Berliner  Verlajr  uiif^ehcii 
sollen,  so  müssen  .'<ie  schon  so  freundlich  sein  und  uns  zunächst  den  Titel 
des  Bui'hes  iieiiiieii.  Denn  sehlieLllich  ^iht  es  nnzähliKe  Kiieher.  die  in 
Berliner    \ Crla^ien   erschienen   sind. 

F  i  I  m  f  r  e  ii  n  d  i  n  F,  I  1  y  V  f..  H  e  r  - 
I  i  n  :  (iritta  I.ey  widiiit  Herlin  W.  l)us- 
schlorfer  StraUe  12.  und  hat  am  2:1.  .\iitriist 
tJehiirtsta;;.  C.irl  Auen  ist  verheiratet. 
I'ied  Soliii  tilmt  unter  dein  Xaiiien  Kobert 
Cistle  in  llollywiioil.  .lack  .\lyloni;-Miin/, 
wohnt  Berlin  \\  !.'>.  DiiishurK'T  StraUe  IT. 
(Jiistav  Fröhlich  ist  ledi;;-  und  hat  am 
21.    März   (Jehiirtsta;;. 

F  i  I  m  f  r  e  n  ii  d  W  a  I  t  li  e  r  M..  B  e  r- 
1  i  n  :  ."sie  haben  recht,  Cnnnar  Tolnaes 
ist  :uicli  sehr  viel  an  der  Sprechhiihne 
läii^.  l'.r  ;;ibt  Autogramme  und  ist  ledi};. 
—  Il.ihv  Pejrs.v  wird  .•iiicli  wii'der  tilmen. 
-  I.ili.'in  llarvey  wohnt  Herlin  W  l.j. 
Düsseldorfer   StraUe   47. 

I>  a  III  o  n  H.  M..  B  e  r' I  i  n  :  l.ilian 
llarvey  ist  iin;;efälir  fünf  .Jahre  heim 
Film.  —  Marlene  Dietrich  spielte  ii.  a. 
in  dem  Harrv  Piel-Film  ..Sein  jtröUter 
Bluff'.  ..Priiizc'ssiii  (»lala".  ..Ich  küsse 
Ihre  Haiiil.  M;idame".  ..Die  Frau,  nach 
diT    mau    sich    sidiiit". 

Cläre  K..  Berlin  :  Weriter  Fuetterer 
i;iht  .\uto;;ramiiie.  Kr  tränt  seinen  ricli- 
tiKieii  X;imeii.  —  l!<dün  Irvin  lebt  in 
Kiiirland.  Die  Hauptdarsteller  von  ..Me- 
tropolis" sind:  Brifritte  Helm,  .\lfred 
Abel,  (iustav  Fröhlich.  Fritz  Kasp.  Theo- 
dor  Loos.    Heinrich   (Jeorge. 

F  i  II  e  F  i  I  m  f  r  e  ii  n  diu  aus  Ber- 
lin: Franz  l.ederer  wohnt  Berliii-Frie- 
den.iii.  FehlerstraUe  4.  .Mfons  Fryland 
Berlin-.Schmarneiulorf.  Riihlaer  StraUe  I."i. 
Alle  Filnisterin-  ;reheii  .Viilosramme.  .la- 
wolil. Werner  Fuetterer  hat  am  10.  Ja- 
iiii.ir  (iebnrfstaK. 

I!  II  t  h  W..  B  a  r  m  e  n  :  Anny  Ondra 
wohnt  Berlin-t'harlotlenhiirir.  Kurfiirsten- 
d.'imm  17(i.  -Mfons  Fryland  Berlin- 
Schm.irsendorf.  Itiiblaer  StraUe  l.'>, 
Hilde  Rosdi  Berlin  XW  i:l.  A}?ricola- 
straUe   i:l. 

(i  r  e  t  c  II  e  n  .      1{  ii  d  o  1  f      V  :i  1  c  u  - 

t  i  n  o  -  S  c  h  w  ä  r  m  e  r  i  ii  .     Berlin: 

Kiiilolf     Valentinos     Partnerin     in     ..Der 

.Viller"    war    Vilni:»     Baiiky.      Sie    h.ihen 

recht.    V.ilenlino    «alt    als    ..der   schönste 

Mann    der    Well".      Blldkurten    von    dem 

Kiinstler     erhallen     Sie     noch     in  ■  jeder 

jtroUen    Papierliandliiiifr. 

D  a  n  z  i  )>  -  I.  a  n  K  f  u  h  r  :    Sie    haben    reelit.    Charlotte 

(Jattin     Wilhelm     Dieleries,     schreibt     IiäufiK     Filiumanu- 

lilnit   nicht,  tritt  auch   nicht   mehr  au  einer   Sprechhiihne 

Buch   iiher   Wilhelm  Dietcrle. 

I     Helmut     S  e  h.,     K  s  s  e  n  :     Oskar     Marion     wohnt 

Gustav  Fröhlieh 


K  r  n  a  S  c  li.. 
Ha;;cnhruch.  ilie 
skri)ite.  Aber  sie 
auf.      Ks   •;iht   kein 

F  i  1  m  f  r  e  ii  n  ( 
Berlin    \\  .    Kiirfursteiidamm   110,   und   k''"'   .\utO);ramnie 


seiner 
Arbeit 


ist  wieder  in  Berlin  und  arbeitet  au  einem  neuen  Ffa-Fllm  ..Hochverrat". 
Fridilicli  «ibt  .Vuto<?raniine  und  liest  alle  seine  Briefe  selbst.  Er  treibt 
jeden   Sport. 

C  a  m  i  I  1  ;i  II  o  r  n  -  S  c  h  w  ä  r  in  e  r  i  n  .  B  e  r  I  i  n  -  T  e  m  \t  e  1  li  o  f : 
B.imoii  .Ndv.irro  heliiidet  sich  zur  Zeit  an  der  Kiviera.  Doch  können  wir 
auf  Wniiscli  des  Künstlers  seine  .\dresse  nicht  nennen.  Betty  Bird  wohnt 
Berlin-Tenipelhof.  MaiilenffelsIraUe  1.  Iwan  Pelrovich  Berlin-Schmarsen- 
dorf.  FiirkenbeckslaUe  .»lia:  .\nila  Pa^e  ist  durch  die  Metro-Cohlwyn- 
.Mayer-Stiidios.  l'ulver-<"ity.  Kalifornien,  zu  erreichen.  —  Fragen  über  die 
Konfession    der   Künstler   ln-.intw orten    wir   );r"'"l-*'"*'zl'<'''    nicht. 

K  ä  t  h  e  .1  1  >  B  e  r  1  i  n  :  Besten  Dank.  Sie  haben  recht.  Das  Bild 
stellt    die    Keiiaiiiitc    Künstlerin    dar. 

W  aller  H.  i  n  H  a  m  b  n  r  r  :  Kayniond  C-riffith  wird  auch  wieder 
filmen.  Hanna  Waa;;  spielte  bis  jetzt  im  ..Brennenden  Herz"  und  in 
der   ..Khe". 

W.  H..  H  a  r  /.  :  Die  H:iiiptdarsteller  aus  dem  Film  ..Die  weilien  Kosen 
von  Bav  eiisbertf"  waren  .lack  'l'revor,  Dolly  Davis.  Viola  Carden.  Diana 
Carcnne.  Willy  Foist.  —  Ihre  BiMwünsche  siiul  vorsreinerkt.  Wie  f^roli 
die  Filmstars  sind,  wissen  wir  nicht,  d.»  wir  sie  nicht  messen.  Der 
neueste  Harry  I.icillke-Film  lieiUl  ..Der  liistise  Witwer"  mit  .Vlice  Hoberte 
und  l.a  .laii.'i  in  ileii  weiblichen  H:iuptrollen.  Die  nächsten  Filme  mit 
I.iedtke  sind:  ..Die  Konkurrenz  platzt",  ..Der  Korvetten-Ka|iitän"  und 
,,ü    .Mädclieii.    mein    .Mädchen   .  .   .". 


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ist    in     meinem     Leitfaden    für     Biofog,    Schönhcits  =  Kiiltu 
(Mh.  l.-J  ausführ  lidy  he  handelt 

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DER  FILM 

IN  DER  KARIKATUR 

VON   ROBERT   HEyMANN 

Mehr  als  160  Seiten  stark.     Auf  bestem 
Kunstdrud<papier  mit  vielen  Abbildungen 

Preis  gebunden   12.-  RM. 

GejfeiiV'oreinscndungoderNachnahiiie  des  Betrages 


Das  Werk  gibt  zum  ersten  Male  eine  Zusammen^ 
Stellung  der  zahllosen  Bilddokumente,  in  denen 
der  Stift  des  satirisdien  Zeidiners  der  Weit  des 
Films    die    komischen    Seiten    abgelausdit    hat. 

Aus  dem  Inhalt: 
Weltgesdiidite  im  Film  —  Aus  den  Kindertagen 
des  Films  —  Naturgesdiidite  eines  Films  —  Film= 
Könige  und  »Adjutanten  —  Der  Regisseur  —  Der 
Diditer  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Niegenannten  —  Im  Glashaus 
Z\x'isdien  den  Kulissen  —  Im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Aditung!  Aufnahme!  —  Die  Diva 
Der  sdiöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Romantik  —  Hollyviood  Erotik 
Film  imdFamilie  — DieGrößtenihrerZeit  —  Kino 

Bestellung    erbittet 

ILLUSTR.  FILMWOCHE  G.  M.  B.  H. 
BERLIN  S\V68,  KOCHSTRASSE  6-8 

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Einzelpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schrift - 
Iwi'""^  A.  Roscnthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocsterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schaefer,    Cbarlottenburg.      Anzeigenverwaltung    Bcpa-Vcriag,    Berlin  W  35,  Blumcs  Hof   5.      Kupferliefdruck:    August    Scherl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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SMMMLR    25       /      BERLIN,     23.    JLM     1929      /      PREIS    40    PFENNIG 


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I)  I  1.    w  o  c  II  1.  \  s  c  II  Kl  I   1    1)  1.  K    r  I  I.  M  r  i{  r.  i  \  d  i: 


'»^'^ 


Phot.  11  ii'ner 


DAVID  LEE  (Sonny  boy) 
In  dem  Ton  -  Film  „Der  singende  Narr' 


Dieser  Unterscebootfilm  ist  der 
zweite  amerikanische  Tonfilm, 
der  uns  zudem  die  tönende 
Leinwand  von  einer  anderen  Seite 
zeigt.  Nicht  mehr  der  gesprochene 
Dialog,  die  durch  ein  Lied  weiterge- 
führte Szene  bestimmt  den  Inhalt 
des  Filmes,  der  sich  damit  dem  Büh- 
nenstück annähert,  sondern  die  Ge- 
räusche unterstreichen  und  beleben 
das  Bild  vor  allem.  Thematisch  bringt 
der  Film  eine  ,,Rivalen"-Geschichte 
zur  See  und  baut  sich  auf  dem  Vor- 
gang jener  Katastrophe  auf,  die  vor 
zwei  Jahren  zum  Untergang  eines 
amerikanischen  U-Bootes  führte.  Na- 
türlich gibt  der  Film  den  Vorgang 
nicht  mit  der  letzten  Giausamkeit.  Er 
ist,  wie  alle  Kunst,  versöhnlicher  ge- 
stimmt und  läßt  die  Rettung  im  letzten 
Augenblick  gelingen.  Über  die  Fabel 
hinaus  beweist  die  Handlung  des  Fil- 
mes den  Brechtschen  Dramentitel 
,,Mann  ist  Mann!"  Ganz  deutlich  wird 
dies  im  Tagesablauf  der  Seesoldaten 
bewiesen,  die  prachtvolle,  rauhe  Kerle 
sind  und  in  jedem  Augenblick  ihr 
Leben  neu  verteidigen  müssen.  Das 
Wrack  eines  Kauffahrteischiffes  ge- 
fährdet bei  Ebbe  den  Hafenverkehr. 
Man  schickt  den  Taucher  eines  Minen- 
suchbootes unter  Wasser;  und  er,  in 
den  modernsten  Skaphander  gehüllt, 
erreicht  in  der  Tiefe  von  mehreren 
hundert  Metern  das  Wrack  und  bringt 


die  Sprengpatrone  an.  Aber  beim  Manö- 
vrieren des  Minenbootes  gerät  der  Taucher 
in  eine  Schlinge  und  wird  dadurch  in  den 
Sprengkreis  der  Bombe  gezogen.  Er  wäre 
verunglückt,  wenn  ihm  nicht  in  letzter 
Minute  sein  Freund  Bob  nachgesprungen 
wäre  und  das  Tau  mit  einem  Messer  ge- 
kappt hätte.  Das  hohe  Lied  der  Freundes- 
treue, der  Kameradschaft  wird  in  dem 
Film  gesungen,  es  wird  wahrhaft  gesungen 
—  nicht  nur  in  einer  kurzen  Einlage,  die 
nicht  sehr  überzeugend  ist,  sondern  in  der 
ganzen  Anlage  des  Filmes.  Denn  das 
Kameradschaftsgefühl  siegt  hier  sogar 
über  die  Liebe,  wenigstens  in  dem  Fall, 
da  sich  die  Frau  als  unwürdig  der  Män- 
ner zeigte. 

,, Submarine"  ist  vor  allen  Dingen  be- 
merkenswert darin,  dafJ  der  Film  zeigt, 
wie  weit  heute  die  Untcrwasserkincmato- 
graphic  gediehen  ist.  Der  Film  hat  sich 
alle   Gegenden  der  Erde  erobert.    Er  ist 


unseren  heutigen  technischen  Hilfs- 
mitteln sind  wir  noch  n'cht  imstande, 
in  so  bedeutenden  Tiefen  kineniiitogra- 
phische  Aufnahmen  zu  machen,  wie  sie 
dieser  Film  erfordert.  Wichtiger  ist 
aber,  daß  man  in  jedem  Augenblick 
den  Eindruck  vollkommener  Echtheit 
gewinnt  und  niemals  auf  den  Gedan- 
ken kommt,  daß  diese  Bilder  mit 
einem  I^Iöchstmaß  an  kinematographi- 
scher  Technik  aufgenommen  worden 
sind. 

Außerordentlich  ist  die  Steigerung 
der  Wirkung  des  Filmes  durch  die 
Geräusche,  die  den  Vorgängen  absolut 
angepaßt  sind.  Hier  erleben  wir  nicht 
nur  eine  Wiedergabe  jenes  Lärmes 
wie  er  auch  in  anderen  Filmen  zu 
finden  ist,  sondern  vernehmen  eine 
Abstufung,  wie  sie  die  Wirklichkeit 
bietet.  Das  Ohr  wird  nicht  mit  ein- 
tönigen Geräuschen  überfallen  sujidern 
diese  erscheinen  abgestuft,  so  daß  eine 
räumliche  Tiefe  des  Bildes  hörbar 
wird.  Je  nachdem,  ob  sich  der  Lärm 
in  der  Ferne  oder  Nähe  zuträgt,  dringt 
das  Geräusch  in  der  richtigen  Laut- 
stärke in  das  Ohr.  Auch  neben- 
sächliche Vorgänge,  die  beim  stummen 
Film  kaum  in  Erscheinung  traten,  er- 
halten in  Submarine  durch  das  unter- 
streichende Geräusch  plötzlich  Geltung. 
Dabei  ist  dieser  Film  erst  nachträglich 
synchronisiert  worden. 

Kurze  Dialogstellen,  ein  scharfer 
Ruf  nach  dem  ,,Boy"  etwa,  machen 
die  Situation  so  lebendig,  daß  die 
Szene  förmlich  aus  der  Leinwand  hcr- 
ausspringt.  Brillant  auch  ein  eingelegtes 
Matroscnlied,  das  rauh  und  wuchtig 
erschallt. 


Pholomontage  mit  Jack  Holt,  Ralph  Graues 
und  Dorothy  Revier  piwt.  Columbia 


vor  der  Feuchtigkeit  des  brasilianischen 
Urwaldes  nicht  zurückgeschreckt,  ist  in  die 
eisigen  Höhen  des  Pamir  emporgestiegen, 
hat  dem  Gluthauch  der  Wüste  und  der 
Kälte  beider  Pole  standgehalten,  aber  das 
Wasser  war  ihm  bisher  ein  nur  in  gerin- 
gem Grade  vertrautes  Element.  Schon 
weil  es  sich  zum  Licht  ganz  anders  ver- 
hielt als  die  Luft.  Man  hat  in  der  letzten 
Zeit  eine  ganze  Reihe  von  Filmen  gezeigt, 
die  das  Leben  der  Tier-  und  Pflanzen- 
welt unter  dem  Meeresspiegel  zur  Dar- 
stellung bringen,  aber  zumeist  waren  es 
Bilder,  die  in  Aquarien  aufgenommen 
wurden,  wo  man  für  die  notwendige 
Lichtmenge  sorgen  kann.  Seit  der  unver- 
geßlichen ,, Insel  der  verlorenen  Schiffe" 
hat  man  ähnliche  Spielszenen  unter  dem 
Meeresspiegel  im  Film  nicht  wieder  ge- 
sehen, wie  in  ,, Submarine",  die  vollendet 
und  wirklichkeitsnah  sind.  Natürlich  han- 
delt es  sich  um  Atelierszenen,   denn  mit 


[ 


cm!  Nicht  so,  wie  Sie  meinen!  Der  Film 
siegt  niciit  über  den  Alltag,  weil  er  Paare 
zusammenbringt,  die  sich  im  alltäglichen 
Leben  nie  finden  werden  — !  Er  siegt  auch 
nicht  deshalb,  weil  er  die  tollkühnsten  Sachen  durch 
seine  Sensationsdarstellcr  vollbringen  läßt  —  atcm- 
raubcnde  Angelegenheiten,  bei  denen  man  sich  immer 
wieder  gerne  davon  überzeugen  läßt,  daß  der  be- 
quemste Weg  vom  4.  Stock  auf  den  Bürgersteig  eben 
doch  —  die  Treppe  ist,  weil  erfahrungsgemäß  der 
Sensationsdarsteller  auf  dem  ,, direkten"  Weg  von 
oben  —  via  Balkon  —  Sprung  —  Blitzableiter  — 
sonstige  Drähte  —  immer  so  viel  Zeit  braucht,  daß 
ein  normaler  Mensch  bequem  über  die  Treppe  hin- 
unterkommt —  nein,  der  Film  siegt  deshalb  über 
den  Alltag  —  weil  er  ihn  und  seine  Sorgen  —  unsere 
Sorgen  —  einfach   ignoriert! 

Ich  habe  noch  nie  erlebt,  daß  ein  Filmheld  keinen 
Telephonanschluß  bekommen  hätte  —  außer  bei  Kri- 
minalfilmen, wo  das  manchmal  im  Manuskript  vor- 
gesehen ist!  Aber  dann  hört  er  einfach  nichts.  Das 
I.Fräulein  vom  Amt"  kommt  gar  nicht  mehr  zum 
Fragen!  Im  normalen  Spielfilm  ist  die  Verbindung 
1  —  2  —  3  da!  Jederzeit!  Die  Reichspost  soll  sich 
beim  Film  bedanken,  der  eine  derartige  Reklame  für 
ihre  Einrichtungen  macht!  Allerdings  werden  in 
einem  Film  die  Anschlüsse  auch  nicht  durch  die 
Reichspost  bzw.  die  ihr  unterstellten  Telephonämler 
hergestellt!  Denn  sonst  könnte  es  passieren,  daß  ein 
Akt  mit  einem  Telephongespräch  beginnt  und  mit 
einem    Tobsuchtsanfall    des    Hauptdarstellers    endet! 

Komisch!  Wenn  ein  normaler  Mensch  —  und 
solche  sind  im  allgemeinen  die  Helden  des  Films, 
ein  Fortbcwegungsmittcl  braucht  —  dann  existiert 
keine  Straßenbahn  —  dann  gibt  es  keinen  Autobus! 
Höchstens  ein  Auto!  Und  wenn  es  schon  einen  Aulo- 
bus gibt  —  dann  hat  er  immer  einen  Platz  für  den 
Filmhcldcn  oder  die  Filmheldin  frei!  ,, Besetzt"  — 
dieses  Schreckenswort  zur  großen  Verkehrszeit  in 
Berlin   —   gibt's   nicht    im    Film.      Drangvoll    fürchter- 

Obcn:  In  Filmen  sind,  wie  in  obiger  Bankszene,  Konten 

niemals  überzogen  und  Wechsel  gehen  nie  zu  Protest.  — 

Links:    Wenn    Charles  Farrell   telephoniert,    so   bekommt 

er  sofort  die  richtige  Verbindung  P/iot.  Fox 


liehe  Enge  mit  ihren  zahlreichen  komischen  und  tragi- 
komischen Verwicklungen  —  gibt's  nicht  im  Film!  Die 
Berliner  Verkehrs  A.-G.  sollte  umgehend  beim  Magi- 
strat für  Herabsetzung  der  Luslbarkeitssteucr  ein- 
treten —  denn  eine  solche  Reklame  für  die  Verkehrs- 
mittel der  Stadt  Berlin  gibts  nirgendwo  wieder  in 
der  Welt! 

Schecks  im  Film  gehen  immer  in  Ordnung!  Sie 
werden  mit  einem  vertrauensvollen,  respcktuösen 
Lächeln  hingenommen  und  eingesackt,  als  —  wenn  sie 
was  wert  wären!  Alle  Filmschecks  sind  gut!  Ich  habe 
noch  nie  festgestellt,  daß  irgendeiner  geplatzt  wäre! 
Dabei  sind  die  Gerichtssaalberichle  voll  von  derarti- 
gen Angelegenheiten!  Im  Leben  —  jeden  Tag!  Im 
Film  —  nie!  Im  Film  werden  alle  Schecks  hono- 
riert! Und  wenn  sie  noch  so  dick  sind!  Und  trotz- 
dem —  welch  dramatische  Konflikte  läßt  sich  die 
Filmindustrie  entgehen,  damit,  daß  sie,  im  Film  wenig- 
stens, —  alle  Schecks  honorieren  läßt!  Ein  ge- 
platzter Scheck  ist  wie  ein  Kieselstein  in  einen  'Icich 
geworfen!  Er  zieht  weiteste  Kreise!  Schade  um  die 
ungenützten  M(>glichkeiten!  Aber  —  trotzdem  —  wollte 
Gott,  alle  Stiiecks,  die  man  annimmt,  würden  so 
prompt    honoriert    —    wie    im    Film! 

Wenn  sich  ein  Filmstar  männlichen  Geschlechts 
von  den  Pyjamas  bis  zum  Slraßenanzug  anzieht  — 
so  geschieht  das  per  Überblendung!  Damit  gehl  der 
Film  der  gemeinsten  und  niederträchtigsten  i.rfindung 
aus  dem  Weg:  dem  Kragenknopf!  Die  europäische 
und  sonstige  zivilisierte  Männerwelt  sieht  ergriffen 
zu!  Im  Film  gibt  es  keinen  Kampf  mit  einem  wider- 
spenstigen Kragenknopf,  mit  einer  Krawatte,  die  nicht 
,. läuft"  — !  Der  Filmheld  kennt  nicht  die  rasende 
Wut,  die  einen  Normalmenschen  ergreifen  kann,  weil 
ihm  naturgemäß  im  Moment  des  ,, Eiligfertigwerdens" 
der  Kragenknopf  bricht!  Nein,  das  ist  dem  Film 
fremd!  Und  ebenso  die  Erbitterung,  die  viele  Leute 
morgens  schon  wegen  einer  solchen  Angelegenheit   mit 

Oben:  Im  Filmaulobiis  ist  immer  noch  ein  Plätzchen 
für  den  Star  hei.  Aber  versuchen  Sie  einmal  am  Kiir- 
lürstendamm  einzusteigen!  —  Rechts:  Der  Dandy  Brummet 
verbrauchte  eines  Abends  21  Binder,  ehe  er  die  richtig 
sitzende  Schleife  herausbeltam.  Victor  McLaglcn  bringt 
es  ohne  Mühe  beim  erstenmal  fertig  l'/wt.  fox 


f 


ins  Büro  usw.  bringen!  Warum  macht  nicht  einmal  eine  Kragen- 
knopffirma  eine   Reklame. 

Haben  Sie  jemals  gesehen,  daß  Harry  Liedtke  sich  mit  Kragen- 
knöpfen abärgert?!  Harry  Liedtke  benützt  aber  auch  nur  unse- 
ren  Patentknopf   In   Treue   Fest! 

Die  {'Irma  hätte  kolossalen  Erfolg!  Denn  —  man  hat  tat- 
sächlich noch  nie  gesehen,  daß  der  göttliche  Harry  solchen  abso- 
lut irdischen  und  alltäglichen  Zufällen  ausgesetzt  war,  wie  dem 
eines   zerbrochenen   Kragenknopfes! 

Trotzdem  —  wie  oben  gesagt  —  dieses  alltäglichste  Ärgerungs- 
niittel  schuld  an  den  verzwicktesten  Angelegenheiten  sein  kann 
inklusive  der  Kündigung  der  Sekretärin  durch  den  Chef  — ,  was 
immerhin  reiche  dramatische  Möglichkeiten  in  sich  schließen 
kann! 

Nun  sagen  Sie:  ,,Das  mit  dem  Telephon  —  und  das  mit  dem 
Kragenknopf  • —  und  das  mit  dem  Autobus  —  das  habe  ich  schon 
gesehen!  Garantiert!  Das  hab  ich  schon  gesehen!  Wie  hat  nur 
das  Lustspiel   geheißen?!!" 


Sehen  Sie!  Das  ist  der  Kernpunkt  der  Sache!  Wie  hat  das 
Lustspiel  geheißen?!! 

„Lächerlichkeit  tötet",  sagt  der  Franzose!  Die  Wahrheit  dieses 
Wortes  haben  wir  selbst  oft  genug  bewiesen  gesehen!  Der  Film 
wird  eben  doch  Herr  über  den  Alltag!  Im  Spielfilm  —  ignoriert 
er  ihn!  Im  Lustspiel  macht  er  ihn  lächerlich!  Was  natürlich 
Herrn  Schultze,  der  am  Abend  noch  in  irgendeiner  Komödie 
Tränen  gelacht  hat,  nicht  abhält:  seinen  geplatzten  Scheck,  seinen 
gebrochenen  Kragenknopf,  seine  falsche  Verbindung  den  ganzen 
lieben,  langen  Tag  ganz  bitterböse  ernst  zu  nehmen! 

Schade,  nicht  wahr?!  Man  könnte  aus  der  souveränen  Nicht- 
achtung, die  der  Spielfilm  solchen  Kleinigkeiten  entgegenbringt 
—  und  aus  der  grotesken  Übertreibung,  mit  der  das  Lustspiel 
sie  behandelt,  soooo  viel  lernen  an  kleiner,  praktischer  Lebens- 
weisheit! 

Wäre  das  nicht  hübsch?!  Möchten  wir's  nicht  alle  gern  sein: 
Sieger  über  den  Alllag?! 


Prinzessin  Faschasch  Worg,    Nichte   des  Kaisers  von  Abessinien.    besuchte  die  Ufa-Ateliers   in  Neubobeisberg  und  wohnte   den  Aufnahmen 

des  neuesten  Lilian  Harucy-Films  bei  pi,ot.  Ufa 


Carusos  Fiasko  beim  Film 


Wir  haben  jetzt  Benjaniino  Gigli  im  Tonfilm  gehört,  der 
die  Arien  dieses  Caruso  unserer  Zeit  in  einer  Vollendung 
wiedergibt,  welche  die  besten  Grammophonplatlen  wo- 
möglich noch  übertrifft.  Die  bildliche  Leistung  steht  in  diesem 
Falle  nicht  zur  Kritik,  denn  Gigli  ist  in  er.sler  Linie  ein  Stimni- 
phänomen  und  nicht  seine  Erscheinung,  sondern  der  Wohllaut 
seines  Organes  bestimmt  die  Wirkung.  Es  ist  heule  wohl  schon 
ganz  vergessen,  daß  auch  Caruso  einmal  gefilmt  hat  und  damit 
das  einzige  Fiasko  seines  Lebens  erlitt.  Leider  war  ja  vor 
achtzehn  Jahren  der  Tonfilm  noch  nicht  erfunden,  und  die  auf 
diesem  Gebiete  angcslelllen  Experimente  endeten  um  191Ö  mit 
vollkommener  Ablehnung  durch  die  Zuschauer.  Caruso  er- 
schien also  im  stummen  Film  und  beraubte  sich  dadurch  seiner 
eigentlichen   Begabung. 

Auf  den  Gedanken,  den  gefeierten  Sänger,  der  auf  der  Höhe 
seines  Ruhmes  stand,  für  die  Leinwand  zu  gewinnen,  war  Sam 
Goldwyn  gekommen,  der  in  jenen  Jahren  noch  bei  der  Famous 
Players-Lasky  Corp.  tätig  war.  Enrico  Can-so,  der  König  der 
Tenöre.  erhielt  bei  der  Oper  märchenhafte  Gagen  und  stellte 
für  die  Tätigkeit  beim  Film  die   in  jenen  Jahren  unerhörte  For- 


derung von  2  500  000  Dollar.  Dafür  sollte  er  in  sechs  Filmen 
mitwirken,  die  man  sich  aber  nicht  als  Großfilme  vorzustellen 
hat,  sondern  als  jene  Dreiakter,  die  damals  den  Spielpl.in  be- 
stimmten. Man  drehte  zuerst  zwei  Filme  und  brachte  sie  schnell 
heraus,  weil  es  ein  Terminieren  noch  nicht  gab  und  Filme  nicht 
im  Überfluß  vorhanden  waren.  Im  Graumann-Kino  zu  Los  An- 
geles erlebten  die  beiden  Filme  an  eint;m  Abend  ihre  Premiere, 
zu  der  Caruso  erwartet  wurde,  aber  nicht  kam,  weil  ihn  Tos- 
canini,  der  Dirigent  der  A\etropolitan  Opera  in  New  York,  nicht 
freigeben  wollte.  Es  war  sein  Glück;  denn  die  Aufnahme  der 
Filme  durch  die  Zuschauer  war  katastrophal.  Die  ein  wenig  sen- 
timentale Handlung  hätte  einen  ganz  anderen  Darsteller  be- 
nötigt als  den  etwas  beleibten  Caruso,  der  in  den  ernstesten 
Augenblicken  ein  kleines  pfiffiges  Lächeln  nicht  unterdrücken 
konnte.  Das  Publikum  lachte,  wo  es  gerührt  sein  sollte,  und 
blieb  eisig,  wo  man  es  lachen  machen  wollte.  So  sind  denn  von 
den  sechs  Filmen,  die  den  Anfang  einer  großen  Caruso-Serie 
bilden  sollten,  nur  diese  beiden  gedreht  worden,  von  dcneT  sich 
auch  eine  Kopie  nach  Europa  verirrte,  die  aber  heute  genau 
so  vergessen  ist,  wie  die  anderen,  die  in  Amerika  blieben.  Jeden- 
falls  haben   sich    nicht   einmal   die    Titel    der   Filme   erhalten. 


JENNY   JUGO    UND    ENQICO    BENFEQ 
in  dem  Ufa- Film  „Die  Flucht  vor  der  Liebe" 


Über  jenen  Bühnenregisseur,  der  vor  18  Jahren 
seinen  ersten  Film  inszenierte  und  der  dreihun- 
dert Meter  >\ondschein  drehen  ließ,  ist  viel  jje- 
lacht  worden.  Denn  bisher  ent^oi;  sich  der  Trabant 
der  Erde  den  Angriffen  der  Kamera,  und  die  Mond- 
scheinbilder der  vielen  Trickfilme  verdanken  ihre 
Entstehung  einem  Trick.  Es  ist  aber  in  der  neujsten 
Zeit  jjeluniien,  diesen  Himmelskörper  nicht  nur  zu 
photojjraphiercn,  sondern  auch  auf  dem  Zelluloidstrei- 
fen festzuhalten.  Die  Schwierigkeit  der  Mondaufnah- 
nien  liegt  darin,  dal]  er  sich  bewegt,  indem  er  die 
Erde  in  30  Tagen  umkreist.  Dazu  kommt  noch  jene 
scheinbare  Bewegung,  die  aus  der  Drehung  der  Erde 
um  sich  selbst  herrührt.  Man  hat  berechnet,  daß  zn 
einer  scharfen  Mondaufnahmne  die  Belichtungszeit  von 
\i-  Sekunde  notwendig  ist.  Leider  ist  aber  disse  Zeit 


infolge  des  schwachen  A\ondlichtes,  das  ja  570  000- 
mal  geringer  als  Sonnenlicht  ist,  nicht  ausreichend, 
aber  eine  Exposition  von  mehreren  Sekunden  ver- 
wischt das  Bild  bereits  wieder.  Deshalb  haben  sich  die 
Astronomen  geholfen  und  die  Fernrohre  beweglich  ge- 
macht, so  daß  sich  eine  Übereinstimmung  zwischen 
dem  Lauf  des  Mondes  und  dem  des  Fernrohrers  erzie- 
len läßt,  die  annähernd  präzise  ist.  Welche  Gestalt  die 
Oberfläche  des  Mondes  in  der  Kamera  zeigt,  ist 
aus  obigen  Bildern  zu  ersehen,  die  das  Ringgebirge 
Tycho  mit  Umgebung,  die  Mondrillen  beim  Krater 
Triesnecker  und  die  kraterreiche  Gegend  aus  der 
Nähe  der  großen  Hallebene  Walther  zeigen.  Der 
Astronom  weiß  nun,  wie  er  sich  die  Rinde  des 
iMondes  vorzustellen  hat,  nämlich  so,  wie  sie  im  Bilde 
unten  für  den  Film  ,,Frau  im  Mond"  gebaut  wurde. 


Phol.  LI<J 


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Brief   ans   N  e  \v    York. 

Was  der  Broadway  sieht,  gelangt  meist  ein 
halbes  Jahr  später  nach  Berlin.  Manch- 
mal dauert  es  etwas  länger;  ganz  selten 
sind  jedoch  Ausnahmen,  in  denen  ein  Film  in 
Berlin  früher  gezeigt  wird  als  in  New  York, 
wie  CS  mit  dem  Lubitschfilm  ,,Der  König  der  Ber- 
nina" der  Fall  war,  der  einstweilen  der  letzte 
stumme  Großfilm  gewesen  ist.  Der  Tonfilm  hat  auf 
der  ganzen  Linie  gesiegt,  und  nur  Charles  Chaplin 
verhält  sich  einstweilen  noch  ablehnend.  Dagegen 
sind  die  anderen  Aktionäre  der  United  Artists  mit 
fliegenden  Fahnen  zu  ihm  übergegangen.  Selbst  .Mary 
Pickford,  nicht  mehr  ganz  Amerikas  Sweetheart,  aber 
doch  noch  der  Liebling  einer  großen  Gemeinde,  hat 
sich  zum  Tonfilm  bekehrt  und  damit  Abschied  von 
ihrem  bisherigen  Rollcngebiet  genommen,  Sie  war 
bis  vor  diesem  Film,  der  den  bezeichnenden  Namen 
.,Coquette"  trägt,  die  Darstellerin  armer,  verprügelter 
A\ädchen,  die  durch  einen  seltsamen  Zufall  reich  und 
glücklich  wurden.  Mary  Pickford  war  den  Ameri- 
kanern das  moderne  A\ärchen.  Von  diesem  Thema, 
das  sich  allerdings  kaum  noch  variieren  ließ,  ist  sie 
abgekommen.  Sie  hat  sogar  das  Haar  kurz  ent- 
schlossen gehobbt  und  ist  aus  dem  Farmermädchen 
ein  moderner  Flapper  geworden.  Der  eigentliche  Reiz 
ihres  Wesens,  die  Liebenswürdigkeit  ihrer  Erschei- 
nung ist  ihr  geblieben.  Aber  noch  sieht  sie  neu  zum 
Tonfilm,  der  ihre  Stimme  auch  ver- 
gröbert wiedergibt.  Allerdings  weiß 
man  in  Hollywood  noch  nicht,  wie 
ein  Tonfilmdrehbuch  auszusehen  hat. 
Man  steckt  ganz  inmitten  der  Ex- 
perimente, die  von  dem  ,, Singen- 
den Narren"  angeregt  wurden.  Ein 
neuer  Mann,  John  Brown,  ist  Marys 
Partner  —  ein  typischer  Ameri- 
kaner, dessen  Name  in  jedem 
Telephonbuch  seitenlang  zu  lesen 
ist.        Auch     Ronald     Colman,     jetzt 


Oben:   Fat  O'Mallcy  und  Chester 

Morris     in    ,,Voice    of     a    City". 

Unten:  Ronald  Colman  und  June 

Bennet  in  „Bulldog  Drummond" 


,,banky"-los,  ist  unter  die  Sprechschauspieler  gegangen.  Nun 
für  ihn  bedeutet  dieser  Schritt  nichts  Neues,  denn  er  kommt 
ja  von  der  Sprechbühne.  Außerdem  genießt  er  jetzt  den 
Vorzug,  Engländer  zu  sein,  der  ein  reines  Englisch  spricht. 
Denn  es  genügt  beim  angelsächsischen  Tonfilm  nicht,  engli- 
schen Unterricht  genommen  zu  haben,  sondern  die  Zuschauer 
fordern,  daß  der  Schauspieler  ein  dialektfreies  Englisch 
spricht.  Übrigens  werden  in  den  Tonfilmgrotesken,  wie  eine 
von  ihnen  Harold  Lloyd  vorbereitet,  verschiedene  englische 
Dialekte  aus  humoristischen  Gründen  verwendet.  Man  läßt 
Tramps  ein  derbes  Hinterwäldlerisch  sprechen  und  stellt 
diesem  Tonfall  die  gezierte  Sprache  eines  College-Girls  ge- 
genüber. Auch  Menjou,  der  sich  auf  Tonfilm  umstellte,  hat 
bei  Maurice  Chevalier  schnell  seine  französischen  Sprach- 
kennlnisse  aufgefrischt,  denn  er  soll  in  seinen  Filmen  das 
Englische  mit  einem  französischen  Akzent  sprechen.  Von 
dem  verfilmten  Bühnenstück,  wie  es  der  hundertprozentige 
Sprechfilm  ..Interference"  darstellte,  ist  man  schnell  wieder 
abgekommen,  denn  diese  Mischung  hat  sich  nicht  bewährt. 
Dagegen  gefallen  am  Broadway  immer  noch  jene  Filme,  in 
denen  das  eigentliche  filmische  Element  vorherrscht  und  nur 
durch  eingelegte  Dialogpartien  und  Gesangsstücke  verstärkt 
wird.  ,, Broadway  Melody"  ist  nach  wie  vor  ein  Kassen- 
schlager. Unter  den  neueren  Filmen  dieser  Art  verdient 
,,Showboat"  genannt  zu  werden,  dessen  Hauptrollen  von 
Joseph  Schildkraut  und  Laura  la  Plante  dargestellt  werden. 
Laura,  deren  schauspielerische  Vorzüge  unbestritten  sind, 
entpuppt  sich  jetzt  als  eine  fesche  Soubrette,  deren  Bühnen- 
laufbahn gewiß  von  Erfolg  gekrönt  sein  würde  und  die  auch 
einen  Antrag  erhalten  hat,  sich  auf  der  Sprechbühnc  zu  ver- 
suchen. ,,Showboat",  die  Geschichte  eines  Komödianten- 
schiffcs,  das  den  Mississippi  entlangfäiirt  und  Vorstellimgen 
in  den  kleinen  Städten  gibt,  war  als  Roman  der  Edna  Fcrber 
einer  der  größten  Bucherfolgc  Amerikas.  Das  Werk  wurde 
dramatisiert  und  auf  der  Zicgfeldbühnc  lange  mit  Erfolg  ge- 
spielt. Ein  United-Artists-Film  ,,Voicc  of  a  City"  erweist 
sich  als  sclir  erfolgreich.  Es  ist  ein  handfestes  Verbrecher- 
und Deteklivstück,  mit  Einlagen  in  saftigstem  Slang.  Gerade 
Stücke  dieser  Art  haben  in  allen  Ländern  ein  großes  Publi- 
kum, das  mit  geheimem  Gru- 
seln die  Vorgänge  verfolgt 
und  froh  ist,  aus  der  Gebor- 
genheit des  Parkettsesscls 
die  Ruchlosigkeiten  der  Un- 
terwelt —  natürlich  roman- 
tisch verbrämt  —  verfolgen 
zu  können. 


Oben:     Morton     Doronay     in 

„Molhers  Boy" 

Unten:     Mary     Pickford     und 

John  Brown  in  „Coquettc" 

Phol.  United  Artists 


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Die  letzten  Wochen  haben 
uns  ein  paar  der  schönsten 
Tierfilme  gebracht,  die 
man  bisher  auf  der  Leinwand 
bewundern  Uonnte.  Wieder 
waren  es  Expeditionsfilme  aus 
Afrikas  Wildkammern,  deren 
Reichtum  einstweilen  nicht  er- 
schöpft ist.  Es  ist  kein  Zufall, 
daß  die  großen  Tierfilme  aus 
dem  dunklen  Erdteil  stammen, 
der  sich  inzwischen  vollkom- 
men gelichtet  hat.  Denn  auch 
der  Kameramann  findet  darin 
neben  den  mannigfachsten  Tier- 
arten vor  allem  eines,  ohne  das 
seine  Kunst  zwecklos  ist,  näm- 
lich das  Licht.  Die  großen  Wildarten  leben  in 
der  sonnendurchglühten  Steppe,  die  dem  Licht 
nach  allen  Seiten  zugänglich  ist.  Die  Tiere  des 
afrikanischen  Urwaldes,  das  Okapi,  der  Schim- 
panse und  andere,  sind  ja  auch  noch  nicht 
gefilmt  worden.  Sogar  die  Raubtiere  kommen 
in  den  Expeditionsfilmen  nur  so  weit  zur  Sicht, 
wie  sie  sich  in  die  Steppe  wagen,  was  vom 
Bären  wie  vom  Leoparden  gilt,  die  immer  nur 
durch  ein  paar  Schnappschüsse  der  Kamera  zur 
filmischen  Beute  werden.  Die  Löwen  sind  im 
afrikanischen  Seengebiet  eben  zu  Steppentieren 
geworden;  ihre  Brüder  im  Gebirge  sind  im  Film 
bisher  viel  seltener  zu  sehen  gewesen.  Die 
besten  Tierbilder  aus  dem  Urwalde  hat  bisher 
die  Dungern-Expedition  vom  Amazonenslrom 
heimgebracht.  Leider  haben  eine  ganze  Anzahl 
Tiere  die  Angewohnheit,  Nachttiere  zu  sein  und 
entziehen    sich    damit   der    Gelegenheit,    gefilmt 


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zu  werden.  Das  gilt  besonders  auch  von  den 
Tieren  unserer  Heimat,  die  außerdem  viel 
scheuer  sind  als  das  afrikanische  Großwild, 
da  sie  den  Menschen  fürchten  gelernt  haben 
und  viel  weniger  Gelegenheit  finden,  sich  zu 
verstecken.  Obwohl  ein  Heer  von  tüchtigen 
Amateurphotographen  auf  der  Jagd  nach  Tier- 
bildcrn  ist,  sind  Aufnahmen  in  freier  Wild- 
bahn recht  selten.  Ja,  sie  gelingen  eigent- 
lich nur  dem,  der  genau  mit  den  Eigenschaf- 
ten des  Wildes  vertraut  ist  und  es  an 
den  Wechseln  belauschen  kann.  In  Deutsch- 
land leben  im  Harz  noch  die  letzten  Wild- 
katzen, aber  ihre  Schlupfwinkel  sind  die  dich- 
testen Dichtungen,  wohin  kein  Mensch  diesen 
scheuen  Geschöpfen  folgen,  geschweige  sie 
dann  mit  der  Kamera  belauern  kann.  Der 
Kulturfilm  der  Ufa  ,, Natur  und  Liebe"  zeigte 
ein  paar  Bilder  der  letzten  Elbebiber,  die  mit 
Hilfe  von  Teleaufnahmen  zustande  gekommen 
waren.  Aber  damit  ist  es  auch  aus.  Man 
verfolge  einmal  den  scheuen  und  blitzschnel- 
len Fischotter  auf  seinen  Pirschgängen  mit 
der  Kamera,  man  belauere  die  kluge  Trappe 
oder  das  ängstliche  Wildkaninchen  oder  die 
,  Bache  mit  den  Frischlingen,  die  in  dieser  Zeit 
/nicht  weniger  gefährlich  als  ein  Leopard  ist. 
4jf  Es  wird  einleuchten,  daß  die  Kinematographie 
sich  auf  solche  Zufälle  nicht  einlassen  kann, 
wie  sie  bei  uns  Aufnahmen  des  frei  lebenden 
Wildes  immer  sein  werden.  Außerdem  kann 
^^  eine  solche  Aufnahme  stets  nur  ganz  be- 
^•^ -'.stimmte    Lebensäußerungen    der    Tiere    zeigen, 

Aus  dem  Ufa-Film  „Der  Wilderer" 
P/wt.  Ufa 


^ 

^ 


Hcktor,  ein  Insasse  des  Ufa-Zoos  Neubabelsbcrg        phm.  Lfa 


die   für  einen  Film   zu  ueni^  sind   und   vor   allen  Dingen  nie   den 
biologischen    Zwecken    dienen,    welche    sich    die    Kulturfilme    zum 
Muslcr  genommen  haben.     Man  kann  nicht  eine  Reise  nach  Indien 
unternehmen  und  dann  abwarten,  bis  man  auf  einen  Mungo  trifft, 
der     sich     gerade     mit     einer     Kobra     balgt,     man     kann     nicht 
an    der    Adria    lauern,    um    Zeuge    zu    werden,    wie    ein    Tinten- 
fisch  im   Kampf   mit    einer   Krabbe   unterliegt   —  wobei  sich  dann 
gewöhnlich    herausstellt     daß   wich- 
tige Abschnitte  der  Vorgänge  außer- 
halb   des    Kamcrafcldcs    vor    sich 
gehen,  weil  die  Tiere  ja  bei  solchen 
Gelegenheiten      ihren       Kampfplatz 
erweitern.      AUin   kann  nicht   einmal 
abwarten,   bis    es    einem    Käuzchen 
einfällt,    eine    vorwitzige    Maus    zu 
fangen,    denn    dann    ist    es   gewöhn- 
lich  Nacht.     Der    Biologe,    der   das 
lierleben    im    Film    darstellen    will, 

'ß   die   Menagerie   um   sich   haben 

...i    mit    dem   Leben   der   einzelnen 

;cn    vertraut    sein.      Er    muß 

.  ,jch  die  Geduld  eines  echten 

;  Jc.iorschcTs  besitzen,  denn  es  gehl 

natürlich     nicht     an,     den     Tieren 

;;cnschliciien   Willen   aufzuzwingen, 

•ie  CS  in  läppischen  Spielfilmen 
der  Fall  ist,  deren  Erzeuger  dann 
noch  gewöhnlich  sehr  stolz  auf 
diese  Leistungen  blicken.  Tiere 
sind  keine  Menschen!  Eine  bio- 
logische Mustcranstalt  stellt  der 
Ufa-Zoo  in  Neubabelsbcrg  dar, 
worin  Wolfram  .lunghans  und  Dr. 
Ulricli  K.  T.  Schulz  ihre  f'ilnif 
drehen,     insofern     der    letzte     nicht 


Meisler  P./;. 


gerade  auf  der  Reise  ist  und  die  rumänischen  Niederungen  oder 
den  Golf  von  Neapel  nach  brauchbaren  Motiven  durchpirscht. 
Wer  ein  Tier  vor  die  Kamera  bringt,  muß  genau  mit  dessen 
Lebensablauf  vertraut  sein.  Die  Aufnahme  erfordert  Licht,  mehr 
Licht  in  der  Regel,  als  die  Geschöpfe  vertragen  können,  von 
denen  sich  ja  die  w-enigsten  dem  grellen  Sonnenlicht  aussetzen, 
w'eil    sie    sich    damit    ihren    F^cindcn    ausliefern.      Das    Atclierlicht 

muß     aber    auf     die     meisten    Tiere 

den      Eindruck     des     Sonnenlichtes 

machen,     ja,    es    muß    ihnen    durch 

■H^IPflHBHW^^HHB  H        seine    höhere   Temperatur   noch    un- 

^■i'tl'fll  .-     *■'    ^^^B  H        angenehmer  sein.    Dazu   kommt   das 

unbekannte  Geräusch  der  Kamera, 
die  Anwesenheit  der  Menschen,  ihr 
Gespräch  usw.  Allen  frei  lebenden 
Tieren,  die  den  Menschen  kennen- 
lernten, ist  sein  Anblick,  sein  Ge- 
ruch unangenehm.  Es  gehört  also 
eine  außerordentliche  Kunst  dazu, 
aus  dem  Tier  jene  Bewegungen 
herauszulocken,  die  für  die  Auf- 
nahme notwendig  sind,  Schöne 
Schauspielerinnen  stellen  sich  vor 
der  Kamera  bisweilen  auch  unbe- 
holfen an  und  bringen  beim  besten 
Willen  nicht  jenen  Ausdruck  zu- 
stande, den  der  Regisseur  für  not- 
wendig erklärt,  Ihnen  kann  man 
wenigstens  erklären  oder  vorspielen. 
Aber  wie  spielt  man  einer  Eule 
vor,  daß  sie  auffliegen  oder  sitzen- 
bleiben soll,  wenn  sie  keine  Lust 
hat,  sondern  nur  darauf  sinnt,  wie 
sie  sich  am  schnellsten  in  einen 
ti'i   I\nsionär  der  Ufa  sicheren   Winkel   retten   kann. 


^ 


JEANETTE LOFF 


Phot.  P.  D.  C. 


Der  Regisseur,  welcher  mit  Tieren  arbeiten  will,  muß  mit 
ilinen  befreundet  sein.  Das  Tier  muß  in  der  i'ngewöhnlichen 
Situation,  in  die  es  der  Film;ippaiat  bringt,  durchaus  das  Gefühl 
haben  wie  der  Anzengrubersche  Steinklopferhans:  ,,'s  kann  dir 
nix  g'schehn."  Diese  Vertrautheit  mit  der  Tierpsyche  hat  nichts 
mit  jener  Sentimentalität  zu  tun,  die  neuerdings  im  Umgang  mit 
ihnen  einreißt.  Fanatische  Tierfreunde  sind  nicht  immer  gute 
Tierkenner.  So  wird  jetzt  neuerdings  gegen  das  Gefangen- 
haiten  der  Tiere  in  Käfigen  viel  Propaganda  gemacht 
und  der  menschliche  Standpunkt  vertreten,  daß  eine  Haft- 
psychose sich  auch  bei  Tieren  bemerkbar  macht.  Aber 
die  meisten  von  ihnen  reagieren  ganz  anders.  Gewiß,  der  Wan- 
derfalke bietet  im  Käfig  immer  ein  beklagenswertes  Bild,  denn 
diesen  geborenen  Vagabunden  der  Lüfte  muß  jede  Einkerkerung 
bedrücken.  Aber  schon  unsere  Singvögel  verhalten  sich  anders, 
und  bei  der  Schwarzdrossel  erleben  wir,  daß  dieser  noch  vor  drei 
Jahrzehnten  scheue  Waldvogel  sich  vollkommen  an  den  Men- 
schen gewöhnt  hat  und  beinahe  zu  einer  Plage  der  Gartenbesitzer 
geworden  ist.  Man  vergißt  nämlich  in  der  Stadt  zu  leicht,  daß 
Tiere  oft  durchaus  nicht  nützlich  im  menschlichen  Sinne  sind,  son- 
dern daß   ihr  Kampf  ums   Dasein  sehr  oft  störend  in  die  mensch- 


liche Interessensphäre  eingreift.  Eine  solche  Aufklärung  über  die 
eigentliche  Natur  der  einzelnen  Tierarten  kann  aber  nur  ganz 
selten  ein  in  freier  Wildbahn  aufgenommener  Film  vermitteln.  Die 
hier  notwendigen  biologischen  Bilder  sind  allein  im  Atelier  zu 
stellen,  wobei  es  vollkommen  von  der  Kunst  des  Regisseurs  ab- 
hängt, ob  die  Bilder  natürlich  oder  gestellt  wirken.  Muß  der 
Tierfilmregisseur,  der  in  freier  Wildbahn  arbeitet,  vom  Glück  be- 
günstigt sein,  um  interessante  Bilder  einfangen  zu  können  (hierbei 
ist  an  den  Kampf  des  Kaffernbüffels  mit  einer  Löwin  aus  dem 
Ufafilm  ..Fori"  zu  denken),  so  braucht  er  im  Atelier  neben  der  un- 
vermeidlichen Geduld  noch  Erfindungsgabe,  um  das  Tier  zu  einer 
Bewegung  zu  veranlassen.  An  sich  sind  nämlich  Tiere  viel  we- 
niger interessant  als  die  meisten  Tierfreunde  annehmen.  Die 
wenigen  charakteristischen  Bewegungen  sind  bald  erschöpft  und 
reichen  sehr  oft  nicht  aus,  um  einen  Film  abwechslungsreich  zu 
gestalten.  Die  biologischen  Tierfilme  setzen  ihren  Ehrgeiz  vor 
allen  Dingen  darin,  das  gegenseitige  Verhalten  der  Tiere  zu  ein- 
ander zu  zeigen,  wovon  Jagdfilme  sehr  oft  nicht  ein  Bild  bringen, 
weil  sie  zu  rasch  aufgenommen  wurden.  Das  Tier  wird  aber  erst 
dann  interessant,  wenn  es  in  seinen  Beziehungen  zur  Umwelt  er- 
scheint.   Anders  natürlich  das  Tier  im  Spielfilm.    Aber  hier  hat  es 


ja  im  höchsten  Falle 
eine  Chargenroile  und 
darf  niemals  sich 
selbst  spielen. 

Selbst  Rintintin 

spielt  ja  nicht  eigent- 
lich, sondern  wird  nur 
in  eine  geschickt  kom- 
ponierte Handlung  ge- 
setzt, die  seiner 
eigentlichen  tierischen 
Natur  nicht  selten  Ge- 
walt antut.  Der  biolo- 
gische Tierfilm  aber 
will  die  Wahrheit,  das 
ist  sein  einziges,  höch- 
stes, schwer  erreich- 
bares   Ziel. 

Oben :  Der  Tierfilmre- 
gisscur  der  Ufa  Wolfram 
Junglians  im  Ufa- Zoo 
Ncubabcisberg  mit  dem 
bcriihmlen  Mungo 

Unten :  Die  Kamera  und 
ilire  Beute  phot.  Ufa 


^M 


ßr    S 

V_^  UND  v_y 


le 


UND  SEHR  VIEL 


SdiwiiiÄel 


Gii/bLu^ti0erAbeKteu>errom.aLVL 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


7.  Fortsetzung 

Sie  sieht  aus,  als  ob  man  mit  ihr  Pferde  stehlen  könnte,  dachte 
Robby  Valberg  begeistert  und  beschloß,   in  Elan  zu  kommen. 

Dazu  war  der  Heidsieck  gerade  recht. 

Er  trank  und  hob  sein  Glas  ebenso  mutig  wie  unauffällig  in 
ihrer  Richtung,  gerade  als  sie  sich  nach  ihrer  Serviette  bückte, 
die  herabgefallen  war. 

Der  einzige  Mensch,  der  die  Bewegung  gesehen  hatte,  war  eine 
kräftige  Dame,  durchaus  antiquierten  Formals,  zwei  Tische 
weiter  als  sie. 

Sie  verwandelte  sich  sofort  in  zwei  Zentner  Empörung.  Robby 
Valberg  setzte  das  Sektglas  hin  und  schimpfte  leise,  aber  nach- 
drücklich auf  sich  ein. 

Was  war  denn  los?  Warum  benahm  man  sich  wie  ein  Ober- 
primaner, wenn  die  Kusine  vorbeikommt? 

Er  analysierte  genau  und  stellte  fest,  daß  dazu  kein  Grund 
vorlag. 

Na  also.    Ran  an  den  Feind! 

Natürlich  —  jetzt  sah  sie  dauernd  zum  Fenster  hinaus. 

Es  stimmte  doch  etwas  nicht.  Natürlich  nicht.  Sie  hatte  einen 
ganz  leichten  Zug  um  den  Mund,  der  nicht  zu  ihr  paßte. 

Wie  ein  Kind,  das  sich  mit  etwas  schmerzlich  abfinden  will, 
das  ein  aufsteigendes  Weinen  tapfer  unterdrückt. 

Weinen  paßte  nicht  zu  ihr,  schien  so  fremd  und  so  ungerecht 
für  dieses  zum  Frohsein  geschaffene  Gesicht,  das  doppelt  rührte. 

Ich  habe  Mitleid  mit  einem  Mädel,  von  dem  ich  noch  nicht 
so  viel  weiß  wie  vom  Dalai  Lama,  dachte  Robby  Valberg  und  be- 
gann sich  für  gemütskrank  zu  halten. 

Was  sollte  man   tun? 

Der  Rädergesang  ging  jetzt  vom  Prestissimo  in  ein  einfaches 
Allegro  über. 

Die   Bremsen  kreischten  wie  alte  Frauen. 

,,Karossol!" 

Die  Holztäfelung  ächzte. 

Draußen  auf  regennassem  Bahnsteig  schwatzten,  liefen,  lärmten 
Menschen;    Karren  mit   Koffern,   mit   den  prachtvollen  illyrischen 


Nachdruck  verboten 

Zigaretten,  Limonade  und  unleserlichen  Zeitungen  rollten  vorbei. 
Der  Zug  hielt.  Die  junge  Dame  sah  aus  dem  Fenster,  und  Robby 
Valberg  gewahrte  eine  gewisse  Spannung  in  ihrem  Blick.  Sie 
schien   etwas  zu  suchen. 

Als  der  Zug  anruckte  und  mürrisch  wieder  in  Gang  zu  kommen 
suchte,  atmete  sie  auf  und  lehnte  sich  mit  halbgeschlossenen 
Augen  zurück.    Erleichtert. 

Hm.  —  Robby  Valberg  dachte  einen  angefangenen  Gedanken 
nicht  zu  Ende. 

Die  junge  Dame  war  plötzlich  sehr  blaß  geworden.  Ihre  Lippen 
zitterten  leicht.  Sie  hatte  die  Hand  zur  Faust  geballt.  Sie  schien 
mühsam  nach  Beherrschung  zu  ringen. 

Ganz  langsam  sah  Robby  Valberg  sich  um. 

Jemand  saß  drei  Tische  hinter  ihm.  Ein  Herr,  der  noch  vor 
wenigen  Minuten  nicht  da  gesessen  hatte.  Der  einzige  übrigens. 
Die  andern  Gesichter  kannte  man  schon  seit   längerem. 

Es  war  also  der,  der  die   junge  Dame  erschreckt  hatte. 

Er  schien  es  übrigens  gar  nicht  bemerkt  zu  haben,  sondern 
studierte  sichtlich  intensiv  die  Speisekarte.  Ein  magerer,  langer 
Mensch  mit  nicht  allzu  diskret  kariertem  Reiscanzug  und  aus- 
gesprochen rötlichem  Haar.  Er  nahm  von  seiner  Umgebung  nicht 
die   geringste   Notiz. 

Robby  Valberg  drehte   sich   wieder  zurück. 

Der  Platz  der  jungen  Dame  war  leer. 

Unwillkürlich  stand  er  auf,  steckte  ein  paar  Geldscheine  unter 
die  Serviette  und  schob  sich  in  wunderlich  krausen  Gedanken  an 
der  dumpfheißen  Miniaturküche  vorbei,  zwischen  klappernden 
Verbindungstüren  hindurch   die   Wagenreihe   entlang. 

Im  letzten  Wagen  mußte  man  natürlich  seinen  Platz  haben. 
Es  war  eine  Art  von  Privatreise  bis  zum  Dinning-Car. 

Wagen  sechs  —  sieben  —  acht  — 

Endlich. 

Aha,  da  war  ihr  Coupe!  In  seinem  Wagen,  dem  direkten  nach 
Ragazza. 

Er  beobachtete  sie  durch  die  Tür,  ohne  selbst  einzutreten. 


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Sie  lief  unschlüssig  hin  und  her,  dann  riß  sie  plötzlich  die  Tür 
auf  daß  er  kaum  noch  Zeil  halle,  zurückzulrelcn,  ging  an  das 
nächste   Wagenfenster  und   spähte  hinaus. 

Was  suchte  sie?    Die  nächste  Station? 

Es  v\ar  Ragazza,  und  bis  dahin  waren  noch  gut  anderthalb 
Stunden,   noch    hundert    Kilometer. 

Draußen  ging  die  Dämmerung  schon  in   Nachl  über. 

Graugrün  und   düster   flog   die   Landschaft   vorbei. 

Der  Wagen  war  leer.  In  jedem  Coupe  lagen  ein  paar  Menschen 
und  schliefen. 

Robfiy  Valbcrgs  gute  Stimmung  verflog.  Jäh,  und  ohne  daß  er 
sich  direkt  sagen  konnte,  weshalb.  Auch  er  öffnelc  ein  Fensler 
und  ließ  sich  die  weißen  Rauchschwaden  um  die  Ohren  wehen. 
Das  Rädergebrüll  verscheuchte  ein  unangenehmes  Gefühl. 

lir  starrte  plötzlich  nach  der  hinteren  Wagcniür,  die  sich  lang- 
sam öffnete. 

Eine  Hand  erschien. 

Wer  war  denn  da  verrückt  geworden? 


,Um  Himmels  willen,  lassen  Sie  mich  los!" 


Er  war  mit  fünf,  sechs  großen  Schritten  den  Gang  entlang  am 
Wagenende, 

Die  Tür  war  offen,  die  junge  Dame  stand  halb  auf  dem 
Trittbrett. 

Er  griff  zu  und  riß  sie  zurück. 

,, Lassen  Sie  mich!"  stieß  sie  hervor.  ,,Um  Himmels  willen, 
lassen  Sic  los!" 

,,lch  denke  gar  nicht  daran!"  sagte  er  energisch,  seine  lähmende 
Erschrockenheit  meisternd.  ,,Ich  werde  doch  nicht  zusehen,  wie 
Sie  sich  das  Leben  nehmen." 

Sic  lachte  kurz  auf. 

,,Ich  denke  gar  nicht  daran,  mir  das  Leben  zu  nehmen.  Ab- 
springen will  ich." 

Er  riß  die  Augen  auf. 

„Sie   wollen  —  — " 

Sic   riß  sich   los  und  kletterte  wieder  aufs  Trittbrett. 

Der  Zug  halte  vielleicht  vierzig  Kilometer  Geschwindigkeit, 
mehr  als  genug  zum  Zerschmettertwerden, 

,, Haben  Sic  nur  keine  Angst!"  schrie  sie  und  brachte  es  tat- 
sächlich fertig,  einen  spöttischen  Unterton  in  der  Stimme  zu 
haben.    ,,Ich   falle  immer  wieder  auf  die  Beine.    Lassen  Sie  los!" 

,,lch  denke  nicht   daran." 

Ihr  Gesicht  wurde  hart. 

,,Dann  werde  ich  —  — 

,. Sehen  Sie  dahin!"  sagte  er,  ihren  Arm  weiter  festhaltend. 

Ein  halbes  Dutzend  Wagen  weiter  vorn  war  auch  eine  Tür 
geöffnet.     Ein  dunkler  Körper  stand  auf  dem  Trittbrett. 

Die   Augen   des  Mädchens  weiteten  sich   jäh. 

,, Jetzt  ist  es  aus",  sagte  sie  verzweifelt. 

Kobby  Valberg  fühlte  ihre  Worte  mehr,  als  daß  er  sie  hörte. 
I  r  brachte  seinen  Mund  ganz  nah  an  ihr  Ohr. 

„Er  verfolgt  Sie?  '  raunte  er. 

Sie  nickte  mit  zusammengepreßten  Lippen.  . 

,,Wird  er  nachspringen?" 

Sie  nickte  wieder. 

Da  zog  er  sie  zu  sich  hinauf. 

„Versprechen   Sic  mir,   eine  Sekunde   hier  stehenzubleiben!" 

Er  wartete  ihre  Antwort  nicht  ab,  sondern  war  mit  zwei  Sätzen 
in  seinem  Coupe,  riß  mit  kalten  Fingern  den  kleinen  Schrank- 
koffer   vom    Sitz,    schloß    auf,    nahm    einen    langen    Kleiderbügel 


heraus,  auf  dem  ein  leichter  Mantel  hing  und  rannte  zum  Wagen- 
ende zurück. 

Sie  stand  noch  da,  Gott  sei  Dank. 

,, Passen  Sie  auf  —  tun  Sie  genau,  was  ich  Ihnen  sage!" 
Er  drängle  sie  auf  das  Trittbrett,  hielt  ihr  den  Mantel  vor 
den  Körper,  daß  oben  der  Kopf,  unten  die  Beine  aus  ihm  her- 
vorzuragen schienen.  ,, Jetzt  tun  Sie,  also  ob  Sie  springen  wollten. 
Heben  Sie  die  Arme  nach  hinten  und  machen  Sie  eine  leichte 
Kniebeuge!" 

Sie  fühlte  seine  Faust  fest  in  ihr  Kleid  greifen.    Er  hatte  immer 
noch  Angst,  sie  würde  wirklich  springen. 
Robby  beobachtete  wie  ein  Indianer, 
Drüben  setzte  auch  der  Mann  zum   Springen  an. 

„Jetzt  reißen  Sic  die  Arme  hoch!    So!  ' 

Sic  tat  es,  und  er  warf  mit  mächtigem  Schwung  den  flattern- 
den Mantel  samt   Bügel  aus  dem  Zug  und  riß  sie  zurück. 

Wie  ein  Blitz  war  er  wieder  an  der  Tür. 

,, Reingefallen!"  schrie  er  begeistert, 

Sie  sah  ihn  fassungslos  an.  Sic  begriff  nicht,  begriff  nichts 
von   der  ganzen   Sache.    Es  war  alles  so  schnell  gegangen. 

,,Er  ist  reingefallen",  wiederholte  Robby.  ,,Ist  tatsächlich 
meinem  alten  Regenmantel  nachgesprungen,  hat  geglaubt,  Sie 
wären  es.  Ich  glaube,  er  wird  sich  ärgern,  das  Ding  ist  nämlich 
nicht  mehr  neu.  Ich  wollte  ihn  schon  immer  wegwerfen.  Hallo 
—  aber  wer  wird   denn,   Kindchen!" 

Jetzt,  wo  alles  vorbei  war,  wurde  der  jungen  Dame  so  sonder- 
bar schwarz  vor  den  Augen. 

Als   sie   zu    sich    kam,    saß    der    Helfer   vor   ihr   im    Coupe    und 
hielt  ihr  ein  Glas  Kognak  an  die  Lippen.    Sie  trank  widerstrebend 
und  hustete.    Aber  das  brennende  Zeug  half. 
.  ,,Ist   er  wirklich   abgesprungen?"   fragte  sie   matt. 

,,Ich    kann    es    beschwören." 

Und  dann  saßen  sie  sich  einander  stumm  und  verlegen  gegen- 
über und  starrten  sich  an. 

Es  war  ganz  unmöglich,  auch  nur  irgendein  Wort  zu  sagen. 

Ernsthaft  betrachtete  er  ihr  junges  Gesicht,  das  jetzt,  vom 
überslandencn  Schrecken  noch  blaß,  seinen  Blick  mit  weitgeöff- 
nelen  Augen   zurückgab. 

Da  kroch  ein  winziger  lächerlicher  Gedanke  in  ihm  herauf: 
So  halte  er  als  Kind  seiner  Freundin  Maria  gegenübergesessen, 
Maria,  der  Tochter  des  Gärtners,  Maria,  mit  den  dicken  blonden 
Zöpfen  —  und  sie  hatten  gespielt:  Wer  zuerst  lacht!  und  hatten 
sich  grausam  ernst   in  die  Aujjen  gestarrt. 

Er  hatte  dabei  immer  verloren,  und  er  verlor  auch  hier. 

Es  zuckte  verräterisch  um  seine  Mundwinkel  —  er  wollte  an 
sich  hallen,  konnte  es  aber  nicht  und  brach  in  ein  frohes  Ge- 
lächter aus,  das  sofort  —  eine  wundervolle  Erlösung  —  auch  das 
Mädchen  ergriff. 

Es  gab  kein  Gchetzlscin,  keine  Furcht,  kein  Alleinsein  mehr; 
man  saß  plötzlich  einem  warmen,  lieben  Menschen  gegenüber 
und    lachte. 

Aber  dann  brach  sie  ab,  und  nun  perlte  es  feucht  aus  den 
lustigen  Augen  und  rann  talabwärts. 

Er  war  furchtbar  erschrocken,  und  es  fragte  in  ihm,  wie  es  in 
jedem  Mann  gefragt  hätte:  Um  Himmels  willen,  was  hatte  sie 
denn  jetzt?  Eben  war  sie  doch  noch  ganz  vergnügt!  Und  dann 
dachte  er  mit  jener  wundervollen  männlichen  Logik  weiter,  die 
den  Mann  der  Frau  gegenüber  immer  wieder  ins  Hintertreffen 
geraten  läßt:  Es  ist  natürlich  die  Reaktion,  die  Reaktion  auf  die 
große  Aufregung. 

Die  Männer  sind  so  dumm.  Keine  Ahnung  haben  sie,  daß 
Lachen  und  Weinen  bei  der  echten  Frau  Geschwister  sind,  bei 
der  echten,  gesunden  Frau,  bitte,  nicht  bei  der  ,, hysterischen '. 
Es  sind  Geschwister,  die  sich  lieben,  nicht  Gegensätze.  Sie 
fließen  ineinander  über,  kommen  und  gehen  zusammen,  sind  unge- 
trennt, werden  nicht  künstlich  vom  Versland  auseinandergehallen. 

Trotzdem  tat  der  Mann  das  in  diesem  Falle  einzig  Richtige: 

Er  faßte  die  Hände  des  Mädchens  und  streichelte  sie.  Er 
sprach  leise  und  tröstend  auf  sie  ein,  wie  man  zu  einem  Kind 
spricht,   das   hingefallen   ist   und  sich   weh  getan   hat. 

Und  dann  sagte  sie: 

„Ich   habe   Ihnen  viel  zu   danken." 

Das  klang  so  feierlich,  daß  er  wieder  anfangen  mußte,  zu 
lachen. 

Diesmal  langte  es  bei  ihr  nur  zum  Lächeln,  und  er  ertappte 
sich  dabei,  daß  er  das  reizend  fand. 

,, Springen  Sie  immer  ab,  wenn  jemand  im  Zug  ist,  den  Sie 
nicht   mögen?"   fragte  er. 

Fortsetzung  folgt. 


FRAGEN 


die  uns  erre Tchtert 


,»y 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     „  F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,     ZimmcrstraDe   35-41 
Scherlvcrlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Itriefe  werden  nielit  hcantwortet.  Bei  Manu- 
sUriptanseleKenheiten  bitten  wir  l'ulKeniles  zu  beaelilen;  Jeder  Anfrafro  ist 
IJiicUiiorto  lieizufii^i'n.  .lede  Kin^eiidiins  eines  Maniiskri])ts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Kxposes  im  l'mfanse  von  i — :\  Selireiluiiascliinenseiten 
sind  zur  KiiisendnnK  an  <lie  Filmindustrie,  I{e;risseure  usw.  geeignet.  Für 
N'erlust  der  einKes.nidien  Manuskripte  kann  keine  Verantw  ortuii';  iilicr- 
nonjmen  werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Diirclischliige  senilen,  von 
liandscseliriebcnen   S!endnnt;en    (lescrlieli)   eine  Abselirift   zurückliehaltcn. 


unseri's 
von    l>iii 


\\issens 
a    Cralla 


s 


StU 
W 


K.  H..  H  a  d  !•  n  -  li  a  d  e  n  :  I?(diin  Irvin  ist  l".n;;länder. 
Mdeli  unverheiratet  und  filmt  .lus^enblieklieli  als  l'artner 
iu   dem   Olj  mpia-Sudlilm    ..Kilire    ziiriiek,   alles   vorgeben". 

Marion.  II  o  m  b  n  r«  :  Kranz 
1. (derer  wcdiiil  in  liln.-l'riedenau, 
I  clilcrstralle  4.  und  fahrt  Mir- 
l.iuli;;  nicht  nach  Amcrik.i.  H.ir- 
liara  Kcnl  und  l.ilian  Ilall-|ia\is 
•-ind  nicht  mehr  in  Heut^chland. 
l'ol.'i  Ncyri  lilmt  in  London  unti-r 
r.iul  fzinniTs  l{e;;ie  ...'^traße  der 
\erlorenen  Seelen''.  Kern  Andra 
sidl  au'ienldieklich  in  Amerikii 
sein.  Lya  de  l'utti,  Lars  Han- 
sen. 'Victor  Varkony.  Corinne 
(IrilTitli  kommi'ii  jidzl  nicht  nach 
l'cnischl.iiid.  K.ioil  .I;iiniinjrs  ist 
seit    <lem    l.'i.  M.-ii    in    licrlin. 

H  e  n  r  y  .'<  t  n  .-i  r  t  -  ^'  c  r  e  h  r  e  - 
r  i  n  ,  l{  e  i  e  h  e  n  b  e  r  ;;  :  Henry 
Stuarts  Kitern  waren  .Schweizer. 
Kr  sellist  wurde  in  Kairo  ki'- 
horen  uml  ist  en(;!is<her  Staals- 
.•iiiKeliörijikeit.  Sln.'irt  lilnit  und 
spielt  nencrdin;;s  .incli  Theater. 
Näheres  dariiher  könmui  wir 
Ihnen  im  .Vusenbliek  lei<ler  nicht 
safien.  Ihr  Itildwnnseh  ist  \  or- 
Ui-nierkt. 

K  e  1  1  a  II.,  II  a  n  z  i  «  :  Helly 
llird  wohnt  Herlin-Tcuipelliof, 
.M.inlcunelstralie  I.  (iuslav  DielJI 
Ilerlin  W,  h'cHi'nshurn'er  Str.  l'(*, 
bei  Sclilensericr,  Oskar  Marion 
Hi'rliu  \\  ,  Kurfurstemlamm  liu, 
Kmil  .Iannin;;s  Herlin  W,  K-pl;i- 
nadc-ll<del. 

\V  alter  (i..  K  r  a  n  k  f  u  r  t  - 
Main:  Cilly  KeiudI  wurde  am 
s.  .\]iril  geboren,  ist  ledi^j  niid 
ti.i;;!  Ihren  riclitit;cn  Nauieii.  Ihre 
.\dresse  ist  lierhn  SU  is.  Kried- 
rlehstralJo  Jlü.  J.anra  la  Plante 
ist  rlureli  die  Kni\ersal,  Uni- 
versal-t'ity,  Kalifornien.  K.S..\.. 
zu  errei<heti.  Sie  bat  am  7.  .Sep- 
ti'mbcr  tJeburtsla;;'.  ist  verlieir.-itet 
und  .s(dl  im  blirnerluhen  Keben 
l..'iura  Seitcr  bcllien.  Liane  llaid 
wobut  ll<'rlin-\\  esteml.  Wiirtti'm- 
ber;;isi'hc  straUe  1:1,  Imt  am 
li'.  .\u';ust  tiebnrtstaf;'  und  ist 
mit  H:iron  llaymerli'  M'rheiratct. 
Hruno  Kastni'r  hat  am  y.  .Januar 
(ieburtstaK.  träst  .seinen  ricli- 
ti^en  Namen  und  ist  mit  der 
Smibrette  l.nisl  'l'ierseli  vermiihlt. 
Hillie  Ibive  ist  durch  die  Kirst 
.V.-itional-Studios,  Hurbank-llolly- 
Wüod.  Kai.,  zu  erreichen. 

Gerd  a  M.,  11  ;i  m  b  u  r  ^  : 
Wir  Klauben  eher,  dal!  Sie  mit 
l.'i  .I.iliren  zu  jung  als  zu  alt 
für  diu  Kilm  sind.  Ji.is  'J'alent 
ist  immer  ausscIilajJKebi.nd.  .Aber 
die  .Vussichten  siml  sehr  (rerinfj. 
.lack    Tre\()r    li:it    zwei     Kinder.  — —^^ 

Möfilicb.  dali  er  Ihnen  das  kc- 
w'iinsebte  Uild  schenkt.  Fred 
'riiom.sen  ist  am  Jl.  J)ezeinber 
Ifl'.'.s  an  den  Kolnen  einer  Callen- 
stcinoper;ilion    Kcslorben. 

K  i  I  lo  f  r  i  e  d  e  I  :  (iunnar  Tidnaes  ist.  wfiui  diese  Zeilen  erscheinen, 
aller  \oraiisslcht  nach  schon  in  licrlin.  Kr  wird  dann  wieiler  im  Hotel 
am  Zoo  Wohnung  nehmen.  Kr  steht  in  Verhandlunfien  mit  mehreren 
l'ilniKcsellxb.iflc'u.    doch    steht    im    .\nf;cnblick    noch    nicht    gi-uan    fest,    wo 

''.'■''   ,"" ''i"    Kniistlcr    lilmen    wird.       Sie    haben     recht,    die    betrelTcnde 

<;cs(dlschalt  hatte  glänzende  'J'()lnaes-F"ilnie  Kc'drcbl.  (tb  und  wann  iliese 
J'irma  wieder  produziert,  wissen  wir  leider  auch  nicht.  Aielleicbt  setzi'ii 
bie    .sich    .«ellist    einmal    mit    ihr    in    VerbinilunK. 

Charlotte,  .M  ü  n  e  h  o  n  :  Mady  Christians  ist  mit  Dr.  von  Miiller 
verheiratet.  Wann  Sie  einmal  persiinlich  iia<h  München  kommt,  wissen 
wir  leider  nicht.  Mady  (  lirlstians  tritt  in  Hcrlm  an  der  Spreelibiihne  auf. 
Uli    neuester  Kilm   ist   ..Priscillas   Kalirt   ins   C.liiik". 

U  i  .s  e  I  a  S..  I<  r  e  s  I  a  11  :  Kranz  Lederer  hat  am  fi.  Xo\eniber  C.e- 
lurtsta«.  ist  h-ii\ii.  «Ibt  .\uto;,'ramme  und  ist  auch  sehr  >  iel  an  der  Spreeli- 
biihne täti«-.  Kr  lijmt  bei  \  erscliiedenen  IJesellscb.iftcn.  Hildkarten 
dem  Künstler  erhalten  «ie  iu  jeder  grülieren  Papierhandlung. 


ONNE.  freie  Zeit    und, 

nichts  als  Aufnahmen 
machen   mit   einem 

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nahmen  dort  sind.  Probieren 
Sie  einmal,  selbst  zu  filmen. 
Es  ist  so  einfach  fürAmateure 
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macht  soviel  Verj^nügen.  Von 
jedem  frohen  Wochenende 
behalten  Sie  dann  einenl  ilm, 
denSie  immer  wieder  inihrem 
Ileim  vorführen  können. 

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CIKE  'KIIIIAK' 


Sli:    KÖNNEN    INR    BIGENER    lll.MSTAR    .SEIN    Dl'RCll 


von 


Kva  (;.,  Barmen:  Camilla  Horu  trÜKt  ihren  richtigen  Namen 
lind  ist  ilurch  die  Knited  Arlists.  7200.  Santa  .M(.nie:i  Boulevard.  Hollywood, 
Kai.,  zu  erreich. n.  Käthe  von  N.-iKy  ist  n'cschiedcn.  .I<ihn  (iilberts 
niichster  Film  lieiljt  ..OI.Miipi.-i'".  Ossi  Oswaldas  .Mädclu'iiname  ist  Oswalda 
St;;;;licli.  |)ie  Kiiiistleriii  wurde  ;iiii  2.  Kebriiar  geboren  und  tieliudct  sieh 
noch  immer  in  Wien,  wo  sie  in  der  Operette  ..Kosen  ans  Florida"  auftritt. 
K  i  1  m  f  r  e  u  11  d  K.  11.  I).  aus  Kiel:  Die  Hauptdarsteller  in  ..Cliar- 
lott  etwas  verrückt'-  waren  l.ya  de  Piitti,  .Mfons  Fryland.  Livio  Pavanelli 
Lotte  Lorriii:;.  —  Maria  .laeobini  wohnt  Berlin  \V  l.-j.  Joaehinisthaler 
Stralie  i'L'/i';i.  und  wurde  ;im  17.  Kcbru.ir  geboren.  Billie  Dove  ist  durch 
di,!  First  NatioiLil.  I{iirbank-lloll\  « ood.  Kai.,  zu  erroiclien.  Dolly  (irev 
ist  INimerin  nnd  wohnt  I.'oiii,  Via  Porta  l'injano  6.  Maria  .Mindzeiiti  wohnt 
Berlin   W   l.'i.   DnisbiirKcr  Stralie  17,  und   hat  am  1>>.  .Vii^iist   (icbiirtstaf;. 

\  1  f.,  L  e  i  jp  z  i  K  :  -Mona  .Maris 
lebt  in  llollvwood,  Kalifornien, 
K.S..\.  l'ostkarten  von  der  Künst- 
lerin erhalten  Sie  in  jeder  srulJcn 
Papii-rhaiiillniiH:. 

H.  .S  e  h  o.,  Do  n  a  u  e  s  e  h  i  n  - 
f;  e  n  :  J)ie  Partnerin  mui  Douglas 
Fairbank.s  in  ..Itobin  liood"  war 
nicht  seine  Cialtln  Mary  Piekford, 
sondern  Kiiid  Bennet. 

Johannes  F.,  Leipzig: 
l>ie  Heilige  im  Kilm  ,,l)ie  llei- 
liRC  und  ihr  Xarr'  wurde  von 
der  Holländerin  Licii  Ibyers  dar- 
gestellt. Die  Künstlerin  ist  diireli 
die  Deutsche  Knivers.il,  Berlin 
W  S.MauerstrHJ,  zu  erreichen. 
K  ine  U  r  e  t  a  .  O  a  r  b  o - 
\  e  r  e  h  r  e  r  i-n  :  (Ireta  (iarbo 
ist  durch  die  Metro-tiobhvyn- 
.Ma.\er-Studiüs,  Ciilver-City,  Kali- 
fornien, erreichbar,  Kibt  .Vnto- 
^r,iiiiiiie  und  ist  auch  im  Leben 
sehr  symiiatliiseh.  Sie  können 
ruhig  Deutsch  an  sie  schreiben. 
(;  a  rd  e  u  -  P  .i  r  I  y  :  Viola  nnd 
Ulla  (;.irdcii  sind  nicht  niitein- 
.iiider  \crwaii<lt.  Viola  Oarden 
"olint  Berlin  W  !),  Bendlerstr.  17, 
lilla  Ciarden  Berlin-Charlotten- 
burg,    DahlmannstraUc  8. 

K  m  111  y  und  L  r  t  t  i  M., 
'  h  .'V  r  I  o  t  t  e  n  b  u  r  g  :  Willy 
I  ritsch  liebt  dunkle  und  blonde 
l"ranen.  Kr  ist  nicht  mit  Lilian 
llarvey  verlobt,  aber  befreundet. 
\\  erner  Kuetterer  besitzt  unseres 
Wissens  ein  Auto,  seine  Num- 
mer können  wir  Ihnen  leider 
nicht    sagen. 

II.  S.  1-'  aus  Kiel:  Wenn 
■Sie  Filmdarsteller  werden  wol- 
len, so  entscheidet  ininier  das 
Talent.  Kin  beslimmtes  Alter  ist 
nicht  vorgeschrieben. 

Herbert  B.,  Kauen:  Die 
Bolle  der  Daniela  im  ..Kampf 
der  Tertia"  wurde  von  Ilse  iSto- 
brawa  gespielt.  Ihre  AVohnung 
ist  Berlin  W,  .\schaÖ'enburger 
Straße  li. 

I.,  o.  W.,  Gustav  F  r  ü  li  - 
1  i  e  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n ,  D  r  e  s  - 
d  e  n  :  Gustav  Fröhlich  wohnt 
Berlin-Westend,  Heerstraße  8«, 
li.'it  am  21.  März  Geburtstag,  gibt 
.\iitogramme.  Jenny  Jugo  wohnt 
Berlin  W,  Kaiscrd:imin  2:i.  Nils 
.\stlier  erreichen  Sie  dur<h  die 
-Metro  -  tiolduyn  -  Mayer  -  .Stu- 
dios, Culver  -  City,  Kalifornien. 
Jawohl,  er  ist  der  neue  l'artner 
\oii  Greta  Garbo. 

G.  n.  Tli.  B  o  .s  s  e  ,  Bres- 
lau: Brigitte  Helm  wohnt  Ber- 
lin-Dahlem, Im  AVinkel  5,  Agnes 
Ksterhazy  Bln.-Westcml.  Kaiser- 
allee 10,  Valerie  Boolhby  Ber- 
lin. Kuf^^teiner  Straße  2. 
Pl.itz-  und  Zeitm.-ingels  können 
Wir  enipfehleu  Ihnen,  sich  ein 
Ihnen  heute  fünf  .Adressen  au, 
111  die  .inderen  Leser  ersehen. 
Betty  Aiiiann  wohnt  Berlin  W,  K  iirfiirstend.imm  12.  Elisabeth  Bergner 
Herlin-D.ihleni.  Far.id.ayweg  15.  LH  D.igover  Berlin-Westend.  .Arvs.illce  4, 
Brigitte  Helm  licrlin-D.ihlcm.  Im  \\  inki'l  ,''),  .M.ulnine  AVinkelstern  Ber- 
lin   W.    l'hl.iiidsiraßc    ](i:t. 

TI  e  I  111  -  K  II  c  t  t  e  r  e  r  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  :  Brigitte  Helm  ist  eine 
große  Blumciirrciindin.  —  Willy  I'ntscli  ist  nicht  mit  einem  Auto  verun- 
glückt. Si^-  können  .-.Iso  beruhigt  sein.  —  L.iieii  haben  keinen  Zutritt 
zu  den  It;ibclsbi-rgcr  Ateliers.  I);is  .\lter  der  Künstler  geben  wir  grund- 
säizlich  nicht  au  Werner  Kuetterer  filmt  augenblicklich  in  l'rag  ..De> 
Mädchenhirt  "  und  bcMirzugt  Hosen.  AV.iiin  und  wo  sein  Film  ,, Morgen- 
röte" erscheint,  ist  jetzt  noch  nicht  bekannt.  Liane  Haids  nüehstcr  Film 
heißt    ..Spiel    um   den    Mann''.     Ihr    Partner    ist    Fred    Louis   Lereh. 


C  IM     ..KODAK" 


AV  a  I  t  e  r     E..     Berlin:      AVegen 
wir    Ihnen    :'0    Adressen     nicht    angeben. 
Kliio.idrelJbiicli     zuzulegen.       AVir     geben 
die   anderen   werden  Sie  .-ms  den  Antworten 


R.,   L  n  n  k  \v  i  i  z 

I  all  sif   sclirfibcii. 
iliiiikclbr:4Uiio 


:    Dolores    dol    Kio   t;ilit    Aiilojir:uMiii<". 
Die    KiiiistiiTin    träst    keinen    Kiinst- 
..H;utu>na" 
Wenn   m.tn 
Anssieliten 


'Tiunj/'/er   kd uferte 


Herbert  B.,  Breslau:  Das  (jewünscbfe  Großjiboto  ist  im  Handel 
niolit  zn   liabcn. 

Weite  t' ü  o  K  .a  n  :  .Taekie  CooKan  «unle  am  :!G.  Oktober  in  Los 
Angeles  «eboren.  l)as  Alter  der  Filmstars  geben  wir  Kr""'!»''*'-''''' 
nicbl   an. 

Gebrüder  II.,  G  ü  t  e  r  .s  1  o  li  :  Kilmniannskriiite  senden  Sie  am 
besten  uiunittelliar  an  ilie  dramatiirKisilien  .MileiliiiiKen  der  l'ilni(;esell- 
s(hiitten  wie  Ifa,  Uerlin  SW  (;n.  KiiebsIraUe  (i— N,  Terra,  Herlin  S\V  (i«, 
Koelistralle  T;(,  Aafa,  Herlin  S\V  Ih.  1-rie.lrielislraUe  22.!,  Xalunial,  Uerlin 
S\\  !(*,  Kriedriebslralie  in,  (ireenbaiim,  Herlin  S\V  IIS,  Koebstralie  lll.  Sie 
Ilaben  bei  den  FiliiiKe.sellsebafleii  die  (iewidir,  daU  die  Sujets  wirklieli 
>ri  lesen  und  neprüfl  werden.  .Aber  der  Kinlauf  ist  riesig.  Sie  «erden  sieh 
also  sehr  in  (ieduhl  fassen  niiissen.  W  iinselinemiiU  iieiiiien  «ir  lliiiiu  auch 
noeb  die  .\dresseii  >oii  eiiiiKeii  Ifejcisseiireii:  jtr.  (leorf-'  AsaK.iroff,  Herliii- 
.SebönebiTK.  Imisbrueker  Stralie  II,  .lue  .Ma.v,  lierlin-llalinsee,  Kurfiirsleii- 
daniin    70,    Fred    Sauer,     lierlin-Wilniersdcjrl,     Wittellpaeher    Stralie    2. 

L  u  1  .1  1  1  9  :  (ireta  liarbo  ist  dnreli  die  Metro-liuld«  yn-.\la.ver-Studios, 
Culver-C'it.v,    Kalil'iirnieii,    l'.S.A.,    zu    erreiebeii. 

Marie  F.,  Wien:  Iwan  l'etroNieli  war  bis  vor  kurzem  In  Nizza, 
ist  jetzt  iiaeli  Uerlin  zuriiektcekebrt  iiiul  siiielt  aui;enblieklieb  die  männ- 
lielie  llau|itrolle  in  dem  lireeuliaum-Kilm  ..Her  liunstliiif;  \  on  .Sebiiii- 
briiiin".  Hex  liiKraius  .\dresse  ist  Nizza,  llutel  Ne,ü;reseci.  —  Der  riiis 
in  dem  belrelTenden  Film  wurde  \on  einem  riehtisiMi  i'iloteii  ausselübrl. 
Uina  Jlani-s  wulint  Paris  1«,  1  rue  (Jabrielle,  wurde  am  7.  .Vpril  in  i'aris 
geboren,  kam  von  der  S](reebbiibne  zum  Film  und  ist  unseres  Wissens 
verbeiralet. 

K  ü  s  a  ni  a  r  i  a 
Sic   können  ileiitsel 

Icrnamen.  Sie  bat  ilunkelbr.iune  Au;;en.  Den  .Messandro  in 
spielte  Warner  Uaxter.  den  Feliiie  stellte  ifcd.iiid  Drew  dar.  — 
zum  Film  will,  so  ist  die  llau|i|bediii^unK  Talent.  .\ber  die 
aiA    KrfolK    siiul    jjleieb    Null.      Ihr    IJililw  uiiseb    ist    \  or^eniiTkl. 

Hein  z  M.,  Berlin  :  Sie  liabeu  reeht,  der 
Partner  von  Hrij;ilte  Helm  in  ..AhweKe"  «ar 
—  neben  (Justav  DielJI  —  ,I,iek  Trevor.  J'eii 
VerteidiKer  im  Film  ,, Indizienbeweis"  s|iielte 
Jlax  Xenfeld.  Xenia  Di'siii  wcdint  Herlin  W. 
I'aiilsborner  .StralJe  :t,  und  hat  am  l!l.  .lanuar 
UeburtslaH;.  Wann  Xenia  Desnis  Toeliler 
Tamara  das  Lieht  der  Welt  erblickt  bat,  wissen 
wir   aueli    nielit. 

E  d  m.,  F  r  i  e  d  e  n  a  u  :  IJicbard  Weilib.ich 
ist  bis  jetzt  noch  nicht  in  KfoUeren  liolleii 
bervorKelreleii.  W  ir  können  Ihnen  daher  leider 
aueb  keinen  Film  mit  ihm  nennen.  Hri^itl>' 
Helms  Filiudebut  war  \  or  un;^eliilir  ilrei  .labreii 
in  ..Metroiiolis''.  Fiiseres  Wissens  besitzt  die 
Kiinsllerin  ein  .\utii.  .Sie  liebt  alle  Hlumeii. 
Ein  Huch  iiher  sie  ist  noch  nicht  erschienen. 
BriKitle  Helm  ist  l'f.i-Star.  Der  Titel  ihres 
niuhsten  Films  sieht  noch  nicht  fest.  ...M.iiio- 
lescu'"  wird  im  Herbst  nraufgefiihrt.  HriKitle 
Helm  bat  nur  in  den  von  llineii  .'iiifi;'cz;ililleii 
Filmen  f^espielt.  Die  betreflenileii  lieschrei- 
bun;;en  werden  .Sie  sicher  noch  durch  den 
Illustrierten  Filmknrier,  Herlin  W  U,  Köthener 
Stralie    ;17,    erhallen. 

E  V  a  ('..  Köln:  Iwaii  l'elruvicb  wurde  am 
.11.  Dezember  in  Huda|iest  fjehoreii,  ist  ,iher 
serbiscbi'r  .StaatsaiiKidiöriner,  Iciük,  gibt  Aiito- 
Kran.nie  und  wohnt  Herliu-Schniar;;eiidiirr,  Kor- 
keubeekstralie  .'iG.i.  Sein  nächster  Film  heißt 
,,Der  (iiinsllinj;  >  on  Sehiiiilininn'.  Kürzlich 
wurde  in  Herlin  der  Film  ...ScliloL!  der  Liebe" 
mit  Iwan  l'etrovieb  urauft;efiibrt.  Hei  Aiito- 
gramniw  imscbcn  ist  immir  die  jeweiline  Hild- 
karte  und  adressiertes,  frankiertes  Riiekkinert 
beizuriiKfii. 

H  a  r  r  \  Ji  i  e  d  t  k  e  -  V  c  r  e  b  r  c  r  i  n  H  a  n  n  .v 
K.,  F  r  a  n  k  f  n  r  t  /  M  a  i  u  :  Harry  Liedlke 
Kibt  .\ulO};ramme.  Senden  Sie  ihm  nur  seine 
Hildkarte  und  tilgen  Sic  adressiertes,  fr:in- 
kierlcs    Kiickkuvert    bei. 

Georg  N.,  H  o  r  I  i  n  :  Hse  Stobraw.-i  wohnt  Herlin  W,  .\sehaffen- 
burger  StraUe  (i.  Alainiskriiit«-  g<'drebter  Filme  kann  man  nicht  kiiuflicli 
erwerben. 

Ursula  M.,  B  ii  e  k  e  b  u  r  g  :  Egon  von  .lordaii  befindet  sieb  in 
Berlin  und  tritt  un  der  „Tribiine"  auf.  Sein  (ieburtstag  ist  der  1«.  März. 
Nein,   ein   Hiicb   gibt   es   nicht    über    ihn. 

Hannelore  S..  .\  I  t  o  n  a  :  Sie  können  Ihre  IMiolos  an  die  Ffa 
scbieken  und  stell  evtl,  später,  wenn  Interesse  vorhanden  ist,  |iersönlicb 
vorstellen.  ,\ber  es  ist  sehr  \eriiiinftig  Min  Ihnen,  ilali  Sie  Hiebt  anfs 
tieral.'wohl  nach  Herlin  kommen  wollen,  um  ..zum  Film  zu  gellen",  denn 
die    .\iissicblen    sind    sehr,    sehr    gering. 

H  o  r  s  t  (;.,  Königsberg:  Conrad  \eidt  ist  Di'nlscher  und  wurde 
am  22.  Januar  geboren.  Kr  k;im  über  die  S|ircclibiihne  zum  Kilm.  .Seine 
bekanntesten  Filme  sind:  .,Lucrezia  Horgi.i",  ,.  Wilhelm  Teil",  ,.Das 
indisebe  (irabmal".  ,.l.ad.v  H.iniilton",  ,.Nju".  ..Der  Sliident  von  I'r.ig'", 
„Der   seltsame    Fall    eines    Arztes",    ,,Der   M;inu,    der   lacht".     Sein    neuester 


ge<^r.  z<fv<5 


Veiilt    ist    verheiratet 


wollen.     s( 
kurzen 


inii.ssen 
l'mrissen 


Sie 
die 


deutscher    Film     heilit     ,.Das     Land     oIiik-     Frauen" 
und    bat    ein   Töcbteri-beii.      Er    gibt    .Viitogramme. 

Anni  J.:  Wenn  Sie  einen  Film  schreiben 
zunächst  ein  sogenanntes  Expose  verfassen,  d.h. 
Grundidee,    den    (iaiig    der    llaiidliing    erzählen. 

Gisela  W.,  Breslau  :  So  leid  es  uns  tut,  aber  wir  können 
Ihnen  wirklieb  nicht  Kauion  Nmarros  europäische  .\dresse  verr.iteii, 
weil  der  Künstler  jetzt  ganz  inkognito  leben  will.  Er  ist  zur  Zeit  auf 
einer  Kivierareise.  Jawohl.  Franz  Lederer  kommt  von  der  .Spreclibiihne 
zum  Film.  Er  bat  am  li.  November  Gebiirlstag.  Lien  De.vers  ist  durch 
die    Deutsche    Universal.    Herlin    W    s,    MaiierstraUe    H2,    zu   "erreichen. 

Hans  Seil..  Cottbus:  Weilergeleitet.  Will.v  Forst  wohnt  Herlin- 
Schöneberg,  Wartburgslraße  ;i2.  Hildkarlen  von  dem  Künstler  erhalten 
Sic    in   jeder   großen    rapierbandliing. 


L  i  e  s  e  1  rt  u  e  k  dich:  Georg  Alexander  wobnt  Berlin-Friedenau, 
Wiesbadener  Str.  :>,  und  war  —  vor  seiner  Ehe  mit  Sweeta  Tzatsebewa  — 
mit  'viid  Egede  Nissen  verheiratet.  In  nächster  Zeit  sjiielt  Lilian  Harvey 
nicIit  mit  Willv  Fritsch  zusammen.  Sie  sind  eng  befreundet.  Grefe 
Mosbeim  filmt  '  augenblicklich  nicht,  sondern  tritt  mit  ihrem  Gatten 
Öskar  Homolka  in  dem  Hühnenstück  „Der  Herr,  der  seinen  Namen 
änderte"  .-luf  l'.rnsl  Stabl-Nachbaur  gibt  Autogramme  und  wohnt  Berlin- 
Charlottenbirrg.  Sybelstraßc  2;i.  Möglich,  daß  er  auch  noch  Licbbaber- 
rollcn    siMclcii    wird.  ,  „.,„,,. 

Prisma  K.  G.:  Die  beiden  Hauptd.irstcUer  in  dem  liudolf  Meinert- 
Film    ..Hosenmontag"    waren    Helga     Thomas    und    Dr.    (ierd    Hriese. 

I.  y  ii  M  .1  r  a  -  V  e.  r  e  b  r  e  r  i  n  H  a  n  n  e  r  1  e  :  Ihren  (iruß  haben  wir 
Lya  .\lara  aiisgericbti-t.  Wir  nehmen  an.  daß  sie  sich  über  Ihre  Hlumeii 
gefreiit  h.il.  ..Der  rote  Kreis"  ist  in  Herlin  vor  kurzer  Zeit  uraufgefiibrt 
wordeil.    —    Krua    Moreiia    bat    am    21.    .\pril    i;ebiirtst.ig. 

II  ,.  I  11,  II  t  (i.,  Herlin:  Jawohl,  friilier  sind  auch  verschiedene 
Karl  JI.iv-Koniaiie  verlilmt  worilen.  l>ic  Hauptrollen  in  ..Der  C.raf  von 
Monte  Christo"  spiidcn  Jean  Angelo,  Lil  Dagover.  Uastoii  Modol, 
Bernhard    (ioelzke,    -Mary    Glory. 

E  in  i  I  S  c  li..  Herlin:  Maria  Corda  wobnt  Berlin  W  ,  Zäbringer- 
straße  lli.  und  bat  ihren  neuen  ileiitselien  Film  ,,.Madonii:i  odi-r  Dirne- 
eben    beendet. 

Z  vv  !•  i  Neugierige  aus  Herlin:  Elisabelh  Bergner  w  (ihm 
Herlin-Dahlem.  Faradayvveg  l.i.  wurde  .-iiii  17.  April  in  Wien  geboren, 
gibt  .\utograiiiiiie.  ist  nnverheir.itet.  bevorzugt  .Mimosen  und  ist  im 
Leben  genau  so  nett  wie  in  ihren  Kilmeii.  Fr.iiiz  Lederer  Wciliut  H<'rliii- 
Friedcuaii.  Fehlcrstraßi-  1.  Werner  Fuetterer  Berlin-Steglitz,  Kleiststr.  27. 
Heide  geben  .\iitiigraniiiie. 

A.  L.,  Herlin:  W  eun  diese  Zeilen  erscheinen,  ist  (iniinar  Tolnacs 
wii'iler  in  Berlin.  Er  gibt  .\iitogramnie.  —  Mia  May  ist  mit  Joe  .May 
verheiratet.  —  .\sta  Nielsen  ist  neuerdings  auch  bei  der  .Spreehbühlie. 
•I.ivvohl.    Sil-   bat   eine   Tochter. 

W  i  I  m  a    F.    ans    M.:    Die    weibliche    Haupt- 
rolle    im     Emil     Jannings-Film     ..Sein      letzter 
Befchr'     spielte     Ev  i-lyn     Hreiit. 
E  r  i  k  a     IL.     B  e  n  s  b  e  r  g  :     Franz     Lederer 

wciliiit    Herliii-l'riedeii.in.    Felllerstraße    I.    wurde 

.1111  II.  Noveniber  in  Pr.ig  geboren,  debütierte 
in  dem  Hciiny  I'oiten-rilm  ,.ZuHiiclit",  gibt 
Aiiliigraiiiiiie,  treibt  jeden  Sport  und  ist  Icilig 
L(  derer  ist  idötzlicb  an  i'iner  Hliiiddarni- 
eiilziiiidung  erkrankt  iinil  mußte  d.iher  seine 
Aufnahmen  abbrecben.  Gust.iv  Frölilicb  wurde 
in  H.innover  geboren,  ist  niiv  erheiratet,  ein 
großer  .Sportfreund,  gibt  .Viitograninic  und 
spielt  die  männliche  ILiiiptrolle  in  dem  neuen 
ria-l'ilm    ..Hochverrat". 

E  1  s  e  1  o  r  e  ,  Halle:  Elisabeth  Bergner 
ist  nicht  verheiratet.  Sie  deiikl  nicht  dar.in. 
sich  von  Hiihne  und  Film  ziinickziizieheii. 
Harry  Liedlke  ist  nicht  verunglückt,  aber  am 
Hliniiil.irm  operiert.  Doch  befindet  er  sieb  jetzt 
auf   ilein    Wege   der    Besserung. 

D  o  r  a  K.,  C  h  e  ni  ii  i  I  z  ,  Eli.sabetli  Bergner 
bat  am  17.  .\pril  (ieburtstag.  Sie  ist  klein, 
dem    Maße    iiacli,    aber    groß    an    Talent. 

IL  E.  O..  L  e  i  11  z  i  g  :  Mady  Christians 
wurde  in  Wien  geboren.  .Agnes  Esterhazy 
trägt     unseres     Wissens    einen     Hiibikopf. 

1'  i  n  g  -  P  o  n  g  ,  Berlin:  Pat  iiml  Pal.i- 
clion  und  ihren  Kcgisseur  Lau  l.aiirilzen  er- 
reichen .Sie  durch  die  l'allailium-Film,  Kopeii- 
1  agen.  Die  Paramount,  First  National  und 
.\li  tro-Goldwyn-Maycr-Studios  stellen  u.a.  auch 
Lustspiele    her. 

Carl      lind      N  a  t  li  a  n  o  :      Carl      Balhaiis 
wohnt    Berlin    W    :i{l.    .Motzstraße    29,    wurde    am 
1.    November    in     Mülheim    geboren,     ist     unver- 
heiratet,   gibt    .\iitogramme,    liebt    alle    Hliiiuen. 
•Sein     nächster     Film      heißt      ..Revolte     im      Er- 
ziehungsbans '.      Postkarten      von      dem     jungen 
Kiiiistler     werden     Sie     sicher     in     jeder    großen 
P.ipicrliandlung  erb.ilten. 
R  a  m  o  11     N  o  V  a  r  r  o  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n     .-i  ii  s     W.:     R.imoii     Novarro 
ist    mehrere    Wocben    in    Berlin    gewesen    und    befindet    sieh    jetzt    auf    einer 
Kivierareise.       Novarro     ist     ledig.       Das     Filnib:iiis     Misebke     belindet     sich 
in    Herlin    SW    11.    Dessauer   Straße    2.    —    Harb.ira    la    .M.irr    ist    leider    tot. 
Kurt     IL,     Vöbrenbacb:     Gewiß,     es     kommt     häufig     vor,     daß 
berühmte    Lilniregisscure    einen    jungen    Meiiscben    .ms   dem    Dunkel    an    das 
Licht    der    Atelierlampen    ziehen,    also    ihn    zu    einem    Star    niacbcu.      .\ber 
engagiert     werden     die     Kilmgrößen     von     dem     Produkliousleiter.     —    Fritz 
Lang    ist     durch     Fritz     Lang -Film.     Berlin     SW      l.H.     Friedrichstraße     224, 
Kiehard    Eichberg  durch    Eichberg-Film.    Herlin    SW    4S,   Friedrichstraße   17L 
l'riedricb    Zelnik    durch    Efzet-Film.     Herlin     SW     (i^^.    .Markgr:>feiistraße    21, 
zu     erreichen.      I>er    Regisseur     .Max     Xeiifeld     wohnt     Wien     VII,    Kandl- 
gasse   i:la. 

(;  e  r  d  a  J..  Zeblendorf  :  Igo  Sym  ist  geschieden.  I>as  .Aller  der 
Filmstars  geben  wir  griindsätzlieb  nicht  :in.  Die  beiilen  niäiinlicbeu 
Hauptrollen  in  ,, Verrat"  spielten  Victor  Varconi  und  Joseph  Sehildkraiit. 
Den     Christus     in     ..König    der     Könige"     spielte     II.     B.     Warner.  Lars 

Hanson  tiliiil  zur  Zeit  in  den  Elstree-.Stiidios.  Ilersfordshire.  England. 
Iliistav  Fröblieb  ist  nicht  mit  Elizza  la  Porta  verbeirati't.  Douglas  F.iir- 
lianks  ist  mit  .Mary  Piekford  vermählt.  Kriist  Vercbes  debütierte  in  dem 
Film  ..(irälin  .M.-irizza".  Er  wurde  in  New  York  geboren,  ist  aber 
ungarischer  .sta.itsaugeböriger.  Ranion  Novarro  erblickte  in  Diirango 
(Mexiko)  d.is  Licht  der  Welt.  Er  befindet  sich  jetzt  auf  einer  Riviera- 
reise.  kommt  dann  moglicliervvei.se  wieder  nach  Berlin,  wo  er  weiter 
(Je.saiigstiidien    treiben    will. 

M.  P.,  C  h  e  m  u  i  t  z  :  M.-irgot  Walther.  gescbiedenn  Landa.  wobnt 
Berlin  W.  Kiirfiirstendanim  II.  und  wurde  am  4.  Oktober  geboren.  Ihr 
nächster   Film    ist    ..Lord    Bluff "    mit   Henry    Edwards  als   Partner. 

F  i  I  m  f  r  e  ii  n  d  i  ii  E  r  n  a  (L.  K  a  r  I  s  r  n  b  e  :  Ihre  Bildwiinsche 
sind    vorgemerkt    und    sollen    in    absehbarer    Zeil    erfiillt    werden. 


-^^l^täaar^  -^  ^ 


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1 


LUPE   VELEZ 


/>Aor.  M.-G.-M. 


<. 


Filmintcresscntin  aus  II  am  bürg:  Nein,  Dolores  «lel  Rio 
ist    iiirlit   mit   Kaiiioii    XoMirru    vcrwaiiill. 

A  II  Melius  e  K..  M  «  jj  il  e  l>  ii  r  n  -  ^\'  <■  r  d  c  r  :  l't'tcr  Vo.-.s  wnliiit 
Itcriiii.  .Miiiicliciii'r  Straljo  .11.  I'.r  l»:iia  \üii  iIit  S|irc(lil)iiliiic'  /um  riliii. 
Hio  lifiiU'ii  iiiaiinlii'lii-ii  II;>ii|ittlarN|i'll>'r  in  .-.Her  1IciIik<'  Hiiu'  w.irrii 
Luis  TrfnliiT  iiiul  Krii>t  l'iti-r^i'ii.  llrnilianl  (Joctzkc  «dhiit  \\  uliiMMliirl- 
J.rkiu'r  hri   IIitIiii. 

..'/.  \s  ^•'\.  il  i  (•  (I  (•  II  1"  I  I  III  (  i  in  in  c  I  )i  a  1)  i-  n":  Hir  KiiiislUriii  i>l 
mit  iliMii  KiiTislUr  >  cilu'ir.itrt.  —  Hell  ticiftfiiiiiiiisIliT  in  ..l>i-r  W  r^  allni 
l'lfi«.clir>'  vii'llii-  (liirilDM  lliiirp«!  ilar.  Harry  l.iiMitUr  .N|iiill  «ii-ilrr  mit 
.Mari.'i  l'aiidli'r  in  ..(■r<>U>iaill,in:^riiir°,  .li'iiny  .lii;;i)  innl  Harry  llaim 
»i'rilcn    .-iialiT    sicliir    ancli    «ii'iliT    einmal    /.ii<aiiiiiii'iis|iieleii. 

r  r  s  e  I  ,  N  11  r  il  li  a  ii  s  e  n  :  liin.i  (iralla  wolint  Jii-rlm  W,  S|ieyirer 
StralJe  :'.',  Marlene  Piitrii  li  Herliii  W.  Kai.-erallee  .'il.  Conr.ul  '  Neidl 
lierlin  \\  .  l.iiliteii>l.>iii.illee  .'a.  Kelly  Itir.l  llerliil- Temi.i-lliDl.  Manliiillcl- 
NtralJi-  I.  Crilla  l.ey  hi-rlin  W  .  Iln>.-eliliirler  .■^IralJe  1.'.  l«a  \\  aiija 
Herhii  \\  ,  l'raniT  l'l.ilz  1.  .\rlelte  .Marelial  l'.iris  Vvl.  I!iie  (iiiyot.  I'iil.t 
.\ev,ri  ist  zur  Zeit  diireli  die  Kistree-Siiiirids.  Ilersfordsliire.  Kii^l;»iid. 
zu    erreielieii. 

<iiista\  t;..  K  m  d  e  n  :  l>ita  l'arlo  «nlinl  H<rliii  ^\  .  Midz-Iral'.i'  ST. 
lind     liat     .im      1.  Seiilemlur     tieliiirr-lan. 

II  .1  II  s  'I'.,  S  !•  Il  II  i  I  /  :  Hie  ^eM.iiinteii  (  ii«  lim  d.ir^leller  «ulineii  in 
Hnll\  uiiiid.    K.'ilil'iM'iiii-n. 

Zwei  ili  e  II  w  .1  11  V  <\  ni  :(  il  !■  1  aus  S  |  ii  1  1  ;;  a  r  I  :  l«an  .Mii^jiiUin 
lial   am    iU.    .-ieiilemlur    tieliurl-l.ij;.   sprielil    ;;eliriielien    Heulsili. 

M  II  I  z  .1  u  s  S  e  II  \\  .1  11  e  n:  Hi-r  r.-iri- 
iier  Villi  Klisalieili  Her^ner  in  ..Hiiii.» 
.Iii.'iii.'i"  w.ir  W  .'liier  lülla.  Am  liesleii. 
Nie  lullen  die  Kilii-tleriii  und  elienso 
U'.'iiiein  .\'o\arr>i  iiiimilielli.ir  um  ein 
\iil(iar.inini.  I'elier  die  Kiinli'^-iuu  uil-e- 
ler  Siars  ^elieii  «Ir  ^rniid^ätzlieli  Keiii'- 
AiisUuull.  Klisalielh  HerKuer  »iiielte  liis 
jelzl  iii  liilfrenden  rümeii:  ..Her  i;\  .iiij;!'- 
Iim.'iiiii  ".  ..Her  (JeiKer  miu  Klureiiz". 
..N'jii".  ..l.ielie  ■.  ..Huii.i  .lii.iii.T.  ..I'räu- 
leiu    KIse-. 

I'  r  i  e  il  e  I  \..  r  h  .-1  I  1  .1  I  1  e  n  li  ii  r  -: 
\\eiiM  .Nie  /um  i'iliii  «nlleu.  su  «ullen 
Sie  sieh.  Iiilli-,  iiiiniilielli.ii  luil  den  l'iliii- 
;;es(. Um  hallen  in  \erliinduii.u'  sel/en. 
.\lier   die    .\iissielilen   sind    xleiili    Null. 

r  i  I  m  r  r  e  ii  ii  d  i  n  it  e  n  (i  i  ;;  i  ii  ii  d 
M  .1  K  >;■  i  .  H  r  ;i  ii  n  s  v  h  «  e  i  •;  ;  i'.iul 
l'iililer  isl  hloiid.  Iil.'in:iu^i<;.  mit  Aiid 
l'.;;ede  Ni^si.n  verlieir.ilet.  Iii-~i^zl  ein 
Aiilii.  Seine  iiäelisii.ii  l'ilme  ^ind  ..Seii 
~.iliiiM  Uli  W  iiili'i  ;;.irli'ii"  und  ..hie  Irin 
IUI    'l'.il.ir'. 

(i  e  r  d  ,1  K..  J!  e  r  1  i  n  :  Kli-.ilietii 
Hirüiier  v»  iirde  .im  17.  A|iiil  ;;elMueii. 
ist  uiiNerlieii.iiet.  lielil  alle  iiluiueu.  Ii.il 
eine  Sid^rel:irin  niiil  nnter^clireilu  iliie 
Uildir  ;illc-  luielist  ei^enliiindiK.  Au;;eii- 
lilleUlirll  lilluT  sie  llirht.  Hie  l'Huie.  lll 
denen  sie  sjuelie.  linden  Si|.  .111  .iiideri-r 
Sielli'. 

(i.  \.  I!.:  Sie  li.ihen  reelil.  (irir  ll.iid 
ist  ilie  Silnveslc'r  vun  l.i.ine  lliid.  Alier 
die    .■in;;i';;eliene    Adresse    sliniiiil    niilil. 

I'  e  1  e  r  e  li  e  n.    'J'  i  I  s  i  I;    Andre    .\l.il 
liini     Ir.ii;!     seini-n     rii'lili;;i'ii     N.imen.     i«t 
ledi.n'    und    \-\   .iiicli    im    l.elien    sein     neu. 
Kr    ist    in    K.irlsb.id    ;;(dii>ren.   l\v;in    relio 
\ielis    N.inie    ist    elienf.ills    eclit. 

I>  n  1  II  H..  I,  e  i  p  z  i  u-  :  linsl.i  Kkin.in 
ist  .Silnvede  und  wiilml  in  .siui-klinliM, 
Hjiirlliii-s\.i;;eu.  i:r  isl  MMlieir.ilel. 
.\u;;eiililieklieli    tiliul    er    nicht. 

V  r  .1  n  7.  \,  e  d  e  r  e  r  -  N'  e  r  e  li  r  <•  r  i  11. 
1' .1  II  k  (I  «  :  l'r.in/.  I.eilerer  wurde  .1111 
11.  .\ii\emlier  in  i'r.i;;-  ;;clnneii.  ir.-isl  mei- 
nen riiliti..;en  N.imeii,  ist  ein  «riilJer  .Na - 
Mir-  und  Musikfreund  und  aneli  im  l.e- 
lien riesig-  s\  iii|ialliiseli.  Leider  isl  der 
Künstler  \nr  kurzem  an  lilindd.irmenl- 
zniidun;;'   erkr.inkt. 

.\l  .1  ;;  d  .1  1  e  n  .1  ('..  A  n  n  e  in  a  r  i  e  1!..  W  <•  ^  e  1  ni  ii  n  d  e  :  Hen  Kurt 
Villi  Hulslein  in  ..\erirrle  .inucnd'  s|.ielie  i.'ult  wni  liiilli.  Seine  Adri-^se 
ist  Herliii  S\V.  Hallesilies  1  ler  i'.'i.  Aiiu>  (liidr.is  l'.irtller  in  ..S.,  \,i|ilii)n- 
Siisi"  M.ir  .M.ileidm  'rndd.  Km^t  \  ercliis'  n.ielivier  rilni  lieilii  ..H.is  l.:iud 
4iline    rr.iiieii"   (..Hr.inl    \r.   i)s'). 

I'  r  V  II  I  a  M..  \1  ii  I  li  !•  i  m  ;  tJiisi.ix  l'rulilieli  wurde  .1111  21.  .Miirz  in 
H.iniiiiMr  ;;(liiuen.  Ii.il  keine  Kilm^ilinle  liesiiclil.  suinlern  wurde  \un 
eiiiein  riliiiiii.iiin  enideekl.  Hek.innt  wurde  er  durili  Trilz  T..ini;s  ..Meiie- 
Iiiilis-.  Nein,  er  ist  nicht  mit  Klizz.i  l.i  I'url.i  \crliilil.  I'rülilicIi  Ireilit 
\iel    Spill  I    und    licIii    .ille    Kliimen. 


Jif.^i^^iväMiiii&!S/^^ii^^^^^^^^^M 


■  F  il  lll  f  r  c  11  n  (1  II  ;i  r  r  y  .1  ti  s  il  o  m  Tl  11  h  r  g  c  b  i  e  t  :  Bio  ITatipf- 
(larstoller  von  ..Hnrine  niitl  der  Zufall"  waren  Kay  M;irbe.  Igo  Syiii  und 
ll.iiis  'J'liimi!;.  ...sens.-itimi  im  Winter^.irten'  wird  \  oraiissiclillicli  im 
llerlist  zur  Irrintriiliriinn-  };el;iii;;eii.  ..Hie  Heilige  und  ihr  N.irr-'  wurde 
viir  iiiic<'lahr  l'j  .l.ihrcn  .•iul'ü:eiiiiniiuen.  Her  nächste  Film  mit  Willielin 
Hielerle  und  I.ieii  He>  ers  lieilil  ..'rnnmpli  des  heheiis".  (juslav  Friihliehs 
i'.irinerin    in    .rUucln  <'rr.i|-    ist    (ierd.i    M.nirns. 

V.  K..  üreslan:  Hri;iitte  Helm  deliiiiierle  in  Fritz  T.aiifrs  ..Jleiro- 
polis".  Sie  isl  \  erlieiralci  und  li.it  keine  Kinder.  Sie  reitet,  rudert,  spielt 
Tennis,  läiitl  .Ski.  kurz  .illes.  was  .sie  w  iiiischi-ii.  Hri;rille  Helm  wurde 
in  Herlin  ^ridniren.  ..Hie  w  umlerli.ire  1.11««'  di-r  Xin.i  l'etrow  iia"  wurde  in 
Xen-it.ilielslicr;;-   ucdrelil.    —    h'.iiiiiiii    Nov.irru    ist    .\le\ik;iiior. 

r  i  1  lll  r  .1  t  t  e  II  a  n  11  i  .  H  e  r  I  i  11  :  Tiilz  l'.isp  ist  verlieir.itet  s'c- 
wcKeii.  s,.iiie  C.illin  st.irli  im  vurinen  llerlist  .111  l.niiüeiu  nlziiiidnii;;-.  l)ie 
i.i-lretfeiide  Knlle  in  ..l'r.-inleiii  ICIse"  spielte  (irit  lle^es.i.  Wenn  Sie 
(;ii>l.i  Kkiiian  iiiii  ein  Aulusr.imni  liitten  wulleii.  so  fii;;eii  .sie  ;nn  liesten 
einen  interii.iliun.ilen  rnsischein  hei.  A^iies  .siraiili  ist  mit  dem  tSclian- 
spieler    l.eii    Keiil!    \  erheir.itet. 

.M  a  K  .1  r  e  t  e  I,.  i  n  (i  r  n  C  h  r  e  i  t  0  n  h  ;i  e  h  :  W.ilter  Slez.ik  ist  liluml 
lind  h.it  lilane  .\u;;i'n.  Imre  IJaday  widinl  Merlin  W.  Ceisber^straUe  i'l. 
Pension  Nilrnberü:er  l'l.ilz.  Fee  M.'ilten  li.it  .im  i.  Hezeiulier.  Triiu.s  van 
A.ilteii  .-1111  ■-'.  .Viiiiiist.  I\\.in  l'etruvich  .■im  ;i|.  Hezemlier  fieburtslaf;.  —  Wir 
•;l.iiiben    k.iiiin.   d.ili    lialiy    l'i'K:j;y   iliMilscIi    siirecheii    k.iiiii. 

K  i  I  m  f  r  v  11  n  il  II  ans  S  e  li.  i  11  M  .1  i  11  z  :  Alle  Filmst;irs  uelien 
Aulii.icr.iniine.      .sie    kiinncn    .alsi)    riihii;'    mit    Ihrer    Hille    .in    sie    lu-r.iiitreten. 

I"  i  I  in  r  .-1  I  1  e  F  r  i  e  d  i'  hen  M.  a  11  s 
II  .1  in  b  n  r  sr  :  Bri;riile  Helm  ist  \i)\\ 
l'rilz  l..iim.  Fr.inz  l.ederer  mui  llenny 
l'iiiteii.  Hiii.i  tir.illa  vun  Hiili.u'd  Kicli- 
lii-rir  tiir  den  Film  enideekl  worden. 
Wenn  Sie  /.um  Kilin  VMillen.  so  isl  es 
am  zw  eckiuiilJiüslen.  sieh  direkt  mit  den 
l"ilin^'esellsch;ifteii  in  VerliindiiU'.;  zu 
selziMi.  Wir  vermitteln  keine  Kn^:ii;e- 
nieiits.  Till  vor  KnlläusehnnKiMi  zu  lie- 
wabreii.  luiiclileii  wir  aber  fjleii'li  sagen, 
dall  die  .\n-sieliten  beiiii  Film  sehr,  sehr 
t;eriiin'   sind. 

II  a  II  s  T  .  I.  !•  i  11  z  i  g  :  (illy  Feiiidt 
b.il  .Uli  H.  .\pril  t;eliiirt-.t;iir.  Ihre  Filme 
sind  .alle  von  der  (M'sellseh.iri  ihres  Va- 
ters lieri;e»lellt.  ..Her  titizeiide  Tor"  isi 
ein  Xordisk-Film.  ..(lelie|miiis»e  des 
Orients"   wurde   von   der    Ff.i   ^-edrelil. 

\V.  ]'.:  Inidnene  lioberlsnn  i-1  durch 
die  Fniver^.il  -  Slndius.  Fnivers.-il  -  t'ity. 
K  iliforiiieli.    l'.S.A..    zu    errclelien. 

Tanz  auf  der  Platte. 

11  11  lll  o  c  II  r  d  iirä..eiitii'rt  die  Iielioli- 
ten  ..Kis-I're.im "-Kl.-iiiiie.  .■inf  der  Hreli- 
or^el  n-csiiiell.  Trotz  dem  behäbifceii  Tn- 
slrument  eine   flotle.   Inslinc  Wiederii'.ibe. 

(J  r  .1  m  111  u  p  h  o  n  l.alJt  eiiK'ii  ri-izen- 
dcii.  verspielten  l'uMrot  ..li.iby  (Jaliy 
und  die  Spieluhr"  Iniren.  Hesomlers 
cli.irni.iiil    die    Kuiisi-iii|.]^i.    de^   Klavier». 

Hii'  gleiche  ( loellscli.ifl  überrascht 
iliirch  die  Ol'teiibai  b  -Tnscanini  -  (iriien- 
u.ilil-MiMur  ..l..'iU  dir  nix  von  lliirfni:iiiii 
er/äblcn".  M.i\  ll.inseiis  friiblicber  Te- 
nor eiilsülJt  die  H.irc.irole  iiiiil  ver.irbei- 
lel    sii'    zum    lauiiisell    FoK. 

IW'.ininioidion  Iiriiigl  .'iiißerileni  .\be 
l..\ni.iiis  Solisten,  die  neuerdings  .•nah 
im  riinl'ilni  zu  Iniren  sind,  mit  dem  Fo\ 
..s,iii-.  Muntere»  (ledndele  für  Frt'iinde 
ilerlier    .l.i/zniusik. 

Hie  vier  .MieN.  die  kürzlich  im  I'ni- 
\ersum.  Berlin,  mil  so  großem  Krfol;;e 
.inftr.iten.  sin^reii  ebenfalls  für  (ir.im- 
inopbon  einen  Taiiso  ..Hosen  n.  Fr.inii". 
In»trniiieiil.ile  Kidilen  zaubern  eine  wie- 
nerisch -  weiche,  .iinci  ikani^ch  -  federnde 
Melodie. 

Gebildetes    junges    Mädchen    1  FiinifreundiMi    sucht    mii    einem 

lielicii    Hellen    .\Ia.lcl    lll    Hriefwccli-cl    zu    treten.       .\ller    l.'i— IS    .(.-ihre.      HIhl 
eruiiUMbt.       (Mrcrie    n.    H.   K.    .111    den    N'erl.i;;.    Herliii    S\V  GS,    Kuehslr.    li-8. 


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1  c  i  t  u  n  (ä  A,  Rosenthal — Aros,  Berlin.  Kür  die  Redaktion  und  Herausjjabe  in  Oesterrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  \X  ien  1,  Domgasse  4.  \erantw ortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schaefcr,    CharlotlcnburiJ.      An?  ciiJenverwaltuni;    Bcpa-Vcriag,    Berlin  W  35,  Blumcs  Hot   5.      Kupfertiefdruck:    Aufiust    Schcrl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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Man  kauft  dann  nicht  mehr  gerne 
billige  I-IV2T0  Lastkraftwagen,  die 
im  Dienst  schon  nach  kurzer  Zeit 
enttäuschen.  Man  kauft  dann  lie- 
ber die  soliden  Mercedes -Benz- 
Lastkraftwagen  niitSechszylinder- 
motoren,  deren  überlegene  Wirt- 
schaftlichkeit sich  schon  nach  einem 
Jahr  und  erst  recht  nach  2, 3,4  oder 
Jahren  schwerer  Arbeit  erweist. 


•^. 


A. 


® 


DAIMLER- BENZ^ 
GAGGENAULBADEN 


\irrA0f: 


V/7I0  Nutzlast  2V,To  Chassis-Tragfähigkeit 
Preis  des  6fach  be-    7^\  ^\  ^\ 
reiften  Fahrgestells    /  \J  \J  \J    Mark 

T/2  To  Nutzlast  3V4T0  Chassis-Tragfähigkeit 
Preis  des  6fach  be-      Q  7C  ^ 
reiften  Fahrgestells      OfDKJ     Mark 

Printed  m  (kmav 


NUMMER    26      /      BERLIN,     30.    JUNI    1929      /      PREIS    .<o    PFENNIG 


Ir 


Phot.  Via 


oLil  LJJa^over  sßteli  ttn   ^  C/ija-Cytlm  ffcJJer  tvetße  cJeujel 


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die  aufregende  Jagd  nach  dem  Sieg,  wird  von  dem  Objektiv  der  Kamera  verfolgt 
und  im  geeigneten  Augenblick  auf  die  Platte  oder  auf  den  Filmstreifen  gebracht. 
Ein  jeder  begeisterte  Sportsmann  wünscht  sich  wohl  eine  Sammlung  solcher 
sportlicher  Höhepunkte,  die  ihm  außer  angeregtester  Unterhaltung  auch 
manches  6eheimnis  aus  der  Technik  berühmter  Sportsleute  erschließen  wird. 

Wir  informieren  Sie  gern  unverbindlich  über  die  Handhabung  und  Anschaffungskosten  der  Aufnahme- 
und  Wiedergabe-Apparate  der  Amateur-Kinematographie  bzw.  der  Photographie.  Bitte  schreiben  Sie 
uns  oder  besuchen   Sie  die  Ausstellungsräume  der  Ufa-Handelsgesellschaft,  Berlin  SW68,  KochstraSe  8 


i:)  1  E     W  O  C  11  }•   N  S  C  H  R  I  I   T     D  ER     FI  L  M  F  H  E  U  N  D  E 


rhrl.  i'jo. 


QUDOLF  ßlTTNEP, 

der  ^roße  deulsche  Charakierdarsieller,  v^ird  am  50.  Juni  60  Jahre  ali 


■"an  hat  die  schöne  Lee  Parry  eine  geraume  Zeit  nicht  auf  der 

einwand   gesehen   und   stellt  jetzt   mit   Vergnügen   fest,   daß 

in  der  Zwischenzeit  genau  so  jung  und  hübsch  geblieben 

'ist,  wie  man  sie  kannte.  Der  Zauber  ihres  Wesens  ist  nicht 
gewichen,  ihre  reizende  Art,  darzustellen,  ist  ebenso  natürlich  ge- 
blieben, ja  sie  hat  sogar  die  Art,  in  der  sie  darstellt,  verlieft  und 
überrascht  durch  die  Sicherheit  des  Ausdruckes,  der  nach  Rollen  von 
dramatischem  Aufbau  verlangt.  Lee  Parry  kommt  eigentlich  vom 
Lustspiel,  das  ihr,  einem  Münchener  Kinde  mit  vererbtem  Theater- 
blut mannigfache  Ausdrucksformen  bot.  Eichberg,  ihr  früherer  Gatte, 
erkannte  aber  bereits  früh  das  dramatische  Talent  in  dieser  Frau  und 
er  gab  ihr  deshalb  die  Monna  Vanna  zu  spielen,  für  die  sie  den 
Ausdruck  der  Rührung  und  restlosen  Hingabe  fand.  Seitdem  ist  sie 
nicht  mehr  in  Kostümstücken,  sondern  nur  in  modernen  Salonfilmen 
aufgetreten.  Einer  ihrer  größten  Erfolge  war  „Regine",  worin  sie 
als  Partnerin  Harry  Liedtkes  die  Handlung  trug.  Diese  Leistung  hat 
sich  im  Gedächtnis  erhalten,  denn  alle  Filmfreunde  denken  gern  daran 
zurück.  In  einem  Sportfilm  der  ,, Meisterschwimmerin"  vermochte  sie 
sich  erfolgreich  durchzusetzen,  obgleich  es  natürlich  für  eine  Schau- 
spielerin sehr  schwer  ist,  mit  Sportsleuten  Schritt  zu  halten,  deren 
Leben  eigentlich  nur  aus  Training  besteht.  Lee  Parry  ließ  sich 
damals  von  dem  Meisterschwimmer  Hans  Luber  lenken,  wenn  sie 
auch  nicht  den  Ehrgeiz  besaß,  es  diesem  vortrefflichen  Sportlehrer  im 
Turmspringen  gleich  zu  tun,  —  Als  reichste  Frau  der  Welt  ist  ihr 
eine    Rolle    anderer    Art    zugefallen.     Sie   hat    darin    eine   Dame   der 


Hochfinanz  zu  verkörpern,  deren  Mann  imstande  ist,  mit  Hilfe  seines 
bedeutenden  Vermögens  jeden  Wunsch  seiner  Frau  zu  verwirklichen. 
Es  ist  immer  interessant,  einen  Blick  in  diese  Gesellschaftskreise  zu 
werfen,  bei  denen  Geld  keine  Rolle  spielt  und  die  in  gesicherten 
Verhältnissen  leben.  Gerade  deshalb,  weil  das  Leben  seit  dem  Welt- 
kiieg  für  die  allermeisten  Menschen  unsicher  geworden  ist  und  von 
den  Zufällen  des  Tages  abhängt  —  selbst  in  England,  dem  klassischen 
Lande  des  Reichtums,  ist  die  Mittelstandsschicht  mit  der  ererbten 
Rente  vollkommen  in  den  Hintergrund  getreten  -  -  gerade  deshalb  hat 
ein  Abbild  des  Lebens  der  wenigen  reichen  Leute  seinen  eigenen 
Reiz.  Dieser  Film,  den  die  Franzosen  Delac  und  Vandal  zustande 
brachten,  spielt  zu  einem  großen  Teil  in  Ägypten.  Wir  sehen  Bilder 
des  herrlichen  Nillandes,  lernen  die  imposanten  Bauwerke  Kairos 
kennen,  werden  nicht  darüber  im  Zweifel  gelassen,  welche  Ausflugs- 
orte man  als  Tourist  zu  besuchen  hat  und  werden  an  die  Stätten 
geführt,  die  den  reisenden  Millionären  Zerstreuung  bieten.  Diese 
ganzen  Bilder  erscheinen  als  filmische  Begleitmusik  zu  einer  Hand- 
lung, die  man  bewußt  einfach  gelassen  hat,  um  den  geschlossenen 
Eindruck  nicht  zu  zerstören. 

Lee  Parry  gibt  eine  junge  Dame  von  Welt,  die  sich  zur  Ehe  mit 
einem  ungeliebten,  dafür  aber  sehr  reichen  Mann  entschließt,  weil  die 
entscheidende  Aussprache,  die  sie  mit  ihrem  Jugendfreunde  haben  soll, 
sich  hinauszögert.  Wie  es  in  Filmen  so  geht,  treffen  sich  die  beiden 
in  Aegypten  wieder,  aber  es  stellt  sich  schließlich  heraus,  daß  die 
Hindernisse  zu  groß  sind,  die  jetzt  einer  Vereinigung  entgegen  stehen 
und  so  schließt  der  Film  melancholisch,  aber  lebensecht. 


l: 


Der  schon  lange  mit  Spannung  erwartete  Lilian 
Harvey-Film  „Das  Modell  vom  Montparnasse"  hat 
jetzt  den  Titel  „Adieu  Mascotte"  erhalten.  Man 
weiß  ja,  daß  Lilian  Harvey  inzwischen  an  dem  Film 
„Wenn  du  einmal  dein  Herz  verlierst"  arbeitet  imd  daß 
„Adieu  Mascotte"  vollkommen  zusammengestellt  und  ge- 
schnitten ist.  Trotzdem  ist  die  Neugier  der  vielen  Ver- 
ehrer Lilian  Harveys  groß,  die  sich  mit  Recht  manche 
Überraschung  von  dem  Film  versprechen.  Es  ist  nicht  un- 
bekannt geblieben,  daß  der  Höhepunkt  der  Handlung  auf 
ein  Künstlerfcst  verlegt  worden  ist,  auf  einen  jener  Bohcme- 
bälle,  die  den  Malern  und  ihren  Modellen  Gelegenheit 
geben,  ihre  Jugend  mit  vollem  Herzen  auszutollen.  Dieser 
„Ball  des  quat'z'arts",  der  ,,Ball  der  vier  Künste"  schließt 
in  Paris  in  der  Regel  die  Freuden  des  Winters  ab  und  ist 
eine  wichtige  Angelegenheit  unter  den  Pariser  Künstlern. 
Vielleicht  wird  er  heute  nicht  mehr  ganz  so  wild  gefeiert, 
wie  vor  zwanzig  Jahren,  wo  der  Ruf:  „Nieder  mit  den 
Philistern"  lauter  als  jetzt  erschallte.  Aber  es  hat  sich  eine 
gewisse  Tradition  erhalten,  die  den  fröhlichen  Geist,  aus 
dem  heraus  diese  Bälle  entstanden  sind,  nicht  untergehen 
läßt.  Auf  diesem  Ball  wagt  Lilian  Harvey  einen  Streich, 
der  so  ganz  im  Sinn  der  Pariser  Boheme  ist:  sie  läßt  sich 
ari  den  Meistbietenden  versteigern.  Aber  nicht  aus  einer 
frivolen  Laune  heraus,  sondern  vollkommen  aus  dem 
Kameradschaftsgefühl  der  armen  Mädel,  die  den  Künstlern 
Freundinnen  und  Helferinnen  sind.  Lilian  Harveys  beste 
Freundin  ist  nämlich  schwer  erkrankt  und  hat  zur  Wieder- 
herstellung ihrer  Gesundheit  dringend  eine  Badereise  nötig, 
doch  woher  das  Geld  nehmen,  das  in  diesen  Kreisen  ja 
in)mer  mit  einer  gewissen  Ironie  betrachtet  wird,  weil  man 
in  der  Regel  gezwungen  ist,  mit  möglichst  wenig  auszu- 
kommen? Deshalb  also  läßt  sich  Lilian  versteigern  und  ist 
erfreut,  eine  recht  hübsche  Summe  herauszuschlagen.  Sie 
will  auch  alle  Konsequenzen  dieser  Versteigerung  auf  sich 
nehmen,  und  es  trifft  sich  recht  drollig,  daß  sie  einem 
pur  zum  Scherz  bietenden  Ehemann  anheimfällt,  der  seiner 
Gattin    auf   den  Ball   gefolgt  war, 

Lilian  Harvey  und  Igo  Sym         phot.  Ulu 


von  Dr.  Ulrich   K.  T.  Schulz 


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Heute  soll  uns  das  Mikroskop  einmal  im  eigenen 
Heim  zum  „Zauberrohr"  werden.  Eine  der  inter- 
essanten Überraschungen  aber  bieten  die  Textillustra- 
tionen unserer  Tageszeitungen.  Bringen  wir  nämlich 
eine  solche  Abbildung  unters  Mikroskop,  so  vermögen 
wir  von  einem  reproduzierten  Turner  z.  B.  nicht  mehr 
einen  bestimmten  Teil  des  Kopfes,  der  Hand  usw. 
stark  vergrößert  zu  erkennen,  wir  erblicken  im  Ge- 
sichtsfeld vielmehr  nur  noch  ein  System  von  Linien 
und  Punkten.  Wir  sind  hiermit  hinter  das  Geheimnis 
des  sogenannten  autotypischen  Reproduktionsver- 
fahrens gelangt.  Noch  vor  wenigen  Jahrzehnten  muß- 
ten sämtliche  Photographien  oder  Bilder,  die  im  Zei- 
tungsdruck erscheinen  sollten,  manuell  für  die  Repro- 
duktion umgezeichnet  werden.  Erst  die  Benutzung 
eines  sogenannten  ,, Rasters"  brachte  eine  völlige  Um- 
wälzung der  Illustration  unserer  Zeitungen.  Man  geht 
dabei  folgendermaßen  zu  Werke:  Die  zu  reproduzie- 
rende Photographie  wird  nochmals  photographiert,  und 


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zwar    unter    Einschaltung    von    zwei 
einfach    schraffierten   Glasplatten   in 
die    Kamera,    die    zusammengekittet 
eine  Netzliniatur  ergeben.  Durch  die 
offenen    Punkte    dieser    sogenannten 
,, Rasterplatten"     wird    das    Original 
auf  der  lichtempfindlichen  Platte  der 
Kamera     in     eine     Unzahl     feinster 
Linien  und  Punkte  zerlegt.  Es  dürfte 
interessieren    zu    erfahren,    daß    auf 
den  im  Zeitschriftendruck  meist  ver- 
wendeten    Rasterplatten     sich     auf 
einem   Zentimeter    4S   bis    60   Linien 
befinden,    die    durch    Kreuzung    auf 
einem     einzigen     Quadratzentimeter 
die  stattliche  Zahl  von  2300  bis  3600 
Punkten    darstellen.      Das    in    feine 
Striche    und    Punkte    zerlegte    Bild 
wird     von     dem     erhaltenen     neuen 
Negativ    dann    mittels    einer     licht- 
empfindlichen     und      gegen      Säure 
widerstandsfähigen       Substanz       auf 
Zinkplatten    für   den   Druck   kopiert. 
Die  schwierigste  Arbeit  an  einem  zur  Zeit  in  Arbeit 
befindlichen  Kulturfilm  der  Ufa  über  dies  Thema  hatten 
die  Kameraleute  Juppe  und  Krien  zu  leisten.     Galt  es 
doch    eine    Spezialapparatur   —   eine   Kombination   von 
Normalapparat  und  Mikroskop  —  zu  schaffen,  die  kon- 
tinuierlich   den    Beschauer   von    der   Übersicht   auf    das 
Objekt  immer  näher  heranfahren  läßt,  bis  nur  noch  das 
mikroskopische     Bild     übrigbleibt.      Aus     einer    Über- 
sichtsaufnahme      beispielsweise,       die       ein       Zimmer 
mit  einem  zeitungslesenden  Herrn  zeigt   (Abbildung  2), 

Phot.  Via 


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bei  der  der  Apparat  mehr  als  6  m  vom  Objekt  entfernt  steht,  muO 
die  Kamera  immer  näher  heranrollen,  bis  von  der  Zeitung  nur 
noch  ein  ausgewähltes  Bild  (Abb.  3),  weiter  nur  noch  ein  Teil 
des  Bildes  (Abb.  4),  und  endlich  nur  noch  die  Linien  und  Punkte 
des   Rasters   (Abb.   1)   übrigbleiben,   ohne   daß   auch  nur  für  den 


kleinsten  Augenblick  die  Bildschärfe  leidet,  Da  außer  genannten 
Themen  noch  die  interessantesten  Sujets  der  Schriftfälschung 
und  der  gerichtlichen  Medizin,  vk-ic  Nachweis  von  Blutfleccken 
usw.  zur  Darstellung  gelangen  werden,  darf  man  mit  Recht 
diesem  Film  mit   Spannung  entgegensehen. 


Besuch  in  Neubabelsberg.   Regisseur  Ucicky,  Produktionsleiter  Günther  Stapenhorst  (links),  Betty  Amann  (Mitte),  Erich  Möller  (rechts)  empfangen 
den  Romanschriftsteller  Fedor  von  Zobeltitz   und  seine  Gattin   bei  den  Aufnahmen    des    Filmes  „Der  Sträfling   aus  Stambul".     (Nach  dem 

Z.-schen  Roman  „Das  Fräulein  und  der  Levantiner")  Pkoi.  Ufa 


Betty  muß  weinen 


Von  Hanna  Heßling. 


Dämmerung    .  .  ,    grauer    Wald    von    Brettern    und    Balken. 
Lianengestrüpp    der    Lichtkabel,    ein    fernes    Hämmern,    ein 
Krachen     von    Holzspänen,     gespenstischer     Urwald   .    .   . 
Filmatelier, 

Gleich    acht    Uhr.     Ich    habe   mich    in    der    großen    Halle    von 
Babelsberg  verlaufen.    Es  scheint  nicht  mehr  gedreht  zu  werden. 
Da    .  .  .    ein    plötzlicher    Lichtstrahl. 
Es  wird  gedreht. 

Hasselmann  liegt  und  kniet  und  hockt  abwechselnd  vor  seiner 
Maschine  und  haucht  Kommandos  an  die  Beleuchter.  ,, Ver- 
zeihen Sie,"  frage  ich  leise,  ,,hier  wird  wohl  gestorben?" 
(Immerhin  hat  man  ja  doch  einige  Erfahrung  als  passionierte 
Alelicrbummlerin.)  „Nein!"  antwortet  mir  ein  Beleuchter,  „hier 
soll  geweint  werden  .  .  .  !"  Das  Klavier  seufzt,  „wie  eiskalt  ist 
Dein  Händchen"  ...  in  Sehnsucht  und  tiefer  Traurigkeit  .  .  , 
hier  soll  geweint  werden! 

Man  flüstert  mir  zu,  daß  es  Betty  Amann  ist,  die  hier  weinen 
soll,  und  daß  dieser  Ufa-Film  ,,Das  Fräulein  und  der  Levantiner" 
heißen  wird,  und  daß  es  der  Levantiner  (Heinrich  George)  ist, 
um  den  das  Mädchen  weinen  muß  (unter  der  Regie  von 
G.  Ucicky).  Echte  Tränen  und  keine  aus  Glyzerin  sollen  es  sein, 
die  hier  vergossen  werden.  Echte  Tränen  sind  es,  auf  die  Ope- 
lateur  und  Hilfsregisseur,  Beleuchter  und  Bühnenarbeiter  warten. 
Und  auch  ich  warte.  Leise  gehe  ich  auf  und  ab.  Zehn  Minuten, 
eine  Viertelstunde  .  .  .  hier  soll  geweint  werden  .  ,  . 

Geht    da    plötzlich    die    Tür    auf,    und    Betty    Amann    kommt 


herein.  Kein  Laut.  Schweigend  wird  es  hell,  Betty  Amann 
schluchzt  und  dicke  Tränen  kullern  aus  ihren  Augen,  fließen 
seitwärts  die  feine  Nase  herab  und  tropfen  mitten  über  ihre 
Wangen,  runter  auf  das  Bild  in  ihren  Händen.  Derbe  Tritte 
von  irgendwoher  ,  .  .  Pscht  .  .  .  pscht  .  .  .  hier  soll  geweint 
werden.  Und  die  Bühnenarbeiter  in  ihren  lauten,  latschenden 
Pantoffeln,  und  die  fremden  Beleuchter,  die  Lampen  und  Kabel- 
seile vorübertragen,  und  die  Zimmermänner,  die  nebenan  häm- 
mern und  hobeln,  lassen  die  Arbeit  für  .Minuten  ruhen.  Sie 
werden  still  und  treten  leise  auf,  wenn  sie  vorüberkommen 
müssen.  Leise  und  scheu,  wie  in  Ehrfurcht  vor  der  ganz  persön- 
lichen, ganz  privaten  Träne,  die  eine  junge  Filmschauspielerin 
hier  weint,  das  Bild  eines  Mannes  in  Händen,  der  eigentlich  gar 
nichts  dafür  kann. 

Irgendwo  spielt  jemand  in  Sehnsucht  und  tiefer  Traurigkeit 
Puccini   ,  ,  ,   hier   soll   geweint   w-erden. 

Dieses  Warten,  abwechselnd  in  greller  Helligkeit  und  tiefer 
Dämmerung,  ist  eigentlich  nur  ein  Merkmal  der  Arbeit  am'Kullur- 
und  weniger  am  Spielfilm.  Denn  die  Orchidee  blüht  nicht  auf, 
wenn  der  Naturfilmregisseur  es  befiehlt,  und  die  Libelle  schlüpft 
nicht  aus,  wenn  es  dem  Operateur  gerade  paßt.  Es  ist  die 
Natur,  die  Regie  führt,  wenn  wir  sie  abbilden.  Und  deshalb  ist 
es  ganz  in  Ordnung,  wenn  wir  hier  flüsternd  warten  ,  ,  ,  auf 
eine  echte,  auf  eine  natürliche  Träne,  und  nicht,  daß  die  Träne 
(in  einer  Flasche  Glyzerin)  wartet,  bis  wir  sie  gerade  zu  einer 
bestimmten  Minute  gebrauchen  können.  Wirkliche  Tränen 
machen   es  wie   die   Orchideen  und  Libellen   —   sie  führen  Regie. 


WatuM 


Nach  einer  Unter- 
brechung von 
mehreren  Monaten, 
die  durch  Krankheit 
und  das  Tonfiimfie- 
ber  hervorgerufen 
worden  wfar,  hat 
Charlie  Chaplin  wie- 
der die  Arbeit  an 
seinem  neuen  Film 
„Stadtlichter"  aufge- 
nommen. Die  Vorbe- 
reitungen zu  diesem 
Film  gehen  noch  in 
das  Jahr  1927  zu- 
rück, denn  gleich 
nach  Fertigstellung 
von  ,, Zirkus"  machte 
sich  Chaplin,  der  ja 
unermüdlich  arbei- 
tet, daran,  seinen 
Ideen  zu  dem  neuen 
Film  Gestalt  zu 
geben.  Er  ist  ja 
einer  der  langsam- 
sten Arbeiter,  die 
sich  für  den  Film 
einsetzen,  aber  diese 
Ruhe  bringt  auch 
jene  köstliche  Reife 
hervor,  die  alle  seine 
Schöpfungen  aus- 
zeichnet. Man  wird 
vermutlich  damit  zu 
rechnen  haben,  daß 
er  uns  in  Zukunft 
nur  alle  zwei  Jahre 
ein  Werk  schenkt. 
Eine  ganze  Reihe  von 
Jahren,  bis  zum 
„Kid",  hat  Chaplin 
sehr  viele  Kurzfilme 
hergestellt.  Und  erst 
als  er  fand,  daß  sich 
seine  besondere  Art 
auf  den  Großfilm 
ebenfalls  übertragen 
ließe,  ist  er  davon 
abgekommen  uni  hat 
die  Meisterwerke 
,, Goldrausch"  und 
,, Zirkus"  geschaffen. 
Diese  kurzen  Filme, 
die  hin  und  wieder 
noch  einmal  auftau- 
chen, enthalten  na- 
türlich ebenfalls 
köstliche  Episoden, 
denn  ihnen  verdankt 
Charlie  ja  den  gro- 
ßen Ruhm,  der  ihn 
bereits  umschwebte, 
ehe  er  Jackie  Coo- 
gan  für  ,,Kid"  ent- 
deckte. Bekanntlich 
ist  ihm  die  zweite 
Entdeckung  aus  die- 
sem Film  sehr 
schlecht  bekommen. 
Ein  kleines  Mädchen 
daraus,  das  in  der 
Statisterie  spielte, 
wurde    einige    Jahre 


Charlie  in  „Zivil" 


Phot.  Spurr 


danach  von  ihm  als 
Darstellerin  zum 

„Goldrausch"  enga- 
giert. Gutherzig,  wie 
Charlie  ist  (und  mit 
Hartleben  kann  man 
ihn  einen  wahrhaft 
guten  Menschen  nen- 
nen), gab  er  den 
Bitten  der  Mutter 
dieses  Mädchens 

nach,  die  ihre  Toch- 
ter gern  zum  Star 
gemacht  sehen  woll- 
te. Hatte  es  doch 
ganz  Hollywood  er- 
lebt, daß  Chaplins 
Stenographin  Betty 
Moresco  in  dem 
Film  „A  Woman  of 
Paris"  (Deutsch:  Die 
Nächte  einer  schönen 
Frau  genannt)  eine 
Glanzleistung  bot. 
Denn  Chaplin  ist  der 
vollkommenste  Re- 
gisseur, der  es  ver- 
steht, solange  zu  ar- 
beiten, bis  die  Dar- 
steller seine  Bewe- 
gungen nachahmen 
können.  Das  Gold- 
rauschmädchen aber 
entpuppte  sich  als 
„Golddigger"  wie 
man  in  Amerika  von 
jenen  ,, Goldgräberin- 
nen" sagt,  die  es  auf 
die  Taschen  der 
Männer  und  auf  eine 
vorteilhafte  Heirat 
oder  Abfindung  ab- 
gesehen haben.  Nun, 
Chaplin  heiratete 
Lita  Grey,  wie  sie 
sich  als  Schauspiele- 
rin nannte,  aber  er 
vernichtete  alle  mit 
ihr  gedrehten  Teile 
des  ,, Goldrausch" 
und  begann  noch 
einmal  mit  den  Auf- 
nahmen, bei  denen 
ihm  Georgia  Haie 
als  Hauptdarstellerin 
diente.  Dieser  Zwi- 
schenfall, und  die 
noch  unangenehme- 
ren Scheidungsge- 
schichten haben 
Chaplin  noch  ernster 
und  in  sich  gekehr- 
ter gemacht  als  er 
schon  vorher  war. 
Chaplin  ist  immer 
gegen  das  laute  Her- 
vortreten gewesen 
und  hat  sich  in  der 
Öffentlichkeit  wenig 
sehen  lassen,  ob- 
gleich er  vielen  jun- 
gen Talenten  neid- 
los      zum      Aufstieg 


Szene  aus  einem  älteren  Chaplinfilm 


verhalf,  auch  solchen,  die  es  heute  nicht  mehr  wahrhaben 
wollen.  Sein  eigentliches  Wesen  ist  Ernst.  Man  kann  dies 
schon  aus  seinen  Filmen  folgern,  die  ja  durchaus  kein  Ulk  sind, 
durchaus  nicht  harmlose  Grotesken,  wie  sie  andere  ameri- 
kanische Komiker  bieten.  An  Liebenswürdigkeit  ist  ihm  Harold 
Lloyd  überlegen,  und  man  hat  jenseits  des  Ozeans  ganz  gewiß 
recht,  wenn  man  Harold  Lloyd  viel  amerikanischer  findet.  Aber 
Chaplin  übertrifft  ihn  an  Tiefe.  Es  hat  sechzig  Jahre  gedauert, 
bis  man  erkannte,  daß  die  scheinbaren  Possen  eines  Wiener 
Lokalkomikers,  Johann  Nestroy,  den  seine  Zeitgenossen  für 
einen  besseren  Spaßmacher  hielten,  in  Wahrheit  Schöpfungen 
eines  tiefen  satyrischen  Geistes  sind.  Zu  seinen  Lebzeiten  hat 
man  ja  auch  Shakespeare  nicht  anders  eingeschätzt,  was  zur 
Folge  hat,  daß  wir  heute  von  diesem  größten  Dramatiker  der 
Weltliteratur  nur  sehr  wenig  wissen.  Chaplin  genießt  das  Glück, 
daß  man  aus  früheren  Fehlern  gelernt  hat  und  das  Genie  boi 
ihm  rechtzeitig  erkennt.  Denn  was  er  spielt,  ist  eigentlich  die 
Tragödie  des  modernen  Menschen,  dem  Menschen,  der  zum  Schluß 
allein  bleibt,  wie  der  Chaplin  im  Zirkus,  der,  immer  kleiner  wer- 
dend, zuletzt  im  Hintergrunde  verschwindet.  Bei  ihm  gibt  es 
kein  happy  end.  Wenn  seine  Filme  trotzdem  versöhnlich  wir- 
ken, ja,  wenn  von  ihnen  die  Befreiung  des  großen  Lachens  aus- 
geht, so  deshalb,  weil  er  menschliche  Eigenschaften  unter  die 
kritische  Lupe  nimmt,  die  es  wert  sind  dem  Gelächter  ausgesetzt 
zu   werden. 

Chaplin  hat  sich  nur  selten  über  seine  Kunst  ausgesprochen. 
Er  liebt  es,  wie  gesagt,  gar  nicht,  anders  denn  auf  der  Leinwand 
zu  erscheinen  und  hält  im  allgemeinen  seine  Absichten  für  zu 
privat,  als  daß  er  sie  der  Welt  erklärte.  Dabei  ist  er  nicht  ab- 
geneigt, mit  interessanten  Menschen  in  näheren  Verkehr  zu  treten. 
Cläre  Sheridan,  die  Bildhaucrin  und  Journalistin,  hat  in  ihrem 
amüsant  und  nicht  ohne  Bosheit  geschriebenen  Buche  erzählt, wie 
sie  Chaplin  in  Hollywood  kennenlernte  und  mit  ihm  zwei  Tage  in 
der  Einsamkeit  am  .Meer  verlebte.  Aber  Charlie  hat  doch  ge- 
legentlich Äußerungen  über  seine  Art,  Komik  zu  erregen,  gemacht. 
Er  antwortete  einmal  auf  die  Frage,  durch'  welche  Wirkungen 
selbst  nebensächliche  Szenen  in  seinen  Filmen  so  komische  Wir- 
kungen besäßen  gewiß  schlagkräftig:  ,,Um  die  Leute  lachen  zu 
machen,  muß  man  ihnen  .Menschen  vorführen,  die  sich  in  lächer- 


lichen Situationen  befinden,  also  in  solchen,  die  dem  gewöhnlichen 
Gebaren  entgegengesetzt  sind.  Wenn  uns  der  Wind  den  Hut  ent- 
führt, so  ist  das  an  sich  noch  nicht  komisch.  Drollig  wird  die 
Situation  erst,  wenn  wir  den  betreffenden  Menschen  vorher  sahen, 
wie  er  steif  und  würdevoll  durch  die  Straße  ging  und  nun  plötz- 
lich mit  flatternden  Rockzipfeln  hinter  dem  Hut  herjagt,  mit  der 
Hand  danach  hascht  und  ihn  erst  dann  erreicht,  wenn  er  im 
Schmutz  liegt.  Der  Mensch  in  einer  lächerlichen  und  peinlichen 
Situation  —  das  ist  die  Grundlage  aller  Komik.  Nun  ist  aller- 
dingt nur  das  kleine  Mißgeschick  komisch  und  wird  es  vor  allem 
dann,  wenn  der  davon  Betroffene  es  unter  keinen  Umständen 
wahr  haben  will,  daß  ihm  die  Angelegenheit  unangenehm  ist. 
Komisch  sind  alle  Dinge,  die  man  als  falsch  entlarvt.  Echte 
Würde  ist  nie  komisch  —  und  eine  alte  Frau  kann  sie  in  gleichem 
Maße  besitzen  wie  eine  Königin,  Aber  komisch  ist  die  selbst  ver- 
liehene Würde,  mit  der  nicht  wenig  Zeitgenossen  durch  das 
Leben  stolzieren.  Nehmen  Sie  einen  großen  Nachtwächter,  der  im 
Bewußtsein  seiner  Würde  durch  die  Straßen  geht  und  der  plötz- 
lich den  richtigen  Schlüssel  nicht  findet.  Nehmen  Sie  einen 
dicken  Schutzmann  mit  grimmigem  Blick,  die  Würde  selbst,  der 
plötzlich  in  ein  Kanalloch  stürzt.  Oder  eine  protzig  gekleidete 
Dame,  der  aus  der  Galerie  eine  Portion  Eis  in  den  Ausschnitt 
fällt.  Komisch  sind  jene  Vorgänge,  in  denen  unbeliebte  Menschen 
lächerlich  gemacht  werden.  Wir  alle  haben  im  Leben  unseren 
kleinen  Ärger  mit  Menschen,  denen  wir  nicht  so  antworten 
können,  wie  es  unser  Gefühl  von  Rechts  wegen  möchte.  Wenn 
jetzt  im  Film  ein  Vertreter  des  gleichen  Berufes  für  sein  unan- 
genehmes Betragen  die  richtige  Entgegnung  erhält,  durch  die  er 
in  eine  peinliche  Situation  gerät,  so  wirkt  das  lächerlich.  Man 
trifft  in  einem  Restaurant  einen  groben  Kellner,  der  schlecht  be- 
dient und  die  Leute  wie  Luft  behandelt.  Sobald  Sie  ihm  zum 
Wechseln  eine  HundcrtdoUarnote  reichen,  wird  der  Mann  sehr 
verlegen.  Komisch  ist  natürlich  ein  Tramp,  wie  meine  Film- 
figur, der  sich  mit  einem  Spazierstöckchen  ausrüstet,  trotzdem  er 
sehr  abgerissen  geht.  Ein  Spazierstock  ist  an  sich  schon  komisch, 
weil  er  eine  Würde  vortäuscht,  die  nicht  dahintersteckt,  denn  er 
hat  gar  keinen  Zweck.  Wenn  ich  mir  nun  gar  w'ährend  unange- 
nehmer Augenblicke  die  zerrissene  Krawatte  zurechtrücke,  so  er- 
ziele ich  damit  den  Eindruck  einer  lächerlichen  Würde. 


f 


Mal  wiedertrifft.  Deshalb  hat  man  die  Handlung 
des  Ufa-Films  „Die  Schmugglerbraut  von  Mallor- 
ca" an  Ort  und  Stelle  aufgenommen,  eine  Selten- 
heit in  unseren  Tagen,  denn  moderne  Filmregis- 
seure bauen  sich  am  liebsten  die  Szenerie  im 
Atelier  auf.  Die  Hauptrolle  stellt  Jenny  Jugo 
dar.  Sie,  die  rassige  „Carmen  von  St.  Pauli",  er- 
hält hier  Gelegenheit,  eine  echte  Spanierin  darzu- 
stellen und  zu  beweisen,  daß  heißes  kastilisches 
Blut  in  ihren  Adern  pulst.  Eine  sehr  interessante 
Überraschung  wird  die  Mitwirkung  des  spanischen 
Fechtmeisters  Felix  de  Pomes  sein,  der  zum  ersten 
Male  auf  der  Leinwand  erscheint.  Jenny  Jugos 
Partner  ist  wieder  Enrico  Benfcr. 


An  den  spanischen  Inseln  geht  der  Strom  der  Ver- 
gnügungsreisenden, die  am  Mittelmeer  Erholung 
und  Zerstreuung  suchen,  vorüber.  So  haben  sie 
sich  ihre  Eigenart  weit  besser  erhalten  können  als  andere 
Länder  dieses  Himmelstrichs,  in  denen  heute  die  Frem- 
denindustrie das  große  Wort  führt,  und  modemer  Hotel- 
komfort die  Welt  auf  eine  internationale  Gleichung 
bringt.  Die  spanischen  Inseln  liegen  abseits.  Auf  ihnen 
herrschen  noch  Sitten,  die  aus  alter  Zeit  stammen,  und 
die  Bewohner  fühlen  sich  in  ihrer  Abgeschiedenheit 
glücklich.  Diese  Eingeborenen  sind  ein  kühner  Men- 
schenschlag, die  ihr  karges  Brot  in  immerwährendem 
Kampf  mit  dem  Meere  gewinnen  müssen,  denn  sie  sind 
zumeist  Fischer  und  Seeleute  —  aber  auch  Schmuggler, 
die  es  geschickt  verstehen,  die  Zollwächter  zu  täuschen 
und  im  Gewirr  der  Klippen  vor  den  Steilküsten  dem  ge- 
fährlichen Gewerbe  nachzugehen.  Eine  dieser  Inseln  ist 
Mallorca,  von  der  man  heute  nicht  mehr  viel  hört,  seit- 
dem jene  ,, Majolika"  genannte  Terrakotta  aus  der  Mode 
gekommen  ist.  Hier  sind  die  Spanier,  namentlich  aber 
die  Abkömmlinge  der  Sarazenen  besonders  kühn  und 
unternehmend.  Aber  die  Insel  hat  daneben  landschaft- 
liche Reize,  die  man  an  anderer  Stelle  nicht  ein  zweites 


Oben:  Enrico  Benfer  und  der  spanische  Fechtmeister 
Felix  de  Pomes.         Unten:  Jenny  Jugo         p/wt.  Ufa 


Immer  ist  es  interessant  und 
anregend,  nach  Neubabels- 
berg zu  fahren,  zwischen  den 
gewaltigen  Anlagen  des  Ufa- 
Aufnahmeplatzes  herumzuspa- 
zieren  und  dann  einen  neugie- 
rigen Blick  in  die  Ateliers  zu 
werfen,  die  ja  schon  lange  nicht 
mehr  die  Bezeichnung  „Glas- 
haus" tragen  .  Zwar  steht  noch 
unfern  dem  Eingang  ein  kleines 
Glashaus,  wohl  das  älteste  Ate- 
lier in  Berlin,  das  aus  den  Ta- 
gen der  ersten  ,, Autorenfilme" 
stammt  und  worin  Jos  May 
gern  arbeitet.  Aber  die  ande- 
ren Aufnahmehallen  sind  so  ge- 
baut, daß  sie  dem  Tageslicht 
jeden  Eingang  wehren,  und  die 
Tonfilmstudios  werden  sogar 
gegen  alle  Außengeräusche  ab- 
gedichtet sein,  Iwan  Mosjukin, 
der  soeben  den  ,,Manolescufilm 
beendete,  ist  der  Hauptdarstel- 
ler einer  neuen  Arbeit  ,,Dpr 
weiße  Teufel",  die  nach  Tol- 
stois Erzählung  ,,Hadschi  Mu- 
rat"  geschrieben  wurde.  Lil 
Dagover  und  Betty  Amann  sind 
seine  Partnerinnen.  Dieser  Film, 
der  natürlich  in  Rußland  spielt, 
erfordert  Bauten  von  gewalti- 
gem Ausmaß.  Geht  doch  die 
Handlung  zum  Teil  in  der  Pe- 
tersburger Oper  vor  sich,  des- 
sen weltberühmtes  Ballelt  in 
einer  großen  Tanzphantasie  im 
Film  erscheint.  Dieses  Ballett,  dessen 
Sterne,  die  Pawlowa,  Karsawina,  Fokin, 
Nijinski  längst  in  alle  Winde  geflattert 
sind,  wird  im  Film  von  der  Eduardowa  ge- 
leitet, deren  Tänzerinnen  die  berühmte 
russische  Schule  verraten.  Als  Solistin 
wird  man  Marianne  Winkelstern,  die 
Zierde  der  Charcllrevuen,  sehen,  die  ihre 
ersten  Filmschritte  bereits  getan  hat 
Man  wird  auch  Betty  Amann  als  Tän- 
zerin bewundern  können,  denn  Iwan  Mos- 
jukin, der  weiße  Teufel,  hat  sich  in  ein 
kleines    Ballettmädcl    vergafft,    das    Betty 


Oben:  Hans  Albers  in  einer 
charakteristischen  Rolle 


Mitte:  Lilian  Harvey  in 

,,Wenn   du  einmal  dein 

Herz    verschenkst". 


Unten:     Betty  Amann 
spielt  in  ..Der  Sträf- 
ling aus  Stambu 

riwt.  Ufa 


Amann  heißt.  Mosju- 
kin freilich  hat  mit 
einem  Nebenbuhler  zu 
rechnen,  mit  dem  ehe- 
dem in  Rußland  nicht 
zu  spaßen  war,  nämlich 
mit  dem  Zaren.  Aber 
seine  Verbündete  ist  die 
Fürstin  Nelidowa,  die 
den  Zaren  bisher  durch 
ihre  Schönheit  zu  fes- 
seln wußte.  Wenn  man 
verrät,  daß  Lil  Dagover 
in  der  Rolle  der  Fürstin 
erscheint,  so  wird  das 
nicht  wunder  nehmen. 
Sie  sieht  wieder  wun- 
derschön aus  und  ist  so 
schlank  wie  in  der  vo- 
rigen Saison  geblieben, 
obgleich  dies  die  Mode 
jetzt  nicht  mehr  erfor- 
dert. Das  Bild  in  der 
Oper  ist  außerordent- 
lich farbenprächtig.  Lo- 
gen und  Rang  sind  er- 
füllt von  der  ersten  Pe- 
tersburger Gesellschaft. 
Man  sieht  viele  Unifor- 
men und  entdeckt  dar- 
über den  schneidigen 
Harry  Hardt,  dem  eben- 
falls eine  größere  Rolle 


zugefallen  ist,  sieht 
viele  elegante  und 
schöne  Frauen,  kurz,  es 
entwickelt  sich  jenes 
strahlende  Bild,  das  für 
die  Galaabende  der  Pe- 
tersburger Oper  typisch 
war.  Eben  ist  in  Nea- 
babelsberg  der  Regis- 
seur Hans  Behrendt  mit 
einem  Lilian  -  Harvey- 
Film  fertiggeworden, 
dem  der  Schlagertitel: 
,,Wenn  du  einmal  dein 
Herz  verschenkst"  mit 
auf  den  Weg  gegeben 
wurde.  Bei  einem  Film 
mit  diesem  beliebten 
Star  braucht  nicht  erst 
gesagt  zu  werden,  daß 
man  einen  Lustspielfilm 
vor  sich  hat.  Hans  Beh- 
rendt ist  besonders 
stark  im  Ersinnen  hei- 
terer Bilder,  und  er  fin- 
det darin  bei  seiner 
Hauptdarstellerin  volle 
Unterstützung,  die  ein 
natürliches  Gefühl  für 
humoristische  Wirkun- 
gen hat  und  doch  nie- 
mals derb  wird. 
Hans     Albers,     der     in 


Oben:   Hans  Albers   bei  einer  Auf- 
nahme 


Mute:    Ballett    mit  Marianne 
Winkelstern   in    „Der  weiße 
Teufel" 


Unten:  Lilian  Harvey 
und  der  Tonfilm 
Phot.  Uta 


t 


der  vergangenen  Bühnensaison 
in  die  vorderste  Reihe  der  Ber- 
liner Bühnendarsteller  trat,  der 
in  ,, Verbrecher"  des  rätselhaf- 
ten Ferdinand  Brückner  und 
in  ,, Rivalen"  die  größten  Er- 
folge hatte,  dessen  Streit  mit 
Kortner  das  Tagesgespräch 
aller  Theaterfreunde  bildete, 
hat  ebenfalls  fleißig  gefilmt 
und  wird  bald  in  charakte- 
ristischen Rollen  zu  sehen  sein. 
Die  junge  und  anmutige  Vera 
Schmitterlöw  erscheint  in  dem 
Ufafilm  ,, Flucht  vor  der  Liebe". 
Die  Hauptdarsteller  dieses 
Filmes  sind  bekanntlich  Jenny 
Jugo  und  Enrico  Benfer,  die 
auf  dem  Wege  sind  ein  be- 
rühmtes Darstellerpaar  in  der 
Art  von  Ronald  Colman  und  Vilma  Banky 
zu  werden.  Albers  verkörpert  in  ,, Flucht  vor 
der  Liebe"  eine  Rolle,  die  seiner  Partie  in 
„Verbrecher"  ähnlich  ist  und  wie  sie  ihm 
ähnlich  niemand  nachspielen  kann. 

Die  sehr  interessante  bisher  nur  untef  Fritz 
Lang  erprobte  Gerda  Maurus  ist  in  der 
nächsten  Saison  nicht  nur  die  ,,Frau  im 
Mond",  sondern  wird  bei  dem  Regisseur  Jo- 
hannes Mayer  in  ,, Hochverrat"  spielen.  Auch 
dieser  Film  geht  wieder  in  Petersburg  vor 
sich  und  spielt  in  den  Kreisen  jener  Fana- 
tiker, die  ihren  Ideen  durch  die  ,, Propaganda 
der  Tat" ,  Anerkennung  verschaffen  wollen. 
.Gustav  Frölilich  hat  einen  jener  verirrten 
'enschenSäarzustellen.  dem  ein  junges  Mäd- 
MtiatebMiv. Gerda  Maurus,  den  bereits  zum 
Schuß  erhobenen  Revolver  aus  der  Hand 
reißen  kann. 

Die  Handlung  ist  hochdramatisch.  Beim 
Besuch  der  Ateliers  in  Neubabelsberg  bekam 
man  eben  jene  Szenen  zu  sehen,  in  denen 
Gerda  Maurus  von  Polizisten  verfolgt  wird, 
weil  sie  annehmen,  daß  sie  die  eigentliche 
Attentäterin  sei.  Gerda  Maurus  spielte  die 
Vorgänge  —  sie  flieht  in  eine  fremde  Woh- 
nung und  verbirgt  sich  dort  —  mit  soviel 
echter  Angst,  daß  man  diesem  Film  und  seiner 
Hauptdarstellerin  mit  höchsten  Erwartungen 
entgegen  sehen  darf. 


Was  mtn  im  Film  alles  braucht:   Eine  französische  Reklamesäule  für  den  Ufafilm  „Manolescu" 

Tonfilm-Montage 

Von  Marc    Roland 


Phot.  Ufa 


Am  Anfang  des  Tonfilms  steht  nicht  der  Vorwurf,  das  Sujet, 
die  Idee,  deren  Wert  an  sich  indessen  nicht  unterschätzt 
werden  soll,  wohl  aber  das  Manuskript,  Bereits  bei  ihm 
sind  nämlich  die  Grundlagen  einer  guten  Tonfilm-Montage  er- 
forderlich. Alle  Schwächen  im  Aufbau,  im  Tempo  und  Ausdruck 
einer  Szene,  die  nachher  beim  Schneiden  das  große  Kopfzer- 
brechen verursachen,  liegen  meist  schon  im  Drehbuch  begründet. 

Wenn  heute  von  der  Montage  eines  Films  so  viel  Aufhebens 
gemacht  wird,  so  geschieht  dies  häufig  aus  tatsächlichem  Pe- 
S}»ekt  vor  denjenigen  ,, Scherenmeistern",  welche  die  Virtuosität 
haben,  aus  dem  vorhandenen  Negativmaterial,  durch  abwechse- 
luogsreiches  Durch-  und  Ineinanderschneiden  der  einzelnen 
Szenen  eine  spannende  und  packende  Bildfolge  zu  erzielen.  Eine 
solche  bunte  Komposition  aus  Ncgativteilen,  die  in  einer  viel- 
leicht im  Manuskript  vorher  nicht  beabsichtigten,  aber  der  bei 
der  Durchsicht  des  Materials  erkannten  besseren  Wirkung 
halber  neuschöpferisch  zusammengeschnitten  werden,  scheidet 
von  vornherein  beim  Tonfilm  aus.  Damit  soll  nicht  gesagt 
werden,  daß  nicht  in  Ausnahmefällen  auch  beim  Tonfilm  Um- 
stellungen möglich  sind.  Sie  zählen  aber  zu  den  Seltenheiten 
und  werden  stets  eine  reine  Glücksache  sein. 

Der  Tonfilm  ist  noch  mehr  an  die  Zeit  und  deren  Kunstgesetze 
gebunden  als  der  stumme  Film.  Eine  musikalische  oder  mit 
Musik  unterlegte  Szene  kann  sowieso  nur  nach  der  Musik  ge- 
schnitten werden.  Mithin  muß  die  Aufnahme  für  den 
Schnitt  gedreht  werden  und  infolgedessen  hat  das  Manuskript 
diese  Voraussetzungen  an  einem  tadellosen  Schnitt  bereits  zu 
enthalten. 

Die  Teilung  der  Manuskriptseite  in  eine  linke  und  rechte 
Hälfte  —  in  eine  tonliche  und  bildliche  Seite  —  hat  sich  bereits 
als  sehr  praktisch  erwiesen.  Es  wird  damit  vermieden,  daß  ein 
Fehler  im  tonlichen  Aufbau  gegenüber  dem  bildlichen  in  irgend- 
einem Punkte  übersehen  wird.  Ein  solches  Übersehen  kann  sich 
nämlich  zu  einem  großen  Fehler  entwickeln,  der  erfahrungsgemäß 
die   Wirkung   einer   Szene  stark   gefährdet. 

Hier  trifft  man  übrigens  auf  eine  der  ästhetisctien  Grundlagen 
des  Tonfilms.  War  bisher  im  stummen  Film  die  Begleitmusik  des 
Orchesters   eine   unumgängliche   Notwendigkeit,   so   war    es   doch 


dem  Filmästheten  niemals  zweifelhaft,  daß  die  Musik  im 
stummen  Film  das  Sekundäre  ist.  Der  Ton  des  Tonfilms  dagegen 
schiebt  sich  in  derartig  ausgesprochener  Weise  in  den  Vorder- 
grund, das  bei  dem  zu  erwartenden  Fortschritt  des  Tonfilms  die 
tonliche  Seite  das  Primäre  wird,  wenn  das  nicht  heute  bereits 
der  Fall  ist.  (Es  wäre  aber  falsch,  anzunehmen,  daß  dies  die 
Folge  des  Bestrebens  der  Autoren  sei,  für  den  Tonfilm  möglichst 
musikalische  oder  reine  Sprechstoffe  zu  wählen.  Hier  scheint 
übrigens  bei  den  meisten  heutigen  Autoren  ein  gewisser  Irrtum 
vorzuliegen.  Die  Verwendung  z.  B.  eines  Geigers  als  Handlungs- 
figur   ergibt    an   sich    noch   lange   keinen    guten   Tonfilm. 

Es  darf  also  mit  gutem  Gewissen  gesagt  werden,  daß  nach 
Anerkennung  und  Auswahl  eines  guten  Stoffes  die  Haupt- 
sache die  sorgfältige  Betreuung  der  tonlichen  Seite  des  Dreh- 
buches ist.  Alle  Fehler  im  Tempo,  in  Zeitdauer  und  in  der 
Dynamik,  die  hier  unbeachtet  geblieben  sind,  rächen  sich  tot- 
sicher am  fertigen  Film  und  stellen  sich  schon  bei  der  Schnitt- 
arbeit heraus.  Es  verschiebt  sich  also  die  Filmmontage  dahin- 
gehend, daß  beim  guten  Tonfilm-Manuskript  von  vornherein  alle 
Schnittfragen   gelöst  sein   müssen. 

Man  braucht  nun  durchaus  nicht  gleich  ängstlich  anzunehmen, 
daß  mit  der  letzten  Kurbeldrehung  der  Tonfilm  sein  letztes  und 
endgültiges  Gesicht  bekommen  und  behalten  müsse.  Es  gibt 
auch  hier  —  in  gewissen  Grenzen  —  Möglichkeiten  einer  prak- 
tischen Retusche.  Bei  der  Arbeit  mit  der  Schere  ist  es  z.  B.  von 
Fall  zu  Fall  möglich,  einem  Sprecher  einen  Satz  ganz  oder  teil- 
weise wegzuschneiden,  seine  Sprachpausen  zum  Zwecke  eines 
gesteigerten  Tempos  zu  verkürzen,  ja  sogar  mit  der  Schere  in 
der  Hand  auch  einmal  Sprünge  in  die  Musik  hineinzuschneiden, 
wie  sie  der  Kapellmeister  bei  der  Begleitung  eines  stummen 
Films  seinem  Orchester  ansagt.  Hierzu  ist  natürlich  Voraus- 
setzung, daß  genügend  Bildeinstellungen  in  einer  Szene  vor- 
handen sind,  da  es  sonst  unvermeidlich  wird,  daß  in  das  Bild 
ein  Sprung  hineinkommt,  d.  h.  daß  der  Schauspieler  nach  dem 
Herausschnitt  eines  Satzes  plötzlich  eine  ganz  andere  Kopf- 
haltung zeigt  als  noch  im  Moment  zuvor.  Genau  so  kann  man 
natürlich  auch  musikalische  Wiederholungen  aus  einem  zweiten 
Negativ  in  den  Film  hineinschneiden,  um  so  das  Tempo  einer 
Szene  ruhiger  zu  halten. 


Harry    Halm 
spielt  in  den  Ufa-Filmen:   „Wenn  Du  einmal  Dein  Herz  vepscbenksi"  und  „Adieu,  MascoHe' 


iK 


iJM\ 


Wenn  sich  die  Hitze  in 
den  Mauern  der  Städte 
fängt,  die  Straßenzüge  drük- 
kende  Glut  ausströmen  und 
selbst  die  Nacht  keine  Küh- 
lung bringt,  sondern  dumpfe 
Schwüle  über  den  Häusern 
brütet,  dann  packt  man  gern 
die  Koffer,  eilt  zur  Bahn  und 
läßt  sich  ans  Meer  fahren.  Die 
Nordsee  hat  Heinrich  Heine 
besungen  und  wie  kein  zwei- 
ter die  Reize  dieses  nordi- 
schen Meeres  gepriesen,  ob- 
gleich es  in  seinen  Tagen 
noch  keine  bequemen  Salon- 
dampfer gab,  keine  Schnell- 
zugsverbindung die  Küste  dem 
Binnenlande  nahe  rückte,  son- 
dern die  Fahrt  nach  Helgo- 
land mit  vielen  Unbequem- 
lichkeiten verbunden  war  und 
die  Helgoländer  Fischer  es  da- 
mals als  ihr  Privileg  betrach- 
teten, die  meist  seekrank 
landenden  Landratten  kräftig 
zu  verspotten.  Nun,  das  hat 
sich  seitdem  gründlich  ge- 
ändert, zumal  in  Heines  Zeit 
das  Badeleben  noch  nicht 
recht  erfunden  war  und  der 
Großstädter  an  der  See  mit 
Verhältnissen  zufrieden  sein 
mußte,  die  in  starkem  Wider- 
spruch zu  seinen  sonstigen 
Lebensbedingungen  standen. 
Da  aber  Wasser  immer  noch 
keine  Balken  hat,  so  sind  in 
den  letzten  lahren  sogar  eine 
Anzahl  Bahnverbindungen 

entstanden,  die  den  Reisen- 
den aus  dem  Innern  des  Lan- 
des bis  an  den  Strand  brin- 
gen, ohne  daß  er  seinen  Fuß 
aus  dem  D-Zugwagen  zu 
setzen  braucht.  In  neuester 
Zeit  hat  man  sogar  entdeckt, 
daß    die    Nordsee    nicht    nur 

Oben:  Der  Bademeister  von 
Scheveningen.  Mille :  Hoch- 
saison. Die  Strandpromenade 
von  Scheveningen  mit  ihren 
Hotels,  Cafes  und  den  Bade- 
gästen Phol.  Vja 


prächtig  ist,  sobald  die  Sonne 
das  Thermometer  auf  tropi- 
sche Hitzegrade  treibt,  son- 
dern auch  in  den  Frühjahrs- 
und Herbsttagen  prachtvolle 
Erholung  bietet.  Sogar  zum 
Wintersport  laden  heute  ver- 
schiedene Badeorte  der  Nord- 
see ein,  wenn  auch  solche, 
die  dem  milden  Golfstrom 
nahe  liegen,  auf  dieses  Ver- 
gnügen verzichten  müssen.  In 
den  letzten  Jahren  sind  so- 
gar die  Amerikaner  zahl- 
reicher geworden,  die  von 
der  Nordsee  Stärkung  und  Er- 
holung ihrer  Nerven  erwarten. 
Florida  ist  ja  auch  um  diese 
Zeit  zu  heiß,  und  Kanadas 
Küsten  haben  zu  ungleiches 
Wetter,  auch  sind  sie  zu  ein- 
sam für  den  modernen  Men- 
schen der  Großstadt,  der  Ein- 
samkeit nur  ein  paar  Tage  er- 
tragen kann,  sie  aber  her- 
nach drückender  als  den  ge- 
wohnten Trubel  der  Stadt 
findet.  Die  Nordsee  gibt  die 
richtige  Mischung.  Sie  er- 
laubt dem,  der  Ruhe  sucht, 
sich  abzusondern  und  in  die 
Einsamkeit  der  Dünen  zu- 
rückzuziehen und  gibt  jenem, 
welcher  ohne  Gesellschaft  und 
buntes  Treiben  nicht  aus- 
kommen kann,  Gelegenheit, 
seine  Wünsche  zu  realisieren. 
Unsere  Bilder  bieten  einen 
kleinen  Ausschnitt  aus  dem 
Strandleben,  wie  es  augen- 
blicklich in  den  großen  See- 
bädern an  der  Nordsee 
herrscht.  Ob  nun  Schevenin- 
gen oder  sonst  wo,  die  Nord- 
see wird  immer  ein  beliebtes 
Reiseziel  sein,  das  jung  und 
alt  der  verschiedensten  Ge- 
sellschaftskreise anlockt. 


Im  Kreis:  Stiller  Winkel  im 
alten  Fischerdorf  Scheveningen. 
Unten :  Badestrand  mit  den 
Zelten  des  Freibades  von  Sche- 
veningen    P/iot.  Ufa 


6r    S 

V_^   UND  W 


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UND  SEHR  VIEL 


ScltwiitÄel 


GivbLiA^ti0erAbeK.teu.errow/tcLVb 


8.  Fortsetzung 

Sie  runzelte  die  Stirn. 

„Das  kommt  darauf  an.    Manchmal  auch  er  an  meiner  Stelle." 

„So.    Aha.    Na   ja,  sehr  interessant." 

Er  wollte  eigentlich  Fragen  stellen,  aber  wer  wußte  denn,  ob  — 

Der  Verfolger  war  natürlich  wahrscheinlich  ein  Detektiv  ge- 
wesen, irgend  so  etwas  —  was  mochte  die  Kleine  auf  dem  Kerb- 
holz haben? 

Er  gestand  sich  ganz  offen,  daß  er  sich  schämte,  ihr  ,,so 
etwas"  zuzutrauen.  Aber  der  scharfe  Großstädterintcllekt  lachte 
ironisch.  Man  hatte  diesem  durchtriebenen,  verw'egenen  kleinen 
Ding  gegenüber,  das  mir  nichts,  dir  nichts  vor  dem  Schutzmann 
aus  dem  fahrenden  Zug  springen  wollte,  die  ängstliche  Rück- 
sichtnahme des  Gentleman:  Nur  die  Dame  nicht  in  Verlegenheit 
bringen.  Und  mehr  —  schlimmer  als  das:  Man  traute  sich  nicht, 
sie  auszufragen,  aus  Furcht,  dabei  jämmerliche  Ausflüchte  oder 
—  ein  Geständnis  zu  hören  zu  bekommen,  das  einem  das  nied- 
liche Bild  verdarb  und  —  na  ja  —  und  einem  die  ganze  Atmo- 
sphäre von  Beihilfe,  Mitschuld  und  so  weiter  höchst  unangenehm 
auf  den  Hals  schickte. 

Ja  —  jawohl!  Und  wenn  auch!  Und  wenn  es  auch  so  wäre! 
Es  war  so  viel  netter,  an  ein  unschuldiges  kleines  Mädel  zu 
glauben  mit  einem  hilflosen  Stupsnäschen  im  feinen  Gesicht,  ein 
Mädel,  dem  man  beigestanden  hat  —  warum  sollte  man  sich  mit 
Gewall  seine  Illusion  zerstören?  Illusion  war  vielleicht  das 
Allerwichtigste,  Halt  den  Mund,  Robby,  und  spiel'  deine  Rolle 
weiter! 

Und  das  Mädchen: 

Er  fragt  mich  nicht  —  warum  fragt  er  mich  nicht  —  schüch- 
tern ist  er  doch  wirklich  nicht.  Er  muß  doch  denken,  daß  ich 
eine  Verbrecherin  bin,  daß  man  mich  wegen  irgendeines  Ver- 
gehens verfolgt  —  oder  —  oder  ist  er  selbst  —  wer  kennt  sich 
denn  in  diesem  Lande  voller  Gauner  aus?  Wer  sagt  mir,  daß 
er  nicht  auch  von  dem  Papier  weiß  wie  die  Jancovics  —  Wenn 
die  es  gewußt  haben,  kann  er  ebenso  gut  —  Der  Trick  mit  dem 
Mantel  vorhin  —  Also  ich  werde  bestimmt  nichts  sagen.    —    Er 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 

Nathdrack  verboten 

sieht  mich  sowieso  so  spöttisch  an.  Wenn  er  mich  noch  lange 
so  ansieht  —  ich  glaube,  ich  haue  ihm  kaltlächelnd  eine  herunter. 
Und  wenn  er  mich  noch  so  sehr  vor  Jancovics  gerettet  hat. 

So  kam  es,  daß  die  anderthalb  Stunden  bis  Ragazza  nichts 
mehr  zwischen  ihnen  gesprochen  wurde  als  ein  paar  ganz  all- 
gemeine Phrasen. 

Erst  kurz  vor  der  Station  wurde  sie  wieder  unruhig. 

Man  mußte  alles  daransetzen,  um  unbemerkt  ins  Hotel  zu 
kommen. 

So  viel  hatte  man  von  Illyrien  schon  kennengelernt,  um  zu 
wissen,  daß  es  Madame  Jancovics  inzwischen  sehr  gut  gelungen 
sein  konnte,  sich  anderweitig  Hilfskräfte  zu  engagieren.  Viel- 
leicht erwartete  sie  sie  am  Bahnhof  von  Ragazza  mit  einer  Ab- 
teilung bestochener  Komitatschis,  vielleicht  mit  dem  Polizei- 
präsidenten des   Landes. 

,,Sie  haben  Ihren  Regenmantel  aus  dem  Zuge  geworfen,"  sagte 
sie  plötzlich,  „aber  ich  sehe,  Sie  haben  da  noch  einen  anderen. 
Es  —  ich  —  könnten  Sie  mir  den  Mantel  bis  zum  Hotel  borgen?" 

Er  sah  sie  mit  schräg  gehaltenem  Kopf  an. 

,,Man  muß  ein  bißchen  Sinn  für  Stil  haben",  meinte  er.  „Wie 
wäre  es,  wenn  ich  Ihnen  einen  Filzhut  dazu  aufsetzen  würde! 
Hier  —  den  da  zum  Beispiel?" 

Er  beugte  sich  vor. 

,,Wer  darf  Sie  denn  nicht  sehen  —  die  Polizei?" 

,,Nein,"    fauchte    sie,    ,, jemand    anders." 

,,Hm,  Sie  wollen  unbeobachtet  ins  Hotel  kommen  —  also  in 
den  großen  Konak  von  Ragazza  —  ein  anderes  Haus  gibt  es  da 
ja  wohl  nicht." 

„Dann  würde  ich  Ihnen  empfehlen,  auch  dieses  Paar  Hosen 
anzuziehen." 

Der   hilfreiche    Schrankkoffer   wurde   wieder   geöffnet. 

„Bitte  schön,  machen  Sie  in  aller  Ruhe  Toilette,  Gnädigste! 
Ich  passe  auf,  daß  niemand  hereinkommt." 


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/ 


Als  er  ein  paar  Minuten  später  wieder  eintrat,  stand  ein 
schlanker  Junge  da  in  einem  viel  zu  weiten  Ulster  mit  hoch- 
geklapptem Kragen,  der  ihm  unnötig  mächtige  Proportionen 
gab.     Den  Hut   trug  er   tief  in  die   Stirn  gezogen. 

,, Großartig",  bewunderte  Robby,  obwohl  ihm  die  ganze  Zeit 
über  bei  dem  Gedanken  nicht  recht  wohl  gewesen  war,  hier 
womöglich  einer  regelrechten  —  —  Quatsch!  Das  war  ja  gräß- 
lich,  was  für  kleinbürgerliche  Komplexe  man  in  sich  trug. 

Sie  war  ein  bißchen  verlegen  und  sah  ihn  vorsichtig  und  von 
unten  heran  an  wie   ein   kleiner   Hund. 

,, Wissen  Sic,  eigentlich  habe  ich  mir  ja  eine  kleine  Belohnung 
verdient",  begann  er.     ,, Finden  Sie  nicht,   daß  ich  — " 

„Da   ist   Ragazza!" 

Der   Zug  verlangsamte   seine   Bewegung. 

„Ich  bin  Ihr  Sekretär,"  sagte  sie  heftig.  „Sie  müssen  zu  mir 
sprechen  wie   zu   einem   Mann,    ja?" 

,, Gemacht!"  nickte   er  gehorsam.    ,,Und  was  die  Belohnung — " 

,, Ragazza",  schrie  draußen  eine  überschnappende  Stimme.  Der 
Zug  hielt.  Robby  hob  sein  Gepäck  aus  dem  Netz.  ,,Wo  ist  denn 
Ihr  Gepäck?" 


„Hier,  Schulze,  nehmen  Sie  das  Gepäck" 

„Verlorengegangen  —  gestohlen  —  was  weiß  ich.  Das  ist  ein 
scheußliches  Land  hier." 

„Hm." 

Er  hatte  keine  Zeit,  über  diese  neue  merkwürdige  Sache  nach- 
zudenken. 

,, Geben  Sie  mir  meinen  Koffer,  bitte,  zum  Fenster  hinaus!  Ich 
glaube,   den  Gepäckträgern  hier  ist  nicht  zu  trauen," 

Er  stieg  aus  dem  Wagen  und  ließ  sich  die  Stücke  herunter- 
reichen, 

„So   —    jetzt    kommen    Sie!" 

Dorrit  nahm  sich  vor,  auf  keinen  Fall  zu  vergessen,  daß  sie 
ein  Mann  war.  Energisch  und  mit  finsterem  Gesichtsausdruck 
schritt   sie   zur  Tür  und   sprang   heraus. 

,,Hier,  Schulze,  nehmen  Sie  das  Gepäck!"  befahl  Robby  und 
packte  ihr  den  Schrankkoffer  auf  die  Schulter,     „Haben  Sie  ihn? 

—  So.  —  Nehmen  Sie  noch   den   kleinen  hier  —  und  das   Plaid 

—  so  —   jetzt  vorwärts.  —  Sie  haben  doch  Ihr  Billett?" 
Schulze  keuchte. 

„Ich  —  ich  habe  es  in  den  Mund  gesteckt",  brabbelte  er. 
,, Sonst  —  sonst  habe  ich  gar  keinen  Platz  mehr." 

„Geben   Sic    her!" 

Robby  Valberg  nahm  seine  kleine  Handtasche  und  ging  seelen- 
ruhig  durch   die    Sperre. 

Kofferbepackt   folgte  Schulze, 

„Wo  ist  der  Konok?"  fragte  Robby  den  Bahnbeamten  auf 
französisch, 

„Gegenüber    dem    Bahnhof,    Monsieur." 

,,Sehr  schön." 

Ein  ziemlich  großer  Platz,  von  einstöckigen  Häusern  umsäumt. 
Ein    einziger    zweistöckiger    Bau    mit    drei    erleuchteten    Fenstern 

—  das   Hotel   von  Ragazza. 

Der  Weg   dahin   spritzte   vor   Schlamm, 
Man  fühlte  das  —  zu  sehen  war  nichts  mehr. 
Von  der  Mitte  des  Weges  an  überfiel  Dorrit  —  oder  vielmehr 
Schulze  —  der   grauenvolle   Gedanke,    daß   die   Hosen   rutschten. 


Es  war  nur  eine  Autosuggestion,  aber  sie  machte  aus  den  vierzig 
Schritten   bis   zum   Konak   vierzig    Kilometer  voller   Schrecknisse. 

Der  schwere  Schrankkoffer  auf  der  Schulter  wuchtete  und 
schnitt   ein. 

Streifte  das  Plaid  nicht  mit  dem  einen  Ende  durch  den 
Schlamm? 

„Zwei    Zimmer",    befahl    Robby    Valberg. 

Schulze  ließ  die  Koffer  herunterfallen  und  rieb  sich  mit  dem 
stummen  Stoizismus  eines  alten  Sioux  Schulter  und  Handgelenk. 

Es   ging   eine   wacklige   Stiege   hinauf. 

Die  Räume  lagen  nebeneinander  und  hatten  natürlich  eine  Ver- 
bindungstür. 

Ebenso    natürlich    fehlte    jede    Möglichkeit,    abzuschließen. 

Sie  war  sehr  dankbar,  daß  er  nicht  grinste,  auch  keine  Be- 
merkung machte.  Er  nahm  vielmehr  in  durchaus  ehrerbietiger 
Form  von  ihr  Abschied,  wobei  er  allerdings  auf  etwas  zu  warten 
schien  —  wie  ein  Junge,  dem  man  ein  Stück  Schokolade  ver- 
sprochen hatte,  und  der  sich  nicht  recht  getraut,  daran  zu 
erinnern, 

Sie  reichte  ihm  die  Hand,  überlegte  sehr  ernsthaft:  War  es 
möglich,  daß  man  ihm  den  Kuß  gab,  auf  den  er  die  ganze  Zeit 
schon   wartete? 

An  und  für  sich  war  es  natürlich  ganz  unmöglich  —  aber 
man  war  jetzt  in  Illyrien  —  das  war  schließlich  ein  Ausnahme- 
zustand. 

Freilich   —   — 

Da  hatte  er  schon  den  Arm  um  sie  gelegt,  und  sie  bekam  einen 
wilden    Kuß. 

„Na    also",    sagte    er   vorwurfsvoll. 

,,Es  fehlt  nur  noch,  daß  Sie  sagen:  Warum  nicht  gleich 
so!?"  fauchte  sie  und  schlug  ihm   die  Tür  vor  der  Nase  zu. 

Robby  hörte,  wie  -  sie  ein  Möbelstück  davorschob,  und 
schmunzelte. 

Dann  ging  er  zu  Bett  und  schlug  sich,  außer  mit  verschiedenen 
kleinen  Lebewesen  lästiger  Art,  mit  einem  Haufen  verrückter 
Gedanken   herum. 

Das  konnte  von  Dorrit  Brink  nicht  behauptet  werden. 

Allein  in  dem  kleinen,  ärmlichen  Zimmer,  das  nur  von  einem 
Kerzenstumpf  erleuchtet  war,  fiel  ihr  plötzlich  ein,  daß  sie  ein 
gutes   Recht   darauf   hatte,   müde   zu   sein. 

In   demselben    Moment    spürte   sie   ihre   Knie    schwer   wie    Blei. 

Die  Augen  klappten  förmlich  zu  und  waren  durch  nichts  zu 
bewegen,   wieder  aufzugehen. 

Sie  riß  sich  die  Kleider  herunter  —  flüchtig  fiel  ihr  ein,  daß 
sie  nicht  einmal  mehr  einen  Pyjama  bei  sich  hatte  —  und  Seife 
—  aber  für  alles  das  war  morgen  Zeit  genug. 

Sie  fiel  in  das  Bett,  das  vielfach  geflickte  bäuerliche  Kissen 
enthielt. 

Die  Leinwand  lag  ein  bißchen  feucht  auf  ihrem  müden, 
nackten  Körper. 

Das  war  das  letzte,  was  sie  feststellte. 

Zwei  Minuten,  nachdem  Robby  Valberg  das  Zimmer  verlassen 
hatte,   schlief   sie   fest    wie   ein    Stein. 

* 

Trotz  ihres  festen  Schlafes  hatte  Dorrit  allerlei  komische 
Träume, 

Frau  von  Jancovics  lief  hinler  ihr  her,  nackt,  bis  auf  einen 
feuchten  leinenen  Schurz,  um  ihr  das  Papier  abzujagen.  Sie 
selbst  saß  in  Männerklcidern  auf  dem  Dach  eines  Eisenbahn- 
zuges. 

Aber  Frau  von  Jancovics  lief  so  schnell,  daß  sie  den  Zug  er- 
reichte, und  ergriff  sie  bei  den  Beinen.  Sie  zog  ihr  die  langen, 
grauen  Hosen  herunter,  die  immer  länger  und  länger  wurden 
und  die  sich  abwickelten  wie  zwei  Taurollen. 

Dann  kam  Robby  Valberg  und  schrie:  , Machen  Sie  eine  leichte 
Kniebeuge,  sonst  erschieße  ich  Sie!'  Er  hatte  eine  Kanone  mit- 
gebracht, um  die  sich  ewig  verlängernden  Hosen  zu  durch- 
schießen. 

Der  Schuß  krachte  fürchterlich,  und  Dorrit  sah  die  riesige 
Granate  langsam  auf  sich  zuscf^eln,  Sie  blieb  hart  unter  ihr 
stecken  und  explodierte.  Das  ganze  Waggondach  flog  in  die  Luft. 

Daorrit  sah  das  Land  tief  unter  sich  und  hörte,  wie  Frau 
Gageike  ihr  etwas  zurief.  Ja,  ja,  sagte  sie.  Es  war  natürlich 
acht  Uhr,  sie  hatte  wieder  zu  lange  geschlafen.  Um  neun  Uhr 
mußte  man  im  Büro  sein  —  Stavrides  rief  mitunter  von  seiner 
Wohnung  aus  an,  um  festzustellen,  ob  man  da  war.  —  Also 
herunter    mit    B  II,    dem    Palenlbrett,     auf     dem    Strümpfe     und 

Wäsche  lagen.     Sie  angelle  nach  der  Schnur, —  Aber  wo 

was    — .  fortseUune  folgt 


FRAGEN 


<^§3c^>i: 


die  uns  errei'chtert 


Anfragen    erbitten   wir    an    die    Redaktion    des     .,  Fil  m -M  a  g  a  z  i  n",     Berlin    SW  68,    ZimmerjtraDc   35-4t 
Scherlverlag.  Antwort  erlolgt  nur  im  „Film-Magaiin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat   also  keinen  Zweck 


s 


ONNE    freie  Zeit    und 

nichts  als  Aufnahmen 
machen   mit   einem 

CINEMODAW' 


Studieren  Sie  im  Kino,  wie 
wunderbar  dieFreilichtauf 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  niclit  beantwortet.  Bei  Manu- 
skrlptanKcIcKonheilen  bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Antrage  ist 
Kiickporto  beizufügen.  Jede  EinscndunB  eines  Manuskripts  zur  Priifung 
ist  zwfi-klos,  nur  Exposes  im  Unifanse  von  2—3  Schreibniaschinenseitcn 
sind  zur  Einscndunf,'  an  die  Filniindustrie,  Regisseure  usw.  Keeignct.  Für 
Verlust  der  einfjesandtcn  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Purchscbläge  senden,  von 
handgeschriebenen  Sendungen   (leserlich)   eine  Abschrift  zurückbehalten. 

• 

Ellen  P..  B  r  r  I  i  II  :  Douglas  F;iirli;ink'i  wiihnt  in  Brvorly  -  Hills. 
Hollywood,  Kalifiiruien.  U.JS.-V.  Sie  können  ruhig  deutsch  an  ihn  schrei- 
1,,,.,  ■  _  c.irl  Halliaiis  widiiit   Berlin  \V  ;«).  Mutzr^tralie  ■.*9. 

Margot  Z.  C  h.  A.  16:  Harry 
Liedtke  ist  inzwischen  wiedor- 
hergestelll.  —  Wir  haben  Iw.-in 
Petrovich  an  das  fällige  .\uti)- 
gramni  erinnert.  Ernst  Verebes 
wurde  am  6.  Dezember  in  New 
York  geboren,  ist  aber  ung.iri- 
.seher  .'^taalsaiigehiiriger.  .\lfoiis 
Fryland  erblickte  am  1.  Mai  in 
Wien  das  Licht  der  Welt.  Fred 
Louis  Lerch  stammt  aii.s  Ems- 
dorf  (Oesterreich)  und  hat  am 
2«.  März  (ieburtslag;  Franz  Le- 
derer wurde  am  6.  November  in 
Pr.ig   geboren. 

E.  11.  T.  P  f.,  ti  a  b  1  o  n  z  : 
Wilhelm  Dieterle  kommt  von  der 
fSprerhbiiliiic  zum  F'ilm.  spielt 
aber  jetzt  nicht  mehr  Theater. 
Er  ist  seil  mehreren  .I.ilirrn  ver- 
heiratet, (iewiü.  Dieterle  ist 
.•iiicli    sehr    musik.'iliscli. 

.V  d  i  e  II  .M  i  m  i  :  ."^eit  wann 
ist  Bresl.iii  in  Buxtehude  iiiiige- 
t.iiiftlV!  Hoffentlich  finden  Sie 
den    Kontakt!. 

F  r  ä  11  1  e  i  ii  E  1  s  e.  B  i-  r  1  i  n : 
Elisabeth  Bergner  ist  unverhei- 
r.itet.  gibt  Autogr.amme  und  liebi 
.ille  Blumen.  Ein  neuer  Film 
mit  ihr  ist  noch  nicht  .iiigekün- 
digt.  .T.iwobl.  sie  hat  eine  .Se- 
kretärin. Die  Kiinsllerlii  spielte 
bis  jetzt  in  folgenden  Filmen: 
,.I»er  Evaiigelimann".  ,.Nju', 
,.I)oiiii:i  .7ii;iiia".  ..Liebe".  ..Der 
(ieiger  von  Florenz",  ..Fräulein 
Else". 

L  V.  K..  B  r  r  s  I  a  u  :  Am 
besten,  Sie  wenden  sich  :iii  den 
Bromsilber\  erlag  Boss.  Berlin 
SW    6«,     AlexandrlnensIraBe    ]I0. 

Else  H.  n  ii  s  .M  .-i  g  d  e  - 
bürg  :  Iw.in  Pelmvleli  ist  iin- 
verhcir.itet.  Liliaii  H.irvey  ist 
nicht  mit  Willy  l'ritsch  verlobt. 
D;is  w.ir  nur  ein  (JerilrhI.  (Jret.i 
ti.irlin  war  iioeh  nie  \  crliciraiet. 
Fritz  Alberti  wohnt  Berlin-Wil- 
nicrsdorf.  Lud«  igkirchsir.iUe  !ta. 
Carlo  Aldiiii  Berlin  W.  Martiii- 
Lnilici-Str.iUc  J4.  Kiiiil  .I.innings 
Esplan.idc-lli.tcl.  Berlin  W,  Belle- 
viiestralie.  l'aul  Kiililer  Berlin  W, 
T:im'ntzieii>lr.  10.  Louise  Brooks 
Eden-llotcl.  Berlin  \V.  Biid.ipester 
Stralle.  t'liri>t.i  Tordy  -  Licdtke 
Berlin-(!riiiie«.ild.  Bisiii;irckallee 
Nr.  1().  Ernst  Hofnianii  Berlin- 
Haleii^ee.  Augustc-Viklori.i-Str.  I. 
Lee  l'.irry  ili'rlinW.  Kiirfiirsteii- 
il.inini    I!i.'),    Ernst    Itijekert    Berlin  ^— — ■— — i^— — i 

SW.  H.illesche  Sir.ißi-  i:>.  Käthe 
von  .N.igy  Berlin  ^\'.  Pr.iger 
Stralie  1.  Die  betreffenden  anie. 
rikaiiisehen  Filmstar-  wuhiieii  in 
Beverly-Hills,    Hollvwiiod.    Kai. 

<i  u  s  t  :i  V  l"  r  li  h  I  i  c  h  -  \'  e  r  e  li  r  e  r  1  11  .  ( '  li  a  r  I  o  t  I  e  n  b  u  r  g  : 
(Jiist.iv   Friihlich   widinl   in    Berlin-Westend.    Heerstr.iUe   Cfi. 

Katja  B..  Tilsit:  Iwan  Petrovich  ist  nicht  verheiratet,  trägt 
seil. eil  richtigen  X;iiiien.  ist  sehr  musikalisch,  war  friiher  bei  der  Operette. 
treibt  viel  Sport  und  besitzt.  l;i>t  not  leasl,  jiueli  ein  -Vulo.  Er  siiricht  ge- 
brochen   Deutsch. 

.\  I  b  e  r  t  K..  Stuttgart:  Harry  PIcl  arbeitet  für  das  Deutsche 
Liehtspiel-S\  iKJikat.    Berlin   SW    Im.    Krii'ilrielisIraUe   Ji'.'i. 

¥..  K. .  Freital:  Agnes  l'etersiMi  wcdinl  Berlin  AS',  Kurfürsten- 
djiiiiiii  i!t."i.  Heinrich  Cecirge  Kohlh:isenbrück  bei  Berlin.  B.ieekestralie  tl. 
(iöst.i  Ekm.'iii  wnhiit  in  Stuekliolm.  Hjorlhogsvägen.  Lars  H.'iiisnii  filmt  bei 
der  British  liitern.itional  in  den  F'lstree-Stiulios.  Ilersfordsliire.  England. 
-Mini.i    Maris    «oliiit    in    Bi'verlv -HilK.    HollywoiMl.    K.il..    F.  S.  A. 

I".  rieh  W..  (1  r  e  i  f  e  n  b  e  r  g  :  Praktische  Batschläge  Uöiinen  w  ir 
Ihnen  leider  nicht  geben,  du  wir  Engagements  usw.  nicht  vermillcln.  Den 
genannten  Titel  gibt  es  wohl  noch  nicht. 


nahmen  dort  sind.  Probieren 
Sie  einmal,  selbst  zu  filmen. 
Es  ist  so  einfach  fürAmateure 
mit  einem  Cine  „Kodak'  und 
macht  soviel  Vergnügen.  Von 
jedem  frohen  Wochenende 
behalten  Sie  dann  einen  Film, 
denSie  immer  wieder  inihrem 
Heim  vorführen  können. 

Ihr  Photo- 
hündlcr  führt  Ihnen  ficrn  ittid  un- 
i'crbinJIich  unsere  Apparate  vor. 


CIKE  'KIMIAK' 


SIL    KÖNNEN    IHR    EIGENER    FILMSTAR   SEIN    DURCH 


>'i  I  in  f  r  e  11  n  d  i  II  M.  Seh.  i.  T.:  Olg.i  TxheehoHa  wohnt  Berlin 
XW  2;t,  Klopstoekstralle  20.  «iirde  am  2fi.  .\pril  in  Alexandropol  i  Kauka- 
sus) geboren,  ist  geschieden,  h.it  eine  Tochter,  gilit  .Vutogr.imme.  treibt 
viel  Sport,  w.ir  friiher  Bildh.'iuerin,  ging  d.iiiii  zur  Sprechbiihne  und  b.ild 
zum  Film  und  fiihrt  jetzt  Kegie.  Sie  ist  .luch  im  Leben  sehr  sympathisch. 
Ihr  iii'tiester  Film  heiUt  ..Die  Liebe  der  Brüder  Hotf.  —  Ihre  Bildwünsehe 
sind  vorgemerkt.  —  Lil  Dago\cr  ist  mit  Herrn  Witt  verheir.ilet  und  hat 
eine   Tochter. 

E  r  i  k  .1  K.:  Die  Karten  sind  niehl  mit  Autogrammen  vorrätig.  .Sie 
können  die  Bildkarten  mit  fr.inkierlem  l'mschlag  für  die  Rücksendung  an 
die  helreff.'iiden  Künstler  senden  und  um  Autogramme  bitten.  —  Bei 
Künstlern,  die  .-lußerhalb  Deiilschkinils  wohnen,  ist  die  Beilegung  eines 
internationalen  Postgebiihrcns;-heins  nötig. 

Werner  K.,  Zürich:  Es 
tut  uns  leid.  Ihnen  in  Hirer  .\n- 
gelegenheit  nicht  behilflich  sein 
zu  können.  Aber  es  i.-t  wohl  am 
besten,  wenn  sie  noch  einm.al  an 
Dina  Uralla  schreiben  und  sie 
dringend  bitten,  Ihnen  Ihr  Ma- 
nuskript   zurückzusenden. 

..X  a  pole  o  11  a  u  s  Ma  g  d  c  - 
bürg'  :  .lawohl,  Harry  Liedtke 
uolint  noch  immer  Berlin-Grune- 
wald, Bisniarck.allee  16.  Sein 
nächster  l'iltn  heißt  ,.Die  Kon- 
kurrenz idatzf.  Wie  sein  Reit- 
pferd heißt  und  ob  Liedtke  große 
oder  kleine  Hunde  bevorzugt, 
wissen  wir  wirklich  nicht.  — 
Iwan  Mosjiikin  wohnt  Berlin  W, 
Kiirfürstendamm  19,').  wurde  am 
26.  September  in  Penza  (Ruß- 
land) geboren.  Die  nächsten 
Filme  mit  Mosjiikin  heißen  ..Ma- 
nolescu"  und  ..Der  weiße  Teu- 
fel", .lohn  Barrymore  ist  durch 
die  T'nited  .\rtists.  7200  Santa 
Monica  Boulevard.  Hollywood. 
K.iliforiiien,  zu  erreichen.  — Der 
Künstler  ist  mit  Dolores  Costello 
\  erheiratet  und  wurde  am  l.'».  Fe- 
bruar in  Philadelphi.-i  geboren. 
V.T  wird  fleißig  weiter  filmen. 
-  Wladimir  Oaidarow  erblickte 
am  2H.  Juli  in  Pnllawa  (Ruß- 
land) das  Licht  der  Welt.  — 
Livio  P.iv.-iuclli  wohnt  Berlin- 
Wilmersdorf,  ILivensberger  Str. 
Xr.  .').  Xenia  Desni  hat  am 
19.  .lanuar.  Lee  Barry  am  2,5.  Ja- 
nuar  Geburtstag. 

F;  I  I  a  H..  G  11  m  b  i  n  n  e  n  : 
F;iis;ibeth  Bergiier  wohnt  Berlin- 
Hahleni,    F'ar.'id.iyweg    1.5. 

H  a  II  n  a  R.,  A  I  I  e  n  s  t  e  i  n  : 
Hilde.Maroff  «ohnf  Berlin  XW«". 
Agricolastraße  13/14.  Käthe  von 
Nagy  Berlin  W.  Prager  Str.  4. 
Siizy  Vernoii  Paris.  12,  Boule- 
vard Soiilt  46.  Harry  Hardt  Ber- 
lin-Halensee.  P.-iulsborner  Str.  90. 
Mary  Johnsons  .Adresse  ist  zur 
Zeit  nicht  bekannt.  —  Selbst- 
verständlich werden  den  Film- 
stars ihre  Briefe  nachgeschickt, 
wenn  sie  auf  Reisen  sind.  —  ('b 
Fred  Louis  Lerch  ein  Auto  be- 
sitzt, entzieht  sich  leider  unse- 
rer  Kenntnis. 

.\  I  b  i  n  S  p.,  Berlin:  Liane 
Haid  widint  Berlin-Westend, 
Württembergische  Str.  13.  Con- 
rad    Veidt     Berlin    W.     Lichten- 

Steinallee   2;i.   Emil  Jaiinings  Es- 

planade-Hotel.    Berlin    W,    Belle- 

vuestraße.        Bcttv     Amann       ist 

durch     die    Ufa.     Berlin    SW    68, 

Kochstraße    6— s.      zu     erreichen. 

Werner  Kraiiß  gibt   .\utogrammc. 

in    II  a  s  p  e.     Harry   Pid   gibt   .Viitogramme. 

H  o  1  m":    Harry    Piel    spielte    in    unzähligen 

hier    seine    bekanntesten:     ..Was    ist    los    im 

größter    BInflf".    „Seine    stärkste    Waffe'-. 

Herr    aus    Süilamerika"     (..Männer    ohne 

Harry   Plel   hat   braune    .Vugen 


ClNi;   ..KODAK 


Z  w  ei   F"  i  I  m  f  r  e  u  n  d  c 

..H  a  r  r  y    P  i  e  1  -  D  a  r  y 
F'ilmen.      AVir    nennen    Ihnen 
Zirkus    BeclyV".    ..Panik".    ..Sein 
Picls    nächster     Film    beißt    ..Der 
Iteriif "1.      Dary    Holm    ist   seine   Partnerin, 
und   schwarzes  Haar. 

C  h  a  r  1  <■  s  R  o  g  e  r  s- V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  (J  e  r  d  a  <>..  B  e  r  1  i  n  :  Charles 
Rogers  ist  durch  die  Paramoiint.  .■)4.")l  Marathon  Street,  Hollywood,  Kai., 
zu  erreichen,  wunli-  in  ()l;itlie.  Kansas,  geboren,  ist  unverheiratet,  gibt 
Autogramiiie.  treibt  jeden  .Sport,  lieht  alle  Blumen,  filmt  fleißig,  ist  im 
Leben  genau  so  nett  und  sympathisch  wie  in  seinen  F^ilmen,  hat  dunkles 
Haar  und  dunkle  .\iigen.  —  Gerda  Maurus  wohnt  Berlin-Wilmersdorf, 
Hohenzollerndamm   .'')2. 

J  .a  m  e  s  W.  K.:  Madge  Bellamy  ist  durch  die  Fox-Studios,  1101, 
Western   Ave.,   Hollywood,    Kalifornien,    zu    erreichen. 


Elly,  Franz  Ledcrcr- Verehrerin.  München:  Franz 
Lcdorcr  wolint  Horlin-Friodeiiau,  Fchlcrstraüc  •),  wiirilc  Jim  G.  November 
in  I'rOK  Kcborcn,  ist  ledis.  tri'Kt  si-inoii  rii'hti(;ou  Namen,  ist  bei  der 
Sprecbbühue  und  seit  kurzer  Zeit  beim  Fihn.  Kr  debütierte  in  dem  llcnny 
l'orten-Film  ..Zufluehf,  spielte  dann  in  ,.!)ic  seltsame  Nnelit  der  Hel^a 
Wangen",  danach  ,,l)ie  Biielise  der  I'andora"  und  endlieh  ,,l)ie  wunderbare 
liUlfC  der  Nina  Pelrowna".  Du  iler  Künstler  zur  Zeit  an  Hlindilarnient- 
zünduUK  erkrankt  ist,  konnte  er  die  ihm  iil)ertraft«'n<'  Holle  in  dem  Aafa- 
Filni  ,,i)ie  Adele  llerrenpartie"  nicht  spielen.  .Seine  Kolle  ist  nun  von 
Walter  Rilla  übernommen  worden.  Oleii  Tseheehowa  wohnt  Berlin  NW  2;i, 
KlopstoekstraUc  20,  und  spielte  u.  a.  in  folgenden  Filmen:  ...Schloü 
Vogclöd".  ..Nor.%'",  ..Der  verlorene  .Seliuh",  ..Brennende  (Jrenze".  ..Nacht- 
welt, ,.Weib  in  Flammen.  „Diane".  Dir  neuester  Film  ist  ..Die  hiebe  der 
Hriider  Kott".  I.ilian  llarvey  wohnt  Berlin  W  Ij,  Düsseldorfer  .StraÜe  47, 
Willy    Frilsch    Berlin    W.    Kaisrrdamm    95. 

A  u  t  o  K  r  u  m  ni  I  i  e  s  e  I  :  l'eber  20  Fragen  stellen,  ist  wohl  ein 
wenig  zuviel!  NN'ir  beantworten  Ihnen  hiermit  eini(;e  Ihrer  Fraßen.  Die 
übriRcn  Fragen  finden  Sic  an  anderer  .Stelle  beantwortet.  Wenn  Sie 
;in  die  Filmstars  schreiben,  so  dürfen  .Sie  getrost  ihren  Künstlernamen, 
also  den  Namen,  unter  dem  sie  in  der  Welt  bek.innt  sind,  wählen. 
Die  I'ost  wird  sie  schon  finden.  (■rt'te  Beinwald  wohnt  Berlin  W. 
Kegensburger  StraUe  14.  Maria  Mindzenti  Berlin  ^\■  l.'i.  Huisburger 
StralJe  17,  I.iane  Haid  Berlin-Westend,  Wiirttenibergisehe  StraUe  l.i, 
Mnria  Corda  Berlin  W,  Zähringer  Slraüe  19,  Crele  Mosheim  Berlin  W, 
I'ariser    .Straße    27,    Dorothea    Wieek    München,    Thierstralie    49. 

Käthe  Seh.,  P  a  s  »  a  u  : 
Da  sind  Sie  wohl  im  Irrtum: 
Es  gab  allerdings  vor  etwa 
drei  .Jahren  einen  Pat-  und 
Patachon-Film  mit  dem  Titel 
..Pat  und  Patachon  zum  Win- 
tersport'". .\ber  in  dem  Film 
„Liebe  im  Schnee"  spielen 
nicht  Pat  und  Patachon,  son- 
der Maria  Paudler,  1-ivio  Pa- 
vanelli  und  Georg  Alexander 
die   Hauptrollen. 

H  e  d  w  i  g  L.,  K  a  r  1  s  r  u  h  e: 
Die  Simonie  in  ..Bin  ich  Ihr 
Typ?"  wurde  von  .Tosephine 
Dünn  verkörpert.  Die  Derussa 
bat  ihre  Räume  in  Berlin 
SW  48.  Friedrichstraße  13.  Sie 
hat  deutsehe  und  russische 
Filme    in    ihrem    Verleih. 

Alice  W.,  Charlotten- 
burg: (>unnar  Tolnaes  weilte 
kürzlich  auf  einige  Tage  in 
Berlin,  wo  er  im  Hotel  Kaiser- 
hof Wohnung  genommen  hatte. 
Er  befindet  sieh  jetzt  auf  einer 
Erholungsreise  in  der  Schweiz 
und  danach  an  der  Itiviera. 
Im  August  wird  der  Künstler 
in  Oslo  im  ..Neuen  Theater" 
auftreten.  Aber  man  hofft,  ihn 
in  absehbarer  Zeit  auch  wie- 
der für  einen  Film  zu  gewin- 
nen. Tolnaes  hat  noch  einen 
Siteren  Stiefbruder,  der  ,Turist 
ist;  seine  Eltern  sind  schon 
viele  Jahre  tot.  —  Er  hat  seine 
eigene  AVobnung  in  Oslo.  Nils 
.luelsgate  4.").  .lawohl,  er  treibt 
jeden  Sport:  für  das  Skilaufen 
ist  er  ja  als  Norweger  prä- 
destiniert. Tolnaes  hat  viel 
Humor,  aber  der  Grundzug 
seines  AVesens  ist  ernst.  Ihr 
Bildwunseh  ist  rorgemerkl.  — 
Sie  dürfen  Fragen  stellen,  so- 
oft   Sie    mögen. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  e  M.  u  n  il 
P.  aus  Leipzig:  Brigitte 
Helm  ist  mit  Riehard  AVeiß- 
bach  verheiratet.  Nein,  es  gibt 
keine  Postkarlen  von  ihm. 
AVir  nehmen  an.  daß  er  Auto- 
gramme gibt,  wenn  er  darum 
gebeten    wird. 

AV  i  I  d  e  O  r  e  h  i  d  e  e  n  :  fJre- 
ta  Garbo  stammt  aus  einer 
Nicht  -  Schauspielerfamilie.  — 
Ina  C'laire,  die  junge  Gattin 
.lohn  Gilberts,  i.sf  eine  be- 
kannte amerikanische  Operel- 
tonsängerin. Nils  Asther  ist 
Schwede,  in  Malmrt  geboren. 
Greta  Garbo  ist  liellblond  und 
blauäugig.  Gewiß,  die  Mög- 
lichkeit besteht,  daß  sie  doch 
noch  wieder  einmal  mit  John 
Gilbert    filmt. 

AV  i  1  h  e  1  m  8.,  Stuttgart:  „Die  Frau  im  Mond"  ist  noch  nicht 
uraufgeführt.  Außer  in  diesem  Film  spielte  Gerda  Maurus  vorher  in 
,, Spione",  also  nicht  in  „Metropolis".  Ihr  nächster  Film  ist  ,, Hochverrat". 
II.  H.  i  n  W.:  Brigitte  Helm  debütierte  in  Fritz  Längs  ..Metropolis". 
Sic  spielte  noch  in  folgenden  Filmen  mit:  ,, Alraune",  ..Die  Yacht  der 
siehcn  Sünden",  „Abwege",  ..Skandal  in  Baden-Baden",  „Geld  —  Geld  — 
Geld",  „Die  wunderb.ire  Lüge  der  Nina  Petrowna".  Brigitte  Helms 
•neuester  Film  ist  „Manolescu '. 

I  .  ^\  ^^  '  **  f'  •■  1  '  "  ■•  l>'e  angefragte  Firma  ist  ein  Verlag,  der  Filni- 
l.iteralur  verlegt  und  durch  ihre  Anzeige  ihre  Bücher  empfehlen  will. 
1  1  .'V'  •  *' "  n  8 1  e  r  :  ..Das  Modell  vom  Montpornasse"  ist 
kurzhcb  fertiggestellt  worden.  Lilian  Harvey  ist  nicht  mit  AVilly  Fritsch 
verlobt.     Ibre_  GhiUe    sind    ausgerichtet,   die   BiUlwünsche    vorgemerkt. 

A  1  o  I  B  R..  Bad  Albing:  Ihre  Grüße  sind  Grete  Mosheim  und 
Margarete    Schlegel    bestellt. 

/  T^*^' "t.-"' "  ,^"  P:  s  8  e  n  :  In  „AVenn  die  Schwalben  heimwärts  ziehn" 
(„Der  Jrerndenlegionflr")  spielte  neben  Gustav  Fröhlich,  O.skar  Marion 
Dorothea  A\  leck  noch  Rio  Nobile. 

Erich  J.,  Meeranc:  Margot  Landa,  wohnt  Berlin  AV.  Kiir- 
f  ir.Mendamm  II,  und  filmt  fleißig.  Dolores  Costello  ist  durch  die  AVarner 
Hrothers-Studios,  ,')R12,  Sunset  Boulevard,  Hollywood,  Kai.,  V  S  V  zu 
erreichen.  Louis  Trenker»  nächtser  Film  ist  „Der  Ruf  des  Nordens" 
Agnes    Pcterscn-MoBJiikin    wohnt    Berlin    AV.    Kurfürstendamm    195. 

C:    R.  Kenne    ist    durch    die    Universal-Studios,    Universal-City, 
°  *      zu   erreichen. 


K.    H. 

Kalifornisn, 


U.S.A., 


Mimi  K.,  N. -Seh.:  Elisabeth  Bergner  wurde  am  17.  April  in 
AVicn  geboren  und  wohnt  Berlin-Dahlem,  Faradayweg  15.  Ruth  AVeyher 
war  früher  auch  sehr  viel  bei  der  Sprechbühne  tätig.  Jacques  Catelain 
wurde  in  Saint-Germain-en-Laye  geboren.  —  Lilian  Harvey  ist  nicht  mit 
AVilly  Fritsch  verlobt.  Das  war  nur  ein  Gerücht.  Außer  in  den  ge- 
naiiiitcu  Filmen  spielte  Lilian  Harvey  noch  in  „Die  Liebschaften  der 
Hella  von  Gilsar",  ..A'ater  werden  ist  nicht  schwer".  ,, Liebe  und  Trom- 
petenblasen". Ihre  nächsten  Filme  sind  ..Adieu  Mascotte"  (Das  Modell 
vom  Montiiariiassc)  und  ,, AVenn  du  einmal  dein  Herz  verschenkst"  (Der 
Aagabiind  vom  Aequator).  Conrad  Veidt  wohnt  Berlin  AA',  Lichtenstein- 
allee  2a. 

G.  M.,  Berlin:  Ihre  Frage  nach  diesem  Schauspieler  finden  Sie 
an  anderer  Stelle  beantwortet.  —  Brigitte  Helm  ist  mit  Richard  AVeiß- 
bach   verheiratet.    Ihre   AA'ohnung   ist   in   Berlin-Dahlem,   Im   AVinkel   5. 

Martha  K..  Augsburg:  Den  Admiral  Nelson  in  ,.Die  un- 
gekrönte Königin"  *i>ielte  A'ietor  A'arconi.  Er  ist  durch  die  First 
N;itioiial-Studio8,  Biirb.ink-Hollywood.  Kai.,  zu  erreichen.  —  Der  Baron 
Osteriiiann  im  ,. Patriot"  wurde  von  Neil  Hamilton  dargestellt.  — 
Hamon  Novarro  ist  nicht  mehr  in  Berlin.  In  diesem  Jahr  wird  er 
auch  M>raiissi(litlieli  nicht  mehr  nach  Deutschland  kommen.'  Sein  Opern- 
gastspicl    ist    verschoben    worden. 

Irmgard  G.:  Erna  Morena  wurde  in  Asehaffcnburg  geboren.  — 
Hans  Miereiulorf  wdlint  Bcrlin-Friedenau,  Stubenraiichstraße  «2.  Er  gibt 
.\iitogramnic.  Mieremlorfs  nächster  Film  i.st  „Das  Panzerauto"  mit  Carlo 
Aldini.     Der    Künstler    wurde    in    Rostock    geboren. 

Drei  Ramon  Novarro- 
Verehrerinnen  aus 

Stuttgart:  Ramon  Novarro 
ist  mittelgroß,  schlank,  hat  am 
6.  Februar  Geburtstag,  treibt 
jeden  Sport,  liebt  Blumen  und 
Tiere.  Novarro  ist  schon  seit 
AVochen  nicht  mehr  in  Berlin. 
Sein  Operngastspiel  hat  er  ver- 
schoben. —  Ihren  Brief  haben 
wir  leider  nicht  weiterleiten 
können. 

Uschi.  Angelo  Ferra- 
ri-Verehrerin aus  To- 
ri n  o  :  Diana  Karenne  ist 
eine  bekannte  französische 
Filnidarslellerln.  — .\ngelo  Fer- 
rari ist  auch  im  Leben  sehr 
sympathisch  und  liebenswürdig. 
Er  treibt  sehr  viel  Sport  am 
liebsten  autelt  er.  Die  Marke 
seines  AVagens  wissen  wir  aber 
trotzdem  nicht.  Selbstverständ- 
lich, er  ist  auch  ein  Blumen- 
und  Tierfreund.  Ferrari  filmt 
fleißig.  Elena  Lunda  hat 
dunkles    Haar. 

Max  \..  Nürnberg: 
Hans  Beck-Gaden  lebt  in  Mün- 
chen. Die  in  den  Schaukästen 
der  Lichtspieltheater  ausgestell- 
ten Szenenbilder  sind  im  all- 
gemeinen nicht  käuflich.  — 
Elisabeth  Bergner  filmt  augen- 
blicklich nicht.  Ein  neuer 
Film  mit  ihr  ist  bis  jetzt  auch 
noch  nicht  angekündigt.  —  Die 
gegenwärtige  Adresse  der  Tän- 
zerin .Anna  Pawlowa  können 
wir  Ihnen  leider  nicht  mittei- 
len. —  Der  Film  ..Ich  hab'  im 
Mai  von  der  Liebe  geträumt" 
wurde  vor  2—3  Jahren  gedreht. 
Filmfreundin  Erna 
aus  Berlin:  Nein.  .Sie  be- 
lästigen uns  mit  Ihren  Fragen 
ganz  und  gar  nicht.  —  Selbst- 
verständlich dürfen  .Sie  die 
Filmstars  um  AVidmungen  bit- 
ten. AValfer  Rilla  wohnt  Ber- 
liii-Charlottenburg.  AA'acholder- 
weg  6.  Gustav  Fröhlich  trägt 
seinen  richtigen  Namen.  Liane 
Hald  ist  die  Schwester  von 
(Jrit  Haid.  Mady  Christians' 
neuester  Film  heißt  „Priscillas 
Fahrt   ins  Glück". 

E  d  e  -  R  i  t  a    v.    P.,    Saar- 
brücken:    Am   besten,   JSie 
wenden    sich    in   Ihrer   Angele- 
genheit   an    die    National-Film 
A.-G.,      die      den     betreffenden 
Film      in     ihrem    A'erleih     hat. 
Iwan    Petrovieh    filmt   bei    ver- 
schiedenen Firmen.  Seine  näch- 
sten   Filme    werden    aber    nur 
von     der     Greenbaum     herge- 
stellt. 
Ruth    M.,   Berlin:   Den   Kurt   von   Holstein    in    ..Verirrte    Jugend" 
spielte   Rolf  von   Goth.     Er   wohnt    Berlin   SW,   Halleschcs   Ufer  25.    Seine 
Filmschwestcr   wurde    von   Ilanni    Reinwald   verkörpert,   die    in   Berlin   AV, 
Kurfürstendamm    37,    Pension    Regina,    wohnt.     Hilde   van    Straaten    wurde 
von  der  Französin  Dolly  Davis  dargestellt;   die  Künstlerin  wohnt  Paris  17, 
•40    Rue    Philibert    Delorme. 

AV  e  r  n  e  r  .S.,  Breslau:  Suzanne  Delmas'  ständige  Adresse  ist 
Paris,  12  Avenue  de  A'illars.  Sie  gibt  Autogoramme.  Sie  können  auch 
Deutsch   an    die    Künstlerin    schreiben. 

I..  y  a  M  a  r  a  -  A'  c  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Hameln:  Lya  Mara  ist  noch 
immer  in  .Amerika.  —  Karina  Bell  spielte  in  folgenden  Gunnar  Tolnaes- 
Filmen:  ..Die  Insel  der  Erfüllung",  ..Fräulein  Sherlok  Holmes".  ..Die 
Licblingsfrau  des  Maharadscha",  "Klein  Dorrit",  ,,A\'enn  Mädchen 
träumen".  A'or  einiger  Zeit  spielte  sie  in  Deutschland  eine  der  Haupt- 
rcllen  in  der  ..Rcvoliitionshochzeit".  —  Henny  Porten  liebt  alle  Blumen.  — 
Das  gewünschte  Photo  können  .Sie  durch  den  Verlag  ..Illustrierte  Film- 
woche", Berlin  SW  6«,  Kochstraße  6-8,  bezichen.  —  Ihre  Filmkenntnisse 
sind   wirklich    fabelhaft. 

Gg.  K.,  Geislingen:  Die  Emelka  verpflichtet  für  ihre  Produktion 
immer  wieder  andere  Regisseure,  wie  es  die  meisten  Firmen  tun.  Es 
haben  dort  in  letzter  Zeit  u.  a.  gearbeitet:  Karl  Grüne,  Franz  Osten, 
Fr;inz  .Seitz.  AVilly  Reiber.  Harry  Piels  neuester  Film  Ist  ..Männer  ohne 
Beruf"  (Der  Herr  aus  Süd.imerika).  AVenn  Sie  Autogramme  von  Film- 
stars haben  möchten,  so  müssen  .Sic  immer  die  Jeweilige  Bildkarte  und 
adressiertes,    frankiertes  Rückkuvert  beifügen. 


\r^ 


'.sr'?s£f»^^f^^sätKi«S!;^<2ivaa£se^3^p«n«KSE^^ 


I    u    ly  »^1  iwMlj^.l.f^ipi^s» 


GRETA  GARBO  UND  NILS  ASTHER 

in  ihrem  neuesfen  Film  „Wilde  Orchideen" 


Phot.  M.-Q.-M. 


Ji 


L  i  V  i  a  W.,  Düsseldorf:  Die  gennnnte  Schauspielerin  ist  nicht 
bekannt.     Wir   können    Ihnen   daher   auch    ihre    Adresse   nicht   nennen. 

K  m  m  a  H.,  München:  Die  BcschreibiinBen  von  ..Gesclilccht  in 
Fesseln"  und  ..Die  HciliKC  und  ihr  Narr"  erhalten  Sic  durch  den 
„Illustrierten  Filnikurier,  Hcrlin  W  9,  Köthencr  .StraUc  M.  Bildk:irten 
von  Filmstars  bekommen  Sie  in  jeder  Rroßcii  r.iiiicrhandlunK.  —  Mary 
Johnson  ist  zur  Zeit  nicht  in  Berlin.  —  Der  nächste  Film  mit  I^icn 
Deycr*    und    Wilhelm    Dicterle    heillt    „Triumph    des    Lehens". 

L  u  i  se  S.,  Berlin:  Emil  J.inninRs  pribt  Autogramme.  Sie  können 
ihn  also  ruhig  darum  bitten.  Er  wohnt  im  Esplanade-Hotel,  Berlin  W, 
BellevuestraBe.  „ 

Lisa  It..  Dresden:  Ramon  Xovarro  ist  ledig,  liebt  alle  Blumen, 
Ist  nicht  mehr  in  Berlin.  Sein  richtiger  Name  ist  R.imon  Samoniegos. 
Wir   nehmen    an.    daß    der    Künstler    bloiule    sowie    briinctte    Frauen    liebt. 

Die   Dame    hinterm    Vorhang"    ist    in    Berlin   schon    ur.iufgefiilirt    worden. 

Der  Heide"  noch  nicht.  —  In  der  Berliner  Presse  erhält  Xovarro  meist 
gute  Kritiken.  —  .Tawohl.  Emil  .lannings  gilt  als  der  gri'ßte  Filmschau- 
spieler der  Welt,  und  Brigitte  Helm  zählt  ebenfalls  zu  den  ersten  D.ir- 
stcllerinnen  des  deutschen  Films.  Die  Lorenza  in  ..Cagliostro "  spielte 
Hen(^c  H^ribel.   die   Joanne  de   la    Motte   wurde   von   IIa   Meery   dargestellt. 

H  i  i  d  o  D.,  W  i  e  r  n  s  h  e  i  m:  Senden 
Sie  Ihr  M.muskript  in  Form  eines  kur- 
zen F.Tpos(^s  an  die  dramaturgischen  .\li- 
teilungen  der  Filmgesellschaften,  wie 
l'fa,  Berlin  SW  6!<.  KochsIraUe  6—8, 
Aafa.  Berlin  SW  48.  Friedrichstraße  22.'?, 
National,  Berlin  SW  48.  Friedrich- 
str.iUe  III,  Terr.i.  Berlin  SW  68.  Koch- 
sIraUe TU.  Sie  haben  hier  die  Cewähr, 
daU  es  bestimmt  gelesen  und  geprüft 
wird. 

Hertha  Sc  h.,  Leipzig:  Iwan 
Potrovicli  ist  durch  die  Creenbanin, 
Berlin  SW  68,  Koclistraße  64.  zu  er- 
reichen. Er  ist  unverheiratet.  gibt 
-Autogramme  und  filmt  augenblicklich 
in  Berlin  ..Der  Günstling  von  Schöu- 
brunn".  Wie  Sie  es  ..anstellen"  sollen, 
ihn  persiinlich  kennen  zu  lernen,  müssen 
Sie  seihst   am   besten    wissen. 

M.  T  h.,  (;  ü  s  t  r  o  w  :  Bamon  Novarro 
ist  nicht  mehr  in  Berlin.  Seine  augen- 
blickliche .Adresse  dürfen  wir  Ihnen  auf 
Wunsch  des  Künstlers  leider  nicht  ver- 
raten. Novnrro  ist  Mexikaner,  unver- 
heiratet und  kommt  in  diesem  J;ilire 
nicht  mehr  nach  Deutsehland.  Sein 
neuester  Film  heißt  ,,Dic  Dame  hinterm 
Vorhang".  _ 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  i  n  P.  aus  Frank- 
furt a.  d.  Oder:  Den  Hans  Sachs 
im  ..Meister  von  Nürnberg"  spielte  Ru- 
dolf Rittner.  der  Walter  wurde  von 
(Justav  Fröhlich  dargestellt.  Harry 
Liedlke  war  an  einer  Blinddarmentzün- 
dung erkrankt,  befindet  sich  jetzt  auf 
dem  Wege  zur  Besserung  und  wird 
schon  im  Juli  wieder  seiner  Filmarlieit 
nachgehen.  Bruno  Kastner  filmt  noch. 
Jack  Trevor  wohnt  Berlin  W,  Bendlcr- 
straße  9.  .Sein  neuester  Film  ist  ,, Cham- 
pagner"   mit    Betty    Balfour. 

Frau  M  a  r  g  a  G .,  Ludwigs- 
h  a  f  e  n  :  Wenn  Sie  Ihren  Sohn  zum 
Film  bringen  wollen,  so  ist  es  am 
zweckmäßigsten,  Sie  setzen  sieh  einmal 
unmittelbar  mit  den  Filmgesellschaften 
in  Verbindung.  Da  wir  keine  Engage- 
ments vermitteln,  können  wir  Ihnen  lei- 
der keine  praktischen  Ratschläge  er- 
teilen. 

F  i  I  m  o  I  I  y  .  A  r  t  e  r  n  :  Iwan  Kowal-Saniborski  ist  unverheiratet 
und  wohnt  Bln.-tirunewald,  Paulsboriicr  Straße  46.  Er  ist  seit  etwa  zwei 
Jahren  beim  deutschen  Film,  filmte  aber  schon  früher  In  Rußland.  — 
Liane  Ilaid  ist  rotblond.  .Vußer  Henny  Porten  und  Evelyn  Holt  haben 
nur  noch  g.iiiz  wenige,  ?..  B.  Marcella  .VIbani,  keinen  Bubikopf.  ^  Anny 
Ondr.a  war  Tänzerin,  bevor  sie  zum  Film  kam.  —  Liliaii  Harvey  ist  noch 
jünger  als  Sie  geschätzt  haben.  —  Aber  natürlich,  man  muß  ii.  a.  auch 
schlank   sein,    wenn    man    Filmstar   werden    will.   —   Viola   Garden    ist   seit 


2  bis  3  Jahren  beim  Film.  Wo  ,.Der  Jäger  von  Fall"  im  Ausenblick 
läuft,  können  wir  Ihnen  leider  nicht  sagen.  In  Berlin  Jedenfalls  Dicht. 
(Jerda  .Maurus  wohnt  Berlin-Wilmersdorf,  Hohenzollerndamm  52.  Ihr 
nächster  Film   ist    ..Hochverrat"   mit   Gustav  Fröhlich   als   Partner. 

Erich  B..  Halle:  Dolly  Davis  wohnt  Paris  IT,  40  Rue  Phillbert 
Delürme.  Suzy  Vernon  Paris  12,  Boulevard  Soult  46.  Sie  können  Deutach 
an  sie  schreiben.  Die  Adressen  der  anderen  Künstlerinnen  sind  im  Augen- 
blick nicht  -bekannt.  —  Die  genannten  Filmstars  haben  wir  an  die  fälligen 
Autogramme  erinnert.  Der  Harry-Piel-Film  ..Männer  ohne  Beruf"  ist 
mit  ilcm  betreffenden  Film  identisch.  Dary  Holm  Ist  Piels  Partnerin. 
Der  Film  erscheint  im  D.  L.  S. -Verleih.  —  Milton  Sills  und  Doris  Kenyon 
sind  durch  die  First  National-Studios,  Burbank-Hollywood,  Kalifornien, 
zu  erreichen.       .Schreiben   Sie  ruhig   Deutseh   an   die  beiden  Künstler. 

E.  B.,  Glatz:  Paul  Heidemann  filmt  bei  verschiedenen  Filmgesell- 
schaften. —  Die  Aafa  hat  ihre  Räume  in  Berlin  SW  48,  Friedriehstraße 
Nr.  22.3,  die  Defina  Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  10,  die  Phoebus  Berlin 
SW   48,    Friedrichstraße   218. 

Emil  Elwin,  Detektiv,  Bremerhaven:  Brigitte  Helm 
wohnt  Bln. -Dahlem,  Im  Winkel  .">,  und  wurde  am  17.  März  in  Berlin  ge- 
boren.    Das   Alter   der   Filmstars   gehen    wir   grundsätzlich   nicht   bekannt. 

Ruth  W.  Barmen:  Marcella  Al- 
bani  wohnt  Berlin  W,  Paulsborner 
S'traße  13;  Colleen  Moore  ist  durch  die 
First  National-Studios.  Burbank  -  Holly- 
wood, Kalifornien,  V.  S.A.,  zu  erreichen. 
Josephine  B.akers  Anschrift  ist  zur  Zeit 
nicht    bekannt. 

Fr.  Li  II.:  Wenn  Sie  sich  als  Film- 
statist betätigen  wollen,  so  wenden  Sie 
sich  vielleicht  einmal  an  die  Filmbörse, 
Berlin,  Beuthstraße  1 — 3.  Aber  unseres 
Wissens  werden  dort  nur  solche  Film- 
.•ispirauten  angenommen,  die  eine  Arbeit 
als  .\rtist  oder  beim  Theater  nachweisen 
können. 

-Anneliese  O.  aus  Bremer- 
h  a  V  e  n  :  AA'erner  Fijlterer.  Willy 
Fritscli.  Lilian  H.-irvey  und  Fred  Louis 
Lcrch   sind   ledig. 

('  ü  n  t  h  e  r  Seh.,  Frankfurt 
a.  d.  <)  der:  Wir  werden  die  betreffen- 
den Künstlerinnen  nochmals  an  die 
.\nfogramme  erinnern.  —  Nein,  es  gibt 
keine  Einbanddecken  für  das  ,,Filrn- 
niagazin". 

K  a  r  1  V.,  Bln.  -Pankow:  Die 
Titelrolle  in  der  ..Königin  des  Welt- 
badcs"  spielte  Imogene  Robertson.  Sie 
ist  Engländerin,  unverheiratet,  gibt 
.\utogramme  und  filmt  in  Amerika 
unter  dem  Namen  Mary  Noian.  Sie  ist 
durch  die  Universal-Studios,  Universal- 
Cily.  Kalifornien,  D.  S.  .\.,  zu  erreichen. 
Ihr  nächster  Film  heißt  „Mademoiscile 
C-iyenne". 

Helge  A.,  L  i  c  h  t  e  r  f  e  I  d  e  :  Cilly 
Feindt  ist  durch  Feindt  -  Film,  Berlin 
SW  48,  Friedrichstraße  246,  Iwan  Petro- 
vich  durch  die  Greenbaum,  Berlin 
SW  68.  Kochstraße  64,  zu  erreichen. 
Jack  Trevor  hat  am  14.  Dezember, 
Anita  Dorris  am  21.  Dezember  Ge- 
burtstag. 

Bubi.     Berlin:    Den    Verteidiger 
im    ..Indizienbeweis"    spielte    Max    Neu- 
feld.     Xenia    Desni    hat   am    19.    Januar 
Geburtstag.  AVann   ihre  Tochter  Tamara 
auf  die  Welt  gekommen  ist,   wissen  wir 
leider  nicht.     Brigitte  Helms  Partner  in 
..Abwege"     waren      Jack    Trevor     und 
Gustav   Diessl. 
A\'  i  1  h  e  I  m    N.,    B  1  n.  -  S  t  e  g  I  i  t  z  :     Marianne    Winkelstern     wohnt 
Berlin   W,    Uhlandstraße    163,    wurde   am    24.   März   in    Berlin   geboren,   Ist 
unverheiratet,   gibt   Autogramme   und   treibt  mit  Begeisterung  jeden  Sport. 
Sie  tritt  wohl   fast   jeden  Abend   als    Solotänzerin   im   ..Großen   Schauspiel- 
haus"   auf   und    wirkte    bis   jetzt    in   2    Liedtke-Filmen    mit,    und   zwar    im 
..Faschingsprinz"    und    in    der    ..Zirkusprinzessin".      In     dem     kommenden 
Iwan-Mosjukin-Film    ,,Der    weiße    Teufel"     wird    man    Marianne    AA'inkel- 
stcrn  in   einer   großen   Tanzszene   bewundern   können. 


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DER  FILM 

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VON  ROBERT   HEyMANN 

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Preis  gebunden   12.-  RM. 

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Das  Werk  gibt  zum  ersten  Male  eine  Zusammen- 
stellung der  zahllosen  Bilddokumente,  in  denen 
der  Stift  des  satirisdien  Zeidiners  der  Welt  des 
Films   die    komischen    Seiten    abgelausdit    hat. 

Aus  dem  Inhalt: 
Weltgesdiidite  im  Film  —  Aus  den  Kindertagen 
des  Films  —  Naturges(fiid)te  eines  Films  —  Film- 
Könige  und  -Adjutanten  —  Der  Regisseur  —  Der 
Diditer  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Niegenannten  —  Im  Glashaus 
Zwischen  den  Kulissen  —  Im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Aditung!  Aufnahme!  —  Die  Diva 
Der  sdiöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Romantik  —  Hollywood  Erotik 
Film  undFamilie  — DieGrößtenihrerZeit  —  Kino 

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leitung A.  Rosenthal — Aros,  Berlin.  Fär  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Scbaefer,    Charlottcnburg.     Anzeigenverwaltung   Bepa- Verlag,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof  S.     Kupfertiefdruck:   August   Scberl   C.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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NUMMER    27       /       BERLIN,     6.    JULI    1929      /       PREIS    /  0    PFENNIG 


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\Viedcr{^al)e-Apparjitc  der  Amateur-Kinematofjraphie  bzw. 
der  Foto{?rafie.  Bitte  schreiben  Sie  uns  oder  besuchen 
Sie  die  Ausstellungsräume  der  Ufa-Handcls- 
g  c  s  e  II  s  cl»  a  n  ,    Berlin   S  W  G8 ,   K  o  c  h  s  t  r  a  ß  e   8 


I)  I  i:    w  ()  c  II  1  \  s  c  II  K  I  1   r    n  \.  k    r  i  l  m  i  w  \  i  \  n  r 


>^v 


BENGT  BEQG 
spricht  zu  seinem  Film  „Die  leizien  Adler"  im  „Universum' 


-^  -*** 


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► 


X 


DAS 


DBfl, 


II 


Wenn  eine  Kriminalj<cschichle  sich  im  Gedächtnis 
der  Welt  hunderlfünfzig  Jahre  hallen  kann,  dam. 
muß  sie  Eigenschaften  besitzen,  die  sie  für  du 
Nachwelt  interessant  macht.  Zuvicle  Kriminalfälle  sind 
vergessen  worden.  Der  Mann  mit  der  eisernen  Maske 
Kaspar  Hauser  beschäftigen  heute  noch  die  Phantasie  und 
werden  mit  Für  und  Wider  erörtert;  der  Gefangene  von 
Hildburghausen  aber  ist  vergessen,  obgleich  seine  Geschieht!, 
noch  rätselhafter  ist  als  die  der  beiden  obigen  Sen- 
sationsfälle.  Auch  der  seltsamste  Vorfall,  die  sonderbarsten 
Ereignisse  werden  im  Laufe  der  Zeil  vergessen,  wenn  ihr 
Träger  sich  nur  dadurch  zum  Gesprächssloff  ihrer  Zeitge- 
nossen machen  konnten.  Es  muß  eine  bedeutende  Per- 
sönlichkeit, ein  Name  von  historischem  Klang  in  der  Kri- 
minalgcschichlc  verwickelt  sein,  damit  das  Ereignis  auc!i 
auf  die  Nachwelt  kommt.  Nun,  in  der  Geschichte  vom 
Halsband  der  Königin  spielt  keine  andere  als  Marie  An- 
toinettc  die  Hauptrolle,  wenn  auch  sehr  wider  Willen.  Ja. 
dieses  Ereignis  ist  deshalb  von  so  großer  Bedeutung,  weil 
es  den  ersten  Anstoß  zum  Untergang  des  französischen 
Königtums  gab.  Zum  anderen  erhält  die  Angelegenheit 
einen  besonderen  Reiz  dadurch,  daß  sie  noch  heute  vom 
Zauber  des  Geheimnisvollen  umwittert  ist.  Man  weiß  immer 
noch    nicht    recht,    wie    eigentlich    durch    die    banale    Tal- 


sache, daß  ein  Straßburger  Juwelier  für  die  Königin 
ein  Collier  zu  liefern  hatte,  eine  solche  SkandalgcschicIUc 
mit  so  bedeutenden  politischen  Folgen  in  die  Well  ge- 
setzt werden  konnte.  Aber  vergessen  wir  nicht  die  Zeit, 
in  welcher  sich  die  Sache  zutrug..  Es  war  das  ausgehende 
achtzehnte  Jahrhundert.  Nachdem  durch  das  üppige 
Sinncnleben  zu  Anfang  dieses  Jahrhunderts  eine  Welle 
von  Frivolität  durch  die  maßgebenden  Kreise  von  Paris 
zog  —  und  Paris  war  damals  die  Welt,  Amerika  teil- 
weise eine  französische  Kolonie,  in  die  man  Sträflinge 
schickte  — ,  puderte  das  Rokoko  etwas  Geist  darüber, 
blieb  aber  bei  allem  Witz  und  aller  Grazie  dennoch  ober- 
flächlich. Die  „Aufklärung",  der  Rationalismus,  brachte 
keine  Erlösung,  sondern  platte  Selbstgefälligkeil,  die 
schließlich  in  einen  allgemeinen  Katzenjammer  ausartete. 
Wie  immer  in  ähnlichen  Zeilläufen  —  und  die  Epoche, 
in  welcher  wir  leben,  zeigt  manche  verwandten  Züge  mit 
jenen  Tagen,  gelangte  man  schließlich  auf  einen  toten 
Punkt  und  warf  sich,  um  die  innere  Leere  zu  füllen,  dem 
Mystizismus  und  dem  Aberglauben  in  die  Arme.  Geist- 
reiche Menschen,  die  sich  vordem  in  scharfer  Kritik  nicht 
genug  tun  konnten,  ergaben  sich  hemmungslos  übersinn- 
lichen Spekulationen  und  wurden  in  der  Regel  das  Opfer 
jener  Abenteuer,  an  denen  die  Zeit  groß  war,  und  die  es 
in  der  raffiniertesten  Weise  verstanden,  die  Gutgläubig- 
keit der  anderen  auszunutzen..  Unter  jenen  Schwindlern, 
die    sich    in    den    Mantel    überirdischer    Weisheit    hüllten, 

Links:  Marcelle  Jefferson  -  Cohn 
Unten:  Fernand  False  und  Diana 
Karehne  l'iwt.  Enst'frj^ 


^^ 


CAv., 


befand  sich  auch  ein  ilalienischer  Bauernsohn,  Gui- 
seppe Balsamo,  der  als  Graf  Cagliostro  durch  die 
Länder  reiste  und  zu  dessen  Gefolgschaft  die  großen 
Skandalgcschichten  gehörten.  Er  hatte  die  Finger 
auch  in  der  Halsbandgcschichte  —  und  vielleicht  sind 
alle  die  anderen  Leute,  deren  Namen  mit  dieser  Krimi- 
nalaffäre verknüpft  sind  —  nur  die  von  ihm  vorge- 
schobenen Figuren  gewesen,  denn  wie  alle  Abenteurer 
verstand  er  sich  auf  die  Kunst,  andere  Leute  für  sich 
arbeiten  zu  lassen.  Man  hat  in  den  letzten  Jahren 
viel  Interesse  für  Casanova  gezeigt,  weil  er  in  seinen 
vielbändigen  Erinnerungen  in  so  eleganter  Toilette  vor 
die  Leser  tritt.  Jetzt  scheint  neues  Interesse  für  Caglio- 
stro zu  erwachen.  Erst  kürzlich  widmete  ihm  Richard 
Oswald  einen  Film,  und  nun  ist  in  Paris  die  Hals- 
bandgeschichte gedreht  worden,  in  der  Diana  Carenna 
und  eine  junge,  bildschöne  Schauspielerin,  Marcelle 
Jeffcrson-Colin,  die  Hauptrollen  spielen.  Casanova 
und  Cagliostro  kannten  sich  gut.  Sie  empfanden  sich 
aber  als  Konkurrenten,  und  keiner  ließ  am  anderen 
ein  gutes  Blatt.  Casanova,  der  gebildeter  war  und 
besser  schreiben  konnte,  hat  seinen  Gegner  nicht  nur 
in  den  Erinnerungen,  sondern  in  einem  eigens  zu  dem 
Zwecke  geschriebenen  Pamphlet:  ,, Selbstgespräch 
eines  Denkers"  arg  zerzaust.  Es  ist  auch  heute  noch 
nicht  uninteressant,  in  dem  Büchlein  zu  blättern. 
..Der  ehrlose  Betrüger,  heißt  es  darin,  verliert  nichts, 
denn  er  hat  niemals  Wert  auf  Ehre  gelegt.  Er  glaubt 
nicht  daran,  deshalb  ist  er  in  allen  Situationen  der 
Überlegene."  Diese  Sophistik  hat  beiden  nichts  ge- 
nützt.     Casanova     wurde     im     Alter     zur     komischen 


"igur,  zum  Gespött  der  Dienstleute  des  Grafen 
Waldstein;  Cagliostro  endete  in  den  Kerkern  Roms, 
Selbstverständlich  bilden  die  Vorgänge  der  ge- 
heimnisvollen Halsbandaffäre  einen  vortrefflichen  lilm- 
stoff.  Natürlich  kann  man  die  Figur  Cagliostros  nicht 
in  den  Mittelpunkt  eines  Filmes  rücken,  der  nur  einen 
Ausschnitt  aus  seinem  abenteuerlichen  Leben  gibt.  Die 
Hauptrollen  müssen  natürlich  jenen  Frauen  anvertraut 
werden,  welche  die  tragischen  Heldinnen  der  Vorgänge 
sind:  Marie  Antoinettc  und  die  Coratesse  de  la  Motte. 
Gaston  Ravel,  der  Regisseur  des  Films,  hat  sich  nicht 
immer  eng  an  den  Roman  von  Alexander  Dumas  ge- 
halten, der  nun  wohl  wieder  in  den  Kreis  jener  Bücher 
aufgenommen  wird,  die  eine  Renaissance  durch  den 
Film  erleben.  Das  alte  Paris  existiert  ja  nicht  mehr, 
es  mußte   daher  für   den   Film   gebaut  werden. 


Links:    Jean  Veber. 


Oben:   Marcelle  Jelferson  -  Cohn 

Pliöl.  tnohfrg 


In  Baden  bei  Wien,  wo  sie  zur  Kur  weilte, 
ist  Marietta  Millncr  vor  ein  paar  Tagen  an 
einer  Lungenentzündung  gestorben.  In  dem 
Jacoby-Film  ,,Die  Frau  ohne  Namen"  tauchte 
sie  zum  erstenmal  auf:  jung,  temperamentvoll, 
von  sprühender  Heilerkeit  erfüllt.  Hier  war 
i;in  entwicklungsfähiges  Talent,  ein  erinne- 
r'.tngswürdiges  Gesicht,  dem  eine  große  Zu- 
kunft zu  blühen  schien.  In  kleineren  Filmen, 
die  der  „Frau  ohne  Namen"  folgten,  hielt 
Marietta  Miliner  ihr  Versprechen.  Der  Tod 
hat  jetzt  diese  junge  Kraft  vernichtet,  die  der 
Ruhm  schon  berührt  hatte.  Aber  der  Film 
kann  über  die  irdische  Existenz  hinaus  Kunde 
von  einer  Persönlichkeit  geben,  und  so  wird 
sich  Marietta  Miliner  im  Herbst  noch  einmal 
ihren  Freunden  vorstellen.  Sie  erscheint  als 
Gegenspielerin  von  Lilian  Harvey  in  dem  Ufa - 
film  „Adieu,  Mascotle",  das  alle  Verehrer 
der  Harvey  —  und  wer  wäre  das  nicht  — 
so  sehnsüchtig  erwarten.  Marietta  Miliner 
spielt  darin  eine  lebenslustige  junge  Frau,  die 


|^9<e.^^;<^vfe*c. 


Bengt  Berg,  der  mit 
den  Zugvögeln  nach 
Afrika  reiste,  der 
Abu  Markub,  den  selt- 
samsten Ricsenvogel,  in 
den  Sümpfen  des  Weißen 
Nils  aufstöberte  und  ihn 
zum  erstenmal  vor  die 
Kamera  bekam,  schickt 
uns  jetzt  einen  Film  aus 
seiner  nordischen  Heimat, 
der  dem  Seeadler  das 
Schwanenlied  singt.  ,,Die 
letzten  Adler"  über- 
schreibt Bcngt  Berg  die- 
sen Film,  worin  er,  ein 
Franziskus  von  heute, 
den  Menschen  von  den 
Tieren  predigt.  Ein  Men- 
schenalter später,  sagt 
Bengt  Berg,  wird  es  keine 
Seeadler  mehr  in  Schwe- 
den geben.  Es  gibt  heute 
in  Deutschland  noch 
weniger,  denn  dem  Be- 
herrscher des  Luftmeeres 
sind  unsere  Schützen 
lebhaft  auf  das  Gefieder 
gerückt,  und  vor  den  neu- 
zeitlichen weiltragenden 
Büchsen  hilft  heute  keine 
Flucht  in  den  Äther 
mehr.  Mit  dem  Zielfern- 
rohr kann  auch  er  her- 
untergeholt werden.  Da 
hilft  auch  kein  Vogel- 
schutzgesetz.. Schweden 
hat  seine  Adler,  nachdem 
Bengt  Bergs  Buch  ,,Die 
letzten  Adler"  erschienen 
ist,  zu  Naturdenkmälern 
erklärt  und  ihren  Ab- 
schuß,     das     Ausnehmen 


ihrer  Horste  unter  eine 
übrigens  nicht  sehr  hohe 
Strafe  gestellt.  Die  Be- 
schädigung eines  Denk- 
mals wird  weit  härter  be- 
straft. Auch  in  Deutsch- 
land stehen  die  Adler 
unter  dem  Schutz  des 
Gesetzes,  aber  leider  ist 
es  ebenso  unvollkommen 
und  sche'lcrt  an  der 
menschlichen  Eitelkeit 

der  Jäger,  die  stolz  sind, 
einen  Adler  erlegt  zu 
haben.  Bei  uns  erblickt 
schon  die  heutige  Gene- 
ration keine  Adler  mehr, 
denn  die  Käfigvögel  der 
Zoologisclien  Gärten 

haben  wenig  mit  jenen 
königlichen  Vögeln  ge- 
meinsam, die  in  majestä- 
tischer Erhabenheit  das 
Luftmeer  durchjagen. 

Viele  Völker  und  hochge- 
stellte Familien  haben 
den  Adler  zu  ihrem  Wap- 
pcnvogel  erkoren,  weil  er 
in  der  Tat  ein  königlicher 
Vogel  ist,  einer  der  letz- 
ten Könige  des  Äthers, 
Für  die  Mitwelt,  die  den 
Adler  nicht  mehr  kennt 
und  die  auch  von  alten 
Sagen  nichts  mehr  weiß, 
in  denen  er  besungen 
wird,  und  für  die  Nach- 
welt, die  vor  den  leeren 
Käfigen  der  zoologischen 
Gärten  stehen  wird,  ist 
Bengt  Berg  in  die  unzu- 
gänglichsten Gegenden 
seiner      Heimat      gezogen 


l''hotO:>    Uffli^^    litl 


und  hat  den  Adler  gefilmt.     Er  erwartete  keine  Abenteuer,  wie 
sie   ihm  auf  seiner   Reise   durch   das   Land   des   Weißen   Nils   zu- 
stießen,   er   wollte   nur   das   Leben    des   Seeadlers    verfilmen    und 
mußte    erleben,    daß    dies    heute    einem    Abenteuer    gleichkommt. 
Und   ebenso,   wie   er   in   den    Papyroswäldcrn   Afrikas   umherfuhr, 
um  den  Standort   des  Abu  Markub  zu  entdecken,   der  sich  hart- 
näckig   vor    ihm    versteckte,    mußte    er    in    dem    zugänglicheren 
Schweden  nach  dem  Adler  suchen.    Denn  er  wollte  ihn  nicht,  wie 
er  es  mit    den  Zugvögeln    getan    hatte,    in    seinen  Flug    von    der 
Erde    aus    verfolgen,    er    wollte    ihm    im    Fluge    nahe    sein,    das 
Rauschen    seiner    riesigen    Schwingen    vernehmen    und    den    Blick 
des   Adlerauges   auf   den   Filmstreifen   bannen,      Bengt    Berg   also 
eilte    dem    Riesen    der    Vogclwelt    im    Flugzeug    nach    und    war 
dann    sehr    verwundert,    den    Adler    nicht    einmal    erschreckt    zu 
sehen,    der    das    schnurrende,    geflügelte    Wesen,    das    mit    großer 
Schnelligkeit    an    ihm     vorbeischoß,     vielleicht     für     einen    Ver- 
wandten aus   fernen   Urwelttagen   hielt,    für  den   Vogel   Roch  aus 
den  Märchen  der  Tausendundeinen  Nacht.    Aber  der  Tierfreund, 
der   in    tausend    Meter    Höhe    den    Flug   eines    der    letzten    Adler 
filmte,    erlitt    das    Ikarusschicksal.     Er    stürzte    mit    dem    Flug- 
zeug   ins    Meer    und    war    froh,    daß    die    kostbaren    Aufnahmen 
nicht    naß    wurden.      Nun    aber    galt    es,    den    Adler    an    seinem 
Horst    zu    filmen,    und    diese   Aufgabe   erwies   sich   als    noch    viel 
schwieriger.     Denn   es   gab    ja   wohl   noch    zahlreiche    Horste   auf 
den   riesigen    Kiefern   Schwedens,    aber   die   wenigsten   davon   er- 
wiesen   sich    als    bewohnt.      Und    außerdem    wählten    die    Adler 
in    der    Regel    freistehende    Bäume,    an    die    auf    keine    Weise 
heranzukommen  war.     Bengt  Berg  ging  schon  mit  dem  Gedanken 
um,    einen   der   Bäume,    die   ein   Gelege   hatten,    Nacht   für   Nacht 
so   weit    zu   senken,    daß    er   von   benachbarten    Bäumen   aus    den 
Horst    in    die    Kamera    bckommten    konnte.      Aber    dann   brachte 
ihm    systematisches    Nachforschen    die    Bekanntschaft    mit    einem 
Adlerhorst,    worin   das   Weibchen   noch   brütete   und    der    für   die 
Kamera    zugänglich    war.     Auf    den  Wipfeln    benachbarter    Kie- 
fern   ließ    sich    Bengt    Berg    ein    Versteck    bauen,    betrat    es    nur 
unter   dem    Schutze   der   Dunkelheit   und   harrte   den   ganzen   Tag 
darin   aus. 

Bengt  Berg  ist  der  erste  Mensch,  der  die  Geduld  aufbrachte, 
wochenlang  neben  dem  Horst  des  Seeadlers  auszuharren  und  das 
Leben   der  riesigen   Vögel  zu   belauschen.     Merkwürdiges   Spiel 


•; 


der   Natur  —  wie  bei  allen  anderen   Raubvögeln,  ist  auch   beim 
Seeadler  das  Weibchen  größer  als  das  Männchen,  und  führt  ein 
strenges  Regiment,  wie  es  nur  je  in  einem  Weiberstaat  möglich 
ist.     Aber  auch   wiederum   nicht   merkwürdig,   denn  der  Adlerin 
fällt   der  größere   Teil  der  Sorge   um   die  Nachkommenschaft  zu, 
und  die  Natur  kennt  keinen  anderen  Befehl  als  den,  die  Gattung 
erhalten    zu    sehen.       Die    großen    Raubvögel,    die    wenig    Feinde 
haben  (der  Mensch  und  seine  mörderischen  Erfindungen   sind  in 
der  Natur  nicht  vorgesehen),  schreiten  nicht  in  jedem  Jahre  zur 
Brut.     Bengt  Berg  kam  an  einen  Horst,   wo   das   Weibchen  drei 
Eier  bebrütete,   was  selten  ist,   denn   es  fällt  den  Alten   schwer, 
für  die  Atzung  der  Jungen  zu  sorgen.     Die  Möwen,  diese  laute- 
sten  Schreier   der   Meeresküste,   warnen   mit   schrillen    Schreien, 
sobald  die  riesigen  Feinde  am  Himmel   auftauchen.     Die  großen 
Mantelmöwen    kreischen   aufgeregt,   aber   ein   Paar   ist   wohl   im- 
stande, den  Seeadler   vom  Gelege   abzuwehren.     Nur  die  Eider- 
enten   sind    wehrlos,    und    ihre    Küken    werden    deshalb    nur    zu 
leicht  eine  willkommene  Beute  für  die  Adler.     Aber  den  Jungen 
im    Horst   müssen   Fische   am    besten   munden,    denn   Bengt   Berg 
konnte   beobachten,   daß    sich    die    jungen   Adler   ganz    aufgeregt 
um  den   Horstrand   drängten,   sobald   einer  der   Alten  mit   etwas 
Blinkendem  erschien,  das  dann  jedesmal  ein  Fisch  war.  Übrigens, 
nur  das  Weibchen  atzt.     Es  hockte  immer  aufmerksam  auf  dem 
Nestrand,  riß  fachmännisch  die  Beute  in  Stücke  und  schob  jedes- 
mal   den    Bissen   nahezu    zärtlich    in    einen    geöffneten   Schnabel, 
Es     verteilte     auch     ganz     willkürlich,     gab     mal     einem     hastig 
schluckenden   Jungen  zwei  oder   gar  drei   Bissen   hintereinander 
und  bedachte  ein  anderes  nur  einmal.     Der  Adlervater  saß   bis- 
weilen  auf   dem    höchsten   Ast   der   Kiefer,   der    wie    ein   Schirm 
über   dem    Horst   hing    und   der   unter   der   Wucht    seiner   Flügel 
schwankte,    und  betrachtete  aufmerksam  die   Familie,     Denn  er, 
der  Kleinere  und  Gewandtere,  fängt  die  Mehrzahl  der  Beute,  die 
er,    wie    ein    besorgter    Familienvater,    an    die    Gefährtin    seines 
Daseins  abgibt,     Bengt  Berg  erlebte  dann   einen  unvergeßlichen 
Anblick,  als  eines  Tages  die  Jungen  flügge  wurden.    Den  Sommer 
über  waren  ihre  Schwingen  gewachsen.     Das  Jugendgefieder  be- 
gann  härteren    Farben   zu   weichen,   die   Adler   waren   jetzt   reif, 
das    Leben   auf   eigene   Faust   zu   wagen,      Sic    hockten    auf   dem 
Nestrand  und  schrien   und   wagten   endlich   den   Sprung   ins   Un- 
gewisse, flatterten  hinaus  in  die  große,  unbegreifliche   Welt, 


Ill 


Igo   Sy m  I 

Haupidarsieller  in  den  Ufafilmen  „Adieu  Mascoiie"  und  „Wenn  du  einmal  dein  Herz  versdienkst" 

'I 


^-y_,-,..»^^».^,«^».».,..»»»^-.-:»>a:T^^u^  .i-v  ■«,««-.a»g^i^.t^.  -^ 


xAfiiL. 


\ 


Collen  Moore  bei  einer  Tonfilniaufnolinie  unter  der  Regie  von  William  Seiler.    Das  Mikrophon   ist  beweglich  gemacht  worden,  damit  es  den 
Bewegungen  der  Schauspielerin  folgen  kann  und  die  Lautstarke  nicht  verändert  wird         Phot   hhsi  Suiiunut 


k)diS^ 


U  unter  den  ,,il\lras", 
die  sich  niil  einer  Spe- 
zialiläl  den  Anspruch 
;i^il  dauernde  BcschäflijJunfJ 
nx  sichern  suchen,  nimiiil 
William  Kedman  uohl  die 
seltsamste  Stcllun}!  ein,  denn 
seine  Auffjabe  besteht  darin, 
effektvoll  zu  sterben.  Dem 
Hauptdarsteller  darf  ja,  nach 
dem  Rezept  der  HoUywood- 
Dramatur}<ie,  nichts  Krnsles 
zustoßen.  aber  wenn  ein 
paar  von  den  NebcnfijSuren 
auf  der  Strecke  bleiben, 
'■cnn  den  schurkischen  GejJ- 
i'jrn  des  Melden  vom  Schick- 
al  die  gerechte  Ziichti{Jun)J 
irteilt  wird,  dann  fühlt  sich 
der  Zuschauer  befricdiiit. 
William  Redman  ist  jener 
Komparse,  der  in  allen  Fil- 
men, in  denen  er  bisher  mit- 
wirkte, auf  gewaltsame  Weise 
ins  dem  Leben  zu  scheiden 
halle.  Er  dürfte  mit  der 
Sterbeziffer,  die  er  selbst  auf 
500  angibt,  den  Rekord  hal- 
ten, selbst  wenn  er,  wie  es 
unter  Schauspielern  nun  ein- 
mal der  Fall  ist,  die  Summe 
nach  oben  abgerundet  haben 
sollte.       In    den    langen    .lah- 


Iwan  Mosjukin   wird  modelliert.     Links  von   ihm  sein  Regis 
Wiatsiheslaw  Tiirjanski 


ren  seiner  Filmlätigkcit  hat 
er  alle  lodesarten  auspro- 
biert, die  eine  auf  Sensatio- 
nen eingestellte  Dramalur- 
genphantasie  ersinnen  kann. 
Seine  Spezialität  Tind.  wie 
man  sich  denken  kann,  die 
Wildwest-  und  Abenteuer- 
filme, bei  denen  es  immer 
hoch  hergeht.  Aber  auch  in 
den  historischen  Filmen,  bei 
denen  ja  immer  einzelne 
Menschen  auf  der  Strecke 
bleiben,  hat  Redman  dem 
lode  ins  Auge  gesehen.  Er 
wurde  unzählige  Male  ge- 
hängt, auf  alle  nur  miiglicnen 
Arten  erschossen,  erstochen, 
überfahren;  auch  die  be- 
sonders gruselige  Art  des 
,,ln  -  die  -  Luft-gesprengt-Wcr- 
dcns"  hat  er  etliche  Male 
durchgemacht,  teils  allein, 
<eils  auf  einem  Schiff  in- 
mitten der  todesmutigen 
A\annschaft.  Daß  er  in  Chi- 
nesenkneipen mit  Opium  ver- 
giftet und  dann  geheimnis- 
voll beseitigt  wurde,  konnte 
natürlich  nicht  ausbleiben. 
Schließlich  ist  er  in  einem 
Banky-Filni  im  flandrischen 
Sumpf      versunken. 


i 


Reisen  durch  Afrika  sind  heute  nicht 
melir  so  gefährlich  wie  vor  einem  hal- 
ben Jahrhundert,  und  die  Nachfahren 
der  Livingstone  und  Stanley  haben  es 
leichter.  Auch  Frauen  ziehen  jetzt  in  den 
afrikanischen  Busch  oder  durchqueren  die 
Wüste,  ohne  daü  ihnen  ein  Schicksal  be- 
reitet wird  wie  der  Holländerin  Alexinc 
Tinne,  der  ersten  Afrikareisenden,  die  in 
der  Wüste  von  Tripolis  ermordet  wurde. 
Sogar  Vergnügungsreisen  werden  heute  in 
die  afrikanische  Steppe  verlegt,  und  reisende 
Ehepaare,  die  sich  Inner-Afrika  ansahen, 
kennt  namentlich  die  angelsächsische  Welt 
in  großer  Anzahl.  Unter  allen  diesen 
nehmen  Martin  und  Osa  Johnson  eine  be- 
sondere Stellung  ein.  Sie  sind  nicht  die  be- 
kannten wohlhabenden  Leute,  die  einen  Trip 
um  den  Erdball  unternehmen  und  sich  dann 
in  einem  behaglichen  Landhaus  in  der  Hei- 
mat von  der  Reise  ausruhen.  Die  Johnsons 
leben  in  der  Fremde  und  nehmen  sie  in  sich 
auf.  Sie  erleben  die  Wildnis  und  besitzen 
die  Fähigkeit,  ihre  Reize  der  zivilisierten 
Welt  mitzuteilen.  Sie  bedienen  sich  dazu 
vor  allem  des  Films,  dessen  Bildsprache 
überall  verstanden  wird,  zumal  wenn  die 
Bilder  mit  jener  Eindringlichkeit  erzählen 
können,  wie  es  in  den  Johnson-Filmen  der 
Fall  ist.  Die  reichen  amerikanischen  Univer- 
sitäten rüsten  seit  einigen  Jahren  Expeditio- 
nen aus,  um  die  wenigen,  noch  unerforschten 
Gebiete    der   Erde    nach    wissenschaftlichen 


Prinzipien  ausbeuten  zu  lassen.  Diese  Expeditionen  sind  mit 
allen  nur  erdenklichen  Hilfsmitteln  ausgerüstet,  werden  von  Spe- 
zialisten geleitet  und  weisen  in  ihrem  Mitarbeiterstab  auch  Frauen 
auf,  die  an  Universitäten  eine  fachmännische  Ausbildung  genossen 
haben.  Die  Johnsons  sind  aus  anderem  Blut.  Sie  sind  Wclt- 
reisende  aus  Passion,  sie  besitzen  die  Liebe  zur  Ferne,  und  des- 
lialb  sind  die  Ergebnisse  ihrer  Reisen  viel  aufschlußreicher.  Osa 
Johnson  hat  nie  eine  Universität  besucht.  Sie  war  eines  Tages 
nichts  anderes  als  das  tapfere  Mädel  einer  amerikanischen  Klein- 
stadt, daß  es  als  selbstverständlich  empfand,  dem  geliebten  Mann 
in  die  Wildnis  zu  folgen.  Ihrer  Mutter  war  dieser  Entschluß, 
was  man  verstehen  kann,  nicht  recht,  und  sie  versuchte,  die 
Tochter  mit  allen  Mitteln  davon  abzubringen.  Aber  Osa  war  un- 
erschütterlich. Sie  wußte,  daß  sie  ein  Leben  auf  sich  nahm,  wie 
es  für  eine  Frau  ungewöhnlich  genannt  werden  muß.  Die  erste 
Reise  ging  zu  den  Kannibalen  der  Südsee  und  wies  Schrecken 
genug  auf.  Dann  folgte  die  filmische  Aufnahme  der  afrikanischen 
Steppe,  eine  Arbeit,  aus  welcher  der  Film  ,,Siinba"  die  schönsten 
Bilder  entnommen  hat.  Eine  ganze  Anzahl  Jagdexpeditionen, 
die  in  den  Steppengebieten  der  großen  afrikanischen  Seen  ar- 
beiteten, unterstützte  ihre  Tätigkeit  durch  Filmbilder;  und  wir 
haben  bereits  so  viel  Jagd-  und  Völkerkundsfilme  aus  dieser 
Gegend  der  Erde  kennen  gelernt,  daß  für  eine  weitere  filmische 
Ausbeute  kein  Raum  mehr  zu  sein  schien.  Die  Johnsons  beweisen 
mit  ,,Simba",  daß  die  ostafrikanische  Steppe,  das  letzte  Tier- 
paradies des  Erdballs,  unerschöpflich  ist.  Sie  betrachteten  ihre 
Aufgaben  auch  ganz  anders,  als  diese  Jagdexpeditionen  im  allge- 
meinen tun  können.  Sic  kamen  nicht,  um  einen  Trip  durch  das 
Land  zu  unternehmen,  sondern  blieben  vier  Jahre.  Diesmal  wur- 
den sie  vom  New-Yorkcr  naturhistorischen  Museum  unterstützt, 
in  dessen  Auftrag  sie  das  Großwild  der  Steppe  zu  filmen  hatten. 
Die  Riesen  der  afrikanischen  Erde,  Elefanten,  Nashörner,  Gir- 
affen, Kaffernbüffel,  stehen  im  Aussterben.  Nach  fünfzig  Jahren 
werden  nur  mehr  spärliche  Reste  in  Reservaten  leben,  in  Natur- 


Martin   und  Osa  Johnson 


^'^'k 


Schutzgebieten,  deren  relative  Kleinheit  den  Riesen  und 
ihrem  Wandertrieb  nicht  genug  Raum  gewähren  kann. 
Und  auch  der  König  der  Steppe,  Simba,  der  Löwe,  dem 
dieser  Film  ein  Heldenlied  singt,  wird  nicht  mehr  in  un- 
umschränkter Freiheit,  sondern  in  Gehegen  leben. 

Über  den  afrikanischen  Löwen  sind  in  den  letzten 
Jahrzehnten  so  viel  widersprechende  Urteile  abgegeben 
worden,  daß  die  alte  Meinung,  er  sei  der  König  der  Tiere, 
erheblich  ins  Wanken  geriet.  Nun  kann  natürlich  die  alte 
Ansicht,  die  ihn  zu  Nobel,  dem  König  der  Tiere  in  dem 
alten  Volksepos,  machte,  nicht  mehr  weiter  bestehen,  denn 
die  Tiere  selbst  erkennen  diese  menschliche  Rangordnung 
nicht  an.  Wohl  aber  kann  behauptet  werden,  daß  er  ein 
königliches  Tier  ist  und  nicht  das  feige  Geschöpf,  als 
welches  ihn  verschiedene  Afrikarciscnde  hinstellten,  die 
den  Großkatzen  nur  in  Gebieten  begegneten,  in  denen  das 
moderne  Mantelgeschoß  fürchterlich  unter  ihnen  auf- 
geräumt hat. 

Erst  in  der  freien  Steppe,  wo  der  Kampf  um  die  Exi- 
stenz mit  unerbittlichem  Ernst,  mit  vollem  Einsatz  des 
Lebens  ausgclochtcn  wird,  kann  sich  die  wahre  Natur 
eines  Tieres  entfalten.  Die  Steppe  hat  auch  andere 
Lebensbedingungen  als  das  Gebirge.  Die  Löwen  des  Ge- 
birges leben  nur  paarweise,  weil  sie  so  am  besten  die 
Beutetiere  erjagen  können,  ohne  diese,  die  ja  auch  nur 
in  kleinen  Rudeln  leben,  zu  verscheuchen.  In  der  freien 
Steppe,  die  nur  wenig  Deckung  bietet,  vereinigen  sich  die 
Löwen  zu  größeren  Verbänden,  denn  ihnen  stehen  ja  die 
großen  Tierherden  gegenüber,  die  oft  zehntausend  Stück 
und  mehr  umfassen.  Die  großen  Pflanzenfresser,  die 
eigentliche  Beute  der  Raubkatzen,  verkaufen  ihr  Leben 
sehr  teuer,  und  deshalb  würden  sie  mit  einem  einzelnen 
Löwenpaar  bald  aufgeräumt  haben,  wenn  dieses  nicht 
Unterstützung    von    anderen  Löwen    erhielte. 

Überwältigend  sind  in  ,, Simba"  die  Szenen,  welche  uns 
die  afrikanischen  Jäger  im  Kampfe  mit  Löwen  zeigen.  Es 
ist  ja  nicht  so  außerordentlich  mutig,  mit  einer  Repetier- 
büchse von  schwerem  Kaliber  auf  Löwen  loszugehen. 
Aber  die  Afrikaner  scheuchen  den  Löwen  auf  und  lassen 
ihn  in  ihre  Speere  springen.  Es  sind  dies  ohne  Zweifel 
die  erregendsten  Szenen,   die  jemals  gezeigt  wurden. 


Es  besteht  in  vielen  Kreisen 
die  absolut  unrichtige  An- 
sicht, daß  der  Tonfilm  in 
seinem  Ausmaß  beschränkt  sei, 
daß  man  bei  ihm  viel  weniger 
Einstellungen  brauche,  daß  sich 
die  Handlung  auf  einem  ver- 
hältnismäßig kleinen  Raum  ab- 
spiele. 

Wie  verkehrt  das  ist,  zeigt 
die  V^erfilmung  des  amerikani- 
schen Romans  ,,Showboat",  der 
in  Deutschland  unter  dem  Titel 
,,Das  Komödiantenschiff"  er- 
scheint. 

Showboats  hat  es  im  alten 
Amerika  häufig  gegeben.  Es 
waren  große,  pompöse  Schiffe, 
die  die  großen  Ströme  hinauf- 


und  hinabzufahren  pflegten  und  an  gewissen  Zentral- 
punkten anlegten,  um  die  umliegenden  Bewohner  mit  Kunst 
zu  versorgen. 

Man  versteht  das  sofort,  wenn  man  sich  daran  erinnert, 
daß    es   damals    ja   nicht   die   großen   Millionenstädte   gab, 
daß  die  Leute  verstreut  lebten  und 
mit   der   Kultur   im   höheren   Sinne 
selten  in  Berührung  kamen. 

Diese  Komödiantenschiffe  boten 
die  besten  Autoren  jener  Zeit,  lie- 
ferton     vorbildliche     Aufführungen 

Otis  Harlan,   der 

Kapitän 

Plut.  L'nivtrsc'.  ^ 


Joseph  Schildkraul  und  Laura  la  Plante 

und  zeigten  Schauspieler  großen  und 
größten  Formats 

Der  Roman  selbst  schildert  die  Liebelei 
des  jugendlichen  Liebhabers  mit  seiner 
jugendlichen  Kollegin,  die  sich  schließlich 
gegen  den  Willen  der  Eltern  heiraten,  die 
Schauspieltruppc  verlassen  und  nun  ein 
abenteuerliches  Leben  beginnen.  Er  ver- 
praßt und  verspielt  das  Geld,  kommt  mit 
dem  Strafgesetz  in  Konflikt,  aber  schließ- 
lich löst  sich  alles  wieder  glücklich  und 
zur  Zufriedenheit.  Man  versöhnt  sich  mit 
der  Mutter  und  fährt,  glücklich  vereint, 
weiter  den  Mississippi  entlang,  Kunst  ver- 
breitend und  Geld  verdienend. 

Unsere  Bilder  zeigen  das  wechselvolle 
Milieu,  lassen  erkennen,  wie  vielfältig  die 


Aufj^abc  des  Tondichters  ge- 
wesen ist. 

Es  fehlt  auch  nicht  an  bild- 
lichen Sensationen.  Das  Hoch- 
wasser auf  dem  Mississippi  ist 
technisch  und  dramaturgisch 
spannend  und  fesselnd. 

Die  Darsteller  bieten  wertvolle 
Leistungen,  Interessant  ist  Laura 
la  Plante  in  der  Hauptrolle,  Be- 
achtenswert Emily  Fritzroy,  die 
die  böse  Mama  gibt. 

Den  jugendlichen  Liebhaber 
spielt  der  junge  Schildkraut,  der 
—  wenn  nicht  alles  trügt  —  noch 
eine  große  Filmkarriere  vor 
sich  hat. 

Die  wundervollen  Aufnahmen 
auf  dem  Ohio  und  Mississippi  sind 


t^E33Er^  ■ 


T-   .''■'■'sar j-,     _^irR.'44i: 


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zwischen  Spielleiter  und  Kamera- 
mann, Aus  dem  Zusammen- 
wirken ist  in  diesem  Fall  in 
einzelnen  Bildpartien  sicherlich 
ein  wesentlicher  Erfolgsfaktor 
geworden. 

Oben:  Das  Komödiantenschiff 

Mitte:  Joseph  Schildkraut  beim 
Pokerspiel 

Unten:    Laura    la   Plante   und   Alma 
Rubens 


von  Gilbert  Warrenton  gemacht,  während  Harry  Pollard  einen  neuen  Beweis 
seiner  glücklichen  Regieführung  liefert. 

Das  Bild  wird  schon  in  der  nächsten  Zeit  in  Deutschland  vorgeführt  und 
sicherlich  —  nicht  nur,  weil  es  ein  Tonfilm  ist  —  auf  stärkste  Beachtung 
stoßen. 

Er  sah  sich  zum  Teil  vor  historische  Situationen  gestellt,  mußte  infolge- 
dessen möglichst  populäre  Kompositionen  aus  jenpr  Zeit  wählen.  Das  tat 
er  mit  viel  Geschick  und  machte  populäre  Songs  zu  zugkräftigen  Leitmotiven, 
die  immer  wiederkehren.  Interessant  ist  die  Reproduktion  der  Schauspiel- 
vorstcllungcn  aus  jenen  Tagen.  Glänzend  getroffen  das  Leben  und  Treiben 
auf  dem  ,,Showboat".  Interessant  die  Verteilung  der  einzelnen  Szenen  und 
selten  schön  —  photographisch  sowohl  wie  darstellerisch  —  ein  paar  Liebes- 
szenen, die  Flucht  in  der  Nacht,  das  kleine  Kind,  das  sich  die  Schauspiel- 
vorstellung heimlich  ansieht. 

Man  hat  gerade  bei  der  Gestaltung  des  Hintergrundes  in  diesem  Film  ein 
Musterbeispiel    für    die     Notwendigkeit     der    congenialen    Zusammenarbeit 


Zum  sechzigsten  Geburtstag  des  großen  Schauspielers  Rudolf  Rittner  hat 
die  Ufa  den  Film  ,,Dcr  Wilderer"  wieder  hervorgeholt,  der  durch  die 
Mitwirkung  des  Künstlers  eine  besondere  Note  erhält,,  Rudolf  Rittner, 
der  aus  der  Schule  des  unvergeßlichen  Otto  Brahm  stammt,  hat  ja  die  Bühne 
vor  zweiundzwanzig  Jahren  verlassen  und  sie  als  Schauspieler  nicht  wieder 
betreten,  um  gegen  die  Verrohung  der  Premieren  zu  protc^  üeren.  Vielleicht 
aber  auch,  weil  er  merkte,  daß  der  Naturalismus,  dem  er  als  Darsteller  mit 
jener  Hingabc  an  die  Kunst  diente,  welche  dem  heutigen  Bühnenbetrieb  voll- 
kommen abhanden  gekommen  ist,  künstlerisch  und  namentlich  dichterisch  im 
Abstieg  begriffen  war.  Es  erregte  Aufsehen,  als  die  Nachricht  vor  sieben 
Jaiiren   durch   die   Welt   ging,    daß   es   gelungen   war,    Rudolf   Rittner   für   den 


Film  zu  gewinnen.  Er,  der  sich  fünfzehn  Jahre  in  die  Einsamkeit  seiner 
schlcsischen  Heimat  zurückgezogen  hatte,  er,  der  nur  seinen  Interessen  als 
Landwirt  lebte  und  sein  kleines  Gütchen  ertragreich  zu  machen  suchte,  was 
ihm  nur  in  bescheidenem  Umfang  gelang,  sollte  sich  dem  Film  verschrieben 
haben,  der  bei  den  Theaterleuten  immer  noch  schlecht  angeschrieben  war? 
Und  doch  stellte  sich  diese  Nachricht  als  wahr  heraus.  Nach  dem  ,.Graf  von 
Charolais",  der  Rittners  erste  Filmschritte  sah,  kamen  die  „Chronik  von 
Gricshuus"  nach  der  gleichnamigen  Novelle  Theodor  Storms,  ,,Das  Glas 
Wasser",  Bergers  mit  mozartischer  Grazie  hingezauberte  Rokokosymphonio, 
,,Dcr  Wilderer",  ein  naturalistisches  Hochgebirgsdrama,  ,,Dic  Meistersinger 
von  Nürnberg",  die  durch  Rittners  Mitwirkung  ihre  besondere  Note  erhielten. 
Ihm,  der  sich  auf  der  Bühne  durch  zwei  Jahrzehnte  für  die  Lebensechtheit 
der  Gebärde  eingesetzt  hatte,  mußte  der  Film  besonders  liegen.  Denn  er 
entlarvt  die  theatralische  Geste  und  läßt  nur  gelten,  was  empfunden  und 
inneT^lich  erlebt  ist. 

Rudolf  Rittner  mit  Helga  Thomas  und  Joseph  Peterhans  in  dem  Ufafilm  „Der  Wilderer" 

Plwt.  Uta 


6r    S 

V_^   UND  W 


le 


UND  SEHR  VIEL 


SdiiriitÄel 


GiybLu^ti0er  Abei/LteixerronacLK. 


''.  Fortsetzung 

Sie  setzte  sich  auf  und  hörte  im  «jlcichcn  AujjcnblicU  ein 
brüllendes  Gelächter. 

Unten    mußten    viele    Leute    sein. 

Aber  —  aber  —  ach   so  —  was  — 

Der  schwere  Sessel,  den  sie  vor  die  V^crbindunjjstür  zum 
Zimmer  ihres  neuen  Freundes  geschoben  hatte,  lajS  mitten  im 
Zimmer  am   Boden,  und  die  Tür  war  halb  offen. 

,,Ja,  was  fällt  Ihnen  denn  ein?"  sagte  sie  empört.  ,,Sind  Sie 
denn   Ö'inz   und    gar   verrückt?" 

Und   sie   preßte   die   Kissen   an   die    Brust. 

Denn  Robby  Valberg  im  Pyjama  und  mit  strubbelijSem  Ilaar 
sah   durch  die   halbgeöffnete  Tür   seelenruhig   zu   ihr   herein. 

Er  schüttelte   den   Kopf. 

,, Komisch,"  sagte  er,  ,,die  ganzen  Leute  da  unten  stören  Si^ 
scheinbar  nicht,  aber  ich  darf  nicht  einmal  — " 

Sie    sah   sich    um    und    schrie    auf. 

Sekundenlang  glaubte   sio,  noch  immer  zu   träumen. 

Da  unten  stand  Kopf  an  Kopf  eine  Menschenmenge,  meist 
Männer,   und   sah   lachend   und   feixend   zu   ihr   herauf. 

Und  sie  hatten  auch  alle  Ursache  dazu,  zu  lachen  und  zu 
feixen,  denn  sie  sahen,  von  keiner  Fensterwand  gehindert,  in  das 
Zimmer  eines  jungen  Mädchens  hinein,  das  nackt,  wie  es  Gott 
geschaffen  hatte,  im   Bett  saß. 

,,Sic  brauchen  sich  nicht  weiter  aufzuregen",  empfahl  Robby 
Valberg.  ,,Dic  guten  Leute  sehen  von  Ihnen  nicht  mehr,  als  man 
bei  uns  auf  einem  Ball  von   ihnen  sehen  würde." 

„Wenn  Sie  nicht  sofort  ruhig  sind  und  machen,  daß  Sic  weg- 
kommen,  werfe  ich   Ihnen  das   Kissen  an  den   Kopf!"   zischte   sie. 

,,Ich  könnte  mir  nichts  Reizenderes  vorstellen",  sagte  er  mit 
einer  leichten  Verbeugung. 

Da  erinnerte  sich  Dorrit,  daß  das  Kissen  im  Augenblick  ihre 
einzige  Bekleidung  war,  und  es  verschlug  ihr  den  Atem. 

„Wollen  Sie  mir  nicht  sagen,  \Nas  um  Gottes  \sillcn  denn  da 
passiert  ist?" 

,,Ein  Erdbeben    —    ein  ganz  kleines,  unbedeutendes   Erdbeben. 


VON    LüDWIGvoN  WOHL 

Kachdruck  verboten 

Das  ist  hier  fast  so  häufig  wie  die  Flöhe  in  den  Betten.  Ihre 
Fensterwand  liegt  unten  auf  der  Straße  —  meine  übrigens  zur 
Hälfte  auch.  Wir  waren  so  todmüde,  daß  wir  es  verschlafen 
haben.  Es  hat  sicher  auch  nur  Sekunden  gedauert.  Die  Archi- 
tektur dieses  Hauses  —  na  also  —  jedenfalls  —  ich  wachte  auf, 
weil  er  mir  so  kalt  an  den  Beinen  wurde.  Es  war  kein  Wunder 
—  sie  hingen  durch  die  Mauer  ins  Freie." 

Längst  lag  Dorrit  wieder  in  die  Kissen  eingewickelt,  so  daß 
kaum   das   Naschen   hervorsah. 

„Was  mache  ich  nur?"  wimmerte  sie.  „Ich  kann  doch  so  nicht 
aufstehen  —  ich  — " 

,,Nur  Mut!"  begütigte  er  väterlich.  „Seien  Sie  ein  tüchtiges  Mäd- 
chen! —  Wir  beide  —  Sie  und  ich  —  wir  werden  jetzt  den  guten 
lUyriern  zeigen,  wie  Mittelcuropäer  Toilette  machen." 

,, Wollen  Sie  jetzt  also  endlich  mein  Zimmer  verlassen?"  fragte 
sie  aus   den  Kissen   heraus. 

,,Aber  — " 

,,Wie  oft  muß  man  einen  Gentleman  bitten,  das  Zimmer  einer 
Dame   zu   verlassen!?!" 

Robby  Valberg  verließ  das  Zimmer,  und  Dorrit  begann  Kriegs- 
rat zu  halten. 

Man  konnte  ja  schließlich  nicht  liegenbleiben,  bis  die  Fenster- 
seile wieder  zugemauert  war. 

Aber  wie  sollte  man  aufstehen? 

Einen  Augenblick  bereute  sie,  ihren  Nachbar  nicht  um  Hilfe 
gebeten  zu   haben. 

Aber  ihn  jetzt  wieder  rufen?    Auf  keinen  Fall. 

Es  war  eine  entsetzliche  Situation.  Da  lag  man  auf  einem 
Präsentierteller  vor  einer  Menschenmenge,  die  in  andächtiger 
Ruhe  abwartete,   wie  man  sich   aus  der  Affäre  ziehen  würde. 

Wenn  man  nur  die  Kleider  gestern  in  greifbare  Nähe  gelegt 
hätte  —  aber  die  lagen  drüben  auf  dem  Tisch,  vier  Schritte 
entfernt. 

Was  hätte  der  königlich  preußische  Oberstaatsanwalt  Brink  zu 
dieser   Situation   seiner   Tochter   gesagt? 


jfa  Rollfilm  ,^fa 
Filmpack  für  den  Soim^ 
tag-  er  ist  einp|]ndlidier/ 
Sie  bekonimen  keine  uib 
terbelichtete  Aujn^inie 
mehr/ 


Oder  plioto- 
^raphicren  Sie  noch  nitlit/  Dann 
können  Sie  es  mit  einer  Agf;i-Catnera 
leinen.    Die    Billy   kostet    nur  -56  7K. 


Sic  erinnerte  sich,  daß  er  ihr,  als  sie  sieben  Jahre  alt  war,  streng 
verboten  hatte,  in  einer  Kindervorstellung  als  Hansel  aufzuirclen, 
denn  das  war  eine  —  es  war  ja  gar  nicht  auszudenken  —  eine 
Hosenrolle! 

Eine  wilde  Entschlossenheit  überkam  sie  plötzlich.  Sic  riß  die 
Bettdecke  um  ihren  Körper  zusammen  und  setzte  sich  mit  einem 
Schwung  aufrecht. 

Ein  allgemeines  ,,Ah"  von  unten  bekundete  ihr.  daß  die  Be- 
völkerung von  Ragazza  vom  Beginn  der  Vorstellung  Notiz  ge- 
nommen hatte. 

Ohne  eine  Miene  zu  verziehen,  ging  Dorrit,  nur  in  die  dicke 
Bettdecke  gehüllt,  eine  moderne  Monna  Vanna,  zum  Tisch, 
angelte  behutsam  Kleider  und  Wäsche  und  sprang  mit  ein  paar 
mehr  eiligen  als  wundervollen  Schritten  zur  Tür. 

Zur  Tür  nach   dem   Flur  natürlich. 

Es  war  keine  Kleinigkeit,  gleichzeitig  die  Bettdecke  zusammen- 
zuhalten, die  Kleider  nicht  fallen  zu  lassen  und  die  Tür  zu 
öffnen. 

Und  als  sie  es  endlich  geschafft  hatte,  machte  sie  die  Ent- 
deckung, daß  die  hölzerne  Stiege  zum  Parterre  teilweise  einge- 
stürzt war.  E!s  war  niciit  schwer,  hinunterzuturnen  —  das  heißt, 
w-enn  man  etwas  anhalte  —  aber  es  war  absolut  unmöglich,  sich 
vor  der  Tür  anzuziehen. 

Hier  erst  wurde  es  ihr  klar,  was  für  einen  gesegneten  Schlaf 
sie  gehabt   haben  mußte. 

Also  zurück  auf  den  Präsentierteller. 

Es  gab  nur 
noch  eine  Mög- 
lichkeit —  sie 
schlüpfte  wieder 
ins  Bett. 

Ihre  Rückkehr 
wurde  von  drau- 
ßen mit  erfreuten 
Zurufen  begrüßt. 

„Bande!" 
knirschte  sie  und 
begann,  sich  un- 
ter    der    Decke 
anzuziehen. 

Das  war  nicht 
leicht,  und  von 
unten  wurde  jede 
heftige  Bewe- 
gung mit  Freu- 
dcngeschrei  be- 
gleitet. 

Endlich  war  sie  fertig,  setzte  sich  auf,  fuhr  in  die  Schuhe, 
nahm  ihren  Hut  und  verschwand,  nicht  ohne  ihrem  bedauernd 
,,0h"  rufenden  Publikum  einen  Blick  zugeworfen  zu  haben,  dessen 
Verachtung,  chemisch  umgewertet,  ganz  Ragazza,  ja  ganz  lilyricn 
einer  neuen  Eiszeitperiode  ausgeliefert  hätte. 

Eichhörnchenhaft  turnte  sie  die  geborstene  Treppe  hinunter. 

Man  mußte  vor  allen  Dingen  das  Badezimmer  finden  —  so 
konnte  man   nicht   bleiben. 

Weder  ein  Empfangschef  noch  ein  Stubenmädchen,  ein  Haus- 
knecht oder  ein  Zimmerkellner  waren  zu  sehen.  Das  entsprach 
zwar  völlig  dem  Umstand,  daß  es  in  den  Zimmern  keine  Klingeln 
gab,  war  aber  reichlich  unangenehm.  Wahrscheinlich  holten  sich 
die  guten  Leute  Hilfe  für  den  Wiederaufbau. 

Endlich  trieb  sie  ein  verräuchert  aussehendes,  schwarzäugiges 
Individuum  auf,  das  sie  der  Reiiie  nach  auf  deutsch,  italienisch, 
englisch  und  französisch  nach  dem  Badezimmer  fragte, 

,,Salic  de  bain",  verstand  der  Biedere  nach  einigen^  Sekunden 
verdutzten  Aufhorchcns,  nickte  mit  dem  Büffelschädel  und  winkte 
ihr,  ihm  zu  folgen. 

Durch  eine  niedrige  Holztür  ging  es  auf  den  hinteren  Hof.  , 

Da  stand  eine  Pumpe,  und  unter  dieser  Pumpe  ein  baumlanger 
lllyrier,  der  —  sich  nicht  etwa  wusch,  sondern  —  daraus  trank. 

Wie  es  dann  Dorrit  gelang,  ein  Handtuch  und  sogar  auch  Seife 
aufzutreiben  und  unter  dieser  Pumpe  Generalreinigung  zu  voll- 
ziehen, war  ihr  später  selbst  nicht  mehr  ganz   klar. 

Talsache  ist,  daß  sie  zwanzig  Minuten  nach  dem  Aufslihen 
frisch  gewaschen  in  die  Wirlsstubc   trat. 

Das  ist  zweifellos  das  passendste  Wort  für  den  Dinning-Saloon 
des  Grand  Hotel  von  Ragazza. 

Das  schwarzbärtige  Individuum  spielte  den  Kellner. 


„Wollen  Sie  jetzt  also  endlich  mein  Zimmer  verlassen!" 


Die  Menschen  hier  hatten  das  Erdbeben  sichtlich  schon  längst 
vergessen,     Sie  tranken  und  lachten. 

Ihr  Helfer  von  gestern  war  noch  nicht  da. 

Sie  bestellte  Frühstück  und  aß  mit  großem  Appetit  Maiskuchen 
zu   starkem,   vorzüglichem   Kaffee. 

Plötzlich  fiel  ihr  siedendheiß  ein:  Gestern  hatte  man  sich  alle 
erdenkliche  Mühe  gegeben,  um  unbeobachtet  ins  Hotel  zu  kommen, 
und  jetzt  hatte  man,  der  Himmel  wußte  wie  lange,  halb  Ra- 
gazza seinem  Lever  beiwohnen  lassen. 

Es  gab  nur  eins:  so  schnell  wie  möglich  zu  Cyprian  Mir- 
covich. 

„Guten  Morgen,  Madame!" 

Ein  hochgewachsener  alter  Mann  in  einem  malerischen 
Kaftan,  ein  schmutziges  Turbantuch  um  den  schmalen  Schädel 
gewickelt.  Sein  langausgezogener  Schnurrbart  unterstrich  noch 
die  Hakennase.  Es  gab  nur  ein  Kostüm,  das  ihm  noch  besser 
gepaßt  hätte:  der  Schlapphut,  die  umwickelten  Strümpfe  und 
die  Steinschloßpistole  eines  Abruzzenräubers. 

,,Herr  Mircovich  sendet  mich,  Madame,"  fuhr  er  in  seinem 
harten   Französisch   fort,   ,,cr   hat    von    Ihrer   Ankunft    gehört   — " 

KunststückI    dachte    Dorrit    Benk, 

„ —  und  er  erwartet  Sie  in  seinem  Kontor.  Bitte,  mir  zu 
folgen." 

Der  Würdige  verneigte  sich  und  schritt  —  er  ging  nicht 
etwa  —   feierlich   voraus. 

Nur  einen  Augenblick  überlegte  Dorrit.     Es  war  doch  schade, 

daß  man  keinen 
Revolver  hatte. 
Das  konnte  na- 
türlich eine  Falle 
von  Madame  von 
Jancovics     sein. 

Aber  dann 
überwand  sie 
ihre  Bedenken 
um  so  mehr,  als 
irgendeine  Stim- 
me ihr  riet,  sich 
die  Begleitung 
ihres  Freundes 
von  gestern  zu 
erbitten. 

Eines  Freun- 
des, von  dem 
man  noch  nicht 
einmal  wußte, 
wie  er  hieß. 

Es  war  schließlich  heller  Tag,  und  man  konnte  die  Augen 
offen    halten.      Man    war    1901    in    Berlin    geboren. 

Es  ging  über  den  schlammstarrenden  Bahnhofsplatz  durch 
ein   paar   Straßen   mit   unendlich   schmutzigen   Häusern. 

Das  Gebäude  der  Firma  Cyprian  Mircovich  war  für  illyrische 
Verhältnisse    ein    Palast. 

Zweistöckig  wie  der  Konak,  aber  bedeutend  solider  gebaut. 
Mit  zwei  dorischen  Säulen,  die  den  Eingang  flankierten,  und 
massiver    Goldaufschrift    darüber. 

Dorrits    Bedenken    schwanden. 

Sie  wußte  von  Slavrides,  daß  Cyprian  Mircovich  ein  zuver- 
lässiger,   ehrlicher    Kaufmann    war. 

Und  der  Anblick  dieses  Geschäftshauses  bestärkte  sie  in  dieser 
Ansicht. 

Zwei  Stunden  vorher  hatte  es  im  Privatkontor  des  zuverlässigen 
und  ehrlichen  Kaufmanns  Cyprian  Mircovich  eine  wilde  Aus- 
einandersetzung   gegeben. 

„Sie    ist    da!" 

„Das  ist  ganz  ausgeschlossen!" 

„Hasib  hat  sie  mit  eigenen  Augen   gesehen!" 

,,Hasib   ist   besoffen   wie   ein   Schwein!" 

,,Er  ist  so  nüchtern  wie  du  und  ich." 

,,Wie  du?  Das  will  noch  gar  nicht  so  viel  heißen,  mein 
Lieber!" 

„Ranka!" 

„Was  willst   du?" 

,,Ich  rate  dir,  mi.-  gegenüber  einen  anderen  Ton  — " 

„Du  langweilst  mich." 

,,Also,  ob  du  es  glaubst  oder  nicht:  sie  ist  da.  Das  ist  eine 
einfache  Tatsache." 

Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  errei'chterL 


>  v^ 


.\Y 


Anfragen    erbitten   wir    an    die    Redaktion    des     .,  Fi !  m -M  a  g  a  zi  n  ",      Berlin    SW  68,    ZiromerstraOe  35-41 
Scherlverlafi.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nielit  beantwortet.  Bei  Manu- 
skri|itanscleseiilieileii  bitten  wir  folgendes  zu  beaclilen:  Jeder  Anfrage  ist 
K.i.kimrlo  bciziifiisen.  .ledc  EinsciHltin;;  eines  Manuskripts  zur  I'riifuns 
Ist  zwecklos,  nur  Kxiioses  im  UnifaiiRe  von  2—3  Schreibniaseliincnseiten 
sind  zur  EiiisciidunK  an  die  Filmindustrie,  Kegrisseure  usw.  Reeignet.  Für 
Verlust  der  eingcsandleu  Manuskriide  kann  keine  Vcraiitwortuns  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  l>urclisclil!iBe  senden,  von 
handKescIiriebenen   iScndunften   (leserlicli)   eine  Absclirift  zurückbehalten. 


W  I  .1  d  i  m  i  r  (1  :i  i  d  a  r  o  w  -  V  o  r  - 
mit    der     rus^isoTlell     .Scliaiisiiieleriri 


.null   \\  icdiT   filmen.   —   lv:iii 
ihm    al>o    riiliif^    selireiben. 


l'etro- 
Er    ist 


DiMi  FilmK;ilten  von  I,il   Daporer  in  der   ..I.adv 

Kinne   l'rlio   ."^omersalmi.     Sehr   vernünftig,   d.tß 

Es  ist   wirklieh   so  gut  wie  aussichlslos. 


ein  a  .1  u  s  1'  o  1  e  ii 
ohne  .Scbleier"  s|iielte  d 
Sie  nicht  auch  zum  Film  widlen! 
L  y.  Z.,  W  ii  r  z  li  u  r  ;;■  :  FN 
ist  nicht  notwendig,  den  Ort  der 
ll.iudluuji;  in  einem  M.inuskript 
.•inzujjclien,  \v<dil  .ibcr  die  l'er- 
soncn.  J>ic  Hcset/.un^  der  Stars 
usw.  lu'SorfAt  sell.si\er.--tändlich 
die  F'ilmgesellsch.ift.  —  Wir 
m.ichcn  ;;leich  dar.iiif  .lufmerk- 
>.im:  es  ist  fiir  den.  l.aicu  so 
^ut  wie  .•nissichtslos.  ein  Film- 
maniiskriiit  zu  verk.iufcii.  M.in 
iiiiili  nicht  .illeiii  schriftstelle- 
risch bejj.iht  sein  und  den  opli- 
scheii  Blick  für  d:is  Filmisehe 
h.'ilien.  sniidcni  iiwin  miiU  auch 
die  'rechnik  di's  Drehbuchs  be- 
lierrsehen. 

F  r  a  11  .\l  a  r  g  o  t  Seh..  1)  r  e  s- 
d  e  II  :  (itiiin.ir  ToIilh-s  ist  nicht 
mehr  in  Iterlin  und  weihe  nur 
:■.  Tage  hier.  Er  hefindet  sich 
jetzt  in  der  Schweiz.  d.inach 
fährt  er  an  die  Kivier.t.  Im 
August  tritt  er  in  Oslo  am 
..Ni-iien  The.-iter'  auf.  Aller 
W.ihrscheiiilichkeit  nach  wird  er 
ein  .stück  von  dem  iM^rnlimteri 
norwegischen  X:iti<iii;ildichler 

(Jiinn.'ir  Heiherg  spielen.  Die 
(»slocr  Telephonniinimer  von 
(Jiinn.ir  Tolnaes  kiinnen  wir 
Ihnen  leider  nicht  s.igeii.  Wir 
nehmen  .-iii,  il.iß  der  Küii>tler  in 
aliselili.irer  Zeit  auch  wieder  in 
Deutsehl.'inil    filmen    wird. 

..  M  e  i  n  e  Lieblinge'': 
Ver.i  Schmitterlöw  wohnt  Hlii.- 
Il.ileiisee.  Xeslorstr.ilJe  1.  und 
ist  .Scliwedin.  Ihr  neuester  F'ilm 
heißt  ..Flucht  vor  der  Liebe'. 
Die  Künstlerin  ist  gr<iü.  blond 
und  bl.'iuäiigig.  Sie  gibt  Aiilo- 
gr;iniiue.  Lya  M.-ir.i  ist  mit  dem 
Regisseur  F'riedrich  Zelnik  ver- 
heiratet. —  Das  ..Filmmagazin" 
crscbeint    jeden    Sonntag. 

M  :i  r  I  i  n  K.  in  M  e  r  s  e  - 
b  II  r  g  :  Wir  werden  Harry  I'iel 
gern  au  die  Autogramme  er- 
innern, empfehlen  aber,  selbst 
noch  einmal  an  ihn  zu  schreiben. 
I-  i  e  s  e  I  o  t  t  e  S  t.,  15  y  d  - 
K  o  s  s  a  :  F>nst  l'elersen  ist 
durch  die  .Snk.il  -  Film,  Berlin 
SW  IS.  F'riedrichstr.iße  246,  zu 
erreichen.  F>  ist  Norweger  niul 
gibt  .Viitogr.imine.  .Sein  niii-bster 
F'ilin  ist  ,,Die  weiße  Holle  von 
I'iz  P.ilü'-.  —  l'aul  Hartm.'inii 
gibt  Autogramme.  .T.'iwohl,  er 
ist  durch  das  Burgtheater  in 
Wien  zu  erreichen.  —  ..Der  Mann 
im  F'cuer"  und  .,Der  Wilderer' 
wurden  schon  vor  mehreren 
.I.ihren  hergestellt.  Die  F"ilin- 
schwesler  von  H.iiis  Braiisc- 
wetter  in  ..Höhere  Töchter"  hieß 
Margarete    Stengritt. 

U  r  e  t  e  H.,  W  a  I  d  e  n  b  ii  r  g  :  Franz  I.cderer  wohnt  Berlin-Friedenau. 
Felllerstraße  4,  wurde  :iiii  fi.  November  in  Prag  geboren,  gibt  .Vutogramnie 
und  ist  ein  großer  Blumenfreund.  Leider  ist  der  Künstler  an  Bliiuld:irni- 
enlzündiing  erkr.inkt  und  konnte  deshalb  die  ihm  übertragene  Rolle  in 
dem  Aafa-F'ilm  ,.Die  fidele  Herrenparlie"  nicht  spielen.  —  Da  wir  keine 
Engagements  verniilteln,  können  wir  Ihnen  keine  praktischen  Ratschläge 
geben,  wie  man  ein  erfolgreicher  Filnist;ir  wird.  Wenden  .Sic  sieh,  bitte, 
nnmiftelbar  an  die  F"iliiigesellseliaften.  Aber  die  Aussichten  auf  ein  Vor- 
wärtskommen   sind    gleich    Null. 

F'  i  1  ni  f  r  e  u  II  d  i  n  L  i  I  o  G.,  H  i  n  d  e  n  b  u  r  g  :  Reginald  Deniiy 
wurde  am  20.  November  geboren  und  ist  durch  die  Vniversal-Studios, 
rniversal-Oity,  Kalifornien,  U.  S.  A.,  zu  erreichen.  —  Harry  Halm  wohnt 
Berlin-H.-ilensee,  Cieerostraße  .'iT.  —  Das  Alter  der  Filmstars  geben  wir 
giundsätzlich    nicht    au. 

Alwin  Sc  h.,  M  e  r  s  c  li  cid:  Liane  Haid  wohnt  Bln. -Westend, 
Württeiubergisehc  Straße  13. 


ST  QONGH  EAQT. 

di'c  banihmiti  Filmhund,  starb  sot^bcn  in  HollyViOod 
Phot.  M.O.-M. 


Nur  Ivan  P  e  I  r  o  \   i  c  h  -  ii  n  d 

e  Ii  r  e  r  i  n  :    Wl.idinilr    (iaiil.irow    ist 

Olga   IJzowsk.aja    verlieir.ilet.     F>    wird 

\ich    gibt    Aiitogr.imme.      .Sie    dürfen 

passionierter    .sportsmaiin. 

F  i  I  m  r  .i  t  t  e  .i  ii  s  li  o  d  e  s  b  e  r  g  :    Emmy  Lyiin  und  .Taiiue  Citelain 

siiielten      die     ll.iuptrolleii      in     ..S(iiij..|".       Die     Titelrolle      der     ..Weißen 

Scilwester-    wurde    von    l.illian    (Jisli    verkörpert,    ihr    Partner   war   Ronald 

t'olm.'in. 

Willy    F.,    Bern:      Die    Aussichten    beim    F'ilm    sind    .«sehr    gering. 

rnd   wenn    Sie   erst    !.'>   .Jahre   alt   sind,    so   li.aben    Sie    noch    reichlich   Zeit, 

sich    die   Sache   erst   einmal    zu    überlegen.      Da    Sie    Wert    auf   eiiu'    F'ilm- 

schiile  legen,  so  empfehlen   wir  die  Filiuschule   In  .München,  Soiinenstr.  l.'i. 

A.  S.,  B  e  r  n  :  Naialie  Ko- 
w.inko  ist  mit  dem  russischen 
Regisseur  Toiirj.iiisky  verliei- 
r.-itet.  Beide  wohnen  l{erliii  W, 
Kiirfürstendamm  IT.  Maria  .la- 
cobinis  Adresse  ist  Berlin  W  !.'>, 
.lo.ichimsthaler    Str.iße    2223. 

E.  1'.,  A  1  t  o  n  a:  Der  genannte 
Film  mit  Lissy  Arn.i  fiihrt  jetzt 
den  Titel  ..Schneesturm"  und 
wurde  von  der  Svcnsk.i  -  F'ilm, 
Sldckliolm.  gedreht.  —  Wilhelm 
Dieterle  li.tl  .luch  den  Krieg  niil- 
gcm.K-bt. 

\V  a  1  I  y  L.  und  f.  r  e  t  e  1  B., 
Berlin:  Fern  Andr.i  und  Lotte 
.\euniann  filmen  seit  ein  pa.ir 
.l.ahren  nicht  mehr.  —  .Maria 
l'.iiidicr  und  L.iiir.i  la  Plante 
sind  nicht  mitcin.inder  verwandt, 
haben  .-iber  wohl  Aehnlichkeit 
miteinander.  —  Wilhelm  Dieterle 
wohnt  Itln. -Wilmersdorf,  Jenaer 
Straße  H. 

M  a  r  t  i  n  L..  S  t  o  I  p  :  Den 
Kurt  villi  Holstein  in  ,.\erirrle 
.lugend  •  spielte  Rolf  von  tioth. 
F:r  wohnt  Berlin  SW,  H.illeschcs 
Ffer    2,'i.     und    gibt    Aiilogr.inime. 

—  Ivan  l'etro\  ich  wurde  am  .31. 
Dez.emlier  in  Budapest  geboren, 
ist  .-liier  serbischer  Staatsange- 
Inirigkeit.    w.ir    früher    Ingenieur 

—  im  Kriege  Hiisarenoffizier  — , 
dann  O|ierellenbonviv;int  in  Bu- 
dapest. Im  Jahre  1923  wurde  er 
von  .Michael  Kertesz  für  den 
F'ilm  eiildeckt.  Petrovich  und 
Rolf    v.   (ioth   sind    unverheiratet. 

Ivan  P  e  t  r  o  v  i  c  h  -  \'  e  r  - 
e  h  r  e  r  i  n  K  a  t  j  a  B.,  T  i  I  - 
.s  i  t  :  Ivan  Petrovich  wurde  im 
J.ilire  1923  von  dem  Regisseur 
Michael  Kertesz  für  den  F'ilm 
entdeckt.  .Sein  erster  F'ilin 
wurde  in  Budapest  gedreht. 
F'rüher  w.ir  Petrovich  Ingenieur, 
dann  Operetlenbonvivant.  Den 
Krieg  hat  er  als  Husarenoffizier 
mitgemacht.  Jetzt  ist  er  nicht 
mehr  bei  der  Biihne.  Petrovich 
ii.-it  dunkles  Haar  und.  dunkle 
Augen.  Ein  Buch  über  den 
Künstler    gibt    es    nicht. 

('  h  a  r  I  y  P..  Tilsit:  Andre 
M.'itloni  filmt  fleißig  und  ist  auch 
in  Berlin  bei  der  Sprechbühne. 
Er  ist  ein  großer  .Sport-  und 
.Musikfreund,  liebt  alle  Blumen 
und  ist  auch  im  Leben  sehr  syni- 
p.'ilhisch.  Er  ist  seit  etwa  fünf 
.lahren  beim  F'ilm.  Ein  Buch 
über   ihn    gibt   es    nicht. 

L  y  a    aus   H  a  m  b  u  r  g:    Erich 
Waschneck    ist   zur   Zeit    in   Ber- 
lin   und    hat    seine    AVohnung    in 
Berlin-Lichterfelde,      Hortensien- 
straße 34. 
E  1  I  i  n  0  r   B..   München:     Ivan   Petrovich   ist   groß.    Er  besitzt   ein 
.Vuto.    .Sein   neuester  F'ilm   heißt  ,,Der  (<ünstling  von  Schönbrunn".     Er  ist 
unseres   Wissens  ein   großer  Blumenfreund. 

Frau  Christel  M.,  Bonn:  Es  tut  uns  außerordentlich  leid, 
Ihnen  nicht  behilflich  sein  zu  können.  Auch  für  eine  erfolgreiche  Tän- 
zerin ist  der  Weg  zum  F'ilmrnhm  noch  sehr  lang.  Versuchen  .Sie  es; 
senden  Sie  den  führenden  F'ilnigesellsehaften,  wie  Ufa,  Aafa.  National, 
(ireenbanm.  Hegewiild,  Terra  usw..  Ihre  Bilder  ein  oder  stellen  .Sie  sich 
ihnen  persönlich  vor.  Jedenfalls  ist  es  für  eine  .Vnfängerin  sehr  schwer, 
auch  eine  nur  ganz  kleine  Holle  zu  bekommen.  Die  Enttäusebungen  sind 
sehr  groß. 

Junger  F"  i  1  m  f  r  e  ti  n  d  aus  T  r  a  e  li  e  n  b  e  r  g  :  Nein,  der 
stumme  Film  wird  nicht  durch  den  Tonfilm  verdrängt  werden.  Es  werden 
immer  noch  viele  stumme  F'ilme  hergestellt  werden.  Hollywood  ist  ein 
Vorort  von  Los  .Vngeles  und  liegt  in  Kalifornien.  Aber  selbstverständlich 
dürfen  dciitselic   F'ilmstars   auch   im   Ausland   filmen. 


Nur  Harry  LIcdtke- Verehrerin,  Dresden:  Bei  wel- 
cher Kompagnie  Harry  Liedtkc  im  Kriege  gewesen  ist  und  —  wann  er 
einmal  nach  Dresden  kommt,  wissen  wir  leider  nicht.  Wir  haben  Liedtke 
lind  Hrigille  Helm  an  Ihren  Brief  erinnert.  Ivan  Petrovich  ist  durch  die 
Oreenbaum-Film,  Berlin  ^W  6»,  Kochstr:ißc  61,  zu  erreichen.  Uie  .Vdrcssc 
der    Filnibörso    ist    Berlin,    Beuthstraße    ll;i. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  Karl  W.  aus  M  .-i  n  n  h  e  i  m  :  Die  Tilelrulle  der 
,, Leoparden-Lady"  verkörperte  J.'uiiielinc  Log.m.  In  ,, Sensation  im  Zir- 
kus" siiieltcn  Dolores  Costello,  Luise  Dre>ser,  David  Torrenee,  Jason 
Robards  die  H.iuptrollen.  Lya  M.-ira  wohnt  Bln. -Westend,  l'oinmern.-illce  5, 
befindet  sieh  aber  jetzt  mit  ihrem  (;atlen  Friedrieh  Zelnik  in  Anierik.'i. 
Lya  Mara  tiHigt  einen  Kiinstlern.imen  und  heilit  in  AVirkliehkeit  Lissy 
Ciudowitseh.  Ein  neuer  Film  mit  der  Künstlerin  steht  im  Augenblick 
noch   nicht   fest. 

Herbert  T.,  Wilmersdorf:  Ein  Film  hat  im  allgemeinen 
ft— 7    Akte    uiul    umf.ißt    150— lHH)   »ilder. 

F  i  I  m  -  .\l  ;i  X  e  ,  Nürnberg:  Hans  Beck-(Jadens  neuester  Film  ist 
,.Der  (.irenzjäger".  Der  Künstler  lebt  in  München.  —  I'at  und  l'ataclion 
sind  durch  die  I'all.-idium-Film,  Kopenhagen,  zu  erreichen  und  geben 
Autogramme.  Ihr  nächster  Film  heilit  ,,i'at  und  Pataelion  in  Afrika". 
—  W.-iriim  Sie  auf  die  Autogramme  oft  8 — 10  Wochen  w.irten  müssen, 
liegt  d.iran  daß  die  Stars  durch  ilire  Tiitigkeit  sehr  stark  in  Anspruch 
genommen  sind  und  daß  sie  sich  oft  auf  Filmreisen  befinden,  die 
wochenlang  dauern. 

G.  G.,  F'  r  i  e  d  e  n  a  u  :  Die  Adresse  der  Mutter  des  betreffenden 
Künstlers  wissen   wir  leider   nicht. 

E  I  I  i  G.,  Berlin:  Louise 
Brooks  spielt  die  weibliehe 
Hauptrolle  in  dem  G.  W.  Pabst- 
Film  ,,Tagcbuc)i  einer  Ver- 
lorenen". —  Edith  Jehanne 
filmt  in  den  Rex  Ingr;im-Siu- 
dios,  Nizza,  Frankreich.  —  Co- 
rinne  Oriffith  ist  durch  die 
First  National,  Burbank-Holly- 
wood, Kai.,  Ren(''e  Adoree  durch 
die  Xfetro  -  Goldwyn  -  Studios, 
Culver-Cily,  Kai.,  Pola  Negri 
durch  die  Elstree  -  Studios, 
Hersfordsliire,  England,  zu  er- 
reichen. Emil  Jannings  wohnt 
im  Esplanade-Hotel,  Berlin  W, 
Bellevuestraße. 

B  i  c  e  p  i  p  und  R  ti  d  i  h  u  s  , 
H  a  tn  b  u  r  K  :  Gunnar  Tolnaes 
weilte  kürzlich  nur  3  Tage  in 
Berlin  und  konnte  daher  jetzt 
noch  nicht  hier  filmen.  Der 
Künstler  befindet  sich  zur  Zeit 
in  der  Schweiz,  f.älirl  dann  zur 
weiteren  Erholung  an  die  Ri- 
viera  und  wird  im  August  in 
Oslo  am  ,, Neuen  Theater"  auf- 
treten. —  Der  Film  ..l'm  seine 
Ehre"  mit  Gösta  Ekman  ist 
in  Berlin  schon  uraufgeführt 
worden.  Außer  ..Wilde  Orchi- 
deen" ist  ein  anderer  Film  mit 
Lewis  Stonc  im  Augenblick 
noch  nicht  angekündigt.  Es 
werden  auch  in  Amerika  neben 
den  Tonfilmen  noch  stumme 
Filme  gedreht.  Die  Aufnahmen 
zur  ,.Frau  im  Mond"  sind  vur 
einigen  Tagen  lieendel;  Fritz 
Lang  ist  mit  dem  Schneiden 
des  Films  beseliäftigt.  —  Cber 
die  Gagen  der  Star.s  können 
wir  Ihnen  leider  keine  Aus- 
kunft  geben. 

Werner  F  u  1 1  e  r  e  r  rVe  r- 
e  h  r  e  r  i  n  G  e  r  d  i  aus  Ber- 
lin: Werner  Fiitterer  wird 
hüchstwahrscheinlich  auch  bald 
in  Tonfilmen  zu  sehen  und 
hören  sein.  Wo  der  Künstler 
seine  Sominerferien  verleben 
wird,  können  wir  Ihnen  leider 
nicht  sagen.  Fütterers  niich- 
sler  Film  heißt  „Der  Miidclieii- 
hirt".  —  Ramon  Novarro  «ird 
vorläufig  nicht  in  Berlin  sin- 
gen. Wir  nehmen  an,  daß  er 
sclion  wieder  in  Hollywood  ist 
und  dort  seinen  Filmjiflithten 
nachgeht. 

B  c  r  t  a  B.,  Kiel:  Die  Cow- 
boyfilme werden  immer  in 
Hollywood  gedreht.  —  Ihre 
Bildwünsche  sind  vorgemerkt. 
—  Jack  Hoxie  und  Big  Boy 
Williams  sind  unter  Beverly- 
Hills,  Hollywood,  Kalifornien, 
iu   erreichen. 

H  oiuu  nc  iilus,  Breslau:  Olaf  Fönss  filmte  kürzlieh  in  Berlin. 
rt»=  t'  )  ''.'"^  Hauptrolle  in  dem  Film  der  Deutschen  Universal  „Triumph 
UC3  i^coens  .  Unseres  Wissens  ist  dieser  Film  jetzt  aber  fertiggestellt 
Wir  nehmen  an,  daß  Olaf  Fönss  schon  wieder  nach  Kopenhage.T  gereist 
M  Seine  dortige  ständige  Adresse  ist  St.  Knudsvey  26.  Wir  c 
"■"  ^einmal     schriftlich     mit    Ihrer    Bitte    an 


mp''-hlen, 
den    Künstler    zu 


*ith     zuDiichst     _  _.     „ ^., 

▼.enden.     Olaf   Fönss   trägWöincn  richtigen"  N.a^men. 

Soult  ^B  *^  ''  n-L  !?  ".  "  *  '-^^^y  Vernons  Adresse  ist  Paris  12,  Boulevard 
shid  nirhrin  n  •^"•'",'="  Künstlerinnen  sind  zur  Zeit  nicht  erreichbar.  Sic 
k  "nnt  -^  Der  h.,,0»'-''".'''  m""  ""if.  ■''"'^«'■'•"ickliche  Adresse  ist  nicht  be- 
ruf '( Der  Herr  ,,,«  i^H*  "■''V\  Pj?'!''*''"  »'«'"•  J^lzt  „Manner  ohne  Be- 
Davis'"olint  T,r;,  ,7  io^w^'^'l^,  ?"\  "°'">  *^'  ^'«-'s  Partnerin.  Dolly 
V  vi„,,   <?.  .'^  "•  *^  ""''  P'"''bert  Delorme.  —  Wir  haben  Lee  Pirrv 

gtami^e  eHnnert^"''A'^r.'"K7'  T"  '"^  ■''"''J'"''"  ■""  -e  fäinge'n  a"  bl 
giamine    «""■■nncr  .   —   All^  Filmstars   geben   Autogramme. 

brück  bei  ll'Tliu'u^ocvyjnn^  V  '^  ■  "«""'^'f''  ««""^KC  wohnt  Kohlhasen- 
orucK   Dei   lUrlin,   «aeckesirape  6,  wurde  am  9.  Oktober  in  Stettin 


und   gibt    Autogramme. 


r-,   •,,   „     ,       -, -;   ^-   ■•■  ■^-■ti.iu  geboren 

8u;m!ng';:rs;,:::.;b!ri".'""'  ^"^■"'""-  '^"«''"•"-'''-..  mmt  j^^  v,^:.? 

Hee^;;;o^'l;6?"„Lr^ib."A:4?am.^^"'^    ^^'"^"^•'    -"''■'*   Bln.-Wes.end. 


Z.  r.,  C  o  s  w  i  g  -  S  a  r  h  s  e  n  :  Richard  Barthelmess  wurde  scho  als 
blutjunger  Mensch  von  der  russischen  Tragödin  AUa  Nazimova  für  den 
Film  entdeckt.  —  Illteres^e  am  Filmnachwuchs  haben  ganz  gewiß  alle 
Filmgesellscli.iflcn.  Trotzdem  ist  es  für  den  Laien  sehr,  sehr  seh'^er, 
festen  F'iiß  im  F'ilm  zu  fassen.  'Wenden  Sie  sieh  cinm.il  an  die  l  fa, 
Berlin  SW  68,  Koehsiraße  6—8,  an  die  National,  Berlin  SW  48,  Friedrieh- 
slraUe  10,  an  die  Terra.  Berlin  SW  68,  Kochstraße  7,3,  an  die  Aafa,  Berlin 
SW  18,  Friedrichstraße  223,  an  die  Deutsche  Universal,  Berlin  W  8,  M.iuer- 
straße  82. 

H  a  n  s  T.,  Leipzig:  Eine  amtliche  Prüfstelle  für  Lichtspiel-Vor- 
führer befindet  sieh  bei  der  Kreishauptmannschaft  in  Leipzig.  —  Die  ge- 
nannten   Kiinslleriniicn    filmen    im    .\ugenbliek    nicht. 

E.  Z.,  Riga:  Ben  «ard  lebt  in  Hollywood,  Kalifornien.  U.  S.  A. 
Niihcre  Ang;ibcn  über  den  Künstler  können  wir  Ihnen  leider  zur  Zeit 
nicht  machen. 

E.  A.  ,1  e  s  s  e  n  :  Ein  Manuskript  ist  als  geistige  Arbeit  natürlich  ohne 
jeden  weiteren  Vermerk  geschützt.  Natürlich  muß  es  eine  Originalarbeit 
sein.  Man  darf  nicht  ohne  weiteres  einen  Roman,  ein  Drama  für  de.» 
Film  bearbeiten,  sondern  muß  die  Rechte  von  dem  Verfasser  oder  seinen 
Erben   käuflieh    erwerben. 

Vera,  N  a  p  o  1  i  :  Heinrich  George  wohnt  Kohlhasenbrück  bei  Berlin, 
Baeckestraße  6,  wurde  .■im  9.  (Oktober  in  Stettin  geboren,  er  ist  unver- 
heiratet. Er  kam  über  die  Spreehbühne  zum  Film  und  spielt  jetzt  die 
miinnliehe    Hauptrolle    in   dem    ITa-Film    ,.Der   Sträfling   von   Stambul". 

G  a  r  d  e  n  -  P  a  r  t  y  :  Bekannt  sind  nur  Viola  und  Tilla  Garden.  Eine 
Filmdarstellerin    Jolanihe    Garden    ist    unbekannt. 

Harry  Liedtke-Vcr- 
0  h  r  e  r  i  n  H  a  n  n  y  R., 
F  r  :i  n  k  f  u  r  t :  Harry  Liedtke 
ist  inzwischen  wieder  von  sei- 
ner Krankheit  hergestellt  und 
wird  schon  in  allernächster 
Zeit  wieder  filmen.  Er  wohnt 
Hin. -Grunewald,  Bismarekallee 
N'r.  IG,  und  gibt  höchstcigen- 
liändig  Autogramme.  Sie  kön- 
nen es  also  ruhig  wagen,  an 
ihn    zu    schreiben. 

,1  o  u  r  n  a  I  i  s  t  :  Zu  Emil 
,l.iiiniiigs'  ersten  ganz  großen 
Erfolgen  gehörten:  ,, Madame 
Diib.irry",  ..Der  Stier  von  Oli- 
ver.!", ..Das  Weib  des  Ph.ir.io", 
..Anna  Boleyn".  —  ..Der  letzte 
M.iuu  '  wurde  in  Deutsehland 
von  der  Ufa  hergestellt  und 
von  Murnau  inszeniert.  Er  er- 
schien in  Berlin  im  .Tahre  1925. 
Ina  E  s  u  :  Selbstverständ- 
lich dürfen  .Sie  aiieh  Filmstars 
ijiündlich  um  Autogramme  bit- 
ten. Aber  .Sie  müssen  mit  der 
.Möglichkeit  rechnen,  daß  Sie 
sie  g.ir  nicht  sprechen  können, 
weil  sie  sehr  viel  im  -Melier 
sind  oder  auch  auf  Filnireisen 
usw.  Harry  Liedtke,  Walter 
lülla,  Din.i  Gralla  und  Andrö 
Mattoni  sind  alle  große  Blu- 
iiionfreunde.  Liedtke  wohnt 
Bln. -Grunewald,  Bismarekallee 
Nr.   16. 

E  1  I  i  e  M.,  Los  Angeles: 
Ritte,  geben  Sie  uns  doch  Ihre 
genaue  Anschrift  an,  d:imit 
wir  llinen  auf  Ihr  Schreiben 
antworten  können.  AVir  hätten 
Ihnen  verschiedenes  Interessante 
mitzuteilen. 

F.  G.:  Maria  Pandler  hat  am 
20.   .Iiini   Geburtstag. 

W.i  1  t  e  r  K.,  Spandau: 
D.is  betreffende  Buch  erhallen 
sie  durch  den  Verlag  Max 
.M.iliissou.  Berlin  SW  GS,  Ritter- 
straße 71.  —  Es  ist  am  zweek- 
mäßigsien.  wenn  Sie  Ihre  Ma- 
nuskripte unmittelbar  an  die 
ilr;im;\lurgi  sehen  .Vbteilungen 
der  Filmgesellschaften  senden. 
H.  R..  Leipzig:  Das  Ehe- 
p.i.ir  Kurt  Vesiiermann  -  Lia 
Eilx'nschütz  wohnt  Bln.-Grune- 
wahl.  Caspar-Theiß-Straße  18. 
—  Ihre  Hildkarte  ist  weiter- 
geleilet  worden. 

B  e  r  t  e  I  V.,  Mannheim: 
Zu  unserem  Bedauern  können 
wir  Ihnen  keine  Filmdiva  nen- 
nen, die  eine  Gesellschafterin 
oder  Haustochter  sucht.  .Vm 
besten.  Sie  geben  einmal  ein 
kleines   Inserat   im  ,,Filnimaga- 

c.  n^",.,^'*"*,','"  ■  E^*^'»"  "o"  wohnt  Bln.'-Cliarlottenburg,  Schiller- 
straße 121,  und  hat  am  .1.  Oktober  Geburtstag.  Elisabeth  Bergner  erblickte 
..ml..  April  das  Lieht  der  Welt  und  hat  ihre  Villa  in  Berlin-D.ihlem, 
i.ir.idMvwxg  15.  Olga  Tscheeliowas  Anschrift  ist  Berlin  NW  23,  Klop- 
wM.^r«!  «•'•  .^'*i  '\';"--'""in  hat  am  26.  April  Geburtstag.  Liane  Haid 
rl!,,  i,  V'""^V'"'"'  •  ^^  "rllcmbcrgischn  Straße  13,  und  hat  am  16.  August 
Geburtst.ag.  Mia  May  wurde  am  2.  Juni  geboren  und  wohnt  Bln.-Halen- 
wnA„^  n  'i'  w'-'S.""  '"■.  ^''*'"'  Rf'"^^-'"«!  h.it  am  25.  Mai  Geburtstag  und 
SW  .H  F  ".-  1-  ^<K,'-"'^'"'rK<"/.  S'r-'ße  ll.  Cilly  Feindts  Adresse  ist  Berlin 
S\\   48,  Friedriehstrabe   246.     Sie  wurde  am  8.  April   geboren. 

„  .  i^Z  ^J  "r  ■■  •„?■•«".'  "•  -  S  c  h  ö  n  e  b  e  r  g  :  Gretc  Mosheim  -  Homolk.i 
Mohnt  Berlin  AA ,  Pariser  Straße  27,  und  hat  am  8.  Januar  Geburtstag. 
i„  «■''  "  '*"  ".V  ^  "'.*''••'  ">  :  ■'^iP  ''•■'»'fn  recht,  Rudolph  Valentino  spielte 
in  „Monsieur  Beaueaire"  mit  Bebe  Daniels.  Seine  Partnerin  in  .Der 
Aüler  war  A  ilma  Banky.  Sie  dürfen  es  uns  ruhig  glauben.  Die  Rolle 
der  /larin  in  dem  genannten  Film  wurde  von  Luise  Dresser  dargestellt 
vn,  i*if"  ,^.r  ".  *  '  ^'-  ^  •■.•' K  :  I|'^  «fdicht  ist  sehr  nett.  Aber  einstweilen 
veroffentlicheii  wir  keine  Gedichte  und  müssen  daher  leider  von  einem 
Abdruck  ahsehen.  -  Wir  nennen  Ihnen  wunschgemäß  einige  Filmgesell- 
sch.-i  ten:  Ufa.  Berlin  SW  68.  Kochstraße  6-8,  National,  Berlin  SW  43 
^['.•■'"'■'J.?'.^"P«  '"'•  Terra,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  73.  Aafa,  Berlii 
Fr  edriehsVr'aBTals'         "^'   "'■'""*^''"  Lichtspiel-Syndikat.  Berlin  SW  48, 


A  I  c  X  .1  n  a  r  a  P.,  Wilmers- 
dorf: Victor  Varcoiii  ist  nicht 
mehr  in  Itorlin,  soiiileru  wlcilcr  iiacli 
Amerika  zuriiclcgckclirt.  Er  gibt 
Autoy;ramnic. 

L  u  c  i  a  K.,  L  i  f  Ii  t  c  r  f  i-  I  d  p  : 
Die  bein  '  iciulon  Kiiiisilcr  filmen 
auücubliclvliili  nicht.  —  Wir  emp- 
fehlen, Harry  Liedilie  nnmitlelbar 
um  ein  Autogramm  zu  bitten.  .).i- 
wohl,  12  Lildlcarlen  auf  einmal  ihm 
zur  Untersclinft  .^emleu.  i>l  wohl 
ein  weniK  zu  \  iel.  Kuüen  Sie  auch 
adressiertes,  frankiertes  KiicUkuvert 
bei. 

Dorothee  Sc Ii.,  Hannover: 
Gaston  Jaciiuets  Adresse  ist  Paris, 
6»  Kue  l-.iu^icr.  AuUer  in  „^Vehii 
der  weiße  i'lieder  wieder  bliilif 
spielte  der  Künstler  noch  in  foltjcn- 
den  riimcn:  ,.Ucr  erste  Kui;-  , 
,,Saxophoususi\  ..Quartier  I^atin", 
„(Jroti.NtadtschmcttcrliuK'.  liild karten 
von  Jaeiiuet  können  Sie  auch  durch 
den  Verlag  Illustrierte  l'ilniwoche, 
Berlin  S\\  68,  Kochstralie  6—7,  be- 
ziehen. 

b  u  t  z  ,  C  h  ;i  r  I  o  t  t  e  n  b  u  r  g  : 
Alfuns  Fryland  wurde  in  Wien  ge- 
boren, ist  mit  Nichtschausiiieleriu 
verheiratet,  hat  keine  Kinder,  ist 
sehr  musikalisch  und  filmt  fleiliig. 
Zu  seinen  neuesten  Kilmcn  gehören 
„S.  ().  S.,  Schiff  in  Xof  und  ,.Uie 
keusche  Kokotte".  t'ryland  war 
früher  Offizier  und  wurde  vor  ctw;» 
b  Jahren  in  Wien  für  den  Film  ent- 
deckt. Seine  Lieblingblunien  sind 
Nelken.  —  Harry  Liedtke  war  früher 
mit  der  Schauspielerin  Proft  und 
danach  mit  Kiillie  Dorsch  verhei- 
ratet, aber  nicht  —  wie  Sie  schrei- 
ben —  mit  Grefe  Mosheim.  Liediki 
dritte  G.ittin  ist  Christ.i  Tordy,  die 
Kusine    von    Mady    t_hristians. 

L  u  c  i  e  H.,  H  a  n  n  o  v  e  r  :  Hire 
Bildkarten  sind  an  die  Kunstler 
weiterßeleitet.  Nein,  von  Willy 
Fritseh  und  Gust.av  Fröhlich  ist 
noch  kein  Buch  erschienen.  Im 
,,OrloW  siiielten  Ivan  Petrovich 
und  Vivian  tiibson  die  Hauptrollen, 
in  ,,KarUfSel  des  Todes"  Ciaire 
Rommer  und  Anton  I'ointer,  in 
„Verrat"  Jett.i  tuiudal,  Victor  V.u- 
coni,    Joseph     bclnlilkr.uit. 

Alfred  X.,  Berlin:  Diana 
Karenne  wohnt  Paris,  .'i2  Avenue  d'', 
la  Motte-Pi(iuet.  D<dly  Da\is  Paris  17. 
40  Kue  Phiiibcrt  Delormc.  It.t  Kini 
Berlin- Wilmersdorf.  Wilmersdorf  er 
StraUe  9».  Haimundo  v.in  Uiel  Ber- 
lin   W,     Neue    .\nsb.icher    Sir.tUe     l'J. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  i  n  G  r  e  t  e 
a  US  Köln:  Wir  werden  i\k 
den  Kihistlcr  Rem  an  ilie  fiilligen 
Autogramme  erinnern,  einid'ehien 
aber,  es  nach  kurzer  Zeit  selbst 
noch   einmal   zu   tun. 

Susi  lt.  !■  H  :  Brigitte  Helm  hat 
am  17.  Miirz  (ieburlslag,  liebt  alle 
Blumen  niul  ist  auch  im  Leben  sehr 
symp.ithiscli.  Ihre  l.ieblingsfarben 
kennen  wir  nicht.  Ihre  ersten  grollen 
Erfolge  halle  sie  mit  ..Metropidis" 
und  ...Mraune '. 

Erik  .1  I>.,  b  a  r  m  .?  n  ;  Die  be- 
treffende Pulle  in  der  ..Lorelei" 
wurde   von  M.iria  Pamllcr   d.irgestellt. 

Elsa  F.,  W  i  e  II  :  Die  drei 
Szenenbildcr  mit  Iv.in  Petrovich 
und  Alice  Terry  stammen  aus  dem 
Kc.\  Ingram-Film  ..Die  drei  Leiden- 
schaften", der  in  der  naclisteci 
Spielzeit  In  Berlin  herauskommen 
wird.  —  Ilelg;i  'riiomas  ist  mit 
einem  Norweger  \  erheiratet,  .sie  ist 
nicht  an  eilu-  bestimmte  Ges(dlscli.ift 
gebunden,  sondern  filmt  bald  bei 
dieser  und  b.ild  jeii'T  Firm.i.  t'.ir- 
men  Boni  ist  mit  dem  italienischen 
Kegisseur  .\uguslo  tW'iiiiia  vernialilt, 
Marcell.i  .\lb.ini  von  dem  Pegissem 
Guido     Scli:imberg    geschieden. 

Ellen,  B  r  e  s  I  . i  11  :  Der  Anna 
.Sten-Film  ,,D.is  Kind  des  .\iulern' 
wurde  von  dem  russischen  Regis- 
seur Ewgenii  Tsehcrwjakow  insze- 
niert, vmi  der  .Sow  kiiio-Filiii  her- 
gestellt und  von  der  Derussa  ver- 
liehen. Sie  können  .-in  Tsehcrwja- 
kow   ruhig    Deutsch    schreiben. 

T  e  d  (I  y  .  11  a  iii  b  ii  r  g  :  J.ick 
Trevor  wcdmt  Berlin  W,  Bendler- 
slratie  9.  wurde  ;im  lt.  Dezemlier  in 
London  geboren,  ist  mit  einer  Eng- 
länderin verheir.itet,  h.at  2  Kinder 
und    gibt    Anlogr.'imiiie. 

Elfi  vom        (!  r  u  n  i'  w  .i  I  d  : 

Gust.av  Fröhlich  widint  Bln. -West- 
end. Ileersir.ilie  86,  heg.uin  als  Kilm- 
st.itist  und  arbeitete  sich  empor. 
Welchen  Fr.iuentyp  Fröhlich  be\or- 
zilgt,  wissen  wir  t.itsächlieli  selbst 
nicht.  Wenn  Sie  ihn  in  ,.n;itura" 
einmal  sehen  wollen,  so  niiissen  Sie 
seine  Premieren  besuchen,  bei  denen 
er  meist  anwesend   ist. 


Unser 
Preisausschreiben 


M. 

bei- 


7ri(A  A.jrir/  ^^ 

Die   Silben  und  Buchstaben: 

asf        beit  —  do        en  — 
or  —  r        ri  —  s  —  s    — 
si  —  sla   —  stein   —   tep  — 
US   —   vi  — 


■;r.    ..r^Jiut;! 


haus   —   ist 

sc   —   schau 

ihu   —   uck 


sind  vor  und  hinter  die  Namen  zu  setzen,   so  daß  auf  jeden 
Punkt  ein  Buchstabe  kommt  und   8  neue  Worte   entstehen. 

Bei  richtiger  Lösung  nennen  die  8  Buchstaben  in  der 
senkrechten  Reihe,  die  durch  Stern  bezeichnet  ist,  von  oben 
nach  unten  gelesen  den  Namen  des  populärsten  deutschen 
Regisseurs,   der  jetzt  in   Amerika  weilt. 

Für  die  richtige  Lösung  dieses  Rätsels  setzen  wir  nach- 
folgende  Preise  aus: 

1  Preis  .  .  zu  RM.  20.- 
3  Preise  .  zu  RM.  lO.- 

Ausserdem 

20  Scheckhefte  mit  je  6  Einiritiskarten 
10  Scheckhefte  mit  Je  2  Eintrittskarten 

für  ein  Kinotheater  am  Wohnort  des   Gewinners. 

Zweckmässig  wird  das  Rätsel  ausgeschnitten,  ausgefüllt 
und  auf  eine  Postkarte  geklebt.  Es  kann  auch  auf  der 
Karte  abgezeichnet  und  dann  ausgefüllt  werden.  Jede  Sen- 
dung  muss  die  genaue  Adresse   des  Einsenders   enthalten. 

Berücksichtigt  werden  nur  Lösungen,  die  bis  zum  20.  Juli 
d.  Js.  in  unserem  Besitz  sind.  Für  den  Fall,  dass  mehr 
richtige  Lösungen  eingehen,  als  Preise  vorhanden  sind, 
entscheidet  das  Los.  Die  Entscheidung  der  Redaktion 
über  die  Zuteilung  der  Gewinne  ist  endgültig.  Schriftliche 
Anfragen  können  nicht  beantwortet  werden.  Die  Lösung 
wird  mit  den  Namen  der  Gewinner  in  der  ersten  August- 
nummer veröffentlicht. 


Elisabeth  B  e  r  g  n  e  r  -  W  i  I  - 
heim  D  i  e  t  e  r  I  c  -  V  c  r  e  li  r  e  - 
r  i  n  ,  Z.  :  Wir  werden  den  Künst- 
ler an  das  fiillige  Autogr.imin  er- 
innern. —  Elisabeth  Bergner  gibt 
Autogramme,  Sie  können  riiliig  an 
sie  schreiben.  Ihre  Hildw  (iiisclie 
sind  vorgemerkt.  —  Leider  h.iben 
wir  in  unserer  IJed.iklion  für  Sie 
als   Stenotypistin   keine   Verwendung. 

Erich  K.,  Berlin:  Brigitte 
Helm  wohnt  Ulii.-D.ihli'iii,  Im  Win- 
kel   .').    und    gibt    .\ulogr;imme. 

Olaf  F  j  o  r  (1  -  S  c  b  w  ä  r  m  e  - 
r  i  n  ,  Nürnberg:  Ol.if  Fjords 
neuester  Film  heilJt  ..Erotik".  Er 
filmt  sehr  viel.  Das  .\lter  der 
Künstler  geben  wir  grundsatzlieh 
nicht  an. 

Frau  L  c  n  0  B.,  Bielefeld  : 
Elisabeth  Bergners  Adn^^c  ist  BIii.- 
D;ihlem,    Faradayweg   lö. 

Willi,  R.,  Essen:  Gustav 
Fri>lilieh  gibt  Autogramnie.  Sic  kön- 
nen ihn  .-ilso  ruhig  (l.irum  bitten.  — 
Betty  .\m:mn  wohnt  Berlin  W,  Kur- 
fürstemkimm    1-. 

G.  iL.  (J  n  s  t  a  v  Fröhlich- 
S  c  h  W'  ä  r  m  e  r  i  n  ,  H  a  I  e  n  s  e  e  : 
Gustav  Fröhlichs  neue  .\ilresse  I.'iu- 
tct  Bln. -Westend,  Ileer.-iralie  86. 
Wir  nehnieii  .-in.  daß  Fndilich  glück- 
licher Besitzer  eines  .\utos  isf. 
Welche  Farbe  <lieser  Wagen  li.it, 
können  wir  Ihnen  leider  nicht 
sagen. 

J  a  k  o  Ii  I"..  S  .T  a  r  w  e  I  I  i  n  gen: 
Harry  Piel  »olmt  Hin. -Schöneberg. 
Am  Park  11',  W  ill>  Fril-cli  Berlin  W, 
Kaiserd.inim  itö.  Eddie  Polos  Adresse 
ist  Berlin  SW  18.  Friedriclislr;iUe  l'17. 
Alle  ilrei  Künstler  geben  Auto- 
gr.-imme. 

E  v  a  s  c  h..  Berlin:  Die  Tän- 
zerin liigeliorg  Carlsson  wurde  am 
7.  Juli  in  Ilanibiirg  geboren,  ist 
aber  schwedischer  Sta;ils,iiigehc)rig- 
keit.  Sie  treibt  .'»port  und  gibt 
Autogr.amme. 

(i  e  r  il  a  .V.,  F  r  e  1  b  u  r  g  :  Ernst 
Verebes  widint  Berlin  W,  Emser- 
.Sir.ilJe  16.  wurde  am  6.  Dezember 
in  New  York  geboren,  ist  ungari- 
scher Sl.iats.-ingehorigkeit,  tragt  sei- 
nen richiigen  N.iinen  und  gibt  .\iilo- 
gr.imnie.  Sein  Fllnidebiit  w.ir  ..IJcr 
-M.inii  im  S.utel".  Lissy  Arii.i  wohnt 
Berlin  W  ;•.  LiiiiKiiier  Str:(l5e  !1.  Mar- 
lene Dietrich  Berlin  W.  K.iiser.illee 
Nr.  .'lt.  Gerda  M.iiiriis  Hcrlin-Wil- 
mersdorf,  Hoheiiz<]ilernd.imm  5"J, 
Carl  de  Vogt  Bln.-Tempelhof,  llohen- 
zolleriikor'-o  .Via:  C'amilla  llorn  ist, 
wenn  iliese  Zeilen  erscheinen.  in 
Berlin  iiiul  durch  die  X.itioii.al.  Bei- 
liii  SW  -ts.  Friedriehstralie  10,  zu 
erreichen. 

Kurt  F  r..  Köln  :  Erna  Morena 
wurde  am  H.  .\pril  in  Aschaffen- 
biirg  geboren,  filmt  seit  12  bis  II 
J.ilireii.  war  friilier  Kr.'iiikeiischwester 
und  ist  eine  groUi-  Blumen-  uiiil 
Tierfrenndin.  Ihre  Bildkarii'  ist  an 
die    Künstlerin     w  eitergeleiict. 

Brigitte  H  e  I  m  -  K  ä  t  h  e  v  o  n 
N  :i  g  y  -  Verehrerin:  l.issy 
.\rii.i  wohnt  Berlin  W  9.  Lindaiier 
Slraüe  9,  wurdi-  .-1111  21.  Dezember 
In  Berlin  geboren  und  ist  iinvcrliei- 
ratet.  Lil  D.igover  hat  ihn'  Villa 
in  Blii.-West<>ii<l.  Arysallee  i.  ist 
mit  Herrn  Witt  verheiratet  und 
wurde  .'im  .'!0.  .September  in  Jav.i 
geboren.  Din.a  Gr.illa  woliiit  Ber- 
lin W.  Speyerer  Str.iße  22.  erblickte 
am  1.').  J:iiiiiar  in  W;irscliaii  d:is 
Igelit  der  Welt  und  ist  seit  nahezu 
einem  .l.ilir  W  itwe.  Käthe  von  Nagy 
W(dint  Berlin  \\  .  Pr.iger  Slr:ilJe  1. 
wurde  .1111  I.  April  in  .Subotica,  Fn- 
garii  (jetzt  Jiigo'-I.iw  ieiil  geboren 
und  ist  ledig.  Lee  P.irrys  .\dresse 
ist  Berlin  W.  Kiirfurstend:inim  19.'i: 
die  Künstlerin  wurde  am  2,'>.  .lanii.ir 
in  Miinibeii  geburen  und  ist  mit 
Herrn  Mcildaiier  verheiratet.  —  Bri- 
gitte Helm  h.it  am  17.  .März,  Henny 
Porten    .1111    7.    Januar    Geburtstag. 

B  o  b  b  y  \.  :i  11  s  Dresden: 
Ranion  Novarro  isf  nicht  mehr  in 
Dciitschbiiid.  Willy  Fritseh  ist  dun- 
kelblond. Sein  neuester  Film  lieilJt 
..Melodie  des  Herzens".  Wir  werden 
di<'  beiden  Kiiii^ller  :ui  die  fällmen 
Autogramme  erinnern.  Nils  .\stlier 
ist  nicht  in  lleut^<hlaiid.  Sein  näch- 
ster   Film    lieil.lt    ..Wilde    Orchideen". 

E  r  11  .1  K..  Berlin:  Ernst  St.ilil- 
N.ichb.iiir  wurde  •■im  6.  März  in 
Miinelien  geboren,  wurde  im  .I.ihre 
19IX  von  l'rieilricb  Zeliiik  für  den 
Film  entdeckt  und  ist  von  G;iroIa 
Toelle  gcicliieden.  J.iwidil.  sein 
richtiger  N.ime  ist  Giiggenheimer. 
K.irleii  von  dem  ICünstler  erh.ilten 
Sie  durch  den  Verl.ig  ,. Illustrierte 
Filmwoche".  Berlin  SW  68,  Koch- 
straüe   6-(*. 


Ery  I..  .'1  II -i  II  :i  111  li  II  r  K  :  SirRfricil  Arno  w>nili>  .-iiii  2'.  P.ziiiUu'C 
in  llaiiiliiir^  i;<'li<>i'<'ii-  ^•l'  •'•'  '"'•  <'"'i'  fiiiln'ri-ii  s«-li:iii>|iifI«Tiii  l.ya  IVihms 
vorliciratct    iiliil    liat    ein    ilrrijäliriK'"'*    Siiliiu-lu-ii. 

K  i  I  111  f  r  0  II  II  il  <»  .- w  .1  I  il  Jl.,  r  ra  II  k  r  11  r  t  a.  i1.  f  >  il  r  r  ;  Hau« 
Slii\V(>  wurde  in  .Mi'cklcnl'iM;;  f;<'l">rtMi.  Sein  l-'ünidrliii»  war  iir  ..l>i's 
KüiiiK:!  Uffflil-  Kr  siiifllc  ilaiiii  ii.  a.  in  liil^TiiiliMi  rilnirii:  ..Fi-iiir', 
..l'riiiz  T.Ollis  rcnlinaiiil".  ..Hio  Siiiiilcriir',  ..Siliiiiilrrliaiiiii-;'.  ..Aiia.'-Ia'ii.i. 
ilit'  jiiiiK-*to  Zari'iitiirlili'r--.  ,.l»r.  H<'>äcI>-  \  iTwaiiilliiiiK  •.  ..Maricr  lii'r 
l.iclic-,  ..Caf^lio^lr-i-.  Seim'  ii:i('li>-tfii  l-'iliiii-  sinil  ..l>ic  Klm-Iit  in  tli--" 
Kcftion"  iinil  ..Es  riiisl.-rt  die  Xaclif.  —  .layvolii.  ilii-  llaiiinrolli-  im  ..Köiiis 
der  Miltclsliiniifr-  spiclir  Tanl  Kiclilcr.  --  l'rilz  If.tsp  Nplell  in  drni  Krilz 
l.ans-I'iiiii    ..Trau    im    Sloiul'. 

t;  i'  r  I  r  11  il  S  o  li  <•  (  z  k  o  .-i  ii  s  K  .-i  ii  <l  r  z  i  ii  :  ..Dor  ZitrciiiKMprlmas" 
wiinlc  narli  iliT  Oiu-rrtli-  von  .Inliiis  \Villi<-liii  und  Vritz  Criiiiliaiini  ft'*- 
dri-lil.  Dir  VcrtavviT  ilrs  Dlt-Iiliiiclis  sind  il.-r  Krj;issciir  farl  Willirlni  und 
ilcr    rilniaiilor    Hidiy    l.iilliKC.      Carl    Willicliii    w.dmt     Itlii.-Triiipi-lhol.    Dici- 

li IsiraUc    •!.•!.      Krnst    Vcrrlirs    «idiiit     Hrrliii    \V.    l".ms.-r    SlraUi-     Ifi.    .loo 

M;iy  IJrrliii  \V.  Kiirlür.sti-inlaiiim  Tu.  \\  .•Iclic  «i.i-ri-n  die  Siars  dir  cim-n 
l-'iiiii  liokoniiiini.  köiiiiiMi  «ir  llim-ii  Iciilcr  niclil  s:ii;i-ii.  .InlciilalN  rirliti-n 
.sir   sicli    j;anz    iiaili    ihrer    l'iii>iilai  iläl. 

F.  1)..  M  .1  i  II  z  :  Marlin  llirzlicrs; 
woliiit  Horliii  SO  -Mi.  W.ildi'in.irstraUo 
Xr.  f..-.a. 

I,  II  d  \v  i  ;;  C.  M  a  g  d  i>  li  ii  r  -r  :  Hin- 
HildkarJo  ist  an  den  Kiiiisllrr  wrilrr- 
Hi'lril«-t. 

t;  !•  r  II  a  r  d  (i..  1»  a  n  z  i  ;;  :  l»i<' 
ll.'iiiplndli-  iin  ..licfidil  zur  KIic"  spiclic 
IHii.i  (iralla.  In  di-iii  neuen  Harry  l'iel- 
Kiliii  ..M.-inner  oliiie  Jtenif'  i  Her  Herr 
;iiis  .Südamerika  I.  der  friilier  den  \oii 
llineii  fjeiiannlen  'l'iti-l  l'iilirle.  ist  Dary 
lloliii  seine  l';irliieriii.  Il.irrv  l'iel  war 
friilier  Arlist  selirieli  dann  Kiliiiniaiiii- 
^kripte  und  spielte  und  in^/enierle 
hald    s,.|l,st. 

I'.  <»  e  r  Ii  k  II  n  :  Die  Itolli'  der  l'raii 
van  der  \\  .il  in  iler  ..Saelie  iiiil  Selnirr- 
sie^el'  spielte  IIcIk.i  'riimnas.  Hamid 
Lloyd  «oliut  in  |{e>  eviy  -  Hills.  Ilolly- 
«ciod.  K.'ilifornieii.  Kr  KÜd  .\iilii^;r.in1me. 
M.-iri.i  ."sidye;;  «oliiit  Hin.  -  (Jriinew.ilil. 
.M.-irsf.irellieiistr.iUe  .'>.  und  «ilit  elienf.ilN 
Aiitonr.inime.  — •  Die  a:enaiiiiteii  Knn^t- 
ler  lilineii  iiiilil  nielir.  —  Die  Kiliii- 
lueliler  von  Olu.i  'l^elieiliowa  in  dem 
Diipont-Vilin  ..Moiiliii  Iv'oiikc"  spielte 
K«e  tir.iv;  deren  VerlolMer  \\:>v  .leaii 
Krad  in. 

K  ii  t  i  V  11  III  K  e  K  .'1  s  I  r  .i  n  d  :  Will.v 
l'rilseli  wolint  llerlin  AV.  Kaiserd.iiniii 
Nr.  It.'i.  Werner  Kiilterer  ]{|n.-S|e;;liiz. 
Kleist.stralJe  il.  Krnst  \erelies  Iterlin  \V. 
Kiiiscr  .str.ilie    ir. 

K.  M..  S  e  11  r  i  f  t  s  t  e  I  I  -  r  :  Tran 
Klshetli  (iiintlier-.lellert  i-t  diirili  dji' 
.st.ir-l'ilm.  Merlin  SW  |s.  l-rie.li  iili- 
■•tr.'ilie  JIS.  zu  eireielien.  —  Aiiloii  Kdt- 
liiifer    filmt    deslialli    so    \\eiii};\     «eil     er 

seiir      iiesiliäftif;!      liei    der    Spieeliliiil 

ist.  —  Die  Ke"  nnscliirn  Kiiiliaiiddeekeii 
u:ild  es  nielil.  —  Ihre  Hildwnn^ehe  siml 
» orseinerkt. 

lt.  H.  Kiel:  Den  Sielan  in  ..llerz- 
sihlat;  der  A\  elt  '  spielle  I'.ilpli  l'orhes. 
.lohn  wurde  >on  K.ilph  Knerson  dar- 
Reslellt.  Die  ii.-ieli^ten  rilme  iiiil  Ilnns 
Siiiwe  heiUen:  ..Die  riiiiht  in  die  l.i;- 
frioii'  lind  ..Ks  llii>lert  die  N'.ielif.  — 
..Her  KiiniK  der  Hernina"  wurde  in 
Hollywood    fjedreljt. 

M  .1  r  t  11  .1  V.  K..  H  e  r  1  i  !•  :  Die  Tänzerin  Iiij,clior;j:  f'arlsson  woliiit 
llerlin  W  !l.  I.inksir.ilie  tl.  —  SelUstverstämllieh  sind  die  Aiiiworlen  im 
I  ilinin.iKazin    kostenlos. 

I{  i  e  II  .-1  r  d  It..  (;  r  ii  n  i  ii  >;  e  ii  :  Ks  ist  für  den  l./iien  fast  .iiissielils- 
los.  rilmm.'iiiii^kripte  zu  verkaufen.  Wenn  Sie  es  trotzdem  weiter  \er- 
siM'heti  wollen,  so  senden  Sie  Ihre  Kxposes  .-im  liesien  immer  .'in  die 
ilr.im.itiirKiselren  Al)teiluuf;eii  der  l'ilni;;c--ellMliafteii  wie  If.i.  Herli'i 
s\V  6H.  Koih^lr.iLie  (i— H,  N.ition.il.  lierlin  S\V  ls.  l'rieilrielistr.ilJe  10. 
'Jerra.  Uerlin  SW  (in.  Koelistr.ilJe  7:!.  —  Hie  drei  Kinnen.  :iii  die  Sic  schon 
presehrieheii  li.itieti,  werden  lliiien  sielier  iioeli  Ihre  Kxposes  wieder 
ziiriiekseiiden. 

('.  (11.,  Iterlin  :  l.ivio  rav.inelli  hat  .•ini  S.  Seiileniher  (lehurlsla:; 
und  wohnt  Hin. -Wilmersdorf.  Ka\  eiisln>ri;er  Sir.il.Ie  ."i.  —  We^en  einer 
Kilni.infnahme  Hins  Vereiiis.iiisVlii;;cs  wenden  .sie  sieh  :ini  zweek- 
■iiiil'ijl'-teii    .'111    l'f.'i-Werhefilm,    Iterlin    SW    OS,    Koelisti.ilie   0—8. 


I!  o  I  .'1  11  d  It.  i  II  H  .'1  n  11  o  V  o  1  :  Ks  ist  iiielil  so  loielit.  wie  Sie  .sieh 
.'iii.selieineml  denken,  einen  Kilin  zu  .selireihen.  zu  \erk;infeii  iiiiil  in  diesi-m 
il.'iiiii  sell»t  eine  l'olle  zu  spielen.  Heim  Film  ist  alles  iiliorfiillt.  und  die 
Aussiehlen  auf  r.iseheii  Krfidj;  sind  nur  sehr  ireriii!:;.  Wenn  Sie  sieh 
trotzdem  .'ils  Filmd.irsleller  und  l'"Hiiis(liriftsteller  lielaliy:eu  wollen,  so 
miisscn  Sie  vor  .'illeiii  iihcr  .\usijaiier  lind  Zähigkeit,  iiher  filinselirift- 
stellerisehe  lte;;.ihnii'jr.  Ifi.ineheiikeniitnisse  und  —  .'ils  D.'irslelleraspir.int 
—  iiher  fiules  Ansselien  und  miiuisehes  'r.ilenl  verfügen.  Vinl  .'lueli  d.inu 
ist    Ihnen    der    Krfol^    noch    nicht    sjewiU. 

K.-H.,  \'.,  Dresden:  Hie  Adri'sse  der  .Mhatriis-'WeiiKProfr-Filiii  ist 
r.iris.  50  l.'ne  Forluiiy.  —  AuUer  ileii  Kenaunlen  Firinou  fiiht  es  nocli 
11.  a.  Si.ir-Film.  iterlin  SAV  \x.  Friedriehslr.ille  i'ls.  (»rplid-.Messiro.  SW  (iS. 
/-immerslraUe  TU— SO,  Alhii-Film.  SW  Uf.  Koelistr.iUe  I.'^.  Peiilselin  Ver- 
einsrilm  i  l'oxK  W  «.  Viiler  tleti  I.indeii  Ifi.  Deiilsehes  I.iclilspiei-Ssj  ndik.it, 
SW  IS.   Kriedrielistr.'iUe  ij.'i. 

.\  r  t  II  r  11..  It  e  r  II  h  II  r  K  :  Wi-iiii  Sie  erst  11  .l;iliro  .'ilt  siinl,  d.'iiiil 
Ii.'iIk'ii  Sie  j.i  noch  reiehlieh  Zeit,  ziiiii  Film  zu  ^cheii.  Im  iihri^en  sind 
ilie    Aiissiehten    dort     «leieli    Null. 

K  d  u  a  r  d  F..  H  I  n.  -  K  .i  r  I  s  h  o  r  s  1  :  (iewilJ.  Sic  kiinnen  Ihre  Ex- 
poses   au    die    hekannteu    IJe^issenre    senden. 

K  1  .'1  i  r  e  T...  It  r  e  m  e  n  :  Iti  i^ilte 
Ilehn  wohnt  Hln.-Hahleio.  Im  Winkel.'., 
und  ist  mit  Ifieh.ird  WeiUli.ich  \erliei- 
r.'ilet.  der  kanfmäiinisch  heim  Film  tälii; 
i»t.  Dil-  Künstlerin  ciht  Auloi;;raiiiine; 
Sie  können  es  also  ruhi';'  wa^eii.  .in  sie 
zu  selireihen.  Itriüille  Helm  hat  die 
Aiifn.ihinen  zu  ..Manole^eii'  kiirzlieli 
Veendet  und  wird  h.ild  mit  ihri'in  neuen 
T'ilni  ..skl.ive'ti  der  l.eideiiseii.ifl''  lie- 
niiuien. 

It  e  .'1  t  e  ,  II  ,1  n  n  o  v  e  r :  Wenn  .sin 
zom  Film  wollen,  so  senden  Sie  .iiii 
hesten  Ihn-  riiolos  .'lu  die  Filnifiesell- 
seh.'iflen  mit  der  Ititle  lim  Heurleiiun:;. 
i.li  sie  eM'iitiiell  für  den  Film  jieei^net 
^iiid.  Adressen  von  Firmen  finden  Sie 
an    .'inderer    Stelle. 

W  .liier  Sie  z'.-i  k  -  A'  e  r  e  h  r  e  - 
r  i  II  .  It  e  r  I  i  11  :  A\  .iller  sh'z.ik  wird 
:iiieli  wieder  filmen.  Die  :;cn.ilinleii 
Filme  sind  nii;;('falir  vor  drei  .l.ihren 
auftieftilirl    wi.rdeu. 

M  .1  r  -  .-1  r  e  t  e  It..  It  e  r  I  i  n  :  Die 
Zeit^cliriflen  ..Film- H.iily.  ..Film-A\ Cek- 
ly.  ..'ro-Hays  tinema'  usw.  erhallen 
Sie  in  .jeder  Hiichha ndlnii'.;.  —  Ihr  llild 
und  .\rlikel«  iin>i'li  ist  \  or;;einerkt.  — 
.lidiii  H.'irr.\  iiiore  i>l  nmiefülir  so  .ill. 
wie  .sie  m'^ehätzt  li.ihen.  —  (ilori.-i 
Sw.insiiii  filmt  fleilji^.  —  Die  iiäelisien 
l'ilme  mit  (iust.iv  Hiessl  In-iUeu:  ..Die 
weiUe  Hölle  von  l'iz  IVilii'  lliiil 
..'riicater!' 


Opernmusik   auf   der   Platte. 

(i  r  ,1  ni  m  o  p  h  o  n    hat     Verdis    ..'rnni- 
h.idoiir"      als      lune       Kiirzoper      heran  — 
jiclir.icht.       (ieliiniiener     \  ersneli.     po|iii- 
l.ire     Kl.in^e    echt    und    |on>chon    wiedel- 
ziiüclu'ii.      Die     .Sziici'iia,  der     l.olte     Dor- 
wald     verdient    J,olis]iriiche.     Die    gleiche 
(a-..'ll-.ch,'ift         Ri'd         'lie         iiii-lerhiiche 
..lpliif;inic-  -(tn\  eiiiire    Min    (ihuk.    nuier 
liicli:iril      Straiili     heraus.       Das     ist      ein 
reiner    (ieniili!      Ha^     Spiel    der    riiilh:ir- 
iiioniker    ist    hra\oiiri>s.    —    ..Hie    liisli;;e 
Witwe"    ist    hei    (irammo]ilion   in    mehre- 
ren   l'latten    \ertreteii.     /unaehst    ;;iht    es 
ein     ('h.'irinaiites    l'ot|>oiirri;    ilaiiii     kräht 
sehr    louiiter    -M.ix    Hansen    das    .Viiftritls- 
lied    des  Daijihi.     Die   Kefiihlvollsle  .\iifn.ihiiie   ist   .'ilu  r  zweifellos  d:is   \ilj:i- 
l.ied.    VI  n    l'^lse  Koelih.inn    ;;e»nii;;en.    Freiidiii-sentimental.    sehmeichlerisehe 
Kläni;e.    kl.ir    und    w.ilir   wiederjje;;ehi  n.     II  o  in  o  e  o  r  d    l.iUl    die    tlu\erlüre 
zu    ..l'ii;.iro>    Hinhzeif    liiireri.     Dr.    Felix    (iünlher    dirigiert.      I.ehendiu:    und 
.-iiimuli;;.      I'r.'izise     Leistung    des     Iterliiier    Siiifonic-Orehesiers.    —    K  I  e  e  - 
I  r  o  I  ,1     |ir.'isentiert    .Sch.'ilj.ipin    in    Itoitos    ...Mephistnphele'       .M.'inehm.'il    er- 
schreckt   die    SlolJkr.'ift    des    K.-iU-l'liäuomeiis.      Vorliildlieli    reprodnzierl. 


Wie  komme  ich  zum     M.    Jl  JL^  X   Jl  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

Flin-VERUC  HiNNIG,  BERUN-eRDNEWAlD,  Fm  8 


Uifd^ 


^ufemedfe^ 


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nur  durch  die 

Universum-Film  A.  6.,  Abt.  Ufa-Werbefilm 

Berlin  SW  19,  Krausenstraße  38  39,  Fernsprecher  Merkur  eoesee 


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Berlin  W  so,  Kurfürstendamm  236,  Berlin  S  42,  Oranicnstr.  39  Braanschweig,  Münzslr.  la  Bremen,    Hcrdcntorsicinwci;  5     \     Breslau  I,  Junkcrnstr.  38  40 

Chemnitz  Sa.,    Falkcplatz  2  Coblenz,    Schloßstr,  35  Danzig,  T.>pter!;asso  23  24      '      Dresden -A.,   Pra-fcr  Str.  35  Düsseldorf,    Stcinsir.  2  I  Essen, 

Hauplstr.  27  Frankiuri  M.,   iMainzcr  LandsIraOo  59  63  Freiburg,   Kaiscrstr.    132  Görlitz,    Jakobstr.  16  Halle  S.,    Mai^dcburutr  Str.  56  Hamburg  36, 

Gr.  Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofstr.  13  Kassel,  Obere  Könifjstr.  13  Kiel,  Holstcnslr.  61  Köln  Rh.,   Hohe    Str.  64  Königsberg,  Münz<lr.   17 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,    Breiter    Wei;    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvatorstr.    18  Münster,    Rosenstr.   9  Rostock, 

Steinstr.  15  Stettin,  Schilicrstr.  13  Stuttgart,    Rutebühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 

AuBerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroB-  and  Mittelstädten  des  Reiches. 


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ALFRED  HEYMANN 

MXKOLLN.  Okcisdaßc  7 

l'rrns  precl«  iT:    Ni'iiköllii  l'2,   5-""-"' 

Das  Haus  der  guten  Qualitäten 

Sämtliclie     Dckorationsfarbon 
für  Theaternia  ItMoi 

liuiK  färben     in     al  len      I  <">nen 
H  o  o  t  s  I  a  c  k  e    /      \  n  i  o  I  a  t  k  e 


schaffen  Si 
kratl   und 
..Eta--Cht 


und  diese  18  Piund  ^leichmaßii.;  vcr- 
tcilt  auf  Gesicht.  Arme.  Brust.  Hüften 
und  Waden.  Bedenken  Sie.  wie  Ihre 
Filiur  durch  diese  Gewichtszunahme 
verschönert  wird  und  um  wieviel 
Sie  sich  dadurch  begehrenswerter 
machen. 

Durch  die  wohlschmeckenden 

„Eta-Mol-BonboDs" 

(für  Damen.  Herren  und  Kinder  von 
j*leicher  Wirkun**),  die  nach  der  Mahl- 
zeit «benommen  werden,  laßt  sich  das 
KörperjJewicht  in  einigen  Wochen  um 
10 — 30  Pfund  erhöhen.  Die  unschönen 
Knochenvorsprünijc  an  Wanijen  und 
Schultern  schwinden.  Pfund  für  Pfund 
nehmen  Sic  zu.  an  allen  Körperteilen 
zeij*t  sich  Fettansatz.  Unbehajjen  und 
Unlust  weichen,  und  nach  ein  paar 
Wochen  hat  das  bisher  schmachtiiie 
Aussehen  einer  vollen,  ebenmäÖijien 
Erscheinung  Platz  gemacht.  Zugleich 
!C  aber  auch,  indem  Sie  die  roten  Blutkörperchen  vermehren,  Nerven- 
BIul.  Schachtel  M.  2. SO  geijcn  Nachnahme.  Zu  beziehen  von  der 
■m.-techn.  Fabrik,  Berlin  -  Pankow  44,   BorkumstraÜe  2. 


Ein  Geheimnis?    M  3 II 11 G  T  ■ 


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daiikiMier  Veibraui'lier  beweisen  die  ein/.if;  d.^slehende  Wiikunf;!  Trotzdem  gibt  ed  uoetl 
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leitung  A.  Roscnthal — Ares,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabc  in  Ocslcrrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgassc  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schaefer.    Charlollenburi>.      A  n  z  e  i  fi  e  n  v  c  r  w  a  1 1  u  n  g    Bepa-Vcrlaiä,    Berlin  W  35.  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schcrl    G.  m.  b.  H..  Berlin  SW  68 


itt^ 


NUMMER    28       /      BERLIN,    14.    JULI     1929       /      PREIS       0    PFENNIG 


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i^>t£  fatxD^rafCeren.! 


Wir  informieren  Sie  gern  unverbindlich  über  die  Handhabung  und  An- 
schafTungskosten  der  Aufnahme-  und  Wiedergabe  -  Apparate  der  Amateur- 
Kinematograj)hie.  Bitte  schreiben  Sie  uns  oder  besuchen  Sie  die  Ausstellungs- 
räume der  l' ta-Handelsgesellschaft,  Berlin  SW68,  Kochstraße  8 


ay^uih 


1)  I  j:    w  o  c  II  1  \  s  c  II  K  1  1   V    n  i;  u    i  i  l  m  r  w  \.  i  \  n  i: 


>^^ 


Phct.  Ufa 


ENQICO  BENFEß.  JENNY  JUGO  und  PAUL  HEIDEMANN 
im  Ufö-Film  „Die  Fludü  vor  der  Liebe" 


JL 


Phot.  M.  0.  M. 


während  Moana  eine  Zeit  lebendig 
werden  läßt,  die  vorüber  ist,  sind  die 
„Weißen  Schatten"  ein  Ausschnitt 
aus  der  Geschichte  unserer  Tage.  Die 
Siidseeinsulaner  leben  nicht  mehr  in 
glücklicher  Abgeschiedenheit  auf  jener 
Kulturstufe,  die  wir  mit  dem  Beiiriff 
,,Südsceinseln"  verbinden,  sondern 
haben  sehr  zu  ihrem  Nachteil  Ele- 
mente der  allgemeinen  Zivilisation  in 
ich  aufgenommen  und  erweisen  sich 
nicht  stark  genug,  um  den  Lockungen 
der  ,, Weißen  Schatten"  standzuhalten. 
Ein  für  Europa  neuer  Regisseur,  Van 
Dyke,     ein     Schüler     des     berühmten 

en    und  im  Kreis:    Monte    Bliie   und 
R^qiiel  Torres.     Unten:  Racqiiel  Torres 
mit  einem  Polynesier 


«^tu 


-'fyrf^. 


je^'zl. 


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Racquel  Torres 


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*^:V 


X» 


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0  » 


rollen  mit  sensationellem  Einschlag,  bewahrt  aber  als 
ErinnerunjJ  an  die  Lubitschzeit  noch  jenen  geistreichen 
Stil  der  Darstellung,  der  keine  Gebärde  größer  nimmt, 
als  sie  gebraucht  wird.  Dagegen  ist  Racquel  Torres, 
eine  Kreolin,  ein  für  uns  neues  Gesicht.  Ist  Monte  Blue 
im  Film  ein  Mann  mit  weißer  Hautfarbe  und  mit  allen 
Vorzügen  und  Fehlern  der  weißen  Rasse  behaftet,  so 
erscheint  Racquel  Torres  als  braunes  Südseemädchen. 
In  Hollywood  würde  man  niemals  eine  Hauptrolle  von 
einer  Farbigen,  auch  nicht  von  einer  Polynesierin, 
spielen  lassen,  weil  die  amerikanische  Provinz  dagegen 
revoltierte.  Also  muß  Racquel  Torres  in  das  Grasröck- 
chen  und  das  Hüftentuch  aus  Rindenbast  schlüpfen,  um 
ihrem  Partner  Monte  ßlue  als  echtes  Kind  der  Natur 
gegenübertreten  zu  können. 

Dem  Regisseur  van  Dyke  gelang  es,  vornehme  polynesi- 
sche  Familien  zu  bewegen,  die  entsprechenden  Rollen  zu 
übernehmen  und  Originalkoslüme  zur  Verfügung  zu  stellen. 


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D.  W.  Griffith,  hat  den  Film  inszeniert. 
In  den  Hauptrollen,  die  ja  nicht  mehr 
durchweg  in  den  Händen  von  Ein- 
geborenen liegen,  stellen  sich  Monte 
Blue  und  Racquel  Torres  vor.  Monte 
Blue  ist  ja  eigentlich  auch  ein  Far- 
biger, ein  hundertprozentiger  Indianer, 
Abkömmling  einer  alten  Häuptlings- 
familie, die  noch  Skalpe  und  andere 
Trophäen  der  großen  Indianerzeit 
bewahrt.  Monte  Blue  ist  bei  uns 
durch  Lubitsch  populär  geworden,  der 
ihn  in  seinen  Ehekomödien  auf  den 
Typ  des  Kämmerers  festlegte.  Seit- 
dem    spielt    Monte     Blue     Charakter- 


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Im    Kreis:    Monte    Blue.      Unten:    Ein- 
geborene der  polynesischen  Inseln 


Mallorca!  Seliges,  ewig  grünes  Eiland  in  den  Fluten 
des  Mittelmeeres,  das  in  saphirhartem  Blau  an  deine 
Klippen  schlägt!  Ort  romantischer  Abenteuer,  das 
noch  heute  ein  Stück  Orient  ist  und  auf  die  Reste  der  ehe- 
maligen Sarazenenherrschaft  mit  Stolz  hinweist.  Dieses 
noch  immer  viel  zu  wenig  besuchte  Juwel  unter  den  spa- 
nischen Inseln  ist  so  recht  geeignet,  Schauplatz  eines  Filmes 
zu  sein.  Schon  Frank  Heller,  der  witzige  Schwede,  hat  es 
zum  Schauplatz  eines  seiner  Romane  gemacht,  der  ironi- 
schen Erzählung  von  den  ,, Finanzen  des  Großherzogs",  die 
Murnau  vor  ein  paar  Jahren  so  amüsant  verfilmte,  mit  Harry 
Liedtke  als  strahlendem  unbekümmerten  Großherzog,  der 
ewig  in  der  Klemme  ist,  Alfred  Abel  als  Kollin  und  Mady 
Christians  als  Großfürstin,  die  in  dieser  Rolle  zum  ersten- 
mal ihren  Filmhumor  beweisen  konnte. 

Aber  ,,Die  Finanzen  des  Großherzogs"  brachten  nicht  das 
eigentliche  Mallorca  auf  die  Leinwand,  sondern  einen  Ope- 
rettenstaat   von   balkanischem    Gepräge.     „Die    Schmuggler- 


Clifhrd  McLaglen 


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Enriea  Benfer  und  CliBord  McLaglen 


Phot  via 


Valery  Boothby,   eine  rasch  beliebl  gewordene  ileiilsclie  Filmschaiispiclerin    phot.  l'fa 


Der  Tonfilm  hat  nicht  nur  eine  ganze  Anzahl  Stars,  die  noch 
in  der  vorigen  Saison   im  hellsten  Lichte  strahlten,   zurück- 
treten   lassen,    weil    sie    den    Ansprüchen    des    Mikrophons 
nicht  gewachsen    waren,   sondern    auch    wieder   Namen   zu   Klang 
gebracht,    um    die    es    eine   ganze    Zeitlang    stumm    gewesen    war. 
Gerade    in    diesen    Tagen    konnte    Alexander     Moissi,     der    aus 
New    York    zurückgekehrt    ist,    von    seinem    ersten    Tonfilm    er- 
zählen, der  mit  Camilla  Hörn  in  deutscher  Sprache  aufgenommen 
wurde.  Die  Tätigkeit  Moissis  beim  stummen  Film  ist  der  heutigen 
Generalion  völlig    unbekannt.    Er    begann    in    den   Autorenfilmen 
der    deutschen    Bioscop,     spielte     in     dem     kleinen     historischen 
Atelier  in  Neubabelsberg,  in  Adolf  Pauls  Pantalonekomödie  ,,Das 
.  "}:..arze    Tos"    und    in    vielen    anderen   heute    vollkommen    ver- 
:.    t';d    Filmen.      Ja,    er    hat    vor    Richard    Tauber    den    jungen 
r  dargestellt,  als  er  für  den  Film  ,, Dichtung  und  Wahrheit" 
■    "u!':;'.  wurde.    Für  ihn,  wie  für  manchen  anderen  Sprecher 
•^uhu?;,  wird  eine  neue  Zeit  beginnen,    Theaterfreunde  hoffen 
,   -iiß   e?    gelinget?    v/ird,   auch    Rudolf   Riltner   für    den   Tonfilm 
u  gewinnen,  ihn,  den  eine  unüberwindliche  Publikumsscheu  be- 
r.;ien  hat,  die  ilri  jedes  persönliche  Auftreten  unmöglich  macht, 
ürcr  hat   sich  dem  Film  und  dem   Radio  schon  gewidmet,   so 
--  Tonfilm  für  ihn   das  Gegebene  wäre. 

ka   ?st  dieselbe  Entwicklung  zu   verzeichnen.    Pauline 
f     -  «^12    bedeutendste    Schauspielerin     des    Landes,     war 

völlig  uo  -il-.'^it  un-i  war  sehr  erstaunt,  als  ihr  Lubitsch  eine  Rolle 
in  seinen  „Drei  Ft?uen"  anbot.  Trotz  des  Erfolges  und  einiger 
weiterer  Engagements  vermochte  sie  im  Film  nicht  mehr  festen 
Fuß  zu  fassen;  der  Tonfilm  konnte  ihr  sofort  bedeutende  Rollen 
anvertrauen;  und  heule  feiert  sie  in  den  Broadwaykinos 
Triumphe.  Sogar  Darsteller,  die  seit  einem  Jahrzehnt  ver- 
schollen waren,  nimmt  man  heule  für  den  stummen  Film,  der  ja 
auch  noch  nicht  ausgestorben  ist.  Die  Zuschauer  haben  eben 
doch  gelernt,  gute  Schauspieler  zu  erkennen  und  hübschen  aber 


wenig  begabten  Darstellern  vorzuziehen.  So  spricht  man  davon, 
daß  Alla  Nazinowa,  die  sich  durch  ihre  Exzentrizität  unmöglich 
gemacht  hatte,  wieder  zum  Film  zurückkehren  wird,  weil  man 
die  Rolle  einer  russischen  Tänzerin  nicht  anders  besetzen  kann. 
Die  russischen  Schauspieler  sind  heute  in  aller  Welt  beliebt. 
Italiens  und  Frankreichs  größte  Tragödinnen  sind  Russinnen  aus 
der  Schule  Stanislawskis.  Auch  Mae  Murray  kehrt  wieder  zum 
Film  zurück,  nachdem  sie  drei  Jahre  ohne  Engagement  war. 
Ebenso  besteht  Aussicht,  daß  Mae  Marsch  wieder  auf  der  Lein- 
wand zu  sehen  sein  wird,  die  in  Griffith'  großer  Zeit  zu  den 
bedeutendsten  Darstellerinnen  des  amerikanischen  Filmes  ge- 
hörte. Sie  war  auch  die  erste  Amerikanerin,  die  in  Berlin  ge- 
filmt hat,  in  Grünes  ,, Arabella",  einem  Film,  an  den  man  sich 
noch   mit  Vergnügen  erinnert. 

Leila  Lee  und  Eugene  O'Brien,  die  beide  vor  Jahren  Partner 
in  der  Art  von  Greta  Garbo  und  John  Gilbert  waren,  sind  jetzt 
wieder  engagiert  und  fügen  ihren  alten  Lorbeeren  neue  hinzu.  Theda 
Bara,  der  erste  ,,Vamp"  der  amerikanischen  Leinwand,  spielt 
heute  in  Hai  Roach  Komödien.  Marie  Dreßler  hat  sich  ihren 
Platz  als  Charakterkomikerin  in  neueren  M.-G.-M. -Filmen  mit 
überraschender  Schnelligkeit  zurückerobert.  Ihr  letztes  Auf- 
treten vor  ihrem  diesjährigen  Erfolg  fand  in  einem  der  Chaplin- 
Filme  statt,  die  vor  ,,Kid"  lagen.  Herbert  Rawlinson,  der  ,, große 
Liebhaber"  früherer  Zeiten,  war  vorübergehend  in  Jackie 
Coogans  ,, Bügle  Call"  zu  sehen.  Wesley  Barry,  der  sommer- 
sprossige Lausbub  des  Films,  ging  zum  Vaudeville,  als  er  für 
diese  Rollen  zu  groß  geworden  war,  kehrte  aber  ,,In  Old 
Kentucky"  zu  seiner  ersten  Liebe  zurück.  Theodore  Roberts, 
der  sprichwörtliche  Veteran  des  Films,  der  AAann  mit  der  ewigen 
Zigarre,  welcher  lange  Zeit  das  Filmen  krankheitshalber  auf- 
geben mußte,  ist  ebenfalls  wieder  zurück.  Man  wird  sich  seiner 
demnächst  in  John  Gilberts  ,,Tcufelsmasken",  wo  er  den  Vater 
des  berühmten  Darstellers  spielt,  erfreuen  können. 


Der  Geburtsort  des 
schwedischen 
Films  ist  Kristian- 
stad,  wo  um  die  Jahr- 
hundertwende das  erste 
Biographentheater  er- 
öffnet wurde,  das  seine 
Tätigkeit  bald  auf  be- 
nachbarte Provinz- 
städte erstreckte.  Aus 
diesem  Unternehmen 
erwuchs  eine  Aktien- 
gesellschaft, die  sich 
zunächst  nur  mit  Auf- 
nahme von  biologisch 
interessanten  Natur- 
vorgängen und  aktuel- 
len Ereignissen  befaßte, 
bevor  sie  sich  an  die 
Einspielung  eigent- 
licher Filmdramen  her- 
anwagte. Die  ersten 
dramatischen  Handlun- 
gen wurden  aus  schv\  e- 
dischen  Romanen  ent- 
nommen und  in  dem 
damals  neu  errichteten 
Atelier  in  Lidingö  bei 
Stockholm  verfilmt. 
Für  größere  Einspie- 
lungen genügte  dies 
Atelier  jedoch  nicht, 
und  so  wurde  1919  die 
Filmstadt  Rasunda  mit 
einem  Kostenaufwand 
von  IVi  Millionen  Kro- 
nen erbaut,  nachdem 
sich  sämtliche  schwe- 
dischen Filmunterneh- 
men zu  einer  Aktien- 
gesellschaft zusammen- 
geschlossen hatten,  zu 
deren  Direktor  man 
den  auch  als  Organi- 
sator    hervorragenden 

Kameraoperateur 
Charles  Magnussen  er- 
nannte.     Er    ist    noch 
heute    die     Seele    des 
schwedischenFilms,der 


sich  inzwischen  Welt- 
geltung erworben  hat. 
Das  fast  60  Quadrat- 
kilometer umfassende 
Gelände  der  Filmstadt 
Rasunda    ist  mit  seinen 

Bodenerhebungen, 
Waldungen  und  Anla- 
gen für  seine  Zweck- 
bestimmung so  geeig- 
net wie  nur  möglich. 
Inmitten  desselben 

liegt  der  Gebäudekom- 
plex, aus  dem  das  etwa 
1000  Quadratmeter  Bo- 
denfläche beanspru- 
chende Atelier  hervor- 
ragt. Ein  kleineres 
Atelier  daneben  füllt 
540  Quadratmeter  Bo- 
denfläche, und  beide 
sind  durch  einen  vier- 
häusigen  Bau  mitein- 
ander verbunden,  in 
dem  sich  die  Ankleide- 
räume, Werkstätten 
für  Schneiderei,  Tisch- 
lerei und  Malerei,  Ma- 
gazine, Laboratorien, 
Papiermache  koch  erei, 
Kastellanwohnung  und 
Schreibstuben  befin- 
den. 

Mit  Rasunda  begann 
die  Blütezeit  der  schwe- 
dischen Filmkunst. 
Hier  fanden  Regisseure 
wie  Mauritz  Stiller  und 
Victor  Sjöström  die  er- 
forderlichen Vorbedin- 
gungen für  die  Ent- 
wicklung ihrer  Fähig- 
keiten und  für  die  Ver- 
wirklichung größerer 
Pläne.  Hier  entstand 
schon  im  Gründungs- 
jahr jener  inhaltlich 
ebenso  packende  wie 
technisch  formvollen- 
dete,bedeutendsteFilm 


Oben:  Szenenbild  aus 
dem  Sjöströmfilm  ,,Ing- 
mars  Freund".  Unten 
links:  Brita  Appelgren; 
unten  rechts:  Costa 
Ekman 


eine  Szene  vorbereitet.  Trotz  der  ausgeprägt  nationalen  Note, 
die  dem  schwedischen  Film  eigen  ist,  sind  ihm  doch  ausländische 
Gäste  als  Darsteller  hin  und  wieder  willkommen,  so  beispiels- 
weise der  temperamentvolle  Chilene  Enrico  Rivcra  oder  die 
reizende  Naive  Winnifred  Westover  aus  Hollywood.  Anderer- 
seits verleiht  auch  er  seine  Stars  ins  Ausland,  wie  Gösta  Ek- 
man,  gegenwärtig  wohl  der  populärste  Bühnenkünstler  Schwe- 
dens der  unserem  deutschen  Filmpublikum  aus  seiner  Faus'.- 
roUe  wohlbekannt  ist.  Als  Charmeur  par  excelknce  wird  er  von 
der  Frauenwelt  Stockholms  derart  umschwärmt,  daU  Biographcn- 
thealcr,  in  denen  er  sich  bildlich  zeigt,  ausverkauft  sind;  per- 
sönlich spielt  er  im  Leben  der  mondänen  Gesellschaft  der 
Hauptstadt  eine  wichtige  Rolle.  Eine  würdige  Gegenspieleriu 
fand  er  in  Signc  Kolthoff,  die  auf  der  Bühne  alle  Männer- 
herzen zur  Begeisterung  zu  entflammen  versteht;  sie  ist  die  ge- 
borene  Welldame  und    in   ihren    Filmrollen   sehr   beliebt. 

Außer  den  beiden  leider  abgewanderten  Diven  Karin  Molan- 
der und  Mary  Johnson  wäre  noch  Elsa  Castro  zu  erwähnen, 
die  in  dem  von  Cavallius  eingespielten  Film  „Jugend"  als  mon- 
däner Typ  der  Kolthoff  den  Rang  streitig  macht. 

Als  neuer  Stern  am  nordischen  Filmhimmel  tauchte  neuer- 
dings in  ,, liebreizender"  Gestalt  die  erst  achtzehnzährige  Tän- 
zerin Brita  Appelgren 
auf,  die  zum  Königlichen 
Opernballelt  in  Stockholm 
gehört.  Neben  dieser  Tä- 
tigkeit hat  sie  sich  erfolg- 
reich der  Filmdarstellung 
gewidmet,  und  wenn  sie 
auch  ab  und  zu  im 
Ausland  hospitiert,  so  ist 
sie  doch  ihrer  Heimat 
treu    geblieben. 

Von  einem  ganz  ande- 
ren Schlag  ist  die  urge- 
mütliche Stina  Berg,  eine 
der  besten  weiblichen  Hu- 
moristen des  europäischen 
Films. 

Ein  Aufenthalt  in  der 
Filmstadt  Rasunda  hat 
seine  besonderen  Reize, 
weil  sich  da  Gelegenheit 
bietet,  das  Filmvölkchen 
in  ungezwungener  Arbeit 
zu  beobachten. 

Oben:  Brila  Appelgren  und 
Enrico  Rivera  in  „Ein  voll- 
kommener Kavalier" 

Mitte:  Ivan  Hedquisl  und  In- 
gaTidblad  in  „Onkel  Franz" 

Unten:      Der     schwedische 
Kronprinz  im  Atelier 


,,Der  Fuhrmann  des  Todes"  nach  dem  gleich- 
namigen Buch  von  Selma  Lagerlöf.  Dies  Werk 
Sjöströms,  der  darin  selbst  die  Hauptrolle  spielte, 
war  nicht  nur  eine  Meisterleistung  der  Regie 
und  schauspielerischen  Darstellung,  sondern  auch 
ein  bildtechnisches  Wunderwerk,  das  weit  über 
die  schwedischen  Grenzen  hinaus  sich  Anerken- 
nung verschaffte.  Auch  andere  Werke  Selma 
Lagerlöfs  sind  unter  Sjöströms  Regie  verfilmt 
\orden,  und  es  war  zweifellos  ein  empfindlicher 
\  erlust  für  den  schwedischen  Film,  als  er  wie 
auch    Stiller    nach    Amerika    abwanderten. 

Gegenwärtig  werden  die  meisten  Inszenierun- 
gen von  Gustav  AWlander  geleitet,  der  noch  vor 
wenigen  Jahren  zu  den  besten  Kräften  des  Kö- 
niglichen dramatischen  Theaters  in  Stockholm 
gehörte  und  den  wir  hier  auf  unserem  Bild  im 
Gespräch  mit  Lil  Dagover  sehen,  wie  er  sie  an- 
läßlich   einer    Gastrolle    in    Rasunda    gerade    für 


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BrigiUe   Helm    und   Iv/an    Mosjukin 
in  dem  Ufa -Film  „Manolescu" 


Phot.  Uta 


C^/«  ■,.'/.!.',  iij/;,,i// 


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!-s   l-'ilni-'^l.iya/Jn   in  i''I<jiiU:  C.,ilu) 


Ofum^^Sj^ 


Emil  Jannings  und  Esther 
Ralston 


Zwei  Tage  nach  jenem  Abend,  an 
dem  sich  Emil  Jannings  nach 
Europa  eingeschifft  hatte,  fand  im 
Paramount-Theater,  einem  der  größten 
und  elegantesten  Kinos  des  New-Yor- 
ker  Broadway  die  Premiere  seines 
letzten  amerikanischen  Filmes  mit  un- 
gewöhnlich großem  Erfolge  statt.  Mit- 
ten auf  dem  Ozean  erreichte  ihn  die 
Nachricht,  daß  die  Zuschauer  Tränen 
der  Rührung  vergossen  und  beim  Hell- 
werden des  Parketts  mit  minutenlangem 
Beifall  gedankt  hatten.  Es  war  ein 
schöner  Abschluß  seines  Wirkens  in 
Amerika,  daß  die  kritischen  New-Yor- 
ker,  denen  gerade  die  Serie  der  Ton- 
filme die  beliebteste  Unterhaltung  bot, 
hm  diese  Anerkennung  zollten.  Eine 
Folge  dieses  ungewöhnlichen  schau- 
spielerischen Ereignisses  war  es,  daß 
die  Film  Guild  in  ihrem  Theater,  einem 
vorzugsweise  von  gebildeten  Bevölke- 
rungsschichten besuchten  Kino,  einen 
ganzen  Monat  lang  Jannings-Filme 
spielte,  von  der 
„Madame  Dubarry" 
bis  zum  ,, Patriot". 
Jannings  v^nißte  ge- 
nau,  was   dieser   Er- 


Unten :    Gary   Cooper 
und  Esther  Ralston 


folg  des  stummen  Films  gerade  in  diesem  Augenblick  in 
New  York  zu  bedeuten  halte.  Er  wußte  aber  auch,  daß 
„Verrat"  —  so  war  der  Film  nach  einigen  Titeländerun- 
gen schließlich  getauft  worden,  sein  letzter  stummer 
Film  gewesen  war,  denn  er  hatte  sich  damals  schon  ent- 
schlossen, nunmehr  auch  seine  Stimme  der  neuen  Kunst 
des  Tonfilmes  zu  weihen.  Jannings  hat  in  seinem  Radio- 
vortrag, den  er  ein  paar  Tage  nach  seiner  Ankunft  in 
Berlin  hielt,  auseinandergesetzt,  daß  die  Amerikaner 
einen  Künstler  auf  seinen  ersten  großen  Erfolg  festlegen. 
Die  Zuschauer  wünschen  dort  einen  Schauspieler  immer 
wieder  in  ähnlichen  Rollen  zu  sehen,  in  Filmen,  die  eine 
einmal  erfolgreiche  Art  geschickt  zu  variieren  wissen. 
Nun  halte  Emil  Jannings  sich  in  seinem  ersten  amerikani- 
schen Film  „Der  Weg  allen  Fleisches"  als  der  unglück- 
liche Vater  gezeigt,  der  durch  einen  Fehltritt  von  seiner 


Familie  getrennt  wird,  und  der  deshalb 
viel  leiden  muß.  Dieser  Film  war  melan- 
cholisch verklungen,  hatte  an  die  Stelle 
des  sonst  üblichen  Endkusses  ein  Frage- 
zeichen gesetzt,  was  nach  amerikani- 
schem Urteil  ein  tragisches  Ende  bedeu- 
tete. Das  war  schon  eine  Kühnheit  ge- 
wesen, denn  das  Publikum  ist  dort  ge- 
wöhnt, einen  versöhnlichen  Abschluß 
mit  nach  Hause  zu  nehmen,  aber  gerade 
diese  Neuheit  hatte  Anklang  gefunden. 
Nunmehr  stand  bei  den  Dramaturgen 
fest,  nach  welchem  Rezept  alle  weiteren 
Jannings-Rollen  anzulegen  waren.  Nach 
dem  Ausflug  in  die  Historie,  bei  der  ihm 
Lubitsch  behilflich  war  und  die  deshalb 
gut  gelang,  weil  russische  Themen  gerade 
sehr  gefragt  wurden,  kehrte  Jannings 
wieder  in  die  bürgerliche  Welt  zurück. 
Man  verlegte  aber  den  Schauplatz  seines 
Filmes  „Verrat"  nach  Europa,  in  die 
Schweizer  Berge,  um  eine  gewisse  land- 
schaftliche Idylle  rechtfertigen  zu  kön- 
nen. Das  Drehbuch  schrieb  Hans  Kräly, 
der  einstmals  bei  der  ,, Madame  Dubarry" 
beteiligt  gewesen  war  und  in  Hollywood 
heute  der  am  höchsten  bezahlte  und  ge- 
suchte Manuskriptschreiber  ist,  der  frei- 
lich seine  sprichwörtliche  Langsamkeit 
in  Amerika  noch  nicht  verloren  hat.  Frei- 
lich hat  uns  ja  Emil  Jannings  in  seinem 
launigen  Radiovortrag  verraten,  daß  das 
berühmte  ,, amerikanische  Tempo"  heute 
nur  —  in  Berlin 
existiert,  in  Kalifor- 
nien aber  ganz  un- 
bekannt ist.  Das 
Thema    des    neuesten 


Emil  Jannings  u.  seine 
Kinder     in     „Verrat" 


>..>    ' 


Janningsfilmes  ist  für  amerikanische  Verhältnisse 
sehr  kühn  und  hat  vielleicht  mit  dazu  beigetragen, 
daß  der  Film  nach  Europa  verlegt  wurde,  dem 
man  in  U.  S.  A.  freiere  Sitten  gestattet.  Jannings 
hat  einen  einfachen  Schweizer  Bürger  darzustellen, 
der  ein  Mädchen  heiratet,  daß  von  einem  Jugend- 
geliebten ein  Kind  unter  dem  Herzen  trägt.  Als 
er  sie  heiratet,  weiß  er  nichts  davon  und  betrachtet 
dann  das  Kind  als  das  seine.  Aber  wie  es  im 
Leben  so  geht;  im  Laufe  der  Jahre  gesellt  sich 
noch  ein  anderer  Sprößling  dazu,  und  es  wäre 
alles  gut  gegangen,  wenn  nicht  der  Zufall  den 
Jugendgeliebten  wieder  in  die  Nähe  des  Ehepaares 
führte  und  damit  die  Tragödie  ihren  Anfang  nimmt. 
Im  Film  ist  diese  Handlung  sehr  psychologisch 
ausgesponnen. 


Gerda  Mauriis,  Gustav  von  Wangenheim  und  Willy  Frilsch  im  Fritz-Langlilm  der  Ufa  „Frau  im  Mond"  l'/iot.  I  riu  l.ang-nim  cl,r  Ija 


Tricks   bei   Tier  au  f  nahmen 


Die  zahlreichen  Tierfreunde  wachen  mit  Recht  darüber, 
daß  ihren  Schützlingen  niemand  zu  nahe  tritt  und  auch 
der  Fihn  in  Sensationsszenen  die  Grenze  zu  respektieren 
weiß,  an  der  die  Tierquälerei  beginnt.  Vor  Jahren  wurde  ein 
Film,  „Tiere  sind  Menschen",  abgelehnt,  worin  Tiere  in  einer 
.ilbernen  Handlung  gezwungen  waren,  an  Drähten  zu  arbeiten. 
Derartige  geschmacklose  Verirrungen  sind  selten.  Sie  haben 
auch  in  Hollywood  aufgehört,  wo  der  kalifornische  Tierschutz- 
verein streng  darüber  wacht,  daß  jede  Grausamkeit  ausgeschlos- 
sen ist.  Der  Fabrikant,  der  etwas  Derartiges  wagte,  würde  mit 
dem  Boykott  des  Filmes  zu  rechnen  haben,  einer  Gefahr,  der 
sich  niemand  aussetzen  wird.  Trotzdem  glauben  Laien  immer 
noch,  daß  sie  Tierquälereien  im  lebenden  Bilde  dort  vor  sich 
sehen,  wo  die  Aufnahme  mit  einem  Trick  vor  sich  ging.  Denn 
so  ziemlich  alle  Tieraufnahmen,  die  so  außerordentlich  gefähr- 
lich aussehen,  verdanken  ihre  Entstehung  einem  Trick.  Sehr 
beliebt  ist  in  dieser  Hinsicht  das  andeutende  Bild,  dessen  Fort- 
gang der  Zuschauer  mechanisch  ergänzt,  ohne  daß  er  den  Vor- 
gang selbst  gesehen  hat.  In  den  „Zehn  Geboten"  „sieht"  man 
ein  paar  der  ägyptischen  Streitwagen  mj^  Mann  und  Roß  in  die 
Tiefe  stürzen.  In  Wirklichkeit  ereignet  sich  der  Vorgang  ganz 
anders,  er  rechnet  mit  der  Phantasie  des  Publikums,  die  sich  die 
einzelnen  Bewegungsvorgänge  in  der  entsprechenden  Weise  er- 
gänzt. Der  Trick  kam  wie  folgt  zustande:  Sobald  die  betreffen- 
den Wagen  die  durch  die  Einstellung  des  Apparates  sehr  steil 
erscheinende    Kurve    verlassen    und    außerhalb    der    Reihe    nach 


unten  fahren,  blendet  das  Bild  ab  —  und  der  Zuschauer,  der  in 
einer  späteren  Szene  ein  paar  Wagen  in  der  Tiefe  umgeworfen 
sieht,  glaubt,  weil  die  Bilder  an  dieser  Stelle  ganz  kurz  ge- 
schnitten   sind,    Zeuge    entsetzlicher    Stürze    geworden    zu    sein. 

In  Mauritz  Stillers  herrlichem  Werk  ,, Herrn  Arnes  Schatz", 
das  mit  vielem  Erfolg  wieder  in  den  Spielplan  aufgenommen 
wurde,  versinken  Pferd  und  Schlitten  im  berstenden  Eise  eines 
Sees.  Unter  jener  vorher  präparierten  Stelle  befand  sich  ein 
Kasten,  aus  dem  das  Pferd  nach  Beendigung  der  Aufnahme  her- 
ausgezogen wurde.  Für  die  strenge  Auffassung,  die  man  in 
Schweden  vom  Tierschutz  hat,  spricht  die  Tatsache,  daß  diese 
Szene  unter  der  Aufsicht  eines  Mitgliedes  vom  Tierschutzver- 
band gedreht  wurde.  Die  bekannte,  atemraubende  Szene  in 
Stillers  Verfilmung  der  ,, Herrenhofsage ',  in  der  Lars  Hanson 
von  einem  scheuen  Renntier  über  den  Schnee  geschleift  wurde, 
ist   gleichfalls  mit   Hilfe   eines   Tricks  aufgenommen   worden. 

Wenn  Kater  Kasimir  in  dem  von  Kurt  Bleines  inszenierten 
Tierfilm  aus  dem  Leben  einer  Katzenfamilie  den  Sack  aus  dem 
Wasser  fischt,  worin  die  jungen  Kätzchen  ersäuft  werden  sollen, 
so  zieht  er  in  Wirklichkeit  einen  Sack  mit  —  Bierflaschen  her- 
aus,  was   man  heute   verraten   darf. 

Die  tollkühnen  Sprünge  zu  Pferde  über  fürchterliche  Abgründe, 
bei  denen  sich  die  Haare  der  Zuschauer  sträuben,  werden  durch 
Doppelaufnahmen  allein  zu  einer  Gefahr  für  Regisseur  und 
Kameramann,  die  darauf  zu  achten  haben,  daß  niemand  den 
Trick    bemerkt. 


ii 


^^^  qci4HSöe/v^  juM^eirjiicuin 


Das  Stadtchen  Burchar  in  Nebraska  ist  vermutlich  eine 
jener  Landstädte  des  amerikanischen  Mittelwestens,  die 
sich  alle  zum  Verwechseln  ähnlich  sehen.  Eine  Broadway 
genannte  Hauptstraße  mit  einigen  Gebäuden,  die  den 
nicht  gelungenen  Ehrgeiz  zeigen,  Wolkenkratzer  zu  werden, 
Nebenstraßen,  die  zumeist  von  Holzhäusern  umrahmt  werden, 
und  Wellblechbuden  an  den  Rändern,  die  kein  Pflaster  mehr 
haben,  sondern  schon  Prärie  sind.  Diese  Landstädtchen  leben 
von  den  Farmern,  die 
auf  ihren  Fords  viele 
Kilometer  herbeieilen, 
um  einmal  ,, Großstadt- 
luft" zu  genießen.  Aber 
ehe  das  Auto  und  mit 
ihm  die  schönen  Land- 
straßen in  Amerika  po- 
pulär wurden,  herrschte 
in  solchen  Ansiedlun- 
gen  alles  andere  als 
Wohlstand.  Kein  Wun- 
der, daß  die  junge  Ge- 
neration aus  ihnen  her- 
aus in  die  bevölkerten 
Städte  drängte,  in 
denen  es  leichter  war, 
zu  Dollar  —  und  wenn 
nicht  zu  ihnen,  so  doch 
zu  einem  mäßigen  Ver- 
gnügen —  zu  kommen. 
Unter  den  jungen  Leu- 
ten, die  aus  Burchar 
herausströmten,  befand 
sich  auch  ein  gewisser 
Harald  Lloyd  (das  o  in 
der  zweiten  Silbe  des 
Vornamens  kam  erst 
viel  später),  der  sich 
nicht  nach  dem  Osten, 
nach  Chikago  oder  New 
York,  sondern  nach 
dem  Westen,  nach  Ka- 
lifornien wandte.  Man 
hatte  damals  gerade 
die  großen  erfolg- 
reichen Bohrungen  in 
Erdöl  gemacht,  und  das 
ganze  Land  war  von 
einem  Ölfieber  ergrif- 
fen. Man  kaufte  ein 
paar  Acker  wertlose 
Wüste  —  auf  Kredit 
natürlich,  wie  alles  in 
Amerika  —  und  konnte 
morgen  schon  Millionär 
sein,  sobald  das  Vor- 
kommen von  Erdöl 
unter  dem  Sande  ver- 
bürgt war.  Wer  aber 
nicht  auf  Petroleum 
spekulierte,  hatte  die 
Anwartschaft  auf  eine 
Filmkarriere.  Hollywood 
war,  nachdem  Mac 
Sennet  1911  den  Grund- 
stein    zu     dem     ersten 

Atelier  gelegt  hatte  —  Grundstein  natürlich  nur  im  symbolischen 
Sinne,  denn  das  Studio  war  nichts  anderes  als  ein  leichter 
Bretterbau  — ,  in  Amerika  damals  schon  berühmt.  Mary  Pick- 
ford hatte  bereits  ihre  Wocheneinnahme  von  10  000  Dollar, 
David  Wark  Griffith,  der  berühmte  Regisseur,  bezog  kaum 
weniger  und  wagte  eben  den  ersten  Großfilm  ,,Intolerance", 
bei  dem  6000  Menschen  die  ,, Atmosphäre"  machten,  wie  man 
in  der    Filmsprache    sagt. 

Dieser  gewisse  junge  Mann  tauchte  also  in  Hollywood  auf, 
erfüllt  mit  dem  Optimismus  der  Jugend,  allerdings  mit  einem 
sehr    amerikanischen    Optimismus,    dem    ein    Berufswechsel    über 


Harald  Lloyd       p/wt.  Paramount 


Nacht  keine  Unbequemlichkeit  bedeutet.  Natürlich  mußte  er 
sehr  schnell  einsehen,  daß  auch  in  Hollywood  die  besten  Plätze 
bereits  besetzt  waren  und  sogar  um  die  sehr  wenig  guten  die 
Rauferei  Tag  und  Nacht  ging.  Aber  ihn  störte  die  Erfolglosig- 
keit gar  nicht,  der  er  eine  sehr  große  Zähigkeit  entgegensetzte. 
Schon  in  jenen  Tagen  war  der  Verbrauch  an  Menschenmalerial 
in  der  Filmstadt  enorm.  Die  Regisseure  wollten  immer  neue 
Gesichter  sehen,  und  wer  nicht  selbst  als  Komparse  für  einen 

bestimmten  Typ  abge- 
stempelt war,  hatte  kaum 
Aussicht  auf  eine  län- 
gere Beschäftigung  und 
noch  weniger  darauf, 
einen  ,,bit",  eine  win- 
zige Rolle,  zu  erhalten. 
Harald  Lloyd  war  ein 
Statist  wie  tausend  an- 
dere. Und  wenn  er  zu- 
meist für  die  Grotesk- 
komödien engagiert 
wurde,  so  allein  des- 
halb, weil  er  über  eine 
körperliche  Ausbildung 
verfügt,  die  ihn  Kunst- 
stücke nach  Art  eines 
Parterreakrobaten  als 
geringfügig  erscheinen 
ließen.  Es  ist  bekannt, 
daß  in  den  amerikani- 
schen Kurzfilmen  die 
tollsten  Dinge  von  den 
Darstellern  verlangt 
werden  und  durchaus 
nicht  alle  halsbrecheri- 
schen Kunststücke  mit 
Hilfe  eines  Tricks  auf- 
genommen sind.  Lloyd 
kam  nun  auf  eine  echt 
amerikanische  Art  durch 
Unglück  zu  seinem 
Glück.  Er  hatte  in 
einer  Groteske  eine 
Bombe  zu  werfen,  die 
im  wahrsten  Sinne  des 
Wortes  zu  einem  Knall- 
effekt werden  sollte. 
Durch  ein  Versehen  des 
Aufnahmeleiters  war 
die  Bombe  mit  einer 
falschen  Zeitzündung 
versehen.  Sie  explo- 
dierte, ehe  die  Auf- 
nahme begann,  und  zer- 
fetzte die  rechte  Hand 
von  Harald  Lloyd.  Zwar 
konnte  man  ihm  diese 
im  Hospital  von  Los 
Angeles  mühsam  zu- 
rechtflicken, aber  um 
die  Karriere  als  Lieb- 
haber, die  er  sich  wie 
jeder  andere  Filmaspi- 
rant erträumt  hatte  — 
schon  weil  diese  Darstel- 
ler immer  das  höchste 
Honorar  erhalten  —  war  es  aus.  Der  Regisseur,  der  sich  ein 
wenig  Gewissensbisse  machte,  beschäftigte  ihn  weiter,  weil 
Lloyd  trotz  des  Unfalles  vor  nichts  zurückschreckte,  fand  ihn 
aber  zu  wenig  typisch.  Das  freundliche,  gesunde  Durchschnitts- 
gesicht des  typischen  amerikanischen  Bürgers  sagte  zu  wenig 
für  die  Groteske,  deren  Wirkung  ja  auf  einer  Zuspitzung  der 
Gegensätze  besteht.  Ja,  wenn  Lloyd  dick  gewesen  wäre  wie 
Fatty  Arbucle  oder  athletisch  wie  Henry  Bergmann,  wenn  er  ge- 
spielt hätte  wie  Ben  Turpin,  dann  wäre  es  leichter  gewesen,  ihm 
einen  ,,bit"  zu  geben  und  ihn  mehr  nach  vorn  zu  stellen.  Es 
war    kaum    mehr    als    eine    Laune,   die   den    Regisseur    einst   ver- 


anlaßte,  dem  imer  noch  schüchter- 
nen Harald  Lloyd  in  einer  Auf- 
nahmepause eine  schwarze  Horn- 
brille auf  die  Nase  zu  setzen. 
Hornbrillen  kamen  in  der  Zeit  als 
europäische  Mode  auf  und  sollten 
eine  gewisse  Bildung  bereits 
äußerlich  markieren.  Aber  was 
als  Scherz,  als  Atelierulk,  gedacht 
war,  stellte  sich  plötzlich  als  et- 
was ganz  anderes  heraus.  Mit  der 
schwarzen,  natürlich  gläserlosen 
Brille  und  dem  unvermeidlichen 
Strohhut  wurde  Lloyd  sofort  zum 
Komödientyp,  noch  dazu  zu  einem, 
den  es  im  Film  noch  nicht  gab. 
In  dem  Augenblick,  da  Lloyd  die 
Hornbrille  aufsetzte,  wurde  der 
Typ  des  schüchternen  jungen 
Mannes  geschaffen,  der  sich  lin- 
kisch in  der  Welt  bewegt  und  sich 
erst  durch  ein  anfeuerndes  Ereig- 
nis, zumeist  natürlich  der  Liebe, 
seiner  wahren  Fähigkeiten  bewußt  HH^^^^Hi^^^^^HHI 
wird.  Der  Gegensatz  zwischen 
dem  schüchternen  Gesichtsaus- 
druck und  den  artistischen  Tollheiten,  die  er  auszuführen  hat, 
ist  komisch  und  führte  zu  jener  Beliebtheit,  auf  die  Harald  Lloyd 
heute  blicken  darf.  Man  ließ  ihn  zuerst  in  kurzen  Filmen  spie- 
len, in  denen  Harald  Lloyd  nach  dem  Muster,  das  lange  Zeit 
für  Humoresken  maßgebend  war,  als  ,,Er"  abgestempelt  wurde. 
Als  Partnerin  gab  man  ihm  ein  sehr  temperamentvolles  junges 
Mädel  bei,  Tochter  eines  Professors,  das  kurzer  Hand  von  Hause 
durchgebrannt  war.  Sie  spielte  jahrelang  als  seine  Partnerin, 
bis  es  ihr  zu  dumm  wurde,  nur  in  winzigen  Rollen  beschäftigt 
zu  werden  und  sie  zu  Paramount  überging,  wo  man  ihre  schau- 
spielerische Begabung  lange  erkannt  hatte.  Bebe  Daniels,  so 
hieß  das  Mädchen,  hatte  von  da  an  Gelegenheit,  ihr  humoristi- 
sches Talent,  ihre  Neigung  zum  Parodistischen  eigenen  Filmen 
zu  widmen  und  ein  beliebter  Star  zu  werden.  Ihre  Nachfolge- 
rin in  den  Lloydfilmen  wurde  Marion  Davies,  die  wie  Chaplins 
,,Leading  Lady"  Edna  Purviance  ein  anschmiegender  weiblicher 
Typ  war,  und  die  sich  niemals  auf  körperliche  Bravourstücke 
wie  die  Daniels  einließ.  Marion  Davies  ist  eine  sehr  anschmie- 
gende Partnerin  gewesen,  und  es  überraschte  niemand,  als  Ha- 
rold  Lloyd  sie   eines  Tages  zur  Partnerin  seines   Lebens  machte. 


mehr.  Ihren  Platz  nimmt  Jobyna 
Ralston  ein,  eine  kühne  Sport- 
lady, die  sioh  nicht  auf  die  Lloyd- 
filme beschränkt,  sondern  auch  in 
anderen  Filmen  hervorgetreten  ist. 
Harold  Lloyd  begann,  wie  Chap- 
lin und  Busler  Keaton,  mit  Kurz- 
filmen, die  anfänglich  nichts  waren 
^         ^^^^^^^_  als     eine     Kette     komischer     Aben- 

▼»^--..^^^Bj^^B  teuer,    denen    aber    die    eigentliche 

^■i^  -         ^BnV  Handlung   fehlte.   Nachdem    Chaplin 

im  ,,Kid"  die  Linie  vorgezeichnet 
liattc,  die  ein  komischer  Großfilm 
aufweisen  muß,  ließ  auch  Harold 
Lloyd  einen  solchen  für  sicli 
schreiben.  Allerdings  unterschei- 
det er  sich  in  einem  wesentlichen 
Punkt  von  ihm.  Chaplin  erfindet 
die  Handlung  seiner  Filme  selbst, 
während  Harold  Lloyd  einen  Stab 
von  Leuten  beschäftigt,  die  komi- 
sche Effekte  erfinden  müssen. 
H^mH^^B^mmiH      ChapUn   ist    der   einzige,    der    ohne 

.Gagmen",  wie  man  diese  Humo- 
risten des  optischen  Witzes  nennt, 
arbeitel;  Harold  Lloyd  beschäftigt  heute  die  teuersten  Gagmen 
Hollywoods.  Die  Handlung  seiner  Filme  wird  nur  ganz  locker,  in 
großen  Umrissen,  angelegt,  weil  der  szenische  Witz  immer  erst 
bei  den  Aufnahmen  entsteht  und  bestimmend  dafür  ist,  in  welchem 
S'nne  die  Handlung  fortgeführt  werden  soll.  Die  Artistik  seiner 
Komik  hat  ihn  weltberühmt  gemacht,  denn  er  ist  in  seiner  Art  so 
-lOzigartig  wie  Chaplin  oder  Keaton.  —  Harold  Lloyd  gilt  heute 
als  der  am  höchsten  bezahlte  Schauspieler  Hollywoods.  Sein 
Lar-dsitz  ist  der  prächtigste,  den  ein  Filmschauspieler  besitzt. 
Harold  Lloyd,  ein  Angler  von  Passion,  hat  sich  auf  seinem  Grund 
und  Boden  einen  Forellenbach  anlegen  lassen,  und  es  gilt  als 
große  Auszeichnung,  von  Harold  Lloyd  zu  einer  Angelpartie 
eingeladen  zu  werden.  Der  Golfplatz  mit  neun  Löchern,  den 
sich  der  Künstler  anlegen  ließ,  gilt  als  einer  der  schönsten  von 
Kalifornien,  Lloyd,  der,  wie  alle  Amerikaner,  ein  passionierter 
Autofahrer  ist,  verfügt  über  einen  Park  von  zwölf  Automobilen. 
Aber  noch  stolzer  ist  er  auf  seine  Hunde,  von  denen  ein  Dutzend 
aller  Grcißen  und  Rassen  in  seinem  Park  herumtollt.  Harold 
Lloyd  ist  besonders  stolz  auf  ,, Tiger",  eine  riesenhafte  dänische 
Dogge,  die  anderthalb  Zentner  wiegt  und  mannfest  ist,  wie  Lloyd 


Seitdem    Marion    Davies    glückliche    Mutter    ist,    filmt    sie    nicht       versichert,   was   jeder  glaubt,   der   , .Tiger"   gesehen   hat. 


2  Szenen   aus   dem    neuen 
Lloydfilm  „Speedy" 

Pfiot.  Paramount 


Gr    S 

V_^  UND  v_7 


le 


UND  SEHR  VIEL 


Sciiwiit^el 


Gii/uLLA^ti0er  AbeiAi-eixerrovnaLH. 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


/ü.  rorlsetzung 

„Willst  du  mich   im   Ernst  glauben  machen  — " 


Wc 


ich    dir    doch    sage,    daß 
denn  das  gewesen  sein?" 


„Alle    Heiligen    im    Himmel! 
Hasib  sie  gesehen  hat!" 

„Gespenster  hat  er  gesehen.     Wo  so 

„Im  Konak  natürlich," 

„Im  Konak!  Ich  habe,  seil  ich  zurück  bin,  den  Bahnhof 
scharf  überwachen  lassen.  Es  sind  nur  zwei  Damen  angekommen. 
Es  ist  Gül  Davidowicz,  die  Frau  des  Tuchhändlers,  und  die  neue 
Jungfer  des  jugoslawischen  Geschäftsträgers." 

„Und    die    kann   nicht   — " 

,,Aber!  Ich  kenne  doch 
die  dumme  Pute.  Hab'  lang 
genug  mit  ihr  Konversation 
getrieben.  Also,  sie  kann 
doch  nicht  durch  die  Luft 
gekommen    sein." 

,, Hasib  sagt:  hellblond, 
hübsch,    graues    Reisekleid.  ' 

Ranka  schüttelte  den 
Kopf. 

,,Das  stimmt.  Aber  wie, 
wie?" 

„Du  hast  eben  geschlafen, 
mein  Kind.  Um  neun  Uhr 
machen  wir  auf.  Ich  halte 
jede  Wette,  daß  deine 
blonde  Pute  um  viertel  zehn 
an  der  Kasse  steht  und  uns 
ihren  Sichtwechsel  unter 
die    Nase   hält." 

Ranka  fuhr  sich  durch  die 
schwarzen   Haare. 

,,Du  legst  es  darauf  an, 
mich  verrückt  zu  machen. 
Ich   glaube  es  nicht," 

Er   klingelte. 

,, Hasib    soll    kommen!" 

Und,  als  gleich  darauf  ein 
Mann  im  Kaftan  und 
schmutzigen  Turban  eintrat, 
mit  einem  langgezogenen 
Schnurrbart,  der  die  scharfe 
Hakennase  nur  noch  unter- 
strich: 

,, Erzähle,   Hasib!" 

Hasib  erzählte,  was  er 
unter  der  Menge  vor  dem 
Konak   gesehen   hatte. 

„Es  ist  gut  —  du  kannst 
gehen!  Du  siehst,  Ranka, 
nicht  nur  Hasib  —  halb  Ra- 
gazza  hat  sie  gesehen.  Du 
natürlich   nicht." 

Sie  nagte  an  der  Unter- 
lippe, 

,,Du  bist  sehr  zänkisch  geworden  in  der  letzten  Zeit",  entschied 
sie.     „Ich  glaube,  du   wirst  alt,   mein  Freund." 

Das  war  ein  Pfeil,  der  Cyprian  Mircovich  schärfer  traf  als 
selbst  die  Vorstellung,  daß  dieses  Mädchen  um  viertel  zehn  an 
seiner  Kasse  erscheinen  würde. 

Er  verfärbte  sich  und   rang   nach  Worten. 

,,Im  übrigen  konnte  uns  dieses  Mädchen  ja  gar  keinen  größeren 
Gefallen  tun,   als  hier  zu  erscheinen." 

„Ranka,  ich  glaube  wirklich  —  ich  weiß  nicht,  du  mußt  tat- 
sächlich — " 

,, Bitte,    rege    dich   nicht    unnötig   auf,    lieber   Freund!" 

Sie  setzte  sich  ungeniert  auf  die  Ecke  des  Schreibtisches  und 
zündete  sich  eine  Zigarette  an.     Ls  war  eine  ,, Königin  von  Maze- 


HAQQY    HALM 

im    Ufa  Film  ,,\Vcnn   Du  cinmtil  Dein  tiarz  vcrschi-nksl' 
Ptwt.  LIa 


Kachdruck  verboten 

donicn"  —  aber   sie   enthielt    diesmal    kein   Schlafmittel.     Cyprian 
Mircovich  war  noch   immer  außer  Fassung. 

In  seinem  regelmäßigen,  gelblichen  Gesicht  kam  und  ging  eine 
Blutwelle. 

Es  war  unglaublich,  was  Ranka  sich  in  letzter  Zeil  heraus- 
nahm. Wenn  man  daran  dachte,  daß  sie  ihm  alles,  buchstäblicli 
alles   verdankte  —  — 

,,Reg  dich  nur  nicht  unnötig  aui!"  wiederholte  sie  spiilliscli, 
„Du    wirst    in   ein    paar   Augenblicken   begeistert    sein   —    mir    um 

den  Hals  fallen  —  mir  den 
Chinchilla  bewilligen  —  und 
noch  verschiedenes  dazu." 

Seine  Augen  zogen  sich 
zusammen,  daß  sie  nur  mehr 
einen  schmalen  Strich  bilde- 
ten. 

,,Ich  bin  sehr  gespannt,  ob 
ich  so  ein  Narr  sein  werde", 
sagte   er 

Sie  schlug  die  seidenbe- 
strumpften  Beine  überein- 
ander. 

„Was  hättest  du  an  dem 
Geschäft  mit  Stavrides  ver- 
dient?" begann  sie  langsam. 
,, Lächerliche  fünftausend 

Pfund,  nicht  wahr?  Und  ich 
fünfhundert.  Das  ist  eine 
Armseligkeit;  besonders, 

wenn  man  wußte,  daß  die 
Sache  Stavrides  fünfzigtau- 
send Pfund  einbrachte. 
Warum  soll  er  die  fünfzig- 
tausend verdienen  —  und 
nicht  wir?" 

„Aber  das  ist  doch  — 
jetzt  —  sehr  einfach.  Wir 
haben  Stavrides'  geheimen 
Auftrag,  der  folgender- 
maßen lautet;  Seine  Sekre- 
tärin soll  überfallen  werden. 
Der  Wechsel  über  die 
Summe  von  einer  Million 
Mark,  gleich  fünfzigtausend 
Pfund,  soll  ihr  abgenommen 
und  an  deiner  Kasse  vor- 
gelegt werden,  bevor  sie 
selbst  in  der  Lage  ist,  dort 
zu   erscheinen." 

„Das  ist  eine  alte  Sache! 
Was   — " 

„Geduld!  Weil  der  liebe 
Stavrides  seinem  alten  Ge- 
schäftsfreund Mircovich 
einen      Agenten      engagiert, 

an      der      Grenze      treffe. 


nicht 
einen 


so      recht      traut, 
Vertrauensmann, 


hat 
den 


er 
ich 


Wir  beide,  der  Vertrauensmann  und  ich,  haben  den  Coup  aus- 
zuführen. Wäre  alles  programmäßig  verlaufen,  so  hätten  wir 
bereits  gestern  den  Wechsel  vorgelegt,  du  hättest  bezahlt,  und 
das  Geld  wäre  zur  Verfügung  von  Stavrides  nach  Abzug  von 
fünftausend  Pfund  an  den  Credit  Lyonnais  in  Nizza  überwiesen 
worden.  Dann  hätte  der  liebe  Stavrides  Konkurs  angcmcldcl  — 
einen  ganz  einfachen,  ehrlichen  Konkurs:  Seine  Privatsckrelärin 
ist  bestohlen  worden  —  beraubt  —  er  wäre  in  aller  Augen  der 
ehrliche,  aber  unglückliche  Kaufmann  gewesen  und  hätte  in 
Nizza  von  seiner  Million  gelebt.  Sehr  nett." 
„Alles  das  —  — " 


„ —  wissen  wir  beide.  Aber  von  jetzt  ab  ist  jedes  Wort  neu 
für  dich,  mein  Lieber.  Also:  es  hat  sich  nun  herausgestellt,  daß 
Slavridcs'  Vertrauensmann  Jandcr  ein  Idiot  ist.  Du  kannst  ihm 
ruhig  ein  bißchen  den  Kopf  waschen,  wenn  er  hier  erscheint. 
Das  Mädel  war  auch  schlauer,  als  wir  dachten.  Sie  kniff  aus, 
und   wir  fanden  sie  nicht  wieder," 

,,Ja!    Das  ist  —  — " 

,, Warte  ab!  Wir  trennten  uns  also  —  ich  fuhr  weiter  und  beob- 
achtete Ragazza.  Sic  kam  nicht  an,  weder  mit  der  Bahn  noch 
auf  einer  Autostraße.  Jandcr  nahm  den  nächsten  Zug.  Seitdem 
ftlilt  von  ihm  jede  Nachricht.  Da  sie  jetzt  hier  ist,  muß  es  ihr 
gelungen  sein,  ihm  irgendeinen  Streich  zu  spielen.  Sie  hat  ihn 
abgehängt.  Was  können  wir  dafür,  wenn  sie  jetzt  an  der  Kasse 
erscheint  und  ihr  Geld  fordert?  Können  wir  es  ihr  verweigern? 
Nein!    Also  zahlen  wir  es   aus." 

,\Vir ?" 

,,Wir  zahlen  es  aus.  Was  sollen  wir  denn  sonst  machen?  Ich 
konstatiere,  daß  wir  damit  ganz  regelrecht  und  ehrlich  gehandelt 
haben.  Wenn  uns  Stavridcs  schon  mißtrauischerweise  einen 
Agenten  schickt,  dann  soll  er  uns  einen  klügeren  schicken. 
Jandcr   iial   das   Mädel   entkommen   lassen,   und   wir  zahlen  aus." 

,,Bisl  du  irrsinnig  geworden?  —  — " 

,,Abcr  —  im  Augenblick,  wo  sie  unser  Geschäftshaus  verläßt, 
ist   für  uns  die  Sache  erledigt  —  Stavrides  gegenüber.    Wenn  ihr 


„Ich  glaube,   du  hast  doch  recht  mit  dem  Chinchilla" 

dann  noch  etwas  passieren  sollte  —  es  gibt  so  viele  Banditen  in 
diesem  Lande  —  dafür  sind  wir  ihm  nicht  mehr  verantwortlich 
-Meinst   du  niclil?" 

Jetzt  steckte  sich   auch   Cyprian   Mircovich   eine   Zigarette  an. 

„Ich  glaube,  du  hast  doch  recht  mit  dem  Chinchilla",  meinte 
er  freundlich. 

Hasib  führte  Dorrit  sofort  in  das  Privatkontor  des  Herrn 
Mircovich. 

Sie   fand   einen  überraschend   liebenswürdigen   Empfang. 

Der  Grieche  unterhielt  sich  mit  ihr  in  tadellosem  Französisch. 
Er  plauderte  über  Berlin  und  ihre  Reise,  geriet  in  helle  Em- 
pörung über  die  Jancovics,  bewunderte  laut  ihren  Mut  und  ihre 
Geistesgegenwart. 

,,Ich   kann  Herrn   Stavrides  nur  zu   Ihnen  beglückwünschen." 

Dann  ironisierte  er  sehr  geistreich  die  illyrischen  Verhältnisse 
und  war  taktvoll  genug,  über  ihr  Erdbebenabenteuer  zu 
schweigen. 

Nach  dem  dritten  Täßchen  türkischen  Kaffees  wurde  er  endlich 
geschäftlich. 

„Es  ist  an  sich  sehr  bedauerlich,  daß  es  hierzulande  so  gut 
wie  unmöglich  ist,  bankmäßige  Transaktionen  vorzunehmen", 
sagte  er.  „Aber  ich  habe  nicht  mehr  das  Recht,  mich  dirüber 
zu  beschweren  —  ich   verdanke   diesem   Umstand    Ihren   Besuch." 

Sie  verneigte  sich  mit   etwas   kühlem  Lächeln. 

Der  blasse  Herr  mit  dem  sorgfällig  pomadisierten  schwarzen 
Haar,  das  nur  an  den  Schläfen  graue  Stellen  zeigte,  war  ihr 
trotz   all   seiner  Liebenswürdigkeit    unsympalhisch. 


„Ich  werde  unsere  kleine  Angelegenheit  sofort  regeln",  fuhr  er 
fort.  ,,Aber  nach  allem,  was  ich  von  Ihnen  hörte,  kann  ich  es 
beim  besten  Willen  nicht  ratsam  finden,  daß  Sie  mit  der  Eisen- 
bahn zurückfahren.  Eine  so  große  Summe  —  bedenken  Sie 
doch  nur!" 

,,Ja,  aber  was  soll   ich  denn  tun?" 

Der  Grieche  dachte  eine  Weile  nach. 

,,Ich  habe  eine  ausgezeichnete  Idee",  sagte  er  endlich.  ,, Un- 
sicher sind  Sic  nur,  solange  Sie  auf  illyrischem  Gebiet  sind. 
Schon  in  Jugoslawien  bestehen  sicherere  Verhältnisse,  und  von 
da  ab  dürfte  alles  in  Ordnung  sein.  —  Ich  werde  Sie  im  Auto 
zur  Grenze  bringen  lassen,  das  ist  unbedingt  das  beste.  Meinen 
Wagen  kann  ich  Ihnen  leider  nicht  mitgeben,  da  ich  für  die 
nächsten  Tage  eine  kleine  Reise  vorhabe.  Aber  es  gibt  hier  die 
Möglichkeit,  ein  ganz  ordentliches  Auto  aufzutreiben.  Wenn  Sie 
erlauben,  möchte  ich  gleich  —  Sie  verstehen,  mein  liebes  Fräu- 
lein Brink,  ich  würde  mich  ganz  außerordentlich  freuen,  wenn 
Sie  noch  auf  ein  paar  Tage  mein  Gast  bleiben  — ,  aber  ich 
glaube,  Herr  Stavrides  wird  Sie  sehr  ungeduldig  zurückerwarten," 

,,Das   tut   er  allerdings.    Aber  —  — " 

Sie  zögerte  noch.  Es  war  freilich  eine  angenehmere  Aussicht, 
im   Auto   diesem   scheußlichen   Lande   zu   entkommen  —  —  — 

,, Glauben  Sie  mir,  es  ist  tatsächlich  besser.  Ich  besorge 
Ihnen  einen  sicheren  Chauffeur  —  einen  Menschen,  auf  den  Sie 
sich   verlassen   können." 

,, Verzeihen  Sie,  Herr  Mircovich  —  aber  gibt  es  das  hier  lai- 
sächlich?" 

Er   lachte  gutmütig. 

„Das  ist  sehr  selten,  da  haben  Sie  recht.  Also  —  darf  ich 
das  Auto  bestellen?" 

,,Wenn  Sie  so  freundlich  sein  wollen,   Herr  Mircovich." 

,,Sehr  gut." 

Er   klingelte  und   gab  Hasib  den  entsprechenden   Befehl. 

Der  Diener  verschwand  mit   unbewegtem   Gesicht. 

,, Jetzt  werden  wir  lunchen,  Madame",  lächelte  Mircovich. 
,,Dann  werde  ich  Ihren  Wechsel  einlösen.  Inzwischen  wird  das 
Auto  vorgefahren  sein." 

,, Besten  Dank,  Herr  Mircovich!  Aber  ich  muß  zuerst  noch  zum 
Hotel  zurück  —  meine  Rechnung  ist  noch  nicht  bezahlt.  Und 
dann  muß  ich  am  Bahnhof  nachforschen,  ob  mein  Koffer  nicht 
vielleicht  doch  abgegeben  worden  ist.  —  Ich  glaube,  die  beiden 
Jancovics  haben  nur  Interesse  für  den  Wechsel  gehabt.  Im  Koffer 
war  auch  wirklich  nichts,  was  sie  hätte  reizen  können.  Immerhin 
ist   es  meine  ganze  Garderobe." 

,,Ah  so  —  aber  das  ist  doch  sehr  einfach.  Die  Ho'lelrech- 
nung,"  —  er  schnalzte  verächtlich  mit  den  Fingern  —  ,,Sie 
müssen  mir  erlauben,  das  zu  erledigen.  Ich  verrechne  es  dann  mit 
Herrn  Stavrides",  fügte  er  schnell  hinzu,  als  er  ihr  unwilliges 
Kopf  schul  lein  sah.  ,,Und  während  wir  essen,  wird  der  Diener 
zum  Bahnhof  gehen,  um  nach  Ihrem  Koffer  zu  forschen.  Ich 
würde  niemals  zugeben,  daß  Sie  sich  selbst  bemühen." 

Diese  Liebenswürdigkeit  war  ja  nachgerade  überwältigend. 

Sie  wäre  eigentlich  lieber  noch  einmal  ins  Hotel  gegangen.  Was 
mußte  er  —  ihr  Helfer  von  gestern  —  von  ihr  denken,  wenn  sie 
sich  ohne  weiteres,  ohne  Abschied  — 

,, Bitte  sehr,  Mademoiselle." 

Wahrhaftig,  er  hatte  ein  ganz  modernes  Speisezimmer  mit 
hübschen  nachgemachten  Chippcndalemöbcln  und  einem  fabel- 
haften Täbris. 

Zwei  Diener  trugen  das  endlose  Menü  auf. 

Wieder  —  zum  wievielten  Male? —  beim  türkischen  Kaffee  an- 
gelangt, hatte  sie  das  Gefühl,  für  mindestens  drei  Tage  vollauf 
gesättigt  zu  sein.  Das  Hammelfett,  mit  dem  alle  Speisen  zu- 
bereitet wurden,  gab  der  Mahlzeit  den  schweren,  typisch  orien- 
talischen Charakter. 

Hassib  meldete  mit  seinem  gewohnten  unbeweglichen  Gesicht 
das  Auto. 

Man  stand  auf. 

Mircovich     bat 
Geldschrank. 

Sie     holte     den 
hervor. 

,,Eine  Million  Reichsmark",  sagte  Mircovich.  „Ich  nehme  an, 
daß  Herr  Stavrides  mit  Plundnolcn  einverstanden  sein  wird  — 
ich  besitze  kein  Markkonto,  sonst  würde  ich  Ihnen  Primabank- 
schecks geben.  Ich  werde  den  letzten  Kurs  nachsehen  —  viel- 
leicht sehen  Sie  mit  mir  ein,  Mademoiselle.  —  Hier:  Der  Kurs 
ist  seit  längerer  Zeit  so  gut  wie  unverändert.  Sollte  Herr  Stav- 
rides nichl  einverstanden  sein  —  ich  komme  natürlich  für  alle 
etwaigen   Kursdifferenzen   auf."  Fortsetzung  folgt 


sie 


in    sein    Büro     zurück    und     öffnete     den 
hart     umkämpften,    schmalen    Streifen    Papier 


I 


FRAGEN 


<^^X:i 


-  K 


die  uns  evve^chten 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     .,  Fil  m -M  a  g  a  li  n",      Berlin    SW68,    ZimmerstraÖe    35-41 
Scberiverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also  keinen  Zweck 


A  II  V  i  I'  1  0  :  AiiDiix  nii'  Briefe  wenleii  niclit  lioantwortPt.  Hei  Maiiii- 
»^kript.iiijtcIrKciilii'itcii  liittoii  wir  foluciido  zu  lit'.'ulileii:  .Icili'r  Anfrage  i^t 
Klickpiirtd  lieiziifii^t'ii.  .leite  Kiii>eiiiliiiiK  eines  Maiiii$kri|its  zur  l'rUt'iilii; 
ist  zweckli);;.  mir  Ex|ioses  im  riiif.iiiKe  von  J— ;)  Sclireibmascliiiieiiseiteii 
sind  zur  EiuseiidiiiiK  .-in  die  Fiiiiiiiiduslrie.  Regisseure  usw.  KociBnef.  Für 
Verlust  der  eiiiKesMiulten  M.iiiiiskriple  kann  keine  VenintwortuiiR-  iiljer- 
noiiiiiieii  werden,  .-ilso  soll  der  Verfasser  nur  Dureliseliläge  senden,  viiii 
li.iiidL;es(liriel)eiieii  Seiidiinften   ileserlieli)   eine  Aliselirift  zuriiekliehalten. 

• 

I  r  III  .-i  8  eh.,  H  :i  ii  ii  o  v  e  r:  Die  niiiiinlielip  Hauptrolle  in  ..Manuleseu" 
spielt  liv:iii  Mosjiikiii.  —  Samilielic  Expeditiunsiiiitglicder  zu  dem  Hoin- 
Filiii    ..Der   Huf  des   Xordens"   sind    wieder   in   Berlin   glüc-klieb   gelandet. 

Drei  w  i  s  s  e  n  s  d  ii  r  s  f  i  K  e 
M  ii  II  <•  ii  II  e  r  K  i  ii  d  I  :  Die  liei- 
deii  Titelrollen  in  ..Die  Heilige 
und  ihr  X.irr"  spielten  A\  illielm 
Dieterle  und  J^ieii  Devers.  (irete, 
H.-mni  und  Otto  Keiiiwald  sind 
(Jesehwisler.  Jaek  Trevor  ist 
verheiratet.  Iwan  l'etrnvieli  ledig. 
Kow.il-.S.iiiiI)orski  heiUt  Iwan  mit 
Vornami'ii.  Alfons  F'ryl.ind  ist 
mit  Xicht-Seli.iuspieleriii  verhei- 
r.itet.  Die  männlirlie  Hauptrolle 
in  dein  Xoriiia  fShe.ircr-Vilin  ..Die 
Komüdiantin"  spielte  Halph  Kor- 
l.es. 

F  i  I  m  r  r  e  ii  n  d  i  n  II  a  n  ii  a 
a  II  s  d  e  III  R  n  Ii  r  g  <•  b  i  e  t  : 
Ranioii  Xov.'irro  ist  nicht  mehr 
in  Deutsellland.  Er  lileibt  heim 
Film,  (iilit  Aiitogr.-imine.  Seine 
Herliner  .\dresse  durften  wir  auf 
den  .■iiisdriiekliehen  Wiinseh  des 
Kiinstlers   niebt   verüffeiitliehen. 

K  ä  t  h  e  -  von  -  X  a  g  y - 
.'»  e  li  w  ä  r  m  e  r  i  n  O  r.  P..  B  r  o- 
in  e  n  :  Der  iiäehsle  Film  mit 
Kiitlie  von  X.-igy  heilit  ..(!aiikler' 
und  ist  ein  'ronfilm.  Die  Künst- 
lerin liebt  alle  Blumen.  W.iiiu 
sie  iiaeli  Bremen  kommt,  w  isseii 
wir  nicht.  —  Harry  l.iedtke  ist 
voll  seiner  Krankheit  wieder 
hergestellt.  Maly  Delsch.ifl  wind.' 
am  4.  Dezember  in  Hamburg  ge- 
boren nnil  ist  mit  einem  K-iiif- 
m.'inii  verheiratet.  Hans  Br.iiiso- 
wetter  wohnt  Bln.-f'h;irlottenbiirg, 
Siiorstr.iUe  77.  ist  X'orddeiitseher 
und  ledig.  U.  a.  spielte  Brausc- 
wcttcr  in  folgenden  Filmen:  ,.I)er 
.Sieg  der  .lugend'.  ..Die  Durcli- 
giiiigeriir'.  ..Es  zogen  drei  Bur- 
schen",   „Die    .Sandgräfin". 

Herbert  "\V.,  K  o  B  b  a  e  h  : 
Heniiy  Porten  wohnt  Bln. -Dah- 
lem, I'arkstraBe  74:  Pola  Xegri 
ist  durch  dii-  Elstree-Stiidios, 
Hersfordshire.  England,  zu  er- 
reichen. CJreta  Xissen  ist  durch 
die  Fox-Studios,  11(11  Western 
Avenue,  Hollywood.  Kalifornien, 
r.  .S.  .\.,  ereichbar.  Die  Künst- 
lerinnen  geben  alle  Autogramme. 

%'  e  r  d  i  -  V  c  r  e  h  r  e  r  :  Die 
.\dresse  von  dem  berühmten 
()|ieriikomponisten  Verdi  küiinen 
wir  Ihnen  leider  nicht  mitteilen, 
d.i  \'crdi  bereits  vor  L'8  .l.'ibreii, 
und  zwar  in  M.'iil.iiid,  gestorben 
ist. 

.\  I  b  i  n  8  p.,  Berlin:  Ijaiie 
H.iid  widiiil  Bln. -Westend.  Wiirt- 
tembergische  Str.-iUe  i:!,  Betty 
Astur  Bln. -Haiensee.  .Xlbreclit- 
Achilles-Str.ilie  58.  Hertli.-i  von 
W.iltber  Berlin  ^V.  Kiirfiirsten- 
d.'iiiim  18."i.  Die  Adressen  der 
drei  .■uideren  F'ilmstars  sind  zur 
Zeit  nicht  bek.-iunt,  da  sie  im 
Allsland    filmen. 

H  .1  r  a  1  d     H..     B  r  e  m  e  n  : 
Hoheiizollernd.imm    .')i.      I,\.i 


Clara  Bow  im  Kostüm  des  Jahres  J910     p/wt.  Paramount 


n  :  Cerda  Maiiriis  wohnt  Bln. -Wilmersdorf, 
.\lar.i  Blii.-\\  esteiid.  l'ommernallee  5,  Willy 
Fritsch  Berlin  W,  Kaiserdamm  iO,  Werner  Fütterer  Bln.-Steglitz,  Kleist- 
straUe  21.  Brigitte  ll.-lm  Bln. -Dahlem.  Im  Winkel  .%.  I.ilian  Harvey  Berlin- 
Westend.  Ahoriiallee  lfi/17.  M.idy  Cbristi.-ins  Bln.-Charlottenburg,  Bismarek- 
str.aüe  67.  Christa  Tordy  Bln.-tiriinewald,  Bism.irek.illee  16.  Mady  Christians 
und  Christa  Tordy  sind  Kusinen.  Käthe  v.  Xagy  ist  ledig.  Alle  Filmsl:irs 
gehen  Autogramme. 

Erika  (;..  C  h  .-i  r  I  o  I  I  e  n  b  u  r  g  :  Ramon  Xovarro  Ist  nicht  mehr 
in  Berlin.  Sein  Operngastspiel  wird  erst  später  stattfinden.  Der  Kiiiistler 
hat  am  6.  F'ebriiar  (ieliiirtstag.  Sein  richtiger  Xame  ist  Kainoii  S;inioiiie- 
Ros.  —  Den  Messala  in  ..Ben  Hur"  spielte  F>aneis  X.  Bushman.  Sie  er- 
reichen ihn  unter  Sletro-(ioldwyu-.M;iyer-.stiidios,  Culver-City.  Kalifornien. 
—  Douglas  F.iiibaiiks  trägt  unseres  \\'isseiis  seinen  richtigen  Namen. 
Sein    Sohn    Douglas    filmt    ebenfalls. 


F  i  I  m  f  r  e  u  n  diu  E  r  n  .i  ji  ii  s  Berlin:  Ciislav  Fröhlich  li.it  .im 
L'l.  März  Cebiirtstag  und  liebt  alle  Blumen.  —  Din.i  Or.illa  «ohiit 
Berlin  \\',  Speyerer  Sli.ilJe  -JJ.  —  \\ fnii  Ihre  Schwestei  zum  Film  will, 
so  muß  sie  sich  mit  den  Filnigesellschaftcn  in  \erbindung  setzen.  Ob 
sie  Erfolg  haben  wird,  ist  aber  sehr  die  Fr.ige,  da  die  Aussicht.'ii 
momentan  gleich  Xull  sind.  —  Rudolf  Scbildkr.iiiis  neuester  F'ilm  heiUt 
..Die  neue  Heimat".  —  Xeiii,  es  ist  den  l,;iieii  nicht  gestattet,  Filinaiif- 
nalimen  beizuwohnen. 

Ernst  Seh.,  Dortmund:  I.ilian  Ellis  ist  durch  die  Hegewald, 
Berlin  S\V  48.  F'riedrichstralie  J.".0.  zu  erreichen.  Sie  .irbeilet  bei  dieser 
F'irnia  augenblicklich  in  ,.lin  Pr.-iter  blülin  wieder  die  Bäume  .  .  .  ".  — 
Wenn  Sie  F"ilnuiperateur  werden  wollen,  so  wenden  Sie  sich,  bitte,  an 
den   Klub    der    Kameraleute,    Berlin-Steglitz.    Feuerbathstraße    21. 

F  i  1  m  f  r  e  n  n  d  C.  K..  Steg- 
litz: (iegen  Voreinsendung  des 
Betrages  können  Sie  die  ge- 
wiitisclite  Xiimmer  durch  unseren 
Verl.ig  ..Illustrierte  F'ilmwoclie". 
Berlin  SW  68,  Koehstraße  C— 8, 
erhallen.  Einbanddecken  gibt  es 
diesmal  nicht.  ■ —  Ihre  Bild- 
wünsche    sind   vorgemerkt. 

(Just  a  V  O.,  V,  in  d  e  ii  :  Den 
.Sohn  des  .Staatsanwalts  von  lan- 
gen in  den  ..Siebzehnjährigen" 
spielte  Martin  Herzberg.  Er 
vvüliiit  Berlin  SO  iG.  Waldeniar- 
straße  6.');i.  Wir  werden  Dita 
l'.'irlo  au  das  Antogramm  erinnern. 
K  e  g  i  n  .i  B..  Bern  a  u  - 
Berlin:  .Mex.inder  d'Arcy  ist 
Kngländer.  Außer  in  der  ..Regi- 
mentstochter" s.ili  m;in  ihn  kürz- 
lich auch  in  ,,Ev,i  im  l'.ir.idies". 
Sein  nächster  Film  heißt  ..Der 
Held  von  Sevilla'.  Willy  Fritsch 
trägt  seinen  richtigen  X.imen. 
Außer  in  den  genannten  F'ilmen 
spielte  er  noch  in  ..Der  Meisler- 
boxer", ,.llir  dunkler  Punkt", 
..Walzerlrauin",  .,Die  keusche 
Susanne",  ..l'ngarische  Rhapso- 
die". .Seine  nächsten  Filme  sind: 
..Frau  im  Mond"  und  ,, Melodie 
des  Herzens".  —  Dene  Morel  ist 
an  Blutvergiftung  gestorben.  Er 
spielte  in  der  ..Alpentragüdie", 
,, Hinter  Klostermauern"  und 
,,M.ir(iuis  d'Eon".  —  Harry  Piel 
Molint  Bln.-Schoneberg,  .Vni 
l'ark  12.  Liane  Haid  Bln. -West- 
end. Würtlemhergische  Str.  13. 
iMarlene  Dietrich.  Berlin  W.  K.ii- 
serallee  fit.  .lack  Holt  und  R.ilph 
Cr.aves  sind  durch  die  Coliimbia- 
F'ilm.  Xew  York-Cily,  U.  S.  A., 
zu   erreichen. 

A  s  I  a  -  T  h  u  r  i  d  e  :  Zweifel- 
los wird  (juniiar  Tolnaes  Ihren 
norwegischen  X'anien  kennen  und 
sicher  auch  sehr  eigenartig  fin- 
den. —  Daß  Sie  aber  mit  Hilfe 
dieses  Xamens  zum  Film  koni- 
■neii  kühnen,  ist  ausgeschlossen. 
Es  kommt  hier  auf  gutes,  ele- 
gantes Äußere  und  vor  allein 
auf  das  Talent  an.  —  Anna  May 
Wong  spricht  sehr  gebrochen 
deutsch.  Trotzdem  können  .sie 
ruhig  in  deutscher  .Sprache  an 
sie   schreiben. 

Hugo  K..  D  a  n  z  i  g  :  Colleen 
Moore  ist  durch  die  First  Xalio- 
n:il.  Burb:iiik-Holly wood.  Kalifor- 
nien, L'.  .s.  A.,  zu  erreichen.  Con- 
rad Veidt  wohnt  Berlin  W  1*1. 
I.icblensteinallee  2.i.  —  \Verner 
Pittschau  kam  Ende  des  vorigen 
.lalires  durch  einen  l'nfall  ums 
Leben. 

J  o  h  n  P..   Kiel:  Ihr  Brief  ist 

.111    die    Künstlerin    weitcrgeleilet 

worden. 

Ilse    Slobrawa     wulint     Berlin    W, 

in   Köln  geboren,   ist   iiii- 

F'ilni.     Ilse    .Stobraw.is 


Herbert     B.,     M  i  t  t  w  e  I  d  e 
.Vschaffenburger   Straße   C.    wurde  am   9.   F'ebrii.'ir 
verheiratet     und     kam     von     der    Sprechbühne    zum 
nächster    Film    ist    ,, Revolte    im    Erziehiingshans". 

Tatjana  L..  Bad  Homburg  v.  d.  Hübe:  Wenn  Sie  Lust 
h.'thcii.  dürfen  Sie  uns  selbstverständlich  in  jciler  Woche  F"ragen  stellen. 
Die  neuesten  Filme  von  Olga  Tseheehowa  (außer  ..Moiilin  Rouge")  waren 
folgende:  ,.Weib  in  Flammen",  ,, Diane",  „Die  Liebe  der  Brüder  Roll". 
Die  nächsten  F'ilme  mit  Cl.-ilre  Rommer  heißen:  ,, Sensation  im  Winter- 
garte_n"    und    ,,Die    Todesfahrt    im    Weltrekord". 

Vera    H..    S  e  h  n  e  i  d  e  ni  ü  h  I  :    Ihre    Bildwiinsche    sind    vorgemerkt. 

Helga  S.,  Berlin:  Die  männliche  Hauptrolle  im  ..Sebinder- 
liannes"  spielte  Hans  Stüwe.  X;ich  Ihrer  Schilderung  kann  er  der  Be- 
treffende gewesen  sein.  Aber  einen  ..Pagenkopf"  trägt  er  nur  in  ver- 
schiedenen   F'ilinen.     Stüwe    wohnt    Berlin-Halensee,    PanlsUorner   Straße   9. 


II  ('  r  III  i  II  (•  \\  ..  \\  i  (■  II  :  W  ir  wcrili'ii  ilcii  KüiimIit  iiiicliiii.ils  .111  il.is 
Aiito;;r:iiiiiii  rriiiiici'ii.  \\  ii-  Sic  ja  m-IIjsI  wissen.  w;ir  er  oiiiif;«'  Zeil  \i'r- 
ii'ist   liiiil    i>r  iliin-li   Nciiir   KilniliitiKki-it   sclir  st.-irk   in  Aiispnicli   ki'"""!""'"- 

( i  11  s  t  a  V  I'  r  II  li  I  i  (•  li  -  V  r  r  c  li  r  c  |-  i  11  K  r  i  U  :i  II.  H  <•  11  s  li  «■  r  }■  : 
Kill  Hiicli  iilicr  (iiisi.iv  l'iiililiih  iiiiil  rr.iiiz  I.ccU'icr  K''it  fs  iiiclil.  — 
Das  AltiT  der  KiiiislU-r  ;;clii'ii  «ir  >;iiiiiils.itzli(li  iiiclit  .nn.  Friililiili  liclit 
.illi'  HliiiMiii  W  iTiirr  Kiillrrri-  liliiil  imrli  in  l'r.iK.  —  Kran/,  l.i'ilcri'r  i>t 
auf    ilc'iii     Wcfir    zur    lJr>si'riMi;;. 

K.  W.,  I,  (I  li  11  »  i  1  z  :  11.111  V  l'icl  lr.i;;t  «■inen  KiinstliTii.-inicii.  Sfiiicn 
ri<'liti}i,'<'>>     .N'.'iiiii'ii     will     rr     iiirlil     \  rriil'lriillirlit     Ii.iIkmi. 

r  i  I  III  r  a  t  I  !•  .         K  v  r  I  y  11         II  n  I  I  -  I,  i  I  i  .1  n  II  a  r  \  1'  y  -  \'  c  r  - 

r  li  r  r  r  i  11  .  H  r  i'  s  lau:  AiiUrr  in  ..l''rri«  ilii"  iiiid  ..AN'ciiii  .Mriisilicn 
ri-if  zur  l.ii-lio  wcnliMi"  spirltr  Kvclyii  Holt  iiiirli  in  fipl^^i'nili'ii  Filnicn: 
..Spiizrii',  ..W.iisi'  von  l,ii«o(iil\  ..Die  AililzclinjiiliriKcn".  ..I.ii'lirlfi'. 
..Der  fc'si'lic  Hiis.ir".  .Kiii  Miiilcl  iiiiil  ilri'i  Cliiwns".  Ihr  iiailisli'r  l'iliii 
lii'ilJt  ..N.'ii'lilliikal".  Km-I>  II  lliill  ist  lilinni.  Maiiäii;;!;;  iinit  .iiiili  im  l.i-lx'ii 
>\  iiip.illiiscli.  .Ni'iii,  sie  Iriint  kcinrii  Hiiliikupf.  Ilirr  CJriißi',  aiicli  .111 
l.ili.'in     llarvi'y.     siml     .■iiisKcriclitrt.       Kilil»  iiiimIi     ist     \  (irtc<'iii>'rk(. 

It  i  (•  li  .1  r  il  (;..  .'^  .1  ;;  .1  II  :  llciuiy  rurlrii  wnlint  Hln.-Dalili'ni.  l'.irk- 
>lialJi'  Tl.  Il.iirx  ricl  Illn.-Sihiiin'lii'rf;.  Am  l'ark  12,  Emil  .),iniiini;s 
It.rliii     W.     licMc'»  iir>lraUr.     K>pl.in.iilc-Il(ilcl. 

II  i  1  il  !•  ;;■  a  r  il  H..  S  t  11  t  I  «  a  r  t  :  ll.irry  l.icdlkc  wolinl  Hjii.-driim'- 
w.'ilil.    KiMii.'irrk.illi'i'    in.    iinil    ist    iiijl    ('liri>t.i    Tiirily    vcrliciralot. 

Will  y  -  K  r  i  1  .s  (■  h  -  \'  0  r  - 
<•  h  r  (■  r  i  II  ,  K  o  I  11  :  Willy 
l'rilM-li  hat  niiM'rc.-i  Wi.s.scns 
lilaii^r.iiic  Aii;;cn.  Kr  küiI 
.\iitiif;i;iniiii<'.  Kr  ist  .-null  im 
l.rluMi  ein  sy  inp.ilhischcr  iniil 
riDlilichcr  .Mensch.  Kin  Kinli 
iilur    ihn    H'iht    i's    nirlil. 

I.  lt..  II  a  1  «•  II  s  «•  <•  :  In 
..  r.irlntlr"  spiclli'ii  l.il  l).i;;c)- 
Mr.  Kmil  .l.innin^s  iiiiit  Wcr- 
iii-r  Kr.'iiiU  ilic  ll.iiiptrtillfii,  in 
(li'r  ..Kiiiii'iin  l.iiisf'  Alaily 
(  hrisli.ins.  Il.ins  AilalliiTt  miii 
Schli'tlii»  nnil  I.ntlc  l.iirriiiK'. 
Dir  'riii'lnillc  villi  ..Wcili  in 
l'l.iiiinirii"  Hiirilc  >üii  Ol^.i 
'l'M'hcchou.i  (l.irj;('slcllt.  In 
,,(ic'ht'iiiini>.sc  lies  Orii'iils' 
wirkli'ii  .M.iricll.i  .\lliaiii.  A;;- 
iic's  l>.-i,-rM-ii.  Dil.i  l'arlii.  Ni- 
cdl.'ii  Kiilin  iinil  Iw.iii  l'clru- 
vicli  mit.  In  ..Der  niiiile  Toil" 
.■-picltf  l.il  I);iK<ivi'r  ilir  wt'ili- 
liclir    ll.'iiiptrolle. 

K  .1  r  1  \V..  H  a  11  11  n  vor: 
Diilorrs  ilt-l  Kin  i.st  diircli  die 
Inilcd  Artist.-..  72IHI.  .s.uit.i  Mn- 
iiMM  Kdiih'vaid.  Dolly  U.Kid. 
K.ilifiiriiicn,  l'.  .S.  A.,  zu  cr- 
n-iclicn. 

(■  Il  .-1  r  1  1.  I  t  «•  T..  li  (■  r  I  i  11: 
Knisl  Vcndics  «nhiil  Itcrlin  U  , 
Kniscr  .Siralii"  1(1.  «iirdi-  am 
ti.  i)cz.i-niln'r  in  New  Ynrk  ni"- 
liiiri'ii.  ist  aller  iinn.iris<ln'r 
Sl.i.-its.-inni'lKirinkcit.  küH  Aiilo- 
^rainnii'.  i.st  li'di^  und  tra^t 
•stillen  richtigen  .V.iiiien.  Kr 
li.it  lir.iiine  Aiisen  niiil  silnv.ii- 
zes  Il.i.ir.  .Sein  iiiichsler  Film 
i.st  ..D.i.s  I,.iiid  ohne  Kranen" 
(..Hr.int  .\r.  la^"}  mit  Coiirail 
Veidt. 

K.  K.  K.  F.  ('  Il  .1  r  1  y  :  Otto 
Keiiiw.'ild  ist  der  Bruder  von 
(irete  und  llaiini.  Kr  widint 
Hin.- Frieden.!  11.  \\'iesli.idener 
.Sir.iUe  7!i.  Iiei  .\liiller,  wurde 
.1111  :.>:i.  Aiitcn.st  in  Kinist.inz  ^e- 
hciren  und  ist  ledit;.  Kr  treilit 
\if\  Spurt  lind  lieht  alle  Itlii- 
men.  —  Werner  Fhtterers 
.Adresse  ist  Hln.-Sienlitz.  Kleist- 
straße 27.  .Sein  iiiielister  Film 
ist  „Das  .Miidel  mit  der  Peit- 
selie"  mit  .\nny  Omlr.'i.  — 
\\illy  Kritseh  wiilint  Berlin  W, 
K.'iiseril.iinm  l'!I.  .Sein  neuester 
l'ilm  heillt  ..Mehidie  di's  Her- 
zens" mit  Dil.i  l'.irhi  ;ils  l'.irt- 
neriii.  —  (iiist.n  Fnihliehs  .\n- 
selirift  ist  Hin. -Westend,  lleer- 
slriitie  t<fi.  Der  Künstler  arhei- 
tet  .■iiiHenhlieklieh  an  ..lliieli- 
verr.il"  mit  (ierd.i  .M.inriis.  — 
Von  Martin  Ilerzherj;-  «iht  e.s 
.selhstverständlieli  aueh  Kilm- 
karlen.  —  .\lle  Kimstler  t?eheii 
.\utOKr.i'iiinc. 

Ji  i  1  (l  a  K..  K  ö  t  z  s  e  li  e  n  li  r  o  d  a  :  Ihr  Brief  an  Heinrieh  (;eor(!re 
i.'i  Yv  eitergoleitet  worden.  —  Einen  sehüiien  Film  von  Ihren  Hoclizeits- 
i-ieviii  likcilcu  wirrt  Jlinen  ri'.i-Werhefilm.  Berlin  SW  6»,  Koelistralie  6—8, 
■.i.<  \.vu. 

Vi  r  il  II  U.,  H  a  11  n  o  V  0  r  :  Ihre  Kenntnisse  iilier  I.ya  Mara  sind  wirk- 
lieb raboMi.-ifl.  Xur  ist  ihr  riehtincr  X.ime  iiicIil  Mizel  Cerdo«  itseli. 
sondern  l.issy  Oudowilsch.  .VuUer  in  den  von  llineii  aiiri;ezälilteii  Kilinen 
"ah  man  I.ya  Mara  vor  vielen  .Inhren  11.  a.  noeli  in  ..Pie  Venus  von 
Mmilmarlre"  und  ..D.".s  .Miidel  auf  Capri".  —  Das  I.ya  Mar.i-Aiito(;rainin 
werden  wir  Ihnen  kitü  hesoruen,  wenn  Sie  uns  noch  zu  der  Bildkarte 
II. ritt  Mark  in  Briermarken  senden.  Sie  müssen  sieh  atier  d.inn  noeh  eine 
('Ute  Weil"  Rednlden,  da  l,ya  M.ir.i  zur  Zeit  in  .\iiierik;i  wi'ilt.  —  Die 
le-t;err.'nden  Vilmheschreihiin^en  erh.-illen  Sie  sieher  noeli  dnreli  den 
!I!iistr:eiten  Kilmkiirier.  Berlin  W  !i,  Kiilhener  Stratte  .17.  Es  ist  leicht 
iiiOAle- il.  daß  die  ..Cräfin  M.-iriza"  wieder  einm.il  .lof  den  Spielplan 
koniiiil.      -    ..Dit     Kaiserin"    ist    noch    nicht    iir.iiifKefülirt. 

F  i  1  m  -  X  i  m  in  p  r  .s  a  t  t  (!  r  e  t  e  I'..  E  1  li  e  r  f  e  1  d  :  .I.iek  Trevor 
erschien  kiirzlieh  in  dem  Betty  B.'ilfoiir  -  Film  ..ClLiinpaßner".  Sein 
n.'iehster  Film  heißt  ..Meine  Schwester  und  ich"  mit  .Madv  riiristi.'ins  ;ils 
l'.'irtnerin.  ilcr  l.iliaii  H;irvey-Film  ...\dieii  .M.-iscotte"  (Das  .Modell  vom 
.Montparn.asscl  ist  noch  nicht  zur  Vranffiilirini);  jiclanj;!.  Evelvn  Holt 
liest  .ille  ihre  Briefe  seihst  lind  ni'il  Autogramme.  Christ.i  Tordv'-I.iedtke 
h.it  keine  Kiiidr-r.  Dolly  D.avis  wohnt  Baris  17,  40  Kue  riiiliberl  Delormc. 
Martin     llcrzhertf    ist    ledig. 


Esther  E..  Dresden  :  Von  H.imon  Xuvarro  können  wir  Ihnen 
leider  kein  .\utonr.iiiim  hesor^ten.  da  der  Kunstler  iiichi  mehr  in  Dentseh- 
l.'iiid  ist  und  wir  rnterschrifteii  nur  von  im  Inl.inde  wDhiiciiden  St.iis  \ er- 
mitteln. Louise  Brooks  wohnt  im  Kilen-Ilotel.  Berlin  A\  .  Biid.ipester 
Sir.ilie,  niiil  ;;iht  .\iitot;ramnie.  Sie  können  also  rnliift'  an  sie  schreihen. 
\\ Clin  Sie  .liier  ^\■crt  dar.inf  lesen,  d.ill  die  Besorfiniin-  durch  uns  n'e- 
scliieht.  so  w  edlen  Sie  uns.  bitte,  eine  Bildk.irle  mhi  der  Küiistleiin  und 
(I..MI    M.irk     in     Briefni.irken    einsenden. 

I  n  s  e  .  1  v  .1  n  I'  e  t  r  o  v  ich-  11  n  d  W  I  .1  d  i  in  i  r  (i  a  i  d  .1  r  o  w  - 
\'  e  r  e  li  r  c  r  i  n  ,  M  .1  i  n  z  :  AVcnii  Sie  ein  Aiitoi;r.'iniiii  von  I\.in  I'elro- 
vicli  liesilzeii  iiiöclileii.  so  M-hreilien  .Sie  ihm  .1111  besten  in  seine  Wnli- 
niiii;;,  Bln.-Sehmariieudorf.  Forkenbeckstr.iUe  äli.i,  d.i  es  von  dort  .ins 
mö^lieherw  eise  schneller  Kellt  als  durch  ilie  Filiiif;esellsch.ifl.  .sie 
können  deutsch  :in  ihn  schreiben.  —  Wl.idimir  (i.iidarow  ist  .iiicli  häufig; 
liei  der  .Sprechbiihne.  Kr  spricht  fast  flieljend  Deiitscli  und  ist  mit  der 
russischen    Sch.-inspiiderin    t)lKa    (izowsk.ij.i     vcrln-ir.-itel. 

D  j  w  .'I  n  (>..  I.  e  i  p  z  i  t4'  :  Die  Künstlerin  ist  niil  dem  biirctlcinlen 
Künstler    seil    kurzer    Zeit    ^  erheiratet. 

M  i  z  z  i  F..  W  i  e  n  :  Der  Iv.iii  l'etrovich-Film  ..Schloß  der  I.iidie"  ist 
Viir  Dcutschl.ind  neu.  J>  ist  von  der  fr.inzösisclien  K|-.iiico-l"iliiii;esell- 
sch.ift  herncslellt  unil  wird  durch  d.is  Filinh.ius  l'cindl  \  11  liehen.  Kiiie 
BcschiiMliiiiiK  werden  .Sie  sicher  durch  di'ii  ..1  lliisirici  ten  Filmkiiricr", 
Berlin    W    H,    Kötheiier    Straße    ;17,    erhalten. 

O  s  s  i  -  t»  1  .1         '1'.:  IliMiry 

Stii.-irt  spielte  die  Kiebli.ilier- 
rolli>  in  ..Sk.'ind.'il  in  B.ideii- 
H.iden".  —  Hans  Stiiwc  wohnt 
Blii.-Ilalensee.  I'.iulshorner 

Sli.'ilJe  !l.  iiiiil  wurde  .1111 
14.  M.ii  in  .Meckleiiliinj;  .ils 
Sühn  eines  l;u|s|lc.^itzers  -^r- 
boreii. 

H  o  s  1  .1  II  s  M  ii  II  c  II  {•  11  : 
Iw.in  I'etro\  ich  ist  ein  };roß<'r 
Bliimenfreiiiid.  Welche  ll.i.ir- 
f.irlie  er  hei  Fr.iiien  liebt,  ist 
uns  nicht  liek.innt.  Eine  sl.'iii- 
difre    I'.irtnerin    h.it    er    nicht. 

Erika  B..  (;  I  o  u:  a  n  :  Es 
ist  j.i  sehr  freiindlich.  d.il.l  Sic 
lins  Ihre-M.ißc  so  freiw  illi;;  ziii 
N'crfiiKuiiK  stellen,  aber  wir 
können  Ihnen  Iroizdi-m  nicht 
s.'isen,  ob  .sie  für  di'ii  Film 
Rceiffnet  sind.  Es  komnit  dort 
in  erster  Linie  auf  das  T:il<-iit 
an.  Wir  möchten  Sie  .'iber 
^leieli  d.ir.iiif  .iiifnierks.im 
machen,  d.iU  die  .\iissichleii 
beiiii  Film  gleich  Xiill  sind. — 
Da  Ly.i  .\l;ira  zur  Zeit  noch 
in  .\nierika  ist,  müssen  sie 
sich  schon  mit  dem  .\iilo- 
;;r:inini  noch  ein  wellig  yi'''"!- 
den.  Die  andere  Kiinsilerin 
haben  wir  d.ir.-in  erinnert.  — 
l.i.i  Kibcnscbulz  wohnt  Blii.-tlrii- 
iicw.ild.  t'.ispar-'riieyß-.Sir.  18. 
und  hat  .-im  lil.  .\I;irz  (iebnrts- 
t.if;.  (l.iire  Itommer  li.it  ihre 
W  ohiiiin;;'  in  Bln.-.Si'liönebi'i  n. 
Iniisbriicki'r  .Straße  If«.  und  er- 
blickte :im  7.  Dezember  d.is 
Licht  der  Welt.  I.ily  Daniit.i 
ist  durch  die  United  .Arlists. 
7l'(I(I.  S.inl.i  .Miinic.i  Boiilex.ird. 
Hollywood.  K.ilifornieii.  r.S..\.. 
zu  erreichen  niid  hat  :im 
10.  ,7iili  (ieJiurtst.iHr.  —  (■.innen 
Koni  wolint  Berlin  W,  l"lil.iiid- 
straße     i:is. 

Susi.  II  .1  III  II  11  r  ü  :  W'ci- 
ner  Fütteri-rs  n.-iihster  l'ilm 
heißt  ..D.IS  Mäilel  mit  der 
l'eitsche"  mit  .\nii\  (Indr.i  .ils 
r.'irlni'i  in.  Ihr  Bilil wünsch  ist 
vorgemerkt.  —  D.is  ji-ew  iinscble 
Heft    ist    noch    vorrätig. 

.M  a  r  i  .1  .S  t..  .\l  il  11  e  h  e  11  : 
In  ,.1'riscill.is  F.ihrt  ins  (Jliiik" 
ist  I'.iiil  ('.iv.in.i^h  der  l'.irt- 
ner  von  .\lady  Chrisli.ins.  In 
ihrem  nächsten  Film  ...Meine 
Schwisicr  und  ich"  sinelt  ilic 
Kiiiisllerin  mit  .I.ick  Tre\  or 
null  lp:o  Sym.  Mady  Christi.ins 
li.'it  dunkle  Anteil  iiiul  bi'.iii- 
iies  H.i.ir.  Daß  sie  einmal 
persönlich  nach  München 

kommt.  ist  wiihl  anznnch- 
inen;  w.inn  dies  KO^tliieht. 
wissen  wir         leider         .•iiich 

nicht. 
F  i  1  m  f  r  e  u  II  d  (in.  K..  E  d  e  n  k  o  li  e  n  1  Blieinpf.ilz'l:  AVir  emp- 
fehlen Ihnen  den  neuen  ..Filnifülirer ".  in  dem  sie  s.lmtliclic  .\dresscii 
Ihrer  FilmliebliiiKe  niid  scliiine  Bilder  von  ihnen  finden.  .sie  erb.ilten 
d.is  Buch  durch  ilen  Verl.iK  llliistr.  Filmwoche.  Berlin  SW  fi.s,  Koch- 
straße  6/H.  —  Lilian  Harvey  wohnt  Bln. -Westend.  .Miorn.illee  l(WI7. 
Lil  Datcover  Blii.-\\ Cstend.  Arys.illee  4.  Brigitte  Helm  Blii.-D.ihlem.  Im 
Winkel  5.  M.-iri.mne  Winkelslerii  Berlin  W.  I'bl.indstr.iße  ir.;i.  .Ienn> 
•liiKo  Berlin  W,  K.iiserd.imin  i'9.  Kntli  Weyher  Berlin-SchöncbcrK.  Stiiheii- 
rauchstr.iße  Im.  Louise  Brooks  Eden-Hotel,  Berlin  W.  Biid.ipester  Str.iße. 
(iret.i  (i.irho  ist  durch  die  .Metro-(ioldw  yii-Stndios.  Ciilver-City.  K.ilifornien, 
zu    erreichen. 

1.  i  s  :i  IL.  Dresden:  Lilian  (Jislis  I'.irtncr  in  ..HerzscliI.iK  der 
Welt"  w.ir  H.ilph  Korbes.  Die  Titelrolle  in  ..Kv.i  in  Seide"  wurde  von 
Lissy  .\rii.i  gespielt.  —  K.iinon  Xovarro  ist  .aller  W.ihrsclieinliclikeit  ii.icli 
schon  wieder  nach  Hollywood  ziirück;;ekelirt.  Ihr  Bildwnnsch  ist  \  01- 
Kcmerkt.  D;is  H.imon  Xov.irro-Biich  erb.ilten  Sie  diirrli  den  .\l.ix  .M.ittis- 
son-VerhiK.  Berlin  SW  fiH.  Ititterstr.iße  71.  L.irs  H.inson  ist  Schwelle,  mit 
der  schwedischen  Sch.'inspielerin  K.arin  .Miil.inder  \erheir.ilet  und  aiiKcn- 
blicklieh  durch  die  Elstree-Stndios.  Hersfordshirc.  En^I.iiid.  zu  erreichen. 
H.inson  spielte  ii.  a.  in  ..Erotikon".  ..Die  Landcsflüchti^cen".  ..(iöst.i  Ber- 
lins", ., Heimkehr ',  .Es  war".  ...I.ickie.  der  .Schiffsjunge".  ..I);is  -{ötlliche 
Weih",  ,.Stiirme '.  Werner  Fütterer  ist  Deutscher,  wurde  in  Str;ilsniid 
(■elioren.  Er  spielte  mit  Dina  (iralla  in  ..D.is  Fräiiloln  von  Kasse  IJ " 
und    ..Die    tolle    Kouileß" 


Oben: 

Unierhaltungen  im  Freibad 

Wannsee 


Oben: 
25000  Zuschauer  im  Regen 
bei    der   Grünauer  Regatta 


Im  Kreis: 
Silberfuchs  auf  der  Farm  in 
Oberlangenbielau    (Sclilesien) 

Pliol.   C/n-'l  oclirnsrtiaii 


Im  Kreis: 

Das    Mikrophon     auf     der 

Rennbahn 

P/tot.  Peulig-Woche 


Mitte: 
Der   jugendliche    König 
Michael  I  von  Rumänien 
mit  der  Königin  Mutler 


* 


Links: 

Ein  Prachtexemplar  aus 

Gays        Lion        Farm, 

Californien 


* 


Rechts: 
Der  Häuptling  White 
Horte  Eagle  besucht 
im  Alter  von  107 
Jahren  die  Grabstät- 
te Old  Shatterhands 
in  Radebeul 


\  II  K  II -^  t  (•  I,..  AV  i  <•  II  :  ..hns  Sclilnß  ilcr  l.ii-lic'-  l>t  fr.inziisisclios 
l'.iliiik.if.  lind  zw.ir  ein  KniiiKu-Kiliii.  riir  Dciilsclihiiul  \  cilii-liiMi  wird 
iliT  Kiliii  iliircli  (l.is  Kilinli.iii*  \\  illii-lni  I'riinll.  Kiiic  lii'Mliri-iliiiii;;  ilicscs 
l'iliii*  «rnli'ii  Sir  .sicher  iliircli  ili-ii  llliistricitcii  l'iliukiiiicr.  Ili-rliii  \V  fl. 
Kolhfiicr  Sir.-iUi-  ;I7.  i-rh;illcii.  —  l^.■lll  l'i-lr"\  irli  ist  iiiclif  M-ilifinilfl.  «Mi 
ihm  ilic  Vill.-i  in  Siliiii.ir;iriiiliirt'  n<'li''i'l-  <"''■''  "I'  ''■'  i'>"'  mn'  'i"'  -Mi«'!'" 
«iihiil.   \vis.-('ii   «ir   Iciilci    nicht. 

I'.  II.  7  :  M.il.v  l)cl>ch.ill  w.ihiil  Ucriin  \V.  WiltcMi.icIicr  Sir.ilJc  :!.•<. 
l-icil  n.nl.'rlcin  Hiii.-Wiliiicixloil.  H.ilicUhci  s<'i  sir.illc  ,Mi.  Krcil  Piiilcr- 
Iciii  >iiicll<'  II.  .1.  in  ..Hell  in  Kr.im-nscc-  nnil  ..Ans  il<-ni  T;ifii''iii''ll  «'ini'I' 
Kiikipllc-:  sein  inichsicr  l'ilni  ist  ..N.ichthiK.il'  mit  K\cl.Mi  lliill.  —  (':i- 
inill.'i  llnin  ist  Mir  einigen  'r.ifjen  in  Hellin  .•iii;;ekiimnicn.  «nhnl  im  Kilen- 
llnlel.     Kinl.iiiesier    Str.ilJe,      iiiiil      wiril      in      zwei     m-iicn     N.iliiin.il-W.nner- 

l'il n    ilii-    ll.iiinliiilli'    siiielen:    ...\l:iiliiiiii:i    im    Kenefi'nei'-    nnil    ..Die    Drei 

lim     Kilitli".  Kiiric.i    Heiifer    ist    (liirch    die    1  f;i.     Heilin     SW    (iS.     Kncli- 

sli:iUi'  t\—x.    zu   eiicicl I>i«'   Adri-sscn   iler   lieiden   .inileren    Künstler,   ilio 

zur    /eil    im    .\nsl;inil    «eilen,    sind    nicht    hek.-iiinl. 

K  r  i  k  .1  lt..  S  c  h  m  .i  r  «■  e  n  d  n  r  f  :  Kijlsl  llHlni.inn  ist  mit  der 
Scli.ins|iielerin  lledd.i  Keinii  \  erlieir.ilet  lind  li.il  .im  7.  Itivemlier  (Jidmrts- 
t;iK-      l'-i'    spii'lte    zuletzt    n.    .i.    in    ..Kiiiii.nin    seines    Herzens'. 

Fl.  St.,  n  r  e  s  il  e  11  :  Leider  können 
wir  Ihnen  .ins  techniselien  (ininden  in 
Ihrer  AiiKeleseiilieit  nicht  liidiiltlicli 
sein.  Wir  emiifehlen.  Ihrem  niönlicher- 
«eise  \erloreiiuc!i.inf;i'n>'ii  Hriel  nicht 
weiter  ii.ichzntr.-incrn  lind  einen  iieiieii 
.111  Iw.iii  l'eirdvieh  zu  schreiheii.  Anlii- 
UT.-imine  tiilit  er  jedenl'.-itls.  und  seine 
Wnhniin^  li.il  er  in  Itlii.-Schm.irnen- 
ihirf.  rorkenhecksIr.iUe  .Mi.i.  Kr  lieliii- 
del  sich  in  Berlin  nml  filmt  hier  ..Her 
(iiinsllin;;-    vnn    .sii-hiinlirnnn-. 

Chemnitz.  .M.  K.:  Il.irr.v  l.iedtke 
w.ir  früher  mit  der  Scli:ins|iieleriii 
l'rnrt.  d:in;ich  mit  Kiithe  Dorsch  ver- 
heir.ilet.  Clirisl.i  Tordy  ist  .-ilsn  seine 
dritte  (i.iltin.  Mit  .\l.iri:i  r.indler  wtir 
er     nieiiKils     verleiht     oder     \  erheii.itet. 

V  i  c  t  11  r  \l.         \'  .1  r  c  ii  n  i  -  V  e  r  - 

e  h  r  e  r  i  ii  :  Victor  X'.Mcimis  licIiliK«  r 
Viirn.ime  ist  .Micli.iel,  Der  Kiinstlci- 
w.ir  kürzlich  in  l.cndun.  filmt  jel/.t 
wieder  in  Amerik.i  und  ist  mit  der 
Säiifrerin     Xiisi      .\\.in.\  ussi      m-i  lieir.itet. 

—  Neil  ll.'iiniltiin  ist  unseres  Wissens 
.Vmorik.-iiier.  —  lliiclistw.ihrseheinlich 
ist  Wilhelm  Dielerle  Antidiesiizer.  Ihr 
Hildwnnsch  ist  vm  ;ienierkt.  .I.ihiiIiI. 
(Iiiss.v  Holl,  die  (i.ittin  miii  Kmil  .l.in- 
iiin;js.  w.ir  friiher  mit  ('iinr:id  Veiilt 
\  erlieir.ilet. 

I'  r  .1  n  /.  I.  e  d  e  r  e  r  -  \'  e  r  e  li  r  e  - 

r  i  II  .  .\l  .1  II  n  h  e  i  in  :  l'r.inz  l.cilerer 
ist  leider  Mii  Itliiiild.'irnicnlznnilnnK'  er- 
kr.iiikt  lind  niiilile  d.ihcr  mit  den  Anf- 
n.ihmen  zu  dem  A,if.i-I'iliii  ..Dil-  fiilele 
llerrenp.irlie  •  .ihlireclien.  Die  ihm  zii- 
Kcdnchte    üolle   spielt    nun    W.ilter    lüll.i. 

—  Ihre     Hildwiinsche     sind     viirjicini'rkt. 

—  (oiir.id  \eidt  ist  schon  mehr  .ils 
in  .l.'ihre  heim  l'iliii  und  k.iiii  \i>n  der 
Sprechliüliiie.  Ks  ist  nicht  .■insKe^'''il"s- 
sen,  il.ill  der  l'ilin  ..Die  Urinier  sichel- 
leiiheri;"  iiiicli  in  kleineren  Kinns  in 
Denischl.'ind  liinft.  I'.mil  .hinnin^s  Kiht 
,\iitii;i,r:imine  nnil  wnhril  im  Kspl.in.ide- 
llolel.  Itcrlin  W.  UclIcMiesti.iUe.  — 
W.iiiier  U.ixtcr  ist  durch  die  l•'ll^;-Stll- 
iliiis.  lim,  \\  eslern-Ave.,  Ilnll.v  « und, 
K.'ilifnriiien.  l'.  S.  A..  zu  erreichen,  ist 
ein  ^rollcr  MIninenfreiinil  nnil  ^iht 
.\iilii;;r,'imme.  Sie  Uöniien  rnhi;^  deutsch 
.111     ihn     sclirciheii. 

.\l  .1  r  y  II  II  li  K  r  ii  i  H.,  K  ü  1  n  -  X  1  p  p  e  s  :  Oli  der  helreffeinle  Künst- 
ler senide  .-im  II.  und  li.  .Iniii  in  Kiiln  geweilt  li.il.  wissen  wir  leider 
iiielit.  W;inii  Fr.iiiz  Lederer  einm.il  iwich  dort  kninint.  können  wir  Ihnen 
elienf.ills  nicht  s.iKen.  Ihre  CrüMe  li.ihen  wir  hestellt.  Der  Künstler  ist 
Min  seiner  Kr.inkheit  wieder  hci;;estelll  lind  wird  h.ilil  in  T'.iris  die  miinn- 
liche    11,'iiipti'iille    in    einem    'ronfilm    ...M.'iin.in    <'idihri"    spieh'n. 


,1  ;i  in  e  s  K..  H  e  1  K  <>  1  ••'  »  i'  :  ^'"''i  Uiink  widint  üerliii  W  .Mi.  TniKcr 
Sir:il!e  :!l.  DiirolhiM  \\  iccU  Miinclien,  'l'hierslr.iUe  til.  —  Aiiit.i  Dmris  he- 
findct  sich  zur  Zeil  in  Herliii.  .\her  «enn  sie  sclion  in  den  niichsieii 
'l'.i^^i'ii  eine  l'ilmreise  nnternehinen  sullte.  sn  diiiVen  Sie  uns  nicht  d.ifiir 
vei"iiit\\iirtlicli  in.ichcn.  —  Wenn  Sie  A  iitiinr.iminc  miii  im  Ansl.inde  widi- 
iieinleii  S|:irs  hesitzen  möcliten,  sn  müssen  Sie  Ihrem  Hriefe  einen  iiiler- 
n.itiiin.ilen    l'ostschein    heifüsen. 

1'  ;i  I      II  n  d      I'  .1  I  .1  c  I -  \'  e  r  e  )i  r  c  i  in      l'  s  c  h  i      N..      W  .i  I  il  c  n  - 

li  n  r  K  '■  'l'n\\>  T.vler  ist  unter  Heverl.N -Hills.  Ilnllvwiiiid,  K,ilifiirnien,  zu 
ciieiilien.  Kr  >rilit  Aiitiifir.iinme.  l'nseres  Wissens  tr.-iuM  T.vler  einen 
Kiinstlern.imen.  Ilse  Stidirnw.i  kniiimt  miii  der  Sprechhüliiie  zum  Kilni. 
Ihre  ii:ich-le  Arlieit  heilil  ..KeMilte  im  Krziehiinysh.uis-.  —  l'r.i^en  ülier 
die  Kiinfessiim  unserer  .Si.irs  «erden  ^i  iinds:itzlicli  nicht  lie.int«  nrlei.  — 
(th  H,irr>  l.iedtUe  hlniide  oder  dniikle  Hiiliiküiife  heviirziist.  entzieht  .sieh 
leider    nnseriT    Kenntnis. 

K.  K.,  H  e  r  I  i  n  -  K  r  i  »•  il  e  ii  ,i  n  :  Tiiseres  Wissens  Ist  Heide  Helm 
die  einzige  Scinvester  von  Hri^itte  Helm.  In  «eichen  Kilinen  diese  Künst- 
lerin niiti;e«irkl  h;it,  wissen  wir  leider  nicht.  .Ieileiif:ills  ist  sie  his  jetzt 
niicli  nicht  in  einer  ■rrnUeii  Kulle  herv  ornctreten.  Kin  .\iitiiKr:iinmt;if;-  mit 
Itii^ittc    Helm    wird    li,ild    n:icli    den    Suinmerferien    st,illfiiideii. 

1'.  S.,  H  e  r  I  i  n  :  Am  liesten,  sio 
wenden  sich  in  Ihrer  .\n>;eley;eiilieit  .in 
die  Kekhime.ihteilnnueii  verschiedener 
l"iliii.ucsellscli,irten,  wie  rf.i.  Berlin 
SW  «8,  Kiiclistr.iße  fi— S.  X.ition.il, 
Berlin  SW  IS.  Friedrichstr.ille  10. 
Terni.  llerlin  SW  fi!i,  KnchslniUe  7:1, 
A.if.i.  Berlin  SW  IM.  Kriedrichsir.iUe  Jj:), 
]>eiitsclies  l,iclitspiel-S>  ndik:il,  Berlin 
SW    IS.    l'riedrichslr:iUe    i-'.'). 

(■  i  II  y  .  (1  r  e  I  .1  «;  .i  r  h  n  -  V  e  r  - 
e  II  r  e  r  i  n  .  .M  ii  ii  c  h  e  n  :  (iret.i  (i.irho 
ist  ^riilJ,  liellhliiml  und  lil.'iniiiiKi^.  Sie 
lieht  :ille  Blninen.  Kill  Buch  iiher  si(> 
siht  es  iiichl.  —  .liiliii  Cillierl  li.ii  sich 
kürzlich    mit    Jii.i    (l.iire    vcrheir.itet. 

II  .1  n  s  '1'.,  I.  e  i  p  z  i  K  :  l'illy  Keiiidt 
isi  von  ihrem  riif:ill  wieder  herf;eslellt. 
—  Die  Kssi-in-Kilm  li.it  ihre  Itlinme  in 
Berlin  S\\  i.h.  l'riedrichstr:iße  21H.  die 
l.iiiider-l'ilm,  Berlin  XW  7,  J)orotheeii- 
slnille    1. 

I.  II  I  I  II  U.  .•!  n  s  A  II  ii  s  II  II  r  K  : 
ll.irry  l.iedtke  «nliiil  1<ln.-liriine\\  :lld. 
Bisin.irck.illee  III.  Die  (Jriiße  sind  .iiis- 
nerichtel. 

K  .1  t  j  .1  B..  Tilsit:  Iw.iii  l'elro- 
vicli  trciht  jeden  .Sport  mit  gleicher  Be- 
Keislernns;.  Kr  ist  ein  (••''oller  X.itiir- 
iiiid  Tierfreund.  I'etrovich  h.it  einen 
Sekretiir.  J.eider  können  wir  llineii 
«irklicli  nicht  verr.iten.  in  «elcliein 
.l.ihre  der  Kiiiisiler  fiehmen  ist.  eheiiso, 
oh  er  dunkle  oder  hlonde  Kr.inen  be- 
vorziint.  Schreihen  Sie  ihm.  fr:i;;en 
Sie  ihn,  viclciihl  nihl  er  Ihnen  .Ant- 
wort! 


MFDVilCFf  Zw^nii^vorstcllung..  Schwermut,  Unruhe.  Unlust,  Gedächtnis-, 
"KMwVjljJ  Nerven-,  Willensschwäche  (Rauchen,  Trinken,  Morphium), 
Anjfst,  BetaDgenheit,  Erröten.  Neurasthenie.  Stottern,  Schlailosigkeit,  Hysterie, 
Siuli^estions-  und  psychoanalytische  Behandlung  (ür  Gemüts-  u.  Nervenleiden. 
W.    SciBtfBaewerIC.    NcueGrünstraOc20,  II.    5—6 


Orchester   auf    der    Platte. 

K  I  I'  c  I  r  o  I  .1        modernisiert       .loli.'inn 

sir.iiiL!     .iiif     der      \\  nrlitz-( irnel.       ..The 

D.iiice    iif    tlie    lilne    Dannlie  •    sind     zum 

Mississippi     };e  wordene      ..Diin.'in«  eilen'. 

I. listig;   .'ikzentiiierl    nnil    von    iilierzeiicen- 

deiii      KoMrott-Kliy  tlimiis.       C  r  :i  m  m  o  - 

p  h  o  II       modernisiert        .lidninn       Strnnli 

durch   Theo   .Mnckehen:    ..Str.inli   to-d.iy, 

eine     .l:izzpli,int,isie.      Kffekivollo     l'.ir.i- 

Vlirnse     ühcr    die     hek,iiinteslen     Weisen. 

(Ir.'inimo]ilion     liilJt     ferner     Ahe     l..\ni:ins 

.I.izz-Solisten      ;inf     der      l'l.itle    .,We.iry 

We.isi'l"    hören.      Wilde    (li.irlestnn-Tr.i- 

ditioii.     Sehr    ostimiln.      Kiiie    l'l.itle    für 

wirklich    «"'e    T;inzer.     Hnmocord    sliinzt    durch    eine    Keilie    ;;eni:iler 

Khivierpintten.   die   W;ilter   (üesekinn-    hespielle.     Kine    wie   die   nndere   siifC- 

K'estiv,    vitnl.    perlend:    Die    ..Ar.ihesken"    von   Dehnssy    oder   die    ,,1'olon.iise 

in    .\s-l)iir'     von    «hopiii    oder    die      ...Moiiveinents      perpetnels'      oder      die 

(  linpin-Etüden.     (i  r  :i  m  in  o  p  h  o  n    verdient     I.oh    nm     d.is     E-Dnr-Ad.iKio 

Min   .\loz.irt,   il.is   (;eort;-   Knlenk.impff    scliinelzeiid,    pnizis    iiml    voller    Wolil- 

k  1.111(4    sjiielt. 

Wie  komme  ich  zum     M,    JL  m^  JL   Jl  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

FILff-VERLAG  HENNIG,  BERLIN -GRUNEWALD,  Em  9 


u 


i 


W^ihMtHe  mäe^Ufmmi0m, 


<$>  'i 


nur  durch  die 

niversum-Film  A.  6.,  Abt.  Ufa-Werbefilm 

Berlin  SW  19,  Krausenstraße  38/39,  Fernsprecher  Merkur  eoes/ea 


<$> 


Die  Ufa-Theater  werden  mit 


gereinigt. 


uektwlux 


Verkaufsstellen: 


Berlin  W  50,  Kurtürstcndamm  236.  Berlin  S  42,  Oranicnslr.  59  Brannschwei^,  Münzstr.  1  a     '     Bremen,    Hcrdcntorslcinwcg  5     /     Breslaa  I,  Junkcrnstr.  38  40     ' 

Chemnitz  Sa.,    Falkeplalz  2      /      Cobienz,    Schloßstr.  35      '      Danzig,  Töpfcriiassc  23  24  Dresden -A.,  Praijer  Str.  35  Düsseldorf,    Stcinslr.  2  I      '      Essen, 

Haupistr.  27     '     Frankturt  M.,   Mainzer  Landstraße  51  63  Freibnrg,   Kaiserstr.    132  Görlitz,    Jakobsir.   16  Halle  S.,    Mafidcburtiir  Str.  56  Hamburg  36, 

Gr.   Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofstr.   13  Kassel,  Obere  Kimiijsir,   13  Kiel,   Holslenslr.  61  Költa  Rh.,    Hohe    Str.  64      /     Königsberg,  Münzstr    17      ' 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,    Breiter    Weii    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvitorstr.    18  Münster,    Roscnstr.    9     ;      Rostock, 

Steinsir.  15     /     Stettin,  Schillersir.  13     f     Stuttgart,    Rotcbühlstr.    41  Wiesbä«Ifen,    Wilhelmstr.    18 

Außerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroO-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


llllllllllllllilllllllllllillllllllll.llllllllllllHlliillllHii.lliiilillllliilillllllilllllihllllllllllllJlllliaiilMillllllll^  Iffliiii l.ifflT 


'"""""""" '"" ' 


I^GTSGr  TcppicßG  u. 
I>GuiscßG  TGppicßG 


in   allen   Größen,    HiGSGn-Austv a^l 

Zum  Beispiel  gut&j,~.sc0were  QuaUläi 
3x4  Meier  sc^if  für  130  MarK 


9  9 


A.  naOlÖGim,  I^iä^xi^traße  6  bis  7 


K-J^- 


\m 


miiiiniiMunHiimuijinmiiimitniiMiniiTT 


niimmiiitiiiiininiiimimitiuiiiiiiiiiitniinniiiHii 


Dt.    Hans   Böhm 

Unsere  Flimmerköpfe 

Lin  Bildwerk  \om  deutsJieii  lilin 

Neue  crweilcrle  Aiisf^.ibe.  Mit  An?Jiii[ioii,  ilcn 
Tcleplionniiinniern  iiiul  neiicsleii  bildnissen  llirer  1  iliii- 
lieblinge.  4  i  6  Seiten  st.irk.  k.irtoiiierl.  Geyen  Vorein- 
sendung des  Betrages  von  RM  4. 40.  sonst  Niulin.ilnne 

ILLUSTRIF^RTE  FILMWOCHE  G.M.  ß.  IL 
BERLIN    S  W  6  8  ,    K  o  c  h  s  t  ■•  o  |t  c    6-8 

Postsdiei.i\koiilo  Berlin    14,*^! 71 


Sdiulmandien-Teinf 


eine  Gcsiclitsli.aut.so  z.Trt,  K<'seliineidiß:iinil 
rosig  wie  die  eines  Scliiiluiäilclieii.s,  konnon 
Sie  durch  die  leichte  IJeliaiullung  Ihrer 
Haut   mit   „Eta-Teint-Maske"    er/ieleti. 

Tragen  Sie  die  Muske  tiiglieh  3U  Minu- 
te», ruhen  Sie  sieh  aus,  wahrend  sie  wirkt. 
Sie  werden  fühlen,  wie  sie  all  das  aus 
der  Haut  zieht,  was  diese  verstopft  und 
zerstört.  Stauh  und  .'^(■liniutz,  .•|ll•^l■st<lrll(•nl• 
Huut  und  erhärteter 'i'aif;-  vM'rdeii  von  der 
„Kta-'l'eint-.Maske"  an.'  den  l'oreii  {jezuKeii. 
IJie  Ursache  der  Mitesser  und  Flecken  ist 
dann  beseitigt.  Sie  werden  eine  ange- 
nehme Krvväriuung  eniptindcii,  da  das  Hlut| 
in  die  Haut  getrieben  wird  und  diese  nährt 
und  neu  belebt.  Nach  30  Minuten  stellen  Sie 
lest:  Wangen  wie  Bösen,  verjünKtes  Aus- 
sehen, klare,  reine  Haut,  weiche,  zarte 
Haut.  Kleine  P'alten  sind  verschwunden,  Runzeln  dadurch  ganz  geglättet, 
erweiterte  Pjrcti  zusammengezogen,  erschlaffte  Muskeln  werden  fester.  Viele 
Frauen  von  40  Jahren  u.  darüber  erscheinen  in  30  Minuten  um  10  Jahre  verjüngt. 
Versuchen  Sie  es  am  Abend,  wenn  .Sie  vorhaben,  au.szugeheu  oder  Itesuch 
zu  empfangen.  Sie  und  Ihre  Freunde  werden  begeistert  iilier  die  neu  ir- 
stundene  Schönheit  sein.  Sic  werden  zu  Ihrem  Besten  aussehen,  und  weil 
Sie  dies  wissen,  sich  am  wohlsten  fiihlen.  Tun  Sic  es  in  Ihrem  eigenen 
Interesse.  Preis  der  „Eta-Teint-Maske"  Mk.  4,—  uiul  I'orto.  Versand  un- 
auffällig per  Nachnahme  durch  die  „Eta"  C'hem.-teehn.  Fabrik  G.  m.  b.  11., 
Bcriin-l'ankow   19,  Burkumstr.  2. 


Bekanntmachung 

17*5  75«'  sowohl  von  Arbeitgeber-  als  auch  von  Arbeit- 
alt  nehrnerseHe  wiederholt  die  Frage  an  uns  geridiiet 
worden,  ob  wir  in  der  Lage  seien,  audi  versidierungs- 
pfliditige  Personen  in  unsere  Krankenversidierung 
aufzunehmen. 

Da  nur  Ersatzkassen  hierzu  berediiigt  sind,  so  haben 
wir  mit  der 

Ersatzkasse   des  Kaufmännisdien   Vereins    Merkur 

in  Nürnberg, 

der  zu  den  angesehensten  Organisationen  des  deui- 
sdien  Kaufmannsstandes  gehört,  eine  Arbeiisgemein- 
sdiaft  gesdilossen. 

Unsere  Gesdiäflsstellen  und  Vertretungen  sind  nunmehr 
in  der  Lage,  audi  versidierungspfliditige  männlidie 
Personen  des  Kaufmannsstandes  für  die  Ersatzkasse 
des   Vereins  Merkur  aufzunehmen. 

Auskünfie  und  Prospekte  stehen  gern  zur  Verfügung. 

Vereinigte 

TfrattHeamsidieruttgs-fiktlengesellsthttll 

(vormals  Gedevag,  Kosmos  and  Selbsthilfe) 


Generaldirektion: 

Serlitt  W50,  Jifeue  :/lnsbather  Sfr.  7 


Barbarossa    9431 


Einzelpreis  40  Pt.  (ur  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berhn  SW  68,  KochstraQe  6—8.  Schrift- 
miL  i"^c  L  Ros«"''?,'''— Aros.  Berhn.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterrei.h  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I.  Domgassc  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schaefer,    Cbarlottenburg.      Anzeigenverwaltung    Bepa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schert    0.  m.  b.  H,  Berlin  SW  68 


Prioted  in  (itxtLuüj. 


IT 


IW 


/^^ 


NUMiMER    29       /      BERLIN,    21.    JULI    1929       /       PREIS    ^0    PFENNIG 


riw:    .M    (i.M 


c^.,,.'.  i9./o«.,  </«•  QH-gMl-cflur 


>  )■ 


hat  die  Welt  ein  besonderes  Gesicht.  So  kennt  man 
sie  noch  wenij«.  Immer  möchte  man  diese  eigenartigen 
Bilder  aus  der  Vogelschau,  diese  neuartigen  Eindrücke 
im  Gedächtnis  behalten.  Ganz  einfach:  Die  Filmkamera 
oder  den  Foto-Apparat  zur  Hand  genommen,  geknipst, 
und  schon  sind  die  herrlichsten  Ausblicke  für  alle 
Zeiten  im  Hilde  festgehalten 


Wir  inrormicrcn  Sie  gern  und  uiivcrbiiullich  Ober  Anscha/TuiiKskosIcii  iiiul 
Handhabung  der  Aufnahme-  und  Wicdcrgabt'-Apparato  dt-r  Aniateur-Kincniato- 
graphio  b»\v.  der  Fotografie.  Bitte  sehreiben  Sic  uns  odtT  besuolu-n  Sie  die  Aus- 
stellungsräume der  t' fa-HandcIsgescl  Ischaft.  Berlin  SW68,  KochstraUe8 


n  I  j:    ^s  o  c  ii  i.  \  s  c  ii  k  i  i   \    d  w  k    r  j  l  m  r  u  i:  i  \  d  e 


>^^ 


^ 


DöiS   Q  h  ö  n  r  ad  Im    Film. 
CONQAD  NAGEL  und  die  Sporlgirls  in  einem  neuen  Cecil  ß.  de  Milie-Film 


.  k 


Rrigilli-  Helm 


l'h.'l    i  h' 


Zufall,  daß  die  Romane  von  Edgar  Watlace  und 
don  ein  immer  breiteres  Publikum  finden  und 
Karl  May,  der  doch  in  wesentlichen  Punkten 
Beliebtheit  nicht  verloren  hat.  Der  Abcnteuer- 
n  Handlung  regelmäßig  einen  Menschen  vorführt, 
cn  wildesten  Augenblicken  zu  behaupten  weiß,  enl- 
ntessenz  des  modernen  Lebens.  Es  wird  dem  ein- 
r  schwieriger  gemacht,  sich  durchzusetzen  und  die 
Konkurrenz  zu  überflügeln.  Mit  den  alten  A^itteln,  wie  Tüchtig- 
keit und  Fleiß,  ist  das  Leben  allein  nicht  mehr  zu  zwingen. 
Der  originelle  Einfall  bestimmt  heute  den  Erfolg,  das  blitz- 
schnelle Erfassen  der  Situation  ist  notwendig,  um  im  Daseins- 
kampf nicht  unter  die  Räder  zu  kommen.  In  den  Abenteuer- 
romanen sind  nun  die  Schwierigkeiten  gehäuft.  In  jedem  Augen- 
blick wachsen  Widerstände  empor  und  stellen  die  Personen  in 
einem  fort  vor  unerwartete  Situationen.  Es  kommt  immer 
anders,  als  es  .sich  der  Leser  und  die  Figuren  dieser  Bücher 
gedacht  haben.  Damit  erwacht  im  Leser  die  Neugier,  der  immer 
gespannt  bleibt,  auf  welche  Art  wohl  der  Held  des  Buches  den 
Kopf  aus  der  Schlinge  ziehen  wird,  die  ihm  bereits  eng  um  den 
Hals  liegt.  Ganz  ähnlich  geht  es  dem  Zuscliauer  im  Kino,  wo 
seine  Gedanken  auch  den  Bildern  vorauseilen  und  er  in  der 
Regel  den  Verlauf  der  Handlung  vorausdenkt.  Der  abenteuer- 
chc  Mensch  interessiert  in  Roman  und  Film  deshalb  so  stark, 
weil  sein  Leben  eirT  ewiges  Auf  und  Nieder  ist.  Der  Abcn- 
teurct  kommt  leichter  in  die  Hölie,  weil  er  mit  Witz  und  Pfiffig- 
keil   jede    Situation    aiis/unutzcn    versteht,    aber    für    ihn    ist    die 


f 


Gefahr    des    Absinkcns   schneller     gegeben     als 
sehen,    der    die    Höhe    langsam    erreichte. 

Ein  Manolescu  kann  heute  als  großer  Herr  auftreten  und 
morgen  sclion  bettelarm  sein.  Was  ihn  in  einer  solchen  Situation 
vom  Durchschnittsmenschen  unterscheidet,  ist  seine  äußere 
Sicherheit,  das  genaue  Erkennen  des  Umslandes,  daß  jedes 
Anzeichen  von  Schwäche  seinen  Untergang  bedeuten  würde. 
Dann  hängt  es  oftmals  von  einer  Kleinigkeit  ab,  einer  geschick- 
ten Geste,  durch  die  eine  prekäre  Angelegenheit  in  das  Ge- 
genteil umgewandelt  wird.  Krank  und  innerlich  verzweifelt 
hockt  der  Abenteurer  Casanova  in  seinem  Zimmer  in  Mitau 
und  hat  plötzlich  den  guten  Einfall,  dem  Zimmermädchen,  das 
ihm  die  Morgenschokolade  bringt,  seine  beiden  letzten  Gold- 
stücke als  Trinkgeld  zu  geben.  Schon  spricht  alles  von  seinem 
Reichtum,  und  sein  Kredit  ist  wieder  unbegrenzt.  Der  Aben- 
teurer Mosjukin  hat  es  sogar  schwerer,  da  es  eine  Gesellschaft, 
wie  sie  zu  Casanovas  Zeiten  tonangebend  war,  nicht  mehr  gibt. 
Das  ,, gesicherte  Leben",  das  ehedem  nicht  nur  hochstehende 
Kreise,  sondern  breite  Schichten  des  Bürgertums  führten,  ist 
zu  einer  seltenen  Ausnahme  geworden.  Diese  Tatsache  hat 
eine  völlig  veränderte  Lebensauffassung  hervorgerufen.  In  das 
Schicksal  der  meisten  Menschen  ist  ein  gewisses  abenteuerliches 
Etwas  gekommen,  eine  verschärfte  Spürfähigkeil,  wie  sie  ehe- 
dem nur  das  Geschlecht  der  Schelme  besaß.  Die  Welt  von 
heute  betrachtet  den  Abenteurer  wie  die  Engländer  ihre  aben- 
teuernden Weltfahrer,  deren  Streiche  das  Imperium  zusammen- 
eroberten. 


Brigille  Helm 


Es  sind  jene  Antlitze,  die  eines  Tages  aus 
unserem  Gesichtskreis  verschwinden  und 
deren  Eigenart  wir  vergessen.  Wir  denken 
erst  flüchtiger,  dann  kaum  noch,  später  gar  nicht 
mehr  an  sie  und  sind  überrascht  und  er- 
schreckt, wenn  sie  nach  vielen  Jahren  wieder 
auftauchen:  gealtert  zwar,  aber  doch  von  un- 
verkennbar echter  Prägung.  So  ist  es  vor  allen 
Dingen  mit  den  Gesichtern  jener,  die  für  Jahre 
in  den  Gefängnissen  verschwinden,  weil  sie  eine 
Schuld  zu  sühnen  haben,  und  deren  man  sich 
nicht  gern  erinnert.  Vor  allen  Dingen  dann 
nicht,  wenn  ihre  Schuld  eigentlich  nicht  so  groß 
war,  daß  sie  so  hart  gesühnt  werden  mußte, 
oder  wenn  gar  der  in  Freiheit  gebliebene  Ur- 
heber des  Vorfalls  von  einer  Schuld  bedrückt 
wird,  die  der  andere  mit  abbüßen  muß.  Viel 
häufiger,  als  man  meint,  tragen  sich  ja  solche 
Vorfälle  zu  und  finden  in  irdischem  Sinne  keinen 
Abschluß.  Es  war  daher  einmal  angebracht,  das 
Thema  zum  Gegenstand  eines  Films  zu  machen 
und  seine  starke  dramatische  Bewegkraft  mit 
filmdramatischen  Effekten  zu  verbinden.  Nament- 
lich die  Darsteller  mußte  eine  solche  Aufgabe 
reizen,  denn  hier  fanden  sie  Rollen,  die  es  ihnen 
ermöglichten,  Menschen  und  Schicksale  dar- 
zustellen und  außerdem  durch  die  Kunst  der 
Maske  die  Wandlungsfähigkeit  ihres  Aussehens 
zu  beweisen.  Victor  Scherlzinger,  dem  wir  eine 
ganze  Reihe  hübscher  Filme  verdanken,  hat  auch 
diesmal  wieder  ausgezeichnet  und  sorgfältig  ge- 
arbeitet. Seine  Art,  das  Milieu  stilecht  auf- 
zubauen und  mit  der  notwendigen  Atmosphäre 
zu  versehen,  bewährt  sich  gerade  in  vorliegen- 
dem Falle  wieder  bestens.  Die  Handlung  gehl 
nicht  in  den  bürgerlichen  Kreisen  zu,  auch 
nicht  in  der  robusten  ,, Unterwelt",  sondern 
in     einer     ganz     merkwürdigen     und     reizvollen 


Oben:    Olga    Baclanoua.   links    unten:     Clive   Brook 
reclils:    Marx  Brian 


Atmosphäre.  Der  Hauptdarsteller,  der  Heliotrop- 
Harry,  so  genannt  nach  seiner  Vorliebe  für  diese 
Blume,  ist  ein  Gentlemaneinbrecher,  der  mit 
seinem  Freunde  Fioggy  geheime  Spielklubs  aus- 
hebt, und  das  eigentlich  auch  nur  tut,  um  seiner 
verwöhnten  Frau  und  seiner  kleinen  Tochter  ein 
angenehmes  Leben  zu  verschaffen.  Das  ameri- 
kanische Ethos  entschuldigt  hier  die  Tätigkeil 
des  Hauptdarstellers:  er  knöpft  eigentlich  nur 
solchen  Leuten  das  Geld  ab,  die  es  doch  im 
Spiel  verlieren  würden,  oder  gar  anderen,  die 
während  des  Spieles  versuchen,  Geld  auf  be- 
trügerische Weise  an  sich  zu  bringen.  Hier  lebt 
der  edle  Räuber  der  Kolportageromane  wieder 
auf:  Schinderhannes  hat  sich  den  Frack  an- 
gezogen und  die  .Manieren  moderner  Gentleman- 
verbrecher wieder  angenommen;  Raffles  und 
Arsene  Lupin  sind  seine  Vorbilder.  Freilich  be- 
sitzt er  nicht  ganz  den  Zynismus  der  beiden 
letzten,  allerdings  auch  nicht  ihren  Humor,  der 
sich  ja  auch  nicht  ganz  einfach  verfilmen  ließe. 
Heliotrop-Harry  ist  eine  Magazinfigur,  glatt  her- 
ausgeschnitten aus  der  ,,Saturday  Evening  Post". 
Leider  hat  Harry  sein  Herz  an  eine  Frau  ge- 
hängt, die  ihn  haßt,  weil  ihr  ein  anderer  Mann 
besser  gefällt.  Sie  ist  aber  nicht  moralischer  als 
ihr  Gatte,  sondern  von  der  Gier  nach  Genuß  be- 
sessen. Und  während  er  auf  Raub  ausgeht,  um 
die  notwendigen  Mittel  zum  Unterhalt  der 
Familie  herbeizuschaffen,  trifft  sie  sich  mit  ihrem 
Geliebten.  Ein  solcher  Film  kann  nur  wirken, 
wenn  zwei  starke  schauspielerische  Individuali- 
täten sich  für  die  Hauptrollen  einsetzen.  In  vor- 
liegendem Falle  sind  es  Olga  Baclanova  und 
Clive  Brook.  Die  Baclanova  gibt  sich  ganz  als 
Vamp,  als  die  große  Verführerin,  Clive  Brook 
erreicht   seine    Wirkungen    durch    leise    A^ittel. 


'f 


Oben  and  unten:    Clive  Brook 


Pliot.  Parjinount 


Mar\  Diincan,   ein  rascli  beliebt  ecirordcner  Fnx^tci'- 


Phot.  FoK 


]jOaS'HiaM.SccA.cKffo^uHk?&e^mASf^ 


Cccil  H.  de  Millc  liebt  es,  in  seinen  Gcsellsthallsiilmen 
einen  unerhörten  Luxus  zu  entfalten.  Die  teuersten  Dinge 
sind  ihm  gerade  recht,  um  prunkvolle  Inneniäume  zu  ent- 
falten, und  die  Boudoirs  seiner  Hauptdarstellerinnen,  als 
deren  Typ  er  mit  Vorliebe  die  Mischung  ,, Sündig  und  süß" 
liebt,  sind  wahre  Stapellager  von  Teppichen,  Kissen  und 
Decken.  An  einem  Tage  betrat  er  etwas  verärgert  eine  so- 
eben für  die  Aufnahme  hergerichtele  Dekoration,  betrachtete 
sie  kritisch  und  fand  auch  gleich  einen  Grund,  sich  zu  argern 

, .Warum  liegt  in  diesem  Boudoir  nur  e  i  n  Eisharfell?" 
fragte  er  stirnrunzelnd. 

,,Wir  haben  nur  eins",  antwortete  der  Architekt  schüchtern. 

,.Ach.  reden  Sie  docli  nicht,  ich  weiß  ganz  genau,  daß  wir 
zwei   haben   .   .   .   ein   weißes   und    ein   braunes.  ' 

Alice  White,  ein  junger  Star,  der  schnell  beliebt  geworden 
ist,  mußte  sich  neulich  einer  Reihe  von  Probeaufnalmien 
unterziehen,  um  die  sie  manches  Mädchen  beneidet  haben 
würde.  Der  Regisseur  bestand  darauf,  weil  in  dem  Film 
eine  wirksame  Kußszene  vorkommt  und  er  nun  den  ge- 
eigneten Partner  aussuchen  wollte.  Es  waren  nicht  weniger 
als  22  Kandidaten  für  diese  angenehme  Beschäftigung  vor- 
gemerkt, und  es  hätten  sich  sicher  noch  mehr  eingefunden, 
wenn  nach  ihnen  gefragt  worden  wäre.  Ks  wurden  also 
22  Probeaufnahmen  gemacht,  und  Alice  White  hatte  reich- 
lich Gelegenheil,  sich  über  die  Fähigkeiten  ihrer  Partner 
zu  unterrichten.  Freilich  enthielt  sie  sich  jedes  Urteils, 
und    als    sie    der    Regisseur    lachend    fragte,    wer    nach    ihrer 


Meinung  der  geeignete  Partner  sei,  zuckte  sie  vielsagend  die 
Achseln,  und  Nahestehende  konnten  die  wenig  schmeichel- 
hafte Bemerkung  ,, Nichtskönner"  hören.  Nun  wird  also 
der  Vorführungsraum  darüber  entscheiden,  welcher  Partner 
sich  am  besten  auf  der  Leinwand  ausnimmt.  Ihre  Kolle- 
ginnen behaupten  allerdings,  Alice  wünsche  sich  dringend 
noch  eine  Probeaufnahme  .   .   . 

* 

Gespräch   in   einem   Filmcafe   Hollywoods: 

Ja,    ja,    glauben    Sie    mir,    Geld    allein    macht    nicht 

immer  glücklich.  Ich  kenne  Schauspieler,  die  beziehen  eine 
Gage  von  tausend  Dollar  am  Tag  und  sind  so  furchtbar  un- 
glücklich. —  Und  dann  gibt  es  dagegen  welche,  die  erhalten 
nur    fünfhundert    Dollar     am    Tag     und    fühlen    sich    restlos 

glücklich  .   .   ." 

* 

Viola  Dana  hat  ein  berühmt  schlechtes  Gedächtnis,  sie 
kommt  also  auch  diesmal  wieder  einen  Tag  zu  spät,  um 
Mae  Murray  zum  Geburtstag  zu  gratulieren.  Die  Murray 
weiß  das,  ist  etwas  nervös  und  führt  den  Gast  in  den 
Salon,  wo  die  Dana  mit  Entsetzen  sieht,  daß  der  herrliche 
Stutzflügel   der   Murray   in  der   Mitte   durchgebrochen. 

,,Aber  was  war  denn  los?"  sagt  sie  entsetzt.  ,,lst  etwa 
ein  Unglück  passiert?" 

„Ach,  kein  Gedanke!"  lacht  Mae  Murray.  ,,Noah  Beery 
versuchte  alisolut.  uns  eine  Sonate  von  Tschaikowsky  \or- 
zuspielen;  und  da  er  immer  wieder  steckenblieb  und  von 
vorn  anfing,  so  hat  ihm  Milton  Sills  schließlich  den  Flügel 
weggenommen." 


I 


i 


L i  1 1  an    H arv ey    und   Igo   Sy m 
In  dem  Ufa-Film  „Wenn  Du  einmal  Dein  Herz  verschenkst" 


sl  die  Zeil  der  „Westcrnbilder"  \orbei?  Wird  der 
Tag  kommen,  an  dem  der  letzte  Cowboy  seinen 
Lasso  zusammenknüpft,  die.  riesigen  Sporen  ab- 
schnallt uhd  den  Sombrero  an  den  Nagel  hängt? 
Fast  könnte  es  so  aussehen,  denn  m  den  letzten 
Jahren  sind  immer  weniger ^Westernbilder  angefer- 
tigt worden.  Sogar  Tom  Mix,  dr.s  Oberhaupt  der 
Gilde,  hat  ein  Jahr  gefeiert  und  jetzt  nicht  einen 
Filmvertrag,  sondern  einen  Zirkusverlrag  abge- 
schlossen, freilich  zu  einer  G^ge,  die  ihm  heute  der 
Film  nicht  mehr  zahlen  könnte.  Der  Tonfilm  hat 
mit  dazu  beigetragen,  daß  die  Produktion  der  Wild- 
westfilme nur  noch  in  geringem  Maße  aufrecht- 
erhalten wurde.  In  der  Tat  war  ja  der  Betrieb  ein 
bißchen  schematisch  geworden.  Die  Mehrzahl  dieser 
Filme  wurde  rasch  heruntergedreht,  und  nur  wo  es 
sich  um   große  Namen   wie  Hoot   Gibson,   Tom   Mix 


oder  Ken  Maynard  handelte,  wurde  mit  Sorgfalt 
gearbeitet.  Der  gute  Mann  war  immer  der  ehr- 
liche, hübsche,  jedoch  arme  Cowboy,  der  nichts  als 
sich  und  seinen  Gaul  besaß,  mit  dem  er  allerdings 
die  tollsten  Zirkusszenen  ausführte,  der  böse  Mann 
dagegen  war  in  der  Regel  ein  reicher  Farmer  oder 
Minenbesitzer,  der  den  biederen  Vater  eines  engel- 
reinen Mädchens  so  zu  umgarnen  wußte,  daß  er  die 
Holde  beinahe  erobert  hätte,  wenn  nicht  —  Ha!  — 
der  tapfere  Cowboy  im  letzten  Moment  dazwischen- 
gesprungen  wäre,  womit  alle  Untaten  des  Rivalen 
aufgedeckt  wurden.  Diese  Buffalo-Bill-Geschichtcn 
für  Erwachsene  ziehen  heute  nur  noch  in  der  ameri- 
kanischen Provinz,  die  ja  ganz  anderen  Idealen 
huldigt  wie  New  York  oder  Boston.  Für  diese 
Zentren    und    für    Europa    ist    eine    andere    Gattung 


Ccm^P 


Wildwestgeschichten  entstanden,  die  an  Bret  Harte 
und  Jack  London  erinnert.  Das  Abenteuer  wird 
immer  eine  entscheidende  Rollg'  im  Film  spielen, 
und  es  wird  immer  das  eigentliche  Element  eines 
Cowboyfilmes  sein.  Entscheidend  ist  natürlich  stets 
die  Art,  in  der  die  Fabel  vorgetragen  und  zu 
Bilde  gebracht  wird.  Wenn  Hoot  Gibson  seine 
reiterischen  Kunststücke  vorführt,  so  ist  das  allein 
natürlich  schon  ausreichend,  um  breite  Teile  eines 
Filmes  interessant  zu  machen.  Dieser  Cowboy- 
darstellcr  bietet  beste  artistische  Schule,  nicht 
mehr  zu  überbietende  Zirkuskunst,  die  außerdem 
noch  dadurch  Wert  erhält,  daß  sie  nicht  in  der 
abgegrenzten  Enge  einer  Manege,  sondern  in  der 
sonnigen  Weite  der  Prärie  vor  sich  geht.  Diese 
letzten  Cowboys,  Hoot  Gibson  und  Ken  Maynard, 
werden    die    alte    Cowboylradition    wieder    festigen. 


"?* 


Als  Begleiter  sind  ihnen  natürlich  jene  stürmi- 
schen Jungen  geblieben,  die  beim  Film  manche 
Veränderung  überdauerten.  Diese  echten  Kinder 
des  wilden  Westens  sind  mit  ihren  Pferden  ver- 
wachsen, sind  Zentauren  der  Neuzeit,  die  keinen 
Schritt  tun,  den  sie  nicht  im  Sattel  zurücklegen 
können.  Diese  buntscheckige  Komparserie  ver- 
läßt natürlich  ihre  Pferde  nicht,  sondern  jeder 
dieser  rauhen  Kerle  hegt  und  pflegt  seinen  Gaul 
wie  ein  Kind.  Daher  kommt  die  überaus  große 
Anhänglichkeit  zwischen  Mann  und  Pferd,  wie  sie 
nur  bei  Reitervölkern  zu  finden  ist,  nicht  aber 
mehr  innerhalb  von  Gebieten,  in  denen  das  Pferd 
maschinellen  Beförderungsmitteln  weichen  muß. 
Der  Tonfilm  greift  auch  auf  den  Cowboyfilm  über, 
und  wir  wprden  bald  die  rauhen  Kolilen  und  die 
rioÜeder   von    der   Leinv  ;.'id    vernehmen. 


I 


d6[)^j(>m(>4u^e*c  dm-^^<jß(iXj 


Als  in  Joe  Mays  „Tragödie  der 
Liebe"  der  Schnellzug  durch  die 
nächtige  Schneelandschaft  raste, 
sprang  der  zündende  Funke  der  Be- 
wegung auch  auf  das  Parkett  über,  das 
sein  Gefallen  in  lautem  Beifall  äußerte. 
Dabei  sind  Lokomotiven  und  Eisenbahn- 
züge schon  seil  den  Anfängen  des  Films 
notwendige  Requisiten  gewesen,  da  die 
Romantik  des  Reisens  durch  nichts 
besser  betont  werden  konnte.  Aber  die 
Entdeckung  der  Lokomotive  als  leben- 
des Wesen  ist  Joe  May  zuzuschreiben, 
der  überhaupt  die  starke  Bildwirkung 
der  Technik  früh  erkannte.  Diese  nächt- 
liche Schnellzugsfahrt  —  ein  Bild,  das 
trotz  der  Abwesenheit  von  Menschen 
ergriff  —  war  eine  Trickaufnahme, 
deren  exakte  Ausführung  noch  heute 
nicht  übertreffen  ist.  Aber  seit  diesem 
Bilde  hat  sich  der  Sinn  für  die  Leben- 
digkeit der  Lokomotive,  für  die  phan- 
tastische Realistik  eines  Eisenbahnzuges 
bei  den  Regisseuren  entwickelt. 

Gewiß,  in  den  Abenteuerfilmen,  die 
in  Hollywood  gedreht  wurden,  war  den 
Lokomotiven  die  Rolle  eines  drohenden 
Elementes  vorbehalten.  Die  riesigen 
Schnellzugslokomotiven  der  PuUman- 
Züge  wirkten  bereits  als  malerisches 
Element.  Und  da  sie  fast  immer  die 
Aufgabe  hatten,  etwas  zu  zermalmen,  so 
griffen  auch  sie  in  die  Handlung  ein. 
Freilich  geschah  dies  mehr  oder  weniger 
primitiv,  denn  in  allen  den  Szenen 
strebten   doch   die   Menschen   danach,   in 


Oben:  Lon  Cheney  in  dem  M.G.M.-Film 
„Donner."  Unten  links:  Igo  Sym  im  Ufa- 
film „Adieu,  Mascolle!"     i'lmt.  ifü.M.cJ.M. 


den  Vordergrund  zu  treten.  Fritz  Lang 
hat  dann  in  „Spione"  den  Zusammen- 
stoß eines  abgehängten  Wagens  mit 
einem  in  Höchstgeschwindigkeit  daher- 
stürmenden  Zug  zu  einer  dramatischen 
Szene  von  äußerster  Wucht  gestaltet. 
Noch  realistischer  allerdings  baute  Cecil 
de  Mille  den  Zusammenstoß  zweier 
Züge  auf,  wobei  die  empfindsamen  ame- 
rikanischen Flappers  den  aufregenden 
Moment  erleben  konnten,  da  dem  jungen 
Schildkraut  die  Puffer  durch  die  Coupc- 
wand  in  den  Rücken  stießen.  Die  groß- 
artigste Erfassung  eines  Eisenbahnzuges, 
die  absolute  Übertragung  des  Maschinen- 
rhythmus auf  die  Leinwand  ist  Artur 
Robison  in  ,, Looping  the  Loop"  ge- 
glückt. Hier  erlebt  der  Zuschauer  die 
Reise  eines  Zuges  von  der  Lokomotive 
an.  Die  Bewegungen  gehen  voUkomm^u 
vom  Rhythmus  der  Räder  aus  und  sind 
aus  der  Perspektive  des  Räderbaus  aus 
gesehen.  Die  Erschütterungen  der 
Wagen,  das  Schwanken  der  Kuppe- 
lungen, das  Ziehen  des  Federwerkes 
sind  so  echt,  daß  der  Zuschauer  das 
Stampfen  und  Schnaufen  des  Zuges  zu 
hören  meinte,  ohne  daß  eine  Geräusch- 
platte  eingeschaltet  wohdcn  war.  Diese 
höchste  Kunst,  die  Phantasie  des  Zu- 
schauers anzuregen,  besaßen  auch  die 
Bahnhofsszenen  des  ,, Quartier  Latin",  in 
denen  der  Lokomotive  ebenfalls  eine 
führende  und  entscheidende  Rolle  zu- 
gefallen w.\r.  Der  zischende  Dampf  der 
Ventile,  das  Stoßen  des  Kolbcngestänges 
ließen  schon  das  kommende  Unheil 
ahnen.  Denn  die  Lokomotive  ist  als 
lebendes  Wesen  ein  Gigant,  ein  Unge- 
heuer, das  sich  von  der  Bevormundung 
durch  den  Menschen  freizumachen  strebt 
und  dann  aller  Fesseln  ledig,  drohend 
und  flammend  durch  die  Nacht  stürmt. 
Solcherart  sind  die  Lokomotivszenen 
in  den  Avant-Garde-Filmen,  in  den  kon- 
struktivistischen Arbeiten  deutscher  Re- 
gisseure, die  die  Vielseitigkeit  der  Lo- 
komotive  auf   ihre  Arbeil  dokumentieren. 

Oben     und     unten:     Bahnhofsszene     aus 
„Quartier  Latin."    Unten  rechts:  „Spione" 

P/iol.  OrpliJ-MessIro,  I  an<;lilm  der  l'ja 


Jenny  Jttgo  (als  Silhoiictlc)  in  dem  Ufa-Film    ,, Flucht  vor  der  Liebe" 


l'hot.  Lfa 


Vor  einigen  Monaten  begab  sich  der  Regisseur  W.  S.  van 
Dykc  nach  den  Siidseeinseln,  um  für  den  Film  der  Metro- 
Goldwyn  Mayer  „Weiße  Schalten"  die  Aufnahmen  an  Ort 
und  Stelle  zu  machen.  Außer  seinen  technischen  Assistenten 
nahm  er  nur  die  Darsteller  der  Hauptrollen  mit.  Alle  anderen 
Rollen  besetzte  er  mit  Eingeborenen,  deren  meiste  noch  nie 
einen  Film  gesehen. 

Sie  hatten  tatsächlich  nicht  die  geringste  Ahnung,  weshalb  sie 
für  die  Verrichtung  ihrer  täglichen  Arbeit  im  Angesicht  eines 
weißen  Alannes,  der  eine  an  einem  Kasten  angebrachte  Kurbel 
drehte,'  auch  noch  extra  bezahlt  wurden.  Ihnen  erschien  ein 
solches  Verhalten  eine  große  Dummheil,  und  der  Kasten  mit  der 
Kurbel  war  und  blieb  ihnen  ein  tiefes  Mysterium. 

Dann  erschien  eines  Tages  der  Häuptling  der  weißen  Män- 
ner, W.  S.  van  DyUe,  wieder  unter  ihnen,  diesmal  aber  mit  zwei 
anderen  weißen  Schauspielern.  —  Ramon  Novarro  und  Rcnce 
Adorcc.  Die  Eingeborenen  führten  einen  Freudentanz  auf,  als 
sie  hörten,  daß  sie  noch  einmal  ihr  tägliches  Leben  und  ihre 
festlichen  Spiele  vor  dem  Manne  mit  dem  Kurbelkaslen  leben 
und  spielen  sollten  tmd  wiederum  noch  extra  dafür  bezahlt  wer- 
den   würden. 

Van  Dyl<e  erzählte  ihnen,  wie  die  Menschen  anderer,  weit 
entfernter  Länder  mit  so  viel  Freude  und  Anteilnahme  das 
Leben  und  Treiben  der  biaunen  Inselsöhne  hatten  an  sich  vor- 
beiziehen lassen,  daß  er  sich  entschloß,  noch  einmal  zu  ihnen 
zurückzukehren.  Diese  Rückkehr  wurde  durch  ein  großes  Fest 
begangen,  im  Vei laufe  dessen  van  Dykc  seine  braunen  Freunde 
einlud,  sich  nach  dessen  Beendigung  selbst  im  Bilde  zu  be- 
trachten. 


Man  begab  sich  daiaufhin  in  das  einzige  Kinofhcalcr  Tahitis, 
einem  früheren  Missionshausc,  das  aber  nie  von  Eingeborenen 
besucht    wird. 

Niclit  ohne  Furcht  sahen  die  Nalurkinder  sich  plötzlich  in 
einem  stockdunklen  Raum.  Dann  lief  mit  einem  Male  ein  Licht- 
strahl über  ihre  Köpfe  hinweg  und  fiel  auf  eine  weiße  Wand 
vor  ihnen  —  und  da  sah  sich  nun  jeder  selbst.  Ein  unglaub- 
licher Lärm  setzte  ein,  einer  machte  den  anderen  auf  sich  oder 
seine   Freunde  aufmerksam. 

Dann  setzte  sich  Ramon  Novarro  an  das  uralte  Harmonium  und 
holte  aus  dem  allen  Klapperkasten  heraus,  was  er  nur  hergeben 
wollte.  Dieses  Instrument  halten  die  Zuschauer  bisher  nicht 
sehr  geschätzt,  denn  mit  diesem  war  in  ihrer  Vorstellung  die 
Stimme    des    Missionars    verbunden. 

Aber  die  Melodien,  die  der  junge,  weiße  Mann  spielte,  hatten 
einen  anderen  Rhythmus;  und  noch  größer  wurde  die  Freude, 
uls  er  die  Lieder  intonierte,  die  sie   selber  sangen. 

Dann  kamen  Momente,  wo  eine  große  Traurigkeil  sich  über 
die  Versammlung  legte  —  denn  Krankheilen  hallen  während 
der  Abwesenheit  des  weißen  Mannes  geherrscht,  und  so  manche 
Freunde  und  Verwandte,  die  dort  auf  dem  tanzenden  Bilde 
lachend  ihre  blitzenden  Zähne  zeigten,  weilten  nicht  mehr  unter 
den  Lebenden;  auch  ihr  Häuptling  nicht  —  er  war  ebenfalls  der 
mysteriösen   Krankheil   erlegen. 

So  löste  eine  Stimmung  die  andere  ab,  und  die  alte  Projek- 
tionsmaschine schnarrte  und  klapperte  ebenso  laut  wie  das  Har- 
monium, aber  das  tat  dem  Vergnügen  nicht  den  geringsten  Ab- 
bruch. Nach  Schluß  der  Vorstellung  bekam  jeder  noch  ein 
Exlra-Geschenk,  und  dann  begab  sich  jeder  in  seine  Hütte  — 
um  eine  ganz   wunderbare   Lebenserfahrung  reicher. 


(\£^  \9o^kptnmehe  (jeHt&man^ 


Um  jede  große  Karriere  der  amerikanischen  Leinwand 
rankt  die  Legende  ein  üppiges  Gespinst.  So  wurde 
von  Cecil  B.  de  Mille  behauptet,  daß  er  vor  seiner 
Filmtätigkeit  ein  Milchgeschäft  besessen  habe,  und  von  Adolphe 
Menjüu  wird  in  vollem  Ernst  behauptet,  daß  er  jahrelang 
Kellner  gewesen  und  in  dieser  Eigenschaft  entdeckt  worden 
sei.     Bei   dem  Auf   und   Ab    des    in   Amerika     herrschenden 

Berufswechsels 
ist    es    nun     nicht 

ausgeschlossen, 
daß  beide  wirk- 
lich einmal  auf 
kurze  Zeit  durch 
diese  Beschäfti- 
gung ihr  Brot, 
zu  verdienen  such- 
ten, aber  wenn  es 
je  der  Fall  war, 
so  ist  diese  Tätig- 
keit niemals  Aus- 
gangspunkt ihrer 
Filmkarriere  ge- 
wesen. Bei  Mcn- 
jou  liegt  der  Fall 
so,  daß  man  ihm 
daraus  gern  ei- 
nen Strick  dre- 
hen möchte,  denn 
seine  vorbildliche 
Eleganz  erhielte 
dadurch  einen 

Stich  in  die  Tip- 
top -  Konfektion. 
In  Wirklichkeit 
verlief  die  Kurve 
seines  Lebens  ganz 
anders.  Seine  El- 
tern kamen  als 
junge  Leute  nach 
Amerika  und 

brachten  es,  was 
vor  zwei  Mcn- 
schenaltcrn  ja 

noch  leichterging, 
zu  mäßigem  Wohl- 
stand. Sie  assi- 
milierten sich  als 
Franzosen  nicht 
so  leicht,  und 
trotz  der  Bürger- 
papicrc  blieb  in 
ihnen  stets  gro- 
ßer Zusammen- 
hang mit  der 
Heimat.  Vielleicht 

empfanden  sie  dies  als  einen  ilbelslciiul.  da  sie  wirtschaftlich 
vollkommen  an  die  neue  Heimat  gebunden  waren,  denn 
Adolphe,  der  in  Pittsburg  geboren  wurde,  mußte  in  die  Mili- 
tärakademie eintreten,  um  Berufsoffizier  zu  werden.  Aber 
ihm  sagte  das  strenge  Leben  eines  Kadetten  nicht  zu,  und 
nach  einigem  Widerstreben  erlaubten  ihm  seine  Eltern,  an 
der  Cornell  Universität  Technik  und  Chemie  zu  studieren.  Er 
verließ  diese  Anstalt  mit  dem  Zeugnis  eines  Diplom- 
Ingenieurs.  Menjou  hat  aber  niemals  einen  bürgerlichen  Be- 
ruf in  diesem  Sinne  ausgeübt,  sondern  es  folgten  einige 
Bohemejahre,  die  ihn  auch  auf  die  Bühne  brachten.  Jeden- 
falls wandte  er  sich  dem  Film  nach  dessen  Aufblühen  zu,  und 


Adolphe  Menjou 


bereits  1912  war  er  Darsteller  bei  Vilagraph.  Er  war  da- 
mals allerdings  nur  ein  gehobener  Statist,  dessen  Lage  sich 
zwar  besser  gestaltete,  denn  kleine  Rollen  wurden  in 
jenen  Jahren  ausnahmslos  in  allen  Filmfabriken  der  Welt 
von  Statisten  gespielt.  Immerhin  war  Adolphe  Mcnjous 
Rolle  wenig  rosig,  und  wenn  er  sich  ein  paar  Jahre  später 
iiach  Hollywood  wandte,  wohin  sich  inzwischen  der  Schwer- 
punkt der  ameri- 
kanischen Film- 
herstellung ge- 
legt hatte,  so  ge- 
schah es  in  der 
Hoffnung,  daß  er 
endlich  Karriere 
machen  werde. 
Aber  darüber  ver- 
strich eine  ge- 
raume Zeit.  Adol- 
phe Menjou  war 
inzwischen  zwar 
zu  einem  ,,Featur- 
cd  Player",  zu 
einem  Darsteller 
von  Episoden- 
figuren, aufgestie- 
gen, doch  hatte 
er  immer  noch 
kein  festes  En- 
gagement. Ohne 
den  berühmten 
Zufall  wäre  er 
auch  vielleicht 
noch  heute  ohne 
ein    solches. 

Nach  dem  Er- 
folg des  ,,Kid" 
hatte  Charles 

Chaplin  beschlos- 
sen, sich  nunmehr 
dem  Großfilm  zu 
widmen  und  einen 
Stamm  neuer  Dar- 
steller heranzu- 
ziehen. Es  lockte 
ihn  aber  auch, 
einmal  seine  Fä- 
higkeiten als  Re- 
gisseur zu  zeigen, 
ohne  als  Darstel- 
ler hervorzutre- 
ten. Dabei  wollte 
er  gleichzeitig  das 
Versprechen  ein- 
lösen, das  er  der 
Darstellerin  der 
Mädchenrolien  in  seinen  bisherigen  I' ihnen  gegeben  hatte, 
nämlich  sie  in  den  Mittelpunkt  eines  Filmes  zu  stellen.  Für 
Edna  Purviance  schuf  er  den  Film  ,,The  Woman  of  Paris" 
(er  kam  in  Deutschland  unter  dem  irreführenden  Titel  ,,Die 
Nächte  einer  schönen  Frau"  heraus)  und  suchte  nach  einem 
Partner,  der  den  Typ  des  eleganten  französischen  Aristo- 
kraten verkörperte,  da  die  recht  erotische  Handlung  nach 
Paris  verlegt  werden  mußte.  Diesen  Darsteller  fand  Chaplin 
in  Adolphe  Menjou,  der  sich  noch  am  Tage  vorher  einen 
Frack  leihen  mußte,  um  eine  Statistcnrolle  für  einen  Gesell- 
schaftsfilm annehmen  zu  können.  Chaplin  ließ  ihm  erst  ein- 
mal die  notwendige  Garderobe  von  Lecöeur,  einem  eleganten 


P/iiil.  I'dnniwiint 


L 


Schneider  in  Los 
Angeles,  anfertigen 
und  nahm  ihn  dann 
in  seine  Schule,  in 
der  sich  der  begabte 
Menjou  tntwickeln 
konnte.  In  einer 
Vorschau  sah  ihn 
Ernst  Lubitsch  und 
beschäftigte  den 

neuen  und  billigen 
Star  in  seiner  ,.Ehe 
im  Kreise".  Kein 
anderer  als  Menjou 
hätte  die  Ironie  der 
Rolle  des  Professors 
Stock,  die  elegante 
Überlegenheit,  die 
weltmännische  Kul- 
tur aufgebracht. 
Es  ist  gar  nicht 
auszudenken,  was 
damit  geschehen 
wäre,  wenn  Lubitsch 
diesen  Film  bereits, 
wie  er  beabsichtigte, 
im  Herbst  1922  in 
Berlin  gedreht  hätte. 
Damals  wollte  er 
den  Professor  in 
allem  Ernst  .  .  .  von 
Wilhelm  Bendow 
spielen  lassen,  was 
ihm  nicht  einmal 
seine  Freunde  aus- 
reden konnten.  Es 
ist     glücklicherweise 

anders  gekommen,  die  ,,Ehe  im  Kreise"  hat  Menjou  popu- 
lär gemacht,  und  da  der  von  ihm  verkörperte  und  nicht 
nachzuahmende  Typ  Anklang  fand,  so  bewarb  sich  Para- 
inount  um  den  Künstler,  zumal  die  Firma  eine  Anzahl 
Sujets  erworben  hatte,   deren  Erfolg  davon   abhing,   daß  ein 


Adolphe  Menjou  in  seinem  Heim 


Hauptdarsteller      im 
Format  Adolphe 

Menjous     vorhanden 
war. 

Denn  er  ist  der 
vollkommene  Gent- 
leman der  Leinwand, 
dessen  Art,  sich  zu 
kleiden,  vorbildlich 
für  die  Amerikaner 
in  gesetztem  Alter 
wurde.  Menjous  Er- 
scheinung hat  eine 
neue  Art  des  Film- 
liebhabers hervorge- 
rufen. Adolphe  ist 
der  etwas  ironisch 
über  den  Frauen 
stehende  Liebhaber, 
der  ihnen  gefährlich 
wird,  weil  sie  sein 
unergründliches  Lä- 
cheln anziehend  fin- 
den. Er  darf  sich  ja 
auch  rühmen,  in 
jenen  Kreisen,  die 
Wert  auf  Eleganz 
und  Lebensart  legen, 
den  Schnurrbart  wie- 
der populär  gemacht 
zu  haben,  wenigstens 
das  kleine  schmale 
Bärtchen,  dessen 

Pflege  viel  Zeit  und 
Geschick  erfordert. 
Er  wurde  oft  ko 
picrt  und  nie  er- 
reicht, weil  sein  Wesen  seine  Ausdrucksart  bestimmt,  die 
mit  der  Nachahmung  gewisser  Äußerlichkeiten  nicht  er- 
schöpft werden  kann.  Menjou  bleibt  eben  Menjou.  Wie 
auch  die  von  ihm  geschaffenen  Filmfiguren  allen  Witz,  alle 
Satire  und  tiefere  Bedeutung  erst  durch  ihn  erhalten. 


l'liot.  Paramouui. 


^^■'^hTirf'i""'  "ü 


Kammersänger  Karl  Jökcn  bei  einer  Tonfilmprobe  mit  dem  Komponisten  Edmund  Eyßler 


Phot.  Ufa 


ßr    S 

V_^   UND  W 


le 


UND  SEHR  VIEL 


Sdiwiit^el 


GiiA.Lu^ti0er  Abei/tteixerronaaLVb 


//.  Fortsetzung 

Es  waren  nahezu  fünfzigtausend  Pfund  in  guten  knisternden 
Tausendpfundnoten  der  Bank  von  England. 

Mircovicfi  war  sichtlich  stolz  darauf,  in  bar  zu  bezahlen.  Er 
tat  es  mit  der  eleganten  Leichtigkeit  des  an  solche  Summen  ge- 
Nvöhnten   Großkaufmanns. 

Dorrit  unterzeichnete  seine  Quittung,  die  er  sorgfältig  im  Geld- 
schrank verschloß,  und  steckte  die  Noten  in  das  Seiden- 
beutelchen,  das  bisher   den  Wechsel   enthalten  hatte. 

,,So,"  sagte  er,  ,,nun  bleibt  mir  nur  übrig,  Ihnen  eine  gute 
Reise  zu  wünschen." 

Er  brachte  sie   höflich  zur  Tür. 

Auf  dem  Gang  blieben  sie  stehen. 

Da  kam  Hasib  aus  einem  Zimmer  und  trug  einen  Koffer  in  der 
Hand  —  es  war  ihr  Koffer. 

,,Das  ist  ja  herrlich!"  sagte  sie.  ,.lch  weiß  wirklich  nicht,  wie 
ich   Ihnen  danken  soll    Monsieur  Mircovich." 

,,Aber    ich    bitte    Sic!" 

Furchtbar,  dies  ewige  Lächeln  bei  diesen  Balkanmcnschen! 

Sie  fühlte  eine  Erbitterung,  deren  Grundlosigkeit  sie  ärgerte. 
Was  wollte  sie  eigentlich?  Cntgegerikommcndcr  konnte  man  sich 
doch   ihr  gegenüber   nicht    verhalten. 

Vor  dem  Portal  mit  den  dorischen  Säulen  hielt  ein  großer, 
kräftiger  Fiat. 

Der  Chauffeur   saß   am  Steuer. 

Er  trug  keine  Livree,  sondern  die  Pumphosen  und  kurze  Jacke, 
die  man  in  Illyrien  überall  sieht.  Unter  der  flachen  Mütze  eine 
riesige  Autobrille.  Bis  auf  ein  kleines  englisches  Schnurrbärtchen 
war  er  bartlos. 

,,Das  ist  Danilo  Pasic,"  nickte  Mircovich,  ,,cin  vorzüglicher 
Fahrer.  —  Sie  können  sich  auf  ihn  verlassen." 

Er  half  ihr  in  den  Wagen,  nahm  selbst  den  Koffer  aus  Hasibs 
Händen  und   legte  ihn  neben  sie 

,,Es  ist  nicht  mehr  sehr  früh,"  meinte  er,  ,,und  auf  unseren 
wundervollen    Straßen    können    Sie   unmöglich   nachts   fahren.     Sie 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 

Sachdruck  verboten 

müssen  bei  meinem  allen  Freunde  Schükri-Pascha  übernachten  — 
er  ist  ein  außerordentlich  liebenswürdiger  alter  Herr,  dem  es  ein 
Vergnügen  sein  wird,  Sie  zu  beherbergen.  Außerdem  hat  er  sicher 
Benzin  für  den  Wagen.  Sie  erreichen  sein  Haus  vor  halb  acht 
Uhr  abends,  nehme  ich  an.  Au  revoir,  Mademoiselle!  —  Ihr  er- 
gebenster Diener!  Meine  besten  Empfehlungen  an  Schükri-Pascha 
und  an  Herrn   Stavrides." 

Er  verbeugte  sich  immer  wieder,  während  das  Auto  schon 
anfuhr. 

Endlich,  dachte  sie  erlöst.  Ab^-r  eigentlich  war  doch  das  alles 
recht  schnell  gegangen  —  dank  der  Bereitwilligkeit  des  Herrn 
Mircovich.  Man  bedauerte  jedenfalls  nicht,  so  schnell  wegzu- 
kommen. Der  Gedanke  an  eine  ordentliche  Badewanne  ervsecktc 
geradezu  gierige  Gefühle  —  fließendes  Wasser  —  blanke  Hähne 
—    ein    gekacheltes    Zimmer.     Die    Kultur    hatte    entschieden    ihre 

Reize. Wie    er   wohl    mit  Vornamen    hieß?     Gerd    hätte    ganz 

gut  gepaßt  —  die  Abkürzung  von  Gerhard  —  —  oder  Fred  — 
nein,  das  war  zu  weibisch.  ,, Schulze"  hatte  er  sich  genannt.  Sie 
mußte  lachen,  aber  sie  rieb  sich  doch  die  Schulter  in  der  Er- 
innerung. —  Was  er  sagen  würde,  wenn  sie  auf  Nimmerwieder- 
sehen verschwunden  war  — ? 

Der  Weg  wurde  immer  schlechter.  Mitunter  wurde  man  fuß- 
hoch emporgeschnellt  —  ein  Glück,  daß  der  Wagen  so  gut  federte. 
Der  Chauffeur  fuhr  wirklich  sehr  ordentlich.  Für  die  illyrischen 
Straßer.  war  er  schließlich  nicht  verantwortlich  - —  hoppla  —  das 
ganze  Land  bestand  hier  nur  aus  —  hopp  . — •  Dreck.  Pfui  Teufel! 
Wie  der  Morast  spritzte!  So  recht  —  ein  Spritzer  übers  Kleid. 
Na.  der  alte  Herr  Schükri-Pascha,  oder  wie  er  hieß,  war  ja  hiesige 
Verhältnisse  auch  gewöhnt  —  trotzdem  war's  gut,  daß  man  seinen 
Koffer  wiederhatte.  —  Au!  Das  ist  aber  eine  Fahrerei  • — !  Um  das 
Abendkleid  von  Patou  wäre  es  überhaupt  schade  gewesen,  so  was 
kriegte  man  nicht  so  schnell  wieder.  —  Donnerwetter  — 

Die  Löcher  traten  jetzt  geradezu  rudelweise  auf.  Der  riesige 
Wagen  stieß  und  ruckte.  Wie  ein  Gummiball  flog  Dorrit  auf 
dem  Sitz  herum.     Sie  schimpfte  wie  ein  Rohrspatz. 


Ihr  Flioto  Apparat 
muß  leidit  zuhand 
liaben  und  preiswert 
sein-itiit  einemWnle: 

eme^IgfaCjamera! 

Jeder  Photohändler  zeigt  Ihnen  gern  die 
verschiedenen   Modelle   der  Agfa- 
Standard -Camera  und  die  Billy. 
^A^,  -^^^Jjl^  Die  Billy  kostet  nur  36  <!K. 


Aber  als  es  Abend  wurde  und  das  Auto  schnaufend  die  Straße 
erreichte,  die  sich  in  unzähligen  Windungen  an  der  illyrischen 
Küste  cntlangzieht,  kamen  andere  Gedanken, 

Urplötzlich  hinter  niederer  Böschung  hervor  kam  das  Meer  auf 
wie  eine  ungeheuere  tiefblaue,  fast  schwarze  Wand.  Die  Sonne 
war  schon  hinab,  und  nur  ein  paar  rötlich  gefärbte  Wölkchen 
schwebten  über  dem  spiegelglatten  Meer.  Das  war  still  und  sehr 
feierlich.  Und  sie  hätte  gern  haltgemacht  und  den  Anblick 
tief  in  sich  aufgenommen.  Aber  der  Viertakt  des  Motors  hära- 
mcrlc  fort,  und  der  kleine,  schlanke  Mensch  am  Steuer  nahm 
maschinenhaft   unbewegt   seinen  Weg  weiter. 

Seltsame  Kakteen  hingen  zu  beiden  Seiten  der  Straße  über, 
griffen  vorwärts  mit  slachelbewehrten  dunklen  Armen.  Sterne 
blitzten  auf. 

Dann  bog  der  Wagen  wieder  von  der  Straße  am  Meer  ab.  Die 
Holperei  begann  von  neuem,  wenn  auch  nicht  so  heftig  wie  im 
ersten  Teil  der  Straße, 

Tief  vornübergebeugt  hing  der  Chauffeur  am  Steuer.  Aus  seiner 
Hüfttasche  sah  irgend  etwas  Metallisches  hervor,  an  dem  sich 
Dorrits  Blick  verfing. 

Plötzlich  wurde  es  ihr  klar,  daß  es  der  Kolben  eines  Revolvers 
war.  Das  war  so- 
weit nichts  Außer- 
gewöhnliches. Aber 
sie  beugte  sich  doch 
vor,  um  ihrer  Sache 
.sicher   zu   sein. 

Ja,  es  war  ein  Re- 
volverkolben. 

Die  Hüfttaschc 

war  aufgegangen. 
Bei  der  nächsten 
heftigen  Bewegung 
würde  die  Waffe 
herausfallen. 

Der  blitzende 

Kolben  reizte  zur 
Berührung   — 

Jetzt  schob  sich 
der  Drücker  zurück 
—  und  Dorrits  Fin- 
ger griffen  die 
Waffe    auf. 

Ihm  auf  die  Schul- 
ter klopfen  -  Sie, 
Sie  haben  Ihr 
Schießzeug  verloren! 

Ja  —  aber  —  — 

Der  hochwandern- 
de Blick  blieb  jetzt 
am  Nacken  des 
Chauffeurs  haften, 
der  schmächtig, 

dünn,  fast  weiblich  aus  dem  Kragen  sah.     Der  Haarschnitt  hinten 
hatte  sich  verschoben  —  der  Chauffeur   trug  eine  Perücke. 

Also  doch!  war  ihr  erster  Gedanke,  Sie  halle  sich  immer 
wieder  ein  Gefühl  von  Sicherheit  aufschwatzen  wollen  —  gegen 
eine  widerliche  kleine  leise  Stimme,  die  zum  Aufpassen  riet. 

Es  ist  schon  so,  daß  diese  widerliche  kleine  leise  Stimme  in 
uns  meistens  recht  hat. 

Also  doch! 

Und  dann  blieb  ihr  fast  das  Herz  stehen  bei  dem  Gedanken, 
sie  hätte  den  Blick  nicht  an  dem  glänzenden  Gegenstand  hängen- 
lassen, den   Revolver  nicht  entdeckt. 

Jetzt  zum  Beispiel  würde  es  wahrscheinlich  der  Fall  gewesen 
sein  —  es  war  schon  ziemlich  dunkel,  der  Himmel   tiefgrün. 

Sie  wog  die  ziemlich   schwere   Waffe   in  der  Hand  —  — 

Wenige   Minuten  später   kam   ein   Haus   in   Sicht. 

Bald  sah  man,  daß  es  sich  um  ein  ungewöhnlich  großes,  lang- 
gestrecktes Gebäude  handelte.  Die  Architektur  war  nicht  zu  er- 
kennen. 1^8  war  schon  zu  dunkel.  Auch  verschleierten  dichte 
Palmcngruppcn  die  Formen  fast  vollständig. 
Der  Chauffeur  bremste  ziemlich  hart  und  hielt. 
Man  war  vielleicht  fünfhundert  Meter  von  dem  Gebäude 
entfernt. 

Der  Chauffeur  sprang  ab  und  öffnete   den   Schlag. 

,,Schükri  ~  Pas;ha-i  Haus',  sagte  er  kurz.    ,, Steigen   Sic  ab!" 

,, Fahren  wir  nicht  bis  ganz  hin?"  fragte  Dorrit, 

Den  Revolver  hatte  sie  unauffällig  unter  der  aufgestützten 
rechten  Hand, 


Typen  aus  der  Komparserie  zu  dem   neuen  Ulaton-Film  „Der  loeiße  Teufel"  nach  der 
Novelle  „Hodschi  Mural"  von  Leo  Tolstoi  Phot.  Ufa 


,, Überlassen  Sie  das  mir",  sagte  der  Chauffeur,     ,, Jetzt  kommen 
Sie   heraus!     Nehmen   Sie   den   Beutel  ab,   den   Sie   um   den  Hals 
haben!    Geben  Sie   ihn   her  —   oder  ich  — " 
Er  griff  in  die  Hüfttasche, 
„Oder  was?"  fragte  Dorrit. - 

Und  der  Chauffeur  sah  seine  eigene  Waffe  auf  sich  gerichtet. 
Er  war  sehr  blaß,  er  rang  nach  Worten. 

„Ihre    Stimme    kommt    mir   so   bekannt    vor",    fuhr   Dorrit    fort. 
„Vielleicht  nehmen  Sie  einmal  die  Perücke  ab," 

Mit    einem    Ruck    flogen   Mütze,    Perücke   und    Brille    herunter, 
Schwarzes,   wuschliges   Frauenhaar   quoll    hervor. 
Dorrit  nickte. 

,,Dns  habe  ich  mir  gedacht.  Was  wollen  Sie  eigentlich,  Madame 
Jancovics?  Ein  Raubübei  .'all  mit  Revolver  —  lUyrien  muß  ganz 
nahe  bei  Texas  liegen.  Können  Sie  auch  so  von  der  Hüfte  weg 
schießen  wie  Bück  Duane  oder  der  blutige  Fred?  Himmel,  was 
ist  das  für  eine  Kolportageatmosphäre  in  diesem  Land!" 
Ranka  lachte  spöttisch  auf, 

„Sic  sind   eine   eingebildete  Gans.     Weil   ich  dumm   genug   war, 
Sie  für  eine  Stubenhockerin  zu  halten,  für  ein  Büromädchen  ohne 

Ahnung  der  hiesi- 
gen Verhältnisse, 
haben  Sie  zweima' 
Glück  gehabt.  Und 
jetzt  blasen  Sie  sich 
auf  wie  ein  Frosch. 
Wenn  sie  eine 
Ahnung  hätten,  Sie 
blöde  —  — " 

,, Lassen  Sie  Ihr 
Gekeif!"  unterbrach 
Dorrit,  aber  sie 
lachte  dabei.  ,,Die 
Einbildung  dürfte 
wirklich  nicht  auf 
meiner  Seite  sein. 
Ich  begreife  nicht, 
wie  sich  Ihresglei- 
chen vorstellen  kann, 
einer  Mitteleuropäe- 
rin  von  heute  über- 
legen zu  sein!  .Titta, 
das  kleine  Stuben- 
mädchen' oder  ,Ein 
Finger  in  der  Nase, 
der  andere  am 
Pistolendrücker'.  Sic 
kommen  hundert- 
fünfzig Jahre  zu 
spät,    meine    Liebe." 

Die  blonde  und 
die     schwarze     Frau 


standen  einander  gegenüber. 

Wie  in  einem  amerikanischen  Film,  dachte  Dorrit. 

,  Alberne  Pute",  sagte  Ranka.     „Das  nächste  Mal  werde  ich  — " 

,, Haben  Sie  sich  den  niedlichen  Schnurrbart  eigentlich  angeklebt 
oder  ist  der  Natur?"  fragte  Dorrit  sanft. 

Ranka  riß  das  Stückchen  Bariwolle,  das  sie  vor  der  Feindin 
lächerlich  machte,  mit  einem  Schimpfwort  herunter, 

,,Ich  habe  jetzt  genug  von  Ihnen",  sagte  Dorrit  verächtlich, 
,, Verschwinden  Sie  —  da  hinunter!  Ich  fahre  morgen  allein 
weiter.  In  Kotorakek  werde  ich  dafür  sorgen,  daß  das  Auto 
seinem  wirklichen  Besitzer  zurückgegeben  wird.  Er  heißt,  soviel 
ich  weiß,  Danilo  Pasic  oder  so  ähnlich.  Damit  es  aber  Ihnen 
nicht  etwa  einfällt,  mir  morgen  irgendwo  aufzulauern  —  ich  werde 
mir  Polizeideckung  verschaffen.  Gute  Nacht,  Madame  oder  Mon- 
sieur!   Vergessen   Sie   nicht,   Ihren   Schnurrbart   mitzunehmen!" 

,,Was  wollen  Sie  jetzt  tun?"  fragte  Ranka  unbewegt. 

,,Ich  fahre  hinauf  zum  Hause  Schükri-Paschas.  Und  Sic 
machen  kehrt  und  gehen  zurück." 

Ranka  zerbiß  ein  Lächeln, 

Gott  allein  wußte,  ob  vor  Wut  oder  vor  Hohn, 

Sie  drehte  sich  um  und  ging  langsam  den  Weg  zurück,  den  sie 
heraufgefahren  waren. 

Eine  Weile  sah  ihr  Dorrit  nach. 

Dann  setzte  sie  sich  an  das  Steuer  des  Wagens, 

Autofahren  konnte  sie.  Mit  dem  Zweisitzer  Käte  Oestvigs  ging 
sie  viel  besser  um  als  die  Besitzerin  selbst. 

Das  Auto  schnaufte  und  sprang  vorwärts.       Fortsetzung  folgt 


Ff^ACEN 

die  uns  errefchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     „Film-Magazin",      Berlin    SW  68,     ZimmerstraOe    35-41 
Scheriverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  niolit  beantwortet.  Bei  Munn- 
skriptangeU'frenlieiten  bitten  wir  folKeudes  zu  beacliten:  Jeder  Anfrage  i.-t 
Riiekportu  heizufüKen.  .lede  EinseiidniiK  eines  Maiin:<kript»  zur  I'riifnnK 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2—3  JSchreibniaseliinensciten 
sind  zur  Eiiisemlnii!;  an  die  Filmindustrie,  Regisseure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesaiulten  M.muskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Dnrelisehläge  senden,  von 
liandgeseliriebeneu  Sendungen   ( leserlich)  eine  Abschrift  zurückbehalten. 

• 

E  I  r  e  t  e  i  il  Pf.:  Der  Star-Film  ..(iesclilecht  in  Fesseln"  ist  im 
Ef:i-Alelier  und  in  der  Umgebung  von  Berlin  gedreht  worden.  —  Elizza 
l.t  I'orta  hat  unseres  Wissens  schwarzes  Haar.  —  ..Triumph  des  Kebens" 
ist    noch    nicht    nr.iufgeführt. 

.\  n  t  0  n  O.,  K  e  i  c  h  h  o  I  z  - 
h  e  i  m  :  Es  ist  leicht  möglich, 
(lali  vor  mehr  als  zehn  Jahren 
dieser  Roman  schon  einmal  ver- 
filmt worden  ist.  Heute  werdi-n 
solche  Stoffe  nicht  mehr  zur  Vcr- 
filmnng  herangezogen.  Wir  glau- 
ben kaum.  daU  Sie  lilück  damit 
haben    wenlen. 

I.,  e  o  II  h  a  r  d  Sc  h..  W  ii  r  - 
seien:  -Sie  haben  recht,  Greta 
(iarbo  ist  wieder  nach  l'nlver- 
City,  Kalifornien.  gereist,  ohne 
vorher  in  Uentschland  gewesen  zu 
sein.  Sie  können  die  Künstlerin 
aber  trolzilem  um  ein  .Autogramm 
bitten.  Fügen  Sie  Ihrem  Brief 
eine  Bihlkarte  und  einen  inter- 
nationalen I'ostschein  bei.  ..Der 
Krieg  im  Dunkel"  ist  in  Berlin 
schon  uranfgi'führt  worden.  — 
Sclbstverstiimllicli  ist  der  Weg 
über  die  Sprechbühne  zum  Film 
ein  wenig  leichter.  .Aber  ob  Sie 
dadurch  ein  erfolgreicher  Filmsiar 
werden,  kann  liiemand  vorher 
wissen.  Die  .Aussichten  sind  jeilen- 
falls  gering.  —  Durch  die  Ufa- 
Werbefilme.  Berlin  SW  l!l,  Krau- 
senstraüe  :i8-3!),  haben  Sie  viel 
Vorteile.  Sie  kann  Ihnen  zum 
Beispiel  schöne  Filmaufnahmen 
von  llocbzeitsfeierliehkciten,  Ver- 
einsausflügen. Einweihungen  usw. 
drehen.  —  Durch  den  betreffemlen 
Verlag  erhalten  .Sie  interessante 
Film-Bücher. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  il  W  i  1  I  y  a  u  s 
II  a  m  bürg:  Lya  .Mara,  l.iliaii 
Harvey  uml  Jenny  Jngo  geben 
Autogramme.  Wir  empfehlen, 
höchstens  1 — 2  Karten  auf  einmal 
zu  senden. 

Elsa  V  u  m  R  h  ein:  Otto 
(iebübr  wohnt  Iterlin  W  :ü,  Kur- 
fürsteustraUe  118.  Seine  Sommer- 
ferien  verlebt  er  meist  in  Jliddensee. 

.\l  u  c  k  e  1  AV.  a  u  s  D  r  e  s  d  c  n  : 
(irit  lluid  wohnt  Berlin-llalensce. 
Westfälische  StraUe  :M,  Maria 
Mindzenti  Berlin  W  l.'i,  Duisburger 
StraUe  17,  Fred  Louis  I.crcli  Ber- 
lin W,  Rcgensburger  StraUe  II, 
Rina  de  I^iguoro  Rou\,  A'iu 
Crcscentzio  la,  Charlie  Chaplin 
Bc\erly-Hills,  Hollywood.  Kali- 
fornien. Richard  Dix  ist  durch 
die  l'aramount,  {r401,  Marathon 
Street,  Hollywood,  Kai.,  Charles 
Rogers  durch  die  Mctro-tioldwyn- 
Mayer,  Culver-City,  Kalifornien, 
zu   erreicbeii. 

H.  H.  Seh.,  (!  u  s  t  r  o  w  :  AVenn  Sie  Filnioperatenr  werden  wollen, 
Bo  ist  es  am  zweckmäUigsten.  sich  unmittelbar  .-in  den  Klub  der  Kamera- 
leute, Bln. -Steglitz,  Feuerb.-ichstraUc  21,  zu  wenden.  Dort  erf:iliren  Sie 
alles  Nähere.  WuiischgemäU  gehen  wir  Ihnen  aber  noch  die  Adressen 
einiger  bek:iunter  (»per.iteure  an:  Friedet  Behn-(!ruml,  Bln. -Wilmersdorf, 
HildegardsIraUe  !t,  Kurt  Conr.iut.  Blu.-W'ilmersdorf,  Xantener  Stratle  2.1, 
Karl  Freund.  Berlin  W  l.'),  Aleincckestralic  2»,  Heinrich  Gärtner,  Berlin- 
Wilmersdorf,     Babelsberger    Slr:iUe    &ll. 

F  r  e  i  i  n  M  a  r  i  a  ^  I.  n  i  s  e  v.  B..  M  ü  n  e  heu:  Iwan  Petrovieh  hat 
einen  Sekretär.  Die  Vilhi  in  der  Forkenbeckstratie  hat  er  nur  gemietet. 
Seine  Aulom.-irke  kennen  wir  nicht.  Ihr  Bildwunsch  ist  vorgenn-rkt.  Der 
Film  „Die  drei  Leidenscbiiflen "  ist  v(n-  ein  bis  zwei  Jahren  in  Nizza  ge- 
dreht  worden.      Ihre   lirüUe   h.ibcn   wir    bestellt. 

Bobby,  Magdeburg:  Jenny  Jngo  wohut  Berlin  AV,  Kaiser- 
d:imm  2»,  Fred  Döderlein  Berlin-Wilmersdorf,  B:ibelsberger  Str.  50.  Egon 
V(m  Jord.in  Berlin  W  l.'i,  I-ietzeiibnrger  Str.  27,  Andre  .\lattoni  Berlin  \\ . 
Marbnrger   Str.   :i,    AVilly    Forst    Berliji-Schöueberg.   AVarlbnrgslr.   .^2. 

.Anneliese  Seh..  M  :i  g  d  e  b  u  r  g  :  Iwan  Petrovieh  ist  uuverhei- 
r.ltet.  „Die  Frau  im  .Mond"  ist  ferliggestellt.  aber  noch  nicht  vorfiih- 
rungsbereit.  —  Hans  Sliiwe  wohnt  Berlin-H.ilensee,  P;iulsborner  Str.  9, 
Igo  Sym   Berlin  A\',   Kurfiirstondamm   40-41. 


R  u  <1  o  I  f  W.,  (i  ö  r  1  i  t  z  :  Fern  Andra  weilt  in 
Bohnen  in  New  A'mk.  Lotte  Neiim.'inus  .Adresse 
Tauentzienstr.  14.  Grit  H.iid  uohiit  lierliii-ll.ilensce, 
K;irl  Beckers.'ichs.  Fern  .Aiidr:i  und  Lotte  Xenni.inn 
nml    zu.      .Micli:iel    Bohnen    ist    für   mehrere   Tonfilmi-    \ 

G  n  s  t  1  s    F  r  e  n  n  d  :      Ihre    Blldwüiische    siiul    mh 


Holl.iwood.  Alichacl 
ist  Bi'rlin  W  50, 
Wcstfälisclie  Str.  M. 
filmen  nur  noch  ;ib 
•rpflichti'i  worden, 
gemerkt. 


H  :i  b  d  .1  n  k  :  .Marianne  Winkelsti-rn  wohnt  Berlin  W,  UliLiiidstr.  16:1. 
Hild.i  Bosch  Berlin  NW  i:i.  Agricolastr.  i:t.  Lee  l'arry  Berlin  W,  Kur- 
fürsteml.iiiiui  l!t.'>.  .\nii.i  .Ma>  Woiig  ist  dincli  il.is  New  Th<';itre.  London, 
St.  .\l;irtiiis    Laue,   zu   erreichen.      Bell.t    l'olini    wohnt    Berlin-Chrn  Intlenbnrg. 


Bleiblreustr.  .">.'>.      Sie  spielte    u.   a.   in    ,, Dürfen    wir  schweigen?" 
.Antworten    sich   einni.il   etw.is   \ erzögern,   so   bitten    wir.    nicht   zu 
daU    wir    täglich    über    100    Briefe    erhalten,    die    alli-    ..niögliclist    r:iscli    und 
ausführlich"    beantwortet    werden    wollen. 

Eric  h     B..     H  ji  1  I 


Wenn   ilie 
vergi'>sen. 


Mariettii 


RITA  JAHN 
spielt  im  Ufa-Film  „Die  wunderbare  Lüge  der  Nina  Pelrowna"  phot.  Ufa 


Miliner  ist  Kmle  J\ini  an  einem 
Lungcnleiden  in  Baden  bei  Wien 
gestorben.  —  Die  heiilen  Carlo 
Aldini  -  Hom  -  Filme  ..D.is  ver- 
schwnnilein-  Testament"  nml  ..Das 
Panzerauto''  werden  von  der 
Derussa  herausgebracbf.  —  Bri- 
gitte Helm  und  Lotte  l.orring  fil- 
men augenlilicklich  in  Berlin,  die 
beiden  andern  Künsllerinin>n  sind 
unseres  Wissens  zur  /.eil  im  Aus- 
land. —  Hoot  Gilison  und  Tom 
Tyler  sinil  durch  die  liiiversal, 
Universal-Cit\ .  Kalifornien.  Ken 
Maynanl  durch  die  First  National. 
Burbank-llidlywood.  K:il.,  zn  er- 
reichen. Sie  geben  .\ntogramme. 
Schreiben  Sie  ruhig  deutsch  an 
sie.  —  Freil  S(dm-Rob,Tt  C:istle 
ist  durch  <lie  Paramonnl,  .'>4öT, 
Marathon-Strect.  ILdlywooil.  Kali- 
fornien. IT.. S.A..  erreichb;ir.  Es  ist 
gleichgültig,  mit  welchem  Namen 
Sie  adressieren,  ebenso  bi'i  Imo- 
gene  Robertson  alias  M.ir.\  N'olan. 
L  i  I  i  a  n  H  a  r  v  c  y  -  A'  e  r  e  h  r  e  r 
.ins  We  i  U  e  n  R  e  e  :  Nein,  I.ilian 
Harvey  ist  nicht  mit  Willy  Fritscli 
verlobt.  Aber  sie  siml  sehr  be- 
freundet. —  Heimy  Porten  ist  mit 
Dr.  von  Kauffmann  \  crbcirali-t. 
Sie  hat  keim>  Kiinler.  Gibt  .Anto- 
gramnie,  ist  eine  grolic  Blnme>i- 
uml  Tierfreundin.  —  Harry  Liedtke 
wohnt  Bln.-(irnnc«al»l.  Bismarck- 
allee  IG,  uml  ist  mit  Dr.  Christa 
Tordy     vermählt. 

K  d  i  e  B  o  n  d  i  n  g  a  u  s  IL:  iiie 
haben  recht,  Paul  Heidemann  bat 
noch  immer  seine  A'illa  in  Berlin- 
Wannsee,  Köuigswcg  iwb.  Er 
wurde  in  Köln  geboren,  ist  ver- 
heiratet uml  filmt  schon  s<'it 
vielen  Jahren.  —  Wenn  Sie  ein 
Filmmannskript  schreiben  wollen, 
so  müssen  Sie  zunächst  ein  so- 
genanntes Expose  anfertigen,  das 
in  kurzen,  klaren  Ziigen  den  Gang 
iler  Handlung  erzählt  und  aller- 
höcbbtens  4  Schrcibmaschinenseiten 
lang  sein  darf.  Mit  dem  Aus- 
arbeiten des  Drehbuchs  werden 
nur  Fachleute  beauftragt.  Ein 
Buch  über  das  ,, Filmmanuskript" 
erhalten  Sie  durch  den  .Max 
Mattisson-Verlag,  Berlin  SW  6,S, 
ICilterstralJe  71.  —  Clara  Bow  hat 
:im  8.  August  Geburtstag,  ist  ledig 
und  ilurch  die  Paramount,  0451, 
.Marathon  Street,  Hollywooil,  Kali- 
fornien, zu  erreichen. 
Leny  P.,  Cleve:  Imre  Raday  filmt  fleiUig.  Er  wohnt  Berlin  AV, 
(ieisbergsir.  21,  Pensimi  Nürnberger  Pl;itz,  und  ist  ledig.  Sein  letzter 
Film  war  .,Ein  kleiner  A'orschiiU  .inf  die  Seligkeit"  mit  Diu.«  Grall.i.  — 
Franz  Lederer  ist  wieder  gi'siind  nml  filmt.  Er  ist  unverlieir.itet.  .Mona 
M:iris  lebt  in  ll.illy woimI,  K.ilir<niiien.  USA.  AVenn  Sie  Autograi.\me  von 
Filmstars  haben  möchten,  so  müssen  Sie  die  jeweilige  Bildk.irte  an  den  b<- 
Ireffeinlen  Kinistler  einsenden  und  adressiertes,  frankiertes  Rnckkuverl 
beifügen.      Ulv    Bontry    wohnt    Berlin-Cb.irlotti-nburg,    (Sroinntnstr.   t>8. 

M.    W..    B  (•  r  1  i  u  :     Einen    Filmsch.iuspieler    Wcrry    Werk    kennen    wir 
nicht.      Bck.-innt    ist    nur    W:irwick   AV;ii(l. 

Ellv  P.  aus  Buch:  Den  Ralph  Flamingo  in  ...Alanege"  spielte 
Eriu'st  xan  Düren.  Er  gibt  .Anlogr.tmine,  ist  unvcrheir.-itet.  \'an  Düren 
ist  vor  allem  Tänzer  uml  befindet  sich  gröUtenteils  auf  (i.islspiclreisen. 
H  e  i  d  c  b  I  u  in  e  ,  Lüneburg:  Ihr  »ildw  iiiisch  ist  vorgemerkt. 
Holla,  Breslau:  Schreibfaul  sind  Sie  wirklich  nicht!  Acht 
Briefe  in  ganz  kurzer  Zeit,  das  lätlt  sieh  hören!  Schütten  Sie  uns  nur 
immer  weiter  Ihr  ;insclieinen(l  übervolles  Herz  ans!  Selbstverständlich. 
Ramcui  Novarro  liest  d.is  ..Filiiim.igaziii".  Er  ist  mittelgroU.  Die  Riviera 
h.'it  er  längst  verlassen.  AVir  nehmen  .-in,  dall  er  schini  wieder  in  den 
Filmateliers  von  Hollywood  steht  und  sieh  von  den  dortigen  .lupiter-  und 
Qucckailberlampen    bescheinen    lälit. 


(■  ;i  r  i  n  n  H.,  W  I  o  s  I)  a  d  c  n  :  Fficliiig.  die  tiolii-ffcnilf  Darstpllcrin 
lic'iUt  (Jwcii  l,co.  —  (jrola  (iailii)  ist  nicht  mit  Nils  Asllii-r  verlobt.  — 
...laliniiarkt  des  Lobciis"  mit  (iuslav  l'rölilicli  und  \'cia  Sclniiillorliiw 
\N  iirilr  vor  iin^rfälir  zwei  .laiircn  j;t'ilrrlit.  Wir  ncliiiicii  an,  ilal!  .sich  alle 
Filmstars  iibcr  (icInirtstaKSK'liirkwiinschc  Irenen.  Ob  sie  aber  ilarauf  ant- 
worten,   ist   .-ehr    fr.islich. 

I.  n  (1  w  i  >f  S  e  h..  .\  1  1  e  n  s  t  e  i  ii  :  Anilere  Stars  sind  nicht  .si-hleehler. 
aber  man  lielicinimt  mmi  ihnen  >  iel  .schwerer  .Material.  .Maria  I'amller. 
Mad.v  ('hrislian.s  nnd  Harry  I'iel  wariMi  bereits  mehrlach  im  ..Kilni- 
.Mafi'.izin"  ilurch  .\rtiUel  und  lühler  \erlri'ti'n  nml  wcTden  anch  in  Zn- 
knnl't  wieder  ersclieinen.  —  Mady  Christians  liat  am  1!l.  .I.innar  (lehnrts- 
la;;.  M.iria  l'ainller  «nrde  am  :.'(>.  .luni  HC'hnren.  Hin-  näehslen  Filme 
heiUen    ..l'as    Iet/.t4'    Fort"    nnd    ..l»ie    t'idele    llerreniiartie'. 

(!  e  (I  r  h:  e  l>  n  r  y  e  a  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  F  r  i  e  d  e  I  II.,  1  s  «•  r  1  o  li  n  : 
(ieorge  Diiryea  nnd  l.ina  Hasiinette  sind  ilurch  die  l'.D.C.  de  llille-Film. 
.Si-w  York  (.'ity,  U..S..\.,  zn  erreichen.  Sie  können  dentseli  an  .sie 
sehreiben.  Alle  Filmstars  fri  hen  .\nloi;r;imme.  Dnryeas  nächster  Film 
heiUl:  ..l>ie  .T:i-;d  n:ich  der  Krhschaft".  Der  neneste  F'ilm  mit  l.ina  Ua.s- 
ipiette  lu'ilJt  ..Varielcsterne".  —  llildkarteil  Mm  Filmurölien  können  sie 
durch  den  Vi-rla«-  Illustrierte  Filmwoche,  Herlin  S\V  (18.  Ko<hstralJe  f.-s. 
beziehen.  —  Nein,  es  kiunmen  nicht  alle  amerikanischen  Filme  nach 
Deutschland     nnd    .ille    tieutschen     Filme     nach     .\merika.    aber    sehr     viele. 

I,  i  e  s  e  1  St..  Köln:  Harry 
I.iedtke  träst  seinen  riclitisi'n 
Namen.  Kr  ist  wieder  H:esnnd 
nml  wird  schon  iu  .•illcrnach- 
.sler  /eil  wieilcr  filmi-n.  Seine 
erste  (iailin  war  Schauspielerin 
nml  lebt  noch.  Sclhsl\  ersl.iml- 
lich.  Medtke  nnlerschri'ibl  die 
.Vulosraninie  alle  selbst.  .Mle 
Ulumeli  sind  seine  l.ieblint;s- 
bhimen.  Kr  besitzt  l'lerd  und 
.\nlo.  .\nt'  wclclu'u  N.imen  sein 
edles  l!oU  börl  und  wie  die 
Farbe  seines  WaKi'Os  ist.  wis- 
sen »ir  tals-icblich  selbst  nicht. 
,\ber  Ihre  (iruUe  haben  wir 
dem  Künstler  ausucrichlcl,  und 
Mire  liilil«  mische  sind  \  or- 
yremerkl. 

H  e  r  m  a  n  n  H.,  15  e  r  I  i  n  : 
Die  Holle  der  Helrats\  crmilt- 
leriii  in  ..Das  niirrisehe  (ilnck" 
wurde  von  Irene  Kraus  dar- 
Kcstclll.  Die  Künstlerin  ist 
durch  die  Aafa.  Herlin  SW  -IS. 
Frii'dricbstr.  22:\.  zu  erreichen. 
I'ritz  Kamiieis  hal  am  11.  .lull 
Cebnrtstaf;:.  Ihn-  Angaben  stim- 
men. Wir  bewundern  aufriihti;; 
Ihre  Keimtnisse.  —  .Vlle  Filni- 
(jrölicn    K>''»'i'    Aulügramme. 

H  o  her!  S..  15  a  il  e  u  - 
JS  a  d  e  n  :  Noten  aus  dir 
..l'nj;arisclien  |{h;i,iisodie"  f;i''' 
es  nicht.  V(Mi  eim-r  Schall- 
plalte  ist  nus  ebeul'alls  nichts 
bid^anut.  Das  betrelYende  Kild 
stellt  den  I'.iramount-St.ir  Mary 
lirian  dar.  Der  neueste  FIItu 
mit  .\uny  Ondra  lieiül  ..Siin- 
din'  nnd  siill".  —  l.ilian  Har- 
%  cy  ist  lediK.  Das  waren  nur 
üeriichte.  —  Der  l.ya  .Mara- 
Film  ...Mein  Herz  ist  eine  ,laz/.- 
baml"  wurde  s(him  vor  einiger 
Zeit   nraufKcfiihrt. 

A.  Ci  r..  H  i  r  s  c  h  b  0  r  {•■  : 
Illustrierte  Hesehreihunf;en  von 
ilen  •lenannten  Filmen  werden 
Sie  si(dnT  noch  durch  den 
IllnsIrierten  Filmknrier,  Merlin 
\\  !1,  Köthener  Stralie  :17.  er- 
ballen. —  Kiuc  Mar-(d  llol-.i 
ist  lins  als  Filnularslellcrin 
niehl  bekanl.  —  \  .-ra  .Mali- 
nowsUaja  weilt  in  lierlin  nnd 
wohnl  W'ilmersdorr.  Kaiser- 
alliM'  :.'07.  Ihre  iHoieslen  Filnw 
,,\\'alerloo'  und  ..Der  ,.Zi- 
f;euner|irimas". 

K  r  i  <■  h  H..  K  a  r  I  s  b  a  d  . 
Verbindliehslen  Dank  fiir  Ihre 
li(djens«iirdi);cn   Karlennrülje! 

A  I  r  r  e  d  X.,  H  e  M  i  n  : 
(ieoTfila  Kind  «ohiit  llerliu- 
Hali'iisee,  .\lhrei  ht-Achillcs- 

StraUe  :.,  Daisy  d'Ora  INdsdam, 
MoltkestraUe  21.  Ha  Meerv 
lierlin-\\ilmersdori'.  DnisbiirKer 
Stralie  17.  —  .lean  .Mural  be- 
lindet  sich  zur  Zeil   In   Paris. 

Kurt  1'.,  Herlin:  ll.-irrv  Kiedlkes  r.irlnerinnon  in  der  ,.Zlrkiis- 
liriiizessin'  waren  Hilda  Kosch  nnd  .Marianne  Winkelstern  (die  Tänzerin). 
K  H..  H  :(  m  b  n  r  K  :  -M  .7olson  ist  durch  die  \\anier  Hrolhers-Stndios. 
.W)2,  Snn.set  Uonlevard,  Hidlywood.  K.ilitoruien.  F.  S.  A..  zn  errei(lieii.  Kr 
siirichl  auch  etwas  ileiitseh.  Wenn  Sie  zum  Film  wollen,  so  ralen  wir 
Hinen,  Ihre  Thotos  unmittelbar  :in  die  FilmKesellseli.afleii  zn  .senden.  Nein, 
.sie  w. Indern  nicht  iu  den  l'ainerkorb,  soiulern  werden  Ranz  objekliv  nml 
racbiminniscb    Kf'IH'iift. 

Franz  I.  e  d  e  r  e  r  -  Y  c  r  e  b  r  e  r  i  n  Klly:  Ihre  Orliße  nnd  unten 
W  iiiische    haben    wir    Fr:tnz   l.ederer    beslellt. 

Waller  M..  Breslau:  Die  Hanidrollen  in  ..Wie  heii.ile  ich 
moinen  Chef?  •  spielten  Dina  (iralla.  Harry  H:iliu  nnd  Helene  Hallier.  - 
Wir    Haben    die    betreffenden    Kunstler    an    die    Antonr.imme    erinnert,      (iril 

v'xv-  V-""""-   "'"•""■'''''""■,'■•    ^Veslläliscbe    Stralie    ;H,    Hilde    Maroff    Herlin 
NW  «1.    .A|;ncul:istraUe    l.'illl. 

K  o  II  a  I  d  C  0  I  m  a  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  K  a  r  I  s  r  n  li  o  :  Pen  Haiipt- 
niaiiii  Kamon  in  den  ..Verschwörern'  s|.ielle  I'anI  Kiicas.  —  Hon.ild  C(d- 
maii  h.il  am  !).  November.  Vilma  Kanky  am  it.  .laniiar  i;elMHlsla-. 
Werner  lucllcici-  l'arlncrln  in  ..Die  Flucht  iler  Delia"  ist  .Mareella  \lhaiii 
—  Ks  stimml  lei.lcr.  die  jimse.  taleiitvulle  .Mariella  Milliier  ist  kürzlieh 
in  Hadeii  bei  Wien  an  KuiiKonbliiten  Keslorben.  jlir  letzter  Film  war 
..Adieii.    .Maseotle". 

F  r  i  I  z  S..  C  h  e  in  n  i  t  z  :  Der  llanpldarsleller  von  ..Sonja"  w.ir 
aiine  Calelain.  Der  Kiinsller  ist  Franzose,  lebt  in  Paris  und  heendelo 
kürzlieh  dort  einen  Film  ..Nächste  eines  rriiizen'.  Der  Harry  riel-Film 
heiOt    ,.Fnus.   der   Wck    in   die   Well". 


.1 


F..  1'..  A  I  I  I)  n  .1  :  Sie  dürfen  uns  ruhif?  j;laiiben:  der  Lissy  .\rna- 
S\enska-Film  ..'rriiimph  des  Herzens"  kommt  l.ilsäeblieli  unter  dem  Titel 
..Schiieesinnu  '  .in  die  OefVcutlichkeit.  auch  wenn  Sie  dies  ..koiniseh" 
timlen  nml  Ihr  Stammkimdiesitzer  nichts  davon  wi'ili.  Die  Filinf;esell- 
schaftcn  nehmen  minilich  liiinfi!;'  Tileländcruni;en  vor.  zum  Heispiel  wurde 
der  Klll;in  H.ir\  ey-FlIni  ...\dieii  .M.iscotlc-  friihi'r  als  .  Jlwlpli  vom  Jlonl- 
p.ii  ii.isse".  der  nächsle  l.ili.in  H.irvey-Film  ..Wenn  du  einmal  dein  Herz 
\  erschenkst'''  als  ..\a);abnml  vom  Aequator".  der  Anny  Ondra-Film 
..Siindi;;  und  siili"  als  ...liiu;;frau  von  l'aris ",  der  Kya  de  Pulli-Film 
..Tlie  Informer"  .als  ..Die  N.iebt  ii.ich  dem  Verrat"  aiifiekündij;;!.  und  wir 
kiiniitcn  Ihnen  noch  eine  Hcihe  anderer  Filme  mit  Titeläiideriin^en  :iuf- 
zählcu.  —  Ks  ist  möglich,  dali  \\illielni  Dieterle  als  Offizier  im  Felde 
Kcuesen    ist. 

Irene  S..  C  ö  r  I  i  t  z  :  Dr.  Cieor^  .\s:i^arotf  wohnt  Herlin-Schöne- 
bern'.    Iniisbrueker    .stralie     II. 

If  II  d  i  W..  .1  e  n  a  :  Harry  Piel  wurde  am  12.  .Tuli  in  Düsseldorf 
;;eboren.  ist  mit  l>;iry  Holm  verheiratet  nnd  K'bt  .\utoj;Tanime.  Seine 
Wohiinn-^  hat  er  in  IJerliu-Scböncber;;-.  .\ni  Park  12.  Piel  IrÜKl  einen 
Künstlernamen.  Seinen  richtiKeu  .N:inien  will  er  nicht  vi-röffentlicht  haben. 
SelbsU  erständlich.  i'r  ist  auch  ein  •^TnÜrr  Kinderfreniid.  Harry  Piel 
.irlieilet  für  d.is  Deutsche  Kiclitspiel-Syndik:it.  Sein  neuester  Film  heilit 
...Männer    ohne    Hernf"    (Di'r    Herr    aus    Südamerika). 

K  a  r  1  T..  S  a  g  a  n  :  Wenn 
Sie  ein  Filinmaniiskript  ge- 
schrieben haben,  so  ist  es  am 
zweckmäliinsteii,  Sie  senden  i's 
nnmittclb.ir  an  die  dramalur- 
Kisehen  .\liteilun';;eii  der  Film- 
Kesellsclwiften  wie  Fla.  Herlin 
S\V  CiH,  Kochstraße  il-h.  National- 
Wariier,  Herlin  S\V  4»,  Fried- 
richstralie  10,  Terra.  Herlin 
SW  (18.  Küchslralie  7.1,  llem'- 
wahl.  Herlin  .sW  4,s.  Friedrich- 
stralie  250.  Für  ein  Film- 
manuskript  werden  —  je  nach 
tjiialität  und  dem  Huf  des 
-Autors  —  iu  Deutschland  llHKl 
bis  11)0(10  .Mark  ncabll.  in 
.\merika  im  Durchschnitl  be- 
dcnteml    mehr. 

T  r  a  v  u  s  .  J,  e  i  ji  z  i  s  :  Am 
besten.  .Sie  wenden  sich  un- 
mittelbar an  die  Ffa.  Herlin 
SW  d«.  Kochstr.iUe  (l-H.  —  .sie 
können  es  ruhitt  waKem  .lack 
Tie\or  und  seine  (iatlin,  ob- 
wohl sie  keine  Scl'.aiispiclerin 
ist,  um  ein  Auto;;ranini  zu  bit- 
leii.  W  ir  b.-iben  Ivan  Petrovich 
an  das  fälli;;p  .\utiit;ramm  er- 
innert, empfehlen  aber,  noch 
eiiim.il  selbst  an  ihn-  zu  s(  brei- 
ben.  —  Die  neuesten  Filme  mit 
.lack  Trevor  sind  ..Clinni- 
pagner"  nml  ..Hriefe  einer  Un- 
bekannlen". 

If  o  t  e  K  o  s  e  n  :  Kieh.-ird 
Tauber  ist  f;-esiind  und  munter 
wieder  in  Herlin  .innekommen. 
Kr  hatte  lielcnkrhcumatismiis 
gehabt  wie  ilamals  llenny  Por- 
ten nnil  ist  nach  2'j  .Monaten 
Kiir  in  Pystian  fjebeilt.  .\bcr 
nein.  T.iiiber  ist  nicht  mit 
llenny  Porten  \  erheiratet.  Di-r 
Kiinsller  ^Ibt  .\nto;;ramme  und 
ist  sellistrcilcnd  auch  ein  };rolier 
Freund  \  mi  Hlumeii.  Kr  fährt 
jetzt  zn  den  Keliär- Festspielen 
nach  Holland,  wo  er  wieder 
seinen  ..lioetbe"  in  ,.Fried<>- 
rlke"  sln;;cn  wird.  Danach  wird 
ei  in  mehreren  Tonfilmen 
w  irken. 

.M  a  d  y  Christians- 

.S  c  h  w  ä  r  in  e  r  i  n  V  i  e  k  y  : 
.M.iily  Christians  wurde  am 
l!i.  .laiinar  in  Wien  K<'boreii. 
In  ihrem  kommemlen  N.itional- 
>\;irner-Fllm  ..Jleliie  Schwe- 
ster und  ich"  spielt  sie  keine 
Doppc'lrolle.  Dire  Partnerin  ist 
J'ill.i  (i.irdeii.  Ihre  Hildw  iiiisehe 
sind  vorKemerkl. 

II  e  d  w  i  «•       H..       y\  a  -d  e- 

b  u  r  K  :    Ks    stimml    leider.  Har- 

bara    la     Mar    ist    \  or    uiif^efähr 

zwei     .laliren     gestorben,      l.iipe 

\elex  filmte  ii.  a.  schon  als  P.-irt- 

llerin  von  Douglas  Fairbanks  im 

..Cianelio".     Sie  ist  aber  erst  in 

letzter    Zeit    populär    (geworden. 

I  I  o   H.,    H  e  r  I  i  n  :   (Jöst.i    Kkni;in    wohnt    Stockholm.    Hjorlhosväsen,    und 

ist    verheiratet.     Kr    wurde   in    .Schweden   j;el'>'ren.   ^i'''   .\nlof;r;iinine.   —  D;is 

.M.inuskript    zn    dem    Film    ..Die    drei    Kiiekiieksuliren"    wurde    von    ISobert 

l.iebm:inn    iniidi    dem    Kb'iehn.-iinif;eii    Ifoni.in    von    Ci.    Miilileii-.Sehiillo    ^c- 

selirieben. 

E  r  w  i  n  F..  H  e  r  I  i  n  :  Uieh.ird  Dix  ist  durch  die  P.ir.iinonnt.  5I,')I. 
Mar;ilhon-Streel.  Hollywood.  Kai..  F.  ,S.  A..  Ken  .M.i.\  n.ird  durch  die  First 
Naiion.il.  Hnrb.ink-Holly  w  ood.  Ka!..  lloot  Cibson  durch  die  Fnivers:il, 
Fnivers:il-City.  K.ilifornien.  (JeorK'es  O'Hrien  durch  W.irner  Hrolhers. 
r>812,  .Snnsel  Honlevard.  Hidlywood.  K.-iliforinen,  F.  S.  A..  Eddie  Polo 
durch  Polo-Film.  Herlin  .SW  48.  Fricdrichstraße  247,  zu  erreichen.  Alle 
Künstler    gidn-ii    .Vulofir.imme. 

K.  (i.  .M.  (I.:  .M.idy  Chrlsti.ins  wurde  von  Friedrich  Zelnik  für  den  Film 
entdeekl.  Ihr  erster  Film  hieli  ..Die  Krone  \  cm  Kerkyr.t".  Die  Küiisllerin 
war  .aber  vorher  schon  unter  lieiiih.irdl  beim  The.iler.  .sie  liebt  .alle 
Hliimen.  Ist  un^c'fähr  so  all.  wie  Sie  Kcsehälzl  h.iben.  Jlady  Christi.iiis 
kennt  unseres  Wissens  mindestens  (lanz  Eiirop.i  nnd  Nord;imerik.'i.  Norcl- 
:ifrik:i.  —  Wenn  Sie  die  im  .Vuslande  wohneuden  Filmsl:irs  um  .\iilo- 
Kr.imme  bitlen  wollen,  so  müssen  .Sie  einen  internationalen  Postscliein 
beifiijren  und  die  jeweilige  Hildk.arte  einlegen.  —  Vrrbiiulliehslvii  Dank 
für    Ihre    litdiensw  iirdi);:en.    anerkennenden    SVorte! 

E  I  i  s  .1  b  e  t  h    F..    H  ü  I  z  o  w    :    Ernst    Verelies    befindel    sich    jetzt    in   Her- 
lin.    Die    N.imeii  Verehes    und  Petrovich    werden   auf   der   ersten  Silbe  betont. 
.1  e  n  n  y      .1  n  s  o  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  n  e  ii  ,       K  r  e  f  e  I  d  :       .leiiny     .IiiKO 
wcdint    Herlin    AV.    K:iiseril:imin    2!l,    liest    alle    Hriefe    selbst    und    ^ibt    .Aiilo- 
Kramme.      .sie    wird    ancli    Ilireii    Wniiseh    crfiillen. 


liii^fxwim\i<»'mse<i^ji^iS:i^säs/it-<mt^miassA^  ' 


Enrico    B  e  n  f  e  r 
in  dem  Ufafilm  „Flucht  vor  der  Liebe" 


('  o  I  p  I  t  0  H  r  !■  <  t  I  -  V  0  r  p  h  r  p  r  i  n  Dolly  T..  H  p  r  I  i  u  :  Dip 
Ictztpii  KiliMu  von  CoJpltp  Urplll  warpii;  ..W'.is  piiio  Fr.tii  im  Frübliiii; 
Iriiiiinl"  1111(1  ..Der  iiiotlfriip  (■:i.-;iiit)\  .r".  Dip  Kiiii.-llpiiii  «oliiil  Hprliii  W, 
SiiclisiM-lip  Sir.  1,  i^<l  mit  Erii>l  Wiii.ir  vcTlipinilPl  iiml  ^ibt  Aiito-?r:immP. 
Sip    ist   .-iiipIi    im    l.pbpii   piii    s.vm|p.itliiMlipr   -Mpum'Ii. 

\V  ;i  I  t  p  r  (i..  K  r  a  II  k  r  II  r  I  -  .\l  a  i  n  :  -Mary  .loliiisoii  ist  aiifCPiililick- 
HpIi  iilrlit  in  Uprliii.  Ilir  Namp  ist  „ppbf.  l'plipr  jlairy  l'ipl  limlpii  Sip 
ilip  Naphiiplit  an  aiulprpr  SipIIp  dipspr  Xumiiipr.  —  Källip  Uoispli  «dIiiiI 
Hprliii-l.iilitPircItlp.  J>iaki'S(r.  M.  iiml  liat  am  ill.  I)p/.piiilipr  (iplnirlstaK- 
l.ieii  Dpvprs  int  iliirpli  ilip  l>piitsplip  riiivpisal.  Ui-iliii  \V  s.  Maiipislr.  ,si. 
y.ii  Piipiplipii.  Sip  ist  liollämlri'iii  iiiiil  \\  iinlp  in  Ainsicidani  ;;pli<npn. 
Sicfifripil  .Arinis  Wc.liiiniifj  lu>riinli'l  sipli  in  Hcrlin  W,  Z.iiiriii;;pr  Sir.  .">. 
M.'ii'Kiil  W.'illpr  wiilinl  liprlin  ^V.  Kiii'l'iii'stpnil.iinin  II  iiiiil  li.il  am  I.  l)i;lii- 
liiT  (Ji'liiirt.stajr.  Kätlip  Pnispli.  l.ipii  Dpvpis.  .siic-^fiicil  .\rno  iitiil  JlaiKMl 
Wallpr    tr.i(;pii    ilirp   ripliliftPii    XaiiiPii. 

F;  1  f  r  i  p  il  B..  ('  li  p  in  ii  i  t  z  :  (»wpii  (ioriii  ist  iinsPrp.<  Wissen.»!  noch 
in  .\mpi'ik:i.  —  Olaf  Fjonl  ist  .Niirwpjcpr.  wurde  in  Oslo  jjp'oh'pii.  Spin 
iipiipstpr  Kilm  lipißt  ..Erotik".  Si-iiip  Kprliner  .Xdri'ssp  i«l  Wiliiiprsdiirf. 
.Xantpiipr  Str.-iUi-  1«.  —  Korotlipa  \ViPi-k  ist  in  MiincliPii  lipi  dPr  Sprppli- 
liiilnip.      Wl.idimir   (i.iidarow    hat    kpiiip    Kindpr.     Kr   sit*'    AnloKr.immp. 

U  n  I  I  o  .  >l  a  r  fj  "  :  •'^'''  hplästi^pn 
uns  mit  Ihrpii  Kragen  ganz  iiinl  uiir 
iiiplit.  —  l>pr  llrPtii  (Jarlio-Filin  ..Wilde 
Orphidppn"  ist  noch  nicht  in  Merlin  iir- 
aiifKcfiihrt.  —  Wir  werden  Wilhelm 
l>iptprlp  nn  das  fällifrp  .\Mt())iramm  cr- 
iiinprn.  —  Ks  slimint.  ilip  heUaiinle  l'iliii- 
di\a  ist  mit  dem  lielretYendpn  Kiiiisller 
seit    kurzer   Zeit    \  erheiratet. 

r  1  I  y  H..  N  e  n  k  ö  I  I  II  :  AV.'rner 
Fnctterer  widitit  Hcrliii-Stej>:litz.  Klcist- 
stralip  °J7,  lind  ist  iin\  i'rlieiraict.  F^oii 
\  (m  .Jordan  hat  seine  Wdluiiin^'  in  Her- 
liii  W  !.'>.  I.ictzi-nliiirj,'cr  SIr.iU.-  2',.  und 
ist  phpnfalls  IciUk.  .lack  TrcNor  ist  mit 
piiier  Knuhiiiilprin  vermählt  und  wohnt 
Herlin  W,  Beiidlprstralip  !).  .\Ilp  Künst- 
ler (jelipii    .\nto;;raniine. 

I'  e  t  e  r         S  p  h..  K  ii  s  1  e  n  d  i  e  I  - 

S  c  h  i  s  e  h  k  o  w  r.  i  :  Itanion  No\arro 
niiil  .lohn  Cilherl  sind  diireli  die  Metro- 
Ciddvvyn-StuiliDs.  Ciih  c>r-( 'ily.  Kai..  Hoil 
la  Kocinie  durch  die  First  National.  Unr- 
li.inlv-llollywoo.l.  K.ililoriiien.  I'.ila  Xe-ri 
durch  die  l'.lstree-Sliidicis.  llersfnnlsliire, 
Knuhinil.    zu    erreielipii. 

F  i  I  m  f  r  p  II  11  d  .  K  I  h  c  r  f  e  I  d  :  Lei- 
der köiiiipii  wir  Ihnen  nur  wciii<;;  lieliill- 
lieli  sein.  Denn  die  nenaiien  .\dresscn 
(Ip.s  heriihiotcn  Miistcrhosers  (icnc 
Tuiine.\,  der  riissisclieii  'räiizcriii  Ann.i 
Pawlowna  und  des  .imcrikanisehen  Mil- 
lionärs Wood  sind  uns  nicht  hckannt.  — 
(diistance  Taliiiadfti'  erreichen  Sic  ain 
hcslen     durch     ilip     Fnilpd     .\rlists.     TJnii. 

Santa        .\lonic.i-Hoiile\ard.        Holl.s« I. 

Kalifornien.  F. S.A..  (ins  Schlesiii;;ers 
Adresse  ist  Wariipr-Xational,  Herlin 
S\V   4X.   FripdrichsIr.ilJp    10. 

K  r  vv  i  II  U..  Herlin:  P.inl  Wep:ener 
licfindct  sich  noch  immer  .iiif  einer  (iast- 
spieltoiiriic  durch  Sjidamcrika.  Kr  ;;ilit 
.Autogramme.  Seine  sländi^i"  Hcrliiier 
Ailressp  ist  Herlin   W  .l.'i.   Am   Karlsbad   :'. 

Herbert  F..  .\  n  k  1  a  in  i  ii  i'  o  in  - 
ni  e  r  n  :  Wir  nennen  lliiicii  liiermit 
w  iinscIiKemäM  pini-;«'  .\drpsspn  von  Filni- 
HPspllscIialtpii:  l'fa,  Herlin  SW  IW.  Kocli- 
stralii'  il-.t.  N'.itioiial,  Herlin  SW  l.s, 
Fried  richstratip  10.  Hegewald.  Herlin 
SW  IK.  FriedrichsIralJe  i','>0.  Terra.  Her- 
lin SW  i;«,  Kochstr.iUc  7;i,  .\af.i.  Herlin 
SW  4X.  Friedrichstr.-iUe  JJ.i.  Deiiische 
Fiiivi-rsal.    Herlin    W    M.    MaiicrsIralJe    m'. 

Heinz  H..  I,  e  i  p  z  i  f;  :  HriKÜte  Helm  is|  mit  l.'ich.ird  WeilJhach 
verlieii.ilet,  (jihl  A  iito;;raninie  und  widint  Hcrlin-D.ililcni.  Im  Winkel  .'i. 
.Sie  dehiilierle  in  Friiz  Lmiiks  ...Melropolis"  und  wurde  d.iiiacli  j;lcicli  he- 
kannt.  .S|i;itpr  foluleii:  ...Alraune",  ...\in  lf:inde  der  Welt".  ..I>ie  Liehe  der 
.le.inne  Xey".  ..Sk;ind.il  in  Hadcn-H.iden",  ...Miwpkp".  ..(;<dd  -  (ipld  -  tipid  ■. 
..Ihp  wnnderharp  l.iij;('  der  Nin.i  I'ctrowiia".  Ihre  nächsteu  Filme  sind 
...M.iiiolescii  •  und  ..Sklaven  der  l,eideiisph:ift''.  Hrijiitte  TIelin  ist  .•lucli  im 
l.idien    symp.illiiscn    iiiid    liehcuswiirdi';'.      .Sie    {■'''•    .\ulofrr.iminP. 

I(  i  o  d  e  1  O  ro  :  Die  f;eu.iue  HesPtziiii;;'  von  di'm  };<'n.iniitpn  Film  ist 
noch  nicht  hckaiiiil.  Kolaiid  Drew  lelit  in  lloll,\\\ood  ( K.'ilil'oriiieii)  iiiid 
isl  ein  liek.uiulcr  l):ustell|.r.  Eine  Hildk.irlc  \oii  dem  Künstler  werden  Sii. 
sicher  durch  eleu  \'erl.i^-  ..Illiislrierle  Filniwo;-he ",  Hi^ilin  SW  GS,  Koch- 
sir.iUe   li-s,    erhallen. 


tSKftaKfßf/sfiiime&i 


i 


\Y  alter  M..  H  r  a  ii  n  s  p  li  w  p  i  ^  :  Rirliaril  Talmadge  vvobnt  in 
Hp\  prIy-Hills.  Hollywood.  Kaliforiiipii.  V.  S.  A.,  und  gibt  Antogranime. 
Ihr  Hild«iinsch  ist  M»rt;pniprkt.  —  l>ip  Adrpssp  von  .Alfrpd  Torge  ist 
nicht  bekannt. 

f  i  I  I  y  F  e  i  n  d  t  -  \'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  A.  K.,  Berlin:  Cilly  Feintlt 
ist  l)(.itlsche.  .Sie  filmt  nur  sehr  wenig,  weil  sie  In  der  Il.iiiptsapbe 
Toiiniiei  reilcrin  ist.  Kiuer  ihrer  letzten  Filme  w.ir  ..Der  Fphlinarspliall"', 
—  -    Vpr.i     \'oroiiin.i    >;ilil    .Viilogramiiip. 

E  r  II  s  t  II..  W  i  I  d  h  a  d  :  l)pr  Ilpimlnirg-Koinaii  „Wip  aiieli  wir  ver- 
.icpbpii"    ist    bis    jetzt    iiocli    nielil    verfilmt    worden. 

(1  r  e  t  a  ti  :i  r  h  o  -  V  p  r  p  Ii  r  p  r  i  n  ,i  n  s  Jl  ii  n  p  b  p  ii  :  tirpla  (iarbo 
ist  durch  dip  .Mptro-Ciohlwyn-M.iypr-Stiiilios,  ('nlvcr-City,  Kalifornien, 
F.  .s.  .\..  zu  erreichen.  Sie  ist  nielit  mit  .lohn  (ülbert  vprlipiratet.  (.Ireta 
(irirliü  gibt  .Xiilonr.-iniiiie.  Ihr  nächslcr  Film  bpilJt  ,,W  ildp  Orehidppii"  mit 
l.pwis    Sioiip    und    Nils    .\stlipr    :ils    l'arlnpr. 

X  n  r  I.  i  p  d  t  k  e  -  I'  c  l  r  o  v  ich  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  Ann  y  .M., 
1>  r  p  s  d  p  n  :  Ix.in  l'plrovicb  wurde  am  ;il.  Dpzpiiihpr  In  Bud;ippst  ge- 
hören, ist  :iber  heute  seiliiselier  Staats.-iiigphörigkpit.  Er  lipbt  :ille  Blumen. 
Si-iii  nächster  Film  Inilit  ..Der  lüiiislling  von  Schijuliriinn"  mit  Lil  Da- 
guvpr    .-ils    l'.irtneriii.    —    .M:iry    l'arker    filmt    seit    etwa    fünf    Jahren. 

H  i  I  I  y  ii.,  Basel:  Spinlpu  Sie  un.s, 
hiiip.  iioeb  jp  piiip  Hildkarte  von  Liane 
llaiil  und  Willy  Fritseh,  damit  wir 
Ihnen  dip  .\iitograimno  bpsorgen  können. 
—  Kiiip  l'nterschrift  von  ILnnon  Xo- 
\.irro  konnten  wir  leider  nicht  vermit- 
tilii.  ila  ilir  Künstler  während  seine.s 
Hcriiner  Aufenthalts  ganz  inkoguilu 
lelic.n  wollte.  Wir  spiidpn  IhiiPii  die 
Zciinngsaiisscbnilte  auf  Wunsch  natür- 
lich wieder  zuriiek.  —  .Alle  Filin.star.s 
gehen  .\iitograiiinip.  Donglas  Fair- 
li.'inks  und  Har:ihl  Llovd  »olinpn  in 
Heverly-Hills.  Hollywood",  Kai.,  U.S.A. 
Liane  llaid  hat  ihre  Widiniing  in  Berlin- 
Westend,  W  iirltcMohergiscbe  Straüe  l.i. 
Xeiiia  Desni  Herlin  W,  l'aiilsborncr 
str.ilJe  :l.  I'anl  Itiehtcr  Berlin  W. 
'I  aiicnlzienstralje  111.  (ireta  (iarlio  ist 
durch  die  .\lctro-t;oldwyu-Stiiilios.  Cul- 
M'r-City.  K:il.,  I.ya  lU-  l'iitti  tliirch  die 
l'.lstrce-siudios.  Ilersfordshire.  Kngland, 
Dolores  ilel  Hio  durch  die  Fnitcd- 
Ailists.  Tl'OD,  S.inta  Aloniea  BoiiUn  aril. 
Hollywood.  Kalifornien.  F..S..\..  zu  c'r- 
rcichen.  Wenn  .Sie  in  piiipr  wiiizigpii 
Bolle  im  Film  mitwirkpii  inücbten,  so 
ist  es  am  zweckmäßigsten,  sieh  nii- 
millclhar  mit  diu  Filingpsellsphaflen  in 
\ Crhiiidung    zu    setzen. 

(i  11  s  I  ji  V  F  r  ii  Ii  I  i  c  b  -  V  e  r  e  h  r  c  - 
rill  Hoy:  .\iidere  Filme  mit  tiiistax 
l'rcdilich  alliier  den  mhi  Ihnen  aiif- 
ge/ähltcn  gibt  es  iiiclil.  .Sie  sehen  :ilso. 
\»  ie  gut  iinterrichlet  Sie  sind.  —  Froli- 
lichs  l'.irtncriiinen  in  ...Angst"  waren 
l'^lga  Hrink  iiml  \'ivian  ('■ibson.  in  den 
,.KIf  'reiit'elii  ■  Lissy  .\rna.  Evelyn 
llidt.  lii  dem  Deriissa-Film  ..Kcvollc 
i'm  ICrziebnngsheiiii'  spidt  (iiist.n 
l"riililicli  nicht  mit.  Welche  Nnininer 
sein  .\iito  trägt,  eiilziebt  sich  niisi'rer 
l\<'iiMtnis.  —  Fr.iiiz  l.edercr  li:it  braune 
.\iigeii    und    schwarze    Haare. 

(i  e  r  t  r  II  d  D.,  Be  r  n  :  leher  Hazel 
Korh<.s,  die  hpi  piiipr  Sphünlipitskioi- 
kiirrpiiz  den  ersten  l'reis  erhalten  hat, 
küniien  wir  Iliiien  keine  näheren  .Vii- 
g.ilien  iiiai'hen,  Sie  wohnt  in  Beverlv- 
llills.    Hollywood.    K.ilifornieii.    F. S.A. 

Will  y    1...    L  ii  b  z  :    Agiles    Ksterhazy 

widint     Herlin-W  Cstend,    K:iiserd:imm     lo. 

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lleitung  A.  Roseothal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
I  Wilhelm    Schaefer,    Charlottenburg.      Anzeigeoverwaltung    Bepa- Verlag,    Berlia  W  35,  Blumes  Hof   S.      Kupfertiefdruck:    August    Scherl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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) 


Phjt.  Via 


C/laryy    (L/ialiii  spielt  in  ac»*J   iieuen   ^C/ijajiltn  ff^fUenn  au  etnnial  dem    zTlcrz  verscnenKsl 


1 


i 


D  I  j:    AS  o  c  11  ]:  X  s  c  II  H  I  r  i^   d  j:  h    r  i  l  m  tue  i  x  d  l 


Mrs,  OSA    JOHNSON 

die  Heldin  des  Expedtllonsfllms  „Simba" 


L 


Alfred  Allan  und  Bebe  Daniela  phvt.  Paramjunt 

Bebe   Daniels,    die     in    Hollywood    wegen    des  Tonfilms 
feiern    muü.    werden    wir    bei    uns    noch    mehrfach    be- 
grüßen   können,    weil    die    in    der    vorigen    Saison    her- 
gestellten  Filme    jetzt  zur  Aufführung  gelangen.     Bebe   Da- 
niels, die  als  Partnerin  von  Harold  Lloyd  begann,  hat  nach 
einigen  Ausflügen   in  die  sentimentale  Filmdramatik,  wie  in 
„Monsieur   Beaucair",  wieder  zu   ihrem  eigentlichen  RoUen- 
gcbiet,     der     Komödie,     zurückgefunden.     Wenn     man     von 
Constance  Talmadge  absieht,   die  aber  mehr  für  das  Salon- 
stück begabt  ist,  bleibt  Bebe  Daniels  der  einzige  große  weib- 
liche Komiker  des  amerikanischen  Filmes  und  würdige  Nach- 
folgerin von  Mabel  Normand,  die  ein  privater  Skandal  un- 
möglich   machte.      Bebe    Daniels.    Tochter   eines    Hochschul- 
pädagogen, ging  gegen   den  Willen   ihrer  Familie  zum  Film 
und  brauchte  eine  Anzahl  von  Jahren,  um  sich  vollkommen 
durchzusetzen.      Erst   verhältnismäßig  spät  wurde   ihr  paro- 
distisches   Talent   erkannt,    das   sie   zuerst   in   Ulkfilmen   be- 
weisen   durfte.      Die    Amerikaner    lieben    eine    Filmgattung, 
die  sich  nur  selten  in   deutsche  Lichtspielhäuser  verirrt  und 
dann  in  der  Regel  nicht  erkannt  wird,  nämlich  die   Parodie 
eines  großen   Filmerfolges.     Douglas   Fairbanks,   dessen   Ar- 
beiten ja  immer  an  jener  gefährlichen  Grenze  herumturnen, 
wo  die  Vorgänge  von  selbst  aus  dem  Ernst  zum  komischen 
Effekt  werden,  ist  von  jeher  ein  beliebtes  Objekt  der  Paro- 
die   gewesen,    weil    seine    ganze    Art    nur    noch    ein    bißchen 
verstärkt   zu   werden   braucht,   um   plötzlich   schallendes   Ge- 


lächter  hervorzurufen.  So  parodierte  Rod  la  Rocque  den 
,, Schwarzen  Piraten"  des  großen  Doug  mit  dem  ,, Roten 
Piraten",  einem  herrlichen  Film,  der  in  Berlin  leider  nur  von 
wenigen  Zuschauern  verstanden  wurde,  so  parodierte  Bebe 
Daniels,  neben  anderen  nie  bei  uns  gezeigten  Filmgrößen 
Hollywoods,  Fairbanks  in  ,,Senorita"  und  Valentine  in 
, .Tochter  des  Scheiks".  Das  ,, Mädel  mit  der  Kamera"  ist 
eine  Verulkung  der  amerikanischen  Bildberichterstattung. 
Laura  la  Plante  kam  uns  in  der  vorigen  Saison  als  Presse- 
photographin,  die  auf  der  Jagd  nach  Sensationsbildern  in 
die  komischsten  Situationen  gerät  und  dadurch  ihre  Kollegen 
aus  dem  Felde  zu  schlagen  weiß.  Bebe  Daniels  ist  die  Be- 
richterstalterin  einer  Filmwochenschau.  Sie  hat  es  sich  in  den 
Kopf  gesetzt,  Vorfälle  als  erste  zu  photographieren,  die 
noch  nie  gezeigt  wurden,  und  sie  ist  in  der  Wahl  ihrer  Mittel 
nicht  wählerisch.  Der  Zuschauer  erhält  im  Rahmen  einer 
sehr  wirklichen  und  mit  Schnellzuggeschwindigkeit  angekur- 
belten Handlung  Aufklärung  über  die  außerordentlichen 
Schwierigkeiten,  unter  denen  die  Bilder  einer  Wochenschau 
zumeist  aufgenommen  werden.  Diese  Szenen  sind,  was  nicht 
unbetont  bleiben  soll,  durchaus  nicht  parodistisch  gemeint, 
sondern  geben  den  Kampf  gegen  die  Hindernisse  höchst 
realistisch  wieder.  Bebe  Daniels  kann  natürlich  ihren  Hang 
zur  Groteske  nicht  unterdrücken,  aber  darüber  hinaus  würde 
sie  tatsächlich  eine  gute  Photoreporterin  sein. 

Für   dessen   Erfolg  ist   der  Einfall   bestimmend.      Der  Re- 
porter einer  Wochenschau  muß,  wie  der  Journalist,  das  Fin- 


gerspitzengefühl dafür  haben,  welche  Tatsachen  die  All- 
gemeinheit interessieren  werden.  Allein  das  Wesentliche  hat 
Aussicht,  sich  durchzusetzen,  der  Höhepunkt  eines  Vor- 
ganges, wie  ihn  Bebe  Daniels  in  vorliegendem  Film  geschickt 
auszunutzen  weiß.  Über  dieses  Technische  hinaus  weiß  sie 
aber  auch  durch  ihre  reife  Schauspielkunst  zu  fesseln  und 
durch  zündenden  Humor  die  Zuschauer  mit  fortzureißen. 


Gusiav  Ditssl 

Soict^ijm  der  Aala 

7 


ein,  der  kühnste  Bergsteiger,  den  die  Well  jemals  sah,  der  vor  Jahren  bei 
einer  Besteigung  des  Piz  Palü  seine  Braut  verlor  und  seither  ein  Ge- 
fangener des  wilden  Berges  ist.  Wie  kein  zweiter  Regisseur  versteht  es 
Arnold  Fanck  in  jedem  seiner  Filme  die  seelischen  Stimmungen  seiner 
Darsteller  mit  der  Umwelt  zu  verschmelzen.  Bei  ihm  svird  deutlich  sicht- 
bar, wie  die  Berge  es  verstehen,  die  Menschen  in  ihren  Bann  zu  ziehen 
und  sie  zur  Abhängigkeit  von  sich  zu  zwingen.  So  spielt  der  Dr.  Krafft 
des  Filmes  seit  dem  Unglückstage  mit  seinem  Leben  und  steigt  immer 
wieder  die  gefälirÜchcn  Grate  zum  eisbedeckicn  Gipfel  empor.  Ja,  er 
betrachtet  sich  als  eigentlichen  Besitzer  des  Berges  und  ist  unwillig, 
wenn  ihm  jemand  zuvorkommen  will.  Als  er  hört,  daß  die  als  unersteig- 
bar angesehene  Nordwand  des  Berges  von  jungen  Leuten  gestürmt  werden 
soll,  kennt  sein  Ehrgeiz  kein  anucres  Ziel,  als  ihnen  zuvorzukommen. 
Aber  seine  leidenschaftliche  Liebe  zu  dem  Berge  wirkt  erregend  auf 
Hans  und  Maria,  die  sich  trotz  seiner  Warnungen  nicht  von  ihm 
trennen.  Der  Berg  aber,  der  in  seiner  Einsamkeit  allein  bleiben 
will,  weiß  den  Ansturm  der  Menschen  zu  vereiteln.  Er  begräbt  die 
jungen  Leute  unter  einer  Lawine  und  schüttet  über  die  Drei  Eisblöckc 
aus,  die  dem  Dr.  Krafft  ein  Bein  zertrümmern.  Den  dramatischen  Ab- 
schluß des.  Filmes  bildet  die  Rettung  durch  den  Flieger  Udet. 


4 


vt 


Oben:   Leni  Riefens^hl, 
rechtSjmU  Guslav  a«skl- 


IS  \    w* 


f 


'Umme 


Der  Berliner  Filmprcssc- 
Vcrband  veranstaltet 
jedes  Jahr  im  I.una- 
park  ein  Sommerfest  und  bit- 
tet traditionsjjcmäß  ein  paar 
flimmernde  Sterne,  die  dann 
ihren  Verehrerinnen  und  Ver- 
ehrern Autojjrammc  j<ebcn 
auf  die  Bilder,  die  aus  die- 
sem Anlaß  im  Film-Maj^azin 
veröffentlicht  werden. 

Diesmal  war  die  Sache 
nicht  sehr  leicht,  denn  wich- 
tijje  und  zwinj^cndc  Arbeiten 
machten  dem  Veranstaltunßs- 
leiter  immer  wieder  den  mit 
Recht  so  unbeliebten  Strich 
durch  die  Rechnunj5. 

Erst  wurde  Clairc  Rommcr 
durch  Aufnahmen  tief  unten 
im  Süden  überhaupt  verhin- 
dert zu  erscheinen.  Dann 
klappte  es  mit  den  Aufnah- 
men bei  Lilian  Harvcy  und 
Betty  Amann  nicht,  und  nur 
Gustav  Fröhlich  erschien, 
strahlend,  j^utj^elaunt,  um 
bald  der  Mittelpunkt  von 
mehreren  hundert  Menschen 
zu  sein,  die  ihren  Star  ein- 
mal in  allernächster  Nähe 
sehen  wollten. 

Schließlich  kam  Lilian, 
und  die  Arbeit  bej^ann. 

Es  war  nicht  so  einfach. 
ein  paar  tausend  Menschen 
abzufertigen,  und  diesmal 
besonders  kompliziert,  weil 
sehr     viel     gedreht    und    ßc- 


Obcri:  Lilian  Harvey 
Mitte:  Gustav  Fröhlich 


4M 


knipst  wurde,  um  geeignete 
Bilder  für  einen  Photowett- 
bewerb zu  erhalten,  der 
gleichzeitig   stattfand. 

Als  es  schon  dunkel  wurde, 
mußten  die  beiden  Stars 
noch  ein  Flugzeug  besteigen, 
das  wenige  Stunden  später 
einen  Europaflug  antrat. 
Abends  filmte  Max  Mack 
mit  dem  Publikum,  eine 
lustige  Angelegenheit,  bei  der 
der  anwesende  Generaldirek- 
tor der  Warner  Bros,  sogar 
noch  einen  Preis  für  die 
beste  Filmleistung  aussetzte, 
der  in  der  nächsten  Woche 
zur  Verteilung  kommt,  wenn 
die  Kommission  des  Film- 
pressc-Verbandes  den  Film 
vom  Luna-Park  besichtigt. 

Betty  Amann  bittet  uns 
auf  diesem  Wege  noch  ein- 
mal, sie  bei  allen  ihren 
Freunden  zu  entschuldigen. 
Sic  wäre  außcrordentlicii 
gern  erschienen,  wenn  es  die 
Arbeit  möglich  gemacht 
hätte.  Sie  vertröstet  ihre 
Freunde  und  Freundinnen 
auf  einen  der  nächsten 
Sonntage,  an  dem  sie  gern 
und  unbegrenzte  Zeit  mit 
Autogrammen  zur  Verfügung 
steht. 

Wir  benutzen  die  GeleiHn- 
hcit  darauf  hinzuweisen,  daß 
die  Autogrammtage  in  Berlin 
und  im  Reich  nach  den  Fe- 
rien wieder  beginnen. 

Unten  rechts:  Max  Mack 


iJbL'vV^'- 


tSKE: 


HEINRICH    GEORGE 

in  dem  Bloch-ßabinovitsch-Film  der  Ufa  „Manolescu"     phot.  Uja 


■I 


äK 


Aufnahmen   unter  Leitung   von   Erich  Pommer   und  Hanns 
Schwarz  in  Temesuar 


Die  Vielseitigkeit  und  Schönheit  der  unga- 
rischen Tiefebene  bestimmte  Erich  Pom- 
mer, seinen  neuen  Ufalihn  ,, Melodie  der 
Welt"  abermals  in  Ungarn  spielen  zu  lassen,  wo  ihn 
Hanns  Schwarz  mit  Willy  Fritsch  und  Dita  Parlo 
inszeniert.  Die  ,, Melodie  der  Welt"  wird  aber  nicht 
wie  die  ,, Ungarische  Rhapsodie"  als  stummer  Film 
erscheinen,  sondern  gleich  als  Tonfilm  aufgenom- 
men. Wieder  wird  das  Leben,  wie  es  sich  im 
schönen  Ungarland  wirklich  abspielt,  im  Vorder- 
grund der  Aufnahmen  stehen.  Die  Komparserie 
ist  wieder  ,,echt".  Man  hat  nicht  etwa  Statisten 
in  Bauernkleider  gesteckt,  sondern  die  Landleutc 
selbst  gefilmt,  zumal  sich  diese  mit  einem  Eifer 
zur  Verfügung  stellten,  wie  er  den  Berufsstatisten 
abhanden  gekommen  ist.  Der  berühmte  sonntäg- 
liche Kirchgang,  dessen  Eigenart  uns  der  Film  ver- 
mitteln wird,  konnte  in  einem  Dorfe  bei  Temesvar 
aufgenommen  werden.  Der  Geistliche  der  Ge- 
meinde erklärte  sich  mit  dem  Vorschlag,  die  Land- 
bevölkcrimg  beim  Verlassen  der  Kirche  als  auch 
das  Glockengeläut  für  den  Tonfilm  drehen  zu  las- 
sen, sofort  einverstanden,  und  am  Schluß  der  Pre- 
digt verkündete  er  von  der  Kanzel,  daß  eine  Film- 
aufnahme nach  dem  Gottesdienst  in  Aussicht 
stände.  Die  Bauern  folgten  seinen  Anweisungen, 
denn  sie  waren  stolz  darauf,  in  einem  Film  zu  er- 
scheinen, und  bewegten  sich  vollkommen  natür- 
lich, w'ährend  in  der  Regel  freiwillige  Komparsen 
vom  Ehrgeiz  besessen  sind,  dem  Regisseur  zeigen 
zu  wollen,  daß  sie  ebenso  gut  wie  Schauspieler 
spielen    können.      Aber    Hanns    Schwarz,    der    mit 


T- 


ir.  .iftl  AliZSZ 


äS3SSSSES35SS5S5SiS 


In  den  Hauptrollen  Willy  Fritsch  und  Dila  Parlo 

den  Aufnahmen  an  sich  recht  zufrieden  war,  konnte 
es  mit  der  einmalijjen  Aufnahme  nicht  bewenden 
lassen.  Es  ist  im  Laufe  der  Entwicklunj^  des  kinc- 
matoj^raphischen  Bildes  üblich  geworden,  nicht  nur 
zwei  Nc<4ative  anzufertii^cn,  sondern  auch  jede  ein- 
zelne Szene  mehrfach  aufzunehmen,  damit  der  Re- 
«Jisscur,  wenn  er  sich  in  der  Schneidekammer  an 
die  Arbeit  bej^ibt,  «Jcnüi^cnd  Material  hat,  sich  die 
am  besten  j>clunt|ene  Aufnahme  auszusuchen.  Die 
Wirkun<5  einer  Aufnahme  hänijt  ja  von  Din<4cn  ab, 
die  sich  im  voraus  i^ar  nicht  bestimmen  lassen. 
Namentlich  bei  Massenszenen  kommt  es  darauf  an, 
dafJ  die  Vor<>änjJe  sich  vollkommen  natürlich  voll- 
ziehen. Sowie  der  Eindruck  einer  gestellten  Szene 
entsteht,  sowie  die  Hand  des  Rc<4isseurs  spürbar 
wird,  fehlt  die  Echtheit.  Namentlich  bei  Aufnahmen, 
in  denen  nicht  europäische  Straficnkleidcr,  sondern 
Kostüme  zur  Anwcndunji  tjelanstcn,  kommt  es  sehr 
darauf  an,  daß  diese  phototjraphisch  im  richtijSen 
Bildwinkel  j^epackt  werden.  Nun  lälJt  sich  das  im 
Atelier  mit  dem  beweglichen  künstlichen  Licht  ohne 
Schwierij^kciten  erreichen.  Im  Freien  <4cht  es  nicht 
immer.  Auch  sind  Berufsdarsteller  an  mehrtachc 
Wiederholungen  gewohnt,  freiwillige  Statisten  aber 
schwerer  zu  behandeln.  Nun,  die  Bauern  von 
Temesvar  zeifjten  außerordentlich  viel  \  erständnis 
für  die  Filmarbeit.  Sie  waren  mit  Freuden  bereit, 
den  Kirchijano  dreimal  zu  wiederholen,  schritten 
immer  wieder  in  das  Kircheninnere  zurück  und 
kamen  wieder  hervor,  obgleich  die  Sonne  mit  wahr- 
haft ungarischer  Glut  brannte.  So  ist  denn  Hanns 
Schwarz  auf  diese  Weise  zu  ganz  hervorragenden 
Bildern   (gekommen. 


Wir  haben  zwar  heute  keint-  „Gesellschaft"  mehr, 
die  ihre  Mitglieder  kontrolliert  und  mißliebige 
Eindringlinge  ausschließt  (so  streng  sind  jetzt 
nur  noch  die  ersten  KrcMse  der  amerikanischen  Gese 
Schaft),  aber  trotzdem  bleiben  zwischen  den  einzelnen  Bf 
völkerungsschichten  noch  Grenzen  bestehen,  die  sicli  nich 
in  jedem  Fall  überbrücken  lassen.  Jedem  einzelnen  ist 
sein  Wirkungskreis  durch  Geburt  und  Bildung  vorge- 
schrieben —  und  nur  die  Liebe  kann  bisweilen  Brücken 
schlagen,  wenn  auch  ihr  durchaus  nicht  alle  Pläne  ge- 
lingen. Die  Lokalchronik  weiß  von  vielen  Fällen  zu  be- 
richten, in  denen  es  einem  hübschen  und  bescheidenen 
Mädchen  aus  dem  Volke  gelang,  durch  einen  Mann,  dei 
sich  in  sie  verliebte,  in  eine  höhere  Gesellschaftsschicht 
aufzusteigen.  Recht  oft  wurde  dann  von  dem  Manne 
der  wahre  Wert  hinter  dem  schlichten  Äußeren  erkann 
Aber  die  Fälle  sind  doch  gar  nicht  so  selten,  in  denen 
über  dem  Rausch  des  Augenblicks  die  Zukunft  vergessen 
wurde.  Zwei  Menschen,  die  ein  glücklicher  Zufall  zu- 
sammenbrachte, lernten  später  erkennen,  daß  sie  die 
Schwierigkeiten,    unter   denen   sich   das   Leben   vollzieht, 


Jenny  Jugo', 


unterschätzt  hatten.  Nur  ganz  starke  Menschen  können  die  Umstände  alle- 
weil meistern,  sonst  aber  pflegen  Konventionen  sehr  oft  mächtiger  zu  sein, 
als  sich  dies  junge  Menschen,  die  ganz  von  ihrem  augenblicklichen  Glück 
erfüllt  sind,  vorzustellen  pflegen.  —  In  dem  neuen  Ufafilm  ,, Flucht  vor  der 
Liebe"  wird  dieses  Thema  ausgesponnen.  Es  ist  ja  eine  ewige  Geschichte, 
die  sich  bereits  ereignete,  da  die  menschliche  Kultur  sich  zu  bilden  begann 
und  die  nocii  in  fernen  Zeiten  aktuell  sein  wird:  Die  Liebe  eines  Mannes 
zu  einem  Mädchen  aus  anderer  Gesellschaftsschicht.  Der  Film  liebt  aus 
Gründen  dramaturgischer  Wirkung  die  starken  Konflikte.  Er  muß  die 
Gegensätze  hart  aufeinanderprallen  lassen,  um  leicht  verständlich  zu  sein; 
er  braucht  einfache,  unkomplizierte  Vorgänge,  die  sofort  im  Bilde  verständ- 
iicii  sind,  ohne  daß  die  i  itel  erst  komplizierte  Zusammenhänge  aufdecken 
müßten.  Der  Film  führt  mit  Vorliebe  in  ein  buntes  Milieu;  denn  er  muß 
Bewegung  zeigen  und  jeden  Vorgang  zu  einer  originellen  Szene  gestalten. 
..Flucht  vor  der  Liebe"  spielt  auf  einem  Rummelplatz.  Die  Jahrmarkts- 
buntheit eines  Rummels  wirkt  ja  nicht  nur  auf  die  Jugend,  sondern  auch 
auf  Erwachsene  erregend.  Die  ,, Vogelwiese"  mit  iliren  lauten  und  grellen 
(k'lustigungen    ist    nur    in    der    äußeren    Aufmachung    von    einem    der    ,,Luna- 


^ 


daß  ihre  Väter  ganz  andere  Pläne  mit  ihnen  vor- 
haben. Marios  Vater  kennt  natürlich  nur  eine  Ab- 
sicht: standesgemäße  Heirat  seines  Sohnes,  die  ihm 
gleichzeitig  in  der  Karriere  förderlich  ist.  Margas 
Vater  aber  will  sich  auch  nicht  die  beste  Kraft 
seines  Unternehmens  rauben  lassen.  Er  will  allen- 
falls einen  Schwiegersohn,  der  Artist  ist  und  der 
mit  ihrn  und  der  Tochter  zusammen  auftreten 
könnte,  aber  vor  allen  Dingen  muß  er  die  Tochter 
wiederhaben,  denn  von  ihrer  Mitwirkung  hängt 
seine  ganze  Existenz  ab.  Und  rnit  dem  Spürsinn 
des  Schaubudenmannes  weiß  er  sie  auf  dem  Sem- 
mcring  zu  finden.  Der  Film  ,, Flucht  vor  der  Liebe" 
verzichtet  auf  ein  billiges  happy  end.  Er  weiß, 
daß  auch  das  Leben  solche  Dinge  nicht  zart  be- 
handelt, sondern  daß  die  Wirklichkeit  hart  ist. 
Gerade  dieser  Umstand  wird  den  Zuschauern  ge- 
fallen, denen  die  gewaltsame  Konstruktion  des 
glücklichen  Ausganges  um  jeden  Preis  längst  lang- 
weilig geworden  ist. 


Parks"  verschieden,  wie  sich  die  Vergnügungsstätten  heute  international  be- 
zeichnen. Junge  Leute  der  gehobenen  Gesellschaftsschichlen  verirren  sich  nicht 
selten  auf  einen  Vorstadtrummel,  um  sich  eine  Stunde  lang  in  dem  kreischenden 
Trubel  zu  amüsieren.  Über  einen  solchen  Fall  legt  der  Film  Bericht  ab.  Der 
junge  Diplomat  Mario  Hollberg  hat  mit  seinem  Freunde  Henry  einen  Bummel 
durc!:  die  Großstadt  unternommen  und  ist  endlich  weit  ab  vom  Zentrum  auf 
dem  Vergnügungsplatz  einer  Vorstadtstraße  gelandet.  Ihn  amüsiert  die  Buden- 
welt eines  solchen  , .Etablissements"  mit  dem  billigen  Flitter  ihrer  Ausstattung, 
aber  nicht  minder  findet  er  die  Menschen  des  Rummels  anziehend.  Und  es  ge- 
schieht, wie  es  kommen  mußte.  Er  entdeckt  die  Artistin  Marga,  die  sich  so  sehr 
von  ihrer  Umgebung  unterscheidet,  die  schön,  aber  bescheiden  ist;  eine  Lilie  im 
Sumpfe  des  Rummelplatzes.  Was  als  flüchtiges  Abenteuer  von  ihm  gedacht  wurde, 
entwickelt  sich  plötzlich  zu  einer  großen  Liebe,  zumal  Marga  nie  daran  geglaubt 
hat,  daß  es  ihr  möglich  sein  werde,  einmal  die  Budenwelt  des  Rummels  zu  ver- 
lassen. Mario  Hollberg  entreißt  die  Artistin  ihrem  Milieu,  und  als  er  dienstlich 
nach  Wien  reisen  muß,  nimmt  er  Marga,  von  der  er  sich  nicht  trennen  kann,  mit 
und  bringt  sie  in  einer  kleinen  Pension  auf  dem  Semmcring  unter.  Aber  beide,  die 
sich  lieben,  haben  nicht  mit  der  Welt  und   vor  allen  Dingen  nicht  damit  gerechnet. 


Phot.  Ufa 


Die  Ufastars  Brigitte  Helm  und  Iwan  Mosjukin  an  der  Riviera 


llc^eMi  Gnoh^  ih.  Qe^.  llcwk  lauckH 


Wer  in  Kalifornien  mil  dem  Auto  fährt,  befindet  sich,  so- 
bald er  den  Bannkreis  der  Städte  und  die  Anlagen  der 
Obst-  und  Gemüsefarmen  verlassen  hat,  in  der  Wüste,  in 
trostloser  Streppe,  die  mit  drahthartem  Grasbusch  bewachsen  ist, 
der  allein  im  Frühling  seine  graugelbe  Farbe  und  die  Dürre  ver- 
liert. Nur  dort,  wo  Bäche  oder  kleine  Teiche  durch  künstliche 
Anlagen  vor  dem  Versiegen  geschützt  sind,  stehen  Eukalyptus- 
bäume, wie  auch  die  Ufer  der  nicht  sehr  zahlreichen  Flüsse  von 
immergrünen  Wäldern  umrandet  sind. 

Diese  dürren  Wüstenpfianzen  bergen  eine  große  Gefahr, 
sie  brennen  wie  Zunder.  Deshalb  stehen  an  den  Auto- 
wegen Warnungstafeln,  auf  denen  die  einem  Fremden  merkwür- 
dige Inschrift  steht:  „Das  Rauchen  in  der  Wüste  ist  unter 
allen  Umständen  verboten."  Polizisten  auf  Motorrädern  üben 
eine  strenge  Kontrolle  aus,  und  das  kalifornische  Gesetz  ist 
unerbittlich.  Wer  beim  Anzünden  von  Feuer  oder  beim  Rau- 
chen in  dieser  Wüste  angetroffen  wird,  muß  unerbittlich  ohne 
Ansehen  der  Person  vierzehn  Tage  ins  Polizeigefängnis  wan- 
dern. 

Davon  hat  in  Kalifornien  jedermann  Kenntnis  und  hütet  sich 
streng'  davor,  beim  Rauchen  —  erwischt  zu  werden.  Als  ein  in 
Berlin  sehr  bekannter  Regisseur,  nennen  wir  ihn  Paul  Ludwig, 
einen  seiner  ersten  Filme  in  Hollywood  drehte,  hatte  er  die 
Außenaufnahmen  in  der  Wüste  vorzunehmen.  Man  wählt  dazu 
gern  eine  Stelle,  die  sich  für  Filmaufnahmen  besonders  eignet, 
weil  Wasser,  zum  Tränken  der  Pferde,  nicht  fern  ist,  weshalb  sich 
auch  die  Cowboy-Rcgisscure  gern  daselbst  einfinden.  Bei  35  Grad 
im  Schatten  beginnt  ein  europäisches  Gehirn  leicht  schummerig 
zu  werden.  Paul  Ludwig,  der  bei  den  Aufnahmen  in  praller 
Sonne  stehen  mußte,  wankte  alle  halbe  Stunde  unter  sein  Zelt 
und  nahm  hastig  ein  paar  Züge  aus  einer  Zigarette,  um  sich 
etwas  anzufeuern. 

Iis  ging  dies  etwa  drei  Stunden,  bis  Paul  Ludwig,  der  gerade 
unter  dem  Sonnendach  hervortrat,  eine  Hand  auf  seinem  Rücken 
verspürte  und,  sich  umwendend,  dem  strengen  Blick  eines  Sheriffs 
begegnete:  ,.Ich  habe  Sie  jetzt  eine  ganze  Zeit  beobachtet,"  sagte 
dieser,   ,,Sie  haben   geraucht!    Sie  sind  verhaftet!    Sie  werden  im 


Gefängnis  vierzehn  Tage  Zeit  zum  Nachdenken  haben,  ob  Sic 
unbedingt  einen  Waldbrand  in  Kalifornien  hervorrufen  müssen." 
Paul  Ludwig  erbleichte  und  erwiderte  stotternd:  ,,So  gestatten 
Sie  doch  bitte,  daß  ich  meine  Aufnahmen  beenden  kann.  Ich 
habe  nur  noch  zwei  Tage  zu  drehen.  Meiner  Firma  erwächst  ein 
außerordentlicher  Schaden,  sobald  eine  Verzögerung  eintritt.  Ich 
stelle  mich  dann  unbedingt  der  Polizei." 

Der  Aufnahmeleiter  und  die  Darsteller,  darunter  die  schar- 
mante Irene  Rieh  bestürmten  den  Sheriff  mit  Bitten,  aber  er 
blieb  unerbittlich,  wies  auf  ein  haltendes  Polizeiauto  und  schüt- 
telte nur  den  Kopf.  Schließlich  blieb  Herrn  Paul  Ludwig  nichts 
weiter  übrig,  als  seinen  Rock  anzuziehen  und  dem  Sheriff  zu 
folgen,  wobei  ihm  der  Regieassistent  noch  hastig  zuflüsterte; 
„Versuchen  Sie  noch  einmal  unter  der  Hand  zu  ordnen." 

Unter  der  Hand  heißt  in  Wildwest  immer  noch,  die  Angelegen- 
heit durch  Geld  aufzuschieben,  und  Paul  Ludwig  dehnte  den  Weg 
bis  zu  dem  Polizeiauto  gehörig  aus.  Der  Regisseur  ist,  was  seine 
Freunde  wissen,  ein  ausgezeichneter  Redner,  aber  derart  fließend, 
ja  mit  Engelszungcn,  hatte  Paul  Ludwig  noch  niemals  gesprochen. 
L'nd  endlich,  endlich,  nachdem  Paul  Ludwig  bereits  in  dem  Auto 
Platz  genommen  hatte,  ließ  sich  der  Sheriff  erweichen,  gegen  ein 
Douceur  von  50  Dollar  zu  gestatten,  daß  sich  der  Regisseur  nach 
Beendigung  der  Aufnahmen  bei  ihm  melden  sollte.  So  schnell  ist 
P.  L.  noch  nie  aus  einem  Auto  herausgesprungen,  und  seine 
Schritte  zum  Lager  zurück  waren  eigentlich  auf  eine  andere 
Temperatur  berechnet. 

Er  hatte  eben  wieder  geprobt  und  die  Apparate  neu  einstellen 
lassen,  als  ein  Cowboy  mit  verhängten  Zügeln  auf  ihn  zusprengte, 
ein  paar  Kapriolen  ritt,  in  drei  Hochrufe  auf  ihn  ausbrach  und 
einen  Brief  zu  Boden  warf,  worauf  er  dem  Pferd  die  Sporen  gab 
und  davonsprengte. 

In  dem  Brief  lagen  dreißig  Dollar  und  folgendes  Schreiben; 
,,Der  Sheriff-Schauspieler  der  U. -Kompagnie  wollte  nur  seine 
Visitenkarte  abgeben  und  sich  für  den  nächsten  Film  empfehlen, 
denn  er  ist  nur  für  den  Tag  engagiert.  Außerdem  besten  Dank 
für  die  zwanzig  Dollar,  meine  Cowboys  haben  sich  Bier  dafür 
gekauft." 


1 


<^%cutA  9el  H/maßp  ßw^ 


Vor  genau  zwölf  Jahren  war  Fatty  Arbucle  der  beliebte 
Komiker  der  amerikanischen  Kinos.  Die  trübe  Kriegs- 
stimmung machte  sich  auch  jenseits  des  Ozeans  bemerk- 
bar, und  die  Allgemeinheit  war  jedem  dankbar,  der  sie  durch 
fröhliches  Gelächter  bannen  konnte.  Dafür  sorgte  ,, Fatty",  so 
und  nicht  anders  hieß  er,  in  reichem  Maße  und  fand  überall 
dankbare  Bewunderer 
für  seine  recht  grob 
gezimmerten  Filme. 
Aber  neben  ihm  ging 
damals  ein  Gestirn 
auf,  das  nicht  weniger 
komisch,  in  der  Wahl 
seiner  Mittel  jedoch 
viel  geschickter  war. 
CharlieChaplin  brachte 
in  die  Slapstic-Komö- 
die  einen  ganz  eigen- 
artigen Ton,  und 
Fatty,  der  sein  eige- 
ner Regisseur  war, 
ging  schnell  daran, 
die  Basis  seiner  Gro- 
tesken zu  verbreitern. 
Er  suchte  nach  einem 
jungen  A\ann,  der  ko- 
misch genug  war,  um 
zu  wirken,  der  aber 
nicht  so  stark  sein 
durfte,  daß  er  dem 
großen  Fatty  gefähr- 
lich sein  konnte.  Fatty 
war,  wie  sein  Name 
bereits  sagt,  eine  Fett- 
kugel, der  Partner 
mußte  also  mager 
wie  ein  Nagel  sein. 
In  einem  Variete  von 
Los  Angeles  trat  da- 
mals eine  Akrobaten- 
truppe ,,Die  drei  Kea- 
tons"  auf,  ein  Ehe- 
paar mit  einem  zwan- 
zigjährigen Sohn,  die 
artistisch  kaum  mehr 
als  Durchschnitt  boten 
und  herzlich  schlecht 
bezahlt  wurden.  Die- 
sen schlanken  und 
blassen  Sohn  holte 
sich  Fatty,  schon  weil 
er  recht  billig  war 
und  ohne  Zögern  die 
durchaus  nicht  unge- 
fährlichen Kunststücke 
ausübte,  ohne  die 
Faltys  recht  rohe  und 
heute  völlig  verges- 
sene Grotesken  nicht 
zu  denken  waren.  Der 
junge  Mann  schlug 
ein.     Er  gefiel  den  Zuschauern  schon  deshalb,  weil  er  im  Gegen 


,satz  zu  dem  ewig  grinsenden  Fatty  niemals  lachte.  Weil  er  in 
den  tollsten  Situationen  immer  ernst  und  tief  traurig  blieb.  Viel- 
leicht schon  traurig  darüber,  daß  er  mit  geringer  Gage  abgespeist 
wurde,  während  Fatty  an  seinen  Komödien  ein  Vermögen  ver- 
diente. Eines  Tages  aber,  und  ehe  Fattys  Ruhm  über  Nacht 
durch  einen  Skandal  vernichtet  wurde,  hatte  ein  anderer  Fabri- 
kant den  Mut,  Buster  Kcaton,  dessen  Name  noch  vollkommen 
unbekannt  war,  für  eine  Serie  zu  engagieren.  Buster  Keaton 
hatte  in  einem  Zweiakter  gestartet,  der  unter  dem  Titel  ,,Der 
Fleischerssohn"  erschienen  war.  Es.  war  leider  nicht  festzu- 
stellen,   cb    der    Film    jemals    nach    Deutschland    gekommen    ist. 


Die  neue  Firma  hatte  Mut;  sie  beschäftigte  Buster  Keaton  nicht 
mehr  in  den  kurzen  Slapstick-Komödien,  deren  Zeit  ihr  mit  Recht 
überholt  schien,  sondern  ließ  für  ihn  von  geschulten  Szenario- 
schreibern ein  Drehbuch  herstellen,  das  dramatischen  Aufbau 
besaß  und  eine  komische  Handlung  mit  den  entsprechenden 
;Mitteln  durchführte.  Dieser  Film  besaß  einen  gewissen  alt- 
väterlichen Einschlag. 
Man  parodierte  mit 
leisen  Mitteln  die  gute 
alte  Zeit  der  Groß- 
väter und  stellte  dem 
modernen  Menschen, 
der  eine  entwickelte 
Technik  beherrscht, 
jene  Zeit  gegenüber, 
in  der  die  Technik  be- 
gann, sich  die  Kinder- 
schuhe auszuziehen. 
Das  mußte  von  selbst 
komische  Effekte  von 
stärkster  Wirkung  er- 
geben, und  in  der  Tat 
hat  dieser  erste  Film, 
der  später  in  Deutsch- 
land unter  dem  Titel 
,,Bei  mir  —  Niagara" 
erschien  (und  —  Ku- 
riosum!  —  vor  seinem 
Erscheinen  von  einem 
in  New'  York  gewese- 
nen Regisseur  plagiiert 
wurde),  so  stark  ein- 
geschlagen, daß  Buster 
K?aton  plötzlich  zum 
berühmten  Mann 

wurde.  Er  übernahm 
aus  den  Fattykostü- 
men  die  etwas  altfrän- 
kische Kleidung,  den 
schlecht  enHaarschnitt, 
dieses  komische,  flach- 
gedrückte Hütchen, 
das  ihm  etwas  Hilf- 
loses und  Rührendes 
gab.  ein  Wesenszug, 
der  noch  von  dem 
melancholischen  Ge- 
sicht verstärkt  wurde. 
Man  wurde  nun  erst 
auf  Requisiten,  die 
man  in  Fattyfilmen 
doch  so  oft  gesehen 
hatte,  aufmerksam 

und  stempelte  Buster 
Keaton  darauf  ebenso 
ab  wie  Chaplin  auf 
das  Spazierstöckchen, 
In  diesem  Film  spielte 
eine  junge  Schauspie- 
lerin zum  ersten  Male 
die  Rolle  der  ,,Lead- 
Sie  hatte  zwei  ältere  Schwestern,  die  schon  seit 
längerer  Zeit  beim  Film  waren,  von  Griffith  entdeckt  und  zu 
Stars  gemacht  wurden.  Diese  beiden,  Norma  und  Constance, 
brachten  die  junge  Natalie  auch  beim  Film  unter,  aber  es  sind 
trotzdem  nur  zwei  Schwestern  Talmadge  berühmt  geblieben. 
Die  dritte,  Natalie,  ließ  sich  von  dem  jungen  Buster  Keaton 
überreden,  daß  es  besser  als  eine  drittklassige  Schauspielerin- 
sei, als  erstklassige  Hausfrau  durch  das  Leben  zu  gehen.  NataÜe, 
und  vielleicht  in  noch  größerem  Maße  ihre  kluge  A\ama  und 
der  sehr  gescheite  Schwager  Joe  Schenck,  Normas  Gatte,  sahen 
das  ein,  und  so  zog  sich  dann  die  Schauspielerin  w  ieder  von  der  Lein- 
wand   zurück    und    richtete    ihren    Ehrgeiz    allein    darauf,    Buster 


Busler  Kcaton 

ing   Lady' 


rii,^i.  M.-a.-M. 


i 


Keatons  treue  Ehegefährlin  zu 
sein.  Die  Verbindung  zwischen 
beiden  gilt  als  eine  der  glück- 
lichsten in  Hollywood,  trotzdem 
etwa  Doug  und  Mary  auf  Ver- 
langen des  Publikums  das  be- 
rühmt glückliche  Ehepaar  mi- 
men müssen,  was  nicht  alle 
jene  glauben,  die  Marys  Tem- 
perament und  ihre  Herrsch- 
sucht kennen.  Der  Ehebund 
zwischen  Buster  und  Natalie 
dokumentiert  aber  bereits  nach 
außen  die  harmonische  Stim- 
mung, denn  es  sind  ihm  bisher 
vier  Kinder  entsprossen,  drei 
Knaben  und  ein  Alädchen,  eine 
Seltenheit  in  Hollywood,  wo 
die  allermeisten  Kinder  der 
Filmstars  nur  —  Adoptivkinder 
sind.  Buster  Keaton,  der  in 
seinen  Filmen  so  erschütternd 
schüchterne  junge  Mann,  lebt 
ganz  seiner  Familie  und  nimmt 
an  den  offiziellen  Veranstaltun- 
gen der  Filmleute  gar  keinen 
AnteiK  Man  findet  ihn  nur, 
wie  jeden  Prominenten,  am 
Freitag  abend  in  der  Boxarena 
—      als      Zuschauer      natürlich. 

Seine  Besitzung  in  Beverly  Hills  ist  eine  der  hübschesten.  Er 
verfügt  über  ein  ziemliches  Terrain  und  hat  sein  Haus  auf  einem 
Hügel  bauen  lassen,  zu  dem  von  der  Straße  eine  ganze  Anzahl 
Treppen  führt.  Das  Haus  ist  in  spanischem  Kolonialstil  erbaut, 
der  in  diesem  Teile  Kali- 
forniens oft  kopiert  wird, 
wenn  man  ihn  auch  nicht  in 
Stein,  sondern  nach  der 
Bauweise  dieser  heißen  Ge- 
gend in  Holz  und  Putz  auf- 
führt. 

Buster  Keaton  hat,  wie  er 
gern  erzählt,  eigentlich  nur 
einen  Ehrgeiz,  nämlich  ein 
vortrefflicher  Familienvater 
zu  sein,  und  bei  vier  Kin- 
dern bleibt  ihm  reichlich 
Gelegenheit,  diese  Sehn- 
sucht zu  betätigen.  Schon 
heute  erzählt  er  jedem,  daß 
keiner  seiner  drei  Söhne  — 
und  das  Töchterchen  schon 
gar  nicht  —  zum  Film  oder 
zur  Bühne  gehen  dürfte. 
Noch  unvergessen  ist  bei 
ihm  seine  eigene  Varielc- 
zeit,  die  wohl  manchmal 
sehr  trübe  gewesen  sein 
muß,  denn  er  spricht  ungern 
davon.  Trotzdem  sieht  ohne 
Zweifel  fest,  daß  Buster 
Keaton  ohne  die  harte 
Lehrzeit  niemals  jener  große 
Komiker  geworden  wäre, 
der  er  heute  ist.  Daneben 
hat  er  aber  auch  ein  ,, Hob- 
by", eine  Lieblingsbeschäfti- 
gung in  der  freien  Zeil,  die 
er  sich  jetzt,  da  er  höch- 
stens noch  zwei,  m  der  Re- 
gel aber  nur  einen  Film  im 
Jahre  herstellt,  etwas  häu- 
figer gönnen  kann.  Natür- 
lich spielt  er  Golf,  wie  alle 
Prominenten  in  Holly- 
wood. Von  einer  gewissen 
Lebensführung  aufwärts  isl 
in  angelsächsischen  Ländern 
das  Golfspiel  eine  Notwen- 
digkeit      des       gesellschaft- 


Btistcr  Kcaion    in    seinem    neuesten    Film    ,,Der    unvollkommene 
Ehemann"  mit  Renee  Adorec  als  Partnerin 


Buster   Kcahin    nnl   seinen    Söhnen   Joe   und   Bob 


liehen  Lebens.  Eine  Sammler- 
natur, wie  etwa  Fred  Niblo, 
ist  Buster  Keaton  nicht.  Übri- 
gens ist  es  in  Los  Angeles  mit 
Schwierigkeiten  verknüpft,  ei- 
ner derartigen  Passion  nachzu- 
gehen. Es  gibt  in  dieser  Stadt 
keine  Gemäldeausstellung  von 
wirklichem  Niveau  (die  Samm- 
lung Leverhulme  in  der  Vor- 
stadt Pasadena  —  sie  hat  den 
berühmten  „Blue  Boy"  —  ist 
heute  ein  Museum),  geschweige 
denn  ein  Antiquilälengeschäft. 
Wer  solche  Dinge  kaufen  will, 
bezieht  sie  aus  New  York,  aber 
so  ziemlich  alle  Amerikaner 
stehen  ihrem  ,,Heim"  ja  ganz 
anders  gegenüber  als  ein  Ver- 
treter der  alten  Welt.  Sie  sind 
vielmehr  Freiluftnaturen,  wie 
ja  auch  Fred  Niblo  seine  ethno- 
graphischen Sammlungen  auf 
seinen  Reisen  zusammenge- 
bracht hat.  Eben  deshalb,  weil 
auch  er  sich  am  liebsten  im 
Freien  aufhält,  welche  Neigung 
das  kalifornische  Klima  begün- 
stigt, ist  Buster  Keaton  Jäger 
und  Fischer.  Nun  kann  man 
freilich  dieser  Leidenschaft  am  Stillen  Ozean  nur  in  geringem 
Maße  frönen.  Großwild  gibt  es  nicht;  die  Jagd  auf  Füchse 
und  Präriehasen  ist  viel  zu  beschwerlich.  Entweder  schießt  man 
nach   Tontauben   oder   schließt   sich    einem    Klub    an,    der    eine 

Fasanenstrecke  unterhält. 
Buster  Keaton  hat  sich  für 
beides  entschlossen.  Er 
fischt  außerdem  leiden- 
schaftlich gern  nach  Forel- 
len, hat  es  aber  noch  nicht 
zu  einem  eigenen  Forellen- 
teich gebracht  wie  sein 
großer  Konkurrent  Harold 
Lloyd.  Beliebt  ist  es  auch, 
auf  einer  Dampfjacht  in  den 
Stillen  Ozean  hinauszufah- 
ren und  dort  auf  die  riesi- 
gen Meeresbarse  zu  jagen. 
Richard  Bartheimuß  und  Ce- 
cil  B.  de  Mille  laden  oft  auf 
ihren  Jachten  das  Filmvölk- 
chen zu  solchen  Ausflügen 
ein,  —  Buster  Keaton,  der 
sich,  nach  kurzem  Aufent- 
halt bei  den  United  Artists, 
wieder  zur  M.-G.-M.  zu- 
rückbegeben hat,  ist,  nach 
Chaplin,  der  bedeutendste 
Komiker  Amerikas,  wenn  er 
auch  nicht  halb  so  hoch  be- 
zahlt wird  wie  Harold  Llovd, 
dessen  Gage  jeden  Rekord 
schlägt.  Seine  Komik  be- 
ruht auf  der  Tatsache,  daß 
er  gar  nicht  komisch  er- 
scheinen will,  sondern  wie 
ein  sanfter,  einfacher  Bür- 
ger durch  das  Leben 
gehl,  Seine  außerordentliche 
Schüchternheit  ist  dem  kek- 
ken  Draufgängertum  Lloyds 
entgegengesetzt,  welch  letz- 
ter ja  tatsächlich  der  beste 
Ausdruck  des  modernen 
Amerikaners  ist.  Busler 
Keatons  Komik  ist  im 
Grunde  europäisch.  Er  ist 
nachdenklich,  verträumt,  oft 
sogar  lebensabgewandt  doch 
von      erstaunlicher     Vitalität. 


I'h.'l.   M    a.M. 


V_^   UND  W 


UNDv^/IC^  UNDSEHR  VIEL 

Gii/u  Lix5ti0er  Abei4.teu.errovyLcLVL 


SdiiriiiÄel 


/-'.  Forlsi-tziinj; 

Eine   Minute   später    hielt   sie   vor   einer   zicmlieh    hohen    Mauer, 
hinter  der  sich  große,  schwere  Palmen  erhoben. 

Es  sah  beinahe  aus  wie  ein  Fcstungswali, 

Eine  Männerstimme  fragte  etwas  in  einer  Sprache,  die  sie  niclit 
verstand. 

Sie  antwortete  auf   französisch. 

,,Ich    komme    auf    Veranlassung    von    Herrn    Mircovich,      Bitte, 
melden   Sie   mich   Exzellenz  Schükri-Pasciia!" 

Eine  kleine   Pforte  ginj!  auf. 

Ein  breites  Negergesicht  unter 
rotem  Fes  starrte  verblüfft  her- 
iiber. 

Dann  teilte  es  sich  grinsend  in 
zwei   ungleiciie   Hälften. 

Der  Neger  zog  die  gro(5c 
1  ür  auf. 

,,Entrcz,  Madame",  sagte  er. 
sich  verneigend.  .•\ber  er  grinste 
noch   immer  dazu. 

Was  für  einen  Irrsinn  mache 
ich  da.  fragte  eine  widerliche 
kleine    leise    Stimme. 

Aber  Dorrit  war  müde,  Sie 
zuckte  die  Achseln  und  fuhr  in 
den    Hof. 

Hinter  ihr  schloß  der  Neger 
sorgfältig   die  Tür. 


Robby  Valberg  schritt  verärgert 
durch  den  leise  pitschenden 
Schlamm  der  Straßen  von  Ka- 
gazza. 

Die  Mittagssonne  brannte  ji 
fiirmlich  Löcher  in  die  Haut. 
Außerdem  waren  die  hiesigen 
Flöhe  von  einer  unverschämten 
Beißfreudigkeit  und  —  also  über- 
haupt! 

—  ,, Überhaupt"  war  spurlos 
verschwunden. 

Man  hatte  also  Kaffee  getrun- 
ken —  und  jetzt  nnißte  man  dem 
Schuft  Mircovich  auf  den  Zahn 
fühlen. 

I3azu  war  man  gerade  in  der 
richtigen  Stimmung  —  sich  mit 
irgendeinem  schmierigen  Balkan- 
menschcn    hcrumzuraufen. 

Robby  Valberg  zog  sich   den   Gürtel   enger, 

Mircovich    konnte    jetzt    etwas    erleben. 

Dieses  Gesindel,  das  an  furchtbar  viel  Herumparlamentieren 
gewöhnt  war  —  an  katzenfreundliche  Höflichkeit,  an  eine  Art  von 
öliger  Diplomatie;  wenn  man  dem  Bruder  den  Wechsel  auf  den 
Tisch  schmetterte  und  gröbstes  Geschütz  auffuhr,  gab  er  klein 
bei.   und   die   Sache   war  erledigt. 

Der  Bote  des  Herrn  Stavrides?  Wenn  der  überhaupt  jemand 
geschickt   hatte!     Ziemlich   unsichere   Sache. 

Daß  Mircovich  Geld  hatte,  war  dagegen  so  gut  wie  sicher.  Die 
Auskunft  lautete  auf  das  Drei-  bis  Vierfache  der  Summe,  um  die 
es  sich  handelte.     Also. 

Vor  dem  Haus  mit  den  dorischen  Säulen  sah  er  ein  Auto  stehen, 
einen  ziemlich  großen  Wagen.  Eine  Dame  saß  darin.  Ein 
Herr  nahm  von  ihr  Abschied.  Das  Auto  fuhr  ab.  —  Aber  einen 
Augenblick  glaubte  er,  sie  erkannt  zu  haben.  Nachdenklich 
ging  er  weiter  und  betrat   das   Portal. 

,,Herr    Mircovich?" 

,,Obcn",    sagte    ein    Diener   in    Kaftan    und    Turban. 

„Was " 


,,Sie  begreifen  nicht,  Sie  Idiot? 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 

Saclidruck  verboten 

Aber  Robby  Valberg  war  sclion  an  ihm  vorbei  und  die  Treppe 
hinauf. 

Ein  mittelgroßer  eleganter  Herr  stand  in  der  offenen  Tür. 
Er  war  derselbe,  von  dem  sich  die  Dame  im  Auto  verab- 
schiedet   hatte. 

,,Herr    Mircovich?" 

,,Ja  —  ah,  da  sind  Sie  ja  endlich!  Kommen  Sie  herein,  — 
Bitte." 

Der   gute   Stavrides   hat    also   telegraphiert,   dachte   Robby, 

Aber  daß  man  seine  Ankunft 
hier  gar  nicht  erwarten  konnte, 
war   eigentlich    komisch. 

Er  trat  in  das  Arbeitszimmer. 
,,lch  habe  schon  gedacht,  Sie 
kommen  überhaupt  nicht  mehr", 
fuiir  Mircovich  fort,  und  sein  Ton 
war  ausgesprochen  hohnisch. 
,.Zcit  genug  haben  Sie  sich  ja 
auch   gelassen." 

,,Wic  beliebt?"  fragte  Robby. 
•letzt  begann  Mircovich  zu 
schreien.  Er  schlug  dazu  in  regel- 
mäßigen Intervallen  auf  den  Tisch. 
,, Durch  Sie  hat  Ihr  Auftrag- 
geber jetzt  sein  Vermögen  ver- 
loren! Und  mich  kostet  Ihre 
Dummheil  fünftausend  Pfund. 
Das  beliebt  mir,  Sie  alberner 
Patron!     Das   beliebt    mir!" 

Robby  Valberg  faßte  sich  an  den 
Kopf.  Ihm  war,  als  hätte  er  eins 
dagegen  bekommen. 

,,Ich  verstehe  übrigens  Herrn 
Stavrides  nicht",  fuhr  Herr  Mir- 
covich jetzt  wieder  eisig  ruhig 
fort.  ,,Man  vertraut  doch  solch 
eine  Angelegenheil  nicht  einem 
Menschen  an,  auf  den  so  wenig 
Verlaß   ist,   wie   auf   Sie." 

,, Jetzt  erlauben  Sie  mal.  Ver- 
ehrtester!" begehrte  Robby  auf. 
,,Ich  begreife  gar  nicht  ■ — " 

,,Sie  begreifen  nicht,  Sie  be- 
greifen noch  immer  nicht,  Sie 
Idiot?  Sie  Kalb?  Ja,  bei  allen 
Himmeln,  ist  Ihnen  denn  nicht 
klar  geworden,  daß  durch  Ihr 
Versagen  die  Sekretärin  des  Herrn 
Stavrides  an  unsere  Kasse  gelangt  ist?  Sic  haben  das  Mädel 
zweimal  entkommen  lassen  —  zweimal,  durch  Ihre  Schuld.  Das 
erstemal  haben  Sie  den  Zug  nicht  gründlich  genug  durchsucht, 
denn  als  Sic  das  Suchen  aufgaben,  muß  sie  noch  im  Zuge  ge- 
wesen sein.  Und  dann  haben  Sie  sich  von  ihr  abhängen  lassen! 
Oder  vielleicht  nicht?!  Sic  hat  eben  im  kleinen  Finger  mehr 
Mut  und  V^ersland  als  Sie  überhaupt.  Sie  ist  entkommen  und 
hat  heute  morgen  den  Wechsel  präsentiert.  Wir  haben  auszahlen 
müssen,  und  Herr  Stavrides  kann  sein  Geschäft  zumachen.  Er 
wird   Ihnen  vermutlich  sehr  dankbar  dafür  sein." 

Robby  Valbcrgs  Augen  traten  aus  den  Höhlen  —  es  war,  als 
wollten  sie  hören,  nicht  nur  sehen,  und  als  beugten  sie  sich  vor, 
um    besser   zu    verstehen. 

,.Ich  —  Sie  —  das  Mädel  ist  —  das  Mädel  wird  — " 
Mircovich,    die    Hände    in    die   Seilen    gestemmt,    schüttelte    mit 
einem    prachtvoll    verzweifelten    Lächeln    den    Kopf. 

,,Ich  wundere  mich  nicht  so  sehr  über  Ihr  Verhalten,  seil 
ich  Sic  gesehen  habe,  Aionsieur",  sagte  er  mit  wütender  Bos- 
haftigkeil. 

Langsam,  ganz  langsam  begann  es  in  Valberg  zu  dämmern.     Er 


sclzle  ein  paarmal  an,  um  zu  sprechen.  Aber  die  Sachlaße,  drei-, 
viermal  in  ein  paar  kurzen  Salzen  aus  dem  Munde  dieses  ge- 
schniegelten allen  Affen  um  sich  selber  gedreht,  war  viel  zu 
komplizcrl,  als  daß  niaii  schon  jetzt  hätte  wissen  können,  was 
zu  tun  war.  Man  hatte  gerade  genug  Arbeit  damit,  alles  zu 
erfassen. 

,,.Ia,    jetzt  stehen  Sie  da   wie  eine  Schafiicrde,   wenn  es  blitzt!" 
Mircovich   zischte    förmlich. 

,, Sehen  Sic  jetzt  ein,  was  für  eine  riesenhafte  Ungeschicklich- 
keit  Sic  bewiesen    haben?" 

,,Ja,  durchaus",  brachte  Robby  Valberg  hervor  und  dachte  an 
das  entzückende  kleine  Ding,  das  sich  wie  ein  Held  vor  allen 
Nachstellungen  zur  Wehr  gesetzt  hatte.  —  Das  nach  dem  doppel- 
ten Überfall  mißtrauisch  und  stachlig  gegen  jeden  in  diesem  ver- 
fluchten Lande  geworden  war  und  jedem  die  Krallen  zeigte.  Und 
alles,  um  das  Geld  —  sein  Geld  zu  retten. 

,,Ich   war   ein   Esel,"    gestand    er    kleinlaut,    ,,ein   von   Gott    und 
aller  Welt  verlassener  Esel." 
,,Gut,  daß  Sie  es  merken." 

Mircovich,  der  die  ganze  Zeit  über  am  liebsten  gelacht  hätte, 
nahm  .«sich  immer  wieder  zur  rechten  Zeit  zusammen  und  spielte 
die  Rolle  eines  Menschen,  der  für  fünftausend  Pfund  Ärger  halte, 
bis  zu  Ende  weiter. 

,,lch  weiß  wirklich  nicht,  was  ich  Ihnen  raten  soll",  stieß  er 
zwischen  den  Zähnen  Jiervor.  ,,ln  Berlin  mag  das  ja  anders 
sein  • —  aber  was  Sie  hier  erleben  würden,  wenn  ich  Stavrides 
wäre  — " 

,,Na,  ich  habe  ja  eben  eine  kleine  Kostprobe  davon  gehabt", 
sagte    Robby    grimmig. 

Jetzt  war  ihm  die  Sache  schon  klarer  geworden.  Er  wußte, 
daß  es  nur  an  dem  Mädel  lag,  wenn  er  auch  nur  einen  Pfennig 
seines  Geldes  wiedersah. 

Stavrides  stak  also  mit  dem  illyrischen  Zigarettendreher  unter 
eine  Decke.  Warum  gab  man  diesem  arroganten  Kerl  nicht  eins 
in  die  Futterluke? 

Mircovich  verspürte  die  Energien,  die  sich  zusammenzogen.  Er 
hatte  nicht  das  geringste  Interesse  daran,  die  Unterredung  fort- 
zusetzen. Wenn  der  Kerl  jetzt  nach  Berlin  kam,  konnte  er  er- 
zählen, daß  er  wegen  seiner  Ungeschicklichkeit  böse  Dinge  zu 
hören  bekommen   hatte.    Das   genügte  vollständig. 

,,In  Illyrien  werden  Sie  jedenfalls  niciil  mehr  benötigt",  sagte 
er  kurz.  ,, Guten  Tag,  mein  Herr!"  Und  er  wollte  das  Zimmer 
verlassen. 

„Eine  Frage  noch"    sagte  Robby  und  gab  sich  alle  Mühe,   höf- 
lich  zu  bleiben.    „Wo   ist   die   Sekretärin    jetzt?" 
Mircovich   zuckte   die  Achseln. 

,,Wo    soll    sie    sein?     Auf    der    Eisenbahn    natürlich.     Und    sie 
muß  in  ein   paar  Stunden   an  der  Grenze  sein." 
Er  ging  aus  dem  Zimmer. 

Robby  Valberg  dachte  nach.  Ganz  eng  waren  seine  Pupillen, 
so  angestrengt  dachte  er.  —  Das  mit  der  Eisenbahn  —  das  war 
gelogen.  Es  war  ganz  bestimmt  sie,  die  er  im  Auto  gesehen  hatte. 
Je  mehr  man  daran  zurückdachte,  desto  sicherer  wußte  man 
es,  und  das  Auto  war  in  umgekehrter  Richtung  gefahren  —  vom 
Bahnhof  weg.  Die  Straße  wäre  zum  Wenden  breit  genug  gewesen. 
Mircovich  hatte  gelogen. 
Warum? 

In  der  Tür  erschien  der  unbewegte  Kopf   des   Dieners. 
Langsam   ging   Robby   Valberg  die   Treppe  hinunter. 
Die     irrsinnigsten     Theorien,      die      seltsamster     Möglichkeiten 
zischten   auf    und    verlöschten.     Es    gab    so    viel    zu    denken,    daß 
.nan  mit  dem  besten  Willen  nicht  wußte,  was  man  zu  tun  hatte. 
Natürlich    hätte   man   sich    jetzt    diesem   Obergauner    gegenüber 
ruhig  entschleiern  können  —  ihm  sagen  können,  daß  man  keines- 
wegs  die   Kreatur   des   Herrn   Stavrides   war,   sondern   sein   Cläu- 
oigcr,    und    daß    es    sehr    interessant    gewesen    wäre,    zu    erfahren, 
•vie    man    hier    mit    seinem    Gelde    umzugehen    beabsichtigt    hätte. 
Warum  hatte  man  sich  das  alles  so   ruhig   mitangchörl  —  sich 
sogrir   mit   Kälbern   und   Idioten  bewerfen   lassen? 
r.T   gab  sich  gleich   die  Antwort. 

Es  hätte  an  keiner  Tatsache  irgend  etwas  geändert,  und  er 
selbst  wäre  damit  nur  eine  höchst  unangenehme  Persönlichkeit 
geworden  —  der  man  sich  womöglich  so  schnell,  wie  es  irgend 
ging,    entledigte. 

Illyrien  war  nicht  Deutschland. 

Außerdem  —  und  das  war  wichtiger  —  es  gab  noch  einen 
anderen  Grund. 

Es   stimmte   hier   etwas   nicht,   gar   nicht. 


Immer  wieder  kam  man  darauf  zurück.  Warum  hatte  Mirco- 
vich gelogen? 

Es  war  schon  besser,  man  blieb  der  Agent  des  Herrn  Stav- 
rides. Vielleicht  erfuhr  man  so  doch  noch  etwas.  Langsam 
schlenderte-  Robby  die  Straße  entlang.  Nach  Berlin  zurück- 
kehren? Ohne  festgestellt  zu  haben,  wohin  das  Auto  gefahren 
war?    Nein. 

Aber  andererseits,  wenn  das  Mädel  nun  tatsächlich  im  Auto 
zur  Grenze  fuhr  —  die  Eisenbahn  war  ja  hicp  scheinbar  nicht 
das  sicherste  Fortbewegungsmittel. 

Dann  kroch  man  in  diesem  Drecknest  herum,  und  sie  war 
längst  wieder  in  Berlin,  lieferte  ahnungslos  das  Geld  ab  und 
gab  Herrn  Stavrides,  dem  lieben  Kerl,  dadurch  Gelegenheit  zu 
einem   neuen   Plan. 

Wie  kam  nur  so  ein  Mädel  zu  so  einem  Chef? 

Was  für  eine  Gemeinheit,  sie  mit  diesem  Auftrag  zu  betrauen 
und   einen   Kerl   hinunterzuschicken,   der  sie  beraubte! 

Und   vor  dem   Konkurs   stand   er,   wenn  die  Sache  nicht  klappte? 

Robby  Valberg  fühlte  plötzlich,  daß  die  finanzielle  Seile  der 
Angelegenheit   ihm  schon  nicht  mehr  als   die  Hauptsache  vorkam. 

Das  erschreckte  ihn  so,  daß  er  mitten  auf  der  Straße  stehen- 
blieb —  mit  gerunzelter  Stirn  —  und  sich  eine  sehr  unbequeme 
Frage  steHte. 

Diesmal  gab  er  sich  jedoch  nur  eine  ausweichende  Antwort 
und   ging  hastig  weiter. 

Im  Konak  erfuhr  er,  daß  der  Zug  nach  Budapest  vor  drei 
Stunden   abgefahren   wäre. 

Also   hatte   Mircovich  unter  allen   Umständen  gelogen. 

Der  nächste  Zug   ging  morgen  früh  um  elf. 

Er  ließ  sich  ein  anderes  Zimmer  geben  —  die  Aufräumungs- 
arbeiten  halten  noch  nicht   einmal  begonnen. 

Je  mehr  er  über  die  Sache  nachdachte,  desto  mehr  geriet  er 
in  Wut. 

Der  Agent  —  das  war  natürlich  der  Kerl,  der  dem  Regen- 
mantel nachgesprungen  war.  Vielleicht  hatte  er  sich  den  Hals 
gebrochen.    Hoffentlich  —  —  — 

Robby  Valberg  nahm  seinen  Hut  und  lief  Ragazza  ab.  —  Ein 
tristes  Nest.    Ein.  abscheuliches  Nest. 

Ziemlich  früh  kehrte  er  in  den  Konak  zurück,  aß  und  ging  auf 
sein  Zimmer  und  legte  sich,   um  zu  schlafen. 

Dabei  ließen  ihn  gewisse  Gedanken  nicht   locker. 
Als    es   Morgen   wurde,    hatte   Robby   Valberg  beschlossen,    den 
Dingen  auf   den  Grund  zu  gehen. 

* 

Exzellenz  Schükri-Pascha  w'ar  sicherlich   ein  sehr  reicher  Herr. 

Der  Selamlik  der  Vorhalle  war  auf   altlürkische  Art    möbliert, 

das  heißt  —  viele  kostbare  Teppiche,  breite  Prunkdiwane  an  den 

hohen    Wänden,    in    deren    Seidenbespannung    Koransprüche    mit 

Goldfäden   eingestickt   waren. 

Ein  langer,  hagerer  Mensch,  tiefbraun,  mit  schneeweißem 
Kaflan  und   rotem   Fes,    trat   auf   sie  zu. 

,, Seine  Exzellenz  bittet,  sich  kurze  Zeit  zu  gedulden.  Seine 
Exzellenz  wird  Madame  sehr  bald  zur  Verfügung  stehen.  Wollen 
Madame  in   diesem  Zimmer   Platz   nehmen,   s'il   vous   plail?" 

Durch  einen  teppichgepolsterlen  Gang,  der  die  Schritte  völlig 
lautlos  machte,  ging  es  in  einen  mittelgroßen  Raum,  der  mit 
kostbaren  Möbeln  fast  überladen  war.  Ein  leiser  Duft  nach  köst- 
lichen Zigaretten  schuf  eine  behagliche  Atmosphäre.  Auf  einem 
Tischchen  von  eingelegter  Elfenbeinarbeit  eine  Schale  mit  Konfekt. 
Hier  war  gut  sein. 
Dorrit  setzte  sich. 

Der  alle  Herr  mußte  entschieden  Kultur  haben. 
Man  konnte  sich  ganz  gut  vorstellen,  daß  da  draußen  der  blaue 
Bosporus  seine  kitschigen  Wogen  programmäßig  kräuseln  ließ. 
Goldenes  Hörn  —  Therapia  —  Hagia  Sofia  — 
ScTiöner  als  Illyrien:  Cc  n'est  pas  jure  gros!  sagt  der  Franzose. 
Ob  der  alte  Herr  Telephon  hatte?  —  Das  mit  der  Polizei- 
bedeckung war  gar  keine  so  dumme  Idee. 

Diese  Jancovics  war  ja  zäh  wie  Schafleder.  Aber  der  Schnurr- 
bart  halle   sie  doch  geärgert. 

Ob  es  noch  sehr  weit  bis  zur  Grenze  war? 

Na,  zu  erzählen  halle  man  jedenfalls  in  Berlin.  Das  Schlimme 
war  nur:  Wenn  man  alles  erzählte,  wie  es  gewesen  war,  glaubte 
einem   ja  kein  Mensch! 

Ob  der  alle  Herr  einen  Harem  hatte?  Aber  das  gab  es  w'ohl 
nur  noch  in  antiquierten  Romanen.  Im  Film  war  es  auch  eine 
Zeitlang  Mode  gewesen.  Dei  hübsche  junge  Scheich  auf  feurigem 
Roß  —  beileibe  nicht  Pferd  —  und  die  schöne  entführte  Eng- 
länderin, Fortsetzung  folgt 


I 


FRAGEN 


aJ^^^":^^^:  f. 


die  uns  erreichten 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     „  F  i  I  m  -  M  a  g  a  z  i  n  ".      Berlin    SW  68,     ZimmcrstraDc    35-41 
Scherlvcrlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto    hat    also   keinen  Zweck 


An  viele:  Anoiiymo  Rricfo  werden  nieht  beantworte».  Bei  Manii- 
skriiitaiisflcRenheiten  biiti-n  wir  fol;riMidi>  zu  beachten:  .Teder  Aiifr.ige  i>t 
Riiekportd  liciziifiifien.  Jode  Einsendung  eines  Manii>kri|)ts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  l'inf.in^e  von  2— S  Selireiliniaschtneiiseiten 
.sind  zur  Einspndunn  an  die  Filmindustrie,  I'cKisseure  usw.  jreeiKnPt.  Kur 
Verlust  der  einf^es.iiulten  M.inuskripte  kann  keine  VeranlworluuK  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  DurcliscIilaKC  senden,  von 
handgeschriebenen  Sendun};en   (leserlieh)   eine  Abschrift  zuriiekbehalten. 

Ti  i>  r  e  X.,  GortesberK  :  I'''"  Adresse  von  dem  ..lris"'-I'oslkartcn- 
verlajr    (Allireelit    &    -Meister)    ist    Uerliii    X  6.'),    Xeue    Hoelislr.   3J-31. 

H  a^ii  -s  P..  1)  r  e  .s  d  e  n  :  Ilse 
Stol)rawa  wohnt  Uerlin  W, 
Aschafrcnliur;;<T    Sir.    C. 

\\  alter  Sc  h.,  U  r  a  u  n  - 
s  c  b  w  e  i  K  :  Ver.i  Voronin.is 
Adresse  ist  Berlin-Wilmersdorf, 
riil:iiidslr.  Hl.  J»ie  Künstlerin 
wurde  am  29.  .Juli  in  Odess.-i  ne- 
lioren  und  ist  mit  einem  russi- 
hchen  Kechl.sanwalt  verheiratet. 
.Außer  in  ..(Ischichlen  aus  dem 
Wiener  Wald"  sah  man  Ver.i 
Voronina  kürzlich  als  r.irtnerin 
von  Emil  .l.innings  in  „Der 
r.-ilriof. 

Billy  f!.,  Basel:  Inzwi- 
.schen  werden  ."^ie  Ihre  Antwort 
in  einer  unserer  voriiien  Xum- 
mern  gelesen  haben.  —  .SotmIi'H 
.Sie  uns  also,  bitte,  die  beiden 
Bililk.irten.  damit  wir  die  Auto- 
;;r.imuie  besorgen  kiinnen.  — 
I.ili.in  Harvey  h.it  ihren  enj;- 
lischen  Xamen  von  ihrer  MiiltiT. 
die  eine  EnKl.-inderin  ist.  Ii.is 
Aller  der  Film^l.irs  wird  cruml- 
salzllch  Non  uns  nicht  .inneffeben. 
—  Hans  Br.iuseweller  kam  ülier 
ilie  Spreclibiihne  zum  Film.  — 
Emil  .l.inninfrs  p;ilt  als  iler  crüßte 
Ftluisch.iuspieler  der  Well.  Wir 
empfehlen,  sich  in  Ihrer  •Ans''- 
le^jeiibeit  brieflich  .an  die  Filin- 
};esellscbafleii  zu  werulen.  Wenn 
sich  die  .\ntworlen  im  ,.Film- 
M.icazin"  i-inmal  etwas  verzü- 
Kcrn,  SU  bitten  «Ir.  zu  bedenken. 
d.iU  Ipci  uns  tütflich  mehr  al^ 
liiii   ]{ri<-fe    einl.iufen. 

A.  II..  B  r  e  m  e  n  :  :H  Adrc^. 
{sen  auf  einmall  Das  ist  wohl 
etw.is  zu  viel  verLaiiRt!  —  V:\t 
K'arl  Schenstriini)  und  I'.il.-ichon 
(Har.'ild  M.idsen)  sind  durch  die 
I'alladium-Film.  Kopenhagen,  zu 
erreichen.  Emil  .l.iiiniriKS  «eilt 
zur  Zeit  in  BadKaslein.  Crei.i 
(i.irbo  und  It.iinon  N'ov.irro  siml 
durch  die  Mctro-tiiild wvn-Studin^. 
t  ulver-t'lty.  Kalifornien.  F. S.A.. 
zu  erreichen.  Dou^Lis  F.iirb:ink> 
wohnt  in  He\erl\ -Hills.  Holl.» - 
Wood.  K.'ilifoinien.  Ilin.i  (Jr.ill.i 
«ohnt  Berlin  W.  Speyerer  .S|r. 
Nr.  22.  (»I);.i  Tschechow  a  Ber- 
lin NW  ,sT.  Klopsiockstr.iOe  20. 
Ossi  Oswalda  Berlin  W  in.  Ilo- 
benzollern-tr.iße  11.  Hermine 
Sterler  Uerlin  W  .'lO.  XürnberKcr 
Str.iUe  B.'i,  CLiire  Konimer  Bcr- 
lin-.Schöneherd.  Innsbrucker  .S|r. 
■Nr.  IH.  Adele  S.indriu'k  Berlin  W, 
Leibnizsiralle  fiü.  --  |)|e  .anderen 
-Adressen  finden  Sie  .in  .nidcrcr 
Stelle. 

Hilde  Sei,..  l'orO:  Itri^'ilic  Helm  «oliiil  Uerliii-Iiahlrm.  Im 
A\'inkel  .').  wurde  .iiii  17.  M;ir/  in  HcrIiii  trcliorcii.  i^t  mit  Kicliard  W  eil'.- 
Iiach  \  erliciralct  und  fiilit  .Auto;;r.iiiimi'.  Sie  ilebuticrte  in  ...Metropolis' 
und  spielte  d;inn  in  f(d^endcii  Filmen:  ..Alraune'.  ..I>ie  Yacht  der  siibeu 
Siimli'u".  ..Die  Liebe  der  .le.inni'  Nev  ".  ..Am  H.iiide 
wejre-.  ..Skandal  in  Badcn-Haden-.  ..'Celd-tield-Ccbl-. 
I.ii(;e  der  Nina  retrown.i'.  Ihre  näch.sten  Filme  sind 
,..Skla\en    der    I.eideiisehaff. 

K  ä  t  li  e  B..  Z  s  c  h  a  e  li  w  i  t  z  :  In  Ihrer  M.inuskrildaiiReleRenheit 
können  wir  Hiiien  leider  .luch  nii-lil  helfen.  .\m  besten.  Sie  schreil>.-n 
noch  eiiim.il  an  den  A'erl.an  und  bitten  um  Ites'beid.  .\uch  wenn  Sic 
Filmdarslellerin  weiden  wollen,  .so  künnen  wir  Ihnen  nicht  di'ii  We^ 
eliiien.  Wir  raten  Ihnen,  sich  direkt  .in  die  Filiiinesellseh:iftcn.  z.  H. 
l'fa.  Berlin  SW  fi.s.  Kochslr.il'.e  fi— s.  N.ition.il.  Herllii  SW  IS.  I'riedrich- 
slraße  in.  Terra.  Berlin  SW  fis.  Kochsir.iße  7:i.  zu  wi-n<trn.  —  I.i.iiic  ll.iid 
ist  f;ebiirtine  AVienerin.  mit  H.iroii  Haymi-rle  verlieir.ilet.  yibt  .\u1o- 
Kiamnie.    ist    eine   jrroUe    N.iturfreundin    iiml    .lucli    im    Leben    riesj};   ncti. 

F  j  I  ni  f  r  e  u  n  d  Hei  n  z  S.,  f  h  e  m  n  i  t  z  :  Aon  Keiwe  .\dori'e  (ji"' 
es  K;irten  in  jeder  Kroßen  l'apierh.indimif;.  .Sie  haben  reclit.  die  Kiiiist- 
lerln  spielt  auch  in  ..AV.inderzirkus".  —  Die  betreffende  Kolle  in  den 
..Kos.-ikeu"  wurde   von   einer   amerikanischen    Konip.arsin   d;ir;jeslelll. 


Kleine  Wasche  bei 
P/wl.  M 


der  Welt".  ..Ab- 
..Die  wiindcrb.ire 
..Matiolcscii''    lind 


I.  y  a  D..  A  I  t  (1  n  a  -  V.  1  b  e  :  Erich  W.ischneik  weilt  vnraussiebtlieli  im 
.liili'  und  .\UKUSt  in  Kerlin.  d.i  er  fiir  W  .irncr  Brothers  den  cr.sten  deut- 
schen (  .imilla  Horn-Filni  der  N.ition.il  ..Die  Drei  um  Edith'  inszenieren 
wird . 

T  b  e  o  II.  n.  (!  ü  n  (her  ¥.,  B  r  a  ii  n  s  c  b  w  e  i  ^;  :  Hazel  Korbes 
wohnt  in  Hc\  erly-llills.  lloll.\  w  iiod.  Kalifornien.  U.S..V.  Wir  nehmen  an, 
daß    sie    sehr    ;;ern    AuloKraniiue    sibt. 

li.  T..  N  e  n  b  r  .'i  n  il  e  n  b  11  r  n  :  Wilhelm  Dictcrle  wurde  am  l.').  .luli 
in  Ludwijisbafen  geboren,  ist  seit  ciniser  Zeit  mit  der  früheren  Schau- 
spielerin (.'harlolte  Haf;enlirucli  \  erheiratet  und  li;it  keine  Kinder.  Kr 
hat  braune  Annen  und  schwarzes  Haar.  —  Werner  F'uetterer  ist  sroß.  — 
.M.ilcidm   Tod    ist    Engländer    und   h;it   am    IT.    .März   (lebnrtslai;. 

.A  d  o  1  f  S  c  h..  D  a  r  m  s  t  a  d  t: 
Beltv  Bird  wohnt  Berlin-Tempel- 
hof.'M.intenffelstr.  4,  Elfra  Hriiik 
lierlin  W  ,'.li,  Prasser  Straße  :il, 
.Mary  Kid  Uerlin  W.  tJiesebrecht- 
straße  l'l.  Lotte  I.<u'riii'r  Herlin- 
Wilmersdorf.  Babelsberf;er  Str.  t. 
Osk.ir  .M.irion  Merlin  W,  Kiir- 
fiirstcndamm  110.  Fred  Louis 
Lcrdi  Merlin  AV.  Ke^eiisbur«er 
.Sir:iße  II.  .\nu:elo  F'err.iri  Bln.- 
Schiineber^.  Bozener  Straße  it. 
.loh.innes  Kiem.inn  Berlin  W  Ifi. 
.loachimstlialer  Rtr.iße  24.  Bruno 
K.'istiicr  lierlin  -  Charloiteiiburj;. 
Siormstraüe    ;i. 

(I.  F.  (i.  II.  i:i:  Die  Zofenrolle 
in  der  ..Tollen  Komteß  "  wurde 
\on  Till.'i  C.'irdcii  (LirKestelll.  Die 
Künstlerin  spielte  u.  ;i.  in  ileni 
ICicbbers-Film  ..i;roßst;idtschmet- 
terliiiK'  mit  .Vnii.i  .M;iy  Wonjr. 
Sie  ist  sebürli^e  Wienerin  und 
wohnt  Berlin  -  f'brirlottenbnrsr. 
D.'ililniaiinstr.  !<.  M.ary  C'hristi.ins 
lind  .M.irietta  Miliner  w';iren  nicht 
iiiiti'iu.inder  verwandt.  Wie  Sie 
widil  inzwischen  Kelchen  li:ibcu 
werden.  ist  .M.iriett.i  .Millner 
I^nde  .liini  an  einem  Lunten, 
leiden  in  B.ideii  bei  Wien  ;.;e- 
storlieii. 

F  i  I  m  b  II  b  1  :i  u  s  i;  I  o  ji  .i  u  : 
Lissy  Arii.i  wobnl  Uerlin  W  :iO. 
I.ind.iuer  Str.  !»,  ('armen  Boni 
ItcrIin  W,  Fhlandsir.  l.^S.  LH 
|l.ii;o\er  Herlin-Westend.  .Ar.\s- 
.\llce  t.  Viol.i  (i.irden  Berlin 
W  <l.  Bendler  Sir.  17.  Dita  l'.irlo 
Ifi-rlin  \V  ;iO,  Alotzstr.  S7.  Lissy 
\ni.i  hat  am  21.  Dezember,  l.il 
|).i;;ii\i'r  am  .^0.  September.  Dita 
r.irlo  .IUI  4.  SeptemlK-r  (iebiirts- 
t.iü,.  Billie  Dove  ist  durch  die 
Fir^l  N.ition.il-Stiidios.  Burb;ink- 
Hollxwood.  K.illfornien.  F. S.A., 
.M.'uy  .\sior  lind  Al.idnc  Kcll.imy 
iliirch  Fo\-Sludio-.  1(01.  AVesIern 
A\enue,  Hollywood.  Kilifmnien. 
F. S.A..        Esther      K'.ilsliui      durch 

l'.irai Mit.    .'>(.'>(.    >I.ir.illion  -  Str.. 

Hollywood.  K.ilifornien.  F.  S.  A.. 
zu  i'rnüchen.  .\lle  Filmst.irs  ^e- 
beii  .\ulo^:r;inime.  -Sie  kiiiinen 
:ilso  rubis;  :iii  sie  schreiben.  .\m 
besten.  Sie  senden  Ihre  IMiotos 
zur  lieiirteiliinsr  direkt  an  die 
Filiiifiesellscbaften.  z.  B.  an  die 
Fl,i.  Ucrliii  SW  r.8.  Kochstr.fi-.«. 
N.ilion.il-Warner.  Berlin  SW  4S, 
Friedricbslr.iße  10.  Terr;i.  lierlin 
SW  «•*.  Kocbslr.  7:t.  Hesi-w;ild, 
lierlin  SW  4s.  I'riiMlrichstr.  2;)n. 
Dentsi'be  Fni\ers,il.  Berlin  WH. 
M.inerstr;iße  S2. 
I  r  Ol  ;;  .1  r  d  W  ..  S  i  c  t  t  i  ii  :  ..l-ninliün  F'.lse"  ist  ein  roelic-Filin. 
..liu-l.i     licrliim"    ein     S\  cn^ka-Film.     ..Brennende    (ireiizc"     ein     Eiko-Filni 

Im    \iilcili    ricr    N.il ioii.il.    Wir    pfebleii.    sich    eine    i;en:iiie    liibalts.tns.abe 

Mii  ..W  ol;;;i-W  ol^;'!  ■  zu  wrscb.i  f  feil .  Sie  erb.-ilten  sie  durch  den  ..lllu- 
strierleii  Filmkiirier  '.  Berlin  W  !l.  Kotbc^ncr  Sti.ißc  ;!T.  Dort  finden  Sie 
.ill.'s    Nähere. 

,\  I  f  r  e  d  N..  Berlin:  .\lice  h'oberte  wohnt  l'.iris.  .h  Avenue  Mac 
M.ihon:  M:ilcolm  Todd  ist  durch  üoy.il  .Vir  force  Club.  12«  lMecadill.\ . 
London  W  I.  zu  erreichen.  —  Die  .\dresen  der  anderen  beiden  Künstler 
sind    zur    Zeit    leider    nicht    bek;innt. 

W  e  r  n  e  r  F"  u  e  t  t  c  r  e  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  ii  .a  u  s  K  ii  n  i  (j  s  b  e  r  n  : 
^Verner  Fiielterer  ist  lediu'.  iliiiikelblonil  und  li.it  bbiUKraue  .AiiRen.  F'.r 
ist  seit  I— .'i  .lalircn  beiiii  Film.  F.iii  Buch  ilbcr  Fnctteri-r  «ibt  es  nicht. 
Der  Kuiistlcr  bctindet  sieb  .lu^icnblicklich  in  l'ran  zu  .\iifn.ibmen  seines 
iiiich^ti'ii    Films    ..Der    M;idclieiiliirl  '.    —    Cour.nl    \  eidl    weilt    in    Berlin    und 

I niete    kiii/lieh    seinen    erstell    deutschen    Film    ..D;is    L.ind    (dine    FV.ineii'' 

ilir.iiit  .\r.  UM.  —  Willy  Fritscji  filmt  noch  in  Fny;.irii  ..Melodie  des  Her- 
zens' mit  Dil;i  I'.irlo.  —  C.irl  de  Vottt  bat  seine  AVobnuiii;  in  Berlin- 
Tempelln.f.  Hoheiizollernkorso  .V>a.  —  Bri;;ilte  Helms  neuester  F'ilm  heißt 
..Skhivcn  der  Leidenscb.afl",  Betty  Balfoiirs  l'.irlner  in  der  ..Rcfiiment.s- 
toch(er"    war  Ale.xandcr  d'.Vrey    —   Ernst    Verebes   gibt   Autogramme. 


Jacqueline  Logon 
.-a.-M. 


I"  i  I  111  I  r  ('  II  n  il  A.  \V,.  l.i'ir /iy:.  lirinil'«'  Hrlni  Ii.it  liis  jetzt  iii 
liilKi-mli'ii  Kilim-ii  ni'wirkt:  ..M<'lroiioli>.-',  ,..\lr:iiiiiO-.  ..Am  Kiiiulr  der 
Will  •.  ..Die  l.irlif  dor  .It-iiiiii.'  Noy.  ..]>i>*  Y.iclit  iliT  sieU.ii  Siiiulcn', 
...\U\\,Ki-\  ..Sk:iiiil:tl  in  H.id.ii-Hail.-n-.  „(leid  -  (ii'lil  -  Ufid  ■.  ..i»ic>  «iin.lor- 
liHic  l.ii«c  drr  .N'iii.i  l'rliip«  n.i".  Ihre  iiiuli'^tcii  Kiliiif  .-iml  .-M.-iimiIcmu" 
und  ..slil:i\rn  ilir  l.cnli-nMliaff'.  i;ii>l.(V  Kriihlioh  >iiii'lti'  ii.  .1.  Iti  ...\Ii'- 
tr(ip"li>".  ..l'iT  Mi'KliT  X'iii  Niil  nlii'iü:  •.  ..Wrnn  die  Siliw.iltiiMi  licini«  iirts 
/hImi-,  ..\nji<f  .  ..llfiniki-lir  •.  ..lluir.i.  ich  Idn-'.  ..H.i-^  liiiiinondr  Ihrz'. 
.  \<|ili.ilf.  l>iT  l'ilni  ..IIoinil;i-lir'  i-^l  Anr  inifirführ  cincin  .l.ilir  K'''Ii>-IiI 
»..idiii.  Hildli.iili'ii  \.in  >;iinlliilirn  l"ilni>i|.'ir<  i'rli.iltcn  .*<ii'  durch  den  \ Cr- 
hii:  ..IIInMiii'iii-  rilniwdchi--.  Itcriin  S\\  lls.  Knclisirallc  fi-S.  Kiii  Jiiic-h  iihcr 
ltii;;ulc    Helm    nil)t    CS    ni<-ht. 

I!  11  d  11  1  f  .\l..  Dresden:  M.irla  l";ilcuiietli  leid  in  l'.irls.  isi  uiner- 
lii'iialcl  und  kiinunt  vnn  der  Sincrhliuhne.  .sie  li.it  t.ils.-iclilich  fiir  die  lie- 
Irefl'endeu  .S/enen  in  der  ...I  iiii;cli  au  \  im  OiliMn»'  sich  ihre  ll.iare  weheren 
Lassen. 

I.ii  U..  Uini/en:  lleiiiy  Sm.rrt  «idini  Iti-iün  W.  r.isx..,nev  Sir.  17. 
lind  i^t  ledit;-.  Willy  l'nlsilis  Adresse  i-t  Hiiliii  W.  K.iiseid.iiiim  ü.'i. 
lyci     S\m     \Mihiit     Uerlill     W.     Kurfiirsteiidainni     lii-il. 

I"  i' I  m  I  r  e  11  II  d  i  11  .Maria  au~  s  1  c,  1  li  <■  r  a  :  Ihr  W  üiimIi  ist 
\  iir;;enierkt. 

(lein     N..     II  .1  ni  li  11  r  :;■  :      Ihe      \  iii;.'ii.i  iii  ii.ahmen     yii     dem     'reu  a -l"i  Im 

.Der    K.-inipf    der    Terli.i'    \\iiidi-M    ;iiir    e r     IIa  llit;- 1  ii^el     ^;i'diehl, 

r  a  r  1  V..  I{  od  a.  d.  W  r  i  I: 
I  .ini.iil  \eidt  w  nlint  Hei  Uli 
W      III.     l.iclitciislein.illee    Ja. 

S  a  ;;  .1  .  K  11  1  II  :  ..Die  Nilie- 
liinneii  ■  sind  vnn  der  l'f.i. 
Herliii  sW  1.!^.  Kiichsiralie  (l-^, 
lii'i.insnelir.icht  «iirden.  Der 
l'iliii  «iinlo  von  l'riiz  l..iim. 
l.aii«  l'ilni.  Herliii  SW  Is. 
l'iicdrichsiraUe  JH.  iiiszenieii. 
l'.iiil  Kichter.  Herliii  W.  T.i'i- 
eiil/ieiisiralJe  tu.  s|.ielle  ileli 
sie-.;lried;  Krieniliild  wurde 
\.in  M.irnareie  Silicin.  Herliii 
\\  IUI.  -Nene  .\nsli.iclier  Jstr.ilii> 
Nr.  II.  d.HKestelll.  —  Dii- 
M.ixim-Kilni  li.at  ihre  Käiinie 
in  Berlin  SW  .  HliicliersU;iUe 
Nr.  ;1J.  —  .\ni  liesteii,  .Sie  sen- 
di'ii  Ihr  .Maniiskri)it  in  Kerni 
eines  kurzen  Kxpiises  ;iii  ilie 
ilr.imalurt^ischen  Alpleiliiniii'n 
der  l'ilmucsellsch.afteii.  sie 
h.ihen  liier  die  (iewähr.  dal.! 
e^  wirklich  t;eleseii  und  i;e 
priitl     wird. 

(I  I  1  II  (;  e  Ii  ii  h  r  -  W  .1  1  I  e  r 
siez  .1  k  -  \  c  r  e  h  r  e  r  i  11 
S  II  ^  e  M..  N  11  r  11  li  e  r  ;;■:  »Min 
i:ehiilir  sl.ininil  .nis  Ketmm 
.111  der  Ruhr.  Seine  let/ien 
l'ilnie  sind  ..W.aterhuj"  und 
..Die  keusche  Kiikiitte'-.  Kin 
neuer  l'ilni  mit  ihm  i^t  iiocli 
nicht       .niKekundi«!.  Au:;cm- 

hhckliih  hcFiiidet  sieh  (Iclmlir 
IM  lliddensee  zur  Krlmlnuji-, 
..Wenn  die  Schw.alhen  heim- 
wäris  ziehu"  (Dir  Kremd'n- 
Icüiiinär)  wurde  in  .Münclnn 
f;eilreht.  —  W.ilter  ^livak 
\vohiit  Herliu-l'rieilen.-iu.  .siici-- 
sliMlle  ill."..  —  Jlell.i  Miiji 
s|iielte  II.  a.  in  ..l'ii;.irii-  lim  li- 
zeif.  ..SiraUe  des  Verj;i'ssen~". 
.. W  jireiih.iusprinzessin",  ..l'  0. 
W  eddii;eir'. 

I"  I  i  IM  m  e  r  -  K  .1  I  i  :  V.\  i 
l'.i.i  wiiliiit  Herlin-W  ilmerMliii  1. 
It.ideusche  Slr.iUc  1.1.  l.ee 
l'.irrv  Herliii  W,  Kiirfiirsteii- 
il.imm  Ifl.'i,  I,.i  Y.aii.i  Iterliu- 
(  iLirlolloiiliiirn'.  It.iyerii.allee  I.''. 
I.iaiie  ll.'iiil  Berlin  -  W'esieinl. 
\\  iirlteiiiherf;iselie  Sir.il.!e  1:'.. 
Cnt  ll.iid  Berlin  -  ll.ileiise:'. 
W  esit.ilische  Sir.iüe  :M.  —  Am 
licsten.  .Sie  reden  die  lilni- 
di\eii  in  Ihren  Brieten  mit 
..;;n:idi{;e  l'r.iii"  .-in.  .\ilri's~ie- 
reii  diirl'eii  Sie  riiliij;  mit  dmi 
iMiiistlern.'inien  di'r  siars.  die 
I'ost  wird  sie  hostimiiit  linden! 
(;  e  r  li  a  r  d  S..  ],  i  e  li  t  e  r  - 
f  e  1  d  e  :  JSell.i  Polini  ist  eine 
(h.-irni'iul.arstellerin.  Sie  spielte 
II.  .-1.  in  ..Dürfen  wir  seliwci- 
-eny- 

l'riiz  1'..  T,  i  e  Ii  I  p  r  f  0  1  d  e  :  .T.-iekie  Cinp^.iii  liaf  niii  211.  Oktuher 
(ieliiirlstapr.  —  I.ya  .\lara  ist  noch  inimer  mil  i'riedrich  Zelnik  in 
Amerika.  —  Ciillopli  Moiire  orreielicii  Sie  durch  die  Kirst  .Natinii.il,  Uiii- 
>>aiik-Ilollywi)oil,    Kalit'uriiieii,    U.  S.  A. 

B.  A.,  Dresden  :  Senden  Sjp  Ihre  Mriiinskriple  in  l'nrm  vnn 
Kurzen  Kxpiises  zweckiiiälüj;  an  die  (ir.ini.itin  ■fischen  Ahteiliini;en  der 
l-ilni(;eselscliafteii.  wie  l'fa.  Berlin  SW  (is.  KochsIr.ilJe  1^ -8.  A.if.i.  Berlin 
SW'  LS.  KriedricIislralJe  2j;t,  Terra,  Berlin  SW  «s,  Knclislraße  7S,  Xatiu- 
iial.     Berlin    SW    48,    J-'riedrichstr.'iße    Kl. 

V.  \  :i  E.,  T  e  ill  p  e  I  h  o  r  :  Leider  können  wir  Ihnen  im  AiiKf^nblick 
iiorh  niihl  ;illzii  viel  iiher  l'rilzl  .\lassary  erzählen.  Die  Kiinstlpriil  be- 
iludet sich  zur  Zeit  in  (i.-isleiii.  und  .luch  ihr  (Litte.  .Max  l'alleuher«'.  wird 
.mIii.Ii  in  den  iiiiclis|i.|i  Ta^pii  dnrt  eintrel'feii.  Sie  ist  schon  mehrere  .lahro 
lull  l'allpnlicrs  verheiratPt.  —  Dali  Sie  iiirRends  eiiip  PhotORraphip  von 
Trilzi  Massiiry  erh.illpii.  wundert  uns.  Dann  pinpfelilen  wir.  die  Seliaii- 
spielerlM    selbst    lim    ein    Bild    zu    liiiien. 

B.irnnln    K..   K  ii  n  i  r  s  b  p  r  r  :     HeUa    >loja    wohnt    nerliu-Westeiid. 

"utzi  ns fer    10,     Dr.   Alfred    Scbirokaner     Herlin  -  Haiensee,    Knrfiirstpn- 

d.i U1. 

s  e  n  1  a  s  I..  It  e  i  c  h  e  n  b  ;i  e  h:  'l'iiiii  Tyler  ist  ein  bekannter  Cowbov- 
ilarsteller.  ICr  wuhiil  in  BeM-rly-Ilills,  Hollywood.  Kalif.. inien,  und  Riht 
.\iirii).rr.imfi|...  —  .M.-irlin  Herzber«  wohnt  Heilin  SO  ;r,.  'W.ildemarsir.  fij.i. 
III. d  uibi  ebeiif.ills  .\iilo;tr.i miiie.  Kr  wurde  von  dein  danlsclien  IJejiisspiir 
\.  \V.  Sandberjr  fiir  dei.  l'ilni  eiilileckl  und  filmie  schon  iiiil  .acht  .(.ihren. 
Kr  spielte  11.  11.  in  ..Da\id  Copperfield".  ..Wenn  .Mädchen  Iraunieir', 
„.Mnriii   Stiinrr',   „Die   Slebzehnjiiliri(ji'ii",   „Verirrte   Jugend". 


W.    S..    K  s  s  e  11 


:     Möglich,   d.ilj   CS    von    dem    genannten    Film    Szenen- 
diese    Bildk.irlen 


^\,     ,.s_,      l'jSSIII    .        .*  11.^1. III.     .1.1. J     .-^      ».III     iiiiii      i^tiiiiiiiiiiii      iiiiii     ''^.^ii.ii- 

k.irteii    ;;ibl.      Sollte    ilie>    iler    K.ill    sein,    so    erhallen    Sie    diese    Bildk.irlen 

durch    den    Verlay;    ..lllusirierie    Kilinwoclie",    Berlin    SW'    fis,    Kochsir.    ti— .-i. 

.1.    I'..    Diii-biiru:      ,.K.-    fiel    ein    Reif    in    der    l'ruhliiiKsn.icht  ■    vx.ir 

ein     Kern    .Vndra-l'ilm.       Die    an. leren    D.irsteller    sind    auf    dem    l'ro^r.imm 

..:..l..         *    ..r  ...i..lii...l 


nicht     verzeiclinel. 

K  i  1  in  f  r,e  11  11  d  i  n  II  e  d  i  1'.  .1  u  s  H  :i  n  11  o  \  er:  In  dem  Kilm 
..(lefährliche  l'r.iuen"  spielten  l\.in  I'etrov  ich  iin.l  .\rlelle  .Marclial  die 
llaiiptrolleii. 

M.  B..  II  .1  m  li  II  r  K  :  l'i«'  I'.irliierin  \oii  Huilolph  N'.ileiitiiiu  in 
..Monsieur  He.iiic.iire  ■  i>t  liehe  D:iniel>.  K.lninnd  l,o\e  ist  mil  l.ili.iu 
r.i-hm.in    verheir.itel. 

H.  \V.  ()..  .München:  Die  Kilme  ..Der  H.-rR  des  Schick^.ils-  iiiid 
..Der  heilige  Bern"  sind  m.ii  Dr.  Arn. .1.1  l'.im  k.  ..Soll  und  ILilien"  v<in 
larl  Wilhelm.  ..>Villieliii  'rell"  von  l.'inlulf  Dwiirsky  Inszeniert  worden. 
1".  r  I  K..  .\l  ii  II  c  h  e  II  :  Si-mleu  sie  uns,  bitte.  Ihre  ZeicIinunKen  iiu- 
\  irl.iiidlich  zur  Aiisiclil  ein.  —  III  .Miinehen  bat  die  Knielka  (Miiucheuer 
l.ichlspielkiiiisti.    .SonnensIr.iUe     l.'i.     ihre     Käiiine. 

(1  r  e  t  .1  II.  :i  11  s  .M  li  11  c  li  e  n  :  Ernst  Df  ulscli  wiibiit  Berlin  \V  ifi, 
Beiidlerstralie    s.    träfjt    seinen    richtigen    N.iinen.    i.-l    verheiratet,    gibt    Aiito- 

f;r.in Deutsch     ist     vor    .illi-in     hei     der    Sprechbiihne    tüti-;     und     filmt 

..ehr     »enis.       Kr     filmte     11.     ;i.     in     ...Monic.i     \  oKels.iiis"     und     ..D.is     ..iH,. 
i^cncIz'.      Kr    h.it'  scliw.iizes    ll.iar    und    br.iniie    .\iif;eii.    st.Tmnit    aus    Praj;. 

K  r  i  t  z  K  ;i  in  p  e  r  s  -  V  e'  r  - 
e  h  r  e  r  i  n  .1  o  h  ,1  n  n  a  C. 
<  li  e  m  n  i  I  z  1  Krilz  Kampers 
li.it  am  II.  Juli  (lehiirlst.iK. 
Seine  (iaitiii  w.ir  nicht  heim 
l'iliii.  Kampers  liat  keine 
Kill. 1er.  Kr  iieiht  jeden  Sport 
mit  Kleicher  Leidenschaft. 
\\.inii  der  Künstler  iiaeli 
«  heiunitz  koinnit,  wissen  wir 
leider  nicht.  Ihre  CriiUp  sind 
l.esielli.  .Sie  können  es  ruhj:; 
w.iy;en.  um  inii  .seine  l'ntei-^ 
Schrift  zu  bitten.  Ihr  Brief 
wird  bestimmt  nicht  ungeöff- 
net in  den  l'.ipierkorli  «ewor- 
l'en.  wie  Sie  .claiiben.  Krilz 
K.impers     sibt     .Viito-r.immp. 

I{.  S  e  h..  Berlin;  Käthe 
II.-. .ik  w,.lint  Berlin-Ch.irlotten- 
Liiiii'.  .\li>ninis,.i|s|,...|U,,  .-,;|  j).,„| 
lliiilein.inn  Herlin  -  Waiinsee, 
KoniKstr.-ilJe    IM1. 

Z  w  e  i  K  i  I  III  freu  n  d  i  n  - 
M  e  11  .-1  n  s  W  e  i  IJ  e  n  b  n  r  •?  • 
l'ianz  Lederer  «ohnt  lierlFn- 
I  riedenaii.  Keliler.-tr.  I.  wurde 
.1111  I!.  .\o\  einher  in  l'ras  <'e- 
li.ireii  und  ist  niiverliprrarpt. 
Kr  träiit  seinen  rielitispn  X.i- 
m.-n.  Ilibt  AutoRraiuiup.  Jst 
-■■.  jiiii:;-.  wie  er  aussieht.  — 
D.IS  b.-iiefl'ende  Bild  stellt 
\\  illy  Kriisch  d.ir.  Seine  Woh- 
nuii;;  befindet  sieh  in  Berlin  W. 
Kaiseid.iiiini  !!.'..  Krilscli  wurde 
.IUI  i'T.  .I.iniiar  in  Kallowiiz 
gehören  und  ist  ledi«.  —  Ivor 
Novellos  Adresse  ist  London  II, 
Aldwych.  Wf.  —  Bildkarten 
Miii  Kilmst.irs  erh.ilten  Sie 
durch  den  Verl.iK  ..lllusirierie 
l'ilmwdche'-.  JJerlin  SW  «8, 
Kochsir.iLie    fi— S. 

< '  i  1  I  y  K  e  i  n  il  1  -  \'  e  r  - 
■  ■  h  r  e  r  in  A.  K..  B  e  r  1  i  n  : 
t  illy  Kein.lt  h.it  unseres  Wis- 
-cus  keine  Oeschwister.  — 
Hriiiille  Helm  ist  n.itiirlich 
.incli  im  Leben  furcliihar  nett. 
—  Il.anni  Weisse  wohnt  Ker- 
liu-rharlottenburtt,  Claiisow  itz- 
sn;il.le    ;!. 

K  .-1  r  1  !!..  AI  .1  n  n  Ii  p  i  m  : 
K.M'lyn  Holt  wohnt  Herliii- 
(  h.irl..lteiiburR.  Srhillersir.ilJe 
Nr.  KM.  lind  j;i'>t  AiitOKranime. 
Sie  diirfen  also  riiluK  an  sie 
schreiben.  KüRen  Sie  Ihrem 
Briefe  eine  Hildkarte  der 
Kiiiistlerin  und  adressiertes, 
tr.inkierles  Hiickkuvert  bei.  — 
tiiiia  .M;iiies  ist  unseres  Wis- 
sens nicht  mit  dein  Inb.iber 
des  •rleicIiiiamiKen  Konfektions- 
Ii.i Ilses  verwandt.  —  Kin  Ke- 
Kisseur  Birnbaum  ist  uns  nicht 
bekannt. 
K  i  I  111  I  II  1  n  :  Knon  von  Jordan  wird  auch  wieder  filmen.  Bild- 
v\  misch  soll  in  ali>ehbarer  Zeit  erfüllt  werden.  Ihre  GrüDo  sind  bestellt 
w  ordeu. 

Kritz  K..  StPRlitz:  Afax  Landa  wolint  Berlin  W.  Kurfürsten- 
d.iinui  11.  Il.ans  .Mierendorf  Berlin-Kricdenaii.  Sliibenraiictisiraße  fii.  KuRen 
Biirfr  BerIiii-Haleiis,-e.  Albrecht-Aehilles-SlraUe  .'.,  Wilhelm  DieRclmann 
|{erlin-(harli.llenbui.i-  t.  .Moninispnslr;iße  5.').  Marv  Johnson  Berlin-SleR- 
lilz.    .Mbreclitstr.'ilJe    Ifi. 

K  i  I  111  b  n  b  i  .  (' ii  p  e  n  i  e  k  :  John  (ülbert  war  noch  nie  mit  Crela 
(;arlio  verlobt  oder  verheiratet.  Das  waren  nur  (W'riiehte.  Jaekie  Coo-jan 
hat  am  L'ii.  Oktober  OchurtstaR.  Vera  Voronina  wolint  Iterlin-Wilmers- 
dorf.  l  blanilstralii.  Sl,  ist  mit  einem  russischen  Iteclilsanwall  M-rheiratet, 
wurde  am  ;'!l.  Juli  in  Odessa  geboren  und  filmt  jetzt  in  Deutschland. 
Louise  Brooks  wolint  im  Kden-Ilolel.  Berlin  W.  Bndapester  Str.iUe.  st.inimt 
aus  W  irhila  und  ist  cesehieden.  —  Ilse  und  Rent^e  Stobrawa  sind 
Schwestern.  Beule  kommen  von  der  Sprechbubne  zum  Film.  —  Valeria 
Bootliliys  .\ilresse  ist  Berlin  W.  Kiifsteiiier  Straße  2.  bei  Bascli.  Sie  hat 
am    !.><.    Oktober    (iebiirtstiiR    und    ist    geschieden. 

K  i  I  ni  f  r  e  11  n  d  II  a  n  s  s  e  h.,  Mainz:  Ein  Anlosr.tmmt.id  im 
lfa-Pal;ist    von    Mainz    wird    im    Winter   veranstallet. 

Z  w  e  i  !•'  i  I  m  freu  n  d  i  n  n  e  ii  .1  11  s  Weißens  p  p  :  H.irry 
Lieillkes  nächster  Kilm  ist  ..Der  sehw;irze  Domino"  mit  Ver.i  Schmiterlö«- 
.als  Parlneriii.  Liedtke  ist  ni,.  mil  Crete  Mosheim  verheiratet  «ewesen.  — 
BriRille  llleliii  wolint  Berlin-Dahlem.  Im  Winkel  ."i.  Sie  ist  mit  Richard 
Weißbaeb  verheiratet.  Ihre  nächsten  Filme  sind:  ..M.inoIeseW  iimt 
..Sklaven    der    Leidenschaft". 


'^^i^smBE^ssm^' 


ANITA  PAGE  UND  DOQOTHY  SEBASTIAN 

am  Skande  von  St.  Monica 

Phol.  M.-G.-M. 


Julius  r  f.:  AVpiin  Sie  Filniopomtour  wcrdon  ^xollon.  so  wcmlon 
Sio  sicli  :iin  Iipstcii  einmal  au  den  Kluli  der  KaiiicrjikMilc,  Herlin-Stcgiitz. 
Keucrliaclislralie    21. 

K  ii  (1  i  K  (' r  ^"•.  T»  r  p  s  d  o  n  :  Am  besten.  Sic  reden  die  1-ihnstars 
mit  ..snädi^-e  Frau''  an.  —  ..Das  (ialeen-nseliiff''  wurde  von  Allan  Crus- 
laud.  ..Bieiralsfielier"  von  IJudulf  ^Valllier-Fein,  ,.l);is  .Siiiel  mit  dir 
J^ielie"    von    \ictiir   Jansou    inszenier). 

Charlotte  K..  Berlin:  Maeistc  Rilit  AiitOKraninie.  —  Cirln 
Aldini  wolint  Herlin  W  1.'..  Marlin-I.utlier-Str.  L'l.  und  ist  verli.'inilet. 
Jiiek  Mj  lonK-Miin/,  ist  mit  .\l:irla  .Miudzeuli  verm.-ililj  und  wuIimI  lieilin 
W  1.').  Duisburger  .Str.ilie  17.  t'arl  .\ueri  hat  seine  WdlinMu^  in  Heiliu- 
l.ieliterlelde.  llermannstr.aUe  31.  Kr  ist  ebenfalls  v.-rlieli.itcl.  Die  .innen- 
bliekliclie  Adresse  Vun  ErnesI  van  Dueren  ist  uns  leiili-r  nieht  liek.iiiut. 
Er  befindet  sieh  im  .Ausland  auf  einer  Tanz-Cistsiiiel-Tininiee. 
V;m  Duereii  jst  unvi'rlieinilel.  —  Tbre  (iriisse  au  Ciuslav  Kniehlieh. 
Henry    Stuart.     Kred     Luis    l.ereli    und    .Viij^elu    Ferrari    .sind    .•lusnciielilet. 

W  i'l  h  e  I  m  .S  e  li..  G  o  1  1  u  o  w:  .Mary 
Uriaii  ist  dureh  die  l'aramount.  riljl, 
Maralhnii  Street,  Ildllywond.  K.ilifnr- 
nien,  l".  S.  .\.,  zu  encichen.  Sie  filmt 
dort  fleiUitr.  In  ihrer  Kreizc-il  Ireilrl 
sie  viel  Sjuirt.  >I:iry  Hrian  wird  lliinii 
sicher    ein    .Autogramm    {teben. 

Ch.irldtle  H.,  L  e  t  s  e  b  i  n:  ..Der 
Al.inn  im  Sattel"  wurde  von  der  .\l.i\ini- 
Filiu,  «erliu  SW.  JilinherslraUe  ;Il'. 
lier^esfollt.  Vii-lleiiht  wenden  Sie  sich 
einmal  an  diese  Firma.  Dit  'l'itelnille 
spielte  Ernst  Verebes.  Der  Künstler 
wirkte  daiiaeb  u.  a.  in  fulfireuden  Fil- 
men mit:  ,,(;räfin  ^fariza■'.  ..An  der 
.sebünen  blauen  Dcm.iu",  ..Der  Heltcl- 
stiidenf',  ,, Serenissimus  und  die  let/li- 
Juu({frau'',  ..Die  Zirkusprinze-isin'-. 
..Der  ZiBCunerprimas",  ,,D;is  l.:iiid  nhiii' 
Frauen". 

A.  L.,  .S  p  a  n  d  a  u  :  ("Jiinn.ir  Tolnaivs 
befindet  sieh  zur  Zeit  in  der  Schweiz. 
Danaeh  wird  er  au  die  I{i\ier.i  falueu. 
Im  .\iiKUst  tritt  er  am  ..Neuen  riie.iiei" 
in  Oslo  auf.  Aber  man  h.ifit.  den 
Künstler  In  absehbarer  Zeit  aiieh  wie- 
der für  einen  neuen  denlscheu  Kilin  zu 
Kew  innen.  Ihr  l!ild«unseli  ist  vnr- 
Hemerkt. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  i  u  M  a  r  i  a  n  n  e  . 

Altfelde:  Leider  künnen  wir  Ihnen 
ülier  die  betreffende  Künstlerin  im 
Au-renbliek  keine  näheren  .\iin.ilMn 
niaebeil,  da  sie  nicht  erreichbar  isi. 
Ein  neuer  Film  mit  ihr  ist  niclH  aii- 
i^ekiindiKt.  Erna  .Morena  ist  iiichl  um 
JJerta  Morena  \erw.iiidt.  (ierda  Maiirii- 
widinl  Berlin  Wilmersdorf,  llulieM/ollei  ii- 
daiiim  .'i2.  Vilm.i  H.inky  ist  dincli  di'" 
Fnited  .Artisis,  Tl'iiO,  .Santa  Mouiea  Uoulc- 
v.-ird.  Hollywood,  Kalifornien,  U.  S.  .\  . 
zu    erreichen. 

1  (I  0  ü  1'.  X..  0  I  o  R  a  u  :  Tat  nii.I 
Patachon  erreichen  Sie  durch  die  J'.ill.i- 
dium-Fllm,  KopeuhaKfn.  P.it  (C.irl 
.Sehen.strom)  wurde  ;im  1.1.  Noieiiilicr 
iu  KopenhaKcn  Rehoreu,  ist  verhi'ir.ilct 
und  hat  zwei  Kinder,  l'at.ichon  (H.iraM 
-Madsen)  wurde  am  20.  Xovemlier  in 
SilkeborE,  Dänem-irk,  geboren.  Er  ist 
ebenfalls  verheiratet  und  h.it  eine 
Tochter. 

I  r  m  K  .T  r  d    L..    D  a  n  z  i  );  :     AValier    Killas 
fidele   Herrenpartic".      Ihr  Uildwuuseü   ist   notier! 


iliwmm  iiiwiwwjwwi  jpiiw»  ■■■■■>miii    p.i  ifiijiwu.nB^tiii  nim.in  y*u  ■■  P."IAPI>*>»U  ■! 


nächster    Film 
,  die   lirüße  .-ins 


ist    ..Die 
i>ericblet. 


FilmKOnstler  erzählen  ihr  Leben. 

Wir  haben  neueidiners  auch  das  von  Dr.  Ilerniaiin  Tieuncr  heransgcfrebene 
Werk  „Wir  über  uns  sellist"  auf  Lager  frenonimeu.  F.iii  v(irz.ii^li(  li  ausßestatlPlPr 
JJand  mit  270  fanzspitiuen  Porträts  und  dazugehiirifren  .Vulobioi;rRphien  imichte 
Ihnen  die  Filnikünstler  nUherbriiippn.  Könnten  wir  Ihnen  dieses  prächtige  AVerk 
zeitjen  —  wir  sind  üherz-eugt,  Sie  würden  es  besitzen  woUenl  Jieachten  Sie  hiUe 
auch  die  Anzeige  in  dieser  Nummer. 


Ci  p  r  d  a  AV..  T5  r  a  n  u  s  e  h  w  e  i  g  :  Porolhf  a  AA'ipck  wohnt  in 
Miincbeii,  Thierstralie  4!i,  ist  nnvcrheir.itet,  hat  am  ."?.  .T.inn.'ir  (iebtirtslai? 
und  {T'bt  .\utonr:imnie.  ])ie  Künstlerin  ist  augenblicklich  iu  Alüuehen 
hei  der  Sprechbübue.  wird  .iber  auch  wieder  filmen.  —  Sie  li.ibeu  nicht 
unrecht,  der  nächste  Tom  Alix-Film  soll  im  Zirkus  spleli'u.  Alix  selbst 
lilnit  .ninenblieklicb  nicht,  da  er  in  einem  Zirkus  auftritt.  —  il.-iri.i 
Miiidzenti.  (irete  Ueiuwald  und  (Jerd  Briese  filmen  noch.  Der  neueste 
l'ilm    mit    Leiii    Ifiefeiislahl   heil.lt   ..Die   vveiUe   Hölle   vom   Piz   Palii". 

K  ä  t  e  ]{..  AI  i  t  I  w  e  i  d  a  :  l.ndwii^  Tr.iutmann  ist  auKPublicklich 
nicht  in  Jierlin.  —  ISiiRitle  Helm  wollte  ursprünirlich  Lehrerin  werden, 
li.itte  aber  noch  kein.-u  Heruf  ergriffen,  als  sie  zum  Film  k.im.  Hamou 
Novarro  spi,-lie  n.  .i.  in  folf;endeii  l'ilnien:  ..Heu  )Iur".  ..Hen  .Ali".  ..A'er- 
leiimdiiii'!;"".  ..Der  Seeoffizier",  ..Alt-Heidelberi;  •,  ..Der  Fürst  der  .Aben- 
t(  iirer".  ..l'flicbt  und  Liebe".  ..Die  Dame  hiuterni  A'orhiing".  Sein  Uer- 
lihcr  Opi-ruji'.aslspiel  ist  verschoben  worden,  l'nseres  AVissens  wohnt 
liiislav    Froehlich    mit    seinen   Elu-ni   zus:iiiimeii. 

AL  F..  .Neukölln:  Die  Antwor- 
ten im  ..l''iliiini:iK,'izin"  sind  kostenlos. 
Henry  Hemler  wohnt  Rerlin-Charlotlen- 
binjr.  Schliiterslr.ilie  IS.  .Iiilins  K.-ilken- 
sleiii  1{erlin-Sehl;icht<'nsee.  Kroiiprinze-- 
siiiiieiislr.il.il>  11.  .lean  Hr.idiu  befindet 
sich    zur    Zeit    in    l'aris. 

K  1  i  m  m  e  r  f  r  i  t  z  :>  ii  s  W  i  e  s  - 
li  a  d  e  u  :  tiret.i  (iarbo  h.it  .ini  17.  April 
(;ehiirlslaR-.  .Sie  ist  nicht  mit  .lohn 
(Jilberl  verheir.itet.  ]br  nächster  Film 
lieilit  ..Wilde  (»rehideen'.  Lewis  Stoue 
lind  Xils  Astlier  sind  ilire  Partner.  (Jreta 
(iarbo  nilit  Aiito^rramme.  —  Hriffitte 
lleliii  wohnt  ISerlin-Dahleiu,  DiiAA'iukel  .'>. 
A  u  t  o  ■;  r  a  111  m  j  ä  j;  e  r  i  n  H  r  e  s  - 
I  .1  n  :  (aniill.'t  Hörn  wohnt  im  Eden- 
Hotel.  Herlin  W.  «ndapester  SiraUe; 
Cilly  Keindls  Adresse  ist  Berlin  S\V  48, 
l-riedrichsiralJe  21(1.  t'lara  Bow  ist  durch 
die  P.'ir.'imoiint.  äl.'il.  M.'ir.ithon  .Street. 
Hollywood,  K.'iliforuieii,  l".  S.  A.,  zu  er- 
reichen. .Anny  Ondra  wohnt  Berliii- 
('li.irloitenliiir!;.  Kiirfiirstendamni  IT.S, 
Pension  Ber^feld.  —  .Snli.ild  .Aiin.i  May 
A\  iiii^-  wieder  in  Berlin  i.st.  werden  wir 
die  Kiiiisderin  an  das  fällige  Auto- 
ui.niim    erinnern. 

.s  c  h  w  e  i  z  e  r  m  ä  d  e  1  Af.  .7.,  Ba- 
sel: l)eii  Don  .lose  in  ..Die  Liebe  vom 
ZincuMer  sl.immf  spielte  Don  .Alv.arado. 
Di-r  Künstler  ist  durch  die  Fox-Studios, 
liül.  AVesterii  .Avenue,  Hollywood.  Kali- 
foniien.  l'.  .s.  .A..  zu  erreichen.  Er 
filnil  fleitii^'.  Ribt  .\ntop;r.iniine.  Senden 
Sie  ihm  seine  Kildk.-irle  und  füfieii  Sie 
einen  iutern.ilion.ilen  Postschein  bei. 
.Sic  i^iiniien  deutsch  :in  ihn  schreiben. 
..Die  Liebe  vom  Zijjeiincr  si.imnit" 
wurde  vor  etwa  zwei  .l.ihreii  in  >iolly- 
wiinil  jicdrelit.  —  Dolores  del  Bio  wurde 
\  Oll  dem  Hegisscur  Carewe  für  den 
Film  entdeckt.  —  Beim  Film  komiiil 
es  iu  erster  Linie  auf  luiniisclies 
T.ileiil     .-111. 

.\  11  s  1  a  n  d  s  d  e  n  t  s  c  li  e  ,     Basel: 

Wilhelm    Dieterle    ist    wieder    in    Berlin. 

Wir      werden      ihn    «erii    .■in    das    fällifte 

\iilof;i;iiiiin     erinnern.      —     Die    Haii|it- 

d.usieller    von    ..Di'r    Sohn    der    T.iisa" 

(Die    roten    Ta^e)     waren    Lon    Cb.iuey, 

Kicardo     (orlez     und    Barbara     Bedford. 

Helm    ist    mit    Kichard    A\eiüb;icli    verheir.i- 

.'   Er   ist   zur   Zeit   nicht   iu   fierlin.      ]{anion 

II    Diir.iiiuo    lAlexiko)    (!:<'l'ori'u.      Er    gibt    AulOKr.imine.    — 

st.irs    erhalten    Sie    durch    den    A'erl.-i;;    ..Dliistrierte    Filni- 

68.   KochsIr.  B-8.      Lili.iu  Harvey   wurde  am   19.  Januar 

Sie    ist    nicht    mit    AVilly    Fritseh    verlobt. 

ne     Diamant':     l'eber    den    betreffenden     Film 


M..   B  e  r  I  i  n  : 
Giiunar  Toln.ie 


tet. 

\uv;irro   wurde 
Karten    von    Fili 
woclie-,    Heiiiii   S\V 
in    London    geboren. 

,.D  er    s  e  f  u  n  d  e 
läßt  .sieb   leider  nichts 


Brifiitle 
ist   ledii; 


mehr  feststellen. 


M  F  D  V  A  CI*  I  Zwangsvorstellung..  Schwermut,  Unruhe,  Unlust,  Gedächtnis-, 
WEKwVJlj»  Nerven-,  Willensschwäche  (Rauchen,  Trinken,  Morphium), 
Angst,  Beiangenheit,  Errölen.  Neurasthenie,  Stottern,  Schlailosigkeit,  Hysterie, 
Sui^l^cstions-  und  psychoanalytische  Behandlung  für  Gemüts-  u.  Nervenleiden. 
%V.    ScIaOaaeiwerIC,    NcueGrünstraße20.  II.    5—6 


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Illustrierte  Fdmv^oche,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8. 


FILM? 


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Fim-VERLAG  HENNIG,  BERLIN-GRUNEWALD.  Fm  II 


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nur  durch  die 

Universum-Film  A.  6.,  Abt.  Ufa-Werbefilm 

Berlin    SW  19,    Krausenstraße  38  39,  Fernsprecher  Merkur  eoes, 68 


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Die  Ufa  ^Theater  werden  mit 


gereinigt. 


Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,  Kurfürstendamm  236,  Berlin  S  42,  Oranienstr.  59     '     Brannschweig,  Münzstr.   1  a  Bremen,    Herdcntorstcinwc^  5  Breslau  I,  Junkcrnstr.  38  40     ' 

Chemnitx  Sa       Falkeplalz  2      /      Coblenz,    SchloOstr.  3S      i      Danzig:,  Töpfergasse  23  24      '      Dresden -A.,  Praeter  Str.  33  Düsseldorf,    Stcinsir.  2  I  Essen, 

Hauptstr.  27     '     Frankfurt  M.,  Mainzer  Landstraße  59  63     '     Freiburg,  Kaiserstr.    132  Görlitz,    Jakobstr.   16  Halle  S.,    MaKdcburjJer  Str.   56  Hamburg  36, 

Gr.  Bleichen  31      /     Hannover,    Bahnhofstr.   13  Kassel,  Obere  Königstr.  13     '     Kiel,  Holslenslr.  61  Köln  Rh.,   Hoho    Str    64  Königsberg,  Münzstr    17 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,    Breiter    WeiJ    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvatorstr.    18      '      Münster,    Roscnstr.   9      /      Rosteck, 

Steinstr.  15     /     Stettin,  Schillersir.  13     /     Stuttgart,    Rolcbühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhclrastr.    18 

AuBerdem  Verkaufsstellen  in  «weiteren  GroB-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


DER  FILM 

IN  DER  KARIKATUR 

VON  ROBERT  HEyMANN 

Mehr  als  160  Seiten  stark.     Auf  besteni 
Kunstdrudtpapier  mit  vielen  Abbildungen 

Preis   gebunden   12.-  RM. 

Gegen  Voreinsencjung oder  Nadinahme  des  Betrages 


Das  Werk  gibt  zum  ersten  Male  eine  Zusammen» 
Stellung  der  zahllosen  Bilddokumente,  in  denen 
der  Stift  des  satirisdien  Zeichners  der  Welt  des 
Films    die    komischen    Seiten    abgelauscht    hat. 

Aus  dem  Inhalt: 
Weltgesdiidite  im  Film  —  Aus  den  Kindertage» 
des  Films  —  Naturgesdiidite  eines  Films  —  Film- 
Könige  und  -Adjutanten  —  Der  Regisseur  —  Der 
Diditer  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Niegenannten  —  Im  Glashaus 
Zwisdien  den  Kulissen  —  Im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Arfitung!  Aufnahme!  —  Die  Diva 
Der  sdiöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Romantik  —  Hollywood  Erotik 
Film  und  Familie  —Die  Größten  ihrerZeit  —  Kino 

Bestellung    erbittet 

ILLUSTR.  FILMWOCHE  G.  M.  B.  H. 
BERLIN  SW68,  KOCHSTRASSE  6-8 

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FILMKÜNSTLER 

erzählen   ihr  Leben 

«Wir  über  uns  selbst » 


Herausgegeben    von 
Dr.  Hermann  Treu n er 

Ein    Prachtband    mit    270    ganzseitigen    Portraits 
und  Autobiographien  auf  elfenbeinfarbigem  Papier 

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BERLIN   S\V  68,    KOCHSTRASSE   6-8 

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Einzelpreis  40  Pt,  für  das  Hcit.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  1.75  M.  V  c  r  1  a  j< :  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H..  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schritt- 
leitung A.  Rosenthal — Aros.  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterreich  verantwortlich  Robert  Mohr.  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Scbaefer,    Cbarlottenburg.      Anzeifenverwaltung    Bepa-Verlag.    Berlin  W  35,  Blumes  Hof   5.      Kupfertiefdruck:    August    Schcrl    G.  m.  b.  H,  Berlin  SW  68 


^JP4: 


M 


ipielen  sich  hist  täglkii  bedeutsaiiieEr- 
eignisse  aJ3.  Zeitung  u.  Wochenschau 
übermittehi  sie  der  Allgemeinheit  in 
Wort  und  Bild.  -  Wie  Sie  nidit 
einen  Tag  ohne  Zeitung  sein  möchten, 
ebenso  erwarten  Sie,  in  jedem  Kino- 
programm die  Wodhensdiau  zu 
sehen.  -  Sdinelligkeit  und  Zuverläs- 
sigkeit im  Nadirichtendienst,  aktuell- 
ste Bildberichterstattung  gewähr- 
leisten die  Wodiensdiauen  der  Ufa: 

Ufa-Wochenschau 

in    \  orl)in(tun<;    mit    dem    \«eliiimspiiiin(-i)tlt-it 
N'.T(hriditi-n(lifns(    elt-r   Moiro-Cioldw)  ii-Mümt 

Deulig-Woche 

in  \  crhinclimt;  mit  dem  Molruinspaniu-ndon 
Nai+irltliu-ndii-nsi     dri-    l'aramoiml  -  Ncm  s 

Opel-Woche 


Frinted  in  tiermduy. 


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GAZIN 


^J  U  M  M  E  R    3  1      /      B  K  R  L  I  N  ,    4.    A  IJ  G  U  S  r     1  9  2  9      /      P  R  E  1  S    4  0    l^  F  E  N  N  I  G 


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Q/enny   rjuöo   tn  dem   ^  c/ija  =  cfilin  /,^te  cJtnniu^^lerbraut  von   \il lallorca 


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ENQLCO  BENFEQ 

in  dem  Ufa- Film  „Die  Schmug^lerbraui  von  Mallorca" 


/ 


Gerda  Maurus,  die  Frau  im  Mond,  muß 
wohl  doch  mit  einem  Raumschiff  den 
Trabanten  der  Erde  verlassen  und  die 
Stratosphäre  glücklich  passiert  haben,  wenn  ihr 
auch  das  Mißgeschick  zustieß,  in  eine  etwas 
zweifelhafte  Gesellschaft  geraten  zu  sein.  Aber 
als  ,,Frau  im  Mond"  stand  sie  ja  auch,  so  wollte 
es  die  Romandichterin  Thea  von  Harbou,  in- 
mitten einer  abenteuerlichen  Handlung,  sah 
sich  von  Desperados  umgeben,  so  daß  sie  sich 
schließlich  unter  russischen  Revolutionären 
nicht  allzusehr  ängstigen  wird.  Wer  vor  ein 
paar  Tagen  durch  die  Ufa-Ateliers  in  Neu- 
babelsberg schlenderte,  konnte  Gerda  Maurus 
in  einer  höchst  dramatischen  Szene  erblicken, 
die  gewisse  Anhaltspunkte  dafür  gab,  auf  wel- 
chen stofflichen  Grundlagen  der  Ufa-Film 
,, Hochverrat"  ruhen  wird.  Man  war  in  Ruß- 
land —  eme  Straße  in  einer  der  Städte  des 
Riesenreiches,  aber  eine  Straße,  bei  deren  An- 
blick man  sofort  sah,  es  ist  Rußland.  Müßig- 
gänger und  Volk,  Soldaten,  und  dann  der 
Wagen  eines  Machthabers.  Unter  der  Menge 
ein  junger  Mann  mit  etwas  erregten  Gesichts- 
zügen, und  dann,  da  der  Wagen  naht,  reißt  er 
einen  Revolver  aus  der  Tasche.  Man  erfaßt 
blitzschnell:  ein  Nihilist,  der  ,, Propaganda  der 
Tat"  treibt.  Aber  er  kommt  nicht  zu  der  Un- 
tat, denn  noch  ehe  er  zu  zielen  vermag,  stürzt 
sich  ein  blondes  Mädchen  auf  ihn  und  entreißt 
ihm  die  Waffe.  Eine  kurze  Panik  entsteht,  die 
der  Attentäter  zu  nutzen  weiß,  um  im  rasch 
sich  bildenden  Gewühl  zu  verschwinden.  Das 
Mädchen  ist  wie  vom  Schreck  erstarrt  und  hält 
immer  noch  die  Waffe  in  der  Hand.  Es  ahnt 
nicht,  welches  Unheil  ihm  droht,  jetzt,  wo  die 
Kosakensotnie  naht  und  im  Revolver  schon 
allein    ein    Schuldbekenntnis    sehen    wird.      Da 


kommt  Leben  in  die  schlanke  Erscheinung,  ent- 
setzt flieht  sie  die  Straße  entlang,  stürmt  in 
ein  fremdes  Haus,  jagt  die  Treppen  empor,  reißt 
die  Tür  einer  unbekannten  Wohnung  auf, 
durcheilt  ein  Zimmer  und  verkriecht  sich  unter 
dem  Bett.  Dann  kommen  die  Schritte  auf  der 
Treppe,  grobe,  langsam  von  Stufe  zu  Stufa 
kletternde  Schritte  mit  leise  klirrendem  Bei- 
klang. Sind  es  Kosaken,  die  die  Spur  der  Ge- 
flohenen gefunden  haben,  oder  ist  es  ein  alter, 
müder  Mann,  der  schwerfällig  von  der  Arbeit 
nach  Hause  kommt?  Wir  werden  dies  sowie 
den  Fortgang  der  Handlung  erfahren,  sobald  der 
Film  ,, Hochverrat"  uraufgeführt  wird  Gerda 
Maurus,  die  mit  konzentriertestem  Gefühls- 
ausdruck spielt,  hat  Gustav  Fröhlich  zum  Part- 
ner, Ein  Teil  des  Films  spielt  in  Sibirien,  zur 
Abwechslung  einmal  in  Sibirien  während  des 
Sommers 

Unter  der  Produktionsleitung  von  Alfred 
Zeisler  leitet  Regisseur  Johannes  Meyer  die  Auf- 
nahmen. Als  Kameramann  hat  er  den  bewährten 
Karl  Hoffmann  zur  Seite,  der  wieder  einmal 
darüber  nachsinnt,  wie  es  ihm  gelingen  wird, 
neuartige  Lichteffekte  auf  den  Filmstreifen  zu 
zaubern.  Unter  den  übrigen  Darstellern  erblickt 
man  auch  den  Spanier  Felix  de  Pomes,  den  In- 
haber der  iberischen  Meisterschaft  im  Amateur- 
boxen und  -fechten,  der  bei  den  Aufnahmen  zu 
dem  Ufafilm  ,,Die  Schmugglerbraut  von  Mal- 
lorca" zum  erstenmal  filmte.  Er  ist  ein  eigen- 
artiger Typ,  dessen  persönliche  Art  vielen  An- 
klang bei  uns  finden  wird.  Größere  Chargen- 
figuren werden  von  Rudolf  Bicbrach  und  Leo- 
pold von  Ledebur  dargestellt.  Da  die  Handlung 
in  der  Vorkriegszeit  spielt,  sind  die  Moden  stil- 
gerecht   der    damaligen   Zeit    angepaßt   worden. 


£ 


Max,  die  Schleiereule 


Schwäne  im  Ententeich 


Phoi.  Ufa 


Eine  Filmgesellschaft,  die  biologische  Tierfilme  dreht, 
kann  sich  die  Tiere  nicht  ausleihen,  wie  dies  bei 
Spielfilmen  die  Regel  ist.  Denn  wo  könnte  man  sich 
zahme  Schleiereulen  leihen,  Mäuse,  Frösche  oder  gar  Gift- 
schlangen? Der  Tierfilmregisseur  muß  ja  außerdem  seine 
Schützlinge  studieren,  um  ihren  Charakter  zu  erkennen, 
den  jedes  Tier  so  gut  wie  der  Mensch  besitzt.  Auch  der 
verwöhnten  Diva  kann  der  Regisseur  schließlich  doch  bei- 
bringen, wie  er  sich  die  Szene  denkt,  aber  —  wie  sag'  ich's 
meinem  Mungo?  Deshalb  hat  sich  die  Ufa  einen  kleinen 
Tierpark  zugelegt,  in  dem  aber  neben  Affen  und  Bären  die 
Kleintierwelt  eine  besondere  Rolle  spielt.  Denn  gerade  sie, 
die  zumeist  übersehen  oder  für  uninteressant  erachtet  wird, 
entfaltet  auf  der  Leinwand,  sobald  diese  ihre  Geschichte 
erzählt,  einen  ungeahnten  Zauber.  Und  wo  lebt  nun  die 
Kleintierwclt  in  Neubabclsbcrg,  wo  werden  jene  mikro- 
biologischen Filme  gedreht,  die  uns  später  im  Kino  den 
Einblick  in  phantastische  Lebensverhältnisse  gestatten? 

Ein  nüchterner  Raum,  unten  im  Erdgeschoß  des  Verwal- 
tungsgebäudes auf  dem  Ufafilm-Gelände.  Es  sieht  furcht- 
bar langweilig  aus.  Ein  paar  Aquarien,  ein  paar  Glas- 
schalen  und  eine  Dame  im  weißen  Kittel  stehen  umher,  und 
alles  wirkt  ein  bißchen  wie  im  Märchenschlaf.  Und  doch 
ist  dieser  Raum,  sind  diese  Schalen  und  Aquarien  erfüllt 
von  lebendigster  Geschäftigkeit.  Wenn  sie  auch  dem  un- 
bewaffneten Auge  verborgen  bleibt,  wenn  sie  auch  erst  ein 
Blick  durchs  Mikroskop  uns  enthüllt. 

Jetzt  zischt  längs  der  einen  Wand  violettes  Licht  auf 
und  bescheint  eine  fast  bis  zur  Decke  reichende  Appa- 
ratur .  .  .  Die  Mikrokamera.  Ein  Wink  der  Weißbekittel- 
ten ruft  mich  an  die  Linse.  Was  ist  das?  Mein  Gott,  ich 
schaue  .  .  .  längliche  und  rundliche  Glasgefäße,  grünlich 
durchsonnt,  wogen  und  weben  auf  und  ab.  Was  bedeutet 
jenes  zuckende  Geflimmer  in  den  fast  durchsichtigen  Hü- 
gclchcn,  die  von  unsichtbarer  Hand  fortgeschoben  werden, 
wieder  auftauchen,  wieder  verschwinden? 


I 


Käfige  für  Kleintiere  im  Ufa  Zoo 


Schneckenlaich  liegt  vor  dem  Objektiv  der  Kamera.  Ein 
fahles  Stücklein  Schleim,  wenn  man  es  mit  bloßem  Auge 
betrachtet,  doch  jetzt,  unter  der  Mikrokamcra:  ein  von 
rücksichtslosem  Lebenswillen  bewegter  Haufen  noch  unge- 
borener Schnecken,  die  in  wenigen  Minuten  ausschlüpfen 
werden.  Ein  ruckartiges  Knacken  geht  durch  die  Ma- 
schine .  .  .  die  automatisch  arbeitende  Kamera  filmt  jede 
Bewegungsphase  der  Tiere  bis  zum  Ausschlüpfen.  Und 
jenes  zuckende  Geflimmer,  das  sich  krampfartig  unweit  des 
deutlich  erkennbaren  Schneckenkopfes  bewegt,  ist  .  .  .  das 
Schneckenherz.  Langsam,  fast  mühselig  kämpft  sich  das 
Tier  durch  den  zähen  Laich  und  zieht  sich  hin  und  wieder 
ermüdet  in  sein  Haus  zurück.  In  seinen  wie  aus  Glas  ge- 
sponnenen Palast,  den  es  als  durchsichtigen  Knoten  bereits 
auf  dem  Rücken  trägt.  Und  dann  kann  man  durch  die 
wasserklaren  Wände  des  Schneckengehäuses  das  Herz 
weiter  schlagen  sehen  wie  ein  kostbares  Uhrwerk  in  einer 
Kristallkugel.  Immer  wieder  kriecht  die  Schnecke  aus 
ihrem  Haus  und  versucht  den  Rand  des  Laiches  zu  er- 
reichen. Deutlich  kann  man  sehen,  wie  das  Tier  mit  den 
Fühlern  arbeitet.  Mit  diesen  kleinen,  rührenden  Fühlern, 
die  noch  nicht  die  charakteristische  Form  haben,  sondern 
eher  aussehen  wie  durchsichtige  Dackelohren.  Beglückt 
erkennt  man,  daß  sie  die  Schnecke  schon  zu  gebrauchen 
versteht,  Sie  streckt  sie  manchmal  neugierig  hervor,  gleich- 
sam als  wollte  sie  versuchen,  wie  es  da  draußen  im  soge- 
nannten Dasein  wohl  ausschaut. 

Weiter  geht  der  Kampf,  Mutig  puckert  das  seltsame 
Herz  in  dem  Haus  aus  gesponnenem  Glas  .  .  .  bis  ...  es 
dem  Tier  gelingt,  den  Laich  zu  durchstoßen.  Das  geschieht 
mit  einem  jähen  Ruck.  Die  Schnecke  schlüpft.  Die  Ka- 
mera macht  tack  .  .  .  tack  .  .  .  dazu.  Ein  Stecknadelkopf 
höchstens,  wird  sie  in  ein  Schälchen  gelegt.  Und  war  doch 
eben  ein  köstliches  Geschöpf,  grünlich  durchlichtet,  ein 
lebendiges  Wunder.  Auf  seinem  Rücken  thronte  ein  Haus, 
in  dem  ein  Herz  schlug. 


4  j       Bären  in  den  Hundstagen        Plwt.  Ufa 


Petz  ist  durstig 


Harry    Halm    und    I  g  o    S  y  m 
in  dem  Ufa-Film  „Adieu,  MascoHel" 


I 


oDet^^^^än/g  9ei  ßyui^^dyJ^ 


Tom  Mix,  der  noch  vor  einem  Jahre  der  unbestrittene 
Herrscher  im  Lande  des  Lassos  und  der  Rauhreiterci 
war,  hat  sein  Amt  abgeben  müssen.  Ihn  ergriff  tine 
Müdigkeit,  jahraus,  jahrein  in  Filmen  aufzutreten,  die  sich 
immer  ähnlicher  wurden,  weil  das  Milieu  kaum  noch 
wechselte.  Vielleicht  auch,  weil  er  sich  den  Fünfzigern 
näherte  und  spürte,  daß  seine  Zeit  vorüber  war,  vielleicht 
auch,  weil  er  als 
echter  Amerikaner 
nach  einem  Ver- 
trag griff,  der  ihn 
nicht,  wie  sein 
Filmkontrakt,  an 
einen  Ort  band. 
Tom  Mix  ist  heute 
die  Glanznummer 
in  einem  amerika- 
nischen Zeltzirkus, 
der  auf  einer  Wan- 
derung durch  den 
ganzen  Kontinent 
begriffen  ist.  Tom 
Mix  kommt  ja  vom 
Zirkus  her  —  und 
wer  sich  einmal 
der  flimmernden 
und  romantischen 
Manegegewalt  ver- 
schrieben hat,  kann 
ihr  nicht  mehr  ent- 
fliehen. Unwider- 
stehlich treibt  es 
ihn  wieder  in  die 
Kreise  der  Zirkus- 
menschen zurück, 
Aber  damit  sind 
die  Wildwestfilme 
nicht  zum  Unter- 
gang verurteilt.  Zu 
brausend  und  stür- 
misch ist  ihr  Atem, 
zu  berauschend  die 
prächtige  Fülle  ih- 
rer Abenteuer,  als 
daß  nicht  immer 
Nachfrage  nach  ih- 
nen wäre.  Wer  sich 
ein  Stück  Jungen- 
haftigkeit  zu  bewah- 
ren wußte,  auf  den 
werden  sie  immer 
zu    wirken   wissen. 

Um  die  Nachfolge  von  Tom  Mix  bewarben  sich  verschie- 
dene junge  Cowboystars,  die  "ihn  schon  in  der  letzten  Zeit 
mit  ihren  Kunststücken  zu  bedrängen  wußten,  zumal  die 
Zuschauer  von  einem  Cowboystar  neben  der  selbstver- 
ständlichen Verwegenheit  auch  Jugend  verlangen.  Hoot 
Gibson  hat  sich  den  Platz  von  Tom  Mix  sehr  schnell  er- 
obern können. 

Ein  Cowboystar  kann  nur  ein  hundertprozentiger  Ameri- 
kaner sein.  Er  muß  sogar  aus  dem  Mittelwesten  stammen, 
denn  wer  im  Bannkreis  der  Städte  groß  wurde,  kann  es 
wohl  zu  einem  tüchtigen  Reiter,  aber  niemals  zum  Cowboy 
bringen.  Hoot  Gibson  erfüllt  diese  Bedingungen,  denn  er 
wurde  in  dem  Landstädtchen  Tekemah  in  Nebraska  ge- 
boren, das  zu  jener  Zeit,  da  er  das  Licht  der  Welt  erblickte, 
nur    aus    zwei   Dutzend   Holzhäusern    bestand.     In   jedem 


dieser  Häuser  befand  sich  ein  Drugstore,  der  den  Cow- 
boys und  den  Farmern  alle  jene  Dinge  lieferte,  die  sie  zum 
Leben  notwendig  hatten,  von  der  Nähnadel  bis  zum 
Trommelrevolver,  von  der  Petroleumlampe  bis  zum  Kau- 
tabak und  Whisky,  der  ja  damals  in  Amerika  noch  besser 
war,  weil  er  nicht  geschmuggelt  zu  werden  brauchte. 
Gibson,  der   schon   als   Säugling   die   Künste   der   Cowboys 

bewundern  konnte, 
hieß  damals  noch 
Richard,  und  es 
war       sein       ganz 

selbstverständ- 
liches Ideal,  ein- 
mal ein  wilder 
Cowboy  zu  wer- 
den wie  Texas 
Jack  und  Arizona 
Kid.     Alle   Jungen 

aus  Tekemah 
träumten  den  Cow- 
boytraum, bis  sie 
sich  dann  zumeist 
doch  praktischeren 
Berufen  zuwanden, 
denn  der  Cowboy 
ist  wohl  ein  wilder 
Geselle,    aber    ein 


armer 

Teufel. 

Richard 

Gibson 

konnte 

natürlich 

wie  seine  Alters- 
genossen mit  acht 
Jahren  reiten  und 
mit  zehn  Jahren 
den  Lasso  schwin- 
gen. Mit  fünfzehn 
Jahren  fürchtete 
er  sich  vor  keinem 
Pferd  und  fing  sich 
keck  den  wider- 
spenstigsten Mu- 
stang aus  der 
Herde.  Aber  viel- 
leicht wäre  auch 
er  in  einen  ande- 
ren Beruf  abge- 
wandert, denn  da- 
mit ist  man  in 
Amerika  schnell 
bei  der  Hand,  aber 
Hoot  Gibson  Piwt.  Universal  scin   Vater   erwarb 

damals  in  Kalifor- 
nien größere  Ländereien,  und  so  verstand  es  sich  von 
selbst,  daß  Hoot  Gibson  im  Sattel  blieb. 

Schon  ein  paar  Jahre  vorher  hatte  er  den  Namen  „Hoot" 
erhalten.  Es  war  ein  Scherzname,  den  ihm  die  Cowboys 
zulegten,  weil  er  in  der  ersten  Zeit  auf  einem  bockenden 
Gaul  etwas  erregt  wurde  und,  um  diesen  zu  beruhigen  und 
vielleicht  auch,  um  sich  selbst  Mut  einzuflößen,  sehr  laut 
den  Ruf  „Hoot,  Hoot,  Hoot"  hervorstieß.  Das  machte  den 
alten  Wildwestlern,  die  natürlich  ohne  Wanken  im  Sattel 
saßen,  viel  Spaß,  und  sie  nannten  ihn  ,,Hoot".  Wie  es  mit 
Scherznamen  so  geht.  Man  kriegt  sie  leicht  angehängt  und 
wird  sie  nicht  wieder  los.  Für  „Hoot"  Gibson  erwies  sich 
der  sonderbare  Vorname  später  von  Wert,  denn  es  gibt 
wohl  viele  GibsonS  in  der  Welt,  aber  sie  sind  alle  nicht 
unter  einen  ,,Hoot"  zu  bringen. 


Hoot  Gibson  auf  einem  Spazierritt  in  der  Umgegend  von  Hollywood         p/wt.  Universal 


Als  er  nach  Kalifornien  kam,  hatte  er  sein  Ideal  schon 
geändert.  Nicht  mehr  Texas  Jack  und  Arizona  Kid  waren 
seine  Vorbilder,  sondern  Harry  Carey,  der  Meistercowboy 
der  Leinwand.  Der  Film  begann  seinen  Siegeszug  anzu- 
treten und  brachte  dadurch  die  Namen  der  Stars  in  aller 
Mund.  Harry  Carev  war  als  Cowboy  wegen  seiner  fabel- 
haften Kunststücke  auf  dem  Pferde  von  der  Farm  zum 
Film  geholt  worden  und  stieg  schnell  zum  Liebling  der 
Amerikaner  auf,  die  ihn  grenzenlos  bewunderten.  Alle 
Jungens  schwärmten  von  Harry  Carey,  der  wie  der  Wirbel- 
wind zu  reiten  vermochte  und  der  immer  das  hübscheste 
Mädchen  bekam  —  wenigstens  im  Film.  Also  wie  Harry 
Carey  wollte  Hoot  Gibson  werden. 

Wer  in  Kalifornien  lebt,  hat  es  nach  Hollywood  nicht 
weit,  und  wer  noch  dazu  über  ein  Pferd  verfügt,  der  macht 
seinen  Weg  noch  schneller.  Also  eines  Tages  war  Hoot 
Gibson  auf  und  davon  nach  Hollywood.  Das  Glück  be- 
gleitete ihn,  denn  er  langte  im  richtigen  Augenblick  an. 
Die  Filmstadt  begann  eben  zu  wachsen,  und  wenn  sich 
auch  damals  schon  mehr  Menschen  zum  Film  drängten, 
als  gebraucht  werden  konnten,  so  war  der  Ansturm  nicht 
entfernt  so  groß  wie  in  den  Zeiten  der  Monumentalfilme. 
Hoot  Gibson  fiel  in  der  Masse  der  Bewerber  auf  und  wurde 
Cowboystatist,  Nicht  also,  wie  er  gewünscht,  Hauptdar- 
steller und  rettender  Held,  der  das  schöne  Mädchen  den 
Banditen  entreißt,  sondern  einer  von  den  Freunden  des 
Cowboys,  die  alleweil  lustige  Jungen  sind  und  die  nur 
auf  den  Augenblick  warten,  wo  sie  ihn  aus  der  ijbermacht 
herauspauken  können.     Seinen  Fähigkeiten  hatte   es  Hoot 


Gibson  zu  verdanken,  daß  er  nicht  lange  Komparse  blieb. 
Man  vertraute  ihm  bald  größere  Rollen  an,  und  schließlich 
wurde  er  der  führende  Darsteller  in  jenen  Wildwest- 
Zweiaktern,  die  damals  als  Dutzendfabrikat  in  Hollywood 
hergestellt  wurden.  Ein  paar  hundert  solcher  Kleinfilme 
haben  Hoot  Gibson  als  Hauptdarsteller  gesehen,  bis  ihm 
die  Sache  zu  dumm  wurde.  Er  wurde  einfach  Regisseur 
und  schrieb  sich  selbst  fünfaktige  Wildwestfilme,  die  sei- 
nen Namen  über  Amerika  hinaus  populär  machten. 

Hoot  Gibson  wurde  vor  allen  Dingen  durch  seine  außer- 
ordentliche Liebenswürdigkeit  populär.  Reiten  und  Schießen 
muß  jeder  Cowboy  verstehen,  und  daß  ein  Wildwestler,  der 
sich  bereit  erklärt,  für  den  Film  zu  arbeiten,  auch  über  eine 
gewisse  Mimik  verfügt,  ist  selbstverständlich.  Aber  Hoot 
Gibson  kann  mehr.  Er,  der  ja  auch  als  Regisseur  arbeitete, 
weiß,  daß  es  mit  der  herkömmlichen  Lassogeschichte  nicht 
getan  ist,  sondern  daß  die  Handlung  schon  an  sich  dem  Zu- 
schauer etwas  Neues  sagen  muß.  Deshalb  arbeitet  er  nicht, 
solange  das  Manuskript  nicht  seinen  Ansprüchen  genügt. 
Gerade  ein  Gebiet,  bei  dem  Milicueinflüsse  mitbestimmend 
wirken,  wie  es  bei  den  Cowboyfilmen  der  Fall  ist,  erfährt 
rasch  ein  Überwiegen  der  Schablone.  Die  Gibsonfilme  ge- 
fielen schon  deshalb,  weil  sie  wirklich  interessante  Vorgänge 
abrollen  ließen,  weil  originelle  Typen  in  ihnen  auftraten  und 
weil  dem  Humor  ein  weites  Feld  gelassen  wurde.  Und 
gerade  diese  geschickte  Verquickung  von  Abenteuerlichem 
und  Scherzhaftem  macht  jeden  Hoot  Gibson-Film  zu  einer 
angenehmen  Unterhaltung. 


i 


Eine  Straße  von  Alt  Paris  im  Filmatelier     Phot.  En^bern 


^/hlP  W>tiJcy0^aAle^ 


Selbst  in  Städten,  die  wie  Paris  von  der  Tradition  zehren  und 
eifrigst  bestrebt  sind,  ganze  Stadtviertel  so  zu  erhalten,  wie 
sie  vor  ein  paar  hundert  Jahren  erbaut  wurden,  kann  man 
einen  historischen  Film  nicht  mehr  auf  der  Straße  drehen.  Von 
dem  alten  Paris,  wie  es  unter  den  Königen  bestand,  ist  natürlich 
noch  eine  ganze  Reihe  markanter  Gebäude  übriggeblieben;  es 
hi'.ben  sich  sogar  Slraßenzüge  mit  Bauten  aus  jener  Zeit  er- 
halten, aber  sie  sind  doch  der  neuen  Zeit  so  angepaßt  worden, 
daß  jede  Aufnahme  die  gröbsten  Anachronismen  zeigen  würde. 
Nicht  nur,  daß  der  Baumeister  Hausm.ann  unter  dem  zweiten 
Kaiserreich  die  Stadt  umgekrempelt  hat,  in  noch  weit  größerem 
Maße  ist  das  durch  die  neuzeitliche  Technik  und  Hygiene  ge- 
schehen. Im  Paris  von  150  Jahren  gab 
es  natürlich  nur  grobes  Kopfstein- 
pflaster, und  da  die  Spaziergänger,  an 
denen  Paris  von  jeher  reich  war,  den 
schwerfälligen  Fuhrwerken  leicht  aus- 
weichen konnte,  so  gab  es  noch  keinen 
Bürgersteig.  Dafür  hatten  aber  die 
Straßen  einen  Rinnstein,  den  die  Ju- 
gend nach  Regengüssen  zum  Spielen 
benutzte,  indem  sie  Papierschiffchen 
auf  dem  trüben  Rinnsal  segeln  ließ, 
laden  in  unserem  Sinne  waren  dtr 
damaligen  Zeit  ebenfalls  unbekannt. 
Die  Magazine  zeigten  ihre  Ware  in 
kleinen,  wenig  auffälligen  Fenstern  an. 
Man  kaufte  Lebensmittel  auf  dem 
Markt  oder  in  Hausfluren,  und  wer 
nach  einem  H.indwerker  verlangte, 
N^ußte  ihn  zu  finden,  denn  auffällige 
Sciiilder  sind  ebenfalls  erst  im  19. 
J;ihrhundert    erfunden    worden.       Und 


mittel,  die  zwar  die  ewig  qualmenden  Kerzen  des  Rokoko  ersetzt 
haben,  aber  die  dem  Regisseur  unweigerlich  in  das  Bild  kommen, 
sobald    er    an    historischer    Stätte    Aufnahmen    machen    will.      Es 
bleibt    dann    nichts    weiter    übrig,    als    ein    Atelier    zu    bauen,    was 
zwar  sehr  teuer   kommt,   aber   allein   das   richtige   Bild   einer  ver- 
sunkenen  Epoche  wiedergibt.    Für   den    Film   ,,Das  Halsband  der 
Königin"  erwies  es  sich  als  notwendig,  das  vorrevolutionäre  Paris 
wieder   aufzubauen.      Nach   Gemälden   und   Stichen  aus    jener  Zeit 
gelang  es,  jenen  glänzenden  Rahmen  zu  schaffen,  den  diese  histo- 
rische Geschichte  erfordert.     Die   Stätten,  an  denen  sich   der  Hof 
und    die    elegante    Gesellschaft    jener    Tage    amüsierten,     sind     in 
vielen    Romanen    beschrieben    worden,    wie    man    eigentlich    über 
das  Leben  keiner  Zeit  so  gut  unterrichtet  ist 
als  über  das  des  ausgehenden  Rokoko.  Die 
siebziger   Jahre   des    18.    Jahrhunderts   kün- 
den bereits   den   Untergang   eines   Abschnit- 
tes an,  der  in  Heiterkeit  begonnen  und  zu- 
letzt  in   Schwelgcrei   ausgeartet   war.     Aber 
der    große    Glanz,    der    über    diesen    Tagen 
lag,    ist    immer    noch    nicht    von    ihnen    ge- 
wichen und   versieht   es  immer  noch,   anzu- 
locken   und    zu    entzücken.       Denn    es    war 
die    Zeit    der    Grazie    und    der    geistreichen 
Menschen,   die   ästhetisch   einwandfrei  durcli 
das   Leben   gingen,    mag   immer   ihre    Moral 
nach    heutigen  Ansichten    die    beste  nicht 
gewesen    sein.      Die    Summen,    welche    die 
Ausstattung     eines     solchen      Filmes      ver- 
schlingt,   sind    ungeheuer.     Handelt   es  sich 
doch    um    die  höchste    europäische   Gesell- 
schaft,     deren     Luxus     genau     nachgeahmt 
werden  muß,   damit  der  Film  historisch  echt 
erscheint   und  die  Darsteller  Repräsentanten 


dann      die     modernen      Beleuchtungs-     Fernand False,  Marcelle Jellerson-Cohn,  PierreVeber     des  Rokoko  sind. 


L 


reien,  die  einen  minimalen  Gewinn 
versprechen.  Solche  Griffe  über- 
läßt er  anderen,  sondern  für  ihn 
kommen  nur  die  großen  Pointen 
in  Frage,  an  die  er  sich  mit  so  viel 
Witz  und  Aufmerksamkeit  heran- 
schleicht, v^fie  sie  beide  einer  bes- 
seren Sache  würdig  wären.  Wenn 
also  Manolescu  als  der  geistreiche 
und  lustige  Salonheld  von  Iwan 
Mosjukin  hingestellt  wird,  so  ent- 
spricht dies  den  Tatsachen.  Im 
Leben  würde  er  Wildesche  Apho- 
rismen sprechen  und  nicht  damit 
hinter  dem  Berge  halten,  daß  er 
die  Gesellschaft  eigentlich  verach- 
tet. Auch  der  Tonfilm  kann  den 
geistreichen  Aphorismus  der  Spra- 
che noch  nicht  wiedergeben,  da- 
gegen kann  das  Bild  außerordent- 
lich ironisieren,  und  Turjanski,  der 
Regisseur,  hat  es  denn  auch  an 
glitzernden  Einfällen  nicht  fehlen 
lassen.  Da  ist  e.ine  Szene,  in  der 
Manolescu  im  Auto  mit  Brigitte 
Helm  sitzt  und  im  Zickzack  durch 
die  Straßen  von  Paris  jagt.  Beide 
wissen,  daß  sie  verfolgt  werden, 
daß  ihnen  ein  Wagen  mit  Detek- 
tiven auf  den  Fersen  sitzt  —  aber 
sie  plaudern  ganz  ruhig,  denn  ge- 
rade in  solchen  Augenblicken  darf 
der  Abenteurer  die  Haltung  nicht 
verlieren,  oder  aber  er  ist  ver- 
loren. Man  könnte  meinen,  daß 
Mosjukin  zu  Bügitte  Helm  sagen 
möchte:  „Madame  sehen  heute 
wieder     vorzüglich     aus."         Oder: 


Brigitte  Helm  und  Iwan  Mosjukin 


Der   Abenteurer  muß   ein   lusti- 
ger Gesellschafter  sein.  Darauf 
beruhen    seine    Erfolge,    denn 
er,    der    die    Gesellschaft    schröpft, 
muß     ein     ausgezeichnetes     Mitglied 
sein,     um     seine      Schelmenstreiche 
sicher  anbringen  zu  können.  Er  muß 
sogar  viel  Witz  besitzen,  um   in  die 
Kreise   des  Reichtums   und  der   Ele- 
ganz eindringen  zu  können,  denn  er 
ist    in     der    Regel     ein    Außenseiter, 
dem  sich  die  Tore  nie  öffneten,  so- 
bald er  in  wahrer  Gestalt  erschiene. 
Wenn    von    dem    Abenteurer    nicht 
allgemein    gesagt    wird,    daß    er    ein 
netter  Kerl  sei,  wird  sich  ihm  keine 
Gelegenheit    bieten,    zu   dem    großen 
Schlag  auszuholen,  den  er  allein  er- 
strebt.     Ein    Abenteurer    verzettelt 
sich    nicht    an    die    kleinen    Gaune- 


Elsa   Wagner,  Iwan  Mosjukin, 
DUa  Parlo. 


„Werden  Sie  morgen  abend  auch 
auf  dem  Ball  der  Madame  de  N.  er- 
scheinen?" Aber  nein,  er  ist  eifer- 
süchtig, weil  die  Tänzerin  Cleo, 
seine  Begleiterin,  also  im  Film  Bri- 
gitte Helm,  in  Danzig  einem  jungen 
Herrn  schöne  Augen  machte.  Der 
Mann  ist  reich,  gewiß,  aber  er 
glaubt  der  Cleo  nicht,  daß  sie  sich 
nur  deshalb  an  ihn  pirschte,  denn 
der  andere  ist  schön  und  jung  — 
und  Manolescu  empfindet  plötzlich 
einen  Stich  in  der  Herzgegend, 
denn  mit  seinen  Jahren  geht  es 
bergab,  und  die  Frauen  sind  merk- 
würdig, sobald  sie  anfangen,  Ver- 
gleiche zwischen  den  Männern  zu 
ziehen.  Denn  der  Abenteurer  darf 
nicht  altern,  er  darf  sogar  nicht 
einmal  krank  werden,  weil  alles, 
was  ihn  außer  Gefecht  setzen 
könnte,  seinen  Plänen  schadet. 
Wer  ein  Abenteurer  ist,  kann  es 
nur  mit  dem  Einsatz  seines  ganzen 
Lebens  sein.  Er  darf  scheinbar 
mit  den  Dingen  spielen,  scheinbar 
tändelnd  durch  das  Leben  gehen. 
Je  besser  er  diesen  Eindruck  zu  er- 
wecken versteht,  um  so  größer 
werden  seine  Erfolge  sein.  In 
Wirklichkeit  darf  ihn  der  ge- 
schärfte Sinn  einer  Übcrwachheit 
niemals  verlassen.  In  jedem  Augen- 
blick kann  sich  das  Schicksal  er- 
füllen, seine  Rolle  erkannt  wer- 
den, sein  Fuß  in  ungeahnte  Angeln 
geraten.  Packt  ihn  aber  die  Krank- 
heit, so  hat  er  erst  recht  alle  Ener- 


(MoAO&iii 


r^->fo.=asE£i«?."^Ä: 


Ttila  Parlo,  Iwan  Mosjukin 


gie  aufzuwenden,  um  ihrer  ledig  zu 
werden.  Jeder  Abenteurer  richtet 
es  so  ein,  daß  sich  die  Kranken- 
schwester in  ihn  verliebt,  alles  an- 
dere ist  dann  nur  halb  so  gefährlich. 
Freilich  muß  der  Abenteurer  dann 
darauf  bedacht  sein,  die  zarten  Be- 
ziehungen, die  ihn  mit  der  Kranken- 
schwester verbinden,  vor  der  Teil- 
nehmerin seiner  Streiche  zu  ver- 
bergen. Denn  so  seltsam  es  ist, 
gerade  jene  Frauen,  die  alle  Dinge 
des  Lebens  mit  leichler  und  spiele- 
rischer Hand  nehmen,  lassen  sich  das 
Besitzrecht  auf  den  Mann,  den  sie 
lieben  und  für  den  sie  zu  allem 
fähig  sind,  nicht  rauben.  Das  ist 
stets  die  größte  Gefahr,  die  dem 
Abenteurer  droht:  er  scheitert  zu- 
letzt an  der  Problematik  der  Frauen, 
daß  6r  Frauen  in  sich  verliebt  macht. 

Elsa  Wagner,  Dita  Parlo, 
Iwan  Mosjukin 


I'hi'l.  /'.  /'.  ( 


DIANE  ELLtS 

ein  neuer  Star  des  A  D,  C- Films 


o^<« 


Text  und  Aufnahmen 
von    Hanna    Hessling 

Als  nach  dem  Kriege  der  deutsche 
Film  seine  ersten  großen  Auslands- 
erfolge hatte,  waren  Monumentalfilme 
,,die  große  Mode".  Ausstattungsbilder,  die 
in  aller  Herren  Länder  und  in  allen 
Erdteilen  spielten,  wurden  bevorzugt.  Aber 
man  zog  damals  noch  nicht  mit  der  Ka- 
mera und  den  Hauptdarstellern  in  der  Welt 
umher.  Man  hatte  noch  nicht  die  Wirk- 
lichkeit für  den  Film  entdeckt.  Ebenso  wie 
etwa  Gegenwartsgeschichten  nicht  gerade 
zu  den  zugkräftigsten  Lichtspielen  gehörten. 
Historie,  allertiefste  Vergangenheit  oder 
Märchenland,  das  waren  so  die  Schauplätze 
der  großen  deutschen  Filme,  die  Amerika 
und  den  Weltmarkt  eroberten. 

Joe  May,  der  bekannte  Regisseur,  der 
heute  eine  eigene  Produktion  innerhalb  der 
Ufa  hat,  drehte  in  der  Nachkriegszeit 
draußen  bei  Woltersdorf  auf  seinem  eige- 
nen Grund  und  Boden  die  damals  erfolg- 
reichsten Filme:  „Die  Herrin  der  Welt", 
,,Das  indische  Grabmal",  ..Die  heilige  Sim- 
plicia"  und  andere  Großfilme.  Drehte  sie 
in  großzügigster  Ausstattung,  in  Bauwer- 
ken aus  allen  nur  erdenklichen  prominenten 
Ecken  der  Wellgeschichte.  Allen  Berliner 
Ausflüglern  war  ,,das  Filmland"  bei  Wol- 
tersdorf bekannt,  das  aber  im  Laufe  der 
Jahre  immer  mehr  vereinsamte,  weil  sowohl 
diese  Art  Filme  als  auch  die  Methode,  sie 
aufzunehmen,   unmodern   geworden  sind. 

Vor  Jahresfrist  etwa  verkaufte  Joe  May 
sein  Filmgelände.  Heute  wird  es  für 
Wochenendsiedlungen  parzelliert.  Wo  einst 
geheimnisvolle  Tore,  drohende  Felsenklüfte, 
pseudosteinerne  Paläste  und  Türme  stan- 
den, werden  bald  die  schmucken  Häuschen 
der  erholungsbedürftigen  Berliner  erstehen. 


Aber  was  wurde  das  Schicksal 
dieser  ganzen  Welt  von  Pappe, 
Stuck  und  Gips?  Was  wurde  aus 
den  Filmkulissen? 

Ein  Winter  lag  dazwischen,  da 
entdeckte  ich  sie  plötzlich  auf  dem 
andern  Ufer  des  Kalksees.  Dort, 
wo  das  kleine  Motorboot  anlegt, 
das  von  Woltersdorf  nach  Rüders- 
dorf  fährt.  Gleich  am  Landungs- 
steg erhebt  sich  jetzt  das  große 
und  prunkhafte  Chinesische  Tor 
aus  der  ,, Herrin  der  Welt".  Die 
farbigen  Türme,  zwischen  denen 
eine  schwere  Glocke  hängt,  werden 
von  dem  höchst  stilwidrigen  Blätter- 
werk des  märkischen  Waldes  um- 
rauscht. Ausflügler  mit  Photoappa- 
raten versäumen  nie,  das  Chinesi- 
sche Tor  aufzunehmen,  besonders 
wenn  Frau  und  Kinder  Stullen 
essend   davor   picknicken. 

Geht  man  den  schmalen  Wald- 
weg entlang,  so  sieht  man  zwischen 
Birkenstämmen  einen  feierlichen 
Buddha  sitzen,  der  unweit  des 
,, indischen  Grabmals"  seine  Heimat 
hatte.  Auf  der  Straßenseite  ragen 
plötzlich  steile  Felsen  empor,  und 
prunkvolle  Säulen  stehen  neben 
halbverfallenem  Gemäuer.  Unsere 
Augen  wandeln  in  Märchenland. 
Aber  inmitten  einer  ,, zerklüfteten 
Felsengruppe"  steht  eine  moderne 
Villa.  Wer  mag  wohl  so  film- 
begeistert sein,  daß  er  sich  mit 
dem  alten  Kulissenzauber  eines  ver- 
lassenen Filmgeländes  seine  Villa 
umbaut?  Was  sage  ich  umbaut? 
Dieser  Filmenthusiast  hat  ja  nicht 
nur  seinen  Garten  mit  Filmkulissen 
vollgestellt,  er  hat  auch  das  Dach 
seiner  Villa  durch  einen  Turm  ,, ver- 
schönt", der  in  jedem  Filmbewan- 
derten allerlei  Reminiszenzen  an 
die  Kindertage  des  deutschen  Licht- 
spiels wachruft.  Es  ist  ein  blauer 
Turm,  der  mit  silbernen  Sternen 
und  einem  sehr  lyrisch  dreinblicken- 
den  Halbmond  verziert  ist.  Über 
diesem  schwebt  eine  Malerpalette. 
Als  Wetterfahne  gleichsam.    „Wem 


gehört  denn  dieser  merkwürdige  Park  und  diese  seltsame  Villa?" 
fragte  ich  einen  Wochenendsiedler,  der  gegenüber  wohnt  und 
gerade  seinen  Kopfsalat  begießt.  Ich  bin  sicher,  wie  im  Märchen 
zur  Antwort  zu  bekommen:  ,,Das  gehört  dem  König  Drossel- 
bart .  .  ."  Aber  der  biedere  Berliner  antwortet  mir:  „Det  jehört 
dem  Hofmaler  Fischer,  der  hat  sich  den  janzcn  Zauber  über  den 
See  schaffen  lassen." 

Tatsächlich  ist  das  einzige  lebende  Wesen,  das  man  in  diesem 
so  seltsamen  Fleckchen  der  östlichen  Mark  sehen  kann,  ein  weiß- 
bekittelter Malermeister  oder  dergleichen.  Die  ,, bissigen  Hunde", 
von  denen  zahlreiche  Plakate  rund  um  das  Haus  erzählen,  sind 
weder  zu  hören  noch  zu  sehen.  Nur  der  überlebensgroße  Buddha 
lächelt  dem  wißbegierigen  Ausflügler  entgegen.  Eines  Tages  wird 
es  von  ihm  und  all  dem  Sonderbaren  dort  am  rechten  Ufer  des 
Kalksees  Ansichtskarten  geben.  Wer  sie  erhält,  wird  ungläubig  den 
Poststempel  von  Woltersdorf  anstaunen.  Die  erste  Karte  aber 
sollte  man  unbedingt  Joe  May  schicken. 


A 


Qx  S 

V_^   UND  W 


le 


UND  SEHR  VIEL 


Stfitu^iitÄel 


&ii/bLu^tiGferAbei4.teu.errovncLv^ 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


die  rjAupldarstc 

,,LHc  Jclinuig^lcrbraut 

SCDcn 

den 
vorm.    von    II 


j  o  n  n 


tag. 


13.  Fortsetzung 

Zum  Schluß,  nach  bösen  Erlebnissen  ohne  alle  schädlichen  Kon- 
sequenzen für  die  Tugend  der  jungen  Dame,  erscheint  das  briti- 
sche Kamelreiterkorps  und  bringt  gleich  den  Geistlichen  mit,  der 
den  rettenden  Leutnant  mit  der  geretteten  Heldin  traut.  Der  hüb- 
sche junge  Scheich  resigniert  in  totem  Zustand.    Harmonium. 

Der  alte  Herr  ließ  auf  sich  warten. 

Seelenruhig  machte  sich  Dorrit  über  das  Konfekt  her.  — 

,,Ich  lasse  bitten",  sagte 
Exzellenz   Schükri-Pascha. 

Das  Zimmer  betrat  — 
Ranka  Jancovics, 

Sie  begrüßte  den  sofort 
aufstehenden  und  ihr  ent- 
gegengehenden alten  Herrn 
sehr  freundschaftlich  und 
mit  einer  Herzlichkeit,  die 
an  seiner  betonten  Höflich- 
keit abglitt. 

,,Ich  habe  viele  Grüße  von 
Herrn  Mircovich  zu  bestel- 
len", sagte  sie.  ,,Er  schickt 
Ihnen  eine  junge  Dame,  die 
sich  nach  einer  Reise  sehnt 
—  nach  einer  möglichst  lan- 
gen und  großen  Reise,  etwa 
nach  Port  Said  oder  Alexan- 
dria oder  Südamerika." 

Exzellenz  Schükri-Pascha 
blinzelte  und  strich  sich 
den  weißgrauen,  borstigen 
Schnurrbart,  der  ebenso  wie 
die  Fingernägel  sehr  sorgfäl- 
tig gepflegt  war.  Er  liebte 
es  nicht,  wenn  man  so  mit 
der  Tür  ins  Haus  fiel,  wie 
es  jetzt  üblich  zu  sein  schien. 

„Warum  wendet  sich  die 
Dame  nicht  an  ein  Reise- 
büro?" fragte  er  steif. 

Ranka  lachte.  Das  war 
ein  guter  Witz.  Exzellenz 
war  bekannt  für  seine  geist- 
reichen Bonmots. 

Exzellenz  müsse  entschul- 
digen, daß  sie  gezwungen 
sei,  so  formlos  gleich  von 
dem  Geschäft  zu  sprechen, 
aber  leider  dränge  die  Zeit. 
Sie  müsse  noch  in  der  Nacht 
zurück  nach  Ragazza.  Vier- 
zehn Stunden  am  Steuer  — • 
eine  Gewaltleistung.  Exzel- 
lenz könne  daraus  ersehen,  wie 
vich  sei. 

Als    Antwort     ließ    Exzellenz 
retten  bringen. 

Es  war  zum  Verzweifeln,  und   Ranka  wurde  immer  nervöser. 
„Sie    sind    nicht    zusammen    angekommen?"    sagte    der    Pascha 
endlich. 

Nein  —  es  habe  ein  kleines  Mißverständnis  zwischen  ihnen 
gegeben  • —  ganz  unbedeutender  Art  —  es  sei  besser,  daß  auch 
hier  keine  Begegnung  stattfinde  —  Mircovich  beanspruche 
übrigens  nur  fünfzig  Pfund  —  trotz  der  großen  persönlichen 
Vorzüge  der  Dame.  —  Wenn  Exzellenz  sich  überzeugen  wollte  — 

Schükri-Pascha  sog  an  seiner  Zigarette. 

Der  Diener  habe  die  Kuchen  vergessen.  Er  sei  ein  alter  Mann 
und  brauche  zahlreiche  Dienerschaft,  Trotzdem  sei  er  gezwungen, 
alles  se'bst  zu   tun. 


JENNY  JUGO 


und 


ENRICO  BENFER 

er  des   Uia=FiInis 

Mallorca" 


von 


4. 


/August/ 
1  "Lllnr 


im 


Lira=i  alast  am  Z,0( 


iito^rdiniine 

für  die   Leser   des 

F  1  L  M  -MAGAZIN 


eilig  die  Sache  für  Herrn  Mirco- 
den     Diener     Kaffee    und    Ziga- 


Nachdruck  verboten 

,,Es  ist  sehr  schwer,  ein  milder  Herr  zu  bleiben." 
Er   entschuldigte   sich   und    ging   mit   noch   gar   nicht    sehr   ver- 
kalkten  Schritten    aus   dem    Zimmer,    trug    seinen   behäbigen  Leib 
den   Gang   entlang. 

An  einer  Tür  schob  er  mit  einer  sehr  geschickten  Bewegung 
der  plumpen  Finger  ein  winziges  Brettchen  beiseite  und  spähte 
hindurch. 

Er  blieb  viel  länger  an  der 
Tür  stehen,  als  er  es  vor- 
halte. 

Ein  Diener,  der  vorbei 
wollte,  bekam  ein  paar 
kurze,  leise  Worte  an  den 
Kopf,  unter  denen  er  sich 
duckte. 

Als  der  Pascha  wieder  ins 
Wohnzimmer  trat,  hatte  er 
eine  silberne  Schüssel  mit 
köstlichen  flachen  Mais- 
kuchen  in  der  Hand. 

Ranka    griff   ungeduldig  zu. 
Der  Alte  mußte  mit  Samt- 
handschuhen   angefaßt     wer- 
den. 

,,Ja    —    um   auf   die   junge 

Dame     zurückzukommen    — " 

,,Sie    haben    mir    noch    gar 

nicht     gesagt,     wer     sie     ist, 

liebe  Freundin." 

Ranka  zuckte  die  Achseln, 
,,Mein  unseliges  Gedächt- 
nis, Exzellenz!  Aber  was 
sagt  Ihnen  ein  Name!  Sie 
ist  eine  kleine  Angestellte 
bei  einer  deutschen  Firma 
—  ich  weiß  nicht  einmal 
mehr,  in  welcher  Stadt.  Man 
wird  sich  auf  keinen  Fall 
viel   um   sie  kümmern," 

Der  Pascha  schwieg  eine 
Weile. 

Dann,  als  hätte  er  es  bei- 
nahe   vergessen: 

,,Es  ist  gut,  daß  Sie  mich 
daran  erinnert  haben,  daß 
ich  dem  lieben  und  verehr- 
ten Herrn  Mircovich  noch 
fünfzig  Pfund  schulde.  Er- 
lauben Sie  mir,  das  sofort 
zu   regeln." 

Er  zog  ein  Kuvert   hervor. 
Ranka  verbarg  ein  flüchti- 
tiges  Lächeln,  während  sie  es   in  die  Seilentasche  ihres   Jacketts 
schob. 

„Damit  ist  alles  in  Ordnung,  Exzellenz.  —  Ach  ja  —  was  ich 
noch  sagen  wollte  —  lassen  Sie  mir,  bitte,  das  kleine  seidene 
Beutelchen  geben,  das  sie  um  den  Hals  trägt.  Es  enthält  Pa- 
piere —  die  uns  gehören." 

Sic  sah   dabei  dem  Rauch  ihrer  Zigarette  nach. 
Vielleicht   habe   ich  es  zu  nebensächlich  gemacht  —  und   hörte 
ihr  Herz  klopfen. 

Unter  den  müden,  schweren  Augendeckeln  des  Paschas  lag 
ruhige,  kühle  Gelassenheit,  Das  Netzwerk  der  Falten  und 
Fältchen  veränderte  sich  nicht.  Er  neigte  ganz  leicht  den 
schweren,   massigen   Kopf. 

,,Sie  sollen  das  Beutelchen  haben",  sagte  er  und  erhob  sich 
abermals. 


Dieses  Mal  stand  auch  Ranka  auf, 

„Ich  sehe,  Sie  sind  wirklich  in  großer  Eile",  sagte  der  Pascha 
bedauernd.  „Das  ist  sehr  schade.  Bitte,  empfehlen  Sie  mich 
Herrn  Mircovich!  Ich  sehe  Sie  noch  unten  beim  Auto,  liebe 
Freundin." 

Sie  atmete  auf,  als  sie  aus  dem  Zimmer  war. 

Es  sah  ihm  ganz  ähnlich,  daß  er  kein  Wort  für  ihre  immerhin 
ungewöhnliche  Kleidung  gehabt  hatte.  Aal,  Eisblock.  Es  gab 
kein   umfassendes   Wort   für   Schükri-Pascha. 

Sie  ging  durch  den  Selamlik  in  den  Hof. 

Der  Wagen  wartete   auf  sie. 

Sie  setzte  die  Brille  auf. 

Dann  trat  der  Pascha  aus  dem  Portal, 

,, Nochmals  meine  besten  Empfehlungen!"  sagte  er,  während 
er  ihr  das  seidene  Beutelchen  übergab. 

Unter  Aufbietung  aller  Kräfte  gelang  es  ihr,  sehr  beherrscht 
und   sehr   liebenswürdig  zu   lächeln  und  zu   danken. 

Die  Pfundnoten  in  dem  Beutelchen  knisterten,  als  sie  es  in  der 
Hand   zusammenpreßte. 

Der  Wagen  sprang  vorwärts  und  floh  aus  dem  Tor,  an  dem 
sich   der   Neger  verneigte. 

Der   Pascha   kehrte   ruhig   in   das  Haus   zurück, 

Dorrit  zuckte  zusammen,  als  sie  das  Geräusch  des  davonfahren- 
den Automobils  hörte. 

In  ihrem  gemarterten  Hirn  rauschte  noch  das  Blut  von  der 
Aufregung    der    letzten    Minuten. 

Seit  die  beiden  braunen  Diener  eingetreten  waren.  Von  denen 
der  eine  ihr  plötzlich  die  Hände  festhielt  und  sie  an  die  Wand 
preßte  und  der  andere  mit  einem  leichten  Ruck  den  Seiden- 
beutel von  ihrem  Hals  gerissen  hatte. 

Das  hatten  sie  ganz  ruhig  getan,  sachlich  und  mit  einer  ge- 
wissen  Abwesenheit, 

Es  war,  als  dächten  sie  dabei  an  ganz  andere,  weit  entfernte 
Dinge, 

Dann  waren  sie  verschwunden,  und  ein  Schloß  an  der  Tür 
schnappte   scharf    ein. 

In  ihre  rastlosen  Gedanken  klirrte  der  Motor  des  davonjagen- 
den Autos, 

Schwer  lag  in  der  Tasche  ihrer  Jacke  der  übertölpelte  Revolver, 

Schükri-Pascha  saß  in  seinem  Arbeitszimmer. 

Er  zählte   Geldscheine, 

Tausendpfundnoten. 

Sie  knisterten  genau  wie  die  Einpfundnoten,  die  Ranka  in  dem 
Seidenbeulelchen   in  hübschem  Tempo   nach   Ragazza   brachte. 

Schükri-Pascha  hatte  Ranka  gegenüber  mehr  Großzügigkeit  be- 
wiesen, als  notwendig  gewesen  wäre.  Denn  er  hatte  ihr  nur  das 
seidene  Beutelchen  versprochen,  und  sie  erhielt  noch  vierzig  oder 
fünfzig   Pfund   darin  als  Draufgabe. 

Allerdings  hätte  Zeitungspapier  nicht  so  beruhigendes  Knistern 
hervorgebracht. 

Schükri-Pascha   lächelte. 


Als  Robby  Valberg  an  der  schmutzigen  Garage  vorbeikam, 
blieb  er  mit  einem  Ruck  stehen. 

Mißtrauisch  gegen  jeden  Stein,  a«f  den  er  trat,  lange  Kombi- 
nationen an  die  seltsamsten  Dinge  knüpfend,  sah  er  hier  plötz- 
lich etwas,  was  ihn  durchzuckte  wie  ein  elektrischer  Schlag. 
Und  er  beglückwünschte  sich  zu  dem  Gedanken,  noch  einmal 
durch  das  Häuserviertel  zu  streifen,  in  dem  Mircovich  wohnte. 

In  der  Garage  stand   ein   großer,   kräftiger  Wagen. 

Derselbe  Wagen,  den  er  hatte  abfahren  sehen,  Oder  sein 
Bruder. 

Jedenfalls  dunkelbraun,  mit  Gelb  abgesetzt  —  nicht  allzu 
häufige  Farbenzusammenstellung,     Der  Typ  war  meistens  blau. 

Und  dieses  Auto  war  schmutzig,  schlammig,  kotbespritzt  bis 
in  die  Polster. 

Wenn  der  Wagen  bis  zur  Grenze  gefahren  wäre,  konnte  er  un- 
möglich  schon    jetzt    zurück    sein.      Unter    keinen    Umständen. 

Es  fiel  also  auch  die  letzte  Möglichkeit  fort,  daß  das  Mädel 
lefzt  in  Sicherheit  war. 

Übernächtig,  zerstochen,  gepeinigt,  mehr  noch  als  von  bösen 
Gedanken  von  der  Ungewißheit  und  dfer  Unsicherheit,  was  zu 
tun  sei,  fand  Valberg  hier  endlich  die  Handhabe,  den  Griff,  der 
angepackt  werden  konnte. 

Er  trat  in  die  Garage, 

Ein  alter,  schmieriger  Kerl  wusch  mit  einem  Lappen  die  Kühler- 
haube, 

Es    erwies    sich,    daß    er   —    wie    übrigens    fast    alle    Illyrier   

sich    auf    französisch    einigermaßen    versländlich    machen    konnte. 


Und  als  Valberg  einen  Fünfzig-Dinar-Schein  aus  der  Tasche  zog 
und  ihn  nachdenklich  in  den  Fingern  drehte,  zeigte  der  Alte 
für  diese  internationale  Sprache  sogar  verblüffendes  Ver- 
ständnis, 

Ja,  der  Wagen  wäre  heute  nacht  um  drei  Uhr  zurück- 
gekommen, —  Nein,  er  dürfe  nicht  sagen,  wer  ihn  gemietet  habe 

—  er  habe  sein  Wort   darauf   gegeben, 

„Wieviel   hat   Ihnen  Herr  Mircovich  für  Ihr  Wort  gegeben?" 

,,Herr,  wenn  Sie  wissen,  wer  es  war,  warum  fragen  Sie  mich?" 

„Wer  hat   den  Wagen   gesteuert?" 

,,Herr  —  ich  —  mein  Wort  — " 

„Was   hat    Ihr  Wort   gekostet?" 

,, Hundert  Dinar," 

,,Das  ist  zwar  frech  gelogen,  aber  Sie  sollen  hundertundeinen 
Dinar  von  mir  haben,  wenn  Sie  mir  alles  sagen,  was  Sie  wissen. 
Hier  sind   fünfzig  im  voraus." 

Der  Alte  druckste  noch  eine  Weile,  dann  nahm  er  plötzlich 
energisch  den  Geldschein  und  verstaute  ihn. 

,,Am  Steuer  hatte  Ranka  Jellacic  gesessen",  sagte  er  leise. 

,,Wer   ist    das?" 

,,Die  Freundin  des  Herrn  Mircovich." 

Der  biedere  Alte  drückte  sich  allerdings  hierbei  etwas  volks- 
tümlicher aus. 

,,Sie  hat  einen  Männeranzug  angehabt  und  einen  Schnurrbart 
unter  dem  Naschen.  Oh,  was  haben  wir  gelacht!  Aber  sie  war 
ganz  ernst,  und  sie  hat  gesagt,  sie  braucht  den  Wagen  nur  für 
die  Nacht." 

,, Wohin  wollte  sie  fahren?" 

,,Das  hat  sie  nicht  gesagt,  Herr,  Wirklich  nicht  —  auch  nicht, 
ob  sie  allein  fährt  oder  — " 

Valberg  sah,  daß  aus  dem  Alten  nicht  mehr  herauszubekommen 
war,   gab  ihm  seine  restlichen  einundfünfzig  Dinar  und   ging. 

Was  jetzt? 

Die  Polizei  benachrichtigen? 

Er  wurde  der  Verlegenheit  enthoben. 

Ein  langer,  hagerer  Mensch  in  Kaftan  und  Schmutzigem  Turban 
trat  auf  ihn  zu. 

,,Bon  jour,  Monsieur!  Herr  Mircovich  bittet  um  die  Ehre,  den 
Herrn  auf  einige  Minuten  in  seinem  Hause  sprechen  zu  dürfen," 

Valberg   sah   ihn   an. 

Der  Mensch  hatte  ein  völlig  unbewegtes  Gesicht, 

Los, 

Würdevoll  schritt  Hasib  voran. 

Als  Valberg  das  Zimmer  wieder  betrat,  in  dem  ihm  gestern 
in  einiger  Verbindung  mit  allen  möglichen  Verbalinjurien  die 
seltsamsten  Eröffnungen  gemacht  worden  waren,  fand  er  nicht  nur 
Mircovich  vor. 

Eine  überraschend  hübsche  junge  Dam.e  von  etwas  orientali- 
schem Typ  war  da  und  ein  Herr,  den  Valberg  kannte.  In  einem 
etwas  zu  eleganten  Reiseanzug  mit  rötlichblondem  Haar,  — 
Der  Herr,  der  s  i  e  verfolgt  hatte,  der  Agent  des  Herrn  Stavrides, 

—  Wodurch  es  klar  war,  daß  in  der  nächsten  Minute  die  Bombe 
zum    Platzen    kommen   würde, 

Sie   platzte. 

Sorgfältig   schloß  Hasib  die  Tür, 

Mircovich  hatte  tiefe  Ränder  um  die  Augen  und  sah  ebenso 
übernächtig  aus  wie  Valberg, 

Die  junge  Dame  übrigens  auch  und  Loge,  der  Feuergott, 
desgleichen. 

Sie   hatten   also  auch   ihre   Sorgen,   die   Braven, 

Mircovich  dachte  heute  so  wenig  wie  gestern  daran,  seinem 
Besucher   Platz  anzubieten. 

Noch  weniger  dachte  er  daran,  ihn  bekannt  zu  machen. 

Er  begann  sofort  und  ohne  Anrede. 

„Sie  haben  sich  gestern  mir  gegenüber  fälschlich  für  jemand 
ausgegeben.    Ich  — " 

,, Pardon,"  unterbrach  Robby,  „ich  möchte  nicht,  daß  Sie  un- 
nötig einen  Nachsatz  aussprechen,  der  unter  allen  Umständen 
falsch  ist,  weil  der  Vorsatz  nicht  stimmt.  Ich  habe  mich  gestern 
überhaupt  nicht  für  jemand  oder  etwas  ausgegeben,  Sie  haben 
mir  gar  keine   Zeit   gelassen,   das   zu   tun!" 

„Sie  haben  — " 

,,Sie  zogen  es  vielmehr  vor,  mich,  als  ich  nichtsahnend  in  Ihr 
Zimmer  trat,  mit  einer  Fülle  der  interessantesten  Eröffnungen  zu 
überschwemmen,  von  denen  ich  so  überwältigt  war,  daß  ich  erst 
heule  dazu  komme,  Ihnen  meinen  Dank  dafür  abzustatten.  Ich 
erfuhr  außerdem,  daß  Sie  mich  für  ein  Kalb  halten,  für  einen 
Idioten,  aber  finden  Sie  wirklich,  daß  zwischen  mir  und 
diesem  Herrn  da  mit  dem  Tizianschopf  auch  nur  die  leiseste 
Ähnlichkeit  besteht?"  Fortsetzung  folgl 


FRAGEN 


die  uns  erreichtert 


Anfragen    erbitten    wir    an     die    Redaktion    des     „  Fi  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ",      Berlin    SW  68,     Zimmerstraße    35-41 
Scherlverlag.  Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto   hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nit-lit  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriiitanReh'Kenlieiten  bitten  wir  folsendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  i^t 
Rückporto  beiziilÜKen.  .lede  Einsendung:  eines  -Manuskript»  zur  I'riifuuf; 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  InifauKe  von  2—3  Selireibmaschinenseiten 
.sind  zur  EinsenduuK  .-in  die  Eilmindustrie,  KeK'sseure  usw.  fi;ceit;net.  Für 
Verlust  der  eint^esandten  M.iniiskriple  k.inn  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durcliscliliige  senden,  von 
liandgescliricbenen  Sendungen   (Icserlieli)  eine  Abschrift  zurückbeli.ilten. 


l 


R  u  s  s  c  n  f  r  e  u  n  d  :     Die    weilliclie   Hauptrolle    in    dem 
.,T);is    Weib    des    ti.irdisten"    spielte    Emma    Ze.ssarskaja. 

1  I  s  e  K.,  D  e  s  .s  a  u  :  Evelyn 
Holt  wohnt  Bln.-Charlollenburg, 
Schillerstr.  121,  und  wurde  am 
3.  Oktober  in  Berlin  geboret\. 
(Sie  wollte  ursprünglich  Opern- 
säiigeriu  werden.  E\elyn  Holt 
ist  ledig  und  gibt  Autogramme. 
Ihre  bekannlest<-u  Fihne  sind 
..Spitzen-.  ..Liebelei-,  „Frei- 
wild-, ..Wenn  Mensehen  reif  zur 
I.ielie  werden  ■,  ..Ein  Mädel  und 
drei  Clowns'-.  Ihre  neuesten  Fil- 
me lieiUen  ,.Xaclitloka|-'  uml 
,  Scb:im".  —Ernst  Verebes  wohnt 
«erlin  W.  Emser  Str.  16.  Er 
wurile  :im  6.  Dezember  in  Xew 
York  geboren,  ist  :iber  ung.in- 
seber  St.-iatsangehörigkeit.  Ver- 
ebes ist  unverheiratet.  Kr  debii- 
tierte  im  ...Mann  im  Sattel''. 
Spielte  dann  n.  a.  in  ..(Jräfin 
.Marizza-',  ,,.\n  der  schonen  blauen 
Donau",  ,. Serenissimus  und  die 
letzte  Jungfrau".  ..Der  Beltelstu- 
dent",  ..Der  Zigeunerprimas". 
Der  Künstler  gibt  Aulogniinme. 
—  Zu  empfehlen  ist  die  Film- 
schule in  Münclicn.  Sonnen- 
straße   l.'i. 

Margot  S  e  b..  Dresden: 
Der  Tag  der  (iunn.'ir  Toln.^es- 
Tremiere  im  ..Xeucn  The.-iter" 
in  t>slo  steht  im  .Augenblick  noch 
nicht  fest.  Auf  jeden  F;ill  be- 
ginnt sein  .\uftreteu  im  .\ugust, 
allerspätestens  im  September.  So- 
bald wir  den  Tag  der  l'rauffiih- 
rung  wissen,  wird  er  Dinen  mit- 
geteilt. .\lle  BlunuMi  sind  seine 
Lieblingsblumen.  I>er  Roman 
..Halbgott  '  ist  unseres  AVissens 
nicht  .'ils  Buch.  s(nidern  nur  in» 
,, Eisbär"  erschienen.  .\ber  viel- 
leicht wenden  Sie  sich  trotzdem 
einmal  an   Marie   Luise   Droop. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  .  W  e  s  t  - 
d  e  n  t  s  e  h  1  a  n  d  :  Je;in  Hradin 
wurde  am  .10.  Mai  in  l'.-iris  ge- 
boren uml  w;ir  Modezeichner,  ein- 
er zum  Film  kam.  Er  ist  ledig, 
filmt  fleiUig  und  gibt  Auto- 
gramme. Unseres  AVissens  trägt 
er  seiiuMi  richtigen  Xamen.  Br;i- 
din  h:it  braune  .Viigen  und  dunk- 
les   Ha;ir. 

Werner  F  u  e  t  t  e  r  e  r  - 
Verehrerin  K  ä  t  h  i  B.  aus 
Berlin;  Werner  Fuetlerer 
wurde  am  10.  J:inuar  in  Str;il- 
sund  geboren.  Er  ist  nngefälir  so 
alt.  wie  Sie  geschätzt  h.-iben. 
Fuetterer  ist  dunkelblond,  gibt 
Autogr:imm<'  und  treibt  jeden 
Sport.  Welchen  Frauentyp  er  be- 
vorzugt, entzieht  sieh  leider  un- 
serer   Kenntnis. 

Fred  M..  Stettin:  Ivan  Petrovich  ist 
Vi'rheiratet.  Er  ist  ledig.  Carmen  Boni  ist  die 
Kegisseurs  August«  (ienina.  —  Iw.-in  Mosjukin 
fürslendamm    19.').    wurde    am    26.    September 


Derussa-Film 


und  ist  mit  der  dänischen  Filmdarslellerin  Agnes  Petersen  vermählt.  — 
Alle    Filmstiirs    geben    Autogr;inime. 

Oskar  M  a  r  i  o  n  -  F  r  e  u  n  d  Willi  P.,  Varel:  Den  Staats- 
anwalt in  den  ..Siebzehnjährigen"  spielte  Hans  .Ad.-ilbert  Schlcttow.  Die 
Hauptdarsteller  aus  dem  Film  ,.Das  Geheimnis  der  alten  M.-imsell" 
spielten  Frieda  Richard  uml  Marcella  .\lb;ini.  —  Oskar  Marions  nächster 
Film  heiUt  ..Aufruhr  des  Blutes''.  Ihr  Bildwuuscli  ist  vorgemerkt.  Wo 
Marion  seinen  Sommerurlaub  verlebt,  wissen  wir  leider  nicht.  —  Wir 
werden  die  betreffenden  Künstler  noch  einmal  an  die  Autogramme  er- 
innern. 

D  r  e  i  m  ä  d  e  r  1  -  H  a  n  s  ,  Mannheim:  Warner  Baxter  wohnt 
Hollywood,  Kalifinnien,  V.  S.  A.  Er  gibt  .\utogr;imme.  Sie  können  ruhig 
deutsch  an  ihn  schreiben.  Er  ist  ein  großer  Blumen-  und  Tierfreund.  — 
Franz  Lederer  haben  wir  :in  das  Autogr;imm  erinnert.  —  Der  neue  Con- 
rad Veidt-Film  ,,Das  Land  ohne  Frauen  '  (Braut  Xr.  681  wird  vorans- 
Bichtlieh   schon   im   Herbst   uraufgeführt.     Veidt   bleibt   vorläufig   in  Berlin. 


Greta  Garbo  und  Lewis  Slone  in  „Wilde  Orchideen" 


nicht    mit    Carmen    Boni 

(iattin    des    it:ilienischen 

wcdint    Berlin    W.    Kur- 

Penza    (Rußl.ind)    geboren 


F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  P  u  I  t  i  :  Tilla  C.arden  wohnt  Berlin-fharlottenburg. 
Dahlmannstr.iße  8,  Renee  Heribel  P.iris  17e,  9  Rue  Verniguet.  Die 
Adresx'u    der    andi-reii    Künstler    sind    im    Augenblick    nn-lit    bek.innl. 

(i  r  e  t  a  (1  :t  r  b  o  -Vor  e  b  r  e  r  ;i  u  .s  D  o  r  t  ni  u  n  d  :  (iri'l.i  ti.-ubo 
ist  nicht  mit  .lohn  (iilbcrt  verheiratet.  Die  Künstlerin  ist  durch  die 
Melro-Coldwyii-.M.iyer-Slinlios,  Ciilver-City,  K.-iliforMien,  f.  S.  A.,  zu  cr- 
riichcn.      Sie    gibt    Autogr.-iinme. 

A  g  n  e  s  u  n  d  T  i  I  d  e  t!.  a  u  s  H  a  n  n  o  v  e  r  :  .\Ile  Filmstars  geben 
Aufogr.inime.  —  Hc'lga  Tliom;is  ist  mit  einem  Xorwcger  verheir.itet.  — . 
Douglas  Fairbanks,  mit  Mary  Pickford  vermählt,  wcihrit  in  Beverly-Hill.-., 
Kalifornien.  —  Sie  h;iben  recht,  Emil  Jannings  ist  mit  (!us>y  Holl 
verheiratet. 

Margot  L..  Berlin- 
Steglitz:  D(uothi-:i  Wieck 
hat  dunkles  H.'i.-ir  uml  h.if  in  ih- 
ren Filmen  mi-ist  i-in(-  blonde 
Perücke  getr;igeu.  Es  ist  dunli- 
;ius  nicht  ..unp.'isserid  ",  wenn  Sic 
Iw.an  Petrovi<li  um  <-iii  .\ulo- 
gr.'imm  bitti-ii.  Kr  wird  Ibinn  Ih- 
ren Wunsch  aiK'b  .sicher  erfül- 
len. —  Die  Künstl(-riu  i-t  mit 
dem  lp(-treffenden  Künstler  vi-r- 
h«-irat(-l. 

D  o  r  I  e  Af.,  X  ü  r  n  b  e  r  g  : 
Lili.'in  H;irvey  ist  mit  Willy 
Fritscli  b(-freundet,  aber  iii(  ht 
lerlobt.  —  Sie  h.'iben  recht.  M;i- 
ria  P.-iudler  spielt  in  Müncheu 
'rhe.-iter.  —  Ihre  Bildwünsche 
sind  vorgemerkt.  —  Evelyn  Holt 
ist  noch  lange  nicht  sn  alt.  wie 
Sie  gelüirt  h:iben.  I'nd  sie  ist 
.-incli  nii-  .steuotvpistlM  gevvesen. 
E  i  n  W  i  e  n  e  r  M  ä  d  1  :  „Dii- 
Flucht  der  Deli.r-  ist  in  Berlin 
schon  unuifgi-fübrt  worden.  ..Mor- 
g(-nröte"  noch  nicht.  —  Werner 
Fuetterer  wurde  am  Kl.  J.inu.'ir 
geboren.  Er  ist  noch  jünger,  .-ils 
Sie  geschätzt  h;iben.  Er  ist  seit 
1926  lieini  Film.  Die  Telephnn- 
numnii-rii  von  Filmst;irs  veriif- 
fentlichcn  wir  grundsätzlich  nicht. 
Ihre  Ciriiße  ,in  Fui-tterer  simi 
.•lusgericbtef  worden.  .Möglich. 
d:iU  der  Künstler  ain-h  einmal 
nach    München    kommt. 

Horst  R..  Berlin:  Cilly 
Feindts  Adresse  ist  Berlin  SW  is. 
Friedrlchstr.  246.  Sie  hat  ,'ini 
8.  April  (Jeburtstag  und  trägt  ih- 
ren richtigen  X:imeii.  .Alle  Film- 
st;irs  geben  Autogramme.  —  Dii- 
beste  (i(-legenheit.  die  Künstler 
persönlich  zu  sehen,  b.iben  Sie, 
wenn  Sie  ihren  Premieren  bei- 
wohnen. —  .Sie  erh.ilten  durch 
den  A'erl.-ig  ,, Illustrierte  Film- 
noehe",  Berlin  SW  68,  Kocbstr. 
Xr.  6-8,  alle  Bildk.-irten  von  Film- 
st.'irs.    die    Sie    wünschen. 

Christel  B..  D  a  n  zig: 
Ihr  Bildwinisch  ist  vorgemerkt. 
R.'imon  Xovarro  gibt  .Autogr.'iinme. 
Sie  können  es  ruhig  w.-igen.  .-in 
Ihn  zu  schreiben.  Seine  .Adresse: 
Aletro -Coldwyn  -Studio«.  Culver- 
litv.  K:ilifornien.  Carl  AValther 
Meyer  wohnt  Berlin  AV.  Alotz- 
str.'iße  16.  —  Ernst  P(-Iersen  ist 
durch  die  Sokal-Film.  Berlin  SW 
48.  Frledrichstr;iße  246.  zu  er- 
reiehen. 

Herbert     V..    B  e  r  1  i  n  - 

F  r  i  e  d  e  n  .i  u  :     Ilse     stobraw.i 

h:it    .-im     9.     Februar     Oeburtstag. 

Ciiseres  Wissens  b.il  sie  kein.Vuto. 

R.    L..    Köln:      Brigitte    Helm    wohnt    Berlin-Dahl<-m.    Im    Winkel    .'i. 

und    wurde  am   17.   März   In   Berlin   geboren.   Sie   ist   mit   Rich.-ird   Weißhacli 

verheiratet. 

RAid.  Seh..  Berlin:  Leider  können  wir  Ihnen  In  Ihrer  An- 
gelegenheit auch  nicht  behilflich  sein.  AVir  empfehlen,  sich  unniiltelb;ir 
mit    den    Film-The.itern    in    A'erbiudung    zu    setzen. 

Hilde  M..  H  a  in  bürg:  J.iek  Trevor  wohnt  Berlin  AA'.  Bendler- 
str.iße  9.  wurde  .-im  14.  Dezember  in  Lomlini  gi-lnnen,  ist  mit  einer  Eng- 
länderin verheiratet  und  h;it  zwei  Kinder.  Trevor  w.ir  früher  Kav.illerie- 
offizier  und  später  Filmstatist.  In  Deutsehlanil  errang  er  als  Filinlii-b- 
habcr  die  ersten  Erfolge.  Er  spielte  u.  a.  in  ..Die  Frau  ohne  Xamen".. 
..Der  K;itzensteg",  ..Die  Sandgräfin'',  „Die  D;ime  und  ihr  (  hauffeur", 
..Fräulein  ELse".  ..Moderne  Piraten",  ,, Rasputin",  ,. .Abwege".  ..Die  weißen 
Rosen  von  Ravensberg".  ..Chamiiagiier",  ,.Xachtge»taltcn".  Ein  Buch 
über  Jack  Trevor  gibt  es  nicht.  Das  Buch  .,1'nscre  Flimmerköpf(-"  ent- 
hält auch  ein  Bild  von  Trevor.  Jawohl,  von  den  genannten  Filmi-n 
erhalten  Sie  noch  Beschreibungen  durch  den  Illustrierten  Filmkurier, 
Berlin    AV    9.    Kölhener   .Straße    ,"?T. 

I.  T.,  Essen:  Sie  haben  recht,  Betty  Aniann  wurde  in  Pirmasens 
geboren. 


wi'ililiclirii    ll.iiiiit- 


Kriia  ^V..  It  M  il  1' r  c  i  o  n  w  .■!  I  tl  <•  :  .l.-ickic  CooRnn  ist  niisoiililiok- 
lich  olüic  Kiisii^i-iiii-iit  iiml  Hill  in  V.-irirtcs  iiml  l!i-MiclMiliiicn  .•iiif.  Kr 
.soll  im  MoMiciit  in  Siiil.-iiiiciil^.i  M-in.  Ks  «iiil  «ciiiK  Zucck  li.ibi'ii.  ciii 
AiitiiKiaiiiiii    zu    (Tliilleii.    clir    sein    fester    Wi)liiisit/.    lieU.iniit    ist. 

F  i  I  III  -  (i  r  e  t  e  1    .i  ii  -s   il  e  in    AV  ii  p  |i  e  r  I  :i  I  :    Hie 
rnlleii    in    ilcin     Film    ..Hitler    iler    N.ielit  ■    spielten     l-.i    .T.iii.i     und    .Xns.iiino 
Delin.is.   —    llelty    Hiril    trÜKt    einen    Hiiliiknpf.   —    Krie    K.irclny    ist    unseres 
\\issens    leili«.    —    .I;iik    TreMir   ^ilit    Anliiv 
Kililk.'irte     iiml     fr.inkierles     lliiekkin  erl 
..Siimifiralln"     kiinncn     sie     ilnreli     ileii 
\\     !t.     Kölliener    Slr.iiJi-    :t7.    lie/.ieliel 

I  t  .1     1{  i  II  .1  -  N'  <■  r  e  li  r  e  r  i  n  . 
T.ailuieli.     ."<erl>ien.     i;:eli<ireii.       Her     nur 


der 
Berlin 


.;;niinnie.      Senilen    Sie    ilii 
,    —    Kine     Heselireiliiinj;    von 
...Illustrierten     F'lnikiirier'" 
H.is    lieft    kostet    tl.in    M. 
.\l  ii  n  e  li  e  n  :      Ita     Hin.i       wiinle      in 
i'liste      Film     der     Kiiiisllerin      lieiUt 


Ihr 
W 


l'.irtner    ist     Fr.in/.    I.ederer.    —    OI:if    Fjord    wnrde 


Der 
sind 


näeliste    K\elvn    Ilolt-Film     lieiUt 
Ernst    Veiil.es,    Wolft;aiiK    Zjizer. 


Itetty      .\iiiaiin      wohnt 

Iiml   wiinle   in   Pirmasens 

i;ilit    Alltosramme.      Hetty 

<    .siaiiiliiil''    mit    Heiiiricil 


..(i:ilK<'ntoiii". 
O.slii    (^elioreii. 

I,  II  e  i  e  l>..  W  e  s  t  f  a  1  e  n  : 
..Seh.-iin".  K\el.vn  llidts  IVirtnei 
Fritz   Odrio.ir.    \aleria    Hoothhy. 

Z  «  ei  U  e  t  t  y  A  m  a  n  ii  -Verehrer: 
lieilin  \V,  Kiirfiirstendamm  IJ.  Sie  ist  Keiitseln 
;;elioreii.  Kii-  Kiiiistleriii  ist  iin\  erheiratet.  Sie 
\iiKiiins  n.-iehsier  Film  heilJI  ..Der  Slr.-ifliii^  ;ii 
(ieoriie    als    P.irtner. 

F  i  I  in  f  r  i-  ii  n  d  i  ii  M  .a  r  i  .-i. 
('  Il  .1  r  I  o  t  t  e  n  !>  ii  r  jr:  l'.'iniini 
Nov.irro  ist  iiiilit  verheir.itet. 
Otto  IJeliiihr  erlndt  sieh  ,iiii;eii- 
lilieklieh  in  lliddensee.  wo  er 
ein  l.;indli.iiis  besitzt.  tJehölir 
ist  ^esihieden.  hat  eine  Toih- 
ter  lind  ist  .■iiich  iin  l.iheii  so 
s\  mpalliiseh  wie  in  seinen  Fil- 
men. .Sellisiv  i-rsiiindlich  h.it  <•■■ 
in  seiner  Herliin  r  \\  idimiii^' 
Teleidioii. 

A.  St.,  F  r  a  n  k  f  ii  r  t  -  M.; 
Ililda  Hoseh  wohnt  Herlin  NW 
i:i.  .Vu'rieol.'istr.  l.'l.  iiinl  li:it  ;iiii 
il'.  .Septemlier  fieliiirlsl.i!;.  Ciir- 
ley  Witzel  ist  .ils  Filmd.ir- 
sleller  nicht  iii'k.iiint.  Lewis 
Sfone  ist  durch  die  A[elio- 
lioldwyn-Siiidios.  Ciilver-City. 
K.'ilit'ornien.  F..S..\..  zu  errei- 
chen. Tom  .Mi\  ist  verlielr.itel. 
J);is  .\lter  der  Künstler  flehen 
wir  Kriindxätzlich  nicht  .-in. 
Kinen  Film  ..I'.it  iiml  l'.ita- 
choii  .als  .Musketiere"  (;ilit  es 
nicht.  Wenn  Sie  zum  Film  wiii- 
len.  so  empfehlen  wir.  sich 
iininitlelh.ar  mit  den  Filiii;j:esell- 
seli.iften  in  Verliindiint;  zu  set- 
zen. r>ort  erf.ilireii  Sie  alles 
Nähere.  Ihr  M.uiiiskriiit  sen- 
den .Sie  :iin  hesteii  in  Form 
eines  Exposes  :in  die  dr.iina- 
tiirsisclien  .\liteiliiiir;en.  EiniKi- 
.Adressen:  l'f.i.  Herlin  S\V  i;,<. 
Kochstr.  ß-S:  .\afa.  Rerliii  s\V 
4S.  Friedrichstr.  l'J.I:  N.itioii.il- 
Warner.  Berlin  S\V  AH.  Fried- 
drichstr.  Id:  Hegewald,  Uer'iii 
S\\"  IH.  Friedrichstr.  '.'.'.0.  Ein 
Ruch  iiher  das  ..Filmin.inii- 
skripf  erti.'ilten  Sie  durch  den 
M.ix  M.-ittisson-VerlaR.  Berlin 
i<W   08,    Kitterstr.   71. 

Gerd  M  r  i  e  s  e  -  V  e  r  c  h  - 
r  e  r  i  II  ,  li  t  v  m  e  n  :  (ieid 
Briesc  wird  unseres  Wissens 
in  nllern.-ielister  Zeit  von  sei- 
ner (i.istspielreisc  nach  JJerliii 
ziiriickkehreii.  .Seine  W  ohiiiinj; 
befindet  sich  in  Herlin  -  NVil- 
mersdinr,  Xassaiiisclie  SlraUi> 
Nr.  2W-29.  J)er  Künstler  tr.ifit 
.seinen  richliuen  X.imeii,  w.-ir 
früher  Offizier,  K'nK  dann  zur 
Sprechbüline  und  wurde  bald  vun 
Hudolf  Jleinert  für  den  Film 
«•ntdeckt.  —  I{ic:irdo  Cortez  ist 
durch  die  First  Nalion.il  -  Stu- 
dios, Biirb.'ink-Kollywood.  Ka- 
lifornien, F.  S.  A.,  zu  errei- 
diPii. 

Wir  Iiabcn  <Iic  belreffondcn 
Kiinstleriniirn  au  die  fälligen 
.Viitoer.imiiio    oriniiort. 

T  i  I  1  y  a  u  -s  Bielefeld:  C'laire  Kninmer  w  iirrie  am  7.  Dezember 
in  Herlin  Kcboren.  Sie  liat  ihre  WolininiK  in  Berlin-Seliiineberg.  Imils- 
brneker  Straße  18.  Die  iiäclisten  Filme  mit  Claire  Kommer  lieiOen: 
„Sensation    im    WinterK.irten-    und    ..Die    Todesfahrt    im    Weltrekord'. 

1-  e  i  p  z  i  K  e  r  K  i  n  d  e  r  f  r  e  u  n  d  :  Die  bekanntesten  Filmkinder 
sind  aiiUer  .lackie  Coouaii  und  Baby  l'cKKy  folgende:  Bobbv  Biims, 
liiKe  LandKiit,  David  J.ee,  Koby  Kobert,  Waldcinar  Pottier.  —  Brigitte 
Helm    wohnt    Herliii-Dableni,    Im    Winkel   5. 

H  e  II  a  t  K  ans  I' a  n  k  o  w  :  Der  Xaine  des  KoIliKrs  In  dem  »l.idv 
(  bristians-Film  „Priscillas  Fahrt  ins  Uliiek"  ist  auf  dem  Programm 
iiiclil    verzeichnet. 

(i.  H  M  ii  neben:  Ohne  nähere  AnRaben  können  w  ir  leider  den 
V'"V.''','  .  '"  "•'«"""■•"■X  von  den  betreffenden  Filmen  nicbf  ermitteln. 
>.  lelleirlit  ist  es  lliiien  inÖKlich,  uns  die  Firmen  zn  nennen,  die  die 
tiline    herfiestellt    haben.      Dann    werden    wir    nns    dort    erkundigen 

nU...^!sLy  ^•■  ,,'■''.•„""  •..^■'■'"■'"  "''■"  Ki-nannten  Film  orfalircu  *ie 
alles  Nähere  durch  die  l'lioto-Kinozentrale  Koseh.iitzke  in  Thiessow  auf 
Hütten,    die    ibii    lierKestellt    hat.  "3».i  ,    »ui 

Fritz  K.,  Herlin:  Vivian  Gibson  wohnt  Hcrlin-Schlaebtensee. 
A  «nnsees  r.iBo  109  und  wurde  am  ,4.  Jlai  in  Liverpool.  England  gc: 
boren.      Sie    ist   geschieden    und    hat    eine    Tochter    Angela.      Vivian    G.b.sou 

bin''w';r'""  "v"  '""'  ''/■"""■  '^"•'"■"-  ^'<'  Killt  Antogrnmme.  Tr  ig 
ihren  riehtigen  Namen.  Der  nächste  Film  mit  Vivian  Gibson  heiUt 
„Prinzessin    auf    l  rlaub"    mit    Ossi    Oswalda    in    der   Titelrolle 

hilni  freund  Max  in  11  i  I  d  e  s  li  e  i  m  :  Greta  Garbo  ist  blond 
und  hat  blaue  Augen.  Sie  ist  Schwedin,  in  (iöfeborg  geboren  hat  an 
17.  April  Geburtstag  und  ist  ledig.  Die  Kün.Mlerin  ist  durch  die  Melro- 
Uoldwyn-Mayer-Sludios,    Culvcr-City.    Kalifornien,    U.  S.  A.,    zu    erreichen. 


G.  K.,  .\  a  e  li  e  n  :  Es  stimmt  schon.  .Toliti  Gilbert  liat  .sieh  mit  der 
ainerik.'inischeii  Künstlerin  lii.i  Cl.iire  vermählt.  —  Egon  von  .Tordau 
wurde  für  die  koininetide  .Spielzeit  .in  d.is  Liist.spielliniis  in  Berlin  ver- 
pflichtet. —  (Jrigori  l'hiii.ir.i.  der  (!.itle  Asta  Nielsens,  filmt  niigenblick- 
licli     in    Polen. 

H  .1  in  b  II  r  K  e  r  F  i  I  in  r  .-i  t  t  e  n  :  Mady  Christians'  Partner  in 
..l'riseill.is  Pahrt  ins  tilück"'  war  l';iiil  ('.iv.iih-igh.  Der  nächste  Film 
mit  Mady  Christians  lieiltt  ..Meine  Schwester  und  ich".  Sie  spielt  hier 
mit  .lack  Trevor  und  Igo  Sym.  —  Die  llegew.-ild-Film  hat  ihre  Käiiiiie 
in  Berlin  ■S\V  J,s.  Fricilrichstr.ilie  i'.'iü.  —  C'lara  How  li;it  sich  soeben  mit 
dem    amerikanisclien    0|ierettciiküiistler    Harry    Hicbmond    verbeir.itet. 

](  .1  n  s  .M..  (!  I  e  i  w  i  t  z  :  l\:iii  Petrovich  wohnt  Berlin-SchiiKirgen- 
dorf.  ForkenlieckstraUe  .'iii.i.  Er  wurde  am  ;!t.  Dezember  in  Hudapest 
geboren,  ist  .iber  Jetzt  serbischer  .St.i.its.-iiigeliörigkeit.  IVtrovicIi  war 
früher  Ingenieiir.  d.iiiii  Opercttenboiu  iv.iiit  in  Hudapest.  im  Kriege  Dii- 
sareiioflizier.  Im  .lalire  IHl'.)  wurde  der  Künstler  von  Michael  Kerlesz 
für  den  Film  entdeckt.  Er  ist  unverlieinitet.  gibt  Autograinine.  treibt 
jeden  Sport.  .Sein  neuester  Film  lieiUt  ..Der  Günstling  von  .Schünbriinn'. 
L  o  t  t  e  ]{..  Berlin-  Ne  ii  k  ü  I  I  n  :  IL-irry  Liedtli.  wohnt  JJerlin- 
Griinewald.    Hism:irck;illee    Ifi.     und    gibt    Autogr.-ininie. 

Willy,  il  ;i  II  r  a  I  :i  P  I  a  ii  f  e  -  V  e  r  e  li  r  e  r  :  Laura  la  Plantes 
nächster  Film  lieiUt  ..showho.il ".  Die  Künstlerin  ist  diireTi  die  l'nivers.il, 
l'nivers;il-tity,    Kalifornien,    F.  S.  .\.,    zu    erreichen.    Sie    gibt    .Viitogr.imme. 

C  a  r  o  I  .1  .  S  ;i  :i  r  h  r  ii  k  - 

k  e  11  :  Charlotte  .\mler  wohnt 
Herlin  'NV.  Zähriiiger  .Str.  I.i. 
Die  Künstlerin  ist  h.iuptsäcli- 
licli  .111  der  .Sprechbühae  tälig 
und  filmt  daher  so  seilen.  —  Al- 
foiis  Fryl.-iiid  schwiirint  unse- 
res   Wissens    für    Teerosen. 

M  .•!  r  I  o  .  Dresden:  D.-n 
^ollell  Namen  und  die  gen;iiie 
Anschrift  der  betreffenden  Le- 
serin kciiinen  wir  Ihnen  zu  un- 
serem Heil.aiiern  nicht  mittei- 
len, da  d.-is  Redaktionsgeheiiii- 
nis    ist. 

Heinz  L..  11  n  h  P  n  m  ii  1  - 
sen:  Grefe  Mnsheim  wohnt 
Berlin  AV.  P.iriser  Str.iße  2", 
lind  ist  mit  Osk.ir  Ilomolka 
M'rlieir.itet.  Die  Künstlerin 
spielte  II.  :i.  in  folgenden  Fil- 
men: ..Die  Spork'schen  .läger". 
..Priinanerliehe".  ..Erw.-iclien 
des  Weibes  ".  ..Diihere  Tücli- 
ter".  ..Die  kleine  Sklavin". 
..Die  Siebzehnjährigen".  Sie 
liaben  recht,  in  ..So  küßt  nur 
eine  Wienerin"  spielten  die 
ffeiiannti-n  Kiinslleriniien.  Die 
Tltelrcdlen  in  ..Es  zogen  drei 
Hurschen"  wurden  von  Teddy 
Hill.  Hans  Braiisewetter  und 
dem  verstorbenen  Harrv  Lam- 
bertz-Paulsen  d;irgestelll.  T,u- 
einiio  .\lliertini  filmt  sehr  viel. 
Sein  nächster  Film  heilit  ..Tem- 
po -  Tenmo"  und  wird  bald 
zur    l'r.iufführung    gelangen. 

Kurt  C...  Eber  s  w  ;i  I  d  e: 
R.iinon  Xovarro  kommt  vorläu- 
fig nicht  nach  Berlin.  .Sein 
Operngastspiel  ist  auf  snäter 
versclioben  worden.  Der  Künst- 
ler filmt  aiigenblieklieli  bei 
der  Metro  -  Goldwyn -JLiyer  in 
Culver-City.  Kalifornien.  l'S.\. 
H  a  r  I  "\V..  H  a  ti  ii  o  v  e  r  : 
Dolores  dei  Kio  ist  ledig,  trägt 
ihren  richtigen  Namen  und  li.it 
.•im  3.  Anglist  Geburtstag.  Die 
Künstlerin  w  urde  von  dem  Re- 
gisseur Carewe  für  den  Film 
entdeckt.  Rekannt  wurde  sie 
durcli  ..Riv.-ilen"  und  ..Aufer- 
stehung". Ein  Biicli  über  sie 
ist  noch  niclit  erschienen.  Do- 
lores del  Kio  wurde  in  Du- 
r:ingo.    Mexikii.    gelioren. 

>'  i  1  III  f  r  e  11  n  il  i  n  Lotte 
M..  S  c  11  k  e  II  d  i  t  z  -  H  a  1  I  e  : 
Es  ist  möglicli.  d:iB  Eil.lie  Po- 
lo .iiicli  schon  in  einem  dorti- 
gen Kino  einmal  persönlich 
.anwesend  war.  —  Von  Iwan 
Petrovich  gibt  es  unseres  AVis- 
sens  kein  Buch. 
Mary  P  r  e  v  o  s  t  -  A'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  :  Mary  Prevost  spielte  in  dem 
genannten    F'ilin    nicht    mit. 

Egon  S..  Dresden  :  Die  Soei<^t^  Geiu'Tale  de  Films  hat  ihre 
Räume  in  Paris.  .Ifi  .Avenue  Hoclie.  Die  Adresse  der  Soeiete  de  Films 
Historiiines  ist  Paris.  .19  Boulevard  Friedland.  Der  Regisseur  Emo  ist 
jetzt  durch  die  Hegewald.  Berlin  .SW  48.  Friedridistralle  iM.  zu  erreichen. 
C  a  m  i  I  I  n  H  o  r  n  -  V  e  r  e  li  r  e  r  .  AV  i  e  n  :  C;imiIIa  Hörn  befindet 
sich  wieder  in  Berlin.  Sie  li.'it  in  New  A'ork  kürzlicli  den  AVarfier 
Brotbers-Tonfilm  ..Die  Königliche  Loge"  beendet.  Dir  P.irtner  ist 
.Alexander  Moissi.  Camilla  Korn  wird  in  Deiitschl.'iii(T  in  zwei  National- 
Warner-Filmen  die  Hauptrolle  spielen,  und  zwar  ..Die  Drei  um  Edith" 
und  ..Madonna  im  Fegefeuer".  Die  Künstlerin  ist  mit  dem  Kaufnianii 
Klans    (Jeerz    verheir.'itet.      Sie    gibt    Autogramme. 

K  o  in  m  e  r  -  M  a  r  :i  -  A'  c  r  e  b  r  e  r  i  II  ans  P  a  r  t  e  n  k  i  r  e  h  e  n  : 
Claire  Ronimers  Partnerin  in  ihrem  neuen  Film  ..Die  Todesfahrt  im 
AVeltrekord"  ist  der  Sensationsd.-irstcller  Salto  King.  —  I,ya  Mara  be- 
findet   sieh    nugenblickltch    zu   Tonfilmstiidien    in    .Vmerika. 

S.  L..  S  e  h  e  r  m  b  e  c  k  :  AValter  Rilla  spielt  die  m.lnnlielic  Haupt- 
rolle in  dem  neuen  Aafa-Filin  ..Die  fidele  Herrenpartie".  D/r  Künstler 
ist  verheiratet,  gibt  Autogramme  und  wohnt  Berlin-Charlottenburg, 
AA'aehülderweg  6. 

H.  K.,  Leipzig:  Franz  Lcdercr  wurde  am  6.  November  in  Prag 
geboren. 

Karl  Seh..  Berlin:  Lilian  Harvey  wohnt  Berlin-AA't-stend.  .Ahorn- 
allee ll«/17;  sie  ist  nicht  mit  AVilly  Fritsch  verlobt.  Die  niiclisten  Filme 
von  Lillau  Harvey  heiUcn:  ..Adieu,  Mascotte"  (Dag  Modell  vom  Mont- 
purnassel  und  ,,\A'enn  du  einmal  dein  Herz  verschenkst"  (Der  A'agabund 
vom  Aequator). 


.* 

f 


Blick  in  die  große  Aufnahmehalle  des  Ufa-Ateliers  in  Neubabelsberg     Phot.  Uja 


Von  Gertrud  Grunwaldt 


Was  für  eine  Stimme  hat  eigentlich  John  Gilbert?  —  Wie 
mag  Lon  Chaney  sprechen?  —  Oder  Bustcr  Keaton?"  — 
,1  Wer    unter    den    Verehrern    dieser    Filmstars    hätte    sich 

wohl  noch  nicht  diese  Frage  seit  dem  Durchsetzen  des  Sprech- 
films vorgelegt? 

Professor  W.  K,  McDonald  von  der  Universität  von  Südkali- 
fornien, die  als  erste  den  Film  als  Wissenschaft  anerkannt  hat 
und  kürzlich  auch  Sprachtechnik  im  Rahmen  ihrer  Filmkurse 
aufgenommen  hat,  kann  darüber  einiges  aussagen,  da  er  die 
Stimmen  verschiedener  Darsteller  im  Interesse  seiner  Lehrtätig- 
keit   untersuchte, 

,,Wenn  John  Gilbert  in  seinem  nächsten  Film,  den  die  M.-G.-M. 
nach  Tolstois  .Lebendem  Leichnam'  herausbringen  wird,  zum 
ersten  Male  sprechen  wird,  bekommt  das  Publikum  einen  hoiicn 
Bariton  zu  hören.  Norma  Shearers  Stimme  ist  ein  Sopran  in 
mittlerer  Lage,  der  in  der  Wiedergabe  durch  den  Apparat  et%vas 
tiefer  klingen  wird  als  wie  in  Natur.  Das  gleiche  gilt  auch  für 
Gilberts  Stimme. 

Lon  Chaney  und  Buster  Keaton  sind  beide  im  Besitze  eines 
Basses,  ebenfalls  in  der  Mittellage.  Auch  Keatons  Stimme  wird 
sich  durch  den  Apparat  hindurch  tiefer  anhören,  wohingegen 
Chaneys  Stimme  viel  kräftiger,  tragend  ist. 

William  Haines  ist  ein  anderer  Filmstar  mit  einer  Baßstimme. 
Normal    klingt   sie   in  höherer   Lage,   doch   kann   er  sie   so   weit 


senken,  daß  sie  in  der  Wiedergabe  durch  den  Apparat  die  tiefe, 
tragende  Cualität  annimmt,  wie  sie  die  ,, Negersänger"  aufweisen. 

Joan  Crawford  hat  eine  klare,  etwas  herbe  Altstimme,  während 
Johnny  McBrowns  Bariton  und  Dorothy  Sebastians  Mezzosopran 
die  Weichheit  und  den  Akzent  besitzen,  die  typisch  für  die 
Amerikaner   aus    den   Südstaaten   sind. 

Marion  Davies  besitzt  ebenfalls  eine  Sopranstimme  und  kann 
entzückend  stottern,  welches  Talent  sie  in  ihren  Lustspielen  auf 
das  vorteilhafteste  verwenden  wird. 

Und  nun  Greta  Garbo!  Sie  hat  einen  tiefen,  ungewöhnlich 
voll  klingenden  Alt,  bei  sehr  deutlich  akzentuierter  Aussprache, 
und  der  Umfang  ihrer  Stimme  ist  erstaunlich  für  die  anscheinend 
geringe  Anstrengung,  die  sie  beim  Sprechen  aufwendet.  Ich 
kenne  keine  Bühnenstimme,  mit  der  ich  sie  vergleichen  könnte, 
um  einen  auch  nur  ungefähren  Begriff  zu  geben.  Ihr  Landmann 
Nils  Asther  hat  ebenfalls  eine  Baßstimme  von  außergewöhnlicher 
Tragfähigkeit;  während  Conrad  Nagels  voller,  runder  Bariton  in 
seiner  Wohlgeschultheit  eine  der  besten  Sprechstimmen  darstellt, 
die  je  auf  der  Bühne  oder  durch  das  Mikrophon  gehört  wor- 
den sind.  Auch  Lars  Hansons  Stimme  erweist  sich  in  ihrem 
Volumen  als  außerordentlich  tragfähig. 

Lionel  Barryraores  normale  Stimme  ist  ein  Baß-Bariton,  den  er 
jedoch  nach  Bedarf,  d.  h.  je  nach  dem  Charakter  einer  Rolle, 
in  verschiedene  höhere  und  tiefere  Lagen  transponieren  kann." 


vor- 

sllllil 

seine   rartnerin. 
klciiio   l4:)li(l>iu 

iliircli 

>t.i   im 
..l"r;iii    im 


Der 
I'e- 


1)  r  e  s  (1  e  ii  !■  r   F  i  I  ru  f  r  0  u  n  (1  o  :    Artikel-   und    BiMwiinsolie    sinil 
^■( merkt   iiii>l    sdllen    luilil    erlnllt    «i'nleii.     Harry    l.ieiltke    i.-l    «i^'-der 
nnil   lilnit  den   ,,S(li\viir/en   l>iimin(i".     \  i-ra   Sclimiterlü«    ist 
t'lirist.i   Tdrdys    rielitiKiT   Nnnie    ist    Lieselotte    llliorn.      IliT 
lind   die   (Jninew aldvilla   sind    l.iedlkes   Einenliim. 

..M  e  t  r  i>  ))  o  I  i  s"  :  Kine  Brosiliiire  \  on  ..Melmiiolis-  kiiiinen  Sie 
den  Verl.ifc  ..Illustrierte  Film« Dilie',  Herlin  .s\\  i>s.  KoclistralJe  (;/8 
ziehen.  Ki)steii|iiinkt:  0..iO  .\!.  znziifilieli  (i.in  M.  I'iirtii.  —  Ueii  Mepl 
..I'aiisf  MTkiirperle  F.iiiil  .laniiini;s.  —  Die  llaii|>tridl<-n  viin 
Miiid-  spieli'ii  Cerd.i  .\1.innis.  Willy  Fritseli,  Fritz  K.isp.  (iiistl  .stark- 
C^telteiilianr.  —  Urittilte  Helm  spielte  liis  jetzt  in  ..Metropolis".  ...Mraiine-  . 
..Die  .lailit  der  sielien  Sünden".  ..Die  l.ielie  der  .li'anne  Ney.  ...\li\ve[;;e--. 
..Sk.ind.il  in  H.iden-H.iden-,  ..Celil  -  (!elil  —  Celd-'.  ..Die  h  nnderliaro  l.iitci! 
der  Nina  l'etrowna'.  Ihre  näelisten  Filme  sind  ..Manolescu'  und  ..Skhnen 
der  l.eideiisihaft"'.  .'^ie  h.iheii  nicht  iinreeht.  l!ri(jitte  Helm  hat  eine  f;e- 
\\is>e  Aehnliilikeit  mit  Crela  ('..irlio.  In  ..Alraune'  spielten  liehen  Hristitti; 
Helm    iioeli    l'aiil    \\  ej^ener    und    Iwan    l'etro\ieli   die   Haii|drolleii. 

I  w  .1  n  1'  e  I  r  o  v  i  e  li  -  V  e  r  e  li  r  e  - 
rill  Katja.  Tilsit:  Iwan  IVIro- 
\ieli  ziihll  tatsäehlieh  zu  den  ersten 
Darstellern  des  dentsehen  Films, 
(irnndznjr  seines  AVosens  ist  ernst, 
trovicli  k'M  AntOKr.iinine.  ."^ie  dürfen 
ihn  ;ni<di  uiimltlelh.ir  d.iniin  liitten. 
Seine  Adresse  ist  Herlin-Sehm.-irKendorr, 
Forkeiiheekstr.    .'itla. 

F.  r  n  s  I  K.,  '1"  e  in  p  P  1  li  o  f  :  ^\  illy 
Fritseli  wird  nnieii  sielier  noch  .inl- 
w  orten.  Sie  diirfen  nicht  verticssen. 
d.'ili  die  Kilmdarsteller  sehr  sl.irk  in 
Anspruch  ;tenommeii  sind.  —  Die  F^in- 
weihiin^^sl'eierlichkeiten  Hirer  neiioii 
Villa  «ird  Ihnen  l'f.i-Werhefilm.  Mer- 
lin SW  (18,  KochstraUe  (i— «,  sehr  schon 
drehen. 

Otto  (i  e  1"  ü  li  !•  -  V  '^  r  e  h  r  c  r  i  ii 

II.  I..  a  11  s  D  o  r  t  m  n  n  d  :  \\  ir  neh- 
men ,111.  dalJ  Otto  Cehiihr  im  Anglist 
wieder    in    Merlin    sein    wird. 

F  i  I  m  I  r  e  n  n  diu  Er!  k  a  T.. 

1"  o  r  s  I  :  Mrij;ilte  Helm  wohnt  Jterlin- 
D.ihlein.  Im  Winkel  .'..  und  ist  mit  l'i- 
ch.ird  W.-ilJhach  verheiratet.  Sie  ^üd 
.\ntonramme.  —  Harry  l.iedtko  h.it  seine 
\'illa  in  Herlin-tininewahl.  Hisniarek- 
.allee  Ifp.  .\ncli  er  «iht  .VntOKr.iniine, 
ehenso  l.iliaii  H.irvey. 

F  1  1  in  i  n  t  e  r  0  s  s  e  II  I  i  n  a  ii  s 
H  a  IM  h  II  r  K-  Fr.iiiz  I.ederer  widint  Her- 
lin-Friedenaii.  Fehlerstr.  1.  und  Ii.it  am 
(1.  -NOvemher  {lidinrtst.iK-  -  Enrico  Jlen- 
ler  hat  .1111  L'H.  .lull  (iehiirtst.iy;  und  ist 
iliucli  die  l'fa.  Merlin  SW  f.n.  Kochsir. 
-N'r.  G-8.  zu  errpiclieii.  —  Ifich.ird  M.ir- 
theliness  kam  :ini  !t.  Jlai  .iiif  ilie  ^Velt 
und  ist  .■im  hesten  durch  die  First  N.i- 
tion.il.  Mn rli.i II k -Hollywood.  K.'ilil'ornien. 
F. .S.A..  zu  erreichen.  MriKitti'  Helm 
h.it  ihre  Woliiiiin;;'  in  Merliii-D.ihlcm.  Im 
\\  iiikel  .').  und  feiert  .im  17.  .\larz  ihren 
llehurtsl.'i^.  Itciii.ild  l'olm.in  ist  iliii'ch 
die  riiiled  Arlisis-Stiidios.  7iOn.  Sanl.i 
.Monici  Moulev.ird.  Hollywood.  K.ilifor- 
iiien.  F. S.A..  zu  erreichen,  und  h.it  .im 
M.  .Noveinlier  (iehnrtst.iK.  —  l>ie  l,:idy 
H.'imilloii  in  der  ..rntrckrönten  Kiini- 
Kin'  spielte  Corinne  (Iriffith.  Nelson 
wurde     von     Victor    Varkoni     d.irKeslellt. 

V,  r  11  s  t    K..    M  a  sei:    Dieser    Film    ist 
Die     Metro-Coldwyn-.Mayer,     Ciih  er-Cilyy, 
l.ou   ('h.iiiey  scliim   vieh-  .lalire  t/iti;;-  ist,  wird    Ihnen 
d.iriiher  ficheil. 

M  .1  r  i  e  t  t  ;i  .\l  i  I  I  n  e  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  -  Es  slinmif  leider,  Mariotta 
Miliner  ist  Ende  Juni  in  li:uliMi  hei  Wien  :in  einem  I.iiiiKenloiden  kc- 
slorhen.  Sie  triiK  den  N:inieii  ihres  i;eseliiedenen  Citlen.  —  Ver.t 
Schmilerlöw  i.st  Schwedin.  Hire  Mildk.'irtc  ist  an  den  Kiinsller  weiter- 
Kcleitet    worden. 

FilmkOnstler  erzählen  ihr  Leben. 

Wir  hahen  neuerdinss  auch  das  von  Dr.  Hermann  Trennen  lieransgi'S'ebene 
Werk  „Wir  iiiier  uns  seihst"  auf  Lager  fieiiommen.  Ein  vorzüjrlich  aussest^itteter 
Jialid  mit  270  t:nir/.seitit;i'ii  Poiträts  und  dazufiehörifi-en  .Vutobioqiaphien  möchte 
Ihnen  die  Kilmkiiiistlcr  näliprhrin<ir''n-  Könnten  wir  Ihnen  dieses  iiriichtise  Werk 
z,.jf.en  —  wir  sind  überzeugt,  Sie  würden  es  besitzen  wollen!  JJeachten  Sie  bitte 
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in  F)cutscliland  nicht  Kclanfen. 
Kalifornien,  F.  S.  .\.,  fiir  die 
ewilJ  njihere  .Vuskuiift 


T)  I  e  t  r  i  c  Ii  AI..  Ft  r  a  n  n  s  c  h  w  e  i  ff  :  Harry  Piel  wurde  am  12.  Juli 
in  Düsseldorf  (;clioreii.  Kr  tr.iHrt  «'inen  Kiinstlernainen.  Seinen  ricliti|;en 
.\:imeii  dürfen  wir  auf  W  unscli  des  Künstlers  nicht  verötTeiitlicheii.  l'iel 
i~t    mit    D.iry    Holm    verheiratet. 

I.  I  I  1  a  n  H  ,1  r  \  e  y  -  \  !■  r  e  h  r  p  r  i  n  .  U  r  p  s  I  a  u  :  Eiliaii  Harvey 
erhlickte  in  London  das  Licht  der  Welt.  .Sic  i.st  nicht  mit  Willy  Fritseli 
A  erloht.  Die  näelisten  Eiliiie  mit  Lilian  Harvey  lieilieii:  ...\dieii  Mascotte" 
und  ..Wenn  du  einmal  dein  Herz  verschenk.st".  Die  Küiistlorln  gibt 
AutOKr.Mmme. 

V  r  i  e  d  r  i  (■  li  W..  11  r  e  h  a  c  li  :  Am  hesten.  .Sie  weiider  sich  in  Ihrer 
Aii;;idem'iihcit  uiimittelli.ar  an  die  Filnifiesellscliaften  Sie  erfahren  dort 
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N.ition.il-\\  .iriier.  Meiliu  SW  4H.  Friedrichstralie  10,  A.if,i,  Berlin  SW  48, 
Friedriclistralie    .'J:i.    Deiitsclie    l'nlvers.-il.    Berlin    W  8,    ALaiierstraUe    82. 

Sonny  B  o  j  :  Der  kleine  David  Lee  ist  c.i.  t  .lalire  alt.  Kr  ist  durch 
die  W.irner  Brothers,  .■)84-.',  Suiiset  Boulevard,  Hollywood,  Kalifornien, 
r.  S.  .\..   zn   erreichen. 

r  r  s  11  1  a  0..  B  e  r  I  i  n  -  .«;  p  a  n  d  a  x\: 
M.iKd.i  ;<oiij;is  r.irtiii-r  in  ..Hotel^elielm- 
nisse"  w.iren  lAvio  l'avanelli.  .\nnelo  Fer- 
rari. Wolfsan-;  Zilzer.  —  T.ia  Eibpu- 
schiitz  ist  t.atsächlich  mit  Kurt  Ve.sppr- 
m.inn  verbcir.itet.  ;ilso  kein  (JeriicIlt. 
Lili.in  H.irvey  ist  zlrk;i  l..')8  m  Rroß. 
...\dieii  .M.iscotte"  ist  noch  nicht  her- 
;iusKekommen.  Betty  Ain.inn  wohnt 
Merlin  W,  Kiirfürstendamm  42.  H.-ms 
Stüwc  Bcrliii-Haleiisee.  P.iiilsboriier  .Str. 
Nr.  9.  Alfoiis  Fryl.ind  Merlin-SchmarKen- 
dorf.  Huhl.ier  Str.  l.'i.  Evelyn  Mrent  i.st 
durch  die  .Metro-tiohlw  yn-.Studios.  Cul- 
ver-City.  Kalifornien,  zu  erreichen.  Triiiis 
van  .Aalten  widiiit  Berlin  W.  Lutherstr. 
Xr.  27.  Lilian  H.irvev  Berlin-Westend. 
Ahorn-Allee  ir.-17.  Willy  Fritseli  Berlin 
\\'.  K.Liserd.imm  9.5.  l,ia  Kihenseliiitz 
Bcrliu-tiriinewald.  ('.isp.ir-Tbeiß-Str.  1,1, 
.\nny  Oiidr.i  Berlin-CharlottenhnrR.  Kiir- 
fMistendamm  17S.  Till.i  ('..irden  Berliii- 
('harlolteiil)iirsr.  D.ililm.mnstraße  8.  Isro 
Svni  Berlin  W.  Kiirfürstendamm  40-41. 
Mairda  Soiij;i  Bln.-(;riinew;ild.  Wallol- 
str.ilie  9.  Snzy  Vernon  spielt  .-lugen- 
hlicklich  eine  H.iiiptrolle  in  dem  Stuart 
Widihs-Filin  ..T)as  Rrüne  Alonokel"  und 
ist  durch  das  Deutsche  Eielitsniel-Syn- 
dikat.  Berlin  SW  48,  Friedriclislr.  225, 
zu    erreichen. 

Franz  L  e  d  e  r  e  r  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  u 
M  ;i  n  n  li  e  i  m  :  Wir  haben  Eranz  Lede- 
rer  an  d.i.s  fälÜKC  Autonramm  erinnert. 
Werner  Fiietterer  ist  noch  immer  in 
l'r.i};,  wird  .iber  schon  In  den  nächsten 
'J'.iKcn  wieder  nach  Berlin  zurückkeh- 
ren. ,,I)as  indisehe  Urabinal"  wurde 
ii;icli  einem  Koiiian  von  Tliea  von  Har- 
hoii  verfilmt  und  ist  in  jeder  RroUeii 
Miicbb.-indlnn;;  erhältlich.  -Alle  Film- 
stars Kcheii  .AiitOKramnie,  also  auch  Fritz 
Kortiier.  —  .leiiiiy  .Inno  wohnt  Berlin 
A\',  Kaiserdainm  29,  Lilian  Harvey  Ber- 
lin-Westend, .Ahorn-.Allee  10-lT.  Enrico 
Menfer  ist  durch  die  l'fa.  Berlin  SW 
B8.  Kochstr.  6-8.  zu  erreichen.  Ihre 
(IrüUe  an  Franz  Lederer.  Conrad  A'eidt 
und  F^ritz  Kortner  sind  ausgerichtet. 
Eine  jiutojrranimierti'  Bildkarte  aus 
Hollywod  können  Sie  früliestens  in  3—4 
Wochen  zurückerhalten. 
F  i  1  ni  f  r  e  II  n  d  i  n  E  d  i  t  h  a  ii  s  d  e  m  S  c  h  \v  ;i  r  z  w  a  1  d  :  Iwjin 
Pctrovichs  nächster  Film  heiUt  ..Der  (iünstliiifc  von  Sclioiibrunn".  Weitere 
ILiuptrollen  spielen  Lil  D;i;iOver  und  Henry  Stuart.  Petro\ich  ist  ledig 
und    niht    .\nto(;raiiime.      Kr   treibt    sehr    viel    Sjiort. 

Besichtigung:  Der  f^ridie  Erich  l'oinmer  -  l'fa-Tonfilin,  der  in  riifrarn 
(;cdreht  wird  und  dessen  erste  .Aufnahmen  vvir  in  Nummer  :tO  des  Filni- 
maf^azins  veröffentlichten,  trägt  den  Titel  ..AI  e  1  o  d  i  e  d  e  .s  Herzen  s'', 
und  n  i  c  h  t,  wie  vvir  versehentlich  schriidien  „Alelodic  der  Welt".  In  den 
H:<ii]ilrolleii    Willy    Fritseli    und    Dita   P;irlo. 

Noiiz:  Das  in  Nr.  24  des  ..Filmm.igazin"  erschienene  Bild  einer  sehall- 
sicheren  .\ufnahiiiekahine  ist,  wie  wir  jetzt  erfahren,  im  Studio  der 
l'nited  Artists,  und  nicht,  wie  vermerkt,  im  Warner  Studio  aiifgenoniincii. 


FILM? 


Wie  komme  ich  zum    M    m  M^  L   M  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

flin-VERLAG  HENNIG,  BERUN-GRDNEWALD,  fm  12 


^ 


oU^J(^üJ30i 


Herstellung  und  Vertrieb 
von  Werbefilmen  aller  Art  durch 


I 


UNIVERSUM-FILM  A.-G.,  BERLIN  SW  68,  KOCHSTRASSE  6/8 

ABT.  UFA-WERBEFILM 


Die  Ufa-Theater  werden  mit 


gereinigt. 


Ve  rkaufsstellen: 

Berlia  W  50,   Kiirfürstcndamm  236.  Berlin  S  42,  Oranicnstr.  59  Braanschweig,   MünEstr.   la  Bremen,    Hcrdentorstcinwc)>  5  Breslau  I,  Junkt-rnstr.  38  40 

Chemnitz  Sa.,    Falkcplatz  2  Coblenz,    SchloOstr.  33  Danzig,  Tnpfer)<assc  23  24  Dresden-A.,  Pra)<cr  Str.  33  Düsseldorf,    Stcinstr.  2  I  Essen, 

Hauptstr.  27  Frankfurt  M.,   Mainzer  LandstraÖL'   59  63  Freibarg,   Kaiserstr.    132  Görlitz,    Jakobstr.   16  Halle  S.,   Matidcburjicr  Str.  56  Hamburg  36, 

Gr.   Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofstr    13  Kassel,  Obere   K«ni)<str    13  Kiel,   Holstenstr.  61  Köln  Rh.,    Hohe    Str.  64  Königsberg,  Münzstr    17 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.   4  Magdeburg,     Breiter    Wet;    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvalorstr.    18  Munster,    Rosenstr.    9  Rostock, 

Stcinstr.  15  Stettin,  Schillcrstr.  13  Stuttgart,    Kütcbühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 

Außerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroB-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Dr.    H Q  n  s    Böhm 

Unsere  Flimmerköpfe 

hin  Bildwerk  vom  cleulsclien  hiliii 


\eiu'  ii  ueikTlc  .\asijiibc.  Mit  .Xn-iilinlic-ii,  ilen 
Iclcplionimmmeni  iiiul  nciie<tcii  biUlnis.'icii  llircr  I  iliii- 
liebliiiRc.  4  I  r  Seiten  stnrk.  k<irtonieit.  (jei;<ii  \iircin- 
^cnilcini;  ilcs  Bi'tr<i<jes  mmi  KM  4.4".   sonst  N.iilmalimc 

LLU.MRIhKTf:  FllM\VOc;i  11":  G.  M.  h.  1 1. 
B  I;  K  I   I  N    S  W  o  8  .    K  o  ^-  h  s  t  I  .1  |;  r    o  -  8 

l'ostsdifvJikoiito   berlin    14SJ-. 


18  PfiiM 


gugenormuen 


und  diese  18  Piund  [^IcichmaQiiJ  ver- 
teilt auf  Gesicht.  Arme.  Brust.  Hüften 
und  Waden,  Bodenken  Sic.  wie  Ihre 
Fijjur  durch  diese  Gewichtszunahme 
verschönert  wird  und  um  wieviel 
Sie  sich  dadurch  bej^ehrenswcrter 
machen. 

Durch  die  wohlschmeckenden 


Jta-Mol-BoDboDS 


frfr 


schaffen  Sie  aber  auch,  indem  Sie 
kraft  und  Blut.  Schachtel  M.  2. 
,.Eta"- Chem.  -  techn.  Fabrik,  Berlin 


(für  Damen.  Herren  und  Kinder  von 
jjlcicher  Wirkung),  die  nach  der  Mahl- 
zeit j^enommen  werden,  laßt  sich  das 
Körpergewicht  in  einijien  Wochen  um 
10—30  Pfund  erhöhen,  Die  unschönen 
Knochen vorsprünije  an  Wanj^cn  und 
Schultern  schwinden.  Pfund  für  Pfund 
nehmen  Sie  zu,  an  allen  Körperteilen 
zeifjt  sich  Fettansatz.  Unbehatjen  und 
Unlust  weichen,  und  nach  ein  paar 
Vi  ochen  hat  das  bisher  schmächtijie 
Aussehen  einer  vollen,  ebenmäßigen 
Erscheinunji  Platz  jiemacht.  Zujjleich 
die  roten  Blutkörperchen  vermehren.  Nerven- 
50  iJejien  Nachnahme.  Zu  beziehen  von  der 
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leitun^  A.  Rosenthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausfjabc  in  Ocsterreich  verantwortlich  Robert  Mohr.  Wien  I,  Domjjasse  4.  Verantwortlich  für  Anzciijen 
Wilhelm     Schaefcr,    Charlotlenbur|<.      A  n  z  e  i  £  e  n  v  c  r  w  a  I  t  u  n  jl    Bepa-Vcriag.    Berlin  W  35,  Blumes  Hol    5.      Kupfertiefdruck:    Aujiust    Scherl    G.  m.  b    H..  Berlin  SW  68 


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H  kuitur! 

H  FILM 

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FILM 


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NUMMER    32    /    BERLIN,    11.  AUGUST    1929    /    PREIS    40    PFENNIG 


Pkot.  Uta 


OJican    \l  I losjukm    tu  clcyn   ^(JLja'-CJtlni  },<UJer  tA:eipe  cJeujel 


11 


1 

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I)  1  j:    w  o  c  II  1  \  s  c  II  r  1  1   r    d  r.  k    i  i  i,  m  r  h  r  i  \  n  i: 


Pluit.  M.O.M. 


Johnny  Mack  Brown  wird  in  einer  Alelierpause  von  Anlia  Pape  gezeichnet 


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7 


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Die  arme  Marietla  Miliner  hat  die   Premiere  dieses  Filmes 
nicht  mehr  erlebt.  Eine  Lungenentzündung,  die  einer  etwas 
leichtsinnig     behandelten    Erkältung     folgte,     setzte     den 
Schlußpunkt  hinter  ein  junges  Leben,  das  auf  dem  Wege 
zum  Starruhm  war.     Leicht  ist  ihr   dieser  Weg  nicht  geworden, 
wie   ja    überhaupt    der   Ruhm   nicht   über   Nacht   kommt,    sondern 
Jahre  braucht,  in  denen  um  ihn  gekämpft  werden  muß.  Marietta 
Miliner,   eine   gebürtige   Wienerin,   kam   am   Ende   der   Kriegszeit 
zum    Film,    der   damals    auch    in    Wien    einen    bedeutenden    Auf- 
schwung nahm.     Selbstverständlich  war  sie  nicht  mehr  als  eine 
Figurantin,  denn  die  Wiener  Stars  kamen  stets  von  der  Sprech- 
bühne und  hatten  als  Schauspieler  schon  einen  Namen,  ehe  sie 
beim  Film  Anklang  fanden.     So  dicht  nun  auch  Komparsen  und 
Stars    in    don    Filmen    zusammenstehen,    es    trennt    sie    ein    gewal- 
tiger Abstand.     In  den  Kindertagen  der  Kinematographie  konnte 
eine  Statistin  wenigstens  zeigen,  daß  sie  Talent  besaß,  denn  die 
kleinen    Rollen    wurden    alle    von    Statisten    verkörpert.      Heute 
besetzt  man   die   letzten   Chargen   mit   bewährten   Schauspielern, 
ja,    man   stellt    solche   heute   sogar   in   die   erste    Reihe    der    Kom- 
parserie, um   charakteristische   Köpfe   zu  haben.     Marieita   Mili- 
ner  erhielt    diese    kleinen    Rollen    in    den    Filmen    des    Ehepaars 
Fleck.     Bekannt  wurde  sie  in  Wien  erst  durch   jene  Affäre,  die 
sich  im  Park  von  Versailles  abspielte  und  bei  der  alle  Mitglieder 
der   Wiener  Filmexpedition   in   Haft   genommen   wurden.     Georg 
Jacoby    gab    der    schönen    Marietta    die    erste    größere    Rolle    in 
seiner  „Frau  ohne  Namen".    Wilhelm  Thiele,  der  gern  mit  jungen 
Darstellern   arbeitet,  übertrug   ihr  die   Rolle   von   Lilian   Harveys 


im   'Tr^r 


lii 


Lilian  Harvey,  Igo  Sym, 
Harry  Halm     Phot.  UIj 


m! 


Gegenspielerin.       Zwei      temperamentvolle      DarstcU 
einem  Film  bedeuten   eine  schwere   Aufgabe   für   dei 
der  natürlich  genau  zügeln  und  abwägen  ir.uß,  danii 
lung  die  Ruhepunkte  nicht  verlorengehen,   deren  auc 
spiel  bedarf,  damit  die  Zuschauer  sich  inmitten  des  l 
wieder  sammeln  können.     Nun  ist  das  Temperament  d 
Miliner  ganz  anderer  Art   als  das  der  Lilian  Harvey. 
ner  war  ein  Talent,  das  leicht  zur  Schärfe  neigte  und 
Wirkung    nicht    selten    überhitzte.     In   ,, Adieu   Masco 
sie  eine  leichtsinnige  junge  Frau  dar,  die   sich   mit  V 
Bällen  und  Tanztees  amüsiert  und  nicht  recht  darauf 
ihr  guter   Ruf   gefährdet    ist   und   dem   Gatten    diese 
gar  nicht  pa(3t.     Wilhelm   Thiele  hat  diesen  Leichtsii 
andeuten  lassen,  und  so  ist  denn  die  Figur  der  Joset 
Rolle  der  armen  Marietta  gewesen.     Lilian  Harvey,  i 
gewöhnlich   den  Aufstieg   eines  kleinen  Mädchens  in 
Schaft  zeigen,  tritt  auch   in   ,, Adieu   Mascotte"   die   F 
Glück   an.      Sie   ist   ein   kleines   Pariser   Mädel,   das    s 
nicht  tragisch  nimmt,  weil  Jugend  immer  Liebe  bring 
diese    Pariser    Mädel    schon    sind:    Aus    Gutmütigkeit, 
Freundin  zu  helfen,  die  eine  Badereise  nötig  hat,  läßt 
auf     einem     Pariser     Künstlerball     versteigern,     da 
Summe   zusammenkommt. 


Lilian    Harvey,    Igo    Sym 
Miliner,  Harry  Halm 


*-^  /^f 


X  vo^  GERTRUDE  GRUA/W/llOr 


Wohl  in  kcinor  an- 
deren      Induslric 
spielt  Frauenarbeit 

eine  so  jjroße  Rolle 
als  wie  in  der  Film- 
industrie", sagt  Norm:i 
Shearer,  '  die  kürzlicli 
ihr  Debüt  in  ihrem 
ersten  Sprcchfilni  für 
die  Metro  -  Goldwyn  - 
Mayer  „Der  Fall  ^\ary 
Dufjan"  mit  großem 
Erfolge  abgelegt  hat. 
Ebenso  wie  andere 
Branchen  ist  auch 
diese  Industrie  von 
Männern  gegründet 
worden,  und  eine  ganze 
Keiiie  von  Jahren  hin- 
durch herrschten  Män- 
ner in  den  prominen- 
ten und  wichtigen  Po- 
sitionen. Heute  in- 
dessen, wie  ja  auch  in 
fast  allen  anderen  In- 
dustriezweigen Ame- 
rikas, sind  Frauen  un- 
entbehrliche Faktoren 
bei  der  Herstellung 
von  Filmen  —  nicht 
nur  im  Schauspielfach, 
sondern  auch  in  fast 
jeder  anderen  Abtei- 
lung solcher  Unter- 
nehmen. 

Mit  der  Ankunft  des 
Sprechfilms  eröffnen 
sich  nun  wieder  neue 
Möglichkeiten  für 

Frauenarbeit.  Es  dürfte 
nicht  uninteressant 

sein  zu  erfahren,  daß 
der  erste  M.-G.-M.- 
Siirechfilm  von  einer 
Frau  geschnitten  und 
zusammengesetzt  wur- 
de. In  Amerika  ist 
diese  Arbeit  bekannt- 
lich ein  Spezial  ,,Job" 
—  die  Arbeit  eines 
eigens  nur  dafür  An- 
gestellten, des  ,, Cut- 
ters". Es  war  ihr  er- 
ster Versuch,  das  pho- 
tographische Negativ 
in  Übereinstimmung 
mit  den  ,, Sound 

Tracks"  (eine  an  der 
Seite  des  Filmbandes 
entlanglaufende,  un- 
regelmäßige Wellen- 
linie], den  Sprech- 
linien, zu  schneiden; 
und  das  crFuigrciche 
Ergebnis  ihrer  Tätig- 
kell ist  ein  neuer  Be- 
weis für  das  Talent 
und  die  Befähigung 
des  weibliclien  Ge- 
schlechtes für  solche 
Arbeit.  Audi  das  Dreh- 
buch  dieses   Films   hat 


0/,iJa  Raclanowa.   der  Paranwunl-Star     p/wl.  Paramount 


eine  Frau  verfaßt. 
Überall  in  der  Film- 
industrie sieht  man 
Frauen  in  wichtigen 
und  verantwortungs- 
vollen Stellungen,  ob 
nun  in  den  Scenario- 
oder  in  den  Cutting- 
Departments,  den 

Schneidcratelicrs  od-jr 
in  technischen  oder 
kaufmännischen  Ab- 
teilungen. Viele  davon 
beziehen  Gehälter,  die 
man  sich  noch  vor  we- 
nigen Jahren  geweigert 
hätte,  überhaupt  als  in 
Betracht  kommend  zu 
erwähnen. 

Ich  glaube  bestimmt, 
daß,  nach  welchen 
Richtungen  und  zu  wel- 
chem Umfange  sich 
auch  die  Filmindustrie 
noch  ausdehnen  wird, 
die  Frau  nicht  nur  im- 
mer Schritt  halten, 
sondern  sich  auch  Po- 
sitionen, die  ihr  heute 
noch  so  gut  wie  ver- 
schlossen sind  (wie 
z.  B,  Regie  und  Kame- 
rabedienung), erobern 
wird.  Die  ja  im  Grunde 
weiblichen  Eigenschaf- 
ten, wie  Phantasie  und 
Intuition,  befähigen  sie 
ganz  besonders  für 
solche  Berufe;  und 
Zweckentschlossenheit, 
Urteilsfähigkeit  und 
Sinn  für  Ausgleich 
finden  sich  von  selbst, 
sobald  sie  sich  ernst- 
lich vor  solche  Auf- 
gaben gestellt  sehen 
wird. 

Daß  in  dieser  Hin- 
sicht noch  lange  kein 
Ende  der  Entwicklung 
abzusehen  ist,  dafür  ist 
der  Filmstar  von  heute 
wohl  der  beste  Beweis. 
Eine  solche  Frau  muß 
nicht  nur  Künstlerin, 
sondern  auch  eine 
ebenso  tüchtige  Ge- 
schäftsfrau sein  und 
alles,  von  den  größten 
Dingen  bis  zu  den  win- 
zigsten Details,  die 
mit  ihrem  Berufe  und 
mit  ilircr  Karriere  zu- 
sammenhängen, mit 
feinstemFingerspitzcn- 
gefühl  zu  ..managen" 
wissen. 

Soweit  Miß  Shearer, 
die  dabei  natürlich  nur 
amerikanische  Ver- 
hältnisse im  Auge  ha- 
ben  kann. 


I 


. 


Enriko  Benfer,  Jenny  Jugo  und  Clifford  Mc  Laglan  in  dem  Ufafilm  „Die  Schmugglerbraut  von  Mallorca"         P/wt.  Ufa 


^•on    Hans    Behrendt 


Die  Entwicklung  des  Films  kann  man  in  drei  große  Epochen 
einteilen.  Zuerst  war  das  Interesse  für  die  Bewegung  des 
Bildes,  ganz  gleich,  ob  die  Bewegung  harmonisch  oder  un- 
harmonisch war,  vorhanden,  sodann  begann  man,  sich  mehr  und 
mehr  für  die  Schauplätze,  für  den  Rahmen,  kurz  und  gut  für  die 
Kulissen  des  Films  zu  interessieren.  Man  entdeckte  das  Milieu 
eines  Films.  Heule  hat  man  wieder  ein  neues  Element  in  den 
Dienst  des  künstlerischen  Filmschaffens  gestellt,  und  zwar  das 
lebende  Bild  als  malerisches  Erlebnis.  Natürlich  darf 
es  nicht  Aufgabe  eines  Films  sein,  den  dekorativen  Eindruck 
über  alles  zu  setzen  und  das  Spiel  der  Darsteller,  den  Schnitt 
des  Films  nur  vom  Malerischen  her  gestalten  zu  wollen.  Jedes 
der  drei  grundlegenden  Erfordernisse  eines  Filmwerkes  hat  für 
sich  allein  in  seinem  künstlerischen  Aufbau  zu  wirken,  sowohl 
Darstellung  wie  Milieu  und  Schnitt.  Hat  man  nun  für  einen 
film  besondere  visuelle  Vorstellungen  vom  Milieu,  so  gibt  es 
zwei  Möglichkeiten  der  praktischen  Ausführung:  sie  durch  den 
T- lim- Architekten  im  Atelier  gestalten  zu  lassen  oder  das 
optische  Milieu  draußen,  dort  wo  der  Film  spielt,  zu  suchen. 

Bei  dem  neuen  Ufa-Film  „Die  Schmugglcrbraut  von  Mallorca" 
mit  Jenny  Jugo  und  Enrico  Benfer  in  den  Hauptrollen  haben 
Alfred  Zcisbr  als  Produktionsleiter  und  ich  den  Versuch  ge- 
macht, unsere  Vorstellungen  von  dem  Milieu  des  Films  dort  "zu 
erfüllen  und  auszugestalten,  wo  der  Film  auch  in  Wirklichkeit 
spielt.  NX'ic  schon  aus  dem  Titel  ersichtUch,  ist  sein  Schauplatz 
Spanien,    oder   naher   bezeichnet,    die    Insel    Mallorca. 

Bei  Außenaufnahmen  ist  es  nun  nicht  so,  daß  man  aus  male- 
rischen Rücksichten  Veränderungen  an  den  notwendigen  Bauten, 


Straßen  oder  der  Landschaft  überhaupt  vornehmen  kann.  Sie 
zu  fmden,  ist  zum  größten  Teil  Glückssache.  Entspricht  die  Ge- 
gend, die  wir  uns  ausgesucht  haben,  der  Handlung  unseres  Films, 
seinen  Menschen  in  ihm,  kurz  und  gut,  können  unsere  Darsteller 
aus  dem  Milieu  heraus  spielen,  so  glaubt  man  ihnen  das  Milieu. 
Diesmal  schwelgten  wir  in  herrlichen  Motiven.  Oft  schwankten 
wir,  sollten  wir  die  schönere  Landschaft  nehmen,  aber  dann 
wäre  vielleicht  das  Spiel  der  Darsteller  zurückgetreten  —  oder 
sollten  wir  die  Szene  in  einer  harten,  felsigen  Landschaft  drehen 
lassen,  so  daß  das  Spiel  der  Darsteller  stärker  hervortritt  und 
die   Landschaft   nur   den   wahrscheinlichen   Rahmen   bildet. 

Unser  neuer  Film  spielt  im  Schmuggler-Milieu.  Mallorca  ist 
—  natürlich  munkelt  man  dies  nui  —  eine  SchnuigglcrinscI. 
Unsere  Darsteller  konnten  in  dieser  Umgebung  das  spielen,  was 
sich  von  den  Voraussetzungen  des  Manuskripts  her  ergibt.  Es 
isl  nicht  eine  Hollywooder  Sciimugglerbraut,  die  »sir  in  den 
Mittelpunkt  des  Films  gestellt  haben.  Die  Menschen  unserer 
Außenaufnahmen  sind  echte  Mallorcaner,  unsere  Darsteller 
gingen  in  den  Rahmen  der  Landschaft  auf.  Für  einen  Regisseur 
ist  es  die  schönste  Arbeit,  wenn  sich  das  malerische  Moment  der 
vorliegenden  Handlung  anpaßt,  wenn  man  seine  visuellen  Vor- 
ahnungen erfüllt  sieht,  kurz  und  gut,  wenn  Darstellung  und 
Milieu  eines  Films  zu  pulsierendem,  ursprünglich*.-!!!,  volkstüm- 
lichem Leben  werden;  dann  läßt  man  sich  durch  das  wochen- 
lang studierte  Leben  der  Bewohner  beeinflussen  und  gibt  aus  den 
so  gew  onnenen  Anregungen  her  mancher  Szene  des  Manuskriptes 
neue,  wa'irhafte  Nuancen,  natürlich  ohne  daß  dadurch  die  grund- 
legende   Handlung    beeinflußt    wird. 


Ii 


iji 


Die  malerische  Wirkung  des  Schnees  hat  die  Filmregisseure  von 
jeher  angezogen,  Sie  sind  in  das  Hochgebirge  mit  ihren 
Apparaten  geklettert  und  in  die  Polarländer  gezogen,  um  den 
Schnee  zu  filmen.  Aber  für  einen  Spielfilm  lassen  sich  solche 
Reisen  nicht  immer  machen,  und  wenn  nun  gar  die  Handlung  in 
Petersburg  vor  sich  geht  wie  in  dem  Ufafilni  ..Der  weiße  Teufel",  so 
bleibt  dem  Regisseur  nichts  weiter  übrig,  als  sich  im  Aufnahmc- 
geländc  oder  im  Atelier  eine  Winterlandschaft  aufbauen  zu  lassen. 
In  den  Anfängen  des  Films,  da  für  Dekorationen  nur  geringe  Mittel 
aufgewandt  werden  durften,  half  man  sich  wie  auf  dem  Theater  mit 
Watte  und  Papicrschnitzeln.  Aber  leider  ließ  sich  die  Hlusion,  wie 
sie  auf  der  Bühne  besteht,  nicht  wahren.  Die  Zuschauer  lachten  über 
den  plumpen  Schnee,  der  gewöhnlich  auf  arme  verzweifelte  Mädchen 
fiel,  und  so  wurden  rührsame  Szenen  um  den  Erfolg  gebracht.  Schnee- 
landschaf tcn  %\urden  darauf  erfolgreich  mit  Hilfe  von  Gips  her- 
gestellt, den  man  allerdings  nicht  herabrieseln  lassen  konnte,  doch 
fehlte   ihm   das   feine   Glitzern   des   Schnees,   und    ein   Nachteil   war   es, 


daß  sich  seine  Farbe  zu  kreidig  ausnahm.  Schnee- 
sturme wurden  auch  in  Amerika  anfänglich  mit 
Konfetti  gedreht,  die  durch  eine  Windmaschine  in 
Bewegung  kamen.  Aber  die  Flocken  wirkten  zu 
groß,  und  außerdem  durften  sie  nicht  zu  dicht  vor 
dem  Apparat  wirbsln  sonst  stellte  sich  ihre  pa- 
pierene Herkunft  zu  schnell  heraus.  Ernst  Lubitsch 
benutzte  für  die  Winterszenen  im  ,, Patriot"  Marmor- 
staub, der  sich  aber  wohl  doch  nicht  so  bewährt 
hat,  denn  er  kehrte  im  .König  der  Bernina"  wieder 
zum  Salz  zurück,  das  den  Schnee  im  Atelier  er- 
setzen muß.  Salz  ist  auch  bei  uns  der  beliebteste 
Schnee-Ersatz,  der  in  der  Photographie  einen 
weichen,  seidigen  Ton  gibt.  Der  Kameramann  ist 
entzückt,  wenn  er  auf  einige  Zentner  Salz  das 
Licht  seiner  Lampen  fallen  läßt  und  nun  die  schön- 
sten Abstufungen  vom  reinen  Weiß  bis  zum  dunklen 
Grau  entdeckt.  Aber  weniger  sind  es  die  Schau- 
spieler, die  durch  einen  Schneesturm  laufen  müssen, 
dessen  Flocken  eigentlich  Salzkörner  sind.  Ein  bren- 
nender Durst  macht  sich  nach  wenigen  Mmulen 
spürbar.  Das  von  der  Windmaschine  durch  die  Luft 
geschleuderte  Salz  beizt  die  Haut  und  brennt  in  den 
Augen.  Die  Darsteller  haben  nur  einen  Wunsch, 
dieser    Salzhöllc    entfliehen    und    trinken    zu    dürfen. 

Wie    eine    Schneclandsclwlt    auf    dem    Ufa-Gelande    in 
Nciibabelsbcrg  entsteh!      p/wt.  Ufa 


A^ 


lexander   Moissi    und    Ca- 
milla    Hörn      haben      vor 
ein       paar       Wochen       in 
New    York     in     einem     in    deut- 
scher   Sprache     aufgenommenen 
Tonfilm    gespielt,    der  auf   Alex- 
ander       Dumas'        Bühnenstück 
„Kean"    beruht.      Achtzig    Jahre 
ist   das   Stück   alt,   aber  es   reizt 
immer  noch  die  Virtuosen  unter 
den    Darstellern,    sich    daran   zu 
erproben,    denn    es    enthält    eine 
Bombenrolle,   an  der  kein  Schau- 
spieler   vorübergehen   kann.    Vor 
einigen   Jahren   hat   Albert    Bas- 
sermann,   dessen    Kunst     einmal 
in   anderen   Gebieten  beheimatet 
vsar,   den  ,,Kean"   wieder  auf  die 
Bretter     gebracht     und     erregte 
namentlich     dadurch     Aufsehen, 
daß   er   als   Fünfundfünfzigjähri- 
ger  noch  auf  den  Händen  gehen 
konnte.      „Kean"   ist   aber    auch 
ein     außerordentlich     dankbares 
Filmthema,   dessen  sich  einzelne 
Regisseure    wiederholt     bemäch- 
tigten,     Bassermanns    Beispiel    hat    klar    bewiesen, 
daß     man    Dumas'     Schauspiel     als     Ganzes     heute 
nicht     mehr    retten    kann.       Es     liegt     doch    schon 
recht    viel    Staub    auf    einigen    Szenen,    und    nicht 
wenige    Effekte   des   vollkommen    auf    Sensation  ge- 
stellten   Stückes    sind    so    oft    nachgeahmt    worden, 
daß  von   ihnen   keine  Wirkung   mehr  ausgeht.    Löst 
man    aber   aus    dem    Theaterstück    die    packendsten 
Motive,  gibt  ihnen  eine  andere  Grundlage  und  ver- 
bindet  die   einzelnen    Sensationen   mit   Themen   aus 
unseren  Tagen,   so   erhält  man  ein  absolut   zugkräf- 
tiges   Buch.      Hans   H.   Zerlett    hat    dies    jüngst    gc- 


Giislau     Dicßl     oben     mit    Daisy 
D'Ora,  Mute  mit  Valery  Boothby 


lan,  und  der  Regisseur  Brignone 
hat  dieses  Stück  vom  Theater 
im  Film  unter  dem  Titel  ,,üer 
Mann,  der  nicht  liebt"  unter 
seiner  Leitung  drehen  lassen. 
Geblieben  ist  das  Spiel  von  dem 
Schauspieler  Mcronc,  einem 
schmucken  jungen  Burschen, 
dem     die     Frauen    gern    schöne 


«1 


Augen  machen,  obj^leich  er  nur 
das  Aiitglied  einer  kleinen  und 
unbedeutenden  Truppe  ist.  Aber 
ein  Schauspieler  ist  für  die 
Frauen  immer  noch  ein  sehr  an- 
ziehender Held,  weil  sie  zu 
rasch  Darstellung  und  wirk- 
liches Leben  miteinander  ver- 
binden. Allerdings  nimmt  Mc- 
rone  im  Anfang,  da  er  mit  sei- 
ner Truppe  in  dem  eleganten 
St.  Moritz  auftritt,  die  Liebe 
noch  sehr  ernst.  Er  sieht  nicht, 
daß  Elena,  die  mondäne  loch- 
ter  eines  sehr  reichen  Vaters, 
nur  aus  einer  Laune  mit  ihm 
flirtet,  aus  einer  plötzlichen 
Lust  an  romantischem  Abenteuer, 
daß  sie  ihn  aber  von  Anfang 
an  nicht  ernst  nimmt  und  er  nur 
ein  Spielzeug  ohne  weiteren 
Wert  ist.  Solche  Enttäuschun- 
gen treffen  junge  Menschen 
bitter,  namentlich  aber  jemand, 
der  vom  Beifall  der  Menge  lebt 
und    daher,    ohne    es    immer    zu 

ahnen,  auch  in  seiner  Eitelkeit  gekränkt  ist.  Aber 
an  vielen  kleinen  Theatern  haben  sich  Talente  ent- 
wickelt, die  einmal  in  der  Welt  der  Bühne  etwas 
bedeuteten,  und  so  naht  auch  der  Tag,  an  dem  Mc- 
rone  zum  berühmten  Mimen  wird.  Freilich  gehen 
bis  dahin  noch  viele  Frauen  durch  sein  Leben, 
aber  auch  die  erste,  Elena,  taucht  wieder  auf,  jetzt 
vollkommen  Dame  von  Welt,  die  einen  großen 
Salon  ihr  eigen  nennt,  verheiratet,  aber  trotzdem 
weiter  auf  der  Jagd  nach  Abenteuern  ist.  Mcrone 
bleibt  auch  im  Film  der  große  Komödiant,  der 
Mann     zwischen     den    Gesellschaftsschichten,     der 


Gustav    Dießl     oben    mit    Agnes 
Estcrhazy.    Mille    mit  Nico   Tiirolf 


zwischen  Kaschemme,  Salon  und 
Bühnenhaus  pendelt  und  der 
Irolzdem  nicht  haltlos  wird. 
Das  ist  die  romantische  Auffas- 
sung vom  Schauspieler  als  eines 
Menschen,  der  viele  Gesichter 
in  sich  trägt,  dem  das  Leben 
gleichfalls  wie  die  Bühne  ein 
Spiel    ist. 


/.//  Dagover  im  Ufaion-Film  (Bloch-Rabinowilsch-Produkiion)  ..Der  treißc  Teufel" 


Phot.  Ufa 


Die  Tonfilmsituation  in  Deutsdiland 


Von   Paul   D  u  b  r  o. 


Betrachtet  man  die  Entwicklung  der  Tonfilnibeweijung  in 
Deutschland,  so  kommt  man  zu  dem  Ergebnis,  daß  der  Ton- 
film sich  auf  wirtschaftlicher  Basis  nur  organisch  ent- 
wickeln kann.  Es  ist  in  Deutschland  nicht  wie  in 
Amerika,  daß  die  Filmindustrie  aus  den  vollen  Kassen  eines  rei- 
chen Landes  schöpft.  Der  deutsche  Film  hatte  ein  durch  Steuern 
und  behördliche  Maßnahmen  eingeschränktes  Absatzgebiet.  Auch 
können  die  Eintrittspreise  nicht  wie  in  Amerika  auf  Grund  des 
Tonfilms  ohne  weiteres  erhöht  werden.  Es  bleibt  also  für  die 
Ausgestaltung  des  deutschen  Tonfilms  aus  finanziellen  Gründen 
nur  ein  allmählicher,  ruhiger  Aufbau,  um  den  deutschen  Film  vor 
schweren    Rückschlägen    zu    bewahren. 

Alle  diese  Erwägungen  haben  die  Ufa  in  ihrem  neuen  Programm 
einen  Ausweg  suchen  und  auch  finden  lassen.  Die  neue  Pro- 
duktion der  Ufa  erfüllt  die  Ansprüche  der  Theaterbesitzer,  die 
sich  zur  Anschaffung  einer  1  onfilmapparatur  entschlossen  haben 
oder  noch  entschließen  werden,  ebenso  wie  derjenigen  Theater, 
die  weiterhin  in  der  neuen  Saison  stumme  Filme  spielen  wollen. 
Gerade  die  Struktur  dieses  organischen  Aufbaues  des  Tonfilms  in 
Deutschland  ist  derart  interessant,  daß  man  immer  wieder  auf  sie 
hinweisen  muß. 

Die  Produktion  der  Ufa  umfaßt  eine  Reihe  von  Großfilmen. 
Unter  ihnen  befindet  sich  eine  Anzahl  stummer  Filme,  teils  aus 
eigener  Produktion,  teils  Spitzenproduktion  ausländischer  Her- 
kunft. Desgleichen  werden  große  Ufaton-Filme  hergestellt,  zu 
denen  sich  noch  zwei  gekaufte  ausländische  Tongroßfilme  ge- 
sellen. Die  Ufaton-Produktion  wird  mit  allen  Geräusch-  und 
Musikeffekten  und  insbesondere  Dialogszenen  ausgestattet  sein, 
teilweise  wird  sie  sogar  mil  einem  hundertprozentigen  Dialog  ge- 
dreht. In  den  gekauften  fremdsprachlichen  Tonfilmen  der  Ufa  wird 
allerdings  kein  hundertprozentiger  Dialog  enthalten  sein,  dagegen 
wird  ihre  Wirkung  durch  Gesangsszenen  in  deul.'^chcr  Sprache 
unlerslülzt.  Auch  die  Beiprogrammfilme,  wie  Kurzfilme  oder 
Wochenschauen,  werden  mit  Geräusch,  musikalischer  Untermalung 
und  mit  Begleilvorlrag  herausgebracht,  so  daß  der  Tonfilm- 
Thcalerbcsitzcr  sich  ohne  weiteres  ein  vollständiges  Programm  aus 
der  Produktion  der  Ufa  zusammenstellen  kann.  Auch  die  übrigen 
bisher  stumm  gedrehten  Filme  der  Ufa  werden  möglichst  mil  ge- 
räuschlicher und  musikalischer  Unlcrmaliing  geliefert.  Es  kann 
also  für  alle  Thealcrhcsilzer,  die  sich  für  den  Tonfilm  entschließen, 


niemals  die  Gefahr  eintreten,  im  Herbst  ohne  Programme  dazu- 
stehen, ganz  abgesehen  davon,  daß  reine  Tonfilmprogramme  in 
den  Tonfilmtheatern  selbst  in  Amerika  und  England  selten  sind. 
Aber  jedenfalls  werden  auch  zu  den  stummen  Filmen  der  Ufa  die 
Begleitmöglichkeiten  in  Form  von  Synchronisation  oder  auf  ähn- 
lichem Wege  vorhanden  sein. 

Aber  auch  für  die  große  Anzahl  der  Filmtheater,  die  in  dieser 
Saison  noch  keine  Tonfilme  herausbringen,  ist  gesorgt.  Sämt- 
liche Filme  der  Ufa  werden  auch  stumm  gedreht.  Diese  stumme 
Fassung  unterscheidet  sich  natürlich  wesentlich  von  der  Ton- 
filmfassung, denn  im  Tonfilm  werden  die  Sprechszenen  länger 
ausgespielt,  während  sich  im  stummen  Film  die  Spielszenen  rein 
auf  den  schauspielerischen  Ausdruck  konzentrieren,  also  in  ihrer 
Ausdrucksfähigkeit  sich  rascher  dem  Zuschauer  übermitteln.  Aus 
diesen  Gründen  werden  gerade  für  den  stummen  Film  besondere 
Aufwendungen  gemacht,  denn  eine  Reihe  von  Szenen  wird  in 
ganz  anderer  Einstellung,  die  sich  aus  den  Bedürfnissen  des 
stummen  Films  ergibt,  gedreht.  Thematisch  und  im  künstleri- 
schen Aufbau  bleiben  beide  Fassungen,  stumme  wie  Tonfassun- 
gen, natürlich  völlig  gleichwertig.  In  beiden  Arten  des  Films 
wird  von  der  Ufa  das  Beste  und  Vorbildlichste  geliefert.  Die 
Tonfilme,  ebenso  die  stummen  Filme  halten  sich  durchaus  auf 
dem  Niveau  der  bisherigen  großen  Erfolge  der  Ufa  wie  ,, Un- 
garische Rhapsodie",  ,, Hurra!  Ich  lebe!",  ,, Geheimnisse  des 
Orients"  usw.  Für  den  Theaterbesitzer,  der  stumme  Filme  spielt, 
werden  sich  natürlich  für  seine  musikalische  Untermalung  erheb- 
liche Vorteile  aus  den  vorhandenen  Erfahrungen  des  Tonfilms  er- 
geben. Er  kann  seine  sämtlichen  Ufa-Filme  in  einer  dem  Tonfilm 
bereits  angepaßten  musikalischen  Linienführung  orchestral  be- 
gleiten lassen,  so  daß  für  ihn  ein  noch  stärkeres  Zusammenarbei- 
ten   zwischen   musikalischer   Untermalung   und  Film    eintritt. 

Bei  der  Situation  des  Tonfilms  von  heute  kann  also  der  Thea- 
terbesitzer ohne  Sorgen  für  seine  Programm-Zusammenstellung 
Ufa-Filme  für  die  kommende  Saison  abschließen,  ob  er  sich  nur 
zur  Anschaffung  einer  Tonfilmapparatur  entschlossen  hat  oder 
nicht.  Ks  bleibt  auch  weiterhin  das  H;u:plaugcnnierk  der  Ufa, 
den  Tonfilm  in  Deutschland  organisch  aus  den  wirtschaftlichen 
Voraussetzungen  des  deutschen  Theaterbesitzers  und  den  künst- 
lerischen Bedürfnissen  des  deutschen  Filmtheater  -  Publikums 
heraus  aufbauen  und   zu   fördern. 


.; 


Die  Romane  des  beliebten 
Schriftstellers  Fedor  von 
Zobcltitz  werden  deshalb 
so  jjcrn  jjeiesen,  weil  sie  stets 
Beziehungen  zu  Zcitproblemcn 
enthalten  und  aus  diesem 
Grunde  seiion  allein  inter- 
essant sind.  Aber  über  den 
aktuellen  Stoff  hinaus  sind  die 
Zobellitzromanc  spannende 

I'.rzählunjien  und  jjesellschafts- 
krilischc  Gemälde.  Dieser  Au- 
tor versteht  es  außerdem,  Men- 
schen von  Fleisch  und  Blut  zu 
schaffen,  die  sich  mit  dem 
Leben  auf  alle  nur  mög- 
liche Art  auseinanderzusetzen 
wissen.  Da  er  auch  Humor 
besitzt,  gibt  in  allen  semen 
Romanen  ein  heiterer  Grund- 
ton die  Stimmung  an,  die  den 
Leser  hoffen  läßt,  daß  sich  die 
vielfachen  Verwicklungen, 

ohne  die  ein  echter  Zobellilz 
nicht  zu  denken  ist,  schon  wie- 
der einrenken  werden.  Einen 
seiner  letzten  Romane  ,,Das 
Fräulein  und  der  Levantiner" 
hat  die  Ufa  unter  dem  Titel 
,,Der  Sträfling  von  Stambul" 
verfilmt.  Es  ist  eine  Abcn- 
teuergeschichtc,   so    recht    nach 


Erich  Möller  und  Heinrich 
George 


dem  Herzen  der  Filmfrcunde, 
die  den  spannenden  Verlauf 
der  Begebenheiten  mit  Ver- 
gnügen verfolgen  werden.  Zo- 
beltilz  greift  in  die  Inflations- 
ihre  zurück,  die  eine  voll- 
kommene Umschichtung  der 
Gesellschafls  Verhältnisse  her- 
vorriefen. Viele  Frauen  aus 
gut  bürgerlichen  Kreisen,  die 
ihr  Leben  bisher  auf  Grund 
einer  Rente  oder  des  aus- 
reichenden Verdienstes  eines 
männlichen  Mitgliedes  der  Fa- 
milie geführt  hatten,  sahen  sich 
plötzlich  gezwungen,  ihr  Brot 
selbst  zu  erwerben.  Recht  oft 
waien  sie  vollkommen  lebens- 
fremd oder  standen  doch  dem 
sprunghaft  wechselnden  Auf 
und  Nieder  des  Lebens  hilflos 
gegenüber.  Dagegen  erntete  in 
ganz  Mitteleuropa  eine  kleine 
Schar  gerissener  Abenteurer, 
die  aus  aller  Welt  zusammen- 
strcimtcn,  dort,  wo  andere  ge- 
sät hatten,  weil  sie  skrupel- 
los jede  Situation  für  sich 
auszunutzen      wußte.  Einen 

solchen  Fall  nimmt  sich  Zo- 
bcltitz vor.  Sein  Roman  und 
somit  der  Film  schildert  die 
Erlebnisse  einer  jungen  Dame 
aus    gut    bürgerlichen    Kreisen, 


-W^'M^^iM^^-ir 


die  sich  pli)lzlich  dem  Niciils 
gegenübcrsichl  und  immer 
noch  nicht  bcjjreifcn  kann, 
wie  das  eigentlich  alles  fje- 
kommcn  ist.  In  diesem  Aujicn- 
blick  nähert  sich  ihr  einer 
jener  internationalen  Iiidu- 
strierittcr,  die  Geschäfte  in 
aller  Welt  haben  und  dem  die 
Millionen,  damals  in  Schwei- 
zer Franken  oder  in  holländi- 
schen Gulden,  nur  so  zuflie- 
gen. Der  Mann  aus  Stambul, 
einer  jener  gerissenen  Han- 
delsleute vom  Goldenen  Hörn, 
Mischblut  aller  Mittelmcer- 
rassen,  die  geläufig  ein  Dut- 
zend Sprachen  und  mehr 
sprechen,  weiß  das  arme  Fräu- 
lein natürlich  für  sich  zu  ge- 
winnen. Sic  zweifelt  zwar 
noch  etwas  an  ihm,  denn 
seine  ganze  laute  Art  ist  so 
anders,  wie  sie  diese  bisher 
bei  den  Männern  des  deu!- 
sclien  Bürgertums  kennen- 
lernte, sie  fürchtet  sich  etwas 
vor  der  Abenteuerlichkeit  sei- 
ner schnellen  Karriere,  deren 
dunkle  Punkte  sie  übrigens 
nicht  einmal  ahnt,  aber 
schließlich  bcsicgl  ihre  Mittel- 
losigkeit und  die  Aussieht, 
wieder  in  gesunde  Verhält- 
nisse zu  kommen,  jedes  Be- 
denken, und  sie  willigt  in  eine 
Heirat    ein. 


Die  Ärmste  ahnt  aber  nicht, 
daß  der  Mann  aus  Stambul 
bereits  verheiratet  war,  daß 
seine  erste  Frau  aber  seit 
Jahren  verschollen  ist,  und 
daß  er  sich  vergeblich  bemüht 
hat,  sie  mit  Hilfe  von  Detek- 
tiven ausfindig  zu  machen,  um 
eine  ordnungsmäßige  Schei- 
dung herbeizuführen.  Gerade 
am  Tage  nach  der  Vermählung 
erscheint  nun  die  Verschollene 
plötzlich  wieder  auf  der  Bild- 
flächc,  von  der  Sehnsucht  nach 
geordneten  Verhältnissen  ge- 
rieben. Der  Levantiner  muß 
jetzt  seine  ganze  Verschlagen- 
heit aufbieten,  um  die  Situa- 
tion zu  retten,  versucht  mit 
reichen  Schenkungen  die  Ein- 
willigung zur  Scheidung  zu  er- 
kaufen, aber  die  Frau  über- 
listet iiin,  und  bei  einer  Unter- 
redung unter  vier  Augen  mit 
der  unglücklichen  Neuvermähl- 
ten droht  sie  mit  Anzeige 
gegen  den  Levantiner,  wenn  ihr 
der  Platz  an  seiner  Seite  nicht 
sofort  geräumt  wird.  Also  die 
Schwächere  muß  der  Stärke- 
ren weichen,  aus  Angst  um 
die  Zukunft  ihres  Wohltäters, 
i'ud  resigniert  geht  sie  in 
den   Tod. 

Betty  Amann   und  Heinrich 
GeorPc 


^ 


ßr    S 

X_^   UND  W 


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UND  SEHR  VIEL 


SdiiriitÄel 


Givi.  La5ti0er  Abei/LteixerronaeLVb 


b 


/■/.  Fortsetzuns 

Jander  schoß  das  Blut  in  die  Stirn, 

Mircovichs   Augen    funkelten. 

Ranka    lächelte   ein   bißchen   spöttisch   zu   ihrem    Reisebegleiter 
hinüber, 

„Wer  sind  Sie  also?"   fragte   der  Hausherr  gepreßt, 

Valberg  ergriff  einen  Stuhl  und  setzte  sich  nach  einer  leichten 
Verbeugung  gegen  Ranka. 
—  „Ich  bin  ein  großer  Be- 
wunderer von  Autos,  Herr 
Mircovich.  Es  gibt  sehr 
schöne  Wagen  in  Ragazza. 
Kräftige  Wagen,  mit  denen 
man  in  einer  Nacht  ziem- 
lich weit  kommen   kann." 

Stille. 

Der  Grieche  räusperte 
sich. 

„Sie  sind  durch  eine  un- 
angenehme Verkettung  von 
Umständen  Mitwisser  von 
Dingen  geworden,  die  Ihnen 
selbst  nur  schädlich  sein 
können." 

„Wirklich?      Nur    mir?" 

,,AIso  kürzen  wir  das 
Verfahren    ab!     Wieviel?" 

Robby  Valberg  betrach- 
tete  seine   Sliefclspitzen. 

,,Eine  Million  deutsche 
Reichsmark  würde  ge- 
nügen", sagte  er  bescheiden. 

Jetzt  zuckten  sie  alle 
drei   zusammen. 

,,Ich  habe  die  Summe 
mit  keinem  Wort  genannt", 
flüsterte  Mircovich  Ranka 
auf  illyrisch   zu. 

Er  hat  also  noch  andere 
Quellen. 

Aber  worauf  will  er  hin- 
aus?   Wer   ist   er? 

,,Wcr  sind  Sic?"  wieder- 
holte er  laut  auf  franzö- 
sisch. 

,,Ich?  Das  wissen  Sic 
nicht?  Ich  bin  der  König 
von  Persien,  Natürlich  in- 
kognito. Ich  habe  deshalb 
nicht  viel  Gepäck  mitge- 
bracht —  nur  ein  paar 
kleinere  Elefanten.  Sie  lie- 
gen   auf    dem    Bahnhof    in 

der  Handgepäckausgabe.  Ich  hoffe  nur,  daß  —  — "  —  ,,Herr' 
Wir  sind  nicht  hier,  um  alberne  Witze  zu  machen.  Wenn  ich 
Sie  frage,  wer  Sic  sind,  so  tue  ich  das,  weil  icli  meiner  Frage 
auch  Nachdruck  verschaffen  kann." 

„Oh,   bitte!" 

Robby   Valberg   verbeugte   sich   leicht. 

„Ich  sehe  ein,  es  ist  allerdings  nicht  die  Zeit,  Scherze  zu 
machen.  Ich  möchte  Sie  auch  nicht  länger  als  nötig  hinhalten. 
—  Haben   Sie   schon  einmal   von  Amundscn   gehört?" 

„Von   dem   Nordpolfahrer?" 

„Ganz  richtig." 

„Was  hat  das  mit  — " 

,,Amundsen,"  wiederholte  Robby  feierlich,  ,, sehen  Sie,  der  bin 
ich  auch  nicht." 

Jander  schlug  mit  der  Faust  auf   den  Tisch. 

„Ein  Narr  sind   Sie,   Herr!"   schrie  er.    „Glauben  Sie,   ich   höre 


Harry  Hardl  beim  Training  im  Boxring     Plwt.  Ufa 


k 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 

Nachdruck  verboten 

mir    Ihr    Blech    noch    länger    mit    an?     Sie    haben    sich    für    mich 
ausgegeben,    und   auf    diese   Weise   — " 

„Glauben  Sie  mir  im  Ernst,  daß  irgend  jemand  auf  der  Welt 
es  auf  sich  nehmen  würde,  sich  für  S  i  e  auszugeben?"  unter- 
brach ihn  Valberg  eiskalt. 

Jander  konnte  sich  nicht   mehr  beherrschen.    Er  knurrte  etwas 

und  stürzte  vor.  —  Noch 
im  Aufspringen  schlug  ihm 
Robby  die  Rechte  gegen 
das  Kinn  —  sehr  sauber 
und  ordentlich,  mit  leicht 
eingebogenem    Arm, 

Jander  überschlug  sich 
nach  hinten  und  blieb  lie- 
gen. Ums  Haar  hätte  er 
Kanka  in  seinen  Sturz  mit 
hineingerissen, 

,, Verzeihung,  Fräulein 

Jcllacic!"  sagte  Robby. 
,,Es   ist   nicht    meine  Schuld 

—  er  fiel  nur  so  unge- 
schickt," 

,,Er  ist  überhaupt  unge- 
schickt",   sagte  Ranka  ruhig. 

Aber  ihr  Atem  ging 
schneller. 

Mircovich  halte  die 
Fäuste  geballt.  Er  brachte 
keinen  Ton  über  die  Lippen. 

,,Auf  Wiedersehen!" 

sagte     Valberg,       „Übrigens 

—  wenn  Sie  wissen  wollen, 
wer  ich  bin  — ,  ich  bin  Old 
Shatterhand,  der  Weiße 
Jäger!     Howgh!" 

Und  Old  Shatterhand 
verließ  das  Zimmer  und 
begab  sich  unverzüglich 
zur   Polizei, 

* 

Stanco  Papavic,  der  Po- 
lizeioffizier, war  schlechter 
Laune, 

Erstens  war  heute  mor- 
gen ein  Spiegel  von  der 
Wand  gefallen,  und  das  be- 
deutete immer  Unglück. 

Zweitens  war  das  Unglück 
auch    prompt    eingetroffen. 
Ein  Schreiben  vom  Justiz- 
ministerium,   was    mit    dem 
Gefangenen      Nummer      68 
wäre.  - —  Nummer  68  war  vor   drei   Monaten  eingeliefert   worden, 
und  vor  sechs  Wochen  etwa   hatte  Stanco   Papacic  entdeckt,   daß 
er  ihn  ganz  vergessen  hatte. 

Und    das    Schlimme    war   —    er    konnte    keine    Akten    über   ihn 
finden.    Es  war  nur  der  Vermerk  der  Einlieferung  da. 
Weswegen    war   Nummer   68   eingesperrt? 

Vielleicht,  wenn  man  ein  neues  Verhör  aufnahm  —  aber  so 
etwas  war  unglaublich  anstrengend.  —  Heute?  —  Bis  morgen 
konnte   das   Justizministerium  warten. 

Stanco  Papacic  gähnte.  Er  gähnte  dem  eintretenden  Robby 
Valberg  herzhaft  und  zwicblig  ins  Gesicht  und  zeigte  dabei  etwa 
acht  oder  neun   schwärzliche  Zähne. 

Seine  Feinde  behaupteten,  die  übrigen  besseren  zeige  er  grund- 
sätzlich  nicht  —  aus  Sparsamkeitsgründen. 
,,Bon   jour,   Monsieur",  sagte   Robby   Valberg. 
Die    Antwort    Stanco    Papacics    wurde    von    seinem    gewaltigeo 
Gähnapparat    völlig   zermalmt   und   verdaut. 


„Ich  komme  in  einer  wichtigen  und  dringenden  Angclegcnhcil", 
begann  Robby  Valbcrg  und  hüstele. 

Die  Atmosphäre  hier  war  ja  förmlich  mit  Staubmassen  geladen. 
Außerdem  roch  es  muffig  nach  allen  möglichen  Abfällen  und  ver- 
faultem  Holz. 

Slanco  Papacic  blinzelte  den  Störer  über  seine  verrostete 
Nickelbrillc  böse  an. 

Die  rötlich  blauen  Äderchen  zu  beiden  Seiten  der  leicht  ver- 
dickten Nase  legten  für  die  tägliche  Slibowitzquantität  ihres 
Besitzers   leuchtendes   Zeugnis   ab. 

Mit  ihm  blinzelten  von  den  verräucherten  Kalkwänden  der 
Polizeistube   Dutzende  von  vergilbten   Verordnungen. 

„Dringende  Angelegenheil  —  wichtige  Angelegenheit",  grunzte 
Slanco   Papacic.    „Wie  heißen  Sie?" 

„Robert  Valberg." 

„Geboren?" 

Es  wurde  ein  sehr  vollsländigcs  Personale,  das  Slanco  Papacic 
mit  kratzender  Feder  sehr  umständlich  und  unter  vielen  Mühen 
zu  Protokoll  nahm. 

Bei   der  sechzehnten  Frage  begann  Robby  zu   streiten. 

„Zum  Teufel,  ich  weiß  wirklich  nicht  mehr,  wo  der  ständige 
Wohnsilz   meiner   Großeltern   mütterlichcrseils   war!" 

,, Können  Sic  gegebenenfalls  einen  Nachweis  darüber  er- 
bringen?" 

,,Ja  —  ja",  sagte  Robby  verzweifelt. 

Es  war  einfacher,    ja  zu  sagen. 

,, Haben  Sic,  Ihre  Ellern  oder  Ihre  Großeltern  einmal  in  lUyrien 
gelebt  und  warum?" 

,,Gott  bewahre!"  stöhnte  Robby. 

Die  Feder  kritzelte. 

Frage  achtzehn  bis  einunddreißig  beschäftigte  sich  mil  seinem 
Vorleben,  der  M()glichkcil,  mehr  als  drei  Zeugen  für  Unbeschol- 
tenheil, geistige  Iniaktheil  und  regelmäßige  bürgerliche  Führung 
aufzubringen,  sowie  mil  seinem  Verhältnis  zu  Finanzämtern, 
Kommunismus   und   Faschismus. 

Schließlich; 

,, Können  Sie   lesen   und  schreiben?" 

„Ja",  platze  Robby  heraus.  ,,Aber  warten  kann  ich  jetzt 
nicht   mehr." 

,, Unterschreiben  Sie  Ihr  Personale." 

Slanco  Papacic  hatte  natürlich  illyrisch  protokolliert.  Viel- 
leicht unterschrieb  man  hier  sein  Todesurteil  oder  gar,  daß  man 
diesem    biederen    Amisbeflissenen    hunderttausend    Dinar    schulde. 

,,Was  wünschen  Sic  also?"  fragte  Slanco  Papacic  und  lehnte 
sich  zurück. 

Robby  Valberg  erzählte  die  ganze  Geschichte  von  der  Million, 
die  der  Sekretärin  des  Herrn  Stavridcs  anvertraut  war,  bis  zu 
dem  ichmübcrkrustetcn  Auto,  der  Auskunft  des  Wagenwäschers 
und  der  Aussprache  mit  Herrn  Mircovich,  mit  Ranka  Jcllacic 
und  dem  Rotblonden. 

Stanco  Papacic  horte  sich  das  alles  mit  an,  ohne  eine  Miene 
zu  verziehen. 

,,Sind   Sie  fertig?"  als  Valberg  Atem  holte. 

Und   auf   ein   verblüfftes   Ja: 

,,Das  ist  doch  eine  Privatangelegenheit!" 

„Wie  bitte?"   fragte  Robby  Valberg. 

,,Das  ist  keine  Polizeiangelegenheit",  grunzte  Slanco  Papacic 
empört.     ,,Da   hätten  wir   ja  viel  zu   tun,   wenn  wir   jede  — " 

,, Jetzt  sagen  Sie  mal,  mon  eher  — " 

Robby  trat  einen  Schritt  zurück  und  äugte  den  Polizeigewal- 
tigen mit  schrägem  Kopf  an.  ,,Das  ist  keine  Polizeiangelegen- 
heil? In  Ihrer  schönen  Stadt  wird  eine  Million  veruntreut  und 
eine  junge  Dame  verschleppt,  und  das  ist  keine  Polizciangclegcn- 
heit?  Fangen  Sie  erst  bei  siebenfachem  Raubmord  an,  sich  für 
den  Fall  zu  interessieren,  oder  ist  das  Verbrechen  an  sich  hier 
polizeilich  nicht  strafbar?" 

„Herr  — " 

Stanco  Papacic  rutschte  plötzlich  um  zwanzig  Zentimeter  in 
die  Tiefe. 

Er  war  aufgestanden,  und  da  er  außerordentlich  kurze  Beine 
halle,  brachte   das   diesen  Elfiekl   hervor. 

,, Überlassen  Sie  es  gefälligst  der  Polizeibehörde  von  Ragazza. 
zu  beurteilen,  ob  ein  Fall  von  uns  zu  bearbeiten  ist  oder  nicht!" 
brabbelte  er  empört.  „Was  Sic  mir  da  erzählt  haben,  müssen  Sie 
Ihrem  Konsulat  erzählen.  Das  gibt  die  Akten  nach  Berlin  weiter. 
wo  Sie  zuständig  sind.  Und  von  da  aus  gehl  die  Angelegenheit 
erst  an  das  Juslizminislerium,  und  wenn  wir  von  dort  Mitteilung 
bckonuncn,  daß  etwas  geschehen  soll,  so  wird  es  geschehen.  Ihre 
Ausfüiirungcn    interessieren   uns   vorläufig   überhaupt    nicht." 


Robby  Valberg  atmete  schwer.  Es  kochte  und  brodelte  in  ihm. 
Es  zischte   und   dampfte. 

Und  dann  kam  die  Eruption. 

,, Interessieren  Sie  nicht?"  stammelte  er.  ,, Interessieren  Sie  über- 
haupt nicht?" 

Er  packte  das  nächstliegende  Bündel  Akten  und  schmetterte 
es  in  eine  Zimmerecke.  Er  riß  den  Aktenschrank  um  und  tram- 
pelte knurrend  vor  Wut  darauf  herum.  Er  fegte  mit  einer  ein- 
zigen wilden  Handbewegung  alles  herunter,  was  auf  Stanco  Papa- 
cics  Schreibtisch   lag. 

Der  Polizcigewallige  hatte  sich  in  die  äußerste  Ecke  gedrückt 
und    krähte   um  Hilfe. 

In  der  Tür  zur  Wachtstube  erschienen  die  Köpfe  zweier  Poli- 
zisten, 

,, Sofort  auf  eure  Plätze",  brüllte  Robby  sie  an,  ,,odcr  ihr  seid 
eure  Stellung  los!" 

Die  beiden  sahen  sich  einen  Augenblick  unschlüssig  an.  Der 
Ton  des  eleganten  Herrn  verriet  den  Mann,  der  gewohnt  ist,  zu 
befehlen. 

Vielleicht  war  es  der  neuernannte  Polizeiminister,  der  hinter 
die   Bestechereien    Papacics   gekommen   war. 

Papacic  schrie  ihnen  zu,  den  Mann  festzunehmen. 

Aber  Robby  machte  drohend  einen  Schritt  auf  sie  zu. 

Sie  wichen  zurück,  und  Robby  schloß  die  Tür  hinter  ihnen  ab. 

,,Ich  werde  Sie  verhaften  lassen",  krähte  Stanco  Papacic.  ,,Sic 
haben   sich   gegen  die  Staatsgewalt   aufgelehnt!" 

Robby  Valberg  ergriff  das  Tintenfaß  und  schleuderte  es  Slanco 
Papacic  vor  die  Füße. 

Der  Inhalt  spritzte  nach  allen  Seiten. 

,,Das  ist  keine  Polizciangelegenheit",  sagte  Robby  kalt.  ,.Sie 
müssen  die  Sache  meinem  Konsulat  erzählen  —  das  gibt  die 
Sache  nach  Berlin  weiter,  und  von  da  gehl  die  Sache  an  das 
Justizministerium.  Wenn  Sie  von  dort  Mitteilung  bekommen,  wo 
meine  Großmutter  mütterlicherseits  ihr  Weekend  verbracht  hat, 
können   Sic   mich   meinetwegen  verhaften!      Leben   Sie   wohl!" 

Er  nahm   den   Schlüssel   zur    Polizeistube   mit. 

Bis  der  Schlosser  kam  und  sein  Personale  aufgegeben  hatte, 
vergingen  sicherlich   ein  bis  zwei  Stunden. 

Man  hatte  also   Zeit. 

Was   für  ein  sympathisches  Land! 

Der  Vulkan  war  noch  durchaus  nicht  beruhigt,  als  er  im 
Konak    anlangte. 

Was    war    jetzt    zu    tun? 

Sich  das  Schießzeug  einstecken  und  zu  Mircovich  zurückgehen. 
Der  Kerl  wußte,  wo  das  Mädel  war,  und  er  würde  es  auch  sagen, 
oder  es   müßte   mil   dem  Teufel  zugehen. 

Das  schwarzbärtige,  verräuchert  aussehende  Individuum,  das 
hier  alle  Funktionen  des  Service  zu  vollführen  schien,  Iral  auf 
ihn    zu. 

,,Dame    warten'  oben,    Monsieur." 

Er  grinste  dazu,  unter  gütiger  Mitwirkung  eines  schwärzlichen 
Zahnstummels.  — 

,,Eine  Dame?    Sollte  — " 

Robby   Valberg   stürzte   auf   sein  Zimmer. 

„Guten   Tag,    Monsieur",    sagte   Ranka    Jcllacic. 

,,Ah  —  Sie  sind  es  — " 

Zu  dumm,  daß  man  wirklich  einen  Augenblick  lang  gedacht 
halte    — 

„Bitte,  nehmen  Sie  Platz,  Mademoiselle." 

,,Sie  haben  mehr  Lebensart  als  Dmitri  Mircovich", 
lächelte  sie. 

,,Ihre  Komplimente  sind  erfreulicherweise  nicht  übertrieben", 
sagte    er    trocken. 

Jetzt    lachte   sie   sogar. 

,,Sie    sind    ihm    überhaupt    überlegen.      Deshalb    bin    icli    hier." 

Er   sah    sie   aufmerksam    an. 

,,Wic    soll    ich    das    verstehen?" 

Sie    überlegte    und    hob    dann    den    Kopf. 

,,Ich  will  ganz  offen  zu  Ihnen  sein.  Es  hat,  glaube  ich.  Ihnen 
gegenüber  keinen  Zweck,  Versleck  zu  spielen.  Sie  wissen  von 
der  Sache  mit  der  Million.  Sic  wollen  die  Million  haben? 
Ist    das    so?" 

,,Das  ist  so",  sagte  er  leise  belustigt. 

„Sehr    gut.    Aber    Sie    werden    Sie    niemals    bekommen!" 

7" 

,, —    ohne    mich!" 

„So.     Wenn    ich   nun    zum    Beispiel    Herrn    Mircovich   —    hm   - 
sehr   energisch    befragen   würde   — "  Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erre i'chtert 


Antragen    erbitten    wir    an    die     Redaktion    des    „  F  i  I  m  -  M  a  (i  a  z  i  n  ",    Berlin    SW  68,     Ziramerstraße     35—41 
5>chcrlverla(i.     Antwort  erloljit  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat    also  keinen  Zweck 


An  V  i  c  1  o  :  Aiiimyme  Briefe  werden  nielit  Iieanfwortet.  liei  Manu- 
skrlptaMselciienliciten  bitten  -wir  ioI<ii'niles  zn  lieaclilen:  .leilcr  ArilraKc  i.-t 
l.'rii-kpürtii  beiziit'iii;cii.  .l<-(le  Eiii.-cnihiiiK  eines  .Manll^kl■ipl^  zur  rruliiun 
i-t  zwceUIos.  Hill-  Kx|>o.-r's  im  rnif:iri;;r  von  2— .".  fielireiljnia'-rlMnenM-ili'n 
siiiil  zur  Eiiisendn?!!;-  an  die  I'üniindiiMrie.  Keeisseiire  nsix .  i;eeiynet.  Fiir 
Verlust  der  einvicsandleii  Maiuiskriple  kann  kiMne  \'eran(\\ortiiM^  iilier- 
noniiiieii  werden,  .alvii  soll  der  \Crlasser  nur  ])urclisclil.if;-e  senden,  von 
luiiulüeseliriclienen   .Scndnn.ijcn   Ueserlieli)   eiiH>   Alisclirilt   ziiriicklielialten. 

• 

T  r  II  d  (•  K..  K  i  <■  I  :  llir  Uild-  nml  Artikel«  nn-cli  ist  vin-;;cinerkt 
und    seil    in     .-i  li^elili.n  ei     Zeil     eiliilU     werden. 

I  r  III  -  ,1  r  il  K..  1"  .1  s  i 
\\  ,1  i  1  d  ()  r  r  :  Curry  IJelJ  w.dint 
l>ln.-('li;irliittenl)nr^.  Km  l'iiisfen- 
(l.iinni  ts.').  lt,i  K'ina  Herlin-\\  il- 
niersdorf.  AVüincrsdinfer  Str.  !l.s. 
,\l.iri,i  .siiiUe;;.  Kerliii-t^riiiKMV.'iid. 
.\larn'arellienstr.  .'>.  Till.i  (i.'irden 
Herliii-('li,irliitlenliiiru.  l).ililiii,iiin- 
str.ilji'  b.  K'idiin  lr\iii  ist  diireli 
die  (llyiniii.i-l'ilni.  J{erliii  S\V  IS, 
Frieilrieli-lr.   :\'.    zu    erreielieii. 

I  u  II  .1  II..  I)  r  e  s  d  e  n  :  l{.i- 
nnni  Xii\.irrn  ist  diircli  die  .\le- 
ti(i  -  tJdIdwyn  -  Studios,  (nlver- 
(■it\.  K.ilil'iirnien.  f. .S.A.,  zu  er- 
reielieii. Sie  Ii;ilieii  reelif.  er 
«nide  in  Dur.an^ii.  .\le\ikii.  K''- 
liereii.  Dil'  lieiiurlsj.ilire  der 
Kiinsiler  iiclien  wir  ürnnihiitzlieli 
liielil  :in.  Sie  kiiniieii  deiil-eli  .-in 
Niiv.'irni  silireilieii.  D.is  K'.iniciii 
Niiv.'irni-Kui'li  erli.ilteii  Sie  diinii 
den  M.ix  M.ittisMin-Verl.i;;:.  J{cr- 
lin  SW  (i.s.  Killersir.  Tl.  Kosleii- 
liiiiikl:  I-.'in  .\I.  Wir  iieliinen  .in, 
(1,1  IJ  der  Künstler  siiiiter  seine 
(;es,injiss|ndi<'ii  wieder  in  Herliii 
;iul'iieliiiii-ii  wird.  —  l'iir  Ihre  lie- 
lu'ii»«  iinliuen  .\nre^un;;en  il.iii- 
ki'ii  «  ir  \ crliiiKllieli-l.  Die  AN  iin- 
selie  sollen  so  Ii;tld  wie  iiiii^Iieh 
erl'iilll    u erden. 

|{  1  i  U  i  t  t  e  Helm  -  V  e  r  - 
e  h  r  e  r  H.  X.,  S  I  n  t  t  ;r  a  r  t  : 
Hl  initte  iHelm  (lilit  .\iilo;ir.ininie. 
Sie  li.ilien  sie  mit  lluor  Hitle 
diirelians  nielit  lielästii;'!.  und  wir 
fil.inlieii  liestimmf.  d.ilJ  Sie  die 
rnlerselirilt  in  einiger  Zeit  noch 
erli.'ilteii  werden  Aller  Sie  dür- 
fen nielit  verues>eii.  d.il.I  die 
Kilinsi;us,  und  lie^nnders  Hri'.;ille 
Heim,  diireli  ilire  Tiitijikeit  selir 
sl.irk  In  .\nsprueli  «•eniimmen 
.sind  und  t;i;;lleli  nielir  ;ils  lniii- 
diM-l  Uriel'e  liekiniimen.  die  .alle 
lie.inlw  iirlel     «erden     «olieii. 

1.  11  I  t  i  .1  II  s  II  .-1  iji  II  u  r  ^'  : 
ll.aiis  Ad.illierl  SeliL^nou  «nlint 
Berlin  (>  JT.  (JnilJe  Kriiiikfurler 
Sii-,il,;e  I.  und  l'iliiil  lleitii^-.  Die 
.Miinliclikeil  lie>lelit,  d.ilJ  Selilel- 
tii«  ,iueli  einni.il  ii.ieli  ll,iiiiliiirs;- 
kdinnit.  —  H.aiis  .Mln-rs  «nliiit 
Merlin,  r.eniiestr.il.le  7.  l'ied  l.nis 
l.ercli  Jferliii  \\'.  l{e;;-eiisliiirKer 
Str.-iUe  II.  Dm-  Kielilier^-Kiliii 
..(iriilM.-idl'-i-limellerliii;;--  «  iirde 
in  Xeiili.-ilieM.er;;-  iiedrelil.  \er.i 
Selimilerlou  «nliiil  Herliii-Il.aleii- 
see,  XeslursIralJe  I.  ..Wenn  di-r 
veilJe  Flieder  wieder  liliilil- 
wurde  vor  iinncfiilir  einem  .l.ilir 
.■inlKen.immen.  Ver.i  Seliinileiliiw 
ist  Sehwedin,  l,y,i  .\l;ir,i  wurde 
in  I;i-,-i  j;-elmreii,  sie  sind  nielil 
verw.iiidi.  Wir      kiiniien      eine 

AelinlicIiUeil  zwischen  lieideii 
nielit  festslelleii.  Jl.iv  Aller  ili-r 
rilmstars    \  en.alen    h  ir   niilii. 

All  red  X,.  H  e  r  I  i  11  ;  Mimu  von  Dellv  ist  diireli  die  lloni-Vilm, 
Herlin  SW  l.s.  Friedriehsir.  2i'r..  K.ilph  C.iney  isinarl  Wehlis)  diireli  da.s 
J)eutselie  raelitspiel-S.Midik.il.  Jferlin  SW'  4^,  l'rii-drielistr.  2J.'),  zu  errei- 
elieii. Till.i  (lardeii  wiihnt  Herlin-Cli.irliittenliiirti-,  Dalilmaniislr.  ,s.  Ciirrv 
Hell    Herlin-Cliarlollenlinrn,    Kiirfiirslend.inim    l.s.'i. 

F  i  1  m  f  r  e  ii  n  d  K  r  w  i  n  a  n  s  (",  ii  r  I  i  t  z  :  A\'enn  Sie  zum  Film 
wollen,  so  müssen  Sie  sieh  nnmittelhar  ;iii  die  Kilmf;i'sellseli,illen  wenden, 
l'.iiim-  Adress,.|i:  Ff.i.  Merlin  SW  lis,  Keelistr,il.!e  n-— S,  Xation.il-AV.irner, 
lierhii    SW     t,s.    I'riedriehstralle    tu.     Terr.i.     Merlin    SW    OS.    Knelisiralie    7:;, 


Vollschlank  wird  Mode!    Phillis  Crann,  eine  neue  Komödiendarslellerin. 
mit  ihrem  Partner  Ellioi  Nugcnt     Phoi.  Cl.  S.  bull 


t;  .1  r  h  o  -  II  e  I  111  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  .  Köln:  i;rel:i  (i.irlio  li.it  .•im 
17.  April.  Mrisilte  Helm  .im  IT.  Miiiz  (ieliiirtslai;.  (Jrel.i  li.-irh.i  wurde 
111  t.ciiehor--.  Schweden.  Hri-itle  Helm  in  Herliii  uchoreii.  Hei, je  Kimst- 
lerinnen  sind  ^roLI.  hlniul  und  lii.-i  iiaii;;ii;.  und  lieide  ^id.eii  A  iilnür.imme. 
Uriuiile  Helm  isi  mit  h'icli;ird  \\  eilJlMcli  \  ei  lieii.alei,  (irel.i"  ti.arijo 
ist    ledit;. 

F  i  I  m  I'  V  e  ii  n  d  e  a  n  s  F  r  a  ii  k  I  ii  r  (  '  O  d  e  r  :  Der  neueste  Film 
mil  11,-e  Slulir.-iwa  IcilJl  „Spuren  im  Selmi'e  •  i  Di^r  I  lef.aiiKi-iie  der  Mer- 
iiin.'ii.  —  D.dcires  (ostello  ist  mit  .lohn  H.irrymore.  .lo.iii  (  r.iwford  mit 
J)iMi;;las  F.airli.inUs  jr.  verheir.alel.  —  (Jiist.iv  Dieül  wurde  in  Wien  ;;e- 
lioreii.  —  \  er.i  Schmiterlii«  s  rarlner  in  ..\\ Cnn  der  weilJe  l'lieder 
wieder    liliihr'    lieilJl     W.illlier    i;iiilei-. 

Her  III  .-1  II  11  i;..  .\  n  k  I  ;i  in  : 
T'.inl  W  c';;elli'rs  st.-lllili';e  .\il  res>-. 
i~t  Merlin  \\  :;,').  Am  K.ai  Isli.id  1. 
Der  Künstler  hefindet  sich  ;iii;;eii- 
lilicklieli  :iiil'  einer  (iastspielicise 
durch  Süd.iinerika.  Wir  nehmen 
liestinimt  an.  d.-ill  ihm  dii-  l'ost 
n;icli;;escliickl  wird.  \Vep:eiier 
^ilit  .Vntonr.iiiime.  F.in  neuer 
Film  mit  ihm  ist  voilanfiü;  nicht 
in  .Viissielit  ;j.'eiiMiiimen.  .lawolil, 
wir  \  ermilli'lii  A  iilonr.'imme  und 
werden  also  ;iiich  Ihren  Wunsch 
(jerii  crfiilleii.  .\her  Sie  iiiiisseii 
sich  schon  ;;(iliilden.  his  l'.iiil 
W  c;;cner  wieder  in  Merlin  ist. 
Denn  wir  \  ermitttdn  keine  Fnter- 
scliriflcn  von  Filmsl.ars.  die  im 
Auslände  hdieii.  Später  senden 
Sie  Ulis  zw  eckmäUiu,'  eine  Kild- 
karle  von  dem  Kiin^iler  iiinl 
ti..'iii    .\l.    für    l'orlo. 

K  I  I  i  (!..  M  e  r  I  i  II  :  Is7  Aiilo- 
Sr.aiiiiiie  liesilzcn  Sie  —  il.as  ist 
.allerdinus  ein  Kidvord!  lt:i  K'in.i 
wohnt  Merliii-\\  ilmersdorf.  W  il- 
nier^dorl'er  Sir.il'e  «IS,  Jfeiici'  Sto- 
In.iwa  Meilin-lkilensee,  Wesi- 
fiilische  Sir.ilJi' :'.l,  ll:i  -Meery  Iter- 
lin-W  ilinersilorf.  Duisliurner  Sir. 
Xr.  17.  .letta  tJoiidal  ist  in  Me- 
verly-Ilills.  Holl.xwood.  Kalifor- 
nien. F.  S.A..  und  I'ola  Xi't;ri 
in  den  Elstree-Sindios.  Her-- 
t'ordsliire.  Eli;;l:ind.  zu  er- 
reichen. Louise  Mrooks  woliiil 
im  Kden  -  Hotel.  Merlin.  Kinl.i- 
jiesler  Sir.il.ii'.  M,ir;;ci  l.ioii  Heilin- 
Fri("deii.iii.  lüideslieimer  I'l.itz  in. 
Hl  ,1  r  r  .\  I.  i  e  d  t  U  e  -  \'  e  r  - 
e  h  r  e  I    i  n  .  Düsseldorf: 

H.irr.\  l.iedtke  wolinf  Herliti- 
(iniiiew  .ild.  Misin.irekallee  tC. 
w  nrde  .-im  Vi.  Oktober  in  KiiiiiKs- 
liers  Ki'boren.  war  früher  mit 
iler  Scli.-inspielerin  Troft.  sp:iter 
mit  Käthe  J)oiscli  und  ist  .jetzt 
mit  Hr.  (hrist.i  'l'ordy  verheir;i- 
te(.  Kr  hat  zwei  Sidiiie.  J.iedlke 
f;ibt  AiiloiiT.iiiinie,  .sie  dürfen  ihn 
rnlii^- d.iriim  billeii.  Sein  iieiiesier 
Film  ist  ,.Der  sclnv.arze  Domino" 
mit  \ei.i  Schmiterlöw  als  Part- 
nerin. 

( '  1  ;i  r  a     M..     M  a  r  in  e  n  :      Den 
Alless.indro    in    ..H.imon.a''   spielte 
Warner   Maxter.  —  Conrad   Xaijel 
ist     durch    die    AVarner    Mrolhcrs. 
.'i.slL'.      Siiiiset     Üonlev.ird,      Holly- 
wood,   K.ilifornien.    F. .S.A..   zu   er- 
reichen.    Kr    isl    mit    der    .Sclirift- 
stellerin    Uiiili    llidins   verlieir.-itet. 
—   Die    betreffende    üolle    in    ..Meli 
Hur"     wurde     ^on     M.iv     .\lc\\(iv 
d.irtceslellt.       —       Ch.irles     V.inel 
spielte     den     Xapoleon     in     ..A\  .i- 
terloo".      —      .lohn       Barrymores 
neuester     Film     ist     ..Der     Köiiit;- 
der    Merniiia"    mit    C.imilla    Horii 
als    l'.irtiieriii. 
K  .1  r  1     AV..     H  . i  n  n  o  v  e  r  :      .\ni     besten.     Sie     beziehen     ..Das    Film- 
nianuskripf    iininitteib.ir    durch    den    Verl.iff    .\fa\-    .M.itlison.    Merlin    SW  Ii8. 
l(illerslral.!e    71.      Aber    selbstversländlicb    kiinnen    Sie    d.is    Miicli    .•incli    bei 
einem    dorli;;('n    Hnclih.-iinller    licsfelleii.  —   Sie    h.iheii    recht,    zunächst    wird 
das  F;\|iose    (iescbrielMni.    d.'in.-ich    wird    das    Dri-bbiich   —    in   der    He^i'l    nur 
von     l''.-iclileilten    —    ;iiisf;e;irbi'ilet.     —     Die     St.alisteii     erh.ilten     ein     T.ases- 
bonorar    von     11)— -jn    ,\l;irk,     doch     werden     sie    im     ;illK<'nieinen     liüclisteiis 
.acht    T;iji(!    bescliäfti.nt. 
Vj  1  .s  e    S  e  li  ..    B  o  n  n 


1,              ,.           -            ,,:           ",,■ -^  . -T  >     ...   ....    ..Willi.    Der    X'aiiie    des    li(>treffenden    Sch.aiispielers    in 

ne;;ew.ii(i.    Berlin    SW     IS.    I- nednchslr.i  be    2M.    ii.   .i.     CewilJ.    Sie   branclieii         dem   Ki'nannten    Film    ist   auf  dem    rro^ramm    nicht   aif eben 

znnaclist    so-ar   sehr   viel   Celd.    lind    zwar   für   Schminken.' ele-.iiite   (i.irde-  I  r  in  u  a  r  d     W..     Stettin:     Durch     den     Verla-     .Tllliistrierie     Film- 

lolie.    I  botos    usw.    —    Die    H.iuinil.irstellerin    ans    dem    Film '..Die    Toeliter  woclie-,     Berlin     SW  Cs.     KochstralJe     i:/H.     erhalten     Sie     auch     sicher     ilie 
«les    Scheielis  ■    heißt    Bebe    Daniels    iiiid     ist    dnreli    die    l'.iramoniit.    öt.'.!,      ■  K<-wiinschten     Szenenbildkarten.    —    ..(üista     Berlin--     ist    im     Verleih     der 

^lar.i    lon    Street.      Ilolvwood.     K.ilifornien.     T'.  S.  A..      zu      erreielien.      Die  Ffa.     ..Brennende     dreiize"     im     Verleih     der     Xational     erschienen.       ..tjiio 

IMiiiMierin      ist      mit      Ben     l.yoii      verheiratet.      Sie    silit    .Mitojiiamme.     —  V.adis?'-    wurde    von    der    Cines-Film    in    Kom    her-i'stcllt,    verlieben    wurde 

Viiicrtini    ist    mit    X  iclil-Sclninspielerin    verheir.itct,  der  Film   durch   das  Filmlians   Bruckniann. 


laici.a 


^' 


'  f 


Das  Resultat  unseres  Preisausschreibens. 

Auf   unser  Preisausschreiben   sind   uns   wieder   mehrere    lausend   Lösungen   zugegangen.     Wir   mußten    deshalb   die    Gewinner 
durch  das  Los  feststellen.     Es  erhalten: 

1.  Preis:  zu  RM.  20, — :  Bernhard  u.  Irmgard  A'oigt,  Leipzig. 

2. — 4.  Preis:  je  RM.  10, — :  Elisabeth  B  ö  v  i  n  g  ,  Pianistin,  Barmen;    Schneider-Scheer, 
Schauspieler,  Bonn;    Karl    Roth,    Lehrer,   Ludwigshafen, 


5, — 24.  Preis:  je  ein  Scheckheft  mit  6  Eintrittskarten:  Jost 
Rapp,  Bremen;  Josef  Balg,  Köln-Zollstock;  Olga 
Demski,  Danzig-Neufahrwasser;  Frau  Christel  Schä- 
fer, Ludwigshafen  Rh.;  Hedwig  Stange,  Frankfurt  Main; 
Oskar  K  1  i  n  g  e  r  ,  Dentist,  München;  Ilschen  Spieß,  Ber- 
lin; Mary  Anders,  Berlin;  Frau  Guslel  Hirt  es,  Mainz; 
Victor  L.  Schieß,  Leipzig;  cand.  jur,  Ernst  Otto,  Bar- 
men-Nächstebrech;  Else  Stein,  Saarbrücken;  Käte 
P  e  t  r  y  ,  Köln;  Mary  Schräg,  Hagen;  Helmut  Schmidt, 
Elberfeld;     Hedwig     Seeliger,     Hannover;     Fiau     Dora 


Weiß,  Freinsheim,  Pfalz;  Lydia  Schwerin,  Bad  Ems; 
Margarete  Noack,  Königsberg  i.  Pr.;  Ursula  v.  Pult- 
kam e  r ,  Bln. -Wilmersdorf. 
25. — 34.  Preis:  je  ein  Scheckheft  mit  2  Eintrittskarten:  Chem. 
Ing.  Joh.  Körber,  Ludwigshafen  Rhein;  Walter  Diet- 
rich, Oppeln;  N.  B  a  t  h  e  1  t ,  Estland-Pernan;  W.  Fried- 
rich, Bln. -Buchholz;  Ilse  Zell,  Ilsenhorst  bei  Jastrow; 
Margarete  Sachse,  Bernburg  a.  S.;  Thea  Kostian, 
Hamburg;  Bruno  Walter,  Dresden;  Rosy  F  e  1 1  e  r  , 
Zürich;  Erika  W  a  1 1  h  e  r  ,  Leipzig. 


I'.IK«  "iiil  I>()n>lliy  .Sc'liasti.iii  sind  ihirch  ilii-  Molro-Cnlilw)  ii-.Sttulii)S.  «'iil- 
viT-City.  K;ilil'i>riii(Mi.  ll;ir;i  Itow  durch  dir  riir.iinoiiiit-.'^liidin''.  T)!.')!.  .M:i- 
r.itlioii  Mrcct.  JIcillywDOil.  K.iliFciniicii.  L'.  S.  A..  zu  cin-iiliiMi.  Edilli 
.Icli.niiic  i>t  diircli  die  Jffx-Iii^r.iui-Siudios,  Nizz.i.  l-'r.iiikicicli.  orn'i(lili;ir. 
—  Sil'  kiiniuMi  .-ui  Cicl.i  (i.ulm  niliis'  d<'iit>cli  schn'ili<-ii.  JJic  Kiiiistlt'riii 
lilcilit  voiläufit;:  in  Aiiicrik.i.  —  Wir  )i:ilicu  dii"  Ix-irclfciulru  l'iliiisi.iis  ;ii\ 
dir  liillifrcii  Aulii.nr.niiiiir  crinm-rt.  —  ()ln;i  'I"sc1ut1ii)\v:i  li.u  :»n  M.  April. 
I'cc  .\l.illcii  .-IUI  1'.  Dozciiiber.  Diu.i  (ir.ill.i  .im  J.').  .I.iiiii;ir,  Cl.ir.»  Buw  ;im 
!<.    August    (Jcbiirtst.if?. 

Kurt  K..  S  (•  1  i  ü;  p  II  s  t  :i  d  t  :  Es  tut  uus  .-nifricliti^  loTd.  llinen 
kciui-  iir.iktiscIu'U  UmIscIiImhc  f;i'l)cii  zu  kcium-ii.  Alicr  wir  M-ruiilteln 
keine  Kilmeus-iiüeiuents.  W  <-un  .sie  Filiuseli.iu>iiielei-  werdeu  Avolleii.  so 
«eudeii  Sie  sieh  .-lui  zweckuiiiLiiiisleu  ;iu  die  l'ilmtresellscii.iftou  uuniiltel- 
li.ir.  Wir  si'lx'U  Ilnieu  eini;;e  Adre.sseii:  Doutselies  I.iclilsiiiel-Syndik.it, 
lierliu  S\V  i^.  Friedricli-lr.ilJi-  ■2-2:,.  i:f.i.  Heriiii  SW  6!*.  Koihslr.iUe  (!— s, 
X.itiiui.il-W.iiuei-.  Uerliu  SW  1«.  Kiiedrirlistr.iiJi'  1".  A:if:i.  »erliu  SW  is. 
Frie(lii<li>lr;ilJe  22-\.  —  W  \v  ui.ielu'u  aluT  sleich  darauf  aufiuerk.<aui.  daß 
die    Aussiehteu    lieini    Film    nur    m-Iu    K<'riu?r    sind. 

.7  (I  li  II  (i  i  1  I)  e  r  t  -  (i  r  (■  t  .i  C  a  r  l>  ii  -  \'  e  r  e  li  r  e  r  i  ii  :  .Tolin  (iilbert 
liat  sich  kiirzlich  mit  ilcr  anicTiUanischcn  Scli,ius|iieleriu  Ina  Chüre  ver- 
ni.ihlt.  —  (iri'l.i  (iarlid  ist  Schwedin  und  wnide  in  tüilelmrtt  neboreu.  .Sie 
ist    unverheiratet.      Ucidi>    Künstler   :;i'beu   AutoKrauime. 

11  e  I  ni  -  11  a  r  v  e  y  -  1'  :i  r  1  n  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  .  A  u  «  s  b  u  r  }r  :  '^V'r 
nehuien  .-»u.  ilalj  Dit.i  l'.irli)  schiiu  fjliickliehe  Autcibesitzcrin  ist.  —  Ihre 
CriilJe  sind  den  betreffenden  Filnist.as  bestellt  worden.  I.ilian  H.irvpy 
h.ilte  .ils  blutjunj;i-s  Mädchen  in  Berlin  'r.inzuuterricht  bei  einer  bek.inuten 
'laiizerin  fienonnnen.  Ks  ist  sehr  leicht  niii^licli.  dalJ  ..l>ic  Xibelunsen'" 
wieder  einui.il  ;ils  Keprise  in  \u:;sburj;  Linien  werden.  —  Xcben  Carl 
dl-  X'ofjt  lind  l.olte  N'eiini.nin  niikleii  iiii  ..l"ri)hlicheu  \\ein1ier5:;"  C.-linilla 
llorn.    Hudolf    l{itlner    niid     1-rii.:    Odeni.ir    mit. 

F  i  1  111  -  11  n  d  T  li  e  ;i  t  e  r  V  r. e  n  n  d  i  n  K  d  i  t  h  T,..  15  e  r  1  i  n  :  Marga- 
rete Schön  wurde  :im  7.  .April  in  .\lai;debiir'r  iicdioren.  Sie  ist  unverhei- 
ratet. J>ie  Künstlerin  koninit  viiu  der  .Spn'clibiiliue  zum  Film.  Sie  spielte 
die  Kriemliild  in  Fritz  l,:iiis:s  ..Nilu'lunneu".  Vnr  kurzer  Zeit  s.ili  min 
sie  in  ...Menschen  der  Heimat"  (Die  von  der  .Scliolle  sind).  • —  Velicr 
Otto  I..'iul)infrer  können  wir  Ihnen  im  .\n;.;eublick  noch  keine  Daten 
neben.  Iter  Künstler  wcilint  Uerlin-Friedeu.in.  Wiel.indstr.ifjo  i'.">,  ist  sidir 
viel  ,111  der  Sprechbiiline  tätin'.  K'ht  -\utOKr;imme  und  liebt  solbslver.stäud- 
licli    .•inch    alle    Hlnmen. 

II  e  i  n  r  i  c  h  (1  e  o  r  K  p  -  V  e  r  e  li  r  e  r  .  Berlin:  Heinrich  Cioorges 
näclister  Film  heißt  ..Der  Str.-iflin^  von  siambnl"  lO.is  Fraiib'in  und  der 
l.evanliner).  Betty  .\ni.inu  ist  seine  I'.irtnerin.  (".eoru;e  wurde  in  .Stettin 
Kcliiiren.      F.r    li'ibt    .Vulofiraninip    niid    ist     unverlieiratet. 

(ierdi  S..  II  ;i  n  ii  o  v  e  r  :  Ob  und  wann  Ilse  und  Kence  Stnbr.iwa 
einni.il  ziis.immen  spielen,  wissen  wir  nicht.  Ilse  Stobr.iw.is  neucsier 
Film  lieil.it  ..Spuriti  im  .Schnee"  (Der  (lef.iiiiiene  der  Bernin.-i'i.  Ihre 
nächste  .\rbeit  ist  ..l'evolti-  im  KrzielnniKsh.'ins ".  I'eiiee  Stobr.iw.-i  tr.it 
bis  jetzt  nur  in  dein  deiitsdien  Tonfilm  ..Melodie  der  Well"  hervor.  Beide 
Schwestern  kommen  vnii  der  Sprechbiiline  zum  Film.  Ilse  Stobraw.i  hat 
am  il.  I"(d)ru;ir  (ielmrtsi.if;-.  —  Bildk.irten  von  den  Siobraw:is  können  Sie 
.iiich  durch  den  Vi-rl;iK  ..Illustrierte  Filmwoclie ".  Berlin  sW  f,s,  Kncli- 
str.'ilie  G — «.  bezielien.  Hence  Siobraw.i  wohnt  Bi'rliii-ll:«lenspe,  AVesi- 
fälisehe    Sir.il.ie    :;i.    Ilse   Slobrawa    Berlin    W    M.   .\s,li,iffeuliur:;er    Sir.-iße   Ci. 

1'  .1  11  1  B..  II  i  n  d  e  n  b  u  r  i;-  :  .\ii  fii'IP'i.  vvirksamen  Filmideen  lial 
jede  Film;;esellschaft  liileresse.  Sie  finden  .in  .•inderer  Siidle  die  .\ilressen 
villi  eininen  Firmen.  Wir  iieiiniii  Ihnen  iioeb  die  Emelk.i  in  Miinclien, 
SoniieiisIr.ilJe  l.'>.  die  Ilom-Film,  Berlin  SW  IS.  Kriedrichsir.iLie  i'J.'l.  die 
(Jreenbaum,  Berlin  NW  •<,  I'rinz-I.onis-I'erdinand-Siraße.  Keke  Doroilieen- 
slraße.  Selbstverständlich  müssen  .•lueli  im  .'lusfübrlicheu  Drehbuch  die 
soKen.i nuten  Zwiseheuiilcl  ausne.irbeilet  werden.  Wenn  Sie  einen  Itoni.iii 
verfilmen  wollen,  so  müssen  Sie  sich  die  (ieuehminuuÄ  il.izii  vom  .Viilur 
liolen.  bei  der  Operette  mü.sspn  .Sie  Koinponislen  und  Textdichter  fr.ijieii. 
—  Fv.a  von  Herne  Ii;it  keine  Filinscliiile  besucht.  Sie  wurde  in  Wien 
niboreii    und    gibt    AntO)rraniine. 


Allen  übrigen  Freundinnen  und  Freunden  unseres  Blattes  sagen  wir  herzlichen  Dank  für  die  Beteiligung,  hoffen,  daß  ihnen 
das  Raten  wenigstens  viel  Vergnügen  gemacht  hat  und  daß  sie  beim  nächsten  Preisausschreiben,  das  schon  in  der  kommenden 
Woche  verüffcnllicht  wird,   mehr  vom  Glück  begünstigt  sind  als   diesmal, 

F  i  l  m  f  r  p  u  n  d  M.  1(.  aus  Berlin:  .\eltere  Filme  mit  l'ola  Ncfiri 
waren  ..Carnien",  ...Madame  J)ub,irry  ■.  ..A'endett;i',  ,,.\rine  Violett:»", 
...Suinuruii".  „Die  Hernkatze",  ,1a,  es  ist  wahr,  die  Künstlerin  hat  siih 
kürzlich  von  dem  Prinzen  .Serne  .Mdivaui  scheiden  lassen,  —  Harry  l.iedlke 
war  nie   mit  (irete  Moslieim   verbeiralet. 

K  1  i  s  a  b  e  t  h  H  e  r  n  n  e  r  -  I-  i  1  i  a  n  II  .i  r  v  e  y  -  Y  e  r  e  h  r  e  r  :  Kli- 
s.ibetli  Bernner  wohnt  Berlin-I>.ihlem.  F.ir.id.i.v  wen  J-''.  hat  braune  .\iincn 
und  tizianrotes  ll.'i.ir.  Ihr  neuer  Film  mit  ihr  sti'ht  im  .Viinenblick  noch 
nicht  fest,  Kiu  Buch  über  sie  ist  erschienen.  Zu  bezielien  durch  den 
.Max  Mattissou-Verl;in,  Berlin  SW  BS,  Bitterstr,  71,  —  l.ili.iii  llarvey  be- 
.sitzt  ein  .\nt(i,  —  ,,l)ie  Fr.iu  im  Mond"  ist  nocli  niclil  nr.iulnefiilu't 
worden, 

K  ,1  r  I  Her  m  .i  ii  u  II.,  1'  v  r  ii  z  e  :  Mi.i  M.iy  filmt  nur  noch  selten, 
.Top  Jl.-iy  ist  i'roduktioiisleiter  und  Kenisseiir  bei  der  Ffa.  —  Violett.i 
X.-ipiersk.i  filmt  nicht  mehr.  .\sl.i  Xielsen  wohnt  Berlin  ^\',  Kaiser.illeo 
Xr.  2n;i,  —  J)ie  Kinenialonr.ipbie  wurde  erfuinlen.  Die  erste  öffentlieho 
Vorfiihrunn  veraiist.-ilteten  .M.i\  und  ICmil  Sk,ul.inowsky  im  Berliner 
■\Vintern:irtpil  am  1.  November  JSü.'i.  ]tain;ils  nannte  iii.iu  den  -Vpparat 
..Biuphou", 

.M  .1  r  y  ,1  o  h  n  s  o  n  -  V  e  r  e  li  r  er,  Berlin:  M.iry  ,7ohnson  ist 
.Schwedin,  verheir.ilet  und  li.it  Kimler.  Oniin.ir  Toln.ies  ist  ledin.  Wil- 
helm Dieterle  ist  mit  der  friiheren  Seliauspieleriii  (h.irlolte  Hanenbriiih 
vermählt. 

AI  ,1  o  1  s  o  n  -  V  e  r  e  li  r  e  r  .  Berlin:  .\l  .Tolson  ist  durch  die 
AVarner  Brothers-Stndios.  .■1S4:;.  Snriset  lioiilev.ird,  Hollywood,  Kai,,  F.S..V., 
zu  erreichen.  Fr  ist  Kusse,  in  S|.  retersbiirn  n''lmren,  verheiratet  und 
nibt  .Vnlonr.imme.  Seine  hek.'inulesteu  Filme  sind  ,,l)er  .I.izzsänn'cr"  iiml 
..Der  sinnende  Narr".  Sein  nächster  Film  heillt  ..I.ittle  l'al"  (Sein 
kleiner  Freund),  in  dem  er  wieder  mit  dem  kleinen  D.ivid  l-ee  spielt, 
.lolsoii    ist    der    höcbstbez.ililti'    Filinscb.iiispieler    der    Welt, 

K  1  i  s  ;i  b  e  t  li  B  e  r  n  n  e  r  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  11  e  n  a  11  s  A\'  i  e  u  :  Kli- 
Siibeth  Bernner  wohnt  Berliu-D.ililem,  Far.idaywen  !•'>.  "od  li.it  am  17.  .\pri! 
(Jeburtstan'.  Sie  ist  ledin,  nibt  Aiitonramme,  Kiii  neuer  Film  mit  ihr 
.steht  im  -Viinenbliek  noch  nicht  fest.  Die  Künstlerin  spielti-  liis  jetzt  in 
..Der  Kv;innelim;inn'',  ..Ceiner  von  Florenz",  ,,Njn",  ..Liebe",  „Donna 
Juaiia",    ,. Fräulein    Flse", 

1.  i  e  s  e  1  (i.,  II  a  I  1  e  :  f'olleeii  minore  i.st  dureli  dip  First  Xational- 
.Stiidios,  Burb.ink-Ilolly wod,  Kalifornien,  l',  .s.  A.,  erreichbar,  —  Kvelyii 
Holts  nächster  Film  lieilJt  ,.Seli;im".  —  .lenny  .Inno  ist  Rebürtine  Wie- 
nerin. Ihre  neiiesten  Filme  sind  „Die  Flucht  vor  der  Liebe'"  und  ,.Die 
Schmunnlerbr.iul    von    .\lallore:i".      Sie    liebt    ;iI1p    Bliimpii, 

L  i  p  II..  K  .'1  sspI  :  ImonPiie  Boberlsuu  alias  M.iry  Xol.in  ist  ein 
Star  der  Fnivcrs.il  niid  wird  b.ild  in  mehreren  Filmen  dieser  Firin.i.  11.  .t. 
in  ...M.idenioiselle  Cayenne",  zu  sidien  sein.  Ihr  letzter  Film  liielj  ,.Van'a- 
biindeiiliebcben"  mit  Iteninalil  Denn.v  .ils  l'.irtner.  —  J)ie  Il.iuiiirollen  im 
..l'alriol"  spielten  Kniil  .l.iuninns.  Lewis  .sinne,  Florciice  \'iilor.  Ver.i 
Voronina.  —  ,\ll,'  Filnisl.irs  neben  .\iitonramme.  Senden  .sie  an  Ihre 
Lieblinne  die  betreifende  Bildk.irte  und  fiin'en  .Sie  adrpssiprtps,  fraii- 
kiprtps  Uiickkiivert  bei.  Selbstv crsländlich  wird  .-luch  Kassel  von  Film- 
stars   besucht.     Hilde    Wörner    ist    .-ins    K.issel    n'i'hürtin. 

H  e  r  z  b  e  r  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  11  .  M  ii  11  e  h  e  n  :  M.irlin  Herzberns 
neuester  Film  heillt  ,,Die  ll.ilbvvüehsinen".  Ilerzbern's  Vater  ist  tot.  Der 
Künstler  ist  nuni'fälir  so  .ilt.  wie  Sie  neschätzt  hallen.  Fr  liidit  .illo 
Blumen,  Selbsiv  crstäudlich.  er  liest  :incli  d.is  ,.rilmm,in:izin".  Die  (initie 
li.ibeii  wir  ihm  bestellt.  rilmiiostk.irleii  erh.illen  Sie  durch  den  Verl.in' 
Illustrierte  Filmwoche,  Beiliii  SW  Ils,  Koclistnilie  fi— (*,  \V,inn  .M.irtin 
Slerzbern   einm.il    ii.ich    .Miinclien    kommt,   wissen    wir    ebeusoweuin    wie   .sie. 

F  .1  i  r  b  .1  u  k  s  -  1*  i  c  k  f  o  r  d  -  I"  r  e  11  n  d  :  Doiinl.is  Fairb.inks  und 
Mary  l'icklord  haben  ihre  Villa  ( l'ickf.iir)  in  Beverly-Hill.s.  Kalifornien. 
F,  S,  .\.  Fairbaiiks  wurde  ,1111  2:1.  .M.ii  in  Denver,  .Mar.v  IMckford  .im 
S.    .\pril    in    Toriinto    (K.inad.ii    nphorcn.       Beide    np'"""    .Vulonr.immp. 

F  i  1  m  b  u  b  i  .1  u  s  A  I  I  p  n  b  11  r  n  (T  h  ii  r  i  n  n  p  "):  .Mari.inne  Winkel- 
slern  woliiil  Berlin  W.  riilandstralip  l(i;i,  I.ilian  llarvpv  Bpriin-Westpud, 
Ahoriiall.p     ir„i7,     Fpe     M.illen     Berliii-IIalensee,     Xeslorstr.ilie     ,V),    Anita 


II 


I 


F«^uer  breitet  sich  nicht  aus 
hast  Du  Miiümax  im  Haus! 

Sl^  haben  Sachen  von 
^       hohem  Wert 

teilweise  sogar  unersetzbar,  in  Ihrem  Hause. 

Warum  haben  Sie  nicht« 

für  den  Bedarfsfall  zum 
Schutze  Ihres  und  Ihrer 
Angehörigen  Leben  und 
Eigentum  einen 


It  i  I  .1  1'  .1  r  1  (>  -  V  <-  r  (•  li  r  i-  r  .  ]l  :i  ii  ii  o  v  o  r  :  ])il.i  l';iiIo  woliut  Uor- 
liii  W  ,  -MdIzsIi-,  ^7,  \vunU'  ;iiii  1.  SciUciiilpcr  in  .Slflliii  kl'Iidiimi.  i>t  iiiivri- 
lii-lr.ilct.  in-ilpt  vii'l  (S|mit  iiiiil  lii'lit  .-illc  Hliiiiifii.  Hic  iicui'slcu  J'iliiic 
lull     IMl.i    I'.irlo    siiiil    ...M.iiKili'xu"    iiiiil    ..Mcldilic    iIcs    Hc  rzi'li>". 

\V  i  I  1  y  F  r  i  I  -•  (■  h  -  V  >•  |-  <•  li  r  i-  r  i  ii  .  AI  :i  n  ii  Ii  c  i  in  :         AVilly 

J-iilMli  \Milnit  Jk'ilin  A\'.  K.iiMTil.iiiiin  ü.i.  Kr  i>t  nin  ciln'ii.itct.  Jiilil- 
K:iiti'n  \  (Ml  (li-ni  Kiin.sllt'i-  iMli.ilii'n  .sji-  in  jcilrr  f;riilJi'n  Jinclilu-iiiilinng' 
oder  .-nicli  diircli  diMi  Vrilaj;-  ..llliisu  iciti-  Filmwiichi-'.  JJcrIin  S\V  lis, 
Kdclislr.  (i-s.  FrilM'li  n'i'i'  -\iiI();;i.iimmi('.  Sic  koniii'n  .il-n  irilii;;'  ;in  ihn 
.-•(■lin-ibcn.  Senilen  Sie  ilini  eine  JtililK.i  rte  ninl  In^cn  Sie  :i(liessieiies, 
li;inliieili's    Uliekkiiveri    Iii'i. 

.1  .1  e  k  'I"  r  e  \  u  v  -  \  e  i-  e  li  i  e  r  i  n  (;  r  e  I  e  I'.,  E  I  I(  e  r  f  e  I  <1  :  J.uk 
'l'ic\.ir  w.ir  en;;lis('ln'r  K:i\.illciieiiirizier.  ln'\iir  er  znm  Film  k.nn.  Kr 
lilnii  Ml  i^enl^(•lll.■ul(l  .••eit  nn^cfiilir  (i  .l.iliren.  \  orlier  Ii.it  er  kU'iiU're 
Ifiillen  in  l.iiMiliHi  nml  Anierik.i  ne>iiiell.  Seinen  ersten  umllen  Kr'-il;;- 
li.iile  'rrevdi-  .-ils  liulesl.iv  im  ..K;ilzenstes-.  —  ..llie  s.inil.ur.-ilin-  i>.  vor 
zirk:i  zwi'i  .hilireii  neilrelil  \Mii-.len.  Sellistversliinillicli  lie>l  .l.iek  Trevor 
fl.-i--  ..Kilni-.\l.iü.izin'.  AnUer  in  den  Min  Jlmen  m'n.-innten  rilnien  spiilie 
er  iioeli  in  ..l'r.in  nliiu'  N.inien  ■.  ..l!a>piitiiis  J.ielies.tlicnlein'r",  ..l.ielies- 
k;iriie\.il'.    ..T'riinlein    KIse ".    ..N.u'lii'ipstMllen". 

.1  "  li  .1  n  n  ,1  If..  W  i  I  ni  e  r  .•-  d  o  r  f  :  ]>ie  Adresse  li.ilien  wir  \iiii  der 
Kiiii>lli>rin  seilist  liekiinnn<-ii.  In;^-elnirs'  «'.-irlsscm  li.-il  in  Skandm.n  ic-n 
nnd  in  llenlsililMiul  'r.in/.ilM-iide  ^je^jelieii.  J)ie  Aiisclirili  der  beulen 
}.es(>riniieii  kiiunen  wir  lliiien  leider  mein  mineil<>n.  d,i  d.is  Ited.ikliniiv- 
{;'(.lieiiMiiiv     i-i. 

llarrj  .ins  dem  i;  ii  li  r  n  e  li  i  e  t  :  .M.irjAiit  AV.illlier  erldiekle  in 
Piitsd.ini  d:is  l.ielii  der  \\ Clt.  Ilir  nenester  Film  In-ilii  ..l.md  JJliilf'.  I>ie 
Kiinstlerin  ist  vnii  dem  .Seli.in.s|iie|er  .\l.i\  I.,ind.i  f;cseliH'den.  .Siegfried 
.\rni>  ist  mit  der  l'riilieriMi  SeliMiispielerin  l,\,i  J):ilinis  \  erlieii'.iiei  und  li.ii 
ein  lireij.-iliri^es  S<iliinlnMi.  .Seine  neneslen  Filme  .sind:  ..l(e\(ilti'  jm 
.1  iin;;-;i('se|lenlieim'     nnd    ..I);is     versidiwnndene    'J'est.imenf. 

Kilon  1{.,  i' i  <i  r  z  li  e  i  ni  :  Leider  niiissen  «ir  Jlmen  initleilen,  A;\ß 
Jlire  Frenndin  dii>  AVeite  prew «innen  li.it.  J)enii  nielit  'Werner  l'ittseh.ni  it"i. 
wie  Si(!  ;;l;inlilen.  sondern  Henry  Siii;irt  li.it  die  nninnlielie  lt:inpirolk' 
in    ..]>er    -\l:inii    im'  Fener"    ;;es|iielt. 

Anton  S.,  A\'  i  1  m  e  r  s  d  II  1- r  :  I'ol:i  Ne-ri  ist  liente  i'nlin  und  sibt 
.\iilcinr.ininie.  .Sie  können  deiitseji  tin  die  Kiinstlerin  selireilieii :  sie  ist 
in  liroiiiber;;-  f;''b"ren.  —  (Jri-I.i  (J.irbo  ist  diireli  die  .\lelni-tiold\vyn- 
.\l:i\  <-r-.Stiidiiis.    (  nh  er-('il\ .    K.ilifornien.    r..s.A..    zu    erri'iilien. 

K  I  s  (•  A..  li  e  r  I  i  II  :  W.irwiek  W  .-ird  ist  diireli  di<'  Elsiree-Stiidios, 
Ilersforilsliire,  Eiidbiiid.  zu  err<'ielien.  Kr  filmt  dort  ..Die  N.ielit  n;u  li 
dem  Verr.-if  mit  l.y.i  de  l'nlli  nnd  J,.irs  ll;inson.  JrtBij<«4«i«*^j3iiUeii  Hiieli- 
li.iiidlniin-  nibl  es  Jiildk.irteii  von  A\;ir«iek  \\';ird.  —  Alle  Kilmsl.ir.s 
Kfdii'ii  Aiitiiür.imme.  —  K\id\n  Holt  Avolmt  Uerlin-ClnirlottciibiirLj.  Seliiller- 
str.ilJe    IL'I. 

F  1  1  III  r  r  e  n  n  d  Karl-  II  e  i  n  z  :i  ii  s  ,1  e  n  :i  :  .\nii>  Oiulrns  näelister 
IMni  lieilJt  ..l>:is  iliidel  mit  der  l'eitselie'-.  —  l.ili.in  llarvey  ist  nicht  mit 
Willy  Frilscb  xerbdil.  sondern  nur  befreundet.  —  Wenn  Sie  zum  Film 
AVI, Hell,  so  müssen  Sic  sieb  iiiiiiiitlelb.ir  .'in  die  J'ilm^esellscb.-ifteii.  wie 
IIa,  iierlin  sWtiS.  KoehsiralJe  (1,'S.  Aaf;i.  Uerlin  S\\  Is,  Friedrii-listralJe  Ji'.t. 
National.   Uerlin   S\\    )s.  Frieilrielislr.il.le   Id.   wenden. 

IIa  r  r  y  II  a  1  m  -  X  r  t  e  h  r  e  r  i  n  .  |l  ii  s  s  e  I  d  o  r  f  :  Harry  Halm  ist 
mit  Xieht-Selians|iielerin  \  etlieiralet.  Kr  ist  ein  ki""!''''"  S|iori-  und  liliiineii- 
IrcMind.  Jlaliii  wurde  am  J7.  .laniiar  in  Herlin  );(di(ireii  nml  ist  der  .Sohn 
i-iiies   'riii'aterdiridUors.      Kr  i;ibt    Autogramme. 


I..  .1..  I"  r  a  n  k  f  u  r  t  -  M  .-i  i  n  :  ])on;ilas  Falrb.inks  wolint  in  IJeverly- 
Hills,  Hollywood.  Kalifornien.  i;.S..V.,  H.irobl  J.loxd  ;)(li',  Jrviii-  Jilud, 
l.os  .\ii;;i'les.  Kai.  —  Alt'oiis  l"ryl.iiid  liat  seine  W  idiniiiifc  in  JU'rliii- 
Selim.ir;;eiidorf.  liiilil.ier  Mr.  J.'i.  —  l>.imon  Xov.irro  ist  .-1111  besten  durch 
dii'  .\leti  o-tJoldwyn-Stndios.  (  nlver-lity .  K.'iliforiiien.  l  S.A.,  zu  erreichen. 
Kr  wurde  am  (>.  Fidirnar  in  Jiiir.-in^o  u^I<'>.ihoi  j;eboren.  sie  diirfen  Fra- 
gen   ;in   d.'i.s    ,,Film-.M;i;;azin'"    richten,    so    oft    Sie    milden, 

K  r  i  e  b  ii..  Halle;  J)er  neiK'ste  J.nciano  .\lbertini-Filin  lieil.'d 
..'remiMi-Temiio".  J>er  .iiidere  l'ilm  ist  in  Arbeit.  —  KlU-n  Knrtj.s  Adresse 
is(  Jicrlin-Schoneber!;-.  Jii-rcbtcs^.-idcner  Strafie  1.  Wir  haben  die  bctrelfen- 
dcii  Kiiiistb'rinnen  ,'in  die  fiillii;en  Anto;;ramme  erinnert,  lielty  lialfoiir  er- 
n-iclnni  Sie  über  die  llom-Film.  lieiliir  S\\  is.  FriedriebsIr.iMe  :;:.'.'i.  Sie 
können  deutsch  .in  sie  schieiben.  —  J'iaii  Alorcl.  die  C.iltin  iJene  .Monds, 
wohnt  Iierlin  W.  'ranenlzieiistralb'  i'ii.  .Sj,'  wi'nlen  ^on  ihr  bestimmt  d.is 
(ieuniisidite  erballen.  —  Die  Adressen  der  drei  .•indercn  Kiiiislleriiincii 
haben  wir  trotz  wiederholter  licmiiliiin-cn  nicht  erniiltclii  können.  .Sobald 
wir    sie    wissen,    teilen    wir   sie    Ihnen    mit. 

.\l  a  d  y  1'..  Treptow;  M;i\  Sebnielinj;-  ist  iiiu  erheiratet.  —  Her  If.i- 
W Crbefilni  hefimlet  sieh  in  Iierlin  S\\  IM,  Ki.iiiscn~ir.iljc  ;;s  ;iM.  — ■  Jlri^itiir 
Helm   wohnt   Jterlin-Dablcni.    Im    W  iiikid   :<. 

W  a  s  s  e  r  n  i  X  e  h  e  n  .  ■»  w  1  n  e  111  11  11  d  e  :  l.icn  Di'jeis  ist  durch 
lue  Dentsche  l'niNersal.  lieiiin  W  s.  \l.iiicT~lr.-i  llc  si'.  /n  erreichen.  —  (üiia 
.Manes   wohnt    Paris    Is.   J.'ue    (.ahricllc. 

U  .'i  III  o  11  N  o  V  a  r  r  o  -  .s  e  h  w  ;i  r  m  e  r  i  n  .  Uli  d  c  s  h  e  i  ni  :  K.inion 
Ni.\:irro  ist  ,\le.\ilv;iner  nnd  wurde  in  l>nraiii;o  -cboien.  Kr  ist  .im  bi'stcn 
diiieli  dii'  .Metro-üoldw  v  ii-.\layer-.S|udios.  (nh  er-l'il.\ .  Kalifornien,  l.  s.  \.. 
zu  erreieinn.  .\ov;irro  heiUt  in  Wirklichkeit  .s.imoniei^os.  Kr  ;;ibl  .Viito- 
fir.Miime.  Sein  naibsler  l-ilin  ist  ..Her  Heide--.  .Seiii  Openiiiastspicl  ist 
\  i  rsehobcn    w  orden. 

.\  K' n  !•  s  ['..  .s  p  a  n  d  .-I  II  :  l..\.i  Maras  ri<btij;i'r  N.-inu-  ist  l.issy  (indo- 
witseb.  i)ie  Kiinstlerin  i^t  mit  J'ricdrich  Zi-inik  \  erhcir.itet.  Sie  belindet 
stell   an;;-enhlicklieh    in    .\nierika. 

F  a  i  r  h  a  n  k  s  -  JI  i  \  -  F  r  <•  11  11  d  :  Dmifilas  Fairbatiks  ist  mit  M.-irv 
l'ickford  verheir.ilet  nnd  wobnl  in  l>e\eil\  Hills,  Hollywood,  K.-ilifornicn. 
—  'J'om    -Mi.x  fiibi    .Xiitosr.innnc. 

M  :i  d  y  l!  h  r  i  s  I  i  .-i  n  s  -  s  c  h  w  ä  r  m  e  r  i  11  Vi  c  k  y  :  Rinbdf  (liri- 
slialis.  der  \  ater  Al.-idvs.  ist  im  l-'ebniar  tliL'l  an  einer  l.nni;eiieiitzjindiinu- 
in  New  York  f;eslorben.  ,\l;idy  (  hrisii.-ins  ist  .■iiicli  lud  der  ".Sprucllbiihne 
t.-iti;;-.  J-'.s  ist  moKlieb.  ilalj  die  betreffenden  Filme  der  Kiinstlerin  zur  Zeit 
noch  in  kleineren  lierliner  Kinos  laufen.  .\Iad\  l'hristi.ins  ist  nnsi'fiihr  so 
.■ilt.  wie  .Sie  ^vesehiitzt  haben.  Selb^t\  ersländlieb  liest  sie  iiueli  das 
..l-'ilmmaji.iziii"'. 

1".  -M..  Wien:  Krika  (Jläs.sner  h;it  friiher  sehr  \  icl  Kclilnit.  ist  .-iher 
jetzt  mehr  bei  der  Siirechbiibne  tiili;;.  —  liri.^ille  Helm  wohnt  lieriin-l»ali- 
lem.  Im  W  jiikcl  .'i.  J)ie  Kniistl  -rin  ist  mit  iJicbarLl  W Citlbacli  verheiratet 
und  wnrd"  ;im  17.  März  in  Uerlin  i;idioren.  .sie  ;;iht  .\  iilOüranimc.  Ibc 
njichsten  l-"ilnie  von  Jiri^itte  lllelm  .-ind  ...\l.iiiolescii--  und  ..Skl.uen  dci 
J.i  idenschaff-. 

II  e  1  •;  a  11  n  d  (!  i  s  c  1  a  .  K  ö  n  i  ^  s  b  c  r  ^  :  l.'anion  N'o\:irro  ist  nie  lit 
iinbr  in  lii-rlin.  Kr  lilmt  wieder  in  den  .\lctro-Siiiiliii~.  ( ■iilver-('it.\ .  K;ili- 
fmiiien,  F.  .S.  .\.  Nein,  er  ist  nicht  mit  Norm.-i  .sbearer  \  erlieir;ilcf.  .\o- 
\;nro  ist  ledij;.     Kr  stammt  ans   Dnran^o.   .\le\iko. 

Iren  c  .s  t..  I\  e  i  e  b  e  11  b  e  1  s  :  dienry  .stn.irts  näc  bsler  Film  ist 
..Her  (Jiiiistlin^-  von  .Sehönbriinii--  mit  lu.in  l'eirovieb  in  iler  'riti'lrolle. 
Stii.-irt    bleibt    heim    Kilm.    wenn    er   .•iiicb    im    Herbst    zur   Spreehlnibne   nebt. 


k 


II  y  t  li  n  X..  li  o  r  1  i  II  AV:  T.ili.in  Hiirvoy  ist  i.r.8  m  p:roß.  Tu  ilirer 
lii'ifH  Zeit  lirilit  sie  >  icl  Spurt:  sie  rcilol.  ruilort.  scfr<'lt.  .scliwinimt.  tiinil. 
-Iiiclt  'rriiiiis  iiiul  iM'liiTrsclit  si-lbsticdciiil  .iiicli  ji'ilcii  \\iiitci-.s|)i)rt.  — 
Wir  Kl.iiilicii  lliiii'ii  Kcrii.  il.iU  ;Sic  inimiM-lics  'iMlciit  lialx'ii.  Trolzdriii 
siiiil  ilic  Aiissiihtcii  lirim  J'ilm  für  l..iicii  sdir  H;rriii(C.  AViinscli^riiiiiU 
iicimcii  Avir  lluirii  ciiii;;-!-  Ailrrsscii  \  im  Ki-KisM'iiicn:  .liir  M.iy.  UiTliii  W. 
Kiirliiisli'iiil.-iiiiiii  TU.  I'rii'iliiili  ZrliiiU.  Hcrliii-\\  r-ti-iiil.  I'iiMiiiKrii.illci-  .'i 
i/iir  Ziit  .ilirr  iioili  in  Aiiirrik.iK  J'rcil  S.iiii'r.  MiMliii-WiliiicrMlurf,  AVit- 
lcl>li:iclu'r  StraUi'  J.  Dr.  Cimm;;  .\s;ij;-:ir(ilf.  Hi'iiiii-ScliiiiirluM^r.  Iiiii-c- 
liniikcr  Sir.ilJc  tl.  I'ri!/  I.,in;;  (diinli  l.;inK-l'il'ii).  Jicrliii  .SW  l!<,  l''rii<l- 
1  iilisir.iUi-    l'-l. 

..I"  i  I  in  narr      a  ii  ni      1.'  li  c  i  n'  Crrti'      ^loshciin      ist      mit      ()sk;\r 

lliimolk.i  virlii-irairl.  Sic  kam  u1>it  die  S|irr(liliiilinc  zum  l'ilm.  Jlii' 
Kiinstlcriii  uiiliiit  Hirliii  W.  l'.iriscr  Str.iLio  i'T.  Sir  ist  ilir  TDclitcr  ciius 
l.rkaiintiMi  lU'rliiu-r  .\r/.trs.  —  (Jrcta  (;arlio  ist  ilnrili  ilir  Mctiii-liolilwyn- 
stiiiiiiis.    CnlviT-City.    K.ilitiiriiicn.    1'.  S.  A..    7.11    crrciilicn. 

S  .1  1  1  i  H  r  (•  1  1  :i  :  AVir  hiltcu  Sii\ 
uns  ]liin  ;;cn.inc  .Vilri'ssi-  .inziiKc'n'n. 
il.'imit  wir  iliniMi  ilrii  lirirf  .111  l.'amon 
Nn\:irri>  « iiilcr  ziiriiikscnili'n  küiincn. 
Iii'i  l\iiiistlcr  ist  scliiin  l.in^c  nii-lit  mi'lir 
III  Urilin.  .Srinr  sl;inili!;i'  Ailri'ssc  ist 
Mi'iro  -  Colli»  .\  n  -  Sujilins.  (  iih  rr  -  Ciiy. 
Is.'ililornii-ii.    I'.S.A. 

(■  a  r  m  r  11  H  n  11  i  -  \'  ■■  r  i'  li  r  v  r  . 

I"  r  .-1  n  k  I  Uli-  M  a  i  11  :  (  armrii  Houi 
ln'liiiili't  sich  aiinciililicklicli  zur  Krlio- 
liiii;;'  in  einem  Ira  iizii.sisi-licii  Sccli.-iilc. 
Kic  I'iisi  Willi  ihr  .ihcr  ilnrch  ihren  Se- 
kretär. Herrn  Op.ivi.  ISerlin  XW  kT. 
\IUiii:ier  Sir.-iLic  I.  ii.ichycsehickt.  l'ie 
Kiiiisth'rin    wiirile    in    I'oni    ^ehnren. 

T  h  !■  .1  ,  K  11  h  r  ii  r  I  :  Am  licslcn. 
»Clin  Sic  sicli  in  llirer  .Vn^'clcKi'nheil 
iiniiiilteni;ir  ;in  ilie  Kilini;ese|lseh.illen 
ueiiili'ii:  in  iliesem  KilU-  ;ilsii  :iii  ilic 
IViriif.iiiiet.  Merlin  W  M.  l<clle\  nesir.  II. 
iimt  an  ilie  ll.i.  Heilin  S\V  (i,s.  Kueli- 
sir.ilJc    C-s. 

F  i  I  m  I  r  e  11  ii  il  i  n  I'.  .1  11  s  ]■'  r  .1  11  k- 
V  II  r  t  -  O  (I  (■  r:  Cnlellc  Knüller  ist  ;i!s 
l'ilniilarslelleriii  niilil  liek.iniil.  —  Hilda 
l.'iisc-h  hat  lilmides  ll.i.ir.  —  Ileniiy  l'.ir- 
leiis  iieiii'stcr  l'ilm  In'il.U  ..  Miillerliehc". 
\iilJer  lleiiin  l'iiiteii.  Kveh  n  llull  iiinl 
Mariella  Alh.'iiii  tra-eii  widil  allel'ilni- 
■  ili.insiiieleriniien  di'ii  Kiiliiknid'.  Il.'irr.v 
ll.ilni  \\iiliiil  Uerliii-Il.ileiis|.c.  Cieern- 
Mr.alje  'ü .  —  Si,.  iliirfen  l-'r.i^cn  sii'lleii. 
so    ofl    Sie    moneii! 

H  c  1  S  a  V  o  m  1,'  h  ein:  1>.i  wen- 
den Sie  sich  :iin  /« eeUiiiii  ßiyislen  .-in 
ir.i-A\erl)crilin.  Itci  lin  S\\  CS.  Koch- 
U.ilie  fi-s.  (Jrcl.i  (i.-irliM  ist  iliiiih  die 
Mciro  -  IJohlw  .\  11  -  .\l.i  \  er-Slndios.  ( 'iil\  er- 
iit.\.    K.ililiirnien.    1  .S.A..   zn   eneiehen. 

!•■  r  .-1  11  .\l.  l',.  U  e  r  I  i  11  :  \l:ii  i.i  iine 
l.'.'isehi;;'  wohnt  Berlin,  llolrl  Ciiil.i  nd  .1  in 
Mi-Itiner    li.-ilinhut. 

K  r  i  k  -1  ){..  S  e  h  m  .-i  r  ;;■  e  11  d  ort': 
l'.nisi  lliitm.'.nii  li.il  unseres  Wissens 
ki'iiic  Kinder.  Wir  werilen  den  Kiinsiler 
;;eni  .111  d.is  r.alline  .\nIo;;r.imm  er- 
innern. 

I'  .1  n  I  11  s    lt..    r  :i  d  c  r  II  (I  r  n  :    Sen- 
den     si,.     uns.      iiitte.     ilas    rorlo.     damit 
wir   Ihren    Uricf  .in   den   Kiinsiler   weiler- 
leiteii    kiinnon. 

I.  y  a  .M  :i  r  a  -  (i  r  e  )  .1  N  i  s  s  e  n  -  (»  1  •;  a  '1'  s  e  li  e  c  li  u  w  a  -  V  e  r  - 
e  1:  r  !•  r  .  F  r  ;i  n  k  I  11  r  t  /  M  a  i  n  :  .Fa(  kic  CiKi^an  hat  :iin  i'ii.  Oktolier 
(Jclmri.stas-  und  widint  in  Hollywood.  Kalifornien.  I'.S.A.  —  l.a  .lana  liat 
am  S.  .Anglist.  <)i:.;;i  'i'scheehow  ;i  am  l'i;.  .\|iril.  .\nn.i  May  Wonjc  am 
-I.  Septemlier.  Ossi  (Isw.ilda  am  2.  Fclirn.ir  (leliiirlstai;-.  —  (iretu  Nissen 
ist  Norwcficrin  und  wurde  in  Oslo  g-ehoren.  Ihr  (iclnirtstaf;  i.st  uns  leider 
nicht    liekannt.   —    Ihre    Mild»  iiiisclie.  sind    \orKenicrkt. 

I.otle  1'..  1,  i  c  h  t  e  r  f  e  I  ,1  e  :  l.il  |)a-o\cr  hat  ihre  \illa  in  Itcrlin- 
W'csleinl.  .\r,vs-Allcc  I.  l)ie  Kiinsllerin  hat  am  ;;ii.  Siptenihcr  (iidiiirtst.i'; 
lind  ist  mit  Herrn  Will  verlii'ir.-itct.  Sic  hat  eine  Tochter  :111s  ihrer  ersten 
Klie  mit  dem  Scli.nispiider  l>at;liofcr.  Ihre  neiicstcn  Filme  sind  ..Fs 
tliistert  die  Nachf,   ..Der   (inlistliii^  miii    Schlinhrnnii".   ..Der   w ciUc.   'J'cnfcl'. 

FilmKünstler  erzählen  ihr  Leben. 

Wir  hiilien  iiciienliiii:s  aie  li  das  von  \U:  llcrniaiin  'riiMincr  liprnnsR'i'trehene 
Werk  „Wir  jüicr  uns  sclhil"  aiil'  l,ao,T  ;;eiiiiiniiieii.  läii  voiv.ii;;lieh  allsp-stattPtcr 
liaiid  mit  L'Tii  j;aiizseiti':cii  l'oilriils  nml  daziiyeliöri-icii  .\ntohioi;ra|ihieii  iiiöchle 
Ihnen  die  l'iliiikiiiistler  nälierhriiif^vn.  KöiiiiIcm  wir  lliiien  dieses  priiclitiire  Werk 
zeigten  —  wir  sind  iiherzciifrt,  Sie  w  iiiileu  es  besitzen  wollcnl  Jic.icliten  tfie  liltte 
auch  die  Aiizeisre  in  ilicsur  Numnicr. 


Carola  A.,  TI  a  111  li  11  r  k  :  .lack  Trevor  ist  mit  einer  F.n^länderin 
verhcir.itct  und  hat  zwei  Kinder.  Svin  neuester  Film  ist  ..Meine  Schwester 
und  ich"  mit  M.idy  Christians  in  ih-r  weililichc'ii  Jlaiiiitrolle.  'l'reNor  wurde 
:im  II.  Dezcmlier  in  London  ;;elioren.  w.tr  friihiT  K:i\.illcrieolfizier.  dann 
Filnistatist  in  F.n^land  iiinl  Amcrik:«  und  crran;;  sidiie  ersti'ii  Filinlorheeren 
hald  in  I>i-nlscliland.  Kr  .spielte  11.  a.  in  ..Katzenstep:'-.  ..Die  Sand;;rälin'. 
..Her  -vroUi^  inlndi.innle  "■.  ..It.ispiiiins  l.iehes.ihentener",  ..r.ielicsk.irne\  .i|-\ 
...\Iodcrin>  l'ir:it<'ii-.  ..Frl.  Klsc".  ..Naclili;-e.slalteii  ■.  ..Ch.iniii.if^ner". 
..Mricre    einer    Fnliek.iiinten',    ..Dii'    wjilJen    I>'osen    \i>n    llav  ensher;;'. 

/,  w  c  i  F  i  1  m  1'  r  c  n  n  il  e  .1  11  s  O  s  I  p  r  c  11  1.1  e  11  :  M.ircidla  .\lhaiii 
wurde  in  -Mhano  bei  lioin  ^elioren.  —  Die  r.irtncriii  \  on  l^ci  Sym  in 
dem  St  ra  Uli- Fi  Im  ..ASas  kostet  l.ichcy--  w.ir  Helen  Stecis.  —  ll.irry  J.icdlke 
hat  zwei  Söhne. 

li  u  i  s  T  r  e  11  k  c  r  -  A'  c  r  e  h  r  e  r  .  I(  c  r  1  i  11  :  Luis  'rrciiker  ist  ,siid- 
tiroler.  war  Diplominneniciir.  Iic\(ir  er  zum  l'ilm  k.ani.  und  isi  xcrhciratcl. 
Sein    ncni'stiT   Film    heillt    ..Her    l.'nf   des    Nordens'. 

l-:.  (;.  ll.'i.  C  11  a  r  I  o  I  I  e  n  h  11  r  !X  : 
Der  Fritz  I,.in;;-Film  ..Die  l'r.iii  im 
Mond-  wird  Miraii.ssiclitlicli  im  Wiiiler 
zur    Franiriihrnnsj    •^••'■inn'n. 

III.  S  c  li:.  (;  ii  r  1  i  t  z  :  Der  IJesis- 
seiir  Min  ..|{liil>hriiderscli.ifr-  heillt  Her- 
hcit  Mreiion.  ..I>er  Mctielpoef  wurde 
\  cm  \ll.cii  Crosland  inszeniert.  Mi'i 
..\iiii.i  K.irenin;i"  fiilirtc  Kdninnd  C.oiil- 
iliii';  l!c;;ie.  Ilie  l'.irtncrin  \  011  ll.irry 
Fiel  in  ...\clilunf;-.  Il.irr.x.  .AnKen  :inf!' 
w.ir  Colellc  t'ordcr.  .\iid  K'ji'de  Nisscns 
näclisier  Film  ist  ..Die  Fr.in  im  T.il.ir". 
\  Oll  M.iiida  s.mj.i  steht  im  .\nsenhlick 
noch  kein  neuer  Film  fest.  Itndidl'  Kleiii- 
lto;;';cs  ii.Mchsie  Arbeit  ist  ..'l'ar.i- 
k:iiiov.i  •. 

F  i  I  m  f  r  <•  11  n  d  i  11  I.  n  r  e  .-i  11  s  d  e  m 
It  11  e  i  11  I  .1  n  d  :  \'er.i       Sclmiiti'rldw 

uohiil  Merrtn-II.ilensee.  N^'slorsn-.iUe  I. 
Hie  Kiinsllerin  s|iielt  zur  Zeit  die  weib- 
liclic  ll.'iii|itrolle  in  ili'iii  neuen  l.iodlki'- 
A.if.i-Filni  ..Der  scbw.irze  Domino".  — 
W.ilicr  (Jriiicrs  ist  ilnrch  dii-  Kmidk.i. 
München.  Soniienstr.  l.'i.  zu  erreichen. 
Meide  Kiiiisih'r  stebeii  Anlo;;r.iinme.  — 
l'.ills  es  von  dem  heirel'l'enden  Film 
Szenenhildk.irlen  ^ilif.  so  erh.illi'ii  Sie 
diese  durch  den  Aorki';  ..IllnsIriPrio 
l'ilmwdcbe-.  Herlin  S\V  GS.  Koclislr.  fi.S. 
\1  .1  r  K  .'  V.  AV..  15  e  r  1  i  11  :  Km»! 
lliickcrt  wohnt  Kerliii  SW'.  llallcsclic 
Sir.il.le  l.'i.  lind  ist  unseres  Wissens  le- 
diK.  Maus  Sniw.'  h.it  seine  W'olinnnt;'  in 
lierliii-ll.ileiisee.  l'.-iulsbnrncr  Slr.il.;c  ü. 
Ol.if  I'j.iid  Merlin-W  ilmersdort.  .X.iiiic- 
ner  Sir.ilio  ls.  AV'illy  l'riiscli  li.it  am 
:.'7.    .I.'inii.'ir    (iebnrista;;'. 

F  r  i  I  z  K  r..  1?  e  r  1  i  n:  A'ivi.in  (iili- 
son  wiilint  lilii.-ScIil.-iclilcnsec.  W'.inn- 
.seestr.il.!e  loii.  wurde  am  11.  Mai  in 
l.iver|iool.  F.nsl.inil.  scboren.  ist  fr^- 
schiedcn  und  li;it  eine  'rochier  Anf;i'l:i. 
Vi\ian  (iihson  li.it  dniikles  Haar  und 
t;ibt    .\nlo^'raiiiinp. 

..(i  ö  s  t  .1    M  e  r  1  i  n  k".    11  ;i  m  b  u  r  ^  : 

l:ars    ll.iiison    ist    durch    die    IClstroc-Siu- 

dios.    Hersliirdsliire.    Kii;;l.iml.    zu    errei- 

ilicn.    F,r   t;ilii    -Vnto^r.inimc.    Sie    können 

selhsiverstiiiidlicli     in    deiiisclier    Siir.icbe 

;in    ihn    sclireiben. 

F  i  I  111  r  r  e  u  11  d     .-i  11  s     Sachsen:     A\illy     Fritscb     woliiit     Merlin    W'. 

Kaiscrdanim    ;i.'i.    wurde    am    i'T.    .laiinar    in     Kattiiwitz    f;eboren.    kam    liber 

die    Siirechhiibne    zum    Film    und    ist    Icdi^'.      Kr    ^ibt    .VntoKramm«.      Seine 

iiciiesteii     Filme    sind     ..Frau     im    Mond-     niul     ..Alelodie     des     Herzens-.    — 

V.ileria     Ulaiika     Avolint      Merlin     NW  S7.      Mriicken.illi-e     ■-'.     bi-i     (;eheimrat 

Hinkel.      Sie    ist    l'n;;arin.     -cscliicden     und    «ilit     .\nto;;Taiiinic.      Sie    siiiclle 

in     ..Der     (;elieinie     Kiirii-r"     ...Das     Hans     ohne     Männer-'.     ..Der     moderne 

C:isan<i\a-'.    „Der    F.ischinnsiirinz  '. 

M  a  r  i  a  11  11  e  W  i  11  k  e  I  s  t  e  r  11  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  .  M  e  r  I  i  n  -  11  a  I  e  n  - 
see:  .M.irianne  A\  inkeNtern  widinl  Merlin  \\  .  rhl.imlsn.iüe  li;:i.  k.iiii 
am  IM.  März  in  Merlin  aiil  die  W CII  und  lebt  hei  ihren  F.ltern.  Sie  w.ar 
scholl  eini-  bekannte  K  indertänzerin.  ist  rriin.i  Malleriiia  am  C.roUen 
S(  hanspielhaus  und  s|iielte  die  weililicheii  llani>trollen  in  den  beiden 
l.icdtkc-.\.il':i-Filiiien     ..Der    Faschiiif-sprinz--     und     ..Die    Zirkus|iriii7.essiii-'. 


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Chemnitz  Sa.,     Falkiplatz2  Coblenz,    SchloBstr.  35  Danzig,   Topfcriiasso  23  24  Dresden -A.,   Pra.jor  Str.  35  Düsseldorf,    Stcinstr   2  I  Essen 

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Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,     Breiter    \X  e<j    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München.     Salvatorstr.    18  Münster,    Rosenstr.    V  Rosioc 

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lei l  u  n  jj  A.  Rosenthal— Aros.  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausjiabe  in  Ocsterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domi;asse  4.  Verantwortlich  für  Anzeii;cn 
Wilhelm     Schaeler,    Charlotlenburi«.      Anzeilienvcrwaltun)«    Bepa-Vcrlai;.    Berlin  W  35,  Blumes  Hof    5.      Kupfertiefdruck:    August    Scherl    G.  m.  b.  H..  Berlin  SVi'  6S 


L 


spielen  sich  fast  täglich  bedeutsameEr- 
eignisse  ab.  Zeitung  aWodienschau 
übermitteln  sie  der  Allgemeinheit  in 
Wort  und  Bild.  -  Wie  Sie  nidit 
einen  Tag  ohne  Zeitung  sein  möditen, 
ebenso  erwarten  Sie,  in  jedem  Kino- 
programm die  Wodhensdhiau  zu 
sehen.  -  Sdhnelligkeit  und  Zuverläs- 
sigkeit im  Nadhriditendienst,  aktuell- 
ste Bildberiditerstattung  gewähr- 
leisten die  Wodhensdiauen  der  Ufa: 

Ufa -Wochenschau 

in    A  erbindiinf;    mit    dem    weltumspannenden 
Nadiriditendienst  der  Metro-(^oldu\  n-Waxer 

Deulig-Woche 

in  \  erbindunp  mit  dem  weltumspannenden 
Nachriditendienst     def    l'arainoinit  -  Ne»s 

Opel-Woche 


PriE 


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■^ur  M 


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NUMMER    33    /    BERLIN,    18.  AUGUST    1929    /    PREIS     :o    PFENNIG 


Z/looi  ^ibsoUf   der  beliebte  Gotvboj^slar,  dessen  c/ilnie  bei  der  ^Oija  ersdheiuen 


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spielen  sich  fast  täglidibedeutsanieEr- 
eignisse  ab.  Zeitung  u.Wodiensdiau 
übermitteln  sie  der  Allgemeinheit  in 
Wort  und  Bild.  -  Wie  Sie  nidit 
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ebenso  erwarten  Sie,  in  jedem  Kino- 
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sigkeit im  Nadiriditendienst,  aktuell- 
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Ufa -Wochenschau 

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Nadiriditendienst  der  Mefro-Coldwx  n-\hi\iT 

Deulig-Woche 

in  \  erhindunp  mit  dem  ^«t'ltumspanniMulfn 
>sadiriditcndlt'nsi     der    l'aramoiint  -  iNi-ms 

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1)  I  j:    m  och  i:  \  s  c  ii  in  i   r    d  w  w    i  i  l  m  r  w  \.  i  n  d  l 


SÄ,  K 


Phot.  Ufa 


LILIAN  HAQVEY  ianzt  mit  dem  Grohskkomiker  MAL  SHEQMAN 
nach  der  Premiere  des  Ufa-FUms  „Adieu,  Mascoite" 


40  Grad  im  Schatten!  — •  Die  Hitze  wandelt 
mit  schweren,  schleppenden  Füßen  durch  die 
Stadt.  Wie  glühende  Backöfen  die  Häuser- 
reihen. Der  Asphalt  auf  den  Straßen  wird 
weich  unter  dem  heißen  Atem  der  Sonne. 
Müde,  verdurstet,  hängen  die  Blätter  an  den 
Bäumen  und  Büschen  • —  sie  ^echzen  nach  Küh- 
lung. Und  die  Menschen?  —  Wenige  Glück- 
liche sind,  die  in  kühlen  Wäldern  und  in  den 
Wellen  des  Meeres  den  Gluten  entgehen  kön- 
nen. Tag  ist  Arbeit,  auch  ein  Sonnentag, 
und  die  Jagd  nach  den  Früchten  dieser  Arbeit 
kümmert  sich  nicht  um  die  Quecksilbersäule 
des  Thermometers.  Das  gewaltige  ,,Muß"  steht 
ernst  über  dem  Dasein  der  Menschen  und  — 
nur  kein  Erbarmen  mit  sich  selbst!  —  Aber, 
dieses  unerbittliche  Muß  liegt  wie  eine  Peitsche 
über  den  Zentren  schwerer  Arbeit  und  über 
dem  Rücken  der  Menschen,  die  sie  leisten 
müssen.  Auch  bei  40  Grad  im  Schatten!  Die 
technischen  Regisseure  der  Werbefilm-Abtei- 
lung der  Ufa  wissen  davon  ein  Lied  zu  singen, 
denn  bei  der  Schaffung  großer  Werbefilme,  die 
ihren  Weg  nach  allen  Weltteilen  finden,  drin- 
gen sie  mehr  als  jeder  andere  ein  in  die 
Stätten,  an  denen  die  Herrscherin  .^\aschine  ihr 
eisernes  Szepter  mit  harten,  unerbittlichen 
Händen  schwingt,  Folgen  wir  dem  Aufnahme- 
trupp in  eins  der  gewaltigen  Stahlwerke  an  der 
Ruhr,  folgen  wir  ihm  an  einem  Tag  dieses  glut- 
umhauchten  Sommers.  Bei  40  Grad  im 
Schatten! 

Wie  eine  dunkle  Stadt  hebt  sich  aus  sonnen- 
flimmerndem Nebel,  der,  ein  grauer,  heißer 
Schleier,  das  Land  deckt,  das  wuchtige  Massiv 
der  mächtigen  Gebäude,  mit  tausend  hochge- 
türmten Schloten.  Wir  treten  in  die  gewaltige 
Halle  des  Thomaswerkes.  —  Wolken  dampfen- 
der Glut  schlagen  uns  entgegen.     Hämmern  und 


Pochen,  Kreischen  und  Zischen,  Stampfen  und 
der  grollende  Donner  heranrollender  Riesen- 
blöcke von  Eisen  umfängt  uns.  Sinnverwir- 
rende Kakophonie  der  Arbeit!  Jedes  Wort  des 
Menschen  ist  gestorben,  es  wird  aufgesogen  von 
dem  Toben  des  Schalles.  Glühende  Bachs 
flüssigen  Eisens,  von  der  Farbe  purpurnen 
Sammets,  verbrämt  mit  weißschimmernden, 
leuchtenden  Rändern,  zerschneiden  für  kurze 
Minuten  das  Dunkel,  in  das  wir,  kommend  aus 
greller,  gelber  Sonne,  eintreten.  Erst  nach  und 
nach  gewöhnt  sich  das  Auge  an  die  geheimnis- 
volle Nacht,  der  wir,  fast  beklommenen  Her- 
zens, entgegenschreiten.  In  Turmhöhe  rollen 
Kiesenkrane  über  uns,  mächtige  Blöcke  in  den 
festgeschlossenen,  eisernen  Krallen  tragend. 
Phantastisch  tauchen  aus  dem  grauen  Schleier 
des  Dunkels  seltsam  geformte,  haushohe  Bauten 
auf,  Gerüste,  Mauern.  Hier  arbeitet  der  Auf- 
nahmelrupp  der  Werbefilm-Abteilung  der  Ufa. 
Auf  vier  Meter  hohem  Holzpodest  stehen  die 
Scheinwerfer,  sie  werfen  ihr  leuchtendes  Licht 
auf  die  stählernen  Riesenbirnen,  in  deren  Bauch 
das  glühende  Eisen  kocht  und  brodelt,  um  von 
allen  Schlacken  und  Unreinigkeiten  befreit  zu 
werden.  Es  kocht  und  zischt,  widerwillig  dem 
glühenden  Zwang  gehorchend,  der  das  starre 
Metall,  mit  900  Grad  Hitze,  zum  fließenden 
Strom  machte.  Aus  gewaltigen  Turbinen  wird 
Sauerstoff  in  den  Glutkessel  gepreßt.  Mit  hoch- 
aufsprühenden Stichflammen  antwortet  der  rot- 
glühende Feuerriese  zischend  auf  die  neue 
Folter,  in  die  ihn  der  starke  Wille  und  die  Kraft 
des       Menschengeisles       beugte. 

Tage,  Wochen  arbeitete  der  Aufnahmetrupp 
der  Ufa  in  diesen  Stätten  schwerster  Arbeit. 
Tiefaufalmcnd  treten  die  Menschen  hinaus  in 
die   lichte   Sonne   des  Tages. 


Die  Milarbcitcr  der  ,,Unj;arischen  Rhapsodie", 
deren  intcrnalionalcr  Erfolj«  noch  immer  an- 
hält, haben  sich  zu  neuer  Arbeit  zusammen- 
gefunden und  wieder  ein  Thema  geuählt,  das  im 
schönen  Unjjarland  beheimalel  isl.  Seit  der  Pre- 
miere der  „Ungarischen  Rhapsodie"  aber  hat  der 
Tonfilm  seinen  SiejJeszujS  angetreten,  und  so  konnte 
es  nicht  ausbleiben,  dal3  Erich  Pommer.  der  Pro- 
duktionsleiter, Hanns  Sciuvarz,  der  Regisseur,  und 
die  beiden  Hauptdarsteller  Willy  Fritsch  und  Dita 
Parlo  nach  einem  Tliema  suchten,  das  für  einen 
Tonfilm  geeignet  war.  Man  ist  von  den  Sprcch- 
filnicn,  die  den  Biihncndialog  in  seiner  ganzen 
Breite  nachzeichnen,  auch  in  Amerika  schnell  wie- 
der abgekommen,  denn  ein  Tonfilm  kann  niemals 
die  Aufgabe  haben,  ein  Theaterstück  mechanisch  zu 
übettragcn.  Der  Film  verlangt  als  Kunst  der 
Bewegung     die    dramatische    Technik    kleiner    und 


■  Oben:  Willy  Fritsch. 
Mitte:  Dita  Parlo,  Willy 
Fritsch  und  Leszlo 
Dezsölfy.  Unten: Marcsa 
Simon,  Willy  Fritsch^ 
Gero  Maly  p/wt.  Ufa 


kleinster  Szenen,  die  auch  jene  Vorgänge  sichtbar  machen, 
die  auf  der  Sprechbühnc,  welche  die  Einheit  des  Schau- 
platzes wahren  muß,  hinter  die  Szene  verlegt  werden  und 
nur  im  Dialog  eine  Rolle  spielen.  Der  Tonfilm  hat 
mit  dem  stummen  Film  die  Mannigfaltigkeit  des  Szenen- 
wechsels gemeinsam.  Er  ist  ihm  aber  darin  weit  über- 
legen, daß  er  die  Titel  durch  das  gesprochene  oder  ge- 
sungene Wort  ersetzen  kann  und  durch  musikalische  Un- 
termalung die  Szene  verständlich  machen  kann.  Auch  die 
Sprechbühnc  greift  ja  zu  diesem  A\ittel.  Man  denke  nur 
an  den  letzten  Akt  der  ,, Fledermaus",  wo  der  Schlaf 
des  Gefängnisdireklors  mit  seinen  Schnarchtönen  dadurch 
ironisch  markiert  wird,  daß  die  Melodie,  die  bis  dahin 
von  der  ersten  Geige  geführt  wurde,  plötzlich  dem  Con- 
trabaß anvertraut  wird.  Der  Titel  war  die  Schwäche 
eines  jeden  stummen  Films.  Je  besser  ein  Film 
bisher  war,  desto  weniger  Titel  drängte  er  zwischen  die 
Bilder.  Trotzdem  hat  der  titellose  Film,  wie  ihn  nament- 
lich der  Filmdichler  Karl  Mayer  pflegte,  auch  nicht 
voll  befriedigt,  weil  er  sich  nur  an  ganz  unkomplizierte 
Vorgänge  wagen  durfte  und  trotzdem  stellenweise  schwer 
verständlich  blieb.     Im  Tonfilm  ist  es  natürlich,  daß  eine 


besser  ist  er  bei  der  mcchanisclicn  Reproduktion  zu 
vernehmen.  Man  braucht  dazu  aber  nicht  in  jedem 
Falle  Sprcchuntcrrichl  mit  dramalisch  rollendem 
KRH  zu  nehmen,  ganz  im  Gegenteil  ist  eine  solche 
1  Unbildung  geeignet,  beim  Sprechfilm  überscharf 
zu  klingen.  Dita  Parlo  besitzt  eine  äußerst  an- 
genehme, sehr  melodisch  klingende  Stimme,  die 
sehr  feine  Tonunterschiede  bemerkbar  machen 
kann.  Ebenso  verfügt  Willy  Fritsch  über  einen 
angenehmen  Bariton,  der  in  der  „Melodie  des  Her- 
zens"   voll   zur   Geltung   kommen   wird. 

Die  ,, Melodie  des  Herzens'  spielt,  wie  die  Bil- 
der bereits  beweisen,  wieder  unter  der  ungari- 
schen Landbevölkerung.  Da  der  Regisseur  nun 
ganz  echte  Erscheinungen  haben  wollte,  beste 
Kenner  des  Landes  und  seiner  Sitten,  so  nahm  er 
sich  ungarische  Darstellar.  Die  ungarischen  Schau- 
spieler sind,  bis  auf  Sari  Fedak,  Sari  von  Petras, 
die  internationalen  Ruhm  genießen,  Oskar  Beregi, 
der  zur  deutschen  Bühne  übergegangen  ist,  reich- 
lich unbekannt.  Hanns  Schwarz  hat  sich  die  vor- 
trefflichsten ungarischen  Charakterdarsteller  aus- 
gesucht und  solche  bevorzugt,  die  auch  Deutsch, 
wenn  auch  mit  heimatlichem  Tonfall  sprechen. 
Gerade  der  letzte  Umstand  wird  der  ,, Melodie  des 
Herzens"  das  notwendige  Lokalkolorit  geben,  das 
für  einen  Tonfilm  in  der  Stimmfärbung  liegt. 


Oben  und  unten: 

Willy  Frilscb   und  Dita 

Parlo 

Mitte:     Dita   Parlo 

Phot.  Lja 


—  ^  V- 


-'"^cm^^^w 


"1^ 


optisch  nicht  vollkommen  verständliche  Situation  durch 
den  Dialog  erklärt  wird.  Ein  solcher  Tonfilm  bedarf  aber 
nun  ganz  anderer  Vorbereitungen,  außerdem  wird  die 
Kollektivität  aller  Mitarbeiter  eines  Filmes  noch  enger. 
Konnte  früher  etwa  der  Architekt  seine  Dekorationen 
allein  so  -aufbauen,  daß  sie  besonders  bildvvirksam  er- 
schienen, so  muß  er  jetzt  auch  darauf  Rücksicht  neh- 
men, wie  sich  der  Ton  in  ihnen  entwickelt.  Die  Aku- 
stik hängt  von  Dingen  ab,  die  vor  jeder  Aufnahme  genau 
festgestellt  werden  müssen.  Die  Tatsache  ist  allgemein 
bekannt,  daß  jedes  leere  Zimmer  den  Ton  hart  macht 
und  daß  schon  ein  paar  Möbelstücke  genügen,  um  ihm 
weiche  Abrundung  zu  geben.  Es  gibt  aber  auch  Stoffe 
und  Möbel,  die  tonverschlingend  sind,  wie  andere  exi- 
stieren, die  böse  Nebengeräusche  hervorrufen.  Ein  Ton- 
film verlangt  in  erster  Linie  Schauspieler,  die  sprechen 
gelernt  haben.  Jedes  Organ  eignet  sich  nicht  für  die 
mechanische  Wiedergabe.  Die  Stimme  muß  frei  und 
unbefangen  klingen.  Gaumige  Töne,  die  zu  weit  hinten 
im  Munde  gebildet  werden,  und  schartige  Stimmbänder 
zerstören  manche  Illusion,  Je  lockerer  der  Ton  ge- 
bildet wird,  je  weiter  er  vorn  im  Munde  entsteht,  desto 


i 


Adolphe  Menjou  und  seine  Gattin  Katharin  Carver 


Phot.  Paramount 


Gern  hab  icfi  die  Frauen  geküßt 


Von    Adolphe    Menjou 


Vor  einiger  Zeit  schlich  sich  ein  bekannter  Reporter  in 
einer  dunklen  Ecke  des  Hollywooder  Paramount  Ateliers 
an  mich  heran,  und,  indem  er  mich  beim  Ohr  packte, 
flüsterte  er  mir  zu;  ,, Warum  schreiben  Sie  nicht  einmal  einen 
Artikel  über  all  die  schönen  Frauen,  welche  Sie  im  Film  geküßt 
und  umworben  haben?  Jeder  Star  schreibt  etwas,  und  Ihre 
Filmfreundc  und  Freundinnen  würden  einen  Aufsatz  von  Ihnen 
direkt   verschlingen   und   mit   Freuden  begrüßen!" 

Diese  Reporter  können  honigsüße  Worte  und  schmeichelhafte 
Phrasen  erdenken!  .  ,  .  Ich  wäre  vielleicht  schwach  geworden 
und  hätte  dem  Berichterstatter  alles  erzählt,  was  er  wissen 
wollte,  wenn  ich  nicht  die  Geistesgegenwart  gehabt  hätte,  unter 
Anwendung  meiner  ganzen  Kraft  leise  eine  Entschuldigung  hervor- 
zustammeln,  daß  ich  sofort,  ganz  hestimmt  sofort,  etwas  sehr 
Eiliges  zu  erledigen  hätte.  Später  wurde  mir  erst  klar,  daß  ich 
mir  dadurch  mein  eigenes  Leben  gerettet  hatte;  denn  es  wäre  eine 
Taktlosigkeit  gewesen,  genau  so  schlimm,  als  ob  ich  mich  mittags 
um  12  Uhr  am  Ausgang  des  Paramount  Ateliers  hinstellen  und 
mit  donnernder  Stimme  vor  der  sich  stauenden  Menschenmenge 
die   an  mich  gerichteten  Liebesbriefe  einer  Frau   vorlesen  würde. 

Sicherlich  würden  die  Stars,  mit  denen  ich  noch  oft  zusammen 
zu  spielen  hoffe,  sich  stets  in  acht  nehmen,  daß  keine  kom- 
promittierende Kußsiluation  aufgenommen  wird.  Vielleicht  käme 
^  sogar  zum  Äußersten,  und  die  Filmschauspiclerinnen  würden 
111  ihren  Kontrakten  auf  eine  Klausel  bestehen,  welche  „keinen 
Kuß  von  Adolphe  Menjou"  lautet!  Und,  bitte  schön,  was  wäre 
heute  ein  Filmdrama  ohne  das  kleinste  Küßchen?! 

Stellen  Sie  sich  z.  B.  vor,  ich  näherte  mich  Esther  Ralston 
mit  einem  ,, Armsündergesicht"  und  verspräche  ihr  unter  Eid, 
daß  ich  niemals  und  unter  keinen  Umständen  verraten  würde, 
sie   geküßt   zu    haben,    wenn   sie    nur    jetzt   so   freundlich   sein   und 


mir  gestatten  würde,  sie  für  das  ,,happy  end"  zu  umarmen,  wie 
es   Szene  356  im   Manuskript   vorschreibt. 

Wenn  ich  die  Stirne  hätte,  meinen  Namen  unter  einen  solchen 
Artikel  zu  setzen,  wie  es  der  Reporter  vorschlug,  könnte  ich  nie 
wieder  in  die  ernsten,  vorwurfsvollen  Augen  Florence  Vidors' 
schauen.  Ich  war  allerdings  in  ,,Die  Großfürstin  und  ihr  Kell- 
ner" nur  ein  Kellner,  aber  ich  bin  doch  ein  Schauspieler,  und 
so  kann  er  es  ohne  Gewissensbisse  verraten,  daß  man  küssen 
kann,  ohne  zu  markieren,  und  daß  man  doch  nicht  eigentlich 
küßt. 

Arlette  Marchai  würde  nicht  weiter  überrascht  sein,  wenn  sie 
von  solch  einer  indiskreten  Offenbarung  hören  würde,  denn  ich 
war  in  ,, Blond  oder  Brünett"  kein  allzu  guter  Ehemann.  Aber  ich 
war  ihr  gegenüber  immerhin  so  zuvorkommend,  daß  sie  den 
geliebten  Mann  heiraten  konnte.  Wenn  sie  sich  an  dieses  kleine 
bißchen  Selbstlosigkeit  erinnert,  würde  sie  vielleicht  nicht  ganz 
so   schlecht    über   mich   denken. 

Shirley  O'Hora  würde  über  eine  solche  Dummheit  Adolphe 
Menjous  nur  süß  schmollen  und  meinen  Namen  gelassen  aus  der 
Gastlistc  streichen.  Sie  war  in  „Ein  Gentleman  von  Paris"  so 
vertrauensvoll,  so  naiv  und  arglos  und  wußte  so  gar  nichts  von 
der  Schlechtigkeit  der  Männer  (nicht  einmal  der  Reporter!),  daß 
ich  es  nicht  übers  Herz  brächte,  dieses  herrliche  Vertrauen, 
welches  sie  in  mich  gesetzt  hat,  zu  zerstören. 

Und  die  süße  kleine  Kathryn  Carver  —  die  beste  Kameradin, 
welche  ein  schlechter  Mensch,  den  ich  in  „Alles  für  die  Frau" 
und  „Sein  Privatleben"  spiele,  wohl  haben  kann  —  (ja,  sie  ist 
jetzt  meine  kleine  Frau!)  — .  Was  würde  sie  sagen,  wenn  sie 
erführe,  daß  alle  meine  aufrichtigen  Küsse  mit  einem  Auge  dank- 
bar geschlossen  hingenommen  wurden,  während  i.as  andere  Auge 
so    hinterlistig    war    und    Stoff    für    einen   Artikel   sammelte. 


\     ^ 


A 


Also:  es  ist  da  oder  —  jjenaucr  —  es  war 
da:  Emil  JanninjSs,  die  Filmmajestät  aus  Holly- 
wood. Kein  Rej^isseur  sah  ihn  noch  so  ver- 
jsnüjjt.  Er  war  ja  auf  Urlaub,  fern  vom  Atelier, 
ein  Mensch  ohne  Sorjjen,  der  keine  Grimassen 
schneiden,  nicht  auf  Kommando  essen  oder 
weinen  mußte.  Trotzdem  ist  er  weder  in 
Gastein  noch  sonstwo  auf  dieser  Welt  von 
Tokio  bis  Leitomischel  zu  beneiden,  denn  sein 
Gesicht  ist  ein  Steckbrief  geworden.  Jedes 
Kind  kennt  ihn,  auch  wenn  er  in  strengstem 
Inkognito  seinen  Morgenspaziergang  antritt. 
,,Jannings"  flüstert  es  hinter  ihm  her,  wenn 
er  irgendwo  auf  der  Promenade  erscheint,  und 
jeder  Kellner,  jeder  Chauffeur,  jeder  Zeitungs- 
verkäufer wird  ihn  mit  diesem  Namen  an- 
sprechen, der  hundertmal  von  der  Leinwand 
Icuchleic,  bis  er  heute  felsenfest  im  Gedächt- 
nis sitzt. 

Einmal  —  es  ist  lang  her  — •  waren  wirkliche 
Majestäten  in  Gastein,  um  sich  hier  aus  dem 
Wunderwasscr  ewige  Jugend  zu  holen;  heute 
ist  Jannings  der  Mittelpunkt  des  Kurlebens. 
Was  er  tut,  geschieht  i.Titer  der  Zeitlupe  beob- 
achtender Neugier,  die  betriebsam  und  sensa- 
tionshaschend  notiert,  mit  wem  er  gesehen 
wurde.  Und  da  Erich  Pommer  von  der  Ufa, 
Joe  May,  der  Regisseur,  und  Carl  Zuckmayer, 
der  Dramatiker,  in  seiner  Nähe  waren,  erschien 
es  auch  dem  Naivsten  als  selbstverständlich, 
daß  da  auf  peripatetischen  Waldspazicr- 
gängcn,  zwischen  österreichischem  Beinfleisch 


Emil  Jannings  mit  seiner  Gattin  Gttssi  und  seiner  Tochter 


'((fASr£/N 


Majestätisch  und  unwahrscheinlich,  wie  die 
Papierkulissen  eines  abenteuerlichen  Phantasie- 
filmes, bauen  sich  Berge  und  Wälder  um  die 
schmale  Alpenstraße  auf,  die  gleichzeitig  der  Markt- 
platz von  Gastein  ist.  Links  rauscht  ein  Wasserfa 
über  seine  achtzigprozentig  steile  Rutschbahn  in  die 
Tiefe,  rechts  wachsen  vierzehn  Stockwerk  hohe  Holcl- 
wolkenkratzer  aus  dem  Tal  herauf.  Und  alles  ist 
Szenerie  für  einen  Film,  den  kein  Dichter,  sondern  die 
Wirklichkeit  geschrieben  hat,  und  der  den  Titel  führen 
könnte:   ,,Die  Kinokönige  auf  Sommerurlaub". 

Die  Fremdenliste  ist  ein  illustres  Personenverzeich- 
nis.  Wollte  ein  Aufnahmeleiter  zusammenaddieren, 
was  die  hier  versammelten,  badenden  und  in  Höhen- 
luft bummelnden  Stars  an  Tagesdiäten  bekommen 
müßten,  er  würde  vermutlich  aus  Angst  vor  der  End- 
summe wahnsinnig  werden,  um  nur  ja  nicht  diese  zu 
erfahren.  Denn  es  ist  alles  hier,  was  Glanz  an  Namen 
besitzt,  wird  der  Berichterstatter  vermerken,  ehe  er 
die  Liste  der  Anwesenden  mit  der  alltäglichen  Phrase 
,,Man  sah  unter  anderen"  fortsetzt. 


Fritzi  Massary  in  Gastein       f/iot.  Mnrintti  isemb 


und  Pilsner  Bier  an 
einem  neuen  Film  ge- 
knobelt wurde.  Seinen 
Namen  sollt  ihr,  Ga- 
steiner Gäste,  erfah- 
ren, wenn  der  Herbst 
wieder  ins  Land  zieht. 
Irjjendein  AUeswisser 
aber  munkelt  mit  siche- 
rer Betonung,  daß  es 
ein  Tonfilm  werden 
würde,  dessen  Idee  da 
oben  in  Gastein  zwi- 
schen Tannen  und  Föh- 
ren   entstanden    ist. 

Das  Leben  eines 
Stars  ist  anstrengend 
und  beschwerlich.  Viel- 
leicht war  dem  großen 
Emil  Jannings  gar  nicht 
so  wohl  zumute,  wenn 
er  sich  in  seiner  Behag- 
lichkeit gestört  und  be- 
drängt wiederfand, wenn 

sich  zur  Audienzstunde  unbekannte  Dichter  und  namen- 
lose Regisseure  vor  seiner  Hoteltür  drängten,  wenn  ihn 
Engagementsvorschläge,  Manuskriptideen,  Theaterprojekte 
aus  der  idyllischen  Ruhe  weckten,  die  er  in  Gastein  — 
nach  dreijährigem  Tempoleben  im  Himmel  und  in  der 
Arbeitshölle  von  Hollywood  —  zu  finden  gehofft  hatte. 
Als  Trost  mag  ihm  da  das  Fulda-Wort  geblieben  sein,  vom 
König,  der  halbnackt  unter  der  Tarnkappe  spazierengeht 
und  den  erst  ein  Kindermund  an  das  reale  Dasein  er- 
innerte: ,.Ach,  Jannings,  laß  dich  nicht  erbosen,  du  bleibst 
ein  Star  doch  —  auch  in  Unterhosen!" 

Es  ging  den  anderen,  die  auf  der  Operettenbühne  oder 
im  Konzertsaal  zu  den  für  die  höchste  Gage  Auserwählten 
zählen,  nicht  besser.     Sie  waren  wie   er  umschwärmt   und 


Reinhold  Schünzel,  Hermann  Vallentin,  Frau  Schünzel      Phoi.  Marii-tui  lirmh 


gestört.  Wenn  Fritzi 
Massary,  eine  illegiti- 
me , .lustige  Witwe", 
denn  Max  Pallenbcrg 
war  in  der  Nähe,  ihren 
chinesischen  Seiden- 
pinscher über  die 
Waldpromenade  spa- 
zieren trug,  verfolgten 
mindestens  drei  Direk- 
toren, nicht  errötend, 
sondern  engagements- 
lüstern, ihren  Spuren, 
und  Trude  Hesterberg 
fand,  wenn  sie  abends 
von  ihrer  Höhenwan- 
derung heimkehrte, 
ebenso  viele  Vertrags- 
vorschläge in  ihrem 
Brieffach, 

Da  machte  es  Oskar 
Fried,  der  bekannte 
Dirigent,  viel  einfacher. 
Er  zog  sich  eine  knie- 
in   dieser    Verkleidung    für 


freie    Lederhose    an    und    war 
keinen  Agenten  zu  erkennen. 

Hermann  Vallentin  wiederum  trainierte  als  Lang- 
streckenläufer auf  den  entlegensten  Wegen,,  während 
Reinhold  Schünzel  schon  mehr  auf  die  Wahrung  seines 
Startums  bedacht  war.  Und  auch  die  anderen,  von  Dagny 
Servaes  bis  Oskar  Sima,  von  Kraußneck  bis  Thielscher, 
ließen  sich  durch  keine  Alltags-  und  Bühnensorgen  das 
Gasteiner  Regenvergnügen   stören. 

Berühmtheit  muß  leiden,  sagt  ein  Sprichwort.  Aber 
wenn  man  wieder  in  Berlin  und  bei  der  Arbeit  ist,  dann 
hat  man  es  leichter  als  diese  Gasteiner  Kurgäste  .  .  , 

Erik   Krünes. 


ANEKD  OTE 


Schauspieler  sehen  sich  ungern  in  ein  bestimmtes  Rollenfach 
eingeordnet,  und  die  moderne  Bühne  hat  denn  auch  damit 
gebrochen,  das  Schema  der  Rolleneinteilung  in  Intriganten, 
Bonvivanls,  Heldenväter  usw.  aufreciitzuerhalten,  das  ehedem 
eisernes  Theatergesetz  war.  Man  erzielt  die  besten  Erfolge  da- 
mit, daß  man  begabten  Schauspielern 
die  verschiedensten  Aufgaben  stellt. 
Ist  doch  gerade  in  der  vergangenen 
Saison  der  jahrelang  in  Operetten  und 
Revuen  tätige  Hans  Albers  als  Cha- 
rakterdarsteller eine  der  größten  Über- 
raschungen gewesen.  Aber  bei  der 
Schnelligkeit,  mit  der  manchmal  Pre- 
mieren herausgebracht  werden,  läßt 
sich  der  Rückgriff  in  die  schematische 
Einteilung  bisweilen  nicht  vermeiden. 
Als  Victor  Schwanneckc  nach  kurzer 
Inlendantenzcil  .aus  München  nach 
Berlin  zurückkehrte,  fand  er  kein 
Engagement,  weil  die  Serienstücke 
schon  fertig  besetzt  waren,  und  eröff- 
nete deshalb  sein  bekanntes  Wein- 
restaurant, das  zum  Stammlokal  der 
Berliner  Schauspieler  geworden  ist. 
Es  fügte  sich,  daß  er  die  erste  Rolle 
in  einer  Neueinstudierung  der  ,. Minna 
von  Barnhclni"  fand,  und  zwar  war  es 
der  —  Wirt,  dessen  Charge  er  mit 
einem  verbissenen  Humor  ausstattete. 
Schwanneckc  mi.chte  aus  dieser  ja 
nicht  großen  Partie  eine  ausgezeich- 
nete Studie  psychologischer  Charak-  ^■^^^»  f  «rii  viTn 
lerkomik  und  fand  brausenden  Beifall.  Qskar  Fried  mit  seiner 


Aber  Stücke  bleiben  nicht  ewig  auf  dem  Repertoire,  und  so  nahm 
Victor  Schwanneckc  danach  ein  Engagement  an,  das  ihm  in 
einem    Pariser    Boiiievardreißer    die    Rolle    eines    Hotelbesitzers 


zuertcillc.      Damit    hatte 
Stufe   erreicht.      Aber   da 


Tochter  in  Gaslein 


er,  im  Gastwirlsgewerbc,  eine  höhere 
sich  das  Stück  nicht  als  Serienerfolg 
erwies,  war  bald  ein  neues  Engagement 
fällig,  und  dieses  brachte  ihm  die  Auf- 
gabe, einen  Oberkellner  darzustellen. 
Schwannecke  w  ir  nicht  eben  ;»ng>;- 
nehmdavonberührt,  denndarin  erblickte 
er  eine  gewisse  Ironie  von  seitcn  der 
Direktoren.  Dabei  hätte  sich  Victor 
Schwanneckc  auf  die  große  Kabarett- 
zeit berufen  können,  die  eine  Ver- 
bindung von  Kleinkunst  und  Weinlokal 
brachte.  Auf  den  großen  Pariser 
Chansonnier  Aristide  Bruant,  der  ein 
guter  Kneipwirt  in  seinem  Kabarett 
,,Mirliton"  war,  auf  Georg  David 
Schulz,  der  im  ,, Siebenten  Himmel" 
Kabarcttvorlräge  und  Weinausschank 
zu  vereinigen  wußte,  sogar  auf  die 
„Elf  Scharfrichter"  in  München.  Aber 
Schwannecke  fand  diese  Parallele  nicht. 
Das  Stück  war  gerade  angelaufen, 
als  Schwanneckc  von  einem  der 
bekanntesten  Berliner  Theaterdirek- 
toren folgendes  Telegramm  erhielt: 
Wollen  Sie  in  amerikanischem 
Schwank  komische  Ciiarge  als  Barbe- 
sitzer übernehmen?  Schwannecke 
drahtete  zurück:  Fragen  Sie  bei  Herrn 
Aschinger   an! 


J>  hie  %9ee 


r; 


Um  Erfolg  zu  haben,  muß  man  an 
seine  Fälligkeiten  glauben.  Dieser 
sehr  amerikanische  Lebenssatz  vsird 
am  besten  mit  den  Erfolgen  der  Schrift- 
stellerin Anne  Nichols  bewiesen,  die  es 
nur  ihrer  Zähigkeit  verdankt,  daß  sie 
heute  die  am  meisten  gespielte  Bühnen- 
schriftstelleria  der  Welt  ist.  Sie  war  von 
allen  New- Yorker  Dramaturgen,  denen 
sie  ihren  Schwank  ,, Dreimal  Hochzeil" 
vorlegte,  sanft  aber  energisch  mit  der  Be- 
merkung herauskomplimentiert  worden, 
daß  sie  die  Feder  besser  mit  dem  Koch- 
löffel vertauschen  möchte.  Aber  Anne 
Nichols,  die  ihr  Stück  so  brennend  gern 
auf  den  Brettern  gesehen  hätte,  ließ  sich 
nicht  entmutigen.  Sie  mietete  im  Hoch- 
sommer, also  zu  einer  Zeit,  da  viele  Büh- 
nen geschlossen  sind,  einfach  ein  mittleres 
ßroadwaythca tcr,  brachte  in  kurzer  Zeit 
ein  Ensemble  unbeschäftigter  Schauspieler 
zusammen  und  spielte  mit  ihnen  an  einem 
glutheißen  New-\orker  Abend  ihren 
Schwank       ,, Dreimal       Hochzeit'  Das 

Theater   war   heiß   wie   ein   Brutofen    und 


gähnte  deshalb  vor  Leere.  Aber  die  wenigen  Zu- 
schaut r,  die  sich  zum  größten  Teil  auf  Freikarten 
eingefunden  hatten,  kamen  aus  dem  Lachen  nicht 
heraus,  und  in  wenigen  Tagen  konnte  Anne  Nichols 
der  Temperatur  mit  ausverkauften  fläusern  trotzen. 
Das  Stück  lief  sieben  Jahre  in  diesem  Theater, 
Sonntags  sogar  in  zwei  Vorstellungen,  und  brachte 
bis  zum  Schluß  ausgezeichnete  Kassen.  Für  die  Ver- 
filmung erhielt  Anne  Nichols  eine  Million  Dollar, 
und  der  Tonfilm  mr.cht  augenblicklich  seinen  Weg 
um  den  Erdball.  Da  sie  mit  Heiraten  viel  Geld 
verdient  hatte,  schrieb  Anne  Nichols  auch  ihren 
zweiten  Schwank  ,, Hochzeitsreise"  über  das  belieble 
Thema.  ..Hochzeitsreise"  hat  es  bisher  nicht  zu 
jener  Kekordziffer  gebracht,  obgleich  das  Stück 
dramatisch   besser  gearbeitet  und  auch   weniger   sen- 


Pholomonlage     mit     Ruth 

Taylor,  Lila  Lee, 

James  Hall, 

William 

Austin 


ßp 


a/Se^,,.,, 


timcntal  ist.  „Hochzeitsreise",  die  ver- 
filmt wurde  und  als  Lcinuandbild  den 
Namen  ,, Erstens  kommt  es  anders  ,  .  ." 
führt,  tritt  soeben  den  Siejjeszug  über 
die  deutschen  Bühnen  an.  In  Berlin  kann 
man  das  Stück  jetzt  zweimal  am  Abend 
genießen:  im  Komödienhaus  auf  der 
Bühne  mit  dem  scharmanten  Georg  Alex- 
ander, im  Gloria-Palast  mit  beliebten 
Paramount-Stars.  Anne  Nichols,  bei  der 
immer  geheiratet  werden  muß,  läßt  es 
diesmal  bei  zweimal  Hochzeit  bewenden. 
Aber  während  sie  in  ,, Dreimal  Hochzeit" 
ein  einziges  Ehepaar  benötigt,  das  die 
Zeremonie  dreimal  über  sich  ergehen 
lassen  muß,  hat  sie  diesmal  ein  Ehepaar 
und  zwei  Liebespaare  nötig,  die  sich  zur 
Heirat  finden.  Aber  da  das  eine  Zeil- 
lang verkrachte  ältere  Ehepaar  versöhnt 
und  wie  jung  verheiratet  aus  dem  Spiel 
geht,  so  ist  es  im  Grunde  wieder  dreimal 
Hochzeit,  die  den  Inhalt  des  amüsanten, 
von  Frank  Strayer  unter  der  Produk- 
tionsleitung von  B.  F.  Schulberg  schmis- 
sig   inszenierten   Films   bildet. 


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Bei  einer  solchen  Posse  darf  man  natürlich  nicht 
danach  fragen,  ob  die  einzelnen  Vorgänge  auch 
logisch  begründet  sind  oder  ob  sie  nicht  vielmehr 
alle  Begriffe  logischen  Denkens  auf  den  Kopf  stel- 
len. Solche  Possen  rechnen  stets  mit  dem  Moment 
der  Überraschung.  Es  wird  alles  in  ihnen  ver- 
wechselt. Türen  öffnen  und  schließen  sich  zur  un- 
geeignetsten Minute,  und  von  den  Personen  wird 
jede  für  eine  andere  gehalten.  Dieser  Trick  ist 
alt,  aber  immer  wirksam,  sobald  der  Zuschauer 
vom  Tempo  der  Vorgänge  in  Spannung  gehalten 
wird  und  das  Abbild  seiner  Umwelt  in  drei  Auto- 
mobilminuten  erlebt. 


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4 


Photontontage  mit  Ruth  Taylor, 

Lila     Lee,     James     Hall, 

William         Austin, 

Harrison     Ford, 

luy  Harris 


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P/wt.  Paramouni 


Bisher  las  man  nur  von  den 
kulturellen  Möglichkeiten  des 
sprechenden  Bildes.  Jetzt 
sieht  man  bereits  an  den  verschie- 
densten Beispielen,  welch  unge- 
ahnte Perspektiven  sich  gerade  auf 
diesem   Gebiet  eröffnen. 

Im  regulären  Kinoprogramm 
zeigt  man  augenblicklich  in  Berlin 
gläserne  Wundertiere,  feine,  durch- 
sichtige Gebilde,  verschiedenartige 
Quallen,  die  auf  dem  Meeresgrund 
ihr  seltsames  Leben  führen. 

Nicht  so  einfach  war  diese  Auf- 
nahme zustande  gekommen,  weil 
es  sich  um  die  empfindlichsten  Ob- 
jekte handelt,  die  je  vor  ein  Ob- 
jektiv  gekommen   sind. 

Außerordentlich  schwierig,  weil 
Dinge  zu  zeigen  waren,  die  nur  in 
der  mikroskopischen  Vergrößerung 
wirksam  werden.  Aber  der  Ope- 
rateur hat  alle  diese  optischen 
Aufgaben  glänzend  bewältigt.  Je- 
des interessante  Detail  tritt  pla- 
stisch vor  den  Beschauer  und  wird 
vor  allem  instruktiv  erläutert 
durch  einen  Vortrag  aus  sachver- 
ständigem Munde,  der  die  Vor- 
führung auf  dem  Film  begleitet. 

Also  man  hört  dieselbe  Erläute- 
rung, die  der  Berliner  in  dem 
Theater  der  Zweitausend  am  Kur- 
fürstendamm für  teures  Eintritts- 
geld genießt,  genau  so  in  dem  klei- 
nen Städtchen,  wo  derartige  Kul- 
turfilme oft  erst  nach  Monaten 
oder   Jahren    laufen. 


(II 


1 


Nidden  auf  der  Kurischen  Nehrung 


Fischerboote  im  Hafen 


Blick  auf  das  Dorf 


Auf  den  Elch! 

Von  Alfred  Kell,  Regisseur 
der   Ufa-Werbefilm-Abteilung 


Einen   Tag  wie  Sie!"     Das  ist 
immer   der   Gruß   eines   guten 
Freundes,       wenn       ich      von 
einer  Filmfahrl   zurückkomme. 

Ja,  es  ist  schön,  da  draußen  in 
Licht  und  Sonne  Schönheit  zu 
suchen,  dem  Leben  eines  Landes 
und  des  Volkes  nachzugehen,  und 
iin  ,,Ufa-Hcimatfilm"  ein  lebendiges 
Bild  zu  schaffen,  das  dieses  Land 
und  dieses  Volk  zeigt,  wie  es  ist. 
Und  doch,  mein  lieber  Ernst, 
Arbeit,  oft  harte  Arbeit  steckt 
gerade  in  diesen  Filmen,  die  sicii 
dann  so  leicht  und  schön  ansehen, 
Geduld  und  eine  Anspannung  des 
Auges  und  der  Seele,  von  der  einer, 
der  nur  die  Früchte  dieser  Arbeit 
sieht,    keine   .Ahnung   hat. 

Und  ich  denke  an  einen  Tag,  den 
ich  mit  meinem  kunstreichen  Ka- 
meramann Conrad  Wienecke  er- 
lebte, dort  oben  in  Litauen,  den 
lag,  an  dem  wir  auszogen,  den 
Elch  zu  suchen  und  ihn  festzuhal- 
ten im  Bilde.  In  schimmernder 
Sonne  lag  die  Kurische  Nehrung 
als  wir  mit  dem  Schiff  in  Nid- 
den ankamen.  Kleine  Fischerboote 
im  Hafen  mit  seltsamem  Takelwcrk. 
Dort  Nidden,  das  Dorf,  fast  wie 
eine  italienische  Landschaft  hinge- 
bettet an  dem  bewaldeten  Berg. 
Dort  unten  die  kleinen  Häuschen, 
grünbewachsen,  in  blühenden  Gär- 
ten. Die  Mädchen  tragen  noch  ihre 
alte  Tracht,  wir  hielten  Bilder  fest 
in  der  heiteren  Sonne  des  Tages, 
wie  sie  Wasser  schöpften  an  dem 
altertümlichen  Ziehbrunnen.  Lachend 
und  doch  halbverschämt  ließen  sie 
das  ,, Kurbeln"  über  sich  ergehen. 

Am  Abend  ein  prachtvoller  Son- 
nenuntergang hinter  leuchtenden 
Wolken.  Morgen  früh  wollten  wir 
in  das  Elchrcvier. 

,, Hoffentlich  wird  das  Wetter 
nicht  umschlagen!"  sagte  unser 
freundlicher  Wirt  und  zeigte  mit 
bedenklichen  Blicken  nach  dem  wie 
in  rotes  Gold  schimmernden  Meere, 
auf  dem  das  untergehende  Tages- 
gestirn  eine  breite,  strahlende  Straße 
schuf,  eine  Straße  von  glühenden 
Rosenblättern. 

,,Und  morgen  wird  die  Sonne 
wieder  scheinen!"   rief   ich. 

Ich  wußte  es,  daß  sie  scheinen 
würde,  denn  man  muß  nur  an  sie 
glauben!  —  — 

Und  ein  strahlender  Tag  brach 
an! 

Um  vier  Uhr  warfen  wir  die 
Decken  von  unseren  Betten,  und 
pünktlich  fünf  Uhr  stand  der  kleine, 
leichte,  niedrige  Wagen  vor  der 
Tür  unseres   Hauses. 

Unser  Freund  und  Wirt  fuhr 
selbst. 

,,Ich  kenne  alle  Wege  und 
Schliche  des  braven  Elchs,  aber  Sie 
müssen  sich  darauf  gefaßt  machen 
daß  wir  ihn  suchen  müssen!" 

Dann  fuhren  wir  los.    Das  kleine, 


Am  Ziehbrunnen 


„Marjellen" 


Im  Elchrevier 


aber  starke  Pferd  zog  den  Wagen  durch  den  tiefen  Sand  der 
Wege.  Wienecke  halle  den  Apparat  fertig  zwischen  seinen 
Beinen,  ihn  kunstvoll  balancierend  bei  den  Sprüngen  und  Ka- 
priolen des  leichten  Wagens,  der  mit  seinen  übergroßen  Rädern 
wie  ein   Pfeil   dahinschoß. 

,,Wir  können  keinen  anderen  Wagen 
brauchen,  denn  —  na,  Sic  werden  ja 
sehen!" 

Mit  einem,  wie  mir  schien,  fast 
spöttischen  Lächeln  sagte  es  unser 
Führer. 

Da  drüben  tauchte  in  violettem 
Dunst  der  Wald  auf.  Weiße  Wolken 
schwammen  in  dem  tiefen  Blau  des 
Himmels  wie  weiße  Schwäne,  die  still, 
auf  unergründlichem  Wasser,  schim- 
mernden Ufern  zustreben. 

Und  bald  nahm  uns  das  Dunkel 
des   Waldes   auf. 

Wie  goldene  Pfeile  glitten  die 
Sirahlen  der  Sonne  durch  die  Stämme, 
breite  Schatlcnbändcr  flogen  wie 
mächtige  Gitlcr  über  die  breite,  weiße, 
sandige  Waldslraßc.  — 

,,Nun  aber,  bitte,  halten  Sie  Ihren 
Apparat  fest,  denn  wir  können  nicht 
auf   der    Straße   bleiben!" 

So  klang  es  vom  Kutschersitz 
zu  uns. 

Und,  die  Warnung  war  berechtigt, 
denn  plötzlich  bog  der  Wagen  mit 
einem  Schwünge  ab  und  fuhr  in  das 
dichte  Gestrüpp  zwischen  den  Stäm- 
men am   Wege. 

Einstimmig  riefen  Wieneckc  und 
ich  ,,Halt!",  denn  uns  bangte  um  den 
Apparat. 

Der  Kurbclkasten  wurde  abge- 
schraubt, und  sorglich,  wie  eine  Mutter 
ihr  Kind  birgt,  wurde  er  auf  die  Knie 
genommen.  Ich  nahm  das  Stativ  in 
meine  Arme. 

Und  nun  ging  es  Schritt  für  Schritt 
vorwärts  durch  das  Dickicht.  Es  war 
wie  in  einer  Schaukel;  ab  und  zu  hielt  der  Wagen,  und  gespannt 
sahen  und  horchten  wir,  ob  wir  nicht  Knacken  hörten  in  den 
Zweigen    oder  einen  braunen  Rücken  sähen. 

Aber  vom  Elch   selbst  nichts  zu  sehen.    Dabei   stieg  die  Sonne 
höher  und   höher,   fünf   Stunden  waren   wir  schon   unterwegs. 

,,Ja,   meine   Herren,    hier   hilft   nur   Geduld,   aber  —  wir   finden 
ihn!"  — 

,,Ihn",  das  war  der  Elch.  —  Oh,  käme  ,,cr",  denn  halbgerädert 
waren  wir  schon! 

Vor  uns  lag  ein  Waldteich. 

,,Er  ist   nicht   tief!"  —   und   schon   tapple  unser  braves   Rößlein 


Der  Herr  der  Niederungen 

Sthnilirlie  Bilder  aus  dem  L'jaAX'erhejiln!  „l>ie  Stfioti/ieilen  de 
Deiilsiiien  (l^reri'." 


durch  das  seichte  Wasser.  —  Langsam  glitt  der  Wagen  in 
den  mit  Wasserblumcn  bedeckten  blanken  Spiegel  des  Sees 
hin. 

Bis  an  den  Boden  des  Wagens  spülten  die  Wellen. 
Wienecke  legte  den  Arm  auf  den  Rücken  des  Führers. 

,,Und  wenn  der  Elch  nun  hier 
kommt?  Da  muß  ich  doch  in  den 
Teich?  In  dem  Wagen  kann  ich  den 
Apparat  nicht  aufstellen!" 

Und  schon  hatle  er  Schuhe  und 
Strümpfe  ausgezogen,  die  Hose  wurde 
zu  einer  Art  Hottentoltenschurz  zu- 
sammengeschoben. 

Und  weiter  ging's.  —  ,,Hier  müssen 
wir   ihn   treffen!" 

Die  Spannung  stieg  auf  das  höchste. 
Oft,  wie  eine  Fata  Morgana,  glaub- 
ten wir  aus  dem  Dickicht  einen  dicken 
Kopf  auftauchen  zu  sehen,  oft  hielten 
wir,  den  Atem  anhaltend,  und  unsere 
Augen  durchbohrten  die  sonnenflim- 
mernden Waldränder.  —  ,,Da,  dort  be- 
wegt CS  sich!"  —  —  —  — 

Es  war nichts. 

Jetzt  war  es  Mittag,  und  wir  durch- 
kreuzten noch   immer,   scheinbar  plan- 
los, das  weite  Waldgelände, 
Hunger?   —  —  — 
Wer     hätte     Hunger     gehabt!      Alle 
Fibern  waren  gespannt  und  die  Augen? 
Ich    hatte    das    Gefühl,    als    hätten    die 
meinen    durch    Sonnenglast    und    Ein- 
stellen      des       schärfsten       Ob)ektivs, 
dessen    meine    Sehnerven    fähig   waren. 
Stiele,  mit  denen  ich   die  Pupillen  be- 
liebig   um    jeden    dicken    Birkenstamm 
hätte    werfen    können,    um    ,,ihn"    zu 
suchen  und  zu  finden.    Und  Wieneckes 
Augen  waren  so  groß  wie  Glaskugeln. 
Aber,    geraucht    habe    ich! 
Schweigend   aber  rasch  wendete  sich 
unser    Führer     und     deutete     mit     der 
Hand    nach   dem  Waldrand,  und  dort, 
gar  nicht  weil  von   uns   — 
„Das  ist  einer!" 

Da   stand   er,   hochgeweiht,   und   äugte   ruhig   zu   uns   herüber. 
Und    alle    Müdigkeit    war    verschwunden,    vergangen! 
Breite  Abendschatlen  warf  die   Sonne,   meine   getreue   Sonne, 
als  wir  glücklich  wieder  eintrafen  in  dem  stillen  Dorf. 

Müde  —  wahrhaftig,  müde  saßen  wir  dann  noch  eine  Stunde 
auf  der  breiten  Veranda  unseres  Hauses.  Dann  aber  schlafen  — 
schlafen! 

Ich  träumte  die  ganze  Nacht,  daß  ich  auf  einer  russischen 
Schaukel    sitzen    und    einen   Elch    schießen    mußte.    —   — 


i 

I 


Uli  an   Harvey  und  der   Eismann 


Von    I  g  o    S  y  m. 


Es    war   zu    jener   Zeit,    als    die    Kälte    Sibiriens   unter    souve- 
räner   Mißachtung    des    bisher    Gültigen    die    Grenzen    ihrer 
Heimat    überschritten   hatte   und   sich's   in   Deutschland   wohl 
sein  ließ. 

Wilhelm  Thiele  drehte  an  dem  neuen  Ufa-Lustspiel  ,, Adieu, 
Mascotte!"  Eine  reizende  kleine  Separeszene,  in  der  Lilian 
llarvey  bitterlich  zu  weinen  hatte,  weil  ihr  Freund  so  unglaub- 
lich töricht  gewesen  war,  sie  zu  versetzen,  war  an  der  Reihe. 

Die  kleine  Lilian  Harvey  hatle  so  bitterlich  zu  weinen,  daß  ein 
niedlicher  Eismann,  es  darf  getrost  ein  süßer  Eismann  gesagt 
werden,  da  besagtes  Figürchen  ganz  aus  Fürst-Pücklcr-Eis  be- 
stand —  voll  Mitempfinden  milweinen  und  in  Tränen  zerfließen, 
hinschmelzen  mußte. 

Das  nelte  bunte  Ding  wird  gebracht.  Lilian  Harvey  nimmt  die 
silberne  Platte  mit  ihm  zur  Hand  —  man  wartet.  Vergebens. 
Der  Eismann  bleibt  ungerührt.  Die  sibirische  Kälte  draußen  hat 
ihn  so  steinhart  frieren  lassen,  daß  weder  das  heiße  Licht  der 
Scheinwerfer  noch  der  Kummer  der  schönen  Lilian  ihn  zu  er- 
weichen  imstande   ist. 


Plötzlich  und  unvermittelt  treten  Lilian  die  vom  ganzen  Auf- 
nahmcstab  sehnsüchtig  erwarteten  Tränen  in  die  Augen.  1  ropfen 
über  ihre  Wangen  hinab.  Richtige,  runde  große  Kindertränen. 
Und   siehe  da  —  auch  das  Eismännlein   beginnt   zu  weinen. 

,, Famos",  ruft  Thiele,  ,, famos,  famos!!  —  Achtung!  Aufnahme!" 
Die  Kameraleute  kurbeln,  die  Scheinwerfer  strahlen,  Klein-Lilian 
weint  immer  bitterlicher,  das  Eismännlein  schmilzt  immer  kläg- 
licher. Thiele  kann  sich  nicht  genug  tun  an  Wiederholungen  und 
neuen   Einstellungen. 

Plötzlich  aber  versagt  Lilian,  trotzdem  ihre  Tränen  immer  noch 
ergiebig  rinnen. 

,,Ich  kann  nicht  mehr",  sagt  sie  klagend,  und  das  Silberlablelt 
fällt   klirrend   zu  Boden. 

Bestürzt  umringt  man  sie.  Da  zeigt  es  sich,  daß  die  eisige 
silberne  Platte  ihre  armen  kleinen  Hände  starr  und  steif  ge- 
froren hat,  daß  es  überaus  echte  Schmerzen  gewesen  waren,  die 
ihr  so  ausgiebige  Tränen  erpreßt  hatten,  und  der  ganze  männ- 
liche Stab  bemühte  sich  nun,  um  die  armen  erfrorenen  Händ- 
chen  wieder   warm   zu   reiben. 


I 


Qx  S 

V_^   UND  W 


le 


UND  SEHR  VIEL 


SciiiriitÄe! 


Givb  Lix5ti0er  Abei4.teixerrovncLyb 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


/5.  Fortsetzung 
„Das    würde 


H« 


nicht    den    geringsten    Zweck    haben. 
Mircovich   eine   kleine   Reise   angetreten  — " 


Erstens  hat 


.W 


ann.' 


T- 


reicher    Mann.      Er 


,.Vor   einer   Viertelstunde." 

„Wohin?" 

„Außer  Landes.  Herr  Mircovich  ist  ein 
fand,  daß  dieses  Geschäft 
mehr  Aufregung  für  ihn 
bedeutete,  als  es  ihm  ein- 
bringen konnte,  und  hat 
verzichtet." 

,,So,  so.  Er  hat  verzich- 
tet." 

,, —  und  zweitens  — " 

„Zvfcfeitens  weiß  er  gar 
nicht,  wo  sich  die  Million 
befindet." 

,,So,  so.  Er  weiß  nicht  —  ' 

„Nein.  Aber  ich  weiß 
es.  Ich  werde  es  Ihnen 
vielleicht  sagen.  Viel- 
leicht." 

Sie  sagte  das  plötzlich  in 
einem  sehr  süßen  Klein- 
mädchenton, dem  alten 
Mittel  der  primitiven 
Frauen, 

Es  hatte  ihm  auf  den 
Lippen  gelegen,  sie  nach 
dem  Mädel  zu  fragen,  der 
Berliner  Sekretärin  des 
Herrn  Stavrides.  Aber  hier 
war  der  Anfang  einer  Ko- 
ketterie —  eines  Flirts. 
Vorsicht. 

,, Vielleicht,  sagen  Sie. 
Sie  haben  also  Ihre  Kondi- 
tionen?" 

Jetzt  war  sie  die  Be- 
lustigte. 

„Weshalb,  glauben  Sie, 
daß  ich  Ihnen  die  Ge- 
schichte   erzählen    will?" 

Er  gab  eine  Frage  als 
Antwort: 

„Für  wen  halten  Sic  mich 
eigentlich?" 

Sie    vermied    sein    Auge. 

,,Für  einen  Mann,  der 
ausführt,  was  er  sich  vor- 
genommen, und  der  Mut 
hat",  sagte  sie  langsam. 

Das    heißt,    für   einen   besonders    zähen   Hochstapler,    dacht 

Und     laut: 

, .Wollen  Sic  mir  nicht  alles  der  Reihe  nach  erzählen?  — 
s-ind,  soviel  ich  \scili,  mit  Herrn  Mircovich  sehr  eng 
freundet?" 

„Ich  war  mit  ihm  befreundet",  sagte  sie  hastig.  ,,Wir 
uns   getrennt." 

,,Scit    wann?" 

,,Seit    heute    früh," 

,,Seit    heule    früh   um    drei 

„Woher  — " 

,,Denn    um    diese    Zeit    sind 
gekommen?" 

Sie    überlegte. 

,,Mehr    wissen    Sie     jedenfalls    nicht",     sagte    sie     ruhig.       ,,Sic 
klopfen  auf  den   Busch." 

,.Wer   weiß  — " 


Jenny  Jiigo  in  ihrem  Heim     Plwt.  Via 


Sic 
be- 

haben 


oder 
Sic 


vier   Uhr!" 

doch    mit    dem    Auto 


Nachdruck  verboten 

,,Sie    können   nicht    mehr   wissen",    sagte    sie    heftig. 
,,Auf  alle  Fälle  werde  ich  mehr  wissen,  bevor  Sie  das  Zimmer 
verlassen    haben." 

„Wenn  das  bedeuten  soll,  daß  Sie  mich  nicht  eher  aus  dem 
Zimmer  lassen,  als  bis  ich  Ihnen  gesagt  habe,  was  Sie  wissen 
wollen,    so    ist    das    grade    nicht    sehr    klug   von    Ihnen",    spottete 

sie.  ,,Wic  wollen  Sie  wis- 
sen, was  wahr  ist  und  was 
gelogen?  Aber  lassen  wir 
jetzt  diese  Dummheiten 
und    reden    wir    ernsthaft!" 

Er  verbeugte  sich. 

,,Ich  möchte  Ihnen  ein 
Bündnis  vorschlagen",  sag- 
te sie  langsam.  ,,Wir  ar- 
beiten gemeinsam  daran, 
das  Geld  herauszubekom- 
men —  ich  sage  Ihnen 
gleich,  daß  es  nicht  einfach 
sein   wird." 

„Und  wenn  wir  das  Geld 
heraus   haben?" 

Sie    zuckte    die    Achseln. 

,,Dann  werden  wir  uns 
schon  einigen",  sagte  sie 
bescheiden.  „Es  gibt  so 
hübsche  Orte  auf  der  Welt, 
wo  man  das  Geld  ausgeben 
kann."  —  Ach  so,  dachte 
er.  —  „Und  wenn  der 
wirkliche  Besitzer  An- 
sprüche darauf  geltend 
machen  sollte?"  fragte  er 
bedächtig. 

,,Der wirkliche  Be- 
sitzer?" 

Sie  schüttelte  etwas  er- 
staunt den  hübschen  Kopf. 

,,Sie  meinen    Stavrides?" 

,,Nein  —  der,  dem 
Stavrides  das  Geld  schul- 
det." 

,,0h,  maman,"  lachte  sie, 
„das  ist  irgendein  Idiot  in 
Deutschland,  der  Herrn 
Stavrides  für  einen  fabel- 
haft ehrlichen  Menschen 
hält.  Er  wird  uns  bestimmt 
nicht   stören." 

,,Das  ist  nett  von  ihm", 
sagte    der    Idiol    aus   Deutschland. 

Eine  halbe  Stunde  später  wußte  Robby,  was  sich  in  der  letzten 
Nacht  ereignet  hatte. 

,,Was  ist  eigentlich  aus  der  Sekretärin  von  Stavrides  ge- 
worden?"   fragte   er    leichthin. 

,.0h,  ich  weiß  nicht.  Der  Türke,  von  dem  ich  Ihnen  erzählte, 
hat  verschiedene  Verwendungsmöglichkeiten  für  so  etwas.  Sie 
ist  schließlich   ganz  hübsch  — " 

,,So.  —  Hm." 

Robby  preßte  die  Nägel  in  die  Handballen.  Er  atmete  ein 
bißchen   mühsam.      ,,Aber   sie   war  noch    im    Hause    des   Türken?" 

,,lch    nehme    es    an   —   vorläufig," 

,, Vorläufig?" 

Sie    zuckte    die    Achseln, 

,,Mein  Gott,  immer  kann  er  sie  doch  nicht  behalten  —  er  hat 
da    seine    Absatzmöglichkeiten." 

Robby   stand    mit    einem    Ruck    auf   und   trat    ans    Fenster. 


Er  wußte,  daß  er  sich  nicht  viel  länger  beherrschen  konnte. 
Was  für  eine  gottverdammte  Bande  das  war!  Gottverdammte 
Bande! 

Er  fühlte  den  Blick  Rankas  aufmerksam  auf  sich  gerichtet 
und  drehte  sich  mit  dem  heitersten  Gesicht  um,  das  er  auf- 
bringen   konnte. 

„Was  hat  Herr  Mircovich  eigentlich  vorgehabt?"  fragte  er  un- 
befangen. 

,,Das  ist  doch  sehr  einfach.  Wenn  das  Geld  ausgezahlt  war, 
hatte  er  keine  Verantwortung  mehr  Herrn  Stavridcs  gegenüber. 
Wenn   es  also   dann   abhanden   kam   — "   — 

Sic    lächelte   vielsagend. 

,,Stavrides  hätte  sich  eben  einen  geschickteren  Agenten  nehmen 
müssen." 

Robby   Valberg  pfiff   durch   die  Zähne. 

„Das  war  mein 
Plan",  sagte  sie 
stolz.  „Aber  als  ich 
zurückkam,  und  in 
,  dem  Beutelchen  la- 
gen einige  vierzig 
Pfund,  statt  ebenso- 
viel lausenden  —  da 
hatte  Dmitri  die 
Frechheit,  mir  vor- 
zuwerfen, ich  hätte 
den  Rest  unterschla- 
gen. Also,  ist  das 
nicht  unerhört?!" 

„Unglaublich.  Ich 
hätte  Ihnen  das  nie 
zugetraut." 

Sie  warf  ihm  einen 
schnellen  Blick  zu. 

Aber  er  verzog 
keine   Miene, 

„Es  gab  einen 
heftigen  Streit",  fuhr 
sie  fort.  ,,Wir  — 
wir  waren  überhaupt 
nicht  mehr  recht 
einig  in  der  letzten 
Zeit.    Er  reiste  ab  • — " 

„Wohin?" 

„An  die  Riviera", 
sagte  sie  in  abwe- 
sendem   Ton. 

Ihre   Stimme   klang   dabei   etwas   verschleiert. 

Ging   ihr   der   Abschied   von   diesem    Obergauner   nahe? 

,,Er  will  sich  erholen",  sagte  sie  heftig.  ,,Er  hatte  zu  viele 
Aufregungen  gehabt.  Es  ist  sehr  komisch  —  Männer  erholen 
sich  immer  am  besten  von  Aufregungen,  wenn  sie  in  Monte 
spielen  oder  monatelang  herumvagabundieren." 

Vielleicht  hätte  dieser  plötzliche,  fast  ehelich  klingende  Ge- 
fühlserguß Mademoiselle  Rankas  Robby  sonst  amüsiert.  Heute 
aber   war   er   nicht    dafür   in   Stimmung, 

„Was   also   ist    Ihr   Plan    jetzt?"    fragte    er    kurz. 

,,Wir  müssen  noch  heute  nacht  abfahren",  sagte  sie.  ,,Ich 
miete   das  Auto   wieder  —  wir  werden  das   Geld   schon   finden." 

Er  sah   sie   scharf   an. 

, .Woher  eigentlich  diese  Offenheit  mir  gegenüber?"  fragte  er. 
„Woher  wissen  Sie,  daß  ich  kein  Detektiv  bin  —  Joe  Jenkins 
oder   Stuart   Webbs  —   was   weiß   ich  —   wie?" 

Sie   lachte   hellauf. 

„Ein  Detektiv?  Sie?  Das  ist  herrlich.  Nein,  mein  Lieber  — 
Sie  sind  kein  Detektiv!  Erstens  verirren  sich  solche  Leute  nie- 
mals hierher  —  niemals,  mein  Lieber.  Sie  wüßten  Ja  nie,  an  wen 
sie  sich  zu  hallen  hätten.  Sic  können  doch  nicht  die  ganze  illy- 
rischc  Bevölkerung  verhaften!  Und  von  der  Polizei  haben  sie 
nicht   die  geringste  Unterstützung  zu  erwarten." 

.Davon   habe    ich   allerdings   gehört," 

,,Nein,  Detektive  wären  hier  völlig  hilflos.  Alles,  mit  dem  sie 
gewohnt  sind  zu  arbeiten,  versagt  hier.  Dadurch  werden  sie 
überflüssig.  Detektive  sind  etwas  für  Großstädte  und  elegante 
Badeorte,  und  Sic  — "  sie  schrie  fast  vor  Lachen,  „—  Ihnen 
sieht  man  es  doch  sofort  an,  daß  Sic  gar  keiner  sein  können!" 

„So." 

..Aber  natürlich.  Für  Sic  gibt  es  doch  nur  eine  Möglichkeit. 
Ich  bin  sicher,  wenn  ich  die  schönen  Photographicsammlungcn 
von  Scotland  Yard  oder  so  einer  Anstalt  durchblättern  würde  — 


Die  originelle  Aiißentront  des  Universums  bei 

tinlwiirj  Rudi  leid 


ich  finde  Sie.     Und  in  Paris  und  in  Berlin.     Und  jetzt  vor  ganz 
kurzer  Zeil  haben  Sie  etwas  lanciert." 

,,Habe  ich  was?" 

,, —  denn  sonst  würden  Sie  nicht  in  dieses  Land  kommen,  wo 
sich  die  Füchse  und  Wölfe  gute  Nacht  sagen.  Was  Sie  sind,  ist 
doch  sonnenklar  —  das  merkt  man  doch  an  Ihrem  ganzen  Auf- 
treten,  mein  Lieber." 

,,So",  sagte  Robby  Valberg  wieder  und  rückte  mit  spitzen 
Fingern  an  seinem  Kragen  herum,  der  ihm  plötzlich  zu  eng 
vorkam. 

* 

Es  ist  sehr  seltsam,  bis  zu  welchem  Grade  Menschen  —  und 
ganz  besonders  Frauen  —  die  Fähigkeit  haben,  zu  merken,  ob  sie 
beobachtet   werden. 

Gewisse  Nervenspitzen  werden  getroffen  und  gleichsam  elektri- 
siert. Warnend  tele- 
graphiert der  In- 
stinkt, und  von  der 
Sekunde  ab  ge- 
schieht jede  Bewe- 
gung und  jeder  Aus- 
druck  bewußt. 

Schon  einmal  in 
diesem  Zimmer  hatte 
Dorrit  das  Gefühl 
gehabt,  beobachtet 
zu   sein. 

Sie  hatte  nicht 
reagiert  —  sehr  bald 
darauf  waren  die 
beiden  Diener  ein- 
getroffen, die  ihr 
das  seidene  Beutel- 
chen abgenommen 
hatten. 

Jetzt  wiederholte 
sich  dieses  Gefühl. 

Irgend  jemand  sah 
durch        irgendeinen 
Spalt   zu   ihr   herein. 
Langsam,   war    ihr 
die  klare  Erkenntnis 
gereift,  daß  sie  noch 
nie  so  in  Gefahr  ge- 
wesen       war        wie 
jetzt. 
Nicht    als    die   beiden    Jancovics    ihr    Gepäck   durchwühlten   — , 
nicht    als    sie    aus    dem    Zug    springen    wollte   —    nicht    im    Auto, 
das   diese   kleine   schwarze    Kanaille    steuerte. 

Da  draußen  lauerte  eine  Macht,  die  ihr  hundertmal  überlegen 
war,   weil  sie  sie  nicht   kannte. 

Eine  Art  von  vorweltlichem  Ungeheuer  mit  Fledermausflügeln 
und  giftigen  Augen,  Ein  Alpdruck,  der  lähmte,  der  die  Energie 
aus   dem   Hirn  sog. 

Sie  halte  das  Bedürfnis  der  modernen  Generation,  schnell  und 
mit  einer  gewissen   Logik  über  ihre   Gefühle  und   ihre   Einstellung 
zu   allem   Neuen   klar  zu  werden. 
Hier  war  es  unmöglich. 

Man  war  irgend  etwas  Unsichtbarem  ausgeliefert  und  mußte 
auf  das  Schlimmste  gefaßt  sein:  Der  ruhige,  nachdrücklich-sichere 
Überfall  vorhin  verriet  eine  Macht,  die  ihrer  selbst  sehr  sicher 
war  —  und  vielleicht  auch,  die  es  liebte,  im  Bewußtsein  ihrer 
selbst  mit  dem  Opfer  ein  wenig  zu  spielen  —  — 

Die  Unsichtbarkeit  und  gleichzeitige  Nähe  der  Gefahr  schuf 
mit   strömender   Gewalt   Abwehr  in   ihr. 

Eine  Abwehr,  die  sich  im  kleinen  Mädchen,  im  Weibchen,  in 
der  Frau  aus  dem  Volk  wohl  in  hysterischer  Aufregung,  ja  hyste- 
rischer Tätlichkeit,  in  angstvollem  Sich-an-die-Wand-Drückcn,  in 
einem  Strom  von  Schimpfworten  geäußert   hätte. 

In  ihr  rief  es  die  ganz  wunderbare  Macht  auf  den  Plan,  die 
aus  alter,  wahrhafter  Kultiviertheit  und  unendlich  einprägsamer, 
unwandelbar  strenger  Erziehung  heraus  das  Rüstzeug  der  Dame 
entstehen  läßt. 

Es  heißt  von  diesem  geheimnisvollen  Typ  sehr  zu  Unrecht, 
daß  LT  im  Aussterben  begriffen  sei  —  nur  weil  man  ihn  nicht 
mehr  so  häufig  in  der  Öffentlichkeit  trifft  wie  vorher,  und  weil 
sich  einige  Äußerlichkeiten  der  Lebensführung  —  auch  auf  mora- 
lischem  Gebiet  —  verändert   haben. 

Fortsetzung  folgt 


der  Premiere  des  Ufafilms  „Adieu,  Mascotte" 

Phot.  Vjn 


\ 


FRAGEN 


die  uns  erre Tchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    ,.  F  i  I  m  -  M  a  g  a  z  i  n  ",    Berlin    SW  68,    Zimmerstraße     35 — 41 
Scherlvcrlag.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat    also  keinen  Zweck 


Au  V  i  c  I  o  :  Anonyme  Uricfo  worden  nicht  hcantwortot.  Bei  Mami- 
skriplaUKeleKPnlieiten  bitten  wir  fiiljjendes  zu  beachten:  Jeder  Anl'ra>;e  i.-t 
Hiickportd  lieiziifüscn.  .lede  Kinsendiinn;  eines  Manuskripts  zur  rriifuns 
ist  zweckhis.  nur  Expo'5(''s  im  l.'nifanKt^  von  2—3  Schreiliinasehinenseiten 
sind  zur  Kinsenduns  an  die  l'ilniindnstrie,  Kesisseure  usw.  KceiKiiet.  Für 
Verlust  der  eitiKesandteii  Manuskripte  kann  keine  Veraiitworluutc  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  J>urchschl;if;e  seiulen.  von 
handgcscluicbeiieu  ISendunsen   (leserlich)   eine  Abschrift  zurückbehalten. 

• 

I  r  in  a  K.,  il  e  i  n  i  n  g  e  n  :  Wir  werden  den  Künstler  noch  einmal 
aii    das    fiillite    Autogramm    erinnern. 

K  s  t  h  e  r  K...  K  r  e  i  t  a  1  : 
Ihre  Hildkarle  ist  an  den  Kiin-t- 
Icr    u(iti-rj;cleitel. 

F.  I  1  e  u  -  F.  \  a  a  u  s  F  e  1  - 
zeu:  Harry  l.iedtke  ist  nicht 
Min  Christa  Tordy  kC'^«'''"''!''"- 
snmiern  lebt  in  olüidilicbster  F.he 
mit  ihr.  Her  Kiiustler  filmt  llei- 
Uitc.  S,'in  neuester  Film  lieilit 
..l>er  schwarze  Domino'.  —  F.rnst 
Verebes  ist  unverheiratet.  — 
AVillv  Frilsch  ist  nicht  mit  dem 
Auto  vcruufiliiikt.  Fr  bctiiulct 
sieh  wohl  und  wird,  wenn  ilicse 
Zeilen  ersilieiuen.  wieder  .■Mis 
I'nfraru  nach  Herlin  zurückge- 
kehrt sein.  —  M.irielta  Miliner 
ist  am  L'-.'.  .luui  dieses  .lahrcs  au 
einem  l,unf>enlci(len  in  liaden  bei 
Wien  gestorben.  —  Hritiiltc  llclm 
di-biilierte  in  Fritz  I..imüs  ..Metro- 
,,„li<-.  _  Willy  Frilsch  .spielte 
11.  a.  in  frduiMiiien  Filmen:  ..F.in 
Walzcrlrauu\''.  ..Per  Tauzstu- 
dent".  ..Spione''.  ..Ihr  dunkler 
l'unkf.  ..liiK-arische  Itba|>si>(lie  ". 
.Seine  ni'uesten  Filme  sind  ..Me- 
lodie des  Herzens'-  und  ..Frau 
im    M,md'. 

r  a  u  il  I  e  r  -  II  a  1  m  -  V  c  r  - 
e  h  r  e  r  i  ii.  U  .'i  d  V.  1  s  t  e  r  :  Ma- 
ria l'audler  widiut  Herlin-Ilali'U- 
see.  Albrccht-Acliilles-SIraUe  :m. 
und  bat  am  .'O.  .Juni  tii-burtstap,-. 
Harry  Halms  Adressi'  ist  Berlin- 
Halensce,  Cicerostralic  tu.  Ui'ide 
Künstler  (;cben  .\ntoKramme.  Sie 
kimneii  es  also  ruliij.;  wagen,  Sie 
darum    zu    bitten. 

F  1  1  a  H..  I  d  s  t  e  i  n:  (iustav 
Fliihlich  w(dint  noch  immer  l?ln.- 
Westend.  HeerstraUe  b(l.  und  tjibt 
AutonTammc.  Senden  Sie  ihm  eine 
Hiblkarte  und  .idressiertes,  fran- 
kiertes l(ii<kku\ert.  Filmpost- 
kartell erballiii  Sie  durch  die 
..Illustrierte  Filmwoche".  Berlin 
SW  Ii».  KoclisiraUe  ü-H.  Friihlich 
wird  Ihnen  il.iiin  bestimmt  Ihren 
Wunsch    erfüllen. 

II  a  11  s  K..  Dort  m  ii  n  d  ; 
Bebe  Daniels  ist  durch  die  l'ara- 
iiioiint.  .M.il.  Marathon  Street, 
Hollywood.  Kaliforiiieii.  F. S.A.. 
Mary  l'bilbin  durch  ilii-  Fiiiver- 
sal.  Fiiiversal-('i(y.  Kalifornien, 
F. S.A.,  Sue  Carol  durch  die  Fox- 
Studios,  tun.  Western  ,\veiiue, 
Hollywood.  Kalifornien.  F.S..\., 
zu  erreiidien.  Mary  .lohnsons 
deutsche  .\dresse  ist  Herliu-Stee- 
litz.  .Mbrecbtstralie  l(i.  Corry  Bell 
wohnt  Bln.-Cbarloltcnburt^,  Kur- 
fürstcuii.imm     IH.'). 

Karl  D..  M  a  n  ii  h  e  i  m  - 
•S  a  II  d  h  o  f  e  II  :  Die  betreffende 
Seliaiispielerin  heilit  nielil,  wie 
Sie  annehmen,  Mag'du,  sondern 
Marlene     Dietrich. 

S  1  a  h  1  -  N  a  c  h  b  a  u  r  ii  n  d  C  e  b  ü  h  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  ii  .  Berlin: 
Kriist  Stabl-Nacbb.inr  wohnt  Berlin-CharloHciibiM'i,  Sj  lielsIraBe  L>:i.  ist  von 
Carol.i  'l'oeMe  geschieden,  ^ibt  .\  iilo;;i  aiiime.  Sein  richtiner  Name  ist 
(liiKtjeuheiiuer.  Die  neuesten  Filme  mit  sribl-Nachb.iur  heiljeii  ..Mutter- 
liebe' und  ..Die  sells  inie  Vern.iiiuenhi'il  der  Tlie:i  f.irler".  Wenn  Sie 
ihn  einmal  persünlich  sehen  miiehleii,  so  besuchen  Sie  am  besten  seine 
Filiiiiiremiereii.  bei  denen  er  sicbi'r  persöiilich  anwesend  ist.  .ViiliiTdem 
i'uipfehlen  wir.  einm.il  die  'rhe.ilerpro;;r.imnie  :in  den  l.itfassiinlen  zu 
sludieren.  Denn  Krnsl  Stabl-Xaclibaiir  ist  :iucli  bei  der  S|ireelibiiline  liilin. 
^  Olto  (iebiibr  ist  ({«'"chieden  und  li.it  seine  \\  ohiiiinn-  in  Berlin  W  57, 
Kiirfürstenslr.iße    117. 

U  r  e  I  a  C  a  r  b  o  -  Ve  r  e  li  r  e  r  i  n  .  B  e  r  1  i  ii  :  (in'l;i  (larlio  ist 
durch  die  .Melro-(!old\\  yn-Stmlios.  ('ulMM-('it> ,  K.iiiforiiieii,  V.  S.  .\.,  zu 
erreichen.  Sie  haben  rechl,  die  Künstlerin  bat  nuch  einen  Bruder.  Sven 
(i.irbo-(;iist:ifssoii.  der  jetzt  in  scliweiliscbeii  Filmen  debütiert.  (irela 
(iarbo    ist    iediti. 


Evelyn  Brenl    vor  ihrem  Sommerhaus  in  Bei  Air  bei  Hollywood 
Phot.  Paraniount 


O  1  \:  a  T  s  c  l'i  e  c  li  o  w  a  -  V  e  r  e  h  r  e  r  .\l.  .S  c  li..  T  r  e  b  bin:  ,.Mou- 
lin  IJouj^e  "  ist  vor  1 — 2  Jahren  ^•'dreht  worden.  Kr  ist  ein  British  liiler- 
n.ilional-Film  im  Verleih  des  Deiitscheii  LiclKspiel-Symlikats.  Der  nächste 
Tscliechoua-Film  heiUt  ..Der  Narr  seiner  Liebe".  In  diesem  Film  führt 
Olfia  'rschccbowa  selbst  Kesie.  spielt  aber  nicht  mit.  —  Ihr  Bildwiiiisch 
ist  vorf;eiiierkt.  —  Ihre  (Jrülie  ;in  Ols'i  'rschechow.i  und  Il.irry  I'iel  sind 
bestellt  worden.  —  Wir  empfelilen,  die  Kiinsilcrin  iiiimillelb.ir  um  d.is 
lutreffende  Bild  zu  bitten.  \\  ir  Kl.iiiben  sicher.  d.iU  Ihr  Wunsch  erfiillt 
wird.  —   -Marlene    Dietrich   ist   mit   einem    XicIil-.Schaiispieler   verheiratet. 

F.  B..  M  a  n  d  e  b  n  r  tc  :  Hichanl  Kicliber;^  wohnt  Herlin  W.  (_iiese- 
briMlitsIralJe  Id.  Kiidolf  Walter-Fein.  .Ma\  Ob.il  und  Victor  .lansou  sind 
durch   die    .\afa,    Berlin    SW    4t<,    Friedrichstralie   1'23,    zu    erreichen. 

Herbert  E..  il  a  {;  d  c  - 
b  11  r  \x  :  Die  neuesten  Filme 
mit  \Villy  Fritsch  hi'ilJen  ..Frau 
im  Mond"  und  ...Meloilie  des 
Herzens".  —  tiret;i  (i.irbo  ist 
diircli  die  Metro-Cobluyn-Mayer- 
Stiiilios,  ('iiher-t'ity,  Kalifornien. 
F. S.A..  zu  crreiclien.  ..Jack  Tre- 
vor  "  spricht  sich  ..Jiick  Tr  .wor". 

—  Wir  haben  ilie  betreflenden 
Kiiustler     an     die     fälliniMi     .\iito- 

;;ra riniiert.  —  Walter  Billa 

wohnt  Berlin-C'harloitenbury;  \\  a- 
chobliMwe-  (i.  Inire  Haday  Ber- 
lin W  .  (JeisberKsfralle  i'l.  Pen- 
sion XürnberKiT  l'latz.  Malcolm 
'l'od  erreichen  Sie  durch  den 
lto.\,il  Air  fori'c  Cliili.  128  Picca- 
dilly,    l.onilon   W  1. 

Otto  K.,  X  i  e  d  e  r  s  c  h  ö  n- 
h  a  u  s  e  n  :  Am  besten.  Sie  wen- 
den sich  in  dieser  .ViiKele^i'iiheit 
einmal  :iii  die  bctri'ffeiideii  Kiiust- 
ler selbst.  .Mier  wir  fi'lauben 
kaiiiii,  ilalJ  Sie  (ilück  haben  wer- 
den. Wenn  Sie  wirklich  ein  ko- 
mischer Typ  sind  und.  wie  Sie 
schreiben,  mimisches  'r.ilent  ha- 
ben, so  ist  es  am  zweckmiiliin- 
sten.  wenn  sje  sich  eleicli  direkt 
mit  den  FilmKcsellscIiaften  in 
A'crbinduii^    setzen. 

K  a  m  o  n  X  o  v  a  r  r  o  -  V  e  r  - 
e  li  r  e  r  i  II  I.  i  s  a  IL,  D  r  e  s  - 
d  e  n  :  ILinion  Ninarro  ist  wie- 
der nach  .Amerika  ziiriickf;!'- 
kclirt.  Der  näidisle  Xovarru  Film 
..San;;-  der  Siidsee"  ist  ein  Ton- 
tilm.  Ob  er  Mareeline  Day  liebt, 
wissen  wir  wirklich  nicht.  — 
lliinnar  'roliiaes  spielte  u.  a.  in 
folnenden  Filmen:  ..Die  Lieb- 
liiiKsfran  des  .Mabaradsclni".  ..Im 
i;:iiis(be  der  .Macht".  ..Wenn 
.Miidchen  träumen  ",  ..Die  Insel 
der  ICrfülliiiif;".  ..Friiiilcin  Slier- 
lock  lloliues ",  ..Ihre  kleine  Ma- 
jestät". ..I'as  \erUirciie  tiliick". 
..Ceschlecht  in  Fesseln".  Uiinnar 
ToliLies  ist  iiNverheiratet.  —  Dina 
t;rall.i  ist  Polin,  in  AVarschau 
;;c'boreii.  Sii>  ist  Witwe.  Das 
Kaiiion  Xiivarro-ltiicli  kostet  \.'M 
.M.irk.  ist  .liircb  den  Max  Matti- 
soii-\'erlat;.  Berlin  SW  li^.  Ititter- 
sltalJe  71,  zu  beziehen  und  ent- 
hält eine  ;iiisfübrliclie  Bionrapliie 
des   Künstlers. 

I'  li  r  i  s  t  c  I  B.,  D  a  n  z  i  K  : 
In  dem  Film  ..Verirrte  Jugend" 
spielte  Kamoii   Xinarro  nicht  mit. 

—  [las  BiK-h  .,1'iisere  Flimmer- 
köpfe"  enthält  Bilder  von  f.ist 
sämtlichen  in  Dentscblanil  leben- 
den Filmstars.  —  l.iliaii  Harvey 
widiiit  seit  kurzem  Berliii- 
Wcsti'iid.  Ahornallee  10-17.  Wir 
werden  die  Kiinstlerin  kct"  an 
das    fällige    Autogramm    erinnern. 

Hilde  L.  II  i  II  il  e  n  b  11  r  K  :  Fred  Immler  wohnt  Herlin  W,  Kur- 
fiirslcnd.imm  .^7.  Franz  Lederer  hat  seine  WolinuiiK  in  Berlin-Friodcnau, 
Fchlerstr.ilie  1.  wurde  am  fi.  November  in  Präs  geboren  und  ist  un- 
\  erlieir;ifct. 

IL  V.  W..  B  e  r  1  i  n  :  Ernst  Stalil-Nacbbaur  wohnt  Berlin-Cliarlotten- 
biirt;.  Svbelstr.ille  L':i.  wurde  am  ß.  März  in  .München  •teboren,  heilit  in 
Wirklichkeit  (iiiKKenbeimer.  fiibl  AutOKr.imine,  ist  nicht  mehr  verlieir:itet 
und  kommt  von  der  Sprechbühne  zum  Film.  Er  filmt  fleiUiK.  —  IHcr- 
iniiie  Sterler  li.it  ihre  W  (iliniintc  in  Berlin  W  .Ml.  Nürnberger  Stralie  t;."). 
erblickte  am  2(1.  März  in  (■.■innsl.itt  bei  Stiittu.irt  d.is  Licht  der  Welt,  ist 
iinviTbeirati't  und  niht  .\iito(ir,inime  tirit  ILiid  ist  mit  einem  Schrift- 
sleller  verbeir;ite(.  Iharles  Willy  K;iyser  wird  auch  wieder  filmen. 
Adolphe  .Menjon  befindet  sich  ;iut!:eiiblicklich  mit  seiner  tiatlin  K.dhr.Mi 
('arver  zur  Krlioiniij;-  in  P.iiis  iiiiil  wird  auch  b.ild  nach  Berlin  kommen. 
Elizza  la  Porta  filmt  fleißig.  (iustav  Frülilich  wohnt  unseres  W  i--ens 
mit    seinen    Eitein    zusammen. 


1 


T,  i  I  I  i  l\.,  -M  ,1  II  II  li  (•  I  Ml  :  \\;ir«uU  Wanl  i?-l  iliinli  ilir  Kl>lr<'f- 
Studios.  Ili.'r>l(iril.sliir('.  ICiiylainl,  /ii  crrfiilicii,  l^r  tilmt  ilort  ..Die  Nacht 
lliK'li  <l('iii  Verruf'  mit  \.\n  dr  riitli  iiinl  l.:ir>  II;iiim>ii  in  ilcn  .'iiiilrrii 
llaiilil-riillrii. 

(i  r  ;i  /  i  ;i,  A  1  «  i  ii  c  I..  A  u  n  ^  I'  ii  r  >;  :  Cli.irli-s  l'arrcil  iiiiil  lircia 
NivMMi  ^ill(l  iliir<li  die  rtix-Stiiilios.  I  IIU,  Uc^lcrii  Am'Miic,  lliilly«  »mt, 
l\.ilil'i)riii('ii,  r.S.A..  zu  crrricIuMi.  Hoiialil  (cilinaii  i>t  iliircli  (lio  l'nitcil 
Arti.Nts.  TJiMi.  Santa  Minnia  UiiMli-\aril,  llnllvwiiinl,  Kalifuriiirii,  f. S.A., 
1  rifirhliar.  ('nlniaii  Irlit  \  <iii  seiner  l'raii  ;;elieniit.  l'.irnjl  ist  IciÜK.  — 
Wnlli  We.vlier  wiilint  Iferliii-Selnineliert;.  Stiilieiiraiicli.stral.le  bn.  —  Iwan 
l'elrii>ieli  «iirde  in  lliiila|iest  m-linreii.  —  Jlail.v  Cliristians  rarlner  in 
..r.iiie  J'raii  ^<in  l'urniaf  w.ir  l'eter  l.eskji.  —  Wenn  Sie  von  l'ilnistars 
Aiiliinraiiiine  li.ilifii  iniii-liteii,  sii  .«icnderi  Sic  z"  ei-liiniiLii;^  die  tictieffend.; 
Hildli.irte  niiil  adressierte.s,  Irankiertes  Hiickkin  ert  an  die  Knnstler  ein. 
t;  n  n  t  Ii  e  r  >'•..  S  e  li  ii  ii  c  li  e  r  K  :  I'>  anderen  rilinen,  aiiMer  in  di'ii 
\oii  lliiieii  .•inlucziililleii.  spiidte  .leiiiiy  .Tiijio  nielit.  Ihr  neuer  Film 
..Die  riilelit  Mir  der  l.ielie"  i^t  fertij;f;estellt.  alier  Iliieli  nielit  nranf- 
;;<-riilirt.  In  .\rlieit  liat  sie  ..Der  Itiiiid  der  Drei'.  —  Wie  laiiKO  es  ilanert. 
Iiis  wir  ein  ViituKramm  liesiir;;t  li.ilieii.  ist  mIinmt  zu  sajieii.  da  ilie  Zeit 
in  iler  ll.iii|itsaelu>  nielit  n  iiii  uns.  smidern  mii  ileni  lietrenVinlon  Star 
.■.Idi.iii;;!.  \  iin  uns  ans  «erden  die  liildk.irten  soliirl  \veiier(;eleitet.  Aller 
die  l'ilniUiiiistli'r  iii.-ielieii  hekanntlieli  sehr  liäiiti«  l.iii;;ere  J'iliiireiseii, 
Vddiireli  sieh  tlie  Aiilo^rainnn  ennittliiii;;  seihst»  irsliiiidliih  MTZ(i;;erii  niiill. 
.\l  .» .  II..  I"  r  a  11  k  I  II  r  t  a.  Main:  Die  ll.iiiidndlen  in  ..K;iiiier.id- 
seh.iftsilie'  spielten  .Manja  Zeiiiszek.  Svinlle  l'eaeli.  Claf  I'jcird  und 
Knist    Verehes. 

D  (I  n  ;;■  1  a  s  r  !i  i  r  li  a  ii  k  s  -  X  e  r  o  li  r  e  r  i  n  M  .i  r  s'  r  '  *  •\--  <^I  e  i  - 
s  (•  I  K  a  s  t  e  i  «  -  .M  ii  n  e  li  e  ii  :  Duiifiilas  Kairlianks  hat  nur  eiiuMi  Sohn 
D('ii;;las  ans  er.ster  Klie.  .\lar.v  l'iekfiird  hat  keine  Kinder,  aln-r  eine 
.\dii|itivt(ieliter.  —  Diin^l.is  l'.inh.iiiks  \v.  ist  mit  .lo.iii  Ciawfoid  ver- 
heiratet. .Iiiaii  <'ra«l'iird  spielte  n.  .i.  mit  Kaninn  Ninarni  in  ..l'tliehl 
lind  Liehe".  —  Die  ...Inn^lran  miii  Orleans"  ist  selnni  mehrere  .Male  \fr- 
t'ilnit  wmilen,  iiinl  z«ar  Min  einer  .i nierikaiiiseheii  tJesellsehaft  lind  \er- 
sehiedenen  Iraiiziisisehen  l'irmeii.  In  dem  anierikaniselien  Film  spielte 
lieraldine    l'arrar    die    Titelrdllc. 

.M  a  r  n' (>  t  \V..  li  e  r  1  i  n  :  Marlene  Dielrieh  uuhnt  Iterlin  \V.  Kaiser- 
allec  ."lt.  Kill  .Viitnurammt.i;;-  mit  Hri;;itte  Helm  liiidet  in  nächster  Zeit 
statt.  Killen  riliiiseh.iiispieler  reden  Sie,  K^nan  wie  .leden  .indem  Meii- 
selieii.    mit    seinem    .N.imeii    .in. 

i;  i  e  h  t  e  r  -  11  a  r  v  c  y  -  1'  .i  r  1  n  -  II  e  I  m  -  \'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  M  ,i  r  ;;  n  t 
(i.,  .\  II  >;  s  b  11  r  u  :  Ihre  liiriiriiialiniieii  liluT  l'aiil  Kieliter  sind  hewiiii- 
deruiiKswert.  Ihre  Any;ahen  stiiiimeii  diirelnvi^;-.  .\iidere  Filme  mit  ihm 
« isseii  «ir  anili  nielit.  Seine  l.iehliii;;>hliiiiieii  sind  Kiiseii.  Neilehi-n, 
Nelken.  Knriihliimeii.  Tulpen.  Wir  ;;laiiheii  iiänilieh.  er  lieht  sie  alle. 
Ihre    (iriille.    .nieh    .in    And    Knede    Nissen,    sind    .■iiisjjerielitet. 

I  «  ii  II  M  11  •-  j  II  k  i  II  -  \  e  r  e  h  r  e  r  a  n  s  .1  e  n  a  :  Iwan  Mn-jukin  ist 
Ii'nsse,  in  l'eiiz;i.  und  zwar  am  -li.  Septemlier.  ;;elHireii.  I'.t  wcdint  in 
Heiliii  W,  Kiirl'iirstendamiii  l!).').  niiil  ist  mit  lier  d.inisehen  l'ilmsehaii- 
spielerin  .\j-iies  Teterseii  verheiratet.  Seine  iieiie>teii  Filme  sind  ..Mann- 
li'seu'  lind  ..Der  weilie  'reiitel'.  In  Vurhereitiin;;-  mit  ihm  ist  ..SklaM'ii 
der  l.eideiiseliaff'.  Die  weihlielie  H.niptriille  wird  Hrisitle  Helm  spielen. 
K  s  t  li  e  r  A.,  Stettin:  (Jret.i  (iarlm  ist  durch  die  .M'etro-Cdldwyn- 
Mayer-Stiidios,  Ciilver-Cily.  Kalildriiien.  F.s..\..  zu  erreichen.  —  (innn.ir 
Tnlnaes  ist  nicht  mit  Mar.v  .Iiihnsdii  \  erheiratet.  Toliiaes  ist  ledijr,  ,\lary 
Jdhnsoii  (reschiedeii. —  llel;;,i  'l'lidm;is  wdliiil  HerliiiW.  Kiifsleiiier  Stralie:!. 
—  .\st;i  Niidseii  wlnl.  «enii  sie  die  jiasseiideii  Wiillen  timlet.  auch  wieder 
tiljiieii.  Sie  ist  mit  dem  Kiisseii  (iriüori  Chmarii  m  rheiratet.  —  .lue  .May 
wohnt  IJerlin-IIalensee,  Kiirfnrsteiidamm  70,  .\lfred  .\hel  Herliii-Ilaleiisee. 
Kiirl'iirstemlaiiini    71. 

Fritz  M..  Hannover:  ('li\e  Kniiik  is|  mit  Nicht-Seh.inspii'leriii. 
Addlphe  .Meiijdii  mit  der  amerikaiiiseheii  Filmcl.irstelleriii  K.iihr.x  n  ('.ir\er 
verheiratet.  —  Alle  Filiii>t.irs  ;;(dien  .\iitd<;;raiiinie.  —  Die  IIa  hat  ihre 
Ifiiume    in    Iterlin    S\V  (is,    KiiehstralJe    (i-M. 

Kdtti  und  '1' 11  t  t  I  .M..  F  r  e  i  e  11  w  a  I  d  e  :  Willy  Fritseh  ist  nicht 
mit  l.ilian  Harvey  \erldlit.  sie  sind  nur  liefreniidet.  —  l.il  D.i;;dM'r  Avoliiit 
Herlin-\\  cstend.  Arys.allee  1.  Itri-itte  Helm  hat  :iiii  17.  März  (Jchnrlst.ii;. 
Sie    n'iht    AiitdKr.imme. 

I"  r  a  11  z  .M..  15  e  r  1  i  n  :  Die  ll.uiptilarstellcr  in  .lein  .M.iiiritz  Stiller- 
S\  eiisk.i-l'ilni  ..Kriitikdii''  spielten  'l'iira  Teje.  Lars  ILiiimiii.  K.iriii  Md- 
l.inder.  .\nders  de  Wahl,  'fora  'l'.'.je  und  Anders  de  W  .ilil  -iiid  sidckholmer 
Itiiliiieiiselianspieler.  Lars  H.insdii  ist  mit  Karin  .Mel.imler  verheiratet 
lind  helindet  sich  aiiKcnhlieklich  in  Hersfiirdsliiri'.  IOii«laiid.  wii  er  in  den 
KNtrce-Stndids  einen  Film  ..Die  .Nacht  n:uli  dem  \irraf  mit  l..\a  de 
l'iitti  in  der  vveihlichen  llaiiptnille  spiidt.  Alle  Filmstars  ^ehen  Aiitii- 
Kr.imnie.  Lars  Hansiiii  spielte  iidcli  ii.  a.  in  ..tliista  HerliiiH",  ..Die  L.indes- 
tliK  litiKcn",  ..Der  s(  liarlachnite  linchstahe'.  ..Stürme'.  ...lackie.  der 
Si  liitTs,jiiiii;e".     ..Ks    war',     .,I>as    f;iittliclie     ^Veih'■. 

F  r  ii  Ii  I  i  e  h  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  ii,  .M  ii  ii  e  h  (■  ii  :  (iiistnv  Friililieli  wiilint 
Herlin-Westend.  Ileerstral.le  Mfi.  wurde  am  i'l.  März  in  Hannover  (felinren, 
ist  iinverlieiratet,  i;ilit  .\iitii!;r:iiiinie  und  Ireiht  mit  derselhen  HeneislerniK; 
.iedeii  Spurt,  den  sie  nur  wiinsehen.  .Sein  neiicster  (■■iliii  hei  11t  ..lloeli- 
verral".  erscheint  hei  der  Ffa  und  hat  (Jerda  .M;iiiriis  als  wcildiche  H.iiipt- 
darstellerin. 

F  I  i  ni  in  c  r  k  u  r  t.  (ioslar:  Mari.-inne  Winkelstern  ist  iiiiverhci- 
rati-t.  Sie  spielte  liis  .jetzt  er.st  in  zwei  Fllnieii:  ..Der  Fascliiiif;sprinz' 
lind  ..Die  Zirkiispriiizessiii".  —  Anny  Ondra  ist  ledi;;-.  Ihr  neuester  Film 
i>t  ..lilaekmail-.  der  in  Knuland  ;;edrelit  wurde.  ~  Helic  D.iniels  ist  mit 
lieii  Lyiiii  verheiratet.  —  Die  l'artiieriii  \dii  flive  Hronk  in  ..Fiitcrw  elf 
war  Kvelyn  lireiit.  —  Lili:in  Harveys  neuester  Film  lieil.U  ,.\\  eiin  du  ein- 
mal   dein    Herz    verschenkst''. 

.1  1-  n  11  y  ,1  II  <x  o  -  V  «■  r  e  li  r  e  r  i  11  ,  IJI  a  in  li  n  r  k  :  .leiiny  .l.ufjd  f;iht 
AiitdKrainnie.  Sie  i,^t  seliürtiRe  (irnzerin.  Ihr  .Mädehcnname  ist  .leiiiiy 
Walter.  —  Anna  -M.iy  Wohk  wurde  in  Los  .\nnelcs  ^jeliiiren.  —  (irete 
Mosheini  wohnt  Iterlin  W.  l'ariser  Stralie  J7.  ist  mit  Oskar  lliiinolka  ver- 
heiratet   und    Kiht    Aulduramiiie. 

y.  .\.,  K  ö  I  n  :  Wenn  Sie  zum  Film  wollen,  sd  ist  es  am  zwei  k- 
inäUiKstpii,  Sie  wenden  sieh  direkt  .in  ilie  FilmKescIlsehat'ten.  Wir  ver- 
mitteln keine  Entiajicments  und  koiinen  Ihnen  daher  auch  leider  nicht 
helfen.  —    Die    Adresse   der    Aala   ist    Berlin    SW  l,s.    FriedrichstralJe    Jl':1. 

It  e  t  t  y  1t  i  r  d  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n.  A  a  e  Ii  e  ii  :  Itetly  Hird  wnlint  Iterlin- 
Tempelhof.  Mantennelstr:ilJe  I.  niht  Aiitojrramme.  ist  mit  dem  ){e^;issciir 
(iiislav  Feicky  verheiratet  und  wiirilp  am  I«.  .Iiini  in  Wien  Kchdren. 
Itetty    Itird    tilmt    lleiUiu. 


M  ,1  1  i  e  e  h  e  11  IL.  11  e  I  ^' o  I  .i  ii  d  :  (iiisiav  Frdlilich  arheitet  .iiiKcn- 
hlicklich  in  .Neiih.ihelshertJ  an  dem  Fta-Film  ...lldcliverraf  mit  Itetty 
Aiii.iiin  .ils  l'.irlnerin.  Der  Kiiiistler  ist  iiiiv  erln-iratet  und  hat  am  iM.  .\Lirz 
t;eljiirisl.iji.  Sil.  haheii  recht.  L.inr;i  la  l'l.inte  spielte  die  weihlielie 
llauplrdllc  in  ..Ihr  Spielzent;--.  cHnry  Stuart  wiilint  Iterlin  W.  I'.iss.iiier 
Sir.ilie  17.  Fred  Lins  Leieli  Iti'rlin  W.  Ile-eiisliiirner  Siriil^e  II.  Lily 
D.'iniit.'i  ist  durch  die  Fiiited  ,\rtisls.  7idd.  S.iiila  .Moiiica  IfiiiiliM  .ird.  Ilolly- 
woiiil.  K.ilildniien,  F.  S.  .\..  I'reil  Sulm  .ili.is  l.'idiert  Castle  durch  die 
.Metrii-tidld"  yn-Sindios.    (  iilv er-(  il.v .    Kalifornien.    F.s.  .\..    zu    erreichen. 

.1  F  .1..  li  v  du.:  Wenn  Sie  ein  Filmiiiiiiiiiskript  i;cschrieheii  liaheii.  sn 
müssen  Sie  dieses  in  l'oriii  eines  kurzen  K\|ioses  (iiiclil  l;iiij;er  ;ils  drei 
Schreihm.ischineiiseitenl  an  die  dr.im.itnr^iselieii  Ahleilunnen  der  l'ilni- 
nesellsch;ifleii  senden,  wie  Ffa.  .\.if.i.  Terra.  .N.itinn.il.  Ileucw.iid  ii^w . 
Die  .\ilresseii  finden  sie  .-in  ;inderen  Stellen.  Sie  li.ihen  hier  ilie  tiew.ihr. 
dali  Ihr  Sujet  wirklich  ;;elescii  und  «epiüfl  wird.  Freilich,  idi  Sie  (iliicU 
li.ihen  werden,  vxissen  wir  .iiicli  iiicIii.  .ledent.ills  sind  ancli  hier  ilie  .\iis- 
sichten  fiir  L.iieii  sehr  ^eriii^'.  —  ,.lteii  Hur'  i-l  von  der  .Melro-tioldw  v  n- 
.\1ayer    (rcdrelit    wurden 

-  t;  r  e  1  e  1  IL,  Fred  J)  ö  d  e  r  I  e  i  n  -  S  e  h  w  ii  r  m  e  r  i  n  :i  n  s  1.  e  i  p  - 
V.  i  K  ■  Fred  Diiderlein  wurde  :ini  1' 1.  Aiuil  in  S:iiikt  .\vdld  gehören.  Kr 
k;iiii  llii'7  zum  Film  und  w.ir  fnilier  üidil.inief.iehm.inn.  Ihren  neuen 
Aiilosr.imniH  iinseli  wird  er  Ihnen  sicher  eifiilleii.  Die  (oiille  liaheii  wir 
;iiis;;ericlitel.  Si-iii  n.icli>ler  l'iliii  ist  ..Nachlluk.-ir'  mit  K»  elv  ii  Holt.  — 
.lack  'l'revor  wohnt  lierlin  W,  Itendler^lr.ilJe  !>.  —  ICiiiil  .l.iiininus  ;;ilii 
Aiildt^T.imme.  -  K;;"n  viui  .Icirdaii  wiilini  Iterlin  \\  l.'i.  Lietzeiiliiirf;er 
StraLIe  1'7.  —  \\  .irleii  Sie  noeli  ein  weiii;;.  Dil.i  l'aihi  wird  Ihnen  newiT. 
iiiiili    die    Fnlersclirift    schicken. 

F  r  s  e  I  .-1  US  Nord  h  .i  u  s  e  n  :  Eric  liarcl.iy  hefindet  sieh  noch 
immer  in  Pari.».  —  (;osta  Kkin.in  ;;iht  ,\ntdKr:iniiiie.  —  Die  »Iriissi?  ,'in 
liiistav  Fröhlich  sind  aiis^;erieliti'l  wurden.  —  ICineii  V.ilenlino-Klnh  nihl 
es  in  Iterlin.  Doch  kdiineu  wir  Ihnen  die  y,en,iiie  Adresse  heute  leider 
mich  nicht  mitteilen.  —  Krii>t  \erelies  Wdliiit  Iterlin  W.  Kinser  stralie  li;, 
l'eter    Leska     Hcrliii-Zelileiidorf-\\  est.    Ueorsrenstr.ilJe    II. 

M  a  r  i  ;i     I'..    <'  li  a  r  I  o  t  t  e  n  h  ii  r  ;;  :      l'.inidii     .Nuv.irro      ist      Icdi;:.     — 

Otto    (Jchiihr    ist    Kcschicdei 1    auch    im    Lehen    sn    s.\  mp.iihi^ili    wie    in 

seinen  T'ilmcu.  W.iiiii  er  wieder  in  Iterlin  ist.  wiesen  viir  im  Aiitieiihlick 
mich  nicht.  Hiddeiisee  ist  eine  kleiiii'.  sehr  m.clerische  Insel  in  ehr 
Ostsee,    nicht    sehr    weit    enifernt    von    Kiiueu. 

Kurt  F..  II  .•!  I  I  e  :  Karin:i  Itcll  ist  iinnenlilicklieh  iiicIil  in  Iterlin. 
Ihre  diinische  Adresse  ist  Iternslorffsv  e y  7J.  Ilellcriip.  Dänemark.  Me 
;;ilit  Aiitd^ramnie.  Schreiben  sii-  riilii^;  deutsch  au  die  Kuiislleriu. 
Ilclwv  'Thiimas  wohnt  Iterlin  W  .  Kiir^tciiicr  Sir.il'.e  ;;.  Itett.v  Itird  h.it 
ihre  Wiihniint;-  in  Iterliii-'Tempelhiif.  Maiileiiffelstr.ilie  t.  Der  iieiie>lc  l'.il 
und  l'.ilachiin-l'iliii  lieiüt  ..l'al  und  ratacliiin  in  Afrika".  F'.r  ist  luii  h 
nullt  iiraiif;;efiilirt  »■irden.  —  Wir  empfehlen.  Camilla  lliirii  lieher  mic  li 
einmal  um  cm  AiitiiKramm  zu  liitten.  ."<ie  ist  durch  i\:\>  TMen-Holel, 
Iterlin.  Itiidapester  Straüe.  oder  durch  die  N.ilion.il.  Iterlin  SW  |s.  I'ried- 
I  ichsir.'ilie  10.  zu  erreichen.  Wir  vM'idcii  die  Kiiiistler  i;crii  an  die  fäl- 
li;,eii  .^iito^ramme  erinnern.  .\iit;eiililicklicli  sind  »ie  in  Iterlin.  Doch 
ivt  es  leicht  niöiilich.  daU  sie  schon  inor^cen  wieder  ihre  Koffer  packen 
iiml    auf    einer    Filmreise    nnterwcirs    sind. 

W.  D.,  W  e  s  <•  r  m  li  n  d  e  :  .M.iry  Kid  wurde  .-im  ,■<.  .\u^ust.  D.iry 
Holm  am  Ifi.  Fidirnar.  I(;<i  S>  m  am  .1.  .luli,  .Maly  Delschaft  :iiii  I.  Dezemher 
frelioren.  —  ltri;;itle  Helms  Partner  in  ,..\iii  Ifande  der  Weif  war  .le.in 
Iti.-idin.  —  Die  neuesten  Filme  von  .lack  'Tre\  nr  heil'.eii:  ..N.arkuve- 
I  Kriefe  einer  InhekannteiO  und  ...Meine  Sehwe-ter  und  ich".  —  .Malcdlm 
'Td.l    tilmt    ehenfalls    tlei  l.'.if;:. 

F.  I  I  e  II  a  II  s  D  ii  s  s  e  1  d  o  r  f  :  l>er  näi'hsle  Film  mit  l'red  Louis 
1. ereil  lieil.it  ..Spiel  nm  den  .M.iiin"".  — •  Lili.in  Harvey  wohnt  Iterlin- 
\\  esteiid.  -Miorn.illee  lli-17.  Sie  ist  niittidhlond.  Sellwlv  er>tändlicli  wird 
auch  Lili.in  Harvey  h.ihl  tdiitilmen.  Die  Filme  ...\dieu.  .Mascutte  ".  ..M.i- 
mdeseii"  und  ..Wilde  Orchideen''  »ind  iiiii  li  ni<  ht  iiraiifucfiihrt  wurden.  — 
Der  neueste  Film  mit  llilda  Kosih  lieiljt  ..'Tempo  —  'Tempo"  mit  Luei.iiio 
.\llicrliiii  in  der  mänulieheii  Hauptrolle,  llilda  Koseli  wurde  am  i'i'.  Sep- 
teniher  in  Stiitl;;.irt  ^(•lioreii  und  liliiit  erst  l!j  .lalire.  F.s  ist  leicht  iiiük;- 
lieli.  dal!  Hihl.i  Uo>cli  noch  öfter  ziis;iiiiiiinien  mit  Harry  l.iedtke  spielt, 
weil  heide  Aaf;i-Stars  sind.  Dir-  Kiinstlerin  ijiht  .\iil<if;ranime.  —  l'.velvn 
llolts  kürzlich  iir.iiif;;-efiilirter  T'ilin  lieilJt  ..N.ichlhik.i  I  ".  —  Die  Itrnnliild 
in  den  ..Nibelnn^en  '  wurde  von  ILiiiii.i  llalpli  darne-^tcllt.  —  Hild.'i  Huseli 
spielte  his  jetzt  in  den  l'ilmeii:  ..Der  Fiinlierw  iiidliche"  (Liieiaiid  .\llier- 
tiiiil.  ..D.is  Spiel  mit  der  Liehe"  Olarr.v  l.iedtke).  ..Die  Zirkiisprinzessin" 
lll.irry     l.iedtke). 

.M  a  r  t  li  a  W"..  It  e  r  I  i  n  :  lleiiny  Furten  wohnt  Iterlin-Dahlem. 
I'arkslr:il'ie  71,  und  li.it  am  7.  .T.'iniiar  (Iclinrt^lair.  Oskar  .M.irioii  vvotwit 
Iterlin  W.  Knrfnr^lend.imni  tili,  er  wurde  am  1.  Fehrnar  gehören.  Harry 
ILilms  Wiihniinü-  hitiiidid  sich  in  llerlin-llalensee.  i'ieerostrath'  ."i7.  er 
kam  am  17.  .I.iniiar  .iiif  die  Welt.  Ilcnr.v  Siii.irt  wohnt  lierlin  W.  I'ass.iuer 
SlraMe  17.  Sein  (Jeluirlsl.ii;-  ist  der  1.  Fehrn.ir.  l.il  D.ii^uver  h.il  ihre 
\ill;i  in  Iterlin-Westend.  .\rysallee  1.  Sie  hat  am  ."iU.  Septemlier  de- 
liiirtstäK.  (iiistav  F'riililicli  feiert  seinen  lieluirtst;!;;  imiiior  am  ".M.  ^tärz. 
Der  Künstler  wohnt  seit  kiirzein  in  Iterlin-WOtend.  lleersIr.ilJc  si;.  Diiia 
(irall.i>  tieliiirtstan  ist  am  l.'i.  .):iiiiiar.  Die  Künstlerin  wohnt  Iterlin- 
Slejilitz,  t)pitzstr;ilie  S.  Paul  Uiclitcr  »olinl  Iterlin  W.  TaiieiitzieiivtralJe  1ii. 
hat  am  I.  .Vpril  (iehiirtstaj;-.  lallen  l'ichter  wurde  ;im  2S.  .Tiili  i;cliiireii 
und  wohnt  Iterlin  W,  Kurfiirstendamm  :.'0.'i.  .M.ily  Delschaft  wiiliiiT 
Iterlin  \V,  ^\  ittidsliacherstral'.e  i'm.  li.it  am  I.  Dezemher  (iehnrtstat;.  Fee 
Malten  erhliekte  am  :.'.  Dezemher  das  Lieht  der  \\Clt  lind  wohnt  Berlin- 
Haleiisee.    Nesturstralie    ä.'i.      .\lle    Filmstars    ;;ehen    ,\iito;;raiiiine. 

W  c  r  n  e  r  .1  u  s  t  ii  s  ,  H  a  r  ni  e  ii  :  Emil  .lanniniis  hat  am  2;t.  Sep- 
temlier. K'iidolf  Klein-KoKf-e  '""  -'•  Xov  einher,  bernli.-iril  lloofzke  am 
."i,    .Iiiiii    (ielinrtsta;;. 

P.  I  (Miii  :  Sie  hallen  recht,  es  hat  weni«"  Zweck,  wenn  .Sie  ein  aiis- 
fiihrliches  Drehliiich  sehreilieii.  da  .sie  als  Laie  nicht  die  'Technik  lielierr- 
sclien  kiinnen  iiiiil  mit  dem  .\iis;irheiteii  im  all;:eiiieiiieii  nur  Fachloute 
lieaiiftrast  werden,  .\lier  Sie  können  ein  Uiirzev  F.vpo^e  den  Filmuesell- 
seh.ifteu  einreichen,  nicht  län.Lrer  .ils  drei  Sehreilimaschinenseiten,  ila> 
in    sp:iiiiieiider.    erzählender   Fiiriii    den    (J:inv:    der    Haiidliiii;;    schildert. 

Kurt  N.,  W  e  r  d  e  n  a.  d.  IJ  n  h  r  :  ..Die  zweite  Mutter"'  ist  ein 
li.  Ti.-Film  der  Ffa  ans  der  PriidiiUlidn  l'.l;.'.'i.  Die  hetreffeuden  Kolleii 
wurden  nesiiielt  von:  .M.irKarete  l.anner  (Opcrcttciis.iiifjrcriii.  die  zweite 
Mutter).  I.ieselutte  Krämer  (Liire,  das  Kimn.  ILiiis  .Miereiidorff  (VaterV 
■lack  'l'revor  (Liehhalier  der  zweiten  Mutter).  Fiiseres  Wissens  läuft  der 
l'ilin    nielit    mehr.      Filmnianiiskripte    .<ln^    nielit    käiiflieli. 


K  il  i  t  li  .1..  H  0  r  1  i  II  :  Urifritto  n<>lm  wohnt  IJerliii  -  D.ililom.  Im 
^\■illk(•l  r>.  w  inilc  .•Uli  17.  März  in  Hcrlin  );<'•'<»'■<■".  'i*«  "''•  lti<'Ii.tr«l  VVciU- 
li.ii'h  viTlicii-.ilct  niid  k''"  AiilDKr.-uniiu'.  Dii-  nt-iii'^lcn  Kilini-  mit  UriKittu 
lli'liii  Irciljc-ii  ...M.inipli'scu'  tinil  ..SIJ.ivtMi  der  ].eiil('ii.>iclMf(  ■.  Die  Kiiii>l- 
li'iiii  «iiiili;  »Oll  Krilz  l.:iii;;  liir  iliMi  Kiliii  ciittlcckt  und  dcbiiliorte  in 
.Mctn.pulis. 

.\  n  11  i  r..  It  r  0  ni,c  n  :  Vi<r:«  Sc)iniilprl(iw  wurde  :iin  19.  .liili  in  Slock- 
liiilin  ;;cli(iicii.  .*<!('  i.'-t  iinvi'rlicir;ilct.  AiiKfiihlickllcli  ist  die  Kiiiistlt'rin 
vcrn-isl.  Hin-  niiclistcn  Kilnw  sind  ..Uot  schwarze  Doiiiiiui"  und  ..Urnder 
KiTiihard  ".  \Vanii  Vera  Schniiferlow  iiaeli  KreniiMi  kiininit,  wissen  « ir 
l.'ider    niiht. 

..!•■  i  I  in  -  X  n  s  e  w  e  i  s"  in  K  I  h  e  r  (  e  I  d  :  l>ic  wcililirhcn  llaiipl- 
ri-lli'ii  in  ..Hell  Hiir"  s|iieltcii  May  Me.  Avoy  und  (arinrl  .\l>crs.  — 
l«.>n  rrtrc)\i(li  ist  Kroll,  aller  gemessen  haben  wir  ihn  iiocli  iiieht.  — 
l.ili.'ili  ll.ill-l>a\  is  liliiit  llciUin.  —  ..Die  Kliieht  vor  der  I.ielie'  «  ird  in 
iiaelister  Zeit  iiraiif(;efiihrt  «erden.  Wann  Iw.tn  l'etrovich  iinil  .lack  TreMir 
eil  in.ll  naeli  l'.llierlelil  koinineii.  « issen  wir  aueli  niclit.  K\el>n  Moll  ist 
>■!    11111«-.    wie    sii-    Ke^eiiälzl    hahen. 

It  e  K  '  '•  •■>  "■•  li  e  r  II  a  II  :  Hiidolf 
\'alentiiio  wurde  in  Caslelianeta.  Italien, 
(jelioren.  Sein  (JeliurtslaB:  war  der 
f.  Mai.  Heil  juiiKi'U  .loliami  SIr.iulJ  in 
Heul'  M'ielt  iler  Sirauli"  stellte  Imre 
üaday  dar.  -  In  ,.AI|ieiilra(;odie- 
f|iielle  l'eiie  Morel  nur  eine  Neheii- 
rolle.  Der  Kilni.  ist  vor  unKeliilir  zwei 
.l.ihreii  Min  d<T  Defu  hergestellt  und 
Von  dir  Defiiia  verliehen  worilen.  Die 
Ilaupirollen  wurden  von  Wladiiuir  (iai- 
darovv.  Lucy  Doraiiie.  llaniii  lloeli, 
\\ dllKann'  /il/er  und  l.oiiis  Itnlpli  dar- 
f;es|cllt.  Deiii'  Morels  (i.ittin  ist  unsere» 
\\  iss.'us    iiii  lit     Scli.iiis|.icleriii. 

Hans  .^1..  H  r  .i  ii  n  s  c  h  w  e  i  tc  : 
Asia  Nielsen,  llriiuo  K.istner,  (ieorn 
Alexander  werden  auch  wieder  liliucii. 
Uildkarteii  von  diesen  l'ilnist.irs  sind  in 
jeder  KTulJen  Hucliliaiidlun«-  iTliiiltlieli. 
l'.iu  \iito;;raiuuitan  in  It.  findet  \  oraiis- 
sichtlieli    im    Winter   statt. 

Mar  1  y  ,i  ii  s  d  e  m  I!  u  h  r  K  <•  - 
h  i  e  t  :  Daisv  D'Oras  iiäi-listcr  l'iliii  lieilJt 
..Die  llalliwiiclisinen".  —  Carl  It.ilhaus 
kam  iilier  die  Spreehliiiline  zum  Film.  — 
Der  neueste  Kiliu.  in  dem  Ver.i  Schiuiter- 
low  und  Kriist  Verelies  spielen.  Iieilit 
..Der  schwarze  Domino'  mit  Harry 
l.iedtke  in  ilcr  Tili'lrollo.  —  In«  **yui 
wurde  in  Inusliruck,  Enrico  Hi'iifer  in 
N'i'apcl  nclioren.  —  Oh  und  wann  einiei' 
l'ilnistars  nach  dort  klimmen,  wissen  wir 
hiiler  auch  nicht.  —  Von  den  lietretTeii- 
ilen  Kunstlern  «ih'  i's  noch  kein  „Film- 
Sesiehf-. 

M.  F.  u  n  d  !•;,  (!..  .'Stettin:  Iwan 
I'etrovicli  wohnt  Hcrlin-Scliniarucndorf. 
ForkeulieckstraiJe  .iiia.  Sein  iiiiclister 
l'ilm  licilJt  ..Der  füiiistliiij;-  \  (in  .Scliüii- 
lininii". 

Otto  .s  t..  H  r  a  u  ii  s  c  li  w  r  i  «:  l><'r 
neueste  Fat  iiiid  l'at.iclHiii-l'ilm  lieilit 
..Fat  und  l*:it:iclioii  iii  Atnk.i  '  und  wird 
voraussichtlich  scliciii  in  <lcr  koiumcmlen 
.sipiclzcit  lier.iusuehraiht  werden.  —  Mary 
(ilory  lilmt  in  Fr.inkreich.  Ihre  erste 
;;rolJo  Filmrolle  .spielte  sie  in  ..(ield  — 
(Jeld  —  Held".  —  Kiithe  von  Nauy  ist 
iiiiK:el'älir  so  alt,  wie  Sie  (geschätzt 
haben. 

t;  r  e  t  e  Fr.,  H  r  e  ni  e  n  :  M.-iria  Paudler  ist  iniltelfjroß,  blond  und 
lil.uiäUKiK.  Sie  ist  im  l.elien  fii'uau  so  frisch  iiiul  liislis  wie  in  ihren 
Filmen.  Sie  deliiitierte  in  dem  Film  ,.l)ie  vom  andern  Ufer'.  Mari.i 
l'aiidler  wurde  in  Tctselien-Hodeiibacli  geboren.  —  l,;i  .l.in.i  kam  am 
b.  .AiiKiist  in  Wien  auf  die  Welt.  Sie  ist  nnverheiralet.  Ein  Kiinstler- 
iiaiiie.  —  Vera  Sclimitcrldw  wurde  am  IM.  .Iiili  in  .Stockholm  geboren. 
Sie  ist  iinv  crlieir.ilet.  —  Werner  Fuetterer  ist  unseres  Wissens  noch  in 
l'i.if;-.  Sein  iicucsler  Film  ist  ..Das  .Mädel  mit  der  I'eilselie"  mit  .\iiny 
Oudra    in    der    'ritelrolle.    —    .Mady    Christi.ins    ist    KcbiirtiKe    Wienerin. 

K  .1  r  1  W.,  H  .1  n  n  o  v  e  r  :  .,Die  rote  Tänzerin  von  Moskau"  wurde 
in  Hollywood  aufj>eiiominen.  —  In  Haiinoveer  existiert  keine  Filnigesell- 
sclialt.    die    {inilie    Spielfilme    herstellt. 

FilmkQnstler  erzählen  ihr  Leben. 

Wir  h:itien  neuerdings  auch  das  von  Dr.  Hermann  Treiiuer  lierausgfcsehene 
Werk  „Wir  über  uns  selbst"  auf  Lafjer  fjöiiouinien.  Ein  vorzüyliih  ausf;estatleter 
ü.iiid  mit  270  L'aiizseitlyen  Foitriits  und  dazugehörigen  Autobiofjraphien  inöclito 
Ihiieu  die  Filiiikiinstler  niiherliriiigen.  Könnten  wir  Ihnen  dieses  piacbtige  Werk 
zeigen  —  wir  sind  überzeugt,  Sie  würden  es  besitzen  wüUeul  lieucliteu  Sie  Litte 
luicli  die  Anzeige  in  dieser  Nuiiinier. 


II  c  n  r  y  F..  H  o  r  1  i  n  :  .\.sf.t  Nielsen  ist  mit  dem  russischen  ."^ohau- 
siiieler  Cretrori  Chmaia  M'rlieiratet.  Die  Künstlerin  wurde  in  Kopenhagen 
am  II.  September  «('boren,  «ilil  Aiit(i(?rainme  und  hat  ihre  Wohnuns  in 
Herlin  W.  Kaiser.illee  2ii:i.  —  Dolores  C'ostello  slamnit  aus  l'iltsliurg  und 
ist    mit    .lohn    il;irryiiiore    vermählt. 

A.  II.  L'i'ii.  }i  r  e  m  e  ii  :  Fritz  K;ini|)ers  wdhnt  IJerlin-CharlottenburK, 
W.iitzstraße  22.  —  Die  beste  CelcKenlieit.  Filmstars  persönlich  zu  sehen, 
h.'ilieii  ."^ie  bei  ihren  Filmpremiereii.  bei  denen  sie  meist  anwesend  sind. 
—  Filmpostk.arten  erli.illcn  Sie  dureh  den  Verla«  Illustrierte  Filmvvoehe, 
Herlin    SW    f<x.    Kocbslr.i Lic    fi— H. 

Hill!  e  .S  t.,  D  r  e  s  d  c  n  :  Iwan  I'etrovicli  wohnt  Berlin-Sehmar«en- 
dorf.  l'orkenbeckstraüe  .Mla.  Kr  ist  .sehr  miisik.ilisch,  war  früher  bei  der 
0| ereile.  Ob  er  ein  Instrument  und  welches  er  spielt,  wissen  wir  leider 
.lucli  nicht.  (ieme^scii  haben  wir  Iw.aii  I'etrovicli  noch  nicht,  nehmen 
;ilier  au.  d.iU  er  «rölJer  i-i  .'ils  Si(-.  Die  .VuUeii.'iutiialiiiieii  zum  ,,(Ju.irtier 
Datin"  wiinicn  in  I'.iris.  die  Atelierszenen  iii  Berlin  «edrcht.  Falls  Sie 
iiizwiscbcu  (l,i>  \ut<i«r:iiiim  \  on  Iwan  Petrin  ich  noch  immer  nicht  er- 
b.illen    b.ilicn,    so    cmpfeblcn    wir.    noch    eiiim.il    in  den  Künstler  zu  schreiben. 

Ii  r  i  «  i  1 1  e  1 1  e  1  in  -  V  e  r  e  b  r  e  r 
a  II  s  \V  e  i  U  e  n  s  e  e  :  R.-i(j;itle  Helm 
ist  mit  Hiebard  WciUbach  verheiratet. 
Die  Künstlerin  bat  ihre  Wobnnii};  in 
Ilerlin-Dahlem.  Im  \Vinkel  S.  Sie  wurde 
am  li.  März  in  Herlin  Kcbnren.  Ihr 
l"ilmdcliül  w.ir  in  ..Metropolis".  Hrigitte 
Helm  ist  eine  «roUc  Hliinien-  und  'I'ier- 
freundin.  Sie  «ibt  seU>st\  erständlicli 
allen  ihren  Freunden  auch  ecrii  .\ulo- 
«ramme.  Ihr  neuester  Film  (nach  ,,Ma- 
nolescir)  heilJt  ,, .Sklaven  der  1-eiden- 
schaft". 

II  e  r  t  b  a  n  n  d  W  a  1  1  y.  1)  ii  s  s  c  1  - 
(I  I)  r  f  :  Oreta  (larbo  ist  dureh  die  Metru- 
Coldwyii-Mayer-Studios,  Cuh  er-f'it.v,  Ka- 
liforiii(-n,  F. S.A.,  zu  erreichen.  Sie  wurde 
am  17.  April  in  (iötehor};,  Schweden, 
«cboreii  iiiiil  ist  nicht  mit  .Inbii  fiilbert 
\  erheiratet.  (iilhert  bat  sich  kürzlich 
mit  der  amerikanischen  Schuiisiiiclerin 
Ina  Claire  vermäbll.  Oreta  Garbo  «ihl 
.\ulo«ramme  und  spricht  «ebroclieii 
(Ictitsch.  Ihr  nächster  Film  lieiljt  ,, Wilde 
Orchideen". 

F  i  I  in  o  I  I  y  v  o  ni  K  li  e  i  n  :  Colleen 
Moore  ist  diircii  die  First  National  Stu- 
dios, niirhank-HollyvMiod,  Kalifornien, 
F. S.A..  Laura  la  Plante  durch  die  Fui- 
versal,  Fniversal-City.  Kalifornien,  F. S.A., 
Ij  zu   erreicbcn.  Heide  Künstlerinnen  «eben 

I  AiitoKramme.  —  Hustcr    Kealon    ist    mit 

)  Nat.ilie     Talmad«e,     der     Schwester     von 

Noniia  und  t'onstanee,  verheiratet.  Er 
hat  seine  Villa  in  Bcvcriy-Ilills,  Holly- 
wood,   Kalifornien. 

M  ii  11  c  h  e  n  er  K  i  ii  d  I  :  Valeria 
HIaiika  ist  Fii«ariii.  Dir  neuester  Film 
ist  ,,Der  schwarze  Domino '.  —  Marianne 
Winkelstern  ist  ledi«  und  wohnt  mit 
ihren  Fitem  Herlin  W,  Flilaudstr.iUe  IC.t, 
Sie  wurde  am  24.  März  in  Berlin  «e- 
borcii. 

I.  u    T.,    K  a  s  .s  e  1  :     Bri«itte     Helm 
und    Elga    Urink    sind    augenblicklich    in 
Herlin.       Brigitte     Helm     wird     bald     mit 
den     Aufnahmen    zu     ihrem     neuen     Ffa- 
Filni     ,. Sklaven     der     Leideiiscliaft"     be- 
ginnen.    Klga     Brink     arbeitet     an     dem 
lacoby-Film    ..Frauen   am    .Aligrnml". 
E  I  h  e  r  f  e  I  d  :      Nils     Astlier     ist    ledig.       Er     gibt 
Sie   ihm   eine    Kildk.irte   und    fügen    Sic   Ihrem    Briefe 
Postscheiii    hei.      .\sther    spielte    ii.    a.    in    folgenden 
Kiickucksuhr.'n ".       ..D.is    siilJe    Mädel",    ,.Die    l.,ieb- 
Die    Kos.iken".      In    ..Fach,    t'lown.    lach" 
Lee  seine   Partnerinnen.  —   Asilier   wird 


K  i  n  o  -  1,  i     aus 
.\  iitogr.'imme.     .Senden 
einen    Internatioiialen 
Filmen:       ..Die      drei 
seh.iften    einer    Scb.ius|iicleriu 
waren    Loretta   Voting   und   (iweiin 
V  (ir.iiissiclitlich    in    mehreren    neuen    Metro-Filmen   der    Partner    von    Greta 
G.irbo   sein. 

M.  \.  K..  Berlin:  .7aek  Trevor  wohnt  Berlin  W,  BeiidlersIraBe  9. 
.Sein  nächster  Film  ist  ...Meine  Schwester  und  ich"  mit  Mady  Christians, 
Tilla  (iardeii.  Igo  Sym.  —  Trevor  spielte  bis  jetzt  ii.  a.  in  folgenden 
Filmen:  ,,Die  F'raii  ohne  N;imen",  ..Der  Kalzenste«".  ..Die  Sandgräfiu'*, 
..Die  Dame  und  ihr  Chauffeur".  ..Moderne  Piraten",  ...\bwege''.  „Die 
weißen   Kosen   von    Ifavensberg".    ..Briyfc   einer   Unbekannten". 


Wi 


iomme  icr 


FILM? 


Schreiben  Sie  sofort  an 


riLN-VERLAG  HENNIG,  BERLIN-GRUNEWALD,  Fm  14 


für  Industrie  und  Handel,   Wirtschaftsverbände 
und  Verkehrsorganisationen 

UNIVERSUM  FILM  A.-G.,  BERLIN SW68,  ABT.  UFA-WERBEFILM 


I 
I 

i 


i 


Die  Ufa-Theater  werden  mit 


uektwüix 


gereinigt. 


Ve  rkaufsstellen: 

Berlin  W  50,  Kurfürslcndamm  236.  Berlin  S  42,  Oranicnstr.  59  Braunschweig,  Münzslr.  la     '     Bremen,    Hcrdenlorslcinwcg  5     /     Breslau  I,  Junkcrnstr.  38  40 

Chemnitz  Sa.,     Falkeplatz   2  Coblenz,    Schloß'itr.  35  Danzig,  Topforgassc  23  24       '      Dresden -A.,   Prajicr  Str.  35  Düsseldorf,    Stcinstr,  2  1  Essen, 

Hauptstr.  27      '     Frankfurt  M.,   Mainzer  Landstraße  59  63  Freibnrg,   Kaiscrstr.    132  Görlitz,    JaUobstr    16  Halle  S.,   Maijdcburgcr   Str.  56  Hamburg  36, 

Gr.  Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofslr,   13  Kassel,  Obere  Könijistr.  13      '      Kiel,   Holstenstr.  61  Köln  Rh.,    Hohe    Sir    64  Königsberg,  Münzslr    17 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,     Breiter    WeiJ    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvatorstr.    18  Münster,    Rosenstr.    9      /      Rostock, 

Stcinstr.  15     ,      Stettin,  SchiUerstr.  13     /     Stuttgart,     Rotebühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhelmstr.     18 

AttBerdem  Verkaufsstellen  in  «weiteren  GroS-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


Df.    Hans   Böhm 

Unsere  Flimmerköpfe 

llin  Bildwerk  vom  deulsdien  I  iliii 

m 

Nene  iTwfilcrle  Aiisj^<\bc.  Mit  An';i!iri|ti;n,  den 
Tclephonniimiiieiii  uiul  iifiiesteii  IJlldnis'^fn  Ihrer  liliii- 
licblinge.  416  Seiten  st.irk.  k.irloiiiert.  Gef>on  Vorein- 
sendung des  Bctr.iges  \on  KM  4.40,  sonst  N<idin<ilnne 

ILLUSTRIERTE  FILMWOCHE  G.M.b.  IL 
BERLIN    S  W  6  8  .    K  o  c  h  s  t  .■  o  f.  c    6-8 

PostsdiceJikonlo  Berlin    i^f^i-ji 


Step/Jan  Lorant 

WIR  VOM  FILM 

Das    Leben,    Lieben     und    Leiden    der 
Filmstars 


Mit  49  persönlidien  Beitfäy;^en  der  bedeutendsten 
Filmstars  und  400  Abbifdiingcr»  auf  bestem 
Kiinstdrudspapier.  Broschiert  4.— RM,  Gebund. 
5.—  RM.  Geg;enVoreinsendnnij  oder  Nadinalinie 

Illustr.  Filmwodie,  Berlin  SW68,  Kodistr.  6^8 

Postsdiedikonto  Berlin  148  272 


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wir  principiell  nicht).    Zusendung  discret  verschlossen  durch  das  (leneraldcpoC  u  Allcinversarid 

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Einzelpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatlich  175  M.  Verlaß:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68.  KoclistraQe  6—8.  Schrilt- 
leitung  A.  Rosenthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ücsterrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Schaefer,     Charloltenburg.       Anzeigenverwaltung    Bepa-\'trlag.    Berlin  W  35,  Bluraes  Hof    5.      Kupfertiefdruck:    August    Scherl    Grab,   ft  ,  Berlin   SW  68 


KULTUR 
FILM 

UHR 

F  I  LM 

WERBE 

TON 
FILM 

TRICK 

Fl  LM 

ZEICHEN 
Fl  LM 

SPIEL 

F  I  LM 


Für  die  Herstellung:  die  Er- 
fahrungen und  die  technischen 
IVlöglichkeiten  des  größten 
deutschen  Filmkonzerns 

Für  den  Vertrieb:  die  Welt- 
Organisation  der  Ufa 


"^A-WERBEFIIM 


■•1^ 


ISENSTRs  38/39  A.6  MERKUR  6065/68 

'^l^RESSE:  UNIVERSUN-FILM  A*G-BERLIN  SW  68 

KOCHSTR.  W 


llj 


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Jtiioted  in  Germany 


Tl 


\  Ü  M  M  E  R    34      /      B  E  K  L  I  N  ,    25.   A  IJ  C  L  S  i     1929     /      IMl  E  I  S    4  0    P  F  L  N  N  1  G 


i 


Phot.  Paramount 


\^la%^a    oOou?   in  f,cJtecKbriejiich  verfolgt 


I 


\ 


1^ 


A 


a^ui 


I)  I  r    w  ()  c  II  r  \  s  c  II  R  I  I    i     n  r  w    \  i  i.  m  i  i^  i  i   \  n  i: 


\ 


EMIL  JANNINGS  empfängi  JOSEPH  von  STEQNBEQG. 
den  Qegisseur  seines  neuen   Ufafilms,  am   Bahnhof  Zoologischer  Garien 


jochte,  und  es  von  Delhi  aus  regierte,  waren  die  Mewarier  die  ein- 
zigen, die  den  landfremden  Eroberern  tapferen  Widerstand  ent- 
gegensetzten und  ihre  Freiheit  bis  zum  letzten  Blutstropfen  ver- 
teidigten. Noch  bis  zum  heutigen  Tage  singt  man  in  ganz  Indien 
alte  Volksweisen,  in  denen  die  Kriegstaten  der  damaligen  Zeit  ver- 
herrlicht werden.  Diese  Lieder  bilden  das  wichtigste  Kapitel  des 
Buches;  „Todd  Radschasthan",  das  allen  .Kennern  und  Forschern 
der  Geschichte  Indiens  bekannt  ist. 

Im  Laufe  dieser  Freiheitskämpfe  legte  einer  der  Maharanas  von 
Mewar  den  Schwur  ab,  niemals  die  Stadt  Delhi  zu  betreten,  es  sei 
denn  als  ihr  Eroberer.  Dieser  Schwur  ist  von  allen  seinen  Nach- 
folgern bis  zum  heutigen  Tage  gehalten  worden.  Ist  es  auch  den 
Maharanas  nicht  gelungen,  Delhi  zu  erobern  —  dies  blieb  den  Eng- 
ländern vorbehalten  —  so  hat  doch  kein  Maharana  jemals  die 
Stadt  betreten. 

Noch  heute  sammeln  sich  viele  Tausende  von  Untertanen  auf  der 
Straße,  wenn  der  Maharana  seinen  Palast  verläßt,  und  rufen  ihm 
als  Begrüßung  zu:  ,,Wann  marschieren  wir  nach  Delhi?",  und  seine 
durch  Tradition  geheiligte  Antwort  lautet  jedesmal:  ,, Morgen!"  Ob 
die  Zeit  einmal  kommen  wird,  daß  die  Mewarier  dieses  „Morgen" 
zur  Wahrheit  machen  werden?  — 


Jenny  Jugo  und  Paul  Heidemann  in  dem  neuen  Ulafilm  „Flucht  vor  der  Liebe" 


Plwt.  Ufa 


Trotz  der  englischen  Herrschaft  hat  sich  der  kriegerische 
Sinn  der  Bevölkerung  nicht  gewandelt.  Niemals  sieht  man 
einen  Mewari  ohne  Schwert  auf  der  Straße,  und  bis  zum 
heutigen  Tage  bekommen  die  Mitglieder  der  Herrscher- 
familie ihr  Essen  auf  Bananenblättern  gereicht,  die  über 
goldene  Schüsseln  gebreitet  werden.  Dieser  Brauch  soll  an 
die  schweren  Zeiten  im  grauen  Altertum  erinnern,  als  die 
Mongolen  die  damalige  Hauptstadt  von  Mcwar,  Chittore, 
eroberten,  und  die  Herrscherfamilic  sich  in  den  Urwäldern 
verbergen  mußte,  bis  sie  Thron  und  Land  von  den  Usurpa- 
toren zurückerobern  konnte. 

Im  Gegensatz  zu  Städten,  wie  Kalkutta,  Bombay  und  Ma- 
dras, die  alle  Tradition  verloren  haben,  zeigt  Dschaipur  immer 
noch  ein  starkes  nationales  Gepräge,  wenn  auch  das  Neue 
und  der  Forlschritt  keinesfalls  vor  den  Toren  der  Stadt  halt- 
gemacht haben.  Wenn  man  durch  die  Basare  der  Stadt 
geht,  so  findet  man  neben  den  modernsten  Erzeugnissen 
europäischer  Körperkultur  die  köstlichsten  Kunstwerke  der 
uralten  Kultur  des  Landes  -zum  Kauf  ausliegcn.  Während 
der   Aufnahmezeit   unseres   neuen   Films    ,, Schicksalswürfel" 


wohnten  wir  in  einem  ganz  modernen  Hotel  mit  elektrischer 
Beleuchtung,  fließendem  Wasser  —  das  uns  übrigens  für 
unsere  Photographien  ausgezeichnet  zustatten  kam  —  und 
allem  Komfort.  Auch  die  durch  das  Land  führende  Eisen- 
bahn ist  ausgezeichnet,  und  in  den  luxuriös  eingerichteten 
Speisewagen  ißt  man  vielleicht  besser  als  in  den  europäischen 
,, Diners".  Meine  deutschen  Mitarbeiter,  der  Regisseur  Franz 
Osten,  der  Photograph  Emil  Schünemann  und  sein  Assistent 
Südrow  fühlten  sich  in  diesen  Speisewägen  besonders  wohl. 
Bekamen  sie  doch  dort  echtes  Münchener  Bier  in  hervor- 
ragender Qualität  wie  Quantität  serviert.  Vom  Hotel  bis  zu 
den  Aufnahmestätten  fuhren  wir  in  modernsten  Autodrosch- 
ken und  Kraftlastwagcn.  Kurz,  man  vermißte  keine  Be- 
quemlichkeit,  die  Europa  zu  bieten  hatte. 

Und  doch  fanden  wir  in  Dschaipur  ein  Traumland  ältester 
Tradition,  mit  herrlichen  Palästen  und  Tempeln,  Seen  und 
malerischen  Bergen,  kurz  den  idealsten  Hintergrund  für 
unscrn  Film  vom  Triumph  der  Liebe  über  alles  Böse.  Nie 
werden  wir  die  Wochen  der  zum  Vergnügen  gewordenen 
Arbeit  bei  den  Spartanern  Indiens  vergessen. 


ANEKDOTE 


Es  ist  bekannt,  daß  Emil  Jannings  über  viel  Humor 
verfügt  und  gern  zu  Scherzen  aufgelegt  ist. 
Als  er  noch  in  Hollywood  weilte,  saß  er  eines 
Tages  mit  dem  Verfasser  eines  nicht  sehr  erfolgreichen 
Films  in  einer  der  zahlreichen  Parkanlagen  auf  einer 
Bank,  Der  Schriftsteller  bemühte  sich  eifrig,  dem  großen 
Darsteller  klarzumachen,  daß  er  unbedingt  ein  von  ihm 
geschriebenes    Sujet    erwerben    müsse. 

Sie  debattierten  dann  über  einige  sehr  wesentliche  Ände- 


rungen in  dem  Manuskript,  mit  denen  der  Autor  nicht  recht 
einverstanden  war.  Dabei  hatte  der  Schriftsteller  das 
Buch  auf  seinem  Schoß  aufgeschlagen;  später  aber,  als  die 
Debatte  immer  lebhafter  wurde,   legte  er  es  neben  sich. 

Als  beide  schließlich  aufstanden,  um  weiterzugehen, 
blieb  das  Manuskript  auf  der  Bank  liegen.  Jannings  be- 
merkte CS  und  sagte:  ..Mein  Lieber,  Sie  haben  etwas  liegen 
lassen.  Wie  leicht  könnte  es  jemand  mitnehmen,  der  nicht 
weiß,  daß  es  ein   Filmmanuskript  von   Ihnen   ist." 


Harry  Piel  hat  in  seinem  Fümleben  die  Auigabe, 
jene  Gauner  zu  packen,  deren  die  Polizei  aus 
irsSendeinem  Grunde  nicht  habhaft  werden  kann. 
Er  ist  in  der  Regel  der  Gentleman,  der  Interesse  für 
ein  Mädchen  tjewinnt,  das  in  die  Hände  von  Betrü- 
jjern  Gefallen  ist  und  sich  aus  den  Fesseln  nicht  be- 
freien kann.  Im  letzten  Auj^enblick,  da  der  Zu- 
schauer schon  keinen  Ausweg  mehr  sieht,  erscheint 
Harry  Piel  und  zertrümmert  die  Hindernisse,  worauf 
er  die  Heldin  in  die  Arme  zu  schließen  pflegt.  Die 
Angelegenheit  ist  die  modernisierte  Legende  von  deni 
fahrenden  Ritter,  der  auszog,  um  den  Drachen  zu 
töten,  welcher  die  Prinzessin  in  einem  verwunschenen 


Harry  Piel, 

Dary  Holm, 

Edith  Meinhard, 

Grana  Merita, 

Georg  John 


Schloß  gefangen  hielt.  .An  Drachen  und  Zaubereien 
glauben  wir  heute  nicht  mehr,  aber  daß  Menschen 
spurlos  verschwinden,  ohne  daß  eine  Möglichkeit  be- 
steht, sie  wieder  zu  entdecken,  geschieht  jeden  Tag. 
Harry  Piel  enträtselt  in  seinen  Filmen  gern  derarti-ie 
Sensationsfälle  und  zeigt  sich  auch  den  verzwick- 
testen Angelegenheiten  gewachsen.  — ■  Es  ist  eine 
große  Streitfrage,  ob  es  einen  organisierten  Mädchen- 
handel gibt.  Erfahrene  Kriminalisten  pflegen  es  zu 
bestreiten,  aber  vielleicht  verstehen  sie  unter  ein^ni 
organisierten  Menschenhandel  etwas  anderes  als  die 
Allgemeinheit,  denn  daß  Mädchen  in  das  Ausland 
gelockt  und  dort  in  das  Elend  gebracht  werden,  läßt 
sich  nicht  leugnen  und  ist  ernstlich  noch  niemals  be- 
stritten worden.  Der  Romanschriftsteller  und  auch 
der  Filmautor  haben  natürlich  das  Recht,  sich  diesen 
Vorgang  so  auszumalen,  wie  sie  ihn  für  den  Fortlauf 
ihrer  Handlung  brauchen.  Daß  selbst  in  unserer  nüch- 
ternen Zeit  noch  die  seltsamsten  Geschehnisse  mög- 
lich sind,  verrät  jeder  Blick  in  die  Lokalchronik  einer 


. 


Tageszeitung.  Robert  Liebmann,  der  in  letzter  Zeit 
die  Manuskripte  für  Harry  Piel  schreibt  und  sich  auf 
seine  Eigenart  vollkommen  eingestellt  hat,  erfindet 
also  ein  Konsortium  von  Männern  ohne  Beruf,  die 
den  Mädchenhandel  zwischen  Marseille  und  Süd- 
amerika als  organisiertes  Geschäft  betreiben.  In  den 
Hafenstädten  des  Mittelmeers  gibt  es  ja  die  selt- 
sarnsien  Existenzen,  die  jeden  Tag  das  Zuchthaus 
mit  dem  Ärmel  streifen.  Marseille  erhält  Zuzug  aus 
Nordafrika  und  namentlich  von  der  Levante,  wo 
Tausende  von  Geschäftsleuten  leben,  die  jedes  Mittel 
ergreifen,  um  Geld  zu  verdienen.  Diesen  dunklen  Zeit- 
genossen hat  Harry  Piel  in  seinem  Film  von  den 
Männern  ohne  Beruf  nachzuspüren.  Je  weiter  man 
nach  dem  Orient  kommt,  desto  gefährlicher  sind  die 
Verbrecher,  denen  Dolch  und  Revolver  locker  in 
der  Tasche  sitzen.  Wer  ihnen  also  auf  der  Fährte  ist, 
setzt  immer  sein  Leben  aufs  Spiel,  denn  wenn  sie 
selbst  auch  die  Hand  von  diesen  Dingen  lassen, 
die  ihnen  gefährlich   werden  können,   so   verfügen   sie 


Harry  Piel, 

Albert  Paulig, 

Hans  Behal 

Phot.  D.  L.  i. 


über  die  notwendigen  Desperados,  denen  das  Aus- 
löschen eines  Menschen  nicht  viel  Gewissensbisse 
macht.  Auf  Harry  Piel  macht  dieser  Umstand  frei- 
lich nicht  sonderlichen  Eindruck.  Er  ist  gewöhnt, 
mit  der  Gefahr  zu  spielen,  und  es  kann  ihn  eigent- 
lich nichts  mehr  reizen  als  eine  ganz  ungewöhnliche 
Aufgabe.  In  seinem  neuen  Film  hat  er  sich  denn 
auch  wieder  durch  die  sonderbarsten  Abenteuer  zu 
schlagen.  Übrigens  muß  einem  weit  verbreiteten 
Irrtum  entgegengetreten  werden:  Harry  Piel  führt 
seine  Sensationen  selbst  aus  und  läßt  sich  nicht,  wie 
es  manche  beim  Film  tätigen  Bühnenschauspieler 
lieben,  in  gefährlichen  Momenten  von  artistisch  vor- 
gebildeten Ersatzleuten  vertreten.  Harry  Piel  ist 
gymnastisch  vollkommen  durchtrainiert  und  wagt  die 
tollsten  Kunststücke.  Er  hat  allerdings  seine  Uner- 
schrockcnheit  bereits  mit  mehreren  Unfällen  bezah- 
len müssen,  aber  selbst  wochenlanges  Krankenlager 
hat  ihn  nie  davon  abgehalten,  im  nächsten  Film  doch 
wieder    seinen    Hals    zu    riskieren. 


» a6^^aj^7.?it.<iB^fati^»»4V'-''f3BiJSw;j;y/.'>vH'gr.a'j^^ 


BRIGITTE   H  ^  L  M 

In  dem  Bloch-Qabinowitsch  Film  der  Ufa  „Manolescu' 


w 


;iU*_p*£*!HftäStV 


Selbst  im  Wilden  Westen  Amerikas,  in  dessen  noch  unbeacker- 
ten  weiten  Steppen  sich  die  Mustangs  ungehinderter  Freiheit 
erfreuen  und  nur  die  riesigen  Rinderherden  in  Umzäunungen 
grasen,  die  an  Größe  manche  deutsche  Provinz  ei  reichen,  selbst 
in  diesen  verlorenen  Winkeln  dringt  durch  das  Radio  die  Kunde 
von  der  neuen  Zeit  und  ihren  technischen  Fortschritten.  Die  alten 
Leute  wollen  allerdings  nicht  viel  von  ihr  wissen,  und  sie  sind 
auch  nichl  gut  auf  New  York  und  Chikago  zu  sprechen,  da  ihnen 
diese  Riesenstädte  nicht  amerikanisch  genug  vorkommen.  Sie 
leben  in  demselben  Stil  weiter,  der  vor  fünfzig  Jahren  in  Texas, 
Nebraska  und  Arizona  gebräuchlich  war,  als  die  Indianer  noch 
nicht  vollkommen  unterworfen  waren  und  bereits  die  andere  Wjld- 
westgefahr,  die  Horden  landstreichenden  Gesindels,  die  Tramps, 
hereinzubrechen  begannen.  Diese-  alten  Leute  von  echtem  Schrot 
und  Korn  besitzen  wirklich  noch  Kutschwagen,  mit  denen  sie 
durch  die  Prärie  fahren.  Die  jungen  dagegen,  die  Cowboys  vor 
allem,  haben  längst  darauf  verzichtet.  Natürlich  kann  sich  ein 
ehrlicher  Wildwester  gar  nicht  von  seinem  Pferde  trennen,  und 
wer  sich  nicht  selbst  den  Mustang  aus  der  Herde  eingefangen  und 
den  störrischen  Wildling  dressiert  hat,  gilt  für  keinen  Mann  im 
Bereiche  dieser  Gegend.  Aber  dies  schließt  gar  nicht  aus,  daß 
der  Cowboy  von  heute  auf  seinen  Dienstfahrten  mit   dem  Motor- 

Photomontage  mit  Hool  Gibson,  Ruth  Eider,  Allan  Forrest, 
Herbert  Prior 


i 


rad  dahinknaüert,  denn  dergestalt  ist  es  viel  leichter,  die  riesigen 
Strecken  zu  überwinden,  die  in  Amerikas  Mitteluesten  zwischen 
den  einzelnen  Städten  liegen,  von  denen  ja  die  meisten  in  unserem 
Sinne  nur  Ansiedelungen  sind.  Den  Typ  eines  derartigen  Cow- 
boys führt  Hoot  Gibson  in  seinem  Film  ,,Der  fliegende  Teufel  von 
Texas"  vor.  Er  ist  derselbe  verwegene  Geselle  geblieben,  aber 
er  weiß  sich  der  modernsten  Hilfsmittel  zu  bedienen,  um  seinen 
Kampf  gegen  verbrecherische  Elemente  durchzuführen.  Es  ent- 
spricht auch  dem  neuesten  Stil  des  amerikanischen  Lebens,  daß 
dem  Flugzeug  eine  bedeutende  Rolle  eingeräumt  wird.  In  Deutsch- 
land sind  private  Flugzeuge  noch  recht  selten;  in  Kalifornien  aber 
legt  heute  ein  Filmstar  nach  dem  anderen  seine  Pilotenprüfung 
ab.  Bei  uns  ist  das  Flugzeug  in  der  Wirtschaft  noch  recht  selten 
in  geringem  Maße  Verkehrsmittel,  während  es  gerade  in  den 
Farmbetrieben  und  in  der  Waldwirtschaft  Amerikas  von  Be- 
deutung ist  und  in  der  Bekämpfung  von  Waldbränden  durch  nichts 
ersetzt  werden  kann.  Hoot  Gibsons  Partnerin  ist  diesmal  Ruth 
Eider,  die  zwar  die  Uberquerung  des  Atlantischen  Ozeans  im  Flug- 
zeug nicht  ausführen  konnte,  aber  genug  Ruhm  gewann,  um  als 
Filmschauspiclerin  beschäftigt  zu  werden.  Gerade  in  diesen  Fagc.T 
kam  aus  Los  Angeles  die  Meldung,  daß  sich  die  Partner  im  Film 
auch  für  das  Leben  gefunden  haben  und  die  schöne  Ruth  den 
Namen   Eider  gegen  Gibson  eintauschen  wird. 


Photonwnlage  mit  Hoot  Gibson,  Ruth  Eldcr,  Chas.  N:  Schaller 

Phol.  Vnivenal 


II 


Es  gab  einmal  Zeiten,  da  war  die 
Produktion  von  Märchen-Filmen 
ein  eiserner  Bestandteil  der  deut- 
schen Filmproduklion  <Jcnau  so  wie  die 
kleinen  einaktigen  Lustspiele,  die  wir 
heute  ganz  aus  Amerika   bezichen. 

Die  alten  Märchen  werden  heule  nur 
von  Zeit  zu  Zeit  einmal  hervorgeholt  und 
besonders  dann,  wenn  sie  sich  besonder* 
groß  aufmachen  lassen,  oder  wenn  man 
der  Handlung  einen  Stich  ins  Mondäne 
oder  Moderne  geben  kann,  wie  das  Dr. 
Berger  mit  dem  ,, Aschenputtel"  zu- 
letzt   tat. 

In  Amerika  liegen  die  Dinge  genau 
so  wie  bei  uns.  Nur  manchmal  kommt 
noch  irjjendwo  einem  ProJiiccr  der  Ge- 
danke, daß  die  Brüder  Grimm  eine  un- 
erschöpfliche Fundgrube  für  gute  Film- 
stoffe darstellen. 

Die  Bilder,  die  wir  diesmal  zeigen, 
sind  nicht  etwa  aus  irgendwelchem 
Film  genommen,  sondern  der  Publicity- 
Chef  hat  sie  herstellen  lassen,  um  für 
die  ihm  anvertrauten  Darsteller  wieder 
einmal  eine  auffällige  ausgefallene  Re- 
klame zu  machen. 

Wir  sehen  auf  unseren  Bildern  oben 
Raqucl  Torres  als  AschenpultcT  Die 
Aufnahme  wurde  gerade  gemacht,  als 
,, White  Shadows  in  ihe  South  Seas"  — 
die  weißen  Schalten  in  der  Südsce  — 
beendet   worden  war, 

Anita  Page  ließ  sich  als  Schäferin 
darstellen  und  achtel^;  peinlich  darauf, 
daß  man  so  ein  kleines  niedliches  Tier- 
chen   neben    sie    stellte,    weil    sie    sclb.-it 

Leila  Hyams  als  „Klein  Goldilock" 


nicht   genau  entscheiden  konnte,   ob  diese 
galanten  Damen  aus  der  alten  Zeit  wirk- 
lich so  ausgesehen  hatten.   Etwas,  was  man 
ihr  sofort    überzeugend    hätte    beibringen 
können,    wenn   man   ihr   vielleicht    irgend- 
eins      der     wundervollen      Gemälde     von 
Watteau     gezeigt     hätte.      Ihre     Kollegin 
Leila   Hyams   hat   sich   die   Sache    leichter 
gemacht.     Sie  stellt   Klein-Goldilock   dar, 
eine  amüsante  Figur  aus  einer  amerikani- 
schen    weit    verbreiteten    Erzählung,     die 
mit  den  Lausbubentypen  Wilhelm  Buschs, 
allerdings       ins      Modern-Amerikanische 
übertragen,     verglichen     wer- 
den   kann.  —  Auf    der    zwei- 
ten   Seite    oben    beginnt    Do- 
rothy   Janis    den   Reigen,    die 
für   ein   paar   Minuten  vor  der 
Kamera      den     kleinen      Jack 
Horner     darstellt,      von     dem 
eine  lustige  Geschichte  erzählt 
wird,  die  uns  schildert,  wie  er 
sich     mit     dem     Daumen     aus 
einer    schönen    leckeren    Obst- 
torte  die   größte   Pflaume  holt. 
Das    mittlere    Bild   auf    diesem 
Tableau     zeigt    Dorolhy    Seba- 
stian   als    Rotkäppchen,      Man 
wählte   den   Moment,     wo    der 
Wolf  die  fürchterlichen  Worte 
spricht:   ,,Ich  habe  deine  Groß- 
multer  aufgefressen  und  werde 
dich  jetzt  selber  verschlingen." 
Allerdings    wird     die    Sache 
in       Wirklichkeit       nicht       so 
schlimm      sein;      denn     dieser 
Wolf  ist  natürlich,  wie  so  häu- 
fig   beim    Film,    kein   richtiger 
Wolf,  sondern  ein  preisgekrön- 
ter   Polizeihund,    der    auf    den 
Namen  Flash  hört  und  in  meh- 
reren     großen     Metro-Bildern 
mit  Erfolg  tälig  war. 

Das      letzte    Bild    auf      der 
Seile  zeigt  Josephine  Dünn  in 

Anita  Poge  als  Schäferin 


Mi 


Dorothy      Janis 
„Klein  Jack' 


für  die  Weihnachtszeit  bestimmt  sind,  denn  für  starke  Sentimentalität 
hat  man  in  Amerika  auch  im  Sommer  Sinn,  und  so  kommt  es,  daß  die 
Leser  amerikanischer  Filmzeitungen  in  den  letzten  Wochen  dauernd  ihre 
Lieblinge  gesehen  haben,  wie  sie  im  Märchenland  sein  würden,  nach 
dem  sie  sich,   dem  begleitenden   Artikel  nach,   inbrünstig  sehnen. 

Die  Damen  haben  aber  vergessen,  daß  in  diesen  Gefilden  der  Phan- 
tasie gar  keine  Gagen  gezahlt  werden,  und  deshalb  werden  sie  sich  die 
Angelegenheit  sicher  noch  einmal  überlegen. 

Phantasie  spielt  bei  Filmgagen  schon  immer  eine  große  Rolle.  So 
wurde  in  einer  Berliner  Mittagszeitung  von  Jannings  behauptet,  daß  er 
von  der  Ufa  einen  Vertrag  über  eine  Million  Mark  Gage  erhalten  hätte. 
Das  ist,  wie  das  gleiche  Blatt  inzwischen  feststellen  mußte,  eine  große 
Übertreibung. 

Aber  ganz   können   die    Stars   nicht  auf   Geld   verzichten,   und   deshalb 
werden    sie    sicher    schön    weiterarbeiten    und    nur    vom    Märchenland 
träumen  und  so  das  Ideelle  mit  dem  Materiellen 
verbinden. 

Diese  Ideen-Assoziation  von  Märchenland  und 
Filmschauspielerei  hat  auch  sonst  noch  ihre 
ernsten   Seiten. 

Viele  Jünglinge  und  Jungfrauen  sehnen  sich 
nach  dem  Reich  der  flimmernden  Leinwand. 

Eltern  sehen  ihre  kühnsten  Hoffnungen  erfüllt, 
wenn  ihr  Kind,  einem  zweiten  Jackie  gleich, 
irgendwo  flimmern  würde.  Selbst  angejahrte 
Damen  und  Herren  versuchen  noch  in  die  Reihe 
der   Filmschauspieler    zu    kommen. 

Ganz  abgesehen  davon,  daß  es  überhaupt 
schon  schwer  ist,  auf  ein  paar  Tage  Engagement 
zu  finden,  ist  es  selbst  für  eingeführte  Künstler 
nicht  leicht,  so  viel  zu  verdienen,  daß  sie  wirk- 
lich auskömmlich  davon  leben  können. 

Wie  lange  übrigens  dauert  der  Künstlerruhm? 
Von  den  amerikanischen  Stars,  die  vor  10  Jahren 
berühmt  waren,  weiß  man  kaum  noch  etwas,  auch 
bei  uns  ist  die  Zahl  der  vergessenen  Gesichter  groß. 
Wir  erinnern  nur  daran,  wie  es  den  Hinter- 
bliebenen Stcinrücks  ging,  in  welch  Irauriger 
Lage  sich  Frau  und  Mutter  des  verstorbenen 
Kaiscr-Titz  befanden,  die  nur  Beispiele  sind  für 
Künsllerlos  und  Künstlerschicksal.  Darum  soll 
^  ».  man  immer  daran  denken,  daß  diese  Bilder  Mär- 

^■ik  ^  chen  darstellen,  die  man   gern  hört,   aber   denen 

man  nicht  glauben  soll,  die  genau  so  wenig  wahr 
sind  wie  die  Million  unseres  Emit,  von  der  man 
spricht,  von  der  man  träumt,  die  man  aber 
schließlich   dementieren  und  zurücknehmen  muß. 


einem  herrlichen  Himmelbett,  das  nach  einem 
Modell  gearbeitet  wurde,  das  in  einem  ur- 
alten Schloß  gestanden  haben  soll.  Selbst- 
verständlich ist  Josephine  Dünn  ein  paar 
Minuten  die  schlafende  Prinzessin,  die 
darauf  wartet,  bis  sie  der  schöne  Prinz  mit 
einem  Kuß  erweckt. 

Vielleicht  haben  die  Ameril: 'ncr  an  Dorn- 
röschen gedacht.  Aber  dann  hätten  sie  sicher 
lausende  von  künstlicbtn  Rosen  herangeholt, 
um  das  Photo  möglichst  leicht  verständlich 
und   erklärbar  zu  machen. 

Diese  Zusammenstellung  ließe  sich  noch 
viel  weiter  vermehren.  Wir  haben  nur  diese 
Bilder  ausgewählt,  um  unseren  Lesern  ein- 
mal ein  Bild  davon  zu  machen,  auf  welche 
Gedanken  die  Publicity  in  Amerika  kommt, 
und  wie  man  es  sich  etwas  kosten  läßt,  Bil- 
der zu  stellen,  die  jeder  gern  sieht  und  die 
deshalb  jede  Zeitung  auch  gern  bringt. 
Dabei  sind  das   nicht   etwa   Aufnahmen,   die 


Die   Kamera    auf    de 


Auto.      Der    Reiiisssin    Gustav    Ucicky   mit    seinem  Kameramann    von    Karwaschinsky  bei    Außenaufnahmen    zu  dem 
Ufafilm  .,Der  Sträfling  von  Stambul"     piu^t.  i  fu 


Erstes  Interview  mit  Joseph  von  Sternberg 


Unser  Mitarbeiter    Herr    Dr.  Erich  Krünes    halte 
seiner  Ankiinit  zu  sprechen.     Kr  faßt   seine  Eindruck. 

AUS  dem  blauen  Nordexpieß,  der  Ueuchend  und  dampfend, 
aus  Paris  kommend,  im  Bahnhot  Zoo  hält,  steigt  ein 
kleiner,  jjraziöser  Herr.  Typ:  Künstler,  interessanter  Kopf, 
uellij^es  Haar,  kleines  Schnurrbärtclien,  Ein  Violinvirtuose? 
Aber  er  trägt  weiche  Schuhe  und  einen  Golfanztig.  Also  ein 
Sportsmann?  Doch  Emil  Janninjjs  er\\artet  ihn,  küßt  ihn  auf 
beide  Wanden,  sagt  ,,du"  zu  ihm;  Erich  Pommer  schüttelt  ihm 
die   Hand.    Ohne   Zweifel:    einer   vom    Film!   Ja. 

Es  ist  Joseph  von  Sternber»,  weltberühmt  als  Re<Jisseur  seit 
seinem  Film  ,, Unterwelt".  Er  ist  auf  Einladung  der  Ufa  nach 
Berlin  gekommen,  um  hier  mit  Emil  Jannings  als  Hauptdarsteller 
den  ersten  deutschen  Tonfilm  zu  drehen.  Der  Ruf,  einer  der 
Ersten  seines  Faches  zu  sein,  eilte  ihm  vorau.s.  Noch  kennt  man 
den  Sprechfilm  ,,Thunderbolt",  zu  deutsch  ,, Donnerkeil",  der 
die  Geschichte  eines  amerikanischen  Verbrechers  erzählt  und 
der,  unter  Sternbergs  Regie  hergestellt,  bereits  mit  gutem 
Erfolg  uraufgeführt  wurde,  in  Berlin  nicht.  Aber  daß  dem  ge- 
schickten Slernberg,  der  Pubilkumsinleressc  und  künstlerische 
Ambitionen  zu  verbinden  versteht,  in  diesem  F^ilm  wieder  ein 
.|^\eisterwerk  gelungen  ist,  diese  Nachricht  hat  Europa  und 
Berlin   schon    erreicht 

Er  sieht  so  gar  nicht  wie  eine  Erscheinung  aus  jener  ,, Unter- 
welt" aus,  deren  Leben  man  mit  Gruseln  und  Spannung  auf 
der  Filmleinwand  sah.  Viel  eher  gleicht  Sternberg  einem 
Künstler  oder  einem  Sportsmann.  Und  er  hat,  obwohl  er  be- 
reits ein  paßverbriefter  Amerikaner  ist.  noch  immer  die  Grazie 
seiner  Wiener  Heimat  an  sich.  Als  siebenjähriges  Kind  kam  er 
mit  seinen  armen  Ellern  auf  einem  Auswandererschiff  nach 
Amerika.  Harte  Arbeitsjahre:  Monteur  zuerst,  dann  Hilfs- 
regisseur. Sein  Ehrgeiz  trieb  ihn  dazu,  selbständig  zu  werden. 
Mit  ersparten  sechstausend  Dollar  machte  er  einen  eigenen 
Film.  „Salvation  Hunters"  betitelt.  Charlie  Chaplin  sah  ihn 
durch  einen  Zufall,  den  Slernberg  geschickt  arrangiert  hatte, 
war  begeistert  davon  und  verhalf  ihm  zum  Start  in  einem  Ncw- 
^  orker  Kinotheatcr.  Fast  über  Nacht  wurde  der  junge  Re- 
gisseur   berühmt.     Die    grelle    Lichtreklame    auf    dem    Broadway 


;ils    erster    deutscher  .lournalist  Gelesienheit,  den  Regisseur  Joseph  von  SternberjJ  nacli 
in  naclistehcndeii  Zeilen  ztisaminen. 

verkündete  seinen  Namen.  Inzwischen  aber  hatte  Slernberg 
fast    ganz    seine    i^Vultersprache    vergessen. 

Er  hat  sie  jetzt  wieder  gelernt,  im  Umgang  mit  Emil  Jannings, 
der  der  Held  in  seinem  letzten  Film  ,,Der  letzte  Befehl"  ge- 
worden war.  Und  er  spricht  das  Deutsch  so  fließend  wie  ein- 
mal vor  fünfundzwanzig  oder  dreißig  Jahren.  Denn  diesem 
Wien,  das  er  nur  aus  dunklen  Jugenderinnerungen  kennt,  gilt 
auch  noch  die  Liebe  des  gereiften  A\annes,  und  wenn  er  von 
lier  Stadt  spricht,  dann  glänzen  seine  Augen,  und  der  harte 
Lebenskämpfer,  als  der  er  sich  erwiesen  hat,  wird  sogar  ein 
bißchen  sentimental,  ein  ganz  kleines  Bißchen.  ,,Ich  halle  jetzt 
das  Wien  meiner  Jugend  in  Hollywood  aufgebaut,  für  den 
l'ilm,  ,Der  Fall  der  Lene  Schmidt',  der  in  biographischer  Form 
die  Schicksalsgeschichte  eines  Wiener  Dienstmädchens  erzählt. 
Da  war  alles  zu  sehen:  der  Prater,  Grinzing,  der  Siefansturm, 
das  Riesenrad.  Und  es  wurde  ein  echter  Wiener  Film,  wie  man 
ihn  wahrscheinlich  an  der  Donau  nicht  besser  hätte  drehen 
können,  weil  dieses  alte  Wien,  das  ich  noch  kannte  und  von 
dem  die  meisten  noch  heute  schwärmen  und  immer  träumen 
werden,    weil   diese    alte   Stadt    ja    doch    nicht    mehr    so    existiert 

Als  mich  die  Ufa  nach  Europa  rief,  folgte  ich  dieser  Ein- 
ladung mit  großer  Freude.  Es  war  immer  mein  Wunsch  ge- 
wesen, einmal  in  Berlin  einen  Film  herzustellen.  Und  noch  dazu 
mit  Emil  Jannings!  Wir  sind  in  gemeinsamer  Arbeit  gute 
1  reiinde  geworden,  und  ich  schätze  ihn  als  den  besten  Künstler, 
den  man  sich  denken  kann.  Es  ist  noch  ungewiß,  für  welchen 
Stoff  wir  uns  entscheiden  werden.  Wir  haben  mehrere  Sujet'v 
vorliegen.  Vielleicht  wird  es  ein  Raspulin-Film,  vielleicht  etwas 
anderes.  Wenn  jemand  den  Rasputin^  diese  interessanteste 
ligur  aus  unserer  Gegenw  arlsgeschichle,  die  wir  noch  mit- 
erlebt haben,  spielen   kann,   so  ist   es  Jannings." 

Und  schon  am  ersten  Tag,  den  Sternberg  in  Berlin  weilte, 
gingen  sie  zu  dritt  an  die  Arbeil:  der  kluge  Erich  Pommer,  der 
große  Emil  Jannings,  der  kleine  Joseph  von  Sternberg,  der  aber 
trotzdem  ein  ganzer  Kerl  ist.  Ein  interessantes  Kleeblatt.  Aus 
d<r    Arbeit    dieser    drei    muß    ein    guter    Film    werden. 


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Als  Clara  Bow  bei  uns  zum  ersten  Male  auf-  der  Leinwand  er- 
schien, in  dem  Lustspiel  ,,Küß'  mich  noch  einmal"  von  Ernst 
Lubitsch,  da  hieß  es  allgemein:  welch  reizender  schwarzer 
Teufel  mit  großen  Kulleraugen.  Aber  diese  Feststellung 
war  eine  optische  Täuschung,  denn  Clara  Bows  Haarfarbe  ist  tizian- 
rot und  erscheint  in  der  Photographie  tiefschwarz.  Sie  hat  denn 
später,  als  sie  dem  Gebiet  der  Nebenrollen  entwachsen  war,  einen 
Film  ,, Rotes  Haar"  gespielt,  einen  Weibsteufel  in  der  Art  der  Carola 
Neher,  nur  natürlich  gedämpfter,  amerikanischer,  aber  auch  liebens- 
würdiger. Clara  Bow,  die  im  Lustspiel  zuerst  die  Aufmerksamkeit  der 
Zuschauer  erregte  und  bei  uns  vorzugsweise  als  eine  Darstellerin 
heiterer  Abenteuer  bekannt  ist,  hat  sich  schnell  über  dieses  Rollen- 
fach hinaus  entwickelt.  Bei  ihr  liegt  einer  der  wenigen  Fälle  vor, 
in  denen  es  Darstellern  gelang,  nicht  zu  einem  Typ  abgestempelt  zu 
werden.    Im   allgemeinen   arbeiten   die    Hollywood-Dramaturgen   nach 

Photvmonlage   mit   Clara  Bow,   Richard    Arien    und  (oben   links)   Extras 


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dem  Schema,  für  einen  bestimmten  Schauspieler  nur  Rollen  jener  Art 
zu  schreiben,  die  ihm  den  ersten  bedeutenden  Erfolg  brachte.  Selbst 
Jannings  ist  davon  nicht  verschont  geblieben.  Clara  Bows  Produk- 
tionsleiter aber  wagte  es,  diese  erfolgreiche  Regel  zu  durchbrechen, 
und  vertraute  der  jungen  Künstlerin  in  ,, Steckbrieflich  verfolgt"  eine 
dramatische  Rolle  an.  Unterweltgeschichten  erfreuen  sich  ja  zu- 
nehmender Beliebtheit,  und  so  war  es  naheliegend,  auch  Clara  Bow 
in  einem  solchen  Milieu  zu  zeigen,  ihr  aber  gleichzeitig  eine  Rolle  zu 
geben,  die  sie  sympathisch  erscheinen  ließ,  Clara  Bow  hat  bewiesen, 
daß  sich  ihr  Produktionsleiter  nicht  täuschte  und  sie  in  der  Tat 
fähig  ist,  sich  im  Schauspiel  mit  tragischem  Ausgang  behaupten  zu 
können.  Das  happy  end  ist,  seitdem  die  Janningsfilme  Amerikas, 
denen  es  fehlte,  ganz  außerordentliche  Erfolge  waren,  nicht  mehr 
unbedingt  für  den  Erfolg  eines  Filmes  notwendig.  Man  gibt  jetzt  den 
Filmen  gern  einen  ungewissen  Ausgang,  der  zwar  den  Ausblick  auf 
bessere  Tage  verheißt,  jedoch  nicht  unbedingt  mit  dem  früher  not- 
wendigen Endkuß  abzublenden  hat.  Der  Schauspieler  wird  hierdurch 
freier,  denn  für  den  Schluß  mit  Kuß  hatte  sich  eine  Nuance  heraus- 
gebildet, die  bei  sämtlichen  Schauspielern  wiederkehrte;  süße  Ver- 
schwärmtheit,   die  schließlich  unausstehlich   wurde. 

Pholomonlage   mit  Clara  Bow   und  Richard  Arien.     Rechts  unten: 
James  Pierre     Phot.  Paramount 


II 


et.„S' 


UNDv_7lt^  UNDSEHR  VIEL 

Gii/b  Lu^ti0er  AbeK.teu.errovncLVL 


ScUwiit^el 


lt>.  Fortsetzung 

Wenn  auch  der  Typus  der  ,,grande  dame"  im  Sinne  einer  Art 
von  Potentatin  mit  eigenem  Hof  seltener  geworden  ist  —  die 
Dame,  diese  herrliche  letzte  Veredelung  der  Frau,  die  nur  arme 
kommunistische  Tröpfe,  die  aus  der  Hefe  oder  aus  anmaßend 
sich  spreizendem  Kleinbürgertum  stammen,  für  zwecklose  Droh- 
nen halten  können  —  sie  lebt  und  regiert  weiter.  Es  ist  fast 
die  Definition  der  Dame, 
wenn  man  sagt;  sie  ist  eine 
Frau,  die  in  jeder  Lage 
des  Lebens  mit  Selbstver- 
ständlichkeit und  anmut- 
voller Leichtigkeit  das 
Richtige  tun  wird.  Fast. 
Denn  es  fehlt  noch  das  ,,Je 
ne  sais  quoi",  das  Kräut- 
lein aus  dem  Märchen,  das 
dem  Respekt  des  Mannes 
vor  ihr  die  letzte  Weihe  gab. 

Als  Schükri-Pascha,  ein 
ganz  leichtes  Lächeln  auf 
den  Lippen,  eintrat,  erhob 
sich  Dorrit  Brink,  Tochter 
des  preußischen  Oberstaats- 
anwalts Brink  und  seiner 
Gattin,  geborenen  von 
Schildt,  sehr  ruhig  und 
kühl  und  gar  nicht  im  ge- 
ringsten   beunruhigt. 

Er  verbeugte   sich, 

„Schükri.  Ich  bin  ent- 
zückt, Ihre  Bekanntschaft 
zu  machen,  Mademoiselle. 
Erlauben  Sie  mir,  mein 
Bedauern  über  gewisse, 
leider  unabänderliche  kleine 
Vorfälle  auszudrücken.  Sie 
können  versichert  sein,  daß 
ich  tun  werde,  was  in  mei- 
nen Kräften  steht,  um 
Ihnen  den  Aufenthalt  bei 
mir  so  angenehm  wie  mög- 
lich zu  machen.  Was  in 
meinen  .Kräften  steht",  wie- 
derholte er  nachdrücklich, 
noch  immer  sein  fatales 
Lächeln  auf  den  Lippen. 

Dorrit  hörte  die  Falsch- 
heit seines  Tones  mit  dem 
selbstverständlichen  In- 

stinkt,   der    ihr    eigen    war, 
heraus. 

Es  war  ihr  klar,  daß  ihm  eine  gewisse  konventionelle  Höf- 
lichkeit zur  zweiten  Natur  geworden  jkvar.  Sie  wußte  auch  sofort, 
daß  es  diesem  Menschen  gegenüber  keinen  Zweck  hatte,  zu 
drohen  oder  aufzubegehren,  und  sie  erfaßte  blitzschnell,  daß  die 
Höflichkeit,  die  der  Türke  für  Kultur  hielt  oder  doch  dafür 
ausgab,    beim    Schöpfe    genommen,    hilflos    werden    mußte. 

Sie   nickte   kühl, 

„Ich  bin  Ihnen  sehr  verbunden,  Exzellenz.  Herr  Mircovich  sagte 
mir,  daß  Sie  die  Freundlichkeit  haben  würden,  mir  für  diese 
Nacht   Obdach  zu   gewähren." 

,,Aber  gewiß,   Mademoiselle    —  nicht   nur  für  — " 

,,Darf  ich  Sie  dann  bitten,  mir  mein  Zimmer  zu  zeigen?" 

Er  verbeugte  sich,  seine  Verblüffung  geschickt  verbergend.  Man 
war  nicht  umsonst  Legationsrat  in  Paris  gewesen,  bis  zu  der 
dummen  Spielgeschichte  damals  —  man  war  an  erstaunlichere 
Dinge  gewöhnt  als  ein  junges  Mädchen,  das  eine  kleine  Ange- 
stellte war    und  vermutlich   morgen  oder  übermorgen  im  doppel- 


Betty  Amann  und  Frida  Richard 
in  dem  Ufafilm  „Der  Sträfling  von  Stambul' 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 

Nachdruck  verboten 

ten    Boden    eines    Segelschiffs    nach    Port    Said    oder    Alexandria 
abgehen  würde  —  und  die  Kontenance  behielt,  obwohl  sie  längst 
wissen  mußte,  daß  sie  hier  nicht  in  einem  Hotel  der  Place  Ven- 
döme  oder  der  Rue  Rivoli  war. 
Allerdings  —  sie  war  bildhübsch. 
Es  ging  eine  Treppe  mit  sehr  schön  geschnitztem  Holzwerk  hinauf. 

Das  Fremdenzimmer  war 
ziemlich  klein.  Die  Möblie- 
rung bestand  aus  einem 
breiten  Diwan  mit  Fellen 
und  Kissen  statt  des  Bet- 
tes. Ein  Rauchlischchen 
und  Teppiche.  Oben  rechts 
ein  orientalisch  vergittertes 
Fenster. 

Der  Pascha  war  mit  her- 
aufgekommen. 

Dorrit  Brink,  schon  in 
der  Tür,  drehte  sich  noch 
einmal  um. 

„Eine  Frage,  Exzellenz 
—  wo  setze  ich  mich  mit 
der  Bedienung  in  Verbin- 
dung? Ich  muß  meinen 
Koffer  heraufbringen  lassen 
und   ein    Bad   bestellen." 

,,Sie  brauchen  nur  drei- 
mal in  die  Hände  zu  klat- 
schen.    So." 

Er    tat    es. 

Ein  weißer  Kaftan  er- 
schien, bekam  einige  Worte 
an  den  Kopf,  worauf  er 
wieder   verschwand. 

„Es  wird  sofort  ge- 
schehen, Mademoiselle", 
sagte    Schükri-Pascha. 

,,lch  danke  Ihnen,  Ex- 
zellenz." 

Der  Pascha  gab  sich 
einen   Ruck. 

„Ich  pflege  um  neun  Uhr 
zu  soupieren",  sagte  er  hastig. 
„Wenn   Mademoiselle   — " 

,,Aber  mit  Vergnügen, 
Exzellenz.  Ich  bin  in  einer 
halben    Stunde    fertig." 

Sie  nickte  ihm  zu  und 
schloß    die   Tür. 

Schükri  -  Pascha       stand 
einen   Augenblick   unbeweg- 
lich, dann  drehte  er  sich  scharf  auf  dem  Absatz  herum  und  stieg 
in   ziemlich   angeregter   Stimmung   die   Treppe   wieder   hinab. 

Das  Badezimmer  Schükri-Paschas  wies  zwar  keine  eingelassene 
Marmorwanne  auf,  keine  Porzellankacheln,  ja  nicht  einmal 
Badesalz. 

Aber  mit  einer  Art  hölzernen  Bottichs,  einem  rauh-wolligen 
Badetuch,  einem  handfesten  Stück  Marseiller  Seife  war  es  doch 
den  Thermen  des  Grand  Hotel  von  Ragazza  um  mehrere  Klassen 
überlegen, 

Dorrit  war,  als  hätte  sie  mit  dem  Bad  den  Rest  Befangenheit 
und  alle  Furcht  und  Unsicherheit  weggespült. 

Sie  unterschätzte  zwar  die  Gefahr,  in  der  sie  sich  befand  — 
aber  eine  Art  von  Furor  Teutonicus  überkam  sie,  der,  in  gesell- 
schaftliche Bahnen  gelenkt,  die  Überlegenheit  der  Mitteleuro- 
päerin über  lächerliche  Balkanwirtschaft  —  die  Überlegenheit 
der  Dame  über  Operettenmilieu  —  sicherstellte. 


PHot.  Ufo 


L 


1^ 


Der  Ton  des  Abendkleides  von  der  Firma  Palou-Schappel  lag 
an  diesem  Abend   nicht  aut   „Schappel",   sondern  auf   ,,Palou". 

Als  sie  in  den  Speisesaal  hcruntcrraiischte  —  aus  der  halben 
Stunde  war  eine  kleine  Stunde  {«eworden  — ,  fand  sie  den  Pascha 
im   Smoking. 

In  einem  sehr  veralteten  Snioking,  —  In  den  letzten  zwanzig 
Jahren  halte  man  wenigstens  kaum  seidene  Ärmclaufschlägc 
getragen. 

Dafür  schimmerte  eine   mächtige   Perle  in  der  Hemdbrust, 

Schükri-Pascha   war   geradezu   lebhaft   geworden. 

Er  sprach  in  animiertem  Ton  von  der  schönen  Zeit,  die  er  als 
Legationsrat  in  Paris  verbracht  hatte  —  ungefähr  um  die  Zeit 
der  Weltausstellung   herum  —  — 

,,Was  für  eine  Stadt  —  —    Was  für  eine  Stadt!  — " 

In  einem  größeren  Raum,  der  durch  zwei  schöne  alte  Louis-XV.- 
Stühle,  eine  Anzahl  fürchterlicher  Möbel  im  Jugendstil  und 
einen  ganzen  Haufen  syrischer  Elfenbcintischchen  zu  einer  miI3- 
lungencn  Kreuzung  zwischen  Kumpelkammer,  Antiquitätengeschäft 
und  Ozeandampferbar  geworden  war,   hatte  er  decken  lassen. 

Die  Gläser  hatten  Sprünge,  und  die  Teller  waren  abgestoßen  - — ■ 
aber  alles  in  allem  kam  doch  etwas  wie  ein  gedeckter  Tisch 
heraus. 

Seine   Exzellenz   spielt   Paris,   dachte   Dorrit   Brink   grimmig. 

Und  sie  nahm  mit  so  selbstverständlicher  Miene  Platz,  daß  sie 
den  Pascha  fast  enttäuschte. 

Das   Essen  wurde  aufgetragen. 

Der  biedere  sudanesische  Sufradschi  versah  den  sichtlich  sehr 
ungewohnten   Dienst   mit    leidlichem   Geschick. 

VAn  schwärzlicher  Finger  in  der  Suppe  und  ein  Sich-Schneuzen 
mit  eben  diesem  Finger  waren  allerdings  nicht   zu  vermeiden. 

Aber  es  war  bezeichnend,  daß  es  diesen  kleinen  Zwischenfällen 
und  den  etwas  lächerlichen  Kontrasten  der  Entourage  nicht 
gelang,  die  Atmosphäre  zu  entspannen. 

Der  Pascha  sprach  noch  immer  mit  viel  Freude  über  Pariser 
Zeiten.  Er  hatte  ganz  offensichtlich  Vergnügen  daran,  sie  für 
eine  Weile  zu  rekonstruieren.  Aber  immer  wieder  schimmerten 
kleine  Andeutungen  hindurch,  die  sein  Spiel  als  Spiel  kenn- 
zeichneten. Als  eine  Laune,  die  er  in  der  nächsten  Minute  be- 
enden  konnte,  wenn  er  wollte. 

Ein  paar  um  einige  Schattierungen  zu  deutliche  Komplimente 
ließ  Dorrit  durch  rasches  Übergehen,  einmal  auch  durch  einen 
schnellen,    hochmütig   erstaunten   Blick   abgleiten. 


Das  ärgerte  den  Pascha,  der  gesonnen  schien,  energischer  an- 
zugreifen. 

,  Ich  bin  sehr  froh  über  Ihren  Besuch",  sagte  er  langsam.  ,,Man 
lebt  ziemlich  einsam  hier  —  ich  bin  sehr  froh,  daß  Sic  vorläufig 
mein   Gast  sein  werden," 

,,Es  tut  mir  sehr  leid,  daß  ich  gezwungen  bin,  so  schnell  weiter- 
zurcisen",  erwiderte  sie.  ,,Aber  ich  werde  in  Deutschland 
dringend  erwartet." 

,, Niemand  weiß,  was  morgen  bringt",  meinte  Schükri-Pascha. 
,,Wir  Türken  sagen;  Es  ist  alles  im  Buche  des  Lebens  ver- 
zeichnet. Vielleicht  werden  Sie  doch  einige  Tage  hierbleiben  — 
und  vielleicht  reisen  Sie  dann  in  ganz  andere  Gegenden  als 
Deutschland   weiter   —    es    gibt   so    viele   Möglichkeilen!" 

Sie  fühlte  nadelspitz  die  Drohung  und  wußte,  daß  es  nur 
einen  Ausweg   gab:  über  die   Gefahr  wegzugleiten. 

Sie  begann,  ihm  herablassend  Komplimente  über  sein  Haus  zu 
machen  —  das  erste  Haus  von  erlesenem  Geschmack  und  Kultur 
in  diesem  Lande  —  —  hier  w-ar  nicht  mehr  Illyricn,  hier  war 
die  glückliche  Mischung  aus  türkischer  und  französischer  Kultur, 
die  vielleicht  die  maßgebende  der  Zukunft  war.  Sie  über- 
schwemmte ihn  mit  einer  Flut  sicherer  Redensarten,  in  denen 
er  herumplätscherte  wie  ein  Fisch  im  Wasser,  und  sie  amüsierte 
ihn  mit  einer  humorvollen  Schilderung  des  Konaks  von  Ragazza. 

Dabei  ließ  sie  versehentlich  ihre  Handtasche  fallen,  di«  der 
Pascha  entzückt  aufhob.  Sie  war  aufgegangen,  und  der  Pascha 
sah  den  Revolver  Ranka   Jellacics. 

Eine  plötzliche  Pause. 

Er  begann  heftig  zu  blinzeln,  wie  wenn  er  böse  Gedanken  hatte. 

,,Ich   sehe,   Sie  sind   gut   geschützt",   sagte  er  sehr   langsam. 

Sein  Blick  glitzerte. 

,,Die   illyrischen   Verhältnisse    sind    nicht    die    sichersten,    wie?" 

Sie  sah  ihm  voll  in  die  Augen. 

Eine  Sekunde  schwankte  sie  —  dann  wagte  sie;  „Ich  fühle 
mich  hier  auf  türkischem  Boden  und  unter  Ihrem  Schutz,  Ex- 
zellenz. Jeder  andere  wäre  unnötig.  — -  Darf  ich  Sie  also  bitten, 
die  Waffe  ebenfalls  für  mich  aufzubewahren?" 

Sic  reichte  sie  ihm  hin  und  stand   auf. 

Sofort  war  er   gleichfalls  auf   den   Beinen. 

,,Ich  bin  sehr  müde  von  der  Reise,  Exzellenz  —  erlauben  Sie, 
daß   ich   mich   zurückziehe." 

Er   rang   nach   Worten. 

Fortsetzung  folgt 


Autogrammtag  im  Ufapalast  in  Berlin 


FRAGEN 

die  uns  erreichten 


,*v 


Antragen    erbitten    wir    an    die     Redaktion    des    „F  i  1  m  -  M  a  g  a  2  i  n  ",    Berlin    SW68,    Ziramcrstraße     35—41. 
Scherlverlag.     Antwort  erfolgt  nur  im  ..Kilm-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat    also  keinen   Zweck 


All  viele:  AiiiiinnH-  Uriife  wcrdni  iiulit  licMiilwortet.  Bei  JI;iiiii- 
sUriiil.iiim'li'^riihritcri  Ijiltrii  wir  fciliiciHli's  zu  lic.'iclilcii :  .Icder  AiHrMtcc  l~t 
l{ii(U|>iirlii  ln'iziifiit;cii.  .feile  EIiim-iiiIiiii;;-  eines  MMini^kri  pts  zur  l'riif  iiiilj 
i>t  zweekles,  nur  K\po><'S  im  l.uil^ni^i"  voll  2-  ."!  Siliri'iipiii.'i^ehiiieiiseiteii 
sind  zur  Kinsendnnn-  ;iii  die  l'ilniiiidKsirie.  l;e';i.s>enre  u>w.  f;eei;iiiet.  J'iir 
Verlust  der  einy;e>.indU'ii  .M:iiuisUriple  k.iiiii  keine  Vir.int«  iinniiu:  Itlier- 
iiiiiniiien  vverdi-n.  :iIm)  soll  der  Verf.isser  nur  Diinliselil.ifre  seiidi'ii,  von 
li;iiMl(;es(  lirii  lienen   ."seiidiiii^eu   (leserlieli)   ein"'   Aliscliritt   zuriiekbeli.ilieu. 

• 

!■'  i  I  111  w  II  1  I'  !■  li  e  11  ,  (■  il  p  e  II  i  r  U  :  l.ieu  I)e>ers  ist  dunli  die  Deiil- 
sclie  l"uiM-is:i[.  Ifeiliii  W  s.  .\l;i  iierslia  IJe  sl'.  zu  ei  ri'iclieii.  Sie  li;u  .1111 
.').  .N'dvenilier  (leluirlst.-in.  Die  jun^e  Kiiiistleriii  wurde  \  011  l'ril/.  I..1111; 
fiir  den  Fiiiu  eiildeckl  iiiid  delmlierte  in  seinem  l'ilui  ..Spione  '.  Alier 
den  ersten  ;;riilJi'n  l'.rroi;;  li.ille  l.ieu  Deyers  .tls  lleili;;c  in  dem  J'iliu 
..Die  Ifeilini'  und  ihr  Narr'.  Ihri'  niielisii-n  I'iline  sind:  ..leli  lehe  liir 
dieli".  ..rriililin;;sr;inseheü  ■  und  ..lleideriiselien  ■.  l.ien  Ih'vers  ist  unver- 
lieii;ilet.  —  ll:irr.\  il.'ilni  li:it  si'ine  Widuiuiifr  in  Herlin-Il.ileiisee.  t'ieero- 
sli.il.le  .iT.  Kr  li.it  .'im  17.  .f.inu.-ir  (iehurtst.-i;;'  und  spielli'  11.  ii.  in  fiilucii- 
deii  riliuen:  ..I'rinzessiii  Truli.-ill.i ".  ..Die  l.eilii'i^-enen".  ..Vtiti'v'  werden 
isi  nicht  schwer".  ..K:iniiiieriuusik"'.  ..Ihr  diinkh'r  funkt".  .Die  lil.-iiie 
M.iiis  ■  ..Zwei  roll-  li'iiseir  .  Sein  neni-ster  l'ilm  ist  ...\dien.  .M.iseolle".  — 
k.itlie  Mui  N;i:;>  wohnt  Herlin  W.  l'i.i;;er  .Sir:ilJi'  1.  und  li.it  ;iin  ).  .\|inl 
Ccliurlsl.i;;.  Ihre  iMk.uintesri'ii  l'ilnie  siiiil:  ..Die  .s.uidurüriu'.  ..Die 
Diirch^iinnerin".  ..Kiinin'  seines  lii'rzcns".  ..Kepnlilik  der  Huckt  i--clic'. 
.,l'c\olIe  im  .lun^K-esellcnhcim".  —  l.ili.'in  ll;ir\e>  spii-lte  in  ..Liehe  und 
'riiimpelenhl.iseii  '.  ..]>ie  Keusche  .Sus.iune'.  ..rrin/essiu  'I'rull.ill.i".  ..V'.iier 
werden  ist  nielil  schwer".  ..Die  Kleine  vuin  Hunimel".  ..Die  tolle  l.ol.r', 
..Ihr  diinUlcr  l'nukt".  ...\dien.  >1;isciitte"  us»  .  J)er  nächste  l.ili.-m  II.iim'.v - 
J-'iIni    heilJl    ..Wenn   du    einin;il   dein    flerz    \  erselieiiUsr-. 

\'  i  1-  k  \  .aus  1)  .-i  n  z  i  tc  :  Dei  (;rela  C.arim-l'ijiii  ..Wilde  Oichideeii' 
i-t  noch  nicht  ur;iul;;criilii  1  «onlen.  —  Den  l'.iris  im  ..  I.ielieslelien  der 
schiinen  llelen.i "  stellte  ftie.irdo  Corte/,  d.ar.  Der  Kiinsller  ist  durch  die 
l''ir-t  N.ational-Stiidios.  Hin  Ii.ink-If  oll>  « ood.  K.al..  l'.S.A..  zu  erreichen. — 
.\ii  If.amun  Nij\arrii.  .tidiii  Uilliert,  Nils  Asihci  kiiniieii  .Sic  riihit;  deutsch 
sihrcihen. 

!•;.  IV.  A  I  I  o  n  ;i  :  Ihre  Uildkarle  li.ihen  wir  au  A\  ilheliu  Dietcrie 
w  citerKcleiiet.  >\;uiii  der  Iviinstler  sie  uns  mit  seiem  .\uloi;ramiu  wieder 
znsendet,  wissen  wir  seihst  nicht.  .ledenf.alls  iniissen  Sie  si<-h  schiiii 
frenndliclisl  noch  etwtis  «■(•dulden.  —  Der  DietiTle-l'"ilm  ..'rriiimph  des 
I.iduMis"  heilJt  jetzt  ..Ich  Iche  liir  dich".  W.iiiu  Sie  ihn  in  Hamhuru-  zu 
sehen  ludiominen,  wird  Ihnen  am  he-teu  Ihr  .Slanimkinohesitzer  sajien 
können. 


.\1  .1  f  .a  -  S  c  h  m  i  I  e  r  I  ii  w  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n  :  Es  stimmt.  T.y.i  >r;ir.i 
i~l  mit  rricdriih  /.einik  \  erlu'ir.alet.  Heide  hefuiden  sich  .•lUKenlilicklicIi 
in  Amerik.i.  —  l.y.i  M.ir.a  h.il  riillichhlinides  ll.i.ir.  Dire  Au;;euf.irhe  ist 
siliwer  zu  hesclireihen.  Jl.is  .\lter  der  l"iliusl:irs  verraten  wir  sniudsätz- 
lich  nii  ht.  l,,\.i  .\lar:i  traprl  eini-u  Kiinstlerii.imen  und  heilJt  in  Wirklich- 
K(  it  l.iss\  (Iiidow  itsch.  Sie  sl.inimt  aus  Ki^a  und  wurde  am  1.  Auj;nst 
flcliiMi'U.  —  \  Cr.i  Schmiterhiw  li.at  ihre  Wohniintf  in  Herlin-Ilaleusee, 
.VesliHstialie  1.  Die  jiinjie  Künstlerin  erhiickte  .-im  19.  Juli  in  Stockholm 
d.is  l.icht  lU-r  \\clt.  .Sie  ist  un\  erlu'ir.atet.  f;iht  AutoKramiue  und  kommt 
von  der  Sprechliiihiie  zum  l'ilm.  Sie  ist  hiond  und  hlauäu;;ifr.  Die 
neuesten  l-'iinic  mit  \er.i  Sclimiterlou  sind  ..Der  Siinilenf.air'  und  ,.l)er 
scliw.ii/.e    Domino    .    -—    Di-r    hetret'fende    l'ilm    wurde    in    JJerlin    sedreht. 

K.  II.  'II..  Ternze:  Kniil  .l.iuiiin!;s'  iiäelisle  l''ilni.irl)eit  wird 
sich  in  (•inein  If.atnn  -  lirolirilm  .alispielen.  —  Die  betrerfeiideii 
I  iliml.irstellerinneu  filmen  nicht  mehr.  —  Den  l'etronins  in  ..(Jiio  Vadis  ' 
spielte  Amiree  Il.ih.iv .  \'iniiiiis  uiiide  \  011  .\Hons  l'ryl.-ind  d.irnestellt. 
—  If.arohl  l,lo\d  ist  niclit  toi.  sondciu  eilfeiit  sich—  unheriifen  —  liester 
(Jesiindheit.  Lloyd  und  t'h.nlic  ('h.i|diii  h.ilien  heide  ihre  Hi'sitziiiiir  in 
.lie\crl\ -Hills.  K.alifornieii.  l.s.V.  —  Alte  l-'ilme  werden  seihst  verstäiullieh 
.•iiilliewalirl.  M:in  spielt  sie  mich  \  lell'.ich  in  der  Provinz  lind  zum  Teil 
.iiich    in    diM-    (irolUt.adt.    wenn    u.amlich    ..lote    S.aison"    ist. 

lierd.i  I'..  Herlin:  .l.ick  TriMor  wohnt  Merlin  AV.  liemllcrstr.  !i. 
fw.in  l'etroxich  Herlin-Schni.irneudorf.  J'orkenlieckstr.  ;ill.i.  Conr.id  X'eidt 
Merlin  \V  III.  l.ichteuslciu.illi'c  J.i.  .\l.ii ■^;lrete  Schim  Merlin  W.  Neue  Ans- 
li.icher  Str.ilJe  11.  l.ei'  r.arry  Merlin  W.  Knrriirsti'iid.imm  lll.'i.  Lien  Deyers 
i-t  durch  die  Deutsche  l'nivers.al.  Merlin  AV  (*.  .Maui'rsiralie  i<-2.  zu  eirei- 
ehen.  Die  (ieiuinnten  St.irs  m-hen  .Antotrr.unnie.  —  Wir  werden  Il.iriy 
ll.ilui    an    il.is    fällige    .Aiito^r.imm    erinnern.    —    .\n    Lucy    Doraiue.    die    in 

ll"ll>« 1    durch    die    I"o\-Stndios.     tun.    \\  iv-tern    .\\e.."zu    erreichen    ist. 

empfehlen    wir.    liehcr    sellisl    zu    sclireilicn. 

11  .1  u  s  Seh..  1;  h  e  1  n  I  .1  II  d  :  flild.i  I.'osch  wohnt  lierliu  NW  i:!. 
.\;;ricol.istr.  I.!.  ist  mit  einem  lud  ustrii'llen  veiheir.ilet  nud  ;jiht  .\utii- 
(Iiamme.  Ihr  neuester  l'ilm  lieil.lt  ..Tempo  —  'l'empn ".  Ihr  l'.irtiier  ist 
I.nci.ano  Alhertini.  Ilild.i  llosch  ist  \:if.i-SI,i  r.  .also  .auch  iilier  dii'se  Kirnia, 
Herlin    S\V   IS.    l'"riedrichstr.alJe    i'i'li.    zu    erreichen. 

F  r  i  t  z  u  11  il  W  o  1  r  S..  H  e  r  I  i  11  :  .Iciin.v  .Iiiso  wiihnl  Hi'iliu  A\  , 
K.aiserdamni    •.';!.    und    <;iht    ,\  nto;;r.imme. 

II  .1  n  11  a  u  11  d  (1  r  e  t  e  1  ;i  11  s  Z  e  I  e  I  :  A\eitier  l'ncttcrcT  wohnt 
Hcriin-Steiilitz.  K  leistsir.alje  i'T.  I".r  wurde  :im  in.  .1:iiin.ir  in  SIr.ilsiiiiil  •;e- 
horeii.  ll.iiis  Hr.inseuetter  wurde  .am  L'T.  .\l:ii  in  .M.al.iKa.  Sp.anien.  als 
Sohn  deutscher  Kitern  tridioren.  Ihre  (iriille  .an  Kiietlerer  und  Mranse- 
wettcM-  sind  ansuerichlet  worden.  —  Fred  l.oiiis  l.ereli  li.it  seine  Wohnung 
in    Herlin    \\  ,    Ifcnenslinr^jer  .Str.alJe    11. 


Jenny  Jiigo  und  Enrico  Benfer  geben  Autogramme 


Plu't.  Uia 


I  il  u  I'.,  Horl  i  n  :  .Tonn  AiikpIo  wdliiit  in  Paris  U,  Boulevard  <lc  Monf- 
pariiassf,  iiml  ist  uiiM-rcs  \\  i>M-iis  vrrliciralct.  —  Uttu  Ucbülir  liat  seine 
WolimiiiK    in    Hcrliii    \V    TiT,    Kiirliir.sIfiisIraUc    US. 

B  e  r  t  a  U.  aus  Kiel:  ()>kar  Mariiiii  hat  lilanc  Auücn  und  ist  Jicll- 
lilond.  —  Sio  kuiuu'ii  au  LuilaMO  Alhcrtiui  iIcuImIi  scliriMbru.  —  Was 
aus  i'reil  Tluinisens  ,.^>illu'riiiiniK"  Ki'wordcu  ist,  wissen  wir  leider  elienso 
w<-nis  wie  Nie.  Alter  wir  Klaulieii  aueh,  (lall  er  seinen  Herrn  selir  \fi- 
niiLit.  —  Hildkarteii  miii  sanitlielien  rilnistars  lie/ielien  (Sie  am  lieslen 
diireli  den  Verla«  der  „Illustrierten  l'ilinvvoelie",  Herliii  S\V  li«.  Koeli- 
blralle   li-»*. 

K.  (i.  .M.  <).:  ('»rinne  (iriffitli  ist  üurcli  die  First  Xational-Stiidios, 
Iturbank-Ilolb  wiiod,  Kalilornien,  l'.S.A.,  zu  erreielien.  Maria  l'aiidler  hat 
ihre  Wühiinn-  in  Iterlin-llalensee.  Alliri'elit-Aeliilles-SIraUe  ;>a.  -Maria 
C'iirda  ist  lunii  in  Deiilsclilaiid  und  wohnt  lierlin  W  ,  ZähriiiKer  Sir.  II).  — 
Mady  Ihristiaiis  wurde  kur/.lieli  fiir  die  llauiitrolle  des  neuen  Natioiial- 
\\arner-i"ilins  ,,.\li>ine  Sehwoter  und  ieh"  \  criitlulitet.  Sie  arbeitet  also, 
wie  Sie  sehen,  nieht  nur  bei  der  Min  Ihireii  );ciiannlen  Firma.  Ihre  (irutie 
an  die  Kiinstlerin  sind  aust;eriebtet.  —  Selbst\  erslandlich  können  Sie  aueh 
tizenenbihler  an  ilie  Stars  zur  llntersehritt  schicken.  —  Alüjflielierweise 
wird  auch  .Mady  Christians  in  abseilbarer  Zeit  in  Tonlilnien  zu  boren  und 
zu    sehen   sein. 

i'  a  u  1  11  s    15.:    Ihren   Briet  haben   wir  an   den    Künstler   weilerseleitet. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  Er  n  a  aus  H  e  r  I  i  ii  :  Knrieu  Benfer  ist  durch  die 
l'fa,  Iterlln  S\V  HS,  KocbsIraUe  ll-S.  zu  erreichen.  Ki  wiirdir  in  Neapel 
Kebciren.  .Mit  .leiiiiy  Juso.  Keine  Kinder.  —  feber  die  niichste  Ver- 
wandtschaft von  (lustav  Friililich  können  wir  lliiicn  leider  keine  Jlit- 
teilunsen  niaclieii.  Ebenso  ist  uns  seine  AiitoiiiimiMer  unbekannt.  Fröhlich 
treibt  ji'deii  Si>ort.  —  Ks  ist  natiirlicb  im  allfjcmcincn  besser,  wenn  Sie 
die  Filmstars  sebriltlich  um  .\utoKranime  bittiMi.  .\licr  Sie  können  es  ja 
trotzdem  einmal  versneben,  Kmil  Jannings  in  seinem  Hotel  iiersiinlieh 
darum  zu   bitten.  —  Alle   Filmstars  lesen  das  ,,FiliiimaKaziu". 

K  \  e  1  y  II  ,  Zürich:  tiuniiar  Tolnaes  ist  auyeiiblieklicli  durch  das 
Hotel  DaKinar  in  K()]ienbaf;cn  zu  erreielien.  Aber  er  reist  sehr  bald  nach 
Norwegen,  wo  er  seine  W  (diniiiiK  in  l'slo,  Nils  Juelsj;ate  lö,  hat.  — 
.lack  Tre\or  wohnt  licrlin  \V.  Hendlerstraße  !•.  Iwaii  l'etrovich  Berlin- 
Sclimar(;eiidorf,  ForkeiibeckstraUe  Mix,  Iwan  Mosjukin  Berlin  W.  Kur- 
fiirsti'ndamm  lli.'>,  W  ladimir  (iaid.irow  Berlin-llalensee.  Joacliim-Friedriä- 
Stralie  ö.l.  Werner  Fuetterer  Jterlin-Steglitz.  Kleiststralie  -'7,  Imu  fbaney 
Beverly-Uills,  Hollywood,  Kalifornien,  U.S.A.  Oskar  Beregi  ist  durch  die 
L'aiido-Filmsesellsciiaft,  Berlin  SW  4H,  Friedrichstralie  7,  Warwick  \\ard 
durch    die    Klstree-Studios.    Hersfordshire,    England,    zu    erreichen. 

F  i  1  m  li  11  b  i  ,  C  ö  p  c  n  i  c  k  : 
Jenny  Juso  wurde  am  14.  Juni  in 
(iraz"  geboren  und  wohnt  Berlin  W, 
Kaiserdamni  :;!).  Sie  spielte  u.  H. 
in  den  folKCiulen  Filmen:  ..Die 
Hose",  ..Pii|ue  Dame".  ..Sechs  Släd- 
elien  suchen  Nachliju.nlier".  ..Die 
blaue  il.ius",  ,.Die  ('.innen  von 
.St.  l*;iuli  ',  ..LoopiiiK  Ibc  i.oop", 
,,Die  Sclmiuj;f?le*lir;iiit  \un  Mallor- 
ca". Ihre  iiäclisteii  Filme  sind:  ..Die 
Flucht  vor  der  Liebe"  und  ..Der 
Bund  der  J)rei"'.  —  Enrico  Benfer 
ist  durch  die  L'l'a.  Berlin  s\V  6s, 
Kochstr.  6-8.  zu  erreichen.  Er  wurde 
am  28.  Juli  in  Neapel  geboren.  — 
Jack  Trcvor  erblickte  .un  14.  De- 
zember in  London  d.is  Eicht  der 
A\  elt.  —  J.ee  l'arry  woliiit  Berlin  W, 
Kurfiirstend.imni  lii,').  und  wurde  .-im 
Ü5.  .lanuar  in  .Mumhen  geboren.  — 
Cireto  Ueinwald  hat  ihre  \\ OhiuinK 
in  Berlin  '\V,  üefreiisbiirser  sir.  14; 
die  Künstlerin  wurde  am  i'.').  Mai  in 
Stuttg.-irt  Reboreii.  —  Honald  Col- 
nian  ist  durch  die  Fnited  .\rlists, 
72(11).  Sanci  .Monica  Boulevard.  Holly- 
wood, Kalifornien,  r.S..V.,  zu  er- 
reichen. Er  wurde  ;im  9.  November 
111    Kichniiiiid.    England.    Kcboren. 

F  i  1  IM  f  r  e  II  n  (I  i  n  Lola  aus  Mitteldeutschland:  Mit  wem 
Willy  Fritscb  auf  dem  letzten  Kilmball  die  Polonaise  tanzte,  ist  uns  tat- 
s.ichlich  —  o  Schrecken!  —  entfallen.  Aber  wir  ulaiibeii  llincii  sagen  zu 
können,  ilalj  Ihr  .Siiscrw/ililtcr  •;raiiblaue  .Villen  und  diiiikelbloiidcs  Haar 
hat.  Frilsch  ist  jetzt  uiiKefäbr  .'i  .Jahre  beim  Film.  Seine  liekaiintesten 
Filme  sind:  ..Ein  \\  alzcrtraiim ',  .,Der  Tanzstiident",  ..Siiionc'.  ..Ihr 
dunkler  l'unkf,  ..FiiK.iris.'he  Bhapsodie".  Hie  nächsten  Filme  mit  Willy 
Fritscb    hciUcn    ..Die    Krau    im    .Mond'    und    ...Melodie   des    Hcrziviis '. 

.Martha  B..  Bocholt:  Ks  beruht  leider  auf  Wahrheit,  dal.!  Deiie 
Jlorel  nicht  mehr  unter  den  Lebenden  ist.  AiiUer  in  dem  Film  „Hinter 
Kloslcrmaiicrn  "  si.iclte  er  noch  in  der  ..Spielerin'.  ..  Alpentraffödii—  und 
,..\l.iri|iiis  d'Eon'  (.,J)er  Spion  der  Pompadour').  —  AXCnii  wir  das  -\lter 
der  l'iliMst;irs  nicht  MT.ifteiillicben.  so  Kcschieht  es  einmal  deshalb,  «eil 
wir  und  nicht  zuletzt  die  Künstler  selbst  —  üjiirinens  mit  Beeilt  —  es 
indiskret  tlndeii.  .indere  .Menschen  nach  ihrem  Alter  zu  fragen.  Uaiiii  auch, 
weil  es  unserer  .Meinnii;,^  nach  nichts  mit  der  iiersiinliclien  Verehriinj?  zu 
tun  hat.  —  —Paul  lichter  lebt  in  Berlin.  Seine  neuesten  Filme  sind 
,, Sensation    im    Wiiilcr;;.irten"   iiiiil   ..-Die    Frau    im   Talar". 

F  i  1  III  r  a  t  (  e  i  n  IC  1  m  s  h  o  r  n  :  Harry  H.ilni  ist  mit  Nichtsehauspielerin 
vcrbeirati't.  Er  hat  keine  Kinder.  .Vullcr  in  den  frenaiinten  Filmen  spielte 
der  Iviinsller  noch  in  ..Prinzessin  'rmllalla  ",  ..Die  blaue  Maus".  „Ich  hab' 
mein    Herz    In    Heidelberg,'    verloren  ",    ,.lbr    dunkler    Punkt"    usw.       Harry 


.\  d  0  z  i  :  Afary  Philbin  ist  dureli  die  I'nivers.il-Studios.  Uni\  ersal-City. 
Kalifornien,  U.sIa.,  zu  erreichen.  Der  nächste  Film  mit  dieser  Künstlerin 
lieilJt  ,.Hlusioii"  mit  t'onrad  Veidt  als  Partner,  und  ist  ein  liunilert- 
pio/.entii;er   Tonfilm.   —    Dolores    dcl    Bio   ist    friiber    mit    ihrem    Landsmann. 

..     _    -i_  _       I   .1     I»:,.       . I.    .;_.,.   .*      i:..o     .;..!.      ..1,..-     .1 1.-     


lel    Bio,   verheiratet   gewesen,   licll   sich    aber  il.inn. 

Film    t;iii^.    \on    ihm    scliciden.      Im     Winter    xori;;eii 
Berliner    Sanatorium.      Der    neue    Dolores 


dem  Mexikaner  del  Bio,  verheiratet  newcseii.  licll  sich  aber  il.inn,  al 
nach  Hollywood  zum  Film  giii 
J.ilires  starb  del  Jtio  in  einem 
del  Bio-Film  ..Evaiigeline"  ist  in  Berlin  noch  nicht  lieraii>KckoiiiiMen.  — 
Bichard  Arien  ist  durch  die  l'aramouiit-Stiidios,  :i-l."«l,  Maralhon-Streel. 
Hollywood,  Kalifornien,  L'..S.,\.,  zu  erreichen.  —  Der  lüichsle  Kamon 
Novarro-Film  lieiUt  ..Sang  der  Südsee"  und  ist  ein  Tonfilm.  —  ..Das  Land 
ohne  l'"rauen"  mit  Conrad  Veidt  wird  in  allernächster  Zeit  in  Berlin 
werden.    —    Brigitte    Helms    Partner    in    dem    neuen    Ifa-Fili 


Ur;ill  Igel  illirt       \>^-iiii-|i.      *»iif^i«ii;      ii^im.-      *   .ii.i„i       m      .i^m       ii.if.   II 

..Sklaxeii   der   Leidenschaft  "    wird    wieder   Iwan    .Mosjukin    sein. 

F  1  1  m  f  r  e  ii  n  d  i  n     M  a  r  i  a  ,     C  b  a  r  1  o  I  t  c  ii  b  u  r  g  :     .So\  iel     uns     br- 
k.uiiit.    ist    die    geschiedene    (iattin    von    Otto    (iidiiilir    auch    Schauspiclenn. 


Sie    soll 
Kiinstlcr 


(i<>lMilirs    Tochter    dürfte    jetzt    im    Alter    \  on    14 — Ki    .lahrcii    sein. 

nicht   111   Berlin   wohnen.     Wenn   diese   Zeilen   erscheinen,    wird    dei 

aller     Wahrscheinlichkeit     nach    aus     Hidilensee     in     die     Beiehshauptstadt 

zurückgekehrt   sein.    F.iii   neuer  Film    mit   ihm   ist   noch    nicht  angekimdigt. 

A.  S.,  F  r  a  n  k  f  n  r  t  / -M  a  i  n  :  Die  Pallailium-Film  befindet  sich  in 
Ko|ienliagen.  Eine  nähere  .Anschrift  ist  nicht  nötig.  —  Den  Filnischaii- 
spielerberuf  kann  iiiaii  nicht  erlernen.  Hier  ist  das  \\  csenlliche  mimisches 
Talent  und  —  last  not  least  —  gutes  .Aussehen.  Nur  ein  routiniertes  .Spiel 
kann  man  sich  in  der  Praxis  erwerben.  J)all  die  -Viissiclitcn  für  Filin- 
aspiranten  gleich  Null  siinl,  wird  Diiien  sicher  bekannt  sein.  —  Die 
liekaiintesten  Tom  .Mi.\-Filme  heiUeii:  ,,l)er  Sturm  auf  den  (ioldexprclj  '. 
..Der  Hi^rr  der  Stepiie",  ..Der  'J'exasreiter  ".  —  Der  amerik:iniscbe  (leräiisch- 
filin  ..W  ings  "  ist  in  Hollywood  eiitst.inden.  — ■  Elga  Brink  widiiit  Berlin 
^\  ju.  Pr.mer  .Slraüe  :u.  —  William  Fairbanks  iiiul  C'iirley  W  itzel  wobiieii 
In  Be\  erly-llills,  Hollywood,  Kalifornii'ii,  L'..s,A.,  und  geben  .Viitograiiime. 
—  J)cr  letzte  Eddie  l'olo-Film  belitelle  sich  ,,.\uf  der  Beeperbalin  naelit> 
um    halb    eins  ..." 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  H  e  r  b  o  r  t  a  ii  s  Hannover  9:  Hoot  (iibson  ist 
durch  die  Fniversal-Studios,  Fniversal-C'ity,  Kalifornien,  l'.S..\.,  Tom  -Mix 
üureh  die  Fox-Studios,  14(il,  Western  Avenue,  Jlollywood,  Kalifornien. 
l'.S..V.,  zu  erreichen.  Hoot  (iibson  erblickte  am  iL  .liili  in  Tekenmh  in 
Nebraska    das    laicht    der    Welt.      Tom    Mix    st.immt    aus    El    P: 


in    'l'ex.is 

Alllogramme. 

ihre    Bildkarte 


/ICVNSTIJ- 


und    hat    am    (i.  Januar    Ceburtstag.      Beide    Künstler    geh 
Sie    können    deutsch    an    sie    schreiben.      Senden    Sie    ihnen 
iiiid    fügen    Sie    einen    internatinoaleu    l'ostscbein    bei. 

A.  H.  2  2  0,  Bremen:  Ernst 
Verebes  wohnt  seit  kurzer  Zeit  Ber- 
lin W,  Einser  SIralle  16.- —  Henry 
Stuarts  -\dresse  ist  Berlin  AV.  P.is- 
saiier  Str.-iße  17.  Livio  P:ivaiielli 
hat  seine  Wohnung  in  Berliii-Wil- 
niorsdorf.  üavensberger  Str;ille  .'>. 
Lissy  Arn.i  wohnt  Berlin  W  ;U), 
Lindauer  Str.iße  ;),  Beinlndd  Schün- 
zelist  durch  Schünzcl-Film.  Berlin 
SW  11,  Koniggrälzer  Stralie  ll.sill9, 
Europ.ihaiis,  zu  erreichen.  Kurt  Ves- 
permann  wolint  Berlin-Crunew.ild, 
Caspar-Theyß-Straße  18.  M.irgarete 
Kupfer  Bcrijn  W  30.  Barbarossa- 
straße 95.  —  Dina  (irallas  neue 
Adresse  ist  Berlin-Steglitz,  Opit/.- 
straUn   8. 

Friede!  K..  G  1  c  i  w  i  t  z:  .Sie 
haben  recht,  John  Itarrymore  trug 
als  ,.Doii  Juan  "  eine  l'erücke.  — 
Die  beiden  mäiinlicln'n  H.iuptroUen 
in  der  ..Frau  im  Schr.ink"  spiellen 
Willy  Fritscb  und  Jmre  H.iday.  — 
Jules  -Messaro  lebt  unsttes  Wissens 
in    .München. 

D  o  r  ;i     D.,     Dresden:       l'er 
betreffende    Begisseiir    ist    nicht    be- 
kannt.   —    Ol.ga    Tschechow a    wurde 
am    2ti.    ,\pril    geboren. 
Orete    Krämer,    E.ssen:    Iwan    Petrovich    kam    am    ."iL  Dezember 
in  Budapest  auf  die   Welt,   ist  aber  jetzt  serbischer  Staatsangehöriger.    Der 
Künstler    war    früher    Digeiiiciir.    dann    Operettenbom  ivant    und    im    Kriege 
Husarenofi'izier.      Petrovich     wurde     im     Jahre     192;)    von     dem     iiiigarisclun 
Begisseur   .Michael    Kertesz   fiir   den    Film   entdeckt.     Kr   gilit    .Autogramme. 
Sein   neuester  Film   heißt   ..Der   (üinstling   von   Scbönbriinn  ". 

Wilhelm    Seh.,    Stuttgart:    Fee    Malten    ist    seit    dem    ."0.  Jann.ir 
dieses    Jahres    mit    einem    Niclitsehausiiieler    glücklich    verheiratet.    —   Die 
.\iißeiiaufiiabincn  zu  dem   Defina-Filin  ..S.  O.  S..   Schiff  in  Not'   sind   unseres 
Ort     und    Stelle    der    Handlung    gedreht    worden.    —    Enrico 
nicht    in    Berlin,    sondern     in     Neapi'l    geboren.     Er    ist    nur 
.\n    iiitcrcss.iiiten,    guten,    filmisch    geschickt   aiisgearbeiteleii 


IJeiiai, 
W  i.- 
Benfer    wurde 
beim    Film. 


Exposes  balle 
gekauft,  und   zwar 
Sogenannte    .Star-.Autoren 
wunschgemäß    die    Adressen 


Halm      gibt 
Bayeriiallee   1 

F  i  1  m  f  r  e  II  II  d  in  11s  e 
SW  ((8,  KocbsIraUe  li-8,  zu 
(Geheimnis  im  Schlafwagen 
und  ,,Wi'nn  du  einmal  dein 
beim    Film    tätig,    arbeitete 


.Autogramme.      —     La      Jana      wolint      Berlin-C'harlottenburg. 

S.  i  n  B.:  Igo  Sym  ist  durch  die  l'fa.  Berlin 
erreielien.  Seine  neuesten  Filme  sind  ,,l)as 
'  (l'rinzi'ssin  auf  Frlaub),  ,, Adieu,  -Mascotte  ' 
Herz  verschenkst  ".  Sym  ist  schon  seit  .Jahren 
friiher  fast  .■iiisschließlich  in  Wien  und  kam 
vor  etw.i  einem  Jahr  nach  Berlin.  Seine  b(dväniil(?sten  Filme  sind:  ..Der 
Kaiserjagor -,  ..Dorine  und  der  Zufall",  „Was  kostet  Liebe':"'  Igo  Sviii 
wurde  am  ;s.  Juli  in  Innsbruck  geboren,  ist  geschieden  und  gibt  Auto- 
gramme. 

(Irete  P..  F,  1  b  e  r  f  e  1  d  :  Der  neueste  Film  mit  Ernst  Verebes  heißt 
,.Uer  schwarze  Domino".  —  La  Jana  ist  unverbeiratcL  —  .Martin  llerzberg 
wurde  als  achljabriges  Kind  von  dem  dänischen  Begisseur  A.  W.  Sandber.' 
entdeckt  und  debiitierti-  in  dem  Film  ..Die  su-t  Teufel'.  Er  filmte  dann 
bei  der  N->rdisk  in  Kopenhagen  d.Mi  ..David  Copperfield",  wirkte  in  dem 
(.urinar  I  oliiacs  -  1  iliu  „Wenn  Mädchen  träumen'  mit,  spielte  noch 
mclireren  kleineren  1  ihnen  und  fllml  nun  si-it  einiger 
Iniid.  —  l'nseres  Wissens  ist  Jack  Trevor  zum  ersten 
Die    Namen    seiner    beiden    Kimlcr    können    wir    Ihm 


en    im 


spielte 
Zeit  in  DeutM-b- 
-Male  M'rbcir.itel. 
.Augenblick    nicht 


sagen.  —    Ihre   (iriiße  an    Trexir   und    Pelrovieb   sind   ausgerichtet. 

!■   I  I  m  1  o  I  t  e  ,    .M  ü  n  c  b  e  n  :     .Mady    Christians    i.st    seit    unjieiähr    sechs 

.Jahren    verbeiratcl.     ..M e   Schwester    und    ich  "    wird    voraussichtlich    sehr 

bald  erscheinen.  .M.idy  Christians  ist  dunkelblond  und  hat  unseres  Wissens 
dunkle  Augen.  Sie  gilil  Autogramme.  Es  ist  wohl  anzunehmen,  daß  sie 
Ulli    ihrer    Cousine    Christ»    Turdy    befreundet    ist. 


alle  Filnigesllseh.it'ten  Interesse.  .\Iso  auch  Exposes  wi-rdeii 
im  Diircbschiiitt  fiir  ein  Honorar  von  2(iO  bis  lliUli  Mark, 
erhalten  noch  mehr.  • —  Wir  nennen  Ihnen  noch 
von  einigen  Filingi-sellschaften;  l'fa.  Berlin 
SW  08.  Koclistraße  ()-8,  Aafa.  Berlin  SW  48,  Frieilrichstraße  22;),  National- 
A\  arner.  Berlin  SW  18,  Friedrichstraßc  10,  Terra,  Berlin  SW  68,  Koch- 
straße  7:). 

L  u  c  i  e  V.  B.  de  T.:  Eric   Barelays  Adresse  ist  Paris,  l.'i  nie  du   Ciniiie. 

1  e  k  e  s  ,  F  r  ."X  n  k  f  u  r  t  /  M  .a  i  n  :  Hans  .Adalbert  von  .Sehlcttow  wolint 
Berlin  O  17.  (Jroße  Fr.inkfiirter  .Straße  4.  —  Frcil  Döderlein  hat  sein  Heim 
in  der  Babelsberger  Straße  .^>ll,  Berlin-Wilmersdorf.  Er  wurde  in  -Sankt 
A\old  geboren,  liat  am  24.  -April  ('.ebiirtslag.  war  friilier  als  Beklame- 
fachiiiann  tätig  und  kam  1927  durch  einen  l'rodiiktioiisleiter  zum  Film. 
Döilerli'in  ist  unverheiratet,  passionierter  .Sportsmann  iiiul  gibt  n.itiirlicli 
uiicli  .Aiilogramme.  Sein  neuester  Film  ist  ,, Nachtlokal  "  mit  Evelyn  Holt 
als    der    weiblichen    llaiiptilarstellerin. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  ii  D  o  r  1  e  M..  Nürnberg:,  Mari.i  Paudler  ist 
ungefähr  fünf  Jahnr  beim  Film.  Ihr  erster  Film  war  ..Die  vom 
t'fer".  Lilian  Har\ey  siüclte  mit  Willy  Fritscb  n.  a.  in  ..Dii 
Susanne"  und  ..Ihr  dunkler  Punkt".  —  Was  ni.in  iiber  Camill.i  llorii 
irzählt.  ist  f.ilsch.  Sie  w.ir  vor  ihrer  Filmkarriere  Tänzerin  im  Berliner 
Nelson-Theater.  —  Ob  und  w:iiin  ein  bek.iiinler  Fiimsl;,r  nach  NilrllluM^: 
keniml.  wissen  wir  nicht.  —  Crele  .Moshi'ini  filmt  ;iugenblicklicli  nicht. 
Sie  ist  in  letzter  Zeit  mehr  bei  der  .Sprechbiiline  tätig.  —  Wo  Evelyn  lloli, 
l-ili.in  ll.irvey  und  Willy  F'ritscb  ihre  Sommcrf.'rii'n  verbr.iclit  h.ibeii. 
entzieht  sieh  leider  unserer  Ki>iiiilnis.  D.igegen  können  wir  lliiien  sagen, 
d.iß  H.irry  Liedtkc  wirklich  und  w.ihrbaftig  Ski  laufen  k.iiin.  selbst 
wenn  Sie  es  uiclit  glauben,  und  d.iß  Evelyn  Holt  auch  viel  und  gern 
Sport    In-ibt. 

P  :>  II  I  S.,  F  r  a  n  k  f  II  r  t  -  O  d  e  r  :  Harry  Plel  ist  durch  das  Deutsehe 
l.ichtspiel-.Syndik.it,  Berlin  SW  48.  Fricdriclistr;iße  22j,  zu  erreichen.  Er 
ist  mit  D;iry  Holm  verheiratet.  —  l,ii<-iaiio  .\lberlini  ist  ll.iliener,  in  Liigo 
geboren  und  durch  die  A;il'a,  Berlin  SW  48,  FriedriehstraUe  22;l, 
erreichliar. 

H  a  n  s  M.,  Berlin  :  Brigitte  Helm  wolint  Berlin-Dalileni.  Im  Winkel 
Nr.  5,   und  ist  mit  Kicbard  Weißbacli  verheiratet.   Sie  gibt  Autogramme. 


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jcy-*g''»:-TT,nqia 


PAör.  u/u 


GUSTAV    FQÖHLICH 

im  Ufa-Film  „Hochverrat" 


Fritz  II  n  d  JF  n  n  s  r)  ii  s  A  n  c  li  c  n  :  T>'\r-  .\ilvosso  der  T'f.i  i^l 
Horlin  S\V  (')h,  K.iclislr:ilJi'  li— t*;  ilic  Aal;i  li:it  ihre  Umuiuc  Im  liniin  s\V  is, 
l'i  ii'ilricIivlr.iUr  •-'.:(.  -  l.issy  Arii;is  iu'iir>lcr  Kiliii  i~l  ..l>ic  \  ri  riiliii'i  in". 
lliri'   iiäilisic  Arlirit   liciUt   ...Iciiscits   der   SiralJc". 

W  ,1  1  I  <>  r  (i..  I"  r  a  ii  k  T  u  r  t  1  M  :i  i  ri  :  l.icii  Hc'.mts  ist  diinli  dii' 
Pciitsclic  l'iil\  crsal,  Itirliii  W  M.  .MainTsIralJr  ^L'.  /ii  i  rrcii'lu'n.  Sic  liat 
am   ä.    NinciiiliiT  (icliilsta;;-.     —     Kvi    K\a   liat   am  .".ii.    J)c/iMiil)i'r   (ii-liiiiiMa^i. 

—  Wir  liatii'ii  die  iM'lii'nriidi'U  Kiiiislli'r  an  dir  AiiUi^iaiiiiiu'  ciiiiiirrl.  — 
l.iii-iaiui  Alliorliiü  i.-t  am  licstcii  diirc-li  dii'  Aala.  Itrrliii  S\\  is.  I'ru-dricli- 
stralJi'  2l':i.  zu  iTrciclu'ii.  l.i'iii  liiclcn-lalil  «uliiil  HiTliii-WIliiiiTMliiif, 
lIindciiliiirKsIralJc   !IL'. 

M  a  r  y  K..  I'u  l  s  d  a  m  :  Der  iinic^ti'  Film  viiii  Kallii'  von  Na^y  lirllJi 
..Oaiiklcr".  Sic  lialicii  rrclit.  dii'  Kliiislicrlii  sinrllr  aiirh  in  ilcr  ..s.md- 
t;riifln'  und  in  diT  ..üi'iaililik  drr  liaikfiM'lic'.  Sir  l-t  iiii5;i'ralir  dn-i 
■laliri'   iH'ilii    Film.     —      lliinl    <;ilw()ii    i.-t    iililit    mit    Vivlaii    Cilwciii    vi'r«aiidt. 

—  Daisy  D'Dia  wohnt  l'ulsdain.  .MiillkotialJc  iM,  Ulf  rlrlitlKiT  Name  iM 
l>aisy  villi  Ficilirrw..  Sli'  spiilli-  in  der  ..liiiclisi-  der  I'aiidura "  und  in  diiii 
Carlo    Aldiiil-Film    ..Das    MrMlnviindi'iic    Trsl.aiiii'nf. 

F  i  1  m  r  r  <•  u  ii  d  i  u  M  a  r  jr  a.  Hor- 
lin: .M.ari.innc  Winkrlstmi  wird  aiu-h 
li.'ild  «irdi-r  rilnu'ii.  \\'.iiin  und  wo  ..Di'r 
wi'ilJo  'rciifc!"  iiraiil'si'fiilirt  «iiil, 
•-lidit  im  ,\iin(-nldick  norli  iiiclil  fol. 
Mari.annc   Winki'Nli'ni   licld  .-illc   Hliiiiu'ii. 

—  Die  AiilliMi.anl'n.iliiiii'ii  /.u  ili'iii  lu'ircf- 
fiMidcn  Film  wiudi'ii  in  dm  Alpi  ii  ui'- 
dndit. 

(;.  Seil..  Soest:  ..DiT  Koiiin,-  d.T 
Ucniin.T'  windi'  nai-li  di-in  ulrii-liiianii- 
(4;i-ii  l'oni.in  Min  ('.  1.  Ili'ir.  ..Die  S.md- 
f;räfin'"  ii/u-li  dom  y;li'iiliii.imiui'n  Koni  in 
von  (iii-tav  l"n'iis-i>ii  vrrtilmt.  ..Di'r 
iviiiiit;  der  HiTiiiii.a"  i-t  oiii  iiciiit  1-ilin 
lind  läuft  daher  noeh  in  \  ielen  Kinos. 
Mii^lieh.  d.iD  :iii(  h  ..Die  S.iiid^r.alin-, 
die  vor  iin;;cr;ilir  zwei  .l.ihrcn  her.ans- 
Uam,  noch  in  \  ersfhiedeiien  Liehlspicl- 
the.-itern  zu  -ehen  ist.  —  Der  l'.irliier 
\  on  l.i.iiii'  l.:iid  in  ..Maninis  d'l^oii 
Der  S|iion  der  l'rpinp.adoiir)  war  Deiie 
Morel,  ein  Kimländer.  der  leider  F.iide 
vorii;eii  .l.ihres  starb.  K.irlen  des  Kiiiist- 
lers  kcMiiieii  Sie  noch  diireh  seine  (I.-itlin. 
I'r.iii  Morel,  lierlin  W  .''O,  'r.-meiili'.ieii- 
vli.ilJe    i'o.     erliallen. 

.\  n  n  e  m  .-i  r  i  e  1'  f..  1!  r  e  s  I  ,i  n  : 
Den  Fiirslcn  (Jimarin  in  ..Di.-ine'-  >|iie|t.' 
Doris  de  Fas.  Kr  ist  Pole.  \  erlieir.ilet. 
t>il)t  Anto;;r.iinme.  filmte  fnilier  in 
,\iiierik;i  und  wohnt  Merlin  W.  l'ariser 
StralJe  7.  limc  l.;ind:;iit  w  iir.le  \  nn 
llenny  l'oilen  eiitdeekl.  C.iisll  St.ark- 
(istettenliaiir  s|iielti'  seine  erste  jiridje 
Ilidlf  unter  C.irl  Hoeses  I!e;;ie  bei  der 
N.ilion:ii.  n.-unlieli  den  ..Pieeolo  vom 
Culdenen  l.iiwen".  —  A\ir  werden  Wil- 
helm Dieterle  ncrn  .TU  il.is  rälli;;e  .\  iito- 
fcraniin  erinnern.  -  -  .M,itlhi;is  \\'ieni.iiiii 
wohnt    Herliii.    Moiiner  Sir.ilJe   .V». 

M  a  r  K  II  t  (i..  .\  11  a  s  h  II  r  ;;  :  Ihre 
(^riilji'  .111  l.iane  ill.iid,  .Marn.irete  .Sehiiii 
iiml  l'raii  Dene  .\loiel  liaheii  wir  aiis- 
Keriehlel.  —  liihlkarlen  von  M.iru.irete 
Seliün  erh.alteii  Sie  durch  ileii  Nerl.-iir 
..llliisiriert«  Filmwoche",  lierlin  S\V  d.s. 
Kochstr.aljc  fi — H.  Dene  Morel  li.atte  in 
folmMiden  Filmen  ;;-espielt:  ...\  Ipentra^ö- 
die".  ..Die  Spielerin".  ..Marijiiis  d'Kon  '. 
..Hinter    K!osterni;iticrn". 

A.  V.  J{  e  r  1  i  n  :  (irela  C.-irhn  ist  diir.di  die  Melro-dold«  yii-M.i.\  er- 
■stiidios,  _('iilver-('ily,  Kalifornien.  L'.s.A..  /ii  ci  reichen.  sie  niln  Auto^ 
urainine. 

1)  i  (.  a  P  .-i  r  1  o  -  V  e  r  e  h  r  e  r  .  H  e  r  Ii  n  :  Dil.i  l'.irlo  ist  nii\  eiheiralei, 
^iht  Aiilo^ramme  niul  wohnt  Berlin  W.  .Molzsir.ille  ^-7.  Die  Kiiiistlenn 
wurde   am   4.    Sepleiiihcr    in    Stettin    gehören. 

.M  .1  n  s  i  .  (i  II  h  e  n  :  ^N'crner  Fnetti'rers  niicli-icr  Film  i-l  ..D.i- 
Miidel  mit  der  Peitsche".  Die  Titelrolle  wird  von  .Snny  Oudr.i  ^e~pieli.  — 
l.eni  Uierensi.ahl  wohnt  Herlin-\\  ilnicrsdorf.  lliiulenhnrii-lra  IJc  '.H'.  F,ni-t 
pelerseii  ist  durch  die  Sidi;il-Film.  Herlin  .SAV  Is.  (■'riedriclisii:il,!c  -.Mi;,  zu 
crreiclieii.  Heide  Kiiiisller  sind  die  II;iiiiild:ir~lellir  m  dem  neuen  A.ifa- 
Sok.ill'ilm    ..Die    ueiGe    lldlle    vom    Piz    P.ilii ". 


i'  i  1  in  i  n  t  e  r  0  s  ?  0  II  t  i  n  .1  ii  s  IT  a  m  h  ii  r  ^  :  Wladimir  Ciaid.irow 
wohnt  licrlin-ll.ileiisee.  .lo.ichim-Fricdrich-Siralie  .'i;!.  und  h.it  .im  M.  Juli 
( Hlinrlst.iK-  —  '?;■<>  Syin  ist  diircli  die  Ff.i,  Berlin  S\V  liS.  KochslnilJo  (i — s, 
/II  erreiilien.  Kr  wurde  .-im  ;l.  .Iiili  gehören.  —  Krnst  llofni.inn  hat  am 
7.  Dczeinlpcr  Cehiirisl.-i;;-  und  wohnt  Herlin-ll.-iloiisec.  .\unustc-Vikloria- 
sir.ilJc  t.  -  Ol.af  Fjords  Adresse  i-t  Herliii-Wilmersdorf.  .Xantcner  Str.  18. 
I'jord  hat  .•im  IJ.  Auj;nst  t.i-hnrlsl.it;-.  —  Viim.i  H.aiiUy  ist  durch  die  Fnited 
Artisis.  7;uu.' Sanl.i  Monici  lionlevard.  llollyvsood,  r.S..\..  crreichliar.  Ihr 
tiehurlslan  i-t  der  M.  .I.inii.ir.  llel;;.i  riiom.is  wohnt  Herlin  W,  Kiif- 
-tciiier  Sir.aUe  :'..  Sie  li.il  .nn  s.  .luiii  (Jeliurisla;;-.  Ihr  nenesli'r  l-'ilm 
lieilh    ..Holet    laicli    Mir    lelchlen    l'r.iui-n". 

M  .1  d  i  11.  ans  Z  n  r  i  c  li  ;  .lack  J'rcv  or  wohnt  Herlin  W.  itcndler- 
-tialle    •!.     und     ^il't     .\ulti-r.iniiiie. 

X  c  11  ;;  i  e  r.  li  e  r  I  i  n;  Hrijiilte  llclin  wohnt  Kerlin-D.ihleni.  Im  Winkid  j, 
und  Ist  Ulli  l.'H'lund  WeilJhaih  verheiratet.  —  (iuiinar  'loliLies  ist  Icdi«. 
..('(■schlecht  in  l'csMdn "  kauft  siidier  in  der  Provinz  und  .auch  noch 
in  loni^jen  Hcrlincr  l,ichtspjidli:iusern.  —  Iwan  l*etro\ichs  Adresse  ist 
Hcrlin-SchmurKcndorf,     Forkcnhci  kstralJc     Mn. 

K  1  1  .1  H..  Horlin:  P.da  Xo;;ri  ho- 
fiiidet  sich  noch  iinmor  in  Kna'land.  — ■ 
l'ilmposik.'irlen  erh.allon  Sic  durch  die 
..Illustrierte  Filinwoolio''.  Herlin  S\V  liK. 
K.)ch-tr;il.'.e  fi— S.  Clani  How  ist  durch 
die  P.ir.imonnt.  .'il.'il.  .\rar.ithon  Street, 
K.ilifornien,  F. S.A..  .lotta  (iond.al  durch 
die  ]'rodiicers  Distrilintion  Corp..  .New 
York  Citv.  I'.S..\..  zu  erreichen.  —  It.i 
l.'iiia  wohnt  Hcrlin-Wilmeisdorf.  ^Vil- 
luer-dorfer   SIr.alie    •!.•<. 

.\I  ,1  r  i  o  11  !{..  I,  y  0  U  :  Senden  Sie 
uns.  kille,  noch  die  fidilcnden  l.lo  M. 
in  liriefiu.arken.  d.amit  wir  die  .\iito- 
lii.inimo  von  den  hetreffcndcii  Kuiisilerii 
hc-ori;cii    kiinnon. 

M  .a  r  i  o  11  .  .Mii  n  c  h  i>  n  :  Dorothea 
Wiirk  w.ilint  Miinchon.  'rhicrstr:ilie  lii. 
h.it  :iin  :'..  .I.anuar  (Jeliiirlst:iK.  spielt  in 
Miiiichen  Thc-iler  und  hat  d.ihcr  v\ohl 
iiii  hl  so  viel  Zeit,  um  zu  filmen.  — 
Dcooihc.i  Wieek  ist  ledijr.  —  Ei;on  von 
.tiud.in  ist  in  Herlin  hoi  der  Sprech- 
huhne lind  xvohlll  Herlin  \\  l.'i.  I.icl/eii- 
huriier    Sir.aRe    -27. 

H  r  i  ;;■  i  I  t  e  II  e  I  m  -  V  e  r  e  h  r  c  r 
;i  11  s  s  .1  c  h  s  e  11  :  Hrisitte  Helm  vMirde 
.1111  17.  Miirz  in  Herlin  liidioren  und  isi 
von  Fritz  T.;in?;  für  den  Film  entdeckt 
worden.  Sie  ■  wohnt  Hcrlin-Dahlem.  Im 
Winkel  .">.  ist  mit  Kich.ird  'Wcilähaoli 
verhoiratot  und  {ribl  .\ntoi;r.ininie.  Xoin. 
hi'i  der  Spreclihiilino  ist  Hrinitte  Helm 
iiirht.  .\her  OS  ist  ihr  sehnlich-icr 
\\  nii-i  h.  Die  noneslen  Filme  mit  der 
Kiiii-thi  in  lieiMen:  ...M.inolescii"  nml 
..Skl.iveii    dcM-    I.eidonsc  h.-ifr-. 

Dolore-  ,1  0  1  K  i  o  -  Ve  r  e  h  r  e  - 
rinn  c  n  .  M  ii  n  r  h  o  n  :  Dolores  del 
Pill  vviiido  in  Durans,o,  Mexiko,  no- 
horen,  Ihr  (iehnrtsfaK  ist  der  Ii.  .\iisnst. 
Dolores  del  Itio  ist  dnrcli  dio  fniteil 
.\iiisis.  7;.'nn.  S.int;i  Monic;i  Houlevard, 
Hollywood.  Kalifornien.  r.S..\..  zn  er- 
reichen. 

A.    P..    F  >•  .1  n  k  f  11  r  t     .M  .-i  i  n  :     I.ia 

Kihenschiilz      ist      iiiil     Kurt     Ves|ierm.inii 

\  erhcir.itct.    (>iht  .\iitosr.iinme    und  wohnt 

Hcrlin-t.rune«  .ild.    Crispar-'riieylJ-Slr.    IS. 

Die    Künstlerin    v\urde    ;im     lU.    -M.ärz    in 

\\icsh:iden    gehören. 

rhaven:      liriu'itle     Helm     i-l     hlond     und     h:it 

e    isl     eine    :;rolJe     Hlunieii-    und    'rierfreiiiidin.      Wenn    Sie 

iif   dem    Herzen  ■    luiheii.    so    schreihcn    Sic    uns    nur    ruliis. 


K..     H  r  . 


klEDVilCKt     ZwanjSsvorstwlIuni;..  Schwermut.  Unruhe.  Unlust.  Gedächtnis-, 
nCHTVjL:     Nerven-.    Willensschwäche    (Rjiichen.    Trinken.     Morphium), 
Aa)*st,  Belan|<enhcit    Erröten    Neurasthenie.  Stottern,  Schlaflosigkeit,  Hysterie, 
Suiiiiestious-    und    psyehoanalyl  sehe    Behandlung    für    Geinvils-    u.    Nervenleiden 
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Im  -Ich  durch  die  If.i,  Herlin  SW  US.  Koclistral.le  (i-S.  Kr  wird  in  nächster 
Zeit  liei  die-i'i-  l'iiiii.a  \  iir.i  nssicht I ich  in  einem  Film  unter  der  Itosii- 
•lo-eph     \on     Sieniliern-s    spielen.      Uli     iiud     w.iiin    .I.inninus    n.ich    .Miinehen    ^ 

k ml.    »i-sen    wir    leider    iiichl. 

(■  r  e  I  .■!  t;  .1  r  h  o  -  V  e  i  e  li  r  e  r  i  n  :i  ii  -  II  a  m  li  n  r  k  :  ('.rei:i  (;:irho 
befindet  sich  schon  kinue  wieder  in  (  iih  er-(  ity.  K.ilifornien.  Sie  .irbeilei 
anssihlielJliidi  für  die  .Metro-tlohl  w  y  n-Me>  i'r.  Die  Kniisllerin  ist  inner- 
lieir.itct  üihi  \iilui;r.imme  und  wurde  von  dem  lenler  ver-lorbencn 
schwedischen    .\lei-terreni--enr    .M.aiiritz    Stiller    fiir   den    l'ilni    eindeckt. 

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stelluns:  der  zahllosen  Bilddokumente,  in  denen 
der  Stift  des  satirisdien  Zeidmers  der  Welt  des 
[-ilms    die    komischen    Seiten    abjjelausdit    hat. 

Aus    dem    Inhalt: 
Weltgesdiichte  im  Film  —  Aus  den  Kindertagen 
des  Films  —  Naturgesdiidite  eines  Fdms  —  Filr 
Könige  und  ^Adjutanten       "      " 


i\uiiij;e  Ulm  =,-\ii|uianien  —  Der  Regisseur  —  Der 
Diditer  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Niegenannten  —  Im  Glashaus 
Zw  isdien  den  Kulissen  —  Im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Aditung!  Aufnahme!  —  Die  Diva 
Der  sdiöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Reimantik  —  i  loll>\xood  Erotik 
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leitung A.  Rosenthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oeslerreich  verantwortlich  Robert  Mohr.  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortlich  (ür  Anzeigen 
Wilhelm    Schaeler,    Chariottenburg.      A  n  z  e  i  g  t  n  v  e  r  w  a  1 1  u  n  g    Bcpa-Verlag,    Berlin  W  35.  Blumcs  Hof   5.      Kupfertiefdruck;    August    Schcrl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68 


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/ 


1 


/'■.  / 1  iJ 


oL^iltan    I/^arvey   im  ^c/ija-c/utn  ff^iUenn  du  einmal  dein  iQcr^  verschenkst 


J 


Haben  Sie  ihn  auch  fotografiert  oder  gefilmt? 


\ 


\\  ir  iiiforniier.'n  Sie    (Trii,    miv.rlriiKlIi.h    (iI.it  Aiisrh.-iIVmiKskosIr.i    iiikI    ll:tii<lh:)l>iin^'    d.T    AufiKilm..-    im.l    \Vi..lri,<:il..' -  App:.!.-.!.'    der    A.n.H.ui- 
iMmrn.iloKiiilir  |./\v.  der  lolo-nilir,     liill.-  vlircil.iii  Sir   „ns  ...l.r  1u-mi.1i,„  Si..-  ilir  AiissLIlun^jM  :iiim.-  <I.t  l  Ta-lla.MloK-.'s  .   lUrliii  S\V  r»S,  Ko>  livlr  S 


1)  I  i:    w  o  c  II  1  \  s  c  II  K  I  1    [     I)  w  \{    \  I  L  M  r  w  \.  i  \  n  i: 


■»^ 


/ 


r.'u'i.  i'jj 


HIMANSU  QAI 

Haupldarsieller  des  Films  der  Ufa  „Schicksals^ürfel" 


[ 


Lilian  Harvey 

und 
\lexander  Sascha 


TiinjSe  verliebte  Leute  reißen  mit  Vor- 
I  liebe  von  Hause  aus,  um  dem  Gegenstand 
^  ihrer  Schwärmerei  so  nahe  als  möglich  zu 
sein.  Meistens  kommen  sie  aber  nach  eini- 
;4er  Zeit  zurück,  weil  sie  sich  die  Sache 
überlegt  haben  und  die  Dinge  in  der  Nähe 
gewöhnlich  ein  anderes  Aussehen  anneh- 
men. Wenn  Lilian  Harvey  in  dem  Film 
„Wenn  du  einmal  dein  Herz  verschenkst" 
von  Reue  gepackt  nach  Hause  wollte,  so 
hätte  sie  auf  der  Rückkehr  reichlich  Ge- 
legenheit,   sich    alles   noch    ein    paarmal    an- 


Harry  Halm  in  einer  mittelamerikanischen  Hafenstadt 

ders  zu  überlegen,  denn  sie,  die  Nichte  eines  mittelamerikanischen 
Plantagenaufsehers,  verliebt  sich  in  einen  jungen  Mann,  der  in  Ham- 
burg beheim.atet  ist,  und  folgt  ihm  bis  dorthin  nach.  Freilich  wäre 
es  ihr  auch  nicht  möglich,  unterwegs  auszusteigen,  denn  das  Schiff 
ist  ein  Frachtdampfer,  der  Bananen  von  Westindinien  nach  Ham- 
burg bringt  und  die  Strecke  ohne  jeden  Aufenthalt  zurücklegt. 
Frachtdampfer  rasen  ja  nicht  wie  die  Passagierfahrzeuge  mit 
Schnellzugsgeschwindigkeit  über  den  Ozean,  sondern  lassen  sich 
etwas  mehr  Zeit  und  benötigen  für  ihre  Strecke  mindestens  vier 
Wochen.  In  diesem  Zeitabschnitt  ist  es  schon  möglich,  die  tollsten 
Dinge  zu  erleben,  woran  Lilians  Reise  keineswegs  mangelt.  Ein 
Frachtdampfer  ist  natürlich  nicht  wie  ein  Passagierschiff  darauf 
eingerichtet,  seiner  Besatzung  die  Zeit  während  der  Überfahrt  zu  ver- 
treiben, denn  wenn  wochenlang  nichts  als  Himmel  und  Meer  zu  sehen 
ist,  so  langweilt  sich  der  unbeschäftigte  Passagier  beträchtlich.  Die 
Mannschaft    eines    Frachldampfers    hat    freilich    keine    Zeit,    sich    zu 


Rechts:    Lilian  Harvey 


Lilia  n  Harucy 
und 
Igo  Sym 


Harry  llcilni,   Lilian  Uarvcy  und  Komparxcn 


lan^w  eilen,  dazu  ist  der  Diensl  viel  zu  schwer, 
und  auch  Lilian  Harvey  kommt  nicht  dazu, 
denn  sie  ist  unter  den  vielen  Männern  die 
einzige  Frau,  der  man  viele  Gefälligkeiten 
erweist  und  die  sich  auf  dem  Frachtschiff 
bald  wie  zu  Hause  fühlt.  Sie  hat  sich  als 
blinder  Passagier  auf  das  Schiff  geschmuggelt 
und  läßt  sich  erst  auf  hoher  See  entdecken. 
Blinde  Passagiere  haben  in  der  letzten  Zeit 
viel  von  sich  reden  gemacht,  und  wenn  sie 
im  wirklichen  Leben  auf  einem  Fahrzeug  ent- 
deckt    werden,     so     pflegt     der    Kapitän    er- 


1 


Lilian  Harvey 


schreckend  würdevoll  ernst  zu  werden,  und  die  Mannschaft  wird 
grob.  Die  richtige  Reiseromantik  darf  nur  mit  einer  vorgeschrie- 
benen Fahrkarte  angetreten  werden.  Im  Film  ist  das  aber  an- 
ders. Die  ,,Frau  im  Mond"  wird  in  der  Stratosphäre  von  dem 
vierzehnjährigen  blinden  Passagier  überrascht,  der  sich  in  einem 
Skaphander  des  Raumschiffes  verborgen  hatte.  Nun,  Lilian  Har- 
vey weiß  sich  ebenfalls  gut  zu  verstecken,  nur  mit  ihrer  Liebe 
hält  sie  nicht  hinter  dem  Berge  zurück.  Ihr  Gegenspieler  ist  der 
lustige  Harry  Halm,  auf  den  sie  es  aber  nicht  abgesehen  hat, 
sondern  sie  ist  in  den  eleganten  Igo  Sym  verliebt,  der  sein  Herz 
aber  nicht  im  Lande  der  Bananenplantagen  verliert,  sondern  damit 
wartet,  bis  er  wieder  in  Hamburg  angekommen  ist.  Freilich  er- 
reicht Lilian  ihr  Glück  erst  auf  Umwegen  und  hat  eine  ganz  ge- 
fährliche Nebenbuhlerin  aus  dem  Felde  zu  schlagen,  was  sie  mit 
der  ilir  eigenen  Grazie  unter  Regie  von  Thiele  unternimmt. 

Links:    Harrv  Halm       tVintn-i-.    Vjci 


tLppcnspie 


Von  Alfred  K  c 


Eine  seltsame  Gesellschaft  hat  sich  bei  der  Werbefilm- 
Ableilunft  der  Ufa  versammelt. 
Puppen!  LeibhaftijSe  Puppen! 

Lustii«  sehen  sie  aus  mit  ihrem  lebendij^en  Gesichts- 
ausdruck, den  pfiffi- 
}5cn  Knopfau)5cn,  den 
kleinen  Flanellhänd- 
chen und  dem  krau- 
sen Haar,  das  ihre 
Köpfe  bedeckt. 

Und  das  Kind  in 
uns  wacht  auf. 

Es  ist,  als  ob  ein 
Leuchten  in  uns  auf- 
}5in}5e. 

Ja,  wir  alle  haben 
noch  ein  Stück  Kind 
in  uns! 

Haben  wir  das? 
Wirklich?  Alle? 

Oh,  seid  froh,  wenn 
ihr  es  noch  in  euch 
fühlt,  wer  ihr  auch 
seid! 

Glaubt  es  mir,  wenn 
nicht  noch  so  ein 
Stück  des  längst, 
längst  vergangenen 
Jungen  in  euch  steckt, 
das  ab  und  zu  mal 
zum  Vorschein  kommt 
und  die  Zunge  heraus- 
streckt und  fröhlich 
und  herzhaft  lachen 
kann,  dann  seid  ihr 
alt,  unwiderruflich  alt 
geworden. 

0  über  euch  steif- 
leinene, vernünftige, 
immer  korrekte  Re- 
spektspersonen, die  ihr 
das  Beste,  was  in 
euch  ist,  nicht  ver- 
stehen wollt,  die  ihr 
die  Welt,  die  schöne 
Welt,  mit  ihren  Bäu- 
men und  blauen  Ber- 
gen und  bunten  Blu- 
men, mit  ihrer  hellen, 
klaren  Sonne  nur  noch 
durch  die  scharfe 
Brille  eurer  armen, 
alt  gewordenen  Seele 
seht! 

Was  sind  euch 
diese  Puppen,  die  tot, 
bewegungslos  dort  sit- 
zen in  der  Ecke  des 
Ledersessels!  — 

Aber  wenn  es  noch 
in  euch  ist,  wenn  auch 
in  irgendeinem  ver- 
steckten Winkel  eures 
Herzens,  das  fröh- 
liche,   lachende   Kind, 


dann  stehen  sie  auf,  die  toten  Puppen,  und  Kinderland 
leuchtet  wieder  auf  vor  eurer  Seele.  Und  in  diesem  blauen, 
freudigen  Erinnerungsland  springen  sie  euch  entgegen  und 
erzählen  euch   lachende  Märchen,   die  doch   keine  Märchen 

sind,  Märchen  aus 
dem  geheimnisvollen 
Sehnsuchtsbuch    eurer 

Jugend. ,,Es  war 

einmal  —  — !" 

Und  es  war  ein 
Mann,  der  noch  durch 
die  frohen  Augen  des 
Kindes  diese  Puppen 
ansah,  der  noch  fabu- 
lieren konnte.  Und 
seine  kunstreichen 

Hände  brachten  die 
Puppen,  die  dort  sit- 
zen, still,  allein,  zum 
Leben. 

Er  spielte  mit  ihnen! 

Aber  nicht  das 
Spiel  des  Kindes  ist 
es,  das  er  mit  ihnen 
treibt.  Sein  Spiel  hat 
einen  Zweck,  und 
ernste  Arbeit  erfor- 
dert dieses  Spiel. 

Denn  im  Film  sol- 
len die  Puppen  leben- 
dig werden. 

Wißt  ihr,  was  das 
heißt? 

Jede  der  Bewegun- 
gen muß  in  einzelne 
Phasen  zerlegt,  und 
jede  dieser  Phasen 
muß  einzeln  auf- 
genommen werden  in 
mühseliger,  zeitrau- 
bender Arbeit! 

Dann  werden  alle 
diese  Teilchen  anein- 
andergesetzt,  und  — 
da  grüßt  euch  der 
Puppenmann  mit  tie- 
fer Verbeugung,  der 
pfiffige  Junge  treibt 
sein  Allotria  —  über- 
all ist  Leben!  Und 
dann  werben  diese  le- 
bendigen Figürchen 
nicht  nur  um  die 
Gunst  derer,  die  sie 
sehen,  sondern  für 
einen  besonderen 

Zweck.  Denn  ein 
Werbefilm  soll  das 
Spiel  werden,  und 
dazu  sind  sie  da,  diese 
bunten  Puppen. 

Sie  werden  werben 
mit  besonderer  Zug- 
kraft, gerade  weil  sie 
Puppen  sind. 


Photos:  L'ja-W  rrbe/ilm 


G 


lieh  sojiar  nur  um  Frauen,  denn  alles 
Geld  dient  ihm  nur  dazu,  jeden 
Wunsch  der  geliebten  Frau  erfüllen 
zu  können.  Der  Abenteurer  leidet 
unter  der  Veranlagung,  ein  Weltfah- 
rer zu  sein.  Das  Glück  in  der  stillen 
Hütte  lockt  ihn  nicht  oder  erst  dann, 
wenn  das  Leben  abgeschlossen  hinter 
ihm  liegt.  Manolescus  großes  Vor- 
bild, Jacopo  Casanova,  brach  in  seinen 
Memoiren  mit  dem  fünfzigsten  Jahre 
ab.  Vielleicht  zeigten  sich  bei  ihm 
damals  die  ersten  grauen  Haare  unter 
der  Perücke,  jedenfalls  erlebte  er  es 
zum  ersten  Male,  daß  eine  Frau  sei- 
nen Bitten  widerstand  und  nein  sagte. 
Der  Fürst  von  Ligne,  der  letzte  Ka- 
valier eines  untergegangenen  Jahr- 
hunderts, freilich  ergriff  die  Feder 
und  erzählte  uns  das  nicht  eben  amü- 
sante Ende  des  großen  Abenteurers, 
der  sich  in  der  Einsamkeit  des 
Schlosses  Dux  mit  Domestiken  her- 
umärgerte. Für  Manolescu,  den  Ma- 
nolescu  des  Films,  ist  ein  besserer 
Ausgang  ersonnen  worden.  Im  Zeit- 
alter des  Automobils  bedeutet  das 
Leben  auf  einem  Schloß  niemals  Ver- 
bannung, wie  vor  150  Jahren,  son- 
dern eher  ein  Ausspannen  von  den 
Anstrengungen  der  Großstadt  oder 
der  mondänen  Luxuskurorte,  in  die 
man  heute  geht,  um  sich  zu  zer- 
streuen, weniger    um  sich  zu  erhqlen. 


i)er  Abenteurer  liebt  zuerst  den 
Typ  der  rätselhaften  Frau.  Weil  er 
selbst  der  Welt  mit  seiner  Existenz 
Rätsel  aufgibt  und  weil  er  weiß,  daß 
eigentlich  kein  anderes  Geheimnis 
dahintersteckt  als  das,  die  Leute 
glauben  zu  machen,  was  er  wünscht, 
brennt  das  Verlangen  in  ihm,  zu  er- 
fahren, welches  Rätsel  eigentlich  die 
Frau  birgt.  Aber  dann  zeigt  es  sich 
in  jedem  Fall,  daß  der  Abenteurer, 
den  nichts  schreckt,  an  einen  Geg- 
ner gekommen  ist,  der  sich  ihm  über- 
legen zeigt  und  vor  dem  er  die  Waf- 
fen strecken   muß.     Fontane,   der  sich 


Brigillc  Helm,  Iwan  Mosjukin 
und  Dita  Parlo  l'hot.  C'/j 


lose  Hinjjabe  jeden  Mann  rührt  und 
willenlos  macht.  Sie  siegt  durch 
nichts  als  die  Einfalt  ihres  Herzens, 
und  überzeugt  und  überwindet 
schließlich  doch  den  Mann,  obwohl  sie 
sich  in  keinem  Augenblick  ihrer 
Macht  bewußt  ist  und  sich  willenlos 
treiben  läßt  von  der  erschütternden 
Allgewalt    der   Liebe, 

Der  Film  „Manolescu"  ist  keine 
Wiedergabe  der  bekannten  Memoi- 
ren des  Hochstaplers.  Der  Mensch 
Manolescu  entpuppt  sich  beim  Er- 
zählen seiner  Lebensgeschichte  als 
arger  Aufschneider.  Er  dichtete  sich 
Raubzüge  an,  die  er  niemals  began- 
gen hat  und  die  er  nur  beschreibt, 
weil  er  sich  als  kühner  und  gefähr- 
licher Mensch  zeigen  will.  Das  Lüg- 
nerische ist  vom  Charakter  eines 
Hochstaplers  nicht  zu  trennen,  aber 
im  Film  wirkt  eine  solche  Eigenschaft 
unangenehm.  Man  hat  daher  die 
Filmfigr.r  des  .^\anolcscu  ein  wenig 
seinem  Vorbild  Casanova  angeglichen, 
zumal  Iwan  Mosjukin  seinen  ersten 
internationalen  Erfolg  in  der  Rolle 
dieses  großen  Abenteurers  erzielte. 
Sein  Manolescu  wird  nicht  dahinter 
zurückbleiben.  Die  Regie  führt,  wie 
stets  in  Mosjukinfilmen,  Wiatislaw  Tur- 
janski,  der  seinen  Hauptdarsteller  seit 
dem  ,, Kurier  des  Zaren"  betreut.  Die 
sorgfältige  und  einfallreiclie  Art 
dieses  Regisseurs  ist  zu  bekannt,  um 
noch   besonders  betont  zu  werden. 


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Ein  Interview. 


\ 


Alle  Welt  in  Hollywood  hatte  geglaubt,  daß  der  Ton- 
film dem  berühmten  Ramon  Novarro  genügen  und 
er  auf  seine  Opernkarriere  verzichten  werde.  Aber 
der  Reporter  einer  großen  amerikanischen  Zeitung,  der 
eigens  von  New  York  nach  Los  Angeles  gekommen  war, 
fand  ihn  in  ganz 
anderer  Stimmung. 
Auch  der  Tonfilm 
genügt  dem  Ehr- 
geiz des  Künstlers 
noch  nicht,  er  be- 
steht darauf,  von 
der  Bühne  aus  in 
Kontakt  mit  den 
Zuschauern  zukom- 
men. Tonfilm,  sehr 
schön,  sehr  präch- 
tig,   eine    absolute 

Steigerung  des 
künstlerischen  Er- 
lebnisses auf  der 
Leinwand,  aber  es 
ist  jedoch  etwas 
anderes,  persönlich 
aul  der  ""ühne  zu 
stehen      und      eine 

Operngestalt  zu 
formen,  jedesmal 
neu  zu  singen  und 
gezwungen  zu  sein, 
sich  zur  höchsten 
Leistung  anzuspor- 
nen. 

Ramon  Novarro 
will  ganz  ernstlich 
im  nächsten  Früh- 
jahr in  ,,Tosca" 
oder  ,, Boheme"  auf 

der  Opernbühne 
debütieren.  Vor- 
aussichtlich stellt 
er     sich     in    Berlin 

als  Opernsänger 
vor.  Sollte  er  ge- 
fallen, so  folgt  — 
vielleicht  —  ,,Rigo- 
letto"  in  Paris, 
,,Pclleas  und  Me- 
lisande"  in  New 
York  — ,  aber  No- 
varro verteilt  das 
Fell       des      Bären 

nicht  eher,  ehe  er  es  hat.  —  ,, Sehen  Sie,"  erklärte  er  dem 
Interviewer,  „zur  Oper  zugelassen  zu  werden,  ist  vielleicht 
noch  schwerer,  als  in  den  Film  hineinzukommen.  Das  erste 
Erfordernis  ist  natürlich  ein  langjähriges  Gesangs-  und 
Rollenstudium,  und  dann  kommt  die  schwerste  Aufgabe  — 
sich  bei  den  maßgebenden  Stellen  Gehör  zu  verschaffen. 
Ich  kenne  sogar  Fälle,  wo  Sänger  große  Summen  zu  zahlen 
hatten,  nur  um  einmal  öffentlich  auftreten  zu  können.  Sollte 
er  dann  Erfolg  haben,  so  wird  er  meist  weiter  beschäftigt, 
—  aber  immer  noch  ohne  Honorar.  Sie  sehen  also,  daß 
ich  nicht  mit  einem  finanziellen  Erfolg  rechne  —  im  Gegen- 
teil. Ich  glaube,  daß  auch  mich  die  Erfüllung  meines  Lieb- 
lingsv»/unsches  ein  nettes  Sümmchen  kosten  wird." 


Ramon  Novarro 


Mit  zähester  Beharrlichkeit  hat  er  an  der  Verwirklichung 
dieses  Wunsches  gearbeitet.  Oft  genug,  bevor  er  das  Glück 
hatte,  ein  Engagement  als  Vaudevilletänzer  nach  Amerika 
zu  erhalten  —  er  ist  bekanntlich  Mexikaner  — ,  wußte  er 
nicht,   ob  er  am   nächsten   Tage   noch   eine   Mahlzeit   haben 

würde;  aber  nie 
vernachlässigte  er 
sein  Gesangsstu- 
dium. Dann  kam 
seine  Chance  beirri 
Film  —  nur  um 
ihn  erkennen  zu 
lassen,  daß  er 
trotz  finanzieller 
Unabhängigkeit  der 
Erfüllung  seines 
Herzenswunsches 
noch  viel  ferner 
gerückt  war.  Er 
konnte  sich  jetzt 
die  besten  Lehrer 
leisten;  aber  ein 
Film  jagte  den  an- 
deren, so  daß  er 
nie  Zeit  genug 
hatte,  einen  Beweis 
seiner  Fähigkeiten 
als  Opernsänger  in 
einem  öffentlichen 
Auftreten  zu^  er- 
bringen. Auch  seine 
größten  Filmerfolge 
—  „BenHur ',  „Alt- 
Heidelberg",  ,, Ra- 
mon, der  See- 
kadett" und  ,,Sang 
der  Südsee"  —  lie- 
ßen ihn  niemals  an 
dem,  was  er  als 
sein  eigentliches 
Lebensziel  betrach- 
tete, irre  werden. 
Seine  Rollen  probte 
er  in  seinem  eige- 
nen kleinen  Thea- 
ter in  seiner  Villa 
in  Hollywood,  wo 
er  sonst  seinen 
Freunden  und  Ver- 
wandten seine  Mi- 
niatur- Schauspiele 
vorführt. 
„Trotzdem  ist  es  eine  große  Überraschung  für  uns  alle", 
bemerkte  der  Interviewer.  ,, Niemand  glaubte,  daß  es  Ihnen 
wirklich  ernst   mit   einem   öffentlichen  Auftreten  war." 

,,0h  —  das  gerade  ist  vielleicht  einer  meiner  Gründe, 
weshalb  ich  meinen  Weg  bis  zu  Ende  gehe!"  lächelte  er. 
,, Sehen  Sie,  wenn  jemand  wirklich  etwas  vollbringen  will, 
aber  andauernd  darüber  spricht,  so  geht  dadurch  ein  gut 
Teil  der  Enengie  zuungunsten  des  Werkes  selbst  verloren. 
Es  ist  ebenso  wie  Tag-Träumen  —  man  versäumt  darüber 
das  Schaffen  selbst.  Um  ein  gestecktes  Ziel  wirklich  zu 
erreichen,  muß  man  sich  still  für  sich  in  sein  Kämmerlein 
einschließen  —  und  nicht  eher  wieder  hervorkommen,  bis 
man  sein  Werk  vollbracht  zu  haben  glaubt," 


Phut.  M.-a.-M. 


Ramon  Novarro  und  Südseeinsulanerinnen  in  dem  'Tonfilm  „Sang  der  Südsee" 


Piwi.  M. 


„Wenn  ihr  Debüt  sich  zu  einem  Erfolg  gestalten  sollte  — 
in  welchen   Opern   gedenken   Sie  aufzutreten?" 

„Vor  allem  einmal  erst  in  .Rigoletto'.  Ich  habe  da 
meine  eigene  Auffassung  von  der  Rolle  des  Herzogs.  Bis- 
her wurde  dieser  immer  als  eine  Art  Roue  dargestellt  — 
ich  denke  ihn  mir  mehr  als  eine  Art  Benvenuto  Cellini,  als 
einen  jungen,  romantischen  Abenteurer,  der  alles  im  Leben 
mitnehmen  möchte;  mehr  gedankenTos  und  leichtsinnig  als" 
intrigant  und  finster. 

Ob  es  mir  gelingen  wird,  meine  Regisseure  zu  dieser  Auf- 
fassung zu  bekehren,  steht  freilich  auf  einem  anderen  Blatt. 
Wie  Sie  wissen,  ist  speziell  für  »"olche  Rollen  ein  traditio- 
nelles Darstellungsschema  festgelegt,  und  nur  wenige 
Sänger  wagen  es,  davon  ab- 
zuweichen —  sogar  der 
große  Caruso  war  in  dieser 
Beziehung  sehr  vorsichtig. 
•  Das  soll  nun  nicht  etwa 
heißen,  daß  ich  mir  auf 
Grund  eigener  Ideen  das 
Recht  anmaßen  will,  die  ge- 
samten Traditionen  der 
Oper  über  den  Haufen  zu 
werfen.  Ich  möchte  das 
Recht  eines  Künstlers,  einem 
Charakter  neue  Nuancen 
zu  geben,  nur  dann  aus- 
üben, wenn  ich  glaube,  daß 
die  Darstellung  dadurch 
gewinnt. 

Vielleicht  ist  einer  mei- 
ner Gründe  dafür  der,  daß 
ich  weniger  meines  Spiels 
als  meines  Singcns  wegen 
besorgt  bin.  Ich  weiß,  daß 
ich    z.    B.    den    Cavaradossi 


i 


oder  den  Herzog  spielen  kann;  aber  ich  bin  'mir  nicht  so 
sicher,  ob  ich  sie  auch  gesanglich  wirkungsvoll  genug  zu 
bringen  imstande  bin.  In  dieser  Hinsicht  kann  ich  nur  das 
Beste  geben,  das  in  mir  ist  —  und  wenn  ich  wirklich  ver- 
sagen sollte,  so  bleibt  mir  wenigstens  der  Trost,  Herz  und 
Seele  in  eine  ehrliche  Anstrengung  gelegt  zu  haben." 

Über  seine  Stellung  zum  Tonfilm  äußerte  Novarro,  daß 
dieser  nach  seiner  Meinung  eine  Nationalmusik  Amerikas 
hervorrufen  werde.  Amerikas  Musikstil,  der  Jazz,  hat  sich 
in  allen  Ländern  durchgesetzt,  wenn  auch  sein  Hauptinstru- 
ment, das  Saxophon,  in  Europa  erfunden  wurde  und  die 
künstlerische  synkopierte  Musik  in  Europa  geschrieben  wor- 
den  ist.  ,, Frankreich,  Italien,  Rußland,  Deutschland,"  erklärte 

Ramon  Novarro,  ,, jedes 
Land  hat  seine  eigene  Mu- 
sik, die  überall  anerkannt 
ist;  nur  Amerika  schuf  mit 
dem  Jazz  keinen  nationa- 
len Stil.  Rußland  zum  Bei- 
spiel", erklärte  der  Metro- 
Goldwyn-Mayer-Star, ,, hatte 
sein  Ballett,  und  Kom- 
ponisten, wie  Tschaikowsky, 
schufen  im  Hinblick  darauf. 
Auf  diese  Weise  wurde  ein 
bestimmter  Musikstil  ge- 
boren, der  für  die  ganze 
Nation   typisch  wurde. 

Aber  Amerika  hat  weder 
ein  National-Ballett  noch 
eine  National-Oper:  es 
fehlte  der  zentralisierende 
Faktor,  die  Musikschöpfer 
zu  einem  bestimmten  Stil 
anzuregen  und  sich  auf 
diesen  zu  konzentrieren. 


Ramon     Novarro      und 

Doroihy  Janis  in  „Sang 

der  Südsee" 


■*4 


1 


ym»m 


My  Fritsch  und  Diia  Parlo  in  dem  Ufahnfilm  der  Pommer-ProdukUon  „Melodie  des  Herzens"      pm.  Ufa 


eorge 
incrofl 


Toseph   von   Sternberg,   der   in   Ber- 
I  lin  weilt,  um  den  neuen  Jannings- 
I  Film    zu     inszenieren,    erzielte    in 
'   Amerika  seinen  nachhaltigsten  Er- 
folg   mit    der    überaus    realistischen 
Schilderung  der   ,, Unterwelt",  Lange 
hatte    man    nicht    einen    so    mitrei- 
ßenden,   in    allen    Szenen    elementar 
erlebten   Film  jjesehen.     Kein   Wun- 
der   daher,    daß    Joseph    von    Stern- 
berg   den    Auftrag    erhielt,    sich    des 
Milieus    noch    einmal    zu    bemächti- 
gen   und    nunmehr    in    das    Zentrum 
des      Verbrechertums       vorzustoßen 
und  Chikago  zu  verfilmen.    Das    hatte 
zwar    vor    ihm    schon    David    Ward 
Griffith  getan,  der  in  der  ,,Tat  ohne 
Zeugen"     nach     einer     wahren     Ge- 
schichte berichtete,  aber  doch  noch 
nicht  den  Weg  fand,  der  zu  der  ein- 
zig    möglichen     Realistik    der     Dar- 
stellung   führte,    sondern    der    noch 
Requisiten      des      durchschnittlichen 
Gesellschaftsfilms   benötigte,   um   die 
Handlung    vorwärtstreiben    zu    kön- 
nen.     Sternberg     ist     aus     härterem 
Stoff    zusammengesetzt.    Er    verzich- 
tet  auf   die    Sensationen   des   Boule- 
varddramas   und    zeigt    seine     Ver- 
brecherwelt,      wie        sie        wirklich 
ist.       Chikago    kann    den    traurigen 
Ruhm  für  sich  in  Anspruch  nehmen, 
diejenige     Stadt     des     Erdballs     zu 
sein,  in  der  die  meisten  Verbrechen, 
vor    allem    die    meisten    Raubüber- 
fälle und  Morde,  vor  sich  gehen.     Es 
liegt    dies    vielleicht    an    dem     Um- 
stand,    daß     Chikago     die      größten 
Schlachthäuser   der   Welt   besitzt,   in 
denen    Zehntausende    von    Arbeitern 
gegen     Blutgeruch     stumpf     werden. 
Dann  aber  auch  daran,  daß  Chikago, 
als   Grenzstadt,    mehr    als   ein   ande- 
rer   Ort    geeignet    ist,    Einfuhrhafen 
für  geschmuggelten  Alkohol  zu  sein. 
Das    Wagnis   des   Alkoholschmuggels 
ist   groß,    weil   die    Prohibitionsagen- 
len     mit     allen     Mitteln,     auch     un- 


PM.  Paramount 


William  Powell 


" 


! 


/    '♦.   \ 


Evelyn  Brent  und  William  Powell 


gesetzlichen,  dagegen  vorgehen, 
denn  sie  sind  an  der  Prämie  betei- 
ligt. Aber  ebenso  groß  ist  der  Ge- 
winn, der  den  Alkoholschmuggler 
lockt.  Die  ,, Bootlegger",  wie  sie  in 
Amerika  heißen,  arbeiten  nicht 
allein,  denn  dann  würden  sie  schnell 
von  der  Polizei  geschnappt  werden, 
sondern  in  Banden,  deren  Organi- 
sation außerordentlich  fest  ist.  Die 
Verbrecher  von  Chikago  sind  mit 
den  modernsten  Waffen  versehen. 
Sie  verfügen  nicht  allein  über  Pan- 
zerautos mit  Maschinengewehren, 
sondern  auch  über  Tränengas.  Sie 
sind  bandenmäßig  so  stark,  daß  sie 
Polizeitruppen  offene  Feuergefechte 
liefern  können.  Den  Verwaltungs- 
behörden sind  die  Verbrecher  der 
Unterwelt  natürlich  ein  Dorn  im 
Auge,  aber  es  ist  außerordentlich 
schwierig,  gegen  sie  anzugehen. 
Erstens  verfügt  die  Verbrecherwelt 
über  große  Geldmittel.  Dann  ist 
der  Zusammenhalt  zwischen  den 
einzelnen  Elementen  bedeutend;  ein 
Fremder  erhält  kaum  jemals  richti- 
gen Einblick  in  die  Verhältnisse, 
und  dem  Verräter  gilt  ohne  weiteres 
die  Revolverkugel.  Dann  bringt  es 
die  Politik  Amerikas  mit  sich,  daß 
sich  die  einzelnen  Gruppen  heftig 
bekämpfen  und  sich  dabei  nicht 
selten  Mittel  bedienen,  die  eben- 
falls ungesetzlich  sind.  Außerdem 
verstehen  es  die  Verbrecher  immer 
wieder,  durch  Bestechungen  ihr  Ziel 
zu  erreichen.  Die  Unterbeamten 
werden  in  Amerika  schlecht 
bezahlt.  Auf  sie  wirkt  natürlich 
eine  Summe  von  10  000  Dollar  sehr 
stark.  Natürlich  widersteht  die 
Masse  der  Beamten  einer  solchen 
Lockung,  wie  der  Film  „Polizei" 
richtig  schildert,  aber  überall  gibt  es 
schwarze  Schafe,  die  sich  vom 
Gelde   blenden  lassen. 


Aus  dem  bei  der  Ufa  erscheinenden  Film  „Das  Halsband  der  Königin".    Im  Schlitten  Diana  Karenne  und  Marcelle  JeHerson-Cohn     Phot.  Engberg 


* 


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Es  scheint  ein  Widerspruch  darin  zu  liegen,  Paris  im 
Schnee  zu  zeigen,  denn  diese  Lichtstadt  scheint  einen 
ewigen  Frühling  zu  erleben  und  stets  eine  Saison  zu 
haben.  Aber  das  ist  ein  Irrtum,  schon  im  Hochsommer  ist 
Paris  im  eigentlichen  Sinne  leer,  nur  noch  ein  Dorado 
eiliger  Fremder,  die  schnell  in  das  Wesen  dieser  Stadt  ein- 
zudringen wünschen  und  nicht  viel  davon  zu  sehen  be- 
kommen. Der  Winter  sieht  an  vereinzelten  Tagen  Schnee 
oder  unangenehme  Regenperioden,  die  das  Bild  der  Stadt 
grau  tünchen.  Die  Wärmeausstrahlung  dieser  riesigen  An- 
sammlung von  Häusern  hindert  freilich  die  Bildung  einer 
Schneedecke;  nur  in  den  Außenbezir- 
ken, in  welche  sich  nie  ein  Fremder 
verirrt,  oder  in  den  Parks  ist  der 
Schnee  davor  geschützt,  sofort  aufzu- 
tauen. Das  war  vor  150  Jahren  anders. 
Noch  war  die  räumliche  Ausdehnung 
der  Stadt  beschränkt.  Es  gab  nicht 
den  zehnten  Teil  der  Menschen,  und 
sobald  die  kalte  Jahreszeit  einsetzte, 
verschwanden  die  nicht  unbedingt 
notwendigen  Fuhrwerke  von  der 
Straße.  Man  heizte  mit  Holz,  das  in 
dem  waldarmen  Frankreich  immer 
teuer  und  manchmal  gar  nicht  zu 
haben  war,  und  engte  den  Wohnraum 
nach  Möglichkeit  ein.  In  den  Palästen 
und  Prunkgemächern  froren  die  gro- 
ßen Damen  und  Herren  und  zitter- 
ten, wenn  sie  ct'^'a  zur  Audienz  in 
das  Schloß  befohlen  wurden,  denn 
es  war  in  den  Sälen  bitterkalt,  die 
ja  damals  gar  nicht  zu  erheizen  waren. 
Mlle.  de  Montefort,  eine  Dame  der 
Marie    Antoinette,    notiert    in    ihrem 


Marcelle  Jelferson-Cohn  und  Pierre  Weber 


Tagebuch:  ,,Bci  der  Audienz  im  kleinen  Saal  erkälteten  sich 
alle  Personen.  Dem  Herzog  von  Lauzun  war  es  unmöglich, 
ein  Niesen  zu  unterdrücken,  und  nachdem  er  einmal  los- 
geprustet hatte,  schien  ein  Signal  für  alle  anderen  gegeben 
zu  sein,  sich  des  Reizes  nicht  zu  schämen.  Nur  mit  Mühe 
konnte  der  Ernst  der  Situation  gerettet  werden,  aber  man 
hatte  die  Gnade,  unsere  unglückliche  Lage  einzusehen  und 
uns  gleich  zu  entlassen."  Die  Montefort  schlief  in  einem 
kleinen  Zimmer,  das  noch  winziger  war,  als  wir  es  heute 
in  den  Hauszinssteuerwohnungen  erleben,  aber  da  sie  trotz- 
dem fror  —  setzte  sie  sich  in  die  .  ,  .  Sänfte,  in  der  sie 
sonst  von  Lakaien  durch  die  Straßen 
getragen  wurde.  Die  Königin,  als 
Wienerin  an  echtes  Schneetreiben  ge- 
wöhnt, liebte  es,  im  Schlitten  auszu- 
fahren. Aber  so  begehrt  diese  Aus- 
zeichnung war,  so  verwünscht  wurde 
sie  innerlich,  denn  die  französischen 
Hofdamen  liebten  die  Winterkältc 
nicht,  die  allerdings  ihren  stark  ge- 
schminkten Gesichtern  schadete.  Frei- 
lich war  eine  Schlittenfahrt  über  das 
holprige  Pflaster  der  damaligen  Zeit 
bei  der  dünnen  Schneelage  nicht  ganz 
angenehm.  Wenn  die  Kälte  im  Paris 
vor  1800  auch  spürbarer  war  als 
heute,  so  ist  doch  die  Furcht  vor  ihr 
nur  aus  der  Zeit  zu  verstehen.  Denn 
die  Entdeckung  des  Winters  ist  erst 
ein  halbes  Jahrhundert  alt;  bis  dahin 
galt  er  als  eine  Jahreszeit,  die  nur 
Unannehmlichkeiten  oder  Schrecken 
brachte.  —  Der  Film  ,,Das  Halsband 
der  Königin"  bringt  verschiedene 
Kuriosa    aus    dem     18.     Jahrhundert. 


Im   zaristischen   Rußland  lebte   in   vielen   jungen   Menschen 
der   Wunsch,   die   Starrheit   des   Regimes   durchbrochen   zu 
sehen.     Unterlagen  doch  bereits  die  Schüler  strengen  Vor- 
schriften,   die    es    bei    uns    niemals    gegeben    hat,    wie    denn 
überhaupt    in    Deutschland,    im    Gegensatz    zu    England    und 
Frankreich,    das    Leben    des    Gymnasiasten    und    Studenten 
freier   war   als   anderswo.      Russische   Menschen,    die    leicht 
in  Schwärmerei  verfallen,  erhitzen  sich  gern   an   Extremen, 
und  so  kam   es,  daß  selbst   in  den  Kreisen  der   Jugend  aus 
guten  und  gesicherten  Häusern   eine  Hinneigung  zu  revolu- 
tionären  Ideen   vorhanden   war.      Wohin   das   im   Ernst   füh- 
ren mußte,  wurde  nicht  bedacht.     Dafür  entstanden  überall 
Debattierklubs,    in    denen    in    endlosen    Reden    die    Vorteile 
eines    Umsturzes    auseinandergesetzt    wurden.      Der    Jugend 
geht  jede  Entwicklung  zu  langsam.     Niemals  glaubt  sie,  Zeit 
zu  haben,   die   Dinge   sich   ruKig  entwickeln  zu   lassen,   son- 
dern will  im  Sauseschritt  an  ihr  Ziel  kommen.     Da  eine  ge- 
schichtliche   Entwicklung   des    Fortschritts    ihren    Absichten 
nicht    entsprach,    ließen    sie    sich    dazu    hinreißen,    mit    dem 
Gedanken      eines        gewalt- 
samen Umsturzes  zu  spielen, 
von    dem    sie    glaubten,    daß 
nach    ihm    die    paradiesische 
Zeit  kommen  werde.  Im  all- 
gemeinen   blieb    es    bei    den 
Ideen,    nur   einige,    die    voll- 
kommen    in     die     revolutio- 
nären    Theorien    eingespon- 
nen       waren,         versuchten 
durch    Propaganda    der    Tat 
nachzuhelfen.      Es      ist     be- 
zeichnend   für  die    slawische 
Psyche,   daß    sich   unter   den 
letzten    nicht    wenig    Frauen 
befanden    und   diest   sich   in 
der  Regel  durch  besonderen 
Radikalismus    auszeichneten. 
Einer      solchen      Wühlarbeit 
konnte    natürlich    die    regu- 


Jl^^'>-, 


Oben:  Harry  Hardt.  Im  Kreis:  Gerda 
Maurus,  Gustau  Fröhlich.  Unten:  Gerda 
Maurus,    Gustav    Fröhlich  phot.  Ufa 


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Oben:   Harry  Hardl.     Im  Kreis:   Gerda 
Maurus  und  Harry  Hardt.    Unten:  Gerda    p 
MauTus,  Harry  Frank  und  Gustav  Fröhlich 
Phot.  Ufa 


läre  Regierung  nicht  untätig  zusehen.  Sie  wußte,  daß  es 
vor  allen  Dingen  das  geheimnisvolle  Dunkel  war,  von  dem 
für  die  Jugend  ein  eigenartiger  Reiz  ausging,  und  suchte 
Licht  in  alle  jene  Geschichten  zu  bringen.  Daher  war  es 
ein  Bestreben  der  Revolutionäre,  sich  durch  alle  nur  mög- 
lichen Hilfsmittel  zu  schützen,  und  vor  allen  Dingen  vor 
Spitzeln  auf  der  Hut  zu  sein.  Sie  ihrerseits  hatten  natürlich 
ihre  Spitzel  bei  den  Behörden,  damit  sie  jederzeit  über 
drohende  Maßnahmen  unterrichtet  werden  konnten.  Aus 
diesem  Grunde  lag  ihnen  besonders  daran,  mit  jungen  Men- 
schen aus  der  führenden  Schicht  in  Berührung  zu  kommen, 
da  sich  diesen  leicht  sonst  verschlossene  Türen  öffneten. 
Wurde  einmal  ein  derartiger  revolutionärer  Klub  ausgehoben, 
dann  machte  die  Polizei  ganze  Arbeit,  indem  sie  alle  Papiere 
beschlagnahmte  und  jede  Person,  die  in  irgendwelcher  Be- 
rührung mit  den  Revolutionären  stand,  verhaftete.  Nur  so 
ließ  sich  gewöhnlich  das  Netz  des  Verrates  zerreißen,  denn 
die  eigentlichen  Führer  solcher  Vorgänge  waren  nur  beson- 
ders eingeweihten  Personen  bekannt.  War  sogar  ein  Atten- 
tat vorgefallen,  so  erfolgte  die  Untersuchung  besonders 
streng.  Einen  derartigen  Fall  behandelt  der  Film  ,, Hochver- 
rat". Hier  ist  es  eine  Dame  der  Gesellschaft,  die  in  revolu- 
tionäre Kreise  gerät  und  die,  ohne  es  zu  wollen,  einen  jun- 
gen Studenten  in  den  Verdacht  bringt,  der  Anstifter  eines 
Attentats  zu  sein.  Gegen  ihn  wird  der  ganze  Apparat  der 
zaristischen  Geheimpolizei  in  Bewegung  gesetzt,  und  es 
'-'"•bt  schließlich  nichts  übrig  als  das  Urteil:  „Verschickung". 

In  der  Hauptrolle  wird 
Gerda  Maurus  erscheinen. 
Dieses  interessante  Talent, 
das  Schon  in  der  ersten 
Rolle  als  Agentin  eines 
Übermenschen  (in  Fritz 
Längs  „Spionen")  Aufsehen 
und  Bewunderung  erregte, 
wird  von  neuem  die  große 
Wandlungsfähigkeit  echten 
Bühnenblutes  beweisen.  Ihr 
Partner,  der  um  ihretwillen 
so  viel  leiden  muß,  ist 
Gustav  Fröhlich,  dessen 
Wangen  wieder  einmal  (wie 
in  ,, Heimkehr")  ein  Stoppel- 
bart umrahmt.  Eine  größere 
Rolle  ist  dem  scharf  charak- 
terisierenden Harry  Hardt 
anvertraut    worden. 


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V_^  UND  v_y 


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UND  SEHR  VIEL 


ScltwiitÄel 


^\vLliißf\0e\'  AbeyitebLerrowid^vL 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


/".  Fortsetzung 

Ihre  küline  Diplomatie  drängte  ihn  in  die  Rolle  des  Gentleman. 

Er  war  viel  zu  eitel,  um  nicht  davon  Gebrauch  zu  machen. 

Er  küßte  ihr  die  Hand,  er  begleitete  sie  nach  oben,  er  küßte 
ihr  wieder  die  Hand  —  und  verließ  sie  sofort,  ohne  das  geringste 
unchevalereske    Zögern. 

Und   in   der   Sekunde,    in   der   die   Tür   sie   voneinander   trennte, 
fiel       die      Sicherheil      von 
ihr    ab. 

Sic  warf  sich  auf  den 
Diwan  und  preßte  sehr 
fest  die  Hände  gegen  die 
Augen. 

Vtie  lange  konnte  sie 
dieses  Spiel  fortsetzen? 
Wann  war  der  Moment  da, 
in  dem  dieser  Mensch  sich 
nicht  länger  von  ihr  hin; 
halten  ließ?  —  Was  be- 
deutele die  Andeutung 
von  der  Reise  in  ganz 
andere    Gegenden? 

Und  sehr  bald  darauf: 
Herr  Gotl,  was  war  aus 
ihren  harmlosen  sechs  Ta- 
gen   geworden! 

Das  Gefühl  grenzenloser 
Alleinhcil  fiel  sie  an.  Um 
sie  herum  Schwindler,  Be- 
trüger, sudanesische  Diener 
und  dieser  alte,  pfaucn- 
eille   Türke.   — 

Wenn  man  nur  einen 
Europäer,  einen  Deutschen 
da    gehabt    hätte! 

Aber  der  saß  jetzt  wahr- 
scheinlich in  seiner  Ge- 
sandtschaft und  schrieb 
Akten.  Und  man  war  die- 
sem aufgeplusterten  Pascha 
von  drei  Roßschweifen  aus- 
geliefert, der  hier  eine  Art 
von  kleinem  Königreich  be- 
herrschte —  der  ihr  Geld 
stahl,  aber  gleichzeitig  vor 
allem  Europäischen  im  all- 
gemeinen und  vor  euro- 
päischen Sitten  und  Ma- 
nieren im  besonderen  be- 
geisterten   Kotau    machte. 

Und  dann  kam  ilir  eine 
Idee. 

Eine    Idee,    die    so    herr- 
lich   war,    so    erheiternd,    daß 
prickelnde  Wärme. 

Eine  halbe  Stunde  später  war  sie  eingeschlafen,  und  ihre  Idee 
ließ  es  geschehen,  daß  sie  noch  im  Schlaf  zufrieden  und  ein 
wenig  listig  lächelte.  —    —    — 

In   den  beiden    nächsten   Tagen    lernte   Dorril   verschiedenes    zu. 

Daß  die  Behausung  des  Paschas  ein  wahres  Idyll  war  mit 
einem  großen,  aber  stark  verwilderten  Garten  voller  Palmen  und 
einer  wirklich  prachtvollen  Aussicht  auf  das  Meer,  das  fünfzig 
Meter  tiefer  eine  von  Palmen  umrahmte  Bucht  bildete. 

Daß  es  unmöglich  war,  das  Haus  zu  verlassen  —  oder  viel- 
mehr den  von  der  starken  Mauer  eingerahmten  Teil  des 
Grundstücks. 

Denn  wenn  man  einen  Schritt  weiter  wollte,  trat  stumm  ein 
Sudanese   aus  einem   Winkel   und  stellte   sich   vor  einem   hin. 

Und  daß  es   .loch  noch  eine   ganze   Reihe  von  Dingen   gab,   die 


Harry  Frank  und  Heinrich  George 
in  dem  Ufa-Film  ,,Der  Sträfling  van  Stambiil" 


sie    die    Glieder    durchrann    wie 


Nachdruck  verbottn 

man  für  längst  erledigt  und  vergessen  gehalten  hatte:  der  Pascha 
hatte  einen  Harem! 

Einen  Harem  von  nicht  weniger  als  fünf  Frauen.  Von  denen 
drei    allerdings   nicht    mehr    gerade    jungen    Jahrgangs   waren. 

Die  eine  ging  noch,  und  die  letzte  war  sogar  ganz  annehmbar, 
wenn  man  ihr  Körpergewicht  von  vielleicht   hundertsiebzig  Pfund 

und  die  schadhaften  Zähne 
nicht   in   Betracht    zog. 

Alles  völlig  naive  arme 
Dinger,  die  den  ganzen 
Tag  über  dreißig  Jahre  alte 
Romane  der  Librairie  Ha- 
chetle  lasen,  Nougat  und 
Rabat  Lokuum  kauten  und 
ziemlich  gelangweilt  einem 
recht  freudlosen  Alter  ent- 
gegenlcbten. 

Daß  es  das  gab! 
Die  Begrüßung  war  erst 
ziemlich  wenig  freundlich 
gewesen  —  aber  sobald  die 
Damen  gehört  hatten  —  sie 
sprechen  alle,  wenn  auch 
gebrochen,  Französisch  — , 
daß  sie  nur  auf  ganz  kurze 
Zeit  hier  war,  erhellten 
sich  ihre  Mienen,  und  sie 
wurden    sogar    zutraulich. 

Der  Harem  war  für 
Schükri-Pascha    typisch. 

Sie  erfuhr,  daß  er  seit 
fünfundzwanzig  Jahren  hier 
hauste  —  aus  politischen 
Gründen,  wie  er  sagte,  aus 
der  Türkei  verbannt  — , 
und  er  hatte  sich  hier  an 
der  illyrischen  Küste  ein 
Domizil  ganz  im  Stile 
seines  bisherigen  Lebens  er- 
richtet. 

Irgendwie    spukten    dann 
noch     mehr     oder     weniger 
frische     Erinnerungen    von 
Paris  in  ihm  herum,  und  so 
entstand    das    merkwürdige 
Mittelding       aus       Riviera- 
schloß,     Festung     und     alt- 
türkischem     Wohnhaus,      in 
dem   er  herumgeisterte   und 
die    verschiedensten,   ziem- 
lich   dunklen    Beschäftigun- 
gen   ausübte. 
Er  mußte  sehr  reich  sein  —  und  über  den  Umweg  Nymeth,  der 
jüngsten   Frau,   hörte   Dorril,   daß   er  sehr  viel   Geld   durch   Lom- 
bardgeschäfte  und   Wucherzinsen  verdiente. 

Alles  das  erfuhr  man  herumhorchend  und  -spähend,  um  das 
Endziel,   die   Gelegenheit  zur  Flucht,  zu   finden. 

Und  zwar  zur  Flucht  mitsamt  dem  Geld,  für  das  man  Slav- 
lides  verantwortlich  war,  das  er  zu  bekommen  hatte,  und  das  er 
bcivommen  würde,  und  wenn  es  Paschas  vom  Himmel  regnete. 

Dorrit  halte  sich  längst  damit  abgefunden,  daß  es  in  lUyricn 
nichts  und  niemanden  gab,  auf  das  oder  den  man  sich  ver- 
lassen konnte. 

Hier  herrschte  das  Recht   des  Stärkeren,  und  sie   hatte  es  sich 
zugeschworen,  daß  sie  die  Stärkere  sein  würde. 
Die  Ausführung  dieses  Schwurs  oblag  ihrer  Idee. 
Und    diese    Idee    war    es,    die    auch    Exzellenz    Schükri-Pascha 
staunend  etwas  zulernen  ließ. 


Phot.  Uta 


Sogar  verschiedenes. 

Fr  halte  unter  seiner  Post  die  lakonische  Mitteilung  des  Herrn 
Iskander  Basilikos  gefunden,  daß  die  Bark  „Samos"  erst  in  fünf 
Tagen  eintreffen  könne,  um  Fracht  nach  Alexandria  niitzunciimen. 

So  lange  war  auf  alle  Fälle  Zeit,  und  er  hatte  beschlossen, 
Paris   Wiederaufleben    zu    lassen. 

So  kam  es,  daß  er  Dorrit  das  ganze  Haus  zeigte,  ihr  augcn- 
zwinkcrnd  und  mit  einem  kleinen,  fetten  Gelächter  von  Erinne- 
rungen erzählte,  die  sich  an  alle  möglichen  Gegenstände  knüpften. 

Sie  hörte  sich  das  eine  Weile  mit  an,  dann  lief  sie  ihm  davon 
und   ließ  ihn  keuchend  hinler  sich  her  traben. 

Sie  hatte  plötzlich  allerlei  Wünsche  —  und  so  liebenswürdig 
waren  sie  gestellt,  daß  Schükri-Paschas  Galanterie  sich  selbst 
überbot,   um  sie  zu   befriedigen. 

Sie  hielt  ihn  in  Atem,  erzählte  ihm  von  den  verblüffendsten 
Erfindungen  der  Neuzeil,  von  Dingen,  die  er  nur  von  Hörensagen 
oder  überhaupt   nicht   kannte. 

Sic  verwirrte  ihn  mit  einer  längeren  Auseinandersetzung  über 
das  Radio  und  bedauerte  gleich  darauf,  daß  ein  so  glänzender 
Verstand  und  ein  Grandseigneur  wie  er  gezwungen  sei,  in  dieser 
scibstgewähltcn  Verbannung  zu  verkümmern. 

Sie  fegte  neugierig  und  übermütig  durch  das  ganze  Haus,  und 
Schükri  sah  ihr  blinzelnd  und  lächelnd  nach  wie  eine  feiste 
Spinne,   die  sich  über  die  im  Netz  tanzende  Fliege   freut. 

Als  er  einmal  den  Harem  betrat,  fand  er  ein  unvermutetes 
Bild  vor. 

Dorril  stand,  mit  dem  Rücken  zu  ihm  gewandt,  mit  weit  ausein- 
andergespreizten Beinen  da  imd  iialte  den  schlanken  Oberkörper 
lief   nach   unten   gebogen. 

Und  die  fünf  Damen,  in  militärischer  Frontlinie  ausgerichtet, 
bemühten  sich  mit  mehr  oder  minder  Glück,  ihre  Stellung  nach- 
zuahmen. 

,, Langsam  aufrichten!"  kommandierte  Dorril.  ,,Eins  —  zwei 
—  drei — i — i!" 

Ein  fünffaches  Stöhnen  begleitete  das  schwierige  Experiment. 

,, Rumpf   seitwärts   —   beugt!" 

Sie    turnte   vor. 

Aber  die  Damen  hatten  den  Gebieter  bemerkt  und  traten  er- 
schrocken zurück. 

Mitten  in  der  13ewegung  wendete  Dorril  geschmeidig  den  Kopf. 

,, Exzellenz?  Jetzt  dürfen  Sie  unmöglich  hereinkommen.  Wir 
machen  unsere  Übungen  —  in  einer  Viertelstunde  sind  wir 
fertig!" 

Sie  schob  den  Verblüfften  resolut  aus  dem  Wege  und  wandle 
sich  zu  den  Damen  zurück.  ,,Arme  —  —  hebt!"  Und  die  fünf 
Grazien  erhoben  die  Arme.  Allah  weiß,  ob  sie  mit  dieser  Be- 
wegung dem  Kommando  gehorchten  oder  ob  sie  es  in  fröhlicher 
Anklage  ob  der  Unverschämtheit  ihrer  neuen  Freundin  taten,  die 
den    Gebieter    hcrunikommandierle. 

„Niedriger,  Gül  —  niedriger,  Nymeth  —  Brust  heraus  —  Bauch 
hinein!" 

Sie  kommandierte  wie  auf  dem  Kasernenhof  in  dieser  Um- 
gebung von  orientalischem  Holzwerk,   Kissen  und  Tcppichen, 

,,So jetzt  ist's  schon  besser!    Pause." 

Die  armen  Damen  ließen  sich  atemlos  und  ziemlich  geräusch- 
voll zu  Boden  fallen. 

Sie   hatten   in  den   letzten   Minuten   mehr   Bewegung   gehabt   als 
sonst   in   einem    halben    Jahr. 
Dorrit    nickte    befriedigt. 

,, Sechs  Wochen  so  weiter",  versprach  sie,  ,,und  Sie  haben  die 
Linie,   Mesdames!" 

Die   Augen  der  Damen   leuchteten   auf. 

Als  sie  gehört  halten,  daß  eine  moderne  Richtung  in  Europa 
zur  Herrschaft  gekommen  wäre,  die  äußerste  Schlankheit  mit 
diktatorischer  Gewalt  forderte,  waren  sie  leicht  erblaßt. 

Aber  als  Dorril  fortfuhr,  daß  jede  Dame  durch  geregeltes 
Training  dazu  kommen  könne,  die  Linie  zu  gewinnen,  daß  durch 
diese  Talsache  in  Europa  Damen  von  vierzig  und  mehr  Jahren 
für  jung  galten  und  das  Leben  von  jungen  Damen  führten  —  da 
w,'\r  es  aus. 

Dcrril  halte  ihre  Herzen  sicherer  gewonnen  als  Cäsar  die  seiner 
zehnten   Legion. 

Zur  Belohnung  für  das  Verhallen  in  der  ersten  Trainingslunde 
verteilte  sie  unter  ihre  Schülerinnen  ein  Päckchen  Kaugummi, 
das  noch  vom   Bahnhof  in   Budapest  stammte. 

„Aber  um  Himmels  willen,  Madame  Nadine  —  nicht  schlucken! 
Kauen,   kauen  —  immer  nur  kauen!" 

Nachmittags  fuhr  Exzellenz  Schükri-Pascha  aus  seinem  besten 
Schlummer  hoch. 


Vom  Hofe  her  tönte  ein  dumpfes  Bub  • —  Bub  in  unregelmäßigen 
Abstän'den,  und  dazwischen  klang  helles  Gelächter. 

Wütend,  in  der  Stunde  absoluter  Ruhe,  dem  Kef,  gestört  worden 
zu  sein,  wuchtete  er  ans  Fenster. 

Unten  auf  dem  Hof  war  die  ganze  Dienerschaft  versammelt  und 
jaglc  wie  die  Wilden  hinler  einer  großen  runden  Kugel  aus  Stoff 
oder  Leder  her. 

Dorrit  stand   an  der  Wand  und  beobachtete  kritisch. 

..Haaaalt!      Einen    Elfnieier    für    die    Achmed-Partei!     Zurück!" 

Sie   hatte  einen   Fußballmalch   inszeniert! 

Am  Nachmittag  führte  Schükri-Pascha  seinen  Gast  in  sein 
Rarilätenkabinelt. 

Es  war  ein  ziemlich  großer  Raum,  der  das  seltsamste  Durch- 
einander  enthielt,    das    man   sich   vorstellen   kann. 

Da  lagen  Fässer  und  Flaschen  mit  Ölen  und  Weinen. 
Pakete,  Kisten  und  Schachteln  mit  dem  verschiedensten  Inhalt. 
I'.ine  Nähmaschine  glänzte  neben  einer  riesigen  Kopie  der  Venus 
von   Milo   in   Gips. 

Ein  altes  Piano  war  ganz  mit  Porzellangeschirr  bedeckt,  und 
ein  halbes  Dutzend  elektrischer  Staubsauger  lehnte  sich  an  eine 
Truhe  unzweifelhaft  altdeutscher  Herkunft.  Teppichstapel  und 
Gerumpel  aller  Art  stiegen  bis  zur  Decke  empor.  In  einer  Ecke 
glänzte    eine    Dynamomaschine. 

,,Herr  des  Himmels!"  sagte  Dorril  und  schlug  die  Hände  zu- 
sammen. 

Der  Pascha  sah  ihre  Überraschung  mit  sichtlichem  Stolz.  Er 
hütete  sich  wohl,  zu  verraten,  daß  alle  diese  Dinge  von  zahlungs- 
unfähigen Schuldnern  stammten,  und  gab  sich  als  eifriger  Samm- 
ler —  obwohl  er  von  dem  Zweck  einzelner  Dinge,  wie  zum  Bei- 
spiel   der   Dynamomaschine,   keine   blasse   Ahnung   hatte. 

Plötzlich  stieg  Dorrit  auf  ein  Knäuel  seltsamer  Apparate  los 
wie   ein   Habicht   auf   eine    Feldmaus. 

Sic  schob  ein  paar  Drähte  beiseile,  prüfte  flüchtig  und  richlcte 
sich    mit    glänzenden    Augen    auf. 

„Ich  habe  hier  etwas  Herrliches  gefunden,  Exzellenz  —  Sic 
erinnern  sich,  ich  sprach  zu  Ihnen  von  der  neuen  Erfindung,  mit 
der  man  die  Musik  sehr  ferner  Städte  hierher  überträgt  —  die 
drahtlose   Telcgraphie,   Radio   —    Sie   erinnern   sich?" 

Schükri-Pascha  nickte  etwas  besorgt.  Sollte  der  verwirrende 
Vortrag    dieser    technischen    Rätsel    wieder   anfangen? 

Aber  sie    fuhr   in   großer   Erregung   fort: 

,,Hier  ist  de?  Apparat  dazu.  Ich  nehme  ihn  gleich  mit  nach 
unten,  und  heute  abend  werden  Sie  Paris  hören,  Exzellenz!  — 
Die  Abendmusik  des  Claridge-Hotels  —  oder  Berlin  —  oder 
London!" 

Das  Gesicht  des  Paschas  war  ein  einziges  großes,  ungläubiges 
Staunen. 

,,Ich  muß  sofort  anfangen,  den  Apparat  instand  zu  setzen",  rief 
Dorrit.  ,, Bitte,  Exzellenz,  lassen  Sie  zwei  Diener  kommen  — 
diese  Drahtrollen  müssen  mit,  und  ich  brauche  Werkzeug  — 
wo   kann   man  nur  die  Antenne   anmachen?" 

Auch   den    Pascha   hatte  es   gepackt. 

Er  war  neugierig  wie  ein   Kind. 

Aber  seine  Erregung  war  nichts  gegen  die  Dorrits.  Sie  zitterte 
förmlich   vor  Aufregung. 

Denn  —  hier  gab  es  nicht  nur  einen  Drei-Röhren-Apparat  zum 
Empfang  —   hier  gab  es  auch  —   einen   Sender! 

Der  Kuckuck  mochte  wissen,  wie  er  sich  hierher  verirrt  halle. 
Ein   Sender!     Das   war   vielleicht    die    Rettung. 

Wie  tausend  Blitze  schössen  die  Gedanken  durch  das  Hirn, 
während  Achmed  und  Ali,  die  Fußballchampions,  die  Apparate 
nach    dem    großen    Wohnzimmer    brachten. 

Sechs  Stunden  später  stürmte  Dorrit  die  Treppe  zu  ihrem 
Zimmer    hinauf.      Sie    strahlte    über    ihr    ganzes    Gesicht. 

Sie  war  schmutzig  von  oben  bis  unten,  und  das  graue  Reise- 
kleid  hatte  drei   Risse   und   ein   Riesendreieck. 

Aber  sie  war  fertig. 

fi!s  war  alles  eingebaut.  Die  Hochantenne  kletterte  über  das 
Dach  weg,  am  Stamm  einer  Palme  hinauf.  Die  Erdung  war 
ladellos    in    Ordnung. 

Was  machte  es  da,  daß  man  sich  das  linke 
aufgerissen  hatte  und  daß  man  aussah  wie 
fegerlehrlingl 

Wenn  man  länger  hierbleiben  würde,  hätte  man  den  Pascha 
veranlaßt,  das  Dach  seines  Palastes  in  Ordnung  zu  bringen. 
Vielleicht   wäre   ein   Dachgarten   keine   üble    Idee   gewesen. 

Mit   Five  o'clock   tea   für  die   Nachbarschaft. 

Sie    wusch    sich    und    zog    sich    um. 

Und    dann    kam   der    feierliche    Moment.  Fortsetzung  folgt 


Bein  ein   bißchen 
ein    Schornstein- 


''»^ 


FRAGEN 


die  uns  eiTeTchtert 


Antragen    erbitten    wir 
ScherlverlajJ.     Antwort 


an    die    Redaktion    des    „  Fi  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ",    Berlin    S\V  68.    Zimmerstraße     35—41 
erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat   also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  weiden  nicht  beantworte!.  Roi  >[:inii- 
skriiitanpreleirenlieilen  bitten  wir  fols<'iHles  zii  beaebten:  .leiler  .Viifrage  i.-t 
Kiickiiorto  beizufiijien.  .lede  Einseniliiiiii  eines  .M;inii>kri|>ls  zur  IViil'un;; 
ist  zweekliis,  nur  ExpoM'.s  im  rnil'aiii;i'  von  2—3  Sebreibmaseliinenseileii 
sind  zur  Ein>eu(lun^  .-in  die  l"ilniinduslrie,  l'etjl^seure  u-^w.  {reei;;net.  Kur 
Verlust  der  ein^iesandten  .\l.iMU>krii'le  k.tnn  keine  Verantworttiiii:;  iiber- 
noniMien  werden.  .iNo  soll  der  Verl'.i>.-er  nur  l)urclisfbläj;e  seiulen.  von 
liaiulseseliriebenen  Senduii!;cii   (leserlieh)   eine  .Misclirilt   zurückbehalten. 

• 

M  ;i  r  ft  "  •  W..  Merlin:  Enrico  Heuler  ist  ilnrib  di.-  l'f.i.  «erlin 
SW  (>s.  Koehstr.ilie  li-^.  zu  erreicli<-n.  —  Ihr  \\  ciiiscli  ist  vin  ;4;eiuerkl.  — 
l.ili.'in    ll;iive\     wcdinl    jetzt    li^-rlin-W  eslend.    Ahiiruillee    lU/lT. 

V  i  n  c-  e  n  z  o  K..  U  e  r  1  i  n  :  I.  I.eidi-r  können  wir  Ihnen  dariiber 
irichts  Näheres  erzälib'M.  2.  Si(>  hal)en  re<hl.  Jenny  .In^o  ist  in  \\  i;>n 
;;eboieu.  :!.  .la.  I.  I>ie  uäcbsii-n  .lenny  .In^u-Kihne  heil!<-n  ..l>ie  Flucht 
\or  der  l.idie-  und  ..Her  liiiud  der  Drei'.  —  .Sie  dürfen  Frauen  sti'llen. 
siiiift    Sie    niüjien.       Ihre    (iriiUe    .in    .lenny    .In^o    h.ilien    wir    .uis^n-rii-lilet. 

I.  u  I  i  n  n  d  V  s  c  li  i  V..  .\  I  t  n  n  a  -  (I  t  h  m  :i  r  s  c  h  e  n  ;  |{;inion 
Novarru  befindet  sich  schon  lauere  wieder  in  den  l'.s  A.  VW  hat  braune 
Au«:en.  Ihr  hililwiinsch  soll  in  alisebip.irer  /i-ir  erfüll;  «erden..  Hie  be- 
kanntesten l{.'inion  No\arrii-Filnie  siinl:  ..Heu  Ilur",  ..llen  .\li'.  ..Her 
Seeoffizier"'.  ..\  erleuniduii^  ■.  ..|)<  r  Fürst  di'r  Alpenieiirer  •.  ..IMIichl  und 
l.lebc!".  ..Kie  P.iiue  hinterui  Xdrh.in;;".  Per  neui'>ie  Film  mit  No\.irro 
heilJt  ..S.iu;;  diM  Sudsee'  und  ist  ei{i  'l'onfilin.  —  |)olore>  ilid  Kio  h.it  am 
;t.  Antust  tieliurlsta«.  —  (;ret.i  (J.trlio  wurde  in  (ioleliors.  Seh\\ed<'ii.  ■•■('- 
liiiii'M^  —  .l:ick  'l'rexors  (I.iltin  ist  eine  (;-eliiirti;;e  Eunländerin. 
s.    .1.    N.:    (irill.i    I.cy    wohnt    Herlin     \\  .     hüsNeldorfer    siral.!e     li>.    .\lalv 

Iblschaft    ItiTlin    \V.    \\  itlelsli.icher    str.ilJe    2S.    II: i    Keiuw.ild    Ib-rlin    \\  . 

KurfürsliMid.imm  :17.  Tension  Ueyrina.  (Jreta  Ri-inwald  Ifi-rlin  \V.  Kcmi-us- 
hurucr  Slr.iijc  II.  (»tto  Keiuw.ild  Herlin-Frieilenaii.  Wic^lp.-idener  .sir.  7!l. 
Iiei  .Müllei.  F:riia  Aloren;i  Herlin  NW  j:,.  Ill.imlelstr.ille  .">.  \'era  .Sehniitcr- 
li.w  Iterliu-Il.alensee.  NotorsIraÜe  1.  M.irtiii  llerzber;;-  Herlin  SO  Ji:. 
\\  .ihli'iu.irstralJe  i;.'i;i.  Werner  Fuetterer  Herlin-Si.Klitz.  Kleis>tralie  l'7. 
I.uciano  Alberliiii  ist  durch  die  A.il.i.  Hi'rlin  SW  Is.  Frieilricli^tr.ilie  J.';:. 
Siizy  N'ernon  durch  das  Iteiitsche  l.iclits|.iel-S\  udik.il.  Herlin  SW  Is. 
l'riedrichstral'.i"  l'l'.'i.  zu  erreiclu-u.  Il.iuna  \\  aa^  widinl  Herlin-Wiimers- 
dorf.  I.uiliioldstralJe  27.  Holly  l»avi>  l'aris  17.  in  nie  l'hilibert  lleloriue. 
I.  i  1  o  C.  1>  11  i  s  h  II  r  !r  :  »Hiwidil  verschiedene  Zeiisclirifli-n  wieder- 
holt Min  der  F;he  »iret.i  (iarlh.s  mit  .lohn  tiilhert  bericbteti-n.  dürleii 
Sil'  nn-  rnhi'r  Kkiuben.  ilaU  das  wirklich  nur  tierüclite  w.iren.  .lohn 
•  •illiert  hat  sich  kürzlich  mit  der  anierikanisclien  S,.|iaus|üeleriii  Ina 
Claire    verheiratet,    »ircia    (J.irbo    ivt    ledi^;-. 

(i  e  r  t  i  e  M..  K  ii  I  n  :  Wir  werden  lw:in  l'etro\  ich  an  das  AiiloKr.imm 
t-riniu-rii.  i'ni|>relilen  aber,  n.-ich  cinit;en  Wochen  selbst  noch  eiiim.il  ;in 
ihn  zu  schreilieii.  —  W.irwick  \\  :rM  ist  durch  die  Elsiree-Siudios.  Ilert- 
fordshire.  Eii^l.iml.  zu  erreichen.  Er  spielt  dort  eine  ll:iu|itr(dle  in 
ileni  Film  ..llic-  N:icht  n.ich  ilcm  \erraf  mit  l.va  de  l'iilti  und  l,.irs 
llanson. 

Harr  y  1.  i  e  d  t  k  e  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  II  a  n  u  y  U..  F  r  a  n  k  f  u  r  t  / 
Alain:  Der  l.ubilseh-Film  ..Madame  |)uliarr.\  '  wurile  im  .lahre  l!ii;i 
neilreht.  Harry  l.iedtke  spielte  einen  juiincii  Studenten  darin.  Ivs  ist 
iiiclit  aus-cMblossin.  daU  alte  I.iedtke-Filme  imcli  einmal  .als  l.'eprisen 
l.iufeii.  Warten  Sie  noch  etwas,  der  Kiinstler  wird  Ihnen  sicher  das 
\uIo;;ramm  schicken.  Vcrf;c'ssen  Sii-  nicht,  d:il.!  er  l-i'ilicli  mehr  als 
hundert    Hriefe    erhält,    die    er    alle    beantworten    soll. 

1(  o  b  e  r  t  H..  .M  n  n  c  h  e  n  :  W  arnni  die  iM'trelTenden  F'ilme  so  spät 
nach  .München  ;celan^'en.  erfahren  Sii-  am  sichersten  durch  den  Hesitzer 
Ihres  Stamuikinos.  —  Hita  l'.irlo  ist  jetzt  wieder  in  Herlin.  .hiwohl, 
sie  hat  am  I.  September  lieburtstajr.  Das  .\ller  der  Filinst.irs  \  erraten 
wir  üTundsätzlich  nicht.  —  Marianne  IJaschin-  wohnt  Herlin.  Hotel 
Holland  am  sicitincr  H.ibnhof.  —  Wann  der  nächste  Autiif;r.iiniiilaii  in 
Herlin  st.ittlimlet.  st<dit  noch  niiht  fest.  —  Hie  ersten  Ifa-Tonfilnie  werden 
Mir.inssiehtlich    schon     in    dieser    .Spielzeit    ersdieinen. 

Ernst  .\..  H  o  c  h  11  in  :  I.ili.iu  Il.irvey  ist  nicht  mit  Willy  Frilsch 
verlobt.  —  (ireta  Uarlm  ist  durch  die  .Melro-Holdwyn-Slndios.  l"ul\  er- 
City.   Kalifornien.    F.  S.  A..    erreichb.ir. 

F  r  a  11  z  I,  e  il  c  r  e  r  -  \'  e  r  c  h  r  c  r  i  n  ,  It  h  1  d.:  F'aiiz  I.ederer  woliiit 
Herlin-Fricdeiiau.  l'chlerstr.-ilJe  I.  ist  um  erheirat  t  und  ^;ibt  Anto.uranime. 
Sein    nächs'er    l'ilni    lieibi    ..Irene  l'ysberüiics    •iroUe    Liebe''. 

F  i  I  in  v  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .\  n  n  e  m  i  e  ,  Herlin:  l.ilian  Ilarvey  wohnt 
nnseres  Wissens  mit  ihren  IMteni  zusammen.  —  H.'iniii  Weilie  ist  von 
dem  Filmschriftstcllcr  H.  K.  Lüthje  Kcscliiedi'ii.  —  .\nny  Ondra  arbeitet 
augenblicklich  an  dem  ...Mädel  mit  der  reitsclie".  Hie  .\iifiialinien  linden 
in  l'rat;'  und  in  Herlin  statt.  —  Wo  ('Uly  Fcindt  ihn-  Ferien  verlebt 
hat.  wissen  wir  leider  nicht.  Sie  hat  eine  (iroiJ-Herliner  Slinlii'nanst.ilt 
besuiht.  —  Filmkarten  erhalten  Sie  durch  den  Nerla«  ..lllnsiriertc  F'ilui- 
woehe',     Herlin     SW      (is.     KochstraUe     11-^. 

Harr  y  a  n  s  de  ni  l(  n  h  r  ^  e  b  i  e  I  :  Jenny  .liifjos  Partner  in  ..Her 
Hund  der  Hrei"  sind  Enrico  Henfer  und  Michael  von  -Newlinski.  — 
(iust.iv  l'rohlicli  irlH-itet  noch  immer  .'in  ..Hochverr.it  ".  Ein  anderer 
F'ilm  mit  ihm  ist  bis  jetzt  nicht  aiisickündifit.  —  Ilse  Slobrawa  wnr.lc 
am  !».  Februar  in  Köln  •;<'boren.  \\  ir  finden  sie  auch  in  natura  iin- 
bi'schrciblich  nett.  Wie  jiiiifr  sie  ist.  kiinnen  wir  Ihnen  aber  trotzdem 
nicht  verraten.  Ihre  F'ilme  sind:  ..Kampf  der  'lerlia".  ..Spuren  im 
Schnee''.  ..Kevolte  im  Erziehnnyshans",  ..SpreiiKban;;er  liiln  ".  Wir 
n.üssen  Ihnen  treslehcn.  d;ilj  wir  Sicf^fried  .\riio.  lf;-o  .Sym.  Hrif;ittc  Heliii, 
ebenso  Ilse  Stobr.iwa  noch  nicht  Ki-messen  h.ilicn.  Hie  Ilaiiptrolleu  in 
..Revolte  im  Junj;Kesellenheim  "  spielten  neben  .Vrno  Käthe  von  N.ikv. 
Kurt  Cerroii  und  Adele  Saudrock.  Fee  Malten  pausiert  anneiiblicklicii. 
Sie  ist  seil  dem  :iii.  Janu.ir  M'rheiralet.  —  \on  jedem  Kroßeren  Film 
Killt  es  eine  illiistrierle  Hesclireilmiif;.  Zu  beziehen  durch  den  ..Illustrierten 
l''ilnikurier",    Berlin    W    u,    Köthener    StralJe    ;!7. 

K  ä  t  h  e  V..  I,  e  i  p  z  i  ü'  :  Jack  'l'revor  spielt  eine  Iluiiptrolle  in  dem 
neuen  Xational-Filiu  ..Meine  Schwerter  und  iidi  ".  —  Marietta  .Millner 
wurde  in  Wien,  Werner  riltsch.iii  in  Herlin  beigesetzt.  —  Ein  be- 
stiininter  Termin  ist  noch  nicht  festgesetzt.  —  Am  besten,  Sie  wunden 
sieh    mit   Ihren    Fragen    inimer    schriftlieh    an    uns. 


F  i  I  III  m  a  \  e  .ins  Hamburg:  (.'.imilla  lloni  ist  am  sichersten 
durch  die  N'.itioiial.  Herlin  SW  is.  Frieilrichslr.ilie  Kl.  zu  erreielii'ii. 
Hie  Kiinstlerin  wurde  am  J.'i.  April  in  l"r,iiilcfiiriM;iiii  geboren  iiml  ist 
mit  dein  denlsclien  (:rollk;.iifni;iiiu  Kl.iiis  ticer/  verhcir.itet.  ('.imill.i 
llorn  s|iielt  bei  der  Xation.il  ,.Hie  Drei  um  Ivlilb"  iiiiü  ...Madonna  im 
Fegi'fener'.       Sie    gibt     Antogr.imme. 

W  e  i  Li  e  r  Flieder:  I.ilian  Harvcy  ist  noch  ctw.is  junger,  als  Sic 
geschätzt  haben.  —  Käthe  von  Nagy  wohnt  unseres  Wissens  bei  ihren 
Angehörigen.  —  Jack  Trevor  besitzt  ein  .\iito.  —  Iwan  retrovieh  weilt 
.■.iigeiildicklieh  in  H<'rliii.  Sie  Uiiunen  ihn  ruhig  um  ein  Aiilogr.imm 
bitten.  —  W.ilter  tiriitiis  wuliiit  in  .Müiichi'U.  .M.irliiisslr.ille  I.  i>l  ;im 
l.'i.  .\pril  in  i-'raiikfiirt/.Main  gdioreii.  gibt  .Antogr.imme  iiml  ist  iiincr- 
lieiratei  und  iiinerlobt.  —  \era  Schniitcrlöw  wohnt  lierliii-ll.ilensee. 
.\e>ior>tr.ibe     1.    —    .lawolil.    mit    F^iirico     Henfir. 

M  .i  d  e  1  o  n  K..  F  r  a  u  k  f  n  r  t  /  ()  d  e  r  :  Iwan  l'etroxiili  winde  in 
Hiicl.ipest  geboren,  ist  aber  jetzt  serbischer  .staats.ingidiüriger.  Seine 
W  oliiiuiig    liat    er    in    Hi'rlin-.ScIimargendiirf,    Forkeiibeckstr:il.h'    älia.      Er    ist 

uincrbeir.'ite!    und    spricht    gebrochen     Heiitsch.        Wir    lieh ;iii,    d.iß    er 

auch  etw.'is  Fr.inzösisch  spricht.  I'elrovich  wird  seine  nrielisten  Filme 
voraiissiehtlii  h  nur  in  Herlin  —  iiinl  zwar  in  erster  Linie  bei  (ireeii- 
b.'iiim    —    herstidlen. 

i:  e  g  i  11  a    H..    H  c  r  11  .1  II  :     leber     Heiie    Morels    (i:illin    haben    wir    keine 

Haien.    —    Ob    der     Herr,     der     II n     neiilieli     begegnete,     Eddie     I'ipIo     i-t. 

wissen  wir  tatsäi-hlich  nicht.  —  .\m  luvstcn.  Sie  wenden  sich  iiiimittelliar 
an  die  Stars.  Senden  .sie  ihnen  die  ji'weilige  ISiliUiarte  und  fiigeii  Sie 
adressiertes,     frankiertes     L'iickkiivert     bei. 

Waller  H.,  H  r  a  II  n  s  c  h  w  <•  i  g  :  Es  tut  uns  leid,  linieii  in  Ihrer 
-Xiigelegenheit  nicht  helfen  zu  können.  .\ber  wir  Mrmiili'ln  keine  Film- 
eiigagements.  Wenn  Sie  Filind.'irsleller  «iTden  «ollen,  so  ist  es  :im 
am  zweckmäUig^ten.  .sie  setzen  sich  iininillclb.ir  mit  den  Filmgesell- 
sch.iflcn  in  Vi'rbindiing.  Wir  glauben  :iber  k.ium.  d.ilj  .Sie  ICrfolg  liiiben 
werden,    da    die    .Vnssichtcn    gleich    .Null    sind. 

t;  r  e  t  a  (i  a  r  li  o  -  V  e  r  e  li  r  e  r  ,  M  ü  n  c  li  e  n  :  (iiela  (iarbo  ist  li'di^. 
wurde  .im  17.  .Vnril  in  (iöteborg  geboicu.  gibt  Aiiligr.imme,  ist  eine 
grolle  Natnrfrenndin  und  durch  die  .Mctro-Iioldwyii-M.iyer-Siiulios.  cnher- 
l'ity.  Kalifornii'ii.  F.  S.  .\..  zu  erreichen.  Ihr  nächster  Film  licilJI  ..Wilde 
(trchidi'cn".  Lewis  Stone  und  Nils  .Vsther  siinl  ihre  l'.irlner.  (ireta 
(i:irbo    ist     blond,    blauäugig'    lind    groU. 


es  Ihnen  nicht 
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Hören    Sie    den    Rat.   der    schon    vielen   Tausend 
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774) 

Name:  . 


Beruf: 
Ort  u.  Str. 


AV  ii  1  (1  e  !ii  a  r  S  c  ti.,  K  b  i  ii  p  r  '•  :  l.ilian  Harvoy  ist  iiiilit  vcrlieiratct. 
—    Zu    Filniatclicrs    lialicii    ilic    l.aioii     im    allK<'"i<'i'i''"    niclit    Zutritt. 

F.  K.,  S  t  (•  I  I  i  11  :  HriKittc  llrliii  woliiit  l{crliii-l>alili'iii.  Im  Winkel  Ti. 
ist  mit  Wiclianl  Wcillliai-li  vcriicirati'l.  hat  am  17.  .\liirz  Ccliiirlst.'iK-  i-^t 
Horliiicriii  iiml  K'''t  .Viitonrammc.  llirc  ii(iir.-.li'n  Filme  >iiiil  ...Maiidleseii'- 
iiml     .,Skla\eii    iler     l.eideiiM  half'. 

Kl  Im  IL.  K  ö  II  i  ü  >  li  e  r  n  :  .laeU  'IrcMir  avoIiiiI  lierliii  W .  Hemller- 
.«tr.ilJe    :i.    (ieiir^    .\ lex.iiiiler     IJerliii-Fiieileiiaii.     \\  leNli.iileiier    SlralJe    ."i. 

.1  I)  ^  I  .  \\  e  r  il  a  II  :  -M.iiy  i^ids  .\(lre>>e  i>I  Herliii  \\  .  '  (;ie>elire(lil- 
slralie  l:).  —  ^Vir  «erden  die  lielrel'l'endeii  Knn>ller  an  die  l.illi;;eii 
V  iitonraiiime    eriiiiierii. 

I"  (>  r  (1  t  II  e  .1  .'^  e  li.,  K  '  li  r  e  d  a  -  H  r  e  >  il  e  n  :  laue  illn>lrierle  lie- 
si  lireilmnn-  von  dem  lielri'lTenden  Film  crlialleii  Sie  durch  den 
..llln>lrierten  FilmUiirier",  Herliii  W  !),  Kötliener  NIralJe  :;7.  Kn^ieii- 
liiiiiUl:    11.2(1     M.     \>Tii    llel't. 

\.  II..  I.  <•  i  i>  •/,  i  n'  :  >>ie  li;ilieii  reclil.  der  ..Craf  mhi  Winnie  Clirisln-  i>t 
seliDii  nudirinals  vor  .lalireii  M'rfilmt  uiirdeii  iiml  hatte  viele  'l'eile.  Kr 
;;i>li(irte  zu  den  damals  sehr  heliidilen  .Serienlilineii.  —  ('elx'r  den  andern 
Film  lälJt  sieh  li'ider  iiiehts  mehr  l'esistelhji.  .■<r)\  ie|  tni>  hekannl  i-t. 
war    er    ein     Film     italieiiiselier    I'riidiiktidii. 

T  r  II  d  e  V..  Detmold:  Hdlores  did  K'io  ist  diireli  die  Iniled  Artists, 
7:!nii.  S.iiila  .Mmiiea  ltinile\ard.  Ilidlvwoiid.  Kalll'iiriiien.  F.  S.  .\.,  zu  er- 
reielieii.  Die  Kiinstleriii  hat  keine  Kinder.  —  Cret.-i  Carhds  richtiger 
N:iiiie  ist  (irel.i  (;ii-la\  ssen.  —  li.inion  Nnvanii  ist  läiifisi  wieder  in 
Culver-l'ity.  Kalil'drnieii.  —  .\in  lieslen,  Sie  sihreihen  mieh  eiinnal  .in 
F.udii    \  dii    .lord.in    lind    iTinnein     ihn    an    die    Hildkarte. 

F  i  I  m  f  r  e  n  ii  d  S  e  li.  .-i  "  s 
.\  n  s;  s  h  n  r  :;■  :  {"ilmhesclirei- 
liiin;;eii  von  den  j>''ii'">ii'''" 
l'iimen  erh;illen  Sie  diindi  den 
llliistrierti'ii  Filmknriei'.  üerliii 
\\  !l.  Kiit  heller  Sir.iUe  .17.  - 
Kill  Crela  (iarlm-Knih  ist  nni-h 
iiu-lit  erschienen.  (Ikm-  Emil 
.I.inninss  ;;iht  es  ..D;is  Film- 
(lesichf.  zu  he/ielieii  durch  den 
M;i\  M.iltisstni  -  Yeil.iji'.  Herliii 
SW    (i.s.    Uilterslraüe    71. 

D  II  r  11  I  li  e  a  S  c  h..  K  li  t  z  - 
s  c  h  e  n  h  r  (i  il  a  ;  .\ni  hesleii. 
Sie  liesortjen  sieh  die  ilhistrieile 
InhaltsaiiKahe  zu  j.Sliirmfltit" 
heim  Illustrierten  Filmkiirier. 
Jterlin  AV  ü.  Kiilhener  Sir.  :>". 
Das    lli.ft    kostet    o.L>(l    .\I. 

K  V  .1  S  (■  li..  D  a  II  z  i  n'  :  l);i 
liahen  Sie  allerdings  l'eeli.  dafi 
,ille  Ihre  .\iildi;r;iiiimhittpn  fehl- 
selilatteii.  \\ir  werden  dio 
Filinst.irs  selhstverstämllich 

w  iiiisehfjemäW  d;ir.iii  orinnern. 
emi>l'elilen  .ilier.  noch  eiiim.'il  — 
frisch  lind  inniiler  —  seihst  an 
Ihre    Lieliiiiijto  zu   selireilien. 

(;  II  s  t  .-1  V  F  r  (i  II  1  i  e  li  -  V  e  r- 
e  h  r  e  r  i  ii  -  H  ii  y  :  (lior  dir- 
Aiisieliöriiicii  Min  (Jnsl.av  Fröh- 
lich kdiinen  wir  Ihnen  leidiT 
keine  .Snskiint'le  nehen.  Sie 
lialieii  recht,  der  Künstler  w;ir 
früher  mit  Elizza  l.i  I'orta  ver- 
lobt. Friihlicdis  I'.irtiieriii  in 
..Hiirr.i.  ich  Udie!"  w.ir  Hetty 
.\slor.  in  ..Schwere  .Innigen  — 
leiclilo  .Mädchen"  s|iielte  er  mit 
LLssy  .\rna,  in  der  ..K'dth.ins- 
K.'i.s.se'-  mit  l'irele  .Moslieim.  — 
(lustav  l'roblich  ist  amh  \\:\-- 
sionierter  Sport  sf  reu  ml. 

15  r  i  tr  i  I  t  e  II  e  I  in  -  Ve  r  - 
e  II  r  e  !■  i  ii  ,  1)  r  e  .s  d  e  ii  :  liri- 
^'ille  Helm  wohnt  Herlin-D.ili- 
lein.  Im  Winkel  .'i,  und  li.il  .im 
17.  ,\l;irz  (iebiirtsl.if;.  Sie  ist 
Kerlinerin.  Hrifiitte       Helms 

n.-iehster  Film  betitelt  sich 
..Sklaven    der    Keidensch.il'f. 

F  r  .1  II  Dr.  Ilse  1'..  If  ii  n  d  e; 
l.iiis 'l'renlii'r  ;;ilit  .Vntofir.iniine 
lind  ist  durch  die  llom-l'ilm- 
.\.-(i.,  Kerliii  SW  IS.  Friedrich- 
str;il.!e  i-J').  zu  erreichen,  i'osl- 
karteii  von  dem  Künstler  er- 
lialton  Sie  in  jeder  Krol.ien  l'.i- 
Iiierhandliin;;-.  —  Il.ins  .Stiiwe 
wohnte  Iriiher  dort,  wo  .Sie  ;ui- 
«.ilieii.  .Seine  jetzis«^  .\drOsse 
ist  Herlin-Ilalonscc,  l'aiilsbor- 
iier   Str.-ille   9. 

Keta     H.,     D  n  i  s  b  ii  r  u'  :     l{iii;ira|diien     iilier    die    nenannlen     siar 
inudi    nicht    erschienen. 

^'■«itte  II..  Holzmindcn;  Kien  Dcyers  ist  durch  die  Denlsehe 
Fnnersal.  lierlin  \\' H.  .MaiierstralJe  Xi.  zu  erreichen,  (irilta  I.ey  wohnt 
Merlin  W.  Diisseldorler  stniLW;  li.  Ilaiini  Weilie  Herlin-CharUilteiibiirK. 
riiuisewitzstral.'n^  ;t.  Welcher  Scbansiiieler  liir  Kakteen  sehwürmt,  enl- 
zieht    sieh    Ir-iiler    unserer    Kenntnis. 

F  i  I  m  r  r  e  n  n  d  i  n  l'  r  s  e  1  .  Dresden-  Kien  Deyers  hat  am 
■'•  Niiveinber  (Jelnirlslajj  und  Ist  niiverheiratet.  Sie  wurde  Mir  zirka  zwei 
•l.ilireii  von  Fritz  Kau«-  entdeckt  und  erhielt  die  zweite  weibliclu'  HaU|it- 
lolle  III  seinem  l'ilm  ..Spione".  Sie  ;;ibt  .VntoKramine.  spricht  f.ist 
llielleiid  Deiilseli.  Ihre  niichst.-n  Filme  sind  ..Ich  lebe  für  dich"  iTriiimidi 
des  Kebeiis)  niid  ..lleideriischen".  —  Die  kleine  Koni  Nest  filmte  sclion 
als     1  iinfialiriKe     in     dem     l'la-Film     ..Stiirnirint     des     Kebeiis"     mit     Ciinnar 

loliiaes  lind  fbarlolle  .\nder.  Wir  nehnien  an.  dal.i  sie  noch  zur 
Schule    (iclil. 

Klse  H,.  1!  e  r  1  i  11  :  l^o  S.mii  ist  am  besten  durch  dii'  Fla.  Herliii 
svv  i.o,  K„ci,s|r,il.!e  li-s.  zu  erreichen.  Kr  ist  geschieden,  wurde  aiii 
•1.  .Uli  in  liiiisbruik  -elKiren  und  Kibt  .\ul(mramme.  Kr  Iieilit  rieliti);- 
Karl  .liilins  Syin.  ^-  Wir  nelimeii  an,  (lall  Franz  Kederer,  wenn  diese 
/.eilen  erschienen  sind,  wieder  in  Herlln  ist. 
I'iirl    .\l.,    Ilaiiiidver:    Ziiniielist    wird    das   Expdse   verfallt,   daü    eine 

l.aiiKe     Min     rmit     Scbreibmaseliineiiscileii     iii(dit     überschreit Iirf        Mit 

dem  d.iriiuirdl^enden  .\iisarbeilen  des  Drehbuchs  werden  iin  allgemeinen 
nur  lachlenle  beanftratrl.  Kin  l'ilmmaniiskript  wird  —  je  iiacir  <Jii.ilit-it 
und     Huf    des     .\ntdrs     —     mit     loiill     bis     Hl  mio     \l:irk     lionoriert.     —     .leiinv 

liind  Ist  mitleluroU.  hat  br;iiine  .Villen  und  —  wir  Kl.inlien  —  dnnkelbiaiines 
Haar.  Sie  ist  ,sd  alt,  wie  Sie  Koschatzt  lialien,  —  Die  näelislen  1-ilme 
mit  Ulla  l'arlo  sind  ...Maiiolesen"  und  ..Melodie  des  Herzens"  —  Ihr 
N\  iiiisch    ist    \urgeiiaTkl, 


Normo  Shcarcr  hört  bei  dem 

Plwt. 

silKl 


Gertrud  W.,  R  e  r  I  i  n  :  Kmil  .Tanniners  ist  durch  die  Ffa,  Berlin 
.s\\'  i;,s,  Kochstralie  il-8,  Knci.Tiio  .\lbertini  durch  die  Aafa.  Berlin  8W  48, 
Friedrichstr.iLle  i'-.'i,  zu  erreichen.  Die  \ier  amerikaiiisehen  Stars  haben 
ihre  \'illen  in  Heverly-Hills,  llollyw  onil,  Kalifornien,  F.  S.  .V.  —  Helga 
'riioni.is  wohnt  Herliii,  Kiifsteiner  Slralle  ;>.  Kivio  l'av.-inelli  Berliii- 
W  ilmersrlorf,  llav  ensherser  siralJe  .'>,  -Mary  l'arker  Berlin  W,  I'eslalozzi- 
.sli;il.le  lii;i,  Diiia  (iralla  Berlin-Stef^litz,  Opitzstralle  8,  —  Kiirico  Heiifer 
wurde  am  :.'s.  ,Inli  in  Neapel  iteboren.  <^\\A  .\iiloH:raiiinie  und  ist  ein 
>;iiiller  Sportsfreiind.  Kriist  Stahl-N.ielibaiir  erblickte  am  h.  Jliirz  in 
Miinchen  das  l.iilit  der  NVelf.  Kr  wurde  von  Friedrich  Zelnik  für  den 
l'ilni  entdeckt  und  kommt  von  der  .sprechhühne.  .Sein  richtiger  Name  ist 
(iiiüsciiheiiner.  Stahl-.Vaebbaiir  ist  von  C.irola  'l'oelle  K<'^''bieden.  Kr 
nibt  Aiito^iramme.  .Sein  neuester  Film  ist  ..Mutterliebe"  mit  lleiiny 
I'orten.  —  .sie  erhalten  die  «ewüiisi  liteii  Hildk.irleii  am  bestell  durch 
die    ..lllnstrierle    Filmwiiche".     Herliii    S\\     «8,     KochstralJe    r.-8. 

S  p  11  i  II  .\  ,  Ha  m  b  u  rg  :  I'iidolf  \aleiitiiio  vMirde  am  li.  .Mai  in 
t  astidl.inet.i.  Italien,  ;;chi)reii.  —  Lewis  Stones  näehster  Film  ist  ..Wilde 
Orchideen"  mit  (ireta  Carbo.  Andere  Filme  mit  dem  Kiin--i!cr  —  aiiUer 
den    von    Ihnen    K'eii:iiiiileii    —    sind    uns    auidi    nicht    hidvannt. 

Harry  1'  i  e  I  -  V  e  r  e  li  r  e  r  aus  T  r  a  e  li  e  n  li  e  r  H-  e  :  Harry  l'iels 
neue  .\dresse  ist  Herlin-Charlotteiibiirt;.  ,  Kaiserdamm  77.  Der  Künstler 
wurde  am  ]i'.  .Tiili  in  Diisseldorf  fieboreii.  ist  mit  der  Filniseliaiisjiiideriii 
D.-iry  Hulni  verheiratet  und  nibt  .Viito^ramine.  .Sie  köiiiieii  .ilso  riiliiK  an 
ihn  schreiben.  Fiel  stellt  seine  Filme  jetzt  für  das  Deutsche  Lielitspiel- 
Sviidik.it.  Berlin  SW  is,  Friedriehslrallc  2i.').  her.  Sein  neuester  Film 
lieilit    ..Sein   bester   l'rennd".      Ihre   (iriille    haben    wir    ihm    bestellt. 

H  a  r  r  y  1*  i  e  I  -  \'  e  r  e  h  r  e  r 
A.  Böhm:  (H.irrv  Fii-I  wohnt 
jetzt  Berlin  -  ClLirloiienhiirs. 
Kaiserdainiii    77. 

Jl  .1  r  t  h  a  s  I..  1!  (•  r  I  i  11  - 
('  Il  a  r  I  o  t  t  c  n  li  II  r  c:  J)ie  «e- 
n.iiie  .Vdres.sc  von  Ernost  v.iii 
Düren  ist  uns  leider  aiieli 
iiielil  bekannt.  Wir  fiL'ü- 
lioii  aber,  dall  er  sieh  zur 
Zeit  vorüberudieiid  in  l'.iris 
aufhält. 

.1  a  r  k  a  D..  1?  e  i  c  h  e  n  - 
Il  e  r  g  :  Iv.iii  I'etrovicli  wohnt 
Herliii-Selimargendorf,  Forken - 
beekstralie  .^fia.  —  Er  gibt 
Autogramme,   treibt   jeden  Sjiort 

—  am  liebtsen  .iiitelt  er  — .  ist 
ledig  lind  .iiich  im  Leben  rie- 
sig nett.  —  Iw.in  .Mosjiikiii  li.it 
seine  Woliniing  in  Berlin  W . 
Knrfürsleiid.iinin  I0.'>.  .\ucli  er 
gibt  .\nlogr;inime.  —  (irel.i 
(i.irbo  ist  diirili  die  Metro- 
(;oldwyii-M;iy(>r-Stiidios.  Ciilv  er- 
Cit.v,  Kalifdriiieii.  F.  S.  .\..  zu 
erreichen,  sie  gibt  .\utogr;iiii- 
ine.  —  Das  Alter  der  l'ilm- 
künstler  wird  iiriiizi|>iell  von 
uns  nicht  veröffentlicht.  Wozu 
auch?  Wir  finden  es  fiircht- 
b.ir  indiskret,  die  l'ilmdiveii 
und  mäiinliclien  St.irs  dan.ich 
.■iiisziifr.igen.  .Sie  doch  sicher 
auch. 

A  r  n  o  I  d  II.  ii  n  d  W  a  I  d  e- 
m  .1  r  .\.,  AI  a  g  il  e  b  ii  r  g:  Der 
Xaine  des  kleineil  Araberjnn- 
geii  in  dem  Hiidolf  A'.ileiitino- 
Film  ..Der  Sohn  des  Scheich" 
lälil  sieh  leider  nicht  mehr 
fi-ststellen.  —  Von  .M.iriett.i 
Millner  können  .Su'  Hildk.irten 
durch  den  X'erl.ig  ..Illustrierte 
Filnnvoche",  Berlin  .s\\'  68, 
Koehsir.ilJe  fi — 8,   liezieheii. 

Ernst  S  e  li.,  B  .i  r  in  e  n  : 
Weiiu  .sie  sich  .-ils  Komparse 
betätigen  wollen,  so  sclirei- 
heu  .Sie  am  besten  .'in 
die  Filmbörse,  Berlin,  Bciilh- 
str.ille   1—:!. 

W  i  II  II  e  I  o  II  ;  Die  weibliehe 
Haiiplrolle  in  ..Wenn  der  weiUe 
Flieder  wieder  hlülil"  siiielte 
"V'er.i  Sehiiiiterl(>w.  Ihre  .Adresse 
ist  Berlin  -  H.ilenseo.  Xestor- 
str.ilje  1.  Die  Künstlerin  ist 
.1111  in.  .liili'  in  Sloekliolni  ge- 
boren    und     gibt     Autogramme. 

—  Ilse  Stobr.iwa  ist  ungefähr 
so  all,  wie  Sie  geschätzt 
haben. 

i;  r  11  s  I  W..  Breslau:  Wir  nennen  Ihnen  wniiscligeiiiäl.i  einige 
l'ilinregisseiire:  ,loe  .May.  Herlin-IIaleiisi-e.  Knrfürstend.imm  70.  Dr.  tieorg 
Asagaroff.  Herliii-Sehöiieberg,  Innsbriicker  Sir.ille  II.  Frinl  Sauer.  Berlin- 
Wilmersdorf.  ^\  ittelsbacher  SIralie  1.  .Adolf  'Irolz.  Berlin-Wilmersdorf, 
.leii.ier  Str.il.te  ü.  Zv\  eekmäl.iig  ist  es  :(uch,  wenn  Sie  Ihre  .M.iniiskriple 
iiiiiiiittelliar  an  die  drani.iturgischen  Abteilungen  der  grolJeii  Filingesidl- 
sibafteii  senden,  wie  Ffa,  Berlin  SW  (;8,  Koehslral.le  l>-8.  National, 
l!(  rliii  SW  18,  Friedrii  hstralle  in,  .\afa.  Berlin  SW  18.  I'rii'driehstraüe  -'-;■, 
Terra.    Herliii    sW    (18.    Kochstr.ilie    7:i. 

'I'  h  e  (I  d  o  r  K..  .\  ii  g  s  b  n  r  g  :  .\m  besten,  Sie  wenden  sich  in  Ihrer 
Allgelegenheil  .-in  Ffa-\\  erbefilm.  Herliii  SW  l!l.  KraiisenstraUe  ;i!l/:t!l.  — 
l'.iiiioii  Nov.irro  wurde  ;iin  i>.  I'eliriiar  in  Diirango,  Mexiko,  geboren, 
ist  schon  lange  wieder  in  Ciilv  er-t'ily ,  Kalifornien.  F.  S.  .\..  und  wird 
Mirläiifig  nicht  nach  Kiiropa  kommen.  —  Faul  Itichler  ist  augenblii  klich 
in  Herlin.  Er  ist  mit  der  nordischen  l'iliiiseliaiispielerin  Ainl  Egede 
Nissen  verheiratet,  hat  .im  1.  April  (iebiirlslag.  ist  Wiener  und  hat  seine 
Wohniing  in  der  'rauentziensIr.aUe  In,  Herlin  \V.  .Seine  nenesten  Filme 
»iiid    ..Die    Frau    im    Talar"    und     ,, Sensation    im    Wintergarten". 

M  ii  n  e  h  e  n  er  K  i  n  d  I  :  Zu  unserem  Bedauern  miissen  wir  lliiieii 
sagen,  ibill  der  Zutritt  zu  den  Filmateliers  dem  l'ublikiiiii  niilit  gestaltet 
ist.  .\iieli  wenn  sich  die  Hesiiilier  leise  verliallen.  so  wi-rden  dii'  l'iliii- 
leiile  doch  bei  ihrer  Arbeil  gestört.  Da  Ihnen  ja  vor  allem  daran  liegt, 
bei  einer  Film  .i  n  f  ii  a  li  in  e  znzuscliaiien.  so  hoffen  wir.  dali  Sie  noch 
eiiim.il  das  (ilüek  lialieii  wi-nlen.  irgendwann  und  irgendwo  —  vielleii'bt 
gar  in  Miini'lien  —  einer  A  ii  IJ  e  n  aufnähme  beiwnhneii  zu  können.  Denn 
CS    werilen    ntilil    selten    Slraliiuiszenen    usw.    in   der    S|;ii|t    gedreht. 

Kurt  I'..  K  ö  1  II  :  l'.rna  Morcii.i  ist  schon  seit  liingerer  Zeit  geschieden. 
Die  Künstlerin  weilt  augenblicklich  in  ]<erliii,  tilmt  tieiliig  und  gibt  .\iito- 
gramme,  ..Der  Sitleiiriehter"  ist  mit  dem  betrelTenden  Film  identisch. 
Wir  werden  Erna  .Moreiia  au  das  fällige  Autograinin  erinnern, 


„Mixer"  ihre  Tonaufnahmen  ab 
M.-G.-AU 


Der  Zeppelin  über  dem  Ufa-Aitfnahmegelände  Neubabelsberg 


rhol,)-  L'j.i-liailii:M  .■..'.. 


(•  li  r  i  s  (  (■  I  H..  Ttaiizift:  "i"i<  ';r:i1l:i  woliiit  'ncrliii-f^tcKlitz.  Opitz- 
s(r:iU(-  8.  .Miirtiii  llcrzhcrj;  Itcrliii  S(l  :!i;.  W'.-iIcIcMiiarstralio  li.">a,  Nils  .\>tluT 
i>t  (liinli  die  Metro-tidlil"  yii-^^liiilitis.  I'iilvcr-Cilv.  K:ililiiriiiiii.  l".  S.  A.. 
/M  crrficlicli.  Sic  koiiiifii  ilriiNi-li  :iii  Astlirr  M-lircilirii.  Il.iii-;  l{r:iii.-f- 
wcltcr  liat  am  il.  -Mal.  Kiirirn  Uciifcr  am  ;!•■*.  .lull,  .\larliii  Uir/hcrt; 
aiii  :>.  .lainiar  (;clMirr>tafr.  WalllnT  Ifilla  s|iii-llc  ii.  a.  in  l()l;;ciiilcii 
l'ilmcii:  ..Ita>  K<'fi'lir''<'''*'  Alter",  ..lüirliMi  wir  .sfliwci«:!'!!?",  ,.l'rinzi'>siii 
Olala-,  ..i)<iiiiia  .liiaiia",  ..Hit  Kaiili  ilrr  s.iliiii«TiniUMr\  ..K\a  in  Sciilc'-, 
..l!cvi)luliuiisliinli/.rif.  ..IiiT  .Mann  mit  ilciii  LanlilrKscIi"-.  ..Der  Kanipl 
nnis  nciio  (M'Mlili'clif.  Sein  nciirsli-r  Film  ist  ..Hie  fiili-li'  llcrrcn- 
partii-".  —  l>ii'  lii'tnMTrmli'M  KümsiIit  simi  —  liis  auf  Lars  llansiin  — 
iliiiiki'liinKi;;  nml  iiabrn  diinkli's  Haar.  llaiisou  li.it  bl.iiic  .\ii;;cn  nml 
ist     iliiliki'lliidihl. 

..s  1-  h  :i  II  s  p  i  c-  I  k  11  II  !■  ;;  c'.  H  r  a  ii  ii  s  <■  li  \\  i'  i  c  :  l>.i  li.ilicii  Sir  ja 
«irUliili  l'ci-li!  Wir  iiiiplVIiliii  Ihiii'ii.  uns  rini'  liililUarlr  miii  Iwan 
l'('tiii\  ii'li  iiml  ii..'iii  M.  in  iirii  riii.'irki'ii  /ii  sfiiilcii,  ilaiiiit  wir  lliiii'ii  <l.i~ 
ncwuiisclitr    .\iilo;;raiiim    ln'siir;;in    Uiiiim-ii. 

I<  II  <■  Ii  n  in  .  K.  S  <•  li  :  Harry  Ticl  lr:i;;l 
«•inen  Kiinslli'rnami'ii.  Seinen  ri(liti;;cii 
N.inien  «ill  or  nielit  \  eriilTeiillielit 
li.ilien.  l'iel  liat  am  li.  Juli  (ielinrlstaiv 
nml  ist  n.iliezn  i'd  .lalire  beim  l'iliii.  Sie 
kiifinen  iliin  rnlii;;-  eine  (iratiilatimiskarle 
.senden;  ilncli  das  hat  ja  nun  nneli  eine 
füllte  Weile  /.eil.  Soviel  wir  wiesen,  ist 
seine  Klie  mit  Mary  Mulm  kinderliis. 
Aller  dali  er  die  Tricks  in  seinen  rilmen 
allem  an^liilirt,  Uiinni'ii  \\\r  lliiieii  mit 
Meslimnitlieit    sa^eii. 

Willy  r  r  i  t  s  e  It  -  S  e  li  \v  ä  r r  i  ii 

1'  II  n  k  t  e  h  e  n.  Merlin;  W  ill.\  l'rilseli 
ist  nielit  mit  l/ilian  ll,ir\ey  verlolil.  Sie 
sind  alier  —  zu  llirer  UernliiKnnn'  —  sidir 
liel'reiindet.  I.ilian  llarvey  seliwärint 
nn-eres  Wissens  fiir  Maiijliiekelieii.  — 
Henry  Stnarts  W  iilinnn^-  lielindet  sieh 
in  Merlin  W.  l'.issancr  siralJe  17.  Der 
Kiiiistler  wurde  am  I.  Telirnar  in  Kairo 
Kelmren.  ist  .ilier  enj;liselier  Sl.ialsan>;e- 
liiiriiier.  —  Friisl  \erelies  widiiit  McTlin 
\\  .  I'.niser  str.iLle  l"i.  Kr  liat  .ini  c.  |)e- 
ziinlier  (JeliiirlstaK.  Sein  neuester  l'ilin 
ist  ..Der  seliwarze  Diiminn"  mit  H.irry 
J.iedtke    in    der    Ilaiipiriille. 

r  e  I  i  e  I  1  a  s  S  e  li..  1'  e  n  z  i  k  ;  Unlli 
W'eylier  wdlint  Hlri.-.SeliüiielierK.  .Stiilied- 
raiiclislralie  .'la.  W Cnn  diese  Zeilen  <-r- 
selieiiieii.  wird  die  Kiiiisllerin  wieder  in 
Kerlin    sein. 

Karl  W'..  H  a  n  n  o  v  e  r  :  Ott»  Celiiilir 
«iilint  Merlin  W  :)1.  Knrfiirstensir.  II--, 
wnrdi-  am  l'.i.  .Mai  in  Kettwi;;-  an  iler 
Mnlir  Keliiiren.  ist  •;:eseliieden  nml  hat 
eiiio  'Jiiehter.  (Jeliiilir  ist  seit  1!M!»  beim 
J'iiiii  lind  erraiii;  seinen  ersten  (iriiljeii 
Krfcil;;  .-ils  l'riedrieh  der  (imlle  in  der 
..Tänzerin  Marliarina".  Das  Ottn  (ieliiilir- 
ISneli  ist  ilnreli  den  Selierl-Verlas;'  zu  Iie- 
zielieii.  —  .lenny  .Innii  wuhiit  MiTlin  W. 
Kaiserdamm  i'll.  nnd  wurde  am  ll..liini 
in  Wien  gehören.  Kin  Miieb  über  sie 
;;ilit  es  nielit.  Die  Künstlerin  wurde  be- 
kannt durch  „Die  Jlose".  Mit  Eiirieo 
Heuler. 

Kurt  (;..  TJ  e  r  1  i  n  -  r,  i  e  h  t  e  n  - 
b  e  r  i;  ;  Kmil  .TanniiiKs  ist  .-ini  besten 
diircli  die  VUi,  Merlin  SW  r,s,  Knch- 
straLle    i.-S,    zu    prreiehen. 

•I  n  I  i  u  s  !•)'..  W'  i  e  n  ;  Willi  nnd  T.mlwii;-  IfiMber  sind  Uriider  und 
dnreli  ilie  Knielka.  ,Miiiielien.  S.mneii^lr.ille  l.i.  zu  ■■rreielieu.  Wie  ilie 
XtiMiamen  der  Klti'rn  ^(lll  I><>;;isseiir  Ifeilier  lauten,  wissen  wir  nicht. 
Dr.  Kanck  ist  am  besten  diireli  die  Hdiii-Kilm  A.-i...  IJerlin  SW  IS. 
l'iiedriclistralle    i'i.i.-   erreichbar. 

II  e  r  t  .1  .aus  C  o  b  n  r  •;' :  Krilz  Scbiilz.  V.\i  Kva  und  Ernst  \  erebes 
tilnii-ii  fleilJijj.  —  Vera  Sebniiterliiw  \Mihnt  Merlin  -  H.-ilensep,  Xestor- 
stialJe    1.    Walter    tiriiters     .Miiiieben.    M.irtiiisstralJe     1. 

1"  r.  K..  1'  41  t  s  il  a  ni  :  W Cnn  Sie  zum  Film  wollen,  so  ist  es  am 
z«eckmalJiKsteu.  Sie  weinlen  sieh  din-kl  an  die  Filiiif-esellsehaften.  Dort 
ert'.iliren  Sie  alles  Niibere.  —  l'rieda  Kicliard  wohnt  herlin-Uernisdorf. 
Ilillmaniistralje    ,'i. 

I.ilian  II  a  r  v  e  y  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  ;i  u  s  II  a  u  u  o  v  e  r  :  T.ilian  Harvey 
ist    eine    ;;riilJe    Mluineiilri'iiiidin.    k''''    .\ntoKranime    nnd    ist    ledit;-. 

Marion  D..  11  ;i  n  n  o  v  e  r  :  Fritz  Kortner  wohnt  }{erlin-l>alileui, 
Ma\-K,\th-Stralie  ."i,  und  hat  am  II'.  .M.ii  (Jeburtstat;.  Kr  f;ibi  Aiito- 
;;ramnie.     .Sie    diirfen    rnhitf    an    ihn    selireiben:    das    ist    nicht    :iiildriimlich. 

II.  li..  .\  u  !;■  s '• 'I  r  K  :  Henny  Tortens  Adresse  ist  Herlin-D.ililem.  l'.irk- 
str.-ilie  Tl.  Die  Künstlerin  ist  mit  dem  Produktionsleiter  ihrer  Ce-ell- 
sehal't,    Herrn    J)r.     von    Kauffmanil,    verheiratet. 


T.  i  I  i  a  II  11  n  r  >•  o  y  -  V  c  r  e  li  r  p  r  aus  F  r  a  n  k  f  u  r  t  /  M  a  1  n  :  Daß 
Hinen  der  ll'a-Filin  ".,.\dieu.  .Maseolte"  so  };nt  Kcf.'iMen  hat.  ist  ja  sehr 
erfreulich.  Der  Film  hat  li  .\kto  und  ist  2:'.ul  .Meter  lau;;,  .also  er- 
hi  bliili  kürzer,  als  Sie  Kescliiilzt  haben.  I.ilian  H.-irvey  ist  mit  Willy 
Fritsch  sehr  .herreiindel.  aber  nicht  verlobt.  —  Wann  l.ya  .Mara  aus 
.Amerika    zurückkehrt,    ist    noch    nnbestimint. 

Mete  M.,  .\  r  u  s  b  e  r  k  :  K^on  von  .lord.in  ist  sehr  viel  au  der  Spre<-h- 
bühue  t:itiK  und  bat  d.-ilier  weiii«-  Zeit  rt.r  den  Film.  W:iltlier  SIez.ik 
filmt  jetzt  wieder.  —  Frai.z  Manmann  ist  unseres  W  issens  verheiratet. 
Kr  siiiidte  in  ..Ich  war  zu  Heidellieri;  .Student"'  nnil  ..D.is  dentsclu-  l.ied  •. 
Ihr'  Hildwiin.sch  ist  vorgemerkt.  —  F.velyn  Holt  wohnt  lic-rlin-Charlotleu- 
biirs.  Schillerstrarie  lil.  — ■  Der  I.ilian  Harvey-Film  ...\ilieu.  .Mascolte" 
(D:is  .Modell  Mim  Monlparn.asse'l  ist  kürzlich  in  Merlin  nranfKefiihrl 
worden.  Nidieii  l.ili.in  Harvey  spielen  ilie  leider  kürzlich  verstoilnMie 
M.irielt.i  ^iillner,      luo   Svni    und    H:ury    li.ilni    die    H.ini'lrollen. 

II  i  I  d  e  ti  a  r  d  M.,  N  o  r  d  h  a  ii  s  eii  :  Carl  Mei  kersacbs  wolinl  Merlin 
W     .s,    Muilapester    Stralle    :'.:(.    und    ^ibl    .\ntii;;ramnie. 

A  1  b  i  n  S  p..  Merlin:  Daisy  D'Ora 
wohnt  l'olsilam.  .MoltkesiralJr  Jl.  Itina 
Mafs.i  Merlin  W.  Knrfnrstendamm  I7;l. 
I'iter  Voss  Merlin.  -Münchener  SiraUe  :!l. 
('amill.'i  Horii  ist  durch  die  Nalion.il. 
lierlin  SW  |s.  Fricdricbslralle  tu.  Luis 
'l'renker  durch  die  Honi-Film,  Merlin 
sW  l.s,  FriedricIlstraUe  i'-.'.">.  zn  er- 
reichen. Louise  Mrooks  ist  aiiKenblicklich 
in  l'.'iris  iiihI  »ohni  dort  im  llolid  i.'oyal 
•Monieau  Marb.ira  Kenl  ist  diinb  die 
l'niv  ers.iT-Siiidios,  Inix  ersal-Citv ,  Kali- 
fornien,   F.  S.  .\..    erreielib.ir. 

t;  r  e  t  a  (i  .i  r  li  o  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n 
t;  e  r  t  r  11  il  IV.  11  .-1  I  e  n  s  e  e  :  D.iL!  Kve- 
l\  n  Holt  Steinitypislin  t;ewesen  sein  ~oll. 
ist  uns  nicht  bekannt,  .ledenfalls  bat 
uns  die  Kiiiistleriit  davon  nichts  erzählt. 
ICinfaeh  fabelhaft,  wie  s'Ut  Sie  niiter- 
riehtet  siinl!  —  Sie  diirfen.  sich  schon 
auf  uns  verlassen:  alle  Filmst.irs  sehen 
AiiloKrainme!  DaU  lliiien  t'oii  F'eni 
.\ndra  nml  IhriT  Freundin  von  tirel:i 
Carbo  nnd  .Mae  .Miirray  die  .Vuto^r.imni- 
\\iiiisihe  nicht  crfiillt  worden  sind,  ist 
natürlich  sehr  schade.  .\ber  .sie  werden 
im  lernst  nicht  ;;lanhen.  dali  dcsh.ilb 
die  lietretTemlen  Kiinsileriiinen  jirinzipiell 
keine  .ViitoKrainme  ;;(d)en.  JSedeukeii  sie, 
d:ilJ  Kriefe  \  erloreu^ebeii  kiiiinen,  und 
d.ilJ  ein  .Star  wie  tiret.i  (I.irbo  tiislich 
Hunderte  von  Mriefen  erhält,  die  sie 
alle  beanl«oneii  soll  und  \  oii  ilencMi  sie 
sicher  :iucli  viele  beantwortet.  Versiiilieu 
sie  Ihr  Heil  noch  einmal,  vielleicbl 
liaheii  Sie  diesm;il  mehr  (Jliick!  —  .Mary 
.\stor  ist  durch  ilie  Fo\-S(mlios.  lldl. 
AVcstern  .\venue,  Holl>  h  ooil.  Kalifornien. 
F.  S.  A.,  (;ilbert  Kolaiid  durch  die  Fnited 
.\rlists.  TiMMi.  S;inta  -Monica  liniilevard. 
Hollywood,  Kalifiiriiieii.  F.  S.  .\..  zu  er- 
reichen. 

( i  !■  r  d  H  r  i  o  s  p  -  V  p  r  e  li  r  p  r  i  n  . 
M  r  e  in  e  n  :  (Jerd  Hripsp  ist  iingefäür 
SU  :ilt.  wii-  Sie  ^i'seliätzt  haben.  —  Wir 
werden  Walther  Jtilla  :in  die  f-illiKcn 
.\iito;;rainme  eriiineru.  —  Aindi  in  Mremeii 
findiMi   Aulo;;rainiiilaj;-e  st.-itt. 

T  r  u  d  e  I       aus       .\  I  t  o  n  a  :       A\'aiiii 
l".lisalieth    Mer^ner   wi<'iler    in    Merlin    fil- 
men   wird,    ist    noch    unbestimmt, 
(i  e  r  t  r  11  d     M..     1>  r  e  s  d  e  n  :     Wer    zniii     Film    will,    iiiull     sich    seinen 
We^:    dahin    alli'in    (dineii.     Wir    vermitteln    keine    KiiKasements.      Die    Aus- 
sichten   auf    ein     r;isclies     Vorwartskonimeii     sind     auch     für     Kinder    sehr 
Kcriiiif.      Am    zvM'ckmäUi^rsleii     ist    es     immer,    unmittelbar    au    die    Filiii- 
^esidiseliaften    zu    schreiben. 

Fritsch-  il  a  r  v  e  \  -  F  r  e  n  n  d  .  li  e  r  1  i  ii  :  Nur  liediibl.  Willy 
Fritsch  wird  auch  wieder  mit  l,ili:in  Harvey  filmen.  Sie  sind  niilit 
miteinander  verheiratet.  Meide  sind  ledi^r.  Fritsch  wurde  am  J7.  .laniiar 
in  K;ittowitz  geboren.  —  (ierihi  -Manrns  stammt  ans  Zagreb.  Kroatien, 
hat  am  i'.i.  .\UKUst  (ielnirtstaH:.  ist  ebpnfaUs  nnverheiratet  und  a.ibl 
.Vntosranime 

P.  B.,  Herlin:  Siegfried  ,\rno  wohnt  Rprliii  W.  ZälirinRpr  StraI5e  .'i. 
Hairy  Franck  Merlin-lharlotteiihnry,  (.ioetliep.irk  i:l,  l.il  Ilasnvpr,  mit 
Karl'  W  ilt    verheiratet,    Herliii-Wpstpiid,    -Vrys-Allee     1. 


I 


Wie  komme  ich  zum    Jl    JL  A^X   K  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

FILff-VERLAG  HENNIG,  BERLIN-GRUNEWALD,  Em  16 


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Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,  Kurfürslcndamm  236,  Berlin  S  42,  Oranicnstr.  59  Braunschweig,  Münzstr.  la  Bremen,    Herdcnlorstcinwcg  5     /     Breslau  I,  Junkcrnstr.  38  40     / 

Chemnitz  Sa.,    Falkeplatz  2  Coblenz,    SchloQütr.  35  Danzig,  Töplerfjassc  23  24      '      Dresden -A.,  Prajicr  Str.  35  Düsseldorf,    Stoinstr.  2  1  Essen, 

Haupisir.  27  Frankfurt  M.,  Mainzer  Landstraße  59  63  Freiburg,  Kaiscrstr.   132  Görlitz,   Jakobstr.  16  Halle  S.,   Majjdeburßcr  Sir.  56  Hamburg  36, 

Gr.   Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofstr.   13  Kassel,  Obere  Kunitistr.   13      '      Kiel,   Holstenstr.  61  Köln  Rh.,    Hoho    Str    64  Königsberg,  Münzstr.   17     / 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr    4  Magdeburg,    Breiter    We(>    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvatorstr.    18  Münster,    Rosensir.   9     /      Rostock, 

Sieinstr.   15  Stettin,  Schillersir.  13     <.      Stuttgart,     Rotcbühlstr.    41  Wiesbaden,    Wilhelrastr.    18 

AuBerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroB-  und  Mittelstädten  des  Reiches. 


ihm 
und 


Eine  Probe  Lebensdeutung 
frei  für  Leser  dieses  Blattes. 

Der  wohlbeliannte  Astrologe  Prof. 
Roxroy  hat  sich  wieder  entschlos- 
sen, für  die  Bewohner  dieses  Lan- 
des ganz  kostenfreie  Probe-Horo- 
skope ihr.es  Lebens  auszuarbeiten. 
Prof.  Roxroys  Ruhm  ist  so  weit 
verbreitet,  daß  er  wohl  kaum  mehr 
einer  Einführung  durch  uns  bedarf. 
Seine  Fähigkeit,  das  Leben  anderer 

zu    deuten,    einerlei    wie    weit    entfernt    sie    auch    von 
wohnen  mögen,   soll   an  das   Wunderbare   grenzen. 

Selbst  Astrologen  von  verschiedenen  Nationalitäten 
Ansehen  in  der  ganzen  Welt  sehen  in  ihm  ihren  Meister 
und  folgen  in  seinen  FuIJtapfen.  Er  zählt  Ihre  Fähigkeiten 
auf,  sagt  Ihnen,  wie  und  wo  Sie  Erfolge  haben  können,  und 
erwähnt  die  günstigen  und  ungünstigen  Epochen  Ihres  Lebens. 
Seine  Beschreibung  vergangener,  gegenwärtiger  und  zu- 
künftiger Ereignisse  wird  Sie  in  Staunen  versetzen  und 
Ihnen  helfen. 

Herr    Paul     Stahmann,     ein     erfahrener    Astrologe,     Obcr- 
Niewiadom,  sagt: 

,,Die  Horoskope,  die  Herr  Prof.  Roxroy  für  mich  aufge- 
stellt hat,  sind  ganz  der  Wahrheit  entsprechend.     Sie  sind 
ein    sehr    gründliches,    wohlgelungenes    Stück    .Arbeit.     Da 
ich  selbst  Astrologe  bin,  habe  ich  seine  planetarischen  Be- 
rechnungen und  Angaben  genau  untersucht  und  gefunden, 
daH   seine   Arbeit    in  allen   Einzelheiten   perfekt,   er   selbst 
in  dieser  Wissenschaft  durchaus  bewandert  ist." 
Wenn  Sie  von  dieser  Sonderofferte  Gebrauch  machen  und 
eine   Leseprobe    erhalten   wollen,   senden    Sie    einfach    Ihren 
vollen   Namen   und   genaue   Adresse   ein,   nebst   Tag,   Monat, 
Jahr  und   Ort   Ihrer  Geburt   (alles  deutlich   geschrieben)    so- 
wie Angabe,   ob  Herr,  F'rau  oder  Fräulein,   und   nennen   Sie 
den  Namen  dieser  Zeitung.     Geld  ist  nicht   notwendig.     Sie 
können  aber,   wenn  Sie  wollen,  50  Pf.  in  Briefmarken  Ihres 
Landes  (keine  Geldmünzen  einschließen)  mitsenden  zur  Be- 
streitung des  Portos  und  der  Schreibgebühren.  Adressieren 
Sie  Ihren    Brief    an    Prof.    Roxroy,    Dept.    8298  E.,    Emma- 
straat  42.     Den  Haag   (Holland).     Briefporto  25  Pf. 


schallen  Sie  aber  auch,    indem  Sie  di 
kraft  und   Blut,      Schachtel    M.   2.50 


und  diese  18  Plund  gleichmUßi<;  ver- 
teilt auf  Gesicht,  Arme.  Brust,  Hüften 
und  Waden.  Bedenken  Sie.  w,ie  Ihre 
Fijjur  durch  diese  Gewiclitszunafimc 
verschönert  wird  und  um  wieviel 
Sic  sich  dadurch  bcj^chrcnswerter 
machen. 

Durch  die  wohlsciimcckcnden 

„Eta-Tragol-BooboDs" 

(für  Damen,  Herren  und  Kinder  von 
(gleicher  Wirkung),  die  nacli  der  Mahl- 
zeit genommen  werden,  läßt  sich  das 
Körpergewicht  in  einigen  Wochen  um 
10 — 30  Pfund  erhöhen.  Die  unschönen 
Knochenvorsprünge  an  Wangen  und 
Scliultern  schwinden,  Pfund  für  Pfund 
nehmen  Sic  zu,  an  allen  Körperteilen 
zeigt  sich  Fettansatz.  Unbehagen  und 
Unlust  weichen,  und  nach  ein  paar 
Wochen  hat  das  bisher  schmächtige 
Aussehen  einer  vollen,  ebenmäßigen 
Erscheinung  Platz  gemacht.  Zugleich 
roten  Blutkörperchen  vermehren,  Nerven- 
;egen  Nachnahme,      Zu    beziehen    von    der 


„Eta'-Chem  -techn,  Fabrik,  Berlin  -  Pankow-  147,  Borkumstraße  2. 


Schöne  Augen 

iiii.f  Jic  Möijdihfwit  il\-r  ErhöhiiUi]  if'iw  . \iis.ini Ji.^föfHfjUcit 
ist    in     meinem     Lciifaäcn    für     Biotoq.    Scßönfyciis  =  Kiiltni 
CM('.  I  -)  iiustührlieh  hchamlclt 


Asiat.  Augen- 
brauensaft 

f>i ingr  Alujcnf'rüiicn  ii. 
\\  impcin  sc/'ncK  zum 
Wiiä'sliiin  Die  Ih  allen 
neiifeii  ifief'r  iinJ schön 
geSii'iriinijeii.  i/ie  \\'im= 
pcrn  liini;  und  seiifiij, 
ivoJiiid?  äen  .\iiiienje= 
ner  pikante  Heiz  /v/- 
lief;en  winf,  der  Jas 
Antlitz  so  anziehend 
macht.  XichtfärhenJ.  - 
Pieis  MH.  2.7=,.  Große 
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iinschäiilidjcs,  i  'egeta  - 
Jvfisch.PiäparatJ.  Mat- 
ter, ti  iifierBfidischiiiii= 
ifet,  die  Augen  wer  Jen 
lehhaft  u.  gen  innen  er= 
höhte  .Aiisdrucftsfälug^ 
ßeit.  Diamant  Mh. 2.75 
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leitung  A,  Rosenthal — Aros,  Berlin,  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocslerrcich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4,  Verantwortlich  für  Anzeigen 
Wilhelm    Scbaefer,    Cbarlottenburg.      Anzeigenverwaltuny    Bcpa-Verlag,    Berlin  W  35,  Blumes  Hof   5,      Kupferliefdruck:    August    Schert    G,  m,  b,  H,  Berlin  SW  68 


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N  ü  M  M  E  R  .'^ö    /    n  F,  R  LI  \  ,    8.  S  F.  P  F  F  \l  R  E  R   1929    /     P  K  E  I  S   ..  0  P  F  E  N  NM  G 


! 


/'A^r.  (  /j 


d/Oeli^  c/jlniann  spielt  nn  ^uLjajdtn  f,'J)er  C/lrä}ltti§  aus  cJianWul 


D  I  j:    m  o  c  II  1.  \  s  c  II  k  I  r  r    n  r.  w    i  i  l  m  r  n  \  i  \  n  i: 


>^;: 


Nils    A  s  i  h  e  r 
an  Bord  seiner  Segeljacht  „All  Allone" 


Soll  ein  deutsches  Mädchen  einen  Aus- 
länder heiraten,  von  dem  es  nichts 
weiß,  außer,  daß  er  sehr  reich  ist? 
Der  Film  ,,Dcr  Sträfling  von  Stambul"  ver- 
neint diese  Frage  nicht  prinzipiell,  denn  er 
zeigt  nur  einen  individuellen  Fall  auf,  bei 
dem  die  Gutgläubigkeit  eines  Mädchens 
zum  tragischen  Lebensabschluß  führte. 
Nach  einem  Roman  des  stets  lebendigen 
Fedor  von  Zobeltitz,  der  die  große  Gesell- 
schaft Europas,  aber  auch  jene,  die  sich 
dafür  ausgibt,  ohne  es  zu  sein,  wie  kein 
zweiter  kennt,  ist  ein  Film  geschaffen  wor- 
den, der  die  Schicksale  eines  jungen  Mäd- 
chens schildert,  das  sich  plötzlich  der 
Existenzmittel  beraubt  sieht.  Film  und 
Roman  stellen  dieses  Mädchen  durchaus 
als  moderne  Frau  dar,  die  gewohnt  ist,  auf 
eigenen  Füßen  zu  stehen,  aber  die  sich 
nicht  stark  genug  erweist,  um  der  gewalti- 
gen gesellschaftlichen  Umschichtung,  die 
Kriegsende  und  Inflation  über  die  Welt 
brachten,  gewachsen  zu  sein.  Die  Kreise 
des  guten  Bürgertums,  die  ein  gesichertes 
Leben  führten,  fühlten  plötzlich  den  Boden 
unter  sich  wanken  und  waren  nicht  ge- 
schickt genug,  sich  auf  die  vollkommen 
veränderten   Verhältnisse   einzustellen,  wie 


es  im  Interesse  der  Erhaltung  ihres  Vermögens  not- 
wendig gewesen  wäre.  Plötzlich  tauchten  zumeist 
aus  dem  Auslande  neue  Gesichter  auf,  die  sehr  viel 
geschickter  verstanden,  sich  des  Augenblicks  zu  be- 
mächtigen, und  die  ihren  Vorteil  klar  erkannten. 
Nicht  alle  sind  in  die  Rubrik  der  Abenteurer  einzu- 
reihen, die  mit  absolut  schwindelhaftcn  Mitteln  zu 
Geld  kamen.  Eine  Anzahl  von  ihnen  sah  nur  vor- 
aus, daß  Mitteleuropa  eine  Zeitlang  unter  jenen  Er- 
scheinungen leiden  werde,  die  im  Südosten  ständig 
herrschen.  In  den  Ländern  mit  schwankender  Geld- 
währung, namentlich  im  Orient,  werden  Geschäfte 
auf   einer   ganz   anderen   Basis   getätigt    als   bei   uns. 


Rcclils :  Paul  Rehkopf  und  Hein 
rieh   George     piwt.  Via 


wie  CT  in  einer  gewissen  Art  allcrmodernstcr 
Literatur    sein    Wcson    treibt,    sondern    nichts 
weiter  als  ein  Mensch  von  heute,  der  sich  mit 
Pfiffigkeit  und  Mutlerwitz  zu  behaupten  weiß. 
Kein    Zweifel    daran,   daß   er   ein   weites   Ge- 
wissen   hat    und    zwei    mal    zwei  fünf   sein 
läßt.      Aber    dieses    gewisse    Hochstaplerischc 
wird,    (;ben   weil   es    George   mit   der    größten 
Selbstverständlichkeit  hinlegt,   nicht  als  schä- 
big   und    unangenehm    empfunden.      Georges 
sehr  diskrete  Art,  über  peinliche  Augenblicke 
hinwegzugleiten,  ist  unnachahmlich,  wie  dieser 
große  Charakterspieler  überhaupt  duich  seine 
elbstverständlichkeit     zu     bezwingen     weiß. 
Das  Fräulein,  wie  Zobeltitz  die  Hel- 
din des   Films  in  seinem   Romantitcl 
einführt,  wird  von  Betty  Amann  ver- 
körpert.     Die  Vorzüge   dieser  jungen 
Schauspielerin    sind    bekannt.      War 
sie    in    ,, Asphalt"    die    Hochstaplcrin, 
so  ist  sie  im  ,, Sträfling  von  Stambul" 
das    ahnungslose,    an    ehrliche    Men- 
schen  gewöhnte  Geschöpf,   das  ohne 
Argwohn    in    die    Wünsche    des    Lc- 
vantiners   einwilligt   und,   als  es  sich 
betrogen     sieht,    die    Flucht    in    das 
Land   ohnj  Rückkehr  wählt. 


Der  Handel  ist  nicht  eine  solide  Einrichtung,  ein  Ge- 
schäft von  Treu  und  Glauben,  sondern  er  hat  noch 
einen  Stich  in  das  Abenteuerliche,  wie  er  es  im  alten 
Griechenland  gehabt  haben  muß,  wo  Merkur  ja  ein 
recht  vielseitiger  Schutzgott  war.  Einen  solchen 
Spekulanten  von  der  Levante  stellt  Heinrich  George 
dar.  Man  glaubt  seiner  massiven  Gestalt,  daß  er 
schon  das  Zeug  besitzt,  um  sich  gegen  allerlei  Hin- 
dernisse behaupten  zu  können.  Er  ist  nicht  so  leicht 
aus  der  Fassung  zu  bringen  und  den  pfiffigsten 
Gegnern  gewachsen.  George  gibt  ihn  als  sympathi- 
schen Typ.  Er  ist  nicht  der  brutale  Geldverdiener, 
der  Industrieritter  mit  übermenschlichen  Fähigkeiten, 


Paul  Hörbiger  und  Betty  Amann 

Links:  Betty  Amann  und  Hein- 
rich George 


A 


erforscht  sind.  Es  war  kein  Vergnügungsflug, 
keine  Reise,  bei  der  es  sich  darum  handelte, 
möglichst  viel  bunte  Bilder  aufzunehmen.  Wenn 
der  Film  trotzdem  von  bunter  Mannigfaltigkeit 
ist,  so  wurde  er  es  deshalb,  weil  er  über  eine 
Strecke  von  37  000  Kilometer  führte  und  die  ver- 
schiedenartigsten Landstriche  berührte.  Bereits 
die  Durchquerung  des  Mittelländischen  Meeres 
führte  zu  einem  Kampf  mit  den  Luftströmungen; 
der  Orkan  zerbrach  nach  neunstündigem  Wüten 
eine  der  Tragflächen  des  Flugbootes,  die  eiligst 
ersetzt  werden  mußte.  Die  Umwelt  des  Äqua- 
tors brachte  tropische  Gewitter  von  ungeahnter 
Heftigkeit.  Vor  allen  Dingen  waren  die  Reisen- 
den niemals  völlig  über  die  Luftströmungen  un- 
terrichtet, die  in  den  zu  überfliegenden  Land- 
strichen vorherrschten.  Obwohl  die  Expedition 
eine  vorwiegend  wissenschaftliche  Aufgabe  zu 
erfüllen  hatte,  die  über  der  Erde  lag,  fand  sie 
Zeit,  ihre  Aufmerksamkeit  auch  auf  den  Boden 
zu  richten.  Jedenfalls  ist  durch  diesen  Flug  von 
Sir  Alan  Cobham  die  Prüfung  der  Frage  des 
ständigen  Luftverkehrs  um  Afrika  in  bejahendem 
Sinne   ausgefallen. 


Der  Verband  der  Aufnahmeleiter  hat  zum  ersten  Male 
ein  großes  Fest  zugunsten  seiner  Wohltätigkeilskasse 
veranstaltet,  das  einen  geradezu  sensationellen  Erfolg 
hatte.  Es  gab  kaum  einen  Filmstar,  der  dem  Ruf  zur  Mit- 
wirkung nicht  gefolgt  war.  Unmöglich,  die  Namen  alle  zu 
nennen,  von  den  kleinen  Anfängern  bis  hinauf  zu  den  ganz 
Großen.  Sie  gaben  bereitwillig  im  Park  jedem,  der  es 
wünschte,  Autogramme,  waren  umlagert  von  Hunderten, 
die  alle  die  Helden  der  flimmernden  Wand  einmal  persön- 
lich  sehen   und   sprechen    wollten. 

Auf  dem  Podium  drehte  man  Aufnahmen  von  Männern 
und  Frauen,  von  Kindern  und  alten  Mütterchen,  die  sich 
alle  einmal  auf  der  großen,  flimmernden  Projektionswand 
sehen   wollten. 

Vor  den  Attraktionen,  vor  dem  Musikpavillon  und  auf 
den  Terrassen  der  Restaurants  arbeiteten  angestrengt  die 
Kameraleute,  weil  man  schon  gleich  bei  Anbruch  der 
Dunkelheit  alles,  was  man  nachmittags  gedreht  hatte, 
fertig   entwickelt    zeigen   wollte. 


«f. 


Rulh  Weyher  gibt  Autogramme.  Unten :  Siegfried 
Behrisch,  Henry  Bender,  ein  Aufnahmeleiter,  dessen 
Wertiliittel  mit  über  300  Autogrammen  bedecfit  is 

Die  Aufnahmen  klappten  vorzüglich.  Die 
Bilder  auf  der  flimmernden  Wand  fanden  rei- 
chen  Beifall. 

Zwischen  sechs  und  neun  Uhr  marschierten 
die  Prominenten  oben  auf  dem  großen  Mittcl- 
podium  auf  und  wurden,  einer  wie  der  andere, 
mit  lautem  Händeklatschen  begrüßt,  um  so 
mehr  und  um  so  eher,  als  ja  diesmal  der  Bei- 
fall dem  Darsteller  persönlich,  nicht  seiner 
Leistung  und   nur  irgendeinem    Werk  galt. 

Abends  gab  es  Feuerwerk  und  einen 
dichten  Andrang  zum  Filmkabarett,  zu  dem 
sich  wiederum  die  Prominenten  Berlins  zur 
Verfügung    stellten. 

Man  zählte  rund  fünfzehntausend  Besucher, 
so  daß  die  Unlcrstützungskassc  der  Aufnahme- 
leiter einen  großen  grundlegenden  Fonds  erhallen 
hat,   auf   dem  man  jetzt  weilerbaucn   kann. 


Buslcr    Keaion    und    Marcelline 
Beverly  Hills 


In  einem  so  wohlhabenden 
Lande,  wie  es  Kalifornien  ist, 
wird  der  Sport  als  eine  {Jc- 
scUschaftliche  Angelejjenheit 
betrieben.  Alle  anjjelsächsi- 
schcn  Länder  haben  von  jeher 
das  Bestreben  gezeigt,  die 
soziale  Schichtung  Englands  zu 
übernehmen.  Mag  man  von 
diesem  politisch  völlig  ab- 
rücken, das  Vorbild  der 
,, Society"  wird  von  den  maß- 
gebenden Kreisen  kopiert.  Da 
E!nglands  Gesellschaft  dem 
Sport  huldigt,  viel  auf  Reisen 
ist,  so  gibt  es  für  den  reich- 
gewordenen Amerikaner  kei- 
nen anderen  Wunsch,  als  ein 
ähnliches  Leben  zu  führen,  zu- 
mal ja  die  Sport-Amatcur- 
schaft,  die  sich  durchaus  nicht 
immer  in  Preiskämpfen  zu 
äußern  braucht,  eine  gewisse 
Wohlhabenheit  voraussetzt. 

Freilich  hat  sich  im  Lande  des 
Automobils  der  feudalste  und 
eleganteste,  aber  auch  teuerste 
Sport,  das  Polo,  nur  wenig 
durchsetzen  können.  Es  ist  in 
Kalifornien  auch  zu  heiß  da- 
zu, denn  ein  Polomatch  bringt 
schon  in  ganz  anders  tempe- 
rierten Gegenden  die  Spieler 
'in  Hitze.  Dagegen  erfreut  sich 
das  Golfspiel  der  größten  Be- 
liebtheit, namentlich  die  pro- 
minenten Filmschauspieler  ha- 
ben sich  von  jeher  damit  be- 
freundet.     Im    allgemeinen    ist 


^ 


Day     auf     dem     Golfplatz     non 
l'lwt.  M.-a.-M. 


der  Sportbclricb  in  Amerika 
Sache  des  Zusammenschlusses. 
Klubs  beherrschen  das  Feld, 
sind  im  Besitze  der  schönsten 
Spielplätze  und  verhalten  sich 
äußerst  exklusiv.  Es  ist  in 
Europa,  wo  man  die  Bedeu- 
tung von  Hollywood  leicht 
überschätzt,  schwer  verständ- 
lich, daß  sich  die  gesellschaft- 
lichen Kreise  Kaliforniens  dem 
Film  gegenüber  ablehnend  ver- 
hallen. DicÖlmagnatcn,  Fruchf- 
händlcr  und  Plantagenbesitzcr 
bilden  die  Elite  der  Gesell- 
schaft und  wünschen  unter  sich 
zu  bleiben.  Sic  sind  bedeu- 
tend reicher  als  die  Filmleulc, 
die  ja  auf  ihre  großen  Gagen 
nur  eine  gewisse  Reihe  von 
Jahren  rechnen  k(')nnen.  Sie 
haben  maßgebenden  Einfluß  in 
den  Sportklubs,  und  keinem 
Filmstar  —  von  Douglas  Fair- 
banks  und  Mary  Pickford,  die 
eine  Klasse  für  sich  bilden,  ab- 
gesehen —  würde  es  jemals 
einfallen,  sich  um  die  Mitglied- 
schaft in  einem  dieser  Klubs 
zu  bewerben.  Die  Eintritts- 
gelder und  Beiträge  sind  ver- 
schwenderisch hoch,  weil  diese 
Kreise  absolut  unter  sich  blei- 
ben wollen;  sie  wünschen  nicht 
einmal  die  Nähe  anderer 
Menschen  zu  verspüren.  So 
hat  der  Bel-Air-Klub  jetzt 
hinter  Beverly  Hills  Terrains 
erworben,  die  nur  an  Mitglieder 


Ricliard  Dix  übt  auf  dem  Golfplatz  der  Besitzung  Harald 

Lloyds  Phol.   Parannuit 


II 


Pafsy  Ruth  Miller  verbringt  das  Wochenende  in  Laguna  Beach 


abjjcjjcben  werden  und  wo  eine  Kolonie  von  Landhäusern  (wenn 
man  Paläste  noch  derart  bescheiden  bezeichnen  darf)  entsteht,  die; 
als  eine  Konkurrenz  zu  der  Millionärstadt  Pasadena  gedacht 
ist.  Der  Golfplatz  in  Beverly  Hills  ist  mit  seinen  neun  Löchern 
ein  hervorragender  Spielplatz  und  wird  zumeist  von  den  Film- 
leuten in  Anspruch  genommen.  Die  ganz  großen  Stars  haben 
natürlich  ihren  eigenen  Golfplatz,  wie  Harold  Lloyd,  der  sich  auf 
seiner  märchenhaft  schönen  Besitzung  sogar  eines  Golfplatzes  von 
achtzehn  Löchern  erfreut  und  der  als  der  schönste  Golfplatz 
von  Kalifornien  gilt.  Golf  erfreut  sich  bei  den  Filmschauspielern 
außerordentlicher  Beliebtheit,  und  wer  es  irgendwie  ermöglichen 
kann,  verbringt  den  Nachmittag  auf  dem  Golfplatz,  wenn  er  es 
nicht  vorzieht,  abends  Tennis  spielen  zu  gehen.  Hollyvvood  weist 
zwei  lennisplätze  auf,  die  bis  in  die  tiefe  Nacht  besucht  werden, 
denn  eine  märchenhafte  Lichtverschwendung,  von  der  man  sich 
in  dem  dunklen  Europa  gar  keine  Vorstellung  machen  kann,  er- 
möglicht das  Spiel  auch  zu  einer  Stunde,  da  in  anderen  Gegen- 
den der  Welt  der  Sport  nur  noch  in  HAÜcn  möglich  ist.  Für 
C'nen  Filmschauspieler,  dessen  Beruf  an  aufregenden  Momenten 
reich  ist,  bedeutet  Golf  eine  der  besten  Erholungen,  die  gleich- 
zeitig mit  gewisser  Gymnastik  verbunden  ist.  Die  armen  Stars 
dürfen  ja,  solange  sie  auf  der  Höiie  stehen,  nicht«;  unternehmen, 
was  ihrer  Jugendlichkeit  schaden  könnte.  Sic  dürfen  nicht  ein- 
mal lange  schlafen,  da  nach  Ansicht  der  Ärzte  in  dem  heißen 
Klima  Kaliforniens  ein  mehr  als  sicbcnstün Jiger  Schlaf  die  Haut 
runzlig  machen  soll  und  Fallen  der  Todfeind  der  Karriere  sind. 
Sie  dürfen  nicht  einmal  einen  gefährlichen  Sport  troibtn,  denn 
das  ist  ihnen  durch  den  Kontrakt  untersagt  Freilich  verbietet 
schon  die  Polizei  das  früher  beliebte  Rasen  mit  den  Automobilen, 
denn  innerhalb  des  Stadtbezirkes  von  Los  Angeles  sind  nur 
35  Kilometer  als  Höchstgeschwindigkeit  zugehssen,  und  wer  da- 
gegen verstößt,  wird  von  Polizisten  auf  Motorrädern  gestellt 
und    hat    5   Dollar   Strafe   zu   zahlen.      Wer    den    Ehrgeiz   in   sich 


spürt,  es  dem  Major  Segravc  nachzutun,  kann  dazu  eine  private 
Rennbahn  benutzen,  auf  der  es  gegen  eine  Stundengebühr  ge- 
stattet ist,  sich  die  Knochen  zu  brechen.  Eine  Einladung  zum 
Golfspiel  bei  Harold  Lloyd  bedeutet  regelmäßig  einen  großen 
Nachmittag.  Die  Stars  sind  ja,  wie  man  weiß,  «lußerordcntlich 
kollegial,  und  die  anderswo  bestehende  Spannung  zwischen  den 
einzelnen  Darstellern,  die  Eifersucht  auf  den  Erfolg,  die  anders- 
wo vom  Begriff  Theater  nicht  zu  trennen  ist,  kennt  man  in 
Hollywood  nicht.  Auf  diesen  Golf-Parties  geht  es  übrigens  viel 
solider  zu,  als  davon  gesprochen  wird.  Bei  der  Nachmittags- 
hitze besteht  durchaus  keine  Vorliebe  für  starke  Getränke,  auch 
sind  die  meisten  Amerikaner  in  leiblichen  Genüssen  recht  be- 
scheiden. Ihre  kulinarischen  Wünsche  pflegen  sie  in  der  Regel 
niit  einem  Besuch  von  Paris  zu  verbinden,  denn  in  Kalifornien 
kann  in  europäischem  Sinne  niemand  kochen.  Der  Gastgeber 
reicht  also  zumeist  Früchte  und  Limonaden,  die  auf  Eis  in 
Silber  serviert  werden,  und  beteiligt  sich  eifrig  an  dem  Spiel. 
Er  ist  nicht  einmal  böse,  wenn  er  schlecht  abschneidet,  was 
stets  der  Fall  ist,  sobald  Richard  Dix  an  der  Partie  beteiligt 
ist,  der  als  der  beste  Golfspieler  unter  den  Filmstars  gilt.  Ihm 
gleich  kommt  Marcelline  Day,  die  sich  ihr  Brot  sehr  gut  als 
hochbezahlte  Golflehrerin  verdienen  könnte,  wenn  sie  nicht  ein 
aufsteigender  Filmstar  wäre,  dem  eine  große  Zukunft  prophezeit 
wird.  Tüchtige  Golflehrer  sind  in  Hollywood  sehr  gefragt  und 
werden  teilweise  höher  bezahlt  als  die  Schauspieler,  die  in 
Charakterrollen  erscheinen.  Natürlich  ist  es  der  Ehrgeiz  der 
Klubs,  einen  englischen  Golflehrer  zu  haben,  möglichst  einen, 
der  seine  Amateurschaft  aufgeben  mußte,  weil  seine  Mittel  nicht 
ausreichten.  In  England,  das  ehedem  eine  führende  Schicht  mit 
behaglichen  Renten  ausgestatteter  Sportamateure  aufwies,  macht 
die  Zersetzung  der  Gesellschaft  große  Fortschritte,  und  ein  An- 
gebot nach  Hollywood  als  Sportlehrer  ist  heute  verlockender 
als  eine  unsichere  Karriere  beim  Film. 


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Ernst  Petersen  und  Leni  Qiefenstatil 
im   AafQ-Sokal-Film  „Die   v/eiße   Hölle   von    Piz   Palü' 


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Das  schwierigste  artistische  Kunststück  ist  der 
doppelte  Salto,  der  von  einem  Trapez  zum 
anderen  führt.  Dieser  Salto  ist  so  außer- 
ordentlich jjefährlich,  daß  ihn  nur  die  Elite  der 
Artisten  wagt  und  mit  ihrem  Leben  spielt,  denn 
von  den  wenigen,  die  ihn  beherrschen,  bricht  sich 
fast  jeder  zuletzt  doch  das  Genick.  Ein  zu  kurz 
berechneter  Schwung  der  Schaukel,  ein  nicht  aus- 
reichendes Rotieren  des  Körpers  —  und  die 
Hände,  die  fangen  wollen,  greifen  ins  Leere  und 
der  Körper  stürzt  von  der  Höhe  der  Zirkuskuppel 
in  die  Manege.     Um  diesen  Salto  auszuführen,  be- 


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Tami  Coynor,  Nancy  Drcxel,  Barry  Norton.   Charles  Morton 

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darf  es  außergewöhnlichen  Trainings;  wer  ihn 
wagt,  ist  von  Jugend  auf  in  der  Schule  der  Artistik 
gewesen.  Die  Menge  glaubt  immer  noch,  daß  den 
Artistenkindern  die  Knochen  gebrochen  würden, 
damit  sie  für  ihren  Beruf  richtig  vorbereitet 
wären.  Natürlich  ist  das  ein  Unsinn;  Artistenkin- 
der sind  nur  von  Jugend  auf  trainiert  und  müssen 
im  sogenannten  besten  Alter  von  der  Bühne  ab- 
treten, weil  Sport  und  Artistentum  nur  für  junges 
Blut  sind.  Übrigens  hat  der  allgemeine  Auf- 
schwung des  Sportes  die  Parterreakrobatik  schwer 
bedrängt,  denn  gute  Turner  geben  heute  mittleren 
Artisten  nichts  nach.  Die  Schule  der  Artisten- 
zöglinge ist  hart.  Vor  Jahren  hat  einmal  der  große 
dänische  Dichter  Hermann  Bang,  den  die  heutige 
Generation  zu  Unrecht  vollkommen  vergaß,  eine 
Novelle  ,,Die  vier  Teufel"  geschrieben,  worin  er 
den  Leidensweg  von  vier  elternlosen  Zirkuskin- 
dern beschrieb,  die  schließlich,  wie  es  in  der 
Sprache  der  Artisten  heißt,  eine  berühmte  ,,Luft- 
luunmcr"  wurden.  Sic  wachsen  in  einem  Wander- 
zirkus auf,  in  dem  es  nicht  so  lustig  zugeht  wie 
im  ,, Zirkus"  von  Charly  Chaplin,  obgleich  ja  auch 
dieser  große  .^lenschenkünder  die  Melancholie  des 
Zirkuslebcns  leise  angedeutet  hat.     „Die  vier  Teu- 


fei"  haben  den  Filmregisseuren  von  Anfang  an  ge- 
fallen. Die  bunte  Zirkusuelt,  der  Rausch  ihrer 
Vorstellungen,  die  behende  Bewegtheit  ihrer  A\en- 
schen  sind  für  eine  Kunst  geschaffen,  die,  wie  die 
Kinematographie,  die  Belegung  als  erste  Forde- 
rung stellen  muß.  Da  der  nordische  Film  vor  zwan- 
zig Jahren  die  Kinos  in  Europa  beherrschte  und 
in  Kopenhagen  künstlerische  Filme  herge.slellt 
wurden,  so  nimmt  es  nicht  wunder,  daß  die  ersten 
,,Vier  Teufel"  von  dort  kamen.  Das  dankbare 
Thema  wurde,  technisch  etwas  vollkommener,  nach 
ein  paar  Jahren  noch  einmal  gedreht.  Aber  die 
filmische  Aufnahmetechnik  hat  seitdem  so  außer- 
ordentliche Fortschritte  gemacht,  daß  diese  alten 
Filme  heute  nur  noch  kurios  wirken  würden.  F.  W. 
Alurnau,  der  stets  eigenartigen  Themen  nach- 
spürte, hat  die  feine  und  melancholische  Novelle 
von  Hermann  Bang  in  Hollywood  im  vergangenen 
Jahr  noch  einmal  gedreht.     Er  hält  sich  im  großen 


#. 


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und  ganzen  an  Bangs  Erzählung.  Aber  ein  so 
großer  Künstler  Murnau  auch  ist,  die  .^\elancholie 
und  die  zarte  Innerlichkeit  von  Bang  konnte  und 
wollte  er  nicht  ganz  verfilmen.  Das  Drama  braucht 
härtere  Kontraste  als  die  Prosageschichte,  die 
vieles  verschleiern  und  nur  andeuten  und  das 
Grausige  der  Phantasie  des  Lesers  überlassen 
kann.  Die  Grau-in-Grau-iMalerei  aber  liegt  dem 
Film  nicht.  Er  braucht  Aufhellung,  lichtere 
Ak/enle  und  darf  den  Humor  nicht  vergessen,  der 
nun  einmal  Hermann  Bangs  Art  nicht  war.  Trotz- 
dem kommt  der  Film  dem  Geiste  der  Novelle  so 
nahe,  wie  ein  andersgeartetes  Kunstwerk  dem 
stofflichen  Original  kommen  kann.  Ja,  es  ist  noch 
nicht  einmal  gesagt,  ob  Hermann  Bang  in  unserer 
Zeit,  die  andere  Nöte  als  die  seine  hat,  nicht  auch 
einen  anderen  versöhnlicheren  Abschluß  für  sein 
Werk  gefunden  hätte.  Murnau  legt  besonderen 
Wert  auf  die  Kinderszenen,  und  der  Reichtum 
Hollywoods  an  jugendlichen  Talenten,  die  dort 
durch  keinerlei  Vorschriften  an  der  Entfaltung 
ihrer  Begabungen  gehindert  werden,  hat  ihn  im 
reichen  A\aße  unterstützt.  Janet  Gaynor,  die  be- 
reits in  Murnaus  ,, Sonnenaufgang"  die  Hauptrolle 
verkörperte,  stellt  auch  diesmal  die  entscheidende 
lilmfigur  vor. 


Jonel  Gaynor,  Nancy  Drexel,  Barry  Norton,    Charles 
WkkPhotos 


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Willy  Fritsch.  Gero  Maly  und  Meresa  Simon  in  dem  Ufaton-Film  der  Erich  Pommer  Produktion  ,, Melodie  des  Herzens" 


l'h.t.  Uta 


In  den  Kindertajjen  des  Films  standen  den  Regisseuren  nur 
ganz  geringe  Mittel  zur  Verfügung.  Die  Aufnahmen  niulJten 
schnell  hintereinander  gedreht  werden,  und  es  blieb  in  der 
Regel  keine  Zeit  zum  Wechsel  der  Dekorationen.  In  einem  jetzt 
längst  anderen  Zwecken  zugeführte«  Atelier  hatte  der  Deko- 
rateur, nennen  wir  ihn  Lehmann,  die  erforderlichen  Szenen  auf- 
zubauen und  streng  darauf  zu  achten,  dal3  der  in  einer  Ecke  ver- 
staute ,, Fundus"  an  Dekorationsstücken  auch  tatsachlich  bei- 
sammen war.  Man  verfügte  nur  über  die  allernotwendigsten 
Dinge,  und  so  kam  es,  daß  gewisse  Möbel  in  allen  möglichen 
Zimmern  auftauchten.  Da  gab  es  einen  großen  viereckigen 
Tisch  mit  Barockbeinen,  der,  mit  einer  Wachstuchdecke  über- 
zogen, in  Armeleutewohnungen  stand,  mit  einer  Plüschdecke  ge- 
ziert, die  Bürgerwohnungen  zu  verschönen  hatte.  Da  aber  auch 
schon  damals  die  Handlungen  mit  Vorliebe  in  die  Häuser  des 
Reichtums  verlegt  wurden,  so  mußte  der  Tisch  auch  die  prunk- 
voll gedachten  Salons  der  Filmaristokratie  schmücken,  zu  wel- 
chem Zweck  der  Dekorateur  Lehmann  ihn  mit  einer  riesigen 
Majolikavase  dekorierte.  Diese  Vase  war  Lehmanns  Eigentum. 
Er  hatte  sie  in  einer  Lotterie  gewonnen  und  liebte  sie  zärtlich, 
weil  sie  ihm  wie  ein  Idol  von  Reichtum  und  Vornehmheil  er- 
schien. Sie  paßte  recht  gut  in  den  Dekorationsstil  der  ersten 
Filme,  aber  dem  Regisseur  jener  Firma,  der  wöchentlich  seine 
zwei  bis  drei  Filme  vom  Stapel  ließ,  wurde  es  allmählich  zu 
viel,  die  Vase  im  Mittelpunkt  seiner  Filmdekorationen  zu  sehen. 
Nach  hartem  Kampf  mit  Lehmann  gelang  es  dem  Regisseur 
endlich,  sie  vom  Tisch  zu  entfernen,  aber  sie  verschwand  des- 
halb noch  nicht  aus  der  Dekoration.  Mit  einer  Hartnäckigkeit, 
die  einer  bsseren  Sache  würdig  gewesen  wäre,  wußte  es  Leh- 
mann immer  so  einzurichten,  daß  die  hellblaue  Vase,  die  im 
Film  weiß  erschien,  in  den  Aufnahmen  zu  sehen  war,  dem  er 
kannte  die  Art,  in  welcher  der  Regisseur  die  Einstellungen  vor- 
nehmen ließ,  ganz  genau.  Da  Lehmann  nicht  zu  bewegen  war, 
die  Vase  aus  der  Dekoration  zu  entfernen  und  er  sonst  eine 
überaus  brauchbare  und  billige  Hilfskraft  darstellte,  so  entschloß 
sich  der  Regisseur  zu  einem  Gcwaltstreich.  Er  dachte  sich  an 
Hand  einer  bekannten  Novelle  (damals  beachtete  man  noch  keine 
Autorenrechte,  und  nahm  die  Stoffe,  wo  man  sie  fand,  da  das 
„Filmen"  im  Urhebergesetz  nicht  vorgesehen  war)  eine  packende 
Handlung  aus:  Ein  junger  Graf  macht  seiner  Geliebten  das  Ge- 
ständnis, daß  er  leider  beim  Spiel  sein  gesamtes  Geld  verloren 
habe  und  daher  standesgemäß  heiraten  müsse.  Die  Geliebte, 
eine    Schauspielerin,     wird    bei    der    Eröffnung    dieser    Talsache 


wahnsinnig  und  zerschlägt  mit  einer  Bronzefigur  die  gesamte 
Zimmereinrichtung.  —  Wahnsinnsszenen  waren  in  dieser  Epoche 
der  Kinematographie  beliebt.  Ehedem  wurde  nicht  viel  geprobt. 
Die  Schauspieler  erhielten  kurze  Anweisungen,  und  die  Szene 
wurde  einmal  aufgenommen.  Sie  hatte  eben  beim  erstenmal 
gut  zu  sein.  Die  über  den  eigentlichen  Plan  des  Regisseurs 
unterrichtete  Schauspielerin  machte  ihre  Sache  vortrefflich.  Sie 
fiel  auf  Kommando  mit  einem  gräßlichen  Schrei  in  Wahnsinn, 
ergriff  die  ßronzefigur,  fuchtelte  damit  wild  um  sich,  zerschlug 
einen  gläsernen  Aschenbecher  und  ließ  dann  —  großer  Mo- 
ment —  die  Bronze  wuchtig  auf  die  Majolikavase  sausen.  Aber 
man  hatte  sich  getäuscht!  Mit  dem  Schrei  einer  Löwin,  der  ihr 
Junges  entrissen  werden  soll,  stürzte  sich  Lehmann  in  die  Deko- 
ration, unbekümmert  darum,  daß  er  mit  auf  den  Zelluloidstreifen 
kam,  und  umklammerte  die  geliebte  Vase  wie  ein  lebendes 
Wesen.  Aber  die  elegante  Bronze,  die  aus  einem  Fünfund- 
ncunzig-Pfennig-Bazar  stammte,  hatte  sich  an  der  Vase  nur 
vollkommen  verbogen,  die  harte  Majolika  jedoch  nicht  im  ge- 
ringsten beschädigt.  Trotz  des  ausbrechenden  Krachs,  wie  er 
größer  nicht  wieder  in  einem  Filmatelier  vorgekommen  ist,  nahm 
Lehmann  die  Vase  unter  den  Arm  und  brachte  sie  in  Sicherheit. 
Schließlich  mußte  der  Regisseur  die  Szene  auf  andere  Weise  zu 
Ende  bringen.  Eine  Zeitlang  war  Lehmann  überhaupt  nicht  zu 
sprechen  und  benahm  sich  so  grantig,  daß  niemand  mehr  mit 
ihm  arbeiten  wollte.  Dann  ließ  ihn  seine  Eitelkeit  doch  wieder 
den  Versuch  wagen,  die  Vase  malerisch  in  einer  eleganten 
Zimmerdekoration  aufzubauen  • — ■  und  das  sollte  sein  und  ihr 
Unglück  werden.  Die  Vase  stand  auf  einer  Balustrade  neben 
der  Tür,  welche  die  betrogene  Gattin  aufzubrechen  hatte,  um 
ihren  Mann  mit  einer  Nebenbuhlerin  zu  ertappen.  Die  Szene 
begann,  die  Tür  knackte,  denn  die  Schaus|->iclerin  warf  sich  mit 
voller  Wucht  dagegen.  Sie  hatte  den  Stoß  aber  ein  wenig  zu 
stark  ausgeführt,  denn  die  ganze  Wand,  deren  Stützen  nach 
altem  Theaterbrauch  nur  mit  Bohrern  zusammengeschraubt 
waren,  löste  sich  plötzlich,  fiel  krachend  um  und  begrub  alle 
Requisiten  unter  sich.  Als  man  zuerst  die  Schauspielerin,  die 
sich  die  Hand  verstaucht  hatte,  und  danach  die  Dekoration  auf- 
hob, fand  man  Lehmanns  Vase  in  tausend  Trümmer  zersprungen. 
Tränenden  Auges  suchte  er  die  Scherben  zusammen  und  war 
nicht  einmal  zu  trösten,  als  man  ihm  die  Bezahlung  seines  Eigen- 
tums versprach.  Schließlich  veranstalteten  die  Schauspieler 
unter  sich  eine  Sammlung  und  kauften  eine  ahnliche  Vase,  Aber 
sie  hatten  sich  getäuscht.     Lehmann  verweigerte  die  Annahme. 


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Paul  Lenis  erster  Erfoli^  in  Amerika  war  „Spuk  im 
Schloß"  gewesen,  jener  meisterhaft  jjesehenc  Krimi- 
nalfilm, der  bei  den  Zuschauern  echtes  Gruseln  her- 
vorrief. Lcni  j|estaltete  darin  einen  an  sich  plumpen  Stoff, 
der  einem  reißerischen  Theaterstück  entstammte,  auf  so 
cij^ene  Art,  daß  aus  ihm  ein  Spiel  zwischen  Traum  und 
Wirklichkeit,  eine  optische  Dichtung  im  Sinne  E.  Th.  A. 
t.'  »^  ^^^B  Hoffmanns  wurde.  Auch  in  Deutschland  war  Lcnis  nach- 
haltifjster  Regieerfolg  das  ,, Wachsfigurenkabinett"  gewe- 
sen, dessen  unheimlich  spukhafte  Bilder  den  Schauer  un- 
gewöhnlicher Vorgänge  ausströmten.  Paul  Leni  hat  mit 
wechselndem  Glück  in  Amerika  noch  ein  paar  Gruselfilme 
inszeniert,  weil  man  in  Hollywood  den  ersten  Erfolg  als 
entscheidend  ansieht.  Er  wäre,  wenn  nicht  eine  schwere 
Krankheit,  die  ihn  jetzt  in  die  deutsche  Heimat  zurück- 
führt, seine  Tätigkeit  unterbrochen  hätte,  ein  Regisseur 
wie  Tod  Browning  geworden,  der  ja  für  seinen  Lon  Chaney 
gar  nicht  genug  sonderbare  Geschichten  erfinden  kann. 
Einer  dieser  Lenifilme  ist  ,,Die  letzte  Warnung",  der  ähn- 
lich wie  ,,Spuk  im  Schloß"  einem  Theaterstück  nachge- 
bildet wurde.  Noch  besser  als  vordem  ist  hier  der  ge- 
I  ballte  Bühnendialog  zertrennt,  die  Einheit  des  Schauplatzes 
—  eine  Notwendigkeit  der  Sprechbühne  —  aufgehoben 
und  der  Einzelvorgang  im  Bilde  sichtbar  gemacht  worden. 
Kriminelle  Vorgänge  interessieren  immer,  und  sobald  der 
Zuschauer  vor  die  Frage  gestellt  wird,  von  sich  aus  der 
Lösung  eines  Rätsels  nahezukommen,  erwacht  seine  An- 
teilnahme an  einem  Problem  doppelt.     Aber  bei  Ltiu  geht 


ilHüMllWü 


es  nie  allein  um  die  Fraise,  wer  der  Täter  ist.  Diese  Form 
des  Kriminalfilms,  die  sich  vor  allen  Din<^en  bemüht,  sicht- 
bare Spuren  zu  verwischen,  um  den  Scharfsinn  des  Detek- 
tivs darauf  zu  hetzen,  ist  veraltet.  Überholt  ist  ja  auch 
die  Technik  der  Sherlock  Holmes-Geschichten,  in  denen 
es  nicht  ohne  Falltüren,  präparierte  Kabinette  und  ge- 
heimnisvolle Möbel  abfjeht.  Edj^ar  Wallace,  Erfinder  der 
modernsten  Kriminaljjeschichte,  arbeitet  denn  auch  zeit- 
jjemäß  mit  Radio,  Bildfunk  und  Fluj^zeuf«,  aber  leider 
lassen  sich  seine  besten  Tricks  nicht  optisch  sichtbar 
machen.  Paul  Leni  übernimmt  daher  den  Trick  der  alten 
Kriminaljjechichte,  verbirjjt  aber  dessen  Überholtheit  hin- 
ter dem  Effekt  des  Spukhaften,  Eine  Falltür  ist  ein  Re- 
quisit, an  das  der  Zuschauer  nicht  mehr  recht  glaubt. 
Aber  wenn  sie  sich  im  Fußboden  einer  Bühne  befindet 
und  in  einem  Augenblick,  wo  sie  niemand  benötigt,  von 
unbekannten  Kräften  in  Bewegung  gesetzt  wird,  so  wirkt 
das  überraschend  und  rätselhaft,  und  der  Zuschauer  ist 
schnell  geneigt;  den  gesamten  Mechanismus,  den  der  Re- 
gisseur zur  Vorführung  seiner  Tricks  benötigt,  ernst  zu 
nehmen.  Denn  Leni  enträtselt  seine  Apparatur  nicht 
vollkommen.  Er,  der  Maler  unter  den  Regisseuren,  liebt 
es,  über  alle  Dinge  ein  gewisses  Halbdunkel  zu  legen  und 
mit  den  Beleuchtungskörpern,  deren  Licht  die  Aufnahme 
erst  ermöglicht,  optische  Effekte  zu  erzielen,  von  deren 
Mitwirkung  der  Fortgang  der  Handlung  abhängt.  Pau 
Leni  hat  noch  in  der  Zeit,  da  er  im  Film  nur  als  Architekt 
tätig  war,  bereits  durch  die  Technik  seiner  Bauten  den 
Charakter  der  Handlung  stark  betont.  So  ist  der  Erfolg 
von  „Scherben",  jenem  titellosen  Carl  Mayer-Film,  dessen 
Spiclwart  Leopold  Jeßner  war,  zu  einem  gewissen  Teil 
ihm  zuzuschreiben,  Leni  hat  seitdem  diese  besondere  Art 
vertieft  und  ist  nicht  immer  der  Gefahr  ausgewichen,  das 
malerische  Element  zu  stark  einzusetzen  und  die  Handlung 
darüber  zurücktreten  zu  lassen.  In  der  „Letzten  War- 
nung" hat  er  das  rechte  Mittelmaß  gefunden,  schon  weil 
der  Stoff  an  sich  außerordentlich  stark  w'ar,  den  zu  be- 
wältigen CS  der  gesamten  Kraft  dieses  bedeutenden  Re- 
gisseurs bedurfte,  der  ein  unermüdlicher  Arbeiter  und  An- 
reger ist  und  dessen  baldige  Genesung  wir  erhoffen. 


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6r    S 

X_yl  UND  v_y 


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UND  SEHR  VIEL 


ScliwiitÄel 


GiiA.  LbLSti^er  Abei4.teu.errovnaLva. 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


IS.  Fortsetzung 

Der  Pascha  saß  längst  unten  und  besah  kopfschüttelnd  die 
blitzenden,  völlig  rätselhaften  Apparate,  über  deren  Drähte  man 
übrigens   leicht   stolperte. 

Der  runde  schwarze  Trichter  sah  aus  wie   ein  Grammophon. 

Dorrit   begann  die   Wellen   zu   suchen. 

Eine    Weile    blieb    es    still. 

Dann  schrillte  grelles  Pfeifen  aus  dem  Trichter.  Es  heulte 
wie    ein    ganzer    Chor    liebeskranker    Hyänen. 

Die  Diener,  die  das  Zimmer  vorsichtig  umschlichen,  fuhren 
zusammen  wie  eine  Herde,  in  die  der  Blitz  einschlägt,  und 
raunten  sich  Vermutungen  über  die  Abkunft  dieses  scllsamcn 
Mädchens  zu,  unter  denen  der  Scheitan,  der  Teufel,  und  ein  paar 
Abarten  ungewöhnlicher  Geisler  bedeutende  Rollen  spielten.  Die 
liebeskranken  Hyänen  schienen  auch  noch  Gcißelhiebc  zu  be- 
kommen —  sie  heulten  auf,  und  der  Pascha  verzerrte  entsetzt 
den  Mund  zu  einer  Grimasse,  die  er  jedoch  höflich  verbarg, 
als   ihn   Dorrit   zufällig   ansah. 

,,Ist   das  die  moderne  Musik?"   fragte  er  sanft. 

Sie  schüttelte  lachend  den  Kopf  und  schrie  etwas  von  ,, Welle 
suchen    müssen"   und    ,, werden    wir   gleich    haben". 

Und  da  klang  es  plötzlich  im  Chaos  wie  eine  verwirrte  Melodie, 
unter    deren    Zaubcrklang    die    Hyänen    das    Weile    suchten. 

Sic  verstärkte  sich  zu  klingendem  Spiel  — -  zu  klirrenden 
Rhythmen  eines  wilden,    hüpfenden  Tanzes. 

Die    Claridgc    Syncopators    spielten    ,,Dancing    Tamborine". 

Die  entfesselte   Musik  brandete   durch   den   Raum. 

Dorrit    grinste. 

Der  Pascha   murmelte   ein   Maschallah   nach   dem   andern. 

Jetzt    sangen   cm   paar   Männerstimmen. 

,, Paris!"    tagte    Dorrit    und    zeigte    die    starken    Zähne. 

,,Abcr  sie  sprechen  nicht  Französisch."  Der  Pascha  flüsterte 
wie   in   einer   Moschee. 

,,Nein,  Englisch.  Der  Text  der  modernen  Musik  ist  fast  immer 
englisch.  Sprechen  Sie  Englisch,  Exzellenz?  Nein?  Wie 
schade." 

Sie   unterdrückte    einen    Seufzer    der    Erleichterung    dabei. 

Sie  hätte  sich  diese  Muhe  nicht  zu  machen  brauchen.  Der 
Pascha  war  völlig  konsterniert.  Er  saß  wie  betäubt,  und  trotz 
des  frohen  und  seltsamen  Rhythmus,  der  seinen  Körper  zucken 
ließ,    fühlte   er   etwas    wie    eine   ungeheure    Beklemmung. 

Ihm  war,  als  stände  sein  Reich  mit  allen  lausend  Geheim- 
nissen, die  er  sorgfältig  behütete,  plötzlich  unter  dem  starken  und 
unbarmherzigen  Licht  der  Großstadt,  der  Großstadt  mit  hundert- 
tausend  Augen. 

Die  Zivilisation  rückte  auf  ihn  zu  und  strahlte  ihm  ihre 
Scheinwerferkegel  ins  Gesicht. 


Nachdruck  verboten 

Unmerklich   stellte   Dorrit   den  Sender   an. 

Dann  ließ  sie  Paris  abbrechen.  Die  Stimmen  verklangen  nicht 
—  sie  sprangen  in  die  Höhe  und  verschwanden  wie  losgelassene 
Raketen  im  Weltenraum. 

,,Ist  das  nicht  eine  unerhörte  Erfindung,  Exzellenz?  —  Und 
sie  wird  nicht  nur  dazu  benutzt  —  auch  zum  Überbringen  der 
Tagesnachrichten,  zum  Ansagen  der  Presse  —  zur  Reklame.  — 
Wissen  Sie,  wie  ich  zum  Beispiel  Reklame  für  Sie  machen 
würde?" 

Sie  stellte  sich   sehr  niedlich  und   sehr  graziös  in  Positur. 

,,An  alle,  die  es  hören  wollen!!  Der  Palast  Seiner  Exzellenz 
Schükri-Pascha  ist  die  größte  Sehenswürdigkeit  des  Balkans! 
Die  Eleganz  der  Räume  ist  ebenso  unübertrefflich  wie  die  Reich- 
haltigkeit der  Küche  und  die  Liebenswürdigkeit  des  hohen  Gast- 
gebers! In  einer  märchenhaften  Umgebung  liegt  das  uralte 
Schloß  an  der  Küste,  das  noch  aus  der  Türkenzeit  stammt. 
Kommt   alle,   staunt   und   genießt!    Die  Eröffnung   ist    jetzt!" 

Sic  hatte  sehr  laut  und  deutlich  gesprochen,  den  Mund  ganz 
nahe  am   Mikrophon. 

Mit  einer  unmerklichen  Bewegung  den  Sender  abstellend, 
wandte  sie  sich  lustig  lachend  dem  Pascha  zu,  der  zwischen 
lächelnder  Verlegenheit  und  verwunderter  Vcrständnislosigkeit 
schwankte. 

,,So  muß  man  es  machen.  Aber  die  wirklich  gute  Reklame 
muß  vielsprachig  sein.  England  und  Amerika  sind  heute  ton- 
angebend," 

Sie   stellte  wieder  an  und  begann  auf  englisch: 

,, Ladies  and  Gcntlemcn,  hier,  genau  sieben  Autostunden  zu 
zirka  sechzig  Kilometer  Durchschnitt  nordwestlich  von  Ragazza, 
der  Hauptstadt  Illyriens,  entfernt,  an  der  Küste,  liegt  das  Schloß 
Schükri-Paschas,  bereit,  Sie  zu  empfangen.  Kommen  Sie,  sehen 
Sic,  genießen  Sie  die  echte  aristokratisch-türkische  Gastfreund- 
schaft des  liebenswürdigen  Paschas,  der  Sie  einlädt.  Es  gibt 
keine  Prohibition  —  aber  auch  keinen  Weinzwang.  Große  Be- 
sichtigung der  Frauengemächer  (sie  hütete  sich  wohl,  das  Wort 
, Harem'  zu  gebrauchen).  Sieben  Autostunden  nordwestlich  von 
Ragazza  an  der  illyrischen  Küsle,  direkt  über  einer  kleinen 
Bucht,  vom  Meer  aus  deutlich  sichtbar.  Hier  ist  eine  Sensation, 
größer  als  die  der  Spielbank  von  Monte  Carlo!  Wir  heißen 
Sie    herzlich    willkommen!" 

Abstellen.      So. 

,,So  macht  man  in  Europa  heute  Reklame,  Exzellenz.  Für 
Hotels,  Weinhäuser,  Hüte,  Chcwing-gum  —  tausend  Sachen. 
Und  dann  hat  man  besondere  Apparate,  Sender  genannt,  die 
nicht    nur,    wie    diese,    zum    Empfang    bestimmt    sind,    sondern    die 


TSr3rW-«J^;^j;::,;  «15550, 


^abrikfilialen  und  Brennabor-Vertretun 


igen  an  allen  größeren  Plätzen 


Worte  an  den   Empfänger  weitersenden.  —  —  Aber   jetzt  wollen 
wir    wieder    Musik    hören." 

Sie    stellte    den    Empfänger    wieder    an. 

Aus  dem  Trichter  kamen  die  letzten  Töne  der  Tanzmusik 
im  Claridge  —  ein  paar  gellende,  triumphierende,  sieghafte 
Schläge    auf    das    Tamburin.   —   —   — 

Dorrit  wiederholte  ihre  Sendung  spät  abends  noch  ein 
dutzendmal    auf   verschiedenen   Wellenlängen. 

Ihre  Wellen  hieben  mit  der  Pranke  eines  Löwen  in  die  Tanz- 
musik des  Shcpheard-Hotels.  Sie  zerbrachen  vehement  den 
Vortrag  des  Professors  Dr.  J.  Emmerlich  über  die  Pathologie 
des  Bubikopfs  und  zerschnitten  grausam  den  Lebensfaden  eines 
Männerquartetts  aus  der  Lüneburger  Heide,  das  den  Wald  drin- 
gend fragte,  wer  zum  Teufel  ihn  denn  aufgebaut  habe.  Dieses 
letzte  war  vielleicht  an 
sich    nicht    so    schlimm,    da 

die     vier    Burschen     wahr- 

scheinlich     vergeblich      auf 
Antwort   gewartet   hätten. 

Immerhin  richtete  es  star- 
ke Verwirrung  in  den  ver- 
schiedensten Gegenden  an. 

Frauen,  deren  Männer  am 
gleichen  Tage  abreisen  muß- 
ten, machten  grauenhafte 
Szenen;  in  Madrid,  Prag 
und  Kaltowitz  knallten  Re- 
volverschüsse. Elf  Rechts- 
anwälte wurden  zu  Schei- 
dungsprozessen antelcpho- 
niert.  Die  Aktienbesitzer 
von  Zoppot  und  Monte 
Carlo  erbleichten  lebhaft, 
und  die  acht  ältesten  ehe- 
maligen Straßenreiniger  Ber- 
lins sandten  eine  Notiz  an 
die  deutsche  Presse,  daß 
sie  zum  Beweis  ihrer  Rüstig- 
keit am  nächsten  Mittag 
um  ein  Uhr  vom  Branden- 
burger Tor  aus  zu  Fuß  nach 
dem  Schloß  des  Paschas 
von  Illyricn  starten  würden, 
ohne  Gepäck,  nur  einen 
alten  Sprengwagen  vor  sich 
hinschiebend. 

Aber  Dorrit  halte  trotz- 
dem richtig  gerechnet. 

Sie  wußte,  ein  S.  O.  S.- 
Signal hätte  bestenfalls  lang- 
wierige diplomatische  Sche- 
rereien zur  Folge  gehabt, 
und  sie  kannte  Illyrien  jetzt 
gut  genug,  um  zu  wissen, 
daß  bis  zu  dem  übrigens 
sehr  zweifelhaften  Ergebnis 
dreimal  mehr  Zeit  vergehen 
würde,  als  für  sie  gut 
war. 

Rettung  war  nur  möglich, 
wenn    man    Leute    anlockte, 
statt  um  Hilfe  zu  rufen. 
* 

Etwa  hundertfünfzig  Seemeilen  von  der  Küste  entfernt 
schwamm  eine  kleine,  blitzende  Luxusjacht  mit  weißgestriche- 
nem schlanken  Rumpf  und  einem  leuchtend  zitronengelben 
Schornstein. 

Und  auf  dem  Sonnendeck  tanzte  eine  sehr  lustige  Gesell- 
schaft zwischen  dem  vierten  und  fünften  Gin-Fizz  zur  Musik 
der  Claridge  Syncopators,  als  Dorrits  Stimme  ihre  Reklame 
dazwischendonnerte. 

Einen  Gin-Fizz  später  fiel  Mr.  Stuart  Bobkinsons  Jacht 
„Uncle  Sam"  mehrere  Strich  vom  Kurs  ab  und  dampfte  mit 
voller    Kraft    auf    die    illyrische    Küste    zu. 

* 

In  weitem,  sehnenkräftigem  Bogen  sauste  eine  schlanke  Gestalt 
aus  dem  Laub  des  Ahorns  hervor  und  landete  auf  der  Mauer. 
Sic  duckte  sieh,  sprang  ab  und  krachte  ein  auf  einem  ganzen 
Nest  übercinandergestcllter  Geflügclställc. 

Einer   wurde   völlig    zermalmt    und   zwei    Dutzend    vollgestopfte 


Gänse  strebten  in  Zeitlupentempo  mit  den  Flügeln  schlagend  ins 
Weite.  Der  Eindringling  fluchte  in  leisen,  rauhen  Tönen  wie 
eine   ganze   Bark   voll   irischer  Vollmatrosen, 

Er  ließ  sich  nicht  einmal  Zeit,  sich  auf  Hautabschürfungen 
oder  Schlimmeres  zu  untersuchen,  sondern  fegte  blitzschnell  über 
den  Hof  und  kletterte  wie  eine  Katze  an  der  blechernen  Regen- 
rinne empor  bis  zum  Dach. 

Dorrit  stand  am  Fenster,  als  plötzlich  zwei  Beine  baumelnd 
gegen  das  Gitterwerk  schlugen. 

Sie  fuhr  zurück  —  das  eine  Bein  trat  jetzt  die  dünne  Kolzver- 
schnörkelung  mit  einem  kräftigen  Ruck  ein  — ,  und  gleich  darauf 
saß   Robby   Valberg   im   Fenster. 

So  groß  war  ihrer  beider  Erstaunen,  daß  sie  regungslos  ver- 
harrten, wie  sie  waren  — 
jeder  völlig  in  die  Be- 
trachtung des  anderen  ver- 
sunken. - 

Wie  immer  dachte  das 
Mädchen  zuerst. 

Ich  benehme  mich  sehr 
albern  —  ich  benehme  mich 
unglaublich  albern  —  jetzt 
habe  ich  sogar  ganz  lyrisch 
die  Hand  auf  das  Herz  ge- 
preßt. Es  fehlt  nur  noch, 
daß  ich  mich  auf  die  Zehen- 
spitzen hebe  und  die  Arie 
beginne.  —  Aber  was  kommt 
er  auch  so  durch  die  Luft 
herangescgelt,  der  dumme 
Junge! 

Und  er  (in  ziemlich  wil- 
dem Durcheinander): 

Herrgott,  sie  ist  hundert- 
mal hübscher,  als  ich  sie  in 
der  Erinnerung    gehabt  hatte 
—  wenn  ich  ihr   jetzt   nicht 
sofort  einen  Kuß  gebe,  dann 
verdiene    ich    wirklich,    daß 
sich     der     Holzsplitter     da 
hinten   noch    tiefer   in   mich 
hineinbohrt. 
Und   er  sagte: 
,, Nehmen  Sie  erst   einmal 
meinen  Revolver!" 
Und  sie  sagte: 
,, Haben    Sie    auch    Ihren 
Schwan  mitgebracht,    Ritter 
Lohengrin?      Was    soll    ich 
denn  nur  mit  Ihrem  Schieß- 
eisen?   Übrigens,  Sie  dürfen 
näher    treten." 

Bei  Schwan  dachte  er 
eine  Sekunde  lang  an  die 
Elefanten  mittlerer  Größe, 
die  er  auf  der  Handgepäck- 
aufgabe von  Ragazza  zu- 
rückgelassen   hatte. 

Aber    bei    Lohengrin    fiel 
ihm    ein,    daß    er    es    bisher 
nicht     für     nötig     gehalten 
hatte,  sich  vorzustellen. 
Ach,    hol's    der    Geier,    vorstellen!     Schwäne    und    Elefanten    — 
was   für   eine   dicke   Manierkruste   hatte   doch  so'n   Europäer.    Im 
nächsten  Augenblick   konnte  es   hier  Mord   und   Totschlag   geben. 
„Wie  hat   Sie  der  Kerl,  der  Pascha,  behandelt?" 
Sie  lachte  leise. 

,, Fragen  Sie  lieber,  wie  ich  ihn  behandelt  habe." 
Sie  erzählte  von  dem  Raub  des  Beutelchcns  und  von  ihrer 
Idee,  den  Pascha  mit  seiner  Ehrfurcht  vor  dem  Europäischen 
hinzuhalten,  indem  man  ihm  nicht  die  Zeit  ließ,  Atem  zu  holen, 
sondern  so  ungeheure  Betriebsamkeit  und  Aktivität  entfaltete, 
daß  er  sich  dauernd  auf  Neues  umstellen  mußte. 

,,Ich  habe  so  das  Gefühl,  daß  das  dringend  notwendig  war" 
Robby  nickte  sehr  ernst. 

,,Wie  wenig  angenehm,  wußten  Sie  wohl  gar  nicht.  Der  Be- 
ruf, den  er  tatsächlich  ausübt,  ist  so  ziemlich  der  gemeinste, 
den  es  gibt.  Ich  kann  Ihnen  nicht  sagen,  wie  froh  ich  bin,  Sie 
noch  angetroffen  zu  haben."  Fortsetzung  folgt 


Filmschauspieler  auf  der  Sprechbühne.     Henry  Stuart  und  Hella  Kürty  in 
dem    Lustspiel    „Geschlossene    Gesellschaft"    im    Berliner    Thalia-Theater 

Phvt.  Schert 


I 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    „Fi  I  m  -  M  a  g  a  z  i  n  ",    Berlin    SW  68,    Zimmerstraßc    35 — 41 
Schcrivcriag.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat    also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  vierdcn  nicht  beantwortet.  I5ei  Manu- 
skriptanReleirciilioiten  bitten  wir  folKendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  i>t 
Kiickportu  beizufiijjen.  Jede  Einsendung  eines  .Maiiu>kript*  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Ex|ioses  im  Umfange  von  2—3  Schreibina^chinenseilcH 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Regisseure  usw.  geeignet.  Fiir 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durehsehlage  serulen,  von 
handgeschriebenen  Sendungen   (leserlich)  eine  Abschrift  zuriickbehalteo. 


Metro-tloldwj  u- 
chen. 


i 


K  I.    a  US   L  II  z  e  r  n  :     H.iniou    Nov.irni    ist    durch    die 
Mayer-Srudios.     (ulvcr-City.     KalifurMieri.    L'.s.A.,    zu     ern 
(1.    I.    t!..    B  r  e  s  I  .1  u  :      .\n- 

dere  Filme  mit  Hans  Sliiwe  als 
die    von    Ihnen    aufgezählten    — 

gibt    es    nicht.    ..I>ie    Flucht     in 

die  Legion"   ist   in  Berlin  schon 

uranfgefiihrl    worden.   Der   Film 

wurde  von  Louis  R.tlidi  insze- 
niert.    Der     nächste    Film     mit 

Hans    Stiiwe     ist    ein    Tonfilm, 

der    sich    ,.Xur    dich    lialio    ich 

geliehf  betitelt:  Mady  Chri- 
stians      spielt       die       weibliche 

llauptr->lle.    —    Im    allgemeinen 

gibt    es    L'i) — ju   Kopien    von   den 

Filmen. 

(J    u    s    I    a    V     F  r  ö  blich- 

V  e  r  e  hr  e  r      (i  e  r  b  a  r  d      Z., 

H  r  e  s  I  a  u  :      (iustav    Frohlieh 

wohnt    Berlin-Steglitz,    OrU'.ins- 

straUc  4.    Er   wurde  am  21.  März 

in  Hannover  geboren,  ist  un- 
verheiratet      uml       gibt       .\uto- 

gramme.      Seiiur      bek.iniiteslen 

Filme         sind:  ...Metropolis", 

..Wenn      die    .Schwalben      lieiiu- 

wärts    zichu",     ..Die    ITlicht    zu 

schweigen",     ..Angst",     ..Hurra. 

ich       lebe".       „Das      lirennunde 

Herz".    ..Asphalt".      .Sein    neuc- 

.vter    Film    ist    .Jllochverral"  mit 

Cierda     .Maurus      .al^     Partnerin. 

Das    .Vlter    der    Künstler    geben 

wir    grundsätzlich    nicht    :in. 
(;  r  e  t  e     1'..      E  I  b  e  r  f  e  1  d  : 

nie    russische    Fürstin    in    ..Wer 

das      Sihciden      h.it      erfumlcir" 

spielte    Alary     l'arker.    Die    hei- 

deii  linderen  wi-iblichen  Haupt- 
rollen     wurden      von      (h.-irlotte 

.\iider    und    Betty   .\slor    verkör- 

jiert.   Nein,  der   U'Izle  Film  nach 

dem  Schauspiel  ..Alt  -  Heidel- 
berg"    ist    kein     rt';i-Film.        Er 

wurde   von  der   Meiro-tJoldw  >  n- 

.Majer      hergeslelll.       .\ber      .Sie 

haben    recht,    ein    p,iar    .\nlien- 

:infii.'ihmen    sind    in    Heiilellierg 

gedreht    wdrdeii.    —    D.is    .\ller 

der  Ktinstler  gi'ben  wir  grund- 
sätzlich nicht  ;in.  Ihre  .Schät- 
zung   durfte    uugef/ibr    stimmen. 

—  In  dem  Svenska-Film  .,\  er- 
siegelte   Lippen"    spielte    Louis 

l..ercb  die  männliche,  Moim 
.M.irtenssiML  die  wi-ihliche  {laupt- 

rolle.    ..Die    S.indgräfin  •    wurde 

Mui      der    C>rplid-.\leUtro    herge- 

.vtellt. 

I'.     H.      7:      Iw.in      l'elrov  idis 

eigentlicher    Acirn.iuie    i^t    Swe- 

tislaw.    —    Elizza     l.i     Porta     i.it 

geschieden.    —    Ihr    Wunsch    ist 

vorgemerkt.   —   i)er    Uarbo-t;il- 

t>erl-Film     ..The    wum.in    iif    .if- 

fnirs"        wird        miiglicberwi'ise 

iKJch  in  dieser  S.ii>iiii  erschei- 
nen. —  Adolphe  .Menjou  befin- 
det   sich    ZPir    Zeit    in    Paris. 

Hildegard  P..  H  i' r  I  i  n  :  ..Das  verboteiu-  Purailies"  und  ..Das  ver- 
bclene  Land"  sind  zwei  »erschiedene  Filme.  Im  ..\ frboteni'n  Paradies" 
spielte  aber  nicht  \ilma  B.iiiky.  wie  Sie  >clireiben.  mit.  Vilin.i  Baiikv 
hat  natnrhloniles  Ha.ir.  —  .\ulier  in  den  genannti-n  Filmen  h:it  der  ver- 
storbeni-  Einar  Haiison  in  Amerika  m)ch  in  dem  Pola  Negri-Film  ..Siaehel- 
draht"  gi'spiclt.  —  Der  ..Hlusirierte  FilmUurier"  kostet  o.i'ii  M.  pro  Stiick. 
~  Sie  haben  recht.  Harold  Lloyd  ist  mit  .Mildred  Da\ies  MTlieiralet.  tJreta 
(iarbo  ist  mit  .lohn  (lilbert  nie  \erheirati't  gewesen.  .Sie  standen  dicht  \or 
der  Verlobinig,  erkannlc^n  dann  aliiT.  d.iU  sie  nicht  zu  einander  palJleri. 
Ein  tiroUphoto  vcni  dini  verstorbenen  .Manritz  Stiller  kiinncn  Sie  iiiogliclier- 
weise  durch  die  ..Illustrierte  Film«  oche",  Herlin  SW  tis.  KochsiraUe  (i— s, 
i'rbaKeii. 

Brigitte    Helm-.    .7  e  n  n  y    .1  ii  g  o  -  V  e  r  e  h  r  e  r  innen.    Ber- 
lin:     Brigitte    Helm    h;it    ihre    Wol iig    in    Berliu-D:ili[cm.    Im    \\  inkel    ;.. 

ist  mit  I!i(  li.ird  \\  Ciüli.Kh  \  erheir.ilel  und  gibt  .\  iitog  i  Miiime.  Sie  ist 
eine  grolje  Hliiiiniirreiiiidiii.  —  .iciiiiv  .Ingo  «olint  Berlin  W.  Kaiser- 
il.'imm  i'H.  und  gibt  ebeiif.ills  .Vutogr.iiiimc.  Ihr  Partner  in  der  ..Schmiiggler- 
braiil    Von    .Malliir<;i"    ist    Enrico    Beufer.      Fr    winde    in    Ne.ipel    gelioreii. 


F  i  1  m  f  i  ni  m  e  1  .  K  li  t  z  s  c  h  e  n  b  r  o  d  a  :  ''Iht.a  P.irlos  richliger 
X;ime  ist  (Jerd.i  Kornsiedi.  —  Ihn-  Bildwünsche  sind  vorgemerkt  und 
sollen  in  ahselib.iri'r  Zeit  erfiillt  werden.  —  Ll(:n  Deyers  hat  am  5.  No- 
vember. Agnes  Petersen  .-im  i'l.  April,  tierd.i  .M.iiiriis  :im  •_'.').  August  (;e- 
biirtst.ig.  Kslerhazx  spricht  ni.iii:  Esterh.isi,  Behe  D.mlels  wird  liebe 
Deiiiiji'lls  .lusgi-sprocheii.  I.il  H.igovers  sclKiiier  N;ime  wird  ^  c^rschieden 
belont.  Viele  s.igen  1)  :i  gover.  in:inclie  i).i  g  o  ver  ,  ;indi'ri'  —  und  das 
scheint  richtig  zu  sein  —  D  .i  g  o  v  e  r  .  :ilso  ■•luf  allen  Silheii  gleichhetonl. 
(;  r  e  t  a  (!  ;i  rhu-  V  e  r  e  li  r  e  r  .  Berlin:  (ireta  (i.irbos  richliger 
Xanie  ist  (Ireta  (iust.avson.  Die  Künslli'rin  ist  Schwedin,  in  (iiileborg 
geboren.  Ihr  (Jebnrisl.-ig  ist  der  17.  .\pril.  (Jreta  (i.irlio  ist  durch  die 
.Metro-Stiuliiis.    (iilver-Citj ,     Kalifornien.     F. S.A..    zu    erreichen. 

F  r.  \V.,  Berlin:  .Jawohl, 
Jenny  Jugo  Avird  jetzt  iifler  mit 
Enrico  Benfer  sjnelen,  z.  B. 
schon  in  ihrem  nächstiMi  Film 
..Der  Bund  der  Drei".  Wlailimir 
tlaidarow  filmt  im  .Viigenlilii'k 
nicht.  —  Die  Titel  iler  n.ichsten 
Filme  mit  Nils  Asiher  (.iiiUer 
..Wilde  Orchideen")  stehen  noch 
nicht     fest. 

L  y  :i  1.  o  d  W.  -  (inst  a  V 
F  r  o  h  I  1  c  li  -  .S  c  h  H  .ä  r  m  e  - 
rill  in  Alt  o  11  a  :  Es  ist 
nicht  .iiisgi'scbliissen,  da  IJ  ,,  Lie- 
be" iiiicli  einiii.il  :iis  Iteprise  in 
H.'imlinrg  angcsclzt  wird.  Eli- 
sabeth Bergners  l'.irtiier  in  die- 
sem   Film    «ar   H.uis    Kelim.inii. 

—  Edd:i  L'roy  wird  auch  wie- 
der fihnen.  —  Wenn  Sie  Gu- 
stav Fröhlich  in  Berlin  ..in  ii;i- 
tiir.i"  sehen  niix'hten.  so  ist  es 
um  besten,  Sie  besuchen  seine 
Filnipremii'ren.  —  W.iriim  die 
\  erloliuiig  zwischen  den  bei- 
di'ii  Kiiiisileru  .iiitgelosl  wurile, 
entzieht    sich    unserer    Kenntnis. 

—  Da  sind  Sie  wohl  im  Irrtum. 
Wir  begnügen  uns  d.iinil,  stets 
nur  eine  Adresse  iler  Film- 
hlars  anzugeben,  und  zwar 
nach  Mögliehkeit  immer  die 
nem'ste.  .M.inchmal  ist  das  aber 
diiickli'cliiiisch  nicht  mehr  ein- 
zurichten, di'iin  \\v\v  Film- 
kiiiistler  ziehen  alle  vier  A\  o- 
clien  um.  Von  Brigille  Hi'lm 
und  H.irry  Halm  geben  wir 
aber  schon  lauge  die  neuen 
Adressen  ;in.  Halm  wohnt  Ber- 
lin - 'llalensee,  Clcerostr.ilji-  ')7, 
Brigitte  Helm  Berlin-D.ihlem. 
Im  Winkel  ü.  —  Warwick 
Ward  befindet  sich  in  Engl.ind 
und  ist  durch  die  Elslree-Stii- 
dios.  Hcrsfordshire,  zu  errei- 
chen. .Seinen  (ieburtslag  kön- 
nen wir  Ihnen  hi'iite  noch  nicht 
iiiilleilen.  —  C.unill.t  Hörn  ist 
durch  die  X.itional-Film  A.-IL, 
Berlin  SW  4,s,  Friedriclisir.  in. 
zu  el-reicben.  .Sie  bat  :ini 
2.').  April  (Jebiirtstag.  —  Im  .lU- 
genieinen     arbeiten     die     Film- 

»t.irs      1(1— .'10     Tilge     .111      eil 

Film,  manchiiuil  länger,  m.iiicli- 
m.'il  wenige  T.ige.  Das  hängt 
g.'iiiz  von  ihren  I'tilleii  .ib  und 
schlieltlich  auch  von  den  be- 
treffeiidi-n  Begisseureii.  nntei 
denen    sie    spielen. 

P  .1  II  I       K.,       8  e  h  in  ö  1  I  n  : 
('.•irnieii       Boiii      befindet       sich 
augenblicklich      in     FraiiUrc'icb. 
,  Ihre    Post   wird    ihr  durch    ihren 

Sekretär,    iHcrrn    Op.ivi.     Berlin 
NW  S7.    Altün:ier    SU.     1.    n.ii  h- 
ges.-indt. 
Gerda    M..    Plauen:     Sie    haben    recht,    die    Wilhelniine    Eiicke    im 
..Alten     Fritz"    spielle     Diii.a    Cralli.    —    .M.irin    P.imller    ist    bei    <ler    Sprecli- 
biiline.     wird    aber    :uich     weiter    filmeu.        Ihr     neuester    Film     heiljt     ..Die 
fidele     H.Trenp.irlie ".     —     H.irry      Liedlke     filmt     elieiifalls     fleilJig.  Doch 

steht  der  Titel  si-ines  nächsten  Films  noch  nicht  fest.  —  Eim-  Beschreibiiiig 
von  ,.\\ Clin  der  weiUe  Flieder  wicdiT  bliilil"  kömieii  Sie  durch  den  Illu- 
strierten Filmknrier.  Berlin  W  Ü,  Köthi-ner  Siralje  :i7,  beziehen.  Den 
Dr.  P.iiil  (Horst  in  dem  genannten  Film  spielle  W.-iller  (irüters.  v.in  der 
(i:iardeir    wurde    \  (ui    (i.iston    .I.ici|uet    d.irgestellt. 

F.  M.  niid  H.  (i.,  Dresden;  Harry  Piel  ist  mit  Dary  Holm  ver- 
heir.itet.  Piels  näclisler  Film  heilil  ..Sein  bester  Freund".  Der  Kiinstli-r 
-taninit  aus  Dusseldorf  und  li.-it  .-im  12.  .Iiili  (iidiurlst.ig.  Er  gibt  Aiito- 
„r.imnie.  —  Tom  .Mix  ist  durch  die  Fox-Siiidios.  ipil.  Western  .\\<'nue. 
Ilollywood.  K.ilifm  iiieii.  r.S..\..  zu  erreichen.  .Mix  erblickte  .im  (i.  .I.inii.-u 
in  El  P.iso,  'l'exas.  d.is  Licht  der  Well.  Er  ist  verheir.itet.  —  Hoot 
(.iibsoti  ist  durch  die  Fiiiv  ersal-Siiidios.  Iiiiversal-Cily.  Kalifornien.  F.S..\.. 
erreichb.ir.  Er  wurde  :im  21.  .liili  in  Tekem.ih.  Nebi.isk.i  (.ViiK-rik.i).  ge- 
boren,     liiseres   A\  issens    ist   er    li'dig.      .Alle    Filmsi.irs    geben   Aulogr.iiume. 


A  II  n  c  I  i  o  s  G.,  Dresden  :  Tino  l'attioras  Uorliiicr  Adresse  i.-t 
W  B,  i';ilast-llolel.  Der  Künstler  ist  nn^rehilir  seit  April  mit  der  .Scb:iii. 
fcpielerin  Krika  von  TliellniaM  \  erlieiralit  iiml  «i'''  Aiilo^rainnie.  Nalieris 
über  den  .Säiifjer  künnen  wir  llimn  im  Ansenlilick  niclit  .-a^teii,  da  er  zur 
Zeit  iiielit  in  der  j;eiilisliau|il>lailt  ist.  Midiald  er  timfilmt,  -{i'lH'n  wir  Ihnen 
aiieli  die  (iesellsclialt.  I'arliierin  iisw.  an,  alles,  «as  .Sic  uiiiisclien.  Nur 
bitten  wir,  iiielit  unj^eduldi^  /u  «erden,  wenn  .sicli  die  Antwort  im  Film- 
.Matiaziu  einmal  etwas  verzögert.  iSie  diirfen  niebt  verKesseri,  daü  bei 
nns  t.'i|;lieb  nnzäbÜKe  Itriele  ein;;i-)icM.  Am  liesti'n,  Sic_  wenden  sirli  in 
dieser  Ant;elry:i'nheit  in  eini;;eii  \Voeben  nocli  riiimal  an  iiiis.  \ielli-iibt 
können  wir  Jlinen  dann  sclion  nii'lir  iil)er  Tiiiii  l'atliera  \  erraten.  — 
Kieliard  Tanber  bat  (ielenkrbenniatisnins  ;;ebabi  nnd  wurde  in  l'jsli.-in 
in  2'-  Monaten  vull  nnd  Kanz  gebellt.  l>er  Künstler  befiudet  sieh  ;»ui;en- 
bliC'klieb    in    Holland. 

Jl  .-i  n  s  .M.-,  J)  ()  r  I  m  n  n  d  :  Die  fienannten  .'inierik.iiiisi-hen  l'ilni- 
stars  wohnen  in  Ilollvwiiod.  K.ilitdriiien,  r.S..\..  nnd  ^elien  Anlo^:r.iinim'. 
Sil-  können  rnliiK  deiitseb  ;ni  .sie  srlireilieii.  —  K\a  von  JSerne  wohin 
Hcrlin-Criinew.-ibl.    llnberlns-.Mlee    i:!. 

Krilz  ]■".,  Herlin:  Mari.inne  \\  inkel.^lcrn  wobiit  Iterlin  W, 
I'hlamKir.  ifi"..  Sic  b.it  .im  21.  .Miirz  (iebiirlst.iK.  —  Ernst  Verelies  wurde 
in    New     York    p.eliori-ii,    ist    aber    iinKariseher    .St:ialsan;;ehörigkeit. 

I  r  m  •;  a  r  d  E.,  U  u  r  g 
L  a  n  d  s  b  e  r  «  :  Adolidie  Mcn- 
j,,n  und  Kaihr.vn  f.ir\er,  eben- 
.so  (iloria  Sw.iii>on  mit  ihrem 
i;atten,  .Marqnis  de  la  l'alaise, 
.lohn  (;ilbcrt  mit  seiner  Catliii 
Ini  Claire,  aneb  -Marimi  Itavics 
sind  noih  nicht  in  Ilerlin.  A\  o 
sie  hier  wohnen  werden?  Nun, 
voraussichtlich  im  Adlon,  Edon. 
K.iiserhof,  Esplanade,  Bristol 
oder    Excclsior. 

Lilian  Uarvey-yer- 
cbrer.  LeiP^-K-  i-"'"» 
Uarvev  wohnt  Herlin-\\  eslend, 
Miorn-Allee  Ki  IT.  wurde  am 
IM.  Jannar  in  J.ondon  neln»ren 
nnd  ist  blond  nnd  blanangig. 
Senden  Sie  nns,  bitte,  eine 
Bildk.Mte  der  Kiiiistlerin  nm 
(I -,0  M  in  Itriel'm.nkeii,  d.imit 
wir  ibiicn  die  rntei  scbrilt  bc- 
.sor-en  können.  Selbstverständ- 
lich können  Sic  auch  iinmittel- 
h.ir  an  I.ilian  Harvey  schrei- 
ben. Sie  K'l't  AnlOKramme.  — 
Die  Antworten  im  ,.Film  -  Ma- 
ü-azin"    sind    kostenlos. 

M  a  r  K  o  t  I...  Herlin: 
\Vii  dem  bcireflenden  Kilin 
ist  die  (;ewnnscbte  Heschrei- 
buiiK  leider  nicht  mehr  erbiilt- 
licli.  _  |,:,r>  ll.inson  ist  durch 
die  Elslrce-Slndios,  llersford- 
shire,  Eni;l.ind,  zu  erreichen. 
Er  gibt  AntoKr.imme.  i>as 
..l-ilm-.\laj;aziu-  vermittelt  nur 
llnter.scbrilten  von  Kilinslars, 
die    im   Inlande    wohnen. 

.V  n  n  e  m  i  e  M.,  H  e  «  e  n  s  - 
b  II  r  jc  ■•  Wir  können  Ihnen 
leider  in  Hirer  .\nsele-en- 
beit  nicht  hebilflich  sein. 
Aber  wir  sind  «.inz  ihrer  .An- 
sicht, d.tti  die  gereiften  .Män- 
ner unter  den  Schaiisiiielern 
im  .•illi^emeinen  immiT  mn-li 
mehr  leisten  .-ils  der  «.röUte 
Teil  des  Nachwuchses.  Ks  ist 
nicht  unmonlieh,  d.iU  laidwiu 
'l'r;iutniaiiii  .lucb  wieder  filmt. 
1  n  K'  e  b  o  r  k'  1'-.  It  •>sl  <>e  k: 
Kamon  Novarro  ist  .im  besten 
durch  die  .Metro  -  tloldwyn- 
Stndios.  fiilver  -  City,  Kalifor- 
nien. I'.S..\.,  zu  erreichi'ii.  wo 
er  f.isi  l.ifilicb  bis  in  den  \hend 
hinein  dort  filmt.  NoMirro  ist 
mittelKroLi,  li.it  schwarzes  Haar 
nnd  braiiiu!  .\uKeii.  Er  k.im 
11121  durch  liex  liiHT.im  zum 
Eilin  und  ist  iinvi'rheir.itet. 
W.iiin  sein  Tonfilm  ,.S;in)j  der 
.Siidsee'"  erscheint,  steht  noch 
Hiebt  fest.  Ebenso  ist  nicUt.s 
Näheres  bek.innt  über  sein 
(»lyemn.istsiiiel  in  Kerllii.  No- 
v.arro  K'bt  .\ntoiiramiiie.  Viel- 
leiibt  haben  Sie  jetzt  elw.is 
mehr    (iliiek. 

,,Meowiilf",  AV  o  1  u  .-1  s  t  :  .M.ix  Keinbardt  ist  durch  d.is  Hentsche 
Theater,  lieilin.  ScIiiini.innstr.ilJe.  Ilimaiisii  H.ii  durch  die  l.'f.i,  Jlcrlin 
^  W  liK,    KoebstraUe    fi-K,    zu    erreichen. 

M  t!  r  r  y  und  Fi  1  tu  h  o  y  :  (iiist.iv  Eröhlichs  P.irtnerin  in  ...liifieml- 
r.uisieh"  w:ir  ('.imilla  Ilorii;  in  ..Die  l'flicbt  zu  schweifen'  spielte  er  mit 
.Marcella  .Mli.ini  nnd  Vivian  Cilisnn.  Die  llerliner  l'remiere  des  I'fa- 
Eilins    ..llorhverr.at"    steht     noch     nicht     fest.        In    der    ..lliicbse    der    l'.iii- 

dora"'    spielte    l'r.-in'z    I.edi-rer    mit    1 ise    Urooks.    in    ..Die    seltsame    N.icht 

der   DelKa   \Vaii;;en"   war   Eee    l'arry   seine    l'.irtneriii. 

E  1  1  e  n  ,1  ;i  e  k  vor,  1,  e  i  |i  z  i  j;  :  .l.iek  Trevor  w  iirde  niebt  .im 
14.    Februar,    sondern    am    II.    Dezember    Kelxiren. 

I  w  an  r  0  t  r  o  v  i  e  h  -  V  e  r  e  b  r  e  r  i  n  -  T  r  :i  n  t  c  )i  e  n  .  H  .i  n  n  o  - 
vor:  Iwan  Tetrovieb  wird  .•iiich  b.ihl  tonfilmen.  Er  gibt  .\iitot;r.imioe. 
Schreiben  Sie  nibiK  deutsch  an  ihn.  Ob  relrovich  bald  einm:il  in  ll:iii- 
nover  der  l'remiere  eines  seiner  Filme  beiwohnen  wird,  wissen  wir  Ic-ider 
nicht.  Elienso  sind  wir  ratlos,  wie  Sie  Ihren  l.ieblin;;  .•im  besten  kennen- 
lernen   können.      Aber   wir    werden    uns    den    Kopf    zerbrechen. 

Y  i  1  tu  -  n  n  d  T  b  e  a  t  e  r  f  r  e  u  n  d  i  n  E  d  i  t  b  1...  Herlin: 
Veit  ll.irlan  ist  ledi«.  (»tto  l..iiil>inner  wurde  am  II.  .Miirz  in  l'.ii  henroili 
Ktberbessen)  geboren.  Seit  l'ijn  ist  <T  :ini  Sl.i.itslho.iter  in  Herlin  tätijr. 
Seine  lil.'inzrollen  siml  ..F.iiisf  und  ..l'eer  (Jyiif.  Im  Film  spielte  er 
..l.iiiii|i:iei     V:iKalnindiis-'.     —     Werner     Kr.iiiU    'erblickte     am     ii.     .Iiini     in 

Kobnri:    das    l.lcht    der    Well.       Her    Köiisller    wird    bald    mit    seinem    Napo-  Mi. Her    verheiratet.       Sie    ^il.l     Anlo-r.imme.       Jladv    flirisli.iiis    spielt    jetzt 

leoii-lilm     :iii     ilie    » »ef  feiillichkeit     trelcii.  ,|,e    weibliche    Hauptrolle    in    dem    A.if.i- Tobi-Film    ..Nur    dich    liab'    ich    -e- 

Ernst    K..    Mn  neben:    Die    l'artnerin    \oii   Emil    .Taniiintrs    in    ..Sein  liebt!'        Der    Film    ist    ein    biindertiiro/:itiii:;er    Tonfilm.       Sie    wenlen    .also 

Ii'lzter    Hefebl-    war    Em-I.mi    Hrent.       Die    Kiiii~lleriii    ist    durch    die    Metro-         .Madv    dann    sprechen    und    sin-eii    boren.     Sie    hahcii    r.M  lit.    fhri^ta     Tordv 
liuldw.v  ii-.Ma)  er.Studios.    l'ulver-C'ify,    Kiilifornien.    U.S.A.,    zu    erreichen.  ist    ihre  Cousine. 


Gitslav  Fröhlich,    Gerda  Maurus  und  Regisseur  Johannes  Meyer  in  einer 
schwierigen  Aufnahme  für  den  Ulafilni  „Hochverrat" 


F.  W.,  K  ö  I  n  :  Film-tJrotesken  in  ainerikaiiiscUemi  Stil  werden  von 
deutschen  Filinjjescll-eliatli'n  nullt  t.iiiriziei  t.  Zwei-  bis  DreiaUler,  d.e 
im  Jteiiiro^iranini  knifcii.  werden  in  \  erscbw  indeiid  f;crin;;cr  Zahl  und 
meist  nur  miii  kleinen  Firnieii,  wie  z.  U.  I':iiil  ileiiU  iii:iiin-Filiii  iisw., 
;;i  dreht.  lUslorisclie  Lustspiele  sind  im  An;;'enhlick  nicht  Kuiijiinktnr. 
Wir  Klauben  k.nim,  d.ili  .sie  Erfoly;  d.imit  haben.  Ebenso  sind  die  .\iis- 
sichten  sehr  trerin;^,  ein  Film-Siijet  ii.ieli  .\merik.i  zu  M'rk.iiifen,  trotz- 
dem die  biesi^eii  amerik.iiiischeii  ^- innen  ihre  ilr.iinalurf;isclieii  Ahtei- 
liiii(;eii    haben     iiiiil    :ille    Eini;:iiiKe    |>riifen. 

<»  I  K  ;i  T  s  c  b  c  c  b  o  w  a  -  V  e  r  e  b  r  e  r  :  Ol^a  Tscbeehow.i  wohnt 
Merlin  .VWi':..  K loi.stockstr.iLie  .:'•.  .Selbsiv  crsiandlich  wird  sie  aiieii  selbst 
w  ieder    w  eitirfilinen. 

Ilildeii.ird  Seh..  Merlin:  M.i\  >l.ick  w..liiit  Merlin-Wilmers- 
dorf.   Koiisl.iiizer    .^tr.il.'.e     II.       An^eiibliiklich    dreht    er    nii  lil. 

M  .  1  r  t  h  a  H..  W  e  i  e  b  e  n  b  e  r  iv  :  l.ily  |).iniit.i  ist  mit  dem  l'rinzen 
I, Ollis     l'eriliii.'ind     licfreiimlel.    :iber     nicht     M'rlolit. 

I.  i  I  i  .1  n  11  .1  r  v  e  y  -  Ve  r  e  b  r  e  r  :i  u  s  .M  e  i  IJ  e  n  :  l.ilian  ll.irvcy 
widiiit  J{erlin-\\  «■stend.  .\horii-.\llee  If.llT.  .Sie  wurde  am  l!t.  .I.iiiii.ir  in 
London  t;elioreii  iiinl  i^l  iiiiv  erheiratet.  Eili.an  ll.arvey  ist  eine  ;irolJf 
Mliinicii-  nnd  Tierfreiiiidin.  Ja.  AiitoKr:imiiie  .^ibt  sie  auch.  Ihr  näcli- 
sler     Film     lieiljt     ..Wenn     du     eiiiiiKil     ili'iii     Herz     >  erscbeiiksf. 

E.  K.  v  o  m  If  h  e  i  n  :  l».is 
F.Iisalieih  Mer-oer-Miich  kön- 
nen Sie  durch  den  M.iv  .M.illi-- 
son-\erl.iK.  Merlin  S\V  CS,  L'it- 
terstraUe  71,  beziehen.  —  Von 
(iret.'i  tiarbii  und  Li,'iiii>  ll.iiil 
«ibt  es  kein  Hinli.  Li.ine  H.iid 
ist  auch  im  Lebern  iinheschreili- 
lieb  nett.  —  .l.iwobl.  fns;en  Sie 
einen  iiitcrn.itioiLilen  l'o^tscbein 
bei. 

..1"  i  I  m  h  11  m  m  e  I  c  h  e  n 
a  HS  D  ii  s  s  e  1  d  o  r  f  :  Fred 
Döderleiii  wohnt  Iti^rlin  -  Wil- 
mersdorf. HabeMier^'er  Str.  :<». 
ist  iinverbeirati't  und  b;it  unse- 
res Wissens  dunkles  ll.i.ir. 
Seine  l'.irtneriii  in  ..N.icht- 
lok:il"  ist  niidit  die  .\merik.i- 
neriii  Evel>  ii  Hrent.  die  in 
ll.divwood  lebt  und  filmt,  son- 
dern die  llciilsche  Evelyn  Holt. 
Itöderlein  wird  Ihnen  bcsTinimi 
ein  .\iitoH;r.iinm  ;;elieii.  Hitteii 
Sie  ihn  nur  dämm!  Ihre  (iriiUe 
h.iheii  wir  ihm  sellistver^tiind- 
lich   bestellt. 

I.  n  1  II  ,  d  i  e  I,  e  e  I'  :i  r  r  y  - 
V  e  r  e  b  r  e  r  i  n  :  Nein,  dii- 
Filiiisidi:iuspieler  diirfen  sieb 
ihre  l'arlneriiinen  nicht  selbst 
wählen.  Diesi-  werdi'ii  von  den 
(;esellseli:ifleii  ensa'^iert.  — 
Doiinl.is  F:iirb.inks  wird  ;iiich 
tonfilmen. 

M  :i  r  K  ••!  r  e  t  o  X..  15  e  r  t  i  n : 
■\\erner  Fnetterer  i;ibt  .\n|o- 
jcr.imme.  Ihre  (iriiUe  sind  aii~- 
^ericblet. 

\\  a  r  n  i  t  I..,  Berlin- 
S  t  e  ;;  I  i  t  z  :  Die  Titelrolle 
in  dein  l'.D.C.-de  Mille-Film 
..Her  A\  (il^.isi  hiffer"  spielte 
William  Hoyd.  Der  Kiiiistler 
wohnt  in  Hollywood,  K.ilifiu- 
nien.  F. S.A.  Er  ist  v  erheir:il<l. 
.Sein  nächster  Film  ist  ..IbT 
tli.'uende  Narr"  (The  flv  iie.; 
Fool).  —  Oina  C.rall.i  ist  mit 
Werner  l'uettcrer  weder  verjohi 
noch    vcrheir.atet. 

1"  o  I  I  y  .       H  r  e  in  0  n  :       Wir 

eni|itilileii.    Lili.in    ll.irvey    noili 

cinni.'il    nm    ein    Anto^r.imm    /ii 

bilteii.        l'ie      Kiinsllerin       wird 

Ihnen   sicher    Ihren    Wunsch   er- 

filllen.      -       t  .imill.i      llorii      i~t 

an^cnblicklicb     durch     die    Na- 

tion.'il    -    Film.      Herlin      SU'   is. 

Friedrichslraljc  In.  zu  erreiiheii. 

.M.ircell.i     Alh.ini     wobiii     Herlin 

.W.      r.iiilsborner    Str.     i:i,     C.iil 

Auen     Herlin-Lichterfidde.    Iler- 

m.annstralJe    .'tl.      Lotte      Lorrinn 

Herlin    -    Wilmersdorf,     H.ibels- 

berucr    Sir.ilJe    t.    C.irl    \V.illlier 

Mever    Herlin  W.     Motzsti.iKe -ti'.. 

.Meyer    ist    mit    einer    l'botosr.i- 

phin      verheiratet,      (jibt      Aiito- 

Hiratnnie. 

Coli  e  e  11     M  o  o  r  e  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .       H  e  r  I  i  n  :       Colleen     .Moorc 

ist      durch     die     First      Naliiod-Sliidios.      Hiirli.inU-llollv  wood.      K.ilifornien, 

F.S..A.,    zu    erreichen.       Die    Kiiiistlerin    ^ibt    .\iiloftr:iiiime.    heilJt    mit    -Miid- 

cheiin.'imen     .Morosen     und     wurde    ;ini     12.     .Vii^nst     in     Fort     llnroii,     l'.S.A., 

^jclioren.     Sie   ivt   mit  .libn  .Me.  l'ormiek  MTheir.itet.     Ihre   Filme  er^eheinen 

bi'i    der    I)efin.i-.\.itioii:il. 

1'.  H..  Ilresdeii  :  Iteiiei'  .\doree  ist  iliirch  die  Metro  -  (.Joldwyn- 
M.iyer-Studios.  Ciilv  cr-City,  K:iliforiiieii.  F.S..\..  zu  erreichen.  —  Die  l'f.i 
h.it  ihre  H.iiime  in  der  Kochstr.ilie  (l-.s,  Merlin  .SW  (is.  —  .\lle  Filni»t.irs 
;;('lieii  A  iito;;  r.i  mme.  —  Die  l'.irtner  von  .\iiii.i  M.iy  Won;;  in  ..(IroU^ladt- 
sclimetterlin;:'  w.ircii  Fred  Loiiis  J.ercli.  C.islon  .l.ici|net.  Alcv.inder  tir.i- 
ii.M  li.  Der  N'.ime  des  Chinesen  ist  Nien  Sön  Eiiif;.  Anii.i  M:iy  Won;j  i.-t 
niivcrhcir.itel. 

,,Z  i  r  k  11  s  p  r  i  II  z  e  s  s  i  n-  n  ii  s  <1  e  r  S  e  h  vv  e  i  z  :  .Mari:inne  AViii- 
kcNtern  widiiit  Herlin  W.  Flil.imlsIr.aUe  lii.l.  Sil-  lebt  mit  ihren  Eltern 
ziis.imnien.  Die  jini^e  Kniistlerin  ist  Herlinerin  und  h.it  .im  21.  .März 
tlcbnrlstaf;.  Sie  t.anzte  sihoii  .als  Kind  nnd  ist  jetzt  l'riiii:i  Hallerin:i  am 
(iroLicii  .Sch:iu>pielh.iiis.  Mari.inne  WiiiUilsterii  wirkt  .iiicli  als  .Solotän- 
zerin    in    di'in    Ivv.iii    .Mosjiikin-Film    ..Der    wi'ilje   Teufel"    mit. 

-M  a  d  y  Christi  .i  n  s'  -  F  r  e  ii  n  d  i  n  ,  Stuttgart:  M.nly  Chri- 
stians widiiit  noch  immer  Herlin-Cb.irlottenliiir^.  Hism.iri  Ksir.ilie  CT.  Die 
Kiinstlerin    wurde    am     l'.l.    .lanii.ir    in    Wien    gehören    und    ist    mit    Dr.    vmi 


Jenny  Jugo  und  Enrico  Benfer  in  dem  Ufa-Film  „Fluctii  vor  der  Liebe' 


PJuu  ui« 


Ilse  11..  H  n  m  b  u  r  r  :  Der  Partner  von  Rott.v  B.ilfour  in  dorn 
TInin-l'ilin  ..l»ic  Hrsimcntstorlitcr''  licilit  AlcMuider  d'Arc.v.  —  l.iici.ino 
Allii-ilini  isl  durch  di(>  A.'if.i.  Rorlin  .S\V  4«.  Fricdriclistr.nßo  223.  Camilla 
lliirii  durch  die.  Natinn.nl  rilm,  Berlin  NW  48,  Friedrich.sIralJc  10,  zu 
circichcii. 

K  i  I  ni  f  r  c  II  n  d  H  :i  ii  s  a  ii  s  .M  ii  n  c  Ii  c  n  :  Tom  Mix  ist  dnrdi  die 
I'(i\-Stiidi(is.  1101,  Wostcrii  Aveiiiie,  lltill.vwonil.  Kalifonilcii,  l'.S.A.,  crnioli- 
ii.ir.  Kr  w  iirile  am  G.  .laiiiiar  in  El  l'aso.  'l'cxas.  ;;cl)iiren.  —  (Irclc  Mus- 
lirim  ist  mit  <)>k:ir  Ilomolka.  (Jhiria  Sw:iiisini  mit  dorn  Marquis  de  la 
l'alaisc  vcrlicirafct.  —  Iwan  Mdsjiikin  ist  Hiissc,  in  I'onza  (;<'lMircii.  Sein 
(irliurlstaK    ist    am    2(1.    .'>c|itenilicr. 

II  a  11  s  i  und  1,  i  1  I  y  a  ii  s  W  i  c  s  li  a  d  c  n  :  .Tcnny  .Tii-ro  woliiit  Ber- 
lin   \V.    KaiMTd.iiiiin    '.'!!.    ist    Kc-liiirtiirc    Wienerin    und    ^ilit    Aiito<;ramine. 

Axel  1,..  S  t  II  t  t  K  ■•"  r  t  :  Tlarry 
T-i(  dtl»e  »obnt  Herliii  -  (iriiiiew.ild,  His- 
iiiari'k.illee  id,  lial  am  12.  (»ktolicr  lie- 
liiirtstaK  iiiiil  si'it  Aiitdirranime.  Emil 
.laniiiiins'  (Jehiirlsla';  ist  am  2:t.  Sepn-in- 
lier.  Der  Künstler  ist  durch  die  l't'a, 
Merlin  S\V  (i.i.  KocIislraUe  R-8.  zu  errei- 
clicii.     Er   ^ilit  ehenlalls   Antofiraninie. 

F.  r  i  c  h  K..  I>  i  e  li  t  e  n  her«  :  \Vir 
nennen  lliiieii  « unsclif;ein;ili  einiije 
rilnifies.-llsiliaften:  Tfa.  Herliu  SW  fis. 
KiM-livtralJe  (i-H.  Naliimal,  Herlin  SU' 4s, 
l'rieilrichstralJe  in,  Teir.i.  Jterlin  SW  (is. 
KniliMr.  7;l.  Aala.  Herlin  SW  KS.  l-ried- 
ricli>lraUe  22'.\.  Di'iitsches  l.iclitspiel-Syii- 
.lik.it.  Heiliii  SW  4S.  rrii'driihslr.  l'l'.'i. 
Deulselie  rni\ers.il,  Herlin  WS.  Maiier- 
siralie   f>-.>. 

(i  r  e  t  .'i  (i  a  r  li  11  -  V  c  r  e  li  r  e  r  i  n  . 
I"  r  a  n  k  t'  ii  r  t  /  .M  .i  i  n  :  (Wela  C.irlni 
ist  durch  die  Metre-Cinlil«  yn-M.iver- 
sriidiiis.  (ulver-City.  Kalifnrnieu.  l'.S.A., 
■/II  erreielii'ii.  Ilie  Kiiiistleriii  wurde  am 
17.  .\|iril  in  (Jölelmr:;.  .SchHeden,  f;e- 
liiiren  und  ist  niiMTlieiralel.  Sie  ;;llit 
.\iitiiKi'amine.  Ihre  narlisten  Filme  sind 
..Wilde  (Inhiileen"  mit  Nils  Asther  und 
Lewis  Shine  und  ,.A  «ntiian  nf  .iffairs" 
mit    .lohn    (iilhert. 

I'"  r  i  t  7.  W..  I'  r  e  i  e  n  w  a  I  d  e  ;  Doii- 
;;l.is  Fairliiiiks  ist  mit  .M.ir.v  l'ickford 
\  crtieiratet.  Er  hat  seine  Vill;i  in  Hever- 
l.\ -Mills.  Ilnilywood.  Kai..  l'.S.A.  l'air- 
h.inUs  «iht  .\  iiiii^r.'imme.  Er  wurde  :iui 
i':i.  .Mai  in  Denver  ;;choreii.  —  'Willy 
r'rilscli  ist  iiichl  mit  l.ili.in  H.irvey  mt- 
lohi.  Heide  sind  ledij;.  I,y.i  .\lar.i  ist 
iMiih  immer  mit  ihrem  (ialdMi  Frii'ilricli 
/.eliiik  in  .\mi'rika.  Uaiiii  lieide  znriiek- 
konimen,  ist  noch  nicht  hek.innl.  .Ia<-kic 
t'oon.iri    wird    ••iiich    wieder    filmen. 

'1'  11  t  t  i  F  r  u  t  t  i  ;i  ii  s  Herlin: 
.\lle  l'ilmst.'irs  sehen  .\uto;;r.imme.  Hri- 
yilte  Helm  wohnt  Berliii-Hahlem.  Im 
A\  iiikel  .■>.  und  ist  mit  K'ichard  Weil.!- 
Iiach  verhi'ir.itet.  Ihr  michster  Film 
heil.»    ..SklaMMi    der     l.eideiisch.ilf. 

H.  H..  /,  ii  r  i  c  h  :  Sue  C.irol  ist  durch 
die  Fox-Stiiilios.  lini.  Western  .\veiiiie, 
Hollywood,  Kalifornien,  r.S..V.,  zu  er- 
reichen. 

.Mein  Freund  II  .i  r  r  y  :  ll.irry  Fiel  wnhnl  Hcrlin-('li;irlo(lciil>i)r)i, 
K.iiserdanim  77.  ist  mit  l>.iry  Holm  vermiililt.  wurde  am  12.  .luli  in  Hiis- 
seldorf  (jelioren  und  tjiht  Aulof;r.ininie.  —  .l.iiiet  fl.iynnr  und  Charles 
F.irrell    sind     Icilii;. 

P:  d  i  t  h  T...  Berlin-  T- i  c  h  t  e  r  f  e  1  d  e  :  .Tack  Trevor  ist  Eng- 
länder, in  London  gehören.  Er  ist  mit  einer  Engländerin  verhcir.itet  und 
li.it  zwei  Kimler.  Sein  neuester  Film  heißt  ..Meine  Schwester  und  ich" 
mit    .Mady    Christians    in    der    Hauptrolle. 

F  1  i  m  in  e  r  f  r  e  u  n  d  e  .-i  u  s  .M  i  y;  d  e  h  ii  r  k  ;  Fritz  I..111K  ist  Wie- 
ner. [;iht  .\ulo(;r.inime.  ist  mit  Thea  Min  H.irlidu  M'rlieir.itet.  Es  ist  miitc- 
licli.  d.iU  ..Die  Frau  im  Mond"  noch  im  Winter  die  Herliner  Franfführnii^ 
crlelit.  —  Die  heiden  ll.inptd.irstelleriiinen  in  dem  Stiller-Filni  ..ErotiUon  ■ 
waren  Tor.i  Teeje  und  K.iriii  .Molander.  Heide  sind  Sihw  cdinneii.  K.irln 
Mol.inder  ist  die  (iailin  von  Lars  Haiison.  —  l,y;i  de  l'ulli  wurde  .1111 
10.   .laiin.ir    in    Hiidapest    gehören. 

Filmkanstler  erzählen  ihr  Leben. 

Wir  hallen  iu'iiei-dim;s  auch  ilas  von  Dr.  Hermann  Tieiiner  heraii.ssi'freheno 
Werk  „Wir  jiher  uns  seihst"  auf  Laf^er  {renommon.  Hin  vorziiirüch  ausnfestatteler 
liainl  mit  2711  i.'aiizseitit;en  Poitriits  iinil  dazu<jehörifren  .\iitnliioi;r.Tphien  möchte 
Ihnen  die  Filmkünstler  näherlirintren.  Könnten  wir  Ihnen  dieses  priii-hlifre  Werk 
zeif;cn  —wir  sind  iihcrzeii^'f,  Sie  würden  es  besitzen  wollenl  ]{eachten  .Sie  bitte 
auch  die  Anzeige  in  liieser  Nummer. 


Dita  Parlo- Verehrer,  'Wien:  Difa  Parlo  wohnt  Berlin  AV, 
Motzstraße  87.  ist  unverheiratet  und  gibt  Autogramme.  Der  Ffa  -  Film 
...Melodie  des  Herzens"  wird  in  ahsehharcr  Zeit  heraiisKebrachi  werden.  — 
Hrisitte  Helnr  ist  mit  Hich.ird  Wcilibach  verheir.itet.  —  Da  wir  keine 
l'ilnienjraKements  vermitteln,  kiiniien  wir  Ihnen  leider  keine  jir.iktischen 
li;itschläp,('  Kchen,  wie  in.in  zum  Film  kommt.  .\m  liesten,  Sic  setzen 
sich    iiiimittelb.ir    mit    den    Filmgesellschaften     in    Verliiniliitifr. 

H  (I  I  I  y  w  o  0  d  -  S  c  b  w  ä  r  m  c  r  :  Donglas  Fairhanks  jiin.  ist  mit 
.lo.in  Crawford.  .ioliii  Cilhert  mit  Ina  Cl.iire.  .Milton  Sills  mit  Doris  Ken- 
yon  und  .\l  .lolsoii  mit  Kiihy  Keeler  verheir.itet.  —  Es  stimmt.  Xorm.i, 
Censlance  uiiil  X.ilalie  Talm.idü:e  sind  Schwestern.  ''hen>o  sind  Charlie 
und  .Syd  Ch.iplin  Hriidcr.  —  Dolores  Costello  ist  nicht  mit  Conrad  Na;;el, 
sondern    mit   John   Barrymore   verlieiratet. 

II.  W..  Wiesbaden:  T)iiia  (irall.l 
widiiit  Hcrlin-Stey:litz,  Opitzstr.iße  ,s  und 
(rillt  .Vntomr.imme.  Sie  dürfen  also  niliiK 
.111  sie  ■' ,'hreiheii.  Die  konimemlen  Diii.i 
(iralla-l.iistspiele  heißen:  ..Wer  wird 
denn  weinen,  wenn  m.in  .iiisein.ander 
eebf;''  (Tonfilnil.  ..Kehre  zurück,  — 
.il|es  verdrehen!"  und  ..Fräulein  F.iiis- 
huh-. 

Kurt  E..  M  a  k  d  e  b  11  r  r  :  Ein 
AutoKranimtay:  in  M.ijrdebnrp:  ist  noch 
für  dieses  .l.ibr  vortreseben.  W.inii.  in 
welchem  lachtspiel-Tlicitcr  und  mit 
welchem  Star,  können  wir  Ihnen  lieiite 
noch  nicht  verrjiten.  ■ —  Kniest  vaii 
Diieren  ist  in  erster  Linie  Tänzer.  Er 
hat  bis  jetzt  nur  in  ..Mancfie"  f:respii>li. 
—  Ein  neuer  Film  mit  Ilona  K.iroh-wn.i 
ist    noch    nicht    annekiimligt. 

H  !l7lifl2:  .Tiine  .M.irlowe  ist  unse- 
res Wissens  wieder  n.ich  den  F..S..\. 
ziirück(;-ercist.  .Sie  spielte  hier  niitcr 
M.ix  Kn.iakes  Hep:ii'  die  weihliche  Il.uipt- 
riille  in  dem  Film  der  Deutschen  l'ni- 
viTsal  ,..\ni  Hr.indenbiir;;er  Tor".  .Iiine 
Marlowe  ist  -Viiierikanerin  und  ;;ilil 
.\ulot;r:iiiime.  Ihre  Mutter  ist  (leliürlicc 
Deutsche,  wesh.'ilb  .liine  Marlowe  ^iii 
Deutsch  spricht.  .Sie  war  .iiicli  ll.inpt- 
d.irstellerin  in  der  ..Hölle  der  Hi-im.it- 
losen'  mit  ImOKene  Hobertson  und  Le- 
wis Stoiie.  Ihr  Bildwiinsch  ist  vor- 
gemerkt. 

S  c  h  11  e  I  I  r  i  c  h  v.  AV.  a  11  s  D  r  e  s  - 
d  e  11  :  Diiia  C.r.ill.is  .\dresse  ist  Hcrlin- 
Ste-lifz.  Opitzstr.iße  S.  C.imilli  Hörn 
ist  zur  Zeit  durch  die  Xatioii.al-Filin 
A.-(;..  Berlin  SW  4.S.  Friedrichstr.  in. 
zu  erreichen.  T,ya  de  l'iitti  durch  die 
KIstrce-Stiidios.  Hersfordshire.  EnRland. 
.\niia  l'.iw  low.is  aiisrenblicklicbe  .\n- 
sehrift  ist  iiii.s  nicht  bekannt.  Sie  befin- 
det sich  .Ulf  einer  ( Jasisiiielreise.  b.il 
ihren  ständigen  W.diusilz  in  London. — 
Ossi  Oswalda  wohnt  Berlin  A\'  10.  Ho- 
benzollernstrade  14.  Marion  l'.ilfi  Herlin 
W  11).  Kaiseriii--.\uKiista-Str,iße  71,  Fsclii 
Elleot  Berlin  W  l.'i.  Oliv.icr  Platz  4.  Die 
.'indereii  Künstlerinnen  wiihnen  in  Be- 
verly -  (Hills,  Ilollvwdod,  K.ilifornien, 
F.  S.  A. 
Hr  i  !;■  i  t  t  e  -  H  e  I  m  -  M  o  s  j  11  k  i  11  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  :  Berlin:  Bri- 
trille IHelm  «nhnt  Herlin-D.ihlem.  Im  Winkel  ."1.  Iwan  .Mosjiikiii  Berlin 
\V,   KurfiirsteniUtmm   in:>.      Beide   sebeji   .ViitoKr.imme. 

Tonfilm-Musik  auf  der  Platte. 

(i  r  .1  m  m  o  p  b  o  n  und  Hninswick  haben  aus  dem  ..SinRenden  X.irr" 
verschiedene  Melodien  lier.iiisnebr.icbt.  die  zum  Teil  von  \l  .lolson  sellisi 
und  zum  Teil  von  eiiropäischen  T.iiizkapelleii  interpretiert  werden. 
(iramnio|ihon  läßt  Harry  .T.-icksoii  hören.  Er  spielt  aus  dem  Tonfilm 
..Submarine-,  der  in  Deutschland  bereits  ^ezeifj-t  wurde,  das  l.iebesmotiv : 
..I'ainteil  Doli'.  Eine  liebensw  ürdij;!'.  leichte,  s.inhere  .Musik.  .\iis  dem 
bei  uns  noch  nicht  .iiiftcefnhrlcn  l'iliii  ..Hro.idw .i.\  •  st.inimt  die  Bro.adway- 
Melodie:  iinsilaublich  präfjn.int.  ,inierikaniscli-bildli.ift  diircliicefiihrlcs 
'riicnia.    das    in    jeder    BeziehniiK    hält,    w.is   der   Titel    verspricht. 

Eine  nervös-reizvolle  Komposition  ist  ...\lbiirad.i  del  (Jr.izios.a"  von 
M.iurice  If.ivel  niiler  Klemiierer:  <'ine  interess.-iiite  Probe  lienliKer  Jliisik. 
der  mau   bänfifr   als    Film-.\kkonip.if;iienieiit   hesesnet. 

Wie  komme  ich  zum    A    A  JL^X   Jl  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

mn-VERLAG  HENNIG,  BERUN-GRDNEWUD,  Fm  17 


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Herstellung  und  Vertrieb 
von   Werbefilmen  aller  Art  durch 


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UNIVERSUM-FILM  A.-G.,  BERLIN  SW  68,  KOCHSTRASSE  6/8 

ABL  UFA-WERBEFILM 


Die  Ufa-Theater  werden  mit 


gereinigt. 


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Verkaufsstellen: 

Berlin  W  so,  Kurfürstendamm  236,  Berlin  S  42,  Uranienstr.  59     /     Brannschweig:,  Münzstr.   la     /     Bremen,    Herdentorstcinweg  5     /     Breslau  I,  Junkcrnsir.  38'40     ' 
Chemnitz  Sa.,    Falkeplatz  2  Coblenz,    SchloQstr.  35      i      Danzig,  TöpfcriJassc  23  24      '      Dresden -A.,  Präger  Str.  35      '      Düsseldorf,    Steinsir.  2  I      /      Essen, 

Hauplstr.  27  Frankfurt  M.,   Mainzer  Landstraße  59  63  Freibnrg,  Kaiscrsir.    132  Görlitz,   Jakobstr.  16  Halle  S.,   Matidcburger  Sir.  56     ,     Hambnrg  36, 

Gr.  Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofslr.   13  Kassel,  Obere  KöniiJstr.  13  Kiel,  HoUtenstr.  61  Köln  Rh.,    Hohe    Str.  64      '     Königsberg,  Münzstr.   17     - 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4      i      Magdeburg,    Breiter    We^    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvatorstr.    18  Munster,    Rosenstr.   9     /     Rostock, 

Steinstr.  15  Stettin,  Schillerstr.  13     i      Stuttgart,     Rotebühlstr.    41      /     Wiesbaden,    Wilhclmstr.    18 

AuBerdem  Verkaufsstellen  in  «vetteren  GroB-  nnd  Mittelstädten  des  Reiches. 


FILMKÜNSTLER 


erzählen   ihr  Leben 


«Wir  über  uns  selbst» 


Herausgegeben    von 
Dr.  Hermann  Treuner 

Ein    Prachtband    mit    270    ganzseitigen    Portraits 
und  Autobiographien  auf  ei fenbein farbigem  Papier 

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ILLUSTRIERTE  FILMWOCHE  g.m.b.h. 
BERLIN   S\V  68,    KOCHSTRASSE   6-8 

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Dt,    Hans   Böhm 

Unsere  Flimmerköpfe 

Ein  Bildwerk  vom  deutsdien  Piliii 

Neue  crweilcrlc  Aiisyiibe.  Mit  .\n<;Jiri|tcn,  den 
Tclcplionnuinmerii  und  neuesten  biklni$.<cn  Ihrer  film- 
lieblingc.  410  Seilen  sl.irk.  Lulonieit.  Gesten  Vorein- 
sendung des  Betrages  von  RM  4.40,  sonst  Niidinalune 

ILLUSTRIERTE  FILMWOCHE  G.M.B.H. 

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Sdatf  B«^ 


Biislfe  S.***" 


■nrei*«^ 


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ia  4—6  Wochen.    Kaum  wirkt  etwas  ab- 
stoBender    als    eine   formlose,    unschöne 
Büste.     Wohlproportionierte    Brust    gilt 
wieder  als  Schiinheitsideal.  Ihre  iiiiM|iijimi  m    j   , 
Besitzerin     ist     begehrenswert,  \^^^^'^:''" 
ja,  von  ihren  Mitschwestern  be- 
neidet.    Durch    die    eigenartige 
(nur      äuSertiche)      Anwendung 
meines  Mittels  ,,JUNO"  wird 
bei       erschlaffter      Büste       die 
frühere  Elastizität  und 
Festigkeit    in    kurzer    Zeit 
wiederhergestellt.  Aerztl.  wärm- 
stcns    empfohlen.     Unschädlich- 
keit  garantiert.     Preis   M.  6.50. 
Gegen    unentwickelte    oder 
zurückgebliebene        Büste 
erzielt       mein      Apparat      ,,Jolifemm 
Entwickluns      und     Herstellung     d 
Büstcnschönheit.      ,,Jolifemme"  M.  12. 


Haben  Sie  einmal  darüber  nachgedacht, 
wie    abschreckend    ein    unreiner    Teint 
auf    andere,    besonders  das  andere  Ge- 
schlecht wirkt?    Pickel  und  Un- 
reinheilen können  eine  Ehe  zer- 
stören.     Machen    Sie     deshalb 
eine    gründliche    Haut  -  Erneue- 
rung durch  meine  neue    biolog. 
Schälkur      „  N  o  v  o  c  e  r  m  a  ", 
Sie  beseitigen  damit  ohne  Be- 
rufsatörang;    Pickel,  Mitesser, 
>    welke    oder  schlaffe   Haut,  fett- 
f'    glanzende,  rauhe,  rissige,  spröde 
Haut,  Altersspuren  etc.  für  im- 
mer. Schon  nach  der  ersten  An- 
\^endung    auffallende    Teintver- 
schonerung.     Die  neue  Haut  er- 
l.in^t  blendende  Schönheit,  wird  straff 
und      jvigendlrisch.       Für    Damen      und 
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Einzelpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatl.  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.  ra.b.  H.,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  S  c  h  r  i  t  t  1  e  i  t  un  g 
A. Rosenthal— Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterreich  verantworll.  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortl.  für  Anzeigen  Wilhelm  Schaefer. 
Charlottenburg.    A  nzc  i  g  e  n  ve  r  w  a  I  tu  ng   Universum-Film  A.-G.,  Abt.  Ula-Werbefilro.   Berlin  SW68,  Kocbstr.  6  8.     Kupfertiefdruck:   August  Scherl  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


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Phot.  V'la 


QÜIL    <^rlls[k,   Jer  CUfa.cJia, 


Das  Tennisspielen  —  oder  welche  S[)ortart  auch 
Ihr  Lieblin^^ssport  sein  mag  —  hat  Ihnen  sicher 
schon  viele  frohe  Stunden  gebracht.  Um  wieviel 
mehr  Freude  werden  Sie  haben,  wenn  Sie  Ihre 
Wettkämpfe,  aber  auch  das  fröhliche  Leben  und 
Treiben  im  Clubhaus  als  sländi^^e  Erinnerung  im 
Bildetesthallen.  Filmen  u. fotografieren  Sie  selbst! 

Wir  iiifbriiiitMen  Siej^orn  unveibiiullich  über  Aiisclialfungskoslon  und  Hand- 
liahuii^  der  Aiitnahme  und  Wie  .erf*al)e-A|)parale  der  Anialeur-Kineniatofira- 
phie  1)ZNV.  der  i*ho(()<*iaphie.  IJille  sehreiben  Sie  uns  oder  besuchen  Sie  die 
Ausslellungsräunie  der  Ula-llandelsgescllschafl,  Berlin  SW  68,  Kochstr.  8. 


DIE     AS   O  C  W  E  X  S  C  H  R  1  1    V     DER     EIL  M  F  R  E  U  N  D  E 


■^ 


^^ 


Phct.  Ufa 


LU   D apov e r 
im  Ufa-Tonfilm  (Bloch -Qabinowiisch- Produktion)  „Der  v/eiße  Teufel" 


Es  ist  heute  noch  sowie  vor  hundert  Jahren.  Der  Film- 
dichter braucht  nur  ins  volle  Menschenleben  hinein- 
zugreifen. Man  muß  es  nur  richtig  drehen,  spannend 
und  mundgerecht  machen  —  schon  ist  der  interessante  Film- 
stoff vorhanden  und  drehfertig. 

Es  ist  nicht  nötig,  daß  die  Geschichte  kompliziert  ist,  daß 
die  grundlegende  Fabel  eine  ausgefallene  Sache  behandelt. 

Im  Gegenteil.  Je  simpler  die  eigentliche  Fabel,  desto  wir- 
kungsvoller in  den  meisten  Fällen  das  flimmernde  Spiel. 

Wilhelm  Dietcrles  Erfolg  in  und  mit  dem  berühmten  Roman 
Agnes  Günthers  von  der  Heiligen  und  ihrem  Narren  ist  noch 
in  aller  Erinnerung. 

Da  lag  es  auf  der  Hand,  dasselbe  Erlebnis  auch  einmal 
umgekehrt  darzustellen,  die  Frau  zur  Triebfeder  der  Hand- 
lung  zu   machen.      So   entstand   vielleicht    die    Grundidee   zu 


dem  Bild  ,,Ich  lebe  für  Dich".  —  Weih- 
nachten steht  hier  wie  da  im  Mittelpunkt 
der  Handlung.  Die  Christglocken  läuten, 
die  Einsamen  erfreuen  sich  gegenseitig 
durch  Geschenke,  und  der  seltsame,  tief- 
poetische Reiz  der  Chrislnacht  zieht  in 
neuer    Form    herauf. 

Es  ist  vielleicht  der  stärkste  Eindruck, 
den  dieses  Bild  vermittelt,  wenn  Dieterle, 
der  Held,  vor  dem  Muttergottesbild  Hun- 
derte   von    Kerzen    entzündet.      Aber    es 


2i^Jei/iC 


// 


11^!^^^ 


reißt  auch  die  Beschauer  mit,  wenn  man  langsam  sieht,  wie 
ein  kleines,  frohes,  hübsches  und  liebes  Mädel  einen  ver- 
grämten jungen  Misanthropen  wieder  in  das  blühende, 
lockende  Leben  zurückführt. 

Zauberisch  schön  die  Umwelt,  der  Winter  von  Sankt  Mo- 
ritz, Schlittenfahrten.  Skier  in  gewaltigen,  schön  ge- 
schwungenen Sprüngen.  Die  Berge  in  schneeiger,  einsamer 
Schönheit. 

Dazwischen  glänzende  Maskenfesle  in  irgendeiner  der 
prachtvollen  modernen  Karawansereien.  Momentbilder  aus 
der  Welt,  in  der  man  sich  selbst  dann  noch  nicht  langweilt, 
wenn  schwere,  lebensgefährliche  Krankheiten  gefahrdrohend 
über  dem  Menschen  schweben. 

Ein  Volksstück  im  besten  Sinne  des  Wortes.  Volkstüm- 
lich   im    Stil    auch    die    Schauspieler,    unter    denen    Wilhelm 


Dieterle,  Lien  Deyers,  Erna  Morena  und 
Olaf  Fönss  in  erster  Reihe  genannt  wer- 
den müssen.  Es  ist  eine  besondere 
Freude,  den  großen  dänischen  Künstler 
wieder  einmal  im  Film  zu  sehen,  der  be- 
kanntlich zu  denjenigen  Schauspielern 
gehört,  die  am  Anfang  des  deutschen 
Kunstfilms  standen  und  die  mehr  als  ein 
Jahrzehnt  zu  den  festesten  Stützen  des 
europäischen  Films  gehören. 


Der  Rummel  ist  der  Zirkus 
der  kleinen  Leute,  die 
großstädtische  Form  der 
Vogelwiese,  der  Ort,  dessen 
Lärm  und  Buntheit  eine  be- 
wußte Abkehrung  vom  immer 
grauer  werdenden  Alltag  ist. 
Der  Rummel  ist  eine  Vorstadt- 
angelegenheit, die  Welt  der 
Schaubuden  und  naiven  artisti- 
schen Attraktionen,  die  flim- 
mernde Welt  hinter  den  Brand- 
mauern der  letzten  Mietskaser- 
nen. Das  Volk  liebt  den  Rum- 
mel mit  seinen  Karussells, 
Rutschbahnen  und  anderen 
lärmhaften  Vergnügungen,  es 
liebt  ihn,  weil  es  laut  aufkrei- 
schen kann  in  dem  allgemeinen 
Getöse  und  weil  sein  Witz 
überall  Zielscheiben  des  Hu- 
mors trifft.  Der  Rummel  ist 
eine  Erscheinung,  die  heute 
allen  Großstädten  eignet  und 
zu  ihrem  Gesamtbild  ebenso  ge- 
hört wie  die  Untergrundbahn 
oder  das  Turmhaus.  Darum 
verirren  sich  auf  dem  Rummel 
stets  Angehörige  einer  gehobe- 
nen Gesellschaftsschicht,  denen 
der  Besuch  von  Zirkus  und 
Variete  wohl  möglich  wäre,  die 
aber  an  dem  Unmittelbaren,  das 
hier  aus  Zuschauern  und  Schau- 


Jenny  Jugo,  Kurt  Gerron,  Paul 
Heidemann  im  Ufa-Film  „Flucht 
vor  der  Liebe"  Phot.  Ufa 


I 


stellern  spricht,  ihr  Gefallen 
finden.  Denn  an  keiner  ande- 
ren Vergnügungsstätte  entfes- 
selt sich  die  Lust  des  Volkes  so 
hemmungslos  als  auf  dem  Rum- 
mel, nirgends  spielen  die  Be- 
sucher so  anteilnehmend  an 
allen  Vorgängen  mit.  Trotzdem 
ist  dies  nur  die  heitere  Seite 
eines  Bajazzo-Daseins,  dessen 
bitterer  Ernst  sich  den  Be- 
suchern des  abendlichen  Ver- 
gnügens entzieht.  In  dem  Ufa- 
film ,, Flucht  vor  der  Liebe" 
wird  aber  nicht  nur  der  Flitter- 
glanz des  Abends  gezeigt,  son- 
dern auch  der  Alltag  des  Rum- 
mels zur  Darstellung  gebracht. 
Wie  leben  denn  nun  eigentlich 
jene  kleinen  Artisten,  die  sich 
bei  den  Vorstellungen  abmühen, 
um  ihre  Zuschauer  zu  unter- 
halten, wie  teilen  sie  den  kar- 
gen Sold  ein,  den  sie  ihrer 
Abendkasse  entnehmen?  Ohne 
larmoyant  zu  werden,  schildert 
der  Film  in  prächtigem  Realis- 
mus, der  auch  den  Humor  zu 
Worte  kommen  läßt,  das  ganze 
Leben  der  fahrenden  Leute; 
denn  so  sehr  sie  um  ihr  Brot 
kämpfen  müssen,  so  sehr  lieben 
sie  ihren  Beruf  und  so  unlösbar 
sind     sie     mit     ihm  verbunden. 


Enrico    Benfer,   Kurt   Cerron,   Jenny 

Jugo,  Kurt  Vespermann  im  Ufa-Film 

,, Flucht  vor  der  Liebe" 


'^?£S^iammBimi^BEBSseaBSB^- 


Südsec-Filme  die  große  Mode,  Keine  amerikanische 
Filmgesellschaft  ohne  Expedition  in  das  Land  der 
Bananen,  mit  der  seltsamen  exotischen  Landschaft, 
den  mit  raschelndem  Bast  bekleideten  Frauen. 

Natürlich  tut  jede  Firma  etwas  anderes  dazu.  Läßt 
zu  der  Landschaft  eine  möglichst  spannende  Geschichte 
schreiben. 

Die  First  National  arbeitete  nach  dem  Rezept  von 
Edgar  Wallace.  Sie  läßt  einfach  eine  Gerichtsverhand- 
lung vor  uns  abrollen,  in  der  wir  die  seltsame  Ge- 
schichte einer  leichtlebigen  jungen  Tänzerin  erfahren, 
die  ihren  Geliebten  erschießt,  in  die  Südsee  flücl\tet 
und  dann  von  dem  pflichteifrigsten  Polizisten  New 
Yorks  wieder   in   die   Heimat  gebracht  werden  soll. 

Unterwegs  gibt  es  eine  Schiffskatastrophe  und  einen 
mehrjährigen  unfreiwilligen  Aufenthalt  irgendwo  in  der 
Südsee,  da  wo  sie  nur  mit  einem  weißen  Fleck  auf  den 
Filmatlanten  Hollywoods  verzeichnet   ist. 

Hier  siegt  erst  die  Liebe  über  die  Pflicht  und  dann 
die  Pflicht  über  die  Liebe. 

Das  eigenartige  Pärchen  lebt  überglücklich  vereint 
ein  paar  Jahre  in  dulci  jubilo,  dann  aber  bringt  er  sie 
auftragsgemäß  vor  den  Richter,  der  sie  erst  verurteilt, 
aber  dann  begnadigt  zur  Freude  und  unter  dem  lauten 
Beifall  des  Publikums. 

Die  Hauptrollen  liegen  bei  Milton  Sills  und  Dorothy 
Mackail  in  allerbesten  Händen.  Er  ist  der  volkstüm- 
liche Bonvivant,  wie  er  schon  immer  im  Filmstarregister 
steht,  und  sie  bietet  vielleicht  ihre  beste  bisherige  Lei- 
stung, zeigt,  daß  sie  auf  dem  Wege  ist,  mit  an  die  erste 
Stelle  zu  rücken,  da  wo  die  Dollargagen  sechsstellig 
werden. 


-    '   f         ^ 
"ifilfbn  suis  (oben)  und  unten  nfftBM^hyßiackail 


tPßtstei, 


OCR,  FILMaEPORJER, 

Auf  seiner  Reise  durch  die  Berufe,  die  eine  ko- 
miscfie  Ausbeute  zulassen,  ist  Buster  Keaton  bei 
der  Reportage  für  die  Woclienschau  angelangt. 
Das  Thema  ist  filmisch  erst  kürzlich  von  Bebe  Daniels 
benutzt  worden,  die  sich  temperamentvoll  und  paro- 
distisch  damit  abfand.  Aber  die  Begabung  von  Bebe 
Daniels  liegt  auf  einer  anderen  Linie  als  das  Talent 
Buster  Keatons,  und  so  sind  die  beiden  Filme  grundver- 
schieder..  Dabei  haben  sie  nicht  nur  das  Thema,  sondern 
auch  den  Abiauf  der  Vorgänge  gemeinsam.  In  beiden 
Fällen  handelt  es  sich  darum,  daß  ein  Außenseiter  einen 
sensationellen  Vorgang  verfilmen  will  und  eigentlich  erst 
in  dem  Augenblick  dazu  kommt,  da  er  gar  nicht  recht 
darauf  vorbereitet  war.  Aber  während  der  Danielsfilm 
manche  Handlungslücke  besitzt,  die  allein  von  der  Haupt- 
darstellerin mit  ihrer  entzückend  wirbligen  Grazie  über- 
sprungen wird,  ist  Buster  Keatons  Groteske  das  Muster 
einer  sorgfältig  gebauten  Arbeit.  Der  Film  ist  dramatur- 
gisch fest  vernietet,  sogar  eiskalt  errechnet,  so  daß  jeder 
■Meter  Zelluloidstreifen  seine  ^X'irksamkeit  aufweist.  In 
den  Buster-Keaton-Groteskcn,  die  natürlich  alle  unter 
Mithilfe  von  Gagmen  gedreht  werden,  herrscht  jetzt 
nicht  mehr  der  Drang,  die  humoristischen  Filfekte  zu 
häufen,  sondern  die  Einsicht,  daß  es  besser  ist,  sie  klug 
zu  verteilen  und  vor  allen  Dingen  darauf  zu  achten,  daß 
sie  sich  nicht  gegenseitig  erdrücken.  Die  Dramaturgen 
Hollywoods  haben  herausgefunden,  daß  zwei  komische 
Effekte  niemals  ohne  Pause  zusammengedrängt  werden 
dürfen.  Folgen  zwei  lustige  Vorgänge,  von  denen  jeder 
gleich  komisch  ist,  unmittelbar  aufeinander,  so  verliert 
der  erste  seine  Wirkung,  weil  die  Zuschauer  nicht  im- 
stande sind,  die  beiden  Eindrücke  mit  der  notwendigen 
Schnelligkeit  aufzunehmen.  Sie  lachen  nur  über  die 
letzte  Pointe,  weil  die  erste  von  den  Bildern  der  zweiten 
verdrängt  wird.  Deshalb  werden  jetzt  Unterbrechungen 
eingefügt,  die  dem  Zuschauer  Zeit  lassen,  sich  auszu- 
achen.  Diese  eingeschobenen  Pausen  müssen  Bilder 
bringen,    in    denen   die    Handlung   einen   Augenblick    still- 


Buster  Keaion  im  Vorführungsraum 


HEINQICH  GEOQGE  und  BETTY  AMANN 

im  Ufa- Film  „Der  Siräüin^  aus  Stambul" 


Jenny  Jugo,  der  Ufa-Siar  mit  einem  Bären-Baby  des  Berliner  Zoologischen  Gartens       Pfwt.  Ufa 


'Vo/-^ 


Noch  immer  geht  die  Ansicht  des  Publikums  dahin,  in  den 
Künstlern,  vor  allem  in  den  Schauspielern,  leichtlebige, 
sogar  verschwenderische  Menschen  zu  sehen.  Dabei  sind 
nicht  wenige  recht  sparsam,  und  vereinzelte  zeigen  sogar  ausge- 
sprochenen Geiz.  Zu  den  letzteren  zählt  in  Hollywood  die  be- 
kannte Darstellerin  0.,  zu  deren  Spezialität  die  großen  Salon- 
danien  zählen.  Mrs.  O.  versteht  es  ausgezeichnet,  selbst  größere 
Ausgaben  zu  ersparen  und  die  kleinen  nach  Möglichkeit  einzu- 
schränken. So  hält  sie  sich,  obgleich  es  ihre  Gage  zuließe, 
keine  Köchin,  sondern  erscheint  als  ungebetener  Dinnergast  bei 
den  Kollegen  und  bezahlt  mit  nichts  anderem  als  ihrer  Liebens- 
•würdigkeit.  In  Hollywood  lächelt  man  über  diese  Schwäche  der 
O.  und  nimmt  ihre  Besuche  wie  ein  unabwendbares  Ereignis 
hin.  Die  Witzbolde  unter  den  Schauspielern  erlauben  sich  zwar 
öfters,  einige  Scherze  mit  der  Mrs.  0.  zu  treiben,  aber  nur  Lewis 
Slone  spielte  ihr  einmal  einen  Streich.  Da  er  nicht  allzu  ent- 
fernt von  ihr  wohnte,  erhielt  er  recht  häufig  den  Besuch  von 
Mrs.  0.,  die  jedesmal  mit  der  Bemerkung  erschien,  nur  schnell 
vor  dem  Dinner  ein  paar  Worte  plaudern  zu  wollen.  Stone 
war  gerade  in  einem  Film  aus  der  russischen  Geschichte  be- 
schäftigt und  lud  aus  diesem  Grunde  befreundete  Kollegen  zu 
einem  russischen  Abendessen  ein.  Er  wußte,  daß  die  0.  von 
der  Schmauserei  Kenntnis  erhalten  und  am  Abend  nicht  fehlen 
werde. 

Stone  hatte  sich  nicht  getäuscht.  Um  sieben  Uhr  fuhr  Mrs.  0. 
vor  seinem  Hause  in  einem  alten  Packard  vor,  den  sie  aus  Spar- 
samkeitsgründen selbst  steuerte,  und  erklärte,  nur  ein  paar 
Minuten  mit  Mae  Murray  plaudern  zu  wollen,  da  ihr  deren 
Rückkehr  aus   New   York  soeben   hinterbracht   worden  sei.     Die 


Murray,  die  mit  im  Komplott  war,  plauderte  scharmant  und 
sagte  so  nebenbei  zu  Stone:  ,,Ich  habe  am  Broadway  oft  in 
einem  russischen  Restaurant  gegessen  und  bin  gespannt,  ob  Ihr 
Koch  (Stone  beschäftigt  in  der  Küche  einen  Neger)  gespickten 
Lendenbraten  ebenso  appetitlich  herrichten  kann,  wie  er  mir 
in  New  York  serviert  wurde." 

Mrs.  0.  empfand  schon  den  Vorgeschmack  der  kommenden 
Genüsse,  als  Lewis  Stone  sie  heimlich  ins  Nebenzimmer  winkte 
und   sie   fragte:   , .Riecht   das  nicht   außerordentlich   verlockend?" 

,, Gewiß ',  antwortete  die  0.,  die  nicht  wußte,  was  Stone  mit 
der  Frage   sagen   wollte. 

,,Nun,  meine  Teure,  darf  ich  Sie  in  ein  Geheimnis  einweihen?" 
Die  0.  nickte  ein  wenig  befangen.  ,, Sehen  Sie,"  fuhr  Stone  fort, 
,,die  echten  Russen  essen  ganz  andere  Dinge,  als  die  Murray 
sie  am  Broadway  auf  der  Speisekarte  fand.  Lassen  Sie  die 
Gesellschaft  nur  glauben,  daß  gespickter  Lendenbraten  auf  die 
Tafel  kommt.  Wir  beide  werden  wissen,  daß  wir  ein  viel  pikan- 
teres, echt  russisches  Gericht  verzehren  und  hinterher  die  ganze 
Gesellschaft  tüchtig  auslachen." 

,,Und  was  ist  eigentlich  der  seltsame  Braten?"  fragte  die  0. 
ein  wenig  beklommen. 

Lewis  Stone  setzte  sein  berühmtes  freundliches  Filmlächeln 
auf.  ,, Geschmorter  Hund  — "  sagte  er  unschuldig,  „aber  Sie 
dürfen  mich  nicht  verraten." 

Worauf  sich  Mrs.  O.,  einer  Ohnmacht  nahe,  sofort  empfahl, 
ohne  sich  von  der  übrigen  Gesellschaft  verabschiedet  zu  haben. 
Jedenfalls  unterblieben  eine  gewisse  Zeit  diese  Besuche  vor 
dem   Dinner. 


Als  nach  Rudolf  Valentinos  frühem  Tod  der  Platz 
des  Ersten  Liebhabers  der  amerikanischen  Lein- 
wand frei  wurde,  begann  ein  Ansturm  von  allerlei 
Jünglingen,  die  den  romanischen  Typ  verkörperten  und 
sich  für  schön 
genug  hielten, 

den  umschwärm- 
ten Liebling  der 
Frauen  ersetzen 
zu    können.      Die 

Filmgesell- 
schaften, in  deren 
Interesse  es  lag, 
die  Lücke  schnell 
zu  füllen,  mach- 
ten allerlei  noch 
heute  nicht  abge- 
schlossene 
Experimente, 
denn  eben  wird 
in  Hollywood  ein 
neuer  Mann  mit 
großer  Reklame 
kreiert,  der  sich 
gleich  Rudy  Val- 
ley nennt.  Aber 
die  Spekulation 
ist  bis  jetzt  miß- 
glückt, denn  Va- 
lentino  ist  unver- 
gessen; er  wird 
als  einziger  aus 
der  langen  Reihe 
der  Filmdarstel- 
ler,   die    zu    den 

Schatten  ent- 
wichen, geliebt 
und  verehrt.  Die 
Erfahrung  hätte 
lehren  müssen, 
daß  ein  neuer 
Filmabgott  der 
Frauen  dem  ent- 
schwundenen Idol 
vollkommen  un- 
ähnlich sein 
werde,  und  in  der 
Tat  hat  sich  die- 
ser Fall  auch  er- 
eignet. So  unver- 
gessen Valentine 
ist,  so  schnell  ge- 
lang es  John  Gil- 
bert, der  um- 
schwärmteste 
Filmschauspieler 

Amerikas  zu  werden.  Seine  Erscheinung,  seine  Art  der 
Darstellung  war  vollkommen  anders  als  diejenige,  welche 
die  Amerikanerinnen  bisher  von  Wallace  Reid  über  Dick 
Barthelmeß  bis  zu  ,,Rudy"  erlebt  hatten.  Gilbert  brachte 
nicht  den  Jüngling,  sondern  den  reifen  Mann  als  Lieb- 
haber auf  die  Leinwand.  In  einem  Lande,  wie  den 
,, Staaten",  in  denen  ein  Kult  der  Jugend  betrieben  worden 
war,  bedeutete  dies  eine  vollkommene  Umkehrung  der 
Begriffe,    aber    Gilbert    konnte    sich    in    erstaunlich    kurzer 


John   Gilbert  ist  mit  seiner   Toniilmstimmc  zufrieden  Phot.  M.-O.-M 


Zeit  durchsetzen,  und  seit  der  ,, Lustigen  Witwe"  hat  er 
alle  anderen  Liebhaber  überflügelt.  Vielleicht  ist  durch 
ihn  das  kurze  Bärtchen  populärer  geworden  als  durch 
Menjou,  Fairbanks,  Colman,  zumal  es  bei  ihm,  im  Gegen- 
satz zu  den  ge- 
nannten drei,  nur 
ein  Filmrequisit 
bedeutet,  John 
Gilbert  steht  auch 
zu  seinen  Mit- 
spielern völlig 
anders      als      die 

übrigen  Lieb- 
haber. Waren 
Wallace  Reid  und 
Rudolf  Valentino 
absolute  Starspie- 
ler, die  andere 
Sterne  nicht  um 
sich  duldeten,  son- 
dern nur  Mit- 
spieler brauchen 
konnten,  die  das 
Stichwort  brach- 
ten, so  ist  durch 
Gilbert  der  Sinn 
eines  Ensemble- 
spiels      in       den 

amerikanischen 
Film     gekommen. 
In  der    ,, Lustigen 
Witwe"    trat  Mae 

Murray  sogar 
stärker  in  den 
Vordergrund  als 
er,  aber  obgleich 
sie  mehr  Groß- 
aufnahmen bean- 
spruchen durfte, 
blieb  der  Eindruck 
seines  Spiels  stär- 
ker haften.  John 
Gilbert  hat  sich 
einmal  über  seine 
Partner  in  folgen- 
dem Sinne  ge- 
äußert: ,, In  jedem 
Film,  der  mir  die 
Hauptrolle  über- 
trägt, bemühe  ich 
mich,  bei  der 
Auswahl  der  Mit- 
spieler meinen 
Einfluß  dahin  gel- 
tend zu  machen, 
daß  nur  beste 
Kräfte  eingestellt  werden.  Kein  Schauspieler  kann  sich 
völlig  entfalten,  wenn  er  nicht  durch  seine  Partner  an- 
geregt und  angespornt  wird.  Es  gibt  Stars,  die  sich  zu 
weiblichen  Gegenspielern  schöne  Frauen  aussuchen,  deren 
Aufgabe  allein  darin  besteht,  verführerisch  auszusehen 
und  dann  das  —  im  Titel  erscheinende  —  Stichwort  zu 
biingen,  worauf  der  Star  die  Szene  spielt.  Ich  bin  stets 
dagegen  gewesen,  denn  es  kommt  mir  wie  ein  Spiel  gegen 
die    Wand   vor.      Ein   Schauspieler   kann   sich   nur    in   ent- 


1 


-^^^  ^«L«*;;-'-« 


John  Gilbert  bei  den  Aufnahmen  des  verfilmten  Tolstoi-Dramas  „Der  lebende  Leichnam' 


P/tot.  M.-G-M. 


sprechendem  Maße  dar- 
stellerisch entzünden,  wenn 
er  weiß,  daß  der  Partner 
mit  ihm  mitgeht.  Im  Ton- 
film ist  die  oben  gekenn- 
zeichnete Art  der  Dar- 
stellung an  sich  schon 
eine  Unmöglichkeit,  denn 
der  Dialog  kann  nicht  in 
gleichgültiger  Weise  ge- 
sprochen werden.  Bereits 
der  Tonfall  des  Stich- 
wortes bestimmt  das 
Tempo  der  Szene,  und  ein 
Schauspieler  ist  von  dem 
anderen  viel  stärker  ab- 
hängig als  beim  stummen 
Film."  John  Gilbert  war 
eine  Zeitlang  Partner  der 
sehr  eigenwilligen  Greta 
Garbo,  Obwohl  diese 
seltsame  und  faszinierende 
Frau  bereits  im  Manu- 
skript stärker  heraus- 
gestellt wurde  als  er, 
herrschte  zwischen  beiden 
niemals  Rivalität,  denn 
Gilbert  fühlte  sich  durch 
diese  dramatisch  starke 
Darstellerin  angeregt  und 
spornte  sich  zu  höchsten 
Leistungen  an.  Mit  der 
Garbo  war  es  überhaupt 
für  Gilbert  so  eine  Sache, 
Diese  eigenartige  Schwe- 
din verstand  es,  einen  so 


Eine  Szene  aus  demselben  Film  mit  John  Gilbert,  Eleanor  Boardman 
und  Regisseur  Fred  Niblo 


starken  Einfluß  auf  ihn 
auszuüben,  daß  er  sich 
eine  andere  Partnerin  gar 
nicht  denken  konnte.  In- 
folgedessen galten  die  bei- 
den eine  Zeitlang  für  ver- 
lobt, was  niemals  der  Fall 
gewesen  ist,  denn  Greta 
Garbo  fühlt  sich  als  eine 
Dienerin  ihrer  Kunst  und 
will  nichts  davon  wissen, 
mit  dem  Partner  ihrer 
Filme  verheiratet  zu  sein. 
Sie  steht  darin  durchaus 
nicht  vereinzelt  da.  Be- 
rühmte Tragödinnen,  die 
sich  mit  Kollegen  verhei- 
rateten, lehnten  es  ab,  mit 
ihren  Gatten  zusammen 
zu  spielen  —  vielleicht, 
weil  sie  sich  inzwischen 
zu  gut  kennengelernt 
hatten  und  jene  unaus- 
gesprochenen Dinge,  die 
nun  einmal  den  höchsten 
Reiz  zwischen  Verliebten 
bilden,  für  sie  in  Fortfall 
gekommen  waren.  Sowohl 
John  Gilbert  als  auch 
Greta  Garbo  haben  in- 
zwischen den  Partner  ge- 
wechselt. Die  letzte 
drehte  mehrere  Filme  mit 
ihrem  Landsmann  Nils 
Asther,  John  Gilbert  mit 
Eleanor    Boardman. 


i 


Aus  dem  Afrika-  Großfilm  der  Ufa  „Pari"  phct.  L'fa 


Die  Erlebnisse  einer  Filmexpedition  durch  Afrika.     Von   P.   C.   von  G  o  n  t  a  r  d. 


Wenn  man  nach  Afrika  kommt,  wird  man,  gleichgül- 
tig wie  man  heißt  oder  welche  Religion  man  hat, 
zunächst  einmal  wieder  getauft,  und  zwar  deshalb, 
weil  sich  die  Eingeborenen  unsere  für  sie  unaussprechlichen 
Namen  nicht  merken  können.  Nach  zwei  bis  drei  Tagen  ist 
man  bereits  mit  einem  oft  unglaublichen  Scharfblick  be- 
urteilt und  bekommt  einen  mehr  oder  weniger  schönen  und 
wohlklingenden  Namen  zugelegt.  Meistens  erhält  man  sogar 
zwei  Namen:  einen,  mit  dem  man  angeredet  wird,  und  einen, 
unter  dem  man  von  den  Eingeborenen,  wenn  sie  unter  sich 
sind,  besprochen  wird.  Der  letzte  ist  meistens  der  treffen- 
dere, wenn  auch  nicht  immer  schmeichelhaftere.  Z.  B.  hieß 
ich  wegen  meines  großen  Texashutes,  der  in  Afrika  etwas 
Neues  war,  offiziell  ,,Bwana  Cofia"  (Herr  Hut).  Wenigstens 
wurde  ich  mit  diesem  Namen,  der  große  Ehrfurcht  aus- 
drücken sollte,  angeredet.  Wenn  aber  meine  guten,  schwar- 
zen Jungen  um  ihr  Feuer  saßen,  den  Maispamps  mit  ihren 
schwarzen  Händen  in  kleine  Kugeln  rollten,  in  den  Mund 
steckten,  dazu,  wie  allabendlich,  über  die  Weißen  diskutier- 
ten und  meistens  kein  gutes  Haar  an  ihnen  ließen,  dann  hieß 
es  nicht  mehr  Bwana  Cofia,  sondern  etwas  ironisch  ,,Bwana 
Piga  Nayaga"  (der  Herr,  der  dauernd  schießen  muß).  So 
hatten  alle  Herren  unserer  Expedition,  die  in  Ostafrika  für 
die  Ufa  den  Film  ,,Pori"  drehten,  einen  offiziellen  Höflich- 
keitsnamen und  einen  zweiten,  der  von  jeder  Höflichkeit 
Abstand  nahm.  Nur  unser  Regisseur,  Freiherr  von  Dun- 
gern, hatte  den  seltenen  Vorzug,  einen  einzigen  Namen  zu 
besitzen:  ,, Bwana  Yoka"  (Herr  Schlange).  Diese  Ehre  ver- 
dankt er  folgendem  aufregenden  Erlebnis: 


Die  Eingeborenen  haben  einen  unheimlichen  Respekt  vor 
Schlangen.  Das  ist  auch  der  Grund  dafür,  daß  man  bei  Wan- 
derungen im  Busch  immer  einen  Schwarzen  vorausgehen 
läßt,  der  jedes  Reptil  mit  tödlicher  Sicherheit  sofort  sieht 
und  es  entweder  mit  seiner  Keule  totschlägt  oder  durch 
einen  nicht  mißzuverstehenden,  riesigen  Seitensprung  an- 
zeigt. Dadurch  läuft  der  Weiße,  der  sich  in  respektvoller 
Entfernung  hinter  dem  Schwarzen  hält,  keine  Gefahr,  von 
einer  der  zum  Teil  sehr  giftigen  Schlangen  gebissen  zu 
werden. 

Eines  Tages  befanden  wir  uns  auf  der  Fahrt  von  Arusha 
zum  Lager.  ,, Fahren"  konnte  man  diese  Betätigung  aller- 
dings nur  unter  einem  gewissen  Vorbehalt  nennen,  denn  es 
war  eigentlich  eine  Kletterpartie  per  Auto  durch  Löcher  und 
Gräben,  über  Steine  und  Felsen,  durch  Sumpfstücke  und 
Sand.  So  entwickelten  wir  die  unheimliche  Geschwindigkeit 
von  durchschnittlich  sechs,  im  Höchstfalle  aber  zwanzig 
Stundenkilometern.  Wir  brauchten  wieder  Benzin  und  Pro- 
viant. Deswegen  war  die  lange  Reise  nach  Arusha  und  zurück, 
die  einen  ganzen  Tag  beanspruchte,  unerläßlich.  Es  war 
gegen  Abend,  und  wir  hielten  Ausschau  nach  Wild,  das 
gerade  um  die  Zeit  besonders  rege  herumzieht,  bevor  es 
sich  zum  Schutz  gegen  seinen  Todfeind,  den  großen,  gelben 
Löwen,  in  großen  Rudeln  für  die  Nacht  zusammenfindet. 

Plötzlich  zeigte  einer  der  Schwarzen  aufgeregt  ins  Gras 
und  rief  ,,yoka,  yoka!"  Wirklich  schlängelte  sich  eine  so- 
genannte Python,  eine  über  drei  Meter  lange  Riesenschlange, 
durch  das  hohe  Gras. 

Das     war     eine    günstige    Gelegenheit.     Für    eine    Szene 


unseres  Films  ..Pori" 
brauchten  wir  näm- 
lich unbedingt  eine 
Schlange.  Es  durfte 
aber  keine  gezähmte 
sein,  da  sie  sonst 
nicht  die  nötige 
Wildheit  aufbringen 
würde.  Die  Python 
kam  uns  deshalb  wie 
gerufen. 

Aber  Schlangen 
haben  etwas  ausge- 
sprochen Unsympa- 
thisches für  mich, 
und,  wenn  ich  ganz 
ehrlich  sein  soll,  — 
ich  traute  mich  nicht 
so  recht  an  das  Rep- 
til heran.  Da  fiel 
mir  ein,  daß  unser 
Regisseur,  Herr  von 
Dungern,  während 
seiner  Filmexpedi- 
tion in  Brasilien  be- 
reits viele  Erfahrun- 
gen mit  Schlangen 
gesammelt  hatte.  Da 
die  Entfernung  zum 
Lager  nicht  mehr 
weit  war,  schickte 
ich  das  Auto  dort- 
hin, um  Herrn  von 
Dungern  zu  holen, 
während  ich  inzwi- 
schen die  Bewegun- 
gen der  Schlange 
verfolgte.  Als  Herr 
von  Dungern  eintraf, 
war  es  schon  dun- 
kel. Das  Reptil  hatte 
sich  zusammenge- 
knäult  und  lag  in 
einem  Stück  Gras. 
Meine  Schwarzen  sa- 
ßen in  respektvoller 
Entfernung        davon 

und  wußten  scheinbar  nicht,  ob  sie  mehr  Angst  hatten  vor 
der  Schlange  selbst  oder  vor  den  Löwen,  die  jetzt  zahlreich 
herumstreiften. 

Herr  von  Dungern  ging  langsam  auf  die  Schlange  zu,  nahm 
sein  Taschentuch  in  die  linke  Hand  und  schwenkte  es  mehr- 
mals hin  und  her. 

Sofort  ging  die  Schlange  in  Angriffsstellung,  indem  sie, 
wie  alle  Schlangen,  aus  dem  vorderen  Teil  ihres  Körpers 
eine  S-förmige  Schlinge  bildete.  Einen  Augenblick  noch 
folgte  sie  mit  ihrem  Kopf  den  Bewegungen  des  Tuches,  dann 
schoß  sie  wie  der  Blitz  nach  vorn,  um  ihre  Zähne  in  das 
weiße  Tuch  zu  graben.  Diesen  Moment  hatte  Herr  von  Dun- 
gern abgewartet.  Ehe  die  Schlange  ihre  Zähne  befreien 
konnte,  hatte  er  sie  schon  mit  der  rechten  Hand  dicht  hinter 
dem  Kopf  gefaßt,  und  nun  war  es  vorbei.  Auf  seinen  Zuruf 
ergriff  ich  das  Schwanzende,  und  bald  hatten  wir  die  Riesen- 
schlange in  einen  mitgeführten  Sack  verstaut.  Triumphie- 
rend ging  es  zurück  nach  dem  Lager,  mit  einem  neuen 
Schauspieler  für  unseren  Film  ,,Pori". 

Aber  es  kam  noch  anders.  Nach  einigen  Tagen  sollte  die 
Szene  mit  der  Schlange  gedreht  werden.  Das  war  aber  nicht 
einfach,  weil  wir  das  Tier  wieder  freilassen  mußten,  um  es 
absolut  natürlich  arbeiten  zu  lassen.  Morgens  sind  Schlan- 
gen meistens  träge,  weil  sie  die  Kälte  der  Nacht  nur  langsam 
aus  ihren  Gliedern  bekommen.     Sobald  sie  aber  warm  wer- 


Nancy  Carrol,  eine  neue  rothaarige  Filmschönheit 

Phot.  Paramount 


den,  werden  sie  le- 
bendig und  angriffs- 
lustig. Unsere  Rie- 
senschlange sollte 
nun  unversehens  ei- 
nen Angriff  aus  ei- 
nem Bett  auf  die 
ahnungslose  Far- 
mersfrau unterneh- 
men. Die  Schlange 
war  unter  die  Bett- 
decke bugsiert  und 
verhielt  sich  ganz 
ruhig.  Unsere  Appa- 
rate waren  aufge- 
baut. Die  Sache 
konnte  losgehen.  Die 
Farmersfrau  trat  ins 
Bild,  die  Decke 
wurde  weggezogen. 
Im  selben  Augen- 
blick richtete  sich 
die  Schlange  blitz- 
schnell auf  und  stieß 
zu,  so  daß  die  die 
Farmersfrau  spie- 
lende Dame  gerade 
noch  zurückspringen 
konnte.  Aber  wir 
hatten  uns  in  dem 
Temperament  unse- 
rer Schlange  verrech- 
net, denn  mit  ein 
paar  unglaublich 

schnellen  Windungen 
schoß  sie  noch  ein- 
mal nach  vorn.  So- 
fort sprang  Herr  von 
Dungern  zu  und 
packte  sie  wieder 
mit  einem  schnellen 
Griff  hinter  dem 
Kopf,  diesmal  aber 
in  der  Eile  zu  weit 
nach  hinten,  so  daß 
die  Schlange  ihren 
Kopf  wandte  und 
ihre  Zähne  blitzschnell  in  das  Handgelenk  grub.  Alles  war 
blaß  vor  Schrecken,  ahnungslos,  was  nun  geschehen  sollte, 
Herr  von  Dungern  faßte  ruhig,  aber  schnell,  mit  seiner  freien 
Hand  der  Schlange  ins  Genick,  drückte  ihr  Maul  auf  und 
befreite  vorsichtig  die  gebissene  Hand.  Während  die  Python 
mit  ihrem  Schwanzende  emsig  nach  einem  Haltepunkt 
suchte,  riß  er  sie  aus  dem  Bett,  hielt  sie  freischwebend  und 
beförderte  sie  wieder  in  ihren  alten  Sack. 

Der  Biß  war  schmerzhaft,  doch  da  die  Python  keine  Gift- 
schlange ist,  nicht  lebensgefährlich.  Die  Neger  aber  wissen 
keinen  Unterschied  zwischen  giftigen  und  nicht  giftigen 
Schlangen  und  waren  alle  überzeugt,  daß  Herr  von  Dungern 
die  Sonne  des  nächsten  Morgens  nicht  mehr  sehen  würde. 
Man  sprach  in  der  den  Negern  eigenen  Art  abends  am 
Feuer  schon  sogar  davon,  wie  man  seine  Sachen  verteilen 
würde,  und  wer  wohl  das  meiste  von  seinen  Anzügen,  Mes- 
sern usw.  bekäme.  Theoretisch  war  er  bereits  in  den  Augen 
der  Neger  gestorben.  Als  Herr  von  Dungern  aber  am  näch- 
sten Morgen  wieder  ganz  vergnügt  an  das  Licht  des  Tages 
trat,  da  gab  es  keinen  Neger,  dem  es  nicht  klar  war,  daß 
hier  ein  ,,Fundi  copiga",  d.  h.  ein  ganz  gelehrter  Mann  und 
sicherlich  ein  ,,Bwana  fundi  yoka",  ein  Schlangenweiscr,  sein 
müsse.  So  groß  war  ihr  Erstaunen,  daß  Herr  von  Dungern 
diesen  Namen  auch  inoffiziell  behielt  und  für  lange  Zeil 
Gesprächsstoff    für    die    Schwarzen    blieb. 


■ü\ 


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Qx.S 


SckiriiiÄel 


UNDV^ylC^UNDSEHRVIEL' 

GiR.  LiA^ti0er  Abei/tteaerronaaLi/L 

^  VON    LUDWlGvoN  WOHL 


19.  Forlsetzung 

Jetzt  war  sie  doch  etwas  blaß,  und  die  rasende  Reihenfolge 
der  letzten  Tage  stand  plötzlich  unter  einem  furchtbaren  Zeichen, 
das  ihre  Unbefangenheit  dem  Pascha  gegenüber  zerbrach. 

„Woher  er  seinen  Paschatitel  hat,  weiß  kein  Mensch,  am 
wenigsten  wohl  die  türkische  Regierung",  fuhr  Robby  fort.  ,, Ziem- 
lich dunkler  Charakter.    Daß  Sie  mit  dem  fertig  geworden  sind!" 

Sie  lächelte  —  aber  es  war  auf  einmal  sehr  schwer,  zu  lächeln. 
Man    hatte    so    ein    sonderbar    gelockertes    Gefühl    in    den    Knie- 
kehlen, als  wären  die  Knie 
hohl. 

„Mädel,  Sie  fallen  ja 
um!" 

Er  hielt  sie  fest,  und  sie 
hing  ihm  ein  paar  Augen- 
blicke   schwer    im    Arm. 

„Sofort  lassen  Sie  mich 
los!"  sagte  sie  ernst,  wäh- 
rend sie  sich  ganz  eng  an 
ihn  preßte.  ,,Aber  so- 
fort    " 

„Ja,  ja",  sagte  er  und 
gab  ihr  den  Kuß,  auf  den 
sie  beide  seit  fünf  Minu- 
ten   warteten. 

,,Das  ist  eine  ganz  un- 
glaubliche Frechheit", 
sagte  sie  und  küßte  ihn 
wieder. 

Und  dann  riß  sie  sich 
los  und  war  sehr  rot  und 
sehr  verlegen  und  wußte 
absolut  nicht  mehr,  was 
sie  sagen   wollte. 

,,Sie  haben  mich  auch 
geküßt,  mein  Fräulein", 
sagte  Robby  mit  der  Steif- 
heit eines  Oberhofzere- 
monienmeisters.  ,,Wir  wer- 
den uns  erlauben,  darauf 
zurückzulvommen,  aber 

erst,    wenn   wir    in    Sicher- 
heit   sind." 

Sie  machte  plötzlich  ein 
ganz  unbefangenes  Gesicht. 

,,Wie  sind  Sie  eigentlich 
auf     meine     Spur     gekom- 


,, Durch  eine  sehr  hübsche 
junge  Dame  mit  schwar- 
zem Haar  und  einem  et- 
was übertrieben  stark  ent- 
wickelten  Temperament  — 

sie  heißt  Ranca  Jellacic  und  war  die  Edle,  die  Sie  im  Zug  über- 
fallen hat  und  später  Ihren  Chauffeur  hierher  spielte.  —  Im 
Hauptberuf  ist  sie  eigentlich  die  Freundin  des  Herrn  Mircovich, 
der  ein  ganz  ausgekochter  Schwindler  ist.  Das  heißt,  jetzt  strebt 
sie  vor  allem  der  Million  nach,  die  ihr  aber  — •  vielmehr  Ihnen  — 
der  Pascha   abgeknöpft   hat." 

Und  er  erzählte  ihr  die  Geschichte  von  den  Tausendpfund- 
noten, die  zu  Einpfundnoten  geworden  waren. 

Dorrit  nickte. 

,,Also  der  Pascha  hat  das  Geld.  Ich  dachte  es  mir  gleich. 
Übrigens,  finden  Sie  die  Dame  wirklich  so  sehr  hübsch?  Sie  hat 
eine  Indianernase  ■ —  und  ihre  Beine  sind  nicht  sehr  gerade  — 
glaube  ich  wenigstens",   fügte  sie   ehrlich   hinzu. 

,,So  sehr  hübsch  ist  sie  eigentlich  nicht",  gab  er  mit  schrägem 
Kopf  und  unter  kritischem  Stirnrunzeln  zu.  ,,So'n  bißchen  fin- 
steres Weib,  —  Und  mit   den  Beinen  können  Sie  recht  haben  — 


Roll  von   Coth,   der  jun^c  Berliner  Filmschauspieler      Pimt.  Binder 


t^achdruck  verboten 

aus    Schwarz    mache    ich    mir    sowieso    nicht    übertrieben    viel    — 
und  dann  hatte  sie  ausgesprochen  wilde  Manieren." 

,,Titta,   das   kleine  Räubermädchen",   nickte   Dorrit   eifrig,    ,,Das 
habe  ich   ihr  schon  selbst   gesagt." 

„Ja,  sie  hat  eine  ziemliche  Wut  auf  Sie," 
,,So,  so.    Wo  haben  Sie  sie  denn   jetzt  gelassen?" 
Er  machte   ein   ganz  verschmitztes   Gesicht. 

,, Abgehängt",  sagte  er  vergnügt.    ,,Sie  fing  an,  mir  furchtbar  auf 

die  Nerven  zu  gehen.  Ich 
bin  ihr  richtig  ausgerissen. 
Wahrscheinlich  streicht  sie 
mit  ihrem  Auto  hier  ir- 
gendwo in  der  Umgebung 
herum.  Im  übrigen  halte 
ich  CS  jetzt  für  an  der 
Zeit,  daß  wir  uns  durch- 
schlagen. Wieviel  Diener- 
schaft ist  in  diesem  nied- 
lichen   Lustschloß?" 

Aber  sie  schüttelte  den 
Kopf. 

,,Ich  gehe  nicht  ohne 
das    Geld",    sagte    sie. 

,,Ja,  glauben  Sie,  daß 
uns  der  gute  Pascha  die 
kleine  Million  in  die 
Tasche  stecken  wird  —  so 
als  eine  Art  von  Ab- 
schiedsgeschenk oder  so 
etwas?  Oder  wie  haben 
Sie  sich  das  vorgestellt?" 
,,Ich  weiß  nicht,  wie  ich 
mir  das  vorgestellt  habe", 
sagte  sie,  ,,aber  ich  gehe 
auf  keinen  Fall  ohne  das 
Geld.  Ich  bin  dafür  ver- 
antwortlich. Es  gehört 
doch   nicht   mir." 

,, Sondern  Herrn  Stavri- 
des  —  wenigstens  im 
Augenblick.  Aber  wenn  es 
nach  dem  gegangen  wäre, 
hätten  Sie  das  Geld  schon 
lange  nicht  mehr.  Sie 
wissen  ja  gar  nicht,  was 
hier  gespielt  wird." 

Sie  trat  überrascht  einen 
Schritt   zurück. 

,,Wer  —  woher  — •  wer 
sind    Sie    eigentlich?" 

Da  klangen  draußen  die 
Stimmen  zweier  Diener. 
,,St  —  leiser!"  flüsterteer.  ,, Wir  müssen  vor  allen  Dingen  machen, 
daß  wir  hier  herauskommen.  Das  Geld  kriegen  wir  später  auf 
diplomatischem  Wege.  Ich  habe  Regierungsbezichungen.  Es  ist 
weiß  Gott  wichtiger,  daß  Sie  wieder  sicheren  Boden  unter  den 
Füßen  haben.  Ich  will  auf  keinen  Fall,  daß  Sie  sich  noch  länger 
der  Gefahr  aussetzen.  Ich  nehme  mein  Schießeisen  wieder,  und 
dann   werden   zusammen  —   —   Was   ist   denn,   Kind?" 

Sic  hatte  über  seine  Schulter  aus  dem  Fenster  hinausgesehen. 
Zuerst  mit  einem  fast  geistig  abwesenden  Ausdruck  —  dann  mit 
einem    strahlenden,    geradezu    triumphierenden    Lächein. 

,,Ich  denke  nicht  daran'  ,  sagte  sie  plötzlich  mit  tanzenden 
Augen,  ,, Seite  an  Seite  aus  dem  Schloß  gestürmt,  die  Pistolen 
in  der  einen,  den  Säbel  in  der  anderen,  zwei  junge  Menschen- 
schicksale in  der  dritten  Hand  —  sehr  hübsch  —  aber  veraltet. 
Ich  weiß  nicht,  Sie  wollen  mich  immer  sofort  retten,  wenn  Sic 
mich    zu    sehen    bekommen.      Das    ist    beinahe    ein    Komplex    bei 


im 
an 


Ihnen,    glaube    ich.      Bitte,    machen    Sie    einmal    die    Augen    auf 
und  sehen  Sie  zum  Fenster  hinaus!    Was  liegt  da,  wie?" 

Er  sah   sich  verblüfft   um. 

In  der  Bucht,  fünfzig  Meter  unterhalb  des  Hauses,  lag  eine 
kleine,  blitzende  Luxusjacht  mit  weiß  gestrichenem  schlanken 
Rumpf  und  einem  leuchtend  zitronengelben  Schornstein.  Und 
vom  Bug  der  Jacht  tropften  die  Ankerketten  herunter. 

Es   gab   nur   einen   einzigen    kurzen   Moment    der    Erstarrung. 

Dann    gab    sich    Dorrit    einen    Ruck. 

,,Ich  übernehme  das  Kommando",  erklärte  sie.  „Sie  müssen 
—  hören  Sie  —  Sic  müssen  jetzt  tun,  was  ich  Ihnen  sage. 
Machen  Sic  sofort,  daß  Sie  hier  herauskommen,  und  laufen  Sic 
zum  Strand  herunter!  —  Rufen  Sie  die  Jacht  an!  Sagen  Sie, 
daß  man  die  Herrschaften  mit  Vergnügen  erwartet  —  daß  es 
Ihnen  eine  besondere  Ehre  sei,  sie  hcraufzuführen  —  daß  sie  den 
Besuch  sicherlich  nicht  bereuen  werden  —  und  lotsen  Sie  die 
ganze  Gesellschaft  hier  herauf.  Sofort.  Um  alles  weitere 
brauchen  Sie  sich  nicht  zu  kümmern.     Dafür  sorge  ich." 

,,Ja   —   aber  — " 

,,Kein   Aber!    Vorwärts,   vorwärts!" 

Resigniert    machte    Robby    kehrt,     saß     mit     einem     Ruck 
Fensler,    bog    sich    nach    außen    und    verschwand,    sich    wieder 
der   Dachrinne   emporziehend,    mit    einem    Schwung. 

Im  ersten  Augenblick  hatte  sie  ihm  ganz  entsetzt  nachgestarrt. 

In  der  Aufregung  hatte  sie  gar  nicht  daran  gedacht,  daß  er 
ja  das  Zimmer  nicht  durch  die  Tür  verlassen  konnte  — 

Noch  immer  klangen  draußen  die  Stimmen  der  Diener. 

Sie  zwang  sich,  zu  überlegen. 

Aber  mit  aller  Macht  mußte  sie  die  Worte  zurückdrängen,  die 
er  ihr  über  den  Pascha  gesagt  hatte  —  sonst  verlor  sie  die 
Sicherheit. 

Und  die  brauchte  sie  —  vielleicht  nur  noch  auf  ein  paar 
Stunden,    aber   sie   brauchte   sie. 

Sie  wußte  sehr  gut,  daß  es  bisher  zwecklos  gewesen  wäre, 
etwa  den  Pascha  unter  Bedrohung  zur  Herausgabe  des  Geldes 
zu   zwingen. 

Bei  dem  Fußballspiel  hatte  sie  die  Zahl  seiner  Leute  fest- 
stellen  können  —  es   waren   fast  zwanzig. 

Und   jetzt? 

Wer  konnte  sagen,  was  für  Menschen  an  Bord  der  Jacht 
waren  —  und  sie  kamen  ahnungslos  herauf,  erwarteten  ein  Ver- 
gnügen, eine  Sensation;  vielleicht,  ja,  fast  sicher  waren  Frauen 
dabei.     Sie   durften  nicht   in   Gefahr   kommen. 

Warum   sollte   sie   aber   auch? 

Sie    lächelte. 

Sie  hatte   wieder  einmal   eine   Idee. 

* 

Robby  hatte   das   Ufer  erreicht. 

Von  der  Jacht  stießen  gerade  zwei  Boote  ab,  jedes  von  zwei 
Matrosen  gerudert  und  jedes  gefüllt  mit  einem  Dutzend  eleganter, 
lachender,    schwatzender   Menschen. 

Robby  schwankte  zwischen  der  Freude,  endlich  in  diesem  ver- 
fluchten Land  ein  paar  Europäer  zu  treffen  —  und  dem  Gefühl 
absoluter  Unsicherheit. 

Würden    die    Leute    die    ,, Einladung"    annehmen? 

Und  wenn  sie  sie  annahmen  —  würde  der  Pascha  die  Tore 
öffnen    lassen? 

Es  war  schließlich  nicht  gut  denkbar,  daß  diese  Damen  und 
Herren  wie  er  über  den  Ahorn  da  hinten  und  über  die  Mauer 
und   die   Hühnerställe   einsteigen   würden   — 

Fast    gleichzeitig    stießen    die    Boote    an   Land. 

„Hallo!"  schrien  die  Insassen  im  Chor.  ,,Hcre  we  are  — 
Sind  Sic  der  Führer?  Ist  das  da  oben  die  neue  Sache?  Dear 
me,  das  sieht  aus  wie  eine  Festung.  Wie  alt  ist  das  Haus? 
Gibt  es  eine  Bar?  Gibt  es  eine  Tanzdiele?  Sind  vor  uns  schon 
Leute  angekommen?  Was  spielt  man  bei  euch?  Bac?  Roulette? 
Ecartc?" 

Robby,  umtost  von  den  amerikanischen  und  englischen  Quelsch- 
tönen,  ließ  die  Fragen  wie  belaubt  auf  sich  einprasseln. 

Völlig  hilflos  klammerte  er  sich  an  das,  was  ihm  Dorrit  auf- 
getragen  halte. 

Er    machte    eine    leichte    Verbeugung,    murmelte    seinen    Namen. 

„Ladies  and  gentlemen  —  man  erwartet  Sie  mit  Vergnügen  — 
CS  ist  mir  eine  besondere  Ehre,  Sie  heraufzuführen  —  Sie  werden 
den    Besuch    sicherlich    nicht    bereuen." 

Worauf  ein  großer,  dicker  Herr  in  tadellosem,  blendend  weißem 
Scglcranzug  three  checrs  auf  die  famose  alte  Räuberhöhle  da 
oben  ausbrachte,  so  daß  Robby  ihn  verblüfft  ob  dieses  geradezu 
fabelhaften  Ahnungsvermögens  anstarrte. 


Die  ganze  Gesellschaft  stimmte  ein  und  machte  sich  dann  be- 
geistert daran,  hinter  Robby  den  Felsenpfad  zum  Hause  des 
Paschas   hinaufzusteigen. 

Alle  waren  in  prachtvoller  Stimmung,  fanden  den  Weg  roman- 
tisch, das  Schloß,  von  dem  nur  ein  paar  Linien  durch  die 
dichten  Palmengruppen  schimmerten,  ,, pittoresk"  und  ,,awfully 
nice",  und  der  Besitzer  der  Jacht,  Mr,  Stuart  Bopkinson,  strich 
sich    mit    zufriedenem    Lächeln    seinen    Menjou-Schnurrbart. 

Es  war  doch  mal  eine  Abwechslung  nach  zehn  Tagen  Kreuz- 
fahrt durch  diesen  blitzblauen  Teich,  den  sie  Mittelmcer  nannten. 

Dorrit  sah  sie  heraufsteigen. 

Sie   stürzte  zum  Zimmer  Schükri-Paschas,   der  seinen  Kef  hielt. 

Es  war  ganz  ausgezeichnet,  daß  er  seinen  Kef  hielt. 

Sie  fegte  an  dem  sudanesischen  Diener,  der  sie  nicht  zurück- 
zuhalten  wagte,   mitten  in   den  Schlaf  seiner  Exzellenz   hinein. 

Schükri-Pascha  schlief  den  Schlaf  des  gerechten  Wucherers. 
Er  röchelte  ein  bißchen,  und  sein  borstiger,  weißgrauer  Schnurr- 
bart  stach   im   Schnarchen  auf   und   nieder. 

Seine  bräunlich  gefleckten  Hände  mit  den  dicken,  übermäßig 
beringten   Fingern   zuckten,    als   wollten   sie   etwas    festhalten. 

Dorrit  überwand  lebhaften  Widerwillen  und  schlich  an  ihm 
vorbei  zum  Fenster,  das  sie  aufriß, 

Sie   schrie   in   den  Hof: 

„Habib!" 

Der    Neger   am    Tor   erschien. 

Das  Mädchen,  das  aus  dem  Schlafzimmer  des  Paschas  sah, 
rief    herunter, 

,, Schließ   den   Gästen   die   Tore   auf,    Habib!" 

Habib,  der  Neger,  grinste  ein  bißchen. 

Er  riß   die   Tore  auf. 

Die  Kleider  der  Damen  schimmerten  bereits  bunt  zwischen  den 
Stämmen  des  Palmenwäldchcns.  Jetzt  ging  Dorrit  auf  Zehen- 
spitzen hinaus.  Der  Pascha  drehte  sich,  noch  immer  schlafend, 
auf  die  andere  Seite.  Vor  dem  Zimmer  wandte  sich  Dorrit  an 
den  Diener:    ,, Melde  mich  Seiner  Exzellenz,  Ali." 

Der  Sudanese  machte  ein  geradezu  idiotisches  Gesicht.  Erst 
ging  sie  hinein,  dann  kam  sie  heraus  und  wollte  sich  melden 
lassen. 

Aber    er    gehorchte. 

Der  Pascha  war  es  schon  fast  gewohnt,  im  Kef  gestört  zu 
werden. 

Er  kam  kaum  eine  Minute  später  und  brachte  es  sogar  fertig, 
zu    lächeln. 

Sie   stürzte    auf   ihn    zu. 

,,Ich  bin  so  froh,  Exzellenz  —  soeben  sind  ein  paar  sehr  liebe 
Freunde  von  mir  eingetroffen  —  sie  sind  schon  unten  im  Vor- 
raum und  freuen  sich  so  darauf,  Sie  zu  begrüßen.  Bitte,  kommen 
Sie  doch  gleich  mit  nach  unten  — !  Ich  habe  meinen  Freunden 
bereits  so  viel  von  Ihrer  herrlichen   Gastfreundschaft   erzählt  — " 

Sie  hatte  ihn  schon  die  halbe  Treppe  hinunter,  als  sich  der 
Inhalt  ihrer  Worte  in  dem  erst  langsam  wieder  in  Gang  kom- 
menden Gehirn  des  noch  halb  Schlafenden  niederschlug.  Er  be- 
griff zwar  noch  nicht,  aber  er  hatte  die  ersten  unbehaglichen 
Gefühle. 

Und  da  war  es  auch  schon  zu  spät. 

Die  ganze  Gesellschaft  platzte  in  den  Vorraum.  Der  Pascha 
sah  sich  von  zwei  Dutzend  Damen  und  Herren  umringt,  und  das 
europäische  Begrüßungszeremoniell  nahm  ihn  voll  in  Anspruch. 

Dorrit  ließ  ihn  auch  gar  nicht  mehr  dazu  kommen,  an  irgend- 
welche Abwehrmaßregeln  zu  denken.  Sie  fischte  geschickt  die 
Französisch  Sprechenden  heraus  und  schob  ihnen  den  Pascha  als 
mundgerechten    Bissen    zu. 

Madame  Ciaire  de  Vatel,  Mrs.  Joan  Georgina  Crawford  und 
Miß  Joy  Pringle  überschütteten  den  Verwirrten  mit  hundert 
Fragen,  die  alle  zu  beantworten  er  zwei  bis  drei  Stunden  ge- 
braucht  hätte. 

Dorrit  sah  ihn  gut  aufgehoben  und  fuhr  wie  ein  Blitz  unter  die 
verstörte   Dienerschaft. 

Weinvorräte  aus  dem  Raritätcnkabinelt  —  ein  Fäßchen  uralten 
Malvasier  und  fünfzig  Flaschen  Irroy  1911  —  wanderten  nach 
unten. 

Ali,    Hussein   und   Mulei   wuschen   Gläser. 

Achmed   und   Masud   brachten   Tablette   mit   Maiskuchen. 

Mit  dem  Temperament  eines  halben  Dutzends  von  Kobolden 
heizte  Dorrit  die  braven  Leute  durcheinander,  wirbelte  sie  mit 
Likören  und  Zigaretten  unter  die  umherstehenden  Jachtleute, 
unter  denen   sich  bereits  zwanglose   Gruppen   zu  bilden  begannen. 

Niemand  findet  sich  schneller  in  ungewöhnliche  Situationen  als 
der  Angelsachse.  Fortselzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  errei'chtert 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    ,,F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n".    Berlin    SW  68,    Zimmerstraße    35 — 41, 
Scherlverlag.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  IJricfc  worden  nicht  bi',Tnt\vortct.  Bei  Slanii- 
^kriiit.inKeU'Kenliciten  Ijitten  wir  folgendes  zu  bcjichten:  Jeder  Anfrage  ist 
Kückporto  lieiziifiigen.  .lede  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  VnifanKO  von  !'-.■!  S(lueibniascliiiieiis<Mten 
sin<l  zur  EinsendunR  an  die  Eilnündustrie,  Kegissenre  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  einges.uulten  Manuskrijite  kann  keine  Verantwortung  iiber- 
nommen  werden,  .'ilso  soll  der  Verfasser  nur  Durclisehläge  senden.  M)n 
handgesehriebeneu  Sendungen  (lescrlieli)   eine  Abselirift   zuriickbeli.ilten. 


die   Künstlerin    am 


.S  t  u  d.   i  n  g.  F  ritz  K.,   Berlin:     Sie  erreichen 
besten    durch    die   Aafa,    Berlin   ISW  i«,    FriedriclistraUe 

Eva  U...  S  e  li  (>  n  e  li  0  r  K  : 
Wir  empfehlen,  Ihre  Bilder  so- 
fort an  die  matigebenden  Stel- 
len, n.imlich  au  die  F^ilmgesell- 
sch.iflen.  zu  senden.  Wir  gehen 
lliuen  hiermit  einige  .Adressen: 
Ufa.  Berlin  SW  fiw,  Koehstr.  6-8. 
Hegew.ald.  Berlin  SW  ts.  Fried- 
riclistraUe i'.'.P.  Eiehberg  -  Film. 
Berlin  SW  l.s.  Friedrichstr.  171, 
Hom-Film,  B.-rlin  SW  48,  Jried- 
ricbstralie  2-.'>. 

K  a  m  o  n  N'  o  v  a  r  r  o  -  V  c  r  - 
e  li  r  e  r  I  n  :  Ranion  Xovarro 
gibt  Autogramme  und  ist  durch 
die  Melro-t;old\v\  n-Mayer-Studios, 
Culver-Cily.  Kalifornien,  F. S.A., 
zu  erreichen. 

F^  i  I  ni  ni  a  r  I  e  n  e  :  Rin-Tin- 
Tin  ist  ein  deutscher  Scliiifer- 
hund.  Er  gcdiiirt  der  Warner 
Brothers,  deren  ..St.ir"  er  ist.  — 
Tom  Mix  ist  durch  die  Fox-Stu- 
dios. 1101,  AVolcrn  .Vveniie,  Hol- 
lywood, Kalifornien.  l'.S.A.,  zu 
erreichen.  Sie  können  Deutseh 
lin  ihn  schreiben.  —  Wilhelm 
Dieterle  dreht  zur  Zeit  in  ilitten- 
w,ild  (Tirol)  den  Film  ..I>as 
Schweigen  im  Walde".  .Seine 
Berliner  Adr<'sse  ist  ANilmersdorf, 
.lenaer  Straße  H. 

A  ni  a  I  i  e  R..  I.  a  u  t  e  r  .s  - 
h  e  i  m  :  Am  besten,  Sie  senden 
Ihr  .M.'inuskripl  an  die  dr.imatur- 
gischen  .Miteilungen  der  F'ilm- 
gcsi'llsch.iften.  z.  B.  an  die  Uta, 
Berlin  SW  (IS.  Kochstr.ißc  6-8, 
Terr.i,  Berlin  S\V  (i.s.  Koehstr.  73, 
DeiKsclie  Uni\ crs.il,  Berlin  W  8. 
.M.iuerstraße  8l'.  Nation:il,  Berlin 
SW  18,  Fric(lrich>tr:iL!e  10,  Deut- 
sches ].iclilspiel-Syn(lik:it.  Berlin 
SW  18,  FricdrichsIr.iUe  2i'.'>.  .\;ifa. 
Berlin    SW  18,    Friedrichstr.    22:5. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  II  e  r  t  h  :i  . 
('  (i  p  e  n  i  c  k  :  Anu.a  .\I;iy  Wong 
ist  durch  die  Eichbcrg-Film. 
Berlin  SW48,  FriedriclistraUe  171, 
('■ret.i  (i:irbo  durch  die  Metro- 
(iold\\yn-M;iyer-S|  11(1  ins.  Culver- 
Cily.  Kalifornien.  U..S..\.,  zu  er- 
reichen. Beide  geben  .Viitii- 
gnimine.  Beide  sind  unverheira- 
tet. Die  niuhstcii  Ann.a  M;iy 
Wong  -  Filnii'  sind:  ..Symphonie 
der  l.H'lie"  und  ,.Dcr  Weg  der 
Scli:iiidi>'.  (Jret.i  llarlio  arbeitet 
nugeiihlicklich  an  ,,Eifersuchf. 
Fertiggestellt  sind:  „Wilde  Or- 
chideen" und  „A  wornaii  of  ;if- 
f:iirs", 

Z  «  e  i    Dieterle-  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  n  e  n 
teile    gcr.'ide    Katzen    liebt,    wissen    wir    nicht, 
nehmen    wir   es   .'in.      .Sein    Film    ..Ich    lebe    für 
im    Berliner   Uf:i-I',ivillon    nr.-iufgefiihrt    worden 
ri's     Wissens     Zutritt.        Ihr     Bildwunsch     ist 
Dieterle   einm.al   nach   dort   kommt.  —   l.ien 
tig.    —    Wilhelm    Dieterle    treibt    viel    Sport. 
Sie    ihn   geschäl/t    li.ilx'ii. 

V  e  r  a  .s  c  h  m  i  t  t  e  r  1  ö  w  —  .1  e  ii  n  y  .7  il  g  o  -  V  e  r  e  b  r  e  r  W  i  I  - 
li  e  1  m  K.,  B  e  r  I  i  n  -  L  i  e  h  t  e  n  b  e  r  g  :  Vera  Sclimillerliiw  wohin 
Berlin-Il.ileiisee.  Xestorstr.iUe  1.  und  wurde  ;im  Ifl.  .luli  geboren.  .lenny 
.Ingo  h.at  am  II.  .Iiiiii  (Jebiirtstag  iiml  wohnt  Berlin  W.  Kaiserd:imm  2!». 
Beide  geben  .\iitogramnie.  Das  ,\lter  der  Filmstars  geben  wir  grund- 
sätzlich   nicht    bek.'innt. 

B.  F.,  II  ,1  gen:  Wenn  Sie  erst  im  .lalire  1»,12  zum  F'ilm  gehen  wol- 
len, d.'iiin  h.ihen  Sie  j.i  noch  reichlich  Zeit,  sieh  die  Sache  genau  zu  über- 
legen. Wie  Sie  wohl  liebiirt  und  gelesen  haben  werden,  ist  es  .•iiißei- 
ordentlich  schwer,  als  Filiii-ili.iiispieler  v(mw  .■irtszukommen.  Um  vor  Eiit- 
tiiiischiingen  zu  bew.ihren.  r;ilcii  wir  d.ilii'r  jedem  l,;iii'ii  von  dieser  L.-iuf- 
b;ihn  .-ib.  A\enii  Sie  trotzdem  ;ui  die  Filmgesellscli.-iflen  schreiben  wol- 
len, so  wenden  Sie  sich  vielleicht  einm.il  .'in  die  If.i.  Berlin  SW  68.  Koih- 
straße  6-8.  X,itioii:il.  Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  Ul.  Terr.i.  Berlin 
SW  68.  Koehstraße  711.  Deutsehe  Fiii%ersal.  Berlin  W  ».  M.iiier.straßc  82. 
Aiifa,    Berlin    S\V  iS.    F'riedrielistr.aße    22.1. 


OFEN 


a  u 
Da 


F.:   Ob   AVilhelm    Die- 

:    .liier   Tierfreund    ist, 

dich"    ist    ,'1111   :i,    .September 

eil.      .lugendliche    li.iben    uiise- 

vorgemerkt.        Miiglich.     d:iß 

Deyers,    nicht   Dyers.   ist    ricli- 

Er   ist   ungefähr    so    alt,    wie 


I>  o  t  t  i  e  D.,  Bremen  :  In  dem  Sveusk:i-Filin  ,,Die  Verführerin'' 
spielten  neben  I.issy  Ariia  Carl  Brisson,  Erwin  Adolphson  und  Anna 
I.ind.'ihl    die    Ilaiiptrolleii. 

.\l  ä  d  i  ('..  XI  u  n  c  li  e  n  :  Wagen  Sie  es  nur,  Xl.irtin  Herzberg  um 
ein  .\utogramm  zu  bitten.  Der  Künstler  wird  Ihnen  bestimmt  Ihren 
Wiinseli  erfüllen.  Bildkartr'ii  erli.ilteii  .Sie  durch  die  ..llliisirierte  Film- 
woche". Berlin  SAV  68,  Koehstraße  6-8  (Stück  0,lj  -M.).  Senden  Sie  Herz- 
berg ein  IMioto  ein  und  fügen  Sie  adressiertes,  frankiertes  liückkiivert 
bei,  Ihre  (irülle  sind  bestellt  worden.  .la,  wir  finden  ihn  auch  im  Eebeii 
iinbesclireiblich  nett.  —  Rin-Tin-Tin  lebt  nicht  in  Deutschland,  sondern 
in  Amerika.  Nene  Filme  mit  dem  Hunde-St.ir  sind  in  Arbeit.  Sie  wer- 
di'ii    Ihren    Liebling    also    in   kurzer    Zeit    wieder   hewuiidern    kiinnen. 

fS  c  h  w  ä  r  m  e  r  1  i  s  1  G.  B., 
A  I  t  0  n  a  :  Elisabeth  Bergner 
ist  nnverlobt  und  unverheiratet. 
Im  Herbst  ist  die  Kiinstlerin  wie- 
der in  Berlin  und  wird  aller 
Wahrscheinlichkeit  n.ich  im  Win- 
ter hier  ;iuf  der  Siirechbühne  er- 
scheinen. Ein  neuer  Elisabeth 
Bergiier-F'ilm  ist  noch  nicht  an- 
gekündigt. 

V  a  u  1  N.,  K  .1  111  e  n  z  :  F'ranz 
I.ederer  kam  über  die  Sprech- 
biiline  zum  Film.  Er  li:it  schw.ir- 
zes  Haar.  Ist  im  I,ebeii  genau 
so  nett  und  liebenswürdig,  wie 
in   seinen   I'ünieii. 

Ein  C...  Berlin:  Die  Mi- 
stingiiett  ist  unter  Casino  de  Pa- 
ris, P.'iris,  zu  erreichen.  Franz 
Baumann  wohnt  Berlin  XW  6, 
Karlstraße  16.  Lena  Xl.ilena  ist 
durch  die  Länder-Film.  Berlin 
X'W  7,  DorotheenstraDe  4,  Irene 
Rieh  durch  die  Wiirncr  Brothers, 
.')842.  Siinsct  Boulevard,  Holly- 
wood, Kai..  U.S..\..  zu  erreichen. 
Lupe  Velez  und  Rudolf  Scliild- 
kraiit  wohnen  in  Beverly-Hills, 
K.ilifornien.  U.S..\.,  Renee  Hi^- 
ribel  li;it  ihre  Wohnung  in  Pa- 
ris   17,    9    Rue   Verniguet. 

Iwan  P  e  t  r  o  V  i  c  h - V  e  r  - 
e  h  r  e  r  i  n  ,  .M  a  i  n  z  :  Iwan 
Petrovich  hat  die  .\ufn.'ilimen  zu 
dem  (;reeiibauiii-l''ilni  ..Der  (iiinst- 
ling  von  .Schünbrunn  "  kürzlich 
beendet.  Der  Criindzug  seines 
Wesens  ist  ernst.  Ungefähr  so 
alt,  wie  Sie  gesehätzt  haben. 
Vielleicht  erinnern  Sie  ihn  einmal 
an   das   fällige   .\ii(ogr:inim. 

Regina  B..  B  e  r  n  a  ii  :  ,,Die 
Spielerin"  ist  ein  Sok.il-Film  der 
National.  aus  der  Produktion 
1(127.  Die  Hauptrollen  spielten 
H.'irry  LIedtke.  .VgncN  Esterh.izy. 
.T;ick  Tievor  und  Deiie  Slorel. — 
Möglichi'rweise  erhalten  Sie  d.'is 
liewünsehte  durch  den  Verlag 
..llliisirierte  Filmwoche".  Berlin 
SW  68,    Koehstraße    6-8, 

E  d  m.  B..  H  a  in  bürg  2  ..Ro- 
seiimont;ig"  ist  ein  Rinlolf  Mei- 
nerf-F'ilm.  Er  wurde  vor  mehre- 
ren .laliri'n  liergesti^Ul.  Die  ILiupt- 
rolleii  spielten  Helga  Thomas  und 
Cerd    Briese. 

Ernst  AV..  A  h  1  t  e  n  fHann.): 
-Am  besten.  Sie  wenden  sich  ein- 
mal an  die  ,, Illustrierte  Film- 
wiiche",  Berlin  SA\' 68,  Koeh- 
straße 6-8. 
H  e  i  d  e  r  o  s  e  und  L  i  n  d  e  n  w  i  r  t  i  n  :  F'rcd  Louis  Lercli  w  olint 
Berlin  AA',  Regensburger  Straöe  14,  und  ist  nicht  mit  Orete  Reinwald  ver- 
heiratet. Sein  neuester  Film  ist  ..Spiel  um  den  Alanii"  mit  Li.'ine  H.iid 
in  der  weiblichen  H.iiiptrolle.  Sie  haben  recht.  tJrit  ll.'iid  ist  Liaiics 
Schwester.  l.i.ine  'Il.iid  wurde  fiir  den  neuen  Ufa-Tonfilm  der  .loe  Al.iy- 
Produktion  ..Dit  uiisterblicbe  Lump  "  verpflichtet.  ■ —  tiritt.i  Ley  wohnt 
Berlin  AV.  Düsseldorfer  Str.iße  42.  Ihre  bekanntesten  I'"iline  sind:  ..Der 
größte  (i.'iuner  des  .Tahrhiinderts  ",  ...Alpenglühen  und  Edelwoiß  ".  ..Herbst- 
zeit am  Rhein".  Ihr  neuester  Film  heißt  ..Wenn  du  noch  eine  Heimat 
hast  ".  —  Renate  Müller  wohnt  Berlin-AVilniersdorf.  Dü-seldorfer  Str.  .'il. 
Ihr  neuester  F^ilm  ist  ..Revolte  im  F>zieliungsliaus''.  A'orher  s|iielte  sie 
in  ..Peter,  der  M;itrose"  und  ..Drei  machen  ihr  Glück"'  (Teure  Heimat). 
Lilli.'in  Ellis  ist  durch  die  Hegew.ild.  Berlin  SAV  48.  Friedrielistraße  25(1, 
zu  erreichen.  .Sie  debütierte  in  ..Heut"  spielt  der  .Strauß '.  spielte  dann  in 
..l.eiitii.int  Ihrer  M.ijestäf  und  .'irbeitet  augenblicklich  an  dem  Film  ..Im 
I'niter  blühn  wieder  die  Bäume".  Unseres  AVissens  ist  die  Künstlerin 
li  ilig.  —  Rolf  von  tioth  wobiit  Berlin  SAV  11.  H.illesches  Ufer  '25.  liei 
Künstlerin  ist  mit  dem  gen.'innten  Künstler  verheiratet.  — 
soll     mit    einer    Xichte    des     Ozeanfliegers     l.indbergh    ver- 


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F.'cber. 
11.1  rry 
mahlt 
F  1 
träger 


—    Die 
Franck 

sein, 

a  II    B.. 

werden. 


II  a  m  II  II  r  g  :     D;iß    die    H:iinbtirger    bei    uns    nicht    Preis- 
ist   Pi'ch,  d:is   uns   übrigens   noch   gar   nicht  aufgefallen   ist. 

Jedenfalls  sind   wieder  iinzähligi'   richtige   Liisiingen   eingegangen,   daß   d.as 

Los    entscheiden    mußte. 


Toni,  Harry  Liedtke-Vcrchrerin:  Harry  Liedtke 
wohnt  Berlin-Grunewald,  BIsinarckallcc  16,  und  gibt  Autogramme.  Ja- 
wohl, er  ist  noch  immer  mit  Christa  Tordy  glücklich  verheiratet.  — 
Maria  l'audler  stammt  aus  Tetschcn-Bodcnbach  und  hat  am  i'U.  Juni 
Geburt.slag.  Sie  ist  geschieden.  Ihr  neuester  Film  heißt  „Die  fidele 
Herreniiarlie''.  Livio  Pavanelli  hat  seine  Wohnung  in  Berlin-Wilniois- 
dorf,  Havcnsberger  Straße  5.  Er  wurde  am  8.  September  in  Bologna 
geboren. 

G  r  e  t  c  h  e  n  A.,  Berlin  :  Charles  Rogers  ist  durch  die  l'ara- 
mount-Studlos,  54;')!,  Marathon-.Street,  Hollywood,  Kalifornien,  U.S..V.,  zu 
erreichen.  Kr  stammt  aus  Olathe  in  Kansas,  ist  unvcrlieiralet  und  gibt 
Autogramme.  Als  Soliii  eines  Kedakteurs  sollte  rh.irles  auch  die  Jour- 
nalistenlaufbahn   einschlagen.      Er    ging   aber    zum    Film. 

H  a  r  V  e  y  -  F  r  i  t  s  c  h  -  F  r  e  u  n  d  e  aus  Aachen:  Lilian  Harvey 
ist  mit  Willy  Fritsch  befrouiulet,  aber  nicht  verlobt.  Beide  geben  Auto- 
gramme und  sind  große  Naturfreunde.  Fritsch  wurde  in  K.ittowilz, 
I-ilian  Ilarvcy  in  London  geboren.  —  Gerda  Manrus  ist  von  Fritz  Lang 
für   den    Film    entdeckt    worden.      Sie    debütierte    in    ,, Spione". 

Susi  N.,  Köln:  John  (ülberts  ständige  Adresse  ist:  Metro-Gold- 
wyii-M;iyer-Stuili()s,  Ciilvcr-City,  Kalifornien,  U.  S.  A.  Gilbert  befindet 
sich  angenblicklich  mit  seiner  t'.altiii  Ina  Claire  in  Paris  und  wird  w;ihr- 
scheinlich  .•uicli  nach  Deutschland  kouimen.  —  Grefe  Mosheini  ist  auch 
selir  viel  an  der  Siirechbiihne  tätig.  Sic  gibt  Autogramme  und  wohnt 
Berlin    W,    Pariser    Straße    27. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  Werner  a  u  s  H  :i  n  n  o  v  e  r  :  Wir  empfehlen, 
sich  unmittelb:ir  an  die  Filmgesellschaflen  zu  wenden.  Einige  Adressen: 
Hegewald,  Berlin  .*<W  J8,  Friedrichstr.iße  2:>(i.  Aafa.  Berlin  S\V  48,  Fried- 
richsIralJe  l'l'H,  DcMtsclie  Vnivers.-il,  Berlin  \V  8,  .Mauerstraße  82,  Deutsches 
Lichlspiel-Svndik.it,     Berlin    SW  48.    Friedrichstraße    225. 

F..  IL.  X  e  II  k  o  I  1  n  :  Renate  -Müller  wohnt  Berlin-Wilmersdorf, 
Kiisselilnrfer  Straße  .t1,  und  ist  ledig.  —  Clar;i  Bow  ist  durch  die  Para- 
mount-.Studios.  .'>4.t1,  Marathon-Street,  Hollywood,  Kalifornien,  IT.S..\..  er- 
reichb:ir.  —  Ilse  .Stobrawa  hat  ihre  Wohnung  in  Berlin  W^  Aschaffen- 
liurger    Straße    6. 

-A  1  b  i  n  S  p.,  Berlin:  Emil  Jannings  und  Igo  Sym  sind  durch 
die  Ufa,  Berlin  SW  B8,  Koehstraße  6-8.  erreichbar.  K.äthe  Dorsch  wohnt 
Berlin-!, ichterfelde.  Drakeslraße  81,  Harry  Piel  Berlin  -  Cliarlottenburg, 
Kaiserdamm  "7,  Agnes  Esterhazy  Berlin-Westend.  Kaiserdamm  10.  —  Von 
Alexander  d'Arcy  haben  wir  in  Deutschland  bis  jetzt  nur  ..Die  Regimenls- 
tochler"  und  ,.Eva  im  Paradies"  gesehen.  Sein  nächster  Film  ist  ..Der 
Held  von  Sevilla".  D'Arcy  ist  durch  die  Elstree-Sludios,  Hersfordsliire, 
England,  zu  erreichen.  Sybil  Morel  ist  nicht  mit  dem  verstorbenen  Dene 
Morel    verwandt. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  Gerda  aus  Leipzig:  Lien  Deyers  hat 
einen  blonden  Bubikopf  und  blaue  Augen.  Sie  gibt  Autogramme.  Die 
Hauptdarsteller  in  dem  Defina-Film  ..Die  Heilige  und  ihr  Narr"  (neben 
Lien  Deyers  und  Dieterlc)  waren  Gina  >L'infs,  Felix  P.  .Soler.  H.inni 
Reinwald  und  die  kleine  Lnni  Nest.  Die  .\ußenaiifn.ihmen  wurden  in 
Italien  gedreht,  die  Innen.iiifn.'ihmen  f.inden  im  Efa-.\telier.  Berlin- 
Halensee,  statt.  Eine  ausführliche  Beschreibung  mit  D.irsteller-Verzeich- 
nis  erhalten  Sie  durch  den  ..Hlustrierten  Filmkurier",  Berlin  W  9,  Kölhe- 
ner  Straße  .')7.  Lien  Deyers  ist  noch  sehr  jung,  wurde  vor  zirka  l\'i 
J.'iliren  von  Fritz  Lang  für  den  Film  entdeckt  und  debütierte  in 
..Spione".  Die  Künstlerin  wohnt  nicht  mit  ihren  Eltern  zusammen,  da 
di<'sp  in  Amsterdam  leben.  In  ..Ich  lebe  für  dich!"  ist  Wilhelm  Dieterlc 
wieder  ihr  Partner.  Ueber  ihre  beiden  anderen  Filme  ist  noch  nichts 
Näheres  bekannt.  Man  hat  erst  mit  den  Vorarbeiten  begonnen.  ..Ich 
lebe  für  dich!"  ist,  wie  Sie  wissen  werden,  inzwischen  lierausgckomiiien. 
—  Die  betreffende  Rolle  in  „Ben  Hur"  wurde  von  M;iy  Mc.  .\voy 
dargestellt. 

I  w  n  n  P  e  f  r  o  v  i  e  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Berlin:  Wir  werden 
Iwan  Petrovicli  an  das  fällige  .\iitogramm  erinnern,  emiifehlen  aber,  es 
n.icli  einiger  Zeit  liclier  selbst  nocli  einmal  zu  tun.  —  Harry  Liedtke 
wohnt  Ber'in-Grunewald,  Bismarckallee  Ifi.  Sein  neuester  Film  ist  ..Der 
schwarze  Domino".  —  Warwick  AVard  lebt  und  filmt  zum  grüßten  Teil 
in  Eiigl.nid.  .Xugenbllcklich  weilt  er  zu  Aiinen:uifn;ilimen  des  Pnl.i  Negri- 
C/iniier-Films    ..Die    Str.-iße    der    verlorenen    .Seelen"    in    Frankreich. 

H  e  d  w  i  g  G..  Berlin:  Tum  Mix  ist  durch  die  Fox-Studios,  1401, 
AVestern  Avenue.  Hollywood.  K.ilifornien.  F. S.A..  zu  erreichen.  Von  einer 
Scheidung  des  Künstlers  ist  nichts  bekannt.  Sein  neuester  Film  heißt 
,,Das   Prärie-Hotel". 

W.  D..  W  e  s  e  r  m  ii  n  d  e  :  Maly  Delsehaft  und  Mary  Kid  wurden 
in  JI;iitibiirg  gehören:  Laura  l:i  Plante  ist  unseres  AVissens  .Vmerikanerin. 
.Malcolm  Tndd  Engländer.  —  Der  neueste  Film  mit  Fred  Diiderlein  ist 
..N.-ichtloknl".  —  Ernst  .St.ihl-Nachbaiir  spielte  ii.  a.  in  folgenden  Filmen: 
..Skandal    in    Baden-Baden".    ..Kolonne    X".    ..Mutterliebe". 

Ilse  B.,  Z  ii  1  1  i  c  h  a  u  :  AA'ladimir  (iaidarow  wohnt  Berlin-IL-iIensee. 
.To.ichiin-Friedrich-Slraße  .5.1,  wurde  am  28.  .Tuli  in  Polt.iwa  (Rußland)  ge- 
boren und  ist  mit  der  russischen  Schauspielerin  Olga  Gzowskaja  verhei- 
r.itet.  G.-iidarow  ist  groß,  hat  schwarzes  Haar  und  braune  -Augen.  Er 
ist  der  Si)hn  eines  (Jutsbesitzers.  studierte  Philosophie,  ging  dann  zur 
Sprechliühne  ans  Afoskaner  Künsllertheater  und  später  zum  Film.  Seine 
bekanntesten  Filme  sind:  ..Die  Gezeichneten",  ..Der  brennende  Acker", 
..Tragiidic  der  Lielie".  ..Der  Raub  der  Helena",  ..Die  Flucht  in  den 
Zirkus".  ,,Die  weiße  Sklavin".  ..Die  Dame  mit  der  Maske".  ..Alpen- 
tragödie". ..Fraiienraiib  in  Marokko".  —  Bitten  Sie  ihn  ruhig  um  ein 
-Aiitngramm.  Er  ist  sehr  liebenswürdig.  Bildkarteii  von  G;iiilarow 
erli.illen  Sie  in  jedem  uroßen  Papier<resehäft  oder  durch  die  ..llliisirierte 
Filiiiwoclie".  Berlin  SAA' 68.  Koehstraße  6-8.  —  Die  nächsten  Filme  mit 
AVilhelm  Dielerle  heißen:  ..Ich  lebe  für  dich!"  und  „Das  Schweigen  im 
AValde".     Dieti'rle   h;it    am    l.'>.   Juli   Geburtstag. 

Gerhard  Seh..  P  1  a  t  t  e  n  t  a  I  ,  Erzgebirge:  Der  neueste 
Harry  Piel-Filin  ..Sein  beslcr  Freund"  wird  zur  Zeil  in  und  um  Berlin 
gedreht.  —  Der  Titel  des  nächsten  Luci;iiio  Albertini-Films  steht  noch 
nicht  fest.  —  Harry  Hill  (A':ily  .Arnheim)  spielt  eine  Rolle  In  dem  neuen 
Ifichard  Osw;ild-Filin  ..Der  Hund  von  B.askerville".  —  Fred  Thomsen  ist 
leider  nicht  mehr  unter  den  Lebenden.  Er  starb  am  24.  Dezember  1928 
an    den    Folgen    einer   Gallensteinoper.-itinn. 

Jules  H..  Ölte  n  (S  c  h  w  e  i  /):  Meli  Lyon  ist  dureli  die  Fir.st  Na- 
tional. Burlmnk-Hollywood,'  Kalifornien.  U.S.A..  zu  erreichen.  -  Am 
besten.  Sie  wenden  sieh  gleich  an  die  Filmgesellschaften.  AVir  vermitteln 
keine   Filmengagements. 

R.  G.  M.  O.:  ihre  guten  AVünsclie  h:iben  wir  Madv  Christians  aus- 
gerichtet. Dir  Bildwunsch  ist  vorgemerkt.  —  Wir  enipfelilen.  sich  das 
Kiich  .,AVir  vom  Film"  anzuschaffen.  -  Ob  Filmstars  in  die  genannten 
Sl:idle  kommen,  wissen  wir  leider  nicht.  Aber  es  ist  nicht  .-lusgeselilos- 
seii,   daß   sie   es   tun. 

Jack  T  r  e  V  o  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  .  München:  Jack  Trevor 
wdhnt  Berlin  AV.  Bendlerslraße  fl.  und  wurde  am  14.  Dezember  in  London 
gelioren.  Er  war  früher  englischer  Kav:illerieoffizier.  d.inu  Filmslatist 
111  London  und  den  I'.S.A.  und  kam  endlieh  nach  Deiil>;chl.ind  wo  er 
rasch  b.-kanul  wurde.  Trevor  spielte  ii,  a.  in  ..Der  Katzen^^teg"  Die 
•Saiidgräfin".  ..Aloderne  Piriileii",  ..Die  Dame  und  ihr  Chauffeur", 
..N.i(litg<'st.illen".  ..Champ.igner".  ..Abwege".  ..Rai-piitins  Liebes.itien- 
leuer",  ..Die  weißen  Rosen  von  R.iveiisberg".  Sein  neuester  Film  heißt 
..M«'ine  .Schwester  und  ich"  mit  Nfady  Christians  in  der  weiblichen  Haupt- 
rolle. Trevor  ist  ein  großer  Sporlsfrenud.  gilif  .Autogramme,  hat  zwei 
Kinder    und    ist    auch    im    Lehen    sehr    sympathisch. 


Filmfreundin  H.  H.,  Goslar:  Walter  GrUters  wohnt  Mün- 
chen, Martiusstraße  4,  erblickte  am  15.  April  in  Frankfurt/Maiii  das  Licht 
der  AVeit,  kam  vor  einem  Jahr  durch  den  Regisseur  Karl  Grüne  zum  Film 
und  ist  seit  dem  1.  April  bei  der  Emclka  fest  engagiert.  Er  spielte  bis 
jetzt  in„AVenn  der  weiße  Flieder  wieder  blüht",  ,, Bruder  Bernhard" 
(Titelrolle),  ,, Links  der  Jsar,  rechts  der  Spree'  und  ,,Der  Wildschütz". 
Grüters    ist    ledig    und    gibt   Autogramme. 

Erika  M.,  Berlin:  Domenico  Gambino  wohnt  Berlin  AV,  Düssel- 
dorfer Straße  32.  .Sein  nächster  Film  heißt  ,,Ieh  hab  mein  Herz  im 
Autobus  verloren".  Die  weibliche  Hauptrolle  spielt  Truus  van  Aalten.  — 
ULirry  Picl  ist  mit  Dary  Holm  verheiraiet.  Er  dreht  augenblicklich 
„Sein  bester  Freund".  —  Douglas  Fairbauks  hat  seine  Besitzung  in  Be- 
verly-Hills,   Hollywood.    Kalifornien,    U.S.A. 

Claire  R  o  m  m  e  r  -  A"  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  B  e  r  1  i  n  -  AV  e  s  t  e  u  d  : 
Claire  Rommer  hat  ihre  AVohnung  in  Berlin-Schöneberg.  Innsbrucker 
Straße  18.  Ja,  sie  kommt  von  der  Sprechbiihne  zum  Film.  Ihr  Geburt."»- 
tag  ist  am  7.  Dezember.  Sie  ist  mit  Xichtschansiileler  verheiratet  und 
gibt    Autogramme. 

45012,  P.  F.:  Am  besten,  Sie  senden  Ihr  Filmmanuskript  in  Form 
eines  Exiiost'^s  (2—."!  Schreibmaschinenseiten)  an  die  dramaturgischen  -Ab- 
teilungen der  Filmgesellschaften.  AVir  geben  Ihnen  folgende  Adressen: 
Ff.i,  Berlin  SAV  68,  Kochstraße  6-8,  Nation.il,  Berlin  SW  48.  Friedrieh- 
straße 10,  Terra,  Berlin  SW  68,  Koehstraße  7.t,  Aafa,  Berlin  SAV  48  Fried- 
riclistraße    223. 

G  r  e  t  a  G  a  r  b  o  -  S  c  h  wärmer,  Berlin:  Greta  Garbos  richtiger 
N.-ime  ist  Greta  (instavson.  Die  Künstlerin  erblickte  in  Göteborg  (Schwe- 
den) das  Licht  der  AVeit.  Sie  ist  ledig.  Nein,  sie  war  nie  mit  John 
Gilbert   verheiratet. 

Carola  M.,  F  r  a  n  k  f  ii  r  t  -  M  a  i  n  :  Iwan  Petrovicli  wurde  in 
Budapest  geboren.  ist  aber  jetzt  serbischer  Staatsangehörigkeit.  Sein 
nächster  Film  ist  ..Der  Günstling  von  Schönbriinn ".  I'elrovich  wohnt 
Berlin  -  Schmargendorf,  Forkenbeckstraße  56a.  Sein  Geburtstag  ist  am 
lil.  Dezember. 

K  i  I  1  .'1  K  0  w  a  1  -  S  a  m  b  o  r  s  k  i  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Mainz: 
AValter  Rilla  und  Iwan  Kowal-S.imborski  filmen  fleißig.  Rilla  wurde 
am  22.  .August  in  Ncunkirclien.  Kowal-S.iniborski  am  20.  November  in 
Charkow    (Rußland)    geboren.     Beide    Künstler   geben  Autogramme. 

Rudolf  T.,  B  e  u  t  h  e  n  :  Senden  Sie  uns,  bitte,  das  Porto,  damit 
wir    Hiren    Brief    .an    den    Regisseur    weiterleiten    können. 

K  ä  t  h  e  T.,  B  e  r  1  i  n  :  Iwan  Petrovicli  wohnt  Berlin-Schmargendorf. 
Forkenbeckstraße   56a.     Er  gibt   -Autogramme. 

D.  Z.,  S  ii  d  e  n  d  e  :  ,, Submarine"  wir!  deshalb  auch  als  stummer 
Film  gezeigt,  weil  die  betreffenden  Theater,  die  ihn  in  dieser  Fassung 
zeigen,  noch  keine  eigene  Toufilm-Apparalur  besitzen.  —  AVir  glauben 
sicher,  d.iß  Sie  von  dem  Nibelungen-Film  noch  einen  ..Illustrierten  Filni- 
kurier"  erhalten.  Den  Gisellier  spielte  Erwin  Biswanger.  —  AVarner  Baxter 
spielt  bei  Fox-Film.  1901.  AVestern  Avenue.  Hollvwood,  Kai..  U.S.A  Der 
Künstler  filmt  fleißig.  Ebenso  Marceline  Day.  ..Ben  Hur"  ist  vor  zirka 
drei  Jahren  in  Berlin  l.-inge  gel/iiifen.  Die  Lygia  in  ,,Quo  A'.idis"  spielte 
Lillian  Hall-Davis,  Nero  wurde  von  Emil  J;iniiings  verkörpert.  Ein  neuer 
Eli.sabeth  Bergner-Film  ist  noch  nicht  angekündigt.  ..Erich  der  Große  • 
mit  Conrad  Veidt  ist  noch  nicht  uraufgeführt  worden.  H.inna  Ralph 
spielte  u.  a.  die  Eriinhild  in  den  ..Nibeluiigen"  und  die  weibliche  Haupt- 
rolle in  dem  Gunnar  Tolnaes-Kilin  ..Das  verlorene  (Jliick".  Ihr  nächsler 
Film  ist  ,,St.  Heleiii  ■  loii  AV(  rncr  Kr.iuß  als  Napoleon.  Maro-arete 
Schön,  die  kür/lich  .ine  Hauptrolle  in  dem  Film  ..Die  von  der  Scholle 
sind"  spielte,  arbeitet  augcnl)lickli<li  an  den  ..Halbwüchsigen"  Der 
neueste    Film    mit    Paul    Richter    heißt    ..Die    Fr.ui    im   Talar". 

III  .-1  n  n  i  D..  B  e  r  1  i  n  :  Käthe  Dorsch  ist  von  Harrv  Liedtke  ge- 
schieden. Licdtkes  dritte  Gattin  ist  Clirisia  Tordv.  Die  neiicslen  Liedtke- 
Filme  führen  die  vorläufigen  Titel:  ..t;oli;..ili.i  seines  Herzens"  (Aafa)  und 
..Vater  und  Sohn"  (D.  L.  S.).  —  Grete  -Alosheim  ist  mit  Oskar  Homolka 
verheiratet.  Beide  sind  hauptsächlich  bei  der  Spreclibühne  tätig  — 
Maria  Paudlers  nächster  Film  heißt  ,,Die  fidele  Herrenpartie-  Ihr 
Partner   ist   AValter   Rilla.  —   Carl    Laemmle   ist   nicht   mehr   in    Berlin. 

Douglas  F  a  i  r  b  a  n  k  s  -  M  i  1  t  0  n  S  i  1  1  s  -  F  r  e  ii  n  d  e  :  AVanii 
lairbanks  und  Sills  einmal  Europa  besuchen,  wissen  wir  leider  nicht 
Douglas  Fairbanks  war  ja  mit  -Alary  Pickford  bekanntlich  schon  mehr- 
mals in  Deutschland.  Es  stimmt  wirklich,  Douglas  Fairbanks  hat  schon 
einen  erwachsenen  Sohn,  der  verheiratet  ist,  und  zw.ir  mit  der  amerika- 
nischen Filmdiva  Joan   Crawford. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  i  n  aus  Bochum:  Hella  Moja  hat  braune  Augen 
und  dunkles  Haar.  Sie  ist  mit  dem  Filmregisseur  Heinz  Paul  vcrheir.itet. 
Die  Künstlerin  spielte  u.  a.  in  ,. Figaros  Hochzeit",  „Die  AVareiihausiirin- 
zessin",   ,.U   9,    AVeddigen". 

E  11  y  -  O  r  c  h  i  d  e  a  .  -AI  ii  n  c  h  e  n  :  Die  Hauptrollen  in  dem  Pabst- 
Film  .,I)!is  Tagebuch  einer  A'erlorenen"  spielen  Louise  Brooks,  Lucio 
Höflich  und  .Arnold  Korff.  —  Daisy  d'Ora  spielt  eine  Rolle  in  dein  Film 
..Die  Halbwüchsigen '.  —  Die  nächsten  -Ann:i  Mav  AVong-Eichberg-Filme 
heißen  ..Symphonie  der  Liebe"  und  ..Der  AVeg  der  Schande".  —  Franz 
Lederer  arbeitet  in  Prag  an  dem  -Alerkur-Film  ..G.ilgentoni".  Seine  Part- 
nerin ist  Ita  Rina.  Die  -Aufnahmen  zu  dem  A'andal-Filni  der  Ufa  ..ALaman 
Colibri"    hat   er   schon   beendet. 

Fi  Im  freund  Hans  Joachim  A.  aus  Forst:  Ilse  Sto- 
biaw.'i  wohnt  Berlin  AA',  Aschaffenburger  Straße  6.  bei  Peyser.  Sie  wurde 
.■:m  9.  Februar  in  Köln  geboren  und  ist  ledig.  Nein,  zur  Schule  geht  sie 
nicht  mehr,  obgleich  sie  noch  sehr  jung  ist.  AVieviel  Jahre  sie  zählt, 
wissen  wir  leider  selbst  nicht,  und  wir  möchten  sie  auch  nicht  gern 
danach  fragen.  Ilse  Stobiawa  siüelte  bis  jetzt  in  ..Kampf  der  Tertia", 
..Spuren  im  Schnee".  ..Revolte  im  Erziehungshaus"  und  ..Sprengb:igger 
10)0".  Die  beiden  letzten  Filme  sind  noch  nicht  uraufgeführt  worTlen. 
Die  Künstlerin  kommt  von  der  Sprechbiihne.  AVir  glauben,  daß  sie  ihren 
richtigen    Namen    trägt. 

Holla.  Breslau:  Sie  li.aben  ja  f.ist  beinahe  dichterisches  Ta- 
lent! Selbstverständlich  werden  wir  R.imon  Xov.irro.  sob.ild  er  wieder 
einmal  inkognito  in  Berlin  erscheint,  die  ..Bresl.nier  Luft  vorschl.-igcn". 
Da  Sie  dort  eine  Nov.irro-Kopie  gi'fiinden  haben,  ist  interess.-iul.  Gut, 
daß  der  Künstler  nichts  davon  weiß.  —  Carl  Laemmle  ist  längst  wieder 
abgereist.  Er  weilt  jetzt  in  K.irlsbad.  —  Sie  irren,  es  gibt  nicht  nur 
Dorodiy  Arzner  .ils  wi'ibliclien  Resrisseur.  AVir  li.iben  z.  B.  in  Deiifscli- 
l.-ind  noch  Luise  Fleck  und  Olg.n  Tschecliow.i.  die  Regie  fiiliren.  —  Oeti 
Garbo  war  nie  mit  John  Gilbert  verheir.ilet.  Das  w:ireii  nur  Gerüclilc. 
Der  Künstler  befindet  sich  noch  mit  seiner  Gattin  Ina  Claire  in  P.iri^ 
und  wird  in  abselib.-irer  Zeit  auch  Berlin  besuchen.  Er  nutzt  seinen 
Url;inb    mit    einer   Eiirop.ireise    ans. 

F  i  I  m  h  o  y  :  Elis.ibelh  Bergiier  wohnt  Berlin-Dahlem,  Farad.ivweg 
Nr.  15,  Grete  Mosheim  Berlin  AV.  P.iriser  Straße  27,  Lili.iu  Harvev  Berliii- 
AA'estend.  Ahorn-Allee  16/17.  Sie  geben  .Aiitogr.iinme.  Elisabeth'  ItergniT 
und  Lilian  Harvey  sind  ledig.  Grete  Alosheim  ist  mit  Osk;ir  Homolk.i 
verheirjitet.  Lili.in  Il.irvey  wurde  in  Loinlon  geboren.  Ihre  Alutler  ist 
Engländerin,  ihr  A'.'iter  Deulscher.  Die  liek.iiintesten  Lili;in  Illarvey-Filinc 
sind;  ..Liebe  und  Tromnetenbl.iseti".  ..Prinzessin  Trullalla".  ..Die  keiiscli.- 
Susanne".  ..Die  toll(>  I.ol.i".  ..Ihr  dunUlcr  Punkt'.  ..Eine  N.iiht  in  I.oii 
don".  ..Adieu.  Mascotte".  —  Elis;ibelli  Bergiier  spielte  in  ..Ev.'ingelimann  . 
..Nju".  ..Liebe'.  ..Der  Geiger  von  Florenz".  ..Donna  Jiiana".  ..Fräulein 
Else".  —  Die  bek:inntesten  Filme  von  Grete  Alosheim  sind:  ..Die  SnorU- 
schen  Jäger".  ..Prim.-iuerliebe",  ,. Erwachen  des  AVeibes".  ..Frau  Sorge". 
..Höhere    Töchter".    ..Die    Rothausgasse".    ..Die    kleine    Sklavin". 


f 


N  O  Q  A     u  l:.  A  U  I  N  G 
ein  neuer  en^lisch-schv/edischer  Filmstar 


I  w  n  n  P  fi  f  r  0  V  i  c  li  -  V  p  r  c  Ii  r  e  r  :  Iwan  Pctrovicli  woliut  Berlin- 
SclininrKeiidorf,  Forkcnbeckstraüp  ."jßa,  wurdo  am  31.  Dezember  in  Hiula- 
rost  KPhoroii,  ist  aber  jetzt  serbischer  StaatsaiigelioriKkeit.  Der  Künstler 
war  früher  InEenieur,  im  Kricfje  Hiisarenoffizier,  später  Operetten- 
bonvlvant.  Er  wurde  im  .lalire  19l'3  von  Micliael  Kertcsz  für  den  l'ilm 
entdeckt.  Pelrdvich  ist  unverlieiratet  und  Kiht  .\iit(iKr:inime.  Er  ist  auch 
im  Leben  .sympathisdi.  Selbstverständlich.  Sport  treibt  er  auch,  er 
rettet,  rudert,  schwimmt,  segelt,  boxt,  siiielt  Golf  und  Tennis,  kurz,  .illos, 
w;is  .Sie  von  ihm  verlangen.  Die  bekanntesten  Kilnic  mit  Iwan  Petrovich 
find:  ,. Frauenarzt  Ttr.  .Scliiifer''.  ..T)ot  l/cutnant  Ihrer  .Majestät",  ,.l)rci 
Leidenschaften",  ,,(;clieimnisse  des  Orients",  ,,Qu.irlier  Latin",  „Kürst 
oder  Clown",  ,.l)er  Zarewilsch".  Sein  neuester  Film  heißt  ..Der  (Jünst- 
lint;   von   Schonhrnnn". 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  ans  X  ü  r  n  h  c  r  K  :  (,'orinne  (iriffith  und  Dorothy 
Mackail  sind  durch  die  First  Xational-Studios,  Burbank-llollywood,  K.-ili- 
fornien,  U.S.A.,   zu   erreichen.     Sie   Reben   beide  .Autogramme. 

A  n  n  y  M..  1)  r  e  s  d  e  n  :  AVir  haben 
eine  (;.""'zo  .Vnzahl  Rroßcr,  begabter  Film- 
sehauspielerinnen.  Einzelne  hervorheben, 
hieüe  andere  zurücksetzen.  AVir  kön- 
nen Ihnen  also  diese  Frage  niclit  näher 
beantworten.  -  Fred  Louis  Lcrihs  näch- 
ster Film  ist  ,. Spiel  um  den  ,\I.nin  ". 
.Seine  Partnerin  ist  Liane  llaid.  .lack 
Trevor  h.it  kürzlich  in  Paris  gefilmt. 
In  dem  soeben  uraufgcrührten  Film 
..Meine  Schwester  und  ich"  si)ielt  der, 
Künstler  ebenfalls  eine  Hauptrolle.  ,\lar- 
eella  .\lbani  arbeitet  auneulilicklich  au 
..Sturmflut  der  Liebe".  Ihre  Partner 
sind  AVerner  Fuettercr  und  l'et("r  Voü. 
Die  kommenden  Käthe  von  X.igy-Filme 
heißen  ..Der  Weg  durch  die  XaclU"  und 
..Unschuld"  (nach  der  Xovello  ,,Die 
kleine  Veronika).  In  dem  ersten  Film 
ist  Imrc  IJ.iday  der  Partner  von  Käthe 
\o\\  Xagy.  in  dem  zweiten  spielt  sie  mit 
H.irry  ll'ardt  und  M.ily  Delschaft.  Vera 
Schmitterlöw  kam  von  der  schwedischen 
Spreclib\iline  zum  Film.  —  ,,l>er  weiße 
Teufel"  ist  noch  nicht  fertiKRestellt.  — 
Die  Hildkarlc  ist  an  die  Künstlerin  wei- 
terKcleitet  worden.  Evelyn  Holt  ist 
ernst  und  heiter  zuRleich.  —  Ihre  Uild- 
wünsche  sind  vorgemerkt.  —  \\ir  haben 
Iwan  Petrovich  .in  das  fällige  Auto- 
gramm erinnert,  empfehlen  aber,  nach 
einiger  Zeit  es  selbst  noch  einmal  zu 
tun.  —  Die  Titelrolle  in  ,,I)er  fesche 
Husar"  spielte  Ivor  Xovello.  —  Schwiir- 
men  .Sie  nur  Harry  I^iedtkc  an!  Christ.i 
Tordy   wird   bestimmt   nicht   eifersüchtig. 

A  u  t  o  -  H  c  i  n  z  ,  K  ii  1  n  :  Unseres 
\Vissens  existiert  dort  keine  bekannte 
Filmgesellseliaft.  Möglich,  daß  kleinere 
Firmen  ihren  Wohnsitz  in  dieser  Stadt 
b.-ihcn.  die  sich  mit  der  Herstellung  von 
Kultur-    und    Werbefilmen    bei/issen. 

H  e  r  t  h  a  v.  K..  Stettin:  Cunnar 
Tolnaes  ist  nicht  mit  Karin.i  Hell  vcrhei- 
r.itet.  Heide  sind  ledig.  —  Helga  Tho- 
mas wohnt  Berlin  W,  Kufsteiuer  Str.  3.  — 
Die  Ufa  hat  ihre  Käume  in  Merlin  SW  fi8, 
Kochstraße  6-8.  —  .Vlle  Filmslars  geben 
Autogramme.  —  .lack  Trevor  ist  Eng- 
länder, in  London  geboren,  verheiratet, 
bat  zwei  Kinder  und  gibt  Autogramme. 

Helene  D.  u  n  d  .S  i  e  g  1  i  n  d  S., 
Wilhelm  Dicterle  und  Lieu  Deyers  nach 
nicht.  Lien  Deyers'  Linken  sind  ,,echt 
befreundet.   —   (üna    Mancs   ist   eine 


Pforzheim  :     Ob    und    w.inn 

dort    kommen,   wissen   wir   leider 

.Jawohl,    sie    ist    mit    Dieterle 

große    lilunicnfreniidirt.      Unseres    Wis- 


L  o  r  i  F.,  Berlin:  Käthe  von  Nagy  wohnt  Berlin  W,  Prager 
Straße  4,  Brigitte  IHelm  Berlin-Dahlem,  Im  Winkel  5,  Henny  Porten 
Herlin-I>ahlem,  Parkstraße  74,  Betty  Bird  Berlin-Tempelhof,  Manteuffel- 
straße  4,  Fred  Louis  Lerch  Berlin  W,  Kegensburger  Straße  14,  Franz 
L(  derer  Berlin-Friedenau,  Fehlerstraße  4,  Elisabeth  Bergner  Berlin- 
Dahlem,  F.ir:idaywcg  15.  —  Xils  Astlier  ist  durch  die  Metro-Goldwyn- 
M.iyer-Studios.  Cnlver-City,  Kalifornien,  U.S..\.,  Billie  Dove  durch  die 
First  X:ttional-Studios,  Burbank-  Hollywood,  Kai.,  U.S.-\.,  Reginald  Denny 
und  L.-iura  la  Plante  durch  die  Universal-Studios,  Universal-City,  Kalifor- 
nien.   l'.S..\.,   zti   erreichen. 

Erik  :i  H.,  Dresden:  Lilian  Harvey  ist  nicht  mit  Willy  Fritsch 
verlobt.  Der  neueste  Lilian  Harvey-Film  heißt  „W'enn  du  einmal  dein 
Herz  verschenkst".  AVilly  Fritsch  hat  am  27.  Januar  Geburtstag.  Gustav 
Fröhlich  ist  nicht  mit  Gerda  Maurus  verheiratet.  Beide  sind  ledig.  — 
AVann  der  Fritz  Lang-Film  ..Die  Frau  im  Mond"  erscheint,  steht  noch 
nicht   fest.      Aber   aller   Voraussicht    nach   noch    in   diesem   Jahr. 

Filinfrcundin  Paula  undSu- 
s  i  aus  dem  Rheinland:  Lil  Da- 
govers  neue  Filme  heißen:  „Der  weiße 
Teufel".  „Es  flüstert  die  Xacht".  „Der 
Günstling  von  Schönbrunn",  „Spiele- 
reien einer  Kaiserin".  Die  Künstlerin 
ist  verheiratet  und  hat  eine  Tochter.  Sie 
gibt  .Autogramme,  hat  ihre  Villa  in  Ber- 
lin-Westend, Arys  -  Allee  4,  und  wurde 
am  .SO.   .September   geboren. 

G  r  .a  z  i  a  ,  Alwine  L..  Augs- 
burg: Die  betreffende  Rolle  in  den 
..Weißen  Rosen  von  Ravensberg"  si)ielte 
I.nigi  Serventi.  Milt(m  Sills  und  Billie 
Dove  sind  durch  die  First  National-Stu- 
dlüs.  Burbank-Hollywood,  Kai.,  U.S.A. , 
Marceline  Day  durch  die  Metro  -  Gold- 
wyn-Mayer-Studios,  Culver-C'ity,  Kai.. 
U.S.A.,  erreichbar.  MarccUa  .\lbani 
wohnt  Berlin  W,  Paulsborner  Str.  13, 
Dolly  Davis  ist  jetzt  durch  das  Deutsche 
Liehtspiel-Syndikat,  Berlin  SW  48,  Fried- 
richstraße 225,  zu  erreichen.  Sie  ist  die 
Partnerin  in  dem  neuen  Liedtke-Film, 
dessen  Titel  noch  nicht  feststeht.  Sic 
haben  nicht  unrecht,  Marcella  Albani 
und  Carmen  Boni  sehen  sich  in  ihrem 
italienischen  Typus  ein  wenig  ähnlich. 
Der  Harvey. Film  ,. Adieu,  Mascotte"  ist 
schon  uraufgeführt  worden.  „Die  Flucht 
vor  der  Liebe"  und  ,,Der  Günstling  von 
Scliönbrunn"  sind  noch  nicht  herausge- 
bracht worden.  —  Ihre  Grüße  sind  den 
betreffenden  Künstlern  bestellt  worden. 
Rich.ird  Dix  ist  unseres  Wissens  ver- 
bcir.atet. 

(i  r  e  t  e  P..  E  1  b  e  r  f  e  1  d  :  Bildver- 
öffentlichungen aus  dem  betreffenden 
Film  sind  iticht  vorgesehen.  —  Der  Ca- 
milla  Horn-Film  ..Die  Drei  um  Edith" 
ist  erst  in  .Arbeit.  Der  Uraufführungs- 
termin steht  noch  nicht  fest.  —  Carmen 
Boni  weilt  augenblicklich  zur  Erholung 
in    einem    fianzösischen   Bad. 

M  i  n  n  a  AV.,  Hamburg:  Zu  unse- 
rem Bedauern  können  wir  Ihnen  Ihren 
Wunseil  nicht  erfüllen,  da  Ramon  No- 
varro  in  Kalifornien  lebt  und  wir  Auto- 
gramme nur  von  Stars,  die  im  Inlande 
wohnen,  vermitteln. 
Bonn:      Ihr    Brief     ist     an    die    Künstlerin 


sens  ist  die  Künstlerin  verheiratet.  Ihr  neuester  Film  heißt  ,,Xächte 
eines   Prinzen"    mit   .laciiue  Calelain. 

Paul  S.,  F  r  a  n  k  f  n  r  t  -  U  d  e  r  :  Buster  Keaton  bat  seine  Be- 
sitzung in  Beverly-Hills,  Kalifornien,  U.S..A.  Er  wurde  am  4.  Xovember 
in  Pickway  (Kansas)  geboren.  Er  ist  mit  Xatalie  Talmadge.  der 
Schwester  von  Xorma  und  Coustance.  verheiratet,  hat  Kinder  und  trägt 
unseres  Wissens  seinen  richtigen  Xamen.  Keaton  filmt  fleißig.  Er  ist 
Star  der  Mctro-tioldwyn-.Mayer.  Der  Künstler  gibt  .\ulogramme  nml  ist. 
so   hdffcu    wir.    im    Leben    nicht    so    ernst   wie    in    seinen    Filmen. 

.M  a  d  y  .S,,  Berlin:  Iv;in  Petroviehs  neuester  Iilm  bejlJi  ..Der  (iiinst- 
ling  von  Scliönbrunn".  Der  Künstler  ist  unverheir.ilet.  gibt  .\utogramme 
und   wohnt   Berlin-.Sehmargendorf,    Forkenbeckstraße   .'>ßa. 

Erna  .M..  F  r  a  n  k  f  n  r  t  -  M  a  i  n  :  Greta  Gjirbo  ist  durch  die 
Metro-Goldwyu-.Mayer-Studios,  Culver-City,  K.ilifornien,  U.S..A.,  zu  err.'i- 
chen.  Die  Künstlerin  wurde  am  17.  April  in  Göteborg  geboren,  ist  ledig 
nml   gibt   Autogramme. 


F  r  a  u    M  a  r  g.    .s  c  h 
weitergeleitet   worden. 

Bert  a     B..     Kiel: 
geschickt    worden    sein.    - 
durch  die 
neuer    Flln 


Ihr     Brief   wird     dem     Künstler     sicher     nach- 

Das    Gewünschte    erhalten    Sie    möglicherweise 

Illustrierte    Filmwoche",   Berlin    SW  (58,   Kochstraße   6-8.   —  Ein 

mit   ^\■l.•Mlimir  Gaidarow   ist   noch  nicht   angekündigt.   —  Oskar 


Marion    jilmt    zur   Zeit    in    Prag 


Guter  inszeniert  einen  neuen  H  a  r  v  e  y  -  F  i  1  m.  In  der 
letzten  Xummer  hat  der  Druckfehlerteufel  einen  kleinen  Irrtum  erregt.  Er 
hat  :ils  Regisseur  für  den  neuen  Lilian  Harvey-Film  Wilhelm  Thiele  ge- 
nannt, der  ,,.\dieu,  Mascotte"  inszenierte,  während  ,,Wenn  du  einmal  dein 
Herz  verschenkst"  unter  der  Regie  von  Dr.  .lohannes  Guter  hergestellt 
ist.     Wir   stellen   diesen   Irrtum   hiermit  richtig. 


FILM? 


Wie  komme  ich  zum     M    K  M^  L   K  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

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Chemnitz  Sa.,    Falkeplatz  2      ;      Coblenz,    Schloßstr.  35  Danzig,  Töpfergassc  23  24      '      Dresden -A.,  Präger  Str.  35  Düsseldorf,    Sfemslr.  2  I  Essen, 

Hauptstr.  27     '     Franklurt  M.,   Mainzer  Landstraße  59  63      '     Freibnrg,   Kaiscrstr.    132  Görlitz,    Jakobstr,  16  Halle  S.,    Magdeburger  Str.   56  Hamburg  36, 

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Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4      ;      Magdeburg,    Breiter    Weg    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvatorstr.    18      \      Münster,    Rosenstr.   9  Rostock, 

Stcinslr.  15     ,     Stettin,  Schillcrstr.  13     /     Stuttgart,    Rotcbühlstr.    41     ,     Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 
AnBerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  GroB-  und  Mittelstädten  des  Reiche«. 


Eine  Probe  Lebensdeutung 
frei  für  Leser  dieses  Blattes. 

Der  wohlbekannte  Astrologe  Prof. 
Roxroy  hat  sich  wieder  entschlos- 
sen, für  die  Bewohner  dieses  Lan- 
des ganz  kostenfreie  Probe-Horo- 
skope ihres  Lebens  auszuarbeiten. 
Prof.  Roxroys  Ruhm  ist  so  weit 
verbreitet,  daß  er  wohl  kaum  mehr 
einer  Einführung  durch  uns  bedarf. 
Seine  Fähigkeit,   das  Leben  anderer  ^^_^ 

zu    deuten,    einerlei    wie    weit    entfernt    sie    auch    von    ihm 
wohnen  mögen,  soll   an   das   Wunderbare  grenzen. 

Selbst  Astrologen  von  verschiedenen  Nationalitäten  und 
Ansehen  in  der  ganzen  Welt  sehen  in  ihm  ihren  Meister 
und  folgen  in  seinen  Fußtapfen.  Er  zählt  Ihre  Fähigkeiten 
auf,  sagt  Ihnen,  wie  und  wo  Sie  Erfolge  haben  können,  und 
erwähnt  die  günstigen  und  ungünstigen  Epochen  Ihres  Lebens. 
Seine  Beschreibung  vergangener,  gegenwärtiger  und  zu- 
künftiger Ereignisse  wird  Sie  in  Staunen  versetzen  und 
Ihnen  helfen. 

Herr    Paul    Stahmann,     ein     erfahrener    Astrologe,     Obcr- 
Niewiadom,  sagt; 

,,Die  Horoskope,  die  Herr  Prof.  Roxroy  für  mich  aufge- 
stellt hat,  sind  ganz  der  Wahrheit  entsprechend.     Sie  sind 
ein    sehr   gründliches,   wohlgelungenes    Stück    Arbeit.      Da 
ich  selbst  Astrologe  bin,  habe  ich  seine  planetariscben  Be- 
rechnungen und  Angaben  genau  untersucht  und  gefunden, 
daß  seine   Arbeit   in  allen   Einzelheiten   perfekt,   er  selbst 
in  dieser  Wissenschaft  durchaus  bewandert  ist." 
Wenn  Sie  von  dieser  Sonderofferte  Gebrauch  machen  und 
eine   Leseprobe   erhalten   wollen,   senden    Sie    einfach    Ihren 
vollen   Namen  und  genaue   Adresse   ein,   nebst   Tag,  Monat, 
Jahr  und   Ort  Ihrer  Geburt  (alles  deutlich  geschrieben)    so- 
wie Angabe,   ob  Herr,  Frau  oder'-Fräulein,   und   nennen   Sie 
den  Namen  dieser  Zeitung.     Geld   ist  nicht   notwendig.     Sie 
können  aber,  wenn  Sie  wollen,  50  Pf.  in  Briefmarken  Ihres 
Landes  (keine  Geldmünzen  einschließen)  mitsenden  zur  Be- 
streitung des  Portos  und  der  Schreibgebühren.   Adressieren 
Sie  Ihren    Brief    an    Prof.    Roxroy,    Dept.    8298  E.,    Emma- 
straat  42.     Den  Haag   (Holland).     Briefporto  25  Pf. 


Dt.    Hans   Böhm 

Unsere  Flimmerköpfe 

Üin  ßilclwerk  vom  deulsclieii  Film 


Neue  crwtilertc  Ausgabe.  Mit  .\nsjiripeii,  den 
lelcplionniminiern  und  neue.>;len  Bilciiiis.<rn  llircrriliii- 
licbliiigc.  4  I  6  Seilen  sttirk,  kartoniert.  Geleit  Vorein- 
sendung des  BctMgcs  von  RM  4.40.  sonst  Niiclmtilmie 

ILLUSTRIERTE  FILMWOCHE  G.VLB. 

15  t  R  L  1  N     S  W   6  8  .     K  o  c  It  s  t  r  a  |i  c     6 

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.Schönheit  bedeutet  Glück,  Krfolfj  und  I.ichc. 
L'ni  all  diese  Siese  iIcs  Lcl>ens  lirint;t  Sie  Ihr 
unreiner  Teint,  ilcr  Sie  so  entstellt  und  un- 
schön inaclit  —  der  .Sie  ali.stolJt.  Schönheit 
ort'in't  alle  I'fortou  des  Lebens.  r>eshalh  \er- 
wcndcn  Sic  sofort  meine  SchiilUnr  ,,Novo- 
ccrina".  Schon  nach  der  ersten  .Vnwend.  be- 
ginnt die  Keinignn^-  Ihrcrllaut.  und  Sie  >clher 
werden  mit  Ihrer  neuen.  verjunj;tcn  (i<'si<hts- 
liaut  ein  neuer,  luiffnunj^srcichcr  Mensch. 
l'icUcI,  Mitesser,  Ilautj^ricU.  welk  werdende. 
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Einzelpreis  40  Ft.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatl.  1.75  M,  Verlag;  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.  H.,  Berlin  SW  68,  KochstraQe  6—8.  Schrittleitunis 
A.Rosenthal — Aros,  Berlin.  Für  die  RedaUtion  und  Herausgabe  in  Oe^terrcich  verantwortl.  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortl.  (ür  Anzeigen  Wilhelm  Schaefer, 
Charlotlenburg.    Anzeigenverwaltung    Universum-Film  A.-G.,  Abt.  Uli-Werbefilm,    Berlin  SW68,  Kochstr.  6  8.     KupferlietdrucW:   August  Schert  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


BEI  WEITENAN  ERSTERSTELIE 

DER  DEUTSCHEN 

WERBEFILNPRODUKTION 


Die  Ufa  hat  sich  an  dem  Preiswettbewerb  für 
Werbefilme,  der  aus  Anlaß  der  „Reklameschau" 
vom  Lehrfilmbund  veranstaltet  wurde,  nicht  beteiligt. 
Trotzdem  wurden  zwei  Filme  preisgekrönt,  die 
die  Ufa  für  eine  andere  Gesellschaft  hergestellt  hat. 


Jll 


vJUAI-MI:R  38    /    BERLIN,    2  2.  S  E  P  r  L  \l  B  E  K    1929    /    PREIS      0   P  T  E  N  \  I  C 


II  i 


;  1  f 

:   I  I 


Phot.Vfa 


^uslov   cJrohliclif   iQaiißldarsk'llcr  des  ^CÄJo'Cyilins  „IQoüwerrat 


ist  l)c-im  l-ilmen  odi-r  l-'otoj^inlicrcn  niclil  allein  das  Wirli- 
lif-slc,  sondcni  aiuli  die  Qualität  des  Kntwickeliis  und  Kopie- 
lens  ist  für  das  Geliiif^en  eines  Hildes  be/.w.  Films  ausschlaj^- 
nehend.  Lassen  Sie  Ihre  Negative  bei  der  Ufa-Man(lels{»esell- 
scliaft  entwickeln  und  kopieren,  der  die  weltbekannten  Film- 
hel riebe  der  Ufa  zur  Verfütsun},'  stehen. 

rfa  -  Ilniulelsgesellschaft,    Berlin  SW  68,   Koclislr.  8. 


I 


>^v 


1)  I  1.     M    OCH  1.  \  S  C  II  R  I  I     ['     D  J:  \{     V  I  L  M  F  R  I.  l    \  D  L 


Phut.  Ula 


LILIAN    HARVEY 

auf  dem  Balkon  ilires  Berliner  Heims 


Oben  und  unten: 

Dita  Parlo 

Phot.  L  la 


Lt. 


'm 


p  'U 


'^/^iSanf"j» 


die  Herrschaft  wird  ungeduldig,  ermahnt,  zürnt  und  setzt  die  Schöne 
vom  Dorfc  eines  Tages  auf  die  Straße.  Leider  findet  sie  nicht  den  Mut, 
dem  Gefreiten  ihre  Bedrängnis  einzugestehen.  Sie  fällt  in  schlechte 
Hände  und  sinkt  schließlich  zur  Dirne  herab.  Doch  vor  dem  geliebten 
Mann  weiß  sie  die  Hoffnungslosigkeit  ihrer  Lage  zu  verbergen,  und 
jeden  Sonntag,  an  dem  sie  sich  treffen,  erscheint  sie  um  halb  vier 
Uhr  nachmittags  in  der  Tracht  ihres  Dorfes  und  spielt  das  herbe  starke 
Bauernmädchen,  das  keinen  anderen  Schatz  als  den  Gefreiten  hat. 
Ein  tragischer  Zufall  führt  zur  Entdeckung  des  Doppelspiels  und  zur 
endgültigen  Zerstörung  ihres  Lebens.  Dita  Parlo  erhält  in  dem  Film 
ihre  erste  hochdramatische  Rolle,  Willy  Fritsch  ist  ja  schon  seit  ,, Spione" 
aus  dem  Fach  des  Bonvivants  in  das  der  Charakterliebhabcr  mit  großem 
Erfolg  übergegangen.  Eine  besondere  Note  erhält  der  Film  durch  den 
Umstand,  daß  nicht  nur  die  Hauptdarsteller,  sondern  auch  die  Ver- 
treter  der  Nebenrollen   sprechend  vorgeführt   werden. 


»i^ip 


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-m:. 


Oben  Mille:  Willy  Frilsch 
Unlen:  Janos  Körmendy, 
Gero  Maly  Phot.  Uja 


i 


Lehner  und  Winlerslcin  sind  ca.  30  m  von  mir  entfernt. 
Ein  unsanfter  Windstoß  zerrt  an  unseren  Wetterjacken.  Es 
ist  sechs  Uhr  abends.  Ich  mache  die  Sache  noch  zweimal, 
stürze  aber  ziemlich  holzig  auf  den  gefrorenen  Schnee. 
„Lassen  wir's  jetzt,  es  ist  gut  genug",  meint  Winterstein. 
Ich  mag  nicht  und  kehre  um,  will  noch  einmaL  hinauf .  Zwei 
Meter  von  meiner  Sturzstelle  ist  ein  kleiner  Schneeknödel, 
schaut  aus  wie  Pulverschnee,  achtlos  schiebe  ich  den  linken 
Ski  vor,  er  bleibt  mit  der  Spitze  in  der  harten  Eiskruste 
stecken  —  ich  fliege  nach  vorn  auf  den  Bauch,  greife  mit 
beiden  Händen  vor,  um  den  Körper  aufzufangen,  beide 
Hände  schlagen  in  den  Schnee,  haltlos  brechen  sie  durch 
eine  kaum  fünf  Zentimeter  dicke  Schneekruste  in  die 
schwarze,  gähnende  Tiefe,  links  und  rechts  fliegen  klirrend 
Schneebrocken  der  einstürzenden  Decke  nach,  und  die 
Hände  haben  sich  geöffnet.  Ein  Skistock  ist  in  die  Tiefe 
verschwrunden,  der  andere  baumelt  am  Handgelenk,  und 
unter  dem  Brustkasten  ist  auch  alles  hinunter.  Mit  dem 
austaxierten  Gewicht  von  Milligrammen  gelingt  es  mir,  die 


Ife-.^''^^' 


Palance  des  Körpers  zu  erhalten  (die  schweren  Hickorybretter 
•n  den  Füßen  gleichen  das  Gewicht  rettend  für  mich  aus),  ich 
fühle,  daß  es  ums  Leben  geht.  Die  Haare  sträuben  sich  bei  dem 
Gedanken,  daß  es  am  Ende  auch  unter  den  Füßen  so  hohl  sein 
könnte.  Finster  und  schwarz  starrt  mir  ein  Grab  entgegen. 
Donnerwetter,  ich  spüre,  es  kann  verdammt  schief  gghen,  drüben 
die  beiden  sind  mäuschenstill,  wie  im  Traum  höre  ich  irgend- 
etwas rufen.  Ich  habe  keine  Zeit  und  versuche  mit  dem  Skistock 
der  rechten  Hand  irgendwo  Stütze  zu  linden.  Kompliziert  und 
vorsichtig  mit  größter  Kraftanstrengung  und  sachte,  sachte  ge- 
lingt es  mir,  den  weil  über  die  liefe  überhängenden  Oberkörper 
zentimeterweise  zurückzuschieben.  Nach  einigen  Minuten  stehe 
ich  wieder  dankbar  und  ganz  zufrieden  als  ganzer  und  gewon- 
nener Mensch  auf  den  Skiern,  Die  Stelle  unter  den  Füßen  war 
nicht   hohl  gewesen.    Wir   haben  das  Loch   photographiert.  — 

So  kann  es  gehen,  und  so  ähnlich  ist  es  auch  schon  öfter  ge- 
gangen. Im  Film  sehen  Sie  das  nicht.  Ja,  die  ganzen  Szenen 
der  Gletscher-Hochtour  wurden  nachträglich  gestrichen.  — 

In  einem  Film,  der  in  den  gefährlichen  Eisregionen  der  Arktis 
und  des  Hochgebirges  spielt,  muß  man  auf  kleinere  Abenteuer 
immer  gefaßt  sein. 

Das  vorstehend  Erzählte  ist  eine  kleine  Episode,  die  uns  am 
27.  März  im  Berner  Oberland  passiert  ist.  Am  1.  April  saßen  wir 
bereits  im  D-Zug,  der  uns  nach  Oslo  führls.  Oben  im  Sturm  des 
Eismeeres  im  Treibeis  und  auf  Spitzbergen  kamen  dann  ganze 
Speisekarten  voll  Strapazen  und  Entbehrungen  dazu.  Doch  auch 
Lustiges  war  darauf.  Soll  ich  erzählen,  wie  Aribert  Mog,  unser 
großer  Nimrod,  vor  Übereifer  einen  Seehund  schnell  zu 
schießen,  vom  Schlafsack  heraus  im  dünnen  Schlafanzug  direkt 
ins   Freie  und   über  Bord  sprang?    Wie  er  dann  sofort   zwischen 


zwei  Eisblöcken  hindurch  bei  minus  soundsoviel  Grad  Kälte 
senkrecht  ins  Meer  flog?  Als  wir  ihn  zähneklappernd  und  schlot- 
ternd an  Bord  hatten,  nahm  ein  anderer  das  Gewehr  und  wollte 
schießen.  Zum  Anschleichen  über  das  Eis  fehlte  ihm  nach  dem, 
was  Mog  passiert  war,  wohl  die  Lust.  Als  er  anlegte  ,  ,  .  flog 
der  Seehund  auf  und  davon.  —  Mog  wurde  dann,  so  oft  draußen 
im  Nebel  eine  einzelne  Möwe  sich  herumtrieb,  gerufen:  „Komm! 
Komm,  einen  Seehund  schießen!"  Mir  kam  Mog  an  jenem  Tage 
vor  wie  der  Herr  Adamson,  dem  auch  immer  solche  Sachen 
passieren. 

Aber  sogar  unser  Kapitän  hat  sich  bluffen  lassen  müssen.  Er 
kam  zu  mir  und  behauptete,  in  der  Zeit,  in  der  wir  Lehner  ver- 
mißten, er  habe  ihn  und  den  Schlitten  gesehen.  Ich  glaubte  ihm 
aufs  Wort,  denn  er  hatte  die  sichersten  Augen  von  uns  allen  im 
Eisgebiet  oben.  Ich  ging  gar  nicht  auf  Deck,  sondern  erst  in  die 
stockfischstinkende  Küche  und  bestellte  Tee  und  Essen  für  die 
Ankommenden,  teilte  es  allen  vor  Freude  herzklopfend  mit  und 
ging  dann  auf  Deck,  um  sie  selber  zu  sehen.  Kleinlaut  zuckte 
der  Kapitän  die  Achsel.  Ich  sah  durchs  Fernrohr  lange  im 
Nebel  in  die  angegebene  Richtung.  Zwei  Seehunde  waren  es,  die 
dann  und  wann  ihre  Schwanzflosse  hoben.  —  Irren  kann  man 
sich  leicht  im  arktischen  Nebel,  davon  kann  unser  Lehner  ein 
Lied  singen.  Nie  werde  ich  die  qualvollen  Tage  vergessen,  in 
denen  wir  über  das  Schicksal  unserer  verirrten  Kameraden  im 
ungewissen  waren,  und  noch  weniger  den  Augenblick,  als  wir 
den  Zermatter  Führer  fanden,  und  als  wur  ihm  den  ersten 
Schluck  Kognak   reichen   durften. 

Wie  erfreuend  ist  jedesmal  der  gute  Ausgang  einer  gefähr- 
lichen Sache!  Und  wie  fade  kann  das  patentierte  „Happy 
end"  sein! 


U/af  I^cs:yecu^  kSn/i0i  müssen 


Je  besser  es  ein  Regisseur  versteht,  seinen  Darstellern  die  ein- 
zelnen Bewegungen  vorzuspielen,  desto  inniger  pflegt  der 
Kontakt  zwischen  ihm  und  den  Schauspielern  zu  sein.  An 
die  Fähigkeit  der  Regisseure  werden  manchmal  starke  Anfor- 
derungen gestellt.  So  mußte  Karl  Grüne  einmal  seiner  Haupt- 
darstellerin vorspielen,  wie  Kuchen  gebacken  wird.  Als  sich 
Lillian  Gish  an  das 
Spinnrad   zu   setzen 

wußte  BI^H^^^^^HHHHHI^BHii^HHil 

mand  im  Atelier, 
wie  ein  solches  zu 
bedienen  war,  bis 
man  schließlich 

daran  dachte,  daß 
es  vielleicht  Victor 
Sjöström  verstehen 
werde,  in  dessen 
norwegischer  Hei- 
mat noch  Spinnrä- 
der im  Gebrauch 
sind.  Er  hatte  in 
der  Tat  eine  Ah- 
nung davon,  aber 
er  stach  sich  doch 
ein  paarmal  an  der 
Spindel.  Böser  er- 
ging es  William  A, 
Seiter,  der  einer 
Schauspielerin  zei- 
gen mußte,  wie  man 
einem  störrischen 
Pferd  in  die  Zügel 
fällt.  Der  Gaul 
mißverstand  den 
Regisseur,  bockte, 
stieg  hoch  und  riß 
Herrn  Seiter  mit 
empor,  der  ihm  un- 
ter die  Hufe  ge- 
kommen wäre,  wenn 
sich  nicht  ein  paar 
beherzte        Alelier- 


arbeiter  dazwischengeworfen  hätten.  Auf  Außenstehende,  die  mit 
den  Gewohnheiten  der  Filmateliers  nicht  vertraut  sind,  pflegt  es 
stets  einen  überwältigend  komischen  Eindruck  zu  machen,  so- 
bald der  Regisseur  seinen  Darstellern  eine  schmachtende  Liebes- 
szene vorzuspielen  hat.  Aber,  was  man  nicht  für  möglich  halten 
sollte,  so  ziemlich  alle  Regisseure  erklären,  daß  kaum  eine  Schau- 
spielerin    aus     sich 


Frilz  Lang  und  Margarete  Kupfer  bei  den  Aufnahmen  zum  Fritz-Langfilm  der  Ufa  „Frau  im  Mond" 


eine  Liebesszene  so 
zu  spielen  versteht, 
wie  sie  gebraucht 
wird.  Frauen  spie- 
len in  der  Regel  zu 
stark;  sie  haben 
immer  wieder  die 
Angewohnheit,  sich 
an  das  Herz  zu 
greifen,  eine  Geste, 
die  sehr  leicht  ko- 
misch wirken  kann, 
wenn  sie  nicht  mit 
äußerster  Dezenz 
dargestellt  wird. 
Aber  Regisseure 
müssen  auch  wis- 
sen, wie  man  stirbt, 
ja,  sie  müssen  die 
verschiedensten  To- 
desarten andeuten 
können,  eine  Kennt- 
nis, die  rein  in- 
tuitiv ist,  denn  es 
ist  eine  Legende, 
daß  etwa  Griffith 
dazu  Studien  in 
Spitälern  gemacht 
hätte.  Übrigens   | 

ist  nichts  schwieri 
ger,  als  den  Dar 
stellern  das  not 
wendige  ungekün 
steite  Lachen  bei- 
zubringen. 


i 


Harry  Hardi,  Leopold  von  Lcdebour  und  Gerda  Maiirtjs  in  dem  Ufafilm  „Hocfiverrai"    Phot.  V\a 


Die  amerikanischen  Groteskfilme  wurden  anfänglich  von 
Darstellern  gespielt,  ■  die  Artisten  waren,  vom  Zirkus  oder 
Variete  kamen  und  ihre  Fachausdrücke  auch  beim  Filmen 
verwendeten.  In  der  Manege  spielt  der  Clown  eine  große 
Rolle,  der  in  angelsächsischen 
Ländern  das  verbindende 
Glied  zwischen  den  einzelnen 
Darbietungen  des  Programms, 
den  ,, Nummern"  der  \'arietc- 
sprache,  darstellt.  Die  eng- 
lischen Clowns  nennen  die 
plötzlichen  Einfälle,  mit  denen 
sie  die  Zuschauer  erheitern 
und  die  sie  an  jedem  Abend 
neu  erfinden,  ,,Gags",  Ein  be- 
sonders guter  ,,Gag"  wird  na- 
türlich nicht  nur  in  einer  Vor- 
stellung verwandt,  sondern  die 
Clowns  zehren  von  witzigen 
und  komischen  Situationen 
eine  Reihe  von  Jahren  und 
achten  eifersüchtig  darüber, 
daß  ihnen  niemand  diese 
„Gags"  entwendet.  Selbst  in 
einer  so  vollkommen  anderen 
Kunst,  wie  dem  Film,  lassen 
die  Artisten  ihre  ,,Gags"  nur 
höchst  ungern  wiederholen. 
Als  Chaplin  den  Trick  des 
Spiegelkabinctts  und  der  me- 
chanischen Figuren  wieder- 
holte, in  deren  Mitte  ein 
Mensch  gerät,  der,  um  sich  zu 
verbergen,  nun  selbst  eine 
Puppe  spielt,  waren  die  arti- 
stischen Facliblätter  Amerikas 


Der   Cowboyslar   Hoot   Gibson 
Rutfi  Eider,  die  Partnerin  seiner 


recht  übelgelaunt,  weil  diese  Tricks  im  Besitze  einiger  Artisten- 
familien sind.  Und  der  letzte  in  Wien  gedrehte  Max-Linder- 
I'ilm  ,,Der  Zirkuskönig"  (worin  Vilma  Bankys  Anmut  als  Trapez- 
künstlerin  auffiel)    mußte   vom    Spielplan    verschwinden,    weil   ein 

großer  Teil  des  Films  nichts 
weiter  war  als  die  Verfilmung 
der  Varieteszenc  ,,Der  zer- 
brochene Spiegel",  welche 
den  Brüdern  Schwarz  paten- 
tiert ist.  Um  solchen  Schwie- 
rigkeiten auszuweichen,  wer- 
den für  jede  amerikanische 
Groteske,  die  für  das  Haupt- 
programm  bestimmt  ist,  die 
Gags  erfunden.  Gagman  sein, 
ist  ein  recht  einbringender, 
aber  auch  sehr  anstrengender 
Beruf,  denn  diese  ungenann- 
ten Mitarbeiter  am  Film,  die 
eigentlichen  Begründer  des 
Weltruhms  zahlreicher  Film- 
komiker, werden  nach  der 
Güte  und  Zahl  ihrer  Einfälle 
bezahlt.  Nur  Chaplin  arbeitet 
ohne  Gagman,  während  Ha- 
rold  Lloyd  in  der  Regel  sechs 
beschäftigt,  die,  nach  der 
Wirksamkeit  des  Situations- 
witzes in  Lloydfilmen  zu  ur- 
teilen, die  Elite  dieser  Film- 
leute  darstellen. 

Wie  entsteht  nun  ein  Gag, 
wird  der  Leser  fragen,  und 
welche  Rolle  ist  ihm  inmitten 
des  Filmspiels  vorbehalten? 
Nun,     .wie     die      7irkusclowns 


fieiratele   die   Ozeanfliegerin 

letzten  Filme      Phol.   Cniversal 


ihre  besten  Einfälle  abends  in  der  Manege  vor  dem  Publikum 
erhielten,  so  entsteht  der  Gag  eines  Groteskfilms  unmittelbar  bei 
der  Aufnahme.  Es  liegt  in  seiner  Art,  daß  er  gar  nicht  vorher 
erfundett  v^crden  kann,  weil  er  abhängig  von  der  Situation,  der 
Laune  des  Schauspielers,  der  Stellung  der  Dekorationen  ist.  Man 
\seiß,  daß  amerikanische  Groteskfilme  im  Manuskript  ganz  locker 
angelegt  werden.  Die  Handlung  wird  skizziert  und  in  scheinbar 
flüchtiger  Form  durch  einzelne  Situationen  nicht  beschwert.  Re- 
gisseur und  Hauptdarsteller  wissen  nur,  daß  sie  die  Begeben- 
heiten so  und  so  vorwärtszutreiben  haben,  damit  sie  schließlich 
zum  notwendigen  Ziel  kommen.  An  welchen  Stationen  sie  unter- 
wegs verweilen,  auf  welche  Art  sie  das  Spiel  unterbrechen,  ist 
ihre  Sache,  die  jedoch  immer  erst  im  Laufe  der  einzelnen  Auf- 
nahmetage festgelegt 
wird.  Wenn  ein  Ko- 
miker, den  wir  Ha- 
rold  nennen  wollen, 
am  Vormittag  mit 
den  Aufnahmen  be- 
ginnt, so  wird  zuerst 
die  Szene  verlesen, 
in  der  er  zu  spielen 
hat.  Dieser  Vorgang  ■ 
heißt  etwa:  ,,Harold 
flieht  vor  einem 
Manne,  der  ihn  mit 
einem  Golfschläger 
verfolgt.  An  der 
Wand  eines  Hauses 
bricht  Harold  zu- 
sammmen,  der  Geg- 
ner erreicht  ihn  und 
trifft  ihn  auf  dem 
Kopf."  Das  ist  dia 
Szene,  und  nun  be- 
ginnt die  Arbeit  der 
Gagmen.  Denn  ein 
Vorgang,  wie  der  vor- 
stehende, war  schon 
zu  häufig  da,  um 
zu  interessieren.  Es 
muß  etwas  völlig 
Überraschendes  ge- 
ichehen,  etwas  ganz 
Tolles,  an  das  keiner 
der  Zuschauer  ge- 
dacht hat.  Soll  man 
mit  dem  Hieb  auf 
Harolds  Kopf  gleich- 
zeitig eine  Fliege 
töten  lassen?  Diese 
Pointe  wäre  nicht 
unnötig,  sie  hat  aber 
den  Nachteil,  nicht 
neu  zu  sein,  Wet  oft- 
mals ins  Kino  geht, 
ist  ihr  bereits  begeg- 
net, und  ein  Komiker, 
der  auf  sich  hält, 
kann  sie  nicht  ver- 
wenden. Also  ist  es  Aufgabe  des  Gagman,  eine  originelle  Wen- 
dung zu  erfinden.  Die  Aufnahme  wird  unterbrochen,  und  die 
,, Einbläser"  haben  Gelegenheit,  sich  die  Köpfe  zu  zerbrechen. 
Nach  anderthalbstündiger  Pause  wird  der  Einfall  des  ersten 
Gagman  als  bester  erklärt.  Der  Golfschläger  trifft  überhaupt 
nicht  den  Kopf,  sondern  einen  Nagel,  der  etwa  zehn  Zentimeter 
darüber  im  Balken  steckt.  Das  hatte  niemand  erwartet,  und  so 
soll  an  die  Aufnahme  der  Szene  gegangen  werden.  Aber  dem 
Gagman  ist  das  noch  nicht  genug,  er  weiß,  daß  Kontraste  am 
allerbesten  wirken  und  die  humoristische  Pointe  vorbereitet 
werden  muß.  Er  verlangt  also,  daß  in  einer  Szene,  die  der  Ver- 
folgung voraufgeht,  gezeigt  wird,  wie  sich  der  Hausbesitzer  oder 
jemand  anders  vergeblich  bemüht,  den  Nagel  richtig  in  die 
Wand  zu  schlagen,  während  er  auf  den  Hieb  mit  dem  Golf- 
schläger ohne  weiteres  in  der  Wand  verschwindet.  Nun  prasseln 
die  Einfälle  der  Gagmen  von  allen  Seiten.  Einer  fordert,  daß  an 
dem  Nagel  ein  Pferd  angebunden  wird  und  mit  dem  Huf  dagegen 
zu  schlagen  hat,  ohne  etwas  zu  erreichen.  Dieser  Einfall  wird 
abgelehnt,  da  er  sich  mit  der  Handlung  nicht  vereinigen  läßt. 
Aber  warum,   fragt   ein  Dritter,   soll  die  hübsche  Nagelgeschichlc. 


Adolphe  Menjou  in  seinem  Heim       Phot.  Paramount 


die  noch  nie  in  einem  Film  gezeigt  wurde,  nicht  bis  zur  letzten 
Konsequenz  ausgenützt  werden?  Es  handelt  sich  um  einen  sehr 
langen  Nagel,  der  durch  den  ganzen  Balken  hindurch  geht  und 
plötzlich  einem  Mann,  der  ahnungslos  im  Hause  an  der  Wand 
schlief,  in  den  Rücken  fährt.  Die  Verlegung  des  Schauplatzes 
durch  den  Nageleffekt  von  der  Straße  in  das  Haus  ist  gut,  denn 
dadurch  wird  der  Raum  der  Handlung  erweitert,  und  das  Bild 
lenkt  einen  Augenblick  von  dem  Komiker  ab,  und  macht  diesen, 
sobald  er  wieder  erscheint,  von  neuem  interessant.  Der  Nagel 
muß  in  dem  Zimmer  einige  Verwirrung  anrichten,  aber  auf  eine 
andere  als  die  vorgeschlagene  Art.  Wieder  langes  Nachdenken 
und  zum  Schluß  die  Kombination  von  zwei  Einfällen.  Der  Nagel 
trifft   das   Schloß   einer  alten   Flinte,   bringt   diese   zur  Entladung, 

worauf  der  Schuß  in 
einen  Bienenstock 
geht,  der  auf  dem 
Boden  untergebracht 
war.  Die  Bienen 
schwärmen  wütend 
aus,  worauf  sämt- 
liche Menschen  nach 
allen  Seiten  die 
Flucht  ergreifen. 

Dieser  Gag  ist  aus- 
gezeichnet, aber  er 
paßt  in  seiner  Pointe 
nicht  zur  Handlung. 
Nun,  das  schadet 
nichts,  in  diesem 
Falle  wird  die  Hand- 
lung eben  geändert 
und  durch  einen 
Gag  wieder  dahin 
gebracht  werden,  wo 
man  sie  haben  will. 
Nicht  immer  er- 
geben sich  die 
,,Gags"  so  einfach. 
Manchmal  schwitzt 
der  gesamte  Auf- 
nahmestab tagelang 
nach  einer  guten 
Pointe,  Am  schwie- 
rigsten ist  es,  den 
Komiker  in  Alltags- 
situationen komisch 
erscheinen  zu  lassen. 
Was  kann  einem 
Menschen  schon  zu- 
stoßen, der  durch 
den  Garten  geht. 
Nun,  er  kann  rück- 
wärts auf  die  Zin- 
ken einer  Harke 
treten  und  sich  da- 
durch den  Hut  vom 
Kopf  schlagen.  Aber 
was  kann  ihm  Komi- 
sches in  den  Weg 
kommen,  wenn  er  in 
ein  Zimmer  tritt.  Je  natürlicher,  je  einfacher  die  Gags  sind, 
desto  stärker  wirken  sie.  Die  alltäglichen  Dinge  müssen  plötz- 
lich ihre  Tücken  bekommen,  bocken  und  den  Komiker  zur  Ver- 
zweiflung bringen. 

In  ,, Ausgerechnet  Wolkenkratzer",  dem  witzigsten  Harold- 
Lloyd-Film,  stand  anfangs  nur  die  Idee  fest,  daß  der  Hauptdar- 
steller an  der  Fassade  eines  Hochhauses  emporklettern  sollte. 
Die  einzelnen»  Erlebnisse,  die  er  bei  seinem  Aufstieg  von  Stock- 
werk zu  Stockwerk  erlebt,  sind  erst  bei  den  Aufnahmen  zu- 
stande gekommen.  Wie  langsam  solche  Großfilme  entstehen, 
die  scheinbar  so  leicht  und  lustig  hingeworfen  sind,  geht  aus  der 
Tatsache  hervor,  daß  an  den  Wolkenkralzerszenen  nahezu  ein 
halbes  Jahr  gearbeitet  wurde.  Bei  einer  improvisierenden  Art 
der  Herstellung  kann  es  natürlich  nicht  ausbleiben,  daß  beim 
Zusammensetzen  des  Filmes  die  lustigsten  Gags  herausgeschnitten 
werden,  weil  sie  nicht  recht  mit  der  Handlung  zu  verschmelzen 
sind.  Es  muß  zwischen  den  einzelnen  humoristischen  Tricks  ein 
Zusammenhang  bestehen,  der  freilich  erst  vom  ,, Cutler",  dem 
Manne,  der  den  Film  schneidet  und  zusammensetzt,  hineingebracht 
wird. 


ms^ss^mf'm^^'^^&i^m^mm^: 


Corinne  Griffith  konnte  in  der  vergangenen  Saison 
einen  großen  Erfolg  als  Lady  Hamilton  für  sich 
buchen.  Nicht  nur  ihre  Schönheit  siegte  in  die- 
sem historischen  Film,  auch  die  Art,  wie  sie  die  leicht- 
sinnige Lady,  die  schließlich  doch  eine  Angelsächsin 
war,  bei  aller  Kühnheit  der  Gebärden  als  Wesen  mit 
gewissem  ,,Cant"  darstellte,  war  viel  mehr  im  Sinne 
der  historischen  Figur,  als  diese  von  Vorgängerinnen 
der  Griffith  erfaßt  worden  war,  Sie  ist  eine  Schau- 
spielerin, die  in  der  Regel  nur  in  zwei,  höchstens  in 
drei  Filmen  vor  die  Zuschauer  tritt,  und  deren  Ar- 
beiten man  deshalb  stets  mit  Spannung  entgegen- 
sieht. Trotz  des  schönen  Erfolges  in  einer  Kostüm- 
rolle, der  von  der  außerordentlichen  Kleidsamkeit  der 
Empiregewänder  unterstrichen  wurde,  hat  sie  sich 
aber    doch    wieder    dem    modernen    Schauspiel    zuge- 


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dem  Scheckbuch  befriedigen  kann,  sondern  recht 
eigentlich  als  die  um  ihr  Glück  ringende  Frau.  Sie 
zeigt  den  Ehrgeiz  der  Amerikanerinnen,  unter  allen 
Umständen  über  die  beschränkten  Verhältnisse  hin- 
aussteigen zu  können.  Sie  beweist  den  zähen  Willen, 
sich  durch  keine  noch  so  widrigen  Umstände  unter- 
kriegen zu  lassen  und  erreicht  zuletzt  doch  ihr  Ziel, 
das  ihr  regelmäßig  erst  nach  hartem  Kampf  in  den 
Schoß  fällt.  Daß  sie  sich  dazu  der  stets  siegreichen 
Waffen  des  Weibes  bedient,  daß  sie  ihre  Schönheit 
ins  Treffen  führt  und  die  Männer  durch  das  Rührende 
ihrer  Erscheinung  zu  bezaubern  weiß,  erhöht  nur  die 
Stimmung  ihrer  Filme.  Ihre  Gegenspielerin  ist  dies- 
mal Kathryn  Carver,  die  Gattin  Menjous,  die  sich  von 
der  besten  Seite  zeigt.  Die  Charakterdarstellerin 
Louise  Fazenda  stellt  wieder  eine  ihrer  kostbaren, 
scharf  gezeichneten  Typen  auf  sehr  eigenwillige  Füße. 


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Corinna  Grillith 


Phoi.  Dejina 


Menjou  in  amerikanischen  Filmen  niemals  als  Ameri- 
kaner herausgestellt  wird.  • —  Corinne  Griffith  ist  da- 
gegen die  elegante  Amerikanerin.  Sie  ist  das  Vor- 
bild für  die  große  Reihe  der  Flappers  und  Stenoys, 
die  über  ihren  Beruf  nicht  den  Traum  vergessen,  die 
Leiter  des  Glücks  bis  zur  höchsten  Stufe  emporsteigen 
zu  dürfen  und  in  einem  Apartment  in  Park  Avenue 
oder  River  Side  Drive  zur  Ruhe  zu  kommen.  Der 
Erfolg  der  Filme  mit  Corinne  Griffith  beruh:  darauf, 
daß  in  ihnen  dieses  moderne  Märchen  lebendig  wird. 
Sie  erscheint  nicht  schon  eingangs  als  die  Dame  der 
Gesellschaft,  die   alle   ihre    Wünsche   und   Launen   mit 


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Lily  Damita  und  ihr  Regisseur  Charles  Brabin  lassen  sich   vom   Kameramann  Merrif   Gerstadt   einen   photographischen  Trick  erklären,  der 
in  dem  viersprachigen  Tonfilm  „Die  Brücke  von  San  Louis  Rey"  zur  Anwendung  kommt  Phot.  M.O.M. 

nmne  Ospcfilcfden  ^on  gioysmJmkn 


Rudolf  Schildkraut  hält,  was  man  aus  seinen  Filmen  nicht 
ersehen  kann,  im  Zivilleben  außerordentlich  auf  korrekte 
Kleidung,  So  hatte  er  sich  zu  einem  Gartenfest  bei  Laemmle 
eine  neue  Hose  bestellt,  die  ein  in  Los  Angeles  ansässiger  Wiener 
Schneider  in  Auftrag  bekam.  Dieser  Schneider  ist  ein  vorzüg- 
licher, aber  vollkommen  saumseliger  Arbeiter,  der  sich  nicht  an 
verabredete  Termine  hält.  Schildkraut,  der  noch  nie  hatte  bei 
ihm  arbeiten  lassen,  mußte  die  Erfahrung  machen,  daß  auch  er 
von  dem  Schneider  im  Stich  gelassen  wurde,  worauf  ihm  nichts 
weiter  übrig  blieb,  als  mit  einem  bereits  getragenen  Beinkleid 
auf  dem  Fest  zu  erscheinen.  Natürlich  war  er  ärgerlich,  aber 
er  wurde  nachgerade  wütend,  als  der  Schneider  zwei  Tage  darauf 
im  Auto  vor  Schildkrauts  Bungalow  vorfuhr  und  lächelnd  die 
Hose  vorwies.  Auf  Schildkrauts  energischem  Rüffel  antwortete 
er  nur,  daß  schließlich  ein  Sonntag  dazwischen  gelegen  habe. 

„Es  ist  unglaublich",  rief  Schildkraut  erzürnt,  „in  sieben  Tagen 
ist  die  Welt  erschaffen  worden,  und  Sie  bringen  nicht  einmal 
eine   Hose   in   der  Zeit   fertig!" 

„Herr  Schildkraut",  antwortete  der  Schneider  gekränkt,  ,, sehen 
Sie  sich  die  Welt  an  —  und  dann  sehen  Sie  sich  diese  Hose  an!  ' 

Von  einer  begeisterten  Verehrerin  erhielt  Harold  Lloyd  nach 
dem  überwältigenden  Erfolg  von  ,,Girl  Shy"  ein  Tafclservice 
für  achtundvierzig  Personen.  Der  große  Komiker  war  sehr  er- 
freut   darüber,    aber    weil    er    ein    ebenso    großer    Mensch    als 


Künstler  ist,  schrieb  er  an  die  Spenderin  folgenden  Brief; 
, .Gnädige  Frau!  Ihre  Anerkennung  rührt  mich  tief  und  ich  danke 
Ihnen  von  ganzem  Herzen.  Aber  sagen  Sie  offen,  was  soll  ich 
mit  einem  Service  für  achtundvierzig  Personen!  Meine  Frau 
und  ich  speisen  am  liebsten  im  Garten,  wie  wir  auch  die  ein- 
fachen Gerichte  dem  komplizierten  vorziehen.  Wir  brauchen 
jeder  am  Tage  höchstens  drei  Teller,  die  wir  abwaschen  lassen, 
damit  sie  am  nächsten  Tage  wieder  zu  verwenden  sind.  Mein 
Film,  der  Ihnen  so  gefallen  hat,  ist  schließlich  nur  mit  Hilfe 
meiner  ständigen  Mitarbeiter  zu  jener  Arbeit  geworden,  die  Sie 
bewunderten.  Sie  werden  mir  daher  erlauben,  daß  ich  das  Ser- 
vice in  acht  Teile  zerlege  und  sieben  meiner  hauptsächlichsten 
Mitarbeiter  ebenfalls  bedenke.  Es  haben  dann  mehr  Menschen 
etwas  von  Ihrer  Liebenswürdigkeit,  und  der  Diener  nimmt  sich 
mehr  in  acht,  wenn  er  nur  sechs  statt  achtundvierzig  Teller  im 
Schrank    sieht." 

-K 

Mac  Murray  erhielt,  nachdem  sie  zwei  Jahre  nicht  filmte,  in 
einem  ,,Talkie"  eine  Rolle,  in  der  sie  zu  singen  und  zu  spielen 
hat.  Die  Prevost,  ihre  intimste  Feindin,  trifft  sie  bei  ,, Henrys" 
und   sagt: 

„Sie  spielen  jetzt  in  einer  Tonfilmrevue?  Haben  Sie  eine  gute 
Rolle?" 

„Ich  stelle  die  Unschuld  dar",  antwortet  die  Murray. 

Darauf  die   Prevost:     „Aha!   also   eine   Kostümrolle!" 


ßr    S 

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UND  SEHR  VIEL 


Sdiiriiidel 


Givi.Lu^ti0erAbei4.teu.errovna.K. 


VON    LUDWIGvoN  WOHL 


20.  Forlfftzims 

Eine  Viertelstunde  später  kam  es  Mr.  Roy  Burroughs  aus  Bal- 
timore und  seinen  Freunden  gar  nicht  mehr  verblüffend  vor,  statt 
einer  Spielhölle  oder  eines  Luxusrestaurants  mit  Bar  und  Jazz- 
bond eine  etwas  verräucherte  Villa  ä  la  Iure  vorgefunden  zu 
haben,  und  da  Old  England  an  Barbaresken-Staaten  und  ihre 
Repräsentanten  nicht  europäischen  Maßstab  legt  und  dement- 
sprechend auch  keine  solchen  gesellschaftlichen  Hemmungen  kennt, 
so  setzten  sich  Mr.  Mills,  Fred  Archer  und  der  kleine  Bobby 
Huddelstonc  zur  Fortset- 
zung der  letzten  Bridge- 
partie nachmittags  auf  der 
„Uncle  Sam"  zusammen. 
Lieber  Gott,  ob  man  in 
dem  kleinen  Salon  der 
Jacht  spielte  oder  in  die- 
sem komischen  Zimmer  mit 
Koransprüchen  — ! 

Mrs.  Bycicle  aus  Newr 
York,  von  der  es  hieß,  daß 
sie  sogar  noch  mehr  Tau- 
senddollarnoten als  Som- 
mersprossen hätte,  sauste 
mit  Miß  Waterman  und 
Mrs.  Doubleday,  das  Lor- 
gnon vor  den  Augen,  durch 
alle  Räume,  genau  so,  wie 
sie  es  im  Louvre,  im  Briti- 
schen Museum  und  im  Do- 
genpalast gemacht  hätte. 

Sie  sahen  alles,  begriffen 
nichts  und  erfüllten  damit 
aufs  beste  die  selbstgestellte 
Aufgabe  der  amerikani- 
schen   Touristinnen. 

Die  vierundzwanzig  Gäste 
aus  Europa  und  Amerika 
erfüllten  das  Bucn  Retiro 
Schükri-Paschas  mit  dem 
Gesumm  von  ebensoviel 
Bienenschwärmen. 

Eine  Stunde  später  ka- 
men noch  die  Geister  des 
Malvasicrs  und  des  Irroy 
dazu. 

Stuart  Bopkinson  hielt  es 
nicht  für  nötig,  den  Wirt 
um  Erlaubnis  zu  fragen  — 
er  ließ  einfach  die  Jazz- 
band von  Bord  heraufkoni- 
men,  und  ein  Hexensabbat 
wohldressiertcr  Synkopen 
ergoß       sich       durch       die 

Räume,  alles  Rätselhafte,  Geheimnisvolle  und  Unheimliche  in  fröh- 
licher  Beschwingtheit    fortschwemmend. 

Man  tanzte,   lachte,   trank  und   ließ  es  Abend  werden. 

Er  ist  bald  reif,  dachte  Dorrit,  die  den  Pascha  beim  Trinken 
beobachtet    hatte. 

Die   Chancen  standen  gut. 

Wenn  sie  —  so  etwa  in  fünf  Minuten  —  an  die  Ausführung 
ihrer  Idee  ging,  das  heißt,  an  die  Ausführung  des  Endeffektes  — 

Es  war  zehn  zu  eins  zu  wetten,   daß  es  klappte. 

Man  rief  ,, Silentium"  und  verkündete  laut,  man  dürfe  es  den 
Gästen  nicht  vorenthalten,  was  für  ein  wunderbarer  und  edler 
Gentleman  Exzellenz  Schükri-Pascha  sei.  Er  habe  sie,  Dorrit 
Brink,  vor  Räubern  gerettet,  denen  er  das  ihr  gestohlene  Geld, 
fast  fünfzigtausend  Pfund,  abgenommen  habe  —  und  er  habe, 
da  die  Wege  im  Lande  für  den  Transport  einer  solchen  Summe 
viel  zu  unsicher  wären,  sich  erlaubt,  das  nächste  Schiff  per  Radio 


Heinrich  George  und  Betty  Amann  in  dem  Ufa-Film  „Der  Sträfling  aus  Stambul' 

P/tot.  Ufa 


hineildruck  verboten 

herbeizurufen.  Sozusagen  als  Gegenleistung  dafür,  daß  es  sie 
und  den  Gentleman  aus  Deutschland  in  den  nächsten  sicheren 
Hafen  brächte,  hätte  er  die  Passagiere  als  hochwillkommene 
Gäste  zu  sich  eingeladen,  und  jetzt  würde  er  ihr  die  zu  treuen 
Händen  aufbewahrte  Summe  übergeben,  und  dann  würden  sie 
alle  miteinander  Abschied  nehmen  im  Gefühl  der  Hochachtung 
vor  türkischer   Gastfreundschaft   und   Fairneß. 

Wenn     der     Pascha     zögerte,     bedurfte     es    nur    eines    kurzen 

Hinweises  auf  das  gute 
Dutzend  europäischer  Her- 
ren —  und  wenn  es  auch 
ziemlich  mürbe  aussehende 
Jammergestalten  waren  — , 
der  Pascha  würde  sich  hü- 
ten, irgend  etwas  zu  unter- 
nehmen, was  für  ihn  schließ- 
lich nur  schlecht  enden 
könnte. 

Sie  sorgte  dafür,   daß  eine 
neue  Batterie  Flaschen  her- 
untergebracht   wurde,    und 
ging  dann  auf  die  Ecke  zu, 
in  der   sie   den  Pascha  zu- 
letzt  gesehen   hatte. 
Er  war  nicht  mehr  da. 
Sic    begann,    die    Räume 
der  Reihe  nach  abzusuchen. 
Sie   fand  Mr.   Chesterton 
aus  Louisiana  in  innigerUm- 
armung    mit    Miß    Philipps, 
London  E.  C. 

Sie     fand    Achmed,     der 
eine   Flascjie    Irroy   an   die 
dicken    Lippen    setzte. 
Der  Pascha  war  nicht  da. 
Aber  er  mußte  her! 
Die  Tür  zum  ,, Radiozim- 
mer",   seinem    eigentlichen 
Arbeitszimmer,      war      ge- 
schlossen. 

Sie  klopfte  und  trat  ein. 
„Exzellenz!" 

Er  hob  langsam  den  mas- 
sigen Kopf.  Blaurot  vom 
Wein  waren  die  zahlrei- 
chen Adern  und  Äderchen, 
die  über  sein  Gesicht  liefen. 
Er  sah  sie,  stand  auf  und 
lächelte. 

,, Exzellenz!      Ihre    Gäste 
erwarten   Sie." 
Er  ging,  noch  immer  lächelnd,  gehorsam  zur  Tür  und  —  schloß 
sie.      Drehte    blitzschnell    den    Schlüssel    um    und    steckte    ihn    in 
die  Rocktasche. 

,,Ich  habe  gerade  an  Sie  gedacht",  sagte  er  mit  nicht  ganz 
sicherer  Stimme,  und  Dorrit  sah,  daß  das  Weiße  seiner  Augen 
blutigrot   gesprenkelt   war. 

Ehe  sie  es  verhindern  konnte,  ergriff  er  ihr  Handgelenk  und 
riß  sie  zu  sich  heran. 

,,K  —  kann  nicht  noch  länger  warten  — ",  sagte  er  fast  lallend 
und  hatte  plötzlich  gar  keine,  aber  auch  gar  keine  Spur  von 
Zivilisation  im  Ausdruck. 

Sein  Gesicht  war  tiefrot  und  auf  eine  widerwärtige  Weise 
nackt. 

Dorrit  kämpfte  gegen  seinen  Griff  —  sie  wußte  nicht,  ob  sie 
schreien  sollte  —  aber  als  er  auch  mit  der  andern  Hand  zupackle, 
schrie  sie  doch. 


Er  sagte  lachend  etwas  in  einer  Sprache,  die  sie  nicht  ver- 
stand—  dann  dämmerte  es  ihm,  und  er  sprach  Französisch  weiter. 

,, Zuviel  Teppich  —  Wände,  Fußboden  —  niemand  hört 
etwas." 

Sein  Französisch  war  plötzlich  fast  gebrochen  —  er  schien  von 
allem  Europäischen  weit  abgerückt,  kaum  daß  die  gellende  Musik 
der  Saxophone  draußen  zu  hören  war. 

Einen  Augenblick  hatte  sie  das  Gefühl,  der  Boden  unter  ihren 
Füßen  gäbe  nach  —  aber  sie  riß  sich  7usammen. 

Sie  erkannte,  daß  sich  in  ihm  Wein,  Enttäuschung  und  Wut 
zu  einer  einzigen  aggressiven  Trunkenheit  vereinigt  hatten.  Sie 
wußte  —  es  gab  nur  eine  Möglichkeit:  mitzumachen,  den  Irren- 
wärter zu  spielen  —  bis  man  den  Schlüssel  hatte. 

Sie  begann  plötzlich  zu   lachen. 

Er  hielt   noch   immer  ihr   Handgelenk  —   jetzt   ließ  .er  sie   los. 

Sie  war  mit  zwei  Schritten  am  Schreibtisch,  auf  dem  zwei 
Flaschen    Champagner   und    ein    schwerer   Slibowitzkrug   standen. 

Sie  schenkte  ein  —  beide   Gläser. 

„Wir  wollen  trinken,  Exzellenz  —  erst   trinken!" 

,,Erst  trinken",  wiederholte  er  mit  dem  kleinen,  fetten  Ge- 
lächter, das  sie  immer  verabscheut  hatte.  ,,Erst,  ja  erst.  Erst 
trinken," 

Er  leerte  das  Glas  auf  einen  Zug,  und  sie  schenkte  sofort 
wieder  ein. 

„Sie  müssen  auch  Irinken!"  befahl  er  plötzlich  mißtrauisch, 
„Schneller,   schneller!" 

Wenn   das  so  weitergeht   — !   dachte   sie   angstvoll. 

Der  Pascha  hatte  plötzlich  Gefallen  am  Wettrinken  bekommen. 
Er  ließ  sich  immer  wieder  einschenken,  und  wenn  es  ihr  auch 
häufig  gelang,  die  Hälfte  statt  in  ihr  Glas  ins  Zimmer  zu  gießen, 
so  begann  sie  doch  ebenfalls  Wirkung  zu  spüren,  die  durch  ihre 
rasende  Aufregung  noch   verstärkt    wurde. 

Er  warf  sein  Champagnerglas  splitternd  an  die  Wand  und 
wollte  auf   sie  zugehen, 

Sie  lachte   laut  auf, 

,, Jetzt  müssen  Sie  aus  diesem  Glas  trinken,  Exzellenz!"  rief 
sie  und  riß  den  großen  Silberkrug  von  prachtvoller  bosnischer 
Arbeit  hoch,  der  bisher  sinnlos  und  leer  auf  dem  Schreibtisch 
gestanden  hatte.  Sie  goß  Champagner  hinein  und,  dem  Türken 
blitzschnell  den  Rücken  drehend,  die  Hälfte  aus  dem  Slibowitz- 
krug  dazu. 

Uralter  Pflaumenschnaps  und  Champagner  —  es  war  eine 
Mischung,   um   einen   Ochsen   zu   fällen. 

Der  Pascha  stand  mit  unsicher  knickenden  Knien,  Er  sah 
nur  noch  durch  einen  Schleier  die  Frau,  die  er  begehrte  —  ein 
schlankes,  helles  Figürchcn  —  zwischen  ihnen  stand  noch  ein 
Etwas  —  ein  störendes  Etwas  —  er  wollte  es  beiseiteschlagen, 
aber  ihm  fiel  ein,  daß  er  trinken  mußt^c  —  erst  trinken  — 
dann  —  — 

Er  nahm  den  Krug  und  trank,  während  seine  Au'gen  nicht 
von  ihr  wegsahen,  —  Sechs,  sieben  Schlucke  —  dann  ließ  er 
den  Krug  fallen  —  ein  schäumender  Strom  ergoß  sich  über  den 
Teppich  —  er  machte  noch  zwei  Schritte  auf  sie  zu  —  geriet 
ins   Taumeln  —   hielt   sich  am  Tisch  lest, 

Sie  half  ihm  in  den  Sessel  —  er  hatte  die  Hand  sofort  an 
der  Rocktasche  —  es  war  unmöglich,  den  Schlüssel  heraus- 
zubekommen. 

Ratlos  stand  sie  da  und  fühlte,  wie  das  Zimmer  begann,  sich 
langsam  zu  drehen,  dabei  ansteigend  und  sich  auf  die  Seite 
legend  wie  ein  Ozeandampfer  in  der  Dünung. 

Die  wilden  Arabesken  der  Teppiche  an  den  Wänden  spritzten 
in  tollen  Mustern  hüpfend  und  krabbelnd  durcheinander  — 
wurden  zu  farbenglühenden  Irrlichtern,  glitten  wie  ein  Kometen- 
schweif, 

Sie  machte  wilde  Anstrengungen,  aber  es  gelang  ihr  nicht, 
das    Gleichgewicht    wiederzubekommen   —    sie    taumelte    auf    den 

Pascha  zu  —  die  Rock Rocktasche  —  in  der  der  Seh  — 

—  Schlüssel  — 

Es  gelang  ihr,  den  Schlüssel  zu   fassen,  aber  der  Pascha  halte 

sie  kommen  sehen.    Er  griff  zu,  umschloß  mit  beiden  Händen  ihre 

Hand,    die    das    kleine    rettende    Stückchen    Eisen    umklammerte. 

Er  grinste. 

„Hab'   —   ich   —    gc'dachl.    Hab'    ich    gewußt   —   aber  —   irren 

sich    —    das    ist    nicht    Schlüssel    zum    Geld    —    hahaha    zum 

Geld   —   das    liegt    woanders   —   woanders." 
Sie  rang  gegen  seinen  Griff. 

„Gewußt  —  seit  die  —  die  Menschen  plötzlich  kamen",  sagte 
er.    „Sehr  kluge  —  kluge  kleine  Kröte  —  aber  das  ist  nicht  der 


Schlüssel  —  zum  Geld  —  das  Geld  ist  nicht  —  da  —  nicht 
hier  —  Geld  ist  in  meinem  Zimmer,  meinem  Zimmer  —  Abdul 
Hamid  —  der  große  Abdul  Hamid  —  der  weiß  —  der  darf 
wissen  —  alles  wissen  —  hahaha  —  kluge  kleine  Kröte  —  alles 
wissen  —  —  betrügen  wollen  —  betrügen  wollen  —  — " 

Das  Wort  ließ  ihn  nicht  mehr  los.  Es  peinigte  ihn,  quälte 
ihn,  steigerte  ihn  in  eine  plötzliche  furchtbare  Wut  hinein.  —  Er 
fuhr  aus  dem  Sessel  empor,  Dorrit  mit  sich  fortreißend,  daß  sie 
stolperte  und  auf  ein  Knie  fiel, 

,, Betrügen  wollen!"  brüllte  er  und  griff  hinter  sich  nach  dem 
nächsten  Gegenstand. 

Es  war  die  bronzene  Lampe,  und  er  hob  sie  hoch. 

Dabei  hatte  er  Dorrits  Hand  losgelassen, 

Sie  raste  zur  Tür  —  den  Schlüssel  hineingesteckt  —  umge- 
dreht —  wieder  herausgezogen  —  die  Tür  flog  auf  —  die 
bronzene  Lampe  krachte  drinnen  gegen  das  Holz. 

Sie  schloß  von  außen  ab  und  lehnte  sich  schwer  gegen  die 
Mauer. 

Ein  Negerjunge  in  weißem  Kaftan  machte  eilig,  daß  er  aus 
ihrem  Bereich  kam.  Er  sah  sich  ein  paarmal  vorsichtig  nach 
ihr  um,  aber  sie  beachtete  ihn  gar  nicht. 

Nichts  drehte  sich  mehr  —  nichts  rollte  mehr  auf  die  Seite 
und  stieg  an.  Ruhig  und  selbstverständlich  lagen  die  Teppiche, 
standen  die  Möbel. 

Der  Schreck  hatte  sie  völlig  ernüchtert.  Mit  zitternden  Beinen 
ging  sie  langsam  in  die  Richtung,  aus  der  unbekümmert  und 
sorglos   die   Saxophonmusik  erscholl. 

Der  Negerjunge  im  weißen  Kaftan  huschte  die  Treppe  zum 
Schlafzimmer  des   Paschas  empor. 

Der  Pascha  war  nach  seinem  Wutausbruch  in  den  nächsten 
Sessel  gesunken.  Er  schlief  und  atmete  schwer  mit  weit  geöff- 
netem Mund. 

Aus  dem  Trichter  des  Lautsprechers  kam  plötzlich  die  Stimme 
des  Herrn  Professors  Mouchard  von  der  Ecole  des  Sciences 
politiques.  Er  sprach  über  das  Lombardgeschäft  und  den  bar- 
geldlosen Verkehr, 

Mit  zusammengepreßten  -Lippen  hörte  Robby  Dorrits  Ge- 
schichte. 

,,Man  sollte  ihm  den  Schädel  einschlagen",  sagte   er. 

,,Mein  Gott,  er  war  vollständig  betrunken!" 

,,Was  macht  er   jetzt?" 

„Ich   habe  ihn  in  seinem   Zimmer  eingeschlossen." 

„Wo  hat   er  gesagt,   ist  das  Geld?" 

„In  —  in  — "  Sie  fuhr  sich  leicht  mit  der  Hand  über  die 
Stirn, 

„Er  hat  es  gesagt",  murmelte  sie  in  heftigem  Nachdenken. 
„Ich  weiß  ganz  bestimmt,  daß  er  es  gesagt  hat  —  aber  wo 
—  wo  — " 

Er  wartete  ungeduldig, 

Sie  machte   ganz   verängstigte  Augen. 

„Aber  das  ist  ja  furchtbar",  sa^te  sie  endlich.  „Ich  habe  es 
vollkommen  vergessen.  Ich  habe  mit  ihm  trinken  müssen  — 
ach  Gott  —  ich  war  selbst  —  ganz  —  alles  hat  sich  gedreht,  als 
er   mir   gesagt   hat   — " 

Sie    brach    plötzlich    in    fassungsloses    Schluchzen    aus. 

,, Alles  umsonst!"  brachte  sie  hervor.  ,,Und  ich  habe  mir  docli 
solche    Mühe    gegeben!" 

,,Aber  Kind,  wer  wird  denn  weinen!  Sie  haben  sich  bis  jetzt 
so    fabelhaft    gehalten!" 

,,Aber  ich  habe  ganz  vergessen,  wo  es  liegt  —  es  ist  wie 
vcrlicxt." 

,,Das  werden  wir  gleich  haben",  sagte  er.  „Hier  —  trin- 
ken   Sic!" 

Er   hielt    ihr  ein   Glas   Champagner   hin. 

Sie  sah  ihn  verstört  an. 

,,Was  —   ich   soll  — " 

Er  zuckte  die  Achseln. 

„Tut  mir  furchtbar  leid,  aber  es  hilft  nichts.  —  Sie  müssen 
sich  jetzt  einen  kleinen  Schwips  antrinken,  ungefähr  in  derselben 
Größe,  wie  Sie  ihn  vor  einer  Viertelstunde  halten,  bis  Sie  durch 
den  Schreck  so  plötzlich  nüchtern  wurden  —  trinken  Sie,  Kind!" 

Sie  zögerte. 

„Ich   übernehme    jetzt   das   Kommando ",    sagte   er  energisch. 

„Aber  — " 

„Kein  aber  —  vorwärts,   vorwärts!" 

Sie  trank.  —  Er  goß  ihr  das  Glas  wieder  voll. 
Schluß  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreichten 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    ,,F  i  Im -M  a  i«  a  z  i  n".    Berlin    SW  68.    ZimmerstraOe    35 — 41 
Scherlverlag.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Hriefe  werden  iiielit  be.-intwnrtet.  liei  M.inu- 
.»■kriiit.iiifjeleKenliciten  l>itli'ii  wir  lultfeiiiles  zu  be.-uhteii:  .)ed<'r  Aufr.ifje  i>t 
l{iick[i<irl()  bciziil'iijfeii.  .Icile  ICiiiseiuluM}!  eines  -M.inn.-kripts  zur  l'riifuuK 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  L'nifange  von  2 — :<  Selireihniasehinenseiteii 
«iiid  zur  Kin.-emluiitc  an  tlie  Fihuiniiuslrie.  Itesisseurc  ns-.v.  geeiKuet.  Kiir 
Verlust  der  einsesjuidteM  .M.inuskripte  kann  keine  Verantwortuu;;  über- 
nommen werden,  uImi  soll  der  Verf.-isser  nur  DurelisehläKC  seuüi-n,  von 
baudjjeseliriebenen   ><endungen   (leserlieli)    eine   Absebrlft   zurückbehalten. 

* 

Baby  E..  Berlin:  Sie  sind  ja  fabelli.it't  orientiert  über  Lewis 
Stone!  Außer  in  den  j;:en.iiinlen  Filmen  spielte  der  Ktiusller  noeli  in  dem 
l'niversnl-Film   ..I>ie   Hölle    der   Heimatlosen". 

1'  a  u  1  a  W.,  Düsseldorf: 
Creta  (iarbo  spielte  liis  jetzt  in 
folKendeu  Filmen:  ..(iösta  Ber- 
lins'',  ,.I>ie  freudlose  Uasse", 
,,Es  war",  ...Vnuu  Karenin.-r', 
..Totentanz  der  IJebc",  „Das  gött- 
liehe  Weib",  ,, Krieg  im  Dunkel', 
llire  niiebsten  Filme  sind:  ,, Wilde 
Orchideen",  .,A  woman  of  af- 
fairs  •  und  ,, Eifersucht".  —  Anua 
May  Won:?  spielte  u.  a.  in  fol- 
genden Filmen:  ..Lotosblume" 
(Madame  Butterfly).  ..Der  Dieb 
von  Bagdad ',  ,. Pflicht  und 
Liebe",  „Xachtwelt "  (Piccadilly), 
..Schmutziges  Geld"  (Song), 
..Grolistadtschmetterling".  Die 
niichsteu  Anna  May  Wong-Filnic 
heißen:  ..Symphonie  der  Liebe" 
und  „Der  Weg  der  Schande''. 
Beide  werilen  wieder  von  der 
Richard  Eichberg-Filmgesellschaft 
hergestellt. 

F  i  I  m  r  a  t  t  e  ans  Codes- 
b  e  r  g  :  In  dem  Meinert-Fihn 
..Die  letzte  Schlacht  des  Kapitän 
Frank"  spielte  Xina  Vanna  die 
Hauptrolle.  —  Jawohl,  Carl  de 
Vogt  ist  auch  Sänger.  —  Ivan 
l'etrovich  hat  seinen  Film  ..Der 
Günstling  von  .Schönbruun"  be- 
endet. Drei  weitere  I'etrovich- 
Greenb:ium-Filme  sind  in  .\us- 
sicht  genommen.  Mit  den  Vor- 
arbeiten  ist    begonnen. 

„W  a  g  e  m  u  t",  Berlin: 

Emil  Jannings  und  Joseph  von 
Steniberg  erreichen  Sie  durch 
die  Ufa,  Berlin  SW  68,  -Koch- 
straße 6 — 8.  Jannings  wird  unter 
Sternbergs  Ifegie  einen  Film 
von  l':irl  Zuckmayer  spielen.  Mit 
den  Aufn.'dimen  ist  aber  noch 
nicht    beginnen    worden. 

Eine  U  o  n  n 1 d  C  o  I  m  a  n - 
Verehrerin:  Hon.ild  C'olman 
ist  durch  .Samuel  Goldwyn.  iilU 
Santa  Mouica  Boulevard,"  Holly- 
wood, Kalifornien,  L'.S.A..  zu  er- 
reichen. Er  gibt  Autogr.imme. 
Sic  können  deutsch  :in  ihn 
schreiben.  Colman  ist  von  der 
Schauspielerin  Thelma  Roye  ge- 
schieden, l'nseres  Wissens  hat 
er  keine  Kinder.  Wann  der 
Künstler  cinnuil  nach  Dcutscli- 
l:»nd  kommt,  können  wir  Ihnen 
leider  nicht  sagen.  —  Sie  dürfen 
Fragen  stellen,  sooft  Sie  Lust 
haben!  „Lästig"  sind  Sie 
uns  damit  ganz  und  g.ir 
nicht. 

Kurt  P..  München:  Ein  Monalsabonnement  auf  das  ,, Film- 
Magazin"  kostet  1,75  M.  —  Maria  Mindzenti  wohnt  Berlin  W  15.  Duisbur- 
ger Straße  17,  wurde  am  16.  August  in  Wien  geboren  und  ist  mit  Jack 
Mylong-Münz  verhcjnitet.  Ein  neuer  Film  mit  ihr  ist  noch  nicht  ange- 
kündigt. 

F  i  1  m  -  L  i  e  b  h  a  b  e  r  Kurt  X.  aus  Leipzig:  Evelyn  Holt  ist 
ledig.  Dir  neuester  Film  beißt  ..Mädchen  .'im  Kreuz".  Er  wurde  kürz- 
lich im  Tit.inia-l';ilast  in  Berlin  uraufgeführt.  —  Lien  Deyers'  neuester 
Film  (am  .1.  Sepiemlier  im  rf.i-Pavillon  erstaufgeführt)  heißt  ,.leh  lebe 
lür   dich!"   mit    Wilhelm   Dieterb?   in   der   männlichen   Hauptrolle. 

Horst  .V.,  Köln:  Henny  Porten  wohnt  Berlin-Dahlem.  Parkstr. 
Xr.  71.  und  gibt  Autogramme.  Die  Künstlerin  wurde  am  7.  J.inu.ir  in 
M.igdcburg  gehören  und  ist  mit  Dr.  von  K.iuffmann.  dem  Direktor  ihrer 
Firm.i.  verheiratet.  Asia  Xielseu  bat  ihre  Wohnung  in  Berlin  W.  Kriisi>r- 
.•illee  2li:i.  Sil'  ist  Dänin,  :im  11.  September  in  Kopenb.igen  geboren  und 
mit  dem  russischen  Scb.iuspieler  (iregori  Climara  verheiratet.  Auch  sie 
gibt  .\ulogramme.  Wann  Asta  Xielsen  wieder  filmt,  wissen  wir  leiiler 
Uli  bt.  Das  hängt  ganz  von  den  Manuskripten  ab.  die  man  für  sie  schrei- 
ben   bissen    uuißte. 

Fred  P.,  Berlin:  Evi  Eva  wohnt  Berlin-Wilmersdorf.  Badensclie 
Straße  1.1.  hat  am  .".0.  Dezember  Geburlstag  iiiiil  ist  mit  dem  Ililtmeister 
von  tippen  verheiratet.  Sie  gibt  Autogramme,  hat  ein  Kind.  Xein,  bei 
der  Sprechbühnc  ist  sie  nicht. 


H  a  r  r  y  P  i  e  1  -  S  c  b  w  ä  r  m  e  r  .  B  r  e  s  1  a  u  :  Harry  Piel  ist  um- 
gezogen und  wobiit  jelzl  Hi'rlin-Ch.irlottcnburg.  K.iisenl.imm  77.  Piel 
wurde  .im  1-'.  Juli  in  DüsseMorf  geboren,  ist  mit  Dary  Holm  verheiratet 
und  gibt  Aiitograinme.  Der  Künstler  dürfte  zwanzig  Jahre  beim  Film 
sein.  Er  arbeitet  augenblicklich  :iii  dem  D.  L.  S.-Film  „Sein  bester 
Freund". 

K  .•!  in  o  n  X  o  v  .'1  r  r  o  -  V  e  r  e  Ii  r  e  r  i  n  ,  Aachen:  Kamon  Xovarro 
ist  durch  die  Metro-Goldwyii-.M.-iycr-Studios.  (.'ulver-City,  Kalifornien, 
U.S..V..  erreichbar.  Er  wurde  am  6.  Februar  in  Diiraiigo  (Mexiko)  ge- 
boren. Seine  Eltern  sind  Spanier.  Xov.irro  wurde  im  Jahre  üIl'I,  durch 
den  Kegisseur  Re.\  Iiigram  zum  Film  gebracht.  Sein  Filnuleluit  war 
..Om.ir  Kh:iyyam'".  Kamon  Xövarro  ist  ledig,  gibt  Autograiiinie  und  trägt 
einen    Künstlernamen.      Er    heißt    in   Wirklichkeit    Samoniegos. 

Brigitte  Helm  -  Ver- 
ehrerin. Berlin:  Brigitte 
Helm  w  iirile  am  17.  März  in  Ber- 
lin geboren.  Sie  giht  Auto- 
gramiue.  ist  mit  Richard  Weiß- 
baeb  verheiratet  und  hat  keine 
Kinder.  Jbr  nächster  Film  lieiUt 
...Sklaven  der  Leidenschaft".  — 
Greta  (i.-irbo  ist  durch  die  M<'tro- 
Goldwyn-Mayer-Stiidios.  Ciilvcr- 
City,  Kalifornien.  L'.S.A.,  zu  er- 
reichen. Die  Künstlerin  wurde 
am  17.  April  ia  Göteborg, 
Schweden,  geboren.  Sie  ist  un- 
verheiratet. Greta  Garbo  gibt 
Autogramme.  Hir  richtiger  Name 
ist   Greta   Gustavson. 

X  u  r  51  .a  d  y  Christians- 
Verehrer:  Mady  Christians 
ist  10 — 12  Jahre  beim  Film.  Sie 
ist  ungefähr  so  alt,  wie  Sie  ge- 
schätzt haben.  Ihre  Grüße  sind 
ausgerichtet  worden.  Mady  Chri- 
stians kann  auch  im  Lebeu  so 
heiter  und  voll  Humor  sein  wie 
in  ihren  Filmen.  Selbstverständ- 
lich, sie  besitzt  auch  ein  Auto. 
Die  Mutter  der  Künstlerin  lebt 
unseres     Wissens     noch. 

Hans  W.  aus  Wie  s- 
baden:  Lilian  Harvey  ist  noch 
etwas  jünger,  als  Sie  geschätzt 
haben.  —  .Vm  besten  wenden 
Sie  sich  unter  Beilage  von  Bild- 
kartc  und  Rückporto  direkt  an 
die    Künstlerin. 

G  r  e  t  e  1  aus  Hamburg: 
Oskar  Marion  ist  von  der  Gräfin 
Arnim  geschieden.  Olga  Tschc- 
cliowa  und  Xenia  Desni  waren 
mit  Russen,  Eiizza  la  Porta  un- 
tres Wissens  mit  einem  Ru- 
mänen verheiratet.  Die  Künstle- 
rin ist  schon  lange  nicht  mehr 
mit  Gustav  Fröhlich  verlobt.  Lily 
Damiia,  Vera  Schmiterlüw  und 
Lya  de  Putti  sind  ledig. 

Greta  Garbo-Verehre- 
r  i  n  aus  H  a  1  e  n  s  e  e  :  Greta 
(iahors  richtiger  Xamc  ist  Greta 
(iustavsou.  Die  Ivünsllerin  ist 
Schwedin,  in  Göteborg  geboren 
und  ledig.  Hire  nächsten  Filme 
heißen  „Wilde  Orchideen",  ,,A 
woman  of  affairs"  und  „Eifer- 
sucht". 

Bernhard   B.,    Breslau: 

In      dem      Florence      Vidor-Film 

,,Hir    großer    Flirf"     spielte     die 

kürzlieh      verstorbene      Marietta 

Miliner    nicht    mit. 

Otto     G  e  h  ii  h  r  -  F  r  e  u  n  d  i  n     aus     München:      Otto     Gebühr 

wird    auch    w  iedcr   filmen.      Er   wohnt    Berlin    W  57,   Kurfürstenstraße    11», 

wurde   am   19.   .Mai   in   Kettwig  an  der  Ruhr   geboren,   kam   1919   zum   Film 

und    ist   geschieden.     .Sie  haben   recht,   er   hat   eine   Tochter,   die   Hildegard 

heißt,    und    Gcbiihrs    Bruder    ist    .siiidienrat.    —    Jack    Trevor    und    Henry 

Stuart   sind   Engländer,   Iw;in   Mosjiikin   ist  Russe. 

R  o  d  1  a  R  o  ((  u  e  -  V  e  r  e  h  r  e  r  :  Rod  la  Roque  wurde  am  29.  Xo- 
vember  in  (hikago  geboren.  Er  ist  mit  Vilma  Banky  verheiratet.  Di 
dem  Film  ..Auferstehung'-  war  Dolores  dcl  Rio  seine  Partnerin.  —  Monte 
Blue  ist  durch  die  Warner  Brolhcrs-Siudios,  5842,  Sunset  Boulevard, 
Hollywood.    Kalifornien.   l'.S..V..   zu   erreichen. 

I>  i  s  a  P..  F  r  a  n  k  f  u  r  I  I  .M  .-i  i  n  :  Lilian  Harvey  wohnt  Berlin- 
Westend,  Ahornallee  Ifi  17.  Willy  Fritsch  Berlin  W.  Kaiserdamm  95.  Gustav 
Fröhlich  Berlin-Steglitz.  Orli'.iiissiraße  4,  Jenny  Jugo  Berlin  W,  Kaiser- 
d.iiiim  29,  Brigitte  Helm  Berliii-D.ihlem.  Im  Winkel  5.  Liane  H;iid  Berlin- 
Westend,  A\  iirtlembergische  Straße  13,  Lissv  Arna  Berlin  W  9,  Lindauer 
Straße  9. 

A  n  d  r  e  >t  a  t  t  o  ii  i  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Tilsit:  .Vndri^  Matloni  kam 
über  die  sprechbübnc  zum  Film,  bei  der  er  heute  noch  ist.  Mattoni  ist 
auch  im  Leben  sehr  syinp.ithisch.  liebt  alle  Blumen  und  treibt  viel  Siiort. 
—  .\gnes  Eslerhazy  ist  nicht  mit  Elena  Liinda  verwandt.  —  Wir  glauben, 
daß  Luigi  Servcntis  Bart  ,,echt"  ist.  —  Lien  Deyers  wird  Deiers  ge* 
sprochen. 


0  i  s  P  I  ,n   R..  Ti  0  r  I  i  n  :   Tcddv   Rill   wohnt   Roiliii-Wcsfond,   >rpinitiscn- 

iillc«    7,    f;il)t    Aiilo^rr.ii i-    uml    ist    \  ciliciiMlct.   —   ('.ul    Halliaiis    spipll    ilii; 

niäiiiiliclie  ll.iiiplnillc  in  dem  AsafraiDlI-Kilin  „U(Molti"  im  Erzicliiitiss- 
Iiaiis".  —  Hi'tty  Italldtir  ist  niclil  Ainciiliaiicrin,  scindciii  Kn^läiidorin. 
I'liylli.s  Havel-  ist  durch  die  .M('tr()-<i(ild\v.vii-.\la.v('i-Slndio.s,  (  iilvv'i'-C'i'v, 
Ka..  r.S.A.,  J^upo  \  flcz  (liin'h  di(!  I'iüti'd  Artisis,  72l'0,  Santa  )li)iiii'.i 
iioiilcf  ard,    llollywoiid.    Kalifdiiiicii.    l'.s.A..   zu   ci  rcirlicn. 

Peter  .1..  II  a  m  li  ii  r  «•  :  (live  Jliuoks  neiie.-ter  Kiliii  lieil.!t  ..Ver- 
gossene (iesiehler".  Seine  l'artneiin  ist  Oif>;i  JJaclaiiuv.i.  ('Ii\e  Ihocik  Ist 
(in  Si.ir  der  J'.-uanionnt  und  diireh  deren  Simlius  in  Ilollywond.  Kai., 
:>\:t\.  -MartlKMi  Sireet,  erreielili.ir.  JJrook  v\nrde  am  l.  .Iiini  in  Londiiii 
Hcbiiren,  ist  verheiratet  und  hat  Kinder.  Kr  fjilit  Anliii;'''"'"»''-  C'live 
Itrook  war  früher  .Iourn;ilist.  im  Kriege  .M.-ijor  und  «ins  später  zur  Spreeli- 
liiihne.  —  Linnel  li.irryiuoore  ist  durch  die  -Metro-Cioldwyn-Maycr-Studios, 
(nlver-Cily,    Kalil'urnieii,    r..S.A..   zu    erreichen. 

I'"  i  1  tn  r  .•!  t  t  e  .i  u  s  H  r  a  u  ii  s  c  h  \v  e  i  r-  -  Olaf  Fjord  -wohnt  Berlin- 
AVihnersdorf,  X.-intcin'r  Str.-iUa  !!-•.  Er  ist  -VorvveKor  und  wurde  in  Oslo 
K:(dioren.  .><ein  lielinrlsl.-(<>-  ist  der  1-'.  .Vnsust.  .AulJer  in  dem  fieiiatinten 
l-'ilni  spielte  der  Künstler  nodi  u.  a.  in  ..Zwei  .Menschen-',  ..Indizicn- 
lieweis--.  ..J)ie  K.-iincradsehattsehe"'.  ...M.-id<inii,-i  im  Schlafwafien''.  —  Dina 
(ii.-illas  l'arlrier  in  ..Kin  kleiner  \orschul.l  auf  die  !selit;keit'  ist  Inire 
K:iday.  —  ll.-i  Uin.-i  ist  Serhin.  Ihr  luMiesii-r  l-'ilni  licilJt  ..tJ.-ilKcntoni'.  der 
7.Mr  Zeit  in  l'r.-iK  Kcdrehl  wird.  Die  niännliclie  ll;niptrolle  spielt  Kranz 
J.cdcrer.  —  .\uller  in  den  (m-h  jihnteii  J-'ilnicn  h:it  man  .\l;iria  .I.-ieohini 
noch  in  ..Orient"  (mit  ll.-irrv  Liedtke),  ,.l>cr  l-";ill  des  ."staatsanw.-ilt  .\l.-" 
(mit  .Ic.-in  Au'ielo.  (ircj;ori  (lim.-ira).  ,,Ari.-ulne  in  Iloppeji-.-irten-'  (mit  .7e.-in 
Kr.-idin),  .,Vill.-|  \alciuiieri'  (mit  tll;\ns  .Stüwi'),  ..Der  lel)eiule  J^eichnam' 
(mit  l'iuloukin  und  Gustav  Diessl)  s'es<'hen.  —  .Icnny  .(uros  l'artuer  in 
,, Sechs    .\lä<lchen   suchen   X;iclit((uartier"   w.-ir   (ieorg  Alex.-uider. 

.\l  u  c  k  i  u  n  d  K  u  c  k  i  .-i  u  s  ])  r  e  s  d  e  n  :  Dolores  de!  Rio  und 
üid.-iml  Drew  sind  durch  die  Edwin  ('.-irewe-l'roductior.s,  Tee-Art  Studios, 
Hollywood,  Kai.,  r.S..\.,  AV.-irner  Haxter  durch  die  l-'ox-Stiulios.  1101.  Xo. 
AVestern  .Avenue.  Hollywood.  K.-iliforiiien.  r..S.A..  Kollert  Castle  (Fred 
Solml  durch  die  l'ar;imount-l-".-inious-l,;isk\ -Studios,  Hollywood,  K.-il.,  I'.S.A.. 
zu  erreichen,  .\dolphe  F.URcrs  wulint  Hcrlin  AV  l.'i,  F.-isanensir.-ilJc!  Js. 
Victor  A'arconi  weilt  .■lunculilicklieh  in  Deutsehland  und  ist  durch  die 
HcR-ew.-ild-l-'ilm.    Hcrlin    S\V    is.    Fricdrichstr.-il3c   i'.'iO.    crreichli.-ir. 

S.  Qu..  Uanibiirji:  1.  .Tawolil. 
es  ist  Enrico  iienfer.  ~  ;$.  JIarcell;i 
.Alhani  ist  von  <leni  Regisseur 
(iuido  .SchamherR-  R-eschiedeii. 
1.  Ji.-iura  l.-i  l'l.-inic  ist  mit  dem 
amerik.-inischen  Weaisseiir  AVilli;im 
,A.  Seiler  vciheir.-itet.  ;>.  A'i\iaii 
(iilis(n\  ist  vmi  einem  ]-^nt;länder 
ncschiedeu  uuil  hat  eine  Tochter 
.Auitel.-i.  7.  Freil  Sidm  alias  Ko- 
hert  Castle  filmt  flcil-üj;-  hei  der 
]';iramount  in  H(dl\wiiod.  Zu  i". 
und  ().:  Die  heideii  Filmst.-us  sind 
unseres  Wissens  früher  mit  Ni(-ht- 
Künstleni    verheiratet    gewesen. 

I  n  p;  e  b  o  r  tv  .  F  i  I  m  f  r  e  u  n  - 
d  i  n  a  US  Leipzig:  Henry 
Siii.-irt  wohnt  Herlin  W.  P.iss.-iuer 
Sir.'ilie  17.  wurde  ;nM  I.  Februar 
gehören,  ist  ledi^  und  R-ibI  .\ulo- 
Kr.-imme.  Way'cn  Sie  es  nur,  .'in 
den  Künstler  zu  s(-hreibeii.  Kr 
wird  Ihnen  siclier  lliren  Wunsch 
erfüllen.  Er  ist  seit  .'i — fi  ,1,-ihren 
beim  Film.  Welchen  Fraueiit,\  p 
.situ.-irt  hevorzuKt.  entzieht  sich  lei- 
der unserer  Kenntnis.  Das  Aller 
der  Filmstars  veröffeiitliohon  wir 
grundsätzlich    nicht. 

T  h  e  o  d  o  r  B.,  F  r  a  n  k  f  u  r  t  - 
M  .1  i  11  :  D.-is  uns  einR-es;iiidle  ]{ild 
stellt  nicht  die  betreffende  Künst- 
lerin d.-ir.  Die  Aufii.-ihme  ist  Dineii 
inzwiscIuMi  w  unscliRcmälJ  wieder 
zUKeRjuiKen. 

O  e  r  t  r  II  d  aus  F.:  Rudolph  A'alpntino  starb  am  2.".  AuRUst  IfliT,. 
Er  ist  unseres  Wissens  in  seiner  italienisehen  Jlcini.it  beisesetzt  worden. 
.la.  er  war  erst  ;iO  .l.-ihre  alt.  V.ilenliiio  h;itte  schwarzes  Ha.-ir  und  hr.ione 
AuR-eii.  Er  hat  in  Heverly-Hills.  Hollywood,  eine  Besitzunsi-  neli.-ibl.  ^\u■ 
nehmen   an.   daU   K'udolph   V.ilcntino-Filme   noch    hier   und  d.i  l.-iufen  werdi-n. 

R  e  i  n  h  ,'1  r  t  K..  K  ii  s  t  r  i  n  :  Käthe  von  N.-iR-y  liefindet  sii  h  autieu- 
blieklich  zu  Auljen.iiifn.-ihmi-n  ihres  Films  ..Fnschuld  "  (..Die  kleine  Vero- 
nik.'i'-)  in  AVien.  Ihre  Jlerliner  Adresse  ist  W,  Pr.-iger  StraMe  i.  A\'ir 
nelmien   an.   d.iß   ihr   die  Post   n.icIiKeschickt   wird. 

F  i  I  m  h  u  I)  i  ,  C  ii  p  e  ii  i  c  k  :  .M.'irlene  Dietrich  wurde  am  27.  De- 
zember in  Berlin  ucboreu.  Sie  kommt  von  der  Sprechbühne  zum  Film, 
ist  mit  dem  .\ufn.ibmelciter  Riulolf  Sieber  verheiratet  und  hat  ein  Kind. 
•Sie  spielte  in  ..Priiizo-in  Olala  ",  „Ich  küsse  Diie  Hand,  Al.-idame''.  „Die 
J'raii,  n;ich  der  man  sieh  sehnt".  Ihr  iieuesler  Film  ist  „Das  Schiff  der 
verlorenen  Alenscheii  ".  —  Elizz.a  la  Porta  wohnt  Berlin  AV.  Xürnbei'Ker 
Slr.-ille  i:!.  Haniii  Weisser  Berlin-CharhdtenlHirg.  Cl.-iuscw  itzstraße  ;i,  Otto 
(Ichühr   Berlin    AV   57.    Kiirfürsteiistr.'ilJe    IIH. 

I- 11  i  s  e  A..  Dresden-X.  :U)  :  Ch.-irlolte  Ander  wohui  Berlin-AVil- 
iiiersdorf.  ZäliriURer  Str.'ilJe  l;i.  Sie  wurde  .-im  11.  August  in  Berlin  rc- 
bm'en.  ist  f>-escliieden,  üibt  Autogramme  und  weilt  aiiRcnblickiicIi  in 
Berlin.  Sie  siuelt  die  weibliche  Hauptrolle  in  dem  C.irl  Froelich-T<mfilin 
..Die  X;icht  ftehört  uns".  Jhre  OrüMe  sind  bestellt  worden.  Die  Künst- 
lerin i.sf  auch  sehr  viel  .-lu  di^r  Sprechbiihne  täti«-.  Sie  w.ir  ti.  .1.  in  fol- 
Kcnden  Filmen  tätii;-:  ..D.inlon"  mit  Emil  .1,-iniiinKs.  „Tr.iRiidie  der  T.iebe"' 
mit  .lanniuKs.  Oaidarow,  Mia  May.  ..Sturmflut  des  Lehens"  mit  C.unn.-ir 
loluaes,  „Die  Dame  und  ihr  Cb.-iiiffeur-"  mit  .l.ick  Trevor.  .,I.iehesi-eif>en"- 
mit  Wilhelm  Dielerle,  „(iaunerliebcheii"  mit  R.iimondo  van  Kiel.  Char- 
I"  Ite  .\mler  ist  .iiicli  im  ],pbeii  sehr  liebenswürdig  und  wird  Ihnen  be- 
.slimmt  Ihren  A\  iiiiseh  erfüllen,  ebenso  AVilhelm  -  J)ietcrle.  —  Sie  dürfen 
J- rasen   :iii   uns   stellen,   sooft   Sie   J.iist   haben. 

I.  .  J«'-'".."^  ''  "•  }.'■•  ",''■''  '  '  "  "  ^''  '"  '  '^  ''  ''  "  ■'  "  '■  I"  •'•■•"  -Ania-Filin  ..Indizien- 
l'-ibb  \./'"     n"  J"'P1>'"    •"*'■'"'"    '''•'     "■•'"Ptrollen:     Henry    Edwards    (lir.if 

I  l,e  ie,  ■',  ^i'.'''  ','"■",•>"■''•/'"■  liinder).  In  weiteren  Rollen  waren 
Lil  \l  V  \o7;i  ■'■'"' V ';''''■•.'  V'''  -^"'••'""  """  '^"'.nbiirKer.  Iiir-c  E;ind- 
n    ■hsie^    V  ".'    ^  ■'•'•'    .-^'"'"•""    iK-schäftio-t.   _   Der   Termin    unseres 

V  ileii..lei  Die  Kiiiisllenn  spielt  aun-enblicklicli  die  weibliche  Hauptrolle 
',"-"'■;">    ..■".■OS    „,    Kellen".     Ihr    Bildwunsch    ist    vorRcnicr  <t.   -  '    eber 

den  Si  siel  'r,:.''^^^  '""■"  ■''"'■'■  '"•'"'"  '"'•'"•^  Pizählen.  Vielleicht 
winiien    ."sie    sii-li    siialcr    noch    einm.-il    .-in   uns 

•       vi"..'"-     \',''""V"    "illi'-lm    Dicterle    hat    kürzlich    die   AuUenaufnahme,, 
in    Milteiiwald    zu    s,.ii,ei„    Film    ..Das    Schwei-en    im    AValde'     I    ei  d^^^^^^^ 
arbeitet    jetzt    in    den    Ffa-Atelicrs    vom    Xeu-Babelsber«.     i  r    ist    aü      sf 
he.sehaf  iRt.     Wann    er    llircn    Wunsch    erfüllen   wii.l,    küiinen    wir    Ihnen    lei 
der  aiK'h   nicht  sagen.    Am   besten  also,  Sie  gedulden  sich  noch!-   Dietcrle 
besitzt   ein   Auto. 


ziehen.    Ein 
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Künstlermagazin   ■■  KIlKli 

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F/'/ia/e:    CHARLOTTENBURG,  BERLINER 

Hans  AA'.,  flrpiffcnhorg:  Cilly  Feindt  ist  durch  das  Film- 
haus W  ilhelni  Feindt,  Berlin  SW  48,  Friedrichstralie  216,  zu  erreichen, 
•"»ie  wurde,  .im  8.  April  in  Berlin  geboren,  ist  unverheiratet  und  Rillt 
Autogramme.  Sie  spielte  bis-  jetzt  in  der  ..Zirkiis|irinzessiii-,  ,.(ifährdel<; 
.liiRend".  ..Alordsmädi-I--.  ..Der  Feldmarschall".  —  l.illian  Ellis  ist  durch 
ilie  HcRCwald.  Berlin  SW  l,H,  Friedrichstralie  250,  erreichbar.  Sie  ist 
Dänin,  wurde  in  Koiienh.iRen  geboren.  Ribt  .AutOKranime  uml  ist  lediR. 
IJIlian  Ellis  ist  Tänzerin,  spielte  vorigen  AVintcr  in  Berlin  die  Rolle  der 
Tänzerin  in  Rcinh.irdts  ...Artisten-  und  kam  danach  mit  dem  Film  in  Be- 
rührung. .Alan  sah  die  jiiiiRc  Künstlerin  bis  jetzt  in  .,Hcut  spielt  der 
strauLi-  und  ..Der  Leutnant  Hirer  -Majestät".  Ihr  neuester  Film  ist  ..Im 
Prater    liliihn    wieder    die    Bäume"'. 

H  a  r  r  y  1.  i  e  il  t  k  e  -  F  r  e  n  n  d  i  n  ,  Berlin:  Harry  l.iedtk.r 
wdhut  Berlin-tiruncw.dd,  Bisniarekallee  16.  wurde  am  12.  Okt(iber  in 
KiiniRsberR  Reb.>reii  und  Ribt  AutoR-ramme.  Ja,  er  ist  mit  Christa  Tordy 
verheiratet.  l>ie  nächsten  Liedtke-Filme  hoiLlen:  ..A  ater  uml  .Sohn"  und 
..(iolR-ath.'i   seines    Herzens"". 

F  i  I  111  f  r  e  ii  n  d  H  .-i  n  s  -  .7  o  a  p  h  i  m  .\.  aus  Forst:  Hse  Sto- 
braw.-i  wohnt  Berlin  AV.  AschaffenburRcr  Stralie  B,  wurde  am  9.  Februar 
in  Köln  Rcboren  und  komiiit  von  der  .S]irechliüliiie  zum  Film.  Sie  spiidte 
bis  jetzt  in  ..Kampf  der  Tertia-,  ., Spuren  im  Schnee"",  ,. Revolte  im  Er- 
ziehuiiRsh.ius"  und  ..SpreuRbaRRer  101(1".  AVie  .ilt  Ilse  Stobrawa  ist. 
können  wir  Ihnen  leider  nicht  saRcn,  d.i.  wir  unsere  Filmstars  Rriind- 
sätzlich    nicht    cl.-in.-ich    frjiRcn. 

AI  .a  X  H..  Düsseldorf:  BriRitte  Helm  ist  Berlinerin.  Sie  hat  .im 
17.  Alärz  OeburtstaR.  Die  Künstlerin  wohnt  Berlin-Dahlem.  Im  Winkel  5. 
ist  mit  Richard  AA'eilibaeh  verheiratet  und  Ribt  AutORramme.  Hir  iiäehsfer 
Film  ist  ,, Sklaven  der  Leidenschaft".  —  Anna  Alay  AViuiR  wurde  am 
21.  September  in  Los  AiircIcs  Rcboren.  Ihre  nächsten  Filme,  die  sie  in 
Dcnlschl.ind  bei  Richard  EichberR  spielt.  lieiLli'n:  ..Symphonie  der  Liebe" 
und  ..Der  WeR  der  Schande".  Anna  Alay  AX'our  Ribt  AutoRramnie.  ist 
IcdiR.    —  Fred    Louis    Lercli    wohnt    Berlin    W,   KeRcnsburRer    StralJc    11. 

..(.,'  h  a  r  u    R  o  v:      Das    Rcwünschte    Photo    werden    Sie    sicher    durch 
den    A'erluR    ..Illustrierte    Filmwoche".    Berlin    SW    lis.    KochstralJe    6—8.    iie- 
AutoRramin  von  diesem  Künstler  können  Sie  am   besten   durch 
der    (ireat    Eastern    Corp..    Ltd.,    l>ellii,    Indien,    erhalten. 

E  V  e  I  y  n  K..  H  a  n  n  o  v  e  r  : 
Die  männlidic  Hauptrolle  in  dem 
Film  der  Deutschen  l'niversal  ..D.is 
ScbweiRcn  im  AValde"  (n.icli  dem 
Roman  von  (ianfeliofer)  siiielt  AVil- 
helm Dicterle.  Die  Aullenauf- 
n.-ilimen  in  .Milteiiwald  (Tiridl  sind 
beendet.  Dietcrle  hat  mit  den 
Innenszcnen  in  Xeiihahelsberg  be- 
Ronucn.  Der  Künstler  wohnt  Ber- 
lin-\\ilinersdorf,  .leiiaer  Stralie  s. 
AA  i  I  h  <■  I  m  D..  D  a  ii  z  i  p:  - 
LauRfuhr:  AVilhelm  Dietcrle 
hat  seine  WohnuiiR  in  Berlin-W  il- 
inersdorf.  .fenaer  Str.ille  8,  wurde 
am  15.  .liili  in  Ludw  iRshafen  Rc- 
boren und  ist  mit  der  Schausiiiele- 
rin  l'h.-irlotte  H.-iRenbruch  verhei- 
r.itet.  Dicterle  ist  Star  der  Deut- 
schen Uuivers.-il  und  führt  auch  in 
seinen  Filmen  die  RcRie.  AiiRPii- 
blicklich  dreht  und  s|iielt  er  in 
Xciib.ilielsberR  ..Das  Scliweigeii  im 
AV.ilde". 

(i  r  e  t  .'1    C.  n  r  b  o  -  V  p  r  e  li  r  c  - 
r  i  n  .    M  ü  n  c  h  e  n  :    tirela    (iarbo 
arbeitet    auRenblicklicli     in     Holly- 
wood    an     einem     Tonfilm     ..Eifer- 
sucht",   iler   von    dem    französischen 
RcRisseur       .L-iciiues       Feyder      in- 
szeniert       wird.  (iret.-i        Garbo 
Ii.it     hellblondes     Haar     und     bl:ino 
AiiRen.       Sie     ist     nicht     mit     .lohn 
(iilbert     verheiratet.       Beide      sind 
lediR. 
H.ins    .stüwe    wohnt    Berlin-Halensep, 
BulR.irin    verheiratet.     Lil   DaROver 
rniählt    und    hat    ihre    Villa    in 
Adresse     ist      Berlin    AV. 


C;  e  r  d  a    B..     K  ö  n  i  r  s  b  e  r  r  : 
l'aulsborner   Stralie   rt.   und   ist   mit   ein 
ist    mit    di-m    Pioduktionsleiter   Karl    Witt 
Berlin-Westond,    .Arys-.Allee    4.     Ernst     A'erebes 


lu.    —    AVir    linhen    Harry   Halm    Iliren    Dank    für    das    Bild 
Möglicherweise  findet  im  AA'inter  ein  -\utograninitag  in  K. 


Emser   Stralie 

«iiSR-erichtet. 

statt. 

Willy  F  r  i  t  s  c  li  -  V  e  r  e  h  r  e  r  ,  Berlin:  AVilly  Fritsch  wohnt 
Berlin  W  .  K.iisei  d.nom  !15.  wurde  .im  27.  .lanii.-ir  in  K.ittowitz  Reboren 
uml  ist  ledig.  Er  gibt  AntORramme,  treibt  viel  .Sport  und  ist  auch  im 
Leben  unbcsclirciblich  nett.  Seine  neuesten  Filme  sind  ,,Die  Frau  im 
Mond"'     und    ..Melodie    des    Herzens"". 

F  r  i  e  d  e  1  IT..  Iserlohn:  Einen  großen  Erfolg  in  .Amerika  lintte 
vor  kurzem  der  I'fa-Film  ,.1'iiRarisclie  JJhapsodie  ".  —  Der  P.  D.  C.  de 
Mille-Film  ..A'aritesterne'"  ist  vor  einiger  Zeit  in  Berlin  iiraufRcführt  wot- 
deii.  ..Die  .lagd  nach  der  Erbschaft"  ist  noch  nicht  heraiisRekommen.  — 
Lina  Basquette  und  CeorRCS  Duryea  siiiil  noch  nicht  in  Europa  Rcwesen. 
W.iiin  sie  uns  einmal  in  Deutschland  besuchen  werden,  wissen  wir  leider 
nicht.  —  .losepli  Schildkraiit  ist  durch  die  Vnivcrs.il-.Sdidios.  Fniversai- 
City.  Kalifornien.  Richard  BarthelmeU  durch  die  First  Xalional-Stiidios. 
Burb.-iiik-IloUyw  (lod.  Kalifornien.  F.  S.  .A.,  zu  erreichen,  .loseph  Schild- 
kraiit ist  der  Sohn  des  Deutschen  Rudolf  Schildkraiit.  Er  hat  am  7.  Mai 
(iebiirtstan.  Richard  BarthelmeU  wurde  am  i).  Al.ii  in  New  York  geboren. 
—  Irene  Rieh  ist  durch  die  Warner  Brolhers-Stiidios.  5842.  Siinsct  Boule- 
vard, Hollywood,  Kalifornien.  F.  S.  .A..  erreichbar.  Sie  haben  recht,  die 
von  lhne:i  aufRczählten  RcRisseiire  haben  alle  internationalen  Ruf.  .Aber 
Sie  h.'iben  einiRC  prominente  Spielleiter  verRcssen,  so  Fritz  LaiiR.  .loe 
:May,  Friedrich  Zclnik.  D.  W.  Criffith.  Rex  IiiRram.  A'ictor  Sjöström,  Aböl 
(i.inee.    .l.-icc|ues    Fcydcr.    King    Vidor.    .loseph    von    Sternberg. 

Ed.  .1..  Hasel:  Der  Partner  von  Maria  Coida  in  ..Dulderin  AA'eih'" 
hciUt  .lanieson  Thomas.  Mari;i  Corda  ist  nicht  EiiRländerin.  sondern  FiiRa- 
riii.  —  lireta  (Jarbo  spielte  bis  jetzt  in  folRenden  Filmen:  ..luista  Ber- 
ling"".  ,,Die  freudlose  C.asse  ",  ,,Es  war-  ,  ..Totentanz  der  Liebe",  ..Anna 
Karenina"",  ..Das  Röttliche  AN'eib".  ,,KrieR  im  Dunkel".  Ihre  neueslci 
Filme  sind:  ..Wible  Orchideen""  und  ...V  womaii  of  alTairs".  AuRcnblick- 
licli  .•irbcitct  Creta  tiarlio  an  dem  Tonfilm  ,,Eifersnelit"".  --  Brigitte  Helm 
ist  noch  etwas  jünger,  als  .Sie  Rescliätzl  haben.  Aoraiissiehtlich  wird  sie 
auch  bald  tonfilmen.  Der  ..Schm.ali'"  in  ..Aletropolis""  wurde  von  Fritz 
Rasp  verkörpert.  —  ..Die  weillc  Hölle  von  Piz  Palü"  ist  schon  iiranfRc- 
führt  worden.  —  Zu  den  gröLiten  und  teuersten  Filmen  gehören:  ..Ben 
Hur",  .,KöniR  der  Könige",  ,,Dic  zehn  (iebote".  ..Metropolis  ".  ...Arche 
Xoali"-.  Dil-  Rröliten  .•imerik.uiiscben  FilmResellscb.iften  sind:  P.iramonnt, 
Metro  C.oldwyn-Mayer.  Fox,  Fiiited  .Artists,  Warner  Brothers,  First  Xatio- 
Ulli  uml  l'niversal.  (".rolle  deutsche  Filmfirmen  sind  u.  .1.:  Ffa.  .Aafa, 
X'atioii;il.  Terra.  Deutsches  Lichtspiel-Symiikat.  Eniclka.  Das  Buch 
..Fiisere  Flimmerköpfe"  enthält  von  Brigitte  Helm  ein  UilU,  aber  nicht 
von    den    andern    genannten    Künstlerinnen. 


niiiiii»    I.'  it.i 


ii.-.i'.-.i.i.  :      .t 


OWEN    LEE 

beim  Tanken  ihres  Flu^zeu^^ 


n 


OrPtn  fJnrlio-A'orplirorln,  Kielt  Ein.nr  ir.-insnn  ist  in 
Kaliriiniii'ii  iliircli  ciiirii  Aiitoiinr.'iU  iiiiis  l.clicii  ki'I^oxxix'Ii.  M.'iiiiit/. 
Stiller  >t.'ii'li  im  vciriKi-ii  .l.ilirf  in  seiner  scliw  eiliselien  lle|in:it  .'im  llcr/- 
selila;;.  —  Wir  i^l.iiilien  liestimml.  il:iU  .ille  (iri-l:i  (i.-irlio-l'ilnie  :iHeli  n.icii 
Kiel  klimmen.  Trotzilem  eiii|il'elileii  wir.  sieh  mit  Ihrem  .Si.'immkiiiii- 
liesilzer  in  VerliiniInnft  /ii  setzen.  (;ret:i  (i.-irlios  Hniiler.  .s-veii  tiiisi.ivson, 
filmt  Iiei  iler  S\ensk.i  in  Siixkluilm.  —  Itie  Szenen,  in  ileiieii  .lohn  (iil- 
liert  in  den  ..Kos.iken'  reitet,  sind  keine  Tiiekliilder.  (Wlliert  ist  t.it- 
säehlieh  ein  so  \ orziiiilieher  Heiter.  (lennii  wie  I)iiii;;l:is  K;iirli.'iiiks.  - 
Man  stellt  in  Amerik.i  und  Kn;;l.'iiid  m.inehe  'ronfilnie  in  zwei  liis  dri'i 
.S|iriieheii  her.  uiinilieh  in  ileiit^elier.  en«liseliec  und  fr.inzösi>elier.  nm  den 
internalion.ilen    M.irkt    versur^en    zu    können. 

K  i  I  m  V  e  r  e  h  r  e  r  i  ii  M  a  r  ti  ■'  r  e  t  e 
S  t..  H  e  r  I  i  n  :  Wir  h.ilieii  Werner 
J''netterer  Ihre  (iriiUe  liestellt  und  ihn 
:in  d.'is  Antiiprr.'imni  erinnert.  Kri^iKe 
Ilelni  ciht  Anliifjr.imme.  Jtie  Criille  .in 
diese  Kiinsllerin  und  an  Kriisl  Verehes 
sind     elienl'.ills     :iiist;erielitet     worden. 

M  e  r  t  a  K.,  Nürnberg:  Hri;titt<' 
Helm  wurde  :iiii  IT.  März  in  lierliii 
gehören,  ist  mit  Ifii-h.ird  WelUhaeh  >  er- 
heir.ilei,  fiilii  .\nl(i(;ranime.  treilit  viel 
.Sport  lind  hat  ihre  Widiiiiint;  in  Herliii- 
D.'ihlem,  Im  Winkel  .'>.  Ihr  neuester 
J'ilm  ist  ..Manoleseii".  —  Fr.inz  l.ederer 
wohnt  Herlin-Krieilenan,  KehlersIr.ilJe  I. 
st.'immt  .'ins  l'rai;.  h.'it  .'im  li.  .\o\  einher 
(ieliurtstag.  ist  ledi^  und  f;i'"  Aiito- 
Krainme.  —  Kurien  Henfer  isi  diireh  die 
ri'a.  Herlin  SW  (iX,  Koehstralie  ti— s. 
Hillie  Dovc  und  Dorolh.v  .Maelitill  dureli 
die  l-'irst  Natiiui.'il-.Siudios.  Utirhauk- 
lloll.vwood,  K.-ilifornieii,  L'.S.A.,  zu  er- 
rei  eilen. 

K  d  i  t  li  u  n  d  ^'  e  r  .'i  .'i  u  s  .•<  w  i  n  e  - 
m  ii  n  d  e  :  Sie  li.'ilien  reeht.  ll.'iiiiii  Kein- 
w.'ild    ist    die    Sihwesier    von    (irete.    — 

Fred    I is    l.ereli    widiiil    Berlin    W.    l.'e- 

Kensbnr^er  Str.ilie  14.  (iiist.iv  Diessl  ist 
Miener.  —  Alle  Filinst.irs  sehen  .\uto- 
f^ramme.  —  Wenn  .Sie  zum  Film  vx ol- 
len, so  ist  es  .'im  hesten,  .Sie  wenden 
sieh  iininilteUi.'ir  an  die  FiliiiKesellsehat- 
ten.  Wir  >;ehen  Ihnen  hiermit  einige 
Adressen:  Ffa.  Herliii  .sW  i;«.  Koeh- 
slr.'iUe  (1-8,  .V.'ifa.  Herliii  SW  is.  Fried- 
riehsir.iUe  2l>:i,  Xati.mal.  JJerlin  SW  I«. 
FriedriehslraBe  in.  Deutsehe  Fniversal. 
IJerlin  W  M,  .M.iiiersir.ille  «2.  lleKew.ild. 
Herliii    SW    ts.    Friedrielistr.iüe    l'.'id. 

I.  o  t  t  i  A..  s  I  e  I  t  i  n  :  l.ili.iu  Har- 
ve.v  ist  nieht  mit  Willy  Friiseli  verhdu, 
—  .M.irlene  Dietrieh  wohnt  Berlin  W. 
K.iiser.'illee  r>4.  ist  mit  dein  .\ufnahine- 
leiter  Kiidolf  Sieher  verheir.'itet  und 
wurde  am  J7.  Dezeuiher  in  JJerliii  ge- 
hören. 

Else  R..  B  0  11  n  :  Am  hesten.  Sie 
wenden  sieli  in  Ihrer  .\iiKele};eiilieit  ;in 
die  ..Illustrierte  Filinwoehe".  Berlin 
SW  n.s.  Kodisir.ille  (i-s.  Sie  erhallen  dort 
sieher    das    (iewünschie. 

/,  w  e  i  X  e  u  j;-  i  e  r  i  ;;  e  ;!  ii  s  S  t  n  t 
selion  l.iiifie  wieder  in  den  F. S.A.  Kr  ist 
dios.  Ciilver-Cit.v,  K.'ilifornien.  erreiehhar. 
mit    einem    I'ark.       Welelie    lliindi 


Kart  :       Ttamon     Xov.irro    ist 

diirili    die    Melro-tloldwv  n-Slii- 

.lawolil.    er    liesilzt    eine    Viil.i 

hevorzunt,    wissen    wir    leider    nieht. 


Oerd  Briesp-Vnrelirorin  Maprret  O..  BrCTncn:  Wir 
werden  die  betrefVendiii  Filmstar»  erinnern.  —  Vietor  Varkony  spielt  die 
m.'iiinliehe  Hauptrolle  in  dem  Hefjewald-Filni  „Pie  Warsehauer  Zitadelle'', 
Kr  ist  ,'iImi.  jetzt  in  Berlin  und  dureli  diese  Firma,  Berlin  SW  4M,  Friedrieli- 
str.ilJe    2.'i(i,    zu    erreiehen. 

.\  I  m  .'t  s..  Dort  in  u  n  d  :  Bildkarten  von  Filmstars  können  Sie  durch 
den  Verl.'ifj  der  ..Illustrierten  Filinwoelie",  Berlin  .SW  GS,  KoehstraUe  fi — S, 
hezieheii.  —  .\l.i rechne  I>.iy  ist  durch  die  .Metro-(!old«  yn-.\l:iyer-Studios. 
(  nher-tity.  Kaliforinen.  F.  S.  A.,  zu  erreiehen.  .Steftie  Vid.-i  wohnt  Berlin 
W  l.'i.  l).inii>tadter  Slralie  H,  Iris  .Vrlaii,  Berlin-Charlottenlinri;,  Uesteud- 
allee  71.  Louise  I.a-iraiijje,  l'aris.  Hue  l.eifiendrc  VIII.  Kstellu  Taylor  .'ii."il 
J.os  Feliz   Boulevard,  Los   Anseles,    Kalil'ornien. 

I  w  an  1'  e  t  r  0  V  i  e  li  -  V  c  r  e  li  r  e  - 
r  i  n  ,  Berlin:  Iw.in  I'etrovieh  ist 
ein  Sl.'ir  der  (Jreenhaum-Filnisjesellseh.il'l. 
Iler  Künstler  wohnt  Berlin-Silimart^en- 
dorf.  Fiirkeuheekstr.'iüe  .'ifi.'i.  ist  iiiiver- 
Iieiratet  und  'fii.'i'  .Viilourr.imine.  l'etro- 
V  ieh  wurde  .'im  ;il.  Kezemher  in  Bud.i- 
pi'sl  ^elioren.  ist  .'iher  jetzt  serhiseher 
St.i.its.'iiij;ehöri)ikeit.  Kr  k.im  lUi':!  dureli 
-Mieh.'iel    Kertesz    zum    Film. 

B  o  d  o  W..  K  a  t  z  e  b  n  r  s  :  I.ili.in 
ll.irvey  hat  ;im  li).  .Fanii.ir  (Jehurtstau. 
.sie    hat    lil.-iue   .\iii;en    und    ist    lilond. 

(inst  .1  V  y  r  ö  li  I  i  e  h  -  S  e  Ii  w  ä  r  - 
m  e  r  i  n  K  n  e  i  c  B.,  S  t  r  a  I  s  u  n  d  : 
Ciistav  Fröhlieh  «iht  .Viito^ramine.  Sie 
ktinnen  sieh  riilii^  mit  Ihrer  Bitte  per- 
siinlieh  an  ihn  wenden.  Kr  wird  Jlinen 
he^liiiimt  Ihren  Wiiiiseh  erfüllen.  JJild- 
k.'irten  v<in  dem  Künstler  erli.'ilten  Sie 
in  jeder  firiilien  I'.iiderliandliiiiH:  oder 
aiK'ii  dureli  den  Verl.is;-  der  ..Illustrierten 
Filmwoehe".  Berlin  SU  GS,  Koehstr.  G-s. 

F  I  I  .'1  C)  u  d  s  t  r  ö  in  -  .1  ä  f;  e  r  . 
S  t  11  t  I  -r  .1  r  t  :  Zu  unserem  Bedauern 
können  wir  Ihnen  die  .\dresse  von  Fll.i 
Ondströni  nieht  mitteilen,  da  wir  nicht 
wissen,  bei  welcher  Filnifresellsehafl  sie 
in  Xebenrollen  gewirkt  hat.  Aber  viel- 
li'ielit  ist  es  Ihnen  doch  noch  möglich, 
die  betreffende  Firm.i  in  Krf.iliriiiiK  zu 
briiiKcii.  D.aiin  sind  wir  n.itürlicli  ;;ern 
bereit.    Ihnen    weiterzuhelfen. 

1{  h  e  i  n  I  .'i  n  d  m  ä  d  e  I  a  u  s  P  n  s  - 
seid  o  r  f  :  Fred  l.oiiis  l.ercli  wurde 
am  2S.  März  in  Krnsdorf  (Oesterreich) 
{reboren.  Kr  ist  uiiverlieir;itet  und  seit 
zirk.i  vier  .laliren  heim  Film.  Seine 
l.ieblin.i>'sblnnien  sind  unseres  Wissens 
Xelkeii.  A\;inn  der  Künstler  l>üs.-el- 
dorf  besucht,  wissen  wir  leider  nicht. 
Ihre  (JriiUe  sind  .•iiis(;erichtet  worden. 
Die  neuesten  Filme  mit  Fred  l.oiiis 
l.ercli  sind  ...Spiel  nm  den  .M.'inu  "  und 
...•Schw.'irzw.'ildinädel".  In  beiden  Filmen 
ist    er    der    Partner    von    Li:iiic    llaid. 

K  II  t  h       W..       B  .1  r  III  e  n  :        >l:ircell.i 
.Mb;ini     wohnt     Berlin     AV.     r.iiilshoriier 
Str.     i:i.     C'olleen     Moore     ist     durch     die 
First    X.'itional-.studios,     Bnrb.ink  -  Holly- 
wood.   K.il..    l'.s..\.,    zu    erreiclien. 
M.    W.    a  11  s    n^a  n  n  o  v  e  r  :     Die    BeschreibiiUKen    zu    den    i;enannten 
Filmen    erli.'ilten    Sie    durch    den    ., Illustrierten    Filmkiirier  ",    Berlin     W  F, 
Köthener    Stialie    :!?. 


Ktwas  älter,  als  Sie  Keseliälzt  h.'iben.  Fiiseres  W  is...ens  'l'eiior.  Flieucn 
k.'iiin  Nov.'irro.  .'iber  ein  eigenes  FliiKzeut;  hat  er  wohl  noch  nicht.  Miiji- 
licli,  d.'iU  ..Ben  Hur"  .iiieli  in  Stiiltfi.irt  noch  einm.il  Kezei';t  wird.  Her 
Hamoii  Xovarru-Filin  ..S.'hij;  der  Süd^ee"  (Iriiher  ..Der  Heide")  ist  noch 
nicht  zur  rr.iuffiihriiiiK  «elatiKt.  —  .Mareeline  P.iy  ist  ebenfalls  dureli 
die  Metro-Goldwyn-Stiidios  in  fulvei'-City.  K.'ilifornien.  l'.S.A.,  zu  er- 
reichen. 

r  e  d  d  y  B  i  I  I  -  V  e  r  e  li  r  e  r  a  n  s  W  n  r  e  n  d  o  r  f  :  'l'eddy  Bill  wohnt 
Berlin-Wi'stend.  Mi-inin;;enallee  7.  iinil  fjibt  Aiitot;rainme.  r>er  Kiiiistler 
wurde  am  IS.  November  in  Wien  geboren  und  ist  vei  licir.'itet.  Kr  spielt 
eine  H.'iiiptrolle  in  dem  kürzlich  iiranfKeführten  Diua  (iralla-Film  ..Kehre 
■/iiriiek    —   alles    verKcben!" 

FilmkQnstler  erzählen  ihr  Leben. 

Wir-  h  ilien  iii'uerdin^^s  umh  das  von  ])r.  llenuiinii  'rienner  lieraiisp' ■ycbene 
Werk  „Wir  iiiier  uns  selbst"  in  Vertrieb  t;;eiioinmeii.  Kin  vorziiu'lich  iius^cstatleier 
Baiiil  mit  'JTO  L'aiizseitiL'eii  l'm'träts  und  duziiKchörisreii  Aiitol)iOi:rapliien  iiiöclile 
lliiieti  die  Fllinkiinsth't'  niilierliritiiren.  KOtinteii  wir  Ihnen  dieses  prlichtifie  WitU 
zeif^eii  —  wir  sind  iiherzeiifrt,  Sie  wiirileii  es  hesit'-ieii  wolleil!  Beacliten  Sie  bitte 
auch  die  Anzeige  in  dieser  Xuiiimer. 


Träume  auf  der  Platte. 

(i  r  a  m  in  o  p  li  o  n     ehrt     Tliii'lschers     70.  ('lebiirtstas    dureli     die 


nähme    ..Tliielsehers    Tr.iiim 
Kill    fideler   Beitr.iK 
tiiosen     Ziini;-!'.     — 
sich    zwei    l'l.itten, 
wird. 

B  r  u  n  s  vv  i  e  k  läßt  den 
rott.  liebenswürdig,  puppig. 
('.'ine.'inweisen. 

K  I  e  e  t  r  o  I  a  bietet  .Seliiimanns 
Die  unverwüstliche  Melodie,  iiiiii 
eniiiickt    immer    wieder. 


\iif- 

F.iiie  'Probe    echt    volksiiinilichen    Humors. 

Berliner   Schnoddrifjkeit:    tolle   Boeksprünsje   einer   vir- 

..'rr.iuni     eines     österreichiselien     Heserv  isieii"     nennen 

Ulf    denen    {lesehossen    und    Potpourri  -  -Musik    Kemaeht 


.SpiiMzeuKinaeliertraunr'    hören.      Ein    Fox- 
von    der    Quicklebeiidij;keit    Offeiibaeliseher 


..Träiiinerei"    unter    Pastorn.nek    an. 
und     verständnisvoll     interpretiert, 


Wie  komme  ich  zum     JL    M.  JL^  X   A  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

HLn-VERLAG  HENNIG,  BERLIN-GRUNEWALD»  Fm  19 


Herstellung  und  Vertrieb 
von  Werbefilmen  aller  Art  durch 
UNIVERSUM-FILM  A.-G.,  BERLIN  SW 68,  KOCHSTRASSE 6(8 

ABL  UFA-WERBEFILM 


Die  Ufa^Theater  werden  mit 


gereinigt. 


Verkaufsstellen: 

Berlin  W  50,  Kurfürstendamm  236,  Berlin  S  42,  Üranicnsir.  59     '     Braunschweig,  Münzstr.  la     '     Bremen,    Hcrdcntorsteinwc^  5     I     Breslnn  I,  Junkernsir.  38  40      / 
Chemnitz  Sa.,    Falkcplatz  2      /      Coblenz,    ScMoQsIr.  33      /      Danzig,  Töpfcri<assc  23  24      '      Dresden -A.,  Pra|<cr  Str.  35  Düsseldorf,    Stcinstr.  2  I  Essen, 

Hauplstr.  27     '     Frankfurt  M.,  Mainzer  Landstraße  59  63     /     Freibnrg,  Kaiscrstr.   132  Görlitz,   Jakobstr.  16  Halle  S.,   Maijdeburjier  Str.  56  Hamburg  36, 

Cr.  Bleichen  31  Hannover,    Bahnhofstr.  13     '     Kassel,  Obere  Köni|<str.  13  Kiel,  Holstcnstr.  61  Köln  Rh.,   Hohe    Str.  64      i     Königsberg,  .Münzstr.   17     / 

Leipzig  C  1,    Rudolphstr.  4  Magdeburg,    Breiter    Wei<    3  b  Mannheim,    D.  4.  6.  München,     Salvatorstr.    18  Münster,    Rosenstr.   9     /     Rostock, 

Steinstr.  15     ,     Stettin,  Schillerstr.  13     ,     Stuttgart,    Rotebühlstr.    41     /     Wiesbaden,    Wilhelmstr.    18 
AnBerdem  Verkaufsstellen  in  weiteren  CroB-  and  Mittelstädten  des  Reiches. 


FILMKQNSTLER 

erzählen    ihr  Leben 

«Wir  über  uns  selbst» 


Herausgegeben    von 
Dr.  Hermann  Treuner 

Ein    Prachtband    mit    270    ganzseitigen    Portraits 
und  Autobiographien  auf  elfenbeinfarbigem  Papier 

Roter,  eleganter  Ganzleinenband,  Titel  in 
Goldprägung,   bei   portofreier   Zusendung 

Mark  38,- 

Ganriederband   in    Kassette,   Titel    und    Rücken  gleichfalls 
in  Goldprägung,  mit  Goldschnitt 

Mark  50,- 


Bestellung    erbittet 

ILLUSTRIERTE  FILMWOCHE  g.m.b.h. 
BERLIN   SW  68.    KOCHSTRASSE  6=8 

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Dr.   H an s   Böhm 

Unsere  Flimmerköpfe 

Ein  Bildwerk  \om  deutsdien  Pilni 

Nene  erweiterte  Aiisf^.ibe.  Mit  Ansdirijieii,  ticn 
Teleplionniimmern  iiiul  neuesten  liildnisscn  Ihrer  Film- 
liehlinge.  4  i  o  Seiten  st<irl<.  k.irloiiiert.  Gegen  Vorein- 
sendung des  Betr<iges  von  KM  4.40.  sonst  N.idin<iiiinc 

ILLUSTRIERTE  FILMWOCHE  G.NLB.  II. 

B  t  R  L  I  N     S  W   6  8  ,     K  o  c  I.  s  1  r  >i  |t  c     6-8 

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wieder  als  Schönheitsideal.  Ihre 
Besitzerin     ist     bc(Jchrenswert, 
ja,  von  ihren  Mitschwestern  be- 
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meines  Mittels  „JUNO"  wird 
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wiederhergestellt.  Aerztl.  wärm- 
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Haut,  Altersspuren  etc.  für  im- 
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Einzelpreis  40  PI.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatl.  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  6—8.  Schriftleitung 
A.Rusenthal — Aroa,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocsterreich  verantwortl.  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgasse  4.  Verantwortl.  für  Anzeigen  Wilhelm  Schaefer, 
Charlottenburg.   Anzeig  enverw  al  lung   Universum-Film  A.-G.,  Abt.  Ufa-Wcrbifilm,    Berlin  SW68,  Kochstr.  6  8.     Kupfertiefdruck:    August  Schert  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


e 


Ivan 
Mo^onkiii 


V 


%  ^ 


V 


HeinrfcliGeor^ 
DUaftirio 

ManusKript:  Nach  emei  Ftimnovelle  von  Man« 
SzeKely    tr«i  bearbeitet  von  Robert  Liebmann 

...  W%]jaiisiy 

Produktion :   Bloch  •  Rablnowitsch 


.  .  .  großer  Premicrcn-Krfolji  .  .  .  betörend  Bri- 
(iitle  Helm  .  .  .  MosjouUin  ganz  außerordentlich, 
ein  Held,  von  dem  die  Frauen  träumen.  Brigitte 
Helm  schön  bis  dort  hinaus.  Hinreißend  auch 
Dita  Parle,  von  stärkster  Trieb-  und  Ticrhaftig- 
kcit  Heinrich  George.  Beifall  schon  mitten  im 
Bild,  Stürme  von  Beifall  .  .  .  Ein  großer  Erfolg 
der  Ufa  im  Gloria-Palast,  der  wieder  einmal  auf 
Monate  hinaus  ausgesorgt  hat.  Lokal-Anzeiger 
.  .  .  erstrangiges  Erzeugnis  der  deutschen  Pro- 
duktion. Regie,  Darstellung  und  Photographie 
haben  hier  ihr  Bestes  gegeben  und  erneut  den 
Beweis  vom  Geltungswcrt  des  deutschen  Film- 
schaffens erbracht  .  .  .  von  Erotik  durchtränkte 
Liebesszenen,  die  haften  bleiben  .  .  .  Brigitte 
Helm  eine  wunderbare  Kanaille  .  .  .  großer  Er- 
folg ...  12  Uhr  Blatt 
.  .  .  Spannung  und  Idylle  .  .  ,  vorbildlich  auf- 
einander abgestimmt,  unerhört  farbig,  einzigartig 
die  Kunst  des  Kameramanns  Karl  Hoffmann, 
grandioser  Wirbel  von  Liebe  und  Verbrechen, 
Haß  und  Resignation  .  .  .  großes  Zugstück  .  .  . 
ein  neuer  großer  Erfolg  der  Ufa*  Nachtausgabe 
.  .  .  Ivan  Mosjoukin  meißelt  die  Gestalt  in  voll- 
endeter Plastik  .  .  .  Brigitte  Helm  die  Heldin 
dieses  Abends.  Hinreißend  die  Art,  wie  sie  die 
triebhafte,    gierige    Verfüherin    darstellt    .    .    . 

Morgenpost 
•  .  .  Es  ist  ein  so  frischer,  temperamentvoller, 
lebendiger  Film,  mit  ein  paar  reizenden,  ironi- 
schen Zügen,  ein  Spiel,  das  nur  Spiel  sein  will, 
ohne  falschen  Prunk,  ohne  Feierlichkeit  mit  der 
einen  Ambition:  dem  Vergnügen  der  Einwohner 
zu  dienen.  Turjanskys  ganz  ausgezeichnete  Regie, 
Karl  Hoffmanns  unvergleichliche  Photographie 
und  eine  bravouröse  Darstellung  ergänzen  sich 
aufs  schönste.  ...  Der  Film  wurde  mit  lautem 
Beifall  aufgenommen.  8  Uhr-Abendblatt 


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Printed  -h  riermany. 


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fUMMER    39    /    BERLIN,    29.  SEPTEMBER  1 92  9    /    PREIS    40    PFENNIG 


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l'hüt.  l\a 


oL^oHe  oLorrin^  sfoteli  tm  ^uLjaplm  ,foDer  C/frajltn^  aus  Cyiamoul 


Für  den  Sportsmann^^ 

ist  die  Kamera  unenibeßrlicß! 


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.ry^-üJiK,, 


Sei  OS  ;uir  iloin  SiJOilphil/,  beim  Trainin<<  oder 
NYettUami)!,  iiniucr  wird  Ilinen  der  l-'ilin-  oder 
l-'olo-Apparat  von  Nutzen  sein.  Die  Kamera,  mit 
der  Sie  auch  die  Tecimik  und  ilic  Kij^enartcn 
der  großen  Sportkanonen  -^enau  beohachlen 
können,  ist  wie  ein  Spiegel,  in  dem  Sic  liire  »e- 
wef^unt-en,    Ilnc    Leislunnen    verfolf^en    können. 

Wir  inrormicKii  Sic  kitii  iin\  irbiii(Ilic)i  über  dir  IImikI- 
iKibiiii«  iintl  Ans.hairuiiKsUosliii  der  Aiifiiiihme-  uuil  Wic-dn  - 
j;;i bf-A|>|>;ii!ilc  der  Aiii:ileiir-Kiiu-i!i:iloKra|>liii-  und  Koloürali.- 
Ilillc-  sihrcibcii  Sic  uns  oder  bcsii.licii  Sic  die  AussIclUiiiijs- 
nluiiic  der  l  fa-llandcIsKcs.lKchidl,  licrliii  SW  Ü8,  KochsIr  8 


^S^ifiS^ 


I)  I  i:    A\  o  c  II  1  \  s  c  n  K  1  I   r    n  j:  k    i  i  l  m  r  n  r  r  \  d  i: 


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^sa^saya^BKtfseasgiJdteife^ia^itifi^^iai  . -5- :^'*;  ^^-a^s 


Klaus   Pohl 
im  Frilz-Lang-Film  der  Ufa  „Frau  im  Mond" 


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Kann  ein  Artist  jemals  seinem  Beruf  un- 
treu werden,  solange  ihn  nicht  das  Alter 
zwingt,  auf  die  Lockung  der  Manege  zu  ver- 
zichten? Der  Film  verneint  diese  Frage,  denn 
die  Praxis  hat  gelehrt,  daß  Artisten  die  flir- 
rende Buntheit  ihrer  Welt  nicht  entbehren  kön- 
nen. Eine  Anzahl  zieht  sich  in  den  besten  Jah- 
ren mit  Ersparnissen  zurück,  aber  bald  über- 
fällt sie  die  Langeweile,  und  so  wie  sich  eine 
Gelegenheit  bietet,  stehen  sie  wieder  inmitten 
der  Manege  oder  auf  der  Varietebühne.  Der 
Versuch  eines  Alltagslebens  erscheint  ihnen 
wie  eine  Flucht  vor  dem  Ich.  Hierin  ähneln 
sich  die  Stars  des  Artistenhimmcls  und  die  klei- 
nen Schausteller,  die  ein  karges  Brot  auf  Rum- 
melplätzen finden.  Vielleicht  hängen  die  Ar- 
tisten deshalb  so  sehr  an  ihrem  Beruf,  weil  sie 
täglich  in  harter  Arbeit  um  den  Erfolg  ringen 
müssen.  Sic  sind  die  einzigen  Künstler,  die 
ihre  Tätigkeit  Arbeit  nennen;  selbst  der  In- 
spezient,  der  hinter  den  Kulissen  des  Varietes 
für  den  richtigen  Auftritt  zu  sorgen  hat,  sagt 
nicht,  wie  bei  der  Sprechbühne:  ..Achtung,  es 
ko.Timt  Ihre  Szene",  sondern:  ,,Ihre  Nummer 
ist  daran,  Sie  müssen  arbeiten."  Jenny  Jugo, 
die  in  „Looping  the  Loop"  den  Werdegang 
eines  Bürgermädchens  zur  Zirkusartistin  durch- 
lebt, ist  in  der  „Flucht  vor  der  Liebe"  ein  klc 
nes    Schaubudenmädel.      Welche    Unterschiede 


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Enrico  Benfer 
Mute:  Enrico  Benfer  und  Jenny  Jugo 

im  sozialen  Milieu  beider  Filme!  In  „Looping 
the  Loop"  wird  die  Welt  der  arrivierten  Ar- 
tisten lebendig,  die  im  Luxuszug  durch  die 
Länder  fahren  und  vor  einem  glänzenden  Par- 
kett spielen,  denen  Diener  die  Koffer  packen, 
und  die  sicherlich  über  ein  hübsches  Bankkonto 
verfügen.  Ganz  anders  die  Welt  der  kleinen 
Artisten,  die  auf  Rummelplätzen  beheimatet 
sind.  Sic  erleben  zwar  in  viel  stärkcrem  Maße 
die  Romantik  des  Artistentums,  sie  sind  die 
letzten  Vertreter  der  fahrenden  Leute,  aber 
sie  müssen  den  Flitterglanz  teuer  erkaufen,  weil 
die  Bedingungen,  unter  denen  sie  leben,  er- 
bärmlich sind.  Es  ist  kein  Wunder,  daß  eine 
junge  Schaustellerin,  die  nur  ein  paar  be- 
glückende Augenblicke  bei  der  Abendvorstel- 
lung erlebt,  sonst  aber  einen  grauen  Alltag 
hat,  sich  verlocken  läßt,  den  Rummelplatz  mit 
einem  gesicherton  Leben  zu  vertauschen.  Na- 
mentlich, wenn  damit  auch  das  Glück  der 
Liebe  verbunden  ist.  Aber  auch  sie  lernt  er- 
kennen, daß  bürgerliches  Glück  nicht  für  die 
fahrenden  Leute  geeignet  ist,  denen  eine  selt- 
same Unruhe  im  Blute  brennt.  Sie  läßt  den 
Reichtum  und  den  geliebten  Mann  zurück  und 
folgt  dem  Vater  in  die  kleine  Schaubude  des 
Rummelplatzes.  Artistenlos  —  das  diesmal 
eine  Flucht  vor  der  Liebe  ist. 


Links:  Jenny  Jugo  und  Enrico  Benfer 

l'ltotüi .    i  ja 


^^S^S^Sl 


Die  Geschichte  des  Vorkriegs-Kußland  ist 
reich  an  spannenden  Momenten.  Schick- 
sale, wie  sie  in  gleicher  Abenteuerlich- 
keit nur  das  Leben  ersinnen  kann,  waren  wie 
{geschaffen,  Vorbilder  der  Literatur  zu  sein. 
In  diesem  Riesenreich,  das  die  verschieden- 
artigsten Völkerschaften  und  sehr  viel  un- 
ruhige Elemente  vereinte,  war  eine  straffe 
Hand  nötig,  um  den  Bau  zusammenzuhalten. 
In  der  russischen  Geschichte  haben  die  revo- 
utionären  Bewegungen  immer  eine  große 
Rolle  gespielt.  Die  Lust  der  Slawen  am  Aus- 
spinnen sonderbarer  Theorien  übertrug  sich 
auch  auf  die  Politik,  und  nicht  alle  umstürz- 
lerischen Ideen  waren  so  ernst  gemeint,  wie 
sie  bei  den  endlosen  Diskussionen  am  Tee- 
tisch ausgesponnen  wurden.  Vielleicht  gerade 
deshalb  ergab  sich  die  Jugend  gern  diesen 
Spekulationen,  deren  Gefährlichkeit  ihr 
nicht  immer  bewußt  war,  und  die  nicht  selten 
mit  Entsetzen  sehen  mußte,  daß  die  Gegen- 
seite zum  Schlag  ausholte.  Eine  derartige 
Geschichte  wird  in  dem  Ufafilm  ,, Hochverrat" 
erzählt,  der  die  interessante  Darstellerin  zum 
erstenmal  unter  anderer  Regie  als  der  Fritz 
Längs  zeigen  wird.  Dieser  Film  bringt  einen 
Querschnitt  aus  dem  Leben  des  guten  Bürger- 
tums im  Vorkriegs-Rußland.  Diese  Menschen 
aus  einer  kultivierten  Atmosphäre  machten 
sich  sehr  oft  aus  Idealismus  zum  Anwalt  an- 


derer  Volksschichten,  die  ihnen  diese  Bemü- 
hungen niemals  gedankt  haben.  Sie  wurden 
besonders  hart  getroffen,  sobald  sich  eines 
ihrer  Mitglieder  in  den  Fallstricken  revolu- 
tionärer Politik  verfing.  Denn  für  den  Ge- 
strauchelten gab  es  dann  wenig  Hoffnung. 
Entweder  schlössen  sich  hinter  ihm  die  Tore 
der  Schlüsselburg,  jenes  Verlieses,  das  in  der 
Historie  ebenso  berüchtigt  geworden  ist  wie 
die  Bastille,  oder  aber  es  folgte  die  Verban- 
nung nach  Sibirien.  Das  Leben  in  den 
Sträflingskolonien  war  hart,  wenngleich 
Russen,  die  an  eine  dünnbevölkerte  Land- 
schaft gewöhnt  waren,  die  sibirische  Einsam- 
keit weniger  niederdrückend  empfanden  als 
Westeuropäer.  , .Hochverrat"  gibt  auch  jene 
internationale  Atmosphäre  wieder,  die  um  die 
russischen  Terroristen  lag.  Vor  dem  Anschlag 
war  alles  zur  Flucht  vorbereitet,  die  auf  dem 
kürzesten  Wege  in  das  Ausland  erfolgte,  und 
selbst  wer  unschuldig  war,  aber  in  den  Ver- 
dacht geriet,  an  umstürzlerischcn  Unterneh- 
mungen beteiligt  zu  sein,  suchte  so  schnell 
wie  möglich  über  die  Grenze  zu  kommen.  So 
reist  auch  in  ,, Hochverrat"  Gerda  Maurus,  die 
eine  Dame  der  ersten  Gesellschaftskreise  ver- 
körpert, von  Warschau  nach  Zürich,  wo  sie 
allerdings  vergeblich  auf  den  jungen  Studen- 
ten wartet,  der  in  der  Zwischenzeit  die  un- 
freiwillige Reise  nach  Sibirien  antreten  mußte. 
Von  Zürich  aus  läßt  diese  Dame  dann  alle 
ihre  Beziehungen  spielen,  die  zu  hohen  Mili- 
tärs und  zu  den  Kreisen  der  Diplomatie  rei- 
chen. Auch  jene  Korruption,  die  sich  aus 
Innerasien  auf  sibirisches  Beamtentum  über- 
tragen hatte,  wird  dargestellt.  Damals  bestand 
das  Sprichwort:  Der  Himmel  ist  hoch  und 
der  Zar  ist  weit,  zu  Recht. 


Oben  und  Mitte:  Gustav 
Fröhlich.  Unten:  Gerda 
Maurus  (rechts  Mitte) 
Leopold  von    Ledebour 

P/iot.  Uja 


Q^huf  uj^  JiAdyujmt' 


Autobiographische  Notizen  von  Betty  Amann, 


Es  ist  noch  nicht  lange  her,  daß  ein  Journalist,  dem 
ich  erzählte,  daß  Pirmasens  meine  Heimatstadt  und 
ich  ursprünglich  Kunstmalerin  sei,  die  schmeichel- 
haften Worte  sagte:  ,,Also  sind  in  Pirmasens  zwei 
Malergcnies  geboren  worden."  Auf  diese  Weise  erfuhr  ich 
erst,  daß  der  zu  Ludwigs  Zeiten  lebende  Maler  Morcau  in 
Pirmasens  zur  Welt  gekommen  war. 

Was  nun  mein  ,, Genie"  angeht,  so  darf  ich  feststellen, 
daß  die  bildende  Kunst  zwar  meine  Sehnsucht  war,  doch 
nicht  mein  Beruf. 


und  setzte  mir  die  Vorzüge  des  Bühnenlebens  in  den 
schillerndsten  Farben  auseinander.  Das  tat  sie  so  über- 
zeugend, daß  ich  zum  Schluß  begeistert  ,,Ja!"  schrie. 

Vier  Wochen  lang  Abend  für  Abend  trat  ich  im  Ver- 
folg unserer  Unterhaltung  in  einem  Sketscb  auf  einer 
New-Yorker  Varietebühne  auf. 

Es  war  das  May  Palace  Theater,  in  dem  ich  die  Sensa- 
tionen des  Lampenfiebers  und  des  ersten  Bühnenabends  er- 
lebte.   Aber  wie   alles   zur  Gewohnheit    werden    kann,    so 

fühlte    ich    mich 


Als  ich  sechs 
Jahre  alt  war, 
fuhren  meine  El- 
tern mit  mir  über 
den  großenTeich 
nach  Deutsch- 
land. Ich  erin- 
nere mich,  als 
sei  es  gestern 
gewesen,  daß  ein 
Maler,  der  mit 
seiner  Staffelei 
vor  dem  Rathaus 
stand,  einen  be- 
sonderen Ein- 
druck auf  mich 
machte.  Die  Ent- 
stehung seines 
Bildes  ist  sozu- 
sagen unter  mei- 
ner Kontrolle 
vonstatten  ge- 
gangen. 

Und  von  die- 
sem Augenblick 
an  übte  ich  mich. 
Keine  Kaffee- 
tüte, kein  Brief- 
umschlag, kein 
weißer  Fetzen 
war  mir  zu  ge- 
ring: ich  be- 
schmierte ihn  mit 
Tinte,  Blei  und 
Kohle,    Später  kamen  Wasserfarben  und  Buntstifte   hinzu. 

Aus  den  graphischen  Arbeiten  wurden  Gemälde. 
Schließlich  trat  ich  an  meine  Eltern  mit  der  Bitte  heran, 
mich  bei  der  New-Yorker  Kunstakademie  einschreiben  zu 
lassen.  Mein  mißtrauischer  Vater  sah  noch  einmal  meine 
gesamte  Produktion  durch  und  meinte  dann:  ,,Gut!  Soll 
sie  auf  die  Academy!     Man  wird  sie  bald  genug  fortjagen!" 

Man  jagte  mich  nicht  fort.  Ich  malte,  malte,  malte  und 
schickte  jeden  Monatsletzten  eine  ziemlich  hohe  Rechnung 
für  Pinsel,  Farben  und  Malmittel  nach  Hause.  Mein  Vater 
konnte  sich  über  meinen  Fleiß  nicht  beschweren.  Dann 
trat  der  entscheidende  Augenblick,  der  berühmte  Wende- 
punkt, in  mein  Leben.  Und  zwar  auf  dem  Dach  eines 
Omnibusses,  mit  dem  ich  zur  Akademie  fahren  wollte. 
Eine  Dame,  die  man  ebenso  gut  für  eine  Pensionats- 
vorsteherin wie  für  eine  Modehausbesitzerin  halten  konnte, 
saß  mir  gegenüber  und  starrte  mich  mit  dem  hypnotisie- 
renden Blick  einer   Boa  constrictor  an. 

Es  dauerte  lange,  bis  sie  mit  dem  Anstarren  fertig  war; 
dann  tippte  sie  mich  an  und  fragte:  „Haben  Sie  Lust, 
Theater  zu  spielen?" 

Meine    respektlose    Antwort:    „Nein,    Sie?"    überging    sie 


Betty  Amann       Phot.  Ufa 


schon  nach  den 
ersten        beiden 

Abenden  auf 
den  Brettern  zu 
Hause.    Als    die 
vier  Wochen  zu 
Ende  gingen,  saß 
—  ganz   wie   im 
Film    —    ein 
freundlicher 
Herr  in  der  Sei- 
tenloge   und 
prüfte    uns    mit 
dem  Blick  eines 

Anatomie- 
professors. 
Es     war     ein 
Filmregisseur, 
der      mir      den 

Vorschlag 
machte,  eine 

mittlere  Rolle 
für  den  großen 
Film  einer  ganz 
großen  Gesell- 
schaft zu  über- 
nehmen. 

Mein      Vater 
fragte    mich    le- 
diglich in  seiner 
leisen,       andeu- 
tungsreichen 
Art,  ob  ich  viel- 
leicht   ein    ganz 
klein  wenig  wahnsinnig  geworden  sei?  Ich  malte  daher  weiter. 
Ich  malte  weiter. 

Die  Rechnungen  aus  dieser  Zeit  (für  Öl  und  Pinsel)  waren 
weitaus  höher  als  die  früheren. 

Wie  die  meisten  Tage  des  Jahres,  kam  endlich  auch  mein 
Geburtstag  heran.  Für  die  Enttäuschungen  des  Jahres,  und 
weil  ich  brav  gewesen  war,  schenkte  mir  der  Vater  als 
Überraschung  eine  Deutschlandreise. 

Und  auf  dieser  Reise  ereignete  sich,  was  für  meine  jetzige 
Laufbahn  so  entscheidend  werden  sollte:  In  einer  großen 
Gesellschaft  zu  Ehren  der  drei  Ozeanflieger  von  Hünefeld, 
Kohl  und  Fitzmaurice  sahen  mich  Erich  Pommer  und 
Joe  May. 

So  kam  ich  zu  meinem  Beruf.  Und  habe  einsehen  gelernt, 
daß  Beruf  und  Sehnsucht  irgendwie  unsichtbar  miteinander 
verbunden  sind.  Der  szenische  Aufbau  beim  Film  scheint 
mir  einem  graphischen  Entwürfe  zu  ähneln.  Das  wurde  mir 
klar,  als  ich  die  Filme  ,, Asphalt"  und  ,, Sträfling  aus 
Stambul"  hinter  mir  hatte.  Aus  Farbtupfen,  aus  tausend 
Einzelheiten  setzt  sich  ein  Film  zusammen,  bis  das  Gesamt- 
spiel der  Szenen  in  seiner  Kontinuität  eine  wirkungsvolle 
und  klare  Sprache  spricht. 


Ausgerechnet  Bananen!    Lilian  Harvey   bei   den  Außenaufnahmen    auf    den  Kanarischen  Inseln   für   den  Ufa-Film  ,,Wenn    du  einmal   dein 

Herz  verschenlist"         i'/wt.  l'ja 


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Als  der  ,,Union-Filni"  vor  17  Jahren  Ürban  Gad  und  Asta 
Nielsen  nach  Spanien  schickte,  damit  dort  die  Außenauf- 
nahmen zum  ,,Tod  in  Sevilla"  gedreht  wurden,  hielt  dies 
alle  Welt  für  Verschwendung,  denn  in  dem  näher  gelegenen  Rü- 
dersdorf  halte  man  bis  zu  dem  Tag  alle  möglichen  Auslands- 
szenen gedreht.  Selbst  nach  dem  Kriege  waren  die  Berge  um 
den  Creniersee  ein  beliebter  Filmhintergrund,  und  es  sind  Teile 
von  ,, Carmen",  sogar  vom  ,,Wcib  des  Pharao  '  und  der  ,, Ex- 
zellenz von  Madagascar"  in  Rildcrsdorf  beheimatet.  Einer  der 
ersten,  der  in  die  Fremde  zog,  war  Georg  Jacoby,  der  seinen  er- 
folgreichsten Film,  ,,Dcr  Mann  ohne  Namen",  in  Spanien  und 
Marokko  aufnehmen  ließ.  Dafür  siedelte  er  wiederum  die 
Löwenszenen  in  Tempelhof  an,  weil  sie  in  Marokko  ebenso  selten 
als  bei  dem  Kapitän  Schneider  häufig  sind.  Die  Expedition 
verlor  in  Madrid  durch  plötzlichen  Tod  ihr  Mitglied  Alexander 
Eckert,  für  den  schnell  aus  Berlin  Erich  Kaiser-Titz,  den  nun 
auch  schon  der  Rasen  deckt,  geholt  werden  mußte.  Harry 
Liedlke,  Mady  Christians,  Jakob  Tiedtkc,  Georg  Alexander  er- 
lebten eine  Anzahl  Abenteuer  unterwegs,  kauften  begehrte  Gegen- 
stände ein,  die  es  damals  in  der  Heimat  noch  nicht  wieder  gab, 
und  standen  mit  einem  riesigen  Kofferberg  schließlich  in  Kon- 
stanz   auf    dem    Zollamt.       Damals    war    noch    die    Separatisten- 


bewegung im  Rheinland  lebendig  und  in  den  Grenzorten  war  das 
berechtigte  Mißtrauen  gegen  allerlei  dunkle  Gestalten  wach,  die 
im  Trüben  fischen  wollten.  Man  konnte  daher  gewissen  Aus- 
ländern gar  nicht  scharf  genug  auf  die  Finger  sehen.  Als  sich 
daher  Jacoby  und  sein  Darsteller  auf  dem  Zollamt  meldeten, 
wurden  sie  einer  scharfen  Kontrolle  unterzogen.  Die  Sonne  des 
Mittelmeeres  hatte  sie  braun  gebrannt,  und  die  anstrengende  Ar- 
beit, Hetzjagd  der  Reise,  etwas  nervös  gemacht.  Namentlich  die 
elegante  Mady  Christians  schien  den  Zollbeamten  verdächtig, 
denn  schöne  Frauen  hatten  sich  zuoft  als  Hochstaplerinnen  oder 
Spioninnen  erwiesen.  Ihr  Gepäck  wurde  mit  einer  Sorgfalt 
durchsucht,  als  ob  sie  bereits  eine  überführte  Person  wäre,  und 
als  der  alte  schwäbische  Zollbeamte  auf  ein  großes  verschnürtes 
Paket  stieß,  konnte  er  vor  Eifer  den  Knoten  nicht  lösen. 

,,Sie  brauchen  nicht  öffnen",  rief  Mady  ärgerlich,  ,,es  sind  nur 
meine  Photographien  aus  Marokko  drin!" 

,,Ha!  Aus  Marokko",  rief  der  Zollbeamte  mit  höhnischem  Ge- 
lächter, ,,aus  Marokko  • —  warum  nit  gar!" 

Es  war  aber  wirklich  nichts  anderes  darin.  Nur  die  Schau- 
spieler behielten  die  Worte  ,,aus  Marokko  —  warum  nit  gar!"  eine 
Zeitlang   bei. 


Clara  Bow  und  ihr  Verlobter  der  Revuestar  und  Nachtklubbesitzer  Harry  Richman 


VOA/ 


ClAI^/ißoU/ 


Darf  man  heute  eigentlich  noch  das  Wort  Liebe  aus- 
sprechen, ohne  daß  sofort  gelächelt  wird?  Beinahe 
scheint  es,  als  ob  die  Liebe  nichts  weiter  als  ein 
Thema  für  Schlagertextdichter,  für  Romane  und  für  den 
Film  ist,  eine  sehr  hübsche  Sache  zum  Singen  oder  besten- 
falls eine  angenehme  Unterbrechung  des  Alitags. 

Die  große  Liebe  gilt  als  ein  Etwas,  das  nicht  mehr  in 
unsere  Zeit  paßt.  Wir  sind  nüchtern  und  praktisch  ge- 
worden und  haben  mit  so  vielen  anderen  wichtigen 
Sachen  zu  tun,  daß  wir  uns  die  große  Liebe  einfach  nicht 
leisten  können. 

Aber  das  stimmt  ja  gar  nicht.  Manchmal  lesen  wir  von 
Liebestragödien  oder  sonderbaren  Schicksalen,  denen  eine 
große  Liebe  zugrundeliegt,  und  dann  wundern  wir  uns  viel- 
leicht ein  bißchen,  wie  dergleichen  möglich  sein  kann, 
vergessen  daran  und  leugnen  im  nächsten  Augenblick  die 
Noch-Existenz  der  großen  Liebe.  Und  wir  merken  gar 
nicht,  daß  wir  uns  vielleicht  nur  die  Liebe  ausreden  wol- 
len, weil  wir  Angst  vor  ihr  haben. 

Ich.  glaube  nicht,  daß  es  möglich  wäre,  der  Liebe  in 
allen  Kunstwerken  einen  so  überragenden  Platz  einzu- 
räumen, wenn  sie  nicht  —  trotz  aller  Überlegenheit  und 
aller  Kühle  —  das  Wichtigste  unseres  Lebens  wäre.  In 
allen  meinen  Filmen  spielt  sie  die  Hauptrolle.  Und  daß 
sie  nicht  erfunden  ist,  beweist  z.  B.  die  Handlung  meines 
Films  ,, Steckbrieflich  verfolgt",  dem  die  wahre  Lebens- 
geschichte  eines   Zuchthaussträflings  zugrunde   liegt. 

Dieser  Mann,  Sträfling  Nr.  13  332,  berichtet  von  der 
Liebe  seiner  Frau,  die  um  der  Liebe  willen  jedes  erdenk- 


liche Opfer  bringt.  Die  Frau  stammt  aus  Verbrecher- 
kreisen, und  ihre  große  Sehnsucht  geht  nach  einem  an- 
ständigen, sauberen  Leben.  Aber  sie  liebt  ihren  Mann 
mehr  als  ihr  Leben,  und  um  seinetwillen  nimmt  sie  alle 
Opfer,  alle  Ängste  und  Sorgen  auf  sich,  die  die  Ver- 
brecherlaufbahn ihres  Mannes  mit  sich  bringt;  sie  gibt 
sich  selbst  auf,  um  ihn  zu  retten,  und  liebt  ihn  unendlich. 

Ich  bin  überzeugt,  daß  dies  kein  Einzelschicksal  ist. 
Gerade  in  den  unteren  Kreisen,  von  denen  wir  so  wenig 
wissen,  gibt  es  bestimmt  viele  Frauen,  die  der  Yvonne 
meines  Films  in  ihrem  Fühlen  innig  verschwcstert  sind. 
Wir  hören  von  ihren  Schicksalen  nicht  viel,  nur  in  Prozeß- 
berichten wird  ihrer  flüchtig  Erwähnung  getan,  ohne  daß 
man    sich    ein    deutliches    Bild    von    ihnen    machen    kann. 

Vielleicht  wird  die  große  Liebe  nur  geleugnet,  weil  die, 
denen  sie  begegnet,  sie  nicht  in  die  Öffentlichkeit  hinaus- 
posaunen. Aber  braucht  es  denn  immer  großes  Gerede,  um 
das  Vorhandensein  der  Dinge  zu  bezeugen? 

Ich  wehre  mich  dagegen,  daß  man  die  Liebe  im  Film  so 
oft  als  sentimentalen  Kitsch  brandmarkt.  Bei  vielen,  die 
so  verächtlich  die  Bezeichnung  ,, sentimentaler  Kitsch" 
gebrauchen,  ist  der  Untergrund  ihrer  Empfindungen  sicher- 
lich nichts  als  Neid,  weil  sie  einfach  keiner  großen  Liebe 
fähig  sind. 

Wir  aber,  die  wir  unsere  Rollen  spielen,  die  Rollen  der 
großen  Liebenden,  wir  spielen  nicht  für  die  Gefühllosen 
und  Neidischen,  sondern  für  die,  die  noch  an  die  große 
Liebe  glauben,  die  sich  nach  ihr  sehnen  und  den  Mut  haben, 
ihre    Existenz    anzuerkennen. 


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I 


I 


In- 


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Willy   Fr  lisch    und   Diia   Parlo 
im  Ufaion-Film  der  Ericii  Pommer-Produkiion  „Melodie  des  Herzens" 


%iLcie4^  aus* 


ii> ' 


» 


Für  unternehmungslustige  Touristen  ist 
heute  kein  Land  derWelt  mehr  unerreich- 
bar. Die  verschlossenen  Länder  der  Erde 
haben  sich  dem  Verkehr  geöffnet,  und  die  ver- 
botenen Stätten  des  Orients  sind  verschwun- 
den. Wo  noch  vor  einem  halben  Jahrhundert  For- 
schungsreisende ihr  Leben  daran  setzten,  wilde  Gegen- 
den mit  wilden  Tieren  und  Menschen  zu  durchqueren, 
stehen  heute  Luxushotels,  zu  denen  die  Autos  auf 
zementierten  Straßen  fahren.  Hochzeitsreisen  in  den 
Dschungel  oder  gar  Familienfahrten  durch  ehedem 
dunkle  Erdteile  sind  nichts  Ungewöhnliches  mehr. 
Nur  ein  Land  der  Welt  macht  davon  eine  Ausnahme, 
ein  Land,  das  bereits  in  seiner  Natur  ungastlich  ist, 
Grönland,  das  der  moderne  Passagierverkehr  bisher 
nicht  zu  erfassen  vermochte.  In  einer  Zeit,  da  Nord- 
landsreisen beliebt  sind  und  Spitzbergen  längst  nicht 
mehr  der  nördlichste  Punkt  der  Touristenfahrten  ist, 
wäre  ein  Abstecher  nach  Grönland  nur  eine  Frage 
der  Zeit.  Aber  Dänemark,  das  über  Grönland  herrscht, 
verbietet  das  Betreten  des  Landes,  weil  es  kein  an- 
deres Mittel  gibt,  um  die  Eingeborenen,  die  Eskimos, 
vor  dem  Aussterben  zu  bewahren.  Grönland  ist  frei 
von  Krankheiten,  die  in  zivilisierten  Ländern  gras- 
sieren, es  gibt  weder  Tuberkulose  noch  Grippe,  weder 
Typhus  nach  Zahnkaries  unter  den  Eskimos.  Die 
Mannschaften  der  wenigen  Schiffe,  die  in  Grönland 
vor  Anker  gehen,  ist  ausgesucht  —  also,  w2r  nicht 
als    Matrose     eines    Frachtdampfers    nach    Grönland 


riwt.  11,1 


fahren  will,  wird  es  nie  zu  sehen  bekommen. 
Da  setzt  nun  der  Film  ein,  der  die  Ferne  nah- 
machen und  ihr  Gesicht  in  charakteristischen 
Bildern  zeigen  kann.  Die  Kulturfilm-Abteilung 
der  Ufa  hat  soeben  einen  Film  fertiggestellt, 
der  unter  dem  Titel  „Bilder  aus  Grönland"  ein 
packendes  Gemälde  dieser  Weltgegend  darstellt.  Um 
dem  Zuschauer  ein  anschauliches  Bild  des  Landes  zu 
geben,  wird  er  Zeuge  einer  Schlittenexpedition,  die 
in  das  Inlandseis  führt.  Das  einzige  Beförderungs- 
mittel ist  dort  oben  immer  noch  der  Hundeschlitten. 
Zwanzig  und  mehr  der  struppigen  Gesellen  werden 
vor  einen  kleinen  Schlitten  gespannt,  und  dann  be- 
ginnt die  wilde  Jagd  über  das  Eis.  Der  Troß  wird 
von  einem  Leithund  dirigiert,  der  sich  erst  mit  allen 
anderen  Hunden  seines  Gespannes  beißen  muß,  damit 
sie  seine  Herrschaft  anerkennen.  Auch  über  die  Eis- 
bildungen an  der  Küste,  durch  welche  Grönland  sein 
charakteristisches  Aussehen  erhält,  klärt  der  Film  auf. 
Es  sind  dort  neben  dem  Packeis  aus  gefrorenem 
Meereswasser  riesige  Mengen  von  Inlandseis  zu  fin- 
den, das  aus  Süßwasser  besteht  und  dem  Meere  in 
Form  von  Gletschern  zustrebt.  Riesige  Eisdome 
recken  ihre  Wipfel  in  den  wolkenbedeckten  Himmel. 
Aber  wichtiger  als  Tier  und  Landschaft  ist  für  uns 
der  Mensch,  der  Eskimo,  dessen  Leben  in  den  Haupt- 
abschnitten gezeigt  wird.  G.  B.  Shaw  hat  einmal  an 
den  Eskimos  das  Glück  der  Ungewaschenheit  geprie- 
sen,  aber  das  ist  rein   klimatisch   begründet. 


Phot.  Ufa 


Vor  fünf  Jahren  erregte  in  den  heißesten  Sommertagen  ein  Film 
in  Berlin  Aufsehen,  der  ,,Die  Insel  der  verlorenen  Schiffe"  hieß, 
und  von  dem  französischen  Regisseur  Maurice  Tourncur  in  Holly- 
wood hergestellt  worden  v\ar.  Eben,  da  man  daran  geht,  das  Thema 
dieses  Filmes  in  den  Burbank  Studios  noch  einmal  zu  drehen  — 
diesmal  freilich  mit  Ton  und  Geräusch  — ,  erscheint  Maurice  Tour- 
neur,  von  dem  seit  jener  Zeit  kein  Erfolg  mehr  gemeldet  werden 
konnte,  mit  einem  Seefilm,  der  ,,Das  Schiff  der  verlorenen  Men- 
schen" heißt  und  der  in  Staaken  und  an  der  Nordsee  gedreht  wurde. 
Tourneur  i\sX-  seiner  Zeit  durch  eine  vollkommen  unpathetische  Be- 
handlung der  Massen  ^uf.  Zwar  die  berühmte  Boxszene,  die  in 
Berlin  mit  stürmischem  Beifall  begrüßt  wurde,  hat  er  nicht  erfunden, 
sondern  nur  zerdehnt.  Als  Gennaro  Ripfelli  sie  in  „Steuerlos" 
noch  mehr  auseinanderzog,  wirkte  sie  parodistisch.  Aber  das  eigen- 
artige  Tempo,    der    Bildschnitt,    der    kleinste    Ausschnitte    panorama- 


Oben  links:  Friiz  Kortner 

ObeiC  rechts   (Mitff):   Boris  de  Fas 

Unten   rechts  (Mitte):    Fritz  Kortner 

Um   ihn   unä  im  Kreis:    Die  Mann- 
schaft:     Robert     üarritoij,     Alfred 
Loretto,   Fedor  Schatjapiti^  ]r.,  Harry 
Grunwaid  und  Max  Maximi/ian 

P/iol.  Qlass-Ulm  der  OrpliJ 


wa 
mo 


Vordergrund  und  ist  um  gewaltsame  Lösung  der  Konflikte  nicht  ver- 
legen. Da  er  einen  Blick  für  Typen  hat,  weiß  er  sie  für  jede  Rolle 
passend  auszuwählen.  Das  bedeutet  viel,  denn  in  dem  Milieu,  welches 
seinen  Filmen  zugrunde  liegt,  herrscht  eine  gewisse  Annäherung  der 
einzelnen  asozialen  Erscheinungen  aneinander.  Tourneur  weiß  auch 
dort  Unterschiede  zu  entdecken,  so  daß  der  Zuschauer  nicht  vor  die 
Rätselfragc  gestellt  wird,  mit  welchem  Zuschauer  er  es  gerade  zu  tun 
hat.  Im  ,, Schiff  der  verlorenen  Menschen",  dessen  größere  Ab- 
schnitte im  Atelier  gedreht  werden  mußten,  feiert  die  Trickphoto- 
graphie  von  Nicolas  Parkas  Triumphe.  Ihm  und  dem  Architekten 
Franz    Schroedter    ist    die    Lebensechtheit    der    Bilder    zu    danken. 


^■<\ 


\ 


i. 


Ohen  links,"  Fritz  Koriner 


Oben    rechts:     Fritz    i^orlner     und 
Gaston  Moda^ 


Unten     links:     Robin    Irvthe     und 
Marlene  Dietrich 

['hol.  Gfai^^nt-der  OrpUd 


Großstadt  -  Tiere! 
Das  steinerne 
Meer,  dessen 

Wellen,  immer  weiter 
in  das  Land  drinjj^n, 
ist  unbarmherzig  und 
fordert  von  allen  Ge- 
schöpfen Anpassung. 
Aber  die  Mehrzahl 
der  Tiere  ist  in  seiner 
Lebensart  so  einge- 
stellt, daß  sie  in  der 
Großstadt  keine  Nah- 
rung findet,  und  nur 
lichtscheues  Gesindel, 
wie  die  Ratten,  ver- 
mehrt sich  unheimlich 
in  den  düsteren  Kel- 
lern, Nur  die  Vögel 
oder  einige  von  ihnen, 
haben  sich  an  das 
Stadtleben  gewöhnt. 
In  der  Dämmerung 
des  Sommerabends 


'ffS^ 


><?.    .^ 


4  .,5 


% 


erschallt  das  Gezwit- 
scher der  Mauersegler 
über  den  Häusern,  die 
in  späterer  Stunde 
von  den  geisterhaft 
huschenden  Fleder- 
mäusen abgelöst  wer- 
den. Das  freche  Volk 
der  Spatzen  hüpft  un- 
bekümmert um  den 
Verkehr  durch  die 
Straßen.  Wo  aber  nur 
ein  Stückchen  Grün 
in  die  harte  Asphalt- 
wüste gesprengt  ist, 
machen  sich  allerlei 
Vertreter  der  Finken- 
familic       breit.  Ein 

Waldvogel,  die  früher 
sehr  scheue  Schwarz- 
drossel, ist  seit  30 
Jahren  in  den  Gärten 
und  den  Parks  heimisch 
geworden. 


Meisennesl  im  Brief- 
kasten, Daneben :  Ein 
Finkenmülterchen  erbit- 
tet Futter  für  seine 
Kinder 


Eines    der   letzten  Eich- 

kätzcfien  im  Tiergarten. 

Die         Parkverwaltung 

stellt  sie  nicftt  gern 

Phot.  Uta 


et..S' 


SdiwiitÄel 


UHDK^tio  UNDSEHR  VIEL' 

Givo^  La5ti0er  Abei4.teu.erronacLyL 

^  VON    LUDWIGvoN  WOHL 


2/.  rortsetzung 

Nach  dem  dritten  Glas  kamen  die  ersten  Schwingungen  wieder 
• —  nach  dem  vierten  die  ersten  Schwierigkeiten  in  der  Gleicli- 
gewichtsfrage. 

,,Er  hat  mich  eine  kleine  Kröte  genannt",  sagte  sie  und  hatte 
dabei  die  Empfindung,   ihre   Zunge  wolle   ihr   fortlaufen. 

,,Und   er   hat    gesagt,    ich   habe   ihn  betrogen  — " 

Der  Konjunktiv  des  Präsens  stand  wirklich  außerhalb  des 
Bereichs    ihrer   Möglichkeiten. 

,, Betrogen",  sagte  sie  wieder  und  nickte  mit  dem  Köpfchen 
wie  eine  chinesische   Pagode. 

,,Und  das  Geld   war  nicht   da,  sondern   woanders." 

,,Aha",  sagte  Robby  ernsthaft.  ,,Und  wo?"  fragte  er  so  ganz 
nebenbei. 

,,In  seinem  Zimmer  • — ■  in  seinem  Zimmer.  Und  dann  hat  er 
etwas  von  Abdullah  —  Abdul  Hamid  —  gesagt  —  der  wüßte  es 
—  kleine  Kröte  ist  eine  Frechheit,  finden  Sie  nicht?  —  Außer- 
dem würde  ich  ihn  ganz  bestimmt  betrügen,  wenn  ich  ver- 
heiratet   wäre," 

,,Ich    auch",    stimmte 
mit    Champagner   ein. 
mehr  —   kommen   Sie!" 

„Wohin?" 

„In  sein  Schlafzimmer  natürlich." 

Sie  kam  gehorsam  mit.  Aber  die  Art,  wie  sie  ein  Bein  be- 
hutsam  vor  das   andere   setzte,   war  noch   ein  bißchen  bedenklich. 

,,Wo  gibt   es   hier  Wasser?"   fragte   er. 

„Drüben   im    Badezimmer." 

Er  tauchte  ein  Tuch  ein  und  wusch  ihr  energisch  das  Ge- 
sichtchen. 

,, Wievielmal  sehen  Sie   mich?"   fragte   er  dann. 

Sie  lachte.     ,, Einmal  ist  genug." 

„Dann  los!  —  Wo  ist  das  Schlafzimmer  —  haben  Sie  das 
schon  rausgekriegt?" 

,,Ja   —    drüben    die   zweite    Tür." 

Die  beiden   traten  ein  —  und   blieben  stehen. 

An  der  Wand  hing  eine  Photographie  des  Sultans  Abdul 
Hamid.  —  Sie  hing  schief. 

Ein  Negerjunge  in  Fes  und  weißem  Kaftan  hatte  sie  beiseite- 
geschoben. 


Robby   ihr   zu    und   rieb    ihr    die    Schläfen 
,,Ich   glaube,   wir   wissen   schon   bedeutend 


Nachdruck  verboten 

Dahinter  war  ein  Loch  in  der  Mauer.  Ein  kräftiges  Stemm- 
eisen und  ein  Hammer,  die  auf  dem  Diwan  lagen,  verrieten,  wo- 
durch   es    entstanden    war. 

Neben  diesem  Werkzeug  lagen  verschiedene  Päckchen  sehr 
hoher    englischer    Geldnoten. 

Der  Negerjunge  hatte  sich  umgedreht.  —  Er  hatte  ein  tief- 
schwarzes Gesicht  mit  blitzenden  weißen  Zähnen,  das  ohne  den 
Ausdruck   wilder   Wut    sogar   bildhübsch    gewesen   wäre. 

„Aber",    sagte    Dorrit    verblüfft. 

,, Guten  Tag,  Mademoiselle  Ranka",  sagte  Robby  mit  einer 
ehrerbietigen  Verbeugung.  ,,Es  ist  sehr  nett  von  Ihnen,  daß  Sie 
uns   diese   Arbeit   erspart   haben." 

Der  Negerjunge  zog  eine  ganz  wilde  Grimasse  und  stieß  ein 
sehr   salonunfähiges    Schimpfwort    aus. 

Robby   schüttelte   den   Kopf. 

„So  was  sagt  man  nicht",  erklärte  er.  ,,Auch  nicht  auf  fran- 
zösisch,  kleiner   Nigger." 

Ranka  Jcllacic  war  noch  nie  in  ihrem  Leben  so  wütend  ge- 
wesen. —  Was  hatte  sie  sich  mit  diesem  Klotz  von  einem  Deut- 
schen für  Mühe  gegeben  —  alles,  damit  er  sich  mit  der  blonden 
Kartoffel  die  Früchte  ihrer  Arbeit  holte.  Und  so,  in  dieser  Ver- 
fassung, mußte  er  sie  sehen  —  neben  der  anderen!  Das  war  un- 
erträglich.    Unerträglich! 

,,Gar  nicht  dumm,  sich  in  dieser  Verkleidung  einzuschleichen", 
meinte  er.  ,, Steht  ihr  ausgezeichnet.  Viel  besser  als  Röcke  und 
weißer  Feint.  Ich  glaube,  jeder  kommt  einmal  dazu,  seine  wahre 
Natur   zu   entdecken." 

,, Schweigen   Sie!" 

Ranka    spuckte    fast. 

,,Sie  sind  ein  widerlicher  Verräter,  daß  Sic's  nur  wissen!  Ich 
habe  Ihnen  Vertrauen  geschenkt,  aber  Sic  betrügen  Ihren  Ver- 
bündeten. Wenn  Sie  glauben,  daß  ich  Ihnen  und  dieser  blöden 
Kartoffel  jetzt  ohne  Gegenwehr  alles  überlasse,  dann  irren  Sie 
sich!  Ich  weiß  ganz  genau,  was  ihr  vorhabt.  Ihr  wollt  das 
Geld  so  hübsch  für  euch  durchbringen  —  die  getreue  Sekre- 
tärin   und    ihr   Liebhaber   —   aber    ich    kann    euch    sagen   — " 

,,Das  ist  eine  Gemeinheit",  sagte  Dorrit,  und  es  schössen  ihr 
tatsächlich  die  Tränen  in  die  Augen. 


Dita  Parlo  verbringt  das  Wochenende  im  Bereich  der  Havelseen 


Phot.  Ufo 


Rudolf  Biebrach  und  Igo  Sym  im  Ufafilm:   „Wenn  du  einmal  dein  Herz  verscfienkst.' 


Phot.  Ula 


Aber    Robby    winkte    ab.      Er    lachte    vergnügt. 

„Keine  Aufregung,  Kindl"  sagte  er.  „Sic  hat  gar  nicht  so 
unrecht," 

Ganz   groß   und   ungläubig   sah   ihn   Dorrit   an, 

Ranka  nickte  spöttisch, 

„Sie  hat  gar  nicht  so  unrecht",  wiederholte  Robby  Valberg. 
,,Nur  eins  muß  ich  leider  bestreiten,  daß  ich  mich  diesem  edlen 
Kegerknaben  gegenüber  als  Verräter  erwiesen  hätte.  Denn  ich 
habe  gleich  zu  Beginn  unserer  Verbündetenschaft  —  wenn  man 
davon  überhaupt  sprechen  kann  —  den  Fall  ausgenommen,  daß 
der  wirkliche  Besitzer  des  Geldes  seine  Ansprüche  geltend' 
machen  würde.  Und  dieser  Besitzer  bin  ich  nun  einmal.  Da 
beißt  keine  Maus  'nen  Faden  ab.  Denn  Herr  Stavrides  schuldet 
mir  die  Summe,  um  die  es  sich  handelt," 

Ranka  wich  einen  Schritt  zurück.     Ihr  Mund  stand  halb  offen, 

,,Sie    —    Sie    sind    — " 

„Der  Idiot  aus  Deutschland",  nickte  Robby  gleichmütig.  ,,Hier 
ist  mein  Paß  —  hier  ist  das  Schreiben  des  Herrn  Stavrides  an 
mich,  worin  er  die  Schuld  bestätigt  und  mir  den  Wechsel  schickt, 
dessen  erste  Ausfertigung  er  seiner  Sekretärin  zur  persönlichen 
Einziehung  übergeben  hat,  wobei  er  allerdings  vergaß,  ihr  mit- 
zuteilen, daß  er  einen  gewissen  Herrn  Jander  beauftragt  hatte, 
ihr  dieses  Dokument  in  Form  eines  Raubüberfalls  wieder  abzu- 
nehmen. Das  wissen  Sic  ja  alles  noch  nicht",  fügte  er  mit  einem 
schnellen  Seitenblick  auf  Dorrit  hinzu.  ,,Auch  nicht,  daß  Herr 
Stavrides  mit  Herrn  Mircovich  unter  einer  Decke  steckte.  Und 
daß  er  sich  der  Schuld  an  mich  dadurch  entziehen  wollte,  daß 
er  durch  den  fingierten  Raubüberfall  das  Geld  auf  die  Seite 
brachte,  wodurch  er  schuldlos  und  rein  wie  ein  Engelchen  Kon- 
kurs machen  konnte.  Der  Vorwurf,  ich  wäre  der  Liebhaber  der 
jungen  Dame  hier,  hat  dagegen  allerdings  wieder  seine  gewisse 
Berechtigung." 

Dorrits  Gesicht  war  eine  Studie  für  ein  Kabinettsstück: 
Fassungslosigkeit. 

,, Allerdings  in  zukünftiger  Hinsicht",  fuhr  Robby  fort,  „Vor- 
läufig bin  ich  erst  ihr  Verlobter.  Zum  Liebhaber  fehlt  noch  eine 
kleine,  aber  notwendige  amtliche  Zeremonie,  die  der  Kapitän  der 
Jacht  ,Uncle  Sam'  vornehmen  wird,  mit  der  wir  uns  jetzt  von 
diesem  reizenden  Flecken  l'>de  fortbegeben.  Mit  Mr.  Bopkinson, 
dem  Besitzer,  habe  ich  darüber  schon  gesprochen.  Ich  könnte 
ihn  eventuell  veranlassen,  auch  Sie  mitzunehmen,  mein  schwarzer 


Knabe,  etwa  als  Kajütensteward.  Aber  ich  habe  offengestanden 
zu  viel  Befürchtungen  in  bezug  auf  silberne  Löffel  und  solche 
Dinge." 

Ranka  lellacic  bekam  plötzlich  einen  Tobsuchtsanfall  und  ging 
auf    Robby    los. 

Was  macht  man  nur  mit  ihr?  dachte  er,  während  er  sie  ratlos 
festhielt,  Sie  hätte  jetzt  verschwinden  müssen  —  langer,  ent- 
täuschter Blick  —  und  ab  durch  die  Mitte,  Statt  dessen  geht 
sie  auf  mich  los,     Sie  war  doch   eine   kleine   Kanaille, 

Er  schob  sie  auf  den  Gang  und  rief  einen  der  Jazzband- 
matrosen  herauf,    die   gerade    Pause    hatten. 

Es   war   ein   großer,   kräftiger   Bursche, 

,,Wie  heißen  Sie?" 

,, Evans,    Sir," 

,, Hören  Sie  zu,  Evans.  Nehmen  Sie  diesen  Jungen  und  bringen 
Sie  ihn  hinter  das  Haus,  Da  werden  Sie  Hühnerställe  finden, 
Sie  sperren  ihn  in  den  nächsten  besten  und  riegeln  gut  zu.  Ver- 
standen?" 

„All  right,  Sir!" 

Der  Malrose  nahm  Ranka  beim  Genick  wie  ein  Bullterrier 
eine  Ratte.  Sie  strampelte  wild  mit  den  Beinen  und  versuchte 
gleichzeitig,  Robby  den  verachtungsvollen  Blick  einer  beleidigten 
Dame  zuzuwerfen.  —  Der  Anblick  war  überwältigend! 

Evans  machte  kurzen  Prozeß,  hing  sich  den  Jungen  über  den 
Arm  und  wuchtete  die  Treppe  hinunter.  —  Gleich  darauf  ver- 
schwand  er   im    Vorraum. 

Dafür  erschien  Mr.  Stuart  Bopkinson,  stellte  sich  in  aller 
Form  Dorrit  vor  und  gab  seiner  Freude  Ausdruck,  sie  bis  Fiume 
oder  Triest  mitnehmen  zu  dürfen.  In  einer  Viertelstunde  wollten 
sie  aufbrechen.  Er  und  seine  Gäste  hätten  viel  Spaß  gehabt  — 
a   lot   of   fun,   indead! 

Und  dann  merkte  er,  daß  keiner  der  beiden  so  recht  zuhörte, 
und  strich  sich  seinen  Menjou-Schnurrbart  und  zog  sich  leise 
und  lächelnd  wieder  zurück,  wie  es  das  Vorbild  seines  Schnurr- 
barts nicht   diskreter  hätte  machen  können, 

* 

Als    Dorrit    sich    endlich    freimachte,    stellte    sie    sofort    eine 
Frage:    ,, Sagen   Sie   mal   —  wie   heißt   du   eigentlich?"  — 
Frauen   sind    entsetzlich    neugierig. 
Er  wußte  doch  ihren  Namen  auch  nicht!  — 
Ende! 


FRAGEN 


die  uns  eri'ei'chtert 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    „F  i  I  m -M  a  ij  a  z  i  n".    Berlin    SW  68,    Zimmerstraße    35 — 41, 
Scherlverlag.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nielit  benntwurtet.  Bei  M;inu- 
skript.niKelejcenlK'iteM  bitten  wir  folgendes  zu  lie.iihten;  Jeder  AnfMse  ist 
lÜiekiHirtc)  lieizufiifien.  Jede  Kiiiseiidinif;  i'ines  M.mnskripts  zur  I'nifiins 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfjinse  von  i— .i  .Sehreiljm.iseliinenseiten 
sind  zur  Einseiiilunn  ai\  die  Fihiiiuduslrie.  Ife^issi'ure  usw.  ■;eeif;-net.  Fiir 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  k.niu  keine  Ver.intwortuii«  ülier- 
noinnieu  werden,  .ilso  soll  der  Verfasser  nur  Dtireliselilüse  seuili-n.  von 
liandKesehrietieneu    Sendunncu    (.k'serlielil    eine    Abschrift    zuriiekbeli.ilten. 


e  r  i  n  .    K  e  r  1  i  n  :      HriKitte    Helm    ist 
Die    Adres.se    stimmt.      l)ie    Künstlerin 
Ihren    Wunsch    erfüllen. 


ELEKTPISGHE5  KOCHEN 


MIT  DER 


PROTOS 

KLEINKÜGHE 


H  r  i  R-  i  t  t  p  H  e  1  ni  -  V  e  r  <■  h  r 
mit  Kieh.ird  WeiUb.ieli  verheir.itet. 
gibt    .\uto)iranime.      Sie    wird    auch 

1  j;  <i  S  y  m  -  V  e  r  e  li  r  e  r  i  n 
V  o  ni  K  e  '^  ti  s  i  r  n  n  d:  ItfO  Syui 
ist  ffcschieden.  Sein  (ieburtstas 
ist  der  ^^.  .luli.  Wie  alt  der 
Künstler  ist.  wissen  wir  nicht. 
.l,iw(dil,  er  Hibt  .\utoKr.Hnnu'. 
Send<'n  Sie  ihm  eine  Hildk.irte 
und  füKcn  Sii-  adressiertes,  fran- 
kiertes Uu<kku\ert  bei.  Hildcr 
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durch  ilie  ..Illustrierte  Film- 
woche-. Berlin  SW  fiS,  Koch- 
straUe  fi— .s.  Iso  Sym  spielte  u. 
a.  in  folgenden  Filmen:  ..Die 
K.iiserjäRer  '.  ..Dcninc  unil  der 
Zulall-.  ..W;>s  kostet  Liebe?-. 
..Adie\i.  M.-iscolte-.  ..Meine 

Schwester  und  icb'.  Sein  neue- 
ster Film  ist  ..Das  Cehcimnis  im 
SchlafwaRen-'  (Prinzessin  auf  l'r- 
laub)  mit  (»ssi  Oswalda  in  der 
weiblichen  Hauiitrolle.  —  Gustav 
Friihlich  wohnt  Hcrlin-Stc  ' 
Orlcansstratjc  I.  h;it  :im  :;i.Marz 
GehnristaK  und  ist  unverheiratet. 
Fröliliih  wurde  fiir  den  neuen 
Ff,-i-Film  ..Der  unstiTblichc 
IvUmp"-  viTpflicht<'t.  Die  weib- 
liche H.-iuptroUc  spii'lt  l,i;nie 
Haid.  —  Dolly  l)a\is  ist  Fran- 
züsin  ninl  hat  ihre  W'oImuiur'  iu 
Paris  IT.  Rue  Philibert  Delorme. 
Sie  ist  Pariserin  und  unseres 
AVisseus  unverheiratet  —  Felicitas 
M.nlteu  ist  mit  einem  Xicht- 
Künsllcr    vermählt. 

it  ii  d  i  a  u  s  D  r  e  s  d  e  n:  Iwan 
I'etrovicli  wohnt  Itlu.-Schmar- 
fiendorf.  Forkcnbeckstralle  .')Ga, 
wurde  am  :il.  Dezi'miicr  in  Bu- 
<lapcst  geboren,  ist  ;iber  jetzt  ser- 
bischer Sta.-its.-inKchöritckeit.  Pe- 
tro\ich  war  früher  Inneniei" 
im  Kriege  llnsarenoffizii-r.  dann 
Operettcnbou\  ivant.  Im  .lahre  l!)i:i 
\>nrde  er  von  Micb.-iel  Kertesz. 
für  den  Film  entdeckt.  Iwan 
Petrovich  ist  unverheiratet,  (jibt 
Autojframme  und  ist  passio- 
nieiter  Sportsmann.  Sein  neue- 
ster Film  ist  ..Der  (Jünstlius  von 
Schönbrunn'-. 

Gertrud  W'..  B  e  rl  i  n  : 
Wilhelm  Dieterle  hat  am  15.  .luli 
Gcburtsl.-iR.  Das  .\ltcr  Rcbea  wir 
nicht  .-m.  Nein.  DieterU'  hat  kcin<- 
Kinder.  .Sein  neui-stcr  Film 
heil.it  ..Das  S(hwcif;cn  im  Wald«  -. 
—  Lien  Dcjcrs  wurde  in  Amsti'r- 
d.-im   Kcboren. 

("  1  a  r  a  H  o  w  -Verehrer.  Essen:  Clar.a  Bow  ist  am  besten 
durch"  die  Paramount  -  Fainous  -  I.asky  -  Studios,  Hollywood.  Kalifornien. 
V.  .S.  A..  zu  erreiiben.  Die  Künstlerin  wird  sich  in  niichster  Zeit  mit 
dem  New -Yorker  Kcvuestern  H:irry  Richman  \  erheiraten.  Ihr  neuesli-r 
Film  heiUt  ..Sti'ckbrieflich  verfolst-.  t'lara  Bow  wurde  am  8.  August  in 
Brookl\n  ceburcn.  .Sie  hat  braune  .\un-en  und  tizianrotes  Haar.  Wann 
sie  na<-h  '»eutschland  kommt,  wissen  wir  leider  nicht.  Das  .Alter  der 
Films'ftt  (j.lien  wir  urundsätzlich  niiht  an.  Aber  wir  glauben.  ilalJ 
Ihre    Scliätzniin    nuKcfähr    stimmt. 

.1  o  h  n  (;  i  1  b  e  r  t  -  \'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  .  B  e  r  1  i  n  :  .lohn  Gilbert  betin- 
det  sich  mit  seiner  t;:ittin  Ina  Claire  auf  einer  Erholunf;-sri'ise  durch 
Europ.-i.  Wir  nehmen  ;in.  dalJ  er  b.'ild  auch  in  Berlin  sein  wird.  Gilbi^rt 
hat  am  lo.  .Inli  Gebiirtst;);;.  —  Richard  Arien  ist  mit  .lobyana  Ralston 
A  erheiratet. 

r  r  s  n  I  a  B..  D  r  e,s  d  e  n  :  T-ien  Deyers  (^«'sproclMMi  Dcicrs)  ist  hell 
und  bat  bl.-iue  .\us;-en.  Sie  ist  durch  ilie  Kentscln'  l'niv  i-rs.-il.  Berlin  \\  s. 
Manerstr.  X2.  oder  unter  der  .\dri-sse  Dictcrle-Cliarlcitfe  Il.-ij;-<'nbnuh.  Blri.- 
A\ilmersdorf.  .Icnai'r  .Str.  x.  zu  erreichen.  ..Ich  lebe  für  dich!-  ist  kürzlich 
in  Uerlin  nr.-iufn-efiihrl  worden.  Die  männliche  Il.-iuplrcillc  spielt  A\ilhelrri 
Dii't<'rle.  läcn  Hexers  arbeitet  zur  Zeit  .-in  dem  Film  ..D;(s  Ibmkos.-ikeiilicil-. 
Die  beiden  ainlercti  Filme  sind  noch  nicht  in  Arbeit.  Ihre  liildw  imscbc 
sind  V(ir(":emerkt.  —  Defin.i  setzt  sich  zus.'immcn  ;iiis:  Deutsche  First 
National.  —   Lieu    Deyers   ist   selbstverständlich   auch    unsere    Leserin. 


SIEMENS-SCHUCKERT-ERZEUGNIS 


F  i  1  in  f  r  e  u  n  diu  AI  a  r  I  i  c  s  a  u  s  G  ü  f  e  r  s  1  n  h  :  AVir  werden  die 
betreffenden  Filmstars  noch  einmal  erinnern.  Es  ücrI  nicht  an  un>, 
wenn  sich  die  Besorgung  verzögert.  —  Nein,  ein  Lilian-H;irvey-Buch  gibt 
es  nicht.  —  Fee  Al;ilten  h;it  bl,iue  Augen.  Augenblicklich  filmt  die 
Künstlerin    nicht. 

.\l  .-i  r  g  II  t  (i.  a  11  s  Augsburg:  Iwan  Petrovich  wohnt  Bcrlin- 
Schmargendorf,  Forkcnbcckstralie  Ö6a.  Er  wurde  am  31.  Dezember  in 
Biid.-ipest  geboren,  ist  alier  jetzt  serbischer  Staatsangehörigkeit.  Wie  alt 
er  ist.  wissen  wir  nicht,  d.i  wir  es  für  indiskret  finden,  ihn  dan;ich  zu 
fr.igen.  Sie  können  deutsch  an  ihn  schreiben,  ebenso  an  Cl.ira  Bow. 
Petrovich  hat  dunkle  Augen  und  dunkles  Haar.  Ihre  Grüße  an  Iwan 
Petrovich  und  Agnes  Esterh.izy  sind  bestellt  worden.  Die  Küitstlerin  ist 
auch    im    Leben    furchtbar    nett.    —    Ihr    Bildwunsch    ist    vorgemerkt. 

.\  I  e  k  s  a  n  d  r  a  s  U.,  Kau- 
nas: Luis  Trenkcr  ist  am 
besten  durch  die  Hom-Film  .\.-tt., 
lUilin  SW  48,  Friedriehstr.  22."). 
zu  erreichen.  Hanna  Ralph  wohnt 
B(  rlin-Frieili  iiau.  Deidcsheimer 
Str.ille  2t,  Harry  Hardt  Berlii.- 
Halcnsi'c.  Panlsbonicr  Straße  ao, 
K.irl  Harbacher  Rln.-lharlottcn- 
burg.  (Jervinnsstraße  12.  Fritz 
Rasp  Bln.-W  ilmersdorf.  Gastei- 
ner Strafe  ;i.-l-;il.  Theodor  Loos 
Bln.-I.ankwitz.    Gluckstraße    12. 

AV  a  I  I  y  Sc  h..  Alte  n  b  u  r  g, 
T  h  ü  r  i  n  gen:  Iw.in  Petrovich 
isi  um  erheiratet,  wurde  am  .il. 
Di'zcmbcr  geboren  und  bat  seine 
Wohnung  in  Bln.-.Si'hmargendurf, 
Forkenbeckstraße  äCa.  Petrox  ich 
gilit  Autogramme.  Bildkarten 
von  di[>in  Künstler  erhalten  Sie 
durch  die  ..Illustrierte  Film- 
woche--.  Berlin  SW  08.  Koch- 
straße G— 8.  Der  nächste  Filin 
mit  Iwait  Petrovich  heißt  ..Der 
Günstling  von  Schönbrunn'".  Lil 
I>agover    ist    seine    Partnerin. 

Frau  Ilse  aus  Erfurt: 
Leider  müssen  wir  IhiuMi  .s'agen, 
daß  Sie  die  Wette  verloren  ha- 
ben: denn  Friedrich  Zcliiik  li:it 
tatsächlich  ganz  früher  selbst 
gefilmt.  —  Evelyn  Holt  ist  nach 
wie  vor  der  Star  der  Hegewald 
iiinl  hat  bei  dieser  Firma  kürz- 
lich mit  einem  neuen  Film  be- 
gonnen. 

F  .V.,  F  r  a  n  k  f  u  r  t  -  O  d  e  r  : 
l'ritz  Lang  ist  nicht  mit  Gerd:i 
-Mauriis.  sondern  mit  Thea  von 
Harbou  verheiratet.  Der  Film 
..Die  Frau  im  Alond''  erschei'it 
noch    im    Oktober. 

T  r  n  d  e  :  Willielm  Dieterle 
wohnt  Bln. -Wilmersdorf.  .lenaer 
Straße  8.  Der  Grundzng  seines 
\\  csens  ist  ernst.  Er  ist  etwas 
älter,  als  Sie  geschätzt  haben. 
Dieterle  dreht  und  spielt  zur  Zeil 
in  den  Ffa-.\telicrs  von  Xeu- 
IS.ibelsberg  ..Das  Schweigen  im 
Wähle". 

IL  S.  12:  Es  ist  möglich,  daß 
prominente  Filmstars  bald  ein- 
mal in  Kiel  gastieren  werden. 
.Sicher  waren  auch  früher  schon 
AI  rscliicdene   F'ilmgrößcn   dort. 

Holla.  B  r  e  s  1  a  u  :   Sie   dür- 
fen  es   Ulis  glauben.   Gret.i   Garbo 
war  nie   mit    .lohn    Gilbert    \erhi'i- 
r.itet.      D.is    waren    nur  IJcrücbic. 
.)  o  h  n     B  .1  r  r  y  m  o  r  e  -  A'  e  r  e  li  r  e  r     .i  ii  s     Hildes  li  e  i  m  :      .lohn 
Barrymore   ist   mit   Dolores   Costcllo   verlieir;itet.     Er   wurde  .im   l.'i.  Febru.ir 
in    Philadelphia    geboren,    war    friiher    .lournalist.    ging    dann    zur    Büiiue 
und    später    zum    Film.       Barrymore    filmt    fleißig. 

Elisabeth  B  e  r  g  n  e  r  -  V  e  r  e  h  r  p  r  i  n  .  Berlin:  Elisabeth 
Bergm-r  wird  auch  wieder  filmen.  Die  Adresse  der  Künstlerin  i-st 
Berlin-D.ihleni.     Far.iyd.iy  w  eg    1.').      .l;i.    sie     gibt     Autogr:imme. 

Kate  H..  Bremen:  AVilly  Fritsch  befindet  sich  augenblicklieh 
in  Berlin.  Seine  hiesige  .Vilresse  ist  Berlin  \V,  Kaiserdamm  ll."i.  Fritsch 
h.it  am  27.  .I.iniiar  (icluirtst;ig.  —  Brigitti'  Helm  hat  noch  eine  Schwester, 
die  ebenfalls  filmt.  Ihr  Gatte  Richard  AVeißbacb.  hat  auch  schon  in 
Filmen  mitgewirkt.  Brigitte  Helm  debütierte  in  dem  Fritz-Lang-Film 
...Metropolis-.  —  Ataly  Dclschaft  wohnt  Berlin  AV.  AVittelsbacher  Straße  28. 
und  hat  am  4.  Dezeiiiber  (ieburtstag.  Sie  ist  mit  einem  Kaufmann  ver- 
heiratet. Sie  ist  ."i  bis  6  .L'ihre  beim  Film.  Maly  Delschaft  siiielte  u.  a. 
in  fidgcndcn  Filmen:  ...Anneliese  von  Dessau  ".  ..Die  Eiserne  Braut". 
..Der  letzte  Al.inn",  ..Varieti^''.  ..Kreuzziig  des  AVeibes".  ..Die  Linden- 
wirtin A  Olli  Rhein'.  ..Die  Wiskottcns'-.  ..Pi'troiU'll.i-.  Ihr  neuester  Film 
heißt  ..Eros  in  Ketten'.  —  Li.'ine  Haid  ist  mit  Baron  H.iymerle  >  er- 
heiratet, hat  am  Ui.  August  Geburtstag-  und  ist  gebürtige  Wienerin.  ■ — 
Paul  Richter  ist  mit  ilcr  Norwegerin  And  Egede  Nissen  verheiratet.  — 
Lilian  Ilarvey  hat  noch  einen  Hriider  iiiiil  eine  .Schwester.  —  Ueber  das 
Alter   der   Stars   geben  wir  prinzipiell   keine   Auskunft. 


1"  I  i  m  m  c  r  s  u  s  i  n  ii  s  Berlin:  Biistor  Kontoii  ist  mit  X.-itali«^ 
TalniMilK«'.  •'*■'■  Si-Iiwcstcr  Vciii  Noiiiia  iiiid  C'onstaiiec,  vciliciratct.  Er 
slaniint  ans  I'irkway  (Kansas)  rnul  liat  am  1.  NoviMnlii-r  (icliurtslas-  — 
.lack  Trcvor  wohnt  iicrlin  W.  UcniliiTsIr.ilJo  !l.  wiinlc  am  11.  Dczc  iiilicr  in 
l.unildn  K<'l'«'r<'n.  ist  mit  ciiiiT  Knjilänilcrin  verheiratet  nnil  hat  J  Kinder. 
'l'reVDr  «ar  früher  enulisi'lifr  K;n  allerieiil'fizier.  ^vllr(le  darauf  l'iliiislatisl 
in  l.onditii.  (iins  dann  naeli  .\merika,  wo  er  aneli  nnr  kleinere  Itollen 
spielte  lind  kam  h.ild  n.aeh  Dentschland.  Hier  arheitete  er  sieh  rasch 
emimr  nnd  wurde  liek.innt  dnreli  seinen  Uolesl.av  in  (ierh.ird  l.anip- 
reehts  ..K.itzenstcf; '.  .laek  Trevor  spielt  in  dem  kiir/lieh  iiraiifKefiilirten 
.Alfred    .\hel-T"ilm    ..Narkose"    die    niännliehe    ll:inptrolle. 

K  i  1  m  f  r  e  u  n  d  K  u  r  t  .  N  ii  r  n  1)  e  r  K  :  l-ilian  llarvey  wuhnt 
Herlin-A\  fslend.  .Minrn-Allee  lG/1".  wurde  .im  l!l.  .lann.ir  in  lanidou 
f^elKM-eii.  ist  iinverlieir.ilet  nnd  Riht  .AiitoKramme.  Ihr  neuester  riliii 
lieiUt  ..Wenn  du  einmal  dein  Heiz  versehenksf.  —  T.issv  .\riia  ist 
lediji.  ^ie  "olint  in  Berlin  W  ön.  I.indanor  .straUe  !>.  —  Hene<'  Herihel 
ist  Fr.-inzösin.  Hire  Adresse  ist  l'.iris.  i'l,  I!ne  J)enionrs.  Ihr  neuester 
J-'ilni    ist    ..Narkose". 

H  a  r  r  y  1'  i  e  I  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  n  e  n  .i  n  s  K  ö  1  n  ;  Harry  l'iei  ist 
mit  der  Filmseh.iiispieleriii  Dary  Holm  \erheir:itet.  wurde  ;im  1-'.  .lull 
in  Itiisseldorf  Hi'tioreii.  hat  seine  WidiniiiifV  in  Herlin-Ch.ulofliMihinn. 
K.iiserd.inim  77.  und  K'''*  AtitoKramine.  Sein  iieiiesti-r  rilni  heillt  ..Hin 
kesser  .Inline"  iSein  liester  Freund).  Seine  Partnerinnen  sind  Vera 
Sclimilerliiw.    Dary    llcdiii   und   IJrit  Haid. 

F,  1  sa  C...  F  r  e  i  e  n  w  :\  1  d  e: 
.loliii  (iilhiMt  h.-it  sieh  kiirzlieh 
mit  der  aiiK-rikaniscIien  Sclian- 
spielcriii  Ina  Claire  \erli.i- 
r.itet.  (!illu-rt  wnrde  am  Hl. 
.Ulli  in  Masillon.  Oliio.  (letpo- 
reii.  Sein  näehster  Film  ist 
..  \  wonian  of  affairs'.  — 
•lohn  liarryinore  wnrde  von 
den  W.irner  Hrothers  für  lincii 
Film  ..Der  .Mann"  veriiflichtet. 
I  w  a  n  I*  e  t  r  o  v  i  e  h  -  \'e  r- 
e  h  r  e  T  i  n  T  r  a  n  il  e  h  e  n  . 

II  a  11  n  o  v  e  r  :  Iwan  l'etro\  ieli 
ist  ;;rolj.  Cemesseii  liahen  wir 
ihn  aller  noch  nielit.  Kr  hat 
diiiiUles  Haar  und  dnnklc 
Aii;;eii.  So  alt.  wie  Sie  k**- 
sihätzt  haheii.  Tetrovieli  treihi 
ji'deii  Sport.  Fiiseros  Wissens 
reitet  und  autelt  er  am  lieh- 
sten.  AntoKramme  ^iht  er, 
nnd  seine  l,ii-hliii(;slihimeii 
siiiil  Nelken  und  Lilien.  Alier 
in  weleheii  l.'estaiirants  Sie 
ihn  treffe-!  können,  wissen  wir 
seihst    liielit. 

Fran  K  in  m  y  H..  .S  e  h  w  c- 
r  i  11  :  Vii'lleieht  wenden  Sic 
sieh  einmal  an  die  Mi'rknr- 
Filmsesellsealift.  die  den  fünf- 
jährigen Bohhy  Hnrns  fiir 
eiiii:;e  Filme  ihrer  neuen  Pro- 
duktion    \  erpfliihlet    hat. 

F  i  1  m  f  r  e  n  11  d  Hans  N.. 
Berlin  :  (live  liroidc  ist  ein 
Star  der  Parainonnt-Famoiis- 
I.asky  und  dnrcli  deren  Stu- 
dios in  Ilcdlywood,  Kai.,  V. 
S.  .\..  zu  erreiehen.  Bruok  ist 
FaiHJänder.  in  T-oiidon  gehören 
und  verheiratet.  .Sein  neuester 
Film  lieilJt  ..Vert;essene  (ie- 
siehter"  mit  ()1k;i  Baeanlowa, 
Mary  Brian.  —  Milton  Sills 
erreiehen  Sie  ihueh  die  First 
National  -  Studios.  liiirhank- 
HoUywood,  Kalifornien,  F. S.A. 
Sills  ist  mit  Doris  Keiiyon 
vermählt.  S(  in  neuester  Film 
ist  ,, Seine  OefanKene "  mit 
Dorotliy  Mackaill  in  der  Titel- 
rolle. 

.\  1  li  i  II  s  p.,  Berlin:  Igo 
.Sym  ist  durch  die  Ffa,  Berlin 
SW  Gn,  Kochstraüe  fi— «,  Anna 
.\lav  WoiiK  durch  die  Kicli- 
herü-Filni  Herlin  SW  LS.  Fried- 
riehstraüe  171,  zu  erreichen. 
—  Mary  Kid  wohnt  Berlin  W. 
CiesehrechtstralJe  Di,  Klizza  la 
Porta  Berlin  W,  Nürnlierfier 
Stralie  l.i.  hei  Adler.  Valeria 
Boothhv,  Berlin  W.  Kiifsteincr 
Slialle  .',  hei  B.aseh,  Malv  Del- 
sehaft.  Berlin  AV.  Wittels- 
hacher  StraÜe  2.S. 

F  i  1  111  I  i  e  s  e  1  ,     B  r  e  m  e  n  :       .Tawolil,    mit 
AVnnsrh    ist    vorseiiierkt.   —   Werner   Fnetterer   h.it 
t.-iK-      Wenn    er   gerade    nicht    filmt,    treiht    er   viel 
F  r  .1  II      M  ,1  r  {r  a  r  c  t  e      P.,      S  t  ii  t  t  K  •'  r  t  : 
Berlin    W,    Passaner    Str.aße   17.     Er    si'''    -^'i' 

1-  i  I  y    D  a  in  i  t  a  -  V  e  r  e  h  r  e  r  :      I.ily 
wyn-stndios,     721(1, '    Santa      Monica 
l 


Joseph  von  Sternberg,  der  Regisseur  des  erslen  Emil  Jannings-Ufalon-Films 

Für  das  „tiUn-.Wa^azin"  gc^fichnct  von  Unna  Koluin 


Enrico  Benfer.  —  Ihr 
.•im  10.  Januar  (lehiirts- 
Sport. 

Henry  Stn:irt  wohnt 
ramme. 
D.iinita  ist  durch  Sam  (!oId- 
Bonlevard,  Hollywood,  K.-iliforiilen, 
A..  zn  erreichen.  Die  Künstlerin  wurde  ■■im  in.  .Inli  In  P.iris  (lehoreii. 
Ihr  richtiger  Name  ist  I.ily  C.avroche.  Ihr  neuester  Film  lieilJt  ..T»ie 
Hetlnii";"    mit    Konald    Colman    in    der    mäiinliclieii    Il.inptrolle. 

1)  o  r  r  i  t  P..  Frankfurt  a.  .Main:  Am  besten.  Sie  wenden  sich 
niimittelhar  an  die  FilmKesellsch.iften.  AVir  vermitteln  keine  Film- 
eiinaKements.  AVir  tcehen  Ihnen  einiKe  Adressen:  FV.i.  Berlin  SW  f,s. 
Kochstr.ilie  fi-  K,  National,  Berlin  SW  1«.  Friedriehstr.il.le  Id,  Terra. 
Berlin  SW  fiS.  Koehstralie  7.!.  Hegewald.  Berlin  SW  IS.  lMiedrielistral.!e  J.iH. 
Deutsches  l.ichtspiel-Syndik.il.  Berlin  SW  18.  FriedrichstraUe  i'-Ti,  Deutsche 
Fiiivers.il,    Berlin    AV  K,    .M.inerstralJe    8:.'. 

H  i  I  d  e  K  11  r  d  S  c  li.,  Berlin:  Siicy  A'ernon  Ist  .iiiKenhlieklieli 
durch  d.is  Deutsche  Lichtspiel-Syndikat,  Berlin  SW  18,  Friedrichstraüe  ii'.'i, 
zu  erreichen.  Die  .Indern  fraiiziisischen  Darsteller,  die  in  der  franzii- 
sischeii  FassniiK  des  Tonrilins  ,,Die  N.ichl  gehört  uns"  spielen,  erreichen 
Sie  üher  die  Tohis.  Berlin  AV  n,  M.uierslr.-iCe  l.t.  —  Doii;;l.is  F.iirh.mks 
und    Alary     Pickford    sollen    In    :illern;ielister    Zeit    nach    Einop.i    kommen. 

D  i  I  .1  P  .1  r  I  o  -  S  c  h  w  ii  r  iii  er.  II  e  r  I  i  ii  -  S  t  e  ^  1  i  t  z  :  Dila  P.irlo 
wcdiiil  Berlin  W.  .MotzsIraUe  H7,  wiinle  am  1.  Seplemher  in  Stettin 
(lelporen.  ist  iiiiverhelralet  und  t;i'>l  .Vntiijjr.-inime.  Ihr  rielitijjer  Name  ist 
(ierda  Kornstedt.  Der  neueste  Film  mit  Dila  l'arlo  heißt  „Alelodie  des 
Herzens". 


F  i  I  in  s  c  h  w  :i  r  m  e  r  i  n  in  B  r  e  in  e  n  :  Iwan  Petrovich  hat  am 
.il.  Dezeinher  Cehiirtsta^c.  Wir  nehmen  an.  daU  er  .alle  (ilüekw  iinsch- 
hriefe.  die  er  erhält,  liest.  Sein  neuester  Film  ist  ..Der  (■iinstjinK  von 
.Schiiiihninn".  -  Die  iienesteii  I'ilnie  mit  AXerner  Fiiellerer  heißen  .,Iin 
Pr.iter  hluhn  "  ieder  die  Bäume"  und  ..D;is  Aläclel  mit  der  Pi'ilsche".  In 
dem  erslen  Film  ist  l.illi.aii  Ellis  seine  P;irlin'riii,  im  zweiten  spielt  er 
mit    .\nny    Umlr.i. 

F  i  I  m  r  ;i  t  t  e  n  :  l'amoii  Novarro  Riht  AutosTamnic.  AA'ir  empfehlen, 
ihn  noch  einmal  darum  zu  lütten.  .Si(>  dürfen  iinhesorst  sein.  Bamoii 
Novarro  denkt  nicht  daran,  sieh  vom  I'ilm  —  seiner  Operntätiskeit 
weKeii  —   ziirückziizielien. 

F  i  1  m  f  r  e  ii  ii  d  E  r  w  i  ii  F.,  B  e  r  1  i  n  :  Ein  Buch  über  den  ver- 
storbenen  AVeriier  Piltsch.in  fiibt  es  nicht.  —  Oh  und  w.iiiii  Tom  Tyler 
einm.il  ii.ich  Berlin  kommen  wird,  wissen  wir  nicht.  Ihr  Bildwiiiisch 
ist  \oif;cm<'rkt.  —  .Antwort  ans  Hollywuod  können  Sie  frühestens  nach 
•J.     :i    ANdchen     erhalten. 

Peter  B..  K  öl  n  -  K  a  I  k  :  Aber  nein.  Donshis  F.iirbanks  ist 
nicht  mit  M.idy  Christi.iiis  verheir.itei,  F.iirbanks'  (iattin  ist  .M.iry  l'iek- 
tord.  Alady  Christians  ist  mit  Dr.  von  Aliiller  vermählt.  AVilliain  Fair- 
b.inks  ist  nicht  mit  Doiisil.is  F.iirb.iiiks  verwandt.  Harry  Piel  ist  mit 
D.iry  Holm  verheiratet.  .l;i«ohl,  in  dem  f;eiiaiiiili'n  Film  ist  D.iry  Holm 
Piels  Partnerin.  Der  Künstler  Riht  .\ntof;ramiiie.  ~  l.ya  .Mar:i  ist  mit 
{■"riedrich  Zeliiik  vermählt.  Die  Kiiiistleriii  (;ibi  Aiitoy:ranime  nud  wurde 
am    1.    .\iit;u~t     in    K'i^.i    K'eLi'neii.    —    Pat    und     Palaehon     sind     verheiratet. 

s  (•  Il  m  i  t  e  r  1  ö  w  -  A'  e  r  - 
e  II  r  e  r  a  ii  s  li  ii  h  ni  e  n  : 
Aera  Sclimiterlöw  ist  sroß. 
Iiellbhiiid  und  hl.iuänjii'r.  Ihr 
(iewicht  li.'iben  »ir  bis  jetzt 
)i<Hh  nicht  feststellen  können, 
nehmen  ;iber  an,  dalJ  sie 
l.öelistens  11.')  Pfunil  w  ieKt.  Die 
Künstlerin  filmt  fleilü};.  Ihre 
neuesten  I'ilme  sind  ,,Die 
I'lucht  vor  der  T.iebe"  und 
„Bruder  Bernhard".  Frühere 
Filme  mit  A'era  Sclimiterlöw 
sind  ..Alädcheiischicksale". 

..Seine  stärkste  ANaffe',  „Frau 
.SorRe",  .,Der  schwarze  Do- 
mino"', „SiindenfaM".  AVaiiil 
der  Film  ..AA'enii  iler  weilJe 
l-'lieder  wieder  bliilit  '  nach 
Böhmen  kommen  wird,  wissen 
wir  leider  auch  nicht.  Das 
erfahren  Sie  am  besten  durch 
den  Besitzer  Ihres  Stammkinos. 
Emil  (;..  (i  e  1  s  e  II  k  i  r- 
e  U  e  11  :  Betiv  .\manii  ist  iliirch 
die  Ffa.  Berlin  SW  fiS.  Koeh- 
ftraUe  6 — 8.  zu  erreiehen,  Sie 
wurde  in  Pirmasens  geboren 
und  ist  von  ICricIi  Pomnier  für 
ileii    F'ilm    entdeckt    worilen. 

Simon  S.,  S  c  li  w  e  n  n  i  n- 
K  e  n  a.  N  e  c  k  a  r  :  Rudolf 
Sehihlkrant  ist  ilnreli  die  P. 
D.  C.  de  Alille  Pict.,  New  York, 
zu    erreichen. 

F  r  i  t  z  E..  Kiel:  AA'ir  wer- 
den Täane  Haid  an  das  fällifre 
.Autogramm        erinnern.  Die 

Kün-stlerin  wnrde  für  die  weib- 
liche Hauptrolle  des  neuen 
Ffa-Films  ..Der  iinsterhiiehe 
I.ump"  verpflichtet. 

G  r  e  t  .T.  (i  a  r  b  0  -  A'  e  r  - 
e  h  r  e  r  ans  T.  e  i  ji  z  i  ;;■  : 
Creta  Garbo  arbeitet  aujreii- 
hlicklich  unter  der  Itefiie  von 
.laeiiues  Feyder  an  einem  Ton- 
film ..Eifersucht".  Die  Künst- 
lerin ist  ein  Star  der  Aletro- 
Goldw  yii->I,ayer  nnd  durch 
deren  Studios  in  Cnlver-City, 
K.ilifornien,  F.  .S.  .\..  erreich- 
bar. .Sie  fiibt  .\iitop:ramme. 
Gret.a  Garbo  wurde  am  17, 
April  in  (^ötehorp;.  Schweden, 
lieboren.      Sie    ist    ledis'. 

Eine        F  i 1 m  f  r  c  n  n  d  i  n 
a  n  s   P  o  m  m  e  r  n  :    Hans    Stii- 
wes      neuester      Film      ist     ,,Es 
flüstert  die  Nacht".   .Viifieiiblick- 
lich    arbeitet    der    Kiiiistler     an 
einem   Tonfilm   ..Nur   Dich  hab' 
ich    geliebt"    mit    M;idy    (liiisli- 
ans    in    der    weiblichen    Haupt- 
rolle.       Stüwe      ist     mit     einer 
Bulgarin     verheiratet    und    (riiit 
.\nt04;r:iiume. 
.^.    S.,    Berlin.      AVenn    Sie    zu    d  -w    Keii.innten    Firmen    p;elien.    so 
ist  es  niöf;licli,    daU    .Sie    die    Künstler   dort    .intrelfen.      .Aber    wir    ein    fehlen 
Ihnen,    sieh    immer    schriftlich    mit   solchen    Bitten   ;iii   die   Stars    zu    wenden, 
Richard    T.inber    wohnt    Berlin-Schöiieber';-,    Iniisbriicker   Str.iUe    l."^.    Al;ix 
H.uiseii    Berlin-Wilmersdorf.     Br.indeiibiirniselie    Str.ilJe    J.'>.    Eilten    Klopfer. 
Berlin-Ch.irlottenburf;-.      Schillerstr.ilJe      IIG,      Car.d.i      Toelle,      Berlin-(li:ir- 
lolleiibiirf;-.    Alommseiistr.ilJe    l!l,    Fsehi    Elleot,    Berlin    AV  1.').   t)liv;ier    Pl.itz  I. 
il  :i  m  b  II  r  \x.  e  r     F  i  1  iii  f  r  e  n  n  d  e  :       AFirianne     AVinkelstern     wohnt 
Berlin    W,    L'hl.indstralJe    lli:!.      Sie    wurde    am    H.    März    in    Berlin    i;i'b(iren, 
ist     ledij];    und     jiibt     .\nto;' ramme,        ,l:iwolil,     in    dem    Ivan     Mosjukin-Film 
,.Di'r    weiLle    Teufel"     wirkt    M.'iri.iune    W  iiikelsleru    in    einigen    Tanz-zeneii 
mit.    —    Triide    Beiliiier    wohnt     Berliii-.SclKiiieherK.    IIolien^t;iiifen-tr.ilje    fi.'t, 
wurde   am    l".s.    l'ehruar    in    Berlin    fii'bori'ii    und    ist    mii    einem    Nieht-Scliaii- 
spieler    \ermälilt.      Auch    sie    «iht    Aiiloj-r.inime.  Als    P.irluerin    H.irry 

l.iedlkes    in    dem    neuen    .\afa-Filin    ..Die   Konkurrenz    platzt  "   wurde    Maria 
Curda     verid'lichtet. 

Fritz  (i..  I,  i  e  h  t  e  r  f  e  1  d  e  :  Käthe  von  N;i,!;y  li;it  ihre  AVolinnnp; 
in  Berlin  W.  Präger  StraUe  1.  Die  Künstlerin  wurde  am  t,  .April  in 
Subotic:i,  FiiK.irn,  Kehoren.  Sie  ist  aber  .jetzt  .jutrosl.iwiseher  Si.i.its- 
.iiiL^chörifikeit.  Käthe  \  oii  N.'ijiy  ist  Keschieden.  f;ilit  .AiitoKrainnie  und 
tieibt  \  iel  Sport.  Ihre  nächsten  Filme  sind  ..(iaiikler".  ,,Der  AVep; 
durch    die    N.iclit"     und    ..Fiischiild  "    (Die    kleine    A'eronika), 

.M  ,1  r  I  1'  II  e  1)  i  e  t  r  i  e  h  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  ii  ,  I.  e  i  ii  z  i  p:  :  Marlene 
Dietrichs  luoiester  Film  lieitlt  ..D.is  Schiff  der  verlorenen  Alenschen ". 
Die  Kiiii'-Ileriii  Wmile  jim  27.  Dezember  in  Bi'rlin  uehoren.  wohnt  Berlin  AV. 
K.iiser:illi'e  '.>\.  und  ist  mit  dem  l'ilnirefiisseiir  Rudolf  Sieber  verlieir.itet. 
Marlene  Dietrich  ist  auch  hei  der  Spreclibühne,  .Auirciihlicklich  tritt  Sie 
am  Berliner  Theater    in    ,,Zwei    Kraw:itten"'   auf. 


H  e  11  r  V  Stuart-  V  e  r  i>  li  r  c  r  i  n  XW.,  B  p  r  1  i  n  :  Henry  Stuart 
hat  siiui;  w'oliuuug  in  Horliu  W,  I'assaupr  Straße  17,  wurde  am  1.  Teliruar 
gelioreu,  ist  un\  erlieiratot  uml  gibt  AntOKraninie.  .Stuart  weilt  au-enl)liek- 
rieh  in  Berlin  und  trat  bis  jetzt  im  Tbalia-Theater  in  ileiii  Lustspi.'!  ..Ge- 
■^chlo--^eiie  tiesellseliaft  auf.  Sein  nenesti^r  Kilni  ist  ..Der  t;iinstljn;; 
von  Seliünbrunn  •  mit  Iwan  Petrovicli  in  der  Titelrolle.  Henry  Stuart  be- 
vorzugt das  Keiten  und  jeden  Wassersiiort.  Ihre  (iriißo  sind  an  ileu 
Künstler  ausRericlitet.  f^tuart  spielte  in  foltrenden  Filmen:  ..I>ic  I'eriieke-. 
.Der  Mann  im  Feuer'.  ..Der  Bettler  vom  Kolner  Dinv.  ..Die  peheim  • 
M.iclif.  ..Liebelei-.  ..Die  versunkene  Flotte-,  ..Die  Frau  mit  dem  A\  elt- 
rekord-,  „Skandal  in  Baden-Baden'-.  „IVr  Bing:  der  Bajadere".  —  Evelyn 
H(dt  ist  leditr  und  bat  am  :!.  Oktober  (ieburt>tan-.  Ilire  bekanntesten 
Filme  sind:  ,,Si)itzen--,  ,.].ii  belei-,  ,.Die  AVai^.-  \  (in  l.owiiod'-.  ..Freiwild', 
„Der  fesehe  Hus.ir'-.  ,.F;in  Mädel  uml  drei  Clowns -,  .,Verbreelieii-  (Der 
Mann  mit  dem  Laublro.-elil.  Ihr  neuester  l-"ilm  lii'ilU  ,.M:idrlieii  .im 
Kreuz-'.  —  Fred  Fouis  Fereli  wohnt  Berlin  W.  l{ef;ensliiir-iT  Str.ilie  II. 
Der  Künstler  wurde  .•im  is.  ,M;irz  in  J^rnsdorf  (Osterreiebl  geboren.  Fr 
ist  unverheiratet.  Fi-reli  sjiielte  u.  a.  in  ..Carmen",  ..Versieg-elte  l.ip|ieii-. 
„Liebelei  ",  ,,Elieskaml.-il  im  ll.iuse  Friimoiif.  ..At.iry  l.oii'.  ..Fri'iwibl  '. 
..Der  rot.-  Kreis".  ..Die  kl. -ine  Sklavin'.  ..Bnt«.bli.-ihii  .  ..(irol.;>t.'idl 
t-elimetterliiiK'.  —  Fred  .S.dm  filmt  in  Am.-rika  uut.T  dem  .Vam.-ii  Uob.'it 
Casll.'  und  ist  dureli  die  l'.ir.imount-Famous-T.asky-Stu.li.x.  Hiillywo.id, 
Kalifiuuien,  F.  S,  A„  zu  err.'ielien.  Der  Kiinstler  wurde  .im  l'l'  .lanu.'.r 
in  Frankfurt  am  Jlaiii  gebor.'ii.  Kr  kommt  Mirl.iiifij;  nicht  nai  li  Herliii. 
Freil  Sohn  spi.-lte  ii.  .i.  ..F  !l.  We.liiinen  ".  ..Die  l.lmleii«  irtiii  .im  l'heiir- 
nml   ..T>as   .Spreewaldmädel". 

(;  r  e  t  e  h  .•  n  .  K  ii  .1  o  l  f  -  V  a  1  e  n  t  i  n  o  -  s  c  h  \v  U  r  m  e  r  i  ii  .  B  .•  r  - 
liii:  Budolf  V.ileiitiioi  wurde  in  Ca-it.'ll.iiii't.i  K.-boren.  Valeiiliuos  l'ail- 
n.Tiii  im  ..Adler  '  w;ir  Vilma  Banky.  in  ..Monsi.'iir  Beaiieaire"  spi.-lt.-  i'i 
mit  Hebe  l>aiiiels.  Der  Künstler  galt  als  ..ib-r  sch.insie  .M.niii  «I.t  W  .It  . 
Hil.lkarten  von  Kudolt  Valentino  erhalten  Sie  iii  jed.-r  ^;i<d!eii  l'.ipii-i- 
liandluni;. 

1)  (1  11  K  1  a  s  -  F  .a  i  r  b  ,a  n  k  s  -  V  e  r  e  li  r  e  r  ans  H  a  in  b  ii  r  tc  ; 
Douglas  Fairb;inks  liat  seine  HenitziiUfj  in  Beverty-Ilills.  Hollyw.iod.  K.ili- 
fornien.  Kr  ist  mit  Mary  I'iekford  verheiratet.  Fairb.iiiKs  st.-immt  an-; 
Denver,  hat  .im  :;.(.  M.ii  (leiuirtst.i;!  uml  sibt  .\ut<it;ramme.  Kr  .'ub..it(t 
aufrenblieklich  in  IloUyw.iod  .in  einem  l'"ilm  ..D.-r  \\iilerspeii>tii;en 
Zälimuny:". 

Zwei  F  i  l  m  f  r  e  u  n  .1  i  ii  n  .'  ii  II  i  I  .1  e  n  a  r  d  W .  u  ii  d  H  .■  il  w  i  ^ 
('•.  :i  II  s  1!  o  s  e  n  b  e  r  ^c  (AV  e  >  t  p  r.):  Fe.'  M:ilien  b.it  j.t/t  eimii  liulii- 
kopf.  —  Iji.ine  H.iid  Ii.it  tizi.iiii  otes  H.i.ir.  --  l.i!  JJ.iiiOvers  Aiincu  sind 
diinkellirauii.  —  .la.  es  ist  i.'ider  -wiihr.  M.iri.i  (>rsk:i  ist  wirklieh  in 
einer  Anstalt.  —  .Mier  n.'iii.  Il.-ury  I.iedtkp  li.-il  keine  (!l;itze!  —  Emil 
.laniiinns  ist  diireli  ilii-  Ffa.  Merlin  S\V  (W.  Kochslr.ilje  fi-!*,  zu  erreichen. — 
■Werm-r  Kr.iiiss  wohnt  Herlin-D.ihlem.  Im  scliw.-irzen  (".rund  17.  Maily 
Christians  Herlin-Charlnlleiiliur;;-.  HiMii.ircU^tra  Ue  (i7.  (Jusi.iv  Fiühlich 
Bi-rliii  -  Steglitz.  (»rl.-aii^slr.ilJ.-  I.  .\iiit.i  l).irri>  Hi'rlin  -  Cbarloti.'iibur;;, 
So.u'str.ii;.'  >.  Ted.ly  Itill  Ib-rlin-AVe-lcnd.  .M.-iniii-enallee'  7,  ll.'l-a  Thom-is 
Berlin  W,  Kufsteiiier  StraUe  :i.  Hella  iloja  Herlin-Ch.-irlottcnburj;-,  Fietzen- 
seeiifer  10, 

F  i  I  m  f  r  .•  ii  n  .1  in  D  o  r  1  e  M.,  X  ii  r  ii  b  e  r  ix  :  Sie  h;ilieii  reiht. 
..Das  närrische  fJlück  "  ist  in  und  um  Berlin  t;i'dn'lit  worden.  Ebenso 
stimmt  es,  d;iß  die  .Vufnahmeii  zum  .,.Mi'isler  von  -NüruberK"  zum  uroHeii 
Teil  :iii  Ort  und  Sd-lh'  •gemacht  wiinlen.  —  Ihr  Wunsch  i^t  vorgemerkt. 
—  Fili.in  Harvey  ist  so  alt.  wie  Sie  nes.h.älzt  h.-ibcn.  —  ]{e(ty  .\m.iiiM 
besitzt   ein   Auto. 


IJ  u  d  o  1  f  Soll..  D  a  r  m  s  t  .1  d  t  :  (iiaviotto  Ander  -wolmt  Berlin  W, 
Zährinscrstraßc  la.  Xenia  Di-sni,  Berlin  W,  I'aulsborucr  .Straße  .'5,  .Mar- 
lene Dietrich,  Berlin  W,  Kaiseralleo  .'il,  Felicitas  Malten,  Berlin-Halen- 
see,  Xestorstraße  bj.  Hans  .\lbers,  Berlin  A\',  T.ennestraßc  7,  Heinrich 
Ueorse.  Kohlh.iseiibrück  bei  Berlin,  Bae.k.'sIraUe  C,  Harry  Hardt.  Berlin- 
Halensee.  l'aulsborner  Straße  00.  Fritz  Kasii,  Berlin- Wilmersdorf.  Gasteiner 
Straße  M-'M.  Ernst  Verebes.  Bi'rliii  W.  Eniser  Straße  Ifi.  —  .leiiny  .Jup,'0 
widiiit  B.'rlin  AV.  K.'iiserdamm  l'O.  Der  betri-ffemle  Kiinstler  ist  .im  besten 
durch  die  Ffa.  Berlin  .SW  CS.  Kochstraße  C— 8.  zu  erreichen.  —  .lawolil. 
seit  kurzer  Zeit  mit  der  Künstlerin   verheiratet.    Beide  geben  AutoKrammc. 

Eve  K..  Berlin:  Wuiisehgeinäß  geben  wir  Ihnen  hiermit  die 
.\dressen  von  einigen  Filmgesidlseiiaften  an  :  Ffa.  Berlin  .SW  (IK.  Kocli- 
siraße  fi-f*.  Teira.  Berlin  sW  HS,  Koelistraße  7;^,  Deutsches  Ficlitspi.'l- 
Syndikat.  Berlin  SW  ix.  Friedrichstniße  2i3.  Hegewald,  Berlin  SW  l.s. 
Frii'ilriihstr.-iße  i'.'iO.  Starfilm.  Berlin  SW  l.s,  Frie.lrichslr.iße  L'l.s.  Orpli.l- 
Messiro.  B.'rlin  SW  (,.s.  Zimmersir.tße  70l^o.  Deutsche  Vereinsfilm.  B.'r- 
lin WS.  Fiiti-r  d.'u  Find. '11  10.  Bay.'rische  Filmgesellschaft.  Berlin  SW  is. 
Friedrichstr.iße    210. 

Heinz  Kl  :i  .■  il  t  k  i'  .  H  r  e  m  e  r  h  .a  v  e  n  :  Brigitte  Helm  h.it  iioc'i 
ein.'  Seil«  i'ster.  die  seit  kurzer  Zeit  ebenfalls  filmt,  aber  no.li  iiielit  in 
griißi'U  l'.dl.'U  an  die  Off.'iitliehkeit  g.'treten  ist.  —  Wir  nennen  Tbn.-n 
il.'ii  Verlag  ,.Hliistri.'rt.'  Filmwiiche",  .lur.li  ileii  Sie  aueli  Bil.ler  v.m 
Brigitte    Helm    erb.ilten    kiinnen. 

II  e  i  11  z  D..  M  a  i  n  z  :  Brigiile  Helms  richtig. 'r  Xnme  ist  Brigiile 
Scliütt.'iihelm  Die  Küiistli'rin  ist  init  F'ieh.'ird  A\'eißha.-ii  verheiratet  uml 
wurde  .im  17.  März  in  Berlin  g.'liiucn.  Außer  in  den  gen.-iniiteii  Film.'ii 
spi.'lli'  Brigitl.'  Helm  iioi'h  in  ..Abwege  ".  .l;i.  Min  Fritz  Fang  eiitdeeUI. 
Ihr  Debiit  w.ir  ...M.'lropiilis--,  Xur  Ffa-St;ir.  Xieht  bei  .l.-r  Sprcbbiilim'. 
Em  Buch  iib.'r  Brigitte  Helm  gibt  es  nicht.  —  Elg.i  Briiik  wohnt  Bmlin 
W  :>i>.  l'rager  .Sir.iße  :tl.  wurde  am  '2.  .\pril  in  W  .•n.lm.iiinslust  bei  Ber- 
lin geboren  und  trägt  ihren  riehligen  N;iiiieii.  Di."  Künstlerin  ist  seit  läii- 
g.'rer  Zeit  Witwe.  Sie  ist  elw.i  fi  .I.'ihre  beim  Film.  Xieht  bei  der 
Spre.'bbüliiie.  J>er  neueste  Film  mit  Elga  Briuk  heißt:  ..Fr.auen  am  Ab- 
gioml'.  —  tiii'ta  liarb.i'  Avurdi-  .-im  17.  April  in  (J.'iteb.Mg  geboren,  ist 
l.'ilig  und  spricht  geliroeheii  Heiitsch.  Ihr  rieliliger  X.iiiK?  ist  Greta 
OnsiaAsioi.  Wir  b.w  iimli'rn  Ihr.'  Kenntnisse.  (Jreta  (;arlio  wurde  von 
il.'in  v.'rsiorh.'iieii  sch«  .'di>cli.'n  Itegisscnr  M;iiiiilz  Slilli-r  für  den  Film 
eiilil.'ckl.  Sil'  d.'liiitieri.'  .-iN  Elisabeth  D.diiia  in  seinem  l-"ilm  ..(Jösl.-i 
B.'rling  ".  In  B.'rlin  spi.'K.'  si.-  d.iiiii  ..Die  frciiillose  (iasse  ".  in  Am.'riUa 
11.11  li.'inand.'r  ..F.s  war",  ..Totentanz  d.'r  l.ieb.-".  ..\iiiia  Kareiiiii;i  ",  ..D.-is 
goilliche  W.'ib'-.  ..Der  Krieg  im  Dunkel'.  Ihre  neui'steii  Filme  sind 
..W  il.l.'  Oreliiilei'U'.  ,,.\  wiini;iii  of  .-iffiiirs"  und  ..Eifi'rsiieln  ".  (ir.'t.i 
(i.irlio  kam  von  .1er  schwedischen  Siireehbühnc  zum  Film.  —  l>ie  Spiel- 
plan.' der  I.iclitspiel-Tlie.'iler  fiii.len  Sii-  stets  in  .leii  groß.'ii  Ttiges- 
z.'iliingeii.    —    D;is    .VIter    der    Filnisi.irs    veriiffentliehen    wir    iiiclil. 

I-:  i  l  a  M..  y\  ii  II  c  h  e  n  :  Brigitte  H.'lms  iien.'st.-r  Film  ist  ..Maim- 
lescir  .  Dil-  Küiistl.'i  in  wiii.li'  am  17.  März  in  Berlin  geb.n-en  iiml  ist 
mit  l.'icli.'iril  \\  .'ißb.i.h  \  .'i  li.'ir.it.'t.  Si.'  gibt  Autogramm.',  tr.'ibt  \  i.'l 
Sp.irl  iiii.l  ist  .'in.'  groß.'  Bliim.'ufr.'umlin.  AVir  glaub. 'ii.  .l.-iß  sie  Bos.'ii 
bi'\  .irziigl.  ,l;i.  .Sil'  li.-iben  reelil.  Brigitte  Helm  ist  von  Fritz  Fang  für 
.l.'ii    Film    .'iitd.'cUt     w.n.l.'ii. 

ll.'d.\  I'..  Stuttgart:  ■\Villielm  Dieterle  w.diiil  Berliii-Wilm.'rs- 
d.u'f.  .(.'ii.-i.'r  Str.-iße  s.  und  ist  mit  (  li.irlotte  H;igenbriicli  verheiratet.  — 
(iiiiiii.-ir  Tolnaes  ist  nicht  mit  Jlary  .miIiiisou  verheiratet.  Toln;ies  ist  ledig. 
M.i|-.\  Johnson  verli.'iratet.  —  Ol.if  Fönß  ist  Däne.  —  Fien  D.'vcrs  ist  am 
li.'si.'ii  diinh  di.'  D.'iitsche  FniM-rs.-il.  B.'rlin  WS.  M.iuerslraße  S2.  zu  er- 
i.'ieheii. 


NAG  Protos  „Halbstahl" 

Eine  neue  Art  des  NÄG-Baden-Baden-Typs 


Sie  suchen  sicher  einen  individu- 
ellen Wajjen.  Kennen  Sie  diese  neu- 
artij^e  NAG  -  Protos  -  Limousine  von 
aparter  Schönheit?  Das  Unterteil  in 
Stahlblech  in  vornehm  ruhij^er  Farh- 
g'el)unj»",das()herteil  mit  tielsch>varzem 
lederarti«»em  Material  bespannt.  Das 
hierdurch  verminderte  Ei«»"en«>e\viclit 
der  Karosserie  führt  zu  weiterer 
Leistunj»serhöhunj>'  und  neuer  Ver- 
besserun<4"  der  «glänzenden  Fahrei«4en- 
schaiten  des  NA(i- Protos- Wagens  mit 
Kupplun<»saut<)mat. 

Kommen  Sie  zu  uns!     Hieser  N/IG  -  Wagen   wird  auc^  Sie  entzücken. 


Nationale  Automobil -Gesellschaft  A.-G., 
K5^  ^^  Berlin  -  Oberschöne  weide. 

^N^,/^  Verkdufsstellon    in    allen    Teilen    Deutschlands    werden    nachgewiesen. 


H  n  n  s  i  T..  AV  i  o  n  :  Maiiricn  Olipv.ilior  ist  aus  Hollywood  wic'tlor 
nach  Paris  zuriirkKoUclirt.  —  Adolphe  Moiijou  dreht  voraussichtlich  iu 
Paris  ciucM  Film.  —  Koo  ^laltou  ist  iriit  einem  Xicht-Scliauspieler  ver- 
heiratet. —  Die  H.iui>trolleii  in  ..rr.uieiir.iiili  in  .Marokko"  s|iiellen  AVI.-i- 
dimir  ti.tid.iro« .    t'l.iire    Ifoinmor.    J>()lly   J).ivis,    (ieor;;es    t'h.irlias. 

il  e  r  r  y  n  n  d  K  i  I  m  l>  o  y  :  'Werner  l'nellerers  P.irtiier  in  ..(Jl.-niz 
\iiid  Klond  der  Knrtis.-inen"  war  .\ndree  I.afayette.  iu  ..Der  Soliu  der 
llaiiar"  Mady  Christi.-ins.  in  ..So  kiiüt  nur  eine  Wienerin"  (Jrel.-i  (Jr.a.-il  (tl. 
in  ..Du  sollst  uiclit  stehlen"  (Nur  eine  kleine  Dieliin)  l.ili;iu  ll.irvey.  iu 
...Vhenteuer  eines  Zelin-.M.irk-Scheiues "  Imo;;ene  TtolierlMiu.  —  Eru.-I 
Verebes  spricht  fast  flieUeud  Deutsch.  —  .VuUer  in  ..Mütterliche"  nnil 
..Meineid"    spielte    Inire    l,.\ndKUt    noch    in-  ..Violaniha "    und    ..An^^t  '. 

Fritz  S  c  li  ..  I{  r  e  s  1  n  u  :  l.iliau 
Harvey  wird  auch  bald  tonlilnien.  Dii- 
Künstlerin  ist  untiefähr  so  alt,  «ie  Sii- 
Kcscliiitzt    hallen. 

Charlotte  S..  B  1  n.  -Licht  <•  n  - 
b  e  r  (t  :  Max  M.'inseu  wohnt  Hln.-\Vil- 
niersdsrf.  ISr.andi'nliurKisclic  stralic  l'.'i. 
wurde  am  •22.  Dczi-mher  gehören  unil 
ist  unverheiratet.  .la,  er  Riht  Aulo- 
Kranime. 

ir  i  1  d  e  i:  a  r  d  V..  Berlin  :  Ahcr 
nein,  iler  kleine  l)a\iil  l.cc  ist  nicht 
;;estorhen.  Kr  erfreut  sich  liesliT  (!e- 
suudhcit  uuil  wird  .auch  iu  dem  uächsf-n 
.\l-.1olson-KilMi  eine  lraK<'Uiic  Holle 
spielen. 

E.  P..  Z  ii  r  i  c  h  :  Die  K.artcn  sind  m?i 
die  lietretTiMiilcu  Kilnislars  weilcrjiclei- 
tet.  Sobald  wir  die  Bilder  wieder  zu- 
rückcrhallen,  wenleii  sie  Ihnen  zuj^c- 
saudt.  Xur  a  iiu  l.uisi'  Brooks  können 
wir  Ihnen  l<idcr  kein  Auto'iraiMni  licsor- 
ncu.  ila  die  Kiinstlcrin  zur  Zeil  in  l'.i- 
ris  ist.  -  Dcni>  Morel  ist  Kndc  \(ni;;i'n 
.lahres     fjestorhen.  Marictta     Millncr 

siiielte  u.  a.  im  ...Manu  ohui'  N.inicu ". 
..Moderne  I'iratcn",  ..Z.iri'«  ilsch  ', 
.,.\dicii.    M.iscotte ". 

II  e  i  u  z  H.,  II  a  u  u  o  nc  r  :  Wir  wer- 
den die  Künstlerin  noch  eium.il  au  ilas 
fällige    Autofrramui    erinnern. 

<;  r  e  t  e  Kein  w  a  I  d  -  V  e  r  e  h  r  e  - 
r  i  II  .  CJ  u  e  r  f  II  r  t  :  (;rcte  I'eiuwald 
wohnt  Berlin  A\'.  IJenenshnr(;cr  Str.  II. 
Ihr  ueuester  Film  ist  ..Kolonne  .\  '  niii 
Keinhold    Schiinzel. 

(i  r  e  t  a  (J  a  r  b  o  -  \'  e  r  i-  h  r  e  r  i  n  - 
n  e  11  a  u  s  .s  a  c  h  s  c  n  :  Hie  liciilcn 
Partner  von  (ircta  (i.ulio  in  ..Kric;;  im 
Dunkel"  waren  Conrad  .\.i;rcl  und 
(Justav  Min  SeylTcrlitz.  Hie  Kiiustlcriu 
arbeitet  au;;t'ublicklich  in  den  Mclro- 
Coldwyu-.Mayer-Sludios.  Cuher-  City, 
Kalifornien,  au  dem  Tonfilm  ..Eifi'i'- 
sucht". 

W  alter  E.,  E  1  h  c  r  f  .•  1  d  :  I.issy 
.\rna  widint  Berlin  AV  !i,  Liudauer  S|r.  ü: 
Betty  ,\niman  ist  durch  die  l'fa.  Herlin 
S\V  r.8.  KochstraUi'  f<—H.  J.yii  tie  Pulli 
durch  die  Kisiree-Sludios.  Hersfordshire. 
England,    zu    i'rrcichen. 

Erna  .aus  Dresden:  l.ivio  P.-ivanelli  hat  seine  AVoliniiiifr  iu 
Bprlin-AVilniersdorf,  KavensberKcr  Slr;il.!e  .'>.  Er  wurde  am  H.  September 
in  Bido)?n;i  f;<'horeu  und  ist  ledi;r.  .I.iwohl.  Aulosr.imme  f>iht  er.  Pava- 
lielli  ist  auch  Im  l.eheu  fiirchth.-ir  nett.  .Sein  neuester  Film  ist  ..Der 
Hund  von  Baskerville".  —  Imre  IJ.iday  wurde  am  1.  September  in 
Budaiiest  K<"horcn.  isl  cbcnr.ills  ledi;;.  KihI  AnloKrauime  iiuil 
Berlin  W.  (ieisberf;slr.il]c  l'1.  l'cusion  .\ijrnlicrfjer  Pl.itz 
Film  heißt  ..Der  We;;  durch  die  .N;ichl "  mit  Kiithe 
ll.'iuptridle. 

.M  o  r  e  I  -  II  e  I  ui  -  H  ;>  r  v  e  y  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  M  .i  r  sx  o  t  C.  a  u  s 
\  u  ff  s  b  n  r  K  :      Sie    h:ilien    recht.    F^lizza    l.i     Porl.i     spielte    in    ..C.is.inipv.a* 

..Am    I'iide^hcimer 


«  ohul 
K.id.iys  ncuoler 
in    -V.ifiv    iu    der 


Erbe"  die  Rolle  des  Zimuiermädclu'iis.  In 
Schlolj  steht  eine  Liudi- "  spielte  uiclit 
.Schmlterhiw  die  weibliche  Ilaiipirollc.  - 
.März    iu    Berlin,    l.ili.in    ll.irvey    .im     III. 


ilem    Füll 

Dit.i  Parle,  sondern  Ver.i 
Urifiitle  Helm  T\  iirde  am 
II.  .MI1I/.  III  jii-iiiii.  I. III. III  ii.iiii-,«  jiiii  i:i.  .I.'iniiar  in  l.oiidon  ^'eboi-cn. 
Wenn  .Sie  die  betreffenden  Xnminerii  n.iclibcsfellen  wollen,  so  «eiideu 
Sie  sich,  bitte,  .in  den  Verl.iK  ..Illustrierte  Filmwoche",  Berlin  SW  fi.H, 
Kochstraße  G  — S.  —  Sie  belästif-eu  iiiis  mit  Ihren  Fräsen  diirch.iiis  nicht. 
O  r  e  t  c  h  e  n  X.,  Stettin:  Wilhelm  Dietcrle  filmt  aiiKeiiblicklicli 
in  Xeu-B.ibclslierK  ..Das  Sehweiten  im  W.ilde".  Seine  P.irlneriuneii 
sind  Itiiia  .\larsa.  Pett:i  Frederic.  (Irelhel  Berndt.  Der  Film  wird  auch 
wieder  von  Dielerle  inszeniert.  Der  Künstler  ist  mit  Charlotte  IlaKcn- 
hrucli  verheiratet  und  Kihl  AuloK>auimc.  .Seine  Wohnuiij;:  befindet  sich 
iu    Bln. -Wilmersdorf,    Jenaer    Str.ißp    H. 


F  i  I  m  f  r  o  11  n  d  i  n  I.  p  n  o  :  Richard  Barthelniess  und  Coriniic 
(iriffilh  sind  durch  die  First  Xational-Stiidios,  Burb.ank-Hollywood.  Kai., 
r.  s.  A..  zu  erreichen.  —  Doiij^las  Fairb.inks  li.ii  seine  Besilzun;;  in 
Be\erly-HilN.  Hollywood,  Kalifornien.  F.  S.  \.  _  Sie  haben  recht.  Belli 
I.:iemle  ist  eiue  Xichte  von  Carl  L;iemnile.  —  Bek.'iniile  franzüsischc 
Regisseure  sind  ii.  :i.  Abel  Ciance.  Maurice  Tourueur.  .laeiiues  Feydcr.  — 
.Ast.i  Xielsen  ist  mit  dem  russischen .  Sch.auspieler  (•ri;;orl.  Clini;ira  vcr- 
heiralet. 

F  :i  i  r  b  a  n  k  s  -  B  e  w  u  ii  d  e  r  e  r  ,  B  r  e  in  e  n  :  Douglas  Fairb.aiiks 
li.al  seine  Besitzun!*:  in  Beverly-Hills.  Hollywood.  Kalifornien.  U.S..\.  Er 
yilit  Aiitojiramme.  Der  Künstler  arbeitet  aii;;<'nblicklicli  in  den  Fnited 
Artists-Stiiilios    an    dem     Film    ..Der    Widerspenstigen    Zähuiuns". 

K  a  y  s  e  r  -  T  u  e  n  >;  e  r  I  h  a  1  -  C  o  - 
t  b  .a  :  IMe  zweite  «cililiche  Haupt- 
rolle in  dem  Film  ..Die  Frau,  nach 
der  mau  sich  sehnt"  spielte  Edilii 
Edwards. 

II  o  1  1  a  .  B  r  e  s  I  a  ii  :  Sie  dürfen  es 
Ulis  riilii;i  ;;l:iiilien.  Kanioii  Xovarro  be- 
findet   sich    t.'ilsäcliilcli    wieder    in    Hollv- 

\M.od. 

].  i  1  i  a  II  II  a  r  v  e  y  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  , 
D  a  n  z  i  fr  :  Den  fte«  üuschtcn  Schlager 
erhallen  Sie  durch  den  Miisikvcrlap;  Edi- 
tion K.irl  Brüll,  Berlin  W  .'lO.  Kurfür- 
stemlaiom  2;10.  —  Bclly  Amaiin  Aviirde 
in  l'ii  iM.isens  geboren.  Ihre  Ellern  sind 
Ueutsch  -  Amerikaner.  Die  Kiinsllerin 
wurde  \  oii  Erich  Pomnier  entdeckt  uiul 
ilebulicrle  in  dem  l'fa-Film  .. Aspli.ill ". 
M.iricne  l>ictricli  hat  .im  27.  I'ezeni- 
lier  (icliiirtslaK.  Sie  spielte  Mir  ca.  zwei 
.iaiircii  iu  einem  Harry  I'iel-Film  iiml 
später  iu  ..Prinzessin  ()l;il;i".  Vor  kur- 
zer Zeil  erschien  sie  in  ..Iidi  küsse  Iluf 
ll.ind.  M.id.inie  ■  und  als  ..Frau,  ii.icli 
der  man  sich  sehnt".  Ihr  iieucsler  Film 
heiUI  ..D.i*  .SeliitT  der  ^  crlorenen  Men- 
schen". Die  Kinoslaiiilbilder  sind 
nicht  käuflich.  —  Ver.a  Selimilerlöw  ist 
blond  und  h:il  blaue  Auf;eii.  Sie  spielte 
II.  a.  in  folKendeu  Filmen:  ..Frau 
Sor^e'  .  ..Mädchcnscliicksale".  ..Seine 
stärkste  Waffe  ',  ..Der  schw.irze  Do- 
mino". ..Sjindenf.iH".  ..Wenn  der  weiße 
Flieder  wieder  blüht".  Ihre  iiächsteii 
Vilme  sind  ..Bruder  Bernhard",  ..Die 
Flucht  vor  der  l.ii'be".  -  I.ili.in  Harvey 
schwärmt  unseres  Wissens  für  rote  IJo- 
sen.  .1a,  sie  besitzt  ein  .\uto.  Seine 
Marki-  iiiiil  Xumiiier  wissen  wir  l.il- 
sächlich  selbst  uiclit.  Die  Aufiiahiiicn 
zu  ..Ihr  dunkler  Punkt"  haben  einij;e 
Woclicii  (red.iuert.  Die  Aiißenszcnen 
sind    in    Xizz.i    fjedrcljt    Wdideii. 

II  a  11  II  y     II..      K  :i  u  1  s  <1  o  r  f  :      Xeiii. 

der    kleine    David    I.ee    ist    nicht    {testor- 

beii.     Er   Iclil    in    Hollywood,    erfreut   sich 

bester     (lesundhcil      und      spielt     seinen 

nächsten    Film    wieder      mit      \l     .lolsoii 

(..His    l.illle    Pal"  Sein    kleiner    Ka- 

nier.id").  Raiiion    Xovarro   ist    so   alt, 

wie    Sie    fteschälzt    haben. 

F  i  I  m  f  r  e  ii  n  d      K.     H.,     SI  ;i  •;  d  e  b  u  r  (?  :        -Vlle      Filmslars     sehen 

Auliisramme.       Wenn     Sie     zum     Film     wollen,     so     ist    es    am     liesten.     Sie 

wenden    sich     direkt     an     die     Films'esell-ch.irteii    wie    Ff:i.     Berlin     SW  HS. 

Kochsiraße  (i— S.    X:ilioii,il.    Iterliii    SW  IH,    Friedriclislr.iße    10,    Terra.    Herlin 

SW  lis.     Kochsir.aße    7:!_.    A.if.i.     Berlin    SW   IS.    Fric.lrichslr.iße    •-•i'.l. 

.M.  II.  .1  11  s  K  ii  11  i  n  s  b  e  r  s'  :  Ranion  Xov  irro  isl  durch  die  .Melro- 
dold«  \  ii-M.ij  er-Sliidio>.  Culver  Cily.  K:ilifiirnien.  F.  S.  A.,  zu  erreichen. 
Die  Iterliner  Premiere  seines  'ronfilms  ..Sans:  der  .Siidsee"  sielil  noch 
nicht  fest.  Sie  li.ilieu  reclil,  Xovarro  ist  Mexikaner  und  st.ammt  .aus 
Diir.inso.  lieburlsi:is  hat  er  :iiii  6.  Februar,  also  nicht,  wie  Sie 
sclirielieii.  :im  (i.  März.  Ramou  X'ov:irro  wurde  im  .l.ahre  l!l:;i  von  Rex 
Insraiii  für  den  Film  eiildeckt.  Sein  richliscr  X.ime  ist  K.imoii 
Saiiioniesos 

S  ]i  a  I  z  ;i  11  s  S  I  II  I  1  s  a  r  I  :  Mita  P.irlo  wohnt  Berlin.  Motzslraßc  ST. 
\cra  Voronina  Blii.-\\  ilmci  sdoi  t,  riilaiidslr.iße  Sl.  Canocu  Boiii  lieliiidcl 
sich  zur  Zeit  in  Fr.inkreich.  Die  Post  wird  ihr  ilorlliiii  von  ilirein  .Sekre- 
tär (»iiavi.  Berlin  X\\  s".  .Vltonaer  .Straße  1.  naclitfesamit.  —  Die  llaiipl- 
rcdleii    in    ...Anfersiehuns"    spielten    Dolores    del    Rio    und    Rod    la    Roi|iie. 

Wie  komme  ich  zum     m    M  M^  JL   Jl  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

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Str.2bBII.Et. 


Das  neue  Okasa! 

p,,,,,^  „     ,  (nach  Geheimrat  Dr.  med.  Lahusen) 

Fabrikmarke.  Die  wirksamen  Hauptbestandteile  von  „oknsa"  werden  jetzt  nach  einer  Methode,  welche  durch 


Deutsches  Reichspatent 


No.  47 1  793 

geEchQtzt  Ist,  hergcstelltl  Alles  Nähuro  bitten  wir  aus  unserer  unten  angegebenen  Literatur  zu  ersehen.  Wenn  tlberhsupt 
noch  eine  Verbesserung  unseres  seit  Jahren  bewährten  „Okasa"  möglich  war,  so  ist  dies  jetzt  endlich  durch  diese 
Methode,  welche  in  langjähriger  Arbeit  von  einem  deutschen  Arzt  entdeckt  wurde,  gelungen.  Es  dürfte  dadurch  „Okasa** 
wirklich  das  unübertroffene  Präparat  sein. 


Ein  Geheimnis ?      MslnilGr! 


Neue  Kraft: 


.Okasa* 


»i**^«»«"  (nach  Oeheimrat  Dr.  med.  Lahusen). 
Das  nnObertroffene  hochwertige  Sexual -Kräftigungsmittel  (sexuelle  Xeurastheniel.  Kein  Reii- 
mittel,  für  das  gesamte  Nervensystem  überaus  wohltuend.  Uebetraschende  WirUuiig! 
Kotariell  beglaubigte  Anerkennungen  von  zahlreichen  Aerzten  und  tausende  Dankschreiben 
dankbarer  Verbraucher  beweisen  die  einzig  dastehende  Wirkun-.;!  Trotzdem  gibt  es  noch 
Zweiflerl    Wir  versenden   daher  nochmals  von  diesem  neuen  Präparat 

Zehntausend  Probepackungew  umsonst. 

Soeben  Ist  neue  Broschüre  erschienen.  In  neuer,  gediegenster  Aussiatiung!  Mit  neuem, 
bedeutend  erweitertem,  hochinteressantem  und  belehrendem  Text.  Wir  legen  die^e 
Broschüre  jeder  Probepackung  kostenlos  bei. 

Es  sind  lediglich  40  Pf.  für  Doppclbrief-Porto  beizufügen  (unverlangte  Nachnahmen  kennen 
wir  prinzipiell  nicht).  Zusendung  diskret  verschlossen  durch  das  Generaldepot  u.  Alleinversand 
für   Deutschland:    Radlaners    Kronen  •  Apotheke,    Berlin  W.  4S  .  .  .    Friedrichstralie  160. 

Okasa  (Silber)  für  den  Mann,  Originalpackung  9.M  M. 
Okasa  (Gold)   für  die  Frau,   Originalpackung  1U,5Ü  M. 
Za  haben   in   allen   Apotheken 
Achten  Sie  auf  den  Namen  Okasa  und  darauf,  dass  jede  Packung  den  Namen-zug 
Oeholmrat    Dr.    med.    Lahusen    trägt     —     es    existieren    Nachahmungen  1 


Beachten  Sie  genau! 


Einzelpreis  40  Pf.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monall.  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.  H.,  Berlin  SW  68.  KochslraQe  6—8.  Schriftleituni; 
A. Rosenthal — Aros.  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Ocsterrcich  vcrantwortl.  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgassc  4.  Vcrantwortl.  für  Anzeigen  Wilhelm  Schaefer. 
Cbarlotlenburg.   Anzeigenverwaltung   Universum-Film  A.-G..  Abt.  Ufa-Werbefilm,   Berlin  SW68,  Kochstr.  6  8.     Kupfertiefdruck:   August  Scberl  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


t^tmk 


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IlT 


1 


^^^ 


NUMMER     40     \       BERLIN,    6.   OKTOBER    1929      /      PREIS    40    PFENNIG 


\ 


Pijol.  Fox 


Qyanei  ^/aynor   tn  dem   cJoxjiltn  „LZ^jc  vier  cJeuJel 


cfiilmr  c/Rcig  ci^^ 


DIE     ^VOCHEN  SCHRIFT     DER     FILM  FREUNDE 


>.>? 


PJi 


l 


GEßö    MALY   und  ANNI   MEWES 

in  dem  Ufeion-FUm  „Melodie  des  Herzens" 


Von  King  Vidor  wurde 
vor  Jahresfrist  in  Ber- 
lin der  Film  „Ein 
Mensch  der  Masse"  gezeigt, 
der  das  typische  Leben  eines 
Durchschnittsbürgers  der 

Staaten  schilderte.  Unpathe- 
tisch, vielleicht  sogar  ein 
wenig  zu  grau,  rollten  die 
Tage  eines  kleinen  Man- 
nes vorüber,  der  niemals 
die  Sorge  um  die  Existenz 
verlor  und  dessen  Schicksal 
drückend  auf  dem  Zuschauer 
lastete.  Es  war  ein  Film, 
dessen  Naturalismus  nicht  von 
allen  Zuschauern  verstanden 
wurde.  Man  kann  das  gleiche 
Thema  aber  auch  ganz  anders 
packen,  und  der  junge,  unga- 
rische Regisseur  Paul  Fejos 
hat  mit  seinem  ersten  Film 
,,Zwei  junge  Herzen"  den  Be- 
weis dafür  geliefert.  Er  be- 
sitzt den  unüberwindlichen 
Optimismus,  daß  auch  in  die 
dunkelsten  Tage  noch  ein 
Strahl  Sonne  fällt,  nur  muß 
jeder  einzelne  sich  so  zu 
setzen  wissen,  daß  ihn  die 
Strahlen  erwärmen  und  er- 
leuchten. ,,Zwei  junge  Her- 
zen" heißen  im  Original  so- 
gar ein  wenig  melancholisch 
„Allein".  Das  Leben  New 
Yorks  mit  seinem  jagenden 
Lebenstempo  bildet  den  Herz- 
schlag des  Films,  und  die 
Starrheit  der  Wolkenkratzer- 
stadt ergibt  den  dekorativen 
Hintergrund.      Hier     leben     in 


Barbara  Kent  und  Glenn  Tryon 

Plwi.  Universal 


iO^^w 


engen  Zimmern  sieben  Mil- 
lionen Menschen,  die  um  ihi 
Brot  kämpfen,  sieben  Millio- 
jien,  die  aneinander  vorüber- 
laufen, nichts  vom  Mitmen- 
schen wissen  und  immer 
allein  sind.  Nicht  umsonst 
ist  von  einem  amerikanischen 
Philosophen  das  Wort  „Ne- 
benmensch" erfunden  worden. 
Es  ist  ein  neues,  kaltes  Wort, 
ein  Gebilde  der  letzten  Jahre, 
aber  es  trifft  den  Nagel  auf 
den  Kopf,  um  die  eigentliche 
Stellung  zu  kennzeichnen,  in 
der  die  Menschen  heute  zu- 
einander stehen.  Das  klingt 
erbarmungslos,  braucht  es 
aber  nicht  zu  sein,  wie  Paul 
Fejos  verrät,  wenn  auch  er 
einen  etwas  melancholischen 
Eingang  findet.  Da  ist  eiii 
riesiger  Betrieb,  wie  ihn  nur 
eine  Millionenstadt  haben 
kann.  Die  einzelnen  -  An- 
gestellten sind  in  Gruppen 
gespalten,  die  sich  nicht  um- 
einander kümmern.  Sie  lau- 
fen im  Betrieb  aneinander 
vorbei,  haben  im  Dienst  nur 
die  Sorgen  des  Ressorts  und 
vermögen  den  Gesamtkomplex 
nicht  einmal  mehr  zu  über- 
schauen.    Wer    außerhalb    der 


rle^i&en. 


Gruppe  steht,  ist  schon  ein 
Fremder.  Sobald  der  Dienst- 
schluß schläft,  lösen  sich  alle 
Angestellten,  welche  von  der 
Organisation  in  der  Arbeit 
zusammengehalten  werden,  in 
Einzelglieder       auf.  Keiner 

weiß  mehr  vom  anderen,  jeder 
hat  seine  eigenen  Sorgen,  und 
wenn  sie  in  einem  Tenement- 
haus  Wand  an  Wand  zusam- 
men wohnen,  so  wissen  sie  es 
nicht  einmal.  Nur  am  Sonn- 
tag, im  Luna-Park,  treffen  sie 
zusammen,  und  dann  erleben 
sie  in  kurzen  Stunden  die 
große  Idee  der  Zweisamkeit. 
Und  diese  wenigen  Stunden 
müssen  herhalten,  um  so  viel 
Glück  daraus  zu  schöpfen, 
daß  es  in  der  ganzen  kom- 
menden Woche  vorhält.  Paul 
Fejos  hat  das  mit  einer  De- 
likatesse ausgemalt,  wie  es 
vor  ihm  nur  Arthur  Schnitz- 
ler vermochte.  Die  Erlebnisse 
in  einem  Vergnügungspark 
können  ja  nicht  groß  sein. 
Sie  sind  sogar  stereotyp, 
ähneln  sich,  wie  überhaupt 
alle  diese  scheinbar  völlig  in- 
dividuell geführten  Existenzen 
vollkommen  gleichartigen  Ver- 
lauf   zeigen.      Die    ,,.^lenschen 


der  Masse"  nehmen  aber  ihr 
Schicksal  nicht,  wie  bei  King 
Vidor,  als  schwere  Bürde  auf 
die  Schultern,  sie  lassen  sich 
nicht  niederdrücken,  sondern 
schreiten  im  Glauben  an  den 
Aufstieg  in  bessere  Verhält- 
nisse glücklich  lächelnd  ihre 
Straße,  Vielleicht,  weil  sie 
jung  sind,  daß  es  ihnen 
schließlich  nichts  ausmacht, 
wenn  sie  sich  im  Gedränge 
des  Vergnügungsparkes  ver- 
lieren. Denn  schließlich  müs- 
sen sie  sich  doch  einmal  wie- 
derfinden. Vielleicht  ist  das 
Leben  nicht  so  liebenswürdig, 
wie  es  der  mit  Heiterkeit  be- 
gabte Paul  Fejos  darstellt. 
Aber  im  Film  ist  es  viel  net- 
ter, wenn  der  Zuschauer  mit 
herzlichem  Humor  beglückt, 
als  daß  er  mit  Pessimismus 
gequält   wird. 

In  den  einzig  wichtigen  Rol- 
len erscheinen  Glenn  Tryon 
und  Barbara  Kent.  Beide  sind 
,,Featured  Players",  wie  man 
die  Chargenspieler  in  Holly- 
wood nennt,  aber  sie  spielen 
mit  so  viel  Natürlichkeit  und 
reizender  Unbefangenheit,  sind 
wirklich  große  Kinder,  denen 
es  Freude  macht,  einmal  von 
Herzen  glücklich  zu  sein. 
Außer  ihnen  spielt  noch  die 
Maschinerie  des  Luna  Parks, 
präzise,  mechanisch,  aber 
durch   Fejos   nicht    ohne   Witz. 


Barbara  Kent  und  Glenn  Tryon 
Pliot.  Universal 


Sk 


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UHß 


Auf  den  Schwingen  der  Phantasie  sind  die  Dichter 
zu  allen  Zeiten  den  irdischen  Ereignissen  voraus- 
geeilt. Als  der  Mensch  noch  mühsam  an  der  Erde 
klebte,  träumte  er  vom  Flug  durch  die  Lüfte,  ersann  dit? 
Legende  von  der  Himmelsleiter  oder  hoffte,  über  die 
Regenbogenbrücke  in  Walhall  einziehen  zu  können.  Heute 
gibt  es  in  der  Technik  das  Wort  ,, unmöglich"  kaum  noch, 
denn  es  hat  sich  zu  vieles  erfüllt,  was  unseren  Vätern 
noch  als  unausführbar  erschien.  Die  Geschwindigkeit,  mit 
der  sich  letzthin  einzelne  Flugzeuge  bewegten,  wurde 
selbst  vor  ein  paar  Jahren  noch  nicht  geahnt,  und  der 
Gedanke,  über  die  Atmosphäre  hinaus  in  den  Welt- 
raum vorzustoßen,  gilt  nicht  mehr  für  utopisch.  Schrieb 
ehedem  ein  Dichter  seine  Phantasien  nieder,  ohne  viel 
danach  zu  fragen,  ob  sie  nicht  vollkommen  losgelöst  von 
den  wirklichen  Verhältnissen  waren,  fabelte  er  völlig  in 
das  Blaue  hinein,  so  ist  ihm  das  jetzt  nicht  mehr  mög- 
lich. Seitdem  Jules  Verne  seinen  Zukunftphantasien  ein 
technisches  Rückgrat  gab  und  nie  eigentlich  Lücken  in 
der  Aufzählung  der  technischen  Probleme  ließ,  kann  ein 
Schriftsteller  den  Lesern  nicht  mehr  imponieren,  wenn  er 
ihnen  nicht  ganz  genaue  Aufklärungen  darüber  erteilt,  wie 
er  sich  die  technische  Ausführung  seiner  Vorgänge  denkt, 
die  den  Ereignissen  vorauseilen.  Der  Romanschriftsteller 
von  heute  hat  es  sogar  viel  schwerer  als  Jules  Vernc, 
denn  ein  Teil  der  Romantik,  mit  welcher  Verne  seine 
Spannungen  erzielte,  ist  in  Fortfall  gekommen.  Der  Welt- 
verkehr hat  viele  Eigentümlichkeiten  exotischer  Länder 
zerstört,  und  der  Leser  glaubt  nicht  mehr  recht,  daß  es 
im  Orient  romantischer  als  bei  ihm  zu  Hause  zugehen 
soll.  Außerdem  war  Jules  Verne  kein  großer  Erzähler, 
die  Fabel  seiner  Bücher  ist  trocken  und  lehrhaft  wie  ein 
technischer  Katalog,  so  daß  er  uns,  die  wir  längst  eine  Er- 
füllung seiner  technischen  Phantasien  erleben,  nichts  mehr 
zu  sagen  weiß.  Wer  benutzt  im  Zeitalter  des  Radios 
noch    eine   Flaschenpost? 

Aber  die  menschliche  Sehnsucht,  alle  Geheimnisse  des 
Weltalles  enträtseln  zu  wollen,  ist  dieselbe  geblieben.  Die 
Dichterin  Thea  von  Harbou,  die  man  nicht  mit  Unrecht  das 
stärkste    phantastische    Talent    unter    den    zeitgenössischen 


Im  Kreis:    Gerda  Maurus 

Mitle:    Klaus  Pohl 

* 

Unten:  Klaus  Pohl,  Fritz  Rasp.  Willy 

Frilsch,    Gerda  Maurus   und  Gustav 

von  Wangenheim 

Phot.  tritz  Langfilm  dtr  Ufa 


Schriftstellern  genannt  hat,  beweist  seit  „Metropolis",  daß 
sie  Stoffe  und  Probleme  zu  meistern  versteht,  die  über  die 
Ereignisse  des  Tages  hinausgehen.  In  ihrem  letzten  Roman 
„Frau  im  Mond",  der  wie  verschiedene  andere  ihrer  Bücher 
ihrem  Gatten  Fritz  Lang  zur  Unterlage  eines  Films 
diente,  wagt  sie  sich  an  die  schwere  Aufgabe,  den  Tra- 
banten der  Erde  zum  Schauplatz  der  Handlung  zu  machen. 
Aber  es  ist  keine  Phantasie  wie  in  Andersens  lieblicher 
Träumerei,  die  in  den  „Galoschen  des  Glücks"  steht,  son- 
dern eine  realistische  Erzählung,  die  nicht  phantastisch 
aufgefaßt  werden  darf.  Der  Dichterin  ist  es  nicht  darum 
zu  tun,  eine  außerirdische  Idylle  zu  malen,  sondern  ein 
Problem  vorwegzunehmen,  das  in  wenigen  Jahren  aktuell 
sein  wird.  Vielleicht  kommt  die  Überraschung,  daß  der 
Vorstoß  in  den  Weltraum  glückte,  sogar  noch  schneller. 
Die  technischen  Unterlagen  der  ,,Frau  im  Mond"  beruhen 
zumeist  auf  Studien  von  Professor  Hermann  Oberth,  der 
augenblicklich  mit  dem  Bau  einer  Fernrakete  beschäftigt 
ist,  welche  als  erste  über  die  Stratosphäre  hinaus  in  den 
Weltraum  vorstoßen  soll.  Die  Möglichkeit  zur  Erreichung 
des  leeren  Raumes  jenseits  der  letzten  Atmosphäreschich- 
ten ist  heute  bereits  gegeben.  Selbstverständlich  kennt  man, 
da  das  Gebiet  der  theoretischen  Erörterungen  noch  nicht 
verlassen  wurde,  noch  lange  nicht  alle  aerodynamischen 
Kräfte,  und  an  einen  .regelmäßigen  Verkehr  zwischen  Erde 
und  Mond  ist  einstweilen  nicht  zu  denken  —  abgesehen 
von  der  Frage,  ob  der  Mond  eine  Atmosphäre  besitzt,  in 
der  Menschen  zu  leben  und  zu  atmen  vermögen.  Für  die 
Dichtung  ist  das  kein  Hindernis,  denn  es  ist  ihr  gutes 
Recht,  auf  dem  sicheren  Sockel  technischer  Errungenschaf- 
ten die  kühne  Vision  künftiger  Tage  aufzubauen.  Es  ist 
außerdem  die  Aufgabe  des  Films,  Bilder,  die  ein  Dichter 
vor  seinem  geistigen  Auge  vorbeiziehen  sah,  in  die  Reali- 
stik des  Filmbildes  umzuwandeln.  Der  Film  ist  die  ein- 
zige Erscheinung,  die  technische  Tricks  zur  Kunst  gestalten 
kann.  Was  in  Ateliers  in  mühevollen  Arbeitsstunden  er- 
funden, mit  Hilfe  komplizierter  Tricks  aufgebaut  und  auf- 
genommen wurde,  scheint  dem  Auge  auf  der  Leinwand 
photographierte  Wirklichkeit  zu  sein.  Da  Thea  von  Harbou 
keine  abstrakte  Geschichte  von  einer  Eroberung  des  Mon- 
des geben  wollte,  so  ließ  sie  die  Menschen,  die  sich  auf 
diese  abenteuerlichste  aller  je  gewagten  Fahrten  begeben, 
über  die  Stratosphäre  hinweg  ihre  Sorgen  und  Ideen  mit 
auf  die  Mondkrater  nehmen.  Damit  wird  dichterisch  die 
Abhängigkeit  des  Menschen  von  der  Erde  betont,  aus  der 
er  stammt  und  in  die  er  wieder  zurückkehrt.  Wie  denn 
auch  die  Erlebnisse  ihrer  Mondreisenden  beweisen,  daß  die 
Bezwingung  eines  Planeten  noch  lange  nicht  die  Eroberung 
des  Herzens  bedeutet. 


"^ 


Unten :  Willy  Fritsch,  Gerda  Maurus, 
Fritz  Rasp 

Phol.  Fritz  Langfilm  der  Uja 


d)ce  fuufw^  oufM  ^auii^tßiS^ 


Von    Carl    Hoffmann, 


Erst  durch  die  Loslösung  der  Kamera  vom  rein  Technischen 
kann  ein  Film  in  seinem  künstlerischen  Aufbau  ncuartifj 
werden.  Diese  Lösung  bedingt  natürlich  eine  vollständige 
Beherrschung  aller  technischen  Dinge.  Wenn  der  Kamera- 
mann all  das  bei  seiner  Arbeit  mechanisch  leistet,  was  ihm 
seine  Maschine,  die  Kamera,  durch  ihre  Konstruktion  ermöglicht, 
kann  er  sich  der  Lichtausgestaltung  des  Films  widmen.  Ein 
Kameramann      muß 


meiner  Meinung 
nach  ein  suchender 
Mensch  sein,  will 
er  dem  Publikum 
neue  optische  Ein- 
drücke vermitteln. 
Es  ist  viel  leichter, 
eine  einheitliche 

Lichtstimmung  zu 
erzielen,  wenn  der 
ganze  Film  im 
Atelier  aufgenom- 
men werden  kann, 
als  bei  einem  Film, 
der  teils  im  Freien, 
teils  im  Atelier 
spielt. 

Gerade  der  neu- 
este Ufa-Film  ,,Ma- 
nolescu"  unter  der 
Regie  von  Turjan- 
sky  mit  Iwan  Mos- 
jukin  und  Brigitte 
Helm  in  den  Haupt- 
rollen war  nach 
dieser  Richtung  hin 
eine  meiner  inter- 
essantesten Aufga- 
ben. Wechselten 
doch  Atelierauf- 
nahmen ständig  mit 
Freiaufnahmen. 

Manolescu  ist  das 
Sinnbild  des  mo- 
dernen Ahasver,  der 
ruhelos  von  Ort  zu 
Ort   getrieben  wird. 

Ich  mußte  mich 
mit  meiner  Kamera 
dieser  europäischen 
Wanderung  an- 

schließen. Berlin, 
London,  Paris,  Niz- 
za, Monte  Carlo. 
Schweiz,  das  sind 
die  Stationen  die- 
ses neuesten  Ufa- 
Films,  und  all  diese 

Orte  wurden  nicht  im  Atelier  als  Modelle  errichtet  und  gedreht; 
sie  mußten  aus  der  natürlichen  Landschaft  her  aufgenommen 
werden.  Bei  jedem  Ort  war  die  Stimmung  des  Erlebnisses  mit 
der  Lichlstimmung  der  Stadt  in  Einklang  zu  bringen,  ohne  daß 
irgendwie  das  Gebiet  des  Kulturfilms  gestreift  werden  durfte. 
Die  Landschaft  halte  nur  Umgebung  für  Manolescu  zu  sein,  sie 
mußte  also  da  sein,  mußte  gesehen  werden  und  durfte  doch  nicht 
nur  äußerlicher  Eindruck  bleiben.  An  sich  bereitet  eine  Frei- 
aufnahme keine  Schwierigkeiten,  Interessant  und  für  einen  nach 
wirksamen  optischen  Ausdrucksformen  suchenden  Kameramann 
lohnend  wird  die  Aufgabe  erst,  wenn  er  das  Bildhafte  mehrerer 
Schauplätze  erfassen,  kontrastieren  und  sie  dennoch  einheitlich 
in  den  Rahmen  eines  Films,  fassen,  aus  einem  Lichterlebnis 
heraus  gestalten  muß.  Genau  so  wie  bei  der  Handlung  eines 
Films  muß  auch  durch  seine  Photographie  ein  roter  Faden  gehen, 
die     Lichtkonirastc     müssen     sich     harmonisch     auseinand<ir     cnl- 


Raguel  Torres  und  Charles  King       piwt.  M.Q.M 


wickeln,  es  dürfen  keine  Härten  in  dem  Aufeinanderprall  der 
Stimmungen  der  einzelnen  Bilder  entstehen.  Besonders  bei  den 
Freiaufnahmen  in  der  Schweiz  waren  in  diesem  Jahre  große 
Schwierigkeiten  zu  überwinden.  Wir  drehten  auf  einem  einsamen 
Bergkamm  an  einer  verlassenen  Waldhütte  in  2500  Meter  Höhe, 
das  Thermometer  zeigte  35  Grad  Kälte,  Es  war  so,  daß  unser 
Film   oft   durch   die   Kälte   spröde   wurde  und  beim  Drehen  brach 

oder,  was  noch 
schlimmer  war,  die 
Schicht  riß,  ohne 
daß  man  es  gleich 
merkte.  Das  Ein- 
rollen einer  neuen 
Filmrolle  mußte  in 
wenigen  Sekunden 
erledigt  sein,  da 
sonst  die  Gefahr 
bestand,  daß  der 
Apparat    einfror. 

Anschließend  rei- 
sten wir  dann  in 
den  Frühling  nach 
Monte  Carlo.  In 
knapp  zwei  Tagen 
mußte  man  sich 
vom  schärfsten 

Winter  mit  seinen 
völlig  andersartigen 
Lichtverhältnissen 
auf  einen  strahlend 
schönen  Frühling 
einstellen. 

Als  weitere  Ar- 
beitsplätze folgten 
Paris  bei  Nacht  mit 
seinen  vielen  Lich- 
tern, seinen  Licht- 
reklamen, London 
im  Nebel  und  zu- 
letzt Berlin.  Alle 
diese  Städte  mit 
ihren  verschieden- 
artigen Lichtäuße- 
rungen auf  Straßen 
und  Plätzen  haben 
ihr  besonderes  Ge- 
präge und  mußten 
trotzdem  aus  einem 

Kameraerlebnis 
heraus  gestaltet 

werden,  nicht  nur 
allein  als  Einzel- 
ausdruck, sondern 
im  Zusammenraffen 
aller  Ausdrucks- 
möglichkeiten des 
Spiels  und  nicht  zuletzt  der  Kamera.  Außerdem  war  immer  zu 
bedenken,  daß  die  Freiaufnahmen  in  der  Art  ihrer  optischen 
Tongebung  mit  den  Atelieraufnahmen  zu  harmonieren  hatten. 
In  den  heute  gebräuchlichen  Dunkelateliers,  von  denen  jeder 
Einfluß  des  Tageslichtes  ferngehalten  wird,  ist  es  natürlich  nicht 
allzu  kompliziert,  mit  Hilfe  eines  Lampensystems,  dessen  Regu- 
lierung der  Kameramann  besorgt,  eine  einheitliche  Beleuch- 
tungsart durchzuführen.  Denn  die  Wirkung  eines  Films  beruht 
nicht  zuletzt  darauf,  daß  er  optisch  eine  Einheit  bildet.  Eine 
gute,  in  jeder  Beziehung  einwandfreie  Photographie  ist  heute 
die  Vorbedingung  für  jeden  Film,  aber  darüber  hinaus  muß  auch 
der  Kameramann  künstlerisch  arbeiten,  und  sein  Werk  hat  wie 
das  des  Regisseurs  aus  einem  Guß  zu  sein.  Gewollte  Kontraste 
in  der  Lichtgebung,  mit  denen  die  Stimmung  der  einzelnen 
Szenen  bereits  unabhängig  von  den  Vorgängen  gemalt  ist,  haben 
natürlich   ihre    Bedeutung. 


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PfTot. 


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LI  LI  AN    H  AßVEY 

in  dem  Ufa-Film  „Wenn  du  einmal  dein  Herz  verschenkst' 


Ernst  Lubilsch  und  Hans  Kräly  arbeiten  wieder  gemeinsam  an  einem  Drehbuch 

Wie  ichj  '^ißm^oikl  uhkae 


Von  Buster  kcaton. 


Wir  drehten  die  erste  Szene  in  meinen  Film  „Buster,  der 
Fiimrcportcr",  und  ich  sollte  von  einer  großen  Masse 
nicdcrjtetrampell  werden,  da  ich  mich  anstrengte,  mich 
in  den  Vordergrund  zu  drängeln,  um  anläßlich  einer  Parade  oder 
so  etwas  Ähnlichem  Aufnahmen  dieses  Ereignisses  kurbeln  zu 
können,  Edward  Sedgewick,  der  Regisseur,  saß  neben  der 
Kamera   auf  einem   hohen   Gestell,   und   wir  probierten   die  Szene. 

„Halt!"  rief  Sedgewick,  den  ,Extra's',  den  Komparsen,  zu. 
,.Hier  gibt  es  nichts  zu  lachen  —  auch  wenn  es  eine  Komödie 
ist!     Gerade   deshalb   ist    es   eine   verdammt    ernste   Sache!" 

Im  ersten  Moment  wird  man  vielleicht  an  die  Bemerkung  eines 
gewissen  Filmproduzenten  erinnert  werden,  der  vor  einigen 
.iahren  erklärte:  ,,Bci  meinen  Komödien  gibt's  nichts  zu  lachen!" 
iyöch  wenn  man  sich  die  Sache  anfängt  zu  überlegen,  so  liegt 
tinc  tiefe   Wahrheit   darin. 

Komödie  spielen,  und  noch  dazu  beim  Film,  ist  wirklich  eine 
sehr  ernste  Angelegenheit.  Daher  mein  immer  todernstes  Gesicht. 

Sobald  ein  Komiker  lacht,  gibt  er  seinem  Publikum  zu  ver- 
stehen, daß  es  nicht  zu  glauben  braucht,  was  es  sieht,  weil  alles 
nur  aus  Spaß  geschieht.  Die  Wirkung  seines  Spiels  verpufft 
in  diesem  Falle  vollständig:  denn  mögen  die  Situationen,  in 
d^r.cn  er  sich  nachdem  zeigt,  noch  so  komisch  sein*  —  er  wird 
nicht  mehr  komisch  wirken;  denn,  je  ernsthafter  er  selbst  dabei  ist. 
je  mehr  v.erden  die  Verlegenheiten,  in  die  er  gerät,  echt  erscheinen. 

Einer  der  besten  Komiker,  den  ich  je  gekannt  habe,  war  Patsy 
Doyle.  Er  nannte  sich  selbst  „Trauerkloß"  und  stand  in  der 
Mitte  der  Bühne,  und  erzählte  dem  Publikum  mit  kummervoller 
Stimme  und  kläglicher  Miene  alle  seine  Schmerzen  und  Sorgen. 
Die  Wirkung  ssar  die   komischste,   die   man  sich   denken   kann  


aber  hätte  er  dabei  auch  nur  einmal  gelächelt,  so  wäre  der  ganze 
Effekt  -zum  Teufel  gewesen.  Meiner  Meinung  nach  war  Patsy 
derjenige,  der  damit,  ohne  es  zu  wissen,  das  Grundprinzip  für 
Filmhumor  schuf;  lange  bevor  es  den  Film  gab. 

Aber  nicht  nur  das  Spiel,  sondern  auch  die  Herstellung  und 
Regie  einer  Komödie  ist  eine  ernste  Sache.  Sie  muß  sehr  flüchtig, 
vorübergehend  erscheinen  —  deshalb  muß  man  eine  Situation 
blitzartig  aufleuchten  lassen,  danach  eine  Pause  in  die  Handlung 
einfügen,  um  dem  Publikum  Zeit  zu  lassen,  sich  diese  Situation 
einzufühlen,  und  dann  diesen  ersten  Vorgang  mit  einem  zweiten 
an   Komik   ühcrlreffcn. 

Wir  nennen  diesen,  mit  mathematischer  Genauigkeit  erfolgen- 
den Aufbau  einer  Komödie  bis  in  das  kleinste  Detail  ,,spacing", 
zu  deutsch  vielleicht  ,,dcn  Zuschauer  Luft  holen  lassen",  damit 
er  den  vollen  Effekt  jeder  Situation  erfassen  kann,  ohne  sich 
zu  langweilen.  Es  ist  dies  eine  sehr  exakte  Wissenschaft;  und 
einer  der  Hauptgründe,  weshalb  Edward  Sedgewick  für  einen  der 
besten  Komödien-Regisseure  gilt,  ist  sein  fast  unheimlich  siche- 
rer  Instinkt   in   ,,spacing"   das  Spieltempo. 

Somit  kann  man  die  Herstellung  einer  Komödie  mit  dem  Zu- 
sammensetzen einer  sehr  kostbaren  Taschenuhr  vergleichen;  die 
einfachste  Phase,  zu  schnell  oder  zu  langsam  vollführt,  kann  das 
Ganze  unrettbar  ruinieren.  Ganz  davon  zu  schweigen,  daß  ein 
Komödicndarslellcr  sich  den  ganzen  Film  hindurch  hcrumpuffen, 
von  Wolkenkratzern  fallen,  mit  Cremetorten  pflastern  und  von 
den  ,,künstlcrisclicn"  Stars  über  die  Achsel  ansehen  lassen  muß 
—   weil   er   ,.nur"    ein    Komiker   ist! 

Jawohl  —  eine  Komödie  ist  eine  verdammt  ernste  Sache  für 
alle,   die  darin  zu   tun   haben! 


4 


Nach  Island  muß 
man  mit  einem 
Fischdampfer  fah- 
ren, um  schon  au' 
der  Reise  einen  Vorge- 
schmack von  dem  rauhen 
Klima  zu  bekommen,  das 
auf  dieser  Insel  herrscht, 
die  ohne  seine  vulkanische 
Unterwelt  in  Eis  erstarren 
würde.  Es  ist  auch  heute 
noch  das  Land  ohne  Autos 
oder  vielmehr  ohne  Auto- 
straßen, und  Reisen  in 
das  Innere  können  immer 
nur  zu  Pferde  zurückgelegt 
werden,  die  allein  imstande 
sind,  die  Unebenheiten  des 
Geländes  zu  überwinden. 
Aber  Island  ist  auch  die 
Insel  pittoresker  Schönhei- 
ten. Riesige  reißende  Was- 
serfälle bahnen  sich  im 
Innern  den  Weg  durch  das 
Gestein.  Eisiges,  von 
Gletschern  stammendes 

Wasser  füllt  die  scharf 
zerklüfteten  Rinnen,  durch 
deren  Furt  die  Pferde  mit 
Gewalt  getrieben  werden 
müssen,  weil  sie  sich  gegen 
die  rasche  Strömung  stem- 
men. Aber  nicht  weit  da- 
von schießen  plötzlich 
Garben  kochenden  Was- 
sers in  die  Luft,  die  Gey- 
sire,  die  einzigen  heißen 
Fontänen,  welche  die 
nördliche  Halbkugel  be- 
sitzt. In  Rejkjavik,  der 
Hauptstadt  des  Landes,  die 
aus  lauter  kleinen  ein- 
stöckigen Holzhäusern  be- 
steht, haben  es  die  Frauen 
gut,  Sie  brauchen  nicht 
auf  die  Warmwasserver- 
sorgung durch  den  Haus- 
wirt zu  warten,  wenn  sie 
Wäsche  waschen  wollen, 
sondern   sie   ziehen  einfach 


Oben :  Wasserfälle  u.  Geysir- 
aiisbrüchc  im  Innern  Islands 


an  die  Quelle,  die  heißes, 
nur  ein  wenig  schwefelhal- 
tiges Wasser  im  Winter 
wie  im  Sommer  ohne  jede 
Berechnung  liefert.  Ein 
wenig  ungewohnt  ist  der 
Anblick  der  isländischen 
Landschaft  schon,  denn  ihr 
fehlen  Bäume,  die  der 
ewig  wehende  Meereswind 
nicht  gedeihen  läßt.  Küm- 
merliche Blumenbeete  von 
seltsam  fahlem  Glanz  ge- 
deihen im  Schutze  der 
Häuser,  ein  schüchterner 
Versuch  der  Pflanzenwelt, 
selbst  in  dieser  rauhen 
Umgebung  ein  wenig  Farbe 
aufleuchten  zu  lassen.  In 
einem  Ufa-Kulturfilm,  der 
nach  Island  führt,  lernt 
man  dieses  Ultima  Thule 
der  Germanen  kennen. 
Island  ist  ja  mit  der  nordi- 
schen Sage  eng  verknüpft. 
Und  wenn  man  heute  auch 
die  Sprache  der  Edda  auf 
Island  nicht  mehr  versteht, 
so  sind  doch  noch  viele 
Begriffe  aus  der  großen 
Heidenzeit  übrig  geblieben, 
und  das  Meer  ist  noch 
immer  die  alles  verschlin- 
gende große  Midgart- 
schlange.  In  der  Nähe  von 
Island  liegen  auf  kaum 
ersteigbaren  Klippen  die 
Vogelberge,  auf  denen 
Millionen  nordischer  See- 
vögel ihre  Brutstätten  an- 
legen: Lummen,  Alke,  Pa- 
pageientaucher, Möwen  — 
und  weit  draußen  liegt 
auch  die  wildumbrandete 
Klippe,  auf  welcher  noch 
vor  einem  halben  Jahrhun- 
dert der  Brillenalk,  der 
größte  Seevogel,  hauste, 


Mille:  Reisen  durch  das  Land 
Unten:  Heißes  Wasser  lielert 
die  Natur  in  Island     Plwt.  l  ja 


Toseph  von  Sternberg,  der  gebürtige  Wiener,  der 
I  eben  mit  den  Vorbereitungen  zu  dem  ersten  Jan- 
I  nings-Tonfilm  der  Ufa  beschäftigt  ist,  hat  mit  „Un- 
/  terwelt"  einen  ganz  spezifisch  amerikanischen  Film 
geschaffen.  Das  Milieu  der  Großstadtverbrechcr  hat 
nicht  einmal  Griffith,  der  doch  Bürger  der  ,, Staaten" 
ist,  mit  solcher  Schärfe  getroffen.  Die  Kämpfe  der 
einzelnen  Bootlegger-Banden,  die  Eifersucht  der  Be- 
rufsverbrecher auf  ein  gewisses  ihnen  gehörendes  Ge- 
biet, waren,  ehe  ,, Unterwelt"  kam,  noch  niemals  mit 
jenem  unbarmherzigen  Realismus  gezeigt  worden,  durch 
den  Sternberg  ein  böses  Thema  jeder  Romantik  ent- 
rückte und  in  nackter  Brutalität  zeigte.  Aus  der  Bowry, 
dem  New-Yorker  Apachenviertel,  ist  Sternberg  noch 
ein  paar  Stufen  weiter  herabgestiegen  und  hat  die 
Docks  von  New  \  ork  erreicht,  diese  finsterste  Gegend 
der  Riesenstadt.  In  allen  Städten  der  Erde  sind  es  die 
Hafenanlagen,  die  mit  rätselhaftem  Magnetismus  das 
wüsteste  Gelichter  anlocken.  Nun  gar  in  New  York, 
wo  Schiffe  aus  aller  Herren  Länder  anlegen  und  wo 
im  Hinterland  eine  mächtige  Gaunergesellschaft  von 
der  Ausbeutung  und  Ausplünoerung  der  Matrosen  lebt. 
Seeleute,  die  an  Bord  unter  einer  harten  Disziplin 
leben,  weil  sich  ohne  Manneszucht  das  Leben  auf  den 
Schiffen  nicht  dirigieren  läßt,  sind,  sobald  sie  das  Land 
betreten,  die  wohlfeile  Beute  des  Hafengesindels,  daß 
mit  großem  Geschick  männliche  Schwächen  auszubeu- 
ten versteht.  In  das  Milieu  der  verrä'ucherten  Hafen- 
schenken, deren  Primitivität  in  so  starkem  Gegensalz 
zu  den  Errungenschaften  der  Großstadt  steht,  die  ein 
paar  Straßenzüge  weiter  zu  bewundern  sind,  führt 
Joseph  von  Sternbergs  Film  ,,Die  Docks  von  New 
York".  Er  ist  wieder  ganz  amerikanisch,  wenn  es  auch 
ein  anders  Amerika  ist  als  das  offizielle.  Die  Hafen- 
kneipen der  Hudsonstadt  erhalten  noch  dadurch  ein 
sonderbares  Gepräge,  weil  die  ,, Staaten"  ja  trocken  ge- 
legt sind.  Alkohol  aber  spielt  im  Leben  des  See- 
mannes eine  große  Rolle.  Wer  den  Anfechtungen  von 
Wind  und  Wetter  ausgesetzt  ist,  wer  im  Sturm  und 
Regen  an  Bord  eine  harte  vielstündige  Arbeit  zu  ver- 
richten hat,  der  greift  gern  nach  wärmenden  Getränken. 


Oben:  Olga  Baklanova.  Unten  links:  MUchel 
Lewis,  Olg;n  Baklanova.  Rechts:  George  Ban- 
croft,    Betty   Compson,    Gustav   von   SeyiUrtilz 


Auch  an  Land,  das  für  ihn  ja  nur  eine  Station  zwischen 
den  Reisen  bedeutet,  eine  kurze  Pause,  locken  ihn 
daher  lärmende  Vergnügungen,  die  scheinbar  die  Stun- 
den lebhafter  als  stille  Unterhaltungen  füllen.  In 
New  York,  wo  der  Alkohol  offiziell  verboten  ist,  führt 
der  Wunsch  nach  ihm  leicht  zur  Bekanntschaft  mit 
dem  Verbrechen.  Der  New-Yorker  Hafen  ist  die  große 
Schmuggelstation,  über  die  viele,  viele  Fässer  und 
Flaschen  mit  dem  begehrten  ,, Feuerwasser"  gelenkt 
werden.  Kein  Wunder  daher,  daß  die  Bocrtlegger,  denen 
das  Schießeisen  locker  in  der  Hüfttasche  sitzt,  die 
Hafengegend  New  Yorks  bevorzugen,  um  immer  neue 
Verbindungen  mit  Leuten  anzuknüpfen,  denen  wie  ihnen 
das  Leben  ein  ewiger  Kampf  mit  der  staatlichen  Ord- 
nung ist.  Hier  stoßen  sie  auf  schnelle  Bereitwilligkeit, 
denn  die  Mehrzahl  der  Hafenbewohner  hat  längst  ehr- 
liche Arbeit  aufgegeben.  Auch  die  Frauen  sind  nur 
ausnahmsweise  vom  Willen,  ein  ehrliches  Leben  zu 
führen,  erfüllt.  Joseph  von  Sternberg  ist  so  kühn,  zu- 
zugeben, daß  die  meisten  Frauen,  die  sich  in  den  Ha- 
fenschenken oder  an  den  Docks  herumtreiben,  Dirnen 
sind,  die  nur  darauf  warten,  leichtsinnige  Männer  aus- 
plündern zu  können.  Diese  Darstellung  von  Frauen 
wäre  noch  vor  einem  Jahrzehnt  in  einem  amerikani- 
schen Lokalfilm  unmöglich  gewesen.  Man  leugnete 
in  Amerika  stets  die  Existenz  eines  Dirnentums,  weil 
offiziell  ihre  Existenz  nicht  anerkannt  wurde.  Aber 
Sternberg  hat  auch  den  Mut,  einzugestehen,  daß  sich 
viele  aus  der  trostlosen  Umgebung,  aus  der  erniedri- 
genden Gesellschaft  hinwegsehnen  und  manche  doch 
auch  Mittel  und  Wege  finden,  um  dem  Milieu  zu  ent- 
fliehen. Neben  Bancroft,  diesem  großen  Charakter- 
darsteller, sieht  man  diesmal  Betty  Compson.  Diese 
Frau  ist  beinahe  eine  Neuentdeckung.  Noch  vor  fünf 
Jahren  ein  großer  Star,  den  Grüne  vergeblich  nach 
Berlin  zu  locken  suchte,  als  er  ,, Arabella"  drehte,  ver- 
schwand die  Compson  plötzlich  von  der  Leinwand,  ohne 
daß  man  je  den  Grund  erfahren  hätte.  Sie  ist  eine 
prachtvoll  temperamentvolle,  blutechte  Künstlerin, 
deren   Wiedersehen    erfreut. 


Oben:    Betty    Compson    und   George  Bancroft. 
Unten:    Gustav    von   Seyffertitz,    George  Ban- 
croft, Betty  Compson,  Clyde  Cool: 


VeUieMe  We£t: 


Los  Angeles  ist  wirklich  eine  der  sonderbarsten,  man  kann 
schon  sagen  verrücktesten  Städte  der  Welt,  und  wenn  Fox 
jetzt  einen  Film  ,, Verkehrte  Welt"  nennt,  ist  das  berechtigt. 
Seit  Jahren  ist  es  den  Filmschauspielern  in  Hollywood  ein 
Rätsel,  warum  die 
Regisseure  Winter- 
filme im  Sommer 
und  Sommerfilme 
im  Winter  drehen 
lassen.  Es  scheint 
dies  eine  alte  Sitte 
zu  sein,  und  wenn 
man  diese  Einrich- 
tung den  Filmdar- 
stellern gegenüber 
erwähnt,  kann  man 
sicher  sein,  daß  sie 
mit  überraschendem 
Eifer  auf  das  Thema 
eingehen  und  die 
Produzenten  mit 
Ausdrücken  be- 
legen, die  alles  an- 
dere als  parlamen- 
tarisch sind. 

Wenn  man  dann 
in  Einzelheiten  ein- 
geweiht wird,  kann 
man  sich  die  Erre- 
gung der  Betreffen- 
den allerdings  leicht 
erklären:  denn  im 
kalifornischen  Som- 
mersonnenschein 
mit  einem  Pelzman- 
tel herumlaufen  zu 
müssen, ist  bestimmt 
eben  so  unange- 
nehm, wie  in  der 
kalten  Jahreszeit 
—  oh  ja!     Es 


ist 
dann  kalt!  —  nur 
einen,  obendrein 
vielleicht  auch  noch 
rückenfreien  Bade- 
anzug spazieren- 
führen zu  dürfen. 

Dieses  alte  Pro- 
blem wurde  kürz- 
lich wieder  aktuell, 
als  Harry  LangJon 
mit  den  Aufnahmen 
seines  ersten  Films 
unter  G.-M. -Kon- 
trakt zu  beginnen 
hatte.  Harry  spielt 
einen  ,,stowaway", 
den  blinden  Passa- 
gier eines  transkontinentalen  Aeroplans.  Dieser  erleidet 
unterwegs  einen  Defekt,  und  man  ist  gezwungen,  auf 
einem  Eisberg  notzulanden.  Diese  Eisberg-Landschaft  ist 
auf  freiem  Gelände  errichtet  worden,  so  daß  alle  Be- 
teiligten im  straiilendsten  Sonnenschein  zu  arbeilen  haben. 
Schließlich  konnte  man  nicht  verlangen,  daß  Langdon  den  Tücken 
eines  grönländischen  Eisberges  ausgesetzt  wurde,  der  auch 
schwierig  nach  Kalifornien  zu  transportieren  gewesen  wäre. 
Haben  doch  die  Tierfreunde  von  Los  Angeles  schon  genug  damil 
zu  tun,  aufzupassen,  daß  die  Eisbären  im  Zoologischen  Garten 
auch  regelmäßig  ein  paar  schnell  zerschmelzende  Eisblöcke  er- 
hallen, um  nicht  am  Hitzschlag  zu  sterben.  Aber  ein  Filmschau- 
spieler   ist   kein    Eisbär! 

Jedermann  genoß  das  herrliche  Sonnenbad  mit  Entzücken,  und 
der  Reflex,  den  der  künstliche  Schnee  ausstrahlte,  bewirkte   bei 


Dary  Holm,   die  Gattin  Harry  Piels 


allen  ein  wundervolles  Sonnenbraun  —  außer  bei  den  drei 
Akteuren.  Denn  diese  Ärmsten  waren  nach  Manuskriptvorschnft 
natürlich  bis  zur  Unkenntlichkeit  in  winterliche  Kleidung  ver- 
mummelt.   Langdon  trug  einen  dicken  Winterpelz,  eine  Sealmütze 

mit  Ohrenwärmern, 

Pelzhandschuhe, 
einen  dicken  wolle- 
nen Schal  und  h"ohe 
Pelzgaloschen,  wih- 
rend  seine  Partne- 
rin, Thelma  Todd, 
sich  in  einem  le- 
dernen Flugkostüm 
mit  noch  einem 
Pelzmantel  darüber 
auch  nicht  vielwoh- 
1er  führte  —  ebenso 
war  Eddie  Dunn's 
Pilotenanzug  alles 
andere  aiskühl,  üali 
infolgedessen  diese 
drei  nicht  nur  der 
Temperatur    wegen 

temperamentvoll 
wurden,  dürfte  wohl 
jedermann  einleuch- 
ten; und  man  be- 
schloß einstimmig, 
dem  Urheber  die- 
ser ungemütlichen 
Situation  energisch 
auf  den  Leib  zu 
rücken. 

Dieser  aber, Harry 
Walker,  der  Mann, 
der  die  mehr  oder 
minder  komischen 
,,stories"  für  solche 
Leute  wie  Langdon 
auszutüfteln  hat, 
vor  leidigle  sich  nicht 
ungeschickt  und 
meinte,  daß  es  ihm 
niemand  verdenken 
könne,  wenn  seine 
Gedanken  sich  an 
heißen      Tagen      in 

schneebedeckten 
nordischen  Weiten 
und  an  einem  frosti- 
gen Dezembermor- 
gen in  sonnendurch- 
glüht eWüstenshek- 
ken  und  rücken- 
freien Badeanzügen 
den  Aufnahmen 

ergingen. 
Nachdem  er  aber 
eine  Weile  zugesehen  und  die  Ströme  von  Schweiß  und  zer- 
flossener Schminke,  die  auf  den  sommerlichen  Eisberg  herniede.- 
rannen,  wahrgenommen,  schmolz  auch  bei  ihm  etwas  —  nämlich 
das  Herz  in  der  Brust  im  Mitgefühl  für  die  bedauernswerten 
Interpreten  seiner  Ideen;  und  er  versprach,  die  bisher  geübte 
Arbeitsmethode  einer  Änderung  zu  unterziehen  —  d.  h.  Winter- 
geschichten im  Winter  und  Sommergeschichlen  im  Sommer  zu 
schreiben. 

Verdreht  ist  es  ja  eigentlich  auch,  wenn  man  New-Yorker 
Szenen  in  amerikanischen  Filmen  vielfach  nicht  an  Ort  und 
Stelle,  sondern  in  Hollywood,  dreht,  wo  die  Szenen  im  Atelier 
aufgebaut  werden  müssen.  Oder  daß  man  den  Luna  Park  von 
Coney  Island  durch  den  von  St.  Monica  vortäuscht  oder  den 
Mississippi  mit  einem  anderen  Strom  vertauscht,  der  bequemer 
7u  erreichen  ist  und  ein  besseres  Bild  des  Riesenflusses  ergibt. 


r/iot.  />.  /.  S. 


VON 


cmmf^  LomrNf/^ 


Merlan  C.  Cooper 

Die  ungewöhnlichsten  Regisseure  in  ganz  Hollywood 
sind  ohne  Zweifel  Merikan  C.  Cooper  und  Ernest 
B,  Schoedsack  (die  ,, Unzertrennlichen",  wie  man  sie 
im  amerikanischen  Slang  nennt),  die  augenblicklich  bis 
über  die  Ohren  mit  der  Herstellung  der  Atelicrszcnen  ihres 
neuen  Paramount-Großfilms  ,.Die  Vier  Federn"  beschäftigt 
sind. 

Man  beurteilt  die  meisten  Regisscure  nach  Regeln,  aber 
keine  kann  angewandt  werden,  um  den  Qualitäten  dieser 
eigentümlichen,  abenteuerlustigen  Dramatiker  gerecht  zu 
werden. 

Sie  halten  sich  an  keine  Filmvorschriften  und  stellen  ihre 
eigenen  Grundsätze  auf  —  schwere,  befehlende  Regeln  - — , 
die  sie  streng  befolgen. 

,,Und",  wie  Jesse  L.  Lasky  sagt,  der  diese  beiden  Re- 
gisseure in  jeder  Weise  unterstützte,  als  sie  unbekannt  und 
ungefeiert  vor  drei  Jahren  zu  ihm  nach  New  York  kamen, 
und  ihm  nichts  weiter  bieten  konnten  als  einige  tausend 
Fuß  Negative  zum  Film  ,Das  Volk  der  Schwarzen  Zelte". 
,,sie  haben  viel  zur  Verbesserung   des  Films  beigetragen." 

Das  ganze  Atelier  hat  eine  gewisse  Scheu  vor  diesen 
beiden  Männern;  dem  langen  Schoedsack  aus  Iowa,  dem 
rastlosen  Abenteurer 
■und  Glücksritter,  und 
Cooper,  dem  kleinen, 
blauäugigen  Sohn  Flo- 
ridas. 

Beide  betrachten  die 
Inszenierung  einesFilms 
nicht  als  ein  Geheim- 
nis, das  nur  von  einigen 
wenigen  Auserwählten 
gelöst  werden  kann, 
aber  sie  nehmen  ihre 
Aufgabe  alles  andere 
als  leicht.  Sie  gehen 
ganz  in  ihrem  Werk 
auf,  treiben  sich  ohne 
Gnade  an  und  erzielen 
letzten  Endes  treffliche 
Resultate, 

Die  Inszenierung  des 
Afrika-Films  ,,Die  vier 
Federn"  wird  eine  Mil- 
lion Dollar  kosten.  ,,Die 
Unzertrennlichen"  dis- 
ponieren über  diese 
Summe  mit  einem    un- 


Aufgeschreckte  Paviane  fliehen  über  eine  aus  Lianen  geflochtene 
Hängebrüc/te  phot.  Paramoum 


Ernest  B.  Schoedsack 

erschütterlichen   Glauben,   der   selten  bei   Regisseuren   mit 
viel  bedeutenderer  Erfahrung  zu  finden  ist. 

Ihre  Konferenzen  und  Beratungen  dauern  nie  lange,  aber 
dafür  sind  die  Szenen,  welche  sie  verfilmen,  d.  h.  Szenen, 
die  soviel  Schönheit,  Wucht  und  dramatische  Handlungen 
bergen,  daß  selbst  die  Atelier-Oberhäupter  nicht  aus  dem 
Staunen  herauskommen,  um  so  länger. 

Beide  .Männer  kennen  keine  Furcht.  Sie  sind  aufrichtig 
und   erwarten   von   ihren  Mitarbeitern  das  gleiche. 

Beim  Arbeiten  im  Atelier  halten  sie  viel  auf  Kamerad- 
schaftssinn unter  ihren  Mitgliedern.  ..Die  Unzertrennlichen" 
sind  bereits  nach  einer  Stunde  Arbeit  gute  Freunde  mit 
allen,  denn  sie  wissen  sehr  wohl,  was  sie  w-ollen  und  wo- 
durch sie  ihren  Willen  am  besten  durchsetzen  können. 

Als  Cooper  und  Schoedsack  mit  ihren  Aufnahmen  für  die 
,,Vier  Federn"  aus  Afrika  zurückkehrten,  hatten  es  die 
Atelicrangestellten  nicht  leicht,  denn  es  wurde  während 
der  ersten  zwei  Wochen  durchschnittlich  18  Stunden  pro 
lag   gearbeitet.      Trotzdem    beschwerte    sich    niemand. 

Die  Darsteller   in   ,,Die   Vier  Federn"  —   Richard   Arien, 
Clive    Brook,     VC  illiam    Powell,     Fay    Wray,     Noah     Beery, 
Theodor   von   Eltz   und    viele    andere    bekannte   Filmschau- 
spieler —  schwören  alle 
auf  die  Cooper-Schoed- 
sack -Kombination. 

Weder  Cooper  nt)ch 
Schoedsack  verlangen 
von  einem  Menschen 
eine  gefährliche  Lei- 
stung, die  sie  selbst 
nicht  ausführen  würden. 
Sic  wohnen  niemals 
Aufnahmen  anderer  Re- 
gisseure hei,  und  Ate- 
lierbesucher sind  ihnen 
ein  Greuel. 

Es  gibt  bei  ihnen 
weder  Reibungen  noch 
Uneinigkeit.  Was 

,,Coop"  sagt,  gilt  für 
,,Ernie",  und  umgekehrt 
ist  es  genau  so. 

Sic  brachten  über  ein 
Jahr  in  der  afrikani- 
schen Wildnis  mit  der 
Verfilmung  von  Natur- 
aufnahmen für  ,.Die 
Vier    Federn"     zu,     die 


•innerhalb  einer  Stunde 
auf  der  Leinwand  vor- 
geführt werden  können. 

Sie  erwarten  von 
einem  jeden  ihrer  Mit- 
arbeiter das  Äußerste; 
aber  stehen  anderer- 
seits ihren  Arbeitern 
auch  treu  zur  Seite. 

Sie  meiden  Ruhm  und 
Propa<^anda.  Wenn  sie 
von  Berichterstattern 
gequält  werden,  doch 
etwas  von  ihren  vielen 
Dschungclcrlebnissenzu 
erzählen,  dann  sagt 
Coopcr  so  wenig  wie 
möglich  und  schließt 
mit  ,,Aber  nennen  Sie, 
bitte,  nicht  meinen  Na- 
men, geben  Sic  Schoed- 
sacks  Namen  an".  Und 
Schücdsack  sagt  wie- 
derum: ,,Wenn  Sic 
schon     wirklich     etwas 

über  uns  schreiben  müssen,  dann  erwähnen  Sie  nur  nicht 
mich,  sondern  Cooper."  Das  Komische  daran  ist,  daß  sie 
es  wirklich  so  meinen. 

Beide  sind  Gentlemcn  im  wahrsten  Sinne  des  Wortes. 
Alle  ihre  Gedanken  gelten  ihren  Mitmenschen,  und  ihre 
Freigebigkeit   kennt   keine    Grenzen. 

Die  Unmenge  Gefahren,  denen  Cooper  und  Schoedsack 
beim  Verfilmen  von  ,,Chang"  in  Siam  ausgesetzt  waren, 
kann  man  sich  gar  nicht  vorstellen,  aber  auch  bei  den  Auf- 
nahmen  zu   den   ,,Die   Vier   Federn"   am   Ufer   des    Rovuma 


"J^.^ES.- 


Flußpferdherde  auf  der  Flucht  durch  einen   Slrom  Plwt.  Paiünumnl 


ging  es  heiß  her.  Ein 
angreifendes  Flußpferd 
hätte  Cooper  beinahe 
in  die  ewigen  Jagd- 
gründe befördert.  Ein 
anderes  Mal  sprang 
Schoedsack  einem  Ein- 
geborenen nach  und 
rettete  ihn  vor  dem 
sicheren  Tode  im  Kro- 
kodilsrachen. 

Schoedsack  ist  ein 
geborener  Kameramann. 
Er  war  es,  der  ,,Das 
Volk  der  Schwarzen 
Zelte",  ,,Chang"  und 
die  Naturaufnahmen  im 
afrikanischen  Busch  für 
,,Die  Vier  Federn"  kur- 
belte. 

Trotzdem  hat  er  noch 
nie  die  Methoden  oder 
Ergebnisse  der  Atelier- 
aufnahmen kritisiert 
oder  sich  beim  Photo- 
graphieren  hineingemischt.  ,,Das  ist  Jurrles  Arbeit",  sagt 
er.     ,,Er   versteht  sein   Handwerk." 

Cooper  und  Schoedsack  leben  nur  für  den  Film.  Ihre 
Speise  ist  Film,  und  wenn  sie  Zeit  zum  Träumen  hätten, 
dann  würden  sie  sicher  auch  noch  vom  Film  träumen.  — 
Übrigens  ist  sich  niemand  darüber  klar,  ob  beide  über- 
haupt und  wann  sie  schlafen.  Müdigkeit  gibt  es  bei  den 
zweien    nicht,    und    zu    sehen    sind    sie    stets. 

Sic  sind  auf  jeden  Fall  Hollywoods  ungewöhnlichste  Re- 
gisseure! 


Jenny  Jii^o  im  Berliner  Zoologisclien  Garten 


l'liot.  (  la 


g>zÄ 


E/N  ROMAN     VON  STANHOPE 


1.  Kapitel. 

Mafalda  Tcrpin  hatte  sclion  längst  der  Jugend  einen  großen 
Vorsprung  abgewonnen;  da  sie  aber  aus  vielen  privaten  und  ge- 
schäftlichen Gründen  für  die  Dauer  ihres  Lebens  jung  bleiben 
mußte,  blieb  sie  es.  Zwanzig  Jahre  lag  es  zurück,  daß  sie  die 
Erbschaft  einer  pensylvanischen  Tante  benutzte,  um  mit  der  Er- 
öffnung des  ersten  Modesalons  in  einer  der  Prachtslraßen  dar 
Hauptstadt  den  Grundstock  zu  ihrem  späteren  Wohlstand  zu 
legen.  Damals  heiratete  sie  gewaltsam  den  Dr.  Mosch  Terpin, 
der  seine  Kenntnisse  der 
Chemie  nicht  mehr  der  Wis- 
senschaft, sondern  der  Be- 
kleidungskunst widmete  und 
in  seiner  freien  Zeit  sinnver- 
wirrende Farben  für  die  von 
seiner  Gattin  aus  Paris  im- 
portierten modischen  Gedan- 
ken ersann.  Nicht  ohne  Stolz 
betonte  Mafalda  bei  den  im- 
mer häufiger  in  ihren  Räumen 
veranstalteten  Presse  -  Emp- 
fängen den  anwesenden  Jour- 
nalistinnen das  erfindungs- 
reiche Genie  ihres  Gatten, 
dem  es  immer  wieder  ge- 
länge, neue  Nuancen  auszu- 
tüfteln, 

,,Ja,  ja,  diese  Chemiker!" 
sagte  sie  und  rührte  verson- 
nen in  ihrer  Teetassc.  Hier- 
nach war  es  Pflicht  der  ein- 
geladenen Damen,  in  kleine, 
entzückte  Schreie  auszu- 
brechen; und  es  wurde  mit 
pUseif  iger  Verwunderung  auf- 
genommen, dfß  Fräulein 
Murmel  vom  ,, Vorabendblatt" 
einer  Kollegin  die  Bemerkung 
hörbar  ins  Ohr  flüsterte:  das 
Zugeständnis  sei  anerkennens- 
wert, weil  es  andere  vor  dem 
Verdacht  bewahre,  als  Ur- 
heber solcher  Geschmack- 
losigkeiten zu  gelten,  Fräu- 
lein Murmel  hatte  unrecht. 
Was  sie  für  abgeschmackt 
hielt,  blieb  siegreich.  Und  der 
Erfolg  entscheidet. 

Vierzig  weibliche  Ange- 
stellte, die  Außerordentliches 
im  Umkleiden,  An-  und  Aus- 
ziehen leisteten,  waren  die 
Stützen  des  Hauses;  und  das 

Bewußtsein,  daß  seit  nunmehr  sieben  Jahren  regelmäßig  zur 
Winterzeit  die  Modekönigin  aus  ihrem  Personal  gewählt  wurde, 
konnte  Mafalda  fast  eitel  machen. 

Das  heitere  Leben  spielte  sich  nur  in  den  vorderen  Sälen  ab; 
hier  saßen,  begleitet  von  Ehemännern  und  denen,  die  es  nie 
werden  wollten,  die  Damen  von  Welt  und  erquickten  sich  an  der 
Betrachtung  der  Gewänder,  der  blauvioletten  Stoffe,  der  pur- 
purnen Seiden,  der  königlichen  Spitzen,  der  spanischen  Brust- 
tücher, der  schemenhaften  Dessous  und  all  der  übrigen  Dinge, 
welche  die   Frauen  ,, bezaubernd"  nennen. 

Eine  sieben  Meter  hohe  Glaswand  trennte  die  Räume  der  Ele- 
ganz von  jenen,  in  denen  nicht  so  sehr  künstlerische  wie  zweck- 
mäßige Arbeiten  verrichtet  wurden.  Hier  war  auch  das  Labo- 
ratorium des  Dr.  Mosch  Terpin,  in  dem  hinter  verschlossenen 
Türen  geheime  Experimente  angestellt  wurden.  Manchmal  geschah 


/  G  0 

spielt  im  Ufa-Film  „Wenn  du 


Süclidruck  verboten 

es,  daß  sich  ein  Mannequin  hineinverirrte,  dann  kam  es  regel- 
mäßig mit  geröteten  Wangen  und  wirrem  Bubihaar  wieder  heraus. 
An  solchen  Tagen  war  Frau  Mafalda  sehr  unzugänglich  und  nur 
durch  ein  Geschenk  im  Werte  von  etwa  hundert  Mark  wieder 
aufzumuntern. 

,,Du  bist  kostbar!"  sagte  ihr  ,, Männchen"  an  solchen  Tagen  und 
lachte  ein  wenig  laut,  ein  wenig  verlegen.  Übrigens  war  das  eine 
Lieblingsredensart  von  ihm.  Einmal,  als  er  wegen  seiner  Ver- 
dienste  mit   dem   St. -Martins-Orden   ausgezeichnet    werden  sollte, 

dessen  ockerfarbenes  Band  er 
seither  im  Knopfloch  trug, 
schüttelte  er  ganz  benommen 
dem  verleihenden  Minister 
die  Hand  und  sagte:  ,,Sie 
sind  kostbar!"  Ja,  solche 
Sachen  waren  dem  gelehrten 
Manne  häufig  zugestoßen; 
aber  es  gab  niemanden,  der 
ihn  deshalb  weniger  schätzte. 
An  den  Arbeitsraum  des 
Gatten  schloß  sich  ein  weni- 
ger großes  als  hohes  Zim- 
mer, in  dem  fünf  kaufmän- 
nische Angestellte,  zum  Teil 
bilanzsicher,  zum  Teil  ge- 
wandt im  fremdsprachlichen 
Korrespondenzwesen,  die  Ein- 
nahmen und  Ausgaben  der 
Firma  Mafalda  Terpin  G.  m. 
b,  H.  notierten  und  für  einen 
glatten  Geschäftsgang  sorgten. 
Die  Einrichtung  des  Büros 
war,  da  niemals  Fremden 
Gelegenheit  gegeben  war, 
ihren  Fuß  über  seine  Schwelle 
zu  setzen,  denkbar  sparta- 
nisch. Kein  Zierstück,  kein 
Bildnis  schmückte  die  Wände, 
und  nur  der  in  jeder  Frau 
schlummernde  Sinn  für  Duft 
und  Farbe  brachte  es  zu- 
wege, von  Zeit  zu  Zeit  ein 
Wasserglas  mit  Kornblumen 
oder  Männertreu  auf  die 
Schreibtische   zu   zaubern. 

Es  ging  vollkommen  ge- 
räuschlos zu.  Man  hörte  nur 
Kratzen  von  Federn,  Klap- 
pern von  Schreibmaschinen, 
Rascheln  von  Butterbrot- 
papieren und  unterdrücktes 
Räuspern  oder  Hüsteln.  Bis 
dann  mal  der  Prokurist  einen 
Witz  zum  besten  gab.  Aber  das  geschah  selten  und  dauerte  nie 
länger  als  drei,  höchstens  vier  Stunden. 

Hier  arbeiteten  Bill  und  Billie  Amery.  Billie,  ein  achtzehn- 
jähriges Mädchen,  verdiente  Lobsprüche  auf  ihre  Schönheit,  Die 
Linien  ihres  Leibes,  die  Frische  ihres  Gesichtes  und  das  Parfüm 
ihrer  Haare,  nicht  zuletzt  aber  der  Glanz  ihrer  Augen  hätten 
Herrn  Mosch  Terpin  bewegen  können,  seine  Gattin  jederzeit  durch 
ein  Geschenk  im  Werte  von  hundertfünfzig  Mark  zu  versöhnen. 
Aber  Billie  hatte  ihm  zu  verstehen  gegeben,  daß  ihre  Tätigkeit 
der  Firma  durch  nichts  anderes  als  das  Schreiben  auf  der  Ma- 
schine zum  Vorteil  sein  könne.  Dieser  Tatsache  ist  wohl  die 
Ablehnung  zuzurechnen,  die  sie  erfuhr,  als  sie,  um  Ostern  etwa, 
die  Bitte  aussprach,  in  die  Reihe  der  Mannequins  aufgenommen 
zu  werden. 

Billie   blieb    Stenotypistin    und    fand    sich    ab.     Ihre   Arbeit    war 


S  Y  M  Pl'"<-  l^'l" 

einmal  dein  Herz  verschenks'" 


ja  auch  wichtig  genug:  täglich  gingen  dreiundfünfzig  Briefe 
hinaus,  die  alle  Mahnungen  und  Bitten  um  Bezahlung  enthielten; 
sie  flatterten  in  die  reichsten  Häuser  der  Stadt.  Billic  wäre  brot- 
los geworden,  wenn  die  Kunden  sich  unverständlicherweise  ent- 
schlossen hätten,  die  Rechnungen  zu  begleichen. 
Die  Kunden  waren  verständig. 

Billie  schrieb  nach  wie  vor  ihre  dreiundfünfzig  Bjicfe, 
Bill,  ihr  Bruder,  hatte  die  gleiche  zarte  Haut  wie  sie  und 
war  ihr  überhaupt  in  vielem  ähnlich.  Wie  sie  trug  er  auf  dem 
linken  Nasenflügel  zwei  Sommersprossen,  wie  sie  hatte  er  eine 
schm.ächtige  Figur,  die  indessen  sportliche  Gewandtheit  verriet, 
und  wie  sie  trug  er  zwei  abstehende  Ohren,  die  bei  ihr  reizend, 
bei  ihm  ein  wenig  lächerlich  wirkten.  Seine  ölglatten  Haare  trug 
er  an  der  rechten  Seite  gescheitelt,  seinem  Kinn  gab  er  mili- 
tärische Falten,  und  seine  Stirn  zog  er  häufig  zusammen  und  sah 
auf  diese  Weise  nachdenklicher  aus,  als  er  wirklich  war.  Im 
übrigen  war  er  stiller  als  sie.  Nicht  aus  Anschauung  oder  Anlage. 
Trotz  seiner  zwanzig  Jahre  und  ungeachtet  der  siebenhundert 
Tage,  die  er  älter  war  als  Billie,  hatte  er  eine  Schüchternheit 
nicht  zu  überwinden  gemocht,  die  die  Schwester  schon  im  Alter 
von  fünfzehn  Wintern  gegen  eine  allerliebste  Frechheit  einge- 
wechselt hatte.  Nur  äußere  Anlässe:  der  Einfluß  von  Spirituosen 
oder  Kränkungen,  ganz  gleich  welcher  Art,  pflegten  ihn  in  Ekstase 
zu  bringen.  Dann  wurde  sein  Gesicht  krebsrot,  und  die  Stirn 
zeigte  blaue  Adern,  dick  wie  Schiffstaue;  in  dieser  Stimmung 
konnte  er  jähzornig  und  ungerecht  werden.  Flüchtigen  Bekannten 
galt  er  als  liebenswürdiger,  unwissender  Trottel;  und  sie  behan- 
delten ihn  gern  etwas  von  oben  herab,  jovial,  mit  der  Neigung, 
ihm  wohlwollend  auf  die  Schultern  zu  klopfen.  Freunde  und 
Freundinnen  hatte  er  nicht;  sein  Umgang  war  die  Schwester,  die 
ihrerseits  lebenslustig  genug  sich  mit  vielerlei  jungen  Damen  und 
Herren  ihres  Standes  umgab. 

,, Müssen  denn  diese  gräßlichen  Menschen  immer  in  unserer 
Bude  herumtrampeln?"  hatte  er  sie  nach  einem  Sonntagtanztee 
verzweifelt  gefragt,  „sie  sind  noch  bestimmt  mein  Tod,  paß  auf!" 
,,Ich  freue  mich,  daß  du  heute  noch  lebst",  hatte  das  herzlose 
Geschöpf  darauf  erwidert.  Und.  so  war  alles  beim  alten  geblieben. 
Acht  Stunden  lang  übertrug  Bill  lange  Zahlenreihen,  dann 
wartete  er  fünfunddreißig  Minuten  auf  das  Fertigmachen  Billies, 
bot  ihr  bei  Regen  den  Schirm,  bei  Sonnenschein  den  Arm  an  und 
strebte  schweigsam  der  gemeinsamen  Wohnung  zu,  die  im  Süd- 
westen der  Stadt  vier  Treppen  hoch  in  einem  jener  Häuser  lag, 
für  deren  Bau  dereinst  der  Architekt  Rechenschaft  ablegen  muß, 
wenn  irgend  es  eine  Gerechtigkeit  im  Jenseits  gibt.  Billies  Plapper- 
mäulchen kritisierte  währenddes  das  Äußere  des  Prokuristen, 
erzählte  die  neueste  Unanständigkeit  des  Prinzipals  und  wußte 
geistvoll  die  belegte  Zunge  Frau  Mafaldas  nachzuahmen. 

Dann  langten  sie  an,  und  Billie  stellte  an  acht  Etagentüren  fest, 
daß  man  Rotkohl  oder  Wirsing  gegessen  und  grüne  Bohnen  ein- 
gemacht hatte,  zog  den  Schlüssel  heraus  und  tat,  was  sie  nun 
seit  den  vier  Jahren  ihres  Hierseins  täglich  machte:  sie  stürzte 
zum  Lukenfenster,  schürzte  die  Lippen  und  pfiff,  worauf  gravi- 
tätisch und  sehr  vornehm  ein  ungeheuer  großer  Kater  vom  Dach 
her  einstieg,  mit  gelassener  Selbstverständlichkeit  beiden  die 
Tatze  gab  und  auf  einem  ihm  reservierten  Schemel  mit  nur  ober- 
flächlich interessierten  Augen  zusah,  wie  Billie  zum  Abend- 
essen rüstete. 

In  einer  Ecke  stand  ein  Grammophon  mit  einem  riesigen 
Messingtrichter,  das  für  das  ganze  Stadtviertel  eine  Quelle  der 
Erbauung  und  Qual  war.  Bill  bevorzugte  amerikanische  Neger- 
sänge und  hatte  selbst  eine  gewisse  Fertigkeit  im  Mitsingen  ge- 
wonnen. Keine  Platte  konnte  abrollen,  ohne  daß  er  seine  Stimme 
ihrer  Begleitung  widmete.  Zwar  verstand  er  nur  mangelhaft 
Englisch,  aber  er  pflegte  diesen  Fehler  durch  ein  ausgesprochen 
schauspielerisches  Talent  zu  ersetzen.  In  solchen  Momenten  ver- 
lor er  jede  Schüchternheit  und  Hemmung,  bog  den  Körper  wie 
Gummi  und  schrie  beispielsweise:  How  kille  too  mem  push,  push, 
pushü  mit  solcher  Überzeugungskraft,  daß  alle  daran  glaubten, 
die  ihm  zuhörten:  also  Billie  und  Mohamed,  der  Kater. 

Sobald  ein  anderer  Mensch  die  Mansarde  betrat,  verstummte 
Bill,  gab  auch  vor,  nicht  tanzen  zu  können,  und  zog  sich  zurück, 
im  Augenblick,  da  die  Freunde  Billies  hereinstürmten.  Wer  kann 
es  unter  diesen  Umständen  Billie  verübeln,  wenn  sie  recht  häufig 
Gäste  zu  sich  bat? 

„Es  geht  so  nicht  mehr  weiter,  wir  haben  kein  Geld  mehr, 
Billie;  Du  lebst  über  unsere  Verhältnisse",  sagte  Bill  eines 
Abends,  als  das  Grammophon  müde  geworden  war 

„Sag  mal,  Bill,  hast  du  heute  früh  das  Samtkleid  ä  la  Russe 
gesehen;  das  möchte   ich  nicht  geschenkt  haben." 


,, Beste,  ich  meinte,  wir  sind  pleite." 

„Nein,   nicht   geschenkt.     Aber  fein   wäre   es   doch,   wenn  man 
es   sich  leisten  könnte.     Brokat  wird  mal  wieder  sehr  modern." 
„Wir  sind   pleite,   Billie!" 
„Wie?" 

„Wir  haben   kein   Geld!!!" 
„Wie  hast  du  denn  das  fertiggebracht?" 
,, Billie,  du  machst  mich  noch  verrückt!" 
Billie  betrachtete  ihren  Bruder  mit  unverhohlener  Neugier, 
„Nein,  so  siehst  du  eigentlich  nicht  aus",  stellte  sie  dann  fest. 
Bill  empfand  eine  seltsame  Verzagtheit.     Immer,  wenn  er  über 
den   Zustand   der   Finanzen    sprach,   ließ   Billies   Auffassungsgabe 
nach.     Und  er  hatte  nicht  die  Kraft,  sie  durch  eine  Moralpauke 
zu   erschüttern.      Dann    schwieg    er   verbittert,    ärgerte    sich,   daß 
er   wieder   einmal    nichts   ausgerichtet    hatte,   und   quittierte   einen 
schmeichlerischen,  schwesterlichen  Kuß  mit  einem  Wort,  das  wie 
„chachoch"   klang.     Gott,  es   war  ja   immer  gut   gegangen.     Zum 
Ende   kam  irgend  etwas,   das   sie   wieder  auf  die  Beine  brachte. 
Ein  kleiner  Nebenverdienst  durch  Vermittlungsgeschäfte  und  der- 
gleichen.    Schließlich  hatte  das  arme  Mädel  wirklich  recht  wenig 
vom   Leben.     Einmal   in   der   Woche   ein   Kinobesuch,   einmal   im 
Monat  Theaterabend,  das  war  alles.     Wenn  nur  die  ekligen  Be- 
kannten nicht  wären.    Die  fraßen  alles  auf,  was  der  kleine  Haus- 
halt hatte,  machten  Lärm  —  ach  ja,  Bill   fühlte   sich  recht  leer 
und  unglücklich. 

Am  anderen  Tage,  gerade  als  Bill  den  Federhalter  beiseite 
legte,  um  nach  Hause  zu  gehen,  stürzte  plötzlich  mit  allen  An- 
zeichen hoher  Nervosität  Herr  Dr.  Mosch  Terpin  ins  Büro,  hielt 
Bill  und  Billie  an  und  sagte: 

„Sie   müssen   heute    ausnahmsweise   noch    hierbleiben!" 
,, Überstunden  müssen  extra  bezahlt  werden",  bemerkte  Billie. 
„Sie    sind   kostbar",    sagte    der   Prinzipal,    lachte   und   überließ 
es    dem    Scharfsinn    der    Geschwister,    sein    Einverständnis    oder 
Ablehnen  zu   ergründen.     „Kommen   Sie,  kommen  Sie  ins  Labo- 
ratorium," 

Hastig  ging  er  voran. 

Im  Laboratorium  ließ  er  die  beiden  Platz  nehmen,  holte  ein 
Bündel  Papiere,  warf  sie  auf  den  Tisch,  drückte  mit  Daumen 
und  Zeigefinger  der  rechten  Hand  seine  Hüfte  ein  und  begann 
eine  pathetische   Ansprache: 

„Was  Sie  hier  sehen,  meine  Lieben,  ist  das  Produkt  meiner 
Emsigkeit,  ja  ich  möchte  Regsamkeit  sagen.  Meine  Versuche 
haben  große  Resultate  gezeitigt.  Danken  wir  dem,  der  mich 
eine  Erfindung  machen  ließ,  die  mich,  ich  möchte  sagen,  über- 
dauern wird.  Es  gelang  mir,  ein  Parfüm  zu  mischen,  das  den 
Textilfabrikaten,  den  Fäden  und  Garnen  beigemengt  wird  und 
nie,  ich  möchte  sagen,  seinen  Duft  verliert.  Erkennen  Sie  die 
Aussichten,  die  sich  hier  eröffnen?  Die  Zukunft  gehört  dem  ,, par- 
fümierten Kleid!"     Ist  es  nicht  kostbar?" 

,, Sicher  sehr  teuer",  sagte  Billie,  Bill  wußte  nicht,  wo  er 
seine  Hände  lassen  sollte,  und  sah  auf  die  Uhr. 

,, Warum  ich  Ihnen  wohl  davon  erzähle,  meine  Lieben?"  fragte 
der  gelehrte  Herr, 

Gerade  wollte  Billie  erwidern,  daß  es  auch  ihr  unerfindlich 
sei,  als  er  fortfuhr  und  selbst  die  Erklärung  gab, 

,,Ich  muß  heut  abend  mit  meiner  Frau  ins  Theater.  Bis  morgen 
früh  aber  will  ich  eine  saubere  Abschrift  meiner  Notizen  haben, 
und  niemand  scheint  mir  vertrauenswerter  als  ihr,  meine  Lieben. 
Schreibt  und  vergleicht,  solange  ich  fort  bin.  Es  soll  euer  finan- 
zieller Schade  nicht  sein!  —  Nein,  nein,  nein,  das  .parfümierte 
Kleid!'!"     Herr  Terpin  geriet   in  flammende  Begeisterung. 

,,Wie  hoch  bezahlen  Sie  Überstunden?"    fragte   Billie   ungerührt. 
„Sie  sind  kostbar",  lachte  Dr.  Mosch,     „Nun.  sagen  wir  dreißig 
Mark  für  beide  zusammen  und  die  ganze  Arbeit." 
Bill  war  bereit.  Billie  nicht, 
,,Was  halten  Sie  von  fünfzig?"  fragte  sie, 
„Nichts",   war   die   Antwort, 

„Ich  auch  nicht   viel;   also  bleibt's  bei   fünfzig?" 
„Dreißig! "  Herr  Terpin  wurde  kühl, 

..Auf   Wiedersehn!"    sagte   Billie,   „und   grüßen   Sie   ihre   parfü- 
mierten Fahnen!" 
„Halt!" 
„Bitte?" 
,, Vierzig!" 
„Fünfzig!" 
..Fünfzig!" 

..Abgemacht,  Husch,  husch.  Bill,  an  die  Arbeit!"  Billie  holte 
ihre  Schreibmaschine,  Bill  ordnete  die  Papiere  und  begann  sein 
Diktat.  Fortsetzung  folgt 


t, 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    „F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n".    Berlin    SW  68.    Zimmcrslraßc    35—41 
Schcrlverlag.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


Biirbaiik- 
Henry 


\  n  V  i  0  1  fi  :  Anonvinc  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriplanffeleKcnheiten  bi'tten  wir  folRendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrase  i.«t 
Rückporto  heizufiidcn.  Jede  Einsendung  eines  .M.inuskniits  zur  PrutunK 
ist  zwecklos,  nur  E\\<os(-s  im  Umfange  von  2— .'1  .Schreihmaschinensciten 
eind  zur  EmM-niUinn  an  ilie  Filmindustrie.  KcKisseure  usw.  geeignet.  Fnr 
Verlust  der  eingcsandlen  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nomuieu  werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschlage  senden,  von 
liandgeschriebeneii    Sendungen   (leserlich)    eine    Ahsdirift    zurückbehalten. 

» 
F  i  1  m  t  r  e  u  n  d    1'  a  u  1   X.,   K  a  in  e  n  z  :    ^Vir   empfehlen   Ihnen,   .seihst 
an  Franz    Lcdcrcr    zu    schreiben    und    ihn   zu    fragen,     ob     er    Ilir    Geschenk 
erh.-ilten   hat.     Wir  glauben   sicher,   dalJ   er  Ihnen  dann   schreiben   wird. 

L.  .1.,  Düsseldorf:  Wenn  Sie  Filnischauspiclerin  werden  wollen, 
so  empfehlen  wir,  sich  direkt  an  die  Filmgesellschaften  zu  wenden.  Eine 
Filmschule  existiert  in  Miinchen,  SonnenstraUe  i:>.  Eine  Film-Agentur 
(Keiniger-Marvellv)  befindet  sich  in  Berlin  SW  r„s.  Kochsiraße  lu.  —  Im 
vor  Enttäuschungen  zu  bewahren,  machen  wir  gleich  darauf  aufmerksam, 
daß  beim  Film  die  Aussichten  auf  ein  VorwiirtsUommen  sehr  gering  sind, 
auch  wenn  Si<-  als  Tiinzerin  ausgebildet  sind,  rnifi'ii  Sie  sich  also  vorher 
genau,  ob  Sie  wirklich  für  den  Film  geeignet  sind.  —  Der  stumme  lilni 
wird    neben  dem  'ronfilni    immer   weiter   bestehen. 

D  i  e  t  e  r  1  e  -  u  ii  d  D  e  .v  e  r  s  -  V  e  r  e  b  r  e  r  i  n  n  e  ii  aus  11  a  n  n  o  - 
ver-  \\illiclm  Dieterle  wohnt  Berlin-AVihncrsdorf,  .Iciiaer  Straße;  8,  und 
wurde  aiii  l.'..  .luli  in  I.udwigshafen  gebor.'ii.  Er  ist  mit  der  Füniautorin 
Charlotte  Il.igcnbruch  verheiratet,  li.it  keine  Kinder,  gibt  Autogramme. 
Dieterle  h:it  schwarzes  Haar  und  braune  .Vugen.  Seine  lüichsten  Filme 
vind-  ..Das  Schweigen  im  Walde',  ..Konig  Ludwig  der  Zweite',  ,. Mater 
Dolorosa-.  In  seinem  kürzlich  uraufgeführten  Film  ..leb  lebe  für  dich!' 
Ist  wieder  Lien  Devers  seine  Partnerin.  —  I.ien  Deyers  ist  durch  die 
Deutsche  Fniversal'.  Berlin  W  «.  Mauerstraße  &2.  zu  erreichen.  Sie  ist 
Holländerin,  in  Amsterdam  geboren  und  trägt  ihren  richtigen  Xamen. 
Lien  Deyers  hat  am  ä.  Novenüier  (iebiirtstag.  Sie  ist  hellblond  und  hat 
blaue  .Vugen.  Das  Alter  der  Filmstars  wird  von  uns  nicht  vcriiffentlieht, 
aber  wir  glauben,  daß  Sie  richtig  geschätzt  haben. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  11  aus  d  e  m  A  I  1  K  ü  u  :  Werner  Piltsehau  starb 
im  Oktober  vorigen  Jahres  und  ist  unseres  Wissens  in  einem  Berliner 
Vorort  beigesetzt  worden.  Die  .\dresse  seiner  Mutter  wissen  wir  leider 
auch  nicht.  —  I.uis  Trenker  ist  am  besten  durch  die  Hom-Film  A.  t... 
Berlin  SW  48.  Friedrichstraße  'Jl'.'i.  zu  erreichen.  Trenker  hat  am 
4.  Oktober  Geburtst.ig,  ist  Südtiroler  und  w.ir  früher  Diiilommgeuicur. 
Er  ist  verheiratet  und  gibt  Autogramme.  Kiirzlich  ist  sein  Film  „Der 
Ruf   des    Nordens"    in    Berlin   uraufgeführt    worden. 

Alice  M.,  Berlin:  Fred  Sohn  filmt  unter  dem  Xamen  Robert 
Castle  bei  der  Paramount-Famous-l.asky  in  Hollywood.  Kalifornien, 
F.  S  A.  Jawohl,  Joan  Crawford  ist  mit  Douglas  Fairbanks  jun^  verhei- 
ratet. —  Alice  White  ist  durch  die  First  Xational-Studios, 
HoUvwood.    Kalifornien,   V .  S.  A..    zu    erreichen. 

Henry  S  t  u  a  r  t  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  T  h  i  1  d  a  W  .,  Köln 
Stuart  hat  seine  Wohnung  in  Berlin  W,  I'assaucr  Straße  17.  Der  Künstler 
wurde  am  1.  Februar  in  Kairo  geboren,  ist  alier  englischer  Slaatsangc 
horigkeit.  Er  ist  unverheiratet,  gibt  Autogramme  und  trägt  einen  Künstler- 
namen.    Sein    richtiger    Xamc    ist    Jimmy    Heß.     Stuarts    neuester    i  ilm    ist 

Der   Giinstling   von    Schünbrunn'    mit   Iwan   Petro\icli   in   der  Titelrolle. 
"       Edith    P.,    Berlin:    „Der    heilige    Berg'    wurde     vor     nahezu     drei 
Jahren    im   Ufa-Palast   uraufgeführt.      Luis  Trenker    spielte     die    mUnnliche 
Hauptrolle.  —  Der  amlere  Film  heißt  ,, Kampf   nin»  Matterhorn". 

B  o  b  b  y  Magdeburg:  Evelyn  Holt  ist  durch  die  Hegewal.l. 
Berlin  Sw"4x'  Friedrichstraße  250.  zu  erreichen.  —  Bildkarten  von  dem 
genannten  Kunstler  erhalten  Sie  unseres  Wissens  in  jeder  größeren 
Papierhandlung.  —  Walther  Slezak  wohnt  Bln.-Friedenau,  Stierstr.  14-lo. 
I  n  g  e  b  0  r  g  K.,  Ha  n  n  o  v  c  r  :  In  dem  Lola  Kreutzberg-I  ilm  .,Der 
Ring  der  Bajadere"  spielten  Bob  StoU  (Arzt)  und  Henry  Stuart  (dc^sen 
Vetter)  die  männlichen  Hauptrollen.  .Nein,  die  Bajadere  ist  keine  Berufs- 
filmschauspielerin.  Der  Film  wurde  vor  zirka  2'-  Jahren  in  Indien  gedreht. 
Stuart  und  Stoll  geben  Autogramme.  —  Walter  RiUa  stammt  aus  Ncuu- 
kirchen.  Er  war  früher  Journalist  und  Dranmturg,  wurde  bald  Schau- 
spieler und  kam  schließlich  zum  Film.  Er  gibt  .Vutogramme,  hat  seine 
Wohnung  in  Berlin-Cbarlotteiiburg,  Wacholderweg  6,  und  ist  mit  der 
früheren   Schauspielerin  Therese  Roland   verheiratet. 

Hildegard  W.,  Berlin:  Eliz/.a  la  Porta  war  mit  einem  Rumiinen 
verheiratet.  —  Inge  Landgut  trägt  unseres  \\  issens  ihren  richtigen  Namen. 
—  Anita  Dorris  i^t  nicht  mit  Oskar  Marion  verlobt.  Beide  Kiinstler  sind 
ledig.  —  Charlotte  .Ander  ist  ebenfalls  unverheiratet.  —  Carl  uiiil  Hilde 
Auen  sind  nicht  verwandt.  —  Lotte  Neumann  ist  mit  einem  Nicht-Künstler 
.verheiratet.  —  llimaiisu  Rai  ist  nicht  mit  Seeta  Devi  verhcir.itet.  S.-ine 
Gattin  ist  nicht  beim  Film.  —  M  Jolson  ist  durch  die  Warner  Brothers- 
Studios,  .')842,  Siinset  Boulevard,  Hollywood,  Kalifornien,  U.S.A.,  zu  er- 
reichen.    Er  ist  mit  Ruliy   Keeler  verheiratet  und  hat  keine  Kinder. 

Horst  .M.,  Frei  e  n  w  aide:  Brigitte  Helm  wohnt  Berlin-Dahlem. 
Im  AVinkel  5.  wurde  am  17.  März  in  Berlin  geboren  und  ist  mit  Richard 
Weißbach  verheiratet.  Sie  gibt  Autogramnie.  Nein,  bei  der  Sprechbühue 
ist  sie  nicht.  —  Han.s  Stüwe  ist  mit  einer  Bulgarin  verheiratet.  Er  hat 
seine  Wohnung  in  Berliu-Halensee,  Paulsborner  Straße  9.  —  Iwan  Mos- 
jukin  ist  mit  Agnes  Petcrsi-n  vermählt.  Er  stammt  aus  I'enza  U<iißland) 
uu<l  hat  am  26.   Seytember  Geburtstag. 

Film  w  (i  I  f  e  h  e  n  ,  C  ü  p  e  n  i  c  k  :  Elizza  la  Porta  wohnt  Berlin  W, 
Nürnberger    Straße    4:),    bei    .\dlcr.      Sie    ist    geschieden. 

Alfred  .M.,  A  Schaffenburg:  Wir  geben  Ihnen  wunschgemäß 
einige  Adressen  von  Filmgesellschaften:  Ufa,  Berlin  SW  68,  Kochstraße 
Xr.  ß_s,  Hegewald,  Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  2.'iU,  Eichberg-Film.  Ber- 
lin ^W  48,  Friedrichstraße  171,  Deutsches  Lichtspiel-Syndikat,  Berlin 
SW  48,  Friedrichstraße  22.'>,  Orplid-Mcßtro,  Berlin  SW  68,  Zimmerstraße  7!) 
bis  8(1.  —  Eine  deutsch-russische  Firma  ist  die  Prometheus.  Berlin  SW  11, 
Hedeinanns  raße  21,  Die  Adresse  der  Mesehrabpom-Ruß-Film  ist  Mosl^au, 
Leningradei    Chaussee  44. 

Betty  aus  Köln:  Oskar  Marion  wohnt  Berlin  W,  Kurfurstendamm 
Xr.  llt).  Er  gibt  Autogramme.  Das  Alter  der  Künstler  geben  wird  gruud- 
säztlich  nicht  an. 


Ich 

schwöre 

auf 


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KINAMO  S.IO 


weil  er  so  handlich,  so  klein  ist  und  frohe 
Stunden  so  wirklichkeitsgetreu  festhält 

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ZESS 


KON 


c  ■ 


D/E  TÄNZEQIN  FLOQENCE  FOQMAN 

aus  dem  Programm  des  Berliner  Winiergarlens 


Btaas 


I.  i  1  i  n  11  H  a  r  V  e  j  -  V  e  r  0  h  r  c  r  A.  G..  Leipzig:  Lilian  H;ir- 
voys  neuester  Film  ist  .,Wenii  du  einmal  dein  Herz  verschenkst''.  Ihre 
Biidkarte  ist  an  die  Künstlerin  weiferKeleitet.  Uire  Grüße  sind  Lilian 
Harvey  bestellt  wunlen.  AVann  Ihr  Lieliling  einmal  Leipzig:  besuchen 
wild,    wissen    wir    leider    auch    nicht. 

P  u  t  t  i  H.,  }i  r  a  11  n  s  0  h  w  c  i  K  :  Wir  haben  den  betreffenden  Film- 
stars von  Ihrer  Freude  über  die  Bilder  erzählt  und  Ihren  Dank  bestellt. 
H  a  r  r  .V  T..  Lübeck:  (iritta  Ley  wohnt  Berlin  AV.  Düsseldorfer 
Straße  42.  Vera  Selimiterlöw  Berlin-Haleiisee.  Xestorstraße  1.  .Viiii.i 
May  AVong  ist  wieder  in  Berlin  und  durch  die  EiehlierK-Film.  Berlin 
SW  48,  Friedriclistr:iUe  171,  zu  erreichen.  Dolores  del  Rio  ist  durch  die 
Edwin  Carewe  I'roductions  Tee  -  Art  Studios.  Hollywood.  Kai.,  Kuth 
Taylor  durch  die  Paramount-Famoiis-Lasky-Stiidios.  Hollywood.  Kai., 
LT.S..V..  zu  erreichen.  Karten  von  der  fren.-innten  Künstlerin  erhalten  Sie 
durch    die    ,, Illustrierte    Filmwoche'-,    Berlin    SW  fit«,    Kochstr.-iße    6-8. 

Herrn  a  n  n  R.,  A  n  k  1  ;i  in  :  AVir  haben  Ihre  Bildk.-irte  an  Ernst 
Deutsch  weiterfieleitet.  Wann  die  unterschriebene  Karte  wieder  in  Ihrem 
Besitz  i>t.  können  wir  Ihnen  leider  nicht  saiien.  Das  hiiiiKt  von  dem 
Künstler  .ib.  Deutsch  isl  in  der  Hauptsache  büluientätJK  und  li.it  d.iber 
wenig  Zeit  für  den  Film.  —  Paul  Wegener  Ist  von  seiner  Südainerik.i- 
Reise  wieder  zurückgekehrt  und  tritt  augenblicklich  am  tiroUen  Schau- 
spielhaus   in    den    ..Drei    Musketieren''    auf. 

L  i  d  d  a  K..  I.  e  i  p  z  i  j;  ;  Wir  Ii.iheii  Ihre  .\ngelegenheit  erledigt, 
werden  die  Künstlerin  aber  noch  eiiiinal  an  das  fiillige  Autogramm 
erinnern. 

Gerda  M..  Charlotten- 
bürg:  AVir  haben  Ihre  Bild- 
kart^'u  damals  sofort  an  die  be- 
treffenden Filmst.irs  weitergelei- 
tet,  haben  sie  wiederholt  an  die 
.Vutogramme  erinnert  und  wer- 
den es  auch  gern  noch  einmal 
tun.  Zurücksenden  können  wir 
Ihnen  die  K.irten  aber  nur,  wenn 
wir    selbst    sie    erhalten. 

W  alter  S..  B  a  ii  t  z  e  n  :  Es 
stellen  mehrere  denfsche  Film- 
gesellschaften Tonfilme  her.  Z. 
B.  die  Ffa.  Berlin  SW  68.  Koch- 
straße 6 — 8.  die  Tobis,  Berlin 
W  8.  M.iiierstraße  4.1.  die  Green- 
haiim,  Berlin  W  8.  Mauerstr.  43, 
die  Aafa.  Berlin  SW  48.  Fried- 
richstraße 22."!.  —  .\m  besten.  Sie 
siMiden  dort  ein  kurzes  Expose 
Ihres  Romans  ein.  Mit  der  Aus- 
arbeitung des  Drehbuches  wer- 
den nur  Fachleute  betraut.  — 
P.aul  Wegener  wohnt  Berlin 
W  .l.'S.  Am  Karlsbad  2.  Er  gibt 
.Vutogramme. 

Greta  G  a  r  h  o  -  V  e  r  e  h  - 
rerill  aus  Berlin:  Greta 
Garbo  filmt  in  den  Metro-(iold- 
wyn-Studios  in  Culver-City.  Ka- 
lifornien, l'.S.A.  Ihr  neuester 
Film  , .Eifersucht  "  wird  ein  Ton- 
film sein.  Greta  Garbo  ist 
Schweiliu,  in  Göteborg  geboren, 
hat  am  17.  .Vpril  Geburtstag,  ist 
ledig  und  gibt  -Autogramme.  Ihr 
richtiger  Name  ist  Greta  Gustav- 
son. 

P.  H.,  Köln:  Iwan  Pelro- 
vich  wohnt  ßerlin-Schmargen- 
dorf,  Forkenbeckstr.  56a,  wurde 
am  Vi.  Dezember  in  Budapest 
geboren,  ist  aber  jetzt  serbischer 
Staatsangehörigkeit.  Petrovieh 
war  früher  Ingenieur,  ging  aber 
bald  zur  Operette,  inachte  den 
Krieg  als  Husarenoffizier  mit 
und  kam  lfl2:i  durch  den  unga- 
rischen Regisseur  Michael  Ker- 
fesz  zum  Film.  Der  Künstler 
ist  unverheiratet  und  gibt  Auto- 
gramme. Sein  neuester  Film 
heißt  ,,Uer  GUnstling  von  Schün- 
brunn". 

Fred  und  H  a  n  s  i  aus 
Düsseldorf:  Oolleen  Moore 
ist  durch  die  First  Xational- 
Stiidios,  Burbank-Hollywood,  Ka- 
lifornien, U.S.A..  zu  erreichen. 
Sie  gibt  -Autogramme.  Jawohl, 
CoUeen  Moore  ist  verheiratet, 
und  zwar  mit  .lohn  Sic.  Cor- 
mick. 

E  1  1  i  G..  Berlin:  Xorma  und  Constance  Talmadge  sind  durch 
die  United  -Vrtists-Studios.  1041  Xo.,  Formosa-Avenue-  Hidlywood,  K.il.. 
zu  erreichen.  Tony  v.iii  Eyths  .\dresse  ist  Berlin  ^V.  Ileilbromier  Str.  2!l. 
Lorett.i  .louiig  W(dint  in  ilevcriy-Ilills.  Ilollywooil.  K:il,.  l'.S.A.  —  Ita 
Rin.i  filmt  .ingeiiblickliih  in  Pr.ig.  —  Renee  StolMau.i  li;il  ihre  AVoh- 
iiuug    in    Berlin-Il.ilensee.    A\ Cstf.ilische    Siralie    .11. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  G  g.  K ..  E  d  c  n  k  oben  ( R  h  e  i  n  p  f  .i  1  z) :  Sie 
li.iben  recht.  Betty  Am;inn  wurde  in  Pirm.isens  und  AVilhelm  Dicterle  in 
l.udwigshafeii  geboren.  Dieterli-  hat  seine  A\idinung  in  Berlin-AVilmers- 
dorf.  Jenar<'r  Str.iUe  8;  Betty  .\maiins  ,A<lresse  ist  Berlin  W.  Kurfiirsten- 
damm  42.  —  .Sie  belästigen  uns  mit  Ihren  Fragen  ganz  und  gar  nicht. 
Immer   seliütl<'ii    Sie    uns   nur    Ihr   Filmherz   aus! 

Conrad  A'  e  i  d  t  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  a  u  s  Düsseldorf:  Conrad 
A'eidt  wohnt  Berlin  AV  in.  I.ichtenstein.illee  2a,  ist  gebürtiger  Berliner. 
li;it  ,1111  22.  .l.inu.ir  C.ebiirist.ig  und  ist  ^  (TlH'iratet.  Seine  neuesten  Filme 
sind;  ..Illusion'.  ..D.is  L.ind  ohne  Frauen'.  -\ugenblicklicli  arbeilet  er 
.111   dem    rf.i-Film    ..Die    letzte    Kompagnie'. 

X  i  1  s  .A  s  t  h  e  r  —  A\'  <■  r  ii  e  r  F  ii  e  t  t  e  r  e  r  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  n  e  n 
in  L  e  t  t  I  a  n  d  :  AVerner  Fui-Iterer  erfreut  sich  bester  (iesiindheit. 
erschien  kürzlich  in  einem  Film  ..Im  Pr.iter  blühn  wii'der  die  Bäiimc>' 
und  .irbeitet  .lugcnblicklich  .im  ..Mädel  mit  der  Peitsche'.  Er  gibt  .\uto- 
gr.imme.  Xils  .Aslber  ist  ledig  und  gibt  ebenfalls  .Autogr.imnie.  Xur 
müssen  Sie.  wenn  .sie  ilini  schreiben.  einen  liilerii.ition.'ilen  Poslsclieiii 
für  die  Rückantwort  lu'ifügen.  ^  R.imon  Xov:irro  hat  am  6.  Februar  (ie- 
biirtstag.  —  Lilian  Harvev  ist  nicht  mit  AVilly  Kritsch  verlobt.  Das 
w.iren  nur  (;erüclite.  —  Ernst  A'erebes  isl  iiiiverheiratel.  hat  schw.ir/es 
H.i.ir  lind  braune  .\ugeii.  Seine  Lieblingsbliime  ist  —  wir  könuen's  .iber 
nicht  beschwören  —  Resed.i.  Sicherlich  t.inzt  er  auch  gern.  Seine 
neuesten.  Filme  sind  ..Der  schw.-irzr'  Domino  "  iiinl  ..D.is  L.ind  ohne 
Frauen".  Auch  er  wird  Ihren  Autogrammwunseh  erfüllen.  Peter  VoU 
hat   am    4.    üklober    Geburtstag. 


tiebiihr    wohnt    Berlin    AV  TiT. 
Ein   neuer  Film   mit  Gcbiiht 


Heinrich  S.,  O  s  n  a  b  r  ü  c  k  :  Olle 
Kurfürsteiistr.iUe  118.  Er  gibt  .Vutogramme 
ist    noch    nicht    aiigekündigl. 

F  i  1  m  f  r  e  11  n  d  (i  e  o  r  g  e  s  in  M  ii  n  s  I  e  r  :  Gret.i  (!arbo  ist  ledig. 
John  (iilbert  ist  aber  seit  kurzem  mit  der  ainerikanischen  Schauspielerin 
Ina  Cl.iirc  verlieiratet.  wie  wir  schon  wiederholt  sclirii'ben.  Also  nur 
ein  Druckfehler.  —  Ja,  es  isl  wirklich  sehr,  sehr  schwer,  beim  Film 
festen  Fuß  zu  f.issen.  Da  wir  keine  Engageinents  verniilleln.  können 
«ir  Ihre  Photos  an  die  Filmindustrie  leider  nicht  weiterleilcii.  Wir  hal- 
ten es  auch  für  viel  richtiger,  wenn  Sie  sich  selbst  mit  den  Filnigesell- 
sch.ifteii  in  A'i-rbindung  setzen.  Einige  .Adressen:  Ufa,  Berlin.  SAV  IIS. 
Koclistr:iße  6-8;  Aafa.  Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  223;  X.ilional,  Berlin 
NW  48.  Frie<lrichslr;ii;e  lü:  Terra,  Berlin  SW  68,  Koclistr;iße  73:  Deutsche 
Ulliversal,  Berlin  AV  8,  M;iiierslraße  82,  Jawohl,  .inch  .in  die  Sens.i- 
tiüiisdarsleller  werden  die  höi-bsten  .Anforderungen  gestellt.  —  Sie  kön- 
nen beriihigl  sein,  der  Tonfilm  wird  den  stninmen  Film  durchaus  nicht 
^erdrällgen. 

AI  ;i  r  g  o  t  (;..  .\  u  g  s  b  u  r  g  :  Anilere  Filme  mit  Brigitte  Helm  außer 
den  von  Ihnen  .•lufgezälilten  gibt  es  nicht.  Möglich,  daß  ..Metropolis  " 
dort  noch  einmal  gezeigt  wird.  —  (";ul  de  A'ogt  ist  ungef.äbr  zehn  .labrc 
beim  Film.  Er  hat  unseres  AVissens  einen  Sohn.  —  Die  Filme  ..Melodie 
des    Hi^rzeii'*"    und    ..Schwester    Al.iri.i'    sind    noch     nicht    ur.iiifgefiilirt. 

K  a  e  t  h  e       P..       B  e  r  1  i  n  -  C  h  a  r  1  o  f  t  e  n  b  ii  r  g  :        Filmpostkarten 

können     Sie     durch     den      A'erl;ig     der      ,. Illustrierten    Filniwocl Berlin 

SW  08.    Kochstraße    6-8,    beziehen. 

AV  .1  1  te  r  B..  D  r  e  s  d  c  n  : 
X'ein.  wir  vermitteln  nicht  den 
A'erk.tuf  von  Filmnianuskripten. 
Am  besten,  Sie  senden  Ihr  Ex- 
pose an  die  dr;imaturgischen 
AbtiMlungen  der  Filmgesellschaf- 
ten. Sie  haben  liier  die  (iewälir. 
daß  es  bestimiul  gelexMi  und 
geprüft  wird.  AVir  nennen  llineii 
ilie  Ufa.  Berlin  SAV  68.  Kocli- 
Straße  6—8.  die  X.-itional.  Berlin 
SW  .18.  Friediicbstraße  in.  die 
Terra,  Berlin  SW  6S.  Kocb-^trarie 
\r.  73.  die  Aaf:i.  Berlin  SAV  4«. 
Friedrichstraße  223.  die  Deutsche 
Universal.  Berlin  W8.  Mauerstr.82. 
T  r  u  d  e  n  ii  d  Lore  a  u  s 
P  f  o  r  z  li  e  i  in  :  Aber  wir  sind 
lliiien  diircli.-iii'-  nicht  böse,  wenn 
Sie  I'r.-iiien  stellen!  Tun  Sie  es 
nur,  sooft  Sie  Lust  haben!  — 
AV,iUher  Rill;i  wohnt  Berlin- 
Chjulotteiiburg,  AV.ieliolderweg  6. 
Er  wurde  am  22.  August  in 
Xeiinkirehen    geboren. 

E.  D.  14 '!.-):  Conrad  A'eidt  trägt 
seinen  richtigen  X.'imen.  Der 
Künstler  wohnt  Berlin  W  10. 
l.iclilensleinallee    2.i. 

F  i  1  in  r  r  e  u  n  d  i  n  Heidi 
v.  O.,  B  I  n.-T  c  in  p  e  1  h  o  f  : 
Lilian  Harvey  widint  Berlin- 
AVeslenil.  .Ahornallee  16-17,  ist 
ledig  und  so  alt.  wie  Sie  ge- 
schätzt haben.  Sie  gibt  Auto- 
gramme. Kam  von  der  Tanz- 
biiline  zum  Film.  Ihr  neuester 
Film  heißt  ..AA'enn.  du  einm;il 
dein  Herz  Aerschenkst".  Lilian 
Harvey  wurde  nicht  in  Ham- 
burg, sondern  in  London  ge- 
boren. Ihre  Teleplionniimmer 
dürfen  wir  nicht  verraten.  - 
A\'enii  Sie  zum  Film  wollen,  so 
müssen  Sie  sich  schriftlich  oder 
noili  besser  mündlich  an  die 
Filmgesellschaften    wenden. 

AI  y  z.  T..  y.  aus  Dresden: 
AVilhelm  Dietcrle  hat  die  .Auf- 
nahmen zu  dem  Film  ,,Das 
Sehweigen  im  AValde"  eben  be- 
bendet. Er  hat  lutt  dem  Schnei- 
den und  Ziis.immenselzen  des 
Films  begonnen.  Die  weiblichen 
ll.iiipli'olli-n  liegen  in  den  Hän- 
den von  Rin.'i  Marsa,  Petla  Fre- 
ileric,  Crethel  Bermlt.  Der  I'r- 
.•niff ührungsterinin  vom  ..Schwei- 
fen im  AV.ilde''  steht  noib  niclit 
fest.  —  Die  nächsten  Filme  mit 
Lien  Deysers  heißen  ,,Da.' 
Kosakeniied"  und  ,,Da 
röschen". 

Berlin;     llenny     Porten 
ie    h.il    ihre    Ailla    in    Berlin- 
rteii 
Di 
Ann.-i    Bolcv  n  ", 


Don- 
Heide- 
röschen". 
11  e  n  n  y      Port  e  n  -  A    e  r  e  h  r  e  r      a  ii 
ist    mit    Dr.    \  oii     Kauffni:inn    verheiratet, 

winde  .'1111   7.   .I;inii:n'   in   Alagdebiirg 

bekanntesten    Filme   der    Kinisllcrin 

Kohlhiesels   Töchter".     ..Der 


1    ;iiis 
Kalb 


ind 


Süden'.    ..nie 

..Franenopfer  ■. 

Licbfr.iiienmilcli". 

in    -Vrhcit.        Doch 


D;ihleiii,   P.irkstr.iRe   74.      Hciiiiy   I 
geboren.      .sie    gibt   .Autogramme 
siiiil:    ..MonicM    \'ogels;ing",    ...Anii;i    Bolcv  n",     ,. 
K.'iurm.'inn    von    A'enedig".    ..Kamerinusik".    ..Ri 
-Abenteuer     der     Sybille     Braut",     ..Das     goldene 
..AVehe.    wenn    sie    losgel.-isseii'.    ..Die    große    Paus 
!.Ziirinclit  ".    ..Alulterliebe".  Neue    Porten-Filme 

stehen    die   Titel    noch    nicht    fest. 

Unseres     AXissens    sind     die     gen.'innteii     Cowboy- 

die    Pferde    und    IHuiide    ihr    F.igentiim    sind. 

-.agen.       Alöglicb    ist    es.    .iber    w;ilirs(  liein- 

betreffendi'ii    Filmgesellscharti'ii    gehören. 

Sebleltow    wohnt    Berlin    O  17.    tirolle    Fr.inkfiirtcr 

Slinße  4.  Er  ist  auch  im  Leben  scdir  sympathisch  und  gibt  -Vntogr.imme. 
Wagen  Sie  es  nur.  ihn  darum  zu  bitten.  —  ..Der  Günstling  von  Sehön- 
brunii"  ist  fertiggestellt.  Iv:iii  Petrovieh  spielt  darin  die  Ridle  des 
B.irons    Trenck. 

.  h  .•!  t  e  n  ;       Werner     Fnetlerers      .\(lresse 
7.       Er    wurde    am    10.    .l.-miiar    in    Slral- 

gibt     .Autogr.imnie.        Seine    erste    Film- 

riel  im  Murnan-Filni  ..Faust".  Danach  spielte 
unter  Karl  (■riiiies  Regie  eine  kleine  Rolle  in  den  ..Briiderii  Sehellcn- 
berg  ".  Es  f.dglen  ..Die  AXiskottens".  ..Knbinke".  ..Ich  Ii.ib'  mein  Herz 
in  Heidelberg  viTloreii".  Filme,  ilii-  Werner  l'uetterer  b(dvaniitm,ichleii. 
Die  neuesten  l'iline  mit  diesem  Kinistler  lieiUen  ..Im  Pr;iter  blühn  wi( 
der  die  Bäume  "  mit  Lilliaii  Ellis  und  ..D,is  .Mädel  mit  d 
-Ai.ny  Ondr.i.  AVir  empridilcn  Ihnen,  Ihr  Bild  liebe 
FilmgeselKch.iflen   zu    senden. 


B  e  r  I  a     B..     Kiel: 
d.irsleller    um  erlK'iralet.       Ob 
Uönnen    wir    Ihin'ii    leider    nicht 
lieber    noch,    .laß    die    Tiere    dei 
—    H.ins    -Ad.ilbert    von 


AI  o  11  a     L  i  s  .1  ,      L  n  d  w  i 
ist    Berlin-Steglitz,    Kleisislr;iBe 
siiiid    geboren,     ist     unverheir.itet. 
rolle    war   der   Erzengel    (J.ibri 


Peilsclie  ■    mit 
iininittelhar   an   die 


Ivan  I'  e  t  r  o  V  i  0  h  -  V  0  r  e  li  r  0  r  i  n  C  o  n  t  a  W.,  Augsburg: 
J\;ni  l'ftrdvicli  hat  dunklf  AuKcii.  liiseros  Wissens  tnist  or  BCitu'ii 
liililiKi'ii  Namen.  Ihre  tiiiiUu  habi'ii  wir  dein  Küiistlor  t.i'stcllt.  \iel- 
Iciolit  lioniiiiiMi  Sie  doch  noi-h  iMniual  nach  Ucrlin,  damit  sich  Ihr  ..Her- 
zenswunsch", Ivan  l'ctrovich  liei  der  Uranlführunt;  eines  seiner  Kilme 
in    n.'itnru   zu    sehen,    erliillt. 

C  i  1  1  y  F  c  i  n  d  t  -  V  e  r  e  Ii  r  e  r  i  n  A  n  n  c  ni  i  e  ,  Berlin:  Wie 
alt  Cilly  i'eindt  ist,  können  wir  Ihnen  leider  nicht  sagen,  da  wir  Fräsen 
nach  dem  Aller  unserer  .Stars  prinzipiell  nicht  heantwurten.  —  Auch  den 
Vornamen  vnn  dem  Kinde  Evi  Eva»  können  wir  Ihnen  nicht  sa^en.  — 
Voraussichtlich  wird  schon  im  Winter  wieder  ein  AulOKr.unmtat;  sl.itt- 
finden.  —  (ireto  Keinwaldts  neuester  Film  ist  ..Kolonne  .\"  mit  KeinhoUl 
Xchiinzel  in  der  männlichen  Il.niiilrolle.  Vorliiufis  geht  IJriKitte  Helm 
nicht  nach  Amerika.  —  .lenny  Jugo  wohnt  Berlin  W,  Kaiserdamm  2a, 
Inge  Landgut  Berliu-Halensec,  N'estorstraUe  ü;l,  Fred  Düderlein  Berlin- 
Wilmersdorf,   Babelbergcr   Straße   50. 

H  a  n  n  s  F.,  B  e  r  1  i  ii  -  H  a  I  e  n  s  e  e  :  Cireta  Garbo  ist  durch  die 
McIro-Uohlwyn-.Mayer-Studios,  Culver-City,  Kalifornien,  U.S.A.,  zu  errei- 
chen. Sie  ist  Schwedin,  wurde  in  liöteborg  geboren  und  li.at  am  IT.  Ajuil 
IJeburlstag.  lireta  Uarbo  ist  nicht  mit  John  Gilbert  verheiratet.  Sie  ist 
It-ilig-.  —  t)ssi  UswalUa  ist  von  Baron  Ciustav  von  Kocziani  geschieden. 
Il.irry  Liedtke»  neuester  Film  heiüt  ,,Uie  Konkurrenz  platzt  •.  Seine 
r.irtnerin   ist  .Maria   C'orUa. 

..Unsere  Lya  Mara":  Jawohl,  es  gibt  einen  I-ya  Mara-Film 
„Ilaria  Theresia".  Aber  er  ist  noch  nicht  uraufgeführt.  Lyn  .M.ir.i  lilmt 
nicht  in  .Vmerika.  A\  ir  nehmen  an,  daU  die  Künstlerin  in  abseharcr 
Zeit  wieder  muh  Heutschland  zuriickkehreu  und  hier  tätig  sein  wird. 
Ihr  Wunsch  ist  vorgemerkt.  Möglich,  daü  Lya  ilara  auch  bald  toii- 
filmen  wird.  Die  letzten  Lya  Mara-Filme  sind  alle  im  Verleih  der 
Defina    erschienen. 

A.  F.,  Berlin  :  Henry  Stuart  wohnt  Berlin  AV,  l'assauer  Stralle  17. 
Er  wurde  am  1.  Februar  in  Kairo  geboren,  ist  aber  englischer  Slaats- 
angduirigkeit.  Stuart  ist  unverheiratet,  gibt  Autogramme.  Sein  rich- 
tiger Name  ist  .liiiimy  Hess.  Sein  neuester  Film  ist  ,,Der  Günstling  von 
Scbimbrunn "    mit    Ivan   i'etrovich. 

F  i  1  m  f  r  c  u  n  d  F.  G..  I)  a  u  z  i  g  -  L  a  n  g  f  n  h  r  :  Lieu  Deyers  ist 
durch  die  Deutsche  Universal,  Berlin  W  ft,  .Mauerstraße  82,  zu  erreichen. 
Sie  wurde  am  n.  November  in  Amsterdam  geboren.  Die  neuesten  Filme 
mit  Lien  Deyers  sind  „Ich  lebe  für  dich!"  mit  Wilhelm  Dieterle  als 
Partner  und  „Das  Donkosaken-Lied"  mit  Hans  Adalbert  von  Sehlettow 
in  der  männlichen  Hauptrolle.  Augenblicklich  arbeitet  die  Künstlerin 
an  „Heideröschen".  —  Mari.i  I'audlcr  ist  nicht  wiederverheiratet.  Ihr 
neuester  Film  heißt  „Die  fidele  Herrenpartie".  Die  Künstlerin  ist  im 
Leben  genau  so  frisch  und  liebenswürdig  wie  in  ihren  FImen.  —  Iwa 
Wanja  ist  Bulgarin.  Sie  spricht  gebrochen  deutsch,  gibt  Autogramme 
und  wohnt  Berlin  W,  Präger  Platz  1.  —  Jlüglich,  daß  verschiedene  Film- 
stars  auch    einmal    Danzig    besuchen. 

F  i  1  ni  i  n  t  e  r  e  s  s  e  n  t  i  n  aus  Hamburg:  Carmen  Boni  hält 
sich  noch  immer  in  Frankreich  auf.  —  Marcella  Albani  wolmt  Berlin  W, 
Paiilsborner  Straße  i:*;  sie  hat  am  7.  Dezember  Geburtstag.  —  Elga 
Brinks  Adresse  ist  Berlin  W,  Prager  Straße  31.  Die  Künstlerin  hat  am 
2.  April  Geburtstag.  John  Gilbert  ist  durch  die  Melro-Goldwyn-ilayer- 
.Studios,  t'uIver-City,  Kalifornien,  U.S.A.,  zu  erreichen.  Sein  Geburtstag 
isi  der  Kl.  .luli.  —  Gustav  Diessl  wohnt  Berlin  W,  Kcgcnsgburger  Str.  i'B, 
bei  Schleusener.  Er  wurde  am  .'iO.  Dezember  geboren.  Nils  Asther  ist 
ebenfalls  ein  Star  der  Metro-Goldwyn-Mayer  und  durch  deren  Studios 
in  Culver-City,  Kalifornien,  am  besten  zu  erreichen.  Er  hat  am  17.  Ja- 
nuar Geburtstag.  Außer  C.trmcn  Boni,  die  mit  Augusto  üenina  und 
.lohn  Gilbert,  der  mit  Ina  Ciaire  verheiratet  ist,  sind  die  genannten 
Künstler    ledig. 

Luis  T  r  e  n  k  e  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  E.  E.,  Berlin:  Luis  Trenker 
weilt  augenblicklich  in  Berlin  und  ist  durch  die  Hom-Film,  Berlin  SW  4S, 
Friedriebstraße  225,  zu  erreichen.  Er  gibt  Autogramme.  Trenker  ist  Süil- 
tirolcr,  hat  am  4.  Oktober  Geburtstag  und  war  früher  Diplomingenieur.  Er 
ist  verheiratet,  aber  nicht,  wie  Sie  schreiben,  mit  Lcni  Kicfenstahl. 

Walter  R  i  I  1  a  -  V  e  r  e  h  r  e  r  ,  Berlin:  Walter  Rilla  wohnt 
Berlin-Charloltenburg.  W;uholderweg  6.  Er  wurde  am  22.  August  in 
Neunkirchen  geboren.  Das  Alter  der  Künstler  geben  wir  grundsätzlich 
nicht  an.  weil  wir  es  für  indiskret  halten,  sie  danach  zu  fragen.  Er 
gibt  Autogramme  und  ist  auch  im  Leben  sehr  symp.-ithisch.  Rilla  ist 
mit  der  früheren  Schauspielerin  Therese  Roland  verheiratet.  Sein 
neuester   Film   heißt    ,, Blutschande". 

Lieselotte  J.,  Dresden:  Franz  Osten  ist  über  die  Ufa,  Berlin 
SW  6«.  Koelistraße  6—88,  zu  erreichen. 

Ella  T.,  Berlin:  Grete  Mosheim  wohnt  Berlin  W,  Pariser 
.Straße  27,  Käthe  von  Nagy  Berlin  W.  Prager  Str.  4.  Max  Hansen  Berlin- 
Wilmersdorf,  Brandenburgische  Straße  25.  —  Die  Adresse  von  Carl 
Beckersachs  wissen  wir  leider  selbst  nicht.  —  JLirgarete  Schlegel  wohnt 
Berlin   W,   Ballenstedter  Straße   IGa. 

WN  I  e  h  I  in  D  i  e  t  e  r  1  c  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  D  1  n  a  :  In  dem  genannten 
Film  führte  Wilhelm  Dieterle  unseres  Wissens  noch  nicht  Regie.  Die- 
terle ist  musikalisch.  Jawohl,  er  treibt  jeden  Sport,  reitet  auch  gern. 
Seine  Partnerinnen  im  ,. Schweigen  im  Walde  '  sind  Rina  ilarsa,  Petta 
Frederie   und   Grethel  Berndt. 


F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  C.  K.,  Steglitz:  Jenny  Jugo  wohnt  Berlin  W, 
K-iiserdimin  211.  Dina  Gralla.  Berlin-Steglitz,  Opitzstraße  8,  Iwan  Mosjukin, 
Ucriiii  W,  Kiirfiistenilamm  195,  Hans  Stüwe,  Berlin-Halensee,  Paulsborner 
Straße  !).  l>er  nächste  Film  mit  Lien  Deyers  heißt  ..Das  Donkosaken- 
Lied"  ihr  l'artiier  ist  H.  A.  v.  Sehlettow.  —  Viola  Gardens  Adresse  ist 
Itcrlin  Wil,  BendlersiraUe  17.  Die  Künstlerin  spielte  u.  a.  in  „In  Werder 
lilühn  lue  Bäume",  ,.l)ie  von  der  Scholle  sind",  ,,Dcr  lebende  Leichnam", 
..Die  weißen  Kosen  von  Ravensberg".  —  Ihre  Bildwüiische  sind  vor- 
geiiK-rkt.  —  Der  Harry  1-icdtke-Film  ,,0  Mädchen,  mein  .Mädchen"  ist  noch 
nicht  geilrcht.  Liedtke  .ubcitct  zur  Z;;it  an  ,, Vater  iiiiil  Sidin"  und  an  dein 
.\afa-l.ll^tspiel  ..Die  Konkurrenz  platzt".  —  Wir  lulimcii  an,  daß  Gerda 
.Maiinis  iniil  Willy  Fiitscli  der  Premiere  der  ,,Frau  im  Mond"  lieiwohuen 
«erden.  Möglich,  daß  sie  dann  auch  ihren  Bewunderern  und  Verehrerinnen 
ein  paar  .Viitogramme   speinlen. 

E  1  f  r  i  e  (t  c  W.,  L  i  c  h  t  e  r  f  e  1  d  e  :  Das  ist  w ulil  ein  Irrtum.  Von 
einer  Scheidung  Charles   Willy  Kaysers  ist   nichts  bekannt. 

Ronald  C  o  1  m  a  n  -  V  c  r  e  h  r  e  r  i  n  Hilde  H.:  Ronald  Colman  ist 
durch  die  Samuel  Golilwyn-Studios,  7210  Santa  Monica  Boulevard,  Holly- 
wood, Kalifornien,  U.S.A.,  zu  erreichen.  —  Die  russische  Gräfin  in  dem 
liegewald-Kilm  ..In  Stolzenfels  am  Rhein"  spielte  Helen  von  Münchhofen, 
eine  Dänin.  —  Käthe  Dorsch  wurde  in  \Vien  gelioren.  —  Wir  glauben,  daß 
Otto  Gebühr  in  der  4.  Etage  seine  \Vohiiiiiig  tKurfürstenstraße  118,  Berlin 
A\  57)  hat.  Sind  Sie  zufrieden  mit  unsV  —  Ja,  Warner  Baxter  soll 
Indianer  sein. 

I.  IL,  Rheinland:  Leni  Riefenstahl  wohnt  Berlin  -  Wilmersdorf. 
Iliiidenburgsfraße  92.  Sie  hat  am  22.  .\ugust  (ioburtstag  und  ist  ledig. 
Leni  Riefeiist.-ihl  siiielte  u.  a.  in  ..Der  heilige  Berg",  ,.Das  Schicksal  derer 
■von   Habsburg",   ..Die   weiße  Holle  von  l'iz  Palü". 

I  v  .-1  n  P  e  t  r  o  V  i  c  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Ivan  Petrovieh  gibt  Auto- 
gramme. -Mit  welcher  Künstlerin  er  besonders  befreundet  ist  und  von  wel- 
cher Firma  sein  Auto  stammt,  wissen  wir  beim  besten  Willen  nicht. 
.Vber  wir  glauben,  d.iß  Petrovieh  ungefähr  so  alt  ist,  wie  Sie  geraten 
haben. 

Ruth  H.  a  u  s  H  .i  m  b  u  r  g  :  Ivan  Mosjukin  ist  mit  Agnes  Petersen 
verheir.-itet.  Von  einer  Scheidung  ist  nichts  bekannt.  Ein  Buch  über  den 
Künstler  gibt  es  nicht.  Ivan  Mosjukin  wurde  in  Penza  (Rußland)  geboren. 
Ja,  er  ist  auch  sehr  musikalisch.  -Augenblicklich  .irbeitet  er  noch  immer 
an  dem  ..Weißen  Teufel".  —  Lon  Clianey  gibt  Autogramme  und  ist  durch 
die  Metro  -  Goldwyn  -  .Mayer  -  Studios.  Culver-City,  Kalifornien,  U.S.A..  zu 
erreichen.  Auch  Greta  Garbo  gibt  Autogramme.  Sie  können  es  ruhig 
wagen,  an  sie  zu  schreiben.  Habvn  Sie  beim  erstenm.il  nicht  den  ge- 
wiinschten  Erfolg,   so   müssen  Sie  es  eben  noch   einmal   versuchen. 

Irma  L..  Berlin:  Luis  Trenker  ist  am  besten  durch  die  Honi- 
Filin  A.-G.,  Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  225.  zu  erreichen.  Er  wohnt  im 
Hospiz  am  Gend.irmeiimarkt.  Trenker  ist  Südtiroler,  hat  am  4.  Oktober 
(ieburtstag,  w.ir  früher  Diplomingenieur  und  ist  mit  einer  Nichtschauspie- 
lerin  verheiratet.  Er  gibt  .\utogramme.  Außer  in  den  genannten  Filmen 
spielte  der  Künstler  noch  in  ,,Der  heilige  Berg"  und  ..Der  Berg  des 
.Schicksals".  Sein  nächster  Film  heißt  ..Die  heiligen  drei  Brunnen". 
Selbstverständlich  beherrscht  der  bekannte  Bergsteiger  auch  jeden  anderen 
Sport   mit   derselben   Virtuosität.      Der   Grundzug   seines   Wesens   ist   ernst. 

-A.  n  n  i  H..  E  I  s  b  e  t  h  R.,  A  n  n  i  H.,  51  a  r  t  h  a  E.,  B  e  r  1  i  n  :  Es 
ist  leider  wahr,  daß  Marietta  Miliner  gestorben  ist.  Von  einer  Dame,  die 
sich  jetzt  .-ils  Marietta  Miliner  ausgibt,  ist  uns  nicht  bekannt.  Aber  es 
i.st  ja  möglich,  daß  diese  Dame  denselben  Namen  trägt. 

L.  T.,  Kassel:  Leider  können  Avir  Ihnen  die  gewünschte  Adresse 
nicht  mitteilen,  da   uns  der  betreffende  Künstler  nicht  bekannt  ist. 

Elisabeth  AV..  (Hannover:  Jack  Trevor  wohnt  Berlin  W, 
Ben<llerstraße   9.      Er   gibt    selbstverständlich    auch   Autogramme. 

L.  W.  aus  B  r  o  m  b  e  r  g  :  Anny  Oiidra  ist  durch  ilie  Hom-Film  A.-tJ., 
Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  225.  zu  erreichen.  Die  Künstlerin  wurde 
am  15.  Jlai  in  Tarno  (Polen)  geboren.  Sie  ist  unverheiratet,  gibt  Auto- 
gramme. Anny  Ondr.a  spielte  u.  a.  in  ,,Der  erste  Kuß".  ..Saxophonsusi". 
,, Sündig  und  süß"  und  „Erpressung".  Ihr  nächster  Film  heißt  ,,Das 
Mädel  mit  der  I'eitscho".  —  Lily  Daniita  ist  durch  die  Sjimuel  Goldwyn- 
Studios,  7211»  Sant.a  Monica  Boulevard,  Hollywood,  Kalifornien,  U.S..\.,  zu 
erreichen.  Sie  wurde  am  10.  Juli  in  Paris  geboren.  —  sie  haben  recht, 
Rudolf  Valentino  ist  mit  Pola  Ncgri  verlobt  gewesen.  —  Lillian  Hall-Davis 
filmt  in  England  und  ist  durch  die  Elstree-Studios.  Herstordshire.  er- 
reichbar. 

Bilder  von  FilmgröOen  mit  deren  Namenszug,  und  zwar  eine  ganze 
Sammlung,  bekommen  Sie  gratis  und  portofrei  zusammen  mit  einer 
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gibt  blendendes  Aussehen,  auch  bei  verdorbener  Haut.  Damit  Sie  noch 
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Sil  tunr  OcJtoOIcn  roorben!  ?il,  bcr  Sicblinfl 
jiucier  SiScIlcitü  35ie  ©rreßuiiß  itn  S?iificr  öcr 
5ilmflc(cll(d)nft  fjod)  oben  in  öcit  Skviicn  öct  93u= 
foipittii  mnr  itu6cftf)rci6lirf).  Sic  fiompniftn  oui- 
b«it  iimlicflcnbcii  S^ürjctn  ftnnbcii,  eine  bunte  Ic= 
bcnbe  a)l«nitt)cnf)C(fc,  uin  J>a^  S^oßcr  iinji  ftlo(jtcn. 
351«  »>ilfäiefliiicure  rflnilen  fid)  bic  .^iniirc,  bet 
.Manicrrtniiinii  fludjtc,  tinb  bcr  ;)icniiic«r  jnü  fd)on 
aroei  2tnttbcit  fiiinbcriiiflciib  uor  bcr  fd)üii«u  Snitt. 
TU  fonit  \o  Wcliininc  blieb  {ti*rri5(I).  5ic  itiüvbc 
nirt)t  filmen,  cfjc  bie  floüettc  nid)t  loicber  bn  loore, 
nnb  iva^  bet  3nf)(ill  her  STniJcttc  (et,  tue  ittd)t8  j«r 
2rt(^e,  er   (ei   iiuerfc(}lic^. 

Tic  loUitcn  Weviit^le  fitriiertcn.  SOInn  fütterte 
von  »Serien,  Lvbelfteincn,  Vicbeobriefen.  Toä)  (nßt« 
innn  firi)  ittlflemcin,  bau  bcr  2d)nü,  hier  in  bcr 
ai'ilbnid,  fern  uott  ullcn  i{<crfcl)tiMnitteln,  uiifit  lueit 
[ein  (önnc.    Iroübcm  blieb  bic  Jlnncttc  uct|rt)ruuu= 


beit,  unb  2t[)ön=ViI  lief;  fd)ott  ihre  .Voifer  pnctcn. 
'Vlütjtit^  nbcr  erfcOiilItc  au-:-  einer  .sioiitpiufennntppc 
iViitj  unpnd'ciibei.  (Seläd)tcr.  ^'or  ihnen,  nuf  einem 
tleinen  gelyuorfpnino  infi  S.'iilo,  biic-  ■Jiifdjcu,  biii.^ 
initflcfilint  hatte,  hielt  ciucit  filbevneii  Spicßcl  oor 
{eilt  2.thiifiȊ(heit  unb  fnlbtc  fith  mit  einer  uictOen 
ma)i(. 

„SBoiiiitf  fitjt  btt?-  äliejt?!  hörte  mnit  bcu  ;)!eniiienr 
rufen,  unb  biinn  toiir  er  mit  einem  Z>tii  oben,  iiiib 
biii.<  sSiffthen  mit  einem  2nii  uiileit.  9I1U'S  Inrf)te  nnb 
fri)rie.  S'er  iliciiiüeur  ober  biivfi  etuiii>.*  mit  fd)uollein 
Wiijf  in  feiner  ailufe. 

„.  . .  hier  ift  3hrc  .fiiifjette",  fnftte  er  bnnn  liithelnb 
jitr  frtjbncn  i'il.  „Ä'iilo  h<it  ^Ihncn  immerhin  norf) 
brct  Sofcii  ii(nrtjl(in=(iremc  iibrin  nelojicn.  S^ni- 
reitht  niol)(,  biS  mir  in  jibilifiertc  öcflcnben 
tommen?" 

2rf)i.in'?il  errötete  lief.  Tcx  SJeniffeur  aber 
lädjcüe  Hufl.  „SUtte,  feine  (SrHnrHUfleu",  (nfltc  er, 
„rueift  ei»  alter  'lUciftifer  inic  idj,  nKeiS!  i"lliiiri)Ion= 
Greine  ttncntbchrlid)  nllen  S^iuncn.  Unentbehrlich 
bei  Sleifeftiinb  unb  ßrmübunfl!  Unentbehilirf)  bei 
bcr  tonlii^cit  iWnffnftc,  äur  ethüliunfl  einer  fri)öneit 
i;mut!!  —  Örtlf«^,  fflnöbiofte,  fnifth  lunr  nur  bai-  &(■- 


heimnii-,  bn«  2ie  iiiic-  bem  QnOnIt  bet  .fldifette 
miiri)tcu.  Giitc  .Oiiiitpjlcfie  mit  S)irtn)riiu=(5tetitc  äcitflt 
nur  uoii  bcr  .Miiltuv  bcr  i>erbriUtri)criM!  Sluficrbcm 
hotte  firi)  bei  uiifercn  niibercu  S'amcn  fid)et  nitd) 
;liiiirt)lnn=C}remc  fii'funben  —  3hi'e  i'eräiociflunfl 
liöttc   nlfo   fri)nen   behoben   iverbcu   föniieit." 

.,2ic  haben  recht,  lieber  '^reuitb",  fcifltc  Sil  unb 
lärfyeUc  be^nubeinb  —  „bie  Unciitbeljrlithfeit  bet 
ii.iinri)tiin=(5icme  fennt  nllcvbiiiflö  jebec'  ,Winb." 

2olltc  bet  5?efet  btefer  ftciiien  Öefdjirfjtc  fic  ie= 
borf)  norf)  nid)t  tenuen,  tue  et  beit  etftcit  2(hrttt 
biijn,  inbem  er  nnrf)ftchenbcti  Wraticbejiiflöfthein 
in  eilt  offcueo  .«itucrt  Iciit,  bnd  mit  (icnnncr  iUbrcffc 
niif  feiner  fliüflfcitc  ncrfehen  ift.  '^OMto  nur  5  ^fö- 
—  libcr  17t)00  flliinjcnbc  !?nnfbtiefc  (itotiiricll  6c« 
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«rntiöbcäufl&fthein:  Sit  bcit  aiiftn)Inn  =  ä^crtricb, 
>J!crliii  144,  isiicbrithftr.  24.  etrontte  »oIHommeu 
foftenlo^  nnb  portofrei  eine  'Vrobe  a)|iin)Inn=(Jremc 
nnb  bit-i  IchrrcirijC  S<iiri)!eiu:  „5)<iö  ©cheimni»  juuo 
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A.Rosentbal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oeslcrreicb  verantwortl.  Robert  Mohr,  Wien  1,  Domgassc  4.  Verantwortl.  für  Anzeigen  Wilhelm  Schaefer. 
Charlottenburü.   Anzeifi  en  verw  altunfi  Universum-Film  A.-G.,  Abt.  UJa-Werbefilm,  Berlin  SW68,  Kochstr.  6,8.    Kupfertiefdruck:   August  Schert  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


.iLAr!£j«JliäK>>i>ji«ij«^v!jää!3i«iik«ttEi-^ 


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NUMMER    4t     /     BERLIN,    13.  ORTOBER    1929      /      PREIS      0    PFENNIG 


rhüt.  l'la 


d/ivan  ^f  fiosiuktn  sßteli  un  ^ C/iJahu-c7tUn  [<£/^loch'CiKal>lnowUsüi  cJrodukltonJ  ffJJer  usexpa  Cyeujel 


ik 


D  I  £     ^\    O  C  II  K  \  S  C  II  R  1  1     i'     D  11  R     f  I  L  M  F  R  E  T  N  D  E 


"^"^ 


David   Lee   (Sonny  Boy) 
in  einer  neuen  Qolle 


v-ggft-r.'^r-.vy- 


^- 


Nach  der  Trauung  (Dimitri 
Zakiris  u.AliceTheodorides) 


Die  griechische  Filmproduktion  befindet  sich  noch 
in  ihren  allerersten  Anfängen.  Von  den  letzten 
vjer  Filmen,  die  in  Griechenland  hergestellt  wor- 
den sind,  gewinnt  der  Film  ,,Astero"  eine  be- 
sondere Bedeutung.  Diesem  Film  liegt  das  ländliche 
Leben  des  bergischen  Griechenland  als  Thema  zugrunde. 
Im  großen  und  ganzen  handelt  es  sich  darum;  In  einem 
kleinen,  malerisch  gelegenen  Dorfe  im  Peloponncs,  an  den 
Hängen  des  Berges  Hclmos  gelegen,  lebt  Vater  Mitro,  ein 
reicher  Bauer,  mit  seinem  Sohn  Timio  und  seiner  Adoptiv- 
tochter Astero.  Niemand  von  den  Bauern  wußte,  wie 
dieser  alte  Geizhals  aus  einem  einfachen  Aufseher,  der 
die  Ländereien  eines  reichen  Atheners  beaufsichtigte, 
plötzlich  zum  Herrn  der  von  ihm  beaufsichtigten  Güter 
geworden  war. 

In  den  Herzen  der  beiden  Kinder  Timio  und  Astero,  die 
zusammen  aufwuchsen,  ist  das  geschwisterliche  Gefühl 
einer  starken  Zuneigung  gewichen.  Astero,  die  der  alte 
Bösewicht  aufs  grausamste  mißhandelte,  als  ob  er  sich 
ihrer  entledigen  wollte,  hatte  keinen  anderen  Gefährten  als 
Timio  in  ihrem  kummervollen  Leben.  Ihm  beichtete  sie  alle 
ihre  Geheimnisse,  um  sich  zu  trösten  und  zu  erleichtern. 
Aber  Vater  Mitro  sah  mit  bösen  Blicken  auf  das  Einver- 
ständnis der  beiden  Kinder.  Eines  Tages  erklärte  er 
seinem  Sohn  brutal,  daß  er  ihn  enterben  würde,  wenn 
er  die  Absicht  hätte,  dieses  auf  der  Straße  aufgelesene 
Mädchen  zu  heiraten.     Astero,   die  zufällig  diese   Worte 

gehört  hatte,  entschließt  sich, 
ihre  Liebe  zu  opfern,  und  er- 
klärt Timio,  daß  sie  ihn  nicht 
mehr  liebt,  weil  sie  einem  an- 
deren ihre  Liebe  geschenkt  hat. 
Es  ist  die  Zeit,  zu  der  die 
Herden  von  den  Bergen  her- 
unterkommen, um  im  Tal  zu  über- 
wintern. Einer  der  Besitzer  der 


Herden,  der  Hirte  Stamo,  der  die  Weideplätze  vom 
Vater  Mitro  gemietet  hatte,  verliebt  sich  in  Astero 
und  erklärt  ihr,  daß  er  sie  heiraten  wolle.  Astero 
willigt  ein,  seine  Frau  zu  werden  und  sofort  mit 
ihm  in  die  Berge  zu  ziehen,  aber  ihr  Herz  bleibt  an 
den  alten  geliebten  Stätten,  wo  sie  es  zum  ersten- 
mal schlagen  fühlte. 

Sie  heiratet  und  zieht  sofort  fort,  ohne  daß  Timio 
von  ihrem  tragischen  Opfer  etwas  ahnt.  Sie  lebt 
mit  ihrem  Mann  in  den  Bergen,  aber  ihre  alte  Liebe 
kann  sie  nicht  vergessen.  Asteros  Glück  war  nicht 
von  langer  Dauer,  An  einem  Ostermorgen  ist  ihr 
Mann  getötet  worden,  als  er  sich  aufgemacht  hatte, 
seinen  besten  Hammel  für  das  Osterfest  auszu- 
suchen. Allein  und  verlassen,  ganz  von  Sinnen  vor 
Verzweiflung,  irrt  sie  durch  die  Berge. 

Vater  Mitro,  der  seinen  Sohn  von  Tag  zu  Tag 
mehr  leiden  sieht,  bereut  seine  damalige  Haltung 
und  beichtet  Timio,  daß  Astero  die  eigentliche  Be- 
sitzerin seiner  Güter  sei,  weshalb  er  sich  ihrer  ent- 
ledigen wollte.  Obgleich  Timio  noch  immer  glaubt, 
daß  Astero  ihn  verlassen  hat  aus  Liebe  zu  dem 
Hirten,  den  sie  heiratete,  will  er  kein  Unrecht  be- 
gehen, sondern  Astero  die  Güter  zurückgeben.  Er 
macht  sich  mit  seinem  Vater  auf,  um  Astero  zu 
suchen.  Aber  erst  nach  langem  Umherirren  finden 
sie  Astero  vollkommen  von  Sinnen  in  einer  kleinen 
Hütte  auf  der  Spitze  des  Berges  Helmos. 

Dieses  Stück  griechischen  Berghirtenlebens  spielt 
sich  in  klassisch-schöner  Landschaft  ab,  im  Pelopon- 
nes.  Unter  der  Regie  von  Gasiades  spielen  Alice 
Theodorides,  Kostas  Musuris,  Emil  Beakis,  einer  der 
bekanntesten  Theaterschauspieler  Griechenlands, 
die  Hauptrollen  in  diesem  ,,echt  griechischen"  Film, 


Pimilri   Zakiris    fTinünl 


Der  Muster -Vurfiiliningsraiim  der  Ufa  im   U.  T.  Weinbergsweg,  Berlin        plwt.  Lfa 


Der  Frankfurter  Sender  brachte  vor  kurzem  eine  Funkrepor- 
tage aus  dein  Vorfuhrunjjsraum  des  Frankfurier  Ufa-Theaters 
,.Zum  Schwan",  Wir  jjebcn  die  Ausführungen  hier  wieder,  um 
unseren  Lesern  aucli  einmal  einen  Blick  in  den  Raum  zu  ge- 
währen, in  dem  aus  dem  schmalen  Zelluloidhand  das  lebende 
Hild     in     Uebcriehensgröße   entsteht. 

Vor  mir  die  Dunkelheit.  Endlos,  unbewegt.  Ich  sitze  vor 
einem  kleinen  Quadralfenster  und  luge  hinaus.  Plötzlich 
beginnt  neben  mir  eine  Maschine  zu  surren,  ein  auf- 
blitzender Lichtstrahl  zerspaltet  die  Schwärze  und  dort, 
wo    er    das    Ende    des    Raumes     trifft,    entsteht     das    Bild. 

Ich  sitze  im  Vorführungsraum  eines  großen  Lichtspieltheaters, 
wo  zwei  moderne  Projektionsapparate,  einander  ablösend,  das 
Programm  abwickeln.  Der  Raum  ist  düster,  einfach.  Ein 
Maschinenraum.  An  den  Wänden  Schaltbretter  und  geheimnis- 
volle Teile  der  elektrischen  Anlage,  die  der  Laie  mit  heimlichem 
Grausen  betrachtet.  Die  zwei  Apparate  sind  in  der  Mittelachse 
des  Theaters  aufgestellt;  die  Bilder,  durch  die  kleinen  Fenster 
belrachlel,  scheinen  übergroß  zu  sein,  doch  wirken  sie  leblos  und 
allzu  flach.  Eine  amerikanische  Burleske  langweilt,  die  Wochen- 
schau mil  ihren  Neuigkeiten  ist  ohne  Lebendigkeit  und  wirkt 
unwahrscheinlich.  —  Was  ist  der  Grund?  Dieser  Raum  ist  eine 
Werkslatte  des  Films;  das  Amüsement  liegt  im  Zuschauerraum. 
Das  Publikum  genießt  zu  dem  photographierten  Leben  des 
lilms  die  musikalische  Untermalung  mit  und  ist  außerdem  in 
einer  größeren  Menge  beisammen.  Sei  es  im  Kino  oder  im 
Theater  man  kann  nur  über  Massenw  irkung  reden,  als  einzelner 
vermag  lediglich  der  Kritiker  zu  entscheiden,  der  aber  auch  von 
der   herrschenden   Atmosphäre   berührt   wird.     Ich  dagegen   sitze 


hier  vor  diesem  kleinen  Fensler  allein,  vom  Zuschauerraum  luft- 
dicht abgeschlossen,  ich  sehe  nur  das  stumme  Agieren  des 
Kapellmeisters  und  vereinzelte  Musiker  im  Lichte  ihrer  abge- 
dämpften Lampen,  dazu  das  monotone  Knattern  des  Projektions- 
apparates,  das    meinen   Genuß   maschinell    beeinflußt. 

Zwei  glühende  Kohlenstäbe  erzeugen  im  Innern  des  Vorfüh- 
rungsapparates eine  Lichtquelle  von  15  000  Kerzen  Stärke,  die 
von  einem  Konvexspiegel  und  durch  eine  Sammellinse  auf  den 
schmalen  Filmstreifen  konzentriert  wird.  Als  Begleiterscheinung 
tritt  infolge  dieses  starken  Lichtes  eine  große  Hitze  auf,  die  aber 
die  einzelnen  Bilder  nur  für  den  Bruchteil  einer  Sekunde  trifft 
und  daher  unschädlich  ist.  Wenn  aber  der  Apparat  durch  Film- 
risse oder  durch  Maschinendefekte  während  der  Vorführung  so 
stehenbleibt,  daß  ein  Stück  des  Films  sich  unmittelbar  vor  der 
Lichtquelle  verfängt,  wird  die  Rolle  durch  die  Hitze  sofort  ent- 
zündet. Filmbrände  sind  zwar  heute  seilen,  doch  müssen  die 
Zuschauer  vor  der  damit  verbundenen  Gefahr  geschützt  werden, 
da  das  brennende  Filmband  Rauch  und  giftige  Gase  entwickelt 
und  die  Stichflamme  leicht  in  den  Zuschauerraum  schlagen  kann. 
Daher  dient  eine  besondere  Einrichtung  dazu,  sämtliche  von  dem 
Vorführungsraum  zu  dem  Thealerraum  führenden  Fenster  bei 
Feuersgefahr  mit  Eisenplatten  automatisch  zu  verschließen: 
Erstens  ein  Brandstreifen.  Dieser  ist  über  dem  rollenden  Film 
angebracht,  wird  von  dem  brennenden  Streifen  sofort  angezündet 
und  löst  durch  Abfiammen  die  Sicherung,  worauf  die  Fenster  zu- 
klappen. Zweitens  kann  der  Vorführer  durch  einen  Druck  auf 
den  Auslöser,  der  sich  neben  jedem  Apparat  befindet,  die  gleiche 
Wirkung  hervorbringen,  und  drittens,  wenn   die   erste   Sicherung 


..»-rf.,-,->^wf     -■■   >  -.^.-.■«l    ■^. 


Professor  EQNST  QAUSCHEQ  mali  ULI  AN  HAQVEY 


5» 


versagt  und  die  zweite  wegen  Gefahr  nicht  bedient  werden  kann, 
sind  die  Fenster  durch  einen  elektrischen  Schalter,  der  außer- 
halb des  Vorführungsraumes  angebracht  ist,  abzuschlielJen.  Um 
die  Brandgefahr  zu  vermindern,  wird  der  Raum  zwischen  dem 
rollenden  Film  und  der  Sammellinse  durch  eingeblascne  Kaltluft 
abgekühlt  und  das  Filmband  nach  jeder  Vorstellung  geprüft. 
Die  Filme  müssen  vor  neuen  Vorführungen  zurückgerollt  werden. 
Das  geschieht  durch  einen  Handapparat.  Dabei  läßt  der  Vorfüh- 
rer das  Filmband  zwischen  seinen  Fingerspitzen  hindurchgleilen 
und  prüft  es  so  auf  schadhafte  Stellen,  die  sofort  entfernt  wer- 
den. Das  ist  sehr  wichtig,  da  die  meisten  Filnibrände  durch 
Risse   während   der  Vorführung   entstehen. 

Der  Vorführer  betrachtet  dauernd  das  projektierte  Bild,  kann 
aber  dabei  seinen  Apparat,  ohne  sich  abwenden  zu  müssen,  be- 
dienen und  kontrollieren.  Er  hat,  um  die  Schärfe  und  Reinheit 
des  Bildes  gleichmäßig  zu  halten,  die  beiden  glühenden  Kohlen- 
släbe  zu  regulieren,  deren  Stand  er  auf  einer  vor  ihm  auf  der 
Wand  befestigten  weißen  Rundfläche,  durch  ein  Prisma  projiziert, 
beobachtet.  Er  führt  mir  während  der  Vorstellung  die  ver- 
schiedenen Tönungen  des  Films  vor  —  von  der  störenden  gelben 
bis  zu  den  leuchtenden  weißen  Farben  — ,  beeinflulJl  durch  die 
wechselnde   Lage   der   Kohlenstäbe. 

Der  Vorführer  erzählt  mir  aus  der  ,, Jugend"  des  Films,  Er 
ist  seit  zwanzig  Jahren  dabei,  bediente  schon  das  Urkino,  wo 
der  Projektionsraum  noch  aus  Holz  erbaut  und  die  Arbeit  der 
Vorführer   noch   mit   Lebensgefahr  verbunden  war. 

So  sind  die  Verhältnisse  in  einem  neuartig  eingerichteten 
Großlichlspieltheater,  entgegen  den  kleineren  Kinos,  deren  Ein- 
lichtungen  von  den  eben  geschilderten  stark  abweichen.  Die 
Vorführungsräume  sind  da  im  allgemeinen  auf  raumlose,  schlecht- 
gelüftele  Kammern  beschränkt,  mit  nur  einem  Projektionsapparat, 
meist  älterer  Bauart,  und  nur  einem  Vorführer,  der  alle  Arbeiten 
allein  erledigen  muß.  Die  technischen  Einrichtungen  sind  un- 
vollkommen, der  Schutz  gegen  Brandgefahr  noch  oft  im  anfäng- 
lichen   Stadium. 

In  einem  Kleinkino,  das  ich  besuchte,  besteht  die  Schutzvor- 
richtung aus  einem  Brandstreifen,  der  mit  den  Fensterklappen 
durch  Schnüre  verbunden  ist,  so  daß  sich  die  eisernen  Platten 
durch  ihr  Eigengewicht  schließen  müssen.  Während  ich  in  die- 
sem Vorführungsraum  weilte,  sprang  ein  Stück  von  dem  rollen- 
den, abgespielten  Filmband  ab,  fiel  in  den  Raum  zwischen  Sam- 
mellinse und  Film  und  entflammte  explosionsartig.  Zum  Glück 
war  der  Filmsplitter  zu  klein,  um  schwere  Folgen  zu  verur- 
sachen.    Das    Abflanimen   des   Filmstückes   geschah    so    plötzlich, 


daß  ich  darüber  erschrak;  nicht  aber  der  Vorführer,  der  ruhig 
Zugriff  und   den   Apparat   in   Ordnung   brachte. 

Die  Brandgefahr  in  den  Kleinkinos  kann  sich  dadurch  steigern, 
daß  die  hier  zur  Vorführung  gebrachten  Filme  schon  stark  ab- 
genutzt sind,  wodurch  Risse  entstehen  können.  Die  projizierten 
Bilder  sind  unrein  und  flimmern.  Der  Apparat  knattert  wie  ein 
Maschinengewehr,  Afenn  die  Randlöcher  der  Filme  schadhaft 
sind.  Der  Vorführer  muß  dauernd  nachhelfen.  Er  hat  hier 
eine  weitaus  schwierigere  Arbeit  als  seine  Kollegen  in  den 
modern  ausgestatteten  Projektionsräumen,  doch  durch  sein  fach- 
männisches, sicheres  Arbeiten  ist  das  Publikum  vollständig  ge- 
schützt. 

Die  Schnelligkeit  der  Vorführung,  die  in  den  größeren  Licht- 
spieltheatern zu  der  Begleitmusik  abgestimmt  ist,  kann  gleich- 
falls haargenau  eingestellt  werden.  Dazu  muß  der  Vorführer 
allerdings  den  Film  kennen,  denn  manche  Szenen  bedingen,  um 
groteske  Wirkung  auszuschalten,  verschiedene  Geschwindigkeit. 
Den  Kontakt  zwischen  Vorführer  und  Kapelle  stellt  eine  Schelle 
und  ein  Mikrophon  her,  wodurch  Film  und  Musik  in  voller 
Fühlung  bleiben  können.  Gewöhnlich  rollt  ein  Film  mit  einer 
Geschwindigkeit  von  28 — 30  Bildern  in  der  Sekunde  ab,  was 
ungefähr    1800   Bildern    innerhalb    einer    Minute    entspricht. 

Gute  Filmmusik  darf  man  nicht  hören,  sondern  nur  empfinden. 
In  der  Pause  kam  der  Kapellmeister,  Ein  wenig  aufgeregt. 
Musik  und  Film  stimmen  nicht  genau.  Es  soll  etwas  langsamer 
gespielt  werden,   28   Bilder    statt   30   in   der  Sekunde. 

Vorarbeiten.  Ein  Film  wird  geklebt,  die  Schnittstelle  erst 
gesäubert,  dann  mit  dem  Filmkilt  sorgfältig  zusammengefügt.  Die 
Pause  ist  aus.  Der  linke  Apparat  schlingt  die  Filmrolle,  Zwei 
Paar  Zahnräder,  die  in  die  Randlochung  des  Films  greifen, 
ziehen  den  Streifen  aus  einem  oberen  in  einen  unteren  Behälter, 

,,Ich  bin  gleich  zu  Ende",  meldet  der  Vorführer  an  dem  arbei- 
tenden Apparat,  und  sein  Kollege  paßt  gespannt  auf.  Seine  Hand 
ruht  auf  einem  Hebel.  Der  Film,  dessen  erster  und  zweiter  Akt 
auf  dem  linken  Apparat  projiziert  wird,  soll  ohne  Unterbrechung 
auf  dem  rechten  Apparat  weitergespielt  werden.  ,, Fertig!  '  Ein 
Griff  an  den  Schaller  bringt  den  ersten  Apparat  zum  Stillstand 
und  läßt  den  zweiten  sofort  einsetzen.  Mit  einer  Geschwindig- 
keit, die  das  Auge  nicht  wahrzunehmen  vermag,  ist  der  räum- 
liche Unterschied  zwischen  den  beiden  Apparaten  überbrückt, 
der   Film   rollt    weiter,   niemand    hat    etwas    bemerkt. 

Ich  blicke  nochmals  durch  das  Fensterchen,  Der  ,, große  Film" 
wird  eben  gespielt.  Auf  der  Leinwand  küssen  sfch  zwei  Men- 
schen —  jetzt  schon  mit  der  korrigierten  Bildergeschwindigkeit 
von  28  Bildern  in  der  Sekunde.  Laszio  Rozsa. 


I 


Mrs.  hairbanks.  Doiigs  crslo  rmi,  (seine  zweite  ist  bekanntlich  Mary  Picklord),  begrüßt  ihren  Sohn  und  seine  junge  Frau  Joan  Crawford 

anläßlich  der  Rückkehr  der  NeuvermähUen 


Die  neuen  Tonfilm-Ateliers  der  Ufa  auf  ihrem  Auf- 
nahmegelände in  Neubabelsberg  wurden  dieser  Tage 
ihrer  Bestimmung  übergeben.  Das  unaufhaltsame 
Vordringen  des  Tonfilms  und  der  enorme  Fortschritt 
der  Tonfilmlechnik  haben  zu  dem  Entschluß  der  Ufa  ge- 
führt, in  gioßem  Umfang  die  Produktion  des  Tonfilms  in 
allen  seinen  Arten  unverzüglich  in  Angriff  zu  nehmen.  Die- 
ser Entschluß  machte  den  sofortigen  Bau  von  neuen,  den 
besonderen  Anft)rdcrungen  des  Tonfilms  entsprechenden 
Ateliers  notwendig. 

Der  Bau  wurde  mit  größter  Beschleunigung  durchgeführt. 
Am  25.  April   1929  wurde  mit  dem  Abreißen  der  auf  dem 
Gelände    der    heutigen    Filmateliers     stehenden    Filmbauten 
begonnen.    Am  1.  Mai  erfolgte  der  erste  Spatenstich  für  die 
Ausschachtungsarbei- 
ten,     und     schon     am 
25.     Juni      war      der 
Rohbau   nach  ununter- 
brochener   Tag-      und 
Nachtschicht  -   Arbeit 
fertiggestellt.   Mehrere 

Monate  erforderte 
noch  die  Ausstattung 
und  Einrichtung  der 
Ateliers,  insbesondere 
die  Installation  der 
Tonfilmapparaturen. 

Die  neue  Tonfilm- 
Atelieranlage  der  Ufa 
besteht  aus  vier  Ate- 
liers, die  in  Form 
eines  Kreuzes  an- 
geordnet sind.  In  der 
Mitte  des  Kreuzes  be- 
findet sich  das  tech- 
nische Herz  der  Ton- 
filmanlage: die  Klang- 
film -  Tonaufnahme- 
maschinen, und  zwar 
sowohl  Lichttonappa- 
rate (also  Ton  auf 
Filmstreifen  photogra- 
phiert)  wie  auch  Na- 
deltonaufnahmegeräte 
(Schallplattensystem). 
Die  Aufnahmemaschi- 
nen sind  so  angeord- 
net, daß  jede  Appara- 


tur an  jedes  der  vier  Ateliers 
Die   Maschinen   sind  von  den 
und  schallsicher  isoliert. 

Von   den  vier   Tonfilm-Ateli 
und  Südatelier     -  je  20  X  30 


Aufnahmewagen  für  Freilichl-Tonaufnahmen 


angeschlossen  werden  kann. 
Ateliers   erschütterungssicher 

ers  sind  zwei  —  das  Nord- 
m  groß,  das  Ost-  und  West- 
atelier je  18  X  25  m.  Die 
erste  Anforderung  beim 
Bau  der  Ateliers  war  voll- 
kommene Schallsicherheit, 
Deshalb  wurden  die  Ate- 
lierwände aus  hartgebrann- 
ten Ziegeln  errichtet  und 
sind    vollständig    fensterlos. 

Eisenkonstruktionen     hat 
man  vermieden,   weil   Eisen 
bekanntlich         ein         guter 
Schalleiter     ist.      Besonders 
konstruierte     Türen     lassen 
ein  schalldichtes  Ver- 
schließen der  Ein-  und 
Ausgänge  zu. 

Um  die  Möglichkeit 
von  Echowirkungen 
oder  eines  zu  starken 
Nachhalls  von  Spra- 
che und  Musik  in  den 
großen  Atelierräumen 
auszuschalten,  wur- 
den    die    Wände    mit 

Cellotex  bekleidet 
und  mit  Zugvorhän- 
gen ausgerüstet.  Je- 
des der  vier  Ateliers 
hat  einen  besonderen 
Abhörraum,  wo  der 
Tonmeister  sitzt,  der 
für  die  tonliche  Struk- 
tur und  Gleichmäßig- 
keit der  Aufnahme 
verantwortlich  ist  und 
durch  Verstärker  oder 
Abschwächer  die 
Tonstärke  und  Ton- 
farbe regulieren  kann. 
Eine  lautlose  Ver- 
ständigung zwischen 
den  einzelnen  Auf- 
nahmestellen, wie  Ab- 


Der  Tonmeister  regelt  an  diesem  Apparat  Tonstärke  und  Nuancen 

hörraum,  Tonapparateraum  und  dem  Atelier  selbst  gestatten  automatisch 
Maschinentelejjraphe.    Die  Überprüfung  des  Tons  erfolgt  schon  während 
der  Aufnahme  durch  Abhörgeräte  und  ist  außerdem  sofort  nach  der  Auf- 
nahme  durch   den  Regisseur  möglich,  indem  eine   der  Plattenaufnahmen 
vorgeführt  wird. 

Die  Beleuchtung  der  Ateliers  wird  von  der  25  000  Ampere  liefernden 
Neubabelsberger  Betriebszcnlrale  gespeist.  Da  die  bisher  üblichen 
Kohlcnscheinwerfer  nicht  geräuschlos  brennen,  w^erden  jetzt  für  die  Ton- 
filmaufnahmen nur  Glühlampen  verwendet,  und  zwar  bis  zu  einer  Stärke 
von  5000  Watt.  Die  Armaturenzusammensetzung  und  -Zusammenstellung 
sind  größtenteils  Konstruktionen  der  Ufa-Betriebsbüros  und  der  Ufa 
durch  Patente  geschützt.  Für  den  Fall  einer  Stromstörung  ist  eine  sofort 
automatisch  in  Tätigkeit  tretende  Reserve-  oder  Notbeleuchtung  gelegt, 
die  eine  besondere  Stromquelle  besitzt.  Die  Absperrung  der  Ateliers 
nach  außen  erfolgt  ebenfalls  durch  eine  selbsttätige  Lichtsignalanlage, 

Die  Kalt-  und  Warmluftzufuhr  der  vier  hermetisch  abgeschlossenen 
Ateliers  erfolgt  durch  eine  Cärrier-Entlüftungsanlage,  die  auch  die  Regu- 
lierung der  Luftfeuchtigkeit  besorgt.  Durch  die  Entlüftungsanlage  wird 
die  Luft  zehnmal  stündlich  erneuert,  und  zwar  geräuschlos  und  ohne  Zug- 
lufterscheinungcn.  Vier  Maschinenanlagen,  die  durch  vier  Luftkanäle  mit 
den  Ateliers  verbunden  sind,  saugen  die  verbrauchte  Luft  auf  und  pumpen 
neue,  durch  Quellwasser  gekühlte  oder  durch  die  umfangreichen  Heiz- 
anlagen vorgewärmte  Luft  in  die  Ateliers.    Je  nach  der  Jahreszeit. 


Zu  den  Ateliers  gehören  zwei 
große  Vorführräume  für  Ton- 
film und  Platten,  die  auch  für 
nachträgliche  Synchronisierung 
benutzt  werden.  Außerdem  ge- 
hören zu  den  Tonfilm-Ateliers 
72  Garderoben  mit  Baderäumen, 
ferner  Arbeitsräume  für  die 
Darsteller,  Architekten,  Regis- 
seure und  Operateure,  Sie  sind 
völlig  schalldicht  gegenüber  den 
Ateliers  abgeschlossen. 

Die  künstlerische  und  bau- 
technische Bearbeitung  der  neuen 
Tonfilmanlagen  der  Ufa  hatte 
der  Architekt  Otto  Kohtz  in  Ge- 
meinschaft mit  den  Architekten 
der  Bauabteilung  der  Ufa,  die 
Ausführung  besorgte  die  Heil- 
mann und  Littmann  A.-G.,  die 
statische  und  konstruktive  Be- 
arbeitung stammt  von  Dipl.-Ing. 
Otto  Zucker,  in  Gemeinschaft 
mit  den  leitenden  Technikern 
der  Ufa. 

Die  neuen  Tonfilmateliers  der 
Ufa  in  Neubabelsberg  stellen  die 
größte  Tonfilmanlage  Europas 
dar.  Sie  werden  allgemein  als 
mustergültig  und  in  Technik  und 
Anlage  den  modernsten  ameri- 
kanischen Ateliers  zumindest 
ebenbürtig  bezeichnet. 

Die  Tonfilmtechnik  ist  in  kur- 
zer Zeit  zu  hoher  Vollkommen- 
heit entwickelt  worden. 

Es  ist  heute  möglich.  Filme 
zu  schaffen  und  vorzuführen, 
bei  denen  das  Bild  durch  Mu- 
sik, Sprache  und  Geräuschwie- 
dergabe ergänzt  wird.  Es  ist 
weiter  möglich,  eine  unbedingte 
Übereinstimmung  zwischen  Ton 
und  Bild  innezuhalten  und  eine 
außerordentlich  naturgetreue 
Klangwirkung  zu  erreichen. 
Wer     einer    Klangfilmvorfüh- 

Signalanlage,  die  für  geräuschlose 
Verständigung  zwischen  Regisseur, 
Tonmeister  und  Tonaufnahmeraum 
sorgt  und  Anfang  und  Ende  der 
Szene  anzeigt 


rung  beiwohnt,  kann  sich  dem  star- 
ken Eindruck  nicht  entziehen,  den 
das  tönende  Bild  auf  den  Zuschauer 
ausübt.  Es  ist  eine  Tatsache,  dali 
man  stumme  Szenen  in  oder  nach 
einem  Tonfilm  als  matt  und  eigen- 
tümlich   unwirklich    empfindet. 

Welche  Tonfilmarten  gibt  es?  Wir 
können  drei  Arten  des  tönenden 
Films  unterscheiden:  den  Musikfilm, 
den  Geräuschfilm  und  den  Sprech- 
film. 

Der  Musikfilm  gibt  die  zum  Film 
gehörende  Begleitmusik  wieder.  Man 
braucht  also  kein  Orchester  und  hat 
trotzdem  —  auch  in  kleinen  Theatern 
—  hochwertige  und  vor  allem  die  für 
den  Film   selbst   komponierte   Musik. 

Der  Geräuschfilm  bietet  außer  der 
Musik  die  akustische  Illustration  der 
sich  im  Bild  abspielenden  Vorgänge. 
Motoren-  und  Maschinenlärm,  Stim- 
mengewirr, Pfiffe,  Hupensignale,  Pro- 
pellersurren, das  Heulen  des  Stur- 
mes, das  Rauschen  der  Brandung, 
Pferdegetrappel,  Schreie,  Klingeln 
usw.  werden  originalgetreu  und  zeit- 
und    handlungsgleich    wiedergegeben. 

Der  Sprechfilm  endlich  läßt  die 
auftretenden  Personen  selbst  singen 
und  sprechen,  er  gibt  gleichzeitig  die 
akustische  Begleitung  wie  der  Ge- 
räuschfilm. 

Arten  der  Wiedergabe.  Die  haupt- 


Willy  Frilsch  in  dem  Ufaton-Film 
,, Melodie  des  Herzens" 


sächlichsten  Wiedergabesysteme  las- 
sen sich  in  zwei  Gruppen  einteilen: 
die  Lichttonfilme  bzw.  Filme  mit  pho- 
tographiertem  Ton,  bei  denen  Bild 
und  Ton  auf  Filmstreifen  festgehal- 
ten sind,  und  die  Bildfilme  mit  zu- 
gleich  ablaufender   Schallplatte. 

Filme  mit  photographiertem  Ton 
(Lichttonfilm).  Bei  der  Tonaufnahme 
werden  die  Schallschwingungen  in 
elektrische  umgewandelt,  die  ihrer- 
seits Lichtschwankungen  hervorru- 
fen. Die  Lichtschwankungen  zeich- 
nen auf  dem  normalbreiten  Filmband 
innerhalb  der  Perforation  einen 
schmalen  Streifen  auf,  der  aus  helle- 
ren und  dunkleren  Schattierungen 
(Schattierungs-  oder  Intensitätsver- 
fahren) oder  lebhaft  gezackten  Kur- 
ven (Schwarzweiß-  oder  Transversal- 
verfahren) besteht.  Bei  der  Wieder- 
gabe werden  die  Helligkeitsunter- 
schiede des  Streifens  in  elektrische 
Schwingungen       umgewandelt. 

Filme  mit  Ton  auf  Schallplatte, 
Die  Wiedergabetechnik  der  Schall- 
platte ist  erheblich  vervollkommnet 
worden.  Die  Schwierigkeiten  der 
Synchronisierung,  d.  h.  der  Überein- 
stimmung von  Bewegung  und  Ton, 
sind  überwunden.  Das  Wort  setzt 
mit  Sicherheit  im  selben  Augenblick 
ein,  in  dem  es  dem  Bild  nach  er- 
scheinen    muß. 


In  diesem  Raum  wird  der  Ton  gleichzeitig  auf  Film  (Licfittonj  und  auf  Platten  (Nadelton)  aufgenommen 


derungen  des  Tages  gewach- 
sen, als  Ton-  und  Sprechfilm 
drehte.  Einen  Film,  dem  eine 
Erfolgsgarantie  schon  da- 
durch innewohnte,  daß  Dina 
Gralla  als  die  Trägerin  der 
Hauptrolle  ausersehen  war. 
Dina  Gralla  ist  hier  eine 
Privatdetektivin,  die  Ange- 
stellte des  Detektivinstituts 
,, Greif".  Sie  soll  einen  jungen 
Mann     verhaften,      der     an- 


Dina    Gralla    wird   als   Hotelratte 

verhaftet 
Oben  rechts:  Paul Hörbiger  zaubert 

Im  allgemeinen  heißt  es  ja, 
daß  Schlager  kurze  Beine 
haben.  Und  das  ist  ja  — 
wieder  im  allgemeinen  — 
auch  richtig.  Wie  viele 
Schlager,  die  einmal  so  po- 
pulär waren,  daß  sie  einem 
über  wurden,  sind  versun- 
ken und  vergessen,  und  kein 
Mensch  erinnert  sich  ihrer 
noch!  Man  könnte  sagen: 
,,Je  populärer,  je  schneller 
vergessen!"  Daran  könnte 
man  die  Betrachtung  knüp- 
fen, daß  dieser  Satz  nicht 
nur  für  Musikschlager,  son- 
dern auch  für  Lieblinge  des 
Publikums  Geltung  habe  — 
aber  das  wäre  vom  Thema 
abgeschweift. 

Festzustellen  wäre  hier, 
daß  der  Schlager  ,,Wer  wird 
denn  weinen,  wenn  man  aus- 
einandergeht", so  populär, 
vielgesungen  und  vielgespielt, 
doch  nicht  den  üblichen 
Schlagerweg  des  Vergessens 
gegangen  ist.  Er  ist  sozusagen 
in  die  Schlagerklassik  ein- 
gegangen. 

Eichberg,  der  weiß,  was 
man  von  ihm  verlangt,  war 
daher  gar  nicht  auf  dem 
Holzweg,  als  er  um  den  Titel 
,,Wer  wird  denn  weinen" 
herum  einen  Film  schreiben 
ließ,  den  er,  immer  den  For- 


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Dina  Gralla  und 
Harry  Halm 


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scheinend  geflohen  ist,  weil  er  an- 
jjeblich  in  einem  Bankhaus  eine 
Viertelmillion  in  bar  gestohlen  hat. 
Nun,  Dina  macht  das  sehr  nett. 
Sie  irrt  sich  zwar,  wie  viele  be- 
rühmte Detektive,  nach  Strich  und 
Faden,  hat  allerhand  Abenteuer 
durchzumachen,  wird  als  vermeint- 
liche Hotelratte  nächtlings  einge- 
sperrt und  sinkt  schließlich  dem 
netten  Harry  Halm,  den  sie  so  un- 
gerechterweise verdächtigte  und  ver- 
folgte,  in  die   weitgeöffneten  Arme. 


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Paul  Hörbiger  und  Vera  Voronina 

Oben  links:  Dina  Gralla 

Mitte:   In  der  Artistenpension 

Unten:  Harry  Halm  u.  Dina  Gralla 

{Halb  und  Halb)    Phot.  Eichbcrg-Filni 


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Der  Filmschwank,  den 
Alfred  Hahn  und  Friedrich 
Stein  zu  dem  Titel,  der  zum 
geflügelten  Wort  geworden 
ist,  geschrieben  haben,  bietet 
viel  Gelegenheit  zu  handfester 
drastischer  Situationskomik 
in  den  Szenen  auf  dem  Schiff, 
auf  dem  sich  der  vermeint- 
liche Verbrecher  und  die  ihn 
verfolgende  Dina  Gralla  be- 
finden, in  Paris,  in  der  Ar- 
tistenpension und  in  dem  mon- 
dänen Vergnügungsetablisse- 
ment Lido.  Die  Jagd  nach 
dem  gestohlenen  Geld  —  eine 
Viertelmillion  ist  immerhin 
ein  ganz  nettes  Sümmchen  — 
bringt  die  flotte  Detektivin  in 
allerlei  Ungelegenheiten,  die 
in  amüsanter  Weise  bereinigt 
werden. 

An  dem  Spiel,  das  Hans 
May  tonfilmisch  reizvoll  und 
apart  untermalt  hat  und  in 
dem  es  manchen  Lustspiel- 
dialog gibt,  sind  Komiker- 
koryphäen wie  Paul  Mor- 
gan, Szöke  Szakall  und  der 
witzig  -  lebendige  Paul  Hör- 
biger beteiligt.  Es  läßt  sich 
denken,  daß  das  eine  lustige 
Sache  wurde  und  daß  Eich- 
berg wieder  nach  einem  neuen 
Schlagerstoff  angelt. 


Die  Geschichte  der  Nordpol- 
forschung ist  eine  Kette  von 
Tragödien,  die  hier  und  da 
verschönt  ist  durch  die  Freude  der 
Entdecker,  denen  es  dann  und  wann 
gelang,  wirklich  einmal  an  den  nörd- 
lichsten Punkt  der  Weltkugel  zu 
kommen. 

Seitdem  der  Mensch  überhaupt 
fliegen  gelernt  hat,  war  der  Nord- 
pol eines  der  Ziele,  die  besonders 
lockten    und    reizten. 

Dunkel  erinnern  wir  uns  noch  an 
Andrees  Polarflug.  Eine  Tat  küh- 
ner Männer,  die  man  niemals  wie- 
dersah. Bekannt  sind  die  Bestre- 
bungen, die  auch  augenblicklich 
noch  im  stillen  mit  allem  Eifer  ver- 
folgt werden,  unseren  Zepp  an  den 
90.  nördlichen  Breitengrad  zu 
senden. 

Am  stärksten  aber  lebt  von  all 
diesen    Dingen    noch    in    unserer    Er- 


Im  Vordergrunde 
linbx^^incoln  Ells- 
worih.  der  „Finanz- 
minister" der  Polar- 
flieger. Auf  einer 
EisscfiollefilmlBerge, 
der  Bordfotograp/i. 
In  der  Gondel  hält 
Rieser  harten  atiro- 
nomitche    Austchau 


mm^ssw- 


■^ 


<Z&ut. 


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sieren  oder  am  Regisseur  mäkeln, 
sondern  muß  sich  darauf  be- 
schränken festzustellen,  daß  der 
Photograph  Berge  das  Interessan- 
teste festhielt,  und  daß  der  deut- 
sche Bearbeiter  Wolfgang  Geiger 
das  Ganze  geschickt  und  inter- 
essant betitelt  hat  und  außerdem 
noch  mit  einer  kleinen  Schluß- 
pointe versah,  die  jedes  deutsche 
Herz  höher  klopfen  läßt,  nämlich 
mit  dem  Bild  Eckeners  und  des 
Zeppelins,  welch  crsterer  auf  sei- 
ner Fahrt  nach  dem  Norden  glück- 
licher sein  kann,  eben  weil  der 
Zepp,  bei  aller  Hochachtung  vor 
der  italienischen  Leistung,  erheb- 
lich zuverlässiger  erscheint  als 
die   ,,Norge". 


g)zÄ 


/A/  qoman    von  STANHOPE 


I.  Fortsetzung 

Herr  Dr.  Mosch  Terpin  kam  mit  Mafalda,  bevor  er  ging,  noch 
einmal   zu   ihnen  hinein: 

„Freche   Krabbe",   lachte   er,   ,,Sie   sind   kostbar!" 

Mafalda  hätte  ihn  beinahe  mißverstanden.  Aber  es  gelang 
ihm,  sie  zu  beschwichtigen.  Und  während  beide  in  die  Oper 
fuhren,  rasten  Billics  Finger  über  die  Maschine,  und  Bill  diktierte 
nach  Gebühr. 

Plötzlich  ließ  Billie  die  Finger  sinken  und  machte:  ,,Ph — h! 
Pause!     Wir  können's  uns  ja  leisten." 

Franz,  der  Hausdiener, 
hatte  sich  in  einer  benach- 
barten Weißbierkneipe  zur 
Ruhe  gesetzt,  die  Firma 
war  gut  behütet;  es  gab 
wohl  nirgends  zwei  Men- 
schen von  ähnlicher  Ehr- 
lichkeit wie  die  Geschwi- 
ster Amery.  So  dachte  er 
und  wäre  wohl  entsetzt 
aufgesprungen,  hätte  er 
ahnen  können,  daß  der 
Teufel  der  Verführung 
noch  im  Lauf  der  nächsten 
drei  Stunden  seine  Herr- 
schaft über  die  jetzt  noch 
unschuldsreichen  Seelen 

antreten    würde. 

Billicalso befahl ,, Pause!", 
und    Bill    gehorchte. 

,,Fein,  so  allein,  was? 
Gib  mir  mal  ne  Zigarette!" 
Und    Bill    gehorchte. 

,.So,  nun  wollen  wir  wei- 
terarbeiten", sagtecr.  Billie 
machte  einen  formvollende- 
ten Hofknicks:  „Damen- 
wahl! Herr  Erzherzog,  darf 
ich   bitten?" 

,. Billie,  mach  doch  kei- 
nen   (Quatsch!" 

,,Was  ist  das  für  ein  un- 
höfisches Betragen?  Ich 
werde  Ihnen  meinen  Bru- 
der, den  Lordkanzler  von 
Intarsien  schicken,  der 
schießt  mit  Kanonen,  wenn 
Sie    mir   nicht  —  — " 

„Aber,    B  — 

„Wer  ist  Billie?  Ich 
bin  die  Marquise  de  la 
Confiturc,    verstanden?" 

Bill  erhob  sich  machtlos 
und  ächzend.  Sie  hakte  sich  ein  und  flüsterte  noch:  „Allein 
graule  ich  mich  so!"  Und  dann  traten  sie  einen  Rundgang  an. 
Durch  ihr  Schloß,  wie  Billie  plauderte.  Sie  kamen  in  den  ersten 
Salon,  wo  Mäntel  und  Hüte  um  diese  gespenstischen  Stunden  auf 
den  Puppen  wie  Geister  wirkten.  ,, Unsere  Ahnengalerie",  er- 
klärte  sie. 

Dann  fanden  sie  den  Lichtschalter,  knipsten,  und  im  Nu  er- 
strahlten die  Säle,  die  sie  sonst  niemals  betraten,  in  festlichem 
Glanz.  Das  ist  ein  ganz  eigenartiges  Gefühl,  einen  verlassenen 
Modesalon  zu  durchstreifen;  in  leeren  Museen  packt  uns  Ähn- 
liches; es  ist,  als  hätte  man  verabsäumt,  vor  einem  Höher- 
gcstellten  den  Hut  zu  lüften.  — 

Es  war  natürlich,  daß  Bill  drängte,  wieder  ins  Laboratorium 
zu  gehen:  es  sei  noch  furchtbar  viel  zu  schreiben. 

Aber  Billie  war  gerade  im  Schuß.  Hier  war  ein  Hut  in  der 
Bauart  griechischer  Helme  zu  bewundern;  dort  forderte  ein 
flitterflatterndci  Paillcttenklcidchen  ihren  Neid  heraus;  es  gab 
keinen   Meter   freien   Raum,   der   ihr   nicht   Neues,    Wissens-    und 


Sihlidriirl;  verboten 


Wilhelm  Bendow  wird  für  einen  Ulaton-Film  hergerichtet  Phoi.  Ufa 


Erstrebenswertes  zeigte.  Bill  stand  gerade  vor  einem 
Spiegel  und  zog  den  Schlips  gerade,  entfernte  imaginäre 
Stäubchen  von  den  Aufschlägen  und  strich  seine  Haare 
zurück.  Billie  konnte  der  Versuchung  nicht  widerstehen, 
probierte  ein  winziges  Hütchen  auf,  hängte  sich  ein  Her- 
melincape um  und  stolzierte  nach  Art  der  dämonischen 
Frauen  wiegend  und  schaukelnd  auf  den  edlen  Teppichen  um- 
her. Plötzlich  hatte  sie  einen  netten  Einfall.  Bill  war  noch 
immer    mit    seinem    Spiegelbild    beschäftigt     und    merkte    nicht, 

daß  jemand  auf  leisen  Soh- 
len herangehuscht  kam  und 
ihm,  bevor  er  noch  Ein- 
spruch erheben  konnte, 
etwas  auf  den  Kopf  setzte. 
,, Goldig  siehst  du  aus, 
Bubi!" 

Bubi  hatte  sie  gesagt! 
Bill  erstarrte.  Nicht  über 
die  Frechheit,  sich  ar\  frem- 
dem Eigentum  zu  vergrei- 
fen, sondern  —  ,,Bubi"! 
Ist  ja  eine  Unverschämt- 
heit, er  w-ar  doch  kein, 
kein,  kein  —  ihm  fiel  nicht 
ein,  was  er  nicht  war,  er 
verhedderte  sich  zunächst 
in  die  Worte  und  dann  in 
das  Cape,  das  ihm  Billie 
vor  Vergnügen  quiekend 
umgehängt  hatte.  Bill 
starrte  in  den  Spiegel.  Was 
war  denn  das?  Wenn  er 
nicht  so  genau  wüßte,  Bill 
zu  sein  —  Donnerwetter, 
zum  ersten  Male  fiel  ihm 
seine  Ähnlichkeit  mit  der 
Schwester  auf.  Die  stand 
und    lachte: 

,,Bill,  wenn  du  keine 
Buxen        anhättest,  man 

könnte      dich,      weiß      Gott, 
verwechseln!" 

Nun  mußte  Bill  auch 
lachen. 

Billics        Ausgelassenheit 
nahm    seltsame    Formen   an, 
als     sie    neben    einer     Huf- 
schachtel    eine      vergessene 
^lasche    Kognak    entdeckte. 
Den    Schachtcldeckel    be- 
nutzte      sie       als       Tablett, 
schritt    feierlich    und    abge- 
messen zu  Bill,  machte  den  Knicks  eines  fürstlichen  Pagen  und  bot 
der    ,,Danic    Bill"    den    Trunk   an,     wobei     sei     einen     klassischen 
Dichter   zitierte. 

Bill  nickte  holdselig  und  widmete  der  französischen  Flasche 
seine    Aufmerksamkeit.      Billie    blieb    ihm    nichts    schuldig. 

Nachdem  sie  sich  gegenseitig  zu  eifrigem  Zuspruch  genötigt 
hatten,  glaubte  Billie  ein  Grammophon  zu  sein,  drehte  sich  selbst 
auf,  öffnete  weit  den  Mund  und  begann  zu  schnarren.  Bill 
fühlte,  wie  stets,  die  Pflicht,  die  Begleitung  zu  übernehmen: 
,,How  kille  too  mem  push,  push  push!"  sang  er,  beschrieb  wun- 
derschöne Figuren  und  tanzte  ein  Solo,  daß  die  Schwester  inne- 
hielt, ihn  aufmerksam  beobachtete.  Sic  schien  mit  einem  Schlag 
nüchtern  zu  werden.  Unklare,  aber  dringende,  wichtige  Gedan- 
ken machten  sie  für  Sekunden  stutzig;  sie  vermochte  sie  nicht 
zu  ordnen,  ihnen  keine  Form  zu  geben;  aber  da  war  irgend 
etwas  —  die  Räume  schienen  ihr  fremd  zu  werden;  Frauen  haben 
häufig  eine  Ahnung,  daß  sie  zu  gleichgültiger  Stunde  ,,Auf  Nim- 
merwiedersehen"   sprechen,    ohne    es    laut    werden    zu    lassen. 


,,An   die  Arbeit!"   sagte  sie   plötzlich   hart. 

In  dieser  Minute  begann  der  Teufel  der  Verführung  sein  Werk. 
Bill,  gewohnt   nachzugeben,   warf   einen   letzten    Blick   auf  den 
Kognak  und  ging  dem  energischen    kleinen  Fräulein  nach,  dessen 
veränderte   Laune   er   nicht   bemerkt   hatte. 

Es  war  schon  lange  nach  Mitternacht,  als  die  Geschwister  die 
letzte  Seite  mit  einem  erlösenden  Seufzer  „Quatsch!"  fertig 
hatten. 

In  dieser  Nacht  konnte  Billie  lange  nicht  einschlafen.  Es  war 
ihr,  als  ob  sich  in  Kürze  ihre  Vermögenslage  nicht  unerheblich 
bessern   müsse.   Aber   wie? 

Am  anderen  Morgen  fand  Billie  unter  dem  Wachstuch  ihrer 
Schreibmaschine  eine  Schachtel  mit  Katzenzungen  und  ein  Brief- 
chen, das  die  vereinbarten  fünfzig  Mark  enthielt.  Auch  Bill 
war  durch  eine  Schachtel  mit  Zehnpfennigzigaretten  angenehm 
überrascht. 

„Mosch  hat  Lebensart;  er  ist  kostbar",  sagte  Billie. 
In  der  Mittagspause  studierten  die  Geschwister  eifrig  den  Ver- 
gnügungsplan. Der  heutige  Abend  sollte  der  Zerstreuung  gewid- 
met sein.  Sie  entschieden  sich  für  das  Glaspalast-Variete,  be- 
sorgten sich  Karten  und  waren  nachmittags  recht  zerstreut  bei 
ihrer  Arbeit. 

Mit  dem  Glockenschlag  sechs  brachen  sie  auf,  Billie  mit  dem 
natürlichen  Rouge  der  Erwartung,  das  ihr  Gesicht  jedesmal  ver- 
schönte, wenn  ein  Theaterbesuch  bevorstand,  und  Bill  mit  dem 
Stolz  und  der  Behäbigkeit  eines  e.xotischen  Regenten,  nicht  nur 
weil  ihn  der  Schaffner  der  Stra(3enbahn  um  eines  Trinkgeldes 
willen   entsprechend   behandelte. 

Als  sie  dann  kurz  nach  Eröffnung  der  Kassen  den  hellblau 
gepolsterten  Vorraum  betraten,  merkten  sie  nicht,  dalj  der 
Teufel,  der  kleine  Teufel  mit  hineingeschlichen  karii.  In  sehr 
malerischen  Schaukästen  gruppierten  sich  bunte  Plakate  und 
Photographien,  durch  welche  die  auftretenden  Künstler  ihr 
Publikum  zum  Zeugen  sehr  sehenswerter  Details  aus  ihrem  Pri- 
vatleben machten.  ,,Die  Brüder  Giacomi  beim  zweiten  Früh- 
stück" hieß  es  beispielsweise,  und  man  sah,  wie  auf  höchst 
komplizierte  Weise  drei  Herren  vorgerückten  Alters  Nudeln 
oder  Makkaroni  auf  Wandschirmen,  Stuhllehnen  und  Kleider- 
ständern zu  sich  nahmen.  Ein  anderes  Bild  trug  die  Unterschrift 
„Castruccio  Castracani,  der  Liebling  der  Frauen,  die  Zeitung 
lesend."  Das  war  sehr  schön;  denn  man  sah  nur  das  Journal, 
hinler  dem  möglicherweise  jemand  sitzen  konnte.  So  jagte  ein 
erstaunliches  Bild  das  andere.  Was  Wunder,  wenn  die  Zeit  bis 
zum  Beginn  den  Geschwistern  wie  eine  Sekunde  verging.  Beson- 
deren Eindruck  hatte  auf  Billie  ein  Plakat  gemacht,  das  eine 
wohlproportionierte  Dame  zeigte  und  als  Aufschrift  nichts 
anderes  trug  als   „Rence?" 

,,Wic    können   wir   nur  zu    Geldc    kommen?' 
unvermillclt   und    traumhaft. 

..Na  he,  wir  haben  doch   fünfzig  Mark!" 
,,Wir  müssen  mehr  haben,   wir  müssen   reich 
,,Sci   doch   nicht    so  albern,   Billie,   ich   kenne 
wieder!" 

„Wir  müssen  —   Bill  —  und  wir  werden.      Verlaß   dich   drauf!" 

,,Soll    ich's    mal    mit    Novcllcnschrcibcn    versuchen?      Ich    habe 

Phantasie,    beherrsche    die    Sprache    und    kann    vortrefflich    intcr- 

pungieren;   das   sind  doch   die  Erfordernisse  eines  Schriftstellers. 

Was   meinst   du,   Billie?" 

,,Daß  du  heute  sehr  scherzhaft  bist.  Du  —  und  Phantasie? 
Dussel!     Mir   ist   alles    bitter   Ernst." 

„Na,  komm  nur  rein,  Billie,  du  wirst  schon  wieder  vernünftig 
werden." 

Und  dann  saßen  sie  auf  ihren  Plätzen,  starrten  gebannt  auf 
die  Akrobaten,  Spaßmacher  und  Tänzer.  Das  bunte  Vielerlei 
brachte  sie  in  jene  Stimmung,  die  so  wohltätig  beruhigend  auf 
abgespannte  Wesen  wirkt  und  ihren  Höhepunkt  im  Genuß  der 
vier  Tage  alten  Schinkenbrötchen  findet,  die  im  Foyer  während 
der  Pause  feilgeboten  werden. 

Eme  Nummer  gab  es,  die  besonders  Billies  Anteilnahme  hatte; 
„Rence"  mit  dem  Fragezeichen.  Die  hübsche  Pe.scn  trat  als 
erste  nach  der  Pause  auf.  Sang  Chansons  mit  vollendeter  An- 
mut, tanzte  mit  Grazie  und  beherrschte  mit  Kunst  und  Scharm 
ihre  Zuschauerschaft,  Unbeschreiblich  aber  war  der  Beifall, 
als  sich  „Renee"  gemach  zu  entkleiden  begann,  sorgsam  ihre 
Kleider  auf  einen  Stuhl  hängte,  sich  einmal  heimlich  mit  dem 
Handrücken  übers  Gesicht  fuhr,  die  Perücke  entfernte  und  sich 
dem  Theater  als  Mann  präsentierte.  Das  alles  mit  solchem  Ge- 
schmack und  Takt,  daß  niemanden  das  häßliche  Gefühl  bc- 
schlich,  das  nur  zu  leicht  derartige  „Darbietungen"  hervorrufen. 
Billie  war  zur  Salzsäule  geworden. 


fragte   Billie   ganz 


sein! 
dich 


:ht 


Was  ihr  vor  vierundzwanzig  Stunden  noch  unklar  vorschwebte, 
nahm  nun  Gestalt  an.  Das  war  kein  Zufall,  daß  sie  gestern 
Bill  mit  Hut  und  Cape  geschmückt  hatte,  das  war  kein  Zufall, 
daß  sie  heute  im  Glaspalast  saßen.  Das  war  Bestimmung,  Not- 
wendigkeit,     Schicksal! 

Sie   war   auf   dem    Nachhauseweg   recht   einsilbig. 
,,Bist   du  vielleicht   krank,  Billie?"   fragte   der   Bruder  besorgt. 
,,Du    bist   ja    krank!  '    lachte    Billie, 

Zu  Hause  angekommen,  vergaß  Billie  zum  ersten  Male,   Kater 
Mohammed  einzulassen,  sie  setzte  sich  an  den  kleinen  Kamin  und 
stocherte   gedankenvoll   im  Feuer  herum, 
,,Nun  sag    mal,  was  hast  du  nur,  Billie?" 

,, Nichts,  nichts,  lieber  Junge  —  übrigens  kennst  du  Mark 
Twain?" 

,,Ncin,  schuldet  er  den  Terpins  viel?" 

„Gar  nichts.  Na,  das  hilft  dann  nichts.  Dann  werde  ich  dir 
Unterricht   geben." 

,,Haha!  Noch  einmal;  Haha!  Englisch,  Religion,  Boxen  kann 
ich  besser  als  du,  in  den  übrigen  Fächern  stehen  wir  gleich. 
Was  willst  du  mich  lehren  —  überhaupt,  was  soll  diese  ganze 
Geheimniskrämerei?  Seit  zehn  Stunden  rennst  du  umher  wie 
ein  Krokodil  und  machst  ein  Gesicht  — " 

,, Krokodile   rennen   nicht",  betonte   Billie    ihr   Wissen. 
,,Was  ist  denn  nur  los?" 

,,Du  sollst  es  nie  erfahren,  paß  auf:  Mit  uns  geht  eine  große 
Veränderung  vor  —  — " 

,,Um   Gottes  willen,  Billie,  ist  Tante   Gertrud  —  — ?" 

,,Pst,   mein   Sohn,  nichts  dergleichen.     Hör    zu  und  unterbrich 

mich  nicht! Veränderung  vor.     Wir  werden  kündigen,  weil 

du    eine    bessere   Position    gefunden   hast!" 

,, Erlaube  mal,  davon  weiß  ich  ja  gar  richts!" 
,,Ruhe!  Ich  habe  dich  gestern  als  Mädchen  gesehen,  Bill! 
Wir  haben  heute  , Rence'  gesehen.  Weißt  du,  was  der  im  Monal 
verdient?  Fünf-  bis  sechstausend!  Ist  das  vielleicht  'ne  Klei- 
nigkeit? Und  was  der  kann,  wirst  du  auch  können,  verstanden? 
Dafür  sorge  ich!" 

,,Was  denn,  was  denn  —  das  ist  doch  alles  Unsinn  —  ich 
meine,  so  was  muß  einem  doch  gesagt  werden  — "  Bill  war 
hilflos.  ,,Und  dann,  man  kann  doch  nicht  kündigen,  und  außer- 
dem—  ach.  Bli'dsinn,  dieser  Wahnsinn  ist  ja  Irrsinn  —  verrückte 
Weiberlaune!  '  Bill  zog  das  Grammophon  auf,  um  auf  heitere 
Gedanken   zu   kommen. 

„Hucki  jucki  eikin  tuh!"  machte  der  Apparat,  und  Bill  sang 
und  tanzte,  vergaß  die  Schwester  und  ihre  gewaltigen  Ideen. 

Die  musterte  ihn  zum  ersten  Male  mit  ungeteilter  Aufmerksam- 
keit, entdeckte  kuriose  Nuancen    und  sagte  dann; 

,, Abgemacht,  Bill,  schlag  ein!  Denk  an  das  Plakat  mit  dem 
Fragezeichen!  Ausrufungszeichen!  Was  , Rence'  kann,  kann 
,Bill'  schon  lange!  Und  stell  dir  mal  das  Leben  vor:  nicht  jeden 
Morgen   um   halb   sieben  aus   den  Federn   zu  müssen." 

Billie  halte,  wenn  sie  sich  etwas  davon  versprach,  einen  Ton 
der  Beredsamkeit  und  Überzeugung,  daß  ihr  so  leicht  kein  Opfer 
aus  dem  Netz  entwich.  Und  mit  Bill  hatte  sie  überhaupt  keine 
Arbeit. 

„Wer  ist  denn  eigentlich  dieser  Mark  Twain?"  fiel  ihm  plötz- 
lich  ein. 

,,Ja,  Bill,  sieh  mal,  wenn  du  den  kenntest,  dann  brauchte  ich 
dir  jetzt  nicht  beizubringen,  v\ie  man  sich  als  Mädchen  zu  ver- 
halten hat;  der  hat  so  ein  Buch  geschrieben,  da  steht  drin,  wie 
sich  ein  Junge  als  Mädel  verkleidet  hat  und  wie  der  Schwindel 
'rausgekommen  ist,  weil  er  sich  immer  wieder  wie  ein  Junge  be- 
nahm: die  Knie  zusammenpreßte,  als  man  ihm  ein  Wollknäuel 
zuschmiß,  anstatt  sie  auseinanderzureißen  —  na,  imd  solche 
Sachen.     Wirst   du  schon   lernen,   wirst   du   alles  noch   lernen!" 

Abend  für  Abend  machte  Billie  die  Lehrmeisterin  und  brachte 
Bill  die  Künste  der  weiblichen  Koketterie,  die  Anmut  der  Be- 
wegung und  die  Reaktion  auf  die  verschiedenen  äußeren  Ein- 
flüsse bei.  Zunächst  mit  Widerstreben,  aber  ohne  Auflehnung, 
später  mit  Interesse  und  endlich  mit  lebhaftem  Vergnügen  ver- 
suchte sich  Bill  als  gelehriger  Schüler,  und  das  Grammophon 
spielte  bei  all  diesen  Unterrichtsstunden  eine  nicht  zu  unter- 
schätzende   Rolle. 

Es  wäre  übertrieben,  zu  sagen,  daß  Bill  im  Verlauf  der  ersten 
acht  Tage  bereits  ein  bühnenfähiger  Künstler  geworden  sei;  aber 
er  entpuppte  sich  als  ein  begabter  Bursche  mit  ausgeprägtem 
Instinkt  für  Wirkungen;  es  gab  für  ihn  eine  Wichtigkeit:  seine 
Schüchternheit  abzulegen.  Doch  das  würde  schon  kommen,  dachte 
Billie  hoffnungsfroh.  Erst  einmal  ins  Engagement,  erst  einmal 
Breltcrlufl    schnuppern! 

Forlsetzung  folgt 


ti  i  el 


FRAGEN 


die  uns  erre Tchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    „Fi  1  m -M  a  g  a  z  i  n".    Berlin    SW  68,    ZimmerstraSe    35 — 41, 
Scherlverlag.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".    Ehe  Einsendung  von  Rückporto  bat  also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  «erden  nicht  beantwortet.  Bei  M.inu- 
skriptauf^elegenlieiten  bitten  wir  folgendes  zn  bearbten:  .leder  Anfr.ise  ist 
Hiiekixirto  beizufügen.  Jede  Kinsendung  eines  .Mauu>kri|>ts  zur  Priifung 
ist  zwecklos,  nur  ExiiostJs  im  Umfange  von  2 — 3  Sebreibmasebinenseiten 
sind  zur  Ein.-enduni;  an  die  KilniinduMrie.  l(e;;i.-seure  usw.  geeignet,  i'iir 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verf.asser  nur  IJurclisehläge  senden,  von 
bandgesebriebenen   Sendungen   (leserlieb)    eine   Abschrift    zurückbehalten. 


Berlin:  Oswaldo  Valenii  soll  w  jeder  n.irh  sei- 
zurückgekebrt    sein.  Er    ist     blond     und    helläugig. 

Konstaniino|iel  ilas  Lieht  der  Welt,  ist  aber  italie- 
rigkeit. 


T  a  n  z  c  1  f  e  AV 
ner  Heimat  Italien 
Valenti  erblickte  in 
niseber    Staatsangeli 

K  ii  t  h  e  U  o  r  s  e  li  -  V  e  r  e  li  - 
r  e  r  Ernst  II..  Lichter- 
f  e  1  d  e  :  Kiitbe  Dorsch  wohnt 
Berlin-Lichlerfelde,  Urakestr.  bl. 
Harry  Liedtkes  Auiouuinnier 
kennen  wir  nicht.  Ebenso  ist 
uns  nicht  bekannt,  wo  er  seine 
Sonimerferien  verlebt  hat.  — 
(.iustav  Erohlich  scbwürnii  für 
Ituscu    und   i'lieder. 

E.  il.  aus  11  .1  ui  b  u  r  g  :  Wir 
haben  Ihren  Brief  au  den  Kunst- 
ler  weitergeleitet. 

Else  11..  Charlotten- 
bürg:  Iten  schwedischen  Re- 
gisseur tiu.-lav  Unländer  errei- 
chen .Sie  durch  die  Svenska- 
Eilm,  >it>nkli<ilm.  Ualambstorg  i. 
Die  andere  Adresse  können  wir 
Ihnen    leulcr    nicht    geben. 

(J  u  s  t  ii  V  E  r  o  h  1  i  e  h  -  V  e  r- 
c  h  r  e  r  i  u  a  u  fc  11  i  n  d  e  n  - 
bürg:  Hilde  .Maruff  wohnt 
Berlin  NW  t>7,  Agricolastr.  i:i-14, 
Ernst  Vercbes  Berlin  \V,  Eniser 
Slralie  IB.  Eranz  Lederer  ist  un- 
seres Wissens  .lugenblicklich  in 
Berlin.  Hilde  .Maroff  und  Ernst 
Vercbes,  ebenso  Eranz  Lederer 
und     Ered    liniiiler    sind     ledig. 

.M  a  n  u  h  e  i  in  e  r  H  a  n  n  i  : 
C;usl:iv  Erolilicb  und  Betty 
Aniaiin  sind  uiiverheiralet. 
Harry  Halm  ist  nicht  gestorben, 
er  erfreut  sich  vicinielir  aller- 
bester   liesundheit. 

K  d  g  a  r  .S  e  h.,  Görlitz: 
Jlarei'lla  .Vlbani  wohnt  Berlin 
W.  l'.iiilsbonier  Siralie  l.i.  — 
Lin.i  B.is(|iielte  ist  durch  die 
Universal  -  Studios,  Universal- 
tity,  K.iliforiueii.  U.S.A.,  zu  er- 
reichen. Bildk.iricn  von  ihr  er- 
halten .Sie  sicher  durch  den  Ver- 
l.ig  iler  ..llliislrierleii  Eilin«  oclie", 
Berlin    SW  lif,    Kochstr.  ti-8. 

.\1  .1  II  f  r  e  d  Seh.,  l!  ii  r  I  i  t  z: 
Lilly  Elohr  wohnt  Berlin  -  Wil- 
iiier,-.dorf.    B.ibelsberger    Siralie  6. 

Ilse  H..  E  r  a  n  k  f  n  r  t  - 
.\l  a  i  II  :  l,ya  XIara  befindet  sieh 
noch  imnicr  in  Ami'rika.  Ein 
neuer  Eiliii  mit  ihr  ist  im  .\iigeii- 
bhck  nicht  angekiindigt.  Die 
Kiiiistlcrin  wurde  am  1.  August 
in  lüga  geboren  und  ist  mit 
Zelnik  verbeir.itet.  Ihr  richtiger 
Name    ist    Lissv    tiudow  iisch. 

A.  J.  n  n  d  M.  s  ,•  h..  H  a  n  - 
II  o  V  e  r  :  .lack  Treiors  liaifin 
ist  keine  Eilmschuuspielcrin.  — 
(»iisl:i\  Erohlicli  ist  augenblick- 
lich   in    Berlin. 

Ingo    a  11  s     li  ;i  r  m  e  ii  :      .lciiii>     .Ingos     Partner 
l.iclic'    ist    Enrico     Br'iifcr.    —    D.is    .\lii-r    von     Hrigiil 
ll.iiM'y    b.ihi'ii    Sic   riiliiig   geschätzt.   —   .l.iwobl,    Brigill 
r(iisi(jii.it    erzogen    worden.     —    Lili.in   JI:ir\cvs    neiii'si«- 


bie  fordern 

^^^^^^^T        einen  widerstandsfähigen 
Staubsauger  mit  hoher  Reini- 
ungsleistung,  gleich  stark  bei 
bppichen,  Fußböden,  Möbehi 
und  Wänden,  mit  langer  Lebens- 
dauer, ruhigem  Lauf,  Feinstaub- 
und Bakterienfilterung  sowie  mit 
geräumigem    Staubbehälter.    Alle 
diese  berechtigten  Forderungen  er- 
üllt  der 

PROTOS  -  STAU  B  SAUG  E  R 


Herz    verschenksf.    —    tirda    tirirbo 


du    eiiim.'il    d 
ticsuiidlieit. 

.\l  .1  n  n  li  e  i  m  e  r      II  a  n  n  i  : 
(i.irl)O     sind     uri\  erheir.ilel.       Eben 
dunkles    lla.ir    und    braune    .\iigen. 
und    Mitlcltilme    werden    niigclälir 
(iroLil'iime     bcanspniclicn     manclim.il 
•lalir. 

1.  c)  r  i  ,  B  e  r  I  i  n  -  I'  h  a  r  1  0  t  I 
seine  Besitzung  in  lievcrly-llilU.  III 
Autogramme,  traut  seinen  riclitigci 
lind    wiirdi-    :im    i'.t.    M.ii    in    I)i'ii\cr 


I.   Preis   der    nciilsvlun    Laiul- 

wirlschafls  •  Gesellschaft.  -  Son- 

iienstenipel    iiiul   VDE- Zoicheii. 


n  ..Kliicht  vor  der 
'  IIi'liii  und  Lili.'in 
'  lleliii  i'.t  in  einem 
■  EiliM  lieiül  ..Wenn 
crlreut     sich    bester 


E.  Th.  l'f..  Q  11  e  r  f  II  r  t  :  Iler  Eilm  ,.Dic  t;iiiiacn  der  Väter'  staiumt 
aus  der  l'rodiiktion  1921.  Die  H.'iupldarstellcr  w.iren  von  Dlcn- 
diiclis  und  lledd;i  Beck.  —  .lawobl,  Trude  Heslerlierg  ist  mit  Heinrich 
.\l.inii  verlieiraiel.  —  Henry  .sin.irls  neuester  Eilm  ist  ..Der  Ciünstling 
von  .Scbonliriinn'  mit  l\.in  I'ctnivicb  in  der  Titi'lrolle.  Sm.irt  ist  seit 
kurzem  bei  der  Spreclibubne,  filmt  also  daher  so  wenig.  —  Jacob 
Tiedtke    ist    verbeir:itet. 

1*  i  a  11  i  s  t  i  11  ,  L  11  d  w  i  g  s  h  a  f  e  n  :  'Wilhelni  Jüeterii'  ist  umgezo- 
gen. Er  wohnt  jetzt  Berlin-D.iblem.  .Scbweinfiirter  Str.-illc  2.").  .Sie  kön- 
nen den  Künstler  riibig  um  ein  Autogr.imin  bitten.  Er  wird  Ihnen  gewiü 
Ihren  Wunscli  erfiillen.  —  Levis  .Stone  hat  unseres  ^\'is<ens  dunkles  Haar 
lind  dunkle  .\iigeii.  Verbeir:itet.  Er  sowie  (Jreta  (Jarbo  sprechen  ein  ge- 
brocbenes  Di-ntseh.  Beiile  geben  ,\ntogr,iiiime.  \\ir  \criiiitlcln  niclit 
rnlerschriflen    von    Eilmgriitien.    die    in    den    U.S.A.    wohnen. 

(i  e  r  d  a  T..  N  e  ii  b  r  a  n  d  e  n- 
biirg:  .Sie  liabcn  recht.  Wil- 
belni  Dielerle  ist  umgezogen  und 
wohnt  jetzt  Birlin  -  D.iblem, 
.Scliwi'infurter  .SIr.iUe  i^i.  Unse- 
res Wissens  fiihrtc  Dielerle 
crstm.ilig  Regie  in  dem  Eilm 
..D.IS  tielieimnis  des  .Abbe  \.  " 
Die  bekanntesten  Filme  mit  Wil- 
helm Dielerle  sind  ..Mutter  und 
Kind  ■.  ..Violaiitba',  ..Der  Pfar- 
rer von  Kircbfeld  ".  ..Krau  .Sor- 
ge"'. ..Dil"  Heilige  und  ihr  Xarr", 
..t;<'schlecbt  in  Fesseln",  ..Ich 
lebe  für  dich.  "  —  Oskar  .M.irion 
wnliTit  Berlin  A\'.  Kiirfiirsleii- 
il.imm  tlü.  Der  Künstii'r  wurde 
am  t.  Febrn.ir  in  Königsberg 
gi'boren.  ist  gescbiedi'ii.  gibt 
.\iitograninie.  Sein  neuester  Film 
heißt  ...Vnfritlir  des  Blutes".  — 
'\\;irw  ick  Ward  ist  diircb  die  Els- 
tree-Studios.  Herlfordsbire  -  Eng- 
land, zu  erreichen.  Er  ist  Eiig- 
liiiidcr.  Ward  spielte  ii.  a.  in 
..V.iriete  ".  ..Der  weilJe  Scheich  ", 
..F^iii  M.-idel  und  drei  Clowns', 
..Ihr  dunkler  I'unkl  ".  ..Die  wun- 
derbare Liige  der  Nina  Pelrow- 
na".  .Sein  neuester  Film  ist 
..Die  Nacht  innb  dem  Verr.-it  " 
mit  Lya  de  Piitli  und  Lars  Il.in- 
son.  —  Die  ..Illiisirii'rle  F'ilni- 
woelie"  ist  nicht  mit  dein  betref- 
fenden  Verl.ig    identisch. 

E  I  i  s  a  b  e  t  b  v  o  in  K  h  ein: 
(iiinnar  Tidiiaes  tritt  augenblick- 
licli  in  Norwegen  .'im  ..Neuen 
Theater"  .'luf.  Seine  Adresse  ist 
Oslo.  Nils  Juelsgate  l.'i.  Tolnaes 
ist  unverheiratet,  hat  am  7.  De- 
zemlier  Geburtstag,  studierte 
Jur;i.  d.inn  Medizin,  ging  aber 
.«ehr  b.ild  zur  Sprechbühne  uml 
später  zum  Film.  W.igen  .sie 
nur,  den  Künstler  iitn  ein  Aulo- 
gr.-uniii  zn  bitten!  AVir  gl.iiiben 
sicher,  d.ilJ  er  Ihren  AViiiiscb  er- 
fiillen wird.  Wenn  nicbt,  so  sen- 
den Sie  uns  seine  Bildkarte  und 
einen  ititernationalen  l'ostschein. 
D.inn  wollen  wir  —  ausnahms- 
«eise!  —  versneheii,  Ihnen  das 
Autogramm    zu    besorgen. 

R  o  s  in  a  r  i  e,     R  h  e  i  n  I  ,a  n  d: 
Der    Film   ,.Der  steinerne   Reiter" 
wurde    von    F'ritz   AVendhaiisen  in- 
szeniert.   Es    ist    iniiglich,    dalJ  .Sie 
noch     eine     Beschreibung     durch 
den      ..Illustrierten      F'ilmknrier  '. 
Berlin    \V  !l,    Külhener   Straße   .'17, 
erli.ilteii. 
Titelrolle    in    „Hell    in    F"rauen.-ee" 
se     ist    Berliii-Wilniersdorf,     B.ibels- 
durcli     die     Universal-Studios,     Uni- 
erreicben.      Willy    Fritsch    weilt    in 


Joi/l  iiilor  PriMOs  -  Slaiili- 
saiiizer  aiicli  f.ihrlnir.  Preis 
des  F.ihrüestclU  7.SO  RM. 

Heini,    aus    S  r  li  w  o  b  :      Die 
spielte     Fri'd     Doderlein.       .'^eine     .Vdre- 
berger     Str.iüe    .lo.       Ken     M.iyn.ird     ist 
>  ersal-lit\ .    K.'iliforiiien.    U.    .s.    .\.,    zu 


Dita 
1     ISc 

Sie 
in    :l 


I'.irlo.  M;iri.i  I'audicr  und  C.reta 
ty  .Amann.  Die  Kiinstlcriii  bat 
debiilierte  in  ...Asphalf".  Kleine 
'.s  \\  liehen  gedrebt.  Sogen.-iiinH' 
eine     Drclizcil     miu     iiirlir     .'il>     ciMcin 


Berlin    und    wohnt    Kaiserd.imm    !!.').      Er    wurde    am    27.    J.inu.ir    in    Katto- 
wifz    geb.iren.      J.i.    er   besitzt    ein    .Auto    und    In-ibt    \  iel    !<port. 

,.E;  i  c  h  k  ä  t  z  c  h  e  11  ":    Iv.in    Petrovicli    ist    .Sportsm.iiin    eoniino    il    fanf. 


sein     Liebling 
iinverbdit    und 
Angehiirigeii 
richliger 


■  Sport     ist.      Ebenso 
iinverbeir.itet.      Ja. 

■  ind    wir    aber    nicht 
Name. 


e  n  b  11  r  g  :      Doiigl.is 
illy  w  ood.    K.'ilifornieii. 
Namen.        F.iirb.inks 
geboren.        Er    ist    mit 


F.iirbanks     h.ii 

U.S.A.     Er   gibt 

ist     Amerik.iner 

M;iry     I'ickford 

verbcir.ilel  und  Ii.it  einen  S..hii  Doiigl.is  .ins  erster  Ehe.  Doiigl.is  F.iir- 
banks junior  ist  ebenfjills  heim  Film  und  mit  di'in  .imerikanischen  Film- 
sterii  Jnaii  Craivford  .s.eit  kiirzeni  Mrinählt.  Hilclk;irteii  von  Doiigl.is 
EairbanUs  erh.'iltm  Sie  in  jeder  großen  P.ipicrhandliing.  Der  Kiinstler 
ist    ungefähr    so    alt,   wie    Sie    geraten    li,'ihen. 


Dr.  -Arnold  F'aiick  erreichen  .Sie 
Berlin  SW  IH.  F'riedrichslraße  22.'). 
»seiir     auch    Filme     nach     fremden 


AVir  glauben  f.ist,  d.iß  jedi-r  Sport 
sclnvärnit  er  für  alle  Blumen.  Er  ist 
miisik.ilisch  ist  er  auch.  Ueber  seine 
nnlerricblet.       Uiisen-s    AN'isseii    ist    d.'is 

1"'  r  i  e  (I  r  i  e  h    ('.,    H  a  y  i  ii  g  o  n  : 
.im    boten    iliircli    die    Ilotn-F'ilm    .A.  ti., 
.■Si"lli-l\  er>landli(  Il     inszeniert     der     Reg 
M.'inuskripien. 

li  i  s  e  I  a  S..  E  s  s  e  n  :  Die  Rolle  des  Ingenieurs  in  dem  Josephine- 
Baker-Eilni  ..P.ipitoii.  die  Sirene  der  Tropen"  spielte  Pierre  B.itscheff. 
—  .I.iek  Trevor  gibt  .Autogramme.  —  Jean  .Angeln  hat  die  männliiheii 
Ilaiiplrollen  in  den  F"ilmen  ..fJraf  von  Monte  Christo"  und  ..F'.ill  des 
st;i:its.inwalts  M."  gespielt.  —  Fred  Louis  Lereh  gibt  Autogramme. 
Seine    A\olinnng   befindet   sich    in    der    Regensburger    Straße    14.    Berlin    AA'. 


II  0  r  111  a  n  ii  R.,  A  ii  U  1  a  m  :  Wonii  Sie  diese  Zellen  lefcn,  ist  die 
Bildkurie  sclmu  in  Ihren  Händen.  Ihre  neu  eingesandte  Karte  ist  an 
den  betreffenden  Kiin>ller  weiterKcleiiet.  —  Hernliard  Uuelzlie  wohnt  in 
Wiiltersdiirf-Erkncr  bei  Herlin.  Karlen  von  dem  Künstler  erhallen  Sie 
durch  den  Verlag  ..lllusirierte  Filinwoehc",  Uerlin  SW  GS,  KoehstraUe  G-8. 
AuUer  in  den  fcenannten  l'ilnien  spielte  (Joetzke  nueh  im  ,, Indischen  (Jrab- 
nial',  ,,l)r.  Jlabuse",  ..Das  sefährliehe  Alter".  !>ein  neuctcr  Film  ist 
„Die    Todesfahrt    im    Weltrekord'. 

Zwei  Röschen,  Zürich:  Willy  Fritschs  Liehlingsblnmcn  sind 
Xelken.  Die  Marke  seines  Autos  kennen  wir  nicht.  Er  cibt  ,Vulo- 
^ramme,  elu-iiso  llcnny  Porten.  Henny  Porten  treibt  selbslverständlich  in 
ihren  .MuUestunden  auch  sehr  viel  Sport.  Sic  soll  besonders  gern  Schlitt- 
schuh  laufen.     Sie   liebt  alle  lilumen. 

R.  K.,  .?  a  c  o  h  s  h  .n  sr  c  n  :  Max  Sclimcling  befindet  sieh  auRenblick- 
lich  zur  Krholnu^  in  Sijddenlscliland.  —  Pat  und  Patachon  haben  ihren  festen 
Wolinsilz  in  Kiipcnhaticn.  Hermann  Kohl  Ist  durch  die  Luft  Ilansa,  Berlin- 
Tenipelhuf,  errcichb.'ir.  —  (,'onrad  Veidt  hat  seine  Wohnung  in  lierlin 
W  11).  l.ichlcnstcinallce  L'a.  Laura  la  Plante  ist  durch  die  l'nivcrsal- 
Studios.  l  iiiversal  -  City,  Kalifornien,  l".  .S.  \..  Kniil  .lannings  durch  die 
l'fa.  Ucrlin  SW  Gf,  KoehstraUe  0-S,  Anuy  Ondra  durch  die  Ilom-Film  .\.-(;.. 
Herlin  SW  lt<,  FriedrichstraUe  22b.  zu  erreichen.  Die  Genannten  geben 
AuK.giamnie.    ebenso    llcnny    Porten    uml    Otto    Gebühr. 

L  e  i  i>  z  i  g  0  r  F  i  I  m  f  r  e  n  n  - 
d  e  :  C-irl  I.aemnile  ist  zur  Zeit 
in  London.  —  Gustav  Friihlich 
befindet  .«ich  .■uigenblicUlicli  zu 
Antii-naufn.ihmcn  fiir  den  Ufa- 
Film  ,.Dcr  unsterbliche  Lunii)" 
in  Licnz  in  der  Steiermark.  Die 
«eililiche  Ilaupidarslellerin  ist 
Liane  Ilaid.  Der  Film  ist  ein 
'l'onlilni.  —  lamill.i  llorus  P.irl- 
iicr  in  dem  lU'uen  Naiional-Film 
...\l.ulonna  im  Fegefeuer"  sind 
Victor  Varkiuiy,  Werner  Fuelle- 
rer,  Fritz  Schulz  und  H.iimoudo 
v;in  Kiel.  —  Sie  haben  recht, 
.Max  Reinhardt  ist  wieder  in 
ISerlin. 

F  i  1  m  t  e  n  f  e  1  aus  Stutt- 
gart: luüc  Landgut  ist  .">  .lahre 
alt,  ebenso  Hobby  liurns.  —  Die 
Partnerin  von  Wladimir  G.lida- 
row  in  der  ...Vlpcnlragodie" 
heiUt  illanni  Hoess.  Der  Film 
wurde  von  Robert  Land  insze- 
niert, von  der  Defu  hergestellt 
und     von    der    Dcfiiia    verliehen. 

—  ll.irr>  l.iedtke  hat  seine  \  ill.-i 
in  Hcrlin-Grnucwald.  Uisniarck- 
allce  iti.  .lawohl.  er  ist  noch 
immer  mit  Chrisl.-i  Tordy  vcr- 
hcir.-itel. 

S  u  s  a  n  n  e  P.,  Königs- 
b  e  r  g  :  Hrigilte  Helm  wohnt 
Hcriiu-U.'ihlem,  Im  Winkel  fi. 
Sic  ist  mit  Richard  Weilibacli 
vcrhcir;itct  und  gibt  Auto- 
gramme..  —  Collccn  .Moore  ist 
ilnrch  die  First  Xalion:il-Siudios, 
llnrbauU-Ilollywood,  Kalifornien, 
l'.S..V.,  zu  erreichen.  Sie  wurde 
am  11*.  August  in  Port  llnron. 
F.S..\..  geboren,  ist  mit  John 
.Mctdrmick  verheiratet  und  gibt 
Aiilogianimc.  Ihr  .Madchennami- 
Ist  .Murosco.  Die  (olleen  .Moorc- 
l'ilnie  erscheinen  immer  im  Ver- 
leih    der     Defina-Nalional. 

IC  r  n  s  t  und  ^V  i  1  1  y ,  Ber- 
lin: .Sie  haben  recht,  man 
kann  Junior  Coglilan  als  Nach- 
folger von  Jackie  Coognn  be- 
zeichnen. .Außer  in  dem  ge- 
nannten Film  sah  man  Coghlun 
kürzlich  in  dem  Rudolf  Schild- 
kraut-Film ,.Scin  llerzensjunge". 
Der  kleine  Künstler  ist  durch 
die  Pathi^-Studios.  Culver-C'ily, 
Kalifornien,  U  .8.  A.,  zu  er- 
reichen. 

F  r  i  t  z  n.,  W  i  e  s  b  a  den: 
John  (Jilbcrt  ist  durch  die  .Mciro- 
GoId«yn-.Mayer-Studiüs,  Culver- 
t'ity,  Kalifornien,  L'.S..\..  zu  er- 
reichen. Er  gibt  Autogramme.  — 
Sie  haben  d;is  .\lter  von  Lilian 
Ilarvey     richtig     geschätzt. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  Heinz  a  u  s  Ii  e  i  r  z  i  g  :  Sie  haben  recht,  Wilhelm 
Dielerle,  l.ien  ])eyers  und  Charlotte  Hagenbruch  sind  bei  der  Berliner 
Premiere  ihres  Films  ..Ich  lebe  fiir  dich"  persönlich  anwesend  gewesen.  — 
l.ien  Dcycrs  hat  am  b.  November  Geburtstag,  ist  von  Fritz  Lang  fiir  den 
Film  entdeckt  worden,  ist  eine  große  Tier-  und  Hlumenfreundin.  Sie  und 
ebenso   Wilhelm   Dielcrie   lesen   ihre   Briefe   selbst   und   geben   .Autogramme. 

—  Eine   illustrierte   Beschreibung  von   ..Die   Heilige  und   ihr   Narr"   erhallen 
Sie  durch   den   ,,Illuslrierlen   Filmkurier".   Berlin   W   »,   Kölhener  Striüe  .17. 

Jenny  J  u  g  o  —  Enrico  B  e  n  f  e  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  Grefe  V .. 
Elberfeld:  Hans  Ad:ilbert  von  Sehlctlow  ist  mit  einer  friiheren 
Schauspielerin  verheiratet.  —  Die  zweite  weibliche  Hau|itrnlle  in  di'in 
(ircenbaum-Film  „Der  Günstling  von  Sehönbrunn-'  spielt  die  Russin  Vera 
.Malinowskaja.  —  Die  beiden  Filmstars  sind  seit  zirka  einem  Jahr  ver- 
heir.-itet.  —  Jenny  Jogos  richtiger  Name  ist  Jennv  Walter.  Die  Künst- 
lerin wohnt  in  Berlin  W.  Kaiserdamm  ;'9.  Enrico  Benfers  .Name  ist  unse- 
res Wissens  ,.eeht'-.  AVir  haben  Ihre  Grüße  bestellt.  Sic  haben  das 
Alter  der  Künstler  ziemlich  richtig  gesehiilzt.  Jennv  Jugo  und  Enrico 
Benter  geben  Autogramme.  —  Der  nächste  Ivan  Petrov  ich-Filin  heißt  ..Es 
gibt  eine  Frau,  die  dich  niemals  vergißt".  Er  ist  ein  Tonfilm.  Die  Tifl 
der  beiden  anderen   Petrnvich-Filme  stehen   im   Augenblick  noch   nicht  fest. 

Lilo:  l'.-iul  Il.irlmann.  fliristi:in  Biimmerstedt.  Ernst  Deutsch  und 
Hans  Brausewetirr  filmen  jetzt  seltener.  Sie  sind  vor  allein  bei  der 
Spreclibiibne  tätig,  —  Paul  Richters  neue  Filme  sind  ..Die  Frau  im 
lalar"  und  ,, Sensation  im  Wintergarten".  —  Inge  Landgut  ist  erst  fünf 
.lalire  ;ili,  d.i  wird  es  wohl  schwer  sein,  ein  Autogramm 
kommen,      Ihre   Bildwiinsclie    sind    vorgemerkt. 

E.    P,,    A  1  t  o  n  .1  :     Die    Bildkarte    mit    dem    Aulogrami 
Dielerle  ist   Ihnen   inzwischen  zugegangen.     Leider  können   wir  Ihnen  nicht 
s.igen.   wie  all   der   Künstler   ist.     Wir  halten  es  für   indiskret    unsere  Star» 
nach   dem   Alter  nusziifraiten.     Ja,   Dlcterle   treibt   viel    und   gern   Sport 


M.    A.,    R  ö  d  e  I  li  e  i  m 

ohne    Namen"    (Peter    VoU) 


Sie    haben    recht,    die 
spielte    Harry    Licdlke. 


Titelrolle    i 
—    Werner 


n    ..Mann 
l'illschau 


Auloiinfall    ums    Lebi-n.   Xlci 
.Die    Kaiserjäger  •.    ..Die 
...SiraÜcnbckannischaflen  ', 

.Vußcnaufn.'ihmen     zu     dem 


Gwen  Le   eerhiell  von   ihren   japanischen  Verehrerinnen   ein  echt  japa- 
nisches Kostüm,   das  ihr  durch  Miss  Tornuzuka,    eine  bekannte  Mode- 
schriftstellerin, überreicht  wurde  Phot.  M  -G  -M 


k.im   im    Oktober    vorigen   Jahres  durch    e 
Künstler   spielte    u.    a.    in    ,,Die    Eiserne    Brauf 
Wiskottens",     ..Erinnerungen     einer     Nonne", 
..Der    erste    Kuß". 

Gerhard  Sc  h.,  P  I  a  t  t  e  n  t  .a  I  :  Die 
Luci.ino  .Mbcrtini-Film  ,, Tempo  —  Tempo"  fanden  in  der  Umgebung  von 
Berlin  statt.  —  Eddie  Polo  ist  fleißig  bei  der  .Arbeit.  —  Die  bekannicsten 
ll.irry  I'iel-Filine  sind  u.  a.:  ,, Panik",  „Seine  stärkste  Waffe",  ,,Manii 
gegen   Mann",   „Männer  ohne  Beruf". 

Adalbert  J.,  Bremen:  Leider  können  wir  Ihnen  auch  keine 
Ratschläge  geben,  wie  Sie  am  besten  zum  Film  kommen  können.  Auch 
ein  erfolgri-icher  Film.'iutor  oder  Regisseur  zu  werden,  ist  unendlich 
schwer.  Um  vor  Enttäuschungen  zu  bewahren.  r;ilen  wir  jedem  ab,  die 
Filmk.irricre  einzuschlagen.  .Mit  dem  Ansarbeiien  des  Drehliiiches  werden 
nur  Fachleute  betraut.  —  Dr.  Johannes  Guter  wohnt  Potsdam,  Auf  dem 
Kiewilt    12. 

Mimi  aus  München:  Der  Iw;in  Pelrovieh-Film  ,,Der  Günslling 
von  Sehönbrunn"  wird  voraussielillich  noch  in  dieser  Spielzeit  erscheinen, 
W.inn  der  Künstler  einmal  .Miinehen  besucht,  wissen  wir  lei  Icr  au>-li 
nicht.  —  Harry  Liedtke  ist  schon  längst  wieder  ge^und  und  munter.  Er 
aibeitet    jetzt    an    dem    Aafa-Filni    ,,Die    Konkurrenz    platzt". 

A  1  f  0  n  s     S.,     Elberfeld: 
Ma.x      Maek      wohnt     Bcrlin-Wil- 
mersdiirf.    Konstanzer    .Straße    11. 
Helge        A.,  Lichter- 

t  e  1  d  e  :  Ina  von  Eiben  und 
Rolant  Varno  sind  .am  besten 
durch  die  Slraiiss-Film.  Berlin 
SW  18,  Friedriclistraßc  2.'!.  zu 
erreichen.  Es  ist  nicht  aiisge- 
sclilüsscn.  d.iU  CS  in  verschiede- 
nen groUeii  l'api(  rliaiidliingen 
schon  I'osikarten  von  ihnen  gibt, 
—  Richard  Tauber  li;it  seine 
Woliniing  in  Berlin-Scliöneiieri;. 
lnnsbriickcrS;r.iUei8,  —  Uhrisi.i 
Tordy    filmt    vorläufig    nicht. 

1'  e  t  r  11  v  i  c  li  -V  e  r  e  h  r  e  r  i  n 
M  a  r  i  a  n  i  t  :i  A.,  D  r  e  s  d  e  n  ; 
.Altred  .\bel  wohnt  Berlin-Il.ilen- 
sce.  Kiirliirstctidamm  70,  Nein, 
er  wild  nicht  nur  Regie  führen, 
sondt  rn  Jiucli  weiter  selbst  fil- 
men, ."sein  nächster  Film  ist 
..(iiflgas".  AVenn  diese  Zeilen 
erscheinen,  tritt  der  Künstler  in 
Berlin  am  Königgrälzer-Tlieatcr 
mit  Friizi  M.iss:uy  auf.  —  Fred 
Lmiis  I.erch  wohnt  Berlin  W, 
Regensburger  Straße  II.  Dina 
i;ralla  Berlin-Steglitz,  Opitz- 
straße  ?.  Dina  (ir;uias  iiems;i  i 
Film  heißt  ..AVer  wird  denn  wrj- 
nen.  wenn  man  auseinander- 
geht". Er  ist  ein  Tonfilm, 
Tonfilme  der  Ufa  sind  u.  a. 
,.Die  letzte  Kom;;ignic"  mit  t'on- 
rad  A'eidt  und  ..Der  unsterbliche 
Liinii)"  mit  Li:iue  Haiil  und 
Gusl;iv  Fröhlich  in  den  >Iaupt- 
roileii.  —  .\lle  Filmstar«  gilben 
.\utogr.imme.  —  Ihie  Bildwiinsclie 
sind  vorgemerkt.  —  M.irccline 
Day  ist  unseres  AA'issens  noch 
ledig.  —  Die  .Aiiresse  der  Green- 
baum  ist  Berlin  NAA'  7.  Priiiz- 
l.ouis-Fcrdin;iniI-Straße  1,  Ecke 
Dorotlieeiistraße. 

X  Y  Z.  B  e  r  1  i  n:  Licn  Deyers 
ist  Holländerin,  in  .Viuricrdun 
geboren,  Sie  trügt  ihren  richti- 
gen Namen.  Er  wird  ..Deiers " 
ausgesprochen.  Fragen  über  die 
Konfession  unserer  St;irs  beani- 
worten  wir  grundsätzlich  nicht 
Ja.  ..Spione"  war  ihr  erster 
Film.  Sic  wird  noch  häufig  mii 
Wilhelm  Dieterle  ziisanimen 
spielen.  Lieii  Devers  i-i  eine 
große  Blumen-  und  Tierfreundin. 
ebenso  Dielerle.  Der  Küiisllei 
kam  von  der  Spreehbüline  zum 
Film.  Er  wurde  in  Ludwigs 
hafen   geboren. 

C  1  ä  r  e   C,   Neukölln:   Ige 
Syms    neue    Adresse    ist     Berlin- 
.Schöiiebcrg.    Innsbrneker   Str.    IG 
neuer    Film    mit    Elisabeth    Bcrgiicr 
nächste    Emil    Jaiinings-Film    Iieißi 
P.irtr.er    in    ...A    womau    of    affairs" 
John    Gilbert.      AA'ann    ..Eifersuchf 
..Wenn    du    einmal    dein    Herz    ver- 
lud   fast    fertiggestellt.   —   A'on    dem 
Ihre   Grüße  an   Lilian   Harvey 


von  ihr  zu   be- 
AVilhelm 


Vineenzo    K.,    Berlin:     Ein 
ist    noch    nicht    .■ingekiindigt.     —      Der 
..Professor    Unrath".    —    Grel.i    (i.irbos 
(..Eine    Frau    mit    A'crgaiigenheit")    ist 
erscheint,    steht    noch    nicht    fest.      — 
schenkst"    und   ..Der    Bund    der    Drei"   .' 
betreffenden    Liede   gibt   es   keine   Noten, 
und    Brigitte   Helm    sind    ausgerichtet. 

Mary  M  c  II  a  1  I  ,  .M  a  r  i  e  n  d  o  r  f  :  Paul  Richter  spielte  u.  a. 
in  ..Das  indische  Grabmal",  ..Der  Henker  von  St.  Marien".  „Dr.  Mahuse ", 
..Die  Nibelungen"  (Siegfried).  ..Pletro.  der  Korsar",  ,.Dagfin"  ..Schwe- 
ster Veronika".  ..Schneescliuhbanditen".  Seine  neuen  Filme  sind  ,.Die 
Frau  im  Talar"  und  ..Sensation  im  AVinlergarten".  Richter  ist  mit  And 
Egede  Nissen  verheiratet.  D.is  .Alter  der  Kiinstler  veröffentlichen  wir 
nicht,  —  John  Barrymore  ist  mit  Dolores  Costello  vermählt.  In  ..Don 
Juan"  war  Dolores  Costello  die  Partnerin  von  Barrymore.  —  Der  Oster- 
mayr-Film  ..St.  Helena"  wird  voraussichtlich  noch  in  dieser  Spielzeit 
herauskommen.  —  Ein  neuer  indischer  Film  mit  Secta  Dcvi  und  Cham 
Roy   ist    bis   jetzt   noch   nicht   angekiindigt. 

Emil  \ ..  Berlin:  Eva  von  Herne  gibt  Autogramme  und  wohnt 
Berlin-Grunewald.  Jlubcrtusallee  13.  —  AVenn  Sie  zum  Film  wollen,  so 
ist  es  am  zweckmäßigsten.  .Sie  setzen  sich  mit  den  Filmgesellschaften 
unmittelbar  in  A'erbindung.  Wir  geben  Ihnen  einige  Adressen:  Ufa,  Berlin 
SW  GH,  KoehstraUe  fi— 8.  National.  Berlin  SW  48.  Friedrichstraße  10.  Terra, 
Berlin  SW  68.  Kochstraße  7.1.  Deulsehe  Universal,  Berlin  AV  8,  Maiier- 
str.iße  8L\  Aafa.  Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  22.1,  Eiehberg-Film.  Berlin 
SW   48.   P'riedrichstraße   171. 

D  i  t  a  und  I,  o  t  t  y  .  S  e  h  ö  n  e  b  e  r  g  :  Jawohl.  Henry  Stuart  wohni 
noch  immer  Berlin  AV,  Pussaucr  Straße  17.  Er  gibt  Autogramme.  AVir 
werden   Ihn  erinnern. 


Von  A  1  f  r  e  d    Kell 


Städtefilme  und  Landschaftsfilme  hat  es  gegeben,  seitdem 
die  Hand  des  Menschen  die  Kurbel  drehen  gelernt  hat. 
Wir  alle  erinnern  uns  dieser  Postkartenalbums,  die 
wir  in  den  Theatern  als  Beiprogramm  sahen,  und  wir  alle 
haben  uns  schon  dabei  gelangweilt.  Da  zogen  aufgereiht 
vorbei  —  es  war  fast,  als  ob  alle  diese  Filme  nach  gleichem 
Muster  gedreht  seien  —  ,,Die  1115  erbaute  Marienkirche", 
,,Der  Bahnhof",  „Der  Marktplatz  von  Ixebüttel",  ,, Denkmal 
Friedrichs  des  Kurzatmigen",  ,,Ypsilonstett,  das  mecklen- 
burgische Davos",  —  alle,  alle  kamen  sie  wieder,  mit  un- 
heimlicher Sicherheit,  in  jedem  dieser  Filme, 


kann.  —  Noch  immer  tötet  der  Buchstabe,  und  Worte 
bleiben  immer  gefrorene  Gedanken.  Und  es  ist  so  viel  in 
der  Welt,  das  nicht  durch  Worte  oder  tote  Bilder  fest- 
gehalten werden   kann. 

Noch  gibt  es  Gegenden  in  unserem  Vatcrlande,  in  denen 
die  Trachten  des  Volkes  noch  nicht  verstaubt  in  den 
Truhen  liegen  oder  als  Paradestücke  in  den  Schränken 
von  Maskenverleihern  stehen.  Noch  werden  sie  da  und 
dort  im  Alltag  getragen  oder  wenigstens  an  den  Sonn- 
tagen oder  bei  den  Festen,  den  , .hohen  Zeiten"  des 
Lebens,  angelegt.     Als  Feier! 


Links:  Jun^c  Fischer- 
frau   auf    Möncfjgut 


* 


Rechts:    „Er"    hatte 
sie  im  kleinen  Boots- 
hafen erwartet 


* 


Unten :      Vor    '  dem 
Kirchgang 

l>ii'  Aiiinahmrn  wurden  für 
dfn  film  „l'us  I  arid  am 
Mfer"  auf  Mönch-iiil  auf- 
genommen  Plwt.  L  ja 


Aber  mit  der  eilenden  Zeit 
schreitet  alles  vorwärts. 

Auch  der  Film. 

Und  der  moderne  Landschafts- 
film ist  nicht  mehr  eine  Zwiebcl- 
reihe  mehr  oder  weniger  guter 
Photographien,  die  eine  künstliche 
Belebung  durch  vorübergehende, 
befreundete  Landeseinwohner  er- 
hielten, die  meist  freundlich  nach 
dem  Kurbelkasten  sahen  und 
winkten.  Verschwunden  —  Gott 
sei  Dank!  —  ist  auch  die  Land- 
schaft, in  der,  um  zu  zeigen,  daß 
,,es"  kein  ,, Standphoto"  sei,  ein 
Baum  mit  seinen  Zweigen  in  zit- 
ternde Bewegung  geriet,  im  rich- 
tigen Moment  durch  die  geschickte 
Hand  des  Aufnahmeleiters  zum 
,, Bäumlein,  schüttle  dich"  gemacht. 

Der  moderne  Landschaftsfilm  ist  ein  Kulturfilm,  der 
Landschaftsfilm  ist   zum  Heimatfilra   geworden. 

Immer  weitere  Kreise  wenden  sich  diesen  werbenden 
Kulturfilmen  zu,  die  für  die  Städte  und  Länder  Dokumente 
sind,  die  Land  und  Volk  vor  das  Auge  bringen,  wie  es  ist, 
die  in  lebendigen  Bildern  das  Werden  des  Landes  und  die 
Arbeit  des  Menschen  zeigen,  die  alte  —  im  Verschwinden 
begriffene    —    Gebräuche    festhalten,    wie    es    kein    Buch 


Es  ist  ein  besonderes,  gutes 
Zeichen  unüberwindlicher  Volks- 
kraft, wenn  sich  solche  Trachten 
erhalten  haben. 

Für  den  Regisseur  eines  Hei- 
matfilmes ist  es  immer  eine  helle 
Freude,  wenn  er  auf  solches 
,, Trachtenland"   stößt. 

Für  einen  großen  Film  der  Wer- 
befilm-Abteilung der  Ufa  für  die 
Provinz  Pommern,  der  jetzt  seiner 
Vollendung  entgegengeht,  waren 
Ausflüge  ins  Trachtenland  möglich. 
Auf  Mönchgut  halten  die  ajten 
Seebären  wie  die  jungen  fest  an 
ihrer    seltsamen    Kleidung. 

Kommt  einmal  der  Tag,  an 
dem  die  alles  verwischende  Zeit 
auch  hier  das  Wort  lebendig 
werden  läßt,  mit  dem  jedes 
schöne  Märchen  schließt;  ,,Es  war  einmal  .  .  .",  dann 
werden  in  späten  Zeiten  noch  diese  lebendigen  Erinnerun- 
gen an  das,  was  einst  war,  wie  ein  leuchtendes  Fanal  hin- 
überstrahlen in  ein  neues,  kaltes,  nüchternes,  ,, modernes" 
Zeitalter. 

Und  diese  Erinnerungen  wachzuhalten  und  zu  pflegen, 
gehört  mit  zu  dem  ureigenen  Arbeitsgebiet  der  Werbefilm- 
Abteilung  der  Ufa. 


1"  1  I  in  f  r  V  II  II  d  1  u  O  c  r  (1  a  a  ii  s  I.  e  i  j)  /.  i  ;;  :  Jii  üi'in  WilUolui  Die- 
Icrli'-rilm  ,.i):ib  SvIj«  eigen  im  Walde'  siiielt  iiiclil  l.ien  Devers  die  weili- 
liilii-  llaiijiirolle.  Dielerle*  l'ailiieriiiiieii  »iiid  Hiiia  Mai>a,  retla  l'rederic 
und  (irelliel  Jteriidl.  X>er  ^iliii  .,lrli  teljc  liir  dieli"  wurde  ziiiu  Teil  in 
Si.  .Miiiit/.  aiitüeiuiiiiineii.  >^eiii,  einen  lioiuaii  vun  diesem  l'ilm  (jilit  e.> 
Uli  hl.  Ks  i>l  iiioglieb,  dali  J>ien  l>e\ei>  ein  Aulo  besiUl.  —  Kixaiifliili- 
riiiii;   niid    IraiiÜiiTiruiiK'    i>t    da.s>ellie. 

!•'  1  1  III  -  K  II  t  li  a  II  s  J)  11  >  s  0  I  d  II  r  f  :  l\aii  l'elruvieli  Im  iiuverbei- 
»atel.  Er  isl  niiKelalir  .-ti  all,  «le  .Sie  Ke'"*'''alzl  haben.  Ja,  er  treibt 
viel  Simrl,  reitet,  Mln\  iiiiiiil,  .uilelt,  bii.\i,  lauft  :Slii  und  .spielt  Tennis. 
Im  ,,tiiin»Ilin^  M)ii  5>eliuubriinir'  ist  j.il  J).if;o\er  seine  l'arlneriii.  l'etru- 
\  ieh  f;ilil  AiiKigr.nunu'.  Ihre  (iniUe  haben  «ir  ihm  ,iu>;;erieluel.  Wann 
der  Kiin>ller  iiaeli  Jlii.-.'.eiilurI'  Kuiiiiul,  küniien  wir  Ihnen  leider  nielit 
sa;(eii.  VuvIaiMi^  siehiT  iiirht.  denn  er  wird  bald  mit  den  Anrnalimeii 
zu  .-einem  neuen  loiililiii  ..Es  nibl  eine  l-r.iii,  die  dieh  iiieni.ils  versiüt", 
lieniiineii. 

\\  e  r  11  e  r  F  Heilerer  —  -M  .i  .\  Hans  e  n  -  \'  c  r  c  li  r  e  r  i  n 
li  e  a  (  e  •■>..  A  n  k -■* ''  n  r  g  :  Wi-iner  liiellerers  l'arHierinnen  in  ...Mornen- 
rule'  «.in'ii  Klua  Itnnk  und  lli'lj^.i  Thiim.-is.  —  .Max  llansiMi  «(diiil  Jier- 
Iiii-Wiliiiersdorf,  Krandenhiirui-ehe  .Sir.ilie  i'.i.  Er  liai  am  J.1.  l)e/.emlii'r 
(ielinrlNla^',  gibt  Auiu^r.imme  und  i.-t  nnvi'rheiralel.  Der  neiie-sle  Diiia 
Iji.illa  -  i- Ihn  lieilit  ..Wer  wird  denn  «einen,  «eiui  uiaii  auscin.inder- 
Kehf.  Ihr  l'artner  i.-l  ll.irr.v  Halm.  —  J.j  a  ilara  i.-l  nueli  immer  m 
Amerika. 

Drei  N  i'  u  ^  i  e  r  i  j;  e  .in-  S  I  ii  t  t  ;;■  .i  r  t  :  Sie  künneii  deiit-eh  an 
K.'iniiMi  Nov.irm  .-ihreibrii.  Er  « ird  Sie  bestimmt  Ner.-tehen.  .I.i.  fuaen 
Sie  einen  iniern.iiioiialeii  l'ii.-i-eliein  bei.  .N.ieli  .StiiitKart  kiunml  der 
Kiiiisiler  Vürlaiiti;;  nubl.  ..Saiiü  der  .Siidsee"  niiil  ,.!•  liegende  i-'liilH'" 
sind  in  Herliii  imi  li  iiielil  ge/.eigt  \Mirden.  In  ,,1'flielit  uiui  l.iebe'  war 
.ioaii  (r.iHlmd  .■-eine  l'artnerin.  l>er  .iiidere  i'ilm  im  uns  .ils  .NuN.irru- 
lilm  nielit  bekannt.  .Sollten  Sie  sieh  nielit  irrenV  Wir  neiinrii  Ihnen 
iioeh  einige  l>aniuii  Xuv.irrn-Eilme:  .,\\  Cibstentel  ",  ..\  erleiinuluiig', 
..Heil  Ali  ■,  ,.Uen  lliif,  ,,Fiirst  der  Abenteurer'.  .,Die  Dame  hinierm 
\  iirh.ing".  tl.i,  er  ii;it  seine  N  illa  In  lle\erl.v  -  Hills.  Ji.imon  .Nnv.irro 
ist  ii.issiiiiiierter  S|ii>rtsmaiin  und  ungeliilir  su  alt,  wie  Sie  ged.ieht  h.ihen. 
\\  ie\  iel  er  wiegt,  koiuieii  wir  lliiieii  .aber  heim  besten  A\  illeii  nielit  ver- 
raten. —  .\1  .Polson  ist  dureh  die  Warner  lirnlhers  -  Sindiiis,  :j(-4l',  Siiiiset 
lionle\  ;ird,  HoIIn  wund,  h.ililurnieii,  l  ..s..\.,  zu  erreielieii.  Der  Kiilistier 
ist  mit  Hiiby  Kecler  \  erheinitet  und  hat  keine  Kinder.  —  Der  kleine 
Havid   l.ee   —  Sniiiiy   JJny     —   ist    fiiiif  .J.ilire   alt. 

1*  n  t  h  y  r.,  C  I  e  V  e  :  Cinst.iv  l'riihlieh  vvnlint  Bln.-S|e{;litz,  Orleaus- 
.S|r;iUe  1,  und  wurde  am  21.  .März  in  lliinimver  gehnreii.  Sein  neuester 
l'ilm  lieiUt  ..Hochverrat'.  Jlady  l'hrislians  h.it  ilirc  W'ohniing  in  üerliii- 
(  harkitlenhiirg.  Hismarekstralic  67.  Sic  wurde  :iiii  lU.  .I.iuuar  in  \Vieii 
geboren.  Augenblickliih  arbeitet  sie  an  einem  Tonl'ilin  .,Xur  dieh  liah' 
ich  geliebt  '.  —  Willy  l'ritselis  Adresse  ist  Herlin  AV.  Kaiserdainm  !)ö. 
l'ritseh  erbliekte  .im  1'7.  .I.inii.ir  in  Katto.viiz  d.is  l.ielit  der  Welt.  .Sein 
nruofter  l'ilm  ist  ...Melodie  der  W Clf.  —  Dita  l'arlo  wohnt  Ucrlin  W". 
.Molz-tralie  s7.  .Sie  hat  .iiii  It.  SeiitembiT  Cebiirlstag  und  wurde  in  Stetliii 
gi'bori'ii.  .M.irliii  ller/.berg  wurde  :iiii  .'>.  .laniiar  in  Herliii  geboreii.  Seine 
Adn-.-se  ist  Herlin  SC)  i(l,  W.iMeiuar>lr;ilte  (i.'i.i.  .Sein  neuester  Kiliii  heilJt 
..Die  H.ilbw  iielisigen".  —  ll.irry  ll.iliii  ist  mit  einer  .Nielit-.Seli.iiispieleriii 
\  erlieir.ilet.  l'.r  wurde  .im  17.  .I.inu.ir  in  Herliii  gelioren  und  li.it  seine 
Wohnung  In  Herlin-Halensee,  (iecM'osIr.iUe  Ü7.  —  Diiia  (irallas  neuester 
l'ilm  lieilJt  ,.W  er  wird  denn  weinen,  wenn  man  ;iiisein,iiiderKeht"  mir 
ll.nry  ll.ilm  .ils  r.irlner.  Sie  wurde  am  lö.  .I.'iiiii.'ir  in  AV.irsehaii  gehoreii 
und  wcihnt  rterlin-Steglit/..  Opitzsir.il'e  .>«.  —  Hrigitte  Helm  wohnt  Herliii- 
D.ilileni.  Im  Winkel  .').  ist  mit  lüehard  W'eiljb.ieli  verheiratet  und  wurde 
.1111  17.  .Miirz  in  Herliii  geboren.  —  Sie  bel.-iviigen  uns  mit  Ihren  I'r.igen 
durehaus  nicht.  Nur  bitten  wir,  nielit  —  s.igeii  wir  iii.il  —  mehr  .ils  20 
l-'r.igen  auf  einmal  zu  stellen.  Die  anderi'H  I'r.igen  alMi  bitte  ein 
andermal. 

Will  y  I'  r  i  I  -  e  h  -  \'  e  r  e  li  r  e  r  i  n  .  II  .i  r  t  h  a  :  \\'ir  h.iheii  Fred 
1. Ollis  1. ereil  .'in  die  fälligen  Aulograninie  erinnert.  —  Enrico  Henfer  ist 
am  besten  durch  die  rf.i.  Hi-rlin  SW  tis.  Koehstr.ilJe  fi-8,  zu  erreiehen.  — 
Kolf  von  (ioth  wohnt  Herlin  SW  11.  llallesehes  l'fer  'ri.  bei  r.iher.  — 
Die  hek.inntesleii  l'iimo  mit  Willy  Eritseh  sind  ..Kin  W':ilz<'rtr.iiim  ",  ..Der 
T;iiiz-nident".  ..Die  keuselu'  .Siis.iniu'''.  „Ihr  dunkler  l'uiikt",  ..Spione", 
..I'ng.irisclie  Hh.ipsodic",  seine  neuesten  J'ilnio:  ,.Die  Eraii  im  Mond" 
und    ..Melodie    des    Herzens". 


.,  S  e  a  m  p  o  1  o  ":  X,'ilieres  über  den  betreffenden  Kiinstler  erfahren 
.Sie  sieher  durch  das  Berliner  The.itcr.  —  Angelo  Ferraris  neuester  Film 
i-l    „Der    .Mann,    den    niemand   sah  ".      Er    spielt    liier    eine    gröUere    Kollc. 

—  l'eter  l.eska  wohnt  Derliii-Zehleiidorf-W  est,  tieorgeiistralie  H.  Kr 
ist  Wiener  und  mit  einer  Nieht-Sehan.-pielcrin  veriieiralet.  —  (Jreta 
(J.irbos  l'artner  in  ,.\  vv<iiiiau  (if  affairs"  sind  .lohn  Cülbert.  Lewis 
.siuiie  und  Douglas  F.iirbaiiks  jr.  —  llimaiisii  K.ii  wohnte  unseres 
Wissens      wahrend      seine-     Jierliner      .^iifeuthalti's      im      Espl.an.ide-Ilotel. 

—  .Agnes  Str.iiih  wiilint  Herlin-Urunev\ald,  Trabeiier  straUe  1.').  —  .lohn 
tiilberts  Hiirteheii  ist  ,,eeht  ".  —  Jn  seinem  Tonfilm  ..Der  Wider- 
spenstigen Ziilimniig"  spii'lt  Doujjlas  F;iirhaiiks  zum  er.-tenm.il  mit  Mary 
l'iekford,  seiner  (l.ittin.  Es  ist  nicht  aiisgeselilosseii,  dali  wir  diesen 
Film  in  Deutschland  bald  zu  sehen  bekommen.  —  Conrad  Xagel  wurde 
in    Keoknk,    F.    S.    A..    geboren. 

F  1  I  m  freu  ii  d  i  ii    a  n  s    E  s  s  r  ii  :     Krigitie   Helm   gibt    .Viilograinnie. 

—  I.iane  Haid  ist  mit  l{,'iron  llay  iiierle  vertieirjilet.  ,1a,  sie  h.it  tizi;in- 
roies  H.iar.  .\ueh  sie  gibt  .\utograiiinie.  —  Fee  M.ilten  h.it  unseres 
Wissen.-,  seit  kurzem  einen  liiibikopf.  —  Betty  .\manns  Adresse  i>t 
Merlin  W  .  Kurfiirslcnd.inim  12.  Sie  ist  ledig.  —  .\l  .lid.-oii  spii-lte  noch 
im  ...l.izzs.inger '.  .Sein  miehsler  Film  lieilJt  ..l.illle  l'al"  (..Sein  kleiner 
Kamer.id"). 

F  i  I  m  r  a  t  t  e  a  n  s  K  .i  t  h  e  n  o  w  :  DalJ  Liliaii  Harvey  —  die  .Mutter 
von  (h.irlie  (h.-iplin  —  o  tioti!  —  sein  soll,  gl.uibeii  Sie  doch  v\olil  selbst 
nielit!  i)as  war  in  der  /.i'iliiiig  ii.inirlich  ein  .\prilseln  rz.  —  Der  !>■'- 
tieffeiide  Film  mit  W  l.iilinur  (iaid.irow  und  Lucy  Doraine  hieß  ...\lpeii- 
ti.vgiidie".  Igo  .Sym  jM  dureh  die  Lfa.  Herlin  SW  fi.s.  KoehsiralJe  (i — s, 
Laura  la  l'l.iute  durch  die  l.nivers.il-Siudios.  Fiiiversal-('it.\ .  Kalifornien. 
l'.S..V.,  \i\iaii  (iibson  durch  die  .\af.i.  Herlin  .SW  W.  Friedriehsir.ilje  22r>, 
zu  erreiehen.  Evel.vn  Holt  h.it  ihre  Wohiiiiiig  in  Herlin-t'li.irlollenburg. 
S.liillerstraUe  121.  Olg.i  Tseheehow.i  Bc-rlin  .MI  2:i.  Klopslockstraße  2ii. 
\eiii:i  Desni  Berlin  W,  l'.iiilsborni  r  Str.-ilJe  :!.  Wl.'idimir  (i.iidarow  »oliiil 
Herlin-Halensee.  .lo.ieliini-Fri<'drieli-Sir.ilJe  .'i.'i.  —  .\ndre  .Matloni  trügt  iin- 
-ere-    W  i>sens    seinen    riebligen    X.imeii. 

K  o  n  r  a  d  li.,  Breslau:  Olg.i  Tsclieehowa  gibt  .Autogramme. 
AV.igen  Sie  es  nur.  die  Kiin-tlerin  noch  einmal  darum  zu  bitten.  —  .Vgiies 
E-terh.izy  wohnt  Berlin-W  istend.  K.ii>erd.inini  in.  .Mi.i  l'.iiik.iu  Beriiii-Xeii- 
tenipelhof.  Biirglicrri'n>traCi>  in.  l'ol.i  Negri  ist  dureh  die  Elsiree-Siudios. 
Ilcrsford-hire.  England,  zu  erreieln-n.  ,\niia  .May  Wong  befindet  sich  jci/t 
wieder  in  Berlin.  Sii'  ist  :ini  besloii  dincli  Eicliberg-Film,  Herlin  sW  4^. 
Fl  iedricli-lraUe  171.  erreielihar.  .Sie  können  .in  l'ol.i  Xegri  und  Anna  May 
Wong  ruhig  deutsch  schreiben.  —  Wir  Iiabc;i  die  Filmstars  erinnert. 

F  r  s  e  I  .  Otto  li  e  b  ii  li  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  .Soviel  w  ir  wi-seii,  war 
titio  liebiihr  friiher  mit  einer  Schauspielerin  verheiratet.  —  Ihre  Bild- 
wiinsehe  sind   vorgemerkt   und   sollen  in   .ibselibarer  Zeit   erfüllt    werden. 

Erna  .M.  .ins  Leipzig:  Vivi.in  Uibsoii  ist  .im  besten  durch  die 
Aafa.  Berlin  SW  is.  Friedrichsir.iUe  22;t.  zu  erreichen.  Sie  wurde  .im 
M.  Mai  in  Li\erpool,  England,  gehoreii  und  ist  geschieden.  Sie  li.ii  eine 
Tochter  .\iigel.i.   D.is  .\lter  iler    Filmst.irs   geben   wir  griiml-.ilzlieh   nicht   au. 

Friede!  IL.  Iserlohn:  I'red  Louis  l.ercli  ist  iiiclit  .Maler  gi-- 
wesen.  bevor  er  zum  Film  k.Min.  —  Iler  groCle  j.ipaiiische  Filmkiiiisller 
lieilJt  Sessiie  H.i\  .ikavx.i.  Einige  Filme  mit  ilini  sind  friiher  in  Deiitschl.iiid 
erschienen.  .l.iv\ohl.  es  kommen  .iiicli  deui-die  Filme  n;ich  lliiiia  und 
.laii.'in.  —  Fast  zu  jedem  grollen  deiiisclieii  und  aiisl.-indischen  Film  gibt 
es  einen  ..Illiistrnrten  Filmknrier  ".  —  Die  grolJte  Filiml.irsielleriii  der  \\  eil 
lioiiiieii  wir  IliiH'ii  nicht  angeben:  denn  eine  nennen,  liielje  .indere  znriiek- 
si'tzen.     Wir  h.ilien   einige   g.iiiz   st.irke   Küniierinni'ii.  die   \Veltriir  geiiieUeii. 

—  liiistav  Fridilichs  neuester  Film  ist  ..Der  un.-terbliclie  Lump  ".  —  .Si«^ 
haben  recht.  Li!  D.i.i;o\er  w.ir  vor  einiger  Zi'it  in  .\nicrik:i,  .\lier  sie  liat 
dort  nicht  gefilmt.  Zu  den  er-teii  grolJen  Filmerfolgen  l.il  Dagovers  ge- 
biireii:  ..Der  miide  Tod'.  ..  Tieflaiu!  ".  ..T.irtiitfi  ".  ..Der  Demniige  und  die 
SängiTin",  ..Da-  K.ibinelt  des  Dr.  l':igli:iri  ",  ,.Lieb.'  macht  bliml  ".  In  der 
..l'lirunik  von  Crieslinns  "  war  nielit.  wie  .sie  schrieben.  I'aiil  I'ichter  der 
l'.irtner  der  Kün-tlerin.  sondern  I'.iiil  llartm.inn.  l':inl  IJieliier  ist  nielit 
mit  Ellen  Kicbler  verwandt.  —  D.is  .\Iter  der  betreffenden  FilinsleniR 
li.'iben    Sie    iingcfiihr    riclilig    geseh.-ilzt. 

V.  B.,  (' ö  p  e  n  i  e  k  :  .\l  .loNoii  ist  durch  die  AV.irner  Hrothers-Sludios. 
."iSPJ.  Suiiset  Boulevard.  IIoll>v\ood.  Kalifornien.  F..s:..\..  zu  eireielien.  Er 
ist  Hiisse.  wurde  als  .Solin  eines  K.intors  in  St.  I'elersbiirg  geboren.  .lolsO'i 
ist  mit  l'iiby  Kecler  verheir.ilet  und  gibt  .\ntogr;iiiiiiie.  Seine  bek.'iiiiitesleii 
Filme  sind  ..Der  .I.izz-iinger  "  iiinl  ..Der  singende  X.irr  ".  Sfin  iieue-ter 
Film    heißt    ..Litlle    l'al  ". 


Film^ 


und  Bühnentalente  fördert 
Manuskripte    verwertet 
Dramatisches  Institut,  Berlin,  Speyerer  Str.  21 


Wie  komme  ich  zum     J>    JL  JLy  L   K  •      Schreiben  Sie  sofort  an 

flin-VERLAG  HENNIG,  BERLIN-GRUNEWALD,  Fitl  22 


Die  wirksamen  Hauptbestandteile  von  „Ohnaa"  werden  Jetzt  nach  einer  Methode,  -neluhe  durch  das 


Deutsche  Reichspatent 


NO.  471793 

Rpschützt  ist,  hergestellt!  Alles  Nähcrc  bitten  wir  aus  unserer  unten  anfjeccbenen  Liter.ifnr  zn  ersehen.  Wenn  flberh.iupt 
noch  eine  Verliesserung  unseres  seit  Jahren  bewahrten  ..Okaaa"  möglich  war,  so  ist  dies  jetzt  endlich  diiroli  diese 
Methode,  welche  in  laiigjähiiirer  Arbeit  von  einem  deutscbaa  Arzt  entdeckt  wurde,  gelungen.  Es  durfte  dadurch  uOkusa" 
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\'ersand  Jje^cn   \'üreinsendun 


oder  Nachnahn 


Einmalige  Ausgabe  —  Jahreianger  Oebraucli! 


von    Ihm 


Eine  Probe  Lebensdeutung 
frei  für  Leser  dieses  Blattes. 

Der  wohlbekannte  Astrologe  Prof. 
Roxroy  hat  sich  wieder  entschlos- 
sen, für  die  Bewohner  dieses  Lan- 
des ganz  kostenfreie  Probe-Horo- 
skope ihres  Lebens  auszuarbeiten. 
Prof.  Roxroys  Ruhm  ist  so  weit 
verbreitet,  dalJ  er  wohl  kaum  mehr 
einer  Einführung  durch  uns  bedarf. 
Seine  Fähigkeit,  das  Leben  anderer 
zu  deuten,  einerlei  wie  weit  entfernt  sie  auch 
wohnen  mögen,   soll   an   das   Wunderbare   grenzen. 

Selbst  Astrologen  von  verschiedenen  Nationalitäten  und 
Ansehen  in  der  ganzen  Welt  sehen  in  ihm  ihren  Meisler 
und  folgen  in  seinen  Fußtapfen.  Er  zählt  Ihre  Fähigkeiten 
auf,  sagt  Ihnen,  wie  und  wo  Sie  Erfolge  haben  können,  und 
erwähnt  die  günstigen  und  ungünstigen  Epochen  Ihres  Lebens. 
Seine  Beschreibung  vergangener,  gegenwärtiger  und  zu- 
künftiger Ereignisse  wird  Sie  in  Staunen  versetzen  und 
Ihnen   helfen. 

Herr    Paul     Stahmann,     ein     erfahrener    Astrologe,     Obcr- 
r<üewiadom,  sagt: 

,,Die  Horoskope,  die  Herr  Prof.  Roxroy   für  mich  aufge- 
stellt hat,  sind  ganz  der  Wahrheil  entsprechend.     Sie  sind 
ein    sehr    gründliches,    wohlgelungenes    Stück    Arbeit.      Da 
ich  selbst  Astrologe  bin,  habe  ich  seine  planetarischen  Be- 
rechnungen und  Angaben  genau  untersucht  und  gefunden, 
daß   seine   Arbeit    in   allen   Einzelheilen   perfekt,   er   selbst 
in  dieser  Wissenschaft  durchaus  bewandert  ist." 
Wenn  Sie  von  dieser  Sonderofferte  Gebrauch  machen  und 
eine    Leseprobe    erhalten    wollen,    senden    Sie    einfach    Ihren 
vollen   Namen   und   genaue   Adresse   ein,    nebst    Tag,   Monat, 
Jahr  und   Ort  Ihrer  Geburt   (alles  deutlich   geschrieben)    so- 
wie  Angabe,   ob  Herr,  Frau  oder  Fräulein,   und   nennen   Sie 
den   Namen  dieser  Zeitung.     Geld   ist  nicht   notwendig.     Sie 
können  aber,   wenn  Sie  wollen,  50  Pf.  in   Briefmarken  Ihres 
Landes  (keine  Geldmünzen  einschließen)  mitsenden  zur  Be- 
streitung des  Portos  und  der  Schreibgebühren.   Adressieren 
Sic  Ihren    Brief    an    Prof.    Roxroy,    Dept.    8298  F.,    Emma- 
straat  42.     Den  Haag   (Holland).     Briefporto  25  Pf, 


PICKEL,  MITESSER 


Solioiilu'it  beiloiitfl  (;iiick.  Krf.il-  >iiicl  l.i.ln'. 
I  in  :ill  illosc  ."SiOf^o  des  I.cIiptis  bringt  8ii'  Ihr 
luirt'iiUT  'ri'int,  iliT  Sic  so  entstellt  und  iiii- 
scliöii  iii.iclit  —  ilcr  .Sie  ulistoUt.  Stlioiilnit 
ulTiiot  iilU"  rforti-n  des  Lebens.  Deshalb  \tr- 
"emlen  .Sie  sofort  meine  Seli.-ilkiir  ,,No\o- 
cernia".  Sclmn  naili  der  ersten  .\nwend.  ln'- 
;;iMnl  die  Keininunt,'  Ihrerli.iiit.  nml  Si,-  selluT 
uerdeM  mit  Ihrer  neuen,  ver.iiin^ten  tJesichls- 
haiit  ein  nener,  holTniin^sreieher  Meiisrh. 
l'Kkel,  .Mitesser.  ll.iut^rielJ.  welk  «erdende. 
Kr;ine.  f.-ihle  nnd  undipori^re  llant  heselti;;t 
nieini'  Seii.ilknr  samt  ilenF.nlslelMin;;snrs:iihen. 
rnmerklieli  liir  ilie  l'nii^ebnni;'.  (dme  lieriifs- 
stunintj.  Garantiert  unsehiidlieh.  l'ri'is  M.9.75. 


Schöne  Augen 

.\-iat.  -Vnni'iihr.'inensatt  stärkt 
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Fanzelpteis  40  ri.  lur  das  lleii  Bezuubpreis  durch  die  Post  monatl.  1.75  .M.  V  e  r  1  a  j; :  lllustrierle  Filmwoche  ü.  m.  b.  H.  Berhn  S\V  68.  Kochsli.iße  6— S  S  c  h  r  i  (  l  1  e  i  l  u  n  i; 
A. Rosenthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Kedaklion  und  Herausjjabc  in  üestcrrcich  verantwortl.  Robert  Mohr,  Wien  1,  UorntJasse  4.  V  erantwortl.  lur  Anzeigen  \X  ilhelin  hchaeler, 
Charloltunburii.    A  nz  ei(J  en  vcr  w  al  tu  nfi    Univcrbum-Film  .A.-G.,  Abt.  Ufa-Werbefilm,    Berlin  SW68,  Kochstr.  6  8.     Kupierticidruck:    August  Schert  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


% 


spielen  sich  fast  täglidi  bedeutsaineEr- 
eignisse  ab.  Zeitung  u.Wodiensdiau 
übermitteln  sie  der  Allgemeinheit  in 
Wort  und  Bild.  -  Wie  Sie  nicht 
einen  Tag  ohne  Zeitung  sein  möchten, 
ebenso  erwarten  Sie,  in  jedem  Kino- 
programm die  Wodiensdiau  zu 
sehen.  -  Schnelligkeit  und  Zuverläs- 
sigkeit im  Nadirichtendienst,  aktuell- 
ste Bildberidhterstattung  gewähr- 
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IS'adiriditcnclii'nst   der   NU'(r(>-(7oldw\  n-Ma\er 


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Nadiriditendienst     <lef    Paranioiint  -  NeM». 


K 


i 


JLl 


NUMMER    42     /     BERLIN,    20.  OKTOBER    1929     /     PREIS    40   PFENNIG 


i'hol.  Lang-Film  dtr  Vja 


^erda  \l  f  Laurus  dte  „(ztn 


Qflcnf 


UFÄ-PAIASTamZOO 


n  1  j:    w  c)  c  im  \  s  c  ii  r  i  r  r    n  i;  h    i  i  l  m  r  h  i  i  \  d  e 


>^^ 


Fritz   Lan^  spieli   Gerda   Naurus   und   Gusil  S  ia  rk-Gs  i  e  i  ie  n  ba  u  r 
eine  Szene  „Frau  im  Mond"  vor    Phoi.  Langfum  der  uja 


'''  "^:mif 


Mich  haben  immer  technische  Probleme  und 
astronomische  Theorien  interessiert.  So 
hörte  ich  auch  einmal  von  einer  Ver- 
mutung, die  wissenschaftlich  allerdings  noch  nicht 
erforscht  ist,  die  aber  immerhin  interessant  klingt 
und  berichtet,  daß  vor  vielen  Jahrtausenden  eine 
interplanetare  Invasion  vom  Mars  auf  die  Erde 
stattgefunden  hätte  und  daß  diese  Emigranten 
eines  fremden  Planeten  seither  als  richtige  Söhne 
unserer  Erde  weiterlebten.  Die  Chinesen,  so  er- 
zählt diese  Theorie,  wären  vom  Mars  auf  die  Erde 
eingewandert.  Sie  nennen  sich  ja  selbst  ,, Söhne 
des  Himmels".  Für  den  strengen  Wissenschaftler 
ergeben  sich  natürlich  so  gut  wie  gar  keine  An- 
haltspunkte. Ich  entnahm  aus  dieser  Theorie  die 
Idee  zu  meinem  Film  und  dachte  mir,  es  könnte  ja 
auch  «Änmal  umgekehrt  geschehen,  und  einige  Kin- 
der unserer  Erde  würden  auf  den  Mond  auswan- 
dern. 

Aber  der  Film  sollte  keine  wilde  Utopie  werden. 
Daher  mußte  ich  mein  Problem  füt  die  Wirklich- 
keit zurechtmachen,  und  als  einziges  Fahrzeug, 
das  vielleicht  schon  in  absehbarer  Zeit  eine  Reise 
durch  das  Weltall  ermöglichen  wird,  kam  nur  die 
Rakete  in  Betracht 

Was  nun  in  dem  Film  geschieht,  der  das  Schick- 
sal einer  Frau  und  zweier  Männer,  losgelöst  von 
der  gesellschaftlichen  Konvention  und  Erden- 
schwere, zeigen  sollte,  so  hat  Thea  von  Harbou 
diese  Geschichte  in  einem  Roman  gestaltet,  der 
in  der  „Woche"  erschienen  ist.  Er  setzt  ein  Pro- 
blem fort,  das  bereits  im  Metropolis-Film  kurz 
berührt,  aber  nicht  zu  Ende  geführt  worden  war. 
Doch  das  Buch  ist  ja  bekannt,  man  muß  seinen 
Inhalt   nicht  mehr  wiederholen 

Fast  vier  Jahre  dauerten  die  Vorarbeiten  für 
den  Film.  Die  dichterische  Phantasie,  die  sich  in 
epischer  Form  austoben  kann,  mußte  reale  For- 
men gewinnen,  das  Märchen  von  einer  Reise  auf 
den  Mond  sollte  glaubhaft  wirken,  alles  Unwirk- 
liche mußte  ausgeschaltet  werden.  Kein  Jules 
Vcrne,   der   auf   einem    Trugschluß    seine   Romane 


Unten:  Gerda  Maurus, 
Fritz  Rasp,  Willy  Fritsch, 
Gustl  Stark  -  Gstetten- 
baur,  Gustav  v.  Wangen- 
heim 


SCHÖNHEIT  IST  TRUMPF 


l'lial.  Sdincldir 


£offc  £orring 


©«  enfjücfrntic  JUm» 
f(^aufptelerln  t  ottt 
£orrtn0  uvUHt   über 

„3hrc  5i)ortif(or=Erfmc  enU 
jucff  mid)  täg(icf)  nufsi  neue 
Öurcf)  if)rr  fabcl[)afte  ^''frfung 
unD  ii)vm  feinen,  fultfpferfcn 
©iift.  3rf)  habe  in  3f)rcm 
13raparat  efn  ÖoutPflfS^nttttev 
gefunDcn,  D<i^  id)  ni(f)t  metjr 
miijen  möcfjfe," 


33U5ntd    der    rctjenötn 

SJlolnärs  Spielerin 
Staute  flamme,  Die 
ftd)  jur  i?)ortif{ors£ceme 
tpte  folgt  äußert: 
„'^lä  (S'ic  oor  3<if)ren  mit 
Obrer  ir)ortif(or=ß!reme  in  Die 
Cifent(id)ffit  traten,  t)cran= 
Iaf3ten  mtcf)  3hre  fc(f)(id)en 
■^Irguniente,  &aö  V^räparat  ju 
erproben.  —  Öeute  bin  id) 
fcf)on  ja()re(ang  eine  begeil'tiT= 
te  "Jlnfjängerin  Der  .V)ortif(or= 
Creme,  Dnrrf)  Die  icb  Den  3eint 
unD  Die  "^rifcbe  meiner  Öant 
ermatten  unD  entiricfelf  babe. 
3d)  fann  Daä  ^.Vaparat  nur 
n)ärmften£(  empfehlen." 


2rauff  glamme 


®. 


'er  prac{>tt)oI(  fnmtarticjc  Stimmer  bcr  5])aut  ift  mit 
ber  @d)6nf;cit  einer  .l^lumc  311  üercjtcic^en.  '^ic  t)ie  ^(umc 
gepflegt  ojcröen  muJ3,  fo  trtufj  axid)  imferc  S^ciut  eine  ganj 
forgfältige,  fpe3iftfcf)e  "pflege  erhallen,  tnn  in  (Sd)önheit  31t 
erffrnf)(cn.  ?h'ema(si  toirb  ^ic  S!)au\  ihre  feinen  Dveije  auf 
iiaß  Qhige  außübcn  unb  il)ren  natürlichen,  feinen  "Duft 
entiyicfeln,  tnenn  fie  nicht  atmet,  nii)t  i^re  g'unftionen  er= 
füllt,  mit  anberen  3}orten:  burcT)  unfachgemäfjc  Pflege  in 
il)ren  ^unftionen  f)erat)geminbert  tnirb. 


'?)af3  hier  mit  ber  ^^ortiflor=(Ireme  gans  neue  -U3ege 
eingcfchlagen  finb,  t)ie  taß  '^Uifblü^en  ber  ^laut  betpirfen, 
^at  bei  \)en  "^lebi^inern  lebhafte  '^nerfennung  gefunben.  ^c= 
traclitcn  <2ie  t>ie  umftebenben  "^bbilbungen.  Sie  fe^en  l)icr 
eincS^^aut,  tic  burd)  unfad^geniäf^e  ^eljonblung  auf  ber"p^oto= 
grapl)ie  gleidifam  flecfig  erfc^eint.  "i^ic^c  g'fecfen  geben  fc^incU 
unb  ficf^er  gurücf,  toenn  man  bie  ipc»rtiflor=<Xreme=J5auttiefen= 
maffage  anu?enbet.  'Die  33irfung  iit  fo  frappant,  baf}  in 
furjer  3c{t  i^ie  ^laut  in  fc^önfter  D?ein^eit    unb  (gcl)önbeit 


Jlicr  abtrennen! 


©ie  roirfung  &er  i^etttflor*Äeömetif 
in  bilblid)er  Sarftellung. 

(Jin  S^err  fcbrcibt  un^: 

„■J^Ieine  S^aut  trnr  übel  jugeritbtet,  üö((ig  er= 
frf)(afft,  runzelig  unD  fa()(.  Seit  3  3a()ron  biibe  icf) 
uie(c  ffremesi  unD  Äoi^metifa  angemanDt,  aber  adeö 
blieb  obne  Den  geringften  ^Srfofg. 

©er  (Erfolg  meineiJ  '53erfurf)et*  mit  3f)ren 
13räparaten  bat  micf)  geraDe-jU  i>erb(üfft.  ^Uv>a 
■i  ^^o<f)en  erft  benütjc  (d)  3()r Glittet,  unD  Vjaut  unD  Jeint 
finD  bereitsi  fo  i'öKig  ueränDert,  Daf5  jeDer  mic^  auf  mein 
ganj    ueränDerted    rerjüngte!<    'Jhu^fefien    anfpricf)f." 


©rudffa^e 


^tn  ben 


^ovtifiov^^ettvieh 


©.  m.  h,  ^. 


61 


33erlfn  @9[g  68 

%U^<ini>vimnftva%e  25 »26 


crftra^lt.  '^ei  Öcm  anbcrn  ^t(= 
Öcrpaor  (unten)  i)at  bte  Jpauttic= 
fcnmoffage  mit  bcr  .<3ortif(or= 
drcme  iie  (^(afti'sitä't  bcr  ipaut 
vüicbcr^crjuftcKcn  unb  Ötc  ^nltcn 
3u  bcfciti'flcn.  '?>of3  t>n^  gelingt, 
ift  taufcnbfarf)  bc3cugt.  —  Qin 
6d^6n^eitömttte(,  baö  nur  auf 
&d)ein,  ntd^t  auf  &ein  6e* 
bad^t  iftf  entn>i(fert  öie 
j^aut  3U  einer  pergamcnt* 
artigen  OSerftad^e,  in  öer 
nad^^er  ÖCe  Ratten  wie  ()inein= 
geSügelt  erfd^einen.  ^an 
wirb  a(fo  ftet^  ^ortif(or*Äo^- 
metif  treiben  muffen,  um  biefe 
(Srfd^einungen  erft  gar  nic^t 
eintreten  gu  (äffen.  '^Iber  für 
diejenigen,  iiie  fdion  Sünben 
TOiber  bie  S^aut  begangen  ^aben, 
beftebt  nid)t  nur  öie  i^')oftnung, 
fonbcrn  in  nUerljocbftem  '57tnt3e  bie 
Öeroiftf^cit,  üorgeitig  cntftan&cne 
galten  unt>  ^un^cln  wieder  gu  be= 
feitigen.  —  Um  ^2ie  nun  erft  ein= 
mal  mit  bicfer  neuartigen  ?7Ie= 
t^obe  bcfannt  3u  macben,  fte((en 
toir  D^nen  anljeim,  fi(^  foftenlod; 
unö  portofrei  üon  unö  eine 
(^rati^probe  ^lortiflor  =  dreme 
fenben  311  (äffen.  5Denn  auc^  bie 
Probe  naturgcmä|3  nur  ju  eini= 
gen  '^ntuenbimgen  reicht,  fo  ge- 
nügt ]ic  bocf)  ba^u,  baf}  Sic  fclbft 
fi^  ein  Urteil  bilben  fönnen. 
'Z)ic  Sinfenbung  ber  angef)ä'ngten 
O5rati^be3ug0farte  lof^nt  fic^  aber 


Sy.tx  abfrriiiKii! 


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Gratis- Bezugskarte. 

Cenben  Sie  mir  foftenlo^  unb  portofrei: 

1.  Sine  ProSe  iporfiflor^fiTreme/ 

2.  t>a^  ^üd)(ein  „t)ie  25?tebergeSurt  ber  e^ön^eit''/ 

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Strafte: 


Poft: 


auc^  be^ruegcn  fe^r,  weil  ujir  3^nen  t)a^ 
v3ü(blein  ,,^xe  33iebergcburt  ber  «Scbön* 
beit",  t>aß  ©ie  über  iie  au|3erorbentli({) 
leben0tt)icbtigen  ^unftionen  ber  ipaut  auf= 
flcirt,  gleicbfall^  foftenlo^  mitfenben. 

Ober  53ortiflor=^af)m  ift  nur  folgen^ 
be^  3u  merfen:  i^ortiflor^r'xabm  förbert 
bie  ir')autbilbung  imb  bietet  bcn  bcften 
(3(^u^  gegen  ^V^etterunbilben.  T^aS  fo 
gefabrlicbe  (2pröbe=  \mi>  ??iffigiücrbcn 
ber  5^aut  toirb  mit  Sieberbett  burc^) 
>Portiflor=[)\a^m  üerbinbert, 

H  o  r  t  i  f  I  o  r  -  Ve  r  t  r  i  e  b 

Berlin  SW  68 
Alexandrinenstraßc  25/26 


Kii|)lri-th-rili-iii'U   \<in 

Ailuii»!  Sili,--f  (..Mi.li.  II.. 

Il.ilin  SW  1.S 


l'liol.  rrilz-Lang-nim  der  i' ja 


aufbaute!  Keine  Utopie!  Kein  Ausschalten  der 
Schwerkraft  und  anderer  physikalischer  Gesetze! 
Diese  Arbeit,  eine  phantastische  Idee  in  Bildern 
einzufangen,  brachte  mich  mit  Professor  Oberth 
zusammen,  der  mein  wissenschaftlicher  Mitarbeiter 
und   Berater    wurde. 

Im  Jahre  1896  entdeckte  ein  astronomischer  Pri- 
vatgelehrter, der  im  Film  den  Namen  Mansfeld 
führt,  daß  das  Urgestein  auf  dem  Mond  mehr  Gold 
enthalte,  als  auf  der  ganzen  Erde  zu  finden  wäre. 
Seine  prophetische  Verkündung  stößt  auf  Wider- 
spruch und  Hohngelächter.  Er  wird  für  irrsinnig 
erklärt,  doch  er  arbeitet  als  Sonderling  weiter  an 
Seiner  Idee.  ^  Klaus  Pohl,  den  ich  als  Filmschau- 
spieler entdeckt  habe,  gibt  diese  Rolle,  diesen 
astronomischen  Narren  und  Phantasten,  der 
schließlich  doch  recht  behält  und  seine  Theorie, 
daß  man  zum  Mond  fliegen  und  von  dort  das  Gold 
holen  könnte,  in  der  Wirklichkeit  durch  ein  Ex- 
periment   bestätigen    kann. 

Zwei  neue  technische  und  szenische  Probleme 
waren  zu  lösen.  Erstens  die  Konstruktion  eines 
Weltraumschiffes.  Sie  erfolgte  genau  nach  den 
wissenschaftlichen  Angaben  Professor  Oberths.  Es 
wurde  ein  42  Meter  hohes,  raketenartig  gebautes 
Weltraumschiff,  das  mit  einer  Geschwindigkeit  von 
11  200  Meter  in  der  Sekunde  fliegen  und  so  der 
Schwer-  und  Anziehungskraft  der  Erde  entfliehen 
könnte.  Zweitens  der  Mondkrater.  In  Babelsberg 
wurde  diese  Landschaft  gebaut,  eine  weite  Sand- 
ebene, in   der  das  Flugzeug  landen  sollte. 

Gerda  Maurus  ist  die  ,,Frau  im  Mond".  Eine 
Werkstudentin  der  Astronomie,  die  sich  für  die 
Idee  eines  Fluges  zum  Mond  so  unerhört  be- 
geisterte, daß  sie  die  Reise  durch  das  Weltall  mit- 
machen mußte.  Fritsch  und  Wangenheim  sind  die 
Männer,  die  sich  um  ihre  Liebe  bewerben  und 
mit  ihr  die  Reise  zum  Mond  antreten.  Sechs  Per- 
sonen   starten,    nur   zwei   kommen    zurück. 

Wir  haben  an  dem  Film  fast  ein  Jahr  gearbeitet. 
Anfang  November  gingen  wir  ins  Atelier,  im  April 
erst  war  unsere  Arbeit  dort  beendigt. 


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bauen  die  Elektroleute  ihren  Plan  auf.  Wollen  ein- 
fach Straßenbahn,  Pferd  und  Kutscher  ver- 
schleppen, damit  sie  erst  fünfundzwanzig  oder 
sechsundzwanzig  Stunden  später  wieder  auftauchen. 

Wer  verhindert  das?  Eine  Frage,  die  leicht  zu 
lösen  ist,  wenn  man  weiß,  daß  Harold  Lloyd  der 
Held  dieses  Films  ist. 

Er  rettet  die  Konzession,  erringt  dem  alten  Dillon 
ein  Riesenvermögen  und  —  wiederum  unschwer  zu 
erraten  —  bekommt  die  Enkelin,  die  nun  natürlich 
sehr  reich  ist,  so  daß  Harold  Lloyd  —  wenigstens 
bis  zu  seinem  nächsten  Film  —  nichts  mehr  zu  tun 
'  braucht. 

Das  Ganze  natürlich  ulkig  aufgezogen,  wie  schon 
unsere  Bilder  zeigen.    Der»  gute  Harold  spielt 'mehr 


/ämipfimSie 


Da  soll  es  wirklich  vor 
kurzem  noch  irgendwo 
in  einer  Ecke  von  New 
York  eine  richtige,  konzessio- 
nierte Pferdebahn  gegeben  ha- 
ben, so  ein  Vehikel,  wie  es 
hier  bei  uns  schon  die  jungen 
Sisters  Barrison  besangen,  die 
heute,  wenn  sie  nicht  gestorben 
sind,  schon  lange  als  Urgroß- 
mütter irgendwo  auf  ihrem  Al- 
tenteil  sitzen. 

Besagtes  Vehikel  ist  ver- 
ständlicherweise den  Besitzern 
der  Aktienmajorität  der  New- 
Yorker  Straßenbahn  ein  Dorn 
im  Auge,  um  so  mehr  als  der 
Eigentümer  mit  dem  schönen 
Namen  Pop  Dillon  Wert  darauf 
legt,  sie  nur  für  eine  mehr  als 
angemessene  Entschädigung  zu 
verkaufen. 

Amerikanische  Konzessionen 
sind  immer,  besonders  aber  im 
Film,  recht  merkwürdig  be- 
griindete  Dinger.  Diese  Pferde- 
bahnkonzession erlischt  zum 
Beispiel,  wenn  das  Wägelchen 
vierundzwanzig  Stunden  lang 
nicht  mindestens  einmal  seine 
konzessionierte  Route  gezogen 
ist.     —     Auf     dieser     Tatsache 

Rechts:      Harold     als     Pferdebahn- 
schallner  ptwt.  Paramount 


Baseball,  als  seine  Brotherren  lieben,  fährt  als 
Autochauffeur  den  Baseballstar  gratis  auf  den 
Kampfplatz  und  wird  mit  seinem  Freibillett  von 
seinem  Chef  erwischt.  Als  er  ihn  herausschmeißt, 
geht  er  mit  dem  geliebten  Mädchen  in  den  Luna- 
park,  erlebt  dort  in  einem  Akt  mehr,  als  in  vielen 
anderen  Films  an  Lunaparkabenteuern  zusammen 
gezeigt  wird. 

Amüsiert,  erfreut  durch  allerhand  Einfälle,  die, 
nebenbei  bemerkt,  von  Walter  Lundin  ausge- 
zeichnet photographiert  sind. 

Auf  dem  Vorspann  des  Films  nennt  man  auch 
noch  einen  Spezialphotographen,  Es  ist  H,  Koh- 
ler —  etwas,  was  deswegen  besonders  erwähnt  sei, 
weil  dadurch  in  Zukunft  die  Vorspanne  noch 
etwas    länger    werden    können,  -      -^  :^ 


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Der  Film,  den  Ted  Wilde  in- 
szeniert hat,  zeigt  nicht  weniger 
als  vier  Manuskriptverfasser, 
nämlich  John  Grey,  Lex  Neal, 
Howard  Rogers  und  Jay  Hove, 

Das  nette  Mädchen,  das  als 
Harolds  Partnerin  durch  das 
Lustspiel  geht,  ist  Anne  Christy, 
während  der  Großpapa  von 
y/oodruff  gespielt  wird. 

Es  fehlen  natürlich  nicht  die 
exzentrischen  Tricks,  Akroba- 
tische Kunststücke,  die  den 
Ruhm  Harold  Lloyds  begünsti- 
gen und  festigen.  Sicherlich  ist 
Charlie  Chaplin  der  berühm- 
tere, der  Mann,  über  den  am 
meisten  geschrieben  wird.  Viel- 
leicht sind  seine  Arbeiten  tat- 
sächlich feiner  und  intensiver 
durchgearbeitet,  steckt  in  ihnen 
mehr  tieferer  Gehalt.  Aber  es 
ist  immerhin  dabei  zu  bedenken, 
daß  man  nur  alle  zwei  Jahre 
einen  neuen  Charlie-Film  fin- 
det, während  Harold  Lloyd  ein 
paar  Mal  im  Jahr  mit  hübschen 
Arbeiten  vor  uns  tritt.  Die 
Quecksilbrigkeit,  die  aus' jeder 
Rolle  spricht,  ist  auch  sonst  im 
Leben  in  ihm.  Er  arbeitet  un- 
unterbrochen, ist  wenig  von 
Stimmungen  abhängig,  strebt 
immer  zu  höchster  Leistung, 
will  immer  weiter  in  der  tech- 
nischen Vervollkommnung,  ohne 
dabei  das  Menschliche,  das  Hu- 
morvolle zu  vergessen.  Seine 
Filme  wollen  erheitern,  unter- 
halten. Sie  sind  unphilo- 
sophisch und  doch  voller  höch- 
ster   Lebensweisheit. 


A 


I 


Ein  hübsches  Sepiett  im  Regen 


Phot.  M.-Q.-M. 


ANEKDOTEN 


„Der  Dichter  wohnt  der  Vorstellung  bei." 

In  einem  kleinen  Orte,  tief  im  Staate  Nebraska,  U.  S.  A., 
gastierte  eine  reisende  Theatergesellschaft.  Die  in  dem 
Orte  angeschlagenen  Plakate  von  amerikanischen  Aus- 
maßen kündigten  die  Darstellung  von  Ibsens  „Ein  Volks- 
feind" an.  In  fetten,  schreienden  Lettern  war  auf  den  Pla- 
katen angezeigt:  ,,Der  Autor,  Mr.  Henrik  Ibsen,  wird  per- 
sönlich erscheinen!" 

Ein  Reisender,  den  das  Schicksal  in  das  weltferne  Nest 
verschlagen  hatte,  besuchte  die  Vorstellung.  Er  war  sehr 
gespannt,  wie  die  Theaterdirektion  es  zustande  bringen 
werde,  den  toten  Ibsen  auf  der  Bühne  erscheinen  zu  lassen. 

Nachdem  die  Stimmung  im  Anfang  sehr  mäßig  war,  gab 
es  nach  der  großen  Szene  im  zweiten  Akt  lebhaften  Bei- 
fall. Als  der  Vorhang  sich  zum  zweiten  Male  senkte, 
erscholl  stürmischer  Beifall,  die  CIaque  funktionierte,  und 
richtig  wurde  der  Autor  gerufen.  An  die  Rampe  trat  ein 
sehr  würdiger,  glattrasierter  Herr  in  schwarzem  Salon- 
Anzug  und  verbeugte  sich  mehrere  Male,  sichtlich  erfreut. 
Am  Ende  der  Vorstellung  mußte  „Mister  Ibsen"  noch 
mehrere   Male   Hervorrufen   Folge   leisten. 

Der  Reisende  suchte  nach  der  Theatervorstellung  den 
Herrn  Thealerdirektor  auf  und  erkundigte  sich  harmlos  und 
treuherzig,  wo  er  wohl  den  Mister  Ibsen  treffen  könne. 
Er  wurde  in  das  gegenüberliegende  Restaurant  gewiesen. 
Dort  saß   der   Herr,  der  den   Dichter   Ibsen  gemimt  hatte, 


mit  einem  anderen  Mann.  Der  Reisende  trat  zu  dem  Ibsen- 
Darsteller,  klopfte  ihm  auf  die  Schulter  und  sagte:  „Herr 
Ibsen,  soviel  ich  weiß,  sind  Sie  doch  schon  einige  Jahre  tot. 
Wie  kommt  es  denn,  daß  Sie  da  hier  noch  erscheinen 
können?"  Herr  Ibsen  sprang  erschrocken  auf,  blickte  sich 
ängstlich  um  und  flüsterte  hastig:  ,, Schweigen  Sie  doch  um 
Gottes  willen,  Sie  ruinieren  uns  ja!"  —  Nachdem  ihn  der 
Reisende  lachend  beruhigt  hatte,  erklärte  Ibsens  Begleiter, 
er  sei  Agent  für  Theaterstücke,  der  Herr  sei  als  Dichter 
bei  ihm  angestellt.  ,,Mein  Gott,  es  geht  nicht  anders", 
meinte  der  Agent,  das  Publikum  kommt  ganz  anders  in 
Stimmung,  wenn  der  Autor  erscheint.  So  ist  unser  Billy 
hier  heute  Ibsen,  ein  andermal  Sardou,  in  einem  kleineren 
Ort  war  er  sogar  Schiller." 


,,W  er  sich  der  Einsamkeit  ergibt  .  .  ." 

Zuckmayer  wollte  sich  einmal  behufs  Ausarbeitung  der 
Idee  zu  einem  Theaterstück  in  die  Einsamkeit  zurückziehen. 
Er  vergrub  sich  also  in  einem  Dorfe  in  der  Mark.  Hier 
wollte  er  ganz  allein  sein  und  nur  seiner  Arbeit  leben. 

Gleich  am  ersten  Tag  seiner  Idylle  kam  ,,Jule"  Falken- 
stein in  das  Dorf  hinaus.  Er  hatte  eine  Gesellschaft  von 
zwölf  Personen  bei  sich.  —  ,,Wir  kommen  nur,  um  zu 
sehen",  sagte  er  freundlich  zu  dem  entsetzten  Dichter,  ,,wie 
du  dich  ausnimmst,  wenn  du  ganz  allein  bist." 


I 


Links  oben:  Mary  Brian 
Rechts  oben:  Noah  Beery 

Mitte:  Alberto  Vaughan 

* 
Rechts:  Richard  Dix 


Oben  links:  Btislcr  Keaton 

Oben  rechts:  Jean  Arthur 

Mitte:  Olga  Baclanova 

* 

Links:  Mary  Brian 

Plict.  Parampiinl,  Melro-Goldwyn-Mnyer,  P.  P. 


Die  Kullurfilme,  die  die  herrliche 
Landschaft  Siziliens  und  den  furcht- 
baren Aelna-Ausbruch  des  Vorjahrs 
im  Film  (estjäehaltcn  haben,  laufen 
jetzt  in  den  deutschen  Kinos.  Aus 
diesem  Anlaß  geben  wir  den  Im- 
pressionen des  verdienstvollen  Kullur- 
lilmmannes    Raum. 

Wir  weilten  in  dem  herrlich  gele- 
genen Taormina.  Urplötzlich, 
gegen  8  Uhr  abends,  verbreitete 
sich  durch  die  kleinen  Cafes  des  Städt- 
chens wie  ein  Lauffeuer  die  Nachricht 
des  Ätna-Ausbruchs.  In  etwa  1000  Me- 
ter Höhe,  inmitten  eines  herrlichen 
Buchenwaldes,  hatte  sich  ein  Krater 
auf^etan,  der  unter  gewaltiger  Rauch- 
und  Dampfentwicklung  Unmengen  von 
Lava  entsandte.  Da  der  Bergwald  in 
der  Nähe  des  neuen  Kraters  ein  großes 
Gefälle  besaß,  ergoß  sich  der  glühende 
Lavastrom  in  rasender  Eile  über  ein 
kilometerweites  Gebiet,  vor  sich  alles 
mit  dem  Lavabrei  zudeckend,  neben 
sich  weithin  durch  die  gewaltige  Hitze 
alles  versengend.  Als  wir  am  nächsten 
Morgen     mit     unseren    Apparaten     am 

Die  Bevölkerung   stellt   ihre  Heiligen    vor 
die  anrückende  Lava 


Der  Feuerstrom  zerstört  den  Ort  Mascali 

Fuße  des  Ätna  ankamen,  war  die  ganze  Gegend  bereits  in  ein  völlig 
undurchsichtiges  Rauch-  und  Dampfmeer  gehüllt;  zahlreiche  Wein-  und 
Zitronengärten  hatte  die  Lava  bereits  überrannt.  In  dem  Orte  Mascali, 
in  dem  wir  tags  zuvor  noch  einen  herrlichen  Tropfen  Ätna-Weines  bei 
den  gastfreundlichen  Plantagenbesitzern  getrunken  hatten,  war  alles  in 
vollstem  Aufruhr;  hieß  es  doch,  in  wenigen  Stunden  die  Habe  auf  den 
kleinen,  zweirädrigen  Karren  aus  dem  Bereich  der  sicheren  Verwüstung 
zu  schaffen.  Was  uns  auffiel  bei  diesem  Massenunglück,  das  so  plötz- 
lich die  Bevölkerung  einer  ganzen  Stadt  betraf,  waren  der  Gleichmut  und 
die  Duldsamkeit,  mit  der  sich  Männer  und  Frauen  in  dieses  unabwend- 


Der  Aetna  von  Catania  aus  gesehen 
Rechts:  Die  Bevölkerung  von  Mascali    rettet    vor    dem    im   Hintergrund  an- 
ruckenden Lavastrom  alles,  was  überhaupt  nur  abzutransportieren  ist 


II 


unbeschreiblich  schönen  und  gleichzeitig 
schaurigen  Anblick  bot  der  Abend  des 
vierten  Tages,  als  die  Lava  Mascali  über- 
rannt hatte,  die  zahlreichen  eingestürz- 
ten Häuser  der  ganzen  Stadt  noch  in 
Flammen  standen  und  immer  neue 
feurige  Massen  sich   heranwälzten. 

Noch  heute,  Monate  nach  dem  Aus- 
bruch, sind  uns  sämtliche  Ereignisse 
dieser  entsetzlichen  Katastrophe  derart 
lebenswahr  in  Erinnerung,  daß  alle  son- 
stigen Erlebnisse  unserer  dreimonatigen 
Sizilien-Expedition,  die  herrlichen  Tem- 
pelruinen zu  Girgenti,  die  wundervoll  er- 
haltenen Theater  zu  Taormina  und  Syra- 
kus,  die  unvergleichlich  schöne  Gegend 
von  Palermo,  völlig  verblassen  gegenüber 
diesem  grandiosen,  in  allen  Phasen  mit- 
erlebten Naturereignis.  Daß  die  Auf- 
nahmen der  großen  Katastrophe  nicht 
bequem  und  gefahrlos  zu  machen  waren, 
das  wird  jedem,  der  die  Bilder  sieht, 
ohne  weiteres  klar  sein.  Der  Kamera- 
mann mußte  seinen  Stand  oft  in  aller- 
nächster Nähe  der  glühenden  Lava 
wählen  und  darauf  bedacht  sein,  nicht  in 
den   Strom     zu   geraten. 

Dr.  Ulrich  K.  T.  Schulz 


Spuren  des  Erdbebens  in  Messina 
vom  Jahre  1908 


Der  Kirchturm,  als  letztes  Wahrzeichen  von  Mascali,  versinkt  in  den  Lavamassen 

bare  Unglück  fügten.  Nirgends  hörten  wir  jemand  klagen  oder  jammern; 
es  scheint,  als  ob  durch  die  zahlreichen  Ausbrüche  der  letzten  Jahr- 
hunderte die  Ätna-Bewohner  von  Generation  zu  Generation  gegen  diese 
Katastrophen  mehr  und  mehr  immun  geworden  sind. 

Während  die  Lava  in  der  nächsten  Nähe  des  Kraters  völlig  flüssig  aus 
dem  Erdinnern  schoß,  war  sie  bei  der  Zerstörung  der  ersten  Häuser 
von  Mascali  bereits  derart  ,, eingedickt",  daß,  die  in  5 — 8  m  Höhe  sich 
heranwälzenden  Lavamassen  völlig  glühendeil  Koksbergen  glichen,  die 
durch    das    stete    Nachschieben    neuer    Meng?'n    weiterkollerten.      Einen 


I 


] 


Die  Lava  erreicht  und  überrennt  die  ersten  Häuser  von  Mascali 
Links:  Lava  bringt  die  Häuser  von  Mascali  zum  Einsturz 


Die  Filme,  durch  die  der 
Name  Charlie  Chaplin 
zuerst  berühmt  wurde  und 
die  seinen  Träger  zum  Filmlieb- 
ling der  ganzen  Welt  gemacht 
haben,  sind  seine  Kurzfilme, 
die  er  vor  „Goldrausch",  ,, Zir- 
kus" und  ,, Lichter  der  Stadt" 
hergestellt   hat. 

Damals  freute  man  sich  an 
diesen  Filmen,  ohne  zu  unter- 
suchen, welche  philosophischen 
Systeme  Charlie  nun  eigentlich 
mit  diesen  herrlichen  Grotes- 
ken begründet  hatte  oder  wel- 
cher Weltanschauung  er  d^rait 
Ausdruck    geben   wollte. 

Immer  hatte  er  es  in  diesen 
Filmen  mit  dem  Großen,  Dicken. 
Er,  der  Kleine,  Unscheinbare, 
vom  Schicksal  und  dem  grim- 
migen, starken  Riesen  immer 
mächtig  gebeutelt  und  umher- 
gestoßen, bleibt  in  allen  diesen 
tempoerfüllten  Grotesken  mit 
ihren  unglaublich  komischen 
Situationen      immer    ,,Herr     im 


Spiel".  Der  Riese  hat  immer 
das   Nachsehen, 

Herrlich,  ,, Charlie  als  Roll- 
schuhläufer", elegante  Bogen 
fahrend,  Pirouetten  drehend, 
seinen  Gegner  zu  Fall  bringend, 
dann  „Charlie  als  Kellner",  mit 
Eleganz  servierend,  die  unmög- 
lichsten Dinge  anstellend,  wei- 
ter ,, Charlie  als  Filmstar", 
welche  Karriere  er  als  Arbeiter 
im  Filmatelier  beginnt;  was  er 
da  anstellt,  ist  eine  Angelegen- 
heit der  Lachtränen. 

Wer  früher  schon  „Charlie 
bei  der  Feuerwehr"  gesehen 
hat,  wird  mit  großem  Vergnügen 
diesen  Film  wiedersehen,  in 
dem  Charlie  der  Schrecken  des 
Feuerwehrdepots  ist  und  doch 
zuletzt  als  Held  dasteht. 

Wenn  er  dann  die  Lebens- 
quelle in  der  Kuranstalt  in  eine 
alkoholspendende  Quelle  ver- 
wandelt, dann  ist  die  Fröhlich- 
keit so  groß  wie  zu  der  Zeit,  als 
diese  kurzen  Filme  erschienen, 
die  in  Kürze  dem  Publikum  zu- 
sammengefaßt   gezeigt   werden. 


Neue  Wege  zum  Filmmanuskript.      Von  Dr.   Werner    Seh  u  {tan 


Schritt  für  Schritt  geht  die  Ent- 
wicklung des  Filmwesens  vor- 
wärts, Schritt  für  Schritt  ver- 
größern sich  die  Anforderungen,  die 
Regie  und  Publikum  an  die  Qualität 
des  Filmmanuskriptes  stellen.  Für  die 
Rummelangelegenheit,  die  der  Film 
vor  dreißig  Jahren  noch  war,  genüg- 
ten Manuskripte  von  dem  künstleri- 
schen, literarischen  und  stilistischen 
Niveau  eines  Zehnpfennigromans. 
Heute  verlangt  man  mit  Recht  von 
dem  Filmautor  eine  fein  ausgeschlif- 
fene, nach  jeder  Richtung  hin  bis  ins 
kleinste  durchdachte  Arbeit.  Der 
Film  ist  nun  aber,  als  Kunst  gewertet, 
kein  Reproduzent  des  reinen  Gesche- 
hens, sondern  er  hat  auch  die  Auf- 
gabe, das,  was  an  Gedanken  und 
Empfindungen  außerhalb  des  Ge- 
schehens, durch  dieses  verursacht 
oder  vermittelt,  mitspielt,  dem  Zu- 
schauer so  nahezubringen,  daß  er  in 
der  Handlung  mit  deren  Helden  ge- 
radezu mitlebt. 

Man  glaubt  allgemein,  daß  sich 
alles,  was  sich  im  Leben  abspielt,  also 
auch  Gedanken  und  Empfindungen, 
durch  Worte  ausdrücken  lasse.  Das 
ist  aber  nicht  der  Fall.  Der  Filmautor 
weiß  am  besten,  daß  gerade  der  Film, 
dessen  Grundlage  ja  die  Bewegung 
ist,  vieles  in  dem  Beschauer  erwecken 
soll,  was  ihm  kein  Roman,  auch  der 
beste  nicht,  jemals  geben  könnte.  Wir 
können  im  Film  fast  von  einer  Son- 
dergruppe der  darstellenden  Kunst 
sprechen,  der  die  Aufgabe  zufällt, 
durch  Bewegungen  das  Wort  nicht 
nur  zu  ersetzen,  sondern  auch  künst- 


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lerisch  zu  ergänzen.  Es  liegt  nicht 
nur  im  Auge  des  Beschauers,  wie  eine 
Filmszene  auf  ihn  wirkt;  das  gemein- 
same Arbeiten  von  Autor,  Regisseur 
und  Darsteller  wird  vielmehr  in  ihm 
jene  Empfindungsgruppen  auslösen, 
die  durch  die  entsprechenden  Bewe- 
gungsfolgen anklingen. 

Wenn  manche  Filmautoren  oft  dar- 
über klagen,  daß  das,  was  auf  der 
Leinwand  abrollt,  sich  in  wichtigen 
Gefühlspunktcn  mit  dem,  was  sie  ge- 
schrieben zu  haben  glaubten,  nicht 
deckt,  so  ist  die  Schuld  meist  nicht 
beim  Regisseur  oder  den  Darstellern 
oder  gar  bei  dem  Operateur  zu  suchen, 
sondern  bei  dem  Schriftsteller  selbst. 
Das  mag  vielleicht  seltsam  klingen, 
aber  es  ist  doch  so. 

Nehmen  wir  den  Fall  an,  der  Autor 
wolle  darstellen  lassen,  wie  ein 
Mann  in  seinem  Zimmer  ans  Fenster 
tritt  und  hinausschaut.  Es  ist  klar, 
daß  diese  Bewegung  erst  dann  einen 
Sinn  bekommt,  wenn  sie  diktiert  und 
getragen  ist  von  einer  bestimmten  Ge- 
dankengruppe. Daß  diese  zahllosen 
Schattierungen  unterliegt,  versteht 
sich  eigentlich  von  selbst.  Und  hier 
setzt  nun  eine  Erfindung  ein,  die  ge- 
eignet erscheint,  das  ganze  Manu- 
skriptwesen von  Grund  auf  zu  revolu- 
tionieren. 

Es  ist  die  Bewegungsschrift.  Ge- 
boren wurde  sie  aus  den  Notwendig- 
keiten einer  Kunst,  die  dem  Film  eng 
wesensverwandt  ist,  dem  Tanz.  Es  ist 
interessant,  zu  wissen,  daß  die  An- 
fänge dieser  Bemühungen  bis  in  das 
16.  Jahrhundert  zurückreichen.  Um 
diese  Zeit  finden  wir  bereits  die  ersten 
Versuche  einer  Bewegungsnotation  in 
dem  Tanzbuch  der  Margarethe  von 
Österreich.  Der  nächste,  der  sich 
um  die  Bewegungsschrift  bemühte,  war 
der  Domherr  Jehan  Tabourot,  der 
unter  dem  Decknamen  Thoinot  Ar- 
beau  im  Jahre  1589  in  Paris  seine 
,,Orchesographie"  erscheinen  ließ.  Die 
Suche  nach  einer  brauchbaren  Bewe- 
gungsschrift    hat    eigentlich    nie    auf- 


Links:  System  Laban. 
Unten:  System   Vischer-Klamt 


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Darstellung  einer  Armbewegung  mit 
Berührung  des  Kopfes 


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System  Laban 


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Stellung 


2  Schritte  vor 
nach  uorn  neigen 


gehört.  Die  „Choreographie"  von  M. 
Feuillel,  im  Jahre  1701  ebenfalls  in  Paris 
erschienen,  bot  für  die  Bewegungsforscher 
der  nächsten  Jahrhundertc  die  Grundlage. 
Alle  diese  Versuche  aber  scheiterten  und 
mußten  scheitern,  weil  man  sich  lediglich 
darauf  beschränken  wollte,  den  von  dem 
Tänzer  zurückgelegten  Bodenweg  auf- 
zuzeichnen und  die  Körperbewegungen,  in 
Gruppen  zusammengepreßt,  durch  Posi- 
tionszeichen zu  notieren.  Sogar  die  üble 
Methode  des  sogenannten  ,, Männchen- 
malens", also  der  schematischen  Zeich- 
nung eines  ganzen  Menschen,  spukte  her- 
um und  hat  sich  bei  einzelnen  Tanzschrilt- 
stellern,  wie  Jaap  Kools,  erhalten.  Erst 
Rudolf  von  Laban  war  es,  der  die 
Bewegung  innerhalb  des  Raumes  selbst  zu 
erforschen  und  in  ihre  Grundfaktoren  auf- 
zulösen begann.  Es  würde  hier  zu  weit 
führen,  die  Lehre  Labans  in  ihren  Grund- 
lagen und  Auswirkungen  darzustellen. 
Nur  so  viel  sei  hier  gesagt,  daß  wir  heute 
dem  Raum  und  den  in  ihm  schwebenden 
Bewegungen  nicht  mehr  mit  der  gleichen 
Ahnungslosigkeit  gegenüberstehen  wie 
ehedem. 

Laban  war  es  auch,  der  vom  ersten 
Augenblick  an  die  Notwendigkeit  er- 
kannte, in  diesen  neu  erforschten  Raum, 
in  dieses  Strahlenbündel  von  Bewegungen 
hinein,  eine  Schrift  zu  setzen,  die  es  er- 
laubte, jede  Bewegung  kurz  und  eindeu- 
tig so  zu  notieren,  daß  aus  dieser  Schrift 
nicht  nur  ihre  Form,  sondern  auch  ihr  ge- 
fühlsmäßiger Inhalt  abgelesen  werden 
konnte. 

Unabhängig  von  Laban,  aber  doch  be- 
einflußt durch  die  ganze  um  ihn  schwin- 
gende tänzerische  Atmosphäre,  schuf  ein 
zweiter  Forscher,  Jo  Vischcr- 
K  1  a  m  t ,  ebenfalls  eine  Bewegungs- 
schrift, die,  auf  physiologischen  und 
psychologischen  Grundlagen  aufbauend, 
dem  gleichen  Zweck  diente  und  das 
gleiche  Ziel  erreichte.  Die  beiden  Systeme 
sind  heute  allgemein  als  führend  an- 
erkannt. Sie  unterscheiden  sich  dadurch, 
daß  Laban  mehr  den  formalen,  Vischer- 
Klamt  mehr  den  biogenetischen  Gesichts- 
punkt betont. 

Man  hat  zu  allen  Zeiten,  in  denen  man 
diesen  Problemen  überhaupt  nachspürte, 
nur  die  Bewegung  als  solche  zu  erfassen 
gesucht;   der  Gedanke,   sie   in  direkte  Be- 


1^ 


Ziehung  zu  dem  Raum  zu  setzen,  in  dem 
sie  schwingt,  tauchte  erstmalig  bei  Rudolf 
von  Laban  auf  und  ist  dann  auch  von 
Vischer-Klamt  aufgenommen  worden.  Man 
entdeckte  nämlich,  daß  nicht  die  Be- 
wegung den  Raum  bestimme, 
sondern  der  Raum  die  Bewe- 
gung. Vielleicht  scheint  das  auf  den 
ersten  Blick  unerheblich;  in  Wirklichkeit 
ist  es  aber  das  ganze  Grundproblem  der 
Bewegungsschrift  überhaupt!  Der  Raum 
als  seelisch  einwirkender  Faktor  steuert 
unser  ganzes  Empfindungs-  und  Gedanken- 
leben in  so  seltsamer  Weise,  daß  es  un- 
begreiflich scheint,  wieso  man  seine  Be- 
deutung nicht  schon  viel  früher  erkannt 
hat.  Raumgefühl,  erzeugt  durch  Körper- 
gefühl, d.  h.  durch  das  Wissen  um  die 
Schwingungen  des  eigenen  Körpers  im 
Raum,  ist  das,  was  uns  in  allen  unseren 
Lebensäußerungen  ausschlaggebend  beein- 
flußt. Der  Filmautor  muß  ja  mehr  sein 
als  nur  ein  trocken  sachlicher  Bericht- 
erstatter des  Lebens:  er  muß  Dichter 
sein,  aber  ausgerüstet  mit  einem  besonde- 
ren Sinn,  der  ihn  das  Leben  als  Bewe- 
gung   empfinden    läßt. 

So  liegen  die  Dinge.  Dem  Filmautor 
bietet  sich  hier  eine  Ausdrucksmöglichkeit 
von  so  unglaublicher  Präzision  und  Fein- 
heit, wie  sie  bisher  nur  in  den  Träunren 
der  Autoren  und  Regisseure  existierte. 
Mit  wenigen  Zeichen  vermag  er  heute 
Dinge,  die  nur  durch  Bewegung,  aber  nie 
durch  Worte  ausdrückbar  sind,  eindeutig 
und  klar  schriftlich  zu  fixieren.  Nun  hat 
er  die  Möglichkeit,  eben  durch  die  Bewe- 
gungsschrift entscheidenden  Einfluß  auf 
die  Regie  zu  gewinnen.  Mißverständnisse 
in  der  Auffassung  eines  Themas  zwischen 
Autor,  Regisseur  und  Darsteller  sind  von 
nun  an  unmöglich  gemacht.  Dem  Blick 
des  Vorausschauenden  eröffnet  sich  hier 
eine  Perspektive  von  so  ungeahnter  Weite, 
daß  diese  Erfindung  den  Schlußstein  zu 
bilden  scheint  für  das  stolze  Gebäude 
dramatischer  Filmgestaltung.  Die  in  den 
Abbildungen  durch  Notierung  in  beiden 
Systemen  dargestellten  Bewegungsfolgen 
aus  dem  Ufa-Film  ,, Hochverrat"  zeigen 
überzeugend,  mit  wie  wenigen  Zeichen 
eine  solche  ganze  Bewegungsfolge  nicht 
nur  formal,  sondern  auch  inhaltlich  dar- 
gestellt werden  kann. 

Den  Filmautoren  steht  nun  der  neue 
Weg  offen.  Zeigen  Sie,  meine  Herren,  daß 
Sie  Ihr  Handwerkszeug  zu  brauchen  wis- 
sen, und  daß  Sie  fortschrittlich  genug 
sind,  um  an  keiner  Neuerung  vorbei- 
zugehen, die  Ihnen  zur  künstlerischen 
Vollendung  Ihrer  Arbeit  dienen  kann! 

System  Vischer-Klamt 


^Qi^^dgS-  ^  ^lesiQ 


£fN  ROMAN     VON  STANHOPE 


2.  Fortsetzung 

Es  zeigte  sich,  daß  Bill,  von  ihrem  Tatendrang  angesteckt, 
sich  ohne  ihr  Wissen  in  Frauenkleidern  hatte  aufnehmen  lassen. 
Er  schickte  die  Bilder,  welche  die  Unterschrift  ,, Belle  Billie??" 
(mit  zwei  Fragezeichen!)  an  alle  Variete-Agenturen,  die  er  im 
Telephonbuch  fand,  und  hoffte  zuversichtlich  auf  Erfolg. 

Am  3.  Oktober,  sie  würden  das  Datum  nie  vergessen,  fanden 
sie  eine  Postkarte  vor,  auf  der  die  ,, Agentur  Artista"  den  ge- 
ehrten Herrn  nach  vorheriger  telephonischer  Anmeldung  um 
Rücksprache   bat. 

Bill   mußte   beichten. 

..Donnerwetter,  das  hast 
du  ja  großartig  gemacht", 
anerkannte  Billie,  ,,zeig  doch 
mal  die   Bilder!" 

,,Du  siehst  aus  wie  eine 
pensionierte  Vogelscheuche. 
Was  sind  denn  das  für  gräß- 
liche  Kleider?" 

Bill  gab  Bericht,  die 
Schwester  grinste: 

,,Na,  viel  Geschmack 
scheint  ja   die  , Artista'  auch 


Sdihäriitk  verboten 


:ht 


habe 


„Also 


morgen  in   der  Mittagspause 
geht's    hin." 

Bill  bebten  die  Knie,  als 
er  vor  dem  düsteren  Haus 
der  ,, Agentur  Artista"  stand. 
Billie  wollte  unten  warten. 

,,Ich  möchte  vorher  lieber 
einen  Kognak  trinken",  sagte 
Bill. 

Sie  tranken  beide  vier 
und  gingen  gemeinsam  und 
mutig  das  düstere  Stiegen- 
haus empor. 

Georges  Faisal  hieß  der 
Impresario  und  Leiter  des 
Büros.  Er  war,  nehmt  alles 
nur  in  allem,  ein  recht  be- 
leibter Mann  und  trug  mit 
der  Wüidc  eines  Bernhardi- 
ners als  einzigen  Kopf- 
schmuck elf  lange  Haare, 
die  nach  Art  der  napoleoni- 
schen Frisur  als  Locke  seine 
Stirn  streichelten.  Er  schien 
überhaupt  eine  Vorliebe  für 
den  Korsen  zu  haben;  nicht 
nur,  daß  er  überall  erzählte, 
er  sei  in  Ajaccio  auf  Kor- 
sika geboren  (seine  Wiege 
stand  in  Neuruppin,  und  er 
hieß     mit     seinem      rechten 

Namen  Peter  Steinbrink),  nicht  nur,  daß  er  sich,  wo  er  ging  und 
stand,  mit  Büsten  und  Bildern  seines  Idols  umgab,  nahm  er  sich 
die  Mühe,  Gang  und  Haltung  Bonapartes  nachzuahmen  und  seine 
Reden  mit  korsischen  und  italienischen  Worten  zu  durchmengen, 
die   er   selbst    erdachte. 

Zu  diesem  Mann  begab  sich  das  Geschwisterpaar.  Er  hatte 
eine  Zweizimmerwohnung  inne,  die  aufs  bunteste  mit  den  Pla- 
katen bedeutender  Artisten  ausgestattet  war,  und  eine  Wand 
nahm  Hunderte  von  Anerkennungsschreiben  ein;  da  schrieb  z,  B. 
Frau  Rittergutsverwalter  M,  inP.;  „Bestätige  Ihnen,  Herr  Georges 
Faisal,  gern,  daß  unsere  Tochter  Elsbeth,  die  wir  zur  Kunst- 
reiterin bestimmten,  durch  Ihre  Hand  nach  Pittsburg  ins  Engage- 
ment reiste,  und  schreibt  dieselbe  erfreute  Briefe  aus  Valparaiso, 
Santiago  und  Meran." 

In  diesen  und  anderen  Tönen  sangen  viele  Schreiben  das  Lob- 
lied   Georges   Faisals,   der   mit    Ausnahme    seiner   komischen   Lei- 


ERIKA   DA 

spielt  in   dem    Ufafilm   ,,Wenn  Du 


denschaft  bescheiden  geblieben  war,  Bill  und  Billie  warteten 
im  Vorraum,  wo  ein  dünnes  Mädchen  nach  ihrem  Begehr  fragte, 
im  rückwärts  gelegenen  Zimmer  mit  der  Anmeldung  verschwand 
und  nach  zehn  Minuten  mit  der  Bitte  wiederkam,  sie  möchten 
eine   Sekunde   warten. 

Die  Mittagspause  war  schon  längst  verstrichen,  als  Herr 
Georges  Faisal  seine  Besucher  zu  sich  bat: 

,, Verzeihen  Sie",  sagte  er,  .meine  Arbeit  ist  riesig,  ist  miraku- 
lös,  Sie  wissen!" 

Bill  und  Billie  wußten. 
Das  heißt,  eigentlich  wuß- 
ten  sie   nicht,   daß   die   Lek- 
türe   erotischer   Romane   die 
Arbeitsüberhäufung  der 

,, Agentur   Artista"   verschul- 
dete. 

Sie  sagten  dennoch,  daß 
sie   es  wüßten. 

Herr  Georges  Faisal  rieb 
sich  die  Hände:  „Ich  habe 
etwas  für  Sie,  es  ist  Ihr 
erstes  Engagement,  nicht 
wahr?"  Er  wandte  sich  zu- 
nächst an  Billie,  dann  an 
Bill,  sah  mit  großer  Ge- 
schwindigkeit abwechselnd 
beide  an,  starrte  auf  eine 
Napoleonbüste  auf  dem 
Schreibtisch  und  fragte  end- 
lich: 

,,Wer  von  Ihnen  ist  denn 
nun    , Belle   Billie'?" 

Billie,  die  zwar  die  Bilder 
gesehen,  aber  die  Unter- 
schrift nicht  gelesen  hatte, 
war  verwundert  über  die 
Frage  und  schüttelte  den 
Kopf.  ,,Was  will  der  denn 
von   mir?" 

Beide  antworteten  zur 
gleichen    Zeit: 

„Ich,  ich  bin  Billie!" 
Es  dauerte  fünfundzwan- 
zig Minuten,  bis  die  Mißver- 
ständnisse geklärt  waren 
und  der  Impresario  seine 
Vorschläge  zu  unterbreiten 
begann; 

„Die  .gelbe  Nachtigall'  will 
Sie  sehen.  Für  ein  erstes 
Engagement  ist  das  unbe- 
schreiblich ehrenvoll,  Sie 
wissen!  Die  , gelbe  Nachti- 
gall' ist  das  feinste  Kabarett 
im  Süden   der    Stadt,    Sie   wissen!  " 

Bill  und  Billie  wußten  in  der  Tat.  Die  „gelbe  Nachtigall", 
ein  Lokal,  das  sie  bei  Einbruch  der  Dunkelheit  nur  im  Schutze 
eines  Faustkämpfers  betreten  hätten,  verbreitete  Sonnabends  in 
den  umliegenden  Häusern  Zettel,  die  um  gütigen  Zuspruch  der 
Bewohner  baten  und  mit  zartfühlenden  Worten  auf  die  fett- 
gedruckte Devise  des  Etablissements  aufmerksam  machten; 
,, Jedem  Mann  ein  Mädel!" 

,,Die  , gelbe  Nachtigall'  wird  Ihr  Sprungbrett  sein,  junger 
Mann!  "  Der  prophetische  Geist  Bonapartes  strahlte  bei  diesen 
Worten  a"«'   seinen  Augen. 

„Aber  bie  haben  ja  noch  gar  nicht  gesehen,  ob  ich  was  kann!" 

Eine  wegwerfende  Handbewegung  war  die  ganze  Antwort.    „Sie 

sind  zum  Probesingen  bestellt;   engagiert  man  Sie,  geben  Sie  mir 

20  Prozent   Ihrer  Gage,  engagiert   man  Sie  nicht,   müssen  Sie  mir 

zwanzig  Mark  bezahlen.  Das  ist  ein  glattes  Geschäft,  Sie  wissen!" 


N  N  HOF  F 
einmal  Dein  Herz   verscfienfist" 


Er  drückte  ihnen  ein  Pappkärlchcn  in  die  Hand  und  empfahl, 
auf  schnellstem  Wege  die  ,, gelbe  Nachtigall"  aufzusuchen.  Dann 
wandte  er  sich  dem  Genüsse  eines  grellen  Romans  zu  und  sagte 
halblaut:  Auf  Wiedersehen. 

Das  war  nun  schon  zwei  Stunden  her,  daß  die  Mittagspause 
vorbei  war.  Jetzt  aber!  Sie  rannten  mit  den  Automobilen  um 
die  Wette  und  kamen  erschöpft  und  beinahe  vom  Omnibus  ver- 
stümmelt  beim   Hause  Terpin  an. 

,, Gehen  Sie  zu  meinem  Gatten!"  sagte  Frau  Mafalda  streng. 
Sie  sagte  immer  ,, Gatte",  wenn  sie  böse  war.  Und  böse  war 
sie  über  die  Verspätung;  im  Hause  Terpin  herrschte  preußische 
Ordnung,   römische   Pünktlichkeit   und  griechisches   Stilgefühl. 

Dr.  Mosch  stand  gerade  an  seinem  Arbeitsplatz  und  prüfte  mit 
Genauigkeit    seine   Erfindung   nach. 

Er  war  nicht  nur  Männchen,  Chemiker,  Erfinder  und  Gafte, 
sondern  zugleich  Personalchef;  erstens  weil  Mafaldas  schwache 
Nerven  dem  Ärger  der  Engagements  und  Entlassungen  nicht  ge- 
wachsen waren;  dann  aber  auch,  weil  seine  Kenntnis  des  mensch- 
lichen Körpers  der  Firma  zu  den  bestaussehenden  Vorführdamen 
verhalf.  Jene  Fräuleins,  an  denen  das  gute  Leben  in  den  Mode- 
salons Terpin  mit  den  Jahren  nicht  spurlos  vorübergegangen  war, 
lud  er  zu  gewissen  Zeiten  zum  Abendessen  ein,  drückte  ihnen 
beim  Abschied  ein  lila  duftendes  Kuvert  in  die  Hand.  „Zu  Hause 
erst  öffnen!"  lächelte  Dr.  Mosch  und  entging  auf  diese  Weise 
allen  unersprießlichen  Auseinandersetzungen.  Das  Kuvert  ent- 
hielt einen  Hundertmarkschein,  eine  wehmütige  Kündigung  und 
ein  Empfehlungsschreiben  an  den  Leiter  der  Ortskrankenkasse. 
Es  zeigte  sich  mit  der  Zeit,  daß  sämtliche  weibliche  Angestellten 
dieses  gemeinnützigen  Instituts  aus  dem  Personal  der  M.  Terpin 
G.  m,  b.  H.   hervorgegangen   waren. 

Ohne,  daß  das  Gehalt  des  Krankenkassendirektors  derartige 
Anschaffungen  aufzuhalten  vermochte,  rühmte  man  die  Fähigkeit 
seiner  Gattin,  die  köstlichsten  Roben  der  Saison  zu  tragen.  Nei- 
dische Zungen  allerdings  —  doch   lassen  wir  das. 

Es  pochte,  als  Dr.  Terpin  seine  Erfindung  erprobte  und  mit 
Stoffen  experimentierte,  die  brausende  und  zischende  Töne  von 
sich  gaben  und  einem  unvorbereiteten  Gast  die  Überzeugung  bei- 
gebracht hätten,  daß  eines  Tages  der  Modesalon  dem  Erdboden 
gleich  sein  würde. 

,, Herein,  herein,  herein!"  sang  der  gelehrte  Mann,  ohne  seine 
Arbeit  zu  unterbrechen.  Er  glaubte,  es  sei  Myra  Tipola,  die 
blauschwarze  Bulgarin,  eine  seit  dem  Ersten  engagierte  junge 
Dame,  deren  Qualitäten  er  zwar  schon  mehrfach  festgestellt 
hatte,  indessen  immer  noch  nicht  so  sicher,  daß  es  unnötig  ge- 
wesen wäre,  die  Lücken  seines  Gedächtnisses  auszufüllen. 

Billie  trat   ein,  um  eine  Strafpredigt  zu  hören. 

„Hallo!"  sagte  Terpin,  „Hallo,  mein  sprödes  Fräulein.  Das 
nenne  ich  eine  Überraschung.  Riegeln  Sie  ab  und  bitten  Sie 
mich  um  Verzeihung!  Treten  Sie  näher,  gutes  Kind,  ich  möchte 
sagen,  näher!" 

„Es  tut  mir  ja  sehr  leid,  Herr  Doktor,  und  —  ich  meine,  ich 
glaube  nicht,  daß  das  nochmal  passieren  wird " 

„Schon  gut,  treten  Sie  doch  näher.  Beste!" 

„Im  Gegenteil.     Gestatten  Sie,  daß  ich  mich  zurückziehe!" 

„Aber  warum  denn  —  Sie  sind  kostbar!"  Etwas  unsicher  sah 
er  sie  an.  „Wer  wird  denn  so  mißtrauisch  sein?  Komm,  Billie- 
chen,  gibt  Küßchen,  und  wir  sind  versöhnt." 

„Sie  sollen  ,Sie'  zu  mir  sagen!  Außerdem  bin  ich  nicht  Ihr 
,Billiechen'!  Lassen  Sie  Ihre  Finger  von  mir,  lieber  alter 
Herr!" 

Sie  gab  ihm  einen  Stoß  vor  den  in  bedrohliche  Nähe  gerück- 
ten  Brustkasten  und   wandte   sich. 

„Adieu!" 

„Hiergeblieben!"  donnerte  schwach  Herr  Dr.  Mosch,  „wie 
sprechen   Sie  mit  Ihrem   Chef?" 

Billie  hörte  schon  nichts  mehr.  Der  Knall  der  Tür  hatte  die 
Worte    des   Prinzipals    verschluckt. 

Der  gelehrte  Mann  raste  ihr  nach,  fand  sie  und  Bill  mit  Un- 
schuldsmienen bei  der  Arbeit;  das  brachte  ihn  noch  mehr  aus  der 
Fassung,  und  er  schrie  wie  ein  hungriger  Seeadler:  ,,Sie  bleiben 
mir  heute  hier,  kein  Schritt  wird  aus  dem  Hause  gegangen!  Ge- 
arbeitet wird,  ich  möchte  sagen,  bis  Sie  schwarz  und  blau  sind! 
Beide!    Verstanden?" 

„Zu  Befehl!"  sagte  Billie   frech. 

Dr.  Mosch  verschwand. 

„Kann  er  das  verlangen?"   fragte  sie   ihren  Bruder. 

„Das  kann  er   verlangen!" 

„Na,  wenn  er's  verlangen  kann,  dann  kann  er's  verlangen; 
bleiben  wir  also.  Heute  können  wir  doch  nicht  mehr  zur  ,öelben 
Nachtigall!" 


Das  Teufelchen  der  Verführung  zwinkerte  dem  Teufelchen  der 
süßen  Rache  zu:  ,, Passen  Sie  mal  auf!" 

Mosch  und  Mafalda  waren  bei  Exzellenz  von  Knalter  zum  Abend- 
essen eingeladen.  Die  alte,  recht  wohlhabende  Baronin  hatte 
für  ihre  Tochter  ein  äußerst  reizvolles  Abendkleid  bestellt,  dessen 
sparsame  Gestaltung  kaum  im  Verhältnis  zu  seinen  Kosten  stand. 
Rätsel  dieser  und  ähnlicher  Art,  hatte  sich  Frau  von  Knatter 
vorgenommen,   am   heutigen   Tage  zu  lösen. 

Geehrt  durch  den  Verkehr  mit  altem  Adel,  zog^n  die  Eheleute 
davon,  schlössen  die  Eingangspforte  ab  und  zwanger  solcher 
Art    die   Geschwister   zu    bleiben,   bis   sie   wiederkamen. 

,,Eine  Gemeinheit!"  sagte  Billie.  ,,Ich  arbeite  keinen  Strich. 
Wir  werden  heute  Generalprobe  zum  morgigen  Vorsingen  machen." 

Bill  war  einverstanden. 

Er  hatte  39  Grad  Lampenfieber  und  zitterte  vor  dem  anderen 
Tage. 

Franz,  der  Hausdiener,  hatte  sich  diskret  zurückgezogen,  um 
bei  ,, Vater  Meike"  den  gewohnten  Schoppen  zu  genehmigen. 

,,Ist  doch  eigentlich  eine  Frechheit,  uns  einzuschließen!" 
konnte  Billie  sich  nicht  beruhigen. 

Beide  verließen  das  Kontor,  gingen  in  die  vorderen  Säle. 
Billie  setzte  sich  nieder  und  gab  durch  Händeklatschen  das 
Zeichen  zum   Beginn   der  Privatvorstellung. 

Bill  trat  auf  und  begann  mit  einem  Scherzlied.  Er  trug  es 
mit  Anmut  vor  und  fühlte,  daß  er  die  Hoffnung  der  Variete- 
bühnen der  ganzen  Welt  war.  Das  Chanson  hatte  viele  inhalt- 
reichen Strophen;  er  sang  sie  mit  Ausdauer  und  großem  Stimm- 
aufwand. 

Es  schlössen  sich  die  übrigen  Nummern  seines  Programms  an. 
Und   Billie   kritisierte: 

Anitras    Tanz:    „Etwas   weicher    in    den    Knien,    Bill!" 

Neger-Chanson:   „Bauch  rein,   nicht   so   frech  dastehen!" 

Step-Tanz:    ,, Schon  besser,   noch   schmalziger,   Bill!" 

Neger-Chanson:    ,,Gut    so!" 

Anitras  Tanz:  ,,Noch  leichter,  so,  so  —  noch  weicher!" 

Anitras  Tanz:  ,,Fein,  vergiß  das  morgen  um  Gottes  willen 
nicht,   Bill!" 

Erschöpft   machte   Bill   eine  Pause. 

,, Hammel,  meine  Tinte!"  schrie  Billie  entsetzt.  „Wir  Kamele, 
wir  Riesenkamele!" 

,,Was   ist    denn,   was   hast   du  denn?" 

„Wir  Kamele!" 

,,Ohne  Zweifel,  aber  warum  denn?" 

,,Hast  du  vielleicht  daran  gedacht,  daß  du  kein  Kostüm  zum 
Vorsingen  hast?" 

,, Natürlich  habe  ich.  Natürlich.  Ich  ziehe  eins  von  deinen 
Kleidern  an." 

,,Ach  nee?  Vielleicht  das  Stilkleid,  oder  das  goldglänzende, 
ärmellosse,  oder  das  aus  Taft  mit  Silber,  oder,  oder  —  meine 
zwei  kleinen  Fähnchen,  die  man  nicht  einmal  ins  Theater  an- 
ziehen kann?" 

„Was  denn,  Kleid  ist  doch  Kleid!" 

„Und  so  was  ist  seit  vier  Jahren  im  größten  Modehauj  der 
Stadt  beschäftigt,  Bill,  du  bist  ein  —  — !  Bill,  sieh  mal,  zu 
so  'ner  Sache  mußt  du  ein  Abendkleid  haben,  wenn  du  nicht 
ausgepfiffen  werden  willst.     Was  machen  wir,  was  machen  wir?" 

,,Ist   denn  das   wirklich   so  nötig?" 

„Ja.  Weißt  du,  Bill,  wir  pumpen  uns  —  ach,  natürlich  —  so 
geht  es  —  an  der  Quelle  saß  der  Knabe  —  wir  pumpen  uns 
von  Mafalda,  ohne  ihr  was  zu  sagen,  und  übermorgen  geben  wir 
alles  zurück!" 

,,Und  wenn  ich  engagiert  werde?" 

,,Das  soll  uns   erst  morgen   bedrücken!" 

,, Billie,  du  bist  eine  leichtsinnige  Fliege.  Na,  und  wie  kriegen 
wir  die  Sachen    raus?     Die  haben  doch  abgeriegelt!" 

,, Verlaß  dich  auf  mich.  Ja,  wenn  du  deine  Schwester  nicht 
hättest,  könntest  du  in  fünf  Jahren  noch  ebenso  wie  heute 
Zahlen,  Zahlen,  Zahlen  malen!  Bin  ich  nicht  kostbar?  Ver- 
schwinde mal  für  fünf  Minuten  im  Büro;  ich  will  währenddessen 
zaubern,  süßer  Junge." 

Kopfschüttelnd    verschwand   Bill. 

Zierliche  Pirouetten  drehte  Billie,  setzte  das  eine  Füßchen  über 
das  andere,  wippte  im  Takt  zu  selbst  komponierten  Pfiffen  und 
betrachtete  eingehender  als  je  die  Abendkleider  des  Hauses 
Terpin.  Schließlich  fand  sie  in  einer  versteckten  Ecke  ein 
schneeweißes  Seidenkleid,  das  nach  den  neuesten  Wünschen 
einer  exzentrischen  Dame  bis  zum  Handgelenk  geschlossen  war. 
Wenig  Raum  nahm  das  dazugehörige  Rüstzeug  der  Schönheit  ein: 
die  Silberstrümpfe,  Silberschuhe,  ein  hauchzarter  Schleier  und 
die  seidenweiße  Tasche.  Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreichten 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    ,,F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n".     Berlin    SW  68,    ZimmerstraBe    35 — 41 
Scherlverlag.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
.skriptangelegenheiten  bitten  wir  folgeiules  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Kiickporto  beizufügen.  Ji-de  Einsendung:  eines  Jlanuskl-ipts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2—3  Schreilimaschincnseiteu 
sind  zur  Einseuduii^  an  die  l-ilmindiisirie.  lle^isseure  usw.  }?eei^iiet.  i'iir 
Verlust  der  eiuKo.'-aiulten  Jl.-inuskiipie  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  .-ilso  soll  der  Verf.isser  nur  Burchsehliige  senden,  von 
handgeschriebenen   Sendungen   (leserlich)    eine   Abschrift   zurückbehalten. 


Fritz 

l'ng 

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SPP 


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Fritz      S  c  Ii  u  1  z  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,       Dresden: 
widmt    Berlin    \V,    Olivaer    Platz    \.       Er    ist     unveilieir.itel. 
.ilt,   wie   Sie  geschätzt   h;iben.     .Schulz  filmt   augenblicklich    I 
als   Partner   von   Canüll.i  Hörn    In   ,..\ladoiiii:i   im  Fegefeuer' 

Ella  T..  Berlin:  Lien 
Peyers  ist  am  besten  durch  die 
Deutsche  Universal.  Kerlin  \\  S, 
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.Siegfried  -Arno  wohnt  Berlin 
■\V.  Zähringer  Stniße  .').  —  Iris 
Arlans  Berliner  Adresse  ist 
Charlottenb.,  Westend-Allee  71. 
Ossi  ()sw:ild.i  hat  ihre  AVcdinung 
in  Berlin  W  Id.  Hohenzollern- 
str.iße  14.  Evelyn  ISrent  errei- 
chen -Sie  durch  die  Paramounl- 
F.imous-I.asky -Studios.  Holly- 
woimI.    Kalifornien.    U.S..\. 

V  i  I  m  a  M..  B  e  r  1  i  n  :  Lien 
Deyers  ist  durch  die  Deutsehe 
Universal.  Berlin  W  8,  Mauer- 
straße  S2.   erreichbar. 

F  i  I  m  r  a  n  g  e  A.  K,.  Ber- 
lin: Die  kleine  Inge  Landgut 
kann  noch  nicht  .Autogramme 
geben.  —  Dita  Parlo  filmt 
augenblicklich  in  Berlin.  — 
Filme  mit  ^fargarete  Schlegel 
und  Cilly  Feindt  sind  bis  jetzt 
noch  nicht  angekündigt.  Die 
betreffenden  Cilly  Feindt-Filme 
wurden  vor  zirka  zwei  .lahren 
gedreht.  Die  Partner  der  Küusi- 
lerin  im  Film  ,, Feldmarschair 
waren  Harry  Gondy  und  Harr> 
Hardt.  ■ —  ., Morgenröte"  mit 
\N  eruer      Fuettercr,      Carl      de 


Vogt,  Elga  Bruik  und  Helga 
'Ihomas  ist  in  Berlin  vor  kur- 
zem herausgekommen.  —  Cilly 
Feindt  ist  eine  große  Blumeu- 
freundin. 

Die  Schwärmer  aus 
Barmen:  Jack  Trevor 
wiihnt  Berlin  W,  Bendlerstr.  9. 
Er  wurde  am  14.  Dezember  in 
London    geboren. 

Iv.  Seh..  D  a  n  z  i  g  :  Cli\  e 
Brook,  Lane  Chandler  und 
(jary  Cooper  sind  durch  die 
l'aramount  -  Famous-Lasky-Sui- 
dios,  Hollywood,  Kai.,  U.S..\., 
zu  erreichen.  —  üunnar  Tol- 
naes  ist  unverlobt  und  unver- 
heiratet. —  Sie  haben  das  Al- 
ter von  Lilian  Harvey,  Ka- 
nion  Xovarro  und  Iwan  Petro- 
vicli  ungefähr  richtig  geschätzt. 
—  Charles  Farrell  ist  durch  du- 
Fox-Studios,  1401,  Xo.  Woterii 
Avenue.  Hollywood,  Kalifor- 
nien, U.S.A.,  Lars  Hanson  durch 
die  Elstree  -  Studios,  Hersforil- 
shire  (England),  Ernst  Peter- 
sen durch  die  Sokal  -  Film, 
Berlin  SW  48,  Friedrichstr.  24fi. 
zu  erreichen.  —  Carl  AValter 
Meyer  wohnt  Berlin  W,  Motz- 
straße 46. 

H  e  1  g  a    K..    Harry    T,  i  e  d  t  k  e  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,    Berlin 
empfehlen    Ihnen,    sich    lieber    öfler   ;in    uns   zu    wenden,    .-ils   mehr   al> 
ßig    Fragen    .luf    einm.il    zu    stellen.   —    H.irry    Liedtke    filmt    seit    im 
l.'i— 20     Jahren.         Alte     Lieiltke-Filiiie     sind:     ,,Der     gelbe     Schein", 
Weib    des    Pharao".    ..Mad.ime    Dubarry",    ,, Vendetta",    ..Suniurun ', 
men".      Harry    Liedtkes   erste   Cittin    war   die   Schauspielerin   Proft, 


Schulz 
•fiilir  so 
\:itional 


PROTOS 


Wir 
d  re  i  - 
gefall  r 
..D.is 
„Car- 
später 
heiratete  er  Käthe  Dorsch,  und  jetzt  ist  er  mit  Christ.i  Tordy  vermählt. 
—  Din;i  Gralla  wohnt  Berlin-Steglitz,  üpitzstraße  8.  Sie  hat  am  15.  Janu;ir 
Geburtstag.  Marcella  Albani  wurde  am  7.  Dezember  geboren  und  wohnt 
BerHn  W.  P.iulsborner  Str.iße  l.i.  I^ivio  Pavanellis  Gebiirtst:ig  ist  der 
8^  .September.  Seine  Adresse  ist  Berlin-AVilmersdorf,  Ravensberger  Str. 
Xr.  .').  IJIian  Harvey  hat  am  19.  Januar  Geburtstag.  Sie  wohnt  Berlin- 
Westend.  .\Iiorii.illee  lfi-17.  Brigitte  Helm  li;it  ihre  Wohnung  in  Berlin- 
Dahlem.  Im  Winkel  5.  Ihr  Gehurlstag  ist  der  17.  März.  Grete  Mosheim 
h.it  am  8.  Januar  Geburtstag  und  wohnt  Berlin  AV,  Pariser  Straße  27. 
Henny  Porten  hat  ihre  Villa  in  Berlin  -  Dahlem.  Parkstniße  74.  Sie 
erblickte  am  7.  Januar  d;is  Licht  der  Welt.  —  Ramon  Xovarro  ist  durch 
die  Metro  -  Goldwyn  -  Mayer  -  Studios,  Culver-City,  Kalifornien.  U.S.A.,  zu 
erreichen.  Er  wurde  am  fi.  Februar  geboren.  >[.irlaniie  AVinkelstern 
wohnt   Berlin   AV,   Uhlandstraße  163.      Sic   hat   am   24.   März   Geburtstag. 


Eric  .1  11  n  d  K  a  t  y  aus  Luckenwalde:  Enrico  Benfer  ist 
:im  besten  durch  die  Ufa.  Berlin  S\\'  68.  Koclistr.iße  6-8,  zu  erreichen. 
P'r  wurde  am  2».  Juli  in  Xe.ipel  geboren.  —  AVerner  Fuetterer  ist  groß, 
blond,  helläugig.  Er  wurde  in  Str.ilsund  gebiiren  und  hat  :ini  lii.  Januar 
Geburtstag.  Er  ist  auch  im  Leben  furchtbar  nett.  —  Eric  Barclay  ist 
Schwede.  Er  filmt  unseres  ANissens  augenblicklich  in  Frankreich.  — 
Aiola  Garden  wohnt  Berlin  A\'.  Bend'lerstraße  17.  —  Ch.irles  Farrell  ist 
durch  die  Fox-Studios.  1401  Xo.  AVestern  Avenue,  Hollywood,  Iv.ilifornien, 
U.S.A.,  erreichbar.  —  Irene  Rieh  wohnt  in  Beverly-Hills,  Hollywood, 
Kalifornien.    U.S.A. 

H.  Dr.  S.,  B  e  r  n  b  II  r  g  i.  Anh.:  Edda  Croy  (Edda  von  .Stephan!) 
spielte  die  weibliche  H.iiipirone  in  den  beiden  Liedtke-Filmen  ..Die  Ge- 
liebte" und  ..Die  rollende  Kugel".  Die  Filme  sind  von  der  Paneuropa 
für   den    A'erleih    der    Hiiickmauii   hergestellt. 

Lilian  H  a  r  v  e  y  -  V  e  r  - 
e  hierin,  Berlin:  Lili.iii 
Harvey  ist  ungefähr  so  alt, 
^  wii-       .Sie       geschätzt       haben. 

.Sie  hat  noch  eine  Schwester  n 
einen  Bruder.  Ja,  Lilian  Har- 
vey besitzt  ein  .Auto.  Unseres 
Wissens  wohnt  sie  mit  ihren 
Eltern  zus.inimen.  T.ili.m  Har- 
vey ist  mit  AVilly  Fritsch  lie- 
freiiudet. 

r.  R..  Frankfurt  a.  M.: 
Charles  Farrell  i  st  durch  die 
Fox-Studios.  MOl.  Xo.  AVe^tcrii 
Avenue.  H.dly«  ood.  Knl..  U.S.A., 
erreichbar.  Er  i>l  unverheira- 
tet, unseres  AVissens  Amerik.a- 
ner.  gibt  .\utngr:imme.  Sie  kön- 
nen ruhig  deutsch  an  ihn 
schreiben.  —  Janet  Gavnor  ist 
ebenfalls  ein  Star  der  Fox  und 
durch  deren  Studios  zu  errei- 
chen.  Ja  lief  Gavnor  wurde  am 
fi.  Oktober  in  PIiihide|oIii;i  als 
Tochter  eines  lunendekorateiirs 
geboren.  .Sie  hat  sich  kürzlieh 
mit  dem  amerikanischen  Mil- 
lionär Lydell  Peck  verheiratet, 
jr  a  r  i  a  n  i  t  a  A ..  Dres- 
den: AA'illy  Fritsch  wohnt 
Berlin  AA'.  K.iiserdamm  9.5. 
Harrv  Liedtke.  Bln.-C.runewald, 
Bisiiiarckallee  16.  Igo  Sym.  Bln.- 
Schöneberg.  Innshrucker  Str.  16, 
K.  Fryl.ind.  Bln.-Schmargendf.. 
Ruhlaer  Straße  15.  Lili.-ui  Har- 
vey Berlin  -  AA'estend.  Ahorii- 
allee  16 — 17,  Agnes  Esterhazy 
Berlin  -  AA'estend.  Kaiserdamm 
Xr.  10,  Ita  Rina  Berlin-AVil- 
mersdorf, AA'ilmersdorfer  Str.  98. 
Drei  Frankfurter 
F  1  i  m  m  e  r  m  ä  d  e  I  s  :  Iwan 
Afosjukin  ist  8 — 10  Jahre  beim 
Film.  Mosjukiii  war  früher  mit 
der  russischen  .Scbausiiielerin 
Xalalie  Lissenko  verheiratet. 
Seine  zweite  Gattin  ist  die  Dä- 
nin Agnes  Petersen,  mit  der  er 
seit  ca.  l"i  Jahren  vermählt  ist. 
F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  T  o  n  v 
B..  Emsdetten  :  Maria 
P.indler  ist  gesehieden.  Sie  hat 
ihre  AA'ohnung  in  Berlin-Halen- 
see.  Allirecht-.\chilles-Str.  5a. 
Sie  gibt  -Autogramme.  —  Bri- 
gitte Helms  .Adresse  ist  Bln.- 
D;ililem.    Im    AVinkel    ."i. 

E  r  i  k  .1    T..    Bautzen: 
AA'.irwick  AVard    können   wir  lei- 
der  nicht   an   das   fällige   Auto- 
graniMi   erinnern,   da  der  Künst- 
ler   in    England    ist.    Mit    AVilly 
Fritsch    haben    wir    schon    da- 
rüber  gesprochen. 
Greta    G  a  r  b  o  -  \'  e  r  e  h  r  e  r    Karl    K  r.,    B  e  r  I  i  ii  :     J.iwohl.    Sie 
erreichen    Greta    Garbo     unter    .Metro-Goldwyn-Mayi-r-Studios,    Culver-City, 
Kalifornien,    U.S..A.      Sie    gibt    Antogr.imme.      Sie   kiinnen    deutsch    an   die 
Künstlerin    schreiben.        Fügen    Sie     einen     internationalen    Postschein    und 
eine    Bildkarte    bei.       AVir    glauben,    daß    Sie    d.is    .Autogramm    von    Greta 
Garbo    frühestens    in    3 — 4   AVochen    erhalten    können. 

Einzig  Jenny  J  u  g  o  und  Douglas  F  a  i  r  b  a  n  k  s  :  Douglas 
Fairb.inks  ist  .Amerikaner,  in  Denver  geboren.  Er  ist  ungefähr  so  alt, 
wie  Sie  geschätzt  haben.  F:iirbaiiks  ist  unseres  AA'issens  6—8  Jahre 
beim  Film.  —  Jawohl,  Jenny  Jiigii  ist  die  Tochter  eines  Ingenieurs,  und 
mit  Carl  Sternheims  ..Hose"  hatte  sie  ihren  ersten  großen  Filmerfolg. 
In  der  ..Schmugglerbraut  von  M;illorca"  spielte  AVilly  Fritsch  nicht  mit. 
—  In  Steglitz  wohnen  u.  a.  (instav  Fröhlich.  Orleansstraße  4,  Dina  Gralla, 
Opitzstraße   8.    AVoIfgang    Zilzer.    KniephofsIraUe    60. 

Greta  G  a  r  h  o  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Berlin:  Jawohl,  Greta  Garbo 
hat  noch  einen  Bruder,  Sven  Gustavson,  der  jetzt  bei  der  Svenska  in 
Stockholm  filmt.  Greta  (iarbo  ist  ledig.  Sie  gibt  Autogramme,  spricht 
gebrochen  Deutsch,  ist  groß,  hellblond  und  hat  bl.iue  Augen.  Ihr  nächster 
Film  ist  ein  Tonfilm  und  heißt  ..Eifersucht".  —  Lilian  Harvey  ist  nicht 
mit   AA'illy   Fritsch  verlobt.  —  Alle   Filmstars    geben   Autogramme. 


"  """i»ifnt/uf/r/,f////// 


Vx  fetten 


waren 
am  Kamin  verplauderte  Stunden  das  Vorrecht 
hochgestellter  und  begüterter  Kreise.  Jetzt 
bringt  der  Protos-Strahlkamin  für  wenige  Mark 
überallhin  freundliches  Behagen  und  zuverlässi- 
gen Schutz  gegen  gesundheitschädliche  Tempe- 
raturschwankungen. In  den  Übergangsmonaten 
ersetzt  er  die  Hauptheizung,  im  Winter  bei  sehr 
starkem  Frost  gibt  er  zusätzliche  Wärme  ab. 


Drei  Größen  zu  M15,60    M27,-    M39,- 


SIEMEHSSCHUCKERT- ERZEUGNIS 


[ 


0.  M.,  S  (•  h  m  a  r  K  e  n  d  0  r  f  :  Bernhard  Bölel  ist  unseres  Wissen» 
vrrlipiratcl.  Leider  können  wir  Ihnen  die  gewünsehtc  Adresse  nicht 
niiltoilen. 

Ha  IS  I,.,  Berlin:  Mary  Parkor  wohnt  Berlin  W,  Pestalozzisir. 
Xr.  103.  Sic  ist  Jh'iitsehe,  wurde  in  Breslau  Keboreii.  Mary  Parker  gc- 
hiirt    in   das   Kacli   der    iiiKemlllehen   J.iebhabetiunen. 

K  o  1  f  V  ci  II  U  o  t  li  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Sie  haben  reeht,  Kolf  von 
(Joth  spielte  eine  Hauptrolle  in  „Veriirle  .luvend".  Die  andere  (?'"'!« 
Bulle  (Helmut  Krönen  wurde  vun  .Martin  HerzlierK  dargestellt.  —  Rolf 
von  ('■(itli  wirkte  aiicli  iioeli  in  dem  Ufa-Film  ,.Vom  Tiiter  fehlt  jede 
Spur"  und  in  ..Revolution  der  .luiiend"  mit.  Sein  neuester  Film  ist 
..Vater  und  Soliir'  mit  Harry  Liedlkc  in  der  Hauptrolle.  üb  Rolf  von 
(iotb  ein  Auto  b.at.  wissen  wir  nicht.  .la,  er  spielt  Tennis.  —  .Marietta 
Millncr  ist  leider  am  2-.  .luiii  dieses  .l.ilires  in  Baden  bei  Wien  an  einem 
i.unKenleiden  gestorben.  —  .Manehe  Filmslars  schminken  sieh  auch  auf 
der   Str.iüe. 

.s  t  II  .1  r  t  -  F  r  ö  h  I  i  e  h  -  V  e  r  c  li  r  e  r  i  n  n  e  n  L.  u.  U.  M.,  H  a  m  - 
li  11  r  K  :  Henry  Stuart  hat  br.iiiiie  Aukcii  und  blondes  Haar.  Bevor  er 
/um  Film  kam,  war  er  .Vrcliitekt  und  .Maler.  Sein  nenestcr  Film  ist 
..Iter  (iiinstliiig:  von  Scl>;nlirunir"  mit  Ivan  l'etrovieli  in  der  Titelrolle. 
Stii;irt  ist  iinjtefälir  so  alt,  wie  Sie  ijesehiitzt  haben.  Seine  bekanntesten 
Filme  sind  ,.I)ie  versunkene  Flotte".  ..Liebelei",  ..Die  Perücke".  ..Die 
Kebeime  Jt.-iebt",  ..Der  KiiiK  der  Bajadere".  ..Skandal  in  Baden-B.iden". 
..Hie  Fr.iii  mit  dem  Weltrekord".  —  (iiislav  Fröhlich  IrÜRt  seinen  rich- 
ti;ren    Namen.   —   Vera    Sebmiterliiw   wohnt    Berlin-Halensee.Xestorstraßc    1. 

R  11  (1  o  I  f  Seh.:  Dar  m  - 
Stadt:  Käthe  J)ors(li  woliiit 
Berlin-Lichterfelde.  Diakestr.  Hl, 
(Justav  Diessl  Berlin  W.  KcRens- 
biirRer  StralJe  iH.  bei  Schleuse- 
ner.  Hans  .Adalbert  von  Scblet- 
ti)W  Berlin  ()  17,  (iroße  Frank- 
furter Str.iüe  4.  Hilde  .Maroff 
Berlin  NW  H7.  Afrricol.istr.  1.3-14, 
Fritz  Kortner  Berlin  -  Dahlem, 
Max-Eyth-Straße    5. 

M  i  a  B..  L  o  t  t  e  B.,  Kre- 
feld: Harry  Liedtke  Iiat  seine 
Vill.-i  in  Berlln-tiruiiewald.  Bis- 
marck.illee  Ifi.  Er  ist  mit  Christa 
Tordy  verheiratet,  h.it  2  Söhne, 
.la.  .^utOKr.iiiinie  n'bt  er.  Liedtke 
ist   iiiiKefähr  so   alt. 

..R  o  d  a  -  R  o  d  a":  Sie  haben 
recht,  Rod.i-Roda  hat  vor  Jahren 
gefilmt.  Und  zwar  spielte  er  in 
dem  Greenbaum-Film  ..Der  Fcld- 
herrnhiisel". 

.,T  u  K  e  n  d  p  f  1  ä  II  z  c  h  e  n"  : 
Fred  Louis  I/Creh  wohnt  Berlin 
W,  ReKensbiirKcr  Str.  14.  Truus 
van  .Aalten,  Berlin  W,  J.iithcrstr. 
Xr.  27.  Jieide  sind  jetzt  in  Ber- 
lin. —  Das  Alter  der  Künstler 
Keben  wir  K;rundsätzlich  nicht  an. 
F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  Astrid 
F..  Berlin:  Jenny  Jugo 
wollte  iirspriiiiKlieh  studieren, 
wurde  aber  von  Filmleuten  über- 
redet, zum  Film  zu  gehen.  Sie 
fuhr  nach  Berlin  und  erhielt  zu- 
nächst kleine  Rollen.  Der  Film 
..Die  Hose"  von  Stcrnheiin,  in 
dem  Jenny  Jugo  die  weibliche 
Hauptrolle  sidelte,  machte  sie 
populär.  Der  neueste  Film  der 
Künstlerin  heiUt  „Der  Bund  der 
Drei".  —  Alfons  Fryland  filmt 
fleißig.  —  Jack  Trevor  trägt  un- 
seres Wissens  seinen  richtigen 
Namen.  Seine  (iaitin  ist  Eng- 
länderin und  keine  Schauspiele- 
rin. —  Hire  (Iriißc  an  Lilian 
Harvcy  und  Jenny  Jugo  sind 
ausgerichtet. 
E  r  w  i  I 


K  ö  n  : 


DORIS    HILL 
mit  ihrem  Springpferd  „Reina" 


g  s  b  e  rg : 
Reinhold  Schiinzels  Adresse  ist 
Berlin  W.  Kaiserdainm  81.  Vera 
Sehmiterlöw  wohnt  Bln.-Halen- 
see.  Xestorsfraße  1.  Hilde  Jen- 
nings  Bln. -Wilmersdorf.,  Rüdes- 
heiiner  Platz  11.  Rina  .Marsa 
Berlin  W.  Kiirfürslcndamin  173, 
Claire  Roinmer  Berlin  -  Schöne- 
berg. Innsbrucker  Straße  IH.  — 
Camilla  Hörn  ist  ;iin  besten  durch 
die  X'atioiial.  Berlin  SW  48,  Fried- 
richslraße    li),    zu   erreichen. 

,,P  a  II  t  h  e  r".  Fr  ei  bürg:  .Mice  Terry  ist  mit  Rex  Ingram  ver- 
heiratet und  durch  die  Re.x  Ingram-Studios  In  Nizza  (Frankreich),  zu 
erreichen.  —  Vivian  (Jibson  ist  am  besten  durch  die  Aafa,  Berlin  SAV  48, 
Kriedrichstraße  223,  zu  erreichen.  Erna  Morena  hat  ihre  Wohnung  in 
der  Händelstraße  5,  Berlin  NW  23.  —  Iwan  Petrovich  ist  iinverlobt  und 
unverheiratet. 

E  I  1  y  -  ()  r  e  h  i  d  e  c  .    M  ii  n  e  li  e  n  :     Nein,    Franz 
nicht   verheiratet.   —    ..Der   (Jr.if   von    Miuite   Christo"    is 
dreht   worden.  —  JJrigifte  Helms   Schwester  heißt    Heid 
bis   jetzt   nur    kleine    Rollen.   —   Lilian 
in    der    Oeffentllclikeit    nicht    hekannt. 
von    ..Wenn    du    einmal    dein    Herz 
.sieber   durch    Ihren    Kinobesitzer 
sönlich    ii.ieli    München    kommt. 


Lederer    hat    sieh 
in  Frankreich  ge- 
Ford.     Sie   spielte 
H.irveys    Schwester   singt,    ist   aller 
Wann    die    Münehener    Premiere 
verschenkst"    stattfindet,    erf.ihren    Sie 
Ob   Lilian   Harvey    zu    diesem    Film    per- 
wissen   wir    leider    nicht.    —    Die    niänn- 


liche  Hauptrolle  in  ..Liebe  und  Trompetenbl.isen "  spielt(>  nicht  Harrv 
Halm,  sondern  Harry  Liedtke.  —  Lili.ui  H.irvev  wird  gewiß  bald  wieder 
einmal  mit  Willy  Fritsch  filmen.  —  Igo  Sym  erblickte  in  Innsbruck  da.- 
Ijcht   der    Welt,    und    zwar    am    8.    Juli. 

Hans  A..  B  e  r  1  i  n  -  S  t  e  g  1  i  t  z  :  Josephine  Baker  ist  verheiratet. 
—  Douglas  I  airhanks  wird  rornussiehtlieh  bald  nach  Berlin  kommen. 
Sie  h.ihrii  recht.  Douglas  Fairbanks  jr.  hat  sich  vor  kurzem  mit  der 
Hol  ywocMl.r  !■  ilmdiva  Jonn  Crawford  verm.ihlt.  —  Harrv  Liedtke  wohnt 
Berliii-I.runcwald.  BIsmarckallee  Ifi.  Er  treibt  viel  Sport.  Wir  glauben 
er  reitet  besonders  gern.  Seine  Lieblinirsblumeii  sind  alle  Blumen  — 
Reinhold  Schiinzel  ist  mit  Maria  Kamradek  verinälill.  Es  stimmt  früher 
war    er    mit    Hanne    Brinkiii.iiin    verbeir.ilet, 

C  .1  r  111  e  n  B  <>  ii  i  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Berlin:  Carmen  Boni  he- 
rindef  sich  noch  immer  in  Frankreich.  Sie  tut  mit  dem  italienischen  Re- 
?i,'r,'!n"i:i-.^"'-""'"v'''"""''l  ..^•'/''•'i'-.'tet.  Wir  glauben,  daß  Carmen  Boni 
iiiren  richtigen    Namen  friigt. 


Filmfieber,  Wiesbaden:  Die  Antworten  im  ,, Film-Maga- 
zin '  sind  selbstverständlich  kostenlos.  Ja,  wir  lesen  alle  Briefe.  — 
Werner  Pittschau  verunglückte  im  Oktober  vorigen  Jahres  mit  einem 
Auto.  Er  war  noch  sehr  jung,  als  er  starb.  Sic  haben  recht,  er  spielte 
eine  Hauptrolle  in  dem  Film  ,, Herzog  Hansl".  —  Iwan  Petrovich  arbeitet 
augenblicklich  an  dem  Greenbaum-Film  ,.Ich  weiß  eine  Frau,  die  dich 
niemals  vergißt".  —  Ein  Filmmanuskript  muß  in  Form  eines  kurzen 
E.\pos(^s    klar    und   anschaulich   die   Handlung   erzählen. 

E.  P..  A  1  t  o  n  a  :  Am  besten,  Sie  schreiben  das  nächste  JLU  auch 
Ihren  Vornamen,  damit  wir  richtig  adressieren.  —  Sie  belästigen  uns  mit 
Ihren   Fragen   durchaus   nicht. 

H.  R.,  Leipzig:  Igo  Sym  wohnt  Berlin-Sehöneherg,  Innsbrucker 
Straße    16. 

Harry  aus  dem  K  u  h  r  g  c  b  i  e  t  :  Bilder  von  dem  Ufa-Film  „Der 
weiße  Teufel"  werden  noch  gebracht  werden.  —  Sie  haben  reeht,  (iustav 
Fröhlich  spielte  in  dem  Ufa-Film  ..Hurra,  ich  lebe!"  Die  männliche 
Hauptrolle  in  diesem  Film  verkörperte  aber  Nicolai  Kollin.  Fröhlich 
arbeitete  an  ,, Hochverrat"  mehrere  Wochen.  —  Fragen  über  die  Kon- 
fession beantworten  wir  niclit.  —  Die  genannten  Filme  sind  die  neuesten 
.\rbciteii  von  Betty  .\mann  und  Gerda  Maiirus.  —  Harry  Fraiick  ist 
Deutscher,  Heinrich  George  wurde  in  Stettin  geboren.  —  Jenny  Jugo 
spielte  11.  a.  in  ,,Die  Hose",  ..Casanova".  ..Die  C/irmen  von  St.  Pauli". 
..Looping  thc  Loop".  ..Sechs  Mädchen  suchen  Xaclitf|uartier'",  ..Die  blaue 
Maus"  ,,Die  Schniugglerhraut  von  Mallorca".  ..Die  Flucht  vor  der 
Liebe'".      Jenny   Jugos    neuester  Film    heißt   ..Der   Bund    der   Drei". 

Friede!  K..  G  1  e  i  w  i  t  z  : 
Robin  Irvin  siiiclte  außer  in  dem 
genannten  Film  noch  in  ..Eine 
X^aclit  in  London"  mit  Lilian 
Harve.v  und  in  ..Das  Schiff  der 
verlorenen  Menschen"  mit  Mar- 
lene Dietrich.  —  Walther  Grü- 
ters  spielte  bis  jetzt  in  folgen- 
den Filmen:  ..Wenn  der  weiße 
Flieder  wieder  blüht",  ..Links 
der  Isar  —  rechts  der  Spree"', 
..Bruder  Bernhard"  und  ..Der 
AVildschütz''.  —  Charles  Lincoln 
spielte  noch  außer  in  ..Die  Da- 
me in  Schwarz"  in  ..Männer  vor 
der  Ehe"  und  ..Mädchenhan- 
del". —  Rolf  von  Goths  neuester 
Film  ist  ..Vater  und  Sohn"  mit 
Harry  Liedtke  in  der  Hauptrolle. 
Man  sah  Rolf  von  Gofh  u.  a.  in 
..Vom  Täter  fehlt  jede  Spur". 
..Verirrte  Jugend".  ..Revolution 
der  Jugend".  In  dem  Dina  Gral- 
la-Film  ., Kehre  zurück,  .alles 
vergeben"  führte  Erich  Schön- 
felder Regie.  Victor  Abel  ist 
nicht  mit  Alfred  Abel  verwandt. 
Lotti  aus  Hamburg: 
Die  Titelrolle  in  ..Ben  Hur"  ver- 
körperte Ramon  Xovarro.  .Vußer 
Otto  Gebühr  spielten  in  dem  Na- 
(ional-Filni  ,.Die  heilige  Lüge" 
folgende  Darsteller:  Maria  Mind- 
zenti,  Margarete  Kupfer,  Oskar 
Homolka.  —  Sie  haben  recht, 
die  Künstlerin  ist  mit  dem  be- 
treffenden Künstler  verheiratet. 
—  Den  Pagen  in  ..Mari.-i  Stuart" 
spielte  Martin  Herzherg.  — 
Maly  Delsch.'ift  trägt  ihren  rich- 
tigen Xamen.  —  Tom  Mix  und 
Douglas  Fairhanks  sind  kürz- 
lich nicht  in  Berlin  gewesen. 
Aber  F.iirbanks  befindet  sich 
zur  Zeit  mit  seiner  Gattin  Mary 
Pickford  in  Paris  und  soll  da- 
nach auch  Berlin  besuchen.  Mix 
ist  in  den  TT. S.A.  —  Hans  Al- 
bers dürfte  bereits  mehr  als  in 
.Talire  beim  Film  sein.  —  Hans 
Adalbert  von  Schlettow  wurde 
in  Frankfurt  -  Main  geboren.  — 
Rolf  von  Goth  ist  ungefähr  so 
alt.  wie  Sie  geschätzt  haben.  — 
Beim  Film  entscheidet  in  erster 
Linie   das   Talent. 

B  e  r  g  f  r  e  u  d  e  :  Leider  wis- 
sen auch  wir  nicht,  ob  und  wann 
die  beiden  letzten  Filme  mit 
dem  verstorbenen  Werner  Pitt- 
schau  herauskommen.  Aber  es 
ist  keine  Seltenheit,  daß  Filme 
erst  nach  langer  Zeit  auf  dem 
Spielplan  erscheinen. 
Kurt  W..  Wilmersdorf:  Lilian  Harvey.  Greta  Garbo.  Maria 
Paudler.  L;iura  la  Plante.  Brigitte  Helm  sind  blond,  Elisabeth  Bergner 
li.it  tizianrotis  H.iar,  Louise  Brooks  ist  dunkelbraun.  Greta  Garbo  debü- 
tierte in  dem  Stlljer-Film  ..Gösta  Bcrling'".  Lilian  Harvey  erschien  zum 
erslenm.il  in  dem  Otto  tiebübr-Film  ..Dii'  Liebschaften  der  Hella  von 
(iilsar"".  Elis;ibeth  Bergner  debiitierte  in  dem  Holger  >Ladsen-Film  ,.Der 
K\  .ingelimann".  Mari;i  P.iiidler  in  dem  -Vrtiir  Bergen-Film  ..Die  vom 
.■ii'dern  Ufer",  Brigitte  Helm  wurde  zum  ersten  Male  in  dem  Fritz  Lang- 
l'llm  ,. Metropolis""  lierausgebnicht.  Lili.in  Harvey  wohnt  Berlin-Westend, 
Aliornallee  16-17.  Brigitte  Helm  Berlin-Dahlem.  Im  ■\Viiikel  5,  Elisabeth 
Bergner  Berlin-D;ihlem.  Faradayweg  l.'i.  —  Greta  G.irbo  ist  durch  die 
Ml  tro-tioldw  yn-Mayer-Studios,  t^ulver-City.  Kalifornien.  U.S..\..  Laura  la 
IMaiile  durch  die  Uiiiversal-Stiidios,  Universal-Cily,  Kalifornien.  L'.S.A.. 
zu  erreichen.  —  Die  gen.innten  St.irs  geben  .\iitogranune  und  sind  auch 
iiii  Leben  riesig  nett.  —  (Jreta  Garbos  neuester  Film  ..Eifersucht"'  ist  ei:i 
'roufiliii.  — ■  Die  Uf.i  hat  ihre  Ateliers  in  Neu-Babelsberg.  die  Terra  in 
Berlin-Marieiifelde.  Sieniensstraße.  D.is  Efa-, Melier  befindet  sich  in  Bln.- 
Haleiisee,  Cicerostraße.  Die  .\:ifa  und  Orplid-.Messtro  drehen  sehr  häufig 
in  Staaken.  manchmal  im  Grunewald- Atelier  oder  in  den  Tempelhofer 
rr,i-.\teliers.     Nein,  der  L;iie   b.it    nicht   Zutritt   zu   den   Ateliers. 

Christ  a  v.  B..  Berlin:  Käthe  Dorsch  ist  Wienerin  und  liat 
.1111    29.    Dezember    Gebiirtst.ig. 

Gerd  B  r  i  e  s  c  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  Margret  G ..  Bremen:  Den 
Leutnant  Liind  in  den  ..Schneesehulibandilen"  spielte  der  Xorweger 
Fridtjof  Mjöen.  —  Ein  neuer  Film  mit  Olaf  Fjord  ist  bis  jetzt  noch  nicht 
.'ingekiindigt.  —  Uschi  Elleol  wohnt  Berlin  AV.  (»livaer  Pl.itz  4.  —  Ihre 
Bildwünsche  sind  vorgemerkt.  —  ..Der  Günstling  von  Schönbrunn"  ist 
in  Berlin  noch  nicht  zur  Uraufführung  gelangt,  läuft  aber  schon  in  der 
Provinz.  —  Die  weibliche  Hauptrolle  In  dem  Richard  B:irthelmess-Film 
..Die   Nacht   ohne   Hoffnung"   spielte    Lina   Basqucttc. 


P/u>t.  Paramount 


geistert.  Er  glaubt,  die  Kreatur  zu  be- 
herrschen. Programmwidrig  und  hinter 
seinem  Rücken  macht  sich  jedoch  der  harm- 
los aussehende  Elefant  selbständig  und  ver- 
wandelt sich  wieder  Erwarten  in  eine 
Giraffe.  Egon  staunt,  und  wir  staunen  über 
Egons  Verwunderung;  denn  die  ist  so  ehr- 
lich, wie  sie  im  Zeitalter  der  Blasiertheit 
kaum  zu  finden  ist.  Aber  Egon  schlägt  uns 
erst    damit,    daß    er    das    Wunder    auf    sein 


Der  Trickkünstler  Wolfgang  Kaske- 
line,  der  durch  seine  absoluten  und 
Begriffsfilme  dem  Werbefilm  eine  neue 
Note  gegeben  hat,  zeigt  sich  hier  von 
einer  neuen   Seite. 

Charakter  ist  wichtiger  als  Schön- 
heit. Und  so  entstand  Egon.  Egon 
war  nie  jung  und  wird  nie  alt. 
Er  bleibt  sich  zu  jeder  Zeit  und  in 
jeder  Lebenslage  gleich.  Wer  will  be- 
streiten, daß  Ehrlichkeit  wertvoller  als 
Klugheit  ist?  Egon  ist  nicht  klug,  dafür 
aber  ehrlich.  Seine  Empfindungen 
sind  so  einfach  und  klar  wie  sein  Le- 
benswandel. Die  Dinge  um  ihn  sind 
immer  etwas  stärker  als  er  selbst.  Und 
immer,  wenn  er  glaubt,  er  sei  auf  der 
Höhe  seiner  Leistung  angelangt,  zeigt 
es  sich,  daß  das  Geschehen  um  ihn 
doch  das  Ausschlaggebende  ist.  Bei 
all  dem  ist  er  restlos  glücklich  und 
auch  imstande,  seinen  unerschütter- 
lichen Glauben  an  sich  selbst  so  weil 
zu  treiben,  daß  man  ihn  bewundern 
muß.  Die  vielen  kleinen  Nöte, 
die  er  zu  bekämpfen  hat,  ver- 
mögen nicht,  ihn  auf  die 
Dauer  aus  der  Fassung  zu 
bringen.  Er  wird  immer  einen 
Weg  finden,  sich  irgendwie 
aus  der  Affäre  zu  ziehen.  Bei 
ihm  verläuft  nichts  pro- 
grammäßig. Wenn  er  voll 
strotzenden  Selbstbewußtseins 
seine  Kunst  als  Tierbändiger 
zeigt,  ist  er  selbst  von  den 
Leistungen  seines  kleinen 
Elefanten     am     meisten     be- 


Konto setzt.    Er  wird  ganz  stolz  und  selbstbewußt,  und  wir  können  es 
ihm  unmöglich  übelnehmen,  denn  sein  Empfinden  ist  eben  gleich. 

Egon  fährt  auch  Auto,  und  in  ihm  spiegelt  sich  das  ganze  zufriedene 
Selbstbewußtsein  des  Herrenfahrers  wider.  Es  stört  ihn  nicht,  daß 
sein  Wagen  nicht  den  neuesten  Anforderungen  der  Technik  und  des 
Schönheitsempfindens  entspricht.  Auch  in  diesem  Fall  überwindet  er 
alle  Störungen  durch  sein  unerschütterliches  Temperament.  Das  letzte 
Lebensziel  Egons  ist,  daß  wir  mit  ihm  weinen  und  lachen,  daß  wir  uns 
mit  ihm  fürchten  und  mit  ihm  stolz  sind.  Wenn  dem  kleinen  Mann 
das  gelingt,  dann  erfüllt  er  seine  Lebensaufgabe.  Er  ist  zwar  sehr  viel- 
seitig; beispielsweise  beschäftigt  er  sich  auch  mit  der  Kakteenzucht. 
Aber  es  kommt  ja  schließlich  nicht  darauf  an,  was  man  macht,  sondern 
wie  man  es  macht.  Und  dabei  beweist  unser  Egon  stets,  daß  er 
Charakter  hat,  Egon  soll  noch  eine  ganz  besondere  Verwendung  fin- 
den: Er  soll  in  den  Dienst  des  Werbefilms  gestellt  werden.  Und  er 
selber  ist  ganz  und  gar  davon  überzeugt,  daß  er  die  Aufgaben,  die  ihm 
hierbei  gestellt  werden,  glänzend  lösen  wird.  Er  wird  sich  besonders 
geschmeichelt  fühlen,  wenn  ein  immer  ernst 
dreinblickender  Kaufmann,  vor  dem  er  großen 
Respekt  hat,  den  glücklichen  Entschluß  finden 
wird,  den  Egon  in  den  Dienst  seiner  Sache  zu 
stellen,  und  wir  alle  glauben  an  Egon  und  an 
seine  Fähigkeit,  an  die  Kunst  seiner  Darstellung 
und  an  seinen  unbezwingbaren  Humor,  Egon  wird 
imstande  sein,  das  nüchterne  Geschehnis  zu  einem 
grotesken  Erlebnis  zu  gestalten.  Die  Werbefilm- 
Abteilung  der  Ufa  hält  diesen  Darsteller  bereit 
und  pflegt  ihn  sorgsam,  um  ihn  in  den  Dienst 
ihrer  Filmwerbung  zu  stellen.  Und  wenn  Egon  auf 
der  Leinwand  erscheint,  sollen  ihn  seine  großen 
und  kleinen  Bewunderer  mit  dem  halb  freudigen 
und  halb  erwartungsvollen,  vielleicht  auch  etwas 
ängstlichen  Ruf,  man  weiß  ja  nie,  was  ihm 
passieren  wird,  begrüßen:  Egon,  du? 


Harry  Piel- Verehrer:  Harry  Piel  trägt  einen  Künsller- 
iiaiiicii.  Kr  iht  mit  Dary  Holm  verheiratet,  K'l't  Autogramme.  Sein 
neuester  Film   heißt   „Ein   kesser   Junge"    (Sein   bester   Freund). 

F  i  I  m  f  r  c  u  n  d  F.  O.,  1>  a  n  z  I  g  -  L  a  n  g  f  u  h  r  :  Leiiler  müssen 
wir  Ihnen   s.igen,   daß   Kudolf  V.ilcnlino  am  2.t.  August   1026  gestorben   ist. 

—  Wir  haben  die  betr.  Darstellerin  erinnert.  —  Elisabeth  »ergncr  hat 
ihre  Wohnung  in  Herlin-Bahlein,  Faradayweg  1».  .la,  es  existiert  eine 
Elisabeth  Ucrgnor-Biographie.  —  Kijrzlich  sind  zwei  deutsche  Tonfilme 
in  Merlin  zur  Urauffiihrung  gelangt,  nänilirh  ,.Uas  Land  ohne  Frauen", 
mit  Conrad  Veidt  und  Elga  Urink  in  den  Hauptrollen,  und  ,,\\er  wird 
denn  weinen,    wenn    man   auseinandergeht",   mit   J)iiia  liralla,   Harry   Halm. 

—  .\lle  Filmgrößeii  geben  Autogramme.  Aber  es  ist  zweekmäßig.  stets 
die  jeweilige  Bildkartc  und  frankiertes,  adressiertes  lUitkkuvert  bei- 
zufijgcn. 

E.  P..  Zürich  :  Von  William  S.  >lart  hat  man  in  letzter  Zeit 
nichts  gehört.  Der  Künstler  lebt  in  den  Vereinigten  Staaten.  —  Die 
niichsten  Dolores  del  Hio-Filme  lieiOen  ,,Evaiigelinc"  und  „Zigeuner- 
rache".  —  Man  hofft,  daß  Douglas  Fairbanks  auf  seiner  Europareise  auch 
Herlin  besuchen  wird.  —  Drei  Uihlkarten  siiul  Hinen  inzwisdien 
zugegangen. 

D  r  e  i  S  c  h  w  a  b  c  n  :  Fiir  'Werturteile  über  die  Filmst.irs  h;iben  wir 
in  unserem  Hriefkasicn  keinen  Platz.  .Mso  können  wir  Ihnen  nicht 
sagen.  ..ob  Uamon  Xovarro  oder  Werner  Fuetlerer  berühmter,  beliebter, 
liiibsclier  und  im  I.elien  sympathischer  ist".  —  Der  .A.1  .lolson-Film  ,,Sein 
kleiner  KannT.ul"  mit  David  Lee  ist  unseres  Wissens  auch  wieder  ein 
Tonfilm.       ^\■ir    gl.itiben    sicher,    daß    Jugendliche    Zutritt    haben. 

Ein  AV  i  ß  b  e  g  i  e  r  i  g  e  r  : 
l.il  ]).igovcr  wohnt  Hcrlin-West- 
end,  Arys-Allee  i.  Die  Künstle- 
rin hat  am  ;iO.  .September  Ge- 
iiurlslag  und  ist  mit  dem  Film- 
Iiroilnktionsleiter  Witt  verheira- 
tet. Sie  wurde  als  Tochter  deut- 
scher Eltern  in  Java  geboren. 
Ihren  N.imen  hat  sie  von  ihrem 
ersten  Cattcn,  dem  Schauspieler 
Dnghofer.  Sie  ließ  das  ,,h"  fort 
und  verwandelte  das  ,,t"  in  ,.v". 

Zwei  F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  - 
neu  D  i  t  ii  H.,  Edith  F., 
M  a  r  i  e  n  w  e  r  d  0  r  (W  c  s  t - 
p  r  e  u  ß  e  n):  Ran\on  Xovarro  ist 
Mexikaner,  seit  3921  beim  Film, 
ledig.  Ja.  sein  richtiger  Name 
ist  San\oniegos.  —  Jenny  Jugo 
hat  rotlichbraunes  Haar.  —  Es 
stimmt.  l{einhold  Schiinzcl  ist 
bei  der  Piscator-Bühnc  verun- 
glückt. —  Iwan  Petrnvich  ist 
serbischer  St.iatsangehürigkeit.  Er 
bat  dunkles  H.iar  und  filmt  seit 
jc)->3.  —  Injo  Syms  Partnerin  in 
..Wenn  du  einmal  dein  Herz  ver- 
schenkst" ist  Lilian  TIarvey. — 
Jawohl,  Liane  Haid  hat  noch 
eine  Schwester,  die  ebenfalls 
Filmschauspiclerin  ist.  Est  ist 
Crit  Haid.  —  Greta  Oraal  ist  seit 
ungefiihr  zwei  J.ahren  tot.  Ihr 
Partner  in  ..So  küßt  nur  eine 
Wienerin"  war  Werner  Fuettc- 
rer.  Werner  Fuetterers  Partne- 
rin in  ..Der  Sohn  der  Hagar" 
war  Mady  Christians.  —  Der 
H:niptd:irsieller  in  ..Paris,  du 
Stadt  der  Liebe"  (Quartier  La- 
tin) war  Iwan  Petrovich,  seine 
P.irtnerin  Carmen  Bonl.  —  Kobin 
Irvin  ist  ))lond.  Sportsmann, 
spielte  u.  a.  in  den  Filmen 
..Eine  Nacht  in  London"  mit 
Lilian  Harvey.  ..Kehre  zurück, 
.illes  vergeben"  mit  Dina  Gralla, 
..Das  .Schiff  der  verlorenen  Men- 
sehen"   mit   Marlene  Dietrich. 

L  i  e  s  c  1 .1  G..  Berlin- 
Treptow:  Mady  Christians 
wohnt  Berlin  -  Charlottenburg, 
Hismarckstraßc  ß7.  Sie  gibt  .Auto- 
gramme. —  Iwan  Mosjukins 
Adresse  ist  Berlin  W,  Kurfürslen- 
damrn  195. —  Orete,  TIanni  und 
Otto  Reinwald  sind  Geschwister. 
—  Dita  P.irlo  wohnt  Berlin  W  30, 
Molzstraßc   87. 

G  e  r  d  .1  M.,  Berlin:  Xenia 
Desnl  wohnt  Berlin  W,  P.auls- 
borner  Straße  3.  Sic  wurde  am 
ifl.  Januar  in  Kiew  (Rußland) 
geboren. 

Fritz  K.,  Fraustadt:  Olga  Tseheehowas  Adresse  ist  Berlin 
\AV'  2Ä.    Klopstockstr.-iße   20.      Die    Künstlerin    ist    geschieden. 

Billy  G.,  Basel  :  Die  Bildkarten  sind  -schon  vor  langer  Zeit 
■.veitcrgi'leitet  worden.  —  Die  Künstlerin  ist  mit  dem  betreffenden  Künst- 
ler verheiratet.  —  Wann  Sie  das  Autogramm  von  Harold  Lloyd  bekom- 
men werden,  wissen  wir  wirklich  nicht.  —  Billie  Dove  ist  durch  die 
First  Xational-Studios.  Burbank-Hollywuod,  Kalifornien,  U.S.A.,  zu  errei- 
■lien.     .Sic  gibt   Autogramme. 

Ellen  J  a  c  k  o  w  .  Leipzig:  Wir  erinnern  uns  nicht,  jemals 
grschrieben  zu  haben,  daß  .Alfred  Abel  ein  französischer  Regisseur  sei. 
In  welcher  Nummer  haben  Sie  das  gelesen?  —  Mady  Christians  wurde 
in  Wien  getioren  \tnd  ist  mit  Dr.  von  Müller  verheiratet.  —  Walter  Rilla 
war  früher  Journalist  und  Dramaturg,  wurde  dann  Sehatispieler  und  k.im 
vor  ntigefiibr  6  Jahren  zum  Film.  —  Ivan  Pelrovichs  Autonummer  wis- 
sen wir  nicht.  —  Brigitte  Helnt  ist  jetzt  zum  ersten  Male  vcrheir.itet.  — 
Alliier  bei  den  Filmpremieren  können  Sie  einige  Filmstars,  wenn  Sie 
i.liick  liaben.  in  der  Fricdricbslraße  in  natura  sehen.  Denn  in  der 
l'riedilchslraße  befinden  sich  die  Büros  von  f.-ist  s.ämtlichen  Filmgesell- 
•  cliallen.  —  Am  besten.  Sie  besorgen  sich  das  Blieb  ..Das  Film- 
iiintniskript".  zu  beziehen  durch  den  .M.i\  Mattisson-Verl.ag,  Berlin  SW  68 
Uittcrslraüe    71.  ' 

Walde  mar  G.,  B  r  e  s  1  a  u  :  Die  .Adressen  von  den  betreffenden 
>poilgroßeii  können  wir  Ihnen  leider  nicht  geben.  —  Pat  und  Pifichon 
erreidicn  Sie  durch  die  Elstr.e-Slu.lios,  Ilersfordsblre  (England),  wo  sie 
neuerdings  filmen.  —  Wann  Lya  Mara  aus  Amerika  zurückkommt,  ist 
noch  nicht  bekannt.  —  J.ickie  Coogaii  wohnt  67.T  South  Oxford  Avenue 
Los     Angeles,     Kalifornien.    —    Dita     Parlos     richtiger     Name  ' 


Zeit    in    Paris, 
burtstag.      Jean 


EIza    Temary 
Bradin   wurde 


Lotosblume  a  u  .s  L. :  Bobhy  Bums  ist  fünf,  David  Lee  vier 
Jahre  alt.  Der  nächste  Film  mit  AI  Jolson  und  David  Lee  heißt  „Sein 
kleiner  Kamerad"  (Little  Pal).  —  Ihre  Bildwünsche  sind  vorgemerkt. 
Henry  .Stuart  wurde  in  Kairo  geboren,  ist  englischer  Staatsangehörigkeit. 
—  , .Asphalt"  ist  vor  zirka  einem  Jahre  gedreht  worden.  Ja,  Betty 
.\innnn  debütierte  darin.  —  John  Gilbert  ist  seit  kurzem  mit  der  amcri- 
k.inischen  Schauspielerin  Ina  Clairc  vermiililt.  Die  Künstler  befinden 
sich  zur  Zeit  in  Europa.  —  ,.Mein  Herz  ist  eine  Jazzband"  w  urde  im  Oktober 
vorigen  Jahres  gedreht.  —  Die  miinnliche  Hauptrolle  in  dem  Film 
..Hilller  Haremsinauern"  .spielte  Charles  Farrell.  Er  ist  durch  die  Fox- 
stiidios,  1401,  No.  Western  Avenue,  Hollywood,  Kalifornien,  U.S..\.,  zu 
ci  reichen. 

Grazia.  Alwine  L.,  Augsburg:  Teddy  Bill  wohnt  Berlin- 
Westend,  Meiningenallec  7.  Er  wurde  am  18.  November  in  Wien  ge- 
boren. Maria  Jaeobinis  Adresse  ist  Berlin  W  l.'«.  Joachiiiisth.iler  StriUc 
Nr.  22-2.1.  Die  Künstlerin  erblickte  .■im  17.  Februar  in  Koni  das  Licht 
der  Welt.  Nornia  Shearer  ist  durch  die  Mctro-Goldwyn-.M.iyer-Studios. 
Ciilver-City,  Kalifornien,  U.S.A.,  zu  erreichen.  Sie  wurde  am  Kl.  .August 
in  Montreal  (Kaii.ida)  geboren.  —  Die  weibliche  Hauptrolle  in  ..Meineid" 
spielte  Alice  Roberte.  —  Dolores  Costello  ist  durch  die  Warner  Krolbers- 
.Sludios,  .W42,  Sunsct  Boulevard,  Hollywood,  Kai.,  U.S.A.,  erreichbar.  .Si- 
ist  .Amerikanerin  und  wurde  in  Pittsburg  geboren.  Jacqueline  Logan  ist 
durch  die  Columbia-Studios,  11,)H,  Gower  .Street,  Hollywood,  Kai.,  U.S.A.. 
■  erreichen.  —  EIza  Tem:iry,  Diaii.i  Karenne  und  Je.in  Bradin  sind  zur 
ist  riig.irin  und  h.it  am  12.  Februar  Ge- 
am   'M.   Mai    in  Paris   geboren. 

H  e  II  11  y  P  o  r  t  e  n  -  V  0  r  c  li  - 
r  e  r  i  n  II  e  n  ,  Düsseldorf: 
Hcnny  Porten  gibt  Autogramme. 
Sie  können  es  ruhig  wagen,  an 
die  Künstlerin  zu  schreiben. 
Senden  Sie  ihr  eine  Bildkarte 
und  fügen  Sie  adressiertes,  fran- 
kiertes Rückkuvert  bei.  Henny 
Porten  hat  keine  Kinder.  Aber 
sie  ist  sehr  kinderlieb,  nicht  nur 
im  Film,   sondern   auch  im  Leben. 

H.  S.,  Fra  nk  f  ur  t  -M  ai  n: 
Ossi  Oswalda  ist  zur  Zeit  in 
Wien  bei  der  Operette  tätig.  Sie 
wird  aber  noch  in  diesem  Monat 
mit  einem  Film  in  Prag  begin- 
nen. Ihr  neuer  Film  ..Geheimnis 
im  Schlafwagen"  (Prinzessin  auf 
Urlaub)  wird  voraussichtlich  noch 
in  dieser  Spielzeit  zur  Urauffiih- 
rung gelangen.  Wann  Ossi  Os- 
walda nach  Frankfurt-M.  kommt, 
wissen    wir   nicht. 

Angela.  V  i  v  i  a  n  G  i  b  - 
s  0  n  -  F  r  e  u  n  d  i  n  :  Vivian 

Gibsons  neuester  Film  ist  ..Früh- 
lingsrauschen". .Sie  ist  geschie- 
den. Ja.  ihre  Tochter  heißt  An- 
gela. Vivian  Gibson  und  Iwan 
Petrovich  sind  ungefähr  so  alt. 
wie  .Sie  geschätzt  haben.  —  Die 
Künstlerin  ist  mit  dem  betref- 
fenden Künstler  verheiratet.  — 
Elga  Brink  ist  ledig,  hat  dunlv 
les  Haar  und  dunkle  Augen.  — 
Brigitte  Helm  ist  so  alt,  wie  Si;- 
geschätzt  haben.  Ihr  nächster 
Film  heißt  ..Sklaven  der  Lei- 
denschaft". Vivian  Gibson,  Jen- 
ny Jugo  und  Lil  Dagover  haben 
unseres  Wissens  rotbraunes  Haar 
und   braune   Augen. 

Hilde  und  andere  Wiß- 
begierige :  Olaf  Fjord 
wohnt  Berlin-Wilmersdorf.  Xaii- 
tener  Straße  18.  Er  wurde  am 
12.  August  in  Oslo  geboren  und 
ist  unverheiratet.  —  Lya  Mar.a 
befindet  sich  noch  immer  in 
.Amerika.  —  AVir  werden  den 
Künstler  erinnern.  Ja,  er  ist 
auch  im  Leben  ernst.  Sie  haben 
sein  Alter  ungefähr  richtig  ge- 
schätzt, ebenso  das  von  Olaf 
Fjord.  —  Pat  und  Patachon  fil- 
men augenblicklich  in  England 
und  sind  dort  durch  die  Elstree- 
Sfudios,  Hersfordshire,  zu  er- 
reichen. 

H.  R.  M.:  Lilian  Harvey  war 
16  bis  18  Jahre  alt,  als  sie 
zum  Film  kam.  —  Greta  Garbo 
hat  keine  Kinder.  Sie  ist  ledig. 
K.  AV.,  B  e  r  I  i  n  -  AV  i  1  m  e  r  s  d  0  r  f  :  A'aleria  Boothby  wohnt  Berlin 
AV,  Kufsteiner  Straße  2.  bei  Basch.  Sie  h.it  am  18.  Oktober  Geburtstag. 
Sie  spielte  u.  a.  in  ..Die  Frau  mit  dem  AAeltrekord",  ..Adam  und  Eva", 
„Um  Frauen  und  Geld",  ..Das  Girl  von  der  Revue".  ..A'ercrbte  Triebe". 
Louise  Brooks  ist  geschieden.  Ihre  neuesten  Filme  sind  ...Aus  dem  ""ige- 
buch  einer  Verlorenen"  und  „Schönheitskonkurrenz''.  Lilian  H.irvey  ist 
ledig  und  hat  am  19.  Januar  (Geburtstag.  Ihre  Adresse  ist  Berlin-AVest- 
end.  .Ahornallc  lfi-17.  .Sie  gibt  Autogr.imme.  Die  bekanntesten  Lilian 
Harvey-Filiiie  sind  ..Liebe  und  Trompetenblasen",  ..Die  keusche  Su- 
sanne", ..Die  tolle  liOla".  ..Die  Kleine  vom  Bummel".  ,,A'ater  werden 
ist  nicht  schwer".  ..Eine  Nacht  in  London".  ..Ihr  dunkler  Punkt".  Die 
neuesten  Filme  mit  Lilian  Harvey  heißen  ,..\dieu.  Mascotte"  und  ,,AVenn 
du    einmal    dein   Herz   verschenkst". 

G.  I.  G.,  Breslau:  Richard  Oswald  wohnt  Bcrlin-Charlottcnburg. 
K;tiserd.imni  100.  Kr  wurde  am  .5.  November  in  AVien  geboren,  ist  ver- 
heiratet, hat  zwei  Kinder.  Möglich,  daß  er  mit  Hans  Stüwe  befreundet 
ist.  —  Jawohl.  Stüwe  hat  den  Krieg  mitgemacht.  In  seinem  Tonfilm 
..Nur  dich   hab'   ich   geliebt"   wird   er  auch   singen. 


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Junffer  Schweizer,  beruflich  Operateur  eines  Lichtspielhauses,  wünscht  Brief- 
wechsel über  Film  und  Filmschauspieler,  von  Filmtreundcn-Frcundinncn.  Zuschriften 
unter  W.  G.  Hauptpostfach  18,  Aarau  Schweiz. 

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Stellung  der  wahllosen  Bilddokumente,  in  denen 
der  Stift  des  satirisdien  Zeidiners  der  Welt  des 
Films    die    komischen    Seiten    abgelauscht    hat. 

Aus  dem  Inhalt: 
Weltgeschidite  im  Film  —  Aus  den  Kindertagen 
des  Films  —  Naturgeschichte  eines  Films  —  Film» 
Könige  und  «Adjutanten  —  Der  Regisseur  —  Der 
Dichter  —  Die  Kritik  —  Der  Mann,  der  alles 
dreht  —  Die  Niegenannten  —  Im  Glashaus 
Zwischen  den  Kulissen  ~  Im  Cafe  der  Kom- 
parsen —  Achtung!  Aufnahme!  —  Die  Diva 
Der  schöne  Mann  —  Abenteuer,  Sensationen 
und  Grotesken  —  Romantik  —  Hollywood  Erotik 
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A.Rosenthal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesterreich  verantwortl.  Robert  Mohr.  Wien  I,  Domgasse  4.  Verantwortl.  für  Anzeigen  Wilhelm  Schaefer, 
Charlottenburg.    Anxeig  en Verwaltung    Universum-Film  A.-G.,  Abt.  Uta-Werbefilm,    Berlin  SW68,  Kochstr.  6  8.     KupferticWnick:    August  Scherl  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


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NUMMER    43     /     BERLIN,    27.   OKIOBER    1929      /      PREIS       0    PFENNIG 


riiol.  Ufa       ^. 


(Conrad    hZicU  spidl  /..  dem  'Ufahnclilm  der  /Joe  QlUy^Sloänf^hon  ,/<d'ie  lelsste  Uiompa^nie 


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UI^-PALASTamZOO 


Die  Mutter  des  Taubstummen 
spielt  Margaret  Mann,  eine  Multer- 
darstellerin,  zu  der  der  Ruhm  kam, 
als  sie  schon  nahezu  sechzig  Jahre 
alt  war.  Gelegentlich  einer  großen 
Ausstellung  in  San  Diego  ver- 
körperte sie  bei  einem  Festspiel  die 
Rolle  der  Martha  Washington,  Man 
legte  ihr  nahe,  nach  Hollywood  zu 
gehen.  Dort  dauerte  es  lange,  bis 
sie  auf  den  richtigen  Platz  gestellt 
wurde.  Aber  dann  kam  der  große 
Erfolg  in  Mutterrollen.  Heute  hat 
Margaret  Mann  einen  langfristigen 
Starkontrakt. 


Oben   links:    Mary  Duncan.    —    Oben 
rechts:  Vom  Erfrieren  gerettet.  — Mitte: 
Die  erste  Begegnung.  —  Links:  Char-       ^1 
les  Farrell.    —    Rechts:    Iwan    Linow 

P/lOl.    I.n-hir, 


'J^^äa^SL,tSiS!f-: 


In   der   „Ersten   Frau"   kommt    die 

estalt  eines  Taubstummen  vor,  der 

en    jungen    Menschen    (Farrell)    vor 

em    sicheren    Untergang   rettet   und 

e  junge  Frau  aus  den  Klauen  eines 

annes     befreit,     der     ihr    Unglück 

Diesen  Taubstummen  spielt  Iwan 

now,  ein  blonder  russischer  Riese, 

essen  Schicksale,  die  ihn  zum  Film; 

achten,    selbst    wie    ein    romanti- 

her  Film  anmuten.     In  Hollywood 

hätzt    man    ihn    ob    seiner    ausge- 

ichneten     darstellerischen     Fähig- 

eiten,      die      einen      Charakter      in 

nappsten    Strichen    umreißen,    und 

ewundert      seine      außerordentliche 

raft,  die  ihn  zu  einem  Boxkämpfer 

on  Klasse  machte. 


D 


;•»'.) 


ie  genaueste  Nachbildung 
markanter        historischer 
Stätten  war  für  den  Ufa- 
tonfilm „Der  weiße  Teufel",  der 
nach   der   Novelle   Leo  Tolstois 
„Hadschi  Murat"  gedreht  wird, 
Erfordernis,  sollte  der  Film  die 
lebensechte  Atmosphäre  haben. 
Da  gibt  es  die  Empfangsräume 
des  Zaren  Nikolaus  I.,  ein  riesi- 
ger Thronsaal,    der    mit  seinen 
mächtigen   Lustern,    seinen   Ko- 
lossalgemälden    und     den     stil- 
echten    Möbeln     eine     Sehens- 
würdigkeit bildet.     Dann  ist  da 
der  Zuschauerraum  der  , .Peters- 
burger    Hofoper"     im     Lichtcr- 
glanze  der  sich  in  dem  Gold  der 
Wandverkleidungen,    den    gold- 
strotzenden      Uniformen       der 
Würdenträger   und   hohen   Mili- 
tärs   und    den    Diamanten    der 
Damen,     einen     märchenhaften 
Anblick  bietend,  die  Bühne  die- 
ser Hofoper,   auf  der  Marianne 
Winkelstern  mit  dem  Eduardowa-Ballett  ein  graziöses  Tanzbild 
zur  Vorführung  bringt,  weiter  wurden  genau  in  den  Maßen  des 
Originals   Teile   der   Kasan-Kathedrale   errichtet,    vor   der   sich 
große  Massenszenen  abspielen,  der  Pavillon,  dessen  Außen-  und 
Innenansicht  unsere  Bilder  zeigen,  ist  in  jeder  Einzelheit  nach 
dem  Original  gebaut.  In  diesem  Pavillon  spielen  sich  die  drama- 
tischsten Szenen  der  spannenden  Handlung  ab. 

Errichtet  wurden  diese  historischen  Bauten    auf    dem    weit- 
räumigen Ufagelände  in  Neubabelsberg    von    den  Architekten 


Oben: 
Petersburger  Hofoper 

Mute: 
Der  Zuschauerraum  im  Bau 

Unten  : 
Der     historische     Pavillon. 
Außen-    und    Innenansicht 

l'hot.  Ufa  ' 


hot.  Vja 


Die  goldnen  Sternlein  prangen  —  an  der  Außenfront  des  Ufa- 
Palastes,  beinah  so  unzählig  wie  am  blauen  Himmelszelt. 
Eine  Rakete  fliegt  von  der  großen  plastischen  Erdkugel  hin- 
auf in  die  Unendlichkeit  und  wieder  zurück,  und  das  alles,  um 
schon  von  weitem  anzukündigen,  daß  hier  der  große  Fritz  Lang- 
Film  gezeigt  wird.  Die  anderen  Aufnahmen  stammen  vom  Pre- 
mierenabend und  zeigen  die  Darsteller,  wie  sie  sich,  froh  über 
den  Erfolg,  unserem  Spezialphotographen  präsentieren. 


Phot.  Schert 


Oben:  Gerda  Maurus  und  Willy  Fritsch  in  der 
Kunstlerloge.  Mitte:  Außenfront  des  Ufa-Palastes. 
Unten  im  Kreis:  Danfi  für  den  Beifall.  Recltts: 
(Von  linlis  nacfi  recfits)  Fritz  Lang,  Theo  von 
Harbou.  Sclimidt -Gentner.  Claus  Polil,  Gerda 
Maurus.  Rasp,  Gustel  Starfi-Gstettenbaur,  Kantureli, 
von     Wangenheim.     Willy    Fritscfx    (ganz    recfits) 


Von   Heinz    Udo    Brachvogel 

Der  Film  war  von  jeher  der  ErfüUer 
einer  großen  Sehnsucht;  der  großen 
Sehnsucht  breitester  Massen,  auch 
einen  Blick  zu  tun  in  die  weite,  bunte 
Welt,  von  der  man  soviel  hörte  und  so- 
viel las  und  deren  Schönheiten  den  Min- 
derbemittelten doch  ewig  versagt  er- 
schienen. 

Es  ist  kein  Wunder,  daß  Kulturfilme 
und  Wochenschau  bei  einem  großen  Teil 
der  Kinobesucher,  hauptsächlich  bei  den 
nicht  blasierten,  immer  lebhaften  An- 
klang finden,  denn  das  geschaute  Bild 
bleibt  ein  tiefer  und  nachhaltiger  Ein- 
druck, gegen  den  auch  die  farbigste  und 
glühendste  Schilderung  in  Worten  ver- 
blaßt. 

Aber  auch  vom  Standpunkt  der  reinen 


Aktualität  aus  haben  die  Film-Wochenschauen  unendlich  viel 
Gutes  gewirkt;  sie  haben  in  knappster  und  präzisester  Form  dem 
Publikum  haftende  Eindrücke  von  dem  Geschehen  in  der  weiten 
Welt  gegeben  —  Eindrücke,  die  sich  gerade  die  Massen  nach 
der  erschöpfenden  Arbeit  des  Alltags  aus  der  Zeitung  wohl 
kaum   herausgelesen  hätten. 

Die  Filmwochenschau  ist  das  Auge  der  Welt  geworden,  durch 
das  der  kleinste  Bürger  des  kleinsten  Ortes  sozusagen  persön- 
lich   verfolgen   kann,   was    draußen   in   der    Welt   passiert. 

In  Parenthese  sei  bemerkt,  daß  es  absolut  unverständlich  ist, 
wie  ein  Staate  wie  Deutschland,  der  sonst  soviel  Wert  auf  die 
Bildung  der  breitesten  Massen  legt,  die  Wochenschauen  nicht 
als  Kulturfaktoren  anerkennen  will,  die  der  Vergünstigung  der 
Steuerfreiheit    wert    seien. 

Nun  hat  sich  die  große  Wandlung  vollzogen  —  aus  der  stum- 


men Wochenschau  ist  die  tönende  Wochenschau  geworden. 
Bild  und  Ton  vereinigen  sich  zum  stärksten  Eindruck,  den  man 
sich  denken  kann.  Die  Perspektiven,  die  sich  eröffnen,  sind 
gigantisch   weite. 

Wirkt  schon  die  einfache  Naturaufnahme  (Meeresaufnahme 
usw.)  durch  den  Ton  noch  weitaus  lebendiger  als  das,  trotz  aller 
Schönheit  immerhin  stumme  Bild,  —  so  gibt  es  eine  Reihe  Auf- 
nahmen, die  gerade  durch  den  Ton  erst  zum  tatsächlichen  ,,Bild" 
des  Lebens  werden. 

Eine  Fahrt  durch  den  Hamburger  Hafen  kann  in  der  stum- 
men Wochenschau  sehr  schön  und  interessant  sein.  Den  un- 
geheuren Eindruck  der  titanenhaften  Arbeit,  die  in  diesem  Welt- 
hafen geleistet  wird,  kann  man  aber  erst  dann  richtig  bekom- 
men, wenn  das  Heulen  der  Sirenen,  das  Rasseln  der  Maschi- 
nen,   das    Keuchen    und    Stöhnen    der    Dampfer    und    der    Züge, 


kurz    der     gewaltige    akustische     Eindruck     zu     dem     bewegten 
Bilde   tritt. 

Alle  ethnographischen  Streifen,  die  sonst  im  stummen  Film 
aus  Besorgnis  vor  „Verschleppung  des  Tempos"  gekürzt  wer- 
den mußten,  können  jetzt  auch  im  Lichtspieltheater  in  voller 
Länge  vorgeführt  werden.  Ich  erinnere  nur  an  die  hervor- 
ragenden Aufnahmen  von  den  phantastischen  Tempeltänzen  in 
Tibet,  Indien  usw.,  die  man  in  ihrer  ganzen  Länge  nie  hätte 
bringen  können,  weil  der  optische  Eindruck  allein  auch  mit  der 
besten  musikalischen  Untermalung  zu  monoton  gewesen  wäre. 
Heute  aber,  wo  man  das  Schmettern  der  Hörner,  das  Rasseln 
der  Gebetsmühlen,  das  Klingen  und  Singen  der  bronzenen 
und  silbernen  Glocken,  das  dumpfe  Wirbeln  der  Pauken  und  die 
ekstatischen  Schreie  der  Tänzer  hört,  wird  man  in  die  Atmo- 
sphäre selbst  versetzt,  —  sieht  nicht  nur  das  Bild  eines  solchen 


Tanzes,  sondern  erlebt  das  Ganze  nahezu  körperlich  mit.  — 
In  der  stummen  Wochenschau  konnte  man  Personen  nur 
flüchtig  zeigen.  Wer  erinnert  sich  nicht  mit  einem  leisen  Lächeln 
der  verschiedensten  Prominenzen  aus  allen  Lagern,  die,  zum 
erstenmal  gefilmt,  immer  einen  komisch  verlegenen  Eindruck 
machen.  Heute  ist  es  anders.  Heute  hat  der  Prominente,  der 
den  Völkern  der  Welt  gezeigt  wird,  nicht  mehr  bloß  zu  lächeln 
und  zu  grüßen,  —  nein,  —  heute  hat  er  die  Möglichkeit,  die 
Stimme  zu  erheben  und  zu  allen  Völkern  der  Erde  im  buch- 
stäblichsten Sinne  des  Wortes  zu  sprechen. 

Das  ist  so  unendlich  viel,  daß  man  sich  die  Folgen  davon  noch 
gar  nicht  richtig  ausmalen  kann.  In  der  Movietone  Wochen- 
ichau  haben  schon  Mussolini,  König  Alfons  XIII. ,  Bernard 
Shaw,  Admiral  Beaty,  Gcrhart  Hauptmann  usw.  usw.  ge- 
sprochen.    Nicht   nur   ihre   Bilder,   sondern   auch   ihre   Gedanken 


sind  durch  das  Tonfilmband  den  Völkern 
der  Erde  vermittelt  worden.  War  die 
stumme  Wochenschau  das  Auge  der 
Welt  —  so  wird  die  Tonfilmschau  die 
„Stimme  der  Welt",  durch  die  die 
Großen,  die  Bedeutenden  zu  den  Völkern 
der  Erde   sprechen. 

Es  liegt  klar  auf  der  Hand,  daß  man 
mit  der  Tonfilm-Wochenschau  ein  völ- 
kerverbindendes Element  von  außer- 
gewöhnlichem Format  gewonnen  hat. 

In  Deutschland  hatte  man  gerade  in 
der  jüngsten  Zeit  den  schlagendsten  Be- 
weis für  die  ungeheure  Eindruckskraft 
des  Tonfilmes  bei  aktuellen  Berichten. 
Der  —  ohne  zu  übertreiben  —  wirk- 
lich enorm  starke  Eindruck,  den  solche 
Aufnahmen  vermitteln  können,  räumt  der 
tönenden  Wochenschau  heute  schon 
einen  allerersten  Platz  auf  dem  Riesen- 
betätigungsfeld des  Filmes  ein  —  und  wir 
können  heute  schon  zuversichtlich  hoffen, 
daß  auch  Deutschlands  Tonfilmoperatcure 
ehrenvoll  neben  ihren  schon  länger  trai- 
nierten amerikanischen  Kollegen  be- 
stehen werden. 


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MAQION  DAVIES  ALS  TÄNZEQIN 

Phot.  M.-Q.-M. 


-#-Y 


rikatur  an  Stelle  der  Wirklichkeit  treten  ließ. 

Der  Übergang  aus  der  Welt  des  Zwangs  in 
die  Freiheit  wird  zu  einer  Art  Revolte  im 
Erziehungshaus. 

Draußen  in  der  Welt  tritt  wieder,  vielleicht 
gezwungen  durch  die  Zensur,  eine  gewisse 
Dezenz  in  die  Erscheinung,  die  filmisch  und 
ästhetisch  wohltuend  berührt,  weil  sie  einmal 
ad  oculos  demonstriert,  daß  es  auch  so  geht. 

Am  Schluß  des  Bildes  siegt  die  Großmut. 
Das  verlorene  Mädel,  das  sich  inzwischen 
einen  Gräfinnentitel  gekauft  hat,  verzichtet 
auf  das  Geld,  das  sie  durch  einen  Glücks- 
zufall vom  Vater  erbt,  zugunsten  der  Stief- 
mutter, die  sie  eigentlich  in  alles  Unheil  hin- 
eingetrieben hat. 

Im  Roman  wird  die  Geschichte  noch  außer- 
ordentlich rührselig.  Der  gräfliche  Schwieger- 
papa oder  Schwiegcronkel  nimmt  die  Ver- 
lorene zu  sich,  weil  er,  durch  ihre  Menschlich- 


^iCii 


Dseph  Rovcnsky  als  Papa,  Vera  Pawlowa 
als  Tante  Frida,  Fritz  Rasp  als  der  Ver- 
führer und  Andre  Roanne  als  der  junge 
Graf  genannt. 

Die  Vorsteherin  an  der  Erziehungsanstalt 
wird  von  Valeska  Gert  gespielt.  Sic  hat 
nach  dieser  Leistung  bestimmt  keinen 
Grund  gehabt,  bei  der  Vorführung  des 
,,Land   ohne   Frauen"   laut   zu   protestieren. 

Man  könnte  das  viel  eher  manchmal  bei 
ihrer  Leistung  in  diesem  Film  tun.  Aber 
andere  Filmdarsteller  besitzen  mehr  Takt 
und  verzichten  auf  diese  Demonstration, 
die  zwecklos  und  peinlich  ist. 


* 


Links:  Louise  Brooks 


Besuch  bei  Busler  Keaton  im  Atelier.     Dorolhy  Sebastian,  William  Collier,  Edward  Earle  und  Leila  Hyams  arragicrcn  ein  Spielchen 

l'liol.  Mi-trc>  (;.),'i/ii'i'n-.lli/ir/ 


Der  Kinobesucher  weiß  natürlich,  daß  zur  Herslellung  eines 
Films  allerlei  gebraucht  wird,  z.  B,  ein  Manuskript  (wenn 
möglich,  ein  gutes),  ein  Regisseur,  möglichst  viel  ,, promi- 
nente Darsteller",  ein  Kameramann  und  viele,  viele  Requisite^, 
Es  gibt  nun  Requisiten,  die  nicht  besonders  ins  Auge  fallen,  die 
eben  da  sind,  oder  solche,  die  als  ,,Ding  an  sich"  überhaupt 
nicht  sichtbar  werden,  zur  Hervorbringung  bestimmter  Effekte 
aber  unerläßlich    sind. 

Da  gibt  es  für  die  Herren  Aufnahmeleiter  und  Requisiteure  oft 
manches  Kopfzerbrechen,  aber  beschafft  wird  jedes  Requisit, 
und  sei  es  noch  so  ,, ausgefallen",  Tiere  aller  Art  herbeizu- 
schaffen, seien  es  nun  dressierte  Affen,  weiße  Mäuse,  Riesen- 
schlangen, ,, handzahme  Ratten",  das  bereitet  erfahrenen  Film- 
leuten   keine   besonderen    Schwierigkeiten, 

Allerdings  kann  es  auch  da  passieren,  daß  etwas  ,, daneben" 
geht.  So  wurde  e-nmal  für  eine  im  Gebiet  von  Dreilinden  an- 
gesetzte Saujagd  ein  Wildscfiwein  gebraucht.  Der  Lieferant  ver- 
schwur sich  hoch  und  heilig,  der  ,, Keiler"  werde  rechtzeitig 
zur  Stelle  sein.  Aber,  der  Trag  schritt  -.vciler,  und  von  dem 
Keiler  war  weit  und  breit  nichts  zu  sehen.  Nach  stundenlangem 
Harren  traf  wohl  ein  Lastwagen  mit  der  Hundemeutc  ein,  von 
dem  nicht  vorhandenen  Wildschwein  erzählte  der  Lieferant  oder 
vielmehr  „Nicht"-Licferant,  der  Schwarzkittel  sei  auf  dem 
Transport    in   Weißcnsce    vom    Wagen    gehupft    und    entsprungen. 

Das  ausfallende,  lebende  Wildschwein  wurde  durch  ein  aus- 
gestopftes, das  als  Trophäe  im  .Jagdschlag  ,, Dreilinden '  hing, 
ersetzt.  Die  Sache  wurde  eben  so  arrangiert,  daß  der 
Keiler  erst  in  Erscheinung  trat,  als  bei  der  ,, Strecke"  die  Brüche 
verteilt    wurden. 


Sportgeräte  in  allen  Varianten:  eins  Kleinigkeit.  Brauchte  man 
aber  z.  B.  die  Requisiten  für  das  baskischc  Pelotaspiel,  mußte 
nr.an  sich  doch  schon  etwas  vor  der  Aufnahme  darum  küm- 
mern, soll  CS  keinen  Anpfiff  durch  den  Regisseur  wegen  dor 
durch    das    Fehlen    eintretenden    Verzögerun;.»    geben 

Bei  Szenen  mit  Explosionen  brauc.it  man  ,, Aschenregen".  Der 
ist  in  Na'urireue  als  chemisches  Präparat  fertig  beziehbar.  Für 
die  Hervorbringung  herrlicher  Eisblumenkristalle  an  winterlich 
beschlagenen  Fensterscheiben  gibt  es  fix  und  fertiges  Eisblumen- 
pulver. Um  ein  heftiges  Schneegestöber  hervorzuzaubern,  nimmt 
man  jetzt  an  Stelle  der  früher  üblichen  Stoffe,  wie  Salz,  Kampfer, 
Papieriichnilzel,  die  sich  im  Objektiv  häufig  in  unerwünschter 
Verzerrung  abzeichnen,  ein  Präparat,  das  auf  der  Kohlenschaufel 
entzündet,    ein   wunderbar    echtes    Schneetreiben   ergibt. 

Es  kann  auch  die  Notwendigkeit  eintreten,  daß  im  Atelier 
oder  auf  dem  Freigelände  eine  vulkanische  Eruption  inszeniert 
wird,  um  so  mehr,  als  ja  auch  bei  Filmexpeditionen  die  Vul- 
kane   nicht    ,, fahrplanmäßig  '    funktionieren. 

Ob  Fackeln  (die  in  der  Photographie  richtig  leuchten),  ob 
Blitzwurfgranaten,  Wasserbomben,  komplette  Einrichtungen 
chirurgischer  Institute,  Flaggen  aller  Jierren  Länder,  Fhuumcn- 
vorrichtungen.  Pflanzen  und  Gewächse  seltsamster  Art,  Fuhr- 
werke aller  Zeitalter,  Musikinstrumente  von  Josuas  Posaune  bis 
zum  Saxophon,  Orden  aller  Staaten  in  heraldischer  Treue,  Tep- 
piche, die  als  echter  Pflaslerstcinbelag  wirken,  Wachsfiguren, 
Zauberartikel,  selbst  der  Zirkus-Wohnwagen,  das  alles  und  noch 
viele  tausend  andere  für  Filmaufnahmen  notwendige  Dinge  liefern 
die  Hilfsindustrien,  die  für  den  Btdarf  bei  Filmaufnahmen  eigens 
organisiert   sind. 


Immer  schon  hat  es  Film- 
darsteller von  Namen  und 
Rang  gereizt,  berühmte 
Rollen  der  Sprechbühne  im 
Film  darzustellen.  Nicht  im- 
mer entsprach  die  Wirkung  im 
Film  den  gehegten  Efwartun- 
gen,  was  seinen  Grund  darin 
hat,  daß  bei  vielen  Rollen  so- 
zusagen das  , .psychologische 
Gewebe"  rein  optisch  nicht 
zustande  zu  bringen  ist. 

Bei  den  Rollen,  von  denen 
hier  die  Rede  ist,  liegt  der 
Filmfall  günstig: 

Cyrano  von  Bergerac,  der 
Gaskogner,  der  bei  aller  Groß- 
sprecherei und  Prahlsucht  ein 
wirklicher  Held  ist,  eignet 
sich  in  seiner  exzentrischen, 
phantastischen  Art  durchaus 
für  die  Verlebendigung  durch 
den  Film.  Dieser  Herr  von 
Bergerac  ist  eigentlich  jetzt, 
in  der  Zeit,  in  der  das  Pro- 
blem der  Mondrakete  zur  Dis- 

Links:     Lew    Cody    in    dem    Film 
„Cyrano  von  Bergerac"  Phot.  M.-O.M. 

Im  Kreis:  Josef  Kainz,  der  be- 
rühmte Darsteller  des  Cy- 
rano,   auf   der    Bühne 


kussion  steht,  eine  ganz  aktu- 
elle Gestalt,  Er  hat  ein  Buch  ge- 
schrieben, ,,Die  Reise  nach  dem 
Mond",  und  auch  in  Rostands  viel- 
gespieltem, von  Ludwig  Fulda 
meisterhaft  übersetzten  Bühnen- 
stück schildert  er  verschiedene 
phantastische  Arten  der  Reise 
zum  Mond. 

Der  erste  Darsteller  des  Cyrano 
von  Bergerac  auf  der  Bühne  war 
der  berühmte  Jean  Coquelin  der 
Ältere,  der  in  dieser  Rolle  auch  in 
Deutschland  gastierte;  der  berühm- 
teste deutsche  Cyrano-Darsteller 
war  Josef  Kainz.  Im  Film  stellt 
jetzt  Lew  Cody  diese  Rolle  dar, 
seinen  Rollenkreis  dadurch  we- 
sentlich erweiternd. 

Die  Stimmung,  die  in  Tolstois 
,,Der  lebende  Leichnam"  zum 
Ausdruck  kommt,  läßt  sich  im 
Film  einfangen;  die  Atmosphäre, 
die  um  Fedja  ist,  kann  von  einem 
kultivierten  Filmregisseur  spürbar 
gemacht  werden,  wie  Osep,  der  rus- 


den  konnten,  sind  durch  den  Tonfilm  erst  ,, filmreif" 
geworden. 

Andere  große  Rollen,  die  bereits  früher  den  Weg  zur 
Filmgestaltung  gefunden  haben,  feiern-  im  Zeichen  des 
Tonfilms  ihre  Filmauferstehung  oder  richtiger,  ihre  Wie- 
dergeburt. 

Es  wird  nicht  ausbleiben,  daß  es  bei  der  Auswahl  von 
bedeutenden  Bühnengestalten  für  den  Film,  d.  h.  für  den 
Tonfilm,  zu  manchem  Mißgriff  kommen  wird.  Aber  eben 
diese  Experimente  werden  den  Weg  zur  richtigen  Ton- 
filmdramaturgie weiter  weisen. 

Von  großen  klassischen  Rollen,  die  im  Tonfilm  er- 
scheinen, sei  hier  nur  noch  , .Richard  der  Dritte"  genannt, 
den  sich  John  Barrymore,  Amerikas  bedeutender  Bühnen- 
und  Filmdarsteller,  nicht  entgehen   läßt. 


* 


Links:     Alexander     Moissi 

als  Fedja  in   „Der  lebende 

Leichnam" 

Im  Kreis:  John  Gilbert  in 

der  gleichen  Rolle   in   dem 

M.-G.-M.-Film 


* 


sische  Regisseur,  in  dem  Film  mit  Pudowkin  als  Fedja  be- 
wies. Interessant  wird  es  sein,  wie  ein  Darsteller  von  der 
Art  John  Gilberts  sich  mit  dem  Fedja  abfinden  wird,  einer 
Gestalt,  die  wir  in  Deutschland  ganz  durch  das  Medium 
Moissi  zu  sehen  gewohnt  sind. 

Der  exzentrische  Schauspieler  Kean  war  von  jeher 
das  Paradestück  großer  Darsteller.  Unvergeßlich  in 
dieser  Rolle  Adalbert  Matkowsky  vom  Königlichen 
Schauspielhaus  in  Berlin.  Im  Film  hat  zwar  Mosjoukin 
diese  Rolle  schon  gespielt;  für  den  Sprech-  und  Tonfilm, 
den  die  Warners  unter  dem  Titel  ,,Die  Königliche  Loge" 
(The  Royal  Box)  hergestellt  haben,  spielt  Moissi  als 
Partner  der  Camilla  Hom  den  Kean, 

Die  Reihe  großer  dankbarer  Bühnenrollen,   sogenannter 
,, Bombenrollen",  die  auch  im  Film  Leben  und  Gestalt  ge- 
wannen, ist  groß  und  wird  immer  größer.    Besonders   der 
Tonfilm    bringt     viele 
berühmte      Bühnenge- 
stalten    in   Film    und 
Ton;  viele  Rollen,  die 
nicht     auf     das     rein 
Optische  gestellt  wer- 


* 


Im  Kreis :  Ivan  Mosjoukin 

als    Kean    in     dem    Film 

,, Erlöschende  Fackel" 

Rechts :  Alexander  Moissi 
als  Kean  in  dem  Warner- 
Film  „DieKöniglicheLoge" 

Pliot.  Schert.   M.-O.-M.  Dewtsti, 
\X  arner  Bros. 


^Qi^'ägS^ 


WBii 


ei\j  ßOMAN    VON  STANHOPE 


I.  turt^fliiini; 

Ängstlich,  wie  hrauen  immer,  wenn  sie  allein  und  ohne  Zu- 
schauer sind,  streifte  Billie  ihr  Kattunklcidchen  über  den  Kopf, 
war  allerliebst  in  einer  geheimen  Tracht  anzuschauen  (niemand, 
wirklich  niemand  hatte  dos  Vergnügen),  und  streifte  das  seidene 
Kleid  über,  konnte  sich  die  Freude  nicht  versagen,  vor  den 
vielen  Spiegeln  hin  und  her  zu  promenieren,  bis  ihr  Bill  einfiel 
und  der  Ehrgeiz  die  Eitelkeit  ablöste. 

,,Bill!"   rief  sie,   ,,du  kannst  kommen!" 

Der  war  mittlerweile  nervös  auf  und  ab  gegangen  und  dachte: 
,,0  Gott,  wenn  Franz  kommt, 
o  Gott,  wenn  Mcsch,  wenn 
Mafalda  kommen,  o  Goft,  o 
je,  o  je!"  Dann  Iröslele  er 
sich  und  sein  reines  Her/, 
durch  das  Versprechen,  das 
seine  rechte  Hand  der  lin- 
ken gab  (es  kann  auch  um- 
gekehrt gewesen  sein),  die 
entliehenen  Prachtstücke  nur 
ja  bald  zurückzugeben.  Bei 
diesen  Gedankengängen  be- 
ruhigte er  sich  allmählich. 
Er  fand  Billie  vor,  wie  er 
sie  verlassen  halte,  ,,Na?" 
fragte  er  oin  *venig  enl- 
läuschl. 

„Ja?" 

,, Warum  hast  du  denn 
schon  gerufen?" 

,,Ich  habe  schon  gezaubert." 

,,?" 

,,Na,  das  ist  fein,  daß  du 
nichts  merkst,  obgleich  das 
nicht  viel  bedeuten  will." 
Sie  schlug  ihren  Kattunärmel 
zurück.  Drunter  schimmerte 
es  silbern,  Bill  lobte  ihre 
Vorsicht  mit  leiser  Furcht 
im  Gesicht.  Vor  vierzehn 
Tagen  hätte  er  die  eigene 
Schwester  für  die  Schandtal 
den  Gerichten  überantwortet, 
gesetzt,  er  wäre  hierzu  nicht 
zu  feige  gewesen  —  und 
heute!?  Frechheit  ist  eine 
ansteckende  Krankheit,  wie 
alle  Pädagogen  bezeugen 
werden. 

Schal,  Schuhe  und  Tascli- 
chcn  schlüpften  geschwind  in 
Bills  Aktentasche,  und  glück- 
lich, daß  der  Streich  zu  ge- 
lingen schien,  begaben  sich 
die     beiden    an    die    Arbeit, 

gleichsam   um   eine   wahrhaft    gute   Tat   zu    vollbringen,    die 
einstens   hoch   angerechnet   werden   würde, 

* 

Draußen  klirrten  Schlüssel,  Irgend  jemand  tappste  durchs 
Dunkel,  fand  den  Schaller  nicht,  gröhlte  plötzlich,  es  klang  wie 
Franzens  Stimme:  ,,Fröllein  Amery,  Herr  Amery,  kommen  Sie 
doch  mal  unten!" 

„Keine   Antwort,    Bill!' 

,,Halt  den  Mund,  schreib,  Billie!"  sagte  Bill  großartig:  ,, —  und 
taucht  man  den  fertigen  Kunstseidenfaden  in  die  präparierte 
Flüssigkeit,  so  trennt  sich  das  eine  nie  mehr  vom  — " 

,,Fröllein  Amery,  hören  Sie  mich,  kommen  Sie  doch  mal  unten!" 

,, —  anderen,     Punkt.     Hast  du  Punkt?" 

Die  schweren  Schritte  kamen  näher,  Franz  trat  ein.  Ganz 
wenig,  ein  kleines  bißchen  stärker  als  sonst  klopfte  Billies  Herz- 
chen   unter    dem    weißen    Seidentuch. 


IQ 


Sachdriick  verboten 


T  R  1  l  R  y 
m  dem  Sprechfilm  ,,Dcr 


ihnt 


,, Kommen  Sie  doch  mit  rüber,  wir  sind  gerade  so  gemütlich  bei 
Vater  Meicke,  ich  dachte,  was  sollen  die  armen  Amerys  da  in 
der  stinkigen  Bude  sitzen,  die  Gnädige  kommt  doch  nicht  vor 
Zwölfen!" 

,,Nein,  Franz,   das  ist   schrecklich  lieb  von   Ihnen,   aber  es  geht 
nicht.      Bleiben    Sie    fünf    Minuten    bei    uns,    und    dann    schließen 
Sie    wieder    ab,      Haben    Sie    jetzt    auch    von    innen    zugeriegelt?" 
,,Um    Gottes    willen,    das    hab    ich    ganz    vergessen,"      Er    raste 
behende  zur  Eingangstür  und  war  im   Handumdrehen  wieder  zu- 
rück, nahm  eine  Zigarette  in 
Empfang    und     versuchte     in 
liefen   Tönen,    die   beiden    zu 
cineni   Schnaps  zu  verlocken, 
y\ber  sie  blieben  eisern.    Und 
zum   Ende  zog  er  brummend, 
aber  voller  Anerkennung  ab. 
,  Diese  Amerys!"   erzählte  er 
später      bei      Vater      Meicke, 
,, diese       Amerys,       pflichtbe- 
wußt,    ehrenhaft,     arbeitsam! 
Die   bringen's    noch    mal    zu 
was.       Für     die     würde     ich 
beide    Hände    und    die    Nase 
ins  Feuer  legen." 

,,Du  bist  raffiniert,  Billie, 
weißt  du,  was  du  gemacht 
hast?" 

„Doch  weiter  nichts  Be- 
sonderes." 

,, Billie,  in  mir  schlummert 
ein   Psychologe!" 

,,Das  weiß  ich,  in  dir 
schlummert  allerlei,  aber 
sehr  fest    leider!" 

,, Billie,  paß  mal  auf;  Ein 
Kleid  ist  verschwunden.  Wer 
kann  es  gestohlen  haben? 
Franz,  der  Hausdiener?  Die 
Amerys?  Alle  drei  sind  als 
glaubwürdig  bekannt,  Rache- 
akt der  Amerys  für  schlechte 
Behandlung.  Immerhin  dcnk- 
jBjl^  Ä  bar,     Vernehmung    der    Ame- 

^H^K,^  ^B  rys.       Wir    sind     unschuldig. 

mJKl^  ^K  Zeugnis       des       Hausdieners: 

Die  Amerys  hätten  wunder- 
schön weglaufen  können,  als 
ich  sie  bat,  mir  in  eine 
Kneipe  zu  folgen.  Sie  haben 
ihre  Arbeit  weiterhin  getan. 
Plrinnerung  der  Amerys:  Die 
Tür  blieb  zehn  Minuten  lang 
offen.  Diese  Zeit  genügte 
vertrauten  Dieben  usw,  usw, 
Entlassung  des  imwachsameii  Hausdieners.  Leider,  leider.  Die 
Amerys   sind   untröstlich.     Aber  leider,    leider!" 

„Und  du,  mein  Junge,  trittst  in  dem  Kleide  auf;  es  braucht 
dich  nur  jemand  zu  kennen  ,  ,  ." 

,  Das  erste  Auslandsengagement  wird  angenommen,  außerdem 
Kannst    du   ein  bißchen  an  dem   Kleid   rumnähen!" 

,  Die  Varietes  reißen  sich  ja  auch  bloß  so  um  dich,  was?  — 
Aber  im  ganzen,  du  machst  dich,  Bill,  Das  ist  ganz  scharfsinnig, 
v.as  du  da  vorgebracht  hast!  Vielleicht  machen  v\ir's  wirk- 
lich   so," 

Mafalda  und  Mosch  ki^men  gegen  zwei  Uhr  in  der  Nacht  zu- 
rück und  fanden  am  Eingang  einen  Wirrwarr  von  Hutschachteln. 
Kleiderständern  und  Stoffen.  Sie  stürzten  in  den  Arbeitsrauni 
wo   friedlich    Bill   und    Billie   saßen   und   schrieben, 

„Was   ist    denn   das   für   eine   Schweinerei?"    schrie   Mafalda, 


I'iiol.  briti^li  itiiiJ^fu 


CLARK 

Teufel  in  Verlegenheit" 


,.Dic  Erfindung  Ihres  Gatten.  Seite  168,  gnädige  Frau",  sagte 
Billie. 

„Ach,  Unsinn,  wer  da  vorn  alles  umgeschmissen  hat,  will  ich 
wissen.     Wo  ist  denn   überhaupt   Franz?" 

„Nanu,  hat  er  etwas  umgeworfen?  Ich  komme  sofort  und  hebe 
alles  auf.  Es  hat  ja  was  gebumst,  so  um  elf  Uhr,  da  wollte 
Franz  gerade  mal  ein  Glas  Bier  trinken  gehen.  Na,  und  weil 
wir  ja  hier  waren,  konnte  er  ja  ruhig  fort.  Aber,  daß  er  etwas 
umgeworfen  hat  —  — "  Billie  lächelte  Frau  Mafalda  vielsagend 
an.  Mochte  es  sein,  daß  die  Terpins  recht  gut  und  reichlich  im 
adligen  Hause  gespeist  hatten  oder  noch  andere  Gründe  des  Be- 
hagens hatten,  sie  vergaßen  jedenfalls  für  diesen  Abend  ihre 
preußische  Ordnung  und  römische  Pünktlichkeit,  verziehen  den 
Amerys  ihr  Zuspätkommen,  dem  Hausdiener  den  Trunksucht  ver- 
ratenden Ausgang  und  zogen   sich  zurück. 

Am  anderen  Morgen  herrschte  große  Verwirrung  im  Mode- 
haus. Nicht,  daß  das  Verschwinden  des  Silberkleides  entdeckt 
wurde;  das  geschah  erst  zwei  Tage  später  und  fand  die  Ver- 
mutung als  Erklärung;  es  sei  wahrscheinlich  bei  Baronin  Klett- 
wig  zur  Ansicht.  Nein,  es  war  etwas  ganz  anderes.  Der  Emir 
von  Kurdistan  war  auf  der  Durchreise  in  der  Stadt  und  kam 
höchstpersönlich  in  Terpins  Salons,  einmal,  um  die  Erzeugnisse 
zu  betrachten,  die  ursprünglich  seinem  Vaterland  entstammten, 
dann  aber  auch,  um  Marcelle  Palmina  zu  schmücken,  einen  Pariser 
Revuestar,  von  dem  er  gestochen  war.  Sehr  vornehme  Verbeu- 
gungen seitens  Herrn  Dr.  Mosch,  ebenso  elegante  Knixe  von 
Mafalda   wurden  kaum   beachtet. 

Die  allgemeine  Verwirrung,  die  in  den  vorderen  Sälen 
herrschte,  erleichterte  es  den  Geschwistern,  vorzeitig  zu  ent- 
weichen, und  mit  Eile  der  ,  gelben  Nachtigall"  zuzustreben. 

Die  ,, gelbe  Nachtigall"  war  ein  Trinkhaus,  in  dem  es  zwanglos 
zuging  und  das  Publikum,  Handlungsgehilfen  jüngster  Jahrgänge 
mit  Fräulein  Braut,  Trunkenbolde  und  übernächtigte  Chauffeure, 
über   die  betagtesten  Witze   dankbar  krächzten. 

Der  Besitzer  hatte  wenig  Geld,  viel  Schulden  und  einen  Sprach- 
fehler. Seina  Hast  und  Zerstreutheit  verrieten  beständige  Furcht 
vor  den   Beamten  der  Steuer-  und   Finanzbehörden, 

Bill  zeigte  das  Pappkärtchen  des  Neuruppiner  Korsen  und 
blinzelte  etwas  mißtrauisch  die  verblichenen  Kulissen  und  eine 
altersschwache  Bühne  an..  Um  diese  Stunde  war  die  ,, gelbe 
Nachtigall"  noch  unbesucht;  abseits  stand  hinter  einem  Bier- 
ausschank etwas  gelangweilt  ein  alter  Kellner,  biß  in  ein  Butter- 
brot und  dachte  an  die  längst  vergangenen  Zeiten,  als  er  noch 
Hotelier  zu  werden  sich  vorgenommen  hatte.  Er  war  zvveiund- 
sechzig  Jahre  alt. 

,,Amery"  stellte  Bill  sich  und  seine  Schwester  mit  einer  un- 
merklichen Verbeugung  vor. 

„Weiß,  weiß,  jai,  jai,  na,  dann  klettern  Sie  man  da  'rauf.  Das 
Fräuleinchen  spielt  wohl,  was?"  Er  lehnte  sich  bequem  zurück 
und  verfolgte  die  Vorbereitungen  mit  Interesse.  ,, Garderoben 
haben  wir  nicht,  jai,  jai,  wenn  ich  Sic  gebrauchen  kann,  müssen 
Sie    sich    in   der    To — i — Ictte    umziehen!" 

Billie  saß  an  einem  Klavier,  das  recht  feindselig  die  schlecht 
geputzten  Zähne  zeigte,  und  hieb  mit  Lust  und  Skepsis  auf  das 
Instrument  ein.  Mit  Lust,  weil  sie  sich  endlich  einmal  wieder 
auf  den  Tasten  austoben  konnte,  mit  Skepsis,  weil  ihre  Gedan- 
ken das  Lokal  unwillkürlich  mit  den  Träumen  von  einer  ruhm- 
reichen  Laufbahn   in   Verbindung  brachten. 

Billie  war  noch  keine  zweiundsechzig  Jahre  alt. 
Zagschrittig  trat  Bill  auf  die  Bühne,  knickte  in  den  Knien  ein, 
als  er  sich  exponiert  fühlte;  selbst  die  Leere  des  Lokals  be- 
drückte ihn,  und  durch  einen  Schleier  sah  er  einen  hemdsärme- 
ligen Mann,  der  ihn  spöttisch  und  erbarmungslos  betrachtete. 
Recht  und  schlecht,  speziell  schlecht,  stoppelte  Bill  sein  Pro- 
gramm zusammen  und  war  sicher,  von  dem  kräftigen  Wirt  an 
die  Luft  gesetzt  zu  werden. 

,,Sie  können  nichts!"  meinte  der  seelenruhig. 
,.Wem     sagen     Sie     das?'     wollte     Bill    erwidern,    aber   er   kam 
nicht     dazu,     sondern     mußte    vor    Verwunderung     seinen     Mund 
öffnen. 

„Ich   engagiere   Sic   trotzdem;   oder  vielmehr  Ihr   Kleid!" 
„Ein  schöner  Erfolg  des  Hauses  Terpin",  sagte  Billie  und  warf 
dem    blamablen    Bill    einen    verächtlichen    Blick    zu. 
,,Wie   meinen  Sie,   Fräulein?" 
„Nichts,   nichts." 

„Ich  engagiere  Sic  beide;  das  Fräuleinchcn  bleibt  am  Klavier 
jai.  jai.     Abends    J-S  Uhr  antreten.     Freies  Essen  und  pro  Kopf 
vier  Mark!     Einverstanden?" 
Sie  schlugen  ein.     Am  anderen  Abend  sollte  das  Debüt  sein. 


Unterwegs  sagte  Billie:  „Hör    mal,  Bill,  wir  können  doch  ganz 
gut    vorläufig    beides    machen.      Morgens    tippen    und    rechnen, 
abends   singen  und   spielen. 
Und  so  taten  sie  es  auch. 
Es   war   einige    Tage    später. 

Herr  Georges  Faisal  war  pünktlich  in  den  Besitz  der  Amery- 
schen  Abrechnung  gekommen  und  plante,  die  „gelbe  Nachtigall" 
aufzusuchen,  um  sich  von  der  Tüchtigkeit  seiner  Klienten  zu 
überführen. 

Er  hatte  hohen  Besuch  bekommen:  Madame  Kalothakis  war 
eine  Griechin,  die  auf  den  Rufnahmen  Priscilla  hörte,  und  zudem 
die  Gattin  eines  spekulativen  Kopfes,  der  vor  ganz  kurzer  Zeit 
in  Athen  ein  Variete  gegründet  hatte.  Sie  stellte  mit  ihren 
glücklich  gebildeten  Polstern,  dem  brandroten  Haar,  das  einen 
Tizian  begeistert  hätte,  und  dem  guten  Blicke  ihrer  dunklen 
Augen  ein  angenehmes  Musterstück  ihres  Geschlechts  dar.  Sor- 
gen und  Kummer  schienen  sie  selten  zu  bedrücken;  ihr  Tem- 
perament und  eine  ewige  Freude  am  Genuß  des  Lebens,  der 
sie  sich  schrankenlos  mit  allen  Sinnen  hingab,  waren  die  Grund- 
züge ihrer  weltlichen  Natur.  Die  Reise  durch  Europa  sollte  ihr 
nicht  nur  die  Kultur  der  hauptsächlichen  Vergnügungsstätten 
zeigen,  sondern  zugleich  zum  Engagement  geeigneter  Kräfte  für 
das  heimatliche  Etablissement,  das  den  Namen  ,,Kawkasia" 
trug,  verhelfen. 

Auf  ihrer  Studienfahrt  hatte  sie  Herrn  Faisal  kennengelernt, 
dessen  Bewunderung  für  Griechenland  sie  erfrischte.  Was  war 
natürlicher,  als  sich  blindlings  dem  erfahrenen  Manne  anzuver- 
trauen, der  seinerseits  keine  Sekunde  zögerte,  der  schutzlosen 
Frau  mit  Rat  und  Tat  beizuspringen. 

Es  ergab  sich,  daß  Frau  Kalothakis  auf  den  Streifzügen  durch 
die  vielen  großstädtischen  Varietes  und  Kabaretts  einen  panther- 
haften Spürsinn  für  ,,gute  Nummern"  entfaltete.  Ihrem  Instinkt 
und  den  kaufmännischen  Talenten  ihres  unzertrennlichen  Beglei- 
ters war  es  gelungen,  in  verhältnismäßig  kurzer  Zeit  für  das 
,,Kawkasia"  ein  ausgezeichnetes  Ensemble  zu   gewinnen. 

Mehr,  um  sich  zu  erholen,  als  nach  weiteren  Engagements 
zu  streben,  suchten  die  beiden  die  ,, gelbe  Nachtigall"  cui. 

Durch  Tabakqualm  und  Parfümdunst  erkämpften  sie  sich  einen 
Tisch,  dicht  an  der  Bühne.  Als  Bill  auftrat,  wurde  es  merkwür- 
digerweise etwas  leiser;  er  hatte  sich  rasch  an  die  Atmosphäre 
gewöhnt  und  gewann  von  Tag  zu  Tag  mehr  Sicherheit, 
hatte  seinen  Kollegen  allerlei  Mätzchen  und  Kniffe 
abgeguckt,  mit  denen  er  um  die  Gunst  der  Zuschauer  buhlte. 
Um  seines  Kleides  willen  trat  er  nicht  als  die  mißachtete  Num- 
mer eins  auf,  sondern  erst  an  vierter  Stelle. 

Bill  beendete  seine  Nummer,  lüftete  sein  Geheimnis  und 
heimste  tosenden  Beifall  ein;  mehrfache  Einladungen  zum  Trin- 
ken schlug  er  aus,  ließ  auch  Anrempelungen  über  sich  ergehen 
und  wollte  sich  umkleiden  gehen. 

Plötzlich   fühlte   er  eine   schwere  Hand   auf   seinen  Schultern, 

„Au  weh",  dachte   er,   „Terpin !" 

Er  war  recht  schreckhaft  geworden,  der  gute  Bill. 
Es  war  Georges  Faisal:     ,,Wenn   Sie   fertig  sind,   kommen   Sic 
an    meinen    Tisch,    Sie    verstehen?      Ich    hole    inzwischen    Ihre 
Schwester!" 

Madame  Kalothakis  hatte  Bills  Auftreten  mit  gebannter,  be- 
hexter Aufmerksamkeit  verfolgt,  ihre  Nasenflügel  zitterten,  und 
ihre  Augen  schlössen  sich  zu  strichdünnen  Spalten;  das  war  bei 
ihr  immer  das  Zeichen  hoher  Erregung.  ,,Der  Junge  muß  gemacht 
werden",  flüsterte  sie  Faisal  zu.  Der  erzählte  ihr,  daß  Bill  seine 
Entdeckung  sei.  Er  vertrete  im  übrigen  ganz  ihre  Ansicht,  ,  Er 
wolle  nach  dem  Auftritt  Bill  bewegen,  ein  anderes  Lokal  aufzu- 
suchen, wo  man  ruhig  und  ungestört  verhandeln  könne.  Frau 
Priscilla  war  Feuer  und  Flamme. 

Sic  brachen  bald  auf  und  gingen   in   eine  kleine,  verschwiegene 
Weinstube,    wo    ihnen   unbeobachtet   und    geläufig   der   Impresario 
von   dem    luxuriösen    athenischen    Variete    vorschwärmte. 
,,Und  Mädchcnhändlcr  gibt's  da  unten  nicht?"  fragte  Bill. 
,,0h,  Sie  Schäker!"  lachte  Faisal. 

Schließlich  holte  er  die  günstig  lautenden  Verträge  heraus,  die 
Billie  sofort  an  sich  riß  und  eifrig  studierte. 
500  Mk  ? 

Sie  griff  nach  dem  Füllfederhalter,  der  so  verführerisch  aus 
den  dicken  Fingern  lugte,  und  schrieb  in  den  Vertrag:  „Belle 
Billie"  &  Partner,  änderte  die  Summe  bescheiden  in  600  Mk. 
und  legte  das  Dokument  Bill  zum  Unterzeichnen  vor.  Billie  war 
wieder   hoffnungsfroh. 

Herr  Faisal   lieble  glnüc   Geschäfte.     Er  war  guter  Laune  und 
ließ   eine  Flasche  Champagner  kommen. 
Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfragen    crbiUcn    wir    an    die    Redaktion    des    ..  K  i  I  m -M  a  i  a  z  i  n".     Berlin    SW68,    Zimmcrslraßc    35—41 
}^cherlvcr!a);.     Antwort  erfolgt  nur  im  ,, Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  \  iole:  Anonyme  Briefe  «erden  nielit  beaiiiwortet.  Hei  .M.inii- 
.-•kript.-uigelcgenlieiten  bitten  wir  folfrendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  i^t 
Kiickporto  beiziifüfreii.  Jede  Einsendung  eines  Jlanuskripl.s  zur  Priifunf; 
ist  zwecklos,  nur  Exposi's  im  Umfange  von  2—3  Scbreibniascliinenseiten 
sind  znr  Einsendung;  an  die  Filmindu.strie.  Regisseure  us,v.  geeignet.  Fiir 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantw  ortung  iiber- 
noninien  werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  üurcliscliläge  senden,  von 
handgeschriebenen   Sendungen   (leserlich)    eine    Abschrift    znriickbchalten. 


Dr.  .\  1  f  r  e  d  V...  I"  r  a  n  k  f  ii  r  I  -  .\I  .i  i  n  :  Am  besten,  .sje  wenden 
sich  in  Ihrer  Angelegenheit  direkt  .in  eine  FilmgeKellsehaft.  Vielleicht 
sehreihen  Sie  deswegen  einmal  an  die  T'fa.  an  die  Xatiiuial,  Terra  oder 
Hegewald.       Sie    erfahren    ilmt    alles    XJihere. 

A  u  t  I»  g  r  a  m  m  j  ä  g  e  r  .  H  r  e  s  I  a  n  :  Das  ist  natürlich  persönliches 
IVeh,  wenn  Sie  durch  Verinittliing  der  Kilnigesellsch.iften  vcui  den  Film- 
stars keine  .Autogramme  erhalten.  Die  Firmen  leiten  ilie  Kriefe  schrift- 
lich Oller  mündlich  (^iele  Filtnkiinsller  kommen  sehr  hiinfig  in  die  Büros) 
.•in  die  richtige  Stelle  sofmt  weiter.  Moglieh.  d:iß  Sie  durch  A\ilhelin 
Dieteric.  Bcriin-D.ihlem.  Seh«  einfurler  Straße  -'.'),  ein  .\utogr.inim  von 
I.ien  De.\ers  bekimimen.  Hernh.ird  (Joetzke  wohnt  Wollersdiu-f-F-rkner  bei 
Merlin,  Ig.i  S\  m  Herlin-Scliünebcrg.  Innsbrneker  Straße  Ifi.  Wolfg.ing 
Zilzer  Berlin-Steglitz.  KniephofstraUe  Bd.  Valeria  Bootlihy  Herlin  AV.  Kiif- 
steiner  Str.iUe  1',  bei  Hasch,  (ireta  (Jarliii  und  Kamon  Ni)\.irro  sind  diirili 
die  Metro-Cdlilwyn-M.iyer-Studios,  Culver-City.  Kalifornien.  U.S..\..  huis 
Trenker  durch  die  Hom-Filni  A.-(J.,  Berlin  SW  4S.  Friedrichstraße  2J.'i.  zu 
erreichen.  Maly  Delschaft  wohnt  Berlin  W.  Wittelsbacher  Straße  2H. 
Maria  Solveg  Bcrlin-CJrunew  .ild.  -Margarethenstr.iße  .').  I.ya  de  Piitty  ist 
durch  die  Elstree-Stndios.  Hersfordshire.  England.  A"ivi.in  Oihsiui  durch 
die  .\af.i,  Berlin  S\V  4J*,  Fricdrichstr.iBe  22;i,  erreiehh.ir.  Wir  werd-Mi 
.\nna    Ma.\     AVong    noch    einmal    erinnern. 

F  i  I  ni  f  r  e  u  n  d  aus  Bütow:  Die  weihlichen  Hauptrollen  in  ..Hell 
in  Frauenseo"  spielten  .Mona  M.aris.  Hilde  Maroff  und  .Mi.i  Pankaii.  Wer 
außer  den  genannten  Filmstars  noch  aus  Pommern  stammt,  können  wir 
Ihnen  im  .Augenblick  nicht  sagen.  Jawohl,  viele  Filnigrößen  verleben  ihre 
Ferien  oder  ihr  Wochenende  in  den  Ostseebädern,  z.  B.  in  Swinemünde. 
Heringsdorf,  Misdroy.  Bansin.  —  l'eber  die  Angehürigen  von  Custiv 
Fröhlich  können  wir  Ihnen  leider  keine  Auskunft  geben.  —  Der  ..Illu- 
strierte   Filmkurier"    kostet   pro   Stück   0.20   M. 

O  r  a  e  e  T  h.  B..  Riga:  ..Der  Katzensteg''  wurde  von  der  Xation.il- 
Film  A.-G.  hergestellt  und  in  Berlin  aufgenommen.  —  Maria  Corda  bleibt 
vorl.äufig  in  Deutschland.  Sie  wohnt  Berlin  AV,  Zähringerstraße  19.  — 
Jack  Trevor  unterschreibt  die  Autogramme  selbst.  —  Die  Rolle  des  Sohn- 
chens  der  Anna  Kareninn  in  dem  gleichnamigen  Film  spielte  Philippe  de 
I.orez.  —  Jawohl,   deutsche   Tonfilme  werden  auch   im   .\usland   gezeigt. 

Libelle:  Dorothea  AA'ieck  wohnt  München,  Thierstraße  49.  Sie 
gibt  .Autogramme.  —  Vilm.i  B.anky  ist  durch  die  S.imuel  (iiddw  yn-Stii- 
dios.  7210  S.mta  Mimiea  Boulev;ird.  Hollywood.  Kalifornien.  l'.S..\..  zu 
erreichen.  —  AVir  haben  die  betreffenden  Filmstars  erinnert.  —  T,ya 
Mfira    ist    noch    immer    in    .Amerika. 

P.  B.,  Berlin:  Sie  haben  recht,  in  dem  K.Sthe  von  N'.igy-Film 
..Aufruhr  im  Junggesellenheim'  führte  Manfred  Xoa  Regie.  —  Stu.irl 
AA'elihs  ist  am  besten  durch  d.is  Deutsche  IJehtspicI-Syndik.at,  Berlin 
SAA'  18,    Friedrii'hstr.iße    22.^,    zu    erreichen, 

.,R  e  i  e  h  s  m  a  r  i  n  e":  Triiiis  van  .Aalten  wdhnt  Berlin  AA".  I.uther- 
straße  27.  bat  ,'im  2.  .August  Ciehurtst.ig,  ist  so  alt,  wie  Sie  geschätzt 
h.ibcn,  gibt  Anlogramme  und  ist  ledig.  —  Ruth  AA'eyher  hat  ihre  AA'idi- 
iMing  in  Berlin-Schöneberg.  Sliibenrauchstraße  .'ia.  Sie  hat  am  2S.  Mai 
Geburtstag,     gibt    ebenf.ills    .Autogramme    und    ist     unverheirafel, 

Egon.  AV  i  I  I  y  .  R  ü  n  d  c  r  o  t  h  :  Die  Adresse  der  .Artisten-Zeil- 
Progr.imm"  ist  Berlin  ."^AA'  fiH.  Zimmerstraße  7-H.  —  Ernst 
erster  Film  hieß  ..Manege.".  Der  Künstler  hält  sich  unse- 
lugenblieklich  in  Frankreich  auf.  —  Oreta  (larbo  ist  nicht 
Sie  ist  durch  die  Metro-Gold"  yn-Alayer-Stiidios,  Ciiher- 
ien.    r,S..A,.    zu    erreichen. 


sehrift    ..D, 
^an    Duerens 
res    AAissens    ; 
verheir.itet. 
(ily.    K.iliforn 


F  i  1  m  f  r  e  ii  n  d  i  n  T  r  ;i  u  t  e  H.,  M  e  m  e  1  :  Stellen  Sie  nur  Fr.i- 
gen.  —  AAir  h.aben  Ihre  (irüße  an  die  betreffenden  Filmstars  .lusgerich- 
tet  und  sie  auch  erinnert.  —  Ramon  Xovarro  ist  schon  lange  wieder 
in  den  Vereinigten  Si.i.iten,  Sein  neuester  Film  heißt  ..S.-ing  der 
.Südsee''. 

H  e  I  in  PI  f  Tb,,  Dri'sili'ii:  .Alax  .Alaek  wohnt  Berlin-AA'ilmersdorr, 
Knnstaiizer    Slr.iße    II. 

Paul  K..  P  ,1  n  k  II  «  :  Hiichev  iilier  Filmstars  erhalten  Sie  unseres 
AAissens  durch  den  Al.i\  M.ittissoii-Aerlag.  Berlin  SAA' 6H.  Rittersiraße  71. 
Rs  existieren  lliiigr.iphien  ti.  :i.  von  Charlie  ('h.iplin.  Rudolf  V.ilentino  (tV 
Kamon  Novarro,  .laekie  Coogan,  Harry  I.iedtke,  (iiinnar  Toln.ics,  I>ya 
M.-ira.  .Ast.i  Nielsen,  Henny  Porten,  Conrad  A'eidt.  Otto  Gebühr,  Elisabeth 
Bergner.    Pol.i    Negri.    Fritz    Kortner.    P;iul    Richter. 

H  e  i  n  z  K  I  a  e  d  t  k  e  ,  B  r  e  m  e  r  h  a  v  e  n  :  Vera  Sehmitterlöw 
«idint  Berlin-H.ilensee,  Xestorstraßel.  Sie  wurde  am  19,  Juli  in  Slock- 
hiilm  geboren,  ist  unverheiratet,  kam  von  der  .Sprechbiihne  zniii  Film 
lind  gibt  .Autogramme,  Sie  Ist  blond  und  bbiuäiigig,  —  AA'.ilter  (iriiler^ 
h.it  seine  AA'ohniing  in  Müiu-hen,  M.irtiusstraßc  I,  Er  hat  am  l,'i,  .April 
(iebiirtst.ig.  wurde  in  Fr.inkfuri  a.  AI.  geboren,  ist  ledig  und  k.im  eben- 
f.ills   von    der    Sprechbühne    zum    Film, 

I  r  m  .1  a  ti  s  H  a  m  bürg:  Fred  Louis  Lercli  ist  noch  nie  verhei- 
Talet  gewesen.  Er  wohnt  Berlin  A\',  Regensburger  Sir.iße  14.  h.it  am 
•_'H.  März  (Jehurtstag,  filmt  seit  ungefähr  fünf  .l.ihren  und  gibt  Auto- 
gr.imnie.    —    AA'erner    Fuetterers    nächster    Film    heißt    ..Das    Mädel    mit    der 

Peitsel mit    Anuy  Oiiilra     in    der    Titelrolle.  —  Cb.irles     Rogers    ist     iiiner- 

lieir.ilet.  —  .lennv  .liigii  wurde  am  11.  Juni  gelmreii,  Ihr  neuester  Film 
heißt  ..Der  Bund  der  Drei".  —  .Mit  Enrico  Henfer.  Jenny  Jugo  h.il 
rulbraunes  Ha;ir,  —  .lawobl,  Xnrma  Talmadge  ist  Amerikanerin,  Sie 
gibt  .Aiitogr.ininie,  —  AA'eiin  .sie  zum  Film  wollen,  so  müssen  Sie  sich 
.■111  die  Filmgesellseh.iften  wenden.  —  Evelyn  Holt  ist  iin\  erbeir.'itet.  Ihr 
neuester    Film    heißt    ,,Dic    Schleiertänzcrin". 


Ich 

scIiHore 

auf 


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weil  er  so  handlich,  so  klein 
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fang des  britischen  Ministerpräsidenten  Macdonald  in  New  York 


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I':iiil    Kichtei 


Lee  Parry -Freund  'W.aldi:  Lee  Parry  wohnt  Berlin  W, 
Kurfürstendamm  195.  Sie  wurde  am  25.  Januar  in  München  geboren. 
Die  6eburt.sjahre  der  Filinsrüßen  veröffentlichen  wir  nicht.  Der  Titel 
des  nächsten  Lee  Parrj'-Fllms  stellt  im  Augenblick  noch  nicht  fest. 
Bekannte  Filme  mit  Lee  Parry  sind  n.  a.  „Monna  Vanna",  ,,Die  Frau 
mit  dem  Etwas",  ,,Die  leichte  Isabcll  ■,  ..Regine",  „Die  Frau  mit  dem 
Weltrekord".  ..Die  schönste  Frau  der  Welt",  ...Vnastasia",  ,.Die  reichste 
Frau  der  Welt".  ,,Die  seltsame  Nacht  der  Helga  Wangen".  Ihr  ncu<'ster 
Film    ist    ,, Autobus    Nr.    2". 

S  p  o  r  t  s  c  h  o  r  c  h     in     W  o  I  f  e  n  b  ii  t  t  e  I  :      Es     gibt 
Filtne,    in   denen   der  Fußballsport    eine   wichtige    Kidle    s|)i<'lt. 
Ihnen    nur    ,.Die    11    Teufel"    mit    Evelyn    Holt    und    (iustav 
den    Hauptrollen,    uiul    ,,Der    König    der    Mittelstürmer"    mit 
und    Aud    Egede    Nissen. 

F  r  a  n  z  -  I,  u  d  w  i  g  S.,  J-  i  c  li  t  e  r  f  e  1  d  o  :  Die  vor  den  Kinos 
.insgcstclltcii    St.indbilder    sind    nicht    käuflich.       Doch    können    Sie    Szcucn- 

hildcr    aus    ..Metropolis"    sicher    durch    die    „Hin  •'■  erte    Film«  od ,     Ucr- 

lin    .^W  68.    koclistraüe    6-8,    beziehen. 

Horst  P.,  It  c  r  1  i  n  :  lireia  (Jarhos  richtiger  N:ime  ist  (ireta 
Uustavson.  Die  Klinstlerin  ist  dundi  die  Mctro-(!oldwyn-Mayer-Studios. 
Culver-C'ity.  Kalifornien.  I'.S..\.,  zu  erreichen.  Sie  hat  am  17.  .\iiril 
Ocburtstag,  ist  unverheiratet  und  gibt  Autogramme.  Ihr  neuester  Film 
heißt  ,, Eifersucht"  und  ist  ein  Tonfilm.  (Jreta  Carbo  spricht  fließend 
deutsch    und    englisch.       Ja.    sie    ist    Schwedin. 

E  I  f  r  i  e  d  e  W.,  .\I  a  g  d  e  b  u  r  g  :  Der  betreffende  Fllnularsteller  ist 
uns   nicht   bck.mnt.   Wir    können   Ihnen   d.iher   seine   Adresse    nicht   mitteili-n. 

W.  G  1.,  I>  r  e  s  d  e  n  :  Ilse 
.Stobrawas  niichster  Film  beißt 
..Sprengbagger  m  Ul".  Tom  Mi\ 
ind  Eddie  Polo  arbeiten  eben- 
falls fleißig.  Brigitte  Helm  wird 
voraussichtlich  bald  mit  den  .Auf- 
nahmen zu  ihrem  niichsten  Film 
..Sklaven  der  Leidenschaft"  be 
ginneu.  Ilse  iStobrawa  hat  am 
9.  Februar,  Brigitte  Helm  am 
17.  Mitrz  (4eburtslag.  Tom  Mi.v 
wurde  am  6.  Januar  und  Eddie 
Polo    am    1.    Februar   geboren. 

Frau  L.,  Neukölln:  ,.Der 
Pfarrer  von  Kirehfeld"  wurde 
vor  ungefiibr  drei  Jahren  her- 
ausgebracht. Es  ist  nicht  aus- 
geschlossen, (laLi  der  Film  noch 
einmal  gezeigt  winl.  .\m  besten, 
Sic  setzen  sich  deswegen  mit 
dem  Besitzer  Ihres  Stammkinos 
in    Verbindung. 

F  r  ö  h  1  i  c  h  -  L  c  r  c  h  -  V  e  r  - 
e  h  r  e  r  i  n  n  e  n  :  Uu^tav  Fröh- 
lich ist  umgezogen  und  wohnt 
jetzt  Berlin  -  Steglitz,  Orleans- 
straße  4.  Ebenso  hat  Wilhelm 
Dieterle  seine  Wohnung  ge- 
wechselt. Die  neue  Adresse  des 
Künstlers  ist  Berlin  -  Haiensee. 
Schweinfurter  Straße  25.  —  Mary 
Johnson  befindet  sich  unseres 
Wissens  augenblicklich  in  ihrer 
nordischen  Heimat.  Ihre  bekann- 
testen Filme  sind  ,, Herrn  .Vrnes 
Schatz",  ,,Die  Heimat  ruft", 
,.Die  Herrenhofsage",  ,,Die  raf- 
finierteste Fr.iu  von  Berlin", 
,,Dagfin,  der  Schneeschuhlati- 
fer",  ,, Staatsanwalt  Jordan", 
,,(icschlcclit  in  Fesseln".  —  Fee 
Malten  spielte  bis  jetzt  in  ,,Die 
Frau  im  Schrank".  ,.Der  geheim- 
nisvolle Spiegel",  ,, Rutschbahn" 
und  ,,Aus  dem  T;igebuch  einer 
Kokotte".  —  Ob  Fred  Louis 
Lerch  ein  Auto  besitzt,  wissen 
wir  leider  nicht.  —  Wagen  Sie 
nur,  Gustav  Fröhlich  um  zwei 
Autogramme  auf  einmal  zu  bit- 
ten. Er  wird  Ihnen  sicher  Ihren 
Wunsch  erfüllen.  Aber  vergessen 
Sie  nicht,  auch  adressiertes, 
frankiertes  Rückkuvert  beizufü- 
gen. —  H.ins  .Vdalbcrt  v.  Schlet- 
tow  ist  mit  einer  früheren  Schau- 
spielerin verheiratet;  XeniaDesni 
ist  geschieden.  Schleltow  spielte 
u.  a.  in  ..Königin  liUise",  ..Die 
Flammen  lügen",  ,, Brennende 
Grenze",  ,, Wolga-Wolga",  ..Die 
Nibelungen".  Sein  neuester  Film 
ist    ..Das    üonkosakenlied". 

1  n  g  e  b  o  r  g  P..  Berlin:  Nein,  Ramon  Nov.irro  hat  sich  nicht  ver- 
heiratet.     Das    sind    also    wieder   nur   Gerüchte. 

Fritz  K  o  r  t  n  e  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  Carola  7...  Berlin:  Frilz 
Kortner  wohnt  Berlin-Dahlem,  .Max-Eyth-Str.%ße  .').  Er  hat  am  12.  M.ii 
Geburtstag  uml  ist  mit  der  Schauspielerin  Jobanna  Hofer  verheiratet.  (1b 
er  links  oder  rechts  den  Sch.'itel  trügt,  wissen  wir  tatsächlich  nicht.  Sein 
neuester  Film  ist  ,,Giftg.is '.  Kortner  spielt  zur  Zeit  noch  im  Staatlichen 
Schauspielhaus  den  Dr.  Sclüin  in  ,, Erdgeist".  Wenn  diese  Zeilen 
erscheinen,  wird  er  vor.-mssichtlich  schon  im  ..Don  Carlos"  auftreten.  — 
Karten  von  Frilz  Kortner  können  Sie  durch  den  Verlag  der  ..Illustrierten 
Filmwoche",   Berlin  SW  6H,  Kochstraße  6 — 8,  beziehen. 

K  ii  t  h  e  von  N  a  g  y  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  :  Küthe  von  Nagy  besitzt 
ynseres  Wissens  ein  Auto.  —  In  den  meisten  Fällen  wählen  und  probie- 
ren die  Filmdixen  ihre  Haarfrisuren  zu  den  jeweiligen  Filmen  selbst 
aus.  —  Sie  haben  recht,  Rolf  von  C.oth  spielte  eine  H.auptrolle  in  dem 
Film  ,, Verirrte  Jugend".  —  Die  AuDenaufnahmen  für  den  Dieterle-Film 
,,Ich  lebe  für  dich!"  hatte  mau  nicht  im  .\telier,  sondern  in  und  um 
St.  Moritz   gedreht. 

Ren  e  Z.,  Zürich:  1.  Mary  P.irker  W(dint  Berlin  W,  Pestalozzi- 
straße 103.  ."Sie  ist  unverheiratet  und  gibt  Autogramme.  —  2.  Jawolil, 
mit  Enrico  Benfer.  —  3.  Xorm.i  Sbearer  ist  durch  die  .Metro-Goldwyn- 
Mayer-Studios,  Culver-City.  K.alifornien,  U.S.A., 
.Autogramme.  .Sie  können  ruhig  deutsch  an  sie 
Sbearer   ist    mit    IrN  ing    Thalberg    verheiratet.      Keine 

Martin    K.,    Merseburg:      Wir    werden    die 
die    fälligen    Autogramme    erinnern. 

R.    S.,    O  n  s  t  m  e  t  t  i  n  g  e  n  ,     W  ii  t  t  e  m  b  e  r  g 
jetzt  in  Berlin-Chnrlottenburg,   Kaiserdamm   77. 


Gerd  a  J.,  Chemnitz:  Wir  empfehlen  Ihnen  das  Buch  „Das 
Filmmanuskript";  zu  beziehen  durch  den  .Max  Mattisson-Verlag,  Berlin 
SW  68,  Ritterstraße  71.  —  Ein  Film-Expose  muß  eine  Länge  von  2— ') 
Schreibmaschinenseiten  haben.  Es  muß  klar  und  verständlich  den  Gang 
der  H.indlung  enthalten.  .Mit  der  Ausarbeitung  des  Dri'hhucbes  werden 
im  :illgemeinen  nur  F.icbleule  betraut.  Das  Drehbuch  bat  eine  ganz 
besondere  Technik,  die  der  L;iie  nicht  beherrschen  kann.  —  Wenn  Sie 
ein  Exp«s6  verf.iüt  haben,  so  raten  wir,  dieses  an  die  dr.'ini.iturKiscben 
.Abteilungen  der  Filmgesellschaften  zu  senden.  Sie  haben  hier  die  Gf- 
wäbr,  daß  es  wirklieb  gelesen  und  gepriift  wird.  Wir  nennen  Ihnen 
einige  Adressen:  l'fa.  Berlin  SW  (iS.  Kochstraße  6-8.  National.  Berlin 
SW  18,  Friedrichstraße  in,  .\.ifa.  Berlin  SW  4M,  Friedrichstraße  223,  Terra, 
Berlin  SW  68,  Kochstraße  7;^,  Deutsche  l'niversal.  Berlin  W  8.  Mauerstraße 
Nr.  82,  Deutsches  Lichtspiel-Syndikat.  Berlin  SW  48.  Friedrichsiralie  225. 
H.  Seh.,  Görlitz:  Die  neuesten  Lien  Deyers-Filme  heißen  ,.D;is 
ItonkosakiMilied  •  mit  Hans  .\d.illieri  von  Schleltow  als  Partner  und 
..Frühlingsr.insthen "  mit  Wilhelm  Dieterle  in  der  männlichen  Hauiilrollc. 
—  Pudowkin  arbeitet  in  Moskau  ;in  einem  neuen  Film.  Doch  steht  der 
Titel  noch  nicht  fest.  Ein  neuer  Frilz  L.ing-Film  (nach  iler  ,.Fr;ui  im 
.\loml")  ist  noch  nicht  in  Vorbereitung.  —  Die  gcn:innten  Filmstars  fil- 
men   im    -Augenblick    nicht. 

F  i  1  m  f  r  c  u  n  d  W  o  1  f  g  a  n  g  \ .  II.  .-i  u  s  Kassel:  l'arol  Lombard 
wohnt  in  Beverly-Hills.  Hollywood,  K;ilifornien,  F. S.A.  Sie  gibt  .Auto- 
gramme. Sie  können  ruhig  deutsch  an  die  Künstlerin  schreiben.  Senden 
Sie  ihr  eine  Bildkarte  und  fügen  Sie  einen  internationalen  Postschein  bei. 
l'nseres    Wissens    ist    die    Klinstlerin    ledig.      .Sie    filmt    fleißig. 

I  g  o  .s  y  m  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  . 
1.  II  c  k  e  n  w  a  1  d  c  :  Igo  Syni 
widiiit  Brrlin-Schöiiclierg.  inns- 
lirucker  Str.ißc  16.  Er  wurde  am 
.1.  Juli  in  Innsbruck  geboren,  ist 
geschieden,  gibt  .^iitogr.imme  uml 
ist  .•iiich  im  Leben  riesig  nett. 
Sym  ist  sein  richtiger  N.ime. 
doch  sind  seine  Vornamen  Karl 
.lulius.  Sym  ist  grolJ,  hat  blaue 
.Allgen  und  dunkles  Haar.  Ja, 
er  treibt  viel  Sport.  —  Lilian 
Harvey  wohnt  Berlin  -  AVestend, 
.Ahornallee  16-17.  —  Die  Haiipt- 
d.irsteller  in  dem  Star  -  Film 
...Meineid"  waren  Alice  Roberte-. 
L.i  Jan.i.  Inge  L.-mdgnt.  Fr.inz 
l.edcrer  und  Miles  .Mander.  — 
l'orr.i  Bell  wolint  Berlin-Char- 
lottenburg.  Knrfiirstendamm  183. 
~  Pol.i  Ni'gris  Parlner  in  ,. Ho- 
tel St;idi  Lemberg  •  war  J.imcs 
Hall. 

V.  P.  10  0:  Warwick  Ward 
ist  .im  besten  durch  die  Elstree- 
Studios,  Ilersfordshire,  England, 
zu  erreichen.  Er  gibt  .Auto- 
gramme lind  ist  unseres  AVissens 
ledig. 

Josef        H. 
Wenn    Sie    zum 

ist     es 
setzen 


Vdt  fetten 


waren 
am  Kamin  verplauderte  Stunden  das  Vorrecht 
hochgestellter  und  begüterter  Kreise.  Jetzt 
bringt  der  Protos-Strahlkamin  für  wenige  Mark 
überallhin  freundliches  Behagen  und  zuverlässi- 
gen Schutz  gegen  gesundheitschädlicheTempe- 
raturschwankungen.  In  den  Übergangsmonaten 
ersetzt  er  die  Hauptheizung,  im  Winter  bei  sehr 
starkem  Frost  gibt  er  zusätzliche  Wärme  ab. 

Drei  Größen  zu  M15.60    M27,-    M39,- 


SIEMENSSCHUCKERT-ERZEUGNIS 


Sie    gibt 
Norma 


erreichen, 
schreiben. 
Kinder, 
beiden    Filmstars 


Harry    Picl    wohnt 


B  i  h  e  r  a  c  h  : 
Film  wollen,  so 
am  zweckmäßigsten,  Sie 
sich  unmittelbar  mit  den 
Filmgesellscb.'iften  in  A'erbindung. 
AA'ir  geben  Ihnen  einige  .Adres- 
sen an:  l^fa.  Berlin  SAV  68, 
Kochstraße  6—8.  National,  Berlin 
SAV  48,  Friedrichstr.iße  10,  Terra, 
Berlin  SAV  68.  Kochstraße  73, 
Deutsches  Lichtspicl  -  Svndikat, 
Berlin  SAV 48,  Friedrichsiraßo  225. 
Deutsche  l'niversal,  Berlin  W  8, 
Mauerstraße  82.  Daß  gerade  der 
Filmkiinstlerbcrnf  überfüllt  ist, 
und  daß  sich  nur  sehr  wenige 
durchsetzen,  wird  Ihnen  hoffent- 
lich bekannt  sein.  Das  ,,Filni- 
mag:izin "  vermittelt  keine  Film- 
engagemenfs. 

Di.  K  o.,  Naumburg  a.  S.: 
1.  Truus  van  Aalten  wohnt  Ber- 
linAV.  Lutherstraße  27.  Sie  wurde 
am  2.  .August  in  .Arnhen,  Hol- 
land, geboren.  Truus  van  .Aalten 
ist  unverheiratet.  —  2.  Mit  En- 
rico Benfer.  —  Das  Alter  der 
Künstler  geben  wir  grundsätz- 
lich  nicht    bekannt. 

F  i  1  m  -  R  u  d  i     S., 
Olaf     Storni     wohnt 
Alotzstraße     29.       Er 
10.     Januar      in      Frederiksborg, 
Dänemark,    geboren. 

AV  i  1  I  i  H..  AV  i  e  s  h  a  d  e  n  :  Drehbücher  werden  in  Deutschland  mit 
1000—10  000  .Mark  honoriert.  Das  richtet  sich  ganz  nach  dem  Ruf  der 
.Autoren  und  nach  der  Qualität  der  Manuskripte.  —  AVenn  Sie  ein  Film- 
manuskript verfaßt  haben,  so  senden  Sie  es  in  Form  eines  kurzen 
E\pos(^s  (2 — 3  Schreibmaschinenseiten)  an  die  dramaturgischen  Abteilun- 
gen der  Filmgesellschaften.  Sie  müssen  sich  aber  sehr  in  Geduld  fassen, 
ilie   Eingänge   sind   zu   zahlreich. 

H  a  n  s  R.  a  u  s  A'  a  r  e  I  :  Der  nächste  Film  mit  Oskar  Marion  heißt 
...Aufruhr  des  Blutes".  —  Die  neuesten  Käthe  von  Xagy-Filme  sind: 
..Gaukler",  ..Der  AVeg  durch  die  Nacht",  ,,Die  kleine  A'eronika"  (Un- 
schuld). —  Die  betreffende  Rolle  in  dem  Ufa-Film  ..Vom  Täter  fehlt  jede 
Spur"  spielte  Rolf  von  (ioth.  Der  Künstler  wohnt  Berlin  SAV.  Hallesches 
Ufer  25.  ist  ledig  und  gibt  .Autogramme.  Er  spielt  eine  Hauptrolle  in  dem 
neuen    Liedtke-Film    ..A'ater    und    Sohn". 

Adel  e  K.,  AV  i  e  n  :  Die  Adresse  der  Bayerischen  Filmgesellschaft 
ist  Berlin  SW  48,  Friedrichstralie  210.  Der  Ivan  Petrovich-Film  ,.Es  gibt 
eine  Frau,  die  dich  niein.ils  vergißt"  wird  von  der  Greenbaum-Film 
hergestellt.  Man  hat  mit  den  .Aufnahmen  soeben  begonnen.  Petrovich 
befindet  sich  daher  in  Berlin.  Sie  haben  recht,  ,.Es  gibt  eine  Frau,  die 
dich  niemals  vergißt"  wird  durch  die  Bayerische  Filmgesellschaft  ver- 
liehen. 

Lilly  F.,  Berlin  :  John  Gilbert  ist  mit  In;i  Ciaire  verheiratet, 
Greta  Garbo  ist  ledig.  —  Joan  Crawfords  richtiger  Name  i,st  Lucille  Le 
.Suedo.  Sie  war  Tänzerin,  bevor  sie  zum  Film  kam.  —  Neil  Hamilton 
ist  durch  die  Paramount-Famous-Lasky-Studios,  Hollywood.  Kai.,  U.S..A.. 
zu  erreichen.  —  Gina  Manes  wurde  am  7.  April  in  Paris  geboren.  Sie 
kam  von  der  Sprechbühne  zum  Film.  —  Maurice  (^hev;iliers  Gattin  ist 
Schauspielerin   und   heißt   Yvonne  ValliJe. 


Berlin: 
Berlin  AV, 
wurde     am 


Irrwische  Elsbelh  S.  u.  Lissy  M..  AVürzburR:  Das 
Töchtcrcheii  von  Conrad  Vcicit  heißt  Viola  Vera  Maria.  —  Unseres  Wissens 
nntcrsrlireilipn   die    Filmstars   dio   Antonranimc   alle    selbst. 

G  c  w  e  ,  V  r  a  n  k  f  n  r  t  /  M  a  i  n  :  Christa  Tordy  spielte  in  dem  Mady 
CIiristians-Kilni    ..Ein    AValzortr.nini"    nicht    mit. 

Erwin  ()..  H  ;i  ii  s  c  li  e  n  :  .\us  iirinzipiellen  ErwÜKiint?<'n  können 
wir  Ihnen  Iliri'n  AVunseh  leider  nicht  erfüllen.  —  Dr.  Ocrd  Hriese  wohnt 
Hcrlin-Wilniersdorf.    Nassauische    Str.    28-29. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  Fritz  U..  D  a  n  z  i  k  -  !.■  -i  "  K  f  "  h  r  :  Ihre  (Jriiüe 
,iTi   .Maria    r.'indler   sind   bestellt    worden. 

(1.  H..  X  c  u  h  a  1  d  e  n  s  1  e  h  e  n  :  Nicht  Tom  Mix,  sondern  Fred 
Thonisen  ist  (lestoibcn.  —  lUith  Koland  wohnt  ;iH28  AVilshire  Boulevard. 
l,()s   .\nKclcs.    Kalifornien.    l'.S..V.    —   Ken   Maynard    nml    Uoot    Gibson    sind 


durch    die    l"ni\  ersal-Slndios.    fniversal-Citj 

Lieselotte  AV.,  Che  in  - 
n  i  t  z  :  Ibo  Sym  wohnt  Heiliu- 
Schiinebers.  Innsbrucker  Str.  16. 
Er  ist  unverheiratet  und  wurde 
.im  ."(..Tuli  in  Innsbruck  K^boren. 
Dichten  Sie  ihn  nur  ruhiK  an, 
wir  Kl'i"'"'"  sicher,  daß  er  es 
sich  (lefallcn  lassen  wird,  .la, 
\ielleicht  antwortet  er  Ihnen 
auch.  Iro  Syin  ist  .lucli  im 
Leben  nett  uiul  liebenswürdig, 
wie    Sie    ihn    sich    wünschen. 

Grefe  D.,  E  1  b  e  r  f  e  1  d  : 
Mnrietta  Miliner  w.ir  25  bis  2« 
,Iabre  alt,  als  sie  starb,  elu'iiso 
Werner  riltscliHu.  —  Sie  haben 
recht,  der  .Mfred  .\belFilni  ,. Nar- 
kose" hieU  vorher  ,, Briefe  einer 
rnhek,\nnteu".  —  .Tack  Trcvor 
war  damals  unseres  AVissens 
schon  verheiratet.  —  Evelyn  Holt 
ist  für  Hepew.ilil  fest  veriiflich- 
tet.  kann  aber  auch  in  .\ns- 
ii.ihmcfiillen  bei  .-indcrcu  Firmen 
arlieitcn.  So  spiellc  sie  n.  ,i. 
•auch  liei  der  Xati(Ui.il,  Orplid- 
Mestro,  Felsnm,  M,ixim.  Evelyn 
Holt  ist  c.i.  0  Jahre  beim  Film. 
—  AAir  haben  Iv.in  I'ctrovicli  .iii 
das  .Autosr.imm  erinnert.  —  Den 
H.inus  Steinherr  in  ..Die  vom 
N'iederrhein"  spielte  Ernst  Hof- 
mann, die  Hanne  war  Fsclii 
Elleot. 

T  r  u  d  c  1  a  u  s  de  m  U  li  e  i  n- 
1  -.1  n  d  :  H,ins  .\lbers  widiiit  Ber- 
lin, I-enn('stral.!e  7.  Der  Künst- 
ler tritt  .auKCublicklich  im  Ber- 
liner Theater  in  .,Z\M'i  Kraw.if- 
ten"  mit  Marlene  Dielrieh  auf, 
.\lbers  ist  Kcschieden.  p:ilit.\uto- 
Krainme  und  ist  im  Leben  sehr 
sympathisch.  Sie  künnen  sich 
n'iit  Ihrer  Bitte  ruhi);  an  ihn 
weiulen.  Er  ist  >in«;efähr  so  all, 
wie  Sie  Kcraten  haben.  Xene 
Filme  mit  Hans  .Vlbers  sind  in 
.Arbeit. 

1  r  m  K  ■'<  r  d    A. 
Sic      sind      mit 
durchaus        nicht 
Sie    dürfen    uns 


K.alifornii'u,    zu    erreichen. 


,    Hannover; 

Ihren      Fragen 

unbescheiden, 

ruhJK    Ihr    Herz 


Unser 
neues  Preisrätsel 


a  —  a  —  a  —  ad  —  an 
da  —  del  —  dex  —  dis  — 

—  ghi 

la  — 
na  — 

—  Pe 
recht 
tra  — 


Silbenrätsel 

—  ba  —  bant 
-  e  —  e  —  e  — 

i  —  i 

-  li  - 


CO 


gen 


ausschütten.  —  Him.insu  Rai  ist 
verheiratet.  Er  silit  Autot;ramme 
und  wird  auch  sicher  Ihren 
Wunsch  erfüllen,  Sie  erreichen 
ihn  am  besten  durch  The  (ireal 
Eastern  Corp.  Ltd.,  Delhi,  In- 
dien. K.ii  wird  .jetzt  hjiufig  nach 
Deutschland  komnuMi.  Seine 
Filme  erscheinen  alle  im  I'fa- 
leih.  A'ielleicht  erhalten  Sie 
Bilder  von  dem  Künstler  durch 
die  Ff.i,  Berlin  S\V  RH,  Koch- 
sttaße  6-8.  Himansu  K,ii  ist 
,inch  als  Kechtsanwalt  in  K;il- 
kntta    tätiK, 

M  .1  r  y  L.,  Mainz:  BriRitte 
Helm  ist  mit  lüchard  AA'eißbacU 
verheiratet  und  hat  ihre  AVoh- 
nnnft  in  Berlin-D.ahlem,  Im 
AVinkel  5.  —  Lilian  llarveys 
Adresse  ist  Berlin  -  AVestend, 
.Ahornallee  16-17,  Sie  ist  ledig. 
—  A'era  Schmlterliiw  wohnt  Ber- 
lin-H,ilcusce,  Xestorstr.  1,  und 
ist  unverheiratet,  —  Franz  Le- 
derer ist  ledig  und  wohnt  Ber- 
lin-Fricden,iu,  Fehlcrstraße  4.  - 
Die  genannten  Stars  getieii 
Autogramme. 

AV.  K.  10  0:  Greta  {i.irho  filmt 
in  den  U.S.A,  utul  Ist  durch 
die  Metro  -  Goldwyn  -  M.iyer- 

Studios,  Cniver-City.  Kalifornien, 
zu  erreichen.  Sic  gibt  Auto- 
gramme. 

M  a  r  i  o  t\    B.,    (J  e  v  e  1  s  b  e  r  g  : 
schafft    spielte    Honald    Colman.     Der 
wyn-Studios,      7210,      Santa      Monica 
i:,S,A.,    zu    erreichen,      Colman    ist    Ei 
Lieht    der    AVeit    und    h.at    am    fl.    Xo\e 


—  bei  —  bo  — 
es  —  fei  —  ge 

—  ha  — <  heid  —  hu  —  i  —  i  —  i  —  im  —  in  —  kuk 
la  —  la  —  Iah  —  laus  —  li  —  lo  —  ma  —  me  —  mo  — - 
ne  —  ne  —  ni  —  ni  —  ni  —  ni  —  no  —  nok  —  on  —  pa 

—  pe  —  pec  —  phi  —  ra  —  ral  —  rant  —  re  —  re  — 

—  resk  —  ri  —  ri  —  schan  —  sop  — ^  te  —  te  —  ti  — 
tur  —  u   —   ut  —  ve   —  ver  —  vi   —  vol  —  y  —  zna 

Es  sind  25  Wörter  zu  bilden,  deren  Anfangsbuchstaben  von  oben 
nach  unten  und  deren  Endbuchstaben  von  unten  nach  oben  einen 
bekannten  Sensationsdarsteller  und  vier  seiner  Filme  nennen. 
Die  Wörter  bedeuten:  1  Prophet  des  alten  Testaments,  2  Neger- 
volk, 3  eine  Maskareneninsel,  4  Küstenstrich  am  Mittelmeer, 
5  ausländische  Rohrpflanze,  6  Frauenfigur  der  griechischen  Sage, 
7  Liste  verbotener  Bücher,  8  spanischer  Frauenname,  9  Apothe- 
kergehilfe, 10  böhmischer  Königsname,  11  niederländische  Uni- 
versität, 12  afrikanischer  Volksstamm,  13  Stadt  in  Mexiko, 
14  Kanal  und  Staat  in  Mittelafrika,  15  Vorname  einer  amerika- 
nischen Filmschauspielerin,  16  Schußwaffe,  17  Tochter  des  Minos, 
18  Begleiter  im  Sonnensystem,  19  Berg  im  Himalaja,  "20  berühm- 
ter Komponist,  21  Stadt  in  Mähren,  22  Frauengestalt  der  Ilias, 
23  italienisches  Adelsgeschlecht,  24  weiblicher  Vorname,  25  mu- 
sikalischer Begriff. 

An  Preisen  stehen  wieder  zur  Verfügung: 

RM.  SO.—  in  bar 

10  Scheckhefte  mit  je  6  Eintrittskarten 

für  ein  Theater  am  Wohnort  des  Gewinners, 

20  Scheckhefte  mit  je  2  Eintrittskarten 

für  ein  Theater  am  Wohnort  des  Gewinners, 

10  Bücher  „Frau  im  Mond",  Roman  Aon  Thea  von  Harbou 

10  Bücher  „Otto  Gebühr"  von  Dr.  Lohmeyer. 

Schluß  der  Einsendungen  am    15.   November. 

Alle  Einsendungen  sind,  möglichst  auf  einer  Postkarte,  zu 
richten   an    die    Schriftleitung   des   ,, Film-Magazins 
SW  68,  Zimmerstr.  35. 


Den  Michael  Geste  in  ,, Blutsbrüder- 
Künstler  ist  durch  die  Samuel  (inld- 
Bonlevard,  Hollywood,  K,iliforuicu, 
iglüuder,  erblickte  in  BIcIiukmuI  das 
mber    (;eburlsl,ig.     Er    k.im    von    der 


ist 


Sprechbühni'  zum  Film.  Bon.ild  Colman  gibt  .Autogr.imme.  Sie  können 
deutsch  ;iu  ihn  schreiben,  —  Enrico  Bcnfer  ist  .im  besten  durch  die  l'fa. 
Berlin  SW  CS,  Koclistr.i ße  6—8,  erreichliar.  Er  wurde  am  28,  .Juli  iu 
.Neapel    geboren,    gilit    .AntOKramme. 

F  i  1  m  f  r  e  n  II  d  i  n    V  e  r  r  e  t  I  e  ,    AV  i  e  s  b  a  d  c  n  ;      Suzv    A'ernon 
diireti   d.is  Diiilsche  Liihlspicl-Syndikat,   Berlin  SAV    18,  Friedr'iclistraße   : 
zu    r^rrcichcn.      Ihre    ständige    fr.inzösische    Adresse    ist    Paris    12,    Boulev,ird 
SimK    16.  —  .)|.;in    Br.adins   nugenbllekliehe   Adresse   ist    Berlin-Wilmersdorf 
Sii(l«estkorso   20. 

R.  AV.,  Berlin:  Brigitte  Helm  ist  mit  Itlclmrd  \VeilJb,ich  verhei- 
ratet, Sic  hat  keine  iviiider,  —  Die  Telephoniiuimueru  der  Filmstars  ver- 
iiffontlieheii  wir  grundsatzlich  nicht.  —  Die  Hildkarte  ist  an  die  Künstle- 
rin   weitergelcitet    worden. 


Marie  S  eh.,  AVi  e  n  :  Berühmte  Leute  müssen  es  sich  gefallen  lassen, 
d.ii;  man  Gerüchte  über  sie  verbreitet.  Ivan  Pelrovich  ist  auch  im 
Leben  sehr  sympathisch.  Er  gibt  Aulogramrae.  A'ersuchen  Sic  es  nur, 
er  wird  Ihnen  sicher  Ihren  AVunsch  erfüllen.  Pctrovich  ist  augenblick- 
lich in  Berlin  und  .arbeitet  an  seinem  Tonfilm  ,,Es  gibt  eine  Frau,  die 
dich    niemals   vergißt''. 

H.  S  e  h..  Görlitz:  Bernhard  Goetzkc  spielte  kürzlich  in  dem  Film 
..Die  Todesfahrt  im  AVeltrckord'',  —  Der  Titel  des  nächsten  Luciano  Al- 
bertini-Films  steht  im  Augenblick  noch  nicht  fest,  —  Xein,  Rudolf  Klein- 
Rogge  spielt  in  der  ,,Frau  im  Mond"  nicht  mit.  —  A.  von  Czerepy  dreht 
augenblicklich    keinen    Film. 

H  ,1  r  r  y  P  i  e  1  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  ,  B  c  r  1  i  n  -  S  t  e  g  1  i  t  z  :  Harry  Fiel 
trägt  einen  Künstlernamen.  Er  ist  mit  Dary  Holm  verheiratet,  gibt 
.Autogr.amme.    Seine    neue    Adresse    ist    Bln.-Charloilcnburg,    Kaiserdamm  77, 

L  n  c  i  e  K.,  Berlin  :  ,Iack 
Trevur  ist  mit  einer  Englände- 
rin verheiratet,  aber  nicht,  wie 
Sie    denken,    mit    Betty    Balfour. 

—  Enrico  Benfer  ist  am  besten 
durch  die  Ufa.  Berlin  SAV  68, 
Koehstraße  6 — 8,  zu  erreichen, 
,Ia,  mit  Jenny  ,Iugo.  —  AA'alter 
Rilla  ist  mit  der  früheren  Schau- 
spielerin Therese  Roland  ver- 
mählt. Seine  Adresse  ist  Ber- 
lin-Charlottenburg, AV.acholder- 
weg  6.  Er  wurde  in  Xeunkir- 
chen  geboren.  —  Harry  Licdtke 
ist  noch  immer  mit  Cbrisl.i 
Tordy    verheiratet. 

E  1  f  r  y  Sc  h.,  Hamburg: 
Ihre  Bildkarte  ist  au  den  Künst- 
ler weitergeleitet.  —  Iwan  Mos- 
jukin  ist  ungefähr  so  alt,  wie 
Sie  gesehätzt  haben. —  Igo  Sym 
wohnt  Berlin-Schöncberg,  Inus- 
brucker  Str.iße  16.  —  ,, Der  weiße 
Teufel  "  wird  voraussichtlich 
noch  in  dieser  Spielzeit  zur  Ur- 
aufführung gelangen.  Mosjukin 
ist  seit  8  bis  10  .fahren  beim 
Film. 

V  i  1  m  a  M.,  Berlin:  Die 
Aiißenaufn.ihmen  zu  „Ich  lebe 
fiir  dich!  "  sind  in  und  um 
S(.  Moritz  gedreht  worden.  Die 
Außenaufn.ihmen  zu  ,,FrühlinKS- 
r.iiischen'  sind,  soviel  uns  lie- 
kannt,  in  der  Umgebung  von 
Berlin  gem.icht  worden,  —  AVil- 
helm  Dieterle  ist  mit  der  Film- 
sehriFlstellcrin  Cliarlotfe  Hagen- 
bruch   verheiratet, 

Rudolf  AV.,  Görlitz: 
Atichael  Bnhiieu  ist  am  besten 
durch  d.is  Theater  des  AA'estens, 
Berlin,  K.inistr.iße.    zu    erreichen. 

—  Elis.ibetb  Piu:ijeff  wohnt  Ber- 
lin AV  ."iO,  Magdeburger  Platz  2, 
Bella  Polini  Berlin-Charlotfeu- 
Inirg,    Bleilitreuslr,iße    br<. 

I,  y  a  AI  ,1  r  a  -  V  e  r  e  h  r  c  r  i  n. 
H  .1  m  bürg:  Lya  Mara  h.at 
rotblondes  Haar.  —  Ihre  AA'ünsehe 
sind  vorgemerkt.  —  Anita  Dor- 
ris  hat  am  21.  Dezember  Ge- 
burtstag. —  Die  Film-Idee,  die 
man  damals  für  Lya  M.ira 
suchte,  ist  unseres  AVissens  nicht 
gefuiulcn  worden.  —  Lilian Har- 
vey  hat  blondes  lockiges  Ha.ir. 
.Tawohl,  sie  hat  im  ..Dunklen 
Punkt"  die  Doiipelrolle  allein 
gespielt.  —  Renee  Heribel  h.it 
eine  Hauptrolle  in  dem  Film 
„Die  Stadt  der  1000  Freuden" 
gespielt. 

Erich  R..  Berlin:  Mar- 
eeline  Day  wohnt  in  Beverly- 
Hills,  Hollywood,  Kalifornien, 
U.S..A.  Unseres  AA'issens  ist  die 
Künstlerin  ledig.  Sie  gibt  Auto- 
gramme. Sic  können  ruhig 
deutsch  an  sie  sehreiben.  — 
.Alle  Fragen  über  die  Filmstars 
werden  nur  in  iinsercni  Brief- 
kasten   beantwortet. 

Siegfried  E.,  S  I  u  t  (  - 
g  ,1  r  t  :  .Auch  wir  halten  es  fiir 
das  beste,  -daß  Sie  zuerst  Ihr 
Studium  beenden,  ehe  Sic  zum 
Film  gehen.  Und  wir  raten 
Ihnen,  d.inn  n,ich  der  von  Ihnen 
,iugegi'benen  Zeit  an  die  Film- 
gesellscli.ifteii  zu  schreibi'u  und 
Ihre  Hilder  zur  Prüfung  an  diese 
einzusenden. 

F  r.    AV..    Berlin  :    ..Die    In- 
sel   der    Liehe"    ist    ein    französi- 
scher     Film.        Die       Haiiptrollo 
spielte    Pierre    Batsehetf. 
M  e  r  r  y    n  n  d     F  i  1  m  b  o  y  :     AVerner    Fuetterers    Partnerin    in    ..Der 
Mäd<henhirt"    heißt    Ly    Corelli.        In    ,, Morgenröte"    spielte    er    mit    Elga 
Hriiik     und    Helg.i    Thomas,    im    ,,Sohn    der    Hag:n"    w,ir    Mady    Christians 
ilie    weibliche    H.iuptd.irslellerin.    —    Gustav    Fröhliehs    Partnerin    in    ..Hciin- 
ki'hr"     war     Dit.i     P.irlo.       AVo     Fröhlich     seine    ."»ommerferien     ^erleb|     hat, 
können    wir    Ihnen    leider   ,iuch    niclit    s,igen. 

F  i  I  m  f  r  e  n  n  d  i  n  11  e  r  t  a  a  u  s  H  ,i  m  b  n  r  g  :  .\m  licslen.  Sie 
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Einzelpreis  40  PI.  für  das  Heft.  Bezugspreis  durch  die  Post  monatl.  1.75  M.  Verlag:  Illustrierte  Filmwoche  G.m.b.  H.,  Berhn  SW  68,  KochslraÖe  6—8.  S  c  h  r  i  f  t  le  i  t  u  n  g 
A.Rosenthal— Ares,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oeslerrcich  vcrantwortl.  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgassc  4.  Verantwortl.  für  Anzeigen  ^i''>?'™  ,?'='i?.j'^^ 
Ch»rlottenburg.   Anzeig  enverw  allung   Universum-Film  A.-G.,  Abt.  Ufa-Werbefilm,   Berlin  SW68,  Kochstr.  6  8,     Kupfertiefdruck:   August  Scherl  G.m.b.H.,  BerUo  5>W  6» 


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NUMMER    44     /     BERLIN,    3.  NOVEMBER    1929      /      PREIS    40    PFENNIG 


COmtl  lyanmngS    spielt  in  cLin  *^Ctfalcn'C7ilnt  Jer  Oru4i  C^omnier-cJroJukliott    ,,Ll'er-    blaue    (On^el 


])  I  E     M    O  C  II  1    \  S  C  II  K  I  I     [      D  ].  \{     1    1  L  M  F  H  L  l    N  D  L 


j..^.;   ! 


LIANE  HAID 
spielt  in  dem  Ufaion-Film  der  Joe  t^ay-ProdukHon  „Der  unsierbliche  Lump' 


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06en  links:  Conrad  Veidt  in  „Illusion". 
Rechts:  Ranwn  Novarro  in  „Ben  Hur". 
Mille:  Wollgang  Zilzer  in  ..Raub  der 
Sahinerinnen".  Unten  links:  JuneCollycr. 
Mitte:  Ossi  Oswalda.  Rechts:  Fritz 
Rasp  in  „Frau  im  Mond" 

Phot.  Lnivtrsat.  Por.tiiutunl.  l>.  L.  S.  I  ox,  l /u 


Natürlich  —  das  braucht  man  ja  wohl  nicht 
er^  zu  sagen  —  der  Mantel  ziert  vor 
allem  die  Frau.  Aber,  das  ist  selbstver- 
ständlich und  darum  wohl  kaum  eigens  er- 
wähnenswert. 

Es    gab    einmal    einen    Einjährig-Freiwilligen, 
den   auf    dem   Marsch    der   Herr  Korporal    an 
fauchte:     ,, Schock  Schwerenot,  Mann,  Sie  haben 
ja  den  Mantel  um!",  worauf  der  ,, Einjährige"  er- 
widerte:    ,, Jawohl,  es  regnet   ja,  wie  mit  Gieß- 
kannen!";  was   den  Herrn  Korporal   zu   den  ge- 
flügelt gewordenen  Worten  anregte:  ,,Was  nützt 
mich  denn  der  Mantel,  wenn  er  nicht  gerollt  ist." 
Nun,  der  Mantel,  ehedem  beim  Militär  gerollt 
(daß   er  aussah  wie  heute   ein  Autoreifen)   über 
die   Brust    getragen,    würde    für   unsere   Zwecke, 
d.  h.  für  den  Film  gar  nicht  in  Frage  kommen, 
weil  er  keinerlei  dekorativen,  heroischen,  roman- 
tischen, persönlichkeitsbetonenden  Ei- 
genschaften hat.     Darauf  aber  kommt 
es   beim   Film   —   und   nicht   weniger 
beim  Theater  —  eben  doch  an. 

Denn,  wie  der  alte  Volksspruch 
sagt:  ,,Der  Mantel  ziert  den  Mann, 
wer  ihn  hat,  der  zieh'   ihn  an." 

Beim  Theater  hatte  dieser  Satz 
von  jeher  Geltung;  man  denke  an 
den  ,. Fliegenden  Holländer",  den  der 
schwarze  Mantel  mystisch  umwallt, 
an  Wotan,  der  sich  als  ,, Wanderer" 
in  einen  großen  Mantel  einhüllt,  an 
das  Mäntelchen  von  starrer  Seide, 
von  dem  Goethe  Mephisto  reden 
läßt,  und  unzählige  heldische  Man- 
telträgcr  auf  der  Bühne  in  unseren 
Klassikern. 

Auch  im  Film  spielt  der  Mantel 
eine  Rolle.  Man  braucht  ja  nicht 
gleich  grob  zu  sein  und  zu  denken, 
die  Mantelträgcrei  ginge  nach  dem 
arabischen    Wort:      ,, Bekleide    einen 


ki 


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Strunk,  so  wird  er  hübsch."  —  Die  Herrschaften, 
die  wir  hier  in  unseren  Bildern  manlelbehaftet 
zeigen,  sind  auch  ohne  Mantel  keine  Strünke, 

Aber  der  Mantel  unterstreicht  gewissermaßen 
hier  die  Eigenschaften,  die  wir  schon  eingangs 
erwähnten:  Heroisches,  Dekoratives,  Romanti- 
sches  und   Betonung    der   Persönlichkeit. 

Ramon  Novarros  Geste,  ist  sie  nicht  bedeut- 
samer durch  den  flatternden  Mantel?  Cony  in 
,, Illusion"  ist  im  modernen  Straßenmantel,  Wolf- 
gang Zilzer  im  ,,Raub  der  Sabinerinnen"  im 
Havelock,  ohne  den  ehedem  kein  Jünger  Tha- 
liens  denkbar  war,  Ossi  Oswalda  als 
Malerin  in  einer  Filmrolle  trägt  den 
weißen    Ateliermantel.      June    Collyer  i 

ist  mit  einem  modernen  pclzbesetzten 
Abendmantel  umwickelt,  und  Fritz 
Rasp,  der  lächelnde  Schurke  aus  der 
,,Frau  im  Mond"  trägt  den  eleganten 
Gehpelz  nach  dem  Satz:  ,,Ein  Mantel 
deckt  viele  Schand". 

Jannings  (Mephisto)  trägt  Faust 
(Gösta  Ekmanl  im  Zaubermantel  über 
Länder  und  Meere,  pompös  umwallt 
der  Kosakenumhang  den  ,, Adler"  (Va- 
lentino),  schottische  Mäntelchen  tra- 
gen Josef  Striker,  Lilian  Gish  und 
Norman  Kerry  in  der  Schottenballade 
,,Annie  Laurie",  ein  reizvolles  Mantel- 
modell trägt  Jeanne  Lorraine  zur 
Schau,  pelzmantelvcrmummt  ist  Pola 
Negri,  und  Harry  Liedtke  kommt  uns 
als  eleganter  Bonvivant  natürlich  im 
Frackmantel.  So  ist  der  Mantel  seinen 
Trägern  im  Film  und  auf  der  Bühne 
mehr  als  die  vielleicht  gerade  durch 
Jahreszeit  und  Klima  vorgeschriebene 
wärmende  Hülle.  Er  ist  ein  Ausdruck 
gesteigerten  Selbstgefühls,  des  Gel- 
tungsbedürfnisses der  darzustellenden 
Gestalt  schlechthin. 


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*^^A 


Oben  links:  Jannings 
und  Ekmann  in  ..Faust". 
Oben  rechts:  Rudolf  Vo- 
lentino  in  „Der  Adler". 
Oben  Mitte:  Josef  Striker, 
Lilian  Gisfi,  Norman 
Kerry.  Unten  links:  Je- 
anne Lorraine.  Unten 
Mitte:  Pola  Negri.  Unten 
rechts:      Harry     Liedtke 

l'lwt.  l'lit.  Piirümcunt.  l  ^n, 
.U.ü.-.ll  ,  .-U/J 


%' 


Mit  Abbildungen  aus  dem  KuUurjilm  der  Lja  „Antike  Statten  auf  Sizilien" 


..It.ilieii    oliiii'    Sizilien 

ni.iclit    f;-.ir    ki'iii    Kilil     in    der    Sccir 

Hier     ist     (liT     Sc-Iiliis-.,.|     zu     :illt>iii.- 


Wenn    wir 
betreten, 


als  Deutsche  Sizilien 
scheint  sich  uns  un- 
absehbar Goethes  Genius  zum 
Begleiter  anzubieten.  Für  ihn  war  der 
sizilische  Aufenthalt  die  Krönung  sei- 
ner Italienfahrt,  und  diese  Reise  war 
das  große  Erlebnis  seines  Lebens.  Sage 
und  Geschichte  haben  diese  Insel  ver- 
klärt. Wir  wandeln  auf  Sizilien,  der 
alten  Trinacria,  überall  auf  klassi- 
schem Boden.  Die  Scylla  tmd  Charyb- 
dis  in  der  Meerenge  von  Messina,  die 
Cyklopeninseln  bei  Catania,  welche  der 
geblendete  Polyphem  dem  Odysseus 
nachschleuderte  und  vieles  andere 
mehr,  lassen  uns  die  Spuren  des 
Odysseus  erkennen.  Es  liegt  wie  ein 
Fluch  auf  Siziliens  gesegneter  Erde, 
daß  kein  Volk  im  Laufe  der  letzten 
drei  Jahrtausende  eine  dauernde 
Herrschaft  über  das  größte  und 
schönste  Eiland  des  Mittel-neeres  aus- 
üben konnte.  Die  gesamte  Geschichte 
bis  in  die  neueste  Zeit  ersieht  vor 
uns,    wenn    wir    die    Kämpfe    verfolgen, 


Das  gut  erhallene  griechische  Theater 

Rechts:    Gräberstraße  aus  der  Sarazenenzeit  auf  dem  Wege  zum 
Felsennest  Taormina 


die  um  diese  wichtige  Insel  ausgefochten  wurden,  deren  Be- 
sitz ehemals  die  Herrschaft  über  das  Mitlelmeer  bedeutete. 
Sikuler,  Phöniker,  Hellenen,  'Punier,  Römer  Goten,  Sara- 
zenen, Normannen,  Deutsche,  Spanier,  sie  alle  haben  hier 
ihre  Spuren  hinterlassen,  doch  keine  sind  großartiger  als  die 
Ruinen  aus  der  Zeit  der  Griechen,  die  lange  vor  Rom  diesen 
Gestaden  ihre  hohe  Kultur  brachten.  Diese  Spuren  aufzu- 
suchen im  Lande  selbst  und  in  seinen  heutigen  Bewohnern, 
war  die  erste  Aufgabe  unserer  Filmexpedition. 

Von  der  früher  weitberühmten  Fruchtbarkeit  Siziliens  — 
war  es  doch  die  ,, Kornkammer"  des  alten  Roms  —  ist  nur 
noch  wenig  zu  merken,  da  wegen  der  von  April  bis  Septem- 
ber herrschenden  Trockenheit  der  Ackerbau  fast  ganz  zurück- 
geg^ingen  ist.  Der  Sizilianer  mußte  sich  also  auf  die  Kultur 
von  Gewächsen  mit  Blättern  von  lederartiger  Beschaffen- 
heil umstellen,  die  nur  wenig  Wasser  verdunsten  und  somit 
die  heiße  Jahreszeit  zu  überdauern  vermögen.  Er  betreibt 
daher  neben  erfolgreichem  Anbau  von  Öl-  und  Mandelbaum, 
der  Rebe  und  der  Opuntienkakleen  in  großem  Maßstabe,  die 
Kultur  der  Apfelsinen  und  Zitronen.  Unwillkürlich  wird, 
speziell    bei    dem    Norddeutschen,    bei    Nennung    des    Namens 


Un'en  rechts:   Das  römische  Amphitheater  zu  Syrakus 


air/Msi 


Sizilien  die  Erinnerung  an  Messina- 
Apfelsinen  und  -Zitronen  wach.  Zwei- 
mal im  Jahre  bietet  die  gesamte 
Küstenlandschaft  der  Insel,  die  einen 
einzigen  großen  Apfelsinen-  und  Zitro- 
nengarten darstellt,  einen  herrlichen 
Anblick,  nämlich  im  Frühjahr,  wenn 
die  riesigen  Pflanzungen  mit  schnee- 
weißen, stark  duftenden  Blüten  über- 
sät sind,  und  von  Dezember  bis 
Februar,  wenn  die  Bäume  unter  der 
Last  der  leuchtend  gelben  und  der 
rotgelben  Apfelsinen  zusammenzu- 
brechen drohen.  Bei  der  großen  Be- 
deutung der  Apfelsiaen  und  Zitronen 
auf  dem  Weltmarkt,  nicht  nur  als 
wohlschmeckendes  Obst  ynd  für  die 
durststillende  Limonade,  sondern 
vor  allem  zur  Gewinnung  der  wert- 
vollen Öle  aus  den  Schalen,  die  bei 
der  Fabrikation  der  edelsten  Par- 
füme Verwendung  finden,  wandten 
wir  unsere  Aufmerksamkeit  diesem 
Erwerbszweig  der  Sizilianer  in  beson- 
derem Maße  zu.  Doch  da  zeigten 
sich  für  uns  Filmleute  Hindernisse 
der  Schwarzweiß-Photographie,  die 
anfangs   unüberwindlich   schienen.   Die 


m^ 


Rechts: 
Die  in  Syrabus 
freiwachsenden 
Papyrus  -  Stau- 
den 


Die  an  herrlichen 
Ausblicken  reiche 
Fahrstraße  zum 
Felsennesl 
Taornüna 


Blick  vom  Griechischen   Theater  auf  den  Aetna 

Zitronen  und  Apfelsinen  ließen  sich  nämlich  an  ihren  Bäu- 
men nicht  filmen,  d,  h.,  sie  ,, kamen  photographisch"  genau 
so  dunkel  wie  die  Blätter,  so  daß  selbst  bei  buchstäblich 
mit  Früchten  überladenen  Bäumen  nicht  eine  Spur  von  Zitro- 
nen oder  Apfelsinen  zu  sehen  war.  Ohne  diese  Aufnahmen 
durften  wir  aber  auf  keinen  Fall  nach  Berlin  kommen!  Da 
verfielen  wir  auf  die  höchst  sonderbare  Idee,  die  gesamten 
Früchte  der  für  unsere  Zwecke  besonders  günstig  gelegenen 
Bäume  regelrecht  zu  pudern.  Ich  sehe  noch  heute  die  ent- 
setzten Gesichter  der  sizilianischen  Plantagenbesitzer,  als 
wir  sie  von  unserem  Vorhaben  unterrichteten.  Nun,  ein 
kleiner  Obolus  wirkte  mehr  als  lange  Reden,  von  der  Erde 
und  von  Leitern  aus  zerrieben  wir  ganze  Puderbüchsen  auf 
den  Früchten.  Sofort  angestellte  Entwicklungsproben  bestä- 
tigten   uns    glänzend    den    erwünschten    Erfolg. 

Dr.   Ulrich   K.   T.   Schulz. 

Anmerkung  der  Redaktion:  Da  haben  die  Kultur- 
filmleute aber  Glück  gehabt,  daß  sie  bei  den  schönen  klas- 
sischen Bauwerken,  die  sie  auf  Sizilien  auf  dem  Bildstreifen 
festhielten,  dieses  Verfahren  nicht  nötig  hatten,  das  bei  der 
Größe  und  dem  Umfang  der  Objekte  doch  seine  Schwierig- 
keiten gehabt  und  doch  sehr  viel  Zeit  in  Anspruch  genommen 
hätte.  Aber  diese  Bauwerke  kamen  wie  die  Aufnahmen  zeigen, 
auch  , .ungeschminkt"  photographisch  richtig. 

Links:  Tempel  der  Concordia,  der  Göttin  der  Eintracht  zu  Girgenli 


Lewis  Stone,  Greta  Garbo,  Nils  Asther  in  einer  Szene  von  „Wilde  Orchideen"         Phot.  M.-G.-M. 


G  e  n  u  ß  s  11  c  li  t  i  }5. 
Eine  Berliner  Familie  hat  Besuch  von  einem  Onkel  aus 
der  Provinz.  „Heute  abend  gehen  wir  in  ein  Kino",  sagt 
das  Familienoberhaupt,  ,,der  neue  Film,  der  da  gespielt 
wird,  soll  sehr  gut  sein."  —  Das  paßt  aber  dem  sensations- 
lüsternen Onkel  gar  nicht.  Er  meint:  ,, Könnten  wir  nicht 
lieber  in  einen  schlechten  Film  gehen,  bei  dem  gepfiffen 
wird?" 

AmTelephon: 

,, Hallo,  ich  möchte  gern  zwei  gute  Sitzplätze  haben."  — 
,.Wie  bitte?"  —  ,,Zwei  gute  Sitzplätze.  '  —  ,,Wir  haben 
überhaupt  keine  Sitzplätze."  —  ,,Ja,  sind  denn  dort  nicht 
die  Kainmerlichtspiele?  '  —  ,,Nein,  hier  ist  die  Berliner 
Verkehrs- Aktiengesellschaft." 

Stoßseufzer, 
Requisiteur    im   Filmatelier:     „Ja,    natürlich,    wenn     ge- 
gessen und  getrunken  wird,   da  müssen  die  Requisiten  alle 
echt  sein,  wenn  aber  einer  Gift  nehmen   muß,   da   darf   ich 
das  Gift  nur  markieren." 

Vorsicht  ist  die  Mutter  .  .  .  . 
,,Also  sagen  Sie  mir  aufrichtig,  was  halten  Sie  von  meiner 
Manuskriplidec?  ■   —   ,,Ja,  —   das   möchte   ich   doch   lieber 
nicht  sagen,   ich   hai>e   gehört,   Sic   nehmen   jetzt    Boxunter- 
richl." 


Der    erste    Hervorruf. 

Heutzutage  ist  der  f^ervorruf  im  Theater  und  im  Licht- 
spielhaus bei  Filmpremieren  nichts  Außergewöhnliches. 
Da  ist  es  von  Interesse,  zu  hören,  daß  die  Beifallsäußerung 
des   Hervorrufs  aus  Italien  stammt. 

Im  deutschen  Sprachgebiet  ist  der  erste  Hervorruf  in  dem 
schon  immer  theaterfreudigen  Wien  zu  verzeichnen.  Die 
Auszeichnung  galt  dem  berühmten  Bailettmeister  und  Pan- 
tomimendichter Novcrre. 

Der  erste  Schauspieler,  den  das  Publikum  hervorrief,  war 
der  Charakterspiclcr  Bergopzomer,  als  er  im  Jahre  1774 
in  Wien  Richard  den  Dritten  spielte  (nicht  den  von  Shake- 
speare, sondern  von  Weiße,  einem  eifrigen  Dramen- 
schreiber). 

Der  erste  Berliner  Hervorruf  galt  1778  dem  hervorragen- 
den Schauspieler  Brockmann  für  seinen  in  der  Theater- 
geschichte berühmt   gewordenen  ,, Hamlet". 

Tiefe  Wirkung. 
In  einem  Film  mit  tieflragischer  Handlung  sitzt  eine 
Dame  neben  zwei  jungen  Mädchen,  die  andauernd  zu 
tuscheln  und  zu  lachen  haben.  Endlich  fragt  die  Dame 
pikiert;  was  es  denn  hier  zu  lachen  gäbe.  ,,Ach ',  antwortet 
die  eine  der  holden  Feen  schnippisch,  „wir  wissen  doch 
jcnau,   daß   dcl   allcns  nur  Komödie   ist." 


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"Nä 


Man  sagt  immer,  daß  Hollywood 
eine  Stätte  der  Unkultur  sei, 
daß  man  nichts  von  Theater, 
Konzerten  höre.  Aber  wenn  man  die 
Geschichte  näher  besieht,  so  stellt 
sich  heraus,  daß  das  in  Wirklichkeit 
ganz  anders  ist.  Es  gibt  zwar  kein 
ständiges  Theater,  keine  große  Ka- 
pelle, die  regelmäßig  Konzerte  ver- 
anstaltet, aber  in  der  riesigen  Holly- 
wood Bowl,  einer  Arena,  die  vieltau- 
send  Zuschauer  faßt,  konzertieren  die 
bedeutendsten  Künstler  der  Welt, 
hört  man  Beethovensche  Symphonien, 
moderne  Musik  genau  so  vollendet 
wie  in  Berlin  oder  Wien.  Es  gibt 
keinen  namhaften  Sänger  und  keinen 
berühmten  Kapellmeister,  den  der 
Weg  nach  New  York  führt,  der  nicht 
auch,  wenn  irgend  möglich,  sich  in 
Hollywood  vor  ein  riesiges  Parkett 
besonders  kunstbegeisterter  Zuhörer 
und  Zuschauer  stellt,  in  dem  natur- 
gemäß auf  den  besten  Plätzen,  manch- 
mal auch  geschickt  durch  Scheinwer- 
fer hervorgehoben,  all  die  großen 
Flimmerstars  sitzen,  deren  Name  in 
der  ganzen  Welt  bis  -ins  kleinste  Dorf 
hinein  bekannt  ist.  Manchmal  be 
kannter  als  der  der  großen  Berühmt- 
heit oben  auf  dem  Podium.  Unser 
Bild  gibt  einen  ungefähren  Begriff  von 
einem  Abend,  an  dem  man  Musik 
unter  Sternen  macht,  denn  es  handelt 
sich  um  ein  offenes  Amphitheater,  wie 
es  schon  die  Griechen  und  Römer  für 
ihre    großen    Volksspiele    verwandten. 


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vermögen  auf  die  äußerste  Probe 
stellt.  Ein  junges  Mädchen,  die  tapfere 
Rosemarie,  die  keine  Ruhe  hat,  bis  sie 
den  Mann,  der  ihre  Mutter  ermordete, 
entdeckt  hat,  steht  im  Mittelpunkt  der 
Geschehnisse, 

Diese  Rosemarie,  die  im  Verlauf  der 
Dinge  in  vielen  verwickelten  und 
schwierigen  Situationen  vor  nicht  leicht 
zu  lösende  Aufgaben  gestellt  wird, 
findet  ihre  Verkörperung  in  Jenny 
Jugo,  deren  Partner  in  dem  spannen- 
den Spiel  Enrico  Benfer  ist,  der  einen 
jungen  Minenbesitzerssohn  darstellt, 
der   durch    die    merkwürdigen  Verket- 


Enrico  Benfer  und  Jenny  Jugo 

Der  Kriminalfilm  moderner  Art,  d,  h.  der  Film, 
in  dem  das  Kriminalistische  nicht  schwerfällig, 
breitspurig  entwickelt  und  die  Lösung  auf 
selbstgefällige  Detektivart,  die  das  Gras  wachsen 
hört,  aufgezeigt  ist,  hat  mit  Recht  ein  großes  Publi- 
kum. Mit  Recht,  weil  der  Zuschauer  in  einem 
solchen  Film,  in  dem  es  Schlag  auf  Schlag,  Blitz  auf 
Blitz  geht,  in  der  Spannung,  die  ihm  die  Handlung 
mit  interessanten  Verwicklungen  jn  zeitgemäßem, 
raschem  Tempo,  der  Akkumulator,  der  seine  geistige 
Leistungsfähigkeit  speist,  neu  auflädt,  ohne  daß  er 
sich  dessen  eigentlich  bewußt 
wird. 

„Der  Bund  der  Drei"  ist  ein 
solcher  Film,  in  dem  es  darum- 
geht,  einen  Mörder  zu   entlarven. 

Es  ist  eine  an  Überraschungen 
reiche  Geschichte,  die  immer  das 
Interesse  des  Zuschauers  fesselt, 
wachhält  und  steigert  und  seinen 
Scharfsinn  und  sein  Kombinations- 


Enrico  Benfer,  Jenny  Jugo.  Raimondo  vanRiel 
Rtchls:  In  der  Wildwest- Bar  in  Paria 


A^, 


tungen  der  Begebenheiten  einen 
harten  Kampf  zwischen  Pflicht 
und  Liebe  zu  bestehen  hat.  Er- 
heblich an  der  Angelegenheit  be- 
teiligt ist  Ernst  Stahl-Nachbaur, 
der  in  dem  Film  ein  australischer 
Minenbesitzer  ist,  auf  dem  sehr  er- 
heblich der  Mordverdacht  ruht, 
Auch  Max  Maximilian,  der  Vater 
der  klugen  Rosemarie,  der  viele 
Jahre  unschuldigerweisc  im  Ge- 
fängnis saß,  hat  erheblichen  Anteil 
an  der  Entwirrung  der  verfitzten 
Kriminalsache,  Es  sind  da  noch 
einige    Gestalten,    deren   Tun    sich 


Jenny  Jugo.  Raimondo  van  Riel, 
Max  Maximilian  Plwt.  i'fa 


Oben :  Charles  Rogers 
und  Jerry  Binford.  — 
Links:  Norma  Shearer 
mit  ihrem  preisgekrön- 
ten Hündchen.  —  Unten 
links:  Mary  Brian  und 
Charles  Rogers.  —  Un- 
ten rechts:  Irving  Thal- 
berg und  Norma  Shearer 
.  Paramount,  M.-ü.-M. 


QUislig^^ 


Die  Sache  von  dem  „Keep  smiling"  der 
Amerikaner  hat  sich  ja  schon  einiger- 
maßen herumgesprochen,  und  man 
braucht  daher  nicht  eigens  zu  betonen, 
daß  für  die  „Publicity"  Bilder  lachender 
Menschen  und  für  die  Filmpublicity  erst 
recht  Photos  lachender  oder  lächelnder, 
auf  alle  Fälle  vergnügt  aussehender  Film- 
stars in  Mengen  hergestellt  werden. 

Aber  als  eine  Eigenheit  der  amerikani- 
schen Filmbilder  —  nicht  solcher,  die  aus 
bestimmten  Filmen,  aus  dem  ,,Satz"  zu 
irgendeinem  Film  stammen  — ,  sondern  der 
Genrebildchen,  die  Stars  und  Feature 
players  popularisieren  sollen,  zeigt  sich 
deutlich  das  Duett. 

Die  Serie,  die  wir  als  ,, Lustig  zu 
zweien"  bringen,  könnte  beliebig  lange 
fortgesetzt  werden. 

Die  amerikanischen  Publicity-Managers 
haben  es  längst  heraus,  daß  die  jungen 
Damen,  deren  Bild  sie  dem  Publikum  so- 
zusagen einhämmern  wollen,  den  Weg 
zum  Gedächtnis  viel  besser  finden,  wenn 
sie  in  einer  heiteren  Situation  im  Duett 
abgebildet  werden,  und  bei  männlichen 
Filmdarstellern  gilt  das  natürlich  noch  in 
verstärktem    Maße. 

Das  erste  Bild  z.  B.  zeigt  einen  Besuch 
von  Mrs.  Jerry  Binford,  der  Schwester  des 
populären  Charles  Rogers,  in  der  Garde- 
robe eines  großen  Studios.  Der  Herr 
Publicity-Manager  schreibt  darunter,  daß 
,,Buddy"  (Charles  Rogers)  seiner  Schwe- 
ster   die    verschiedenen   Kleider    und   Ko- 


^^JüdeC£4\j 


stüme  zeige,  die  Esther  Ralston  in 
,,Fashion  for  Women",  Betty  Bronson  in 
„Peter  Pan"  und  Ruth  Taylor  in  „Gentle- 
men   bevorzugen    Blonde"   getragen   haben. 

Dann  sehen  wir  Norma  Shearer  mit 
ihrem  preisgekrönten  Hündchen,  das  sich 
mit  philosophischer  Ruhe  in  den  durch  ihnj^; 
gewonnenen  Preisbecher  stecken  läßt.  - 
Norma  Shearer,  als  Soldat  wie  ihr  Gatte, 
der  Metro-Produktionsleiter  Irving  Thal- 
berg, für  einen  Kostümball  kostümiert, 
gibt  einen  Beitrag  zu  dem  Thema:  „Wie 
sich  die  Filmleute  in  Hollywood  amü- 
sieren". 

Charles  Rogers  ist  beneidenswert,  weil 
er  von  einem  so  hübschen  Barbier  wie 
Mary  Brian  rasiert,  bzw.  mit  der  Milli- 
meterschere behandelt  wird.  Benny  Rubin 
und  Cliff  Edwards  probieren  in  einer  Auf- 
nahmepause zur  „Ukeleie"  einen  neuen 
Song;  Eddie  Quillan,  ein  neuer  Lustspiel- 
star, und  Sally  O'Neill  rauchen,  wenn  sie 
in  dem  Film  ,,Sophomore"  gerade  nicht 
dran  sind,  lustig  im  Duett;  Richard  Arien 
ist  mit  seinem  Koch  John  zu  sehen,  der 
nicht  nur  wegen  seiner  deliziösen  Koch- 
künste, sondern  auch  wegen  seiner  un- 
erschöpflichen Schwanke  bei  den  Film- 
leuten Hollywoods  bekannt  ist;  und  Eddie 
Nugent  und  Douglas  Fairbanks  junior 
blasen  vergnügt  die  Posaune,  weil  sie,  wie 
der  Pressemann  in  der  Bildunterschrift  be- 
hauptet, gar  so  fröhlich  seien,  weil  sie 
in  dem  und  dem  Film  so  hübsche  und  wir- 
kungsvolle Rollen  hätten. 


9  > 


Oben :  Benny  Rubin  und 
CUH  Edwards.  —  Mute: 
Eddie  Quillan  und  Sally 
O'Neill.  —  Links:  Eddy 
Nugent     und     Douglas 
Fairbanks     junior. 
Unten :    Richard    Arie 
mit  seinem  Koch  Joh 
Phot.  M.-Q.-M.,  P.  D.  c, 
Paramount 


I 


l 


Die  Frau  zwischen  zwei  Altern,  mit  Schmerz  bemerkend, 
daß  die  Jugend  verronnen  ist,  dem  Wunsche  hinge- 
geben, die  Tage  der  Jugend  festzuhalten,  die  sie  neben 
einem  für  ihre  Leiden  und  Schmerzen  verständnislosen, 
egoistischen  Manne  dahinlebend,  doch  eigentlich  nie  so 
richtig  fühlte,  das  ist  ein  in  der  Literatur,  auf  dem  Theater 
und  im  Film  zur  Gestaltung  reizendes  Thema, 

Hier  ist  die  Frau,  die  ihre  Jugend  entfliehen  sehen  muß, 
die  ihr  nie  das  Gefühl  des  Glücks  geben  konnte,  die  Ba- 
ronin Irene  Rysbergue.  Sie  geht  den  ganzen  Passionsweg 
der  zartfühlenden  Frau,  deren  Mann,  korrekt  bis  aufs 
äußerste,  sich  die  ganzen  Jahre  der  Ehe  niemals  die  Mühe 
genommen  hat,  daran  zu  denken,  daß  die  Frau  an  seiner 
Seite  ein  Seelenleben  habe,  das  in  dieser  Atmosphäre  der 
Lieblosigkeit  ersticken  müsse. 


Oben:  Franz  Lederer  und  Maria  Jacobini 

Mute:  Maria  Jacobini 

Unten:  Franz  Lederer,  Helene  Hallier 


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Maria  Jacobini 


Vlii'l.   Li'lunil'iu 


DOQOTHY  QEVIEQ  ein  Columbia-Siär 


fmti^ttSmi>if^m^K*fKlu»-^iiii^li»'*ii''immm»ti^^n0m^^ 


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Kaltherzigkeit  des  Mannes,  die  Verzweiflung  über  ein 
freudloses  Leben  treiben  sie  auf  einem  Feste,  auf  dem  sie 
als  Madame  Colibri  strahlend  und  fröhlich  scheint,  einem 
jungen  Offizier,  dem  Freund  ihres  erwachsenen  Sohnes,  in 
die  Arme.  Der  Lauf  der  Welt,  daß  tiefe  Enttäuschung  sich 
der  Unglücklichen  bemächtigt,  als  sie,  die  mit  ihrer  Fa- 
milie gebrochen  hatte,  um  dem  Manne,  den  sie  liebt,  zu 
folgen,  sehen  muß,  daß  sie  für  den  jungen  Menschen  ein 
Spielzeug,  ein  Zeitvertreib  war,  von  dem  sich  d'e  unbe- 
denklich egoistische  Jugend  des  Mannes  abwendet,  als  ein 
junges  Mädchen  ihn  fesselt.  Und  tiefe  Resignation  der 
Alternden,  die  zurückkehrt  und  sich  mit  ihrem  Manne  an 
der    Wiege   des    Enkelkindes   aussöhnt. 

Der  Film  bringt  schöne  Landschaftsaufnahmen  aus  Nord- 
afrika, dem  Lande,  in  das  die  Frau  dem  Manne,  der  Leut- 
nant  bei   den    Spahis    ist,   folgte. 

Maria  Jacobini,  die  Darstellerin,  die  Schmerz  und  Leid 
des  Frauenherzens  in  an  das  Herz  greifender  Eindringlich- 
keit fühlbar  macht,  gestaltet  die  ,, Madame  Colibri".  Den 
jungen  Leutnant  gibt  Franz  Lederer.  Helene  Hallier  ist 
das  junge  Mädchen,  dem  die  Frau  weichen  muß. 

Julien  Duvivier,  ein  kultivierter  französischer  Regisseur, 
hat  den  Film  nach  Bataiiles  Bühnenstück  „Maman  Colibri" 
inszeniert. 

Oben:    Helene  Hallier  und  Maria  Jacobini 

Mitte:   Jean  Gerrard  und  Maria   Jacobini 

Unten  rechts:  Franz  Lederer  und  Maria  Jacobini 


Maria  Jacobini 


JämmmBOEwm' 


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E/N   ROMAN     VON   STANHOPE 


4.  Fortsetzun'' 


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Kachdruch  verboten 


Madame  Kalothakis  und  Bill  schlössen  im  Lauf  des  Abends 
gute  Freundschaft.  Herr  Faisal,  der  ein  ähnlich  zartes  Band 
um  sich  und  Billie  zu  schließen  trachtete,  war  verwundert,  auf 
eine  ablehnende  Haltung  zu  stoßen,  und  schob  die  Schuld  der 
schlechten  Qualität  des  Schaumweines  in  die  Schuhe.  Er  sehnte 
sich   nach   seiner  Literatur. 

,,Wir  sind  Sonntagskinder",  sagte  Billie  am  anderen  Morgen 
träumerisch  und   vergaß   ihre   Maschinenschrift. 

,,Sie  sind  Frcilagsbocher!"  schrie  der  Prokurist,  ,,und  machen 
seit  Tagen  nichts  als  Un- 
sinn. Wie  sehen  Sie  über- 
haupt aus?  Verschwiemelt 
und  miekrig!  Das  muß  auf- 
hören, sonst  sage  ich  dem 
Chef  Bescheid,    verstanden?" 

„Na,  na,  man  nicht  so 
pampig!"  sagte  Billie;  die 
Aussicht  auf  die  Reise  und 
die  Erhöhung  der  monatli- 
chen Bezüge  hatten  sie  stolz 
gemacht. 

Die  Geschwister  sannen 
über  eine  anständige  Mög- 
lichkeit nach,  mitten  im  Mo- 
nat zu  kündigen,  ohne  daß 
man  wegen  des  Silberklei- 
des Verdacht  gegen  sie  fas- 
sen   konnte. 

,, Übrigens  weißt  du,  Bill, 
wir  müssen  noch  ein  Kleid 
mitnehmen,  mit  einem  hast 
du    nicht    genug!" 

Und  Billie  benutzte  Brief- 
bogen und  Schreibmaschine 
der  Firma,  um  an  Frau  Ma- 
falda  einen  rührenden  Ab- 
schiedsbrief zu  schreiben, 
ihre  Verzeihung  zu  erflehen, 
selbständig  entliehen  zu  ha- 
ben, was  bei  gesetzesgemä- 
ßer Bitte  ihr  mit  Sicherheit 
abgeschlagen  worden  wäre. 
Sie  endete  mit  einem  Appell 
an  das  künstlerische  Fein- 
empfinden der  verehrten 
Frau  und  der  Versicherung, 
daß  mit  veränderter  Ver- 
mögenslage das  Kleider- 
material sofort  zurückgege- 
ben werde,  im  Falle  einer 
Wandlung  der  Mode  aber 
sollte  eine  angemessene 
Wiedergutmachung  nicht  auf 
sich    warten   lassen. 

Billie  also  klaute,  unbemerkt  und  sehr  geschickt,  ein  zweites 
Kleid. 

Der  26.   Oktober  war  gekommen. 

Pässe,  Fahrkarten  waren  besorgt,  das  Künstlergepäck  stand 
auf  dem  Bahnhof.     Alles  war  zur  Abfahrt  bereit. 

Am  Morgen  kam  es  im  Hause  Terpin  zu  schärfsten  Zusammen- 
stößen. Die  Geschwister  waren  überreizt  und  nervös;  es  war 
schwierig,  von  der  „gelben  Nachtigall"  loszukommen;  es  war 
schwierig,  bis  in  die  Nacht  hinein  an  neuen  Tänzen  und  Chansons 
zu  arbeiten,  es  war  schwierig,  an  der  Schreibmaschine  und  dem 
Kontobuch  munter  zu  bleiben  und  die  Angst  vor  Entlarvung  zu 
unterdrücken. 

Bill    hatte    einen    Fehl.ir    in    der   Buchhaltung    gemacht. 

Er  wurde  zu  Dr.  Terpin  zitiert. 

Was   nun    folgte,   ging   Schlag   auf   Schlag. 

Dr.   Mosch   ermahnte   väterlich. 


Hi 


Douglas  Fairbanks  junior       phot.  M.-G.-M. 


Dr.   Mosch   geriet    in 
Bill   kochte. 

,,Sie    sind   —  ■ — "    Dr    Moschs   Stimme    schnappte   über. 
. —  —  kostbar!"   ergänzte  der  von   der  Schwester  unterrichtete 
Bill. 

,, Gehen  Sie,  gehen  Sic,  ich  mag  Sie  nicht  mehr  sehen,  weg! 
Undankbare' Welt!"    rief    der   gelehrte   Mann. 

Die  Geschwister  nahmen  ihre  Lohntüten  in  Empfang  und  wan- 
derten zufrieden  durch  die  mittägliche  laue  Oktobersonne. 

Sie  ruhten  noch  ein  paar 
Stunden;  um  sechs  Uhr  fünf- 
zig ging  der  Zug  nach  Buda- 
pest. Sie  hatten  verabredet, 
nicht  mit  den  übrigen  Ar- 
tisten zu  fahren,  sondern 
allein    zu    bleiben. 

Den  Brief  an  Frau  Ma- 
falda  brachte  Billie  noch 
rasch  zur  Post,  und  dann 
gaben  sich  beide  den  span- 
nenden, aufregenden  Emp- 
findungen hin,  die  auch  den 
abgebrühtesten  Reisenden 
befällt,  wenn  er  zu  großen 
Fahrten    rüstet. 

„Wie  unnötig  das  alles  ist? 
Weshalb  haben  die  beiden 
es  nur  zum  Krach  kommen 
lassen?"  fragte  sich  zum 
elften  Male  Dr.  Terpin,  als 
seine  Gattin  zu  ihm  stürzte: 
,, Denke  dir  —  das  Kleid  — 
das  Abendkleid  —  für  Ba- 
roneß  von  Knatter  —  ist 
verschwunden.  Was  tu'  ich 
nur,  sie  wollte  es  doch 
heute    haben?!" 

,, Gnädige  Frau,  das  Tele- 
phon." 

„Mosch,  liebster  Mosch, 
was  machen  wir  mit  Exzel- 
lenz? Ach,  ach,  entschul- 
dige, ich  muß  an  den  Appa- 
rat! Ich  werde  noch  ver- 
rückt!" 

„S  —  s  —  SS,  ich  ahne 
was,  ich  ahne  was."  Dr. 
Mosch  telephonierte  nach 
seinem  Freund,  dem  Krimi- 
nalkommissar Spanger,  und 
bat  ihn  um  seinen  sofortigen 
Besuch. 

Schon    war  Mafalda  wieder 
bei    ihm: 
., Baronin   Klettwig   war   am    Telephon.     Sie    hätte   kein   Silber- 
kleid   zur    Ansicht    bekommen. 
,.Aha!"    machte   Mosch. 

„Was  heißt  Aha?    Ahae  nicht,  Mosch!    Hilf  lieber!" 
,  Aha,    und    noch    einmal    aha!      Ich   weiß    genug,    mein 
Gedulde    dich    zwei    Stunden." 
,, Weißt   du   denn   etwas?" 

,, Weshalb   sind    wohl   die   Amerys   so   rasch   von   uns   gegangen, 
diese  ehrlichen   Menschen,   nun?" 
„Aha — a!" 

,, Siehst  du,  nun  sagst  du  selbst  Aha!" 

,,Du  mußt  sofort  die  Polizei  verständigen,  aber  sofort,  sofort, 
sage  ich,  Mosch,  sofort!" 

„Ruhig,  ruhig,  Spanger  kommt  gleich,  und  ist  unsere  Ver- 
mutung richtig,  dann  gehen  wir  zu  den  sauberen  Vögeln  und 
nehmen   ihnen   ihre    Beute   wieder    fort!" 


Kind. 


..Moscli,   du   bist   kostbar!" 

Ja,  und  dann  ereignete  sich,  was  für  die  Lebensbahn  der  beiden 
jungen    Menschen    von    umwälzender    Bedeutung    werden    sollte. 

Vielleicht  um  die  vierte  Nachmittagsstunde  pochte  es  unfreund- 
lich heftig  an  der  kleinen  Mansardentür.  Bill  sah  durchs 
Guckloch: 

,,Um  Gottes  willen,   Billie,  der  alte  Mosch  und   Polizei!" 

,, Verdammt,  in  letzter  Minute!  Ausgerechnet.  Komm  aufs 
Dach,  rasch,  rasch,  nur  raus  hier!  Sie  sprang  auf  den  Tisch, 
machte  das  Fenster  auf  und  stieg  aufs  Dach,  wo  Mohamed  sie 
mit  überraschter  Zärtlichkeit  begrüßte. 

,, Aufgemacht!"  schrie  man  draußen,  ,,oder  wir  schlagen  die 
Tür   ein!"     Schon   knallten   Fußtritte   gegen    die   bebende   Tür. 

,,Komm  doch,   Bill,  wo  bleibst   du  denn?" 

,,Fine  Sekunde,  —  so!"  Bill  wollte  auf  den  Tisch  springen, 
verhedderte  sich  in  den  Drähten  des  Radio-Apparates;  mit 
großem  Gepolter  fiel  der  Lautsprecher  herab,  Bill  stürzte  und 
fühlte  einen  stechenden  Schmerz  im  Schienbein;  er  versuchte, 
sich  zu  erheben;  der  linke  Fuß  versagte  den  Dienst,  es  war,  als 
gehöre  er  ihm  nicht  mehr;  ächzend  ließ  er  sich  wieder  fallen  und 
rief  halblaut:  „Billie,  ich  habe  mich  verletzt;  wenn  alles  gut 
geht,  treffen  wir  uns  an  der  Bahn;  nachweisen  kann  man  uns  ja 
nichts!  Auf  Wiedersehen!"  Billie  verschwand.  Er  lächelte 
schmerzlich.  Aus  dem  Wiedersehen  würde  wohl  nichts;  aber 
was  nun?  Er  hatte  sich  das  Bein  gebrochen,  das  war  unbe- 
streitbar. Was  nun?  Was  hatte  Billie  neulich  gesagt?  ,Wir 
sind  Sonntagskinder?"  Ach,  ach,  ihm  wurde  schwindlig;  eine 
leichte  Ohnmacht  machte  ihn  unempfindlich.  Er  hörte  nicht  mehr 
das  Eindringen  der  Beamten.  Viel  später  erst,  als  das  Bein  in 
Gips  und  lästigen  Verbänden  lag,  erwachte  er  und  erfuhr,  daß 
er    im    Laurcntius-Hospital    war. 


alte,    gut     aussehende 
dessen    Anzug    einen 


2.   Kapitel. 

,,Wir  wollen  jetzt  frühstücken!"  Die 
Dame  sagte  es  zu  einem  jungen  Herrn 
teuren   Schneider  verriet. 

Das  Hotel  Grande  Bretagne,  dicht  an  der  Avenue  Kiphissia  in 
Athen,  war  ein  elegantes  Haus,  und  seit  ein  russischer  Professor 
die  Küchcnleitung  innehatte,  versammelte  sich  hier  täglich  zu 
gewissen  Stunden  alles,  was  vor  dem  Krieg  zu  der  Gesellschaft 
gehörte. 

Der  junge  Herr  geleitete  sorgsam,  aber  ein  wenig  zerstreut, 
seine  Tante  Philba  Erskine  zu  ihrem  Tisch  im  Palmenhof  des 
Hotels  und  blickte  interesselos  auf  die  ägäischen  Krebse,  Arli- 
schockenböden,  Sardinen,  Salate  und  Cumberlandschnitten,  denen 
die  Tante  mit  Eifer  zusprach.  Lediglich  durch  einen  Aperitif 
stärkte  er  sich,  der  am  frühen  Morgen  genossen,  neurasthenische 
Naturen    lebendig   macht. 

Mrs.  Erskine  nahm  noch  ein  wenig  Wildschweingelatine  und 
eine  winzige  Scheibe  Burgunderpudding,  dann  wischte  sie  sich 
behaglich  den  Mund  und  widmete  sich  einem  vierfach  schwarzen, 
türkischen  Kaffee. 

Ganz    bedachtsam    musterte   sie   ihren    Neffen: 

„Pitt,    du   bist    verliebt!" 

,,Laß   doch,   Tante,   ich   bin   ein   wenig   nervös,    das   ist   alles." 

Mrs.  Erskine  und  ihr  Neffe  Pitt  waren  aus  Kairo  vor  einigen 
Tagen  in  Athen  eingetroffen.  Sie  hatten  eine  lange  Reise  hinter 
sich.  Mr.  Hamilton  Erskine  sagte  am  Tage,  als  Pitt  von  der 
Yale-Universität  das  Zeugnis  der  bestandenen  Staatsprüfung 
heimbrachte:  Jetzt  macht  ihr  beide,  Tante  und  du  —  Pitt  war 
ein  weitläufiger  Verwandter  aus  Deutschland,  den  das  kinderlose 
Ehepaar  an  Kindesstalt  angenommen  und  voller  Güte  und 
Großzügigkeit  herangebildet  hatte  — ,  eine  Fahrt  nach  Europa. 
Der  Onkel  griff  tief  in  seinen  Beutel,  er  konnte  es,  denn  die 
meisten  Getreidespeicher  von  Dallas  gehörten  ihm,  und  nun  be- 
gann die  schönste  Zeit  im  Leben  des  jungen  Baccalaureus.  Manch- 
mal, wenn  er  träumte,  wirbelte  durcheinander,  was  er  seit  Wochen 
in  sich  aufgenommen  hatte:  der  Nachthimmel  von  Honolulu,  die 
jäh  ragenden  Felswände  der  norw-cgischen  Küste,  die  dunklen 
Olivenhaine  Spaniens,  die  seltsam  verwinkelten  Wege  der  Insel 
Korsika,  die  Gesänge  der  Misriat,  der  Bewohner  des  Nillales, 
und  beängstigend,  bedrückend  mischten  sich  Bilder  und  Gedanken 
ein,   die   hier   erst,   in   Athen,    verursacht    wurden    und   entstanden. 

„Pitt,  ich  will  mich  nicht  in  ein  Geheimnis  drängen",  sagte 
Tante  Philba,  „ich  sage  nichts,  daß  du  nichts  ißt,  daß  du  am 
frühen  Tag  schon  einen  Schnaps  trinkst,  aber  du  weißt,  daß  ich 
dich  noch  nie  im  Stich  gelassen  habe,  wenn  du  einmal  nicht 
weitergewußt   hast!" 

„Tante!"  Mehr  brachte  der  offensichtlich  unglückliche  Jüng- 
ling  nicht   heraus. 


,,Geh,    Pitt,  geh  ein  bißchen   spazieren  und  sei  in  einer  Stund 
wieder  hier.     Ich  will  heute  mittags  in  Phaleron  sein."  Sie  nickt 
ihm     freundlich     lächelnd    zu,    blieb    sitzen    und    versteckte    sich 
hinter  einer  riesigen   Zeitung, 

Pitts  Betrachtungen  waren  immer  noch  nicht  von  Heiterkeit  ge- 
färbt, als  er  von  der  breiten  Straße  in  den  öffentlichen  Park 
einbog. 

,,Bin  ich  denn  wirklich  krank?"  Ganz  laut  waren  diese 
Worte  über  seine  Lippen  gekommen.  ,,Um  Himmels  willen!"  Er 
sah  sich  um,  ob  niemand  ihn  belauscht  hatte;  sein  Ausspruch 
schien  eine  tiefere  Bedeutung  zu  haben,  denn  sein  Gesicht  war 
von   einer  glühenden   Röte   Übergossen. 

Er  ging  und  sah  nicht  das  Astwerk,  das  ihn  hinderte,  quer 
durch  die  Sträucher  zu  laufen,  bemerkte  die  märchenwunder- 
lichen Farben  indischer  Pflanzen  nicht,  die  man  sorgsaii  hier 
aufzog,  fühlte  nicht  Stacheln  und  Dorne,  die  ihn  zurückreißen 
wollten  spürte  nichts  von  der  drückenden  Hitze,  die  über  allem 
lag,  lief  nur  vorwärts,  hinein  in  die  üppige  Blumenflur,  um 
seine   schlimmen  Gedanken   zu   verscheuchen. 

Plötzlich  knackten  die  Büsche,  dann  tauchte  ein  schneekaltes 
Batistkleid  auf  und  pilgerte  überschäumend  und  friedesam  glück- 
lich auf  einem  der  schmalen  Wege  zum  Denkmal  eines  großen 
Griechen,    das    zu    dieser    Stunde    nur    wenige    aufsuchten. 

Das  war  ungefähr  in  der  gleichen  Minute,  als  sich  der  junge 
Jurist  entschlossen  hatte,  eine  unschuldige  Pinie  durch  einige 
sachkundige  Boxhiebe  zur  Vertrauten  seiner  Mißstimmung  zu 
machen. 

Kurze  Zeit  nachdem  stand  er  auf  dem  stillen  Weg  und  sah 
in    dem    Lichtfleck   am   Standbild    das   allerliebste   Batistkleid. 

Pitt  hatte  alles  Bilterslrengc  verloren  und  empfand  plötzlich 
das  Bedürfnis,  sich  an  irgend  wen,  an  die  Besitzerin  des  weißen 
Batistkleides  anlehnen  zu  müssen.  Er  beschleunigte  seine 
Schritte. 

,, Tausend  nein,  was   geschah   denn    jetzt?" 

Das  Fräuleinchen  glaubte  sich  unbemerkt  und  tänzelte  mause- 
schnell um  das  Denkmal,  spitzte  das  Mäulchen  und  pfiff  weh- 
mütige   Melodien,    die    ihre   Lebenslust   verrieten. 

Gerade  kam  Billie,  jawohl  Billie,  wieder  um  die  versteckte 
Ecke  des  Sockels,  sah  jemanden  auf  dem  Wege  und  ging, 
Gleichmut    und    Unbekümmertheit    heuchelnd,    an    Pitt    vorbei. 

,,Wie  appetitlich!"  dachte  er  und  schmeichelte  ihre  Gestalt 
mit  Blicken,  die  ihn  zunächst  nur  trösten  sollten,  dann  aber  und 
mit  sonderbarer  Geschwindigkeit  an  Aufrichtigkeit  gewannen. 
,  Ja,  ist  denn  das  möglich?  Dieses  Profil,  diese,  nein  wirklich, 
das  ist  zauberhaft!"  Pitt  lief  hinter  Billie  her,  immer  schneller. 
Es  geschah,  daß  sich  Pitt  in  wirreu  Unlösbarkeilen  verlor;  die 
Ähnlichkeit  des  jungen  Mädchens  mit  der  Ursache  seiner  Nie- 
dergeschlagenheit richteten  seinen  Blick  weit  weg  von  allem,  was 
ihn  in  dieser  Minute  umgab,  er  empfand  niemals  früher  oder 
später  das  An-einander-Vorbei,  dies  unnennbare  Gefühl  so  stark. 
Und  er  ging  wie  eine  Maschine  hinter  Billie  her,  verlangsamte 
oder  beeilte  seinen  Schritt,  wie  sie  es  angab,  dachte  in  keiner 
Sekunde  daran,  sie  anzusprechen.  Das  alles  war  gut  für  Billie. 
Irgendwo  am  Konkordiaplatz  verschwand  sie  im  Gewühl.  Pitt 
suchte   nicht    nach   ihr. 

Aufatmend  schloß  Billie  die  Tür  hinter  sich  und  lehnte  sich 
horchend  an  sie.  Niemand  kam.  Das  kleine  Häuschen,  das 
Billie  für  ein  Spottgeld  mieten  konnte,  lag  in  einer  Seitenstraße, 
welche  direkt  zum  Gesandtschaftsviertel  führte.  Nie  empfing 
Billie  Besuche;  sie  konnte  auf  diese  Weise  ihr  Zimmer  in  ein  j| 
Schmuckkästchen  weiblicher  Empfindsamkeit  und  Ordnungsliebe 
verwandeln. 

Peinlich  sorgsam  lagen  über  einem  Stuhl  die  vollständigen  Be- 
kleidungsstücke eines  einigermaßen  eleganten  Herrn.  Seufzend 
zog  Billie  ihr  Batistkleidchen  aus  und  schlüpfte  in  ein  linkes 
Hosenbein.  Genau  die  gleiche  Situation  hatte  sie  schon  einmal 
erlebt;  sie  erinnerte  sich  und  ließ  die  letzten  Wochen  im  Geist 
an   sich    vorüberziehen: 

Es    begann    auf   dem    Dach.      Sie    hockte    und   wartete   auf   Bill, 
der    ihr    gerade    ein    Köfferchen    heraufgereicht    hatte.      Aber    Bill 
erschien    nicht.      Statt    dessen    erhob    sich    in    der    Mansarde    ein 
Getöse,  und   sie  entdeckte   mit   halbem  Blick,   daß  wütende   Men-     j 
sehen  in  die  kleine  Wohnung  eingedrungen  waren. 

Später   erhaschte   sie   noch,    daß    Bill    verletzt    war.      Er   schien 
bewußtlos   zu   sein.      Im   ersten    Augenblick  wollte   sie  sich  selbst 
stellen,    um    den    Bruder    nicht    im    Stich    zu    lassen.      Aber    dann 
siegte   eine   andere,   zweckmäßigere   Erwägung. 
Fortsetzung  folgt 


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i  i.„. 


FRAGEN 


die  uns  errerchten 


Anfragen    erbitten     wir     an     die     Redaktion    des     ,,F  i  1  m  -  M  a  g  a  z  i  n".     Berlin    SW  68,    ZimmcrstraQe    35 — 4t 
ScherlverlajJ.     Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  viel«':  Aiioiiyme  liricfc  werden  nielit  lie.uilu  ortet.  liei  M:uui- 
^kri|)tan^eU■t?elllleilen  bitten  wir  l'ulKende.s  zu  lieaelilen:  Jeder  AnIr.iKe  i^t 
Kiiekporto  IjeizMiiifreu.  Jede  Kin>enduiit;'  eines  .\l.inu>kri|ils  znr  l'rnfnnn 
ist  zweeklos.  nur  Kxposes  im  l'nifange  von  J — ;i  .Svlireilini.iseliinenbeiten 
sind  zur  Kin^endiinn  an  die  i-ilniiniluMrie.  I{e;;isseure  ns.v.  tjeeinnet.  Fiir 
\'erlust  der  eingesandten  .M.iniiskrii'le  k.inn  keine  Ver.intw  ortiiMK  iiber- 
iiuniinen  werden,  also  snll  iler  Verfasser  nnr  Diirehselilage  .senden.  \uii 
li.indKesehrleljCMen    Senduiitjen    (leserlieli)    eine    Ahselirift    znriitkbeli.ilten. 


I»  i  I  ;i  1'  .1  r  I  (1  -  V  1'  r  e  li  r  <•  r  .  AV  e  i  I.;  e  ri  s  e  e  :  .I.ihmIiI.  Dil.i  I'.irlo 
ist  nnverlieir.it<'t.  Sie  sü''  AiiInfcr.iiniMi'.  llie  .inni'ifeliene  .\dri'^se  ^rininil. 
Kita    l'arlns    rieliltuer    Name    ist    (ii-rd.i     Kornsledl. 

F  e  e  .\l  .1  I  t  !■  n  -  V  e  r  e  li  r  e  - 
r  i  n  .ins  V  II  in  I.  n  d  w  i  K  s  - 
li  n  r  fi  :  Fee  .Malten  lielil  .alle 
KInnien.  Wir  ^l.iiil)en  sicher, 
ilaii  Ihnen  die  Knnstlerin  Ihren 
\\  imseli  erfnilt.  Ihre  »JrnUe  h.i- 
Iteu  wir  heslellt.  — K.irten  \iin 
Filnist.-irs  kimnen  sie  dnreli  den 
Verl.!«'  der  ..I  lliisirierlen  Filin- 
woche--.  HcMlin  SW  li«.  Kiieh- 
slr.iUe  II- s.  hezii'hen.  Das  Sliiek 
kiislet  II. 1.1  M.  —  .i.iwiihl.  .alle 
FilniKriil.!"!!  lesen  .las  ..Filni- 
iji:i;;.'iziii".     —    'l'iiiii    'I'n  li'r     widint 

in    Ue\erl.\    llilN.    llollyw I.    K.i- 

lifiirnien.  ISA.  Kr  ^iht  Aiiln- 
^r.iinine.  —  .\  n  di'iii  siijicn.inii- 
len  Aiitii;;r.iininl.i;;  erselieini  ir- 
U'eiidein  Ix'riihniler  Filnisterii  in 
einem  Kiniitheater  und  (;ilit  sei- 
nen F'reiindeii  lind  Freiindiiiiien 
.\  II  ti  1^1. im  II II'.  Selbst  \crstiiml  lieh 
ist  der  Kinirilt  frei,  nur  niiissen 
unsere  l.eser  d.is  ..Filmiii.iu.iziii" 
Ulli  dem  Tilelbilde  des  lietieffen- 
deu    .S|;irs    \  iirzei;;'eii. 

1'.  i;..  N  e  n  k  (i  I  I  n  :  Luis 
'l'renker  i-t  .im  hebten  diiiili  die 
Il.im-Filni  A.-(!..  Herlin  SU  (s. 
Fl  iidriihstralje  Ji'.i,  zu  i'rreielieii. 
Iler  neueste  Film,  .in  dem  er 
;iiiuenblieklii'li  :irlieiti>t.  Iieil.lt 
..llie  lieilif;eii  drei  Hrunnen  . 
'l'renker  isi  mit  einer  Nielil- 
Kiiiistlerin  \  erheir.itet.  h.'il  .im 
I.  (»ktiiher  (ieliurlst.i>c.  ist  Siid- 
tiriiler  und  war  lli|diiniin^enieur. 
bcMir  er  zum  Film  (riii^.  .\ellere 
Filme  mit  l.iii»  'l'renker  sind: 
..Iler  lli-r;;-  des  Sehuks.iK-.  ..Der 
lieili;;e  Her;;'  .  ..Kampf  ums 
.M.itterhiirn-.  —  Dr.  M.  Unlzhuers 
,\dresse  ist  Herlin-  Friedenaii. 
Ilerlelsir.ilie  K.  —  Fr;iK<'ii  über 
d.is  .\lter  der  Kiinsiler  werden 
Min  uns  uriind-iilzliih  nicht  be- 
.iiil«  iirtel. 

U  :i  b  y  V...  (■  h  .1  r  I  (I  I  I  e  n  - 
b  n  r  K  :  l'CW  is  .Stniic  ist  .am 
besten  durch  die  Mclro-toildw  >  n- 
.M.iyer-Studios.  Ciilver  City.  K.i- 
liriirnieii.  ISA..  zu  erreichen. 
Wenn  er  ilini'n  il.is  erbetene 
AutiiKranim  mich  nicht  (reschickt 
hat.  SU  ist  das  l'ecli.  Aber  viel- 
leicht erh.ilten  Sie  es  imcli.  Wir 
empfehlen,  imch  einige  Wochen 
zu  warlen  und  d.iiin  —  frisch 
U('W.i;;t.  ist  h.'ilb  t;ewoniieii!  — 
noch   einni.il   .in   ihn   zu   schreiben. 

I'.  S  c  h.,  I,  e  i  p  z  i  n:  Die  'l'ilel- 
rolle  im  ..Kiirst  von  r.ippenlieim  ' 
spielte   Kurt   Uois. 

Elli    t;..    Herlin:     l'ol.i     Nei^ri    nml     Itubin     Irvin      sind      am      besten 

durch    die    F:istr Studios.    Ilersfoidshire.    Kii;;laml.    zu    erreichen.    —    .Mari.i 

Hard  wolini  Herlin  W  tu.  H.ihenzdlleriisIr.ilJe  K,  l.ucie  Höflich  Herlin- 
rharloltenliiirK,  Kaiseidanim  1 1 1.  fainilla  Spira  Herlin-CliarloltenburK. 
K.intslr.ilJe  M.  Die  Adresse  des  HcKisseiirs  Wiilf};anK  Nt'ff  ist  Herlin  S  T)«, 
H.asenheide    !I4. 


.V  n  II  a    .\l  a 
wieder     durch     il 
istr.iUi 


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W"  o  n  g  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  ii  :  .Viin.i  M;iy  Woiih;  ist  jetzt 
EicliberK-Film«esellscliaft.  Herlin  SW  -IH,  Friedrich- 
str.ilje  171.  zu  erreichen.  Sie  «ibt  .ViitoKr.ininie.  .\un,a  M:iy  Woii^  wurde 
am  Jl.  SepiemtuT  in  I.o.s  .Angeles.  K.ilifui  nieii.  geboren.  \ein.  sie  ist 
nicht  mit  Xieii  Sön  l.iiift  \  erbeii.ilet.  sie  ist  ledis.  Sie  haben  recht, 
in  dem  DoukI.is  Fairbanks-Film  ..Der  Dieb  von  HaKd.id'  spielte  .\nn.i 
M.iy  Won;;-  die  Dienerin.  —  Ci.ice  Chiana  ist  J.ip.inerin.  -  l.on  Clianev 
ist  durch  die  .\Ieti  ii-tioldw  yii-.\l.iyer-S|udios.  luUer-lil>.  K.ilifornieii, 
S.r.A.,    erreichbar. 

H  a  r  r  y  I'  i  e  I  -  V  e  r  e  h  r  e  r  .i  u  ^  D  li  s  s  e  I  il  o  i  f  :  ICs  stimmt, 
ll.irrj  l'iel  erblickte  d.is  l.icbt  der  Welt  in  Dnsseidorf.  Kr  ist  mit  D.iry 
Holm  verheir.-itet.  tcihl  .Xiitosramme.  Die  Harry  l'iel-F'ilnii-  erscheinen 
im  Verleih  des  Deutschen  l,iclitspiel-SyndiU;,is.  Herlin  SW  4S.  Friedrich- 
.itralie  2l'.'i.  Die  l'rival.-idresse  \  on  l'iei  i~i  Herliii-( 'h.irlottenbnrs.  K,ii<er- 
d.imm    77. 


•S  II  b  III  .'1  r  i  u  e  -  .s  c  h  w  ;i  r  in  e  r  ,  Herlin:  Noten  fiir  Kla\  ier  zu 
dem  betreffenden  Film  s;ilil  es  unseres  Wissens  nicht.  —  Weil  wir  es  für 
indiskret  halten,  die  Filiiisi.ns  .lusziifniKen,  veröffentlichen  uir  das 
Alter    nicht. 

I..  K..  M  e  1  1  i  ii:  lu.in  \lo-jiikiii  wiilint  Herlin  W  ,  Knrfiirslend.imm  IH.'i. 
^ilit  .Vnloii'r.iiiime  und  i^i  mit  der  dänischen  Filmsi'b:iuspielerin  .\kii*'-°^ 
l'eleisen  \  eilu'ir.itet.  .\losjukin  arbeitet  aii;;enblicMii'li  in  .\enb.ibeKlierii; 
.111    dem     rr.i-l'iliii    ..Der    «eilJi-    'l'eiifid-  . 

[■:.  ()..  Schriftsteller.  F  r  .i  n  k  f  ii  r  t  .i.  .\l.:  Doiollie.a  Wieck 
spielte  II.  .1.  in  folgenden  Filmen:  ..Ich  li.ili'  mein  Herz,  in  lleidcllier;; 
verliiren".  ..Mein  Heidelberg',  ich  k.'iiin-dich  nicht  very;essen  ".  ..Die  kleine 
liiue     lind     ihre    drei     Nätei'.     ..Sibicks.i  I     des     .Menschen.     «  ie     ;;leiclist     dl 

dem     Mi-ci-.    —    Ihr     Hildw  iiii-i  li     ist     voiiiei kl. 

II  .-1  US  .1..  t;  i,  s  s  n  i  t  z.  T  11  ii- 
r  i  II  ;;  e  n  :  Am  besten.  Sie  wen- 
den siili  .111  ilen  Klub  iler  K.iine- 
r.ilcnie.  Herliii-Steulitz.  I'ener- 
b.icbstr.ilJe  i'l.  Sie  erf:iliren  dort 
.alles  N.abi're.  —  In  Ihrer  anderen 
Aimelenenheit  r.ileii  wir  Ihnen, 
sieh  d.is  Hiiih  ..D.is  F'ilinmaiin- 
kripf  zu  besorgen.  Sie  erh.ilten 
es  durch  den  Vcrlai;  .Max  Mallis- 
son,  Heilin  SW  lis,  K'ittersir.  71. 
r  .1  11  I  K..  (I  e  r  1  i  k  o  II  bei 
'/.  li  r  ich:  Di-r  l'f.i-l'.il.ist  .im 
/iiii  entliäll  :.'L>nii  Sitzplätze.  Sein 
(inliester  ist  ln-.-)(l  .M.inii  stark. 
lOs  wird  bei  j^rolien  l'remieren 
uesentlich  verstärkt.  —  D.is  l'ni- 
\ersiini  besitzt  I7M7  Sitzplätze. 
Das  Oiibester  bestellt  dort  .ins 
L'.'i— ;;ii  .M.iiin.  —  Der  Ifa-l'.il.ist 
;im  Zoo  ist  d.is  ;;r(iljle  läclif- 
spieltlie.iti'r     Herliiis. 

Steffi  H..  W  i  e  n  .  Der 
Film  ..(iefälirliclie  Fr.iiien'  mit 
h.iii  l'etroNicIi  und  .\rlette  M.ir- 
(  li.il  wurde  \  on  der  l'.iriser 
l'irm.a  (i.anmont  hergestellt  und 
Min  Deitz  &  f...  v.'rliehen.  Der 
Film  ersibieii  im  i'idirn.ir  1IIJ7. 
|{  II  t  h         II..  11  .1  111  b  II  r  >;  : 

li.ilph  l'.inc.x -Stu.irl  Weblis  wohnt 
in  ll.inibur^-.  Krikasir.ilJe  1:;«. 
F'.r  ist  .\iisl.indsdeUtsclii-r.  war 
friilu'r  K.'iiifniann,  W'ildj.ip.'er. 
Sc  li.arf  schütze,  .Meistersch.iflsiiin- 
zer.  Kr  bebi'rrscht  jeden  Sport. 
.I.'iwohl.  ein  Hlnmenfi  eiind  ist  er. 
1  Uli  Ihre  .\iiio;;r.iiiiiiibitte  wird 
er    lieslinimt    erfiillen. 

U  i  c  il  .1  r  d  'l'.a  u  b  e  r  -  V  e  r  - 
e  11  r  e  r  i  u.  H  e  r  1  i  n  W:  Kichard 
Tauber  wiilint  Herlin-.Sehöneber^', 
Innsliriicker  Sir.ilJe  LS,  und  ist 
mit  I '.irbitt.i  V.inconti  veibeir.i- 
tet.  .lawolil.  er  ;;il)t  .\nlOf;r.aiiinie 
und  ist  ein  ^lolJer  HInnien-  und 
'rierfreiiml.  Kv      trä;;t      seinen 

ricliti;;i'ii     N'.imeii.       .Vbi'r     n.itiir- 
llcli.      ein     Auto      besitzt      'l'.aiiber 
.lucli.    welche    Nummer    es    träsl. 
wissen    wir    jediieh    selber    nicht. 
M  .1  t  h  i  I  d  e   I,.,    H  a  d    H  o  in  - 
b  II  r  n'  :       Wir      h.ihen      Wilhelm 
Dieterle    erinnert.   —   Fällen    Rich- 
ter   wiihnt    Herlin  W.    Kiirfiirsleii- 
d.iiiim    L'ii.',.    Nicol.ii  Kolliii    Herlin- 
(  b.irlottenburn'.     Niebnlirstr.il.'ic  7s, 
Uetly     .\m.iiin     Herlin     W.     Kiir- 
fiirslend.imm  l'J.    (iin.i    M.iiies    l'.i- 
ris     l.s.       1      l!ue      (i.ibrielle.       Iw.i 
W.uij.i    lU'rlin   W.    l'r.i«er   l'l.itz   1. 
—    Ihre    tirlilie    an    (instav    Fröh- 
lich   sind    .iiisfcerichtet. 
Edith    und     V  i  c  k  y    S,,     Herlin:      Hrinitte    Helm     wohnt     Herlin- 
D.iblem.    Im     Winkel    .).       Die     Knnstlerin     ist     mit     Kicli.ird     AVeilib.icIi    \er- 
heir.itet.    Sie    wurde   am    17.    .März    in    Herlin    (geboren    und    siht    .\uto;;r.iiiiine. 
Ihr    nächster     Film    lieilit    ..Sklaven    der     l.eidensch.ift  •.    —     Henry    Siu.irls 
richtiger    N.iiiie    ist     .limmy     HelJ.      Der     Kiiiistler    h.it     seine     Wobniiii';     in 
Herlin    W.    I'.iss.iuer    .StraUe    17.      Kr    wurde    lii    K.iiro    kc'""'"'"-     Sein    F'ilin- 
deblit    war    in    dem    Otto    (Iidilihr-Film     ,.Die    l'eriicke'.      ,l.ick    Trevor    w.ir 
friiber   eiif-lisclii-r    Kav.allerieoffizier.     Er   wohnt    Herlin    W,    HiMiillersIralJe    9. 
K  r  II  a  d  r  i  n  .i    (;..    F"  r  .i  n  k  f  ii  r  t    a.     M  ,i  i  n  :      Iv.iii    .\losjnkin    wohnt 
Herlin     W.     Kiirfiirstend.imm     19.">.      V.r    wurde    ,iiii     JVi.    .September    in     l'enz.i, 
Hiilil.'ind.      geboren      und      ist      mit      der      (länischen     I  ilnidarslellerin    .\nnes 
Petersen     \  erlieir.atet.       F"r    nü'!     .\utu;;i.imnie.       .Mosjukin    spielte    ii.     .t.     In 
lullenden      F'ilmen:      ..Ke.iii  ■.      ..Der      Kurier      des      /.ireii',      ..<';is;imiva", 
..(>|ifer"     (HiiiK.ibe).      ..D.-is    urolJe    (icheimnis  ■     (Der    .\djutant    des    Zaren), 
..Der    geheime     Kurier-.     ..Der     l'riisideiit  ■.     ..M.imilescn  •.       .Sein     nächster 
Film    ist    ..Dir    weiLie    'reiifel  ".    —    Kiidolf    Klein-KonK''    h.it    seine    Wohniinif 
in    Berlin  -  l,icliterfelde-W  est.    Hortciisii  iistr.    l.'i.     ICr    wnnle   am   21.   Novem- 
ber   in    Köln    geboren.     Klein-Uot;«e    ist    >erlieir.ilet.    ji'iht    .Viitiij>rainme,   war 
Offizier,   bevor   er  zum   F'ilm   k.im.   Sein   neuester   F'iliii    ist   ..'r.irankanowa" 
Kiululf   Kleiii-Roggc   spielte   ii.  a.  in    ,.Dr.   Mabiise".   ..NibeliiiiKeir',   ...Metro- 
polis",   ..Spione",    ,,l)Pr    steinerne    Heiler",    ...Mädcbenliandel ". 


waren 
am  Kamin  verplauderte  Stunden  das  Vorrecht 
hochgestellter  und  begüterter  Kreise.  Jetzt 
bringt  der  Protos-Strahlkamin  für  wenige  Mark 
überallhin  freundliches  Behagen  und  zuverlässi- 
gen Schutz  gegen  gesundheitschädlicheTempe- 
raturschwankungen.  In  den  Übergangsmonaten 
ersetzt  er  die  Hauptheizung,  im  Winter  bei  sehr 
starkem  Frost  gibt  er  zusätzliche  Wärme  ab. 

Drei  Größen  zu  M15,60    M27,-    M39,- 
SIEMENSSCHUCKERT-ERZEUGNIS 


H  e  r  lj  I-  I  I  U.,  1)  r  c  s  il  i-  n  :  l'nl.n  XcRi-i  ist  :iiii  l)pst('ii  diircli  die 
Klstrco-Sludios,  llorsfordsliiri-,  Kil);liiiid,  /.ii  iTiricIicn.  Sic  niljt  AuId- 
li;r,'tiiiiMc'. 

T  i  |i  |>  III  .1  III  seil  a  ii  s  L.,  H  <'  r  I  i  ii  :  .\l.iii.i  I'.iiidJiT  woliiil  Hcrliii- 
Ualcnscc.  AUjicclil-Acliillo-Slrallc  :).i.  I.iaiic  llaid  Hi-riiii-Wr.stciid.  \\  iiri- 
liiiilriT/Jri.srlic  Sti.iUc  i:i.  I'.iiil  l{i<lili'is  AdrcsM-  i>t  Hcrliii  \\  .  Taiifiit/irii- 
Siralie  I(i.  Ja,  er  ;;ilil  Aiili-sianiiiu-.  —  Olaf  Fjord  «Dliiit  Hcrliii-W  iliiu-r>- 
iliirf,  Xantciicr  SlralJr  is,  uunli-  am  IJ.  Aiit;ii>l  in  tl.-lu  •;i'|p(ircii  und  filmt 
ficiUitr.  -  Ktfcm  mhi  .Imilan  liäsl  M'incn  iirlilif;rii  Xamcn.  «ulin!  Mt'rliri 
W  I.'),  I.ii'l/rliliiirf;('i  SiiaUc  :;7.  und  «iirdf  in  l>n\,  Holinicn.  ni-lnirrii.  - 
(irpla  tJarlio  i>-l  dnrili  dii-  ,\li'lrii-(i(ild\\  \  n-Ma.\  i'r-Stinlius,  <  iilvcr-l'ily. 
Kalironiifii.  l'SA.,  i'rrricliliar.  Sir  ^i'''  Aulusraiiinir.  —  Camillu  llnrii 
(■rri'icliiMi  Sic  am  lip.vicii  durch  die  Nalidnal.  Merlin  SW  IH.  I'riedricli- 
stralie  lii.  Sie  i»l  iiiif  ileni  (irolikaiifmann  Klau-  (Iciiv.  \  erlieiialel.  — 
Anita  Dtirries  i>l  nmi;c/.i>i;en  und  wiiliiit  jcl/.i  Uerliu-( 'liarliiltenlinrK, 
Kaiserdamiii  IT«.  —  l,i>>.\  Arnas  Ailresse  i>t  Heiliii  \\'  :i(i.  I.inilam-r  Sir.  !i. 
.lawidil.  I.i>sy  Arna  ;;ilil  A  nliifiraiiimc.  —  l,ya  de  l'iilli  liefindel  >icli  jclzl 
in  Herliii  und  ist  am  holen  durch  die  Siidfilin.  Merlin  SW  i,-<.  l'riedi  icli- 
sliaUe  L'liT,  zu  eirciclicii.  .Mary  Kid.*  Ailie>>e  ist  Itcilin  \\  .  ( i  ieschreclil- 
stralJc  i;i.  —  NVenii  Sie  mit  einer  l'iliumaKa/.iii-l.esci  in  Uiirrcs|mniliercn 
iiiöcliteii.    so    ist    es    am    /\veckin.'ifJii;stcn,    hei    uns   m    inserieren. 

\V  e  r  II  !•  r  K  u  i-  t  t  e  r  e  r  -  S  e  |i  w  ;i  r  m  e  r  i  ii  in  H  r e  n  :  Wer- 
ner Kiu'tlerer  ist  nn\erl(dit  iiml  um  erheiratet.  l'ehcr  seine  t'.iinilicn- 
.'iiiKehüriK'eii  sind  wir  nicht  iinii-i  richlcl.  —  ,,l>ie  l'lmlK  iler  Pelia"  ist  in 
Jierliii  vor  einiger  Zeit  uraufgeführt  wurden.  —  Kiietterer  ist  kürzlich 
mit  dem  neuen  Hc^e«  .ihl-Kiliu  „liii  I'r.iter  liliih'ii  « ieder  die  Häiiiiic' 
.ui  die  Oeffenilichkeil  «etretcli.  Sein  niichsicr  l'ilm  ist  ..H.is  .M.-iilcl  mit 
der  l'cilsche-.  .\iin.\  (Indr.i  ist  durch  die  lldiu-l'ilm  .\.-t;..  Uerlin  SW  Is. 
Krieilrichstr.ilJi'  L'i'.'i,  zu  erreichen.  Claire  Ituminer  li.it  ihre  WiiIiiiuiik'  in 
Itcilin-SchunelK'it;-.  Inlisliruckcr  StrilJe  l.s.  .M.irccil.i  .Mli.uii  «(diiil 
Herliii  W.  I'.iiilsluiruer  Sir.ilJe  i:t.  Il.i  Kin.i  lierlin-\\  ilmcrsdurf.  Wilmers- 
dorfer   StralJe    ilM.      Dina    lir.illa     Herliii-Stcfjlitz.    Opilzsir.ilJc    ,i. 

l'ilm  Vre  und  Fritz  I'.,  Sti-ttin:  Hrinittc  llc'lm  isi  mit  Kich.ird 
Weilili.ich  M'rlieiratet.  Sie  (iiht  Aiito«r.immc.  Ihre  W  idinuiif;-  hefimU-t 
sieh  in  Hcrlin-D.ihlem.  Im  Winkel  .'■.  Xri^^iltc  Helm  ist  Herlinerin  und 
hat    :im    IT.    .Miiiz    tudinrtsl.iü:. 

F.  r  i  c  h  II..  II  .1  I  I  e  :  Luis  Trenker  ^ilil  .\ul(inr.imme.  Der  KiiiisHcr 
isi  .1111  licsteu  durch  <lie  Ilmii-Film  .\.-(i.,  Uerliil  SW  |h,  l'iiedrichsir.  JSt. 
zu  erreichen.  ..Her  Ituf  des  .Nordens-  ist  im  \  erleili  der  Smlfilin  er- 
schii'uen.  —  Ihn-  Itildk.irte  ist  .au  die  Kiiiistlcrin  inzwischen  weileineleitet 
worden.    —    .\in    hestcii,    .sie    Hcmlen    sich    mit    Ihrer    Hille    noch    eininal    an 

l.ily     ll.imit.i.      "     .Viitler    in    di IJchcimnisscn     des     (Iricnts'     h.ihcn     l\.in 

l'etrovieh  und  Marcell.i  .\lliani.  noch  in  dem  l'hiielius-Filin  ..Fiir^t  oder 
Clowif  fiesiMelt.  —  Die  lieiilen  weiMichcu  ll.iui>lrolli>ii  ip  dem  l'ilm 
..Hie  keusche  Kokotte"  siiiellen  l.i.i  Kihenschiitz  i.M.iry  .Meier).  M.ily 
Delseli.ift  ( l'ilm-tiattin  von  Otto  (ielmlir).  Sie  h.ilien  recht,  der  lietreVfende 
Film  ist  eine  di'iitsch-fr.inziisische  Zus.ammenarheit  jicweseii.  —  Für 
welche  (iesellsch.ift  ll.iiry  l'iel  sich  s|ialer  M'ridlichleii  lälJt.  steht  im 
.\un<'nlilick     noch     nicht     fest.      Norliiufi;;-    ist    er    der    St.ir    iles     11.  I,.  S.     — 

.\iin.i    steil    ist    ,1111    hesteii    durch    die     .Mcschr.ih) i-l'ilm.    .Mosk.iii,     Lenin- 

Kr.ider  (  li.iiissee  41,  zu  erreichen.  Sie  ;;ilii  .\  ulO(;r.iinmc.  Scincihcn  Sie 
riiliiK-  deiilscli  an  sie.  —  llic  u  cihlichcn  ILiuptrollen  in  dem  l'ilm  ..Sii,il.leii- 
liek.inntsch.ifteir'  mit  dein  verstoihenen  Werner  l'iltscli.iu  spielten  .Manj.i 
Xenisek.  Kitly  It.irlin^-,  Hilde  .M.iroff.  —  Sie  sind  im  Irrtum:  Kiitli  Weylier 
und  Il.ins  Siüwe  wurden  nicht  in  Il:ille  «.■ehoreii.  Stiiwe  st.-iinint  .aus 
.MecklenhiirK.  Ifiilh  WCylier  erhlickle  in  .Nowimi.-ist.'i.  Polen,  das  Licht 
der  Welt.  —  l{;i(|iiel  Ateliers  .inücnhlickliche  .Adresse  ist  uns  nicht  he- 
kannt.  —  In  dem  Hnch  ..Film-Führer"  Criie.aler-  n.  Filni-Vcrl.i«-  Hiilini 
iV  fo..  SW  |K.  Fl  iedrichsti.ilJe  JI7)  finden  Sie  .iiich  lüe  .\drevsen  der 
l'iliiijjesellsi'li.-ifti  II. 

.\  s  (  h  e  r  -  r  e  t  r  o  \  i  c  li  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ;i  ii  s  M  u  n  c  li  e  n  ;  Nils 
Astlii'rs  niichsicr  Film  hcillt  ..Wilde  (Irchidi-en-  mit  (Jrct.i  (i.irho  in  der 
«i'ililichcu  ll.iuptrolli'.  —  l'r.inz  l.edercr  und  Osk.ir  .M.irion  sind  :iii  die 
f;iMis;('ii  .Xutojir.-imme  erinnert  worden.  —  l\.in  relrovich  und  Xils  Asther 
sind  uim-cfälir  so  .ilt.  wie  Sie  t;i'^''lia>zt  h.llien.  —  Die  ailKefiehene  .\diesse 
\oii    IJIIi.in    llall-D.i\  is    stimmt. 

F  i  I  m  -  1,  o  t  t  i  ,  H  e  r  I  i  II  :  Willy  Fritsch  wohnt  Berlin  W,  K.iiser- 
ilamiii  !!.'),  träfjt  seinen  richtineii  N.iineii.  niht  .Viitoni.iniine.  .I.i.  <t  ist 
dunkelhlond.  lielit  .alle  Iflumen,  und  —  Sie  h.llien  recht  —  er  hat  :iiieh 
ein  .\iito.  Khenso  sliiniut  es.  d.iLt  Fritsi-Iis  V.iter  lici  Siemens  ist.  — 
(Ireta  (iarlio  ist  durch  die  .Mctro-Ccdd  wyii-M.i.v  er-Studios.  (uh  er-(  ity, 
Kalifornien,  ISA.,  zu  erreichen.  .Sein  eilicii  .sie  deutsch  .in  die  Kiinsilcrin. 
\lö;;lich.  d.iU  auch  (irel.i  (l.irho  h.-ihl  einmal  n.icli  lierlin  kommt.  — 
Werner  Fuetterer  tr/if^l  seinen  rielitii;en  N.imen.  h.it  seine  Wohnnnp;  in 
Herlin-Stctclilz.  Kleiststr.ilie  i'T.  Kr  hat  dniikelhlondes  H:i;ir.  Kr.iiilil.aiie 
Alleen  lind  ist  •jroli.  —  Die  (•en.innlen  .Stars  sind  unKeVälir  so  :ilt,  wie 
Sie  ^eralcii  h.iheii.  —  Wenn  Sie  Filmscliauspielerin  werden  wollen,  so  ist 
es  ,'im  zHeckmallitfsti'ii.  Sie  schrcilien  .an  die  Film^esellschafteii  und 
senden    Ihre    l'liolos    dmt    zur    Prüfuntc    ein. 

K  t  h  o  1  .  .\  II  n'  s  h  II  r  ;;■  :  Fritz  Kortiier  wcdint  Herlin-D.ihlem.  .\I.i\- 
Kytli-Str.iUe  .'>.  Er  h.it  am  I:.'.  M.ii  (Jehnrtst.iH:  und  ist  mit  di-r  Scli.iu- 
spieleiiii  .)oh;iiiii;i  llofer  verheiratet.  F.r  h.it  ein  Kind.  .la.  er  (ciht 
.Autoirr.ainnie.  —  Korlner  spielte  ii.  a.  in  ...Marc|uis  d'Kon",  ..Die  Hüchse 
der  r.indor.i",  ..Die  stärkere  .M.ielif,  ..Das  Schiff  der  verhireiien  .\leii- 
srlion".  ..Die  Frau,  nach  der  man  sich  sehnt",  ,.Die  Fr;iii  im  Talar". 
Sein    neuester    Film    ist    ...Atl.intie'. 

K  o  s  e  -  M  a  r  i  e  .  K  h  e  i  n  I  i  ii  d  :  Fritz  Wciiilhaiiseii  wohnt  Iterlin- 
Wilmersdorf,    Deidesheimer    Siralie    ".;i. 

K  .1  I  i  a  II  s  H  a  r  in  e  ii  :  W  .lueii  Sie  es  nur,  l.ili.in  ll.irvoy  persönlich 
um  ein  .\uto«;r.imin  zu  hillen.  Senden  Sie  ihr  eine  Hihlk.irte  und  fuyen 
Sie  .adressiertes,  frankiertes  Itiickknvcit  hei.  Die  Künstlerin  wird  Ihnen 
sicher  Ihren  Wunsch  eifiillen.  .I.i,  l.ili.in  II.-um'v  w.ir  früher  'r.inzerin. 
Sie  ist  so  alt.  wie  Sie  Kcd.ichl  h.ihen.  In  ihrem  neiieeten  Film  ,,l,iches- 
vv.alzer'"  wird  Willy  Fritsch  wieder  ihr  r.irtner  sein.  -  Sie  h.ihen  recht, 
in  dem  Film  ,,Die  Canneii  von  St.  l'aiili"  dehiitierte  Enrico  Henfer.  Der 
iiäclisle  Film,  in  dem  .leiinv  .Iii'jo  und  Henfer  zusammen  spielen,  lieilJt 
„Der    Hund    der    Itrei  ". 

I'anI  M..  Frankfurt  ."i.  M.:  .Vst'a  Nielsen  ist  mit  dem  Russen 
(Jnnori  Clim.'irfi  verheir.atct.  -  lleniiy  l'orten  wohnt  »erlin-Dahlem,  P.irk- 
siraOp  74.  —  Wenn  .Mia  .May  die  p.isseiideii  Hollen  findet,  wird  sie  sicher 
auch  wieder  filmen.  —  Kern  Aiidr.i  hefiiidet  sich  auKenhIieklieh  in  den 
\creini>cten    Staaten. 

H  :i  r  r  y  a  n  s  d  e  in  H  ii  h  r  k  <•  h  i  e  I  :  Die  heiden  männlichen  H.iiipl- 
rollen    im    „Mitterii.ichlsw.ilzer  ■    spielten    .M.ilcolm    'l'od    und    .\ndrc    M.ittoni. 

—    IMiiitos    von    (iiisi.iv    Fröhlich    kö 'ii    Sie    durch    die    „Illustrierte    Filiii- 

woche"-.  Herlin  SW  (W.  KoelistraUe  fi— H.  erhallen.  —  Si,.^rf,  |c,|  Arno  tritt 
«iijceiihlicklich  am  CroUcn  Schanspiellians  in  den  ..Drei  Musketieren  " 
Jiiif.  —  l-ranz  l.ederer  denkr  nicht  daran.  Deutschland  zu  verl.isvcu  und 
in  Amerika  zu  filmen.  —  Carl  Italhans  winde  am  4.  Novemher  in  Mül- 
heim Kehnren.  Er  ist  seit  niiKcfäln  drei  .laincii  hei  .ler  Huhne  und  filmt 
erst    seit    kurzer    Zeit. 

Ellen   (;..   Herlin:   Am   L's.   (»kli r   ist   der  Todeslai;   Werner    I'ill- 

se  laiis  Keweseii  —  W.mn  der  letzte  Film  „Schwester  Maria"  mit  l'itt- 
sch.Tii  zur  l  ranffulnunn-  «elaiiKt,  wissen  wir  leider  auch  nicht.  —  Wenn  Sie 
Zinn  h  lim  wollen,  so  müssen  Sie  sich  iinmitlelhar  .iii  die  Filmiresell- 
schaflen  wenden.  Heim  Hiliii  enl.scheidel  innner  d.is  Talent  DalJ  kiniii 
Aussichten    auf    Erfol«    hcsiclicn,    wird    Ihnen    hoffenilich    hekaiinl    sein 


W  o  I  f  -  ü  i  e  t  r  i  e  h  E..  Plön.  Holstein:  Charles  Rogers  Ist 
durch  die  l'.-ir.imouiit-Famous-Lasky-Sliiilios,  Hollywood,  Kai..  US.V.,  zu 
erreichen.  Er  hat  am  IH.  .\iiKiist  (icbiirtstag.  .Sie  können  ilini  deutsch 
schreihen.      HogiTs    gilit    Anto(ir;inime. 

F  i  1  m  f  r  e  ii  n  d  V  .i  n  1  N'.,  K  a  m  e  n  z  :  Franz  l.ederer  spielte  bis 
jetzt  in  ..Zuflucht",  ,,Die  sells.ime  N.iclit  der  Helga  Wangen",  ,,l>ie 
Hiichse  der  l'andor.i".  ,,Die  v\  underhare  l.üge  der  Xina  Petrowna"", 
...Meineid",  ,. Irene  Kysliergues  grolie  Liebe""  i  .Madame  l'olibri).  —  Lederer 
isi    ein    grolJer    Hlnmenfreiind. 

Ilse  D.  a  11  s  II  a  m  h  ii  r  g  :  Rolf  von  (ioth  wtdint  Herlin  SW,  Halle- 
sclies  l'fer  2i«.  —  IJainon  Nmarro  ist  durch  die  .Metro-tioldw  yii-M.i.M'r- 
Stndios.  Ciih cr-City,  K.ilifornien.  ISA.,  zu  erreichen.  Heide  gehen  .\ulo- 
gr.'imnie.  —  .Ma\  Schineling  hefiiidet  sicli  zur  Zeit  im  Schwarzwald  zur 
Krholung. 

I' .1  11  I  a  (i.,  Zürich:  Nein.  Camilhi  Honi  h.it  sich  nicht  sclieiden 
l.isscn.  .Sie  ist  mit  dem  (iroUkaufmann  Kl.iiis  lieerz  \  erheiratet,  —  Der 
kleine  D.'i\id  Lee  wurde  von  .M  .IoIs(hi  für  den  Film  entdeckt  und  dehii- 
tierte in  seinem  ...Sinniug  Fool  ".  Der  michsie  Film  mit  .VI  .lolsoii  und 
D.i\id  Lee  lieiljt  ..Litlle  l'.il".  —  Die  gen.'iniiteu  Filme  sind  stiimin.  - 
Ch.irles  F.iriell  ist  ledig.  —  .I.iiiel  (i.i.vnor  hat  sich  kürzlich  mit  dem 
ainerik.inischen  .Millioniir  Lydell  l'eck  vermählt.  —  Es  stimmt  leider.  Paul 
l.ciii  ist  .'IUI  :!.  .Sepiember  in  Hollywood  gesloi  lien.  ■ —  Kmil  .l.'innings  «ar 
MM'lier  mit  l.ucie  Höflich  und  noch  früher  mit  ilituna  Halph  verheiratet. 
-  .Nit.i  Naldi  wohnt  in  Heveil.\ -Hills,  Holl.twood,  Kalifornien,  IS.V.  — 
Die    hetreffendeii    Filmgrölicii    sind    jünger,    als    .Sie    geschätzt    li;ihen. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  P.  .\..  Herlin:  .M.irianne  W  inkelstern  ist  ledig. 
—  Miltoii  Sills  ist  durch  ilie  First  N.itioiial-Studios.  Hurli.ink-Ilollj  w  ood. 
K.ilifornien.  I'S\.,  zu  erri'iclieii.  Er  ist  mit  der  Filnjsch.iuspielcrin  Doris 
Keynon    vermählt.     .Li,    er    gibt    .\ntogr:iiinne. 

W  e  r  n  e  r  F  nett  e  r  e  r  -  \  e  r  e  h  r  e  r  i  ii  ,  S  c  h  n  e  i  d  e  in  ii  h  I  : 
Nein.  Werner  Fuetterer  ist  nicht  gestorben.  Er  erfreut  sich  .lUcrbester 
(iesiindheit. 

L  u  c  i  e  n  n  d  F  r  s  n  I  .i  .M.,  II  ;i  m  b  ii  r  g  :  Wilhelm  Dieterle  hat  am 
l."i.  .Iiili  (iebiirlst.ig.  Er  kam  vmi  iler  Spreilihiibiie  zum  Film.  Einer 
si'iner  ersten  Filme  vv.ir  ,,Die  (Jeyerwajly""  mit  Heiiiiy  Porten.  .Sein 
neuester  Film  hcillt  ,,l).is  Schweigen  im  Walde"".  Seine  P.trinerinneii  sind 
liii'r  Pett.i  Frederick.  Kiii.i  M.irsa  und  (Jrclhel  Herndt.  Iwan  .Mosjukin 
wohnt  Herlin  W.  Kiirfiirstend.'imm  l!i.'),  Cl.iiri"  Komnii'r  Herliii-Schönebcrg. 
liinshriickcr  Str.ilii'  li*.  —  .\in  besten,  Sie  erinnern  Agnes  Esterhazy  noch 
cinm.il  ,111  il.is  fällige  .\ utogr.imm.  —  Lien  Deyers  ist  richtig,  ,ilso  nicht 
Dyers.  —  (  oiirad  N'i'idt  bleibt  xcirlänfig  in  Herlin.  Er  filmt  .iiigenblick- 
licli  hi'i  der  If.i  ..Die  letzte  Koiiip.ignie".  .Sciiii-  Priv.it.idrcsse  ist  Herlin 
W  II).  Licbtensleiii.'illee  2.i.  —  l.ili.in  Harvey  ist  .seit  ea.  B  .L-ihren  beim 
Film.  —  Xeiii."i  Desni  filmt  iioi'li.  —  Der  neueste  Otto  (iehiihr-Film  heiUl 
..Sc.ip.i    Flow"". 

(!  e  r  t  r  n  d  XL.  H  e  r  1  i  ii  -  W  I  1  m  e  r  s  d  o  r  f  :  Das  w.-iren  nur  (ie- 
rüclite!  Der  kleine  D.i\id  Lee  ist  nicht  tot,  sondern  lebt  und  wird  bald 
in  dem  nächsten  AI  .lolson-Tonfilm  ..'l.ittle  Pol  "  zu  sehen  und  zu 
hören    sein. 

F  i  1  in  f  r  e  ii  n  d  i  n  .M  ,i  r  y  S.,  V  r  a  n  k  f  n  r  t  a.  M.:  Einb.inddeckel 
fiir  d.is  ..Filmm.ig.izin"  «i'rden  iiiclil  mehr  hergestellt.  —  Die  .\nti>- 
nummcrn  von  Itrigittc  Helms  und  W.ilther  sicz.iks  W.igeii  wissen  wir 
l.'itsächlicli  nicht,  köiinen  Ihnen  .ilso  die  Richtigkeit  Ihrer  .Vngaben  nicht 
bestätigen.  Ebmiso  können  wir  Ihnen  leider  keine  .Xnskiinft  über  die 
betr.  F.imilien.ingi'hörigeii  gehen.  Aber  Ihre  (Jrülie  h.ihen  wir  selbst- 
verständlich   bestellt,    auch    an    W.ilther    Slez;ik. 

.1  II  h  11  iL,  H  ."1  II  II  o  v  e  r  :  Lee  Parry  wohnt  Herlin  W.  Kurfürsten- 
d.'inini  lü.'i.  ist  mit  dem  K.'iiifmann  .Moldauer  verheir.-itet  und  hat  keine 
Kinder.  —  Albert  Paulig  wohnt  Herlin  W  l.'i.  Duisburger  StralJe  Ifi.  — 
Senden  .Sic  uns  pro  ltildk.irti>  ii..'iO  .M.  in  Hriefinarki-n  ein.  anlierdein 
sclbstN  ersländlich  die  betreffende  Hihlk.irte,  d.iiiii  «ollen  wir  Ihnen  gern 
.\utogranime    besorgen. 

It  r  i  g  i  t  t  e  H  c  I  m  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  :i  n  s  K  ö  1  n  :  Hrigilte  Helm  wohnt 
Herlin-Dahlein,  Im  Winkel  .'..  Sie  ist  mit  Richard  W CiUlLiih  verheir.ilet. 
Die  Künstlerin  winde  .'im  17.  März  in  Herlin  geboren,  gibt  .Vnlogr.iinnie. 
ist  eine  grolle  Hlumenfreiiinlin.  .la,  sie  debütierte  in  dem  Fritz  L.iiig- 
l'ilni    ...Metropolis".      Ihr    nächster    Film    heiUt    ..Sklaven    der    Leidenscli.iff. 

H  ;i  r  r  y  P  i  e  1  -  F  r  e  n  n  il  ,  H  a  in  b  ii  r  g  :  H.irry  l'iels  neuester 
Film  hcillt  ..Sein  bester  Freund"'.  Piel  wohnt  Hcrliii-Ch.irlnttenburg. 
Kaiserd.iinm  77.  Er  wurde  .im  II'.  .Iiili  in  Diissehlorf  geboren,  ist  iiii! 
D.iry  Holm  verheir.itet  und  gibt  .\iitograiiiine.  —  K.inion  Nov.irro  wurde 
in  Durango  (.Mexiko)  geboren.  Er  ist  durch  die  .McUo-i;oldwyii-M.iy  cr- 
Studios,  Ciilver-City,  K.ilifornien,  l'S.V..  zu  erreichen.  .I.i,  er  ist  ledig. 
Sein    nächster    Film    ist    ,,s,ing   der    .Südsee". 

E  r  II  st  und  Kurt.  Stettin:  Käthe  von  X.igy  ist  geschieden. 
Ihre  neuesten  Filme  sind  ,,(;;iiikler"",  ,,T'nschiild"",  ,,Der  Weg  durch  die 
Xa("hC".  —  John  H.irrymore  ist  iiiil  Dolores  Costello  verlieir.-itet.  —  Sie 
haben    recht,    Hctli    L.iemmle    ist    eine    Nichte    von    C.irl    L."ieninile. 

F.  4  !) :!  ,  M  a  n  n  h  e  i  in  :  Wenn  .sie  zur  .Sprechbühne  widleti.  so 
müssen  Sie  zunächst  Scli.iusjiieluntcrricht  nelimen.  D.is  weitere  winl 
sich  il.inn  finden.  Einen  .'indercn  R.it  können  wir  Ihnen  leider  nicht 
geben.  Dali  auch  beim  The.iter  die  .\iissicliten  .iiif  Erfolg  nur  gering 
sind,    wird    lliiieii    hoffentlich    hek.iiint    sein. 

(ierda  S.  "J  (Hl  :  Igo  Syni  wohnt  Herlin-Schönebcrg,  liinshrncker 
Str."ille    16.      Er    wurde    in    Innsbruck    geboren. 

II  u  g  o  D..  D  II  i  s  b  II  r  g  :  Eine  Filmgesellscli.ift  Drewals  ist  nielil 
hck.iiint.  —  J)ita  P.irlow  sjüeltp  bis  jetzt  in  den  Filmen  ..Die  D.iine  mi; 
der  M.Tske'".  ..(ieheininisse  des  Orients".  ,.Heiinkelir  ",  ..Fngarische  Kb.ip- 
siiilie".  ...M.iiiolcscu"".  ...Melodie  des  Herzens"".  .\ngenblicklicli  arbciti't 
die  Künstlerin  :iti  einem  neuen  Film  in  P.iris.  —  .\in  besten.  Sie  wenden 
sich  .111  ilcii  A'erb.ind  deutscher  .M.iskenbilder  fiir  Huhne  und  Film  e.  V., 
Herlin    W  j7.    .\n    der    .Vpostclkirclie    14. 

W.  R..  Essen:  H.H. -Film  heillt  Bolton-Heekers-Filin.  Diese  (Ie- 
sellsch.ift drehte  vor  J.ibren  sehr  viele  Lustspiele.  —  Tom  .Mix  war  vor 
ungefähr  drei  Jahren  in  Herlin.  W:inii  er  wieder  nach  Eiirop:i  koinnit. 
wissen    wir    nicht. 

H  i  I  d  e  .M.  a  ii  s  M  :i  ii  n  h  e  i  in  :  Fred  I.oiiis  Lerclis  neuester  Film 
ist  ..Spiel  niii  den  .Main:"".  Der  Künstler  filmt  seit  zirka  fiiiif  .laliren. 
Er  wurde  .'im  2H.  .März  in  Ernsdorf  lOesterreii  li  i  geboren.  I.ercli  ist 
Hin  erheiratet,    hat    braunes    H.'i.'ir,    ist    .'iiicli    im    Leireii    sehr    liebenswüriliür. 

F  i  1  m  f  .1  X  ,  Hern:  (dnr.id  Veidt  w.'ir  l':;  .l.ilire  in  .\iiierik:i.  Er 
snielle  dort  ..Der  Hetlelpoet",  ,,Der  selts.'ime  F.ill  eines  .\rzles".  ..l>cr 
M.'iiin.  diT  lacht".  ..Illusion'".  Der  letzte  Kilni  wird  in  nächster  Zeit  in 
Deiitschl;ind    gezeigt    werden. 

E  r  i  c  Ir  V.,  C  h  a  r  I  o  l  t  e  n  h  n  r  g  :  Der  nächste  Film  mit  Imogene 
Kobertson  hcillt  ,.Weiin  Frainni  sich  lieben".  \\.iiin  sie  wieder  ii.icli 
Deiitscbl.ind  koninil.  wissen  wir  nicht.  Die  Kiinstlcrin  ist  ledig,  gihi 
.\iitogr.iiniiie.    filmt    seit    ungefähr    sechs    .l.ihren.    w.ir    vorher   Ziegfield-tJirl. 

P.    II.    7:    Ron.'ild    Colnian    ist    durili    die    Samuel    (iold wy n-Stiidios.    7l'UI. 

S.inl.'i      .Monica-Houlev.'ud.      Holi.vwood.     Kaliforni FS.\.,"     zu      erreichen 

Colm.'iu  hat  .'im  it.  Novemher  (iebintstag.  Er  soll  mit  der  Scli.iiispieleriii 
Thelm.i  Hoye  \  erheir.'itet  sein.  —  Wann  der  Ffa-Filni  ..Hochverrat""  zur 
li.inffuhriing  gelangt,  stellt  im  .Viigenblick  noch  nicht  fest.  —  Wilhelm 
Thiele     wohnt     Herlin     W  .')7,     Pallasstralle    H-il.    —     Die     weibllphen     Haiipt- 

rnll«'"    ii>    il ^'ilnl    ..Hell    in    Fr.iueusee"    s|iiellen    .Mia    l'ankau    (Caniilla 

Hojan).  Hilde  .Maroff  ipiick).  .Mon.'i  .Maris  i.\l."i.\).  Helen  Sieels  (.Viuisehka). 
—   .\iigelo   Ferr."iri    wohnt    Herlin.    Hozoiier   Siralie   ». 


IK 

ß/lOE/iAUS  0£R 


\\^\ 


9ieUW- 

WOC/VENSC^AU 


Slapellauf  des  neuen  Kreuzers  ,, Leipzig' 


Herbstarbeit  auf  dem  Felde 


I  r  III  c  :i  r  i\  I...  C  li  c  in  ii  i  I  z  :  Eiiriro  Bciifcr  is(  iliircli  dir"  Ufa,  Hcr- 
liii  S\V  liX.  Kocli^lniße  0 — t*.  zu  Pirriclicii.  Kr  «iiiilc  :iin  28.  Juli  in 
Neapel  geboren,  k''"  .^nloBr.nnine.  Sein  iieue>ter  Kilm  i>t  ..Der  Uuiiil 
der  Drei".  —  Mit  .lenn.v  .Iuk".  —  Kuliiii  Irvin  ist  Jre.  unverheiratet,  H;ilit 
Aiitogramiiie.  Kr  .spielte  u.  a.  in  ..Kine  Naelit  in  l-onilun",  ,.Kelire  /ii- 
riiek.  alles  verneben",  ..Das  .Seliiff  der  verlorenen  .Menselien".  l'nseres 
Vissens  Ist  er  jetzt  diireli  die  Klstn-e-Stiidios.  Hersrurdsliiro,  Eiislaiid. 
erreieliliar. 

r  r  s  e  I  aus  \  il  r  d  li  a  n  s  e  n  :  Tedd.v  Hill  wolint  Iti-rlin-Westeinl. 
Meiiiinneii.illee  7.  Kiille  Neuinaiins  .\dresse  ist  Berlin  \V  :)(i.  Taueni/.ieM- 
slralie  14.  Sie  ist  mit  eineiii  Kaiiliiiann  verheiratet.  Hell.\  Haltuiir  isl 
diireli  die  Kllsree-Siudii)-.  ller~f<irilsliiri',  Kurland.  K:iI|jIi  Cimy  dun  h 
das  Deiilselie  l.ielitspiel-S.Midikal.  Hcrliii  S\\  4h.  I'riedi  ielisIraUe  i'i'.'i.  zu 
erreiehen.  —  Tun.v  \aii  K.\  k  wiplint  Herliii  W,  Heilliniiiiu'r  Stralje  J!i.  .Iran 
Antceli)  wolint  in  i'aris  11.  Uoulei.ird  de  .\lontp;irnas>e.  —  Helic  Daniel-,' 
raitner   in    ..Das    Miidel    mit    der    K.imera"    war    Neil    llamilloii. 

K.  M..  V  r  i\  n  U  f  ii  r  t  ;i.  M  a  i  n;  Der 
AI  .lid-.in-i'ilm  ..lattle  l'.il"  mit  DaNid 
l.i'C    i.-t    auch     «ieiler    ein    Toiifilin. 

Mild  e  .\l..  H  a  in  h  ii  r  ;;  :  .lark  'l'ri'- 
\(U-  mIiwüiuM  tur  roll'  l{ii>en.  Ihr  UiM- 
«uiimIi  i*l  Niuneiiierkl  und  soll  iii 
iiiichsler  Zeit  erlulll  «erdi'u.  \\  erin  Sie 
'l'reMir  persiinlieh  sehen  «nllen,  so 
iniisseii  Sie  seine  Kilinpri'mieren  l>e- 
siicheii,  hei  denen  er  meist  ;iii«<-seii(l  i»l. 
Z  w  e  i  K  i  I  iii  f  r  e  ii  ii  de  II  e  i  n  z  H.. 
Kurt  Seh..  H  e  r  I  i  ii  :  (ierda  .\l.iu- 
rus  wiihiil  Herlin-Wiliiiersdorf.  llidieii- 
zollenulamin  TiJ.  Sie  ist  leilin'.  Dai.v 
Mohn-  Adresse  i-t  HeilliiCh.ii  lolli-o- 
hurn.  Kaiserdaniin  77.  —  HiiHilie  Helm 
ist  iiii^efiihr  so  .ilt.  wie  Sie  m-vihal/.t 
liaheii.  Sie  traut  einen  KüM-llernamen 
und  heiUt  rielili«  Urinitle  SchilliMilielm. 
K  1  i  s  a  h  e  t  h  M..  I.  o  n  d  o  n  :  .1.  AI. 
l'l.i.Moiirt  wohnt  Hei  lin  (  h.irlolteiiliiMn  J, 
His'marikstr.iUe    !l. 

.\l  a  d  y  Christi  :i  n  s  -  V  e  r  e  h  r  e- 
r  i  II  I.  o  t  I  e  .  M  11  II  e  h  e  n  :  .M.iily 
(  hristi.ins  lielit  alle  Hliimen.  —  \\ir 
nehmen  an.  dalJ  sie  sieh  dariiher  freuen 
wird.  —  Nein.  sie  h,it  keine  t!e- 
seh«  ister,  .null  keine  Kinder.  —  W.iiili 
der  Kilin  ,.Nur  dieli  hah"  irli  jieliehf 
ii.ich  Milnelieii  kommt,  können  «ir 
Ihnen  heute  .iiieh  iioeli  nielit  sauen.  — 
Ihre     Hildwiinsehe    sind     vcuKeinerkt. 

W.  ]).,  W  o  s  e  r  in  ü  n  d  e  :  Fred  Dii- 
ilerlein  wiirile  am  l'4.  .\pril  in  S.inkt 
.\\iild  (iclioren.  Kr  spielte  n.  a.  in 
..Hell  in  Kr.inensee'.  ...\ns  dem  'i'.ise- 
hneh  einer  Kcdiolte'.  ..NaclilloUal'. 
Sein  neuester  Kilm  ist  ..Das  ;;rNin' 
.Monokel".  —  .M.iry  Kid  niid  D.iry  Holni 
wurden  in  ILimlMir^  (cehincu.  —  Osk.ir 
.Marions  neuester  Kilm  lieilJt  ..Aufruhr 
des  JJIntes  ■'.  Ihr  liildwiinsch  soll  er- 
füllt   »erden. 

..  H  i  I  I  v  ■■  -  Y  e  r  e  h  r  e  r  i  n  1  r  m  - 
Kard  T..  M  a  «  d  e  h  ii  r  k  :  Den  Hilly 
in  dem  Dolores  ('ostello-Kilin  ..Die  elf- 
faehe  Witwe'  spielte  Willi.im  ((dlier 
jiiii.  Der  Kiinsder  ist  dureli  die  War- 
ner Hrothers  Smdios.  .ihlL'.  Siinset  Houle- 
vard.  Ilollywdod,  Kalifornien.  l'S.\.,  zu 
erreiehen. 

I'  i  I  m  f  r  e  u  ii  d  in  If  i  a  .  A\'  i  t  t  e  n  h  e  r  s  ;  Ivan  I'etro\  ich  wurde 
.-IUI  :'l.  Dezemher  in  Hiidapesi  gehören,  ist  .iher  serhischer  St.ialsaiiKehöriü- 
keit.  .Sein  iieui'ster  Film  heilJt  .,10s  niht  eine  Frau,  die  dich  niemals  ver- 
liilif.  Die  zweite  weihliche  ll.iuplrolle  in  dem  Creenhanm-I'ilm  ..Der 
tiönsIliiiK  von  Schiiuhruiin'  spielte  Vera  .Malinowsk.ija.  —  Fee  .M.iltens 
IJatti'  ist  nicht  heim  Kilm.  .Viihcres  iiher  ihn  ist  uns  nicht  hekannt.  — 
lleiir,\  Stuart  wurde  .am  1.  Fchruar  in  K.iiro  s-ehnren.  ist  aher  eimlischi'r 
Si.i.itsaii;;ehori;;kcit.  Slii.irt  tritt  zur  Zeit  im  'Ihciter  in  der  Ihdirenstralle 
in  ..'l'hc  liest  l'eople"  .-iiif.  Kr  spielt  in  eiiKlischer  .Sor.iche.  —  Ks;i'u  \on 
.lonl.in  wohnt  Herliii  AV  1.'),  IJetzenhnrKer  Sti.iLle  1'7.  Er  wurde  •■im  1!».  .März 
in  Dii\.  Xölimen,  (gehören.  • —  Hich.ird  T.iuher  ist  verheiratet.  —  Die  (te- 
n:iiinli>ii  Künstler  Keheii  \ uto<>i;imme.  —  Karten  von  den  Stars  erli;ilteii 
Sie  durch  den  VcrI.i;;  der  ..lllu-lrierlen  l'ilm»  iiche".  Herliii  SW  (is. 
Koch  Straße  fi— S. 

I,.  K..  il  a  n  n  h  e  i  m  :  Nein.  Iv.in  l'elro\icli  ist  Ihm  dem  Antoiinfill 
nicht  verletzt  worden.  Aher  die  heiden  .Moforr.idfahri'r  sind  hi'i  dem 
Ziis.ammeupr.ill  ums  l.elien  ;;ekommen.  I'etrovieli  i-t  leider  zu  .1  Mcm.iti'ii 
CefäiiKiiis  mit  |{ew;iliruii;;sfrist  ,iuf  ;!  .I.iljre  niid  l'(mm)  Mark  (Jeldstrafe 
veiiirleilt. 

Heinz  F..  H  a  r  m  e  ii  -  K  I  h  e  r  f  e  1  d  :  Die  Hildk.irle  ist  au  die 
Künstlerin    w  eilerncleilel    worden. 

M.  K.,  II  o  h  e  n  s  t  e  i  n  -  K  r  n  s  t  t  11  n  I  :  Elis.ahetli  HerRiier  wtdint 
Hi'rliii-Dahli'm,  F;ir:id;iy we^  1''.  Sic  ist  unverheiratet,  wurde  :iin  17.  .Xpril 
in  Wien  gehören  und  tci'it  .Aulourainme.  Senden  Sie  eine  üildk.irte  .in 
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wird  die  Künstlerin  im  ANinter  wieder  in  Herliii  'Ihealer  spielen.  Kin 
neuer  Film  mit  ihr  ist  his  jetzl  noch  nicht  .innekündi(;t.  D.is  ,\||er  der 
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die  Metro  -  Goldwyn  -  Mayer  -  Studios,  C'ulver  -  City,  Kalifornien.  USA.,  zu 
erreichen.  Sie  ist  ledig;,  wurde  in  Göteborg,  Schweden,  geboren,  gibt 
.Vutogramme.  Jhr  iiäelistcr  Film  ist  ein  Tonfilm  und  heißt  ..Eifersuchf. 
—  H.irry  l'iels  neuester  Film  ist  ..Sein  bester  Freund".  —  Alle  Filmstars 
Siben    .\ntut;raiiiine. 

H  e  r  m  ;i  n  ii  E.,  M  ii  n  e  h  c  n  -  G  I  a  d  b  a  e  h  :  Ihre  iJildkarte  ist  an 
die    Künstlerin    weitergeleitet    worden. 

S  i  X  t  e  11  Hearing  II,  1'  a  n  k  o  w  :  Leider  inüssen  wir  Ihnen 
s.igen.  d.iß  es  zwecklos  ist.  uns  das  lielreffende  Kild  zu  senden,  da  wir 
Filmeng.ij;ements  nicht  verinilleln.  Wir  bitten  .sie  also,  uns  das  I'holo 
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l'  r  s  u  1  .1  I..  II  e  r  I  i  n  -  W  i  I  IM  e  r  s  - 
d  o  r  f  :  Kohert  'riiieni  wolint  Berlili- 
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ilcm.irstr.iUe  (i.i.i.  Werner  Fnetterer  Ber- 
lin-Steglitz, Kleiststi.iße  i'7.  Igo  Sym 
Hcrlin-.Sihiim'herg-  Iniislirucker  Str,  1(>, 
Stuart  W Chbs  (Kalpli  (■.incy)  Hanihiirg. 
Krik.isir.iße  HS.  —  .lean  Hr.idin  befin- 
det sich  unseres  Wissens  aiigenbliek- 
lieli    in    I'aris. 

I.  y  .1  f.  S.  1!.:  I.j.i  de  Vulti  ist 
nenerdiiiKs  durch  die  Siidfilin,  Herlin 
SW  4t*.  Friedrichstraße  2ii7,  zu  er- 
leichen.  Ihr  Film  ..Die  -N'aeht  nach 
dein  Verr.if  «niile  am  Jl.  <)kt<iher  in 
Berlin     t  Marmoi  h.iu-l      ni.iufgefiihrt. 

E.  .\.,  M  .1  i  II  z  :  \\n  besten,  .sie  sen- 
den Ihr  Manuskript  in  Form  eines  so- 
geii.innten  Exposes  (1' — ;{  einseitig  he- 
sclirie helle  Schri-ihin.aschinenhlätter).  d.is 
kl.'ir  und  anschaulich  den  (i.'iiig  der 
H.'inillniig  enthalleii  muß,  :in  die 
ilr.imatnrgischen  Ahleihingen  der  Filin- 
gesellschafteii.  Wir  geben  Ihnen 
einige  .\dresseii  .•in:  l'f;i,  Berlin  SW  6H, 
Kochstr.ilje       (i — x,  X,itional,       Berlin 

SW  4N.  Friedrichstr.iße  in.  Hegewald, 
Berlin  SW  4H.  Friedrichstraße  250,  Terr.i, 
Berlin  S\V  «8,  Kochstraße  7:i,  .V.if.i, 
Berlin  .SW  4«,  Friedrichslr.aße  ii'.'l, 
Deutsche  Univers.al.  Berlin  W  «,  .M:iner- 
slraße  1^2.  Die  .M.iniiskripte  werden  je 
ii.icli  (inalität  und  nach  ilein  Kuf  des 
.\nlors  mit  llinn— lo  iioo  .M.irk  himoricrt. 
Selhslverstiinillich.  .in  guten,  braiich- 
li.ireii  Filinstoffcii  h.ilien  die  Filnigesell- 
sch.-iften    immer    Interesse. 

K  i  c  h  ,1  r  d  T  a  n  h  e  r  -  V  e  r  e  li  r  e  - 
r  i  n  ,  1,  a  u  t  a  w  e  r  k:  Kieh.ird  Tauber 
wohnt  Herlin-Schöiieberg,  Innshrueker 
str.iße  1><.  Er  gibt  -\.utogramiiie.  Vor- 
läufig wird  er  seinen  ehinesisehen 
Prinzen  im  ..Land  des  Lächelns" 
w  eilers]iieleii. 

1.   IL.  F  r  a  n  k  f  ii  r  t  a.   M.:  AI  .Tolson 
gibt   .Viitogr.unme.     .Sie    können   es   ruhig 
w.igeii,   .111   ihn   zu   schreiben.   Ks  ist  mög- 
lich,    d.iß     ,lolsnn      .inch     b.ild     eiiiinal 
Dcutschl.ind    besucht. 
F  i  1  m  f  r  e  n  n  d  i  n   E  r  ii  a    .M.    ;i  ii  s    Leipzig:    Henry   Edwards   ist 
durch    die    Elslrec-Siudios.    llersfordshire,    Engl.iiid,    zu    erreiehen.      Er    ist 
Engländer,    gibt    .Autogramme,    ist,    soviel    uns    hek,innt.    verheiratet.   —   Ob 
Erna    Aloreii;i    ein     Auto    hat,    wissen    wir   t.itsächlieli    seihst    nicht,     .sie   ist 
geschieden.   —    DiT    Ufa-I"ilin    ..AVeiiii    «In    einin;il    dein    Herz    verselienkst" 
mit    Lili.in    ILirvcy    und    Igo    S.\  m     wird     vor;iussielitlieh     noch     in     dieser 
Spielzeit    erscheinen. 

Ilse  II.  \  II  m  H  e  g  a  s  t  r  ;i  n  d  :  Die  Titelrolle  in  der  ..S.nulgräfiii" 
spii'lte  (  lirist.i  Tordy.  Sie  ist  mit  Il.irry  Liedtke  verheir.itet.  —  Gustav 
Dießl  ist  ledig.  ,l.i,  er  spielte  die  betreffende  Holle  in  dem  Film  ,,.\b- 
wege"  mit  Brigitte  Helm.  —  H.ins  Br;iiisewetter  ist  iinvcrlieir:itet.  He- 
kannte  Filme  mit  Br.insewetter  sind  ii.  ;i.  ,.l)er  Sieg  der  .Tugend",  ,,Die 
Dnrchgängerin",  ..A'erdnn".  —  .lawidil,  L:irs  Hanson  spielte  in  ..Heim- 
kehr", die  ;iiid<'re  männliclie  H.iiiptrcdle  wurde  \on  Giist.iv  Fröhlich  d;ir- 
gestellt.  —  Igo  S\  in  h.it  dunkles  H.iar  iiiul  helle  .\iigeii.  —  Käthe  von 
N'agy    ist    uinerheir.itet. 

..König  von  Berlin":  Grefe  Reiiiwald  wohnt  Herlin  A\'.  Regens- 
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Miii    ciiifiii    (IcMilsili.Mi    Arzt    i'iiiili-ckt    « iirdi-,    i;ilii]ii;i-n.     K>    diirflc  d.aliinli   „Okasa"    «irkiirli   d.i-    uiiiilici  Irot  tiiic    l'iäiiaiat   sein. 

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.\<rvfns>  SUMM   überaus   wdliltiieiul.     ri'lierrasclieiiile   Wirkiiiii;-!   Notariell  iM'sjlaiilpisile  AMcrkeiiiiiiiiiteii  von  zalilreiclieu 

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IN  -iiid  ledi;;liili  III  ri'.  fiir  l>o|ipellii  iel-l'orlo  lieiziitiiu'eii  uiiiverlaiinle  Nacliiiaiinieii  Ueiiiieii  wir  |ii  iii/.i|iiell  iiieliti. 
/ii-eiidiiii^'   di^kiei    \ei-i'hlii>>eii    diii'ili    <la>  ( leiM'i'.'i  Idepcit    iiiid    AI  lein\  ei'sa  iiil    t'iir    DiMilsilikm,! :    RadlauerS    Kronen- 

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Charlottenburg.    A  nz  «ig  e  n  verw  al  lung   Üniversum-Film  A.-G.,  Abt.  Ula-Werbefilm,   Berlin  SW68,  Kochstr.  6  8.     Kupfertiefdruck:    August  Scherl  G.m.b.H.,  berün  bW  69 


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■(. 


JffL 


^^^ 


NUMMER    45     /     BERLIN,     lo.  \0\EMRI.R    1929     /      PREIS    .,0   PFENNIG 


-JlHiHMiMmnilliWIlHIl 


\~JJlici    d/avlo    spleli  m  aeni  ^(Äjalou-cJtlm  der  One«  cJornmer-c/roaitKlion    ff^/flelodte  des  l^^ 


erssens 


DIE    ^\  o  c  H  I.  \  s  c  w  w  I  r  r    d  m  w    f  i  l  m  f  r  j:  i  n  d  e 


^ikC 


^^ 


GUSTL  STAQCK-GSTETTENBAUQ 


im  Friiz  Lan^Film  der  Ufa  „Frau  im  Mond" 


I 


Unten   links:    G.  A.  Koch    und  Fritz 
Kortncr.      Unten   rechts:    Kampf   um 
den  Platz  im  Rettungsboot 


t 


Unter  den  Frauen  am  berühmtestpn  und  bekanntesten 
Lucie  Mannheim.  Daneben  aber  als  aufstrebendes  neues 
Talent  Elsa  Borodin,  die  interessant  aussieht  und  sicher- 
lich  noch    manchmal    im    Film    hervortreten    wird. 

Genial  die  Inszenierung  der  Massenszenen,  das  Herab- 
lassen der  Rettungsboote,  die  letzten  Szenen  bevor  das 
Schiff  versinkt. 

Eine  Großtat  Ewald  Andre  Duponts,  der  sich  mit  die- 
sem Film  ein  Denkmal  in  der  Filmgeschichte  gesetzt  hat, 
weil  es  das  erste  Bild  in  zwei  Sprachen  ist,  das  außer- 
dem in  doppelter  Besetzung  gedreht  wurde,  nämlich  ein- 
mal mit  Schauspielern  aus  England  für  die  englische 
Fassung  und  dann  wieder  mit  der  Besetzung,  die  wir 
bei  uns  im  Kino  sehen. 


Unten  links:  Georg  John,  Fritz  Korl- 
ner  und  Elsa  Wagner.  Unten  rechts: 
Fritz    Kortner     und    Franz     Lederer 

Phot.  Siiillilm 


/I  l-DAS  GEHEIMNIS  DER. 


Oben  und  unten: 
Hoot  Cibson    und  Anne 

Christy 
Mitte:  Hoot  Gibson  und' 
Francis  Ford 


Es  gab  eine  Zeit,  in  der 
„ernsthafte"  Menschen  es 
für  eine  Einbuße  an  gei- 
stigem Niveau  angesehen  hätten, 
würden  sie  zugegeben  haben, 
daß  sie  an  Detektivgeschichten, 
spannenden  Abenteuern,  sofern 
sie  nicht  ,, wissenschaftlich  auf- 
gezogen" waren,  Cowboyerleb- 
nissen und  dergleichen  Gefallen 
finden. 

Solche  Bedenklichkeiten  gibt 
es  nicht  mehr;  man  weiß  heute 
sehr  wohl,  daß  die  Spannung, 
die  abenteuerliche  Begebenheiten 
im  Buch  und  im  Film  dem  Leser, 
bzw.  dem  Zuschauer  geben,  in 
dem  scharfen  Lebenskampf  un- 
serer Zeit  mehr  bedeutet,  als 
Zeitvertreib  und  Zerstreuimg. 
Deshalb  veraltet  auch  das  Genre 
der  Wildwestfilme  nicht,  die  mit 
Recht  immer  ihr  Publikum 
haben. 

Im  ,, Geheimnis  der  Höllen- 
schlucht" ist  es  Hoot  Gibson, 
-der  ausgezeichnete  Cowboydar- 
steller, der  Detektiv  ,,in  eigener 
Sache"  spielt  und  mit  Hilfe  eines 
Komplicen,  den  er  in  dem  ver- 
dächtigen Verbrechernest  unter- 
gebracht hat  und  der  dort  als 
schwachsinnig  und  daher  unge- 
fährlich gilt,  seine  Aufgabe  glän- 
zend  löst. 


Man  weiß,  daß  die  Amerikaner  solche  Filme  mit 
Schwung  und  Tempo  machen 

Das  ist  auch  hier  der  Fall.  Immer  ist  Spannung  vor- 
handen, wenn  Hoot  Gibson  den  Verbrechern  nachspürt, 
die  seinen  Vater,  den  Distriktkommissar,  feig  ermordet 


L 


haben.  Es  gibt  aufregende 
Situationen,  Verfolgungen  in 
atemraubendem  Tempo,  wenn  es 
gilt,  Mary  Lu,  ein  junges  Mäd- 
chen, aus  den  Klauen  der  Ver- 
brecher zu  befreien,  Szenen  ohne 
Pathos,  aber  mit  einem  er- 
frischenden Humor  ausgestattet, 
der  besonders  zur  Geltung 
kommt,  wenn  der  pfiffige  Hel- 
fershelfer des  jungenKommissars 
die  Gauner  so  nach  und  nach  in 
seinem  zum  Gefängnislokal  ,, er- 
nannten" Sprengwagen  unter- 
bringt. 

Hoot  Gibson,  der  junge  Cow- 
boydarsteller,  genießt  in  seinem 
Fache  mit  Recht  großen  Ruf; 
sein  reiterliches  Können,  seine 
draufgängerisch-frische  Art  ha- 
ben ihn  schnell  populär  gemacht. 

Das  nette  junge  Mädchen,  das 
durch  Zufall  in  den  Besitz  des 
Verbrechergeheimnisses  gekom- 
men ist,  wird  von  Ann  Christy 
dargestellt. 


Es  gibt  sozusagen  einen  Re- 
kord im  Revolverschießen,  um 
den  die  beteiligten  Parteien  mit 
Eifer  und  Hingabe  kämpfen,  in 
Situationen,  die  Tempo  und 
nochmals  Tempo   haben. 

Der  Regisseur  Reaves  Eason 
legt  es  darauf  an,  unsentimen- 
tal,    natürlich     und     frisch     zu 

wirken  und  die  Vorgänge  niemals  zu  einer  Haupt-  und 
Staatsaktion  aufzuplustern.  Der  Mann,  der  als  ver- 
meinthcher  Idiot  durch  den  Film  geht  und  klüger 
ist  als  mancher,  der  sich  gar  gescheit  dünkt,  ist  der 
ausgezeichnete   Charakterspieler  Walter  Brennan. 


i  / 


Oben:  Hoot  Gibson  und 

Francis   Ford 
Mille:  Anne  Christy  und 

Hoot  Gibson 
Unten:    Hoot  Gibson    in 
Heils     Gulch      auf     der 

Verbrechersuche 


Dorothy  Sebastian  mit  einem  Sprößling  des  verstorbenen  Rintintin-Konkurrenten  „Stronghearl 


Phot.  M.-O.-M. 


Die    schwierigen    Tierstars 


Brief    aus    Hollywood. 


Es  gibt  Regisseure,  die  es  grundsätzlich  ablehnen,  mit  Tieren 
zu  arbeiten,  weil  sie  ihnen  zu  schwierig  sind.  Obwohl 
Tiere  die  besten  Filmschauspieler  an  Erfolg  bei  den  Zu- 
schauern übertreffen,  weil  Tiere  eben  immer  wirken,  wollen 
doch  einige  Regisseure  nichts  mit  ihnen  zu  tun  habtn.  Und  so 
sind  die  Tierszenen,  die  ja  in  keinem  amerikanischen  Film 
fehlen,  oft  von  einem  anderen  Regisseur  als  dem  aufgenommen 
worden,  dessen  Name  für  die  Arbeit  verantwortlich  zeichnet. 
In  Los  Angeles  hat  sich  eine  Anzahl  älterer  Artisten  ange- 
siedelt, die  ihren  Lebensabend  damit  verbringen,  Tiere  filmreif 
zu  machen.  Werden  schon  die  meisten  Menschen  im  Atelier 
von  einer  Nervosität  befallen,  so  sind  es  die  Tiere  in  besonders 
hohem  Maße,  weil  ihnen  das  grelle  Licht  besonders  peinlich  ist. 
Die  meisten  Raubtiere,  die  sich  besonders  dekorativ  auf  der 
Leinwand  ausnehmen,  sind  ja  von  Haus  aus  Nachttiere,  also 
an  ganz  andere  Lichlverhältnisse  gewöhnt  als  der  Mensch,  der 
als  Augentier  ohne  Lichl  nicht  auskommen  kann,  Sie  müssen 
also  an  das  Licht  gewöhnt  werden,  an  den  Lärm  und  die  gesamte 
mit  Spannung  geladene  Atmosphäre  eines  Filmateliers.  Das  ist 
nicht  immer  leicht,  und  wo  es  angeht,  werden  denn  auch  die 
meisten  Tierszenen  in  die  freie  Luft  verlegt,  wo  die  empfind- 
lichen Geruchsorgane  der  Raubtiere  nicht  so  belästigt  werden, 
wie  es  in  einem  Atelier  notgedrungen  der  Fall  sein  muß.  In  der 
Nähe  von  Los  Angeles  hat  sich  der  alte  Raubtierbändiger  William 
Gay  seine  bekannte  Löwenzucht  zugelegt,  von  der  aus  die 
meisten  Zoos  Amerikas  mit  den  blonden  Raubkatzen  versorgt 
werden  und  wo  regelmäßig  über  hundert  Löwen  in  jedem  Alter 
zu  finden  sind.  Selbstverständlich  versorgt  Will  Gays  Löwenfarm 
auch  den  amerikanischen  Film  mit  seinen  Zöglingen,  die  von  den 
Regisseuren  nicht  selten  zu  zahm,  in  manchen  Fällen  allerdings 
auch    zu    unmanierlich   gefunden    werdtn.      Denn    die    Raubtiere, 


welche  den  Menschen  von  früher  Jugend  auf  kennengelernt 
haben,  die  erst  als  ein  allerliebstes  Spielzeug  dienten,  haben  in 
vielen  Fällen  nicht  mehr  den  notwendigen  Respekt  vor  ihm.  — 
Mit  Löwen  allein  sind  aber  Spielfilme,  deren  Handlung  in  den 
tropischen  Ländern  vor  sich  geht,  nicht  zu  drehen.  Außerdem 
sehen  Tiger  und  Leoparden  viel  filmgerechter  aus,  weil  ihr  Fell 
viel  dekorativere  Wirkungen  abgibt.  Deshalb  ließ  Lon  Chaney 
in  seinem  letzten  Urwaldfilm  drei  Tiger,  einen  Leoparden  und 
fünf  Elefanten  mitwirken.  Außerdem  brauchte  er  e-'ne  ganze 
Schar  von  Papag«;ien,  die  einen  Höllenlärm  im  Atelier  aufführten 
und  durchaus  nicht  in  das  Filmfeld  kommen  wollten,  bis  man  sie 
mit  Futter  anlockte.  Als  Kuriosum  muß  vermerkt  werden,  daß 
in  diesem  Film  auch  eine  Herde  Gänse  von  Bedeutung  ist,  und 
daß  Lon  Chaney  von  dem  Gänserich  sehr  heftig  gebissen  wurde. 
In  dem  Garbofilm  „Wilde  Orchideen"  muß  Nils  Asther,  so  will 
es  das  Manuskript,  mit  einem  Tiger  kämpfen.  Und  wenn  es 
auch  ein  gut  eingearbeitetes  Exemplar  war,  das  unter  Aufsicht 
seines  Dresseurs  arbeitete,  so  kann  man  es  Nils  Asther  glauben, 
daß  er  froh  war,  als  die  Aufnahmen  zu  Ende  gingen.  Für  einen 
in  Australien  spielenden  M.-G.-M.-Film  wurden  zwei  Känguruhs 
benötigt,  die  sich  sehr  unmgenehm  und  aufgeregt  benahmen 
und  durchaus  nicht  verstanden,  was  man  eigentlich  von  ihnen 
wollte.  Sie  hüpften  schließlich  mit  gewaltigen  Sätzen  aus  der 
Dekoration  heraus,  zertrümmerten  Lampen  und  benahmen  sich 
so  ungebärdig,  daß  man  schließlich  auf  ihre  Mitwirkung  ver- 
zichten mußte.  Dagegen  zeigte  ein  Lama  stoische  Ruhe  und 
wurde  etwas  voreilig  zum  Liebling  der  Darsteller  ernannt.  Bis 
sich  herausstellte,  daß  es  ebenfalls  seinen  Kopf  für  sich  hatte, 
denn  es  gibt  keinen  Schauspieler,  dem  es  nicht  auf  jene  Art  -«e- 
antwortet    hätte,    die    eben    einem    Lama    vorbehalten    ist. 


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i^: 


; 


MAQY  ASTOQ.   DEQ  FOX-STAQ 


Pliot.  Fox 


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I 


Clara  Bow,    die   wir    nocli  vor  drei  Jahren  als  kleine  Episodistin  im 
Lubitsch-Film  ,,Küß  mich  noch  einmal"  sahen,  ist  inzwischen  ein  Star 
geworden,  deren  Name  vor  dem  Titel  des  Filmes  auf  der  Leinwand  ge- 
zeigt wird.    Die  drolligen  Kulleraugen,  mit  denen  sie  damals,  als  wir  sie 
zuerst  sahen,   den  dicken  Luis  Wilhelm  bedrohte,   sind  ihr  geblieben,  da- 
gegen   ist   ihr  Spiel   sicherer  und  routinierter  geworden,   wenn  sie  es  auch 
verslanden  hat,  sich  von  einfach  festgelegten  Gebärden  frei  zu  halten.    Noch 
immer  ist  Clara  Bow  im  Besitze  ihres  köstlichen  Humors,    der  ganz  zwanglos 
und  leicht  ihre  Erscheinung  begleitet.   Die  Bow  ist  mehr  als  eine  erfolgreiche 
Schauspielerin    —   sie   ist   ein   Ensemble   aus  Heiterkeit,   Geschmack,   guter 
Laune,    sie    bringt    jede    Gebärde    mit    entsprechender    Heiterkeit,    unter- 
streicht ihre  puppenhafte  Erscheinung  durch  vortrefflich  gewählte  Kleider, 
die    bei    allem    Schick    eine     große   Dezenz    verraten    und    ist   wahrhaft 
eine  einmalige  Erscheinung  am  internationalen  Filmhimmel.    Das  Talent 
der  Clara  Bow   ist  so  überzeugend,   daß  es  ihr  gelingt,   selbst  schwache 
Filme  interessant   zu   machen   und   in   oft   gesehene  Situationen   einen 
neuen   Zug  zu  bringen.     In   vorliegendem  Lustspiel,   das   nach   einem 
Buch  von  Elinor  Glyn  geschrieben  und  von  dem  bewährten  Clarence 
Badger    inszeniert    wurde,     hat    die    Bow    ein     armes    Tanzgirl    zu 
spielen,   das  sich   nach   dem  großen  Leben  sehnt.     Dieser  Wunsch- 
traum   wird    von    allen    kleinen   Mädchen   in   der   Welt  mit  Zärt- 
lichkeit   gehegt,    die    aus    der    Enge    ihres    Lebens    hinauswollen 
und     sich     -jine    Existenz    ersehnen,     in    der    man     nicht     mit 
Zittern    an    den   nächsten    Tag    und    seine    Zufälle    zu    denken 
hat.      So    etwas    wurde    schon    sehr    oft    im   Film    dargestellt. 
Aber  weil    sich   dieser  Vorgang  alle   Tage   neu   ereignet,   ist 
er   für   den  Film   immer  wieder  aktuell.     Sehr  amerikanisch 
ist    freilich    der    zweite    Teil    des    Filmes,     der    die    Jagd 
nach    einer  Versicherungsprämie    zum    Mittelpunkt    hat. 
Clara,    im   Spiel   Gladys   O'Brien   geheißen,    hat   ihrem 


Photomontage  mit   Clara  Bow.    Neil  Hamilton, 
Litcille  Powers,  Harrison  Ford       P/wt  Parjmount 


L 


Bräutigam,    den     sie    für    einen    Millionär 
ein   Versicherungsagent    ist,    ohne    es    zu  w 
die    besonders    hohe   Prämie    einer   Lebens 
er   seinerseits   einem  Millionär   aufhängen   w 
und    bietet    Clara   Bow    allerlei   Gelcgcnhe 
der    besten   Seite    zu   zeigen.      Aber    um    se 
nicht     zu    denken,    daß    eine    leichte   Übe 
gestalte,    als    sie    in  Wirklichkeit    sind,    mu 
sichcrungsfimmel    wirklich    etwas    sehr   Am 
reizendsten   Laura   la   Plante  -  Filme  ;    ,,Mcin 
ähnliches   Spiel   getrieben.     Eine   Lebensve 
Spekulationsgeschäft    wie    jedes    andere. 
Spieltrieb     der    Amerikaner,     daß    sie    au 
großen  Wahlspruch   ihrer   technischen  Entw 
bevorzugen.     Jedenfalls    kennt     kein   Land 
Versicherungssystem    und    ähnlich    raffinie 
allen    Mitteln    versuchen,    reiche    Klienten 
sind   es   vielfach   Frauen,   die   sich   auf   dies 
Liebenswürdigkeit,    schlagfertige    Redcgabc 
scheinung    die    besten   Erfolge    verbürgen, 
ein    wenig    die  Jagd    ihrer    Landsmänninn 
aber    weil    sie    das    so    ganz    reizend   und 
man   ihren   Bemühungen   auch   bei   uns   übera 
Ihr  Partner    ist  Neil  Hamilton,    einer    der 
jugendlicher  Liebhaber   im   amerikanischen 
eigenartige    Form    der   Komik,     das    diskre 
witziger     Pointen    werden     ihn     schnell     b 
machen.      In    kleineren    Rollen    sind    Harr 
Gay   Oliver  recht   bemerkenswert.      Vortre 
Milieu   mit   seinen   wechselnden  Sp.inniin!; 


Photomontdge  mit  Neil  Hamilton, 

Gay  Oliver,    Clara  Bow      l^iwt  Paramoimt 


rplß'^sdä^ 


# 


Unter  den  amerikanischen  Slars,  die  in  den  letzten 
Jahren  hervorgetreten  sind,  hat  sich  Victor  McLaglen 
schnell  in  die  erste  Reihe  der  Dai  steller  gespielt.  Mit 
ihm  beginnt  die  Reihe  jener  Filmliebhaber,  die  nicht 
in  erster  Linie  durch  ihre  Schönheit,  sondern  durch  eine 
gewisse  männliche  Herbheit  wirken  und  die  den  Typ  des 
Frauenlicblings  in  den  des  Charakterdarstellers  verwandeln. 
Diese  etwas  abenteuerlichen  Gesellen  entsprechen  dem  lite- 
rarischen Geschmack  einer  Zeit,  deren  Heros  Jack  London 
ist  und  die  Gerstäcker  wieder  neu  entdeckte.  Wir  kennen 
Victor  McLaglen,  dessen  erste  Filme  nicht  zu  uns  gelangten, 
als  Escamillo  in  ,, Carmen",  wo  er  Partner  der  Dolores 
del  Rio  war,  und  vor  allem  als  Kapitän  Flagg  in  den  „Ri- 
valen". Seine  Darstellungskunst  in  diesen  Filmen  bestand 
darin,  daß  er  nicht  eigentlich  spielte,  sondern  nur  seine  Er- 
scheinung in  das  Bild  warf  und  einfach  vollkommen  unkom- 
pliziert   da   war.    Jeder   Film    wirkt    stets   um   so    echter,    je 


Oben   links:    Jane    Winlon    und  Vicior  McLaglen.     Oben    rechts: 
Ciaire    Windsor    und    Albert    Conti.      Unten:      Victor    McLaglen 
und  Clyde  Cook  r/iri    i  ,.t 


liSpttähJhsk 


Oben:     Victor    McLaglen     und    Claire    Wuidsor.        Uiilcii:      Jane 

Winton     und     Victor     McLaglen.      Unten   rechts:    Ciaire    Windsor 

und  Albert    Conti       Pho'   Frx 


niger  das  Ganze  als  Spiel  erscheint  und  je  mehr  es 
scheinend  photographierte  Natur  ist.  In  den  „Weiber- 
;chichten  des  Kapitän  Lash"  ist  es  dem  Regisseur  John 
'stone,  der  schon  seit  vielen  Jahren  für  Fox  arbeitet, 
uns  aber  noch  nicht  bekannt  wurde,  gelungen,  den 
druck  des  Unmittelbaren,  des  Umgestellten  in  jeder 
enc  festzuhalten.  Victor  McLaglen  gibt  wieder  einen 
einer  Draufgänger,  den  Oberingenieur  eines  Übersee- 
ampfers, der  für  seine  Leute  in  jeder  Situation  einspringt, 
r  den  aber  auch  die  Frauen  schwärmen,  weil  er  ein 
nzer  Kerl  ist.  Niemand  außer  McLaglen  hätte  diese 
Ue  hinreichend  verkörpern  können,  denn  sie  erfordert 
ht  nur  Forschheit,  sondern  auch  Humor,  und  zwar  einen 
satten,  breiten  Humor,  der  eine  der  Charaktereigenschaften 
dieses  Darstellers  ist.  Unter  den  Darstellerinnen  begegnet 
man  Namen  wie  Ciaire  Windsor,  Jane  Winton,  die  ifian 
bereits   aus  der  Produktion  ausgeschieden  glaubte. 


-^"^  wei  Tänze  von  erschütternder  Tragik  habe  ich  —  als 
ijfr  erste  Frau  —  auf  Bali  filmen  dürfen  Der  eine  ist  der 
Kristanz,  der  Tanz  der  Todesgöttin.  Bricht  eine  Seuche 
auf  Bali  aus,  so  suchen  die  erschreckten  Inselbewohner 
Rettung  vor  dieser  Geißel  der  Menschheit  im  Kristanz, 
Als  der  Fürst  mir  ermöglichte,  diesen  Kristanz  zu  filmen, 
sagte  er:  ,,Ich  werde  Ihnen  heute  den  grausamsten  Tanz 
zeigen,  den  wir  auf  Bali  kennen.  Ich  hoffe,  Sie  werden 
den  Anblick  ertragen  können.  Fürchten  Sie  sich  nicht  vor 
dem  Schreien  der  Männer,  sie  sind  im  Trancezustand  und 
ihrer  Sinne  nicht  mächtig.     Versuchen  Sie  so  viel  als  mög- 


u!' 


Siebenjährige    Tänzerin    im    Trancczusiand. 
Links:  Vor  einem  Gong  aus  purem  Golde  tanzen  die  schönsten  Frauen  des  Dorfes 

lieh  von  diesem  Brauch  aufzunehmen."     Ich  versprach,  mein  Bestes 
zu  tun. 

Dem  eigentlichen  Trancetanz  voraus  geht  ein  sinnbildliches  Vor- 
spiel: Vor  dem  primitiv  mit  goldenen  Schirmen  dargestellten  Palast 
des  Fürsten  erwartet  der  nie  schlafende  Wächter  des  Palastes  den 
Angriff  eines  Tier-Dämons.  Dieser  Dämon  wird  dargestellt  von  einem 
der  Fabeltiere.  Immer  wieder  versucht  der  Dämon  —  der  die  Seuche 
versinnbildlicht  —  in  den  Palast  einzudringen,  der  Wächter  aber 
wehrt  ihm  den  Eintritt.  Endlich  ruft  er  die  Diener  des  Palastes  zu 
Hilfe.  Mit  hochgeschwungenem  Kris  —  im  tiefsten  Trancezustand  — 
stürmen  diese  herein,  um  den  Dämon  zu  töten.  Dieser  ist  einstweilen 
entschlüpft  und  bewirkt  dadurch,  daß  die  Diener,  die  ihn  nicht  mehr 
finden,  gegen  sich  selbst  zu  wüten  beginnen.  Schlafend,  in  vollkom- 
menem Trancezustand,  verwunden  sie  sich  selbst  mit  ihren  Messern 
Einen  Tänzer   mußte   man   schwerverwundet   wegtragen. 

Diese  Menschen  bringen  ihre  Gesundheit  der  Todesgöttin  als  Opfer 


Wir  entnehmen  die  interessante  Schilderung  und  die  Bilder  dem  fesselnden  Buch:  ..Tiere, 
Tänzerinnen  und  Dämonen".  Mit  der  Filmkamera  durch  Bali  und  Indien  von  Lola  Krt-utibcriJ. 
Verlaj  Carl  Reissner,  Dresden. 


I 


für  die  kranken,  seuchebefallencn  Brüder  dar.  Sie 
erbitten  mit  diesem  Opfer  die  Heilung  der  Kranken 
durch  die  Todesgöttin. 

Mit  Schrecken  erinnere  ich  mich  der  Aufnahme 
dieses  Kristanzes;  das  furchtbai-e.  hysterische  Schreien 
der  Trancetänzer  klingt  mir  noch  heute  in  den  Ohren. 
Gut,  daß  man  beim  Filmen,  wenn  man  die  Szenen 
durch  den  Apparat  hindurch  beobachtet,  die  einzelnen 
Vorgänge  nicht  genau  verfolgen  kann.  Nur  dieser  Tat- 
sache verdanke  ich  es,  daß  ich  es  vermochte,  diese 
grauenvollen  Szenen  bis  zum  Schluß  aufzunehmen 
Erst  als  ich  den  Filmstreifen  auf  einer  Berliner  Lein- 


Tanz  zu  Ehren   der  Götter 
Oben:   Tempelzeremonien  auf  Bali 

wand  laufen  sah,  wurde  mir  die  furchtbare  Bedeutung  dieses 
Totentanzes  klar. 

Einem  ähnlichen  Zweck  dient  der  Trancetanz  der  Kinder. 
,, Sangyang"  genannt.  Diese  Kinder,  meist  im  Alter  von  vier 
bis  sechs  Jahren,  stellen  sich  auf  eigenen  Wunsch  freiwillig 
den  Priestern,  die  zwei  aus  der  Kinderschar  wählen. 
Die  so  zum  Dienst  der  Göttin  erwählten  Kinder  leben  bis 
zu  ihrem  siebenten  Jahr  im  Tempel  unter  der  Obhut  der 
Priester.  Droht  Krankheit  oder  sonst  eine  Gefahr  der  Insel, 
so  werden  die  Kinder  in  Trancezustand  versetzt.  Das  ist  eine 
der  qualvollsten  Zeremonien,  die  ich  auf  Bali  miterleben 
mußte  Die  beiden  Kinder  knien  am  Boden  vor  einem  Altar, 
neben  ihnen  die  Priester.  Vor  jedes  Kind  stellt  man  ein 
Räucherbecken,  aus  dessen  nie  zu  erforschendem  Inhalt  von 
Kräutern  und  Wurzeln  ein  süßlich  duftender  Rauch  ent- 
steigt. Willig  atmen  die  kleinen  Auserwähltcn  der  Götter 
diesen  Rauch  ein,  denn  im  Trancezustand  sind  sie  heilig,  und 
ihre  Berührung  soll  Kranke  heilen. 


Einzug  zum   Erauentanz 


Qualvoll  wird  der  Anblick  erst,  wenn  die  Besinnung  zu 
schwinden  beginnt  und  der  kleine  Körper  sich  gegen  das 
Gift  wehrt.  Im  beginnenden  Trancezustand  schlägt  der 
arme  Kinderkopf  immer  auf  den  Boden,  rechts  und  links 
vom  Räucherbecken  einen  Halbkreis  über  diesem  beschrei- 
bend. Das  Gesicht  verzerrt  sich  qualvoll.  Endlich,  nach 
eineinhalb  Stunden,  fällt  die  Märtyrerin  ohnmächtig  in  die 
Arme  der  hinter  ihr  sitzenden  größeren  Schwester  oder 
Freundin.  Man  trocknet  ihr  den  Schweiß  von  der  Stirne, 
man  setzt  ihr  eine  Krone  aufs  Haupt.  Ein  Frauenchor  be- 
ginnt zu  singen. 

Arme,  kleine,   heilige  Kinder  .... 


Tanz  der 
.zarten  Fürsten" 


Die  Sehnsucht  aller,  de- 
nen der  Beruf  eines 
Filmstars  als  erstrebens- 
wertestes Lebensziel  vor 
Augen  steht,  ist  wohl  ein 
,,screen  test!"  —  eine  Probe- 
aufnahme. Nun  ist  es  nicht 
nur  sehr  schwer,  überhaupt 
zu  einer  solchen  zugelassen 
zu  werden,  sondern  dann  be- 
ginnen sogar  erst  die  eigent- 
lichen  Schwierigkeiten. 

Im  allgemeinen  kann  man 
wohl  sagen,  daß  es  haupt- 
sächlich zwei  Punkte  sind, 
die  für  die  Bewertung  einer 
solchen  Aufnahme  als  Grund- 
lage dienen. 

Der  eine  ist,  ob  sich  die 
Person  gut  photographiert, 
und  der  andere,  ob  sie,  das 
heißt  ihr  lebender  Schatten, 
beim  Beschauer  einen  be- 
stimmten   Eindruck   auslöst. 

Es  kommt  nämlich  heute 
nicht  mehr  so  sehr  darauf 
an,  ob  man  sich  gut  photo- 
graphiert, sondern  ob  man 
sich  für  den  Charakter  der  zu 
besetzenden  Rolle  eignet. 
Dies  geht  mitunter  sogar  so 
weit,  daß  ein  Regisseur  nur 
auf  eine  ganz  bestimmte 
Nuance  aus  ist  und  alles 
andere  ignoriert,  mag  es  nun 
den  Gesetzen  der  Photogra- 
phie entsprechend  negativ 
oder    positiv    sein. 

Objektiv  gesehen,  geht  eine 
solche  Aufnahme  in  der  Weise 
vor  sich,  daß  die  zu  filmende 
Person  in  einem  bestimmten 
Kostüm  und  entsprechend  ge- 
schminkt vor  der  Kamera 
einige  Posen  zu  stellen  oder 
sogar  eine  kleine  Szene  zu 
spielen  hat.  Hierbei  unter- 
scheiden sich  die  Methoden 
der  einzelnen  Regisseure  sehr 
In  den  M.  -  G,  -  M.  -  Ateliers 
z.  B.,  wo  täglich  durchschnitt- 
lich etwa  zehn  Probeaufnah- 
men gemacht  werden,  geht 
der  Regisseur  Harry  Beau- 
mont  z.  B.  in  der  Weise  vor, 
daß  er  die  betreffende  Per- 
son sich  mehrere  Male  ganz 
langsam  um  sich  selber  dre- 
hen läßt.  Im  Projektionsraum 
beobachtet  er  dann  die  erhal- 


Liuio  Pavanelli  und  Liane  Haid 

Pfiot.  Bayrische 


tene  Aufnahme  ganz  genau 
daraufhin,  in  wieviel  Stellun- 
gen das  Gesicht  nicht  gut 
„kommt".  Sind  deren  allzu 
viele,  so  nimmt  er  an,  daß  es 
schwierig  sein  wird,  eine  wir- 
kungsvolle Photographie  her- 
auszuholen —  und  wieder  ein- 
mal ist  eine  Hoffnung  zu- 
schanden   geworden. 

Tod  Browning,  Lon  Chaneys 
Regisseur,  sieht  bei  einer 
Frau  zuerst  nach  dem  Munde 
und  bei  einem  Manne  nach 
den  Augen.  Ist  der  Mund 
einer  Frau  ausdrucksvoll,  so 
nimmt  er  an,  daß  der  Rest 
des  Gesichtes  ebenso  gut 
kommt.  ,,Der  Mund  ist  do- 
minierend im  Gesamtausdruck 
einer  Frauenerscheinung",  sagt 
er,  ,, während  es  bei  einem 
Manne    die    Augen    sind". 

George  Hill  hingegen  be- 
hauptet: ,,Mir  ist  die  Haupt- 
sache, ob  die  betreffende  Per- 
son genau  in  den  Charakter 
einer    Rolle    hineinpaßt. 

Man  kann  an  Hand  einer 
Probeaufnahme  niemals  mit 
Bestimmtheit  feststellen,  wie 
ein  Darsteller  sich  photogra- 
phiert. 

Dazu  kommt  noch,  daß, 
wenn  man  zu  sehr  darauf 
achtet,  wie  er  oder  sie  sich  in 
dem  Kostüm  macht,  man  sich 
auch  da  irren  kann;  da  dieses 
gewöhnlich  ohne  Rücksicht 
darauf,  ob  es  auch  sitzt, 
schnell  aus  dem  Gaideroben- 
bestand  des  Ateliers  herbei- 
geholt worden  ist.  Das  gleiche 
gilt  vom  Schminken  —  wie  oft 
ist  dies  zu  schnell  und  nicht 
sorgfältig  genug  geschehen! 
Aber  ein  Charakter,  eine  Per- 
sönlichkeit bleibt  eine  Persön- 
lichkeit —  auch  auf  dem  Strei- 
fen  eines   Probefilms!  ' 

Die  photographischc  Linse 
arbeitet  sehr  eigenartig.  Es  gibt 
hübsche  Menschen,  von  denen 
beim  besten  Willen  kein  ge- 
schmackvolles Bild  herzustellen 
ist  und  andere  mit  kleinen 
Fehlern,  wie  Gloria  Swanson, 
Norma  Talmadge  mit  großen 
Nasen,  die  auf  der  Photo- 
graphie charaktervoll  aussehen. 


^iBBie 


£/N  ROMAN     VON   STANHOPE 


3.  Fortsetzung 

Sie  suchte  eine  stark  besuchte  Konditorei  in  der  Nähe  des 
Bahnhofs  auf  und  begab  sich  dorthin,  wo  es  ihr  am  ehesten 
gelingen  konnte,  die  Kleider  zu  wechseln.  Bei  ihrem  abenteuer- 
lichen Abstieg  durch  benachbarte  Trockenböden  und  Treppen- 
häuser war  ihr  klar  geworden,  daß  sie  für  ihren  Bruder  ein- 
springen mußte.  Die  Ähnlichkeit  der  Geschwister  erleichterte 
diese  Aufgabe  etvvas.  Etwas.  Die  unüberbrückbaren  Schwie- 
rigkeiten mußten  sich  erst  später  herausstellen.  Zunächst  einmal 
half  sich  Billie  mit  ihrem  unverwüstlichen  Optimismus.  So 
sehr  lange  wird  Bill  ja  nicht  festgehalten;  dann  kommt  er  mir 
ja  nachgefahren.  Und  die 
ersten  paarmal  wird  niemand 

etwas      merken.      Abwarten,  I^HHHBHBSHHIHHHHHl 

immer  abwarten!  Und  dann  ■ 
war  sie  an  die  Veränderung 
ihres  Exterieurs  gegangen, 
hatte  der  Toilettenfrau  ve-- 
sichert,  auf  einen  Masken- 
ball zu  gehen.  Nein,  wie 
hatte  die  gelacht!  „Na, 
Fräuleinchen,  gehen  Sie  aber 
vorsichtig  hier  aus  der 
Tür  raus,  wenn  Sie  der  Ge- 
schäftsführer so  sieht,  kriege 
ich    eine    mächtige   Zigarre!" 

Auf  dem  Bahnhof  stand 
ängstlich,  wie  eine  Hühner- 
mutter, Mdme.  Kalothakis 
und  hielt  Ausschau  nach 
ihren  ,, süßen  Kindern",  wie 
sie    sagte. 

„Wo  haben  Sie  denn  Ihre 
Schwester,  Herr  Amery?" 
fragte  sie. 

Billie  bebte.  Gab  ihrer 
Stimme  alle  Festigkeit:  ,,Sie 
hat  heute  mittags  nach  Ost- 
preußen reisen  müssen. 
Nachtwache  am  Bett  unseres 
todkranken  Großvaters!!" 

„So,  so!  In  diesem  Fall 
bekommen  Sie  natürlich  nur 
500  Mark!"  Frau  Kalothakis 
war  fast  so  geschäftstüchtig 
wie    Billie. 

,,Wir  beide  werden  in 
einem  Abteil  fahren,  Herr 
Amery,  die  übrigen  Künst- 
ler haben  ihre  Plätze  vorn." 
Nicht  unfreundlich  waren 
ihre  Worte. 

Bevor  sie  einstiegen,  repe- 
tierte  Billie  noch   einmal,   wie   sie  sich  als  wohlerzogener  junger 
Mann   zu   benehmen    hatte:   Damen    Platz   machen,    zurücktreten, 
Feuer  geben  und   so   weiter  und  so   weiter. 

Die  Reise  begann.  Und  Billie  erprobte  an  der  majestätischen 
Hera  die  schönen  Talente,  die  ihr  die  Schutzgöttin  der  Bühnen- 
kunst in  die  Wiege  gelegt  hatte;  war  ihr  behilflich,  in  den 
Speisewagen  zu  gelangen  oder  die  Koffer  an  der  Grenze  vor- 
zuweisen. Und  als  der  Zug  Prag  verließ,  hatte  Frau  Priscilla 
Kalothakis  eine  für  ihre  Jahre  heftige  Neigung  zu  dem  wohl- 
gebauten jungen  Mann  gefaßt.  Das  geschah  solcherart,  daß  sie 
ihm  denkbar  freiesten  Einblick  zu  ihren  nach  ihrer  Meinung 
recht  gelungenen  Rundungen  gewährte;  daß  der  junge  Mann  so 
gut  wie  keinen  Gebrauch  von  ihrer  Großzügigkeil  machte,  ver- 
übelte sie  ihm  keineswegs,  sondern  rechnete  es  seiner  Un- 
erfahrenheit  zu.  Komm  du  mir  nach  Athen!  dachte  sie  auf 
neugriechisch. 

Im  Speisewagen  dann,  hinter  Belgrad,  als  es  schon  nicht  mehr 
so    offiziell    zuging    wie    in    dem    mitteleuropäischen    Restaurant- 


Nttchdruck  verboten 


Bealrice  Banyard  in  dem  Sprechfilm  „Hunted"        Phot.  M.-G.-M. 


wagen,  erstaunte  Billie  oder  Herr  Amery,  wie  sie  jetzt  hieß, 
über  die  Gewandtheit  und  Scherze  der  Artisten.  Einmal  mußte 
sie  sehr  an  sich  halten,  um  nicht  schreiend  auf  einen  Stuhl 
zu  springen.  Riegemann,  der  Illusionist,  verwandelte  einen 
Haufen  bunter  Bänder  in  eine  Ratte,  die  rasch  Freundschaft 
mit  Billies  Hosenbeinen  schließen  wollte.  Billie  sagte  beherrscht, 
bewundernd,  sonor:  ,,Doll!  Doli!  Mein  lieber  Riegemann,  Hoch- 
achtung!" 

Und  dann  war  man  angekommen.  Es  war  schon  recht  dunkel, 
und   alles,    was   Athen   von   verstorbenen   polnischen   Provinzorten 

zu  unterscheiden  schien,  war 
die  Tiefe  der  Löcher  in  der 
Bahnhofstraße  und  der  feine 
Staub,  der  sich  sofort  in  die 
Kleider  setzte  und  das  At- 
men erschwerte. 

Ein  alter  Omnibus  brachte 
die  Gesellschaft  ins  Zentrum 
der  Stadt:  hier  wurde  die 
Luft  reiner,  die  Straßenbe- 
leuchtung großstädtisch  und 
der  Bodenbelag  Asphalt. 
Man  überquerte  einen  Platz; 
ehrfurchtsvoll  starrte  Billie 
zwei  lichtüberflossene  Ge- 
bäude an,  die  ihr  als  Uni- 
versitäten vorgestellt  wur- 
den, und  war  gespannt  auf 
ihre  neue  Heimat,  das 
Variete    Kawkasia. 

Kalothakis'  Etablissement 
war  weit  davon  entfernt,  als 
Prachtbau  im  Geschmack  der 
neuesten  Zeit  zu  gelten;  es 
lag  in  einer  schmalen  Gasse 
und  war  ein  wehrhaftes, 
klosterähnliches  Bauwerk, 
das  sich  —  man  brauchte  nur 
die  Gasse  durch  ein  Gitter 
abzusperren  —  ganz  nach 
Belieben  vom  Leben  der 
Außenwelt  abzuschließen 

vermochte.  Wie  Herr  Kalo- 
thakis auf  die  Idee  gekom- 
men war,  in  diesem  Gebäude 
eine  Vergnügungsstätte  zu 
eröffnen,  ließ  sich  niemals 
feststellen.  Tatsache  bleibt, 
daß  ihn  Überlegungen  leite- 
ten, den  in  Athen  so  über- 
aus zahlreich  anwesenden 
Österreichern,  Ungarn,  Rus- 
sen und  seltener  Deutschen  zum  Totschlagen  der  Zeit  eine  Zu- 
flucht zu  bieten, 

Priscilla  Kalothakis  hatte  ihrem  Herzen  nachgegeben  und  Herrn 
Amery  zur  Wohnung  ein  Häuschen  angewiesen,  das  wir  weiter 
oben   schon  beschrieben   haben. 

Der  nächste  Nachmittag  war  der  Besichtigung  der  Stadt  ge- 
widmet: Priscilla  watschelte  voran,  drehte  sich  von  Zeit  zu 
Zeit  einmal  um  ihre  Achse,  ließ  ihre  Arme  ausgleiten  und  er- 
klärte die  Sehenswürdigkeit  der  perikleischen  Stadt:  Dies  ist 
das  Wohnhaus  meines  Onkels,  des  Pächters  Thukidid  Aparion! 
Das  da  die  Bäckerei  meiner  Tante  Amalfa  Pistizis!  Hier  wohnt 
Dr.  Pelleados,  der  Schwiegervater  meiner  Tochter!  Dort  liegt 
die  Villa  des  Legationssekretärs  Astamamides,  eines  Verwandten 
von  Monsieur!  Und  so  ging  es,  bis  aller  Beine  müde  wurden 
und  man  sich  in  ein  Wirtshaus  begab,  wo  es  nach  Augsburger 
Marktplatz,   Zwiebeln   und   Knoblauch  roch. 

Da  Billie  die  Umkleideräume  anderer  Bühnen  nicht  kannte, 
nur    die    ,, gelbe    Nachtigall"    zum    Vergleich    heranziehen    konnte. 


wunderte  sie  sich  nicht  über  die  Bauart  des  „Kawkasia";  fand 
nichts  dabei,  daß  die  Tür  ihrer  Garderobe  unmittelbar  auf  die 
Bühne  führte.  Sie  war  glücklich,  ein  eigenes  Zimmerchen  zu 
haben;  denn  sonst  wäre  wohl  der  Schwindel  allzubald  heraus- 
gekommen. 

Am  ersten  Abend  ihres  Auftretens  hatte  sich  eine  zahlreiche 
Zuhörerschaft  versammelt.  Es  waren  zum  allergrößten  Teil  ge- 
strandete Existenzen,  und  nur  ganz  spärlich  hielten  sich  in  den 
Logen  oder  auch  mitten  unter  den  übrigen  durchreisende  Fremde 
auf,  die  das  Leben  überall,  wo  es  sich  anbot,  zu  begrüßen 
pflegten. 

In  Billies  Zimmerchen  drangen  die  Töne  der  feurigen  Instru- 
mente. Wenn  der  Straußschc  Walzer  verklungen  war,  mußte  sie 
heraustreten  und  mit  Anilras  Tanz  beginnen,  den  sie  in  so  langen 
mühevollen  Stunden  Bill  beigebracht  und  den  sie  nun  auf  zwei 
Proben  selbst  gelernt  hatte.  Mutiger  und  frecher  als  Bill,  sah 
sie  nicht  mit  ängstlicher,  sondern  freudevoller  Erwartung  ihrem 
Debüt  entgegen. 

,,Es  wird  Zeit!"  Priscilla  pochte,  trat  ein  und  sagte,  begeistert 
in  die  Hände  schlagend:  ,. Entzückend  siehst  du  aus,  Herzens- 
junge!" Sie  hatte  schon  gleich  am  ersten  Abend  das  vertraute 
„Du"  lanciert. 

Die  Donauwellen  waren  verrauscht.  Billie  trat  zur  Tür  hinaus. 
Die  ungewohnte  Eleganz  ihres  tief  ausgeschnittenen,  maulbeer- 
farbencn  Abendkleides,  das  die  Arme  bis  zu  den  Schultern  bloß 
zeigte  und  als  einzigen  Schmuck  eine  schwarze  Rose  trug,  ließ 
die  Zuschauerschaft  verstummen.  ,,Wenn  es  mir  doch  nur  ge- 
lingt, sie  zu  täuschen",  flehte  Billie  unhörbar.  Sie  fühlte,  daß 
die  Atmosphäre  verwirrend  war,  daß  die  Männer  dort  unten 
sich  nichts  vormachen  lassen  würden,  wenn  sie  hinter  die  Wahr- 
heit kämen.  Weiß  Gott,  wie  es  ging,  ganz  plötzlich  fand  sie 
das  Mittel,  ihre  Umgebung  zu  bluffen.  Zunächst  gluckste  sie 
beim  Singen  an  falschen  Stellen  ,,ganz  versehentlich"  männlich 
tiefe  Töne  dazwischen,  unterstrich  die  Pointen  mit  weit  aus- 
ladenden Gesten  und  handhabte  ihre  Kehle  wie  ein  kompliziertes 
Instrument  mit  Meisterschaft.  Während  einer  Atempause  zwi- 
schen zwei  Vorträgen,  entdeckte  sie  Riegemann,  eine  Zigarre 
rauchend  an  einer  Seitenkulisse  stehen.  Sofort  stürzte  sie  sich 
auf  ihn,  riß  ihm  freundlich  lächelnd  die  Brasil  aus  dem  Mund, 
trat  wieder  auf  und  gewöhnte  sich  von  diesem  Augenblick  an, 
auf  eine  außerordentlich  nonchalante  Art  während  ihres  Auf- 
tretens ein  paar  Züge  aus  der  Zigarre  zu  tun.  Das  kostete  an- 
fänglich viel  Überwindung,  aber  später  gehörte  es  sozusagen  zu 
den   Beweismitteln   ihrer   Männlichkeit. 

Wer  zählt  die  Hervorrufe  die  Billie  an  diesem  Abend,  die 
Gläser  Bier  und  Flaschen  ,,Tour  la  Reine",  die  Herr  Kalothakis 
für  sich  buchen  durfte?  Wieder  angetan  mit  Bills  Hosen,  mußte 
sich  Billie  unters  Publikum  mengen,  auf  den  Boden  spucken, 
wo  die  Soucke  der  Gäste  lag,  fluchen,  wie  die  Gäste  fluchten, 
und  Geschichten  mit  anhören,  die  sie  nicht  verletzten,  weil  sie 
sie  nicht  begriff.  Sie  lachte  unmäßig  laut,  wenn  die  anderen 
gröhlten.  und  avancierte  an  diesem  Abend  zum  Liebling,  zum 
Hans  Dampf  der  rauhen  Gesellen,  die  samt  und  sonders  Deutsch 
verstanden. 

In  den  ersten  Tagen  fand  sie  Gefallen  an  dem  ungewohnten 
Leben,  aber  mählich  rettete  sie  sich  wieder  zu  sich  selbst  und 
mied  den  Umgang   mit   der  großen  Welt   im   kleinen   Raum. 

Eines  Abends  geschah  es,  daß  durch  das  Dunkel  des  Saales 
von  der  Seite  her  eine  weiße  Hemdbrust  leuchtete,  in  der  sich 
Billies  Blick  verfing.  Als  es  wieder  hell  wurde,  sah  sie  unauf- 
fällig hinüber  und  bemerkte  in  einer  Loge  einen  jungen  Herrn 
von  lebensheiterem  und  zufriedenem  Aussehen,  der  die  in  diesen 
Gegenden  unübliche  Tracht  eines  Smokings  der  kritischen  Wür- 
digung der  übrigen  Gäste  mit  Gelassenheit  zur  Verfügung 
stellte.  Es  war  Pitt  Erskine.  der  auf  eigene  Faust  einen  Streif- 
zug ins  dunkle  Athen  gemacht  hatte  und  dessen  Wandlung  von 
einem  lebensfrohen  Sanguiniker  zum  melancholischen,  eingebil- 
deten  Kranken   in   diesem    Augenblick   begann. 

Es  kam  ein  Abend,  da  sogar  die  staubige  Stadt  Athen  mild 
und  maihaft  geworden.  In  der  dumpfen  Luft  des  ,, Kawkasia" 
freilich  merkte  man  nichts  davon.  Billie,  die  sich  an  das  Smo- 
kinghemd schon  so  gewöhnt  hatte,  daß  ihr  eine  Vorstellung 
ohne  den  unbekannten  Besucher  ein  Unding  schien,  entdeckte 
eifersüchtig,    daß    die   Loge   leer  war. 

Ganz  langsam,  traurig  und  feierlich  wanderte  Pitt  Erskine  am 
Arm  seiner  Tante  kreuz  und  quer  durch  die  blühenden  und 
fruchttragenden  Zitronenplanlagcn  der  Insel  Porös.  Kanarien- 
vögel oder  Eulen  machten  pieps,  Pitt  seufzte,  und  die  Tante 
lächelte.     ,,  ,Tour  la  Reine"  ist  ein  guter  Landwein,  dort  drüben 


das,   was   man   in    Italien    Osteria   nennt,    Pitt,    und   sei    pünktlich 
zum  Abendessen  wieder  im  Hotel!" 

So  ihre  Güte  und  Rücksichtnahme  betonend,  trennte  sich  die 
Tante  vom  offensichtlich  verliebten  Neffen,  drang  nicht  in  ihn, 
sondern  gab  sich  den  Meditationen  über  die  Zusammenstellung 
eines  würdigen  Soupers  hin. 

Die  Zeit  des  Abendessens  war  schon  längst  vorüber.  Pitt 
hatte  seine  Tante  zum  erstenmal  im  Stich  gelassen  und  saß 
dumpf  brütend  vor  der  fünften  Weißweinflaschc,  starrte  melan- 
cholisch nirgend  wohin  und  kam  immer  mehr  in  Gegensalz  zu 
den  zwei  einheimischen  Besuchern  der  Schenke,  deren  göttliche 
Unbekümmertheit  sich  durch  lautes  Rülpsen  äußerte,  in  eine 
Stimmung,  die  ihm  den  Trost  des  Klosterlebens  in  schönen 
Farben   malte. 

Seine  Gedanken  beschäftigten  sich  mit  der  Genealogie  seiner 
Vorfahren;  er  fand  keine  Anhaltspunkte  für  die  Möglichkeit  der 
Degenerationserscheinungen,  die  er  an  sich  festgestellt  hatte. 
,, Hätte  ich  doch  niemals  die  verwünschte  Höhle  aufgesucht", 
warf  er  sich  vor  und  meinte  seine  Besuche  im  Variete  „Kaw- 
kasia". 

Der  Genuß  von  mehreren  Litern  Alkohol  macht  ehrlich  vor 
sich  selbst,  Pitt  gestand  sich,  ohne  rot  zu  werden,  ein,  dem 
Damenimitator  des  ,, Kawkasia"  während  der  Zeit  seines  Auf- 
tretens ein  mehr  als  gebührliches  Interesse  zu  schenken,  ein 
Interesse,  das  geradezu  krankhaft  war.  Dabei  lag  ihm  nichts 
daran,  den  Mann  kennenzulernen.  Im  Gegenteil.  Allabendlich 
in  der  Loge  zu  sitzen  und  beim  Auftritt  die  Überlegung  auszu- 
schalten, daß  die  Künstlerin  ein  Künstler  sei,  das  ging  noch  an, 
obgleich  ihn  dieser  Zustand  zermürbte.  Aber  eine  Bekanntschaft 
würde  sicherlich  enttäuschen.  Das  wäre  vielleicht  indessen  gar 
das  Mittel  — ?  Pitt  beschloß,  sich  seiner  Tante  zu  offenbaren. 
Mit  dem  Mut,  den  der  Wein  verleiht,  erhob  er  sich,  zahlte  und 
ging  zur  Dampffähre,  die  schon  längst  ihren  Betrieb  eingestellt 
hatte. 

Holt  eine  Landkarte  hervor  und  sucht  einmal  die  Insel  Porös 
auf  der  Seite  der  Balkanhalbinsel!  Das  Eiland  liegt  nicht  allzu 
fern  vom  Piräus;  aber  mit  einem  Ruderboot  die  Fahrt  durchs 
Ägäische  Meer  zu  machen,  ist  ein  Zeichen  von  Trunkenheit  oder 
Wahnsinn  und  hat  mit  Mannesmut  nichts  zu  tun.  Es  sprang  eine 
Brise  auf,  fegte  die  Wolken  vor  den  Mond,  und  bei  Morgengrauen 
landete  Pitt  einigermaßen  zerschlagen  und  mißmutig  in  der 
Hauptstadt. 

Tante  Philba  hatte  nach  der  ermüdeten  Arbeit,  welche  die 
kunstvolle  Erledigung  einer  Truthahn-Galantine,  einer  Kalbszunge 
mit  Schneckenragout,  eines  Viertels  tschechoslowakischen  Fasans, 
den  winzige,  aber  schmackhafte  Wachteln  umgaben,  beansprucht, 
beim  türkischen  Kaffee  noch  eine  Stunde  auf  ihren  Neffen  ge- 
wartet, war  dann  besorgt  ins  Bett  gegangen  und  rasch  und  gut 
eingeschlafen. 

Am  Morgen  dann,  beim  Frühstück,  geschah,  wovon  der  Beginn 
dieses  Kapitels  plaudert:  Pitt  hatte  den  Mut  zur  Beichte  ver- 
loren, die  scharfsinnige  Tante  Zusammenhänge  geahnt  und  dem 
Jungen  noch  einmal  Gelegenheit  zur  erquickenden  Einsamkeit 
gegeben.  Als  Pitt  beinahe  zu  spät  zum  Ausflug  nach  Phaleron 
kam,  stand  ihr  Vorsatz  fest,  Neugier  aus  Herzensgüte  zu  üben. 
Der  Ausflug  begann. 

Bequem  zurückgelehnt,  musterte  Tante  Philba  vom  Auto  aus 
die  griechische  Landschaft,  legte  den  Zeigefinger  an  die  Nase, 
sah  den  fischstummen  Pitt  scharf  an  und  fragte:  ,, Meine  Gesell- 
schaft ist  kein  Vergnügen  mehr,  was  Pitt?" 

,,Aber  Tante  —  !"  angstvoll  zerstreut  klang  das. 

„Amerika  ist  das  Land  der  guten  Freundschaften,  Pitt.  Wir 
beide  waren  die  besten  Freunde,  die  besten  Freunde  Amerikas, 
also  die  besten  Freunde  der  Welt.    Pitt,  ist  das  noch  so?" 

,, Natürlich,   Tante!" 

,,Ist  das  wirklich  der  Fall?  Dann,  Pitt,  um  ganz  offen  mit  dir 
zu  sein,  glaube  ich,  daß  du  der  schlechtere  Kamerad  bist.  Mit 
geschlossenen  Augen  sieht  man,  daß  dich  was  bedrückt.  Wahr- 
scheinlich ein  Frauenzimmer  — .  Unterbrich  mich  nicht!  Du 
brauchst  mir  nur  anzudeuten,  daß  du  meine  ernstliche  Sorge 
nicht  willst,  und   ich    werde   den   Mund  halten." 

Pitt  schien  erregt:  ,, Tante,  laß  anhalten,  ich  zerspringe  sonst, 
ich  will  dir  alles  erzählen,  wollte  es  ja  gestern  schon,  ich  hab 
es  nur  nicht  übers  Herz  gebracht.  Wenn  du  magst,  wollen  wir 
ein  paar  Schritte  gehen." 

Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des     ,,  F  i  1  m  -  M  a  g  a  z  i  n".     Berlin    SW  68,    ZimmerstraBe    35 — 41 
Scherlverlag,     Antwort  erfolgt  nur  im  ,. Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  M.inii- 
skript.ingclegenhoiten  bitten  wir  folRCndcs  zu  beachten:  Jeder  .Xnfr.ige  i-l 
Rückporto  bciziifiipen.  Jede  Ein.sendung  eines  Jlaniiskripts  zur  I'riifiini; 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  voa  2—3  Schreibm.-ischinensoitcn 
sind  zur  EiiisiMiduns  .in  die  Filiiiinduslrie.  Regisseure  usw.  geeignet.  Ktir 
Verlust  der  eingesandten  .Manuskripte  kann  keii\e  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  .soll  der  Verfasser  nur  Durchschlage  senden,  von 
handgeschriebenen    .Sendungen   (leserlich)    eine    Abschrift    zuriickbeh.iltcn. 


rill,    das    Urebiiin'h    zu    den    .,Nilic>luiigeir-  js( 


Herbert    Kawlinsons   .Adresse   ist    I7;i:i, 
rnien.   (".SA.     Ja,  er  gibt   .\utogr;ininie. 


\V  alter    I,.,    \V  i  e  n  :     X 
nicht    im   Druck   erschienen. 

Christ.!    V.    H.,    .M  (1  n  c  b  e  n 
Ilighland   Street,    I,(ps   .Vngeles.    K.ilif 

F  i  I  ni  f  r  e  u  n  d  O  s  w  a  I  d  M.. 
Frankfurt- Oder:  Enrico 
Benfer  ist  Italiener.  .Seiu  näch- 
ster Film  heißt  ..Der  Hund  iler 
Drei"  mit  Jennv  Jugo  in  der 
Hauptrolle.  —  flifford  Mcl.ag- 
len  ist  Engländer.  Er  spielte 
kürzlich  eine  H.iuptrolle  in  dem 
neuen  C'onr.id  Vcidt-Kilm  ..D.is 
I,and  ohne  Frauen',  —  Iwan 
Kowal  -  Sainborski  siiielt  augen- 
blicklich in  .Sprengli.igger  l"lir. 
Sie  haben  recht,  in  dein  ge. 
nannten  französischen  Film  sjiiclr 
Jean  Weber  die  FlaupiroUc.  — 
Hans  Stüwc»  Partnerin  im 
., Schinderhannes'  war  l.iss.v 
Arna.  —  Giist.i  ?'knian  filmt 
augenblicklich  nicht.  somlern 
tritt  in  Stockholm  bei  der  Sprecb- 
biihne    auf. 

A  e  n  n  e  E.,  K  «i  1  n  -  X  i  p  ■ 
p  e  s  :  Fred  Louis  I.erch  wohnt 
Berlin  W,  Regensburger  Str.  U. 
Er  ist  ledig  uml  gibt  Autogramme, 
—  Nein.  Edith  I'osca,  die  Gattin 
Lupn    Picks,    filmt    nicht    mehr. 

N.  n..  S  a  g  a  n  :  Henr,v  Ed- 
wards ist  in  England  tind  am 
besten  durch  die  Elsiree-Studios. 
Hersfordshire  (England»  zu  er- 
reichen. Edith  Edwards  ist  nicht 
mit  ihm  verwandt.  So  viel  uns 
bekannt,  ist  der  Künstler  ver- 
heiratet, Henr.v  Edwards  spielte 
außer  in  den  genannten  Filmen 
noch  im  ..Faschingskönig",  .,EiM 
Mädel  und  drei  Clowns"  und 
„I.ord    Bluff. 

Filmwdlfchen.  Ber- 
lin-Wilmersdorf: Sie 
haben  schon  recht.  Bebe  Daniels 
ist  ihrer  tollkühnen  Sensationen 
wegen  in  .Vmerika  .,der  weib- 
liche Fairbanks"  getauft  wor- 
den. Die  bekanntesten  Bebe  Da- 
niels-Filmc  sind  ..Eins  —  zwei  — 
drei  —  los!",  ,.Dic  Tochter  des 
Scheichs",  ,,Sennoriia",  ..Das 
Mildel  mit  der  Kamera".  —  Char- 
lie Chaplin  filmt  seit  rund  15 
Jahren.  Seine  ersten  2-  bis  ."- 
Akter-Grotesken  waren  n.  a. 
„Chaplin  als  Sträfling",  ,, Chap- 
lin als  Rollschuhläufer",  ,.Die 
Chaplin-Quelle".  —  Ob  Harr.v 
Piel  im  Leben  auch  so  kühn 
und  Siegfried  .\rno  so  drollig  ist 
wie  in  ihren  Filmen?  Schon 
möglich!  —  Jawohl,  Lilian  Har- 
vey  und  Brigitte  Helm  sind  so 
alt,    wie    Sie    denken.     Wir    entp- 

fehlen,   Lilian    Harvey    schriftlich  , 

um   ein   .\ulogramm    zu    bitten. 

Karl  T.,  .S  a  g  a  n  :  Wir  nennen  Ihnen  hiermit  die  größten  ame- 
rikanischen Filmgesellseb.iften;  Paramount  -  Famous  -  Lasky,  Mciro  -  (iold- 
w\n-Mayer,  Fox,  Warner  Brothers,  rniversal,  First  Xational.  Iniled 
.Xrtists.  —  Die  .\nierikaiier  honorieren  ein  Filnimanuskriiit  mit  Inno  bis 
20  000  Dollars.  Das  hängt  g.iiiz  von  iler  Qualität  des  M:inuskripl>  und 
von  dem  Ruf  des  .\utors  ;ib,  Cnverlangte  Jlanuskriptcinscndungcn  .in 
amerikanische  Firmen  sind  .ibsolnt  zwecklos.  Sie  werden  laut  Verein- 
barung der  Prodiiktionsrirmen  nicht  gelesen,  um  Pl.igi.itbcsclinldiguiigeii 
keinen    (!rund    zu    geben. 

(Gertrud  W.,  Kerlin:  Die  männliche  Haniitrolle  im  ,, Untergang 
des  Hespems"  spielte  Frank  M.irion.  Er  ist  durch  die  l',I).C.-<le  .Mille- 
Film.  Xew  York,  I'S,\,,  zu  erreichen.  Ein 
ler  ist  bis  jetzt  niicb  nicht  angezeigt.  — 
und    Imre   R.id.iy    sind   .•iiisgerichtet. 

I<  11  c  i  a  n  o     ,\  I  b  e  r  t  i  n  i  -  F  r  e  u  n  d  , 
tini    ist   am    besten    «lurch    die    Aaf;i.    Berlin 
erreichen.      Ja,    er    .irlieitct    schon 
gibt   Autograninie.      Er    wurde   am 


neuer    Film 
Ihre    (Jrüßc 


mit 
,'in 


diesem    Kiir.sl- 
Willy    Frilscli 


war     früher 
zum   Film. 


\  a  c  h  e  n  :      l.iicianu    Alber- 
SW  48.    Friedricbstr.iUe    22.3.    zu 
wieder    ;m    einem    neuen    Film.    Albcrtiiii 
1(1.   Xovember   in   Lngo  (Italien)   geboren. 
Malrose,     dann     M.irincturnlehrcr     und     kam     im    Jahre    1916 


E  1  I  .1  1',.  H  e  r  I  i  n  :  Werner  Fneilercr  wobnl  Merlin-Steglitz,  Kleist- 
slriiUe  27.  Er  filmt  seit  fünf  bis  sechs  Jahren,  Seini-  ersten  Erfolge 
li.itte  er  in  den  ..W  iskottens  '.  ..Knbiiike ",  ..Ich  li.ib'  mein  Herz  in  Hei- 
delberg verloren":  später  k;imcn  Filme  wie  ..Fiirst  von  l'appcnbeim". 
...\ni  Rinlesheiiiier  Schloß  steht  eine  Linde".  ..D.is  (;irl  von  iler  Revue", 
..til.inz  und  Elend  der  Knrtis.inen".  ..Das  Fräulein  von  Kasse  12".  ..Die 
tolle  Komteß".  ..W()cbenenilbr;iut  '.  —  Oskar  .Marion  wohnt  Berlin  W. 
Kurfürstend.imni  lin.  l.il  H.igover  Hcrlin-AVcsteiid,  .\rys-.\llee  4,  Stn.irl 
Welilis  iR.ilph  C.iin-y)  Il.imburg.  EriU.istr.ilie  12r..  H.uis  .\lhers  Berlin  W. 
Lennestr.ille  7.  —  Elg.i  Brink  li.it  am  2.  .\piil  (iebiirlstag  nml  uolinl 
Merlin  W  ."lO,  l'r.iger  Slralie  ;il,  Il.ins  Br,iiisew  etlers  .\dresse  ist  Kerliii- 
Charlottenburg.  Sour.sir.ißc  77.  Er  bat  ;iiii  27.  M.ii  tielnirtst.ig,  .I.iwolil. 
Brausewetter  haf  noch  eine  .Schwester.  Ren.ile  Hi.niscu  etlcr.  die  ebeii- 
f.ills    bei    der    Sprechbüliiie    und    beim    Film    ist. 

F  r  1  t  s  c  h  -  \  e  r  e  li  r  e  r  . 
I.  u  ■/.  e  r  n  :  Willy  Fritsch  ist 
Heulsclier  niiil  wurde  in  K.itto- 
w  itz  geboren.  Er  kam  über  ilii' 
Siireilibiiliiie  /um  Film.  Zu  sei- 
nen .illerersten  Filmen  geboren 
..Stolze  Fr.iiien"  mit  Viggo  L:ir- 
sen  und  Evi  Ev.i  in  den  H.iiipl- 
rolleii.  Wagen  sie  nur.  .-in  Fritscb 
zu  scbreilieii.  Er  wird  es  Ihnen 
bestiniint  nicht  ..übelnebtiien".  — 
Filiiipostkarten  erh.illen  Sie  in 
jeder  großen  l'apierliandinng  odi'r 
auch  durch  den  Verlag  der  ..II- 
liistri(>rteii  l'ilnnvoche".  Berlin 
S\\'  fis.  KocIistr.iBe  6-8.  —  Jennv 
.Ingo  gibt  .\iitogr.imme.  —  Alit 
Enrico  Henfer,  —  sie  h.iben  recht, 
l.iiigi  Ser\enli,  der  die  betref- 
femle  Rolle  in  ..(ieheimnis  von 
Genf"  gespielt  hat.  wirkte  ■•lucli 
in  ..Erotik"  mit,  —  Sie  dürfen 
Fragen  stellen,  so  oft  es  Ihnen 
gefällt. 

Franz  X..  L  u  d  w  i  g  s  h  a  - 
f  e  n  :  Filme  mit  ähnlichen  Ti- 
teln, wie  Sie  angaben,  gibt  es. 
7..  B,  ...iiigendsündeii".  ...Tugend- 
tragiidie".  ..Kevolutioii  der  Ju- 
gend" nsw.  —  .\ni  besten,  sie 
senden  Ihr  M.inuskripi  unmittel- 
bar an  die  dr.iniatiirgiscben  .\b- 
teiliingcn  der  Filmgesellschaften, 
\Vir  nennen  Ihnen  einige  be- 
kannte Firmen,  an  die  Sie  sich 
wenden  können:  Ufa.  Berlin 
SW  B8,  Kochstraße  6-8,  Aaf.i. 
Berlin  SW  48.  Friedrii'hsir.  22.T. 
X.itional.  Berlin  S\V  48.  Fried- 
richstraße 10.  Deutsche  Univer- 
sal. Berlin  W  8.  .Mauerstraße  82. 
Hoin-Filni  .\,-G,.  Berlin  SW  48. 
Friedriebstraße  22.'>.  Hegewald. 
Berlin  SW  48.  Friedrichstr,  2.50, 
>I  o  s  j  u  k  i  n  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n, 
Castrop-Rauxel  :  Iw.in 

Mosjnkin  wohnt  Berlin  W.  Kur 
fürstendamm  19,'),  Sie  erreichen 
ihn  unter  dieser  ,\dresse  he 
stimmt.  Wir  glauben  sicher,  daß 
er  Ihnen  ein  .\ntogramm  senden 
w  ird. 

F  i  1  ni  s  c  h  w  ä  r  m  e  r  ans 
H  a  gen:*  Cilly  Feindts  .\dresse 
ist  Berlin  SW  48.  Friedrichstr. 
Nr.  246.  —  .\nny  Ondra  ist  durch 
die  Hom-Film  .\.-G..  Berlin 
SW  48.  Friedrichstraße  225.  er- 
reichbar. —  Cilly  Feindt  gibt 
Autogramme  und  ist  ungefähr  so 
alt.    wie    Sie    geraten    haben, 

E  d  y    F,.    D  i  f  f  e  r  d  i  n  g  e  n  : 
Ein     .Nlonatsalionnement     auf     das 
..Film-Magazin"    kostet    t.7ö    M. 
D  o  u  g  1  ,a  s   F  a  I  r  b  a  n  k  s  -  V  e  r  e  h  r  e  r  ,     Berlin:     Douglas    F:iir- 
banks    wurde    am    2.'?.    Mai    in    Denver    geboren.      Es    slininit.    F.iirbanks    be- 
findet  sieh    mit    seiner   ti.ittin    Mary    Pickford    augenblicklich    in    P.iris,      J.i. 
er    gibt    .Vutogramme.    —    Harry    Piels    neue    .Adresse    ist    Herlin-Charlotteii- 
liurg,    Kaiserdamm    77.       .Sie    haben    recht,    Piel    ist    mit    Dary    Holm    verbei- 
i.itet.  —  Janet  G.iynor  li.it  sich  kiirzlich   mit  dem  amerikanischen   Millionär 
l.jdell    Peck    vermählt. 

M.  W,,  H  e  i  1  1)  r  o  n  n  :  Iler  Carl  Boese-F'ilm  ,. Unter  der  Laterne" 
wurde  im  \origen  J.ihre  in  dem  X.itlonal-Film-.Vtelier,  Tempclhof.  ge- 
dreht. Auch  die  .Vußcn.infnalinien  wurden  in  und  iini  Merlin  gedreht. 
Neben  Lissy  .\riia  spielten  M.itllii.is  Wiemaiiii.  P.inl  Heideni.inn,  Käthe 
lla,ick,  Hubert  von  .Meyerink.  Gerhanl  D.inini.iun.  Carla  Bartheel  und 
,\I.ix  .Maximili.in.  —  Die  letzten  Filme  mit  Lissy  .\rii,i  waren  ..Die  A  er- 
fiihreriii"  und  ..Jenseits  der  Str.iße".  Die  Künstlerin  ist  ungefähr  so 
all.  wie  Sie  geschätzt  haben.  Sie  wurde  in  Berlin  geboren.  Lissy  .\rn.i 
ist    nicht    bei    der    Sprechhiibne.       l'ngefähr    sechs    Jahre    beim    Film. 

F  i  1  m  f  r  e  n  n  d  i  n  Hertha  v  o  m  R  h  ein:  Jaw  obl.  Greta  Garbo 
ist  Schwedin.  Ihr  richtiger  X;ime  ist  Greta  Gustavson.  Die  Künstlerin 
ist  am  besten  durch  die  Metro-Goldwyn-Mayer-Studios,  Culver-City,  Kali- 
fornien,   US.A.,    zu    erreichen. 


Vx  fetten 


waren 
am  Kamin  verplauderte  Stunden  das  Vorrecht 
hochgestellter  und  begüterter  Kreise.  Jetzt 
bringt  der  Protos-Strahlkamin  für  wenige  Mark 
überallhin  freundliches  Behagen  und  zuverlässi- 
gen Schutz  gegen  gesundheitschädlicheTempe- 
raturschwankungen.  In  den  Übergangsmonaten 
ersetzt  er  die  Hauptheizung,  im  Winter  bei  sehr 
starkem  Frost  gibt  er  zusätzliche  Wärme  ab. 

Drei  Größen  zu  M  15,60    M27,-    M39,- 


SIEMENS-SCHUCKERT-ERZEUGNIS 


U.  P.,  Berlin:  Olat  Fönss  wohnt  Kopenhagen,  St.  KnudsTey  26. 
Er  wurde  am  17.  Uktober  in  Kopenhagen  geboren,  ist  verheiratet  und 
tragt   seinen   richtigen  Kamen.      Er   kam   von   der   .Sprechbiihne   zum   Film. 


,Uie  l^ebens- 
seltsame  \'er- 


Fönss  spielte  u.  a.  im  ,, Indischen  Grabmal'',   ..Humuiiculus 
lüge",   „Ich  lebe   für  dich".      Sein  nächster   Film   heiUt   ,,l)ie 
gangenheit   der   Thea    Carter". 

V  e  i  d  t  -  1^  e  d  e  r  e  r  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,  Mannheim  :  (ierda  .Mau- 
rus  wohnt  Berlin-Wilmersdorf,  Hohenzollerndamm  52,  Elga  Hriiik  Herlin 
W  50,  Prager  Straße  31.  —  Wir  haben  den  Künstler  an  die  fälligen  Auto- 
gramme erinnert.  —  Wir  glauben  sicher,  dali  Conrad  Veidt  Jhrcii  Wunsch 
erfüllen  wird.  Wagen  Sie  nur,  ihm  zu  schreiben.  —  .lawohl,  ,, Illusion  ' 
ist  mit  dem  genanuleu  Film  identisch.  —  Tom  Tyler  wohnt  in  Beverly- 
Hills,  Hollywood,  Kai.,  IJ.S.\.  —  Matthias  Wiemanns  Adresse  ist  Berlin, 
Bonner    StraOe    55. 

J  o  s  i  Z.,  W  e  r  d  a  u  :  Elga  Brink  wohnt  Berlin  W  5U,  Präger  Str. 
Xr.  .Sl,  (ierda  Maiirus,  Berlin-Wilmersdorf,  Hohenzollerndamm  52,  Fee 
Malten  Berlin-Halensee,  Nestorslratie  bä,  Mady  Christians  Berlin-Chaa-Iot- 
teiiburg,  JlismarckstraUe  67,  Henry  Stuart  Berlin  W,  l'assauer  Str.  17, 
Harry  Halm  Berlin-Halensee,  Cicerostraüe  57,  Hans  Stiiwe  Berlin-Halen- 
see, Paulsborner  StraUe  9,  Paul  Richter  Berlin  W  5t),  Tauentzienstraüe  lU. 
Lilian  Harvey  ist  seit  fünf  bis  sechs  .lahren  beim  Kilm.  —  Camilla  Hörn 
ist  am  besten  durch  die  National,  Berlin  .SW  48,  Friedrichstraße  10,  z" 
erreichen.      Die   genannten   Filmstars   geben   alle    .Autogramme. 

Harry  T.,  Lübeck: 
Douglas  Fairbaaks  und  Kich 
Talmadgc  wohnen  in  Bcver- 
ly-HiUs,  Hollywood,  Kalifor- 
nien, USA.  —  Eddie  Polo  ist 
durch  die  Deutsche  Universal, 
Berliu  \V  8,  Maucrsiraße  82, 
Aiiny  Undra  durch  die  Hoin- 
Filni,  Berlin  S\V  4»,  Friedrich- 
straße 225,  zu  erreichen.  — 
Paul  Wegener  wohnt  Berliu 
Vi  aö,  Am  Karlsbad  2.  —  Ja- 
wohl, auch  Wegener  gibt 
.-Vutugramme. 

T  u  t  t  1  F  r  u  t  t  i  ,  W  a  i  d  - 
mauuslust:  Paul  Kich- 
ters  Adresse  ist  Berlin  W, 
TauentzienstraUc  lü.  Richter 
spielte  in  folgenden  Filmen: 
,,Üas  indische  Grabmal ',  ,,Der 
Henker  von  St.  Marien",  „Dr. 
Mabuse",  „Die  Mibelungen", 
„Pieiro,  der  Korsar",  „Dag- 
fiu,  der  Schueescbuhlaufer", 
,, Schwester  Veronika",  „Der 
König  der  Mittelstürmer", 
,,Die  Frau  im  Talar ", 
„Schnceschuhbauditen".  — 
Nils  Asther  ist  durch  die  Me- 
Iro  -  Ooidwyn- Mayer -Studios, 
Culver  -  City,  Kai.,  U»A.,  zu 
erreiclien. 

Kurt  K.,  Clausthal- 
Zellerfeld  :  Lilian  Har- 
vey filmt  seit  7—8  Jahren.  — 
Wenn  Sie  Filmoperateur  wer- 
den wollen,  so  wenden  Sie 
sich  am  besten  einmal  an  den 
Klub  der  Kameraleute,  Ber- 
lin-Steglitz,   Feuerbachstr.   21. 

Günter  B.  aus  C  h  a  r  - 
I  o  t  t  e  n  b  u  r  g  :  Clara  Bow 
ist  durch  die  Paramount-Fa- 
inous  -  Lasky  -  Studios,  Holly- 
wood, Kai.,  USA.,  zu  errei- 
chen. 

Henny  Porten -Ver- 
ehrerin, Zürich:  Der 
nächste  Henny  Porten  -  Film 
heißt  ,,Die  Herrin  und  ihr 
Knecht".  Nein,  soviel  uns 
bekannt  ist,  hat  Henny  Por- 
ten keine  Kinder.  Dir  Vater, 
Franz  Porten,  lebt  noch.  Die 
Künstlerin  spielt  (>eige,  nennt 
alle  Blumen  ihre  Lieblinga- 
blumen  und  kann  auch  Eng- 
lisch und  Französisch  spre- 
chen. Henny  Porten  filmt  seit 
20  Jahren.  Ihren  Lieblings- 
schriftsteller kennen  wir  nicht. 

A.  H.  P.,  Braun- 
schweig:  Seeta  Devi,  die 
in  dem  Himansu  Rai-Film 
„Schicksalswürfel"  die  weib- 
liche Hauptrol'e  gespielt  hat, 
ist  Inderin. 

.Mannheimer    G  c  o  r  g  i  :     Betty    Aniann 
Mny-Film   ,, Asphalt".   Unseres   Wissens   trägt   sie 
Ihr    nächster    Film    ist    ,,Der    weiße    Teufel"    mit 
Titelrolle.  —   Sie   haben   recht,   Werner   Fuetterers 
der  Revue"   war   Dina  Gralla.  —  Ramon   Novarro 
.Melro-GoIdwyn-.Maycr-Sludios.    Culver-City,    Kai., 
wurde    am    6.    Februar    in    Durango    (.Mexiko) 
gibt   Autogramme.      Sein   richtiger    Name    ist 
wurde   im   Jahre    1921    durch    Rex   Ingram 
Brigitte    Helm    besitzt    ein    Auto.       Sie 
men:     ,, Metropolis",    ,, Alraune",     ,,I)ie 
Liebe  der   Jeanne   Ney",   ..An 


Anni  Ondra  beim  Morgentraining 


debütierte    in    dem    Joe 

keine   Perücke   im   Film. 

Iwan    Mosjukin    in    der 

Partnerin   im    ..Girl   von 

ist  am   besten   durch  die 

USA.,    erreichbar.        Er 

geboren,    ist    unverheiratet, 

Ramon    Samoniegns.   Novarro 

zum    Film   gebracht.    —   Jawohl, 

spielte    bis    jetzt    in    folgenden    Fil- 

Jacht    der    sieben    .Sünden",    ,.l)ie 

Rande   der   Welt",    „.Abwege",    ..Skandal    in 


Geld    -    Geld",    ,,T)ie    wunderbare   Lüge    der   Nina 


Baden-Baden",    ,,Gcld    - 
Petrowna",    ..Manolcscu' 

E.,  Königsberg:  Edith  Meinliardt  und  Dalsy  d'Ora  sind  am 
besten  durch  die  Hom-Film  A.-G.,  Berlin  SW  48.  Friedrichstraße  225, 
Helen  Sieels  durch  die  Strauß-Film,  Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  2:i, 
-Nlarion  Davics  durch  die  Melro-Goldwyn-Mayer-Stiidios,  Culver-City,  K.il., 
USA.,   zu   erreichen.   —   Hilrta   Roschs  Adresse   ist    Berlin   NW  l.t,   Agricola- 


A  n  n  y  M.,  Dresden:  Sie  haben  Ihre  Wette  gewonnen,  das  Bild 
stellt  Dita  Parlo  dar.  Es  ist  Ihnen  inzwischen  zugegangen.  —  Wilhelm 
Dieterle  hat  am  15.  Juli  Geburtstag.  —  Ihr  Wunsch  ist  vorgemerkt.  — 
l^ilian  Harveys  nächster  Film  heißt  ,, Liebeswalzer",  der  nächste  Film 
mit  Lien  Deyers  betitelt  sich  „Das  Donkosakenlied".  Fred  Louis  Lerch 
erschien  kürzlich  als  Partner  Liane  Haids  in  dem  Film  „Schwarzwald- 
niädcl".  Grit  Haid  spielte  eine  Hauptrolle  in  dem  neuen  Harry  Piel- 
Film  „Sein  bester  Freund"'.  —  Wir  empfehlen,  noch  einmal  an  Ivan 
Petrovich  zu  schreiben.  Vielleicht  haben  .Sie  das  nächste  Mal  mehr 
Glück. 

Gert  S.,  Delitzsch:  üb  Brigitte  Helm  ihren  diesjährigen  Soui- 
incrurlauh  in  Bischoffsgrün  im  Erzgebirge  verlebt  hat,  wissen  wir  leider 
auch   nicht. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  Paul  N.,  K  a  m  c  n  z  :  Maria  Forescu  ist  Deutsche, 
Ren(''e   H^rihel   Französin.   —  Nita    Naidi   filmt   augenblicklich    nicht. 

1.  R.,  F  r  a  n  k  f  u  r  t  /  M  a  i  II  :  Charles  Farrell  wurde  in  Cape,  Cod, 
geboren,  ist  unverheiratet,  gibt  Autogramme.  Näheres  aus  dem  Leben 
des   Künstlers  können   wir   Ihnen   im  Augenblick   nicht   sagen. 

H.  N.,  Berliu:  Eva  von  Berne  wohnt  Berlin-Grunewald,  Hubertus- 
allee 1.3.  Sie  wurde  in  Wien  geboren,  ist  ledig,  gibt  Autogramme.  Eva 
\on  Berne  filmt  erst  seit  kurzer  Zeit.  —  Gerda  Maurus  ist  ebenfalls  un- 
verheiratet, widint  Berlin-Wilmersdorf,  Hohenzollerndamm  52,  und  wurde 
am  25.  August   in  Zagreb,   Kroatien,   geboren. 

,,Links  der  Isar  — 
rechts  der  Spree":  Ja- 
wohl, von  dem  Ufa-Film  ,,Der 
Bund  der  Drei"  werden  wir 
Bilder  bringen.  —  Die  Künst- 
ler waren  damals  schon  ver- 
heiratet. —  Käthe  von  Nagy 
hat  rotbraunes  Haar.  —  Jack 
Trevors  Gattin  ist  nicht  Schau- 
spielerin. Wie  sie  heißt,  kön- 
nen wir  Ihnen  wirklich  nicht 
sagen.  Ebensowenig  kennen 
wir  die  Vornamen  seiner  bei- 
den Kinder.  —  Gerda  Maurus 
ist  ledig.  —  Willy  Clever 
spielt  eine  Rolle  in  dem  Film 
,, Revolte  im  Erziehungshaus". 
Er  ist  auch  bei  der  Sprech- 
bühne. —  Franz  Lederer  ist 
zur  Zeit  in  Berlin.  Er  gibt 
Autogramme.  —  Jack  Trevor 
ist  häufig  bei  den  Premieren 
seiner   Filme   anwesend. 

Loni  Bergner,  Köln: 
Walther  Rilla  hat  am  22.  Au- 
gust Geburtstag.  Er  ist  mit 
der  Schauspielerin  Therese 
Roland  verheiratet.  Der  Grund- 
zug seines  Wesens  ist  wohl 
ernst.  —  Rin-Tin-Tin  ist  nicht 
dressiert.  Ein  zweiter  Hunde- 
star ist  der  Polizeihund  Greif, 
der  kürzlich  in  den  Filmen 
..Todesfahrt  im  Weltrekord" 
und  ,,Sein  bester  Freund" 
herausgekommen  ist. 

F  i  I  m  f  r  e  u  n  d  B.  H., 
München:  Douglas  Fair- 
banks  ist  seit  10—12  Jahren 
beim  Film.  Ob  und  wann 
sein  Tonfilm  ,,Der  Wider- 
spenstigen Zähmung"  nach 
Deutschland  kommt,  steht 
noch  nicht  fest.  —  Tom  Mix 
filmt  ebenfalls  schon  seit 
vielen  Jahren.  Sein  neuester 
Film  heißt  „Vogelfrei".  — 
Buster  Keatons  neuestes  Stück 
ist  „Buster  Keaton,  der  Film- 
reporter". 

J.  M.,  B  e  r  1  i  n  -  C  h  a  r  - 
1  0  1 1  e  n  b  u  r  g  :  Die  Part- 
nerin von  Wilhelm  Dieterle 
in  dem  Film  ,,Die  Heilige  und 
ihr  Narr"  war  Lien  Deyers. 
Es  ist  möglich,  daß  der  Film 
auch  jetzt  noch  in  kleineren 
Berliner  Kinos  läuft. 

Dita  K.,  Königsberg: 
Salto     King     ist     am     besten 
durch    die  Eisbär-Filmgesell- 
schaft,   Berlin    SW  48,    Fried- 
richstraße   13.     zu    erreichen. 
Er    trägt    einen    Künstlerna- 
men,    heißt     eigentlich    Her- 
mann   Stetza    und    gibt   Auto- 
gramme. 
Rudolf  Sc  h.,    D  a  r  m  s  t  a  d  t  :    Maly   Delschaft  hat   ihre  Wohnung 
in    Berlin    W,    Wittelshacher    Straße    28.       Imre    Raday    wohnt    Berlin    W, 
(ieisbergstraße    21,    Pension    Nürnberger    Platz,    Carl    de    Vogt    Berlin-Tem- 
jiclhof.    Hohenzollernkorso   .'i.'ia.    Wolfgang   Zilzer   Berlin-Steglitz,    Kniephof- 
straße    fiO.     Fred    Döderlein    Berlin-Wilmersdorf,     Babelsberger    Straße    50, 
Hanna   Ralph   Berlin-Friedenau,   Deidesheinicr   Sir.iße   24,   Willy   Forst   Ber- 
lin-Schöneberg,    W.-irlbiirgstrnße    2.'t,    Magda    Sonj.i    Berlin-Grunewald.   Wal- 
Intstraßc    9.    —    Anna    ,M.iy    Wong    ist    jetzt    durch    die    Richard    Eichberg- 
Filingesellschaft.    Berlin    SW  48.    Kricdrichstraße    171,    zu    erreichen. 

Wallfriede  W..  Hockstedt:  Ci.nrad  Veidt  wohnt  Berlin 
W  10,,  Lichtensteiiiallee  2a.  Er  ist  verheiratet.  Wie  alt  er  ist.  wissen 
wir  selbst  nicht:  denn  wir  halten  es  für  indiskret,  ilon  Künstler  danach 
vn    fragen.   —   Lilian   Harveys   P:irtner   in   dem    Film   ..Eine  Nacht   in   Lon- 


straße    13. 

Stefan  C. 
fiirstonstraßc  1|8. 
seiiren  inszeniert 
,.1'ricdcrlcu»  Rex' 
S.irissüuci"  — 
l.amprecht.  — 
.Stoff   Interesse  hat 


gar   nicht   gedreht    werden 


Freihurg:     Otto    Gebühr    wohnt    Berlin    W  57,    Kur- 

I)ie   Friedericus-Rex-Filme    sind    von    folgenden    Regis- 

wiirden:   ..Die   Tänzerin   Barberina"   —   Friedrich    Zelnik; 

(I,   II,  III,   IV)   —  Arzen   von  Czerepy;   „Die   Mühle  von 

Friedrich    Zelnik;    „Der    Alte    Fritz"    (2    Teile)    —   Gerhard 

Ob  die   Industrie   heute   noch   an   einem   so   oft   dargestellten 

■    '     ist   fraglich,   zumal   historische   Filme   jetzt   so   gut   wie 


don"    war    Robin    Irvin. 

H  a  r  r  .>•    P  i  e  1  -  V  e  r  e  h  r  e  r 
Holm     verheiratet. 
..Menschen   im   Fcii 

Henny  P "  r  t  e  n 
bürg:  Henny  I'nrtcii 
rieh    Zelnik    verheiratet. 


.\  a  c  h  e  n  :     Harry   Piel 
Er     gibt     .Autogramme.      Sein     nächster 


ist   mit 
Film 


Darv 
heißt 


-   L  y  a    11  a  r  a  -  V  e  r  e  h  r  e  r  i  n  ,      M  e  c  k  1  e  n  - 

ist  mit  Dr.  von  K.iiirfmann.  Lya  Mara  mit  Fried- 
Beide  Kliiislleriiinc'ii  gclicii  .Autogramme.  Wann 
l.ya  Mara  .'lus  Ainerik.'i  zurückkommt,  steht  noch  nicht  fest.  Henny  Porten 
h.'it   am  7.   Januar,    l.ya    M.'ir.-i   am   1.  August   Geburlstag. 

Josef  G..  H  a  g  e  n  :  Jenny  Jugos  neuester  Film  heißt  ..Der  Bund  der 
Drei".  Ja.  mit  Enrico  Beufcr.  —  Brigitte  Helm  wohnt  Berlin-Dahlem, 
Im  Winkel  5.  Sie  gibt  .Autogramme.  —  Anita  Dorris  ist  nicht  mit  Oskar 
Marion  verlobt.  Beide  sind  ledig.  —  W:inii  ..Die  Frau  im  .Mond"  nach 
dort  kommt,  erfahren  Sie  am  besten  durch  Ihren  Kinobesitzer.  —  Maricila 
Miliner   starb   am  22.   Juni   und  war  erst  25  Jahre  alt. 


Jenny  J  u  p  o 
im.  Ufa-Film  „Flucht  vor  der  Liebe" 


Helene  G.,  K  s  s  e  ii  :  l)io  Fr.-ui  des  Arztes  in  dem  Aafa-Film  ,,I>ie 
fidelP  Herrenparlie"  war  Eva  Speyer.  -  Fritz  Kainpers  wohnt  Berlin- 
Cliarlottenbiirg.  Waitzstraüe  Jl'.  Ilerinanii  Tiilia  Kerlin-Tempelhof,  Blu- 
iiientlialsIraUe  r.'.  l'aiil  Kiclitcrs  Adresse  ist  Herliii  W.  Taueiitziensir.  10. 
Ilie  Hauptdarsteller  in  dem  l'ilni  ..Die  Eiserne  Uraiif  waren  Otto  (ie- 
liiihr,  Claire  Koinnier.  Ernst  Dernlpiirtr.  Owen  »iorin,  (lllo  Keinwald.  Ern.i 
.Mnrcna.  In  dem  l'fi'-Filin  ..Kie  drei  Kn<  kiuksuliren"  spielten  Erie 
Harelay.  Nil.s  Asther.  Nina  Vanna  nnd  Lillian  Hall-Davics.  „Ah.sehieds- 
walzer''    ist    ein    franziislseher    Film.       I'ierre    Kl.ineliar    spielte    tue    Haiipt- 

M  a  r  c  ()  t  (i.,  AnKshiirR:  .lawolil,  Sie  kiinnen  Kiinstlerknrten 
vergröBerii  lassen  —  In  ..FriililiiiKsr.iuseben"  spielt  Lien  Deyers  wieder 
mit  Wilhelm  Dieterle.  Ihr  niiehster  Film  ist  „Das  I)(mkosakenlied".  Ihr 
Partner  ist  Hans  Adalliert  vitn  Schleltow.  Dieterle  spielt  in  seinem  neuen 
Film  Das  Soliweitjen  im  Walde"  mit  I'etta  Frederiek,  Kina  .Marsa  und 
Grelhei    Heriidt.  —   Ihre   (Jriiüe   an   die   Künstler    sind   ausgerichtet    worden. 

F  u  e 1 t  e  r  e  r  -  Verehrerinnen 
1,.  u.  I..  S  e  h  i»  n  e  h  e  r  t;  :  Werner 
Kuetterer  wohnt  Kerlin-Steglilz,  Kleist- 
slraüo  27.  Er  Ribt  Autogramme.  Wir 
empfehlen,  sieh  lieber  sehrit'tlieh  an  ihn 
zu  wenden.  -  -  Robert  Thienis  Adresse 
ist  Berlin-Zehlendorf.  SehiitzsIr.iUe  4l'. 
Er  wird  Ihnen  sieher  gern  ein  .\iitu- 
Kramm    geben. 

F.  St.  19  0  :\  :  Evelyn  Holt  wohnt 
Herlin-CharlotleiiburK,  SehillerstraUe  U'l. 
Sit-  wurde  am  X.  Oktober  in  Berlin  ge- 
boren, ist  unverheiratet  und  gibt  .\uio- 
gramme.  Sie  spielte  u.  a.  in  folgenden 
Filmen:  ..Spitzen",  ..Liebelei",  ,,Wenii 
.Mensihen  reif  zur  J.iebc  werden", 
,, Freiwild",  ,Der  fesche  Husar",  .,F.in 
Madel  und  drei  Clowns",  ..Der  Mann 
mit  dem  Laubfrosch"  (\erbrechen  j. 
..Nachtlokal".  ...Mftdchen  am  Kreuz". 
Der  nllchste  Evelyn  Holt-Film  lieiOt 
..Die   Schlelcrtfinzerin". 

Greta  Garbo  -  \'erehrerin. 
Berlin:  Sie  haben  recht.  tJreta 
(iarbo  trügt  einen  Künstlernamen.  Sie 
heißt  in  Wirklichkeit  (Jreta  Gustavson. 
Sie  ist  Schwedin,  wurde  in  Göteborg 
geboren  und  hat  am  17.  April  (ieburts- 
tag.  (ireta  Garbo  ist  unverheiralct. 
Sie  wurde  von  dem  verstorbenen  Re- 
gisseur M.'iuritz  .Stiller  für  den  Film 
entdeckt,  ihr  Debüt  war  die  Elisabeth 
Dohna  in  ,, Costa  Berling ".  Es  folgten 
dann  ..Die  freudlose  Gasse",  ,.Es  war", 
..Totentanz  der  Liebe",  ...Anna  Kare- 
nin.i",  ..Das  göttliche  Weib".  ..Krieg 
im  Dunkel".  Ihre  nächsten  Filme  sind 
..Wilde  Orchideen".  ...A  woman  uf  af- 
fairs"  und  ..Der  Kuß"  (Eifersucht), 
lireta    Garbo    gibt    .Autogramme. 

G.  H.  1001:  Harry  I'iel  arbeitet 
augenblicklich  an  einem  Film  ..Men- 
schen im  Feuer".  Ja.  er  ist  umgezogen 
nnd  wohnt  jetzt  Berliii-ClirirlottenburK, 
Kaiserd.'imm  77.  —  Carmen  Honis  näch- 
ster Film  heißt  ..K:itliarina  Knie"  nach 
dem  Seiltänzerstück  von  Carl  Ziick- 
mayer.  —  Milton  .Sills  ist  mit  Doris 
Kenyon  verheiratet.  Sie  filmt  nicht 
mehr,  sondern  widmet  sich  nur  noch 
ihren    beiden   Kindern. 

I'.  P..  C  I  e  V  e  :  Anny  Oiidra  ist  am  besten  durch  die  Hom-Film 
A.-G..  Berlin  SW  48.  Friedrichstraße  22r>.  zu  erreichen.  Die  Künstlerin 
wurde  am  iä.  Mai  in  Tarnow  (Polen)  geboren.  Sie  ist  unverheiratet.  Anny 
Ondra  spielte  u.  n.  in  ,,Der  erste  Kuß",  ..Saxoplion-Snsi",  ..Sündig  und 
siiß".  ..Erpressung'.  Ihre  nächslr-n  Filmi-  sind  ..Das  Mädel  mit  der 
Peitsche"  und  ..Die  Kaviar|)rinzessin".  —  Fred  Döderleins  .Adresse  ist 
Berlin-AVilmersdorf.  Babelsberger  Straße  .')ü.  Diiderlein  ist  ledig,  wurde 
am  24.  April  In  St.  Avold  geboren,  spielte  in  ..Hell  in  Frauensee  '.  ...Aus 
dem  Tagebuch  einer  Kokotte".  ..X.tchtlokar',  ,,D.is  grüne  Monokel".  — 
Dolores  del  Rio  erblickte  am  ,3.  August  in  Durango  (Mexiko)  das  Licht 
der  Welt.  Sie  ist  unverheiratet.  Ilire  .Adresse:  Edwin  Carewc-Produc- 
tions,  Tec-Art-Studios,  Hollywood,  Kalifornien,  l'S.V.  Ihre  bekanntesten 
Filme  sind  ,  .Auferstehung",  ,. Rivalen",  ..Ramona".  ..Die  Liebe  vom 
Zigeuner  stammt".  ..Sklavin  der  Ehe".  Ihre  nächste  Arbeit  ist  ..Zigeuner- 
raehe".  —  Franz  Lederer  wohnt  Berlin-Fricdenau.  Fehlerstrnße  4.  Er 
wurde  am  6.  Xovemlier  in  Prag  gehören,  ist  ledig  nnd  debülierte  in  dem 
Henny  Porlen-Film  ..Zuflucht".  Er  siiielte  dann  ..Die  seltsame  Nacht  der 
Helga  Wangen".  ..Die  Büchse  der  Pandora".  ..Die  wunderbare  Lüge  der 
Nina    Petrowna".    ,, .Meineid".    ..Madame    Colibri". 

Hedwig  M.,  M  ü  n  c  h  c  n  :  Creta  G;irbo  und  Brigitte  Helm  sind 
groß.  Aber  gemessen  h.iben  wir  sie  noch  nicht.  Brigitti'  Helm  hat  blaue 
Augen.  —  Den  Mörder  I.ulus  in  der  ..Büchse  der  Pandora"  spielte  (iustav 
Dießl.     .Ja,   er   spielte   auch   im    ..Lebenden   Leichnam '. 


Kälte    G..    Königsberg:     Wladimir    Gaidarow    wohnt    Berlin-Ha- 


Er    wurde   am   28.    Juli    in   Poltawa 

wie   Sie  geraten  haben.      Gaidarow 

Er    ist    mit    der   russischen   Schau- 

Er    gibt    Autogramme    und    wird 


Straße    12. 


aus 
Film 
wen- 
Film- 


Willy  Frit8ch 
an  dem  Ufa- 
Die     weibliche 


In  das   Preisrätsel   des   ..Film-Magazin' 

Nr.  4.3  haben   sieh   zwei  Druck- 

fehler  eingeschlichen.        Die   Sillie    ..resk" 

ist    zu    ändern    in    ..r  e  s  t",    und 

anstatt     ..Millelafrika "     muß     es     heißen 

..K.in.'il    und    St.i.il    in    .Mittel- 

a  m  e  r  i  k  .'i ". 

Kaulen  Sie  Keinen  Feuerlösclier. 

bevor   Sie    Fl£kmn\ex:   Rennen. 

Flammct-Fcucrlöschcr    liir    alle  Arten    von  Entslchungs- 
hrändcn.    vom  Preußischen    Feuerwehrbeirat    anerkannt. 

Flamme!  G~m.b.H..  Berlins.  59.  MaybaMrS.  Tel.fieuköllo  Wk. 


lensee,    .loachim-Friedrich-Straße   53. 
(Rußland)    geboren.      Ungefähr    so    alt, 
kam   von    der   .Sprechbühne    zum    Film. 
Spielerin    Olga    Gzowskaja    verheiratet. 
:iuch    Ihnen    diesen    Wunsch    erfüllen. 

B.  S  p..  F.  m  den:  .Mady  Christians  ist  mit  Dr.  von  Muller  verhei- 
r;itct.  Sie  wohnt  Bcrlin-Charloltenburg,  Bismarckstraße  67.  und  hat  am 
19.  Januar  Geburlst;ig.  Ihre  bekanntesten  Filme  sind  ..Walzertraum", 
..Der  verlorene  Schuh".  ..Der  Solin  der  Hagar",  ..Königin  Luise",  ,,Na- 
nette  macht  alles".  ..Crand-Hotel".  ..Das  brennende  Herz".  ..Priscillas 
K.ilirt  ins  Glück".  ~  .Matthias  Wiemaiin  ist  mit  der  Schauspielerin  Erika 
.Meingast  verheiratet.  Er  wohnt  Berlin.  Bonner  .Straße  55,  und  spielte  u.  a. 
in  ..Königin  Luise".  ..Unter  der  Laterne".  —  Käthe  von  Nagy  ist  ge- 
schieden. —  Theodor  l.oos  h.it  seine  Wohnung  in  Berlin-Lankwitz.  Gluck- 
Er    ist    mit    einer    Nichlschanspiclerin    verheiratet. 

Inge  H..  Grunewald:  .Außer  In 
den  4  Fritz  Lang-Filmen  spielte  Rudolf 
Klein-Rogge  noch  im  ..Steinernen  Rei- 
ter", ..Pielro.  der  Korsar",  .,Mädchen- 
liaiulel".  ..Casanov.i".  Sein  neuester 
Film  ist  ..Tarankanov.-t".  Er  ist 
ungefähr  so  alt.  wie  .Sie  geraten 
li.'ihcn. 

E  m  m  .-1  P.,  A  I  t  o  n  a  :  ..Das  Schwei- 
gen im  W.ilile  •  ist  noch  nicht  urauf- 
geführt wordi-n.  .la.  wir  glauben,  daß 
Wilhelm  Dieterle  ein  Kinderfreuud  ist. 
Eine    Villa    besitzt    er    nicht. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  e  H  e  r  t  h  .-i 
Dussel  d  o  r  f  :  Wenn  Sie  zum 
«dlleii.  so  ist  es  am  besten,  .Sie 
den  sich  immer  direkt  an  die 
gesellscbaften.  AVir  geben  Ihnen  einige 
Adressen  .in:  Ufa.  Berlin  SW  68.  Koch- 
straße 6-  S,  National,  Berlin  SW  48, 
Friedrichsiraße  10.  Terra.  Berlin  SW  88, 
Kochstraße  73.  Aafa.  Berlin  SW  48, 
Friedrichstraße  22S.  Deutsches  Licht- 
spiel-Syndikat. Berlin  SW  48,  Friedrieh- 
straße 225.  Hegewald.  Berlin  SAV  48, 
Friedrichstraße  250.  Deutsche  Universal, 
Berlin  A\'  8.  Mauerstraße  82.  Daß  beim 
F'ilm  kaum  .Aussichten  auf  Anstellung 
lieslehen.  wird  Ihnen  hoffentlich  be- 
kannt   sein. 

L.  H..  H  .1  n  n  o  V  e  r 
arbeitet  augenblicklich 
Film  ..Liebeswalzer". 
Hauptrolle  spielt  Lilian  Har\py  —  Emil 
Janniiigs  gibt  Autogramme.  —  Fritz 
Lang  hat  zur  Zeit  noch  keinen  neuen 
Film  in  Arbeit.  —  Wir  werden  die 
beiden  Künstler  noch  einmal  an  die 
fälligen  Autogramme  erinnern.  —  Ein 
Mon.-its.ibonnement  auf  das  ..Film-Maga- 
/iii  •    kostet    1,75   M. 

.M  a  r  t  a  K..  Düsseldorf:  .Auto- 
gr.'tmme  oder  AVidmungen  geben  alle 
Filmstars.  Aber  daß  sie  auch  noch 
Briefe  an  ihre  Verehrer  und  Aerehrerin- 
iien  schreiben  sollen,  das  ist  wohl 
etwas  zuviel  verlangt.  Dann  kämen 
die  Filmsterne  ja  kaum  zum  Filmen, 
und  das  wollen  Sie  doch  nicht. 
Mit  Adressenmaterial  stehen  wir  Ihnen 
jederzeit  gern  zur  Verfügung. 
Ilse  O..  Friedrichs  hagen:  Martin  Herzberg  gibt  Autogramme. 
Er   wohnt   Berlin  SO  26,   AA'aldemarstraße   65a. 

Filmfreundinnen  Ilse  und  Lotte  K.,  Düsseldorf: 
Hans  Stüwe  wohnt  Berlin-Halensee,  Paulsborner  Straße  9.  Seine  neueste^ 
Filme   sind   ..Nur  dich   hab'   ich    geliebt"    und   ..Der  Walzerkönig". 

A  d  o  z  i  :  .Selbstverständlich  können  wir  nur 
empfehlen,  sieh  ..Die  Frau  im  Mond"  .'inzusehe.n. 
—  Maciste  ist  Italiener.  Jawohl,  auch  von 
Maciste  -  Filmen  gibt  es  ..Illustrierte  Film- 
kuriere". —  Die  weiblichen  Hauptrollen  in  ..Ben 
Hur"  spielten  May  .Me.Avoy.  C;irtnel  Myers  und 
Betty  Bronson.  —  Der  nächste  (ireta  Garbo-Film 
liclßt  ..Eifersucht"  und  ist  ein  Tonfilm.  —  Ein 
neuer  Film  mit  Elisabeth  Bergner  ist  im  Augen- 
blick noch  nicht  in  Arbeit.  —  ..Ein  Millionen- 
angebot" mit  Dolores  Costello  ist  vor  kurzer 
Zeit  uraufgeführt  worden.  —  John  Barrymore 
filmt  fleißig.  —  Ja.  Sie  können  durch  den  A'er- 
lag  ..Illustrierte  Filmwoche".  Berlin  SAA'  68. 
Kochstraße  6-8,  Filmpostkarten  beziehen.  — Den 
russischen  General  in  dem  Olga  Tschechowa- 
Filrn  ..Diane"  spielte  Boris  de  Fas.  den  de  La- 
salle Henry  Victor,  Leutnant  .M<^vil  wurde  von 
Pierre    Blanchar    dargestellt. 

K  ä  t  e  und  Elisabeth  K..  Breslau: 
Den  K;irl-Hcinz  in  dem  vor  sieben  Jahren  ge- 
drehten ...Alt-Heidelberg '-F'ilm  spielte  Paul  Hart- 
in;inn.  In  dem  neuen  Ernst  Lubitsch-Filni  ..Alt- 
Heidelberg"  wurde  diese  Rolle  von  Ramon  Xo- 
v.irro  d.irgestelll.  —  Ernst  Hofm.tnn  wohnt  in 
Hcriin-Il.ilensce,  .Auguste-A'ikloria-Straße  4.  Ja. 
stimmt,    der    Künstler    wurde    in     Breslau    ge- 


Lieferant   der    Ufa, 


boren.      \V;inn 
.lueh    nicht. 

Hein  z      J. 
..llochverr:it") 
.nigeküiuligl. 
Lilllan    Elli 


Wie   komme   ich   zum     I^  1  1^  Pa  C     Schreiinn  Sie  sofort  an 

FILn-VERLAG  HENNIG.  BERLIN-ÜRDN^WALD.  Em  26 
Dr^iric^^**^*^^*  InsiiFiii 

T»;        .  r   .  J?.^'^""    ^'    Speyerer    Str.    21 

Tncc»cr«''Hule    -     BUhnen-  und  Fiimverlag 


er   «ii'der   filmt,   wissen   wir   leider 

III:  Ein  neuer  Film  (außer 
mit  Gerd.'i  Mauriis  ist  noch  nicht 
Die  Küiislleriii  ist  iinverheir.itei. 
ist  :iin  besten  über  ilic  Hege- 
\\;ild-Filmgcsellschafl,  Berlin  SW  48,  Friedrich- 
siraße 250,  zu  erreichen.  Wir  glauben  .iher,  daß 
die  Künstlerin  sich  jetzt  wieder  in  ihrer  Heimat- 
stadt   Kopenhagen    befindet. 

G  r  e  t  ;i  ti  n  r  b  o  -  A'  e  r  e  h  r  e  r  i  n  Else-  S.. 
Oppeln:  Cb.irlie  Ch.-iplin  wohnt  in  Be\erlv. 
Hills  bei  Hollywood.  Kalifornien.  l'S.V.  Die 
P.irtncr  Crct.i  (iarbos  in  ilircm  neuen  Tonfilm 
..Der  Kuß"  i  F'.ifcrsuclil  l  slml  Conrad  Nagel,  Lew 
.\yres    utid    .Viidcrs    l!:indolpli. 


F  r  a  II    P  r  o  f. 
recht,      der      Kiin 
.Namen. 


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A.Roseotbal — Aros,  Berlin.  Für  die  Redaktion  und  Herausgabe  in  Oesteireich  veraotwortL  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasae  4.  VerantwortL  für  Anzeigen  Wilhelm  Schaefer, 
Cbarloticnburg,   Anzeig  enverw  «Itung   Universum-Film  A.-G.,  Abt.  Ufa-Werbefilm,   Berlin  SW68,  Koch«tr.6,8.    Kupfertiefdruck:   Augutt  Scherl  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


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NUMMER    46     /     BERLIN,    17.  NOVEMBER    1929     /      PREIS    40   PFENNIG 


1)  1  L    AS  o  c  11  1.  \  s  c  n  Kl  1   i    n  i;  k    i  i  l  m  f  u  i:  i  n  d  k 


Lola  Lane,  ein"  neuer  Tonfilmslar  von  Fox 


m 


Abel  Gance,  der  zwei  Abschnitte  aus  dem  Leben  Napoleons  in- 
szenierte und  bei  der  Vorführung  des  Films  durch  die  „ent- 
fesselte Leinwand",  die  dreiteilige  Projektionsfläche,  über- 
raschte, gibt  in  einem  Schlußteil,  ,,Der  gefangene  Kaiser",  das  Leben 
Napoleons  auf  St.  Helena.  In  einem  historischen  Film  sind  höch- 
stens Details  zu  erfinden.  Die  allgemeine  Linie  der  Handlung  steht 
fest,  und  Abweichungen  darf  oich  weder  der  Manuskriptautor  noch 
der  Regisseur  gestatten,  wenn  er  nicht  in  Konflikt  mit  den  Ge- 
schichtsfreunden kommen  will.  Allein  in  der  Darstellung  der  ein- 
zelnen Charaktere  ist  ihm  eine  individuelle  Auffassung  gestattet. 
Denn  wie  die  historischen  Figuren  schon  auf  ihre  Zeitgenossen  ver- 
schieden gewirkt  haben,  so  sehen  wir  sie  heute  ebenfalls  nicht 
gleichmäßig.  Wieviele  Auffassungen  von  Napoleon  gibt  es  doch! 
Seine  Mitwelt  hat  so  abweichende  Schilderungen  seines  Charakters 
hinterlassen,  daß  sich  eine  mittlere  Linie  kaum  ziehen  läßt.  Noch  in 
jüngster  Zeit  ist  er  von  Werner  Hegemann  seines  Heroentums  ent- 
kleidet worden.  Bühne  und  Film  kennen  viele  Manifestationen  der 
Napoleonfigur;  trotzdem  verstanden  es  bisher 
wenige  Schauspieler,  die  bekannte  Geste  der 
über  der  Brust  verschränkten  Arme  aufzu- 
lockern  und   die  Heldenlocke  nicht  allzu   heftig 


<€ 


Oben:  Werner Krauss  (Na- 
poleon). Mille:  Hermann 
Thiemig  und  Philippe  He- 
rial.  Unlen:  General 
Bertrandi  Kind 


wehen  zu  lassen.  Werner  Krauß  gibt  im  „Gefangenen  Kaiser"  jene 
Auffassung  von  Napoleon,  die  unserer  Zeit  entspricht.  Krauß  ist  der 
am  meisten  mit  Phantasie  begabte  Schauspieler  von  heute.  Es  gab 
eine  Zeit,  da  Krauß  den  Expressionismus  der  Darstellung,  durch  den 
er  ,,Caligari"  lebensfähig  machte,  auch  auf  andere  Themen  übertrug, 
die  sich  gegen  eine  Stilisierung  sperrten.  Er  hat  diesen  Zustand 
überwunden,  ist  zu  großer  Schlichtheit  gelangt  und  versucht  nichts 
weiter  als  die  Rollen,  welche  man  ihm  überträgt,  menschlich  auszu- 
deuten. Napoleon  war  auf  St.  Helena  keine  heroische  Gestalt  mehr; 
CS  läßt  sich  nicht  leugnen,  daß  die  konstitutionelle  Korpulenz,  die  ihm 
die  Kriege  abtrainieren  halfen,  sich  bemerkbar  machte.  Der  verfettete 
Heros  - —  ein  Shaw-Thema,  dessen  Witz  der  Film  gewiß  nachzeichnen 
könnte,  woran  er  aber  geschmackvoll  vorübergeht.  Werner  Krauß 
spielt  seinen  Napoleon  mit  jener  männlichen  Zurückhaltung,  die  schon 
seinen  Gneisenau  auszeichnete,  der  uns  als  Film  versprochen  wurde, 
aber  bisher  noch  nicht  erschien.  Unterstützt  wird  seine  bedeutende 
Leistung  von  Albert  Bassermann,  Hanna 
>^--  Ralph  und  Paul  Henkels. 


Ihr  Partner  ist  Gustav  Fröhlich,  der  ja  seit 
seiner  bedeutenden  Leistung  in  „Heimkehr" 
zu  den  hoffnungsvollsten  Charakterliebhabern 
zählt.  Die  jüngste  Filmdramatik  liebt  es  nicht 
mehr,  als  Liebhaber  einen  Bonvivanttyp  hin- 
zustellen und  die  Handlung  dem  Schema  einer 
solchen  Rolle  anzupassen,  die  natürlich  nur 
leicht  und  oberflächlich  gezeichnet  sein  kann. 
Auch  in  Amerika  ist  man  von  dem  Liebhaber- 
typ abgekommen,  der,  wie  Valentine,  körper- 
liche Vorzüge  in  den  Vordergrund  rückte  und 
schärfere  Charakterzüge  nicht  zur  Ausprägung 
brachte.  Mit  Ronald  Colman  begann  er  in 
Hollywood  und  endete  bei  George  Bancroft 
und  Victor  McLaglen,  denen  vor  zehn  Jahren 
niemand  führende  Liebhaberrollen  anvertraut 
hätte.  Wir  sind  in  der  glücklichen  Lage,  daß 
unsere  jungen  Charakterdarsteller,  etwa  Willy 
Fritsch  und  Gustav  Fröhlich,  nicht  nur  aus- 
gezeichnete Schauspieler  sind,  sondern  es  auch 
in  der  Erscheinung  mit  jenen  ,, Unwidersteh- 
lichen" aufnehmen,  die  niemals  vollkommen 
von  der  Bildfläche  verschwinden  werden.  Daß 
Gustav  Fröhlich  die  schwierige  Partie  in 
, .Hochverrat"  als  tief  schürfende  Menschen- 
darstellung bietet,  überrascht  nicht,  wenn  man 
weiß,  wie  er  in  ,, Heimkehr"  einen  ähnlich  ge- 
arteten Charakter  mit  aller  Feinheit  und  Herb- 
heit einer  nordischen  Seele  aufbaute.  Thema- 
tisch ist  „Hochverrat"  sensationeller,  ein  bun- 


Oben:      Gerda    Maurus,    Harry    Hardl, 

Leopold  von   Ledebour.      Mitte:    Gerda 

Maurus    (unten):    mit    Gustav    Fröhlich 

Plwl.  Via 


tes  Spiel  aus  verklungenen  Tagen,  die  frei- 
lich nicht  so  fern  liegen,  als  daß  wir  uns  ihrer 
nicht  erinnerten.  ,, Hochverrat"  führt  in  das 
Rußland  der  Vorkriegszeit.  Ein  beliebtes 
Thema  der  zeitgenössischen  russischen  Lite- 
ratur bildete  die  Auflehnung  gegen  den  Za- 
rismus, mehr  noch  gegen  die  Ausführenden 
dieses  Systems,  die  sich  recht  oft  schärfer  an- 
stellten, als  es  von  ihnen  verlangt  vk-urde.  Die 
,, Propaganda  der  Tat",  wie  das  sinnlose  Wü- 
ten der  Nihilisten  genannt  wurde,  spukte  in 
vielen  Köpfen  der  Jugend,  die  sich  nach  sla- 
wischer Art  in  Theorien  einspann  und  ge- 
wöhnlich ganz  entsetzt  war,  wenn  ein  Wirr- 
kopf aus  ihren  Kreisen  sich  nun  wirklich  zu 
der  Tat  hinreißen  ließ.  Das  Geheimnisvolle 
des  Sektierertums  hat  auf  die  Jugend  stets 
gewirkt,  und  so  sind  auch  immer  Angehörige 
bürgerlicher  und  aristokratischer  Schichten  in 
Jen  Reihen  der  Verschwörer  gewesen.  Ein 
solcher  Typ  wird  in  Vera  Starschenski  darge- 
stellt, die  an  die  edlen  Absichten  der  Revo- 
lutionäre glaubt,  bis  sie  das  Krachen  der 
Bomben  hört.  In  diesem  Augenblick  fehlt  ihr 
der  Mut,  die  übernommene  Rolle  weiterzu- 
spielen und  mit  dem  Revolver  zu  erledigen, 
was  die  Bombe  verfehlte.  Nicht  weniger 
schwärmerisch  und  von  jugendlichem  Edelmut 
erfüllt  ist  der  Student  Wassil,  der  Vera,  die 
sich    in    seine    Wohnung    flüchtete,    deckt   und 


die  Schuld  aus  Liebe  auf  sich  nimmt.  Figuren, 
wie  diese,  haben  nicht  nur  in  Rußland,  son- 
dern in  den  politischen  Bewegungen  aller  Län- 
der gestanden.  Deshalb  führt  die  Darstellung 
—  und  dies  namentlich  dank  der  großartigen 
Charakterisierungskunst  von  Gerda  Maurus  und 
Gustav  Fröhlich  —  über  den  Rahmen  des  rus- 
sischen Milieus  in  das  Allgemein-Menschliche 
hinaus.  „Ein  gutes  Theaterstück",  heißt  es  ein- 
mal bei  Lessing,  ,,muß  man  in  den  Kostümen 
aller  Zeitalter  spielen  können."  Auch  ,, Hoch- 
verrat" beweist  seine  dra- 
matische Kraft,  in  dem  es 
über  die  zeitliche  Bedingt- 
heit hinaus  in  seelische  Ge- 
biete  vorstößt. 


i 


Oben:  Gustav  Fröhlich.  Unten:  Gerda 
Maurus.  Mitte:  Gerda  Maurus,  Gustav 
(^  Fröhlich  Phoi.  Uta 


^■T  ur  ganz  wenig  Filme  oder  Bühnenstücke  weisen  eine 
Handlung  auf,  die  sich  ohne  Pause  abrollt.  Selbst  dort, 
wo  die  Ereignisse  auf  wenige  Stunden  zusammengedrängt 
werden,  pflegt  die  Vorgeschichte  mit  hineiuzuspielen  und 
den  Rahmen  des  Zeitablaufes  zu  sprengen.  Im  Film  ist  es  eigent- 
lich nur  einmal  geglückt,  eine  spannende  Handlung  als  fort- 
laufendes Geschehnis  zu  geben,  in  Robisons  ,, Schatten",  die 
wirklich  Spuk  einer  Nacht  waren.  Die  Sprechbühne  hat  es 
darin  sehr  leicht.  Sie  sagt  einfach  im  Theaterzettel:  ,,Der  dritte 
Akt  spielt  drei  Jahre  später"  und  überläßt  es  dem  Zuschauer, 
sich  mit  der  Tatsache  abzufinden.  Zu  so  plumpen  Mitteln  kann 
der  Film  nicht  mehr  greifen.  Zwischentitel,  die  ohne  weiteres 
den  Zcitablauf  ankünden,  erlaubt  die  augenblickliche  Film- 
dramaturgie nicht 
mehr,  zumal  die  Re- 
gisseure den  Wandel 
der  Zeit  optisch 
sichtbar  zu  machen 
suchen.  Wenn  in 
einem  alten  Cecil- 
de-Mille-Film  in 

Großaufnahmen  ge- 
zeigt wird,  wie  eine 
Hand  das  Kalender- 
blatt des  31.  Dezem- 
ber abreißt,  so  weiß 
der  Zuschauer  so- 
fort, mit  welcher 
Stimmung  die  kom- 
mende Szene  begin- 
nen wird.  Der  glei- 
che Trick  ist  auch 
wirksam,  wenn  an 
Stelle  des  Monats- 
datums eine  Jahres- 
zahl erscheint,  was 
bei  Filmen  aus  der 
uns   näher   liegenden 

Kostümgeschichte 
sogleich  die  notwen- 
dige Einstellung  des 
Zuschauers  bedingt. 
Denn  es  ist  nicht 
nebensächlich,  ob 
ein  Kleid  aus  dem 
Jahre  1510  altmo- 
disch oder  als  Stil 
der  Zeit  wirkt.  Be- 
sonders beliebt,  weil 
sinnfällig,  ist  es,  den 
Stundenablauf  der 
Uhr  zu  zeigen.  Das 
wirkt  optisch  und 
verlangt  trotzdem 
keinerlei  Nachden- 
ken des  Zuschauers. 
Viel  origineller  wirkt 
es  jedoch,  wenn  das 

Verfließen  der  Stunde  auf  andere  als  diese  Weise  dargestellt 
wird.  Die  Lichter  der  Nacht  verlöschen  und  den  Morgen  her- 
aufdämmern zu  lassen,  hat  die  Sprechbühne  in  zahlreichen  Fäl- 
len verwandt.  Die  Stimmung  dieser  Szene,  deren  Wirkung  vom 
Beleuchter  abhängt,  findet  immer  wieder  Anklang,  mag  sie  nun 
von  einem  Dichter  oder  einem  Stückefabrikanten  gestaltet  wer- 
den. Der  Film  kann  sie  nicht  so  romantisch  wiedergeben  als 
die  Bühne,  denn  eigentlich  beruht  sie  auf  einer  sentimentalen 
Übertreibung.  Der  heraufdämmernde  Morgen  ist  fahl,  nüchtern 
und  kalt,  während  auf  der  Bühne  die  rosigsten  Farben  auf  dem 
Kuppelhorizont  erscheinen.  Auch  Mondnächte,  die  der  Bühne 
ein  poetisches  Bild  ermöglichen,  sind  im  Film  nicht  ähnlich 
stimmungsvoll  zu  treffen.  Trotzdem  kann  er  die  Illusion  des 
Zeitablaufes  viel  deutlicher  machen  als  die  Bühne,  auf  der  ja 
Einzelheiten  der  Dekoration  von  den  Zuschauern  nur  dann  be- 
achtet   werden,   wenn    der   Dialog    darauf   Bezug   nimmt.      Wenn 


Lilian  Harvey  in  dem  Ufa-Film  „Wenn  Du   einmal  Dein  Herz  verschenkst' 

Phot.  Via 


aber  in  der  ,, Flamme"  von  Lubitsch  in  einem  Bilde  neben  dem 
Gast  eines  Tanzpalastes  erst  eine  leere  Sektflasche  steht,  in 
einem  späteren  Bilde  aber  vier  zu  sehen  sind,  so  ist  der  Ver- 
lauf der  Nacht  damit  ebenso  gezeichnet  wie  mit  dem  Bilde  des 
Tanzparketts,  das  erst  spiegelblank,  nachher  aber  zerschrammt 
und  mit  Papierfetzen  bedeckt  gezeigt  wird.  Heruntergebrannte 
Kerzen,  die  im  ersten  Bilde  gerade  angezündet  wurden,  sprechen 
n  Grünes  ,,Die  Brüder  Schellenberg"  ebenso  vom  Verlöschen 
der  Nacht  wie  eine  noch  feinere  Nuance,  die  immer  kürzer 
werdenden  Schatten  der  Kerzen,  womit  Robison  den  Ablauf 
der  Zeit  in  „Schatten"  verdeutlichte.  Ähnlich  in  Chaplins  ,, Gold- 
rausch", wo  auch  durch  die  herabgebrannten  Kerzen  das  Ende 
der  Nacht  angedeutet  wird.  Für  einen  Traum  ist  dieser  Vor- 
gang sogar  etwas 
reichlich  ausgespon- 
nen, jedoch  durch 
Chaplins  Kunst  ge- 
rechtfertigt.    In   den 

,,Buddenbroocks", 
dem  ersten  Erfolg 
des  jungen  Gerhart 
Lamprecht,  glückte 
es  sogar,  das  Ver- 
streichen eines  län- 
geren Zeitabschnit- 
tes illusionsecht  zu 
gestalten,  indem  der 
Haufen  Wertpapiere 
im  Geldschrank 

immer  kleiner  wurde 
und  die  suchende 
Hand  zum  Schluß 
vor  leeren  Fächern 
stand.  Die  Stim- 
mungen der  einzel- 
nen Tageszeiten 
lassen  sich  durch  die 
entsprechende  Be- 
leuchtung natürlich 
sehr  gut  andeuten. 
In  früheren  Zeiten, 
da  man  Freilicht- 
szenen noch  wirk- 
lich durch  Außen- 
aufnahmen bewäl- 
tigte, hatten  die  Re- 
gisseure sogar  alle 
Hände  voll  zu  tun, 
um  möglichst  rasch 
fertig  zu  werden, 
damit  nicht  die  ver- 
änderten Schatten 
die  Zuschauer  dar- 
über aufklärten,  daß 
die  Aufnahme  in 
Wirklichkeit  viel 
länger  gedauert 
hatte,  als  die  Szene 
nach  ihrem  Inhalt  erscheinen  durfte.  Im  Zeitalter  der  Atelier- 
arbeit ist  das  nicht  mehr  zu  fürchten.  Nicht  in  allen  Filmen 
wird  der  Illusion  der  Zeit  die  notwendige  Aufmerksamkeit  ge- 
schenkt. Außerordentlich  fein  ist  der  Zeitablauf  in  der  ,,Frau 
im  Mond"  gelungen,  welcher  Film  dem  Zuschauer  in  jedem 
Augenblick   verrät,   daß   die   Handlung   fortgeschritten    ist. 

Je  sinnfälliger  das  geschieht,  je  mehr  dieser  Vorgang  mit  dem 
Thema  der  Szene  selbst  verbunden  ist,  desto  intensiver  verspürt 
der  Zuschauer  den  Fortsc'iritt  der  Handlung.  Die  Zeit  muß  — 
wofür  lebten  wir  sonst  im  Zeitalter  der  Relativitätstheorie  — 
zu  einem  sichtbaren  Element  werden,  zu  einer  Dimension,  die 
unser  Hauptsinn,  das  Auge,  verspüren  kann.  Die  Zeit  sichtbar 
zu  machen,  das  vermag  keine  andere  Kunst  als  der  Film,  wäh- 
rend alle  übrigen  an  unser  Erinnerungsvermögen  pochen.  Der 
Film  als  lebendes  Element  höherer  Mathematik:  eine  nicht  ge- 
ahnte, aber   dankbare   Aufgabe. 


V( 


Vierzigjährige 
Tibeterin 


Der  SthöpftT  lies  erlolgreichen  Filmes 
,,0m  niani  paduie  hum"  hat  seine  Aben- 
teuer in  Tibet  in  einem  gleichnamigen 
Buche  niedergelegt,  dem  wir  mit  Erlaub- 
nis des  Verlages  F.  A.  Brockhaus,  Leip- 
zig,   nachstehenden    Abschnitt    entnehmen 

9.  Oktober.  In  der  Nacht  war  das  Ther- 
mometer auf  — 7,1  Grad  Celsius  gesunken. 
Die  Ta;Jestemperatur  hingegen  zeigte  im 
Maximum  +18,3  Grad  Celsius.  Wolken- 
loser, schöner,  fast  windstiller  Morgen. 
Noch  in  der  Nacht  war  Noga  von  Nga- 
tschu-ka  her  eingetroffen  mit  der  Mittei- 
lung, daß  der  Khampo  den  Wula  für  uns 
bewilligt  habe,  d.  h.  die  kostenlose  Stel- 
lung von  drei  Pferden  für  den  geplanten 
Ritt  nach  Nga-tschu-ka.  In  der  Frühe 
sind  die  Pferde  schon  durch  die  Tibeter 
der  umliegenden  Zelte  herangebracht,  und 
dann  geht  es  zur  Provinzhauptstadt.  Auch 
ich,  der  verdächtige  Deutsche,  habe  zum 
ersten  Male  die  Erlaubnis,  die  ,, Höhle  des 
Löwen"  zu  betreten.  Wir  kommen  nach 
mehreren  Kilometer  Ritt  am  stattlichen 
Häuptlingszelt  und  einem  kleinen,  niede- 
ren,   aus    Stein    und    Erde     erbauten,    von 


Die  Stadt  Lch  in  Kaschmir 

\j  ^  Pho!o>.    Hhhner  (l .  A.  Brnt-k/iau.s) 

Vol. 

'  "r  Mauer  eingeschlossenen  Häuschen 
uoe.jgj^  dem  ersten  Gebäude  dieser  Art 
Zusc  Zaka. 

undllmähiich  wird  der  Verkehr  rege.  Un- 
miscige  kleine,  mit  Lanzen  bewaffnete 
Q]-ai-rtrupps,  Karawanen  und  Jakherden 
starr*^  nach  Nga-tschu-ka,  wo  heute  ein 
1  >•  1  mit  Tanz  im  Kloster  stattfindet. 
Q  .■■„seit  Tagen  treffen  von  weither  Be- 
ein.  Die  Geländeaufnahmen  wer- 
seinettj^^jg^jg  Nga-tschu-ka,  dieser  wich- 
herunl/ggei^reuzungspunkt,  bietet  aus  der 
der  Ja  einen  überraschend  vorteilhaften 
Vogelwii  Um  einen  ganz  in  tibetischem 
heute  sc'uroßntal  gehaltenen  Klosterbau 
Wer  da  villenartige  Haus  des  Khampo 
wird  imrrPP'^'^^'^  ^''^^  ^anz  willkürlich  die 
n  Nagh-ka.     Sie  sind  sämtlich  drei 


bis  sechs  Meter  hoch, 
von  quadratischem  oder 
rechteckigem  Grundriß. 
Außen  fehlen  die  Fen- 
ster, sie  münden  nach 
dem  Hof  hinaus,  der  von 
einer  hohen  Mauer  um- 
rahmt ist.  Die  Häuser 
sind  aus  Stein  erbaut 
mit  ebenem  Dachbelag 
aus  Holz,  Faschinen, 
Steinplatten  und  mit 
Lehm  verschmiert.  Außer- 
halb der  Hofmauern  sind 
Steine  in  der  Erde  ver- 
ankert, an  denen  Jaks, 
Schafe  und  Pferde  wäh- 
rend der  Nacht  befestigt 
werden.  An  die  Slein- 
siedelungen  von  Nga- 
tschu-ka  schließt  sich 
ein  Komplex  von  weit- 
verstreuten   Zehen. 

In  Nga-tschu-ka  sollen 
etwa  tausend  Familien 
leben. 

In  dem  Raum  zwischen 
dem  Kloster  und  der  Ka- 
rawanserei bringen  zwei 
Gebetsmauern,  im  Ab- 
stand von  100  Meter 
errichtet,  den  Beweis  von 
der  großen  Frömmigkeit 
der  Eingeborenen.  Solche 
Gebetsmauern  sind  im 
allgemeinen  ein  bis  zwei 
Meter  hoch,  zwei  Meter 
breit  und  10  bis  20  Me- 
ter lang,  können  aber 
auch  zuweilen  Riesendi- 
mensionen annehmen.  Lama-Priester  beim 
Aus  der  Ferne  wirken  sie  dann  wie  starke  !•  uslungswcrkc.  Bei 
Leh  trafen  wir  später  ladellos  ausgeführte,  meterhohe  Mauern  von 
Kilometerlänge.  Die  Mauern  sind  aus  Steinplatten  erbaut,  die 
mit  heiligen  Gebeten  oder  Götlerbildnissen  geschmückt  sind. 
Steinmetze  haben  diese  ausgeführt  und  mit  Bemalung  versehen. 
Wenn  also  der  Sturm  durch  diese,  ohne  Bindemittel  aufcinander- 
geschichteten  Steinplatten  fährt,  so  liest  er  nach  Überzeugung 
der  glaubensfreudigen  Tibeter  alle  die  auf  den  Steinplatten  ein- 
gemeißelten Gebete  ab  und  trägt  sie  zum  Himmel  empor.  Dort 
werden  sie  zum  Seelenheil  dessen,  der  eine  solche  Gebetsmauer 
errichten  ließ,  registriert.  Eine  andere  Art  von  Gebetsmauern 
besteht  darin,  daß  der  freie  Raum  innerhalb  einer  aus  Mani- 
platten  errichteten  Steinumwallung  mit  Gebctstafeln  willkürlich 
ausgefüllt  wird.  Diese  Art  treffen  wir  hier  in  Nga-tschu-ka  an. 
Über  der  Mitte  dieser  30  Meter  langen  Mauer  ist  ein  Stein- 
häuschen aufgesetzt,  das  eine  drehbare  Gebetsmühle  umschließt. 
Ein  anderer  religiöser  Bau  ragt  auf  der  Höhenkuppe  jenseits 
des  Flusses  auf,  ein  gewaltiges  Lha-tsa.  Unterhalb  am  Steilhang 
leuchtet  weithin  sichtbar  in  etwa  fünf  Meter  hoher  tibetischer 
Schrift  das  Gebet  ,,0m  mani  padme  hum",  durch  Einfügung  heller 
Steine  in  den  dunklen  Erdgrund  besonders  kenntlich  gemacht. 

Nördlich  vom  Kloster  ist  auf  der  untersten  Terrasse  ein  Non- 
nenkloster —  Any-gomba  —  erbaut,  das  aus  einem  Hauptbau 
besteht,  von  einer  feslungsartigen  Umwallung  umfriedet.  Kein 
männliches  Wesen  darf  das  Kloster  und  seine  Umgebung  betreten. 
Diese  Nonnen  mit  kurzgeschnittenem  Haar,  ungefähr  sechzig 
an  der  Zahl,  stehen  auf  einer  höheren  Stufe  als  die  meisten  tibe- 
tischen Frauen,  denn  ihnen  wurde  im  Kloster  Lesen  und  Schrei- 
ben gelehrt.  Diese  Künste  beherrscht  im  allgemeinen  nur  die  ver- 
mögende Frau,  die  sich  einen  Lehrer  hallen  kann.  Dem  einfachen 
Volk  ist  CS  übrigens  gar  nicht  erlaubt,  die  wenigen  vorhandenen 
Mädchenschulen   zu   besuchen. 

Mein  Kamerad  hatte  inzwischen  in  einer  Karawanserei  Unter- 
kunft gefunden,  dem  ,, Hotel"  des  Ortes.  Von  seinem  Dach  flattern 
Gebctswimpel.  Das  kleine  Haus  mit  Seitenbau  und  Hof  um- 
schließt einen  Wohnraum  für  die  Familie  sowie  einen  länglichen 
Raum  mit  Schlafgelegenheit  für  die  Gäste.  Der  einzige  schemel- 
arlige  Tisch  und  einige  Etageren  an  der  Wand  enthalten  Lebens- 
mittelvorräte zur  Aufbewahrung:  Zucker,  Reis,  getrocknete  Früchte, 


Butter,  Nüsse,  Tsamba, 
Tee  und  Aprikosenbaumöl. 
Im  Hauptgebäude  nimmt 
die  Küche  den  größten 
Raum  in  Anspruch.  Hier 
steht  ein  aus  Lehm  er- 
richteter Herd,  in  den 
eiserne  Kessel  eingelas- 
sen sind.  An  der  Wand 
ein  Tisch,  zu  beiden  Sei- 
ten einige  niedrige  Sitz- 
leisten, die  Tag  und 
Nacht  belagert  sind.  An 
den  Wänden  stehen  auf 
Gestellen  Säcke  mit 
Wolle,  truhenähnliche 

Vorratskisten  sowie  nicht 
gereinigte  Töpfe  und  Kes- 
sel herum.  Das  ganze 
Kücheninnere  ist  verrußt 
und  ganz  mit  Schmutz 
überdeckt.  Der  Rauch 
zieht  durch  ein  Loch  in 
der  Decke  ab.  In  einer 
Ecke  kämmt  eine  Frau 
ihrem  Eheliebsten  die 
Haare  und  händigt  diesem 
die  dabei  vorgefundenen 
Läuse  mit  unnachahmli- 
cher Grazie  aus. 

Gegenüber  dem  Hotel 
winkt  uns  das  Gefängnis, 
ein  zwei  Meter  hoher, 
fensterloser  Bau  aus 
Bruchstein.  Das  Innere 
gleicht  einem  dunklen, 
niederen  Stall.  Hier  fal- 
len oberhalb  des  Bodens 
starke,  vierkantige  Bal- 
ken auf,  die  im  ganzen 
P/iot.  fdclmer  jg    Doppellöcher    enthal- 

ten. In  diese  Locher  werden  nachts  die  Hand-  oder  Fuß- 
gelenke der  liegenden  Gefangenen  eingeführt.  •  Unter  Tag 
sitzen  diese  vor  der  Tür  in  der  Sonne.  Füße  und  Hände  sind 
in  Eisen  gelegt.  Der  Verkehr  zwischen  dem  jovialen  Gefängnis- 
wärter und  den  Gefangenen  ist  recht  gemütlich.  Nur  ein  Blick 
an  die  Außenwand  des  Gefängnisses  erinnert  uns  daran,  daß  es 
doch  besser  ist,  mit  dem  Gefängnis  keine  nähere  Bekanntschaft 
anzuknüpfen.  Dort  hängen  nämlich  die  an  den  Gelenken  ab- 
gehauenen, eingetrockneten  Hände  eines  angeblich  wegen  Dieb- 
stahls Verurteilten. 

In  unserem  Hotel  wird  Rindfleisch  gekocht  und  ein  Riesen- 
quantum Tee  für  uns  bereitgehalten.  Wir  saßen  am  Boden,  von 
Hunden  umgeben.  Bald  wurde  das  Mittagessen  in  einer  Truhe 
serviert.  Das  ,, Diner"  begann.  Jeder  fischte  sich  mit  der 
,,Fünfzinkigen"  einen  Brocken  heraus  und  aß  mehr  oder  weniger 
schmatzend. 

Nach  dem  Diner  besuchten  wir  den  Khampo.  Er  bewohnt  ein 
villenartiges,  einstöckiges  Haus,  dicht  neben  dem  Kloster.  Am 
Eingang  hingen  verschiedene  Riemen  und  Peitschen,  die  Zeichen 
der  Macht  und  Würde. 

Wir  wurden  angemeldet.  Nachdem  wir  einige  Zeil  anticham- 
briert hatten,  führte  man  uns  nach  einem  großen,  freundlichen 
Zimmer  im  ersten  Stock,  Hier  saß  der  Khampo  in  gelbem 
Daniastkleid  mit  gleichfarbigem  Hut  auf  breiten  Teppichen  und 
vielen  Kissen.  Feierlich,  mit  beiden  Händen  überreichte  ich  dem 
Khampo  einen  Chadak.  Dann  nahmen  wir  auf  einem  Teppich- 
schcmel,  links  seitwärts  von  dem  Gestrengen,  Platz.  Uns  gegen- 
über saß  ein  tibetischer   Beamter. 

Der  Khampo  gab  sich  liebenswürdig.  Er  ließ  mir  durch  den 
Dolmetsch  sagen,  daß  er  mich  nicht  verstehen  könnte,  was  ja 
auch  umgekehrt  zuträfe.  Dann  fragte  er,  für  welchen  Weg  ich 
mich  endgültig  entschieden  hätte;  ob  ich  nach  Taidschenär  zurück 
wolle  oder  nach  Leh?  Der  letztere  Weg  sei  für  uns  durch  den 
Dalai-Lama  freigegeben.  Via  Rudok  könnten  wir  in  vierzig  Tagen 
in  Ladak  sein.  Wir  hätten  sieben  Distrikte  zu  passieren,  also 
siebenmaligen  Tierwechscl.  In  seinem  Distrikt  würden  wir  noch 
neun  Tage  bleiben,  um  dann  den  Distrikt  seines  Schwagers  zu 
betreten,  den  wir  nach  weiteren  fünf  Tagen  durchmessen  haben 
könnten. 


Gebet 


( 


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P/iW     l'niversal 


Robert   Ellis   und   Mad^e   Bellamy 

in  .,Heut  Nacht  iini   zv.völf" 


Die  Filmregisseure  Myers  und  Mjete  bei  der  Aufnahme  des  ersten  nur  von  Hunden  gespielten  Films 


Phot.  M.-a.-M. 


c9af€^  9ä.  Oa^-^c^ß 


Neun  Jahre  sind  ts  her,  seitdem  die  Jazz-Musik  in  Europa 
heimisch  wurde  und  sowohl  der  Musik  als  auch  dem  Tanz 
ihren  Stempel  aufdrücken  konnte.  Jazz-Orchester  haben 
sich  die  kleinsten  Städte  erobert,  und  schneller  als  ein  anderes 
Instrument  hat  sich  das  Saxophon  durchsetzen  können.  Sogar 
klassische  Musik  wurde  verjazzt, 
was  weder   ihr  noch   der   Idee  vom 

Rhythmus  unserer  Zeit  zugute  kam,  r      . ,       ,  > 

Aber  es  macht  sich  seit  einiger 
Zeit  eine  lebhafte  Stimmung  gegen 
die  Synkopenmusik  bemerkbar,  die 
nicht  nur  in  den  Kreisen  der  Mu- 
siker, sondern  auch  beim  Publikum 
Anklang  gefunden  hat,  das  müde 
des  ewigen  Jazzlärms  ist.  Nun 
kommen  die  Pariser  Tanzmeister 
und  erklären,  daß  die  Jazzmusik 
in  diesem  Winter  voni  Parkett  der 
Tanzsäle  und  der  eleganten  Privat- 
häuser verschwinden  werde,  Sie 
sind  der  Meinung,  daß  auch  der 
Step  ein  völlig  überholter  Tanz  sei, 
der  im  nächsten  Jahre  von  distin- 
guierten Leuten  nicht  mehr  für  salon- 
fähig gehalten  werde.  Der  Step 
kam  aus  den  kleinen  Kneipen  und 
eroberte  sich  durch  seine  gewisse 
Originalität  das  mondäne  Parkett. 
Es  war  die  Zeit,  in  der  man  für 
Apachen  schwärmte  und  ihre  Tänze 
für  erregend  und  abwechslungsreich 
hielt.  Aber  die  heutige  elegante 
Well,  so  erklären  die  Tanzmeister, 
die  es  schließlich  wissen  müssen, 
ist  dieser  Laune  längst  müde  ge- 
worden und  verlangt  nach  anderer 
Unterhaltung.  Von  Paris  wird  daher 
als  Tanz  des  Winters  der  Tango 
kreiert,    der    allerdings    kleine    Re- 


Der  Jazzkönig  Paul  Whileman  in  seinem  Heim 


formen  aufweist  und  nur  aus  fünf  Schritten  besteht,  weil  ein  paar 
Figuren  des  bisher  üblichen  Tangos  für  die  Durchschnittstänzer 
zu  schwer  sein  sollen.  Der  Tango  wird  langsam  und  schwebend 
getanzt  und  durchaus  als  Gegenstück  zum  Step  gehalten,  der 
dem    Variete   überlassen   werden   soll,    wie    Fox    und    Shimmy,    an 

den  kein  eleganter  Tänzer  mehr 
denkt.  Daß  der  Tango,  der  ja 
eigentlich  nie  vom  Parkett  ver- 
schwunden ist,  wieder  an  die  Spitze 
gesetzt  wird,  erklären  die  Tanz- 
lehrer für  eine  Folge  der  Mode, 
die  lange  Abendkleider  vorschreibt, 
Herr  Colombier,  der  Tanzlehrer 
eines  besonders  vornehmen  Pariser 
Stadtviertels,  äußerte  sich  zu  einem 
Interviewer  über  den  Tanz  des 
Winters  wie  folgt:  , .Können  Sie  sich 
vorstellen,  daß  eine  Tänzerin  in 
modernem  langen  Abendkleid  einen 
Jazz  wagen  darf,  ohne  für  ihre 
Schleppe  zu  fürchten?  Sehen  Sie: 
als  die  Generation  unserer  Mütter 
tanzte,  hatten  die  Ballkleider  so 
lange  Schleppen,  daß  sie  von  den 
Damen  über  den  Arm  geworfen 
werden  konnten.  Die  heutigen  Ball- 
koslüme  lassen  das  nicht  zu,  außer- 
dem kennen  wir  auch  den  Luxus 
des  Frou-Frou  noch  nicht  wieder, 
den  die  jetzige  sportliche  Frauen- 
generation ablehnen  dürfte.  Mit 
einem  Abendkleid  im  heutigen  Stil 
läßt  sich  nur  ein  sehr  langsamer 
Tanz  ausführen.  Es  bleiben  also 
nur  Valse  Boston  und  Tango.  Von 
ihnen  ist  der  Tango  der  weitaus 
schw  ierigere  und  weitaus  elegantere, 
so  daß  man  ihm  schon  deshalb  den 
Vorrang   zugestehen   wird." 


§)eit  eindkcfie  ^OidaikH^hC 


Es  kommt  sehr  darauf  an,  in  welcher  Rolle  ein  Schauspieler 
den  Zuschauern  zuerst  vorgestellt  wird;  sie  kann  in  dar- 
stellerischem Sinne  noch  so  ausgezeichnet  sein,  wenn  das 
Publikum  aus  irgendeinem  Grunde  nicht  davon  gefesselt  wird,  so 
hat  es  der  Darsteller  schwer,  beliebt  zu  werden.  Richard  Dix 
konnte  von  Glück  sagen,  daß  sein  Name  bei  uns  mit  einem  der 
größten  Filmerfolge  verknüpft  ist.  Er  wurde  populär  mit  den 
.,Zehn  Geboten",  wo  er  in  dem  modernen  Teil  den  guten  Bruder 
dt-Tzustellen  hatte.  Seine  Darstellung  strahlte  ungewöhnliche 
Sympathie  aus,  und  so 
fand  er  schneller  bei  den 
Zuschauern  Anklang  wie 
Rod  la  Rocque,  obgleich 
die  Handlung  dem  letzten 
die  weitaus  größere  Par- 
tie zugewiesen  hatte.  Aber 
die  Zuschauer  interessie- 
ren sich  nun  einmal  in 
erster  Linie  für  die  lie- 
benswürdigen Darsteller, 
selbst  wenn  diese  nur  in 
landläufigen  Partien  zu 
sehen  sind.  Seither  sind 
eine  ganze  Anzahl  Filme 
mit  Richard  Dix  über  das 
große  Wasser  gekommen 
und  haben  den  ersten  Ein- 
druck verstärkt.  Aller- 
dings bilden  sie  nur  einen 
Bruchteil  der  .Arbeiten,  an 
denen  Richard  Dix  im 
Laufe  der  Jahre  teilge- 
nommen hat  und  es  fehlen 
gerade  seine  erfolgreich- 
sten Filme,  die  ihn  als 
Indianer  zeigen.  Vermut- 
lich glaubte  man,  daß  der 
,,Vanishing  American"  in 
Deutschland  nicht  inter- 
essieren werde.  Aber  wer 
die  Indianerbegeisterung 
kennt,  die  sich  jeder  Er- 
wachsene aus  den  Cooper- 
und  Karl  May-Jahren  in 
das  gesetztere  Alter  her- 
übergerettet hat,  der  wird 
gerade  einem  derartigen 
Sujet,  das  uns  nun  der 
Winter  bringen  soll,  vol- 
len Erfolg  prophezeihen. 
—  Richard  Dix  ist  ein 
echtes  Kind  der  Filmstadt 
Los  Angeles,  dessen  aller- 
meiste Bewohner  ja  von 
außen  her  eingewandert 
sind.  Er  wurde  freilich 
nicht  von  Jugend  auf  mit 
dem  Film  bekannt,  war 
keines    jener    Kinder,    die 

bereits  in  frühen  Tagen  mit  dem  Kurbelapparat  Freundschaft 
geschlossen  haben,  denn  seine  Erziehung  ging  auf  einem  College 
in  Minnesota  vor  sich,  und  weder  er  noch  seine  Eltern  dachten 
an  die  große  Karriere  auf  der  Leinwand.  Aus  diesen  College- 
tagen, an  die  sich  Richard  Dix  mit  größtem  Vergnügen  er- 
innert, erzählt  er  gern  seine  tollen  Streiche  sowie  seine  Vorliebe 
für  den  Sport,  der  ja  freilich  im  amerikanischen  Unterrichts- 
wesen eine  ganz  andere  Rolle  wie  bei  uns  spielt.  Aber  schon 
damals  meldete  sich  bei  ihm  eine  dramatische  Begabung,  denn 
er  nahm  sehr  regen  Anteil  an  den  Schülervorstellungen  klassi- 
scher Stücke,  mit  denen  sich  die  Collegeschülcr  die  Zeit  ver- 
trieben. Es  war  ganz  selbstverständlich,  daß  Richard  Dix  alle 
Hauptrollen  für  sich  beanspruchen  durfte,  die  er  auch  unter 
großem    Beifall    seiner    Kameraden    durchzuführen    wußte.     Seine 


Richard  Dix  mit  einer  glückbringenden  Hasenpfote     piwt.  Paramount 


Eltern  hatten  ihn  für  das  Studium  der  Medizin  ausersehen,  aber 
ihn  schreckte  ein  Beruf  zurück,  der  sich  ohne  blutige  Eingriffe 
nicht  ausüben  ließ.  Er  wählte  daher  die  Laufbahn  eines  Archi- 
tekten, die  in  einem  Lande,  das  dem  Baugedanken  jeden  Raum 
läßt,  als  sehr  aussichtsreich  bezeichnet  werden  muß.  Allerdings 
müssen  damals  schon  bei  ihm  gewisse  Wünsche  über  einen  Über- 
gang zu  den  weltbedeutenden  Brettern  vorgeherrscht  haben,  denn 
er  nahm  an  Unterrichtskursen  teil,  die  ein  ergrauter  Schauspieler 
abends  erteilte.  Richard  Dix  hat  damals  sehr  fleißig  Sprech- 
unterricht genommen,  et- 
was, was  ihm  im  Zcit- 
aller  des  Tonfilms  außer- 
ordentlich zum  Vorteil 
gereicht.  Er  ließ  sich  denn 
auch  sehr  schnell  über- 
reden, Mitglied  einer 
Theatergruppe  zu  werden, 
die  von  Minnesota  aus 
die  Umgebung  bereiste. 
Amerikas  Provinz  kennt 
keine  ständigen  Bühnen, 
sondern  nur  Gastspiel- 
truppen, die  mit  einem 
erfolgreichen  Stück  um- 
herziehen und  auch  die 
Dekorationen  gleich  mit 
sich  führen.  Diese  Gast- 
spiele werden  in  der  Regel 
in  New  York  zusammen- 
gestellt und  gehören  gro- 
ßen Unternehmern,  die 
nach  einem  genau  festge- 
legten Plan  das  Land  mit 
Schauspielkunst  versorgen. 
Richard  Dix  wandte  sich 
daher  bald  nach  New 
York,  da  es  nur  vom 
Broadway  aus  möglich 
war,  festen  Fuß  auf  der 
amerikanischen  Bühne  zu 
fassen.  Aber  ein  Engage- 
ment bei  einem  der  stän- 
digen New-Yorker  The- 
ater, die  ihrem  Publikum 
nur  ganz  große  Namen 
bieten,  fand  sich  für  den 
jungen  Provinzdarsteller 
nicht.  Auch  anderswo  ist 
es  ja  nicht  möglich,  von 
der  Wanderbühne  aus  die 
Theater  der  Hauptstadt 
zu  erobern,  und  so  blieb 
ihm  denn  nichts  weiter 
übrig,  als  abermals  ein 
Engagement  bei  reisenden 
Gesellschaften  anzuneh- 
men. Ein  Jahr  später 
starb  sein  Vater,  und 
Richard  Dix  mußte  nach 
Los  Angeles  zurückkehren,  um  Mutter  und  Schwester  zu  unter- 
stützen. In  Los  Angeles,  wo  zu  seiner  Zeit  noch  ein  Mangel 
an  wirklich  ausgebildeten  Bühnenschauspielern  herrschte,  denen 
der  szenische  Dialog  geläufig  war,  erhielt  er  umgehend  ein  En- 
gagement bei  der  berühmten  ,,Moresco  Stock  Compagnie".  Ihr 
Leiter,  Walter  Moresco,  heiratete  später  den  Filmstar  Corinne 
Griffith,  wollte  allerdings  damals  noch  nichts  vom  Film  wissen, 
den  man  auch  in  Kalifornien  anfangs  für  eine  vorübergehende 
Mode  hielt.  Innerhalb  dieser  Gesellschaft,  die  das  Konver- 
sationsstück pflegte  und  auf  einem  höheren  Niveau  stand  als 
die  durchschnittliche  amerikanische  Wanderbühne,  spielte  sich 
Richard  Dix  schnell  in  den  Vordergrund.  Dazu  verhalfen  ihm 
nicht  nur  seine  dramatischen  Studien,  nicht  nur  seine  ge- 
schliffene    Sprechtechnik,     nicht     allein     seine     Bühnensicherheit, 


sondern  auch  sein  gutes  Aussehen,  seine  sportliche  Figur,  die  ihm 
das  Training  für  Fuß-  und  Baseball  im  Laufe  der  Jahre  ver- 
liehen hatte.  Es  konnte  daher  nicht  ausbleiben,  daß  man  im 
benachbarten  Hollywood  auf  den  jungen  Schauspieler  aufmerk- 
sam wurde,  dessen  Erscheinung  außerordentlich  für  den  Film 
geeignet  war.  Richard  Dix  wurde  zu  einer  Probeaufnahme  ein- 
geladen.    Und    als    diese    überaus    günstig    ausfiel,    gab    man    ihm 


eine  kleine  Rolle,  die  er  zur  vollen  Zufriedenheit  ausführte.  Noch 
ehe  Richard  Dix  eigentlich  die  Technik  des  Filmspiels  erlernt 
hatte,  die  ja  vollkommen  von  derjenigen  auf  der  Bühne  ver- 
schieden ist,  wurde  Cecil  B.  de  Mille  auf  ihn  aufmerksam.  Unter 
der  Leitung  dieses  bedeutsamen  Regisseurs,  der  aus  seinen  Schau- 
spielern wie  kein  zweiter  die  künstlerischen  Effekte  herauszu- 
locken versteht,  entwickelte  sich  Richard  Dix  sehr  schnell. 


UND  DER, 


I" 


// 


Liane  Haid 


In  Kalifornien  sind  die  echten  Wildweststreiche,  die  in 
den  Cowboyfilmen  einen  so  breiten  Raum  einnehmen, 
keineswejjs  nur  eine  Angelegenheit  der  Filmindustrie, 
sondern  sie  tragen  sich  täglich 
zu.  Überfälle  auf  Autos  und 
Landhäuser  von  selten  be- 
waffneter Banden  gehören 
nicht  zu  den  Seltenheiten, 
und  an  den  Gasolinstatio- 
nen, wo  die  Autos  getankt 
werden,  lauern  die  ,,Hold 
ups",  Strauchritter,  die  den 
Revolver  in  der  Rocktasche 
tragen  und  die  Brieftaschen 
abfordern.  Aber  an  diesen 
Zustand  hat  sich  die  Be- 
völkerung langsam  ge- 
wöhnt, und  so  unternehmen 
denn  die  Bewohner  von 
Los  Angeles  ruhig  Aus- 
flüge in  die  Umgebung. 
Von  Bebe  Daniels  ist  be- 
kannt, daß  sie  eine  leiden- 
schaftliche Forellenanglerin 
ist.  Nun  befinden  sich  aber 
die  Bäche  mit  den  begehr- 
ten Fischen  anderthalb 
Autostunden  von  Holly- 
wood, und  der  Weg  führt 
durch  sehr  einsame  Hügel- 
ketten, die  nur  mit  dürrem 
Gras  bestanden  sind.  Nach 
einem  besonders  geglückten 
Fischzug  machte  sich  Bebe 
Daniels  eines  Tages  auf 
den  Rückweg  und  mußte 
nach  einiger  Zeit  merken, 
daß  ihr  ein  kleines,  schnel- 
les Auto  nahezukommen 
suchte.  Sie  gab  sofort  Voll- 
gas, mußte  aber  bemerken, 
daß  ihr  der  verfolgende 
Wagen  näherrückte.  Kein 
Zweifel,  daß  darin  ein 
„Hold  up"  saß,  der  es  auf 
ihr  Geld  abgesehen  hatte. 
Bebe  Daniels  aber  hatte 
plötzlich  eine  glänzende 
Idee.  Sie  stoppte  ihr  Auto, 
verbarg  bis  auf  einen  Ring 
ihre  Schmucksachen  im 
Wagen  und  winkte  den 
Verfolger  zu  sich  heran. 
Das  andere  Auto  kam 
schnell  herbei,  und  die 
Filmschauspielerin  sah  sich 
einem  Manne  gegenüber, 
bei  dem  kein  Zweifel  dar- 
über waltete,  daß  sie  es  mit 


einem 
Bebe  D 
daß  ich 


,,Hold  up"  zu  tun  hatte.  —  ,,Mein  Herr",  sagte 
aniels  mit  liebenswürdigstem  Lächeln.  ,,Sie  sehen, 
eine  schutzlose  Frau  bin,  darf  ich  wohl  auf  Ihre 
Unterstützung  rechnen?"  Diesem  Appell  kann 
sich  kein  Amerikaner,  der  ja  in  der  absoluten 
Verehrung  der  Frau  groß  geworden  ist,  ent- 
ziehen, und  so  sagte  der  Mann  wohl  oder  übel 
,,Ja!"  —  ,,Man  hört  jetzt  so  viel  von  ,,Hold 
ups,"  fuhr  die  Filmschauspielerin  fort,  ,,und 
ich  fürchte  mich,  den  Weg  allein  zurückzulegen. 
Würden  Sie  wohl  so  liebenswürdig  sein  und  mir 
vorausfahren,  bis  wir  an  den  Hollywood-Boulevard 
gelangt  sind,  wo  ich  mich  sicherfühle?"  —  Der 
,,Hold  up  '  lüftete  seine  Mütze,  lenkte  den  Wagen 
an  Bebe  Daniels  Auto  vorbei  und  fuhr  wie  auf 
Kommando  bis  zum  Hollywood-Boulevard,  den 
beide  trotz  scharfen  Tempos  erst  in  einer  Stunde 
erreichten.  Als  sie  dort 
in  Sicht  mehrerer  Autos 
gekommen  waren,  zog  Bebe 
Daniels  eine  Karte  aus  der 
Tasche  und  reichte  sie  mit 
gleich  liebenswürdigem 

Lächeln  ihrem  seltsamen 
Reisegefährten  hin.  ,,Für 
Ihre  Liebenswürdigkeit 

kann  ich  mich  auch  er- 
kenntlich zeigen.  In  Pasa- 
dena  findet  übermorgen  die 
erste  nichtöffentliche  Vor- 
stellung von  Chaplins  ,,Zir- 
kus"statt.  Die  Öffentlichkeit 
weiß  nichts  davon,  und  ich 
gebe  Ihnen  mein  Billett, 
denn  man  kann  für  kein 
Geld  Eintrittskarten  kau- 
fen, weil  Charlie  kein 
fremdes  Publikum  will  und 
nur  seine  Freunde  ein- 
geladen hat.  Ich  bitte  Sie, 
zu  erscheinen,  denn  es 
wird  wirklich  eine  Über- 
raschung sein,  und  alle 
Ihre  Bekannten  werden 
Sie  darum  beneiden!"  Der 
,,Hold  up"  dankte  nicht 
weniger  höflich  und  ver- 
schwand mit  seinem  Wagen 
in  einer  Seitenstraße.  Aber 
als  der  Chaplinfilm  vor- 
geführt wurde,  sah  man 
auf  den  Plätzen,  die  für 
Bebe  reserviert  waren, 
zwei  Damen  der  Hoch- 
finanz aus  Los  Angeles, 
die  strahlend  um  sich 
blickten.  Der  ,,Hold  up" 
hatte  die  Karten  für  je 
100  Dollar   weiterverkauft. 


®z«< 


E/N  ROMAN     VON  STANHOPE 


6.  Fortsetzung 

Das  Auto  war  kleiner  geworden  als  das  Schwarze  unter  dem 
Fingernagel,  war  weit  zurückgeblieben,  Tantchen  schnaufte  schon 
ein  bißchen,  als  Pitt  sich  einen  Ruck  gab  und  in  einer  synkopi- 
schen Rede  den  Zustand  seiner  Seele  enthüllte,  sich  anklagte  und 
Tante  Philba  verwirrte.  Aber  sie  war  Amerikanerin,  kannte 
keine  Probleme  und  war  gewohnt,  verzwickte  Fragen  des  Ge- 
schäfts- und  Familienlebens  mit  kundiger  Hand  und  klarem 
Verstand  zu   lösen, 

,,Gut,  daß  du  Vertrauen  hattest,  Pitt.  Hast  du  diese  unselige 
Neigung    nicht    auch    schon    früher    an    dir    bemerkt?" 

,,Nie,  und  auch  jetzt  nur 
bei  dieser  einzigen  Per- 
son   — " 

Philba  Erskine  schüttelte 
den  Kopf:  ,, Merkwürdig  ist 
das,  sehr  merkwürdig.  Was 
mir  übrigens  gerade  einfällt: 
Mein  Großvater  selig,  David 
Corryna,  der  Uhrmacher,  du 
weißt,  hat  sich  eine  Kunst- 
reiterin vom  Zirkus  Bailey 
zur  Frau  geholt,  tja,  tja  — 
doch  das  gehört  nicht  hier- 
her. Morgen  suchen  wir  Pro- 
fessor Hedonc  auf  —  ich  will 
wissen,  wie  es  um  dich  steht. 
Und  alles  übrige  laß  meine 
Sorge  sein,  mein  lieber 
Junge!" 

Still  und  ruhig  war  die 
Rückfahrt,  und  das  Essen  an 
diesem  Abend  bestand  aus 
drei  Toastscheiben,  ganz 
wenig  Bayonner  Schinken 
und  einem  Schluck  vortreff- 
lichen Burgunderweines.  Und 
schon  um  10  Uhr  nachts  lag 
Tante  Philba  im  Bett,  konnte 
aber  lange  nicht  einschlafen. 

Kaum  war  die  unver- 
gleichliche Frau  verschwun- 
den, huschte  Pitt  am  Portier 
vorbei,  charterte  ein  Taxi 
und  raste  zum  ,,Kawkasia"; 
er  nahm  gerade  noch  recht- 
zeitig Platz,  als  der  Vorhang 
aufging  und  Billie,  sprühen- 
der und  munterer  als  je, 
über  die  Bühne  hüpfte. 

Sie  hatte,  das  Schicksal 
herauszufordern,  das  gleiche 
Kleid  wie  am  Vormittag  an- 
getan.    Der    Nachmittag    war 

der  Feststellung  gewidmet,  daß  es  eine  sonderbare  Art  von  Liebe 
gibt,  die  den  Menschen  befällt,  ohne  den  Partner  näher  als  vom 
Ansehen  zu  kennen,  die  aber  dennoch  Treue  und  Ergebenheit 
fordert,    weil    sie    weiß,    daß    ein   Echo    widerklingt. 

Ob  ihr  ,, Beruf"  auf  rasche  Weise  ein  Ende  nahm,  war  ihr 
gleich;  daß  die  ewige  Verkleidung  quälend  sein  konnte,  hatte  sie 
am  Vorabend  erfahren,  als  sie  vergeblich  nach  Pitt  Erskine 
spähte.    Am   anderen   Morgen  sagte   sie  vernehmlich  dreimal   das 

griechische  Wort  ,,Skata!",  zog  ihre  eigenen  Sachen  an  und 

An  all  das  dachte  sie,  während  sie  charmante  Chansons  zwit- 
scherte und  knixend  den  südlichen  Beifall  quittierte.  Eine  neue 
Nuance  fand  sie  an  diesem  Abend:  aus  einem  Rosenbusch  warf 
sie  kokett  die  roten  Rosen  ins  Parkett,  und  die  weiblichen  Zu- 
schauer strahlten  beglückt.  Was  ist  natürlicher,  daß  eine  Rose 
den  Weg  zur  Loge  fand  und  Pitt  Erskine  purpurübergossen 
machte?    Er  hatte,  in  modischen  Dingen  absolut  ungewandt,  nicht 


IQ 


Kmlidriick  vrr/tnlfn 


Kapellmeister  Willy  Schmidt-Gentner 

bei  der  Komposition  der  Begleitmusik  zu  dem  Fritz -Lang-Film  der  Ufa 

„Frau  im  Mond"       Plwi.  Ufa 


gemerkt,    daß    Billies    Kleid    schon    einmal    an    diesem    Tag    ganz 
dicht  vor  seiner   Nase  einhergeflatlert  war. 

3.  Kapitel. 

Tante  Philba  sann  so  lange  über  die  erbarmungswürdige  Ver- 
fassung ihres  Neffen  nach,  bis  die  Natur  und  ihre  Übermüdung 
sie  zu  zornigen  Träumen  einschlafen  ließen.  Gegen  sieben  Uhr 
in  der  Frühe  stand  sie  auf;  ihre  Lage  war  keineswegs  angenehm, 
dennoch  schien  Frau  Philba  lustig  und  holte  beim  Frühstück 
nach,    was    sie    am    Vorabend    unterlassen   hatte. 

Sobald  ein  feiner  Sprüh- 
regen aufgehört  hatte  (der 
bei  der  Heimkehr  Pitts  schon 
dessen  Kleider  durchnäßt 
hatte),  machte  sie  sich  auf 
den  Weg.  Professor  Hedonc 
freilich,  der  große.  Seelenarzt 
und  Analytiker,  schlief  um 
diese  Stunde  noch;  Tante 
Erskine  mußte  sich  sammeln, 
um  dem  vorbereitenden  Be- 
such und  der  folgenden  Kon- 
sultation gewachsen  zu  sein. 
So  ging  sie  in  einem  tüch- 
tigen Marschtempo,  das  ihrer 
Art  ganz  ungewohnt  war, 
ohne  die  leiseste  Ahnung  der 
Richtung,  in  den  Morgen. 
Mittlerweile  waren  die  letz- 
ten Wolken  vom  Himmel 
verschwunden,  und  die  Sonne 
brannte  auf  die  Tante  und 
die  Straße  nach  Eleusis,  die 
sich  willig  rösten  ließen; 
denn  beide  konnten  allerlei 
vertragen. 

Dann  kam  ein  alter,  rad- 
wunder Omnibus,  den  Land- 
weiber benutzen,  um  Wein, 
Schaffleisch  und  Korinthen 
zur  Hauptstadt  zu  bringen, 
auf  Philba  Erskine  zu.  Sie 
ließ  ihn  halten,  stieg  ein  und 
schaukelte  munter  zurück, 
sich  im  stillen  bewundernd, 
welche  Strecke  sie  gepilgert 
war.  Ihr  flüchtiger  Blick 
glitt  über  die  Fahrgäste.  In 
einer  Ecke  saß  ein  blond- 
bärtiger Mann  mit  blauen 
Augen,  die  so  gar  nicht  ins 
heutige  Griechenland  passen 
wollten. 
Die  nächste  Unebenheit  der  Straße  brachte  eine  Unterhaltung 
zustande,  die  durch  die  in  vortrefflichem  Englisch  gehaltene  Ent- 
schuldigung des  Blonden  eingeleitet  wurde.  Überrascht  und  mit 
freundlicher  Würde  —  der  Zustand  der  Kleider  des  Mannes  ver- 
langte Reserve  —  sprach  Tante  Philba  vom  Wetter,  der  Land- 
schaft   und    dem    Leben. 

Dann  erfuhr  sie  die  Schicksale  des  Puppenspielers,  der  zu  Fuß 
Europa  durchreist  hatte  und  nun  auf  der  Wanderschaft  durch 
Griechenland  in  einem  Variete  seine  Künste  zeigen  wollte.  Es 
war  manches  Unterhaltsame,  was  mit  lebendigen  Worten  der 
Blondbart    erzählte. 

Diesem  einzigartigen  Zufall,  der  sie  mit  einem  Artisten  zu- 
sammenbrachte, hatte  die  Tante  eine  Idee  zu  verdanken,  die  sie 
für  gut  hielt,  von  der  sie  indessen  nicht  ahnen  konnte,  daß  sie 
gleichviel  zur  Verwicklung  und  Klärung  der  Sache  ihres  Neffen 
beitragen  sollte.  Vorläufig  nahm  sie  mit  leisem  Lächeln  die  „Ge- 
schäftskarte"   des   Künstlers    an    und    las:    Einar   Söndarssbn,    Di- 


reklor  der  weltbekannten  Marionettenlruppe  ,,Teatro  dei  Dodici", 
empfiehlt  sich  dem  Publikum,  den  Agenturen  und  den  Variete- 
bühnen   aller   Länder. 

„Ich  hoffe,  gnädige  Frau,  daß  Sie  mich  im  Variete  Kawkasia 
aufsuchen  werden",  sagte  Herr  Söndarsson  beim  Abschied  und 
fügte  hinzu:  „Dann  will  ich  Ihnen  mein  Theater  zeigen,  wie  es 
hinter  und  über  den  Kulissen  aussieht." 

Er  winkte  Abschied,  und  die  Tante  stand  in  der  breiten  Ge- 
sandschaftsstraße;  die  Sonne  stach  grausam,  selbst  hier,  wo  die 
Luft  reiner  war  als  in  den  Händlervierteln  an  der  Stoa  des 
Attalos. 

Im  Wartezimmer  des  Professors  Hedone  saßen  Fremde  aus 
allen  Provinzen,  die  den  Offenbarungen  des  Gelehrten  ergeben 
waren  und  auf  Befreiung  von  ihrer  verwickelten  Seelenbeschaffen- 
heit,  die  sie   Komplexverdrängung   nannten,    hofften. 

Die  aus  der  Art  geschlagene  Menschheit  der  ganzen  Erde 
schien  sich  ein  Stelldichein  gegeben  zu  haben,  das  durch  das 
korybantische  Lobgelön  der  Patienten,  wenn  sie  den  Arzt  ver- 
ließen, immer  größere  Dimensionen  annahm,  Teufel,  die  Degene- 
ration der  Welt  war  ungeheuer!  Tante  Erskine  sah  mit  gesunder 
Verachtung  auf  Püppchen  und  Schminkstifte,  die  sich  im  ge- 
polsterten Warteraum  lümmelten.  Mit  Pitt  aber  hatte  sie  Mitleid. 
Endlich,  als  Nummer  neunundzwanzig,  trat  sie  in  das  Sprech- 
zimmer des  Berühmten.  Ein  spitzbärtiger,  pudelähnlicher  alter 
Herr  trat  weltmännisch  wippend  auf  sie  zu  und  wollte  sie  nöti- 
gen, auf  einem  schwarzen  Diwan  Platz  zu  nehmen,  Frau  Philba 
dankte  und  bemerkte,  daß  sie  nicht  ihretwegen,  sondern  um 
ihres   Neffen   willen   gekommen   sei. 

Der  Arzt  hörte  ihrem  Bericht  aufmerksam  zu,  dann  sagte  er: 
,.Die  Merkwürdigkeit  des  Falles  scheint  mir  darin  zu  liegen,  daß 
die  Neigung  des  jungen  Mannes  nur  unter  bestimmten  Bedingungen 
bei  einer  einzigen  Person  erwacht.  Das  erleichtert  meine  Aufgabe, 
wenn  ich  überhaupt  von  einer  Aufgabe  sprechen  darf.  Ich  er- 
innere mich  aus  meiner  Praxis  an  eine  Begebenheit  —  hier 
lächelte  der  alte  Herr  schalkhaft  — ,  daß  der  Sohn  eines  meiner 
Bekannten  eines  Tages  seinem  Vater  ein  Geständnis  ähnlich  über- 
raschender Art  machte;  der  ängstliche  Papa  griff  darauf  zu  einem 
Mittel,  das  ihm  ein  Freund  des  Jungen  anriet:  Er  gab  den  beiden 
Geld  und  schickte  unter  der  Leitung  des  Freundes  seinen  Sohn 
in  Tanzlokale  und  andere  Etablissements,  wo  leichte  Mädchen 
den  armen  Kranken  auf  die  normale  Bahn  zurückbringen  sollten. 
Was  war  das  Ganze?  Nichts  als  ein  Komplott,  um  dem  Vater 
Geld  zu  entlocken,  das  die  beiden  mit  ihren  anspruchsvollen 
Freundinnen  gut  und  sicher  vertaten.  —  Nun,  derlei  ist  wohl 
möglich,  wird  aber  bei  Ihrem  Herrn  Neffen  nicht  in  Betracht 
kommen.  Schicken  Sie  mir  den  jr.ngen  Mann  heute  nachmittag 
einmal  her,  ich  will  mit  ihm  sprechen,  wir  werden's  schon  in 
Ordnung  bringen,  gnädige  Frau;  die  Kasse  ist  unten  rechts  — 
pardon,  die  Gewohnheit!  Gnädige  Frau,  die  Gewohnheit!  Sie 
brauchen  natürlich  erst  heute  nachmittag  zu  bezahlen.  Habe  die 
Ehre,  Kompliment,  auf  Wiedersehen!" 

Tante  Philba  war  einigermaßen  verwundert  über  den  sonder- 
baren Doktor, 

Nachmittags  stellte  sich  der  Neffe  bei  dem  Seelenarzt  ein  und 
erwartete  mit  leichtem  Magenschmerz   die  Diagnose, 

,,Es  ist  nichts,  mein  lieber  Herr",  sagte  Professor  Hedone,  ,,ich 
finde  an  Ihnen  keinerlei  Kennzeichen  einer  anormalen  Natur,  will 
ich  davon  absehen,  daß  Sie  mit  einer  außergewöhnlich  träumeri- 
schen Phantasie  begabt  sind.  Würde  man  mich  fragen,  ich  würde 
sagen,  daß  Sie  verliebt  sind,  in  eine  hübsche  junge  Dame  ver- 
liebt sind  und  daß  Sie  sich  keineswegs  anders  benehmen  als  alle 
jungen  Leute  beiderlei  Geschlechts  in  diesem  Zustand  Beruhigen 
Sie  Ihre  Frau  Tante,  und  beruhigen  Sie  sich!  Die  Wissenschaft 
hat  immer  recht;  und  wenn  Sie  mir  auch  noch  so  überzeugende 
Tatsachen  nennen,  glauben  Sie  mir,  Sie  sind  gesund,  die  Wissen- 
schaft läßt  sich  nicht  täuschen.  Die  Kasse  ist  unten  r«chts.  Auf 
Wiedersehen,   grüß   Gott,   leben   Sie  wohl!" 

Pitt  Erskine  wußte  nicht,  wie  er  am  besten  dem  Arzt  seine 
Verachtung  bezeugen  sollte;  es  schien  ihm,  daß  er  bei  den  Ochsen 
mehr  Wissen  vertreten  gefunden  hätte  als  bei  diesem  Scharlatan, 
wie  er  ihn  nannte.  Pitt  hatte  sich  nach  Art  der  Hypochonder  in 
das  Gefühl  des  ungesunden  Krankseins  so  sehr  hineingesteigert, 
daß  er  im  besten  Begriff  stand,  ein  Menschenfeind  zu  werden. 
Die  Feindschaft  begann  er  bei  sich  und  festigte  sie  durch  die 
Absicht,  so  bald  wie  möglich  die  Gesellschaft  der  Wüstentiere 
aufzusuchen.  Mit  einem  Wort:  die  Konsultation  hatte  den  Erfolg, 
Pitt   und   sein  Verhalten  zur  Tante  unerträglich   zu   machen. 

,, Schande!"  dachte  Frau  Philba,  ,,wir  müssen  abreisen;  der  ver- 
rückte Bengel  brennt  mir  durch,   fürchte  ich!" 


Da  fiel  ihr  zur  rechten  Zeit  Einar  Söndersson  ein,  und  sie 
begab  sich  zum  Variete  ,, Kawkasia",  das  sie  bisher  wie  die  Pest 
gemieden  hatte.  Als  sie  durch  das  nicht  sehr  vornehme  Stadt- 
viertel ging  und  mit  jedem  Schritt  dem  alten  Gebäude  näher  kam, 
das  sich  durch  grelle  Plakate  verriet,  klopfte  ihr  Herz,  Sie  ahnte, 
daß  sie  nicht  zurückkehren  würde,  ohne  den  entscheidenden 
Schlag  im  Interesse  ihres  Neffen  gegen  ihn  geführt  zu  haben.  Auf 
welche  Weise  das  geschehen  sollte,  war  ihr  bis  jetzt  noch  unklar. 
Es  fehlte  nicht  viel,  so  wäre  sie  vor  ihrem  Unternehmen  davon- 
gelaufen, aber  ihre  Tatkraft  entschied:  die  eigene  Bequemlichkeit 
verlangte    zu  handeln. 

Um  diese  Stunde  lag  der  Theatersaal  des  ,, Kawkasia"  eisig 
schwül  in  einem  Dunst  kalten  Bier-  und  Zigarettenqualmes;  kein 
Mensch  war  anwesend,  die  Proben  waren  vorbei,  bald  kam  die 
Stunde,  da  die  Scheuerfrauen  ihr  Werk  begannen.  Tante  Philba 
suchte  sich  einen  Weg  zwischen  tausend  Stühlen  und  Tischen 
und  stand  endlich  vor  der  Bühnenlür.  Dahinter  roch  es  nach 
Sauerbraten  und  Parfüm;  es  war  dunkel  auf  dem  gewundenen 
Gang,  der  zu  den  Künstlerzimmern,  also  direkt  auf  die  Bühne 
führte.  Etwas  betreten  stolperte  die  Tante  über  allerlei  Deko- 
rationswerk, bis  sie  mit  der  trüben  Beleuchtung  vertraut  war. 
Dann  hatte  sie  ihre  alte  Festigkeit  wieder  und  trat  zum  Zimmer, 
das  ihr  am  nächsten  war.  Sie  hatte  Glück.  Hinter  der  Tür  ver- 
barg sich  das  ,,Teatro  dei  Dodici",  und  sein  gefälliger  Direktor, 
Herr  Söndersson,  saß  in  einem  abenteuerlichen  Gewand  auf  einem 
vergoldeten  Rokoko-Stuhl  und  leimte  einem  Hampelmann  zwei 
hellblaue  Flügel  an.  Tante  Erskine,  die  geräuschlos  eingetreten 
war,  spürte  in  dem  kleinen  Raum  eine  fremdvertraute  Welt. 
David  Corryna  und  die  aus  dem  Zirkus  geholte  Großmama 
schwirrten  für  Sekunden  durch  ihr  Hirn. 

Sie  räusperte  sich  und  begrüßte  den  überraschten  Puppen- 
spieler, 

,,Das  ist  aber  eine  Freude,  gnädige  Frau",  sagte  der,  ,,wie  sind 
Sie  denn  hineingekommen?" 

Dann  bat  er  sie,  Platz  zu  nehmen,  plauderte  unbekümmert,  ließ 
Kasperl  und  Colombine  kalten  Kaffee  trinken,  trunken  tanzen, 
allerlei  Unsinn  reden,  räumte  alles  fort,  erklärte  dabei  viel,  und 
die  gute  Tante  vergaß  bei  so  viel  temperamentvoller  Unterhaltung 
beinahe  das  Ziel  ihres  Besuches. 

Als  er  ihr  endlich  etwas  Zeit  ließ,  sich  zu  besinnen,  empfand 
sie,  daß  ein  zu  schroffer  Übergang  zum  Thema,  das  ihre  Gedanken 
bedrückte,  das  Mißtrauen  des  regsamen  Mannes  herausfordern 
mußte. 

,,Was  wissen  Sie  von  , Belle  Bellie'?"  fragte  sie  endlich. 
,,Ein    ruhiger    junger    Mann,    der    nach    seinem    Auftreten    bald 
verschwindet.    Er   wohnt    draußen,    in   der   Nähe    der   alten   Burg; 
recht   still   und   verschlossen,  wie   mir  scheint.    Mit   den  Kollegen 
hat  er,  glaube  ich,  gar  keinen  Umgang." 

,,Er  ist  also  ein  Musterknabe,  solide  und  brav,  wie?" 
Der  Puppenspieler  lachte:  ,, Soweit  ich  das  beurteilen  kann,  ist's 
wohl  so.  Übrigens  hat  er  nicht  nur  unter  den  Frauen  Verehre- 
rinnen, es  gibt  da  einen  Studenten,  oder  so  etwas,  der  sich  täg- 
lich pünktlich  einfindet.  Ob  die  beiden  befreundet  sind,  kann  ich 
nicht  sagen.  Ich  kümmere  mich  um  das  Privatleben  meiner 
Kollegen   nicht." 

Nachdem  sich  Einar  Söndersson  drei  Stunden  in  bester  Gesell- 
schaft bewegt  hatte,  wußte  Tante  Philba,  was  sie  in  Erfahrung 
bringen  wollte,  und  verabschiedete  sich  herzlich  von  dem  Puppen- 
spieler, der  zu  seiner  Überraschung  nach  ihrem  Fortgang  ein 
Kouvert  mit  einigen  Drachmen  fand, 

Philba  Erskine  bereute  die  Intimität  keineswegs;  denn  ihre 
Höflichkeit  hatte' ihre  Kenntnis  des  Artistenlebens  bereichert.  Sie 
war,  da  das  Denken  des  Künstlers  sich  vornehmlich  in  dieser 
Richtung  bewegte,  über  die  Charakterlosigkeit  einzelner  Variete- 
Agenten  durchaus  im  Bilde  und  wußte  genau,  daß  das  Büro  des 
Aristide  Gibier  de  Potence  in  Paris  zu  den  bedeutendsten  der 
bestechlichen    Institute    zählte. 

So  kam  CS,  daß  Billie  an  einem  schönen  Vormittag  aus  Paris 
einen  Brief  empfing,  der  das  Siegel  der  größten  Artisten- 
Agentur  trug. 

Billies  freie  Zeit  wurde  seit  Tagen  mit  der  antwortlosen  Frage 
ausgefüllt,  ob  es  ratsam  sei,  das  Empfinden  ihres  Herzens  dem 
Logenschließer  mitzuteilen,  den  sie  im  Laufe  der  Wochen  nicht 
mehr  als  Fremden  ansah;  ganz  ahnungslos  wollte  sie  ihren 
Schwindel  beichten;  einmal,  weil  es  Genugtuung  bereitet,  einen 
Mitwisser  zu  haben,  dann  aber,  um  zu  erleichtern,  was  ihm  ganz 
offensichtlich  und  auch  ihr  Schwierigkeiten  bereitete:  die  gegen- 
seitige Aufmerksamkeit  und  wachsende  Zuneigung  sich  frei  ent- 
falten  zu   lassen.  Fortsetzung  fol^t 


I 


FRAGEN 


die  uns  eri'erchtert 


Anfragen    erbitten    wir    an    die    Redaktion    des    ,.Fi  1  m -M  a  J  a  z  i  n".     Berlin    SW  68,    Ziramerstraße    35 — 41 
Scherlverlag.     Antwort  erfolgst  nur  im  „Film-Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  bcmlwortet.  Bei  5I;inu- 
skriptangclegenlieiten  bitton  wir  folRondes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Kürkporto  beiznfiipren.  Jede  Einsendung  eines:  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  Schreibmaschincnseitcu 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Kegisseure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschlage  senden,  von 
handgeschriebenen  Sendungen   (leserlich)   eine   Abschrift  zurückbehalten. 

* 

Indien  in  Hamburg:  Die  Haupldarstellcr  in  dem  indischen 
F'ilm  .,Das  Ur.ibmal  einer  großen  Liebe"  waren  Hjmansu  Rai,  Euakse 
K.in\a-Rau.  Sceta  Devi,  Cbaru  Roy.  Sie  erreichen  die  Künstler  am  besten 
diirili   die    The    (ireat    Eastern    Corp.    Ltd..    Delhi,    Indien. 

F  I  i  m  m  e  r  g  i  r  1  :  Rolf  von 
Coth  wcdint  B«'rlin  SW,  Halle- 
sehes  L'fer  2,').  —  Lilian  Harvey 
ist  seit  ungefiihr  T  Jahren  beim 
Film.  Wir  glauben,  daß  Sie  alle 
Blumen  liebt,  ebenso  Willy 
F'ritsch  und  Werner  F'uetterer. 
Ja.  die  beiden  Künstler  haben 
auch  ein  Auto.  —  Fritsch  filmt 
seit  "—8  Jahren,  Fuctterer  ist 
ungefähr  .'>  Jahre  im  Film  tätig. 
—  Martin  Herzherg  hat  am  5.  Ja- 
nuar Geburtstag.  —  Aller  unge- 
fähr richtig  geraten. 

P  r  i  s  k  a  P.,  C  1  e  v  e  :  Schlit- 
ten Sie  uns  nur  weiter  Ihr  Herz 
aus!  —  Lya  Mara  befindet  sich 
noch  immer  mit  ihrem  Gatten 
Friedrich  Zelnik  in  Amerika. 
Wann  sie  zurückkommt,  steht 
noch  nicht  fest.  Lya  Mara  wurde 
am  1.  August  in  Riga  geboren. 
Ihre  bekanntesten  Filme  sind 
..Das  Mädel  von  Capri",  „För- 
sterehrislel",  ,,Die  Grille",  „An 
der  schönen  blauen  Donau", 
..Das  tanzende  Wien".  ,,Mary 
Lou",  .,Mein  Herz  ist  eine  Jazz- 
band", ..Der  rote  Kreis".  — 
Olga  Tschechowa  wohnt  Berlin 
NW  2."i.  Klopstockstraße  20.  Sie 
erblickte  am  26.  April  in  Alexan- 
dropol  das  Licht  der  Welt.  Sie 
spielte  u.  a.  in  ,,Xüra",  ..Schloß 
Vogclöd",  ,,Der  verlorene  Schuh", 
..Brennende  Grenze",  ,, Marter  der 
Liebe",  ..Moulin  Rouge",  ,,Weib 
in  Flammen".  ..Diane",  „Die 
Liebe  der  Brüder  Rott".  —  Gerda 
Maurus  hat  ihre  Wohnung  in 
Berlin-Wilmersdorf.  Hohenzollern- 
dainm  52.  Sie  wurde  am  25.  Au- 
gust in  Zagreb.  Kroatien,  ge- 
boren. Sie  spielte  bis  jetzt  in 
,. Spione".  ..Die  Frau  im  Mond", 
„Hochverrat". 

Erna  K.,  Dresden:  Wil- 
helm Dieterles  neue  Adresse  ist 
Berlin  -  Dahlem.  Schweinfurter 
Straße  25.  Er  hat  am  15.  Juli 
(ieburtstag  und  ist  mit  der  Film- 
schriftstellerin Charlotte  Hagen- 
bruch  verheiratet. 

Charlotte  R..  Leipzig:: 
Gunnar  Toliiaes  wohnt  jetzt  Ca- 
milla  Collettsvei  15.  Oslo.  Xor- 
wegen.  Er  tritt  augenblicklich  am 
Osloer  ..Neuen  Theater"  in  der 
Komödie  ,.Im  Käfig  der  Frei- 
heit"  auf. 

R  o  s  e  m  a  r  i  e  v.  G..  Ger  a  : 
Werner  F'uetlercr  wohnt  Berlin- 
Steglitz.    Kleiststraße  27. 

•Margot    St.,    B  e  r  1  i  n  -  W  i  1  m  e  r  s  d  0  r  f 
Berlin-Sclim.'irgendorf.    F'orkenbeckstr.iße    56a 
Kurfürstendamm    195,     Conrad    Veidt     Berlin 
Siegfried  Arno  Berlin  W,  Zähringerstraße  5. 
durch    die    Hum-F'ilm    A.-G..     Berlin    SW    48. 
reichen. 

Brigitte  H  e  I  m  -  V  e  r  e  h  r  e  r  .  Berlin:  Sie  haben  recht, 
Brigitte  Helm  ist  Berlinerii\.  Sie  wohnt  Berlin-D.ihlem.  Im  Winkel  5, 
und  hat  am  17.  März  Geburtstag.  Verheiratet  ist  sie  auch,  und  zwar  mit 
Richard  Weißbach.  —  Henny  Porten  stammt  aus  M.igdebtirg.  —  .\lle 
Filmstars  geben  Autogr.imme.  —  Glauben  Sie  uns.  es  ist  nicht  so  leicht, 
ein  berühmter  Filmstern  zu  werden.  Wir  r.atcn  ab.  um  vor  Enttäuschun- 
gen zu  bewahren.  —  Ob  Hariy  Liedike  Rosen  oder  F'lieder  bevorzugt,  ent- 
zieht   sich    t.itsächlich    unserer    Kenntnis. 

F''  i  1  m  t  r  e  u  n  d  i  n  Erika  P.  aus  F  r  i  e  d  e  n  a  u  :  Gustav  Fröh- 
lichs  neuester  Film  ist  ..Der  unsterbliche  1-ump '•.  Liane  Haid  spielt  die 
weibliche  Hauptrolle.  —  Fritsch.  F'ucttcrer.  F>ühlich  und  Verebes  sind 
ledig,  Mosjukin  und  Trevor  verheiratet.  —  Harry  Liedtke  liebt  alle 
Blumen.  Er  gibt  Autogramme.  Ebenso  Wilhelm  Dieterle  und  Charlotte 
H.igenbruch. 


'r\C  KLEIN- 
vJO     KÖGHE 


u.Schalt- 
uhr 


SIEMENS-SCHUCKERT-ERZEUGNIS 


Ivan    Petrovich    wohnt 

Iwan    Mosjukin    Berlin    W, 

W    10,    Licbtensteinallee    2.i. 

Louise.  Brooks  ist  am  besten 

F'riedrichstraße    225,    zu    er- 


G  r  e  t  a  G  a  r  b  o  -  S  c  li  w  ä  r  m  er  aus  Düsseldorf:  Greta  Garbo 
ist  unverlieir.ilet.  i^ie  ist  durch  die  -Metro-Goldwyn-Mayer-Studios.  Culver- 
C  ity.  Kalifornien.  USA.,  zu  erreichen.  Greta  Garbos  richtiger  Name  ist 
Gret.i  Ciustavson.  Die  Künstlerin  wurde  am  17.  April  in  Göteborg  geboren. 
Sie  gibt  Autogramme.  Ihr  neuester  F^ilm  heißt  ..Eifersucht"  und  ist  ein 
Tonfilm.  Greta  Garbo  debütierte  in  dem  Mauritz  Stiller-Filra  ,,Gösta 
Berling--.     Sie   spielte   darin    die    Elisabeth   Dohna. 

Erika  K.,  L  a  u  b  n  n  :  Rinn  de  Liguoros  Adresse  ist  Rom.  Via 
Crescentzio  19.  Mona  Martenson  ist  durch  die  Svenska-F^ilmgesellscliaft, 
Stockholm,  Kungsgutan.  Louise  Brooks  durch  die  Hom-F'ilm  A.-G..  Berlin 
SW  48.  F'riedriclistr.iße  225.  zti  erreichen.  Helen  .Steels  wohnt  Berlin  W  15, 
Fasanenstraße  28.  Lilian  Weiß  Berlin  -  l'harlottenburg.  Cicerostraße  61, 
(iaston  Jacquet  Paris  68,  Rue  Laugier,  Ruth  Albu  Berlin  W,  .Steifensand- 
sfr:iße  5.  Wo  sich  .\nna  Pawlowa  zur  Zeit  aufhält,  wissen  wir  leider  nicht. 

E.  P.,  Zürich:  Nein,  der 
kleine  David  Lee  ist  nicht  ge- 
storben. Er  erfreut  sich  der 
besten  Gesumiheit.  Das  waren 
nur  Gerüchte.  Sein  nächster 
l-'ilm  heiß;  ,.Say  it  with  Songs" 
wieder  mit  AI  Jolson  in  der 
Hauptrolle.      Auch    ein    Tonfilm. 

—  Hauptdarsteller  in  dem 
Svenska-Film  ..Die  Verführerin" 
waren  Lissi  Arna,  Anna  Lindahl. 
Carl    Brisson.    Erwin    Adolphson. 

—  Wir  glauben  kaum,  daß  Joe 
May  mit  dem  Stadtbaurat  .M.  in 
F'rankfurt  a.  M.  verwandt  ist.  — 
Inzwischen  werden  Sie  die  drei 
Bildkarten  erhalten  fiaben.  —  Die 
bekanntesten  Tom  Mix-F"ilme  sind: 
..Texasreiter",  ..Der  Blitzbeißer", 
„Der  Sturm  auf  den  Goldexpreß", 
,,Der  Herr  der  Steppe".  Sein 
neuester  F'ilm   heißt   ..Vogelfrei". 

Gerd  B  r  i  e  s  e  -  V  e  r  e  h  r  e  - 
rin:  Gerd  Brieses  nächster  F'ilm 
heißt  ..Rosen  blühen  auf  dem 
lleidegrab".  —  Die  beiden  Haupt- 
darsteller im  ..Weib  des  Gar- 
ilisten"  wareti  Emma  Zessarskaja 
und  K.  Gurnlak.  —  Wir  haben 
die  betreffenden  Filmst.irs  an 
die  fälligen  Autogramme  erin- 
nert. —  Louise  Brooks  ist  am 
besten  über  Hom-Film,  Berlin 
SW  48.  Friedrichstraße  225,  Vi- 
vian  Gibson  durch  die  Aafa. 
Berlin  SW  48.  Friedrichstraße  22.'!. 
zu  erreichen.  ,Iean  Angclo  wohnt 
in  P;iris  11,  Boulevard  de  Mont- 
parnasse. 

Eberhard  S..  Breslau: 
Asta  Nielsen  spielt  augenblick- 
lich in  Hamburg  Theater.  — 
Iwan  Mosjukin  wohnt  Berlin  W, 
Kurfürsteitdamm  195.  Er  hat  am 
26.    September    Geburtstag. 

Film  freund  in  Karls- 
horst: Iris  Arlan  %vohnt  Ber- 
ti n-Charlottenhurg,  AVestendallee 
Nr.  71.  .\ußer  in  den  genannten 
Filmen  spielte  sie  noch  ,, Glück 
bei  Frauen",  ..Verschwundene 
Frau"  und  „Schwester  Slaria". 
.la.  sie  ist  auch  bei  der  Spreeh- 
bühne.  und  zwar  ist  sie  häufig 
in  Wien  am  Theater  in  der 
Josefstadt    aufgetreten. 

Dr.  Erich  St..  Halle: 
F"'ragen  über  die  Konfession  un- 
serer Stars  beantworten  wir 
grundsätzlich    nicht. 

Wilhelm   D..  Halle:  Fra- 
gen   über    die    Konfession    beant- 
worten   wir    grumlsätzlich    nicht. 
.VI    Jolson    ist    gebürtiger    Russe. 
Lotte    Km..    Hannover:    Wir    empfehlen,    sich    das    Buch    „Das 
F'ilmnianuskript"    zu    kaufen.      Sie    erli;ilten    es    durch    den    Verlag    Max 
Mattisson,   Berlin   SW    68,    Ritterstraße    71.     Sie    ersehen   daraus   alles,    was 
Sie    wissen    möchten.   —   Drehbücher    sind    im    allgemeinen    nicht   käuflich. 
.\  n  n  e  -  .M  a  r  i  e    Sc  h..    Weser  m  ü  n  d  e  :    Otto    Gebühr   wohnt   Ber- 
lin   W    57.    Kurfürsti-nstraße    118.     Er   ist    blond.     Das    Alter   von    Filmstars 
veröffentlichen     «ir    grumlsätzlich     nicht.      Gebühr     ist    geschieden.      Ihre 
(irüße    sind    liestellt    worden. 

E.  P..  Berlin;  Martin  Herzberg  wohnt  Berlin  SO  26.  Waldemar- 
straße  65a.  Er  wurde  am  5.  Januar  als  Sohn  eines  Malers  in  Berlin 
geboren,  ist  ledig  und  gibt  Autogramme.  Herzberg  filmte  schon  als  Kind. 
Er  wurde  vor  acht  Jahren  von  dem  dänischen  Regisseur  A.  W.  Sandberg 
entdeckt  und  debütierte  in  seinem  F'ilm  „Die  vier  Teufel".  Herzberg 
filmt    fleißig. 

F  r  i  e  d  e  I  St.,  Berlin:  Victor  V.irkoni  ist 
National-F'ilm,  Berlin  SW  48,  zu  erreichen.  Er 
C.imilla  Hörn  in  dem  National-F'ilm  ,, Madonna  im 
ist    mit    der    ung:irischen    Sängerin    Nust    Avanyossi 

Autogramme.  —  Ann.v   Ondra   ist   ungefähr   so   alt,   wie  .Sie   geraten   haben 
• —   Gustav   Fröhlich    wohnt    Berlin-Steglitz,    Orleansstraße   4. 


=  DasUniversal-Kochgerät  auch  für  den 
Kleinhaushalt. 

Rechtzeitig  schaltet  in  Abwesenheit  der 
Hausfrau  die  Schaltuhr  den  Strom  ein  u. 
aus. 

WärnneUammer  u. Schaltuhr  können  nach- 
träglich zugekauft  werden. 


am  besten  durch  die 
ist  der  Partner  von 
F\>gefeuer".  Varkoni 
verheiratet    und    gibt 


Die    ;iiiilcr('ii    Filme,    die    Sii-    ,111- 

iiicli     mich     in     dieser     Spielzeit 

I    ..Der    imsterbliolie    Liiinp'    i.<t 

siiiil     vursenierkt.     —     Xeiii,     d.is 

Ateliers.    —    Lil     D.isrover    ist    mit 

ik.'il     1111(1 


J  u  n  11  >  J  u  g  u  -  ji,  11  r  i  c  o  it  c  11  f  p  r  -  V  0  r  e  h  r  e  r  i  n:  Fclicit:is  Mal- 
ten wird  aueh  wieder  filmen.  —  Kiirico  Ueiifer  wurde  am  2H.  .Iiili  in 
Neapel  Rcboren.  Er  debütierte  in  dem  .lenny  .)ni;()-Film  ..Die  C'.inneu  von 
ist.  Pauli".  AVir  sl'mben.  daU  eher  Ihre  Freundin  d.is  Alter  v(in  ISenfer 
richtig  sesclijitzt  hat.  —  Jenny  Jusos  näehster  Film  heißt  ..Der  Bund  der 
Drei-"  —  Urigitte  Helm  wurd<'  liir  den  L'fa-Film  ,.Skl.ivi>n  der  Leiden- 
sehaft"  verpfliehtet.  —  Fred  Döderleiii  wirkte  in  dem  kiirzlieh  urauf- 
Ket'ührteii  Stuart  Wehbs-Film  .,D:is  Ki'i'ue  .Monokel"  mit.  —  ..Der  (iiinst- 
liiig  von  Seliönbrunn"  ist  am  4.  November  im  Jferliner  Capitol  nranf.uefiibn 
worden.  ..Die  weilie  Hölle  von  I'iz  I'alii "  i;iut'1  bereits  in  der  Pro\inz  und 
erscheint  in  Kerlin  .Mitte  dieses  Mon.its. 
KCfteben  haben,  werden  mdKlielii'rwcise 
liprauskomnien.  —  Ll.-uie  Haids  l'.irtner 
CJnst.-iv  Friiblieli.  —  Ihre  Bildwiinsehe 
Publikum    h.it    nicht    Zutritt    zu    den    L'f.i- 

dein     Produktionsleiter     Witt.     Arucs     Eslerhazy     mit     Direktoi 
Hans    Stiixve    mit    einer    bultrarisclien    (hetuikeriii    verheiratet. 

F.  A..  II  e  e  k  1  c  n  b  11  r  K  :  Harry  Piel  ist  mit  Dary  H(dm  verheir.itel. 
Spiu  Film  ..Sein  bester  Freund"  ist  kiirzlieh  in  lierlin  zur  Ir.infriihrun^ 
fielaiifjt.  Die  weihlieheu  Hauptr(dlen  spielen  Dary  Holm,  (irit  ll.iiil.  Ver.i 
Schniiterlöw.  Piel  arbeitet  ausi-nblicklich  ,in  einem  Film  ...Mensehen 
im    Feuer". 

L  e  i  p  z  i  K  e  r  F  i  I  m  f  r  r  n  n  d  e  :  U.in  Petrovich  ist  serbischer 
Sl.ialsanffehiiritrkeit.  Fr  ist  nincrlieiratel  und  «ibt  .\utonramme.  —  Nils 
Asther  h.if  sich  mit  der  Filmschauspielerin  Viviau  Duncan  verlobt.  Heide 
sind  durch  die  .Metro-Goldwyn-il.iyer-.Studios.  Culver-Citv,  K.ilifornien, 
l'S.V.,   zu   orroiehen. 

John  G  i  I  h  e  r  t  -  F  r  e  u  n  d  .  H  a  m  b  u  r  ;;  :  .John  Oilbert  h.it  sich 
im  Juni  mit  der  amerikanischen  Sch.inspielerin  In.i  Cl.iire  '»erm.-ihlt.  Er 
firibt  Aiitosrammo.  Sein  nächster  Film  licillf  ...V  wOTuan  of  afl'.iirs ".  Die 
weibliche  Hauptr<dle  spielt  Greta  ti.irbo.  (;ilbert  wurde  .im  jo.  jiili  in 
-M.isillon.   Ohio,   (reboren. 

G  c  o  r  K  e  -  F  r  0  u  n  d  i  n  .  Potsdam:  Heinrich  (ieorge  hat  am 
9.  Oktober  Geburtstag.  Ja,  er  ist  unverheiratet.  Er  «ibt  .VutoKramme. 
NN.iKcn  Sie  nur.  ihn  darum  zu  bitten.  Der  Künstler  wird  Ihin-ii  bestimmt 
Ihren  Wunsch  erfüllen.  Der  näeh.ste  Film  mit  Heinrieh  Geor"C  ist 
..Sprenjrb.ifjKer   1010". 

Wilhelm  H.,  L  i  e  h  t  e  r  f  e  I  d  e  :  AI  Jolson  i.st  durch  die  Warner 
Hrolhers  Stndms.  5842,  .Sunset  Boulevard.  Hollywood.  Kalifornien.  USA  . 
Kamon  Xov.irro  durch  die  iletro-Gtddwyn-Maycr-Studios.  fulver-City  Ka- 
litornieii.  USA.,  zu  erreichen.  H.irold  Lloyds  Adresse  ist  fiBJO,  "  Santa 
.Mouic.a  Boulevard.  Hollywood.  K.il.,  FSA.  Die  Künstler  frebeii  Auto- 
gramme. Sic  können  Deutsch  an  sie  schreiben.  —  Das  ..FTlmni.iftazin" 
vermittelt  keine  AuloKrammc  von  Si.irs.  die  im  Ausland  leben.  — "sies;- 
fried  Arno  liat  seine  Wohnung  in  Berlin  W.  Zährinserstr.iße  ü.  .M:7x 
H.-msens  Adresse  ist  Berlin-Wllmersdcuf.  BramlenbiirKisehe  iSIraüe  .'5.  \rno 
und    H.'insen    scheu    .AutoKramme. 

Her  m  a  n  n  ()..  Berlin:  Wenn  Sie  FilmschausiiieliT  werdiMi  wol- 
len, so  ist  es  am  z«  eckmiilüfrsteii.  Sie  wenden  sieh  direkt  au  die  Film- 
KCselKsehafleu.  Wir  seben  Ihnen  ciuifie  Adressen:  Ffa.  Berlin  SW  fi« 
KochstralJe  6—x.  Xational,  Berlin  SW  W.  Friedriehstralie  10  Terra" 
Berlin  SU  fi«.  KochstralJe  7:i,  Deutsche  riiivers.il,  Berlin  W  H  Mauer- 
slraße  üi.  Hefri'wald.  Berlin  SW  4X,  Friedrichstraße  lOO,  Deutsches  Licht- 
spiel-Syndik.it  und  Hom-Film  .V.-(;..  Berlin  SW  4S  Friedrichstraße  •'•>-) 
Aafa.  Berlin  SW  4,s.  Friedrichstraße  2-':t.  Daß  die  .\ussichteii  auf  Erfolg 
beim  Film  sehr,  sehr  gering  sind,  wird  Ihnen  hoffentlich  bekannt  sein 
Das    ..tilmmagazin''    vermittelt    keine  Engagements. 


Die      nächsten 
..Donauw.ilzcr" 


Harry    I.  i  e  d  t  k  e  -  V  e  r  0  h  r  e  r  i  n  ,        Berlin: 
Harry  I.iedlke-Filmc   heißen    ..Die   Konkurrenz    platzt"    und 
Liedlke   ist    mit   Chrisl.i   Tordy    verheir;ilel. 

Filmfreundin  P.  aus  Frankfurt  a.  <).:  Igo  S\  m  wohnt 
Bcrlin-iSchüiieberg.  lunsbrucker  IStraße  16.  Gerda  .Maiirus  Bcrlii'i-\\  ilmcrs- 
dorf.  Hohenzollerndamm  :>■!.  Es  stimmt.  Gerda  .Mauriis  debütierte  in  dem 
Fritz  Lang-Film  ..S|)ioue ".  An  der  ..Frau  im  Mond"  h.it  ni.iii  mehr  .als 
ein  Jahr  gearbeitet.  Der  neueste  Film  mit  tierda  .Mauriis  heißt  ..Hoch- 
verrat". —  Ellen  Hichler  filmt  noch.  Ihr  näehster  Film  hetilelt  sich 
..Polizeisiüoniii  Nr.  77".  —  IHv  neuesten  Filme  mit  \V<'ruer  F"uetterer  sind 
..Im  Prater  blüb'ii  dl  ■  Bäume".  ..D.is  Mädel  mit  der  Peitsche",  ..Der 
-MäJchenhirt",     ...M.idoniia    im    Fegefeuer". 

Betty  iL.  Kaunas:  t'orinne  (iriffilhs  neuester  Film  heißt  ..Fr.iu 
(der  GelieUte?"  —  Greta  G.irhos  Liehlingshlunien  sind  Koriihluiuen.  Ihr 
Licbliiigsparfüni  kennen  wir  —  zu  unserem  Schmerz  —  nicht.  —  Ivan 
Petrovich  wurde  zu  :!  .Mon.iten  (ierängiiis  mit  Bewälirungsfrist  und  einer 
Geldstr.ife  von  JOiiO  M:irk  vcriirlcilt.  Barb.ir.i  von  Annekoff  wohnt  Berlin- 
Wilmersdorf,    l'riiizrcgentensiraße   !il. 

Kurt  Seh..  Heinz  H..  Herliii;  DaivIIolm  trägt  einen  Küustler- 
nanieii,  H.arry  Piel  nicht.  —  Hicli.inl  \\ Cißli.Mch.  der  (iatte  von  Brigitte 
Helm,  ist  auch  heim  Film.  Sein  richtiger  Name.  Sie  h.aben  das  Alter 
der  Künstlerin   richtig   geschätzt. 

Horst  G..  Tempelhof:  Willy  Frilscli  wohnt  Berlin  W.  K.-iiser- 
damin  it.j.  —  Am  besten,  Sie  wenden  sich  .111  If.i-Werbefilni,  Berlin  ISW  li), 
Kr.insenstr.aßc    .'W/.'ül. 

•  Thiele,  .\1  ii  n  c  h  e  n  :  Ihr  Brief  ist  wcilergeleitct  worden.  —  Con- 
rad Veidt  wohnt  Berlin  W  10,  Lichtensteinallec  i'.a,  Emil  .l.innings  Berliii- 
t;runew.il(l.  Dellirockslr:ißc  L'7,  Ernst  Ilofm.iun  Berlin-ll.ilcnsee,  Augnste- 
Viktori.i-Straße    4. 

Fried  I  IL.  Berlin:  Die  betreffende  Tänzerin  heilll  liigehorg 
t'arlsson,  wohnt  Berlin  W  !l,  Liiikstraße  41,  wurde  am  J.  Juli  in  H.imburg 
geboren,  ist  aber  schwedischer  Staatsangehörigkeit,  unvcrheiralot.  Sie 
wird  Ihnen   sicher   gern    ein    .Uitogr.amm    geben. 

F  i  I  m  f  r  e  11  n  d  i  n  a  u  s  E  s  c  h  w  e  i  I  e  r  :  Wladimir  (iaid.irow  wohni 
in  Berlin-Halensee.  Joaehim-Friedrich-Straße  .'i:i.  Augenblicklich  tritt 
er  an  keiner  Sprechhühne  auf.  Gaidarow  wird  in  nächster  Zeit  im 
If.ihmen  der  Wladimir  Gaid.irow-Film-G.  m.  b.  H. 
filmen. 

\V  a  1  1  i  S  p..  Berlin:  Enrico  Benfer  ist  .im  besten  durch  die  Uf.i. 
Berlin  SW  (in,  Koelistraße  6—8,  zu  erreichen.  —  Elga  Brink  wohnt 
Berlin  W  ."lO,  Prager  .Straße  .31.  Lina  Bas(|uette  ist  durch  die  l'nivers.il- 
Stiidios.  T'niversal-City.  Kalifornien.  L'SA..  Eddie  Qiiillan  durch  die 
Pathe-Studios.  (iilver-City.  Kalifornien,  FS.\..  zu  erreichen.  —  Die  ge- 
n.innten    Stars    gehen    .Viitogrammv. 

H  e  r  t  y  B..  II  a  m  h  u  r  g  :  Olga  Tschechowa  ist  geschieden  und  hat 
.iia  L'6.  .Vpril  Geburtstag.  Sie  h.it  eine  Tochter.  Olga  Tschechow. 1  trägt 
ihren  richtigen  Xameii,  ist  ungefähr  so  alt.  wie  .sie  geraten  h.ibeii.  gibt 
.Xntogr.imme.  liebt  .alle  Blumen  und  ist  .(iich  im  Leben  sehr  syniii.ilhisch. 
—  Diiia  Gnilla  wohnt  Berlin-Steglitz.  Opitzsir.iße  8.  —  (Justav  vcm  W.iii- 
genheims  Adresse  ist  Berlin  W,  Xicbuhrstr.iße  8.  Er  gibt  Autogr.imnie. 
Sie  werden  den  Künstler  sicher  noch  öfters  im  Film  sehen.  —  Biehard 
Talmadgc    wohnt    in    Beverly-Hills.    Hollywood.    Kai.,   L'SA. 

A.  i,..  K  ö  1  n  :  Es  besteht  die  .Möglichkeit,  d.iß  .\sta  Xielseii  .(ucli 
wieder  filmen  wird.  —  Die  hetreffendc  Bolle  in  den  ..Rosen  vim  B.aveiis- 
berg"  spielte  die  Fr;itizösiii  Dolly  D.i\is.  —  Xicht  (^rtt.a  Garbo,  sondern 
Mary  Johnson  spielte  die  weibliche  Haiipirollc  in  der  ..Herrenhofsage". 
Greta  Garbo   ist  sehr   musikalisch. 


..Stempelbrüder" 


^'  '^r  Auto 


MINIMAX  A.  6.,  BERLIN  NW  6 

STUTTGART  /   KÖLN 


F  i  1  in  1"  r  c  ii  n  d  H  n  r  r  y  aus  dem  R  u  li  r  g  c  1)  i  e  t  :  Der  l.iliaii- 
}|,irvoy-FiIm  ..Liolu'swalzei-'  i.-l  ein  Tonfilm.  —  Der  Titel  dos  Films, 
den  Dila  l'-iiln  aufrcnlilicklirli  in  Paris  sjiiclt,  heißt  „Das  Fräulein  vom 
Seidenlaser'.  Hetty  Am.inn  spielt  eine  Hauptrolle  in  «lern  rt'.i-Filni 
..Der  weiüe  TeuTel"  mit  Iwan  .Mosjukin  in  der  Titelrole.  —  Wenden  Sie 
stell,  bitte,  an  den  A'erKiii  des  lietrcffenden  Hlattes,  Herlin  S  M,  Sl.ili- 
sehreiUerstralie  ;ll/.'t.').  Kin  neuer  Fritz  L;ins-Filni  ist  nneli  nielil  an^c- 
kündifft.  —  liust;iv  Friihlieh  spielte  u.  a.  in  ..Metropolis',  ..Seliwere 
.InnKeii  —  leielite  .Miidelien".  ..Der  Freindenlepionar'',  ..Die  l'flielil  zn 
sehweiKcn",  ...VursI  ",  ..Hurra,  ieli  lebe!"'.  „Das  brennende  Herz'  . 
..Asph.'ill",  ..Hoeliverrat  ".  .Xu^enblieklieli  arbeitet  er  an  dem  Lfa-Film 
..Der  unsterblielie  Lump  "  mit  Liane  H.'iid  in  der  w.'iblielien  Hauptrolle. 
~  Die  bekanntesten  Filme  mit  Willy  Frilseli  sind:  ..Ein  Walzertr.inm". 
..Der  Tanzstudent  ".  ..Spione'.  ..Die  keuselie  Susanne'  .  .,Hir  dunkler 
l'nnkl". 

E  1  1  i  (!..  U  0  r  I  i  n  :  Die  ll.'iu{itrollen  im  Film  ,.T.'i|ijcbueli  einer  Ver- 
lorenen "  spielten  Louise  Hro(d<s,  Edith  Meinhard,  Fritz  Kasp,  Andre 
Koanne,  Arnold  Korff.  V;ileska  (iert.  —  Olaf  Fönss  wohnt  Ko|)enhagen. 
.s|.  Knudsvey  26.  —  Dolores  C'ostello  ist  durch  die  Warner  Hrothers- 
Stndios.  .W13.  Sunset  Uoulevard.  Hollywood,  Kai..  l'S.V..  zu  erreichen.  — 
Xatalie  Talmadge.  die  (Jattin  Buster  Keatons,  wohnt  Beverly-Hills, 
Hollywood.  K:ilifornicn.  L"S.\.  I^ois  Moran  ist  durch  die  Fox-Studios. 
1401  Xo.  Western  Avenue,  Hollywood,  Kai.,  US.V.,  zu  erreichen.  —  Hka 
(irünini;    widint    Herlin-Charlottenlinrir.    Kaiserdamm    114. 


Helga  Seh.  ans  H  a.  in  b  u  r  g  :  Gustav  DieDl  wohnt  Berlin  W, 
Regensburger  Stralic  28.  bei  Schleusener.  Er  hat  am  30.  Dezember  Ge- 
burtstag. Lien  Deyers  ist  durch  die  Deutsche  L'nivers.'il.  Berlin  W  8, 
MauerstraUc  82.  zu  erreichen.  Sie  Ii;it  am  .'i.  November  Geburtstag.  — 
(iuniiar  Tolnaes  ist  unverheiratet.  —  .Marcell.i  .\lbani  wohnt  Berlin  W, 
l'.'iulsliorner  Straße  13.  Sie  wurde  am  7.  Dezi'inber  geboren.  —  Der 
neueste  Film  mit  Franz  Lederer  heißt  ..M.'iinan  Ccdibri  ".  —  ilaleolm  Tod 
hat  am  17.  .März  Geburtstag  und  ist  am  besten  durch  die  Elstree-Studios, 
Hersl'ordshire.  England,  zu  crreiehen.  —  Wir  empfehlen,  die  anderen 
Fiagen   später   noeli   einmal   an   uns  zu  stellen. 

.Anneliese  Marion  S  f.,  \V  i  I  m  e  r  s  d  o  r  f  :  Erieh  Pommer 
und  Wilhelm  Thiele  erreichen  Sic  am  besten  durch  die  Ufa.  Berlin  SW  68, 
Koehstraße  6 — 8,  Kiehard  Eiehberg  durch  die  Eichberg-Filmgcsellscliaft. 
Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  171.  —  Karl  Grüne  wohnt  Berlin-lharlotten- 
burg,  Droysenstraße  't.  Dr.  Johannes  Guter  Potsdam.  .\uf  dem  Kiewitt  12, 
Dr.  Paul  Gzinner  Kerlin-Schoneberg,  Frlir.-\  .-Stein-Straße  19.  —  Ein 
Filmregisseur   Trenck   ist   uns   nicht    bekannt. 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  Herber».  A  'i  c  li  e  n  :  Lilian  Harvoy  ist  unver- 
heiratet. Ihr  neuester  Film  heißt  ,. Liebeswalzer".  —  Anny  Giidra  ist 
ledig.  Hirc  nächsten  Filme  sind  „Das  Mädel  mit  der  Peitsche"  und 
„Die  Kaviarprinzessin".  —  Louise  Brooks  i.st  nicht  mehr  in  Deutsch- 
land. —  Elisabeth  Bergner  ist  gebürtige  ^\'ienerin.  Sic  ist  unverheiratet, 
gibt  Autogramme  und  hat  ihre  Wohnung  in  Berlin-Dahlem,  Faraday- 
weg    15. 


Josephine  Dünn.  Leila  Hyams  und  Racquel  Torres  mit  den  modernen  Ansteckblumen         Phot.  M.-O.-M. 


He.  He.,  D  r  e  s  d  i' p  :  .lentiy  Jugos  richtiger  .Name  ist  .Icnny 
W.iltei'.  Die  Künstlerin  wohnt  Berlin  W,  Kaiserdaumi  29,  und  wurde 
■UM  II.  ,luni  in  Wien  gelmreii.  .Mit  F.urico  Beiifer.  —  Dit.-i  Parlo  hat  ihre 
Widmung  in  der  .MolzvIrnHc  ,s7.  Herlin  \\'  :W.  Sie  heißt  richtig  Genl.'i 
Kornsicdl.  ist  ledig  und  wurde  :im  4.  September  in  .Stettin  geboren.  — 
Elga  Brink,  ledig,  geboren  .'im  2.  .Vjirrl  in  \V;iidm.'innslust.  widjnt  Herlin 
\\  .'>0,  Prager  Str.'iße  .'U.  —  Vera  Schmiterlö«  wcdint  Berlin-H:ilensee. 
Xestorstr.'ißi'  l.  wiirile  .-im  19.  .luli  In  Siockholin  ;;clun'cn  und  ist  nUM'r- 
licirali-t,  Harry  Lie<ltke  wurde  am  12.  ()kl(dier  in  Koiiin>berg  geboriMi. 
\-\  mit  (  lirista  Toidy  verlieir;itet  und  wohnt  Berlin-tJrunewald.  Hisni.'irck- 
.•ille<'  if).  —  Emil  .l.'uiMings  wohnt  Herliu-Grunew.ild,  l)clliriickstr,'iße  27. 
Kr  lial  .im  2,T.  September  Gebnrtsl.-ig  und  ist  mit  (;u--sy  Holl  verheiratet. 
Willy  Frit'.ih  wnrile  am  27.  .1,inu.'ir  in  Katlowitz  gelmren.  ist  li'dig 
nnd  h:it  seini'  Wohnung  Herlin  W,  K:iiserd.'imni  ü.'i.  —  Harry  Halms 
Adri'sse  ist  Herlin  -  Il.'ilen^ee,  t'ieerostr,'iße  ,'17.  H.'ilm  erlilicktc  ,'im 
17.  .Ianu;ir  in  Herlin  d.-is  Lieht  der  Welt  uml  isi  mit  einer  Xiclit-Scb.iu- 
^l'ielerin  viTinählt,  —  Harry  Piel  wohnt  Herliii-I  harlotlenbnrg.  Kaivei- 
d,'irnm  77.  Er  wurdi-  am  12.  .luli  in  Düsseldorf  geboren  und  ist  mit  D:ir.\ 
Holm  verheiralel.  —  I.uci.'ino  .\lberlini  ist  durch  dl-  .V.-ifa.  Herlin  SW'  18. 
KriedricIistraUe  2211.  zu  eireiehen.  Er  i>t  yerheir.'ili't  nnd  wurde  am 
.'Kl.  Xoveiiib<-r  in  Lugo,  Ii.ilien,  geliiu'en.  —  f.irlo  Aldini  wurde  .'im  (1.  .M'ii 
in  Hol(i(;n.i  H-eboren.  ist  ebenfalls  verbeir;ilet  nnd  widint  Herlin  \\', 
Martin-Luther. Sn.'ißi-  24.  —  Eddie  Polo  wurde  am  I.  Fcbrn.'ir  in  New  York 
i;el)oreji.  —  HeinlKdil  Sebün/el  ist  mit  d.'r  Filniscli.-iuspielcrin  .\l.iria 
Kamradek  verlieir,'ilet,  —  Ly.-i  de  Putty  stammt  aus  Hnik-ipest  und  hat  am 
lo.  .lannar  Ceburlstag.  —  Louise  Hrooks  wurde  in  Wiehita  im  Sta;ite 
K.'insa"    geboren. 

Hilde    St..    B  e  r  1  i  n  -  Da  h  1  e  m  :    Willy    Fritsch    wohnt    Berlin    W. 
Kai>erdamm    !),->,    M;iria    Paudler    Herlin-Halensee,    Albrecht-. Vehilles-Sir,    .-);i. 

Gu  s  t  .•!  V  F  r  (i  h  I  i  e  h  -  V  e  r  e  h  r  e  r  .  H  r  e  s  I  .i  ii  :  Ein  Buch  über 
linst.iv  Frohliib  gibt  es  nicht.  Wenn  diese  /.eih-u  (M'>chi'iiien.  ist  der 
I  fa-Film  ..Ilochverr.-if  in  Hi'rlin  schon  ur.infgefühil  worden.  .\ugen- 
lilickhch  .irbeiict  Fröhlich  .'in  dem  Film  ..Der  unMcrbliehe  Lump".  Die 
»eibhrlie  HaiipirMlIe  spielt  l.i.ine  llaid.  Wir  h.ibeii  den  Künstler  au 
d,'i>  Anlonr,'inim  eriniuTl  und  ihm  Ihre  t;niße  ,'iusnerielitet.  --  E\elMi 
Holt  widinl  H<-rliti  t'h.irlottenlMiig.  Sehillerstr.iße  121.  Sie  isi  ledig. 
.l.'iwDhI,    Bricitle    Helm    Ii.it    einen    Prozeß    mit    der    l"fa. 

.\L     L.,     AI  ii  n  e  h  e  n  :       Eine     l''ilni~ch.'iuspielerin      Dorrlt      l.e.-ker       ist 
iiielit    bekannt. 


Kelly  P.  t\  u  s  M  ü  n  c  h  e  n  :  Donglas  Fairbanks  ist  mit  ifary 
Piekford.  Milton  Sills  mit  Doris  Kenyon  verheiratet.  —  .Vlle  Filmstars 
geben  .Xutogramme.  —  Wenn  Sie  Filnul.'ustellerin  werden  wollen,  so 
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Herlin  SW  is.  Friedrichstraße  2ö(i.  ])ie  Aussichten  sind  .iber  gering.  — 
Willy  l-riisili  li.it  .IUI  27.  .I.innar.  Marcella  Albani  am  7.  Di-zember  Ge- 
liiMtsiag. 

Will  y  F  r  i  t  s  c  h-  11  n  d  F  j  e- d  Louis  I.  e  r  e  h  -  \'  e  r  e  h  r  e  r  i  n; 
Nein.  Willy  Fritsch  ist  nicht  >  erungluekt.  Er  erfreut  sieh  der  besten 
tiesniidheit.  Fritsch  trägt  seinen  richtigen  Namen.  .\lier  ungefähr 
richtig  ger.'iten.  —  Ivan  l'etrovicli  und  .I.iik  Trevor  geben  .ViiiOKr.imme. 
—  In  seinen  beiden  neuen  Filmen  ..Spiel  um  den  .Mann"  und  ..Schw.irz- 
w  .-ildniädel"  ist  Liane  Haid  die  Partnerin  \u\\  Fred  Louis  Lereh.  —  Die 
beU;iiintesten  Filme  mit  I\.iii  Petrovicli  sind:  ..Fürst  oder  t'lown".  ..(ie- 
fährliche  Fr.iuen".  ..Frauenarzt  Dr.  Schäfer  ",  ,.l>er  Leutnant  Ihrer  Ma- 
jestät". ..Der  Z.'irew  itsch".  ..Gidicimiiisse  des  Orients".  Sein  neuester 
Film    ist    ..Der    (üinstling    von    Sehiiiiliriiiin  ". 

F  i  1  m  f  r  e  u  n  d  i  n  II  .1  11  n  ,'i  ,  (i  ii  r  I  i  t  z  :  Brigitte  Helm  wohnt  Ber- 
lin-Dahlem. Im  Winkel  ."1,  ist  mit  lüeh.ird  Weißli;icli  verlieir:itet.  wurde 
;im  17.  .März  in  Berlin  geboren,  gihi  .Vulogi.imine.  Sie  ist  groß,  blond 
und  h.'it  blaue  .\ugen.  —  (Ireta  (iarbiis  richtiger  -Name  ist  (Jreta  (iust;iv- 
son.  —  Die  Kniistleriii  ist  am  besten  dureil  die  .Metro-tioMwyn-Maycr- 
studios,  Cuher-City,  Kalifornien.  I'S.X..  zu  erreichen.  —  Elga  Hrink  ist 
ledig.  —  Ivan  Petrovieh  wohnt  Herliii-.Selim;irgendorf.  Forkenbeek- 
str.'iße    .Via.      Er    gibt    .Autogramme, 

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Cbarlottenburg.   Anzeigenverwaltung   Universum-Film  A.-G.,  Abt.  Ufa-Werbefilm,    Berlin  SW68,  Kochstr.  6  8.     Kupferliefdruck:   August  Scherl  G.m.b.H.,  Berlin  SW  68 


GERDA  mums 

GUSTAV  m&lUCH 


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NUMMER   47     /     BERLIN,    24.  NOVEMBER    1929     /     PREIS    30   PFENNIG 


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^usiav    CyrokUclx   tn  dem  ^(Äja-C/tlm  ,,lQo6hverrai 


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LILIAN   HARN/EY 

in  dem  Ufa-Film^ 

„Wenrr-  du   einmal   dein 

Herz  verschenksf" 

P/u/t.  Ufa 


Wieder    ein  Film    aus    der  Welt    der    unend- 
lichen    Bcrjje,    wo   Wolken     über   Eisgrate 
wandern,  wo  sich  dunkle  Tiefen  geisterhaft 
plötzlich  auftun. 

Eislawinen  stürzen  donnernd  ins  Tal  und  begraben 
Menschen  unter  sich,  die  sich  vermessen,  die  gigan- 
tischen Riesen  der  Natur  zu  bezwingen.  Der  Piz 
Palü  ist  Schauplatz  der  Handlung.  Jener  Berg  mit 
der  fast  unüberwindlichen  Nordwand,  an  dem  sich 
die  besten  Könner  der  Alpinistik  versuchten. 

Dr.  Arnold  Fanck  schuf  das  Manuskript,  dem  wir 
bereits  eine  Reihe  herrlicher  Ski-  und  Bergfilme  ver- 
danken. Gemeinsam  mit  G.  W.  Pabst  führte  er 
Regie,  unterstützt  durch  bekannte  Alpinisten  wie 
Gustav  Dießl  und  Ernst  Petersen.  Gefördert  durch 
Leni  Riefenstahl,  die  in  ähnlichen  Filmen  ihre 
Meisterschaft  bewies. 


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Leni  Riefenstahl 


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PkoL  Aafa-Sokal 


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Eine  besondere  Nuance  bekommt  dieser  Film 
durch  die  Mitwirkung  Ernst  Udets,  der  zu  den  popu- 
lärsten deutseben  Fliegern  gerechnet  werden  muß. 
Was  er  mit  seinem  Doppeldecker  leistet,  ist  allein 
die  Besichtigung  dieses  Filmes  wert. 

An  der  Kamera  stehen  erprobte  Männer:  Sepp 
Allgeier,  Hans  Schneeberger,  Richard  Angst,  die  als 
Spezialisten  auch  diesmal  wieder  Bilder  von  einem 
Reiz  einfingen,  der  nicht  mehr  übertroffen  werden 
kann. 

Eingekleidet  ist  dieses  herrliche  Kulturgemälde  in 
eine  Handlung  von  Liebe  und  Entsagung,  von  Men- 
schensuchen und  Menschenfinden.  Die  Natur  trium- 
phiert über  den  Menschen.  Das  Erdengeschlecht 
erkennt  die  Unüberwindlichkeit  der  Schöpfung. 

Eine  Mischung  von  Naturgemälde  und  dramati- 
schem Filmspiel,  bei  dem  naturgemäß  das  Spiel  vor 
der    Wirklichkeit    zurücktritt. 


ten:  LenfHiefenslaM,  Gustav  Dießl 


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PL4r£r 


Die  Konfektion  ist  immer  ein  dank- 
bares Gebiet  für  den  humoristi- 
schen Füin  öKweäen  —  %on  Ernst 
Lubitsch  bis  zu  Kurt  Bois.  Es  liegt  dies 
im  Wesen  der  Modesalons,  in  denen  eine 
vorübergehende  Erscheinung,  wie  die 
Mode,  feierlich  ernst  und  überaus  wich- 
tig genommen  wird.  Daraus  ergeben  sich 
Zusammenstöße  mit  der  Wirklichkeit,  zu- 
mal gerade  auf  diesem  Gebiete  Übertrei- 
bungen und  Verstöße  gegen  die  Diskre- 
tion des  Auftretens  von  übereifrigen 
Jünglingen  und  Mannequins  zu  verzeich- 
nen sind.  Diesen  dankbaren  Stoff  hat 
der  Aafafilm  seiner  neuesten  Schöpfung 
mit  Harry  Liedtke  untergelegt,  dessen 
Partnerin  wieder  einmal  Maria  Corda 
ist,  mit  der  er  vor  drei  Jahfen  in  einer 
seiner  besten  Arbeiten,  in  ,, Madame 
wünscht  keine  Kinder"  erschien.  Harry 
Liedtke  spielt  diesmal  jene  wichtige 
Figur  eines  Modellsalons,  den  Mode- 
zeichner, dessen  Aufgabe  es  ist,  indi- 
viduelle Kostüme  zu  entwerfen.  Die 
Handlung  beginnt  in  Baden-Baden,  dem 
mondänsten  der  deutschen  Kurorte,  wo 
Maria  Corda,  im  Film  Besitzerin  eines 
berühmten  Modehauses,  im  ersten  Hotel 
abgestiegen  ist  und  durch  Eleganz  Auf- 
sehen erregt.  Sie  ist  einem  Flirt  nicht 
abgeneigt,  gerät  aber  an  eine  falsche 
Adresse,  nämlich  den  Modezeichner 
Liedtke,  den  sie  für  einen  Grafen  hält. 
Aus  dieser  Verwechslung,  der  noch 
andere  folgen,  ergeben  sich  die  zahl- 
reichen humoristischen  Pointen  des  flott 
heruntergespielten  Films,  der  natürlich 
wieder  eine  ganze  Reihe  köstlich  ge- 
sehener Typen  aufmarschieren  läßt  und 
den  Betrieb  der  Konfektion  parodiert. 


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1 


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1 


Aus  dem  kleinen,  unschuldigen 
Gretchen  im  Faust  ist  eine 
echt  englische  Lady  geworden, 
die  sich  in  ihrem  neuesten  Film  mehr 
zu  dem  Tiger  Brown  hingezogen 
fühlt  als  zu  ihrem  Verlobten,  dem 
Diamantenhändler    John    Morland. 

Sie  bummelt  mit  dem  Tiger  durch 
die  Londoner  Kaschemmen,  verleitet 
ihn  indirekt  zu  einem  Totschlag  und 
läßt  ihn  schließlich,  als  es  hart  auf 
hart  kommt,  doch  sitzen,  um  dem 
Mann  aus  den  oberen  Sphären  der 
Gesellschaft  als  Gattin  zu  folgen. 

Das  gibt  Bilder  aus  der  oberen  und 
unteren  Welt,  und  bietet  neben  der 
scharmanten  Camilla  dem  routinier- 
ten Jack  Trevor  und  dem  ausgezeich- 
neten Gustav  Dießl  interessante  Rol- 
len. 

Im  Titel  heißt  es,  daß  drei  Männer 
um  Edith  sein  sollen.  Das  stimmt 
nicht  ganz,  denn  den  kleinen  Ver- 
brecher und  Chauffeur  kann  man 
eigentlich  nicht  mitzählen,  weil  seine 
Liebe  reichlich  passiv  ist  und  weil 
auch  die  verliebten  Augen  nur  ein 
paar  Filmmeter  lang  da   sind. 

Aber  schließlich  macht  das  für  den 
Erfolg  nichts  aus.  Die  Warners,  die 
diesen  Film  in  Berlin  herstellen  lie- 
ßen, wollten  ein  Werk  mit  amerika- 
nischem Einschlag.  Sie  verheirate- 
ten also  —  natürlich  nur  bildlich  ge- 
meint — •  die  alte,  ehrliche  Courths- 
Mahler  mit  dem  viel  schreibenden  Ed- 
gar  Wallace. 

Wenn  wir  auch  nicht  behaupten 
wollen,  daß  Erich  Waschneck  den 
Film  so  schnell  gemacht  hat,  wie  Wal- 
lace seine  Bücher  schreibt,  so  ist  es 
doch  immerhin  keine  Arbeit,  an  der 
man  monatelang  saß,  so  daß  man 
unter  Berücksichtigung  dieses  Um- 
slandes  ruhig  behaupten  kann,  daß  es 
eine  gute  Regieleistung  ist,  mit  fei- 
nem Empfinden  für  Bildwirkung  ge- 
macht. 


''■<ixm 


Camilla  Hörn 


Phot.  National— Worrur 


Streit  de 
Hühner  an 
der  Tränke 


Gelbbrandkäfer  an  der  Beule.  —  Welpen  und  Schaflamm  an  der  Milcfiflascfie 

weiter.  Hunde  verjagen  jeden  Fremden  von  dem  Platz,  wo  sie  ihren 
Knochen  vergraben  haben,  Vögel  dulden  keine  fremde  Einquartierung  in 
ihren  Nestern,  Affen  wissen  genau,  was  ihnen  gehört.  Am  weitesten  geht 
wohl  der  Begriff  des  Besitzes  bei  den  staatenbildenden  Insekten,  die  sich 
eigens  eine  Kampflruppc  geschaffen  haben,  um  gegen  alle  Störungen  ge- 
sichert zu  sein.  Dagegen  bekämpfen  artgleiche  Stämme  bis  zur  Vernich- 
tung und  rauben  einander  den  Besitz,  Es  gibt  überhaupt  w-enig  ,, sanfte" 
Tiere,  wie  sie  in  einer  gewissen  Belletristik  erscheinen,  sondern  in  der 
Natur  regiert  der  Satz:  ,,Friß,  damit  du  nicht  gefressen  wirst!"  Nur  wo 
der  Mensch  dem  Tier  die  Sorge  um  die  Ernährung  abgenommen  hat,  wo  er 
;s  für  seine  Zwecke  zähmte,  ist  eine  gewisse  Änderung  im  Charakter  ein- 
getreten. Allerdings  ist  die  Domestizierung,  die  wohl  in  der  jüngeren  Stein- 
zeit begann,  noch  nicht  restlos  geglückt.  Denn  niemand  wird  glauben, 
daß  ein  erwachsener  Bulle,  ein  alter  Eber  ein  zahmes  Tier  ist.  Allerdings 
scheint  es,  als  sei  die  Epoche  der  Zähmung  noch  nicht  vollendet  und  als 
sollten  vor  allem  zur  Zahl  '^"'  '»tziöen  Haustiere  noch  andere  treten. 


Leben,  um   sei-i   Leben   kämpfen,    das   ist   Wesensart    der   Tiere, 
ihnen  noch  deutlicher  zum  Ausdruck  kommt  wie  beim  Mensch 
Kampf  um    das    Futter    ist    die    erste    und    regste    Äußerung    d 
Seele,  die  bei  den  niedrigsten  Geschöpfen  im  Wassertropfen  genau  s 
entwickelt  ist,   wie  beim  höchsten   Säugetier.     Wie   könnte  es   auch 
sein,    wo   die   Fülle    der   Anwärter    auf    einen    guten    Happen   unübe 
groß  ist.      Bei    Tieren,    die    in   Rudeln    leben,    wie    die   hundeartigen 
tiere,  die  Hühnervögel,  würde  für  ein  bescheidenes  Mitglied  wenig 
allgemeinen  Beute    übrigbleiben.      Der   Ufafilm    „Mein   und    Dein   i 
reich"  zeigt  das  Verhalten  verschiedenartiger  Geschöpfe  bei   der  Na 
aufnähme  in  überzeugenden  Bildern.     Aber  der  Eigenlumsbegriff  ge 

Kofilweißlinge  trinken  am  Tümpel. 


Bruno  Walter  bei  seinem  ersten  Aufenthalt  in  Hollywood  mit  Paul  Kohner,  E.  Moos,  Conrad  Veidt.  Ernst  Laemmle  und  Paul  Leni   phol   Universal 

BRUNO  WXLTER  SP^^ 


(Brief  aus 

Abermals  hat  Bruno  Waller  den  Wej<  nach  Kalifor- 
nien gefunden  und  in  der  „Hollywood  Bowl",  dem 
großen  Freilichttheater,  zwei  Konzerte  dirigiert,  die 
den  allergrößten  Eindruck  auf  die  Zehntausende  machten, 
die  den  klassischen  Weisen  verzückt  lauschten.  Bruno  Wal- 
ters Anwesenheit  benutzte  die  deutsche  Kolonie,  um  ein 
Fest  zu  arrangieren  und  den  berühmten  Dirigenten  zu 
feiern.  Und  da  die  Deutschen  ja  insgesamt  beim  Film  tätig 
sind,  so  nimmt  es  nicht  wunder,  daß  Bruno  Walter  in  sei- 
nen freien  Stunden  sehr  viel  in  den  verschiedenen  Film- 
ateliers zu  sehen  war. 

Besonders  eingehend  hat  sich  Bruno  Walter  mit  dem 
Tonfilm  befaßt,  der  ja  einen  Musiker  vor  ganz  andere  Auf- 
gaben stellt  wie  ein  stummer  Film.  Er  weilte  besonders  oft 
im  M.G.M. -Tonstudio  und  beobachtete  Lawrence  Tibbett, 
den  bekannten  Sänger  der  Mctropolitan-Oper,  der  unter 
der  Regie  von  Lionel  Barrymore  in  dem  Tonfilm  ,,Rogue's 
Song"  spielte,  und  ließ  sich  gleichzeitig  die  Kompliziertheit 
des  Ton-Empfangsapparats  von  Ingenieur  Douglas  Shearer 
eingehend   erklären. 

Der  berühmte  Dirigent  und  auch  Clarence  Brown,  unter 
dessen  Regie  die  beiden  Ton-  und  Sprechfilme  ,,Fles  and 
the  Devil"  und  ,,Wonder  of  Women"  entstanden,  in  denen 
ein  Symphonie-Orchester  zum  ersten  Male  auf  der  Lein- 
wand   erscheint,    sind    sich    darüber    einig,    daß    der    Ver- 


Hollywood.) 

filmung  von  Opern  eine  sehr  große  Zukunft  bevorsteht. 
,, Große  Oper",  sagt  Bruno  Walter,  ,,muß  im  Film  ge- 
radeso gehandhabt  werden  wie  auf  der  Bühne.  Die  Film- 
oper kann  in  allen  Städten  und  kleineren  Orten  vor- 
geführt werden,  und  diese  Art  Aufführung  haL  Vorteile,  die 
nicht   übersehen  werden    dürfen. 

Vor  allen  Dingen  kann  eine  Besetzung  mit  erstklassigen 
Künstlern  erfolgen,  was  sich  keine  Operngesellschaft,  die 
durch  das  Land  zieht,  leisten  kann,  weil  die  ersten  Kräfte 
für  diese"!!  Zweck  unerschwinglich  teuer  sind.  Die  Kosten 
einer  Rollenbesetzung  mit  erstklassigen  Künstlern  sind  aber 
nicht  nur  enorm;  es  ist  sehr  oft  auch  aus  anderen  Gründen 
nicht  möglich,  einen  bestimmten  Künstler  für  eine  Vor- 
stellung zu  gewinnen.  In  einem  Film,  dessen  Absatzgebiet 
die  ganze  Welt  umfaßt,  spielen  solche  Auslagen  keine 
Rolle.  Dazu  kommt  noch,  daß  szenische  Ausstattungen, 
Lichteffekte  und  eni  erstklassiges  Orchester  auf  einer 
solchen  Basis  wirkungsvoller  zum  Ausdruck  gebracht 
werden  können  als  bei  einer  der  üblichen  Bühnenauffüh- 
rungen. 

Das  Beste  bei  dieser  Sache  ist  jedoch,  daß  eine  derartige 
Filmoper  in  allen  Städten  der  Welt  gezeigt  werden  kann, 
selbst  in  kleinen  Städten  und  Ortschaften,  wo  sich  sonst 
eine  Opern-  oder  Schauspielergesellschaft  niemals  ver- 
irren   würde.     Ein    Beispiel     hierfür     ist     die    ,, Hollywood- 


AI  Jolson  mit  Dave  Lee  und  dem  Regisseur  Lloyd  Bacon  bei  den  Aufnahmen  zu  dem  neuen  Warner  Vitaphon-Film  „Mammy"     phot.  Warner 


Revue",  die  in  allen  Kinos  erscheint.  Es  ist  unmöglich,  ein 
derartiges  glänzendes  Ausstattungsstück  —  das  selbst  eine 
Ziegfield-Revue  in  den  Schatten  stellt  —  in  Original- 
besetzung von  New  York  aus  durch  die  Welt  auf  eine 
Tournee  zu  schicken. 

Trotzdem    Amerika    im    Tonfilm    Europa    voraus    ist,    bin 
ich   überzeugt,   daß   der  beste   Opernfilm   aus  Europa  kom- 
men wird.     In   Amerika   hat   man   auf   diesem   Gebiet    große 
Erfahrungen,     aber     was     die 
Große  Oper  anbetrifft,  besitzt 
Europa  außergewöhnlicheVor 
teile.     Ich    bin    der    Ansicht, 
daß   die  besten   europäischen 
Filmbilder,  die  in  der  Zukunft 
den    Weltmarkt    beherrschen 
werden,    diesem    Genre    ent- 
sprechen. 

,,Es  ist  meine  Überzeugung, 
daß  große  Opern,  prächtig 
ausgestattet,  mit  einer  Beset- 
zung von  erstklassigen  Künst- 
lern, durch  den  Film  ein  inter- 
nationales Absatzgebiet  haben 
werden  —  gerade  wie  die 
heutige  Oper  — .  Es  hat  dies 
auch  den  Vorteil,  daß  durch 
niedrigere  Eintrittspreise  ein 
größerer  Besuch  dieser  Opern- 
filme erzielt  wird  und  durch 
den  somit  erweiterten  kul- 
turellen Einfluß  ein  regeres 
Interesse  für  die  Oper  im 
.illgemeinen  erweckt  wird." 

Nach  Ansicht  des  bekann- 
ten Filmregisseurs  Clarence 
Brown  erhält  der  Opernfilm 
durch  die  bühnentechnische 
Behandlung  eine  schärfere 
dramatische   Form  und   über- 


El friede  Borodin  spielt  in  dem  Dupont -Tonfilm  „Atlantic" 


trifft  dadurch  die  übliche  Bühnendarstellung.  Auch  er  ist 
Bruno  Walters  Meinung,  daß  die  zukünftigen  hervor- 
ragenden Opernfilme  aus  Europa  kommen  werden;  doch  gibt 
er  der  Hoffnung  Ausdruck,  daß  sich  Amerika  früher  oder 
später  mit  derartigen  Produktionen  befassen  wird. 

Bruno  Walter  bestätigt  die  Tatsache,  daß  es  bis  jetzt  noch 
nicht  gelungen  ist,  eine  perfekte  Wiedergabe  eines  Sym- 
phonie-Orchesters im  Tonfilm  zu  erreichen.    Es  bedarf  noch 

vieler  Versuche,  ehe  man  von 
vollkommener  Reproduktion 
sprechen  kann,  und  er  ist 
überzeugt,  daß  Amerika  diese 
technischen  Schwierigkeiten 
zuerst  überwindet. 

Bruno  Walter  hörte  mit  In- 
teresse die  Neuigkeit,  daß 
Ramon  Novarro  beabsichtigt, 
in  einem  Opernfilm  zu  singen 
und  auch,  daß  er  in  der  näch- 
sten Saison  in  Berlin  als 
Opernsänger  aufzutreten  ge- 
denkt. 

Es  ist  unter  allen  Umstän- 
den erfreulich,  wenn  sich  ein 
Künstler  vom  Range  Bruno 
Walters  prinzipiell  zur  Mit- 
arbeit am  Tonfilm  bereit- 
erklärt. 

Hoffentlich  bietet  man 
ihm  recht  bald  Gelegenheit, 
seine  Absicht  zu  verwirk- 
lichen. ,,Aida",  ,, Zauber- 
flöte", ,, Afrikanerin",  ,,Obe- 
ron"  wären  die  geeigneten 
Objekte  für  Tonfilm-Opern 
großen  Stils.  Auch  eine  tö- 
nende ,, Fledermaus"  wäre 
ein  Weltereignis. 


J 


k 


er  Küinn 


Wien > 


Winke  für   den   Amat eut filmer 


Wer  selbst  Filme  aufnehmen,  das  heißt  also,  statt  der  ein- 
fachen Bilder  Serien  mit  Bewegung  photographieren  will 
oder  hierzu  eines  Tages  Lust  bekommen  sollte,  muß  vor 
allem  lernen,  in  allem  weise  Zurückhaltung  und  Maß  zu  üben.  In 
allem.  Hier  sei  schrittweise  dargetan,  daß  es  hierfür  keine  Aus- 
nahme gibt.  Bevor  man  sich  aber  mit  der  Frage  befaßt,  welcher 
von  den  in  Handel  befindlichen  Kameras  man  den  Vorzug  geben 
soll,  empfiehlt  es  sich,  sich  über  das  Wesen  der  Amateurkine- 
matographie zu  informieren.  Was  nützen  Prospekte,  Beschrei- 
bungen, Illustrationen,  wenn  man  von  dem,  was  man  sucht,  keine 
Ahnung  hat?  Also  gilt  es,  sich  ein  Buch  über  die  Amateurkine- 
matographie zu  beschaffen.  Ja,  aber  welches?  Es  seien  hier  einige 
deutsche  Werke  aufgezählt:  Fr.  W.  Frerk  ,,Der  Kinoamateur", 
Dr.  Ernst  Rüst  ,,Der  praktische  Kinoamateur",  Ewald  Thielmann 
,, Amateur-Kinematographie",  Fr.  W.  Winkler  ,, Amateur-Kine- 
matographie" u.  a.  Für  Sprachenkundige  erwähnen  wir:  englisch: 
I.  Collins  ,, Advanced  Studies",  L.  Donaldson  ,,Cinematography  for 
Amateurs",  G.  W.  French  ,,Photography  for  the  Amateur",  Th. 
Langlands  ,, Populär  Cinematography",  H,  C.  McKay  ,, Motion 
Picture  Photography  for  the  Amateur"  u.  a,;  französisch:  Raoul 
Danot  ,,Le  Cincma  ä  la  porte  des  Amateurs",  J.  Henry-Robert 
,, Manuel  de  Cincma  Amateur"  u.  a.;  holländisch:  S.  Schiffer  jun. 
und  M.  Faber  ,,Hoe  make  ik  zelf  een  famile-bisocope  en  hoe  is 
de  werking  er  van?"  u.  a.;  russisch:  Uspensky  ,,0.  D.  S.  K.  Ver- 
einigung der  Freunde  der  Kinematographie  (Amateure)",  M.  Was- 
silieff  ,,Der  Pholoamateur"  u.  a.  Diese  wiederholten  u.  a.  weisen 
darauf  hin,  daß  es  natürlich  noch  viel  mehr  Werke  gibt.  Welches 
soll  man  nun  wählen,  um  schnellstens  und  bestens  informiert  zu 


sein?  Drum  für  jede  Sprache  ein  Hinweis:  man  lasse  sich  in 
der  Buchhandlung  die  Werke  vorlegen,  blättere  in  ihnen,  lese 
wenige  Zeilen  und  treffe  dann  seine  Wahl.  Denn  es  kommt  darauf 
an,  welches  am  leichtfaßlichsten,  verständlichsten  informiert,  ja 
nicht  etwa  unterrichtet.  Es  kommen  in  manchen  so  viele  fach- 
männische Ausdrücke,  komplizierte  Illustrationen  vor,  man  findet 
vielleicht  physikalische,  optische,  algebraische,  chemische  und 
andere  Formeln. 

Ohne  Werkzeug  kann  man  nicht  arbeiten.  Man  wird  also  wohl 
oder  übel  zur  Anschaffung  einer  Aufnahmekamera  schreiten 
müssen.  Man  wird  sich  also  ein  Verzeichnis  jener  Firmen  be- 
sorgen, bei  denen  eine  solche  Kamera  zu  haben  ist.  Und  schon 
da  stößt  man  auf  Schwierigkeiten.  Wählt  man  nur  jene  Namen 
aus,  die  deutlich  bekanntgeben,  daß  sie  Amateurapparate  liefern, 
so  wird  die  Auswahl  eine  sehr  geringe  sein,  und  man  wird  daher 
sich  auch  an  Firmen  wenden,  die  unter  dem  Sammelnamen  kine- 
matographische  Apparate  oder  Aufnahmekameras  ihre  Artikel 
ausbieten.  Doch  wenn  man  von  ihnen  Kataloge  einfordert,  muß 
man  erstens  wissen,  wie  ihnen  bekanntzugeben,  was  man  haben 
will  und  zweitens  dann  auch  in  den  etwa  eingehenden  Offerten 
Bescheid  wissen.  Darum  sei  jedem,  der  Kameraamateur  ist  oder 
werden  will,  vorerst  zu  empfehlen,  mit  sich  selbst  ins  reine  zu 
kommen.  Vor  allem  soll  man  anfangs  kein  Material  vergeuden, 
man  sehe  sich  also  vorerst  um  eine  Kamera  für  kleine  Filmrollen 
um.  Die  Kassetten  müssen  möglichst  kleinen  Fassungsraum 
haben,  je  weniger  Film  man  beim  Aufnehmen  in  Vorrat  hat, 
desto  sparsamer  wird  man  damit  umgehen.  Dann  muß  man 
wissen,    ob   man    wie    ein    Photograph   von    einem   Stativ   aus    das 


Roll    Randolf    bei    den    Aufnahmen    des    Films    ,,Der    Mann,     den    niemand   sah",    nach    dem    letzten    Roman    des    kürzlich    verstorbenen 

Paul  Rosenhayn         Phot.  Omnia 


Bild  einstellen  will,  oder  ob  man  kineniatographischc  Aufnahmen 
aus  der  Hand  machen  möchte,  wie  ja  die  meisten  Aniateurpholo- 
<iraphen  aus  der  Hand  visieren  und  knipsen.  Hierbei  ist  folßcn- 
dts  zu  bedenken:  Vom  Stativ  aus  aufzunehmen,  gibt  ruhigere 
Aufnahmen,  die  Ungeschicklichkeit  des  Aufnehmenden,  der  mit 
der  Handkaniera  noch  nicht  umzugehen  versteht  und  infolge- 
dessen manche  Aufnahme  verdirbt,  fällt  v,  cg,  man  kennt  im  vor- 
aus beim  Einstellen  sein  Bildfeld  genau  und  arbeitet  anfangs 
ruhiger  und  sicherer.  Dem  steht  aber  folgendes  als  Nachteil 
gegenüber:  Man  wird  ein  Bildfeld  bestimmen  müssen,  danach 
Stativ  und  Kamera  einstellen,  man  wird  also  nur  das  filmen 
können,  was  sich  später  innerhalb  des  gewählten  Bildfeldes  ab- 
spielt. Man  ist  während  dieser  Aufnahme,  um  einen  bekannten 
Ausdruck  zu  wählen,  an  die  Scholle  gebunden.  Bei  der  Hand- 
kaniera ohne  Stativ  wird  man  bei  Gelegenheiten  zu  sofortiger 
Aufnahme  nach  etwas  Übung  das  Aufzunehmende  visieren  können, 
das  heißt,  man  v\ird  durch  den  Sucher  das  Bildfeld  finden,  dann 
schnell  einstellen  und  binnen  kurzem  filmen  können.  Bei  etwas 
(jbung  ist  es  dann  möglich,  mit  dem  Bildfeldc  dem  aufzunehmen- 
den Objekt,  falls  es  außerhalb  des  Anfangsrahmens  gerät,  leicht 
folgen  zu  können,  man  behält  es  also  dadurch  immer  im  Bild- 
feld und  braucht  deshalb  die  Aufnahme  nicht  zu  stoppen  oder 
zu  unterbrechen.  Beim  Stativ  wäre  dies  nur  mit  einem  sogenann- 
ten Drehkopf  möglich,  der  zuläßt,  während  des  Filmens  durcii 
Änderung  der  Kameralage  das  Bildfeld  nach  Bedarf  zu  wechseln. 
Das  bedarf  einmal  der  Übung,   ein  andermal   wird  man  das  Bild- 


feld bald  mehr  nach  rechts  oder  links,  bald  höher  oder  liefer 
haben,  man  muß  also  einen  Drehkopf  benutzen,  der  freie  Be- 
wegung nach  jeder  Richtung  hin  gestattet.  Solche  Drehköpfe 
benutzt  der  fachmännische  Kinematograph  oder  Filmer;  sie  sind 
vielleicht  für  den  Amateur  zu  teuer,  ihre  Handhabung  muß  erst 
geübt  werden,  sie  vermehren  das  Gewicht  der  zum  Filmen  mit- 
zunehmenden Utensilien.  Hat  man  bereits  Übung  im  Filmen  und 
Freude  an  dem  Gelungenen,  dann  wird  man  sich  zu  einem  Dreh- 
kopf entschließen  können  und  der  Amateurkinematographie  neue 
Seiten  der  Befriedigung  abgewinnen.  Bei  Stativarbeit  wird  man 
sich  für  das  Handkurbeln  entschließen,  obwohl  auch  da  mecha- 
nischer Antrieb  der  Kamera  verwendet  werden  kann.  Beim 
Filmen  mit  der  Kamera  in  der  Hand  wird  das  richtige  Halten 
der  Kamera  und  gleichzeitiges  Kurbeln  große  Schwierigkeiten 
verursachen,  bis  man  beides  zugleich  geübt  ist.  Bis  dahin  wird 
aber  vielleicht  viel  Filmmaterial  unnütz  vergeudet  werden.  Man 
wählt  am  zweckmäßigsten  für  den  Handbetrieb  automatisch 
funktionierende  Kameras.  Hat  man  eingestellt  und  sich  zur  Auf- 
nahme entschlossen,  so  wird  geknipst,  dadurch  löst  sich  das  den 
Film  durchrollende  Triebwerk  und  arbeitet  so  lange,  bis  man 
wieder  knipst  und  dadurch  den  Trieb  wieder  zum  Halten  bringt, 
wobei  man  acht  haben  muß,  ob  nicht  vorher  schon  der  Film  der 
Kassette  abgelaufen,  d,  h.  zu  Ende  ist.  Wer  auf  diesen  letzteren 
Punkt  immer  genau  achtet,  besonders  zu  Anfang,  wird  mit  der 
automatisch  betriebenen  Kamera  in  der  Regel  weniger  Film  ver- 
brauchen   wie  beim  Handkurbeln. 


Der   Kleinfilm   setzt  sich    durch 


Von  Herbert  Kiper,  Berlin,   Bd.F.A. 


Endlich  dämmert  es  auch  in  den  Ainaleurvereinen,  daß  der 
Kleinfilm  ein  auf  dem  Gebiete  des  Amateurfilmwesens 
durchaus  ernst  zu  nehmender  Faktor  ist.  Bislang  hatte  der 
Pathefilm  sich  zwar  fast  die  gan^e  Welt  erobert  mit  Ausnahme 
der  Vereinigle  Staaten,  da  dort  der  16-mm-Schmalfilm  sehr  pro- 
pagiert wird;  nur  in  Deutschland  hatten  unbegreiflicherweise 
die  Photohändler  selbst  kein  rechtes  Vertrauen  dem  ausländi- 
schen Fabrikat  gegenüber;  auch  brachten  leider  nur  wenige 
Photohändler  so  viel  Interesse  auf,  daß  sie  sich  genügend  mit 
der  Materie  beschäftigten.  So  hatten  weitaus  die  meisten  der 
Photohandlungen  gar  keine  Möglichkeil,  in  einem  verdunkelten 
Raum  die  Projektoren  vorzuführen,  oder  auch  wußten  sie  nicht, 
einem  Interessenten  die  Apparaturen  zu  erklären,  kurz,  es  war 
eine  bedauerliche  Indolenz  in  der  Händlerschaft  vorhanden,  so 
daß  die  Entwicklung  der  Amateurkinematographie  dadurch  sehr 
gehandikapt    war. 

Nun  kamen  von  Jahresfrist  deutsche  16-nini-F^ilmgeräle  auf 
den  Markt,  und  da  es  große  Firmen  waren,  so  konnten  die 
Phofohändler  nicht  länger  abseits  stehen  und  mußten  sich  nun 
allmählich  doch  für  die  Amateurlilmerei  interessieren.  Und 
wenn  Kauflustige  zurückschreckten  vor  den  sehr  hohen  Preisen, 
so  erinnerten  sich  die  Händler  wieder  des  Patheformates,  und 
nun  sieht  man  fast  in  jeder  seriösen  Photohandlung  eine  ge- 
nügende Anzahl  von  „Kinlein'-Projekloren  und  ,,Pathex"-Kame- 
ras,  denn  die  Konkurrenz  des  16-mni--Hlms  hat  segensreich  ge- 
wirkt dadurch,  daß  das  Interesse  des  Publikums  mehr  geweckt 
wurde,  jedoch  wurden  viele  durch  die  hohen  Preise  abgeschreckt 
und  wandten  sich  der  Kleinfilmerei  zu.  Das  ist  kein  Wunder, 
wenn  man  bedenkt,  daß  dieselben  Resultate  mit  ca.  40  "„  Er- 
sparnis  erzielt    werden. 

Und  da  nun  auch  in  den  deutschen  Aniateurvereinen  ver- 
schiedene Kleinfilme  einen  durchschlagenden  Erfolg  bei  der  Vor- 
führung erzielten,  so  ist  es  sehr  erfreulich,  daß  Fachleute,  wie 
Dr.  J.  Graßmann,  der  Vorsitzende  des  Bundes  der  Filmamateure, 
Berlin,  und  der  bekannte  Operateur  Guido  Seeber,  sich  über 
den   Kleinfilm   zustimmend   äußern. 

Diese  Anerkennung  ist  besonders  hoch  zu  werten,  wenn  man 
v/eiß,  daß  gerade  Dr.  Graßmann  er^t  durch  die  Arbeiten  einiger 
Pioniere  des  Kleinfilms  zu  dieser  hohen  Meinung  gekommen  ist. 

Hieraus  ergibt  sich  ein  enormes  Anwachsen  des  Interesses  für 
den  Kleinfilm,  und  es  ist  unschwer  tu  prophezeien,  daß  in  Zu- 
kunft auch  die  deutschen  Amateure  den  Kleinfilm  viel  ver- 
wenden   werden. 

In  letzter  Zeit  ist  viel  über  den  Wert  oder  Unwert  der  Still- 
slandsvornchlung    beim    Pathekleinfilm    geschrieben    worden. 

Die   filmsparende   Einrichtung  ist   gewiß   eine  gute   Lösung   der 


Film     wird 
genial     be- 


Titelfrage  bei  kleinen  Spulen,  denn  wenn  eine  Rolle  10  oder 
20  Meter  Film  enthält,  so  würde,  wenn  der  Film  mit  auskopierten 
fitein  versehen  wäre,  doch  ein  allzugroßer  Prozentsatz  des  Films 
aus  Titeln  bestehen.  Durch  die  Stillstandskerbe  im  Film  und  die 
Einrichtung  an  den  Kleinfilmprojekloren  ist  es  jedoch  möglich, 
durch  wenige  Zentimeter  Titelfilm  den  gewünschten  Effekt  zu 
erzielen.  Bekanntlich  schnappt  ein  kleiner  Bolzen  in  die  durch 
eine  Stanze  eingedrückte  Öffnung,  der  sogenannten  Stillstands- 
kerbe ein,  worauf  das  zweitnächste  Bildfeld  automatisch  einige 
Sekunden  vor  dem  Filmfenster  stehenbleibt,  während  der 
sonstige  Mechanismus  des  Projektors   weiterläuft. 

Danach    schnappt    der    Bolzen     zurück     und     der 
wieder   weiter   transportiert! 

Diese    Einrichtimg    konnte     man     schlechtweg    «Is 
zeichnen. 

Konnte  man   .   .   .  aber  jetzt  nur  mit  Einschränkungen! 

Als  vor  Jahren  der  Patheprojektor,  der  sich  ja  auch  bei  uns 
großer  Beliebtheit  erfreut,  eingeführt  wurde,  war  man  erstaunt 
über  die  verhältnismäßig  großartige  Wirkung  der  projizierten, 
lächerlich   gering   dimensionierten,   Filmstreifen. 

Eine  ganz  neue  Lösung  des  Heimkinoproblems  war  erfolgt  und 
die  Zahl  der  Anhänger  wuchs  rapide. 

Inzwischen  war  aber  auch  der  16-mm-Film  eingeführt  worden 
und  erwies   sich   als  starke   Konkurenz. 

Insbesondere  hatten  die  Projektoren  des  16-mm-Films  den 
Vorzug,  größere  Bilder  in  der  Vorführung  zu  ermöglichen,  auch 
größere  Filmmengen  konnten  auf   einmal  vorgeführt   werden. 

So  wurde  der  kleine  Projektor  bald  verbessert,  so  daß  nicht 
mehr,  wie  ursprünglich,  nur  10  sondern  20  Meter  vorgeführt 
werden   konnten. 

Aber  der  Kampf  ging  weiter.  Dir  lö-mm-Projek'torcn  wurden 
meist  mit  Spulen  ä  100  m  und  sehr  lichtstarken  Niedervolt- 
lampen  ausgerüstet! 

Pathe  verbesserte  seine  Optik  und  Kondensatoren,  und  die 
deutsche  Firma  Osram  stellt  neuerdings  die  kleinen  Lämpchen 
für  die   Patheapparate  her. 

Diese  ergeben  in  der  Tat  ein  weitaus  helleres  Bild  v\  ie  die 
bisherigen  von  Philipps  (Holland)  hergestellten  Lampen,  haben 
aber  einen  Nachteil,  sie  werden  sehr  warm  und  der  Film  wird, 
wenn  er  längere  Zeit  vor  dem  Filmfenster  stehenbleibt,  ge- 
fährdet. So  habe  ich  die  Erfahrung  machen  müssen,  daß  der 
Film  nach  ganz  wenigen  Vorführungen  an  den  Stellen,  wo  er  als 
Standprojektion  gedacht  war,  also  vornehmlich  bei  Titeln  und 
unbeweglichen  Landschaften  etc.  so  gut  wie  unbrauchbar  wurde, 
da  die  große  Hitzeentwicklung  den  Film  verbiegt  und  ihn  rauh 
und  häßlich  macht. 


M, 


iJas  fcljöne  JpilcL^ 


Rosa,    und 
ein     helles 


Aufnahmen  uon  W.  Knaiik  mit  Voigtl.  Avus  1:4,5 

farbraster- 

Von     P  ^i  u  1     Oll 

Die  '"arbrasterpholo^i  aphie 
beruht  auf  der  Erzeugun«! 
des  farbigen  Bildes  durch 
Zusammenwirken  dreier  orange, 
grün  und  violett  gefärbter 
Lichtarten.  Aus  der  ,, Addition" 
dieser  drei  ,, Grundfarben"  ent- 
stehen dann  auf  optischem 
Wege  alle  nur  erdenkbaren 
Mischfarben;  so  ergeben  z.  B. 
grünes  und  orangenes  Licht 
eine  gelbe  Farbe,  Grün,  Orange 
und  Violett  vereinigen  sich  zu 
Weili.  Violett  und  Orange 
lassen  ein  dunkles 
Violett  und  Grün 
Blau  entstehen. 

Damit  aber  bei  der 
Betrachtung  einer 
Mischfarbe,  z.  B. 
Gelb,  nicht  die 
einzelnen  —  in  die- 
sem Fall  die  grü- 
nen und  orangenen 
—  Lichtarten  zu 
sehen  sind,  müssen 
die  in  den  drei 
Grundfarben  ein- 
gefärbten Lichtfil- 
terchen  so  klein 
gehalten  sein,  dalj 
sie  vom  Auge  nicht 
mehr  als  einzelne 
Elemente  unter- 
schieden werden 
können. 

Soweit  die  Theo- 
rie, die  Ducous  de 
Hauron  schon  im 
Jahre  1869  auf- 
stellte. Aber  bis 
zur  praktischen 

Umsetzung  dieses 
Vorschlages  —  die 
drei       notwendigen 

Farbenfilterele- 
niente     gleich     mit 
auf  die   Platte   auf- 


Blcndc  9.    Pariitz  Brauns,   '/o-,  Sek.  Tunia  Papier 


Photographie 


II 


c  r  r  n  k  1  n 


/.ugief3cn      — •      war      noch      ein 
weiter  Weg,  und  alle  Versuche 
scheiterten  stets  an  den  immer 
zu   großen   Filterelementen.   Die 
ersten      v.irklich       brauchbaren 
Resultate    erzielten    die    Brüder 
August  und  Ludwig  Lumiere  in 
Lyon,     die     dann     am    17.    XIL 
1903    das     für    die     Farbraster- 
photographie  grundlegende  fran- 
zösische  Patent   Nr.  339  223  er- 
hielten.     In   diesem    wurden   als 
Träger    der     Grundfarbenfilter- 
chen  Stärkekörner,  Bazillen  und 
pulverisierte   Emaillen    benannt. 
Am.    26.    Oktober    1904    —    also 
genau   vor   25   Jah- 
ren   —    folgte    die 
Erteilung   des  deut- 
schen Patentes 
Nr,      172  851,      das 
folgende      für     das 
Verfahren     charak- 
teristische       Über- 
schrift   trägt:    ,,Mit 
aus       Elementarfil- 
tern   der    verschie- 
denen Grundfarben 
zusammengesetzten 
Mehrfarbenfiltern 
versehene        licht- 
empfindliche Platte 
zur  Herstellung  von 
Photographien       in 
natürlichen        Far- 
ben," 

Obwohl  bereits 
früher  ähnliche  Fil- 
terraster bekannt 
waren  (z.  B.  die 
amerikanischen  Pa- 
tente 471  186  und 
471  187),  erkannten 
die     Lumieres     so- 

fort,      daß      sowohl 

das  Absorptions- 
vermögen als  auch 
d.nsT.ichtbrechnngs- 


vermögen  an  je- 
der beliebigen 
Stelle  der  Platte 
die  gleichen  sein 
müssen.  Gleich 
nach  dem  Be- 
kanntwerden des 
Patentes  aber  er- 
hoben sich  da- 
mals (Mitte  1905) 
sehr  viel  Skepti- 
ker, die  eine  Fa- 
brikation nach 
den      im      Patent 

angegebenen 
Richtlinien         als 
fine        technische 
Llnmöglichkeil  er- 
klärten.    Als  nun 
trotzdem       Mitte 
1907     die     ersten 
derartigen    Auto- 
chromplatten     in 
den    Handel     ka- 
men   und    gleich     von    Anfang     an 
vorzügliche     Resultate    der    Farb- 
wiedergabe    lieferten,     nahm     das 
Staunen     kein     Ende.      War    doch 
nun    die    Farbenphotographie,    die 
bis    dato    nur    von    „Photographie- 
gelehrten"      ausgeübt      wurde,      für 
jedermann    möglich. 

Um  uns  über  den  Aufbau  einer 
Autochromplatte  zu  informieren, 
schneiden  wir  eine  Platte  durch 
und  betrachten  die  Schnittfläche 
unter  dem  Mikroskop.  Fünf  ver- 
schiedene Schichten  sind  hierbei 
zu  erkennen;  die  Glasplatte  als 
Träger  (1),  die  Klebeschicht  (2), 
die  Raslerschicht  (3),  eine  Firnis- 
schicht (4)  und  zuletzt  die  — 
selbstverständlich  panchromatische 
—  Emulsion  (5).  Wie  die  Her- 
stellung der  Platlo  geschieht,  soll 
uns  ein  Besuch  der  Luiiiiereschen 
Fabriken  erklären. 

Der  Ausgangspunkt  der  Fabri- 
kation ist  die  Herstellung  des  Fil- 
terrasters, dessen  Träger  Körner 
der  Kartoffelstärke  sind,  wie  wir 
sie  in  Bild  2  und  in  einer  stärke- 
ren VergrölJerunj;  in  Bild  3  sehen. 
Zunächst  unterwirft  man  die  han- 
delsübliche Kartoffelstärke  einem 
Spezial-Aussiebverfahren,  das  die 
Körner  von  etwa  0,010  bis  0,015 
Millimeter  Durchmesser  von  den 
anderen  98  Prozent,  die  wegen 
ihrer  Größe  unbrauchbar  sind, 
trennt.  Das  ausgesiebte  Stärke- 
pulver wird  jetzt  in  drei  gleiche 
Teile  gelrennt,  von  denen  der 
erste  eine  orangene,  der  zweite 
eine  grüne  und  der  letzte  Teil 
eine  violette   Färbung   erhält.     Die 


B.     NACH  DER    UMKEHRÜN6    UND  /l.  ENTWICKLUNG. 


Zwei  Abbildungen  zum  Aulsalz  „Farbrasler-Photographie". 
(1. -Glasplatte  als  Trager.  2: Klebeschicht.  3: Rasterschicht. 
4: Firnisschicht.  5:panchrom.  Emulsion).  Oben:  Schema 
der     Lichtanalyse     und    Synthese     durch     die     Filterchen 


Kntpsinitnahmen  a.  d.  Hrrslaner  Ziio  v 


Trude  Miillcr.  Breslau 


Farben  müssen 
natürlich  licht- 
echt sein  und  ge- 
nau den  ge- 
wünschten Teil 
des  Spektrums 
durchlassen    oder 

verschlucken. 
Hierauf     kommen 
die    getrockneten 
und  gefärbten 

Stärkepulver  in 
große  Mischtrom- 
meln, in  denen 
sie  so  lange  be- 
arbeitet werden, 
bis  keine  Farbe 
mehr  vorherrscht 
und  das  ganze 
Pulvereine  gleich- 
mäßige dunkel- 
graue Färbung 
aufweist. 

Unterdessen 
sind  die  gereinigten  Glasplatten 
mit  einer  äußerst  dünnen  Klebe- 
schicht aus  einer  Mischung  von 
Gelatine  mit  Glyzerin  oder  Zucker 
überzogen  und  werden  nun  mit 
dem  gemischten  Stärkepulver  be- 
stäubt. Das  mikroskopische  Bild 
der  eben  aufgetragenen  Raster- 
schicht zeigt  uns  Abbildung  4.  Die 
hier  noch  vorhandenen  Räume 
zwischen  den  einzelnen  Rasterpar- 
likelchen  würden  natürlich  die 
Wirkung  des  fertigen  Bildes  be- 
einträchtigen. Um  dies  zu  vermei- 
den, unterwirft  man  die  überzoge- 
nen Platten  einem  weiteren  Fabri- 
kationsprozeß, wobei  die  Raster- 
schicht mit  feinstem  Kohlestaub 
bearbeitet  wird,  der  sich  dort  fest- 
setzen wird,  wo  noch  Teile  der 
Klebeschicht  freiliegen.  Und  das 
sind  gerade  die  Zwischenräume 
zwischen  den  einzelnen  Filterele- 
inenten,  so  daß  bei  neuer  Be- 
trachtung unter  dem  Mikroskop 
die  ganze  Klebeschicht  zugedeckt 
ist,  sei  es  durch  die  Filterchen,  sei 
es  durch  den  Kohlestaub  (Abbil- 
dung 5).  Die  Platte  mit  der  auf- 
gestäubten Raslerschicht  gelangt 
sodann  in  einen  Walzengang,  wo- 
bei die  Stärkekörner  breil- 
gequetscht  werden,  und  wird  zum 
Schluß  mit  einer  Schutzschicht 
aus  einer  Auflösung  von  Scammo- 
niumharz  bedeckt.  Im  letzten  Ar- 
beitsgang erfolgt  das  Aufgießen 
der  panchromatischen  Emulsion, 
und  die  Aulochromplatte  ist  fer- 
tig! 

Da  bei  der  Aufnahme  das  farbige 
Ficht  durch  die  Lichtfilterchen  gc- 


Vmr09  ^  ^  Eß  ß  giC-UTEN 


5  ; 


Weinernte 

Aufna/ime    von    Erneslo    Timm    mit    Agja-Stan- 
dard.  Agfa-AnasUgm.   F.  6,3—10,5  cm.  Blende 
12,5.      Agfa-Film,      Belichtg.     %     Sek.      Gelb- 
sc Iteihe.    A  gfa-Papier-Cellofix . 


n^,  m./UU- 


Jeder  Leser  der  „Filmwelt"  kann  sich  an 
diesem    Wettbewerb    beteiligen. 

Wahl  des  Slotivs,  Größe  und  Ai-t  des  Ab- 
zuges  bleiben   dem   Einsender    überlassen. 

Jeder  Abzug  muß  aber  auf  der  RUcltseite 
folgende  Angaben  enthalten:  Name  des  Appa- 
rates —  Art  und  Lichtstärke  des  Objektivs  — 
Blende  —  Platten-  oder  Filmfabrikat  —  Zeit- 
punkt der  Aufnahme  —  Belichtungszeit  — Ver- 
wendung etwaiger  Hilfsmittel  (Gelbscheibe,  Vor- 
satzlinse u.  dgl.)  —  Art  des  für  den  Abzug 
verwendeten  Papiers  —  geniue  Anschrift  des 
Einsenders  —  ausdrückliche  Erklärung,  daß 
der   Einsender   Photoaniateur  ist. 

Rücksendung  der  nicht  prämiierten  Bilder  er- 
folgt nur,  wenn  adressierter  Freiumschlag  bei- 
liegt. Nach  Möglichkeit  erfolgt  Veröffentlichung 
der  Bilder.  Die  Entscheidung  des  Preisgerichts 
ist  endgültig.  Beschreitung  des  Rechtsweges 
ausgeschlossen.  Einsendungen  sind  zu  richten 
an:  „Filmwelf-Photowettbewerb,  Berlin  SW  68, 
ZimmerstraBe   35-41. 


^u"!*; 

!(*(»;) 


Ausblick  über  den  See  nach  Zell 

Aujnahme  von  Oora  Miililer  mit  Voigtländer 
Heliar  1:4,5.  —  Agfa-Film  9  X /2  ,  vorm. 
10   Uhr   im    Juli   29.    '/ss    Sek.    Lupex    Papier. 


Straßenfront  in  Crikvenica 

Aufnahme   von   Gertrud  Müller  mit   Box-Tengor-Perutz-Rollfilm 
'/so  Sek.   Papier   Galos. 


Bild  aus  den  Alpen 
Aufnahme  von  Jürgen  von  W'eise  mit  Agfa-Standard  —  Agfa-Anasligm. 
mm,    6,3    -    Agfa-Rollfilm    —    mittag.^,    August    - 
'/«s   Sei,   -    Velox  Glanz. 


4,5,    105 


wissermaßen  erst  sor- 
tiert werden  muß,  ehe 
es  die  Bromsilberschicht 
erreicht,  ist  die  Auto- 
chromplatte mit  der 
Glasseite  nach  dem  Ob- 
jektiv zu  in  die  Kas- 
sette   einzulegen. 

Das  Zustandekommen 
des  farbigen  Bildes  ge- 
schieht nun  auf  ganz 
einfache  Weise:  Aus  der 
Unmenge  der  Farben- 
töne greifen  wir  uns 
einmal  fünf  Farben  her- 
aus, und  zwar  Weiß, 
Gelb,  Grün,  Blau  und 
Schwarz.  Weißes  Licht 
schwärzt  das  Bromsil- 
ber hinter  allen  drei 
Filtern,  gelbes  Licht 
geht  nur  durch  das 
orangene  und  grüne 
Filter  und  schwärzt  hier  die 
Schicht,  während  die  hinter  Blau- 
filtern liegenden  Teile  unverän- 
dert bleiben.  Grüne  Strahlen 
schwärzen  nur  die  hinter  grünen 
Stärkekörnern  liegenden  Emul- 
sionsteile, blaues  Licht  geht  durch 
Violett  und  Grün  hindurch  und 
läßt  die  Bromsilberkörnchen  hin- 
ter den  orangenen  Filterchen  un- 
belichtet,  Schwarz  jedoch  läßt  na- 
turgemäß die  Schicht  vollkommen 
unangetastet. 

Jetzt  wird  die  Platte  entwickelt, 
so  daß  die  belichteten  Bromsilber- 
teilchen zu  Silber  reduziert  wer- 
den. Während  aber  in  der  Schwarz- 
Weiß-Photographie  das  noch  un- 
belichtete  Bromsilber  in  einem 
Fixierbad  aufgelöst  wird,  lassen 
wir  bei  der  Autochromplatte  das 
noch     vorhandene     Bromsilber     in 


Ruhe, 
durch 
bad" 
Silber 


wogegen       wir 

ein       ,,Umkehr- 

das       reduzierte 

auflösen,   so    daß 


Gutswiese 

Aufnahme   von  Willi  Vi'entzke  mit  Ica-Anastigm.   7  -    6,S.   '/so  Sfk.   Blende  6.S. 
Extra-Rupid.  9  X  12.   —   Papier  Agfa  Iwcliglänzend. 


Platte  Agfa- 


Pichelsdorf  —  Havel 

Aufnahme    von    Ully    Ktiinmerling   mit    Zeiss-Throim. 


1  :  4,5   F.-n.     Agfa. 


Sek.     Lifa-üelbseheilte. 
(Mimosa). 


Zeiss-ies.'iar 
Velotyp-Raster 


schließlich  die  Schicht 
nur  noch  aus  unbelich- 
teteni  Bromsilber  be- 
steht. Bei  der  Be- 
trachtung der  Platte 
treten  schon  jetzt  die 
Farben  ein  wenig  zu- 
tage, doch  noch  viel  zu 
blaß,  da  die  Deckkraft 
des  Bromsilbers  nicht 
genügt.  Erst  eine  noch- 
malige Belichtung  des 
Bromsilbers  und  gleich- 
zeitige Entwicklung  (2. 
Entwicklung)  lassen  die 
Farben  kräftig  erschei- 
nen. Alles,  was  nach 
der  1.  Entwicklung  be- 
lichtet war,  ist  im  Um- 
kehrbad aufgelöst  und  die  Emul- 
sionsschicht an  diesen  Stellen 
durchsichtig  geworden,  während 
die  nach  der  1.  Entwicklung  noch 
vorhandenen  Bromsilberteilchen 
zum  zweiten  Male  belichtet  und 
in  der  2.  Entwicklung  geschwärzt 
werden.  Das  Ergebnis  ist  im  un- 
teren Teil  der  Abbildung  6  auf- 
gezeichnet. Genau,  wie  in  der 
Einleitung  angegeben  ist,  addieren 
sich  jetzt  die  Grundfarben  zu  den 
gewünschten  Mischfarben.  Im 
ersten  Feld  der  Zeichnung  (von 
links  an  gerechnet)  geht  das  Licht 
durch  alle  drei  Filter  hindurch  und 
erzeugt  so  Weiß;  im  2.  Feld  ist 
Violett  abgedeckt,  im  3.  Feld 
liegt  allein  das  grüne  Filterchen 
frei,  Blau  (Feld  4)  kommt  durch 
Zusammenwirken  von  grünem  und 
violettem   Licht   zustande 


t 


Die  Kamera  vor  dem  Aquarium 


Was  für  den  photographierenden  Aquariumfreund  selbstver- 
ständlich sein  sollte,  ist  für  jeden  anderen  Amateur  zumindest 
ein  interessantes  lehrreiches  Experiment.  Großtieraufnahmen 
führt  wohl  ein  jeder  durch.  Doch  schon  Irsekten  und  Kriech- 
tiere erscheinen  den  meisten  für  das  Lichtbild  so  abwegig  und 
wenig  lohnend,  daß  sie  dieses  ,, Spezialgebiet"  den  naturwissen- 
schaftlich stark  Interessierten  überlassen.  Und  gar  Fischaufnah- 
men! 

Gewiß  bot  das  altmodische  runde  Goldfischglas  mit  den  kit- 
schigen Tuffsteingebilden  schon  durch  die  in  der  Form  des 
Glases  gegebenen  Reflexe  oder  gar  Verzeichnungen  der  Fische 
allerhand  Schwierigkeiten,  die  aber  heute  durch  die  geradwan- 
digen  Gläser,  durch  die  natürlicne  Gestaltung  eines  Aquariums 
nach  biologischen  Grundsätzen,  durch  Bepflanzungen,  Stein-  und 
Sandgrund  u.  dgl.  behoben  sind.  Andererseits  hat  sich  das  In- 
teresse am  Zierfisch  durch  Einführen  vieler  exotischer  Arten 
mit  ihrer  Farbenpracht  und  den  eigenartigen,  zum  Teil 
geradezu  grotesken  Formen  sehr  gehoben,  die  Zahl  der  Aqua- 
riumfreunde hat  sich  erhöht,  so  daß  es  geradezu  auffällt,  daß 
man  so  überaus  selten  Fischaufnahmen  begegnet.  Brauchen  die 
ersten  Versuche  auch  nicht  immer  zu  glücken,  so  stellen  sich 
andererseits  dem  Vorhaben  keine  außergewöhnlichen  Schwierig- 
keiten entgegen.  Derjenige  Amateur,  der  als  Aquariumfreund 
rnit  den  Lebenserfordernissen  der  Fische  und  der  Einrichtung 
eines  Aquariums  Bescheid  weiß,  ist  zweifelsohne  im  Vorteil.  Wie 
gelingen  nun  gute  Aufnahmen?  Der  Glasbehälter  selbst  sei  nicht 
ZV.  groß,  damit  vor  allem  die  Fische  weniger  Bewegungsfreiheit 
haben  und  leichter  im  Bil.lfeld  des  Objektivs  verbleiben,  da  sonst 
d<e  Geduld  des  Amateurs  luf  eine  harte  Probe  gestellt  oder  eine 
gu^c,  biidmäßige  Aufnahme  in  Frage  gestellt  wird.  Damit  die 
5j:.  die  Aufnahme  ausgewählten  Fische  auch  keinen  allzu  großen 
bpiclraum  in  der  Tiefe  haben  und  sich  an  der  Vorderwand  auf- 
•i^Uen  und  dadurch  möglichst  in  der  Tiefenschärfe  des  Objektivs 
verbleiben,  empfiehlt  sich,  eine  Glasscheibe  in  Breite  des 
Aquariums  einzusetz  a.  Sie  tritt  besonders  dann  nicht  in  Er- 
scheinung, wenn  der  Behälter  nicht  in  seiner  vollen  Breite  auf- 
genommen wird.  Die  zur  bildmäßigen  Wirkung  erforderlichen 
Pflanzen  sowie  die  anderen  Fische  können  vor  und  hinter  der 
Scheibe    des    Behälters    sein.     Die   vordere,   dem   Objektiv   zuge- 


kehrte Scheibe  muß  aus  planparallelem,  reinem  Glas  zur  Ver- 
meidung von  Verzerrungen  und  frei  von  Algenbelag  sein,  das 
Wasser  klar;  auch  eine  Reinigung  der  Pflanzen,  Steine  usw.  ist 
geboten. 

Die  Frage  der  bestmöglichen  Beleuchtung  läßt  sich  dann  am 
einfachsten  lösen,  wenn  der  Glasbehälter  ins  freie  Licht  oder 
an  ein  gut  beleuchtetes  Fenster  gesetzt  werden  kann.  Im  an- 
deren Falle  sind  künstliche  Beleuchtungen  durch  Blitzlicht, 
starke  Glühlampen  oder  dgl.  von  oben  her  geboten.  Durch 
mehrere  verteilte,  gleichmäßig  starke  Glühlampen  und  sinn- 
gemäße Lichtreflexion  durch  weißes  Papier  lassen  sich  gut 
durchgeleuchtete  Aufnahmen  erzielen.  Da  wegep  der  unbe- 
rechenbaren Bewegungen  des  Fisches  und  der  Notwendigkeit, 
selbst  sich  bewegende  Flossen  scharf  abzubilden,  mit  möglichst 
kurzen  Belichtungszeiten  gerechnet  werden  muß,  ist  eine  gute 
Beleuchtung  eines  der  Haupterfordernisse.  Den  Hintergrund 
bildet  eine  zur  hinteren  Glaswand  im  Winkel  von  etwa  45 
stehende  Pappe,  deren  Farbe  mit  der  des  Fisches  im  Gegensatz 
stehen  muß. 

Zur  Aufnahme  eignet  sich  vor  allem  eine  größere  Platten- 
kamera, etwa  ab  Format  6  mal  12  Zentimeter,  mit  lichtstürkem, 
auch  bei  voller  Öffnung  bis  zum  Rand  gut  auszeichnendem  Ob- 
jektiv. Das  Bildfeld  wird  auf  der  Mattscheibe,  die  Bildschärfe 
nach  den  Wasserpflanzen  oder  Steinen,  in  deren  Tiefe  der  Fisch 
am  günstigsten  stehen  dürfte,  eingestellt.  So  vorteilhaft  auch 
ein  Abblenden  wäre  —  sei  es  zur  Erzielung  einer  größeren  Tie- 
fenschärfe, sei  es  zur  Gewißheit,  selbst  mehrere  hintereinander 
schwimmende  Fische  gleichmäßig  scharf  abzubilden  — ,  so  ver- 
bietet sich  das  von  selbst,  zumal  die  Belichtungsdauer  sich  auf 
eine  oder  mehrere  Sekunden  ausdehnen  kann.  Im.  Hinblick 
hierauf  ist  ein  hochempfindliches,  dazu  wegen  genauer 
Wiedergabe  der  Tonwerte  ein  orthochromatisches  Platten- 
material, möglichst  in  Verbindung  mit  heller  Gelbscheibe 
vorteilhaft. 

Probleme  sind  bei  Aquariumaufnahmen  nach  den  Ausfüh- 
rungen gewiß  nicht  zu  lösen.  Wer  die  Möglichkeit  zu  selchen 
Photos  hat  und  Gefallen  an  ihnen  findet,  dem  eröffnet  sich  ein 
dankbares    Gebiet. 


A 


^iBBte 


£/N  ROMAN     VON   STANHOPE 


7.  Forlsetzung 

Der  Pariser  Brief  unterbrach  ihre  Überlegungen;  sie  wandte 
sich  den  Tatsachen  zu  und  las  ein  Schriftstück,  dem  ein  gestem- 
pelter Vertrag  beigefügt  war.  „Entzückt  von  Ihren  großen  Gaben", 
hieß  es  in  dem  Schreiben,  ..wandte  sich  einer  unserer  griechi- 
schen Geschäftsfreunde  an  uns,  um  Ihnen  das  Auftreten  in  Paris 
zu  ermöglichen.  Sollten  Sie  geneigt  sein,  den  nächsten  Monat 
in  unserer  Stadt  zuzubringen,  bitten  wir  Sie  um  Unterfertigung 
und  rasche  Rücksendung  des  Vertrages.  Mit  der  vorzüglichsten 
Hochachtung  sind  wir  Ihre  gehorsamen  Diener  Aristide  Gibier 
de  Potence-Compagnie. 

Es  schnitt  ihr  ins  Herz, 
Athen  zu  verlassen.  Die 
ganze  Sache  schien  ihr  nicht 
eines  gewissen  Hohnes  zu 
entbehren,  wie  ihn  das 
Schicksal  liebt.  Am  Abend, 
nachdem  sie  den  Brief 
empfangen  hatte,  ging  sie  in 
eine  wüste  Kneipe  und 
nahm  an  einer  Zecherei  teil, 
die  bis  in  die  Morgenstun- 
den dauerte;  sonderbarer- 
weise wurde  ihr  Kopf  im- 
mer klarer;  und  als  ringsum 
die  letzten  Trunkenbolde 
unter  die  Tische  sanken, 
stand  ihr  Entschluß  fest:  sie 
reiste  und  unterdrückte  die 
Tränen  und  die  Stimme  ihres 
Herzens. 

Sie  setzte  Madame  Kalo- 
thakis  alsbald  von  ihrer  Ab- 
sicht in  Kenntnis  und 
mußte  hören,  daß  die 
Wackere,  die  sich  im  Laufe 
der  Monate  ohne  Erfolg  um 
die  Gunst  „Bill"  Amerys 
bemüht  hatte  —  zurückge- 
wiesene Frauen  sind,  wie 
die  Weltgeschichte  lehrt, 
stark  im  Haß  — ,  sie  mit 
Schmähungen  überhäufte 

und   ihr  Undankbarkeit   vor- 
warf. 

„Ich  hatte  es  erwartet, 
ich  hatte  es  erwartet!" 
Böse  stieß  sie  es  heraus, 
ging  erregt  auf  und  ab  und 
stellte  sich  durch  ihr  Beneh- 
men in  Gegensatz  zu  ihrer 
Behauptung; sie  schien  über- 
aus verblüfft      zu  sein. 

,, Vielleicht  kann  ich  später  einmal  wieder  zu  Ihnen  zurück- 
kehren. Nie  werde  ich  vergessen,  daß  Sic  gütig  zu  mir  waren", 
wollte   Billic  besänftigen. 

,,Wir  werden  auf  Sie  verzichten,  junger  Mensch!  Die  Kalotha- 
kis  sind  noch  niemals  jemandem  nachgelaufen.  Gehen  Sie  nur, 
gehen  Sie  nur,  aber  kommen  Sie  nie  mehr  wieder."  Sie  vergaß 
das  vertraute  ,,Du",  und  grimmige  Trauer  schien  sie  zu  über- 
mannen. 

Sie    zog    sich    zurück. 

Und  Billie  ging  zum  Postamt,  um  einen  Brief  nach  Paris 
ni  den   Kasten   zu   stecken. 

Das  einzige,  was  Pitt  über  den  plötzlich  verschwundenen 
Damenimitator  erfuhr,  war,  daß  der  junge  Mann  in  der  Schenke 
,,zum  vergilbten  Heraklit"  öffentlich  sein  Wohl  ausgebracht 
habe  und  in  schwer  betrunkenem  Zustand  von  guten  Freunden 
zum,  Expreßzuge  Larissa- — Subotiza — Belgrad — Budapest — Paris 
gebracht    worden    sei. 

Pitt   hielt   den  Ausdruck  der  Überraschung   zurück  und  gab  zu 


Renale  Müller 


Nachdruck  verboten 

seiner  gehemmten  Seele  den  besorgten  Erwägungen  über  die  Pein- 
lichkeit  des   Vorfalles   Einlaß. 

,,Es  ist  besser  so!"  sagte  er  mit  den  Schwachen  und  schlug  der 
schmunzelnden  Tante  vor,  die  dalmatinische  Riviera.  Kap  Hörn 
oder  die  Delagoa-Bai  aufzusuchen,  nur  nicht  länger  in  Athen  zu 
bleiben.  So  vergrub  der  ahnungslose  Jüngling,  was  die  Natur 
zur  Blüte  bestimmt  hatte,  bis  dann  die  Stunden  der  Leidenschaft 
auch  ihm  die  Tage  des  hymettischen  Honigs  verkünden  sollten, 
wie   der  Dichter  sagt.     Doch  eines  nach  dem  anderen! 

4.    Kapitel. 

Bruder  Bill  hatte  in  dar 
Zeit  der  Trennung  beson- 
dere   Erlebnisse. 

Verständig,  wie  er  war, 
lobte  er  die  Flucht  seiner 
Schwester,  dachte  viel  an 
ihr  Schicksal,  als  er  sich  auf 
den  Polstern  des  Gefängnis- 
lazaretts ruhelos  umher- 
wälzle  und  dem  Tag  ent- 
gegensah, der  ihn  in  ei.ne 
Einzelzelle   schaffte. 

Die  Amerys  entstammten 
einer  in  ihren  Bezirken  an- 
gesehenen Kleinbürgerfami- 
lie, die  jeden  Konflikt  mit 
den  Strafgesetzen  durch 
Enterbung  geahndet  hätten, 
wenn  solcherlei  möglich 
und  ein  Nachlaß  vorhanden 
gewesen  wäre.  Die  Familie 
lebte  in  einer  Provinz  und 
hatte  keinerlei  Bindung  mit 
dem  Geschwisterpaar,  des- 
sen Anstellung  in  einem 
Modehause  bei  den  Ver- 
wandten die  Einbildung  von 
etwas  höchst  Unsittlichem 
hervorgerufen  hatte. 

Als  die  Mode  sich  aber- 
mals gewandelt  hatte  und 
Bill  schon  einige  Zeit  auf 
freiem  Fuß  war,  traf  im 
Modesalon  der  Frau  Ma- 
falda  Terpin  ein  Paket  aus 
Griechenland  ein,  das  neben 
zwei  getragenen  Gesell- 
schaftskleidern, mit  denen 
nur  wenige  Hunde  hinter 
dem  Ofen  hervorgelockt 
werden  konnten,  einen 
Scheck  über  fünfhundert  Mark  enthielt.  War  Billie  nicht  ein 
braves  Geschöpf?  Bill  hatte  nichts  davon.  Er  mußte  mit  sei- 
nem Besitz  —  sieben  Mark  und  fünfunddreißig  Pfennigen  — 
ökonomisch  wirtschaften. 

Da  nun  Billies  Ruhm  erst  von  Paris  aus  sich  über  alle 
Grenzen  zu  verbreiten  begann  und  man  in  ihrem  Vaterland  vor- 
läufig keine  Ahnung  von  ihrem  Genie  hatte,  fand  Bill  in  den 
Fachblättern  nichts,  was  ihm  den  Aufenthalt  der  Schwester  ver- 
riet. So  zog  er  denn  auf  gut  Glück  nach  Athen,  wanderte  und 
kreuzte  ohne  Paß  die  Grenzen;  zu  schreiben  getraute  er  sich 
nicht;  ein  Gefühl  sagte  ihm,  daß  er  ihr  durch  einen  Brief  mög- 
licherweise Ungelegenheiten  bereiten  konnte 

Die  Pilgerschaft  machte  seine  Gedanken  ruhelos  und  durstig; 
er  sah  viel,  was  anderen  verborgen  blieb;  denn  er  hielt  sich  in 
den  Schenken  der  Eingeborenen  auf,  trank  mit  ihnen  und  spielte 
zum  Tanze.  Dabei  stellte  er  plötzlich  eine  neue  künstlerische 
Gabe  an  sich  fest;  das  Kunstpfeifen.  Dieses  Talent  brachte  ihm 
das  geringe  Geld  ein,  das  er  für  Schlafen  und  Wachen  gebrauchte. 


Als  er  eines  Tages  in  einem  winzigen  serbischen  Dorf  seine 
Melodien  sang  und  pfiff,  trat  ein  ungemein  feierlicher  Herr  auf 
ilin  zu  und  äußerte  mit  einer  Grabesstimme,  daß  ihn  der  Vortrag 
überaus  erheitert  habe.  Zum  Beweise  seiner  Begeisterung  drückte 
er  mit  eisernen  Klammern  Bills  Hände  und  lud  ihn  ein,  mit 
seinem  Wagen  nach  Ragusa  zu  fahren,  wo  seine  melan- 
cholische Gattin  durch  ihn  zerstreut  werden  müsse.  Ragusa  lag 
nun  nicht  in  der  Richtung  Athens.  Aber  Bill  war  großzügig  und 
gab  seinen  reisclcidenschaftlichcn  Ideen  nach. 

Ragusa. 

Mit  verzückten  Augen  starrte  Bill  auf  das  nie  vorher  gesehene 
Meer;  er  fühlte  grenzenloses  Herzklopfen  beim  Anblick  der 
Festungsstadt  und  beim  Atmen  der  blühenden  Farben  und  Düfte. 

.,Ich  bin  sehr  froh,  Sic  kennenzulernen",  sagte  die  Hausfrau 
und   warf   einen   mißtrauischen   Blick   auf  Bills   Garderobe. 

,  Ich  danke  Ihnen.  Ich  bin  glücklich,  daß  Ihr  Gatte  mich  mit- 
nahm, und   hoffe,  seiner  Güte  würdig  zu  sein." 

Noch  am  Abend  mußte  Bill  seine  Künste  zeigen.  Er  hatte  den 
«ichdnen  Erfolg,  daß  Madame  teils  sanft  einschlief  und  teils  das 
Konzert  durch  emsiges  Stricknadelklappern  begleitete.  Auf 
solche  Art  sicherte  er  sich  das  Wohlwollen  der  ganzen  Haus- 
genossenschaft, deren  Vorstand  von  Beruf  Advokat  war. 

Vierzehn  Tage  lebte  Bill  nun  schon  im  Hause  des  Anwalts, 
Nie  war  ein  Wort  des  Abschieds  gefallen.  Madame  war  auf- 
geblüht, das  Familienleben  hatte  an  guter  Laune  und  Zufrieden- 
heit gewonnen,   kurz,  alle  waren  guter  Dinge. 

Der  Bischof  hatte  Geburtstag.  Bill  hatte  sich  unter  die  Menge 
gemischt  und  trug  zum  erstenmal  seinen  neuen  Anzug,  ein  Ge- 
schenk. 

Ein  junges  Mädchen  schob  sich  heran  und  war  durch  eine  zu- 
fällige Bewegung  bereit,  Bill  die  ihm  noch  unbekannte  Stadt  zu 
zeigen.  Arm  in  Arm  bewegten  sie  sich  durch  das  Gewirr, 
schlössen  sich  einem  dichten  Zuge  an,  verloren  plötzlich  die  Ver- 
bindung mit   allen,   die  vor  ihnen  und   um  sie  herum   gingen. 

Sie  schritten  schweigend,  forschten  manchmal  in  den  Blicken 
und    entdeckten    beiderseits    große    scheue    Heiniwehaugen. 

,,Ich  liebe  dich",  sagte  Bill, 

,,Iss  gefellik!"  erwiderte  sie  ihre  einzigen  deutschen  Worte,  und 
deutele  auf  die  Kakteen  und  Agaven  am  Abhang.  Da  sah  man, 
daß,  wie  anderwärts  in  Bäume,  die  Liebespaare  in  die  Blätter 
Namen,   Daten   und   Herzen  eingegraben  hatten. 

Sie  stiegen  höher  hinauf  auf  den  Berg  Imperial,  bis  die  Stadt 
sich  wie  ein  Blumenbukett  in  einem  weißen  Schacht  ihnen  und 
dem    Licht    entgegenrankte. 

,,Paapa!"  machte  die  Kleine  und  wies  auf  einen  alten  Mann, 
der  in  montenegrinischer  Lammfellkleidung  an  einer  Wegbiegung 
aufgetaucht  war,  Stcpan  Dobrosch  hieß  er,  lebte  als  Einsiedler 
und  Dichter,  hatte  Peter  den  Großen  (von  Serbien)  besungen  und 
in  der  österreichischen  Kriegsmarine  gedient.  Kam  nur  selten 
hinab  in  die  Stadt,  Blieb  lieber  oben  und  machte  Verse.  Rezi- 
tierte  mit   Feuer, 

Das  Mädchen  wurde  ungeduldig,  und  der  Alte  brach  ab.  Wie- 
der in  der  Stadt  ging  das  Paar  zu  den  Wagen,  die  zu  den  Ombla- 
Ouellen  fuhren.  Hier  war  um  diese  Stunde  kein  Fremder,  Kein 
Einheimischer, 

Beide  lagerten  sich  an  den  Rand  des  wundervoll  klaren  Ge- 
wässers und  hörten  auf  die  rauschenden  Orgelklänge,  die  irgend- 
woher oder  nirgendwoher  kamen. 

Es  war  unbeschreiblich  schön. 

Bill  kehrte  nicht  mehr  zu  seinen  Wohltätern  zurück,  sondern 
begab  sich  an  Bord  eines  Hi'ndelsdampfcrs  aus  Suschak,  der 
griechischen  Landwein  aus  Patras  holen  wollte.  Die  letzten 
Stunden  an  Land  waren  einer  träumerischen  Innigkeit  geweiht; 
was  alles  Bill  unternahm,  seine  Überlegungskraft  war  ausgesclial- 
tel.  Er  ging  in  einen  Blumenladen  und  bclud  seine  Freundin 
mit  sterbenden  Blüten;  gleichzeitig  ließ  er  durch  Boten  Frau 
Cyllara  Jabra,  der  Advokatengattin,  mit  dem  ehrlichen  Dank 
seines  Herzens  einige  botanische  Kuriositäten  überbringen,  die  der 
Blumenzüchter  mit  dem  Namen  ,, Nelken"  belegte,  ohne  daß  sie 
deshalb  aufhörten,   Bill  unbestimmt   an   Mixedpickles  zu   erinnern. 

Von  dem  zarten  Aussehen,  das  Bill  sein  Auftreten  als  Damen- 
imilator  erleichterte,  halle  er  nach  der  Ankunft  in  Patras  so  gut 
wie  alles  verloren.  Ein  gebräunter,  wetterfester  Seemann  ging 
da  an  Land  mit  stattlichen  Muskelpaketen,  die  von  Arbeit  im 
lauwerk  und  Laderaum  sprachen.  Mit  zerrissenen  Schuhen 
enterte  er  über  den  Steg;  er  war  seiner  Schwester  auf  dieser 
Fahrt,  was  Icniperament  und  Unternehmungsgeist  betraf,  immer 
ähnlicher    geworden. 

Als  Bill  stundenlang  durch  die  Stadt  geirrt  war  und  sein  Ziel, 
das    Kawkasia-l.tablissement,    immer    noch    nicht    gefunden    hatte, 


war  er  vor  Hunger  fast  dem  Umsinken  nahe.  Dazu  kam,  daß 
ihn  jetzt  die  Gedanken  niederdrückten,  ob  es  überhaupt  zweck- 
mäßig sei,  die  Schwester  im  Variete  aufzusuchen;  wer  wußte,  ob 
sie  dort  war  und  was  sie  machte? 

,, Tausend,  das  nenn'  ich  eine  Freude!"  Jemand  klopfte  ihm  auf 
die   Schulter;   ein   unbekanntes   Gesicht   lachte   ihn   an. 

,,Das  ist  nahezu  der  schönste  Tag  meines  Lebens;  wo  kommst 
du   denn  her,   Jack?" 

Minuten  dauerte  es,  bis  Bill  Worte  fand,  und  diese  klangen 
unsicher,    hungermatt, 

,,Ich  weiß  nicht  recht,  mein  Herr  — ?  ' 

Doch  der  sprudelte  schon  weiter  mit  seiner  Rede,  merkte,  daß 
CS  seinem  Gegenüber  an  allerlei  fehlte,  hakte  sich  ein  und  zog 
ihn  in  die  nächste  Wirtschaft,  ohne  daß  Bill  sich  zu  wehren  ver- 
mochte. Ganz  kurz  durchzuckle  ihn  die  Idee  von  Bauernfängern 
und  dergleichen.  Aber  der  Fremde  sprach  freimütig  und  auf- 
recht, bestellte  Lammkoteletts  und  allerlei  andere  nahrhafte 
Dinge,  Bill  wollte  erst  satt  sein,  um  dann  um  so  dankbarer  die 
Verwechslung    richtigzustellen. 

,, Erinnerst  du  dich  noch  an  den  Tag  im  Hamburger  Hafen,  da 
wir   zum   erstenmal   im    ,, Silbersack"    zusammenkamen?" 

Bill  kaute  emsig,  und  der  Fremde  entnahm  seinem  Grunzen 
daß    er   ihn   nie   vergessen   würde, 

, .Donner,  was  waren  wir  damals  für  tolle  Burschen!  Ja,  man 
wird  ruhiger  mit   der  Zeit!" 

,, Stimmt,  stimmt!"  sagte  Bill  und  schob  eine  süße  Kartoffel 
in  den  Mund.  Er  war  nun  satt  und  ruhiger  und  sah  mit  ge- 
spannter  Erwartung   der   Entwicklung   der   Dinge   entgegen. 

Sein  Freund,  den  er  nicht  kannte,  zahlte,  schlug  ihm  abermals 
auf   die  Schulter  und   rief; 

..Komm,  alter  Schwede,  auf  meine  Bude,  ich  braue  einen 
Mokka!" 

Nun  hielt  Bill  den  Zeitpunkt  für  gekommen,  die  Wahrheit  zu 
gestehen, 

,,Geh    mir,    du    machst    mir   etwas   weis!  '    sagte   der   Fremde, 

.,Nein.  nein,  ich  war  hungrig.  Sonst  hätt  ich's  nicht  so  weit 
kommen  lassen.    Übrigens  sage  ich  Danke  schön!" 

Der  Fremde  schwieg  etwas  gekränkt;  dann  lachte  er  mit  gut- 
mütigen Augen:  ..Ich  bin  ein  kurzsichtiger  Hund.  Ich  habe  Jack 
fünf  Jahre  nicht  gesehen;  er  hat  mir  mal  das  bißchen  Leben  ge- 
rettet. Na.  um  seinetwillen,  alter  Freund,  kommen  Sie  nur  mit! 
Man  muß  Ihnen  auf  die  Beine  helfen,  was?  Finden  Sic  hier 
nicht    zurecht,   was?      Heiße   Tyll    Karo," 

,,Bill  Amcry,  sehr  erfreut!"  Bill  klappte  wie  ein  preußisches 
Taschenmesser   zusammen, 

Tyll  fragte:    ,,Wo  sind  Sie  zu  Hause?  ' 

Bill  gab  Auskunft  und  erzählte  ausführlich  seine  Schicksale, 
wobei  er  verschwieg,   was   auch  wir  verschwiegen  hätten, 

Tyll  Karo  war  Kunstmaler  und  besaß  ein  helles,  geräumiges 
Atelier  am  Tor  des  Hadrian,  Er  halte  einen  bewegten  Lebens- 
gang hinter  sich,  war  in  der  Fremdenlegion  und  bei  den  Rot- 
gardisten gewesen,  äußerte  große  Gedanken,  und  während  er 
sprach,  hatte  Bill  die  Empfindung,  als  ob  Jack,  sein  Doppel- 
gänger, eine  mythische  Gestalt  sei,  die  Tyll  Karo  ersonnen  habe, 
um   seine  Hilfsbereitschaft  zu  verkleiden. 

..Einen  Tag  können  Sic  hier  hausen.  Länger  nicht.  Ich  will, 
daß  sich  jeder  selbst  hilft.  Es  ist  schwer,  in  Athen  Arbeit  zu 
finden.  Aber  wer  was  kann,  schafft's.  Wenden  Sic  sich  nicht  an 
den  Konsul!  Unfähig!  Weist  Sie  ab!"  Die  Worte  klangen  zu- 
nehmend schärfer.  Es  schien,  daß  der  Kunstmaler  schlechte  Er- 
fahrungen mit   dem   Vertreter   seines  Landes  gemacht   hatte. 

Nun  erkundigte  sich  Bill  nach  dem  Variete  Kawkasia,  das  Herr 
Karo  von  zwei,   drei   Besuchen   kannte. 

,,Ich  habe  nicht  viel  übrig  für  derlei  Darbietungen.  Ein  Freund 
von  mir  spielt  dort  —  er  erzählte  von  einem  Damenimitator  — 
La  belle  —  ich  weiß  nicht  —  ah  doch  —  La  belle  Billie.  Aber 
im   übrigen   kenne  ich  niemanden." 

Es  überlief  Bill   kalt. 

Er  fand  keine  Aussicht,  das  Variete  aufzusuchen,  ohne  daß 
wenigstens  Madame   Kalothakis  hinter  den  Schwindel  kam. 

Es  war  nicht  leicht,  in  dem  stattlichen  Jüngling  den  unansehn- 
lichen Buchhalter  des  Modehauses  Tcrpin  wiederzuerkennen;  und 
so  ist  es  nicht  weiter  verwunderlich,  daß  Madame  Kalothakis, 
als  sich  der  Kunstpfeifer  Henry  Marshai  vorstellte,  durchaus 
nicht  an  die  , .gelbe  Nachtigall"  erinnert  wurde.  Zu  Erinnerungen 
und  Vermutungen  lag  für  sie  auch  gar  kein  Grund  vor,  seit  sie 
den  Namen  Amcry  aus  ihrpm  Herzen  verbannt  hatte. 
Fortsetzung  folgt 


FRAGEN 


*--<- 


die  uns  errei'chtert 


Anfraj^en    erbitten  wir 
Scherlvcrlag.    Antwort 


an     die  Redaktion    des     „K  i  1  m  -  M  a  )J  a  z  i  n  ".      Berlin    SW  68,    Zimmerstraße     35—41 
erfolsJl  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


All  viele:  Aiioiivnii;  liiicfr  worden  nicht  boaiitwortct.  lU-i  Maiiii- 
skripfansoleBOiihcitcii  liilti'ii  wir  folurciuli's  zu  lieachtcii:  Ji'dcr  Aufrage  i>t 
KiaUpiirlo  beiziirii;;eii.  .Icde  Klii^eniliiiis-  eines  .\laiin-Uri|ils  zur  rriifiiim 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Inifangc  von  2 — S  iSelireilnnaseliincnseiten 
sind  zur  Kin>endiMm  an  die  rilniiiidii>lrie,  KeKi»eiire  m~a.  •iei-isnel.  Kiir 
Verlust  der  einse^andlen  Mannvl^riple  kann  keine  Veranlwortiiiiyr  iilier- 
noninicn  werden,  also  soll  der  Verla-ser  nur  Durehselil.iKe  .-enilen.  von 
liand'.;esrlirielieiii-n    .Sendungen    (li-M-riicIi)    eine    Aliselirift    znriieklielialteii. 


Da-  •;rwiin>.cliti'  J{ 
.  Ucriin  s\\  i,>.  i; 
1.     M.: 


Herbert  L.,  HambarR 

den    .\la\     Matii-son-Vcrl^ 

Lisa  M.,  Frankfurt 
Der  I'artiu'r  von  Dolores  del  Hio 
in  ,,Dio  rote  Tiinzerin  von  JIos- 
kau"  war  Charles  Farrell.  — 
Xornia  shearer  ist  mit  Irving- 
'l'Uallierj;  ^  erheiratet.  —  Di.-  Ti- 
telrolle in  .,Das  Koltlo.se  Sliid- 
ehen"    spielte    I.in.i     Hasiiuelti-. 

K.  K.,  Jacobshagen:  Con- 
iad  Veidt  wohnt  Herlin  W  in. 
Liehlen-tein.illee  L'a.  Kmil  .l.in- 
niiiRS  HIn.tirnnewald.  Dillirink- 
slr.iße  27.  .\nny  Ondr.i  ist  .im  be- 
sten durch  clic  llom-rilm  A.-G.. 
Herlin  SW  ix.  I'rledrichsir.aln-  i2.'>. 
zu  erreichen.  —  .M.ix  Sehiin'liii;; 
befindet  sich  zur  Zeit  in  Siid- 
diMitscliland.  —  Ilerm.inii  KolileV- 
reicheii  .siie  diirrli  die  Luft  llans.i 
in  Herlin-Tempcllior.  I'at  nml  I'a- 
l.iehon  durch  die  KIsiree-Sludios. 
Hcrsldrdshire  (  Knfil.ind  i.  L.iiir.i 
l.i  Plantes  Adresso  i>t  Universal- 
.siudios.  Inivers.il  -  City,  Kalifor- 
nien, l  S.V.  Dr.  ICckenors  Adrcsr 
ist    }'i  iedriehsli.ifen. 

Filmfreundin  Erna  M.  aus 
Leipzie:  D<r  bell  eltende  I'üni 
ist  noch  nicbl  nr.iiiff;efubrt. 
Soviel  uns  bek.-mnt.  tra;;i 
Vi\ian  Gibson  ihren  richti 
Ren  X.imen.  Sin  ist  Engländerin. 
Die  .\ufnalinien  zu  einem  Film 
d.-iuern  im  allgemeinen  I — S  Wo- 
chen, in.'inchni.-tl  ein  h.illips  .T.ibr 
und  Kauz  selten  ein  .Tahr.  w  ii'  z. 
H.  die  Herslellun^  des  ucuiii 
l'rilz  I-iiif;  -  l"ilms-  ..l"r.iu  im 
.Mond'.  —  Jawohl,  El;;a  Urink 
lebt  in  Kerlin  nml  wohnt  in  der 
l'r.i!;er  Sir.iße  31.  Sii-  ist  lediu. 
Ihr  neuester  Film  heilK  ..l-"lien  zu 
Drilf. 

Margot  K.,  Gclscnkircbcn: 
Louise  Brocdis  ist  libe,-  Hoin- 
Film.  Tierliii  SW  Is.  Fri.;d- 
richstraße  22.'i.  zu  erreiihen.  Sic 
wurde  in  Wichita  (.\nierik.i)  Rc- 
boren.    Sie    p;ibt    .Suto'jr.im 

Alberlini-Freund  E.  B  :  ( H 
nicn  Itoiii  wohnt  Herlin  \V. 
llilandstr.iUe  l.ls.  Sic  wurde  in 
Genu.i  Kcboren.  Keine  Kinder, 
t'.irmen  Hoiii  cibt  .Xuloürramme. 
I.iieiano  .Mlu'rtini  ist  ilureli  dii' 
A:if.i.  Herlin  SW  IS,  Friedrii'li- 
sir.iße    22:1.    zu    erreichen. 

Erich  E.,  Dresden:  Es  i--i 
leider  w.ihr.  I'red  'riMuii-in  i-t 
;ini  21.  Deziniber  III2s  .ni  den 
Folfjeii  einer  Gallensteinoperatioii 
i;estnrben.  Er  w.ir  Amerik.auer 
und  wurde  in  I*.iv.iden:i  iK.ililor  . 
nieni    (geboren. 

Filmfreundin  Vera  K.,  Gücnicke:  Itnin 
lottiiiburf.  St(u  iii-lralle  :'i.  Er  i-t  mit  der 
heiratet.  K.i-Incr  winde  .im  :'..  .lanii.ir  in  I' 
wurde  am  14.  .\nt;u-l  in  KopiMih-i^cn  ;;c'b<ii 
Spielerin  verbeir.ilet.  Vij;ni>  l..i|sen  und  Hi 
tigen  Xainen.  Sii'  ;;ebeii  Xiitoijr.i  iiniii'. 
■Wilmersdorf,    HabelsbcrKcr    Sti.ii;.'    1. 


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i-(  h.ir 
h  ver- 
Larscii 
Scb.iii- 
i'  licb- 
lierliii- 


Barbara  K.,  London:  M:iiiin  IM.i>c.iuii  woliiii  Hei  liii-Cli.u  lolteiiliiir^;, 
lliMii.iri-kstr.iLle    it.    und    ^ibl    Anlom:iiniiie. 

Priska  F.,  Cleve:  Hettv  .Xmaiin  wiihiil  Herlin  ^\  .  Knrfiirstend.iinm  12. 
sir  uiinle  III  l'iriii:iseiis  geboren.  Ihn'  Filmi':  ..Aspli:ilf.  ..Der  Str.iniim 
um  St.imliiir-.  ..Der  weilie  Tenrel-.  —  ll.iiis  Hr.msi'W cller  wohnt  Itcilin- 
Cbarloltenburfj,  SoorsIr.iUe  7".  und  wurde  :iiii  27.  .Mai  in  .M;ilaM::i  iSp.i- 
tiien)  Kcboren.  —  f.imilbi  Hörn  wurde  ;im  2.'i.  .\pril  in  Frankt'urt-.VLiiii 
-cboicn  lind  ist  mit  dem  (Jroljk.infmiinn  Kl.iiis  (ieerz  verbeir.itet.  Ilire 
lrek;iniitcstcn  Filme  sind  ..F.-insf  (Creleben).  ...Jii-endr;iiiscli-.  ..Der 
Irohliehe  Weinberg".  ..Wetterleiiehlen'.  ..Der  Künii";  der  Hci  iiiii.i-.  Ilii 
■  ■rst,-r  (noch  nielil  iir.nir;;c>flilirtei »  'r.Mililiii  licilU  ..Die  Könii^liche  l.o-c-. 
Der     neueste     l'ihn     mit     (•:iiiiill.i     lloin     i-i     ..Die     Drei     iiiii     F.ilillr-. 

Willy  R.,  Wiesbaden:  Lotte 
l,..iriiiK  wohnt  Herlin  W  :.">. 
\\  111  itciiibcrgisebe    Sir:ii;e   2:i-2l. 

Grefe  E.,  Berlin  -  Spandau: 
Die  tieiilcii  r.irtuer  \  oii  Noi- 
iii.i  T.-iliii:iilüe  in  der  ..stiiiiile 
iler  Eiilscheidiiiis'  w.ireii  (JillH'r 
H.ibiiul  und  Arnold  Keiit.  Hcidi' 
Isiinsiler  sind  durch  die  Fnileil 
Artisis-Siiiilios.  1011  Xo.  Foniios  I 
\venni-.  Hollywood.  K.il..  l'sA.. 
zu  ern'ichen.  Sic  ^ichi-n  .\iito- 
m;iiiiiiie.  HildU.irleii  \  nii  den  Sl:ns 
i'rh;ilten  Sie  in  jeder  ^irol.Icn  l'.i- 
pierli:iiidlMn.u-  oder  diireli  den  Ver- 
l.in  der  ..llliisirierten  Filiiiwoehe-'. 
Herlin  SW  li,s.  Koehstr;iße  0-S.  — 
F.iii  Kcni-seiir  L.idisl.-iiis  Ki-s  is; 
nicht    beUaniil. 

Rcsi  H.,  Leipzig:  Die  nencsti-ii 
l'iliiie  iiiil  Fuelterer  siml  ..D;is 
.M:idel  mit  der  Peitsche-,  ..Der 
iMadcbenbirl  -^  ..M.idonna  im  Fe^e 
feiler'.  Fnetn-rcr  wohnt  ]ierliii- 
ste;;lilz.  Kleiststraße  27.  —  Auiiy 
()ndr:i  erreieben  Sie  am  sicher- 
sten durch  die  Hom-Film  .\.-lj.. 
Herlin  S\\^  is,  l'rieilrielisir.  22.'.. 
Ihre  näebsten  Filmi'  sind  ,.D;is 
.Madel  mit  der  l'citselie-  und  ..Die 
l\.i\  iarprinzessin".  —  liret.i  t;;ir- 
lios  neiie>ier  Film  ist  ein  Ton- 
film und  heißt  ..Der  Kul.!\  — 
Will\  Frilsch  wohnt  Berlin  AV. 
K.ii-erd.imiii  it.'i.  Ci'rd.i  .M.iiiriis 
Hcilin-Stculitz.  Thor  walil  seilst  r:inc 
Nr.  2.-I. 

Filnifreundin  H.  aus  St.: 
Neil  Hamilton.  lilori.i  Sw.-in- 
-oii.  Doiijjl.is  Fairb.inks  ii.  .M.-iry 
l'ickford  befinden  sieb  zur  Zeit 
in  P;iris.  —  George  H.im-roft  h.ii. 
wenn  diese  Zeilen  i'rselieiiieii. 
Herlin  wieder  verl.isseii.  Es 
beißt,  d.ii;  .lohn  (iilliert  mit  sei- 
ner C.-iiliii  lii.'i  flaiie  sich  .•inseu- 
l.licklieh  in  Entil.iii.l  .lufhiill.  — 
.1.1«  obl.  es  nilit  ein  I.issy-Arn;i- 
Hiich.  —  .Viideie  liline  iiiil 
(Inst.iv  Fiöblich  kennen  aiieli 
wir  nicht.  —  t;ret.-i  (i.irb.i  ist  .iia 
sichersten  durch  dii-  Mi'Iro-Cold- 
w  .\  n-.M.iyer-Siiidios.  t^nlver  -  liiy. 
K.ilifornien.  l'S.V..  zu  erreichen. 
—  Wann  John  Gilbert  einimil 
Dentscbl.-iud  besucht,  wissen  wir 
leider  selbst  nicht.  —  Elizz;i  l:i 
rmta  wohnt  Herlin  AV.  Xiirn- 
l.eruer   Sti;il!e    10.    bei    .\dler. 

Film-Seppl,     Wilmersdorf:     Sic 

b.ibeii      recht,       der      ]>riicUfebler 

ist      inzwischen      berielilini      w  m - 

.Ich.      —      Harry     Liedtke     wiihiii 

Hin  -(Jrnnew.ibl.  Hisiii.irck;illee  Ki. 

Nixe:     Hri;;ine     Helm    uoliiil     liei  liii- 1  l.ililciii.    Im    Winkel    .'i. 

H.    Seh.,    Görlitz:     Ihre    Hildw  ünsche    sind    vor-emerUt.    —    Die    Haupt- 

d.irsfeller    im    ..Fridericus    Kex'    i.iiiUer   Otto    (iebiihr)    waren    Albert    Sleiii- 

riick.    Ern.i     Moren.i.    T,lli    Alexandra.    Maria    Drska.    —    Fritz    Lauf'-    ist    zur 

Zeit      veirei-t.       Mit      ei i      neuen      Film      li.it     er     noch      nicht      bcfi-onin'n. 

..Hie    Eiserne    llr.inf    und    ..In    Treue    st.irk  ■    siml    moi    dem    Kiiiissciii     Dr. 
I!ciiiriili    Ifr.indt    iiiszeiiiert    worden. 


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rümtreund  Franz  E.,  Fürstenwalde:  Cliarlcs  Farroll  wurde  als  Sohn 
eines  Theaterdirektors  iii  Cape  Coil  in  Jlassacliiisetts  geboren.  Er  stu- 
dierte zuerst  Literalurgcseliiclite,  King  aber  bald  zur  Spreclibiiliiie  und 
endlich  zum  l'üni.  Kr  ist  unverheiratet,  iias>i(inierter  Sportsniann,  (j'ht 
Autogramme.  i'arrell  ist  am  besten  durch  die  Fox-Studlos,  1401  Xo. 
Western    Avenue,   IIollj  wuud.    Km!.,    ISA.,    zu    errcieheii. 

Wiener  Filmfreunde:  Ik»  Syms  Adresse  ist  Berlin-Sehüneberjc.  Inns- 
brucker Straüe  16.  —  Lil  Da^over  ist  mit  dem  Produktionsleiter  Witt 
verbeir.itet.  —  Iwan  Petrovieh  ist  ledig-  und  gibt  Autogramme.  Wir 
glauben,  daü  er  alle  Blumen  liebt.  Sein  n.-ieh.ster  Film  heißt  „Es  gibt 
eine    Krau,   die   dich   niemals   vergllit''. 

Filmfreundin  Emmy  H.,  Thüringen:  Lon  Chaney  hat  seine  Besitzung 
in  Beverly-llills,  Holljwdnd,  K-.I.,  L'S.V.,  wurde  in  Colorado  geboren,  ist 
verheiratet  und  bat  einen  erwachsenen  .Sohn.  —  Sue  Carol  (eifrentlidi 
Susy  I.ederer)  sianiiiii  .ins  Chik.ifio.  —  .)anet  Oaynor  wurde  als  Tochter 
eines  Innendekor.iteiirs  am  ß.  (Ikliiber  in  l'liiladelphia  geboren.  —  Die 
Adresse  der  Hom-FiJm  .\.-G.  ist  Berlin  SW  If,  FriedricbsIraBe  225.  — 
Der  ncufste  Film  mit  Luis  Trenker  heißt  ,,l)ie  heiligen  drei  Brunnen". 
.Seine    l'.irtiierin    ist    Betty   Bird. 

Film-Rose  aus  Sachsen:  Iw:ni  Mosjukin  wohnt  Berlin  W.  Kiirfürsten- 
d.iinm  1!).'>.  Er  wurde  am  2ß.  September  in  Peiiz.i  (Kulll.ind)  geboren  und 
ist  mit  der  dänischen  Filmd.irslellerin  Agnes  Petersen  vermahlt.  —  (ier- 
irude  OliMstedt  ist  Scliwedin.  mit  dem  Regisseur  IJi)bert  Z.  Leon.ird  ver- 
heiratet.   —    Daisy    d'Ora    liciGt    richtig    Barom'sse    Daisy    von    Freiberg. 

Zwei  Leipziger  Filmfreunde:  liustav  DieHl  wohnt  Berlin  AV,  Regens- 
burgcr  Stralie  2K,  bei  .Schleusener.  Er  wurde  am  :w.  ])ezember  in  Sv'ien 
geboren,  kam  von  der  Spreelibiiluie  zum  Film  und  ist  geschieden.  Sein 
neuester  Film  ist  ..I)i(!  weiße  Holle  von  l'iz  Palir".  —  Edda  Croy  ist  mit 
dem  Herzog  .lo.nhim  Ernst  vun  Anhalt  verlobt.  —  Ernst  Verches  ist 
ledig,    ebensi)    ^I.iri:inne    Winkelslern. 

Greta  Garbo-Verehrer,  Berlin:  (ireia  Garbos  nächster  Film  heißt 
..Per  Kuß"  (..Eifersucht').  Ihre  P.irtner  sind  Conrad  Xagel,  Lew  Ayres, 
.Vnders  Rimdolidi.  l)ie  Künstlerin  gibt  Antogr.imme.  Die  Adresse  ist 
richtig.  —  .lohn  Gilbert  i^t  mit  der  :imerik;(nischen  .Schauspielerin  lii.i 
Claire   verheiratet.   —   I.illian  (^.ish    wurde   in   Springfield   geboren. 

Li  und  Lu  aus  Baden-Baden:  Willy  Fritsch,  Gustav  Fröhlich,  Werner 
Fucitercr  sind  ledig,  llari>  Halm  i^t  mit  einer  Xichtsch.'iuspielerin  ver- 
heiratet. —  Die  Partnerin  von  AVilhelm  Dielerle  in  ..Friihlingsrauschen" 
war  l.ieii  Deyers.  Die  Künstlerin  ist  hellblond  und  hat  blaue  .\ugen. 
Sie  wurde  :ini  ."^i.  November  in  .Vmsterdam  geboren  und  ist  unverheinitct. 
Dieterle    und    Lien    Deyers    geben    -Vutograinine. 

Conrad  Veidt-Verehrerin  Esther,  Hamburg:  Die  Partnerin  von  Conrad 
Veidt  in  dem  neuen  l'fa  -  Tonfiltn  ..Die  letzte  Kompagnie"  ist  Karin 
Evans.  Veidt  gibt  Autogramme.  Seine  Adresse  ist  Berlin  W  10,  Lichten- 
steinallec  2a. 

Film-H.:  Der  Verfasser  des  .Aufsatzes  äußert  sich  auf  Hire  .Vnfrage 
wie  folgt:  Das  in  Hi'ft  .Ifi  der  „Filmwelf  ;ibgebildete  Kompendium  wurde 
gebaut  für  ein  Objektiv:  f  :  2."  bei  20  mm  Brennweite.  Es  läßt  sich  jedoch 
ohne  weiteres  auch  vor  einem  Objektiv  von  .50  mm  Brennweite  bei  f  :  .i..'« 
verwenden.  Das  KompcMulium  hat  mit  der  K.iineraoptik  überhaupt  nichl- 
zu  tun.  J.eiliglieh  die  .\ufsii.uiMhiilse.  millils  deren  der  Ledcrbalgen  in 
der  SoMnenblemle  des  ()bjekli\s  befestigt  v\ird,  muß  den  entsprechenden 
Durchmesser  haben.  Vielf.ich  wählt  man  den  Durchmev-^er  der  Spann- 
hülse etwas  größer  als  den  Durchnu'sser  der  grüßten  v  orhandenen  .Sonnen- 
blende. Durcli  eingelegte  Papp-  oder  Ilolzringe  paßt  mm  dann  die  Spann- 
hülse dein  jeweils  verwemleten  Objektiv  an.  Xalnrlich  lohnt  sieh  der 
-Vnbaii  eines  Kompendiums  an  eine  Kodak-K;imera  B.  f  :  fi,5.  Die  ver- 
hältnismäßig geringe  Lichtstärke  dieses  Objektivs  wird  ja  durch  ein 
Kompendium   in    keiner    Weise   beeinflußt. 


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Erna  und  Susi  aus  Danzig:  Den  Professor  in  dem  Fritz  L.ing-Film 
..Frau  im  Moml"  spielte  Klaus  Pohl.  .\lle  Filmstars  geben  Auto- 
gramme.  —   Lilian   Harvey   und    Willy   Fritsch   sind    unverheiratet. 

Susi  K.,  Bad  Homburg:  ll.irry  Liedtkc  ist  mit  Christa  Tor,ly 
verheiratet.  Beide  Künstler  geben  Autogramme.  —  Gustav  Fröhlich 
lu'lte  seinen  ersten  großen  Erfolg  in  ...Melropoüs".  —  Werner  Fuetterer 
ist  .■> — (')  Jaliie  beim  Film.  F^r  bevorzugt  \\  ;isscrsport.  —  Lilian  Harveys 
l'artncr  in  der  ,, Tollen  Lol.i"  w.ir  Harry  Halm.  —  .Soviel  uns  bekannt  ist, 
trägt  l\.ni  Petrovich  seinen  richtigen  Namen.  —  Die  bekanntesten  Filme 
mit  Eric  Barclay  sind  ..Die  drei  Kuckucksuhren  ■,  „Das  brennende 
.Schiff",  ..Die  Hölle  vom  .Montmartre".  ,,G'schiehten  aus  dem  Wiener 
Wald".  Barcl.i.vs  Adresse  ist  Paris  Vlll,  15  Kue  du  Cirquc.  —  Ossi 
Oswald.is  stäiulige  Adresse  ist  Berlin  W 
\Ci.i  Voronina  wohnt  Berlin-Wilmersdorf, 
Sehillerstraße    121, 


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l'hlamlstr.iUe  Sl,  Evelyn  Holt 
Anita    Dorris    Berlin-Charlottcn- 


Herlin-Cli.irlottcnbnrg, 
borg.    K.aiserdamm    25, 

Film  -  Interessent,  Görlitz:  .\gnes  Esterhazy  wohnt  Berlin-West- 
end. Kaisercbimm  10.  —  Wenn  Sie  Filmoper;iteur  werden  wollen, 
Sil  weiiiW'ii  Sie  sich  am  besten  einmal  ,ni  den  Klub  der  Kameraleute, 
Herliii-Sieglilz.  Feuerbaehstraße  21.  —  Priscilla  Dean  lebt  in  Hollywood, 
K,ilifi)rnicii.  l'.s.V.  Sie  gibt  Autogramme.  Möglich,  daß  Sie  auch  wieder 
filmen    wird. 

Lil  Dagover  -  Verehrerin  Sybille  v.  U.:  Sic  haben  recht,  Lil 
D.igciver       li.it       <'ine     Tochter.  D.is      .\lter      der      Künstlerin      können 

uir  Ihnen  leider  nicht  mitteilen,  d.i  wir  unseren  Filmslars  grundsätzlich 
nicht  diese  Frage  vorlegen.  Lil  J).igiiver  ist  auch  im  Leben  furchtbar 
nett.  —  Hcnny  Porten  w;ir  kürzlich  in  ll.imbiug  und  Breslau,  wird  aber, 
wenn  diese  Zeilen  erscheinen,  wiiMler  in  Berlin  sein.  Wir  werden  .Sic 
an  das  fällige  .\utogr.imm  erinnern.  —  .le;in  Angelo  v\ohnt  Paris  11. 
Broilev.ird  de  .Montparnassc.  —  Die  Adresse  des  Freiherrn  von  Dungern 
ist  Berlin  W,  Paulsborner  Straße  2.  ^  Wir  haben  Georg  Alexander  Ihre 
(iniße    bestellt    und    ihn    an    das    .Viitogramm    erinnert. 

Filmfreundin  aus  Rapperswyl:  Wir  empfehlen,  sich  die  Bücher 
zini;ichst  zu  bestellen.  sie  d.nin  direkt  an  Harry  Liedtkc  zu 
-■cliiekcn  und  ihn  um  Widmungen  zu  bitten.  Wir  glauben  sicher,  daß 
er    Ihren    Wunsch    erfüllen    wird. 

Zwei  Hamburger  Filmfreunde:  Iw.in  Mosjukin  wohnt  Berlin  AV, 
Km  fürstcnd.tnim       l'.l.'i.  Er        ist        mit         der        dänischen        Filmschau- 

spielerin .\gnes  Petersen  verheiratet,  wurde  ;im  26.  September  in  Petiza, 
l!i[i;i:ind.   geboren,    gibt   Autogramme. 

Filmfreundin  Hilde  aus  Halle:  Greta  Garbo  ist  unverheiratet, 
■  lehn  B.irrymore  mit  Dolores  Costello  verheirritet.  —  H;irry  Liedlke  wohnt 
Uerlin-{irunewald,  Bismarckallce  16.  Er  wurde  am  12.  Oktober  in  Königs- 
lieig   geboren. 

H.  L.  aus  Königsberg:  .l.iwohl,  Harry  Liedtke  wurde  in 
Königsberg  geboren.  Geburlsl.ig  hat  er  am  12.  Oktober.  .Selbstverständ- 
lich ist  er  auch  im  Leben  ,,s(i  liebenswürdig  und  symp;iibisch"  wie  im 
Film.  Die  letzten  Liedtke-Filnie  waren:  ,.Die  Zirkusprinzes-in".  ..Der 
lustige  Witwer",  ,, Großstadijugend ',  ..Ich  küsse  Ihre  Hand,  Madame". 
Kürzlich  erschien  sein  Film  ..Vater  und  Sohn".  Die  nächsten  Filme  mit 
l.iedtke  sind  ..Der  Erzieher  meiner  Tochter",  ..Die  Konkurrenz  platzt". 
..  lionauwalzer".  J.a.  mit  Christa  Tordy  li.it  er  schon  einmal  gefilmt,  und 
/u.ir  ..Amor  auf  Ski".  —  Xeni.i  Dcsni  filmt  augenblicklich  nicht.  Sie 
li.it   ..echtes"   blondes   Haar. 

Tanja  aus  Hannover:  Ein  Monatsahonnement  kostet  1.75  M.  —  Willy 
Fritsch  wohnt  Berlin  W.  Kaiserdamni  9.5.  Er  gibt  Autogramme.  Sein 
nächster  Film  heißt  ..Liebeswalzer"  und  ist  ein  Tonfilm.  Die  weibliche 
ll.iiiptrolle  spielt  Lilian  Harvey.  —  Die  beiden  Hauptdarsteller  in  dem 
Film   ..Die  Lindenwirtin  vom   Rhein"   waren   Fred   Solm  und  Carl  de  Vogt. 


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Phot.  M.-G.-M. 


JWJ 


Norma   Shearer 
mit  ihrem    Glückshund 


Paris   lobl. 


Harry  Piel  -  Verehrer  aus  Mecklenburg;:  Harry  Piel  wohnt  Ber- 
lin -  C'Iiarlollt'MburK.  Kaiscrdanim  77.  —  Er  -wiirilo  am  12.  .luli  in 
Düsspldiirf  Kcliorcn,  ist  mit  Dar.v  Ilolin  vcrlioiratcl  iinil  Kiht  .Vnloeiainino. 
Spin  nächster  Film  heißt  ..Meiiselien  im  Feuer".  —  C'amilla  Ilorn  ist 
ilureli  die  Xalional-Film.  Herliii  S\V  4S,  Friedrichslraßc  II),  zu  erreichen. 
Ihr   iieiii'ster    Film   heißt    ..Madonna    im    Fejjefeiier''. 

Inge  aus  Stellin:  I)it  Partner  vut\  I,ee  I'arr.v  in  dem  Film  ,.I)ie 
reichste  Fr.iu  der  Weif  war  .lean  Mnrat.  ein  Franzose,  der  in  Pi^riRueux 
^ell<>ren    winde    nnd    unseres    \Vissens    zur   Zeit 

Zwei  Neugierigen  aus  Stuttgart:  .\in 
hesien  erreichen  Sie  Itamon  Xovarro 
unter  der  .\dressc  der  Metro  -  Ooldwyn- 
Nlaver-Siudios,  C'nlver-City,  Kalifornien, 
L'S.\.  Xov.'irro  spriclit  jjebrocliei-.  Deutsch. 
Die  o-enaniiten  Filme  sind  in  Uerlin 
noch  nicht  «czeiKt  worden.  Ihr  Bild- 
wntiseh  soll  in  :ilisehli;iri-r  Zeit  orfülll 
werden.      .Vllcr     riclitig     geraten. 

rilmfreund  Fritz  G.,  Danzig-Langfuhr: 
A\  ir  haben  die  betreffenden  Kilmsi.n- 
.111  die  fälligen  Autogramme  erinnert,  mit 
.\usnabme  von  Tom  Mix,  der  in  .\nie- 
lika   wohnt. 

Dita  B.,  Westend:  Igo  Sym  wurde  ;im 
,T.  .luli  in  Innsbruck  ^ebori'H.  ist  KO- 
schieden  und  heißt  riditifr  Karl  Julius 
Sym.  Er  treibt  jeden  Sport,  sibt  .Vulo- 
granime  und  ist  auch  im  Leben  riesin 
uvtt.  —  Werner  Fuelterer  uml  Dina 
(iraila  sind  ledis  und  neben  Aulo- 
■;ramme. 

Gretel  L.,  Potsdam:  lIoU'  mmi  Coth 
sibt  AutOKramme,  ist  lediR.  Sein  neue- 
>ter  Film  heiüt  ..Vater  uml  Sohn"  mil 
Harry    l.iedtke. 

Ruth  W.,  Barmen:  Wir  werden  Henry 
Slii.iit  UM{I  Dila  P.irlo  an  die  fälli].;en 
.\ntosranime  i-rinnern.  I.ya  Mara  befin- 
det sich  m)ch  immer  in  Amerika.  — 
Itamon  Xovarro  denkt  nicht  d;ir:iti.  ins 
Kloster  zu  Kchen.  Wir  glauben  kaum, 
d.iß  ili'r  kleine  J)a\id  I,ee  schon  Auto- 
Kr.-imine  K<"hen    k.-mn. 

Marietta  S.-,  Gera:  .Tawolil.  Harr.\ 
l.iedtke  ist  Oslprciiljc,  in  KöniKsber;; 
Hi'biiren.  Er  wohnt  in  Uerlin  -  (iruiie- 
w.ald,  lüsm.irckallee  Ifi.  —  Ast.i  Xicl- 
sens  Adresse  ist  Berlin  M'.  Kaiser.illee 
Xr.  '.'0.1.  —  Emil  .l;inninp,s  hat  seine 
\Volinuntc  in  Berlin  -  IJrnm'wiikl,  Del- 
briickstraße  i7.  Die  Künstler  geben 
Antotjrammp. 

Hilde  St.,  Dahlem:  Maria  P.tndler 
wohnt  Bcrlin-Ilalensee,.  .Mbrecht-Adiil- 
les-Straße  .'la.  Willy  Fritschs  .Adresse 
ist  Berlin  AV.  K:iisoril:imm  !),"..  Der 
Künstler  bat  am  1'7.  Jantiar  (Jeburtst.ny;. 
Er  arbi'itet  aiisenblicklicli  in  Xeub.ibels- 
lierjr    .-in    dem    'l'ünfilm    ..Licbesw.ilzer". 

Elisabeth  K.:  Evelyn  Unit  wohnt  licrlin-fbarloitenlMirg.  Schiller- 
straße 121.  Vera  Schmiterlöw  Berlin-Halcnsce.  Xestorstraße  1.  —  Soviel 
lins  bekannt,  trägt  der  lt;iliener  Carlo  Aldini  seinen  richtigon  Xamen.  — 
Beim   Film    kommt    es    nur   auf   das   T.ilent   an. 

B.  N.  1001:  Filnim.inuskripte  sind  nicht  käuflich.  —  Die  hekannte.sten 
l.ili.in  H;ir\  cy-rilme  sind  ..Liebe  und  Trompelenblasen-.  ..Die  keiLSChe 
Siisaniu'".  ..Prinzessin  Triillalla".  ..Vater  werden  ist  nicht  schwer".  ..Die 
Kleine  vom  Biimnier'.  ..Die  tolle  l.ol;i".  ..Ihr  dunkler  Piinkf.  Ihr 
nächster  Film  heißt  ..Wenn  du  einmal  dein  Herz  verschenkst".  Augen- 
bliil.licli   arbeitet   Liliau  Harvey   an  dem  Ufa-Tonfilm  „Liebeswalzer" 


}imw!!^mism^S!fWFimm^ 


Werner  G.,  Charloilenburg:  Louise  Brooks  ist  am  besten  durch  die 
Hom-Film  .\.-G.,  Berlin  SW  4(<.  Friedrichstraße  22j.  zu  erreichen.  Sie 
ist  .\merik;inerin,  in  Wichita  geboren,  spricht  gebrochen  Deiitsth  und 
wird   ungefähr  so  alt  sein,   wie  Sic   geraten   haben. 

Fritz  B.,  Wiesbaden:  Klans  Pidil  wohnt  Berlin-Xeubabcisberg.  Stahn»- 
dorfer  Straße  107.  Gerda  Maiiriis  hat  ihre  Wohnung  in  Berlin-Steglitz, 
Thorwaldsenstraße  20.  .Sie  hat  am  25.  August  Geburtstag.  —  .\l  Jolsoii 
ist  durch  die  Warner  Brothers-Siudios.  5812,  Sunset  Boulevard,  Holly- 
wood,   Kai.,   VSA.,    zu    erreichen.      Er   gibt    Autogramme. 

Willy  F.,  Stettin:  Die  Rolle  des  Ver- 
brechers, der  ..Prinz"  genannt  wurde, 
in  dem  Fox-Film  ..Kriminalkavaliere" 
spielte  Ben  Banl.  .\lle  Filmstais  geben 
Autogramme.  —  Milton  Sills  ist  mit 
Doris    Kenyon   verheiratet. 

Zwei  „Frau  im  Mond"-Ijiebhaberin- 
nen.  Hamburg:  Gerda  Matiriis  wohnt 
Berlin  -  Steglitz.  Thorwajdsenstraße  2.'>. 
Sie  ist  unverheir.itet.  Dcbiitierie  in  ..Spi- 
one". Ihr  neuester  Film  heißt  ,, Hoch- 
verrat". Ihr  P.irtner  ist  Gustav  Fröh- 
lich. —  Fritz  L:ing  ist  mit  Thea  von 
ILirboii  vermählt.  —  Willy  Fritsch  filmt 
seit  ungefähr  sieben  Jahren.  —  tiiistl 
Si.irk-Gstetteiib.iiir  spielte  schon  vor  ein 
bis  zwei  Jahren  in  dem  Xational-Film 
,.lJer  Piccolo  vom  (iolilenen  Löwen". 
S|)ätcr  ..Die  Känlierbande ",  ..Kampf  der 
Tertia".  —  Henny  Porten  wohnt  in  Bi'r- 
lin-Dahlein.  Parkstralie  71.  —  Urigilii- 
Helm  \\  in\  ihre  Tätigkeit  fiir  die  ff.i 
\\  icdcr   ;iuf nehmen. 

Film-Leüla:  .\ndre  Koanne  ist  Fran- 
zoc~e.  —  J.ick  Trevor  gibt  .ViitogramiiM- 
und  wird  Ihnen  bestimmt  Ihren  Wunsch 
erfüllen.  —  Xein.  l'iitli  Weyher  ist  kein 
Keviiest;ir.  sondern  Filmsch.iuspiclerin. 
—  .\nny    üiidr.i    ist    ledig. 

Münchner  Kindl:  .M.iry  Pickford  wohin 
in    Beverly-Hills.   H.illywood.    Kai..    l"SA. 
Sie    hat    ;im    ,s.   Apiil   Geburtstag.     Vilnia 
Banky     liat     am     9.    Janu.ir     Gcbnrlslag 
nnd      ist      durch     die     S.nniiel    (ioldwyn. 
7210.      S.int;i      .\lonic;i    Boulevard,     Holly- 
wood.   K.il.,    rsA..    zu    erreichen.    Lili.i:i 
Harveys   Wolmung   befindet   sich    in   der 
Ahorn-Allee    16-17.      Die    Künstlerin    h.it 
am    r.i.    J.inii.ir    (jebiirtstag.   —    Mareell.i 
.Alli.iiii    wurde    :ini    7.    Dezember    geboren 
und    widinr    Berlin    W.    Paiilsborner    Str. 
Xr.  i;!.   —  C'amill.i  Hörn   li.it   am   2.').  .\pril 
Geburtstag.   Evelyn  Holt   am  .i.  Oktober. 
Marietta     und     Viiicenzo     K.,     Berlin: 
Carmen    Koni    ist    wieder    in    licrlin.    .Sie 
spielt   dii^   Titelrolle   in  dem   Karl   Griine- 
Film    ..Katharin.'i    Knie".    Liliaii    H.irvey 
b.it    iiellblondes    Ha.ir.    ■\V.inii    (iret.-i  Gar- 
bos    ..Wilde    Grcbideeii"     in    Berlin    ge- 
zeigt  werden,   steht   noch   nicht   fest. 
Ellen    D.,    Dresden:    Jack    Trevor    wohnt    Berlin    W.    Bendlerstr.iße    i). 
Er    ist    mit    einer    Xicht-Sch.auspielerin    verheiratet    und    h;il    zwei    Kinder. 
Wir    glauben,    daß    er    Besitzer    eines    Autos    ist.    —    l.ien    Deyer.s    ist    am 
besten    durch    die    Deutsche    l'iüvers.il,   Berlin   W    H,   Maiierslraße   82,    zu   er- 
reichen.    Sie    ist   unverheiratet. 

Filmratte  Pussy:  ]>ie  Hedwig  in  ..Mutterliehe''  spielte  Ibolya  Szekely. 
—  Hans  lirauscwelter  wohnt  Berlin-Cliarlottenburg.  SoorstraUe  77.  Elg.-i 
Brink  Berlin  W  50.  Prager  Str.iße  31,  Lee  P.irry  Berlin  W,  Kurfürsten- 
damm  195.  M.ary  Kid  Berlin  W,  Giesebrechtstraßc  13.  —  Wir  haben  die 
betreffenden  Künstlerinnen   an   die   fälligen  Autogramme   erinnert. 


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Bezugspreis  Mk.  1.75  monatlich.  Anzeigenpreis:  35  Pfg.  die  30  mm  breite  ram-Hnhe.  —  Seitenpreise'  und  Rabatte  nach  Tarif.  —  Postscheckkonto:  Berlin  NW  7,  Nr.  3111.  — 
Hauptschriftleitung:  Allred  Rosenthal  (Aros).  Verantwortlich  für  die  Redaktion:  Arthur  Schctter,  für  den  Anzeigenteil:  A.  Picniak,  sämtlich  in 
Berlin.  Für  Redaktion  und  Herausgabc  in  Osterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1.  Domgasse  4.  —  Nachdruck  nur  unter  Quellenangabe  gestattet.  Unver- 
langte  Einsendungen    werden   nur   zurückgeschickt,  wenn  Porto  beiliegt.    —    Verlag  und  Druck:    August    Scherl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68,  Scherlhaus. 


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raueia   s 


£.„L. 


muß  es  immer  etwas  Besonderes  sein,  das  Freude  auslöst  und  vom 
Beschenkten  oft  schon  heimlich  gewünscht  w  ird.  Frauen  haben  ja  viel 
mehr  die  Gabe,  heimliche  Wünsche  zu  erraten  oder  auch  Geschenke 
zu  w  ählen,  die  den  Empfänger  beglücken.  Deshalb  wählen  sie  oft  von 
der  Ufa  eine  Filmkamera  für  Amateure,  die  so  handlich  gebaut  ist. 

Wir  Informieren  Sie  (jern  und  unvcrblndlldi  über  Ansdia&ungskostcn  und  Handhabung  der  Auf- 
nahme-Apparate der  Amateur-Klnematografie  bzw.  der  Fotografie,  Bitte,  sdirclbcn  Sie  uns  oder 
besudien  Sie  die  Ausstellungsräume  der  L  fa-Handelsgesellschaft,  Berlin  SW68,  Kodistr.  8. 


JRanion  Novarro  mit  Dorothy  Jot 
untl  Regi^C[j^~^i^^  Franldin 
\  Phot.  M.-O..M. 


errriana  Bangs  melancholische  Zu - 
kusnovelle  „Die  vier  Teufel"  lockt 
"alle  paar  Jahre  einen  Filmregisseur, 
der  dieses  Thema  auf  eine  noch  nie  da- 
gewesene Art  zu  gestalten  versucht.  Der  Däne  Sandberg  gai 
die  letzte  europäische  Illustrierung  der  Vorgänge,  die  ja  in  seiner 
Heimat  vor  sich  geht,  zu  welchem  Zweck  er  sich  den  damals 
noch  den  Kinderschuhen  nicht  entwachsenen  Martin  Herzberg 
nach  Kopenhagen  holte.  Seither  sind  sieben  Jahre  vergangen, 
die  ja  im  Film  eine  lange  Zeit  bedeuten  und  sowohl  regietechnisch 
als  auch  darstellerisch  zu  neuen  Gesichtspunkten  führten. 
F.  W.  Murnau,  der  seit  einiger  Zeit  in  Hollywood  arbeitet,  hat 
dieses  eigentlich  europäische  Thema  in  seiner  bekannten  Art 
inszeniert.  Wie  früher,  so  geht  auch  Murnau  diesmal  vom  opti- 
schen Eindruck  aus;  war  doch,  als  er  die  ,,Vier  Teufel"  insze- 
nierte, der  Siegeslauf  dos  Tonfilms  noch  nicht  vorauszusehen. 
Murnau  beabsichtigt  immer,  den  Zwischentitel  nach  Möglichkeit 
auszuschalten  und  die  Handlung  aus  sich  verständlich  zu  machen. 
Er  hat  ja  den  ,, Letzten  Mann"  ganz  ohne  Titel  gegeben,  womit 
er  dem  Ideal  eines  Filmes  nahekommt.  Freilich  engte  er  damit 
den  Gang  des  Geschehens  sehr  ein,  weil  sich  nur  unkomplizierte, 
vollkommen  im  Äußerlichen  liegende  Begebenheiten  auf  diese 
.^rt  darstellen  lassen.  In  den  ,,Vier  Teufeln"  hat  Murnau  die 
"renzen  weiter  gezogen,  obgleich  die  gradlinig  verlaufende  Hand- 

Photomontage  mit  Janei  Gaynor, 

Nancy  Drexel,  Charles  Morton, 

Barry  Norton 


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^^^^^^       lung,     deren    Wirkung     sich     stark     nach 
^^^^r  außen    projiziert,    seinen    Absichten    gün- 

^^r  stiger  ist  als  etwa  „Die  Reise  nach  Tilsit", 

^F  Die  Geschichte  von  den  vier  Waisen,  die 

in  einem  Wanderzirkus  zu  Artisten  dressiert  werden  und  eine 
traurige  Jugend  verleben,  gehört  zu  jenen  Parallelfilmen,  die  von 
zwei  Darstellergenerationen  dargestellt  werden  müssen,  den 
Kindern  und  den  Erwachsenen,  in  denen  wir  die  Kinder  wieder- 
erkennen sollen.  Eine  derartige  Handlung  bietet  für  den  Re- 
gisseur außerordentliche  Schwierigkeiten.  Er  hat  nicht  nur  nach 
größtmöglicher  Ähnlichkeit  zu  suchen,  sondern  muß  auch  in  der 
Angleichung  der  Charaktere  nach  einer  Entwicklungslinie  streben, 
die  im  allgemeinen  über  das  Darstellungsvermögen  von  Kindern 
hinausgeht.  Es  ist  Murnau  geglückt,  eine  Glaubwürdigkeit  zu  er- 
zielen, die  weit  dasjenige  übertrifft,  das  man  bisher  dieserart 
im  Film  zu  sehen  bekam.  Außer  Janet  Gaynor,  die  auch  bei 
uns  schnell  beliebt  geworden  ist,  beschäftigt  Murnau  in  den 
führenden  Rollen  Schauspieler,  deren  Namen  man  bei  uns  bisher 
noch  nicht  kannte.  Zwar  Mary  Duncan,  die  einen  Vamp  auf 
echte  HoUywoodait  spielt,  ist  bereits  auf  der  Leinwand  zu  sehen 
gewesen,  aber  einem  Charakterdarsteller  wie  John  Farell,  be- 
gegnet man   im   amerikanischen   Film  selten. 


Vhol.  Im 


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diesen  bunten  Abschnitt,  der  ähnlich  farbig  nicht  wieder  in 
der  Welt  existiert.  Der  Film  läßt  uns  einen  Blick  hinter  die 
Kulissen  der  Riesengewerbe  werfen,  in  denen  das  Vergnügen 
industrialisiert  ist.  Denn  die  glänzende  Fassade,  die  all- 
nächtlich in  einem  zauberhaft  glänzenden  Lichtkreis  er- 
strahlt, hat  auch  eine  nüchterne  und  sogar  düstere  Rückseite. 
Nirgendwo  stoßen  Ehrbarkeit  und  Laster,  Verschwendungs- 
sucht und  Armut  so  eng  aufeinander  wie  in  diesem  Vergnü- 
gungsviertel. Die  prächtig  kostümierten  Girls  der  Revuen 
sind  soeben  müde  und  schlecht  genährt  der  Untergrundbahn 
entstiegen.  Die  Besucher  der  eleganten  Cafes  wenden  nicht 
selten  ihren  letzten  Dollar  an  einen  Mokka,  und  in  den  ge- 
heimen Nachtlokalen  sitzen  die  Bewohner  des  Millionär- 
viertels um  die  Park  Avenue  Seite  an  Seite  mit  Alkohol- 
schmugglern und  noch  finstererem  Gelichter.  Das  ist  der 
Broadway  in  seinem  wahren  Wesen  —  und  kein  zweiter  wie 
Paul  Fejos  versteht  es,  seine  beiden  Gesichter  deutlich  zu 
machen.  Aber  darüber  hinaus  zeigt  er  die  brutale  Lebensgier, 
mit  der  die  heutige  Menschheit  sich  dem  Rausch  des  Ver- 
gnügens ergibt,  und  so  wirkt  er  schließlich  ethisch,  ohne 
warnend  den   Zeigefinger  zu   erheben. 


Photomontage   mit   Robert   Ellis,   Thomas  E.  Jackson, 
Evelyn  Brent      Phot.  Universal 


se^'"';'::i"~y::?ws'*f'.  ^^«8 


Walther  Jankiihn  und  Mady  Christians  in  dem  Aafa-Tobisfilm  „Dich  hob'  ich  geliebt' 


Phot.  Aajtt 


HctM^ie  emeJ^  {/-IßiaJk^mlMelS 


(Brief   aus    Hollywood. 


Eddie  Nurfent  saß  in  der  Kantine  der  M,-G.-M. -Ateliers 
und  bereitete  sich  mit  strahlender  Miene  zum  Angriff  auf 
ein  riesiges  Steak  vor,  indem  er  zunächst  einmal  eine 
Bresche  in  den  es  umgebenden  Wall  von  Bratkartoffeln,  Schoten, 
Mohrrüben   und   Blumenkohl   schlug. 

Es  ist  nämlich  noch  nicht  lange  her,  dafi  Eddie  in  der  Lage  ist, 
regelmätiige    Mahlzeiten    zu    sich    zu    nehmen. 

Er  landete  in  Los  Angeles  nach  mehrjährigem  Herumwandern 
mit  Zirkussen,  Schmierenkomödianten,  mit  einem  Magen,  der 
ebenso  leer  war  wie  seine  Tasche.  Es  war  gerade  Thanks- 
givingday  —  ein  amerikanischer  Feiertag,  Ende  November,  den 
die  Puritaner  einführten,  und  der  im  Zeichen  eines  saftig  ge- 
bratenen Truthahnes  steht. 

Im  Schaufenster  einer  Automat-Cafeteria  las  Eddie  das  Schild 
., Susboy  zur  Aushilfe  gewünscht".  Ein  Busboy  hat  das 
schmutzige   Geschirr   von   den    Tischen   zu   räumen. 

„Sie  arbeilen  von  12  Uhr  mittags  bis  vier  Uhr  dreilJig,  kom- 
men um  sechs  Uhr  zurück  und  bleiben  bis  acht  —  dann  zahlen 
'•,y-ii  Ihnen  einen  Dollar  oder  geben  Ihnen  ein  reguläres  Truthahn- 
^-r.'-r",  berncrkte  de.'  Manager.  Eddie  wählte  das  Truthahn- 
■"*     ■-   <'nd   machte    sich   an    die   Arbeit. 

■erer    Magen    knurrte    beängstigend.      Jede    Tablett- 
^chirr    schien    Tonnen    zu    wiegen.      Der    Anblick    der 

■urcid^n  Speisen  verursachte  mir  Ohnmachtsgefühle.  Meine 
Knie  zi!!e-tf;,n,  und  kalter  Schweiß  rann  mir  das  Gesicht  her-' 
unter.  Die  Uhr  schien  •nillzustehen,  und  jeder  Gang  zur  Küche 
war    eine    Tortur. 

Endlich  —  endlich  war  es  vier  Uhr  dreißig.  Ich  stürzte  hin- 
aus, hinüber  in  eine  Parkanlage,  um  dort  auf  einer  Bank  sechs 
Uhr  und  damit   meine  Mahlzeit   herbeizusehnen  —  aber  um  diese 


Zeit  schlief  ich  den  Schlaf  der  Erschöpfung  an  der  Schulter 
irgendeines  Vagabunden.  Um  zehn  Uhr  rüttelte  mich  ein  Poli- 
zist wach  und  liet  mir,  mich  nach  einer  anderen  Schlafstelle 
umzusehen.  Wie  ein  geölter  Blitz  flitzte  ich  hinüber  zur 
Cafeteria   —   sie    war    geschlossen    .  .  .  ." 

Eddies  nächster  ,,Job"  war  der  eines  Wärters  auf  einer 
Straußenfarm  in  der  Nähe  von  Hollywood.  ,,Ich  sollte  meinen 
Lohn  täglich  ausgezahlt  erhalten,  so  schien  mir  denn  an  diesem 
Abend  ein  Mahlzeit  ziemlich  sicher.  Ich  startete  meinem  Job 
bei  diesen  Riesenvögeln  mit  Riesenhoffnungen,  aber  ohne  Früh- 
stück. Als  die  Mittagsstunde  nahte,  schleppte  ich  die  Futter- 
kiste in  den  Hof  und  lud  die  Riesenvögel  ein,  sich  herzubemühen. 
Ich  hatte  persönlich  vorher  nie  etwas  mit  Straußen  zu  tun  ge- 
habt und  wollte  sie  in  der  Art,  wie  man  es  mit  Hühnern  macht, 
füttern.  Sie  zogen  es  auch  denn  vor,  sich  selber  zu  helfen;  nur 
ein  alter  Hahn  schien  mit  meiner  Füttcrungstechnik  nicht  ein- 
verstanden   zu    sein. 

Danach  arbeitete  er  wieder  in  einem  Restaurant.  Alles  schien 
diesmal  zu  klappen,  so  daß  er  eine  Ruhepause  benutzte,  um 
frische  Luft  zu  schnappen;  denn  die  Atmosphäre  in  diesen 
Restaurantsküchen  ist  fürchterlich.  ,,Als  ich  zurückkam,  sah  ich 
sämtliche  Feuerwagen  von  Los  Angeles  vor  dem  Hause  stehen 
Ich  eilte  herzu  —  nur  um  zu  entdecken,  daß  meine  Mahlzeii 
jämmerlich  angebrannt  war.  Das  einzige,  was  von  der  Küche 
übriggeblieben  war,  war  die  Stelle,  wo  sie  sich  befunden  hatte." 

Erst  als  Eddie  als  Requisitenarbeiter  auf  dem  Aufnahme- 
gelände der  Mctro-Goldwyn-Maycr-Ateliers  Anstellung  fand, 
konnte  er  sich  wieder  regelmäßigerer  Mahlzeiten  erfreuen. 
Immerhin  hatte  er  gegen  Ende  der  Lohnwoche  noch  oft  genug 
magere   Tage. 


Die    Spitzenorganisation    der    deut- 
schen  Filmindustrie   hat   mit   dem 
großen  Filmball  die  Berliner  Sai- 
son   in    aller    Form    eröffnet.       In    den 
Räumen    des    Zoo   sah    man    große   und 
kleine      Sternchen      aufleuch- 
ten, glitzernd  durch  den  Saal 
schweben,  angeschwärmt   und 
bestaunt     von     einer     großen 
Schar    von    Bewunderern. 

Im  Marmorsaal  hatten  die 
großen  Firmen  ihr  Heim  auf- 
geschlagen. Von  den  Tischen 
leuchteten  die  Firmenschil- 
der der  Ufa.  Siidfilm,  Nero, 
Tobis,  Greenbaum.  Oben  auf 
dem  Rang  und  unten  in  der 
Ehrcnloge  saßen  Minister, 
Ministerialräte.  Parlamenta- 
rier aller  Richtungen  und  die 
Führer  des  deutschen  Films, 
Fünf  Kapellen  aus  allen 
Ländern  und  Zonen  spielten 
gemafreie    Musik,    das    heißt 


/  Maria  Paudler,  2  Marlene 
Dietrich,  3  Gerda  Mauriis, 
4  Josef  V.  Siernberg  5  Bri- 
gitte   Helm,     6    Willy    Fritsch 


Kompositionen,    für    die    keine    Abgabe 
an  die  vielumstrittene  Gema  zu  leisten 
ist,     sondern     höchstens     an     die     Ge- 
nossenschaft Deutscher  Tonsetzer. 
Die    Damen    erhielten    eine    hübsche 
Tasche      aus      Agfa  -  Travis  - 
Seide,   die  Herren  einen  aus- 
gezeichnet gedruckten  Alma- 
nach,    dessen    Text    Heinrich 
Pfeiffer  zusammengestellt 

hatte,  der  viele  bedeutende 
deutsche  Autoren  und  Zeich- 
ner zur  Mitarbeit  heran- 
gezogen hatte. 

Der  Filmball,  schon  seit 
Jahren  eine  beliebte  Attrak- 
tion des  Berliner  Winters, 
hat  jetzt  einen  ganz  großen 
gesellschaftlichen  Anstrich 
erhalten.  Man  sagt  nicht 
zuviel,  wenn  man  behaup- 
tet, daß  er  die  Berliner 
Wintersaison   eröffnet. 


7  Lilian    Harvey,   8  Rechts- 
anwalt  Dr.   Plugge,    9   Rechts- 
anwalt Dr.  Donner,   10  Conrad 
Vcidt,  11  Kommerzicnrat  Scheer 
12  Lee  Parry 


LTißfuh  C^anif/,  "'^  SwuhihJleii^ 


Der  amerikanische  Film  findet  ein  sehr  dankbares  Thema  in 
der  Schilderung  der  europäischen  Auswanderer,  die  sich 
nach  Amerika  sehnen  und  mit  allen  Mitteln  versuchen,  auf 
seinem  fioden  sich  eine  Existenz  zu  schaffen.  Der  europäisohe 
Film  ist  daran  so  ziemlich  vorübergegangen,  bis  auf  jenen  ge- 
hmgenen  Film  mit  Nicola  Kolin,  der  einen  falschen  Auswanderer 
darzustellen  hat,  einen,  der  sich  vor  dem  großen  Wasser  fürchtet 
und  lieber  in  Europa  bleibt.  Aber  für  so  viele  tausend  andere 
bedeute',  das  Land  über  dem  Ozean  das  Paradies,  und  so  hat 
man  einen  Auswandererfilm  mit  Vilma  Banky  sehr  mit  Recht 
,,Mein  Himmelreich"  getauft.  Die  Banky,  die  ja  viel,  viel  besser 
als  die  große  Masse  nach  Amerika  kam,  und  die  dort  dank 
ihrer  Anmut  und  ihrer  Begabung  eine  große  Karriere  machte, 
lockte  es  wohl,  einmal  ein  einfaches  Mädchen  darzustellen,  das 
in  New  York  landet.  Freilich 
nicht  ganz  hilflos,  wie  die 
Mehrzahl  der  Auswanderer, 
denen  es  in  Ellis  Island,  der 
Einwandererstation  so  höllisch 
schwer  gemacht  wird.  Es  neh- 
men sich  ihrer  Verwandten 
an,  die  bereits  Bescheid 
wissen,  wie  man  das  Leben 
am  Hudson  zu  zwingen  hat 
und  wie  man  es  schnell  zu 
Geld  bringt.  Für  ein  hüb- 
sches Mädchen  ist  es  in  New 
York  immer  noch  nicht 
schwer,  eine  Stellung  zu  er- 
halten, und  so  wird  Vilma 
sehr  schnell  in  einer  Pasteten- 
bäckerei angestellt,  weil  sie 
genau  so  knusprig  wie  das 
Backwerk  ist.  Aber  noch  weiß 
Vilma  mit  dem  amerikani- 
schen Leben  ganz  und  gar 
nicht  Bescheid,  sonst  würde 
sie  nicht  einen  Millionär,  den 
sie  auf  einem  Wohltätigkeits- 
fest kennen  gelernt  hatte,  für 
einen  einfachen  Chauffeur  ge- 
halten haben.  Und  dieser,  der 
auf  den  hübschen  Namen 
Jimmy  hört,  läßt  sie  auch  in 
dem  Glauben,  weil  Millionäre 
nun  einmal  so  sind.  Hier  wird 


der  Film  zu  einem  modernen  Märchen,  Die  Menschheit  kann 
das  Märchen,  den  Glauben  an  das  Wunder,  anscheinend  nicht 
entbehren.  Aber  die  Träume  der  Menschen  von  heute  glauben 
nicht  mehr  an  die  Zauberkraft,  die  im  Märchen  geheimen  Schutz- 
geistern verliehen  war.  Sie  glauben  zuerst  an  jenes  Wunder, 
das  sich  an  Geld  knüpft  und  hegen  zu  tiefst  die  Überzeugung, 
daß  man  mit  dem  Gelde  zaubern  kann.  Der  Film  bringt  diese 
Wunscherfüllung  auf  eine  Art.  die  sich  scheinbar  zwanglos  aus 
dem  Leben  unserer  Tage  herauslösen  läßt,  die  aber  nicht  weniger 
märchenhaft  und  wunderbar  ist,  wie  alle  die  Geschichten  bei 
Grimm  und  Andersen.  Der  Millionär  will  nämlich  nicht  seines 
Geldes,  sondern,  wie  man  so  schön  sagt,  um  seiner  selbst  willen 
geliebt  werden,  und  deshalb  erzählt  er  seiner  Vilma,  daß  er 
fleißig  ,, spare",  um  500  Dollar  zur  Hochzeit  zusammen  zu  bringen. 
Wie  jede  liebende  Frau  ist  sie  natürlich  gern 
bereit,  mit  allen  Kräften  dazu  beizutragen, 
daß  die  Summe  so  schnell  wie  möglich  zu- 
sammenkommt. Sie  kaufen  sich  eine  Auto- 
taxe, wie  man  in  Amerika  alles  kauft,  auf  Ab- 
zahlung, denn  damit  muß  ja  das  Geld  schnell 
zusammen  zu  bringen  sein.  Aber  es  kommt 
ja  im  Leben  immer  anders,  wie  wir  es  uns 
„,^      .  ,  in   unseren   Träumen   gedacht   haben.     Vilmas 

.Sl^\  .  ■  Onkel     bringt     die     Ersparnisse     Vilmas     und 

.\\*~~^     ■  Jimmys   nicht   zur   Bank,   sondern   zum   Buch- 

K  "^  All  5  macher,  und  verspielt  das  Geld.    Nach  einigen 

Irrungen  und  Wirrungen,  die  sich  als  Folge 
dieser  bösen  Tat  ergeben,  klärt  sich  aber 
alles  auf,  und  der  Film  endet  mit  einem  ganz 
besonders  glücklichen  Abschluß.  Vilma  Banky 
macht  das  alles  ganz  reizend. 
\C^^^^  flK  j^^         Der  Film   bietet   ihr  reiche  Mög- 

A^^^.  ^^H  '^^K^.     ''(^l^l^^itci^i  ihre  Darstellungskunst 

zu  erproben.  Sie  kann  jung,  lie- 
benswürdig, schelmisch,  traurig, 
verzweifelt  sein,  und  sie  trifft 
stets  den  richtigen  Ausdruck  für 
die  Szene.  Sie  ist  das  geliebte 
Mädchen,  das  geheiratet  wird  — 
und  sie  zeigt  ihren  vielen 
Schwestern  im  Parkett,  wie  man 
sich  anstellen  muß,  um  dahin  zu 
kommen. 


Vilma  Banky 

Pli  lt.  L'nilfd  Arlists-Trrm 


I 


iimen ^ 


Technik  des 
kinematographischen  Bildes 

Wie  eigentlich  kommt  der  Eindruck  eines  Bildes  mit 
Bewegungen  zustande?  Es  liegt  hier  eine  zweifache 
Täuschung  vor:  Statt  der  vielen  einzelnen  Bilder 
glauben  wir  ein  einziges  Bild  zu  sehen  und  ferner  Bewegungen, 
die  an  sich  im  einzelnen  Bild  nicht  vorhanden  sind.  Mit  der 
physiologischen  geht  eine  psychologische  Seite  des  kinemato- 
graphischen  Sehens  parallel.  Das  Auge  des  Menschen  vermag 
höchstens  7 — 8  Einzelbilder  in  der  Sekunde  auseinanderzuhalten. 
Darüber  hinaus  verschwimmen  sie,  bzw.  sie  gehen  ineinander 
über.  Es  ist  die  Erscheinung  der  Nachbildwirkung  auf  die  Netz- 
haut. Dazu  kommt  die  zweite  Täuschung  im  Denkprozeß  durch 
Anwendung  des  Gesetzes  von  Ursache  und  Wirkung.  Wir 
sehen  z.  B.  ein  Auto  in  voller  "Fahrt.  Schließen  wir  auf  kurze 
Zeit  die  Augen,  so  erwarten  die  Augen  beim  Wiederöffnen  das 
Auto  ein  Stück  weiter.  Wir  haben  gewiß  nicht  den  Eindruck, 
daß  der  Wagen  gesprungen  sei,  sondern  nach  dem  Gesetz  von 
Ursache  und  Wirkung  stellen  wir  uns  die  lückenlose  Fahrt  des 
Autos  vor. 

Bilddurchleuchtung  wechselt  fortgesetzt  mit  Dunkelpause  ab. 
Wohl  überbrückt  das  Auge  durch  seine  Nachbildwirkung  die 
beiden  Gegensätze.  Sie  sind  aber  besonders  bei  sehr  heller 
Schirmbildbeleuchtung  stark  unterschiedlich  —  dann  empfindet  das 
Auge  das  ,, Flimmern".  Um  diesen  unangenehmen  Begleiterschei- 
nungen vorzubeugen,  wird  die  Helligkeitsphase  bei  der  Durch- 
leuchtung durch  Dunkelfelder  imterbrochen;  bei  einem  gewissen. 
Wechsel  von  Hell  Dunkel  hört  das  Flimmern  je  nach  der  Bild- 
helligkeit auf.  Der  hierfür  erforderliche  Wechsel  von  Hell  und 
Dunkel  ist  die  Verschmelzungsfrequenz,  die  etwa  bei  50  Bild- 
wechseln in  der  Sekunde  liegt.  Da  aber  gewöhnlich  ein  etwa 
24maliger  Bildwcchsel  in  der  Sekunde  erfolgt  und  24mal  die 
Filmbandfortbewegung  durch  ein  Dunkelfeld  verdeckt  wird,  ist 
zur  Behebung,  des  Flimmerns  ein  zweites  Diinkelfeld  erforder- 
lich. Ein  weiteres  Mittel  zum  Beseitigen  dieses  Übels  sind  mög- 
lichst gleichmäßig  große  Hell-  und  Dunkelfelder  der  Sektoren. 
Unser  Auge  sieht  so  genau,  daß  bei  zu  großem  Dunkel-  und  zu 
kleinem  Hellfeld  im  Flimmern  das  Dunkelfeld  betont  wird, 
während  bei  zu  kleinem  Dunkel-  und  zu  großem  Hellfeld  der 
Film  hell  flimmert.  Die  Bilddurchleuchtung  des  stehenden  Filmes 
dauert  bei  24  Bildwechseln  in  der  Sekunde  etwa  '  ^^  Sekunde, 
ebenso  lange  auch  die  Dunkelperiode  durch  das  Abdeckdunkel- 
feld während  der  Filmbandweiterschaltung  und  das  Flimmer- 
dunkelfeld. 

Wie  oft  wiederholt  sich  die  absatzweise  Fortschaltung  des 
Filmbandes?  Wie  viele  einzelne  Bilder  hat  wohl  ein  Film  bei 
IJl'  Stunde  Spieldauer?  Bei  einer  Filmlänge  von  2000,  3000, 
ja  3500  m  (3!.'  km)  etwa  182  000  Einzelbilder!  180  OOOmal  wird 
der  Film  in  90  Minuten  um  je  ein  Bild  weitergeschaltet,  in  der 
Sekunde  also  24mal.  Als  normaler  Bildwechsel  gilt  24-  30  in 
der  Sekunde.  Es  gibt  aber  auch  I^änder  mit  40-,  ja  SOmaligem 
Bildwechsel  und  damit  außergewöhnlicher  Beanspruchung  des 
Mechanismus.  Eine  Genauigkeit  des  Mechanismus  ist  erforder- 
lich, wie  sie  selten  andere  Maschinen  aufweisen.  Dazu  kommt 
die  ruckweise  Fortschaltung  des  Filmbandes  und  die  absatzweise 
Bewegung  einzelner  Teile,  während  andere  gleichmäßig  bewegt 
werden.  Die  Seele  dieser  absatzweisen  Fortschaltung,  des  Kino- 
projektors und  damit  der  Lichtbildprojektion  im  allgemeinen  ist 
bei  vollwertigen  Kinoprojektoren  ein  an  sich  einfaches  und 
kleines  Konstruktionselement:  die  Stiftscheibe  mit  ihrem  Ein- 
griff ins  Malteserkreuz,  auf  dessen  Welle  die  Transporttrommel 
sitzt.  Lediglich  bei  einfacheren  Apparaten  wird  der  Film  durch 
den  Schläger-  oder  Greifermechanismus  fortbewegt.  Als  zweit- 
wichtig zeigt   sich   die   Blende. 

Aus  dem  bereits  Ausgeführten  ist  zu  wiederholen:  Der  Film 
läuft  zwecks  Projektion  im  stillstehendem  Moment  auf  einem 
Teil  seiner  Bahn  absatzweise;  er  wird  fortbewegt  durch  die  auf 
der  Malteserkreuz-Wellenachse  sitzende  Transporttrommel,  wäh- 


weil  es  nichts  Schöneres,  nichts 
Lustigeres,  nichts  Lebendigeres 
gibt,  als  in  der  Welt  herumzu- 
stromern und  alle  Erlebnisse 
einzufangen     mit     dem     kleinen 

SdnanioSlO 


tBS^ 


IKO[N_ 

Er  ist  die  kleinste  Federwerk- 
kamera für  Schmalfilm  16  mm, 
erspart  alle  Mühe  des  Kurbeins 
und  der  Belichtungsberechnung, 
kostet  nur  250.-  RM.  und  arbeitet 
gut  u. sicher  wie  alle  Fabrikate  der 


rend  er  auf  dem  übrigen  Wege  im  Ab- 
laut von  der  einen,  im  Aufwickeln  auf 
die  andere  Filmspule  ununterbrochen 
läuft.  Den  Filmweg  zeigt  Abbildung  2, 
in  der  26  und  27  die  Ab-  bzw.  Auf- 
wickelspule,  48  und  55  die  sich  gleich- 
mäßig drehenden  Vor-  bzw.  Nach- 
wickeltrommeln sind.  Zwischen  26  und 
48  bzw.  56  und  27  bewegt  sich  der  Film 
gleichmäßig,  zwischen  48  und  56  ab- 
satzweise. 50  ist  die  „Filmbahn"  mit 
dem  Bildfenster  in  der  optischen  Achse, 
in  dem  das  Filmband  durchleuchtet  wird. 
Durch  die  darunter  befindliche  Trans- 
porttrommel 53  wird  das  Filmband  ab- 
satzweise fortgeschaltet.  Die  Blende 
verdeckt  1.  den  Bildwechsel  und  be- 
hebt   2.   das   Flimmern. 

Jede  Ungenauigkeit  im  Bildwechsel 
würde  das  Auge  empfinden.  Es  kann 
deshalb  die  Genauigkeit  im  gesamten 
Mechanismus  nicht  hoch  genug  gestei- 
gert sein,  und  Toleranzen  von 
l/'i(ioii  mm  +  dürfen  bei  den  wichtigen 
Teilen  nicht  überschritten  werden.  Es 
gibt  nur  ganz  wenige  Maschinen,  die 
eine  so  hochgesteigerte  Präzision  er- 
fordern. Ebenso  hohe  Anforderungen 
'werden  auch  an  das  zu  verwendende 
Material  gestellt.  Es  ist  bezeichnend, 
daß  die  ersten  französischen  Projek- 
toren als  Erzeugnisse  der  Feinmechanik 
schon  nach  wenigen  Monaten  ausge- 
fahren waren,  während  die  heutigen 
Qualitätsmaschinen,  vor  allem  deutschen 
Ursprungs,  jahrelangen  Dauerbclastun- 
gen   standhalten. 

Noch  einige  Abschweifungen  auf  das 
Gebiet  des  kinematographischen  Filmes. 
Natürlichkeit  in  den  Bewegungen  wird 
nur  dann  gewahrt,  wenn  die  Bild- 
wechselzahl der  Aufnahmen  mit  der 
der  Wiedergabe  übereinstimmt.  Da 
aber    heute    die    Wiedergabe    das    14-, 


Aufnahmen  von  W.  Lüneburg,  Hamburg, 
einfach  vergrößert 


2-,  ja  noch  Mehrfache  der  Aufnahme- 
frequenz beträgt,  ergibt  sich  der  be- 
kannte Kinoschritt.  Die  Bewegungen 
hasten  und  eilen  in  sinnentstellender 
Weise;  Personen  jagen  ohne  jeden 
Grund  dahin,  als  hefte  sich  an  ihre 
Fersen  eine  Bestie.  Die  Wiedergabe 
rafft,  also  kürzt  die  Zeitdauer  der  Be- 
wegungen. Wenn  aber  die  Gescheh- 
nisse in  einer  Sekunde  in  der  Projek- 
tion auf  das  20-,  ja  30fache  gedehnt 
werden,  dann  liegt  eine  Zeitlupenauf- 
nahme zugrunde.  Wohl  läuft  hier  der 
Film  im  Kinoprojektor  mit  üblicher 
Frequenz  ab;  bei  der  Aufnahme  wurden 
aber  nicht  18,  sondern  400,  500  oder 
gar  mehr  Einzelbilder  in  der  Sekunde 
gemacht,  die  Bewegungen  in  einer  Se- 
kunde also  auf  das  feinste  analysiert, 
um  bei  der  Wiedergabe^  gedehnt  zu 
werden. 

Im  modernen  Theaterbetrieb  zeigen 
sich  neben  gewöhnlichen  oft  genug  auch 
Zeitraffer-  und  Zeitlupenaufnahmen.  Die 
schnellsten  Bewegungen  im  Autorennen 
werden  ebenso  klar  erfaßt  und  wieder- 
gegeben wie  das  bewegungsarme  Mie- 
nenspiel des  Filmschauspielers  im  Groß- 
bild. Aber  Leben,  überall  Leben  und 
Bewegung,  deren  Ursprung  im  kleinen, 
1  8^^24  mm  großen  Filmnegativ  und 
seiner  lückenlosen  Aufeinanderfolge 
durch  die  Vorführung  in  einem  ausge- 
klügelten Kinoprojektor  erfolgt.  Für 
Millionen  und  aber  Millionen  bietet  der 
Kinofilm  eine  wohltuende  Ablenkung 
und  ebenso  vielen  ist  er  ein  unüber- 
troffenes Lehrmittel.  Wer  nicht  allein 
die  Filmbilder  als  solche,  sondern  auch 
deren  Entstehung  und  die  erforderlichen 
technischen  Mittel  kennt  und  mit  seinem 
Interesse  bedenkt,  ist  dem  Film  näher 
verbunden  als  je. 


Aus  den  Kindertapen  des  Films 


Friizi  Massary   in   einem   Melllt,    „Ton- 
Bild"  von  1909 


Mizzi    Wirth    in    der     ersten    Verfilmung     der 
Operette  Falls  „Die  Dollarprinzessin" 


Paul   Poulsen,    der  danische  Charakter- 
darsteller, in  einem  Psilander-Film 


öne  J3ilcL^ 


Deuhdier  Lidii- 

Seit  drei  Jahren  erscheint 
„Das  deutsche  Lichtbild" 
ein  Sanimelband,  der  aus 
ungefähr  dreißigtausend  Photo- 
abzügen rund  hundert  auswählt, 
die  die  Herausgeber  für  wesent- 
lich oder  vorbildlich  halten. 

Dem  Einleitungsaufsatz  von 
Peter  Panter  ist  der  lapidare 
Satz  vorausgesandt:  ,, Maler 
können  bekanntlich  nicht  kie- 
ken". 

Beim  Photographen  scheint 
es  dagegen  anders  zu  sein, 
denn  schon  eine  flüchtige 
Durchsicht  dieses  Bandes  zeigt 
eine  geradezu  vorbildliche  Be- 
obachtungsgabe, besonders  da, 
wo  man  nicht  die  landläufigen 
Motive,  keine  Menschen  und 
Situationen,  sondern  lediglich 
stimmungsmäßige  Ausschnitte 
gewählt  hat.  Wie  etwa  bei 
dem  Mäher  von  M.  Curt 
Schmidt  oder  der  Wolkcnland- 
schaft  von  Karl  Stengel. 

Allerdings  ist  das  Buch  keine 


I 


Probeseiten    aus    der 
Jahresschau         „Das 

schöne  Lichtbild" 
Aufnahme:  „Silbcr- 
kugel"  A.  u.  P.  Neiner 
Auf  nähme  unten :,,  Ab- 
strakte Photographie" 
von  Prof.  L.  Moholy- 

Nagy 
Aufnahme:  „Lünebur- 
ger Heide"  von  Hugo 
Eskamp 


Vorbildersammlung  im  üblichen  Sinne, 
Es  ist  vielmehr  eine  Zusammenstellung 
qualitativ  hochwertiger  Bilder,  ganz 
gleich,  ob  sie  von  Amateuren  oder 
Fachleuten    stammen. 

E.  0.  Hoppe,  der  berühmte  Photo- 
illustrator, zeigt  eine  wundervolle  Auf- 
nahme von  einem  Flugzeug  vor  der 
Abfahrt.  Hedda  Walter  erscheint  mit 
einigen    ausgezeichneten    Tierbildern. 

Mit  Recht  hat  man  den  Textteil  auf 
ein  paar  Artikel  beschränkt.  Läßt 
vielmehr  die  Abbildungen  an  sich  wir- 
ken,     von     denen      das     Porträt    Fred 


bild'  QuGrsdiniü 

A.  Angermayers  von  Jaro  von 
Tucholka  mehr  sagt  als  seiten- 
lange Abhandlungen  über  Biid- 
nisphotographie. 

Aus  der  Tafel  von  Hugo  Es- 
kamp aus  der  Lüneburger  Heide 
lernt  man  über  die  Verteilung 
von  Licht  und  Schatten,  über 
die  Schwarzweißtechnik  mehr 
als  aus  einem  dicken  Band,  und 
die  Bilder  von  Hoppe  und 
Titzentaler,  die  aus  Detroit  und 
dem  Ruhrgebiet  stammen,  klä- 
ren den  Begriff  der  neuen 
Sachlichkeit  besser  als  dick- 
leibige   Bücher. 

Es  gibt  Tierbilder  von  sel- 
tenem Reiz,  so  den  Inseltiger 
und  das  Nilpferd.  Man  sieht 
auch  die  oft  und  viel  gelästerte 
Stimmungsphotographie  in  Voll- 
endung, etwa  an  dem  Beispiel 
von  dem  ,, Fischfang  im  Gelben 
Meer".  Sieht  fast  abstrakte 
Bilder,  etwa  beim  ,, Geländer- 
schatten" oder  bei  dem  ,, Vor- 
hang" von  Finsler. 


Tiere  und  Pflanzen  zeigen  sich  als 
Kameraobjekte  in  der  Totale  und  in 
glänzenden  Einzelheiten,  wie  etwa  die 
,, Froschzunge"  oder  das  ,, Moospolster 
aus  goldenem  Frauenhaar". 

Ein  Artikel  über  die  ,, Scheiner- 
skala" von  Prof.  Dr.  P.  V.  Neugebauer, 
der  mit  vielen  Irrtümern  aufräumt, 
eine  Abhandlung  über  ,,Die  Farbe  in 
der  Bildnisphotographie"  sowie  eine 
grundsätzliche  Auseinandersetzung  über 
,, Photographie  und  Lichtbildkunst" 
schließen  das  interessante  Werk  ab, 
das,  wie  immer,  im  Verlag  von  Robert 
und  Bruno  Schultz,  Berlin,  erschienen 
und   ausgezeichnet  ausgestattet   ist. 


rTTTTrrrj 


•  ■  B-jkt  ■  ■  ■  ■ 


Photos  auf 

Kinofilm 

In  neuerer  Zeit  kommen  in 
Deutschland  sowohl  wie  in 
Österreich  Kameras  in  den 
Handel,  die  zum  Photogra- 
phieren  mit  gewöhnlichem  Kino- 
film eingerichtet  sind.  Sie  wer- 
den besonders  gern  für  Aufnah- 
men auf  Reisen  benutzt,  weil 
man  auf  einem  Meter  Kinofilm 
mehr  als  dreißig  Aufnahmen 
machen   kann. 

Man  braucht  also  verhältnis- 
mäßig selten  seine  Kamera  zu 
laden  und  kann  —  etwas,  was 
gerade  bei  größeren  Reisen  sehr 
wesentlich  ist  —  genügend  Ma- 
terial auf  engstem  Raum  in  ein- 
fachster   Form    mit    sich    führen. 

Die  Aufnahmen,  die  wir  heute 
unseren  Lesern  zeigen,  sind  mit 
einem  kleinen  österreichischen 
Apparat  gemacht  worden,  der 
mit  Ersatzkassetten  geliefert 
wird,  von  denen  man  ein  paar 
bequem  in  einer  Seitentasche 
mitführen    kann. 

Wer  auf  einer  großen  Orient- 
reise oder  auf  einer  Expedition 
durch  den  Balkan  mit  hundert 
Aufnahmen  rechnet,  hat  neben 
der  geladenen  Kamera  nur  zwei 
Ersatzkassetten   mitzuführen. 

Allerdings  sind  die  Aufnah- 
men im  Original  außerordentlich 
klein,  weil  von  der  Breite  von 
3,5  cm  ja  auch  noch  der  Perfo- 
ratio"- .^rand  abgeht,  wie  auf  den 
abgebildeten  Streifen  bei  uns 
sichtbar  ist. 

Die  kleine  Kamera  zeichnet 
aber  ohne  besondere  Einstellung 
so  scharf,  daß  sich  die  Bilder, 
wie  ebenfalls  wieder  an  unse- 
ren Mustern  nachgewiesen  wird, 
ausgezeichnet  vergrößern  lassen. 

Unsere  Kopien  sind  durch- 
weg vom  Originalfilmstreifen 
hergestellt.  Wir  haben  uns  Ori- 
ginalabzüge gemacht  und  sie 
auf  dem  gewöhnlichen  Wege 
vergrößert. 

Die  Vergrößerungen,  die  diese 
Seite  zeigt,  sind  auf  das  dop- 
pelte Format  gebracht  worden. 
Wer  etwa  das  Drei-  oder  Vier- 
fache erzielen  will,  hat  auch 
weiter     keine     Schwierigkeiten. 


Aufnahme  von  Friedrich  von  Zglinicki   mit  Apparat  Amourette  der  österreichischen  Telefonfabrik,  Wien 


Vmr09  ^  ^  EßßEICWTEN 


Klagender 

Aufnahme      vnri      II.     r. 
t'oih-Dopiielanti'sligiii 
%     .Sc*,     blende 


Tiger 

liorken-Binder 


mit 
4,i.  lonniit  f>  /  '). 
').     Gevaert-Piii'icr 


:'*'i«S^-''=*®t 


I 


^^mmfimi^mmm^mm 


In  den  Masten 

Aiifn.      von      -I.    Kesslir    mit    \  ario   Arrnrol 
I  :  li.i.     Blinde    'J.      '/:;.-,    .S(  *.     2    ihr. 

Unten:  Lachendes  Kind 

Aiifn.  V.  Il-e  Stiinholj  niii  Laaik-Kuticnow-Aii. 
l:l.i.  t.  /i,!  ein.  Bt.  12.  '/.-,„  Sik.   Vtiox-I'ap. 


Jeder  Leser  der  „Filmwelt"  kann  sich  an 
diesem    Wettbewerb    beteiligen. 

Wahl  des  ilotivs,  Größe  und  Art  des  Ab- 
zuKcs    bleiben    dem   Einsender    überlassen. 

Jeder  Abziip:  muß  aber  auf  der  Rückseite 
folKcnde  Angaben  enthalten:  Name  des  Appa- 
rates —  Art  und  Lichtstarke  des  Objektivs  — 
Blende  —  Platten-  oder  Filmtabrikat  —  Zeit- 
punkt der  Aufnahme  —  Belichtungszeit  — Ver- 
wendung etwaiger  Hilfsmittel  (Gclbscheibc,  Vor- 
satzlinse u.  dgl.)  —  Art  des  für  den  Abzug 
verwendeten  Papiers  —  genaue  Anschrift  des 
Einsenders  —  ausdrückliche  Erklärung,  daß 
der   Einsender  Photoamateur  ist. 

Kücksendiing  der  nicht  prämiierten  Bilder  er- 
folgt nur,  wenn  adressierter  Freiumschlag  bei- 
liegt. Xach  Möglichkeit  erfolgt  Veröffentlichung 
der  Bilder.  Die  Entscheidung  dos  Preisgerichts 
ist  endgültig.  Beschreitung  des  Rechtsweges 
ausgeschlossen.  Einsendungen  sind  zu  richten 
an:  „Filmwelf-Photowettbewerb,  Berlin  SW  68, 
Zimmerslraße   35-41. 


fmm- 


Lokomotive 

Aufnahme     von     Klau^     lehmann    mit    ti4h- 

.Apparat.  Doppcl-.Ana.^tium.    I  :  4.5.    Blende  9. 

Haujj-Film.    21- 


Bach-Aulnahme 

Aujn.    von  .Mfnd  II  olj     mit   hrnemann-Doip.- 
An.    I  :  4,5,    Hrenniv.    li.jnn.   (>,3.    '/.-,o -SVA'. 

Unten:  Bahnhof 

.Aujn.    von    II  iltv   Hartniann   mit   \  oigtlünäer- 
Avns,   0.5  ,%  V.'  1  .  4,5.   Blende  9.     Ua  Sek. 


Vorm  Pferdestall 

Anfnahme    von  Waller  ii^mnnn   mit   Doppel-. Ana>.tif;m.,    Knalls 
Rigonar  0,J.  10  Sek.  Blende   12.  I'erniz-I Um.  Papier  Leanar. 


Zeiliingsboot 
auf   der  Havel 

Aiijnalintf      von     Lette 
Katzniareelt   mit    /ecti, 

Jena  (Aiuistigm.) 
lilende  (),S.  Platte 
llaaff  -  OrthnUclithoj- 
jrei.  Hlende  9.  '!■::, 
•SrX'.  Sonne  vorm.  l'a- 
pier   Cliamair,    Gaslicht  . 

Kesse  Bolle 

Aufnahme  von  t.  Kindervater  mit  Stativ-Kamera   liy   IS.   Oörz-Dogmar  1  :  4,5.  F.   IS  cm.  Blende 
4,3.    .Igfa-Aiulre.'ia-Platte.     2   üUihlnrnen   500    Watt.     V.    Sek.   Mimosa-Bromosa-Papier. 


Links:  Braunsberg  (Ostpr.) 

.hifnahme    von    Iritz   Angastin    mit    Rnlzsiliel-Olaie-lAneur-Ana. 
Chromu-horapid-Platte.    Sept.    12   Vhr.    ','o;    Sek. 


I  :  4,S.     Blende   9.     Agja- 
.Mimosa-Siinotyp-Papier 


Wanderrudern  mit  der  Kamera 


Gelegenheit  zu  Aufnalimen  findet  der  Anfänger  wie  der 
gewitzigste  Photokünstlcr  übergenug;  jeder  Paddelschlag 
bringt  ihn  vor  neuen  Landschaftsreiz,  jedes  Lager,  jede 
Landung  lockt  ihn.  Gerade  der  beginnende  Amateur  findet  hier 
ein  ergiebiges  Arbeitsfeld,  denn  er  kann  kaum  eine  Aufnahme 
verderben.  Für  Wasserbilder  nimmt  er  Fernsicht,  für  Land- 
szenen schreitet  er  die  Entfernung  ab;  es  kann  gar  nicht  schief 
gehen.    Zu  merken   ist   nur: 

Alle  Photoutensilien  in  wasserdichte  Gummisäckchen  ver- 
packen, —  bei  Wasseraufnahmen  mit  wolkigem  Himmel  mög- 
lichst Gelbschcibc  vorklemmen,  da  nur  so  die  vielen  zarten 
Abstufungen,  die  durch  Blau  und  Weiß  entstehen,  auf  die 
Platte  kommen,  —  bei  Wasserfernsicht  stets  nur  Vordergrund- 
wirkung in  Betracht  ziehen,  denn  die  Entfernung  wird  stets 
unterschätzt,  und  was  das  bloße  Auge  klar  sieht,  wird  auf  der 
Platte  eine  unwirksame  Liliputangelegenheit,  —  fahrende  Boote 
stets  schräg  von  vorn  oder  hinten  knipsen,  nie  senkrecht  seit- 
lich, —  für  Aufnahmen  im  sonnenbeleuchteten  Uferwald  lichthof- 
freie  Platten,  —  für  lange  Fahrt  Filmpack. 

Im  allgemeinen  wird  in  jedem  Falle  (von  reinen  Sport-  und 
anspruchsvollen  Künstleraufnahmen  abgesehen)  eine  schlichte, 
so!:de  Kamera  allen  Anforderungen  genügen.  An  ein  paar 
schlecbten  Bildern  lernt  der  angehende  Lichtbildner  weit  mehr 
als  an  einwandfreien  Aufnahmen,  die  nach  viel  Suchen  und  end- 
'c'>pr/fl  Überlegen  und  Berechnen  zustande  kamen.  Denn  auch 
Oi',s'iS  ist  v.'ichtig:  schnelles  Erfassen  eines  Landschaftsbildes 
vosi  abgerundeter  Wirkung  und  schneller  Entschluß  zur  Auf- 
nahme.    Nicht  lange  wägen!    Schnell   wagen! 

Jahr  für  Jahr  füllt  unsere  getreue  Kamera  eine  Mappe  mit 
den  schönstcti,  lebendigsten  Bilderinnerungen.  Photo  auf  Photo 
erzählt  unverlierbar,  unvergeßlich  von  all  den  herrlichen  Tagen, 
bringt  sie  so  nah  und  leibhaftig  zurück,  daß  wir  sie  stets  neu 
und  stets   eindringlich  wieder  erleben! 

Und    welcher    Wanderer    findet    wohl     so     oft    Gelegenheit    zu 


wahrhaft  künstlerischen  Aufnahmen  wie  wir  Faltbootler,  die 
wir  die  verstecktesten  Waldseen  befahren,  die  heimlichsten 
1  lußeinsamkeiten  aufspüren,  die  Brandung  der  Meeresküsten 
zwingen  und  die  Wildwasser  und  Floßgassen  hinunterschnellen! 
Kein  Sport  durchsetzt  derart  die  Übung  von  Kraft  und  Mut  und 
Geschicklichkeit  mit  einer  Schulung  des  Blickes  für  Natur- 
schönheit und  mit  dem  unschätzbaren  seelischen  Gewinn  an 
echter    Poesie. 

Sieh  dies  Bild  noch:  die  gespenstisch  verkrüppelten  Weiden 
am  Rande  des  grauen,  düsteren  Sees,  eilende  Wolkenfetzen 
über  der  zackigen  Waldsilhouette  in  der  verschwimmenden 
Ferne:  dies  ist  der  tiefste  Gehalt  unserer  Heidefahrten  durch 
Moore  und  Brackwasser,  das  innerste  Antlitz  eines  Landes  im 
Bilde,  eine  Aufnahme,  wie  sie  nur  vom  Faltboot  aus  mög- 
lich  wird! 

Und  sich  hier:  unser  Faltboot,  steilabstoßend  wie  ein 
Falke,  in  dem  oberbayerischen  Sturzbach,  übersprüht  von  der 
Gischtwolke,  —  du  hebst  das  Doppelpaddel  über  dich,  wie  eine 
Seiltänzerin  ihren  Stab,  und  man  sieht  fast  den  Schrei  der 
jungen  Freude  auf  deinen  Lippen!  —  Auch  dies  Bild  ist  ein 
inneres  Antlitz:  das  Gesicht  nämlich  der  neuen  Jugend,  die  in 
selbstgewählter  Körperschulung  den  Pfad  findet  zu  geistiger 
Gesundheit,  zu  echtem  Mut  der  Selbstbestimmung,  zu  Freiheit 
und  zu  gläubiger  Andacht! 

Doch  lassen  wir  die  großen  Sprüche  beiseite!  Es  sei  nur  einem 
Vielerfahrenen,  Vielbcfahrenen  vergönnt,  zu  sagen:  Der  Falt- 
bootsport ist  der  ,,allerschönste  im  ganzen  Land",  aber  der 
,,aller-allerschönste  ist  der  Fallboot-Photosport",  durch  den  wir 
uns  alle  unsere  Sommer  fein  säuberlich  konservieren  und  unser 
Leben  lang  all  unsre  Erlebnisse  als  ,, Eingewecktes"  wieder  und 
wieder   kosten  dürfen. 

Sonne  im  Herzen!  —  sommers  und  winters  —  dies  ist  unser 
Gewinn.  Unser  kleiner  Einsatz  ist  ein  Faltboot  und  eine 
Kamera. 


I 


Wßii 


E/N  ROMAN     VON  STANNOPE 


8.  Fortsetzung 

Dem  Abend  seines  ersten  öffentlichen  Auftretens  im  Kawkasia 
ging  ein  Atelierfest  bei  lyll  Karo  voran,  bei  dem  sehr  zeitig  die 
festen  Gerichte  durch  süße  und  herbe  Weine,  Liköre  und  andere 
Alkoholika  ersetzt  wurden.  Man  muß  nicht  etwa  annehmen,  daß 
dieses  Fest  Bill  zu  Ehren  stattfand  oder  von  sonstiger  weit- 
tragender Bedeutung  war.  Herr  Karo  hatte  seine  internationalen 
Freunde  schon  vierzehn  Tage  zuvor  eingeladen.  Daß  sich  Bill 
unter  ihnen  fand,  hatte  für  ihn  lediglich  den  Vorteil,  die  Bekannt- 
schaft einiger  ausgezeichneter  junger  Leute  zu  gewinnen,  deren 
Ton  und  leichte  Lebensauf- 
fassung künstlerischen  Natu- 
ren eigen  ist.  ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ 
Als  Mitternacht  ^^^HH^^^HI^^^HIHHiil 
lange  vorüber  war,  sollte 
einer  der  Anwesenden,  der 
als  vorzüglicher  Redner  galt, 
die  übrigen  durch  eine  feu- 
rige Ansprache  ermuntern. 
Man  nötigte  den  Halbeinge- 
schlafenen  auf  einen  erhöh- 
ten Platz,  weckte  ihn  durch 
Püffe  und  Knüffe,  bis  er  sich 
endlich  räusperte,  den  Zeige- 
finger an  die  Nase  legte  und 
begann. 

,,Es  ist  bei  uns  nicht  üb- 
lich, auf  die  Gesundheit 
eines  Anwesenden  zu  trin- 
ken", bemerkte  Tyll  Karo  zu 
Bill.  ,, Bringt  man  schon 
einen  Toast  aus,  so  geschieht 
es  auf  Unbekannte,  die  vom 
Redner  so  fein  charakte- 
risiert werden  müssen,  daß 
sie  uns  als  zu  unserem  Kreis 
gehörig   erscheinen." 

,,Eine  praktische  Einfüh- 
rung", anerkannte  Bill. 

Tyll  Karo  mußte  sich  sei- 
nen übrigen  Gästen  widmen 
und  hatte  Bill  sich  selbst 
überlassen,  der  den  folgen- 
den Darbietungen,  musika- 
lischen und  rezitativen  Ge- 
nüssen,   mit    Behagen    folgte. 

,,Es  ist  überall  dasselbe", 
sagte  Bill  zu  sich  und  sagte 
es  halblaut. 

Bill  überlegte  einige  Zeit, 
höfliche  Worte  zu  finden,  um 
des  anderen  Beredsamkeit 
zu  rühmen.  Aber  es  fiel   ihm 

nur  Banales  ein,  und  so  schwieg  er  lieber  und  glitt  in  seiner 
Antwort  zur  Frage  über,  ob  der  Herr  Dichter  oder  ähnliches  sei. 

Einar   Söndarsson    lachte: 

,, Marionettenspieler  bin  ich.  Sie  sind  noch  nicht  lange  hier, 
sonst    wüßten    Sie    vom    .Teatro    dei    Dodoci'." 

Bill  war  unglücklich,  ahnungslos  zu   sein. 

„Schadet  nichts.  Ist  auch  alles  gar  nicht  so  wichtig.  Wenn  es 
Sie   interessiert   —   ich    trete    im   Variete   Kawkasia   auf." 

,  Kaw   ka   —   si   —   a?"    wiederholte    Bill    fragend,   und    sein 

Erstaunen  zerpflückte  das  Wort.  „Das  ist  ja  lustig!  Ich  bin  näm- 
lich ans  Kawkasia  als  Kunstpfeifer  engagiert.  Morgen  abend  be- 
ginne ich." 

Die  Sonne  stand  schon  über  dem  Berg  des  Lykabettos.  Das 
Atelier  lag  unaufgeräumt  und  übermüdet,  als  die  letzten  Gäste 
gingen.  Es  mußte  gegen  sechs  Uhr  am  Morgen  sein.  Zwei  junge 
Damen  warfen  prüfende  Blicke  in  einen  Spiegel,  zupften  ihre 
Locken  zurcchl  und  freuten  sich  überaus,  daß  sie  noch  hübsch 
waren.     Sie    ließen   sich   gern   von    Bill    und    Einar,    mit   denen   sie 


ZP 


Nachdruck  verbalen 


Phot.  Ufa 
liuan  Mosjoukin  und  Betty  Amann  in  dem  Ufaion-Film  „Der  weiße  Teufel" 


schon  auf  recht  vertrautepi  Fuß  standen,  nach  Hause  bringen, 
waren  auch  bereit,  einen  Ausflug  für  den  kommenden  Sonntag  zu 
verabreden . 

Abends  fand  er  sich  pünktlich  und  mit  klopfendem  Herzen  im 
Variete  ein  und  suchte  unter  den  umherstehenden,  plaudernden 
Artisten  die  Schwester.  Aber  sie  war  nicht  zu  sehen.  Bill  schritt 
an  den  Türen  der  Solisten  vorbei  und  erwartete  eine  Visitenkarte 
oder  ein  Schild  mit  dem  vertrauten  Namen.  Nichst  dergleichen. 
Sollte    Billie   eine   so   untergeordnete   Rolle    spielen,    daß   sie   sich, 

wie  er,  in  der  unter  der  Erde 

gelegenen    Statistengarderobe 

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^      umzukleiden  hatte?     Da  kam 

HH^H^^^^^H^IHHHHim       er   zum    Zimmer   des    ,, Teatro 

dei  Dodici '.  Herr  Söndarsson 
würde  ihm  sicher  Auskunft 
geben.  Bill  pochte  und  Iral 
ein. 

„Hohuho!"  gurgelte  der 
Puppenspieler  und  spie  Bill 
einen  Willkommcnsgruß  ent- 
gegen. ,,Was  gibt's,  mein 
Freund? " 

Rasch  und  roh  kam  die 
Enttäuschung,  ohne  daß  sich 
Einar  Söndarsson  etwas  da- 
bei dachte:  ,,Die  ist  schon 
bald  einen  Monat  lang  weg; 
treibt  sich,  glaub'  ich,  in 
Frankreich  rum,  Soll  sich 
drüben  einen  großen  Namen 
—  —  doch  was  ist  Ihnen?" 
,.Ph  ■ —  ph,  ich  glaube,  ich 
habe  einen  Kater",  ächzte 
Bill. 

„Na,  hier,  rasch,  trinken 
Sie  ein  Kirschwasser  —  das 
hilft!  Und  dann  aber  'raus! 
Sie  haben  ja  gleich  Auftritt!" 
Bill  blieb  allein  mit  seiner 
Enttäuschung;  enttäuschte 

Freuden  sind  nicht  so  schwer 
wie  die  enttäuschte  Bereit- 
schaft   zur    Freude. 

,,Was  machen  Sie  denn  für 
ein      verdattertes      Gesicht?" 
fragte   der   Puppenspieler. 
,,Nein,    danke",    sagte    Bill, 
Eine  Glocke  schrillte. 
,,Menschenskind,  Sie  müssen 
auf    die    Bühne!"    Söndarsson 
stieß   kopfschüttelnd   Bill  auf 
den    Gang. 
Er  streifte  mechanisch  ein  mit  blauen  Punkten  übersätes  weißes 
Gewand    über    seinen    Anzug    und     trat    in    das    grelle    Schein- 
werferlicht. 

Die  Musik  begann,  und  Bill  pfiff:  „0  Marie,  o  Marie."  Als 
er  geendet  hatte,  verharrte  das  Publikum  in  eisigem  Schweigen 
Aus  einer  Seitenkulisse  sah  zornig  Frau  Kalothakis  auf  den  Neuen. 
Die  Zuschauerschaft  war  gespannt  auf  besondere  Eigenarten 
des  Künstlers  und  ließ  ihrer  Enttäuschung  ungehemmten  Lauf, 
als  sie  merkte,  daß  sich  das  Können  des  Vortragenden  auf  das 
klägliche  Gepfeife  beschränkte. 

Ein  Witzbold  stand  auf  und  suchte  mit  mächtiger  Lunge  Bill 
zu   übertönen,  was  ihm  nur  zu  gut   gelang. 

Der  andere  Teil  des  Publikums  nahm  die  Anregung  dankbar 
auf  und  pfiff  im  Chore  mit;  es  war  ein  Konzert,  wie  es  die  ehr- 
würdigen Mauern  des  Kawkasia  bis  auf  diesen  Tag  noch  nicht 
erlebt  hatten.  Durch  dieses  gemeinsame  Mitwirken  war  die  Hei- 
terkeit und  gute  Laune  wiederhergestellt,  und  Bill  konnte  seinem 
gnädigen    Gott     danken;     Monsieur    Kalothakis    hätte    ihn    wegen 


Unfähigkeit  an  die  Luft  gesetzt,  wenn  nicht  Einar  Söndarsson 
eingesprungen  wäre,  um  Bill  zum  Aufseher  über  seinen  Mario- 
nettenstaat  zu   machen. 

Diesen  Beweisen  vollkommener  Kameradschaftlichkeit  gegen- 
über wurde  Bill  wachsweich.  Er  besch^oß,  dem  guten  Schweden 
seine  Abenteuer  zu  offenbaren,  um  sich  selbst  Erleichterung  zu 
schaffen,    und    dann,    um    Rat    zu   holen. 

Das  war  eine  wirre  Nacht,  die  diesem  Abend  folgte.  Der 
Puppenspieler  hörte  gespannt  zu;  manchmal  glitt  ein  Lächeln 
über  sein  Gesicht.  Mosch  Tcrpin  und  Frau  Mafalda  lebten  in 
der  lebendigen  Schilderung  Bills  wieder  auf.  Und  Bill  selbst 
fühlte  sich  um  ein  Jahr  jünger,  so  frisch  und  genau  waren  ihm 
alle   Ereignisse   im   Gedächtnis. 

Söndarsson  fühlte  gutherziges  Mitleid  mit  dem  verzweifelten 
Bill,  den  er  sich  als  Damenimitator  gar  nicht  recht  vorzustellen 
vermochte,  der  ihn  aber  bald  eines  Besseren  belehrte. 

Er  grübelte,  wie  ihm  zu  helfen  sei. 

,,Ja,  wenn  Frau  Philba  Erskinc  noch  im  Lande  wäre!  Dann 
wäre  es  ein  leichtes  gewesen,  das  Reisegeld  zu  pumpen,"  Er 
sah  mit  ernstem  Blick  auf  eine  häßliche  Kasperlcfigur;  ganz 
dicht  vor  seine  Augen  hielt  er  das  blatternarbige  Faltengesicht, 
wie   immer,   wenn  er  nachdenklich   war. 

Ein   dünner   Pfiff  —   langsam    trat    er   zu   Bill   und    sagte; 

,,Man  muf3  kombinieren  können  —  man  muß  kombi  —  einen 
Moment  —  einen  Mo  —  ich  habe  gleich  alles  beieinander!  Also 
Frau  Erskine  war  bei  mir,  fragte  nach  Variete-Agenturen,  er- 
kundigte sich  ganz  beiläufig  nach  dem  Damenimitator  .Belle 
Billic'  —  ich  gehe  Bescheid  —  sie  geht  —  einige  Tage  nachher 
kündigt  ,Biir  Amery  —  fährt  ab  —  einige  Tage  nachher  reist 
Frau  Erskinc  und  ihr  Neffe,  der,  wie  wir  feststellten,  der  myste- 
riöse Logenbesucher  war!    Merken  Sie  etwas?" 

Bill    merkte   natürlich   nichts. 

Also   klärte  ihn  der  Schwede  auf. 

Am  anderen  Morgen  gaben  die  beiden  jungen  Leute  eine  De- 
pesche nach  Paris  für  die  Agentur  Aristide  Gibier  de  Potence 
auf;  ,, Drahtet  gegenwärtigen  Aufenthalt  Belle  Billic!  Kawkasia, 
Athen." 

Dann  gingen  sie  zum  Hotel  Grand  Bretagne  und  erfuhren,  daß 
Frau  Philba  Erskine  nach  Ragusa  abgereist  sei. 

5.  Kapitel 
Ragusa. 

„Mit  wieviel  Schmerz  dieser  Junge  vergilt!"  Tante  Erskine 
lehnte  sich  stöhnend  im  Korbsessel  zurück  und  beklagte  den 
fehlenden  Appetit  Pitts,  seinen  Hang  zur  Einsamkeit  und  den 
Mangel  an  Gesprächigkeit. 

Tag  für  Tag  strolchte  er  hinauf  auf  den  Berg,  kam  mittags 
hinab  zum  Hotel  Odak,  goß  sich  mit  zitternder  Hand  ein  Glas 
tiefschwarzen  Dalmatiner  ein  und  trank  den  Wein,  einerlei,  ob 
er  Sumpfwasser  oder  Nektar  war. 

„Wollen  wir  nicht  heimfahren?"  fragte  er  manchmal  die  Tante, 

„Junge,  wenn  ich  dich  so  nach  Hause  bringe,  säbelt  mir  der 
Onkel  den  Kopf  ab.  Sei  vernünftig,  iß  und  schwimm  dich  gesund! 
Dann  werden  wir  reisen." 

Pitt  ging  in  die  Stadt,  kaufte  sich  eine  Zeitung,  die  er  wenig 
später  oben  auf  dem  Imperial  entfaltete.  Hin  und  her  rollten  die 
Augen  und  saugten  auf,  was  sie  lasen,  mit  einer  Gier  und  Hast, 
als  könnte  ihnen  der  kleinste  Tupfen  Druckerschwärze  entgehen. 

Von  unten  durch  Astwerk  und  Häuserdächer  klang  der  Kom- 
mandopfiff einer  Sirene  herauf;  „Klar  zur  Landung!"  Und  in  der 
Bucht  von  Gravosa  erschien  ein  silberweißes  Boot,  legte  an  und 
entließ  einen  Strom  Sommergäste,  die  von  Osten  kamen.  Zwei 
Stunden   später   fuhr  der   Dampfer   weiter,    triestwärts. 

Bill  war  angekommen. 

Er  fand  sich  unter  feilschenden  Autofahrern,  wandte  den  alten 
Trick  an;  warf  eine  Münze  in  die  Luft,  um  die  sich  die  Lenker 
balgten,  indes  er  mit  dem  ruhigsten,  zurückgebliebenen  Chauffeur 
davonfuhr.  Sein  erster  Besuch  galt  der  Familie  Jaba,  die  sich 
wunderte,  den  jungen  Mann  schon  so  bald  und  zu  seinem  Vorteil 
im  Äußeren  verändert  zu  sehen.  Ohne  Grimm  und  Groll  wurde 
er  aufgefordert,  zu  bleiben.  Die  Fragen  schwirrten,  daß  Bills 
Antworten  sie  kaum  einholen  konnten,  und  dann  schrie  jemand: 
,.Ach,  Bill!"  Es  war  ein  Papagei,  der  diese  Worte  während 
seiner  Alhenreise   gelernt  hatte. 

Man  brachte  Kaffee  und  Kuchen,  und  als  das  Eis  gebrochen 
war.  zwinkerte  die  schlank  und  schön  gewordene  Frau  Cyllara 
Bill    zu; 

„Von  Zeit  zu  Zeit  kommt  barfuß  ein  nettes  Mädchen  zur  Gar- 
tenarbeit herein  und  fragt  n.ich  Ihnen!  Ich  hab'  ihr  immer  gesagt: 
.Es  geht  ihm  gut!" 


„Ach,  Marina!"  sagte  Bill  traumverloren, 
„Nein,   nein,   so  hieß  sie  nicht." 

„So,  so."  Bill  war  zu  tadeln,  denn  er  war  zerstreut.  In  seinem 
Kopf  rüttelten  plötzlich  die  Gedanken  durcheinander;  Personen 
verwirrten  sich,  Ziel  und  Zweck  der  Reise  fielen  zusammen  — 
Billie  —  Marina  —  Cyllara  —  Kalothakis  —  Karo  —  Sön- 
darsson  —   Geldbeutel   —   Tante    Philba. 

Mit  der  Versicherung,  zum  Abendessen  wieder  zurück  zu  sein, 
aus  dem  berühmten  Delikatessenladen  eine  Flasche  Salonäer 
Wein  mitzubringen  (was  von  Frau  Cyllara  mit  Energie  abgelehnt 
wurde)  und  ein  höchst  anregendes  Konzert  zu  veranstalten, 
trennte  er  sich  von  seinen  Freunden. 

Bill  fragte  und  fragte;   ,,Wo  wohnt  Frau  Philba  Erskine?" 
Im   ,, Imperial"   nicht,   im    ,, Central"   nicht,    in   den   Villen   nicht; 
gesuchte    Personen    mit    unbekanntem    Aufenthalt    wohnen    immer 
dort,  wo  man  sie  am  letzten  vermutet. 

Und  so  war  Bill  schon  recht  müde,  als  er  am  Strandbad  vor- 
beitorkelte und  seinen  Füßen  das  kühle  Wasser  der  Adria 
wünschte. 

Vor  ihm  wandelte  eine  rüstige  Dame,  die  sich  auf  einen  sil- 
bernen Stock  stützte.  ,, Diese  ist  die  Tante",  beschloß  Bill.  Sie 
verschwand  im  Odak,  dem  abseits  gelegenen  Hotel  ,,mit  Meeres- 
sicht und  Wiener  Küche". 

Bill  gab  seinem  Instinkt  nach  und  rannte  nun,  da  er  sicher 
fühlte,  sein  Ziel  erreicht  zu  haben,  zum  steinigen  Strand,  sprang 
ins  Wasser,  schwamm  und  schöpfte  Lebenskraft. 

Dann  erst  ging  er  zum  Hotel  und  überließ  es  dem  Seewind, 
seine  Haare  zu  trocknen. 

„Wohnt  Frau  Philba  Erskine  hier?" 
„Ei,   freilich." 

,,Dann  bitte  ich,  mich  anzumelden."  ,Bill  Amery'  schrieb  er 
auf  den  Besucherzettel;  denn  eine  Visitenkarte  besaß  er  nicht. 
Und  unter  ,, Angelegenheit"  setzte  er:  betreffs  Kawkasia  und 
Herrn   Neffen. 

Dann  wartete  er  in  einem  Korbsessel. 

Dann  kam,  sehr  aufmerksam  begleitet,  die  ehrwürdige  Dame 
mit  dem  Krückstock  die  Treppe  herab.  Sie  schien  zerstreut 
und  ärgerlich,  gab  Anweisungen,  die  sie  widerrief,  und  glich  in 
jeder  Beziehung  einem  Huhn,  das  in  den  Strudel  des  Verkehrs 
geraten   ist. 

Bill  empfand  Mitleid;  er  näherte  sich  voller  zurückhaltender 
Bescheidenheit    der   alten   Dame   und  begann: 

,,Ach,    gnädige    Frau,    haben    Sie    doch    die    Freundlichkeit  .  . ." 
,,Ich  bin  nicht  in  der  Stimmung,   Bittgesuche  anzuhören.    Kom- 
men Sie  morgen  wieder  —  oder,  noch  besser,   überhaupt   nicht!' 
Der    kroatische    Hotelportier     wollte     Bill     zum     Anblick     der 
Straßenfront  des  Odak  nötigen. 

Da   rief   der   in   letzter,    höchster  Not; 

,, Gnädige  Frau,  es  handelt  sich  um  Ihren  Neffen  und  Bill 
Amery!" 

Auf  einmal  zuckte  das  steinerne  Gesicht  der  Tante.  Sie  piekte 
Bill  ihren  Sommerschirm  in  den  Magen  und  fragte  außerordent- 
lich prüfend  und  kalt,  während  ihr  doch  das  Herz  zu  stocken 
drohte: 

„Was  soll  das  heißen,   lieber  junger  Freund?" 
,,Ich  möchte  nicht  gern  hier  im  Hausflur  darüber  reden!" 
,,Also   gut,    kommen   Sie   mit   in   den   Speisesaal.    Wer  sind  Sie 
eigentlich?" 
,,Bill   Amery!" 
„Mm?" 

,, Jawohl,  gnädige  Frau,  ich  werde  Ihnen  alles  erklären.  Haben 
Sie  keine  Angst,  daß   ich  — " 

,,Wir  werden  sehen  —  wir  werden  sehen!"  unterbrach  ihn  die 
Tante   und    ging   voran,   keineswegs  beruhigter.   . 

Frau  Erskine  wurde  höflich  von  überall  gegrüßt.  Man  schätzte 
sie  wegen  ihres  Wohlstandes,  ihrer  Herzlichkeit  und  des  Ver- 
ständnisses, mit  dem  sie  Kellner,  Kinder,  Erwachsene  und  Speisen 
behandelte. 

Heute  erwiderte  sie  gütig  wie  sonst  die  Grüße,  aber  ein  wenig 
müder;  doch  hatte  sie  sich  genug  in  der  Gewalt,  um  teilnahms- 
vollen Fragen  auszuweichen.  . 

,,Also,  was  soll  das  alles  heißen?"  fragte  die  Tante  und 
fächelte  sich  mit  einem  Papier,  das,  wie  Bill  sah,  eine  Anmel- 
dung war. 

„Sie  wissen  es  nicht,  gnädige  Frau  —  natürlich,  Sie  können  es 
nicht  wissen.  Ich  werde,  wenn  Sie  erlauben,  alles  der  Reihe 
nach    erzählen.  Forlsetzung  folgt 


' 


FRAGEN 


die  uns  erreichten 


Anfragen    erbitten  wir    an    die  Redaktion    des    „F  i  Im -M  a  g  a  z  i  n  ".     Berlin    SW  68,    Zimracrstraße    35 — 41 
Scherlverlag.    Antwort  erfolgt  nur  im  „Film -Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


l 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptangelegeiiluMteii  bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Kückporto  beizufiifreii.  Jede  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposos  im  Umfange  von  2 — 3  Scbreibmascbinenseiten 
sind  zur  EiiiseiiduMg  an  die  Filmindustrie,  Regisseure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschläge  senden,  von 
haudgeschricbenen   Sendungen   (leserlich)   eine   Abschrift   zurückbehalten. 

* 

Iwan  Petrovich-Verehrerin  Erika,  Königsberg:  Iwan  Petrovich  wohut 
Berlin-ScliinarKcndorf,  Forkenbcckstraße  56a. 

Hety  B.,  Arnsberg:  Iwan  Petro- 
vich arbeitet  an  dem  Tonfilm  ,,Es 
gibt  eine  Frau,  die  dich  niemals 
vergißt  '.  .Seine  Partnerin  ist  Lil 
Bagover.  —  Evelyn  Holts  Part- 
ner in  der  ..Schleiertänzerin" 
sind  Carl  de  Vogt,  Andre  Mat- 
toni,  Harry  Hardf.  —  Paul  Richter 
ist  mit  Aud  Egede  Nissen  ver- 
heiratet. —  Ossi  Oswaldas  neue- 
ster Film  heißt  ..Das  Geheimnis 
im  Schlafwagen".  Igo  Sym  und 
Elga  Brink   sind   ledig. 

Mizi,  Charloltenburg:  Gustav 
Fröhlich  wolint  Berlin-Steglitz, 
Orleansstr.itie  4.  Sein  nächster 
Film  heißt  ..Der  unsterbliche 
Lump". 

Hilde  M.,  Bern-Bumplitz:  Hans 
Slüwe  ist  mit  einer  Bulgarin  ^ er- 
heiratet. —  Dil'  Hauptdarsteller 
aus  ..Husarentieber"  waren  Elga 
Brink,  Edith  Meiler,  Georg  Alex- 
ander. —  Don  .\lvarado  ist  Slexi- 
kaner.  Er  spielte  u.  a.  den  Don 
Jose  in  dem  Dolores  del  Rio- 
Film  ..Die  Liebe  vom  Zigeuner 
stammt". 

Lee  Parry-Verehrerin  Karl  Ko., 
Berlin.  Wir  cmiifelilcn,  die  Film- 
stars noch  riniiial  um  ein  .\iito- 
gramin  zu  bitten.  Vielleicht  haben 
Sie  das  nächste  Mal  mehr  Glück. 

—  I-ee    I'arry    liebt    alle    Blumen. 

—  Renate  Miiller  wohnt  Berlin- 
Wilmersdorf.    Dilsseldorfer  Str.  51. 

—  Margot  \\alter  wolint  Berlin 
W,  Kurfiirstendamm  11,  Maria 
Zelenka  Berlin  \V  30,  Hohen- 
staiifeiistralJe    öl. 

Rosa,  Düren:   Das  gemalte  Bild 
stellt  wirklich  l.illan  Harvey  dar. 
Filmfreundin    Erna    S..    Berlin: 
Brigitte   Helm   wohnt   Berlin-Dah- 
lem,  Im    Winkel   .'i. 

I.  R..  Frankfurt/Main:  Greta 
Nissen  ist  Norwegerin  und  wurde 
in  Oslo  geboren.  —  Charles  Far- 
rell  wurde  als  Sohn  eines  Thea- 
terdirektors in  Cape  Cod  in  Mas- 
sachusetts geboren.  Er  studierte 
zuerst  Literaturgeschichte,  ging 
dann  zur  Spreehbiihne  und 
schließlich  zum  Film.  Er  ist  un- 
verheiratet. Der  Geburtstag  des 
Künstlers    ist    der    11.  März. 

Pummel  aus  S.  42:  Wir  haben 
die  beiden  Künstler  an  die  Auto- 
gramme erinnert,  empfehlen  aber, 
es  nach  einiger  Zeit,  wenn  Sie 
<lie  rnterschriften  dann  noch 
nicht  hekommen  haben,  seihst 
noch    eiiim.il     zu    tun. 

Petrovich-Trevor-Verehrerin  Hilde  M.,  Fürstenwalde:  Iwan  Petrovich 
wohnt  Herlin-Seliinargendorf,  ForUcnbeckstraße  56a.  Er  hat  am  31.  De- 
zember (iebnrtstag  und  ist  unverheiratet.  —  Jack  Trevors  Adresse  ist 
IJerlin  W.  BeiulliTstr.iße  !».  Trevor  hat  am  lt.  Dezember  Geburtstag  und 
ist  MMlieiratet.  Beide  Künstler  tragen  ihre  richtigen  Namen  und  geben 
Autogramme. 

Alison  L.  M.  7:  Jean  .Vngelo  wurde  am  17.  Mai  in  Paris  geboren  und 
\yolint  Paris  11.  Boulevard  de  Montparnasse.  Jawohl,  ,,Der  Graf  von  Monte 
Christo"  wurde  von  einer  französischen  Firma  hergestellt.  —  Lewis  Stone 
erreichen  Sie  am  besten  durch  die  Metro-Goldwyn-Mayer-Studios,  Culver- 
City.  Kalifornien,  l'.  S.  .\.  —  Fritz  Kortners  neuester  Film  ist  ..Atlantic". 
Er  ist  h.iuptsächlich  Bühnendarsteller.  Augenblicklich  spielt  er  den  König 
in    ,.l)on    Carlos". 

Lisel    St.,    Braunschweig:    Hans    Alhers    wohnt    Berlin    W,    Lenn^str.    7. 

Ihr  Bildwunsch  ist  vorgemerkt.  —  Ja.  beim  Film  sind  die  Aussichten 
auf  Erfolg  nui  sehr  gering.  Wir  raten  jedem  ab,  um  vor  Enttäuschungen 
zu    bew.ihren. 

Frau  Franziska  M.,  Hamburg:  Wir  raten  Ihnen,  zunächst  einmal  Bilder 
Hires  Kindes  an  die  Filmgesellschaften  zur  Prüfung  einzusenden.  Wir 
nennen  Ihnen  einige  Firmen,  an  die  Sie  sich  wenden  können:  Ufa,  Berlin 
SW  6S,  Kochstraße  6—^.  Aafa.  Berlin  SW  48,  Friedrichstraße  223,  Star-Film, 
Berlin  SW  48,  FriedrichstralJe  218.  Terra.  Berlin  SW  6«,  Kochstraße  73, 
Deutsches   Lichtspiel-Syndikat,  Berlin   SW  48,  Friedrichstraße  225. 


d0^ 


SIEMENS-SC 


Gräfin  Renee:  Gerd  Briese  ist  vor  einiger  Zeit  von  seiner  Gaslspicl- 
tournee  durch  Südamerika  zurückgekehrt.  Seine  Berliner  Adresse  ist 
Wilmersdorf,  Nassauische  Straße  28-29.  Er  ist  passionierter  Sportsmann, 
liebt  alle  Blumen  und  gibt  Autogramme.  Sein  nächster  Film  heißt 
,, Rosen   blühen   auf    dem    Heidegrab". 

Ivan  Petrovich-Verehrerin  Erika,  Königsberg:  Ivan  Petrovich  wohnt 
Berlin-Schmargeudorf,    Forkenbeckstraße    ö6a. 

Hermann  H.,  Münster:  Der  kleine  David  Lee  ist  .\merik.iner  und 
erst  4  Jahre  alt.  Die  AI  Jolson-Tonfilme  werden  in  den  Warner-Brolhers- 
Studios  in  Hollywood,  Kai..  USA.,  hergestellt.  Der  AI  Jolson-Film  ,,Little 
Pal"    ist    in   Berlin   noch    nicht    uraufgeführt    worden. 

R.  L.,  Magdeburg:   Rolf  von  Goth  wohnt  Berlin  SW.  Hallesches  Ufer  25. 

,,Iha".  Igo  Sym  wohnt  Berlin- 
Schöneberg,  Innsürucker  Str.  16. 
Kr  w  urde  am  3.  Juli  in  Iniisliriick 
geboren,  ist  geschieilen,  gibt  .\iito- 
gramme.  Er  heißt  richtig  Karl 
Jiilius  .Sym.  Der  Künstler  arbei- 
tete friihcT  hauptsächlich  in  Wien 
und  filmt  seit  ungefähr  lii  Jah- 
len  in  Berlin. 

Grete  P.,  Elberfeld.  Iwan  Pe- 
troviclis  Partnerin  in  ,,Es  gibt 
eine  Frau,  die  dich  nie  vergißt", 
ist  Lil  Dagover.  —  Betty  und 
Mary  .Astor,  ebenfalls  Lillian  und 
Diane  Ellis  sind  nicht  verwandt. 
—  Evelyn  Holt  ist  Berlinerin.  — 
Jack  Trevors  neuester  Film  heißt 
,.Die  Drei  um  Edith".  —  Carmen 
Boni  und  Lissy  .\rna  haben  dunk- 
les Haar.  —  Dolores  del  Rio  ist 
jünger,  als  Sie  gedacht  haben.  — - 
Lillian  Hall-Davis  spielte  außer 
in  den  genannten  Filmen  noch 
in  ,,Die  drei  Kuckueksuhren "  und 
.,Der  weiße  .Sclieik". 

Heinz  V.,  Thale:  l.ya  de  Puttys 
neuester  Film  heißt  ..I>ie  Nacht 
nach  dem  Verrat".  Die  Künst- 
lerin hetiiidet  sich  augenblicklich 
in  Lonilon.  —  Fern  .Vndra,  die  in 
Hollywood  lebt,  filmt  nicht  mehr, 
ebenso  Lotte  Neiimaiin.  —  Victor 
Varkoni  ist  am  besten  durch  die 
National,  Berlin  S\V  48,  Friedrich- 
straße 10,  zu  erreichen.  Sein 
nächster  Film  ist  ..Madonna  im 
Fegefeuer"  mit  Camilla  Hörn. 
Der  Künstler  ist  verheiratet,  und 
zwar  mit  der  ungarischen  .Sänge- 
rin Nusi  Avanyossi.  Er  gibt 
-Vutogramme. 

Jack  Trevor-Scbwärmerin,  El- 
berfeld: Jenny  Jugo  war  früher 
mit  dem  Schauspieler  Emmo  Jugo 
verheiratet,  der  vor  ca.  2  Jahren 
gestorben  ist.  —  Evelyn  Holt  de- 
bütierte in  dem  National-Film 
..Spitzen".  —  Die  genannten  Stars 
sind  fest  bei  der  Ufa  verpflich- 
tet. —  Jack  Trevor  ist  ein  großer 
Blumenfreund.  —  Robert  Irvin  ist, 
so   viel   uns   bekannt,   ledig. 

Greta    Garbo- Verehrer,    Danzig: 
Greta  (Jarhos  nächster  Film  heißt 
..Der    Kuß".     Die    Künstlerin    hat 
blondes    Haar    und    blaue    .\ugen. 
Ja,    sie    wurde    in    Göteborg    ge- 
boren.     Greta    Garbo     gibt    .Auto- 
gramme.    Durch    die    Metro-Gold- 
wyn  -Mayer -Studios.   Culver-City, 
Kalifornien,    USA.,    zu    erreichen, 
rcii-lieii. 
Gerda   Z.  .  .  .,    Berlin-Lichlerfelde:    Tom   Tyler   hat  am    17.   August  Ge- 
burtstag.   —   Camilla    Horu    erreichen    Sie    am    besten    durch    die    National, 
Berlin   SW   48,    Friedrichstraße   10.   —  Bildkarten   von   den    genannten    ver- 
storbenen  Filmstars    erhalten   Sie   sieher   noch   in   den    großen    P.ipierhand- 
lungen    oder    durch     den     Verlag    der    ,,Jllustrierten    Filmwoche",     Berlin 
SW    68,   Kochstraße   6—8. 

Gösta  Ekman-Verehrerin,  Altena:  Den  Grafen  Romina  im  ..Indizien- 
beweis" spielte  Henry  Edwards.  —  Gösta  Ekman  spielt  in  Schweden 
Theater  und  kommt  deshalb  sehr  wenig  zum  Filmen.  —  Ein  neuer 
Elisabeth  Bergner-Film  ist  zur  Zeit  noch  nicht  angekündigt.  Die  Künst- 
lerin tritt  augenblicklich  in  dem  Stück  ...Seltsames  Zwischenspiel"  im 
Deutschen  Künstlertheater  auf.  —  Der  neueste  Wladimir  Gaidarow-Film 
heißt  ,, Stempelbrüder".  Die  Namen  Gaidarow  und  Mosjoukin  werden  auf 
der   zweiten   Silbe   betont. 

Film-Liesel  Elordia  aus  Kassel:  Die  bekanntesten  Filme  mit  Jackie 
Coogan  sind  ,,My  boy",  ..The  kid",  ,, Jackie,  der  kleine  Lumpensamm- 
ler", ,,Der  Boy  von  Flandern",  ,,Lang  lebe  der  König",  ...Alles  für  die 
Firma",  ,, Jackie  als  Schiffsjunge",  —  Ilarold  Lloyd  spielte  u.  a.  in 
„Ausgerechnet  AVolkenkratzer".  ..Großmutters  Liebling",  ..Mädchen- 
scheu", ,,Harold,  der  Pechvogel",  ,,Los,  Harold,  los!".  —  In  ..Mein  Herz 
ist  eine  Jazzband"  spielten  neben  Lya  Mara  noch  Iwan  Kowal-Sam- 
borski,  Raimondo  van  Riel,  Bobby  Bums.  —  Ja,  Mady  Christians  hat 
am    19.    Januar    Geburtstag. 


-ERZEUGNIS 


Kino-Li  aus  Giberfeld:  Sic  li.ibon  ri'clil.  Nils  A.sthcr  li.it  !-k'h  iiiii 
Viviiiii  Jtuiic.'iii,  (lio  Kilinilivii  iiiiil  TanzKirl  ist.  vorloht.  Xils  Astln-r  li.it 
tiraunc  Augi'ii  und  schwarzes  Haar,  wurde  am  IT.  .laiiii.ir  in  Maliiiii, 
JScIiwfiJpii,  gi-borcn  und  ist  iiitlU  mit  .\st;i  Xiciscn  vcrwaiidl.  Si'iil 
niirhstpr  Kilm  liciUl  ..Wilde  Oreliideen'  mit  (ireta  (;ailpc>  in  der  wcih- 
liclieii  llaiipinille.  —  .laek  'Prevor  ist  mit  einer  Xielit-Seli.uispielerin  \fi- 
lieir.iti't.  —  l>ie  I'.irtner  von  Dolores  del  Hio  in  ..IJ.imuna'  «.iren  W.irner 
It.iMiT    und    liulaml    Drew. 

Schleltow-Nils  Asther- Verehrerinnen  aus  Könisisbere:  ll.ins  .\d:ill>i  rt 
von  Schlolto«  «oliMi  liiTlin  ()  17.  tiroUe  FranMnricr  SiimCc  I.  Kr  wnnle 
am  11.  Jon!  in  l'r.Mikriirl  .i.  .M.iin  jieboren  und  i^t  verlieir.itel.  I)ie  he- 
k.'.iintesten  Filme  mit  Nclilellow  sind  ..Die  .NilieliiiiKen  ■  i  ll.inenl.  ..Der 
letzte  Walzer".  ..Die  l'l.inmien  lii^en".  ..Hreniiende  (in'iize",  ..N\  ulf;a  - 
■WdlK.-r".  ..Königin  Luise".  ..\\  eili  .im  Kreuz".  Sein  nein  >rer  Film  lieiUt 
..Das  Donkosakeillied".  —  Nils  Astlier  ist  ein  St.ir  der  .\lelr<i-(;old\vyn- 
Ma.ver  und  .im  sieliersteii  diireli  deren  ^^tudios  in  Cnlver-Cily.  Kai..  I'ISA., 
zu  erreiilieii.  Sein  (iehiirtst.-if;  ist  der  17.  .lanu.'ir.  —  ., Tragödie  der  Liehe" 
ist  vor  inelireren  .Jahren  in  Herliii  Ki'ilf'ht  worden.  —  Wir  h.ilieii  den 
Künstler  an  das  AiiloKiainm  erinnert.  —  Ihr  Hrief  ist  weilerneleitel 
worden. 

P.  H.,  Barmen:  Vielleicht  wenden  Sie  sl<li  cirini.il  .in  die  Aal.i. 
Berlin  SW  is.  FriedrichstralJe  L'i'.t.  die  h;iuiPtsachli(li  Lustspiele  dreht, 
oder  .■in  da~  Deutsche  I.ichlspiel-Sj  udiUat.  Merlin  S\\  |S.  I'ricilrichsir.  i'i.'). 
an  die  Eichlicrji-l-'ilmKcsellscli.ifl.  iierlin  SW  is.  FricilrJchsiial.;c  171.— 
I'at  und  l'.it.iclion  sind  jil/t  iluich  <lie  KNli  cc  Siu(hii>,  llcr>tordsliire 
(England)    zu   erreichen. 


Lotosblume  aus  L.:  Wl.nlimir 
Gaid.iro«  «ohiit  Jlerlin-ll.ilensec. 
Joachim  -  Friedrich  -  Sir.iUe  ."i.i.  Kr 
(tiht  .\ulogr;imine.  —  Der  neueste 
Film  mit  Will.v  Fritsch  und  Lili.-in 
llarve.v  heiüt  ..Liehesu.ilzer ".  — 
Wir  haben  die  helreffemlen  Sl;irs 
an  die  .Vutojrr.ininie  criiiiieit.  — 
llenr.v  Stu.irts  netiesicr  Film  ist 
,,Der  (iiiiistliiiK  von  Schonlirunn". 
Werner  Fuetterer  arbeitet  zur  Zeit 
an  dem  Film  ..M:idoiina  im  Fege- 
feuer"   mit    (  aniill.i    Ilivrn. 

Film-Lo  aus  Nürnberg:  Der 
noucsle  Film  mit  Henry  smart  ist 
„Der  (liinsliiiif;  v(m  Schiiulirunn". 
—  ^Villy  Fritsch  widini  Hcriin  W, 
Kaisenlanim  'X'.  Hildk.irten  von 
dem  Künstler  erhallen  Sie  durch 
den  Verhig  ..Illustrierte  Filni- 
vvoche".  Herlin  SW  BM,  Koch- 
glralie  G-8. 

„Schneeliesel  aus  dem  Norden": 
Krnst  rcierscn  ist  Norue:;er.  So- 
viel uns  bck.annt.  i>t  er  niilit  vcr- 
heir.itet.  —  l.cni  liicfensl.ihl  wohnt 
JJerliii  -  Wilmersdorf,  llindcnbiir;;- 
BtraLie  fl2.  isic  li.it  am  Jl'.  .Vu^nst 
liebiirlstag    und    ist    Icdi;;-. 

Lucie  H.,  Wiesbaden:  K.imon 
Novarro  ist  durch  die  .Mclro-Iioid- 
wyn  -  .M.iyer  -  Studios,  t  uher City. 
K."ilifornien.  ISA..  Licn  Dcyers 
durch  die  Deutsche  Fuivcrs.il.  Her- 
lin W  H,  .Mauerstr.clJc  sj.  zu  er- 
reichen. —  (iustav  Fridilicli  wohnt 
Herliii  -  Steglitz.  Orleansslralie  4, 
Mady  Christians  yterlin-(.'harlütten- 
burg,    Hismarckstr.-ilJe   C\l. 

Brigitte  Helm-Verehrerin,  Stet- 
tin: ,1.1.  Jirigitte  Helm  ist  augcn- 
Micklicli  in  iJerlin.  Die  Künstlerin 
ist  mit  Kicharil  \\  eiljliiicli  vcruiiihlt 
und  gibt  Autogramme.  —  .M.iri.i 
l'audlcr  i.st  ledig.  —  Harry  Liedtkes 
neuester  Film  lieißt  ..Die  Konkur- 
renz pkitzt ".  Seine  nächsten  Filme 
.sind  ..Don.'iiiwalzer"  und  ,,Delik.i- 
tessen'.  Kr  ist  mit  ('hrist:i  Tonly 
verheiratet.  —  K.ithe  i)orscli  ist 
Jliinchcncrin. 

Eva  L.,  Hamburg;:  (ierda  M.iii- 
rus  ist  ledig,  hat  am  i'.").  .\ugust 
(iebiirtslag  und  ist  nngef;ihr  so 
alt,    wie    Sie    geschätzt    haben. 

Garbo-Verehrer  .aus  Westfalen: 
Orei:i  (i.irbos  richtigi'r  Xame  ist 
(irot.i  (iust.ivson.  J)ie  Kiiiistlerin 
ist  ledig.  Ihr  neuester  Film  lieilit 
,,Dcr  KulJ".  Ihre  l'.irluer  sind 
Conrad  Xagel,  Lew.\>ns.  .\ndirs 
Kandolph. 

Harry  Liedtke  -  Verehrer:  Harry  Liedlke  ariieitel  augenlilicklicli 
an      dem      Film      ,.Donauw.ilzcr".  Seine     l'artiierin      ist       I'eggy     Xor- 

m.in-Szi'kely.  Sein  Film  ..Die  Konkurrenz  pl.-itzt".  in  dem  M.iri.i"  Cord.i 
seine  Partnerin  ist,  wurde  eben  fertiggestellt.  —  Ly.i  .Mar.is  I'.nlner  in 
..Mein  Herz  ist  eine  .Lizzb.iud"  w.ir  Jwaii  Kow.il-S.imborski.  Iii  ..Heul' 
tanzt  .\I.iriett  ■  spielte  sie  mit  Fred  Louis  Lcrcli  und  ILirry  H.-ilm.  —  J)ie 
betreffende  l{ollo  in  ...Meine  Schwester  und  iclr'  siüclte  Igo  S\  m.  —  .l.i- 
vv(dil,  von  ILirry  LicdtUe  gibt  i-s  einen  <;ediclitb;ind.  uml  zw.ir  ..Vergelit 
n.ich  nicht!"  Das  Buch  ..Die,  Frau  im  .Mond"  ist  dunh  den  Scherl-Verlag 
crl.i.Uüch  und  kostet  in  der  kleinen  Ausgabe  2  .M.  und  in  der  grollen 
illjitnciien    Ausgabe    .%    M. 

Ms^:•l'!^.^jt  S.,  VareL-  Die  vveibliehc  H;ini>trolle  in  ..D;(s  goiijose  >läd- 
cr"M"  spiellc  J.inn  Basnuette.  Ihr  Partner  war  nicht  Iw.in  Kow.il-S.-im- 
■  ort!;i.     sondern^  Gooigos    Dnryea.    —    Die     Il.iuptdarsteller    im     ..Letzten 

"  Liane   H.-iid.    Willy    Fritsch.    Suzy    \Crnon    und    ILiiis    .\il.il- 

•  itovv.    —  Der   vorletzte   Film    mit    .Lick    Trevor    w.ir    ..^Meine 

!"b".      Sein    allernenester    ist    ..Die     Drei     um     Kdilli"     mit 

:n    Kichters    Partnerin    im    ..König    der    .Millclsiurmer" 

"1     Kgede     Xisscn.     —    Die     weibliche     H.iuptnille     in 

i'IJ  '    spielte   die   Dänin    Lillian   Ellis.   —   l{e.\    Ingram 

rheiratet.     In  dem  Film   ..Die  Heilige  und   ihr  Narr' 

weibliche   H:inptilarslellerin. 

LudwiK    G.,    M&cdebuJK:    Wir    haben    die    Bildkarte    an    den    Künstler 

damals   .sofort    w  citcrgeleiiet    und   ihn   später   erinnert.     Wir  empfehlen,   uns 

noch   einmal  eine   K.irle  von  dem  Schauspieler  zu  senden.  Wir   hoffen,   dall 

Sie    die^m.il    mehr   (ilück    h:il)cn    werden. 

Anni   W.   aus   Füssen:   Alle    Filmstars   geben   .\utogrammc.     Sie   miLssen 
jeweilige    Hiblkartean   die   Künstler  senden   und   ein   frankiertes, 
l.cifugi.n. 


RAGE  SCHMUC 


FOTO-PREISAUSSCHREiBEN 


CENTRALAUSSCHUSS  DEUTSCHER  SCHMUCKKULTUR 

BEDINGUNGEN  BEI  ALLEN  JUWELIEREN  UND  UHRMACHERN 


DU  GEWINNS 


I.  Z.,  Mannheim:  Lya  Mara  liefindet  sich  noch  immer  in  .\nierika. 
Sic  ist  mit  Friedrich  Zcinik  verheiratet.  —  Bruno  Kastner  ist  mit 
der  Scliauspiclcrin  Liiisl  Tiersch  verheiratet  und  wohnt  Hcrliii-('h:irlot- 
lenbiirg.  Siormsiralle  ;l.  —  Krnst  llofmann  wohnt  Heriiu-Ilalensee, 
Au-;iiste-Vik;oria-.str.ilie  1.  Er  ist  mit  der  Soubrette  Hcdda  Kcmp  vcr- 
lieir.itet.  — ;  l-'ern   .\ndr;i    ist   g..'scliieden   uml   lebt   seit   einiger  Zeit    in  Holly- 

v% 1.    Kai:    —    Ossi    (»sw.-ildas    ständige    Adresse    ist    Berlin    W    l(i,    Hoheii- 

/olleriistr.ilie  IL  .Sie  ist  geschieden.  —  .M.irgarete  .Schon,  Berlin  W, 
.\i-ue  .\u>li.iclii'r  .siralJi^  II,  und  .Xeni.i  Desni.  Hcriin  W.  Paiilsboriier 
sir.ille  :'..  --iiid  ebcnf.ills  geschieden.  —  .\giu'S  »lerh.izy  ist  mit  Film- 
dircklor  Sok.il  \  crlieiritct  und  wohnt  Berlin-Westend.  K;nserd.imm  10.  — 
(  l'.irlc>  Willy  Kyser  ist  verheiratet  uml  h.it  eine  Tochter.  —  (ll.if  -Storm 
widiul  Herliii  W  .  Molz^lr.ilJe  i'ü.  —  Carl  .\ucns  .Vdrcsse  ist  Berliii-Lichtcr- 
Ichl...    lIciiH.iinisIr.-iLle    .".l. 

A^nes  Esterhazy-Verehrerin  Ruth  M.,  Dresden:  .Agnes  Esterli.azy  wohnt 
licrini-W Csleml.  K.iisi.ril.imm  11).  Sie  gibt  .\ulogr;imnic  und  wird  auch 
llineii  bestimmt  diesen  Wunsch  erfüllen.  Die  Künstlerin  filmt  fleiUig. 
Hek.-iniile  Filme  mit  ihr  sind  ii.  a.  ..Der  Betlelstudcnt".  ..Die  Spielerin", 
..Der  .M.iiiu.  der  nicht  liebt",  ..Der  Leutnant  Ihrer  .Majestät".  ..Flucht 
\  Ol  HIoiid".  —  Franz  Lcdcrer  wohnt  Hcrlin-FrK'di'naii,  FehlersIr.iUe  4. 
V.v  debiilicrli'  in  dem  lleuiiy  Porteu-Film  ..Ziifluiht".  —  Der  nächste 
j-ilii,  mit  .l.icU  ric\<ir  hcillt  ..Die  Drei  um  Kdilh"  mit  C.imilla  Horu  in 
dcl     ueibliclirll     ll.iiililrolle. 

Helene  N.,  Mühltroff:  Iw.iu  Pclrovidi  befindet  sieb  .lugenblicklieh  in 
Hiiliii.  Kr  arbeitet  :iii  dem  Tonfilm  ..Ks  gibt  eine  l'r.iu.  die  dich  nie- 
iii.ils    vcrgiUi".      l'drovich    gibt    Autogramme. 

Alfred  N.,  Wehlau:  .M:iria  Pand- 
Icr  w  iiliiil  Berlin  -  H;ilensec.  -Vl- 
lircchl-.\cliilles-Slraße  ä.i,  Gerda 
.M.iunis  Hcriin-Sieglitz.  Thorwald- 
sciisir.ille  L'.'i,  Truus  v:in  Aalten 
Hcrliu  W.  Luiherstr.ille  J7.  >l:idy 
Christians  Hi'rliu  -  Cli.irlollcnburg, 
Hisni:uckstr.il.!e  «7.  Herm.iiiu  Picha 
HliL-Tcnipclhof.    Blumenilialstr.    12. 

Film-Dolly:  Bolf  von  Goth  wohnt 
Berlin  SW,  H.illeschos  Ufer  25. 
•Sein  neuester  Film  ist  ..Frühlings- 
erw.tchen".  Er  ist  ledig.  —  Vii- 
verheiratet  sind  auch  igo  .Sym  und 
Ivan  Petrovich.  Jvan  l'etrovich 
wurde  .im  :il.  Dezember,  Jgo  Syni 
am   .'1.    .7 Uli    geboren. 

C.    F.,    Annaberg:    Die    P:irtnerin 

von  ILins  Stiiwe  in  dem  geuanu- 
leii  Film  war  .M.aria  .Licobini.  — 
Alfred  .\bel  wohnt  Bcrlin-Halen- 
see,  Kiirfiirstendamm  74.  —  Jack 
Trevor  wird  sicher  auch  bald  toii- 
filnien.  —  Der  neueste  Film  mit 
Trevor  heißt  ..Die  Drei  um  Kdith". 
—  Wenn  Asta  Xielsen  passende 
Kolleu  findet,  w  ird  sie  sicher  wie- 
der filmen.  —  Brigitte  Helms 
nächster  Film  heißt  ,, Sklaven  der 
Leidenschaft". 

Elisabeth  W.,  Hannover:  Lars 
li.inson  ist  mit  der  schwedischen 
Scb.iuspiclerin  K.irin  Molandcr  ver- 
heiratet. —  Iv.iu  l'etrovich  wohnt 
Berlin-Schm.irgendorf.  Forkenbcek- 
stralie  56a.  Er  wurde  am  31.  De- 
zember in  Budapest  geboren,  ist 
■■liier  jetzt  serbischer  Staatsange- 
liiirigkeit.  Er  ist  ledig.  —  Hans 
Stüwes  Adresse  ist  Berlin-Halcn- 
see.  P.iiilsborncr  Straße  '^.  Stiivve 
wurde  am  14.  .M.ii  in  .Mecklenburg 
geboren  und  ist  mit  einer  Bulga- 
rin vermählt.  —  Gustav  Fröhlich 
wohnt  Berlin  -  Steglitz,  Orleans- 
straße  4.  Er  wurde  am  21.  März 
in  Hannover  geboren  und  ist 
ledig.  —  Nein,  Rudolf  Klciii- 
Itoggc   ist   nicht   verunglückt. 

Ursel  aus  Hannover:  Otto  Gebühr 
fihut  zur  Zeit  in  Tenipelliof  ..Sc;ipa 
l'low".  —  Jlir  Wunsch  ist  vor. 
gemerkt. 

,,Riesengebiree":    Wir   pnipfehlen 

Ihnen,     das    Manuskriid      in     Form 

eines    kurzen    Exposes    :in    die    dra- 

iii.ilurgische      Ableiliing      der     Ufa, 

Iierlin    SW    68,    Kochstr.ißc   6—8,   zu 

senden.       —       F;iis;ibetli     Bergners 

Adresse    ist    Berlin-Dahlem,    F'ara- 

dayweg   15. 

Der    neue    Otto    Gebühr-Film    ist    kein    historischer 

isNi    i>t    verheiratet.      Er    ist    in    erster    Linie    bei    der 

Christi.ins    ist    Wienerin,    seit    ungefähr    zehn    Jah- 

.iiich     bei     der    Sprechbiiliiie.    trägt    ihren    richtigen 

Antogr.imme.       Ihr    G.ittc.    Dr.    von    .Miiller, 

Cbri>Ii.ins    hat 'vor    kurzem    die    .\ufn:ilimeii 


Bert    Sp.,    Emden: 

Film.   —    Alcx.iuder    .Mi 
.S|)re<libüliiic.    —    M;idy 
reii      beim      Film.      i>l 
.N'amen,     gibt 
Film.       .M.idy 


ist    nicht    beim 
;u    ihrem   ersten 


ist  o,,t  Alirr  ..; 
war  Licii  Dcver;: 
G. 


immer    die 

ailressiertcs    HuckkiiMTl 


Tonfilm  ..Nur  dich  li.ib'  ich  giliebt"  beendet.  —  Ch.irles  Vanel  ist  F'ran- 
zose.    vpii.|te    in    lii'iu    gcii.inntcn    Film,    gibt    .\utogramme. 

Film-Ruth  aus  Düsseldorf:  Gerda  Maurus'  neuester  Film  heißt  ..Hoch- 
verrat". —  Iwan  l'etrovich  arbeitet  augenblicklich  an  dem  Tonfilm  ,,Es 
gibt  eine  Fr;iu,  die  dich  niemals  vergißt".  J;ivvohl,  beide  Künstler 
lesen  d.is  ..Film-.M.ig.iziii".  Gerda  M;niriis  treibt  viel  .Sport,  ist  eine 
große    Blumeiifrciiiidiii    und    niigefäbr    so    ;'lt.    wie    Sie    gedacht    h.iben. 

Arnold  H.,  Waldemar  A.,  Magdeburg:  Der  neueste  Eddie  Polo-Film 
licißi  ..(icheimpolizisten".  —  Mit  .Mary  Astor  ist  kiirzlich  ein  Film 
..Krimiu.ilk.n  aliere"    (Kojif    hoch.    Baby!)    herausgekommen. 

,,Scampolo":  Sie  Ii.iben  recht.  Bichard  Tauber  ist  geschieden.  — 
Emil  J.innings  vv;ir  früher  mit  Hann:i  ){;ilph  und  dan.ich  mit  Lucie 
Hoflich  verlicir;itet.  —  Die  ll.iupIroUe  in  dem  betreffenden  Film  spielte 
Maria  Jacobini.  —  Gerda  M.iurus  wohnt  in  Berlin-Steglitz.  Tliürw;ildscn- 
slr.-ilie    2.'i.   —    Fred    Louis    la'rcli    und    (Jrete    Beinwald    sind    ledig. 

E.  L.,  Berlin:  W;inn  Grel.i  G.-irbo  einmal  nach  Deutschland  kommt, 
wissen  wir  leider  auch  nicht.  —  Viggo  Larsen  tritt  jetzt  in  Varietes  auf. 
—  Fern  Andra  befindet  sich  zur  Zeit  in  .Amerika.  —  Lya  de  Piitti  ist 
Uürzlich  mit  dem  Film  ,,Die  Xacht  nach  dem  A'crr.it"  an  die  Oeffcnt- 
lichkeit    gcireten.      Sie    ist    wieder    luich    England    abgereist. 

Elisabeth  B.,  Königsberg:  Fritz  Lang  ist  :im  besten  durch  die 
IJf.i.  Berlin  SW  6s,  Kochktraßc  6—8,  zu  erreichen.  Ja,  er  liest  alle 
seine   Briefe   selbst. 


Schon  ein  Jahr,  be- 
vor Max  Reinhardt 
sich  auf  das  Aben- 
teuer einließ,  zwei  Filme 
zu  drehen,  hatte  es  die 
Bioskop  verstanden, 

Alexander  Moissi,  den 
damals  beliebtesten  al- 
ler Berliner  Schauspie- 
ler, für  den  Film  zu  ge- 
winnen. 

Alles,  was  damals  in 
der  Berliner  Literatur 
Namen  hatte,  schrieb 
ganz  plötzlich  Filme, 
ohne  eigentlich  sehr  viel 
davon  zu  verstehen.  Un- 
ter den  wenigen,  die  be- 
griffen, wie  ein  Film- 
manuskript auszusehen 
hatte,  befand  sich  auch 
Adolf  Paul,  der  für 
Moissi  und  seine  Gattin 
Johanna  Terwin  ein 
richtiggehendes  Film- 
manuskript  verzapfte. 

Es  war  eine  Panta- 
lone  -  Komödie  ,,Das 

schwarze  Los",  deren 
Aufnahmen  in  Neu- 
babelsberg vor  sich  gin- 
gen, in  jener  Urzelle 
der  heutigen  großen  An- 
lage, die  klein  und  be- 
scheiden neben  den  Rie- 
senbauten   steht. 

Moissi  faßte  recht 
schnell  Fuß  im  Film. 
Hanns  Heinz  Ewers,  der 
damals  für  die  Bioskop 
tätig  war  und  der  eine 
Anzahl  recht  geschick- 
ter Filmmanuskripte  ge- 
schrieben hat.  entwarf 
für  Moissi  einen  großen 
Abenteuerfilm  ,,Die 

Augen  des  Ole  Brandes", 
worin  die  damalige  Dar- 
stellerin des  Puck  aus 
dem  ,, Sommernachts- 
traum" des  Deutschen 
Theaters,  ein  junges 
Fräulein  Grefe  Berger, 
diePartnerinMoissis  w\!  •■. 
Als  ein  paar  Jahre  sp,^ 
ter  Hans  Land  den  Ver- 
such machte,  aus  Goe- 
thes ,, Dichtung  und 
Wahrheit"     einen     Film 

zurecht zuschneiden, 
wurde  die  Hauptrolle  an 
Alexander  Moissi  über- 
tragen, der  den  jungen 
Goethe  darstellte,  was 
zum  Protest  aller  gut- 
gesinnten Leute     führte 

Alexander  Moissi  ist 
noch  in  vielen  anderen 
Filmen  zu  sehen  ge- 
wesen, ohne  daß  es  ihm 
gelang,  in  die  erstf 
Reihe  der  eigentlichen 
Filmschauspieler  aufzu 
steigen,  als  \\  eiche  seini 
Kollegen  von  den  Reii 
hardt-Bühnen,  EmilJai. 


Canülla  Hörn  und 

Alexander  Moissi 


vUüm'ifä 


nings,  Werner  Krauß, 
Conradt  Veidt,  schon 
damals  anzusehen  waren. 
Man  hat  Moissi  zu- 
letzt in  einer  Verfilmung 
von  ,, Figaros  Hochzeit" 
vor  sieben  Jahren  auf 
der  Leinwand  erblickt 
und  vermißte  ihn,  den 
Gastspiele  in  alle  Welt 
führten,  sogar  längere 
Zeit  auf  der  deutschen 
Bühne. 

Im  vorigen  Jahre,  als 
der  Tonfilm  schon  auf 
einige  Erfahrungen  zu- 
rückblicken konnte,  ge- 
lang es  den  rührigen 
Warner  Bros.,  Alexan- 
der Moissi,  der  sich  ge- 
rade in  New  York  be- 
iand,  zur  Übernahme 
einer  Tonfilmrolle  zu  ge- 
u  innen.  Am  Broadway 
hatte  soeben  ein  Spek- 
takelstück „Die  Königs- 
loge" großen  Erfolg,  das 
sich  bei  näherem  Zu- 
sehen als  nichts  weiter 
entpuppte  als  eine  Be- 
-vrbeitung  von  Alexander 
Dumas'  vielgespieltem 
\  irtuosenstück  ,,Kean". 
Dieser  in  Coney  Is- 
land aufgenommene  Ton- 
film wurde  durchweg 
mit  deutschem  Dialog 
gefilmt.  AlexanderMoissi 
hat  darin  nicht  weniger 
,ils  den  Hamlet-Monolog 
/u  sprechen,  während 
außer  ihm  noch  seiner 
Partnerin  Camilla  Hörn 
größere  Sprechab- 

schnitte anvertraut  sind. 
Alexander  Moissis 

Bühnenruhm  resultiert 
aus  der  Tatsache,  daß 
er  einer  der  besten 
und  beliebtesten  Spre- 
cher der  Szene  war. 
Diese  Sprechkunst  geht 
bei  ihm  so  weit,  daß  ihn 
sehr  viele  weniger  als 
Schauspieler  denn  als 
Rhetor  gellen  lassen 
wollen.  Die  Annahme, 
daß  sein  Organ  für  den 
Tonfilm  besonders  ge- 
eignet sein  müsse,  hat 
sich  leider  als  irrtümlich 
herausgestellt.  Augen- 
blicklich ist  das  Mikro- 
phon noch  nicht  im- 
stande, der  allzu  nu- 
ancenreichen Sprache 
Moissis  in  entsprechen- 
dem Maße  zu  genügen. 
Deshalb  ist  der  Tonfilm 
,,Die  Königsloge"  wohl 
ein  interessantes  Expe- 
riment, aber  er  verrät 
nicht,  ob  in  Alexander 
Moissi  dem  Tonfilm  ein 
großer  Sprecher  und 
Darsteller  erstehen  wird, 

in  ,, Königsloge" 

Plwt.  \\  urner  ßros. 


Filmlreund  Richard  H.,  Berlin:  Ariios  Ppterson  wolint  Berlin  W.  Kiir- 
fiiislciKl.Mfrim  19').  \Villicliii  HoiiiIdw  Uerliii  \V  62.  I.iilzow  ufcr  ;i.i.  (Jirl:! 
N'i?.scii  ist  (liiirh  die  l'ox-Studios.  1101,  No.  Western  Avenue.  1Ii)II.v\V(iim1. 
K.il.,  rs.\..  Kdilie  l'iilo  durch  die  Deniselie  l.'nivers.il.  Uerliii  W  S.  M.uiit- 
slr:>ße   «2,   zu    errcielien. 

Kaschy:  Versuchen  fiie  nur,  ein  Filin- 
exposc  .•Miszu.irlii'ilen!  Xnr  «ehen  Si(? 
sich  keinen  lloftnnnuen  hin.  d.tU  Sie  so- 
fort den  soccn.-uinlen  ..Kroljen  Sclil.i-r  ' 
tun.  Ks  ist  nicht  s(i  leiclit.  ein  l-'ilni- 
irLiiiuskripl  zu  schreiben  und  zu  ver- 
k:iufeii. 

Julius  St.,  Rumänien:  Vür  ein  Kilu  - 
ni.inMsl>rii't  wird  je  nach  ijuaiit.it  und 
dirii  Knf  des  .\ut(irs  viin  iWM  .M.irk  al> 
uezahll.  —  Kniil  .lanniiifis  wohnt  lierlin- 
tlrunew.ihl.  l>i>ll)ruckstralie  L>7.  Kr  spielt 
.lUKeiihlicklich  die  Hauptrolle  in  dem 
l  fa-Kilui    ..Her    l>l,iue    Kn^el". 

Filmfrcund  Josef  G.,  Hagen:  Nein,  es 
ist  nicht  notwendiii.  d.iU  ein  Filnist.ar 
vorher  eino  Kilnischulc  besucht  hat. 
Kr'ini  I''ilni  entscheidet  iiunier  il;is  T.i- 
li'Ut.  -  Her  'ronfilni  wird  den  sluiuiuen 
l'ilin  n;inz  sicher  nicht  verdrängen.  — 
.lenny  .lu^o  kam  \  or  nnnclälir  acht 
.lahren  durch  einen  Filnifriclini.uin 
zum    h'ilm. 

F.  A.,  Aachen:  Lya  Mara  ist  nncli 
imnuT  in  .\merika.  Wann  sie  zuritcK- 
komnil.  ist  unlieslimnit.  —  .lackie  Coo- 
jcan  wird  sicher  auch  wieder  filmen.  — 
J)ie  .\dii-sse  der  Ufa  ist  Herlin  SW  (is. 
KochsiralJe  (1 — '*.  —  Willy  Fritsch  \\  urde 
;im    27.    .laiiuar    in    Kalouilz    neluireii. 

Lilian  Harvey-Verehrer,  Düsseldorf: 
I.iii.in  ll.uiivs  neuester  Film  hcilJt 
..l.iehesw.ilzei-''.  .la.  er  ist  ein  Ton- 
film. J)ie  Kiinstlerin  ict  eine  {croi'"' 
Mlumenfreniidin  und  liciht  in  ihren 
freien  Siuiiden  sclir  vii-l  Sport.  Sic 
;;ibl    A  uIoiir;mime. 

Priska  P.,  Cleve:  Der  Partner  von 
I.y.i  .M.ira  iii  ..Das  tanzende  Wien"  war 
der  Amerik.mer  Hen  J>yon.  —  Fred 
I.ouis  l.erch  wolint  Berlin  W',  KeK<'ns- 
l)ur;;er  Sir.iUe  II.  wurde  am  •-'8.  .Miirz 
in  Krnsdorf,  Oesterreich,  gehören  und 
spielte  11.  a.  in  ..VersicKelle  Lippen'  . 
,.I)ie  kleine  Skhivin",  ,,l!ulschh.ihrr\ 
..(iroljst:idlschnieiterlinK',  ..Mary  l.ou ". 
..Spiel  um  den  .M.uin",  ...Schw.irzw.ild- 
mädel'.  —  l.'olf  \  on  (ioth  wcdiiit  Heiiiu 
SW.  ll.illesches  Ifer  lV.,  t)skar  .Maiion 
Iterlin    \\  .    Kui  fiirstcnilamm    1  lu. 

Alexander  ScU.,  Köln:  W  Clin  Sic  Filmopcr.ilcur  werden  wullcii.  so 
cmiifchlen  wir,  sich  ;in  den  Kliili  der  K.imcralciilc.  I{crlin-.ste«|jiz.  Fciier- 
h.ichstr.iUe   '_'l,    zu    wciulen. 

GerJy  H.  aus  Dresden:  Wal'hcr  SIezak  wohnt  H 'rlin-Frieden.-iii.  Stier- 
straUe  ll-l.'i,  und  li.it  am  ;).  .\l.ii  (iehiirtstiig.  Ciaire  I'ommers  .\dri'sse 
ist  Herlin-Schönchern.  iunshrucker  Slr:iUe  18.  l)i<'  Kiinstlerin  hat  :im 
7.  Dezember  tH'hiirtst.i«.  —  Kriisl  Vcrehcs  erblickte  am  f>.  Dezember  das 
I.icht  der  Welt  und  ist  am  besten  diiich  die  .A.if.i.  Hcriin  SW  Is.  Fricd- 
richsiraUe  2i':i.  zu  errcielien.  —  (irele  Wcimvald  wohnt  Ucrliii  W.  IU'Kcus- 
burncr  .Stralh-  11.  und  hat  am  2;').  Mai  (ioburtstaK.  —  Wann  l.y.i  .Mar  i 
wieder  nach  llciitschland  kommt,  ist  noch  nicht  bekannt.  Ja,  auch  ihr 
(iatte    l"ricdri<'h    Zi-Iiiik    ist    in    Amerik.'i. 

Rudolf  Z.,  Leipzig:  .Sie  iii"ineii  Ly;i  Eibonsehülz  in  dem  Otto  (iebiihr- 
Film  ..Die  keusche  Kokotte".  Die  Kiinstlerin  ist  mit  (all  X'cspermaiin 
verheir;ilct    und    silit    .\utoijratnme. 


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uns  bekannt,  ist  die  Künstlerin  geschieden. 
:  Evelyn  Holt  wohnt  Berlin-Charlotteiiburg, 
AutoKramino  und  ist  eine  große  Blumen- 
Franz  N.,  Luzern:  Mady  Christians 
wohnt  Herlin-t'harlottenburg,  Bismarck- 
str.ilJc  67.  Sie  wurde  .im  19.  Januar  in 
W  icn  ^teboren  und  ist  mit  Dr.  von  Mül- 
ler verheiratet.  .Sie  ist  seit  mehr  als 
1(1  Jahren  beim  Film.  Ja,  mit  Harry 
l.iedtkc  h.it  sie  :iiich  schon  gefilmt,  und 
zwar  in  den  ..Finanzen  des  Großher- 
zogs', im  ...Mienteurer",  in  ..Der  Manu 
ohne  Xamen''  usw.  —  Willy  Fritsch  gibt 
AutOKranime.  —  Bildkarten  erhalten  Sie 
durch  den  Verlag  der  ..Illustrierten 
FiliinvoclK'-',  Berlin  SW  68,  Kochstraße 
Xr.  6 — S.  —  I.iiigi  Scrveiiti  wohnt  Ber- 
lin-Friedenan,  Sentasslr.iße  4.  Ein  Mo- 
nats.'ihomc'niciil  .luf  d:is  ..Film-Migazin" 
kosiet    I.7.-I   .M. 

Ramon  Novarro  -  Liebhaberinnen:  Ja, 
;iuch  wir  glauben,  d.ili  K;imon  Xovarro 
ca.  1.7(1  m  groll  ist,  wissen  ."iber  leider 
selbst  nicht,  wieviel  er  wiegt.  Aber 
daß  er  fleißig  filmt  und  fast  jeden  Sport 
mit  gleicher  Liehe  und  Vollendung  bc- 
treilii.  glauben  wir  Ihnen  sagen  zu 
kfinnen. 

Elisabeth  Bergner-Verehrerin  Sofie  M., 
München:  Elis.iheth  Bergner  wolint  Ber- 
lin-Dahlem. Faradayweg  15.  Sie  gibt 
.Vutogi.iiiime.  Versuchen  Sie  ruhig  noch 
einmal  Ihr  Heil.  Xcin.  nicht  mit  Dr. 
Paul  Czinner  verheiratet,  sondern  ledig. 
Kill  neiiiT  l-'ilni  mit  der  Künstlerin  ist 
bis  jetzt  noch  nicht  angekündigt.  Elisa- 
beth Bergner  tritt  augenblicklich  im 
..Seltsamen  Zwischenspiel"  an  der  Ber- 
liner   Sprechbühne    auf. 

Hildegard  Seh.,  Berlin:  Lya  de  Putti 
ist  wieder  ii.ich  Loiiden  abgereist  und 
wohnt  dort  im  Savoy-Hotel.  —  Emil 
.laiiniiigs  h.it  seine  -Adresse  in  Berlin- 
Crunewald.  IH-Ibriickstraße  27.  —  Lien 
Deyers  ist  am  sichersten  durch  die 
Deutsche  Iniversnl,  Berlin  W  8.  Mauer- 
stralie  »2,  zu  erreichen.  —  Huc  Bild- 
wimsche  sind  vorgemerkt.  —  Brigitte 
Helm    filmt    wieder    bei   der    Ufa. 

B.     97092:      Betty      Bronson     wohnt     in 
Bevei'ly-Hills.       Hollywood,     Kalifornien, 
l'S.V..   ujid  wurde   in  Trenton.  US.\.,   ge- 
liorcn.      Sie    gibt     .Autogramme. 
.Vlbert    P.iulig    wolint    Berlin    W  lä,    Duis- 


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:iusschri-ibcii  ist  nicht  vom  Kauf  von  .Sclmiuck  .ibhängig.  sondern  jeder 
k.iiin  sich  beteiligen.  Als  Preise  sind  Schmuckstiickc  im  Werte  von 
Ü.M.  liMloo. —  rinsgesetzt  derart,  daß  die  Preise  (der  größte  betrügt 
l'M.  l.'iiiii. — )  in  der  Form  von  (Gutscheinen  ,'insgcgeben  werden,  für  dit; 
die  Fachgeschiifte  des  Schmuckh.'iiidels  nachher  im  entspreclienden  Be- 
tr;ige  Schmuck  nach  W;ilil  des  Preisträgers  liefern.  Jeder  Preisträger 
kann  sich  .also  selbst  den  Schmuck  wiihlcn,  der  ihm  am  besten  zusagt. 
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Das  „Film-Magazin  vereinigt  mit  Film  weit"  erscheint  einmal  wöchentlich.  Bestellungen  in  allen  Scherl-Filialen,  Buchhandlungen  und  bei  der  Post  lt.  Postzeitungsliste. 
Bezugspreis  Mk.  1.75  monatlich.  Anzeigenpreis:  35  Pfg.  die  30  mm  breite  mm-Hfihe.  —  Seitenpreise  und  Rabatte  nach  Tarif.  —  Postscheckkonto:  Berlin  NW  7,  Nr.  3111.  — 
Hauptschrillleitung:  Alfred  Rosenthal  (Aros|.  Verantwortlich  für  die  Redaktion:  Arthur  Schetter,  für  den  Anzeigenteil:  A.  Pieniak,  sämtlich  in 
Berlin.  Für  Redaktion  und  Verausgabe  in  Osterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  1.  Domgasse  4.  —  Nachdruck  nur  unter  Quellenangabe  gestattet.  Unver- 
langte   Einsendungen    werden    nur    zurückgeschickt,  wenn  Porto  beiliegt.    —    Verlag  und  Druck:    August    Scherl    G.  m    b.   H.,  Berlin  SW  58,  Scherlhans 


fcÄ 


Kein  Mensch  will  heutzutage  die  Zeitung  ent- 
behren, denn  sie  sagt  ihm,  was  in  der  Welt 
vorgeht.  Jeder  wünscht  heute  im  Kino  eine 
Wochenschau  zu  sehen,  denn  sie  zeigt  ihm,  was 
sich  in  den  letzten  Tagen  ereignete.  Wie  Schnel- 
ligkeit und  Zuverlässigkeit  internationaler  Be- 
richterstattung das  Charakteristische  der  Zei- 
tungen von  Weltruf  sind,  so  sind  diese  P'igen- 
schaften  gleichfalls  Merkmale  der  unübertrefl- 
lichen    drei    großen   Wochenschauen  der  Ufa. 

in  Verbindung  mit  dem  weltumspannenden  Nachrichtendienst  der  Netro-Goldwyn-Nayer 
in  Verbindung  mit  dem  weltumspannenden  Nachrichtendienst  der  Paramount-News 


f» 


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VEREINIGT  MIT 


Berlin,  8.  Dezember  1929 


PRE/S  : 


Nummer  49 


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M^/ilCrUEUSTE 
I  Dfö  TAGES 


UFA-WOCHENSCHAU 


in  Verbindung  mit  dem  weltumspannenden 
Nachrichtendienst  der  Netro-Goldwyn-Mayer 


DEUUG-WOCHE 

in  Verbindung  mit  dem  weHumspannenden 
Nachrichtendienst  der  Paramount-News 


OPEL-WOCHE 


DIE3  WOCHENSCHADEN 

DER  UFA 


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:^ 


OriA    [^ARLO 

im     '    laton-rilni     ..?^U-loaitt     de*    r  lerzeii 
Phot.  Via 


riwa^Ba 


Das  schöne   Ungarland,  für  dessen  landschaftliche  Struktur 
der  Dichter  Leo  Greiner  einmal  den  Ausdruck  „melan- 
cholischer  Steppengesang"   gefunden   hat,  bildet   wieder 
den  Hintergrund  eines  Filmes  mit  Dita  Parle  und  Willy 
Fritsch,  die  schon  mit  der  ,, Ungarischen  Rhapsodie"  einen  inter- 
nationalen Erfolg  verzeichnen  konnten.    Diese  Geschichte  eines 
Dienstmädchens   und    eines   Bauernburschen,    der   seine   Militär- 
jahre   in    Budapest    verlebt,     ist     wahrhaft     eine    Melodie    des 
Herzens,  die  in  melancholischen  Molltönen  harft.    Willy  Fritsch 
ist  längst  über  die  Zeit  hinaus,  da  er  der  jugendliche  Bonvivant 
und    der    hübsche    Liebhaber     war,     dessen    Liebenswürdigkeit 
stets    siegreich    durchdrang.      Er    hat    schon    in    seinen    letzten 
Filmen    bewiesen,    daß    er    ein    Charakterdarsteller   von   Format 
ist,  der  eine  Rolle  klug  und  überlegen  aufzubauen  versteht  und 
der    feinste    seelische    Regungen    in    die    plastische    Form    der 
Gebärde  zu  bringen  versteht.    Der  internationale  Film  weist  nur 
wenige      jugendliche      Darsteller      auf, 
denen    das    Talent    gegeben    ist.    Ge- 
fühltes    sichtbar     werden     zu     lassen. 
Deshalb  sind   ja   auch  Filme,   in   denen 


Oben:  Willy  Frilsch  und  Anni 
Mewes.  Im  Kreis:  Willy  Frilsch 
undDitaParlo.  Unten :  WillyFrilsch 


.,. 


Fritsch  spielt,  stets  individuelle  Schöpfungen.  Die  Zahl  der 
Themen,  die  dem  Film  zur  Verfügung  stehen,  ist  kaum  größer 
als  beim  Theater,  für  welches  Gcrard  de  Nerval,  der  ,,Faust"- 
übersetzer,  die  achtundzwanzig  dramatischen  Situationen  als 
verwendungsinöglich  beschrieb.  Aber  auch  eine  ganz  all- 
tägliche Liebesgeschichte,  das  Schwanken  eines  Mannes 
zwischen  zwei  Frauen,  kann  eine  künstlerische  und  dabei 
spannende  Form  erhalten,  wenn  sie  von  Schauspielern  wieder- 
gegeben wird,  die  sich  ihrer  Rolle  mit  innerer  Anteilnahme 
nähern.  So  steht  neben  Fritsch  die  junge  Dita  Parlo,  die 
schon  in  ,, Heimkehr"  den  Reichtum  ihrer  Begabung  bewies 
und  die  auch  diesmal  leise  und  verhalten  durch  das  Bild 
geht.  Unterstützt  wird  die  Psychologie  der  Vorgänge  diesmal 
noch  durch  das  Wort,  denn  ,, Melodie  des  Herzens"  ist  ein 
Ufaton-Film,  der  die  große  Entdeckung  der  tönenden  Lein- 
wand für  seine  besonderen  Zwecke  zu  benutzen  versteht. 
Eine  Anzahl  bei  uns  unbekannter  ungarischer  Darsteller 
gibt  dem  Film  außerdem  noch  das  notwendige  Heimats- 
kolorit. Die  Regie  führte  wieder 
der  im  ungarischen  Milieu  bewährte 
Hanns  Schwarz,  die  musikalische 
Leitung       Werner      R.      Heymann. 


Oben:Dita  Parlo  und  W  Uly  Fritsch. 

Daneben :  Dita  Parlo.  Unten :  Gero 

Maly  und  Janos  Körmendy 

i'iwi.  r/fl 


zurechtfinden  und  nicht 
selten  damit  allerlei  Un- 
heil anrichten,  dem  sie 
selbst  in  der  Regel  nur 
wie  ein  Wunder  ent- 
gehen. Solche  Typen  sind 
die  geeigneten  Objekte 
für  groteske  und  komi- 
sche Filme.  In  London 
hat  man  jetzt  einen  Film 
gedreht,  der  einen  sol- 
chen Erfinder  und  seine 
Taten  unter  die  kritische 
Lupe  nimmt.  Der  junge 
Erfinder  fliegt  zwar  mit 
seiner  ersten  Maschine 
in  die  Luft,  fliegt  aus 
einer  Spielwarenhand- 
lung heraus,  wo  er  als 
Verkäufer  das  Anban- 
deln mit  reizenden  Käu- 
ferinnen netter  als  den 
Dienst  findet,  aber  er 
läßt  nicht  von  seiner 
Marotte.  Walter,  so 
heißt  der  junge  Mann, 
hat  nichts  anderes  als 
einen  Tank  konstruiert, 
den  er  dem  Kriegsmini- 
ster vorführen  will,  und 
dessen  Bekanntschaft  be- 
absichtigt er  durch  eine 
reizende  junge  Dame, 
die  Sekretärin  eben  des 
Ministers,  zu  machen. 
In  dieser  Zeit  wird 
Haghi,     der     König     der 


ACHrUNCTANK 


Seitdem  die  Technik  ungeahnte  Fortschritte  zu  ver- 
zeichnen hat,  ist  das  Heer  der  privaten  Erfinder  ge- 
waltig angewachsen.  Mit  nur  geringen  Kenntnissen 
der  Materie,  aber  mit  einem  gewaltigen  Trieb  zum  Basteln 
ausgerüstet,  glauben  sie,  die  Well  mit  ungeahnten  Erfin- 
dungen verblüffen  zu  können.  Natürlich  versuchen  sie  sich 
an  den  ungeeignetsten  Objekten  und  übersehen  in  ihrem 
Spieilrieb,  daß  ein  praktischer  Zweck  damit  gar  nicht 
erreicht  werden  kann.  Solche  Erfinder  sind  Harold- 
Lloyd-Naturcn,  die  sich  in  ungeahnte  Abenteuer  stürzen, 
weil    sie     sich     inmitten     ihrer    Apparaturen     nicht     mehr 


\ 


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Spione,  auf  ihn  aufmerk- 
sam und  hetzt  vier  sei- 
ner besten  Leute  auf  den 
jungen  Erfinder,  damit 
sie  ihm  die  Erfindung 
abjagen  sollen.  Denn, 
was  Walter  eigentlich 
gar  nicht  mehr  recht 
glauben  wollte:  sein 
Tank  funktioniert  —  er 
funktioniert  zum  Schluß 
sogar  so  gut,  daß  er 
alles  umrennt,  was  ihm 
in  den  Weg  kommt.  — 
Der  Film,, Achtung  Tank" 
gehört  zu  jenen  parodi- 
stisch-grotesken  Filmen, 
die  bisher  nur  in  Holly- 
wood hergestellt  wur- 
den, in  Europa  zwar  vol- 
len Anklang  fanden,  die 
Produktion  aber  nicht 
weiter  anregten.  Es  ist 
ein  toller  Ulk,  der  sich 
um  den  jungen  Walter 
entspinnt,    bestes  Rezept 

der  Harold  -  Lloyd- 
Schule,  aber  weniger 
amerikanisch,  weniger 
aus  dem  Gesichtswinkel 
Kaliforniens  als  aus 
europäischer  Atmosphäre 
heraus  gestaltet.  Das  Be- 
ste und  Wirkungsvollste 
sind  die  zahllosen  komi- 
schen    Einfälle,     für     die 


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Walter  Forde  und  Pauline 

Johnson.  Mitte:  mit  Arthur 

Stratton 


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eine  größere  Anzahl  von  Gagmen  tätig  gewesen  sein  muß 
und  die  ununterbrochen  auf  den  Zuschauer  hereinprasseln. 
Walter  Forde  ist  ein  artistisch  gewandter  Schauspieler, 
der  seinem  Vorbild  Lloyd  noch  durch  eindringlichere 
Charakterisierungskunst  überlegen  ist.  Filme,  die,  wie 
, .Achtung  Tank",  mit  befreiendem  Humor  den  Ernst  des 
Lebens  zu  zwingen  wissen,  sind  in  der  heutigen  Zeit  not- 
wendiger denn  je. 

Das  Thema  ist  neuartig  und  aktuell.  Gerade  in  der 
letzten  Zeit  ist  das  ,,Lied  der  Maschine"  sehr  laut  und 
ein  wenig  feierlich  gesungen  worden.  Es  ist  daher  nicht 
ohne  Witz,  wenn  ein  lustiger  Mensch,  wie  Walter  Forde, 
daherkommt  und  die  Maschinensongs  parodiert.  Die  Satire 
ist  nicht  böswillig,  sondern  übermütig  und  gerade  deshalb  ge- 
eignet, besser  zu  wirken.  Und  Walter  Forde  ist  ein  Komiker, 
dessen  Begabung    eine    erfreuliche  Bekanntschaft  darstellt. 


te 


Qi^c/ut^ 


Ein  wundervoll  feinsinniges 
Spiel.  Die  Geschichte  eines 
kleinen  Mädchens,  das  rei- 
nen Herzens  in  der  Nacht  des  Fir- 
mungstages verführt  wird  und  dann 
freiwillig  aus  dem  Leben  geht,  als  es 
erkennt,  daß  hinter  dieser  hingebungs- 
vollen Stunde  nicht  die  Liebe,  sondern 
nur  die  Gier  des  Augenblicks  stand. 

Von  Robert  Land  ganz  im  Stil  des 
Kammerspiels  gestaltet.  Ein  lyrisches 
Epos  im  Bild.  Eine  rührende  Ge- 
schichte, die  sich  teils  in  dem  lachen- 
den Wien,  im  sonnigen  Prater,  teils 
in  den  wundervollen  Tiroler  Bergen 
abspielt. 

Käthe  von  Nagy  spielt  die  Haupt- 
rolle. Das  kleine  Dorfmädcl,  das  in 
vicrundzwanzig  Stunden  höchste 
Freude  und  tiefsten  Schmerz  erlebt. 
Maly  Delschaft  steht  neben  ihr  als 
sentimentales  Dämchen  aus  irgend- 
einem Freudenhaus. 

Felix  Saiten  lieferte  die  Grundidee 
des  Spiels,  Max  Junk  schrieb  nach 
der  Novelle  das  eigentliche  Buch. 


Siegfried  Arno  --/j 


Jlä(M 


Anny  Ondra,  die  sich  als  „Mädel  mit  der 
Peitsche"  in  die  vorderste  Reihe  der 
europäischen  Darstellerinnen  spielt,  ist  vor 
Jahren  von  Paul  Davidson,  dem  unvergessenen 
Entdecker  so  vieler  Talente,  in  Berlin  beschäf- 
tigt worden.  Aber  sie  konnte  sich  hier  an- 
fänglich nicht  durchsetzen  und  ging  wieder  nach 
Prag  zurück,  von  wo  aus  sie  dem  europäischen 
Film  wiedergewonnen  wurde.  Als  „Mädel  mit 
der  Peitsche"  verhilft  sie  einem  abgebrauchten 
Thema  zum  vollen  Erfolg.  Sie  hat  die  Tochter 
eines  Professors  darzustellen,  der  für  äußerste 
Sittenstrenge  eintritt  und  in  seinen  Ansichten 
reichlich  altmodisch  ist.  Seine  Tochter  Anny 
aber  wird  im  Laufe  der  Handlung  zu  einem 
hypermodernen  Mädchen,  das  an  einer  Schön- 
heitskonkurrenz teilnimmt  und  schließlich  sogar 


errxcr  Fuellerer 


Anny 
Ondra 


k 


auf  die  Bretter  eines  Varietes  gerät,  wo 
sie  in  einer  bacchantischen  Szene  in  allen 
Ehren  vor  dem  verwöhnten  Publikum  be- 
steht. Anny  Ondra  ist  in  diesem  Film 
mehr  als  eine  Humoristin,  sie  ist  ein  ein- 
zigartiges Ensemble  aus  Heiterkeit, 
Scharm,  Drolerie,  Schönheit,  Tempera- 
ment und  Toilettenkunst;  sie  ist  darüber 
hinaus  so  etwas  wie  eine  junge  Massary, 
das  große  Soubrettcntalent  des  stummen 
Films,  bei  dem  man  die  Sprache  in  kei- 
nem Augenblick  vermißt.  Ein  natürliches 
Gefühl  hindert  sie,  in  den  grotesken  Sze- 
nen, da  sie  in  altmodisch-komischer  Ge- 
wandung auftritt,  die  Komik  noch  eigens 
zu  betonen,  wie  es  ihr  Partner  Siegfried 
Arno    manchmal    nicht    vermeiden    kann. 


SPHENG-    inirt 

JUIU 


k 


ei/^  Küinn 


men ; 


Titelhersicllung 


Mit  dem  Drelien  der  Kurbel  oder  dem  Auslösen  des 
Federwerkes  zur  kincmatographischen  Aufnahme 
interessanter,  liandlungsreichcr  Vorgänge  gelten  für 
den  Liebhaber  - —  abgesehen  vom  Schneiden  und  Kleben  des 
Positivs  —  die  schwierigsten  Arbeiten  als  erledigt.  Aber 
mag  der  Film  aus  noch  so  interessanten  Familien-  und  Land- 
schaftsaufnahmcn  zusammengesetzt  sein,  niemals  wird  er  bei 
der  Vorführung  vollständig  befriedigen,  wenn  der  innere  Zu- 
sammenhang, der 
durch  die  erläu- 
ternden Texte,  ,, Ti- 
tel" genannt,  gege- 
ben werden  könnte, 
fehlt.  Mit  Hilfe  der 
Titel  kann  man 
selbst  aus  den  ,, ge- 
mischtesten" Gele- 
genheit sauf  nahmen 
noch  einen  einiger- 
maßen brauchbaren 
kleinen  Vorfüh- 

rungsfilm herstel- 
len, wenn  die  Tex- 
tierung  geschickt 
durchgeführt  wird. 
Allerdings  sollte 
man  sich  möglichst 
daran  gewöhnen, 
zusammenhängende 
Szenen  nach  einem 
Manuskript  zu  dre- 
hen, in  dem  an  ge- 
eigneter Stelle  be- 
reits die  Titeltexte 
vorgesehen  sind. 
Wer  über  eine  ge- 
nügend starke  Geld- 
börse verfügt,  kann 
die  Anfertigung  der 
Titel  von  einem 
Fachgeschäft  aus- 
führen lassen,  das 
beim  16-Millimetcr- 
Schmalf  ilm  die  Vor- 
lage gewöhnlich  mit 
einer  Mark  und  je- 
des Meter  Film  mit 
0,40  bis  0,60  *'.ark 
in  Rechnung  stellt. 
Wesentlich  billiger 
kommt  man  zu  den 

Zwischentexten, 
wenn  man  die  Titel 

selbst  herstellt.  Das  erfordert  zwar  einige  Erfahrungen  und 
Vorbereitungen,  die  sich  jedoch,  wenn  man  sie  erst  einmal 
kennengelernt  hat,  unbedingt  lohnen. 

Die  Vorlage  fertigt  man  am  besten  auf  einem  möglichst 
glatten,  weißen  (nicht  gelblichen)  Zeichenkarton  durch 
Schreiben  mit  einer  breiten  Feder  an.  Die  Größe  des  Ent- 
wurfs muß  dem  vorhandenen  Objektiv  des  Apparates  an- 
gepaßt  werden    und    ist    in   fast    allen    Abteilungen    für   Auf- 


Ansicht  der  Filmführung  in  der  Kodak-Kamera  „B".  Ucr  zur  Herslellung  verwendete 
Posilivfilm  wird  genau  so  eingelegt  wie  der  Umkehrfilm.  —  Unten:  Einseitige  Beleuch- 
tung der  Vorlage   ergibt  sclilechte  Titel,    bei  denen  die  Schrift  zu  verschwinden  scheint 


nahmcapparate  vorgeschrieben.  Beispielsweise  beträgt  die 
Formatgröße  für  die  Kodak-Modelle  24  mal  33  Zentimeter. 
Um  bei  der  Einstellung  des  Bildfeldes  nicht  durch  sich  leicht 
einschleichende  Abweichungen  überrascht  zu  werden, 
empfiehlt  es  sich,  das  vorgeschriebene  Format  für  die  Be- 
schriftung an  jeder  Seite  noch  um  etwa  drei  Zentimeter  zu 
verringern,  so  daß  die  benutzbare  Fläche  für  die  angegebene 
Größe   18   mal  27  Zentimeter  beträgt.     Will   man   die  Texte 

durch  eine  gezeich- 
nete Umrahmung 
einfassen,  so  trägt 
man  diese  auf  einen 
geeigneten  Bogen 
auf  und  schneidet 
dann  die  Innen- 
fläche heraus.  Da- 
durch entsteht  nach 
Aufheften  auf  ei- 
nem Reißbrett  eine 
Art  Wechselrah- 
men, in  den  die 
verschiedenen  vor- 
bereiteten Schriften 
eingeschoben  wer- 
den können. 

Als  Aufnahme- 
material läßt  sich 
selbstverständlich 
der  übliche  16-mm- 
Umkehrfilm  ver- 
wenden, der  jedoch 
—  wie  üblich  - — 
zur  Entwicklung  in 
ein  Fachgeschäft  ge- 
geben werden  muß. 
Die  Belichtungszeit 
kann  hierbei  ver- 
hältnismäßig kurz 
sein,  um  eine  mög- 
lichst harte  Schrift- 
zeichnung zu  erhal- 
ten. Da  bei  dem 
Umkehrfilm  die  Ko- 
sten der  Verarbei- 
tung schon  beim 
Einkauf  des  Roh- 
materials entrichtet 
wurden,  werden  die 
damit  angefertigten 
1  itel  ungewöhnlich 
teuer.  Teurer  je- 
denfalls als  die  in 
Auftrag  gegebenen 
Titel,  da  ein  Meter  Umkehrfilm  etwa  eine  Mark  kostet. 
Außerdem  haben  die  nach  dieser  Methode  hergestellten 
litel,  wenn  die  Umkehrung  durchgeführt  wird,  den  Nach- 
teil, daß  sie  in  schwarzer  Schrift  auf  weißem  Grunde  er- 
scheinen und  bei  der  Projektion  infolge  der  Überblendung 
der  hellen   Fläche  nur  schwer   lesbar  sind. 

Billigere    und    bessere   Titel    erhält    man    unter   Benutzung 
des  Agfa-Positivfilms,  der  in  30-Meter-Rollen   geliefert  wird 


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Hamtra 

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Schematische  Darstellung 
bei    der    Benutzung    von 


und  pro  Meter  etwa  0,35  Mark 
kostet.  Hierbei  hat  man  nämlich  ein- 
mal den  Vorteil  des  hart  arbeiten- 
den Aufnahmcmatcrials,  das  gute 
Negativbilder  ergibt,  die  direkt  ver- 
wendbar sind,  so  daß  also  weiterhin 
die  Schrift  weiß  auf  schwarzem 
Grunde  erscheint.  Da  die  Herstel- 
lung mit  diesem  Aufnahmematcrial 
wirklich  gute  Ergebnisse  liefert,  mag 
das  Verfahren  nachstehend  eingehen- 
der beschrieben  werden. 

In  fast  allen  in  Buchform  heraus- 
gebrachten  Anleitungen    über    Ama- 
teurkinematographic   wird   zur  Titel- 
herstcllung     ein    kompliziertes    Auf- 
nahmegestcll    verlangt,    dessen    Her- 
stellung man  zwar  selbst  übernehmen  kann,   das   jedoch  in- 
folge  seines    Ausmaßes   so    umständlich    zu   handhaben    ist, 
daß  es   jeder  nur  ungern  benutzen  wird.     Tatsächlich  kann 
ein  Amateur,  der  nur  gelegentlich  Titel  herzustellen  wünscht, 
darauf  verzichten.     Erforderlich  ist   lediglich  ein   geeignetes 
Brett,  auf  das  die  geschriebenen  Vorlagen  in  der  bereits  ge- 
kennzeichneten  Art   aufgeheftet   werden   sollen.     Außerdem 
ist  der  Besitz  einer   Nitraphotlampe  wünschenswert,    da   er- 
fahrungsgemäß  die   Aufnahme  von  Zeichnungen  bei   gleich- 
bleibender künstlerischer  Lichtquelle  wesentlich  einfacher  ist 
als  bei  Tageslicht.     Denn  letzteres  ist  niemals  so  konstant, 
daß  man  immer  voraussagen  könnte,  welche  Blendeneinstel- 
lung  zur  Erzielung  eines  guten   Bildes   notwendig   ist.     Zur 
Aufnahme   stellt   man   am   besten   das   mit   der   Vorlage  be- 
spannte Brett  auf  einem  größeren  Tisch  lotrecht  auf.     In  der 
Mittellinie  wird  nun  in  entsprechender  Entfernung  und  gerin- 
ger Höhe  (einige  Bücher  drunterlegen)  die  Aufnahmekamera 
aufgestellt.     Bei   der  Einstellung   muß    das   Bild   im   Durch- 
sichtsucher unten  um  etwa  ein  Drittel  abgeschnitten  erschei- 
nen, da  die  Abweichung  des  Suchers  von  dem  tatsächlichen 
Bildfeld  zu  berücksichtigen  ist,  die  bekanntlich  um  so  größer 
ist,    je   näher   Objekt   und   Objektiv   zusammenrücken.      Ge- 
naucrc Angaben  über  den  Abstand  der  Kamera  von  der  Vor- 
lage und  über  deren  Aufstellung  sind  in  allen  den  Aufnahme- 
geräten beigegebenen  Anmerkungen  enthalten.     Da  das  Auf- 
nahmematerial   nur   verhältnismäßig    wenig    lichtempfindlich 
ist,  muß  bei  der  Anwendung  von  nur  einer  Nitraphotlampe 
wenigstens   die   Blende   2,5    oder    1,9   benutzt   werden.      Die 
Nitraphotlampe  selbst  wird  hinter  der  Kamera  so  aufgestellt, 
daß  sie  die  Vorlage  gleichmäßig  beleuchtet.     Jetzt  kann  die 
Belichtung  des  eingelegten  Filmstreifens  mit  dem  normalen 
Federwerk   erfolgen.     Wer  zum    ersten    Male    nach    dieser 
Methode  arbeitet,  entwickelt  am  besten  nach  der  Belichtung 
von  fünf  bis  sechs  Bildern  diesen  kurzen  Filmstreifen,  um  die 


der  Lampenanordnung 
zwei    Nitraphotlampen 


Einstellung  zu  kontroUieren,  Ist  diese 
als  einwandfrei  festgestellt,  so  be- 
lichtet man  zweckmäßig  sofort  alle 
herzustellenden  Titel  hintereinander 
(Auswechseln  im  Wechselrahmen!), 
wobei  erfahrungsgemäß  für  jede  Zeile 
Text  etwa  50  Zentimeter  Aufnahme 
(3  Sekunden  Belichtungszeit)  herge- 
stellt werden  müssen.  Bei  der  Be- 
schriftung der  Vorlagen  ist  eine  klare 
und  deutUche  Blockschrift  anzuwen- 
den, bei  der  auch  die  kleinen  Buch- 
staben noch  wenigstens  zwei  Zenti- 
meter hoch  sein  sollen.  Schreibschrift 
eignet  sich  nur  dann,  wenn  sie  in 
entsprechend  dicken  Strichen  aus- 
führt wird. 


Steht  nur  eine  Nitraphotlampe  zur  Verfügung,  so  lasse  man 
sich  nicht  verleiten,  diese  seitlich  aufzustellen,  da  sich  dann 
beim  fertigen  Titel  die  ungleichmäßige  Ausleuchtung  der 
Fläche  unliebsam  bemerkbar  macht.  Wer  mit  einer  Kamera 
arbeitet,  deren  Objektiv  nur  eine  Lichtstärke  von  3,5  auf- 
weist, muß  zwei  Nitraphotlampen  anwenden,  deren  Aufstel- 
lung in  unserer  schematischen  Darstellung  angedeutet  ist. 

Die  Entwicklung  des  belichteten  Positivfilms  läßt  sich  mit 
einem  hart  arbeitenden  Metol-Hydrochinon-Entwickler  leicht 
selbst  durchführen.  Das  Zelluloidband  wird  dabei  so  um 
einen  Metallrahmen  gewickelt,  daß  die  Schichtseite  nach 
außen  zu  liegen  kommt.  Es  gibt  zwar  Spezialcntwicklungs- 
rahmen  für  diesen  Zweck,  die  jedoch  selbst  in  den  Fach- 
geschäften erst  besonders  bestellt  werden  müssen.  Als  ich 
einen  solchen  Rahmen  für  meine  ersten  Versuche  vor  meh- 
reren Jahren  nicht  sofort  bekommen  konnte,  entschloß  ich 
mich  nach  kurzer  Überlegung  dazu,  einfach  einen  großen  Ein- 
legerahmen aus  Blech  zu  benutzen,  wie  man  ihn  z.  B.  zur 
Formatverkleinerung  der  Plattenkassetten  von  13  mal  18 
Zentimeter  auf  10  mal  15  Zentimeter  in  jedem  Photogeschäft 
für  wenige  Pfennige  erhält.  Mit  diesem  Rahmen  hatte  ich 
mich  schon  nach  kurzer  Zeit  so  eingearbeitet,  daß  ich  ihn 
—  obwohl  mir  inzwischen  verschiedentlich  andere  Rahmen 
zur  Verfügung  gestellt  wurden  —  bis  heute  zum  Entwickeln 
meiner  Titel  beibehalten   habe. 

Da  man  natürlich  bei  den  hintereinander  aufgenommenen 
Titeln  in  der  Dunkelkammer  niemals  erkennen  kann,  wann 
eine  Aufnahme  beendet  ist  und  die  nächste  beginnt,  kommt 
es  häufig  vor,  daß  ein  Titel  zerschnitten  wird.  Das  ist  zwar 
wenig  angenehm,  tritt  jedoch  bei  der  Vorführung  kaum  in 
Erscheinung,  wenn  man  die  Klebestellen  sorgfältig  behandelt. 
Der  angegebene  Entwicklungsrahmen  läßt  sich  mit  etwa  drei 
Meter  Film  bespannen,  so  daß  selbst  längere  Titel  aller- 
höchstens  einmal  ungewollt  zerschnitten  werden.  Und  das 
fällt  praktisch  nicht  auf. 


Querschnitt  durch  das  Modell  des  Uta-Theaters  „Universum"  am  Lehniner  Platz 


le  I 


jJas  fcljöne  J3ilcl—p 


Maschinen  im  Lichtbild 

Wer  als  Liebhaberphotograph  technisch  inter- 
essiert ist  —  und  wer  wäre  das  nicht!  — 
wird  sicherlich  schon  einmal  mit  mehr  oder 
weniger  großem  Erfolg  den  Versuch  gemacht  haben, 
Maschinen  auf  die  Platte  zu  bannen.  An  sich  müßte 
das,  günstige  Lichtverhältnissc  vorausgesetzt,  keiner- 
lei größere  Schwierigkeiten  bieten.  Denn  schließlich 
ist  die  Maschine  kein  so  sehr  von  der  üblichen  Norm 
abweichendes  Objekt,  daß  man  darauf  nicht  auch  die 
sonst  maßgebenden  Gesichtspunkte  anwenden  könnte. 
Trotzdem  aber  werden  die  erzielten  Ergebnisse  in 
der  Regel  kaum  befriedigen,  da  meistens  die  nächst- 
liegenden Vorbedingungen  der  Maschinenphotogra- 
phie  unbeachtet  bleiben.  Es  sollen  hier  keine  abge- 
droschenen Regeln  wiederholt  oder  neue  Prinzipien 
aufgestellt,  sondern  lediglich  auf  Grund  eige- 
ner Erfahrungen  gesammelte  Gesichtspunkte  an- 
gegeben werden,  die  von  anderer  Seite  genau  so  gut 
niedergeschrieben  werden  könnten.  Zunächst  muß 
man  bedenken,  daß  bei  fast  allen  Maschinenauf- 
nahmen, die  in  industrieller  Umgebung  gemacht  wer- 
den, auf  künstliche  Lichtquellen  verzichtet  werden 
muß,  so  daß  höchstempfindliches  Plattenmaterial 
Vorbedingung  ist,   zumal  gerade  bei  diesen  Objekten 


Oben:  Maschinenraum  der  Großfunkstation  Nauen 

Voiglttinder   4,5,    Blendr    0,3   auf   Agfa-ExIrarapid-PlaiU,    I    'iik.    Bromsilher 
abzug  ai.j    \  ikho-Mediiiin 

Unten:  Späne 

\  oiglliindfr    4,5,     volle    Blfndenöjfnung.      Haiijj-lltra-Filni,     '/inci    Sekunde. 
Bromsilherafizug   auf    Kodak-Special 

Rechts:  Küchenmaschinen 

Agfa-Kamera    0,1.    1,5   Sekunden    Belirtitungszeil  auj    Agfa-Ulm.    Bromsilher 
abzug  auf   Sihko-Kontrasl 


{ 


Links;  Generalorwicklung 

Optik    Schnfider-nenar    4.5.    Blende    16, 

lieliehlunsszeit       '/ss      Sekunde.       Agfa- 

üxtrarapid.      Gaslichtabzug    auj    Leoaar 

glänzend 

Mitte:  Sinfonie  in  Stahl  und  Eisen 

Mukiiia-I'lniihel    2.9.    Blende    0,     Belirli- 

tiing^zeil      Mjr,      Sek..      PeniU-Plünjäm. 

Ahziifi    auf    Nikko-.Mediiim. 

Rechts:  Prüf  stand  f.  Fahrradreifen 

Makina-Plauhel     2.9.     Blende     4,5.     Be- 
lichtungszeit   'las    Sek..    Perutz-t'lunfilni. 
Bromsiltierahzug  auj  Nikko-Kontrasl 

Unten:  Straßenreinigungswagen 

Miikiwi-Plauhel    2.0.    Blende    fi,3,    Belicli- 

tungszeit      '/:.o     Sek.,      Haufj  ■  Planlilm. 

bromsilbervergröfierung   auj    Sikko- 

Spezial 

Aufnahmen:  Kluth 


oft  sogenannte  „Schatten- 
nesler"  auftreten,  deren 
DurcharbeitunjS  für  den  Er- 
folg der  Aufnahme  nicht 
unwesentHch  ist.  Im  all- 
gemeinen wird  man  mit 
dem  bekannten  Ultramate- 
rial auskommen,  wenn  eine 
Kamera  mit  genügender 
Lichtstärke  zur  Verfügung 
steht.  Allerdings  hat  das 
auch  wieder  den  Nachteil, 
daß  man  auf  Tiefenschärfe 
verzichten  mufJ.  Ein  Nach- 
teil, der  bei  Maschinen- 
aufnahmen besonders  kraß 
in  Erscheinung  tritt,  da 
meistens  scharfe  Konturen 
vorhanden  sind. 

In  einigen  Fällen  wird 
der  Liebhaberphotograph 
aber  auch  auf 
deren  genaue  Ab- 
bildung verzich- 
ten können.  Näm- 
lich dann,  wenn 
ihm  daran  liegt,  ein 
bildwirksames  Mo- 
tiv zu  erhalten,  das 
zugleich  die  Gewalt 
des  aufgenommenen 
Objektes  zum  Aus- 
druck bringen  soll. 
Denn  darin  liegt 
das  Geheimnis  der 
erfolgreichen  tech- 
nischen Aufnahme: 
man  muß  versu- 
chen, den  Sinn  der 

photographierten 
Maschine  durch  die 
Art  der  Aufnahme 
wiederzugeben.  Ka- 
talogmäßige Auf- 
nahmen, die  jede 
Einzelheit,  jedes 
Schräubchen,      jede 


Mutter  und  jeden  Hebel 
einwandfrei  erkennen  las- 
sen, sind  niemals  schön. 
Das  sind  Dokumente,  die 
der  Werksphotograph  an- 
zufertigen hat  und  die  auf 
jeden  künstlerischen  Ge- 
schmack   verzichten. 

Beim       Photographieren 
im    Bau    befindlicher    Ma- 
schinen muß  unbedingt  ein 
rotempfindliches      Platten- 
material   benutzt    werden, 
da    die    Eisenteile   vielfach 
zum   Schutze    gegen    Rost- 
gefahr    mit      einer      roten 
Mennige-Farbe      angestri- 
chen     sind.        Arbeitende, 
sich     bewegende     Maschi- 
nenteile   erfordern    beson- 
dere Vorsichtsmaßnahmen. 
Hierbei    wird    man 
auf    kurze    Belich- 
tungszeit   und    ent- 
sprechende     Licht- 
verhältnisse     nicht 
verzichten    können. 
Allerdings  wird 

vielfach  auch  durch 
Zeitaufnahmen  sol- 
cher Objekte  ein 
nicht  unwirksamer 
Effekt  erzielt,  da 
die  dann  entstehen- 
den verwaschenen 
Konturen  den  Ar- 
beitsvorgang selbst 
sinngemäß  andeu- 
ten. Diese  Anregun- 
gen berücksichtigen 
nicht  die  grundsätz- 
lichen Erwägungen, 
die  jeweils  den  ört- 
lichen Verhältnissen 
entsprechend  auf- 
gestellt werden 
können.      H.  Kluth. 


I 


'S» 


Vmr09  ^  ^  EßßfICWTEN 


„Orientalischer  Markt" 

Allin.    Alfred    Hnnsmaim    nül    App.    Reicker.      Mars- 

Anastigni.    Bl.    7.7.    i.xtra-Rapid-I'l.     '(io    Sek.,    ohne 

Hiljsm.  Celloidin-Papier. 


Linienschiff  „Elsaß" 

Aiifn.    von   Willi.   Seegeharth   mil  .Uelta-Knmera-Objek- 

iiv  4,5.     Blende   IS.     '/.•-    '^'''      '^l'''"r'a-riaü.    Papier 

Olympia-l'o->tkarte 


Aiijn.   1 
l'erutz- 


„Mutter^lüclt" 

'an  t.va   Holz  mil    [iox-Trngor.    'j:,,,  Sek. 


Ralljiiin.      Allgast.      12    ihr. 
l  Wie   glänzend 


Papier: 


„Malerische  Treppe" 


.Aafn. 
Anasl. 


van    Alfred   LngeUiardi    mit    .4gfa-Billv. 
Ivetar.    /■  =  S.S.    Blende  12, i.     'l':,Sek. 


„Napoleon-Studie" 

Aafn.    van    U  ////    Könrniund    mil 

Vaigtl.    Kamera    I  :  4,i.    .Meyers 

Anastigm.  A  =  6,7.   <>X  12.   Agfa-F.xtra-Rapid.   '/.Sek. 

hei  Heimtainpe 

na.  m./Uur 


Jeder  I>cser  ilor  ..Filmweli'  kann  sich  an 
diesem    Wellbewerli    beteiligen. 

Wahl  lies  Motivs,  Größe  und  Art  des  Ab- 
zutros    bleiben    dem   Einsender    überlassen. 

Jeder  Abzug  muß  aber  auf  der  Ruckseite 
folgende  Angaben  enthalten:  Xame  des  Appa- 
rates —  Art  und  Liehlstiirke  des  Objektivs  — 
BIciule  —  rialten-  oder  Filmfabrikat  —  Zcit- 
vunkt  der  Aufnahme  —  Belichtungszeit  —Ver- 
wendung etwaiger  Hilfsmittel  (Gelbscheihe,  Vor- 
satzlinse n.  dgl.)  —  Art  des  für  den  .Vbzug 
verwendeten  Paiürrs  —  genaue  Anschrift  des 
F.insenders  —  ausdriickliche  Erklärung,  daß 
der   Einsender   Photoamateur   ist. 

Rücksendung  der  nicht  prämiierten  Bilder  er- 
folgt nur.  wenn  .ulressierter  rreiumschlag  bei- 
liegt. Nach  Möglichkeit  erfolgt  Veröffentlichung 
der  Bilder.  Die  Entscheidung  dfs  Preisgerichts 
ist  ciidgüllig.  Beschreitung  des  Rechtsweges 
ausgeschlossen.  Einsendungen  sind  zu  richten 
an:  ,,rilmweH"-Pbo(owellbcwerb,  Berlin  SW  68, 
Zimmcrsiraßc   35-41. 


„Fribour^  im  Schnee" 

.Aiijn.     van    .Marcel    Ihirigsail.    lea-Xavar-.Ana- 

sligm.    l  :  ().S.    t  =  10,5.    Agfajilmpark  '/^  Sek. 

Bl.    25.    Oelhjilier.    Agfa-Papier 


„Kaktusbliite" 

Aajnahnie  von  Rad.  Beer  mit  Melta-Kaiiiera. 
Rodenstock-Dopp.-Anast.  I  :  ö.5.  I-  =  /3,5. 
Blende    12,5.    '/^i    Sek.    Oernert-Papier   Ride\. 


„Vorm  Mailänder  Dom" 

Aulnaliiiu  von  Alf  Birn,   Milaiio. 

Wende  l.   Momenlaulnnhme.  Zwei 

Vlir  natiim.    Vesh-I'eriknt 


„Kranlor  in  Danzig" 

Aufnahme  von  Eiifli  Pietel  mit 
\'pil>lländer-Anis-Skoiwr  1  :  4.5. 
AaJa-Cliromo-T/wr.-l'l.  'h,o  Sek. 
Af>l<i-lMf'ei-N(>niial.  (.Mille  ohrn.) 


.\ujni]/iiiie  von  If  .  Jenlsili  mit 
/liss  -  Ikon  -  Stein/itil  L'nojoial 
t  =  4,ö.  Blende  <>.  Haufj-fla- 
vin-l'latle.  '/.-.u  Sek.  ohne  Uell>- 
silieibe.    Papier   Miniosa   \  elolyp 


„Wandertag" 


.Aufnahme    von    Karin    Sieinkirch- 

ner    mit    Agfa    ,,Billv".     Aaa.'it. 

Igetar.      t  =  S,S.     Blende    12.5. 

.Uiinosa-Rollfilni.    '1...-,   Sek. 

Minio\a-Vrlolyii 


Platte   oder   Film? 


Die  namentlich  von  Anfängern  in  der  Lichtbildkunst  häufig 
aufgeworfene    Frage,    ob    das    Arbeiten    mit    Platten    oder 
mit  Filmen  mehr  zu  empfehlen  sei,  kann  nicht  ohne  weite- 
res zugunsten  des  einen  oder  anderen  Aufnahmematerials 
beantwortet    werden.      Beide    Aufnahmematerialien    haben    ihre 
Vorzüge    und    ihre    Nachteile,    die    wir    zunächst    kennenlernen 
müssen,  um  uns  je  nach  den  gegebenen  Verhältnissen  für  dieses 
oder  jenes  zu   entscheiden.     Als  wichtigster  technischer  Vorzug 
der  Platten  gegenüber  Filmen  kann  die  Tatsache  angesehen  wer- 
den, dall  die   Schicht  infolge  der  Glasunterlage  auch  bei  großen 
Formaten  absolut  plan  liegt.     Vielfach  wird  auch  behauptet,  daß 
das  Verarbeiten   der   Platten    in   der    Dunkelkammer,   namentlich 
das  Entwickeln,   leichter  sei  als  dasjenige  von  Filmen.     Dies  ist 
jedoch,  sofern  man  von  Rollfilmen  absieht  und  den  Vergleich  nur 
zwischen  Platten  und  Planfilmen  zieht,  eine  rein  individuelle  An- 
sicht.    Dieselbe  mag  vielleicht  dadurch  entstanden  sein,  daß  man 
beim  Arbeiten  mit   Packfilmen  meist   mehrere   Filme  gleichzeitig 
entwickelt,    wobei    durch    Übereinanderschwimmen    oder   Zusam- 
menkleben   der    Filme    leicht    Beschädigungen    der    Schicht    ent- 
stehen.    Wenn   man   aber   die   Filme    ebenso   einzeln   entwickelt, 
wie   dies   seitens   der   Amateure    üblich    ist,   so   dürften    sich   hin- 
sichtlich   der    Verarbeitungsmöglichkeit     keinerlei    Unterschiede 
zwischen  den  beiden  Aufnahmematerialien  ergeben.    Um  das  bei 
manchen  Filmfabrikaten  noch  übliche   Rollen  der  Filme   zu  ver- 
meiden, empfiehlt   sich  die   Verwendung   kleiner,   im   Handel   er- 
hältlicher Rähmchen,  in  die  die  Filme  während  der  Verarbeitung 
t^espannt   werden.     Der  große   Vorzug  des  Films  gegenüber  den 
Platten  besteht  in  der  Möglichkeit  der  Tageslichtwechslung.  Man 
ist    hier    hinsichtlich     der   Auswechslung     des     belichteten    Auf- 
nahmcmaterials    gegen    neues    von    der   Dunkelkammer    vollkom- 
men unabhängig.     Dies  macht  sich  natürlich  beim  Photographie- 
ren  auf   Reisen   besorders    angenehm   bemerkbar,   weshalb   Filme 
hierfür  das  idealste   Aufnahuiemalerial   darstellen.     Dazu  kommt 
noch  der  Vorzug  der  Unzcrbrechlichkeit  und  die  Annehmlichkeit 
eines   wesentlich  geringeren  Gewichtes  gegenüber  Platten.     Was 


die  photographischen  Eigenschaften  anbelangt,  so  sei  erwähnt, 
daß  die  Farbenempfindlichkeit  des  Filmmaterials  bei  erstklassi- 
gen Fabrikaten  derjenigen  gut  farbenempfindlicher  Platten  gleich- 
kommt. Die  Lichthoffreiheit  ist  bei  Filmen  infolge  Fehlens  der 
den  Lichthof  hauptsächlich  erzeugenden  Glasunterlagc  schon  an 
und  für  sich  eine  hervorragende.  Die  Allgemeinempfindlichkeit 
guter  Filmfabrikate  entspricht  etwa  derjenigen  hochempfind- 
licher Platten,  Es  gibt  jedoch  auch  Spezialfabrikate  unter  den 
Filmen,  sogenannte  Porträtfilme,  deren  Allgemeinempfindlichkeit 
derjenigen  höchstempfindlicher  Platten  nicht  nachsteht.  Aller- 
dings sind  diese  Filme,  wie  aber  auch  die  höchstempfindlichen 
Platten,  nicht  oder  bestenfalls  nur  sehr  gering  farbenempfindlich. 
Als  ein  gewisser  Nachteil  der  Filme  wäre  zu  erwähnen,  daß  die- 
selben bei  großen  Formaten  manchmal  nicht  ganz  plan  liegen. 
Dadurch  können  beim  Arbeiten  mit  lichtstarken  Objektiven  bei 
Aufnahmen  mit  voller  Blendenöffnung  infolge  der  geringen  Tie- 
fenschärfe in  der  eingestellten  Bildebene  Unscharfen  auftreten. 
Um  diesem  Fehler  vorzubeugen,  muß  man  in  solchen  Fällen 
zwecks  Erzielung  einer  größeren  Tiefenschärfe  entsprechend  ab- 
blenden. Wie  schon  erwähnt,  ist  diese  Gefahr  jedoch  nur  bei 
großen  Formaten,  also  etwa  von  10  X  15  Zentimeter  ab,  vor- 
handen. Der  Amateur  wird  aber  bei  Arbeiten  mit  solchen  For- 
maten schon  wegen  des  sich  hier  weit  mehr  als  bei  kleinen  For- 
maten bemerkbar  machenden  Preisunterschiedes  die  Verwen- 
dung von  Platten  vorziehen.  Bei  den  üblichen  Amateurformaten 
bis  einschließlich  9X12  Zentimeter  ist  jedoch  die  Möglichkeit, 
daß  die  Filme  nicht  plan  liegen,  nicht  zu  befürchten.  Dazu 
kommt  auch  noch  die  Tatsache,  daß  wir  es  hier  ja  mit  Ob- 
jektiven kürzerer  Brennweite  zu  tun  haben,  bei  denen  die  Tie- 
fenschärfe bei  gleichen  Blendenöffnungen  gegenüber  langbrenn- 
weitigen Objektiven  entsprechend  größer  ist.  Zusammenfassend 
kommen  wir  also  zu  dem  Ergebnis,  daß  für  Aufnahmen  am 
Wohnort  und  in  dessen  näherer  Umgebung  im  allgemeinen  aus 
Preisrücksichten  das  Arbeiten  mit  Platten  vorzuziehen  ist, 

Ewald   Thielmann. 


^GmägS- 


^ißSiG 


E/N  ROMAN     VON  STANHOPE 


I  nrtsrtziing 


Sarlhlnii  k   verholen 


\ 


Bill  begann  seine  autobiographische  Unterhaltung,  fügte  von 
Zeit  zu  Zeit  Notizen  über  den  Lebensgang  der  Schwester  ein 
und  erzählte,  was  ihm  Söndarsson  und  die  anderen  athenischen 
Freunde   bemerkt    und   berichtet    hatten. 

Die  Tante  hörte  gesammelt  zu,  verlor  aber  für  alle  äußeren 
Dinge  die  Beobachtung,  tat  sich  Senf  in  die  Suppe  und  Mark- 
klößchen in  den  Kaffee,  merkte  nicht,  daß  sich  Bill  von  den  vier 
Filetstückchen  drei  nahm,  aß  die  ihr  verbliebene  Scheibe  nur 
zur  Hälfte;    sie    hörte   zu,    sie    hörte   zu. 

„Dies  also  ist  Bill",  schloß 
Bill,  ,.dies  ist  der  Damen- 
iniitator:  —  meine  Schwe- 
ster, die  Ihr  Neffe  scheinbar 
unglücklich    liebt!" 

Tante  Philba  mußte  lang- 
sam zu  sich  kommen: 

„Ihre  Schwester  .  .  .!" 

„Ja,  meine  Schwester,  die 
sich  sozusagen  selbst  nach- 
ahmt. Sie  hat,  wie  ich  heute 
weiß,     glänzende     Kritiken." 

„Sie  muß  ein  Genie  sein, 
Herr  Amery.  Sosehr  mich 
Ihr  Bericht  überrascht  und 
glücklich  macht,  —  er  kommt 
um   zwölf  Stunden   zu   spät." 

„Wie''"  sagte  Bill. 

„Sollte  .  .  ." 

,,Mein  Neffe  ist  auf  und 
davon.  Heute,  gerade  als 
Sie  kamen,  fand  ich  seinen 
letzten   Brief." 

Frau  Erskine  kramte  in 
ihrer  Tasche  und  holte  ein 
Schreiben  heraus,  in  wel- 
chem Pitt  die  Tante  um 
Vergebung  lür  seinen  ver- 
brecherischen Leichtsinn  bat 
und  seine  Abreise  nach  Pa- 
ris ankündigte,  wo,  wie  er 
einem  französischen  Journal 
entnehme.  Belle  Billie  mit 
beispiellosem  Erfolge  auf- 
träte. 

,, Denken  Sie,  ich  habe  das 
Mädchen,  das  wir  alle  für 
einen  Jungen  hielten,  mit 
Müh  und  Not  dort  unter- 
gebracht, bin  eigentlich  die 
Urheberin  der  Ruhmesbahn 
Ihrer  Schwester  —  und  jetzt 

brennt   dieser dieser    —  Pitt  durch  —  und   der  Jüngling   ist 

ein    Mädchen!      Was   mich    diese   Amerys    schon   gekostet    haben!" 
Sic   schüttelte    den    Kopf. 

,,Ach.  ich  kann  ja  das  Abendbrot  selbst  bezahlen,  gnädige 
Frau!"   sagte   BiU  bescheiden. 

,.Ich  sehe  Sic  heute  zum  erstenmal,  aber  Sic  gefallen  mir. 
junger  Mann.  Sic  haben  eine  große  Ähnlichkeit  mit  Ihrer 
Schwester,  die  ich  nur  von  Bildern  kenne.  Man  könnte  unter 
Umständen  darauf  schworen,  daß  Sie  beide  eines  sind.  —  Viel- 
leicht?"    Ihr   Gesicht    umwölkte    sich. 

..Keine  Sorge,   kein  Mißtrauen,   gnädige  Frau!" 

,, Freilich,  bei  sorgfältiger  Beobachtung  muß  man  sagen,  daß 
Ihre  Schwester  zierlicher  ist  und  andere  Mundwinkel  hat  als 
Sie!  —  Sprechen  Sic  Französisch?" 

,,Ein    wenig." 

,,Das  ist  gut.  Ich  nämlich  nicht.  Also  ich  lade  Sie  ein:  Morgen 
mittag  geht  es  mit  dem  Dampfschiff  nach  Fiumc,  und  von  dort 
fahren  wir  nach  Paris.    Wir  werden  die  beiden  finden.    Sic  sollen 


Willy  Fritsch  singt  vor  dem  Mikrophon  seine  Schlager  aus  „Melodie 
des  Herzens"  für  Lindström       piiot.  L  ja 


sich  kriegen.    Heute  noch   telegraphiere  ich  nach  Dallas  und  gebe 

meinem   Mann  Bescheid." 

So  wurden  wiederum  Bills  Handlungen   (diesmal  mag  man  auch 

Wünsche    sagen)    durch    den    Willen    einer    Dritten    bestimmt;    er 

war   glücklich,    das   Wohlwollen    der   Tante   zu    besitzen,   und   bat. 

für  diesen   Abend   sich   verabschieden  zu  dürfen,    weil   ihn   Pflicht 

und  Schuldigkeil   in  den  Familienkreis  der  Jabas  befahlen. 
Während    er    sich    davonmachte     und     dennoch     zu     spät     kam, 

wurde  Tante  Philba  ruhiger;  beim  türkischen  Kaffee  überlegte  sie 

mancherlei,  was  für  die  Reise 
nützlich  sei  und  ihrem  Neffen 
die  Schwierigkeiten  aus  dem 
Weg  räumte;  zuvor  wollte 
sie  Billie  aber  auf  die  Probe 
stellen,  wollte  wissen,  ob 
sie,  wie  die  Frau  des  David 
Corynna  (wie  ihre  Großmut- 
ter also),  wert  war,  die  Gat- 
tin Pitt  Erskines  zu  werden, 
und  sie  fand  einen  guten 
Weg.  Sie  malte  sich  dann 
das  Häuschen  aus,  das  sie 
den  Kindern  irgendwo  in 
Kalifornien  zwischen  Apfel- 
bäumen und  Immortellen 
bauen   wollte. 

Es  war  noch  früh,  als  Bill 
durch  den  Hotelgarten  strich. 
Er  setzte  sich  in  einen 
Liegestuhl,  starrte  auf  die 
Stachelpflanzen  und  Agaven, 
empfand  wohltätig  beruhi- 
gend das  gleichmäßige  Wo- 
herwohin  der  Brandung  und 
nickte  ein  wenig  ein,  nach- 
dem er  seine  Schuhe  ausge- 
zogen und  neben  sich  ge- 
stellt   hatte. 

Das  Klappern  der  Tassen, 
Löffel,  Teller  weckte  ihn. 

Er  fragte  nach  Frau 
Erskine. 

,,Gut,  dal]  Sie  da  sind!" 
Tante  Philba  hatte  ausge- 
zeichnet geschlafen,  hatte 
einen  Löwenhunger  und 
freute  sich,  daß  Bills  Appe- 
tit dem  ihren  kongenial  war. 
,,Das  Schiff  —  es  ist  die 
,Srbina'  von  der  Adriatischen 
Linie  —  geht  in  einer  Stunde 
von  Gravosa." 
Tante   Philba,    gewöhnt   an  die    Begleitung    ihres    Neffen,    hatte 

bald  Bill  in   ihr  Herz  geschlossen. 

,,lch  will  wissen,  ob  Ihre  Schwester  Pitt  wirklich  licht :  ich 
v\ill  sie  erproben!"  sagte  die  Tante,  als  sie  im  Auto  rund  um 
Ragusa    zum    Dampferplalz    fuhren. 

.,0h,   aber  oh!"   verteidigte  Bill   die  Schwester. 

,,Ja,  ja,  das  ist  nötig!"  beharrte  die  Tante  und  erzählte  niil 
Fteude  und  Stolz  die  Geschichte  der  Ehe  ihres  Vorfahren  David 
Corynna. 

Bill  half  der  Tante  über  die  schwankende  Planke  auf  das 
Schiff,  das  diese  verflixten  serbischen  Buchstaben  am  Heck 
zeigte;  es  mochte  wohl  ,,Srbina"  heißen. 

Bill  verstaute  das  Gepäck  in  einem  mäßig  sauberen  Raum,  be- 
legte zwei  Kabinen  (es  schienen  die  einzigen  zu  sein),  fand  zwei 
Liegestühle,  schleppte  sie  nach  hinten,  wo  sich  beide  nun  dem 
Genuß  der  Landschaft  und  der  Betrachtung  der  emsig  arbeitenden 
Ladearbeiter    hingaben. 

Drüben    lag    am    Kai    ein    größeres    Schiff,    das    sich    nach    drei- 


maligcm  Heulsignal  langsam  in  Bewegung  setzte  und  gemach  an 
der   Breitseite   der  ,,Srbina"   vorüberrauschte. 

Bill    machte    Frau   Phliba    darauf   aufmerksam: 

„Das   ist    offi^nbar   ein   Italiener." 

,,Hm.  Sehen  Sie  doch  mal,  ob  man  keinen  Tee  bekommen  kann." 

Bill  verschwand. 

„Gibt's  hier  Tee?"  fragte  er  den  Südslawen. 

„Tee?"  versetzte  der  in  unvermittelt  erwachter  heimatlicher 
Mundart,  aber  mit  verächtlicher  Betonung.  „Tee?  Beileibe 
nicht!  Hier  gibt's  nur  Rum  —  das  ist  was  Besseres!  Tee?!"  Kopf- 
schüttelnd wandte  er  sich  und  überließ  es  Bill,  die  Koir.büsc  und 
den   Schiffskoch   zu   finden, 

„Scheußliche  Wirtschaft!"   fluchte   Bill. 

Endlich  entdeckte  er,  dem  Geruch  nachgehend,  einen  finsteren 
Verschlag,  in  dem  sich  ein  bärtiger  Mann  Spiegeleier  briet. 

Noch  halte  Bill  nicht  ausgesprochen,  als  es  einen  Ruck  gab, 
der  ihn  beinahe  den  Spiegeleiern  beigesellt  hätte;  es  brauste, 
und  von  den  schlagenden  Schrauben  flogen  heulende  Wellen 
den  Kiel  entlang  und  bespülten  die  Kaimauer.  Das  Schiff  be- 
wegte sich  immer  rascher,  immer  sicherer  und  steuerte  aus  der 
Bucht  von  Gravosa  ins  offene  Adriatische  Meer. 

„Fahrgäste?"  Der  Bart  des  Kochs  zitterte  verwundert  und 
kam    mit    einem   Dotter    in   Berührung. 

,,Die  .Bukolika'  hat  seit  Menschengedenken  keine  Gäste  melir 
an  Bord.  Ich  dachte,  Sie  sind  der  neue  Signalgast.  Wie,  zum 
Teufel,   sind   Sic   denn   an   Bord   gekommen?" 

„.Bukolika"   —   ist    dies   denn    nicht    die    ,Srbina"?"'    fragte   Bill. 

,,Haha,  die  .Srbina"!  Die  ,Srbina'!'"  Der  Koch  lachte  wie  über 
einen  guten  Witz.  Als  seine  Heiterkeit  etwas  ruhiger  wurde, 
ließ  er  sich  zu  Erklärungen  herbei,  denen  Bill  nach  einer  halben 
Stunde  entnahm,  daß  jener  ,, Italiener"  die  ,, Srbina"'  War  und 
daß  die  unglückliche  Tante  und  er  sich  auf  einem  Schiff  be- 
fanden, welches  das  Rote  Meer  befahren  wollte  und  zum  ersten- 
mal  in    Smyrna   hielt. 

,,Diavolo!'"  fluchte  Bill  und  raste  zur  Tante,  die  dem  Spiel  der 
Abfahrt   mit   Wohlgefallen  beigewohnt    hatte. 

,,Bill,   Sie   sind   ein   Esel!"'    sagte    sie. 

Bill  gab   seine  Schuld   zu.      Der    Kapitän    kam. 

,,Was   kostet   es,   wenn   Sie  nach   Gravosa   zurückfahren?" 

„Ich  fahre  nicht  zurück." 

Die   Tante   bot    gute   Dollarnoten, 

Der   Kapitän   blieb   unerbittlich. 

„Ich  werde  Ihre  Gesellschaft  verklagen!  Es  handelt  sich  um 
ein  Menschenleben!  Warum  weist  uns  der  Steuermann  nicht  von 
Bord,    wenn    er   die    falschen    Karten    sieht?"' 

„Meine    Leute    können    nicht    lesen.    —    Klagen    Sic    nur!    — 


Bis  Smyrna  müssen  Sie  mitfahren.  Macht  pro  Person  sechs- 
hundert   Dinar!"' 

,,Sie   sind   ein   Esel,    Bill!"    sagte   die   Tante. 

Bill  sah  das  ein  und  war  so  zerknirscht,  daß  ihn  die  Tante 
wieder  aufmuntern  mußte. 

„Na,  laß  gut  sein,  Junge!  Flucht  und  Verfolgung  —  eins  klappt 
immer  nicht.  Diesmal  haben  wir  Pech.  Hoffen  wir,  daß  es 
Pitt  und  Billie  besser  geht!" 

Frau  Philba  nun  für  ihr  Teil  vergaß  Umgebung  und  Reise- 
ziel, als  etwa  bei  Kotor  das  Schiff  in  einen  Wirbelwind  geriet, 
der  den  Aufenthalt  an  Deck  durch  heftige  Spritzwellen  hinderte. 
In  der  schmalen  Kajüte  aber  sammelte  sich  Wärme  und  üble 
Luft  und  erschwerte  der  alten  Dams  aufs  äußerste  das  Atmen. 
Sie  war  wetterfest  genug,  um  nicht  hilflos  der  Seekrankheit  aus- 


geliefert zu  sein;  aber  es  war  endgültig  vorbei  mit  ihrer  guten 
versöhnlichen    Laune,       Alle    bekamen    ihr    Teil. 

Als  die  ,, Bukolika"  dann  das  Mittelmeer  berührte,  war  die 
Hitze  groß  geworden,  und  der  Sturm  hatte  nachgelassen.  Dii' 
Glut  der  Sonne  erfüllte  die  Tante  wieder  mit  Zuversicht  und 
Festigkeit. 

Wie  sie  sich  so  genießend  der  Ruhe  hingab  und  auf  Gott  ver- 
traute, zerriß  das  Schiff  den  sonnigen  Nebel  und  zeigte  die 
schmucklose,    fast    zerstörte    Stadt:    Smyrna. 

,,Wir  sind  da!  '  rief  sie.  ,,Bill,  packen  Sic  alles  zusammen  — 
wir  steigen  aus.  " 

Drei  Tage  später  fuhr  ein  italienischer  Dampfer  via  Malta, 
Syrakus,  Neapel  und  Livorno  nach  Genua;  mit  vierzehntägiger 
Verspätung  trafen  die  Verfolger  in  Paris  ein,  um  der  liebevollen 
Zärtlichkeit  eines  Paares  freie  Entfaltung  zu  vermitteln. 

6.   Kapitel. 

Während  Tante  Philba  und  ihr  neuer  Begleiter  sich  auf  einem 
falschen  Schiff  immer  mehr  von  ihrem  Ziel  entfernten,  empfand 
Pitt   sein  Alleinsein  bitter  und   irrte  durch   die  Straßen  von   Paris. 

Bisher  an  einen  gewissen  Wohlstand  gewöhnt,  sah  er  sich 
plötzlich  in  der  erstaunlichen  Lage,  nur  noch  drei  Dollar  zu 
haben.  Einen  wandte  er  für  einen  Logenplatz  im  Variete  Ripope 
an,  einen  gab  er  für  einen  Blumenstrauß  aus,  und  der  letzte  sollte 
Garderobengelder,  Autofahrt   und  Abendessen  bestreiten. 

Seine  melancholischen  Augen  leuchteten  begeistert,  als  Billie 
auf  die  Bühne  trat,  und  als  sie  endete,  beklatschte  er  ihre  Lei- 
stung so  rasend,  daß  er  selbst  den  zahlreichen  Amerikanerinnen 
auffiel,  die  in  den  ersten  Parkettreihen  saßen  und  ihrem  ,,Boy  ' 
leidenschaftlich  verdrehte  Augen  machten.  Allabendlich  baten 
die  sehr  selbständigen  Damen  vergeblich  um  Schäferstündchen; 
manche  unterstützten  sogar  Heiratsanträge  mit  dem  Hinweis 
auf  ihre  Dollarmillionen.  Es  nützte  alles  nichts.  Der  Damen- 
imitator blieb  reserviert  und  kühl. 

Aber  auch  Billie  war  der  feurige  Applaus  nicht  entgangen,  und 
als  man  ihr  einen  Blumenstrauß  brachte,  der  eine  Karte  trug: 
,,Dem  großen  Künstler  gute  Wünsche  eines  aus  Athen!'",  da 
wußte  sie  Bescheid  und  lehnte  sich  an  einen  kalten  Ofen,  trieb 
allerlei  unverständliche  Sachen,  kämmte  sich  sehr  ausführlich 
und  verdeckte  mit  ungeheuer  viel  Puder  die  Glut  ihrer  Wangen. 
Zum   Ende   aber   wurde   sie   schwermütig   und   fragte   sich: 

,,Wie    lange    soll    das    noch    weitergehen?" 

Sie  fand  die  Antwort  nicht  und  vor  allem  nicht,  was  doch  bei 
ihr  zu  verwundern   war,  die   Entschlußkraft  zur   Wahrheit. 

Pitt  wanderte  wieder  durch  die  Nacht,  und  seine  Gedanken 
streiften,  ohne  durch  ein  unruhiges  Herz  gestört  zu  werden,  um 
den   Gegenstand   seiner   Wünsche   und   den   drohenden   Ruin. 

,,Bin  ich  nicht  so  weit,  mein  Leben  abzuschließen?"  begann  er 
einen  Monolog,  der  seltsamerweise  gar  nicht  düster  und  ver- 
zweifelt, sondern  nüchtern-geschäftsmäßig  klang.  ,, Sterben  aus 
Geldnot  ist  lächerlich,  aber  man  kann  als  ruinierter  Mensch 
einen  an  sich  so  bedeutungslosen  Grund  wie  meine  Krankheit 
zum  letzten  und  wichtigsten  Motiv  machen.  Es  handelt  sich 
also   nur   noch   darum,   eine   würdige   Art   zu  finden."" 

Seine  Worte  glitten  in  trübe  Verwünschungen  über,  als  ihn 
ein  hellroter  Wägen  von  der  Seite  bei  scharfem  Bremsen  über 
und   über   mit   Kot   bespritzte. 

Aus    dem    Gefährt    sprang    eine    junge,    exzentrische    Dame    her- 
aus, die  für  das  Auto  geschaffen  schien,  wie  es  für  sie. 
Fortsetzung  folgt 


W iiiiiniiiiiiininiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii i iiiiiiiiii iiiiiiiiniiiii in im i um m 


2>eu/sc^e  Tcppicße 

in    allen   Größen,    Riesen -JlnswaOÜ^ 

Zum  Beispiel  gute  scQwere  Qualiläi 
3x4  Meier  scOon  für  130  Marli. 

A.  na§l^eim,  Kocßstraße  6  bis  7 


MiiiiiniiiiiiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiuiiiHiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiHniiiiiiiiiiiiH iiiiihiiiiiiiiiiiiiuiiiuiAiuiuiii 


ULUU 


FRAGEN 


die  uns  erreTchterL 


,ty 


Antragen    erbitten  wir 
Scherlverlag.    Antwort 


an    die  Redaktion    des     „F  i  1  m -M  a  jj  a  z  i  n  ".      Berlin    SW  68,    Zimmerstraße    35 — 4' 
erfolgt  nur  im  ,, Film-Magazin".    Die  Einsendung   von  Rückporto  hat  also   keinen  Zwec  - 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptaiifieleKerilieitun  blltcii  wir  folseiitles  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Itiic-kporto  beizufiliieii.  .Icdo  Ein.seiuluiig  eines  Manuskri\its  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  Schreibmaschinenseiteu 
sind  zur  Eirisoiidun^-  au  die  Filmindustrio.  Kegisseure  usw.  geeignet.  F'iir 
Verlust  der  eiuge.-nndtcn  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nouinien  werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschläge  senden,  von 
liaudgeschriebeneu   Sendungen   (leserlich)   eine   Abschrift   zurückbehalten. 

* 

Levita  T.,  Berlin:  lOni  .•inicrik:iulM-licM-  F'ihn^t.ir  I'aul  V.  i>.t  nic-lit 
lick.-iurit.       \\  ir    kiiinicn     lliucii    ilaliiT    leider    -.eine    Adre^i'    iiiclit    gclieri. 

Annie  H.,  Kempten,  Allgäu: 
Guuii.ir  'riilii.ie-  «uliut  ji'l/t  Ci- 
mllla     Colletlsvci     i;i.     Oslo     I  N'or- 

wcgeui.     Er     tritt    .•lugeulilirkluli  •■ :  -   ' 

aju    (tsliier    ..Neuen    Tlie.-itcr'    in 

der      KiiMiödii'      ..Im      Käfig      der  '^fc;  .     . 

Freiheif  auf.  —  Fignu  a ou  Lin- 
den ist  UMS  Mi<'lit  liekaiint.  — 
Itichard  liuttor  ist  nicht  Kegis- 
scur.  souderu  Schriftsteller.  Seine 
Adresse  ist  Herlin  -  ll.ileusr»«. 
Küstriuer  Stralie  .'>.  —  Wolf  \im 
(ioth  woluit  Berlin  S\V.  IImIIi-- 
sches  l'fc'r  L'.").  Mich.iel  Kertesz 
errciclii'u  Sie  am  siilier^teu  durcli 
die  W.-irner  Hrotlicrs  -  Stu<liiis. 
,'ixl2.  Sunset  Houlevard.  Holl.v- 
wood.  K.il..  ("SA.  —  Wir  haben 
lue  lietreffiMiilcM  St;irs  .-lu  ilii' 
.\utiigr.iuniH     criiiiHTt. 

Iwan  Pelrovich  -  Verehrerin, 
Dresden:  Durch  ili-n  .Vulouni.il! 
sind  zwei  riMsuneu  ums  l.eiien 
gckiMiiriMMi.  Der  Künstler  ist  uu- 
gcfalir  Sil  .alt.  wie  Sie  geil.-icht 
li.ilieu.  —  Ij.x.t  M.ira  w.ir  früher 
Tänzerin.  —  (iret:i  (Jarliii  i>t  le- 
dig. —  Wenn  Sie  filmen  möch- 
ten, ist  es  .-im  rats.amslen.  sich 
unmitti'lb;ir  mit  den  Filmgesell- 
schaften in  Verbindung  zu  set- 
zen. .Selbstverständlich  müssen 
Sie  (l.inn  Ihre  I'holos  zur  Beiir- 
Icilung  dort  einsenden.  Einige 
.\dressen:  l"f;i,  Berlin  SW  l'.S. 
Kiicbstr.-ilie  fi-s.  Si.irfilm,  Herlin 
SW  -IS.  Krieilrii-hstr.  lMS.  Creeii- 
h.aum.  Berlin  XW  7.  Priuz-l.iniis- 
F"i'rilin.-inil-Str,-ilie    1. 

Fritz  L.,  Ludwigshafen:  AXilly 
Fritsch  wiiliul  Berlin  W  .  K;iiser- 
ilamm  i).'),  ist  ledig,  seit  T  .lahren 
beim  F'ilm  und  gibt  Autogramme. 
V.r  ist  I'f;i-Star.  Sein  neuester 
F'ilm    ..l.iebesw/ilzer". 

Aloysia  H.,  Saarlouis:  (iltii 
fiebiilir  uiihiil  Berlin  W  ,'i7.  Kui-^ 
fiirsteusir.iUe  1 IH.  V.r  wurde  .•im 
19.  .\l.ii  gebiiren.  —  .Maurice  (hc- 
\alier  ist  mit  Y\  imne  V.allee  \er- 
heir.itet.  —  Mary  tllory  ist  Fr.in- 
ziisiu,  —  Henry  Victors  .Vdresse 
ist    i:;.    .Mililm.iy    Hii:iil.    London. 

Flimmermädel,  Münster:  C.ust.iv 
l'rölilicli  ist  ledig,  treibt  unse- 
res Wissens  am  liebsten  AV.is- 
sersiiiirt.  —  Kulant  V.-irno  wohnt 
Beriiii-Steglitz.  F'iirsistr.  tu.  bei 
Hraiiill.  —  Die  Iliiicn  felilendeii 
Nummern  kiinni  n  .Sie  bei  der 
..lllustrii'rtcM  Filuiwiicbe",  Berlin 
SW  (is,  Kochstr.-ilJe  fi-S,  nachbe- 
stellen. Dort  erlialleii  Sie  auch 
Bildk.-irlcii     mui    Filmstars. 

El  Dura-Verehrerin,  Berlin:  Kl  Dura  wohnl  Berliu-Charloltcnburg. 
K;iuistr;ilJe  V.U.  .Sie  wurde  .am  1.  Scpirmber  in  Bio  Benito  (Südwest- 
arrik:i)  geboren.  Sie  w.ir  früher  Tänzerin.  Der  neueste  F'ilm  mit  F^l 
Dur.'i  ist  ..D:is  Mädchenscliiff".  Die  Kiinstlerin  ist  iiiiv  crheir.alet.  gibt 
.•\ulugr:ininie. 


Brigitte  Helm-Verehrerin,  Berlin:  .la.  Brigitte  Helm  hleilit  l'f.i-Star. 
Sie  gellt  iiichi  u.icli  A  uiiTik.-i.  .Sie  i.st  eine  grulöe  Blumen-  und  Tier- 
freundiii.  Die  Kiiusl  Icriii  ist  mit  Hich.'U'il  Wei  l.lli.ich  \  crlieir.-iiet.  Ihr 
nächsrer    Film    lieilJt    ..Sl,  |,u  cii    der    l.eiilciiscli:ift  ■. 

Joachim  S.,  Berlin-Zehlendorf:  Cenl.i  .M.iiiriis'  iiciu^tir  Film  is| 
..HiK-li\  ci  r;i(".  Die  Kitii>Iierin  gibt  .Viitogr.iminr.  W.-igi-ii  Sir  rv  nur.  si.^ 
darum  zu  bitten.  .Senilen  Sie  eine  Hililk.uie  :iii  sie.  iiml  fiigni  .Sie 
.iilrrssicrti's.    frankiertes    F'ückkuvert    iici. 

Erna  D.,  Dresden:  Fritz  I{:is|is  neuester  l'ilm  ist  ..Frulilingsciwacheir'. 
Der  Kiinstler  gilit  Autiigr.-imme.  .Sii'  Uiiuiicii  ilin  ruhig  darum  bitten. 
Den  Idioten  in  dem  F'ilm  ..Kreuzzug  ilrs  Weibes"  mit  Fiedtke,  Veidt, 
.\laiy    DeKchaft    sjürlie    iiicIit    Basp.    von. lern    \\  eriirr    Kr.iun. 

Hans  H.  Brugg,  Schweiz:  l'ol.i 
Ncgris  neuester  Film  beiüt  ..Die 
.SiralJe  der  \erliireneii  Seelen'. — 
l.y;i  .Nf.-ir.-i  befindet  sich  mit  ih- 
rem (J.-itten  Friedrich  Zelnik  in 
Amerik.i.  —  l.ilian  Harvey  ist 
noch  nie  verheiratet  gewesen.  — 
De;'  nächste  Henny  I'orten-F'ilin 
hcilU  ..Die  Herrin  und  ilir 
Kiieclil".  —  Der  französische 
F'ilm  ..Beipliegor-  ist  jetzt  nicht 
mehr  ;iuf  dem  deutscheu  Spiel- 
plan. —  Hans  Stüwe  wohnt  ISer- 
liii-H.-ilensee.  I'aulsburner  Str.  :). 
I.niii  l'av.im-lli  Berlin  W  fii'. 
Kalckreuihstr.  Ifi.  —  B.'imoti  Xo- 
v.iirii  ist  am  besten  durch  die 
.Metro  -  (loiil  i\  >  ti  -  Mayer  -.Studios. 
CiiKer  -  Cils  .  K.-il..  rs.\._  cr- 
reiclili.'u. 

Margherita  B.,  Turin:  Fi!  Da- 
go\er  h.'il  ihinkies  ll;i;ir,  btaiine 
.Vugeii  und  ist  millelgroli.  Sie 
«uiile  .1111  .l.i\  11  geboren  und  ist 
mit  dem  l'reduktioiisleiter  Will 
verlieir.itcl.  Jliren  .N.-imeii.  ein 
\venig  .ibgeändert.  trägt  sie  von 
ilirem  ersten  (i.atten.  dem  .Scluiii- 
s|iieler  Daghofer.  Sie  gibt  .\uto- 
graiiime.  Seit  ungefähr  lU  Jah- 
ren heim  Film.  Die  bekanntesten 
F'ilme  mit  Fil  Dagover  sind  ..Der 
müde  Tod".  ..Der  Demütige  uml 
die  .Sängerin'.  ..Die  Chronik  von 
(ii'ie-hiMis".  ..Tiefland".  ,.Tar- 
tiifte  ".  Ihre  neuesten  F'ilme  sind 
.Der  weilJe  Teufel".  ..Spiele- 
reien einer  K.ai.-erin"  und  ..Es 
gilit  eine  Fr.iu.  die  dich  niemals 
\ergilJt  ".  Ihre  .\dresse;  Berlin- 
Westend.    Aiys-Allee   4. 

Henry  Stuart  -  Verehrerin,  Rei- 
chenberg: Henry  Stu.'irl  ist  seit 
iiiigefälir  f)  Jahren  lieim  F'ilm. 
.\  ugcnblicklich  .-irbeitet  er  mit 
F2\elyn  Holt  an  dem  Hegew.ild- 
F'ilm  ..Das  Recht  auf  Liebe  ". 
Stuart  ist  seit  kurzer  Zeit  ,'iueli 
bei  der  .Sprechbübne.  Nein,  er 
h.it  kein  Buch  über  seiiu'  liulien- 
reise     gcselirielien. 

M.  R.,  Charlottenburg:  Leber 
die  Tänzerin  Hilde  ICngel  li.iben 
wir  keine  .\ng,'iben  uml  können 
Ihnen  d.-ilier  leider  keine  Aiis- 
kuTifl    geben. 

Betty    Amann  -  Verehrerin    aus 

Düsseldorf:    Betty    .Vm.uin    w.ilint 

Herlin    W.      Kurfürstend.'imni     4i'. 

■Sie   wurde   in  Pirmasens  geboren. 

Ihr     neuester     F'ilm     heiüt     ..Der 

weiBo     Teufel''     mit    Iwan    Mos- 

jukin    in    der    Titelrolle,    Sie    gibt 

.Viitogramme. 

George-Freundin     Gertrud     G.,     Potsdam:      Heinrieb     C.eiirge     hat     am 

9.    (jkliiber    (icburist;ig    tind    ist    uii\  erheiratet.    Sie    kötineu    ihn    ruhig    '.im 

ein   .\utogr,'innn'   bitten,    er    wird    Ihnen    bestimmt    Ihren    \\niiseli    erfüllen. 

Alter   rielitig   geraten,      (ieorges    i:äclister   F'ilm    heilit    ..Sprengbagger    lUlü". 

Die   genannte  Adresse   stimmt. 


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Hildcgartl  M.,  Bcriin-Friedenau:  W  ciiii  sie  l"iImil.n>l<'ll('riM  «iTdrii 
\Milliii.  ~i)  ist  «'S  ;iin  r.il^.iiiislcii.  ^iili  iliicUt  mit  ilcii  Kiliii'rCM'llM'h.ilIcii 
III  X'i'i'liiiiiliiiii:'  zu  ■<r</.v\\.  Scndcii  ^l<•  Ihre  I'IidKis  zur  l'niiiin;;  dorl  ein 
■di'i  stellen  Sie  »ieli  |iersöiilieli  Mir.  Adroseii  \  du  l'irmeii  linden  Sie 
::ii    .inderer    Stelle. 

Anton  L.,  München:  Per  sen.'iunte  Kilni  isl  noeli  niolit  iir.nif);('fiilirt 
uiirdiii.      -    l'e.ul    Wliile    wird    k.uini    wieder    filmen. 

Theodor  K.,  Hannover:  l.eiii  Hiefeiist.-dil  wohnt  lierliii-Wilniorsdurr. 
lliiideiilinr;;slr.ilJe    ül". 

Gottfried  Seh,,  Bantzen:  lUe  St(d)r:i\\:i>  »iel)iirtst;iK  ist  :im  !».  Febrn.ir. 
Sil-  spielte  im  ..K.iinpf  der  Terti;i",  .. Spuren  im  Selinee".  ..Kevolte  im 
Ki/ieliunicsh.Mis"  nii<l  ..Siirenich.ifiK'T  miie-.  —  Liiei.nmi  Alliertini  «nrdc 
.';m  ."II.  Ndvemlier  celmren.  .Seine  lieU.iMMleslen  l'ilme  sind  ..Ifin.ildo  Ki- 
n:ildiiii'.  ..I'er  fr'i'IJ'f  (f.'Hiiier  iles  .l.ihrliiinderts  •,  ..Der  fniilperw  iedliehe', 
..'riMMpii-Tempo'.     Sein    neuester    Kilni    lieillt    ..Die   J.iud    ri.ieli   der  Alillinu"'. 

—  Vi\i.ni   Cilisdu    h;it    am    11.    Mai,    Klizz.a    l.i    I'urt.i    am    1.    .M;irz  (ielinrtsl.aK. 
G.    H.    Rebew:     Wann    cU'r    (Jrel.i 

(iarlup-l'ilm  ..Wilde  Orehideen' 
iir-iuf'^elhlirt  wird,  steht  im  Aiigen- 
lilick  imch  nielit  fest.  —  Krn.st 
l'elersen  spielte  u.  a.  in  ..Der 
lieilif;<'  Her«--.  Kr  ist  »m  sieher- 
sten  durch  Sok.-il-Kilm,  Herlin 
SSV  IK.  KiiedriehstraUe  210.  zn  i-\- 
reiehen. 

S.  K.,  Magdebure:  AN  ir  enip- 
Velilen.  Mir  .Maiiu^Uript  ,in  die  dra- 
m.ilur;ii~ilieii  A  lileilunjien  der 
l'ilmt.iliriki'M  zu  -enileu.  Adresscui 
finden    Sie    .i  u    .luderer    Sii-lle. 

Maricchen  G.,  Cheranitz-Furth: 
Walter  (iriiters  wuhnt  in  -Mün- 
ehen.  .M.irliiisstr.iLie  1.  Er  wurde 
am  l.'i.  Ajuil  in  Frankfurt  :i.  -M. 
t;eli(ueu.  filmt  seit  <'inpin  .Jahr 
und  ist  uiiM'rlieiratet.  —  Charles 
l'.irrell  ist  ledii;  und  am  hosten 
dureh  die  l"(ix-S(udi(is.  iini,  X». 
Weslern  .Vvi-uue.  Hidlxwoml.  Ka- 
lifiiriiien.  ISA..  zu  erreichen. 
(Jrulers  nud  l'.irrell  schiui  .\uli>- 
^r.imme.  W.iller  (iriiters  spielte 
liis  jetzt  in  ..Wenn  der  weiße  Klie- 
iler  wieder  blüht",  ..Bruiler  Jterii- 
h.inl".  ..Links  iler  Is;ir  —  ri'ehts 
der    Spree'.    ..Der    A\  ildsehiitz'. 

Fricdel  H.,  Iserlohn:  Leider  lälJt 
sieh  der  .V.ime  des  D.irstellers  .aus 
di'Mi  hc'lreffenden  Film  iiielit  iiudir 
feststellen.  .\iif  dem  l'riifframm 
ist  er  nicht  vermerkt.  Der  Film 
wurde  \(Ui  eiiH'r  l'r.iner  Film- 
cesellsch.ift  lierKeslellt  und  durch 
l.tiw  Ä:  (ii.  verliehen.  —  In  den 
Kf.i-.\leliers,  ll.ilensee.  drehen 
auch  viele  .indere  Firmen.  :ilsi>^ 
nicht  nur  die  vuii  llineu  Ren.iniite 
Sehansiiielerin.  —  I,il  Diigover 
wohnt    Iterlin-Westeiul.    .Vrys.iUee  I. 

—  Miiii.i  M.iris  ist  noch  immer  iu 
Hollywood.  —  l'red  'riiiuuseii  sl.irh 
:im  Jl.  Mc/ciiilicr  lüL'N  :iu  den  Fol- 
gen    einer     I  i.illciisteiuopcr.ilion. 

Gabello  N.,  Berlin:  J)le  hek.iiin- 
lesteii  Filme  mit  lv;iu  l'etnivich 
sind  ..Frauen.irzI  Dr.  .Sehäfer'', 
..Fürst  oder  (low  n".  ..(Jeheimiiisse 
des  Orients',  ..Der  Z:irew  itseli", 
..Der  l>eiilii.'int  Ihrer  .M.ijpstäf. 
..(Jii.iriier  l.alin",  ..J>er  (iünstliuj;' 
\  (Ml  Si-h(inliruiin".  —  Carmen  Honi 
sjiielle  II.  .1.  iu  ..Sc.impolo", 
..l.ielie^k.irneval  ".  ..(Jii.irtier  l..i- 
lin".     ..Her     .Vdjnl.-inl     des     Z.iren  ". 

—  Ivan  l'etrovich  wohnt  Kerlin- 
ScIini;irKCiidorr,  Forkenbeeksir.iUe 
N'r.  .")6;i.  und  wurde  ;im  Sl.  Dezem- 
ber in  Hiidaiiest  geboren.  —  l'ar- 
iiK-n  Koni  erblickte  iu  (ieiiiia  d.is 
l.ichl    der    Welt. 

Ellen  und  Helga  K.:  l.ien  Deyers  ist  am  besten  durch  die  Deittsclio 
rnivers.il.  Berlin  W  s.  Jlanerslraße  82,  9.M  prreiclien.  Sie  trii^t  ihren 
riclitiijeu  N.inien.  Alter  richtig'  t;''i'ali'U.  Ihre  nächsten  Filme  sind  ,.D:is 
Dmikos.akeiilied  "  iiiitl  ..lleiileröschen  ".  —  lufie  L;ind^iit  wohnt  Berlin- 
llalensee.   Xcsiorstr.iUe   :>.'!.      Sie    ist   .'i  J;ilire  ;ilt. 

E.  D.,  Werda:  llarr.v  l.iedlke  wohnt  Hevlin-tirunewald,  Hisinarck- 
allep  Ifi.  ist  mit  Chri.sta  Tord.v  verheiratet  und  sibt  AntoKramnu-.  — 
Wenn  Sie  filmen  niöehten.  so  ist  es  ;ini  zweekmiiliitc'''en,  Sie  schicken 
Ihre  riiotos  direkt  :in  die  Filmn<'sellsch;iften.  z.  H.  Ffa,  Berlin  SW  K>*. 
Kochstraßp  G-S.  National,  Berlin  .SW  is.  Friedrichstr.iße  m.  J>eutsches 
I.iclitsiiiel-Syiidikai.  Berlin  SW  4h.  Friedrichstr.  i'L'.'i.  Aafa,  Berlin  SW  4«, 
Fiii'drichsIr.ilJe    Jr.K    Terr.i.     Berlin    SW  fis.     Kochstr.iUe    7:1. 

S.  G.,  Stettin:  Harry  I.iedtkes  neuester  Film  ist  ..Die  Konkurrenz 
lil.itzt".  Der  Kiiiistler  wohnt  Berliii-tiriiiiewald.  Hismarckalloe  Ifi.  ist 
mit    C'hrisln    Torily    verheir:ilet    und    f;ibl   Antour.imnio. 

Max  von  Eynern,  Barmen:  luo  .Syiii  widint  Berlin-Sehiincberjr.  luns- 
briickcr  Str:ilie  in.  Er  (jibl  Aulofir.imme.  Seine  nächsten  Filme  .sind 
..Das  (ieheimnis  im  SehlafwaKeii''  mit  Ossi  Oswalda  und  ..Wenn  du  pin- 
ui;il  dein  Herz  ver.sclienk.st"  mit  I.ili:iii  H;ir\ey.  Sym  ist  ledig.  —  Willy 
Fritseh  hat  seine  Wohniiu«:  iu  Berlin  W,  K;iiserdaiuiii  ü.'i.  Frilseh  arbeitet 
aiiKenblieklich  ;iii  deur  Ff.'i-Film  ..Lielipswalzer"  mit  I.ili.in  Jlarvey.  Der 
Künstler    Riht    .\iilogr:mnne. 


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F.  C.  W.  H.:  (ierda  Manriis  wohnt  Bei  lin-Stesliiz.  riioru.ild-eii- 
Mr.iLie    '.'.■).      Sie    ist    ledij;    und    gibt    AntOKramme. 

Adolf  G.,  Mannheim:  ,\m  besten,  .sie  wenden  sich  in  Ihrer  Aiis'clciieii- 
licit  iiiiiiiillelbar  an  die  Filiiif;csell~cli;ifteii,  schreiben,  w.is  Sie  können 
nud    W.IS    Sie    nicht    kiinnen    und    weiches    Ziel    .Sie    sich    sicsteekt    h.ibeii. 

Erika  K.,  Lauban,  .\l.ir.\  Diinciii  ist  durcli  die  Fox-Studio».  iliil.  No. 
^Veslern  Ammiiic.  Ilullywood.  Kai..  ISA.,  zu  erreiclii'u.  —  (ii'or^i.i  Lind 
wohnt  Merlin-Il.ilensee.  .\ Ibreclil-Ac  hilles-Str.-i l.ie  .'i.  —  Den  lictreffendeu 
l'iesseehef  erreichen  sie  durch  ilie  Cilly  Fiiiidl-Filiiif;i'sellseh.ifl.  Berlin 
SW    4S.    Fricdrich^traüe    L'IK. 

F.,  Königsberg:  Ihre  Briefe  sind  weilerRcleitet  wurden. 
Filmfreundin  Hertha  S.,  Braunschweig:  Will\  Fritsch  wuhni  Berlin 
W.  Kaiseril.imm  il.'i.  und  wurde  am  27.  .laun.ir  in  K.illowitz  teeboren.  Er 
filmt  seit  zirka  sechs  .l.ihren.  Zu  seini'ii  ersten  Filmen  (;''hiirte  ..stolze 
Fr.'iuen".  .Sein  neuester  Film  hcilJt  ..Liebesw  .ilzer  ■.  Frilsch  uibi  Auto- 
jjraninip.      (JiiiUe    sind    ;iiisf;ericlilcl    winden.       Alter    riclni;;-    {jcr.ilcn, 

Filmfreund  Heinz  D.,  Görlitz: 
s.,\  iel  uns  bck.inut.  werden  l'.it 
iiiitl  l'.il.iclioii  \orlaiifij;  nicht  in 
Ko|ieiili,iKeii  filmen.  —  \  ivian  (üb- 
soii  filmt  fleitli);'.  —  Hoot  (jibsoii 
ist  durch  die  Fuivcrsal-.Stiidios, 
l  uivcrs.il-City.  Kalifornien,  USA., 
/u  erreichen.  —  Ktilf  von  eioths 
Adresse  ist  Berlin  SW  .  ll.illesches 
l  fer  ■•:>.  —  l.eni  Kiefenslahl  h;it 
ihre  Wohnung  in  Berlin-\S  iliner.<- 
iluif.  lliiidenbnrfistratic  »2.  Sie 
-pielie  n.  a.  in  ..Der  lieilifce  Ber^'" 
iniil  ..D.is  .Schicksal  derer  von 
ILilisbiirj;'.  —  Alle  Filmstars 
Hellen    .\iil<i^r:imme. 

,, Kamera":  (;ust;n  Diessl  widint 
Berlin  \\  ,  KeKensbnrser  .siratie  2t>, 
lei  Silileiisener.  Er  i.st  Wiener 
und  k.'im  über  di<"  Spreelihühne 
zum  l'ilm.  — ■  Leni  l'iefenst:ilils 
Adresse  ist  Berliii-W  ilmersdorf. 
lliudenbiirgstr.iUe  !IJ.  Dicssl  und 
Leiii  Kiefensl.ihl  i;ebeii  Vnlo- 
nr.iuiuie.  —  Dr.  .\riiiild  F.iiick  ist 
.IUI  bisteu  durch  die  llom-Film 
A.-C.  Berlin  SW  4S.  Friedrieh- 
slriUe    22.1.    zu    erreichen. 

Wilhelm  Dieterle  -  Verehrerin, 
Nordost:  Ihren  CriilJ  h.iben  wir 
Wilhelm  Dielerle  .iiisf;erichlet.  ^ 
Die  Il.iii|itdars|ellcr  in  dem  Film 
..Des  Köniifs  tircii.idiere'  w.iren 
Kriist  Dcrubnrj;-.  Hiith  C.irel.  He- 
lene vuii  Bdlv.iry.  Carl  W.ilicr 
Meyer.    Dr.    Heinrich    .Seilz. 

Lotte  V.:  Ciistav  Fröhlich  wohnt 
Berliii-SteH.liiz.  Orleansslr.ilje  4. 
Fee  .Malten  Kerlin-H.ilensee.  Xes- 
inrstr.ilJe  .">.'),  (iiistl  Siark-(i5tetten- 
b.iiir  Berlin-Ch;irlottenbnrf;.  Droy- 
seiistr.ilie    7.      (Just.iv    Fröhlich     ist 

bl 1  und  li:it  blaue  Alleen.     —     U.i- 

iiioii  Niiv.irro  ist  .im  besten  durch 
die  .Meiro-(;oldw  yn-.Mayer-Stndios, 
(  ulver-Cily,  K.al.,  FS.V..  zu  <'r- 
leiclien.  Die  j>'e"-''ii'i'p'i  Film- 
-l.irs     f::eben    .Vntos'rainme. 

Gerhard  Seh.,  Würzburg:  Der 
nächste  Film  von  Wilhelm  Die- 
lerle hciUl  ..Das  SehweiKen  im 
W.ilde'.  Lieii  Deyers  arlieitet 
.'iiiiiciililicklieh  an  liem  Film  ..Das 
ll.iiis    der    t.insend     Freuden". 

,, Tonfilm",     Würzburg:      Warten 
Sie     noch,     bis     Sie     sich     zu     einer 
erslklassif;-en     (n'iKcrin     entwickelt 
b.'ibeii.    d.'iiin    haben  Si(>  immer  noch 
Zeil,    sieh    mit    Tonfilingesellseh.if- 
li'u    in    Verbiiulunfi'    zu    setzen.  C.irl 
de   Voi;ts  neuester  Film   heilit  ..Die 
.Schleiertäiizerin".     mit    Evelyn  Holt 
in   der   Titelrolle.     Bei    der   .sprecli- 
biihne    ist    er    nicht    mehr    tätii;. 
P.   P.,   Cleve:   Agnes  Esferliazy   wohnt   Berlin-Westeud.   K.iiserd:imin    10. 
Sie    ist   Vntrarin.      Ihre   bekanntesten   Filme:    ..Die    Spielerin".    ..Der   Beitel- 
stndpuf,     ..Flucht     vor    Blond"",     ..J)er     Lentn.int     Ihrpr     il.ijesiät '".     ..Trii.st 
der    Diebe".    —    Lipn    Deyprs    wurde    am    .').    Xovember    in    .\msterd.im    ge- 
boren   und     ist    am     besten     durch     die     Deutsche     Inivcrs.il.     Berlin     W     S. 
.M.iuerstraUe  82,   zu    erreichen.   —   Liii.i    B.isi|uelles   .\nschrift    ist   Universal- 
Stndios.    I'niversal-City,    K.ilifornien,    F.SA.      Ihre   bekanntesten    Filme    sind 
..Das    tr<>"l'>''e    -Mädchen  "    und    ..Varieteslerne"'. 

Orlando  de  la  P.,  Goldberg:  •  Elizz:i  la  l'ort:i  ist  Kumänin  und  wurde  :im 
1.  Jlärz  in  Kr.ijov;i  geboren.  .Sie  ist  nicht  mit  tJnst.iv  Frühlich  verlobt, 
(übt  -ViitoKnimine.  —  Werner  I'itselniii  ist  ;iuf  dem  Friiilbof  Heerstr.iCe 
beerdifjt    worden. 

Bert  Sp.,  Emden:  I)er  Terra-Film  ..Königin  l-uise'"  wurde  vor  un- 
gefähr 2  .laiiren  gedreht.  —  .Myrii.a  Lo>  ist  durch  die  M.-(i.- AI. -Studios. 
Ciilver  City,  Kai..  FS.\..  zu  erreichen.  Sie  gibt  .\ntogramme.  ])ie  Künst- 
lerin spielte  u.  a.  iu  ..Der  Deserl<'ur  "  mit  Monte  Bliie.  ..Die  .\rche  Xo.-ili"" 
mit    Dolores   Costello.    ..Kazzi:i""    mit   Conrad    Xagel. 

Filmfreund  Robert,  Leipzig:  Der  nächste  Eddie  1'olo-Filni  heilit 
..fielieimpolizisten '".  —  Harry  I.'cdlke  :irbeitet  .ingenblickliib  :in  dem 
Film  ..Don.inw;ilzer"'.  Fraut'geführt  wurde  kürzlich  ein  Film  ..Die 
Konkurrenz  pl.'itzt '".  —  Mari.iiiue  Winkelsti-rn  filmt  zur  Zeil  nicht,  tritt 
.iber    :im    Berliner    (iroßeii    Seh."ins|iielh;ins    als    'l'änzi'rin    ;inf. 


*'^lflB  1^  I  C  l-i  A  R  D 


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VO(RFfllTPPPlCtitTmäoLitJN^fTPi:pPENiM)KR| 


B    e    r    I  _  . 


|V«rir<)»n  von  linol «um  und  Löuf  crn  auf  Treppen  u  Flächen.  Rcporoturrn.  Eiarne  Linoteuntleqcr  u. Tapezier«« 
iMucfer.  Koatenonschlöq«  und  Verfre^erbesucK  unverbindlich.  (GeqrCndef  1699) 


AinvaaS 


Ä 


SdiallplaÜcn,  die  man  gern  hört 


Instrumentalmusik 

Slawischer  Tanz  Nr.  2  E-moll    von  Dvorak-Kreisler. 
Spanischer  Tanz  Nr,  4  Jota  Navarra  (Sarasate  op.  22 

Nr.   2).     Gespielt    von    Vasa    Prihoda   (Geige)    und    Charles 

Gerne   (Klavier). 

Wundervoll  diese  Kadenzen  und  Doppelgriffe.  Fein  abgestimmt 
Tempo  und  Tonstärke  beim  Slawischen  Tanz.  Gipfelkunst  der 
Fingerfertigkeit,  ein  vollendetes  Virtuosenkunststück  die  Sara- 
satesche  Bearbeitung. 

Eine   besondere    Platte.    Glanzstück   jeden   Hausrepertoires. 

Grammophon  66  886. 

Mit  Bomben  und  Granaten.  Marsch  von  Bilse. 
Düppeler  Schanzen.  (Armeeraarsch  II  186).  Gespielt  vom 
„Grammophon'-Blas-Orchester  unter  Josef  Snaza. 
Zwei  flotte  Märsche,  vielbekannt  und  vielgespielt.  Der  Düp- 
peler mit  dem  bekannten  Refrain:  „Steh'  ich  in  finstrer  Mitter- 
nacht". Ausgeführt  von  einem  Orchester,  das  nach  dem  Schema 
der  früheren  Regimentskapellen  zusammengestellt  ist. 

Grammophon  22  716. 

Erinnerungen  an  die  Mandschurei.  Russ.  Walzer. 
Schicksalsschläge.  Russ.  Marsch.  Gespielt  von  Peter 
Biljos  Balalaika-Orchester. 
Die  übliche  russische  Musik.  Etwas  für  besondere  Liebhaber 
der  Balalaika.  Die  Kompositionen  nicht  überragend.  Das  Spiel 
gut,  besonders  das  Trio  des  Marsches  mit  Kastagnetten. 

Brunswick   57  004. 


Vokalmusik 

,,D  er   Zigeunerbaron"   von    Joh.   Strauß.      Werberlied   und 

Csardas,  gesungen  von  Franz  Völker  (Tenor).    ,,Mein   Aug' 

bewacht",  gesungen  von  Elsa  Kochhann  und  Emma  Banth 

(Sopran),   Franz   Völker   (Tenor)    Chor   und  Orchester. 

Das  Werberlied  mit  glänzend  durchgeführtem  Chor  und  wohl- 

disziplinierteni    Orchester.      Der   Csardas   etwas   zu   bewegt,   aber 

doch  klangschön  und  wirkungsvoll. 

Das  Terzett  getragen  von  dem  Tenor  und  von  der  einen 
Sopranstimme.  Stimmlich  glänzend,  nur  in  der  Deklamation 
manchmal  etwas  unklar.  Grammophon  27  072. 

„F  rauen,  ihr  macht  uns  das  Leben  schö  n." 
,,W  er  immer   eine   Frau    nur    küß  t."    Aus  der  Operette 
,,Marietta".     Gesungen  von  Richard  Tauber  mit  Orchester 
unter   Leitung   des    Komponisten    Oscar    Straus. 
Zwei   Schlager   aus    der   populären   Operette,    die   allein    schon 
große  Verbreitung  finden,   weil  Tauber  sie  singt.    Die  aber  auch 
als  Kompositionen  an  sich  sehr  lieb  und  melodiös  sind. 

Odeon  4948. 
Wein,     Weib,    Gesang. 

Künstlerleben.     Walzer  von  Johann  Strauß.  Gesungen  vom 
Berliner    Lehrer-Gesang-Verein    mit    Orchester.      Leitung: 
Prof.  Hugo  Rudel. 
Der    großen    Plattcnmode    folgend,    bringt    Odeon    jetzt    auch 
Straußsche   Walzer,  von  Männerchor  gesungen.     Läßt  Rudel  den 
Stab  führen,  der  Lied  und  Ton  geschickt  zusammenhält,  für  melo- 
dische Reinheit  sorgt  und  nur  zuwenig  bedenkt,  daß  ein  Wiener 
Walzer  ganz  leicht  und  lieblich   klingen  muß.    Für  manchen  Ge- 
schmack zu  sehr  Berliner,  zuwenig  Wiener  Stil.     Odeon  6730, 


Kapelle  Dajos   Bela    spielte  bei    der  Premiere    des   Ufafilmes   „Hocfiverral"   im    Universum.     Im    Vordergrund    Da/os    Bela,    Harry    Hardt 

Gerda  Maurus.  Gustav  Fröftlicfi    p/,oi.  ila 


„Tonlilm",  Würrburg:  AI  .lolsoii  ist  am  sicliorstcn  diircli  die  AVariior 
Brotlicrs  Studios.  MM,  Simsi-t  Hoiilevarrl.  Hollywoiid.  I\:il..  l'-SA..  zu 
errcirlien.     Kr    cilit    Aiilof;r;imiiio.     Sic    lifiniicii    (Iciilscli    ;iri    ilin    sclir.'ibon. 

Cbarlott  Sl.,  Berlin:  Die  Adresse  eines 
Filiiiscliaus|>ielers  Kene  Aribcrt  ist  uii& 
iiielit  bekannt. 

M.  F.,  Frankfurt  a.  M.:  (iiistav  Iliossl 
«•(iliiit  Berlin  W.  )!e{;enslnirt;ei-  Str.  'JS, 
bei  Sebleiisener.  Kr  wnrde  am  :i(i.  De- 
zember in  Wien  K<"l""'<'n.  ist  ledin  nnd 
trÜKt  seinen  riilitisen  Namen.  Ilitti'n 
Sie  ibn  rnliitc  nm  ein  AntO|.;r.inHn.  er 
wird  Ihnen  bestimmt  Ihren  Wniiseh  er- 
füllen. Das  Aller  der  Kilmsl.irs  jjebeii 
wir  (irin/ipiell  nicht  ;in.  Dieol  spielte  in 
...VbwoKe".  ..Die  Jliichse  der  randora'. 
..Mntterliebo-'.  ..Der  Mann,  der  niiht 
liebt  •.  „Die  Kbe".  ..Die  weiUe  Hülle  vom 
ri7.   Palii'.   ..Die   Drei   nm  Kdith'. 

Kohila,  Estland:  l{.\nion  Novarro  ist 
IidlK,  mittelsrnU.  —  Wir  h.aben  die 
l'ilnistars  an  die  AnlOfrramme  erinnert. 
—  I.va  de  l'ntlis  anK<'nl>licklichi' Adresse 
ist  London.  S:ivoy-lliilel.  —  Knrieii  Hen- 
fer  erreiehen  Sie  am  besten  dnreli  die 
rta.  Herlin  S\V  B«.  Knchsli.ilie  6-H.  l'iila 
Xejjri  ilnreh  die  Klstree-Stndiiis,  1Ier>- 
f(n(lsbire    (Kiifjland). 

Fr.  W.,  Berlin:  Pierre  llatelieff  lebt 
nnd  filmt  in  Krankreieh.  —  l'.nil  Hieli- 
ter  ist  mit  And  Ejieile  Nissen  \erlieira- 
tel.  Kr  wohnt  Herlin  W.  T.inenizienstr. 
Nr.  in.  Kr  si>iello  zuerst  in  den  l'ilmen 
..Dr.  M;ibnse".  ..Der  Henk"r  \  on 
St. -Marien".  ..Das  indiseh"  (Jr.ihmal'. 
Anßrenlilieklieh    filmt    Itiehter    nicht. 

Alfred  B.,  Sebnilz:  Itrisitte  Helm  ist 
eine  ^loße  ninmenfrenndin.  Sie  ist  noch 
jiinKer,  als  Sie  Kfilacht  balien.  Znr  Zeit 
arbeitet  sie  an  keinem  Film.  Von  einem 
Itesneh  möchten  wir  .ibr.-ili-n.  ANohin 
sollte  es  führen,  wenn  jcdei'  Verehrer 
die  Künstler  anfsnebte! 

Filmfreundin  Inge  B  :  Fritz  Odeniar 
wohnt  Herlin-Wilniersdorf,  Ahrweiler 
Stralle  :1l'.  Kr  ist  nnverheiratet  nnd  };ibl 
Anlocr.inime. 

Lieselotte  Seh.,  Berlin-Lankwitz:  Sic 
haben  recht,  'l'hi'iidor  l.oos  hat  vor  eini- 
ger Zeit  in  KnKland  Kcfi'nit.  ninl  zwar 
in  dem  i)npont-Film  ,, Atlantic".  ,Ta- 
Vdbl,  er  ist  ein  groUer  Tier-  und  Blu- 
n\enfreun(J. 

Brigitte  Helm-Verehrer,  Wiesbaden:  lirl^itle  Helm  wohnt 
Dahlem.  Im  Winkel  .'>.  \\  nrdc  am  IT.  Miirz  in  HerlJTi  nclioien 
mit  Kicbard  W4-ilJb;icb  verheiratet,  .sie  ^'l"!  Antosramme.  Ihr 
Film  beißt    „Sklaven   der  Lciden.^ehaff. 


iimiii|iiuiwijimiiiMiu»j 


Herlin 

nnd     i> 
nächsiei 


Dede  B.,  Frankfurt-Main:  .lack  Trevor  ist  blond  und  blauiiti<;iR.  hat 
am  1).  Dezenilier  (iebnrtsl;i;;  nnd  filmt  seit  nnsefäbr  .sieben  .labren.  .Sein 
neuester    Film    heilü    „Die    Drei    nm    Kdilh"    mit   t'.imilla    Hörn. 

N.  R.,  Dortmund:  D  .in  l'etrovieh  b.it 
verf;an;;i'nen  Sommer  mit  seinem  Auto 
(>inen  rnirlücksf.ill  Kehabl.  dem  zwei 
Menscbenlchen   znm   Opfer  fref^ill.-n    sind. 

Harry  Liedlke-Vcrehrer  H.  S.:  Harr.v 
l.iciliki's  l'.'u'liH'rin  im  ..Don.inwalzer" 
licilli  l>e^;;y  NoiiH.in-Szi-kel> .  .lawolil, 
l.iedlke  ist  sehr  mnslk.ilisch.  Kr  sin;;! 
nnd  spielt  .inssezeirlinet  Kl.ivier.  Die 
•Vdresse  stimmt.  .Mari.i  l'.uuller  wird 
.•nicli  wieder  filmen.  An^enlilicklich  trill 
sie  in  Herlin  an  der  .Sprechbühm'  .inf.  — 
l.y:i  de  Pulli  ist  wiedi'r  nach  Kn-rland 
znriickKereist.  wo  sie  weiter  filmt.  — 
l^ci     Syms     neuester     Film     heil.li     ..Das 

|{i-cht    .Ulf    l.icl mit    K\clyM    Holt    in 

der    weililicl Il.inpirolle. 

Ria  und  Lissy  vom  Rhein:  AVill.v 
Fritscb  wcdmt  Herlin  AV.  Kaiserd.innni 
Nr.  !t.i,  wurde  ;im  L'7.  .laniiar  in  Katto- 
witz  fjehoren,  ist  so  ;ilt,  wie  Sie  ife- 
sch.-itzt  b.iben.  nnd  ^ibt  .VotoKramme.  — 
Der  nächste  Film  mit  (!ret:i  Grirbo  nnd 
fonr.id    N.i-el    lieilit    ..Der    Kuß-. 

Zwei  Filmfreundinnen  aus  Bückeburg: 
.1.11  k  Tievor  i.-t  l';ni;];iiiiler.  mit  einer 
KiitilaMileiin  veilieir.itet  und  seit  sieben 
.I.Tlireii  lieiiii  Film.  .Vlter  unnefiilir  ricli- 
tiü.'  (i'cr-iten.  —  Cirl  de  Vofjt  widint  iter- 
lin-Tempclhof,  Hulienzollernknrso  .">.')a. 
Kr  ist  mit  der  Filniscb.inspielerin  t  l:iir" 
l.utto  verbeir.itet.  —  Mari.i  l'.uidler  ist 
^■eschieden.  —  Ivan  Petrovieh  li.it  mit 
seinem  Auto  versr.infienen  Sommer  Un- 
(jlück  ^('li.ibl.  Zwei  Mensehen  siinl  d:i- 
liri     inii-i     kellen    ,ü:ekommen. 

Orchideen-Elly:  W.iriim  Iviiii  Petro- 
vieh zn  dieser  .strafe  verurteilt  worden 
ist.  finden  Sie  .mii  anderer  Stelle.  — 
IJolf  von  (iotli  liebt  Blumen.  So  alt. 
wie  Sie  K'i'seb:itzt  h.iben.  Kiner  seiner 
ersten  Filini-:  ..Vmn  Täter  fehlt  jede 
Spur".  —  l.ieii  l)e.\('V>  debütierte  in 
l'rilz    l.anss    ..Spioie-". 

Ein  Tauber-Verehrer,  Berlin:  Bildkar- 
ten v(m  ilem  Kün.-tler  friht  es  in  jeder 
uroUen  P.ipierhandliins.  Wahlen  Sie  nur, 
T.inber  nm  ein  .Viito^ramm  zu  bitten.  Dr. 
Kekener  wohnt  in  Lndwinsh.ifen.  Auch  er 
s;ilit   .Vutoür.inime.   Klienso    Käthe  Dorsch. 

If    von    tiolh    wohnt    Berlin    SW.    Halle- 


Bobby    B.,    Frankfurt    a.    M.:    B 

-(lies    ll'er    i'.'i.      Kr    ^ilit    A  ulour.iniiiie. 

Ramon-Schwärmerin    Ly:      Wir      bewiindeni      Ihre 
.Vlle   Ihre  .Viisaben   über   IJanion    X()v;irro  sind   riebtitt. 


Person.'ilkenntiiisse. 


Stand 


wer 


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Isadora    Dune  an 

Memoiren 

Mit    einem    Nadiwort    von    Ftilöp  -  Miller    und    einer    Tanzstiidie 

von  El.sa  Wiesenihal 

410  Seiten  und  137  Bilder 

Geheftet  K.M.  1I.-,  Leinen  R\t.  /,i.- 

10.  Tausend 

Berliner  Tii^eHiitt:  „Die  Kroße  Linie  ihres  Lebens  ist  In  diesen  Memoiren 
völlig  wahr  (lezotjen,  und  die  erstaunlkhc  l'ersönlkiikelt,  geistreiib, 
Kenia),  dämonlsdi,  bandenlos,  \on  unerhörter  anlnialisHier  Kraft  und 
kindlich,  ia  kindlsdi  zugleidi,  uird  darin  deullidi.  Diese  naiven,  un- 
verhüllten Bekenntnisse  verbliiffen:  Pathos,  Oberllädilidikell,  Torheil 
»ediseln  mit  Sdillderungen  von  uußerordentlidier  Kraft,  Hemerkunj,"cn 
von  fast  ersdiredicnder  .Mensdilidikeil." 

Mündiner  '/.eilung:  „Dieses  ungewöhnlidi  Inhallreidie  Btidi  wird  pcwiß 
viel  pelesen  werden.  Im  Criinde  sdieint  das  ganze  Budi  eine  einzige 
.Sensation  zu  sein.  Aber  es  Ist  mehr,  weil  mehr:  das  glühende.  In- 
brünstige, fanatlsdie  Bekenntnis  einer  KOnsllerscele  zu  ihren  Idialen." 

L' Est  ränge  Fawcett 

Die    Welt     des     Films 

2S4  Seilen  und  KU  Bilder 
Geheftet  KM.  S.-,  Leinen  KM.  lO.- 

Dtulsdie  f'ilmzeitunfr.  Mündien:  „Nldit  allein  der  Fadimann  wird  daraus 
AnroKung  und  Beiehrung  sd^ipfen,  sondern  audi  die  unabsehbare 
.KTttHc  der  Filnifreunde  und  taglidien  Klnobesudier  erfährt  in  leidil 
fnC'liiic!,  tintcriniltender  I'orm  alles  \\  esenllldie  über  die  gesdialllidu-, 
t'  thnis<iie,  kUnstIrrisdte  und  kulturelle  Bedeutung  des  Fllm.s.  Zum 
ci',t"  iii'ial  »erden  hier  sonst  nur  »enlgen  r.lnge»eihten  zugiiiiglidie 
l>ii'  1  .  Vorzüge,  l'ohlcr  und  besondere  \erhal(nlsse  aus  «ler  \Velt  des 
H;i>      In  iludiform  der  O0cntlidikcll  übergeben." 


<t 


GutsdieinF. 

gültig  bis  24.  Dezember  1929 

V  o  rz  c  i  g  c  r  i  n  zahlt  für  die 


ganzer  Kopi  statt  M.  25-- 

nur  M.  12- 

6  Monate  Haltbarkeit,  keine 
Negcrkrausc. 

Färben    von    M.    10. — 

Ncstor-Daucrwcllcn-Institut 

Berlin  W50, 

Taueotzienstra^e  7 

liochpartcrrc.  Bavaria   1759. 


.Jaki 


Stockstaliv 


:ilk-r)   IMiolMlKiiuttiin^i-ti 

Aiieiniursiciui:  j a K i -  WerK.  ReiUUnien 


KINDT&  BUCHER  VERLAG  G.M.B.H.  GIESSEN 


Photoamateure 

Wenn  Sic  Wert  auf  Ihre 
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ooöc  3a(jl  iVi  ,^ii  crrntiMiöcn  -Kintcr  cntfprid)t  cinciii  iMid)ftabiMi, 
öcr  in  ^n6  mit  bcr  !iU"id)i'ii  ?,al)l  bo,U'id)ucti>  «nrrcc  iMnsutrniU'ii  ift. 
—  Sie  •lMid)ftabon,  uon  1 — 72  fortlaitfenö  lU'lefcn,  ergeben  ein  "Kort 
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61 

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1^  c  i^  i"  n  t  n  II  ii   De  r  c 

1.  6d)iuifdiräntd)cn 

2.  "i^.'vbrcdicr 

3.  >>od)fd)üU'v 

4.  "IlH'ttipiclplnt^ 

5.  l(ini)ttiirtid)oftlidiC6  Oicbnnbe 
(>.  Stofttnnffc 

7.  ^c^•  (f>ott   i^oti  'ilVinö 

8.  !öiilinemo(U'l 

9.  miinMid)c  "iHul^anMuiui 

10.  -IiH-bbilb 

11.  UH-iblidH'r  "l\ornnnic 

12.  ücil   bcr  6pcifcrLiI)rc 


iL'öfniuu'n  finb  niif  einer  "^\ofttnrte  bic-  fpntoftens  20.  "Dencmber  eiii-- 
i^ufeiiben.  (Inennne  -Jlrnjobe  ^c^•  '3lnfd)iift  öes  "Jlbfcnöei;.^  ift  uncilüfe' 
lid).  'Jliuu'ftellte  bes  ^iUnlnacö  unö  bcvcn  'Jlngc|)i.nicic  finb  «on  öcr 
Seilnnhnie  oii6iiefd)lofien. 

"Jllö  -^U'cifc  iv.'lnniuMi  .yir  -ikrteilniu): 

a)  'iMidier: 

1.  v^rau  im  SQionb"  oon  'Zf)ea  v.  ^arbou 

2.  „älktropolis'"  von  S^ea  v.  ^atbon 

3.  „aKctropoUs"  oon  2^ca  o.  §arbou 

4.  „Gpionc"  Bon  Zt)ea  v.  ^atbou 

5.  3)os  C>tto-(Sebü^r--95u(i^  von  Dr.  2of)mcqct. 

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nidit  benntmortet  inerben.  -Jlüe  Crinfcnbiuuien  ftnb  ,^u  vid)ten  an 
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Bezugspreis  Mk.  1.— monatlich.  Anzeigenpreis:  J5  Ptg.  die  30  mm  breite  mm-Höhe.  —  Seitenpreise  und  Rabatte  nach  Tarif,  —  Postscheckkonto:  Berlin  NW  7,  Nr.  3111.  — 
Hauptschrittleitung:  Alfred  Rosenthal  (Aros).  Verantwortlich  für  die  Redaktion:  Arthur  Schetter,  für  den  Anzeigenteil:  A.  Picniak,  samtlich  in 
Berlin.  Für  Redaktion  und  Herausgabc  in  Österreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I.  Domgasse  4.  —  Nachdruck  nur  unter  Quellenangabe  gestattet.  Unver- 
langte   Einsendungen    werden    nur    zurückgeschickt,  wenn  Porto  beiliegt.    —    Verlag  und  Druck:    August    Scherl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68,  Scherlhaus. 


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VEREINIGT  MIT 


fUHUi^eH — 


Berlin.   15.  Dezember  1929      *      Nummer  5C 


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in  ,  Die  un-^e- 
liiöntc  Königin ^ 


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Wilhelm    Diclcrlc    liebt 
die  idealistische 

Weitauffassung.  Er 
hat  daher  mit  Geschick  nach 
einem  der  interessantesten 
Romane  Ganjjhofers,  „Das 
Schwcijjcn  im  Walde",  gegrif- 
fen, der  sich  schon  seiner 
landschaftliclicn  Motive  hal- 
ber für  den  Film  eignet. 
Ganghofers  Optimismus, 

seine  Verachtung  des  lauten 
Treibens  in  den  Städten, 
seine  Schwärmerei  für  d' 
unberührte  Natur  treffen  bei 
der  heutigen  Jugend  auf  ein 
gleichgesinntes  Geschlecht. 
Wilhelm  Dietcrlc  will  eine 
volksstückmäßigc  Handlung 
in  der  zu  ihr  gehörenden 
Landschaft  vor  sich  gehen 
lassen,  um  einen  betont  deut- 
schen Film  zu  schaffen.  Er 
hat  sich  die  Gegend  um 
Mittcnwald  ausgesucht,  das 
Dorf  selbst  in  die  Handlung 
einbezogen  und  zeigt  vor 
allen  Dingen  die  Schönheil 
der  deutschen  Hociigcbirgs- 
wclt,  die  ragenden  Gipfel 
die  strengen  Wälder,  die 
blütenübersponncnen  Berg- 
wiesea  und  die  sciiwcigcnden 
Bergsccn.  Die  Landschaft 
erhält  durch  die  vorzügliche 
Kameraarbeit  von  Charles 
Stunnar  etwas  Romantisches, 
wenn  diese  auch  im  ,, Schwei- 
gen im  Walde"  nicht  südlicii 
heiter  wie  bei  Böcklin,  son- 
dern ernst  und  nordisch  ist. 
Die  Handlung  dagegen  ist 
der  Sentimentalität  nicht 
mnier  aus  dem  Wege  gegan- 
gen; Volksstiickc  müssen 
noch  einfacher  sein.  Dagegen 
hat  Wilhelm  Diclcrle"  ein 
paar    Talente     entdeckt,     die 


(7  7uu^  cfvio/v 

*  VON  KARL  HEIN?  HEILAND  * 


Wir  sind  in  Deutschland  gewohnt,  Ceylon,  da 
es  so  hübsch  in  der  Nähe  Indiens  Hegt,  als 
einen  Teil  davon  zu  betrachten  —  eine 
leider  auch  n  gebildeten  Kreisen  weit  verbreitete 
Ansicht.  Der  Film  hat  nun  auffallenderweise  auf 
Ceylon  als  Vorführung  keinen  sonderlich  festen  Fuß 
fassen  können.  Sogar  in  Colombo,  einer  Weltstadt, 
die  vor  allem  infolge  eines  unmäßig  angewachsenen 
Über-Land-Autobusverkehrs  von  Eingeborenen  oft 
aus  dem  fernsten  Innern  wimmelt,  gibt  es  nur  zwei 
größere  Kinos,  denen  es  dem  Vernehmen  nach  nicht 
einmal  glänzend  geht. 

In  Mutara,  dem  Endpunkt  der  meist  befahrenen 
Bahnstrecke  längs  der  Westküste,  einem  Endpunkt, 
an  den  Dutzende  von  Autolinien  anknüpfen,  bauten 
ein  paar  unternehmungslustige  Leute  ein  mittel- 
großes, modernes  Kino,  das  schon  kurz  nach  Er- 
öffnung vor  dem  Ruin  stand. 

In  Kandy,  der  Gebirgshauptstadt  des  Landes,  die 
außerordentlich  viel  Europäer  und  Halfcasts  beher- 
bergt, deren  Umgebung  von  Pflanzungen  wimmelt, 
die  von  Europäern  angelegt  sind  und  geleitet  wer- 
den, in  Kandy,  das  scharenweise  von  Damen  be- 
sucht wird,  denn  fast  alle  Pflanzer  sind  verheiratet, 
gibt  es  nichts,  was  einem  modernen  Kino  auch  nur 
ähnlich   sieht. 

An  Fabrikationsfirmen  ist  natürlich  unter  diesen 
Umständen  nicht  zu  denken.  Auch  ausländische 
Gesellschaften    haben    meinen    Ermittelungen    nach 


M 

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Karl  Heinz  Hei- 
land und  Lo  Hall 

gewaltige    Tempelelefant    des   Dalada-Tempels,    in    welchem 
der  sogenannte   „Zahn  Buddhas"  aufbewahrt  wird. 

Auf  meiner  jetzigen  Reise  wollte  ich  nun  einen  Kultur- 
spielfilm schaffen,  der,  mit  den  zahlreich  vorhandenen 
indischen  Filmen  verglichen,  den  ungeheuren  Unterschied 
zwischen    den   beiden    so    nahen    Ländern    klarmachen    sollte. 

Die  vom  Filmstandpunkt 
aus  einzig  existierende  Pflanze, 
die  Kokospalme,  gibt  es  vor 
allem  im  benachbarten  Süd- 
indien fast  gar  nicht,  und 
wenn,  dann  nur  in  wenigen 
Exemplaren,  da  sie  künstlich 
bewässert  werden  müssen, 
dort  wächst  die  grundverschie- 
dene Palmyra-Palmc  mit 
Fächerblättern.  Die  Kokos- 
palme, die  ganz  Ceylon  über- 
wuchert, hat  die  bekannten 
langen  Wedel. 

Ceylon  hat  keine  Tiger, 
trotzdem  sie  in  jedem  dort 
spielenden  Roman  vorkom- 
men, sondern  nur  Leoparden. 
Der  Ceylorielefant,  auch  das 
riesigste  Männchen,  hat  abso- 
lut keine  Stoßzähne.  Nur  ver- 
einzelt findet  man  Stoßzähne 
bei  den  Nachkommen  von  ein- 
geführten Elefanten. 

Ceylon  hat,  abgesehen  von 
dem  nördlichsten  Distrikt,  wo- 
hin die  Tamilen  erobernd  ein- 
drangen keine  , .Götzentempel", 
verehrt  nicht  Brahma,  Wishnu 
und  Shiwah,  sondern  die 
Singhalesen  sind  durchweg 
Buddhisten,  Anhänger  einer 
Religion,  die  mit  dem  Hindu- 
glauben so  viel  Ähnlichkeit 
hat,  wie  Christentum  und 
Fetischdienst. 

Ceylon  hat  —  keine  Tänze- 
rinnen, nur  männliche  Tänzer, 
die  sogenannten  Teufelstänzer 
etc.,  etc. 

Da  ich  nun  Ceylon  bis  ins 
tiefste  Dschungel  von  mehr- 
fachen Autotouren  und  Jagd- 
fahrlen  auf's  genaueste  kannte, 
auch    mit    mehreren    der    ein- 


geborenen ,, Chiefs",  der  Fürsten, -befreundet  war,  so 
konnte  ich  hoffen,  einen  interessanten  Film  zu 
schaffen,  der  eine  völlig  neue  Welt  öffnen  sollte. 
Bilder  aus  dem  eigenartigen  Dschungel  Ceylons  mit 
seinen  Salzlagunen,  zahllosen  Giftbäumen,  seinen 
im  tiefsten  Urwald  vergrabenen  Riesenpalästen, 
Tempeln  und  Buddhastatucn,  hat  wohl  noch  nie- 
mand gesehen,  geschweige  die  seltsamen  buddhisti- 
schen Zeremonien  —  die  Opferung  von  Blumen,  die 
endlosen   Litaneien  usw. 

Nun  einiges  von  meinen  Erlebnissen.  Die  Haupt- 
schwierigkeit lag  wie  meist  darin,  geeignete  Leute 
als  Schauspieler  zu  gewinnen,  Leute,  die  eine  mehr- 
monatige Auto-  und  Jagdreise  mitmachen  wollten 
und  konnten.  Als  Operateur  hatte  ich  meinen  Vor- 
kriegsbegleiter Munuswami  aus  Oberindien  kommen 
lassen,  den  ich  seiner  Zeit  nach  Berlin  gebracht  und 
dort  ausgebildet  hatte.  Männer  waren  genügend 
disponibel,  auch  Schauspieler,  von  der  einzigen 
singhalesischen  Bühne,  aber  —  niemand  wollte  sich 
den  Kopf  kahl  scheeren  lassen,  wie  es  die  Rolle  als 
Priesterschüler  erforderte.  Die  Singhalesen  tragen 
meist  noch  heute  eine  Weiberfrisur  sogar  mit  Kamm. 
Die  städtische  Jugend  ist  bis  zu  einem  langhaarigen 
Lockenkopf  gekommen,  aber  kahl  —  nein.  Schließ- 
lich bewog  der  Manager  des  erwähnten  Theaters 
durch  milden  Zwang  eine  seiner  männlichen  Bal- 
letteusen, die  —  pardon  —  der  ein  äußerst  geeig- 
netes Gesicht  hatte,  sich  der  Operation  zu  unter- 
werfen, und  schließlich  fand  ich  auch  eine  Partnerin 
für  ihn.  Die  Reise  begann,  und  bald  hatten  die 
beiden  sich  so  eingespielt,  daß  ich  freudig  der  Zu- 
kunft entgegen  sah.  Doch  mit  des  Geschickes 
Mächten  —  —  Es  kam  anders. 


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^^^  c^^Z^XfjR^^  ßfe^5^^^^^^^ 


Es  ist  bekannt,  daß  die  Schauspieler  mit  dem  Text  in  den 
Stücken  lebender  Autoren  sehr  frei  umspringen  und  gern 
ihre  eigenen  Witze  einfügen.  Die  Prominenten  des  En- 
sembles, die  Träger  der  Hauptrollen,  \\  achen  eifersüchtig  darüber, 
daß  sie  alle  wirksamen  Sätze  zu  sprechen  haben,  um  den 
Applaus  mit  ihren  Auftritten  zu  verknüpfen.  Von  der  Eigen- 
schaft, neidisch  auf  die  Pointen  in  der  Rolle  eines  Kollegen  zu 
sein,  ist  kaum  ein  Schauspieler  frei,  und  sobald  er  als  ,,Star" 
gelten  kann,  wird  er  es 
durchzusetzen  verstehen, 
daß  alle  zugkräftigen 
Dialogstellen,  Witze  aus 
anderen  Rollen  entfernt 
und  ihm  übertragen 
werden. 

Zu  denjenigen  Komi- 
kern, die  keinem  Kolle- 
gen einen  Witz  gönnten, 
gehörte  auch  der  ge- 
feierte Volksschauspieler 
Alexander  Girardi,  der 
am  Ende  seines  Lebens 
noch  Mitglied  des  Burg- 
theaters wurde.  Diese 
höchste  Ehre,  welche  die 
deutsche  Bühne  zu  ver- 
geben hat,  konnte  seinen 
Eifer,  alle  guten  Witze 
eines  Theaterstückes  für 
Bich  zu  beanspruchen, 
nicht  dämpfen.  Girardi 
studierte  Possen  und  Ko- 
mödien, in  denen  er  auf- 
treten mußte,  sehr  sorg- 
fältig, und  sobald  er  in 
irgendeiner  Rolle  einen 
passenden  Witz  ent- 
deckte, schrieb  er  an  den 
Rand  des  Buches:  ,,Sage 
ich"  Da  Girardis  Name 
Genügte,  um  jedes  Thea- 
ter zu  füllen,  blieb  dem 
Regisseur  nichts  weiter 
übrig,  als  der  Laune  des 
Stars  nachzugeben.  Zwi- 
schen ihm  und  den  Kol- 
legen gab  es  nicht  selten 
Zusammenstöße,  bei  de- 
nen er  sich  immer  als 
der  mächtigere  erwies. 
Aber  einmal  spielten  sie 
ihm  doch  einen  Schaber- 
nack. 

Die  Verfasser  von 
Possen  bringen  den  besten 
Witz  des  Abends  regel- 
mäßig in  der  ersten 
Hälfte  des  dritten  Aktes, 
weil  er  an  dieser  Stelle 
erfahrungsgemäß  am  be- 
sten wirkt.  Nun  näherte 
sich  einmal  eine  Posse, 
in  der  Girardi  die  füh- 
rende Rolle  hatte,  der 
hundertsten      Aufführung. 

Der  Dramaturg  der  Bühne  erzählte  bei  einer  Arrangierprobe, 
die  durch  Neubesetzung  der  weiblichen  Hauptrolle  notwendig 
war,  den  neuesten  Witz,  der  in  einer  Pariser  Komödie  jeden 
Abend  Stürme  fröhlichsten  Gelächters  hervorrief.  In  Wien  war 
der  Scherz  noch  unbekannt,  und  man  beschloß,  ihn  bei  dem 
kommenden  Jubiläum  zum  erstenmal  zu  verwenden.  Daß  ihn 
Girardi  zu  sprechen  hatte,  galt  dem  Bühnenleiter  und  vor  allen 
Dingen  dem  Komiker  selbst  als  natürlich.  Aber  da  er  die  Kol- 
legen bei  den  Arrangierproben  wieder  geärgert  hatte,  beschlos- 
sen sie,  sich  an  ihm  zu  rächen. 

Im  ersten  Akt  wurde  der  Dialog,  der  ja  in  Possen  sehr  leicht 
hingeworfen  ist,  so  geändert,  daß  ein  unbedeutender  Chargen- 
spieler den  Witz  bringen  konnte,  der  ungeheures  Gelächter  her- 
vorrief. Bis  in  seine  Garderobe  hörte  Girardi,  der  auf  das 
Klingelzeichen  des  Inspizienten  wartete,  die  schallende  Heiter- 
keit der  Zuschauer  dringen,  deren  Ursprung  er  sich  nicht  er- 
klären konnte,  da  ihm  jede  Pointe  bekannt  war.    Er  erfuhr  aber 


den  Grund  nicht  und  sprach  ahnungslos  im  dritten  Aht  den- 
selben Witz.  Eine  Welle  des  Unwillens  flutete  aus  dem  Parkett 
zu  ihm  auf,  denn  bekanntlich  wirkt  nichts  fader,  als  wenn  der- 
selbe Witz  nach  kurzer  Pause  noch  einmal  erzählt  wird.  Als 
Girardi  späterhin  die  Ursache  dieses  Fiaskos  erfuhr,  war  er  sehr 
wütend,  aber  nicht  einmal  die  Tatsache,  daß  die  schuldigen 
Schauspieler  ein  Strafgeld  zu  zahlen  hatten,  half  ihm  darüber 
hinweg,   daß   seine   beste   Pointe   ohne   Beifall  geblieben   war. 

Berühmte    Schauspieler 


Trude  Lieske  und  Paul  Heidemann  in  dem  Ufaton-Film  „Zille-Typen" 

Phot.  Vja 


sind  oft  nicht  so  sehr  auf 
ihre  Kunst  stolz,  son- 
dern auf  Eigenschaften, 
die  außerhalb  ihres  Be- 
rufes liegen.  So  kämpft 
Harry  Liedtke  um  seine 
Anerkennung  als  Dich- 
ter, Albert  Bassermann 
ist  in  den  Mußestunden 
Maler,  und  Ferdinand 
Bonn    versucht     sich    als 

Violinvirtuose.  Agnes 
Sorma,  die  unvergessene 
Künstlerin,  setzte  ihren 
Ehrgeiz  darein,  eine  voll- 
endete Hausfrau  zu  sein 
und  eine  gute  Küche  zu 
führen. 

Als  in  den  neunziger 
Jahren  Sudermanns  ,, Jo- 
hannes" mit  Agnes  Sorma 
und  Joseph  Kainz  in  den 
Hauptrollen  einstudiert 
wurde,  zogen  sich  die 
Proben  so  lange  hin,  daß 
die  Künstler,  die  am 
Abend  in  einem  anderen 
Stück  beschäftigt  waren, 
nicht  nach  Hause  gehen 
konnten,        sondern       am 

Spätnachmittag  eine 
warme  Mahlzeit  in  der 
Nähe  des  Theaters  ein- 
nahmen. Es  fügte  sich 
nun,  daß  sie  in  der  Regel 
so  spät  kamen,  daß  nur 
noch  ein  Gericht  auf  der 
Speisekarte  nicht  ge- 
strichen war,  nämlich 
Kalbsbraten.  Und  um  sich 
und  den  andern  Appetit 
zu  machen,  lobte  ihn 
Kainz  derart,  daß  die 
Sorma  nervös  in  die 
Worte  ausbrach;  ,,Sie 
müßten  einmal  Kalbs- 
braten bei  mir  essen,  um 
zu  erfahren,  wie  er 
eigentlich  schmecken  muß. 
Darf  ich  Sie  nach  der 
Premiere  bei  mir  erwar- 
ten?" Kainz  sagte  zu, 
nahm  sich  aber  vor,  die 
Sorma  wegen  des  ner- 
vösen Tones  zu  necken. 
Die  Generalprobe  brachte  diesmal  nicht  nur  den  Dichter  des 
,, Johannes",  Hermann  Sudermann,  in  das  Theater,  sondern  auch 
eine  Anzahl  geladener  Gäste,  da  sich  niemand  über  die  Wirkung 
dieses  vom  bisherigen  Schaffen  Sudermanns  abweichenden 
Stückes  auf  die  Zuschauer  klar  war.  Die  glänzend  einstudierten 
Szenen  klappten  ausgezeichnet,  und  mit  dem  letzten  Akt  sollte 
der  Höhepunkt  der  Darstellungskunst  für  die  Sorma  kommen. 
Kainz,  der  Johannes,  hatte  hinter  der  Szene  sein  Leben  lassen 
müssen,  und  ein  Statist  mußte  jetzt  auftreten,  um  der  Sorma- 
Salome  das  Haupt  des  ,, Johannes"  auf  goldener  Schüssel  zu 
reichen.  Der  Statist  kam  auch,  aber  statt  des  grausigen  Ernstes 
empfing  ihn  brausendes  Gelächter,  denn  er  war  mit  weißer 
Schlächterschürze  und  Konditormütze  versehen  und  präsentierte 
der  verblüfften  Sorma  einen  frischen  Kalbskopf.  Niemand  anders 
als  Joseph  Kainz  hatte  nämlich  die  Statistenrolle  übernommen. 
Jedenfalls  war  es  mit  der  feierlichen  Stimmung  in  dieser  General- 
probe vorbei.     Das  Stück  wurde  ein  Erfolg. 


L 


WIELE^ 


Der  Großstadtmensch  kennt  außer  Hund,  Katze  und  Pferd  nur 
Stubenvögel  oder  die  melancholisch  plätschernden  Insassen 
eines  Aquariums.  Allein  die  zoologischen  Gärten  machen 
ihn  mit  anderen  Vierfüßlern  vertraut,  denen  er  sich  allerdings 
nur  bis  zur  Distanz  eines  schützenden  Gitters  nähern  kann.  Der 
Aufenthalt  in  einem  Tierpark,  dessen  bunte  Fülle  zum  schnellen 
Vorüberschreiten  lockt,  damit  nur  ja  kein  Käfigtier  ungesehen 
bleibe,  ist  auch  zu  kurz,  als  daß  der  Besucher  vom  eigentlichen 
Wesen  der  Tiere  etwas  erfassen  könnte;  es  bleibt  bei  der  Be- 
trachtung der  äußerlichen  Gestalt.  Der  Film  hat  es  sich  nun  zur 
Aufgabe  gesetzt,  die  Allgemeinheit  mit  der  Tierseele  vertraut  zu 
machen  und  vor  allen  Dingen  mit  jener  sentimentalen  Betrachtung 
der  Tiere  aufzuräumen,  die  seit  einiger  Zeit  in  einer  gewissen 
Belletristik  seltsame  Blüten  treibt.  Daß  junge  Tiere  spielen,  weiß 
jedermann,  aber  daß  diese  Tiere  gleichzeitig  damit  ihre  Kräfte 
üben  und  Eigenschaften,  denen  sie  später  die  Nahrungssuche  ver- 
danken, durch  das  Spiel  geweckt  und  vervollkommnet  werden, 
ist  weniger  bekannt.  Aber  nicht  nur  die  Jungtiere  spielen,  son- 
dern auch  die  erwachsenen  Wesen  des  Tierreiches  haben  viel 
Interesse  für  das  Spiel.  Die  Tänze  der  Stelzvögel,  die  einem 
Durchschnittsmenschen  verborgen  bleiben,  der  Tanz  der  Kraniche 
etwa,  machen  auf  uns  einen  komischen  Eindruck,  weil  sie  durch 
eine  Fülle  grotesker  Stellungen  ausgezeichnet  sind.  Der  Balztanz 
des  Auerhahns,  die  Tänze  des  Birkhuhns  sind  vielfach  bildlich 
dargestellt  worden.  Der  in  Australien  lebende  Laubenvogel  baut 
sich  eigene  Lauben  aus  Gesträuch,  Federn,  Steinen,  Knochen, 
glitzernden  Gegenständen,  um  darin  seine  Tänze  wie  auf  einer 
Bühne  vor  einem   Publikum   von  Hennen  vorzuführen. 


Oben:    Tanzende  Kraniche 

Im  Kreis:  Junge  Katze  spielt  mit  einem  Silberfuchs 

Mille:   Spielende  Bären 

Unten:   Junge  Löwen 

Photos:   Ufa 


Die  Tiller  Girls  bei  ihrer  Ankuft  in  Berlin      Phol.  Scala 


^  ^  I  ^ 


Es    besteht    doch    irgendeine    Verwandtschaft    zwischen    dem 
Kino  und  der  bunten  Bühne.     Nicht  nur  durch  die  Bühnen- 
schau,   die    einunddieselbe    Nummer   vom    Universum    in    die 
Scala  und   aus   dem   Wintergarten   in  die   Turmstraße   führt. 

Es  ist  irgendein  gemeinsames  Fluidum,  die  Mischung  zwischen 
Unterhaltung  und  ernster  Kunst,  zwischen  Humor,  leichtem  Witz 
und  ernster  Arbeit,   die  sich  eng  mit   der  Wissenschaft  vermählt. 

Die  Kulturfilme  gibt  es  hüben  und  drüben.  In  der  Scala  läuft 
heute  bereits  ein  Tonfilm,  genau  so  wie  damals  in  der  Luther- 
straße das  große,  weltberühmte  Erzeugnis  der  Fox,  das  ,,Hohe 
Lied  der  Mutter",  zum  erstenmal  gezeigt  wurde. 

Deshalb  v/ird  unser  Blatt  jetzt  auch  regelmäßig  zu  den  Er- 
eignissen des  Varietes  Stellung  nehmen.  Es  beginnt  in  einem 
glücklichen  Augenblick,  am  Tage,  da  die  Tillers  wieder  in  Berlin 
einziehen,  um  drei  Monate  lang  allabendlich  unter  dem  Sternen- 
himmel in  der  Dorotheenstraße  begeisterten  Beifall  entgegenzu- 
nehmen. 

Sie  zeigen  ihre  berühmte  Exerzitien,  tanzen  Parade  und  ver- 
wandeln sich  zu  guter  Letzt  in  Puppen  oder  —  besser  gesagt  — 
in  Gclenkpuppen,  die  nicht  nur  den  kleinen,  sondern  auch  den 
großen    Kindern    außerordentlich    gut    gefallen. 

Zwischendurch  spielen  die  ausgezeichneten  Weintraubs  in  ihrer 
bekannten,  beinah  unerreichten  Art  und  versöhnen  uns  mit  dem 
tanzenden  Export,  weil  wir  zu  dem  Resultat  kommen,  daß  uns 
diese  Musik  und  auch  diese  Aufmachung  selbst  Jack  Hilton  nicht 
nachmacht. 

Man  grüßt  alte  Bekannte.  Nämlich  die  Schattenwunder  der 
Steinmeyer-Girls,  bei  denen  es  nun  einmal  ohne  das  berühmte 
blaue  Auge  —  allerdings  verbunden  mit  einem  roten  —  nicht 
abgeht. 

Am  Schwungseil  entzücken  die  zwei  Hartwells,  Jenny  jongliert, 
Nathanos  rollen  auf  ihren  Schuhen   über   Boden  und  Tisch,   Roth 


und  Shay  liefern  exzentrische  Akrobatik  in  neuer,  sympathischer 
Form,  und  Georg  Bonhairs  Truppe  spielt  das.  was  man  im 
Varietejargon    ikarisch    nennt. 

Was   dem    Wintergarten  Tiller,    ist    der   Scala    Mattray. 

Soll  man  diesem  ausgezeichneten  Ballettmeister  und  wunder- 
vollen Tänzer  hier  neue  Lobeshymnen  singen?  Wohl  kaum 
nötig,  wenn  man  nur  feststellt,  daß  seine  neue  Spielfolge  wieder 
ein  seltenes  Gemisch  von  Farbenschönheit,  Exaktheit,  Geschmack, 
Routine  und  Kunst  ist.  Katta  Sterna  zeigt  Frauen  im  Wandel 
der  Zeiten,  eine  ,, Kopflose  Geschichte",  nicht  nur  nett  und  origi- 
nell in  der  Idee,  sondern  eine  wirkliche  Neuheit  auf  dem  Gebiet 
des  dekorativen  Tricktanzes. 

,, Brautschau"  ist  beinah  ein  kleines  Ausstattungsstück,  und  die 
berühmte  ,,Hohc  Schule"  mit  Schellengeklirr  reizt  heute  zu  Bei- 
fallssturm wie  vor  Jahresfrist.  Bolls  &  Bolly  balancieren  ein 
paar  Meter  hoch  über  der  Erde.  Achilles,  der  Kraftmensch,  er- 
scheint  mit  seinem   lustigen  Knappen  Newman. 

Die  Breiers  sind  wirklich  Schleuderbrettakrobaten  in  seltener 
Vollendung,  und  Kafka,  Stanley  und  May  zeigen,  ohne  zu  schwin- 
deln,   schwindelerregende    Sensationen    am    schwingenden    Trapez. 

Daß  es  noch  neue  Jongleurkunststücke  gibt,  zeigt  der  hervor- 
ragende Charles  Perezoff,  der  von  den  zwei  Caligaris  abgelöst 
wird,   Exzentrikern,  über  die  man  wirklich  gern  und  herzlich  lacht. 

Den  Schluß  bildet  ein  Abend  in  einem  amerikanischen  Tingel- 
tangel. Eine  Parodie  der  bekannten  Billy  Devoy  Comp,,  die  da- 
durch besonders  berühmt  ist,  daß  einst  in  ihr  Charlie  Chaplin 
agierte,  zu  einer  Zeit  allerdings,  als  er  noch  nicht  an  Film 
dachte. 

Wenn  man  sich  genau  erinnert,  sieht  man,  daß  aus  diesem  klei- 
nen Scherz  inzwischen  wieder  etwqs  anderes  geworden  ist  als 
vor  einem  Jahr.  Er  kommt  zwar  in  der  Grundidee  immer  wieder. 
Ist  aber  genau  so  wie  jene  alte  Geschichte  im  Gedicht,  die  immer 
wieder  neu  bleibt. 


•ü 


I 


li 


Im  Zeilalter  der  Edgar  -  Wallace  -  Romane 
lockte  es  Jenny  Jugo,  einmal  in  einem 
Kriminalfilm  zu  spielen,  dessen  ver- 
worrene Fäden  vor  dem  Zuschauer  lang- 
sam gelöst  werden.  Der  durchschnittliche 
Detektivfilm  mit  dem  scheinbar  so  scharf- 
sinnigen Detektiv,  der  die  wahren  Zusam- 
menhänge immer  sehr  viel  später  erfährt 
als  das  Parkett,  ist  längst  erledigt.  Heute 
kann  nur  noch  ein  Film  locken,  der  Men- 
schen auf  die  Leinwand  bringt,  wie  sie 
einem  im  Leben  begegnen.  Jenny  Jugo, 
im  Film  Mixerin  einer  Bar,  hat  sich  die 
Aufgabe  gestellt,  den  Mörder  ihrer  Mutter 
zu  entdecken  und  gleichzeitig  die  Un- 
schuld ihres  Vaters  zu  beweisen.  Sie  ver- 
fügt über  keinerlei  detektivistische  Ver- 
stellungskunst, sondern  verläßt  sich  auf 
ihre  Schönheit,  die  ihr  schließlich  auch 
zum  Siege  verhilft.  Freilich  so  leicht,  wie 
sie  es  sich  gedacht  hat,  lassen  sich  halb 
vergessene  Verbrechen  nicht  aufdecken, 
zumal  ihre  Absichten  von  ein  paar  Gau- 
nern beinahe  durchkreuzt  worden  wären, 
die  zwar  dieselbe  Fährte  aufgenommen 
haben,  aber  ganz  anderen  Zielen  zustre- 
ben. Außerdem  gerät  Jenny  Jugo  in  den 
Konflikt  zwischen  Liebe  und  Pflicht.  Der 
Sohn  des  Mannes,  den  sie  hassen  muß,  ist 
ihr  nicht  gleichgültig.  Wie  sich  schließlich 
alles  zum  Guten  wendet,  bildet  den  Inhalt 
dieses  spannenden  Films,  der  außer 
Jenny  Jugo  noch  Enrico  Benfer,  Raimondo 
van  Rief,  Max  Maximilian  und  Ernst 
Stahl-Nachbaur  in  führenden  Rollen  zeigt. 


Jenny  Jugo  und  Enrico  Benfer 
Phot.  Ufa 


eaei/^  Kai^n 


k 


vneiTL^ 


Der  Amateur  und  die  Großaufnahme 


» 


Teder  Amateur  wird  schon  gesehen  haben,  daß  die  Re- 
I  gisseurc  der  Spielfilme  die  Kette  ihrer  Bilder  durch 
I  Großaufnahmen  zu  unterbrechen  und  zu  beleben  wissen. 
/  Wichtige  Teile  der  Handlung  werden  auf  diese  Weise 
hervorgehoben  und  verdeutlicht.  Die  Figur  oder  auch 
Teile  von  ihr  erscheinen  im  Vor- 
dergrund und  führen  die  Handlung 
unabhängig  vom  Gesamtbild  wei- 
ter. In  Amateurfilmen  trifft  man 
bis  heute  noch  viel  zuwenig  Groß- 
aufnahmen. Die  Amateure  haben 
eine  Scheu  davor,  mit  dem  Knipsen 
zu  unterbrechen  und  die  Handlung 
durch  eine  Großaufnahme  weiter- 
zuführen. Sie  rollen  lieber  den 
Filmstreifen  zu  Ende  und  kleben 
dann  einen  Titel  ein,  der  nicht 
selten  an  der  falschen  Stelle  er- 
scheint. 

Um  zu  wissen,  wo  eine  Großauf- 
nahme hingehört,  bedarf  es  genauer 
Beobachtung  und  eingehender 
Schulung.  Es  kann  den  Amateuren 
verraten  werden,  daß  durchaus 
nicht  alle  Berufsregisseure,  deren 
Spielfilme  man  in  den  Kinotheatern 
sieht,  das  Gefühl  dafür  haben,  wo 
eine  Großaufnahme  einzuspannen 
und  wo  sie  nicht  am  Platze  ist. 
Man  kann  auch  in  Großaufnahmen 
zuviel  tun,  und  jeder  Besucher  eines 
Kinos  wird  schon  oft  mit  leisem 
Unwillen  die  Tatsache  konstatiert 
haben,  daß  gewisse  Stars  viel  zu 
oft  in  allerlei  Großaufnahmen  er- 
scheinen. 

Wer  sich  mit  dem  Gedanken  ver- 
traut macht,  seinen  Filmen  durch 
Großaufnahmen  einige  Abwechs- 
lung zu  geben,  muß  schon  im  Ma- 
nuskript, falls  ein  solches  vorhan- 
den ist,  die  Großaufnahmen  mar- 
kieren, oder  im  Laufe  des  Drehens 
genau  wissen,  an  welche  Stelle  er 
eine  Großaufnahme  zu  setzen  hat. 
Es  ist  dazu  durchaus  nicht  nötig, 
daß  der  Amateur  die  Handlung 
während  des  Drehens  unterbricht, 
die  Großaufnahme  knipst  und  dann 
die  Handlung  weitergehen  läßt.  Im 
Gegenteil,  auch  in  den  Film- 
ateliers drehen  die  Berufsregisseurc 
ihre  Handlung  erst  einmal  durch 
und  nähern  Sich  dann  den  Stars  zu 
Großaufnahmen.  Auch  der  Ama- 
teur wird  gut  tun,  nach  diesem 
Rezept  zu  verfahren,  weil  er  sonst 
unnötig  viel  Film  verdreht,  für  den 
er  durchaus  bessere  Verwendung 
hat.     Er   wird     mit     der     Zeit   schon  Aufnahmen  von  W 

das    nötige    Fingerspitzengefühl    da-  Einjach 


für  bekommen,  an  welcher  Stelle  seiner  filmischen  Arbeit 
die  Großaufnahmen  den  Verlauf  der  Handlung  fördert. 
Prinzipiell  kann  man  sagen,  daß  Großaufnahmen  immer 
dort  gehören,  wo  ein  Titel  gesprochen  werden  muß. 
Die  sprechende  Person  kann  ruhig  im  Hintergrund  der 
Dekoration  oder  des  Zimmers 
stehen.  Man  dreht  dann  ihren 
Kopf  mit  dem  Dialog,  der  natürlich 
gesprochen  werden  muß,  weil  man 
von  den  Mundbewegungen  den  Titel 
ablesen  kann,  und  fügt  dann  die 
Großaufnahme  einfach  an  dieser 
Stelle  ein.  Aber  nicht  nur  Köpfe 
sind  ja  der  Gegenstand  von  Groß- 
aufnahmen. Der  Amateur  kann 
ebenso  wie  der  Berufsregisseur 
seine  Handlung  steigern  und  leicht- 
verständlich machen,  wenn  er  ge- 
wisse Dinge,  die  im  Spiel  eine  Rolle 
spielen,  hervorhebt  und  größer 
sichtbar  macht.  So  kann  etwa 
eine  Hand,  die  den  Telephonhörer 
abnimmt,  oder  eine  Unterschrift 
unter  einen  Brief  setzt,  den  Verlauf 
der  Begebenheit  ohne  den  Titel 
verständlich  machen.  Der  Titel  ist 
gewiß  notwendig,  aber  man  sei  sich 
darüber  klar,  daß  er  in  jeden^  Fall 
eine  Brücke  ist,  nie  mehr  sein  darf 
als  etwa  die  Unterschrift  eines  Bil- 
des einer  illustrierten  Zeitung,  und 
daß  durch  ihn  allein  nie  ein  guter 
Film  weitergeführt  werden  kann. 
Der  Amateur  muß  überlegen,  wie 
er  die  von  ihm  gedrehte  Szene  in 
die  allgemeinen  Aufnahmen  und 
die  Großaufnahmen  zerlegen  kann. 
Es  hilft  hier  nur  Probieren,  immer 
wieder  versuchen  und  sich  nicht 
etwa  durch  Mißerfolge  abschrecken 
lassen. 

Da  der  Amateur  ja  nicht,  wie  der 
Berufsregisseur,  mit  Schauspielern 
zu  tun  hat,  sondern  eben  ein  Laien- 
publikum filmt,  wird  er  gut  tun, 
jede  Handlung  einmal  vorher  zu 
probieren.  Großaufnahmen  von 
Köpfen  machen  sich  am  besten, 
wenn  sie  mit  Blenden  aufgenommen 
sind,  deren  Ränder  ins  Ungewisse 
gehen.  Überhaupt  wird  man  gut 
tun,  in  einer  Nahaufnahme  nicht 
mehr  zu  zeigen,  als  die  Gegen- 
stände, auf  welche  es  ankommt  und 
überflüssige  Requisiten  der  Deko- 
ration verschwinden  zu  lassen. 
Amateure  neigen  leicht  zu  der  An- 
sicht, daß  durch  Großaufnahmen 
Sprünge  in  der  Handlung  ent- 
stehen.   Es  wird  dies  nur   dann  der 

T-     u     ^    u      u    ^  Fall  sein,  wenn  die  Übergänge  voll- 

Lunebitrg,  Hamburg  '  -^^,,^11, 

vergrößert  kommen      unvermittelt     geschehen. 


Ein   neues   Amateurfilmformat? 


Von  Herbert  Kiper,  BdFA,  Berlin. 


Endlich  haben  wir  eine  Art  Normung  in  der  Amateur- 
kinematographie  erreicht,  die  Filmbreiten  9,5  mm 
und  16  mm  gelten  als  die  üblichen  Formate,  da 
kommt  eine  Nachricht  aus  Amerika,  die  neue  Verwirrung 
anrichten  wird,  da  sie  fast  dazu  angetan 
erscheint,  alles  Erreichte  über  den  Hau- 
fen zu  werfen,  wenn  alles  so  heiß  ge- 
gessen würde,   wie  es  gekocht  wird...! 

Die  Codel  Electric  &  Mfg.  Co.  (Cinci- 
nati,   Ohio)  hat  in  jahrelanger  Vorberei- 
tung   eine    neue    Aufnahmetechnik    ent- 
wickelt, die  von  einem  ganz  neuartigen 
Filmtransport      ausgeht.     Als      Material 
wird  der  in  Amerika    meist    gebrauchte 
16-mm-Film  verwendet.  Aber  nicht  mehr 
wie    bisher    wird    das    Filmband    in    der 
Längsrichtung    weiterbefördert,    sondern 
abwechselnd,    gewissermaßen    im   Zick- 
zack, einmal   in  Längsrichtung   und  ein- 
mal  seitwärts,  wobei   jedes  Bildfeld  des 
16-mm-Films  in   vier  Teile  geteilt  wird, 
so   daß   das   eigentliche   Filmformat,   das 
dadurch  entsteht, zirka  3,5X5mm  groß  ist. 
Woraus     sich     eine     Filmersparnis     von 
75  Prozent  ergiebt,  da  auch  dieser  eigen- 
artige Mechanismus  den  Film  mit  einer 
Geschwindigkeit  von   16   Bildern  in  der 
Sekunde    transportiert,  —   Die  Vorteile    erscheinen    aller- 
dings im  ersten  Moment  ungeheuer.     Wenn    die    Kameras 
mit  Kodakspulen  von  30  m  Länge  geladen  werden  können, 
ist   der   Amateur    imstande, 
über      eine      Viertelstunde 
Aufnahmen       zu       machen 
ohne  Kassettenwechsel  und 
eine   Vorführspulc   von    120 
Meter  würde  ungefähr  eine 
Stunde   spielen. 

Eigentlich  sind  das  die 
ganzen  Votteile,  die  aller- 
dings schwer  genug  wiegen, 
um  die  schon  mit  Kameras 
versehenen  Amateure  be- 
denklich zu  stimmen,  Übel 
dran  sind  besonders  die 
16  -  mm  -  Filmer,  denn  sie 
werden,  wenn  sich  die 
neuen  Kameras,  die  unter 
dem  Namen  ,,Homovic"  im 
Frühjahr  in  den  Handel 
kommen  sollen,  bewähren, 
voller  Neid  auf  diese  Film 
sparenden  Apparate  blik- 
ken.  Auch  die  deutsche 
Industrie  wird  wenig  be- 
geistert sein,  denn  sicher 
sind  die  neuen  Projektoren 
und  Kameras  durch  Paten- 
te geschützt,  so  daß  eine 
Umstellung  schwer  fallen 
dürfte. 

Doch  es  bleibt  ja  vor- 
erst mal  abzuwarten,  ob 
die  ..Homovics"  mit  die- 
sem winzigen  Bildaus- 
schnitl  eine  vernünftige 
Projektion    erreichen    wer- 


Arbeitsweise  der  „Homovie"-Kamera 


Sie  und  Ihre  Freunde  iin  Film!? 

Wäre  es  nicht  ein  verführerischer  Gedanke  für  Sie,  einmal  Ihr 
Talent  als  „Filmstar"  zu  prüfen,  sich  selbst  einmal  im  Film  zu 
sehen?  Es  ist  in  der  Tat  ungemein  reizvoll,  im  Film  seine 
eigene  Bekanntschaft  zu  machen!  Erst  so  lernt  man  sich 
wirklich  kennen  ,  .  Und  dann  denken  Sie  an  all'  die  fröhlichen 
oder  interessanten  Momente  aus  Ihrem  Leben  und  dem  Ihrer 
Freunde;  denken  Sie  an  Lustspiele,  die  Sie  selbst  inszenieren 
können:  nichts  ist  Ihnen  verschlossen,  wenn  Sie  einen 
C  i  n  e  -  N  i  z  o    Ihr  eigen  nennen! 


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den,  ob  außerdem  das  Bild  bei  diesem  Zickzacktransport 
so  gut  ,, stehen"  wird,  wie  beim  bisherigen  Transport  in 
Längsrichtung  und  ob  das  Filmmaterial  nicht  auch  sehr 
leiden  wird  und  ob  bei  dem  an  und  für  sich  noch  recht 
groben  Korn  aller  Schmalumkehrfilme 
ein  Detailreichtum  auf  einer  Bildfläche 
von  3,5X5  mm  zu  erreichen  ist! 

Wie  dem  auch  sei,  es  ist  bedauerlich, 
daß  nun  wieder  ein  neues  pilmformat  die 
Händlerschafl  und  die  Kunden  irritieren 
wird. 

Wolfgang  Jaensch  warnte  schon  vor 
langer  Zeit  in  seiner  Broschüre:  ,, Hailoh, 
Sie  filmen  noch  nicht?"  vor  neuen  Film- 
formaten ,  ,  ,  , .Weitere  Formate  wie 
der  9,5-mm-  und  16-mm-Film  sind  kaum 
zu  erwarten;  wenn  sich~~aber  irgendwo 
Neigung  zeigen  sollte,  die  Welt  hiermit 
zu  .beglücken',  dann  müssen  die  Kino- 
amateure eine  geschlossene  Front  bil- 
den und  energisch  protestieren  ,  .  ," 

Ein  wirkliches  Urteil  kann    man    sich 
natürlich    erst    bilden,    wenn     man     die 
Sache   gesehen   hat,   aber   etwas   ergiebt 
sich   nun   doch    schon    aus    dieser  alar- 
mierenden Nachricht  aus  Dollarland, 
Daß  die  Firma  Pathc,  als  sie  vor  Jah- 
ren den  9,5-mm-Film    ins    Leben   rief,  damit  das  Richtige 
getroffen  hatte,   denn  die   Pathefilmer    sind    nicht  so  übel 
dran  wie  die   16-mm-Kollegen.     Der  Pathefilm  ist  ungefähr 

im  Gebrauch  schon  50  Pro- 
zent billiger  als  der  16-mm- 
Film,  was  insbesondere 
auch  durch  die  filmsparen- 
de Titelstillstandseinrich- 
tung erzielt  wird.  In  letzter 
Zeit  ist  auch  die  Qualität 
des  Kleinfilms  wesentlich 
besser  geworden,  die  Op- 
tik und  die  Lampen  der 
Projektoren  sind  verstärkt 
worden,  so  daß  große,  helle 
Bilder  erzielt  werden,  die 
allen  Anforderungen  genü- 
gen. 

Daher  ist  es  kein  Wun- 
der, wenn  selbst  Skeptiker 
zu  begeisterten  Pathefreun- 
den  wurden,  aus  den  Ama- 
teurvereinen hört  man  über 
erstaunliche  Leistungen  der 
Kleinfilmgruppen,  kurz,  es 
scheint,  das  im  allgemeinen 
der  Kleinfilm  der  Ama- 
teurfilm zu  werden  ver- 
spricht. 

Nach  den  Erfahrungen, 
die  wir  mit  amerikanischen 
Apparaten  machten,  wird 
wohl  auch  der  ,,Homovic" 
sehr  kostspielig  in  der  An- 
schaffung sein,  so  daß  die 
Amateure  sich  wohl  sehr 
überlegen  werden,  ob  sie 
sich  die  neue  Anschaffung 
leisten  können. 


Cine-Nizo  16 
Nod.B 

für  10  m  Kassetten 

mit  Federwerk  u. 
Handkurbel  für 
allerhand  Trick- 
aufnahmen. Eine 
Kino-Kamera  von 
großer  Vielseitig- 
keit u.  Präzision. 
Von  RM  185.— 
bis  RM  300.— 


J^ 


jJas  fcljöne  Milci-^ 


h  ■ 


Der  Mensch  im  Liditbild 

Von    Ewald    Israel,    Kalkbergc. 

Ist  CS  nicht  auffallend,  daß  man  so  viele  Land- 
schaftsbilder ohne  Menschen  sieht?  Man  könnte 
fast  glauben,  daß  eine  Gegend  wie  durch  Krieg 
und  Pestilenz  ausgestorben  sei,  und  dabei  leben  doch 
genug  Menschen  auf  der  Erde,  es  sei  zugegeben, 
daß  nicht  jedes  Landschaftsbild  den  Menschen 
braucht,   doch   wird   das  sicher   übertrieben. 

Woher  kommt  diese  Scheu  des  Lichtbildners, 
seinesgleichen  im  Bilde  wiederzugeben?  Ist  es  wirk- 
lich so  schwer,  wie  es  meist  angenommen  wird?  Da 
sind  drei  Möglichkeiten,  den  Menschen  darzustellen: 
als  Porträt,  als  sogenanntes  Genre,  in  dem  er  in 
irgendeiner  Betätigung  aufgenommen  wird  und  als 
Staffage,  in  der  er  sich  in  die  Landschaft  einpaßt. 
Doch  ist  die  Grenze  zwischen  ihnen  nicht  ganz 
deutlich,  und  es  kann  oft  ein  Porträt  als  Genre 
und   das   Genre   als   Staffage    angesprochen   werden. 

Nicht  ganz  leicht  ist  allerdings  das  bildnismäßige 
Porträt.  Und  es  ist  etwas  anderes,  z.  B,  eine 
Maschine,  die  ein  immer  gleichbleibendes  objektives 
Bild  gibt,  als  einen  Menschen  darzustellen,  den 
subjektive  Momente  immerfort  verändern.  ,,Der 
Porträtmaler  faßt  alle  jene  verschiedenen  Regun- 
gen der  Psyche  im   Gesicht,  aus  welchen  er  die  be- 

Was  hat  St.  Niklas  gebracht? 

Rüo  Akoniar,  l :  4,5,  2  Sekunden.  Filter  2,  Verfiröfierung 


Bildnisstudie 

Rüo  Akomar,  l :  4,i,  künsiUches  l.irhi.  6  Sekunden 
Vergrößerung 

Frühmorgens 

Rüo  Akoniar,  1 : 4,5,  '  ;,-,  Sekunde,  Uller  2 


. 


zu  machen  sein.  Doch  gilt  auch  für  sie  Gesetzmäßiges.  So 
muß  die  Handlung^bei  mehreren  Personen  auf  dem  Bilde 
eine  einheitliche  sein  und  darf  in  der  Landschaft  nichts  von 
dem  Hauptmotiv  —  eben  dem  Menschen  —  ablenken. 

Andars  sind  die  Staffagenaufnahmen,  bei  denen  sich  der 
Mensch  der  Landschaft  unterordnet.  So  gut  die  Staffage 
ist,  die  irgend  etv^fas  Belebendes  sein  kann,  muß  man  sich 
doch  davor  hüten,  sie  vorherrschen  zu  lassen.  Was  sie  alles 
für  die  Landschaft  sein  kann,  sei  nur  angedeutet;  so  können 
ein  einsamer  Wanderer  auf  der  Heide  und  ein  weißes  Kleid 
auf  der  blühenden  Wiese  den  Ernst  und  die  Wärme  des 
Motives  unterstreichen,  kann  ein  Arbeiter  neben  dem  Kran 
die  Wucht  der  Maschine  zeigen  u.  a.  Die  Staffage  im  Bilde 
wendet  sich  an  das  Gefühl  und  schafft  so  eine  Bindung,  die 
sonst  oft  fehlen  würde.  Der  bewußt  schaffende  Lichtbildner 
wird  deshalb  die  Staffage  zur  Beseelung  und  Bildkomposi- 
tion gebrauchen.  Natürlich  darf  sie  nicht  beliebig  stehen. 
Sie  darf  auch  nicht  zu  groß  und  zu  klein  sein,  wie  ihr  ein 
ganz   bestimmter  Platz   zukommt.     Und  vor   allem  muß   sie 

natürlich-passend  sein; 
die  beste  Staffage  wird 
meist  der  Mensch  bei 
der  Arbeit  abgeben. 

Und  nun  ans  Werk 
und  den  Menschen  mehr 
im  Lichtbild  gezeigt. 


Abend  am  See 

Rüo  Akomar,  l :  4,5,  1  Sekunde, 
Filter  2,  7  Uhr  abends 


Der  Scherenschleifer  ist  da 

Rüo   Akomar,    1 : 4,5,    V'so   Sek. 
morgens   9    Ohr,    Vergrößerung 


Rüo  Akomar  1:4,5,  '2.-,  Sek., 
Filter   1,    nachm.,   Vergrößerung 

zeichnendsten  auswählt, 
zu  einem  Gesamtbilde 
zusammen,  stellt  also 
möglichst  viele  Seiten 
der  porträtierten  Per- 
sonen dar.  Der  Photo- 
graph gibt  ein  Abbild, 
der  Porträtist  ein  Bild- 
nis, in  welchem  er  nicht 
nur  das  Individuum  als 
solches  darstellt,  son- 
dern      das       allgemein 

Menschliche  aus  der  rein  individuellen  Sphäre  zu  allgemein 
gültiger  Bedeutung  erhebt."  Wer  den  Menschen  im  Porträt 
wiedergeben  will,  muß  also  das  herausheben,  was  einer 
Person  besonders  charakteristisch  ist.  Er  muß  es  wie  der 
Maler  machen  und  mit  seinen  Mitteln  die  psychische  Ver- 
änderung im  Ausdruck  festhalten,  die  kennzeichnend  ist. 
Wie  er  sie  dann  durch  Beleuchtung,  Unscharfe  und  Tönung 
unterstreicht,  ist  seine  Sache.  Jedenfalls  setzt  das  Porträ- 
tieren bei  dem  Lichtbildner  manches  voraus,  und  es  sollte 
deshalb   sein  Letztes  bleiben. 

Leichter  ist  schon  die  Genreaufnahme,  bei  der  der  Mensch 
eine  übergeordnete  oder  doch  nebengeordnete  Stellung  in 
seiner  Umgebung  einnimmt.  Leider  werden  noch  so  viele 
Aufnahmen  mit  dem  Gesicht  auf  den  Apparat  gemacht,  die 
unnatürlich  wirken.  Wie  lebendig  sind  die  andern,  die  den 
Menschen  bei  der  Arbeit  oder  irgendeiner  Betätigung  über- 
raschen? Und  man  sage  nicht,  daß  sie  sich  nicht  leicht 
finden;  solche  Genreaufnahmen  sind  überall  zu  machen.  Sie 
werden  am   besten   mit   der   kleinen   Kamera   aus  der   Hand 


LUki 


VmT09  ^  ^  Eßßf ICWTEN 


Affe 

Aufnahme     Gerhard     Mohrmann.      ,,Erbee"- 

Apparat       Vario       I  :  6,3.       Agfa-Filmpack 

6.5  X  9.     Juni    /    Uhr    mittags,      '/.j    Sei. 

Papier  Oaloi 


Greifswald 
Aufn.    Sybil    Stockliaasen.     14.    9.,    16    Uhr. 
Box    Tengor.      Zeiss-Ikon-Obj.     .Momentaiifn. 
Papier  Agfa-Lti/iex 


Träumercfien 


Aufn.  von  E.  Lübkemann. 
,,Vag"  Voigtländer,  Blende 
Zeiss.  Brennweite  4,5. 
Okt.  3  Uhr  nachm.  I  Sek. 
Ortho  ■  Isodiix  -  Platte. 
Blende  6,3 


* 


Links:  Ferienlust 


Aufn. 
Busch 
Blende 
.luli.       'h 

Chromo    -    horapid-Platte 
Glänzend.      Isi  -   Gaslicht- 
Papier 


Annemarie  Klose. 
Rectiplanat  F  :  S. 
S.  II  Uhr  vorm. 
Sek.       Agfa- 


* 


Rechts:  Jungmädcfien 

Aufn.     von    Walter    Saatz. 
Voiglländcr  Rollfilm- 

Camera  i  X  8.  Skopar 
I  :  4,5.  Blende  6.3.  Pe- 
ruIz-Roüfilm  5  X  S.  August 
29.  I')  Uhr.  "lis  Sek. 
Lconar  Bromsilherpai'irr 
neifl  matt 


Jeder  Leser  kann  sich  an  diesem  \Ve(t- 
bewerl)    heteiliBCn. 

Wahl  des  llutivs.  Große  nnd  Art  des  Ab- 
zupres    bleiben    dem    Einsender    überlassen. 

Jeder  Abzug  niuU  aber  auf  der  Rückseite 
folKende  Angaben  enthalten:  Xame  des  Appa- 
rates —  Art  nnd  Liclitstärke  des  Objektivs  — 
Blende  —  Platten-  oder  Vilmfabrikat  —  Zeit- 
punkt der  Aufnahme  —  Beliehtüngszeit  —  Ver- 
weiidunK  etwaiger  Hilfsmittel  (Oelbseheibe,  Vor- 
satzlinse  u.   dergl.)  —  Art   des    für   den  Abzug 


n...  m./UUr 


verwendeten  Papiers  —  genaue  Anschrift  des 
Einsenders  —  ausdrückliche  Erklärung,  daQ 
der  Einsender   Photoamateur  ist. 

Rücksendung  der  nichtprümiierten  Bilder  er- 
folgt nur,  wenn  adressierter  Freiunischlag  bei- 
liegt. Nach  Möglielikeit  erfolgt  Veröffentlichung 
der  Bilder.  Die  Entscheidung  des  Preisgerichts 
Ist  endgültig.  Beschreitung  des  Rechtsweges 
ausgeschlossen.  Einsendungen  sind  zu  richten 
an  „Film  -  Magazin"  („Filmwell")  -  Pbotowett- 
bewerb,   Berlin  SW  68,   ZimmerstraOe  3S-41. 


St.  Jacobskirche,   Bamberg 

Heliar9.  August.  II  Uhr.  '  *,  VA.  Perutz  Brauiisietirl 


Altes  Pferd 

Ellmar  4,i.     .August.     16   Ulir.      '  m  Sekunde.     Perutz 
Leica  Spezialfilm 

Sämtliche    Aufnahmen    von    Eugen    Kusch, 
Nürnberg 


Innsbruck  nach  einem  Gewitter 

HrliarO.Aug.  14  Uhr. '  ,oSf*.  Gdhjilter.  Perutz  Filmp. 


Von    der    Photo-Optik 


Das  einfachste  photographische  Objektiv  stellt  die  so- 
genannte Landschaftslinse,  auch  Achromat  genannt,  dar. 
Sie  wird  heute  nur  noch  bei  billigen  Apparaten  verwendet. 
Ihr  wesentlichster  optischer  Fehler  ist  die  sogenannte  Verzeich- 
nung, welche  sich  darin  äußert,  daß  die  Linien  an  den  Bild- 
rändern etwas  gekrümmt  erscheinen.  Dies  macht  sie  natürlich 
für  Aufnahmen,  bei  welchen  auf  dokumentarisch  getreue  Wieder- 
gabe der  Linien  bis  an  die  Bildränder  Wert  gelegt  wird,  wie  es 
z.  B.  bei  Architckturaufnahmen  der  Fall  ist,  unbrauchbar.  Da- 
gegen stört  diese  Erscheinung  bei  reinen  Landschaftsaufnahmen 
wohl  kaum.  Und  es  gibt  erfahrene  Amateure,  welche  die  ein- 
fache Landschaftslinse  für  solche  Aufnahmen  sogar  den  hoch- 
wertigen Objektiven  vorziehen.  Der  Grund  hierfür  liegt  in  der 
ausnehmend  hohen  Brillanz  der  mit  der  Landschaftslinse  er- 
zeugten Bilder,  die  natürlich  infolge  der  vielen  spiegelnden 
Flächen  viellinsiger  Objektive  mit  diesen  meist  nicht  im  gleichen 
Grade    erreicht    werden    kann. 

Eine  höhere  Lichtstärke  weisen  die  sogenannten  Aplanate  auf. 
Der  Fehler  der  Verzeichnung  ist  bei  denselben  behoben.  Sie 
haben  jedoch  den  Nachteil,  daß  sie  bei  voller  Blendenöffnung 
das  jeweilige  Plattenformat,  für  das  sie  bestimmt  sind,  nicht 
randscharf  auszeichnen.  Dies  spielt  z.  B.  bei  Bildnisaufnahmen 
keine  Rolle.  Und  da  die  Aplanate  an  und  für  sich  eine  weiche 
Zeichnung  ergeben,  was  bei  solchen  Aufnahmen  erwünscht  ist, 
so  sind  sie  für  dieses  Aufnahmegebiet  sehr  gut  geeignet.  Wollen 
wir  jedoch  mit  einem  Aplanat  auch  randscharfe  Bilder  erhalten, 
so  müssen  wir  entsprechend  abblenden,  was  natürlich  wieder 
eine  Verlängerung  der  Belichtungszeit  bedingt.  Wir  können  so- 
mit bei  solchen   Aufnahmen   die   eigentliche  Lichtstärke  des   Ob- 


jektives nicht  ausnützen.  Eine  Annehmlichkeit  des  Aplanates 
besteht  darin,  daß  wir  auch  mit  der  Hinterlinse  allein  Aufnahmen 
machen  können.  Allerdings  muß  in  diesem  Falle  die  Kamera 
einen  doppelten  Bodenauszug  besitzen;  denn  die  Hinterlinse 
allein  besitzt  die  doppelte  Brennweite  des  Gesamtobjektives. 
Wir  sind  dadurch  in  der  Lage,  vom  gleichen  Standpunkt  aus 
die  Aufnahmegegenstände  in  doppelter  Größe  auf  der  Platte  zu 
erhalten,  als  wir  sie  mit  dem  Gesamtobjektiv  erhalten  würden. 
Die  Lichtstärke  der  Einzcllinse  ist  jedoch  um  das  Vierfache 
geringer  als    die    des   Gesamtobjektives. 

Die  hochwertigsten  Objektive  bilden  die  Anastigmate  und 
Doppelanastigmate.  Sis  zeichnen  schon  bei  voller  Blenden- 
öffnung das  Plattenformal,  für  das  sie  bestimmt  sind,  vollkommen 
randscharf  aus,  wodurch  die  Ausnützung  ihrer  hohen  Licht- 
stärken bei  allen  Arten  von  Aufnahmen  gewährleistet  ist.  Und 
hierin  liegt  der  eigentliche  Wert  dieser  Objektive,  die  natürlich 
praktisch  von  allen  optischen  Fehlern  frei  sind.  Bezüglich  der 
Unterschiede  zwischen  Anastigmaten  und  Doppelanastigmaten 
ist  die  naheliegende  und  daher  auch  vielverbreitete  Ansicht, 
daß  man  mit  Doppelanastigmaten  bessere  Bilder  erzielen  könne 
als  mit  Anastigmaten,  nicht  zutreffend.  Die  Doppelanastigmate 
haben  lediglich  den  Vorzug,  daß  auch  die  einzelnen  Objektiv- 
hälften zur  Aufnahme  verwendet  werden  können,  um  bei  glei- 
cher Entfernung  vom  Aufnahmegegenstand  den  doppelten  Ab- 
bildungsmaßstab auf  der  Platte  zu  ergeben,  als  wir  mit  dem 
Gesamtobjektiv  erhalten  würden.  Hinsichtlich  der  Leistungs- 
fähigkeit des  Gesamtobjektives  aber  kann  man  keine  der  beiden 
Objektivgattungen  als  besser  oder   schlechter  bezeichnen. 


Die  Preisträger  unseres  Photowettbewerbs  im  November. 

N.irli    i'iiifjt'lK'iiili-r     ri'iil'iiii^    ilii     /.ililiciilicu    XoM'iiilicr-lCiMsc'iiiliinst'ii    wunli"    ilic    YcMloiliiiii;'    ilrr    TrciM'    \\\r    folftt    licsclildsscii: 
K  v     1-  r  li  i  (•  I  (  (•  n  : 


1.  Preis:    20   Mark    in   bar. 
Walter   Eismann,    \.r\\i/.].^   c   i.    I.illcii^tr.   Kl. 

2.  Preis:    10   Mark   in   bar. 
Hertha    Stcnzcl,   Nciilir.iiHl.-iilMiin. 

UiIciifiliUT   Str.iUc    l.i. 

Gerhard   Wenzel,    lliTliii  S  1 1,    \\':ill.sli';ilJi>   7:!. 

Lotte  Katzniarcck,    Itorlin-Schöiiobfitc. 

(ii  iiMCwiililstraUc    17. 


Trostpreise:   5  Mark  in  bar. 

InRcborg  Erichsen,   Illn.-Xii'ilcrschönliiiiisoii. 

K:ii>('riM-Aii4i'ii^l.i-Sti;iU('    L'fi. 

Ingcr  Kroker,  ll.i.vn.iii   in   Schlcisicii. 

CirU'iisiiiiüc    1. 

Hans   Weener,   Hcrlin-Schöni-bprs. 

Miihlcii-Ir.ißi'    10. 

Willi    Wcntzke,   .Xsclicrslcbpn   (Il.irz). 

FrioilviclislniUi-    ifi. 


Alfred    WoU,    Uciiilu'iKslioli.    Post    SciilDvf. 

Kii-is    llirscliliiTji.    Rii'sciiKCbirKO. 

Willy    Hartmann.    Hiidrlbcr;;. 

I,:(iulli;iii.-!-Ir!iUc     !!>. 

E.  Kindervater.    HiTlin-Ni-iiküllM.    B,iliii>lr.  .">. 

Leon  Pozniak,    rii/!iKui.   iil.   Ko|iornik:i. 

Christian    Jensen,    Horliii-Neiiköllii. 

K.uM'r-Frictlridi-Sir.-iHp  •!(*. 

Ciirt   Herzog,   H.iiiiliiird  2'A.   Piiiicnstratic   IUI. 


1)10  l'rpisc  .siiiil  den  (Jcwinncin  iihorwioscii  wonlin.  Itiirkseiuliiiij;  di>r  nicht  iin'i>;tfkioiitcn  Arbpllcii  crfolii;!  M-hiicIl.slens.  .sufcni 
iidrpsMCitc    JrciiMiiscIiJiiirc    bciliini-n. 

\\\r  hoffen,  il.iß  sich  in  /.iiknnfl  nicht  nur  die  I'niiiwle  der  ..Kilinwclf  ;ir.  dein  AVetlhewerb  heteilifteii  wi-idon.  sondern  :incb  die 
Mflen    IlMito.iinateiirc,    die    dnieh    Vercinircnns    mit    dein    ..FIIm-MaüJiziu"   jetzt    zu   unserem    J.eserkielse   uehiiieii. 

Verlaj?  und  Schriftleituiif,^  „FILM-MAGAZIN    FII.MWKLT". 


£/N  ROMAN     VON  STANHOPE 


^ieeü 


10.  Fortsetzung 

Das  Fuhrwerk  hatte  neben  seinem  überaus  vornehmen  gesell- 
schaftlichen Charakter  ein  geradezu  liebesdurstiges  Äußere, 
genau  wie  die  Besitzerin,  deren  hellroter  Trenchcoat  sehr  her- 
ausfordernd roch. 

„Hallo,  Pitt  —  das  ist  süß,  dich  hier  zu  sehen!" 

Schon  stand  die  heißblütige  Dame  dicht  vor  dem  weitabge- 
wandten Denker  und   schüttelte   ihm   die   Hand. 

Es  war  Miß  Liane  Pilbury.     Pitt  kannte  sie  aus  New  York,  von 
wo  er  mit  ihr  im  letzten  Som- 
mer einige  Weekend-Ausflüge 
nach   Seattle  und    Oklahoma 
unternommen    hatte, 

,,Wie  geht  es,  meine  Teuer- 
ste?" fragte  Pitt,  der  nicht 
aufgelegt  war,  Schmeichel- 
worte zu  sagen,  und  insge- 
heim den  Zufall  verdammte, 
der  ihm  das  lüsterne  Per- 
sönchen  in  die  Quere  ge- 
schickt hatte. 

Miß  Pilbury  raffte  ihren 
Mantel  und  zeigte  ein  Kleid 
aus  Schlangenhaut,  dessen 
Wert  raffinierte  Kenner  auf 
tausend    Dollar    schätzten. 

,,Was  ist  dir  passiert, 
Jungchen?  Wo  wohnst  du? 
Was  machen  Tante  und 
Onkel?  Hast  du  schon  ge- 
gessen?" Ein  Wasserfall 
von  Fragen  betäubte  Pitt 
und  machte  gleichzeitig  die 
Seele  der  verführerischen 
Amerikanerin  frei.  Es  war, 
als  läge  nicht  der  Ozean 
zwischen  Paris  und  der  Hei- 
mat. Zum  Ergötzen  der  Lenke- 
rin begann  nun  Pitt  eine 
sachliche  Schilderung  sei- 
ner augenblicklichen  Lage, 
ohne  aber  den  Grund  zu 
nennen.  Er  ließ  auch  seine 
Absicht,  im  Bois  zu  nächti- 
gen,   nicht    unerwähnt. 

,,Pfui,  pfui,  das  ist  unan- 
ständig!" sagte  Miß  Pilbury. 
,,Das  ist  ordinär!  Ich  bin 
selbst  schon  zweimal  dort 
gewesen." 

Die  Vorstellung,  daß  Pitt 
ohne  Geld  war,  kam  ihr  so 
grotesk  vor,  daß  sie  nur  an 
eine    spleenige   Idee   dachte,  auf  die  sie   voller   Laune    einging. 

,,Ich  habe  etwas  Besseres  für  dich,  Pitt!"  Und  ohne  daß  sich 
Pitt  dagegen  wehren  konnte,  war  er  im  Hotel  Montmorency 
untergebracht,  wo  seit  alters  her  die  Freundinnen  der  Fabrikan- 
ten aus  Nancy  und  Rouen  wohnen  und  mit  Wohlgefallen  den 
jungen  Herren  begegnen,  die  durch  Zufall  in  diesem  Hotel  Woh- 
nung nehmen.  Mancher,  der  als  armer  Schlucker  das  Hotel 
Montmorency  betrat,  hat  es  als  Mann  mit  erträglichem  Bank- 
guthaben wieder  verlassen. 

Mit  der  Selbstverständlichkeit,  die  Miß  Liane  im  Verkehr  mit 
Pitt  Erskine  anwandte,  zog  sie  ihn  in  ein  palastähnliches  Gebäude 
in  der  Ruc  de  Rivoli. 

,,Ist  die  gnädige  Frau  zu  Hause?"  erkuiidigte  sie  sich  bei  dem 
Portier  und  stürzte  dann,  einen  prächtig  gekleideten  Diener  bei- 
nahe umreißend  (Pitt  konnte  kaum  folgen),  durch  eine  Zimmer- 
flucht in  ein  Boudoir,  wo  in  recht  mangelhafter  Bekleidung  eine 
vielleicht  vierzigjährige  Frau  der  Bearbeitung,  ihres  Körpers 
durch  vier  Personen  mit  großer  Gleichgültigkeit  zusah. 


le 


Nachdruck  verboten 


wenn  er  zu  \V  eih- 
nadHen  eine  Foto- 
oder Film -Kamera 
{geschenkt  erhält! 
Wollen  Sie  nicht 
audi  damit  Freude 
bereiten? 

Die  Ufa -Handelsgesell- 
schaft. Berlin  SW  68, 
Kochslr,  8.  informiert  Sie 
gern  unverbindlich  und 
kostenlos  über  die  Hand- 
habung und  Anschaffungs- 
kosten der  Aufnahme- und 
Wiedergabe-Apparate. 


,, Liebste!"   keuchte  Liane  atemlos. 
,, Beste?"   fragte   die   schöner  werdende  Frau. 
,,Ich    möchte    dir    einen   Freund   vorstellen.      Pitt    Erskine    aus 
Dallas!" 

„Interessant,  interessant",  sagte  ungerührt  die  nun  schon  ganz 
schöne  Frau. 

,,Ich  kenne  Pitt  aus  New  York",  begann  Liane  ein  ausführ- 
liches   Referat    über    die    Vorzüge    des    schweigenden    Jünglings. 

,, Verwandt  mit  den  Erski- 
nes  aus  Birmingham?"  fragte, 
um  zu  fragen,  die  schöne 
Frau  und  entließ  gleichzeitig 
mit  einer  Handbewegung  ihr 
Personal. 

Die  schöne  Frau  lachte 
nicht  (mit  Rücksicht  auf  die 
Kalkschicht,  die  ihre  Haut 
bedeckte  und  nicht  platzen 
durfte). 

,, Schäkerin!"  sagte  sie.  ,,Eh 
bien!  Wartet  in  der  Halle 
auf   mich!" 

Pitt  wußte  wirklich  nicht, 
was  er  sagen  sollte,  und  war 
ärgerlich  auf  seine  Circe.  Er 
machte  ihr  Vorwürfe  und 
fragte: 

,,Wer  ist  denn  diese  See- 
kuh überhaupt?" 

,,Pst,  pst!  Wie  sprichst  du 
von   Bessie   Flasher?" 

,,Und  weshalb  sind  wir 
hierhergegangen?" 

,, Bessie  Flasher  ist  die 
beste  Fremdenführerin.  Sie 
weiß  wann,  wo  und  warum 
etwas   los   ist." 

Pitt    blieb    keine    Zeit    zur 
Entgegnung.        Die      Treppe 
stieg    Frau    Flasher     herab, 
ganz    wunderschön    in   Gold 
und  Schwarz,  so  wie  wir  uns 
alle     die     Sünde     vorstellen. 
Sie    hatte    ihr    Phlegma    mit 
der     Schönheitspaste     abge- 
legt und  umarmte  ihre  ameri- 
kanische      Freundin;       dann 
musterte   sie   mit   saugendem 
Blick   den   verlegen    hüsteln- 
den Pitt.  Pitt  war  nicht  nach 
dem      Geschmack     der     ver- 
wöhnten  Dame. 
,,Wir  wollen  in  die  ßobby  Bar",  sagte  Frau   Flasher.    ,,Ich  will 
doch  sehen,  ob  ich  diesen  reizenden  Burschen  nicht  lammfromm 
kriege!  '   Und  sie   lächelte   ein  wenig   falsch. 
„Wen  denn?"   fragte  Liane  Pilbury. 
„Belle  Billie!" 

Pitt,  allerlei  gewöhnt  von  den  Zufällen  der  letzten  Zeit,  fand, 
daß  er  ganz  die  Hauptrolle  eines  schlechten  Romans  spielen 
konnte.  Was  sich  hier  zutrug,  »'ersetzte  ihn  in  Aufregung  und 
Ärger,  weil  er  außerstande  war,  sich  der  Entwicklung  der  Dinge 
entgegenzustemmen.  Es  blieb  ihm  die  ängstliche  Hoffnung,  daß 
sich  (rätselhaft,  auf  welche  Weise)  alles  noch  zum  happy  end 
entwickeln  würde.  Und  da  er  in  der  letzten  stillen  Stunde 
mit  sich  ins  reine  gekommen  zu  sein  glaubte,  hatte  er  eine  Ent- 
schuldigung für  seine  bedingungslose  Kapitulation  vor  dem 
Schicksal. 

Billie  saß  in  der  Bobby-Bar,  versunken  in  den  Anblick  der  ver- 
zwickt  gemusterten   Tapete.     Sie    gewahrte   nicht   die   Blicke   der 


übrigen  Gäste  des  kleinen  Lokals;  sie  ahnte  überhaupt  nicht,  daß 
sie  schon  seit  geraumer  Zeit  eine  gewisse  Berühmtheit  genoß. 
Ihr  zurückgezogenes  Leben  gab  zu  den  verworrensten  Gerüchten 
Anlaß  und   trug  viel  zur  Verbreitung  ihres  Ruhmes  bei. 

,,Hach!"  seufzte  sie. 

„Der   Herr  befehlen?"   fragte   der   diensteifrige   Kellner. 

„Nichts,   nichts  —  oder   doch  —  irgend   etwas   zu   trinken," 

Wenn  man  dem  Urleil  der  Herren  Glauben  schenkte,  war  Billie 
im  Privatleben  der  unsympathischste  Mensch,  der  jemals  un- 
schuldige Frauenherzen  in  Aufruhr  gebracht  hatte.  Besonders 
mutige  Charaktere  versuchten  in  ihren  Blick  Verachtung,  Unmut 
und  Neigung  zum  Zweikampf  zu  legen. 

„Heiliger  Himmel!  Dort!  —  Wer  —  — ?!"  Billie  machte 
sich  ganz   klein. 

Aber  mit  wellgewandter  Sicherheit  segelte  Bessie  Flasher 
immer  näher  heran.     Da   geschah  es  auch  schon; 

,, Welche  Freude,  Herr 
Amery,  einem  besetzten  Lo- 
kal Ihre  Bekanntschaft  zu 
verdanken!"  leitete  Frau 
Flasher    ein. 

,,Als  ob  Sie's  nicht  darauf 
.abgesehen  haben!  Übrigens, 
dahinten  ist  noch  ein  leerer 
Tisch!"  sagte  Billie,  die  ihr 
altes  Temperament  erwachen 
fühlte. 

,,Ach,  Sie  sind  lustig!" 
zwitscherte    Bessie   Flasher. 

,,Nein  —  kostbar!"  er- 
innerte sich  Billie  an  Mosch 
Terpin. 


..Hj 


ha!"     Frau    Bessie 


grinste    verständnislos    innig. 

,,Ha  —  ha!  Aber  lassen 
Sie  mich  vorstellen:  Wer  ich 
bin,    wissen    Sic    natürlich!" 

,,Nein,  aber  ich  bin  auch 
nicht    neugierig." 

,,Wic,  Sie  kennen  Bessie 
l'Iashcr    nicht?" 

,,Na,  jetzt  kenne  ich  sie 
ja.      Weiter,    weiter!" 

,,Aber,  Herr  Amery,  wie 
respektlos!"  fuhr  Liane  Pil- 
bury   dazwischen. 

,,Ei,  ei,  auch  schon  da? 
Wer  sind  Sie  denn,  mein  stil- 
les, verschlossenes,  anhei- 
melndes Fräulein?"  Billie 
war  wütend.  Die  Gäste  guck- 
ten schon. 

,,Sie  sind  wirklich  kein 
Kavalier!"  sagte  Bessie 
Flasher. 

„Nein!"  erwiderte  rauh  und 
sehr  selbstsicher   Billie. 

,.Ha  —  ha,  zum  Schießen!" 
Bessie  nahm  Platz,  stellte 
Liane   Pilbury   und    Pitt   Ers- 


lirkatx-"36a  arui/a5  5  € 

R.M.  2*^?.  4-a2.  6  12.  12— 


Ja,  und  dann  saß 


kine  vor,  dem  ein  wenig  schwindlig  wurde, 
man  und   redete  eine  Weile  nichts. 

Bis  dann  der  Kellner  die  fatale  Pause  unterbrach.  Und  wäh- 
rend Bessie  und  Liane  in  der  Speisekarte  schnüffelten,  die  letzte 
nicht  vergaß,  sich  unauffällig  unter  Tag  an  Pitt  zu  schmiegen, 
prüfte  Billie  die  Gesellschaft  und  befand  sie,  ausgenommen  Pitt, 
zu   leicht. 

Sie  entdeckte  den  Schmerz  in  seinen  Augen;  und  die  Hast, 
mit  der  er  sich  abwandte,  wenn  sie  sich  zufällig  ansahen,  die 
übertriebene  Aufmerksamkeit,  die  er  nach  solchen  Augenblicken 
den  beiden  Damen  widmete,  und  die  Heftigkeit,  mit  der  er  sich 
an  Miß  Liane  drückte,  waren  ihrer  wachen  Auffassungsgabe  ver- 
räterische Zeichen  einer  frohen  Botschaft.  Sie  hätte  ihm  gern 
die  Haare  gestreichelt,  ihn  getröstet;  aber  es  ging  nicht,  es  ging 
doch  nicht.  So  saß  sie  gebunden,  wo  sie  das  Recht  hatte,  willen- 
los und  behutsam  anderwärts  mit  Pitt  zu  sein.  Die  Spannung 
war  fast  unerträglich.  Und  wieder  einmal  half  ihr  eine  edle 
Ausgelassenheit.  Während  sie  allmählich  jede  Klarheit  verlor, 
sah  sie  ganz  deutlich  den  Zwang  vor  Augen,  noch  heule  Pitt 
Verkleidung  und   Schwindel   zu   beichten. 


,,Das  ist  gemütlich",  stöhnte  die  sonst  so  verwöhnte  Bessie 
Flasher, 

,,Herr  Amery,  reiten  wir  doch  morgen  gemeinsam  ins  Bois!" 
schlug  sie  dann  vor. 

,, Leider  kann  ich   nicht." 

,,Ich  muß  meiner  Braut  einen  Ring  kaufen." 
Ein  Stuhl  in  der  Nähe   Pitt  Erskines  fiel  um.    „Pardon!"  sagte 
Pitt.     Billie  lächelte. 

Billie  knüpfte  hieran  eine  Aufzählung  der  schönen  Eigen- 
schaften ihrer  imaginären  Braut.  Mit  so  glühenden  Farben  malte 
sie,  mit  so  hinreißendem  Schwung  plauderte  sie,  daß  sie  nicht 
merkte,  wie  Pitts  Stirn  sich  von  Sekunde  zu  Sekunde  mehr  um- 
wölkte. Erst  als  es  zu  spät  war,  erhaschte  sie,  daß  Pitt  sich 
hastig  erhob,  seiner  Nachbarin  unbedachte  böse  Worte  gab  und 
das  Lokal  verlassen  wollte. 

Rasch  stand  sie  auch  auf  und  zahlte,  nahm  Zylinder,  Havelock 

und  Spazierstock  in  Emp- 
fang und  ließ  die  beiden 
Damen  in  enttäuschter  Er- 
wartung und  erstaunt  zu- 
rück. 

Draußen  fand  sie  Pitt 
nicht. 

Der  ging  und  stolperte 
durch  die  Stadt,  wußte 
nichts  mit  sich  anzufangen 
und  wankte  endlich  ins 
,,Montmorency",  wo  die  to- 
leranten Freundinnen  der 
Fabrikanten  aus  Nancy  und 
Rouen   ihn   erwarteten. 

7.  Kapitel. 
Tante  Philba  hatte  die 
Muße  in  Smyrna  benutzt, 
ihrem  Gatten  die  verdrieß- 
lichen Sachen  und  Pitts  Zu- 
stand ausführlich  zu  schil- 
dern; sie  schrieb,  daß  sie 
aus  Paris,  wo  sie  den  Nef- 
fen ohne  Schwierigkeit  zu 
finden  hoffe,  alsbald  die 
Heimreise  antreten  und  mög- 
licherweise eine  Braut  mit- 
bringen würde. 

Hamilton  Erskine  bekam 
ihr  Schreiben  gleichzeitig 
mit  der  Rechnung  eines  Pa- 
riser Krankenhauses  über 
einige  hundert  Franken  für 
die  Gesundung  seines  Nef- 
fen. Etwas  verwundert  hielt 
er  das  Dokument  in  der 
Hand,  verglich  es  mit  dem 
Brief  aus  Smyrna  und 
lächelte  dann:  „Das  kommt 
davon,  wenn  man  Babys  auf 
die  Reise  schickt."  Aber 
da  es  sein  Wunsch  war,  daß 
die  Zähigkeit,  mit  der  er 
sich  vom  einfachen  Angestellten  emporgeschwungen  und  alle 
Schwierigkeiten  überbrückt  hatte,  auch  Pitt  beweisen  sollte,  so 
schrieb  er  keine  Zeile  an  den  Rekonvaleszenten,  überwies  den 
Geldbetrag  und  wartete  ab.  Da  die  Tante  verabsäumt  hatte, 
eine  Pariser  Adresse  anzugeben,  konnte  er  auch  ihr  nicht  schrei- 
ben und  die  Spur  auf  Pitt  lenken.  Das  stimmte  ihn  froh;  denn 
er  schrieb  nur  ungern. 

Pitt  hatte  inzwischen  mancherlei  erlebt;  er  lernte  plötzlich  die 
wohltuende  Härte  des  Lebenskampfes  kennen,  da  er  weder  die 
Tante  in  Ragusa  noch  den  Onkel  in  Dallas  anzupumpen  sich 
vorgenommen    hatte. 

Abends,  auf  einer  Bank  im  Bois,  schüttelte  ihn  ein  heimtücki- 
sches Fieber;  er  schöpfte   tief  Luft. 

Fast  verhungert  brachte  man  ihn  ins  Krankenhaus.  Mit  ab- 
nehmendem Bewußtsein  lallte  er  etwas  von  ,,drei  Uhr  zehn,  mein 
Kleiner";  dann  träumte  er  wilde  Träume  vom  Meeresgrund,  wo 
Tante  Philba  auf  einem  großen  Stein  saß  und  mit  einer  Gänse- 
leberpastete Fische  fütterte.  Ein  paarmal  ritt  auch  Billie  auf 
einem  Seepferdchen  vorbei  und  machte  auf  einer  Posaune  gräß- 
liche Musik.  Fortsetzung  folgt 


i 


FRAGEN 


die  uns  eiTei'chtert 


>~^ 


V-i.^ 


.SY 


Anfragen    erbitten  wir    an    die  Redaktion    des    „Film-Magazin".     Berlin    SW  68,     Zimmerslraßc    35 — 44 
Scherlverlag.    Antwort  erfolgt  nur  im  „Film-Magazin",    Die  Einsendung  von  Rückporto    hat  also  keinen  Zweck 


PROTOS 

DIENT 

DER 

HAUS 

FRAU 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptangelegenheiten bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
Rückporto  beizufügen.  Jede  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  Schreibmaschinenseiten 
»ind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie,  Regisscure  usw,  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschläge  senden,  von 
handgeschriebenen   Sendungen  (leserlich)   eine   Abschrift   zurückbehalten, 

• 

Treuer  von  R.,  Berlin:  AI  Jol.'^on  ist  am  sicher.-lcn  durch  die  Warner 
Brothers-Studios,  5842.  Suuset  Boulevard.  Hollywood,  Kai.,  US.4.,  zu  er- 
reichen.    Er   ist  mit   Ruby  Keelcr  verheiratet. 

Grete  F.,  Plettenberg:  Frod 
l.ouis  I.crcli  wohnt  Berlin  W, 
Regcnsburger  Strallo  14.  Harry 
Halm,  BiTliu-Halcnsce,  Cicero- 
straße 57,  Bernhard  Goetzkc, 
Wolfcrsdorf-Erkner  bei  Berlin. 
Charles  Farrell  ist  durch  die 
Fox-Studios,  1101,  No.  Western 
Avenue.  Hollywood.  Kai.,  U.S.A., 
7U  erreichen.  —  Siegfried  und 
Bruno    .Vrnn    sind    Brüder. 

Karl  L.,  Berlin:  Fritz  Lang  i^l 
am  bc.>itcn  durch  die  Ufa,  Berlin 
SW  68.  Kiirhstraße  6—8.  zu  er- 
reichen. —  Wenden  Sic  sich  in 
Ihrer  Angelegenheit  einmal  au 
den  Klub  der  Kameraleute.  Bln.- 
Steglitz,  Feuerbachstraße  21.  Dort 
erfahren    Sic    alles    Nähere. 

Hanna  und  Edith  Seh.,  Bres- 
lau: Wann  Lilian  Harvey  und 
Willy  Fritsch  einmal  nach  Bres- 
lau kommen,  wissen  wir  leider 
au'-li  nicht.  —  fJreta  fJarbns 
Ailrosso  ist  Mptro-Odldwvn-Ma.ver- 
Sluilios,   fulver-City,   Kai.,  U.S. .\. 

Paul  S.,  Bonn  (Rhein):  Tony 
\au  Eyck  wohnt  Berlin  W.  Heil- 
hrnnner  .Straße  2i>.  Sic  ist  iin- 
vcrliciratet  und  gibt  .\uti)graniuir. 
Ihr  neuester  Film  heißt  ,,Früh- 
lingscrwaolHMi'.  Die  Knnslleriu 
ist  MiT  allen  Oingen  bei  der 
Sprcclibiihne. 

Frau  Ria  W.,  Köln:  Sje  haben 
Ihre  Wette  gewnnneu;  denn  Iwan 
l'ctrovich  bat  wirklich  den 
Frauenarzt  l)v.  Schäfer  in  dem 
gleichnamigen    Film    gespielt. 

Gustav  Dießl-Verebrerin  aus 
Dresden:  Oustav  Dicßl  wohnt 
Berlin  W,  Regensluirgcr  Str.  28, 
bei  .Schleuscner.  Er  wurde  am 
3(1.  Dezember  in  Wien  geboren 
und  spielte  bis  .jetzt  in  ,,.\l)- 
wege". ,, Mutterliebe",  ..Der  .Mann, 
der  nicht  lieht''.  ..Die  Ehe'.  ..Die 
Hiichse  ilcr  I^mdora'".  ,.Die  weiße 
Hülle  von  I'i/,  Palü",  ,,Dic  Drei 
um   Edith  ". 

Josephine  K.:  Den  Bob  Mason 
in  ,, Submarine'-  spielte  Ralph 
(Jraves.  Der  Künstler  ist  durch 
die  rolumhia-Stmlios,  14:i8  Onwer 
Street.  Hollywood,  Kai.,  F. S.A.. 
■u  erreichen.  Soviel  uns  bekannt 
ist,  ist  Hravcs  ledig.  Er  gibt 
Autogramme.  Schreiben  Sie  ru- 
hig deutsch  au  ihn.  Selbstver- 
ständlich müssen  Sie  ihm  seine 
Bildkarte    mitsenden. 

Erich    B.,    Halle:    Himansii   Kai 
Eastern   Corp.   Ltd..    Delhi    (Indien) 
FilmkUnstlcrinnen   an    die 
wir  an   Ihrer  Stelle   selbst 


und  Seeta  Devi  sind  durch  die  tircat 
zu  erreichen.  —  Wir  haben  die  dr-M 
Unterschriften  erinnert.  Camilla  Hörn  würden 
noch   einm.'il   eine   Bildk.irle   senden   und   sie   um 


ein  Autogramm  bitten.  —  .Sic  haben  recht,  der  rnlcrlilcl  des  Harry 
Piel-Films  ,,Sein  bester  Freund"  heißt  ..Ein  kesscr  Junge".  Augen- 
blicklich   arbeitet    Piel    an    dem    Film    ...Menschen   Im    Feuer". 

Rita,  Agnes  Esterhazy-Verebrerin,  Halle:  .Vgncs  Esferh.izy  ist  Ung.irin 
und  seit  7  J.iliren  beim  Film.  Ihr  neuester  Film  heißt  ..Trust  der  Diebe". 
^^  ir  ghiubeu.  daß  sie  einen  AVagen  hat.  —  Ocrd.-i  Maurus  wurde  am 
25.  .\ugust  in  Zagreb,  Kroatien,  Lil  Dagover  am  30.  September  in  Java 
geboren. 

Ester  S.,  Berlin:  Jack  Trevnr  spielte  u.  a.  in  ..I>er  K;itzensteg",  „Der 
große  Unbekannte".  ..Die  Samigräfin".  .,(^liampagner".  ..Liebeskarnev:irS 
...\bwege".  ..Rasputins  Liebesabenteuer'",  ,,Die  Frau  ohne  X;imen'",  „Mo- 
derne Piraten",  ..Meine  Schwesicr  und  ich".  Sein  neuester  Film  heißt 
„Die  Drei    um   Edith". 

Drei  Neugierige  ans  Stuttgart:  R:imon  Xovarro  hat  .seimii  Wohusit/. 
in  Hollywood.  Kai.,  US.\.  Wir  glauben.  d.iU  er  ein  Sckretari.it  hat, 
kiinnen  Ihnen  aber  zu  Ihrer  HcnihlguMg  sagen,  J.iß  it  Irul/.dem  alle  au 
ihn  gerichteten  Briefe  zu  sehen  bekonunt.  Ob  und  w.inn  er  nach  Berlin 
oder  Stuttgart  kommt,  v-ivsen  wir  nicht.  Ja.  er  ist  auch  im  Leben  riesig 
nett.     Ein   Brief   nach    Hollyw-jod   geht   etwa    20   Tage. 


Kurt  K.,  Clausthal:  Der  Partner  von  Vera  Sclimiterlow  in  ..Wenn 
der  weiße  Flieder  wieder  blüht"  war  Waltber  Grüters.  —  Vera  .Schmiter- 
löw  wohnt  Uerlin-Halensce.  Nestorsiraße  1.  Sie  wurde  am  13.  Juli  in 
.Stockholm  geboren  und  ist  unverheiratet.  Wagen  Sie  nur,  die  Künstlerin 
um  ein  Autogramm  zu  bitten.  Sie  wird  Ihnen  sicher  Ihren  Wunsch 
erfüllen. 

Brigitte  Helm-Terehrerin,  Berlin:  Ja,  Brigitte  Helm  bleibt  Ufa-Star. 
Hedi  aus  P.:  Olaf  Fjord  wohnt  Bcrlin-Wilmersdnrf.  X.mtcncf  Sir.  18. 
Kr  hat  am  12.  August  Geburtstag  und  ist  geschieden.  —  Jac(iues  Citelain 
wohnt  P.iris  fi.1,  Boulevard  des  Invalides  Vlle.  Er  wurde  am  fl.  Februar 
geboren.  —  Imre  Raday  gibt  Autogramme.  —  Karten  von  FilmgroSen 
erhalten  Sie  in  jeder  großen  Papierhandlung  oder  durch  den  A'erlag  der 
,, Illustrierten    Filmwoche''.   Berlin    SW  68,    Kochslr.iße    fi-S. 

Ruth  aus  Friedenau:  Din.a 
Gralla  wohnt  Bln. -Steglitz.  Opitz- 
straße 8,  Igo  Sym,  Bln.-Scliöne- 
berg.  Innsbrucker  Straße  16, 
Anrtr«i  Mattoni,  Bln. -Charlotten- 
burg. Mecklenburger  .Vllec  4. 
Die  genannten  Stars  geben  Auto- 
gramme. 

P.  P.,  Köln:  Fritz  Lang  ist 
durch  die  Ufa.  Berlin  sW  GS, 
Kochstraße  6—8.  erreichbar. 

Filmfreundin  Rita  H.,  Berlin- 
Schöncberg:  Ramon  Xovarro  hat 
am  6.  Februar  Gehiirtstag.  Alter 
richtig  geraten.  Wenn  Sie  ihn 
um  ein  Autogramm  bitten,  fügen 
.Sie  einen  internationalen  I'ost- 
schein  bei.  ^  ..Frau  im  Minnl" 
wurde  in  Xeu-Babclsberg  ge- 
dreht. 

Wilhelm  -  Dielerle  -  Verehrerin 
aus  Pforzheim:  Ihr  BiliUvunsch 
soll  bald  erfüllt  werden.  liieu 
Dcyers  ist  so  alt.  wie  Sie  ge- 
schätzt haben.  —  Der  Ramon  Xo- 
varro-FIlm  ..Alt  Heidelberg"  ist 
vor  ca.  zwei  .Talircn  hergestelH 
worden.  ..Die  Dame  hinterm  Vor- 
hang"   vor    elw.a   eineni   Jahr. 

Stropp,  Iserlohn:  Hans  Slawe 
wohnt  Hln.-Haleusec,  Paulsbin- 
McT    Straße   f). 

Filmfreundinnen  Ulla  K.,  Gerli 
R.,  Niesky  (O. -Lausitz):  Willy 
l'ritsch  wohnt  Berlin  W,  Kalser- 
damu\  n.'i.  Er  wurde  am  27.  Ja- 
nuar In  Kattowilz  geboren,  ist 
unverheiratet,  gibt  .\utogrammc 
und  ist  ein  großer  Blumenfreund. 
-  Den  jungen  Zaren  im  2.  Teil 
der  ..Künigin  Luise"  spielte 
EgiMi  von  Jordan.  Er  wohnt 
Berlin  W  1.").  I^ictzenburger  Straße 
Xr.  27. 

Erich  J.,  Altenburg:  Ihre  Grüße 
sind  M;ircella  .Vtb.iui  ausgerichtet 
worden.  —  Brigitte  Helm  denkt 
nicht  daran,  das  Filmen  auf/.n- 
gelieu.  Ihr  nächster  Film  be- 
titelt sich  ..Sklaven  der  Leiden- 
schaft". 

E.  P.,  Zürich:  Eine  Xacliz.-ili- 
lung  kommt  nicht  in  Frage.  Für 
künftlg<'  Fälle  raten  wir.  sich 
personlich  an  die  Stars  unter 
Benutzung  eines  internationalen 
■  Postscbeins    zu   weiulen.     —    Ein 

^^^  Sonderheft   gab   es   nur   noch   von 

..Metrop(dls".     —     Brigitte    Helm 
wird    weiter     für     die    Ufa    lötig 
sein. 
Jungkünstler  Berry  Rosen:  ..Das  Film-Magazin"  erscheint  auch  ii\  den 
'J'heatern   jetzt    in   der   ungekiirzlcn   Ausg.ibe.  —  Wenn   Sie  bei   der   .,Film- 
biirse"   abgewiesen   worden   sind,  so  können  wir  Ihnen  leider  keine  amlere 
Stelle    nennen.      .\m  .  besten,    Sie    wenden    sich    persönlich    an    die    Film- 
gesellschaften   und    lassen    sich    dort    bei    dem    jeweiligen    Aufnahmeleiter 
melden,    der    bek.inntlleh   die   .Vuswahl    der   Komparserie    trifft.   —   Jawohl, 
der    betreffcndi'    Studienrat    ist    der    Bruder    V(m    Otto    Gebühr. 

K.  G.,  Essen:  Xcin.  vom  ileni  Film  ist  nichts  bekannt.  _  Richard 
T.'iubcrs  erster  Tonfilm  heißt  ..Ich  glaub'  nicht  mehr  an  eine  Frau".  — 
Marlene  Di.  trieb  spielte  bis  jetzt  In  ..Ich  küsse  Ihre  H.ind,  Mailame'', 
,.Die  Frau.  n;ich  der  man  sieb  sehnt".  ..D.is  Schiff  der  verlorenen  Men- 
schen". Ihr  neuester  Film  ist  ..Der  blaue  Engel"  mit  Emil  J,nii\ings. 
Hildegard  S..  Berlin:  Ihre  Bildwünscbe  sind  vorgemerkt.  —  Douglas 
Fairb.inks  und  Mary  Pickford  sind  nicht  in  Berlin.  —  .\st.i  Xielseii  wohnt 
Berlin  W,  K-iiserallee  20.'!.  Emil  Januings  Berlin-Cirunewald.  Dclbrnck- 
straße  27.  Heinrich  George  Koblh.isenbrück  bei  Berlin.  Baeckestraße  6. 
Pol.i  Xcgri  ist  durch  die  Elstree-Stndiso.  Hersfordshire,  England,  ('.luiilla 
Hörn  durch  die  X.uiou.il.  Berlin  SW  4H.  Friedriebstraße  10,  zu  erreichen. 
Filmfreundin  Lieselott  B.,  Bln. -Dahlem:  Xcin.  rs  gibt  kein  liucli 
über  Brigitte  Helm.  .M:m;  b;it  zunächst  erst  mit  den  Vor;irbelten  zu  dem 
betreffenden  Film  begonnen,  .\lter  richtig  geraten.  —  Beim  Film  ent- 
scheidet in  erster  Linie  d.is  Talent.  —  Fragen  ülier  die  Konfession  der 
Schauspieler   beantworten    wir   nicht. 


Kitty,  Uannorer:  Willy  Fritscli  ist  lUinkelblnnd  und  hat  graublaue  Augen. 
Er  lr;«;;t  >cineii  iiclitlH;»'ii  Xaiiicn.  In  sriiieni  ucueu  Film  ..Liobcswalzcr" 
ist  l.ilia])  llarvcy  .seine  Partnerin.  l.ilian  llarvey  wohnt  Bln. -Westemi, 
.^hurnallee  16—17.  Sie  wurde  an»  Is».  Januar  geborcu.  Alter  richtig 
ee.seliälzt. 

Karl  H.,  Lindenau:  Der  Koniau  „Kampf  der  Tertia'"  ist  im  Verlag 
lidwolilt    ersiliienen. 

Hanni  M.,  Berlin:  l.otte  Rienieke  kennen  wir  nicht,  .\lier  vielleicht 
meinen  sie  l.ntte  Ki-ininger.  die  Schöpferin  der  Silhouettcnfilnie  .,Ur.  l>o- 
little'  ii>-\v. 

A.  L.  München:  I>or  »:cnannte  Film  mit  l.ily  Damita  i.st  in  Kerlin  noch 
nicht  nr.iiiftiefiihrt  worden.  Ein  ncn.iner  l'ermin  .steht  bis  jetzt  noch  nicht 
fest.  —  Hetl\     Hlytlic   wird   auch   wii'der    filmen. 

Waroch:  .\ni  ral>am-ten  ist  es.  wi-iiii  Sie  Ihre  Exposes  an  die  l'rodnk- 
lionstiinicn  senden,  sinlfilm  niiil  Dentsclier  Vereins-Film  sind  in  erster 
l.inn'  Verh'ih-Firmeii.  I>ie  l'nited  .\rtists.  Herlin  SW  l.s.  FriedriehstraUe  )!l. 
verleilil  nur.  Uic  Herliner  Verlretniin  der  IniNcrsal  l'iet.  t'orp.,  Kali- 
fornien, ist  die  DewIsche  l"nivers;il.  Herlin  W  H.  .ManerstraUe  Ki.  Die  l'arn- 
f:imet  in  der  Itelleviiestr.ilte  und  die  l'arnfamet  in  der  Frie<lrlehstralie  sind 
selhstverst.indlidi    eine    Firnni. 

Frau  Gert  G.,  Leipzig:  W  .iltcr  (irüters  wohnt  in  München.  Martius- 
straLie  I.  Autler  ..liruilcr  Iternhard  •  ist  bis  jetzt  noch  kein  neuer  Film 
mit   ihm  an^ekiindii^t. 

„Greta  und  BriKitte":  (Ireta  (larbo  spielte  bis  jetzt  in  ..(iösta  llerling". 
..Die  freinllose  (i.isse  ',  ..Es  war".  ..Totentanz  der  I.iebe",  ...\nn.i  Karenin.i". 
,.l);is  ;;(iltliilic  AVeih  ■.  ..Kiie^  im  Dunkel".  Hrigitte  Helms  Filme  und  ihre 
l'artin'r  darin  "ariMi  n.  a.  ...Milidpidis"  ((inst.iv  Friihliclii.  ...\lraum'"  (l';inl 
\\  esi-nc-n.  ..Am  Kande  der  WClt"  (.lean  Kr.idinl.  ...\lr\veg<' "  ((inst.iv  Dielil, 
.l;iek  Trevori.  ..iMe  wunderbare  l.iiire  der  Nina  l'etro«  na "  (Franz  l.ederer, 
\\ar\vick  Wardl.  ..Sk.indal  in  Haden-Haden "  (Henry  Stu:irtl.  ..Celd-Celd- 
tield"  (Alfred  .Vbel.  I'ierre  .\lcover).  ...\lanolescn"  (Iwan  .Mosjoukln,  Hein- 
ricll   (iriir;;-el. 

Angclla  C,  Hamburg:  Da  .sie  sich  seihst  für  schön  und  talentvoll 
h.ilten,  r.ifen  wir.  Ihre  IMiotos  so  rascli  wie  niö;;lich  ;in  die  Filnigesell- 
scli.iflen  zu  sendiMi.  damit  irm'ndein  Filmregisseur  nocli  schnell  aus 
Ihnen  einen  Filmsiern  m.ichen  k.inn.  —  .X^nes  Esterhazy  h.it  dunkles 
H.iar  und  br.inne  Andren  und  ist  mit  di-m  Filmdirektor  Sok.il  »erheiratet 
—  (irct.M  (i.irho  ist  nie  mit  .lohn  (ülbcrt  verlobt  ;;ewesen.  Das  w;iren 
nur  (ieriichte.  —  .Marccil.i  .Mb.ini  ist  von  dem  Filmref;isseur  (juidoScham- 
b(  rs  geschieden.  —  l.ilian  Ihirvcy.  Brigitte  Helm,  (ireta  (Jarbo  sind 
blond    und    blauäugig;. 

Franzi,  Wien:  \era  Mali'iow  sU.ij.i  wohnt  ltcrlin-Wilin<'rsdorf.  K.iiser- 
.■»llee  iMiT.  Sie  ist  Hiissin  und  Iränl  ihren  riclüigeii  Xamcii.  Aller  ricliiig 
gcr;iten.  Die  Künstlerin  filmte  früher  in  Kulilanil,  u.  a.  in  ..Der  l'osl- 
me ister".    ..BiireMliochzeit". 

Erich  P.,  Bcrlin-Halensee:  Elis.ibeth  Bergners  .\dros.se:  Herlin-Dahlem. 
F.ir.iil.iy  w  CK  l."».  Der  l'iddnktionsleiter  Witt,  der  datte  I.il  D.igovers. 
wohnt  Berlin-Westend,  Ar\s;illec  I.  —  Carl  l.aemmle  befiiulet  sich  nicht 
mehr    in     Deiitschl.iiid. 

Filmfreund  K.  B.  aus  Pankow:  Zu  erreichen  sind  jetzt  l':it  niiil  l'atachon 
iloicli  die  Klstrec-Studios.  Hersfordsbire.  Englainl.  AI  .lolson  durch  W.irner 
Biotbers-Studios.  .".(<li'.  S|ii\set  Boulevanl.  Holly -.  «lod.  Kai..  F. S.A.  —  l.ilian 
H.irvev  widint  Hin. -Westend.  .Miornallee  16 — 17.  —  Ernst  l.nbitsch  iiml 
Har<dii  l.loy.l  haben  ihren  Wohnsitz  in  tte»  erly-llills,  Kai..  U.S.A.  —  Die 
augenblickliche   Adresse    von    Fairbaid.  ■    wissen    wir    leider    nicht. 

Wilhelm  Dielerle-Verehrerin,  Mannheim:  Wilhelm  Dicterle  wohnt  Hln.- 
T>,ilib-ni.  .S(.ii\veiiifiirler  Stratie  ■_'.').  Er  gibt  Aiitoi;! .imme.  l'hotos  von  dem 
Künstler  iTh.ilten    Sie    in    jeder    grolien    I'aiderhandlung. 

Boszi  und  Veruschka  aus  Graz:  Hans  Stiiwe  wohnt  Bln. -Haiensee.  I'auls- 
borner  Str.ilJe  i».  W.ilti-r  sjezak.  Bln.-Friedenau.  Stierstr;iße  11—15.  T.ya 
de  I'niti  ist  wieder  nach  l.oiulon  zurückgereist  und  wcdint  dort  im  .S,ivo>- 
Hotel.  Enrico  Renfer  errci<lieii  Sie  .nn  besten  durch  die  rf.i.  Herlin  SW  6S. 
Kochstraße  6— S,  —  Wenn  Sie  (iret.i  Garbo  um  ein  .Vnlogramm  bitten 
wollen,  so   müssen   Sie   einen    iiitern.Uioiialcn    Fostscbcin   beifügen. 

Hilda-Maria,  Zürich:  Leider  müssen  wir  Ihnen  sagen,  d.iß  Werner 
I'ittseh.in  nicht  mehr  unter  den  Lebenden  ist.  .\in  28.  Oktober  192«  ver- 
nngliickte  der  Kiinstler  tödlich  mit  einem  Auto  auf  einer  LamlsIr.iUe 
in  der  Fmgebnng  Berlins.  Er  trug  seinen  richtigen  Xamen.  wurde  am 
21.  .Miirz  in  Berlin  geboren  uiul  w.ir  unverheiratet.  —  Iris  .\rlans  Ber- 
liner Atlresse  ist  ('h.irlottenbnrg.  AVestemlallee  71.  —  Sie  gibt  .\uto- 
gramme.  Ihre  bek.innteslen  Filme  siml  ..Glück  ln-i  Frauen".  ..Schwester 
Mari.T'.    ..I'm    Fr.iiien    und    (ield". 

Filmfreund  L.  H.  aus  München:  Tom  Mix  filmt  seil  mehr  .als  zehn 
.I.ihren.  .\nßer  di'U  von  Ihnen  :nifgezälilten  Filmen  gibt  es  unseres 
\\'issens  nur  no<h  Jon  kiirzlieh  nr.itifgeführten  Tom  Mi\-Filni  ..Vogel- 
frei". Der  Künstler  bleibt  beim  Film.  —  Filme,  die  mit  Douglas  F.iir- 
banks  bis  jetzt  in  Denlschland  ges|iielt  wurden,  sind:  ..Der  Dieb  von 
Bagd.id",  ..Kobin  Hood",  ..Der  (i.inclio'',  ..Im  Zeichen  des  Zorro ",  ,.I)er 
Staun   mit    der   Peitsche".   ..Die   \  ier   .Musketiere".    ..Die   eiserne    Maske". 

Gerda  H.,  Berlin:  W-Mmer  Baxter  ist  .-im  besten  durch  die  Fox-Stu- 
dios. 1101.  No.  Westertl  .\venne,  Hollywood.  K;il..  F.s.\.,  zu  erreichen.  Er 
hat  dunkles  Il.i.ir,  ist  so  alt,  wie  .Sie  ged.icht  haben,  und  gibt  .\uto- 
gramme. 

H.  S.,  Stettin:  Jteinhold  Schünzel  ist  mit  Maria  Kamradek.  Milton 
Sills  mit  Doris  Kenyon  verheir.atef.  —  .\Ile  l'"ilmstars  geben  .\ntogrammi\ 
Die  Adresse  der  Ffa  ist  Herlin  SW  6t<,  Koclistraße  6-8,  —  AVilly  Fritsch 
hat   am   27.   .Tanuar   Geburtstag, 


Gerd  Briese- Verehrerin,  Bremen:  Die  betreffende  Rolle  in  dem  Mary 
Astor-Filni  ,.Dcr  Kriminalkavalier"  spielte  .John  Boles.  —  Der  neueste 
Film  mit  Charles  F.irrell  heißt  ..Die  erste  Frau  im  Leben".  —  Wir  hubeu 
die  genannten  Filmstar»  au  die  .Vutograinme  erinnert.  —  Der  neueste 
Film  mit  Fred  Louis  Lercli  ist  ,,.Schw;irzw,ildniadcl",  —  Filinphotos  er- 
halten Sie  durch  den  Verlag  ,, illustrierte  Filmwoche",  Berlin  SW  68, 
ls.oclistr;iße    B— 8. 

Filmlreund  Bruno,  Stettin:  .\nna  May  Wong  wurde  in  Los  Angeles 
geboren.  —  Den  Klettermaxe  in  dem  gleichnamigen  Film  spielte  Paul 
lleidem:inn.  —  Wenn  .Sie  ein  Filnimanuskript  schreiben  wollen,  so  ist 
es  am  zweckmäßigsten,  dieses  in  Form  eines  kurzen  Exi)Oses  an  die 
dramaturgischen    .^Heilungen    der    Filmgesellscb.iften    zu    senden. 

Doris  R.,  Cliemnitz:  Wir  cmiifchlcn.  sich  mit  Ihrer  Bitte  uninittelb.ir 
an  Otto  (iebuhr  zu  wenden.  Seme  Adresse  ist  Berlin  W  57,  Kurfürsten- 
slraßo   118. 

Polly,  Bremen:  Henry  stu.-irts  nädister  Film  heißt  „Das  Keeht  auf 
Liebe".  Die  Grüße  sind  besti-llt  worden.  —  Viviau  Gibson  erreichen  Sie 
durch  die  .\af.i,  Berlin  SW  Is.  Friedrichsir.iße  22:i.  ~  Wir  haben  die 
betreffenden  Filmst;irs  an  die  .\iitogranime  eriiineri.  —  Margarete  Schlegel 
wohnt    Herlin    \\  .    Hallensledter    Straße    16:i. 

Filmfreundinnen  Luzia,  Grefe:  Dita  i*:irlo  hat  tizi.inrotes  Haar  und 
einen  Biibikopf.  Dit.i  l'arlo  und  ANilly  Fritsch  sind  ledig.  —  Der  neueste 
Film  mit  Rolf  von  (iolh  heißt  ..l'riihlingserwacbeir.  —  Wilhelm  Dietcrie 
ist  mit  d4-r  Filmschriftstcllerin  Ch.ulotte  Hagenbruch  verheiratet.  —  Die 
kleiiu'    Inge    L;iridgut    filmt    fleißig. 

Hildegard  B.,  Hamburg:  Wilhelm  Dieterle  ist  vor  kurzer  Zeit  um- 
gezogen und  wohnt  Berlin-l»alilem.  .Schwcinfurtcr  Straße  25.  Der  Künstler 
ist  seit  mehreren  .I.ihren  mit  Ch;irlotte  ll.agenbrueli  vcrheir.itet.  Alter 
stimmt  ungefähr.  Der  neueste  Wilhelm  Dieteric-Film  heißt  ..l);is  .Schwei- 
gen im  Walde".  Ein  Hneh  über  den  Künstler  gibt  es  nicht.  —  Ihre 
Grüße  b.ibi'ii  wir  Werner  Fuetterer  bestellt.  —  Robert  Thiem  wohnt  Ber- 
lin-Zchlendorf,    Scliützstr.aße     12, 

Ivan  Petrovich-Verehrerin:  Iv.m  retrovich  ist  ,im  besten  durch  die 
(;reenb;ium-Fi!m.  Herlin  NW  7,  Prinz-Louis-Ferdinand-Siraße  1,  zu  er- 
reichen. Er  ist  unverheiratet,  gibt  Autogramme.  Sein  neuester  Film 
heißt  ..Es  gibt  eine  Fi.iii.  die  dich  nicin.ils  vergißt".  —  .lack  Trevor  ist 
Engländer,    mit    einer    Englämlerin    verheir.itel.    h.it    2    Kinder. 

H.  P.,  Berlin:  I'aul  leichter  ist  nicht  mit  Ellen  IJichler  verwandt. 
Siegfried  und  Hrnno  Arno  sind  Brüder.  —  Alle  Filmstars  geben  Auto- 
gramme.    Die   Adresse   der  Ufa   ist    Berlin  SW   68.   KochstraUc   6 — 8. 

Mädi,  Oppeln  O.-S.:  Imre  I{:id:iys  Adresse  ist  Berlin  W.  Geisbcrg- 
str;\ßc  21,  Pension  Nürnberger  Platz.  Er  ist  ledig,  etwa  5  .lahre  beim 
Film,  gibt  .\utogramme  und  ist  ungefähr  so  ;ilt.  wie  Sic  ger.iten  haben. 
Rad.iy  spielte  u.  .i.  in  ..Die  Fr.iu  im  .Schr.ink ",  ,,Heut'  spielt  der  Strauß". 
..Ein    kleiner    Vorschiili    .inf   di('    .Seligkeit". 

Margot  H.,  Dresden:  Greta  Garbo  war  nie  mit  .lohn  Gilbert  vcrhei- 
r.itet. .sie  ist  durch  die  .\letro-(ioldw  yn-Mayer-Situdios,  Ciilver-City,  K;ili- 
fiirnien.  FS.\..  zu  erreichen.  —  Tom  >lix  ist  verheiratet  und  am  sichersten 
durch  die  Fox-Stiidiiis.  1101.  Nu.  Western  Avenue.  Hollywood.  Kai.,  FS.V., 
erreichb;ir.     Fügen    Sie   Ihrem    Briefe   einen    internationalen   l'osisehein    bei. 

Ilse  D.,  Duisburg:  .Sie  irren,  in  dem  Ly.i  M.ira-Film  ,.Mein  Herz  ist 
eine  .l.izzband"  kommt  der  Name  Domke  nicht  vor.  Din.i  Grall.i  wohnt 
Berlin-Steglitz.  Opilzstr.iße  8,  D.is  .\lter  der  Filnist;irs  wird  von  uns 
grundsätzlich  nicht  >  eröffciillicht.  J>ii.a  (iralla  kam  über  die  Sjirechbiihu" 
zum    Film. 

Filmfreundin  Hilde  K.,  Mannheim:  Wilhelm  Dieterle  ist  mit  der  Film- 
schriftstcllerin Charlotte  Hagenbruch  verheiratet.  Er  wohnt  Berlin- 
D.'iblem.      Scliweinfnrter     Stniße     25.  Sein     neuester     Film     heißt     ,.Das 

Schweigen  im  AValde ".  —  Hans  Stüwes  neuestes  stück  ist  ..Nur  dich  hab' 
ich  geliebt"  mit  Midy  Christl.ins  in  der  weiblichen  flaupirolle.  Seine 
.\dresse  ist  Berlin-Ilalensee.  Paulsborner  Str.iße  !l.  Er  ist  mit  einer  Hiil- 
g.trin  verli(iratel.  —  ll.irry  Liedtke  b:il  seine  Wohnung  in  Berlin-Grune- 
wald. Bisinarckallee  IG,  Er  Ist  mit  Christ.i  Tordy  vermählt.  Sein 
neuester  J''ilm  heißt  ,,Die  Konkurrenz  platzt",  .Vlle  drei  Künstler  geben 
.\ulogramii.e. 

Harry  aus  dem  Hulirgebiet:  Sie  h.ib'Mi  recht,  (iustav  Fröhlich  spielte 
ein.'  Hauptrolle  in  dem  l'fa-Film  ...Ingeiidrausch".  Neben  Fröhlich  spielen 
Liane  Haid  nnil  H.iiis  Ad.ilbert  von  Schlettow  im  ..Fnsterblichen  I-iinip"- 
Die  nächsten  Filme  mit  Igo  S.mu  sind  ..Die  Herrin  und  ihr  Kneclif  und 
.Stud.  ehem.  Helene  AVillfüer".  —  D;is  gewünschte  Buch  erhalten  Sie 
sicher  durch  den  Max  M.itlisson-Verlag.  Herlin  SW  68.  Kitterstraße  71.— 
Filme  mit  ILirry  Il.ilni  und  Leni  Kiefenstahl  sind  bis  jetzt  noch 
angekündigt.  —  .\nny  Ondr.i  wurile  in  T.irna  (Polen).  Christa 
in^Hreinen.  Conrad  Veidt  in  Berlin,  Giist;iv  Dießl  in  AVien  go- 
Ernst  Petersen  ist  Norweger,  .Andre  Ko.-inne  Franzoso,  Rolf  von 
Goth    Südafrikaner. 

K.  K.,  Köln:  Die  P:irtiierin  von  Emil  .lanninirs  in  ..Sein  letzter  Be- 
fehl" w.ir  Evel.Mi  Hrent.  —  .T:iwnhl.  d.is  ,.Film-Mag:izin"  br.ichte  kürz- 
lich eine  Sondernnmmer  von  der  ..Frau  im  Mond".  Sie  können  sie  noch 
durch  den  Verl.ig  der  ..Illustrierten  Filmwoche".  Berlin  sW  68.  Koeh- 
straße  fi-8.  bekommen.  —  Ein  Buch  über  (ireta  (i.irbo  gibt  es  noch  nicht. 
Die  Künstlerin  ist  eine  große  Tierfreundin.  Soviel  uns  bekannt,  liebt 
sie   besonders   Hunde   und   Pferde. 

, .Sonny  Boy":  Sie  können  beruhigt  sein,  der  kleine  David  Lee  ist 
nicht  gestorben.  Das  w.iren  nur  (ieriichte.  Er  erfreut  sich  der  aller- 
besten  Gesundheit. 


Neue 
nicht 
Tordy 
boren. 


(Sin  fofi6arer  $utt5. 

eine  .'CMiiititiifdii'  Irtrt  lutr  mir,  iniili'ii  niif  bor 
2triiiic.  Sv-iiv  )ic  iiiio  ciiicni  i'liitü  biTiiiii-ncfiilloif:' 
■j^oriiriitifi  hui)  irt)  iic  iiiif. 

Sv-ciii  modito  Mo  oloiiaiito  Siifdic  fioliorcn':' 
iri)  fio  otinoto/  \'^iolloiri)t  föitiitc  id)  öoiiit 
liinoutiiuu'iiii    orniittoliC 

■Jfiin  bntle  irii  lU'i'üiu't.  M^  fnli  (*>oltifri)oiiic, 
3Miri)lciii  iiiiö  nii&oro  .Mlciuififoitcii.  Cb  in 
■J'iirf)lotii  iiudil  bor  ■Jinmo  bcv  yorliororiii  (tiiiiö.'' 
^'iciii.  Vlbor  bor  ^iliiino  bOi>  5<iid)loiiio  intcroijlortc 
iiiirt)  lobliiijt.  ,'\rf)  itiiirt  in  du  (>iiie  itiib  liu»  nnb 
liiv.     Tnc-   "Jtiiriiloin    luiu    riefin   iiitcvotiiiiitl 

"..'v-oMi  iiljor  noborlo  Mo  itoiiinöouo  iiifriio?  ,'\rf) 
bind)|iiri)tc  bioiolbo  iiorii  oiuiiirtl,  oinnoboiiö.  ,Vl.<t 
fiiiifi  iri)  in  oiitoiit  -.Voliouiiid)  oliirtio  ■^fofitriv.-dntoii, 
Iiiiitciib  iiiif  boii  ■,'fiiiiion  oiiior  bofoiiiitoii  ,\\{m- 
(d)iiiiipioloriii.  Tio|or  (^htijio  nlfo  nohiirto  i>io  JoiriioV 
2d)iioll  fiiliv  iri)  jiit  Wül)iiiiii(t  bor  nie  )ri)i>ii  ba 
(riii)itrii   '.!<ciitcrcrin. 


bic 


,    Ol» 
boill 


3!iiii  ftiiitb  iri)  ifir  ficnoitiibor!  ,'idi  oritiiniitc  iolir! 
■J\H-lri)o  »"iiini'i'f",  ii'ctriio  iiiiniitt-MU'llo,  licblirfio  ,\riid)c 
boo  C'K'iidit!.'.  Tio  ii'iir  ja  blonboiibcr  i\l->  lUif  bor 
Ailinloiiuiirtlib.  5diniinfo  biitto  fio  iiiriit  niitnolortt, 
biVi-  mortto  iri)  biilb.  SU'or  fliiiij  odiio  .*>ilfc  foiiiito 
bioc   (^H'firi)t   u'of)!    fiiiiiii   fo   niinuittnioll    bliilioii. 

Wir  pliiiibortoii  eino  Si'oilo  ;,iifiiiitinoii.  2ri)lioi";liri) 
friifllo  niiri)  bic  liobciu-inürbino  .Miiiiftloriii,  ob  iio 
mir  irnonboiiio  „"JU'Uiliniiuo"  nnbiotoii  büvfi'.  ,^(fi 
ormiborto:  „Tniin  bitto  id)  beiliriiit  iiiii  biio  ".f'iirijloin 
iiii-.^  »^brov  .\niiibtüfri)o,  bonu  bioo.  -J'iiriilciii  pliiiibort 
iü  JiitoroiioMt  iiiib  iibor,ioiifloiib  uoii  beut  'JiüMt  bor 
jnnn  luib   lioblirtl  mnriionboil  n>.iinri)(iiii=l5roiiio. 

Tio  .viiiiiftloriu  orrötcto  loirtit.  ,'\ri)  fiililto:  blor 
biibo  iri)  oiii  ("«tohoiniiiivi  ontbocft.  M)  bofniii  bno 
■J'iiriiloin. 

'JU'iiii  .\iiiiiiiii'rtof)oii  iiol  mir  bao  nllorliobito  (*)o= 
firi)tri)ou  bor  ,',ufo  nui.  M)  flüftcvto  ihr  oiif  boni 
.Werrtbor  ^ii:  „2iiib  iic  niirii  oino  Aiiiiruliiu 'ISriii: 
•,ojjiny"  >.>i'oi-tifri)  iciflto  iio:  „"J-.'iio  ioiii  nun";,  iniif! 
foiiil  3',-ir  i'iim  ,>iliii  iiolmiou  oft  ".'.'i'innliinlMonio, 
iiiirt)  bio  .vorroM.  SxMc  füll  innii  fünft  fü  litiido 
bubfri)  nuv>fri)inicuy" 


OJiiii  bofürnto  iri)  mir  mirii  ■;W(in)Iiiii=(>rciiic.  ,^,ii= 
iiiiriiit  oino  'Vrobc,  bio  jcbor  füftciilüo  bcfotnint. 
■i.iiiirnUin=(.>ronic  fiiib  mir  bivoft  ;l!iitfoI  nui.  Tiefe 
-J'.Mrfiinn  hotte  iri)  boiin  bort)  iiiriit  oriünrtot.  a-.H-lri) 
ornuidonbo-.^  "J'liibcii,  melrf)  Ijnifrtiniinbeii  befliuiieii» 
bor  .Mriiboiifiifse,  u'oiri)  lieblirfic  '.Jieriinboruitfl  iiieiiicr 
•Viiut.  ,W)  fehe  fü  fri)öii  nuo,  bot";  irii  folbft  juin 
i\ilin  neben  fi>niite.  >\ri)  bin  nliii-fliri)  über  mein 
Sliiibliiboii.    iluiii    l'euuinbort  niiri). 

oobor  füllte  :'.'iiirnloii=(>rome  prubioreii.  Tie  '.I*ür= 
teile  einer  (^Vefiriitobelniiiblintn  mit  :'.'i(niiliiii=(5reinc 
fiiib  nuneutiillinl  Tie  iiiti>neieiri)iiete  ~^,Mrffrtiitfcit  ift 
biirri)  mebv  nl\-  17  (KU)  Sliierfoniuinni-friireibeii 
(itotiirioll  benlrtiibirttl  uerbürnt.  Venen  2ie  biirum 
enbftobenboii  (^>rntiobesnn-M'fb.''ii  •"  eilt  üffeiioo 
Miiuevt  Ibiinii  füftot  ec  nur  5  >Vin.  "iSürto  burtft 
noiii  ?enlfri)liiiibi,  iinb  biiiteit  nuf  ba-.?  .Miiuert 
friiroibeit    2io   »Vire  ni'iirtiie  ?Ibvefie. 

(^hiitiobo,vin>fri)eiii:  S(u  ben  Aiiiirnlini  = '^iertrieö, 
xMorliit  ni-!,  ,\riebrirt)ftr.  24.  (.vrinurto  iiüllfüiiinioii  f üften» 
lüo  iinb  pürtüirei  oino  "l^robe  iiiiirnloitCMeme  niib  önv< 
(obneiri)e'ihi(t)lein:  „rnv<»>elKiuniiC',iiiiio  ä"  bleiben." 


Ä 


AtnvaaS 


Sdiallplatten,  die  man  gern  höü 


Instrumentalmusik 

Gräfin  Mariza  von  Calman.  Großes  Potpurri,  gespielt  von 
Dajos  Bela  mit  seinem  Orchester. 
Die  hübschen  Melodien,  Walzer,  Fox  und  Slow,  fein  gespielt, 
originell  instrumentiert.  Höhenpunkt  mit  GeigensoH  selbstver- 
ständlich das  Lied  vom  Zigan,  der  sein  Lied  spielen  soll.  Erst 
süß,  schmelzend.  Mit  einem  Czardcis  im  brausenden  Fortissimo 
endend.  Odeon  6732 

Hochzeit  der  Holzpuppen.    Foxtrott  a,  d.  Operette  „Die 
drei  Musketiere". 

Ziki-Paki-Ziki-Pu.     Onestep.     Beides  arrang.  und  gespielt 
von    Mitja   Nikisch    und   seinem    Orchester. 

Der  Foxtrott  etwas  abseits  von  dem,  was  man  von  einer 
Tanzplatte  erwartet,  und  auch  der  Ziki-Paki  etwas  aus  der 
üblichen  Art  geschlagen.  Das  Arrangement  von  Mitja  Nikisch 
eigenartig,  nach  neuen  Effekten  suchend,  die  nicht  nach  jeder- 
manns Geschmack  sind.  Parlophon  12  101. 
Kinderszenen  für  Klavier  von  Rob.  Schumann.  Gespielt 
von  Fanny  Davis. 

Heute,  wo  das  Klavier  in  Deutschland  im  Hause  genau  so 
selten  geworden  ist,  wie  in  England,  haben  diese  klassischen 
Weisen  Schumanns  auf  der  Schallplatte  die  gleiche  Berechtigung 
wie  Jazz  und  Oper.  Sic  vermitteln  uns  Hausmusik,  die  sonst 
für  uns  verloren  wäre.  Die  Wiedergabe  gut,  virtuos,  nur  der 
berühmte  vorletzte   Satz  zu   gedehnt   und   teilweise   zu  leise. 

Columbia  2321, 


Vokalmusik 

Mein    holdes    Vöglein    in    den    Zweigen,    von  David. 

Die    Nachtigal,    von   Alabieff.      Gesungen    von   Gitta    Alpar 
(Sopran)    mit    Berliner    Sinfonie-Orchester. 

Wundervoller  Koloraturgesang.  Künstlerisch  vollendet.  Hübsch 
im  Thema.    Flüssig  in  der  Melodie,  nett  und  sauber  begleitet. 

Homocord  4-9002. 
L  i  t  t  1  e  Pal  (Guter  kleiner  Kamerad). 

Im    siebenten    Himmel.      Aus    dem    Tonfilm    „Sag    es    in 
Liedern".     Gesungen   von   AI    Jolson. 

Der  populäre  Jazzsänger  und  Filmschauspieler  singt  hier  zwei 
Lieder  aus  seinem  neuesten  Tonfilm,  der  vielleicht  auch  bald  bei 
uns  laufen  wird.  Es  handelt  sich  wieder  einmal  um  ein  Kinder- 
iied,  in  Stil  und  Inhalt  ähnlich  wie  Sonny  boy,  und  um  einen 
Foxtrott,   wie  man  ihn  drüben  liebt   und  bejubelt. 

Brunswick  4400. 
„Hier  ist   der   grauenvolle  Ort." 
,,W  enn  das  Krau  t."     Aus  dem  2,  Akt  von  ,,Ein  Maskenball" 

V.  Verdi.     Gesungen  von  Meta  Seinemeyer  mit  Orchester 

unter  Leitung  von  Dr.  Weißmann. 

Jede  Platte  mit  Meta  Seinemeyer  bietet  einen  seltenen  Genuß, 
bietet  neue  Freude,  gemischt  mit  tiefem  Bedauern,  daß  die  Künst- 
lerin nicht  mehr  unter  uns  weilt.  Verdis  Maskenball  wird  durch 
die  Reproduktion  neue  Freunde  gewinnen.  Parlophon  9867. 


Die  sclkönsteiiL  Melodien 

£itis   den  neuesten  Tonfilmen  auf  Odeon"  und   P£krlopl\on"Plaillen! 


sinpt  aus 

„Dich    hab'    ich    geliebt" 

den  gleidmamigen  Schlager 
Große     Orchesterbegleitung 

Best.-Nr.  B  12104 


Bin  kein  Hauptmann,  bin  kein  großes  Tier 

Sieben  Sterne  hat  der  {jroße  Här  Best.-Nr.  O  iilOÖ 

j£kncsi  Beilogt\  Zigeuner-Orctiester 

Czardaspotpourri 

Heut  komm  idi  zu  dir,  mein  Mädel  Best.-NrB.     12106 

BarnAb^s  von  Gecaty 

mit  seinem  Orchester  vom  Hotel  Esplanade 

Bin  kein  Hauptmann,binkein  großes  Tier,  Fovtrottß('5/.-AV.ß/2//8 

ODEON  u.  PARLOPHON 

Die    Musikplatten    von    besonderer 
Reinheit    und   Schönheit    des  Tons! 


Odeon-  und  Parlophon -.Musikplatten  und  Ap- 
parate sind  crhältllifa:  Odeon- Musik- Haus 
G.m.b.H.  Berlin  V"  8,  LcipziKerStr.  110  /  Par- 
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Carl    L  i  n  d  s  t  r  ö  m    A.  -  G.,    Berlin   S  O  36 


Hilla-Verehrerin:  Walter  Rilla  wolint  Berlin-Charlottpnburg,  'Wacliol- 
ilerwi's  G.  wurde  am  L'i'.  Aiigiisl  in  Xeuiikirtlit'ii  sol>oreii  und  ist  mit  der 
St!iaus|iielerin  Tlierese  Huiaud  vevlielratet.  i)ei-  Künstler  war  frülicr 
bei   (Irr    .S|ire<-libiiline,    ist    jetzt   alier    nur   noch    beim   Film. 

H.  Seh.:  Ibr  Hrief  ist  un  den  Künstler 
weitergeleitet    wurden. 

Frilz  B.,  Waldenburg:  I.eni  Kiefenstahl 
uiilint  Herlin-WilmerMlorf,  llindenbnrK- 
slralie  ii;.'.  .Jawohl,  die  Künstlerin  hat 
aueh  die  HlDtinia  in  ..Der  heilige  JierK" 
nesiiielt.  J)ie  .antworten  in  unserer  Zeil- 
sehrift    >iiid    kii-slcnlos. 

Rudi  W.,  Jena:  Harr.v  I'iel  traf?'  wirk- 
lich seinen  riehüficn  Namen.  Aller  ritli- 
lijj  ser;iteii.  —  S.ilio  Kin«  wurde  in  (»ste- 
rode.  Ostpreulien.  fjeburen.  .Sie  haben 
recht,  er  ist  sehon  lange  als  Artist  im 
Kilm  tätig.  Kr  lieiUt  iirhtig  Hermann 
Stetza. 

Filmtreund  K.  H.,  Berlin:  .losephine 
iJnnn  ist  ilurrli  ilir  Metru-Colilw  yn-.M.iyer- 
Stndiio.  ('nI^  er-Cilj .  Kalifornien.  l.Js.\.. 
zu    erri'ielien.      Mi'    gibt    Autognimme. 

H.  O.,  Dresden:  ILnis  Stiiwe  wohnt 
Herlin-Ilalcnsec.  raulsborner  Straße  '•>. 
ist  mit  einer  bnigarisihen  Chemikerin 
verheir:ilet  und  gibt  Autogramme.  Das 
Alter  der  Kilmsiars  verotfenllichcn  wir 
grundsälzlieh    niebt. 

Kläre  K.,  Gelsenkirchen:  Leider  ist  es 
wahr,  Freil  Tliouisen  ist  niebi  ini'br  unter 
den  l.elienden.  Am  llejlig.ibend  vorigen 
.lahres  sl.-irb  er  ;in  di'U  Kolgen  einer 
(iallensteino|ier.ilion.  'riiomsen  wurde  in 
l'.isaden.i.  Kalifornien,  gi-boren  und  ist 
verheir.ilet  gewesen.  Sein  letzter  Film 
war  ..Silberkönigs  letzter  Sieg",  Da» 
l'ferd  lebt  noc-b.  Freil  TImmseii  ist  nur 
:t9  .l.ihre  ;ilt  gewiuden.  —  Tom  .Mix  ist 
iluicli  die  Fo.\-Sludiiis.  IliU.  Xo.  Wesleru 
Avenue,  Hollywood.  Kai..  l'S.V.,  zu  er- 
reieberi.       .\ller     riiblig     ger.deu. 

„Frau  im  Mond":  (ierd.-i  .\l.uirus  wolint 
Herlln  -  Steglitz,  Tliorw.ild-enstr.ille  l'.'i, 
^Villy  Fritseh  Jlerlin  \V.  K,'iiserdamni  9,i, 
liust'l  St.irk-Ostettenb.iur  Herlin-i:liarIot- 
lenburg.    Jtroysi'iLstr.iUe    7. 

Zwei  Conrad  Veidt- Verehrerinnen:  Die 
illustrierte  Hes<hreibung  zum  ..Inilisehen 
(Jr.ibm.'il"  erh:ilten  Sie  diireli  ilen  ..lllii- 
slrierlen  Filmkurier".  Berlin  XV  S,  Köthe- 
ner   straUe  .'S". 

E.    S.,    HanibufK-Hamm:    Wir    werden 
Autogramme    erinnern.    —    .Mona    .M.iris    w 
Die    .Adresse    von    (ierd.i    .M;iurus    finden    Sie    an    .inderer 
.l.icobinis    Anschrift    ist    Berlin    W    ;>7.     l'alhissIr.ilJe    ü. 
immer   ..Frau  .  .  ." 

R.  Th.,  Filmfreund:  Kine  Besehreibung  mit  lllustr.ilionen  von  dem 
Prometheus-Film  „.lenseits  der  Str.ilie-  können  Sie  beim  ,, Illustrierten 
Filmkurier".   Berlin   W  9,   Köihener   Str:iße  :17,   beziehen. 


Willy  B.,  Seelze:  Senden  Sie  Ihre  Manuskripte  in  Form  ron  kurzen 
Exposes  an  die  dramaturgischen  Abteilungen  der  Filmgesellschaften. 
Einige  Adressen  finden  Sie  an  anderer  .Stelle.  Leider  miissen  wir  Ihnen 
s:.gen,  daß  auch  der  Verkauf  von  Filmnianuskripten  sehr,  sehr  schwer  ist. 

Christa  H.,  Cottbus:  Es  gibt  keine  Fort- 
setzung von  der  „Frau  im  Mond".  — 
Willy  Fritschs  Adresse  ist  Berlin  W, 
Kaiserdamm  95.  —  In  einem  Filmexposö 
muß  klar  und  verständlich  der  Gang  Aev 
ll.'indlung  wiedergegeben  sein. 

Irene  L.,  Hamburg:  Alfons  Fryland 
wohnt  Berlin  -  Schmargendorf,  Huhlaer 
Straße  l.i.  Er  ist  mit  keiner  Künstlerin 
verheiratet.  —  Sehreiben  Sic  an  Vilma 
Hanky  und  Ronald  Colman  ruhig  deutsch 
und  fügen  Sie  einen  internationalen  Post- 
scheiu  bei.  Filme,  in  denen  die  beiden 
zusammenspielteu,  waren  „Die  Xacht  der 
Liebe",  „König  Harlekin",  „Die  Ver- 
schwörer". —  Maly  Delschaft  ist  mit 
einem  Kaufmann  verheiratet.  —  Wer  die 
Partner  von  Wilhelm  Dieterle  und  Lien 
Deyers  in  den  beiden  Filmen  sind,  steht 
bis  jetzt  noch  nicht  fest.  —  Hans  Adal- 
bert  von  Schictiow  ist  mit  einer  frühereu 
Schauspielerin    vermählt. 

Hans  R.,  Berlin:  .lenny  Jugu  wohnt 
Berlin  W,  Kaiserdamm  i9.  Sie  gibt  Auto- 
gramme, Nein,  sie  ist  nicht  mit  Igo  Sym 
verheiratet. 

,,Venezia":  Zu  unserem  Bed,iuern  kön- 
nen wir  Ihnen  keine  Angaben  über  den 
Filmarchitekten  Prof.  Fred  Joe  machen, 
da  er  in  Deutschland  gar  nicht  bekannt 
ist.  —  ^Vann  der  Ufa-Film  „Die  wunder- 
bare Liige  der  Nina  Petrowna"  in  Du.\ 
zur  Uraufführung  gelangt,  erfahren  Sie 
sicher  am  besten  durch  den  Besitzer  Ihres 
Staramkinos.  —  Paul  Uartmanu  filmt 
deshalb  so  Avenig.  weil  er  in  Wien  bei 
der  Sprechbühne  ist.  Seine  bekanntesten 
Filme  sind  ...Monik:i  Vogelsang".  ..Anna 
Boleyn",  ,, Kabale  u.  Liebe".  ,,Die  Chro- 
nik  zu   Grieshuus",   ..Der  Evangelimann'. 


die    betreffenden    Stars    an    die 

ihnt    in    Holl>w(iOd.    K.il.,    USA. 

Stelle.   —    .M:nl(i 

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Ihr  Gesicht  klagt  Sie  an,  früher 
oder  später,  wenn  Sie  es  ohne  richtige 
Pflege  lasseh.  Wissen  Sie,  welch  köst- 
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und  unschönen  Linien  verschontes  Gesicht 
ist?  Nehmen  Sie  nun  endlich  Marylan- 
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Die  Ober  Windung  der  Nervensdiwädie 


Graphische  Oaislellung 

der  veischicdenen  Bestandteile 

und  der  vielseitigen  Angtillspunide 

<*"  „Titus-Perlen" 


Müdigkeit,  Unlust  zur  Arbeit,  Zittern  in  den 
Gliedern,  nervöse  Dcpressionszustände, 
Hcrabminderung  oder  gar  Verlust  des  sexu- 
ellen Vermögens  sind  Warnungen,  die  Sie 
nicht  überhören  dürfen.  Dem  berühmten 
Sexualwissenschaiticr  Sao.-Rat  Dr.  Mag- 
na« Hirschleld  ist  es  in  jahrzehntelanger 
Forschung  gelungen,  ein  Präparat  herzu- 
stellen, das  diese  Störungen  wirksam  be- 
kämpft. Nach  praktischer,  jahrelanger  Er- 
probung in  außerordentlich  vielen  Fällen 
wird  dieses  Präparat 

THuS'Perlen 

jetzt  der  Öffentlichkeit  übergeben.  Titus- 
Perlen  sind  das  erste  wissenschaftliche  Prä- 
parat mit  garantiertem  und  standardisiertem 
Hormongehalt  zur  Wiedererlangung  der 
sexuellen  Energie.  Verlangen  Sic  kostenlos 
die  wissenschaftliche  Broschüre.  Aus  den 
lehrreichen  5  larbigen  Abbildungen  wird  Ihnen 
vieles,  was  Sie  sich  bisher  nicht  erklären 
konnten,  verständlich  werden.  Die  Broschüre 
enthüllt  Ihnen  das  große  Geheimnis  der  sexu- 
ellen Funktionen    der  menschlichen  Organe. 

TUus-Perlen 

werden  hergestellt  nach  Vorschrift  und  unter 
ständiger  Kontrolle  des 

InstitQts  iär  Seiualwissensdiait,  Berli  n 

(Dr.  Magnus  Hirschleld  -  Stillung) 
Originalpackung  (100  Stück)  RM.  9,80     Bro- 
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Liclerant    der    Ufa. 


Ursel  M.,  Berlin-Charlottenbarg:  Die  betreffende  Eolic  in  „Die  Drei 
um  Edifli  •  wurde  Ton  Gustav  Dießl  dargestellt.  Er  wohnt  Berlin  W, 
Rcgensburgcr   Straße   28.   bei    Schleusener,    und   gibt   Autogramme. 

Wilma  D.,  Wesermünde:  Lillian  EUis  wurde  in  Kopenhagen  ge- 
boren. Sie  spielte  bis  jetzt  in  „Heut'  spielt  der  Strauß",  „Der  Leutnant 
Ihrer  Majestät",  ,,Im  Prater  bliihn  wieder  die  Bäume".  —  Willy  Fritschs 
neuester  Film  beißt  „Melodie  des  Herzens".  —  Maly  Delschaft  wurde  in 
Hamburg  geboren. 

A.  H.,  Kempten:  Gunnar  Tolnaes  befindet  sich  jetzt  in  Oslo  (Nor- 
wegen), wo  er  am  „Neuen  Theater"  in  der  Komödie  ,.Im  Käfig  der  Frei- 
heit '  auftritt,  und  wohnt  Camilla  Collettsrei  15.  —  Rolf  von  Goths  Adresse 
ist  Berlin  SW,  Hallesches  Ufer  25.  —  Iwan  Petrovich  ist  am  besten  durch 
die  Groenbaum,  Berlin  NW  7,  Prinz-Louis-Ferdinand-Straße  1,  zu  errei- 
chen. Lien  Deyers  wohnt  bei  Wilhelm  Dieterle  in  Berlin-Dahlem,  Schwein- 
furter  Straße  25,  der  Schriftsteller  Richard  Hutter  Berlin-Halensee, 
Kiistriicr  Straße  5.  —  Wir  haben  die  beiden  Filmstars  an  die  Auto- 
gjanirae   erinnert.  —  Egon   von  Linden   kennen   wir   nicht. 

,  Mary  und  Ossi":  Vcrsucbtn  Sie  es,  senden  Sie  Ihre  Bilder  den  Film- 
geseflschaften  zur  Prüfung  ein,  aber  geben  Sie  sich  keinen  Hoffnungen 
hin.  Es  ist  unendlich  schwer,  im  Film  festen  Fuß  zu  fassen,  und  selb'^t 
bekannte  Filmdarstellerinneu   sind   oft   monatelang   ohne  Beschäftigung. 

H.  Seh.,  Görlitz:  „Die  versunkene  Flotte"  wurde  von  Manfred  Noa, 
„Unsere  Emden"  von  Louis  Ralph  inszeniert.  Der  Regisseur  der  „Köni- 
gin Luise"  war  Karl  Grüne.  Bei  „Rose  Berndt"  hat  E.  A.  Dupont  Regie 
geführt.  .,Der  König  der  Mittelstürmer"  ist  von  dem  Regisseur  Fritz 
Freißler  gedreht  worden.  „Die  Nacht  der  Liebe"  hat  Georges  Fitz- 
mauricc  zum  Spielleiter.  —  „Es  werde  Licht"  ist  ein  Richard  Oswald- 
I'ilm  mit  Kcrndt  .\ldor,  Hugo  Flink,  Leontine  Kühnberg,  Lupo  Pick, 
Kurt  Vesperman  in  den  Hauptrollen.  —  ,,U  9"  wurde  von  Heinz  Paul 
inszenier!. 

E.  H.,  Lebe:  Ihr  Briet  ist  an  den  Künstler  wcitergeleitet  worden.  — 
Brigitte  Helm  und  Lilian  Harvey  sind  so  alt,  wie  Sie  geraten  haben. 
Brigitte  Helm  debütierte  in  ,, Metropolis".  Sie  ist  noch  nicht  lange  ver- 
h«!iratet.      Richard  Weißbach   sieht   man  nur  in   kleineren  Rollen. 

H.  S.,  Pranklurt-Main:  Die  Darstellerin  der  Haydee  in  dem  Film 
,',Der  Graf  von  Monte  Christo"  heißt  S.  Stezensko.  Nähere  -Angaben 
über  die  Künstlerin  können  wir  Ihnen  im  .Augenblick  leider  nicht  machen. 
Jack  Trevor  -  Verehrerin,  Elberfeld:  Jack  Trevor  wohnt  Berlin  W, 
BcndlorstraUc  9.  Sein  neui-i>ter  Film  heißt  .,Die  Drei  um  Edith".  —  Heia 
Helios  ist  am  besten  durch  die  Emelka,  München,  Sonnenstraße  15, 
erreichbar.  Ein  neuer  Film  mit  ihr  ist  noch  nicht  angekündigt,  —  Die 
weibliche  Hauptrolle  in  „Susannes  erstes  Abenteuer"  spielte  Colleen  Moore. 
Greta  Garbo  debütierte  als  Elisabeth  Dohna  in  dem  Svenska-Film  „Gösta 
Berling".  —  Jenny   Jugo  und   Enrico   Benfer  sind  Ufa-Stars. 

K.  L.,  Berlin  N:  Fritz  Lang  ist  durch  die  Uta,  Berlin  SW  68.  Koch- 
straße 6-8,  zu  erreichen.  —  Wenn  Sie  Filmoperateur  werden  wollen,  so 
raten  wir  Ihnen,  sieh  mit  dem  Klub  der  Kameraleute,  Berlin-Steglitz, 
FeueibachstraCe   21,    in   Verbindung   zu    setzen. 

Filmfreundin  Erni  M.  ans  Leipzig:  Waldemar  Psilander  ist  vor  viel-n 
Jahren  gestorben.  —  Lily  Damita  ist  Französin.  —  Mary  Kid  ist  mit 
Deszö  Kertesz  verheiratet  und  wurde  am  8.  August  in  Hamburg  geboren. 
—  Harry  Piel  filmt  seit  20  Jahren.  —  Fritz  Kampers  ist  am  besten  durch 
die  Aafa,  Berlin  SW  48.  Friedrichstraße  223,  zu  erreichen.  —  Lucy 
Doraine  ist  nicht  an  der  Sprechbühne  tätig.  Sie  filmte  zuletzt  in  Holly- 
wood. —  Die  bekanntesten  Filme  mit  Jack  Trevor  sind  „Der  Katzen- 
steg", „Der  große  Unbekannte",  ,,Die  Sandgräfin",  ,, Moderne  Pirateli", 
,.I'räulein  Else",  ..Liebeskarneval".  ,, Abwege",  ..riiampagner",  , .Narkose" 
..Die   Drei    um   Edith",    ,. Meine   Schwester   und    ich". 


/c^A/  /^fKcr  mit" 

TOfEAL 


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Das  ,,Fi  I  m  -  M  a  g  a  zi  n  vereinigt  mit  Filmwelt"  erscheint  einmal  wöchentlich.  Bestellungen  in  allen  Scherl-Filialen,  Buchhandlungen  und  bei  der  Post  lt.  Postzeitungsliste 
Bezugspreis  Mk.  1. —  monatlich.  Anzeigenpreis:  35  Pfg.  die  30  mm  breite  mm-Höhc.  —  Seitenpreise  und  Rabatte  nach  Tarif.  —  Postscheckkonto:  Berlin  NW  7,  Nr.  3111.  — 
Hauptschriftleitung:  Alfred  Rosenthal  (Aros).  Verantwortlich  (ür  die  Redaktion:  Arthur  Scheiter,  für  den  Anzeigenteil:  A.  Pieniak,  sämtlich  in 
Berlin.  Für  Redaktion  und  Herausgabe  in  Osterreich  verantwortlich  Robert  Mohr,  Wien  I,  Domgasse  4.  —  Nachdruck  nur  unter  Quellenangabe  gestattet.  Unver- 
langte  Einsendungen   werden   nur   zurückgeschickt,  wenn  Porto  beiliegt..  —    Verlag  und  Druck:   August    Schcrl    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68,  Scherlhaus. 


Verfaßtvon  Hans  Szekely  /  Musikai.  Leitung  u.  Komposition  Werner  R.  Heymann 


Regie:  Hanns  Schwarz 


URAUFFÜHRUNG: 


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VEREINIGT  MIT 


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Berlin,  22.  Dezember  1929      *      Nummer  51 


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cicrikc   von   Cyesenlieiin 


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LIL    DAGOVER 

aus  der  Ausstellung} 
E.  Biober,    Kurfürslendamm 


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Kurt  Gerron,   Marlene  Dietrich.  Emil  Jannings  in  dem   Ufaton-Film  „Der  blaue  Engel"        Phot.  i'fa 


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Von  Otto    H  ar  e. 


, «Hereinspaziert,  hereinspaziert  —  nur  keine  Müdigkeit 
vorschützen!"  so  schrie  der  sogenannte  Kraftmeier  in  der 
berüchtigten  Hamburger  Hafenschänke,  wo  Lola  die  toll- 
sten  Sachen  trieb. 

,,Schaun  Sie  sich  mal  diese  Muskulatur  an!  Daran  er- 
kennt man  die  Intelligenz  der  Menschen." 

Ich  wollte  das  zuerst  nicht  recht  glauben    und  besah  mir 
diesen   sonderbaren   Mann  aus   nächster   Nähe.      Und  siehe 
da,    er    gab    mir    seine    muskidöse   Hand    und    sagte:    ,,Hans 
Albers.  Ab  heute  Athlet,  Rausschmeißer,  Wettsäufer  hier- 
selbst."     Dabei   zerdrückte   er  mir   beinahe   einige   Finger, 
worüber  Lola  sich  diebisch  freute,  die 
den    guten    Professor    Rath    und    den 
Kabarettdirektor    alias    Kurt    Gerron 
ganz  links  liegenließ  und  sich  zu  uns 
setzte. 

Bei  dem  dritten  Kognak  im  heißen 
Atelier  wurde  mir  noch  wärmer,  und 
ich  fragte: 

,, Gestatten  die  Herren  —  möchten 
Sie  mir  erzählen,  was  Sie  Interessan- 
tes in  irgendeiner  Weihnacht  erlebt 
haben?" 

,, Passen  Sie  auf",  meinte  Hans 
Alhers; 

,,lis  war  1912  bei  einer  Schmiere 
in  Oemmin  in  Pommern,  als  unser 
Freund  und  Direktor  ausgerechnet 
einen  Tag  vor  Weihnachten  mit  der 
Kasse  fortging  und  nicht  sagte,  wo- 
hin. Nach  Zusammenlegung  der  Reise- 
kasse begaben  sich  die  Kollegen  nach  . 
Hause.  Für  unsere  Souffleuse  und 
für  mich  hat  es  nicht  mehr  gereicht. 
Was  tun? 

Da  meinte  die  Souffleuse,  sie  hätte 


einen  bekannten  Buchdrucker   hier,  und  wir  beide  sollten 
am   Heiligen   Abend   eine   Nachmittagsvorstellung   geben. 
Auf  dem  Zettel  stand   folgendes: 

Der  berühmte  Darsteller  Hans  Albers,  bekannt  aus  den 
Stücken  von  ,Don  Carlos'  bis  , Parkettsitz  Nr.  10',  gibt 
sich  die  Ehre,  das  geehrte  Publikum  zu  einer  Nachmittags- 
vorst  ,llung  einzuladen.  Der  Reingewinn  soll  für  die  Heim- 
reise der  Souffleuse  und  des  Schauspielers  bestimmt  sein. 
Tn  einem  Gasthof  mieteten  wir  uns  einen  Saal.  Der  Nach- 
mittag kam,  die  Leute  auch.  Bis  2  Uhr  saß  ich  an  der 
Kasse,  nach  2  Uhr  die  Souffleuse,  und  dann  sollte  die 
Vorstellung  beginnen. 

Was  ich  damals  spielte,  war  nicht 
ausschlaggebend  für  meine  nach- 
malige Karriere,  das  weiß  ich. 

Als  ich  sah,  daß  das  Publikem  un- 
ruhig wurde,  mußte  ich  noch  etwas 
Großes  bringen.  Und  da  fiel  mir  die 
, Flucht  nach  Ägypten'  ein.  Ich  war 
der  Josef  und  die  Souffleuse  die 
Maria.  Die  Reise  ging  zwar  nicht 
nach  Ägypten,  sondern  die  Souffleuse 
fuhr  nach  Hause,  und  ich  fuhr  nach 
Hamburg  zu  meiner  Mutter. 

Der  Wirt  schrieb  mir  dann  in 
einem  Brief,  daß  das  Publikum,  als 
die  Wartezeit  zu  lange  dauerte,  hin- 
ter den  Vorhang  ging  und,  nachdem 
es  auf  der  Bühne  eine  Tafel  mit  den 
Worten:  ,Wir  sind  auf  der  Flucht 
nach  Ägypten',  vorfand,  in  ein  stür- 
misches  Gelächter  ausbrach. 

Durch  diese  Flucht  war  es  uns  bei- 
den   möglich,    den    Weihnachtsabend, 
wenn    auch    spät,    im    Kreise    unserer 
Marlene  Dietrich  Lieben  zu  feiern." 


™L 


Auf  der  Reise  durch  un- 
erforschte oder  schwer 
zu  erreichende  Länder 
ist  die  Filmkamera  jetzt  im 
Himalaya  angelangt  und  ge- 
währt einen  Einblick  in  ..das 
verbotene  Land  Nepal".  Hier 
stoßen  indische  und  mongoli- 
sche Kulturen  zusammen  und 
ergeben  eine  eigenartige  Mi- 
schung, die  nicht  weniger 
seltsam  ist  als  die  Bevölke- 
rung, in  der  sich  Typen  aus 
allerlei  asiatischem  Blut  be- 
finden. Die  Bewohner  Nepals 
sind  auch  heute  noch  außer- 
ordentlich fremdenfeindlich 
und  ziehen  nebenbei  Nutzen 
aus  der  Unzugänglichkeit 
ihres  Landes.  Den  Kamera- 
mann reizt  natürlich  jedes 
Hindernis,  und  so  ließ  sich 
auch  Dr.  Hürlimann  nicht  ab- 
schrecken, inmitten  einer  Be- 
völkerung Aufnahmen  zu 
machen,  deren  Aberglaube  und 
Gespensterfurcht  in  der  Welt 
nicht  ihresgleichen  hat.  Wie 
in  allen  Gebirgsländern  ist 
auch  in  Nepal  die  Bevölke- 
rung    dünn     gesät,     und     wie 


Tempelstraße  in  dir  Hauptstadt  Katmandu 


Statue  des  Cötlervogels 

überall  ist  die  große  Menge 
arm  und  unwissend.  Die 
architektonische  Kultur  ist 
von  Indien  beeinflußt,  hat  es 
aber  trotzdem  zu  eigenen  For- 
men gebracht  und  verschmilzt 
mongolische  und  indische 
Elemente,  die  als  Formen- 
schatz der  buddhistischen  Re- 
ligion zu  gelten  haben.  Frei- 
lich liegt  der  Buddhismus  wie 
ein  dünner  Lack  über  uraltem 
asiatischem  Volksgut,  zumal 
sich  letztes  überall  in  schwer 
zugänglichen  Gebirgsländern 
besser  als  in  der  freien  Ebene 
zu  halten  weiß.  Nepal  ist 
Asien,  also  erfüllt  von  einer 
naiven  Grausamkeit,  einem 
Symbolkult  und  Fürstenver- 
götterung, Was  man  bisher 
aus  wenigen  mangelhaft  illu- 
strierten Büchern  herauslesen 
mußte,  gibt  der  Film  ,,Das 
verbotene  Land  Nepal"  in 
reicher  Fülle.  Gerade  die 
Form  des  Kulturfilms,  der 
sich  auf  das  Wesentliche  be- 
schränkt ui\d  zur  Sammlung 
gelangt,  ist  geeignet,  unser 
Weltbild    reich  zu  erweitern. 


Volkstypen  aus  Nepal 


Heilige  Quellen 


l'hiUos:  Pr.  HurUm.yin,  Allanlis-Ufa 


Schlafender  Buddha 


Busler  Keaton  mit  seinen  Söhiu-n  unter  dem  Weihnachtsbaum 


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Ali    Hubert. 


Ali  Hubert,  der  langjährige  künstlerische  Mitarbeiter  von  Ernst 
Lubilsch  hat  unter  dem  Titel  .Hollywood,  Legende  und  Wirklich- 
keit", ein  Buch  über  seine  kalifornischen  Erlebnisse  im  Verlag 
E.  A.  Seemann  erscheinen  lassen.  Wir  entnehmen  diesem  Werke, 
das  amüsante  und  witzige  Aulklärung  über  das  Leben  in  der 
,, Hauptstadt  des  Films"  gibt,  mit  Erlaubnis  des  Verfassers  und 
Verlegers  nachstehenden  Abschnitt; 

Am  Weihnachtsabend  1922  sitzen  drei  Berliner,  Ernst  Lubitsch, 
seine  Frau  und  seinAufnahmeleiter  HeinzBlanke,  in  einemZim- 
mer  des  Ambassador-Hotels  von  Los  Angeles.  Auf  dem  Tisch 
stehen  zwei  Leuchter  mit  langen,  dünnen  Kerzen,  die  den  fehlen- 
den Weihnachtsbaum  ersetzen  sollen,  und  ein  unberührtes  Dinner. 
Es  gibt  weder  Gänsebraten  noch  Karpfen,  weder  Pilsner  noch 
Rüdesheimer,  dagegen  Hühner  mit  Icecream,  Ananas  mit  Käse 
und  Pudding  aus  gutem  Plakatkleister.  Dazu  Eiswasser  in  unbe- 
grenzten   Mengen. 

Von  draußen  schallt  der  übliche,  amerikanische  Weihnachts- 
lärm herein.  Betrunkene  taumeln  gegen  die  Tür.  Die  drei  da 
drinnen  sind  dem  Weinen  so  nahe,  wie  sie  der  Heimat  in  diesem 
Augenblick   fern    sind. 

Lubitsch  kaut  an  seiner  Zigarre,  sein  Geist  überfliegt  die  letzte 
Zeit.  Er  ist  der  erste  Deutsche,  den  man  in  dieses  Land  ge- 
rufen hat;  ein  ehrenvoller  Ruf,  gewiß,  den  ihm  Mary  Pickford, 
der  vergötterte  Liebling  Amerikas,  zuteil  werden  ließ.  Man  ist 
außerordentlich  zuvorkommend  und  liebenswürdig  gegen  ihn, 
zeigt   ihm   bei    jeder   Gelegenheit,   daß   man   in   ihm  einen  Meister 


bewundert.  Seine  beste  Visitenkarte  hatte  er  in  diesem  Lande 
abgegeben:  ,, Madame  Dubarry";  und  die  amerikanische  Film- 
industrie hatte  sofort  erkannt,  daß  sie  diese  Kraft  braucht. 
Während  man  zu  Hause  in  Deutschland  ihn  beneidet,  als  Glücks- 
pilz preist,  sitzt  er  bekümmert  in  seinem  Hotelzimmer  und  ver- 
sucht die  Zukunft,  die  wie  ein  Nebel  vor  ihm  liegt,  zu  durch- 
dringen. Seit  Wochen  in  diesem  Lande,  ist  er  keinen  Schritt 
vorwärtsgekommen.  Alle  Nöte  eines  europäischen  Filmregisseurs, 
der  zur  Tatenlosigkeit  verurteilt  ist,  multipliziert  mit  dem  Ein- 
samkeitsgefühl des  Schrittmachers  in  einer  neuen,  völlig  fremden 
Welt,  erfüllen  ihn.  Er  sieht  einen  langen,  schweren  Weg  vor 
sich,  und  gerade  die  allernächste  Zeit  ist  in  undurchdringliches 
Dunkel  gehüllt.  Er  weiß,  daß  trotz  des  liebenswürdigen  Ent- 
gegenkommens der  Filmwelt  die  breite  Masse  von  der  heute  so 
selbstverständlichen  Sympathie  für  Deutsche  und  deutsche  Arbeit 
noch  w^eit  entfernt  ist.  Mit  Knüppeln  hatte  der  Pöbel  noch  erst 
kürzlich  das  Publikum  vom  Besuch  des  Kinos,  in  dem  Robert 
Wienes  Film  „Caligari"  lief,  forlgetrieben.  Dieser  Deutschfeind- 
lichkeit zu  begegnen,  hatte  man  Lubitsch  den  Vorschlag  gemacht, 
sich  als  Polen  oder  Russen  auszugeben,  was  er  glatt  ablehnte. 
Die  ursprüngliche  Idee,  den  ,, Faust"  als  erstes  zu  inszenieren, 
hatte  sich  als  undurchführbar  erwiesen.  Vom  ,, Faust"  kannte 
man  bisher  den  Faustwalzer,  den  die  Grammophonplatten  spiel- 
ten; doch  hätte  sich  das  amerikanische  Publikum  schön    bedankt. 


ihren  Liebling  Mary  Pickford  als  unverehelichte  Margarcthe  mit 
dito  Balg  auf  der  Leinwand  zu  sehen.  ,,Keep  smiling"  und 
„Happy  end"  waren  in  der  Industrie  noch  tiefwurzelnde  Be- 
griffe, die  als  eisernes  Gesetz  galten,  das  jeder  respektierte, 
der  Erfolg  haben  wollte.  Nach  endlosem  Warten,  Zögern  und 
Prüfen  war  das  Thema  endlich  gefunden,  und  die  Arbeit  konnte 
beginnen.  Der  Erfolg  von  ,,Rositta"  mit  Mary  Pickford  in  der 
Hauptrolle  ebnete  Lubitsch  den  Weg,  der  für  ihn  und  europäi- 
sche Filmarbeit  von  größter  Bedeutung  war.  Als  nächsten  Film 
drehte  er  bei  Warner  Brothers  „Ehe  im  Kreise"  und  befestigte 
damit  nicht  nur  seine  Position  in  Amerika,  er  zeigte  mit  dieser 
Arbeit  auch  in  der  Heimat,  daß  er  in  Hollywood  nichts  ver- 
lernt  hatte. 

Als  er  zugleich  mit  diesem  Film  Monte  Blue  und  Menjou  in 
die  erste  Reihe  der  Darsteller  rückte,  suchte  jeder  Schauspieler 
unter  seiner  Regie  die  Möglichkeit,  ein  internationaler  Star  zu 
werden,  was  natürlich  nicht  wenig  zu  seiner  Popularität  in  der 
Filmwelt   beitrug. 

Heute  hat  er  eine  erste  Position  in  Hollywood,   das   Vertrauen 
aller    Produzenten.      Die    besten    Darsteller 
wetteifern,   sich   unter  seiner   Regie   auf  der 
Leinwand  zeigen  zu  können. 

Ob  jetzt  Max  Reinhardt,  der  Sänger 
Schaljapin  oder  ein  deutscher  Kreuzer  nach 
Kalifornien  kommt,  jeder  prominente  Euro- 
päer hat  die  gastlichen  Häuser  der  Deut- 
schen, insbesondere  die  von  Lubitsch  und 
Jannings,  kennengelernt.  Beide  Stätten  sind 
der   Mittelpunkt   der   deutschen   Kolonie. 

Im  schönsten  Teil  von  Beverly  Hills  liej«!. 
Lubitschs  hübschgs  Haus,  das  in  reinem 
(Kolonialstil  gebaut  ist. 

-  Kommt  man  am  Sonntagvormittag  zu  ili.ii, 
um  ihn  zu  einer  Fahrt  in  die  Berge  abzu- 
holen, so  liegt  er  im  Bett  unter  den  riesigen 
Papierwolken  der  Sonntagsausgaben  kalifor- 
nischer Zeitungen,  die  sich  um  ihn  herum 
und  auf  der  Erde  meterhoch  auftürmen. 

Das  Ansinnen,  mit  Kräly  und  mir  auszu- 
fahren, weist  er  entrüstet  zurück  und  emp- 
findet unser  Vorurteil,  frische  Luft  zu 
schnappen,  als  lächerlich.  Kehrt  .man 
am  Nachmittag  zurück,  so  £,ä4t»«*tfer 
Garten  voller  Gastet  Damen  und  Herren  in 
Badekostümcfi"  toben  vergnügt  in  seinem 
Schwimmbassin  herum.  Der  vollschlanke 
Huszar-Puffy  springt  wie  ein  Torpedo  durch 
die  Luft  ins  Wasser.  Monte  Blue  und  eine 
Menge  anderer  Schauspieler  sind  da,  die 
schlanke  Mary  Philbin  und  andere  hübsche 
Frauen.  Sie  schwimmen,  tauchen,  springen 
und  reiten  wie  vergnügte  Tritonen  auf 
Wassertieren  aus  Gummi.  Lubitsch,  dem  die 
nassen  schwarzen  Haare  ins  Gesicht  hängen, 
sieht  aus  wie  ein  feuchter  Napoleon,     - 

Man  nimmt  den  Tee  im  Badekostüm,  wie 
man  das  hier  j*t  Kalifornien  gewöhnt  ist. 

Am  Abend  herrscht  der  Smoking.  Man 
spricht  und  streitet  über  Film  und  sucht  sich 
gegenseitig  mit  Gründen  und  Organ  zu  über- 
zeugen. 

Selten  weicht  man  vom  Thema  ab.  Es  sei 
denn,  Kapitän  Hager,  der  Intimus  von  Lu- 
bitsch, hat  das  Wort,  dessen  geistvolle  Sen- 
tenzen und  Maximen  jeden  Hörer  in  seinen 
Bann  zwingen.  Dieser  nach  Hollywood  ver- 
schlagene Voltaire  ist  die  Quelle,  aus  der 
Lubitsch  täglich  neue   Anregung   schöpft. 

Wer  Lubitsch  näher  kennt,  weiß,  daß  er 
lediglich  in  geistiger  Beziehung  anspruchs- 
voll ist,  persönlich  ist  er  der  alte  geblieben. 
Einfach,  schlicht  und  sparsam.  Die  unver- 
meidliche Zigarre  ist  im  großen  und  ganzen 
alles,  was  er  für  seine  Person  verlangt. 

Die  mitunter  so  reizvolle  Außenseite 
Hollywooder  Häuser  birgt  leider  oft  ein 
wenig  erfreuliches  Interieur.  Alle  Vollkom- 
menheiten amerikanischer  Wohntechnik  sind 
natürlich  vorhanden.  Was  aber  die  Ein- 
richtung und  Ausstattung  anbelangt,  so  zeigt 


Richard    Barlhelmeß   in 
..Die  Well  in  Flammen" 

l'liot    Dflina 


sich  hier  fast  überall  Hilflosigkeit  und  Eintönigkeit,  Einige  Ber- 
liner haben  sich  ihre  Möbel,  Bilder  usw,  aus  Berlin  mitgebracht 
und  ihrem  Heim  damit  das  gute  geschmackvolle  Niveau  der  Hei- 
mat erhalten. 

Sonst  sieht  man  hier  bei  jedem  die  gleichen  Möbel  und  Lam- 
pen, im  verwässerten  Kolonial-  oder  Jakobstil  gehalten,  moderne, 
mit  Anilinfarben  hergestellte  chinesische  Teppiche. 

Man  lebt  hier  möglichst  im  Garten,  im  Schwimmbassin,  im 
Auto   oder   auf  dem   Sportplatz. 

Das  Hauptmöbelstück  ist  und  bleibt  ein  möglichst  pompöser 
Radioapparat,  kombiniert  mit  Grammophon,  das  selbsttätig  ein 
Dutzend  Platten  oder  mehr  hintereinander  spielt.  Alle  Errun- 
genschaften der  Technik  sind  in  diesen  Zwingburgen  der  Ge- 
schmacklosigkeit vereint.  Man  wundert  sich,  daß  diese  scheuß- 
lichen Radaumaschinen  nicht  auch  Wasserspülung  und  Staub- 
sauger aufweisen. 

Wie  der  Samum  in  der  Wüste  jeden  Keim  der  Vegetation  so- 
fort verweht,  mit  seinem  heißen  Hauch  erstickt,  vernichten  diese 
Batterien   der   Konservenmusik   jede    seriöse   Unterhaltung,   jedes 
Gespräch,   das    möglicherweise    entstehen 
könnte. 

Wer  den  Krach  nicht  hören  mag,  gilt 
als  unmusikalisch  und  musikfeindlich! 

Zu  den  weiteren  Kolonialgreueln  gehö- 
ren die  privaten  Filmvorführungen.  In 
manchen  Häusern  schweben  sie  wie  ein 
Damoklesschwert  über  den  Gästen.  Nach 
dem  Essen  wird  die  weiße  Leinwand  auf- 
gerollt, die  Stühle  werden  aufgestellt,  die 
Damen  kommen  auf  die  eine,  die  Herren 
auf  die  andere  Seite,  warum  diese  Tren- 
inn^-<^yyiaien  ist,  weiß  ich  nicht,  und 
'  rgcilJAP^llm-IJ9|^ft|?>S||^mart§jj^wird 
den  wehrlos  gemachten  Gästen  x^^k 
flimmärt.  Es  ist  unbegreiflich,  daß  man 
privat  nie  einen  von  den  guten  Filmen  zu 
sehen  bekommt.  Es  werden  hier  doch 
genug  gute  Filme  hergestellt. 

Manchmal  ist  der  reizende  dicke  Komi- 
ker aus  Budapest,  Huszar-Puffy,  die  ein- 
zige Rettung,  der  im  Ton  eines  Kientopp- 
.'\nsagers  seeligen  Angedenkens  die  Vor- 
tühruno  mit  seinem  Witz  glossiert  und 
~(fcir-'Kits,cli  ZOHI,  Spaß  macht. 

In  einem  öffentlichen  Kino[gjaH}dscht 
man  natürlich  auch  mal  eme^Watfi^J^ 
kann  man  wenigstens  fliehen.  Hier  gilf 
es  als  grobe  Beleidigung,  wenn  man  den 
Schmarren  nicht  mit  derselben  Abhär- 
tung erträgt,  wie  alte,  kitschgewöhnte 
Hollywoodianer. 

Man  kann  als  Entschuldigung  anführen, 
daß  alle,  die  hier  schwer  arbeiten,  abends 
oft  zu  müde  sind,  um  nach  Los  Angeles 
hineinzufahren  und  sich  dort  einen  Film 
ach  ihrem  Geschmack  anzusehen.  Dazu 
t,  daß  es  Theatervorstellungen  von 
QualTTät-aight  gibt.  Ich  nehme  hier  den 
Deutsch-Amernr»Q^' Franz  Reicher  aus, 
der    einige    wirklichgtlt**J^ffl«|^rungen 

Dem  Berliner,  der  nach  Hollywood  v^P 
pflanzt  wird,  dämmert  es  hier,  wie  man 
ihn  zu  Hause  gerade  in  dieser  Beziehung 
verwöhnt  hat.  Gibt  es  noch  einen  Platz 
in  der  Welt,  wo  man  so  herrlich  Komö- 
die spielt,  wie  an  der  Spree?  Nur  in 
Berlin  hat  man  den  Mut,  völlig  neue 
Wege  der  Dichtung,  Darstellung,  Insze- 
nierung und  Ausstattung  zu  gehen. 

Was  dem  armen  Kolonialdejutschen  da- 
für in  Hollywood  geboten  wird,  ist  tiefste 
amerikanische  Provinz.  Nur  wenn  man 
einen  Reißer  oder  ein  Sensationsstück 
wie  ,,Chikago"  oder  ,, Broadway"  sieht, 
hat  die  Aufführung  Elan  und  Schmiß. 
Diese,  aus  dem  amerikanischen  Alltag  ge- 
schöpften Ereignisse  werden  gut  insze- 
niert und  dargestellt. 


Der  Weihnachtsmann  bei  Lilian  Harvey  und  Willy  Friisch 


Plwt.  Litt 


IMIiaii  Gish  mit  (rechts)  Paul  Ludwig  Stein,  dem  Regisseur  ihres  ersten  Sprechfilms  „Der  Schwan".  Conrad  Naiel  und  Dr.  Friedrich  Kohner 

Von    unserem    Dr.  F.  K.  -Berichterstatter    aus    Hollywood. 


Nein,  die  weltberühmte  Lillian  Gish,  das  Mädchen,  dessen 
Hilflosigkeit  alle  Welt  zu  Tränen  rührt,  ist  nicht  zufrieden, 
und  Paul  Ludwig  Stein,  ihr  Regisseur,  ist  ebenfalls  nicht 
befriedigt,  mit  dem  ,, Sound"  nämlich,  der  ist  zu  hoch  oder  zu 
lief  oder  zu  schneidend,  und  der  Name  Nikolas  vollends,  den 
Lillian  in  dem  kritischen  Moment  (da  der  Hauslehrer  der  Prin- 
zessin seine  Liebe  gesteht)  ihrem  Partner  Conrad  Nagel  zurufen 
soll,  kommt  schnarrend  und  krächzend  aus  dem  ,, Playback".  Die 
Sylphide,  Finger  an  die  Schläfe  gepreßt,  läuft  erregt  hin  und  her, 
probiert  noch  einmal  und  noch  einmal,  immer  wieder  dieselbe 
Szene.  ,,Quiet"  ruft  Stein,  „All  Quiet",  jetzt  ist  es  besser,  jetzt 
noch  besser,  bis  der  Mixer  „Okey"  ruft,  was  auf  berlinisch  etwa 
Edelknorke   heißt,   dann   ist   es   am   besten. 

Die  Gish  spielt  die  Prinzessin  X  u^  Molnars  ,, Schwan"  bei  Uni- 
ted Artisis,  sie  spricht  zum  erstenmal  i^  Film  —  was  Wunder, 
daß  sie  das  Lampenfieber  schüttelt.  Stein  trägt  die  schwere 
Aufgabe,  die  stumme  Prinzessin  sprechen  zu  machen  mit  wohl- 
tuender Ruhe  und  seinem  ,,da-kann-man-nix-machen"  Kopf- 
schütteln. 

Molnar  übrigens  ist  in  Amerika  einer  der  bekanntesten  und 
meistaufgeführten  Autoren   Europas. 

Joseph  Schildkraut,  des  alten  Schildkraut  Sohn,  hat  „Lilion" 
787mal  auf  amerikanischen  Bühnen  gespielt.  Joseph  ist  seit  sei- 
nem Erfolg  in  ,,Show  Boat"  mit  festem  Kontrakt  bei  Universal, 
und  seine  „Stimme"  zählt  zu  den  besten  Hollywoods.  „Mir 
schien  die  Verwandtschaft  des  Films  mit  dem  Theater  immer 
evident",  sagt  der  erst  Achtundzwanzigjährige.  „Jetzt  haben  wir 
durch  den  Sprechfilm  das  ideale  , entfesselte'  Theater,  die  monu- 
mentale Volksbühne  mit  ihren  tausend  neuen  Möglichkeilen  für 
Schauspieler,  Regisseur  und  Autor.  Endlich  einmal  dürfen  wir 
natürlich  sprechen,  müssen  nicht  „überschreien",  uns  nicht  aku- 
stisch in  einen  Raum  einfühlen,  wir  können  uns  frei  bewegen 
wie  Mtif   der    Bühne   (\oh   N:iliiralismiiK   dor   neunziger   Jahre.      Wir 


werden  in  Kürze  die  Zauberstücke  Raimunds,  die  Schaudramen 
Shakespeares,  alles  vvas  auf  der  Bühne  umständlich-lächerlicher 
Maschinerie  bedurfte,  richtig  illusioniert  erleben.  Der  Dichter 
wird  wieder  an  erste  Stelle  rücken.  Der  Dialog  muß  auf  ein 
Minimum  reduziert  werden.  Der  Talkie,  wie  wir  ihn  jetzt  sehen, 
krankt  vor  allem  an  seiner  Hundertprozentigkeit.  Er  macht  den 
Fehler  jeder  neuen  Kunst;  er  lehnt  sich  an,  er  geht  nach  rück- 
wärts. Film  ist  nicht  Theater.  Man  müßte  sich  hinsetzen  und 
statt  erst  einmal  der  Reihe  nach  alle  Irrwege  und  Unmöglich- 
keiten zu  versuchen,  in  Stunden  ruhiger  Überlegung  die  Theorie 
der   neuen  Kunst   formulieren," 

Eine  Sensation  für  die  Filmliebhaber  der  ganzen  Welt  wäre 
ein  Bild  Buster  Keatons,  das  einen  Anflug  von  Lächeln  zeigen 
würde,  auf  dem  er  w-enigstens  Miene  machen  würde,  Miene  zu 
machen.  Aber  wie  weit  man  auch  im  Photoalbum  der  Familie 
Keaton  zurückblättert:  tödlicher  Ernst  und  stumpfe  Resignation 
in  den  Zügen  des  Oberhauptes  Busler.  Als  Siebenjähriger  assi- 
stierte er  seinem  Vater  in  einer  Knockabout-Nummer  auf  den 
Varietebühnen  Europas.  Schon  damals  brüllte  das  Publikum, 
wenn  Klein-Busler  von  einer  schlimmen  Verlegenheit  in  die  an- 
dere mit  angefrorener  Gleichmut  stolperte  und  es  verstummte, 
wenn  auch  nur  ein  Schein  des  Lächelns  über  sein  Gesicht 
huschle. 

Wie  macht  man  Busler  lächeln?  Man  erzählt  ihm  von  seinen 
Millionen  Freunden  in  Europa,  von  den  vielen  reizenden  Frauen, 
die  in  den  genialen  Tolpatsch  vernarrt  sind,  man  legt  ihm  eine 
Zeitung  hin,  die  berichtet,  daß  Henry  Bergson,  Frankreichs  Philo- 
soph, seinem  „Lachen"  ein  Kapitel  über  Keaton  anfügen  will,  an- 
geregt durch  den  Film  „Der  Statist".  Da  muß  Busler  natürlich 
lächeln,    verlegen,   entschuldigend:      Ich   hab'  es   nicht   gewollt. 

In  seinem  nächsten  Film  wird  Buster  sprechen,  ungern,  aber 
dem  Drucke  des  Produzenten  gehorchend.  Im  Februar  komml 
er   n;ich    Europa,    wird    Paris,    Berlin   und    Wien   besuchen. 


±)as  fcljöne  JSilcL^ 


Winferaufnahmen  ohne  Schnee 


Es  ist  eine  ebenso  interessante  wie  merkwür- 
dige Tatsache,  daß  nur  die  allerwenigsten 
Amaleurphotographen  über  gute  Winterauf- 
nahmen verfügen.  Das  erklärt  sich  daraus,  daß  der 
Städter  nur  während  einer  verhältnismäßig  kurzen 
Zeit  die  Voraussetzungen  für  effektvolle  Schnee- 
bilder vorfindet.  Dann  aber  wird  er  meistens,  und 
zwar  während  der  günstigsten  Belichtungsstunden 
(im   Dezember  und   %Ianuar  von    10   Uhr  vormittags 


bis  2  Uhr  nachmittags) 
,, dienstlich  verhindert" 
sein.  Schließlich  erfor- 
dert das  Photographieren 
von  Schneelandschaften 
ein  ganz  bestimmtes  Ne- 
gativmaterial, die  Ver- 
wendung von  Gelbfiltern, 
eine  weiche  Entwicklung 
und  für  die  Kontrakt- 
drucke oder  Vergröße- 
rungen ein  entsprechen- 
des Papier.  Alles  in 
allem  ist  das  für  be- 
queme Knipser  zu  viel 
Aufwand;  nach  den 
ersten  Mißerfolgen  lassen 
sie  gewöhnlich  die  Fin- 
ger   davon. 

Recht  wenig  ist  eigent- 
lich bekannt,  daß  auch 
,, Winteraufnahmen  ohne 
Schnee"  einen  ganz  be- 
sonderen Reiz  haben  kön- 


Ohen:    Am  Wohiger  See 
Tessar  4,5;    I'erulz-Roltlilm  />x<>; 


l^einiiher,     12    Uhr, 
",'M  Sek. 


üfgfnlitlil; 


Links:   Der  Angler 
Voiglr,    5  X  S,-    Skopar;    Bl.    «; 
Aaja-kolllitiii ;    nezeiiiher.  ' ;:,  Sek. 


Rechts .  Am  Tegeler  See 

i>/:ui>ar,     III.  (>,'i;    '  ju   Sek.    ii>«i/ 

n'it  oben 


nen.  Wenn  man  an  klaren  Tagen  den  Schnee  nur 
,, riecht"  und  allein  die  Außentemperatur  zu  ver- 
stehen gibt,  daß  es  Winter  ist,  dann  hat  die  At- 
mosphäre einen  wunderbaren  Stimmungsgehalt,  der 
sich  viel  leichter  mit  der  Kamera  einfangen  läßt. 
Die  kahlen  Zweige  der  Bäume  und  Sträucher  er- 
kennen wir  dann  in  ihren  letzten  und  feinsten 
Verästelungen  als  herrliche  Filigrane,  besonders 
wenn  sie  sich  schwarz  vom  Himmel  abheben.    Dar- 


'%i:(r^mSf& 


■&i5*^ 


MfevM.yjJJ.4^^.>,J^i.itkmiJl[MM 


Links  oben:  Weide  zwischen  Erlen 

Tessar  4,i;  Perulz-RoUjilm ;  Dtzember,  '  -^  Sekunde 

^> 

Rfchls   oben:  Motiü  in   Tegel 

Voielländer  Skoper;  Agfajilm  5x8,  >  ,„,  Sekunde 

Im  Kreis:   Dezembermorgen 
Tessar  4,i;  Bl.  S;  IWuizfilm;  'j,,  Sek. 

Kerhts:  Am  Storkow-Kanal 
fessar  •/,5;  Bl.  8;  Haujl-Cllra-Film  0X9 

Aufnahmen  von  Allred  Jiihre 


aus  ergibt  sich  von  selbst,  daß  man  getrost  gegen  das  Licht 
photographieren  sollte.  (Freilich  nicht  gegen  die  blanke 
Sonne.)  Gegenlichtaufnahmen  ermöglichen  allerkürzeste  Mo- 
nicntbelichtungen,  mit  Optik  f  :  4  5  selbst  im  Dezember  bis  zu 
'/:m(i  Sekunde.  Da  es  aber  nicht  nötig  ist,  unbedingt  mit  s  o 
großer  Öffnung  s  o  kurz  zu  belichten,  können  also  auch 
weniger  teuere  Apparate  mit  geringerem  Objektivdurchmesser 
verwendet    werden. 

Die  Photo-Industrie  hat  in  letzter  Zeit  eine  ganze  Serie  von 
kleinen,  handlichen  Rolifilmkameras  herausgebracht,  von 
denen  tatsächlich  die  eine  immer  besser  und  preiswürdiger 
ist  als  die  andere:  Billy,  Bessa,  Ikonta,  Vollenda  —  die 
Namen  lesen  sich  wie  eine  Konjugation,  und  in  bezug  auf 
ihre  Objektive  stellen  sie  auch  wirklich  eine  Steigerung  dar, 
nämlich  von  f:88  (Billy),  1:1,1  (Bessa)  bis  f  :  6,8  (Ikonta 
und  Vollenda).  Die  Arbeit  mit  derartigen  Apparaten  wird 
jetzt  im  Winter  auch  dadurch  erleichtert,  daß  man  seit 
kurzem  Rollfims  6X9  mit  der  erstaunlichen  Empfindlichkeit 
von    21  '-"    Scheiner    (Hauff-Ultra)    kaufen    kann. 

Bei  unseren  ,,Winleraufnahmen  ohne  Schnee"  zeigt  sich 
der  Vordergrund  sowie  alles,  was  sich  gegen  den  Himmel 
abhebt,  selbstverständlich  als  Silhouetten.  Man  wähle  den 
Vordergrund,  da  er  für  die  Bildwirkung  hier  unwesentlich  ist, 
möglichst  klein.  Schöne  Wolken  übernehme  man  durch  eine 
helle  Gelbscheibe  (orthochromatisches  Negativmaterial  vor- 
ausgesetzt) mit  auf  das  Bild.  Nur  in  den  wenigen  Fällen, 
in  denen  auch  der  Vordergrund  irgendwie  interessant  ist  und  in 
allen  seinen  Einzelheiten  auf  dem  Positiv  zu  erkennen  sein 
soll,  empfiehlt  sich  eine  Gelbscheibe  mit  sogen.  ,, zunehmen- 
der Dichte".  Für  die  Berechnung  der  Belichtungszeit  ist  dann 
natürlich  der  Lichtwert  der  dunklen  Teile  im  Bild  ausschlag- 
gebend. Hierfür  bieten  alle  im  Handel  erhältlichen  Belich- 
tungstabellen in  ihrer  Rubrik  ,, Landschaft  mit  dunklem  Vor- 
dergrund"   genügend  Anhaltspunkte. 


k 


er  Kann 


ßL 


Wien ; 


Einige  Fehler  des  Mnfängevs 


In  fast  allen  Filmen,  die  der  Amateur  zu  Beginn  seiner  Lauf- 
bahn dreht,  unterliegt  er  dem  Fehler,  den  optischen  Eindruck 
des  Auges  mit  dem  seiner  Kamera  gleichzusetzen.  Nicht  allein, 
daß  das  Auge  durch  die  Fülle  der  Farben  anders  angeregt  wird, 
es  ist  auch  zu  bedenken,  daß  die  Kamera  die  natürlichen  Farben 
ganz  anders,  in  der  Regel  viel  weniger  lebendig,  wiedergibt.  Auf 
das  Auge  wirken  Wiesen,  Moore,  im  Winter  große  Schneeflächen 
äußerst  angenehm,  weil  von  ihrer  Einfarbigkeit  eine  große  Ruhe 
ausgeht. 

Leider  wird  sie  im  Film  aber  nicht  verspürt,  sondern  als 
langweilig  empfunden.  Der  Amateur  muß  zusehen,  daß  er  ein  be- 
lebendes Moment  hineinbekommen  kann.  Das  kann  bereits  eine 
einfache  Wolkenpartie  sein,  die  langsam  über  der.i  Horizont  segelt, 
oder  ein  windiger  Tag,  der  das  Gras  bewegt.  Der  Amateur  wird 
gut  daran  tun,  zu  beobachten,  wie  die  Berufsregisseure  eine  der- 
artige Naturaufnahme  ,, stellen";  er  wird  schnell  bemerken,  daß  sie 
verschiedene  Dinge  des  Vordergrundes  in  Großaufnahme  zeigen. 
Die  Fernsichten  sind  für  den  Amateur  immer  undankbare  Objekte, 
denn  trotz  sorgfältig  gewählter  Gelbscheiben  verschleiern  sie  sich 
gern  und  zeigen  niemals  die  notw'endige  perspektivische  Tiefe. 
Der  Amateur  kann  diesen  Fehler,  dem  auch  die  Berufskinemato- 
graphie nicht  ganz  aus  dem  Wege  zu  gehen  vermag,  eigentlich  nur 
dadurch  vermeiden,  daß  er  solche  Aufnahmen  möglichst  kurz 
schneidet  und  schnell  durch  näher  gerückte  Bilder  aufteilt.  Nicht 
sehr  viel  anders  ist  es  mit  Wäldern,  die  im  allgemeinen  zu  starr 
kommen.  Auch  hier  muß  auf  den  tüchtigen  Helfer  Wind  gewartet 
werden,  denn  wehende  Zweige  haben  im  Film  einen  stets  ange- 


nehmen Rhythmus.  Bleibt  dieser  aber  aus,  oder  kann  er  im  Hoch- 
wald nicht  mehr  empfunden  werden,  so  muß  das  Licht  die  Stelle 
der  Bewegung  vertreten.  Die  Spiele  des  Lichtes,  wie  sie  in  den 
Waldszenen  der  ,, Nibelungen"  im  Atelier  mit  Kunstlicht  hervor- 
gebracht wurden,  sind  auch  in  der  Natur  vorhanden.  Freilich  ist 
es  nicht  leicht,  ihre  Fülle  zwanglos  auf  den  Zelluloidstreifen 
bannen  zu  können.  Hier  hilft  eben  neben  der  unauslöschlichen 
Geduld  nur  eines:  probieren  und  immer  wieder  probieren,  bis  die 
Aufnahme  gelungen  ist.  Der  Amateur  wird  durch  diese  Arbeit  zu 
einem  feinen  und  nachdenklichen  Beobachter  der  Natur.  Wie  der 
Kameramann  im  Atelier  seine  Lampen  nicht  nach  mathematischen 
Formeln  rückt,  sondern  die  Lichtwerte  im  Gefühl  hat,  so  wird  der 
Amateur  im  Laufe  der  Zeit  dahinterkommen,  wie  sich  eine  Na- 
turszene mit  allen  Lichtschattierungen  im  Filmstreifen  wieder- 
geben läßt. 

Der  Amateur  hat  nicht  selten  bei  der  Aufnahme  derartiger 
Naturbilder  den  Eindruck,  daß  sein  Film  in  diesen  Partien  aus 
druckslos  sein  werde.  Er  versucht  dann  recht  oft  eine  Pano- 
ramaaufnahme zu  machen,  um  auf  diese  Weise  etwas  Ab- 
wechslung und  Bewegung  in  sein  Bild  zu  bringen.  Aber  der 
Erfolg  ist  in  fast  allen  Fällen  negativ,  denn  gerade  eine  Pano- 
ramaaufnahme erfordert  distanzierte  Bewegung.  Überhaupt  setzt 
eine  solche  Aufnahme  —  insofern  der  Apparat  sie  zuläßt  — 
eine  geübte  Technik  voraus.  Man  muß  damit  rechnen,  beim 
Panoramadrehen  verschieden  beleuchtete  Landschaftsabschnitte 
vor  die  Linse  zu  bekommen  und  zuletzt  mit  unscharfen  Bildern 
dazustehen,   die   nicht   einmal   dem  Amateur  selbst   gefallen. 


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Die   Billy    kostet    nur  RM  36.—. 


Mehr     filmen! 


Vor  einiger  Zeit  hat  ein  Akademiker  das  Wort  vom  theo- 
retischen Menschen  geprägt.  Wird  man  beim  Gedanken 
an  die  Amateur-Kinematographie  nicht  lebhaft  an  diesen 
theoretischen  Menschen  erinnert?  Wir  schreiben  und  sprechen 
viel  von  der  Amateur-Filmerei  und  filmen  wenig.  Wir  bleiben 
Theoretiker  des  Films,  statt  mit  beiden  Beinen  frisch  in  die 
Praxis   hineinzuspringen! 

Wieviel  Tinte  und  Druckerschwärze  hat  nicht  allein  die  For- 
matfrage verbraucht!  Dabei  ist  die  Entscheidung  doch  recht 
einfach:  Wer  nur  wenig  für  die  Filmerei  ausgeben  kann,  wird 
den  Kleinfilm  —  9,5  mm  —  wählen;  wer  es 
sich  leisten  kann,  etwas  höhere  Ansprüche 
zu  stellen,  wird  zum  Schmalfilm  —  16  mm 
—  greifen.  Es  ist  damit  etwa  so  wie  mit 
den  Autos:  man  kommt  auch  mit  dem  Klein- 
wagen ans  Ziel,  aber  man  fährt  schneller 
und  vielleicht  etwas  bequemer  mit  einem 
größeren  Wagen.  Also  im  Grunde  eine  reine 
Preisfrage.  Es  ist  ja  nun  einmal  überall 
so  im  Leben,  daß  die  höhere  Leistung  eine 
höhere  Gegenleistung  erfordert.  Beim  Schmal- 
film besteht  die  höhere  Leistung  in  der 
Hauptsache  darin,  daß  das  aufgenommene 
und  projizierte  Bild  etwas  größer  ist  als 
beim  Kleinfilm. 

Im  übrigen  kann  man  heute  auch  schon 
beim  Kleinfilm  seine  Ansprüche  recht  hoch 
schrauben.  Bietet  doch,  um  das  beste  Bei- 
spiel zu  wählen,  die  bekannte  Cine-Nizo  9V'2 
sogar  die  Möglichkeil,  sog.  Zeitlupenaufnah- 
men mit  dem  Federwerk  zu  machen.  Da 
sie  ferner  auch  eine  Einbildachse  hat,  so 
liegt  hier  eine  höhere  Form  der  Kleinfilm- 
Kinokamera  vor,  mit  der  man  die  allerver- 
schiedensten  Aufnahmen  machen  kann. 

Dabei  taucht  dann  sofort  die  Frage  auf, 
ob  es  nicht  richtiger  sei,  die  Kinokamera 
für  den  Amateur  so  einfach  wie  möglich  zu 
hallen.       Wozu     beispielsweise     noch      eine 

Handkurbel  bei  der  Federwerk-Kamera?  Wozu  Einer-  und  Ach- 
tergang? Nun,  die  Antwort  darauf  ergibt  sich  einfach  aus  der 
Erwägung,  daß  der  Anfänger  zuerst  zwar  hochbeglückt  von  einer 
nur  automalisch  arbeitenden  Kamera  ist,  daß  er  aber  in  kurzer 
Zeit  über  das  Stadium  der  Versuche  hinauskommt  und  nun 
nicht  auf  Trick-  und  Hochfrequenzaufnahmen  verzichten  möchte; 
er  wird  allerhand  Filme  machen  wollen,  die  ihm  mit  der  nur 
automatischen  Kinokamera  verschlossen  sind.  Deshalb  ist  die 
Cine-Nizo  für  Schmalfilm  von  vornherein  mit  Einer-  und  Achter- 
gang ausgestattet,  ja  sie  bietet  sogar  die  Möglichkeit,  von  Feder- 


Cine  Nizo  16.     Mod.  C. 


werkaufnahmen  ohne  weiteres  auf  Handaufnahmen  überzugehen, 
ohne  daß  das  Federwerk  vorher  abgelaufen  sein  müßte.  Trotz 
dieser  ,, Schikanen"  ist  die  Kamera  so  einfach  zu  handhaben  wie 
eine  nur  automatische.  Man  darf  eben  „einfach"  nicht  mit  „pri- 
mitiv" gleichsetzen.  Selbst  das  Modell  C  des  Cine-Nizo,  das 
30  m  Schmalfilm  faßt,  ist  trotz  seiner  Vielseitigkeit,  die  an  die 
der  Berufskameras  heranreicht,  durchaus  nicht  schwierig  zu 
handhaben.  Gerade  die  Frage  des  Einlegens  der  Filme,  die  sonst 
manchen  Amateuren  Schwierigkeiten  bereitete,  ist  bei  den  Cine- 
Nizos  in  der  denkbar  vollkommensten  Weise  gelöst.  Bei  richtiger 
Wahl  der  Kamera  gibt  es  heute  keine 
Schwierigkeiten  mehr  für  den  Amateurfilmer. 
Trotzdem  es  uns  also  nicht  an  guten  Ama- 
teur-Kinokameras fehlt  (auch  Projektoren 
sind  in  genügender  Auswahl  da),  wird  noch 
verhältnismäßig  wenig  gefilmt.  Das  Filmen 
wird  noch  zu  sehr  als  Luxus  angesehen, 
was  es  in  Wirklichkeit  heute  durchaus  nicht 
mehr  ist.  Die  Kinokamera  kostet  kaum  mehr 
als  ein  Apparat  für  stehende  Aufnahmen, 
und  auch  das  Filmmaterial  ist  durchaus  er- 
schwinglich. Blieben  also  noch  die  Mehr- 
kosten für  den  Projektor.  Bedenkt  man  aber 
welch  ganz  anderen  Genuß  man  vom  leben- 
den als  vom  stehenden  Bilde  hat  und  welch 
ganz  andere  Möglichkeiten  es  bietet,  so  wird 
man  ohne  weiteres  sagen  müssen,  daß  die 
Mehrkosten  reichlich  ausgeglichen  werden. 
Denken  wir  nur  einmal  an  Aufnahmen  aus 
dem  Wintersport.  Auch  die  stehende  Pho- 
tographie liefert  vielfach  sehr  hübsche  und 
malerische  Bilder  vom  Schneeschuhlaufen, 
vom  Rodeln  usw.,  aber  sie  bietet  eben  doch 
immer  nur  einen  ganz  kleinen,  kurzen  Aus- 
schnitt; sie  läßt  die  Bewegung  erstarren, 
während  die  Kinematographie  sie  in  voller 
Lebendigkeit  erhält!  Wobei  der  malerische 
Eindruck  durchaus  nicht  zu  kurz  kommen 
braucht,  denn  er  ist  ia  nicht  immer  an 
die  Technik  gebunden,  sondern  es  ist  eine  Folge  des  rich- 
tigen Sehens.  Wer  einmal  beides  vom  Wintersport  nach 
Hause  mitgebracht  hat:  gewöhnliche  und  Kinoaufnahmen,  wird 
zwar  der  stehenden  Photographie  seine  stille  Achtung  nicht  ver- 
sagen, aber  sein  Kinofilm  wird  ein  Kleinod  für  ihn  sein,  an  das 
er  mit  Begeisterung  denkt.  Wenn  man  ein  bilderreiches  Bei- 
spiel gebrauchen  darf,  so  wird  man  sagen  können,  die  stehende 
Photographie  gleicht  einem  hübsch  präparierten  Schmetterling 
unter  Glas  und  Rahmen,  während  ihn  uns  die  Kinematographie 
in  voller  Lebendigkeit  und  Natürlichkeit  sehen  läßt.  K. 


Voriragsabend  des  Bundes  der  Filmamateure 


Man  schreibt  uns: 

Der  Bund  der  Filmamateure  —  der  die  einzige  Zusammenfas- 
sung aller  Interessenten  der  Amateurkinematographie  ist  — 
hatte  seine  Mitglieder  kürzlich  zu  einem  Vortrags-  und  Übungs- 
abend geladen.  Eingeleitet  wurde  der  von  mehr  als  100  Per- 
sonen besuchte  Abend  durch  einen  Vortrag  des  Herrn  Dr.  Reeb 
über:  ,,Die  Technik  der  Heimaufnahmen  bei  Kunstlicht".  Herr 
Dr.  Reeb  sprach  zunächst  über  die  verschiedenen  Arten  der  Ni- 
traphotlampen; er  demonstrierte  im  Lichtbild  die  Anwendung 
der  Glühlampen  in  den  Filmateliers  und  behandelte  zum  Schluß 
die  Technik  der  Heimaufnahme. 

Von  Wichtigkeit  ist  die  Frage  nach  der  Anzahl  der  Lampen, 
die  an  eine  Lichtleitung  angeschlossen  werden  können.  Die 
Filmamateure,  die  220  Volt  zur  Verfügung  haben,  werden  sich 
folgendes   merken   müssen: 

4-Ampere-Sicherung  2  Lampen,   nacheinander  einschalten,  damit 

die  Leitung  nicht  überlastet  wird; 
6-Amperc-Sicherung     2    Lampen    dauernd    oder    für    ganz    kurze 

Zeit    auch    drei,    die    dann    aber    ebenfalls    hintereinander 

eingeschaltet   werden   müssen; 
10-Amperc-Sicherung    4    Lampen    dauernd    oder    für   ganz    kurze 

Zeit    auch    5,    dann    auch    nacheinander   einschalten. 


Für  110  Volt  darf  nur  die  Hälfte  der  angegebenen  Lampen 
verwendet  werden. 

Belichtungszeiten  (für  Filmmaterial  von  etwa  17  Grad  Empfind- 
lichkeit): 
Blende         12  3  4  Lampen 

2,7         0,70  m     1,00  m     1,20  m     1,40  m\      Abstand  d.  Lampen    v. 

3,5         0,50  m     0,70  m     0,85  m     1,00  m)       Aufnahmegegenstand 

Die  Beherrschung  der  Aufnahmetechnik  bei  künstlichen  Licht- 
quellen ist  für  den  Filmamateur,  dem  ja  nur  bescheidene  Mittel 
für  die  Heimaufnahmen  zur  Verfügung  stehen,  von  ganz  beson- 
derem Nutzen,  ersehnt  er  doch  die  Möglichkeiten,  im  eigenen 
Heim  filmen  zu  können,  da  ihm  hierdurch  sowohl  die  Gelegen- 
heit gegeben  wird,  interessante  Familienaufnahmen  zu  machen, 
als   auch   Spielfilme   und   Trickfilme   zu   drehen. 

Im  Anschluß  an  den  überaus  interessanten  und  lehrreichen 
Vortrag  wurden  von  den  Mitgliedern  des  Bundes  und  den  zahl- 
reich erschienenen  Gästen  fleißig  Versuchsaufnahmen  bei  Kunst- 
licht unter  Anleitung  von  Herrn  Dr.  Reeb  und  seines  Assisten- 
ten Herrn  Goldmann  gemacht.  Die  überaus  rege  Tätigkeit,  die 
dabei  entfaltet  wurde,  bewies,  daß  diese  Veranstaltung  den  Film- 
amateuren viel  Neues  und  Interessantes  zur  Frage  der  Auf- 
nahmetechnik brachte. 


Vmr09  0^  ^  EßßfICMTCN 


Aufnahme  von  üirliard  lannenberg.  Ica  10  X  /5. 

Doppel  ■  Anasligm.       Blende     12.       Agfa  •  film. 

y.    Sek.      1%    Gelbjiller. 


im  Zillertal 

\ufnalime      von     Dorothea     Tillmanns.       Kodak 

.lirownie".     PeruU-Rollfilm.     Ms«    Sek.     Papier 

Velox. 


Jetlor   AbzuR     iiuiU     aber     ;nif   der    Küi-ksi-ile  ^-^  Ff/^     M  \^ \^^ 

folKcnilc   An^caboii   pntlialtpii:    Xanio    dos    Appa-  /  f/    {\t  ''*^V  •  m     ^-"^  ^"^ M 

rates   —   An    iiiitl    l.ichlstiirko   di's   (»lijcklivs  —  ^^<A   Sit/f  /^         /  i^         / 

Blende   —   Platleii-    oder    Filmfabiikat    —   Z.-ii-         T *^L  *^^  i/ ^ r» I ^ t^m    \-tt^^l^^t» 

piirikt  der  Aiirnahme  —  MelichtuiiKS/eit  —  Ver-  /  -^--tyfFlH^/ll  A^nllrrllV 

weiiduiiK  etwaiger  Hilfsmittel  (Gelbseheibe,  Vor-  L/l*/t«^I-  \/i U^tAJ»f 


Jeder  Leser  kann  sieb  an  diesem  Wel 
bcwerb    beteiligen. 

Wahl  des  Motivs.  CiroBe  und  Art  des  AI 
Zuges    bleiben    dem    Einsender    überlassen. 

Jeder   .\bzug     muß     aber     ;nif   der    Rüek 


m 


Art   des    liir   den   AbziiK 


\  erwendeten  Papiers  —  genaue  Anschrift  des 
Einsenders  —  ausdrüekliehe  Erklärung,  daß 
der  Einsender   Pbotoamateur  ist. 

Büeksendung  der  nichtpriuuiiorten  Bilder  er- 
folgt nur.  wenn  adressierter  Freiumsclilag  bei- 
liegt. Xaeh  Mögliehkeit  erfolgt  Veröffentliehung 
iler  Bilder.  Die  Entscheidung  des  Preisgerichts 
ist  endgültig.  Beschreitung  des  Kechtswi-;;es 
ausgeschlossen.  Einsendungen  sind  zu  riehteu 
an  „Film  -  Magazin"  („Filmwelt")  -  Photowett- 
bewerb,  Berlin  SW  68,   ZimmerstraBe  35-41. 


Sparkasse,    Berlin, 
im    Scheinwerfer- 
licht 

Aufnahme     von    Werner 
Reißmann.     Patent    Eliii- 
Kamera.     SIein/ieil    Dop- 
pelanastif^mat.      Unijocal 
J  :  4,5.    t.   13,5.  Blende 
4,5.        Agja-Chromo-ho- 
rapid.     12  Minuten.  Mi- 
mosa     Sunotyp     normal. 

Letzte  Rosen 

Aufnahme  von  Josef  Heichele.     Klapp-Kainera  9  X  12.    Xenar  12.5.    Braun- 
tiegel-Pl.     Nitraphotlampe    mit    Streuschirm.     15    Sek.    Leonar- Auto-Papier. 


" 

* 

Geivitter 

Aufnahme      von     Rupert 
Günter.        Fixfocus  -  Ka- 
mera  Matador   1     :   4.5. 
Blende  4,5.    Perulz-Grün- 
sieget-Ptatte.       12     Uhr 
nachts,    ca.     2    .Minuten. 
Satrox-ü'niversat. 

Photo- 


(Schluß) 
Außer  den  genannten  Nor- 
malobjektiven kommen  für 
den  Amateur,  der  sich  mit 
bestimmten  Aufnahniegebie- 
ten  eingehender  befaßt,  noch 
die  Weitwinkel-  und  die 
Teleobjektive  in  Betracht. 
Davon  sind  die  Weitwinkel- 
objektive überall  da  zu  ver- 
wenden, wo  wir  von  unserem 
Aufnahmeobjekt  keinen  ge- 
nügend großen  Abstand  neh- 
men können,  um  ihn  mit  dem 
Bildwinkel  unseres  Objekti- 
ves ganz  zu  erfassen.  Dieser 
Fall  tritt  namentlich  in  der 
Architektur  -  Photographie 
häufig  ein.  Die  Teleobjek- 
tive bezwecken  das  Gegenteil 
wie  die  Weitwinkelobjektive 
und  sind  daher  da  erforder- 
lich, wo  wir  an  unseren  Auf- 
nahmegegenstand nicht  nahe 
genug  herankommen  können, 
um  ihn  in  genügender  Größe 
auf  die  Platte  zu  erhallen, 
also  z.  B.  bei  Aufnahmen  von 
freilebendem  Wild.  Diese  Ob- 
jektive wirken  also  in  ähn- 
licher Weise  wie  die  schon 
erwähnte  alleinige  Verwen- 
dung der  Hintcrlinse;  doch 
ist    die    Vergrößerung     dabei 


Optik 


TAGESLICHT- 


LAMPENLICHT 

PFEIL-PAPIER 
ENTTÄUSCHT 
DICH  NICHT 


LIAMCE8ARTEU- FABRIK PH0T0G&ÄPH1SCHEB^PAPURE  CHARLOITENBUR&I 


natürlich  eine  weit  stärkere. 
—  Schließlich  sei  noch  auf 
die  sogenannten  Vorsatzlin- 
sen hingewiesen  die,  je  nach 
ihrer  Beschaffenheit  in  Ver- 
bindung mit  einem  Normal- 
objektiv als  Weitwinkel- 
oder Teleobjektive  wirken 
und  so  die  Anschajfung 
eines  solchen  Spezialobjek- 
tives erübrigen.  Der  Wir- 
kungsgrad derselben  erreicht 
jedoch  niemals  denjenigen 
der  entsprechenden  Spezial- 
objektive. Auch  für  Bild- 
nisaufnahmen gibt  es  Vor- 
satzlinsen, die  in  Verbindung 
mit  dem  Normalobjektiv 
eine  besonders  weiche  Zeich- 
nung  ergeben. 

Die  Wahl  des  Objektives 
ist  von  nicht  zu  unterschät- 
zender Bedeutung  für  den 
künstlerischen  Erfolg  auf  den 
einzelnen  Gebieten  der  Pho- 
tographie. Aber  auch  der- 
jenige Amateur,  dem  nur  ge- 
ringe Mittel  zur  Verfügung 
stehen,  kann  zu  beachtens- 
werten Resultaten  gelangen, 
wenn  er  sich  auf  dasjenige 
Aufnahmegebiet  verlegt,  für 
das  sich  seine  optische  Aus- 
rüstung gut  eignet. 


^etSaanS- 


WBti 


11.  Fortsetzunz 

Lange  schwebte  er  zwischen  Leben  und  Tod,  und  als  er  zum 
erstenmal  wieder  die  Herrschaft  über  seine  Sinne  antrat,  tat  er 
es   als   autokratischer    Schwächling. 

..Strich  unter  alles!"  brüllte  er  sich  an.  ,,Nach  Ragusa  zu- 
rück!   Die  arme,  alte  Tantei" 

Bis  die  telegraphische  Anweisung  aus  Dallas  eintraf,  mußte 
Pitt  im  Krankenhaus  bleiben;  nach  achtunddreißig  Stunden 
quittierte  der  Spitalarzt  dem  Postboten  einen  größeren  Betrag 
und  sagte  zu  Pitt  Erskine:  „Sie  können  gehen,  wann  und  wohin 
Sie  wollen,.  Hier  sind  noch  ein  paar  Franken  für  Sie.  Gott 
befohlen!" 

„Wie  denn?"  erstaunte  Pitt.     ,,Und  keine  Nachricht  für  mich?" 

,.Nein,    nichts.      Bleiben    Sie    gesund!     Auf   Wiedersehen!" 

Pitt  stand  auf  der  Straße  und  wußte  mit  Onkel  Hamiltons 
seltsamem  Verhalten  nichts  anzufangen.  ,,Bin  ich  denn  ein  Ver- 
brecher?" fragte  er  f:ich.  ,,Ach,  daß  ich  doch  rasch  soviel 
Geld  hätte,  ihm  die  Überweisung  vor  die  Füße  —  —  Ruhe, 
Ruhe,  aller  Freund!  Wir  wollen  zunächst  einmal  feststellen,  was 
Tantchen   macht." 

Er  ging  zum  Postamt,  gab  eine  Depesche  nach  Dalmatien  auf, 
wartete  auf  Antwort  und  laS;  was  das  Hotel  Odak  telegraphierte: 
,,Frau  Erskine  mit  Dampfer  ,Srbina'  Italien  stop  Reiseziel  Paris 
stop  vermuten  längst  Ankunft." 

„Tante    Philba   in    Paris!     Herrlich!"    jubelte    Pitt. 

Billie  hatte  schwere  Sorgen.  Seit  sie  Pitt  im  Straßengewühl 
verloren  hatte,  fürchtete  sie,  daß  er  sich,  jeder  menschlichen 
Vorsicht  zum  Trotz,  in  Abenteuer  stürzte,  die  ihn  vernichten 
konnten.     Es  zeigte  sich,  daß  ihr  Leben  und  Liebe  Pitt  Erskines 


£/N  ROMAN     VON  STANHOPE 


IQ 


Nachdruck  verboten 


mehr  wert  waren  als  ihr  Ruhm,  der  dem  Anschein  nach  nicht 
einmal  so  weit  reichte,  hinter  den  Grenzen  den  Bruder  zu  be- 
freien; denn  was  alles  sie  insgeheim  hierzu  unternommen  hatte, 
war  fehlgeschlagen. 

In  der  Nacht  nach  der  ersten  Zusammenkunft  mit  Pitt  wanderte 
sie  gedankenbeschäftigt  nach  Hause  und  ließ  die  Bobby-Bai 
links  liegen.  Hätte  sie  gewußt,  daß  zur  gleichen  Stunde  der  Ge- 
suchte in  dem  kleinen  Lokal  saß,  sehnsüchtig  Billie  erwartend, 
sei  es  auch  nur,  um  aus  der  Ferne  dem  großen  Künstler  zuzu- 
schauen, die  Löffel  Suppe  zu  zählen,  die  er  aß,  die  Speisen  zu 
bestellen,  die  er  bestellte  —  ja,  hätte  sie  das  gewußt,  so  wäre 
mit  eins  der  Weg  aus  Not  und  Dilemmna  gefunden  worden.  So 
aber  —  so  aber  ging  Billie  vorüber  und  überließ  Pitt  seinem 
Schicksal,  das  ihn  in  den  höchst  jämmerlichen  Zustand  und  ins 
Krankenhaus    brachte. 

Auf  der  Bühne  trug  Billie  die  Miene  eines  zufriedenen  Men- 
schen zur  Schau;  sooft  sie  auftrat,  ging  Beifallsrauschen  durch 
das  ganze  Haus.  Und  wenn  sie  endete,  erfüllte  ein  Jubel  den 
Raum,  wie  ihn  das  Ripope  wohl  nur  selten  vernommen  hatte. 
Es  war  Billies  beste  Zeit.  Und  wer  es  nicht  anders  wußte, 
mußte  glauben,  daß  das  Glück  des  Künstlers  wie  des  Theaters 
vollkommen    war. 

Abend  für  Abend  trat  der  Komiker  des  Varietes,  Perseus 
Natron,  vor  die  Rampe,  ohne  daß  sich  eine  Hand  rührte.  Und 
früher?  Früher  war  er  ohne  Ripope  und  es  ohne  ihn  nicht  zu 
denken. 

,,Ich  werde  dem  Jungchen  schon  die  Flötentöne  beibringen", 
verkündete  er  unu  lud  seine  Freunde  und  Neidgenossen  ein,  sich 
vor    Billies    Garderobenlür    aufzuhalten. 


^iH'h  utiiii  Sie  fern  von  ihm, 

umschwebt  ihn  noch  Ihr  Duft  - 
zärtliche  Erinnerung  an  Sie. 
'Der  Zauber  Ihres  Tarfums 
ist  das  Qeheimnis  Ihres  Erfolges: 
es  lockt,  es  iiberrulet,  es  bindet. 

Coty-Parfums 

wirken  wie  schmeichelnde  Worte, 

die  zu  sagen  Ihnen  Ihr  Stolz  verwehrt. 

Coty-Parfums 

sind  vielfältig  wie  die  Frau  - 

sie  entsprechen  jeder  Eigenart. 


<+ 


OENERALVERTRIEB     FOR     DEUTSCHLAND:     REGENSBURGER     6.     CO.  /KOMMANDITGESELLSCHAFT/BERLIN    W50 


Mutig  schritt  er  in  das  kleine  Zimmer,  wo  Billie  ihn  schon  er- 
wartete. Es  ist  anzunehmen,  daß  dieser  Gang  ein  wenig  Mut 
erforderte;  denn  an  der  Tür  blieb  der  Komiker  eine  Sekunde 
stehen,  schöpfte  tief  Luft,  pochte  dann  und  trat  ein. 

„Nehmen  Sie  doch  Platz!"  sagte  Billie,  ,, Rauchen  Sie  eine 
Zigarre  oder  eine  Zigarette?" 

,,Nun  ja  —  weshalb  bieten  Sie  mir  das  alles  an?  Sie  wollen  mich 
doch  wahrscheinlich  einseifen.  Ist  nicht,  mein  Bester,  ist  nicht! 
Wer  uns  ärgert,  den  ärgern  wir  wieder.  Wir  lassen  uns  nicht 
verdrängen." 

„Verdrängen?  Wer  hat  das  gewollt?  Wenn  ihr  was  könnt, 
wird  euch  niemand  verdrängen!  Mich  geht  das  alles  nichts  an. 
Ich  verdränge  niemanden!" 

„Haha!"  Der  Komiker  lachte;  aber  es  war  ihm  nicht  sehr 
spaßig  zumute.  „Sie  glauben  ja  selbst  nicht,  was  Sie  sagen. 
Weshalb  kümmern  Sie  sich  nie  um  Ihre  Kollegen,  wenn  Sie  sie 
nicht  hassen  oder  verachten,  wie?" 

Pcrseus  Natron  wußte,  daß  hinter  der  Tür  die  Kollegen  auf 
seinen  Triumph  warteten.  Und  so  erhob  er  noch  einmal  seine 
Stimme  und  sagte  ohne   Zusammenhang: 

„Sie  kennen  jetzt  die  Meinung  der  Künstler.  Richten  Sie  sich 
danach,    junger    Mann!" 

Schon  war  er  draußen;  der  Gegenstand,  den  Billie  ihm  nach- 
warf,   traf   die   Türfüllung. 

-K 

Bill  fand,  daß  er  das  Leben  eines  Märchenprinzen  führte.  Ihm 
war  die  Reise  nach  Paris  im  Nu  vergangen,  und  wenn  er  daran 
dachte,  wieviel  längere  Zeit  er  auf  einen  viel  kürzeren  Weg  ver- 
wandt hatte,  so  lächelte  er  wehmütig. 

In  Paris  hatte  er  im  Auftrag  der  Tante  viele  Besuche  zu  er- 
ledigen und  vor  allem  Pitts  Adresse  zu  ermitteln.  Ganz  be- 
schämt kam  er  zurück:  Im  Einwohnermeldeamt  ist  nichts  be- 
kannt, die  großen  Hotels  wissen  nichts  von  ihm,  und  auch  das 
Variete,   wo   Billie   auftritt,   hat   keine  Ahnung. 

„So,  so",  sagte  enttäuscht  die  Tante.  Übrigens,  waren  Sic 
schon  bei  Ihrer  Schwester?  Sie  hätten  sie  doch  hierherbringen 
sollen!" 

,,Nein,  gnädije  Frau,  ich  will  sie  überraschen.  Ich  will  sehen, 
ob  sie  eitel  geworden  ist;  zerlumpt  und  zerrissen  will  ich  sie 
aufsuchen." 

,,Gut,  gut,  mein  Junge!  Ach,  wenn  wir  nur  wüßten,  wo  Pitt 
steckt!" 

Bill  machte  den  Vorschlag,  einmal  bei  den  Pfandleihern  nach- 
zufragen. 

„Pfui!"  sagte  die  Tante.  ,,Ein  Erskine  sucht  keine  Pfand- 
leihe auf!" 

,, Gnädige  Frau,  auch  die  Goldschmiede  und  Juweliere  §ind  in 
gewissem  Sinne  Pfandleiher.  Vielleicht  hat  er  bei  Spinola  oder 
Robertson    einen    Ring    verkauft?" 

,,Ach  Gott,  auf  was  für  Ideen  Sie  kommen!  Nun  gut  —  ^ehen 
Sie   hin    und   fragen  Sie!" 

Bills  Vermutung,  daß  Pitt  Erskine  eher  einen  solchen  Laden 
als  die  vornehmen  Geschäfte  aufsuchen  würde,  um  etwas  Geld 
flüssig  zu  machen,  hatte  alles  für  sich.  Um  so  enttäuschter  war 
er,  als  er  nach  dreistündigem  Suchen  immer  noch  ohne  befriedi- 
gendes  Ergebnis   war. 

Kurze  Zeil  nachdem  schlüpfte  Bill  in  seine  alten  Kleider  und 
machte  sich  bei  strömendem  Regen  auf  den  Weg  zum  Ripope; 
er  vertraute  auf  Billie  und  spiegelte  sich  in  jeder  Schaufenster- 
scheibe, die  er  von  halbreqhts  betrachtete,  zur  Unterhaltung  ein 
frohlockendes  Gesicht. 

Am  Bühneneingang  stand  ein  grimmiger  Portier,  dem  es  aufs 
strengste  verboten  war,  Privatpersonen  oder  Presseleuten  den  Ein- 
tritt zu  den  Künstlergarderoben  zu  gestatten,  ohne  die  übliche 
Taxe  von  50  Franken  einzukassieren.  Gestalten  so  zweifelhaften 
Aussehens,  wie  Bill,  wurden  wie  lästige  Fliegen  mit  einem  „Ph!" 
abgewiesen.  Bill  versuchte  auf  geraden  und  ungeraden  Wegen 
sein   Heil,   ohne   daß   es    ihm   etwas    half. 

„Ph!"  machte  der  Portier. 

„Ich  möchte   zu   Mr.  Amery." 

„Gehen  Sie  weiter,  Herr  —  hier  kommt  keiner  'rein!"  war  die 
Antwort.     Der  Wächter  drückte  Bill  zur  Seite. 

„Na,  dann  nicht,  mein  Freund!"  Unbekümmert,  festen  Schrit- 
tes, die  Mütze  trotzig  in  den  Nacken  geschoben,  stolzierte  Bill 
davon.  Ging  um  die  nächste  Ecke  und  warf  prüfende  Blicke  auf 
die  Hauswand.  Als  er  eine  Feuerleiter  entdeckte,  strahlten 
seine  Augen. 

In  diesem  Augenblick  wurde  in  Billies  Garderobe  die  Pointe 
zu  einer  Geschichte  vorbereitet,  deren  Beginn  drei  Tage  zu- 
rücklag. 


Billie,  frei  von  allen  Leidenschaften,  ging  durch  Hohn  und 
Spott,  bis  zur  unrechten  Stunde  die  Bombe  platzte.  Aus  der  Deko- 
ration starrte  Perseus  Natron  auf  die  Szene  und  Billie,  die  ge- 
rade ein  Couplet  da  capo  vortrug.  Wie  oft  sie  aus  dem  großen 
Vorhang  trat  und  sich  verneigte,  wußte  sie  nicht  zu  sagen.  Beim 
letztenmal  hüpfte  sie  rasch  durch  die  Seilenwand,  stolperte  über 
die  Füße  des  Feuerwehrmannes  und  wäre  gestürzt,  hätte  sie  sich 
nicht  an  einer  Dekoration  gehallen.  Sie  fauchte  den  Tolpatsch 
an:  Ob  er  sich  nicht  in  acht  nehmen  könne?  Er  solle  nicht  so 
blöde  in  die  Gegend  stieren,   zum  Donnerwetter! 

„Sie,  Amery,  das  ist  keine  Art,  Herr!"  fuhr  Natron  los. 

,, Wollen  Sie  etwas  von  mir?" 

,, Amery,   ein  Feuerwehrmann  ist  schließlich  auch  ein  Mensch!" 

,,Was    wollen    Sie    eigentlich?" 

,, Ihnen  Benehmen  beibringen,   Herr!" 

,,Sie  Lump!  Ich  will  Sie  lehren,  hilflose  Leute  zu  beschimpfen! 
Ich  will   —  da  —  nehmen   Sie  das!" 

Glaubten  nicht  alle  Anwesenden  ein  Drama  im  Geschmack  der 
alten  Zeit  zu  erleben,  als  die  klatschenden  Geräusche  ertönten? 
Es  war  ein  Applaus,  der  sich  über  die  Wangen  der  zwei  Kontra- 
henten ergoß.     Ein  Applaus  seltener  Art. 

Aus  war  es  mit  der  weltmännischen  Ruhe,  die  Billie  bis  zu 
dieser  Minute  bewahrt  hatte.  Kaum  hatte  sie  die  Ohrfeige 
empfangen,  gab  sie  zwei  zurück,  deren  sich  August  der  Starke 
nicht  hätte   zu  schämen  brauchen, 

Billie  durchschaute  seine  Angriffe  und  Finten  und  vermochte 
•u  parieren,  obgleich  sie  die  Schwächere  war.  Sie  setzte  sich 
zur  Wehr:  Trat  dem  Komiker  gegen  das  Schienbein,  kratzte  ihm 
die  Wangen  blutig,  ja,  sie  spie  sogar  im  Eifer  des  Kampfes,  Die 
beiden  hatten  sich  gepackt,  sprangen  hierhin  und  dorthin;  immer 
zahlreicher  prasselten  die  Hiebe,  immer  mutiger  wurde  Perseus 
Natron;  denn  er  spürte,  daß  die  Kräfte  des  Imitators  nach- 
zulassen begannen.  Von  seilen  des  Publikums  erschollen  be- 
geisterte Rufe:   „Bravo!   Bravo!  Nur  zu!  Haut  euch!" 

Erleichtert  hielt  Billie  inne,  denn  die  Nase  scwholl  an  und 
hinderte  den  Kämpfer  an  jeder  Fernsicht.  Billie  schien  gerettet. 
Aber  sie  hatte  ihre  Rechnung  nicht  mit  dem  klassischen  Kampf- 
geist gemacht,  den  Perseus  plötzlich  bewies.  Ohne  daß  er  viel 
erkennen  konnte,  warf  er  sich  auf  Billie,  schmetterte  sie  zu 
Boden    und    hieb    auf    sie    ein. 

Mit  Klammern  wollte  er  den  Imitator  auf  dem  Boden  fest- 
nageln, sich  nach  Ringerart  auf  den  Brustkasten  stützen,  bis  der 
Unterlegene  seine  Niederlage  zugegeben  hätte,  als  er,  wie  von 
der  Tarantel  gestochen,  plötzlich  zurückfuhr. 

Teufel,  was  war  das?      Billies  Gebet  war  ungehört  verhallt, 

Perseus  Natron  verfärbte  sich:  Die  Entdeckung,  die  er  da 
durch  einen  Zufall  gemacht  hatte,  hätte  zweifellos  aucA  nüch- 
ternere  Naturen   aus   dem   Häuschen  gebracht. 

Der  Komiker  benahm  sich  ganz  unverständlich.  Jetzt  stand  er 
auf  und   sagte: 

, .Erheben  Sie  sich,  Herr  Amery!  Wir  haben  uns  wie  die  Kinder 
betragen.  Wir  wollen  uns  wieder  versöhnen.  Ich  bitte  Sie  herz- 
lich:   Vergessen   Sie,   was   zwischen   uns   war!" 

Billie  erhob  sich,  wohl  oder  übel  die  dargebotene  Rechte  des 
treublickenden   Komikers   schüttelnd. 

Dann  ging  sie  in  ihre  Garderobe.  Wanderte  auf  und  ab,  hin 
und  her,  den  Weg  vom  Gedanken  zum  Plan:  Fort  aus  Paris  — 
zurück  zu  Bill;  Über  die  Grenze,  wo  kein  Mitwisser,  kein  Per- 
seus   Natron   war.      Fort,    fort; 

Perseus  Natron  trat  ein,  legte  öliges  Gurren  in  seine  Stimme 
und  den   Zeigefinger   an  die  Nase. 

„Mein  F  r  ä  u  1  e  i  n".  begann  er  sehr  gedehnt,  ,,mein  Fräulein, 
wir  haben  uns  zu  unterhalten." 

Und  da  ihm  ihr  Stillschweigen  peinlich  wurde,  fuhr  er  mit 
großer  Lebhaftigkeit  in  seiner  Rede  fort,  hüstelnd  und  sich 
häufig  unterbrechend: 

,,Also  ja,  das  ist  nun  ja  hochinteressant  —  ich  meine,  was  ich 
da  weiß,  das  mit  dem  Schwindel  da;  ich  denke,  ich  könnte  das 
jedem  erzählen,  wie?  Ein  netter  kleiner  Skandal  —  die  Zeitungen 
hören  dergleichen  sehr  gern,  hem,  hem;  oder  die  Direktion;  das 
heißt,  die  hört  es  nicht  so  gern,  wird  aber  allerlei  auf  den  Tisch 
legen,  wenn  ich  ein  bißchen  plaudere.  Na,  und  die  Kollegen, 
Freunde  und  Freundinnen,  stille,  reine  Freude  das,  was?  Aber, 
wissen  Sie,  ich  bin  ja  gar  nicht  so.  Ich  könnte  ja  nun  auch  sagen: 
,Also,  Fräulein,  nun  machen  Sie  mal,  daß  Sic  wegkommen!'  Aber, 
nein,  nein,  nein,  so  einer  bin  ich  ja  nicht.  Ich  gönne  jedem  sein 
Brot,  zum  Unterschied  von  gewissen  —  na,  ja,  also,  wie  steht 
das?     Vielleicht    finden   wir   eine   gesunde   Basis,   wie?" 

Fortsetzung  lolgt 


FRAGEN 


die  uns  erreTchtert 


Anfragen    erbitlcn  wir    an    die  Redaktion    des    „F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ".     Berlin    SW  68,     Zimmerstraße    35—44 
Scherlverlag,    Antwort  erfolgt  nur  im  „Film -Magazin".    Die  Einsendung  von  Rückporto  hat  also  keinen  Zweck 


An  viele:  Anonyme  Briefe  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptanselegeiihciten  bitten  wir  folgendes  zu  beachten:  Jeder  Antrage  ist 
f'iickporto  beizufügen.  Jode  Einsendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2 — 3  Schreibmascbinenseiten 
sind  zur  Einsendung  an  die  Filmindustrie.  Regisseure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesandten  Jlanuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen werden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschlüge  senden,  von 
handgeschriebenen   Sendungen   (leserlich)   eine   Abschrift  zurückbehalten. 

» 

G.  G.,  Bonn:  Eine  Filmscliauspiclcriii  Ellen  Mcis  ist  uns  nicht  bo- 
Uaunt.      lluf   Adresse   kiiniirii   wir   Ihnen  ditlier   leider   nicht  mitteilen. 

Igo  Sym-Verehrerin  aus  Elber- 
(eld:  Die  weibliche  Huiiptiiille 
in  „Geschlecht  in  Fesseln"  .spiolle 
die  Schwedin  Mary  Johnson.  — 
Jgü  Sym  arbeitet  augenblicklich 
an  dem  Hcnay  l'<irtcn-Film  .,I>ie 
Herrin  und  ilir  Kiicclit  •.  —  JJcr 
neueste  Film  mit  Jack  Trevor 
heiUl    ,.Uic   Drei    um   Edith'. 

Lieselotte  und  Anneliese,  Wei- 
ßensee: Walter  Killa  woliut  Ber- 
lin -  eharloiicnburg.  Wacholder- 
weg 6,  wurde  .im  ii.  August  in 
Xeinikirclicn  geboren  und  ist  mit 
Thcrcse  Roland  \  erheiratet.  Das 
Alter  der  Filmi-l.irs  veröffent- 
lichen wir  nidil.  —  D.ivid  J.ee 
ist  nicht  das  Kind   von   AI  Jol.soii. 

Bubi  aus  Hünchen:  Ihre  Kild- 
karte  aa  Olaf  Fjord  ist  in- 
zwischen weitergeleitet  worden. 
Wir  haben  den  Kinistler  auch 
schon  an  d.is  Autogramm  erin- 
nert. Eine  Unterschrift  von  Char- 
les Rogers  künneu  wir  Ihnen 
leider  nicht  besorgen,  da  Rogers 
in  Kalifornien  wohnt  und  wir 
von  im  Auslande  lebenden  Stars 
.Vutügramme  nicht  vermitteln.  — 
Willy  Fritsch  ist  dunkelbloiul 
und  ledig.  —  Wir  empfehlen, 
uu  die  betreffenden  Filmdarstcl- 
1er  selbst  noch  einmal  zu 
schreiben. 

Sechs  Filmfreunde  aus  Essen: 
.,Hochverr;»f  ist  kürzlich  urauf- 
geführt worden.  Der  l'artner 
von  Uerda  Maurus  in  diesem 
Film  ist  tiustav  Fröhlich.  — 
..Licbeswalzer"  ist  noch  nicht 
lierausgekommen.  —  Die  Auf- 
nahmen zur  „Frau  im  .Mond"' 
d.'iuerten  ungefähr  1  J.ibr.  — 
Klaus  Pohl  war  früher  .Maurer- 
li'brling.  dann  Adre.ssensclireiber, 
hatte  noch  verschiedene  andere 
IJcrufe,  ging  schlielilich  zur 
Schmiere  und  bald  zum  Film. 
F.r  debütierte  in  Fritz  Lang» 
..Spione".  —  Christa  Tordy  filmt 
nicht  mehr.  Alady  Christians 
und  Christa  Tordy  haben  keine 
Kinder. 

Pa.  Lü.  We.  37:  Wann  Greta 
(iarbo  nach  Deutschland  kommt, 
wissen  wir  leider  nicht.  Die 
Kün.stlerln  bat  ihren  ständigen 
Wuhnsitz  in  Hollywood,  Kai., 
l  SA.,  wo  sie  schon  ungefähr 
:'.  .fahre  lebt.  Sie  ist  so  alt,  wie 
Sie  geraten  haben,  ledig  und 
liebt  alle  Blumen.  Sie  können 
deutsch  an  Greta         Garbo 

.-chreilieu. 

Filmkomparse,  Berlin  SW:  In  Ihrer  .Vngelegenheit  können  wir  Ihnen 
nur  den  Rat  gelieu,  sich  den  .Vufnalimeleitern  der  Filmgesellschaften  vor- 
zustellen. Da  Sic  schon  tätig  waren,  ist  es  nicht  ausgeschlossen,  diu 
man   Sie   wieder   einmal   für   ein   bis   zwei   Tage    beschäftigt. 

Hermann  H.,  Mannheim:  Zu  unserem  Bedauern  können  wir  Ihnen  den 
Xamen  und  die  Adresse  des  kleinen  Jungen  in  dem  betreffenden  Film 
nicht  angeben,   da  er  auf  ilem  Personenverzeichnis  nicht  vermerkt  ist. 


Sprudeln? 


Suiit^it5-SdiuduYt-trxcu^tu5 


Willy  V.  M.,  Potsdam:  Wolfgang  Zilzer  ist  ledig  und  bisher  nicht 
verheiratet  gewesen.  —  ((mr.id  Vcidt  erblickte  in  Berlin  das  Dicht  der 
W<'lt,   vcrlclite   aber   in   Jüterbug   seine   .lugend. 

Hermann  L.  aus  Gelsenkirchen:  W.irum  Ludwig  Tranfmnnn  nicht 
mehr  filmt.  köMncn  wir  Ihnen  leider  ;iuch  nicht  sagen.  —  Big  Boy 
Williams  spielte  in  der  ...Vrche  Xoali'  nicht  mit.  —  AuUer  den  von  Ihnen 
.•lutgczähltcn  Filmen  gibt  es  keine  Il.irry  l'iel-Filme.  ,, Menschen  im 
Feuer"    ist    seine    neueste   Arbeit. 

Ramon  Novarro-Verehrerin  aus  Frankfurt-Main:  Ranion  Xovarro 
treibt  jeden  Sport.  Er  h.it  kürzlich  d:is  Fechten  gelernt.  Selbstverständ- 
lich, ein  Auto  besitzt  er  :iuch.  .\lter  richtig  geraten.  Xovarro  trägt 
einen   Künstlernamen.     Sein   richtiger   Xame   ist  Samoniegos. 

Helmut  H.,  Gifhorn:  Dolores 
Cüslello  filmt  bei  Warner  Bro- 
thers. Ihre  bekanntesten  Filme 
sind  ,,Don  Juan",  ,,Die  Arche 
.Noah",  ..Das  Millionenangebot', 
„Die  elffache  Witwe'.  Sie 
wurde  als  Tochter  eines  Schau- 
spielers in  I'ittsburg  geboren 
und  ist  mit  John  Barrymorc 
verheiratet. 

Josi  Z..  Werdau:  Ai  i  besten, 
Sie  erinnern  die  Filmstars  selbst 
noch  einmal  an  die  Autogramme. 
Nielleicht  haben  Sie  jetzt  Erfolg. 
Gustav  DieBl-Verebrerin,  Schö- 
neberg:  Gustav  Dießl  ist  unver- 
heiratet, gibt  Autogramme,  wurde 
am  3(1.  Dezember  in  Wien  ge- 
b<nen  und  wohnt  Berlin  W,  Re- 
gensburger StraUe  28.  bei  Schleu- 
sener.  Sein  neuester  Film  ist 
..l>ie   Drei    um    Edith". 

Arnim  G.,  Essen:  Gerda  Mau- 
rus widint  Berlin-Steglitz,  Thor- 
waldsenstraUe  ib,  und  ist  unver- 
heiratet. Das  Alter  können  wir 
Ihnen  leider  nicht  sagen,  da 
wir  das  ans  Prinzip  nicht  tun. 
Gustav  Fröhlich-Verehrerin  H. 
Sl.:  Gustav  Fröhlich  wohnt  Ber- 
lin-Steglitz, Ot;eansstr.  4.  ist 
ledig,  hat  blonOes  H.iar.  Das 
Aller  wird  ni'  ht  bekanntgcgi-lien. 
—  Ramon  Njvarro  und  Greta 
(iarbo  sind  durch  die  -Metro- 
Gold  wyu-.\layer-Studios,  Culver- 
City,  Kalifornien.  USA.,  Ivan 
I'etrovieh  durch  die  Greenb;iuni. 
Iterlin  NW  7.  PrinzrLouis-Fcrdi- 
n.ind-Str.ilJe  1,  zu  erreichen.  Pe- 
irovich   li.it   dunkle   .\ugen. 

Rudolf  R.,  Chemnitz:  Drei 
Ihrer  Bildkarteu  haben  wir  in- 
zwischen weitergeleitet.  Wenn 
wir  sie  vim  den  St.us  zurück- 
erhalten, werden  sie  Ihnen  so- 
fort zugeschickt.  Ein  .Vurogr.imm 
von  Lucy  Dcir.-iine  können  wir 
IhiKMi  leider  nicht  besorgen,  d:t 
die  Künstlerin  in  llolijwood 
lebt,  wir  aber  von  FilingröUeu, 
die  im  Auslände  «idmen.  keine 
l'uterschriflen    vermittein. 

Heinrich  Seh.,  Essen:  AN'ir 
sehen  Ihrer  Einsemlung  zu  un- 
serem Photowettbewerb  mit 
groUem    Interesse    entgegen. 

Riebard     K.,     Dortmund:      Am 

besten,     Sie    schreiben    in     Ihrer 

Angelegenheit      direkt      au      ilie 

Filmgesellsch.'iften.      Sie    werden 

bestimmt         Antwort        erlmlten. 

Adressen   finden   Sie   au   anderen 

Stellen. 

Lalla-Rutb   und   Narry-Norma,   Berlin-Bellevue:   Ihre   Bildwiinsche   sind 

vorgemerkt.   —    Rolf    von    Gotli    wurde    von    dem    Regisseur    C.    David    für 

den   Film    entdeckt    und    debütierte    in    ,.Vom    Täter    fehlt    jede    Spur''.   — 

Fred    Död^rlein    trägt    seinen    richtigen    Xamen.      Ihre    Grüße    haben    wir 

bestellt.    —    Der    genannte    Regisseur    ist    uns    nicht    bekannt.    —    Gewiß, 

viele    Filmstars    besuchen    diese    Caf«^s.    —    Soviel    \ins    bekannt,    ist    Max 

Schmeling  von  seiner  Reise  noch  nicht  zurück. 


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Die  gute 

WLINDER-SEIPE 

macht  eine  neue  lliiut 
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1.25, 2.50, 3.50 


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PARIS 

12  RUE  AUßER 

beriTn  VV  so 

KurfOrstendamffl  tj 


Mala  L.,  Königsberg:  Ciist.-iv  Pioßl  wolint  Borliii  \V,  IfcKcnfburgcr 
sir.ilio  2K.  I)ci  Sclilfuvciii'r.  —  Er  isl  uiivoiheiiMtfl.  —  J-cidcr  können  "  ir 
llincn  .'lui'li  niclit  liclfcn.  /.um  Kiliii  /.u  kuninicn.  Wir  niMinon  Ihnen  aber 
tiviii  bckannic  Filiiigesellsc-barten,  ilcneu  ^Sie  llire  Bilder  zur  Priitiniii 
i'iii>en(len  kiinnen:  rt'.i.  Jlerlin  S\V  6t*.  KuelistraUc  6 — 8,  Xatlonal,  Berlin 
S\V  -l«.  »iedriehsIraUe  Kl.  Terr.i.  Berlin  S\\  (m.  Kuelistralie  7:1,  lle^e- 
w.iid,  Berlin  S\V  ■l^.  KiiedrielistraUe  2J0.  .Val'.-i.  Berlin  S\V  1«,  Friedrieli- 
slraüe   2i';i,     Dentselie    l'iiivcr-al,    Berlin   W    H,    .\lanerstral3e   (<:.'. 

„Rheinische  Mädel  aus  Wesel":  Mö-ilieh.  dall  Sie  die  Adresse  des 
Kiinsller>.  diT  in  dem  beirelfeiulen  l'at  nnd  rat.ielion-Filni  }?e.siiicll  bat. 
iliiri-li  die  ralladinm-l'ilm.  Kdiienbaseii.  erlalirea.  —  i..ilian  Harvc.v  bat 
<iii  eigenes-  Auto.  —  Käthe  von  >>agy  ist  »o  alt,  wie  Sic  geraten  liaben. 
—  Evelyn  Holt  bevorzujct  langes  H:iar  ninl  läUt  sieh  deslialb  keinen 
Ilnbikn|if    .sebneiden. 

„Jemand,  der  Walter  SIezak  verehrt":  Wenn  Sic  uns  Ihren  Xanieii 
niebt  nennen,  künnen  wir  ihnen  leider  aneli  nichts  \.in  Ihrem  verehrten 
W.ilier   SIczak    erzählen. 

Irene  H.,  Königsberg:  (iiist:iv  IJieBI  wcdint  Berlin  W.  Kegensburger 
.sir;ilJe  :.'S.  bei  Seblenscni'r.  Er  ist  ledig.  Spielte  bis  jetzt  in  .,.Vbwegc". 
..Dil'  Biicb-^c  der  randora".  ..Der  .Mann,  der  nicht  liebt',  ...Mntterliebe", 
..liif    wclUi'    Hölle    Mim    l'iz    l'alii',   ,.l)ic    Drei    nm    Edith". 

Kalli  B.,  Herzfelde:  Die  Bildkarte  Ist  an  die  Kliiistlerin  weltergcleilct 
worilen.  —  llnserc  Zeilsclirlft  erscheint  jetzt,  immer  in  dieser  .Vnfmaehniig 
nnd   kosti't    Im    Einzelverk;iiif   nur   noeb    (l,.iü    .\l. 

Priska  P,.  Cleve:  1.11  Dagover 
\Mihnt  Berlln-\\  esleml,  .Vrysallee 
Nr.  l.  Sie  wurde  ;im  ;I0.  Sep- 
tember anf  .l.iv.i  geboren.  Ihre 
bekannlesteu  Filme  sind  ,.Tiel- 
land-',  ..Der  miide  Tod",  ..Der 
Dcmiitige  nnd  die  Sängerin", 
..'l'artntfe ".  ..Der  (irat  von  .MomIc 
l  hrlsto",  .,L'iig:irlsebe  Hh:ipsii- 
dlc",  ..Der  (iünstlliig  %onSchön- 
bruiin".  —  C.rele  Mosheims 
Adresse  ist  Berlin  AV,  Pariser 
Siralie  27.  Die  Kiinstleriii  wnrd'.! 
am  t*.  .I;inn-ir  in  Berlin  geboren 
nnd  siiielte  n.  a.  in  ..Sit',  d;is 
Weib.  il:is  den  .\lcnd  beging", 
,, Erwachen  des  Weibes",  ,,1'rima- 
nerliehe ",  ..Höhere  Töchter", 
,.Die  kleine  Skkiviii  •,  ,.Die  Hot- 
liansgasse". 

Wolfgang  St.,  Frohnau:  .M:i- 
rianne  Winkclslern  wirkt  in  ei- 
nigen Tanzszeiu'ii  in  dem  Ut'.'i- 
'J'onfilm   ,.Der   «  cillc  Teufel"  mit. 

Gussi  -  Schwärmerin:  tinstav 
Frölilub  wohnt  Jierlin-SH'glllz, 
Orlc.insstr.iUe  1.  ist  ledig.  Hebt 
.alle  Blumen.  ,,lliicliverrat"  Ist 
in  Xeub.ibelsberg  gedreht  wor- 
den. Nein,  der  Klinstler  hat  sich 
seine  H.iare  nicht  schwarz  fär- 
ben   lassen.    Siml    .sj,.    zufrieden? 

Friedel  R.,  Gleiwilz:  DerCJrela 
IJ.irbu-Film  ..Krieg  im  Dunkel" 
wurde  in  Hollywood  hergestellt. 
I'onrail  Xagel  Ist  Dentsch-Ame- 
rikaner.  -M.irla  Orska  siiielte 
u.  ;t.  die  Tänzerin  Barberina  in 
,,l"ridcrjcns  Hex".  • —  Sie  h:iben 
recht,  -Mfred  Abel  Ist  Film- 
regisseur geworden.  Victor. \bel 
ist  Filin:iutor.  —  Die  Hauptrolle 
im  .•.(ialeerenscblff-  spielte  John 
B.'irrynuire. 

E.  S.,  Hamburg-Hamm:  Sie 
wollen  gleich  4(1  .\dressen  anf 
einmal  haben!?  Das  ist  wohl 
etwas  zu  ^iel!  .Maria  l'andler 
wohnt  Berlin-Halensee,  .Mbrecht- 
.Acbilles-StraUe  Oa,  .lenny  .Ingo 
Berlin  \V,  Kalserdamin  iSi,  Niol.i 
(iaiden  Berlin  \V  H.  Bendler- 
stralJe  17,  Betty  BIrd  Berti  n- 
Tempelhof,  .ManteuffelstraUe  I. 
Vci.i  Scbmlterlüw  bat  ihre  Woh- 
nung in  Berlin-il:il<^nsee,  .N'estor- 
str:iUe  1,  Trnns  \an  Aalten  15er- 
liii  W,  J.nthcrstniUe  27,  Mary 
Ki<l  Berlin  W,  (ilcsebrecbtstr.ii;«' 
Nr.  l.t,  Evi  Eva  Berlln-A\llmcTN- 
ilorf.  Badensebe  SiralJe  i:i,  IJa 
Elbenscbiitz  Berlin  -  (irunew;ild. 
Kasp;ir-TlieilJ-Str;ilJe  18.  —  fo- 
rlnne  (iriffith  ist  durch  die  First 
National  Studios,  Jiurbank-HoUy- 
wooil,  Kalifornien,  US.V.,  zn  er- 
reichen. 

Günter    S.,    Hannover:     (;retji    Carbo    ist    durch    die 
XIa.vcr-Snnllos,      C'ulver-City.      Kaliforiileii,     l'S.A.,       Bebe 
l{.-K.-(l. -Studios,    Hollywood,    Kai.,    USA.,    zn    erreichen.   — 
wohnt     Berlin-Westend,     Ahorn.'iilee    l(i-17,     Harry     Liedtke 
wald,   BIsmarek.-illee    16. 

Alfred  M.,  Berlin:  Trnns  v.-in  .\alten  .spielte  n.  :i.  in  ..Die  geheime 
•M.-iibt ".  ..Die  selluc  Exzellenz",  ..Spreewaldmädel",  ,,l)ie  lu.stigen  V.-ig.-i- 
bnnden",  ..Ich  bah'  mein  Herz  im  .\ntobns  verloren".  ...lennys  Bummel 
durch  dl.'  .Männer".  —  tirete  Keinw.ild  wird  :ineb  wieder  fllnien.  —  Die 
bekanntesten  Filme  mit  Mlll.in  Hall-Davis  siml  ,Dle  drei  Kuckncks- 
ubren'.  ..gna  v.-idis?",  ..Der  weilie  Scbelk".  „Wolga  —  Wolga'.  —  DIta 
l*:irlos  neuester  Film  helUl  „.Melodie  des  Herzens".  —  Leider  inlis.sen  wir 
Ihnen  sagen,  dall  .M:irletta  .Miliner  :iin  22.  .luni  In  J{;iden  bei  Wien  an 
einem  lanigenleidcn  gestorben  ist.  —  .loe  .May  nnd  Hanns  Schwarz  er- 
reichen Sie  bei  der  Ifa,  Berlin  SW  6.s,  Koebslr.iljc  (i— 8.  Kndolf  W:ilther- 
Feln.  M.ix  Ob.il  nnd  Victor  .laiison  durch  die  .\afa,  Berlin  SW  -18, 
Frledi  icb'.traße  22:t. 

Friedel  H.,  Iserlohn:  Sic  haben  recht,  ,.Die  .\relie  Xoah"  ist  ein 
Millionen  Film.  Er  wurde  In  Hollywood  von  den  \Varner  Brothers  ge- 
dreht. —  Dolores  Costcllo  wurde  :ils  Tochter  eines  Schauspielers  gelmren 
und  k.iin  d;ilier  sehr  friib  mit  Bühne  und  Film  in  Berilhmng.  —  .Marl;i 
Coiil.'i  l~l  die  (;altin  von  .\lexamler  Corda.  Es  stimmt,  die  genannten 
Filme  haben  die  Künstlerin  populär  gemacht.  —  Von  den  betreffenden 
amerikanischen  Filmstars  siml  :iugenbllckllcb  keine  Filme  auf  dem 
Spielpl.'ui.  —  D.iU  Colleeii  Moore  fiir  ihre  Korrespondenz  ilrel  Si-kri-täre 
bcscliäfligt.   kiinii   schon   .stimmen. 


am  Deutschen 
Künstlerin  ist 
für    Teerosen. 

unverheir;itet, 
Künstlerinnen 


lletro-Ooldwyn- 

Danicl.s      durch 

Lill:iii    Harvey 

Berlin-tirune- 


Hannele  aus  Altona:  Elisabeth  Bcrgucr  tritt  zur  Zeit 
Küiistlertheater  In  ..Seltsames  Zwischenspiel"  auf.  Die 
ledig.  (übt  .\utogranime.  Scliwärnit  unseres  Wissens 
Wann   sie   nach    Hamburg   kommt,   wissen    wir   nicht. 

Harvev-Helm-Verehrer,  Aachen:  Lilian  Uarvey  ist 
Brigitte  Helm  mit  Kleh.ird  Weillbach  vermählt.  Beide 
geben  Autogramme.  Lilian  Harveys  neuester  Film  heißt  ,,Wean  du 
einmal  dein  Herz  versehenkst".  Augenblicklich  arbeitet  sie  an  dem 
Tonfilm  ,, Liebeswalzer".  Brigitte  Helms  nächster  Film  heißt  „Sklaven 
der   Leidenschaft'". 

G.-I.-G.,  Breslau:  Hans  Stiiwc  spielt  die  münnlichc  Hauptrolle  in 
dem    kommenden    Film    ..Der    Walzerkönig''. 

Filmfreundin  P.  aus  Frankfurt-Oder:  Heiiny  Tortens  neuester  Filn\ 
heißt  .,Die  Herrin  und  Ihr  Knecht".  —  Otto  Gebühr  wohnt  Berlin  W  57, 
KurfürsteiistralJe  118.  Er  arbeitet  augenblicklich  an  dem  Film  „Scupa 
Flow  ".  —  Lilian  Harvey   wohnt  Berlin-Westend.  Ahornallee  16-17. 

Ruth  H.,  Hamburg:  Ralph  C'aney  wohnt  Hamburg,  ErikastraSe  126. 
Er   gibt    Autogramme. 

Filmfreund  aus  Remscheid:  Dolores  del  Bio  ist  .tm  besten  durch  die 
Edwin  l;irewe-Productions,  Tee-.\rt-Studlos.  Hollywood,  Kai.,  US.A..,  zu 
erreichen.  Die  Künstlerin  wurde  am  3.  August  in  Durango  llle.xiko)  ge- 
boren. Sie  ist  unverheiratet  nnd  gibt  Antogramine.  Dolores  del  Rio 
spielte  in  ..Auferstehung",  ,, Rivalen".  „Die  Liebe  vom  Zigeuner  stammt", 
,.DIe   rote  Tänzerin",    ..Die  Sklavin   einer   Ehe",   ,.Die   Pantherkatze". 

R.  K.,  Breslau:  Der  Boston,  der 
in  dem  gen.-mnteu  Film  vorkam, 
hieß  ,,Einmul  sagt  man  sich 
Adieu". 

H.  Seh.,  Görlitz:  Harry  Piels 
neuester  Film  heißt  ...Menschen 
Im  Feuer".  Seine  Partnerin  ist 
Lotte  Lorring.  —  W;»nn  die  ge- 
nannten Filme  erscheinen,  steht 
noch  nicht  fest.  —  ..Die  versun- 
kene Flotte"  wurde  >on  .Manfred 
Xu;i  inszeniert,  ,,l{ose  Bernd' 
von  E.  A.  Dupont,  ..König  der 
.Mittelstürmer  "  von  Fritz  Freißler. 
Betty  M.,  Kaunas-Litauen:  Li- 
lian    Harvey     gibt     -Autogramme. 

—  Die  weibliclie  H;iuptrolle  im 
,, Zapfenstreich"  spielte  C'lalrc 
Lotto.  —  .\ber  natürlich.  K:tiuon 
Xovarro  kann  ;iuch  tJolf  spielen. 

—  -Lya  de  Putti  hat  ;im  10.  .I;i- 
nuar  Ueburtstag,  .Mary  P:irker 
am  3.  November.  —  Viola  Dana, 
die  Schwester  von  Shirley  ,\la- 
son,  wohnt  in  Beverly-Hills, 
H.illywood,  Kai.,  FSA.,  Arletle 
.Marclial    in    Paris   32,    Kue  (inyot. 

Helene  G.,  Breslau:  Hans 
J^tüwe,  Berlin-Halensee.  l'.iuls- 
liorner  Stralie  9,  wurde  .-«m 
14.  -Mal  in  .Mecklenburg  geboren, 
kam  von  der  üper  zum  Film 
und  ist  mit  einer  Bulgarin  ver- 
heiratet. Seine  bekanntesten 
Filme  sind  ,, Prinz  Louis  Ferdi- 
nand", ,,Feme",  ,,Schinderhun- 
nes",  ..Cagliostro",  ,,Es  flüstert 
die  Xacht".  Sein  neuester  Film 
beißt   ..Dich    hab'   ich   gelieht". 

Frau  Mieze  K.,  Pforzheim: 
.\enia  Desui  wohnt  Berlin  \\  , 
Paulsborner  Straße  3.  Sie  wurde 
am  19.  Januar  in  Kiew  geboren. 
Hermann  H.,  Stuttgart:  R.ilpb 
Cancy  wohnt  Hamburg,  Erika- 
straße 126.  Er  ist  Auslaiidsdeut- 
scher,  war  früher  Kaufm.'nin, 
Wildjäger,  Scharfschütze,  >lei- 
slcrschaftstünzer.  Er  gibt  Aiito- 
gr:iinme. 

Lotlemarie  J.:  Gustav  Dießl 
wohnt  Berlin  W.  Regensburger 
Straße  28,  bei  Schleusener.  Er 
wurde  am  3ii.  Dezember  in  Wien 
geboren.  Er  ist  ledig,  gibt  .\nto- 
grainme,  kam  von  der  Sprecli- 
büline  zum  Film.  Er  spielte  bis 
jetzt  in  „.Abwege"",  „Die  Büchse 
der  P.mdora"",  ,,Der  .Mann,  der 
nicht  liebt"",  ,. Mutterliebe"",  ,,Die 
weiße  Hölle  vom  Piz  Palii", 
„Die    Drei    um    Edith". 

L.   K.,   Berlin:   Eine    Kllniregis- 
senrscbule    gibt    es    nicht.      Wir 
empfehlen,     an     die     Filmgesell- 
schaften  zu   schreiben.   Sie  erfah- 
ren   dort    alles    Xäliere    d:irüber. 
Tanja:    Lilian    Harvey     nnd    Willy    Fritsch    sind    Leser    unserer    Zeit- 
schrift.    Llli.'in    Harvey    isl    hellblond    und    h;it    bl:ine    .\iigen.     Fritsch    ist 
dunkelblond    und    hat    gr:inblaue   Augen.     Aller    stimmt.     Jhr    Winiseh    ist 
\  ornemerkt, 

Antoine  B.,  Genf:  Brigitte  Helm  wohnt  Berlln-D:iblem,  Im  Winkel  5. 
Sie  gibt  .Vnlogramme  nnd  wird  auch  Ihnen,  wenn  Sie  es  noch  einmal 
versuchen,  Ihren  Wunsch  erfüllen.  Senden  .s|e  eine  Bildkartc  an  sie, 
und    fügen    Sie    einen    internationalen    Postscbeln    bei, 

Ivan  Petrovicb-Verebrerin,  Altenburg:  Ihre  Grüße  sind  Iv:in  Petrovich 
bestellt  worden.  .\lle  Filmstars  geben  .Vntogramme.  also  wird  ;iueh  lv:in 
Pcirovicb  Ihren  Wunsch  erfüllen.  Der  genannte  Filmschauspieler  ist 
nicht    bek.'innt. 

Ingeborg  K.,  Frankfurt-Main:  .Vlter  richtig  geraten.  —  Lilian  Harvey 
Ist  nicht  mit  \\illy  Fritsch  verlobt.  Die  Künstlerin  hat  am  19.  Januar, 
Werner    Fnetterer   am    10.  .laniuir   (iebnrtstag. 

Annuscbka  aus  Berlin:  Kleb.'inl  Eichberg  ist  nicht  verhelr;ite(.  —  lg» 
Hym  Ist  so  .-ilt,  wie  Sie  ger.-itcn  haben.  Ihre  tirüße  ."«n  ihn  und  die 
anderen  Künstler  h.iben  wir  .•tusgericbtet.  —  Llll.-in  H;irvey  isl  sehr  niiisi- 
k.-illscli.  Ja.  sie  kann  auch  Klavier  spielen.  —  Wenn  Sie  zum  Film 
wollen,  so  ist  es  nui  ratsamsten,  Sic  wenden  sicii  direkt  an  die  Filin- 
gesellschaften. 

Mainzer  Filmireand,  17  jährig,  wünscht  Bekanntschaft  mit  nettem  Mädul  (Filni- 
Ireundin),  16—17  Jahre,  zwecks  gemeinsamer  Kinobesuche  und  Tanz  etc.  Bild  er- 
wünscht, aber  nicht  Vorschrift.  Angebote  erbeten  unter  K.  B.  8048  ScherlhauJ. 
Berlin  .SW  68,  ZimmerstraOe  35  41 


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Sdiallplatten,  die  man  gern  höii 


Instrumentalmusik 

Weihnachtsliederpotpourri    von    Nagans.        Gespielt 
vom     Grammophon-Blas-Orchester      mit     Sologesang,     ge- 
mischtem  Chor   und   Orgel, 
Weihnachtsstimmung    mit    allem     festlich-feierlichen     Beiwerk. 
Die  schönen  alten  Melodien  erklingen  in  feinabgestimmtem  Chor 
oder  von  sympathischsten  Solostimmen  vorgetragen.       Die   Aus- 
wahl der  Lieder,  die  kontrapunktliche  Behandlung  der  einzelnen 
Weisen  ist  geschickt  und  wirkungsvoll.         Grammophon  27085. 
Carolina  Moon.     Waltz  von  David-Burke. 
I'm    crazy    over    you.     Foxtrott    von    Sherman/Lewis.      Ge- 
spielt  von  Teddy   Kline   mit   Orchester  und   Chor. 
Gesungener    Walzer,    liebenswürdig    gespielt    mit    schmachten- 
den   Geigen.     Foxtrott,    der    durch    die    Trix-Sisters   populär   ge- 
worden,  in   gefälliger   Auffassung  und   passabler    Wiedergabe. 

Homocord-Elektro  3354. 
Andante    Religicso    von    Francis    Thome. 
Invocation    von    Louis    Ganne,    gespielt    vom    Paul    Godwin- 
Quintett. 
Orgel,  mit  mächtigen  farbigen  Tönen,  vereint  sich  mit  weichen, 
schmelzenden   Geigenklängen.      Harfe   und   Cello    singen   die    Be- 
gleitmelodie.      Populäre     Linienführung     der     Komposition     und 
glänzende    Instrumentation    werden    diese    Platte    besonders    ge- 
sucht machen.  Grammophon  27103. 
Ouvertüre   zum   Sommernachtstraum,   gespielt   vom" 
Philharmonischen   Orchester   unter   Wilh.   Furtwängler. 
Glänzende    Interpretation.     Herrliches    Pianissimo    am   Anfang, 
grandioses  Forte  gegen   Schluß.     Alles  in   abgeklärter,   schwung- 
voller  Wiedergabe.     Ein   Kunstwerk, 

Abgesehen    davon,    daß    eine    Furtwängler-Platte    an    sich    eine 
Sensation   vorstellt.  Grammophon   66925/26. 


Vokalmusik 

Die  Weihnacht.     Chor  mit  Glocken  und  Orgel.     Sprecherin 
Mathilde  Sussin.     Chor  der  St.  Hedwigskirche  Berlin  unter 
Pius    Kalt. 
Die    biblische    Erzählung    von    Christi    Geburt,    umrahmt    von 
Orgel,  Glocken  und   Chorgesang.  Wundervoll  schlicht  die  Worte 
Mathilde   Sussins;    einfach,   aber  innig   der   Gesang   des   Basilika- 
chors. Grammophon  19582. 
Kosaken-Wiegenlied    von    Gretschaninoff. 
In    der    Kirche    von    Tschaikowski.       Gesungen    vom    Don- 
Kosaken-Chor   unter  Leitung   von   Serge   Jaroff, 
Eine  glänzend  gelungene  Aufnahme  des  weltberühmten   Chors, 
A-capella-Gesang   in  höchster  Vollendung,  bei  dem  die  wunder- 
vollen   Bässe    genau    so    wie    die    hohen    tragenden    Stimmen    im 
unerhörten  Pianissimo  bis  zur  letzten  Note  zur  Geltung  kommen. 
Ein   phonographisches   und   stimmliches   Meisterwerk. 

Columbia  9839. 
Solang'  ich  mein  Mütterlein  habe.  (Motter  of  Mine.) 
Blaue  Fluten.  (Blue  River.)  Gesungen  von  AI  Jolson  mit 
Orchester. 
Zwei  Songs  im  bekannten  AI  Jolson-Stil.  Das  Mütterlein 
natürlich  sentimental,  der  Blue  River  im  Jazztempo.  Beide 
liebenswürdig,    wirkungsvoll,    volkstümlich,    melodiös. 

Brunswick    3719. 
Zwei   Lieder   aus    Manon    von    J.    Massenet.      „Ich   schloß 
die    Augen"   und   „Flieh,  o   flieh",    gesungen    von    Kammer- 
sänger Peter  Raitscheff  (Tenor)   mit  Orchester. 
Eine    der   besten    Homocordplatten.      Nicht    nur    ausgezeichnet 
in    Stimme    und    Orchester,    sondern    auch    gut    moduliert    in    der 
Wiedergabe.      Eine    hübsche    Nuance,    das    Autogramm   des    Sän- 
gers  auf   der   Platte.  Horaocord   4 — 8870. 


Die   sehiSnsten  Melodien 


aus   den  neuesten  Tonfilmen  ciuf  Odleon'  und   Pfkrlopl^on^Plcillen! 


Maicl>^  Cl\risti£kns 


singt  aus 

„Dich    hab'    ich    geliebt" 

den  {jleidinamipen  Sdilaper 
Große     Orchesterbegleitung 

Best.-Nr.  B  12104 


^Willi  Fritscli 

Bin  kein  Hauptmann,  bin  kein  fjroßes  Tier 
Sieben  Sterne  hat  der  große  Bär  Best. 

Jancsi  Befclogl\  2Sigeuner-Orcl\ester 

C,  /ardaspotpourri 

Heut  komm  idi  zu  dir,  mein  Mädel  Best.-NrB. 

Barnabas  ^on.  Geczy 

mit  seinem  Orchester  vom  Holel  Esplanade 

Hin  kein  Hauptmann,binkeinf;roßesTier,Foxtrott  Best.-Nr. B12118 

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Die    Musikplatten    von 
Reinheit    und    Schönhe 


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parate sind  erhalllldi:  Odeon  -  Musik  -  Haus 
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lophon -  Haus,  Berlin  NM  7,  Fricdricfastr.  Ql  / 
Coiunibia-Musik-Haus,  Berlin  W  15,  Kurfürsten- 
clanini  29  /  R.  Kühle,  Musikiiandel  G.  m.  b.  H., 
Berlin  S  42,  Oranienstr.ö4,soK.in  jed.  guten  Fadi- 
gesdiätt.     .Musikappar.ite  audi  auf  Teilzahlung! 

Carl    Lindström    .\.  -G.,   Berlin   SO  36 


tßüch 


x-;;<->^i--  .■>;ivjrf^,'»4-\^.  Ji^i^-.-.  t^irV-Ä  >' 


Deutscher  Rundfunkkalender  aui  das  Jahr  1930.  Südwest- 
deutscher  Funkverlag   G.   m.   b.   H.,   Frankfurt  Main. 

Bei  der  besonderen  Vorliebe  für  illustrierte  Kalender,  die 
augenblicklich  in  Deutschland  zu  bemerken  ist,  war  das  Er- 
scheinen eines  Rundfunkkalenda- 
riums  eigentlich  eine  Selbstverständ- 
lichkeit. Als  erstes  erscheint  für 
Rundfunkliebhaber  der  Südwest- 
deutsciii.  Sender  auf  dem  Plan,  der 
einen  interessanten,  praktischen 
Block  vorlegt,  der  für  jede  Woche 
zwei  Seiten  aufweist.  Am  Sonntag 
wird  ein  ganzseitiges  Bild  geboten. 
Die  Tage  der  Woche  müssen  sich 
mit   einem  halben  Blatt   begnügen. 

Die  Illustrationen  stammen  aus 
ganz  Deutschland.  Sie  bieten  in- 
teressantes historisches  und  aktuel- 
les Material,  berücksichtigen  alle 
Gebiete  und  zeigen  deutlich,  wie 
vielseitig  Kunst,  Wissenschaft  und 
Unterhaltung  vor  und  hinter  den 
Kulissen  arbeiten.  Es  ist  vielleicht 
die  interessanteste  Bildzusammen- 
stellung, die  man  auf  diesem  Gebiet 
bisher  sah,  so  daß  sich  der  Deutsche 
Rundfunkkalender  voraussichtlich 
ausgezeichnet   einführen   wird. 

Bedauern  wird  man  nur,  daß  der 
Block  lediglich  zum  Aufhängen  ein- 
gerichtet ist,  während  er  seiner  gan- 
zen Anlage  nach  eigentlich  auf  den 
Schreiblisch  gehörte.  Entsprechende 
billige  Aufstellvorrichtungen,  wie 
man  sie  an  sehr  vielen  ähnlichen 
Werkchen  findet,  sind  doch  leicht 
zu  beschaffen  und  erhöhen  kaum 
den    Preis. 

Krösus  Vagabund.  Roman  von 
Josef  Delmont.  Verlag  von  F  r. 
W  i  I  h.   G  r  u  n  o  w  in  Leipzig. 

Erst  nimmt  man  den  dickleibigen  Band  mit  einer  gewissen 
Angst  in  die  Hand.  Dickleibige  Unterhaltungsromane  sind  mei- 
stens etwas  langatmig.     Aber  dann  ist  man  angenehm  enttäuscht. 


Dieser  Ignatz  Gürtler  erlebt  allerhand,  vielleicht  etwas  zuviel. 
Manchmal  etwas  reichlich  phantastisch.  Hier  und  da  etwas  dick 
aufgetragen.  Ausflug  in  ein  Reich,  das  bisher  Domäne  Karl  Mays 
war. 

Zwischendurch  ein  Quantum  Sen- 
timentalität, lyrische  Partien,  mehr 
oder  weniger  philosophische  Zwi- 
schenspiele, die  nicht  zu  Delmont 
passen,  die  wir,  die  ihn  Jahrzehnte 
kennen,   nicht   glauben. 

Aber  im  ganzen  eine  spannende 
Geschichte,  die  rund  um  die  Welt 
führt.  Vom  sonnigen  Wien  quer 
durch  Europa  in  die  Fremdenlegion. 
Von  Berlin  über  London  auf  un- 
heimlichen Schiffen  zu  den  Gold- 
gräbern nach  Australien  und  ins 
schöne   und  häßliche  Afrika. 

Ein  paar  Frauen  —  gute  und 
schlechte  —  um  den  Krösus,  der  als 
Vagabund  begann  und  der  schließ- 
lich —  — wer  weiß  wie  und  wo  — 
endet. 

Keine  hohe  Literatur.  Abenteuer- 
roman für  Stunden  der  Abspannung. 
Wallace  im  Wien-Berliner  Volks- 
stiL 

Tiere,  Tänzerinnen  und  Dämonen. 
Von  Lola  Kreutzberg.  Mit  56  Ab- 
bildungen im  Tiefdruck.  Verlag 
Carl    Reißner-  Dresden. 

Mutig,  wenn  eine  Frau  sich  hin- 
auswagt in  unbekanntes  Land.  Nach 
Bali  und  Indien.  Imponierend,  wenn 
sie  selbst  nicht  nur  mit  Kamera  und 
Kurbelkasten  typische,  gutgesehene 
und  gekonnte  Bilder  hineinbringt. 

Glückliches  Zusammentreffen,  wenn 

dieser    Frau     auch    die     Kunst     der 

sprachlichen      Schilderung     gegeben 

ist,   wie   in    diesem    Buch,    das    von   Filmerlebnissen    mit    Tieren, 

Tänzerinnen   und   Dämonen  erzählt. 

Über     fünfzig    ausgezeichnete     Bilder     schmücken     das    Buch, 
dessen    einzelne  Kapitel    man    immer    mit  Vergnügen    lesen    kann 


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ist  das  beste  Mittel  zur 
Bekämpfung  von  Asthma, 
Bronchialkatarrb,  Grippe, 
Keuchhusten,  Halsentzün- 
dun|<,  Vcrschicimuni;  und 
Katarrhen  der  Luftwege. 
Dieser  Apparat  verwandelt 
heilkräftige,  desinfizierende 
Stoffe  auf  kaltem  Wege  in 
einen  feinen  Gasnebcl,  der 
durch  die  Nasengänge, 
Mund-  und  Rachenhöhle 
bis  in  die  Lunge  gelangt. 
Es  sind  damit  ganz  auf- 
fallende Heilerfolge  erzielt 
worden,  worüber  mehr  als 
25  000  Patienten,  darunter 
auch  Aerztc,  sich  sehr  aner- 
kennend geäußert  O  AA 
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Das  ,,F  i  I  m  ■  ^1  a  g  a  z  i  n  vereinigt  mit  Film  weit"  erscheint  einmal  wöchentlich.  Bestellungen  in  allen  Scherl-Filialen,  Buchhandlungen  und  bei  der  Post  lt.  Postzeitungsliste. 
Bezugspreis  Mk.  1. —  monatlich.  Anzeigenpreis:  J5  Pfg.  die  30  mm  breite  mm-Höhe.  —  Seitenpreise  und  Rabatte  nach  Tarif.  —  Postscheckkonto:  Berlin  NW  7,  Nr.  3111.  — 
Hauptschriftleitung:  Alfred  Rosenthal  (Aros).  Verantwortlich  für  die  Redaktion:  Arthur  Schetter,  für  den  Anzeigenteil:  A.  Pieniak,  sämtlich  in 
Berlin.  Für  Redaktion  und  Herausgabc  in  Osterreich  verantwortlich  Robert  Mohr.  Wien  I,  Domgasse  4.  —  Nachdruck  nur  unter  Quellenangabc  gestattet.  Unver- 
langte  Einsendungen   werden   nur   zurückgeschickt,  wenn  Porto  beiliegt.    —    Verlag  und  Druck :   August    S  c  h  c  r  I    G.  m.  b.  H.,  Berlin  SW  68,  Scherlhaus. 


Verfaßt  von  Hans  Szekely  /  Musikal.  Leitung  u.  Komposition  Werner  R.  Heymann 

Regie:  Hanns  Schwarz 

UFA- PALAST  AM  ZOO 

Wochentags:  7,  9'^  •  Sonnabend:  5,  7,  9^^  ,  Sonntag:  3,  5,  7,  9^^ 


^(inieü  in  üermaay. 


VEREINIGT  MIT 


BerlicL   29.  Dezember  1929 


fiiiMS^eit — 


Nummer  52 


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cTlennv  cJoHen   umnsdit  ein  jrones   neues  (yolir 


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IN  DEN 

GEFÄHRLICHSTEN 

SITUATIONEN 

kurbeln  die  Kameraleute  der  Ufa-Wochen- 
schauen ihre  Aufnahmen,  um  dem  Publikum 
stets  das  Interessanteste  und  Sensatio- 
nellste in  der 

UFA- WOCHENSCHAU 

in  Verbindung  mit  dem  weltum- 
spannenden Nachrichtendienst  der 
Metro -6oldwyn- May  er 

DEULIG -WOCHE 

in  Verbindung  mit  dem  weltum- 
spannenden Nachrichtendienst  der 
Paramouni  News  und 

OPEL-WOCHE 

in  Verbindung  mit  dem  Europa-  und 
Ueberseedienst  der  Ufa  zeigen  zu 
können. 


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^aaäimamämilm 


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(S^uZpß^^'Pl^ 


Der  cinzijJe  j^roße  Chaplinfilni,  den  wir  noch  nicht 
kannten,  ,,The  Pilgrim",  ist  nun  auch  über  die  Lein- 
wand j5c}Sangcn  und  hat  uns  wundersam  bej^lückt  wie 
alle  SchöpfunjSen  dieses  großen  Künstlers.  Obgleich  er  zeit- 
lich bereits  vor  dem  ,,Kid"  Hegt,  ist  er  doch  eine  der  stärk- 
sten Filmdichtungen  Charlies  und  weist  in  gerader  Linie 
auf  den  ,, Zirkus",  namentlich  auf  jene  melancholische 
Schlußszene,  in  der  Chaplin  allein  bleibt  und  mit  komischen 
Schritten  glattweg  in  die  Unendlichkeit  läuft.  Freilich,  ganz 
so  befreit  von  allen  Hemmungen  der  Zivilisation  ist  Char- 
lie, der  Pilgrim,  noch  nicht.  Er  hängt  eingangs  sogar  im 
wahrsten  Sinne  des  Wortes  in  ihren  Ketten,  denn  er  ist  ein 
Sträfling,  der  im  günstigen  Augenblick  die  Flucht  in  der 
gestreiften  Kleidung  wagt,  die  den  Menschen  wie  ein  Zebra 
aus  seiner  Umgebung  abhebt.  Aber  in  dem  Augenblick, 
da  er  sich  frei  fühlt,  erwacht  in  Charlie  der  Mutterwitz 
des  Schwachen,  der  sich  allein  dadurch  gegen  seine  Um- 
gebung zu  behaupten  weiß.  Der  Anzug  macht  ihn  nicht 
mutlos,  sondern  er  eilt  an  den  Badestrand  und  vertauscht 
seine  auffülligen  Kleider  mit 
einem  schwarzen  Anzug,  des- 
sen Schnitt  an  das  Gewand 
eines  Sektenpredigers  erin- 
nert. Das  ist  Unglück  im 
Glück,  denn  auch  ein  solcher 
Rock  hebt  seinen  Träger  aus 
der  Lfmgebung  heraus  und 
zwingt  ihm  zudem  eine  Hal- 
tung auf,  die  ganz  und  gar 
nicht  im  Wesen  Chaplins 
liegt.  Aber  dieser  Streit  der 
Kontraste  bringt  die  herr- 
lichen humoristischen  Szenen 
hervor,  die  Chaplins  Filme 
so  einzigartig  machen.  Wie 
immer  ist  er  vom  Pech  ver- 
folgt, das  ihn  zwingt,  eine 
nicht  zu  seinem  Wesen  pas- 
sende Rolle   bis  zum   bitteren 


Ende  zu  spielen.  Im  ,, Goldrausch'  war  er  der  Vagabund, 
der  unter  die  Goldgräber  fiel,  im  ,, Zirkus"  der  ahnungslose 
1  ramp,  der  zum  Clown  wurde  und  der  beste  Clown  war, 
der  je  in  einer  Manege  seine  Spaße  getrieben  hat,  im 
,, Pilgrim"  ist  er  der  ,, Flüchtling",  dem  die  Rolle  zufällt, 
als  Sektenprediger  seinen  Verfolgern  zu  entgehen.  Chaplin 
rückt  in  seinen  Filmen  den  Zufall  an  die  Stelle  des  Schick- 
sals der  Tragikomödie.  Zufall  ist  es,  daß  ihm  just  jene 
schwarzen  Kleider  von  puritanischem  Schnitt  in  die  Hände 
fallen  (er  hätte  ja  ebenso  gut  einen  eleganten  Strandanzug 
finden  können)  und  Zufall  ferner,  daß  der  Ort,  bei  dem 
seine  Bahnreise  endet,  von  einer  kleinen  Gemeinde  fanati- 
scher Sektierer  beherrscht  wird,  die  gerade  einen  neuen 
Prediger  erwarten.  Aber  bei  Chaplin  ist  der  Zufall  dem 
Gewaltsamen  entrückt,  das  er  sonst  gern  annimmt.  Bei  ihm 
hat  man  nie  das  Gefühl,  der  Zufall  wurde  nur  aus  Ver- 
legenheit, eine  andere  Lösung  zu  finden,  so  oft  benötigt. 
Der  Zufall  tritt  als  komisches  Element  auf  und  erhält  da- 
durch  neben   Scherz  und  Satire  jene  tiefe  Bedeutung,  die  er, 

über  Grabbe  hinaus,  in  der  anti- 
ken Komödie  besaß.  Der  ,,Mi- 
mus"  ist  von  den  Brettern  auf 
die  Leinwand  geflüchtet.  Im 
Thema  ist  der  Film  vollkommen 
amerikanisch.  Kein  Land  der 
Zivilisation  hat  soviel  Sekten, 
soviel  Gruppen  und  Grüppchen, 
die  sich  um  allerlei  falsche  Pro- 
pheten scharen,  denen  nur  an  der 
Ausbeutung  ihrer  Schäfchen 
iegt.  Religiöse  Schwindel- 
geschichten sind  eine  Domäne 
der  amerikanischen  Provinz. 
Chaplin  parodiert  diese  Zu- 
stände, indem  er  seinen  Sekten- 
führer mit  Ernst  und  Gewissen- 
haftigkeit umkleidet,  die  zu  sei- 
ner Erscheinung  und  seinen  Ge- 
bärden im  Gegensatz  stehen. 


Clara  Bow,  der  berühmte  Flapper  des  amerikani- 
schen Filmes,  die  wie  keine  zweite  das  leicht- 
sinnige und  oberflächliche  Großstadtmädchen 
verkörpern  kann,  ohne  diesen  Typ  unliebens- 
würdig erscheinen  zu  lassen,  hatte  eines  Tages  den 
Ehrgeiz,  ihr  Rollengebiet  zu  vertiefen.  Sie  wollte  nicht 
länger  das  ewig  lächelnde  Girl  spielen,  das  Mädchen 
'  mit  dem  gefährlich  roten  Haar,  sondern  einem  wert- 
volleren Frauentyp  Leben  auf  der  Leinwand  ver- 
schaffen. Sie  ließ  sich  deshalb  die  Geschichte  eines 
;  Barmädchens  schreiben,  das  in  einer  Matrosenschenke 
'in  San  Franzisko  angestellt  ist  und  dessen  Aufgabe 
darin  besteht,  die  Gäste  zu  erheitern.  In  einer  solchen 
IJmgebiing  ist  es  für  eine  Frau  sehr  schwierig,  nicht 
einem  leichtsinnigen  Lebenswandel  anheimzufallen, 
sondern  standfest  zu  bleiben,  zumal  die  Gäste  solcher 
Schenken  an  Entgegenkommen  gewöhnt  sind.  Clara 
Bow  aber  weiß  sich  die  männliche  Zudringlichkeit  vom 
Leibe  zu  halten  und  verliebt  sich  ernstlich  in  einen 
Matrosen,  der  sie  vor  den  Handgreiflichkeiten  eines 
Rohlings  bewahrte.  Aber  der  Überfall  war  abgekarte- 
tes Spiel,  was  sich  allerdings  rasch  herausstellt.  Clara 
Bow  braucht  in  dieser  Rolle  nicht  auf  ihre  Fröhlich- 
keit, ihr  reizvoll  temperiertes  Spiel,  das  leichte  Hin- 
tupfen der  Gefühlsnuancen  zu  verzichten.  Sie  kann 
aber  auch  tiefere  Gemütsbewegungen  verraten  und 
sentimentalen  Augenblicken  den  Wert  echter  Innigkeit 
geben.  Dieser  Film  bedeutet  einen  Schritt  vorwärts 
in  der  Karriere  der  ja  noch  sehr  jungen  Schauspielerin, 
die  der  Aufgabe  einer  Charakterliebhaberin  bald  ge- 
wachsen sein  dürfte. 


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Alles  ist  relativ  und  eine  Sache  des  Standpunktes. 
Vorderjjrund     oder     Hintergrund?       üas     kommt 
ganz  darauf  an,  wie  man  die  Sache  ansieht,  das 
heißt,  wie  man  selbst  zu  ihr  steht. 

Die  Herrschaften  im  Sperrsitz  eines  Theaters  fühlen 
sich  als  Vordergrund,  der  Akteur  auf  der  Bühne  fühlt 
sich  als  Vordergrund,  und  die  kompakte  Masse  des 
Publikums,  die  er  verschwimmend  im  dunklen  Zu- 
schauerraum sieht,  erscheint  ihm  als  ,, Figuren  des  Hin- 
tergrundes". 

Im  Film  sind  diese  Figuren  des  Hintergrundes  von 
außerordentlicher  Wichtigkeil.  Geben  sie  doch  oft  die 
\üni  Autor  und  Regisseur  gewollte  Atmosphäre  besser 
und  eindringlicher  als  langausgesponnene  Szenen  oder 
ellenlange  Titel.  Und  die  Bauten  und  Landschaften  des 
Handlungshintergrundcs  bekommen  ihr  Leben,  ihre 
Farbe,  ihre  Luft  auch  von  den  Figuren  im  Hintergrund, 
deren  scheinbare  Absichtslosigkeit  der  Abglanz  des 
Lebens   ist,  das  geschildert  werden  soll. 

Die  Meister  der  Regie  legen  deshalb  auf  diese  Figu- 
ren, die  für  sie  und  für  d-en  Film  nicht  etwa  einfache 
Koinpirserie  sind,   den  größten    Wert. 

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Jacques  t'pyder  beobachtet  eine  Porlrätaufnahme  von  Greta  Garbo  durch  Milton  Browne 
Von    unserem    Dr.    F.    K.  -  Berichterstatter   aus    Hollywood 


Phot.  M-O-Al. 


Neun    Monate    lang   hat   der   französische    Regisseur    Jaques 
Feyder    in    den    Ateliers    der    Metro-Goldwyn-Mayer    be- 
schäftigungslos   herumgehockt.      Dann    erkämpfte    er    sich 
ein  schwaches  Sujet  und  eine  wunderbare  Schauspielerin,  und  er 
drehte  The  Kiss  (der  Kuß),  den  letzten  stummen  Film  der  Garbo. 
Den  letzten?    • 

Die  Geschichte:  Liebe  eines  Anwalts  für  die  Frau  eines  Bank- 
magnaten. Können  zusammen  nicht  kommen.  Der  Mann  ist 
rasend  eifersüchtig,  die  Frau  treu,  der  Anwalt  ein  Brackenburg. 
Da  erscheint,  lupus  in  fabula,  ein  liebenswerter  Student,  der,  in 
Frau  Garbo  verliebt,  ihr  gerade  in  jenem  Moment  einen  Kuß 
abzwingt,  da  der  herzkranke  Bankier  unerwartet  heimkehrt. 
Tableau!  Er  stürzt  auf  den  jungen  Mann,  schlägt  blindlings  um 
sich,  die  erzene  Tischlampe  schwebt  über  dem  Kopf  des  Kuß- 
räubers. Da  schießt  die  Frau,  um  den  Studenten  zu  retten  .  .  . 
Selbstmord  wird  fingiert.  Bei  der  Aussage  verstrickt  sich  die 
Frau  in  Widersprüche.  Verhaftung.  Prozeß.  Der  diskret  lie- 
bende Anwalt  kehrt  zurück  und  versteht  die  Geschworenen  von 
der  Unschuld  seiner  Klientin  zu  überzeugen.  Der  Schluß  ist 
unschwer    zu    erraten. 

Unvergeßliche  Szenen:  Wie  die  Kamera  mit  einem  Bewe- 
gungsstakkato  einsetzt,  eine  Cook-Reisegesellschaft  durch  eine 
Gemäldegalerie  hetzt,  vorbei  an  Boucher,  Valasquez  und  Dcgas 
und  plötzlich  bei  dem  heimlichen  Liebespaar,  das  hier  seine 
Rendezvous  hat,  stehen  bleibt.  Zweitens:  Die  visuelle  Um- 
setzung der  widerspruchsvollen,  in  sich  selbst  zusammenbrechen- 
den Aussage.  „Waren  die  Fenster  offen?"  Gespenstisch  öffnen 
und  schließen  sich  die  Flügel.  ,,War  das  Licht  angedreht?" 
Zögernd  lastet  die  Frauenhand  zum  Lichtschalter,  zieht  sie  zwei-, 
dreimal  zurück. 


Unvergeßlich  auch  wiederum  die  edelste  und  persönlichste 
Frau,  die  man  heute  auf  der  Leinwand  sehen  kann.  Wie  fern 
ist  ihr  der  verliebte  Junge  (der  sie  zu  küssen  glaubt),  den  sie 
spielerisch,  mütterlich-zart,  mit  dem  kleinen  Finger  der  Hand 
gleichsam  von  sich  hält.  Einsam,  groß,  unantastbar  steht  sie 
vor  ihren  Richtern,  Richterin  selbst  und  nicht  Richtende.  Nur 
eine  Frau  vermochte  stumm  so  beredt  zu  sein  wie  sie:  die 
göttliche    Düse,   die   Garbo   des    Theaters. 

Eine  ängstliche  Frage  drängt  sich  auf.  Wird,  wenn  die  Garbo 
nun  sprechen  soll,  der  Zauber  filmischer  Siummheit  nicht  von 
ihr  weichen?  Wird  dieses  Vieldeutige,  Unbestimmte,  Unaus- 
sprechliche, dieses  „Nicht-zu-Ende-Gedichtete"  ihrer  Erscheinung 
und  ihrer  Beseelungen  nicht  verfliegen  mit  der  klaren  Deutlich- 
keit des  Wortes?  Wird  sie  auch  dann  „zwischen  den  Zeilen" 
sagen  können,  was  jetzt  aus  geschlossenen  Lippen  tausendfältig 
zu  uns  spricht?  Ein  Wagnis  mit  dem  Kostbarsten,  das  der  Film 
uns  beschert,  ein  harter  Prüfstein  zugleich  für  den  Talkie. 

Das  Drehbuch  von  The  Kiss  ist  von  Hans  Kräly,  gut  uie 
immer,  zwingend,  den  banalen  Stoff  sauber  verarbeitend. 

Feyders  Regie  macht  auch  dieses  schwache  Buch  zum  Er- 
lebnis. Wieviel  Ruhe,  Kultur  und  Vornehmheit  kennzeichnet 
die  Arbeiten  dieses  Mannes;  wer  noch  unter  den  Regisseuren 
Hollywoods  weiß  die  leisesten  seelischen  Stimmungen  so  auf- 
zufangen wie  er,  sie  wie  ein  Seismograph  einzuzeichnen  in  das 
Zelluloid?  Ein  Meister!  Man  muß  hoffen,  daß  die  Firma,  die 
den  Mann  nach  Amerika  geholt  hat,  sich  seine  Standardwerke 
ansieht,  L  Image,  Visages  d'Enfants.  Theresc  Raquin,  Carmen, 
und  daß  sie  endlich  einem  filmischen  Genius  wie  diesem  Jaqiie» 
Feyder   eine   würdige   Aufgabe   zuweis(. 


Greta  Garbo  und  Conrad  Nagel  in  dem  M.-G.-M.-Film  „Der  Kuß" 


Nach  der  Premiere  des  llalon-Films  „Melodie  des  Herzens":  Werner  R.  Heymann.  Ernst  Pfeifler,  Hans  Szekely,  Dilo  Parlo,  Erich  Pommer, 

Hanns  Schwarz,  Willi  Fritsch         Phot.  i'fa 


Qi, 


2  und 


3^^ 


Die  Uraufführung  des  Ufa-Tonfilrus  „Melodie  des  Herzens" 
brachte  allen  Beteiligten  rauschenden  Beifall.  Dieser  große 
Tonfilm,  dessen  Melodien  nicht  nur  von  der  Leinwand 
tönen,  sondern  auch  auf  Schallplatten  aus  allen  Grammophonen 
sprechen  werden,  leitet  die 
eigentliche  deutsche  Tonfilm- 
epoche ein.  In  Neubabelsberg 
ist  man  seit  längerer  Zeit 
fleißig  gewesen  und  hat  in 
der  Stille  für  den  tönenden 
Film  gesorgt.  So  wird  im 
Anfang  des  nächsten  Jahres 
Lilian  Harvcys  großer  Lust- 
spielfilm „Wenn  du  einmal 
dein  Herz  verschenkst"  er- 
scheinen; man  wird  Lilian 
nicht  nur  sehen,  nicht  nur  in- 
mitten der  Geräusche  eines 
Frachtdampfers  ihren  lustigen 
Streichen  folgen,  sondern 
auch  hören  können.  Auch 
dieser  Film  erhält  ein  paar 
Schlagerlieder.  Eine  der  größ- 
ten Filmüberraschungen  aber 
wird  der  sprechende  Emil 
Jannings  sein.  Seit  vier  Jah- 
ren ist  dieser  Künstler  der 
Sprechbühne  ferngeblieben, 
weil  ihm  seine  Arbeit  für 
den  Film  keine  Zeit  ließ  und 
weil  er  in  Hollywood  natür- 
lich keine  Gelegenheit  fand. 
Jetzt  wird  in  dem  Erich 
Pommer-Film  der  Ufa  „Der 
blaue  Engel"  nach  Heinrich 
Mann  seine  Stimme  zu  hören 
sein.  Man  weiß,  daß  Jannings 
nicht  nur  einer  der  stärksten 
Mimiker  dei  Leinwand,  son- 
dern  auch   einer  der  größten 


Conrad  Veidt  und  Regisseur  Kurt  Bernhard 


Spiechkünstler  der  Bühne  ist.  Unvergessen  bleibt  sein  Wehrhahn 
im  ,, Biberpelz",  sein  Spekulant  in  ,, Geschäft  ist  Geschäft".  Der 
Humor  dieses  Schauspielers  ist  auf  der  Leinwand  in  der  letzten 
Zeit  wenig  erprobt  worden,  vielleicht  weil  die   typisch  deutsche 

Form  des  satten  Humors  von 
der  amerikanischen  Provinz 
nicht  verstanden  worden 
wäre.  In  ein  paar  Szenen 
des  „Blauen  Engels"  findet 
Jannings  Gelegenheit,  seinen 
Humor  zu  entfesseln.  Mar- 
lene Dietrich,  die  schnell  zu 
Ruhm  gekommene  Schau- 
spielerin, ist  ihm  als  Partne- 
rin zugesellt  worden,  -r 
Auch  Conrad  Veidt,  ein  an- 
derer Heimkehrer  aus  kali- 
fornischen Gefilden,  setzt 
sich  in  Neubabelsberg  für 
eine  Tonfilmrolle  ein.  Man 
hat  ihm,  der  seine  besten 
Wirkungen  als  Kostümdar- 
steller oder  in  stilisierter 
Kleidung  wie  im  ,, Kabinett 
des  Dr.  Caligari"  erzielte,  die 
tragende  Rolle  eines  histori- 
schen Filmes  ,,Die  letzte 
Kompagnie"anvertraut,  einem 
Film  aus  der  napoleonischen 
Zeit.  Für  die  großen  Schlach- 
tenszenen reichte  sogar  der 
Raum  in  Neubabclsberg  nicht 
aus,  so  daß  sie  in  das  Döbe- 
ritzer Gelände  verlegt  wer- 
den mußten.  Ein  Troß  von 
500  Komparsen  in  histori- 
schen preußischen  Unifor- 
men des  Jahres  1806  wurde 
tönend  gefilmt. 


r/iot.  Uta 


# 


jcljöne  ^ilcL^ 


Morgendressur  im  Zoo 

Von  Otto   Schwerin, 

Dompteur  im  Zirkus  —  und  Tierwärter  im  Zoo! 
Zwei  Berufe,  die  sich  insofern  ähneln,  als 
Dompteure  und  Wärter  beide  mit  Tieren  zu 
tun  haben,  ebenso  wie  Architekten  und  Maurer 
beide  ihre  Arbeit  in  den  Dienst  der  Baukunst  stellen. 
Und  trotzdem  besteht  —  wenigstens  nach  Meinung 
des  Laien  —  ein  grundlegender  Unterschied  zwischen 
dem  Dompteur,  dem  Künstler,  der  in  glänzender 
Uniform,  im  strahlenden  Licht  der  Scheinwerfer,  seine 
Nummer  in  der  Manege  vorführt,  und  dem  Xier- 
wärter,  dem  besseren  Stallknecht,  der  in  abgetragener 
Arbeitskleidung  die  Tierkäfige  reinigt,  die  Insassen 
versorgt  und  füttert.  —  Aber  wie  irrig  ist  diese  Mei- 
nung! —  Wenige  Eingeweihte,  die  gelegentlich  einen 
Blick  hinter  Zirkuskulissen  zu  werfen  Gelegenheit 
haben,  sehen  morgens  in  der  dunklen  Stallgasse  auch 
den  Dompteur  in  Schürze  und  ältester  Kleidung  seine 
Pfleglinge  behandeln,  genau  wie  der  Wärter  im  Zoo, 
und  noch  seltener  gelingt  es  dem  Laien  im  groß- 
städtischen Zoo,  die  Wärter  zu  beobachten,  wie  sie 
in  einer  sorgfältigen,  aufreibenden  und  mitunter  auch 
recht  gefahrvollen  Tätigkeit  wilde  und  reißende  Tiere 
,, handzahm"  machen  und  an  allen  möglichen  Objek- 
ten ihre  Abrichtungskünste  versuchen.  Der  Tier- 
wärter von  heute  ist  kein  Stallknecht  mehr  von  ehe- 
dem. Von  ihm  verlangt  man  Mut,  Entschlossenheit, 
Talent  in  der  Dressurkunst  und  vor  allem  Hingabe 


an  seinen  nicht  immer  dankbaren  und  meist 
recht  gering  bezahlten  Beruf,  der  nicht  zuletzt 
auch  eingehende  zoologische  und  tierpsycho- 
logische  Kenntnisse  erfordert. 

Während  die  Tätigkeit  des  Dompteurs  mehr 
oder  weniger  auf  Augenwirkung  eingestellt  ist 
und  sich  zumeist  auf  wilde  Tiere  und  die, 
nebenbei  bemerkt,  außerordentlich  klugen  und 
gelehrigen  Elefanten  zu  beschränken  hat,  ver- 
sucht der  Tierwärter  seine  Kunst  an  allen  mög- 
lichen Objekten.  Daß  die  Wärter  im  Frank- 
furter Zoo  mit  ihren  Elefanten  und  Menschen- 
affen auf  bestem  Fuß  stehen,  kann  jeder  Be- 
sucher täglich  mehrmals  beobachten.  Aber  auch 
die  Seehunde  und  Seelöwen  sind  in  mühe- 
voller Kleinarbeit  derart  abgerichtet  worden, 
daß    sie    ein    ganzes    Varicteprogramm    absol- 

Leica-Knipsauf nahmen  aus  dem  Frankfurier  Zoo  von 
Otto  Schwerin 


Papageien,  Zebras,  Zwergschafe  und 
auch  andere  nicht  gerade  alltägliche 
Dressurobjekte  sind  im  Frankfurter  Zoo 
abgerichtet  und  gezähmt  worden;  nur  bei 
einem  Tier,  zufällig  dem  Prachtstück  des 
Gartens,  dem  afrikanischen  Flußpferd, 
versagt  jede  Kunst.  —  Flußpferde  gelten 
nach  menschlichen  Begriffen  für  dumm, 
faul  und  schwerfällig,  und  wenn  „Lies- 
chen" auch  seinen  Wärter  kennt  und  im 
Käfig  duldet,  so  scheitert  hier  doch  jeder 
Versuch  einer  Abrichtung  an  einem  voll- 
ständig untauglichen  Objekt. 


vieren.  Es  sind  uns  einige  Aufnahmen  gelungen,  die  mehr  wie  jedes  ge- 
schriebene Wort  die  Tätigkeit  der  Tierwärter  bei  ihrer  Morgendressur 
ei  läutern.  Erstaunlich  sind  mitunter  die  Erfolge  unter  anderem  bei  einem 
prachtvollen  ausgewachsenen  Kragenbär  männlichen  Geschlechts,  der  erst 
mit  zwölf  Jahren  in  Dressur  genommen  wurde.  Auch  mit  dem  als  bösartig 
und  dumm  verschrienen  Nashorn  sind  erfolgreiche  Dressurversuche  unter- 
nommen worden.  Unser  Bild  zeigt  ,,Faru"  mit  ihrem  Wärter  und  einem 
jungen  afrikanischen  Flußschwein,  das  man  ihr  (Faru  ist  weiblichen  Ge- 
schlechts) als  Gespielin  beigegeben  hat.  Die  beiden  Tiere  fressen  aus  einem 
Napf  und  vertragen  sich  großartig.  — 


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Der  Amaieurfilmer  auf  dem  Flugplatz 


Von  Herbert  Kiper,  BdFA,  Berlin. 


Wir  leben  in  einer  Zeit  der  unglaublich  schnellen  mechani- 
sierenden   Menschheitsentwicklung. 

Und  erfüllt  von  der  Magie  des  Geheimnisvollen,  des 
Gefahrvollen  und  des  Sensationellen  wollen  wir  nicht  abseits 
stehen  im  rasenden  Getriebe,  wir  wollen  dabei  sein.  Noch  nicht 
beendet  ist  die  Entwicklung  des  Flugzeuges,  aber  wer  irgend  es 
sich  leisten  kann,  will  doch  mitreden  können,  wie  es  „da  oben" 
ist,  wie  die  Welt  aus  der  Vogelperspektive  aussieht,  was  für 
Gefühle    beim    Fluge    durch    die    Wolken    einen    „befallen"    usw. 

Und  gerade,  weil  wir  in  der  Flugtechnik  sicherlich  noch  mitten 
in  der  Entwicklung,  wenn  auch  in  einer  unerhörten  Aufwärts- 
entwicklung, begriffen  sind,  so  sollte  der  Filmamateur  unbedingt 
einmal  den  äußerst  reizvollen  Versuch  unternehmen,  einen  Film 
von  einem  Flug  aufzunehmen.  Gewiß  wird  das  nicht  immer  so 
einfach  sein,  es  wird  da  Verbote  geben,  es  werden  Schwierig- 
keiten zu  überwinden  sein,  wie  man  ja  merkwürdigerweise  der 
Filmamateurbewegung  überhaupt  behördlicherseits  nicht  gar  zu 
freundlich  gegenübersteht.  Na  schön,  man  wird  also  einen  klei- 
nen Ringkampf  auszufechten  haben,  einen  geistigen  natürlich, 
aber  mit  Zähigkeit  und  Energie  wird  man  es  vielleicht  doch 
erreichen,  daß  man  seine  Filmkamera  mit  in  das  Flugzeug 
nehmen  kann. 

Ist  so  ein  Fiugfilm  aber  zustande  gekommen,  so  wird  der 
Filmamateur  seine  Sammlung  um  einen  wertvollen  Film  be- 
reichem können.  Denken  Sie  einmal  an  das  erste  Automobil 
von  Benz,  vielleicht  wird  in  wenigen  Jahren  der  aufgenommene 
Flug  sehr  drollig  wirken,  wenn  man  prophezeiend  daran  denkt, 
daß  in  nicht  allzu  ferner  Zeit  die  Flugzeuge  ein  wesentlich  ver- 
ändertes Äußeres  zeigen  werden.  Dann  wird  das  heute  als 
hypermodern   angesehene   Flugzeug   vielleicht   wirken    wie   einer 


der  ersten,  heute  so  ulkig  anmutenden  Motorgefährte  einer  ver- 
gangenen Epoche. 

Um  den  Kollegen  von  der  Schmalfilmfakultät  aber  nicht  nur 
lyrische  Theorien  zu  präsentieren,  werde  ich  einmal  erzählen, 
wie  ich  dazu  kam,  einen  recht  interessanten  Flugfilm  zu 
„starten". 

Schon  vor  Jahren  hatte  ich  Gelegenheit,  meinen  ersten  Flug 
zu  unternehmen.  Es  war  ein  kurzer  Rutsch  über  den  Bodensee 
von  Lindau  nach  der  Domierwerft  in  der  Nähe  von  Friedrichs- 
hafen. 

Ich  war  damals  zur.  Erholung  in  den  Ferien  im  Allgäu  und 
wollte  dem  Bodensee  einen  kurzen  Besuch  machen,  da  hörte  ich 
schon  in  der  Bahn,  daß  am  Bodensee  in  Lindau  ein  Wasser- 
flugzeug stationiert  sei  und  daß  man,  verhältnismäßig  billig, 
Rundflüge  machen  könne. 

Schon  immer  hatte  ich  mir  gewünscht,  einmal  zu  fliegen,  und 
nicht  eine  Sekunde  zögerte  ich  nach  Ankunft  in  Lindau  und 
rannte  spornstreichs  zum  Flughafen,  der  in  diesem  Falle  aller- 
dings nur  aus  einem  Billettschalter  und  einem  kleinen  Seesteg 
besteht. 

Der  Pilot  äußerte  Bedenken,  als  ich  einen  Rundflug  zu  machen 
wünschte,  es  wäre  etwas  stürmisch,  und  ein  Genuß  würde  der 
Flug  nicht  werden.  Doch  das  war  mir  einerlei,  ich  bestand 
darauf,  und  ich  muß  sagen,  die  15  Minuten  in  der  Luft  waren 
ein  unerhört  starkes  Erlebnis.  Leider  hatte  ich  damals  noch 
nicht  eine  Filmkamera,  sondern  nur  eine  gewöhnliche  Kamera, 
aber  auch  mit  dieser  hielt  ich  die  Eindrücke  fest,  prachtvoll 
war  der  Blick  über  die  Alpenkette,  der  Bordmonteur  erklärte 
mir  die  Gegend,  so  sah  ich  Bayern,  Österreich  und  die  Schweiz. 

Seit  dieser  Zeit  bin  ich  begeisterter  Anhänger  des  Flugsports 


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Es  ist  sicher  im  Gebrauch»  bequem  und 
sauber  in  der  Handhabung  und  da- 
bei   —   die   billigste   Lichtquelle 
für  Kunstlichtaufnahmen 


Der  Regisseur  Robert  Land  bei  Aufnahmen  im  Atelier  zu  Schönbrunn 


mir  sehr   ungünstige   war.   Kurz 


und    hatte     den     lebhaften     Wunsch,     gelegentlich     einen     Weit- 
streckenflug   mitzumachen. 

Dazu  sollte  mir  vor  Jahresfrist  Gelegenheit  werden. 

Ich  kam   von   einem   Gastspiel  aus   Amerika   und  machte   über 
Cherbourg  noch  einen  Abstecher  nach  Paris. 

Nach  acht  Tagen  wollte  ich  den  Weg  nach  der  Heimat  Berlin 
fortsetzen  und  mußte  auf  dem  Reisebüro  vernehmen,  daß  die 
Verbindung  per  Eisenbahn  eine 
entschlossen  bestellte  ich  für 
meine  Frau  und  mich  zwei 
Flugkarten  nach  Berlin.  Am 
nächsten  Tage  gegen  10  Uhr 
sollte  der  große  Flug  begin- 
nen. Auf  dem  Flugplatz  Le 
Bourget,  den  man  per  Auto  in 
zirka  45  Minuten  von  Paris 
erreicht,  stand  schon  unsere 
schöne  deutsche  dreimotorige 
Junkersmaschine  D.  903  be- 
reit. Außer  uns  nahmen  noch 
vier  Personen  an  dem  Fluge 
teil. 

Leider  herrschte  ziemlich 
dichter  Nebel,  und  der  Start 
mußte  so  lange  verschoben 
werden,  bis  bessere  Wetter- 
nachrichten von  der  Strecke 
eine  bessere  Sicht  ver- 
sprachen. Woraus  sich  er- 
hellt, daß  die  Fliegerei  zu- 
mindest in  punkto  Pünktlich- 
keit noch  eine  unsichere  An- 
gelegenheit ist,  denn  was 
nutzt  CS,  wenn  die  absolute 
Flugzeit  beispielsweise  von 
Berlin  nach  Paris  6'A  Stun- 
den beträgt,  wenn  man  durch 
ungünstiges  Wetter  nicht  star- 
ten kann,  wodurch  ein  Zeit- 
verlust von  eineinhalb  Stun- 
den entsteht. 

Womit  ich  nur  die  oben  er- 
wähnte Entwicklungsmöglich- 
und  Notwendigkeit  in  Erinne- 
rung rufen  möchte,  denn  eines 
Tages  werden  wir  auch  den 
Nebel  und  die  Dunkelheit 
völlig  beherrschen. 

Aber  durch  den  unfreiwilli- 
gen Aufenthalt  hatte  ich  doch 
Muße,  einen  Rundgang  über 
den  Flughafen  zu  machen,  der 


LlANGtBARTELS- FABRIK PHOTOCRAPHISCHER RAPIERE  CHARLOTTE NBUR&1 


zwar  sehr   groß   ist,   sich   aber   an    Schönheit    mit    unserem    Tem- 

pelhofer   Hafen   nicht    vergleichen   kann. 

Da    ich    auf    Reisen    (seit    drei    Jahren)    niemals    ohne    meine 

Motokamera   bin,   so   bot    sich    mir    nun   eine   Fülle    interessanter 

Motive. 

Wenn    auch    die    Luft    diesig    war,    auf    kürzere    Entfenfungen 

konnte    ich   recht   gute   Aufnahmen    machen.     Bekanntlich   ist   ja 

die  beste  Aufnahmenähe  eine  Entfernung  von  drei  bis  vier  Meter. 

Vor  allem  hatte  ich  Glück! 
Das  Lindbergh-Denkmal,  wel- 
ches die  amerikanische  Schul- 
jugend dem  französischen 
Volke  anläßlich  der  glück- 
lichen Überquerung  des 
Ozeans  durch  Oberst  Lind- 
bergh  und  seiner  Landung  auf 
dem  Flugplatz  Le  Bourget 
gestiftet  hat,  wurde  gerade 
auf  den   Sockel  gehoben. 

Es  stellt  einen  die  Arme 
weit  ausbreitenden  fliegen- 
den Engel  dar. 

Der  bekannte  Pariser  Bild- 
hauer Michel,  der  diese  sehr 
schöne  Figur  geschaffen  hat, 
war  anwesend  und  gerade 
damit  beschäftigt,  seinen 
Namen  in  den  Sockel  einzu- 
schlagen. Das  war  Wasser 
auf  meine  Filmmühle! 

Ein  Postflugzeug  startet,  ein 
großes  englisches  Passagier- 
flugzeug kommt  soeben  aus 
London  an.  Schnell  den  Ap- 
parat gezückt  .  .  .  hat  ihn 
schon! 

Endlich  war  es  so  weit,  der 
Nebelschleier  zerriß,  und  wir 
durften  einsteigen. 

Ei,  wie  bequem  sind  die 
Sessel.  Ich  sitze  am  ersten 
Fenster  links  hinter  dem  Füh- 
rerstand; rechts  neben  mir 
sitzt  der  Funker,  der  an- 
dauernd Nachrichten  über  das 
Wetter  gefunkt  bekommt,  sie 
auf  einen  kleinen  Zettel 
schreibt  und  durch  ein  Fen- 
sterchen dem  Piloten  oder 
seinem  neben  ihm  sitzenden 
Bordmonteur  zwecks  Informa- 
tion   überreicht.         (S(7//»/(  /o/j.'// 


TAGESLICHT- 


LAMPENLICHT 

PFEIL-PAPIER 
ENTTÄUSCHT 
DJCH  NICHT 


Vmr09  ^  ^  EßßöCWTEN 


Vnten : 

Porzellanpapagei 

Aufnahme    von    Luduig    Herold    mit 

/fiss  -  Tissar      i,y.       Platte:     Agfa- 

Vllrarupid.      BeUilit.    4    Sek.      Ai\ii- 

UiliexSpeiial 


l':lt  n: 

Am  Luganer  See 

Auinahme  von   R.    Jassy  mit  l'laii/iel 

..Makinu"     I  :  J.'K       I-     =     /O    an. 

Itlende     IJ.      i|,„    .S>*.      Cielhsrheihe. 

I'eriili-I  Um 


.Teder  Loser  kann  sieh  an  diesem  Wett- 
Itewerb    beteiÜReii. 

Wahl  lies  Motivs,  Größe  niid  Art  des  Ab- 
zuges   bleiben    dem    Kinsender    überlassen. 

Jeder  Abzug  niuU  auf  der  KUekseite  fol- 
gende Angaben  enthalten:  Name  des  Appa- 
rates —  Art  und  Lichtstärke  des  Objektivs  — 
Blende  —  Platten-  oder  Filmfabrikat  —  Zeit- 
punkt der  Aufnahme  —  Belichtungszeit  —  Ver- 
wendung etwaiger  Hilfsmittel  (Gelbscheibe.  Vor- 
satzlinse   II.   dergl.)   —  Art    des    für   den    Abzng 


verwendeten  l';ipiers  —  genaue  Anschrift  des 
Einsenders  —  aiisdrücklii'he  Erklärung.  ilaU 
der   Einsender   l'hotoamateur   ist. 

Einsendung  gilt  gleichzeitig  als  Genehmi- 
gung zur  Veröffentlichung  im  Kahmen  des 
Preisausschreibens.  Kiicksendung  der  nicht- 
prämiierten  Bilder  erfolgt  nur.  wenn  ;idressier- 
ter  Freiumschlag  beiliegt.  IMe  Entscheidung 
des  Preisgerichts  ist  endgültig.  Beschreitung 
des  Kt'chtsweges  ausgeschlossen.  Einsendungen 
au  „Film-MaKazin"  („Filmwelt")  -  Photowett- 
bewerb,   BerliD  SW  68,    Zimmerslraße   35-41. 


^'{ 


Von  großem  Vorteil  ist  eine 
lichtstarke  Optik;  denn 
wir  haben  im  Dezember 
einen  der  lichtärmsten 
Monate.  Dazu  finden  solche  Auf- 
nahmen meistens  in  Innenräumen 
statt.  Aus  dem  letztgenannten 
Grunde  werden  wir  auch  von 
langbrennweitigen  Objektiven, 
die  sonst  für  die  künstlerische 
Photographie  sehr  zweckmäßig 
sind,  absehen  müssen,  wenn  wir 
nicht  über  sehr  günstige  Raum- 
verhältnisse verfügen.  Denn  je 
kürzer  die  Brennweite  ist,  desto 
größer  ist  der  Bildwinkel.  Wir 
werden  hier  also  einen  Kompro- 
miß schließen  müssen.  Welche 
Brennweite  wir  wählen,  richtet 
sich  natürlich  nach  den  jeweils 
gegebenen  Verhältnissen;  doch 
werden  wir  z.  B.  für  Format 
9  X  12  cm  nicht  unter  13,5  cm 
zu  gehen  brauchen.  Ein  weite- 
rer wichtiger  Punkt  ist  die  Wahl 
des  Plattcnmaterials.  Die  schon 
erwähnte  Lichtarmut  bedingt 
einerseits  höchstempfindliche 

Platten.  Nun  haben  wir  es  aber 
bei  Weihnachtsaufnahmen  oft 
mit  großen  Lichtkontrasten,  viel- 
leicht gar  Aufnahmen  gegen  das 
Fenster,  zu  tun,  die  auf  jeden 
Fall  lichthoffreie  Platten  erfor- 
dern. Daß  die  brennenden  Lich- 
ter des  Christbaumes  und  die 
zahlreichen   Lichtreflexe  auf  den 


mmmm 


meinempfindlichkeit  auszeichnen 
und  somit  ebenfalls  für  diese  Auf- 
nahmen geeignet  sind.  Für  Auf- 
nahmen, wie  die  erwähnten  vom 
Christkindelmarkt  und  ähnliche, 
die  keine  Lichthoffreiheit  bedin- 
gen, wählen  wir  vorteilhafter  eine 
der  höchstempfindlichen  Platten- 
sorten, da  wir  es  hier  doch  fast 
ausnahmslos  mit  Momentaufnah- 
men zu  tun  haben  und  dieses 
Aufnahmematerial  infolge  seiner 
außerordentlich  hohen  Empfind- 
lichkeit selbst  an  trüben  Tagen 
noch  genügend  schnelle  Moment- 
aufnahmen gestattet.  Haben  wir 
es  jedoch  mit  grellem  Sonnen- 
licht zu  tun,  das  über  den  mit 
Schnee  belasteten  Verkaufsbuden 
liegt,  so  werden  wir  auch  in  die- 
sem Falle  lichthoffreie  Platten 
oder  Filme  vorziehen.  Die  ge- 
ringere Empfindlichkeit  gegen- 
über den  höchstempfindlichen 
Platten  wird  ja  dann  durch  das 
vom  Schnee  reflektierte  Licht 
wieder  ausgeglichen. 

Von  Vorteil  ist  für  solche  Auf- 
nahmen natürlich  eine  Spreizen- 
oder Spiegelreflexkamera,  welche 
bei  genauer  Bildfeldbeurteilung 
ohne  Mattscheibe  bzw.  ohne 
Auswechslung  derselben  gegen 
die  Plattenkassette  Aufnahmen 
aus  der  Hand  gestattet,  da  es 
meist  mit  Schwierigkeiten  ver- 
bunden ist,  im  Gedränge  ein  Stativ 


glänzenden  Glasku- 
geln starke  Lichthof- 
freiheit des  Aufnah- 
mematerials bedingen, 
wird  jeder  Lichtbild- 
ner ohne  weiteres 
einsehen.  Nun  sind 
aber  die  höchstemp- 
findlichen Platten 
nicht  lichthoffrei.  Wir 
wählen  daher  für 
solche  Aufnahmen 
zweckmäßig  eine  Plat- 
tensorte, die  mit  .gu- 
ter Lichthoffreiheit 
bestmögliche        Allge- 

meinempfindlichkeit 
vereint.     Auch  gibt  es 
unter  den  an   und   für 
sich  lichthoffreien 

Filmen  Fabrikate, 

welche  sich  durch  be- 
sonders    hohe     Allge- 


auf zustellen.  Bei  dieser 
Gelegenheit  möchte 
ich  gleich  davor  war- 
nen, bei  kalter  Witte- 
rung die  Kamera  un- 
vermittelt aus  dem 
Freien  in  stark  ge- 
heizte Räume  zu  brin- 
gen. Ein  Verziehen 
des  Holzes  sowie  die 
Entstehung  von  Kitt- 
blasen bei  verkitteten 
Objektiven  können 
die  unangenehmen 

Folgen  sein.  Wir  wer- 
den also  die  Kamera 
zweckmäßig  im  Vor- 
platz etwas  anwärmen 
lassen. 

Bei  Weihnachlsauf- 
nahmen  müssen  wir 
ferner  oft  Blitzlicht 
zu   Hilfe  nehmen. 


<^iBßu 


E/N  ROMAN     VON  STANHOPE 


12.  Fortsetzung  und  Schlufi 

„Ja.  wie  denn,  was  denn?"  Billie  fragte,  sie  hatte  gehört,  aber 
nicht  verstanden. 

„Nun,  ich  will  doch  davon  profitieren,  wenn  ich  den  Schnabel 
halte   —   das    ist    doch    klar!" 

,, Erpresser!" 

,,Mein  liebes  Kind,  wir  werden  ein  Kompagniegeschäft  grün- 
den;   ich    denke    nicht    mehr    daran,    einen    Finger    zu    rühren!" 

,,Ich  werde  den  ganzen  Krempel  an  den  Nagel  hängen!  Nun 
aber   raus!"  sagte  Billie. 

,,Das   nützt    dir   alles   nichts,    Herzblatt!    Gar  nichts.     Hab'   ich 
erst     einmal     den    Schwindel     aufgedeckt,     kommt     die    Polizei, 
schnappt    dich  —  Gefängnis    nicht    unter    drei    Jahren,    Süßes!  Laß 
dir    nur    Zeit!     Wir    können 
uns    morgen    vor    der    Vor- 
stellung   noch    unterhalten!" 

Perseus  Natron  kicherte 
vor  sich  hin,  schloß  die  Tür 
hinter  sich  und  ließ  Billie 
verzweifelt  zurück. 

Am  anderen  Morgen  fragte 
sie  noch  einmal  im  Hotel 
Montmorency  nach,  ob  Pitt 
Erskine  sich  inzwischen  ein- 
gefunden habe.  Die  ver- 
neinende Antwort  konnte 
sie  zwar  nicht  verblüffen, 
aber  ihre  Niedergedrückt- 
heit nur  verstärken.  Arme 
Billie!  Ein  schlimmer  Tag 
war  zu  überwinden.  Seit 
vierundzwanzig  Stunden  war 
sie  keinen  Schritt  weiter- 
gekommen. Was  sollte  wer- 
den, wenn  Mafalda  Terpin 
sie  nicht         beschäftigen 

wollte?  Damit  war  doch  zu 
rechnen,  denn  den  Streich 
mit  den  ,, entliehenen  Klei- 
dern" würde  die  ernste 
Frau  kaum  verzeihen.  Wenn 
man  doch  nur  wüßte,  wo 
Bill   steckte?   — 

Abends  stellte  sich  kurz 
vor  dem  Auftritt,  furchtsam 
erwartet,  Perseus  Natron 
ein. 

„Nun,  mein  Häschen?" 
fragte   er. 

,,Ach,  Natron,  haben  Sie 
denn  gar  kein  Herz!?" 

„Herz  ist  nichts.  Nein. 
Keine  Ausflüchte!  Wie  ist's? 
Einverstanden.   Sonst  —  — " 

„Sonst  — ?" 

Gelangweilt  säuberte  der  Komiker  seine  Manschetten:  „Sonst 
spreche  ich  heute,  verschaffe  der  Presse  eine  Sensation,  dem 
Publikum  Enttäuschung,  der  Direktion  eine  Pleite  und  mir  Ge- 
nugtuung!  Also?" 


19 


Sii.hdrud  verholen 


Der  seit  altersher  als  haarstärkend  und  belebend  an- 
erkannte Natursaft  der  Birken  bildet  die  Grundlage  für  das 
nach  wissenschaftlicher  Erkenntnis  zusammengestellte 
Dr.  Dralles  B  i  r  k  e  n  -  H  a  a  r  w  a  ss  e  r.  Weltbekannt 
als    unerreichtes    Mittel 

gegen  Kopfschuppen  und  Haarausfall. 


Billie  wußte  nichts  anderes  zu  sagen,  irpmer  wieder:  ,,Bill,  ach, 

ach " 

Bill  sprach  kein  Wort,  bis  Billie  Freude  und  Kummer  hinweg- 
geschwemmt hatte  und  der  Neugier  und  Liebe  Platz  machte. 
Sie  vergaß  alle  Ärgernisse  und  hörte  angespannt  zu,  wie  Bill 
seine  Erlebnisse  erzählte  und  von  seiner  Kletterpartie  an  der 
Feuerleiter  des  Ripope.  Da  fiel  ihr  seine  abgerissene  Kleidung 
zum  erstenmal  auf.  ,,Du  Armer!"  sagte  sie,  ,,Das  soll  alles 
anders  werden!"  Bill  lächelte  insgeheim  und  froh.  Wie  merk- 
würdig das  alles  war!  Billie  hatte  nichts  mehr  von  der  zungen- 
fertigen „großen  Schwester",  sondern  sah  mit  Hochachtung  auf 
den    älteren    Bruder.    Es    erfüllte    siö    behagliche    Ruhe,    und    sie 

wollte,  daß  diese  Stunde  nie 
verging. 

Nun  sprach  sie.  Auch  sie 
hatte  einiges  erlebt;  und 
was  in  den  letzten  Stunden 
vorgefallen  war,  brachte  Bill 
so  sehr  in  Harnisch,  daß  sie 
ihn  bestürmen  mußte,  nicht 
hinauszurennen,  um  den 
Komiker  zu  zermalmen.  Als 
sie  von  Pitt  Erskine  sprach, 
wollte  er  allerlei  wissen  und 
prüfte  sie  wie  ein  Beicht- 
vater. 

Sie  bestand  vor  seiner 
Strenge  und  erstaunte  über 
die  Tatkraft,  mit  welcher 
der  umgewandelte  Bruder 
die  Führung  der  Schicksane 
in  die  Hand  nahm,  so,  als 
wollte  er  sagen,  daß  er  sich 
ab  heute  nie  mehr  von  an- 
deren leiten   lasse. 


Noch  spielte  das  Orchester 
„Publikum"  seine  summende 
Melodie,  begleitet  von 
Klappstuhlknallen  und  Kni- 
stern der  Butterbrotpapiere. 
Tante  Philba  saß  allein  und 
unbehütet  in  der  vordersten 
Parkettreihe;  ihr  Nebenplatz 
war  frei.  Sie  rechnete  be- 
stimmt darauf,  daß  sich  Bill 
im  Verlaufe  der  Vorstellung 
einstellen    würde.      Ob    Pitt 


wohl  im  Theater  war?  Sie 
lugte  durch  ihr  Glas  in  jede 
Loge,  sah  Eleganz  und 
Talmi,  aber  den  Neffen 
fand  sie  nicht.  Wie  sollte 
sie  auch  —  — , 
achtete    nicht   auf    die    Um- 


„Tante    Philba!"    schrie    Pitt    und 
stehenden. 

Ernst  und  ruhig  begrüßte  Frau  Erskine  ihren  Neffen,  um  den 

sich    ansammelnden    Gästen    kein    Schauspiel    zu    geben,    unter- 

„Machen  Sie,  daß  Sie  hinauskommen!" drückte    alle   Gefühle,    die    sie    bewegten,    und    lud    Pitt    ein,    den 


Billie  kauerte  sich  in  einen  Sessel  zusammen  und  schluchzte, 
weinte  ohne  Hemmung  und  Zwang,  war  hilflos  und  ohnmächtig, 
war  so  klein,  so  klein, 

,,Aber,  Billie,  wos  hast  du  denn?"  Mitleidig  klang  die  gute 
Stimme, 

Um  Gottes  willen,  das  war  nicht  möglich  —  das  war  doch  Bill, 
und  und  —  —  ,,Bill!" 

„Ja,  ja,  ich  bin  Bill!" 

,,Ach,  Bill,  das  ist  —  das  ist  — !  Ach,  Bill,  das  ist  wunder- 
schön!   Ach,  Bill! " 


freien  Platz  neben  ihr  einzunehmen. 

Dann  sprach  sie,  leise  und  voller  Gewalt  über  sich,  aber  mit 
Wärme:  „Mein  armer  Junge,  du  hast  wohl  allerlei  durch- 
gemacht, wie?" 

„Tante,  —  —  aber:  du  bist  mir  gar  nicht  böse?  Ich  habe 
mich  doch  schändlich  betragen!" 

Es  wurde  wieder  dunkel  im  Zuschauerraum.  Tante  und  Neffe 
versenkten  sich  in  sich,  achteten  nicht  auf  die  Vorgänge  in^ 
Licht.  Sie  führten  unhörbare  Zwiesprache;  Pitt  war  sehr  ergriffen 


Das  Fräulein  mit  der  Nummerntafel  schwebte  vorüber  und 
kündigte  „Belle  Billie"  an. 

Pitt  schnappte  Luft  und  stöhnte   leise.     Frau  Philba  lächelte. 

Wund  im  ficrzen,  sah  Pitt,  wie  sich  der  Vorhang  teilte  und 
in  den  Scheinwerferstrahl  der  Imitator  trat,  voller  Laune  und 
Temperament;  wie  er  sang,  tanzte  und  das  Publikum  bezauberte, 
heiter  wie  damals  im   ,,Kawkasia". 

Gerade  hatte  der  Künstler  ein  Chanson  beendet  und  dankte 
dem  Beifall,  als  plölzlich  etwas  Merkwürdiges  geschah:  Mit 
großer  Hast  stürzte  der  Komiker  Perseus  Natron,  der  seine  Reime 
doch  schon  zur  Zufriedenheit  einiger  gesprochen  hatte,  an  die 
Rampe  und  ließ  sich  weder  durch  Bühnenarbeiter  noch  durch 
„Belle  Billie"  aufhal- 
ten, ja,  nicht  einmal 
durch  den  fallenden 
Vorhang,  den  er  sieg- 
haft durchbrach;  es 
störte  ihn  ebenso- 
wenig, daß  die  Schein- 
werfer ihr  Licht  aus- 
schalteten. Er  erhob 
seine  Stimme,  garstig 
und  schrill,  und  schrie 
seine  Botschaft  in  das 
wehrlose   Publikum: 

,, Meine   Damen   und 
Herren! 

Ehrlichkeit  und  Wille 
zum  Recht  zwingen 
mich,  so  plötzlich  und 
unerwartet  zu  Ihnen 
zu  sprechen.  Es  ist 
mir  unmöglich,  wei- 
terhin anzusehen,  wie 
durch  Hinterlist  Ihr 
guter  Glaube  verspot- 
tet wird.  Meine  Ge- 
wissenhaftigkeit er- 
laubt mir  nicht,  län- 
ger ein  Geheimnis  zu" 
bewahren,  '  dessen 
Zeuge  ich  durch  einen 
Zufall  wurde."  (An 
dieser  Stelle  drückte 
der  Komödiant  mit 
beiden  Händen  kräf- 
tig seinen  Busen, 
machte  einen  halben 
Schritt  nach  vorwärts 
und  legte  Treue  in 
seinen  Blick,  aber 
niemand  sah  das, 
denn  er  stand  im 
„Dort  hin- 
hinter  dem 
steht  jene 
—  vielleicht 
hat  sie  inzwischen  die 
Gelegenheit  ergriffen, 
sich  davonzumachen 
—  steht  jene  Person, 
sage  ich,  die  Ihr  Ver- 
trauen so  grob  hinter- 
ging und  bis  in  alle  Ewigkeit  hintergangen  hätte,  gäbe  es  Per- 
seus Natron  nicht.  Ich  vernichte  die  freche  Sicherheit  dieser 
Person,  ich  vernichte  sie  in  dieser  Minute,  da  ich  Ihnen,  meine 
Damen  und  Herren,  den  schändlichsten  Betrug  enthülle,  der  seit 
Bestehen  der  Itfternationalen  Artistengemeinschaft  von  einem 
Künstler  verübt  wurde.  , Belle  Billie'  ist  kein  Mann!  Ist  kein 
Damenimitator!  , Belle  Billie'  ist  eine  freche,  schamlose  Weibs- 
person!" 

Kaum  halle  er  geendet,  erhob  sich  eine  Unruhe  im  Publikum, 
,,Pfui!"  schrie  ein  Teil,  ein  anderer  strebte  dem  Ausgang  zu.  Das 
Getöse  wuchs  mit  jeder  Sekunde;  Wutschreie,  Demolierungs- 
wünsche  tönten.  Perseus  Natron  strahlte,  als  er  sah,  was  er  an- 
gerichtet   hatte. 

Mit  gemessener  und  gezirkelter  Kraft  schritt  langsam  der 
Damenimitator,  unberührt  vom  Radau  im  Zuschaucrr.ium,  auf  den 
Komiker  zu,  blieb  stehen,  sah  hin  zum  Publikum,   entledigte  sich 


Dunkel.) 
ter  mir, 
Vorhang, 
Person     - 


IST  VERFILMT 
UNTER  PEM  TITEL 


y^^^  einmal ^f^4^Vem£e^^ 

Mtr   L f  Lf  A  N    +4  A  R.VE  Y  /^ obr  ßv4Upr/ioi££ 


ganz  gemach  der  lästigen  weiblichen  Kleidung,  bis  er  im  Trikot 
stand,  riß  die  Bubikopfperücke  vom  Kopf  und  stellte  sich  zum 
Boxkampf  auf. 

Die  Rufe  der  Masse  verschwammen;  atemlose  Spannung  ver- 
schloß aller  Mund,  und  alle  sahen  regungslos  auf  das,  was  sich 
nun  mit  Blitzeile  begab. 

Ein  Kinnhaken  setzte  den  Komiker  zu  Boden;  und  nocli  ehe 
er  sich  sammelte,  war  er  zum  zweitenmal  niedergestreckt.  Er 
torkelte  auf  ,, Belle  Billie"  zu,  ballte  die  Fäuste,  um  zu  schlagen; 
traute  sich  nicht,  weil  er  glaubte,  ein  Mädchen  vor  sich  zu 
haben  —  das  konnte  doch  gar  nicht  anders  sein.  Und  erst  der 
dritte   Hieb   überzeugte   ihn  von   der   Männlichkeit    des   Imitators. 

Perseus  Natron  war 
k.   o. 

Und  das  Publikum 
tobte.  Hin  und  her 
wogte  die  begeisterte 
Menge.  Bills  Ohren 
füllten  sich  mit  der 
Musik  des  Beifalls, 
und  er  verbeugte  sich 
wieder  und  immer 
wieder.  Man  schien 
dort  unten  zu  glauben, 
die  Sache  mit  dem 
Komiker  sei  abgekar- 
tet und  eine  neue 
Nuance  im  Spiel  des 
Imitators. 

Tante  Philba  begriff 
das  alles  nicht;  vor 
allem  nicht,  daß  Bill 
da  oben  stand  und 
gestanden  hatte.  Nun, 
die  Aufklärung  würde 
ja  nicht  auf  sich  war- 
ten lassen. 

Pitt  für  sein  Teil 
hatte  seine  Ruhe  zu- 
rück. ,, Tante,  du 
kennst  die  ganze  un- 
selige Geschichte;  wir 
werden  fortreisen;  ich 
verspreche  dir,  nie 
mehr  mit  einem  Wort 
davon  zu  reden,  es 
sei  denn,  um  deine 
Güte  zu  erwähnen  — 
also,  ich  möchte  nur 
eins  und  frage  dich 
um  Erlaubnis:  ich  will 
Abschied  nehmen.  Ich 
kenne  Herrn  Amery, 
will  den  großen  Strich 
unter  alles  machen. 
Ja,  Tante?" 

Sie  traten  nun  in 
die  Vorhalle  und  war- 
teten, bis  ein  eingebil- 
deter Uniformierter 
nahte  und  sie  mit  ver- 
ächtlichen Achtungs- 
beweisen  umfächelte, 
nach    dem    Auftreten 


nicht 


kurz 


„Man    soll    die    Künstler 
stören",  bemerkte  er. 

,,Ihre  Umsicht  in  Ehren",  sagte  die  Tante.  ..Melden  Sie  uns 
getrost  und  sagen  Sie,  daß  man  Ihnen  fünfzig  Frank  versprochen 
hat,  wenn  wir  noch  in  der  nächsten  Viertelstunde  den  Künstler 
zu  Gesicht  bekommen!" 

Der  Galonierte  verschwand  mit  der  Geschwindigkeit  eines 
von  sicherer  Hand  geworfenen  Bumcrangs  und  war  genau  so 
rasch   zurück. 

,,Herr  Amery  läßt  bitten,  ich  bitte!" 

Oben  auf  dem  Ruhebett  lag  Billie  und  sah  aus  glänzenden 
Augen,  wie  Bill  vor  dem  Spiegel  mit  Hasenpfote  und  Fett- 
näpfchen die  Schminke  aus  seinem  Gesicht  entfernte. 

Billie  wollte  wissen,  wie  er  gefallen  habe,  was  die  Leute  gesagt 
hätten,  wie  er  sich  auf  der  Bühne  befunden  habe,  was  Be- 
merkenswertes geschehen  sei. 


'% 


■  ^ 


Tausendfaches  interessierte  sie,  und  Bill  referierte  gehorsam; 
während  er  es  noch  tat,  fiel  ihm  in  verständlicher  Sentimentalität 
die  heimliche  Dachstube  ein.  ,,Ach,  Billic",  sagte  tr,  „wfißi 
du  noch?" 

Und  Billie  wußte. 

Aber  im  Augenblick  war  alles  unw'ichtig,  was  nichts  mit  Bills 
Debüt  zu  schaffen  hatte.  Ganz  leise  und  behutsam  schmiegte  sich 
die  Schwester  an  den  Bruder  und  erfuhr  vom  Zwischenfall  mit 
dem  Komiker  auf  der  Bühne, 

Es  pochte.  Billie  verschwand  freuderot  hinter  der  spanischen 
Wand,  und  Bill  ließ  einen  flötenden  Diener  ein,  der  eine  Reilie 
von  Karten  und  Blumen  auf  dem  Sofa  ausbreitete. 

..Woran  wohl  nicht  zu  zweifeln  ist",  sagte  Bill  und  warf 
den  Brief  über  die  spanische  Wand,  damit  auch  die  Schwester 
eine    Zerstreuung    halte. 

Aufgeregt  suchte  er  unter  den  übrigen  Briefen,  Anm.eldezetfcln 
und  Visitenkarlen.  Aber  weder  von  Tante  Philba  noch  von  Pill 
Erskine  fand  sich  ein  Papier  darunter.  Dagegen  andere  Schrei- 
ben.    Beispielsweisi  von  der  Redaktion  des  ,,Lynkeus". 

Wie  der  Blitz  stürzte  Billie  hervor:  ,,Nun,  war  keine  Karte  von 
Pitt   dabei?" 

,,Ncin,    Billie   —   wird   wohl   noch   kommen   — " 

Sehr  zuversichtlich  klang  das  nicht.  Arme  Billie!  Sie  nagte 
an  ihren  Lippen,  holte  kurz  .Atem  und  schluckte,  als  sei  sie  dem 
Ersticken  nahe.     Arme  Billie! 

Kaum  hatte  sie  gesprochen,  als  es  draußen  abermals  klopfte. 
Wieder  eilte  Billie  hinter  den  Paravcnt,  und  wiederum  trat 
ein  Diener  im  Prachtkleide  ein  und  meldete:  ,, Zweie  sind 
draußen!" 

,,Was  ist  das  für  eine  Sprache?"  donncrie  Bill  und  der  Tres- 
senmann zuckle  zusammen: 

,,Eine   Dame   und   ein    jüngerer   Herr!"    ergänzte   er   geknickt. 

..Haben    sie    ihren    Namen    genannt?" 

„Es   sind   Amerikaner.      Erskine   heißen    sie,   sagten   sie." 

,, Laufen  Sie!    Führen  Sie  sie  zu  mir!"   ordnete   Bill   an. 

Die  Augen  Billies  leuchteten  begeistert,  als  sie  aus  dem  Ver- 
steck hervorsprang,  und  sie  spürte  ein  so  gewaltiges  Klopfen  in 
ihrer  Brust,  daß  sie  ihr  Herz  festhalten  mußte  —  es  wäre  ihr 
sonst    davongehüpft. 


,, Billie,  du  mußt  dich  noch  einmal  kurze  Zeit  verbergen;  wir 
wissen  nicht,  was  alles  Frau  Philba  mit  dem  jungen  Mann  be- 
sprochen hat,  und  wollen  eine  Überraschung  nicht  zu  plötzlich 
wirken    lassen." 

Als  es  draußen  pochte,  saß  Billie  schon  wieder  hinler  dem 
Wandschirm,  spähte  durch  einen  Spalt  und  zerrte  an  ihren  Fin- 
gern,   daß   sie   in    den   Gelenken   knackten.   —  — 

Pitt  kam  aus  dem  Staunen  nicht  heraus.  Welche  Veränderung 
war  mit  der  Tante  vorgegangen!  Mit  welcher  Sicherheil  bewegte 
sie  sich  hinter  den  Kulissen  einer  Bühne,  sie,  die  zwar  Oper  und 
Schauspiel  gern  besuchte,  aber  doch  nie  daran  gedacht  halle, 
das  Theater  anders  als  vom  Orchester-Fauleuil  aus  zu  belrachten. 
Verehrung  und  Anbetung  der  Darsteller  waren  ihr  fremd;  nach 
dem  letzten  Aktschluß  gehörte  es  zu  ihren  Gepflogenheiten,  im 
besten  Restaurant  der  Stadt  vorzüglich  zu  speisen,  kleine  kriti- 
sche Bemerkungen,  wie  ,,Ganz  nett,  sehr  hübsch,  recht  anständig", 
zu  machen,  im  übrigen  aber  ihre  Aufmerksamkeit  auf  Dinge  well- 
licher Art  zu  spannen. 

Und  nun?  Schien  es  nicht,  als  sei  die  Tante  in  den  Gängen 
und   Korridoren   des    Bühnenhauses   daheim? 

Was  mochte  sie  bei  dem  Damenimitalor  wollen?  Pitt  durch- 
strömten so  vielfältige  Überlegungen,  daß  er  zunächst  gar  nicht 
auf  die  Lösung  kam,  die  Tante  zu  fragen.  Als  er  dann  endlich 
begriff,  daß  auch  dieser  Weg  eine  neue  Regung  zärtlicher  An- 
teilnahme war,  da  war  er  so  überwältigt,  daß  er  sich  eine  Ziga- 
rette  anzündele. 

Mit  unheimlicher  Geschwindigkeit  stampfte  ein  Feuerwehrmann 
heran  —  es  war  der  gleiche,  der  die  unschuldige  Ursache  des 
Zweikampfes  Billie  contra  Natron  abgegeben  halte  —  und  schrie: 

,,Sie  —  das  geht  hier  nicht!  Rauchen  gehl  hier  nicht!  Ich 
muß    Sie    feststellen;    ist    doch    unglaublich!" 

,,lch  bitte  um  Verzeihung  —  ich  wußte  das  nicht!"  sagte  Pitt. 

,, Unkenntnis  schützt  nicht  vor  Sirafc.  Geben  Sie  Ihre  Ziga- 
rette  her!" 

Pitt  übergab  sie  ihm  und  noch  drei  andere,  die  letzten,  die  er 
bei  sich  trug;  und  der  Feuerlöscher  achtele  sorgsam  darauf,  daß 
kein  Funke  auf  den  Boden  fiel,  ließ  den  Tabak  weilerglimmen 
und  rauchte  mit  Behagen  die  Zigarette  zu  Ende,  als  die  Erskines 
urn    die    nächste    Gangeckc    tScboöcn    uaren. 


Aus  den  neuesten  Tonfilmen 

die  schön»ien  Melodien   ekXJf  Odeon^-   und   P£krlopl\on''Pl£»fleil! 


M[£kcl>^  Ct\risti£ins 

«in^t  aus 

„Dich    hah"    ich    jje lieht" 

den  <{lfiihnanii}>cn  Sdilaper 
C>roße      Orchcstcrbegleitung 

lifst.'Nr.  H  12104 


^Willi  Fritscli  »ingt  aus  „,\tfloaie  des 

Bin  kein   Kaiipnnanii,  bin  kein  tjroÜes  Tier 
Sit'hj'ii  .Sit-rnr  hat   »irr  ••roße  Bär 

Jancsi  BalogK  XiQeuner-Orchesler 

C  z  a  r  d  a  s  [)  c>  f  |)  o  11  r  r  I 

llciK   komm   lili  zu  dir,  mein   Mädel 

mit  si'intMii  Orc-hcsti-i-  vom  Hiitcl  Ksplanade 

Bin  kein  I  lauplniaiin.  hin  kcingrolScsrier.  Foxtrott  Besl.-\i  .B12I1(H 

ODEON  u.  PARLOPHON 

Die    ,M  u  s  i  k  p  I  a  (  (  e  11    von    besonderer 
K  (*  i  n  h  e  i  t    und    Seh  ö  n  h  e  i  t    d  e  s    T  o  n  s  ! 


Odccm-  und  l'ail<«i>t"'n  - Aliisik))l.il(rii  iiiul  Ap- 
paralr  sind  crh.illlidi:  Oili-on -Aliisik  -  Hiius 
G.  ni.l)  H,  Berlin  W.S,  l.<-i|)ilg<T  Sli.  im  /  Pai- 
lophon  -  ll.ius,  Herlln  N\>'  7.  Iiirilriilislr.  Ql  / 
Coliinilii.iTMiisik-M.itis,  Kfi-tiii  \\  15.  Kurlürslcn- 
il.uiiin  20  /  K.  Kühlt-.  Miislkh.tiiili-I  C  in.  b.  )!.. 
Iterlin  S  42,  OiMiiii'nsIr. 04, siih.iii  jed  ;>iilt'ii  I  <idi- 
jjcMiiäli.     Musik. i|i|>.ir.<ti-  .ludi  iuif   l'cil/alilun^! 

Carl    L  i  n  <l  s  I  r  <>  ni    A.  -  C..    B  <■  r  I  i  n    S  ()  36 


Je  näher  Tante  und  Neffe  der  Garderobenlür  kamen,  zu  der 
sie  der  Logenschließer  führte,  desto  unruhiger  wurde  Pitt.  Er 
fülilte  eine  Glut  in  sich,  und  obwohl  es  ganz  still  um  ihn  war, 
hörte  er  tiefe,  harte  Glockenschläge  in  seinem  Inneren,  die  in 
einem    schmerzenden    Erzittern    dahinstarben. 

Die  Tante   trat   als  erste   ein. 

Bill  hatte  sich  einen  Morgenmantel  umgeworfen  und  stand 
höchst  malerisch  zwischen  Schminktöpfen  und  Lorbeerkränzen 
mit    der    Miene   eines    Feldherrn, 

Er  machte  eine  gravitätische  Verneigung  vor  der  schmunzeln- 
den Tante,  die  ihre  Äuglein  hurtig  im  Zimmer  umherschickte, 
wo  sie  er'^taunlicherweise   Billies  Schwester  nicht   fanden. 

,, Guten  Abend,  gnädige  Frau",  sagte   Bill. 

Pill,  der  die  Begrüßung  nicht  ganz  verstand  —  denn  woher 
sollte  wohl  die  Tante  den  Künstler  kennncn?  — ,  trat  nun  auch 
vor  und  beglückwünschte  Bill.  Jetzt  geschah  es,  daß  die  Hitze 
aus  Pills  Herz  verschwand  und  er  nichts  mehr  fühlte,  was 
ihn   damals  in  der  Bobby-Bar  so  verwirrt   hatte. 

„Wie  ist  CS   Ihnen  seitdem  ergangen?"  fragte  er  Bill. 

„Oh,  ich  danke  Ihnen",  sagte  Bill. 

Tante  Philba  hatte  sich  indessen  niedergesetzt  und  fühlte  sich 
als  Zuschauerin  bei  einem  Lustspiel,  das  ihr  aufrichtigen  Spaß 
machte. 

,,lch  sehe,   Sie   kennen   meine  Tante",   nahm  Pitt   wieder  auf. 

„In  der  Tat,  ich  kenne  sie",  bestätigte  Bill  und  gab  sich  seiner- 
seits keine  Mühe,  das  Gespräch  flüssiger  zu  gestalten. 

„Wahrhaftig,  wir  kennen  uns",  pflichtela  auch  die  Tante  bei. 

,,Ja,   ja",  begann  Pitt  wieder. 

,,Wie   meinen   Sie?"    fragte   Bill. 

,,Sie  sind  vielleicht  verwundert,  daß  wir  Sie  aufgesucht  haben, 
Herr  Amery    — " 
■  ,,Aber  keineswegs",  wies  der  mit  bescheidenem  Stolz  zurück. 

,,Es  hat  einen  Beweggrund:  Morgen,  am  Nachmittag,  reisen 
wir  nach  Dallas  zurück.  Da  wir  nun  heute  im  Theater  waren 
und  ich  von  Ihren  Leistungen  den  stärksten  Eindruck  nach 
Amerika  mitnehme,  so  dachte  ich,  es  sei  gut,  Ihnen  zum  Ab- 
schied meinen  Dank  und  gute  Wünsche  zu  sagen."  Ganz  ernst 
und    feierlich    hatte    er   gesprochen. 

Und  Bill  fühlte,  daß  es  an  der  Zeit  war,  zu  enthüllen.  Er 
ahnte,  daß  die  unsichtbare  Billie  auf  glühenden  Kohlen  saß, 
und  gab  das  Zeichen,  den  Vorhang  zum  letzten  'Akt  unserer  Ge- 
schichte  aufzuziehen. 

,,Herr  Erskine",  sagte  er,  „ich  muß  Ihnen  ein  Geständnis 
machen.  Ich  habe  mit  Ihrer  Tante  gesprochen  und  weiß,  was 
Sie  seit  langem  bewegt  und   Sie  auch   jetzt  noch  traurig  macht." 

Bleich  sah  Pitt  zur  Tante  hinüber.  Doch  noch  ehe  er  pfui 
sagen   konnte,   stürzte   ihn   Bill  in   neue   Verblüffung. 


,, Denken  Sie  nicht  schlimm  von  Ihrer  Tante!  Sie  ist  die  liebens- 
werteste Frau  der  Welt.  Und  nun  hören  Sie  zu:  Sie  glauben, 
n-ich  zu  kennen.  Das  ist  ein  Irrtum.  Wir  sehen  uns  beide 
jetzt    zum    ersten   Male." 

,Was    denn?    Was   denn?"    fragte   Pitt. 

Theatralisch  rollte  Bill  mit  seinen  Augen,  stellte  sich  vor 
den  Wandschirm   und   sagte: 

„Den  Sie  damals  in  der  Jolly-Bar,  oder  wie  das  Trinkhaus 
heißt,    trafen,    war  nicht    ich,   war   meine   Schwester:    Billie!" 

Klatsch!  fiel  der  Paravent  um,  und  von  Schamröte  erfüllt 
wurde  Billie  sichtbar,  die  sich  in  ihrer  Verborgenheit  das 
Kleidchen  angetan  hatte,  mit  dem  sie  ihren  größten  Beifall 
auf    der   Bühne   einzuheimsen   pflegte. 

„Hei,  wie  appetitlich!"  sagte  Tante  Erskine  und  merkte,  daß 
in    ihr    heiratsvermiltelnde    Gefühle   emporkeimten. 

Pitt  war  von  ähnlicher  Sprachlosigkeit  gehemmt  wie  Billie. 
Die  Abenteuer  der  letzten  Monate,  die  Ängste  und  Nöte  und 
nun  diese  letzte  Überraschung  ließen  ihn  taumeln.  Er  stützte 
sich  schv/ankend  auf  irgendeinen  Gegenstand,  merkte  nicht, 
daß  er  in  einen  Napf  fetter  Schminke  gegriffen,  und  starrte 
Billie   wie   einen   Traumgeist   an. 

Billie  faßte  sich  schneller,  weil  sie  vorbereitet  war.  Zwar 
war  auch  sie  zu  sehr  erfüllt  von  den  Schwingungen  des  Herzens, 
um  Frau  Philba  würdig  zu  begrüßen,  aber  sie  fand  sich  zurechl 
und  lief  auf  Pitt  zu  und  strich  mit  ihren  Fingerchen  ganz  sanft 
über  sein  Haar. 

,,Mcin  guter  Kerl!"  sagle  sie  und  schnitt  solcherart  von  vorn- 
herein die  Möglichkeit  ab,  durch  unsinnige  Hemmung  erst  all- 
mählich  Vertrautheit    entstehen   zu   lassen. 

„Mein  lieber,  guter  Kerl!"  sagte  sie  abermals,  und  Pitt  er- 
wachte. Die  Flügel  des  Glücks  trugen  ihn  und  Billie  dorthin, 
wo  alles  war,  was  Pitt  in  banger  Zeit  erträumt,  aber  nicht  er- 
hofft hatte.  Beide  merkten  wohl  nicht,  daß  sie  engumschlungen 
aus  glücklichen  Augen  in  glückliche  Augen  Wonne  und  Ruhe 
senkten.  Beide  merkten  wohl  nicht,  daß  sie  nicht  allein  waren. 
Beide  merkten  wohl  nicht,  wie  sich  ihre  Lippen  zum  ersten  Male 
fanden. 

„Amen!"   sagte   Tante    Philba. 

Pitt  und  Billie  schraken  zusammen. 

Es  brauchte  einige  Minuten,  bis  sie  mit  den  Füßen  wieder  auf 
dem  Erdboden  standen.  Und  nun  erfolgte  die  offizielle  Vor- 
stellung von   Schwiegernichte  und  Schwiegertante. 

Jetzt  überstürzten  sich  die  drei  Wissenden,  dem  ahnungslosen 
Pitt  alle  Aufklärung  zu  geben,  bis  er  wußte,  wie  die  mysteriösen 
Wandlungen   der  Geschwister  Amery  zu   deuten   waren. 

Es  wurde  ein  schöner  Abend. 

Ende 


SCHACC'PCATTE.N 


INSTRUMENTALMUSIK 

Tiellandphanlasie,   von   Eiitjoii    (VAllKTf.     r;fs|>ielt    vom    Sinfoiiic-Orclicster 
unter    Hr.    Woiliiii.'Uin. 
Die    scliüiiston,    iiopiiliirstcn    Mviodirn    zu    riiirm    reichen,    kinngvolleii 
straiiU    7.n!-:iiiinu-ni;t'l>iinden.     Mitglieder   der   .Staatskapelle   spielen    mit    ge- 
wohnter   Feinheit    lind    Kvinlieit  unter  dem  gewandten  populären  Dirigenten. 

Udfon  6714. 
Hisloriscbe  Märsche  ans  Mittelalter  liis  19.  Jahrhundert.  Miislkkorps  1.  u. 
II.  Uatl.  9.  Inf. -Heg.  unter  Leitung  von  l'rof.  Hackenherger. 
Drei  aiiUenirdentlieh  wertvolle  Platten,  die  die  Entwicklung  des  Mili- 
tärni.-irsehes  illuittrieren.  Aus  dem  Mittelaller  klingen  sehen  ganz  mo- 
derne Rhythmen  an.  Das  seehzelinte  .Jahrhundert  bringt  schon  fast  den 
;;leieli.'n   Avanciermarseh  wie   der   Weltkrieg. 

Der  ..Torgauer"  erinnert  an  sein  ehrwürdiges  Alter  von  mehr  als  drei- 
hundert .fahren.  Es  erklingen  die  Märsche,  die  den  ,.Kridericns"-Film 
lebendig    maehten. 

Aus  dem  aelilzehiiten  .lahrhundert  ist  eigentlich  nur  der  sogen. 
..Hühenfriedberger  .M.irsch"'  und  der  I'ariser  Einzugsmarseh  p<)pnliir  ge- 
blieben,   der   seliiin   ins    neunzebnti;   .fabrhiindert    überleitet. 

Hier  finden  wir  bekannte  l'anideniärsche  der  letzten  Friedensjahre, 
bis   dann    im    l.oewesehen   ..Fridericus""   das   Ganze  ausklingt. 

Die  Wiedergabe  ist  mnsikaliseh  interessant  und  exakt.  Ein  Beweis, 
daü   aneli    Militärmnsik   künstleriseh   'Werlvolles   selmfft. 

Homoeord   t<789/91. 

Marscblied   aus   „Drei   Musketiere",   von   Kiesenfeld    und   Uenatzki. 
Schöner  GikoIo.     Taugolied   von   I..   C'assuci.    Text   von   Krammer.    Gespielt 
von    Marek   Weber,   mit   Kefr.ningesang. 


Zwei  populäre  Schlager  der  lelzien  Monate.  Der  flot'e.  melodiöse 
Marsch  ans  den  ..Drei  Musketieren"  und  der  liebenswürdige  Tango,  der 
jetzt  die  Tanzbars  und  Dielen  beherrseht.  Glänzend,  wie  immer,  gespielt 
von  Marek  Weber,  der  nicht  nur  selbst  als  Solist  hervorlrill.  sondern 
auch    für    sympathischen    Refraingesang    sorgt.  Elektrola    i:>J3. 

VOKALMUSIK 
Zwei  WaKner-Lieder,  gesungen  von  I.olte  Lehmann.  Mit  Orchester  unter 
Leitung  von  Dr.  WeiUmann. 
Schon  ein  Ven'ienst,  Richard  Wagner  als  Liederkomponisten  populär 
zu  machen.  Ein  Versuch,  der  sicher  gelingt,  weil  die  ausgezeichnet« 
Sängerin,  glänzend  disponiert,  sich  zwei  wirksame  Stückchen  auswählte, 
dif   das   Orchester  —  Mitglieder  dtr  St:intskapolle   —    virtuos   bcgUitet. 

Odeon    ()— 1812. 

Das  Land  des  Lächelns,   von   Franz  Leh:ir.  „Dein   ist    mein   ganzes  Herz" 

und    ,. Immer    nur    lächeln".      Gesungen    von   Franz   Völker    (Tenor) 

mit   Orchester. 

Zwei  |u>puläre  Songs  aus  der  neuen   Lehär-Oiierette.   vtui  Franz  A'ölker 

elegant    und    liebenswürdig    gesungen.     Eine    l'latte.    die    sieher    gern    in 

jedes    Operellenrepertoire    aufgenommen    wird.      Interessant    ein    Vergleieh 

mit    Tauber.  Grammophon    22760. 

Es  war  einmal  ein   treuer  Husar.    Marsch   von  Frantzen, 

Waldeslust,    Volkslied,     Gesungen    von    .Vugusf   Balzem,    mit   Orchester. 

Zwei  Volkslieder.  Nett  gesungen  und  mit  einfachen,  schlichten,  aber 
wirks;iinen  Harmonien  begleitet.  Besoii  lers  für  die.  denen  ganz  po|>uläre 
.Musik   mehr   sagt   als   Klassiker.  Grammophon   22S.-.R. 


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kurfür>tendamm  l.l 


FRAGEN 


die  uns  erre TchterL 


y 


Antragen    erbitten  wir    an    die  Redaktion    des    ,,F  i  1  m -M  a  g  a  z  i  n  ".      Berlin    SW  68,     Zimmerstraße    35 — 44 
Scherlverlai;.    Antwort  erfoIfSt  nur  im  „Film-Magazin".     Die  Einsendung  von  Rückporto  hat   also  keinen  Zweck 


i 


An  viele:  Anonyme  Itriefc  werden  nicht  beantwortet.  Bei  Manu- 
skriptangeloKenliolten  bitten  wir  folKOndes  zu  beachten:  Jeder  Anfrage  ist 
lUiokporto  bei7.ufii;;cn.  .Icde  KlM.<iendung  eines  Manuskripts  zur  Prüfung 
ist  zwecklos,  nur  Exposes  im  Umfange  von  2—3  Schreibmaschinenseiten 
«lud  zur  Ein.senduiig  an  die  Filmindustrie.  Kegisseure  usw.  geeignet.  Für 
Verlust  der  eingesaiulten  Manuskripte  kann  keine  Verantwortung  über- 
nommen worden,  also  soll  der  Verfasser  nur  Durchschläge  senden,  von 
li.-iiidgescIiricbi'noM    iSi-iidungcn   (leserlich)    eine    Abschrift   zurückbehalten. 


dem    lielrelfeiid  Ml 
\  ernicrUl. 


Frieda    F.,    Leipzig:     Her    X.imo    des    lJ.Mstelli-r>    .lus 
Mix-l'ilm    i>l    .nif    liem    l'ersiincnviT/.ciclinis    li'ider    Mhlil 

Gertrud  R.,  Berlin:  l>.is  (^.uii- 
liai  'rolii.ics-Hucli  crli.iltCM  Sic 
MiixTcs  Wis.-ens  iliirili  cirii  M;i\ 
Mattisson-ViMlaf;.  Ifcrliii  SW  CS. 
^iII(•r^I^alie    71. 

Ernst  N.,  Berlin  -  SchöneberK: 
(icrda  M.iurii-  tränt  ilircii  ricli- 
ti'lfii  N.imeii  und  «dliiit  Jterlin- 
.sicglil/,,     Thor«  alil-i'iisiralie     J.'i. 

Filmfreundin    Anny    aus    Köln: 

\Vill>  Fritscli  gilil  AutOKr.iiiuue. 
Kl  .'irlii'iti'i  aii^i'Mlilii'klicIi  in 
.\i-uli;ihclslii'r|;  au  d'r  IIa  -  'rmi- 
lilm-t  ipiTi'tti'  ..l.ii'lies«  ,il/.(T  ■.  — 
.M.idy  (lirisii.ins  ist  mit  llr.  von 
.Müller  vi-rlicir.ilel,  —  .Mit  Kii- 
ricc)    Uciifer. 

W.  F.,  München:  l>.r  lel/lo 
Film  mit  Ni>ritia  T.'ilm.idKc  liieli 
,,|)if  Stiiiiite  (li-r  F.iitM-liciduiiu". 
Hie  Küii-'llcriii  wird  \<iraussi(lil- 
liili  noch  111  dieser  .Siiielzeil  mit 
eiiu'iii  ni'iieu  Film  crsihi'ineii. 
Sic  ist  .St.ir  der  luited  Arlists. 
\\  unle  in  Xiag:ira  Falls  gobo- 
n-ii.  l);is  Alter  der  Filmstars 
rtird  voll  uns  .ni*  rriiizip  iiiehl 
MToflrntliilit. 

Desiderico      M.-D.,       München; 

Käthe     von    .Nagy      »idiiit     Hcrliii 

\V.    l'rager   Sir.ilje    I. 
Traute      H.:      It.imoii      Nov.irro 

bleilit        sellisU  ersl.iiulliih        beim 

Kilm.    —    Die    (irüUe    sind    :in    dii- 

ven.i  nuten       Stars       ;(iisgfri(litet, 

elieiisd     h.ilM'n      wir     sie     ;iii     die 

.\ulo';r.iiiime      erinni-rt.     --     Nils 

.\-tlier     ist    .-im    sichersten    diircli 

.Metlii-Ciild»  .\  ll-M;iyer.  Clllvel  - 

Cil.x.    Kai..    l'SA.,    erreiehbar. 

Jli<-      belieft \r     Holle     in    ..Der 

«ii.if    von    -Monte    Christo-    spielte 

l'ierre    Hatihefl.    —    Fred    Tliom- 

seii     ist     am     i'l.      Dezember     liljs 

.111    den     Folgen    eiiii'r  <;.i  lIiMistei  n- 

oper.ilion    f;esIorbeii. 
Schnucky     B.,     Cleve:      Kiirico 

Heuler    i^l    iliireb    die    tf:i.    Herliii 

SW    Kh.        KochstralJe       (i-.s,        .\i|s 

.\slbei       ilMreli      dii-      .\lelro-(;oM- 

w.\  n-.M.i><>i-Stmllr)>.     (■iilMr-(il>  . 

K:il..    ISA..    /M   ericiclien.    Iteiifei 

ist    p.issionierter   Spnrtsm.iiin    iiinl 

Itlu iiliebb.ilier.     Fr    spielte    bis 

jeizl     in     ..Die     ('.iriiieii     von     Si.- 

I'.iuli  ■,      ..Die      Flmht      vor      der 

l.iebf'.  ..Die.Sclimii(;o|(.rbr;iul  von 

M.illoic.i  ■.   ..Der   Hund   der   Drei- 
Margarete   R.,    Berlin:    Hr.  K.il- 

bns    \\  oliiit  Herlin-Sii.^ljlz,    Sdiiin- 

b.in^iM    str.ilJc    17. 

Valentin  V.  G.,    Litauen:    t  »l-a  Tsebc.ln.«  as    Aiis.hrill    ist    Kerliii  \\V  ,S7. 

Mop-toikslialJi'    jn.     si,.    j,,    ,.,„,.11    ,,„    i.,,i„,„    niil.esebreiblieh    nett. 

,..,   '''«nfreundin     Erna    aus    Kaunas:     Die    bekanntesten     K.imon     Nin.irro- 

1  ilme     siml     ,.Hen     Hur'.     ..Heu     Ali  •.     ..Alt-Heid.'lberg'.     ..Verleiimdnn--. 

..Der    Forst    der    Abenteurer-.    ..Pflicbi    und     l.iel ..Die    Daim-    hinterin 

\orliang-.      —     (iret.-i    (;:;rbo    und    F.inil     .l.-inniiiKs    geben    .\.utogr:imme.    — 

l'byllis    H.-ivers    lichtiger    \;ii.ie    ist     IMiylMs    Scein:inii.      Die    Künstlerin    ist 

am     besten     diircb     dl.-     Melro-tioldw  y  n-.M.ty.-r-Stmlins.     t  nlver-t  ily.     K:ili- 

fmiuen.     l'SA..     /n    eir.-iiben.       \:ini.\     CirolU    richtiger    X.-iine    ist    Xanev 

l..-ibiff. 

Lya  Mara-Verehrer:  Aelti-re  Filme  tnil  I.ya  Mar.»  (;uilJer  den  gen.iir.i- 
ten)  sind  ..Die  Mädel  \„n  Cinri  -.  ..An  der  si-liönen  bliiien  Don.-in--.  ..D.-ts 
tanzende  Wien  -.  ..Die  l.iihemli-  Crille-.  ..Aus  di<m  Tigibmh  der  Faiinv 
l-.RIler-.  .\eltere  Filme  mit  tinst.iv  Früblieh  sind  ..Mc!r<ipolls--,  ...Ingend- 
r:iiiseli--.  ..Sclmerc  .liingen,  leichte  Mäilrhen-.  .\elteri'  Filme  mit  W.-ilti-r 
Kill.-i:  ..Doiin.i  .liiaii:i--.  ..Dürfen  wir  sebweigen'/--.  ..Der  I{:iiib  der  s.ibiin'- 
I  innen-.  ..l'rinzessin  (»l.il.r-.  -  l.j.i  M.ir.i  belimlel  sirb  noch  immer  in 
\merik.i. 

Gert    B.,    Marburg:    Der    Itom.-ui    ..Die    Fi.iii    im    Mom|-'    isl    im    s,lii.rl 
\eil,ig    erschienen     nnil     Unstet     -      niil     1(1    'rietdiuekliilderii    .-ins    (lein    F'rilx 
J..-ing-Filin    —     :,     .Mark.       F.iin-     kliiii4>     .Viisn.ibe     eili;illen     Sic     zu    -J     .M:irk. 
I'iisere»    \\  i>seiis    gibi    es    .im-li    -rlum    Karten    .ins    diesem     Film. 


o/e  fordern 

^^^^^^^T        einen  widerstandsfähigen 
Staubsauger  mit  hoher  Reini- 
gungsleistiuig,  gleich  stark  bei 
^Teppichen,  Fußhötlen,  Möbehi 
luul  Wänden,  mit  langer  Lebens- 
dauer, ruhigem  Lauf,  Feinstaub- 
luul  Bakterienfilterung  sowie  mit 
;eräimiigem    Slaubbehälter.    Alle 
Jiese  berechtigten  Forderungen  er- 
tiillt  der 

PROTOS -STAUBSAUGER 


1.   Preis   ilcr   neLits>.'lu'ii    L.iiul- 

vv  irtschalts  ■  Gcsolls^-liafl.  -  Soii- 

iicnstonipel    uiul   \'DE-ZeK-lion. 


Käthe  Seh.,  Hamburg:  Italpli  (':ine\ -Siu.-irl  Webbs  wobnt  in  ll.'imbnrg. 
F.rik.istr.iUe    Uli.      V.r   gibt    .Viitogramme. 

Elsa  B.,  Berlin:  Frnst  Kiickert  gibt  .Viilogr.imme  iiinl  wohnt  Iterlin 
s\\'.  Il.'illesi'be  .str;iüe  l.'i.  W.inn  er  wieder  filmen  wird.  «  isscii  wir 
leider    .iiieli    nirbl. 

Douglas  Fairbanks-Freund:  Doiigl.is  F:ilrb.'iiiks  li.it  seine  Kesllziing 
in  He\  erly-Hills.  Hollywood.  Kai..  FS.\.  Kr  isl  mit  -Mary  l'i(-kforil  ver- 
lieir:itet.  gilit  .\utogr;iinme  und  ist  auch  im  Leben  unbesehreililicb  nett. 
Lotty  H.,  Steglitz:  tiusi.iv  Dietil  wohnt  Herliii  W,  Kegensbiirgcr 
SlraUi"  ivs.  bei  .Schleiisener.  Er  kam  \(iii  der  Spre(-bliiihne  zum  I"llni. 
ruverbeir;itei.  (übt  .\iitogranime.  Dielil  spielte  .-iiieb  noch  in  den  Filmen 
...M'wege-    iiml    ..Die    liücbse    der    Pamlora-. 

„Sprengbagger    1011":    Ilse  Sto- 
_  lir.-iwa    wol'iit    Herlin    \\  .    Ascliaf- 

fenburger  .Str.iü"  (!.  Sie  gibt 
Aiitogi-amme.  In  den  i'apii'r- 
b;uidlungeii  finden  Sie  bestimmt 
Hildkarten    di-r    Kiinstli-rin. 

„Tauentzien  -  Breslau":  llenii> 
Porten  hat  ihre  Wohnung  in 
Herlin-D.-ihlem.  P.irkstr.  71.  Sie 
hat   am   7.   .Janu.ir   liebiirtslag. 

Karl  Th.,  Sagan:  ])ic  Hrllisli 
Iniern.itioin'il  li:it  ihre  .'-^tlldiMs  in 
Hertfordshin^  ( Kngl.iml ).  —  Die 
russische  l''ilmgesellscli;ift  Me- 
sehl-abpom  -  Film  li.-ct  ilireii  Sitz 
in  Moskau,  l.i'iiingr.ider  Chaus- 
see II.  Eine  lieU.iniile  fr.inzösi- 
scbe  Firm.-i  ist  Albatnis-\\  enge- 
roff,  -'11  Km-  Forlnny.  P.iiis.  -- 
Von  deiitsehen  ( iesi'llscli.iflen 
nennen  wir  Ihnen  l'f:i.  Herlin 
SW  lls..  KochstnilJe  (IM.  .Vatinii.il, 
Herlin  SAV  I«.  FriedricIistr.ilJe  in. 
Terr:i.  Berlin  SW  (il<,  Koebslr:ilJe 
Nr.  7:1.  Deiitsebes  I.iclitspiel- 
Syndik.-it.  Herlin  SW  is.  F'ridl- 
rich-tratie  L'2."i.  Deiitscbe  l'nivei- 
s,-il.    Herlin    W  J<.    .M.iiiersir.    sj. 

C.  H.,  Coburg:  AVilli:>m  Pow<'ll 
ist  am  besten  dnreli  dii-  P;iv.-i- 
mnunl  -  Famoiis  -  l,:lsk.^  -Simlios. 
Hollywood.  Kalilornieii.  l'X.V.. 
/u  erreichen.  So  viel  uns  be- 
kannt.  ist  er  Amerikaner,  .\ller 
richtig     geraten. 

,,Kascha  Pcraa":  I\an  Petro- 
vicli  h.-itte  vergangenen  Sommer 
mit  seinem  .Viilo  einen  Fnf;ill. 
dem  zwei  .Menschenleben  zum 
Opfer  fielen.  Der  Film  mit  .\lice 
Terry  beilJt  ..Die  drei  l.eiden- 
seb.-iften--.  Sie  h.-iben  rcclil:  Pc- 
trovich  wurde  am  .11.  J)czenibcr 
in  Hud.ipesi  geboren.  J>;is  G.>- 
burtsjahr  geben  wir  aus  Prinziii 
nicht  an.  — ■  ,\ndre  .Mattoni  isl 
sehr  viel  .-in  der  Sprechbübm- 
tätig  und  filmt  d.iher  jetzt  weni- 
ger. Wir  gl.iiibiMi.  d.ilJ  er  eine 
Vorliebe  für  IJeseda  hat.  (ie- 
burtst;ig  li.it  ir  ;im  2i.  Febrii.-ii. 
(iebiirtsort    ist    K:irlsbad. 

Filmfreundin    Edith     aus    Stet- 
tin:    (ieorg    .Mex.imlers     neuester 
Film     lieillt     ..l.iebesw.ilzer-.     — 
Die   Titelrolle    in    der    ..Liebe    de:- 
.leaiine    Xey-     spielte    Fälitb     .le- 
b.-inne.    —    .\lle    F'ilinstars    geben 
.Autogr.-iiniiie.    —     Lilian     H.-irve.\ 
bat    hellblondes.    Elisabeth    Berg- 
iier    tizi.inrotes    Haar. 
Heinz   H.,    Berlin:    M:iy    McAvoy    ist   durch   die    W;irner    Hrolhers-.Stiidios. 
.')S42,    Siinset    Binilev .iril.    Hollywood.    Kai..    L'.S.\..   zu   erreichen.      Die    Künsi- 
lerin    b:it    .-im    s.    September    tiebiirtstag    und    gibt    Autogramme.      Sie    ist    mit 
.Maurice    .1.    Cle.-iry    verheii-,-ilet. 

,, Märzveilchen":  C;irl  Laenimle  ist  vor  einiger  Zeit  wieder  ii;u-b  d-n 
ISA.     zitriiekger<'isl.  Fred     N'iblo      und     (iriffith      leben      in      Hollywood. 

Miirnaii    weilt    .-nif    Tahiti.       Der    Tonfilm    ..S.ing    der    Südsee-    ist    in    Berlin 
noch    iiit-bt    gezeigt    worden. 

Stuart  Webbs-Verehrerin  Erika  M.,  Hannover:  stii.iil  Webbs  (H.-ilpii 
Cjincyi  wohnt  ll.imbiirg.  Krikastr.iUe  l-.'li.  —  Viol.i  C.'irileiis  .\dresse  ist 
Berlin  W.  Bemllerstr.ilJe  17.  Die  Küiisileriii  ist  mit  dem  riissisehei. 
Kegissciir  O/.ep  \  erbeir.ilet.  Ihr  neuester  Film  heiüt  ...Sprengbagger 
liiio--.  —  .M:ircell.i  .\lb.-ini  widint  Herlin-H:ileiisee.  !>aulsborner  Str.  i;:. 
Hans    .Sliiwe    Herliii-H.ileiisee.    I'.iiilsboi  ner    Str;iße    !). 

Horst  K.,  Wanne-Eickel:  Fritz  Kortner  wohnt  Berlin-D;ililein.  Ma\- 
Eytli-Str:iße  .'■.  —  V.ileri.i  Bootliby  hat  ihre  Woliniing  Berlin  W.  Kuf- 
slc  iiier  Straße  2.  bei  Baseli.  Sie  ist  H.-imbiirgerin  lind  hat  :iin  IX.  Oktober 
(lebtirtstag.       fiesebieden.       (übt    .\iitograinnie. 

Magdalene  S.,  Kassel:  Welche  Sch.inspielerinnen  .\nfängerinnen 
Hülincniinlci  riebt  L;ebeii,  können  wir  li-ider  .-iiicli  nicht  s.ageii.  Vielleicht 
ist  es  g.-iiiz  zwcckmänig.  wenn  Sie  sich  einm.il  bei  den  einzelnen  Direk- 
tionen   der    Herliner    Bühnen    d-irübcr    Kat    holen. 


Jol/t  jotlor  l'roios  -  Stauh 
saiiszor  aiK'li  l.ilirliar.  Preis 
des  Falin;estells  7.SO  RM. 


L.  u.  E.,  Schöncberfc:  l.il  D.-inuvci  «uliiit  Ucrliii-Wi'Nicinl.  ArysalU'i-  I, 
1,1111  Dryris  Ki'rliii-I ):ilil(  in.  Scliwciiilwrtcr  .siiaLic  i,'i,  lici  Willii'lm  Jlii-- 
1(1  Ir.     V:iliTi:i      Hl.iiik.i     Hrrliii     NW  HI.     Uiiickoii.illfc     2.        Di«'    tccii.iniilcn 

I  iliiisl.li>    wcnlrii    llirc    Aiit<it>i;ii hmiiscIic    siclicr   i-ifüllrii.   —    Kino    l'iliii- 

il.ii>lclliiiii  l»in:i  Wi'Mi'isliciih  i>l  iiiclit  lii'k.-iiilil.  —  Kn'Mi  mhi  .loid.iii 
ii'iti  :iiit:i-iililii'lili<üi  in  Hriliii  .in  ilrr  S|iicclihiiliiic  ;iiif.  —  Krii-^l  N'i'i- 
cli.-.s    t'iliiit    lli'iUiH;.* 

George  Diiryea-Verehrerin:  tii'oruc  |liir\c.i  wdliiii  in  llollyn uml.  K.il.. 
'.S.X.  Siiii  nriirr  I'ilni  ..IMc  .l.ifid  n.icli  ili-i  Kiliscli;ifl  ■.  i:-l  in  Hcrliii 
iiipili  niilil  si<""''iil  «iinli'H.  Sn\  ii'l  uns  hi'k.iniil.  ist  iliT  KünstliT  Aiin'- 
rik.'ini-r.  -  (ini.i  (!.iili(i>  llinilcr  .Smmi  spielt  in  S\cnsk.i-Kiliiii'ii,  simk- 
linlni.      J>ii'    rilinc    sinil    in    Dcntsclil.iiifl    niicli    nicht    ■■iscliicnrii. 

L.  D.  BamberR:  (iiistl  Stark-tJsictti'nli.ini- 
«iiliiit  HcrIili-tli.irliillfniMir«.  nroyscn- 
sti'.'ilM'  T.  iinil  »nnli-  in  Sti'.iiilMiij;  am 
I.  M:ir/.  «:<'Imii<'ii.  Kf  s|iicllr  liis  jcl/t  In 
..licr  I'ikkold  vom  Ciiliii'iKMi  l.iiwcn  ". 
.K.im|il  iliT  Trili.i".  ..Hir  l{;tnlicili.inilc'. 
..I'r.'iii  im  Miiiiil".  Kililkarton  xiti  (iiisti 
st.irk-tisIrlti'iili.iMr  rrlialti'ii  Sir  in  ji-ilci 
:;r<ilJi'U  l'.i|iiiTli:iiiilliiii;;  iiiiil  ji't/.l  im  Wf- 
naiss.mrr- Tlii'atcT. 

A.  V.  M.,  Danzig:  l'at  iiml  l'.-itaclion 
»inil  anL^cnlilicklirli  in  ili'ii  Illstici'-.sJtnilios. 
Ili'isfiirilsliirc.  Kn^laml.  tati«.  Hur  l'ii\.it- 
wolinniii;  li.ilii'ii  Sic  in  KcipciliaKcn.  I'.it 
liciUt  t'arl  Srlicnström.  l'.itaclinns  licliti- 
licr      Name      ist      ll.iialil      Macls.'n.         Meide 

sprcdicn     llicIJ I     Keiitscli.        Ihre    1-iimc 

»niili'ii  .-iMc  N  »n  der  daiiiseheii  rilmjicsell- 
scli.ilt  l'.ill.iiiiiini  licifiestellt.  Ihre  lickanii- 
Icsteii  .Sinckc  sind  ..Tat  und  r.it.ichiiii  .uil 
hidicr  See-.  ..l'.it  iinil  ratachmi  im  Air- 
Kiis".  ..I>iin  (inijiitc-,  ..l-.ii  und  I'.iI.h  Imn 
.als  l'ilmlicldcn-.  ..l'at  und  l'.it.ichmi  .ml 
dem  l'iih  crfalj-.  ..I'al  nnil  l'al.icliiiii  .i|s 
K.iniiili.ili'n'.  ihr  iieiiester  I'ilni:  ..l'.it  und 
l'.'il.icliiiii    .Uli     dem    K.'ikcteniimi'iliiis'  . 

Hermann  R.,  Anklani:  Die  MildK.iitcn 
;;elu'n  Ihnen  /.ii.  sii|,..i|,|  «h  die  .\iitii- 
^raninie  heU.iiiiini'ii  h.iln'ii.  Wir  li.ihcn  die 
Kiinsller     licrcits     erinnert. 

Juta  Z.,  Charloltenbure:  i;iii  Scli.anspie- 
ler  ll.irald  Ueiider  ist  uns  nicht  hck.iniit. 
Vielleicht  meiin'n  Sii>  lleiir,\  Heiider.  der 
iici  der  S|irecliliiiliiie  und  heim  I'ilni  ist.' 
i;i  hi-ilJt  eigentlich  Iter;^-  und  hat  im  Her- 
liner    \\  estin    ein    Kiiiistlerhdi.il    eriitl'nel. 

Herbert  J.,  Dresden:  Wenn  sie  l'ilm- 
schaiispicIiT  «erden  «ollen,  so  ist  es  .im 
i.its.iMisliMi.  ~iih  iinmiltelli.ir  :in  die  Tilni 
;;esellsrh,ilten  zu  «enden.  Zunächst  müs- 
sen Sie  Hill'  Milder  zur  rriifnii«  cinsi'n- 
deli.  D.is  weitere  «  ird  siih  d.iiin  rindcii. 
Kiiii^e  Adressen:  Ita.  Merlin  SW  iis.  Koch- 
s|r.il.;e  (1— N.  N.itioiial.  Merlin  S\V  IH. 
l'riedricIistr.ilJe  in.  'I'err.i.  Merlin  SW  hh. 
Ki.chstr.ilie  7:i.  \;if.i.  Merlin  S«  is.  I'ried- 
rii'hstr.aCc  -ii':,.  I)eiitsel,e  liii\  ers.il.  Merlin 
W"  H.    .MaiierMr.ilie    s:;. 

Emma    P.,   Allona:    Willielm    Jtielcrle-    le   Adresse   i.st    IJerlin-D.ililcin. 

Scli«eiiifiirler    S|i;,|.;,.    :;,-,, 

Robin  Irvin-Verehrerin,  Hannover:  Ifohin  Irviiis  Ailiesse  ist  {.nndo^ 
\\  .  Ilenini.ii  Street,  ri.idesseliih.  Aller  richlis  -eraK  n.  —  Marlene 
Dietrich  «ohni  Merlin  W.  K.iiser.illce  ,'.(.  Sie  «nrde  ani  27.  Dezeinher  in 
Mi'llin     uel.iren. 

AI  Jolson-Vcrehrerin:  \l  .lolson  « nrde  in  .St.  l'elershnrj;  als  Scditi 
i-ines  K.inior-  ^eli.iieii.  Ki  i-t  mit  Knhy  Kc-eler  vcrlieiralct  und  am 
sicheisieii     durch     die     \\  .iriiei      Miotlieis     Studios.    ,-i.s|l>.     Siiiiset     MoiilcN.iid 

Hol!.*" I.    K.il..    Ina..    7.11    4'rreiclieii. 

Paul  K  ,  Mainz:  Senden  sie  Ihr  M.iniiskripl  in  l'oiin  eines  kurzen 
'••\|"ises     ei al     ,111     die      V.il.i.      M.-rlin     SW    tis.     I'iiedrichstr.ilie     ili'.'i,     od.'i 

111  ilii'  Kichhcin-I'ilin.  Berlin  SW  (s.  I'riedriclis|r.il.le  171.  Meide  l'irmen 
^lellcn    in    «■isier    Linie    l.n-lspiele    her. 


Juliane  B.,  Halle:  Henry  Hender  «ohnl  Merlin  -  t  liarlntienhiir^. 
Schliiterslr/itie    IK. 

Hilda-Maria,  Zürich;  Leider  iiiiis.si-ii  wir  Ihnen  .sa^eii.  ilaU  Werner 
rittsch:iii  nicht  mehr  unter  den  Leheinlen  it*!.  Kr  kam  um  2«.  Oktober 
lüL'H  (liirdi  einen  .Viitoiinl'.ill  niiis  Lehen,  l'ittsclian  tmi;  seinen  riehtiKcn 
.Vanieii.  Avnrde  .ain  2(.  .M;irz  in  Merlin  ««''mri'n  und  w.ir  nnverhciratel. 
Seine    liek.itintesten    .Filme    w.iri-n:     ..Die     Ki.si-rne    Hraiil  ',    ..KrinnerunKcn 

einer     .\oiine",     .,l):is     k.     ii.     k.     M.illellniädel  ".     ..Der    erste     KnIJ".    Jris 

.\rl.ins  Adresse  ist  Herliii-Cliarloitcnhi'r);-  W  i-slenil.illee  71.  Die  KüilsI- 
leriii  spielte  n.  .a.  in  ..(iliick  hei  l'rriiieii  ■.  ..l'in  Frauen  iiinl  (it'ld". 
..Schwester  M.ari.i".  —  llenny  Porten  wohnt  Merliii-Dalileiii,  Parkstr.  74, 
^ihl    Aiito^iamnie    und     ist    eine    {tioUe     Mluineul'reiindiii. 

Ernst  K.,  Stellin:  (>l>  Lilian  ll:ir\ey  mit 
ilem  hetretTetiden  Herrn,  der  ihr  in  .Stet- 
tin das  Auto  /.nr  Verfii(;iins  (testeilt  li:it. 
verwandt  ist  inler  nicht,  können  wir  Ihnen 
heim     hesten     Willen     nicht     s:i;;en. 

Fritz  T.,  Insterburg:  Paul  W  enenoi  ist 
(»stpreiilie.  ■  Me\ nr  er  zur  Miihiie  und  zum 
l'ilm  niiif;-.  studierte  er.  —  Wenn  sie  /um 
l'iliii  wollen,  so  müssen  Sie  sich  mit 
den  Kilinj^esellschalten  in  Verhindiinj; 
setzen.  Adressen  finden  Sie  :in  anderi'r 
Stelle. 

Hilde  G.,  Berlin:  sie  h.ilieu  recht.  Pola 
.Xc-ri  h.it  die  ritclndle  der  ..Madame 
Duliariy  •  gespielt.  —  Die  ILinplilarsielli-i 
von  ..Hanseaten'  w.iren  l'rilz  .Vlherti.  ller- 
miiie  sterler.  Werner  Pittsch:iu  t.  Ren.ile 
Mr.iiise»  clter 

Anita  C,  München:  Klisaheth  HerKiier 
«oliiit  Merlin-Dalilem.  rarad.iyvven  l.i.  und 
hat  am  17.  April  (ichurlsta};.  —  l.ilian 
ILiiM-ys  Adresse  ist  Merlin  -  VVestend. 
Ahoi  n.illec  111-17.  Dil'  Künstlerin  wurde 
.Uli  III.  .I.aiiii.ir  ;;ehorcii.  —  Den  I'.iki'Ii  in 
..M.iria  .Stuart'  s|iiclte  Martin  Herzherii- 
Wir  hallen  den  Knnstler  an  das  Aiilii- 
il'r:imm  erinnert.  Alter  licIiliK'  ;;i'raten. 
,.Uie  ll.illivx  iiclisit;i'ii-  ist  in  Hi'rlin  scliiin 
ur:iiit^i'fulirt  worden.  Herzher;^  hevorzu^i'l 
jeden  W.assersport  iiml  sehwärint  hesuu- 
ders    für    Nelken. 

Louise  Brooks-Verehrer,  Gelsenkirchen: 
Louise  MrciiiUs  ist  .im  sichersli'ii  durch 
ilie  lloni-l'ilm  A.-t...  Merlin  s\\  in.  Kried- 
jiclistr.  22."i.  zii  erreichen.  .Sie  ist  Ame- 
rik.anerin.  in  \\  icliil.a  ;i'ehoren.  (i'esehieih'ii. 
Ihn  neuester  l'ilm.  in  Krankreii'li  (jedrelit. 
lieilit  ..Schiinheitskont  iirrenz".  —  Andere 
Kiline  mit  Mri^itte  Helm  als  die  von 
Ihnen    aiil^cz.ililti'ii    ivihi    es    nicht. 

,,Glm",  Hamhurg:  Wladimir  (laldarow 
liiftl  aii^if nhliiklich  die  Vorl'ereiliiii;;en  zu 
seinem  ersten  l'ilm  in  ei^jener  liesell- 
scli:ift.  Der  Künstler  hat  seine  W'obiiiliiK 
in  Merlin-ll  ih'iis.'e.  .loachiin-Kriedrieli- 
str.iUe  .'):i.  und  ist  mit  der  russischen 
Schauspielerin  t'ltca  (izowsk.ija  \erlieii.i- 
tet.  Alter  richtig;  iteialen. 
H.irvcy  wurde  ,im  III.  .laiinar  in  l.onilou 
huren,  ist  leditr  und  wohnt  Merlin-Westend,  .Miorn.illee  l(i-17.  Kiiiift'' 
ihrer  Filme:  ..Liehe  und  'rrompeli'iilil.i-cn".  ..Dil'  keusche  sus.iiiiie". 
..Die  lulle  I.ol.r-.  ..Prinzessin  Trull.ilja".  ..Ihr  dunkler  Punkt".  ..Adi"i(. 
M.iscoite'  .  Ihr  niiehsler  Film:  ..Wenn  du  einni.il  dein  Herz  verscln-iiksf  . 
In  Arheit;  ..  l.iehes«  ;ilzer".  Das  Alti'r  dei  Sl.us  wird  ,iiis  Prinzip  \'Hi 
■  ins    nicht    veröffentlicht. 

A.  W.,  Berlin:  (Jerda  Maiiriis  wnhul  Merlin  -  Steglitz.  riior«aldseii- 
sii.il.te   1'.').    und    li.it    :iin   l'.'^i.     Viiuust    ( ii'hiirtslau. 

Ella  B.,  Berlin:  Ol.if  l'iinss  wohnt  Kopenhascn.  Si.  KnmUve.v  i'C. 
M.irlene  Dietrich  Merlin  W.  K.iisei.i  llee  .".1.  Klleii  Plessow  Merlin-H:ili'n 
see,  .N'esiorsir.iUe  .'>:t.  I  liarlotte  Sus,i  Merliii-ILilciivee.  (ieorst-W  illielm- 
S|r,iUe  Ii.  Vvetle  D.irnys  Merlin  W  :to.  Mot/str:ilie  i'l.  C.irl  Hiisz.ir  Merlin 
SchöiH'hcr«.    St.iruherKi'i     Str.ilJc    i. 


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Si'li'S.    Kai.,    IS.V..    ncl)on-ii.      Wir    nchiiii'ii    .111.   daU   er    wieder    l'iliüi'ii    wird. 

I.  A.,  Frankfurt-Main:  tiri'i.i  (::irlio  liaf  .iiii  17.  .Xpril  (icliurtsl.iLV. 
1^0  S.\  111  w  iirili'  .1111  :>.  .Iiili  ;;i'l)ori'ii.  —  Wilhelm  Dirterlc  ist  mit  (  li.ir- 
loltc  HaKi'iihr.ich  \  crrMalill.  —  Wrnu'r  l'iii-ltcrer  ist  li'di;;.  —  Willy 
Kritscii  i>t  fi  liis  7  .laliri'  heim  riliii.  N'orher  lu-i  der  .siiireelilnihiie.  ,\ller 
ricliti«-    ijcralon. 

Robert  J.,  Frankfurt-Main:  Holt'  von  Cutli  delnitierie  in  di>m  l"l';i-l'ilm 
..Vom  'r.itiT  fehlt  jed"  ^'piir'".  Her  Künstler  wurde  ;im  .'•.  Xuvemher  in 
\\  indhnk  I  Sud.'.frik.i  I  Ketiiireii.  liilder  von  v.  (imith  und  den  .indiMen  Kiin-t- 
lern  erh.ilti'U  .Sic  unseres  Wissi'Us  In  .lihri  •;r'iüeii  Paiiii-rliandlunucn. 
Die    Adre^-e   der    Sir.iulJ-Kilnif;e>ellscli.ilt    ist    Herliu   SW    IS.    Krieilrieh^tr.  J:l. 

P.  P.,  Lausanne:  l'eter  N'oss  wohnt  Uerliii.  .Miinchciier  StralJe  :•>!.  Er 
ist  eehorener  lloNli'iin'r.  unverh.'ir.itel.  f;ilit  .\  utoiir.imme.  Er  spi'lt 
die  m.iniilirlie  ll.;npirolle  in  dem  l'ilni  ..Spielereien  einer  Kaisi-rin'. 
l!iU1i-r    von     \"(ivs    erli.ilien    Sie    in    jeder    iiroßert-n    I*;ipi<'rh:indluutc. 

Karl  B.,  Leipzig:  W.ilter  Kilha  wohnt  Uerlin-CharlottcnhurK.  W:uhol- 
der«et;    ('..      und    «llil    .Vutourrimme. 

Lambert  v.  Seh.,  Materborn:  Wenn  sie  zum  l'ilm  wollen,  so  ist  es 
.irii  i.ils.ini-len.  .Sie  sclireilien  direkt  an  die  Fi  Im.ücsellseh.-il'li'il.  \\  ii 
ni  niieti  Ihnen  die  11:1.  Herlin  .SW  (is.  Koehsir.ilic  fi — S.  Xiilional.  Uerliii 
SW  IS.  l-fiediiihstr:ilie  in.  .V.il.i.  Uerlin  sW  IS.  I"riedriehsir.il.',e  iJ.i. 
'I'i'rra.  Hi'rlin  S\\'  (;s.  Koelistr;iUo  7:<.  Dentseln-  ftiivcrs:il,  Heiliii  W  s. 
M:inerstr.ilje    hi'.     si.irl'ilin.    Berlin    SW     l.s.    l'rieilriehstraUe    lMS. 

Toni  K.,  Linnicb:  i>ic  Adresse  von  (ierd.i  .Maiirns  liiulen  Sie  ;u' 
.■inden'r    Stelle. 

Leni  Riefenstahl-Verehrer  R.  Z.,  Zürich:  I.eiii  liiefenstrihl  widiiit  l!er- 
lin-\\ilmer-dorf.  II  iridenlMir(;>lr.ilie  !ii'.  Sie  i^t  l>eutsi-hc.  ledi«.  i,'il)t  .Vnln- 
urimme  iiml  li.-i;;!  iliri'U  licliti^i-n  \;innMi.  Ihre  l'ilme:  ..Der  heilini' 
»et--.  ..Das  Sehiek-al  iler.'r  von  H;ihsl,urK'.  ..Die  wciUe  Holle  ^  um 
l'iz    l':ilii  ■.      Ein    iomut    l'ilm    mit    ihr    ist    noch    nieht    .•iimc'kiiiidi';t.. 

Filmfreundin  Eva  C,  Köln:  Wir  liitti-n.  von  einer  HihKemlnn:' 
<i  ewndlieli»!  ;ili-elieii  zn  wiilli'ri.  d.'i  wir  iinr  l'liotos  von  St;iis  und  iiiih 
^olelic  \  on  unseren  Lesern  hrinjien.  —  Wenn  Sie  l''iluisrh;itispielerin 
wenlen  wollen,  so  ist  es  am  zw  eekmäUinsten.  Sie  wemlen  sieh  unmittel- 
h.ir  an  die  Eilm«esellsehaften.  Wir  üelien  Ihnen  i'inij^e  .\dic-sen:  l'la. 
Herliu  .s\V  tis.  Koehstr.ilJe  K-s.  X.ition;il.  Merlin  SW  IS.  I'riedriehstr.  |o 
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an  uns  voriiliiT.  Kür  die  ^  ielen,  die  seihst  dort  dr.-inUen  ;;e-t.incle;i 
h:ilien.  ein  Bmh  der  Eriniu'riinfr.  I"'ür  die  .inderen.  die  Frennle  und 
Viiw.indte    dort    ilr.iulJeli     l.issen    mnl-'ten.    ein     Buch     des    <;edeiiki'ns. 

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siliiehte.  Eine  .Aneinanderreiliuni;-  Min  kleinen  Stiinmunir-liildern.  .Milieu 
der    (!eKeuw;irt.     ins    dem    die   Ver;;.inH;enheit    wäehs;. 

Eine  Heihe  von  .Novellen,  .-in  sieh  lose  :ineiu.indersefüt;t.  nur  zn- 
~.iiiinieni;eli.ilten  durch  das  einzi);«'.  «roBo.  ;;r;iusif;c  Erlehiiis  des  Krieges. 
W  irklieh  ein  nn-ichlharc^  Denkmal.  Ein  Buch,  dem  ni.in  weiteste  Ver- 
lueitnn^  wiinvehen  mochte.  Die  l'hoto;;r.ipliien.  dnrchwe;;  ivpische.  ^iil 
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von  Cliezy.  der  (iclichten  Ch.imissos.  ^-eht  der  neue  B.iiul  des  (iroMen 
Biockh.ius.  der  wii'der  reiches  K.irtcnm.iteri.il.  inslrnktivi'  Bilder  und 
Skizzen  cnth.-ilt.  Der  Blntkrei^Linf  wird  in  iill'  seiiiei;  .\rten  hei  .Mensch 
und  Tier  in  W  ort  und  f.irhi^em  Bild  erl.intert.  Dem  B.  (i.  B.  ist  eine 
kl.ire.     leielitf:il.llielie     D.ir-Ielliinu-    i;ew  iilinet 

Die  .M;irk  Hr.indenliin ;;  wird  neii.in  -o  wie  Br;isilieii  wder  Hieinen  niil 
Bri'skiu  in  inslriiktiveii  K:irtcii  u;ezei^t.  Das  British  Empire  wird  iii-\nt- 
s:itz<-n    und    Zeielinnuneii    zirfiliedei  t. 

(her  Briieken  und  Brüekeiih.ii!  orienlieri-n  die  m'i  vcliieili'ii^ten  .\rliUe| 
und  sechs  Tafeln,  die  ;'lles  AVi>sensw  erte  von  dem  .■ilieii  B.iii  des  Aii(;n^iiis 
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Das  ,.F  i  1  m  ■  M  a  i<  a  z  i  n  vcreinijit  mit  F  i  1  m  w  c  1  t  '•  erscheint  einmal  wüchenllich.  Beslellunilen  in  allen  Scherl-Filialcn,  Buchhandlunijcn  und  bei  der  Post  It  Postzeitungsliste. 
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Ilkledi« 

des  Herzens 

Der  erste  Ufa-Ton-  und  Sprechfilm  der  Erich  Pommer  Produktion 

mit 

D  i  t  a     P  a  r  I  o 
Willy  Fritsch 


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,  9«5  Uhr 
,  91s  Uhr 


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